Die wirtschaftliche Erholung Japans blieb im Jahr 2021 hinter der von anderen entwickelten Volkswirtschaften zurück.

 

Auch wenn die Krise uns wohl noch eine ganze Weile beschäftigen dürfte, ist davon auszugehen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation des Landes im kommenden Jahr zum Besseren entwickeln sollte. Was für einen unmittelbar bevorstehenden Aufschwung in Japan spricht und welche Sektoren bzw. Unternehmen hiervon besonders profitieren dürften, erklärt Richard Kaye, Portfoliomanager des Comgest Growth Japan:

Trotz der großen Unsicherheit, die die Omikron-Variante des Coronavirus aktuell schürt, halten wir es für wahrscheinlich, dass 2022 ein starkes Jahr für das Gewinnwachstum japanischer Unternehmen wird. Die meisten COVID-19-Einschränkungen in Japan wurden aufgehoben, sodass sich eine Erholung abzeichnet. Das betrifft insbesondere Unternehmen, die in den kommenden Monaten von Nachholeffekten in den Konsumausgaben sowie von der Rückkehr der Touristen profitieren können. Neue Infektionswellen oder andere unerwartete Entwicklungen lassen sich leider weiterhin nicht völlig ausschließen.

Aufschwung in Sicht

Zu den Unternehmen, bei denen mit einem erheblichen Gewinnwachstum zu rechnen ist, zählen Japan Airport Terminal, das den internationalen Flughafen Haneda in Tokio betreibt, und das Disneyland Tokio Resort, das von der Oriental Land Corporation betrieben wird. Beide Unternehmen sollten gleichermaßen von den steigenden Touristenzahlen profitieren. Der Flugverkehr im Inland hat sich in Vergleich zum Stand von vor der Pandemie bereits wieder um 78 Prozent erholt, während der internationale Flugverkehr, der am 7. November dereguliert wurde, aufgrund der Omikron-Mutation erneut für 30 Tage ausgesetzt wurde. Wir gehen aber davon aus, dass der Auslands-Reiseverkehr zeitnah wiederaufgenommen wird, da die mächtige „Keidanren“-Industrielobby – einer der einflussreichsten Wirtschaftsverbände des Landes – ausländische Arbeitskräfte benötigt, um dem Fachkräftemangel in Japan entgegenzuwirken. Doch auch die Gastronomie wird im neuen Jahr ein Comeback erleben. Hiervon sollte u.a. Sushiro, Japans größte Sushi-Restaurantkette, besonders profitieren. Sushiro eröffnet laufend neue Restaurants, unter anderem in Großstädten und expandiert nach Übersee, was sich positiv auf die Erträge auswirken dürfte.

Zusätzlich hat der Staat bereits verschiedene Konjunkturmaßnahmen in die Wege geleitet. Die von Premierminister Fumio Kishida angekündigten Konjunktur-Schecks in Höhe von 878 US-Dollar dürften Discountern wie Don Quijote von Pan Pacific und Kobe Bussan zugutekommen. Auch für die Inlandsreisekampagne „Go To“ wurde ein großes Budget bereitgestellt, wovon erneut die beiden Player Japan Airport Terminal und Disneyland Tokio Resort sowie Orix, der Betreiber einer Hotelkette, profitieren sollten.

Japan als sicherer Hafen vor der Inflation

2022 könnte das Jahr sein, in dem die Inflation weltweit steigt. Wenn dem so ist, könnte sich Japan als sicherer Hafen erweisen. Trotz der gigantischen Liquiditätsprogramme der Zentralbank gibt es seit den 1990er Jahren aufgrund der alternden Bevölkerung und der abnehmenden Konsumneigung im Land keine Inflation. Für globale Anleger, denen bei anhaltender Inflation die Kluft zwischen ausgewiesenen und realen Erträgen Sorge bereitet, kann Japan daher einen Zufluchtsort bieten.

Die Abe-Ära setzt sich fort 

In der Politik hat Japan zwar den Kapitän gewechselt, aber das Schiff fährt immer noch denselben Kurs. Shinzō Abe und sein ehemaliger Stellvertreter Taro Aso bleiben als Anführer der größten Fraktionen in der regierenden Liberaldemokratischen Partei die wesentlichen Entscheider im Land. Das bedeutet, dass sie weiterhin auf Wachstum, Deregulierung und saubere Unternehmensführung setzen, auch wenn Premierminister Fumio Kishida nun an der Spitze der Regierung steht.

Der Begriff, den die Presse in westlichen Ländern gerne verwendet hat und der auch von Fumio Kishida während seines Wahlkampfs eingesetzt wurde, lautet „Umverteilung“. Diese soll, sofern die Pläne überhaupt umgesetzt werden, zu Steueranreizen für Unternehmen führen, um die Löhne zu erhöhen. Die Reichen zu besteuern, um die Armen zu entlohnen, ist in Japan kein übliches Wahlprogramm oder eine populäre Idee, obwohl die Steuern in Japan aufgrund des Verständnisses eines gemeinsamen sozialen Zwecks bereits hoch sind.

Japan bedient asiatische Konsumschicht und Industrie

Der japanische Aktienmarkt ist aufgrund der geographischen, historischen und kulturellen Nähe Japans nach wie vor eine sehr gute Plattform, um von den Bedürfnissen der aufstrebenden asiatischen Konsumschicht und der Industrie zu profitieren. Indem wir uns auf Wachstumstrends konzentrieren, die auf unternehmensspezifischen Stärken und Fähigkeiten aufbauen, reduzieren wir die Abhängigkeit von den Marktbedingungen in Asien, die teils von regulatorischen Veränderungen, Liquidität, einer kürzeren Börsenhistorie und Herausforderungen im Bereich der Unternehmensführung geprägt sind. Beispiele für Unternehmen, die wir halten, sind Pigeon und Kosé. Während Pigeon, ein japanisches Unternehmen und Chinas größter Anbieter von Babyflaschen, von der wachsenden Zahl chinesischer Mütter, die Milchpulver verwenden, profitiert, kommt Kosé die zunehmende Beliebtheit von Hautpflege zugute.

 

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Transaktionsvolumen 2021 bei insgesamt über 8,1 Mrd. Euro

 

Auf Basis stabiler Mittelzuflüsse hat Union Investment ihr Immobiliengeschäft 2021 mit hoher Dynamik ausgebaut und ihre erfolgreiche Immobilienplattform strategisch weiterentwickelt. Neu eingesammelten Kundengeldern im Volumen von netto rund 4,2 Milliarden Euro bei den Offenen Immobilienfonds für private Anleger und den Immobilienlösungen für institutionelle Kunden steht eine Rekordankaufsbilanz mit 45 neu erworbenen Immobilien im Gesamtwert von mehr als 6,0 Milliarden Euro (2020: 4,1 Milliarden Euro) gegenüber. Die Transaktionsbilanz 2021 umfasst zudem Objektverkäufe mit einem Gesamtwert von rund 600 Millionen Euro.  Hinzu kommen Immobilienankäufe und -verkäufe im kräftig wachsenden Service-KVG-Geschäft mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro. Das aktiv und passiv gemanagte Immobilienfondsvermögen liegt zum Ende des Geschäftsjahres 2021 um 9,2 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres und erreicht mit 51,7 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau.

“Das Geschäftsjahr 2021 konnte mit einer starken Leistung des gesamten Immobilienteams und des Vertriebs sehr erfolgreich zur weiteren Diversifizierung der Immobilienportfolien und damit zur Stärkung der Resilienz der Fonds genutzt werden. Gleichzeitig haben wir wichtige Weichen gestellt, die uns in die Lage versetzen, unsere Wachstumsambitionen in den nächsten Jahren weiter zu verfolgen”, sagte Michael Bütter, CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH, anlässlich der Vorstellung der Jahresbilanz 2021.

Strategische Position in europäischen Wohnimmobilienmärkten aufgebaut

Das kräftige Wachstum auf der Immobilienseite ist unter anderem Ergebnis der neuausgerichteten Investitionsstrategie von Union Investment, die sich für neue Sektoren und Investmentstile geöffnet hat. Von der strategischen Erweiterung verspricht sich der Hamburger Immobilien-Investmentmanager zusätzliche Rendite- und Diversifikationspotenziale und damit zusätzliche Stabilität für seine Anlageprodukte. Für die Offenen Immobilienfonds für Privatkunden hat Union Investment im zurückliegenden Jahr die Assetklasse Wohnen außerhalb der DACH-Region erfolgreich erschlossen. Insgesamt konnten an den Standorten Amsterdam, Dublin und Helsinki sowie in den USA im Wohnsegment Projektkäufe für insgesamt rund eine Milliarde Euro realisiert werden. Im gewerblichen Immobiliensegment setzte Union Investment einen starken Akzent auf Büroinvestments in München, Brüssel, Paris und London. In London wurde zur Stärkung der lokalen Präsenz und zum Ausbau der Aktivitäten im aussichtsreichen Post-Brexit UK ein weiterer Auslandsstandort gegründet, der Anfang 2022 eröffnet wird.

Fokus auf resiliente Assetklassen und wertschöpfende Investmentstile

Mit rund 2,8 Milliarden Euro, verteilt auf neun Transaktionen, lag der Anlageschwerpunkt von Union Investment 2021 auf den deutschen Büro- und Logistikmärkten. Mit der neuen Manage-to-Core-Strategie, die auf Wertschöpfung durch Repositionierung im Bestand ausgerichtet ist, eröffnete sich Union Investment vor allem im Heimatmarkt neue Ankaufsmöglichkeiten. Das Joint-Venture-Projekt Media Works Munich markiert mit einem geplanten Investitionsvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro die größte Transaktion des Jahres von Union Investment.

Zur erfreulichen Ankaufsbilanz trugen auch wieder Investments in den Überseemärkten bei. In Südkorea sicherte sich Union Investment das West Anseong Logistics Center und verwirklichte damit den Markteintritt in den asiatischen Logistikimmobilienmarkt. In den USA konnten gleich vier Transaktionen mit einem Volumen von über 376 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dem Erwerb von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 476 Wohneinheiten in Fort Lauderdale, Florida, für rund 200 Millionen Euro gelang Union Investment der Einstieg in den US-Wohnimmobilienmarkt. Ebenfalls in den USA realisierte Union Investment mit dem Erwerb des Objektes Fountains of Boynton in Florida den Einstieg in die Assetklasse lebensmittelgeankerter Einzelhandel. „Die Erweiterung unserer Investmentaktivitäten in den USA in Sekundärstädten und in neuen Assetklassen sowie die stärkere Diversifizierung unseres Asien-Pazifik-Portfolios speziell in Japan, Korea, Singapur und Australien wird einer unserer strategischen Schwerpunkte der nächsten Dekade sein“, sagt Martin Brühl, CIO und Geschäftsführer der Union Investment Real Estate GmbH. Mit der Neuorganisation des Investment Managements und der Einrichtung einer globalen Investmenteinheit unter der Leitung von Henrike Waldburg wurden hierfür bereits wichtige Weichen gestellt.

Union Investment zählte auch 2021 wieder zu den aktivsten Hotelinvestoren in Europa und zeigte in der Pandemie frühzeitig ihr Commitment gegenüber der temporär stark betroffenen Assetklasse. Der Ankaufsfokus bei einem Investitionsvolumen von insgesamt über 300 Millionen Euro lag auf Hotelkonzepten, die sich in der schwierigen Marktphase als besonders resilient erwiesen haben. Hierzu zählen u.a. Longstay-Konzepte wie das projektierte und langfristig an einen finanzstarken Pächter vermietete Aparthotel „Wilde by Staycity“ in London. Eine Erweiterung seines Hotelportfolios plant der Hamburger Immobilien-Investmentmanager durch den Einstieg in das Segment der Ferienhotels. Im Einzelhandelsbereich standen auch 2021 etablierte Nahversorgungszentren im Fokus der Ankaufsaktivitäten, wie zum Beispiel das Schlosspark-Center in Berlin-Pankow, das sich durch einen krisensicheren Mieterbesatz auszeichnet.

Performance bei durchschnittlich 2,0 Prozent

Mit einer Ein-Jahres-Performance von durchschnittlich 2,0 Prozent haben die Offenen Immobilien-Publikumsfonds von Union Investment auch im pandemiebedingt schwierigen wirtschaftlichen Umfeld eine solide und vergleichsweise schwankungsarme Wertentwicklung erwirtschaftet.

Weichenstellungen für veränderte Kunden- und Nutzeranforderungen

„Das Jahr 2021 belegt eindrucksvoll die Flexibilität, Agilität und Umsetzungsstärke unseres Immobilienbereiches“, sagt Jens Wilhelm, Mitglied des Vorstands der Union Asset Management Holding AG. „Wir haben die Zeit intensiv genutzt, um wesentliche Weichenstellungen vorzunehmen und das Immobiliengeschäft auf die Transformationserfordernisse auszurichten, die sich aus veränderten Kunden- und Nutzeranforderungen, Regulatorik, Nachhaltigkeit und Digitalisierung ergeben.“ Aufbauend auf der beeindruckenden Erfolgsbilanz will Union Investment ihr Immobiliengeschäft konsequent weiterentwickeln. „Unser gemeinsames Zielbild ist eine leistungsfähige Immobilien-Plattform, die unterschiedliche Immobilien-Assetklassen und verschiedene Kundenbedürfnisse bedient. Wir werden uns damit künftig noch mehr Möglichkeiten erschließen, die Chancen am Immobilienmarkt zu nutzen – bei den Immobilientypen, beim Rendite-Risiko-Profil und bei den Vehikeln“, so Jens Wilhelm.

Weiterentwicklung der Unternehmenskultur

Für eine zukunftsorientierte Aufstellung und das geplante weitere Wachstum – mittelfristig peilt Union Investment im Immobilienbereich die Verdoppelung der Assets under Management an – wurden auch auf der Personalseite wichtige Voraussetzungen geschaffen. Dem forcierten Ausbau des Immobiliengeschäftes folgend, sollen an den nationalen und internationalen Standorten kontinuierlich weitere Stellen aufgebaut werden. Die auf vielen Ebenen stattfindende Weiterentwicklung begleitet Union Investment durch ein umfassendes Personalprogramm, das die Dimensionen Leadership, Diversität und kultureller Wandel umfasst. „Unser auf fünf Jahre angelegtes Strategieprojekt ‚Immomentum‘ bietet allen Mitarbeitenden in einem partizipativen Bottom-Up-Prozess die Gelegenheit, ihre Wertvorstellungen, Ideen und Vorschläge zur Gestaltung einer innovativen Unternehmenskultur einzubringen”, sagt CEO Michael Bütter.

Sichtbares Beispiel des gestarteten Veränderungsprozesses bei Union Investment: Zum Start des neuen Jahres wird ein Next Generation Board, das sich aus jungen Nachwuchskräften konstituiert, der Geschäftsführung als Beratungsgremium zu Seite stehen. „Gut geführte Generationenvielfalt und die gezielte Verbesserung und Förderung der Karriereperspektiven für weibliche Fach- und Führungskräfte sind zentrale Hebel, mit denen wir Top-Kräfte ans Unternehmen binden und uns als attraktiver Arbeitgeber um Persönlichkeiten bewerben, die den Immobilienbereich mit uns gemeinsam auf das nächste Level heben wollen“, so Michael Bütter.

 

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Die HANSAINVEST hat zum 1. Januar 2022 die neue Einheit „Community Service Financial Assets“ ins Leben gerufen, mit der sich das Unternehmen im Bereich der Partnerbetreuung spezialisiert.

 

Die HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH hat Ende des vergangenen Jahres mit ihrer neuen Vision „Alle Freiheit dem Asset Manager“ eine neue strategische Leitrichtung eingeschlagen, in der die Unternehmenspartner mit ihren Bedürfnissen mehr denn je den Fokus des unternehmerischen Handelns bilden. Ein wichtiger Baustein zur Realisierung dieser Vision wird nun durch die Schaffung der neuen Einheit „Community Service“ gesetzt, die sich voll und ganz auf die Beziehungspflege mit Kunden und Partnern fokussiert.

Zum 1. Januar 2022 nahm die neu gebildete Abteilung innerhalb des Geschäftsbereichs Financial Assets ihre Tätigkeit auf. Das künftig sechsköpfige, in Frankfurt und Hamburg ansässige Team, wird im Schwerpunkt die umfassende Betreuung von Bestandskunden übernehmen und die wichtigste Schnittstelle zwischen Unternehmen und Fondspartnern auf der Beziehungsebene sein.

„Der Aufbau und die Pflege von vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Partnern hat einen bedeutenden Stellenwert für unser Geschäft. Nur wenn wir es schaffen, ganz nah am Kunden zu sein, auf seine Bedürfnisse einzugehen und ihn proaktiv bei all seinen Herausforderungen zu unterstützen, können langfristige Kundenbeziehungen entstehen. Genau dafür haben wir nun mit dem Community Service eine eigene Einheit geschaffen,“ beschreibt Dr. Jörg W. Stotz, Sprecher der Geschäftsführung, die Gründung des neuen Teams.

Mit der neuen Einheit erweitert die HANSAINVEST auch ihr Serviceportfolio. So wird die Vertriebs- und Marketingunterstützung für Fondspartner ausgebaut und als zusätzliche Service-Bausteine wird es Angebote, wie Webinare, Schulungen und Partner-Events geben.

„Mit unserem neuen Team Community Service wollen wir die beiden Themen Dienstleistung und Service zusammenbringen und noch mehr als Sparringspartner auf Augenhöhe fungieren. Es ist unser Antrieb, unsere Kunden immer wieder neu zu überraschen und besser als gestern zu sein,“ sagt Wantanie Rose, Head of Community Service. „Für uns sind unsere Partner Teil der HANSA-Familie und wir setzen alles daran, dass sich unsere Partner auch als solche fühlen.“

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH wurde 1969 gegründet und ist Teil der SIGNAL IDUNA Gruppe. Als unabhängige Service-KVG für Real und Financial Assets erbringt die Hamburger Gesellschaft vielfältige Dienstleistungen rund um die Administration von liquiden und illiquiden Assetklassen. Der Hauptsitz befindet sich in Hamburg, zudem ist das Unternehmen mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main präsent. Über ein Tochterunternehmen ist die HANSAINVEST auch in Luxemburg vertreten. Aktuell werden von knapp 300 Mitarbeitenden mehr als 420 Publikums- und Spezialfonds mit einem Bruttofondsvermögen von über 55 Milliarden Euro administriert. Die HANSAINVEST erhielt im Dezember 2020 vom Fachmagazin TiAM aus dem Finanzenverlag die Auszeichnung „Beste Service-KVG“. (Stand der Daten: 30.11.2021).

 

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HANSAINVEST, Hanseatische Investment GmbH, Kapstadtring 8, D-­20095 Hamburg, Tel.: +49 40 30057­6292, Fax: +49 40 30057­4906292, www.hansainvest.de

Mittelfristig erhöhte Inflation zu erwarten – negative Realzinsen drohen

 

Die Experten von J.P. Morgan Asset Management erwarten, dass der Income-Zyklus im Jahr 2022 von drei großen Themen und ihrem Zusammenspiel geprägt sein wird: Neben der Inflation ist dies die Geld- und Fiskalpolitik und nicht zuletzt die Konsumnachfrage. Für Anlegerinnen und Anleger wird zudem entscheidend sein, wie sich diese drei Themen auf die Bewertungen auswirken. Alle drei Themen werden weiterhin durch die Pandemie geprägt, die sich als hartnäckiger erweist als von vielen erhofft – aktuell sorgt die Omikron-Variante für neue Unsicherheit. Laut Jakob Tanzmeister, Investmentspezialist in der Multi-Asset-Solutions-Gruppe bei J.P. Morgan Asset Management, hat die Pandemie aber drei Lehren mit sich gebracht: Erstens sind Unternehmen und auch die großen Volkswirtschaften sehr anpassungsfähig geworden. „Die Unternehmen haben gute Wege gefunden, trotz Kontaktbeschränkungen oder gar Lockdowns ihre Produkte zu den Konsumenten zu bringen und konnten ihre Gewinnmargen behaupten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Automobilsektor, der als ein äußerst zyklischer Sektor unter mehr als 18 Prozent Umsatzeinbruch durch die Pandemie litt. Trotzdem konnten zuletzt Rekordgewinne verbucht werden“, führt Tanzmeister aus. Selbst die höheren Komponentenpreise, etwa aufgrund der Engpässe bei den Halbleitern, haben die Margen nicht unter Druck gesetzt, da die Hersteller weniger Rabatte gewährt haben. Nachdem in den Lockdowns viel Geld angespart wurde, zeigten sich die Kunden weniger preissensitiv und haben höherpreisige Modelle gekauft.

Jakob Tanzmeisters Ausblick für 2022 ist deshalb optimistisch: „Selbst wenn durch Omikron nun wieder mehr Unsicherheit im Markt ist und die Schwankungen zunehmen, ändert das doch nichts an den fundamentalen Themen wie unserem positivem Wachstumsausblick mit höherer Inflation und weiter unterstützender Geld- und Fiskalpolitik. Vielleicht verschieben sich manche Entwicklungen nun um einige Monate, aber die Erholung wird nicht abgewürgt.“ Denn eine zweite Lehre der Pandemie sei, dass in Phasen von Lockdowns die Konsumnachfrage nie komplett wegfällt. Der Konsum wird vielmehr aufgeschoben und die wirtschaftliche Tätigkeit steigt anschließend umso stärker an. Wenn die Unsicherheit der neuen Variante nun dafür sorgt, dass die geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen weiter gelockert bleiben, könnte dies laut Tanzmeister paradoxerweise sogar positiv auf die Märkte wirken. Denn die dritte Erfahrung der letzten zwei Pandemiejahre ist, dass die massive Liquiditätsschwemme, die ihren Teil zu den steigenden Marktpreisen beigetragen hat, sich in Zukunft auch gegen fundamentale Zweifel durchsetzen wird.

Negative Realzinsen als Folge der mittelfristig höheren Inflation

Laut Jakob Tanzmeister sollte der Inflationsanstieg im nächsten Jahr seinen Zenit überschreiten, gleichwohl aber ein hartnäckiges Thema bleiben. Auf die Frage, warum die Inflation plötzlich so stark gestiegen ist, wo doch die Zentralbanken seit 2009 eher erfolglos versucht hatten, diese anzufeuern, nennt der Experte einerseits disinflationäre Faktoren wie Demographie, Digitalisierung und Globalisierung, die den Versuchen entgegenwirkten. Andererseits hat die größte Maßnahme der Zentralbanken zur Förderung der Inflation, die so genannte qualitative Lockerung (QE), primär den Unternehmen über die Finanzierungskosten geholfen und Vermögenswerte wie Aktien und Immobilien gestützt. Die breite Konsumnachfrage konnte davon nicht profitieren. Diese wird aber aktuell durch die fiskalischen Maßnahmen und Hilfsprogramme der Staaten befeuert, die mit der nun gesteigerten Nachfrage den inflationären Effekt verursacht haben. „In den USA wurden beispielsweise jedem Amerikaner im Durchschnitt rund 3.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt – das betrifft wirklich die breite Masse und nicht nur einige Vermögende“, führt Tanzmeister aus. Ein zweiter inflationärer Faktor wird sich im nächsten Jahr wahrscheinlich wieder glattziehen – das ist der Sand, der sich nach wie vor durch die Pandemie im Getriebe der globalen Wertschöpfungsketten befindet. „Die Lieferengpässe, die in der Produktion zu steigenden Stückkosten geführt haben, sind in Europa sogar der dominante Faktor in diesem rasanten Inflationsanstieg – und auch ein zentraler Faktor, warum die Zentralbanken sich bisher mit Gegenreaktionen zurückgehalten haben. Denn steigende Zinsen sind kein probates Mittel gegen Kapazitätsengpässe“, betont der Experte.

Aufgrund der erhöhten Nachfrage und der gesteigerten Liquidität ist laut Jakob Tanzmeister mittelfristig dauerhaft mit höherer Inflation zu rechnen, was bei den anhaltend niedrigen Zinsen zu negativen Realzinsen führt. Und der Experte erwartet, dass sich diese Situation nicht allzu schnell ändert: „Durch die QE und die anderen fiskalischen Maßnahmen ist es einerseits zu einem gigantischen Schuldenberg der Staaten gekommen, aber auch zu einem enormen Wachstum an zusätzlichen Ersparnissen. In den Industrienationen wurden mehr als 4 Billionen US-Dollar über dem Durchschnitt an Ersparnissen angehäuft. Die Politik hat nun zwei Werkzeuge, um die Schuldenberge anzugehen. Das unpopuläre Instrument wären Steuererhöhungen. Die andere Maßnahme ist etwas subtiler, das ist die finanzielle Repression, also negative Realzinsen. Die enormen Sparüberschüsse dürften die Bereitschaft zu längerfristig negativen Realzinsen noch einmal gesteigert haben“, vermutet Jakob Tanzmeister. Für sicherheitsorientierte Sparerinnen und Sparer bedeutet dies eine schleichende Enteignung ihrer Ersparnisse, auch für niedrig verzinste Staatsanleihen ist dieses Umfeld schwierig. Die gute Nachricht ist, dass Anlageklassen wie Aktien, Immobilien oder Unternehmensanleihen profitieren. Ein ertragsorientiertes Multi-Asset-Income-Portfolio, das auf diese Anlageklassen setzt, kann also auch in einem solchen Umfeld Erträge generieren.

Income-Portfolio auf das Umfeld ausrichten

Das Aktienjahr 2021 war sehr erfolgreich, weshalb die Bewertungen in vielen Bereichen sehr hoch und teilweise auf Rekordniveau sind. Laut Jakob Tanzmeister sind diese zum Teil gerechtfertigt, da die Coronaerholung zu 50 Prozent Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr führte und zudem die niedrigen Zinsen höhere Bewertungen aufgrund der niedrigeren Kapitalkosten und des Abzinsungsfaktors rechtfertigen. Für Income-Anleger entscheidender ist aber, dass das Bewertungsbild verzerrt ist, da die hohen Bewertungen Wachstumsaktien betreffen, während Dividendentitel weiterhin unterbewertet sind und sehr günstige KGVs aufweisen. „Ein Income-Portfolio ist aktuell im historischen Vergleich sehr günstig bewertet. Und die Aussichten für Dividendenaktien sind weiterhin positiv mit einem erwarteten Dividendenwachstum von 8 Prozent pro Jahr für die nächsten fünf Jahre. Wir stehen also am Beginn einer Bewertungsnormalisierung, und die extreme Bewertungsschere wird sich mittelfristig schließen“, skizziert Tanzmeister die Chancen für Dividendenaktien.

Auf der Anleihenseite macht sich das Thema Inflation und Zinsentwicklung natürlich noch stärker bemerkbar. Jakob Tanzmeister kann aber Sorgen bezüglich möglicher Zinssteigerungen entkräften: „In den letzten 13 Jahren seit Auflegung der Income-Strategie gab es 16 Phasen steigender Zinsen. Während klassische Anleihenindizes in diesen Phasen negativ abschnitten, konnte die Income-Strategie in 15 der 16 Fälle sogar ein positives Ergebnis erzielen. Dies gelingt dank der Flexibilität der Allokation und der Zusammensetzung des Portfolios über die verschiedenen Anleihensegmente hinweg.“

So hat der Income-Klassiker JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund in diesem Jahr eine Wertentwicklung von 8,07 Prozent erzielt (Anteilklasse A (div) EUR, Stand 23.12.2021). „Während Aktien rund die Hälfte zur positiven Entwicklung beigetragen haben, konnte in diesem Jahr besonders die Allokation im Immobiliensektor überzeugen. Wir investieren im Global Income Fund in REITS, also gelistete Immobilien unternehmen, die gerade in Zeiten höherer Inflation ein wichtiger Diversifikator sind. Statt der klassischen Büroimmobilien setzen die Experten aktuell auf Logistik und Industrieimmobilien wie beispielsweise Datencenter“, führt Tanzmeister die aktuelle Allokation aus. Auch Hybridanleihen sind weiterhin ein wichtiger Bestandteil im Income-Portfolio, denn diese können weiterhin Ausschüttungen von über 4 Prozent bieten. Seit der Pandemie wurde eine zusätzliche Anlageklasse in das Portfolio aufgenommen, so genannte „Covered Calls“ – gedeckte Kaufoptionen. Diese Anlageklasse bietet laut Tanzmeister die Möglichkeit, kurzfristig Chancen zu nutzen und hohe Volatilität in Coupons und laufende Erträge umzumünzen. Diese Instrumente werden zumeist von kleineren Unternehmen angeboten, die sonst eher weniger Dividendenrendite zahlen, also in klassischen Dividendenstrategien weniger zu finden sind. „Es gilt also, breit über die Anlagechancen hinweg zu investieren, um trotz Negativzinsumfeld positive Erträge erzielen zu können“, so der Investmentspezialist.

Stabile Ausschüttungen über alle Marktphasen hinweg

Da das erwartete Wachstum über Trend im nächsten Jahr auch weiterhin Rückenwind für den Aktienmarkt bieten sollte, hat das Fondsmanagement rund um Michael Schoenhaut und Eric Bernbaum die Positionierung im Portfolio angepasst. „Die Aktienallokation ist mit 50 Prozent im historischen Vergleich hoch. Wir setzen das aktuell mit Dividendenwachstumstitel und den gedeckten Kaufoptionen um, denn mit ihnen können wir über den Optionsverkauf eine laufende Rendite erzielen und gleichzeitig am Kursverlauf der Aktien partizipieren“, führt Tanzmeister aus und ergänzt: „Die aktuelle Portfoliorendite in Höhe von rund 4 Prozent wird trotz Niedigzinsumfeld etwa zur Hälfte von der Anleihenseite abgedeckt – das ist möglich, weil wir sehr selektiv vorgehen und nicht den breiten Index kaufen.“ Die aktuelle Ausschüttung im November 2021 betrug annualisiert 3,9 Prozent (Anteilklasse A (div) – EUR November 2021, nicht garantiert). „Wir freuen uns, dass wir mit der flexiblen und aktiven ertragsorientierten Strategie im Global Income Fund seit seiner Auflegung im Dezember 2008 inzwischen schon mehr als 5,9 Milliarden Euro ausschütten konnten“, unterstreicht Jakob Tanzmeister. „Damit können die Anlegerinnen und Anleger sehr transparent sehen, was ihr Erspartes ‚verdient‘ hat – eine gute Alternative zu Negativzins und Verwahrentgelt, wenn man bereit ist, etwas mehr Risiko als mit reinen Sparanlagen einzugehen“, betont der Experte.

Neben dem Income-Klassiker gibt es die Income-Strategie auch in einer defensiveren Variante, dem JPMorgan Investment Funds – Global Income Conservative Fund. Seit Februar dieses Jahres gibt es mit dem JPMorgan Investment Funds – Global Income Sustainable Fund zudem eine dezidiert nachhaltige Variante. Während die gesamte Income-Strategie bereits seit Frühjahr 2020 ESG-integriert ist, die Berücksichtigung materieller Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren also wichtiger Bestandteil des Investitionsprozesses ist, sind die beiden Fonds zusätzlich als Artikel-8-Fonds gemäß EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert. Dafür nimmt der Global Income Conservative Fund normen- und wertbasierte Ausschlüsse von Sektoren vor, die als nicht nachhaltig angesehen werden. Der Global Income Sustainable Fund legt als dritte Nachhaltigkeitsebene einen besonderen Fokus auf solche Unternehmen, die überdurchschnittliche Nachhaltigkeitswerte ausweisen und damit dazu beitragen können, die Energiewende zu gestalten.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Die Schweiz ist der einzige Staat im Zinstracker, der noch über alle Laufzeiten negative Zinsen einfordern kann.

 

Das zeigt die aktuelle Auswertung des Zinstrackers (www.zins-tracker.de) der Quant.Capital Management GmbH.

Deutschland, die Niederlande und Dänemark gehörten lange zu den Nationen, die mit ihren Staatsschulden über alle Laufzeiten Geld verdienten. „Zumindest im Bereich 15 und 30 Jahre sind jetzt außer der Schweiz alle Datensätze wieder grün im Zinstracker“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH. „Insgesamt hat der Grün-Anteil zum Jahreswechsel deutlich zugenommen.“

Und auch neue Rekordtiefs wurden schon lange nicht mehr erreicht. „Der Trend bei den Zinsen zeigt eindeutig nach oben“, so Mlinaric. „Allerdings ist es viel zu früh, hier eine Trendwende abzuleiten.“ Denn auch wenn die US-Notenbank von Zinsschritten im Jahr 2022 spricht: „Eine stagnierende US-Wirtschaft, auf die im Moment einiges hindeutet, kann die Pläne der Fed ganz schnell wieder ändern“, so Mlinaric. Kurzfristig könnten die Zinsen angesichts der Ankündigungen aber noch steigen.

Die Eurozone allerdings verharrt auf niedrigem Niveau. „Hier ist die Wirtschaft noch nicht so in Gang gekommen, steigende Zinsen könnten die Konjunktur belasten“, sagt Mlinaric. Daher zeigt auch der Zinstracker für die europäischen Länder noch insgesamt deutlich mehr Rot.

Für weitere Informationen: www.quantcapital.de.

Über Quant.Capital Management

Die Quant.Capital Management GmbH ist als unabhängiger, inhabergeführter Asset Manager ein Spezialist für Risikobewertung und Risikomanagement, die durch quantitative Modelle und mit eigenem Research gesteuert werden. Quant.Capital bietet institutionellen Investoren individuell konfigurierte Anlagekonzepte in Form von Spezialfonds oder diskretionären Mandaten. Zudem bietet Quant.Capital Management die Bewertung von Risiken in Portfolios institutioneller Kunden an bis hin zur Umsetzung und Überwachung einer Risiko-Overlay-Strategie. Besonderer Wert wird dabei auf Liquidität, Handelbarkeit, Bewertbarkeit und Risikokontrollmethoden gelegt. Quant.Capital Management ist Mitglied im Bundesverband Alternative Investment.

 

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Von Stéphane Dieudonne, Senior Fund Manager bei Candriam 

 

Wie die Wirtschaft insgesamt haben auch die Fusionen und Übernahmen seit dem Sommer 2020 einen enormen Aufschwung erlebt. Diese neue Welle von M&A-Aktivitäten hat die meisten Wirtschaftssektoren erfasst, aber wie üblich gab es eine größere Anzahl von Deals im Gesundheitswesen und im Technologiebereich. Regional gesehen ist Nordamerika weiterhin führend bei der Erholung der M&A-Aktivitäten, was Deals im Wert von mehr als 10 Milliarden Dollar angeht. Auch in Europa und Asien wurde eine beträchtliche Anzahl von Transaktionen angekündigt.

Nach einem guten 2021 stehen wir nun etwa in der Mitte des Zyklus

Seit Beginn des vierten Quartals dieses Jahres scheint sich die Fusions- und Übernahmetätigkeit auf dem mittleren Niveau des Zyklus zu stabilisieren. Mit der Ernennung des neuen Vorsitzenden der US Federal Trade Commission (FTC) im vergangenen Juni befürchten die M&A-Marktteilnehmer eine erhöhte Wachsamkeit der Wettbewerbsbehörden, insbesondere bei großen Transaktionen, die sich negativ auf den amerikanischen Verbraucher auswirken könnten. Während die Aktivität in den Vereinigten Staaten weiterhin gut ist, gibt es praktisch keine Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 10 Milliarden Dollar. In Europa hingegen sind die M&A-Aktivitäten weiterhin sehr zufriedenstellend.

2022 wird eher zäh beginnen

Hochrangige Banker bestätigen, dass viele M&A-Projekte aufgrund von Unsicherheiten hinsichtlich möglicher verbraucherfreundlicher Änderungen in der FTC-Politik vorerst auf Eis gelegt werden. Wir glauben, dass sich die Zahl der Fusionen und Übernahmen in den USA normalisieren wird, sobald diese Zweifel ausgeräumt sind, was vermutlich im Laufe des Jahres 2022 der Fall sein wird.

Im Jahr 2021 haben sich die Fusions- und Übernahmetätigkeiten als recht widerstandsfähig gegenüber den aufeinanderfolgenden Wellen der Covid-19-Epidemie und ihrer neuen Varianten erwiesen. Die Fusionsvereinbarungen wurden sogar angepasst, um diesen neuen Risikofaktoren Rechnung zu tragen. Alles in allem sind wir recht optimistisch, was die Fusions- und Übernahmetätigkeit im kommenden Jahr angeht.

Gute Aussichten für Risk-Arbitrage-Strategie

M&A-Aktivitäten sind eine leicht zu erfassende Zahl, aber vielleicht nicht die einzige Renditequelle einer Risiko-Arbitrage-Strategie. Wir haben keine bestimmte Erwartung für die Anzahl der M&A-Deals im Jahr 2022, aber weniger schlagzeilenträchtige Performance-Treiber können ebenso nützlich sein. Anleger, die an Risiko-Arbitrage interessiert sind, sollten besser die Höhe der Spreads, die Misserfolgsquote bei Transaktionen und die Anzahl der Überangebote berücksichtigen.

Wir sehen für 2022 sowohl bei den Spreads als auch bei den Abschlussquoten grünes Licht. In der Tat sind die Risikoarbitrage-Spreads heute bei gleichem Risiko zwei- bis dreimal höher als vor der Covid-Krise. Die Misserfolgsquoten bleiben auf einem historisch niedrigen Niveau – oder sollten wir sagen, die Abschlussquoten sind hoch. Die Zahl der Angebotsverbesserungen oder Bieterkriege ist gegenüber den sehr ereignisreichen ersten Monaten des Jahres 2021 gesunken. Es ist aber wichtig, die Spreads und die Abschlussquoten im Auge zu behalten. Und zwei von drei ist gar nicht schlecht.

Wer die Boni der Banker prognostizieren möchte, sollte auf jeden Fall die Zahl der M&A-Deals ausrechnen. Aber wenn Investoren verstehen wollen, wo heute die Chancen für Risk Arbitrage liegen, sollten sie die Spreads beobachten.

 

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Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

 

Das Jahr 2022 startet mit außergewöhnlichen vielen Unsicherheitsfaktoren für die globale konjunkturelle Entwicklung und damit auch für die Kapitalmärkte. Allen voran bleiben die Corona-Pandemie und die anhaltenden Lieferengpässe wichtige Belastungsfaktoren, die jedoch voraussichtlich im Laufe des ersten Halbjahres an Einfluss verlieren werden. Hinzu kommen geopolitische Risiken, vor allem der Ukraine-Konflikt sowie die Differenzen zwischen China und den USA. Für die Kapitalmärkte spielt jedoch vor allem die Zinsentwicklung eine entscheidende Rolle. Einerseits versuchen sich viele Notenbanken nach jahrelanger ultra-expansiver Geldpolitik in einer Wende mit bereits beschlossenen oder absehbaren Leitzinserhöhungen, etwa die Bank of England oder die US-Notenbank Fed. Auch auf die EZB dürften im Laufe des Jahres vermehrt Forderungen nach ersten Leitzinsanhebungen zukommen. Andererseits müssten auch die Zinsen für Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten sowohl in den USA als auch in der Eurozone deutlich steigen – zumindest, wenn man die stark gestiegenen Inflationsraten betrachtet. Doch gerade dieser volkswirtschaftliche Zusammenhang war 2021 nahezu außer Kraft gesetzt. Über die Gründe für die Entkopplung von Zinsen und Inflation kann nur spekuliert werden. Möglich ist, dass Anleger dem Argument nur temporär höherer Preissteigerungsraten Glauben schenken. Allerdings vertreten immer weniger Zentralbanker diese Ansicht. Auch könnte eine kommende Rezession eingepreist werden, die mit sinkenden Zinsen einhergehen würde. Angesichts der grundsätzlich positiven Aussichten für die globale Konjunktur ist diese Erwartung jedoch eher unwahrscheinlich. Damit bleibt die zentralbankinduzierte Nachfrage nach Anleihen aufgrund massiver Wertpapierkaufprogramme als Grund für gedeckelte Renditen. Doch abgesehen von der Bank of Japan werden die meisten Notenbanken ihre Kaufvolumina in den kommenden Monaten deutlich reduzieren. Zwar werden sie zumindest verbal versuchen, zu schnell steigende Zinsen zu verhindern. Trotzdem dürften die auslaufenden Anleihe-Kaufprogramme immer wieder Phasen stärkerer Renditeanstiege auslösen und an den von Niedrigzinsen verwöhnten Börsen zumindest für zwischenzeitliche Korrekturen sorgen. Grundsätzlich gestützt werden Aktien, Edelmetalle & Co. allerdings von voraussichtlich anhaltend negativen Realrenditen – da die Teuerungsraten sich auf erhöhten Niveaus einpendeln werden – und der Aussicht auf die Fortsetzung des dynamischen Nach-Corona-Aufschwungs im weiteren Jahresverlauf.

 

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DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Union Investment hat das Management für 35 deutsche Bürogebäude und Hotels aus ihren Offenen Immobilienfonds neu vergeben:

 

Beginnend zum 1. Januar 2022 werden Goldbeck Procenter und Tattersall Lorenz die Immobilien im Auftrag von Union Investment betreiben. Der bisherige Betreibervertrag mit Apleona Real Estate GmbH war zum Jahresende ausgelaufen. Goldbeck ist mit dem Betrieb von 28 der 35 Immobilien beauftragt und ist in den Städten Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin auch mit eigenen Büros vertreten. Im CityQuartier DomAquarée Berlin wird Goldbeck zudem auch das Center Management übernehmen. Für sieben Objekte aus dem Portfolio hat Tattersall Lorenz ab Januar 2022 den Auftrag für das Management erhalten. Dazu zählen auch fünf Studentenwohnheime und Microliving-Immobilien in Wiesbaden, Dresden, Berlin, Hamburg und Düsseldorf, die von talyo, einer Tochter von Tattersall Lorenz, verwaltet und vermietet werden.

Ziel der Zusammenarbeit mit Goldbeck Procenter und Tattersall Lorenz ist es, die Immobilien für die Zukunft bestmöglich aufzustellen und dabei an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre und die bereits begonnenen Maßnahmen zur Weiterentwicklung anzuknüpfen.

„Wir freuen uns auf diese Weiterentwicklungen des Portfolios gemeinsam mit dem neuen Property Management“, sagt Sven Lintl, Leiter Asset Management Deutschland bei Union Investment. „Gemeinsam wird es uns gelingen, die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und die sehr guten Performances der Objekte auszubauen.“

Das ausgeschriebene Portfolio war seit 2008 von Apleona im Auftrag von Union Investment betrieben worden. Apleona wird in den Bereichen Facility Management und Energiemanagement Beratung auch weiterhin ein professioneller Partner von Union Investment bleiben. Mit Tattersall Lorenz arbeitet Union Investment bereits seit 2019 deutschlandweit im Büroimmobiliensegment erfolgreich zusammen.

 

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Union Investment Real Estate AG, Valentinskamp 70, D­-20355 Hamburg, Tel.: + 49 40 / 34919­4160, Fax: + 49 40 / 34919­5160,www.union-­investment.de/realestate

Konjunktur- und Zinsumfeld für Aktien positiv

 

 

  • EZB und FED haben den Boden für 2022 bereitet
  • Anleihen dies- und jenseits des Atlantiks unattraktiv
  • Gold und US-Dollar stehen als mögliche Krisengewinnler bereit

 

Marktkommentar von Bodo Orlowski, CEFA

In der Woche vor Weihnachten hatten die US-amerikanische Notenbank und die Europäische Zentralbank für die Börsianer dies- und jenseits des Atlantiks bereits ihre Präsente ausgepackt – auch wenn der Inhalt variierte: Amerikas Währungshüter zeigen sich willig, die Zügel anzuziehen; die EZB hingegen meint, dass die hiesige Inflation nur eine vorübergehende Erscheinung sei und behält ihren expansiven Kurs bei. Zudem werden unter Verweis auf das neue symmetrische Inflationsziel zeitweise höhere Inflationsraten toleriert. Damit ist der Rahmen für 2022 gesteckt.

Die Notenbanken setzen den Rahmen

Was heißt das für die wichtigsten Assetklassen? Der Euro sollte bis zu einem Kurswechsel der EZB zumindest gegenüber dem US-Dollar, aber tendenziell auch anderen wichtigen Währungen wie dem Britischen Pfund, dem Schweizer Franken oder dem Japanischen Yen weiter an Boden verlieren. Die exportorientierte Industrie hierzulande wird es freuen, gleichzeitig jedoch die Inflation in der Eurozone unseres Erachtens in Folge sich verteuernder Importe hochhalten. Der US-Dollar sollte 2022 zu den gesuchteren Anlagewährungen gehören – der Gedanke an echte Zinsen am kurzen Ende dürfte, wenn auch nicht für Begeisterungsstürme, so doch zumindest für starkes Wohlwollen gegenüber dem Greenback sorgen.

Steigende Zinsen in Euroland machen hiesige Anleihen unattraktiv

Die Zinskurven in Euroland sollten in der Folge etwas steiler werden, die in den USA sich tendenziell nach oben verschieben. Zwar will die EZB an ihrem – neu sortierten – Ankaufvolumen festhalten. Doch wird der Markt die Inflationserwartungen einzupreisen versuchen. Da die negative Einlagenverzinsung aufrechterhalten werden wird, kann das nur in den mittleren und längeren Laufzeiten passieren. Für Rentenanleger also eine undankbare Situation.

Einfacher scheint es auf der Aktienseite zu werden. Auch wenn wir keine Anstiege im Umfang des zurückliegenden Jahres erwarten: Die nach wie vor im Überfluss vorhandene und zumindest in Euroland weiter steigende Marktliquidität bleibt neben den deutlich negativen Realzinsen ein wichtiges Argument. Zudem sollte die konjunkturelle Entwicklung auf beiden Kontinenten für Rückenwind sorgen.

Konjunktur rechtfertigt zunehmend die Aktienkurse

Wir gehen davon aus, dass wir in Europa wie in Nordamerika 2022 eine Fortsetzung des deutlichen Wirtschaftswachstums sehen. Im privaten Sektor sind die Nachholeffekte aufgrund der anhaltenden Störungen der weltweiten Lieferketten noch immer nicht abgeklungen und werden durch die während der ersten Phase der Pandemie intensivierte Sparquote gestützt. Staatlicherseits werden die in den USA und Europa beabsichtigten Infrastrukturmaßnahmen das Ihre dazu beitragen, die Nachfrage in zahlreichen Branchen hoch zu halten.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Die Preissteigerungen im Beschaffungsbereich werden Druck auf die Margen der Unternehmen ausüben – nicht alle werden diesen weitergeben können. Auch ist zu erwarten, dass die Inflation höhere Lohnforderungen begründet und es damit zu den von Ökonomen befürchteten Zweitrundeneffekten und einer Verstetigung der Inflation kommen wird. Das wiederum sollte selbst die EZB dazu nötigen, ihre Staatsfinanzierung zurückzufahren, und wäre ein Signal für ein Auslaufen der bisherigen Liquiditätszufuhr.

Risikoherd Geopolitik

Unwägbarkeiten für die Aktien- und Rentenmärkte drohen traditionell von geopolitischer Seite. Bereits 2020 identifizierte das Internationale Institut für Konfliktforschung 40 beschränkte und unbeschränkte kriegerische Konflikte auf nationaler bzw. internationaler Ebene. Am präsentesten sind für uns Europäer sicherlich die Spannungen zwischen Russland und der NATO bzw. der EU um die Ukraine sowie zwischen China und den USA bzw. seinen regionalen Nachbarn. Doch auch in Syrien, im Irak, im Jemen und weiten Teilen Afrikas gibt es – weiterhin – keinen Frieden.

Solange die Energie- und Rohstoffproduzenten bzw. die Handelsrouten der westlichen Welt davon nicht betroffen sind, zeigen sich die Kapitalmärkte unbeeindruckt. Doch wenn es hier zu Beeinträchtigungen durch die bestehenden oder neue, bislang nicht wahrgenommene Konflikte käme, würde das zu mindestens kurzfristigen Reaktionen führen. Militärische Interventionen oder gar weitergehende Eskalationen dürften perspektivisch US-Dollar und Gold als klassische Risikoversicherungen befördern – Aktien aber mit hoher Wahrscheinlichkeit drücken.

Denn die gestiegenen Energiepreise sind für die Industrienationen bereits heute eine Belastung. Ein weiterer Anstieg könnte dabei die konjunkturellen Aussichten dämpfen. Dies käme der EZB womöglich ganz gelegen – denn ein schwächerer konjunktureller Ausblick wäre dann trotz steigender Inflationsraten ein Grund, die Geldpolitik weiterhin so expansiv zu handhaben. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

 

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SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Kapstadtring 8, 22297 Hamburg, Telefon (Zentrale): 040 4124-0, www.si-am.de

2021 gilt als Ausnahmejahr: Globales Wirtschaftswachstum und Inflation haben die höchsten Zuwachsraten seit Jahrzehnten verzeichnet.

 

Im nächsten Jahr werden sich diese wahrscheinlich auf hohem Niveau etwas verlangsamen. Der Konjunkturzyklus ist noch nicht zu Ende, aber die Bedingungen werden anspruchsvoller, und es wird schwieriger, Gewinne zu erzielen. Das Global Investment Committee von Nuveen sieht jedoch nach wie vor Chancen in allen Anlageklassen. Lesen Sie dazu den makroökonomischen Ausblick für das Jahr 2022 von Brian Nick, Chief Investment Strategist bei Nuveen.

2022: Langsamer. Aber immer noch ziemlich schnell.

  • Die meisten Faktoren, die positiv zum Wachstum beigetragen haben, werden 2022 abklingen. Die starke Nachfrage der Konsumenten und die daraus resultierende Inflation bleiben aber auch im neuen Jahr bestehen.
  • Fortgeschrittene Impfungen und fiskalische Anreize haben Unternehmen zu historisch hohem Gewinnwachstum verholfen. Das wird im nächsten Jahr nicht der Fall sein.
  • In dem Maße, in dem Aktien-, Kredit- und Immobilienmärkte von der außerordentlich lockeren Geldpolitik profitiert haben, wird ihnen diese 2022 hingegen weniger nützen.
  • Trotz abklingender Anreize und eines anhaltenden Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage bleiben wir bei unseren positiven Aussichten für Wachstum und Anlagerenditen.
  • Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage für Waren auf dem Weltmarkt dürfte sich allmählich selbst regulieren. Die weltweite Produktion und der Handel sind bereits auf einem Allzeithoch, aber die Produktion kann noch weiter gesteigert werden, um mit der Nachfrage aufzuschließen.
  • Wir sehen für 2022 nichts, das dem durch die globale Wiedereröffnung ausgelöstem explosiven Nachfragewachstum gerecht werden würde. Allerdings verfügt die Wirtschaft immer noch über starke Stützpfeiler und bekommt neuen Schwung.
  • Während wir davon ausgehen, dass der Druck auf die Lieferketten im Jahr 2022 nachlassen wird, befürchten wir gleichzeitig, dass sich dieser Druck auf den Arbeitsmarkt verlagern könnte.
  • Das größte Risiko für unseren Ausblick bleibt eine plötzliche Verschärfung der finanziellen Rahmenbedingungen, falls die Zentralbanken gezwungen sein sollten, auf die durch einen übermäßig angespannten Arbeitsmarkt verursachte Inflation zu reagieren.

Chancen für die einzelnen Anlageklassen

  • Fixed Income: Da die Inflation im Jahr 2022 nachlässt, dürften die Märkte weniger besorgt über bevorstehende und aggressive Zinserhöhungen sein, was zu einer leichten Steigung der Renditekurve führt. In diesem Szenario rechnen wir mit anhaltenden Herausforderungen für zinssensitive festverzinsliche Wertpapiere, aber einer weiteren Verengung der Kreditspreads von Unternehmen.
  • Aktien: Bei Aktien tendieren globale zyklische Werte und Finanztitel zu einer besseren Performance, wenn die Kurve steiler und der Wachstumspfad klarer werden.
  • Private Assets: Während private Vermögenswerte wie Immobilien empfindlich auf steigende Zinsen reagieren können, sollten sie durch moderat höhere Renditen im Kontext eines überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums nicht zu sehr betroffen sein.
  • Real Assets: Sachwerte können in einem Umfeld guten Wachstums und erhöhter Inflation florieren. Diejenigen von ihnen, die an die Infrastruktur gekoppelt sind, können von weiteren Investitionen in grüne Energie und überfälligen Investitionen von Regierungen und Unternehmen profitieren.

 

Über Nuveen

Nuveen, der Vermögensverwalter der amerikanischen Teachers Insurance and Annuity Association (TIAA), bietet ein umfassendes Produktangebot ergebnisorientierter Investmentlösungen für das langfristige Sichern finanzieller Ziele von institutionellen und privaten Investoren. Nuveen verwaltet 1,2 Billionen US-Dollar (Stand 30. September 2021) und ist in 27 Ländern tätig. Die Investmentspezialisten bieten ein fundiertes Fachwissen über eine umfangreiche Produktpalette von traditionellen und alternativen Investmentprodukten über eine Vielzahl von Anlagemöglichkeiten und maßgeschneiderten Strategien an.

 

 

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Nuveen Real Estate, 201 Bishopsgate, London EC2M 3BN, Tel: +44 20 3727 8000, www.nuveen.com

abrdn tritt der Emerging Markets Investors Alliance bei

 

abrdn (ehemals Aberdeen Standard Investments) ist als neuester großer Vermögensverwalter der Emerging Markets Investors Alliance (EMIA) beigetreten. Die gemeinnützige Organisation bringt ESG-Experten, Anleger und staatliche sowie private Emittenten von Schwellenländeranleihen zusammen, um mithilfe von nachhaltigen Anlagelösungen die drängendsten Probleme unseres Planeten zu lösen.

Gemeinsam mit institutionellen Anlegern fördert die EMIA die Umsetzung bester Governance-Praktiken sowie ökologische und gesellschaftliche Verantwortung bei Regierungen und börsennotierten Unternehmen.

Seit Jahren genießt der aktive Dialog über ESG-Themen hohe Priorität bei abrdn. Aber insbesondere in den Schwellenländern ist dies ein aufwändiger und oft schwieriger Prozess. Im Schulterschluss mit anderen Anlegern dürften die Gespräche mit Regierungen und Großunternehmen mehr Wirkung entfalten und mit größerer Wahrscheinlichkeit zu einem positiven Ergebnis führen.

Mit mehr als 3.000 Mitgliedern und einem von den drei größten Mitgliedsfirmen verwalteten Vermögen von 2,7 Bio. US-Dollar ist die EMIA das größte Netzwerk von Anlageexperten, das sich für deren Interessen einsetzt.

ESG ist nach der Überzeugung von abrdn kein festes Rahmenwerk, sondern ein sich ständig weiterentwickelndes Konzept, um Kapitalanlagen zu optimieren. Daher ist es wichtig, Wissen zu teilen und weiter zu lernen, damit Anleger sowie Anleihen- und Aktienemittenten besser werden können. Die EMIA bietet Schulungen für Experten und Anlegern eine Plattform für den Dialog mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Industrie, damit Vermögensanlagen Veränderungen bewirken und die Welt verbessern können. Sie ermutigt institutionelle Anleger, für die ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Anlagen Verantwortung zu übernehmen und sich für bessere Praktiken einzusetzen.

Die EMIA fördert den aktiven Dialog mit wichtigen Emittenten, um die Einführung der besten ESG-Verfahren voranzubringen. Durch den Beitritt zur EMIA verpflichten sich die EM-Anleihen- und -Aktienteams von abrdn zur Teilnahme an Arbeitsgruppen mit anderen Anlegern, ESG-Experten und Emittenten, um mit Kapitalanlagen eine positive Wirkung u.a. in folgenden Bereichen zu erzielen:

  • Landwirtschaft – Abholzung der Wälder in Brasilien, Tierwohl, Rechte indigener Völker, Einsatz von Antibiotika
  • Staatsverschuldung und Haushaltsdisziplin – Transparenz in den Bereichen Haushalt, öffentliches Beschaffungswesen, Schulden und Steuern
  • Rohstoffgewinnende Sektoren – Transparenz von Zahlungen und Verträgen, Wasserrisiken, Zustimmung der örtlichen Gemeinschaft
  • Technologie, Medien, Telekommunikation – Datenschutz und -sicherheit, Auswirkungen von Emissionen, Elektroschrott
  • Finanzwirtschaft – verantwortungsvolle Kreditvergabe, finanzielle Inklusion, Schutz von Kundendaten, Entwicklung von Humankapital

Als Mitglied der EMIA will abrdn dazu beitragen, Standards und die Entwicklung des Marktes für Anleihen mit Gütesiegel voranzubringen (einschließlich grüner, blauer, sozialer und nachhaltiger Anleihen). Mithilfe von Leitlinien für die Emission von Anleihen mit EM-Gütesiegel strebt die EMIA einen Markt für solche Anleihen an, der wesentlich zu besseren ESG-Resultaten beitragen kann.

Viktor Szabo, Investment Director, Emerging Market Debt, bei abrdn sagt:

„Wir sind stolz darauf, Mitglied der EM Investors Alliance zu sein. Diese Investorenallianz leistet einen Beitrag dazu, das Bewusstsein für die besten Praktiken in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance zu stärken und diese dort fest zu verankern, wo sie benötigt werden. Zweifellos hat eine Allianz aus Investoren mehr Einfluss als ein Anleger allein.

Die EMIA arbeitet unter anderem mit staatlichen Emittenten zusammen, um ESG-Standards zu verbessern, sowie mit relevanten Sektoren wie der rohstoffgewinnenden Industrie und der Telekommunikationsbranche, damit diese ihre ESG-Bilanz verbessern und transparenter werden. So arbeitet die EMIA etwa darauf hin, das öffentliche Beschaffungswesen in weniger entwickelten Volkswirtschaften gerechter und transparenter zu machen.

Wir sind beeindruckt von der EMIA und ihrem Bemühen, das Wissen rund um das Thema ESG zu verbessern, indem sie Schulungsmaterial und Webinars bereitstellt sowie Vorträge für Anleger und Emittenten anbietet. Es erfüllt uns mit Stolz, Teil einer Investorenallianz zu sein, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Welt zu verbessern.“

Fiona Manning, Senior Investment Director, Emerging Market Equity, sagt:

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Branchenkollegen, um positive Veränderungen im Anlageverhalten auf Unternehmensebene zu bewirken und auf der politischen Ebene den ESG-Rahmen für Unternehmen zu optimieren. Hiermit bauen wir auf der Arbeit auf, die wir als Vermögensverwalter mit unserem aktiven Engagement in allen Anlageklassen leisten.“

Ashok Parameswaran, President und Gründer der Emerging Markets Investors Alliance, sagt:

„Ich finde es fantastisch, dass abrdn unserer Allianz beigetreten ist und sich damit verpflichtet, die Ziele der EMIA zu unterstützen, nämlich gemeinsam an einer Lösung der drängendsten Probleme unseres Planeten zu arbeiten. abrdn tut dies im Bewusstsein, dass Kapitalanlagen ein wirksames Mittel sein können, um positive Veränderungen anzustoßen. Durch den Beitritt werden die renommierten Schwellenländerteams von abrdn dazu beitragen, dass die Investmentbranche bei der Bewältigung komplexer Probleme wie Korruption und Klimawandel eine Führungsrolle einnimmt. abrdn wird als einflussreicher und einer der größten Vermögensverwalter Großbritanniens die EMIA darin unterstützen, Einfluss auf die Themen zu nehmen, die für die Menschen und unseren Planeten höchste Priorität haben.“

 

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Aberdeen Standard Investments Deutschland AG, Bockenheimer Landstraße 25, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 768072-0, www.aberdeenstandard.com

Ausblick 2022: Auf disruptive Technologien setzen

Kommentar von Vincent Hamelink, Chief Investment Officer (CIO), und Nicolas Forest, Global Head of Fixed Income

 

Ein Jahr nach der Entdeckung von Anti-Covid-Impfstoffen haben die Finanzmärkte die Pandemie bereits hinter sich gelassen. Die Wirtschaft jedoch nicht, wie zahlreiche Störungen der Lieferketten auf den Arbeits- und Rohstoffmärkten belegen. Dennoch dürfte sich die starke wirtschaftliche Entwicklung fortsetzen. Wir gehen davon aus, dass alle Industriestaaten bis Ende nächsten Jahres wieder vorpandemische Produktionsniveaus erreichen werden und die starke Wirtschaftsleistung bis ins Jahr 2022 anhält,, mit einem Wachstum von rund 4 Prozent sowohl in den USA als auch im Euroraum. Einige Schwellen- und Entwicklungsländer leiden dagegen weiterhin unter Produktionsverlusten. Darüber hinaus dürften die Arbeitsmärkte den Produktionszahlen hinterherhinken, da die Beschäftigung weltweit voraussichtlich nur zwei Drittel seines Niveaus vor der Pandemie erreichen wird.

Die starke Nachfrage, die durch die aufgestauten Ersparnisse und die Erholung nach der Pandemie angezogen hat, steht Engpässen in der Versorgungskette gegenüber. Das führt zu einem Preisanstieg. Die Inflation dürfte zumindest in den Wintermonaten sehr hoch bleiben und auch länger anhalten, als der Begriff „vorübergehend“ möglicherweise suggeriert. Doch auch sie wird vorbeigehen. Wir rechnen damit, dass die Inflationserwartungen im Jahr 2022 ihren Höchststand erreichen. Dabei dürften die Inflationsängste in der ersten Jahreshälfte 2022 jedoch schwanken und die Geduld der Zentralbanken auf die Probe stellen.

USA: zwei Zinserhöhungen in der zweiten Jahreshälfte 2022

Die US-Notenbank Fed hat zwei Hauptziele: die Inflation bei einem Durchschnittswert von 2 Prozent zu halten und gleichzeitig Vollbeschäftigung anzustreben. Das bedeutet sie kann ein Überschießen der Inflation hinnehmen, solange es auf dem Arbeitsmarkt keine Vollbeschäftigung gibt – und davon sind die USA im Moment weit entfernt. Fed-Chef Jerome Powell rechnet zudem nicht mit einer anhaltend hohen Inflation, sondern geht davon aus, dass diese sich bis Ende 2022 auf einem Niveau von 2,2, Prozent einpendelt. Deswegen plant die Fed, ihre Wertpapierkäufe zu reduzieren und sie bis Mitte 2022 einzustellen, um dann mit der Anhebung der Leitzinsen zu beginnen.

Nach dem stärkeren Anstieg der Verbraucherpreise in den vergangenen Monaten erwarten Anleger jetzt jedoch, dass die Fed die Zinsen früher und aggressiver erhöht, als sie angekündigt hat. Wir gehen davon aus, dass die Fed ihre Drosselung bis Juni 2022 beenden und in der zweiten Jahreshälfte zwei Zinsschritte beschließen wird. Vor diesem Hintergrund dürften die Renditen 10-jähriger US-Treasuries zwischen 1,5 Prozent und 2,5 Prozent steigen, was eine kurze Duration rechtfertigt. Der Übergang der Fed zu einen Zinserhöhungszyklus ist eine sehr schwierige Zeit, die in der Vergangenheit mit einer Abflachung der Renditekurve verbunden war. Deshalb gewichten wir US-Unternehmensanleihen unter und engagieren uns angesichts der flacheren Renditekurve und des überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums in Aktien.

Euroraum: Zinsschritte nicht vor Mitte 2023

Der Euroraum ist von der Vollbeschäftigung sehr weit entfernt und die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet mit einer zusätzlichen kurzfristigen Inflation im Jahr 2022, bevor die Teuerung 2023 wieder unter das 2-Prozent-Ziel sinkt. Deswegen dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre lockere Geldpolitik beibehalten – eine Anhebung des kurzfristigen Zinssatzes vor Mitte 2023 ist höchst unwahrscheinlich. Zwar endet im März das Programm für die Pandemie-Notkäufe (PEPP), doch andere flexiblere Wertpapierkaufprogramme dürften an ihre Stelle treten, um den Übergang zu erleichtern. Auch hier stellt sich angesichts der Teuerungsraten von 4 Prozent im Verbraucherpreisindex die Frage nach möglichen unerwarteten Zinserhöhungen im Jahr 2022. Diese Aussicht hat Christine Lagarde in der jüngsten Mitteilung über den geldpolitischen Beschluss der EZB jedoch zurückgewiesen.

Angesichts dessen, dass die EZB weiter Wertpapiere kaufen wird, während die Fed ihre Käufe reduziert, halten wir europäische Anleihen für attraktiver als ihre Pendants aus den USA. Jedoch dürften die Anleiherenditen auch im Euroraum steigen – für die 10-jährige deutsche Anleihe haben wir ein Renditeziel von 0,2 Prozent gesetzt. Vorsicht ist dagegen bei Spreads europäischer Peripherieländer geboten: Hier sind viel gute Nachrichten bereits eingepreist.

Schwellenländer: Schlechte Nachrichten machen chinesische Wertpapiere attraktiv

Die Straffung der Geldpolitik in den USA bedeutet meist Gegenwind für die Schwellenländer – und die Finanzmärkte haben bereits begonnen, diese Entwicklung einzupreisen, während die meisten Zentralbanken Lateinamerikas und Osteuropas bereits ihre Geldpolitiken bereits straffen. Nachdem China 2020 als einziges G20-Land ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnet hatte, ist sein Investmentumfeld im Jahr 2021 besonders schwierig geworden. Die Wachstumsdynamik hat nachgelassen, bedingt durch die Null-Covid-Strategie, Maßnahmen zur Eindämmung der Kohlenstoffemissionen und Maßnahmen zur Abkühlung des Immobilienmarktes. Zwar dürfte Peking die geld- und steuerpolitischen Lockerungsmaßnahmen verstärken, doch es gibt dennoch ein eindeutiges Risiko für einen Abwärtstrend.

Diese schlechten Nachrichten haben die Finanzmärkte bereits eingepreist – und die Bewertungen in China sehen zunehmend attraktiv aus. Zudem zeichnet sich ab, dass Xi Jinping auf dem 20. Parteitag, der für Mitte Oktober 2022 geplant ist, eine dritte 5-jährige Amtszeit erhalten wird. Für Investoren dürfte das beruhigend wirken, denn das bedeutet Kontinuität und Planungssicherheit.

Risiken für 2022: Die Gratwanderung der Zentralbanken

Zwei Risiken nehmen im Jahr 2022 zu: ein vorzeitiger Beginn der Zinserhöhungen seitens der Fed und ein viel weniger günstiger Straffungszyklus. Einerseits laufen die Zentralbanken der Industrieländer Gefahr, der wirtschaftlichen Entwicklung hinterherzuhinken. Sollten die Inflationserwartungen nicht mehr fundiert sein, müssen sie möglicherweise aggressiv durchgreifen. Unternehmen und Verbrauchern bereitet die Inflation bereits große Sorgen. Auch der Lohndruck muss aufmerksam beobachtet werden, denn hier könnte ein Teufelskreis entstehen, der aus der kurzfristigen Inflation einen Dauerzustand machen könnte. Andererseits könnte eine aggressive Reaktion auf die möglicherweise vorübergehende Inflation die Konjunkturerholung gefährden. Vor dem Hintergrund der weltweit hohen Verschuldung von Staaten und Privatpersonen könnte sie eine abrupte Verlangsamung des Wirtschaftswachstums auslösen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Geduld der Zentralbanken auszahlt – und zu einem robusten Wachstum und finanzieller Stabilität führen wird.

Ein sehr hohes Risiko sehen wir zudem darin, dass die beispiellosen globalen fiskalischen und geldpolitischen Anreize, die den derzeit laufenden Wirtschaftsboom ausgelöst haben, nicht mehr haltbar sein könnten. Alles zusammen könnte sich dann zu einem Hochinflationsboom und einem Einbruchzyklus entwickeln – und zu einer Double-Dip-Rezession führen. Dies ist allerdings nicht unser Hauptszenario. Wir rechnen im Jahr 2022 nicht mit einer Umkehrung der Kurve, denn wir sehen für eine Abflachung ausreichend Spielraum.

Investieren in Disruption und nachhaltigen Wandel

Zukunftsthemen bleiben auch weiterhin im Fokus. Wir investieren in Unternehmen, die von langfristigen Trends profitieren und diese vorantreiben. Dazu zählen Gesundheitsdienstleister, Unternehmen, die ihren Übergang zur Dekarbonisierung beschleunigen, Abfall minimieren und die Mobilitätsrevolution vorantreiben sowie auf disruptive Technologien setzen.

Im Allgemeinen steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt – schon immer, aber ganz besonders in der Zeit, in der wir nach der Pandemie in die neue Normalität eintreten. Als verantwortungsbewusste Anleger sehen wir uns in der Pflicht, den Übergang zu einer gerechten und integrativen Energiewende zu erleichtern, zu beschleunigen und zur Bekämpfung des Klimawandels beizutragen. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Faktor für die Anlageperformance – und aktives Management wird bei der Auswahl von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle einen positiven Beitrag zur Welt von morgen leisten, entscheidend sein.

 

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Im nachstehenden Kommentar identifiziert Nicholas Yeo, Head of Equities bei abrdn, fünf Anlagethemen, die 2022 in China wichtig werden:

 

Die jüngsten regulatorischen Ankündigungen der Regierung trafen den Markt unerwartet. Anleger sollten hierin jedoch nicht das Ende des Kapitalismus in China sehen, sondern die Änderungen vielmehr vor dem Hintergrund einer sich rasant wandelnden Technologielandschaft betrachten. Die Regulierungsbehörden sind zwar bestrebt, mit der Innovation Schritt zu halten, aber wir rechnen nicht in allen privaten Sektoren der „New Economy“ mit drastischen Eingriffen. Es darf nicht vergessen werden, dass die New Economy eine wichtige Rolle in Chinas Vision einer modernen, konsumorientierten Wirtschaft spielt. Auch der Privatsektor wird weiter entscheidend dazu beitragen, dass Chinas Wirtschaft innovativ bleibt und floriert und die Regierung ihr Ziel erreicht, das Land bis 2035 zu einer moderat prosperierenden Nation zu machen. China ist darauf angewiesen, dass seine Kapitalmärkte gut funktionieren, damit diese das Wachstum beflügeln. Wir halten die Marktreaktion auf die regulatorischen Maßnahmen für überzogen und aus den willkürlichen Verkäufen ergeben sich unseres Erachtens Anlagegelegenheiten. Unternehmen, die in der Lage sind, sich an das sich wandelnde regulatorische Umfeld anzupassen und an den politischen Zielen in Bereichen wie digitale Innovation, grüne Technologien, Zugang zu erschwinglicher Gesundheitsversorgung und bessere Sozialsysteme auszurichten, steht unseres Erachtens eine strahlende Zukunft bevor. Überdies dürften die Anleger ihren Fokus bei der bevorstehenden Berichtssaison wieder auf die zugrunde liegenden Stärken der Unternehmen verlagern, was unseren Engagements bei Qualitätsfirmen zugutekommen dürfte.

Wir haben fünf wesentliche Anlagethemen identifiziert, die 2022 in China wichtig werden.  

Wachsende Nachfrage nach Premiumgütern und Luxuswaren

Unternehmen mit Konsumbezug dürften sich allgemein gut behaupten, da China eine unabhängige Wirtschaft anstrebt, die stärker auf den Binnenkonsum als die Exporte ausgerichtet ist. Wir glauben an den Premiumisierungstrend in China – wir sind davon überzeugt, dass die Urbanisierung und der wachsende Wohlstand der Mittelschicht die Nachfrage nach Premiumgütern und -dienstleistungen langfristig ankurbeln werden. Dies steht im Einklang mit dem Ziel Chinas, bis 2035 zu einer moderat wohlhabenden Nation zu avancieren. Wir haben unser Portfolio so positioniert, dass es vom anhaltenden Wachstum der Mittelschicht profitiert. Obschon die Regierung bestrebt ist, die grundlegenden Lebenshaltungskosten der breiten Bevölkerung einzudämmen, rechnen wir nicht damit, dass sie die Ermessensausgaben für hochwertige Güter und Dienstleistungen einschränken wird. Eine Ausnahme war die Reform des Bildungssektors, in deren Folge Nachhilfeanbieter keine Gewinne mehr erwirtschaften dürfen. Das regulatorische Risiko im Baijiu-Segment (Premium-Schnaps) schätzen wir weiter positiv ein, da der Wettbewerb im Sektor angesichts eines breiten Spektrums an Preissegmenten (d. h. kein Monopol) weiter stark ausfällt, bestehende Hersteller als „nationale Schätze“ durch die Politik geschützt scheinen und große Produzenten in einigen der ärmsten Provinzen Chinas (z. B. Guizhou) zu den größten Steuerzahlern zählen. Ultra-Luxusgüter (z. B. europäische Modemarken und Autos) könnten aufgrund des Drucks auf die Superreichen in China zwar in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies ist allerdings kein Schwerpunktbereich in unserem Portfolio.

Fortschreitende Digitalisierung

Dieses Thema steht im Einklang mit dem Streben der Regierung nach Unabhängigkeit und einer stärkeren Binnenwirtschaft sowie einer höheren Produktivität, niedrigeren Kosten, mehr Innovationen und einem stärkeren Wirtschaftswachstum. Unsere Engagements in diesem Sektor betreffen vor allem Titel mit Softwarebezug. Dank ihrer Marktkenntnisse und der Bevorzugung lokaler Anbieter in Segmenten wie Cybersicherheit und Cloud-Dienste genießen inländische chinesische Unternehmen Vorteile im Softwarebereich. Cybersicherheit und Datenschutz spielen auch im Hinblick auf die nationale Sicherheit eine wichtige Rolle, was den lokalen Markt und die Unabhängigkeit ebenfalls stärken dürften. Das Bewusstsein für Cybersicherheit ist in China zwar geringer als anderswo in der Welt und die diesbezüglichen Ausgaben sind niedriger, aber wir gehen davon aus, dass sich dies ändern wird.  Wenn China weiter daran arbeiten will, zu einer digitalen Volkswirtschaft aufzusteigen, wird das Land vertikale Branchen digitalisieren müssen (z. B. Software-as-a-Service im Bausektor). Hersteller intelligenter Haushaltsgeräte scheinen dem Risiko regulatorischer Maßnahmen weniger stark ausgesetzt zu sein, wenngleich politische Schritte, die sich auf Wohneigentum oder die Transaktionsvolumina bei Immobilien auswirken, indirekt auch dieses Segment beeinflussen könnten.

Grüne Zukunft

Dieses Thema steht im Zusammenhang mit der Regierungspolitik in Bezug auf Dekarbonisierung und das Erreichen von Klimaneutralität bis 2060. China hat mit 90 % bei Solarkraft und 75 % bei Batterien den größten Anteil an den globalen Produktionskapazitäten für erneuerbare Energieerzeugung und -speicherung. Die Dekarbonisierungsmaßnahmen des Landes entsprechen überdies den Emissionsreduzierungszielen im Rest der Welt. Die Dekarbonisierung der Volkswirtschaften erfordert enorme Investitionen in die erneuerbare Energieerzeugung und -speicherung, wovon China profitieren dürfte. Andere Branchen werden ebenfalls zur Dekarbonisierung beitragen müssen, sodass wir mit höheren Investitionsausgaben für die Aufrüstung von Anlagen und die Verbesserung der Energieeffizienz rechnen. Zu unseren Engagements zählen Solar-Wafer-Produzenten, Komponentenhersteller, Anbieter von Batterien und dazugehörigen Bestandteilen, Firmen mit Bezug zur Automation und ein Unternehmen mit Fokus auf die Aufrüstung der Stromnetze für eine von erneuerbaren Energien geprägte Zukunft.

Flächendeckende Gesundheitsversorgung

Wir weisen eine Übergewichtung im Bereich Gesundheitsdienstleistungen auf, darunter Unternehmen, die innovative Research- und Dienstleistungen für klinische Studien bieten, welche dazu beitragen, dass hochwertige Behandlungsmöglichkeiten kostengünstig und rasch auf den Markt gebracht werden. Diese Engagements stehen auch im Einklang mit dem übergreifenden Ziel der Regierung, die Gesundheitsversorgung günstiger zu gestalten und jedermann zugänglich zu machen. Dieses Ziel stellt eine wichtige Säule des gemeinsamen Wohlstands dar. Es bestehen zusätzliche Anreize, für eine erschwinglichere und leichter zugängliche Gesundheitsversorgung zu sorgen, da sich China demografischen Herausforderungen wie einer rasch alternden Gesellschaft gegenübersieht. Wir sind auch bei einer Krankenhauskette für Augenheilkunde engagiert, die Privatpatienten diskretionäre Augenbehandlungen anbietet. Unseres Erachtens hält sich das regulatorische Risiko in diesem Bereich in Grenzen. Pharmaunternehmen sind untergewichtet, da sie aufgrund des Drucks auf die Medikamentenpreise einem höheren regulatorischen Risiko ausgesetzt sind. Die Verlagerung der Produktion und des Vertriebs von Gesundheitsausrüstung ins Inland ist ebenfalls ein Bereich, in dem wir Chancen erkennen.

Aufbau und Sicherung von Wohlstand

Dieses Thema steht im Einklang mit dem Ziel Chinas, bis 2035 ein moderat wohlhabendes Land zu werden. Der Finanzdienstleistungssektor spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Wohlstand aufzubauen und zu sichern. Unsere Engagements tragen zur Schaffung starker Finanz- und Kapitalmärkte bei. Dazu zählen Chinas qualitativ hochwertigste Verbraucherbank sowie Softwarefirmen, die die Weiterentwicklung der Kapitalmärkte (z. B. im Hinblick auf Trading und Portfoliomanagement) fördern.  Die Nachfrage nach Versicherungsleistungen fällt in China verglichen mit dem Rest der Welt weiter niedrig aus. Daher erkennen wir einen umfangreichen adressierbaren Markt für Lebens- und Krankenversicherer, zumal die Bevölkerung rasch altert. Die jüngsten regulatorischen Maßnahmen gegen Online-Versicherer dürften Unternehmen höherer Qualität zugutekommen und den allgemeinen Standard in der Versicherungsbranche anheben.

 

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Aberdeen Standard Investments Deutschland AG, Bockenheimer Landstraße 25, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 768072-0, www.aberdeenstandard.com

Die Gruppe Börse Stuttgart blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

 

“Unsere strategischen Standbeine im Kapitalmarkt- und Börsengeschäft und im Digital- und Kryptogeschäft haben sich 2021 sehr positiv entwickelt”, sagt Dr. Matthias Voelkel, Vorstand und ab 1. Januar 2022 CEO der Gruppe Börse Stuttgart: “Wir sind in beiden Geschäftsfeldern exzellent aufgestellt, um zu wachsen und unsere Marktposition weiter auszubauen. Als sechstgrößte Börsengruppe in Europa betreiben wir Börsen in Deutschland, Schweden und der Schweiz, ein europäisches außerbörsliches Netzwerk und einen an mehreren europäischen Handelsplätzen aktiven Broker. Zudem haben wir das größte Digital- und Kryptogeschäft der europäischen Börsengruppen aufgebaut.”

Das Interesse von Anlegern an Wertpapieren war 2021 weiterhin hoch. “Hier konnten wir unsere Stärken für Privatanleger ausspielen und neue Kundengruppen für uns gewinnen”, so Voelkel. Das spiegelt sich im Handelsvolumen an der Börse Stuttgart wieder: Der voraussichtliche Umsatz nach Orderbuchstatistik im Jahr 2021 beträgt – mit einer Hochrechnung für die letzten drei Handelstage des Dezembers – rund 107 Milliarden Euro. Damit liegt der Umsatz über alle Wertpapierklassen hinweg nur rund 4 Prozent unter dem Niveau des extrem umsatzstarken Vorjahres.

Im Handel mit Exchange-Traded Products erzielt die Börse Stuttgart 2021 einen neuen Rekord: Der Umsatz steigt um rund 5 Prozent auf rund 23 Milliarden Euro. Hohe Umsätze sind auch im Handel mit verbrieften Derivaten zu verzeichnen: Hier sinkt das Handelsvolumen gegenüber dem von Marktverwerfungen geprägten Vorjahr nur leicht auf rund 44 Milliarden Euro. Mit einem Marktanteil von rund 66 Prozent bleibt die Börse Stuttgart bei verbrieften Derivaten Marktführer im börslichen Handel in Deutschland. Bei Aktien liegt der Umsatz 2021 bei rund 28,6 Milliarden Euro und damit nur knapp unter dem Rekordwert des Vorjahres.

2021 nahm die Akzeptanz von Kryptowährungen bei Privatanlegern und institutionellen Akteuren weiter zu. Vor diesem Hintergrund unterstreicht das Digital- und Kryptogeschäft der Gruppe Börse Stuttgart sein hohes Wachstumspotential. So erreicht die Plattform BISON für den unkomplizierten Handel mit Kryptowährungen 2021 ein Handelsvolumen von rund 5,6 Milliarden Euro. Die Zahl der aktiven Nutzer bei BISON steigt 2021 um mehr als 150 Prozent auf rund 550.000. Der multilaterale Krypto-Handelsplatz Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX), der sowohl privaten als auch institutionellen Anlegern offensteht, knackt 2021 die Marke von 2,5 Milliarden Euro Handelsvolumen. Damit verfünffacht sich das Handelsvolumen im Kryptogeschäft der Gruppe Börse Stuttgart gegenüber dem Vorjahr auf rund 8,1 Milliarden Euro. “Mit unseren Angeboten sind wir der zuverlässige, transparente und regulierte Partner, der Privatanlegern und institutionellen Kunden unkomplizierten Zugang zur Kryptowelt bietet”, so Voelkel.

 

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Boerse Stuttgart GmbH, Börsenstraße 4, 70174 Stuttgart, Tel: +49 711 222985-711, Fax: +49 711 222985-55, www.boerse-stuttgart.de

Die verfügbare Zeit zur Umsetzung von Wertsteigerungsprogrammen sinkt auf drei bis fünf Jahre

 

Die Anzahl an PE-Deals bleibt auch 2022 in sämtlichen Branchen auf Rekordhoch und führt zu einem hohen Bedarf an Managementkapazitäten zur Umsetzung

Alvarez & Marsal (A&M), ein weltweit führendes Beratungsunternehmen, präsentiert die Ergebnisse einer in Zusammenarbeit mit dem führenden Marktforschungsunternehmen Statista durchgeführten Studie, die die gegenwärtigen Herausforderungen in der Post-Deal-Phase und Value Creation bei PE-Investments beleuchtet. Zudem bietet sie einen Ausblick auf die Trends bei PE-Aktivitäten für das Jahr 2022. Die qualitative Studie hat ausgewählte Entscheider auf C-Level aus PE-Firmen und Portfoliounternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt.

Deal-Aktivität bleibt in sämtlichen Branchen auf Rekordhoch – auch 2022

Die Anzahl an PE-Deals befindet sich gegenwärtig auf einem Rekordhoch. Eine gewichtige Rolle fällt dabei unter anderem der hohen Anzahl an Carve-Outs zu, die Unternehmen vornehmen, um Liquidität zu generieren und sich von Randaktivitäten zu trennen. Auch die durch viele Faktoren wie Pandemie, Chipkrise und Rohstoffknappheit bedingte Disruption ist ein entscheidender Einflussfaktor für die hohe Anzahl an Transaktionen. Diese Entwicklung unterstreicht den hohen Transformationsdruck, der aktuell auf Unternehmen und Managementteams liegt. Auch für 2022 ist bei diesem Trend keine Abschwächung zu erwarten.

Im Fokus der Investoren stehen dabei sämtliche Sektoren und Regionen, ein tatsächlich auf die Pandemie zurückführbarer Effekt kann nur in wenigen besonders stark betroffenen Sektoren wie Tourismus und Freizeit beobachtet werden. Doch selbst in diesen Segmenten finden vereinzelt Transkationen statt. “Der Druck auf PE-Investoren, Deals abzuschließen, ist aktuell durch die große Menge an auf dem Markt verfügbaren Geld massiv. Daher gehen die Finanzinvestorenbei der Suche nach Möglichkeiten kreativ vor und prüfen sämtliche Branchen”, erklärt Steffen Kroner, Managing Director des-Expertenteams bei A&M, das sich auf die Beratung von Finanzinvestoren und deren Portfoliounternehmen fokussiert. “Dabei sehen wir die Tendenz, dass Investoren, abhängig von ihren Investmentkriterien sich jeweils auf bestimmte Sektoren konzentrieren, um dort durch spezifische Branchenexpertise bestehende Synergieeffekte zu nutzen und aufgrund der tiefen Erfahrung bessere Verkaufsabschlüsse zu erzielen.”

Transformationspläne sollen immer schneller sichtbare Erfolge zeigen

Wie die Studie zeigt, verfolgt die Mehrzahl an PE-Investments eine buy&transform-Strategie. Gleichzeitig hat sich jedoch der Zeitraum für die Umsetzung der Programme zur Wertsteigerung (Value Creation Programs – VCPs) auf durchschnittlich drei bis fünf Jahre verkürzt, während er in der Vergangenheit typischerweise bei fünf bis sieben Jahren lag. Dieser gewachsene Zeitdruck für eine zeitnahe und erfolgreiche Umsetzung der Wertsteigerungsprogramme bedeutet, dass eine reibungsfreie Kooperation von Management, Beratern und Investoren unabdingbar ist.

Die Mehrheit der in der Studie befragten Entscheider beginnt mit den Initiativen zur Wertschöpfung unmittelbar nach dem Abschluss der Transaktion. Die Voraussetzung dafür ist, dass während der Sign-to-Close-Phase eine gewisse Vorabstimmung stattgefunden hat. Alternativ werden die ersten 100 Tage dazu genutzt, unmittelbare Risiken bei der Geschäftsübernahme und -fortführung zu mindern und die weitere Wertschöpfung gemeinsam zu planen, welche dann nach den ersten sechs Monaten umgesetzt wird.

Wie die Studie zeigt, neigen sowohl Managementteams als auch Private-Equity-Sponsoren dazu, Wertsteigerungsprogramme von Anfang an strukturiert, aber auch schnell und kraftvoll zu initiieren. Einem regelmäßigen Monitoring und Steuerung durch eine aussagefähiges Fortschrittsreporting (PMO) kommt in allen untersuchten Ländern eine zentrale Bedeutung zu.

PE-Firmen vertrauen dem Management und suchen nach strategischen Experten

Für die Umsetzung ihrer Programme zur Wertsteigerung vertrauen Investoren bevorzugt auf das bereits vorhandene Management und ziehen diesem – falls als notwendig erachtet – externe Experten hinzu. In Deutschland ist die Neigung, solche externen Experten in großem Umfang einzubinden, doppelt so stark ausgeprägt wie im europäischen Durchschnitt. Bei der Auswahl der Berater werden dabei in Deutschland Berater bevorzugt, die Transformationsprogramme gut umsetzen können und Veränderungsprozesse aktiv managen.

“Neben dem Management spielen externe Umsetzungspartner eine Schlüsselrolle, um PE-Firmen bei der Wertsteigerung ihrer Investments zu unterstützen. PE-Investoren binden externe Berater in enger Abstimmung mit dem Management ein, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit beider Seiten zu gewährleisten”, sagt Steffen Kroner. “Unsere Studie bietet qualitative Einblicke in die Erwartungen, die bei PE-Deals unter dem Ziel der Wertsteigerung an das Management gestellt werden und wie entscheidend insbesondere die ersten 100 Tage sind, um die angestrebten Ziele zu erreichen.”

Zur Methodik

Im September 2021 hat das Marktforschungsunternehmen Statista im Auftrag von Alvarez & Marsal insgesamt 65 Führungskräfte von Private-Equity-Firmen bzw. von Unternehmen im Besitz von Private-Equity-Firmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt. Die Befragung enthielt überwiegend geschlossene Fragen, die Interviews wurden telefonisch durchgeführt. Die Ergebnisse wurden von Statista ausgewertet und gesammelt und werden anonymisiert dargestellt.

Über Alvarez & Marsal

Unternehmen, Investoren und öffentliche Institutionen auf der ganzen Welt wenden sich an Alvarez & Marsal (A&M), wenn es um Leadership, Umsetzung und messbare Ergebnisse geht. A&M ist seit seiner Gründung 1983 in Privatbesitz und ein weltweit führendes Beratungsunternehmen, das sich auf Business Consulting, Verbesserung der Unternehmensleistung, Due Diligence und Turnaround-Management konzentriert. Unsere Kunden profitieren von unserem fundierten Fachwissen und Erfahrungsschatz, wenn herkömmliche Ansätze nicht mehr ausreichen, um Veränderungen herbeizuführen. Mit über 5.500 Mitarbeitern auf vier Kontinenten liefern wir konkrete Resultate für Unternehmen, Verwaltungsräte, Gläubigern, Private-Equity-Firmen, Anwaltskanzleien und Regierungsbehörden, die vor komplexen Herausforderungen stehen. Mit unserer langjährigen und umfangreichen Erfahrung in der Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen treffen wir gemeinsam mit unseren Kunden schwierige Entscheidungen, generieren Wachstum und erzielen handfeste Ergebnisse.

 

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Alvarez & Marsal Holdings, LLC., 600 Madison Avenue, 8th Floor, New York, New York, 10022, Tel: +1 212 759 4433, www.alvarezandmarsal.com

Studie bestätigt Zusammenhang von niedriger CO2-Intensität und hohen Dividendenausschüttungen

 

Die EB-SIM, führender Vermögensverwalter für nachhaltige Investments im deutschsprachigen Raum, erweitert ihr Angebot um den nachhaltigen Aktienfonds „EB Dividendenstrategie Klima Global“. Der neue Fonds ist ab dem 03. Januar 2022 über die Vertriebspartner der EB-SIM erhältlich. Er investiert weltweit ausschließlich in nachhaltige Unternehmen, die attraktive Dividenden- sowie Wachstumschancen bieten. Der Fonds steht im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens.

„Klimaneutralität und hohe Dividendenausschüttungen gehen bei vielen Unternehmen Hand in Hand“, sagt Dr. Oliver Pfeil, Geschäftsführer und Chief Investment Officer bei der EB-SIM. „Unternehmen, die eine niedrige CO2-Intensität aufweisen, sind häufig gleichzeitig sehr profitabel und schütten entsprechend hohe Dividenden aus. Der ‚EB Dividendenstrategie Klima Global‘ macht sich das zunutze, indem er gezielt in Unternehmen investiert, die sich in beiden Feldern positiv hervortun.“

Eine neue Studie* der EB-SIM untermauert den positiven Zusammenhang zwischen niedriger CO2-Intensität und Dividendenhöhe. Im Rahmen der Analyse wurden weltweit 9.225 Unternehmen untersucht und in fünf Quintile, basierend auf der CO2-Intensität, eingeteilt. Dabei zeigte sich, dass Unternehmen im untersten Quintil, in dem die Unternehmen mit der niedrigsten CO2-Intensität zusammengefasst sind, die höchste durchschnittliche Dividendenrendite aufwiesen. Analog im Vorgehen, konnten die Unternehmen mit den geringsten absoluten CO2-Emissionen gleichzeitig das höchste Dividendenwachstum vorweisen.

Positiver Zusammenhang von ökologischer Nachhaltigkeit und Dividende

In einem weiteren Schritt hat die EB-SIM die Erkenntnisse der Studie mittels eines Backtestings verprobt. Dazu wurde rückwirkend für die vergangenen zehn Jahre ein Musterportfolio aus Unternehmen erstellt, die gleichzeitig eine geringe CO2-Intensität und eine hohe Dividendenrendite aufwiesen. Die Titel des Musterportfolios wurden einmal pro Jahr angepasst. Dabei kam heraus, dass das so zusammengestellte Portfolio pro Jahr eine um etwa 3,5 Prozent höhere Rendite erzielen konnte als ein globaler Aktienindex.**

Mit dem „EB Dividendenstrategie Klima Global“ bietet die EM-SIM Anlegern erstmals die Möglichkeit, in dividendenstarke Unternehmen zu investieren, die auf das 1,5 Grad-Ziel ausgerichtet sind. „Das aktuelle Marktumfeld ist gezeichnet von der Sorge vor steigenden Zinsen, der Bekämpfung des Klimawandels und geopolitischen Spannungen. Es ist bekannt, dass Dividendenerträge über lange Zeiträume hinweg einen Großteil der Aktienperformance ausmachen. Darüber hinaus können sie einen Beitrag zur Wertstabilität eines Portfolios leisten, in dem sie helfen, Kursschwankungen zu mindern“, erklärt Fondsmanager Philipp Hohmann. „Dividendenstarke Unternehmen sind zudem meist in ihrem Markt etabliert, verfügen über ein stabiles Geschäftsmodell und erstellen Produkte, die in jeder Konjunkturlage eine verlässliche Nachfrage generieren.“

Bei der Zusammenstellung des Anlageuniversums wendet die EB-SIM strenge Ausschlusskriterien an. So darf der Fonds ausschließlich in Unternehmen investieren, die keine deutlich negative Wirkung auf eines der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) in Verbindung mit einer unterdurchschnittlichen Nachhaltigkeitsbewertung aufweisen. Nach Anwendung des Filters bleiben etwa 1.200 Unternehmen übrig. Im nächsten Schritt untersucht das Fondsmanagementteam rund um Philipp Hohmann die verbleibenden Unternehmen hinsichtlich ihrer Unternehmenskennzahlen, der Dividendenqualität, des Ratings sowie des Wachstumspotenzials. Zusätzlich berücksichtigt die EB-SIM bei der Aktienauswahl u.a. das Geschäftsmodell und die Marktpositionierung der Unternehmen. Regional liegt der Fokus des Fonds zum Start auf Nordamerika (45 Prozent), Westeuropa (38 Prozent) und Asien Pazifik (17 Prozent).

*Die Studie „Zwei, die gut miteinander können: Klimaneutralität und Dividende“ können Sie hier herunterladen: https://www.eb-sim.de/aktuelles/publikationen.html

 

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EB-Sustainable Investment Management GmbH, Ständeplatz 19, 34117 Kassel, Tel: +49 (0)561 450603-3799, www.eb-sim.de

Mehrere Institute sprechen sich gegen EU-Pläne aus – Dekabank: “Taxonomie politisch gekapert”

 

In der deutschen Finanzbranche regt sich Widerstand gegen die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Regeln zur Einstufung von Atomkraft und Erdgas als nachhaltige Energiequellen. “Mit dieser Taxonomie lädt die EU-Kommission Probleme wie die Entsorgung des Atommülls auf künftige Generationen ab”, kritisiert Ingo Speich, Leiter Corporate Governance und Nachhaltigkeit bei der Dekabank, gegenüber dem Wirtschaftsmagazin CAPITAL (Link).

“Die Taxonomie wurde politisch gekapert”, so Speich. “Die Regeln werden von der Industriepolitik einzelner Länder getrieben.” So hatte Frankreich erfolgreich darauf gedrängt, Atomkraft als saubere Energie einzustufen – Deutschland lehnt das zwar ab, setzte sich im Gegenzug aber mit dem Vorschlag durch, Erdgas in die Taxonomie aufzunehmen. Die EU-Kommission habe damit “Glaubwürdigkeit verspielt”, kritisiert Speich.

Auch bei der Landesbank Baden-Württemberg hält man wenig von den EU-Plänen. “Atomkraft ist nicht umsonst europaweit eines der wichtigsten Ausschlusskriterien für Sustainable Finance”, heißt es von der LBBW gegenüber CAPITAL. Die verschiedenen Ansätze, das Atommüllproblem in den Griff zu bekommen, seien bislang nicht erfolgversprechend.

Deka-Vertreter Speich warnt davor, die Effekte der Taxonomie zu unterschätzen. “Atomstrom- und Gasfirmen werden es leichter am Kapitalmarkt haben”, so Speich. “Sie können durch die Taxonomie auf mehr potenzielle Anleger, Investoren und damit mehr Geld hoffen.” Unternehmensanleihen könnten außerdem als sogenannte Green Bonds gehandelt werden. “Die Nachfrage nach Green Bonds ist sehr hoch, damit wäre die Liquidität dieser Firmen am Kapitalmarkt sichergestellt.”

Auf die Finanzprodukte der Deka werde die vorläufige Entscheidung jedoch keinen Einfluss haben. “Stand heute bleiben unsere Filter für nachhaltige Finanzprodukte wie sie sind”, so Speich. “Wir weiten sie nicht auf Firmen aus dem Atomsektor auf.”

 

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Capital Redaktion, G+J Business Channel GmbH, Eupener Straße 70, ­50933 Köln, Tel.: 0221/4908 00, Fax: 0221/5342 563, www.capital.de

Die DWS hat den Start eines „Active Energy Management“-Programms für Fonds-Immobilien bekannt gegeben, das die Einführung intelligenter Energieoptimierungslösungen für die Mehrzahl der kommerziell genutzten Gebäude in ihren Fonds weltweit vorsieht.

 

Die Energieoptimierungen des Programms werden zunächst bei 42 Immobilien in 11 Ländern, hauptsächlich in Europa, eingesetzt und sollen Daten, Sensoren, künstliche Intelligenz und Ingenieurkenntnisse nutzen, um die Effizienz im Gebäudebetrieb und die Funktionsweise der Gebäude zu verbessern. Die Lösungen umfassen zudem Schulungssysteme und manuelle Eingriffe des Bedienpersonals, um besser auf die sich ständig ändernden Variablen, wie z. B. den Grad der Gebäudebelegung, reagieren zu können und um Störungen der Anlagen schnell zu erkennen und zu beheben.

Diese Lösungen sollen die CO2-Emissionen reduzieren sowie Energie- und Kosteneinsparungen in den Gebäuden ermöglichen. Dies soll zu dem bereits angekündigten Ziel der DWS beitragen, die CO2-Emissionen für ihr gesamtes europäische Büroimmobilienportfolio bis 2030 um 50 % zu senken.

Beispiele für Energieeinsparungen im Rahmen dieser Initiative sind die Anpassung des Gerätebetriebs an die Betriebszeiten der Mieter, die Sicherstellung, dass Heiz- und Kühlsysteme nicht gleichzeitig laufen, und die Sicherstellung, dass leerstehende Bereiche angemessen heruntergefahren und separiert werden, um Energieverschwendung zu vermeiden.

Benita Schneider, Leiterin des Immobilien Asset Managements für Europa bei der DWS: “Diese Lösungen werden uns einen wertvollen Einblick in den Betrieb unserer Gebäude geben und uns zeigen, wie wir Verschwendung vermeiden können. Die Initiative soll zu unseren laufenden Nachhaltigkeitszielen beitragen, einschließlich unserer Net Zero Asset Management-Zielsetzung, unser Handeln klimaneutral zu gestalten.“

Dieses Programm folgt auf eine Initiative zur Installation von Plasma-Luftreinigungssystemen in 750 Aufzugskabinen in Gebäuden des europäischen Immobilienportfolios der DWS, mit dem Ziel, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mieter zu verbessern, insbesondere im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie.

Als treuhänderischer Partner konzentriert sich die DWS auf die Bereitstellung von ESG-Fachwissen, um ihren Kunden zu ermöglichen, verantwortungsvoll und in einer Weise zu investieren, die zu einer nachhaltigen Zukunft beiträgt. Die DWS gehörte 2008 zu den Erstunterzeichnern der von den Vereinten Nationen unterstützten Principles for Responsible Investment (PRI) und ist der erste deutsche Vermögensverwalter, der sich im Dezember 2020 der Net Zero Asset Manager Initiative angeschlossen hat.

 

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Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Beide Häuser schließen per 1.1.2022 eine Vertriebskooperation

 

Die Fondsboutique Patriarch Multi-Manager GmbH und der Stuttgarter Vermögensverwalter Christian Hintz Vermögensverwaltung GmbH haben zum Jahresbeginn eine strategische Vertriebskooperation geschlossen. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht der Vertriebsausbau der beiden Tranchen A und C des erfolgreichen Aktienfonds AI Leaders (WKN: A2PF0M und A2P37J).

„Wir waren schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem erfahrenen Vertriebsunterstützer, der Erfolge in unserem jungen dynamischen Fondssegment vorweisen kann und nachweislich ähnlich zukunftsorientierte Projekte deutlich nach vorne gebracht hat“, erläutert Christian Hintz. „Patriarch hat das mehrfach mit anderen Mandaten bewiesen. So beispielsweise mit dem Patriarch Classic TSI-Fonds, dessen TSI-System künstliche Intelligenz für seinen Aktienauswahlprozess nutzt oder ebenso mit dem THE DIGITAL LEADERS FUND, der mit dem Thema Digitalisierung das Fundament für unser Investmentspektrum darstellt. Digitalisierung ist die Basis auf der „Künstliche Intelligenz“ als Weiterführung aufsetzt. Daher sind wir uns sicher, für unseren Fonds genau den richtigen vertrieblichen Partner gefunden zu haben, da wir mit unserem Ansatz die bei der Patriarch bereits bestehenden Themen perfekt ergänzen“, so Hintz.

„Unsere B2B-Kunden haben uns schon lange Zeit signalisiert, dass das junge Segment der künstlichen Intelligenz für sie ein „Must-Have“ in ihren offensiven Depots ist und sie hier gerne auf unsere Expertise vertrauen“, sagt Patriarch Geschäftsführer Dirk Fischer. „Beim AI-Leaders Fund passen für uns dazu einfach alle Aspekte perfekt zusammen. Zunächst einmal ein dreiköpfiges Initiatorenteam mit in Summe über 100 Jahren Markterfahrung und darüber hinaus ein fundierter und hochkarätig besetzter KI-Beirat an der Seite des Fondsmanagements. Und ganz besonders überzeugt uns der 4-Säulen-Ansatz im AI-Leaders Fonds, den unsere Kunden in ähnlicher Form beispielsweise auch aus dem THE DIGITAL LEADERS FUND kennen. So investiert der AI-Leaders Funds eben nicht nur in die Anbieter von KI, sondern auch in die Nutzer, ebenso wie die Transporteure von KI und weitere Gruppen – eben in alle AI-Leaders“, ergänzt Fischer. „Besonders wichtig war meinem Team und mir aber auch gerade die moralische Komponente in diesem sensiblen Segment. So verzichtet der AI-Leaders Funds beispielsweise bewusst auf den möglichen Performancebeitrag der umstrittenen Aktie „Palantir“ zum Thema „Tracking von Personen“ im Gegensatz zu manchem Mitbewerber. Genau solche Partner suchen wir. Geschäftstüchtig, aber fair und nachhaltig.“

Das gemeinsame Fondsmandat verwaltet nach gut 2 Jahren mit äußerst erfreulicher Performance schon runde 50 Millionen Euro und verfügt über eine Retail- und Institutionelle Tranche. Ein potenzieller Ausbau des Mandates über weitere Fondslösungen von Christian Hintz Vermögensverwaltung wäre eine Option für die Zukunft.

Über Christian Hintz Vermögensverwaltung GmbH:

CHRISTIAN HINTZ VERMÖGENSVERWALTUNG ist ein inhabergeführtes zugelassenes Finanzinstitut nach §32 KWG. Seit 2001 leitet Namensgeber und geprüfter Wirtschaftsberater (WBA) Christian Hintz die Geschicke des Stuttgarter Unternehmens ebenso wie die seiner eigenen Unternehmensberatung und bringt seine bis 1987 zurückreichende Berufserfahrung in der Finanzbranche zum Wohle seiner Kunden ein. Die Philosophie des süddeutschen Vermögensverwalters ist einfach formuliert, doch in der Umsetzung kristallklar:

„Unser Antrieb, unsere Zielsetzung und unsere Vision ist es, dass Sie sich als Anleger frei und finanziell möglichst unabhängig von Banken und Darlehensgebern entwickeln können. Mit unserer umfassenden Beratung bieten wir Ihnen hierfür intelligente Finanzstrategien und vorausschauende Anlagekonzepte. So können Sie Ihre Träume und Visionen frei und unabhängig umsetzen.“ Mehr zu Christian Hintz Vermögensverwaltung GmbH: www.christianhintz.com

Über die Patriarch Multi-Manager GmbH:

Die Patriarch Multi-Manager GmbH fokussiert sich als Investmentteam mit ihrer Produktpalette auf breit diversifizierte Dachfonds und Vermögensverwaltungsstrategien. Vor allem unabhängigen Finanzberatern liefert Patriarch wertvolle Bausteine für die Asset Allocation. Die Patriarch wurde im Jahr 2004 gegründet und verwaltet heute 296 Mio. Euro AuM (Stand 30.11.2021). Für größere Partner legt Patriarch auch Dachfonds mit eigenem Label auf. Patriarch selektiert für seine Anleger dabei die besten Verwalter und mandatiert diese mit dem Management der initiierten Produkte. So bekommen die Investoren Zugang zu Know-how, das sonst nur sehr vermögenden Familien und Institutionen offensteht, und können gleichzeitig sicher sein, mit Patriarch immer von den Leistungen der Markt- und Innovationsführer zu profitieren. Darüber hinaus ist Patriarch als Produktschmiede für diverse Aktienfonds und Labelpolicen (u.a. mit AXA oder Mediolanum International Life) bekannt. Für ausgewählte Premium-Partner, wie beispielsweise die Christian Hintz Vermögensverwaltung GmbH, übernimmt Patriarch daneben auch die Drittvertriebsbegleitung (725 Mio.€ AuC Stand 30.11.2021). Für extrem kostenbewußte Selbstentscheider hat Patriarch zu Beginn 2017 außerdem den Robo-Advisor „truevest“ (www.truevest.de) an den Markt gebracht.

 

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Patriarch Multi-Manager GmbH, Grüneburgweg 18, 60322 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 715 89 90 0, www.patriarch-fonds.de

Nach einem guten Jahr für Investoren stellt sich die Frage nach weiterem Potenzial – Mit gemischten Portfolios ist langfristig weiterhin realer Kapitalerhalt möglich – 3 „Ertragsbooster“ bei der Geldanlage

 

Das Jahr 2021 hat sich aus Investorensicht meist von der Sonnenseite gezeigt: Die globale Wirtschaft hat sich kräftig erholt und wird voraussichtlich über 5 Prozent gewachsen sein. Das ist der stärkste Anstieg seit 1973. Globale Aktien haben im November zudem neue Höchststände erklommen. Für Anlegerinnen und Anleger stellt sich laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt, nur die Frage: „Wie viel Potenzial gibt es überhaupt noch für die kommenden Jahre?“ Aus Sicht des Ökonomen gibt es sowohl im Anleihen- als auch im Aktiensegment drei Möglichkeiten, die Ertragsaussichten zu verbessern: erstens internationale Diversifikation, zweitens das volle Spektrum der Anlagemöglichkeiten zu nutzen und drittens auf Alpha-Opportunitäten zu setzen.

Mit gemischten Portfolios ist weiterhin realer Kapitalerhalt möglich

Die gute Nachricht für die Geldanlage ist: Ein gemischtes Portfolio in Euro mit 60 Prozent globalen Aktien und 40 Prozent globalen Anleihen dürfte in den nächsten 10 bis 15 Jahren weiterhin das Potenzial haben, eine jährliche Rendite von 2,8 Prozent zu erzielen. Das ist ein Ergebnis des langfristigen Kapitalmarktausblicks (Long Term Capital Market Assumptions, kurz: LTCMA) von J.P. Morgan Asset Management, der sich losgelöst von kurzfristigen Zyklen auf strukturelle Trends in der Wirtschaft und den Kapitalmärkten fokussiert. „Auch wenn die Ertragserwartung eines gemischten Portfolios im Vergleich zu früheren Jahren eher enttäuschend ist, sollte es damit auch bei den heutigen Kursniveaus möglich sein, den realen Kapitalerhalt zu gewährleisten“, erklärt der Kapitalmarktexperte. „Im Vergleich zur jährlichen Rendite der letzten 12,5 Jahre sind das aber rund zwei Prozentpunkte weniger – das bedeutet letztendlich eine zehn Jahre längere Wartezeit, bis sich das eingesetzte Kapital verdoppelt hat“, ergänzt Ökonom Galler.

3 „Ertragsbooster“ bei der Geldanlage

Nach Einschätzung von Tilmann Galler kommt es nun vor allem auf drei Dinge bei der Geldanlage an: internationale Diversifikation, Nutzung des vollen Spektrums der Anlagemöglichkeiten sowie das Setzen auf Alpha-Opportunitäten.

Die Bank of England und die Federal Reserve Bank in den USA werden nach Meinung von Kapitalmarktexperte Galler aufgrund der eskalierenden Inflationsgefahren in den kommenden 12 Monaten nicht nur die Anleihenkäufe reduzieren, sondern auch damit beginnen, die Leitzinsen zu erhöhen. „Für die Ertragsaussichten von Anleihen sind das keine guten Nachrichten. Eine stärkere Diversifikation in Unternehmens- und Hochzinsanleihen und in asiatische Staatsanleihen sollte helfen, das Zinsänderungsrisiko im Portfolio zu reduzieren und das Renditepotential längerfristig zu steigern“, ist Galler überzeugt. Die Ertragslage und damit die Bonität der Unternehmen sei aktuell exzellent, wodurch das Risiko von Zahlungsausfällen überschaubar bliebe, während asiatische Staatsanleihen hoher Bonität mit einem Renditeniveau von über 3 Prozent glänzten. Der Einsatz von flexiblen Rentenfonds gebe Investoren zusätzlich die Möglichkeit, sich unabhängiger von der Marktentwicklung der Festverzinslichen zu machen und von Bewertungsanomalien zwischen den Rentensegmenten und auf Einzeltitelebene zu profitieren.

Auf der Aktienseite haben Kursgewinne und die überragende Wertenwicklung von US-Wachstumswerten das Bewertungsniveau global nach oben katapultiert. „Die hohe Verschuldung, der anhaltende Finanzierungsbedarf der Staaten und eine strukturell höhere Inflation werden aber auf absehbare Zeit negative Realzinsen zur Folge haben. Das sind gute Nachrichten für reale Vermögenswerte wie Aktien und Immobilien und rechtfertigen deshalb ein grundsätzlich höheres Bewertungsniveau“, analysiert Galler. Dennoch seien die Ertragsaussichten für globale Aktien mit jährlich 3,7 Prozent für die nächsten 10 bis 15 Jahre eher bescheiden. Mit einer strukturell stärkeren Gewichtung von europäischen und asiatischen Aktien, die jeweils rund 2 Prozentpunkte höher liegen, könnten Investoren die Ertragserwartung des Aktienportfolios erhöhen. Weiterhin ließe sich durch die Hinzunahme von Small- und Midcaps oder eine stärkere Akzentuierung von dividendenstarken Aktien das Ertragspotential erhöhen.

„Trotz zukünftig moderaten Ertragserwartungen können Anlegerinnen und Anleger mit einem gewissen Optimismus ins neue Jahr schauen, aber für nachhaltig positive reale Kapitalmarkterträge sollte aktiv das volle Spektrum der Anlagemöglichkeiten genutzt werden“, sagt Tilmann Galler. Traditionelle Balanced-Strategien oder passive Investments seien immer weniger in der Lage, den langfristigen Renditeanforderungen der Altersvorsorge zu genügen.

Tilmann Galler, Executive Director, CEFA/CFA, arbeitet als globaler Kapitalmarktstratege für die deutschsprachigen Länder bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Als Teil des globalen „Market Insights“-Teams erstellt und analysiert er auf Basis von umfangreichem Research Informationen rund um die globalen Finanzmärkte und leitet Implikationen für Investmentstrategien ab. Er verfügt über 20 Jahre Berufserfahrung in der Finanzbranche und war zuvor unter anderem auch als Portfolio Manager tätig.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de