Qualitätsaktien mit größtem Potenzial

 

Die Shareholder Value Management AG sieht nach dem Rekordjahr 2021 bei vielen Indizes nur noch begrenztes Potenzial. Einzelne Aktien hält der Vermögensverwalter aus Frankfurt allerdings weiterhin für vielversprechend. Deshalb erwartet Heiko Böhmer, Kapitalmarktstratege der Shareholder Value Management AG, das 2022 ein Jahr für Stockpicker werden wird. Sein Ausblick:

Der Beginn des Tapering der US-Notenbank Fed und perspektivisch steigende Zinsen dürften zunächst wenig daran ändern, dass Anleihen als Anlageklasse aufgrund der faktischen Nullzinsen weiterhin nahezu völlig ausfallen. Gleichzeitig sind die Bewertungen von Aktien, vor allem in den USA, zwar hoch, aber nicht überzogen. Die Jahresrenditen dürften sich 2022 eher bei vier bis sechs Prozent einpendeln. Damit gilt für Aktien auch weiterhin: TINA – there is no alternative.

Allerdings sollten sich Anleger 2022 auf höhere Schwankungen einstellen. Zum einen wird entscheidend sein, mit wieviel Gefühl die Notenbanken ihre Maßnahmen zur Liquiditätseindämmung durchführen. Gleichzeitig nimmt die Marktbreite ab, der Aufschwung wird nur noch von wenigen Aktien getragen. Beide Faktoren erhöhen die Gefahr einer Korrektur. Neue Investoren am Markt, die häufig keine längerfristige Perspektive bei der Aktienanlage haben und über Apps schnell kaufen und verkaufen, könnten diese Entwicklung noch verstärken.

Wir sehen für 2022 bei Qualitätsaktien das größte Potenzial, auch, weil dieses Segment in früheren Tapering-Phasen die beste Aktiengattung war. Wir bei Shareholder Value Management verstehen darunter Aktien von Unternehmen, die über ein nachhaltiges und skalierbares Wachstum, sowie über einen oder sogar mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile verfügen. Die Unternehmen sollten sich durch eine moderate und für das jeweilige Geschäftsmodell angemessene Verschuldung auszeichnen und idealerweise familien- oder eigentümergeführt sein. Solche soliden Geschäftsmodelle haben im Vergleich zu reinen Growth-Aktien kurzfristig weniger Potenzial. Doch für langfristig orientierte Stockpicker bieten diese speziellen Aktien relativ gut planbare Erträge.

Selbst bei einem unterdurchschnittlichen Aktienjahr und Renditen im Bereich von vier bis sechs Prozent wäre das immer noch deutlich mehr, als mit gängigen Anleihen zu erzielen ist. Hier ist also klar ersichtlich: Die Alternativen für Aktien fehlen und damit bietet es sich auch 2022 weiterhin an, in diesen klassischen Sachwert zu investieren.

 

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Shareholder Value Management AG, Neue Mainzer Straße 1, D-60311 Frankfurt am Main, Tel. +49 (0)69 66 98 30 18, www.shareholdervalue.de     

Aktuelle Befragung von J.P. Morgan Asset Management: Rund ein Drittel der Befragten würde sich zur Finanzplanung 2022 Unterstützung wünschen

 

Mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren oder abnehmen – diese guten Vorsätze wollen viele Deutsche im neuen Jahr in die Tat umsetzen. Doch welche Neujahrsvorsätze haben die Deutschen für ihre Finanzen für das Jahr 2022 gefasst? Dazu gibt eine aktuelle Befragung von J.P. Morgan Asset Management interessante Einblicke, bei der 1.000 Frauen und Männer maximal drei ihrer wichtigsten finanziellen Prioritäten für 2022 benannt haben. Da die Befragung in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde, lässt sich sogar feststellen, wie sich die Prioritäten im zweiten Pandemiejahr verändert haben.

Ob es an der anhaltenden Unsicherheit der Pandemie liegt? Laut der Befragung wollen 36 Prozent der befragten Frauen und Männer im neuen Jahr sparsamer leben. Dafür würden sie beispielsweise ihren Konsum einschränken oder nach günstigeren Vergleichsangeboten etwa bei Verträgen wie Strom oder Mobilfunk Ausschau halten. Diese Priorität hat im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozentpunkte zugelegt und liegt aktuell mit Abstand vorn. Wiederum 27 Prozent haben sich vorgenommen, ihre Schulden abzubezahlen oder zumindest keine neuen Schulden zu machen. Auch für diese Priorität gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von drei Prozentpunkten. Mit 25 Prozent will sich jede oder jeder vierte Befragte im neuen Jahr mehr Transparenz über die Ausgaben verschaffen und ein Haushaltsbuch führen -diese Priorität hat in diesem Jahr mit einem Plus von 9 Prozent den größten Zuwachs erzielt.

Eine Überraschung ist, dass 27 Prozent der sonst eher kritischen Deutschen mit der eigenen Finanzsituation zufrieden sind. Diese Frauen und Männer gaben an, für das neue Jahr keine weiteren finanziellen Aktivitäten für notwendig zu erachten. “Während auch im zweiten Jahr der Pandemie viele Branchen und Betriebe finanzielle Auswirkungen spüren, kam es andererseits bei vielen Menschen zu zusätzlichen Ersparnissen, da so manche Ausgaben, wie etwa Urlaube, nicht getätigt werden konnten. Dies mag ein Grund dafür sein, dass neben der Sparsamkeit auch die Zufriedenheit mit der finanziellen Situation vorn liegt”, sagt Matthias Schulz, Managing Director bei J.P. Morgan Asset Management, zu den Ergebnissen. Dass sich immer mehr Deutsche einen Überblick über ihre Ausgaben verschaffen, sieht der Experte als sehr positiv an. “Dies ist ein erster wichtiger Schritt zu einer Finanzplanung und damit finanzieller Unabhängigkeit”, betont Schulz.

Pandemie hat Interesse an Wertpapieranlagen gesteigert

Viele Deutsche haben ihre zusätzlichen Ersparnisse genutzt, um Geld in Wertpapieren anzulegen – das zeigen die Depoteröffnungen und Zuflüsse in Fonds in den letzten zwei Jahren. Laut der aktuellen Studie sind die finanziellen Neujahrsvorsätze allerdings auch weiterhin von einer gewissen Vorsicht geprägt. So wollen 23 Prozent der Befragten Geld auf dem Sparbuch zurücklegen – das sind 3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Aber es planen auch 19 Prozent der Befragten, im neuen Jahr Geld an der Börse zu investieren, was ein Zuwachs von 4 Prozentpunkten ist. Das Thema Nachhaltigkeit wird auch für die Geldanlage immer wichtiger und so interessieren sich 16 Prozent der Befragten für nachhaltige Geldanlagen und wollen ihr Geld nicht nur vermehren, sondern damit gleichzeitig etwas Gutes tun (plus 2 Prozent). Das Interesse, einen Fonds- oder Wertpapiersparplan abzuschließen und damit regelmäßig Geld anzulegen, ist dagegen leicht gesunken – von 18 Prozent im Vorjahr auf aktuell 15 Prozent. “Das mag daran liegen, dass in diesem Jahr bereits viele Fondssparpläne eröffnet wurden und die Befragten sich vielleicht in dieser Hinsicht gut versorgt fühlen”, so die Vermutung von Matthias Schulz. “Auf jeden Fall ist die ruhigere Zeit zum Jahresausklang eine gute Gelegenheit, sich mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen und die finanzielle Zukunft zu planen.” Statt das Geld auf dem Sparbuch bei Niedrigzinsen und steigender Inflation sowie immer häufiger erhobenen Verwahrentgelten einer schleichenden Enteignung auszusetzen, könnten diejenigen, die bereit sind, etwas mehr Risiko einzugehen, auf die Kraft des Kapitalmarktes setzen. “Es gibt immer mehr nachhaltig investierende Fonds, mit denen man nicht nur die Möglichkeit hat, seine Ersparnisse zu steigern, sondern auch Lösungen für eine nachhaltigere Welt zu unterstützen”, betont Schulz.

Mit Unterstützung der Finanzberatung und digitalen Informationen den Schritt vom Sparen zum Anlegen gehen

Ein Grund, warum viele Deutsche nach wie vor Spar- statt Kapitalmarktanlagen bevorzugen, ist fehlendes Finanzwissen. Finanzberaterinnen und -berater bei Banken, Sparkassen und unabhängigen Finanzberatungen unterstützen dabei, Ängste und Vorurteile rund um die Kapitalmärkte und Anlagemöglichkeiten abzubauen und die Finanzplanung umzusetzen. Ein guter Grund, die Einstellung der Deutschen zur Finanzberatung zu ermitteln. Rund ein Viertel der befragten Deutschen nutzt demnach bereits eine Finanzberatung. Von den anderen Befragten zeigen sich zudem 19 Prozent offen für eine Beratung und gaben an, sich zur Planung für 2022 Unterstützung zu wünschen. Von den 24 Prozent der Deutschen, die eine Finanzberatung nutzen, haben 13 Prozent aktuell keinen Beratungsbedarf, 11 Prozent würden sich aber für die Finanzplanung 2022 ebenfalls gern beraten lassen. “Mit Finanzwissen und Unterstützung durch Finanzberatung können sich negative Assoziationen des Anlegens wie Komplexität, Intransparenz und fehlende Kontrolle überwinden und Sparerinnen und Sparer von den langfristigen Vorteilen des Anlegens überzeugen lassen”, ist Matthias Schulz überzeugt.

Um Sparerinnen und Sparern den Schritt zur Wertpapieranlage zu erleichtern und die Finanzberatung zu unterstützen, hat J.P. Morgan Asset Management in diesem Jahr ein neues Online-Informationsangebot gestartet. “Wir wollen allen, die sich bisher noch nicht an die Kapitalmarktanlage herangewagt haben, leicht verständliche Informationen an die Hand geben. Wer die Grundlagen und Zusammenhänge des erfolgreichen, langfristigen Anlegens versteht, hat auch weniger Scheu, den Schritt vom Sparen zum Anlegen zu gehen”, unterstreicht Matthias Schulz.

Die Erkenntnisse zu den finanziellen Prioritäten 2022 stammen von einer repräsentativen Online-Befragung über die Plattform von Attest durch J.P. Morgan Asset Management. Befragt wurden 1.000 Frauen und Männer ab 18 Jahren aus Deutschland in der Zeit vom 1. bis 3. Dezember 2021. Im Fokus standen die drei wichtigsten finanziellen Prioritäten, welche Regionen und thematischen Anlagen interessant sind, sowie die Einstellung zur Finanzberatung.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Unternehmensgewinne und ESG-Trend dürften Aktien stärken

 

Die EB-SIM, führender Vermögensverwalter für nachhaltige Investments im deutschsprachigen Raum, erwartet im kommenden Jahr Renditepotential vor allem bei weltweiten Aktien aus Industrieländern. Laut dem aktuell veröffentlichten Kapitalmarktausblick 2022, der auch eine Vorausschau bis 2032 umfasst, dürften neben Aktien auch die Anlageklasse Real Assets, insbesondere Infrastruktur und erneuerbare Energien, von einem sich normalisierenden wirtschaftlichen Umfeld und Investitionen in nachhaltige Technologien profitieren. Das Risiko sich verfestigender Inflation und ein aufwärts gerichteter Zinstrend lassen festverzinsliche Anlagen, mit Ausnahme von globalen Unternehmens- und Hochzinsanleihen, bis auf weiteres eher unattraktiv erscheinen.

„Die Aktienmärkte entwickelter Länder bleiben 2022 unser Fokus. Positive Wachstumsaussichten und schwächer werdende negative Effekte wie Lieferkettenprobleme, Rohstoff- oder Arbeitskräftemangel, sollten für eine gute Entwicklung der Unternehmensgewinne im kommenden Jahr sorgen. Breit diversifizierte Aktien, vor allem aus europäischen Industrieländern, bleiben damit eine attraktive Anlageklasse“, sagt Dr. Oliver Pfeil, Geschäftsführer und Chief Investment Officer der EB-SIM.

Nach dem Ertragseinbruch der ersten Covid-19-Pandemiewelle im Frühjahr 2020 haben sich die Unternehmensgewinne laut EB-SIM-Analyse 2021 auf das höchste Niveau seit der Finanzkrise geschraubt. Dieser Trend dürfte auch im neuen Jahr 2022 Bestand haben. „Gewinnsteigerungen von 20 Prozent und mehr trauen wir vor allem kleineren europäischen Firmen zu. Bei den größeren dürfte der Zuwachs 2022 noch deutlich über fünf Prozent liegen“, sagt Pfeil. In der Langfristbetrachtung bis 2032 erwartet der Kapitalmarktausblick für Aktien aus der Eurozone eine Rendite von durchschnittlich 5,2 Prozent pro Jahr. Mit 4,2 und 3,2 Prozent wird das Renditepotenzial von US- und japanischen Aktien schwächer gesehen.*

Das Thema Nachhaltigkeit werde im Jahr 2022 aber auch in der Dekade danach weiter an Fahrt aufnehmen und die Aktienbewertungen stützen, sind der Chief Investment Officer der EB-SIM und sein Team überzeugt. „Um die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen („Sustainable Development Goals“ – kurz SDGs) sowie Klimaneutralität zu erreichen, bedarf es umfangreicher Investitionen privater Unternehmen in nachhaltige Technologien. Firmen, die bei Umwelt (E für Environment), Sozialem (S für Social) und guter Unternehmensführung (G für Governance) Vorreiter sind, werden deshalb am Markt als Gewinner gesehen. So hat laut einer Studie von Imperial College Business School und IEA zum Beispiel ein Investment in Deutschland und Frankreich in erneuerbare Energien in der vergangenen Dekade eine um fast 200 Prozent bessere Wertentwicklung vollzogen als ein vergleichbares Investment in fossile Energien“, erläutert Pfeil.**

Die global noch niedrigen Zinsen liefern laut EB-SIM-Kapitalmarktausblick jedoch derzeit kaum Anreize, in Anleihen zu investieren – zumal bei Verlusten durch einen zu erwartenden, weltweiten Zinsanstieg die effektive Verzinsung solcher Anlagen noch niedriger ausfallen würde. „Die schrittweise Normalisierung der Geldpolitik, die Rückführung der Anleihekaufprogramme sowie der Einstieg in einen neuen Zinszyklus werden voraussichtlich zu einem schwierigen Umfeld für Renten führen. Vor allem Staatsanleihen könnten dadurch unter Druck geraten. Unternehmensanleihen sollten aufgrund des positiven konjunkturellen Ausblicks jedoch besser unterstützt bleiben“, sagt Pfeil. Im Langfristausblick bis 2032 sieht die EB-SIM allenfalls bei globalen Unternehmensanleihen und Hochzinsanleihen mit 1,2 und 2,8 Prozent noch nennenswertes Renditepotenzial.*

Eine Alternative für die schwachen Renditen am Anleihenmarkt würden laut den Experten der EB-SIM Anlagen in Sachwerte, etwa in nachhaltige Infrastruktur oder erneuerbare Energien, bieten. Auch mit diesen Investitionen können Anleger vom nachhaltigen Umbau der Wirtschaft profitieren. „Gerade in Zeiten hoher Inflation erscheint die Performance von Real Assets attraktiv. Die Erlöse sind regelmäßig an Preissteigerungsindizes geknüpft. Entsprechend kann diese Anlageklasse bei steigender Inflation sowohl eine stabile Performance als auch Werterhalt bieten“, erläutert der EB-SIM-Chief Investment Officer. „Zudem können Sachwerte wie erneuerbare Energien dazu dienen, Klimarisiken im Portfoliokontext zu adressieren.“

*Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung von EB – Sustainable Investment Management GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Alle dargestellten Prognosen für zukünftige Wertentwicklungen beruhen auf Berechnungen von möglichen Entwicklungen unter Berücksichtigung von negativen und positiven Szenarien und sind keine Garantie für tatsächliche künftige Wertentwicklungen. Alternative Anlagen sind mit diversen Risiken behaftet, nicht unbedingt für jeden Anleger geeignet und für jedes Portfolio verfügbar. EB – Sustainable Investment Management GmbH; Stand: 08.12.2021

**Imperial College Business School, IEA (2021): Clean Energy Investing: Global Comparison of Investment Returns, https://www.imperial.ac.uk/business-school/faculty-research/research-centres/centre-climate-finance-investment/research/clean-energy-investing-global-comparison-investment-returns/; Die historische Wertentwicklung ist keine Garantie für eine entsprechende künftige Wertentwicklung.

Den kompletten Kapitalmarktausblick der EB-SIM samt jährlicher Rendite- und Risikoerwartungen für die wichtigsten Anlageklassen bis 2032 können Sie hier herunterladen: www.eb-sim.de/aktuelles/publikationen

Über EB – Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM)

Die EB – Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM) zählt zu den führenden Vermögensverwaltern für nachhaltige Investments. Das Unternehmen mit Sitz in Kassel ist eine Tochter der Evangelischen Bank (EB). Mehr als 30 Jahre war das wertebasierte Asset Management eines der Kerngeschäftsfelder der EB und wurde im Dezember 2018 als eigenständiges Geschäftsfeld in die EB-SIM ausgegründet. Die EB-SIM beschäftigt über 40 Mitarbeiter und verwaltet ein Vermögen von circa 5,4 Milliarden Euro. Sie bietet institutionellen und über den Wholesale-Vertrieb privaten Kunden ausschließlich nachhaltige Anlagen in Aktien-, Anleihen- und Multi-Asset-Strategien sowie Private Debt und Real Assets. Ihre Anlagestrategien richtet sie konsequent an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) und den Klimazielen der Europäischen Union aus.

Seit Juni ist die EB-SIM auch Mitglied der Bundesinitiative Impact Investing (BII). Sie möchte durch den Aufbau des Impact-Investing-Ökosystems in Deutschland Voraussetzungen schaffen, dass zusätzliches Kapital zur Bewältigung sozialer und ökologischer Herausforderungen eingesetzt wird.

Weitere Informationen online unter www.Generation-ESG.de und www.eb-sim.de

 

Verantwortlich für den Inhalt:

EB-Sustainable Investment Management GmbH, Ständeplatz 19, 34117 Kassel, Tel: +49 (0)561 450603-3799, www.eb-sim.de

KfW rechnet aktuell mit Gesamtrefinanzierungsvolumen von 80-85 Mrd. EUR für 2022, davon mindestens 10 Mrd. EUR über ‘Green Bonds – Made by KfW’

 

Währungsvielfalt der KfW-Refinanzierung ist attraktiv für Investoren weltweit und leistet Beitrag für günstige KfW-Förderprogramme

‘Green Bonds – Made by KfW’ haben 2021 reißenden Absatz bei Investoren weltweit gefunden: So hat die Förderbank mittels 37 grüner Transaktionen in 13 verschiedenen Währungen umgerechnet über 16 Mrd. EUR (knapp 20% ihres Gesamtemissionsvolumens 2021) an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Das ist doppelt so viel im Vergleich zum Vorjahr und umfasst Rekordemissionen in Euro, US Dollar und Australischen Dollar. Grund für das hohe Green Bond-Volumen 2021 waren die sehr positive Nachfrage insbesondere in dem Kreditprogramm ‘Energieeffizient Bauen’ sowie die anhaltend hohe Investoren-Nachfrage.

Damit ist die KfW nicht nur größte Green Bond-Emittentin in Deutschland, sondern derzeit auch weltweit die zweitgrößte Emittentin (nach Frankreich) in diesem Marktsegment. “Wir sind mit der Entwicklung unseres Marktauftritts seit sieben Jahren hochzufrieden: Als einer der Pioniere in diesem Marktsegment haben wir einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung von Green Bonds am internationalen Kapitalmarkt geleistet. Wir bieten Investoren liquide Green Bonds in unterschiedlichen Währungen, daher schätzen sie uns. Das motiviert uns, die mittlerweile deutlich wahrnehmbare Transformation im Kapitalmarkt weiter voranzutreiben”, erklärt Tim Armbruster, Treasurer der KfW.

Das Green-Bond-Rahmenwerk der KfW wurde nun aktualisiert und wird ab 01.01.2022 folgende Merkmale aufweisen:

Das im Sommer 2021 ausgelaufene Förderprogramm ‘Energieeffizient Bauen’ wird durch das Programm ‘Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)’ ersetzt.

Neu in das Rahmenwerk aufgenommen wurden die Förderprogramme 267-269 zur ‘Nachhaltigen Mobilität’.

Das Förderprogramm ‘Erneuerbare Energien Standard’ bleibt Bestandteil des Green-Bond-Rahmenwerks.

Das aktualisierte Green-Bond-Rahmenwerk ist auf die im Juni 2021 veröffentlichte Fassung der ICMA Green Bond Principles abgestimmt und verfügt über eine aktualisierte Second Party Opinion (Externe Analyse/Bewertung) durch Cicero, Oslo.

“Selbstverständlich können unsere Investoren weiterhin darauf vertrauen, ein umfassendes und transparentes Reporting zur Mittelverwendung von uns zu erhalten”, erklärt Armbruster.

Im laufenden Jahr hat die KfW ihre Refinanzierung über grüne und konventionelle Anleihe-Emissionen am Kapitalmarkt mit einem Rekordvolumen von 82 Mrd. EUR (per 15.12.2021) exzellent gemeistert.

Wesentliche Grundlage der erfolgreichen Refinanzierung der KfW bilden ihre diversifizierte und flexible Aufstellung sowie ihr Vermögen, eigene Refinanzierungsansprüche bestens mit den Erwartungen und Erfordernissen der internationalen Investoren zu verbinden, was sie 2021 erneut unter Beweis gestellt hat:

Insgesamt hat die KfW in diesem Jahr bis Mitte Dezember 211 Anleihen in 15 verschiedenen Währungen an den internationalen Kapitalmärkten begeben und damit wesentlich zur Gewährleistung der attraktiven Konditionen bei den Kreditprogrammen der Förderbank beigetragen. 21 Benchmark-Transaktionen in Euro und US Dollar über umgerechnet knapp 50 Mrd. EUR machen 61% der Mittelaufnahme aus; dem Wunsch vieler Investoren nach längeren Anleihe-Laufzeiten kam sie mit einer Euro-Benchmarkanleihe mit einer Laufzeit von 15 Jahren entgegen – das Ergebnis war hervorragend. Auch im US Dollar-Markt, der für einen globalen Emittenten wie die KfW von strategischer Bedeutung ist, hat die KfW ihre Präsenz im laufenden Jahr wieder erfolgreich ausgebaut (USD-Gesamtvolumen öffentlicher Anleihen +50% im Vergleich zum pandemiebedingten Rückgang 2020) und die weltweit größte grüne USD-Anleihe im Green Bond-Markt emittiert. Das Volumen der auf individuelle Investorenbedürfnisse zugeschnittenen Privatplatzierungen ist 2021 deutlich gewachsen; dabei zeigten Investoren vermehrt auch Interesse an Privatplatzierungen im grünen Format in beachtlichen 7 verschiedenen Währungen.

Mit ihren Debütemissionen, die auf den neu geschaffenen Zinssätzen im Sterling (SONIA) und im USD (SOFR) referenzieren, hat sie zudem die Familie der neuen Referenz-Zinssätze in den Kernwährungen vervollständigt und ist bestens für die Zukunft aufgestellt.

Zur Refinanzierung des KfW-Sonderprogramms zur Unterstützung der deutschen Wirtschaft im Rahmen der Covid-19-Krise wurden 2020 Mittel in Höhe von rund 39 Mrd. EUR und 2021 weitere 3 Mrd. EUR über den WSF aufgenommen. Das ausstehende Volumen der Refinanzierungsmittel beträgt derzeit rund 36 Mrd. EUR. Anfang Dezember 2021 haben die Bundesregierung und die KfW die Frist zur Antragstellung im KfW-Sonderprogramm bis zum 30. April 2022 verlängert.

Ausblick auf die KfW-Refinanzierung 2022

Auf der Grundlage der aktuellen Konzerngeschäftsfeldplanung rechnet die KfW für 2022 mit einem Anleihe-Emissionsvolumen in Höhe von 80-85 Mrd. EUR.

Das Gros der Mittelaufnahme werden Benchmark-Anleihen in Euro und US Dollar ausmachen, die bei Erstemission ein Volumen von 3 bis 5 Mrd. EUR bzw. USD erzielen. Die Liquidität von Anleihen ist auch ein zentrales Anliegen von Investoren, dem die KfW auch 2022 bestmöglich entgegen kommen möchte. Daher plant sie, ausgewählte ausstehende EUR-Benchmark-Anleihen bis zu einem Volumen von 7 Mrd. EUR aufzustocken. Im Übrigen tritt sie ab Januar wieder mit ihrem bewährten strategischen Ansatz an die internationalen Kapitalmärkte heran. “Investoren können mit einer großen Bandbreite an Anleihe-Formaten und vor allem auch mit einer Vielzahl von Währungen der KfW rechnen. Mit dieser Diversifizierung leistet die Refinanzierung einen wesentlichen Beitrag für die Bereitstellung günstiger Förderkredite und damit zur Erfüllung unseres Auftrags”, sagt der Treasurer der KfW.

Bezüglich ihrer grünen Anleihen geht die KfW aktuell davon aus, im kommenden Jahr liquide, großvolumige Green Bonds in unterschiedlichen Währungen in einem Volumen von insgesamt mindestens 10 Mrd. EUR zu emittieren.

Sollten sich unterjährig Anpassungen ihrer Refinanzierungsvorhaben ergeben, wird die KfW als verlässliche und transparente Emittentin ihre Investoren und andere Stakeholder darüber informieren, wie es seit langem bewährte Praxis des KfW-Kapitalmarktbereiches ist.

Wirkungsmanagement: Mehr Transparenz für Investoren

Investoren betrachten Emittenten zunehmend ganzheitlich und insbesondere Green Bond-Investoren erwarten zu Recht ein umfassendes Reporting über die Mittelverwendung und die Wirkung der mit den Bond-Erlösen vorgenommenen Finanzierungen; dies stellt die KfW regelmäßig bereit.

Im Rahmen ihres Projekts tranSForm arbeitet die Förderbank sehr intensiv an der Erstellung einer konzernweiten Wirkungsbilanz, die das bereits etablierte, jährliche SDG-Mapping ergänzen wird. Ziel dieses komplexen Vorhabens ist es, künftig allen Stakeholdern die tatsächlichen Auswirkungen der KfW-Finanzierungen transparent aufzeigen zu können. Bislang wurden rund 40 Wirkungsindikatoren für den Konzern erarbeitet und validiert (weitere Indikatoren sind aktuell in der Erarbeitung), die in eine konzernweite Wirkungsbilanz einmünden werden. Parallel wird an der IT-seitigen Umsetzung gearbeitet.

Darüber hinaus wurden 2021 im Rahmen von tranSForm weitere Meilensteine umgesetzt:

Erarbeitung und Implementierung von sechs wissenschaftlich basierten Sektorleitlinien für besonders THG-intensive Sektoren zur Steuerung der KfW-Neuzusagen in Richtung Treibhausgasneutralität; weitere Sektorleitlinien sind aktuell in Arbeit.

Konzeptionierung eines umfassenden THG-Accountings als begleitendes Monitoring-Instrument.

Weiterer Ausbau des ESG-Risikomanagements, beispielsweise durch erste Schritte zum Aufbau einer neuen ESG-Risikoprofil-Datenbank zur Einwertung von ESG-Risiken je Geschäftspartner. Das 2019 eingeführte TCFD-Reporting wird ebenfalls fortgeführt.

 

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KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

Studie: Die Menschen blicken verhalten auf 2022, nur wenige fassen Neujahrsvorsätze

 

Die anhaltende Corona-Pandemie hinterlässt ihre Spuren bei deutschen Sparerinnen und Sparern. Im Vergleich zum Jahresanfang glauben nun doppelt so viele, dass sich ihre finanzielle Situation verschlechtern wird. Insofern scheint es nur logisch, dass sie vor allem für Notfälle sparen wollen und das Sparziel Nummer eins der Notgroschen ist – erstmals seit sechs Jahren. Der verhaltene Blick in die Zukunft könnte auch erklären, dass sich immer weniger Befragte für das neue Jahr etwas vornehmen. Wenn es Neujahrsvorsätze gibt, dann meistens im Bereich Gesundheit, nur selten beim Thema Finanzen. Dies sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Online-Befragung von gut 1.000 Menschen in Deutschland, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden.

 

Die noch am Jahresanfang herrschende Gelassenheit der Anlegerinnen und Anleger scheint nach gut zwei Jahren Corona-Pandemie zu bröckeln: 18 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation in den kommenden sechs Monaten verschlechtern wird. Das sind doppelt so viele wie noch im ersten Quartal 2021 (neun Prozent). Knapp ein Viertel (24 Prozent) rechnet mit einer Verbesserung, diese Zahl ist im Jahresverlauf konstant geblieben. Zugleich verringert sich der Anteil derjenigen, die von einer gleich bleibenden finanziellen Situation ausgehen von 67 Prozent im ersten Quartal dieses Jahres auf jetzt 57 Prozent.

Neujahrsvorsätze: keine oder Gesundheit

Möglicherweise ist die Pandemie auch der Grund dafür, dass sich viele Menschen bei ihren Neujahrsvorsätzen auf das Thema Gesundheit konzentrieren. 46 Prozent der Befragten nehmen sich hierzu für das neue Jahr etwas vor. Gleichzeitig scheint der nachlassende Optimismus bei der eigenen Finanzsituation dafür zu sorgen, dass immer mehr Menschen darauf verzichten, sich überhaupt etwas vorzunehmen: 39 Prozent fassen gar keine Neujahrsvorsätze, das sind 13 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 25 Prozent fassen Vorsätze rund um ihre Finanzen. „Rekord-Inflationsrate und anhaltend niedrige Zinsen sind große Herausforderungen für viele Sparerinnen und Sparer. Daher ist aber gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, sich damit auseinanderzusetzen und die eigene Geldanlage aktiv anzugehen. Denn wer nichts tut, wird nicht belohnt“, kommentiert Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment, die Ergebnisse des Anlegerbarometers. Insgesamt geht ein Großteil der Befragten davon aus, dass das neue Jahr ähnlich verlaufen wird wie das laufende: 62 Prozent äußern sich entsprechend.

Das neue Top-Sparziel Notgroschen stößt Altersvorsorge vom Thron

Mit Blick auf die eher verhaltene Stimmung unter den Befragten scheint es nicht verwunderlich, dass in Deutschland weiter viel gespart wird. 71 Prozent geben an, dass sie regelmäßig einen festen Betrag zurücklegen. Die meisten (33 Prozent) sparen monatlich zwischen 100 und 250 Euro. 24 Prozent schaffen es, sogar 250 bis 500 Euro pro Monat zurückzulegen. Als wichtiges Sparziel nennen die meisten (82 Prozent) die Rücklage für Notfälle. Auf Platz zwei landet die Altersvorsorge, die für 77 Prozent der Befragten, ein wichtiges Sparziel ist. Bemerkenswert ist, dass das Thema Altersvorsorge zum ersten Mal seit sechs Jahren nicht mehr das Top-Sparziel ist und vom Notgroschen abgelöst wurde.

Lieblingsanlageform bleibt Immobilien, Investmentfonds und Aktien überholen Gold

Bei den Anlageformen für ihr Geld bleiben die Befragten bei ihren bisherigen Lieblingen. So gelten Immobilien weiterhin als die beliebteste Sparform (74 Prozent), gefolgt von der Betriebsrente (64 Prozent). Platz drei erkämpfen sich erstmals Investmentfonds, die mit 46 Prozent einen Höchstwert erreichen. Gold dagegen verliert im Vergleich zu den Vorquartalen an Attraktivität (36 Prozent) und landet hinter Aktien (40 Prozent) auf Platz fünf. Besonders beliebt sind Investmentfonds bei jungen Sparerinnen und Sparern. Unter den 20- bis 29-Jährigen halten sogar 60 Prozent diese Anlageform für besonders attraktiv. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) können sich einen Fondssparplan als Basisanlage vorstellen. Dieser Wert ist gegenüber dem dritten Quartal 2019 um 18 Prozentpunkte gestiegen. 52 Prozent sagen, sie können sich einen Fondssparplan gut als Ergänzung zu anderen Geldanlagen vorstellen.

Bewusstsein für chancenorientiertes Anlegen steigt

Insgesamt setzen sich immer mehr Menschen mit Alternativen zu zinsbasierten Anlageprodukten auseinander. So sagen nur noch 15 Prozent, dass sie ihr Erspartes lieber auf dem Girokonto liegen lassen oder es ausgeben. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) spricht sich dafür aus, zumindest einen kleineren Teil des Vermögens chancenorientiert zu investieren. Immer mehr Befragte können sich auf jeden Fall vorstellen, in Aktienanlagen zu investieren: 44 Prozent sagen dies. Damit steigt die Zahl der Aktien-Fans seit Jahren weiter kontinuierlich an und erreicht aktuell einen Höchststand. „Das Bewusstsein steigt, dass Sicherheit und Liquidität kaum Erträge generieren. Aktien als Geldanlage werden daher zunehmend als selbstverständlich angesehen. Dabei hilft ein Gespräch mit einer Beraterin oder einem Berater in der Bank. Hier bekommt man mit Blick auf den langfristigen Vermögensaufbau Orientierung“, kommentiert Gay.

Zur Studie

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im November 2021 im Auftrag von Union Investment 1.003 Menschen im Alter von 20 bis 59 Jahren befragt, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden. Die Befragten nahmen an einer Online-Umfrage teil und konnten sich Zeit und Umgebung der Bearbeitung selbst aussuchen. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

Spielraum für alternative Anlagestrategien nicht optimal ausgenutzt. Umstellung auf klimaneutrale Investments wird noch nicht strategisch angegangen.

 

Pensionsanleger zeigen sich weiterhin optimistisch: 87 Prozent haben im zurückliegenden Jahr ihre Renditeziele erreicht – etwas weniger als 2019 (92 Prozent). Erstmalig liegen dabei die erwarteten zukünftigen Renditen von regulierten Pensionsanlegern (wie beispielsweise Pensionskassen oder Versorgungswerken) gleichauf mit den Renditen der unregulierten Investoren, beispielsweise von Contractual Trust Arrangements (CTA). Sie betragen durchschnittlich zwei Prozent bei Zielrenditen von zwei bis vier Prozent. Die Anleger investierten insbesondere stärker in alternative und illiquiden Anlagen, wobei die vorhandenen regulatorischen Möglichkeiten weiterhin nicht völlig ausgeschöpft werden. Dies zeigt die Studie „Pension Risk und Anlage von Pensionsvermögen 2021“ von Willis Towers Watson.

„Regulierte Pensionsanleger haben die Nutzung alternativer und illiquider Anlagen zwar ausgebaut, Nachholbedarf besteht in dieser Anlageklasse aber weiterhin. Dies gilt sowohl für regulierte als auch für unregulierte Investoren“, berichtet Tobias Bockholt, Leiter Investment Consulting bei Willis Towers Watson Deutschland und Autor der Studie. Bockholt betont: „Hier verschenken Anleger wertvolles Renditepotenzial“. Seiner Einschätzung nach könnten regulierte Anleger mit einem optimierten Portfolio eine um etwa 40 Basispunkte höhere Rendite erzielen, unregulierte Anleger sogar eine um 90 Basispunkte höhere Rendite. Für die Studie „Pension Risk Management und Anlage von Pensionsvermögen 2021“ befragte Willis Towers Watson 36 institutionelle Anleger (Stiftungen, CTA, Pensionskassen, Pensionsfonds, Versorgungswerke) mit einem Anlagevermögen von insgesamt 130 Mrd. Euro. Zur Optimierung der Asset-Allokation hat Willis Towers Watson ein „Best Ideas Portfolio“ skizziert, das 2,4 Prozent Rendite für regulierte und 2,9 Prozent für unregulierte Investoren erwarten lässt.

Private Equity: Anleger folgen Markttrend, statt auf Nischenstrategien und „First-Mover-Advantage“ zu setzen

Insgesamt sind die Portfolien deutscher Pensionsanleger im Vergleich zu den Vorjahren breiter diversifiziert und auch globaler ausgerichtet. Nicht rentierliche Anleihen wurden kontinuierlich reduziert. Unter den Alternatives sticht – wie auch in den vergangenen Jahren – insbesondere Private Equity als „Investorenliebling“ heraus. „Es scheint so, als ob Investoren einfach ohne kritisches Hinterfragen gewissen Marktrends folgen.

Gerade hier wäre jedoch zu prüfen, ob die besonders stark wachsenden Kapitalzusagen im Bereich Private Equity auch genügend Investitionsmöglichkeiten im Markt finden“, merkt Bockholt an. Um dem allgemeinen Trend niedrigerer Renditen entgegenzuwirken bietet es sich seiner Einschätzung nach an, nicht mit den Markttrends zu investieren, sondern neue Nischenstrategien (z.B. „China A-Shares“ oder auch „Bank Capital Relief Trades“) frühzeitig ins Portfolio aufzunehmen. „So können Anleger den ‚First-Mover-Advantage‘ für die Profitabilität ihres Portfolios nutzen“, sagt Bockholt.

Governance-Anforderungen als Investitionshindernis

In der Praxis sehen sich viele Anleger allerdings einigen Investitionshürden gegenüber. Insbesondere Fragen hinsichtlich der Implementierbarkeit (19 Prozent) und die Governance-Anforderungen bzw. das erforderliche Know-how (15 Prozent) sind die größten Hürden für die Ausweitung illiquider Anlagen. „Der Grundsatz ‚kaufe nur, was du verstehst‘ behält gerade für Nischenstrategien unverändert seine Gültigkeit“, betont Bockholt. Seiner Ansicht nach ist es dabei unerheblich, ob Investoren das dafür notwendige Know-how zukaufen oder intern vorhalten. Allerdings haben seiner Erfahrung nach gute Anleger auch dann, wenn sie das Know-how einkaufen, in der Regel sehr kompetente interne Ansprechpartner. „Insbesondere kleinere Pensionsanleger mit einem Anlagevolumen von bis zu 3 Mrd. Euro kaufen meist externe Beratung zu. Große Pensionsanleger mit einem Anlagevolumen ab 5 Mrd. Euro bauen meist eigene Investmentteams auf, setzen aber für Spezialthemen oftmals weiterhin auf externe Expertise. Dann heißt es nicht ‚make or buy?‘, sondern ‚make and buy‘, sagt Bockholt.

Umstellung auf nachhaltige und klimaneutrale Anlagen wird noch nicht strategisch angegangen

Der Megatrend „Nachhaltigkeit“ wird aktuell breit diskutiert und die im Zusammenhang mit der Klimawende erforderlichen Investitionen bieten großes Anlegerpotenzial. Wie die Studie zeigt, delegieren bislang fast alle Investoren (94 Prozent) die Umsetzung der entsprechenden Ziele (ESG-Ziele: Environmental, Social, Governance) auf die Asset-Manager. Somit wird die Nachhaltigkeit der Kapitalanlage häufiger nur auf Mandatseben statt portfolioübergreifend betrachtet. Eine aktive Gremienentscheidung im Gesamtkontext erfolgt nur bei der Definition von Negativlisten (bei 71 Prozent der Anleger).

„Pensionsanlagen werden für einen Zeithorizont von vielen Jahrzehnten aufgestellt. Mit diesem langfristigen Anlagehorizont kommen Pensionsanleger an einer klimaneutralen und nachhaltigen Kapitalanlage keinesfalls vorbei – oder ihr heutiges Zögern verursacht spätestens in 20 bis 30 Jahren erhebliche Schwierigkeiten“, sagt Bockholt. „Sinnvoller wäre es jedoch, mit einer übergreifenden Gesamtstrategie an das Thema heranzugehen und die wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken gesamthaft zu betrachten.“

Hierzu bietet sich beispielsweise ein Carbon Journey-Plan als Planungs- und Monitoring-Werkzeug an. In diesem Rahmen werden spezifische Schritte definiert, um den CO2-Fußabdruck im Portfolio zu reduzieren und die langfristigen Nachhaltigkeitsziele der Kapitalanlage zu erreichen.

Die Ausgangsbasis für einen solchen Plan ist die Bestimmung der Emissionen im aktuellen Portfolio sowie z. B. des langfristigen Ziels einer klimaneutralen Kapitalanlage bis 2050. „Für die Bestimmung der Emissionen der einzelnen Anlagen liegen heute deutlich umfassendere Daten vor als noch vor einigen Jahren, sodass Anleger gut informiert agieren können“, betont Bockholt. Für die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen bieten sich seiner Meinung nach drei Möglichkeiten an: 1. Auswahl nachhaltiger Anlagen (z. B. E-Mobilität, nachhaltige Land- & Forstwirtschaft, erneuerbare Energien), 2. verstärktes Engagement mit den investierten Unternehmen zur Beschleunigung der der Dekarbonisierung und 3. Mandatswechsel (z. B. Ausschluss klimaschädlicher Investitionen, Nutzung von Benchmarks wie etwa kohlenstoffarmen Indizes oder Beschränkungen des CO2-Exposure). Investment-Experte Bockholt rechnet damit, dass die Kapitalanlage künftig noch komplexer werden wird: „Für den langfristigen Anlageerfolg sollten Pensionsanleger verstärkt auf illiquide Anlagen im Portfolio setzen und insbesondere auch Marktopportunitäten mit kleinen Zeitfenstern nutzen. Hierzu ist eine gute Governance von entscheidender Bedeutung. Die zunehmenden Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausrichtung auf ein klimaneutrales Portfolio verstärken dieses Erfordernis umso mehr.“

Über die Studie

Für die Studie „Pension Risk Management und Anlage von Pensionsvermögen 2021“ befragte Willis Towers Watson 36 institutionelle Anleger (Stiftungen, CTA, Pensionskassen, Pensionsfonds, Versorgungswerke) mit einem Anlagevermögen von insgesamt 130 Mrd. Euro. Damit gibt die Studie wertvolle Hinweise zum Anlageverhalten der Unternehmen im gegenwärtigen Pensions- und Kapitalmarktumfeld. Der Studienreport ist auf Anfrage bei Willis Towers Watson erhältlich.

 

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WillisTowersWatson, Eschersheimer Landstraße 50, D-­60322 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 1505 5119 , www.willistowerswatson.com

Mit Finanzguru nutzt ein weiteres, namhaftes Fintech am Markt die digitale Anlageplattform WISE des größten deutschen Asset Managers DWS.

 

Der Robo-Advisor „Finanzguru ETF Invest“ wurde kürzlich gelauncht und bietet einen innovativen und voll digitalen Zugang zu den Kapitalmärkten.

Über einen Algorithmus können sich die Kunden von Finanzguru auf der Basis individueller Anlage-Präferenzen ein zu ihnen passendes Wertpapier-Portfolio ermitteln lassen. Das entsprechende Portfolio investiert global über verschiedene Märkte und Assetklassen hinweg und wird von einem Team von Anlageexperten der DWS unter der Leitung von Fondsmanager Peter Warken gemanagt.

Die Zusammenstellung des Portfolios wird dabei regelmäßig überprüft und bei Bedarf – etwa bei starken Schwankungen an den Kapitalmärkten – angepasst. Damit verknüpft die DWS die Stärken digitaler Anlagetechnologien mit ihrer Asset Management Expertise in einer innovativen Lösung.

„Wir freuen uns sehr darüber, mit Finanzguru ein so innovatives Fintech von unserem Angebot der digitalen Vermögensverwaltung überzeugt zu haben“, erklärt Maika Jahn, Head of Platform Business Solutions & Strategy der Digitalen Investment Plattform der DWS. Kunden der Finanzguru-App, einem digitalen Finanzassistenten auf Basis künstlicher Intelligenz, können jedes ihrer Online-Konten bei einer Bank in Deutschland mit der App verbinden. Sie hilft ihnen dabei, Einnahmen und Ausgaben sowie Verträge im Griff zu behalten, Vertragspartner zu wechseln und Versicherungen abzuschließen.

„Eine hochwertige digitale Vermögensverwaltung ist für die Kunden unserer App eine weitere sinnvolle Anwendung, mit der sie Finanzguru als echte Zentrale für ihr Geld nutzen können. Wir haben uns für den Robo-Advisor der DWS entschieden, weil die Fondgesellschaft viel Vertrauen genießt, attraktive Konditionen bietet und der Kunde die Wertpapieranlage vollständig delegieren kann“, so Alexander Michel, Gründer und Geschäftsführer von Finanzguru zum Start des neuen Angebots.

Im Gegensatz zu anderen digitalen Vermögensverwaltungen im Markt lässt sich „Finanzguru ETF Invest“ bereits ab einem einmaligen Anlagebetrag von 400 Euro odereiner monatlichen Sparrate von 50 Euro nutzen. Dabei wird nicht nur in DWS-eigene ETFs investiert, sondern auch in Produkte anderer Anbieter.

 

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Die Fondsbranche ist der größte Verwalter von Altersvorsorgekapital in Deutschland.

 

„Die Bürger sorgen für ihre Rente bislang zwar oft über Versicherungen oder eine Betriebsrente vor, aber verwaltet wird letztlich ein großer Teil dieses Sozialkapitals in Fonds“, sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbands BVI. Laut einer Umfrage verwalteten die Mitglieder zur Jahresmitte 1.770 Milliarden Euro für Altersvorsorgezwecke. Das sind 44 Prozent des von der Branche insgesamt verwalteten Vermögens von über 4.000 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Zur Jahresmitte 2017 lag der Anteil bei 40 Prozent. Seitdem ist das Vermögen für Altersvorsorgezwecke um 600 Milliarden Euro gewachsen.

Hinter dem für die Altersvorsorge verwalteten Vermögen der Fondsgesellschaften stehen insbesondere kapitalbildende Lebensversicherungen mit 610 Milliarden Euro. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfallen 520 Milliarden Euro; dazu gehören vor allem Direktzusagen (270 Milliarden Euro) und Pensionskassen (190 Milliarden Euro). Für berufsständische Versorgungswerke von zum Beispiel Ärzten, Apothekern und Rechtsanwälten verwalten die Fondsgesellschaften 400 Milliarden Euro. Auf konventionelle und staatlich geförderte Fondssparpläne (zum Beispiel Riester- und VL-Fondssparpläne) entfallen 130 Milliarden Euro. Für die Zusatzversorgung der Beschäftigten bei Bund, Ländern und Gemeinden sowie den Kirchen verwalten die Fondsgesellschaften 110 Milliarden Euro. Die Auswertung zeigt, dass Fonds der Motor der Altersvorsorge sind. Vor diesem Hintergrund begrüßt der BVI, dass die Bundesregierung in der betrieblichen und privaten Altersvorsorge mehr Renditechancen für künftige Rentner zulassen sowie eine Pflicht zur Altersvorsorge mit Wahlfreiheit für künftige Selbstständige einführen will.

 

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BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

Branche investiert in weitere Digitalisierung und Cyber-Schutz

 

Die Fondswirtschaft blickt nach einem sehr guten Geschäftsjahr optimistisch in das Jahr 2022. Laut der jährlichen Herbstumfrage des deutschen Fondsverbands BVI bezeichnen 97 Prozent der befragten Führungskräfte aus BVI-Mitgliedsunternehmen die Geschäftsaussichten für das kommende Jahr als unverändert gut oder sogar besser als 2021. An der Befragung im November nahmen 170 Entscheider teil, deren Unternehmen zusammen über vier Billionen Euro verwalten. Die stärksten Geschäftsimpulse für die nächsten Jahre erwartet die Branche weiterhin von nachhaltigen Fonds (78 Prozent der Befragten) und dem Niedrigzins (62 Prozent).

Ein Blick in die Statistik unterstreicht die positive Ausgangslage. So steuert die Branche zum Ende 2021 auf einen Absatzrekord zu, und in den ersten neun Monaten 2021 floss fast jeder zweite Euro, den Sparer in Publikumsfonds anlegten, in nachhaltige Produkte. „Dahinter steckt mehr als ein kurzlebiger Produkttrend, denn Nachhaltigkeit steht ganz oben auf der politischen Agenda“, sagt Thomas Richter, BVI-Hauptgeschäftsführer. „Die Fondswirtschaft gestaltet den Übergang in eine nachhaltige Wirtschaft in einer Schlüsselposition mit.“ Bei den nachhaltigen Fonds kombinieren die meisten Fondsgesellschaften eine Titelauswahl nach positiven Merkmalen (Positivscreenings, beispielsweise Best-in-Class-Ansatz) mit Ausschlusskriterien (Negativscreenings).

Insgesamt wollen die Fondsgesellschaften Personal aufbauen. 63 Prozent der Befragten gaben an, die Mitarbeiterzahl werde im kommenden Jahr steigen, 26 Prozent gehen von einer unveränderten Zahl aus. Im Vorjahr waren die Prognosen deutlich zurückhaltender: Nur 44 Prozent erwarteten für 2021 einen Personalaufbau, 37 Prozent einen konstanten Personalstamm. Für 2022 werden vor allem Fachkräfte für Nachhaltigkeit (61 Prozent, Vorjahr 39 Prozent) und IT (50 Prozent, Vorjahr 40 Prozent) gesucht.

Die Mehrheit der Branche prognostiziert, dass Daten und neue Technologien im Portfoliomanagement künftig eine stärkere Rolle spielen werden. Für das Sammeln und Auswerten großer Datenmengen („Big Data“) erwarten das 71 Prozent der Befragten, für den Einsatz künstlicher Intelligenz 59 Prozent. Entsprechend gab eine deutliche Mehrheit der Teilnehmer (81 Prozent) an, dass die IT-Investitionen 2022 steigen werden. Dabei steht die Digitalisierung weiterer Prozesse (86 Prozent) im Mittelpunkt. Im Vergleich zur Befragung im Vorjahr fällt auf, dass der Schutz gegen Cyber-Angriffe deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Wollten 2020 lediglich 39 Prozent mehr Geld für die entsprechende IT-Infrastruktur in die Hand nehmen, so waren es in diesem Jahr fast zwei von drei Befragten.

 

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Jan Boudewijns und Paulo Salazar, Co-Heads of Emerging Market Equities bei Candriam

 

Der CEO von JPMorgan, Jamie Dimon, musste sich anlässlich seiner jüngsten Reise nach Hongkong für seinen „Witz“ lang und öffentlich entschuldigen. „Die Kommunistische Partei Chinas feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Auch JPMorgan besteht seit 100 Jahren“, sagte er in Bezug auf das Jubiläum der Bank in China. „Ich bin überzeugt, dass wir länger Bestand haben werden“, fügte er hinzu.

Jack Ma, der Gründer von Alibaba und einer der reichsten Menschen in Asien, hätte Herrn Dimon eine Warnung sein können: Die kommunistische Führung Chinas duldet es nicht, ins Lächerliche gezogen zu werden. Vor einem Jahr wurde der Börsengang von Alibabas Ant Finance, einer der größten der Geschichte, plötzlich in letzter Minute von den chinesischen Behörden abgesagt. Es gab natürlich offizielle Gründe – aber die Entscheidung fiel, nachdem Jack Ma in einer Rede die Partei kritisiert und ihr vorgeworfen hatte, zu konservativ zu sein und Innovationen zu verhindern.

Die Absage des Börsengangs war der Auftakt zu einer sehr wichtigen und scheinbar überraschenden politischen Wende in Peking. Zunehmend wenden die Behörden wettbewerbs- und kartellrechtliche Vorschriften an, um dem Internetsektor Einhalt zu gebieten. Dieser ist der aufgrund niedriger Einstiegsbarrieren stark expandiert und wird immer mächtiger. Unserer Meinung nach soll die Richtungsänderung Pekings die neue Klasse der Multi-Milliardäre und anderer potenzieller Gegner daran erinnern, wer in China wirklich das Sagen hat: die Kommunistische Partei und Xi. Jack Ma, der nach seinen kritischen Äußerungen sogar für einige Zeit verschwand, war wahrscheinlich das primäre Ziel. Andere Internetmoguln reagierten schnell und führten die Anweisungen ihrer Partei demonstrativ aus.

Die auf den Binnenmarkt abzielenden regulatorischen Maßnahmen betreffen unter anderem auch den privaten Bildungs- und den Online-Gaming-Sektor. Infolgedessen erzielten chinesische Aktien angesichts des bereits nachlassenden Wachstums dieses Jahr eins ihrer schlechtesten Ergebnisse. Die Bedenken der Anleger infolge der staatlichen Maßnahmen führten dazu, dass die in China notierten Unternehmen mehr als 1 Bio. USD an Marktwert einbüßten. Auch beeinträchtigten die Regierungsmaßnahmen die Renditen der einzelnen Sektoren und Aktien auf in unterschiedlichem Ausmaß.

Wohlstand auf Befehl…

Der „Regulierungstsunami“ ist durch zwei wesentliche Probleme Pekings begründet: der demografischen Zeitbombe und der Machtposition von Xi Jinping vor dem 20. Parteikongress, der 2022 stattfindet. Die Regierung ergriff Maßnahmen, um mögliche Gefahren für ihren „Gemeinsamen Wohlstand“ zu mindern und zu zeigen: Die Führung behält den Zügel fest in der Hand und wird die sozialen Werte dem Wirtschaftswachstum voranstellen und die „soziale Stabilität“ erhalten.

Die Volkszählung 2021 deutete auf eine merkliche Verschlechterung der demografischen Entwicklung, mit einer der niedrigsten Wachstumsraten der Bevölkerung seit den 1950er Jahren. Auf diese Feststellung folgte sehr schnell eine Reihe von Maßnahmen: die Ankündigung einer Drei-Kinder-Politik (trotz der derzeit nicht erfolgreichen Zwei-Kinder-Politik) sowie Anreize für Paare, zu heiraten und Kinder zu bekommen. (Grafik „Geburten- und Sterberaten China“  unten zum Download)

Die Regierung versprach auch, die Kosten für den Aufbau einer Familie zu senken. Das erklärt die Maßnahmen zur Beschränkung der teuren privatwirtschaftlichen Nachhilfe, um den ständigen Druck auf die Kinder zu mindern. Damit verbunden sind auch die Schritte zur Reduzierung der hohen Kosten für Wohnraum und Gesundheitsleistungen.

…während die Konjunktur abkühlt

In der Zwischenzeit kühlt die chinesische Konjunktur ab. Ausschlaggebend dafür sind die (Schulden-)Krise des für die Wirtschaft wesentlichen Immobiliensektors, die hohen Kommunalschulden und die Straffung der Kreditpolitik. Eine Belastung stellten zudem die jüngsten Überschwemmungen, eine kurze, aber schwerwiegende Unterversorgung mit Strom und die Null-Toleranz-Politik in Bezug auf COVID-19. Diese Politik hat bewirkt, dass es in Megastädten wie Shanghai keine Ansteckungen gegeben hat und sie wird zumindest bis nach den Olympischen Winterspielen in Peking fortgesetzt. Wenn nicht rasch Unterstützungsmaßnahmen ergriffen werden, ist davon auszugehen, dass das Wachstum unter die psychologisch wichtige Schwelle von 5% sinkt. Die geplanten Wirtschaftstreffen im Dezember werden genau beobachtet.

Darüber hinaus gibt es weitere neue Negativfaktoren, die Peking möglicherweise nicht so leicht eindämmen kann. Darunter fallen die zunehmenden Forderungen westlicher Politiker nach Maßnahmen im Zusammenhang mit den von China ausgehenden Sicherheitsrisiken: seine (potenziellen, aber nicht wahrscheinlichen, sofern nicht erzwungenen) militärischen Absichten gegenüber Taiwan, seine Kapazitäten zu Cyber-Attacken und Vorwürfe einer ernstzunehmenden Geheimdienstpräsenz im Westen. Hinzu kommt die finanzielle Belastung, die chinesische Initiative für die „Neue Seidenstraße” mehreren Entwicklungsländern aufbürdet.

Des Weiteren bestehen ernste Bedenken angesichts der Menschenrechtsverstöße, der Bekämpfung der politischen Äußerungen (insbesondere in Hongkong) und der Unterdrückung der Uiguren in der Provinz Xinjiang. Hochkarätige Persönlichkeiten sind „verschwunden“: Der Künstler Ai Wei Wei oder die Tennisspielerin Peng Shuai. Das hat ebenfalls nicht dazu beigetragen, den Ruf Chinas im Ausland zu verbessern.

Für immer an der Macht?

Der 20. Kongress der Kommunistischen Partei Chinas soll 2022 die neue Machtstruktur bestimmen. Als Staatspräsident ist es Xi Jinping gelungen, den Großteil der Opposition zum Schweigen zu bringen und seine Amtszeit sogar zu verlängern. Er zielt eindeutig auf eine unbefristete Amtszeit ab und will in derselben Liga spielen wie seine Vorgänger Mao Zedong und Deng Xiaoping.

2021 stellte Anleger in China vor große Herausforderungen: Eine ungewöhnlich hohe Ungewissheit in Bezug auf die politischen Veränderungen und die zunehmend zentralisierte Kontrolle der Parteien auf allen Ebenen öffentlicher und privater Aktivitäten. Obwohl das Marktumfeld im Allgemeinen enttäuschend war, wird die Kombination dieser Faktoren die Art und Weise in Frage stellen, wie in- und ausländische Anleger sich am chinesischen Markt engagieren.

Die Investoren haben die Wahl, ob sie in die chinesische Wirtschaft oder die chinesischen Märkte investieren wollen oder nicht. Aber sie haben zumindest die Möglichkeit, mithilfe ihrer Anlageentscheidungen den Druck auf die chinesische Regierung aufrechtzuerhalten, damit eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft entstehen kann. Institutionelle Anleger und internationale Unternehmen, die wie JP Morgan in China tätig sind, können nicht jedes Mal weglaufen, wenn etwas passiert, das ihnen nicht gefällt. Denn sie spielen eine wichtige Rolle. Ob sie die Kommunistische Partei Chinas für weitere 100 Jahre überleben, bleibt abzuwarten. Leider dürfte niemand von uns noch hier sein, um es herauszufinden.

 

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Candriam Luxembourg – Zweigniederlassung Deutschland, Fellnerstraße 5, D-60322 Frankfurt, Tel.: +49 69 2691903-0, www.candriam.de 

Die internationale unabhängige Fondsgesellschaft Comgest feiert das 30-jährige Jubiläum ihres globalen Aktienfonds Comgest Monde.

 

In seiner Morningstar-Vergleichsgruppe weist der Comgest Monde (ISIN: FR0000284689) über die letzten drei Jahrzehnte die niedrigste Volatilität auf. In Zeiten von Marktturbulenzen und politischen Unsicherheiten bot sein Qualitätswachstumsansatz einen wertvollen Schutz vor Abwärtsbewegungen. So hatte der Fonds zuletzt während des pandemiebedingten Marktrückgangs im Frühjahr 2020 rund 29 Prozent weniger Performanceeinbußen zu verzeichnen, als der MSCI AC World Index. Demgegenüber konnte der 1991 aufgelegte Fonds in den vergangenen Jahrzehnten eine annualisierte Nettorendite von 10,1 Prozent erzielen und damit seinen Vergleichsindex um 3 Prozent übertreffen.

Die beständigen Erträge des Comgest Monde, trotz der hohen Marktvolatilität in den letzten 30 Jahren, sind nach Überzeugung von Comgest auf die disziplinierte Anwendung des eigenen Anlagestils für Qualitätswachstum zurückzuführen. So lag die Volatilität des Fonds in den letzten drei Jahren rund 20 Prozent unter der des MSCI AC World Index. Der Research-gestützte Bottom-up-Ansatz von Comgest bei der Aktienauswahl, der auch Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) einbezieht, zielt darauf ab, attraktive Qualitätsunternehmen zu identifizieren und gleichzeitig potenzielle langfristige Risiken zu vermeiden. Ziel ist der Aufbau eines konzentrierten Portfolios, unabhängig von Indizes, Ländern oder Sektoren, das langfristig ein zweistelliges Wachstum des Gewinns pro Aktie (Earnings per share, EPS) ermöglicht.

Der Fonds wird von einem sehr erfahrenen und vielseitigen Investmentteam verwaltet, zu dem Laure Négiar (Frankreich/USA), die den Fonds seit 2013 mit leitet, sowie Zak Smerczak (Südafrika), Richard Mercado (Australien) und Alexandre Narboni (Frankreich) gehören. Die Analysten Frédéric Yoboué (Frankreich) und Kira Huppertz (Deutschland) verstärken das Team seit Anfang 2021. Das Team stützt sich auf die Erfahrungen und Ideen der vier regionalen Anlageteams von Comgest, die jeweils die Aktienstrategien von Comgest in den USA, den Schwellenländern, Japan und Europa verwalten. Die Diversität des globalen Teams spiegelt die Vielfalt des gesamten Anlageteams von Comgest wider, das aus 49 Analysten und Portfoliomanagern aus 16 Nationen besteht, wovon wiederum 30 Prozent Frauen sind – fast das Dreifache des gegenwärtigen Branchendurchschnitts.

Um langfristig Alpha zu schaffen, nutzt das Anlageteam immer wieder auch Missverständnisse und Irrtümer der Marktteilnehmer über einzelne Märkte und Unternehmen aus. Richard Mercado, Portfoliomanager des Comgest Monde Fonds, hierzu: „Ein Beispiel für ein Missverständnis ist, dass Japan eine deflationäre Ex-Wachstums-Wirtschaft hat, die für Wachstumsinvestoren wenig attraktiv ist. Dennoch stammten in den letzten zehn Jahren fast 40 Prozent des Alpha unseres Fonds aus dem ‘Land der aufgehenden Sonne’.“

„Auch bei der Auswahl von Technologie- und Internetaktien sind wir auf ein verbreitetes Missverständnis gestoßen: die Regulierung“, so Richard Mercado. „Die Aussicht auf eine stärkere Regulierung wird von den Anlegern überwiegend als negativ empfunden. Unserer Ansicht nach kann die Regulierung jedoch auch positiv sein und die Wettbewerbsvorteile einiger Unternehmen über längere Zeiträume hinweg schützen. Für kleinere Unternehmen kann es zum Beispiel unerschwinglich sein, mit erhöhten Kosten für die Einhaltung von Vorschriften zu arbeiten, wie zum Beispiel im Zusammenhang mit der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union, während größere Unternehmen wie Alphabet diese Kosten auffangen können“, so Mercado. In den letzten zehn Jahren profitierte der Comgest Monde von Technologie- und Internettiteln, die mehr als 40 Prozent zu seiner Alpha-Generierung beigetragen haben.

„In den letzten 30 Jahren war unsere langfristige Anlagedisziplin bei Qualitätswachstum der Schlüssel zum Erfolg auf dem globalen Aktienmarkt. Die Aktienauswahl war die wichtigste und zuverlässigste Quelle um Alpha für unsere Kunden zu erzielen. Auch die ESG-Analyse und -Integration haben sich als unschätzbare Ergänzung unseres Anlageprozesses erwiesen und unser Gespür für die Vermeidung langfristiger Risiken geschärft. So konnte die Downside-Capture des Comgest Monde seit 1991 mit durchschnittlich 62 Prozent konstant niedrig gehalten werden. Das hat zu einer jährlichen Outperformance von 3 Prozent und der geringsten Volatilität im Wettbewerbsvergleich geführt“, betont Laure Négiar.

 

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Comgest Deutschland GmbH, Sky Office, Kennedydamm 24, D-40476 Düsseldorf, Tel.: +49 21144038721, www.comgest.com

Für das kommende Jahr sieht es gut aus: Die konjunkturelle Erholung geht weiter, die Unternehmen verdienen gut, Geld- und Fiskalpolitik bleiben unterstützend.

 

Auch die Pandemie dürfte – Daumen gedrückt! – erst einmal wieder abklingen. Unter den Risikofaktoren jedoch sticht einer hervor: die Inflationsrate. Seit einigen Monaten klettern die Preise rasant. „Im neuen Jahr dürften sich die Inflationsraten schrittweise zurückbilden, wenn auch nicht so schnell wie von den Märkten erwartet wird“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „Aktien bleiben weiter die überlegene Anlageform.“

Aktuell wächst die Weltwirtschaft sehr kräftig. Dies wird sich auch im kommenden Jahr fortsetzen, erwartet werden zwischen vier und viereinhalb Prozent Wachstum. Europa steht zwar vor einem schwachen Winterhalbjahr. Zur Jahresmitte aber wird die Konjunktur voraussichtlich auch hier wieder an Fahrt aufnehmen. Die Erholung spricht zunächst für weiter höhere Inflationsraten, ebenso wie die Tatsache, dass die Regierungen mit Milliardenhilfspaketen die Nachfrage weiter anfeuern.

Zuletzt war auf beiden Seiten des Atlantiks ein deutlicher Anstieg der Inflationsdaten zu verzeichnen: In der Eurozone stieg die Teuerungsrate im November auf fast fünf Prozent und auf 6,8 Prozent in den USA. Inflationstreiber waren die Energiepreise, Basiseffekte sowie Angebotsengpässe im Gefolge der Unterbrechung von Lieferketten. So kletterten beispielsweise in den USA die Preise von Gebrauchtwagen knappheitsbedingt um 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Für 2022 rechnen wir allerdings mit rückläufigen Raten “, sagt Gerlinger. Gründe dafür sind, dass die Lieferketten wieder besser funktionieren dürften, der Ölpreis sich normalisiert und Basiseffekte: In Ländern wie Deutschland fällt die 2021 wieder angehobene Mehrwertsteuer aus der Inflationsberechnung heraus.

Eine dauerhaft höhere Inflationsrate würde nur im Falle einer Lohn-Preis-Spirale drohen. Davon aber ist zumindest in Europa nichts zu sehen, die Lohnsteigerungen fielen zuletzt gemäßigt aus. Etwas anders ist die Situation in den USA, wo bereits höhere Löhne bezahlt werden. Um die Preisentwicklung zu dämpfen, wird die US-Notenbank ihr Anleihekaufprogramm beschleunigt zurückfahren und möglicherweise bereits im ersten Halbjahr 2022 mit Leitzinsanhebungen beginnen. In der Euro-Zone dagegen ist zunächst mit einem dauerhaft niedrigen Zinsniveau zu rechnen.

Fazit: „Nächstes Jahr wird ein Rückgang der Inflation einsetzen, der sich aber erst in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen dürfte“, so Gerlinger. In den USA wird gegen Ende 2022 mit knapp drei Prozent gerechnet, in Europa mit rund zwei Prozent. Mittel- und auch längerfristig allerdings dürften sich die Raten auf einem Niveau einpendeln, das über dem Vor-Coronakrisen-Niveau liegt. Das bedeutet drei bis vier Prozent für die USA und zwei bis drei Prozent für Europa. „Langfristig preistreibend wirken höhere Lohnabschlüsse – auch aufgrund der demografischen Entwicklung. Außerdem eine fortschreitende De-Globalisierung sowie die anfallenden Kosten für den Klimaschutz“, erklärt Gerlinger.

In diesem Umfeld bleiben festverzinsliche Papiere eher unattraktiv. Sowohl in den USA wie auch in der Euro-Zone sorgen die Notenbanken für relativ niedrige Renditen bei gleichzeitig erhöhter Inflation. Gold gilt zwar als guter Inflationsschutz. „Doch bleiben hier altbekannte Marktmechanismen weiter außer Kraft gesetzt“, so Gerlinger. Höhere Inflationsraten und -erwartungen sowie negative Realrenditen konnten den Goldpreis zuletzt nicht nachhaltig nach oben treiben. Aktuell stellt Gold lediglich ein Diversifikationsasset dar.

Investment der Wahl bleiben damit Aktien. „US-Titel sind zwar nach wie vor hoch bewertet, wir erachten sie dennoch für weiter attraktiv, nicht zuletzt vor dem Hintergrund anhaltend starker Unternehmensdaten und einem hohem Gewinnwachstum“, sagt Gerlinger. Zudem unterstützen anhaltende Aktienrückkäufe. Die derzeit günstiger bewerteten Aktienmärkte Europas sind stark zyklisch aufgestellt und dürften dann auch von der anstehenden Konjunkturerholung deutlich profitieren.

 

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Die Erholung der Weltwirtschaft geht im neuen Jahr weiter, was die Unternehmensgewinne stützen wird.

 

Während die Konjunktur in den USA unter Dampf bleibt, gewinnt sie in Europa erst schrittweise an Tempo. Für Aktienanleger bleiben beide Regionen die erste Wahl. Die Emerging Markets, vor allem die Region Asien, befinden sich dagegen weiterhin im Sog der Entwicklung Chinas, wo die Unsicherheit anhält. „Aufgrund der positiveren Wirtschaftsaussichten in Europa und den USA hat die Region EM-Asien vorläufig an Attraktivität eingebüßt“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM.

2021 hat die Weltwirtschaftsleistung zwischen fünf und sechs Prozent zugelegt. Das kräftige Wachstum wird sich – etwas gebremst – auch im kommenden Jahr fortsetzen. Zwischen den großen Wirtschaftsregionen hat es zuletzt jedoch Unterschiede gegeben.

So stürmt die US-Ökonomie voran, dieses Jahr dürfte sie um rund fünfeinhalb Prozent zugelegt haben, unterstützt von staatlichen Finanzspritzen und einem starken privaten Konsum. Diese wirtschaftliche Stärke der USA spiegelt sich in den überdurchschnittlich guten Unternehmensergebnissen wider. Im dritten Quartal 2021 sind die Gewinne um über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen, für das vierte Quartal wird ein Plus von über 20 Prozent erwartet – und im nächsten Jahr wird voraussichtlich weiter gut verdient. Denn die Konjunktur bleibt kräftig; derzeit wird für 2022 ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von knapp vier Prozent prognostiziert.

In Europa dagegen kam es nach einer konjunkturellen Aufholjagd im zweiten und dritten Quartal 2021 zu einem Rücksetzer. Neue Corona-Wellen, hohe Energiepreise, Lieferprobleme bei Rohstoffen und Vorprodukten führten zu einer Schwäche. „Das Schlussquartal 2021 und das Startquartal 2022 fallen daher in Bezug auf das Wirtschaftswachstum niedrig aus, bevor dann in Richtung Jahresmitte 2022 die Konjunktur in Europa wieder an Fahrt aufnehmen wird“, sagt Gerlinger. Insgesamt dürften sich die Wachstumsraten in den USA und in Europa im Gesamtjahr 2022 wieder annähern.

In China wiederum flaute die Wirtschaft nach einem starken Start ins Jahr 2021 etwas ab. „Die chinesische Regierung wird die Krise im Immobiliensektor nutzen, um in dem überhitzten, aber für die Gesamtwirtschaft sehr wichtigen Sektor etwas Luft abzulassen“, so Gerlinger. Neben dem Immobiliensektor ist die Exportwirtschaft wichtigster Wirtschaftstreiber. Insgesamt kann sich die Region Asien der Entwicklung in China nicht entziehen, weswegen sie für Anleger vorerst eher unattraktiv bleibt.

Für Aktieninvestoren bedeutet das: Trotz ihrer relativ hohen Bewertung sind US-Titel weiter attraktiv, insbesondere wegen der guten Unternehmenszahlen, die die hohen Kurse mit echten Gewinnen unterlegen. „Aussichtsreich bleibt insbesondere der Technologiesektor“, so Gerlinger. „Die Unternehmen investieren auch in den kommenden Jahren verstärkt in Technologie – nicht zuletzt, um auch das langfristig immer größer werdende demographische Problem, also den Mangel an qualifiziertem Personal, technologisch bestmöglich auszugleichen.“ Interessant bleiben in der Phase eines relativ hohen Wirtschaftswachstums zudem zyklische Unternehmen. „Im Bereich der Small Caps sehen wir in Europa aktuell größere Chancen.“

Europa befindet sich derzeit zwar noch im Bann hoher Covid-Inzidenzzahlen. Mit einer wieder etwas stärker anlaufenden Wirtschaft wird jedoch im zweiten Quartal 2022 zu rechnen sein. Europäische Aktien bleiben günstiger bewertet als US-Aktien, weisen aber dafür zunächst auch nur ein geringeres Gewinnwachstum auf. Von der anstehenden Konjunkturerholung dürften die europäischen Aktienmärkte deutlich profitieren, denn sie sind stark zyklisch positioniert. Chancen bieten insbesondere europäische Small Caps, „hier ist jedoch die Selektionsqualität der Aktienfondsmanager gefragt, denn sie werden von den Investoren nicht über passive Anlagen abgebildet“, erklärt Gerlinger.

Fazit: Im Falle der Emerging Markets ist wegen der Probleme Chinas Zurückhaltung angesagt. „Aufgrund der kurzfristig wirtschaftlich besseren Aussichten in den USA im Vergleich zu Europa setzten wir auf eine deutlichere Übergewichtung in den USA und senken im Gegenzug die Übergewichtung in Europa“, so Gerlinger. Diese US-Übergewichtung konzentriert sich wieder deutlicher auf den Technologiesektor, ohne dabei die Value-Gewichtung zu vernachlässigen.

 

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Die Aktie des Impfstoffherstellers Biontech war 2021 der mit Abstand am stärksten gehandelte Wert – Das durchschnittliche Depotvolumen kletterte deutlich – auch aufgrund einer ordentlichen Wertentwicklung

 

Ein zweites Ausnahme-Jahr im Zeichen der Corona-Pandemie geht zu Ende. Der Euphorie im Frühjahr über die in rasanter Geschwindigkeit entwickelten Impfstoffe und einem relativ entspannten Sommer mit einem Hauch von Normalität in allen Lebensbereichen folgte die große Ernüchterung im Herbst und Winter mit Rekordständen bei den Infektionszahlen und Intensivstationen in den Kliniken am Rande ihrer Aufnahmefähigkeit.

Auch an den Börsen ging es wieder entsprechend volatil zu. Auf welche Aktien haben die Anleger in 2021 gesetzt? Wie haben sich die Depotwerte entwickelt? Wurde genauso aktiv gehandelt wie im Vorjahr? Die Consorsbank hat Daten von rund 1,4 Millionen Wertpapierdepots privater Anleger anonymisiert ausgewertet und eine Jahresbilanz erstellt. Die genannten Zahlen und Daten spiegeln das Geschehen in den Monaten Januar bis November wider.

Neuer Traderekord

Die Anleger zeigten sich auch im Jahr 2021 wieder besonders aktiv beim Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren. Auch wenn die durchschnittliche Tradezahl pro Kopf mit 34,3 (bezogen auf aktive Trader, die mindestens einen Kauf oder Verkauf vorgenommen haben) etwas niedriger ausfiel als 2020, konnte insgesamt ein neuer Rekord an Trades im gesamten Jahr verbucht werden. Die Steigerung geht darauf zurück, dass rund elf Prozent mehr Kunden als noch im Vorjahr mindestens einen Kauf oder Verkauf ausführten. Das Volumen je Trade fiel im Durchschnitt mit 4993 Euro allerdings niedriger aus als noch 2020. Da belief es sich auf 5357 Euro.

Der handelsreichste Tag war dabei der 26. November. An diesem Datum lag die Zahl der Käufe und Verkäufe der Consorsbank-Kunden um mehr als das Doppelte (124 Prozent) über dem Durchschnittswert des Jahres und bei mehr als dem Vierfachen (340 Prozent) des Tages mit dem geringsten Handelsvolumen, dem 31. Mai.

Vermögen wächst

Das durchschnittliche Depotvolumen der Consorsbank-Kunden wuchs gegenüber dem Jahresende 2020 um rund 8800 auf 55.129 Euro. Auch auf den Verrechnungskonten, Tagesgeldkonten und Girokonten lagerte im Durchschnitt zum Jahresende mehr als Ende Dezember des Vorjahres.

Der Zuwachs in den Depots geht dabei nicht nur auf verstärkte Investitionen zurück, sondern auch auf einen ordentlichen Wertzuwachs der gehaltenen Papiere. So verbuchten die Anleger ein Plus von 15 Prozent (bereinigt um den Wert der Käufe und Verkäufe und Wertpapierüberträge). Damit schlugen sie knapp den Dax, der im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende November um rund 13 Prozent zulegte. Schon im Vorjahr hatten die Anleger ein höheres Plus verbucht als der Index der größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Mit 5,9 Prozent blieb die Performance aber deutlich hinter der des aktuellen Jahres zurück.

Biontech toppt alles

Die von den Anlegern 2021 am stärksten gehandelte Aktie – gemessen am Handelsvolumen – war die des Mainzer Biotechnologieunternehmens Biontech. Die Summe der Werte aller Käufe und Verkäufe des Herstellers des Covid-Impfstoffs Comirnaty übertraf die des Zweitplatzierten Tesla um mehr als das Dreifache. Auf Rang drei der Top-10-Liste landete ebenfalls ein Impfstoff-Spezialist. Mit Curevac hatten die Anleger allerdings weit weniger Freude als mit Biontech. Das Tübinger Unternehmen hatte im Oktober seinen Impfstoff aus dem Zulassungsverfahren zurückgezogen. Die Aktie verlor gegenüber dem Wert zu Anfang des Jahres bis Ende November rund die Hälfte. Der Kurs der Biontech-Aktie konnte sich im gleichen Zeitraum dagegen mehr als verdreifachen.

Top 10 Aktien nach Handelsvolumen

Rang   ISIN   Unternehmen

1        US09075V1026        BIONTECH

2        US88160R1014        TESLA

3        NL0015436031         CUREVAC

4        US72919P2020         PLUG POWER

5        DE0007664039         VOLKSWAGEN

6        DE0008404005         ALLIANZ

7        NO0010081235        NEL ASA

8        US0231351067         AMAZON.COM

9        DE000A0TGJ55        VARTA

10      DE0007164600         SAP

Stand: 30.11.2021

 

Der deutliche Gewinn hat wohl auch dafür gesorgt, dass Biontech es unter die Top-10 der Aktien mit dem höchsten Bestandsvolumen geschafft hat – wenn auch nur auf Rang 9. In dieser Betrachtung dominiert ein Dauerbrenner aus dem Tech-Sektor: Apple. Das Bestandsvolumen aller Aktien des Smartphone-Erfinders in den Depots der Consorsbank-Kunden fiel zum 30. November um rund 75 Prozent höher aus als das des Zweitplatzierten Allianz. Knapp dahinter landete die Aktie des E-Commerce-Riesen Amazon.

Top 10 Aktien nach Bestandsvolumen

Rang   ISIN   Unternehmen

1        US0378331005         APPLE

2        DE0008404005         ALLIANZ

3        US0231351067         AMAZON.COM

4        US88160R1014        TESLA

5        DE0007164600         SAP

6        DE0007100000         DAIMLER

7        US5949181045         MICROSOFT

8        DE000BASF111        BASF

9        US09075V1026        BIONTECH

10      DE0007236101         SIEMENS

Stand: 30.11.2021

 

Ganz anders fällt indes das Ranking aus, wenn man die Anzahl der Depots, in der sich eine Aktie befindet, für die Messung zugrunde legt. Hier dominieren Dax-Titel, allen voran die erste Volksaktie Deutschlands, die Deutsche Telekom. Sie ist vor SAP und Allianz auch im Jahr 2021 immer noch die am weitesten verbreitete Aktie bei den Consorsbank-Kunden.

Top 10 Aktien nach Depotanzahl

Rang   ISIN   Unternehmen

1        DE0005557508         DEUTSCHE TELEKOM

2        DE0007164600         SAP

3        DE0008404005         ALLIANZ

4        DE000BASF111        BASF

5        US0378331005         APPLE

6        DE0007100000         DAIMLER

7        DE0008232125         LUFTHANSA

8        DE000BAY0017        BAYER

9        DE000ENER6Y0        SIEMENS

10      US5949181045         MICROSOFT

Stand: 30.11.2021

 

Nur einen einzigen Dax-Titel findet man mit der Allianz dagegen unter den Top-10-Aktien, die im Rahmen neu eröffneter Akiensparpläne gewählt wurden. Hier tummeln sich fast ausschließlich US-Werte. Absoluter Liebling der Anleger in 2021 war Amazon vor Apple und Microsoft.

Top 10 Aktien bei Aktiensparplaneröffnungen

Rang   ISIN   Unternehmen

1        US0231351067         AMAZON.COM

2        US0378331005         APPLE

3        US5949181045         MICROSOFT

4        GB00B10RZP78        UNILEVER

5        US88160R1014        TESLA

6        US1912161007         COCA-COLA

7        US4781601046         JOHNSON + JOHNSON

8        US7561091049         REALTY INCOME

9        DE0008404005         ALLIANZ

10      US67066G1040        NVIDIA

Stand: 30.11.2021

 

Zahl der Sparplannutzer steigt leicht

Waren Aktiensparpläne in 2020 noch die Gattung mit der höchsten Zahl an Neuabschlüssen bei der Consorsbank, so ging dieser Titel 2021 wieder mit einem deutlichen Vorsprung an ETF-Sparpläne. Auf Rang drei landeten mit großem Abstand Sparpläne auf gemanagte Fonds. Insgesamt ging die Zahl neu abgeschlossener Sparpläne zurück gegenüber dem Vorjahr, die Zahl der Sparplannutzer kletterte allerdings leicht um 2 Prozent. Sie schlossen mit 3,2 Sparplänen jedoch im Durchschnitt einen Sparplan weniger ab als die Kunden im Vorjahr.

Nachhaltige ETFs stark gefragt

Einen wahren Nachfrage-Boom im zurückliegenden Jahr erlebten nachhaltige ETFs. Das durchschnittliche monatliche Volumen bei Einmalinvestitionen in nachhaltige ETFs kletterte im Zeitraum Januar bis November im Vergleich zum gesamten Vorjahr um rund 180 Prozent. Im Rahmen von Sparplänen auf nachhaltige ETFs legte das durchschnittliche monatliche Volumen sogar um 250 Prozent zu.

Vergleicht man nur den Monat November im Jahr 2021 zu dem des Vorjahres, lag das Plus bei Einmalinvestitionen und den Sparpläne sogar bei mehr als 300 Prozent. Das zeigt: Die Nachfrage hat im Jahresverlauf nochmal deutlich angezogen.

 

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EU-Green-Deal als Treiber der Entwicklung – Großes Interesse an nachhaltigen Investments – Seit fünf Jahren erfolgreich: JPMorgan Funds – Europe Sustainable Equity Fund

 

Während Europa im letzten Wirtschaftszyklus als Nachzügler hinter anderen Regionen hinterherhinkte, sehen die Experten von J.P. Morgan Asset Management die Aussichten für die nächsten zehn bis 15 Jahre als besonders vielversprechend an. In ihrem langfristigen Kapitalmarktausblick (Long Term Capital Market Assumptions, kurz LTCMA), liegt Europa mit einem jährlichen erwarteten Ertrag von 5,8 Prozent tatsächlich vor anderen Regionen wie Schwellenländern oder den USA.

„Hauptursache für das schwache Wachstum in Europa war neben der Strukturkrise des Bankensektors vor allem die mangelnde Konkurrenzfähigkeit der Volkswirtschaften in der Peripherie und der Zwang zur Haushaltkonsolidierung“, betont Matthias Schulz, Managing Director bei J.P. Morgan Asset Management. In der Pandemie hat sich die EU nun aber auf den zwei Billionen Euro schweren Wiederaufbaufonds einigen können. Dies ist ein Impulsgeber für die ganze Region. Damit hat die EU-Kommission jetzt die Möglichkeit, Fremdkapital aufzunehmen und die Gelder zweckgebunden in der gesamten Region zu verteilen. Das verbessert die institutionelle Architektur der Europäischen Union, wovon das europäische Wachstum aus vier Gründen profitiert: So kann das Wachstum erstens durch die zeitliche Staffelung auf fünf Jahre über mehrere Jahre hinweg angekurbelt werden. Auch vom Volumen her kann der Fonds durchaus mit den ehrgeizigen Infrastrukturplänen von Präsident Biden in den USA mithalten. Zweitens gehören die Länder, die am dringendsten finanzpolitische Impulse und Investitionen benötigen – nämlich der Süden Europas – zu den größten Nutznießern des Fonds. Dass für den Wiederaufbaufonds eine Einigung erzielt wurde, macht drittens auch andere strukturelle Reformen wahrscheinlicher. Und last but not least trägt viertens die Ausrichtung des Fonds auf die Förderung nachhaltiger Projekte dazu bei, dass Europa bei den Anstrengungen, den Klimawandel anzugehen, weiterhin an vorderster Front steht. So soll ein Drittel des Gesamtpakets des EU Recovery Fund für den Klimaschutz und die Eindämmung der Treibhausgasemissionen eingesetzt werden. Durch einen weiteren Fokus auf die Digitalisierung sollte die Region zudem bei der Einführung neuer Technologien wieder Schritt halten können.

Großes Interesse an Nachhaltigkeit

Bei einer guten Umsetzung könnte sich der EU-Wiederaufbaufonds somit als Katalysator für ein Wiederaufleben des Anlegerinteresses an europäischen Aktien erweisen. In den letzten Jahren hatten Anlegerinnen und Anleger die Anlageregion Europa massiv untergewichtet. Seit Anfang 2021 lässt sich ein erstes Wiederaufleben des Interesses verzeichnen, doch es gibt immer noch viel Aufholpotenzial.

Vor allem Fonds mit einer nachhaltigen Ausrichtung erfreuen sich derzeit großem Interesse – laut Analysehaus Morningstar machten die globalen Nettozuflüsse in nachhaltige Fonds gemäß der EU-Offenlegungsverordnung (Artikel 8 und 9) in diesem Jahr per Ende September rund 57 Prozent aus. Damit erreichte das Vermögen nachhaltiger Fonds einen neuen Rekordwert von 3,9 Billionen US-Dollar weltweit. Verantwortlich dafür ist sicherlich auch die Erweiterung des Fondsuniversums nach Einführung der EU-Offenlegungsverordnung im März 2021, da viele Fonds entsprechend ausgerichtet wurden. So geht das Wachstum im Wesentlichen von Europa mit einem Anteil von 88 Prozent des nach ökologischen und ethischen Kriterien verwalteten Vermögens aus.

Erfolgreiche Strategie seit fünf Jahren auf Nachhaltigkeit ausgerichtet

Bereits seit fünf Jahren investiert der JPMorgan Funds – Europe Sustainable Equity Fund in attraktive Unternehmen, die spezielle Nachhaltigkeitskriterien erfüllen – damit war der Fonds dem Nachhaltigkeitstrend einige Zeit voraus. Das Fondsmanagement-Team aus Richard Webb, Joanna Crompton und Alexandra Sentuc setzt auf den seit über 30 Jahren etablierten, erfolgreichen Prozess für europäische Aktien und ergänzt diesen mit strengen Ausschlusskriterien und einem Best-in-Class-Ansatz. Damit sollen die nachhaltigsten Unternehmen identifiziert werden, die auf lange Sicht die besten Ertragschancen bieten. Das Fondsmanagement-Team wird unterstützt von mehr als 100 erfahrenen Investmentexperten wie den Karriere-Analysten, die ihre Branchen bereits seit Jahrzehnten analysieren und den Nachhaltigkeits-Profis aus dem Sustainable-Investment-Team.

Zunächst werden die europäischen Aktien nach zwei unterschiedlichen Kriterien gefiltert, um Branchen und Unternehmen auszuschließen, die nicht den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Im ersten Schritt werden Ausschlüsse auf Basis bestimmter Normen und Prinzipien umgesetzt – beispielsweise Waffen, Tabakproduktion, fossile Brennstoffe und Atomkraft, Glücksspiel, Erwachsenenunterhaltung und Verstöße gegen die Prinzipien des UN Global Compact. Im nächsten Schritt werden solche Unternehmen ausgeschlossen, die nicht den Kriterien des firmeneigenen Researchs entsprechen – das Risikoprofil umfasst eine Checkliste von 40 Fragen mit Fokus auf die verschiedenen ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Governance). Durch diesen Filter entfallen etwas mehr als 20 Prozent des Investmentuniversums.

Der Europe Sustainable Equity Fund investiert bevorzugt in Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit, die sich etwa durch Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels, verantwortliche Ressourcennutzung, Maßnahmen, die den sozialen Zusammenhalt fördern oder eine besonders vielfältige Belegschaft auszeichnen. Die Unternehmen sind in den Bereichen saubere Energiegewinnung, Energieeffizienz und Recycling aktiv, aber auch Themen wie Bildung, Inklusion und Ernährung deckt der Fonds ab. „Ziel ist, mit dem Fonds attraktive risikoadjustierte Renditen verbunden mit einer konsequenten Ausrichtung auf Nachhaltigkeit zu erzielen und damit zur Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen beizutragen“, betont Matthias Schulz.

Als ein wichtiger Schritt im Investmentprozess arbeitet das Management-Team sehr eng mit den investierten Unternehmen zusammen, um deren Entwicklung in Bezug auf die ESG-Aspekte weiter voranzubringen. Transparenz steht dabei stets im Fokus, beispielsweise mit dem vierteljährlichen Engagement-Bericht, der die jeweiligen Abstimmungsergebnisse bei Hauptversammlungen sowie Beispiele für Umwelt-, Sozial- und Governance-Aktivitäten enthält.

Dass der Fokus auf Nachhaltigkeit den Ertrag nicht schmälert, belegt die überdurchschnittliche Wertentwicklung: Der Europe Sustainable Equity Fund konnte seit seinem Launch am 15. Dezember 2016 per 31. November 2021 den breiten Europa-Index in der A (acc) EUR Anteilklasse kumuliert um über 5,8 Prozent übertreffen.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

DIVA-Institut untersucht Inflationsängste

 

Die Inflation ist zurück, auch in den Köpfen der Menschen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) in Marburg. Lag die Inflationsrate im Januar noch bei 1,0 Prozent, ist sie im November auf über 5 Prozent geschnellt. DIVA-Direktor Michael Heuser: „Die Fachleute mögen noch streiten, wie hartnäckig die Preissteigerungen werden könnten. Aber die Menschen in Deutschland machen sich Sorgen.“

Unter dem Aspekt der Geldanlage sieht das DIVA zwei gesamtwirtschaftliche Entwicklungen mit Sorge. Zum einen macht das Nullzins-Umfeld der letzten Jahre traditionelle Sparformen unrentabel. Zudem gehen seit Monaten die Inflationsraten stetig nach oben. Heuser: „Nullzinspolitik und Inflation fressen Rendite. Beides zusammen kann den realen Zins ins Negative drücken.“ Für längerfristige Sparvorhaben bis hin zu ihrer Alters-vorsorge suchen die Menschen deshalb immer häufiger alternative Anlageformen mit akzeptablen Renditen.

In der Folge misst das DIVA in einer diesmal in Kooperation mit der DWS durchgeführten repräsentativen Befragung von 2.000 Bürgerinnen und Bürgern sowie 700 Finanzanlageberatern eine zunehmend positive Einstellung zu aktienbasierten Anlagen. Wer etwas gegen steigende Inflation tun will, denkt demnach in erster Linie an Börse, Aktien, Fonds oder fondsgebundene Lebensversicherungen. Für immerhin fast die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger (47,7%) und fast alle Experten (95,3%) sind Aktien und Aktienfonds die Favoriten gegen Inflation. Danach folgen Immobilien (36,5%), ETFs (30,6%) und Edelmetalle (27,2%).

Für Gero Schomann, DWS-Vertriebsleiter Deutschland & Österreich, ist die Präferenz für Aktienanlagen nur konsequent: „Vor allem mit Aktienfonds oder dynamischen Multi-Asset-Lösungen lässt sich, bei entsprechendem Anlagehorizont, eine vernünftige Realrendite erzielen, um damit Erspartes gegen schleichende Geldentwertung zu schützen.“

Konsequenterweise plant eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, ihr Engagement in Aktien bzw. Aktienfonds zu erhöhen oder zumindest ihre Sparleistung in diese Assetklasse fortzuführen. Nur rund 8 Prozent planen eine Reduzierung.

Nahezu alle 700 befragte Vermögensberater wirken mit ihren aktuellen Anlageempfehlungen bereits einer steigenden Inflation entgegen. Wie sich überhaupt die positive Einstellung der Beratungsexperten gegenüber aktienbasierten Anlageformen auf das Portfolio ihrer Mandanten auszuwirken scheint: Während weniger als ein Drittel der befragten Bürger angibt, aktienbasierte Anlagen zu besitzen, sagen drei Viertel der Vermögensberater, ihre Kunden besäßen überwiegend solche Anlagen.

„Portfolios von Anlegern, die sich beraten lassen, sind renditeorientierter und widerstandsfähiger gegen Inflation“, folgert Dr. Helge Lach, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV). Er ist sich sicher: „Mit dem Rat von Experten lassen sich Chancen im Markt besser nutzen. Und auf Inflationsrisiken schneller und vor allem richtig reagieren.“

Auch Gold und Edelmetalle galten in der Vergangenheit als inflationsrobuste Werte. Die DIVA-Befragung zeigt, dass das bei den älteren Bürgerinnen und Bürgern auch heute noch so ist. Je älter die Menschen, umso mehr vertrauen sie diesem „sicheren Hafen“. Genau umgekehrt verhält es sich mit Kryptowährungen: Je jünger die Menschen, umso größer ist das Vertrauen in die Inflationsresistenz von Bitcoin & Co. DIVA-Forscher Heuser teilt allerdings die Skepsis der Experten: „Digitalwährungen als Inflationspuffer sind bisher eine ökonomische Begründung wie einen empirischen Nachweis schuldig geblieben.“ Bei aller konzeptioneller Unterschiedlichkeit sei die Achterbahn der Rallyes und Abstürze der letzten Jahre eher eine Folge von Euphorie und Angst als von fundamentalen ökonomischen Zusammenhängen.

Das DIVA ermittelt zweimal jährlich auf Basis einer repräsentativen Befragung den Geldanlage-Index (DIVAX-GA), der das Meinungsklima in der Bevölkerung in Bezug auf aktienbasierte Geldanlagen angibt. Zusätzlich stellt das Institut gemeinsam mit Unternehmenspartnern, diesmal mit der Fondsgesellschaft DWS, Fragen zu ausgewählten Schwerpunkten auch an mehr als 700 Vermögensberater.

DIVA – Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung

Das DIVA ist das Forschungsinstitut des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV) und Hochschulinstitut der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW). Geschäftsführender Direktor ist Dr. Helge Lach, zugleich Vorstandsvorsitzender des BDV; die wissenschaftliche Leitung liegt bei FHDW-Professor Dr. Michael Heuser. Veröffentlichungen des DIVA und weitere Informationen unter www.diva.de.

Deutscher Geldanlage-Index des DIVA (DIVAX-GA)

Neben einem breiten Forschungsspektrum veröffentlicht das DIVA jeweils zweimal jährlich einen Geldanlage-Index und Altersvorsorge-Index, die das Meinungsklima der Menschen in Deutschland zu diesen Finanzfragen messen. Sie werden ergänzt durch Sonderbefragungen zu Themen der Vermögensbildung und Alterssicherung, häufig mit Unternehmenspartnern; diese basieren auf DIVA-Tandemumfragen, d.h. repräsentativen Doppelbefragungen von Endverbrauchern einerseits und Vermögensberatern andererseits. Die DWS Group ist fester Partner der Sonderbefragungen im Rahmen des Geldanlage-Index. Die aktuelle Sonderbefragung (November 2021) hat den Schwerpunkt Inflation.

FHDW – Fachhochschule der Wirtschaft

Die private Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) wurde 1993 gegründet. Sie bietet an fünf Campussen duale und berufsbegleitende Bachelor- und Master-Studiengänge in den Bereichen Betriebs-wirtschaft und Wirtschaftsinformatik an. Neben der engen Verzahnung von Theorie und Praxis durch die Kooperation mit rund 650 Unternehmen bietet die FHDW kleine Studiengruppen, intensive Betreuung, effiziente Studienorganisation und attraktive Karrieremöglichkeiten. Im Wintersemester 2019/2020 waren 2.209 Studierende eingeschrieben. Sie werden von 50 Professoren und zahlreichen Lehrbeauftragten betreut. Seit ihrer Gründung hatte die FHDW 8.080 Absolventen. Weitere Informationen unter www.fhdw.de.

 

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Die Aktienmärkte sind aus der Euphorie in eine Phase des Abwartens gewechselt. Verständlich, denn der Blick auf die Bewertungen lässt einen holprigen Jahresstart 2022 erwarten.

 

„Noch immer sind die Bewertungen sehr hoch und angesichts der in der Realwirtschaft drohenden Risiken vielleicht auch schlicht zu optimistisch“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH.

Das langfristige Shiller-KGV liegt aktuell bei 38,6 und hat damit zuletzt neue zyklische Höchststände erreicht. „Höhere Werte wurden nur in der Spitze der Internetblase um das Jahr 1999 erreicht“, sagt Mlinaric. Hier sind sehr hohe Zuwachsraten bei den Gewinnen eingepreist, zumindest bei den US-Aktien. Ein Grund liegt in der Tendenz der Analysten, Gewinne systematisch zu überschätzen. „Wir sehen in unseren Risikoanalysen, dass die Unternehmensgewinne in den vergangenen 20 Jahren häufig stark überschätzt wurden“, sagt Mlinaric. „Und das umso stärker, je optimistischer die Börsenzeiten gerade waren.“

Gemessen an den für das aktuelle Geschäftsjahr erwarteten Unternehmensgewinnen wird der S&P 500 Index mit einem KGV von 23 gehandelt. „Seit 1950 wurde der S&P 500 im Durchschnitt mit einem KGV von etwa 18 gehandelt“, sagt Mlinaric. Die Börsenexperten erwarten für das kommende Geschäftsjahr einen weiteren Anstieg der Unternehmensgewinne um 8,5 Prozent. „Unsere Berechnungen zeigen, dass die Analysten dazu tendieren, die Gewinne der US-Firmen ein Jahr im Voraus im Durchschnitt um 6,5 Prozent zu überschätzen“, so Mlinaric.

Beim Dax ist die Bewertung nicht ganz so hoch: Der Dax etwa wird gemessen an den für das aktuelle Geschäftsjahr erwarteten Unternehmensgewinnen mit einem KGV von 14,8 gehandelt. „Dabei erwarten die Analysten für das kommende Geschäftsjahr einen weiteren Anstieg der Unternehmensgewinne um 3,7 Prozent, was nicht allzu ambitioniert erscheint“, so Mlinaric. Zu bedenken ist allerdings, dass viele dazu tendieren, die Gewinne ein Jahr im Voraus im Durchschnitt um 46 Prozent zu überschätzen, in optimistischen Zeiten sogar im Schnitt um über 100 Prozent.

Angesichts der noch immer drohenden Gefahr einer Stagflation oder zumindest eines deutlich langsameren Wirtschaftswachstums sind die Gewinnsteigerungen für 2022 möglicherweise nicht nur systematisch, sondern auch von den realen Zahlen her deutlich zu hoch angesetzt. „Für Anleger ist es wichtig, sich diese Zusammenhänge bewusst zu machen und möglicherweise einen Risikoabschlag auf die Bewertungen vorzunehmen“, sagt Mlinaric.

 

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Alexander Leisten, Deutschlandchef des Fondsanbieters Fidelity International, fordert die Notenbanken auf, jetzt ihre Zinspolitik zu ändern.

 

“Es ist keine Frage: Die Notenbanken müssen die Zinsen behutsam erhöhen”, sagte Leisten dem Tagesspiegel. Fidelity International ist einer der zehn größten Fondsanbieter in Europa.

Hoffnung setzt der Finanzmanager in die US-Notenbank Fed. Die Fed berät an diesem Mittwoch angesichts der hohen Inflation in den USA über eine Zinserhöhung. Zu Recht, wie Leisten meint. “Inflation ist gefährlich, aber viele unterschätzen das, weil sie das Phänomen bislang nicht selbst erlebt haben”, befürchtet der Manager. Politik und Notenbanken steckten in einem Dilemma: Zum einen müssten die Zinsen niedrig bleiben, um die Staatsschulden bezahlbar zu halten, zum anderen verlange die hohe Inflation nach einer Zinserhöhung. Mit dieser Zwickmühle gingen Politik und Notenbanken allerdings “merkwürdig gleichgültig um”, kritisierte Leisten.

Dass eine Zinserhöhung zum Börsencrash führen könnte, glaubt er nicht. Zwar hält Leisten es für möglich, dass die Aktienmärkte zunächst heftig auf eine Zinserhöhung in den USA reagieren könnten. Mittelfristig spiele sich das aber wieder ein. “Das Zinsniveau ist so gering, dass es selbst nach einer Erhöhung noch niedrig ist”, sagte Leisten.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/fidelity-deutschland-chef-warnt-inflation-ist-gefaehrlich-viele-unterschaetzen-das/27886392.html

 

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Rekordkurs im ersten Halbjahr, Enttäuschung in der zweiten Jahreshälfte: 2021 gelang insgesamt 18 Unternehmen der Sprung an die Frankfurter Börse / Das Emissionsvolumen bleibt mit 9,5 Milliarden Euro hinter dem Rekordjahr 2018 zurück / Steiler Anstieg bei den Kapitalerhöhungen / PwC-Expertin Nadja Picard blickt optimistisch auf 2022

 

Während der deutsche IPO-Markt in der ersten Jahreshälfte noch auf Rekordkurs lag, drehte die Stimmung im Spätsommer: In der zweiten Jahreshälfte gelang in einem von zunehmender Unsicherheit geprägten Umfeld nur noch vier Unternehmen der Sprung auf das Frankfurter Börsenparkett (erste Jahreshälfte: 14). Das erzielte Emissionsvolumen lag im zweiten Halbjahr bei schwachen 744 Millionen Euro, während die Neuemissionen in der ersten Jahreshälfte rekordverdächtige 8,75 Milliarden Euro eingespielt hatten.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Analyse “Emissionsmarkt Deutschland”, für die das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC vierteljährlich die Aktienneuemissionen sowie die Kapitalerhöhungen an der Börse Frankfurt erfasst.

Stimmungsumschwung im Spätsommer

“Der Stimmungsumschwung in der Wirtschaft, an den Börsen und im IPO-Markt, den wir seit dem Spätsommer beobachten, hat gleich mehrere Gründe: Sorgen bereitet einerseits das steigende Inflationsniveau und die Erkenntnis, dass dies nicht nur ein vorübergehendes Phänomen bleiben könnte. Zum anderen wird immer deutlicher, dass sich die Lieferkettenprobleme, die vielen Unternehmen seit Jahresbeginn zu schaffen machen, auch 2022 nicht in Luft auflösen werden”, kommentiert Nadja Picard, PwC Europe Capital Markets Leader bei PwC Deutschland.

Stephan Wyrobisch, PwC-Experte für IPOs, ergänzt: “Mit steigender Unsicherheit, wie sich der Fortgang der Pandemie auf die wirtschaftliche Erholung auswirken wird, sind Investoren in der zweiten Jahreshälfte sehr viel selektiver geworden. In einem solchen Umfeld haben es dann insbesondere Neulinge an der Börse schwer, weil sie für Investoren zunächst ein höheres Risikoprofil aufweisen als bereits etablierte Unternehmen.” Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Kurseinbußen vieler Börsenneulinge legten mehrere Kandidaten ihre Börsengänge in der zweiten Jahreshälfte auf Eis.

Schwaches Schlussquartal 2021

Entsprechend konnte der deutsche Emissionsmarkt im Schlussquartal 2021 nicht an die Erfolge aus der ersten Jahreshälfte anknüpfen: Nur zwei Unternehmen glückte der Sprung auf das Frankfurter Parkett: Die Mantelgesellschaft GFJ ESG Acquisition I, die sich auf nachhaltige Technologien fokussiert, und der Hersteller veganer Lebensmittel Veganz, spielten bei ihren Debüts zusammen 191 Millionen Euro ein.

Der Spin-Off von Daimler Truck markierte mit einer Marktkapitalisierung von über 23 Milliarden Euro die letzte Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse in diesem Jahr. In die Berechnungen von PwC ging diese Transaktion allerdings nicht ein, da keine Platzierung von Aktien erfolgte.

Gesamtbilanz 2021 fällt durchwachsen aus

Insgesamt gelang 18 Unternehmen im Jahr 2021 der Sprung an die Börse – das sind deutlich mehr als im Vorjahr (7) und genauso viele wie im starken IPO-Jahr 2018. Unter den Börsengängen des ablaufenden Jahres waren mit Vantage Towers, Auto1 und SUSE drei Transaktionen in Milliardenhöhe.

Die Hoffnungen auf ein IPO-Rekordjahr in Deutschland, die nach der starken ersten Jahreshälfte aufflammten, haben sich jedoch nicht erfüllt: Die 18 Börsengänge im Jahr 2021 spielten insgesamt 9,5 Milliarden Euro ein. Das sind zwar wesentlich mehr als 2020 (1,1 Milliarden Euro). An das Rekordjahr 2018, als die Erlöse 11,3 Milliarden Euro betrugen, reicht das aktuelle IPO-Jahr allerdings nicht heran.

Kapitalerhöhungen steigen im Jahresvergleich steil an

Dass Investoren dennoch weiterhin offen für Investitionsmöglichkeiten sind, zeigt sich bei den Kapitalerhöhungen, wo das Schlussquartal 2021 sehr stark verlief: Sowohl die Anzahl der Kapitalerhöhungen als auch das Volumen legten im Vergleich zum Vorquartal deutlich zu. Insgesamt 19 Unternehmen besorgten sich im vierten Quartal frisches Geld an der Börse (Q3: 10). Das Volumen stieg von 785 Millionen Euro in Q3 auf 11,6 Milliarden Euro im Schlussquartal 2021.

Wesentlicher Treiber für den steilen Anstieg des Volumens war die Kapitalerhöhung des Immobilienkonzerns Vonovia von rund 8,1 Milliarden Euro, die damit die Übernahme der Deutsche Wohnen finanzieren will. Eine weitere Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe prägte das vierte Quartal: Lufthansa besorgte sich 2,1 Milliarden Euro frisches Kapital, um die Eigenkapitalbasis zu stärken und Rückzahlungen an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds zu tätigen.

Auch im Jahresvergleich liegt sowohl die Anzahl der Kapitalerhöhungen mit 59 deutlich über dem Vorjahr (44) wie auch das Volumen, das einen Anstieg von 11,6 Milliarden Euro in 2020 auf 16,7 Milliarden Euro in 2021 verzeichnete.

Gemischtes Bild bei den Fremdkapitalemissionen

Auch bei den Fremdkapitalemissionen zeigt sich im Schlussquartal ein gemischtes Bild: Im Investment Grade sank das Emissionsvolumen im Schlussquartal 2021 um rund 30 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro im Vergleich zum dritten Quartal. Im High-Yield-Bereich lässt sich dagegen der umgekehrte Trend beobachten: Hier stieg das Emissionsvolumen im vierten Quartal um gut 20 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Mit einem Gesamtvolumen von 21,5 Milliarden Euro bei den High Yield Bonds schließt das Jahr 2021 mit dem stärksten Ergebnis seit acht Jahren.

“Zuletzt waren insbesondere Unternehmen aus stark von COVID-19 betroffenen Branchen wie Touristik oder Einzelhandel in der Lage, Anleihen am Kapitalmarkt zu platzieren”, kommentiert Stephan Wyrobisch.

Ausblick: PwC-Expertin erwartet starkes Auftaktquartal 2022

Trotz der insgesamt gemischten IPO-Bilanz für das Jahr 2021 blickt Nadja Picard optimistisch auf 2022: “Die Pipeline für das neue Jahr ist gut gefüllt. Mindestens ein halbes Dutzend vielversprechender Börsenkandidaten steht in den Startlöchern. Darunter sehen wir sowohl Kandidaten, die ihre Pläne aus 2021 verschoben haben als auch Unternehmen aus Private Equity-Hand. Daneben spielt auch weiterhin das Thema “Corporate Simplification” eine große Rolle, sodass wir auch im kommenden Jahr wieder Spin-Offs und Carve-outs aus größeren Konzernen erwarten. Inwieweit sich diese Pipeline materialisieren lässt, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Entscheidend hierfür wird sicherlich der Fortgang der Pandemie und deren weitere wirtschaftliche Auswirkungen sein”, so die Einschätzung der Expertin.

 

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Nordamerika-Aktien-ETFs weiter im Fokus

 

Die globalen ETF-Zuflüsse summierten sich im November auf 77,5 Mrd. Euro, also etwa 25 % weniger als im Vormonat. Viele Anleger hat zunächst die Frage verunsichert, ob die Omikron-Variante das globale Wachstum bremsen könnte. Dennoch waren Aktien-ETFs mit Neugeldern von 61,8 Mrd. Euro weitaus gefragter als Anleihen-ETFs. ETFs auf nordamerikanische Aktien blieben mit Zuflüssen von 43,5 Mrd. Euro die beliebteste Anlageklasse. Renten-ETFs verzeichneten Zuflüsse von 13,6 Mrd. Euro, wobei 10,9 Mrd. Euro auf Staatsanleihen- und 2,7 Mrd. Euro auf Unternehmensanliehen-ETFs entfielen.

Mittelzuflüsse in Europa – Highlights im November 2021

Aktien: Im Zuge des Klimagipfels switchen Anleger weiterhin in ESG-ETFs

Die Verbreitung der Omikron-Virusvariante wurde vor allem auf dem europäischen ETF-Markt als Verkaufssignal gewertet. Insgesamt waren die monatlichen Flows in Aktien-ETFs in Europa mit 8,0 Mrd. EUR zwar positiv, in der letzten Novemberwoche flossen aus Aktien-ETFs jedoch 2,2 Mrd. Euro ab.

Der Klimagipfel in Glasgow hat die Popularität nachhaltiger Strategien weiter angetrieben. So flossen Klima-ETFs 1,1 Mrd. Euro und ESG-ETFs 7,5 Mrd. Euro zu. Fast 80 % der Allokationen in globale Aktienindizes und rund die Hälfte der Allokationen in Nordamerikaindizes entfielen auf ESG-Strategien. Während Anleger in der letzten Novemberwoche Mittel aus Aktien-ETFs abzogen, war die Bilanz für ESG-Aktien-ETFs in diesem Zeitraum weiterhin positiv.

Bei Smart-Beta-ETFs gab es Nettoabflüsse in Höhe von 222 Mio. Euro. Value-Strategien waren dabei mit Abflüssen von 1,1 Mrd. Euro am stärksten betroffen.

Obligationen: Inflationssorgen treiben die Nachfrage nach inflationsindexierten Indizes an

Auch in Europa waren ETFs auf Staatsanleihen mit einem Plus von 2,1 Mrd. Euro gefragter als Produkte auf Unternehmensanleihen, die 1,7 Mrd. Euro an Neumitteln verbuchten.

Bei ETFs auf Staatsanleihen waren inflationsindexierte US-Anleihen die beliebteste Anlageklasse (+544 Mio. Euro). Darin spiegelte sich auch die geänderte Formulierung der US-Notenbank wider, wonach die Inflation als „nicht so vorübergehend” angesehen werden sollte.

Bei ETFs auf Unternehmensanleihen (+1,7 Mrd. Euro) waren Emittenten aus der Eurozone am gefragtesten (+620 Mio. Euro) gefolgt von globalen Finanzemittenten (+370 Mio. Euro). Auffallend waren auch Unterschiede zwischen dem Investment-Grade- und dem Hochzins- bzw. High-Yield-Segment. In der ersten Novemberwoche verzeichneten beide Segmente erhebliche Mittelzuflüsse. In der zweiten Woche setzte sich die starke Nachfrage nach High-Yield-ETFs fort, während Investment-Grade-ETFs eine Stagnation verzeichneten. In der dritten Woche kehrte sich dieser Trend um, und in der letzten Woche verzeichneten ETFs auf Hochzinsanleihen Abflüsse in Höhe von 500 Mio. Euro, während Investment-Grade-ETFs um 400 Mio. Euro zulegten.

Nachhaltige Anleihenstrategien erzielten gute Ergebnisse und legten um 1,5 Mrd. Euro zu, wobei globale Finanzemittenten um 370 Mio. Euro und Unternehmensfonds der Eurozone um 325 Mio. Euro zulegten.

 

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