Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

 

Nicht überraschend steigen in China die Corona-Neufallzahlen während der Olympischen Spiele deutlich an. Da das gesamte Umfeld der Sportveranstaltungen jedoch nahezu hermetisch abgeschirmt ist, rechnen wir mit keinen weiteren Auswirkungen dieser Entwicklung. Im Zuge der Omikron-Welle verzeichnete China allerdings auch schon vor Olympia erhöhte Fallzahlen, denen das Land in gewohnt rigoroser Weise durch großflächige Shutdowns begegnete. Gerade diese Corona-Variante könnte für die chinesische Volkswirtschaft aber zu einem größeren Problem werden, denn in bestimmten Bevölkerungsgruppen sind die Impfquoten noch relativ gering, bspw. bei den über 70-jährigen. Zudem hat nicht einmal ein Viertel der Bevölkerung (etwa 23 %) die dritte Impfung (Booster) erhalten. Auch ist die Wirkung der chinesischen Impfstoffe gegenüber der Omikron-Variante vergleichsweise schwach. Aufgrund der No-Covid-Strategie der chinesischen Regierung seit Ausbruch der Pandemie ist auch die Immunisierung der Bevölkerung durch Infektionen gering. Somit könnte die Strategie – trotz eines geringeren Anteils an schweren Krankheitsverläufen – für eine Überauslastung der Gesundheitskapazitäten sorgen. Damit besteht die Gefahr, dass die extrem restriktiven Corona-Maßnahmen, das im vierten Quartal angesprungene Wachstum nun wieder deutlich hemmen. Das deuten die zuletzt schwächer ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes bereits an. Eine weitere Ausweitung des geldpolitischen Stimulus ist damit ein wahrscheinliches Szenario. Für die Weltwirtschaft wäre neben einer reduzierten Nachfrage aus China insbesondere die zwischenzeitliche Schließung von Containerhäfen ein Problem, weil die erwartete Entspannung von globalen Lieferketten dadurch einen Rückschlag erleiden könnte.

 

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DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

BNY Mellon Investment Management bringt den Responsible Horizons Euro Impact Bond Fund auf den deutschen Markt. Dieser erfüllt Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung zur Nachhaltigkeit im Finanzdienstleistungssektor und gehört zur in Irland domizilierten Plattform BNY Mellon Global Funds, plc (BNY MGF).

 

Der Fonds wird von Insight Investment gemanagt, einem weltweit aktiven Asset Manager mit einem verwalteten Vermögen im Wert von 974 Milliarden Euro. Insight ist ein führender Anbieter bei festverzinslichen Wertpapieren und wurde mit dem PRI-Rating A+ ausgezeichnet. Die Fixed Income Group verwaltet ein Vermögen von 270,5 Milliarden Euro.

Gemanagt wird der Fonds von Fabien Collado, der als ESG-Portfolio Manager im Fixed-Income-Investment-Team von Insight tätig ist. Der Fonds ist hauptsächlich in Euro denominierte Unternehmensanleihen investiert, von denen der Fondsmanager eine positive Wirkung auf Umwelt oder Soziales erwartet – genau wie bei grünen, sozialen und nachhaltigen Staatsanleihen. Collado nutzt dafür Daten aus dem eigenen ESG-Ratingsystem Prime und die Expertise des großen und erfahrenen Kreditanalysten-Teams von Insight. Jede potenzielle Fondsanlage wird anhand der Insight- Nachhaltigkeitskriterien bewertet, um sicherzustellen, dass eine effektive Wirkung erzielt wird.

„Anders als bei vielen Anleihenfonds mit grüner Ausrichtung ist die Strategie vornehmlich auf das Universum der Unternehmensanleihen ausgerichtet“, erläutert Collado. „Das schnelle Wachstum bei den Emissionen von Impact Bonds ermöglicht den Aufbau eines diversifizierten und global aufgestellten Portfolios. Durch die Fokussierung auf Unternehmensanleihen im Impact Bond-Anlageuniversum zielen wir darauf ab, die Rendite zu optimieren. Genauso bietet dieser Ansatz, die Möglichkeit positiv auf Umwelt und Soziales einzuwirken.“ In den vergangenen Jahren ist das Anlageuniversum rasch gewachsen und umfasst nun Impact-Bond-Emissionen im Wert von mehr als einer Billion US-Dollar.

„Wir erwarten, dass sich dieses Volumen in den kommenden Jahren vervielfachen wird. Grüne Anleihen dominieren zwar noch, aber wir sehen einen deutlichen Anstieg bei den Emissionen sozialer und nachhaltiger Anleihen”, sagt Collado.

Der Responsible Horizons Euro Impact Bond Fund ist der neueste Fonds in der Reihe Responsible Horizons auf der BNY MGF-Plattform für europäische Anleger. Mit den Responsible Horizons-Lösungen bemüht sich Insight, Emittenten mit den besten ESG-Beiträgen zu berücksichtigen und jene mit den schlechtesten auszuschließen. Zudem will man die Messlatte bei der Beurteilung von Anlagen in umweltsensiblen Branchen höher legen und langfristige Themen wie den Klimawandel abbilden.

Diesem Fondsstart ging die Auflegung des Responsible Horizons Euro Corporate Bond Fund voraus, der bereits ein Fondsvermögen von nahezu einer Milliarde Euro erreicht hat.

Thilo Wolf, Deutschlandchef von BNY Mellon Investment Management: „Kunden in Europa setzen auf ESG und nachhaltige Anlagen und sind zunehmend daran interessiert, in entsprechende Fixed Income-Strategien zu investieren. Insight zeichnet sich durch eine lange Erfolgsgeschichte im Fixed Income-Management und durch einen strikten Bewertungsprozess für Impact-Bond-Anlagen aus. Auf dem Markt gibt es verschiedene aktive Strategien für grüne Anlagen. Viele konzentrieren sich jedoch auf spezielle Branchen. Der Responsible Horizons Euro Impact Bond Fund zielt darauf ab, ein breiteres und diversifizierteres Spektrum abzudecken Der Fonds setzt auf Umweltaspekte, ohne sich jedoch darauf zu beschränken.”

Der Fond ist in Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, im Vereinigten Königreich, in der Schweiz und in Spanien zum Vertrieb zugelassen.

 

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BNY Mellon IM, 160 Queen Victoria Street, London, EC4V 4LA, England, Tel: +44 20 3322 4806, www.bnymellon.com

Die letzten Monate markierten eine Trendwende in der Geldpolitik: Neben der Bank of England zog auch die Fed ihre Zügel an.

 

Einige Marktteilnehmer gehen davon aus, dass selbst die EZB noch in diesem Jahr mit einer Straffung beginnen könnte. Die größte Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer gilt jedoch den USA, sagt Ivan Domjanic, Capital Market Strategist bei M&G Investments (Foto anbei):

„In den USA preist der Markt in diesem Jahr bereits fünf Zinsschritte ein. Sogar mit einem baldigen Beginn des sogenannten „Quantitative Tightening“, also dem Entzug von Liquidität aus dem Finanzsystem, wird gerechnet. Die entsprechenden Ankündigungen haben sich bereits auf die Anleihemärkte ausgewirkt. Insbesondere die kurzlaufenden US-Anleiherenditen stiegen zuletzt rasant, doch auch die Renditen langlaufender Treasuries gingen signifikant nach oben.

Welche Auswirkungen steigende Anleiherenditen auf die Entwicklung innerhalb des Aktienmarktes haben, konnte im Januar eindrucksvoll beobachtet werden. Während Value-Aktien einigermaßen gut mit den steigenden Renditen zurechtkamen, haben Wachstumstitel teilweise deutlich Federn lassen müssen. Dies ist rein bewertungstechnisch auf den Effekt zurückzuführen, dass ein steigender Diskontierungssatz besonders den heutigen Wert solcher Cashflows negativ beeinträchtigt, die weit in der Zukunft liegen, was üblicherweise bei Wachstumstiteln der Fall ist.

Growth ist nicht gleich Growth

Während einige Wachstumstitel, wie die häufig genannten Big-Tech-Werte aus den USA, überwiegend sehr starke Cashflows generieren und hochprofitabel sind, erscheinen vor allem die kleineren, oftmals unprofitablen Growth-Werte, auch als „Concept-Stocks“ bekannt, am anfälligsten. Tatsächlich befinden sich viele dieser Titel nicht erst seit Anfang des Jahres, sondern bereits seit dem zweiten Quartal 2021 in einem klaren Abwärtstrend. Auch in diesem Jahr sind viele etliche davon regelrecht eingebrochen. Qualitätsunternehmen mit hochprofitablem Wachstum sind zwar ebenfalls unter Druck geraten, sollten jedoch mittelfristig deutlich besser mit steigenden Anleiherenditen zurechtkommen.

Reflationäres Umfeld bringt Value-Aktien in den Vordergrund

Value-Titel sind weniger stark von den steigenden Anleiherenditen getroffen, weil ihre erwarteten Cashflows nicht so sehr in die Zukunft verlagert sind, wie es bei Wachstumstiteln der Fall ist. Zum anderen sind sie oftmals zyklischer und profitieren damit stärker von einem zyklischen Aufschwung. Doch auch hier muss man differenzieren, denn nicht alle Value-Titel sind unterbewertet, nur weil sie günstig sind. Die Kunst hierbei ist es, die sogenannten „Value-Traps“ zu erkennen und auszuschließen. Das sind Aktien, die zurecht so niedrig bewertet sind, da ihre Geschäftsmodelle in Zukunft vor großen Herausforderungen stehen.

Doch was ist mit der Inflation?

Die Inflation und die damit einhergehenden steigenden Anleiherenditen könnten übergeordnet für Value-Aktien sprechen. Allerdings könnte besonders die hohe Produzentenpreisinflation, die sich derzeit deutlich oberhalb der Konsumentenpreisinflation befindet, bei einigen Value-Unternehmen ohne Preissetzungsmacht die Margen unter Druck bringen. Hier wären wiederum die weniger kapitalintensiven Qualitätsunternehmen mit Preissetzungsmacht klar im Vorteil. In diesem reflationären Umfeld bietet es sich daher an, über eine Mischung aus Value- und Qualitätsaktien mit Wachstumspotential nachzudenken, wobei in beiden Segmenten eine aktive Titelselektion entscheidend sein wird.“

 

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Marktkommentar von Nico Baumbach, SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH

 

Wem es im vergangenen Jahr noch an Weckrufen für ein Investment in Gold gemangelt hat, der sollte in den ersten Wochen des neuen Jahres fündig geworden sein – und das nicht mehr nur bei klassischen Indikatoren wie Inflation bzw. Realverzinsung, sondern leider auch auf der politischen Weltbühne.

Realverzinsung weiterhin auf dem Rückzug

Bereits seit April 2021 sind die Realverzinsungen beispielsweise in den USA, Deutschland und Japan – gemessen an der Differenz aus der Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe und dem Verbraucherpreisindex – aus ihren jeweiligen, bis dahin vergleichsweise stabilen Schwankungsbreiten ausgebrochen und haben sich mit kurzen Unterbrechungen immer weiter in den negativen Bereich vorgearbeitet.

Auch der in den vergangenen Wochen zu registrierende Anstieg der Anleiherenditen vermochte daran nichts zu ändern, da die Inflationsraten noch stärker zulegten. Insofern wurde der Goldpreis von den steigenden Zinsen nicht in Mitleidenschaft gezogen, sondern stieg seinerseits an. Daran werden auch die seitens der US-Notenbank (FED) für den weiteren Jahresverlauf avisierten Zinserhöhungen nichts ändern. Lediglich ein über den Markterwartungen liegender Anstieg des US-Dollar-Kurses könnte sich dämpfend auswirken. Per Saldo sollte keine Währungssicherung des eigenen Edelmetall-Investments notwendig sein.

Der Inflationstrend wird vermutlich anhalten, da zwar die von den Notenbanken gern zitierten Basiseffekte für die Januar-Werte eine leichte Entlastung mit sich gebracht haben, die Ursache des Preisanstiegs aber fortbesteht. Diese liegt – schulbuchmäßig – in der das Angebot übersteigenden Nachfrage. Dieser Nachfrageüberhang wird sich so schnell nicht auflösen. Auf der einen Seite leidet das Angebot einiger Produkte: In China ist das ein mittelbarer Effekt flächig verfügter Quarantänen. Im Energiebereich sind es bei den Anbietern fossiler Brennstoffe aktive Verknappungsstrategien. Auf der anderen Seite hält die durch niedrige Zinsen getriebene Investitionswelle die Nachfrage in vielen Sektoren, nicht zuletzt im Baubereich, hoch.

Die Inflation nährt die Inflation

Die Inflation selbst wird in den kommenden Wochen und Monaten ihr Übriges für die Nachfrage tun: Vor die Wahl gestellt, die eigene Kaufkraft dahinschmelzen zu sehen oder dann doch in eigentlich für aufschiebbar gehaltenen Konsum zu stecken, entscheiden sich Verbraucher zunehmend für Letzteres.

Die werden sich auch nicht durch die in Aussicht genommenen homöopathischen Zinsanhebungen der FED und schon gar nicht durch die Beschwichtigungen der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflussen lassen. Denn während Goethes Zauberlehrling zumindest erkannte, dass ihm der Geist, den er rief, infolge des vergessenen Zauberwortes außer Kontrolle geraten war, ist den Notenbanken das Zauberwort in Form von Zinsanhebungen und Liquiditätsverknappung durchaus präsent. Aber leider erweckt insbesondere der EZB-Rat den Eindruck, das unheilvolle Wirken des Geistes – vulgo: der Inflation – aus anderen Gründen nicht eindämmen zu können.

Die Alternative zum Konsum

In dieser Gemengelage wird auch die Nachfrage nach Gold steigen. Denn die Alternative zum Konsum ist die Kapitalanlage – zuvorderst in Sachwertanlagen, wozu neben Immobilien und Unternehmensbeteiligungen vor allem Edelmetalle zählen.

Für Gold sprechen dabei die Sentimentindikatoren und die Vermögensbewegungen. Während die Stimmung eher neutral ist – wie auch die Medien noch nicht zum Einstieg trommeln –, haben sich die Abflüsse in den großen ETCs stabilisiert.

Zusätzlich befördert werden könnte der Goldpreis im weiteren Jahresverlauf auf der Angebotsseite infolge der oben angesprochenen Preisentwicklung für fossile Brennstoffe. Denn Energie ist eine der wesentlichen Kostenpositionen eines jeden Minenbetreibers und wird deshalb tendenziell die Erschließung neuer bzw. die Ausbeutung bestehender Vorkommen abbremsen.

Geopolitik kann eine Preisexplosion verursachen

Vervollständigt wird dieses an sich schon perfekte Umfeld für Gold – leider – durch die geopolitische Großwetterlage. Der Aufmarsch offensiv einsetzbarer russischer Truppenkontingente entlang der ukrainischen Grenzen lässt einen militärischen Konflikt im Osten Europas täglich wahrscheinlicher werden. An der Börse jedoch ist der tatsächliche Ernstfall noch nicht eingepreist. Und insoweit ist das Läuten für einen Einstieg in das klassische Krisenmetall meines Erachtens nicht mehr zu überhören.

 

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Impfstoff-Aktien konnten sich im vergangenen Geschäftsjahr sehr gut entwickeln und gelten als die großen Gewinner der Corona-Pandemie.

 

In den letzten Wochen haben die Aktien der großen Impfstoffhersteller – im Besonderen BioNTech und Moderna – jedoch deutlich an Wert verloren und Kursziele von renommierten Broker-Häusern wurden angepasst. Doch was sind die Gründe für diese Entwicklung? Und was ist vom Markt zur Bekämpfung des Coronavirus aktuell zu erwarten? Kristoffer Karl Unterbruner, Portfolio Manager bei Medical Strategy, skizziert die wichtigsten Faktoren und gibt eine Einschätzung zur Entwicklung des Covid-Marktes ab.

Impfstoffe zur Immunisierung der breiten Bevölkerung sind das zentrale Instrument zur Pandemiebekämpfung. Die Geschwindigkeit, mit der wirksame Impfstoffe entwickelt wurden, war beeindruckend. Doch das sich ständig verändernde Pandemieumfeld stellt die Vakzine und die Strategien der Staaten auf die Probe. War noch vor wenigen Monaten die aggressive Delta-Variante für steigende Infektionszahlen verantwortlich, sehen wir uns nun mit der noch deutlich infektiöseren Omikron-Variante konfrontiert. Das Problem: über 30 Mutationen im Spike-Protein der Omikron-Variante, dem Eiweiß- Molekül mit dem unser Immunsystem primär interagiert, um das Virus zu bekämpfen. Somit verlieren die aktuell verfügbaren Impfstoffe, initial gegen den Wuhan-Stamm entwickelt, gegen die neuen Varianten deutlich an Wirksamkeit.

Trend in Richtung jährlich verabreichter Kombinationsimpfstoffe

Anfangs wurde erwartet, dass eine zweifache Vakzinierung einen ausreichenden Schutz gegen eine Infektion mit dem Coronavirus darstellt. Dass dem nicht so ist, wissen wir spätestens seit der dritten Immunisierung – der Booster-Impfung. Die Booster-Impfung ist wissenschaftlich sinnvoll und erhöht nachweislich die im Blut vorhandenen Antikörper – diese nehmen jedoch schnell wieder ab. In Staaten wie Israel wird schon die vierte Impfung verabreicht – die Infektionszahlen steigen aktuell trotzdem extrem schnell. Wie gut und nachhaltig ist also die Booster-Strategie wirklich? Antikörper sind ein wichtiger Teil unseres Immunsystems, Langzeitschutz wird aber nicht über Antikörper, sondern über spezielle Immunzellen erreicht – die T- und B-Gedächtniszellen. Bis heute wissen wir nicht wirklich, in welchem Maße die verfügbaren Vakzine zur Bildung dieser Gedächniszellen beitragen. Ob weitere Booster-Impfungen alle 4 bis 6 Monate den Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf noch weiter erhöhen, ist fraglich, nachhaltig ist dieser Ansatz jedenfalls nicht. Zudem mehren sich kritische Aussagen von renommierten Stimmen aus der Wissenschaft und Führungskräften der Gesundheitsbehörden, die die Sinnhaftigkeit der Booster-Strategie in Frage stellen – vor allem bei den jungen und gesunden Bevölkerungsgruppen. Der Trend geht vielmehr in Richtung jährlich verabreichter Kombinationsimpfstoffe für Risikogruppen. Das US-Biotech-Unternehmen Moderna hat bereits angekündigt, ein Vakzin zu entwickeln, das gegen Corona und Grippe schützen soll. Andere große Player, wie Pfizer, Sanofi und GlaxoSmithKline, haben ähnliche Pläne. Das Impfstoff-Geschäft wird in den nächsten Jahren deutlich kompetitiver und der Markt für die bisherigen Gewinner BioNTech und Moderna also kleiner und umkämpfter werden.

Covid-Pille – keine Alternative, aber ein weiteres Mittel

Ein weiterer Faktor, der zu einer Veränderung des Covid-Marktes führen wird, sind neuartige Therapie-Optionen. Vor einem Jahr dominierten die erfolgreich entwickelten Impfstoffe die Nachrichten. Wirksame Behandlungen konnten aber nicht so schnell entwickelt werden. Remdesivir von Gilead hat sich als kaum wirksam herausgestellt und Antikörper der ersten Generation, wie der vom US-Biotech-Schwergewicht Regeneron, sind gegen die Omikron-Variante nicht mehr ausreichend wirksam. Es gab jedoch in letzter Zeit eine Reihe sehr positiver Entwicklungen, die uns weitere Mittel zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung stellen. Pfizer als auch Merck konnten oral einzunehmende „Covid-Pillen“ entwickeln, die früh nach Auftreten von Symptomen verabreicht, deutlich vor Hospitalisierungen und Krankheitsverläufen mit Todesfolge schützen. Diese oralen Covid-19-Therapien interagieren in unseren Körperzellen mit den Viren und hindern diese an einer unkontrollierten Vermehrung. Der Schweizer Pharma-Konzern Novartis hat mit seinem Partner Molecular Partners ebenfalls eine sehr vielversprechende Behandlung in der Entwicklung, von der insbesondere Risikogruppen stark profitieren dürften.

 

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Die stärksten Einschränkungen aufgrund der Pandemie werden wahrscheinlich bald in ganz Europa aufgehoben sein, 3G wird Geschichte.

 

Die Preissteigerungen, bislang vor allem auf die Folgen der Pandemie geschoben, werden aber weiter gehen. „Nach 3G kommen die 3-D: Deglobalisierung, Dekarbonisierung und Demographie. Und alle drei treiben die Preise“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM.

Die Deglobalisierung ist dabei ein Trend, der schon vor der Pandemie begann, mit den regionalen Lockdowns und den damit einhergehenden Unterbrechungen der Lieferketten aber deutlich an Schwung gewann. „Von der zunehmenden Verflechtung innerhalb der Weltwirtschaft haben alle profitiert: Staaten, Unternehmen und Verbraucher“, so Gerlinger. „Doch die Staaten kapselten sich zunehmend voneinander ab, Trumps Schlachtruf von America first war da nur eine sehr schillernde Facette.“

Die Pandemie hat unter anderem durch die Lieferkettenunterbrechungen klar die Schwächen der Globalisierung aufgedeckt. „Der Trend dürfte daher in Zukunft dahin gehen, ausgelagerte Produktionsstätten zurückzuholen, wie beispielsweise bei pharmazeutischen Produkten“, sagt Gerlinger. Das wird dazu führen, dass in Deutschland und Europa eingesetzte Arbeitskräfte teurer werden und neue Produktionsstätten aufgebaut werden müssen. „All das bedeutet finanzielle Mehrbelastungen, die sich bei den Preisen niederschlagen werden“, so Gerlinger.

Das zweite D stellt die Dekarbonisierung dar. „Die Bekämpfung des Klimawandels ist ein Megatrend“, so Gerlinger. „Erfolge dabei werden teuer erkauft.“ So werden gewaltige Summen in den Umbau der Energieversorgung, der Infrastruktur und der gesamten Wirtschaft fließen müssen. „Wir alle werden diesen Wandel bezahlen müssen“, sagt Gerlinger.

Die demographische Entwicklung schließlich ist als das dritte D ist bereits seit einigen Jahren ein Trend. „Sicher ist, dass in den kommenden Jahren der Anteil der Arbeitenden an der Bevölkerung schrumpfen, die Zahl der Rentner drastisch steigen wird“, sagt Gerlinger. „Der dadurch verschärfte Mangel an Arbeitskräften, der bereits jetzt sichtbar ist, wird noch deutlicher werden.“ Der Wettbewerb zwischen den Unternehmen um qualifizierte Arbeitskräfte wird zunehmen und die Löhne werden infolgedessen steigen.

Die 3-D werden in den kommenden Jahren also zu steigenden Preisen führen und damit auch die Inflation immer weiter befeuern. „Gleichzeitig dürfte ein anderer Megatrend, die Technologisierung in der Industrie und im täglichen Leben, ebenfalls anhalten“, sagt Gerlinger. „Dabei ist klar, dass dieser Trend eher preismindernd wirken wird, die Folgen von 3-D aber nicht wird ausgleichen können.“

 

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Sascha Görlitz ist neuer Geschäftsführer beim FNG und möchte gemeinsam mit den Mitgliedern und Partnern Nachhaltige Geldanlagen weiter denken und neue Akzente setzen.

 

Erfahrung als Manager & Projektleiter bei Finanzinstituten und einem Verband

Das neue Jahr beginnt für das FNG auch mit einer neuen Personalie: Sascha Görlitz hat zum 3. Januar 2022 die Geschäftsführung übernommen. Nachhaltige Geldanlagen sind für den gelernten Dipl.-Volkswirt kein neues Thema – bereits seit 2010 beschäftigt er sich mit Nachhaltigkeitsstrategien/-management und Nachhaltigem Investment. Abgerundet von tiefgreifenden Erfahrungen aus Bank-/Verbandsprojekten und -prozessen bringt er so wichtiges Know-how mit, das mit dem FNG eine sinnvolle Symbiose ergibt.

Transparenz, Qualität und Wachstum Nachhaltiger Geldanlagen

Seine vielfältigen Erfahrungen möchte Sascha Görlitz als neuer Geschäftsführer vor allem beim Ausbau der politischen Interessenvertretung, der verstärkten Vernetzung der Sustainable Finance Branche und neuer Mitgliederservices einbringen, Projekte zum gesellschaftlichen Engagement sollen initiiert und neue (auch grenzübergreifende) Partnerschaften geschlossen werden, um die Bekanntheit Nachhaltiger Geldanlagen weiter zu erhöhen. Dafür setzt er auch auf einen offenen Austausch und eine differenzierte Berichterstattung.

Sascha Görlitz, Geschäftsführer: “Ich freue mich außerordentlich gemeinsam mit den FNG-Mitgliedern sowie unseren (zukünftigen) Partnern Nachhaltige Geldanlagen weiter zu denken – auch über die DACH-Region hinaus. Nachhaltige Geldanlagen sind im Mainstream angekommen, nun kommt es auf mehr Transparenz, Qualität und Wachstum an.”

 

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Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V., Rauchstr. 11, 10787 Berlin, Tel: +49 -30 264 70 544, Fax: +49 30 262 70 04, www.forum-ng.org

Volumen stammt fast ausschließlich aus aktienbasierten ETFs

 

ETFs konnten 2021 ihren Siegeszug in Deutschland fortsetzen. Deutsche Privatanleger hielten per Ende 2021 fast 150 Mrd. EUR in ETFs. Dies vergleicht sich mit knapp 100 Mrd. EUR im Vorjahr. Mehr als die Hälfte des Vermögens verwalten dabei aktuell Direktbanken (81 Mrd. EUR). Das Gesamtvolumen, das in Deutschland in ETFs investiert ist (private und institutionelle Investoren), stammt fast ausschließlich aus Aktien-ETFs (93 Prozent). Das sind einige Ergebnisse einer Untersuchung der ING Deutschland und Barkow Consulting auf Basis der Auswertung von Daten der EZB, der Deutschen Bundesbank, des BVI, extra ETF und eigener Recherchen.

“ETFs werden immer mehr zum Liebling der deutschen Privatanleger”, sagt Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen bei der ING Deutschland. Rund 150 Mrd. EUR wurden per Ende 2021 von Privatanlegern in ETFs gehalten; allein über Direktbanken wurden davon im vergangenen Jahr mehr als 20 Mrd. EUR neu investiert. Die Entwicklung in Deutschland passt damit in das Gesamtbild in Europa. Europaweit hat sich das ETF-Volumen seit Ende 2014 auf aktuell rund 1,4 Bio. EUR mehr als vervierfacht. Bereits Ende Oktober 2021 zeichnete sich hier bei den Mittelzuflüssen institutioneller und privater Anleger in ETFs mit 167 Mrd. EUR ein neuer Rekordwert ab.

Eine wesentliche Rolle für die gestiegene Nachfrage nach ETFs dürfte auch die Suche nach Anlagealternativen im Niedrigzinsumfeld spielen. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, auf die die ING bereits in einer früheren Studie hingewiesen hat: Die Deutschen passen ihr Anlageverhalten an und investieren so viel in Aktien wie noch nie. Dies zeigt sich auch in der Allokation der ETFs: So sind rund 93 Prozent der in Deutschland von institutionellen und privaten Investoren gehaltenen ETFs in Aktien bzw. Aktienindizes investiert.

In Deutschland zeigt sich das hohe Interesse privater Anleger an ETFs auch in der Auswertung entsprechender Suchanfragen im Internet. Per Ende 2021 wird bei Google der Begriff “ETF” rund elfmal so oft gesucht wie “Tagesgeld”. Ein Treiber der Nachfrage war dabei die Corona-Pandemie. “COVID-19 hat wie ein Turbo für den deutschen ETF-Markt gewirkt. Mit dem ersten Lockdown im März 2020 sind die Suchanfragen sofort sprunghaft angestiegen. Ihren vorläufigen Höhepunkt haben sie während des zweiten Lockdowns Anfang 2021 gefunden”, sagt Thomas Dwornitzak.

Handel über Direktbanken

Privatanlegerinnen und -anleger nutzen in Deutschland vor allem Direktbanken zur Investition in ETFs. Über sie wird mit 81 Mrd. EUR mehr als die Hälfte am Gesamtbestand gehalten. Im Jahr 2021 verzeichneten sie Zuflüsse in Höhe von über 20 Mrd. EUR. Im gesamten Privatkundengeschäft lagen die Zuflüsse bei etwa 27 Mrd. EUR. Viele Direktbanken haben mit ihren ETF-Sparplänen ohne Kaufgebühren zusätzliche Anreize geschaffen, um für Kundinnen und Kunden den Einstieg zu erleichtern. So bietet die ING Deutschland neben einem kostenlosen Depot, ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühren sowie Wertpapiersparpläne ab einem Euro im Monat an. Damit konnte die Bank die Anzahl der verwalteten Depots innerhalb von fünf Jahren auf zuletzt mehr als zwei Millionen fast verdoppeln.

Onlinevermögensverwalter, so genannte Robo-Advisor, wie der ING-Kooperationspartner Scalable Capital, machen mit einem ETF-Bestand von rund 13 Mrd. EUR etwa neun Prozent des deutschen Privatkundenmarktes aus. “Ob für Selbstentscheider oder im Rahmen einer digitalen Anlageberatung: Unser Angebot ist bewusst darauf ausgerichtet, das Wertpapiersparen möglichst einfach zu machen und unsere Kundinnen und Kunden zu befähigen, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen”, erklärt Thomas Dwornitzak. “ETFs sind durch ihre unkomplizierte Handhabung und ihre Transparenz bestens geeignet, um mit überschaubarem Aufwand am Finanzmarkt teilzunehmen und ein diversifiziertes Wertpapierportfolio zusammenzustellen. Ihre Bedeutung dürfte deshalb auch in Zukunft weiter zunehmen – bei der ING, aber auch im deutschen Markt insgesamt.”

West-Ost Gefälle bei Suchanfragen

Deutschlandweit sind die Suchanfragen bei Google nach “ETFs” so stark gestiegen, dass sie für immer mehr Städte separat ausgewiesen werden können. Während sich 2007 mangels Nachfrage noch keine Zuordnung von Suchanfragen zu einer bestimmten Stadt vornehmen ließ, können 2021 insgesamt 41 Städte mit einem messbaren Online-Interesse an ETFs identifiziert werden. So verzeichnen Augsburg, München und Münster bei Google die höchste Anzahl an Suchanfragen.

Dabei wird deutschlandweit ein klares West-Ost-Gefälle sichtbar. Im Bundesländervergleich liegen die ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen auf den hinteren Plätzen. Mit Dresden folgt im Städtevergleich erst auf Rang 21 eine ostdeutsche Metropole, Leipzig rangiert auf Platz 25. “Mit Blick auf das anhaltende Zinsumfeld sollten sich alle Menschen mit Anlagealternativen abseits des klassischen Sparens befassen”, so Thomas Dwornitzak. “Die Zahlen sind eine Indikation für das Potenzial, das ETFs in Deutschland trotz ihrer jüngsten Erfolgsgeschichte noch immer haben.”

 

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“Global Investor ESG Survey 2021” von PwC: Die überwiegende Mehrheit der Investor:innen weltweit berücksichtigt ESG-Kriterien bei Anlageentscheidungen 

 

Umwelt-, soziale und Governance-Aspekte (engl. Environment, Social, Governance, kurz ESG) spielen bei Entscheidungen für oder gegen ein Investment eine immer wichtigere Rolle. Beinahe acht von zehn Investor:innen weltweit achten darauf, wie ein Unternehmen mit ESG-Risiken und -Chancen umgeht. Das und mehr zeigt der aktuelle “Global Investor ESG Survey 2021” der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Dafür hat PwC 325 Investor:innen aus 42 Ländern befragt und mit weiteren 40 aus elf Ländern vertiefende Interviews geführt.

Zwei Drittel der Investor:innen bemängeln Nachhaltigkeitsberichte

“Unternehmen müssen nichtfinanziellen Kennzahlen denselben Stellenwert einräumen wie Finanzkennzahlen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, Investor:innen von sich zu überzeugen und langfristig an sich binden”, so Nadja Picard, PwC Europe Capital Markets Leader und Global Reporting Leader bei PwC Deutschland.

Davon indes sind viele Unternehmen derzeit offenbar noch weit entfernt: Nur ein Drittel der befragten Investor:innen hält die durchschnittliche Qualität der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen für gut. Demgegenüber legen 83 Prozent der Befragten Wert darauf, dass die ESG-Berichterstattung detaillierte Informationen über Fortschritte bei Nachhaltigkeitszielen liefert. Und: 79 Prozent würden unabhängig geprüften Berichten mehr vertrauen.

Investor:innen weltweit wünschen sich mehrheitlich größere Transparenz und klare, einheitliche Bewertungskriterien. Kennzahlen, um die ESG-Performance von Unternehmen zu vergleichen, befürworten mehr als sieben von zehn Investor:innen, so ein weiteres Ergebnis. Und etwa drei von vier Befragten meinen, dass sie besser fundierte Investmententscheidungen treffen könnten, wenn Unternehmen einheitliche ESG-Berichtsstandards anwenden würden.

“Schon jetzt lässt eine Mehrheit der DAX-Unternehmen eine Prüfung der ESG-Dimension freiwillig vornehmen. Das ist ein erster Schritt hin zu einer integrierten Berichterstattung mit hinreichender Prüfungssicherheit für Anleger:innen und Gesellschaft. Dies wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach mittelfristig als Best Practice etablieren, zumindest bei kapitalmarktorientierten Unternehmen”, so Petra Justenhoven, Mitglied der Geschäftsführung und Leiterin des Geschäftsbereichs Assurance bei PwC Deutschland.

Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie

Ein weiteres Befragungsergebnis: 82 Prozent der Investor:innen meinen, dass Unternehmen ESG-Aspekte in ihre Unternehmensstrategie einbinden sollten. Drei von vier Befragten halten es sogar für sinnvoll, dass Unternehmen kurzfristig auf Rentabilität verzichten, um ESG-Themen voranzubringen. Dabei fordern die Investor:innen aber weiterhin eine Rendite und sind nur zu geringen Einbußen bereit. Bemerkenswert: Fast die Hälfte der befragten Anleger:innen (49 Prozent) erwägt Desinvestitionen, wenn Unternehmen keine ausreichenden ESG-Maßnahmen ergreifen. “Investor:innen erwarten zunehmend, dass Unternehmen in puncto Klimaschutz und bei anderen Nachhaltigkeitsthemen erkennbar aktiv werden – und überzeugend darlegen, inwiefern sie diese Aspekte in ihre Geschäftsstrategie integrieren”, erklärt Nadja Picard.

 

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Geschäftsentwicklung

 

Asoka Wöhrmann, CEO:

„2021 war für die DWS das bisher beste Jahr überhaupt. Neue Rekorde bei Nettomittelzuflüssen, Erträgen und Gewinn beweisen, dass unsere Wachstumsstrategie – unterstützt durch das Vertrauen unserer Kunden – Früchte trägt. Indem wir die Dividende auf EUR 2,00 und damit das dritte Jahr in Folge anheben, haben unsere Aktionäre weiterhin am Erfolg unseres Unternehmens teil. Mit Blick auf die Zukunft bleiben die Ziele für unsere zweite Phase als börsennotiertes Unternehmen ambitioniert. Daher werden wir weiter in unsere Transformation investieren und unsere Wachstums­investitionen verstärken, wann immer wir die Möglichkeit sehen, unsere Plattform zu bereichern.“

Claire Peel, CFO:

„Unsere Erträge haben 2021 aufgrund höherer Managementgebühren deutlich zugelegt. Dadurch sind der bereinigte Vorsteuergewinn sowie das Konzernergebnis auf neue Rekordniveaus angestiegen und die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation verbesserte sich auf ein Allzeittief von 58 Prozent. Mit Rekord-Nettomittelzuflüssen in Höhe von EUR 48 Milliarden haben wir eine Rate von 6 Prozent beim Nettomittel­aufkommen erreicht, entsprechend unserem mittelfristigen Ziel von durchschnittlich mehr als 4 Prozent.“

Geschäftsentwicklung

2021 war für die DWS das bisher beste Jahr überhaupt. Die Stärke unseres diversifizierten Geschäftsmodells und unsere hochdynamische Geschäftsentwicklung haben uns das dritte starke Jahr in Folge beschert, mit neuen Rekordwerten beim Nettomittelaufkommen, dem verwalteten Vermögen, den Managementgebühren, den Erträgen, der bereinigten Aufwand-Ertrags-Relation, dem bereinigten Vorsteuergewinn und dem Konzernergebnis. Das Nettomittelaufkommen haben wir 2021 auf EUR 48 Milliarden gesteigert. Hierzu trugen alle drei Bereiche – Active, Passive und Alternatives – und die starke Nachfrage nach unseren ESG[1]-Produkten bei. Mit diesem Wert haben wir 2021 die mittelfristig anvisierte Rate beim Nettomittelaufkommen von durchschnittlich mehr als 4 Prozent erreicht. Letztes Jahr war zudem durch die erfolgreiche Umsetzung des Wachstumsplans für die zweite Phase unserer Firmengeschichte als börsennotiertes Unternehmen gekennzeichnet. So zeigte sich gezieltes Wachstum bei ESG-Produkten und -Lösungen – sie trugen 40 Prozent zum Nettomittelaufkommen bei – sowie im Bereich Passive und bei den hochmargigen Strategien. Das verwaltete Vermögen stieg ebenfalls an, und zwar im Vergleich zum Vorjahr um EUR 135 Milliarden auf EUR 928 Milliarden. Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation verbesserte sich 2021 aufgrund höherer Erträge signifikant um 6,4 Prozentpunkte auf einen Rekordtiefststand von 58,1 Prozent. Die Erträge stiegen 2021 im Jahresvergleich um 22 Prozent getragen von allen Ertragskategorien. Die bereinigten Kosten erhöhten sich 2021 gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent, was hauptsächlich auf einen höheren Personalaufwand in Zusammenhang mit der verbesserten Geschäftsentwicklung sowie auf gestiegene Kosten für Dienstleistungen in Verbindung mit dem höheren verwalteten Vermögen zurückzuführen ist. Unter dem Strich erhöhte sich der bereinigte Vorsteuergewinn 2021 im Jahresvergleich stark um 43 Prozent und das Konzernergebnis stieg 2021 um 40 Prozent. Die DWS-Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2021 eine attraktive und wettbewerbsfähige Dividende von EUR 2,00 pro Aktie vorschlagen.

Die Erträge stiegen 2021 um 22 Prozent auf EUR 2.720 Millionen (GJ 2020: EUR 2.237 Millionen). Dieser starke Anstieg ist vor allem auf die deutliche Steigerung der Managementgebühren aufgrund der Nettomittelzuflüsse beziehungsweise des höheren durchschnittlichen verwalteten Vermögens im Jahr 2021 zurückzuführen. Gestützt wurde die Entwicklung zudem durch höhere Performancegebühren, die positive Entwicklung von Marktwerten sowie durch einen höheren Beitrag unserer Beteiligung an Harvest.   Im vierten Quartal 2021 stiegen die Erträge um 20 Prozent auf EUR 797 Millionen (Q3 2021: EUR 664 Millionen). Ursächlich hierfür war insbesondere eine signifikante Performancegebühr eines Active Multi-Asset-Fonds. Zudem trugen zu diesem Anstieg auch höhere Managementgebühren infolge des während des Quartals gestiegenen durchschnittlichen verwalteten Vermögens bei.

Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg 2021 stark um 43 Prozent auf EUR 1.140 Millionen (GJ 2020: EUR 795 Millionen), weil wir höhere Erträge verbuchten. Im vierten Quartal 2021 erhöhte sich der bereinigte Vorsteuergewinn im Quartalsvergleich deutlich um 38 Prozent auf EUR 373 Millionen (Q3: EUR 271 Millionen) bedingt durch höhere Erträge, die die gestiegenen bereinigten Kosten beträchtlich überkompensierten. Nach Steuern wies die DWS für das Geschäftsjahr 2021 ein um 40 Prozent gesteigertes Konzernergebnis in Höhe von EUR 782 Millionen aus (GJ 2020: EUR 558 Millionen; Q4 2021: EUR 260 Millionen; Q3 2021: EUR 182 Millionen). Die Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2021 eine erneut gestiegene Dividende von EUR 2,00 pro Aktie vorschlagen (GJ 2020: EUR 1,81). Unsere Aktionäre erhalten damit im dritten Jahr in Folge eine höhere Dividende.

Das verwaltete Vermögen (AuM) stieg im vierten Quartal 2021 weiter um EUR 48 Milliarden auf EUR 928 Milliarden (Q3 2021: EUR 880 Milliarden). Dies war auf eine Kombination aus Nettomittelzuflüssen, positiven Marktentwicklungen und günstigen Währungseffekten zurückzuführen. Der Anstieg der AuM um EUR 135 Milliarden ausgehend von EUR 793 Milliarden Ende 2020 resultierte aus starken Nettomittelzuflüssen und positiven Marktentwicklungen und wurde zudem durch vorteilhafte Wechselkursbewegungen gestützt.

Mit einem Nettomittelaufkommen von EUR 47,7 Milliarden (ohne Cash-Produkte: EUR 41,7 Milliarden) haben wir im Gesamtjahr 2021 ein neues Rekordniveau erreicht (GJ 2020: EUR 30,3 Milliarden, ohne Cash-Produkte EUR 10,8 Milliarden). Dies entspricht einer Rate von 6,0 Prozent, verglichen mit 4,0 Prozent im Jahr 2020 und ging vor allem auf die Bereiche Passive und Active (ohne Cash-Produkte) zurück und wurde zudem durch stark gestiegene Alternatives-Nettomittelzuflüsse und Cash-Produkte gestützt. Mit diesem Wert haben wir 2021 die mittelfristig anvisierte durchschnittliche Rate beim Nettomittelaufkommen erreicht. ESG-Produkte generierten starke Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 18,9 Milliarden und zeichneten damit für 40 Prozent unseres gesamten Nettomittelaufkommens im Jahr 2021 verantwortlich. Im vierten Quartal erzielten wir Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 15,0 Milliarden (EUR 7,9 Milliarden ohne Cash-Produkte). Diese starken Zuflüsse wurden von den meisten Anlageklassen gestützt. Insbesondere ESG-Fonds verzeichneten weiterhin eine starke Nachfrage und Nettomittelzuflüsse in einer Rekordhöhe von EUR 5,9 Milliarden – nach EUR 5,0 Milliarden im vorangegangenen und EUR 3,8 Milliarden im zweiten Quartal.

Der Bereich Active Asset Management verzeichnete im vierten Quartal ohne Cash-Produkte Nettozuflüsse von EUR 2,2 Milliarden (Q3 2021: EUR 2,0 Milliarden). Zu diesem Aufkommen trugen alle Anlageklassen außer Active SQI (minus EUR 0,2 Milliarden) bei. Multi Asset verbuchte gesteigerte Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 1,3 Milliarden mit anhaltenden und signifikanten Zuflüssen in den Flaggschiff-Fonds DWS Concept Kaldemorgen und hoher Nachfrage durch institutionelle Mandate. Zudem generierte Active Fixed Income Nettomittelzuflüsse von EUR 1,0 Milliarden und Active Equity verzeichnete ein Nettomittelaufkommen von EUR 0,1 Milliarden bei anhaltender Nachfrage nach ESG-Produkten. Cash-Produkte verbuchten Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 7,2 Milliarden. Insgesamt verzeichnete der Bereich Active Asset Management 2021 ohne Cash-Produkte Nettomittelzuflüsse von EUR 9,9 Milliarden und konnte somit die im vergangenen Jahr aufgetretenen Abflüsse kompensieren (GJ 2020: minus EUR 9,8 Milliarden). Während Active Equity im Geschäftsjahr 2021 Nettomittelabflüsse verzeichnete, verbuchten die übrigen Active-Produktklassen (ohne-Cash-Produkte) starke Zuflüsse und konnten ihr Nettomittelaufkommen somit steigern. Cash-Produkte verzeichneten im Geschäftsjahr 2021 reduzierte Nettomittelzuflüsse von EUR 5,9 Milliarden (GJ 2020: EUR 19,5 Milliarden), weil ihre Funktion als sicherer Hafen für die Investoren an Bedeutung verlor.

Der Bereich Passive Asset Management erzielte im vierten Quartal Nettomittelzuflüsse von EUR 3,9 Milliarden (Q3 2021: EUR 6,6 Milliarden). Zu diesem Aufkommen trugen sowohl institutionelle Mandate als auch Nettomittelzuflüsse in börsengehandelte Produkte (börsengehandelte Fonds (ETF) und Rohstoffe) bei. Insgesamt generierte der Bereich Passive Asset Management 2021 starke Zuflüsse in Höhe von EUR 25,9 Milliarden (GJ 2020: EUR 16,6 Milliarden). Treibende Kraft hinter diesem Anstieg war die hohe Nachfrage nach börsengehandelten Produkten.

Der Bereich Alternatives verzeichnete im vierten Quartal Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 1,7 Milliarden (Q3 2021: EUR 1,4 Milliarden). Für die Zuflüsse waren hauptsächlich Illiquid Alternatives – insbesondere durch Zuflüsse in Infrastruktur- und Immobilienfonds – verantwortlich. Sie verbuchten Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 1,1 Milliarden. Liquid Alternatives steuerten weitere EUR 0,6 Milliarden bei. Insgesamt generierte der Bereich Alternatives 2021 stark gestiegene Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 6,0 Milliarden (GJ 2020: EUR 4,0 Milliarden), was vor allem auf Nettomittelzuflüsse in Liquid Alternatives in Höhe von EUR 3,7 Milliarden zurückzuführen war. Weitere Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 2,3 Milliarden steuerten Illiquid Alternatives bei, wobei eine hohe Nachfrage nach Infrastruktur- und Immobilienfonds zu verzeichnen war.

Die bereinigten Kosten, die auch die Transformationskosten in Höhe von EUR 30 Millionen nicht umfassen, stiegen im Geschäftsjahr 2021 im Jahresvergleich um 10 Prozent auf EUR 1.580 Millionen (GJ 2020: EUR 1.442 Millionen). Dies war insbesondere bedingt durch einen höheren Personalaufwand aufgrund der besseren Geschäftsentwicklung sowie durch höhere Kosten für Dienstleistungen in Zusammenhang mit dem höheren verwalteten Vermögen im Geschäftsjahr 2021. Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die bereinigten Kosten im vierten Quartal 2021 um 8 Prozent auf EUR 424 Millionen (Q3 2021: EUR 393 Millionen), was unter anderem auf höheren Personalaufwand, weitere Investitionen in Wachstum sowie auf höhere Beratungshonorare zurückzuführen war.

Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) verbesserte sich 2021 signifikant um 6,4 Prozentpunkte auf einen neuen Rekordtiefststand von 58,1 Prozent (GJ 2020: 64,5 Prozent). Ursächlich für diesen Rückgang trotz unserer Wachstumsinvestitionen waren die gesteigerten Erträge. Im vierten Quartal 2021 sank die bereinigte CIR auf einen quartalsbezogenen Rekordtiefststand von 53,1 Prozent (Q3 2021: 59,2 Prozent).

Wachstumsinitiativen und strategische Fortschritte

Im vierten Quartal sind wir auf unserem Weg zu mehr Wachstum weiter vorangekommen und konnten wichtige strategische Fortschritte erzielen. Anfang Oktober sind wir eine langfristige strategische Partnerschaft mit BlackFin Capital Partners eingegangen, um unsere digitale Investment-Plattform IKS weiterzuentwickeln und auszubauen. Darüber hinaus haben wir eine Minderheitsbeteiligung an dem in Großbritannien ansässigen Altersvorsorge-FinTech Smart Pension Limited erworben. Zudem sind wir eine Partnerschaft mit den Los Angeles Lakers eingegangen und agieren jetzt als ihr offizieller globaler Investment-Sponsor. Die Partnerschaft beschleunigt den Wandel der DWS hin zu einer wirklich globalen Marke. Es ist eine Investition, um in Schlüsselmärkten, die die DWS für Wachstum definiert hat, insbesondere in Asien, besser wahrgenommen und sichtbarer zu werden.

Im vierten Quartal sind wir auch bei unseren Nachhaltigkeitsbemühungen weiter vorangekommen. Im November hat die DWS in Einklang mit dem Erreichen von Netto-Null-Emissionen im Jahr 2050 ihr Netto-Null-Zwischenziel für 2030 bekanntgegeben: 35,4 Prozent bzw. EUR 281,3 Milliarden des gesamten verwalteten Vermögens per 31. Dezember 2020 sollen in Richtung Netto-Null-Emissionen gemanagt werden. In Bezug auf diese Vermögenswerte plant die DWS eine Dekarbonisierung um 50 Prozent der gewichteten durchschnittlichen inflationsbereinigten finanziellen Kohlenstoffintensität bis 2030 für Scope 1- und 2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2019. Zudem beabsichtigen wir, ein Investitionsprogramm für erneuerbare Energien durchzuführen, das die Deutsche Bank und der Green Climate Fund auf der COP26 vereinbart haben, um in innovative Dekarbonisierungslösungen für afrikanische Länder südlich der Sahara zu investieren. Dieses Programm ist darauf ausgerichtet, in die Erzeugung erneuerbarer Energie zu investieren und KMUs und Verbrauchern den Zugang zu zuverlässiger und erschwinglicher Energie zu ermöglichen. Zudem sind wir eine Partnerschaft mit dem WWF (World Wild Life Fund For Nature) eingegangen, um ein mehrjähriges Meeresschutzprojekt nahe Belize am Mesoamerikanischen Riff zu ermöglichen – dem größten Korallenriff der westlichen Hemisphäre und zweitgrößten weltweit. Zusammen wollen wir die lokalen Gemeinden an der Küste dabei unterstützen, nachhaltige Praktiken und Verfahren für Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus zu implementieren, sodass sie dem Klimawandel entgegentreten und in der Region eine nachhaltige „Blue Economy“ aufbauen und entwickeln können. Zudem machte die DWS beim CDP (vormals Carbon Disclosure Project) SCORE 2021 einen wichtigen Schritt vorwärts. Im letzten Jahr verbesserte sich unser CDP-Rating auf „B“, wobei wir uns in neun von elf Kategorien verbessern konnten. Damit gehört die DWS nun zu den 48 Prozent der Unternehmen, die das so genannte „Management-Level“ erreicht haben.

Ausblick

Für das Gesamtjahr 2022 gehen wir davon aus, dass die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation bei etwa 60 Prozent liegen wird. Wir bekräftigen unser Ziel, bei den Nettomittelzuflüssen mittelfristig einen Wert von durchschnittlich mehr als 4 Prozent zu erreichen, angetrieben durch unsere anvisierten Wachstumsbereiche ESG, Passive und hochmargige Strategien. Darüber hinaus gehen wir für das Jahr 2022 von normalisierten Performance- und Transaktionsgebühren in Höhe von 3 bis 5 Prozent der bereinigten Erträge aus.

In Bezug auf unser Ziel, bis 2024 eine nachhaltige bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation von 60 Prozent zu erreichen, befinden wir uns auf Kurs. Das Management der DWS setzt alles daran, alle für die zweite Phase unserer Firmengeschichte als börsennotiertes Unternehmen festgelegten Ziele zu erreichen.

Wir erwarten, dass die Märkte 2022 herausfordernd sein werden. Die von uns definierten Schwerpunktthemen sind aber darauf ausgelegt, anhaltenden Erfolg auch in Phase 2 zu gewährleisten:

Wir wollen die entscheidenden Meilensteine erreichen, um zu einem eigenständigen Vermögensverwalter mit einer auf uns zugeschnittenen Infrastruktur-Plattform zu werden. Zudem wollen wir unseren Kunden weiterhin ESG-Fähigkeiten zur Verfügung stellen und den Netto-Null-Ansatz sowie nachhaltige Anlagelösungen umsetzen. Mit Hilfe unserer kundenorientierten Barbell-Strategie planen wir, das Wachstum weiter vorantreiben. Dazu gehört organisches Wachstum in den Bereichen Passive und hochmargige Strategien. Darüber hinaus beabsichtigen wir, weiterhin mit der gebotenen Sorgfalt vorzugehen, um unsere bestehenden Partnerschaften auszubauen, neue einzugehen und Chancen für anorganisches Wachstum zu nutzen, wann immer sie sich bieten und unsere bestehende Plattform erweitern. Schließlich wollen wir unsere Positionierung als globale Marke umsetzen und mit Hilfe von Markenpartnerschaften daran arbeiten, sichtbarer zu sein und besser wahrgenommen zu werden.

 

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Nachhaltiger Erfolg: „Goldener Bulle“ plus 66 €uro FundAwards für herausragende Fondsqualität in allen Anlageklassen und Anlagezeiträumen

 

Wie bereits im letzten Jahr darf sich J.P. Morgan Asset Management 2022 über die renommierte Auszeichnung als „Fondsgesellschaft des Jahres“ freuen. Der Finanzen Verlag mit den Publikationen €uro, €uro am Sonntag und Börse Online vergibt den begehrten „Goldenen Bullen“ an die Fondsgesellschaft, deren Produktpalette mit der höchsten Qualität überzeugen kann. Dazu wird der Durchschnitt aller Fonds, die mit einer €uro FondsNote bewertet sind, ermittelt. Die 68 Fonds von J.P. Morgan Asset Management, die für die diesjährige Wertung berücksichtigt wurden, erzielten im Schnitt die Fonds-Note 2,50. Dies konnte kein anderer großer Vermögensverwalter in der Kategorie mit mehr als 30 Fondsprodukten toppen. Besonders erfreulich ist, dass die Durchschnittsnote des Vorjahres (2,62) sogar noch einmal verbessert werden konnte.

Zudem wurden zahlreiche Publikumsfonds von J.P. Morgan Asset Management mit insgesamt 66 €uro-FundAwards ausgezeichnet. Diese werden den besten Fonds der vergangenen ein, drei, fünf, zehn und 20 Jahre verliehen. Basis für diese Auswertung ist das Fonds-Universum der Zeitschrift €uro, die Publikumsfonds mit mindestens 20 Millionen Euro Volumen bewertet hat. Stichtag für die Auswertung ist der 31. Dezember 2021. „Wir freuen uns sehr über die Wiederholung dieser etablierten Auszeichnung und damit der erneuten Bestätigung unserer Fondsqualität“, so Christoph Bergweiler, Chairman von JPMorgan Asset Management Europe S.à.r.l in Luxemburg. „Die zahlreichen Auszeichnungen belegen, wie sinnvoll aktives Management und gute Researchqualität sind, um mittel- bis langfristig nachhaltigen Mehrwert für Anleger zu bieten.“ Angesichts anhaltend niedriger Zinsen und steigender Inflation wird laut Bergweiler ein aktiver Mehrertrag („Alpha“) immer wichtiger. „Und so arbeiten wir mit unseren erfahrenen Managementteams und über die verschiedenen Investmentplattformen hinweg rund um den Globus mit großem Engagement weiter daran, Anlagelösungen für die unterschiedlichen Anforderungen privater und institutioneller Anleger anzubieten.“

Über alle Anlageklassen hinweg ausgezeichnet

Wie die zahlreichen Einzel-FundAwards zeigen, können die Publikumsfonds von J.P. Morgan Asset Management über alle Anlageklassen hinweg kontinuierlich eine gute Rendite als wesentlichen Mehrwert liefern. Unter den ausgezeichneten Fonds sind neben Aktien- und Renten- auch Mischfonds aus Europa, den USA, Japan, Asien sowie den breiten Schwellenländern. Es wurden aber auch globale Lösungen, Themenfonds, Alternative Strategien und Nachhaltigkeitsprodukte ausgezeichnet. Unter den Fonds, die mit ihrer Performance in ihrem jeweiligen Sektor einen €uro-FundAward über einen oder gleich mehrere Zeiträume überzeugen konnten, sind erfolgreiche Dividendenstrategien wie der JPMorgan Investment Funds – Global Dividend Fund, beliebte Mischfonds-Klassiker wie der JPMorgan Investment Funds – Global Macro Opportunities Fund, erfolgreiche nachhaltige Schwellenländerfonds wie der JPMorgan Funds – Emerging Markets Equity Fund, langjährige Erfolgsfonds für das Wachstum Asiens wie der JPMorgan Funds – Pacific Equity Fund, der JPMorgan Funds – Asia Growth Fund und der JPMorgan Funds – China A Share Opportunities Fund oder Themenfonds, die globale Megatrends abdecken wie der JPMorgan Funds – US Technology Fund und der JPMorgan Funds – Global Healthcare Fund bis hin zu den europäischen Technologieführern im JPMorgan Funds – Europe Dynamic Technologies Fund.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung. Der Wert, Preis und die Rendite von Anlagen können Schwankungen unterliegen, die u. a. auf den jeweiligen Marktbedingungen und Steuerabkommen beruhen. Dies ist eine Marketing-Kommunikation. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. „Der Wert, Preis und die Rendite von Anlagen können Schwankungen unterliegen, die u. a. auf den jeweiligen Marktbedingungen und Steuerabkommen beruhen.“

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Carmignac gibt die Ernennung von Martial Godet zum Global Head of Sales bekannt.

 

In dieser Funktion wird Martial Godet für die Leitung der Vertriebsstrategie von Carmignac verantwortlich sein. Er berichtet an Eric Helderlé und wird Mitglied des Ausschusses für strategische Entwicklung von Carmignac.

Martial Godet kommt von BNP Paribas zu Carmignac, wo er die meiste Zeit seiner Karriere verbracht hat. Zuletzt war er als Head of Advisory, Execution and Sustainable Investment im Bereich Wealth Management der Bank tätig. Davor war er in verschiedenen Funktionen im Bereich Corporate and Investment Banking tätig, insbesondere als Leiter der Aktien- und Derivatestrategie für Europa und die Schwellenländer. Außerdem war er 12 Jahre lang bei BNP Paribas Asset Management als Senior Fixed Income Fund Manager und anschließend als Head of Emerging Market Investments tätig. Martial Godet ist ein Absolvent der HEC Business School.

„Im Vertrieb von Finanzprodukten vollzieht sich zurzeit eine grundlegende Weiterentwicklung“, erklärt Eric Helderlé, Mitbegründer und Managing Director von Carmignac Gestion Luxemburg. „Dank seines umfassenden Fachwissens über Finanzdienstleistungen und -märkte sowie seiner nachgewiesenen Erfolgsbilanz in verschiedenen Funktionen wird Martial die derzeitigen Kompetenzen von Carmignac sinnvoll ergänzen. Er wird die Sales-Teams von Carmignac koordinieren, um gezielte Vertriebsstrategien umzusetzen, die auf unsere verschiedenen Kanäle und die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt sind. Zusammen mit Nathalie Lahmi, unserem Chief Experience Officer, wird Martial unsere Organisation verstärken, mit dem Ziel, den hervorragenden Kundenservice von Carmignac kontinuierlich zu verbessern. Ich heiße ihn herzlich willkommen und freue mich auf den Beginn unserer Zusammenarbeit.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Carmignac Gestion, 24, place Vendôme, F – 75001 Paris, Tel: (+33) 01 42 86 53 35, www.carmignac.de

Kommentar Neuberger Berman

 

Zu Jahresbeginn fand bei Neuberger Berman die europäische Investment-Konferenz Solving for 2022 statt. In der jährlichen Konferenz geht es um die Frage, welche Assetklassen im kommenden Jahr besonders vielversprechend sein werden. In seinem Kommentar stellt Erik Knutzen, CIO Multi Asset Class bei Neuberger Berman, die Ergebnisse vor:

Investorenmeinung für 2022: Aktien hoch im Kurs

Im Rahmen unserer jährlichen Investment-Konferenz Solving stellen wir traditionell die Frage, welche Asset-Klassen im kommenden Jahr besonders vielversprechend sein werden. Das sind die Ergebnisse für dieses Jahr:

51 Prozent der Teilnehmer sehen Aktien als die führende Asset-Klasse. Darauf folgen Rohstoffe mit 43 Prozent der Stimmen – letztes Jahr waren es nur 19 Prozent. Auch für Geldmarktanlagen sind die Teilnehmer optimistischer: Ihr Anteil stieg von 3,5 Prozent auf 5 Prozent. Auf dem letzten Platz liegen Anleihen mit gerade einmal 1 Prozent. Im Jahr 2019 hielten noch 17,2 Prozent der Teilnehmer Anleihen für vielversprechend, seitdem ist der Anteil jedoch kontinuierlich gefallen.

Die Märkte 2022: Fünf große Wendepunkte

Geld- und Fiskalpolitik werden nicht weiter gelockert, sondern allmählich gestrafft – nachdem die Notenbanken mehr als zehn Jahre lang gegen Disinflation und schwaches Wachstum angekämpft haben. Den Finanzmärkten soll daher mehr Liquidität entzogen werden – und das so schnell wie noch nie zuvor.

Der Grund für diese Straffung ist die Inflation: Wir glauben zwar nicht, dass sie so hoch bleibt wie jetzt, rechnen aber doch mit einer strukturell höheren Teuerung als in den letzten 20 Jahren. Für unsere höheren Inflationserwartungen gibt es eine Reihe von Gründen. Einer davon ist aber besonders wichtig: die Energiewende.

Hinzu kommt, dass in China – dem Land, das 20 Jahre lang den größten Beitrag zum Weltwirtschaftswachstum geleistet hat – die Erwerbsbevölkerung altert und schrumpft. Jetzt setzt China auf „Wohlstand für alle“, bei langfristig weniger Wachstum.

Zinsrisiken fordern Flexibilität

Es überrascht daher nicht, dass Anleihen bei den Konferenzteilnehmern nicht in Mode sind.

Wegen der guten Fundamentaldaten der Unternehmen scheint es uns sinnvoll, Kreditrisiken anstelle von Zinsrisiken einzugehen. Investoren sollten nicht nur auf Coupons setzen, sondern flexibel in unterschiedliche Credits investieren und taktisch umschichten. Aber nur wenige sehen Anleihen dieses Jahr vorn. Die steigenden Zinsen sind das größte Risiko. Von der Notenbankliquidität, die jetzt zurückgefahren werden soll, haben Staatsanleihen am stärksten profitiert. Die Inflation schmälert jedoch die Realrenditen sämtlicher Festzinstitel.

Die Konferenzteilnehmer sehen mehrheitlich weiter Aktien vorn, auch wenn sie etwas an Glanz verloren haben. Nicht mehr 75 Prozent wie vor einem Jahr, sondern nur noch 51 Prozent trauen ihnen jetzt die höchsten Erträge zu.

Das ist verständlich. Die Fundamentaldaten bleiben zwar gut, doch nach drei Jahren mit einer hervorragenden Performance sind die Indizes jetzt hoch bewertet. Außerdem werden viele Benchmarks von Wachstumstiteln dominiert, die nicht nur teuer, sondern auch zinssensitiv sind. Wir gehen davon aus, dass Investoren mit Substanzwerten, Zyklikern, Small Caps und nicht amerikanischen Industrieländeraktien besser von der Reflation profitieren können. Zusätzlich sind sie günstiger bewertet und weniger zinssensitiv.

Nicht die Zeit für 60/40

Warum aber sehen jetzt so viel mehr Konferenzteilnehmer Rohstoffe vorn?

Das passt zu unserer Annahme, dass Diversifikation 2022 sehr wichtig sein wird. Die Wendepunkte in diesem Jahr dürften für Unsicherheit und Volatilität sorgen. Die klassische Aufteilung auf Anleihen oder Aktien könnte nicht mehr funktionieren, weil beide Assetklassen hoch bewertet und zinssensitiv sind. Es ist nicht die Zeit für ein 60/40-Portfolio.

Zur Diversifikation könnten sich jetzt vor allem inflationssensitive Assetklassen wie Rohstoffe und Immobilien eignen. Mit Rohstoffen können sich Investoren vor Inflation schützen und Risiken streuen, wenn Anleihen zu teuer, zu zinssensitiv und zu stark mit Aktien korreliert sind. Die Konferenzteilnehmer scheinen das genauso zu sehen.

Unkorrelierte, liquide alternative Strategien können sich ebenfalls anbieten, aber auch die Ausgabe von Verkaufsoptionen auf den Aktienindex (Equity Index Put Writing). Diese Strategie hat schon oft von Marktvolatilität profitiert und ermöglicht eine etwas stabilere Aktienanlage. Bei Private Equity und Private Debt wiederum entfallen die börsentypischen Schwankungen.

Risikomanagement 2022 besonders wichtig

Die Konferenzteilnehmer scheinen zu ähnlichen Schlüssen zu kommen wie wir. Konsens ist, dass risikobehaftete Titel – wie Aktien – wegen der guten Konjunktur am interessantesten sind. Die hohen Bewertungen, die Aussicht auf steigende Zinsen, nachlassende Liquidität und zunehmende Volatilität stimmen uns aber vorsichtiger als vor einem Jahr. Besonders wichtig ist das Risikomanagement. Wir legen Wert auf echte Diversifikation, ebenso wie auf Flexibilität und die Möglichkeit, eine höhere Volatilität zu nutzen. Außerdem ist uns bewusst, dass Inflation 2022 wohl das wichtigste Risiko sein wird.

Als die Konferenzteilnehmer vor einem Jahr Aktien mit so großem Abstand vorn sahen wie noch nie, lagen sie richtig. Warten wir ab, was die nächsten zwölf Monate bringen.

 

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Neuberger Berman Europe Limited, Friedrich-­Ebert­-Anlage 49, D-­60308 Frankfurt,Tel: +49 69 509 56 5648/5649, www.nb.com

Die St. Galler Kantonalbank Deutschland AG und Finreon initiieren eine Aktienstrategie mit CO2-Swap

 

– Die laufende EU-Regulatorik ist einer der Haupttreiber des Wachstums in nachhaltige Anlagen. Eine wichtige Entwicklung dabei ist, dass der Bekanntgabe des CO2-Fußabdrucks von Portfolios ein deutlich größeres Gewicht zuteilwird. Der Finreon SGKB Carbon Focus ist ein innovativer Fonds, der den CO2-Fußabdruck von Portfolios nicht nur reduzieren, sondern auch neutralisieren möchte. Mit seiner UCITS-Struktur ist der Publikumsfonds besonders für Anleger geeignet, die global und nachhaltig in Aktien investieren möchten. Gleichzeitig bietet er eine Absicherung gegenüber Risiken aus CO2-intensiven Geschäftsmodellen.

„Der Finreon SGKB Carbon Focus Fonds bietet eine nachhaltige und innovative Anlagelösung, die zeigt, wie man CO2-neutrale Portfolios ohne Renditeeinbußen kreieren kann“, so Sven C. Thielmann, Vorstandsvorsitzender der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG.

Der Publikumsfonds stützt das Basisportfolio auf eine breit diversifizierte globale Aktienauswahl, die einen mehrstufigen Auswahlprozess unterliegt. Dieser berücksichtigt unter anderem die Nachhaltigkeitsempfehlungen kirchlicher Institutionen in Deutschland.

Das Overlay, eine zum Patent angemeldete Strategie, baut mittels eines Swaps eine Short Position gegenüber CO2-intensiven Geschäftsmodellen auf und verkauft auf diese Weise Aktien von Unternehmen mit einem hohem CO2-Fußabdruck. Das erhaltene Kapital wird dann in ein Unternehmensportfolio mit niedrigem CO2-Fußabdruck investiert. Der innovative Fonds lässt sich flexibel mit verschiedenen Anlagelösungen kombinieren. Dabei wird sowohl die Neutralisierung des CO2-Fußabdrucks von klassischen Anlageportfolios, als auch die Erweiterung bereits bestehender nachhaltiger Anlagen ermöglicht.

Der Finreon SGKB Carbon Focus entstand durch eine Partnerschaft mit Finreon – einem Think-Tank für innovative Anlagelösungen und ein Spin-off der Universität St. Gallen – zusammen mit Universal-Investment.

Über die St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Die St.Galler Kantonalbank Deutschland AG ist eine hundertprozentige Tochter der St.Galler Kantonalbank Gruppe. Die deutsche Gesellschaft wurde 2009 gegründet, um anspruchsvolle vermögende Kunden auf dem Fundament klassischer Schweizer Bankentradition in Deutschland individuell und objektiv zu betreuen. Sie ist überdies Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes der Banken sowie der Entschädigungs-einrichtung deutscher Banken. Der Hauptsitz der Vermögensverwaltungsbank befindet sich in München. 2011 wurde eine weitere Niederlassung in Frankfurt am Main eröffnet.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, Prannerstraße 11, 80333 München, Tel: +49 (0)89 125 01 83-0, www.sgkb.de

Um US-amerikanische Technologieunternehmen gibt es wohl immer genügend Gesprächsstoff.

 

Zuletzt drehte sich aber alles um ein sehr makroökonomisches Thema: Der starke Anstieg der Renditen amerikanischer Staatsanleihen habe dem Tech-Sektor einen schmerzhaften Jahresauftakt beschert, sagt Lars Kreckel, Global Equity Strategist bei Legal & General Investment Management (LGIM) – geht aber davon aus, dass Technologiewerte 2022 insgesamt weiter überdurchschnittlich abschneiden werden:

„Schon im vergangenen Jahr reagierten US-Tech-Aktien sehr empfindlich auf Veränderungen der Renditen von US-Staatsanleihen. Technologie ist allerdings nicht die einzige Branche, deren relative Wertentwicklung von den Entwicklungen am Anleihemarkt abhängt. Dies trifft ebenso auf Real Estate Investment Trusts (REITs), Versorger und andere zu, die traditionell als Quasi-Ersatz für Anleihen – also als „Bond Proxies“ – angesehen werden.

Es gibt gute Gründe dafür, dass der Technologiesektor in gewissem Maße auf Veränderungen der Anleiherenditen reagiert. Die Erträge in dieser Branche weisen eine längere Duration als in anderen Branchen auf. Das bedeutet, dass Tech-Aktien eher auf der Grundlage von Gewinnen gehandelt werden, die sie in der Zukunft erwirtschaften könnten, als auf Basis der heutigen Cashflows – ganz im Gegensatz etwa zu wachstumsschwachen Versorgungsunternehmen. Wenn diese weiter in der Zukunft liegenden Gewinne jedoch mit einem höheren Zinssatz abgezinst werden, wirkt sich das unverhältnismäßig stark auf ihren heutigen Wert aus.

Ein weiterer Aspekt: Wenn stark steigende Anleiherenditen einen größeren Optimismus hinsichtlich des künftigen Wirtschaftswachstums widerspiegeln, profitieren Technologieunternehmen möglicherweise weniger davon als andere. Das Gewinnwachstum im Technologiesektor ist eher langfristig angelegt und weniger konjunkturabhängig, so dass ein Wirtschaftsboom – zumindest relativ gesehen – zyklische Unternehmen stärker begünstigt als Technologieunternehmen. Letztere sind zudem kaum verschuldet. In einem inflationären Umfeld ist das quasi ein Wettbewerbsnachteil.

Allerdings weisen manche Gegenargumente darauf hin, dass Tech-Aktien weniger von steigenden Anleiherenditen betroffen sein sollten als angenommen. Tatsächlich gehen steigende Renditen sehr oft mit steigenden Aktienkursen einher. Technologiewerte haben sich wiederholt besser entwickelt als der breite Markt, so dass ein Aufschwung ihnen entgegenkommen dürfte. Und falls Inflation aufgrund steigender Löhne eine Sorge ist, die die Anleiherenditen in die Höhe treibt, dann ist gerade der Tech-Sektor gut aufgestellt – denn das Geschäft dort ist viel weniger arbeitsintensiv als in anderen Branchen.

Der Blick in die Vergangenheit zeigt ein gemischtes Bild: Technologiewerte haben nicht immer so empfindlich auf Veränderungen an den Zinsmärkten und steigende Anleiherenditen reagiert wie in letzter Zeit. Über die letzten 30 Jahre war die Korrelation ebenso oft positiv wie negativ, so dass wir aus der Geschichte keine eindeutige Schlussfolgerung ziehen können. Im Vergleich zu anderen Branchen lag Tech hinsichtlich der Zinssensitivität im Mittelfeld. Zyklische Aktien und Finanztitel verbuchten bei höheren Anleiherenditen die größten Gewinne, während Bond Proxies wie REITs, Versorger und defensive Werte im Allgemeinen die größten Verlierer waren.

Auch einige jüngere Ereignisse zeichnen ein positiveres Bild als die letzten Wochen. Zwischen Juni 2016 und November 2018 stiegen die Anleiherenditen deutlich an, nach unseren Berechnungen 150 Basispunkte nominal und 120 real. Für Tech-Aktien war das eine großartige Zeit. Sie ist auch deshalb mit der heutigen Situation vergleichbar, weil die Branche damals bereits seit vielen Jahren besser abgeschnitten hatte als der breite Markt, allgemein als „Long“ eingestuft und mit einem Aufschlag gehandelt wurde. Niemand würde behaupten, dass die Anleiherenditen der Grund für diese Outperformance waren, aber jedenfalls haben sie hohe Kursgewinne auch nicht verhindert.

An diesem Punkt würde ich die Debatte „Technologie oder Zinsen“ beenden. Steigende Anleiherenditen wirken sich meines Erachtens nicht günstig auf Technologieaktien aus, aber sie schaden auch nicht so sehr, dass sie andere mittelfristig positive Fundamentalfaktoren ausgleichen. Die Daten zeigen aber noch etwas: Solange die Entwicklung der Anleiherenditen nicht die Aktienmärkte insgesamt stark beeinflusst, bleiben die Fundamentaldaten der Technologieunternehmen selbst – zum Beispiel Gewinne oder Regulierungsthemen – der bedeutendste Einflussfaktor für ihre Performance. Diese Fundamentaldaten sprechen weiter für Tech. Wir bleiben daher übergewichtet.“

 

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Die Commerz Real hat für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest ein Portfolio mit vier Neubau-Wohnanlagen vom Projektentwickler Quarterback Immobilien erworben: „Wohnen am Kulturgleis“ in Dresden, „Wohnen am Mönchsberg“ in Jena sowie „Krystallpalast-Areal“ und „Eliseneck“ in Leipzig.

 

Nach Fertigstellung der Objekte wird es etwa 650 Wohnungen, ein Hotel mit 282 Zimmern sowie rund 20.000 Quadratmeter Gewerbefläche umfassen. „Das bringt uns bei der Erweiterung des Wohnanteils im Hausinvest ein gutes Stück weiter“, freut sich Fondsmanager Mario Schüttauf. Strukturiert wurde die Off-Market-Akquisition als Forward Funding, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Von Quarterback Immobilien hatte die Commerz Real bereits im März 2021 in Jena ein Bauvorhaben, bestehend aus sechs Gebäuden mit 114 Wohnungen, gekauft.

Dresden, Jena und Leipzig gehören zu den vom Marktforschungsinstitut Empirica bereits 2015 definierten „Schwarmstädten“ Deutschlands, also jenen, die besonders viele jüngere Leute anziehen, sodass sich deren Geburtsjahrgänge mindestens verdoppeln. „Und die modernen Wohnanlagen und gemischt genutzten Quartiere befinden sich allesamt in sehr guten Lagen und sichern dem Fonds damit langfristig stabile und risikoarme Mieteinnahmen“, erläutert Schüttauf.

Und die modernen Wohnanlagen und gemischt genutzten Quartiere befinden sich allesamt in sehr guten Lagen und sichern dem Fonds damit langfristig stabile und risikoarme Mieteinnahmen.

Das Projekt „Wohnen am Kulturgleis“ in Dresden entsteht in der Hansastraße 8 im Stadtteil Neustadt. Anfang 2023 soll dort mit dem Bau von 213 Wohneinheiten, davon 44 gefördert, und etwa 6.700 Quadratmeter Gewerbefläche begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2025 geplant. Die Gewerbefläche wird neben Büro, Einzelhandel und Gastronomie auch den 1.600 Quadratmeter großen denkmalgeschützten historischen Lokschuppen umfassen. Nach Vorstellungen von Quarterback Immobilien und Commerz Real soll dieser kulturell genutzt werden.

Im Jenaer Wohnquartier „Wohnen am Mönchsberg“ werden bis 2025 174 Wohneinheiten entstehen. Es befindet sich in der Maria-Pawlowna-Straße und damit unmittelbar neben dem bereits im März 2021 erworbenen Bauvorhaben „Naumburger Straße““.

Mit dem „Krystallpalast-Areal“ in Leipzig entsteht in der Brandenburger Straße in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof ein gemischt genutztes Quartier mit einem Hotel mit 282 Zimmern von „Me and all“, einer Boutiquehotelmarke der Lindner Gruppe. Das Projekt umfasst 230 Wohneinheiten, davon 44 Seniorenwohnungen, und 12.800 Quadratmeter Gewerbefläche für Büro, Einzelhandel und Gastronomie. Ebenfalls in Leipzig, in der Körnerstraße 35–37, soll bis Ende 2023 die Immobilie „Eliseneck“ mit 36 Wohnungen und einer 225 Quadratmeter großen Gewerbefläche für Einzelhandel oder Gastronomie errichtet werden. Durch die Lage im beliebten Ortsteil Südvorstadt wird das Objekt mit dem ÖPNV gut erreichbar und direkt mit der Innenstadt und dem Hauptbahnhof verbunden sein.

Drei der vier Wohnanlagen sollen im neuen, seit Juni 2021 geltenden Energieeffizienzhaus-Standard KfW 55 EE (Erneuerbare Energien) errichtet werden. Das heißt, dass mindestens 55 Prozent der Wärme- und Kälteversorgung der Gebäude aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Die Wohnanlage „Eliseneck“ in Leipzig wird im Energieeffizienzhaus-Standard KfW 55 errichtet.

Bei der Transaktion wurde die Commerz Real rechtlich von Mayer Brown, steuerlich von PwC und technisch von SMV beraten.

 

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Commerz Real AG, Friedrichstraße 25, 65185 Wiesbaden, Tel: +49 611 7105-0, Fax: +49 611 7105-5410, www.commerzreal.com

Neue Struktur als Reaktion auf anhaltendes Wachstum und zunehmende Spezialisierung

 

Die HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH etabliert neue Strukturen. Mit Stefanie Kruse und Claudia Pauls werden zwei Geschäftsbereichsleiterinnen ernannt. Die HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH reagiert mit diesem Schritt auch auf struktureller Ebene, um der durch den langjährigen positiven Geschäftsverlauf spürbar gestiegenen Anzahl an Mitarbeitenden gerecht zu werden und die deutlich zunehmende Spezialisierung der Teams organisatorisch abzubilden.

„Die angepasste Struktur ist ein logischer Schritt, der sich aus unserem organischen Unternehmenswachstum ergibt und uns auch weiterhin flexibles und gleichzeitig effizientes Handeln ermöglicht. Ich freue mich ausgesprochen, dass wir mit Stefanie Kruse und Claudia Pauls zwei Kolleginnen mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen für die beiden neuen Positionen gewinnen konnten.“ so Dr. Jörg W. Stotz, Sprecher der Geschäftsführung der HANSAINVEST.

Unter den neuen Geschäftsbereichsleiterinnen wurden jeweils mehrere Themen und Bereiche in eine neue zentrale Zuständigkeit überführt.

Stefanie Kruse trägt als Geschäftsbereichsleiterin Governance die Verantwortung für die Bereiche Business Management einschließlich des GmbH Risikomanagements, Compliance, Geldwäscheprävention und Sustainability, in dem die Nachhaltigkeitsstrategie der HANSAINVEST sowie die Umsetzung nachhaltiger Fonds angesiedelt ist.

Claudia Pauls verantwortet als Geschäftsbereichsleiterin Financial Assets die Themen Administration, Quality Management sowie Fund Projects & Client Solutions. In dem neu geschaffenen Bereich der Verwaltung von Wertpapier-Fonds ist neben der Fondspreisermittlung, den Jahresabschlüssen und dem Investorenreporting auch die Steuerung der Fondsauflegungs- und -änderungsprozesse durch das Team um Mathias Herzberg sowie das Qualitätsmanagement zugeordnet.

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH wurde 1969 gegründet und ist Teil der SIGNAL IDUNA Gruppe. Als unabhängige Service-KVG für Real und Financial Assets erbringt die Hamburger Gesellschaft vielfältige Dienstleistungen rund um die Administration von liquiden und illiquiden Assetklassen. Der Hauptsitz befindet sich in Hamburg, zudem ist das Unternehmen mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main präsent. Über ein Tochterunternehmen ist die HANSAINVEST auch in Luxemburg vertreten. Aktuell werden von knapp 300 Mitarbeitenden mehr als 420 Publikums- und Spezialfonds mit einem Bruttofondsvermögen von über 55 Milliarden Euro administriert. Die HANSAINVEST erhielt im Dezember 2020 vom Fachmagazin TiAM aus dem Finanzenverlag die Auszeichnung „Beste Service-KVG“. (Stand der Daten: 30.11.2021).

 

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HANSAINVEST, Hanseatische Investment GmbH, Kapstadtring 8, D-­20095 Hamburg, Tel.: +49 40 30057­6292, Fax: +49 40 30057­4906292, www.hansainvest.de

Bezugsfrist für neue Aktien aus BarKE beginnt am 2. Februar 2022

 

Die Lloyd Fonds AG (Deutsche Börse Scale, ISIN DE000A12UP29) gibt heute die Durchführung ihrer am 11. Januar 2022 angekündigten Kapitalerhöhung um 615.000,00 EUR gegen Bareinlagen (BarKE) durch Ausgabe von bis zu 615.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 EUR je Aktie, bekannt. Dies entspricht bei einem derzeitigen Grundkapital von 13.325.914,00 EUR einem Anteil von 4,6 % des Grundkapitals der Gesellschaft.

Der Bezugspreis pro neue Aktie soll 13,00 EUR betragen, wobei sich der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG vorbehält, einen Abschlag auf diesen Höchstbetrag vorzunehmen, dessen Höhe unter Berücksichtigung einer zum Zeitpunkt der Preisfestsetzung vorzunehmenden Einschätzung der Volatilität des Kurses der Inhaberaktien der Gesellschaft, der allgemeinen Marktlage sowie für die Gesellschaft spezifischer Marktrisiken festgelegt wird.

Die Festlegung des endgültigen Bezugspreises wird am oder um den 10. Februar 2022 erfolgen. Die neuen Aktien werden den Aktionären der Gesellschaft im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts im Verhältnis 21:1 von der futurum bank AG, Frankfurt am Main, zum Bezug angeboten, d. h. 21 alte Aktien berechtigen zum Bezug einer neuen Aktie. Die Bezugsfrist beginnt am 2. Februar 2022, 0:00 Uhr (MEZ), und endet am 15. Februar 2022, 24:00 Uhr (MEZ). Ein Bezugsrechtshandel ist nicht vorgesehen. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2021 voll gewinnberechtigt.

Aus aufsichtsrechtlichen Gründen kann die Gesellschaft den Aktionären kein Überbezugsrecht einräumen. Nicht von den Aktionären aufgrund des Bezugsrechts bezogene neue Aktien werden ausgewählten Investoren bereits parallel zum Bezugsaufruf im Rahmen einer Privatplatzierung zu dem festgelegten Bezugspreis und zu einer Mindestzeichnungssumme von 100.000,00 EUR angeboten. Im Rahmen der Privatplatzierung werden auch Aktionäre berücksichtigt, die über ihr Bezugsrecht hinaus Aktien zeichnen möchten, wenn sie sich bis spätestens zum Ablauf der Bezugsfrist bei der Gesellschaft melden.

Der Nettoerlös der Kapitalerhöhung dient der Stärkung der Kapitalbasis der Lloyd Fonds AG und soll vornehmlich zur Finanzierung der notwendigen Cash-Komponente in Höhe von rund 10,4 Mio. EUR für die geplante Übernahme von rund 98 % der Aktien der BV Holding AG verwendet werden. Ein weiterer Teil dient der Finanzierung des 17,75%igen Erwerbs an dem Berliner FinTech growney GmbH, welches zu den am schnellsten wachsenden digitalen Vermögensverwaltern in Deutschland zählt. Durch die beiden Transaktionen entsteht ein kumulierter Cash Bedarf von rund 13,4 Mio. EUR. Der maximale Erlös aus der Kapitalerhöhung beträgt 7.995.000,00 EUR.

Dazu Dipl.-Ing. Achim Plate, Chief Executive Officer (CEO) der Lloyd Fonds AG: „Zusammen mit der Bayerischen Vermögen-Gruppe und dem FinTech growney werden wir die Lloyd Fonds AG in die nächste Wachstumsphase führen. Die beiden Akquisitionen ergänzen unsere derzeitige Positionierung zu 100 Prozent, weshalb nun der weitere Ausbau, der für die Zukunftsfähigkeit der Industrie maßgeblichen Nutzerzentrierung im Fokus unserer weiteren Wachstumsstrategie steht.“

98 % Zustimmung der Aktionäre der BV Holding AG, München

Mit einer Zustimmung von rund 98 % der Aktionäre der BV Holding AG zur Übernahme durch die Lloyd Fonds AG wurde das Erreichen der Zielmehrheit von über 90 % am Grundkapital der Bayerischen Vermögen-Gruppe deutlich übertroffen.

Durch die Übernahme der Bayerische Vermögen-Gruppe wird insbesondere das Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN, die persönliche Vermögensverwaltung, sowie das Geschäft mit institutionellen Kunden gestärkt. Aktuell verwaltet die Gruppe vom Hauptstandort München und den drei weiteren Standorten Chiemgau, Tegernsee und Main-Spessart ein AuM-Vermögen von rund 2,5 Mrd. EUR mit über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit Vollzug der Transaktion erwartet die Lloyd Fonds AG einen gemeinsamen Anstieg des verwalteten AuM-Volumens auf knapp 5 Mrd. EUR.

Wandlungszeiträume für Wandelschuldverschreibungen 2019/2022 und 2020/2024 angepasst

Die Durchführung der Kapitalerhöhung löst einen Ausschlusszeitraum für die Ausübung der Wandlungsrechte der Wandelschuldverschreibungsinhaber der von der Lloyd Fonds AG emittierten 3,75 % Wandelschuldverschreibung 2019/2022 (ISIN: DE000A2YNQR7) sowie der 5,5 % Wandelschuldverschreibung 2020/2024 (ISIN: DE000A289BQ3) aus. Um den Wandelschuldverschreibungsinhabern dennoch die Möglichkeit zur Wandlung zu einem dann ggf. reduzierten Wandlungspreis zu geben, wird die Gesellschaft sicherstellen, dass Wandlungserklärungen auch noch in einer Nachlauffrist von 21 Tagen ab Ablauf des Ausschlusszeitraums angenommen werden.

Die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung, insbesondere das veröffentlichte Bezugsangebot und das Wertpapierinformationsblatt nach Paragraf 4 Wertpapierprospektgesetz (WpPG), können der Internetseite der Lloyd Fonds AG unter https://www.lloydfonds.ag/investor-relations/kapitalerhoehung-2022/bezugsangebot/wertpapier-informationsblatt entnommen werden.

Die weiteren Einzelheiten zu den beiden Wandelschuldverschreibungen können unter https://www.lloydfonds.ag/investor-relations/kapitalmassnahmen eingesehen werden.

 

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Lloyd Fonds AG, Amelungstraße 8 – 10, D­-20354 Hamburg, Tel: 040/ 32 56 78­210, Fax: 040/ 32 56 78­99, www.lloydfonds.de

2021 schloss zwar mit einer negativen Jahresbilanz von -4,32 Prozent bei Gold und -12,30 Prozent bei Silber in US-Dollar. Doch am Ende des Jahres stiegen die Kurse wieder – und so könnte es auch in diesem Jahr weitergehen.

 

Dafür gibt es mehrere Gründe, sagt Benjamin Louvet, Fondsmanager OFI Financial Investment Precious Metals bei OFI Asset Management: „Als sich die Wirtschaft im Sommer erholte, aber gleichzeitig der Inflationsdruck stieg, signalisierten die Zentralbanken, eine Straffung der Geldpolitik in Betracht zu ziehen. Anleger, die sich der Folgen für die Zinssätze und damit auch für die Edelmetalle nicht sicher waren, stiegen vorsichtshalber aus Gold und Silber aus. Aber seitdem der Kurs der Fed zur Anhebung der Leitzinsen klar und das Ende der Anleihekäufe in Sicht ist, kaufen Anleger wieder verstärkt Gold – und nichts anderes war zu erwarten.

Die Bedingungen sind auch weiterhin gut. Wir sind davon überzeugt, dass die Fed die Zinssätze nur allmählich anhebt und unterhalb des Inflationsniveaus bleibt. Denn ein Anstieg der Zinssätze über die Inflationsrate hinaus würde sich destabilisierend auf viele hoch verschuldete Staaten auswirken, deren Schuldenlast so noch weiter in die Höhe getrieben würde. Hinzu kommt, dass die derzeit hohe Inflation mit Problemen in den Lieferketten verbunden ist, gegen die Zinserhöhungen kontraproduktiv wirken. Tatsächlich könnten die Zinsen sogar wieder sinken, wenn das Wirtschaftswachstum dieses Jahr zurückgeht.

Silber wiederum profitiert von der Energiewende. Im Jahr 2021 stieg die Photovoltaik-Kapazität im Vergleich zu 2020 um 30 Prozent (170 Gigawatt gegenüber 130 Gigawatt). Diese starke Erhöhung liegt aber immer noch weit unter den Empfehlungen der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens. Die IEA schätzt, dass wir von heute bis 2030 jedes Jahr Kapazitäten von 620 Gigawatt installieren müssen. Da die Solarindustrie im Jahr 2020 bereits 3.142 Tonnen Silber – das sind 12 Prozent der weltweiten Produktion – verbraucht hat, um “nur” 130 Gigawatt zu generieren, wird der Silbermarkt wahrscheinlich unter hohem Druck stehen werden.

Wir meinen also, dass trotz des anhaltend unsicheren Umfeldes jetzt ein guter Zeitpunkt für Anleger ist, ihr Portfolio mit Edelmetallen zu diversifizieren. Denn wir gehen davon aus, dass die realen Zinssätze sinken, wodurch der Goldpreis wieder auf die Höchststände im Jahr 2020 klettern dürfte. Der Silberpreis könnte durch die hohe Nachfrage in der Energiewende schon in diesem Jahr zwischen 28 und 30 US-Dollar pro Unze liegen.“

Der Fonds: Der von Benjamin Louvet verwaltete UCITS-Fonds „OFI Financial Investment Precious Metals“ investiert konstant zu 35 Prozent in Gold und jeweils zu 20 Prozent in Silber, Platin und Palladium. Die restlichen fünf Prozent des Portfolios sind in Eurodollar investiert (3-Monats-LIBOR). Dieser Ansatz ermöglicht Anlegern einen breiten Zugang zu den wichtigsten Edelmetallen über Swaps, denn Louvet investiert nicht in die Rohstoffe selbst. Der 2012 aufgelegte Fonds ist in Euro währungsgesichert und börsentäglich liquide.

 

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Ofi Asset Management, Adresse: 22, Rue Vernier, 75017 Paris, Tel: +33 1 40 68 17 17, www.ofi-am.fr

KPMG Venture Pulse: weltweit 671 Milliarden Dollar investiert / ESG- und HR-Themen ziehen Geldgeber an / Ausblick 2022 positiv

 

Die weltweiten Risikokapitalinvestitionen sind im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordniveau gestiegen. So wurden 2021 insgesamt 671 Milliarden Dollar in Start-ups gesteckt – das ist fast doppelt so viel Geld wie im Jahr zuvor (+ 93,5 Prozent). Ein erheblicher Teil der VC-Investitionen entfiel erneut auf „Einhörner“ (Unternehmen mit einer Marktbewertung von über 1 Milliarde Dollar). Das zeigt der neue Venture Pulse von KPMG, für den regelmäßig die globalen Venture Capital-Investitionen ausgewertet werden.

Einer Reihe bestehender Einhörner gelang es noch im letzten Quartal 2021, große Finanzierungsrunden abzuschließen, darunter J&T Express (Indonesien, 2,5 Mrd. USD), Lacework (USA, 1,3 Mrd. USD), Thrasio (USA, 1 Mrd. USD) und N26 (Deutschland, 900 Mio. USD).

Ashkan Kalantary, Leiter des Bereichs Venture Services, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: “Viele Einhörner dürften zum möglicherweise letzten Mal große Summen aufgebracht haben, bevor sie ihren Exit angehen. Es entstehen aber in erheblichem Tempo auch immer wieder neue Einhörner, was zu einer bemerkenswerten Konzentration von VC-Investitionen in die bestehenden großen Player führt. So ist die Zahl der neuen Einhörner im letzten Quartal 2021 mit weltweit 126 geradezu explodiert. Interessanterweise stammt eine ganze Reihe aus noch weniger reifen VC-Märkten wie Vietnam, Brasilien, Mexiko, Indonesien oder den Philippinen. Das beweist eine zunehmende Vielfalt des globalen VC-Marktes.”

Deutschland und Europa mit überdurchschnittlichem Wachstum

Mit 19,6 Milliarden beziehungsweise 122,6 Milliarden Dollar ist auch die in Deutschland und Europa 2021 investierte Summe im Vergleich zum Vorjahr massiv gestiegen (+158 bzw. +128 Prozent). Alleine im 4. Quartal 2021 entstanden in sieben europäischen Ländern 17 neue Einhorn-Unternehmen, die unterschiedlichste Branchen repräsentieren – von Fintech über Healthtech bis hin zu Travel und HRtech.

In Deutschland übten in den letzten drei Monaten des Jahres unterschiedlichste Anwendungen Künstlicher Intelligenz einen großen Reiz auf Investoren aus. Begehrt waren auch die Bereiche Fintech und Delivery, wie die Kapitalerhöhung von N26 (900 Millionen Dollar) und die Kapitalerhöhung von Gorilla (rund 1 Milliarde Dollar) zeigen. Aber auch Themen wie Agtech und ESG standen 2021 in Deutschland ganz oben auf der Liste der VC-Investoren.

Ashkan Kalantary: “Der Fokus auf ESG hat sich im letzten Jahr erheblich weiterentwickelt, da der Druck der Verbraucher auf die Unternehmen gestiegen ist. Auch VC-Investoren ziehen ESG-Kennzahlen inzwischen zunehmend als Grundlage für ihre Investitionsentscheidungen heran. Freilich liegt eine Herausforderung nach wie vor darin, dass es keine Standards für die einheitliche Bewertung von ESG-Aktivitäten gibt. Auch deshalb dürfte es wahrscheinlich vermehrt Investitionen in ESG-Lösungen und Messinstrumente geben, die dabei helfen, Geschäftsaktivitäten zu verfolgen, zu messen und zu melden.”

Auch HR-Technologien im Kommen

Die entscheidende Bedeutung von Talentgewinnung und Personalwesen für den Erfolg sowohl von Start-ups als auch von traditionellen Unternehmen hat zu einem deutlichen Anstieg der VC-Investitionen eine breite Palette von HR-Lösungen geführt. Diese reichen von KI-gestützten Rekrutierungstechnologien bis hin zu Lösungen für das Leistungsmanagement. Im vierten Quartal 2021 konnten so die Gehaltsabrechnungs- und Compliance-Plattform Deelraa (USA) 425 Millionen Dollar, der deutsche Anbieter von automatisierten Personal-Workflows Personiora 270 Millionen und das Unternehmen für die Automatisierung von Backgroundchecks Chekrraa (USA) 250 Millionen Dollar einwerben.

Ausblick 2022

Ashkan Kalantary: „Mit dem Aufkommen der Omikron-Variante und der verstärkten Rückkehr zum Home working dürfte der anhaltende Druck zur Verbesserung digitaler Angebote und hybrider Arbeitsumgebungen sowie in in HR- und Personaltechnologien branchenübergreifend fest auf dem Radar der Investoren bleiben. Ein starkes Investitionsumfeld und das anhaltende Streben nach Digitalisierung dürfte dazu beitragen, dass die VC-Investitionen auch im ersten Quartal 2022 hoch bleiben.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

KPMG Consulting AG, Beratungs­ und Wirtschaftsprüfungs­Unternehmen, Elektrastraße 6, ­81925 München, Tel. 089/9282­1964,  www.kpmg.de