Die 7. Globale ESG-Umfrage von Russell Investments:

 

Laut der 7. globalen ESG-Umfrage von Russell Investments gewinnt eine aktive Engagement-Politik bei Vermögensverwaltern an Bedeutung. Neun von zehn Antwortenden (90 %) gaben an, dass sie ESG-Aspekte in Gesprächen mit dem Management von Portfolio-Unternehmen ansprechen. Damit hat sich dieser Wert in den vergangenen vier Jahren um zehn Prozentpunkte erhöht. Noch stärker als auf der Aktienseite gilt dies für Anleihemanager, bei denen 92 % ESG-Aspekte mit Emittenten besprechen. Insgesamt gaben 35 % der Antwortenden an, dass sie ESG in ihren Treffen mit Portfolio-Unternehmen immer ansprechen. 2018 lag dieser Wert erst bei 21 %.

Die ESG-Managerumfrage spiegelt die Haltung von 369 Vermögensverwaltern weltweit wider, die ein Vermögen von 79,6 Billionen US-Dollar in unterschiedlichen Anlageklassen verwalten, darunter Aktien, Anleihen, Sachwerte und alternative Anlagen. Die vom Investmentmanager-Research-Team von Russell Investments durchgeführte Umfrage bewertet die Einstellung von Vermögensverwaltern zum verantwortungsvollen Investieren und zur Integration von ESG-Faktoren in den Anlageprozess.

Die Umfrageteilnehmer gaben an, dass für ihre Kunden Klima und Umwelt der dominierende Themenbereich ist (60 %), gefolgt von Diversität, Integration und Sozialem (20 %). Klima und Umwelt liegen dabei sowohl global als auch in allen Regionen vorn. Besonders hoch ist dieser Wert mit 97 % in Kontinentaleuropa, während die Präferenzen in den USA für Klima und Umwelt mit 46 % und Diversität, Inklusion und Sozialem mit 29 % vergleichsweise ausgeglichener sind.

Manager stuften die Governance (80 %) weiterhin als den wichtigsten ESG-Faktor für ihre Investitionsentscheidung ein. Dies unterstreicht die branchenübergreifend hohe Bedeutung einer guten Unternehmensführung für die Erwirtschaftung des langfristigen Unternehmenswerts. Die Zahl derer, die den Faktor Umwelt als am wichtigsten ansehen, hat in den letzten vier Jahren von 5 % auf 14 % fast verdreifacht. Der steile Anstieg reflektiert den stärkeren Fokus auf die Bewältigung von Klimarisiken sowie wachsende Regulationsanforderungen. Er ist vor allem auf Manager in Kontinentaleuropa zurückzuführen, wo 30 % (gegenüber 4 % in 2018) diesem Faktor höchste Priorität beimaßen. Sozialaspekte wurden weiterhin am seltensten beziehungsweise von 6 % der Antwortenden als prioritärer ESG-Faktor genannt. Obwohl soziale Themen wie Gleichberechtigung und Inklusion, die Gesundheitsversorgung und erschwinglicher Wohnraum während der COVID-19-Pandemie mehr Aufmerksamkeit erhalten haben, können diese schwieriger quantifiziert werden. Außerdem gibt es nur wenige Investitionsmöglichkeiten, die direkt an soziale Themen gekoppelt sind.

Die Umfrage von Russell Investments ergab, dass Vermögensverwalter zunehmend ESG-spezifische Überlegungen in ihre Anlagetätigkeit einbeziehen. Über 80 % der befragten Manager lassen in ihren Anlageprozess explizit qualitative oder quantitative ESG-Bewertungen einfließen. Auch das Ausmaß, in dem ESG-Faktoren Anlageentscheidungen beeinflussen, ist – vor allem mit Blick auf Anlagerisiken – gestiegen. So gaben 46 % der Befragten an, dass ESG-Faktoren wie der Klimawandel eine wesentliche Rolle bei der Bewertung potenzieller Risiken spielen, dies ist ein Plus von 11 % seit 2018. Darüber hinaus betonten 29 % der Manager den Einfluss von ESG-Erwägungen bei der Erwirtschaftung positiver Renditen. Dies ist ein Anstieg von 9 % gegenüber 2018.

In fast allen untersuchten Regionen ist das Ausmaß, in dem ESG-Aspekte regelmäßig in die Anlagepraxis integriert werden, gestiegen. Annähernd alle europäischen Vermögensverwalter gaben an, dass sie ESG heute in ihre Anlageprozesse integrieren. Auch, wenn US-Manager in dieser Hinsicht hinterherhinken, ist der Prozentsatz auch bei ihnen von 67 % im Jahr 2019 auf 82 % gestiegen.

Aus den Ergebnissen geht zudem hervor, dass Vermögensverwalter ihre ESG-Einsichten stärker auf Grundlage interner Einschätzungen zu Anlagemöglichkeiten bilden. 55 % der Befragten, also 15 Prozentpunkte mehr als 2019, stützen sich dabei in vor allem auf intern erstellte quantitative Daten, nutzen aber externe ESG-Datenanbieter als zusätzlichen Input. Umgekehrt ist die alleinige Verwendung interner ESG-Kennzahlen auf nur 6 % zurückgegangen, verglichen mit 14 % im Jahr 2019. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass immer mehr Vermögensverwalter auf ESG-Datenanbieter zurückgreifen, während sie gleichzeitig ihre eigenen Analysen als wesentliche ESG-Bewertungen nutzen. Die Umfrage zeigt auch, dass viele Vermögensverwalter mehrere ESG-Datenanbieter abonnieren. Dies deutet darauf hin, dass Vermögensverwalter unterschiedliche ESG-Datenquellen schätzen.

Da ESG-Investments weltweit höchste Wachstumsraten erreichen, sind auf nachhaltige und verantwortungsvolle Investments spezialisierte Vermögensverwalter sehr gefragt. Dies spiegelt sich auch bei der Entwicklung der personellen Kapazitäten wider. Heute beschäftigen 52 % der kanadischen Vermögensverwalter (im Vorjahr 26 %) ESG-Spezialisten[1]. In Europa beschäftigen fast neun von zehn Manager ESG-Experten (88 %).

„Die Integration von ESG-Aspekten in die Anlage- und Management-Praktiken von Vermögensverwaltern hat sich rasant weiterentwickelt. Zukunftsorientierte Bewertungen und Wesentlichkeitsaspekte werden dabei immer wichtiger“, sagt Yoshie Phillips, Director of Investment Research – Global Fixed Income bei Russell Investments. „Vermögensverwalter wenden heute strengere ESG-Analysen an und bemühen sich um mehr Transparenz. Es gibt jedoch noch viel zu tun, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, der zunehmend die ESG-Agenda bestimmt und sich bei Vermögensinhabern als wichtigstes Anliegen etabliert hat.“

„Die Umfrage hat erneut gezeigt, dass ESG nicht länger ein optionales Extra, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Entscheidungsfindung ist”, ergänzt Bettina May, Head of Distribution für Deutschland und Österreich bei Russell Investments. „Vermögensverwalter nehmen dies ernst und haben in den letzten zwölf Monaten Verbesserungen auf den Weg gebracht. Vor allem in Kontinentaleuropa zeichnet sich ab, dass insbesondere die wachsenden Ansprüche von Vermögensinhabern ESG-Fortschritte bei Vermögensverwaltern vorantreiben. Der Klimawandel ist für Vermögensinhaber ein so wichtiges Thema geworden, dass Vermögensverwalter hier aktiv Fortschritte zeigen müssen, um nicht ins Hintertreffen zu gelangen.“

 

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Zeichnung Barkapitalerhöhung bei growney über 3,0 Mio. EUR – Optionsvereinbarungen zur Erhöhung auf 100 % der growney-Anteile

 

Vorstand und Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG (Deutsche Börse Scale, ISIN DE000A12UP29) haben beschlossen, sich im Rahmen einer Barkapitalerhöhung des Berliner FinTechs und Robo-Advisory-Unternehmens growney GmbH über eine Einlage von 3,0 Mio. EUR mit insgesamt 17,75 % am Stammkapital zu beteiligen. Es wurden zugleich Optionsvereinbarungen mit dem heutigen Mehrheitsgesellschafter und Gründer Gerald Klein sowie allen weiteren Gesellschaftern vereinbart, den Anteil an der growney GmbH in mehreren Schritten auf bis zu 100 % erhöhen zu können.

Der Vollzug der Barkapitalerhöhung unterliegt entsprechenden Bedingungen, unter anderem dem erfolgreichen Abschluss des Inhaberkontrollverfahrens durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Die growney GmbH gehört zu den am schnellsten wachsenden digitalen Vermögensverwaltern und hat sich bereits erfolgreich als einer der wichtigsten Robo-Advisor-Anbieter in Deutschland etabliert. Mit neuen Kooperationen will growney diese starke Marktposition festigen und weiter ausbauen. Die Beteiligung an der growney GmbH ist die Grundlage für den Ausbau des bisherigen Geschäftsfelds LAIC des Lloyd Fonds-Konzerns zum Geschäftsfeld LLOYD DIGITAL im Rahmen einer konsequenten Zwei-Marken-Strategie.

Das WealthTech LAIC soll weiter als Premiumanbieter mit individuellen Chance-/Risiko-Strategien für vermögende Privatanleger sowie institutionelle Kunden etabliert werden. Das Berliner FinTech growney fokussiert sich ergänzend als Kostenführer im Segment der ETF-basierten Musterstrategien für Endkunden. Dazu Dipl.-Ing. Achim Plate, Chief Executive Officer (CEO) der Lloyd Fonds AG: „Die strategische Partnerschaft mit dem FinTech und Robo-Advisor growney ist der Startschuss für den Ausbau unseres digitalen Angebots zu einem Full-Service-Lösungsanbieter. Unser WealthTech LAIC, mit dem wir seit April 2019 Privatanlegern und institutionellen Kunden digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur Portfoliooptimierung anbieten und growney ergänzen sich dabei perfekt.“

Achim Plate ergänzt: „Wir können nun im Rahmen einer Zwei-Marken-Strategie zukünftig sowohl vermögenden und institutionellen Kunden als auch preissensiblen, unabhängigen Retail-Investoren digital gesteuerte Anlagelösungen anbieten. Wir setzen dabei weiterhin konsequent den Megatrend der Nutzerzentrierung um, zielgerichtete datenbasierte Angebote für unsere Kunden zu liefern.“

Dazu auch Gerald Klein, Geschäftsführer und Hauptgesellschafter der growney GmbH: „Das Investment der Lloyd Fonds AG ist eine fantastische Bestätigung unserer bisherigen Arbeit. Der gemeinsame Know-how-Transfer ermöglicht uns eine Optimierung unserer Kompetenzen im Produktmanagement. Die künftige Zusammenarbeit ermöglicht uns spannende neue Kooperationen mit großen Partnern und die Fortsetzung des sehr starken Wachstumskurses.“

Die für das Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN angekündigte geplante Akquisition eines weiteren Vermögensverwalters, mit einem verwalteten Asset under Management-Volumen (AuM) von mindestens 1,0 Mrd. EUR, ist nicht Gegenstand dieses Beteiligungserwerbs und soll ergänzend noch in diesem Jahr erfolgen.

growney: Testsieger Stiftung Warentest bei B2C-Kunden

Die growney GmbH wurde 2014 vom heutigen Geschäftsführer und Hauptgesellschafter Gerald Klein gegründet. Die Markteinführung der Plattform erfolgte im Mai 2016. Digital affine Verbraucher wünschen sich zunehmend schnell verfügbare, benutzerfreundliche und transparente Finanzprodukte, wodurch der Markt der digitalen Vermögensverwaltungen überdurchschnittlich wächst. Die growney GmbH gehört zu den am schnellsten wachsenden digitalen Vermögensverwaltern in Deutschland.

Das Produktangebot umfasst insgesamt zehn verschiedene Anlagestrategien bzw. Portfolios, die ein gemeinsames Anlagekonzept auf Basis von passiven Exchange Traded Funds (ETFs) verfolgen. Dabei erfolgt eine Konzentration des Anlageuniversums in bis zu 5.000 Aktien und Anleihen aus 45 Ländern. Anleger können bereits ab einer Mindestzeichnungssumme von 500 EUR oder über einen ETF-Sparplan ab 25 EUR pro Monat digital investieren. Unterstützt wird dies durch einen agilen Onboarding-Prozess mit einer hohen User-Experience.

Die growney GmbH hat ein diversifiziertes Geschäftsmodell aufgebaut, das wesentlich auf dem direkten Endkundengeschäft (B2C) basiert. Daneben besteht auch das Angebot von Plattformlösungen für Drittvertriebe. Diese Vertriebskanäle münden bereits in bestehenden Partnerschaften mit den größten Maklerpools in Deutschlands, wie der Fonds Finanz, dem KAB Maklerpool oder dem Phönix Maklerverbund. Darüber hinaus gibt es erste White-Label-Kooperationen, wie beispielsweise mit der Signal Iduna Asset Management aus Hamburg. Geplant ist der weitere Ausbau solcher Partnerschaften über Kooperationen mit Unternehmen außerhalb der Finanzbranche mit großen Filialnetzen und hohem Kundenaufkommen.

Die growney GmbH genießt in der noch jungen Branche bereits einen hervorragenden Ruf. Für ihre digitale Vermögensverwaltung wurde die Gesellschaft entsprechend bereits mehrfach unter anderem vom Handelsblatt, WirtschaftsWoche, Finanztip, ntv, Capital, Stern, Focus Money und Euro am Sonntag ausgezeichnet. Dies neben der Vermögensanlage auch für den komfortablen und kundenfreundlichen Nutzungsprozess der aufgebauten Plattform sowie die transparente Informationsbereitstellung. Aktuell wurde die growney GmbH von der Stiftung Warentest in der Finanztestausgabe 07/2021 mit der Note „sehr gut“ (1,3) als Testsieger für eine Geldanlage in Höhe von 100.000 EUR als bester Robo-Advisor ausgezeichnet.

Die Gesellschaft hat die Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gem. § 15 Wertpapierinstitutsgesetz. Sie ist zudem Mitglied im Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V.

Zwei-Marken-Strategie LAIC und growney ab 2022 in LLOYD DIGITAL

Durch die strategische Partnerschaft wollen die Lloyd Fonds AG und die growney GmbH ihre Kräfte bündeln und künftig gemeinsame Wege gehen. Vom gegenseitigen Know-how-Transfer können beide Seiten profitieren, um so das weitere Wachstum voranzutreiben. Die Partnerschaft mit der growney GmbH ist die Grundlage für den Ausbau des Geschäftsfelds LAIC des Lloyd Fonds-Konzerns in das neue Geschäftsfeld LLOYD DIGITAL. Im Geschäftsfeld LAIC bietet die Lloyd Fonds AG Privatanlegern und institutionellen Kunden bisher über ihr WealthTech LAIC digitale und risikooptimierte Anlagelösungen zur Portfoliooptimierung an. Im neuen Geschäftsfeld LAIC DIGITAL soll ab 2022 eine Zwei-Marken-Strategie für das endkundenorientierte FinTech growney und das risikooptimierte innovative WealthTech LAIC etabliert werden.

Durch die Partnerschaft kann growney als etablierte und eigenständige Marke auch in Zukunft weiter stark wachsen. Ziel ist die Etablierung der Plattform mit einem klaren Fokus auf den direkten Vertrieb an preisaffine Privatkunden und Börsen-Einsteiger sowie entsprechende B2B-Technologiepartner. Dabei wird growney das Anlageuniversum und das auf ETFs basierende Anlagemodell auf Grundlage von Musterportfolios als Standard-Lösung für Privatkunden weiterhin unabhängig auswählen und optimieren.

In Abgrenzung zur growney GmbH liegt der Schwerpunkt im Portfoliomanagement des WealthTechs LAIC auf aktiv gemanagten Fonds und ETFs sowie einer für institutionelle Kunden ausgerichteten Strategie basierend auf Einzelaktien, welche alle komplett individuell gesteuert werden können. Der Auswahlprozess erfolgt dabei durch den KI-basierten LAIC ADVISOR®, der auf ein Investmentuniversum aus mittlerweile mehr als 12.000 aktiv gemanagten Publikumsfonds, 1.500 ETFs und auf ein Universum von 5.000 Einzelaktien zurückgreift. Eine entsprechende Produktvielfalt wurde inzwischen aufgebaut und etabliert. Neben einer individuellen Vermögensverwaltung für vermögende Privatkunden wurden fünf LAIC-Mischfonds für Privatkunden entwickelt, die unterschiedliche Risikostrategien und Nachhaltigkeitsschwerpunkte verfolgen. Daneben erfolgt mit der LAIC-Fondsrente das Angebot einer digitalen fondsgebundenen Rentenversicherung in Zusammenarbeit mit der Condor Lebensversicherungs-AG und der Helvetia Schweizerische Lebensversicherungs-AG. Neben diesen Privatanlegern vorbehaltenen Anlagelösungen wurde inzwischen zudem ein Aktienfonds mit Spezialfondsfähigkeit für institutionelle Kunden aufgesetzt, welcher sich aus genanntem Aktienuniversum von 5.000 Titeln bedient.

Das WealthTech LAIC soll weiterhin als Premium-Plattformanbieter mit dem Fokus auf vermögende Privatanleger und institutionelle Kunden sowie Banken- und Finanzpartner mit dem Bedarf einer risikoadjustierten Rendite ausgebaut werden.

Entsprechendes Wachstum soll durch effizienzsteigernde Synergien der beiden Unternehmen gehoben werden. Dazu zählt neben der Bündelung des Know-hows im Produktmanagement zur Ausweitung des Angebots und der gemeinsamen Nutzung und Weiterentwicklung von Datenmodellen auch die Integration von Teilen des Finanz-, Personal-, IT-, Recht- sowie Compliancebereichs der growney GmbH in den Lloyd Fonds-Konzern. Die zuletzt genannten Schritte sollen nach der Mehrheitsübernahme erfolgen.

 

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Lloyd Fonds AG, Amelungstraße 8 – 10, D­-20354 Hamburg, Tel: 040/ 32 56 78­210, Fax: 040/ 32 56 78­99, www.lloydfonds.de

von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel

 

Das Bild für 2022 ist geprägt von der Angst vor Stagflation, Chinas Strategiewechsel, einer weniger expansiven Geldpolitik, negativen Realzinsen und der politischen Neuausrichtung in Deutschland.

Der Einfluss der Corona-Pandemie nimmt weiter ab, wird aber nicht ganz verschwinden. Die Industrienationen und China haben überwiegend hohe Impfquoten, laufen aber Gefahr weiterer Infektionswellen. Sollten hier erneute Shutdowns notwendig sein, dürften diese nur regional und/oder sehr selektiv vorgenommen werden. Viele Schwellenländer und v.a. Low-Income-Economies haben hingegen nur sehr geringe Impfquoten. Dort ist mit medizinischen und wirtschaftlichen Rückschlägen sowie der Gefahr weiterer Virusvarianten zu rechnen, die den bestehenden Impfschutz überspringen und auch in Staaten mit hohen Impfquoten zu weitergefassten neuen Shutdown-Maßnahmen führen könnten.

Beim BIP-Wachstum liegt eine differenzierte Ausgangslage vor. Während China und Europa, v.a. Deutschland Ende 2021 schwächeln, bilden die USA die globale Konjunkturlokomotive. Die Basisannahme ist, dass sich Lieferkettenprobleme und Energieengpässe durch fehlende Vorleistungen und Rohstoffe sowie knappe Transportkapazitäten im ersten Halbjahr 2022 sukzessive auflösen. Danach rechnen wir mit einer Fortsetzung des dynamischen globalen Nach-Corona-Aufschwungs. Die Wachstumserwartungen liegen global bei 4-6%, für die USA bei 4-6%, China 5-7%, die Eurozone 3-5% und Deutschland 4-6%. In den Schwellenländern rechnen wir mit differenzierten und von individuellen Faktoren abhängigen Wachstumsperspektiven (zwischen ca. 2-4% in Lateinamerika und 5-7% in Ostasien).

Die Inflationsspitze ist Ende dieses Jahres oder im ersten Quartal nächsten Jahres überschritten. Die Einmal- und Basiseffekte laufen aus bzw. lassen nach, wobei anhaltend erhöhte Inflationsraten trotzdem wahrscheinlich sind. Ursachen hierfür sind die sich nur langsam abbauenden Lieferkettenstörungen, anhaltend erhöhte Energie- und Rohstoffpreise (bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung, den weltweit verstärkten Fokus auf regenerative Energien und dadurch bestimmte, notwendige Rohstoffe), der Umbau von Lieferketten, der Fokus der Politik auf höhere Löhne und Mangel an ausreichend qualifizierten Arbeitskräften sowie staatliche und private Investitionsoffensiven (u.a. in Klimaneutralität und Resilienz). Die Unternehmen können die steigenden Kosten jedoch nur noch teilweise an Endverbraucher weitergeben. Es ist allerdings keine überbordende inflationäre Entwicklung zu erwarten. Die Inflationserwartungen liegen für die USA bei 3-4%, für die Eurozone bei 2-3% und für Deutschland bei 2,5-3,5%.

Die Geldpolitik bleibt weiter expansiv, aber mit nachlassender Dynamik. Die EZB und die Fed laufen der inflationären Entwicklung hinterher. Die Fed wird das Tapering im ersten Halbjahr 2022 fortsetzen, die EZB voraussichtlich ab April damit beginnen. Mit einer Leitzinserhöhung in den USA und der Anhebung des Einlagenzinssatzes in Europa ist im dritten Quartal nächsten Jahres zu rechnen. Ein harter restriktiver Kurs zur Eindämmung der Inflation ist wegen der bestehenden Abhängigkeiten von niedrigen Zinsen (Staatsschulden, Kapitalmärkte) jedoch unwahrscheinlich.

Beim Welthandel ist die Erholung vom krisenbedingten Einbruch (aufgrund von Lieferengpässen) vorerst gestoppt. Doch wurden die Vorkrisenwachstumsraten des Welthandelsvolumens nur kurzfristig wieder erreicht. Protektionismus, der steigende Anteil immaterieller Wertschöpfung, die Umfokussierung Chinas und der Umbau von Lieferketten dämpfen.

Mit Blick auf China, treibt die Biden-Administration die „Allianz gegen China“ voran. China fokussiert sich auf eine 2-Circle-Strategie (d.h. ein stärkerer Binnenmarkt und Handel verstärkt im ostasiatischen Raum) und eigene Interessen (sozialer Friede, Management von Preisblasen, breiter sozialer Wohlstandszuwachs anstatt privatwirtschaftlicher Vermögensmaximierung). Bei zu schwachem Wachstumsmomentum ist eine erneute fiskalische Stützung wahrscheinlich. Die Abhängigkeit des Westens gegenüber China (Vorprodukte, Rohstoffe, US-Staatsanleihe-Holdings …) wird eher abnehmen, aber weiterhin wesentlich bleiben und eine totale Eskalation des US-China-Konflikts vermeiden.

Die Politik wird weltweit nach der Coronakrise mit verstärkten staatlichen Investitionen (digitale und Gesundheits-Infrastruktur, Digitalisierung, Innovation) und daraus resultierend weiter steigenden Staatsschulden agieren. Zudem ist weltweit ein Wechsel zu eher links- bzw. nachfrageorientierter Politik erkennbar (mehr Staat und Regulierung, höhere Steuern, mehr Umverteilung, weniger Markt). In den letzten Jahren aufgebaute Ungleichgewichte (Einkommen, Vermögen) sollen nicht weiter steigen. Deutschlands neue Regierung dürfte hier mitziehen, aber gleichzeitig einen zu starken Umverteilungskurs und ein Abwürgen privatwirtschaftlicher Produktionsanreize vermeiden. In Frankreich finden im Frühjahr Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt (derzeit hat Macron gute Chancen auf eine Wiederwahl mangels ausreichend starker Konkurrenz), in Italien im Frühjahr 2023. Denkbar ist daher die Möglichkeit einer gemeinsamen pro-europäischen Reformoffensive im kommenden Jahr, mit der Tendenz zu höheren gemeinschaftlichen Ausgaben. Die Auszahlungen des EU-Wiederaufbaufonds unterstützen dabei und sind gegebenenfalls ein Druckmittel (bspw. ggü. Polen). Aufgrund der US-Midterm-Elections Ende 2022 dürfte die Biden-Regierung Schwierigkeiten haben, weitere große Fiskalprogramme durchzubekommen. In den Fokus rückt daher wohl eher die Außenpolitik (insb. China).

Bei den Megatrends bleibt die Digitalisierung (inkl. KI und Blockchain) maßgebliches Thema und sorgt für Sonderkonjunkturen in einzelnen Branchen bzw. Unternehmen. Der Klimawandel gewinnt international weiteren Stellenwert; hinzu kommen verstärkte staatliche – und private – Investitionen u.a. in Infrastruktur.

Kapitalmarkterwartungen:

Zinsen:

  • Bundesanleihen: geldpolitisch bedingt und politisch unterstützt/forciert strukturell niedrige Zinsen; Geldmarktzinsen leicht steigend im zweiten Halbjahr 2022; am langen Ende etwas stärker steigende Zinsen durch anhaltend höhere Inflation; Auslauf der WP-Käufe eröffnet weiteres Zinssteigerungspotenzial > trotzdem weiterhin tief negative Realzinsen wahrscheinlich.
  • US-Treasuries: geldpolitisch bedingt strukturell niedrige Zinsen; Geldmarktzinsen sukzessive anziehend; am langen Ende etwas stärker steigende Zinsen (auch vs. Eurozone) durch anhaltenden Inflationsdruck und hohe Staatsschulden; Auslauf der WP-Käufe eröffnet weiteres Zinssteigerungspotenzial > weiter negative Realzinsen.
  • Risikoprämien: strukturell niedrig durch konjunkturelle Erholung und Anlagenotstand; tendenziell – leicht – steigende Risikoprämien durch nachlassenden geldpolitischen Stimulus.

Währungen:

  • EUR/USD: kaum verändert; USD nicht mehr als sicherer Hafen gefragt; Nominalzinsdifferenz zugunsten des USD könnte sich ausbauen, dürfte sich aber real kaum verändern; stark steigende US-Staatsschulden; wirtschaftlicher Aufholeffekt Europas nach Q4-Schwäche; politisch mehr Bewegung in Europa als in den USA (Blockade vor Midterms), Terms of Trade, Kaufkraftparität und spekulative USD-Long-Positionen sprechen eher für den Euro > insgesamt ausgeglichen.

Rohstoffe:

  • Rohöl: steigend, trotz sukzessivem, aber weiter langsamem Ausbau des schon in 2020 nur zögerlich ausgeweiteten Angebots; konjunkturelles Aufschwungsszenario stützt Nachfrage.
  • Gold: steigend, weil strukturell unterstützt (reale Negativzinsen, steigende Staatsschulden, …); Renaissance als Inflations-Hedge wahrscheinlich; zudem steigende Schmucknachfrage im konjunkturellen Aufschwung.

Aktien:

  • Allgemein: steigend, wirtschaftliche Erholung läuft weiter; sehr dynamischer Anstieg der Unternehmensgewinne dürfte allerdings nachlassen; Annahme, dass steigende Produktionskosten nicht mehr vollumfänglich an Endverbraucher durchgereicht werden können; ggf. Steuererhöhungen; zwischenzeitlich größere Rückschläge erwartbar; Erholung der durch die Lieferengpässe besonders betroffenen Branchen (u.a. Automobil) im Jahresverlauf; Profiteure von Investitionsoffensive dürften Anbieter von Infrastruktur, Anlagen- und Maschinenbau, digitalen Dienstleistungen und IT sein; negative Realzinsen stützen (TINA); aber Tapering belastet > Aktienselektion wird wichtiger.
  • Eurozone: Aufholpotenzial nach schwachem Q4; mit weiterem Überwinden der Coronakrise gute Aussichten für Dienstleister, Tourismus, Freizeit etc. – auch Autobauer; Export-Industrie anfänglich durch China-Schwäche belastet, dürfte ab Q2 von Wachstumserholung profitieren.
  • USA: hohe wirtschaftliche Dynamik stützt, wenngleich weniger Unterstützung durch neue Fiskalpakete zu erwarten ist (aber auch Belastungen der Wirtschaft durch Regulierungen oder Steuererhöhungen nur schwer umsetzbar sind); Vorteil durch hohen Big-Tech-Anteil.
  • China: Eng verbunden mit Konjunktur; Erholung im Jahresverlauf wahrscheinlich.
  • Schwellenländer: verspätete Erholung nach länger anhaltenden Corona-Beschränkungen im Jahresverlauf wahrscheinlich; wiederauflebendes China-Wachstum stützt.

Krypto-Assets:

  • Bitcoin: das älteste, bekannteste und nach Marktkapitalisierung größte Krypto-Asset dürfte allein schon durch die zunehmenden Investitionsmöglichkeiten (bspw. Zulassung des ersten Bitcoin-Future-ETF in den USA) und die sukzessive Berücksichtigung im Portfoliokontext weiter gefragt bleiben. Hinzu kommen die Standardargumente der Befürworter (Inflationierung von Euro, USD & Co.; negative Realzinsen; explodierende Staatsschulden), die weitere Nachfrage generieren dürfte.
  • Ethereum: steht stellvertretend für die Möglichkeiten der Blockchain als Basis für neue, teils disruptive Geschäftsansätze; Plattform für Blockchain-Anwendungen (Decentralized Finance, Non-Fungible-Token, dezentralisierte Buchungsportale etc.); derzeit Nummer zwei nach Marktkapitalisierung und möglicherweise eine Standardplattform der Zukunft.

Nebenszenarien

Chancen: Corona-Fortschritte (Impfquoten); Nachkrisen-Investitionen/wirtschaftliche Aufholung; Produktivitätsschub bspw. im Zuge der Digitalisierung; deutlich nachlassender Inflationsdruck; Wiederbelebung transatlantischer Beziehungen (mit Sonderfokus China).

Risiken: Corona-Rückschläge (resistentere Varianten); plötzlicher, noch stärkerer Inflationsschub; zu langanhaltende Lieferkettenstörungen; Eskalation geopolitischer Krisenherde; Fehler der Politik (angesichts hoher Abhängigkeit von fiskalischen und monetären Unterstützungen sowie politisch forcierter Neuausrichtungen); genereller Vertrauensverlust der Notenbanken (Akzeptanz- und Vertrauenskrise).

 

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Emission grüner Anleihen wird stark steigen, mehr Anreize für private Investitionen

 

2020 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Angesichts der Tatsache, dass die weltweiten Treibhausgasemissionen (THG) seit 1990 um fast 50 Prozent gestiegen sind, wird es immer dringlicher, Maßnahmen zu ergreifen, um den Klimawandel aufzuhalten. Nach Ansicht von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt, dürften der 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow Taten den Worten folgen – und auch Anlegerinnen und Anleger sollten aktiv werden. „Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass die globale Klimapolitik zu einer massiven Umleitung von Ressourcen und Kapital führen wird. Schon allein deshalb ist es strategisch sinnvoll, sich mit den Investments mehr in den Kanälen zu engagieren, die zukünftig mit Liquidität geflutet werden, als in denen, die trockengelegt werden sollen“, erklärt Galler. Green und Sustainable Bonds, nachhaltig orientierte Aktienstrategien und Infrastruktur dürften zu den Gewinnern dieser Jahrhunderttransformation gehören.

Massiver Strukturwandel in der Energiepolitik

Ein wesentliches Vorhaben der 26. UN-Klimakonferenz ist, die Ziele des Pariser Abkommens durch schärfere nationale Pläne zu erreichen. Denn nach Schätzungen der UN führen die aktuellen Pläne zu einem Anstieg der weltweiten Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 von rund 16 Prozent. Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, müssten die Emissionen im Jahr 2030 aber um 45 Prozent unter denen von 2010 liegen.

Der Energieverbrauch zählt neben der Landwirtschaft zu den Hauptverursachern des CO2-Anstiegs. Der Ausbau erneuerbarer Energien muss deshalb vorangetrieben werden. Aktuell liegt deren globaler Anteil bei 15 Prozent. Beim momentanen Tempo des Ausbaus könnte sich die Kapazität bis zum Jahr 2050 fast verdreifachen. Dennoch würden die erneuerbaren Energieträger in diesem Szenario nur einen Anteil von rund 27 Prozent des Energiebedarfs abdecken, denn laut Prognosen im „International Energy Outlook 2021“ wächst der weltweite Energiebedarf in den nächsten 30 Jahren um 50 Prozent. „Das bedeutet, dass ohne einen massiven Strukturwandel in der Energieerzeugung die CO2-Emissionen sogar bis 2050 weiter steigen werden“, fasst Ökonom Galler die Situation zusammen.

Insbesondere in den Schwellenländern Asiens, deren Stromproduktion sehr stark auf fossilen Brennstoffen basiert, steigt der Energiebedarf rasant. „In den vergangenen zehn Jahren ist es zwar Europa und Japan gelungen, den Energiebedarf um vier bis sechs Prozent zu reduzieren, aber in den Emerging Markets waren die Steigerungen um das sechsfache höher als die Reduktionen“, sagt Tilmann Galler. Allein im letzten Jahr wurde in China fast doppelt so viel Kapazität an Kohlekraftwerken an das Netz gebracht wie in Europa und den USA vom Netz genommen wurde. „Die Klimaziele können ohne die Einbeziehung der großen Schwellenländer also nicht erreicht werden“, erklärt Galler.

Emission grüner Anleihen wird steigen, zusätzliche Anreize für Investitionen privaten Kapitals

Der notwendige Strukturwandel in der Energiegewinnung erfordert nach Einschätzung des Experten enorme Investitionen. Die International Energy Agency geht etwa davon aus, dass global für das Erreichen des 1,5-Grad-Klimaziels die jährlichen Ausgaben für erneuerbare Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz von aktuell rund 700 Milliarden US-Dollar auf 2,3 Billionen US-Dollar ansteigen müssen. „Für Schwellenländer ist es jedoch kaum akzeptabel, dass ambitionierte Klimaziele sie am wirtschaftlichen Aufstieg und damit an mehr Wohlstand für ihre Bevölkerung hindern“, sagt Galler. Eine wichtige Erwartung an die COP26-Konferenz bestehe deshalb darin, dass die Industrieländer sich verpflichten, die Entwicklungsländer bei ihren Klimazielen stärker finanziell zu unterstützen. Gleichzeitig müssen für diesen gewaltigen Investitionsbedarf günstige Finanzierungsbedingungen gewährleistet werden.

„Emissionen grüner Anleihen werden ein wichtiges Instrument sein, mit dem Regierungen neue klimaorientierte Ausgaben finanzieren werden. Zusätzlich erwarten wir weitere Anreize für Investitionen privaten Kapitals. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, wären regulatorische Anreize, Portfolios zukünftig klimafreundlich auszurichten“, erklärt Tilmann Galler. Ein weiterer Weg seien Public-Private-Partnership-Modelle unter Beteiligung des öffentlichen und privaten Sektors. Damit könne sichergestellt werden, dass Initiativen, deren Finanzierung für den Privatsektor allein zu riskant wäre, trotzdem realisiert werden können.

 

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Angesichts der Klimakrise wird Impact Investing immer wichtiger. Sarah Norris, Investment Director bei abrdn, kommentiert den Trend zu nachhaltigen Anlagen:

 

Die 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow neigt sich dem Ende zu. Welche Beschlüsse tatsächlich umgesetzt werden, wird sich erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Doch eins hat die Klimakonferenz laut dem schottischen Vermögensverwalter abrdn verdeutlicht: Das Bewusstsein für die potenziellen wirtschaftlichen Folgen ökologischer und sozialer Risiken wächst. Auch an den Finanzmärkten zeigt sich, dass „ESG“ längst kein Mauerblümchendasein mehr führt, sondern als Anlageansatz heute fest etabliert ist. „Das Umfeld verändert sich und die Anlagebranche ist nun besser darauf vorbereitet, Impact-Investing-Strategien umzusetzen und zu erkennen, dass Unternehmen, die Lösungen für die Vielzahl an globalen Problemen bieten, davon auch durchaus profitieren können. Es gilt noch einige Herausforderungen zu meistern, doch da sich die Welt nun um sinnvolle Lösungen bemüht, wird das Impact Investing seine Stellung als einer der Eckpfeiler des nachhaltigen Investierens festigen“, sagt Sarah Norris, Investment Director bei abrdn.

Mit Anlagen Wirkung erzielen

Für abrdn ist Impact Investing viel mehr als das bloße verantwortungsbewusste Anlegen: Neben einem finanziellen Ertrag ist dabei auch eine positive Wirkung auf die Umwelt und/oder die Gesellschaft das Ziel. „Unternehmen, die Lösungen für diese bislang unerfüllten Bedürfnisse bieten, können unseres Erachtens von dem unbefriedigten Bedarf profitieren, indem sie Kapital dazu verwenden, bedeutende ökologische oder soziale Probleme anzugehen“, so Norris. Für die Anleger sei dies aufgrund von zwei möglichen günstigen Effekten attraktiv: Der messbaren positiven Wirkung und den potenziell nachhaltigen Erträgen. „Im Laufe der Jahre konnten wir beobachten, dass sich die Branche stärker um die Förderung des Impact Investing bemüht hat. Dazu zählen die Arbeit an den Prinzipien für verantwortliches Investieren (Principles for Responsible Investing, PRI) sowie Initiativen wie das Global Impact Investing Network, Bridges Ventures und viele andere“, erklärt Norris.

Diese Bemühungen, die Bildung, Aufklärung und die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache zum Ziel haben, tragen allmählich Früchte. Außerdem erkenne der Markt zunehmend, dass Probleme wie der Klimawandel zwar bedeutende Risiken sind, aber auch Chancen bieten.

Streben nach nachhaltigen Erträgen

„Impact Investing ist unseres Erachtens eine potenzielle Alpha-Quelle“, so Norris. Außerdem ist die Investmentexpertin davon überzeugt, dass die in den letzten Jahren beobachteten ESG-Trends an Fahrt aufnehmen werden. Nicht nur, weil ESG-Anlagen die „richtige Wahl“ seien, sondern auch weil der finanzielle Anreiz dazu erheblich ist. Dazu zählen die strengere Regulierung, das veränderte Verbraucherverhalten oder die Weiterentwicklung der Branche mit dem Ziel, proaktiv auf die sozialen und ökologischen Risiken zu reagieren, denen wir ausgesetzt sind.

Die Zahlen stützen diese Einschätzung. Ein Beispiel ist die Anlegerumfrage 2020 des Global Impact Investing Network. Dabei werden beinahe 300 führende Anleger im Bereich des Impact Investing befragt, die zusammen ein Vermögen von mehr als 400 Mrd. USD in Impact-Investing-Strategien verwalten. Von diesen Befragten gaben 88 % an, dass die finanziellen Erträge im Rahmen der Erwartungen oder darüber lagen.

Aktiv und passiv im Vergleich – keine festen Ausschlusskriterien bei Impact Investments

Eine große Frage beim Impact Investing dreht sich laut der Investmentexpertin um die Wahl des Ansatzes: Sollte er aktiv oder passiv sein? „Impact Investing zielt nicht nur darauf ab, Schaden abzuwenden und einen Nutzen für Beteiligte zu erzielen, sondern will auch einen Beitrag zu positiven Lösungen leisten. Doch dafür sind umfangreiche Analysen notwendig, so dass es keine festen Ausschlusskriterien für Impact Investments geben kann. Passive Ansätze eignen sich daher nicht“, erläutert Norris.

Impact Investing erfordert – ungeachtet der Anlageklasse – eine umfassende, gründliche Analyse globaler Probleme und die Ermittlung potenzieller Lösungen. Es geht außerdem mit der laufenden Überwachung einer Anlage einher, sowohl aus finanzieller Sicht als auch um sicherzustellen, dass Meilensteine in Bezug auf die angestrebten Wirkungen erreicht werden. „Die solide, verlässliche Messung der Wirkung ist ein Muss, ebenso die sorgfältige Abwägung eines Verkaufs aus ethischen Gründen“, sagt Norris.

Engagement ist ein weiteres Kernelement jeder Impact-Strategie. „Wir glauben, dass dazu auch gehört, börsennotierte Unternehmen zu ermutigen, die Unternehmensführung zu verbessern und sich ökologischer und sozialer Probleme anzunehmen. Aktives Management hilft Anlegern, ihre Stimmrechte bei Hauptversammlungen zu nutzen, um Einfluss auszuüben“, so Norris.

 

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Die China Evergrande Group ließ heute erneut Zinszahlungen an internationale Investoren ausfallen.

 

Die DMSA ist selbst in diesen Anleihen investiert und hat bis zum heutigen Ablauf der Schonfrist keine Zinszahlungen erhalten. Nun bereitet die DMSA einen Insolvenzantrag gegen Evergrande vor und ruft alle betroffenen Anleger auf, sich diesem anzuschließen.

Die China Evergrande Group, der zweitgrößte Immobilienentwickler Chinas, ist bereits im September mit Zinszahlungen für zwei Anleihen in Verzug geraten, bei denen die 30-tägige Schonfrist noch im Oktober endete. Die Öffentlichkeit wurde jedoch kurz vor Ende der Schonfrist durch Gerüchte über angebliche Zinszahlungen in die Irre geführt. Auch internationale Medien nahmen die gestreuten Gerüchte für bare Münze. Lediglich die DMSA – Deutsche Marktscreening Agentur erkannte bereits damals den Zahlungsausfall und wies in einer Studie nach, dass die Pleite von Evergrande, der weltweit am höchsten verschuldete Konzern, in letzter Konsequenz zu einem „Great Reset“, also zur finalen Kernschmelze des globalen Finanzsystems, führen kann.

„Doch während der internationale Finanzmarkt bisher den finanziellen Turbulenzen um den taumelnden Riesen Evergrande mit einem bemerkenswerten Grundvertrauen – man kann auch sagen: mit bemerkenswerter Naivität – begegnet ist, hat die amerikanische Zentralbank Fed gestern unsere Sicht bestätigt“, sagt DMSA-Senior-Analyst Dr. Marco Metzler. „Sie wies in ihrem aktuellen Stabilitätsbericht ausdrücklich auf die Gefahren hin, die ein Zusammenbruch von Evergrande für das globale Finanzsystem haben könnte.“

Um als Gläubiger einen Insolvenzantrag gegen das Unternehmen stellen zu können, hat die DMSA selbst in Evergrande-Anleihen investiert, deren Schonfrist heute (10.11.2021) abgelaufen ist.

Insgesamt hätte Evergrande spätestens bis heute für drei Anleihen 148,13 Millionen US-Dollar an Zinsen zahlen müssen. „Doch bisher haben wir noch keine Zinsen auf unsere Anleihen erhalten“, erklärt Metzler. Und weiter: „Mit dem heutigen Geschäftsschluss der Banken in Hongkong ist sicher, dass diese Anleihen ausgefallen sind.“

Besonders problematisch für Evergrande: Alle 23 ausstehenden Anleihen haben eine Cross-Default-Klausel. „Das bedeutet: Beim Ausfall einer einzigen dieser Anleihen haben automatisch alle ausstehenden 23 Anleihen den Status ,Default‘ – also Ausfall“, weiß DMSA-Senior-Analyst Metzler. Das bedeutet jedoch nicht automatisch die Insolvenz des betreffenden Unternehmens. Zur Feststellung der Pleite muss bei Gericht ein Konkursantrag gestellt werden. Das kann entweder das Unternehmen selbst oder ein oder mehrere Gläubiger des Unternehmens tun. Und genau dies ist nun geplant. Metzler: „Die DMSA bereitet ein Konkursverfahren gegen Evergrande vor. Wir führen diesbezüglich bereits Gespräche mit anderen Investoren. Wir freuen uns, sollten sich noch weitere Anleger unserer Aktionsgruppe anschließen.“ Für den DMSA-Experten ist klar: „Sobald ein Gericht das Konkursverfahren eröffnet, wird Evergrande auch ganz offiziell bankrott sein – und das ist nur noch eine Frage von Tagen.“

Mehr unter: http://www.dmsa-agentur.de/download/20211110_DMSA_EVG_PM_dt.pdf

Über Deutsche Markt Screening Agentur GmbH:

Die DMSA Deutsche Markt Screening Agentur GmbH, ist ein unabhängiger Datendienst, der marktrelevante Informationen zu Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen sammelt und bewertet. Die DMSA versteht sich als Anwalt der Verbraucher, Privatkunden und mündigen Investoren. Der Anspruch: Unternehmen und Anbieter, Produkte und Dienstleistungen immer mit den Augen der Kunden zu betrachten. Die Kunden stehen dabei im Mittelpunkt der Arbeit der DMSA. Für sie werden wichtige und entscheidungsrelevante Informationen gebündelt und als Marktscreenings dargestellt. Das Ziel: Für Verbraucher mehr Transparenz bei der Auswahl von Produkten, Investments und Dienstleistungen zu schaffen.

 

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DMSA Deutsche Markt Screening Agentur GmbH, Wichertstraße 13, D-10439 Berlin, Michael Ewy,Geschäftsführer, http://www.dmsa-agentur.de

J.P. Morgan Asset Management: Nach V-förmiger Erholung folgt nun die mittlere Zyklusphase – es geht weiter aufwärts, aber der Weg wird steiniger

 

Hohe Inflationsraten, zunehmende Angebotsengpässe und eine nach wie vor nicht ausgestandene Pandemie: Die Wirtschaft weltweit gerät in zunehmend schwieriges Fahrwasser. Nach Ansicht von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt, zeigt ein differenzierter Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, dass sich das Momentum für Wirtschaft und Kapitalmarkt allmählich verändert. Auf der anderen Seite stellt der Marktexperte bei der Vorstellung des Guide to the Markets für das 4. Quartal 2021 fest, dass Industrie und Verbraucher noch in einer guten Ausgangslage seien. Insgesamt betrachtet könne man sehen, dass die V-förmige Erholung nun in einen Mittzyklus übergehe. Die defensive Stärkung des Portfolios verbunden mit einer größeren Diversifizierung über verschiedene Anlageklassen hinweg sei nun allerdings besonders wichtig.

Gute Verbraucherstimmung, investierfreudige Unternehmen – doch strukturelle Risiken

Die Verbraucher stellen nach Ansicht von Tilmann Galler die wichtigste Komponente der Wirtschaft dar – und hier zeige sich nach wie vor eine gute Stimmung. Verbraucher weltweit verfügten dank staatlicher Transfers und Konsumverzicht in den Lockdowns immer noch über erhebliche Überschussersparnisse. In vielen Bereichen habe sich nun eine große Nachfrage aufgestaut. Gleichzeitig zeigten sich viele Unternehmen sehr investierfreudig. Dies beflügele das weitere Wirtschaftswachstum. Auf der anderen Seite kämen jedoch strukturelle Risiken hinzu. Denn verbunden mit der Investierfreude der Unternehmen und den Lockerungsmaßnahmen steige der Bedarf an Arbeitskräften. Die Zahl der freien Stellen habe mittlerweile stark zugenommen, doch der Arbeitskräftemangel mache sich nun negativ bemerkbar und könnte das Wachstum bremsen.

Auch deuten aktuelle Zahlen etwa von Einkaufsmanagerindizes darauf hin, dass sich gerade im Dienstleistungssektor die Erholung verzögert. „Das zuletzt positive Sentiment beginnt sich abzukühlen“, erklärt Ökonom Galler. Eine wesentliche Rolle dabei spielt nach Einschätzung von Tilmann Galler die – trotz aller Impffortschritte – sich wieder verschlechternde Infektionslage in der Pandemie.

Inflation: gekommen, um zu bleiben?

Die starke Nachfrage nach Gütern verbunden mit Angebots- und Lieferengpässen, aber auch die Bereitschaft von Unternehmen, höhere Löhne als Anreiz für Mitarbeiter zu bezahlen, hat die Inflationsraten weltweit in die Höhe getrieben.

Als Beispiel nennt Galler die Automobilbranche: „Beim Autokauf waren früher hohe Rabatte gang und gäbe. Dies hat sich stark verändert. Aufgrund der großen Nachfrage sehen Autohändler nicht die Notwendigkeit, auf Rabattforderungen der Kunden wie im früheren Umfang einzugehen“, sagt Galler. Erst im zweiten Halbjahr 2022 könnte sich die Situation im Automobilbereich wieder entspannen, weil bis dahin die Liefermengen wieder deutlich höher liegen könnten.

Die Strategie der Notenbanken jedoch heißt einstweilen: Abwarten. Einzig die Bank of England dürfte nach Einschätzung von Tilmann Galler aufgrund strukturell erhöhter Inflationsrisiken schon kurzfristiger Handlungsbedarf sehen und an der Zinsschraube nach oben drehen. Weder bei der EZB noch bei der US-Notenbank Fed sieht Galler bislang Ambitionen, Zinsen zu erhöhen. Dabei spiele auch ein politischer Aspekt eine Rolle: „Im November 2022 stehen in den USA die Kongresswahlen an. Die Fed dürfte nicht gewillt sein, sich mit einer Zinserhöhung vor Ende 2022 politisch instrumentalisieren zu lassen. Wir rechnen daher erst Anfang 2023 mit einem Zinsschritt. Daneben dürfte die Reduzierung von Liquidität aber weiter auf der Agenda bleiben“, erklärt der Kapitalmarktexperte.

Aktienmarkt: Druck auf Margen nimmt zu – Valuewerte attraktiver

Für Unternehmen könnte aus Sicht von Tilmann Galler das Thema Inflation durchaus noch weitere Konsequenzen mit sich bringen. „Grundsätzlich ist Inflation für Unternehmen nichts Negatives. Allerdings wird es bei höheren Inflationsraten zunehmend wichtig, dass Unternehmen Preissteigerungen, die sie selbst unmittelbar betreffen, auch an Abnehmer weitergeben können. Aktuell zeigt sich, dass Kunden allerdings durchaus preissensibel sind und nicht jede Steigerung, etwa beim Auto- oder Hauskauf, mitmachen“, sagt Galler. Durch die Notwendigkeit, höhere Löhne zu bezahlen, um vorhandene Arbeitskräfte zu binden oder neue zu gewinnen, komme weiterer Preisdruck hinzu. „Wir rechnen für das nächste Jahr immer noch mit einem globalen Wirtschaftswachstum von ca. 4 Prozent. Doch die Kostenseite tritt bei Unternehmen stärker zutage, wodurch das Gewinnmomentum bei vielen Unternehmen nachlassen dürfte“, ergänzt der Experte.

Die Bewertungen – bemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) – seien jedoch insgesamt nicht als exzessiv zu bezeichnen. Einzig bei den großkapitalisierten US-Wachstumsunternehmen sei eine gewisse Übertreibung in Form von erheblichen Bewertungsprämien zu erkennen. „Angesichts des aktuellen Zinsumfelds bieten Aktien weiterhin stabiles Renditepotenzial. Vor allem Werte aus dem Value-Sektor dürften künftig gute Dividenden liefern“, sagt Tilmann Galler.

Generell werde der Schutz in rauen Zeiten wichtiger: Die Volatilität dürfte zukünftig zunehmen und die Wachstumsraten nehmen ab. „Um die defensive Seite im Portfolio zu stärken, halten wir etwa Anleihen in China und anderen asiatischen Ländern aus dem Investment-Grade-Segment für geeignet, zumal diese nicht nur rund 3 Prozent rentieren, sondern bisher auch eine niedrige Korrelation mit dem Aktienmarkt aufweisen. Die gute Ertragslage der Unternehmen favorisiert weiterhin High-Yield Die relativ kurzen Laufzeiten von Hochzinsanleihen und die hohen Zinszahlungen sollten im aktuellen Umfeld besser vor steigenden Zinsen schützen“, so Ökonom Galler. Auch Wandelanleihen seien attraktiv, ebenso alternative Anlagen wie Makrostrategien, die weniger abhängig von der Marktentwicklung sind.

 

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Der neue Triodos SICAV II – Triodos Emerging Markets Renewable Energy Fund ist ein Alternativer Investmentfonds (AIF) für professionelle Anleger und soll den Zugang zu erneuerbaren Energien in Schwellenländern verbessern. Der Fonds wurde am 29. Oktober 2021 mit einem Fondsvolumen von 29 Mio. USD aufgelegt.

 

Den Schwellenländern kommt eine immer größere Bedeutung auf dem globalen Energiemarkt zu. Es wird erwartet, dass die Stromnachfrage bis 2030 am deutlichsten in Ländern außerhalb der OECD-Mitglieder steigen wird. Grund ist das Bevölkerungswachstum und die wirtschaftliche Entwicklung bei gleichzeitigem Stromdefizit in vielen Schwellenländern. Die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius, wie es auf dem baldigen UN-Klimagipfel COP26 angestrebt wird, ist nur möglich, wenn die Weltwirtschaft von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umgestellt wird.

Der Triodos Emerging Markets Renewable Energy Fund investiert in die unerlässliche Energiewende in den Schwellenländern, indem langfristige vorrangige Darlehen für Wind-, Solar- und Wasserkraftprojekte in Fließgewässern zur Stromversorgung bereitgestellt werden. Der Fonds finanziert auch kommerzielle und industrielle Initiativen sowie innovative Projekte für Privatpersonen wie beispielsweise Mini-Netze. Darüber hinaus konzentriert sich der Fonds in erster Linie auf Investitionen in hochwirksame Energiewendefonds mit dem Fokus auf dem Entwicklungsstadium von neuen Projekten rund um erneuerbare Energie-Erzeugung.

Eine dreifache Herausforderung

Energie ist unverzichtbar und scheint zumindest in den Industrieländern selbstverständlich. Doch rund 800 Millionen Menschen in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern fehlt immer noch der Zugang zu Energie. Gleichzeitig beobachten wir einen exponentiellen Anstieg der weltweiten Nachfrage, insbesondere in den Schwellenländern. Folglich stehen wir vor einer dreifachen Herausforderung: Wir müssen die weltweite Kapazität zur Energieerzeugung steigern, allen Bevölkerungsgruppen Zugang zu zuverlässiger Energieversorgung ermöglichen und die CO2-Emissionen aus der Energieerzeugung reduzieren, um die Klimaziele zu erreichen. Erfreulicherweise bietet sich in den am wenigsten entwickelten Ländern das große Potenzial, die weiter entwickelten Volkswirtschaften zu überholen, indem sie direkt auf erneuerbare Energielösungen setzen und somit die Stufe der fossilen Brennstoffe überspringen.

Angeles Toledo, Fondsmanagerin des Triodos Emerging Markets Renewable Energy Fund, erläutert: „Der fehlende Zugang zu modernen Energietechnologien schränkt die Einkommensbildung ein, macht alle Bemühungen, der Armut zu entkommen, zunichte, beeinträchtigt die Gesundheit von Frauen und Kindern und trägt zur Abholzung der Wälder und zum Klimawandel bei. Mit der Auflegung des Fonds wollen wir privatwirtschaftliche Investitionen in erneuerbare Energien in den Schwellenländern ankurbeln und so die globale Wende hin zu sauberer Energie beschleunigen sowie den Zugang zu sauberer Energie in den Entwicklungsländern verbessern.“

Triodos IM ist seit 1987 im Bereich erneuerbare Energien tätig und hat in den letzten 25 Jahren ein integratives Finanzportfolio in den Schwellenländern aufgebaut. Damit setzt sich Triodos IM aktiv dafür ein, die Energiewende voranzutreiben und den Zugang zu Energie in Schwellenländern zu verbessern. Auf diese Weise wird eine dreifache Wirkung erzielt, indem der Klimawandel bekämpft, die sozioökonomische Entwicklung unterstützt und der Zugang zu Energie verbessert wird, während den Anlegern gleichzeitig gesunde Renditen geboten werden.

Einzelheiten zum Fonds

Triodos Emerging Markets Renewable Energy Fund ist ein Teilfonds von Triodos SICAV II, einem von Triodos Investment Management verwalteten alternativen Investmentfonds. Der Triodos Emerging Markets Renewable Energy Fund hat eine semi-opened Struktur und wird monatlich zum Nettoinventarwert (NAV) gehandelt. Der Fonds entspricht als alternativer Investmentfonds (AIF) der AIFMD (Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds, EU/2011/61). Die Anteilsausgabe des Fonds startet am 29. Oktober 2021. Weitere Informationen über den Fonds finden Sie unter www.triodos-im.com.

 

Über Triodos Investment Management

Triodos Investment Management (IM) vereint seit 25 Jahren Investoren – die ihr Geld für langfristige, positive Veränderungen einsetzen möchten – mit innovativen, nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen. Mit einem verwalteten Vermögen von 6,1 Mrd. Euro (30.06.2021) ist Triodos IM ein weltweit aktiver Impact Investor und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Triodos Bank NV. Impact Investing bringt das ESG-Konzept auf die nächste Stufe, indem es Investitionen ausfindig macht, die eine messbare positive Wirkung und gleichzeitig einen finanziellen Ertrag erzielen.

 

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Triodos Investment Management BV, Hoofdstraat 10, Driebergen-Rijsenburg, PO Box 55, 3700 AB Zeist, Niederlande, www.triodos-im.co

Experte von J.P. Morgan Asset Management: „Wichtig ist nicht nur, dass man spart, sondern wie gespart wird“

 

Alljährlich heißt es seit nahezu 100 Jahren in der letzten Oktoberwoche aufs Neue: Weltspartag! Historisch gesehen ging es den Initiatoren jedoch nicht nur um das Fördern des Sparens, sondern auch um das Verbessern der finanziellen Bildung. Aus Sicht von Matthias Schulz, Managing Director bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt, ist die Notwendigkeit des langfristigen Sparens – etwa für die Altersvorsorge – mittlerweile gut im Bewusstsein der Menschen verankert. Doch sieht er beim Aspekt der finanziellen Bildung weiterhin Nachholbedarf: „Es ist inzwischen längst nicht mehr die Frage, ob gespart wird. Viel entscheidender ist die Frage, wie gespart wird“, sagt Schulz.

Zwar habe sich in den letzten Jahren die Aktienkultur in Deutschland stärker ausgeprägt, da immer mehr Menschen auch in Aktien oder Aktienfonds sparen – nicht zuletzt gab es durch die Pandemie in den letzten Monaten noch einmal einen Schub. Doch die absoluten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut Deutschem Aktieninstitut (DAI) war 2020 nur rund jeder Sechste (17,5%) in Deutschland über 14 Jahre in Aktien investiert. Verschiedene Studien zeigten zudem immer wieder, dass das Sparbuch nach wie vor einen festen Platz bei vielen deutschen Anlegerinnen und Anlegern hat – mit fatalen Konsequenzen. So gibt es aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds seit Jahren kaum noch Zinsen auf Spareinlagen. „Nicht nur, dass durch die wieder anziehende Inflation die Ersparnisse nach und nach weniger werden. Immer mehr Banken erheben zudem ein so genanntes Verwahrentgelt auf höhere Vermögen“, stellt Matthias Schulz fest. Mit den mageren Zinserträgen lässt sich dies kaum ausgleichen.

720 Jahre Dauer, um bei Sparbuchzinsen die Ersparnisse zu verdoppeln

Matthias Schulz macht die Auswirkungen von niedrigen Sparbuchzinsen im Vergleich zu einer höheren Rendite am Kapitalmarkt an einem Rechenbeispiel deutlich. Wer ein Sparbuch mit einem Zinssatz von 0,1 Prozent bespart, bräuchte sage und schreibe 720 Jahre, um seinen Einsatz zu verdoppeln. Wer also heute mit 10.000 Euro startet, würde erst im Jahr 2741 auf eine Summe von 20.000 Euro kommen. „Es sollte einleuchten, dass dieser Anlagehorizont selbst bei steigender Lebenserwartung viel zu lang ist“, so Schulz augenzwinkernd.

Renditeorientiert anlegen: schneller das Vermögen wachsen lassen

Wie rasant sich diese Rechnung verändert, sobald etwas stärker renditeorientiert angelegt wird, zeigt sich, wenn eine Rendite von 2 Prozent pro Jahr vorliegt: Dann verkürzt sich der Zeitraum, um das Ersparte zu verdoppeln, von 720 auf 36 Jahre. Und auch das ist sicherheitsorientiert möglich: Sogar etwas mehr als 2 Prozent pro Jahr konnten gemäß Wertentwicklungsstatistik des Fondsverbands BVI in den vergangenen 20 Jahren durchschnittlich mit globalen Rentenfonds erzielt werden. Der Zeitraum verkürzt sich weiter bei steigenden Verzinsungen. Bei 4 Prozent Rendite pro Jahr wären es nur noch 18 Jahre, bei 6 Prozent 12 Jahre, und bei 8 Prozent nur noch 9 Jahre, bis sich das Kapital verdoppelt. Dass diese Zahlen nicht utopisch sind, zeigen ebenfalls die BVI-Durchschnittszahlen: Auf 20 Jahre erzielten Aktienfonds mit Fokus auf Schwellenländern genau 8 Prozent pro Jahr, bei Aktienfonds mit Fokus auf deutschen Unternehmen waren es etwas über 6 Prozent pro Jahr. Gerade auch mit Blick auf die aktuell deutlich erhöhte Inflation ist es aus Sicht von Matthias Schulz sinnvoll, kapitalmarktorientierte Anlagen in den Fokus zu nehmen.

Vom Sparen zum Anlegen ist es nur ein kleiner Schritt

Die Beschäftigung mit dem Kapitalmarkt ist nach Ansicht von Matthias Schulz ein erster wichtiger Schritt, um die Ersparnisse zu vermehren. „Es gibt vielfältige Informationsangebote rund um den Kapitalmarkt. Doch wichtig zu wissen ist auch, dass niemand selbst zum Portfolio-Manager werden muss. Mit Fondslösungen, etwa weltweit in verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Anleihen investierende Mischfonds, ist jeder, der investieren möchte, gut aufgestellt“, erklärt Schulz. Dabei könne man auch weitere Schwerpunkte setzen, etwa bei besonders nachhaltigen Unternehmen. „So lässt sich mit den Ersparnissen eine nachhaltige Zukunft mitgestalten, statt dass sie auf dem Sparbuch immer weniger werden.“

Um Sparerinnen und Sparern den Schritt zur Wertpapieranlage zu erleichtern, hat J.P. Morgan Asset Management selbst ein Online-Informationsangebot gestartet. „Leicht verständliche Informationen sind der Schlüssel zum Kapitalmarkt“, fasst Matthias Schulz zusammen. Wer die Grundlagen und Zusammenhänge des erfolgreichen, langfristigen Anlegens verstehe, hat auch weniger Scheu, den Schritt vom Sparen zum Anlegen zu gehen.

 

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Die Realzinsen in Deutschland sind im Oktober erstmals unter minus vier Prozent gefallen.

 

„Schon die -3,86 Prozent im September 2021 waren ein Rekord, der jetzt schneller als gedacht noch einmal unterboten wurde“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH. „Angesichts sowohl steigender wie anhaltender Inflation ist eine Erholung nicht in Sicht.“

Im Oktober wird der Realzins auf minus 4,4 Prozent sinken. „Unsere Inflationsprognose und die Daten der Bundesbank zeigen einen eindeutigen Trend nach unten, der sich auch noch weiter fortsetzen wird“, sagt Mlinaric. Denn angesichts der europaweit diskutierten Ausweitung der Neuverschuldung oder auch gemeinsamer europäischer Schulden ist nicht zu erwarten, dass die EZB die Zinsen bald spürbar anhebt.

„Die Euro-Staaten haben von den niedrigen Zinsen sehr profitiert und durch Umschuldungen ihre Schuldenlast sowohl getreckt als auch die Zinslast verringert“, sagt Mlinaric. Jetzt stehen neue Herausforderungen an, etwa der klimaverträgliche Umbau der Wirtschaft und auch die Bekämpfung der Pandemiefolgen. „Es ist zu erwarten, dass dafür weitere Schulden aufgenommen werden“, so Mlinaric. „Das erhöht den Druck auf die EZB, die Zinsen noch möglichst lange niedrig zu halten.“ Denn selbst starke Länder wie Deutschland könnten sich einen raschen Anstieg der Zinsen nicht leisten, die schwächeren würden in den Krisenmodus rutschen.

Ausgedehnte Phasen negativer Realzinsen sind keine Seltenheit. „Wir erwarten, dass die aktuelle Phase negativer Zinsen uns noch über viele Monate erhalten bleiben wird“, sagt Mlinaric. Selbst in der Vergangenheit haben solche Phasen oft mehrere Jahre gedauert. „Was allerdings derzeit die Sparer stärker denn je belastet, ist die Höhe der Negativzinsen“, so Mlinaric. „Dauert diese Phase länger als ein Jahr an, wird der Verlust an Kaufkraft auf die gesamte Wirtschaft durchschlagen.“

 

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Marktkommentar von Benjamin Dean, Director, Digital Assets, WisdomTree

 

Die Idee eines Metaversums ist nicht neu. Neu ist, inwieweit die Grenzen zwischen physischer und virtueller Welt mittlerweile verwischt sind. Dieser Wandel in der Lebensweise der Menschen birgt immense Chancen – wie die Nachricht von Facebook, einem der weltweit größten Unternehmen, das sich in Meta umbenannt hat, zeigt. Digitale Assets sind ein großer Teil dieser Möglichkeiten.

Eine Idee mit jahrzehntelanger Entwicklung

Der Begriff „Metaversum“ wurde von Neal Stephenson in seinem 1992 erschienenen Buch „Snowcrash“ geprägt. Das Buch ist ein Grundpfeiler jeder Geek-Bibliothek und handelt von einer postapokalyptischen Zukunft, in der die Hyperinflation den Wert des US-Dollars so stark geschwächt hat, dass die Leute stattdessen alternative Währungen wie Yen oder „Kongbucks“ verwenden. Um diesem dystopischen Albtraum zu entkommen, ziehen sich die Menschen in eine Virtual-Reality-Welt – das Metaversum – zurück und interagieren mit Avataren[1]. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, liegt es daran, dass ähnliche Ideen auch in den „Matrix“-Filmen und in jüngerer Zeit in „Ready Player One“ untersucht wurden.

Es gibt bereits viele Metaversen. Videospieler verstehen das Konzept. Second Life war einer der erfolgreichsten Versuche, etwas zu erschaffen, das heute als Metaversum bezeichnet wird. Es hatte seine eigene Floating-Währung, Linden-Dollar, die zu einem durchschnittlichen Kurs von etwa 250 zu eins in US-Dollar konvertierbar waren[2]. Diese virtuellen Welten haben ihr eigenes Bruttoinlandsprodukt, da Menschen im Spiel Dinge produzieren und tun, denen ein monetärer Wert zugeordnet werden kann. Im Jahr 2015 wurde das BIP (Bruttoinlandsprodukt) der Second Life-Wirtschaft auf etwa 500 Millionen US-Dollar geschätzt[3].

Das Aufkommen digitaler Vermögenswerte und Währungen wie Bitcoin leitete eine neue Phase dieses technologischen Wandels ein. Ein Beispiel ist die Sandbox (denken Sie an Runescape meets Minecraft), wo der native Krypto-Token (SAND) eine aktuelle Marktkapitalisierung von rund zwei Milliarden USD hat[4]. Eine andere virtuelle Welt, Decentraland, hat einen Token (MANA), der in Bezug auf die Marktkapitalisierung auf USD 4,4 Milliarden geschätzt wird[5].

In der Vergangenheit neigten die Menschen dazu, auf konzeptioneller Ebene zu denken, dass es eine physische Realität („Fleischraum“) und eine virtuelle Realität gibt. Früher bezeichneten die Menschen das Internet als „Informationsautobahn“ und die Interaktionen, die die Menschen über das Internet hatten, als „Cyberspace“. Alle diese Begriffe sind bezeichnend für die unterschiedlichen Versuche der Menschen, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und wie sie die Lebensweise der Menschen verändern. Die Verwendung von Begriffen wie diesen schwindet, da neue Technologien, in diesem Fall das Internet, Teil der „Möbel im Raum[6]“ werden und Menschen immer mehr Dinge internetvermittelt tun. Zum Beispiel nennen die Leute den Kauf von Sachen bei Amazon nicht mehr „E-Commerce“ … es ist einfach „Shopping“ .

Die Grenzen zwischen realen und virtuellen Räumen verschwimmen seit einiger Zeit. Wir befinden uns schon lange in Metaversen – auch wenn es uns nicht aufgefallen ist. Ich habe diesen Prozess vor etwa einem Jahrzehnt „Virtualisierung der Welt[7]“ genannt. Es ist wichtig, auf etwas Wesentliches hinzuweisen, das sich in den letzten zehn Jahren geändert hat. Erst in den letzten Jahren erinnert sich in den Industrieländern die Mehrheit (also mehr als 50 %) der Menschen nicht mehr an das Leben vor dem Internet. Dieser demografische Wandel wird sich weiter verschieben – insbesondere in Ländern, in denen Smartphones allgegenwärtig sind und die Bevölkerung jünger wird.

Bedeutung für das Metaversum

Eine offensichtliche Frage ist: Was wird die Währung in Mark Zuckerbergs Metaversum sein? Seit Jahren versucht Facebook, eine eigene digitale Währung zu entwickeln und auf den Markt zu bringen – damals „Libra“ und jetzt „Diem“ genannt[8]. Eine Möglichkeit, die Einführung dieser digitalen Währung voranzutreiben, könnte darin bestehen, sie in Meta zu einer Reservewährung zu machen. Wenn physische und virtuelle Realitäten verschwimmen, kann Diem schneller in den Alltag einsteigen – und wird so neben anderen bestehenden Währungen (z. B. USD, JPY, EUR usw.) zugänglich und nutzbar.

Wenn Sie sich bei dieser Vision eines monolithischen Mark-Zuckerberg-Metaversums unwohl fühlen, liegt die gute Nachricht in der geringen Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelnes Unternehmen alle anderen virtuellen Welten aufbauen, unterhalten und subsumieren oder ausschließen kann. Das wahrscheinlichere Ergebnis ist eine Reihe verschiedener Metaversen, die interoperable Protokolle und Open-Source-Software verwenden. Das hat Jack Dorseys Twitter erkannt – und integriert Open-Source-Bitcoin-Wallets in die Nutzerprofile[9]. Amazon sucht einen Direktor, der Kunden auf leitenden Ebenen dabei unterstützt, „die Art und Weise, wie sie digitale Vermögenswerte handeln, zu transformieren… von der Preisermittlung bis zur Ausführung, Abwicklung und Verwahrung“[10]. Diese Rolle deutet darauf hin, dass weitere Fortune-500-Unternehmen diesem Trend folgen werden.

Science-Fiction ist mehr als Dystopie

Die Grenzen zwischen physischer und virtueller Realität verschwimmen und werden dies auch in den kommenden zehn Jahren tun. Den dystopischen Science-Fiction-Kontext loszuwerden, in dem die Populärkultur dazu neigt, diesen Wandel zu behandeln, hilft dabei, die Chancen der Zukunft zu erkennen. Meta hat mit seinem Rebranding eine große Wette gemacht – aber die Möglichkeiten liegen weit über dem, was Meta in diesem Bereich tun wird. Metaversen sind nicht neu – neu sind die Investitionen in diesen Bereich und die wachsende Akzeptanz digitaler Assets bei einer wachsenden Kohorte von Digital Natives.

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Snow_Crash

2 https://www.investopedia.com/terms/l/linden-dollar.asp

3 https://www.hypergridbusiness.com/2015/11/second-life-gdp-totals-500-million/

4 https://www.coingecko.com/en/coins/the-sandbox

5 https://www.coingecko.com/en/coins/decentraland

6 https://www.collinsdictionary.com/dictionary/english/part-of-the-furniture

7 https://bennydean.com/post/96921781828/the-virtualisation-of-the-world-advertising-and-the

8 https://en.wikipedia.org/wiki/Diem_(digital_currency)

9 https://blog.twitter.com/en_us/topics/product/2021/bringing-tips-to-everyone

10 https://coingape.com/amazon-looking-for-digital-assets-specialist-at-aws-is-crypto-integration-coming/

 

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Marktkommentar von Guy Wagner, BLI – Banque de Luxembourg Investments

 

Die Abschwächung der weltweiten Konjunktur, die sich in den Sommermonaten bereits abgezeichnet hatte, wurde nun durch die Konjunkturdaten für das dritte Quartal bestätigt. Dies schreiben Guy Wagner und sein Team in ihrem jüngsten monatlichen Marktbericht „Highlights“.

In den USA stieg das reale Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September gegenüber dem Vorquartal um annualisierte zwei Prozent. In den drei Monaten zuvor hatte der Anstieg noch 6,7 Prozent betragen. In der Eurozone befinden sich die meisten Länder nach wie vor in einer starken wirtschaftlichen Erholungsphase, was das höhere BIP-Wachstum von 2,2 Prozent (gegenüber dem Vorquartal, nicht annualisiert) für die Eurozone insgesamt im dritten Quartal erklärt. In China schwächte sich das BIP-Wachstum im Jahresvergleich auf 4,9 Prozent ab, da die Geschäfte im Immobiliensektor unter den Zahlungsschwierigkeiten des Immobilienentwicklers Evergrande litten, die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen wieder stieg und es zu einer Stromknappheit kam. In Japan zeigten Lieferengpässe in der Automobilbranche und die schwächere Nachfrage aus China im September erste negative Auswirkungen auf den Export. „Die wichtigsten Unsicherheitsfaktoren für die Weltwirtschaft im vierten Quartal sind steigende Lebenshaltungskosten in Folge des zunehmenden Inflationsdrucks, die anhaltende Störung der Lieferketten und ein möglicher Wiederanstieg der Covid-19-Infektionszahlen zu Beginn der Wintermonate“, sagt Guy Wagner, Chefanlagestratege und Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft BLI – Banque de Luxembourg Investments.

Inflation bleibt auf hohem Niveau

Die Inflation bleibt auf hohem Niveau. In den USA liegt die Kernrate des Deflators der privaten Konsumausgaben, der von der US-Notenbank bevorzugte Preisindikator, mit 3,6 Prozent auf dem höchsten Stand seit Dezember 1991. In der Eurozone nimmt der Inflationsdruck sogar weiter zu: im Oktober stieg die Inflationsrate auf 4,1 Prozent und damit auf den höchsten Wert seit 13 Jahren.

Unklarheit über zukünftige EZB-Anleihekäufe

Die Renditen auf Staatsanleihen stiegen im Oktober leicht, „weil die Anleger der These, dass die derzeitige Inflation nur vorübergehend sei, keinen rechten Glauben schenkten“, meint der luxemburgische Ökonom. „In der Eurozone vergrößerte sich das Renditedifferenzial zwischen den Kernländern und den Peripheriestaaten leicht, da nicht klar ist, wie die EZB nach dem wahrscheinlichen Auslaufen des Pandemie-Soforthilfeprogramms im März 2022 in Zukunft ihre Anleihekäufe organisieren wird.“

Zyklische Konsumgüter, Technologie-, Energie- und Finanzwerte besonders erfolgreich

Nach ihren Verlusten im Vormonat drehten die Aktienmärkte im Oktober nun wieder ins Plus. Die Kursschwäche im September erinnert daran, dass es im Herbst häufig zu einer Konsolidierungsphase kommt, bevor die Kurse zu einer Jahresendrallye ansetzen. „Es bleibt abzuwarten, inwieweit der anhaltende Inflationsdruck die traditionelle Hausse bremsen wird“, sagt Guy Wagner. „Ein Blick auf die Branchen zeigt, dass zyklische Konsumgüter, Technologie-, Energie- und Finanzwerte besonders erfolgreich waren; die weniger zyklischen Sektoren wie Kommunikationsdienstleister und Basiskonsumgüter schnitten hingegen weniger gut ab.“

 

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S&P 500, EuroStoxx50 oder DAX – die Aktienmärkte steigen von einem Hoch zum nächsten trotz steigender Rohstoffpreise, Lieferengpässen und Produktverknappung, steigender Inflation, Fed-Tapering und explodierender Covid-Inzidenzen! Kommt jetzt der Einbruch, oder startet die Jahresendrallye? Das fragen Jean-Marie Mercadal, Head of Investment Strategies, und Eric Bertrand, Chief Investment Officer bei OFI Asset Management:

 

Die soliden Unternehmensgewinne haben allzu vorsichtige Anlegerauf dem falschen Fuß erwischt: 80 Prozent der professionellen US-Anleger, die Anfang Oktober von der Finanzzeitschrift Barron’s befragt wurden, erwarten in den nächsten sechs Monaten eine Korrektur von 10 bis 20 Prozent an der Wall Street. Wir sehen auf jeden Fall zwei wesentliche Themen, von denen die weitere Marktentwicklung abhängt:

  1. Das Risiko einer Konjunkturabschwächung. Seit einigen Monaten sind die Indikatoren für das Verbrauchervertrauen rückläufig, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Statistisch gesehen handelt es sich dabei um einen recht zuverlässigen Indikator, der in der Regel mehrere Monate im Voraus auf einen Konjunkturabschwung hinweist. In der Tat ist dies möglich: Der durch die aufgestaute Verbrauchernachfrage und die Ersparnisse der Haushalte ausgelöste Konjunkturschub fordert jetzt seinen Tribut in Form steigender Inflation, insbesondere bei den Energiepreisen. Zu erwarten ist, dass auch die Löhne steigen werden. Das würde die Unternehmen jedoch nicht allzu sehr treffen, da die Produktivität im Moment noch hoch ist. Das Risiko einer Konjunkturabschwächung könnte sich aber auch durch eine restriktivere Geldpolitik verschärfen.

Sollte die Konjunktur sich wieder abschwächen und die Inflation sich tatsächlich als vorübergehend erweisen, dürften sich die Anleihenmärkte insgesamt stabilisieren. Wir rechnen bei 10-jährigen US-Anleihen mit Renditen um 2 Prozent, bei Bundesanleihen um 0 Prozent. Das ist wichtig, denn die langfristigen Zinssätze sind der Ausgangspunkt für die Bewertung aller Vermögenswerte. Unserer Meinung nach besteht das Hauptrisiko für die Märkte nicht mehr in einem Aufwärtsdruck auf die Anleiherenditen, sondern in einer Konjunkturabschwächung, die zu einer Senkung der Gewinnprognosen führen könnte.

  1. China hat unter Führung von Präsident Xi Jinping einen Richtungswechsel weg vom „Wachstum um jeden Preis“ hin zu mehr „Wohlstand für alle“ vollzogen, der in den letzten Monaten zu einer Reihe von Verwerfungen geführt hat. Der Immobiliensektor, der fast 30 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, wurde besonders hart getroffen. Das Wachstum im dritten Quartal lag nahezu bei null. Für das vierte Quartal wird zwar ein Aufschwung erwartet, aber ob sich dieser tatsächlich einstellt, bleibt abzuwarten.

Auf längere Sicht gesehen sind die neuen Ziele unserer Meinung nach jedoch lobenswert und sollten für mehr Solidarität zwischen den Gesellschaftsschichten, eine grünere Wirtschaft und einen Anstieg der Geburtenrate sorgen. Das könnte bedeuten, dass sich China stärker auf seinen riesigen Binnenmarkt von 1,4 Milliarden Menschen ausrichten und von seiner internationalen Rolle als einer der wichtigsten Handelspartner weltweit zurückziehen wird. Die Corona-Pandemie könnte diese Entwicklung unter Umständen bereits beschleunigt haben – wir denken jedoch nicht, dass dies der Fall ist. Mit dem eingeschlagenen Richtungswechsel werden Kapitalismus und Unternehmertum nicht abgeschafft werden, erst recht nicht wegen des schnell wachsenden Technologiesektors, in dem China eine Führungsposition einnimmt. Der Anteil der digitalen Wirtschaft am chinesischen BIP soll bis 2025 von 7,8 Prozent auf 10 Prozent steigen. Zudem: Da das Regime sich nicht durch Wahlen legitimiert, muss es konkrete Ergebnisse für den Wohlstand für alle präsentieren. Aus diesen Gründen sind wir überzeugt, dass es sich lohnt, langfristig in China zu investieren.

Unsere Schlussfolgerung: Auch wenn die Gefahr eines Zinsanstiegs geringer geworden zu sein scheint, halten wir es für falsch, ins Risiko zu gehen und blindlings auf eine mögliche Jahresendrallye zu setzen. Wir behalten unsere Aktiengewichtung bei und stocken nur bei einem Kursrückgang auf.

 

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Eine dauerhafte Inflation gilt zwar heute nicht als wahrscheinlichstes Szenario, doch sollte es – vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und Lohnkosten – dazu kommen, könnte dies die derzeitigen Strategien von Sparern und Anlegern stark beeinflussen. Lesen Sie dazu einen Kommentar von Frédéric Leroux, Mitglied des Strategischen Investmentkomitees bei Carmignac:

 

Ist die Inflation von Dauer? Die Wahrscheinlichkeit ist zwar gering, doch die Auswirkungen wären erheblich

Das Thema Inflation ist heute in aller Munde. Ist sie nur ein vorübergehendes Phänomen, wie der Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, unablässig betont, oder ist sie dauerhaft? Die Zentralbanken haben die Weltwirtschaft jahrelang mit ihrer ausgeprägten Niedrigzinspolitik unterstützt. Werden sie an dieser ultralockeren Politik festhalten? Oder werden sie sich stattdessen für eine allmähliche Normalisierung ihrer Geldpolitik entscheiden, nachdem sie über ein Jahrzehnt alles daran gesetzt haben, ein Abrutschen in die Depression abzuwenden?

Seit die Inflation 1980 in den Industrieländern ihren Höhepunkt erreichte, sind die Teuerungsrate und die Zinsen 40 Jahre lang zurückgegangen, bis hin zur Deflation. In Europa erlebten wir sogar jahrelang ein bis dato unvorstellbares Experiment mit Negativzinsen. Zwar gab es auch phasenweise Preisschübe, so etwa 2011 und 2018. Diese waren allerdings nur von kurzer Dauer. Die Disinflation der vergangenen 40 Jahre wurde durch eine sehr starke Lohnkonkurrenz aus Schwellenländern, eine verstärkte Produktionsverlagerung auf bestimmte Regionen und die Auswirkungen des technischen Fortschritts auf wenig qualifizierte Arbeitsplätze in den Industrieländern ermöglicht. Aufgrund dieser Faktoren blieben die Löhne hinter den Preisen für Waren und Dienstleistungen zurück – es entstand ein Teufelskreis mit einer sich selbst tragenden Inflation.

Diese deflationären Kräfte existieren nach wie vor. In Verbindung mit der Überalterung der Bevölkerung und einer in der Nachkriegszeit beispiellosen Verschuldung der Weltwirtschaft sind sie die am häufigsten angeführten Gründe für die Annahme, dass die derzeitige Inflation nur vorübergehend ist. Wenngleich das Wiederhochfahren der Weltwirtschaft nach der Corona-Krise den Preisanstieg aufgrund von Versorgungsengpässen (zum Beispiel bei Halbleitern und Arbeitskräften) oder der Unterbrechung von Lieferketten gefördert hat: Die Tatsache, dass das Ende dieser Engpässe absehbar ist, spricht für eine nur vorübergehende Inflation. Aus diesem Grund gilt dies nun als wahrscheinlichstes Szenario – lediglich über die Dauer herrscht keine einheitliche Meinung.

Allerdings gibt es auch ein alternatives Szenario: Zwei voneinander unabhängige Dynamiken könnten durchaus eine dauerhaftere Inflation bewirken.

Werden wir einen Paradigmenwechsel erleben?

Die erste Dynamik sind die Strom- und Energiepreise. Die erzwungene Energiewende hat zu einem Rückgang der Investitionen in fossile Brennstoffe geführt, die sich anscheinend nicht so leicht ersetzen lassen wie erwartet. Der Anstieg der Öl-, Gas- und Kohlepreise wurde hierdurch noch verstärkt, und zwar auch aufgrund der jüngsten Klima-Ereignisse, die zu einem Produktionsrückgang geführt haben. Ein strenger Winter könnte diesen Energiepreisschub verschärfen und verlängern, was wiederum Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft hätte.

Die zweite Dynamik beobachten wir aktuell auf dem US-Arbeitsmarkt. Dank der – während der Gesundheitskrise aufgelegten – Sozialprogramme haben die US-Haushalte zwei Billionen US-Dollar an überschüssigen Ersparnissen und damit 11 Prozent des BIP angehäuft. Vor diesem Hintergrund können Arbeitnehmer ihre Rückkehr an den Arbeitsplatz in aller Ruhe verhandeln. Damit haben sie erstmals seit über 40 Jahren bei Lohnverhandlungen die Oberhand, da die Unternehmen Arbeitskräfte benötigen, um ihre Auftragsbücher abzuarbeiten. Infolgedessen sind die Gehälter im Privatsektor in den letzten zwölf Monaten global um 5,5% gestiegen – so stark wie zuletzt 1982. Gleichzeitig sinkt die Erwerbsquote in einer Zeit, in der es mehr Stellenangebote gibt als je zuvor. Ist dies vorübergehend oder eher dauerhaft? Dies wird sich in Anbetracht der auslaufenden Sozialprogramme, des Schulanfangs (der die Eltern von der Kinderbetreuung befreit) und der nachlassenden Bedrohung durch das Coronavirus in den USA in den nächsten Monaten zeigen.

Von einer dauerhaften Inflation auszugehen, gleicht nach wie vor einer Wette mit geringer Erfolgsaussicht. Dennoch sollten die Zentralbanken auch dieser Möglichkeit ihre Aufmerksamkeit schenken. Sie sind nach wie vor davon überzeugt, dass die Entscheidung, den Liquiditätshahn auf- oder zuzudrehen, allein bei ihnen liegt. Doch was, wenn sich die derzeitige Inflation als dauerhaft erweist? Dann wäre sie der bestimmende Faktor für die Höhe der Zinssätze – und die Zentralbanken hätten keine Wahl, als zu reagieren. Und die Zeiten, in denen die Zentralbanken uns bei der kleinsten wirtschaftlichen Abkühlung zu Hilfe eilen, wären vorbei, da die Inflation die gewohnt großzügigen Maßnahmen verhindern würde.

Wir könnten also einen echten Paradigmenwechsel erleben. Die sogenannten Fed Watchers, also die Personen, die alle Äußerungen und Entscheidungen der US-Notenbank aufmerksam verfolgen und zwischen den Zeilen lesen können, um Nichtgesagtes zu entschlüsseln und künftige Handlungen zu antizipieren, würden zuerst ihren Heiligenschein und dann ihren Job verlieren, weil die Inflation in ihrer ungeschminkten Realität uns alle einholen würde. Da die Wahrscheinlichkeit einer solchen Rückkehr zu den Ursprüngen zwar gering ist, aber dennoch besteht, sollten wir der Möglichkeit einer stabilen Inflation mit ihren potenziellen Folgen für uns Sparer und Anleger durchaus Beachtung schenken.

Denn: Wie würden sich steigende Anleihezinsen auf beispielsweise auf Euro lautende Lebensversicherungen auswirken? Würden Geldmarktprodukte wie Sparbücher oder Sparpläne der Banken nicht zur Konkurrenz von Anleihen werden? Könnten beliebte Wachstumswerte, also Unternehmen, die ihre Gewinne unabhängig vom Wirtschaftswachstum steigern und oft die Basis der Portfolios bilden, ihre hohen Bewertungen aufrechterhalten? Und was ist mit Gold oder dem Immobilienmarkt? Ja, wir sollten auf jeden Fall über die Möglichkeit einer stabilen Inflation nachdenken, auch wenn sie uns noch illusorisch erscheint!

 

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Virtuelle HVs: kein echter Dialog zwischen Unternehmen und Aktionären – Vergütungssysteme für Vorstände verbessern

 

Der deutsche Fondsverband BVI zieht ein ernüchterndes Fazit zur Hauptversammlungssaison 2021. „Der Dialog zwischen Eigentümern und Verwaltung der Unternehmen war wie 2020 faktisch unmöglich. Die virtuellen Treffen auf Basis der COVID-19-Notgesetzgebung haben die Hauptversammlung als oberstes Kontrollorgan und Sprachrohr der Aktionäre spürbar entwertet“, sagt Thomas Richter, BVI-Hauptgeschäftsführer. Nach einer Untersuchung des Fondsverbands haben lediglich ein Drittel von den im HDAX vertretenen 160 Aktiengesellschaften die Reden des Vorstands vorab veröffentlicht. DAX30-Unternehmen schnitten besser ab als die im MDAX und SDAX vertretenen Gesellschaften. Nur 25 der 160 im HDAX vertretenen Unternehmen ermöglichten ihren Aktionären, im Vorfeld der Hauptversammlung (HV) Sprach- oder Videobotschaften auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen, ohne dass diese in der HV berücksichtigt wurden. Lediglich neun Unternehmen haben ihren Aktionären in der HV eine Nachfragemöglichkeit zu deren im Vorfeld schriftlich eingereichten Fragen gewährt. Keine Gesellschaft erlaubte ihren Aktionären während der HV spontane Fragen. Allein die Deutsche Bank gestand ihren Aktionären ein Rederecht in der HV zu.

Unternehmen müssen mehr als gesetzliche Mindestanforderungen bieten

Mit einer Fortsetzung der teils erheblichen Einschränkungen für Aktionäre ist mindestens bis zum 31. August 2022 zu rechnen, da der Bundestag im September einer Verlängerung der Corona-Notfallgesetzgebung auch für die Hauptversammlungssaison im kommenden Jahr unverändert zugestimmt hat. Der BVI hat dies insbesondere mit Blick auf die Entwicklung der pandemischen Lage kritisiert, da in nahezu allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen schon heute Grundrechtseinschränkungen entschärft oder zurückgenommen werden. „Die Unternehmen werden für die anstehende Diskussion um eine Reform des Hauptversammlungsrechts noch einmal die Chance haben, bei ihren virtuellen Aktionärstreffen mehr als nur die gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Was wir künftig aber wieder auf Hauptversammlungen brauchen, ist ein echter Dialog zwischen Aktionären und Unternehmensleitung“, fordert Richter. Der Erhalt der sogenannten Generaldebatte, wie sie aus der Präsenzhauptversammlung bekannt ist, muss deshalb eine zentrale Rolle spielen. „Die Aktionärsrechte dürfen wie in den letzten beiden Jahren nicht mehr vom Format einer Hauptversammlung abhängig gemacht werden“, erläutert Richter. „Hybride Hauptversammlungsformate könnten hier eine gute Lösung für die Zukunft sein.“ Sie ermöglichen einerseits den direkten Dialog zwischen Aktionären und Unternehmen. Gleichzeitig bieten sie aber auch die Möglichkeit zur virtuellen Teilnahme, um zum Beispiel die Aktionärsbeteiligung zu stärken.

Fast die Hälfte der Unternehmen hat Verbesserungspotenzial bei Vergütungssystem für den Vorstand

Neben der Einschränkung der Aktionärsrechte gab es auch bei der Qualität der Beschlussvorlagen auf HVs gravierende Beanstandungen. Einer der häufigsten Anlässe zur Kritik war die Vorstandsvergütung. Unternehmen müssen die Vergütungssysteme gegenüber Investoren offenlegen und regelmäßig zur Abstimmung stellen. Bei 72 von 160 Gesellschaften entsprachen die zur Abstimmung gestellten Vergütungssysteme nicht den Vorstellungen der Fondsbranche zu einer guten Unternehmensführung. Das ist ein Ergebnis einer weiteren Untersuchung der Hauptversammlungssaison 2021 auf Basis der Analyse-Leitlinien (ALHV) des BVI, die der Fondsverband mit Unterstützung des Aktionärsdienstleisters IVOX Glass Lewis bei 160 Unternehmen der DAX-Familie (DAX30, MDAX und SDAX) erstellt hat. Die ALHV geben zudem Eckpunkte für zum Beispiel die Wahl des Aufsichtsrats (u. a. Altersgrenze, Zahl von Mandaten, Unabhängigkeit) und dessen Entlastung (u. a. Interessenkonflikte, Abstimmung über Vergütungssysteme) vor. Hierbei hat sich die Zahl der kritischen Fälle gegenüber dem Vorjahr jedoch kaum verändert.

Lesebeispiel zum Punkt „Entlastung des Aufsichtsrats“: Von den 160 untersuchten Unternehmen hätte laut den ALHV in dieser Hauptversammlungssaison 82 Gesellschaften die Entlastung verweigert werden können.

Über die Analyse-Leitlinien des BVI

Die Analyse-Leitlinien des BVI für Hauptversammlungen (ALHV) stellen Eckpunkte für eine gute Unternehmensführung aus Sicht des BVI dar. Sie machen Fondsgesellschaften keine verbindliche Vorgabe für das jeweilige Abstimmungsverhalten auf der Hauptversammlung, sind in der Branche inzwischen aber zum Mindeststandard geworden. Die Mitglieder des BVI halten in ihren Fonds Aktien deutscher Unternehmen im Wert von 215 Milliarden Euro. Dabei agieren die Fondsgesellschaften als Treuhänder ihrer Anleger gegenüber diesen Unternehmen und üben die Aktionärsrechte in deren Interesse aus. Sie orientieren sich dabei an anerkannten Branchenstandards wie den Wohlverhaltensregeln des BVI.

Der BVI untersucht jährlich mit Unterstützung des Aktionärsdienstleisters IVOX Glass Lewis die abgelaufene Hauptversammlungssaison auf Einhaltung der ALHV. Konkret werden die 160 Unternehmen der DAX-Familie (DAX, MDAX und SDAX) überprüft.

 

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BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

Die UmweltProjekt GmbH begibt eine zweite Unternehmensanleihe.

 

Durch die Emission der UmweltProjekt-Anleihe II im Umfang von 24 Millionen Euro schafft die 100%ige Tochter der UmweltBank AG die Grundlage für die Beteiligung an weiteren sozialen und klimafreundlichen Projekten. Der Vertrieb erfolgt exklusiv durch die UmweltBank. “Wir leisten unseren Beitrag zur dringend notwendigen Energiewende und realisieren Solar- und Windkraftprojekte in Deutschland. Darüber hinaus schaffen wir bezahlbaren und ökologischen Wohnraum”, betont Anton Welke, Geschäftsführer der UmweltProjekt GmbH. Die Unternehmensanleihe soll konkret der Teilfinanzierung von vier Wohnimmobilienprojekten inklusive Kindertagesstätten in Deutschland, eines Windenergieprojekts in Niedersachsen sowie eines Photovoltaikprojekts in Brandenburg dienen. Der Mindestanlagebetrag der UmweltProjekt-Anleihe II beträgt 3.000,00 Euro. Die Verzinsung liegt bei 1,75 % p. a. über die gesamte Laufzeit von 10 Jahren.

Die Anleihe soll nach Beendigung des öffentlichen Angebots über den außerbörslichen Handel der UmweltBank handelbar sein.

Weiterführende Informationen

UmweltProjekt-Anleihe II: www.umweltbank.de/umweltprojekt-anleihe2

Weitere UmweltBank-Anleihen: www.umweltbank.de/anleihen

Über die UmweltBank AG

Die UmweltBank ist eine unabhängige Privatbank im Eigentum von über 14.000 Aktionärinnen und Aktionären. Seit 25 Jahren verbindet sie Finanzen mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Dem Umweltschutz hat sie sich nicht nur mit ihrem Namen, sondern auch in ihrer Satzung verpflichtet. Bei keiner anderen Bank können Anlegerinnen und Anleger ihr Geld so konsequent umweltfreundlich arbeiten lassen. Deutschlands grünste Bank hat bereits fast 25.000 Umweltprojekte mit zinsgünstigen Förderdarlehen finanziert. Entlastung der Natur und finanzieller Erfolg sind bei der UmweltBank gleichberechtigte Ziele. Deshalb veröffentlicht sie ihre Ergebnisse regelmäßig in einem integrierten Nachhaltigkeits- und Geschäftsbericht. Seinen Erfolg misst das Unternehmen nicht nur an wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern auch an den CO2-Emissionen, die durch die Finanzierung innovativer Umweltprojekte eingespart werden. Die UmweltBank-Aktie wird im Marktsegment m:access der Börse München gehandelt. Die aktuelle Kursentwicklung ist unter www.umweltbank.de/aktie abrufbar. Aus der Kursentwicklung der Vergangenheit können keine Schlüsse für die Zukunft gezogen werden.

Über die UmweltProjekt GmbH

Die UmweltProjekt GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der UmweltBank AG und wurde 2016 gegründet, um das Beteiligungsgeschäft der Bank zu bündeln und auszubauen. Wie die UmweltBank orientiert sie sich bei strategischen Entscheidungen an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, den Sustainable Development Goals (SDGs). Die Gesellschaft investiert schwerpunktmäßig in Solar- und Windparkprojekte sowie in den ökologischen und sozialen Wohnungsbau in Deutschland. Mehr Informationen: www.umweltprojekt.de

 

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UmweltBank AG, Laufertorgraben 6, 90489 Nürnberg, Tel: 0911 5308123, www.umweltbank.de

An der Konjunkturfront sind dunkle Wolken aufgezogen:

 

Das Wirtschaftswachstum lässt deutlich nach. Gleichzeitig klettern die Preise rasant. Schon wird vor „Stagflation“ gewarnt, also vor Stagnation + Inflation. Doch zur Panik besteht kein Anlass. „Die Kräfte, die derzeit die Preise treiben und die Konjunktur dämpfen, dürften schon bald nachlassen“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. Einer Jahresendrallye steht nichts im Wege.

Die Märkte zeigen sich bislang recht robust, trotz einiger bekannter Probleme wie der Debatte um das US-Schuldenlimit, den Zahlungsausfällen des chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande und der anziehenden Inflationsraten. Das ist kaum überraschend. Schließlich steht die US-Regierung trotz des Schulden-Streits nicht vor der Pleite. Niemand zweifelt daran, dass Peking Evergrande retten könnte, wenn es will. Und auch die Inflation ist weniger bedrohlich, als sie scheint.

Zunächst wirken die jüngsten Zahlen beunruhigend: Im Oktober hat die Inflationsrate in Deutschland 4,5% erreicht, in der Euro-Zone waren es 4,1%. Maßgeblich war allerdings die starke Verteuerung für Energieprodukte. Dazu kamen die Lieferengpässe: Knappheit an Rohstoffen und Vorprodukten lassen die Preise schneller klettern. Die teure Energie dürfte die Inflationsrate im November abermals erhöhen.

Lieferengpässe und Rohstoffknappheit belasten derzeit auch das Wirtschaftswachstum. Nachholeffekte beim Konsum ermöglichten im 3. Quartal 2021 der deutschen Wirtschaft noch ein Plus von 1,8%, die Euro-Zone schaffte sogar 2,2%. Für das 4. Quartal sieht es jedoch nicht so gut aus, zumal die anrollende Herbst-Corona-Welle die Konjunktur zusätzlich bremsen dürfte. Mit den Stimmungsindikatoren ging es daher zuletzt abwärts. Das Gespenst der „Stagflation“ geht um.

Es dürfte bald jedoch wieder verschwinden. In Deutschland wie in der Euro-Zone erreicht die Inflationsrate gegen Jahresende wohl ihren Höhepunkt. „Mit der Normalisierung der Konjunktur erholt sich die Angebotsseite“, erklärt Gerlinger, „Knappheit und Engpässe werden schrittweise überwunden.“ Im Verlauf des kommenden Jahres wird die Inflationsrate daher sinken, auch weil der Ölpreis seinen Höhenflug beenden dürfte. Zudem entfallen einige Sondereffekte wie die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung in Deutschland. Zentrales Risiko wäre eine Lohn-Preis-Spirale im Zuge deutlicher Lohnerhöhungen. Doch danach sieht es an den Arbeitsmärkten derzeit nicht aus. Laut Survey of Professional Forecasters der EZB wird derzeit für 2022 eine Inflationsrate von 1,9% erwartet, für 2023 sind es nur noch 1,7%.

Löst sich der Material- und Lieferstau auf, drückt dies nicht nur auf die Preisentwicklung, sondern stärkt auch die Konjunktur – insbesondere in Deutschland, wo die Unternehmen auf prall gefüllten Auftragsbüchern sitzen. Nach einem schwachen Schlussquartal 2021 dürfte die Industrieproduktion in Kombination mit einem starken Konsum für höhere Wachstumsraten im Verlauf des kommenden Jahres sorgen. Auch in den USA ist derzeit nicht mit einem Ende des Aufschwungs zu rechnen, weswegen die US-Zentralbank die geldpolitischen Zügel bald anziehen wird.

Im Endeffekt dürften wir derzeit also keine langanhaltende Stagflationsphase erleben, sondern lediglich eine Delle im Aufschwung, die ihre Ursachen im Post-Corona-Boom hat. „Eine Jahresend-Rallye an den Märkten ist daher nicht ausgeschlossen“, so Gerlinger.

 

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Effektive CO2-Bepreisung entscheidend für eine Kapitalallokation im Einklang mit dem Netto-Null-Ziel

 

Beim gestrigen Finanztag des Klimagipfels in Glasgow gibt abrdn bekannt, sich eine Reduktion der CO2-Intensität seines verwalteten Vermögens um 50% bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2019* zum Ziel gesetzt zu haben.

abrdn hat dazu eine Strategie zum Klimawandel entwickelt, bei der eine auf die Netto-Null-Zukunft ausgerichtete Anlagestrategie, kurz NZDI für Net Zero Directed Investing, im Mittelpunkt steht. Damit verbunden ist das Hinwirken auf Klimaneutralität in der realen Welt und nicht nur in seinen Portfolios. Dieses Ziel will abrdn durch eine Reihe von Maßnahmen erreichen. Dazu gehören rigorose Analysen von Netto-Null-Pfaden, die Entwicklung von Anlagelösungen, die auf Klimaneutralität ausgerichtet sind, sowie ein aktives Aktionärstum, um Einfluss auf Unternehmen und politische Entscheidungsträger zu nehmen.

Das Ziel soll mittels dreier Maßnahmenkomplexe erreicht werden:

  1. Dekarbonisierung: abrdn verpflichtet sich, die Kohlenstoffintensität seiner Portfolios zu erfassen und zu reduzieren. Dazu werden weiterhin CO2-Analysen in den Anlageprozess integriert und aktiv Unternehmen unterstützt, die nachweislich beim Übergang und bei Klimalösungen führend sind. Der Großteil der Vermögenswerte in unseren Aktien-, Unternehmensanleihen- und quantitativen Strategien zeichnet sich bereits durch eine unter der Benchmark liegende CO2-Intensität aus. Und unser Geschäftsbereich Immobilien hat sich verpflichtet, bei seinen Vermögenswerten bis 2050 klimaneutral zu werden.
  2. Anbieten von Netto-Null-Anlagelösungen: abrdn verpflichtet sich, den Anteil des in Netto-Null-Anlagelösungen fließenden Vermögens zu erhöhen. Rund 30% des verwalteten Vermögens werden derzeit im Einklang mit dem Erreichen des Netto-Null-Ziels bis 2050 verwaltet. Diesen Anteil will abrdn erhöhen, indem es weitere Netto-Null-Anlagelösungen für sämtliche Anlageklassen entwickelt, einen aktiven Dialog mit Kunden führt und seine Fondspalette so umstellt, dass sie Netto-Null-Ziele unterstützt.
  3. Aktives Aktionärstum: abrdn verpflichtet sich zur Teilnahme an Aktionärsabstimmungen und zu einem aktiven Engagement bei seinen Portfoliounternehmen, um den Wandel und den Übergang bei realen Vermögenswerten voranzutreiben. Das Team wird einen aktiven Dialog mit den größten CO2-Verursachern unter seinen Aktien- und Unternehmensanleihebeständen führen. Dabei wird es Transparenz zu den erzielten Fortschritten basierend auf konkreten Meilensteinen für den Übergang einfordern und diese an einschlägigen Standards wie der Netto-Null-Benchmark von Climate Action 100+ messen. abrdn wird sich von Unternehmen trennen, die auch nach zwei Jahren keine ausreichenden Fortschritte in Bezug auf die gesetzten Meilensteine für den Übergang erzielt haben, sofern dies nicht dem Kundenmandat zuwiderläuft.

abrdn ist sich bewusst, dass nachhaltiger Wandel bei den eigenen Aktivitäten beginnen muss. Aus diesem Grund kündigt der Vermögensverwalter zudem das ehrgeizige Ziel von Klimaneutralität für seine Geschäftsaktivitäten bis 2040 an.

Stephen Bird, CEO von abrdn, sagt dazu:

„Bei abrdn sind wir uns bewusst, dass es auch in unserer Verantwortung liegt, das Erreichen der Klimaneutralität zu unterstützen. Deshalb freue ich mich, dass ich heute diese Verpflichtungen für den Klimaschutz bekannt geben kann – für die Anlagen, die wir verwalten, und für unsere Geschäftsaktivitäten. Sie bauen auf den Zusagen auf, die wir zu Jahresbeginn gemacht haben.

Dabei müssen wir uns jedoch darüber im Klaren sein, dass wir die globale Klimakrise nicht lösen werden, wenn wir einfach nur das Geld unserer Kunden aus CO2-intensiven Aktien in grünere Alternativen umschichten. Die Dekarbonisierung eines Portfolios ist nicht mit der Dekarbonisierung einer ganzen Branche gleichzusetzen. Dafür braucht es ein wirksames aktives Engagement mit den Unternehmen. Denn den Wandel werden wir stärker vorantreiben, wenn wir Unternehmen auf ihrem Weg von einer hohen zu einer niedrigen Kohlenstoffintensität unterstützen.

Vermögensverwalter operieren nicht in einem Vakuum. Daher ist ein mutigeres Handeln der Regierungen, die an einem Strang ziehen müssen, dringend erforderlich. Wirksame Anreize in Form einer angemessenen CO2-Bepreisung sind entscheidend, damit Kapital im Einklang mit dem Netto-Null-Ziel zugeteilt und Rahmenbedingungen für die Vermögensanlage geschaffen werden können, die umweltbewusste Unternehmen und Anleger belohnen. Wir brauchen zudem eine offene Debatte über die Rolle der Steuersysteme beim Übergang zur Klimaneutralität. Der Preis für CO2 muss vor allem darauf ausgerichtet sein, das Verhalten zu ändern und einen gerechten Übergang auf nationaler und globaler Ebene sicherzustellen.“

Dieses neue Klimaversprechen baut auf den Zielen auf, zu denen sich abrdn Anfang des Jahres verpflichtet hatte.

abrdn ist zudem überzeugt, dass der Wandel nur gemeinsam gelingen kann. Es ist daher der Net Zero Asset Managers (NZAM) Initiative beigetreten, die in dieser Woche ihren ersten Fortschrittsbericht veröffentlicht hat.

*Zu den Vermögenswerten, die zunächst in den Geltungsbereich fallen, gehören Aktien, Kredite, aktive Quant-Strategien, Immobilien und ausgewählte Multi-Asset-Strategien.

 

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Aberdeen Standard Investments Deutschland AG, Bockenheimer Landstraße 25, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 768072-0, www.aberdeenstandard.com

Jonathan Bailey, Head of ESG Investing bei Neuberger Berman und Sarah Peasey, Director of European ESG Investing, erachten COP26 als das wohl wichtigste Gipfeltreffen der letzten 25 Jahre.

 

In ihrem Kommentar erläutern sie, vor welchen Aufgaben Finanzexperten stehen und zeigen am eigenen Beispiel, welche Maßnahmen Asset Manager ergreifen können:

COP26: Nicht nur heiße Luft

  • COP26 für Investoren von großer Bedeutung, für Politik und Finanzbranche gibt es noch viel zu tun
  • Maßnahmen für Kunden und das eigene Unternehmen stehen im Fokus von Neuberger Bermans ESG-Bemühungen
  • Gemeinsam mit unabhängigen Initiativen soll die ganze Branche zu mehr Nachhaltigkeit angetrieben werden

Am Wochenende hat in Glasgow COP26 begonnen, die 26. Weltklimakonferenz der Unterzeichnerstaaten der Pariser Vereinbarung. Fünf Jahre ist es her, dass auf der COP21-Konferenz fast alle Länder der Welt das Pariser Klimaabkommen unterzeichneten. Sie vereinbarten Maßnahmen gegen den Klimawandel, zur Anpassung an die Erderwärmung und zur Finanzierung von Klimaschutzprojekten. COP21 war die Grundlage. Mit COP26 soll es jetzt konkret werden.

Oft heißt es, dass COP26 das wichtigste Gipfeltreffen der letzten 25 Jahre ist. Von den Glasgower Beschlüssen würde abhängen, ob bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreicht werden – und sich die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius (°C) begrenzen und katastrophale Umweltschäden vermeiden lassen.

Die Konferenz ist aber nicht nur für das Klima wichtig, sondern auch für Investoren. Klimaschutzzusagen werden Auswirkungen auf die Asset-Preise haben, und die nötigen Investitionen erfordern sehr viel Kapital. Die Fortschritte sollen hier in drei wichtigen Bereichen analysiert werden: nationale Emissionsziele, Hilfen für Entwicklungsländer und Finalisierung des Pariser Regelwerks.

Viel zu tun

Nach dem neuen Emissionsbericht des UN-Umweltprogramms UNEP reichen die kurzfristigen Zusagen im Rahmen der Pariser Vereinbarung noch immer nicht aus, um die Erderwärmung auf weniger als 2°C zu begrenzen oder gar das 1,5°C-Ziel zu erreichen. Daran ändern auch eine bessere Klimapolitik und ehrgeizigere nationale Ziele nichts. Damit sich die Atmosphäre bis 2100 um nicht mehr als 2°C erwärmt, müssen die Länder ihre Emissionen bis 2030 um weitere 11 bis 13 Milliarden Gigatonnen CO2-Äquivalente (GtCO2e) verringern. Für das 1,5°C-Ziel ist sogar eine Verringerung um 25 bis 28 Milliarden Gigatonnen nötig.

Die unabhängige Analyseplattform Climate Action Tracker (CAT) hat die 63 Länder analysiert, die für 80 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Demnach wird keine große Volkswirtschaft das 1,5°C-Ziel mit den derzeitigen Maßnahmen erreichen. Über 70 Länder haben noch nicht einmal wie vereinbart bis zum 31. Juli ihre nationalen Emissionsziele aktualisiert. Andere wiederum, wie Brasilien und Mexiko, haben dies zwar formal getan, faktisch aber nur ihre 2015er-Zusagen wiederholt. China, der weltgrößte Emittent, hat zwar ein neues Ziel bekannt gegeben, es aber der UN noch nicht offiziell gemeldet.

Die Industrieländer sind auch weit davon entfernt, den Entwicklungsländern jährlich Klimahilfen von 100 Milliarden US-Dollar zukommen zu lassen, was ohnehin schon viel zu wenig ist. Selbst die simpelsten Maßnahmen zur Armutsbekämpfung bringen es mit sich, dass die Länder bis 2030 doppelt so viel und bis 2040 sogar dreimal so viel Energie verbrauchen wie heute. Mehr Nachhaltigkeit erfordert hierbei hohe Investitionen.

Die Finalisierung des Pariser Regelwerks dürfte unmittelbare Auswirkungen auf Märkte und Investoren haben. Vor allem könnte eine Einigung zu Artikel 6 dazu beitragen, dass ein weltweiter Emissionshandel entsteht, der den derzeitigen Flickenteppich aus regionalen Systemen bereinigt. Der aktuelle Zustand hat zu sehr unterschiedlichen CO2-Preisen geführt. Vielleicht ändert sich durch eine Neufassung die Wettbewerbssituation für Unternehmen, die unter der Fragmentierung leiden.

Für Unternehmen und Finanzexperten gibt es viel zu tun. Es gab bereits große Fortschritte, zum Beispiel auch dank Initiativen wie der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD). Ihr Ziel ist erhöhte Transparenz von Unternehmen. Laut einer aktuellen Studie der Science Based Targets Initiative (SBTi) haben zwar 4.200 Unternehmen aus den G20-Ländern Klimaziele formuliert, nur 20 Prozent von ihnen sind aber wissenschaftlich fundiert. In Argentinien, Indonesien, Südkorea, Russland und Saudi-Arabien gab es sogar kein einziges Unternehmen mit einem wissenschaftlich fundierten Klimaziel.

Aktiv werden

Neuberger Berman übernimmt hier in vielerlei Hinsicht Verantwortung. Da ist zunächst die Zusammenarbeit mit anderen Stakeholdern aus der Finanzbranche. So werden beipielsweise Analysen der Transition Pathway Initiative finanziert, die untersucht, inwieweit Unternehmen auf die Energiewende vorbereitet sind. Außerdem unterzeichnete Neuberger Berman die Initiative Climate Action 100+, die die weltgrößten Emittenten zu mehr Aktivität drängt. Nicht zuletzt beteiligen sie sich auch an der Engagement-Kampagne Science-Based Targets des Carbon Disclosure Project.

Veränderungen gibt es aber auch im eigenen Unternehmen. Seit fast zwei Jahren hat Neuberger Berman eine eigene Klimastrategie und erst vor Kurzem wurde ein offizielles Netto-Null-Emissionsziel formuliert. Zusätzlich schlossen sie sich 120 anderen Investoren weltweit an und unterzeichneten die Net Zero Asset Managers Initiative. Für alle Investmentfonds des Unternehmens gelten seit 2020 offizielle Ausschlussrichtlinien für Kraftwerkskohle. Im selben Jahr eine fünfjährige revolvierende Kreditlinie vereinbart, deren Zinsen an Neuberger Bermans Nachhaltigkeitsperformance gekoppelt sind.

Unterstützen

Auch Neuberger Bermans Kunden werden beim Klimaschutz unterstützt. Bei der ESG-Integration berücksichtigt das Unternehmen schon lange einzelwertspezifische Klimarisiken. 2020 kam ein Top-down-Ansatz hinzu. Dazu wird der Climate Value-at-Risk (CVaR) modelliert und dabei physische Klimarisiken ebenso wie Risiken der Energiewende berücksichtigt. Die Ergebnisse der CvaR-Analyse waren entscheidend für den Verzicht auf Kraftwerkskohle. Hinzu kommen Impact-Strategien für Aktien und Unternehmensanleihen, um klimafreundlich zu investieren. Außerdem engagiert sich Neuberger Berman als Aktionär und Anleihegläubiger für weniger Emissionen.

Bei Neuberger Berman ist man der Meinung, Investoren maßgeblich bei klimaneutralen Anlagen unterstützen zu können – zweifellos eine komplexe und ambitionierte Aufgabe. Dazu wurde ein siebenstufiger Aktionsplan entwickelt, aufbauend auf dem anerkannten Rahmenwerk der Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC). Er enthält wichtige Zielwerte, Mindeststandards und Ausschlüsse, Vorgaben zur Risikomessung, Datenerhebung und Informationsbeschaffung und ein Konzept zur Einflussnahme. Grundlage sind existierende Portfolios, etwa eines mit einer sektorübergreifenden Klimastrategie für Credits mit einem Volumen von 1,3 Milliarden Pfund. Neuberger Berman verwaltet dieses Portfolio für die Brunel Pension Partnership, einen der größten nachhaltigen Investoren Europas. Ziel ist, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen des Portfolios Schritt für Schritt zu reduzieren – bis auf null im Jahr 2050.

Ein gemeinschaftliches Ziel

Letztlich hält man bei Neuberger Berman Emissionsverringerung für eine Gemeinschaftsaufgabe, an der alle Stakeholder mitarbeiten müssen – Regierungen und Unternehmen ebenso wie Investoren und Verbraucher. Nur dann können aus Zielen die nötigen Maßnahmen abgeleitet werden. Bei Neuberger Berman ist man einerseits stolz auf die Fortschritte, als Unternehmen wie als Branche, weiß aber auch, dass noch viel zu tun ist. Man hofft, dass es die Politiker in Glasgow genauso sehen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Neuberger Berman Europe Limited, Friedrich-­Ebert­-Anlage 49, D-­60308 Frankfurt,Tel: +49 69 509 56 5648/5649, www.nb.com

Die Triodos Bank, die seit mehr als 40 Jahren eine Vorreiterrolle im Bereich der nachhaltigen Finanzwirtschaft einnimmt, möchte so früh wie möglich, spätestens jedoch bis 2035, ein Netto-Null-Portfolio erreichen.

 

Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen aller Kredite und Fonds der Triodos Bank auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Zielvorgaben stark zu reduzieren. Die verbleibenden Emissionen werden durch umfangreiche Investitionen in Naturprojekte, die Treibhausgase aus der Luft aufnehmen, ausgeglichen bzw. kompensiert. Mit diesem Ziel wird das Kredit- und Fondsportfolio der Triodos Bank auf einen maximalen globalen Temperaturanstieg von 1,5 Grad Celsius ausgerichtet sein.

As one to zero

Jeroen Rijpkema, Vorstandsvorsitzender der Triodos Bank: “Der Klimanotstand wirkt sich zunehmend auf das Leben der Menschen und auf die Natur aus: Waldbrände, Hitzewellen, schwere Überschwemmungen und Verlust der Artenvielfalt. Das sind konkrete Belege dafür, dass die Treibhausgasemissionen dringend reduziert werden müssen – und zwar weit vor 2050. Wir befinden uns in der entscheidenden Dekade. Deshalb hat sich die Triodos Bank das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2035 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.”

Jacco Minnaar, Chief Commercial Officer der Triodos Bank: “Im Jahr 2015 war die Triodos Bank im Zug nach Paris Mitbegründerin der PCAF, die heute der wichtigste Standard für Finanzinstitute zur Offenlegung ihres CO2-Fußabdrucks ist. Wir brauchen jetzt ehrgeizige Ziele und schnellere Maßnahmen für das Ziel einer Netto-Null-Wirtschaft. Selbst für eine Bank, deren Kernstück die Nachhaltigkeit ist und deren Portfolio bereits eine geringe CO2-Intensität aufweist, ist dies keine leichte Aufgabe. Unsere Zielsetzung wird unseren Mitarbeiter:innen und allen Interessengruppen, die mit uns zusammenarbeiten, als Anregung dienen, schneller zu handeln und solidere Pläne dafür zu entwickeln, wie wir und letztlich die gesamte Finanzbranche ihre Netto-Null-Ambitionen erreichen werden.”

Bei der Formulierung ihres Ziels hat die Triodos Bank einen ganzheitlichen Ansatz gewählt, um ihren Auftrag zu unterstützen, positive Wirkung für Mensch und Natur zu schaffen. Die Triodos Bank will die Emissionen reduzieren und dabei beispielsweise auch die biologische Vielfalt und die soziale Inklusion aller Menschen berücksichtigen. Sie möchte ihre Zusammenarbeit mit Kund:innen, Auftraggeber:innen und anderen Interessengruppen intensivieren, um dieses anspruchsvolle, aber realistische Ziel zu erreichen. Jeroen Rijpkema: “Wir können nur gemeinsam auf null kommen.”

Wie die Triodos Bank die Netto-Null erreichen will

Bei der Verwirklichung ihres Ziels wird die Triodos Bank auf den Grundlagen der Finanzierung einer nachhaltigen Wirtschaft aufbauen, die sie seit ihrer Gründung im Jahr 1980 verfolgt. Die Bank strebt eine deutliche Verringerung der Emissionen bei der Kreditvergabe an Unternehmen an, auch wenn sie als Bank weiterwächst.

Da Wohnbauhypotheken 21% ihres Portfolios ausmachen, möchte die Triodos Bank Hypothekenkund:innen dabei unterstützen, ihre Häuser energieeffizienter zu gestalten und die Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus möchte sie die Verwendung ökologischer Materialien bei Neubauten und Renovierungen fördern.

Die Triodos Bank hat eine lange Tradition in der Finanzierung Erneuerbarer Energien und wird neue grüne Energieinfrastrukturen finanzieren – Erzeugung, Speicherung, grüne Arbeitsplätze und einen Weg zu einem vollständig nachhaltigen Sektor für erneuerbare Energien.

Triodos strebt an, dass all ihre Investitionen (börsennotierte, private Schuldtitel und Eigenkapital) weniger CO2-intensiv werden, um im Jahr 2035 Netto Null zu erreichen.

Ein wesentlicher Teil des künftigen Portfolios der Triodos Bank wird aus neuem Naturkapital, naturnahen Finanzierungen und regenerativer ökologischer Landwirtschaft bestehen, die CO2 binden und die biologische Vielfalt fördern.

Die Bank hat ihr Kreditportfolio nach Sektoren analysiert, um zu prüfen, wie eine Dekarbonisierung erreicht werden kann. In den kommenden Monaten wird die Triodos Bank weiter an ihrem Fahrplan arbeiten, um ihr Ziel eines Netto-Null-Portfolios im Jahr 2035 zu erreichen. Die Pläne werden auch von ihrem externen Wirtschaftsprüfer überprüft und zur Validierung durch die Science Based Targets Initiative eingereicht. Im Jahr 2025 werden die Zielsetzung und der Umsetzungsstand überprüft, um den Ansatz zu validieren und gegebenenfalls Änderungen an ihren Plänen vorzunehmen.

Die Zielsetzung der Triodos Bank stützt sich auf ein umfassendes Verständnis der aktuellen Klimaauswirkungen aller Kredite und Fonds. Um eine solide Methodik zu gewährleisten, unterstützte die Triodos Bank die Entwicklung der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF), die inzwischen zu einem führenden Standard für Finanzinstitute weltweit geworden ist.

Die Geschichte der Triodos Bank mit Blick auf Klimaschutz

Die Triodos Bank hat sich seit jeher für eine Verbesserung der Umweltauswirkungen und -ergebnisse eingesetzt und dabei einen positiven Ansatz sowohl für ihre Bankdienstleistungen als auch für ihre Investment Management-Aktivitäten gewählt. Allein im Jahr 2020 haben die Triodos Bank und ihre Investmentfonds Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeinsparung finanziert, die die Emissionen von mehr als 5,7 Milliarden mit dem Auto zurückgelegten Kilometern vermieden haben.

Die Triodos Bank finanziert auch Forstwirtschafts- und Naturentwicklungsprojekte. Dies führte zur Bindung von etwa 14 Tonnen CO2-Äquivalent, was mindestens 316.000 ausgewachsenen Bäumen entspricht und ausreicht, um die Emissionen der von der Triodos Bank finanzierten Landwirtschaft auszugleichen. Die Mindeststandards ergeben sich logischerweise aus dem positiven Ansatz der Bank, der dazu führt, dass Bereiche wie fossile Brennstoffe oder umweltzerstörende Industrien und Unternehmen per se ausgeschlossen sind.

Die Triodos Bank war eine der ersten Banken der Welt, die einen Umweltbericht erstellt hat, und bemüht sich bis heute, ihren eigenen ökologischen Fußabdruck und die von der Bank selbst durch Energieverbrauch und Geschäftsreisen verursachten Emissionen zu begrenzen. Sie erfasst ihren Fußabdruck in einem CO2-Managementsystem und kompensiert ihn vollständig in Gold-Standard-Kompensationsprojekten.

Informationen zur Triodos Bank

Die Triodos Bank N.V. ist Europas führende Nachhaltigkeitsbank. Gegründet 1980, hat sie mittlerweile über 740.000 Kunden, die sich darauf verlassen können, dass die Triodos Bank ausschließlich Unternehmen, Institutionen und Projekte finanziert, die zum Wohl von Mensch und Umwelt beitragen. Sie kommen beispielsweise aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Ökolandbau, Bildung, Altenpflege und nachhaltige Immobilien. Die Triodos Bank, Triodos Investment Management und Triodos Private Banking weisen gemeinsam ein Geschäftsvolumen von 22,7 Milliarden Euro aus. Die Triodos Bank beschäftigt 1.668 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in fünf Ländern in Europa: in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Spanien und Deutschland. Die Triodos Bank ist einer der Gründer der Global Alliance for Banking on Values (www.gabv.org), eines internationalen Netzwerks von 60 führenden Nachhaltigkeitsbanken. 2020 wurde die Triodos Bank vom Fachmagazin Euro am Sonntag als Testsieger in der Kategorie “ESG-Fonds-Angebot” ausgezeichnet und von ihren Kund:innen auf dem Portal BankingCheck.de zum 4. Mal zur “Besten nachhaltigen Bank” gewählt.

 

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Triodos Bank N.V. Deutschland, Mainzer Landstraße 211, 60326 Frankfurt, Tel: +49 (0)69 7171 9183, www.triodos.de