„ETFs stehen in Deutschland vor einem weiteren massiven Wachstumsschub“, kommentiert Kai Friedrich, CEO der ebase, die Ergebnisse der aktuellen Studie „Anlageverhalten und Trends bei Privatanlegern in Deutschland: Exchange Traded Funds“ von ebase, welche auf einer repräsentativen Befragung von 1.000 Privatpersonen basiert.

 

Bereits heute haben schon rund 25 Prozent der Deutschen über 18 Jahren einmal in ETFs investiert oder tun es aktuell. Dieser Anteil wird angesichts der Umfrageergebnisse noch stark zunehmen: „Mehr als 60 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass sie in den kommenden drei Jahren ihren ETF-Bestand weiter ausbauen“, betont Friedrich. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren haben erst 44 Prozent der Deutschen angegeben, ihr ETF-Engagement ausweiten zu wollen.

Besonders erfreulich ist nach Ansicht von ebase, dass ETFs nicht als kurzfristiges Spekulationsobjekt angesehen werden. Mehr als 72 Prozent der Befragten sind überzeugt, ETFs seien für den langfristigen Vermögensaufbau gut oder sogar sehr gut geeignet. „ETFs sind, ebenso wie zahlreiche aktive Fonds, ein sehr effizienter Weg, sich langfristig am Wachstum der Kapitalmärkte zu beteiligen. Diese Überzeugung scheint sich breit durchzusetzen“, stellt Friedrich klar. Auch die Renditechancen mit ETFs werden positiv wahrgenommen. Knapp 70 Prozent der Anleger sehen in ETFs eine gute Anlagealternative im Zinstief und jeweils rund 65 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen die Risikostreuung und die hohen Renditechancen, die sie mit ETFs verbinden.

„Eine besondere Rolle für den langfristigen Vermögensaufbau kommt hierbei Aktienindex-ETFs zu“, sagt ebase-CEO Friedrich. So können sich 57Prozent der Befragten vorstellen, in den nächsten 12 Monaten in einen Aktienindex-ETF zu investieren, beinahe jeder Dritte sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit. Bei Renten-, Rohstoff- und Geldmarktindex-ETFs sind die Zustimmungsraten etwas geringer.

Eine starke Präferenz für ETF-Investments weist insbesondere die Altersgruppe der 31- bis 39-Jährigen auf. Hier können sich sogar rund 82 Prozent der Befragten vorstellen, ihre ETF-Bestände in den nächsten drei Jahren auszubauen, bei mehr als der Hälfte von ihnen ist das sogar recht wahrscheinlich. Das Gleiche gilt für die Besserverdiener, von denen ebenfalls rund 80 Prozent der Befragten neue Investments in ETFs erwägen, davon die Hälfte mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Um das gewachsene Kundeninteresse an ETFs bedienen zu können, hat ebase sein ETF-Angebot laufend optimiert. Inzwischen hat ebase rund 1.200 ETFs von zahlreichen namhaften Emittenten im Angebot, davon sind mehr als 1.100 ETFs sparplanfähig und mehr als 500 ETFs auch VL-fähig. „Wir sehen uns als eine der führenden B2B-Banken für das ETF-Geschäft in Deutschland und sind auf das zu erwartende Wachstum bei Exchange Traded Funds gut vorbereitet“, erklärt ebase-CEO Friedrich abschließend.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard-­Reitzner-­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Auszeichnung in der Kategorie „Company of the Year“

 

Die Apo Asset Management GmbH (apoAsset) ist die Gewinnerin des diesjährigen Fondsfrauen-Awards in der Kategorie „Company of the year“. Damit wird das Engagement des Unternehmens für mehr Gender Diversity in der Fonds- und Finanzbranche gewürdigt.

apoAsset ist aus Sicht der Jurorinnen und Juroren des Fondsfrauen-Awards das Unternehmen in Deutschland, das sich im zurückliegenden Jahr am meisten um die Frauenförderung gekümmert hat. Dafür hat es am gestrigen Tag in Hanau die Auszeichnung „Company of the Year“ erhalten.

„Wir investieren nicht nur in die Gesundheit von morgen, sondern auch in die Zukunft unseres Unternehmens“, erläutert Claus Sendelbach, Geschäftsführer der apoAsset, eine der führenden Fondsanlagegesellschaften mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Gender Diversity wie auch Diversity insgesamt werde in der Fonds- und Finanzbranche noch nicht als das gesehen, was es ist: Ein zentraler Baustein für den Erfolg eines jeden Unternehmens. Und dieser ist eng verknüpft mit vielfältigen Menschen und Kompetenzen.

Die Auszeichnung zeige, dass apoAsset in Sachen Diversity auf dem richtigen Weg sei und den eingeschlagenen Pfad weitergehen müsse. Denn insbesondere in puncto Gender Diversity gibt es noch viel zu tun: „Frauen im Fondsmanagement sind noch deutlich unterrepräsentiert“, stellt Magdalena Fest, Portfoliomanagerin bei der apoAsset, heraus. „Für die Mädchen und jungen Frauen, die heute noch zur Schule oder Universität gehen, sollte es künftig selbstverständlich sein, dass sie ihr ganzes Potenzial auch in der Fonds- und Finanzbranche entfalten können. Als Teil der apoAsset einen Beitrag beim Wandel der Fonds- und Finanzbranche leisten zu können, macht mich stolz.“

Der Fondsfrauen-Award, für den geeignete Unternehmen, Frauen und Männer nominiert werden können, wurde in diesem Jahr von dem Karrierenetzwerk Fondsfrauen zum dritten Mal vergeben. Die Auszeichnung „Company of the Year“ geht dabei an Unternehmen, die sich zum Beispiel durch betriebsinterne Programme, gezielte Weiterbildung, Nachwuchsförderung, geänderte Stellenanzeigen, Equal-Pay Policies oder eine neue Unternehmenskultur hervortun.

Die Fondsfrauen wurden 2015 gegründet und setzen sich für die Förderung und Gleichstellung von Frauen in der Finanzindustrie ein.

Apo Asset Management GmbH

Die Apo Asset Management GmbH (apoAsset) ist eine der führenden Fondsanlagegesellschaften mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Sie wurde 1999 gegründet, vielfach ausgezeichnet und verwaltet zusammen mit beteiligten Unternehmen ein Anlagevermögen von rund 5 Milliarden Euro. Ein weiterer Schwerpunkt sind Multi-Asset-Fonds. Das Unternehmen verfügt über ein europaweit einzigartiges Netzwerk für Gesundheits-Investments. Dazu gehören neben dem eigenen Fondsmanagement-Team auch die Beteiligung an der Medical Strategy GmbH, ein hochkarätiger wissenschaftlicher Beirat sowie die Gesellschafter Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (APO Bank) und Deutsche Ärzteversicherung AG.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Apo Asset Management GmbH, Richard-Oskar-Mattern-Str. 6, 40547 Düsseldorf, Tel: (02 11) 86 32 31 0, www.apoasset.de

Geänderte ETF-Namen machen zugrundeliegende Indizes transparent

 

Die DWS hat ihr Angebot an ESG ETFs weiter ausgebaut mit sechs ETFs, die MSCI-Select-ESG-Screened-Indizes abbilden und damit bestimmte Kriterien im Hinblick auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (Environment, Social, Governance; kurz ESG) erfüllen. Gestern, am 20. Oktober, wurden dazu bei sechs Xtrackers-ETFs die zugrundeliegenden Indizes gewechselt, zudem wurden bei einigen ETFs die Pauschalgebühren gesenkt.

Der Xtrackers MSCI World High Dividend Yield UCITS ETF wurde durch den Indexwechsel zum Xtrackers MSCI World ESG Screened UCITS ETF, die jährliche Pauschalgebühr sinkt von 0,29 auf 0,19 Prozent. Der Xtrackers Russell Midcap UCITS ETF ist künftig der Xtrackers MSCI USA ESG Screened ETF, die Pauschalgebühr sinkt von 0,35 auf 0,07 Prozent pro anno. Der Xtrackers MSCI Europe Mid Cap UCITS ETF ist ab sofort der Xtrackers MSCI Europe ESG Screened UCITS ETF, die jährliche Pauschalgebühr sinkt von 0,25 auf 0,12 Prozent. Der Xtrackers MSCI EMU Minimum Volatility ETF wurde zum Xtrackers EMU ESG Screened UCITS ETF, auch hier sinkt die Pauschalgebühr von 0,25 auf 0,12 Prozent pro anno. Der Xtrackers MSCI World AC World UCITS ETF wurde zum MSCI AC World ESG Screened ETF, die jährliche Pauschalgebühr bleibt bei 0,25 Prozent.

Schließlich führt der Indexwechsel dazu, dass aus dem Xtrackers JPX-Nikkei 400 UCITS ETF, der vier unterschiedliche Anteilsklassen hat, der Xtrackers MSCI Japan ESG Screened UCITS ETF wurde. Die jährliche Pauschalgebühr von 0,20 Prozent der 1D-Anteilklasse sinkt auf 0,15 Prozent, während die Pauschalgebühr der GBP-währungsgesicherten (2D), der EUR-währungsgesicherten (3C) und der USD-währungsgesicherten (4C) Anteilklassen jeweils von 0,30 auf 0,25 Prozent fällt (siehe auch Tabelle unten).

Damit wird die Palette an Xtrackers-ESG-ETFs weiter ausgebaut, nachdem im September bereits neun existierende europäische Aktiensektor-ETFs zu ESG-Screened-Indizes von MSCI gewechselt sind, inklusive der Änderung der ETF-Namen. Die ETFs kombinieren die etablierte Methodologie von MSCI für ESG-Screened-Indizes mit zusätzlichen Filtern, unter anderem für konventionelle Waffen. Zudem werden die Unternehmen mit den schlechtesten ESG-Ratings in der Bewertung von MSCI eliminiert1.

„Die Indexwechsel und Gebührensenkungen tragen dazu bei, unsere ETF-Palette so wettbewerbsfähig wie möglich zu halten und eine umfassende Palette an Xtrackers ESG ETFs zu schaffen, von der wir sicher sind, dass sie die Erwartungen der Anleger erfüllt“, sagt Michael Mohr, DWS Head of Passive Products.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Chancen durch breite Streuung nutzen

 

Lieferengpässe, schwächere Konjunkturerwartungen vor allem in den USA, steigende Inflationsraten: Die wirtschaftliche Entwicklung weltweit steht vor großen Herausforderungen. Dies sorgt seit einigen Wochen zudem für höhere Unsicherheit an den Kapitalmärkten. Nach Einschätzung der Hamburger Sutor Bank wird sich die weltweite konjunkturelle Erholung jedoch weiter fortsetzen. In China zeige sich dies etwa an stark gestiegenen Exporten im September. Allerdings dürfte die Erholung nicht mehr auf den gleichen fruchtbaren Boden an den Kapitalmärkten fallen wie in den letzten Monaten. Dafür sind aus Sicht der Sutor Bank die Erwartungen der Investoren und die Bewertungsrelationen zu stark gestiegen. Trotzdem werde es auch im 4. Quartal 2021 Möglichkeiten geben, am Kapitalmarkt Erträge zu generieren. Aufgrund unterschiedlicher wirtschaftlicher Dynamiken in Regionen weltweit komme es nun besonders auf eine breite Anlagestreuung an.

Deutschland: Kauflust der Verbraucher kann nur schleppend bedient werden

Die Lieferengpässe belasten die deutsche Wirtschaft immer mehr. Fast zwei Drittel der Industriebetriebe klagen mittlerweile über Engpässe bei Vorprodukten. Im Automobilbereich stehen aufgrund des Mangels an Halbleiterchips inzwischen Werke tagelang still. Das drückt auf die Umsätze und die Gewinne. Die Wartezeit auf einen neuen Hybrid-Golf beispielsweise beträgt jetzt schon 8 Monate. Die Kauflust der Verbraucher kann nur schleppend bedient werden. Die Probleme strahlen mittlerweile auch auf andere Branchen aus. Laut ifo-Institut klagen 60 Prozent der Großhändler und mehr als 40 Prozent der Einzelhändler über entsprechende Probleme. Folgerichtig hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft etwas eingetrübt, bewegt sich aber immer noch auf einem Wachstumspfad. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 98,8 Punkte gefallen – nach 99,4 Punkten im August und 100,7 Punkten im Juli.

Die Inflation macht sich hierzulande weiterhin bemerkbar. Im September lag die Inflationsrate bereits bei 4,1 Prozent. Insbesondere die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze und der Preisverfall der Mineralölprodukte 2020 wirken sich im Vorjahresvergleich noch bis zum Jahresende 2021 erhöhend auf die Gesamtteuerung aus.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen kräftig ab. Die Arbeitslosenquote sank im September gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent – 0,8 Prozentpunkte niedriger als im September 2020.

Europa: verbesserte Stimmung bei Unternehmen

Die europäische Wirtschaft ist im 3. Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Die zunehmenden Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen haben sich positiv auf die Dienstleister ausgewirkt. Die Stimmung der Unternehmen hat sich in den vergangenen Monaten erheblich verbessert. Im ausfuhrorientierten verarbeitenden Gewerbe der Eurozone schätzen die Einkaufsmanager die Situation derzeit deutlich besser ein als in den Monaten zuvor, auch wenn die Lieferengpässe dazu führen, dass sie die Auftragsflut nur zeitverzögert abarbeiten können.

Die Inflation in der Eurozone hat im September weiter zugelegt und mit 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht. Im Juli hatte die Rate lediglich 2,2 Prozent betragen. Die Mitglieder des EZB-Rats sehen zwar das Risiko, dass die Inflation im Euroraum nicht nur kurzfristig, sondern auch auf mittlere Sicht höher als erwartet ausfallen könnte. Nach wie vor hält die Notenbank den Preisanstieg in diesem Jahr hauptsächlich aber für ein vorübergehendes Phänomen.

USA: Konjunkturerwartungen nach unten revidiert

Laut aktuellem ZEW-Report werden die Konjunkturerwartungen für das zweite Halbjahr 2021 nach unten revidiert. Der entsprechende Indikator sinkt um 9,8 Punkte auf 58,9 Punkte. Damit liegt er auf einem ähnlichen Niveau wie im Dezember 2020. Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich auf das Jahr hochgerechnet um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im 1. Quartal war die US-Wirtschaft um 6,4 Prozent gewachsen.

Die Inflationsrate zog auch in den USA weiter an und lag im September bei 5,4 Prozent, im August bei 5,3 Prozent. Diese Werte liegen weit über den vorherigen Prognosen der US-Notenbank Fed. Auf so hohem Niveau war die Inflation zuletzt in den 1990er-Jahren. Die starke Gesamtnachfrage eröffnet den Unternehmen Spielräume zur Weitergabe der steigenden Produktionskosten – der Druck auf die Preise bleibt grundsätzlich weiterhin hoch.

Angesichts der erhöhten Inflationsrisiken bereitete US-Notenbankchef Jerome Powell die Finanzmärkte auf einen strafferen Kurs der Fed vor. Einstellungsschwierigkeiten nach der Corona-Krise sowie Preisanstiege könnten länger anhalten als erwartet. Falls sich die Inflation verfestigen sollte, werde die Fed reagieren. Das bestärkt die Finanzmärkte in ihrer Erwartung, dass die Fed schon bald den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einleiten und womöglich bereits 2022 die Zinswende vollziehen könnte.

Emerging Markets: Chinas Exporte legen kräftig zu

Die Konjunkturdynamik in China hat sich seit Jahresbeginn zwar insgesamt abgeschwächt, der Exportsektor entwickelt sich jedoch weiterhin kräftig. Gegenüber dem Vorjahresmonat konnten die Exporte im September um stolze 28,1 Prozent zulegen, die Importe wuchsen demgegenüber jedoch nur um 17,6 Prozent.

Die Regierung hat neue Infrastrukturprojekte an die Vorlage positiver Kosten-Nutzen-Analysen gebunden und damit signalisiert, dass sie eine Ausweitung von Infrastrukturprojekten zur Stützung der Konjunktur aktuell nicht für nötig erachtet. Allerdings wurde eine Senkung der Mindestreservesätze zur Stützung der Konjunktur in Aussicht gestellt.

Fazit: Konjunkturelle Erholung wird weniger stark auf Kapitalmärkte wirken

Nach Einschätzung der Sutor Bank wird sich die weltweite konjunkturelle Erholung weiter fortsetzen. Jedoch wird sie nicht mehr auf den gleichen fruchtbaren Boden an den Kapitalmärkten fallen wie in den letzten Monaten. Dafür sind die Erwartungen der Investoren und die Bewertungsrelationen zu stark gestiegen. Trotzdem wird es auch im 4. Quartal 2021 Möglichkeiten geben, am Kapitalmarkt Erträge zu generieren – sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen. Aufgrund unterschiedlicher wirtschaftlicher Dynamiken in Ländern und Regionen weltweit sei es für Anleger daher angebracht, weltweit breit über Aktien und Anleihen zu streuen, um einerseits Renditechancen zu nutzen, andererseits das Portfolio zu stabilisieren.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz treibt BlueOrchard den Klimaschutz in Wachstumsmärkten weiter voran

 

BlueOrchard vollzieht das erste Closing des BlueOrchard Sustainable Assets Fund (BOSAF). Der Fonds finanziert grüne Infrastrukturprojekte in Schwellen- und Grenzmärkten und konzentriert sich dabei auf Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und sauberen Transport. Das Ziel ist es, einen Beitrag in Regionen zu leisten, in denen der Infrastruktur- und Energiebedarf am schnellsten wächst.

Der Schwerpunkt des BOSAF liegt auf der Eindämmung des Klimawandels und der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung von Schwellen- und Grenzmärkten. Dafür stellt der Fonds Fremdkapital für Projekte zur Verfügung, die nachweislich eine soziale, ökologische und wirtschaftliche Wirkung haben und gleichzeitig attraktive Renditen erzielen.

Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Doch bei der Finanzierung mittelgroßer Projekte in Schwellen- und Grenzmärkten herrscht immer noch eine erhebliche Finanzierungslücke. Diese Lücke will der BOSAF schließen und fokussiert auf Investitionen in Projekte, die, obwohl sie nicht so groß sind, das Potenzial besitzen, sich über Generationen hinweg auf die Gemeinschaften positiv auszuwirken. Die klaren und messbaren Ziele des Fonds sind auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen abgestimmt.

Der BOSAF erreicht das erste Closing mit Unterstützung durch die Schroders Gruppe und europäischen Investoren, darunter der finnische Church Pension Fund sowie YLE, der Pensionsfonds der finnischen Rundfunkgesellschaft. Der BOSAF steht institutionellen Anlegern in verschiedenen Jurisdiktionen zur Verfügung.

Der Fonds wird von einem erfahrenen Team verwaltet, das über einen langjährigen Track Record und ein Netzwerk für nachhaltige Infrastrukturinvestitionen in Schwellenländern verfügt. In Kombination mit der 20-jährigen Erfahrung von BlueOrchard im Bereich Impact Investing und der lokalen Präsenz in den jeweiligen Märkten, ist das Team bestens positioniert, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Die Wirkungs- und Nachhaltigkeitsziele des Fonds werden von einem internen Expertenteam von BlueOrchard überwacht.

Felix Hermes, Head of Private Equity und Sustainable Infrastructure bei BlueOrchard, sagt: „Rund 75 Prozent der Investitionslücke bei den SDGs besteht aus Infrastrukturprojekten in Wachstumsmärkten. Wir freuen uns, zur Schließung dieser Lücke beizutragen. Dafür nutzen wir die 20-jährige Expertise von BlueOrchard als führendes Unternehmen im Bereich Impact Finance in Schwellenländern. Die starke Unterstützung unserer skandinavischen Investoren für dieses Vorhaben ist eine großartige Nachricht.“

Carolina Minio-Paluello, Global Head of Product, Solution and Quant bei Schroders, kommentiert: „Wir haben den Klimawandel als eine der größten globalen Bedrohungen identifiziert und besitzen als Investoren die Fähigkeit, Veränderungen in der Welt herbeizuführen, indem wir Kapital in Bereiche lenken, die positive Auswirkungen haben. Dieser Fonds mit seinem Schwerpunkt auf der Bereitstellung von Fremdkapital für Projekte, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen unterstützen sollen, ermöglicht es uns, dieses wichtige Ziel zu erreichen.“

Ira van der Pals, CIO des Church Pension Fund in Finnland, sagt: „Es ist dringend notwendig, den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu beschleunigen. Mit einem Netto-Null-Ziel bis 2035 haben wir einen starken Fokus auf Investitionen in Klimalösungen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit BlueOrchard einen erfahrenen Partner gefunden haben, um den Bedarf an Klimafinanzierung insbesondere in den am stärksten gefährdeten Regionen der Welt zu decken.“

Topi Piela, CEO von YLE, dem Pensionsfonds der finnischen Rundfunkgesellschaft, erklärt: „Wir glauben fest an das Konzept des zweckorientierten Ertrags. Wir sind stolz darauf, eine Partnerschaft mit dem führenden Unternehmen in diesem Bereich einzugehen, um Investitionen mit messbarer Wirkung zu tätigen und entscheidende klimabezogene Investitionslücken in Schwellenländern zu schließen.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BlueOrchard Finance AG, Seefeldstrasse 233, 8008 Zurich, Switzerland, Tel: +41 44 441 55 50, www.blueorchard.com

Weltweit werden mehr und mehr Zinserhöhungen in Aussicht genommen

 

Marktkommentar von Christian Bender, CEFA. Der Autor ist im Fonds- und Portfoliomanagement der SIGNAL IDUNA Asset Management tätig und verantwortet unter anderem den global agierenden Rentenfonds HANSAinternational.

Die vergangenen Wochen waren von einer zunehmenden Nervosität an den Märkten hinsichtlich der weiteren Inflations- und damit auch Zinsentwicklung zahlreicher Währungsräume geprägt. Im Ergebnis nähern sich Marktindikatoren wie die Rendite der 10-jährigen Bund oder der 10-jährigen US-Treasury charttechnisch, zumindest aber psychologisch wichtigen Marken von -0,10 bzw. +1,70 Prozent.

Befeuert wird die zunehmende Nervosität dabei primär von den Statistikern. Während für die deutschen Verbraucherpreise jüngst Inflationsraten von 4,1 Prozent publiziert wurden, sind es bei den Briten 3,2 Prozent, den Norwegern 4,1 Prozent, in den USA 5,4 Prozent und in Australien 3,8 Prozent.

Die Reaktionen der Notenbanken auf diese Daten gleichen sich zunehmend an. Nachdem die US-Amerikaner bereits vor einigen Monaten wohlfeil formulierten, dass sie sich eine Zinsanhebung im kommenden Jahr vorstellen könnten, zogen Briten und Australier in den letzten Wochen mit Ankündigungen nach. Die Norweger haben bereits – auf niedrigem Niveau – gehandelt und im September ihren Leitzins von 0 auf 0,25 Prozent erhöht, die Russen seit Februar von 4,25 auf 7,50 Prozent angehoben. Brasilien ist seit März aktiv und hat von 2 auf 6,25 Prozent erhöht.

Lediglich die EZB, zumindest wenn man den engeren Zirkel um Christine Lagarde zum Maßstab nimmt, spricht weiterhin davon, dass es keinen Handlungsbedarf gäbe, da alles Inflationäre nur vorübergehend sei, und begründet diese Einschätzung unter anderem mit den aus dem Rhythmus geratenen globalen Lieferketten. Wenn man jedoch erste Stimmen hört, dass die Logistiker durchaus bis Ende 2022 brauchen können, um wieder im Takt zu schwingen, fragt man sich, was die EZB unter „vorübergehend“ versteht. Denn zwei Jahre mit Inflationsraten jenseits der vier Prozent bei einer parallelen Null- oder gar Negativverzinsung senken die Kaufkraft des Vermögens, aber auch der Einkünfte privater Haushalte um bald zehn Prozent.

Noch viel bedenklicher stimmt, dass parallel die Preise im gewerblichen Bereich in Deutschland im September um 14 Prozent gestiegen sind – nach bereits 12 Prozent im August. Energie, Dünger, Holz, Stahl – die Liste der Produkte, die Treiber dieser Entwicklung sind, ist lang. Die Preissteigerungen in einzelnen Produkten liegen teilweise über 80 Prozent. Wenn möglich, werden die Unternehmen diese höheren Kosten zeitnah weitergeben wollen – der Druck auf die Verbraucherpreise sollte deshalb auch abseits der unmittelbar spürbaren Energiepreise anhalten.

Was heißt das für den Anleger? Die Kurse von Euro-Anleihen werden wie zwischen zwei Magneten hin- und hergezogen. Auf der einen Seite steht die EZB, die mit ihrer unbegrenzten Marktmacht seit Jahren nahezu alles an verzinslichen Wertpapieren aufkauft, was ihr in die Finger gerät und die Renditen unter Druck zu halten sucht. In ihrem Gefolge befinden sich diejenigen, die sich – angelehnt an die alte Weisheit „Don’t fight the FED“ – opportunistisch verhalten. Auf der anderen Seite stehen die eher fundamental orientierten Marktteilnehmer, die – vielleicht naiv – davon ausgehen, dass eine der größten Währungen der Welt einen Realzins bieten muss, um Anleger zu finden. Mit ihren Verkäufen und Futures-Operationen fordern sie die EZB heraus – und hoffen letztlich auch auf Teile der Politik, mehr aber noch auf die breite Öffentlichkeit. Auf dass diese aufbegehren möge gegen das Vorgehen der EZB.

Derzeit findet dieses Aufbegehren aber nicht coram publico statt, sondern lässt sich primär in den Währungsbewegungen ablesen. Seit Jahresanfang hat der Euro gegenüber dem US-Dollar 4,7 Prozent, dem Austral-Dollar 2,3 Prozent, der Norwegischen Krone 7,4 Prozent verloren. Selbst gegenüber dem Britischen Pfund gab der Euro in diesem Jahr 5,6 Prozent nach – und das obwohl die Nachrichtenlage nach dem Brexit ein eher düsteres Bild der Verfassung der britischen Wirtschaft malt. Auch die Schwellenländerwährungen laufen dem Euro davon: Der Rubel wertete dieses Jahr 10,3 Prozent auf, der Renminbi 7,5 Prozent und Indiens Rupie 2,3 Prozent.

Das ist ein Misstrauensvotum, das die inflationären Bewegungen über höhere Importpreise in der Eurozone noch verstärkt, aber die Exportchancen verbessert. Insofern ist nicht zu erwarten, dass sich die EZB dagegenstemmen wird.

Aus Anlegersicht bleiben Fremdwährungsanleihen deshalb nicht nur in den kommenden Monaten weiterhin attraktiv. In der Gemengelage aus angekündigten und getätigten Zinserhöhungen außerhalb der Eurozone nimmt die Notwendigkeit, sich längere Durationen ins Depot zu legen, ab. Gleichwohl kann ein aktives Durationsmanagement in den Wellenbewegungen, die durch die Kräfte entfesselt werden, die zwischen den beiden beschriebenen Magneten wirken, einen zusätzlichen Beitrag für die Wertentwicklung des eigenen Anleiheportfolios leisten.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Kapstadtring 8, 22297 Hamburg, Telefon (Zentrale): 040 4124-0, www.si-am.de

Die Formen der Finanzberatung werden immer vielfältiger und erfordern unterschiedlich ausgestaltete Produkte.

 

Daher stehen für den Dachfonds Moventum Plus Aktiv ab sofort zusätzliche Anteilsklassen zur Verfügung: „Damit ermöglichen wir es allen Beratern, die passende Anteilsklasse für ihr Beratungsmodell zu nutzen und so den etablierten, qualitativ hochwertigen Investmentansatz für die Kunden optimal einzusetzen“, sagt Swen Köster, Senior Vice President bei Moventum S.C.A.

Neben die bestehenden Anteilsklassen (B) treten jetzt zusätzliche Retail-Klassen (R), Institutionelle Anlageklassen (I) und Clean Share Classes (C). „Wir verbreitern damit das Produktangebot und können so für unterschiedliche Beraterkunden die jeweils spezifischen Anforderungen abbilden“, sagt Köster. Dies betrifft etwa die provisionsbasierte Beratung, die Honorarberatung oder auch institutionelle Kunden.

„Berater erhalten dadurch mehr Möglichkeiten, ihr individuelles Beratungsmodell umzusetzen“, sagt Köster. Dies betrifft vor allem die Preismodelle. Honorarberater haben etwa ganz andere Bedürfnisse als diejenigen, die auf Provisionsbasis beraten. „Dazu kommt, dass bei einigen auch ein institutionelles Geschäft mit größeren Tranchen besteht – und auch dafür haben wir eine eigene Klasse geschaffen“, so Köster.

Entscheidend dabei ist aber: Die inhaltliche Ausrichtung der Teilfonds bleibt unverändert. Die Moventum Plus Aktiv Portfolios Defensiv, Ausgewogen, Ausgewogen Europa, Dynamisch und Offensiv stehen genau wie vorher zur Verfügung und können auf einen extrem langen und sehr erfolgreichen Track-Record zurückblicken. „Gerade dieser Track Record, der Leistungsnachweis seit mittlerweile 14 Jahren, ist eines der Hauptargumente für viele Kunden“, so Köster. „Deshalb haben wir keine neuen Produkte auf der grünen Wiese erschaffen, sondern konsequent die bestehenden Produkte weiterentwickelt.“ Alte wie neue Anteilsklassen profitieren dabei auch von Umstrukturierungen, die zu niedrigeren Gesamtkosten führen.

Nachdem Moventum Mitte des Jahres bereits die Mindestanlage in die hauseigenen Vermögensverwaltungsprodukte auf 5.000 Euro gesenkt hat, geht das Unternehmen nun noch einen Schritt weiter, um mit der hauseigenen Produktlinie Kundenbedürfnisse zu erfüllen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Moventum Asset Management c/o Moventum S.C.A.,12, rue Eugène Ruppert , L-2453 Luxembourg, Tel +352 26 154 200, www.moventum.lu

In seiner neuen Studie „Future Asset Allocation – Resilienz in der institutionellen Anlage“ untersucht der Real Asset und Investment Manager Wealthcap aktuelle Entwicklungen und Strategien in der institutionellen Kapitalanlage für unterschiedliche Investorengruppen.

 

Die Analyse offenbart, dass sich der Trend der vergangenen Jahre zu höheren Real-Asset-Allokationen weiter fortsetzen wird. Sachwerte profitieren vom Wunsch vieler institutioneller Investoren nach verstärkter Diversifizierung und stabilen Cashflows. Vor diesem Hintergrund werden Fondsstrukturen bei vielen Investorengruppen gegenüber Direktinvestments beliebter. Aus Investorensicht bieten dabei vor allem die Megatrends Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Demografie interessante Chancen, während die Regulierung noch vor dem Niedrigzins als größte Herausforderung für ein resilientes Portfolio genannt wird.

„Es ist unverzichtbar, Trends und Marktentwicklungen aufmerksam zu beobachten und die richtigen Schlüsse für eine resiliente langfristige Anlagestrategie daraus zu ziehen. Unsere aktuelle Studie zeigt, dass Real Assets dabei eine entscheidende Rolle spielen“, fasst Achim von der Lahr, Geschäftsführer von Wealthcap, zusammen und fügt hinzu: „Fast ein Viertel der befragten Investoren gibt an, mit ihrer aktuellen Portfolioallokation die eigenen Renditeziele in den nächsten drei bis fünf Jahren nicht mehr erreichen zu können, vor allem wegen der anhaltenden Negativzinsen. Das ist ein Alarmsignal.“

Die Studie vereint quantitative wie qualitative Elemente und fußt auf drei methodischen Säulen. Die GAC – Gesellschaft für Analyse und Consulting wertete die Asset-Allokation deutscher institutioneller Anleger mit einem Investmentvolumen von mehr als drei Billionen Euro aus. Das Online-Meinungsforschungsinstitut Civey befragte zwischen Mai und August 2021 480 Investment-Spezialisten für die institutionelle Anlage. Hinzu kamen Tiefeninterviews mit ausgewählten Investoren und Experten.

Rentendirektquote sinkt, Interesse an Immobilien und Alternatives steigt

Insbesondere aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds schreitet der Trend zu höheren Alternatives- und Immobilienallokationen in institutionellen Portfolios weiter voran. Gemäß GAC-Analyse sank die traditionell hohe Rentendirektquote in allen Investorengruppen zwischen 2009 und 2020 deutlich. Am stärksten war der Rückgang bei Versorgungswerken (von 58 % auf unter 25 %). Bei Depot-A-Anlegern war der Rückgang zwar ebenfalls signifikant, jedoch weniger sprunghaft (von 78 % auf 69 %).

Parallel bauen institutionelle Anleger ihre Immobilienquote aus. Die Immobilien-Allokationen zeigen deutliche Unterschiede zwischen und auch innerhalb der Investorengruppen: Während Versorgungswerke Anfang 2021 mit rund 20 % ihrer Assets in Immobilien investiert waren, betrug derselbe Wert bei Corporates lediglich 5 %. Im Ergebnis waren zum Jahresanfang 2021 deutlich mehr als 200 Milliarden Euro deutsches institutionelles Vermögen in Immobilien-Assets allokiert. Hiervon machten Lebensversicherer mit mehr als 60 Milliarden den größten, Versorgungswerke mit fast 50 Milliarden den zweitgrößten Teil aus.

In die Zukunft gerichtet unterstützt die Civey-Umfrage diesen Trend. Während 38,1 % der Befragten ihre Immobilienquote in den nächsten drei bis fünf Jahren erhöhen wollen, planen nur 16,9 %, diese zu reduzieren. Bei Private Equity ist das Ergebnis ebenfalls eindeutig: 34,7 % planen eine Ausweitung und nur 9,7 % einen Abbau ihrer Allokation.

Alternatives bieten Resilienz durch Diversifizierung und stabile Cashflows

Die Gründe für die weiter steigende Attraktivität von Real Assets für institutionelle Investoren sind vielfältig. Auf die Frage nach dem wichtigsten Kriterium für ein resilientes illiquides Sachwerte-Portfolio gibt mehr als ein Viertel Diversifizierung (25,9 %) und Stabilität der Cashflows (25,6 %) an. Es folgen die strategische Berücksichtigung von Trends (18,2 %), Flexibilität von Investmententscheidungen (16,4 %) und Volatilität (12,0 %). Am wenigsten wichtig ist den befragten Investoren die geringe Korrelation mit liquiden Assetklassen (5,9 %).

„Ein größeres Exposure in alternativen Anlagen ist für institutionelle Investoren mit höherem Managementaufwand, aktiveren Investmentprozessen und einem spezifischeren Risikomanagement verbunden. Wir sehen daher einen starken Trend hin zu Fondsstrukturen erfahrener Asset-Manager, die eine größere Diversifizierung ermöglichen“, kommentiert Sebastian Zehrer, Leiter Research bei Wealthcap.

Institutionelles Kapital in Fondsstrukturen wächst

Die Veränderung in institutionellen Portfolios lässt sich auch an der Fondsquote ablesen. Sowohl absolut als auch relativ betrachtet steigt die Bedeutung von in Fonds angelegtem institutionellen Kapital stetig weiter an. Zwischen 2009 und Ende 2020 wuchsen allein die Fondsanlagen deutscher Lebensversicherer, Versorgungswerke und Pensionskassen um mehr als 400 Milliarden Euro auf rund 660 Milliarden Euro. Die Fondsquote schwankt je nach Investorengruppe dabei weiterhin deutlich. Am höchsten ist sie bei Versorgungswerken mit 68 %, am niedrigsten bei Lebensversicherern mit 40 %.

Alle Studieninhalte sowie weiterführende Experten-Interviews stehen auf dem Wealthcap Expertise Blog zur Verfügung.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Wealth Management Capital Holding GmbH, Am Eisbach 3, D­-80538 München, Tel: +49 89 678 205 174, Fax: +49 89 678205 333, www.wealthcap.com

In Deutschland können Institutionelle derzeit in mindestens 116 Immobilienfonds investieren.

 

Ein Drittel der Fonds ist nach Art. 8 der Offenlegungsverordnung als nachhaltig klassifiziert – Tendenz stark steigend. Drei Fonds sind Impact Fonds (Art. 9).

Zum vollständigen Report: https://www.scopeexplorer.com/reports/institutionelle-immobilienfonds-investoren-steht-breites-angebot-offen/103

Die Ratingagentur Scope hat das Angebot an institutionellen Immobilienfonds in Deutschland erfasst. An der Umfrage haben 24 Asset Manager mit zusammen 116 Immobilienfonds und einem geplanten Eigenkapital-Zielvolumen von mehr als 40 Mrd. Euro teilgenommen.

Mehr als die Hälfte der 116 Fonds fokussiert sich rein auf deutsche Objekte. Rund ein Drittel hat einen breiteren Investitionsfokus auf Europa. Mit deutlichem Abstand folgen Fonds mit globalem Investmentfokus.

Bezogen auf die Nutzungsarten bildet das Segment Wohnen mit 29% des Eigenkapital-Zielvolumens und 41 Fonds den größten Anteil. Das Angebot an Wohnimmobilieninvestments wuchs in den letzten Jahren stetig und stark.

In die Nutzungsart Büro investieren nur 16 Fonds. Aufgrund der großen Volumina beträgt ihr Anteil am gesamten Eigenkapital-Zielvolumen dennoch 27%. 33 Fonds bzw. 23% des Eigenkapital-Zielvolumens investieren gemischt in mehrere Nutzungsarten.

91 der 116 Fonds haben Angaben zur Renditeerwartung gemacht. Die prognostizierte Rendite der Immobilienfonds liegt überwiegend in einem Band zwischen 3,5% und 4,0% (BVI) bzw. 6,0% und 8,0% (IRR) und damit unter Berücksichtigung des Risikoprofils weiterhin auf einem vergleichsweise attraktiven Niveau. Mehr als die Hälfte der Fonds hat Ziel-Ausschüttungsrenditen in einer Bandbreite zwischen 3,0% und 4,5%.

Das vielfältige Angebot ist aus Investorensicht zum einen erfreulich, zum anderen jedoch auch mit erhöhtem Aufwand im Zuge der Fondsselektion verbunden. Die Komplexität in der Fondsauswahl wird darüber hinaus durch die unterschiedlichen ESG-Merkmale und -Strategien deutlich erhöht.

So werden zum Beispiel immer mehr Produkte als Artikel 8-Produkte klassifiziert. Aktuell sind es rund ein Drittel. In einem Jahr soll der Anteil den Angaben der Anbieter zufolge bereits auf über 60% ansteigen.

Als sogenannte Artikel 9-Produkte („Impact Investing“) sind derzeit nur drei der 116 Fonds klassifiziert. Scope erwartet auch hier künftig deutlich mehr Angebot. Besonders CO2-Reduktion oder der öffentlich geförderte Wohnungsbau dürften dabei mögliche Strategien sein.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Scope Analysis GmbH, Lennéstraße 5, D-10785 Berlin, Tel: +49 30 27891-0, Fax: +49 30 27891-100, www.scopeanalysis.com

Das von Depotbanken verwahrte Vermögen deutscher Fonds ist im ersten Halbjahr 2021 um 5,7 Prozent gestiegen.

 

Insgesamt betreuten die 34 Verwahrstellen in Deutschland zur Jahresmitte 2021 ein Vermögen von 2.710 Milliarden Euro. Ende 2020 waren es 2.565 Milliarden Euro. Die aktuelle Liste führt BNP Paribas mit einem Vermögen von 712 Milliarden Euro an. Es folgen die State Street Bank mit 354 Milliarden Euro und HSBC Trinkaus & Burkhardt mit 310 Milliarden Euro. 31 Verwahrstellen sind im Geschäft mit offenen Wertpapierfonds mit einem Vermögen von 2.411 Milliarden Euro tätig, zehn mit offenen Immobilienfonds mit einem Vermögen von 268 Milliarden Euro. Im Segment der geschlossenen Investmentfonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs aufgelegt sind, betreuen 13 Verwahrstellen ein Netto-Vermögen von 31 Milliarden Euro.

Die Verwahrstellenstatistik umfasst Angaben zu in Deutschland aufgelegten offenen Wertpapierfonds und Immobilienfonds sowie geschlossenen Investmentfonds gemäß Kapitalanlagegesetzbuch, unabhängig von einer Mitgliedschaft im deutschen Fondsverband BVI. Die Statistik erstellt der BVI in Zusammenarbeit mit dem Praxisforum Depotbanken.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

Die DWS hat mit dem DWS Invest ESG Healthy Living einen neuen thematischen Aktienfonds aufgelegt.

 

Der Fonds bietet Anlegern die Möglichkeit, in Unternehmen zu investieren, die den medizinischen Fortschritt vorantreiben und Produkte für ein gesünderes Leben anbieten. Die Wichtigkeit und Dringlichkeit des Themas wird unterstrichen durch das UN-Nachhaltigkeitsziel 3 „Gesundheit und Wohlergehen“.

Der Schwerpunkt des von Oliver Schweers gemanagten Fonds liegt auf den drei Kernbereichen Prävention, Früherkennung und moderne medizinische Behandlung von Krankheiten. „Erstens setzen wir auf Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die vom Trend hin zu einer gesünderen Lebensweise profitieren bzw. diese fördern. Zweitens fokussieren wir uns auf Unternehmen, die dazu beitragen, das Auftreten von Krankheiten zu verhindern oder frühzeitig zu erkennen. Und drittens zielen wir auf Unternehmen ab, die versuchen, die Qualität der Behandlungsergebnisse zu verbessern und die Gesundheitsversorgung somit effizienter und weniger kostspielig gestalten“, erklärt der Fondsmanager. Gemäß seiner Strategie nimmt er die gesamte Bandbreite von Unternehmen rund um das Thema „Gesünder leben“ ins Visier – von Medizintechnikanbietern bis hin zu Sportartikelherstellern.

Anlagethemen basieren auf langfristigen Trends

„Der demografische Wandel und die zunehmende Digitalisierung der Medizin gehören zu den stärksten Treibern im wachsenden globalen Gesundheitsmarkt. Gesundheit ist heute aber auch zunehmend eine Frage des Lifestyles“, erklärt Schweers mit Blick auf aktuelle Trends wie Wellness, Sport und Ernährung.

Wie bedeutend das Thema Gesundheit mit Blick auf die Zukunft ist, zeigen folgende Zahlen: „Nach Angaben der WHO lagen die weltweiten Gesundheitsausgaben 2018 bei 8,3 Billionen Dollar, was etwa 10 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Für die kommenden Jahre geht die Weltgesundheitsorganisation davon aus, dass sich die Ausgaben pro Jahr jeweils um weitere fünf Prozent erhöhen“, so der Fondsmanager. „Investitionen in Unternehmen, die von diesem langfristigen Wachstumstrend profitieren, lassen für die Zukunft ein überdurchschnittliches Ertragspotenzial erwarten“, fasst Schweers zusammen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Deutsche Pensionstreuhänder (CTAs) haben im europäischen Vergleich mit 36 Prozent, nach Belgien (47 Prozent), die höchste Aktienquote.

 

Deutsche regulierte Investoren bauen ihre Allokation zu alternativen Assetklassen weiter aus und investieren inzwischen 32 Prozent ihrer Vermögenswerte in Alternatives, deutlich mehr als in Aktien (15 Prozent), Immobilien (22 Prozent) und klassische Anleihen (30 Prozent).

27 Prozent der befragten Investoren berücksichtigen soziale Faktoren wie Humankapital und Arbeitsrechte im nächsten Jahr bei der Kapitalanlage.

24 Prozent der Investoren plant, sich bei der Portfoliostrategie noch stärker auf Umweltaspekte zu konzentrieren.

Nachhaltige Kapitalanlagestrategien setzen sich immer stärker durch. Neben Umweltthemen konzentrieren sich institutionelle Investoren verstärkt auf soziale Aspekte, dies ergab die aktuelle Mercer-Studie European Asset Allocation Insights 2021. Im nächsten Jahr planen die Anleger, den Schwerpunkt auf soziale Faktoren (27 Prozent) wie Humankapital und Arbeitsrechte auszuweiten. Ein beträchtlicher Anteil (24 Prozent) der Investoren plant zudem, sich noch stärker auf Umweltaspekte zu konzentrieren und beispielsweise den Einfluss auf die biologische Vielfalt im Investmentprozess zu berücksichtigen.

„Während der Pandemiezeit, die für viele Anleger eine große Herausforderung darstellte, kam es in ganz Europa zu einem starken Anstieg der Investitionen in nachhaltige Investments”, erklärt Jeffrey Dissmann, Leiter Investment Consulting bei Mercer Deutschland. „Obwohl Umweltthemen nach wie vor im Mittelpunkt stehen, ist es ermutigend zu sehen, dass viele Anleger beginnen, auch die sozialen Auswirkungen ihrer Investitionen zu berücksichtigen. Die Anleger sind sich bewusst, welchen Einfluss die ESG (Environmental, Social und Corporate Governance)-Faktoren auf ihre Kapitalanlagestrategie haben. Es können zunächst relativ kleine Schritte unternommen werden, um die Portfolios im Hinblick auf ESG-Kriterien zu optimieren und zu überwachen. Wir raten Investoren, die Faktoren zu identifizieren, die die größte Auswirkung auf die Optimierung der Portfolios haben.“

Die Studie Mercer‘s European Asset Allocation Insights 2021 bietet einen umfassenden Überblick über die Anlagestrategien der institutionellen Investoren in Europa und zeigt neue Trends im Verhalten von rund 850 institutionellen Anlegern in 11 Ländern auf, die ein Gesamtvermögen von rund 1 Billion Euro repräsentieren.

Die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit in den Portfolios spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider. Die Zahl der Anleger, die eine kohlenstoffarme oder klimabezogene Indexierung verwenden, ist im Vergleich zum letzten Jahr stark gestiegen (26 Prozent gegenüber 6 Prozent). Die Studie zeigt, dass eine große Mehrheit der europäischen Investoren die ESG-Kriterien in alle Aspekte ihrer Aktivitäten integriert haben, einschließlich der Auswahl von Investmentmanagern (83 Prozent), der Überwachung von Investmentmanagern (88 Prozent), der Berichterstattung (79 Prozent) und der Asset Allocation (64 Prozent). Die Mercer-Umfrage zeigt auch, dass die Anleger von einer eher reaktiven zu einer proaktiven Haltung übergehen, denn regulatorische Faktoren als Motivation für die Berücksichtigung von ESG-Risiken haben an Bedeutung verloren und Faktoren wie Risikomanagement und Reputationsrisiken werden wichtiger.

Zudem zeigt die aktuelle Mercer-Studie, dass die Allokation in alternative Anlageformen inzwischen fast genauso hoch ist wie die in Aktien, bei regulierten deutschen Investoren wie Versorgungswerken und Pensionskassen ist sie sogar höher. Die Abkehr von Aktien ist auch bei anderen europäischen Anlegern zu beobachten, da sie versuchen, ihre Renditetreiber zu diversifizieren. Innerhalb der alternativen Anlageklassen wurden vor allem die Allokationen zu renditestarken, festverzinslichen Sub-Assetklassen wie Emerging Market Debt, High Yield und Private Debt weiter ausgebaut. Aber auch die Allokation zu Private Equity, Real Assets und Multi Asset-Strategien hat sich weiter erhöht.

Die Mehrheit der Anleger (53 Prozent) plant als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen starken Marktverwerfungen im vergangenen Jahr ihre Anlagestrategie, die Mandate der Manager oder die Governance- bzw. Entscheidungsprozesse anzupassen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Mercer Deutschland GmbH, Platz der Einheit 1, 60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 689778 552, www.mercer.de

10.000 DAX-Punkte während Merkels Amtszeit

 

Das Rennen um das Amt des nächsten Bundeskanzlers geht in die entscheidende Phase – und so beschäftigen sich weiterhin viele Kommentare und Analysen mit der Frage, welche Auswirkungen der anstehende Kanzlerwechsel auf Wirtschaft und Kapitalmärkte haben könnte. Aus Sicht der Hamburger Sutor Bank ist es dem DAX historisch betrachtet relativ gleich, wer Kanzler ist. Die letzten Jahrzehnte zeigen: Der DAX reagiert auf innerdeutsche Machtveränderungen nur schwach. Es sind eher globale Ereignisse, die den DAX bewegen. Dennoch lässt sich konstatieren: Unter Angela Merkel hat sich der DAX prächtig entwickelt – auch wenn es unter Helmut Kohl eine prozentual stärkere Wertentwicklung gab.

10.000 DAX-Punkte unter Merkel – doch sind es globale Ereignisse, die Märkte bewegen

Seit 1949 verzeichnet Deutschland eine stabile wirtschaftliche Entwicklung über alle Kanzlerschaften hinweg. De facto setzten deutsche Aktien allerdings erst ab Anfang der 1980er-Jahre zum ersten Höhenflug an. In der Ära Helmut Kohl (1982–1998) legte der DAX um rund 800 Prozent zu. In die Ära von Kanzler Gerhard Schröder (1998-2005) fallen das Platzen der Dotcom-Blase (2000) sowie die Folgen der Anschläge vom 11. September 2001. Von Dezember 1998 bis Dezember 2005 lag die Entwicklung des DAX demnach bei lediglich rund 7 Prozent. Zum Start der Regierungszeit von Angela Merkel im September 2005 stand der DAX bei rund 5.000 Punkten – und ist aktuell bei etwa 15.500 Punkten (Stand 15.10.2021). „Die DAX-Rally während der Amtszeit von Angela Merkel ist mit einem Plus von 10.000 Punkten fulminant. Und dennoch lassen sich daraus keine konkreten Rückschlüsse auf den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg einer Kanzlerschaft ableiten“, sagt Lutz Neumann, Leiter Vermögensverwaltung der Sutor Bank.

Denn nach Analyse von Lutz Neumann resultieren starke Marktbewegungen eher aus globalen Ereignissen – wie etwa bei den Ölkrisen in den 1970er- und 1980er-Jahren, bei der Dotcom-Krise um die Jahrtausendwende, bei der globalen Finanzkrise ab 2009 oder bei der Corona-Krise im letzten Jahr. Ebenso wie ein Wirtschaftsaufschwung weltweit auch deutsche Unternehmen betrifft. „Das ist wenig verwunderlich, da die DAX-Unternehmen fast 80 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Deutschlands erzielen. Zwar kann eine Regierung die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts in Maßen mit beeinflussen, was wiederum positive Auswirkungen auf Umsätze und Gewinne von Unternehmen und somit auf die Aktienkurse haben könnte. Allerdings sind diese Effekte eher punktuell und unterstützen nur bestimmte Industriezweige, wie etwa die Automobilindustrie durch die Einführung der Abwrackprämie Anfang 2009“, führt Neumann aus.

Aktuell werde aus Sicht des Kapitalmarktexperten die konjunkturelle Entwicklung in China wohl eher einen stärkeren Einfluss auf die deutschen Aktienkurse haben als die Parteizugehörigkeit des nächsten Bundeskanzlers. Spannend sei erstmals eine 3-Parteien-Koalition, auf die es hinausläuft. Diese Konstellation mache es wirtschaftlichen Extrempositionen schwer.

Kapitalmarkt oder Bundestagswahl – Ergebnisse sind unvorhersehbar

Sicher ist nach Meinung von Lutz Neumann, dass Bundestagswahlergebnisse und Kapitalmarkt eines gemeinsam haben: Beide lassen sich nicht vorhersagen. „Wer aus den Umfragewerten zur Wahl vor wenigen Monaten Vorhersagen getroffen hätte für das amtliche Wahlergebnis, hätte sicherlich falsch gelegen. Genauso wenig lassen Kursentwicklungen aus der Vergangenheit Rückschlüsse auf zukünftige Wertentwicklungen zu. Nicht von ungefähr steht dieser Hinweis in allen Verkaufsunterlagen zu Kapitalmarktprodukten“, erklärt Neumann.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Volatilität am chinesischen Aktienmarkt schafft Opportunitäten für langfristig orientierte Investoren

 

In diesem Jahr mussten Anleger in China bereits zahlreiche Hiobsbotschaften verkraften: Staatliche Regulierungsmaßnahmen und eine nachlassende Dynamik im Wirtschaftswachstum schickten den chinesischen Aktienmarkt seit Mitte Februar auf Talfahrt. Der MSCI China hat von seinem Allzeithoch bis Ende September rund 30 Prozent an Wert verloren. In diesem schon negativen Umfeld schürten die Nachrichten über die finanziellen Probleme eines der größten Bauträger des Landes Ängste, dass China am Rande einer großen Finanzkrise stehen könnte. Nach Ansicht von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt, sprechen jedoch verschiedene Gründe dagegen, dass sich aus der Evergrande-Krise eine Finanzkrise entwickeln könnte. Anleger müssten sich allerdings darauf einstellen, dass die Unruhe am chinesischen Aktienmarkt in den nächsten Monaten weiter anhalten könnte.

Übertreibungen am chinesischen Immobilienmarkt

„Das rasante Wachstum des chinesischen Immobilienmarktes hat schon seit einigen Jahren den Argwohn von Investoren befördert“, stellt Tilmann Galler fest. Die jährlichen Investitionen in den Wohnungsbau der letzten zehn Jahre beliefen sich durchschnittlich auf knapp zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Vergleich dazu mutet nach Analyse des Marktexperten das Investitionsniveau der USA am Höhepunkt der Immobilienblase im Jahre 2005 mit sechs Prozent bescheiden an. Was das Preisniveau betrifft gehören chinesische Städte heute zu den teuersten der Welt: Der durchschnittliche Wohnungspreis in Shanghai beträgt das 33-fache des jährlichen verfügbaren Median-Familieneinkommens, während das Preis-Einkommensverhältnis in München beim 15-fachen liegt. Das hohe Preis-Einkommensverhältnis müsse man nach Einschätzung von Tilmann Galler dahingehend relativieren, dass die Steigerungsraten des verfügbaren Einkommens mit über 8 Prozent pro Jahr in China jedoch viel höher sind als in Deutschland.

Schärfere Regulierung und restriktivere Kreditvergabe als Folge

Die Entwicklungen und Übertreibungen am Immobilienmarkt haben die Regierung demnach dazu bewogen, dem Sektor die regulatorischen Zügel anzulegen, um die wachsende Verschuldung zu bremsen. „Seit Jahresanfang haben zusätzlich die Banken die expansive Kreditvergabe zur Bekämpfung der Pandemie beendet, um die zukünftige makroökonomische Stabilität Chinas nicht zu gefährden. Die Notwendigkeit, Verbindlichkeiten zu reduzieren, verbunden mit dem Mangel an Refinanzierungsmöglichkeiten, haben vor allen den Bauträger Evergrande mit Gesamtverbindlichkeiten von 300 Milliarden USD in ernste Schwierigkeiten gebracht“, erklärt Galler.

Selbst wenn die absolute Zahl der Verbindlichkeiten sehr hoch erscheine, ist sie aus Sicht von Ökonom Galler im Verhältnis zum BIP Chinas relativ klein. Ähnlich sei das auch im Verhältnis zu den ausstehenden Krediten der Banken im Volumen von 30 Billionen US-Dollar. „Isoliert betrachtet ist bei einem Zusammenbruch von Evergrande der Schock für das Finanzsystem deshalb eher moderat. Die Risikolage ist aber eine andere, sollte sich die Krise auf den ganzen Sektor ausbreiten. Dann könnte die Höhe der Verbindlichkeiten der gesamten Bauträgerbranche von 39 Prozent des BIP eine Finanzkrise auszulösen“, sagt Galler.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Kommentar von Michel Salden, Head of Commodities bei Vontobel Asset Management

 

Überall auf der Welt bestehen derzeit massive Energieengpässe. Rückblickend ist kaum noch vorstellbar, dass Öl-Terminkontrakte im April 2020 wegen einer pandemiebedingt eingebrochenen Nachfrage zu negativen Preisen gehandelt wurden. Seit die Weltwirtschaft sich im vergangenen Jahr wieder geöffnet hat, steigt die Energienachfrage nun jedoch so schnell, dass die Schaffung neuer Produktionskapazitäten nicht mithalten kann.

In den letzten zwölf Monaten haben wir massive Preissteigerungen bei Öl (+100 Prozent), Kohle (+350 Prozent), deutschem Strom (+400 Prozent), US-Gas (+95 Prozent) und EU-Gas (+590 Prozent) beobachtet. Die Rally der Energiepreise beschränkt sich also nicht auf den Ölsektor, in dem die OPEC die Märkte strukturell unterversorgt hält und die globalen Ölvorräte erfolgreich unter ein Fünf-Jahres-Tief gedrückt hat. Auch bei anderen Energieträgern steigt die Nachfrage stetig – bei anhaltend schwachem Angebot. So ist beispielsweise in China der Stromverbrauch gegenüber 2020 um 15 Prozent gestiegen, während die Förderung von Kohle als Hauptenergiequelle im Vorjahresvergleich um 10 Prozent zurückgegangen ist. Im Gegensatz zum Westen, der sich von Kohle abwendet, setzen die indische und die chinesische Volkswirtschaft weiter vorwiegend auf diesen Energieträger: So wird in beiden Ländern etwa 60 bis 70 Prozent der gesamten Energienachfrage durch Kohle gedeckt. Verschiedene Grubenunglücke, Überschwemmungen und Stilllegungen haben Anfang des Jahres zu einem ersten Energieschock in Asien geführt. Angesichts einer akuten Verknappung der Kohlevorräte liegen die chinesischen Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich daher um 10 Prozent höher. Dies erklärt auch, warum die meisten asiatischen Länder von Kohle auf Gas umstellen mussten, um den drohenden Energieengpässen in der kommenden Wintersaison entgegenzuwirken. Ferner haben die asiatischen Akteure damit begonnen, für jede weltweit verfügbare Flüssiggaslieferung (LNG) hohe Preise zu bieten und zu überbieten, um Gasströme von Europa nach Asien umzulenken.

Europa stärker unter Druck als Asien

In Europa hat man sich dagegen mit der Füllung der Gasspeicher schwergetan. Bereits im März dieses Jahres war die Situation angespannt. Grund war ein später Kälteeinbruch, der dazu geführt hat, dass die europäischen Gasspeicher im Sommer ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau gefüllt werden mussten. Zudem löste der außergewöhnlich heiße Sommer in Südeuropa einen hohen Kühlbedarf aus, der die Gasspeicher langsam, aber sicher leerte. Auch die Produktion von Wind- und Solarenergie war im Sommer starken Schwankungen unterworfen. Dies verhinderte eine substantielle Aufstockung der europäischen Gasreserven vor dem Winter. Weiter verschärft wurde die Problematik durch ESG-fokussierte politische Maßnahmen, die die europäische Gasproduktion seit 2017 um über 20 Prozent sinken ließen. Heute liegen die europäischen Gasvorräte noch immer 20 Prozent unter dem üblichen Niveau. Wir erwarten, dass bis Ende des Monats die ersten Entnahmen aus den Gasspeichern erfolgen.

Der europäische Energiesektor hat sich auf die Energiewende eingestellt – weg von fossilen Brennstoffen und hin zu den erneuerbaren energieträgern. Dabei wurde es aber versäumt, in ausreichende Reservekapazitäten wie Atomkraft, Gas, Öl zu investieren, während die Speicherkapazitäten für erneuerbare Energie weiterhin begrenzt sind. Darüber hinaus hat ein Jahrzehnt der sinkenden Gaspreise möglicherweise zu einer gewissen Sorglosigkeit geführt: Die europäischen Energieerzeuger gingen fälschlicherweise davon aus, dass sie keine langfristigen Gaslieferverträge mehr benötigen und Angebotslücken stattdessen am Spot-Markt überbrücken können. Daher stehen sie den aktuellen Preissprüngen nun ohne Absicherung gegenüber und sind anfälliger für höhere Kosten und volatile Spot-Preise. Europa verbessert also erfolgreich seine CO2-Bilanz, ist jedoch auch in der schwächsten Position, um mit künftigen Energieschocks umzugehen, und muss wohl für viele Jahre mit volatilen Energiepreisen leben.

Russland

Für die Politik liegt es nahe, Russland für die Gasknappheit verantwortlich zu machen. Zwar lagen die russischen Gaslieferungen in den letzten Wochen unter dem Durchschnitt, doch tatsächlich hat Russland das höchste Fördervolumen in einem mehrjährigen Zeitraum erreicht und alle langfristigen Lieferverträge eingehalten. Allerdings hat es am Spot-Markt keinerlei zusätzliche Kapazitäten gebucht. Dies könnte dem Ziel geschuldet sein, den Druck auf die EU zu erhöhen, damit diese endlich die Pipeline Nordstream 2 freigibt. Eine weitere Motivation könnte jedoch auch darin bestehen, dass Russland die heimischen Speicher füllen will, da es im vergangenen Jahr einen sehr kalten Winter erlebt hat.

Die künftige Entwicklung der Energiemärkte hängt vom Wetter ab

Die Jahreszeit mit der höchsten Energienachfrage rückt rasch näher. Es bleiben nur noch wenige Wochen, um die Gasspeicher aufzufüllen. Eine Möglichkeit dafür wären höhere russische Gaslieferungen über die Pipeline Nordstream 2. Sobald die Pipeline mit voller Kapazität läuft (5,3 Mrd. Kubikfuß pro Tag), werden die europäischen Gasmärkte entlastet. Die Preise könnten sofort um 30 Prozent fallen. Es ist jedoch offen, ob die EU den Betrieb der Pipeline mit voller Kapazität vor Januar 2022 genehmigen wird. Da Gas, Kohle und Strom um ein Vielfaches über dem Preis von Öl gehandelt werden, wird zudem Gas durch Öl und Kohle ersetzt: Die Energieversorger verbrennen billiges Öl und sogar Kohle, um Strom zu erzeugen, obwohl dies eine höhere CO2-Belastung mit sich bringt.

Die Frage, ob die Reserven bis zum, am oder gar vor dem Höhepunkt der Heizsaison im Winter erschöpft sein werden und ob es zu weiteren Preissprüngen kommt, hängt vor allem vom Wetter ab. In Europa und den USA hat ein ungewöhnlich warmer Winter die Gasreserven in der Vergangenheit bisweilen vor einem Stresstest bewahrt. Ist es zum Beispiel bis Jahresende nur ein Grad wärmer als üblich, könnten die Gasspeicher weiter gefüllt werden und die Preise würden sich normalisieren. Bei normalen oder gar ungewöhnlich tiefen Temperaturen könnte dagegen nur ein weiterer Nachfrageeinbruch der Energieknappheit entgegenwirken. So hat vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung an den Energiemärkten bereits das Herunterfahren von europäischen Aluminium-, Zink- und Metallhütten sowie von Chemie- und Düngemittelwerken begonnen. Mehr noch: Energieintensive Betriebe könnten in Europa dauerhaft stillgelegt werden. Zudem könnten Menschen zeitweise gezwungen sein, wegen der Energieknappheit weniger zu heizen.

Auf der anstehenden UN-Klimakonferenz (COP26) könnten die politischen Entscheidungsträger mehr Klarheit darüber schaffen, wie sie mit der Energiepreisinflation umgehen wollen, und erörtern, wie die globalen CO2-Pläne künftige Energieschocks verhindern können. Es dürfte eine spannende Debatte werden, da die höheren Energiepreise bereits als Vorlage zur Begründung politischer Maßnahmen benutzt werden – von den einen, um die europäische Energiewende zu beschleunigen, von den anderen, um vor einer übereilten Energiewende zu warnen. Beide Sichtweisen verdienen es, ernst genommen zu werden. Und sämtliche Energiemärkte senden deutliche Signale, dass wir dringend eine Balance finden müssen, um einen von Stagflation geprägten Konjunkturzyklus zu verhindern.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Geldanlage und Zukunftsvorsorge durch Investitionen in ökologisch und sozial gerechtes Wohnen – das ist der auf dem Markt einzigartige Ansatz des neuen Pangaea Life Fonds „Blue Living“.

 

Damit eröffnet Pangaea Life Kunden ab dem 21. Oktober 2021 die Möglichkeit an der Wertentwicklung und den Mieteinnahmen nachhaltiger Wohnimmobilien teilzuhaben und vom Trend hin zu klimaneutralen Städten zu profitieren. Die Tochtermarke der Versicherungsgruppe die Bayerische setzt mit „Blue Living“ die zweite Investmentlösung um, die transparent in Sachwerte aus nachhaltigen Zukunftssektoren investiert. Mit dem Namenszusatz „Blue“ für beide Fonds verfolgt Pangaea Life zudem eine neue Philosophie der Nachhaltigkeit.

Die Stadt der Zukunft ist klimaneutral, inklusiv und sozial gerecht. Nachhaltige Immobilien sind der Schlüssel für diese unaufhaltsame Entwicklung. Mit dem neuen Pangaea Life Fonds „Blue Living“ werden Anleger Teil dieses Strukturwandels unserer Städte. Zum Start beinhaltet der Fonds sechs klima- und sozialfreundliche Neubau-Projekte in Berlin & Metropolregion, Düsseldorf und Hamburg und wird im Rahmen der fondsgebundenen Rentenversicherung „Pangaea Life Invest“ besparbar sein. Kunden können „Pangaea Life Invest“ ab November abschließen (Infos folgen).

„Pangaea Life bietet Geldanlage mit messbarer Wirkung dort, wo unsere nachhaltige Zukunft schon heute Form annimmt“, sagt Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische. „Nachhaltige Immobilien sind das Fundament, um unsere Städte zu Orten zu machen, an denen Lebensqualität und Ökologie gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. Mit unserem neuen Fonds ‚Blue Living‘ investieren Kunden ihr Geld am Puls dieses Wandels“. Daniel Regensburger, Geschäftsführer Pangaea Life, ergänzt: „Auch der neue Fonds leistet volle Transparenz und erlaubt es Kunden Stabilität und Rendite mit dem Wissen zu verbinden, was das eigene Geld konkret bewirkt. Deshalb sind wir stolz darauf, in der Branche nun auch im Bereich Investitionen in nachhaltige Immobilien zu den Vorreitern zu zählen.“

Alle sechs Neubau-Projekte des Fonds überzeugen durch einen optimalen Einstiegszeitpunkt mit einem hohen Aufwertungspotential bei Fertigstellung der Wohnimmobilien und entsprechend attraktiven Renditeerwartungen. Auch für künftige Investitionen liegt der Fokus des Fonds auf nachhaltigen Neubau-Wohnimmobilien in den stark wachsenden Top-7-Metropolregionen Deutschlands.

Sämtliche Immobilien-Projekte des Fonds tragen dazu bei, dem eklatanten Wohnraummangel in deutschen Großstädten auf eine klima- und sozialpositive Weise zu begegnen. Um die strengen ökologischen und sozialen Standards des Fonds zu erfüllen, berücksichtigt Pangaea Life bei allen Investments die folgenden Merkmale:

  • Energie-Effizienzhaus-Stufe von mindestens KfW 55 für alle Wohnungsneubauten (Effizienzhäuser dieser Stufe benötigen im Vergleich zu Referenzhäusern nur 55 Prozent der Primärenergie)
  • Hundertprozentiger Bezug von Ökostrom
  • Eine nachhaltige Mobilitätsanbindung mit fußläufig erreichbarer öffentlicher Verkehrsanbindung sowie fußläufiger Erreichbarkeit (maximal zehn Minuten) von Sozialeinrichtungen (zum Beispiel Kindertagesstätten), Parks, öffentlichen (Bildungs-)Einrichtungen und Naherholungsmöglichkeiten
  • Eignung von mindestens 50 Prozent der (Tiefgaragen-)Stellplätze bei Neubauten für Nachrüstung von Ladeanschlüssen für E-Autos
  • Errichtung von durchschnittlich einem Fahrradstellplatz pro Wohneinheit
  • Garantierter Anteil an öffentlich gefördertem und preisgedämpftem Wohnraum
  • Einrichtung von zusätzlichen Kindertagesstätten/Kindergarten/Großtagespflege-Plätzen

Mit dieser Anlagepolitik erfüllt „Blue Living“ neben ökologischen Kriterien zusätzlich Nachhaltigkeitsaspekte, die bei anderen nachhaltigen Finanzprodukten meist noch wenig Beachtung finden: Eine positive soziale Wirkung.

Beispiel für eines der Investitionsprojekte des „Blue Living“-Fonds: Das Neubauprojekt im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort wird über rund 11.100 m2 Wohnfläche verfügen, wovon knapp 3.500 m2 auf geförderten Wohnraum und mehr als 2.500 m2 auf preisgedämpften Wohnraum entfallen. Das nachhaltige Stadtquartier wird zudem mit einer eigenen Kita ausgestattet sein und diverse Nahversorger im Umkreis von 600 Metern sowie eine optimale öffentliche Anbindung ins Zentrum aufweisen. Zudem erfüllt das Projekt alle Vorgaben hinsichtlich Energieeffizienz und klimafreundlicher Energieversorgung.

Die neuen Fondsnamen „Blue Living“ und „Blue Energy“ signalisieren außerdem eine neue Idee von Nachhaltigkeit, die Pangaea Life verfolgt. Im Gegensatz zur traditionellen grünen Nachhaltigkeit, setzt die blaue Nachhaltigkeit nicht auf Verzichtsrhetorik, Angstideologie und Verbote, sondern stellt Innovationen, Fortschritt und die Lebensqualität des Menschen in den Mittelpunkt. Mit den Produkten der Pangaea Life bietet die Marke Kunden die Möglichkeit, selbst Teil der Lösung zu werden und Verantwortung für die eigene und die Zukunft von Mensch und Planeten zu übernehmen.

Weitere Informationen zu „Blue Living“ finden Sie hier: www.pangaea-life.de/fonds/blue-living

 

Verantwortlich für den Inhalt:

die Bayerische, Thomas-Dehler-Str. 25, 81737 München, Tel: 089/6787-0, Fax: 089/6787-9150, www.diebayerische.de

Garantierte Renten und Immobilien am beliebtesten

 

  • Aktienbasierte Anlageformen gewinnen an Bedeutung
  • Mehr staatliche Förderung auch für private Vorsorge mit Aktien gewünscht

Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland wünscht sich mehr staatliche Förderung für die private Altersvorsorge. Auffällig ist, dass 57,3 Prozent der Frauen (Männer: 37,7%) dies vor allem für sichere Anlagen wie die Riester-Rente möchten, während Männer mit 56,1 Prozent (Frauen: 35,0%) auf staatlich gefördertes Aktiensparen setzen würden. Das geht aus einer Zusatzbefragung hervor, die im Rahmen des aktuellen Altersvorsorge-Index des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) erhoben wurde.

„Die Deutschen wissen, dass die Aussichten auf eine ausreichende gesetzliche Rente schlechter werden und wollen deshalb eigenverantwortlich vorsorgen“, kommentiert Michael Heuser, Professor an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) und Wissenschaftlicher Direktor des DIVA, die Ergebnisse. „Sie erwarten im Gegenzug, dass der Staat Anreize setzt und sich mit Fördermitteln beteiligt. Denn Strafzinsen auf Bankguthaben, Bundesanleihen mit Negativzins und die anziehende Inflation hinterlassen Spuren und erschweren die Vorsorge für die nach wie vor sicherheitsorientierten Bürger. Staatliche Förderung könnte als Renditehebel für Garantieprodukte wirken oder einen Puffer für mit Aktien verbundene Risiken schaffen.“

Die Ergebnisse der Umfrage unterstreichen diese Einschätzung. Wenn es um den Neuabschluss eines privaten Altersvorsorgevertrages geht, steht Sicherheit an erster Stelle: Für fast alle Befragten (94,3%) ist eine Leistungsgarantie wichtig oder sehr wichtig. Hohe Zustimmungswerte erhalten aber auch die Merkmale „hohe Renditen“ (83,0%) und „staatliche Förderung“ (81,2%). Die Vereinbarkeit der Leistungsmerkmale sieht Heuser problematisch: „Maximale Sicherheit bei zugleich hoher Rendite geht nicht. Den Bürgern ist das klar, deshalb wird der Wunsch nach staatlicher Förderung lauter.“

Das Sicherheitsbedürfnis zeigt sich einmal mehr, wenn es um konkrete Formen der Altervorsorge geht. Private Rentenversicherungen mit Garantie und die eigene Immobilie führen mit jeweils 67,8 Prozent die Rangliste an. Dr. Helge Lach, Vorstand des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV), sieht die neue Regierung mit Blick auf dieses Stimmungsbild in der Bevölkerung in der Pflicht: „Das Riester-Sparen deckt die Präferenzen der Bürger sehr gut ab. Die Rente ist garantiert und die kapitalmarktbedingt niedrigen Renditen werden durch die hohen Zulagen deutlich verbessert. Anstatt Riester weiter kaputtzureden, wäre eine Reform wünschenswert.“

Für Lach kommt zum Beispiel eine Absenkung der Beitragsgarantie auf 80 Prozent in Verbindung mit einer Anhebung der Zulagen in Frage. „Auch die Verbreitung der aktienbasierten Altersvorsorge könnte die Politik deutlich beschleunigen. Anstatt das Tempo durch eine Diskussion über eine Finanztransaktionssteuer oder über eine Abschaffung der Abgeltungssteuer zu drosseln, sollte endlich auch das langfristige Aktiensparen gefördert werden. Warum nicht ein Steuerfreibetrag auf Kursgewinne und einbehaltene Dividenden, der beispielsweise ab dem 60. Lebensjahr einmalig geltend gemacht werden kann? Das würde einen immensen Schub geben und verhindern, dass das Geld der Bürger auf Bankkonten durch Strafzinsen und Inflation jedes Jahr rund 4 Prozent an Wert verliert“, so Lach.

Die Umfrage zum Deutschen Altersvorsorge-Index sowie die Zusatzbefragung wurden vom DIVA in Auftrag gegeben und von INSA-CONSULIERE durchgeführt. Befragt wurden ca. 2.000 Personen in Deutschland.

 

Über das DIVA:

Das DIVA ist das Forschungsinstitut des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV) und Hochschulinstitut der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW). Es veröffentlicht jeweils zweimal jährlich einen Geldanlage-Index und Altersvorsorge-Index, die Einstellungen der Menschen in Deutschland zu diesen Finanzfragen messen. Wissenschaftlicher Direktor ist FHDW-Professor Dr. Michael Heuser.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH, Bahnhofstraße 23, 35037 Marburg, Tel: +49 (0) 6421 59078-0, www.diva.de

BNP Paribas Asset Management („BNPP AM“) legt den BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Eurozone PAB UCITS ETF auf, einen börsengehandelten Indexfonds, mit dem Anleger den CO2-Fußabdruck ihres Portfolios verringern können.

 

Diese Anlagelösung entspricht den europäischen Standards für PAB-Indizes (Paris Aligned Benchmarks).

BNPP AM ist Vorreiter bei kohlenstoffarmen ETFs und hat 2008 seinen ersten ETF, den BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe PAB ® UCITS ETF, aufgelegt. Dieser hat inzwischen ein Volumen von knapp 1 Milliarde Euro erreicht.

Nun kommt ein weiterer kohlenstoffarmer Aktien-ETF von BNPP AM mit einem Fokus auf der Eurozone: Der BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Eurozone PAB ® UCITS ETF ist seit dem 12. Oktober 2021 an der Euronext Paris und an der deutschen Börse Xetra notiert. Er bildet den Euronext Low Carbon 100 Eurozone PAB NTR Index ab, der von Euronext berechnet wird.

Nach einem Best-in-Class-Ansatz werden 100 Unternehmen der Eurozone ausgewählt, die im Hinblick auf die Reduzierung der CO2-Emissionen vorbildlich sind. Im Gegenzug werden Unternehmen ausgeschlossen, die in bestimmten Sektoren und ESG-Kontroversen involviert sind, sowie die in Bezug auf Soziales und Governance am schlechtesten abschneiden.

Mindestens 5 Prozent des Index machen Unternehmen aus, die aktiv an der Energiewende beteiligt sind – durch ihre gute Kohlenstoffbilanz und durch die positiven Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf das Klima. Diese sogenannten „grünen Unternehmen“ werden von einem Expertenausschuss ausgewählt, der die Zusammensetzung und Entwicklung des Index überwacht.

Ausgerichtet auf die Ziele des Pariser Abkommens, die Erderwärmung bis 2050 auf 1,5° C zu begrenzen, erfüllt der Index die europäischen Standards der Paris Aligned Benchmark („PAB“), insbesondere:

  • Die Einhaltung strenger Anforderungen bezüglich des Ausschlusses fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Erdgas)
  • Eine Verringerung der Kohlenstoffintensität des Index um mindestens 50 Prozent im Vergleich zu seinem ursprünglichen Anlageuniversum
  • Das Ziel, das Portfolio um mindestens 7 Prozent pro Jahr zu dekarbonisieren.

Der Index umfasst auch eine Messung des CO2-Fußabdrucks auf der Grundlage der Scopes 1, 2 und 3, bei der direkte und indirekte Emissionen berücksichtigt werden.

Als ein ETF mit einem auswirkungsbezogenen ESG-Ansatz ist der BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Eurozone PAB UCITS ETF unter Artikel 9 der SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation) eingestuft.

Claus Hecher, Head of Business Development für ETF und Indexlösungen bei BNP Paribas Asset Management Deutschland, erklärt den Schritt: „Um nachhaltig zu sein, muss sich die Wirtschaft auf ein kohlenstoffarmes Modell umstellen, das die Energiewende begünstigt. Sowohl für professionelle Investoren als auch für Privatanleger gewinnt die nachhaltige Geldanlage zunehmend an Bedeutung. Um den Erwartungen der Anleger gerecht zu werden, erweitert BNP Paribas Asset Management mit der Auflegung dieses dritten ETF sein Sortiment und bestätigt damit seine Führungsrolle bei Indexlösungen mit Schwerpunkt auf ESG-Themen.“

Wesentliche Merkmale des Fonds (zum 12 Oktober 2021):

ETF Name: BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Eurozone PAB UCITS ETF

ISIN Code: LU2194448267

Anlageklasse: Thesaurierung

Nachbildungsmethode: physisch, ohne Wertpapierleihe

SFDR*: Artikel 9

Laufende Kosten: 0,30% p.a.

SRRI**: 6

* SFDR: Sustainable Finance Disclosures Regulation. Verordnung (EG) Nr. 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27 November 2019 über Informationen über die nachhaltige Entwicklung im Finanzdienstleistungssektor. Artikel 9 – Produkt mit einem nachhaltigen Anlageziel

** Der synthetische Risikoindikator wird auf einer Skala von 1 bis 7 ermittelt (wobei 7 das höchste Risikoniveau darstellt). Er wird periodisch berechnet und kann sich daher im Laufe der Zeit ändern. Eine regelmäßige Konsultation des KIID des Fonds wird empfohlen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BNP PARIBAS ASSET MANAGEMENT France, Zweigniederlassung Deutschland, Europa-Allee 12, 60327 Frankfurt am Main, Tel: (069)707998-0, www.bnpparibas-am.com

Sparkassen-Tochter beendet Vertriebsunterstützung von zwei Fonds-Sparplänen

 

Der Druck auf die künftige Bundesregierung zur Reform der privaten Altersvorsorge steigt. Mit Deka Investments zieht sich ein weiterer wichtiger Anbieter de facto aus dem Angebot von staatlich geförderten Riester-Produkten für die Altersvorsorge zurück, wie das Wirtschaftsmagazin CAPITAL (Ausgabe 11/2021, EVT 21. Oktober) berichtet. Die Riester-Fondssparpläne Deka-Zukunftsplan Classic und Deka-Bonusrente sollen künftig nicht mehr vertrieblich unterstützt werden. Ein Deka-Sprecher bestätigte entsprechende Informationen.

Der Rückzug eines so großen Anbieters wie Deka erhöht den Druck auf die Politik, die staatlich geförderte private Altersvorsorge zu reformieren. SPD, Grüne und FDP haben sich in ihren Sondierungsverhandlungen auf einen Einstieg in eine teilweise Kapitaldeckung für die gesetzliche Rentenversicherung verständigt, sie wollen die private Altersvorsorge durch einen öffentlich verantworteten Fonds stärken. Details dazu dürften erst im Zuge der anstehenden Koalitionsverhandlungen für eine Ampel-Regierung festgelegt werden. FDP und Grüne etwa favorisieren eine Aktienrente ohne Beitragsgarantie nach schwedischem Vorbild. Die SPD ist hier noch zurückhaltend.

Deka stellt ihr Riester-Angebot allerdings nicht komplett ein, wird es jedoch nicht mehr bewerben. Um die Produkte für den Vertrieb zusätzlich unattraktiv zu machen, setzt die Fondstochter der Sparkassen den Ausgabeaufschlag für beide Fonds zum 1. November auf null Prozent von bisher 1,5 Prozent (Zukunftsplan) respektive 3,5 Prozent (Bonusrente). Für die 710 000 Bestandskunden werden die Produkte weitergeführt. Diese profitieren sogar von den Änderungen: Sie zahlen ab 1. November keinen Ausgabeaufschlag mehr und sparen damit Geld.

Für alle anderen wird es jedoch schwierig, überhaupt noch eine Riester-Rente zu bekommen. Das Produkt, benannt nach dem früheren Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD), krankt seit Jahren an den Niedrigzinsen. Weil die Anbieter die Rückzahlung der Beiträge zu 100 Prozent garantieren müssen, kommen sie nicht um einen hohen Anteil bonitätsstarker Anleihen herum, die jedoch kaum noch Rendite abwerfen oder sogar negativ rentieren. Die Folge: Die Anbieter verdienen kaum noch Geld, und Sparer erhalten eine geringere Auszahlung.

Die Deutsche Bank-Tochter DWS hatte im Juli das Riester-Neugeschäft eingestellt und bietet nur noch Produkte ohne Beitragsgarantie an. Union Investment verlängert die Mindestlaufzeit der Verträge. Auch einige Versicherer wie LVM geben das Geschäft auf. Laut Bundessozialministerium haben rund 16,3 Millionen Menschen Riester-Verträge, davon sind etwa 20 Prozent Fondssparpläne.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Capital Redaktion, G+J Business Channel GmbH, Eupener Straße 70, ­50933 Köln, Tel.: 0221/4908 00, Fax: 0221/5342 563, www.capital.de