Boom von nachhaltigen Fonds – echtes Wachstum oder Greenwashing?

 

Der Markt für nachhaltige Geldanlage wächst seit Jahren schnell. Doch was sich im ersten Quartal 2021 auf dem deutschen Markt entwickelt hat, lässt aufhorchen: Das für deutsche Kundinnen und Kunden verwaltete Vermögen nachhaltiger Fonds ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 107 Milliarden Euro auf einen neuen Höchststand von 254 Milliarden Euro angestiegen, wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) berichtet. Dies entspricht einem Anteil von 8 Prozent am Gesamtmarkt. Ende 2020 lag der Anteil noch bei 5 Prozent.

Die Integration von ESG-Aspekten im Investmentprozess ist mittlerweile nicht nur für große institutionelle Investoren – wie BlackRock oder den norwegischen Staatsfonds – unumgänglich. Auch Privatanleger wünschen sich Gewissheit, dass durch ihre Kapitalanlage keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt ausgehen. Es geht um mehr als nur noch die Fokussierung auf Rendite und Risiko und Anleger haben mit einem der wichtigsten Produktionsfaktoren, dem Kapital, einen entscheidenden Hebel in der Hand. Unternehmen, die nicht nachweislich ESG-konform handeln, werden künftig höhere Refinanzierungskosten zahlen müssen.

Die Zahl der in Deutschland zugelassenen ESG-Fonds hat im vergangenen Jahr mit 249 einen Höchstwert erreicht. Auch 2021 geht das Wachstum weiter: Die Scope-Analysten haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres 56 neue Fonds identifiziert. In Deutschland stehen Anlegern nun insgesamt mehr als 1.500 ESG-Fonds zur Verfügung. Zu der Gruppe zählen Fonds, die bei ihren Investments ökologische und soziale Faktoren sowie Grundsätze einer guten Unternehmensführung berücksichtigen. Zusammen verwalten diese Fonds zum Ende des ersten Quartals 2021 mehr als 700 Mrd. Euro. Damit hat sich das Volumen in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt.

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Die Credit Suisse und BlackRock entwickeln gemeinsam die nächste Generation von zweckorientierten Anlagen, die attraktive Private-Equity-Renditen im Einklang mit den Credit Suisse Supertrends bieten sollen.

 

Es handelt sich dabei um die erste in einer Reihe von Anlageinitiativen im Private-Wealth-Bereich, welche für ausgewählte Privatanleger entwickelt wurden. Dabei wird eine doppelte Wirkung angestrebt: Ziel sind gleichzeitig attraktive Renditen auf das investierte Kapital sowie ein positiver Beitrag zur Bewältigung wichtiger gesellschaftlicher Entwicklungen.

Der «Health and Wellbeing-Fund» ist so konzipiert, dass eine Vielzahl von Anlagemöglichkeiten in vier Teilbereichen ermöglicht wird: körperliche Gesundheit und Wohlergehen, psychische Gesundheit und Entwicklung, Ernährung und Ressourcen sowie finanzielle Gesundheit. Diese Themenbereiche sind im Kontext der COVID-19-Pandemie in den Fokus gerückt und verstärkt worden und werden von den Credit Suisse Supertrends «Werte der Millennials», «besorgte Gesellschaften» und «Silver Economy» untermauert. Zudem stehen sie im Einklang mit einer Auswahl der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN SDGs), darunter die Förderung von Zugang, Bezahlbarkeit, Innovation und Inklusion. Kunden erhalten so die Möglichkeit, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und zugleich Rendite zu erzielen.

Lydie Hudson, CEO Sustainability, Research & Investment Products (SRI) bei der Credit Suisse, kommentiert: «Die Credit Suisse und BlackRock stellen ihr gemeinsames Engagement für Impact Investing unter Beweis, indem sie innovative Finanzlösungen für globale gesellschaftliche Herausforderungen anbieten. Das gemeinsame Programm nutzt die Größe, das Know-how und die Stärken beider Unternehmen für ein starkes Anlageerlebnis mit attraktiven Ergebnissen. Wir freuen uns, mit BlackRock als bewährtem Private-Equity- Spezialisten zusammenzuarbeiten, um Anlegern die Möglichkeit zu bieten, gezielt und zweckorientiert zu investieren.»

Michael Strobaek, Global Chief Investment Officer bei der Credit Suisse, ergänzt: «Unsere Supertrends haben langfristige Anlagechancen aufgezeigt, welche sich aus dem weltweiten Bedarf nach Gesundheit und Wohlergehen ergeben. Dies verstärkt unseren Einsatz, Anleger dabei zu unterstützen, ihre Portfolios nachhaltiger zu gestalten. Dafür benötigen wir ambitionierte Lösungen – und wir sind überzeugt, dass wir durch unsere Zusammenarbeit mit BlackRock einen bedeutenden Beitrag leisten können, um den Zugang zu Gesundheit und Wohlergehen zu verbessern.»

Mirjam Staub-Bisang, CEO BlackRock Schweiz und Senior Advisor für BlackRock Sustainable Investing (BSI), kommentiert: «BlackRock und die Credit Suisse teilen die Grundüberzeugung, dass Kundinnen und Kunden eine attraktive finanzielle Rendite und gleichzeitig eine messbare ökologische und soziale Wirkung erzielen können. BlackRock Private Equity Partners kann auf eine langjährige Erfolgsbilanz bei der Identifizierung nicht börsenkotierter Unternehmen zurückblicken, die sich im Bereich Gesundheit und Wohlergehen durch Innovation und Wachstum auszeichnen. Dies ist die erste aus einer Reihe von Impact-Initiativen, die wir in den kommenden Jahren gemeinsam mit der Credit Suisse entwickeln werden.»

 

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Credit Suisse (Asset Management), Taunustor 1, 60310 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 7538 1111, Fax: +49 69 7538 1796,www.credit-suisse.com

M&G investiert in nachhaltige Verkehrswende mit TIER Mobility (TIER),  Europas führendem Anbieter von gemeinschaftlich genutzter Mikromobilität, die es Städten ermöglicht, ein nachhaltigeres Umfeld zu schaffen.

 

M&G ist der jüngste Investor von TIER. Die Investmentgesellschaft hat sich neben den bereits vorhandenen Anteilseignern an einer Finanzierungsrunde der Serie D in Höhe von 200 Millionen US-Dollar beteiligt.

Das Unternehmen ermöglicht es Städten, sich in Richtung einer emissionsfreien Zukunft zu bewegen, indem es den Menschen eine Reihe von Elektrofahrzeugen zur Verfügung stellt. Das 2018 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin setzt bereits 135.000 E-Scooter, E-Bikes und E-Mopeds in 150 Städten in 16 Ländern ein. In Großbritannien nimmt TIER derzeit an den Pilotprojekten von “Transport for London” mit E-Scootern in verschiedenen Bezirken der Stadt teil. Ein neues Kapital wird auch die Einführung des TIER Energy Network sein, bei dem Tausende von Batterieladestationen in Unternehmen in Städten in ganz Europa installiert werden, um Elektrofahrzeuge auf möglichst effiziente und nachhaltige Weise zu betreiben. Die Nutzer können an einem Netz von Ladestationen, die von lokalen Unternehmen betrieben werden, entladene Fahrzeugbatterien einfach gegen geladene austauschen und werden jedes Mal mit einer kostenlosen Fahrt belohnt.

M&G hat die Investition im Rahmen seiner Catalyst-Strategie getätigt, die bis zu 6 Milliarden Euro an Kapital für private Unternehmen bereitstellt, um Innovationen und positiven Impact zu fördern und eine nachhaltigere Welt zu schaffen.

Niranjan Sirdeshpande, Director des Catalyst Investment Teams bei M&G, kommentiert: “Der letzte Kilometer einer Fahrt in der Stadt ist in den meisten Fällen sowohl für Staus als auch für schlechte Luftqualität verantwortlich. Jetzt, wo die Lockdowns in ganz Europa aufgehoben werden und die Pendler auf die Straßen zurückkehren, ermöglicht TIER es den Menschen, sich für nachhaltigere Verkehrsmittel zu entscheiden, ohne Zeit und Tempo zu verlieren.”

Lawrence Leuschner, CEO und Mitbegründer von TIER, sagt: ” Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit M&G Investments und werden von ihrer Erfahrung als langfristiger Investor erheblich profitieren. Die Finanzierung, die über eine ihrer Impact-Investmentstrategien erfolgt, stellt TIER zusätzliche Ressourcen zur Verfügung, um unsere Mission “Change Mobility For Good” zu erfüllen, indem wir Städte dabei unterstützen, ihre Abhängigkeit vom Auto zu reduzieren und sich in Richtung einer emissionsfreien Zukunft zu bewegen.”

 

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M&G International Investments Ltd., mainBuilding, Taunusanlage 19, ­60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 1338 6757, www.mandg.de/

Ziele sind die Senkung der CO2-Emissionen des Investmentportfolios um 50 Prozent bis 2030 und Fahrpläne für einen Ausstieg aus Engagements mit Kohlebezug

 

Fidelity International (Fidelity) hat heute seine erweiterte Klimaanlagepolitik vorgestellt, der ein aktives Engagement zugrunde liegt. Damit richtet der globale Asset Manager mit einem Kundenvermögen von 787,1 Milliarden US-Dollar seine langfristige, aktive Vermögensverwaltungsstrategie auf eine Zukunft mit Netto-Null-Emissionen aus.

Als Gründungsmitglied der Net Zero Asset Managers Initiative1 verpflichtet sich Fidelity, den CO2-Ausstoß in seinem gesamten Portfolio bis 2030 um 50 Prozent ausgehend vom Stand 2020 zu reduzieren.

Als Orientierung für diesen Prozess führt Fidelity eigene Klima-Ratings ein. Hierfür nutzt der Vermögensverwalter seine internen Research-Kapazitäten, um die Netto-Null-Ziele und -Fortschritte der Portfoliounternehmen zu bewerten und Ziele für den Netto-Null-Pfad der Fidelity-Fonds festzulegen. Im Sommer hatte Fidelity verbesserte Abstimmungsverfahren eingeführt, mit denen Unternehmen zur Einhaltung von ESG-Mindeststandards angehalten werden. Zusammen mit der neuen Klimaanlagepolitik wird dies Unternehmen darin bestärken, ihren Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel zu leisten und in einer kohlenstoffärmeren Welt Mehrwert für alle ihre Interessengruppen zu schaffen.

„Als verantwortungsbewusste Investmentgesellschaft müssen wir den CO2-Fußabdruck, der Portfolios, die wir für unsere Kunden verwalten, verstehen. Deshalb müssen wir mit den Portfoliounternehmen, in die wir investieren, zusammenarbeiten, um die Emissionen im Einklang mit den globalen Netto-Null-Zielen zu reduzieren“, sagt Jenn-Hui Tan, Global Head of Stewardship and Sustainable Investing bei Fidelity International.

„Fidelity legt in viele weltweit führende Unternehmen an. Unseren Einfluss als aktiver Vermögensverwalter wollen wir nutzen, um unseren Beitrag zum Erreichen der weltweiten Klimaziele zu leisten. Ziel dieser langfristigen, von aktivem Engagement geprägten Politik ist es, Unternehmen für ihren CO²-Fußabdruck zur Verantwortung zu ziehen und sicherzustellen, dass transparente öffentliche Märkte die Dekarbonisierung vorantreiben.“

Klima-Ratings

Das Klima-Rating-Verfahren von Fidelity stützt sich auf die Expertise der eigenen Research-Analysten, Nachhaltigkeitsspezialisten und über 400 Investmentexperten rund um den Globus. Dabei werden Unternehmen anhand ihrer eigenen Verpflichtung zur Ausrichtung ihres Geschäfts auf eine Welt mit Netto-Null-Emissionen bewertet.

Klima-Ratings werden für alle Unternehmen im Anlageuniversum von Fidelity eingeführt und in allen Anlageentscheidungen einbezogen. In der ersten Phase werden mithilfe der Ratings Möglichkeiten für einen aktiven Dialog in Sektoren mit hohen Umweltauswirkungen identifiziert und Zwischenziele für 2025 und darüber hinaus festgelegt. So wird sichergestellt, dass sich alle Fonds mit nachhaltigem, umwelt- oder sozialbezogenem Investmentziel auf einem Pfad zu Netto-Null-Emissionen bis 2050 befinden.

Bei Emittenten, die den Analysen zufolge nicht auf dieses Ziel ausgerichtet sind, aber über einen glaubwürdigen Übergangspfad verfügen, strebt Fidelity einen aktiveren Dialog mit dem Management an, um Fortschritte bei der Emissionsreduktion zu erreichen.

„Die Klima-Ratings werden sicherstellen, dass wir unsere Anstrengungen auf die Firmen konzentrieren, bei denen wir die größten Chancen für eine Emissionsreduktion sehen. Ein gezieltes aktives Engagement ist der Schlüssel dazu, die Emissionsziele unseres Portfolios zu erreichen“, so Jenn-Hui Tan.

Fidelity hat sich zudem verpflichtet, die eigenen Emissionen zu senken. Dazu hat der Asset Manager sein Ziel, unternehmensweit den betrieblichen CO2-Ausstoß auf null zu zurückzufahren, auf 2030 vorgezogen.2

Thermische Kohle

Um sein Portfolio auf eine Zukunft auszurichten, in der kein CO2 mehr emittiert wird, verpflichtet sich Fidelity heute, bis 2030 in den OECD-Ländern und bis 2040 weltweit Engagements in thermische Kohle aus seinen Portfolios zu eliminieren.3 Diese Verpflichtung steht im Einklang mit den Empfehlungen der Net Zero 2050-Initiative der Internationalen Energieagentur und den weltweiten Bemühungen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celcius zu begrenzen.

Dieser schrittweise Ausstieg ermöglicht es den betroffenen Unternehmen, unter Beweis zu stellen, dass sie den Übergang bewerkstelligen können. Fidelity begleitet diesen Prozess mit seinen Klima-Ratings und seiner aktiven Engagementpolitik. Wenn ein einzelnes Unternehmen innerhalb von drei Jahren keine Fortschritte in Richtung Netto-Null-Emissionen macht, wird Fidelity eine Veräußerung der Anlage anstreben.

„Ein sofortiger Ausstieg aus kohlenstoffintensiven Unternehmen würde die Wirkung, die wir durch aktives Engagement erzielen können, schmälern. Es dürfte kaum Auswirkungen auf die realen Emissionen haben, noch würde es helfen, in der Frage des Energiebedarf vieler Länder voranzukommen“, so Jenn-Hui Tan.

„Fidelity ist weiterhin bestrebt, Unternehmen bei ihrem Übergang zu unterstützen. Uns ist jedoch bewusst, dass es Aktivitäten und Geschäftsmodelle gibt, die nicht mit einer Netto-Null-Zukunft vereinbar sind. Der Verkauf einer Anlage ist das letzte Mittel, aber auch die einzige Möglichkeit, wenn Unternehmen nicht in der Lage oder willens sind, auf dem Übergangspfad voranzukommen.“

Das Tempo der Innovation und technologischen Entwicklung nimmt immer weiter zu. Daher werden wir auch weiterhin unsere Ziele überprüfen und sicherstellen, dass wir flexibel bleiben und auf bedeutende Entwicklungen in diesem Bereich reagieren können.

Quellen

[1] https://www.netzeroassetmanagers.org/

2 Fidelitys Plan zur Erreichung des Netto-Null-Ziels ist im Corporate Sustainability Report 2021 nachzulesen

3 Zusätzliche Ausschlüsse finden in Fidelitys Nachhaltigkeitsfondsfamilie Anwendung

 

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Fidelity Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, D-61476 Kronberg im Taunus Tel.: 06173/509-0, Fax: 06173/509-41 99, www.fidelity.de

Verdoppelung innerhalb von 12 Monaten

 

Nachdem im Oktober 2020 die Marke von 500 Millionen Euro beim verwalteten Vermögen erreicht wurde, überschreitet quirion nur ein Jahr später die Milliardengrenze. Mittlerweile setzen mehr als 40.000 Kunden auf das ETF-basierte und prognosefreie Anlagemodell der digitalen Vermögensverwaltung. Die durchschnittliche Anlagesumme liegt somit bei rund 25.000 Euro.

Seit Jahresbeginn stieg die Zahl der Kundinnen und Kunden um 58 Prozent, das verwaltete Anlagevermögen – unterstützt von weiter steigenden Märkten – sogar um 74 Prozent. Eine unverändert positive Entwicklung zeigt sich auch bei den Sparplänen. Fast 60 Prozent der Anlegerinnen und Anleger setzen (auch) auf den Sparplan und legen regelmäßig Geld in ihren ETF-Portfolios an.

Im September hatte quirion außerdem seine Produktpalette um Sachwerte erweitert und ein erstes immobilienbasiertes Investment angeboten. In Zukunft sind weitere Angebote geplant.

“Wir setzen unsere Erfolgsgeschichte weiter fort”, sagt quirion-CEO Martin Daut. “Immer mehr Menschen verlieren ihre Berührungsängste gegenüber dem Kapitalmarkt. Das freut mich sehr. Eine breit gestreute Anlage in ETFs ist schließlich ein für viele Anlegerinnen und Anleger gut geeignetes Mittel gegen Null- und Negativzinsen. Die erste Milliarde ist auch eine tolle Bestätigung und zusätzliche Motivation für das ganze quirion-Team.”

Über quirion

quirion ist einer der führenden Robo-Advisor in Deutschland und bietet Anlegern den Zugang zu einer professionellen Vermögensverwaltung an. quirion ist eine Tochter der Quirin Privatbank. Anleger können über www.quirion.de mit kostengünstigen, effizienten Anlageprodukten von den Ertrags-Chancen der internationalen Kapitalmärkte profitieren. Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank, gründete quirion 2013. Schmidt gilt in der Branche als Vorreiter: Vor quirion revolutionierte er bereits zwei Mal den Bankenmarkt – mit der Gründung des ersten Onlinebrokers Consors und der Gründung der ersten Honorarberaterbank Deutschlands, der Quirin Privatbank.

 

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quirion AG, Kurfürstendamm 119, 10711 Berlin, Tel: + 49 (0) 30 89021-400, www.quirion.de

„ETFs stehen in Deutschland vor einem weiteren massiven Wachstumsschub“, kommentiert Kai Friedrich, CEO der ebase, die Ergebnisse der aktuellen Studie „Anlageverhalten und Trends bei Privatanlegern in Deutschland: Exchange Traded Funds“ von ebase, welche auf einer repräsentativen Befragung von 1.000 Privatpersonen basiert.

 

Bereits heute haben schon rund 25 Prozent der Deutschen über 18 Jahren einmal in ETFs investiert oder tun es aktuell. Dieser Anteil wird angesichts der Umfrageergebnisse noch stark zunehmen: „Mehr als 60 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass sie in den kommenden drei Jahren ihren ETF-Bestand weiter ausbauen“, betont Friedrich. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren haben erst 44 Prozent der Deutschen angegeben, ihr ETF-Engagement ausweiten zu wollen.

Besonders erfreulich ist nach Ansicht von ebase, dass ETFs nicht als kurzfristiges Spekulationsobjekt angesehen werden. Mehr als 72 Prozent der Befragten sind überzeugt, ETFs seien für den langfristigen Vermögensaufbau gut oder sogar sehr gut geeignet. „ETFs sind, ebenso wie zahlreiche aktive Fonds, ein sehr effizienter Weg, sich langfristig am Wachstum der Kapitalmärkte zu beteiligen. Diese Überzeugung scheint sich breit durchzusetzen“, stellt Friedrich klar. Auch die Renditechancen mit ETFs werden positiv wahrgenommen. Knapp 70 Prozent der Anleger sehen in ETFs eine gute Anlagealternative im Zinstief und jeweils rund 65 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen die Risikostreuung und die hohen Renditechancen, die sie mit ETFs verbinden.

„Eine besondere Rolle für den langfristigen Vermögensaufbau kommt hierbei Aktienindex-ETFs zu“, sagt ebase-CEO Friedrich. So können sich 57Prozent der Befragten vorstellen, in den nächsten 12 Monaten in einen Aktienindex-ETF zu investieren, beinahe jeder Dritte sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit. Bei Renten-, Rohstoff- und Geldmarktindex-ETFs sind die Zustimmungsraten etwas geringer.

Eine starke Präferenz für ETF-Investments weist insbesondere die Altersgruppe der 31- bis 39-Jährigen auf. Hier können sich sogar rund 82 Prozent der Befragten vorstellen, ihre ETF-Bestände in den nächsten drei Jahren auszubauen, bei mehr als der Hälfte von ihnen ist das sogar recht wahrscheinlich. Das Gleiche gilt für die Besserverdiener, von denen ebenfalls rund 80 Prozent der Befragten neue Investments in ETFs erwägen, davon die Hälfte mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Um das gewachsene Kundeninteresse an ETFs bedienen zu können, hat ebase sein ETF-Angebot laufend optimiert. Inzwischen hat ebase rund 1.200 ETFs von zahlreichen namhaften Emittenten im Angebot, davon sind mehr als 1.100 ETFs sparplanfähig und mehr als 500 ETFs auch VL-fähig. „Wir sehen uns als eine der führenden B2B-Banken für das ETF-Geschäft in Deutschland und sind auf das zu erwartende Wachstum bei Exchange Traded Funds gut vorbereitet“, erklärt ebase-CEO Friedrich abschließend.

 

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European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard-­Reitzner-­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Auszeichnung in der Kategorie „Company of the Year“

 

Die Apo Asset Management GmbH (apoAsset) ist die Gewinnerin des diesjährigen Fondsfrauen-Awards in der Kategorie „Company of the year“. Damit wird das Engagement des Unternehmens für mehr Gender Diversity in der Fonds- und Finanzbranche gewürdigt.

apoAsset ist aus Sicht der Jurorinnen und Juroren des Fondsfrauen-Awards das Unternehmen in Deutschland, das sich im zurückliegenden Jahr am meisten um die Frauenförderung gekümmert hat. Dafür hat es am gestrigen Tag in Hanau die Auszeichnung „Company of the Year“ erhalten.

„Wir investieren nicht nur in die Gesundheit von morgen, sondern auch in die Zukunft unseres Unternehmens“, erläutert Claus Sendelbach, Geschäftsführer der apoAsset, eine der führenden Fondsanlagegesellschaften mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Gender Diversity wie auch Diversity insgesamt werde in der Fonds- und Finanzbranche noch nicht als das gesehen, was es ist: Ein zentraler Baustein für den Erfolg eines jeden Unternehmens. Und dieser ist eng verknüpft mit vielfältigen Menschen und Kompetenzen.

Die Auszeichnung zeige, dass apoAsset in Sachen Diversity auf dem richtigen Weg sei und den eingeschlagenen Pfad weitergehen müsse. Denn insbesondere in puncto Gender Diversity gibt es noch viel zu tun: „Frauen im Fondsmanagement sind noch deutlich unterrepräsentiert“, stellt Magdalena Fest, Portfoliomanagerin bei der apoAsset, heraus. „Für die Mädchen und jungen Frauen, die heute noch zur Schule oder Universität gehen, sollte es künftig selbstverständlich sein, dass sie ihr ganzes Potenzial auch in der Fonds- und Finanzbranche entfalten können. Als Teil der apoAsset einen Beitrag beim Wandel der Fonds- und Finanzbranche leisten zu können, macht mich stolz.“

Der Fondsfrauen-Award, für den geeignete Unternehmen, Frauen und Männer nominiert werden können, wurde in diesem Jahr von dem Karrierenetzwerk Fondsfrauen zum dritten Mal vergeben. Die Auszeichnung „Company of the Year“ geht dabei an Unternehmen, die sich zum Beispiel durch betriebsinterne Programme, gezielte Weiterbildung, Nachwuchsförderung, geänderte Stellenanzeigen, Equal-Pay Policies oder eine neue Unternehmenskultur hervortun.

Die Fondsfrauen wurden 2015 gegründet und setzen sich für die Förderung und Gleichstellung von Frauen in der Finanzindustrie ein.

Apo Asset Management GmbH

Die Apo Asset Management GmbH (apoAsset) ist eine der führenden Fondsanlagegesellschaften mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Sie wurde 1999 gegründet, vielfach ausgezeichnet und verwaltet zusammen mit beteiligten Unternehmen ein Anlagevermögen von rund 5 Milliarden Euro. Ein weiterer Schwerpunkt sind Multi-Asset-Fonds. Das Unternehmen verfügt über ein europaweit einzigartiges Netzwerk für Gesundheits-Investments. Dazu gehören neben dem eigenen Fondsmanagement-Team auch die Beteiligung an der Medical Strategy GmbH, ein hochkarätiger wissenschaftlicher Beirat sowie die Gesellschafter Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (APO Bank) und Deutsche Ärzteversicherung AG.

 

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Apo Asset Management GmbH, Richard-Oskar-Mattern-Str. 6, 40547 Düsseldorf, Tel: (02 11) 86 32 31 0, www.apoasset.de

Geänderte ETF-Namen machen zugrundeliegende Indizes transparent

 

Die DWS hat ihr Angebot an ESG ETFs weiter ausgebaut mit sechs ETFs, die MSCI-Select-ESG-Screened-Indizes abbilden und damit bestimmte Kriterien im Hinblick auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (Environment, Social, Governance; kurz ESG) erfüllen. Gestern, am 20. Oktober, wurden dazu bei sechs Xtrackers-ETFs die zugrundeliegenden Indizes gewechselt, zudem wurden bei einigen ETFs die Pauschalgebühren gesenkt.

Der Xtrackers MSCI World High Dividend Yield UCITS ETF wurde durch den Indexwechsel zum Xtrackers MSCI World ESG Screened UCITS ETF, die jährliche Pauschalgebühr sinkt von 0,29 auf 0,19 Prozent. Der Xtrackers Russell Midcap UCITS ETF ist künftig der Xtrackers MSCI USA ESG Screened ETF, die Pauschalgebühr sinkt von 0,35 auf 0,07 Prozent pro anno. Der Xtrackers MSCI Europe Mid Cap UCITS ETF ist ab sofort der Xtrackers MSCI Europe ESG Screened UCITS ETF, die jährliche Pauschalgebühr sinkt von 0,25 auf 0,12 Prozent. Der Xtrackers MSCI EMU Minimum Volatility ETF wurde zum Xtrackers EMU ESG Screened UCITS ETF, auch hier sinkt die Pauschalgebühr von 0,25 auf 0,12 Prozent pro anno. Der Xtrackers MSCI World AC World UCITS ETF wurde zum MSCI AC World ESG Screened ETF, die jährliche Pauschalgebühr bleibt bei 0,25 Prozent.

Schließlich führt der Indexwechsel dazu, dass aus dem Xtrackers JPX-Nikkei 400 UCITS ETF, der vier unterschiedliche Anteilsklassen hat, der Xtrackers MSCI Japan ESG Screened UCITS ETF wurde. Die jährliche Pauschalgebühr von 0,20 Prozent der 1D-Anteilklasse sinkt auf 0,15 Prozent, während die Pauschalgebühr der GBP-währungsgesicherten (2D), der EUR-währungsgesicherten (3C) und der USD-währungsgesicherten (4C) Anteilklassen jeweils von 0,30 auf 0,25 Prozent fällt (siehe auch Tabelle unten).

Damit wird die Palette an Xtrackers-ESG-ETFs weiter ausgebaut, nachdem im September bereits neun existierende europäische Aktiensektor-ETFs zu ESG-Screened-Indizes von MSCI gewechselt sind, inklusive der Änderung der ETF-Namen. Die ETFs kombinieren die etablierte Methodologie von MSCI für ESG-Screened-Indizes mit zusätzlichen Filtern, unter anderem für konventionelle Waffen. Zudem werden die Unternehmen mit den schlechtesten ESG-Ratings in der Bewertung von MSCI eliminiert1.

„Die Indexwechsel und Gebührensenkungen tragen dazu bei, unsere ETF-Palette so wettbewerbsfähig wie möglich zu halten und eine umfassende Palette an Xtrackers ESG ETFs zu schaffen, von der wir sicher sind, dass sie die Erwartungen der Anleger erfüllt“, sagt Michael Mohr, DWS Head of Passive Products.

 

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Chancen durch breite Streuung nutzen

 

Lieferengpässe, schwächere Konjunkturerwartungen vor allem in den USA, steigende Inflationsraten: Die wirtschaftliche Entwicklung weltweit steht vor großen Herausforderungen. Dies sorgt seit einigen Wochen zudem für höhere Unsicherheit an den Kapitalmärkten. Nach Einschätzung der Hamburger Sutor Bank wird sich die weltweite konjunkturelle Erholung jedoch weiter fortsetzen. In China zeige sich dies etwa an stark gestiegenen Exporten im September. Allerdings dürfte die Erholung nicht mehr auf den gleichen fruchtbaren Boden an den Kapitalmärkten fallen wie in den letzten Monaten. Dafür sind aus Sicht der Sutor Bank die Erwartungen der Investoren und die Bewertungsrelationen zu stark gestiegen. Trotzdem werde es auch im 4. Quartal 2021 Möglichkeiten geben, am Kapitalmarkt Erträge zu generieren. Aufgrund unterschiedlicher wirtschaftlicher Dynamiken in Regionen weltweit komme es nun besonders auf eine breite Anlagestreuung an.

Deutschland: Kauflust der Verbraucher kann nur schleppend bedient werden

Die Lieferengpässe belasten die deutsche Wirtschaft immer mehr. Fast zwei Drittel der Industriebetriebe klagen mittlerweile über Engpässe bei Vorprodukten. Im Automobilbereich stehen aufgrund des Mangels an Halbleiterchips inzwischen Werke tagelang still. Das drückt auf die Umsätze und die Gewinne. Die Wartezeit auf einen neuen Hybrid-Golf beispielsweise beträgt jetzt schon 8 Monate. Die Kauflust der Verbraucher kann nur schleppend bedient werden. Die Probleme strahlen mittlerweile auch auf andere Branchen aus. Laut ifo-Institut klagen 60 Prozent der Großhändler und mehr als 40 Prozent der Einzelhändler über entsprechende Probleme. Folgerichtig hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft etwas eingetrübt, bewegt sich aber immer noch auf einem Wachstumspfad. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 98,8 Punkte gefallen – nach 99,4 Punkten im August und 100,7 Punkten im Juli.

Die Inflation macht sich hierzulande weiterhin bemerkbar. Im September lag die Inflationsrate bereits bei 4,1 Prozent. Insbesondere die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze und der Preisverfall der Mineralölprodukte 2020 wirken sich im Vorjahresvergleich noch bis zum Jahresende 2021 erhöhend auf die Gesamtteuerung aus.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen kräftig ab. Die Arbeitslosenquote sank im September gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent – 0,8 Prozentpunkte niedriger als im September 2020.

Europa: verbesserte Stimmung bei Unternehmen

Die europäische Wirtschaft ist im 3. Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Die zunehmenden Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen haben sich positiv auf die Dienstleister ausgewirkt. Die Stimmung der Unternehmen hat sich in den vergangenen Monaten erheblich verbessert. Im ausfuhrorientierten verarbeitenden Gewerbe der Eurozone schätzen die Einkaufsmanager die Situation derzeit deutlich besser ein als in den Monaten zuvor, auch wenn die Lieferengpässe dazu führen, dass sie die Auftragsflut nur zeitverzögert abarbeiten können.

Die Inflation in der Eurozone hat im September weiter zugelegt und mit 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht. Im Juli hatte die Rate lediglich 2,2 Prozent betragen. Die Mitglieder des EZB-Rats sehen zwar das Risiko, dass die Inflation im Euroraum nicht nur kurzfristig, sondern auch auf mittlere Sicht höher als erwartet ausfallen könnte. Nach wie vor hält die Notenbank den Preisanstieg in diesem Jahr hauptsächlich aber für ein vorübergehendes Phänomen.

USA: Konjunkturerwartungen nach unten revidiert

Laut aktuellem ZEW-Report werden die Konjunkturerwartungen für das zweite Halbjahr 2021 nach unten revidiert. Der entsprechende Indikator sinkt um 9,8 Punkte auf 58,9 Punkte. Damit liegt er auf einem ähnlichen Niveau wie im Dezember 2020. Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich auf das Jahr hochgerechnet um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im 1. Quartal war die US-Wirtschaft um 6,4 Prozent gewachsen.

Die Inflationsrate zog auch in den USA weiter an und lag im September bei 5,4 Prozent, im August bei 5,3 Prozent. Diese Werte liegen weit über den vorherigen Prognosen der US-Notenbank Fed. Auf so hohem Niveau war die Inflation zuletzt in den 1990er-Jahren. Die starke Gesamtnachfrage eröffnet den Unternehmen Spielräume zur Weitergabe der steigenden Produktionskosten – der Druck auf die Preise bleibt grundsätzlich weiterhin hoch.

Angesichts der erhöhten Inflationsrisiken bereitete US-Notenbankchef Jerome Powell die Finanzmärkte auf einen strafferen Kurs der Fed vor. Einstellungsschwierigkeiten nach der Corona-Krise sowie Preisanstiege könnten länger anhalten als erwartet. Falls sich die Inflation verfestigen sollte, werde die Fed reagieren. Das bestärkt die Finanzmärkte in ihrer Erwartung, dass die Fed schon bald den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einleiten und womöglich bereits 2022 die Zinswende vollziehen könnte.

Emerging Markets: Chinas Exporte legen kräftig zu

Die Konjunkturdynamik in China hat sich seit Jahresbeginn zwar insgesamt abgeschwächt, der Exportsektor entwickelt sich jedoch weiterhin kräftig. Gegenüber dem Vorjahresmonat konnten die Exporte im September um stolze 28,1 Prozent zulegen, die Importe wuchsen demgegenüber jedoch nur um 17,6 Prozent.

Die Regierung hat neue Infrastrukturprojekte an die Vorlage positiver Kosten-Nutzen-Analysen gebunden und damit signalisiert, dass sie eine Ausweitung von Infrastrukturprojekten zur Stützung der Konjunktur aktuell nicht für nötig erachtet. Allerdings wurde eine Senkung der Mindestreservesätze zur Stützung der Konjunktur in Aussicht gestellt.

Fazit: Konjunkturelle Erholung wird weniger stark auf Kapitalmärkte wirken

Nach Einschätzung der Sutor Bank wird sich die weltweite konjunkturelle Erholung weiter fortsetzen. Jedoch wird sie nicht mehr auf den gleichen fruchtbaren Boden an den Kapitalmärkten fallen wie in den letzten Monaten. Dafür sind die Erwartungen der Investoren und die Bewertungsrelationen zu stark gestiegen. Trotzdem wird es auch im 4. Quartal 2021 Möglichkeiten geben, am Kapitalmarkt Erträge zu generieren – sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen. Aufgrund unterschiedlicher wirtschaftlicher Dynamiken in Ländern und Regionen weltweit sei es für Anleger daher angebracht, weltweit breit über Aktien und Anleihen zu streuen, um einerseits Renditechancen zu nutzen, andererseits das Portfolio zu stabilisieren.

 

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Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz treibt BlueOrchard den Klimaschutz in Wachstumsmärkten weiter voran

 

BlueOrchard vollzieht das erste Closing des BlueOrchard Sustainable Assets Fund (BOSAF). Der Fonds finanziert grüne Infrastrukturprojekte in Schwellen- und Grenzmärkten und konzentriert sich dabei auf Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und sauberen Transport. Das Ziel ist es, einen Beitrag in Regionen zu leisten, in denen der Infrastruktur- und Energiebedarf am schnellsten wächst.

Der Schwerpunkt des BOSAF liegt auf der Eindämmung des Klimawandels und der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung von Schwellen- und Grenzmärkten. Dafür stellt der Fonds Fremdkapital für Projekte zur Verfügung, die nachweislich eine soziale, ökologische und wirtschaftliche Wirkung haben und gleichzeitig attraktive Renditen erzielen.

Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Doch bei der Finanzierung mittelgroßer Projekte in Schwellen- und Grenzmärkten herrscht immer noch eine erhebliche Finanzierungslücke. Diese Lücke will der BOSAF schließen und fokussiert auf Investitionen in Projekte, die, obwohl sie nicht so groß sind, das Potenzial besitzen, sich über Generationen hinweg auf die Gemeinschaften positiv auszuwirken. Die klaren und messbaren Ziele des Fonds sind auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen abgestimmt.

Der BOSAF erreicht das erste Closing mit Unterstützung durch die Schroders Gruppe und europäischen Investoren, darunter der finnische Church Pension Fund sowie YLE, der Pensionsfonds der finnischen Rundfunkgesellschaft. Der BOSAF steht institutionellen Anlegern in verschiedenen Jurisdiktionen zur Verfügung.

Der Fonds wird von einem erfahrenen Team verwaltet, das über einen langjährigen Track Record und ein Netzwerk für nachhaltige Infrastrukturinvestitionen in Schwellenländern verfügt. In Kombination mit der 20-jährigen Erfahrung von BlueOrchard im Bereich Impact Investing und der lokalen Präsenz in den jeweiligen Märkten, ist das Team bestens positioniert, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Die Wirkungs- und Nachhaltigkeitsziele des Fonds werden von einem internen Expertenteam von BlueOrchard überwacht.

Felix Hermes, Head of Private Equity und Sustainable Infrastructure bei BlueOrchard, sagt: „Rund 75 Prozent der Investitionslücke bei den SDGs besteht aus Infrastrukturprojekten in Wachstumsmärkten. Wir freuen uns, zur Schließung dieser Lücke beizutragen. Dafür nutzen wir die 20-jährige Expertise von BlueOrchard als führendes Unternehmen im Bereich Impact Finance in Schwellenländern. Die starke Unterstützung unserer skandinavischen Investoren für dieses Vorhaben ist eine großartige Nachricht.“

Carolina Minio-Paluello, Global Head of Product, Solution and Quant bei Schroders, kommentiert: „Wir haben den Klimawandel als eine der größten globalen Bedrohungen identifiziert und besitzen als Investoren die Fähigkeit, Veränderungen in der Welt herbeizuführen, indem wir Kapital in Bereiche lenken, die positive Auswirkungen haben. Dieser Fonds mit seinem Schwerpunkt auf der Bereitstellung von Fremdkapital für Projekte, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen unterstützen sollen, ermöglicht es uns, dieses wichtige Ziel zu erreichen.“

Ira van der Pals, CIO des Church Pension Fund in Finnland, sagt: „Es ist dringend notwendig, den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu beschleunigen. Mit einem Netto-Null-Ziel bis 2035 haben wir einen starken Fokus auf Investitionen in Klimalösungen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit BlueOrchard einen erfahrenen Partner gefunden haben, um den Bedarf an Klimafinanzierung insbesondere in den am stärksten gefährdeten Regionen der Welt zu decken.“

Topi Piela, CEO von YLE, dem Pensionsfonds der finnischen Rundfunkgesellschaft, erklärt: „Wir glauben fest an das Konzept des zweckorientierten Ertrags. Wir sind stolz darauf, eine Partnerschaft mit dem führenden Unternehmen in diesem Bereich einzugehen, um Investitionen mit messbarer Wirkung zu tätigen und entscheidende klimabezogene Investitionslücken in Schwellenländern zu schließen.“

 

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BlueOrchard Finance AG, Seefeldstrasse 233, 8008 Zurich, Switzerland, Tel: +41 44 441 55 50, www.blueorchard.com

Weltweit werden mehr und mehr Zinserhöhungen in Aussicht genommen

 

Marktkommentar von Christian Bender, CEFA. Der Autor ist im Fonds- und Portfoliomanagement der SIGNAL IDUNA Asset Management tätig und verantwortet unter anderem den global agierenden Rentenfonds HANSAinternational.

Die vergangenen Wochen waren von einer zunehmenden Nervosität an den Märkten hinsichtlich der weiteren Inflations- und damit auch Zinsentwicklung zahlreicher Währungsräume geprägt. Im Ergebnis nähern sich Marktindikatoren wie die Rendite der 10-jährigen Bund oder der 10-jährigen US-Treasury charttechnisch, zumindest aber psychologisch wichtigen Marken von -0,10 bzw. +1,70 Prozent.

Befeuert wird die zunehmende Nervosität dabei primär von den Statistikern. Während für die deutschen Verbraucherpreise jüngst Inflationsraten von 4,1 Prozent publiziert wurden, sind es bei den Briten 3,2 Prozent, den Norwegern 4,1 Prozent, in den USA 5,4 Prozent und in Australien 3,8 Prozent.

Die Reaktionen der Notenbanken auf diese Daten gleichen sich zunehmend an. Nachdem die US-Amerikaner bereits vor einigen Monaten wohlfeil formulierten, dass sie sich eine Zinsanhebung im kommenden Jahr vorstellen könnten, zogen Briten und Australier in den letzten Wochen mit Ankündigungen nach. Die Norweger haben bereits – auf niedrigem Niveau – gehandelt und im September ihren Leitzins von 0 auf 0,25 Prozent erhöht, die Russen seit Februar von 4,25 auf 7,50 Prozent angehoben. Brasilien ist seit März aktiv und hat von 2 auf 6,25 Prozent erhöht.

Lediglich die EZB, zumindest wenn man den engeren Zirkel um Christine Lagarde zum Maßstab nimmt, spricht weiterhin davon, dass es keinen Handlungsbedarf gäbe, da alles Inflationäre nur vorübergehend sei, und begründet diese Einschätzung unter anderem mit den aus dem Rhythmus geratenen globalen Lieferketten. Wenn man jedoch erste Stimmen hört, dass die Logistiker durchaus bis Ende 2022 brauchen können, um wieder im Takt zu schwingen, fragt man sich, was die EZB unter „vorübergehend“ versteht. Denn zwei Jahre mit Inflationsraten jenseits der vier Prozent bei einer parallelen Null- oder gar Negativverzinsung senken die Kaufkraft des Vermögens, aber auch der Einkünfte privater Haushalte um bald zehn Prozent.

Noch viel bedenklicher stimmt, dass parallel die Preise im gewerblichen Bereich in Deutschland im September um 14 Prozent gestiegen sind – nach bereits 12 Prozent im August. Energie, Dünger, Holz, Stahl – die Liste der Produkte, die Treiber dieser Entwicklung sind, ist lang. Die Preissteigerungen in einzelnen Produkten liegen teilweise über 80 Prozent. Wenn möglich, werden die Unternehmen diese höheren Kosten zeitnah weitergeben wollen – der Druck auf die Verbraucherpreise sollte deshalb auch abseits der unmittelbar spürbaren Energiepreise anhalten.

Was heißt das für den Anleger? Die Kurse von Euro-Anleihen werden wie zwischen zwei Magneten hin- und hergezogen. Auf der einen Seite steht die EZB, die mit ihrer unbegrenzten Marktmacht seit Jahren nahezu alles an verzinslichen Wertpapieren aufkauft, was ihr in die Finger gerät und die Renditen unter Druck zu halten sucht. In ihrem Gefolge befinden sich diejenigen, die sich – angelehnt an die alte Weisheit „Don’t fight the FED“ – opportunistisch verhalten. Auf der anderen Seite stehen die eher fundamental orientierten Marktteilnehmer, die – vielleicht naiv – davon ausgehen, dass eine der größten Währungen der Welt einen Realzins bieten muss, um Anleger zu finden. Mit ihren Verkäufen und Futures-Operationen fordern sie die EZB heraus – und hoffen letztlich auch auf Teile der Politik, mehr aber noch auf die breite Öffentlichkeit. Auf dass diese aufbegehren möge gegen das Vorgehen der EZB.

Derzeit findet dieses Aufbegehren aber nicht coram publico statt, sondern lässt sich primär in den Währungsbewegungen ablesen. Seit Jahresanfang hat der Euro gegenüber dem US-Dollar 4,7 Prozent, dem Austral-Dollar 2,3 Prozent, der Norwegischen Krone 7,4 Prozent verloren. Selbst gegenüber dem Britischen Pfund gab der Euro in diesem Jahr 5,6 Prozent nach – und das obwohl die Nachrichtenlage nach dem Brexit ein eher düsteres Bild der Verfassung der britischen Wirtschaft malt. Auch die Schwellenländerwährungen laufen dem Euro davon: Der Rubel wertete dieses Jahr 10,3 Prozent auf, der Renminbi 7,5 Prozent und Indiens Rupie 2,3 Prozent.

Das ist ein Misstrauensvotum, das die inflationären Bewegungen über höhere Importpreise in der Eurozone noch verstärkt, aber die Exportchancen verbessert. Insofern ist nicht zu erwarten, dass sich die EZB dagegenstemmen wird.

Aus Anlegersicht bleiben Fremdwährungsanleihen deshalb nicht nur in den kommenden Monaten weiterhin attraktiv. In der Gemengelage aus angekündigten und getätigten Zinserhöhungen außerhalb der Eurozone nimmt die Notwendigkeit, sich längere Durationen ins Depot zu legen, ab. Gleichwohl kann ein aktives Durationsmanagement in den Wellenbewegungen, die durch die Kräfte entfesselt werden, die zwischen den beiden beschriebenen Magneten wirken, einen zusätzlichen Beitrag für die Wertentwicklung des eigenen Anleiheportfolios leisten.

 

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SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Kapstadtring 8, 22297 Hamburg, Telefon (Zentrale): 040 4124-0, www.si-am.de

Die Formen der Finanzberatung werden immer vielfältiger und erfordern unterschiedlich ausgestaltete Produkte.

 

Daher stehen für den Dachfonds Moventum Plus Aktiv ab sofort zusätzliche Anteilsklassen zur Verfügung: „Damit ermöglichen wir es allen Beratern, die passende Anteilsklasse für ihr Beratungsmodell zu nutzen und so den etablierten, qualitativ hochwertigen Investmentansatz für die Kunden optimal einzusetzen“, sagt Swen Köster, Senior Vice President bei Moventum S.C.A.

Neben die bestehenden Anteilsklassen (B) treten jetzt zusätzliche Retail-Klassen (R), Institutionelle Anlageklassen (I) und Clean Share Classes (C). „Wir verbreitern damit das Produktangebot und können so für unterschiedliche Beraterkunden die jeweils spezifischen Anforderungen abbilden“, sagt Köster. Dies betrifft etwa die provisionsbasierte Beratung, die Honorarberatung oder auch institutionelle Kunden.

„Berater erhalten dadurch mehr Möglichkeiten, ihr individuelles Beratungsmodell umzusetzen“, sagt Köster. Dies betrifft vor allem die Preismodelle. Honorarberater haben etwa ganz andere Bedürfnisse als diejenigen, die auf Provisionsbasis beraten. „Dazu kommt, dass bei einigen auch ein institutionelles Geschäft mit größeren Tranchen besteht – und auch dafür haben wir eine eigene Klasse geschaffen“, so Köster.

Entscheidend dabei ist aber: Die inhaltliche Ausrichtung der Teilfonds bleibt unverändert. Die Moventum Plus Aktiv Portfolios Defensiv, Ausgewogen, Ausgewogen Europa, Dynamisch und Offensiv stehen genau wie vorher zur Verfügung und können auf einen extrem langen und sehr erfolgreichen Track-Record zurückblicken. „Gerade dieser Track Record, der Leistungsnachweis seit mittlerweile 14 Jahren, ist eines der Hauptargumente für viele Kunden“, so Köster. „Deshalb haben wir keine neuen Produkte auf der grünen Wiese erschaffen, sondern konsequent die bestehenden Produkte weiterentwickelt.“ Alte wie neue Anteilsklassen profitieren dabei auch von Umstrukturierungen, die zu niedrigeren Gesamtkosten führen.

Nachdem Moventum Mitte des Jahres bereits die Mindestanlage in die hauseigenen Vermögensverwaltungsprodukte auf 5.000 Euro gesenkt hat, geht das Unternehmen nun noch einen Schritt weiter, um mit der hauseigenen Produktlinie Kundenbedürfnisse zu erfüllen.

 

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Moventum Asset Management c/o Moventum S.C.A.,12, rue Eugène Ruppert , L-2453 Luxembourg, Tel +352 26 154 200, www.moventum.lu

In seiner neuen Studie „Future Asset Allocation – Resilienz in der institutionellen Anlage“ untersucht der Real Asset und Investment Manager Wealthcap aktuelle Entwicklungen und Strategien in der institutionellen Kapitalanlage für unterschiedliche Investorengruppen.

 

Die Analyse offenbart, dass sich der Trend der vergangenen Jahre zu höheren Real-Asset-Allokationen weiter fortsetzen wird. Sachwerte profitieren vom Wunsch vieler institutioneller Investoren nach verstärkter Diversifizierung und stabilen Cashflows. Vor diesem Hintergrund werden Fondsstrukturen bei vielen Investorengruppen gegenüber Direktinvestments beliebter. Aus Investorensicht bieten dabei vor allem die Megatrends Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Demografie interessante Chancen, während die Regulierung noch vor dem Niedrigzins als größte Herausforderung für ein resilientes Portfolio genannt wird.

„Es ist unverzichtbar, Trends und Marktentwicklungen aufmerksam zu beobachten und die richtigen Schlüsse für eine resiliente langfristige Anlagestrategie daraus zu ziehen. Unsere aktuelle Studie zeigt, dass Real Assets dabei eine entscheidende Rolle spielen“, fasst Achim von der Lahr, Geschäftsführer von Wealthcap, zusammen und fügt hinzu: „Fast ein Viertel der befragten Investoren gibt an, mit ihrer aktuellen Portfolioallokation die eigenen Renditeziele in den nächsten drei bis fünf Jahren nicht mehr erreichen zu können, vor allem wegen der anhaltenden Negativzinsen. Das ist ein Alarmsignal.“

Die Studie vereint quantitative wie qualitative Elemente und fußt auf drei methodischen Säulen. Die GAC – Gesellschaft für Analyse und Consulting wertete die Asset-Allokation deutscher institutioneller Anleger mit einem Investmentvolumen von mehr als drei Billionen Euro aus. Das Online-Meinungsforschungsinstitut Civey befragte zwischen Mai und August 2021 480 Investment-Spezialisten für die institutionelle Anlage. Hinzu kamen Tiefeninterviews mit ausgewählten Investoren und Experten.

Rentendirektquote sinkt, Interesse an Immobilien und Alternatives steigt

Insbesondere aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds schreitet der Trend zu höheren Alternatives- und Immobilienallokationen in institutionellen Portfolios weiter voran. Gemäß GAC-Analyse sank die traditionell hohe Rentendirektquote in allen Investorengruppen zwischen 2009 und 2020 deutlich. Am stärksten war der Rückgang bei Versorgungswerken (von 58 % auf unter 25 %). Bei Depot-A-Anlegern war der Rückgang zwar ebenfalls signifikant, jedoch weniger sprunghaft (von 78 % auf 69 %).

Parallel bauen institutionelle Anleger ihre Immobilienquote aus. Die Immobilien-Allokationen zeigen deutliche Unterschiede zwischen und auch innerhalb der Investorengruppen: Während Versorgungswerke Anfang 2021 mit rund 20 % ihrer Assets in Immobilien investiert waren, betrug derselbe Wert bei Corporates lediglich 5 %. Im Ergebnis waren zum Jahresanfang 2021 deutlich mehr als 200 Milliarden Euro deutsches institutionelles Vermögen in Immobilien-Assets allokiert. Hiervon machten Lebensversicherer mit mehr als 60 Milliarden den größten, Versorgungswerke mit fast 50 Milliarden den zweitgrößten Teil aus.

In die Zukunft gerichtet unterstützt die Civey-Umfrage diesen Trend. Während 38,1 % der Befragten ihre Immobilienquote in den nächsten drei bis fünf Jahren erhöhen wollen, planen nur 16,9 %, diese zu reduzieren. Bei Private Equity ist das Ergebnis ebenfalls eindeutig: 34,7 % planen eine Ausweitung und nur 9,7 % einen Abbau ihrer Allokation.

Alternatives bieten Resilienz durch Diversifizierung und stabile Cashflows

Die Gründe für die weiter steigende Attraktivität von Real Assets für institutionelle Investoren sind vielfältig. Auf die Frage nach dem wichtigsten Kriterium für ein resilientes illiquides Sachwerte-Portfolio gibt mehr als ein Viertel Diversifizierung (25,9 %) und Stabilität der Cashflows (25,6 %) an. Es folgen die strategische Berücksichtigung von Trends (18,2 %), Flexibilität von Investmententscheidungen (16,4 %) und Volatilität (12,0 %). Am wenigsten wichtig ist den befragten Investoren die geringe Korrelation mit liquiden Assetklassen (5,9 %).

„Ein größeres Exposure in alternativen Anlagen ist für institutionelle Investoren mit höherem Managementaufwand, aktiveren Investmentprozessen und einem spezifischeren Risikomanagement verbunden. Wir sehen daher einen starken Trend hin zu Fondsstrukturen erfahrener Asset-Manager, die eine größere Diversifizierung ermöglichen“, kommentiert Sebastian Zehrer, Leiter Research bei Wealthcap.

Institutionelles Kapital in Fondsstrukturen wächst

Die Veränderung in institutionellen Portfolios lässt sich auch an der Fondsquote ablesen. Sowohl absolut als auch relativ betrachtet steigt die Bedeutung von in Fonds angelegtem institutionellen Kapital stetig weiter an. Zwischen 2009 und Ende 2020 wuchsen allein die Fondsanlagen deutscher Lebensversicherer, Versorgungswerke und Pensionskassen um mehr als 400 Milliarden Euro auf rund 660 Milliarden Euro. Die Fondsquote schwankt je nach Investorengruppe dabei weiterhin deutlich. Am höchsten ist sie bei Versorgungswerken mit 68 %, am niedrigsten bei Lebensversicherern mit 40 %.

Alle Studieninhalte sowie weiterführende Experten-Interviews stehen auf dem Wealthcap Expertise Blog zur Verfügung.

 

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Wealth Management Capital Holding GmbH, Am Eisbach 3, D­-80538 München, Tel: +49 89 678 205 174, Fax: +49 89 678205 333, www.wealthcap.com

In Deutschland können Institutionelle derzeit in mindestens 116 Immobilienfonds investieren.

 

Ein Drittel der Fonds ist nach Art. 8 der Offenlegungsverordnung als nachhaltig klassifiziert – Tendenz stark steigend. Drei Fonds sind Impact Fonds (Art. 9).

Zum vollständigen Report: https://www.scopeexplorer.com/reports/institutionelle-immobilienfonds-investoren-steht-breites-angebot-offen/103

Die Ratingagentur Scope hat das Angebot an institutionellen Immobilienfonds in Deutschland erfasst. An der Umfrage haben 24 Asset Manager mit zusammen 116 Immobilienfonds und einem geplanten Eigenkapital-Zielvolumen von mehr als 40 Mrd. Euro teilgenommen.

Mehr als die Hälfte der 116 Fonds fokussiert sich rein auf deutsche Objekte. Rund ein Drittel hat einen breiteren Investitionsfokus auf Europa. Mit deutlichem Abstand folgen Fonds mit globalem Investmentfokus.

Bezogen auf die Nutzungsarten bildet das Segment Wohnen mit 29% des Eigenkapital-Zielvolumens und 41 Fonds den größten Anteil. Das Angebot an Wohnimmobilieninvestments wuchs in den letzten Jahren stetig und stark.

In die Nutzungsart Büro investieren nur 16 Fonds. Aufgrund der großen Volumina beträgt ihr Anteil am gesamten Eigenkapital-Zielvolumen dennoch 27%. 33 Fonds bzw. 23% des Eigenkapital-Zielvolumens investieren gemischt in mehrere Nutzungsarten.

91 der 116 Fonds haben Angaben zur Renditeerwartung gemacht. Die prognostizierte Rendite der Immobilienfonds liegt überwiegend in einem Band zwischen 3,5% und 4,0% (BVI) bzw. 6,0% und 8,0% (IRR) und damit unter Berücksichtigung des Risikoprofils weiterhin auf einem vergleichsweise attraktiven Niveau. Mehr als die Hälfte der Fonds hat Ziel-Ausschüttungsrenditen in einer Bandbreite zwischen 3,0% und 4,5%.

Das vielfältige Angebot ist aus Investorensicht zum einen erfreulich, zum anderen jedoch auch mit erhöhtem Aufwand im Zuge der Fondsselektion verbunden. Die Komplexität in der Fondsauswahl wird darüber hinaus durch die unterschiedlichen ESG-Merkmale und -Strategien deutlich erhöht.

So werden zum Beispiel immer mehr Produkte als Artikel 8-Produkte klassifiziert. Aktuell sind es rund ein Drittel. In einem Jahr soll der Anteil den Angaben der Anbieter zufolge bereits auf über 60% ansteigen.

Als sogenannte Artikel 9-Produkte („Impact Investing“) sind derzeit nur drei der 116 Fonds klassifiziert. Scope erwartet auch hier künftig deutlich mehr Angebot. Besonders CO2-Reduktion oder der öffentlich geförderte Wohnungsbau dürften dabei mögliche Strategien sein.

 

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Scope Analysis GmbH, Lennéstraße 5, D-10785 Berlin, Tel: +49 30 27891-0, Fax: +49 30 27891-100, www.scopeanalysis.com

Das von Depotbanken verwahrte Vermögen deutscher Fonds ist im ersten Halbjahr 2021 um 5,7 Prozent gestiegen.

 

Insgesamt betreuten die 34 Verwahrstellen in Deutschland zur Jahresmitte 2021 ein Vermögen von 2.710 Milliarden Euro. Ende 2020 waren es 2.565 Milliarden Euro. Die aktuelle Liste führt BNP Paribas mit einem Vermögen von 712 Milliarden Euro an. Es folgen die State Street Bank mit 354 Milliarden Euro und HSBC Trinkaus & Burkhardt mit 310 Milliarden Euro. 31 Verwahrstellen sind im Geschäft mit offenen Wertpapierfonds mit einem Vermögen von 2.411 Milliarden Euro tätig, zehn mit offenen Immobilienfonds mit einem Vermögen von 268 Milliarden Euro. Im Segment der geschlossenen Investmentfonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs aufgelegt sind, betreuen 13 Verwahrstellen ein Netto-Vermögen von 31 Milliarden Euro.

Die Verwahrstellenstatistik umfasst Angaben zu in Deutschland aufgelegten offenen Wertpapierfonds und Immobilienfonds sowie geschlossenen Investmentfonds gemäß Kapitalanlagegesetzbuch, unabhängig von einer Mitgliedschaft im deutschen Fondsverband BVI. Die Statistik erstellt der BVI in Zusammenarbeit mit dem Praxisforum Depotbanken.

 

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BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

Die DWS hat mit dem DWS Invest ESG Healthy Living einen neuen thematischen Aktienfonds aufgelegt.

 

Der Fonds bietet Anlegern die Möglichkeit, in Unternehmen zu investieren, die den medizinischen Fortschritt vorantreiben und Produkte für ein gesünderes Leben anbieten. Die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Themas wird unterstrichen durch das UN-Nachhaltigkeitsziel 3 „Gesundheit und Wohlergehen“.

Der Schwerpunkt des von Oliver Schweers gemanagten Fonds liegt auf den drei Kernbereichen Prävention, Früherkennung und moderne medizinische Behandlung von Krankheiten. „Erstens setzen wir auf Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die vom Trend hin zu einer gesünderen Lebensweise profitieren bzw. diese fördern. Zweitens fokussieren wir uns auf Unternehmen, die dazu beitragen, das Auftreten von Krankheiten zu verhindern oder frühzeitig zu erkennen. Und drittens zielen wir auf Unternehmen ab, die versuchen, die Qualität der Behandlungsergebnisse zu verbessern und die Gesundheitsversorgung somit effizienter und weniger kostspielig gestalten“, erklärt der Fondsmanager. Gemäß seiner Strategie nimmt er die gesamte Bandbreite von Unternehmen rund um das Thema „Gesünder leben“ ins Visier – von Medizintechnikanbietern bis hin zu Sportartikelherstellern.

Anlagethemen basieren auf langfristigen Trends

„Der demografische Wandel und die zunehmende Digitalisierung der Medizin gehören zu den stärksten Treibern im wachsenden globalen Gesundheitsmarkt. Gesundheit ist heute aber auch zunehmend eine Frage des Lifestyles“, erklärt Schweers mit Blick auf aktuelle Trends wie Wellness, Sport und Ernährung.

Wie bedeutend das Thema Gesundheit mit Blick auf die Zukunft ist, zeigen folgende Zahlen: „Nach Angaben der WHO lagen die weltweiten Gesundheitsausgaben 2018 bei 8,3 Billionen Dollar, was etwa 10 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Für die kommenden Jahre geht die Weltgesundheitsorganisation davon aus, dass sich die Ausgaben pro Jahr jeweils um weitere fünf Prozent erhöhen“, so der Fondsmanager. „Investitionen in Unternehmen, die von diesem langfristigen Wachstumstrend profitieren, lassen für die Zukunft ein überdurchschnittliches Ertragspotenzial erwarten“, fasst Schweers zusammen.

 

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Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Deutsche Pensionstreuhänder (CTAs) haben im europäischen Vergleich mit 36 Prozent, nach Belgien (47 Prozent), die höchste Aktienquote.

 

Deutsche regulierte Investoren bauen ihre Allokation zu alternativen Assetklassen weiter aus und investieren inzwischen 32 Prozent ihrer Vermögenswerte in Alternatives, deutlich mehr als in Aktien (15 Prozent), Immobilien (22 Prozent) und klassische Anleihen (30 Prozent).

27 Prozent der befragten Investoren berücksichtigen soziale Faktoren wie Humankapital und Arbeitsrechte im nächsten Jahr bei der Kapitalanlage.

24 Prozent der Investoren plant, sich bei der Portfoliostrategie noch stärker auf Umweltaspekte zu konzentrieren.

Nachhaltige Kapitalanlagestrategien setzen sich immer stärker durch. Neben Umweltthemen konzentrieren sich institutionelle Investoren verstärkt auf soziale Aspekte, dies ergab die aktuelle Mercer-Studie European Asset Allocation Insights 2021. Im nächsten Jahr planen die Anleger, den Schwerpunkt auf soziale Faktoren (27 Prozent) wie Humankapital und Arbeitsrechte auszuweiten. Ein beträchtlicher Anteil (24 Prozent) der Investoren plant zudem, sich noch stärker auf Umweltaspekte zu konzentrieren und beispielsweise den Einfluss auf die biologische Vielfalt im Investmentprozess zu berücksichtigen.

„Während der Pandemiezeit, die für viele Anleger eine große Herausforderung darstellte, kam es in ganz Europa zu einem starken Anstieg der Investitionen in nachhaltige Investments”, erklärt Jeffrey Dissmann, Leiter Investment Consulting bei Mercer Deutschland. „Obwohl Umweltthemen nach wie vor im Mittelpunkt stehen, ist es ermutigend zu sehen, dass viele Anleger beginnen, auch die sozialen Auswirkungen ihrer Investitionen zu berücksichtigen. Die Anleger sind sich bewusst, welchen Einfluss die ESG (Environmental, Social und Corporate Governance)-Faktoren auf ihre Kapitalanlagestrategie haben. Es können zunächst relativ kleine Schritte unternommen werden, um die Portfolios im Hinblick auf ESG-Kriterien zu optimieren und zu überwachen. Wir raten Investoren, die Faktoren zu identifizieren, die die größte Auswirkung auf die Optimierung der Portfolios haben.“

Die Studie Mercer‘s European Asset Allocation Insights 2021 bietet einen umfassenden Überblick über die Anlagestrategien der institutionellen Investoren in Europa und zeigt neue Trends im Verhalten von rund 850 institutionellen Anlegern in 11 Ländern auf, die ein Gesamtvermögen von rund 1 Billion Euro repräsentieren.

Die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit in den Portfolios spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider. Die Zahl der Anleger, die eine kohlenstoffarme oder klimabezogene Indexierung verwenden, ist im Vergleich zum letzten Jahr stark gestiegen (26 Prozent gegenüber 6 Prozent). Die Studie zeigt, dass eine große Mehrheit der europäischen Investoren die ESG-Kriterien in alle Aspekte ihrer Aktivitäten integriert haben, einschließlich der Auswahl von Investmentmanagern (83 Prozent), der Überwachung von Investmentmanagern (88 Prozent), der Berichterstattung (79 Prozent) und der Asset Allocation (64 Prozent). Die Mercer-Umfrage zeigt auch, dass die Anleger von einer eher reaktiven zu einer proaktiven Haltung übergehen, denn regulatorische Faktoren als Motivation für die Berücksichtigung von ESG-Risiken haben an Bedeutung verloren und Faktoren wie Risikomanagement und Reputationsrisiken werden wichtiger.

Zudem zeigt die aktuelle Mercer-Studie, dass die Allokation in alternative Anlageformen inzwischen fast genauso hoch ist wie die in Aktien, bei regulierten deutschen Investoren wie Versorgungswerken und Pensionskassen ist sie sogar höher. Die Abkehr von Aktien ist auch bei anderen europäischen Anlegern zu beobachten, da sie versuchen, ihre Renditetreiber zu diversifizieren. Innerhalb der alternativen Anlageklassen wurden vor allem die Allokationen zu renditestarken, festverzinslichen Sub-Assetklassen wie Emerging Market Debt, High Yield und Private Debt weiter ausgebaut. Aber auch die Allokation zu Private Equity, Real Assets und Multi Asset-Strategien hat sich weiter erhöht.

Die Mehrheit der Anleger (53 Prozent) plant als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen starken Marktverwerfungen im vergangenen Jahr ihre Anlagestrategie, die Mandate der Manager oder die Governance- bzw. Entscheidungsprozesse anzupassen.

 

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Mercer Deutschland GmbH, Platz der Einheit 1, 60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 689778 552, www.mercer.de

10.000 DAX-Punkte während Merkels Amtszeit

 

Das Rennen um das Amt des nächsten Bundeskanzlers geht in die entscheidende Phase – und so beschäftigen sich weiterhin viele Kommentare und Analysen mit der Frage, welche Auswirkungen der anstehende Kanzlerwechsel auf Wirtschaft und Kapitalmärkte haben könnte. Aus Sicht der Hamburger Sutor Bank ist es dem DAX historisch betrachtet relativ gleich, wer Kanzler ist. Die letzten Jahrzehnte zeigen: Der DAX reagiert auf innerdeutsche Machtveränderungen nur schwach. Es sind eher globale Ereignisse, die den DAX bewegen. Dennoch lässt sich konstatieren: Unter Angela Merkel hat sich der DAX prächtig entwickelt – auch wenn es unter Helmut Kohl eine prozentual stärkere Wertentwicklung gab.

10.000 DAX-Punkte unter Merkel – doch sind es globale Ereignisse, die Märkte bewegen

Seit 1949 verzeichnet Deutschland eine stabile wirtschaftliche Entwicklung über alle Kanzlerschaften hinweg. De facto setzten deutsche Aktien allerdings erst ab Anfang der 1980er-Jahre zum ersten Höhenflug an. In der Ära Helmut Kohl (1982–1998) legte der DAX um rund 800 Prozent zu. In die Ära von Kanzler Gerhard Schröder (1998-2005) fallen das Platzen der Dotcom-Blase (2000) sowie die Folgen der Anschläge vom 11. September 2001. Von Dezember 1998 bis Dezember 2005 lag die Entwicklung des DAX demnach bei lediglich rund 7 Prozent. Zum Start der Regierungszeit von Angela Merkel im September 2005 stand der DAX bei rund 5.000 Punkten – und ist aktuell bei etwa 15.500 Punkten (Stand 15.10.2021). „Die DAX-Rally während der Amtszeit von Angela Merkel ist mit einem Plus von 10.000 Punkten fulminant. Und dennoch lassen sich daraus keine konkreten Rückschlüsse auf den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg einer Kanzlerschaft ableiten“, sagt Lutz Neumann, Leiter Vermögensverwaltung der Sutor Bank.

Denn nach Analyse von Lutz Neumann resultieren starke Marktbewegungen eher aus globalen Ereignissen – wie etwa bei den Ölkrisen in den 1970er- und 1980er-Jahren, bei der Dotcom-Krise um die Jahrtausendwende, bei der globalen Finanzkrise ab 2009 oder bei der Corona-Krise im letzten Jahr. Ebenso wie ein Wirtschaftsaufschwung weltweit auch deutsche Unternehmen betrifft. „Das ist wenig verwunderlich, da die DAX-Unternehmen fast 80 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Deutschlands erzielen. Zwar kann eine Regierung die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts in Maßen mit beeinflussen, was wiederum positive Auswirkungen auf Umsätze und Gewinne von Unternehmen und somit auf die Aktienkurse haben könnte. Allerdings sind diese Effekte eher punktuell und unterstützen nur bestimmte Industriezweige, wie etwa die Automobilindustrie durch die Einführung der Abwrackprämie Anfang 2009“, führt Neumann aus.

Aktuell werde aus Sicht des Kapitalmarktexperten die konjunkturelle Entwicklung in China wohl eher einen stärkeren Einfluss auf die deutschen Aktienkurse haben als die Parteizugehörigkeit des nächsten Bundeskanzlers. Spannend sei erstmals eine 3-Parteien-Koalition, auf die es hinausläuft. Diese Konstellation mache es wirtschaftlichen Extrempositionen schwer.

Kapitalmarkt oder Bundestagswahl – Ergebnisse sind unvorhersehbar

Sicher ist nach Meinung von Lutz Neumann, dass Bundestagswahlergebnisse und Kapitalmarkt eines gemeinsam haben: Beide lassen sich nicht vorhersagen. „Wer aus den Umfragewerten zur Wahl vor wenigen Monaten Vorhersagen getroffen hätte für das amtliche Wahlergebnis, hätte sicherlich falsch gelegen. Genauso wenig lassen Kursentwicklungen aus der Vergangenheit Rückschlüsse auf zukünftige Wertentwicklungen zu. Nicht von ungefähr steht dieser Hinweis in allen Verkaufsunterlagen zu Kapitalmarktprodukten“, erklärt Neumann.

 

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Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Volatilität am chinesischen Aktienmarkt schafft Opportunitäten für langfristig orientierte Investoren

 

In diesem Jahr mussten Anleger in China bereits zahlreiche Hiobsbotschaften verkraften: Staatliche Regulierungsmaßnahmen und eine nachlassende Dynamik im Wirtschaftswachstum schickten den chinesischen Aktienmarkt seit Mitte Februar auf Talfahrt. Der MSCI China hat von seinem Allzeithoch bis Ende September rund 30 Prozent an Wert verloren. In diesem schon negativen Umfeld schürten die Nachrichten über die finanziellen Probleme eines der größten Bauträger des Landes Ängste, dass China am Rande einer großen Finanzkrise stehen könnte. Nach Ansicht von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt, sprechen jedoch verschiedene Gründe dagegen, dass sich aus der Evergrande-Krise eine Finanzkrise entwickeln könnte. Anleger müssten sich allerdings darauf einstellen, dass die Unruhe am chinesischen Aktienmarkt in den nächsten Monaten weiter anhalten könnte.

Übertreibungen am chinesischen Immobilienmarkt

„Das rasante Wachstum des chinesischen Immobilienmarktes hat schon seit einigen Jahren den Argwohn von Investoren befördert“, stellt Tilmann Galler fest. Die jährlichen Investitionen in den Wohnungsbau der letzten zehn Jahre beliefen sich durchschnittlich auf knapp zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Vergleich dazu mutet nach Analyse des Marktexperten das Investitionsniveau der USA am Höhepunkt der Immobilienblase im Jahre 2005 mit sechs Prozent bescheiden an. Was das Preisniveau betrifft gehören chinesische Städte heute zu den teuersten der Welt: Der durchschnittliche Wohnungspreis in Shanghai beträgt das 33-fache des jährlichen verfügbaren Median-Familieneinkommens, während das Preis-Einkommensverhältnis in München beim 15-fachen liegt. Das hohe Preis-Einkommensverhältnis müsse man nach Einschätzung von Tilmann Galler dahingehend relativieren, dass die Steigerungsraten des verfügbaren Einkommens mit über 8 Prozent pro Jahr in China jedoch viel höher sind als in Deutschland.

Schärfere Regulierung und restriktivere Kreditvergabe als Folge

Die Entwicklungen und Übertreibungen am Immobilienmarkt haben die Regierung demnach dazu bewogen, dem Sektor die regulatorischen Zügel anzulegen, um die wachsende Verschuldung zu bremsen. „Seit Jahresanfang haben zusätzlich die Banken die expansive Kreditvergabe zur Bekämpfung der Pandemie beendet, um die zukünftige makroökonomische Stabilität Chinas nicht zu gefährden. Die Notwendigkeit, Verbindlichkeiten zu reduzieren, verbunden mit dem Mangel an Refinanzierungsmöglichkeiten, haben vor allen den Bauträger Evergrande mit Gesamtverbindlichkeiten von 300 Milliarden USD in ernste Schwierigkeiten gebracht“, erklärt Galler.

Selbst wenn die absolute Zahl der Verbindlichkeiten sehr hoch erscheine, ist sie aus Sicht von Ökonom Galler im Verhältnis zum BIP Chinas relativ klein. Ähnlich sei das auch im Verhältnis zu den ausstehenden Krediten der Banken im Volumen von 30 Billionen US-Dollar. „Isoliert betrachtet ist bei einem Zusammenbruch von Evergrande der Schock für das Finanzsystem deshalb eher moderat. Die Risikolage ist aber eine andere, sollte sich die Krise auf den ganzen Sektor ausbreiten. Dann könnte die Höhe der Verbindlichkeiten der gesamten Bauträgerbranche von 39 Prozent des BIP eine Finanzkrise auszulösen“, sagt Galler.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de