Durch gleichzeitige Senkung der Gebühren entsteht ein ESG-ETF auf kurzlaufende Dollar-Unternehmensanleihen zu wettbewerbsfähigen Konditionen

 

Die DWS stellt einen neuen ETF vor, der Anlegern Zugang zum Markt für Dollar-Unternehmensanleihen mit kurzer Restlaufzeit und Investment-Grade-Bewertung der führenden Rating-Agenturen ermöglicht. Zusätzlich werden bestimmte Kriterien für Umwelt- und Sozialstandards sowie für gute Unternehmensführung (Environment, Social, Governance; kurz ESG) eingehalten.

Der Xtrackers ESG USD Corporate Bond Short Duration UCITS ETF bildet die Entwicklung des Index Bloomberg MSCI USD Corporate Sustainable and SRI 0-5 Years ab. Dieser Index spiegelt die Wertentwicklung von mehr als 1.000 in Dollar denominierten Unternehmensanleihen wieder, die eine Restlaufzeit von mindestens einem Monat, aber höchstens fünf Jahren haben und ein Investment-Grade-Rating besitzen. Ausgeschlossen sind Anleihen, die bestimmte ESG-Kriterien nicht erfüllen. Der Index weist eine indikative Rendite bis zur Fälligkeit von 2,11 Prozent und eine modifizierte Duration von 2,4 Jahren auf (Quelle: BlackRock Aladdin, per 15. Februar 2022). Außerdem enthält der Index strenge ESG-Filter anhand der SRI-Methodologie des Indexanbieters MSCI. SRI steht für Socially Responsible Investing, also sozial verantwortliches Investieren. Im Detail werden die Anleihen von Unternehmen ausgeschlossen, die mit der Note „BB“ oder schlechter von MSCI-ESG-Research bewertet werden sowie Emittenten mit einer MSCI-ESG-Controversies-Bewertung von schlechter als eins. Ebenso werden Unternehmen ausgeschlossen, die bestimmte Umsatzschwellen bei kontroversen Aktivitäten überschreiten oder dem Verteidigungssektor zugeordnet werden. Durch die Anwendung der Filter werden etwa 30 Prozent der Anleihen aus dem Basisindex entfernt (Quelle: Bloomberg, per 1. Februar 2022).

Dieser ETF entsteht, da bei dem 2018 aufgelegten Xtrackers iBoxx USD Corporate Bond Yield Plus UCITS ETF der Index gewechselt wird. Gleichzeitig wird die jährliche Pauschalgebühr von 0,25 Prozent auf 0,16 Prozent gesenkt. Es gibt eine Anteilklasse in Dollar und eine Anteilklasse mit Währungssicherung für Euro-Anleger. In dieser Anteilklasse beträgt die jährliche Pauschalgebühr 0,21 Prozent.

„Anleger können nun über einen Xtrackers-ETF zu wettbewerbsfähigen Konditionen in qualitativ hochwertige, kurzlaufende Dollar-Unternehmensanleihen investieren, die auch anhand von ESG-Kriterien ausgewählt sind. Wir freuen uns, unsere Palette an ESG-ETFs zu erweitern, um die Nachfrage nach diesen Anlagen zu bedienen. Die zusätzlichen ESG-Kriterien können zu einer Auswahl von Qualitätstiteln führen und helfen damit, das Risikoprofil des Produkts zu verbessern, bei einer nur moderat niedrigeren Rendite als bei einem vergleichbaren konventionellen Index“, sagt Michael Mohr, Head of Passive Products, DWS.

 

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Marktkommentar von Michael Salden, Leiter Commodities bei Vontobel:

 

 

 

  • Energieunterbrechungen drohen, wobei die Gasversorgung am stärksten betroffen ist
  • Wirkung von Sanktionen aufgrund der starken Abhängigkeit Europas von russischen Exporten zweifelhaft
  • Führende Politiker der USA und Europas könnten ein neues Iran-Ölabkommen in Erwägung ziehen
  • Die Zentralbanken könnten sich veranlasst sehen, Zinserhöhungen zu verschieben

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat die Rohstoffpreise auf neue Rekordhöhen getrieben, woraufhin Aktien in einer Risk-off-Bewegung der Märkte abstürzen. Während Unterbrechungen bei der Öl- und Gasversorgung drohen, rechnen die Märkte mit einer Aufweichung der Politik der wichtigsten Zentralbanken.

Bereits im Vorfeld der Krise hatten Rohstoffe eine geopolitische Risikoprämie eingepreist, die durch die Entscheidung Russlands, in die Ukraine einzumarschieren, einen weiteren Schub erhielt. Der Bloomberg Commodity Index (BCOM) ist seit Jahresbeginn um 20 Prozent gestiegen, WTI-Öl hat heute um 8 Prozent zugelegt und Brent wird bei über 100 US-Dollar gehandelt, dem höchsten Stand seit 2014. Die Gasknappheit in Europa hat sich verschärft, da Deutschland bereits am Montag die Öffnung der Nordstream-2-Gaspipeline blockierte, was weitere Probleme bei den dringend benötigten Gaslieferungen wahrscheinlich macht. Infolgedessen ist der Preis von in den Niederlanden gehandeltem Gas seit Montag um 50 Prozent angestiegen.

Die Krise wirkt sich jedoch nicht nur auf die Energieversorgung aus, da die Lagerbestände aller wichtigen Rohstoffe bereits auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken sind. Auf die Ukraine entfallen 12 Prozent bzw. 16 Prozent der weltweiten Weizen- und Maisexporte, und es bleibt abzuwarten, inwieweit die ukrainischen Häfen und die Schiffsinfrastruktur durch den militärischen Konflikt beschädigt werden. Darüber hinaus gehören die Ukraine und Russland zu den größten Exporteuren von Düngemitteln, was Risiken für die weltweite Ernährungssicherheit mit sich bringt. In der Zwischenzeit haben alle US-Getreidemärkte bereits ihre maximalen Tagesgewinne von 6 Prozent erreicht, was zu erheblichen Handelsunterbrechungen führte, und französischer Weizen ist heute um 17 Prozent gestiegen. Auf den Metallmärkten, die von russischer Dominanz geprägt sind, ergibt sich mit Blick auf die Intraday-Daten ein ähnliches Bild: Aluminium steigt um 4 Prozent, Nickel um 5 Prozent und Palladium um 7 Prozent.

Sanktionen werden auf all diesen Märkten zu weiteren Aufschlägen führen. Angesichts der Abhängigkeit Europas von russischem Gas, Industriemetallen und Düngemitteln könnten sich die Sanktionen jedoch als weniger praktikable Optionen erweisen als erhofft. Darüber hinaus hat Russland ein 150-Milliarden-Euro-Energieabkommen mit China unterzeichnet, um die Verflechtung des Landes mit dem Westen zu verringern, was die Wirkung von Sanktionen weiter untergräbt.

Der ausgewachsene militärische Konflikt hat das Risiko von Unterbrechungen der Öl- und Gasversorgung erheblich erhöht, aber es ist davon auszugehen, dass Russland seine langfristigen Energielieferverträge wie in der Vergangenheit einhalten wird. Im Gegenzug ist es unwahrscheinlich, dass Russland zusätzliches Gas liefern wird, um die europäischen Vorräte im Sommer aufzufüllen, die derzeit 20 Prozent unter dem 5-Jahres-Durchschnitt liegen. Dies könnte sich im nächsten Winter als ein großes Problem erweisen. Auch die viel diskutierte Sanktion, Russland aus dem SWIFT-Zahlungssystem auszuschließen, wird ein heikles Thema sein. Wenn Russland keine Zahlungen für seine Öl- und Gaslieferungen erhält, wird es seine Lieferungen einschränken oder sogar einstellen. Um die Situation zu entschärfen, könnten Europa und die USA eine sofortige Einigung über ein neues iranisches Ölabkommen anstreben. Ein solches Abkommen würde zwar dazu beitragen, neues Öl auf den Markt zu bringen – bis zu einer Million Barrel pro Tag in sechs Monaten -,  würde aber auch neue geopolitische Risiken im Nahen Osten schaffen.

Für die Zentralbanken rückt die Stabilisierung des Wachstums in den Mittelpunkt

Da die Krise das Wachstum in den USA und insbesondere in Europa beeinträchtigen könnte, könnten sich die großen Zentralbanken von der Inflationsbekämpfung abwenden und sich der Wiederherstellung des Wachstums und des reibungslosen Funktionierens der Kapitalmärkte zuwenden – je nachdem, wie lange die Krise andauert. In der Tat revidieren die Märkte bereits die Wahrscheinlichkeit des geplanten Zinserhöhungspfades der Fed in Erwartung einer «dovishen» Kurseänderung, da das lange Ende der US-Treasury-Kurve bereits einen starken Rückgang der Realrenditen aufweist.

 

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Seit Monaten taumelt die China Evergrande Group am Rande der Insolvenz entlang.

 

Bereits mehrfach ließ der zweitgrößte Immobilienentwickler Chinas, der mehr als 300 Milliarden Dollar Schulden angehäuft hat, Zinszahlungen für US-Dollar-Anleihen ausfallen. Nun hat ein internationaler Gläubiger in Zusammenarbeit mit der DMSA Deutsche MarktScreening Agentur GmbH Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung gegen die Evergrande-Holding gestellt.

Für Evergande wird es immer enger: Ein Anleihegläubiger, die Liechtensteiner Financial Market Partners Capital (FMPC) Consulting AG, hat am Freitag den 18. Februar 2022, Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung gegen die auf den Cayman Islands registrierte Evergrande-Holding gestellt. Unterstützt und beraten wurde FMPC Consulting AG dabei – neben international tätigen Insolvenzanwälten – auch durch die DMSA Deutsche MarktScreening Agentur GmbH.

Zum Hintergrund: Evergrande hat seit Mitte November mehrfach Zinszahlungen für so genannte Offshore-Anleihen in Höhe von mehr als hundert Millionen US-Dollar ausfallen lassen. Diese werden von internationalen Investoren, darunter auch die FMPC Consulting AG, gehalten.  Am 3. Dezember hat Evergrande in einer Ad-Hoc-Mitteilung an die Börse Hongkong – der Heimatbörse der Holding – erstmals gegenüber internationalen Investoren offiziell eingeräumt, es gebe „keine Garantie dafür, dass die Gruppe über ausreichende Mittel verfügt, um ihren finanziellen Verpflichtungen weiterhin nachzukommen“.

Wenn eine auf den Cayman Islands beheimatete Gesellschaft zahlungsunfähig oder von zweifelhafter Zahlungsfähigkeit ist, haben ihre Geschäftsführer laut der dort geltenden Gesetze und Vorschriften die treuhänderische Pflicht, im Interesse ihrer Gläubiger zu handeln. Sie haben dann auch zu prüfen, ob die Einleitung eines Sanierungs- oder Insolvenzverfahrens im Interesse ihrer Gläubiger ist. Da das Management der Evergrande Holding es bisher unterlassen hat, ein Insolvenzverfahren einzuleiten, besteht der dringende Verdacht, dass die Direktoren von Evergrande den Gläubigern des Unternehmens durch Täuschungen und Verstöße gegen ihre Sorgfaltspflicht einen erheblichen Vermögensschaden zugefügt haben. Ein solches Verhalten ist unter anderem nach den Paragraphen 248 ff. des Strafgesetzbuches der Cayman Islands strafbar.

DMSA-Geschäftsführer Michael Ewy erläutert: „Mit der Strafanzeige versuchen wir, für die FMPC Consulting AG und andere internationale Gläubiger zu retten, was zu retten ist.“ Spätestens mit der offiziellen Bekanntgabe des Ausfalls der Zinszahlung am 6. Dezember 2021 seien die Direktoren der Evergrande verpflichtet gewesen, eine freiwillige oder provisorische Insolvenz beim Gericht des Firmensitzes auf den Cayman Islands anzumelden. „Dies ist bislang trotz mehrfacher Aufforderung unsererseits nicht geschehen. Als Konsequenz haben wir nun bei der Staatsanwaltschaft der Cayman Islands Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung gestellt.“ Somit sei es nun auch in der Verantwortung der lokalen Behörden, in den Fall zu ermitteln und die Direktoren persönlich haftbar zu machen sowie die Insolvenz behördlich feststellen zu lassen.

Dr. Marco Metzler vor dem Büro des Leiters der Staatsanwaltschaft auf den Kaimaninseln

Die Überlegungen dahinter: „Evergrande ist zahlungsunfähig, aber offiziell noch immer nicht für komplett insolvent erklärt worden“, erläutert Dr. Marco Metzler, der Verwaltungsratsvorsitzende der FMPC Consulting AG. „Da immer weitere Notverkäufe stattfinden und immer wieder überfällige Anleihezinsen an ausländische Investoren nicht gezahlt werden, mussten wir in unserem eigenen Interesse aber auch im Interesse aller internationalen Gläubiger handeln. Sollten die lokalen Behörden die Insolvenz nicht offiziell feststellen, beabsichtigen wir, selbst einen Insolvenzantrag gegen Evergrande einzureichen. Dies wird geschehen, sobald wir einen offiziellen, vollstreckbaren Schuldtitel gegen Evergrande in Händen halten. Bis dahin kann es noch einige Wochen dauern.“

Da sich die FMPC Consulting AG als Sachwalter aller internationalen Evergrande-Gläubiger versteht und um das Kostenrisiko für jeden Antragsteller zu senken, bietet das Unternehmen anderen internationalen Gläubigern an, sich ihrem Verfahren anzuschließen, das gestern mit dem Einreichen des Strafantrag auf den Cayman Islands einen weiteren Schritt voran gekommen ist.

Übrigens: Mit ihrer Sicht sind Metzler und Ewy nicht allein: Bereits Anfang Dezember wurde die China Evergrande Group von internationalen Ratingagenturen offiziell auf „teilweise zahlungsunfähig“ heruntergestuft. So hat die Rating-Agentur Fitch für Evergrande den Status „Restricted Default“ (RD) vergeben. Ebenso hat die Ratingagentur Standard & Poor’s den Immobilienentwickler auf „Selective Default“ (SD) zurückgestuft. Von diesem selektiven Ausfall sind alle 23 internationalen Anleihen der Evergrande Group betroffen. Schlechter ist bei beiden Agenturen nur noch die Einstufung „Default“ (D) – kompletter Zahlungsausfall. Diese Einstufung wird spätestens vergeben, wenn die Evergrande Group von einem Gericht offiziell für zahlungsunfähig erklärt worden ist.

Genau dies wollen FMPC Consulting AG und DMSA mit ihrer Strafanzeige nun erreichen, um weitere Vermögensverschiebungen zu Lasten der internationalen Gläubiger zu verhindern. Schon bisher hat das Unternehmen mehrfach Aktien und Vermögenswerte im Rahmen eines Notverkaufs veräußert, wohl wissend, dass es dabei Verluste erzielt. Noch schlimmer: In den letzten Monaten kam es mehrfach zu illegalen Übertragungen von Vermögenswerten, wodurch die internationalen Gläubiger des Unternehmens erheblich geschädigt worden sind, da dieses illegale Vorgehen ihre Chancen auf Rückerstattung ihrer Vermögenswerte stark beeinträchtigt haben dürfte.

So verkaufte Evergrande beispielsweise im November 2021 seine Beteiligung an dem Streaming-Dienstleister HengTen Network Group für umgerechnet 273,5 Millionen US-Dollar. Dies „bescherte“ Evergrande einen Verlust von umgerechnet 1,09 Milliarden US-Dollar. Übrigens: Die Beteiligung wurde mit einem Abschlag von 24 Prozent gegenüber dem Schlusskurs zum Zeitpunkt der Übernahme verkauft. In der Folge sackte der Aktienkurs von HenTen um 24 Prozent ab.

Zudem wiesen die chinesischen Behörden den Gründer und Chef von Evergrande Hui Ka Yan an, einen Teil seines Privatvermögens – darunter hochwertigste Kunst, Kalligraphie und drei Immobilien – zu verkaufen, um chinesische Anleihegläubiger von Evergrande zu entschädigen. Es ist zu befürchten, dass dies zu einer Ungleichbehandlung der Evergrande-Gläubiger geführt hat, da unklar ist, ob Gläubiger bevorzugt bedient wurden.

„Insofern wäre es für die internationalen Evergrande-Gläubiger das Beste gewesen, wenn der Konzern selbst schon früher aktiv geworden wäre und einen Insolvenzantrag mit vorläufigem Restrukturierungsplan gemäß den Konkursgesetzen der Cayman Islands gestellt hätte“, erläutert DMSA-Chef Michael Ewy. Das Management der Evergrande-Holding mache sich bereits seit längerem der Insolvenzverschleppung schuldig.

Aus Sicht von Dr. Metzler besteht praktisch keine Hoffnung auf eine Sanierung von Evergrande. „Die mir vorliegende Sanierungsanalyse von Fitch Ratings – eine der drei größten Ratingagenturen weltweit, bei der ich vor Jahren meinen beruflichen Werdegang als Finanzanalyst begann – geht davon aus, dass Evergrande mit einer Sanierungsquote von null bis zehn Prozent liquidiert würde.“ Das heißt, Gläubiger erhielten maximal ein Zehntel ihres investierten Kapitals zurück.

Hinzu kommt: Nicht nur Evergrande hat derzeit zu kämpfen. Auch eine Reihe weiterer chinesischer Bauträger – etwa Kaisa Group, Fantasia Holdings, Modern Land China und Guangzhou R&F – hat größte Schwierigkeiten, sich zu refinanzieren. Bei einigen kam es ebenfalls bereits zu Zahlungsausfällen.

Kein Wunder, dass Ewy und Dr. Metzler die Insolvenz von Evergrande und anderen chinesischen Bauträgern für unvermeidlich halten. In deren Folge dürfte es dann zu einer Vielzahl weiterer Pleiten kommen. „Zur Vermeidung innerer Unruhen wäre China gezwungen, zu einer harten kommunistischen Linie zurückzukehren“, schlussfolgert Dr. Metzler. Dies impliziere letztlich, dass alle internationalen Schulden Chinas in Höhe von rund 585 Milliarden US-Dollar nicht mehr bedient werden und auch die Eigenkapitalinvestitionen ausländischer Investoren in Höhe von rund 600 Milliarden US-Dollar komplett abgeschrieben werden müssen – mit verheerenden Folgen für das globale Bankensystem und die gesamte Weltwirtschaft.

 

Über die Financial Market Partners Capital (FMPC) Consulting AG: 

Die Financial Market Partners Capital (FMPC) Consulting AG, ist eine private Investment- und Beratungsfirma mit Sitz in Ruggell, Liechtenstein. Die FMPC Consulting AG investiert als Single Family Office ausschließlich eigene Mittel ihres Eigentümers, der Familie Metzler.

Über das Evergrande-Investment der FMPC Consulting AG:

Die FMPC Consulting AG hält 200 Stücke der Anleihe EVERRE 10 ½, 11. April 2024 (ISIN: XS19 8204 0641) im Nennwert von insgesamt 200.000 US-Dollar. Diese wurden am 01. November 2021 für 50.000 US-Dollar über die Hausbank der FMPC Consulting AG gekauft und werden seither über die Hausbank in Liechtenstein bei der SIX Schweiz verwahrt. Bereits am 10.November 2021 wurde eine Zinszahlung für diese Anleihe versäumt.

Über Deutsche Markt Screening Agentur GmbH:

Die DMSA Deutsche MarktScreening Agentur GmbH ist ein unabhängiger Datendienst, der marktrelevante Informationen zu Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen sammelt und bewertet. Das Research-Haus, das mit der Familie Metzler denselben Eigentümer wie die FMPC Consulting AG hat, versteht sich als Anwalt der Verbraucher, Privatkunden und Privatinvestoren. Für diese bündelt DMSA wichtige und entscheidungsrelevante Informationen und bereitet sie leichtverständlich auf. Die DMSA arbeitet bei Bedarf der FMPC Consulting AG zu.

 

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DMSA Deutsche Markt Screening Agentur GmbH, Wichertstraße 13, D-10439 Berlin, Michael Ewy,Geschäftsführer, http://www.dmsa-agentur.de

Mark Denham und Obe Ejikeme, Fondsmanager bei Carmignac, erörtern ihre Aussichten für globale Aktien im Jahr 2022 und erläutern, wie Anleger den bevorstehenden Gegenwind abfedern können.

 

Es ist weiterhin ein herausforderndes Umfeld, in dem Omikron und zunehmender Inflationsdruck globalen Aktien zum Jahreswechsel viel Gegenwind beschert haben. Allerdings liegt hierin durchaus auch eine Chance.

Qualitätsunternehmen auf der Gewinnerseite

Um die bevorstehenden Herausforderungen zu meistern, sollten sich globale Aktienanleger auf hochwertige globale Unternehmen konzentrieren, die drei wichtige Kriterien erfüllen: langfristiges Wachstumspotenzial, nachhaltige Rentabilität und konsequente Reinvestitionen. Liquiditätsstarke Large-Cap-Unternehmen der Industrieländer passen in der Regel in diese Kategorie und dürften in einem schwierigen und unsicheren Umfeld gute langfristige Aussichten bieten.

In dieser Hinsicht scheint der Technologiesektor ausgesprochen attraktiv, denn einige der Branchenriesen zeigen, wie Unternehmen durchgehend eine nachhaltige Rentabilität vorweisen können. Microsoft verfügt über ein wachsendes Angebot an Produkten und Dienstleistungen, eine erwiesene Anpassungsfähigkeit auch in schwierigen Marktzyklen sowie ein starkes und nachhaltiges Geschäftsmodell. Damit steht der Technologiegigant gut da, wenn sich das Wirtschaftswachstum tatsächlich verlangsamt.

Der Gesundheitssektor ist ein weiterer interessanter Bereich, der seine Widerstandsfähigkeit bewiesen hat. Diese Branche reinvestiert weiter in Forschung und durchlebt somit eine dynamische Entwicklung. Für Anleger ist sie insbesondere vor dem Hintergrund der Pandemie attraktiv, die den Sektor in den Fokus gerückt hat.

Ebenso kommen für Anleger qualitativ hochwertige Unternehmen in Betracht, die von der „Wiedereröffnung“ profitieren. Aber auch Unternehmen, die von der Pandemie beeinträchtigt wurden und noch das Potenzial haben, sie zu überwinden, dürften eine spannende Entwicklung zeigen. Nach dem Abklingen der Folgen von COVID-19 könnten diese beeindruckende Renditen bieten.

Der große spanische IT-Anbieter für die Tourismusbranche „Amadeus“ ist hierfür ein gutes Beispiel. Weil der gesamte Reisesektor der Pandemie zum Opfer fiel und nach wie vor von Unsicherheit geprägt ist, hat das IT-Unternehmen schlecht performt. Wir sind jedoch der Meinung, dass die Bewertung des Unternehmens zu niedrig angesetzt ist und die Wahrscheinlichkeit einer steigenden Nachfrage, sobald der Reiseverkehr wieder aufgenommen wird, nicht widerspiegelt.

Konjunkturabhängigkeit verringern

Da sich das Wachstum im nächsten Jahr verlangsamen wird, ist es wichtig, sowohl defensive Maßnahmen als auch Chancen neu zu bewerten.

Immer neue COVID-19-Varianten, sich stetig ändernde Beschränkungen sowie außergewöhnliche fiskalpolitische Maßnahmen haben gezeigt, wie wichtig Flexibilität innerhalb von Portfolios ist. Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir eher zyklische Positionen abgebaut, da diese auf konjunkturelle Veränderungen stärker reagieren. Ist ein Anleger beispielsweise im Bankensektor übermäßig stark engagiert, wäre es sinnvoll, dieses Exposure durch weniger anfällige Positionen, etwa in den Sektoren Technologie, Gesundheitswesen und Software, auszugleichen.

Im derzeitigen Umfeld ist es sehr schwierig, kurzfristige Prognosen für globale Aktien aufzustellen. Für nachhaltige Erträge ist ein langfristiger, fünfjähriger Horizont erforderlich.

 

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Carmignac Gestion, 24, place Vendôme, F – 75001 Paris, Tel: (+33) 01 42 86 53 35, www.carmignac.de

Palette der aktiv gemanagten Aktien-ETFs wächst auf sechs Produkte: Bausteine für die Allokation rund um den Globus

 

J.P. Morgan Asset Management erweitert die Palette der aktiv gemanagten ETFs: Seit heute ist mit dem JPM China A Research Enhanced Index Equity (ESG) UCITS ETF (Ticker: JREC) der erste aktive UCITS ETF für chinesische Aktien an der Deutschen Börse Xetra, der London Stock Exchange und der SIX Swiss Exchange gelistet.

Die aktiv gemanagten Research Enhanced Index (kurz: REI) ETFs von J.P. Morgan Asset Management werden als Bausteine für Core-Allokationen geschätzt. Sie zeichnen sich durch einen niedrigen Tracking Error aus, verfügen also über einen vergleichbaren Risikograd und eine ähnliche Portfoliokonstruktion wie ihre jeweiligen Benchmarks – für JREC ist das der MSCI China A Index. Im Gegensatz zu rein passiven Investments profitieren sie jedoch von den Chancen des aktiven Managements. Der REI-Investmentprozess ist bereits seit über 30 Jahren bewährt und basiert auf den Erkenntnissen des erfahrenen Researchteams. Die mehr als 90 Buyside-Analysten arbeiten rund um den Globus an den verschiedenen Finanzzentren und ermitteln exklusiv für die Portfoliomanagement-Teams von J.P. Morgan Asset Management aktienspezifische Einblicke. Mithilfe dieses Informationsvorsprungs gewichten die REI-Portfoliomanagerinnen und -manager attraktiv erscheinende Titel leicht über und weniger attraktiv erscheinende Titel leicht unter. Die REI-Portfolios behalten somit Indexmerkmale bei, zielen aber gleichzeitig darauf ab, mittelfristig höhere risikoadjustierte positive Zusatzerträge als der Index zu erzielen.

Die Ineffizienzen des chinesischen A-Aktienmarkts mit aktivem Management erschließen

Die Experten von J.P. Morgan Asset Management haben in ihrem langfristigen Kapitalmarktausblick (LTCMA) ermittelt, dass die Kapitalmärkte Festland-Chinas langfristig einen deutlichen Renditevorteil gegenüber den Industrieländern bieten. Doch gerade in diesen weniger transparenten und volatileren Märkten ist aktives Management entscheidend. Heute ist das Angebot chinesischer A-Aktien sehr tief, vielfältig und liquide. Mit den sich stetig weiterentwickelnden Konsumbedürfnissen der stark wachsenden chinesischen Mittelschicht gilt es, die langfristigen Trends zu identifizieren, die das Wachstumspotenzial des chinesischen Marktes weiter vorantreiben.

„Rein passive Investments bilden aber nur einen Index ab und sind damit weniger flexibel, die Auswirkungen der hohen Umsätze und Umschlagshäufigkeit des Onshore-Marktes abzubilden oder auch kurzfristige Phasen von Markteuphorie oder Pessimismus abzufedern. JREC kann als aktiver ETF solche Marktineffizienzen durch seinen langfristigeren Anlagefokus und dank der intensiven Kenntnis des lokalen Marktes, die mit einem rigorosen Bewertungs- und ESG-Prozess einhergeht, ausnutzen“, betont Ivan Durdevic, Head of ETF Distribution für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei J.P. Morgan Asset Management.

Obwohl China inzwischen eine der größten und am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt ist, sind chinesische A-Aktien in vielen Portfolios weiterhin massiv untergewichtet: Während China etwa 33 Prozent des MSCI Emerging Markets Index ausmacht, beträgt die Gewichtung chinesischer Aktien in durchschnittlichen Portfolios nur etwa 5 Prozent. Analog zu der Entwicklung in Taiwan und Korea sollte der Anteil chinesischer A-Aktien in den globalen Indizes weiter steigen. „Aktuell investieren viele Anlegerinnen und Anleger nicht direkt in den wachstumsstarken lokalen A-Aktienmarkt Festlandchinas, sondern nur indirekt über breit gestreute Schwellenländerstrategien. Mit JREC können sie die Chancen der chinesischen A-Aktien nun mit der einfachen Handelbarkeit und den Kostenvorteilen eines aktiven ETFs kombinieren“, führt Durdevic weiter aus.

Nachhaltigkeitsfokus dank lokaler Expertise

Neben der Bottom-up-Wertpapierauswahl auf Basis des aktiven Researchs und dem Management der Indexrisiken wurde für die REI-Strategie ein strenger ESG-Rahmen implementiert. So ist die systematische Berücksichtigung von ESG-Faktoren im Investmentprozess der REI-Strategie integriert. „Da für die chinesischen A-Aktien die Veröffentlichung der ESG-Daten häufig nur in Landessprache erfolgt, profitiert die Strategie von unseren vor Ort tätigen Research-Analysten, die Mandarin sprechen und aktiv in den Dialog mit der Unternehmensleitung treten können“, erläutert Ivan Durdevic. Zusätzlich zu der ESG-Integration wird im JREC der ESG-Fokus durch ein normen- und wertebasiertes Screening noch weiter umgesetzt. So werden Unternehmen, die in bestimmten Sektoren wie umstrittene Waffen und Tabak tätig sind, ausgeschlossen. Dank dieses Ansatzes verfügt der ETF über eine Kategorisierung als Artikel 8 nach EU-Offenlegungsverordnung und ist ein ESG-Fonds gemäß aktuellem Verbändekonzept.

Strategie auch für die Asien-Pazifik-Region verfügbar

In Ergänzung zu dem JREC mit China-Fokus hat J.P. Morgan Asset Management heute auch den JPM AC Asia Pacific ex Japan Research Enhanced Index Equity (ESG) UCITS ETF (Ticker: JREA) gelistet, dessen Benchmark der MSCI AC Asia Pacific ex Japan Index ist. Sowohl JREC als auch JREA sind jetzt an der Londoner Börse, der Deutschen Börse Xetra und SIX Swiss Exchange gelistet und sollen am 22. Februar 2022 an der Borsa Italiana notiert werden.

Sowohl JREC und JREA werden von den erfahrenen Fondsmanagerinnen Lina Nassar und Sonal Tanna gemanagt. Die Gesamtkostenquote beträgt 40 Basispunkte für JREC und 30 Basispunkte für JREA. Die beiden neuen aktiven ETFs ergänzen die bestehende Palette der REI ETFs für europäische, globale, US- und Schwellenländer-Aktien (JREE, JREG, JREU und JREM) von J.P. Morgan Asset Management, die mit einem Vermögen von 2,5 Milliarden US-Dollar bereits das größte aktive Aktien-ETF-Angebot in Europa darstellen (Stand: 14.02.22, Bloomberg).

„Unser Angebot an Research-Enhanced-Index-(ESG)-Equity-ETFs wurde entwickelt, um kostengünstige Bausteine zu bieten, die eine aktive Aktienauswahl mit einem passiven Indexengagement innerhalb eines robusten ESG-Rahmens verbinden. Damit können Anlegerinnen und Anleger ihr Aktienengagement rund um den Globus bei geringem aktivem Risiko erweitern, etwa um die Diversifikation zu vergrößern oder taktische Ansichten umzusetzen“, so Ivan Durdevics Fazit.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

 

Im Januar zogen die Erzeugerpreise in Deutschland um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an und erreichten damit den höchsten Wert seit 1949. Wesentlicher Kostentreiber waren erneut die Energiepreise (Plus 66,7 Prozent), darunter vor allem Erdgas. Besonders spürbar war der Gaspreisanstieg für Kraftwerke, Industrie, Handel und Gewerbe sowie an der Börse – mit Preisanstiegen von bis zu 326 Prozent. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte, dass der Energiepreisanstieg für 23 Prozent aller kürzlich befragten Unternehmen existenzgefährdend sei. 21 Prozent denken über eine Verlagerung von Teilen der Produktion ins Ausland nach. In Deutschland reagierte die Politik mit der Ankündigung eines Entlastungspaketes, unter anderem zur früher als geplanten Abschaffung der EEG-Umlage. Dabei können wesentliche Preistreiber nicht aktiv beeinflusst werden. So wäre im Falle einer Eskalation des Ukraine-Konfliktes ein zusätzlicher Energiepreisschock zu erwarten. Erneut würde vor allem Erdgas erheblich teurer werden. Zudem überraschte die Unternehmensstimmung gemäß jüngster Schnellschätzungen der Markit-Einkaufsmanagerindizes sowohl für Frankreich, Großbritannien, Deutschland als auch die Eurozone positiv. Die für das Frühjahr erwartete Beschleunigung der Konjunktur könnte bereits im Februar eingesetzt haben und die Energienachfrage antreiben. Gleichzeitig bleibt die OPEC bisher bei ihrer nur langsamen Erhöhung der Fördermengen um monatlich 400.000 Barrel pro Tag. Es gibt aber auch Anzeichen für mögliche Entlastungen der globalen Rohölmärkte. So laufen nach wie vor Gespräche über ein neues Atomabkommen mit dem Iran in dessen Zuge bestehende Sanktionen, u.a. die Beschränkung von Ölexporten wegfallen könnten. Zudem ist seit Anfang Februar ein stärkerer Anstieg der aktiven Ölbohrungen in den USA zu verzeichnen, wenngleich deren Anzahl noch immer rund 20 Prozent unter dem Vorkrisenniveau liegt. In Europa hingegen fokussieren sich viele Staaten auf Alternativen zu fossilen Energieträgern, sei es durch den Bau neuer Atomkraftwerke oder den Ausbau Erneuerbarer Energien. Steigender Druck im System sorgt also auch diesmal für Ausweichreaktionen. Sowohl die OPEC als auch Russland dürften daher selbst darauf achten, dass die Rohölnotierungen vom aktuellen Niveau aus nicht noch deutlich weiter steigen. Es ist gut möglich, dass die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel als Grenze fungiert, ab deren Erreichen man sich stärker um den Ausbau des Angebots kümmern wird.

 

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DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Die Ukraine-Krise eskaliert, weitere Schritte Russlands sind wahrscheinlich.

 

„Trotzdem sehen wir hierin keinen Grund, jetzt hektisch zu verkaufen“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „Geopolitische Krisen sind keine Auslöser für Bärenmärkte, sie verstärken höchstens bestehende Abwärtstendenzen kurzzeitig.“

Deshalb kommt es vor allem darauf an, in welche makroökonomische Großwetterlage die konkreten Krisen fallen. „In Phasen gesunder Konjunktur und stimulativer Geldpolitik fallen geopolitische Krisen fast gar nicht ins Gewicht“, so Bente. Dagegen ist es durchaus möglich, dass sie in Schwächephasen hinein Abwärtsbewegungen verstärken. „Es ist deshalb durchaus wichtig zu unterscheiden: Bin ich derzeit wegen der Ukraine-Krise nicht am Aktienmarkt investiert oder aus anderen Gründen“, sagt Bente.

„Wir sind derzeit mit einer Aktienquote von null Prozent unterwegs, was aber schon vor der Zuspitzung der Lage in der Ukraine durch die Geldpolitik der Notenbanken angestoßen war.“ Die 180-Grad-Wende von ultralockerer zu restriktiver Geldpolitik belastet die Märkte mehr als die Geschehnisse rund um die Ukraine. „Die Krise trifft die Märkte aber in einer Phase der Schwäche, was das vorhandene Korrekturpotenzial noch weiter verstärken kann“, sagt Bente. „Dazu kommt: Wenn es zu einem immer weiter eskalierenden Konflikt mit immer härteren Wirtschaftssanktionen kommt, trifft das auch irgendwann die Konjunktur.“ Das gelte zum Beispiel, wenn die russische Wirtschaft aus dem Zahlungsverkehrssystem Swift ausgeschlossen werden und im Gegenzug kein Gas mehr nach Europa liefern würde. „Dann könnte sich eine sichtbare Verwerfung entwickeln“, so Bente.

Insofern bleibt, dass allein von einer geopolitischen Krise kein US-Bärenmarkt ausgelöst wird. „Das auch, weil sich die geopolitischen Krisen der vergangenen Jahrzehnte alle weit außerhalb der USA abgespielt haben“, so Bente. Dies ist auch diesmal wieder der Fall. Dabei wird sich durch die Ukraine-Krise mit Sicherheit die Volatilität verstärken. „Da dies in eine Zeit trifft, in der die Fed die Zügel anzieht, kann die Marktreaktion schon etwas stärker ausfallen“, sagt Bente. „Wirkliche Sorgen um den US-Aktienmarkt als Leitbörse der Welt muss man sich derzeit aber wegen der Ukraine-Krise nicht machen.“

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen.

 

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Vates Invest GmbH, Bürgermeister-Mahr-Straße 18, 63179 Obertshausen, Tel: +49 (0) 6104 9872072, www.vates-invest.de

 

Marktkommentar von Michael Winkler, Leiter Anlagestrategie bei der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

 

Obwohl in den zurückliegenden Wochen auf höchster politischer Ebene der Versuch unternommen worden war, eine Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine zu vermeiden, stehen die Zeichen seit Montagabend vorerst auf Sturm. Der Vorstoß Russlands, die abtrünnigen Gebiete Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine als unabhängige Volksrepubliken anzuerkennen, war zwar so oder in ähnlicher Weise bereits erwartet worden. Allerdings trifft diese Entwicklung sowie der Einmarsch russischer Truppen auf ukrainisches Gebiet auf eine ohnehin schon fragile Weltwirtschaft.

Noch bleibt abzuwarten, wie und in welchem Umfang die Staatengemeinschaft auf das Säbelrasseln Russlands reagieren wird und ob dies das Ende oder erst der Beginn einer längeren geopolitischen Eiszeit zwischen Ost und West werden wird. Angesichts der jüngsten Entwicklung steht derzeit jedoch außer Frage, dass auch in den kommenden Wochen mit einer erhöhten Volatilität an den internationalen Märkten gerechnet werden muss. Ungewiss ist dagegen die Frage nach der Dimension, die die neue Schlechtwetterlage an den Märkten einnehmen könnte. Schließlich trifft diese auf einen für die Weltwirtschaft nicht ganz unproblematischen Nährboden, der aus weltweit gestörten Lieferketten, Materialmangel, einer deutlich erhöhen Inflation und einem sich ändernden Zinsumfeld besteht.

Und dennoch: Von vielen Marktteilnehmern wird derzeit kaum berücksichtigt, wieviel von diesen makroökonomischen Einflussfaktoren auf die Weltwirtschaft, die tatsächlich schon seit Jahresanfang negativ auf die Stimmungslage an den Märkten lasten, bereits in den Kursen eingepreist sind. Auch wenn geopolitische Konflikte zumeist auch Auswirkungen auf die Börsen haben, so hat sich in der Vergangenheit immer wieder auch gezeigt, dass diese oft nur von kurzfristiger Natur gewesen sind. Dass es diesmal genauso sein könnte, zeigen etwa die durchaus soliden Unternehmenszahlen, die nach wie vor vollen Auftragsbücher sowie die allmählich beginnende Post-Corona-Phase, die von einer wieder aufkommenden Reiselust und einem steigendem Konsumverhalten bestimmt sein dürfte. Von daher könnte eine mögliche Korrektur in Folge des Konflikts um die Ukraine weniger dramatisch ausfallen, als von vielen Marktteilnehmer bisher befürchtet. Kursrücksetzer sollten dann als antizyklische Kaufgelegenheiten angesehen werden. Die Losung für die kommenden Wochen lautet daher: Nicht in den Panikmodus schalten!

 

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Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

 

Zuerst waren es die Baustoffe, dann die Energie und als nächstes könnten Lebensmittel dran sein: Wie das ifo-Institut schätzt, könnten Lebensmittel in diesem Jahr um 7 Prozent teurer werden. Der Grund ist einfach. Landwirte müssen ihrerseits gestiegene Kosten an die Verbraucher weitergeben. Für die allgemeine Teuerung erwartet das ifo-Institut 2022 einen Wert von stattlichen 4 Prozent. Was an der Zapfsäule oder auf dem Markt ein bisschen weh tut, kann Anlegern so richtig Kopfzerbrechen bereiten – schließlich droht der Kaufkraftverlust. Der Wert des eigenen Vermögens sinkt und sinkt. Doch es gibt einen Ausweg!

Liste der potenziellen Störfeuer ist lang

Wer maßvoll und mit Kopf in ausgewählte Sachwerte investiert, kommt historisch gesehen gut durch die Zeit hoher Inflation. Selbst im Worst Case einer Währungsreform fuhren Landbesitzer und Selbstversorger, wie etwa Landwirte, deutlich besser als andere. Doch so weit wird es aktuell nicht kommen – auch wenn viele Untergangspropheten aus der Angst der Anleger ein Geschäft zu machen versuchen. Statt ängstlich überstürzte Entscheidungen zu treffen, sollten private Investoren nüchtern agieren und sich selbst einige Fragen rund um Risikobereitschaft und Anlagehorizont stellen. Wer Vermögen langfristig bewahren und mehren will, der orientiert sich am besten an bewährten Geschäftsmodellen, die auch langfristig von Bestand sind. Beispiele sind etwa Unternehmen aus der Konsumbranche, alltägliche Dienstleistungen oder auch mittelständische Weltmarktführer in vielversprechenden technologischen Nischen. Auch unter Rohstoff-Werten gibt es aktuell vielfältige Chancen, da die Branche im Zuge der Energiewende unter einem Investitionsstau leidet, der das Problem knapper Rohstoffe sogar noch verschärft. Unternehmen mit Potenzial, die gerade jetzt am Markt sind, dürften von der anhaltenden inflationären Phase profitieren.

Doch auch, wenn jede herausfordernde Marktphase ihre Profiteure kennt, sollten Anleger nicht aus der Not eine Tugend machen und versuchen, mit vermeintlichen Inflations-Investments groß Kasse zu machen. Dazu ist die Lage der Weltwirtschaft zu fragil und die Liste der potenziellen Schock-Ereignisse zu lang. Zwar hat Russland zuletzt einige Truppen von der Grenze zur Ukraine wieder abgezogen, doch dürfte dieser erste Schachzug nur der Beginn langer Verhandlungen sein. Auch ist keinesfalls klar, dass auf Omikron nur noch Virus-Varianten mit milden Verläufen folgen. Von den potenziellen Implikationen der Zinswende auf den im Vergleich zu den USA deutlich vielschichtiger aufgestellten Euroraum einmal abgesehen.

Die goldene Mitte als Erfolgsrezept

Um dem aktuell herausfordernden Marktumfeld zu begegnen, sollten Anleger einen Mittelweg wählen. Gänzlich falsch wäre die völlige Abstinenz vom Aktienmarkt ebenso wie eine Aktienquote von 100 Prozent. Auch wenn die Inflation Tag für Tag Spuren in unserem Alltag hinterlässt, sollten Anleger eine gewisse Cashquote vorhalten – zu groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Laufe des Jahres noch einmal Gelegenheiten zum Einstieg bieten. Die investierten Mittel sollten wie auch während ruhiger Marktphasen breit gestreut in konservative Branchen fließen. Auch abgestrafte Technologie-Titel können unter Umständen – eine ausgewogene Portfoliostruktur vorausgesetzt –  interessant sein. Hinzu kommen die genannten Inflations-Profiteure vom Rohstoffmarkt. Die wichtigste Voraussetzung, um gut durch die nächsten Monate zu kommen, bleibt aber eine Aktienquote, die je nach persönlicher Risikoneigung ausgewählt werden sollte. Zusätzlich können Investments in Anleihen, auch in einem Umfeld mit höherer Inflation, eine gewisse Rendite liefern und vor allem als „Stabilitätsanker“ in Phasen starker Marktschwankungen dienen. Lediglich auf die Duration sollte genau geachtet werden, denn eine zu lange Zinsbindungsdauer kann in einem Umfeld steigender Zinsen größere Risiken bergen. So dürfte es auch 2022 gelingen, der Teuerung ein Schnippchen zu schlagen.

 

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Auszeichnung als Top-Fondsgesellschaft vom Wirtschaftsmagazin CAPITAL in Zusammenarbeit mit Scope und Tetralog

 

J.P. Morgan Asset Management hat beim 20. Capital Fonds-Kompass die Bestnote von Fünf Sternen verliehen bekommen. Das Wirtschaftsmagazin Capital zeichnet seit 2003 die besten Universal- und Spezialanbieter von Investmentfonds auf dem deutschen Markt aus. In die Bewertung fließen neben der Qualität der aktiven Publikumsfonds auch die Leistungen des Managements, der Service sowie die Breite der Produktpalette ein. „Die Fünf-Sterne-Gesellschaften bieten für viele Anlageklassen Fonds mit langfristig überdurchschnittlicher Wertentwicklung und einem erfahrenen Management“, heißt es von Capital. Mit 78,8 Punkten konnte sich J.P. Morgan Asset Management vor allem dank der hervorragenden Fondsqualität um 10 Punkte im Vergleich zum Vorjahr steigern und sichert sich damit Platz 5 von 100 Gesellschaften im Gesamtranking.

„Wir freuen uns sehr, mit unseren fünf Sternen als eine der Top-5-Fondsgesellschaften in Deutschland anerkannt zu werden. Dies ist eine schöne Bestätigung unserer konstanten, intensiven Bemühungen, mit aktivem Management langfristigen Mehrwert für Anlegerinnen und Anleger zu schaffen“, betont Christoph Bergweiler, Chairman von JPMorgan Asset Management Europe S.à.r.l in Luxemburg. Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren zur Weiterentwicklung der globalen Managementkompetenz massiv in Researchqualität, Digitalisierung und Konvergenz der Investmentprozesse sowie den Ausbau ihrer nachhaltigen Investmentkompetenz investiert und sieht seit jeher Service für ihre B2B-Vertriebspartner als einen Kernpunkt der langjährigen Partnerschaften an. „Mit unserer konsequenten Fokussierung auf Qualität und Service können wir heute in zahlreichen Anlageklassen überzeugende Anlagelösungen für die unterschiedlichen Anforderungen privater und institutioneller Anleger bieten”, unterstreicht Bergweiler.

Diese herausragende Produkt- und Managementqualität bestätigen zahlreiche Auszeichnungen, die J.P. Morgan Asset Management in den letzten Monaten verliehen wurden, etwa als „Bester Asset Manager – Universalanbieter“ vom Analysehaus Scope oder zum zweiten Mal in Folge als „Fondsgesellschaft des Jahres“ vom Finanzen Verlag.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Freitagabends warnen die USA vor einem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine. Montags brechen Aktienkurse in Europa ein. Solche Ereignisse sind kein Einzelfall. Übertreibungen sind an der Börse normal. Die Frage ist: Wie gehen Anleger am besten damit um?

 

Der Russland-Ukraine-Konflikt führt Anlegern erneut vor Augen, wie fragil der Kapitalmarkt oft ist. Jüngster Auslöser für Kursturbulenzen war ein Pressestatement der US-Regierung am Freitagabend, dem 11. Februar. Der Meldung zufolge stand eine Invasion russischer Truppen zeitnah bevor. Am folgenden Montag führte dies zu Kurseinbrüchen an den europäischen Börsen. Investoren reduzierten aus Angst vor einem Krieg ihre Aktienbestände. Im Laufe des Montags beruhigte sich die Stimmung. Und als die Börsenhändler in Europa sahen, dass die Russland-Nachricht an den US-Börsen kaum Eindruck hinterlassen hatte, fassten die Käufer diesseits des Atlantiks schon am Montagnachmittag wieder Mut. In den folgenden Tagen wurden die zwischenzeitlichen Verluste nahezu ausgeglichen.

„Solch ein Verlauf ist an der Börse keine Seltenheit, sondern die Regel. Kurssauschläge sind normal. Nur die Amplituden unterscheiden sich“, sagt Nikolas Kreuz. Der Geschäftsführer der INVIOS GmbH ist Experte für das Thema Neurofinance. Dabei handelt es sich um einen Investmentstil, der das Anlegerverhalten in den Mittelpunkt der Analyse stellt. „Der Kapitalmarkt, so heißt es, will Sicherheit. Bei näherer Betrachtung ist dies jedoch eine sehr gewagte These“ so Kreuz. Vielmehr lebe die Börse davon, dass eine Vielzahl an Marktteilnehmern unterschiedliche Ansichten zur weiteren Entwicklung von Unternehmen, der Wirtschaft, den Zinsen, Rohstoffpreisen oder Währungen hätten.

„Aus der Erwartungsdifferenz heraus ergeben sich immer neue Kurse und Preise für Wertpapiere und Sachwerte. Verkäufer gehen dabei in der Regel von zukünftig sinkenden Notierungen aus, die Käufer von steigenden. Je größer die Erwartungsdifferenz ist, desto stärker schwanken die Kurse. Das nennt man dann steigende Volatilität. Es ist also eher so, dass gerade die Ungewissheit über die Zukunft der wichtigste Treibstoff für die Börse ist“, so Kreuz. Je mehr Emotionen bei den Anlegern im Spiel seien, desto eher ergäben sich bei steigender Volatilität auch Investmentchancen. Die Kunst bestehe darin, Überreaktionen zu erkennen, dabei selbst einen kühlen Kopf zu bewahren und die entstandenen Marktineffizienzen geschickt und emotionslos zu nutzen, sagt Nikolas Kreuz.

Kreuz arbeitet mit Erkenntnissen aus der Behavioral Finance: Wissenschaftliche Studien belegen, dass viele Verhaltensmuster tief in der menschlichen Psyche verankert sind. So ist etwa bekannt, dass Angst starke Handlungsimpulse auslöst. So neigen Anleger dazu, bei angstauslösenden Ereignissen Wertpapiere im Affekt zu verkaufen. Eine Analyse der Gesamtsituation findet dann in der Regel nicht statt.

So sei auch das Verhalten der Anleger am 14. Februar zu erklären. „Krieg ist furchtbar. Und das Leiden von Menschen mag man sich nicht vorstellen, sollte der schon seit acht Jahren andauernde Krieg in der Ukraine noch einmal eskalieren“, sagt Nikolas Kreuz.

„Für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und die Ertragssituation der einzelnen Unternehmen weltweit spielen die Ereignisse in der Ukraine jedoch keine besonders große Rolle. Für den Kapitalmarkt ist etwa viel entscheidender, in welchem Umfang Inflation und Zinsen steigen“, ordnet Kreuz den Konflikt in Bezug auf das Geschehen am Kapitalmarkt ein. Deshalb sei die anschließende, schnelle Erholung an den Börsen keine Überraschung gewesen. Der Markt wende sich nach Schreckmomenten normalerweise schnell wieder den konjunkturellen Daten zu, so Kreuz.

Der Ukraine-Konflikt sei keine Ausnahme. Bei nahezu allen vergleichbaren historischen Ereignissen lasse sich ein bestimmtes Verhaltensmuster erkennen. „Bei einem situationsgetriebenen Aktiencrash brechen die Kurse in maximal drei bis fünf Tagen heftig ein. Danach beruhigt sich die Lage etwas. Der Markt tendiert bei erhöhter Volatilität seitwärts. Schließlich kommt die Gegenbewegung, und die Kurse steigen wieder“ sagt Nikolas Kreuz. Anleger könnten mit einem vergleichsweise einfachen Rezept diese Beobachtung für sich nutzen, um ihr Wertpapierdepot vor größeren Verlusten zu schützen oder im Extremfall sogar Gewinne zu erzielen.

Sein Rat: Spitzt sich eine Krise zu, können Anleger in einen sogenannten Short-ETF auf einen Aktienindex investieren, beispielsweise auf den DAX. Short-ETFs reagieren auf Kursbewegungen genau umgekehrt wie klassische Index-ETFs: Verliert beispielsweise der DAX ein Prozent an Wert, steigt der Kurs eines Short-ETFs auf den DAX um ca. 3/4 Prozent. Mit einer Investition in Short-ETFs lassen sich so Kursverluste im Gesamtdepot abfedern, ohne Wertpapiere verkaufen zu müssen. Je nach Verlauf der Kurstalfahrt sollte die Short-Position wieder aufgelöst werden. Oft dauern solche Panik-Phasen nur kurz, meistens nicht mehr als wenige Tage. Dann können Anleger nach und nach vorsichtig wieder in den Markt einsteigen. Der Gewinn aus dem Verkauf der Short-Position dient als Starthilfe und Turbo bei wieder anziehenden Börsenkursen.

„Dieses Vorgehen hat sich schon oft ausgezahlt“, sagt Nikolas Kreuz. Wichtigste Voraussetzungen dafür: Man sollte wichtige technische Indikatoren gut beobachten und auswerten. Und man dürfe nicht ängstlich sein. „Angst ist ein schlechter Berater“, so Kreuz.

 

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Statements zu europäischen Staatsanleihen von Marie-Anne Allier, Fondsmanagerin bei Carmignac

 

 

  • Der Beginn dieses Jahres ist geprägt von der anhaltend starken Aufwärtsbewegung bei den Zinsen, die Mitte Dezember einsetzte. Im Allgemeinen entspricht dieser Anstieg der Marktdynamik, die in den vergangenen sechs Monaten auf einen Zyklus einer umfassenden und besonders schnellen geldpolitischen Normalisierung hindeutete. Grund hierfür waren die veröffentlichten Inflationszahlen, die weiterhin über den Erwartungen liegen, was insbesondere am kurzen Ende der Kurve zu deutlich höheren Renditen führt.
  • In Europa entschied sich die EZB wie andere Zentralbanken der Industrieländer dafür, trotz eines begrenzten Lohndrucks eine Normalisierung der Leitzinsen anzustreben, wobei sie sich jedoch alle Optionen offen hält. Der Markt preist entsprechend das Ende der negativen Zinsen für dieses Jahr ein.
  • Ein Auslaufen der Wertpapierkäufe der EZB dürfte sich auf die am höchsten verschuldeten Länder negativ auswirken und in Verbindung mit einem hohen Emissionsvolumen im ersten Quartal ihre Spreads unter Druck setzen.

„Innerhalb eines Jahres wandelte sich das Umfeld von „QE Infinity“ und „auf längere Sicht niedriger“ in ein Umfeld, das von einem weltweiten, allgemeinen und raschen Zinsanstieg geprägt ist. Infolge der höheren Inflation und der Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken wird eine aktive Verwaltung des Zinsrisikos in diesem Umfeld entscheidend sein.“

„Wenn das EZB-Anleihenkaufprogramm ausläuft, wird sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verschieben. In Europa erwarten wir nach der quantitativen Lockerung in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2015 ein positives Nettoemissionsvolumen. Das bedeutet, dass die EZB das Nettoangebotsvolumen 2022 nicht vollständig aufnehmen wird, was die Spreads der am höchsten verschuldeten Länder belasten könnte.“

Statements zu europäischen Unternehmensanleihen von Pierre Verlé, Head of Credit bei Carmignac

  • Die Anleger an den Kreditmärkten sorgen sich um die Folgen steigender Zinsen, und künftige Befürchtungen könnten die Normalisierung der Ausfallquoten (nach oben) betreffen, die in den vergangenen Jahren künstlich niedrig gehalten wurden. Wenn sich die Anleger sorgen, ergeben sich jedoch wie immer auch Gelegenheiten.
  • Trotz der jüngsten Ausweitung sind die Marktspreads nach wie vor recht eng. In diesem Umfeld konzentrieren wir uns weiterhin auf spezifische Anlagesituationen und behalten eine vorsichtige Positionierung mit einem hohen Maß an Absicherung bei. So können wir das Marktrisiko senken und uns gleichzeitig auf das Alpha unserer Special Situations konzentrieren.
  • Um trotz dieser Aussichten auf eine restriktivere Geldpolitik auf Kurs zu bleiben, legen wir bei unserer Allokation den Schwerpunkt auf variabel verzinsliche Instrumente, Hochzinsanleihen und Emittenten, die von der Inflation profitieren. So halten wir das Durationsrisiko niedrig.

„In jüngster Vergangenheit wurde die Performance von Unternehmens-anleihenfonds vom Beta getragen. Hierbei handelte es sich jedoch um eine Anomalie, denn Kreditinstrumente sind Finanzkontrakte, bei denen sich die Anleger auf die Fundamentaldaten und nicht auf Erwartungen stützen können. Wir erzielen unsere Performance durch die Abschätzung von Risiken und die Titelauswahl, nicht durch Vorhersagen in Bezug auf die Richtung, die die Märkte künftig einschlagen könnten.“

„Sofern man bereit ist, komplexere, aber nicht unbedingt risikoreichere Situationen zu analysieren, können die Sorgen der Marktakteure für neue Chancen sorgen.“

 

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Carmignac Gestion, 24, place Vendôme, F – 75001 Paris, Tel: (+33) 01 42 86 53 35, www.carmignac.de

Sparwille sinkt im Jahresverlauf 2021 signifikant

 

Die Covid-Pandemie wirkte auch 2021 wie ein Spar-Booster: Gestrichene Reisepläne und begrenzte Freizeitoptionen einerseits, Lohneinbußen und unsichere Zukunftsaussichten andererseits sorgten für eine Sparquote auf historischem Rekordniveau. Doch laut einer repräsentativen Umfrage der norisbank im letzten Quartal 2021 wollen deutlich weniger Menschen auch im neuen Jahr gleich viel oder gar mehr sparen als im Vorjahr. Zeigt sich hier Sparmüdigkeit oder gar ein grundlegender Wandel?

Obwohl die Sparquote in Deutschland auch für 2021 voraussichtlich auf einem historisch sehr hohen, möglicherweise sogar neuen Rekordhoch liegen wird (laut Statistischem Bundesamt 2020: 16,1 Prozent, 2019: 10,8 Prozent), scheint der Sparwille der Deutschen nach zwei Pandemiejahren deutlich zurückzugehen. Während im Frühjahr 2021 aufgrund des langen Lockdowns, der damit verbundenen nur eingeschränkten Konsummöglichkeiten sowie der allgemein großen Verunsicherung drei von vier Befragten (76,3 Prozent) davon ausgingen, ihre Sparquote beizubehalten oder zu steigern, lag dieser Wert bei der Befragung im vierten Quartal mit 60,3 Prozent auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Es ist anzunehmen, dass die zuletzt rückläufige Sparaktivität weniger mit Sparmüdigkeit zu begründen ist als vielmehr mit den ab Mitte letzten Jahres wieder umfassenderen Konsummöglichkeiten sowie der sinkenden Attraktivität, auf Konten im klassischen Sinne zu sparen.

Finanzielle Unsicherheit beeinflusst Finanzvorsätze der Deutschen

Insgesamt zeigt sich die Bevölkerung nach wie vor skeptisch gegenüber ihrer finanziellen Lage: Auch wenn die Tendenz leicht abnimmt, ziehen es zum Ende des letzten Jahres noch immer 30,9 Prozent der Befragten (4. Quartal 2020: 39,2 Prozent) vor, erst einmal abzuwarten, wie sich die aktuelle Corona-Krise auf ihre Finanzen auswirkt, bevor Pläne für die Zukunft gemacht werden. Trotz dieser Unsicherheit sehnen sich immerhin 26,7 Prozent der Befragten nach einem Ausgleich zu ihrem bisherigen Corona-Alltag. Mehr als jeder Fünfte (21,3 Prozent) plant im Jahr 2022 eine größere Reise, die in Zeiten der Pandemie nicht möglich war. 5,4 Prozent der Befragten streben in diesem Jahr sogar eine Auszeit an, um sich ganz bewusst von den Belastungen während der Corona-Zeit zu erholen.

Aktien und Fonds durch niedrige Zinsen attraktive Anlageoptionen

Wenn es um das Sparen geht, zeigt sich eine zunehmende Verlagerung vom klassischen Sparen auf Konten hin zur Anlage in Wertpapieren. So vertrauen die Deutschen mit Blick auf das Finanzjahr 2022 ungebrochen auf Aktien und Fonds: Nachdem Wertpapiere im Herbst 2020 erstmals das Girokonto als bevorzugte Anlageoption insbesondere aufgrund des extrem niedrigen Zinsniveaus abgelöst haben, setzt sich das Interesse an Anlagen in Wertpapieren auch in diesem Jahr fort. Rund ein Viertel der Befragten will auch in 2022 vornehmlich in Aktien und Fonds investieren (25,1 Prozent). Ein im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten weiterhin sehr hoher Wert, wenngleich er etwas unter dem Höchststand im Frühjahr 2021 liegt (29,9 Prozent).

Bei den Wertpapieren zeigt sich dabei auch eine historisch besondere Entwicklung: Das Interesse an Börsen und den Investments in Wertpapieren ist gerade bei den Jüngeren zuletzt massiv gestiegen. Besonders unter den 18- bis 29-Jährigen zeigt sich ein großes Interesse an dieser Form der Anlage. Knapp jeder Dritte (32,6 Prozent, Frühjahr 2021: 29,9 Prozent) von ihnen investiert vorzugsweise in Aktien und Fonds. Diesen Trend bestätigen auch die jüngsten Zahlen des Deutschen Aktieninstituts (DAI). Das Sparbuch verliert hingegen zunehmend an Attraktivität (13,0 Prozent). Im Frühjahr 2021 lag dieser Wert noch bei 23,0 Prozent. Die Nutzung des Sparbuchs unter den 18- bis 29-Jährigen erreicht somit einen neuen Tiefpunkt.

 

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Das Core Infrastructure-Team von abrdn gibt heute das First Closing seines dritten Core/Core+-Infrastrukturfonds, des Aberdeen Standard Core Infrastructure Fund III („der Fonds“), bekannt.

 

Der Fonds ist auf Direktinvestitionen in europäische Core-/Core+-Infrastrukturprojekte aus dem kleineren und mittleren Marktsegment ausgerichtet und baut auf dem Erfolg der Core Infrastructure Fonds I und II auf.

Im Rahmen der ersten Zeichnungsperiode erhielt der Fonds, der ein Kapitalziel von 1 Mrd. EUR anstrebt, Kapitalzusagen in Höhe von insgesamt 326 Mio. EUR sowohl seitens bestehender Investoren der Fonds I und II sowie auch von einer Reihe neuer Investoren. Die Zusagen stammen von einem breiten Spektrum europäischer und internationaler institutioneller Investoren, darunter Pensionsfonds von Unternehmen und Gebietskörperschaften, Dachfonds und gemeinnützige Stiftungen aus dem Vereinigten Königreich, Kontinentaleuropa, Japan und Nordamerika. Das im Vereinigten Königreich ansässige Team plant den Abschluss weiterer Zeichnungsperioden im Verlauf des Jahres, wobei das Final Closing für das 4. Quartal 2022 erwartet wird.

Die Strategie des Fonds besteht darin, ein diversifiziertes Portfolio aus 8 bis 12 Direktinvestitionen in europäische kleine und mittelgroße Core-/Core+ -Infrastrukturprojekte aufzubauen. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Versorgung, Energie, Transport und Digitale Dienstleistungen wie z.B. Glasfasernetze. Dabei nutzt das Team die Erfahrungen und Netzwerke, die bei früheren Transaktionen aufgebaut wurden, so dass bereits eine Pipeline mit attraktiven Anlagemöglichkeiten besteht. Der Fonds ist aufgrund seines integrierten ESG-Ansatzes als Artikel-8-Fonds gemäß SFDR eingestuft und strebt an, sich die wichtigsten makroökonomischen Infrastrukturthemen in Bezug auf die Energiewende, die Dekarbonisierung des Verkehrswesens und die Digitalisierung zunutze zu machen.

Prof. Dr. Hartmut Leser, Vorstandsvorsitzender Aberdeen Standard Investments Deutschland AG: „Wir freuen uns, dass unser sehr erfahrenes und stabiles Infrastruktur-Team so großen Anklang bei den deutschen und europäischen institutionellen Investoren findet. Weitere Treiber dieser Erfolgsstory im Infrastrukturbereich sind auch der europäische Anlageschwerpunkt des Fonds sowie seine konservative und ausschüttungsorientierte Strategie. Der Fokus auf das Small- und Mid Market-Segment erlaubt es, teure Trophy-Assets zu vermeiden und hochwertige Projekte zu vernünftigen Preisen einzukaufen.“

 

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Eine der wichtigsten Säulen der Energiewende ist die Gewinnung sauberer Energie.

 

Immer mehr Länder verschreiben sich dem Ziel, Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Erste spezifische Fondslösungen bieten Anlegern ein Engagement in einen Markt, in den in Zukunft große Mengen an Kapital fließen dürften, sagen Aanand Venkatramanan, Head of ETFs, und Philipp von Königsmarck, Head of Wholesale und Retail Germany, Austria and Luxembourg, bei Legal & General Investment Management (LGIM):

„Auf der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow im November 2021 einigten sich die fast 200 teilnehmenden Länder darauf, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen – eine enorme Herausforderung und auf der Grundlage der aktuellen weltweiten Politik nicht erreichbar. Die Europäische Kommission gibt deshalb mit ihrem EU-Green Deal für ihren Weg zur Klimaneutralität das Tempo vor: Mit dem Fit-for-55-Paket verpflichtet sich die EU zu einer Emissionsreduzierung von 55 Prozent bis 2030 gegenüber 1990, und ein Klimagesetz tritt für Netto-Null-Emissionen bis 2050 ein.

Wind- und Solarenergie sind bisher die beliebtesten erneuerbaren Energiequellen und werden dank kontinuierlicher Innovationen und technologischer Verbesserungen immer erschwinglicher. 2021 sah Europa einen geschätzten Zubau von Wind- und Solaranlagen um insgesamt 41 GW – das entspricht der Stromversorgung für mehr als 26 Millionen Haushalte für ein ganzes Jahr. Weltweit wurden im vergangenen Jahr schätzungsweise 245 GW an neuer Wind- und Solarkapazität zugebaut, so die Internationale Energieagentur.

Die grüne Stromerzeugung steigt trotz saisonaler Schwankungen, und die kombinierte Leistung dürfte dank des anhaltenden Wachstums der Wind- und Sonnenenergie bis Ende 2022 um weitere 13 Prozent steigen.

Während die Kosten für erneuerbare Energien sinken, steigen die Preise für fossile Brennstoffe. In Deutschland sind die Kosten für Onshore-Windenergie zwischen 2015 und 2020 um 40 Prozent und die für nicht nachgeführte Photovoltaik um 54 Prozent gesunken. Gleichzeitig sind die Kosten für Energie aus Kohle um 76 Prozent gestiegen. In Europa hat zudem das EU-Emissionshandelssystem Anreize für den Umstieg von Kohle auf erneuerbare Energien geschaffen, wobei der Preis für eine EU-Emissionsberechtigung im Januar 2022 die 88-Euro-Marke erreicht hat.

Das mit den Vereinten Nationen verbundene Ocean Panel und die Ocean Renewable Energy Action Coalition setzen auf Offshore-Windenergie. Diese Technologie soll bis 2050 zehn Prozent der erforderlichen Kohlenstoffreduzierung für das 1,5-Grad-Ziel leisten. Die Technologie ist anspruchsvoll: Große Turbinen müssen unter Wasser installiert werden, die Anlagen müssen Wind und Wellengang standhalten und sollen möglichst geringe Auswirkungen auf das Ökosystem Meer haben. Doch trotz allem bietet Offshore-Windkraft im Vergleich zu Anlagen an Land eine höhere Kapazität, liefert verlässlichere Energie und greift weniger stark in die Landschaft ein. Auch hier gibt die EU den Vorreiter mit einem Pilotprojekt für eine kostengünstige schwimmende Zehn-Megawatt-Offshore-Windturbine. Dieses Projekt soll als Blaupause für die weitere Entwicklung und Industrialisierung kostengünstiger Offshore-Windparks dienen.

Ein weiterer wichtiger Schritt wird die Anbindung von Stromerzeugungsstrukturen an Energienetze und Speichersysteme sein. Einige Solarsysteme und Windparks, die eine solche Integration umfassen, werden bereits entwickelt. Die Verbindung erneuerbarer Energien mit Speichersystemen und intelligenten Netzen steigert die Zuverlässigkeit der Infrastruktur für saubere Energie und trägt wesentlich zur Energiewende bei.

Zunehmende Wirtschaftlichkeit und politischer Wille sprechen dafür, dass viele Unternehmen im Bereich saubere Energieerzeugung sind positiv entwickeln werden. Aus Anlegersicht ist das Feld also interessant, aber wie immer bei jungen Technologien ist Vorsicht geboten: Der Markt ist dynamisch, und es fällt schwer, heute vorherzusagen, welche Unternehmen in zwei, fünf oder zehn Jahren zu den Gewinnern der Entwicklung gehören werden. Die goldene Investmentregel, nicht alles auf eine Karte zu setzen, hat im Bereich der sauberen Energiegewinnung deshalb besonderes Gewicht.

Ein in der Nische dennoch breit aufgestellter ETF wie der L&G Clean Energy UCITS ETF (ISIN IE00BK5BCH80) streut das Risiko über einen großen Teil des Markts. Der ETF hält aktuell mehr als 55 Einzeltitel, die sich über eine Reihe verschiedener Branchen und Staaten verteilen. Sie alle haben gemeinsam, dass sie im Feld der sauberen Energiegewinnen aktiv sind, wenn auch mit unterschiedlichen Produkten, Dienstleistungen und Technologien.“

 

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Wirtschaftsmagazin CAPITAL zeichnet erneut die besten Fondsgesellschaften in Deutschland aus – Flossbach von Storch bester Spezialanbieter

 

Union Investment holt in der 20. Auflage des CAPITAL-Fondskompass (Ausgabe 3/2022, EVT am 17. Februar) den Titel als beste deutsche Fondsgesellschaft. CAPITAL zeichnet jedes Jahr die besten Universal- und Spezialanbieter von Investmentfonds auf dem deutschen Markt aus. Union Investment holte dabei in diesem Jahr nicht nur den Gesamtsieg vor T. Rowe Price (Platz zwei) und Flossbach von Storch (Platz drei), sondern hat es als einziger Anbieter geschafft, über die zurückliegenden 20 Jahre stets unter den besten Zehn zu sein.

Das Gesamtergebnis des Fondskompass ergibt sich aus der Bewertung von Fondsqualität, Service und Management der Anbieter sowie – bei den Universalanbietern – aus der Größe der Produktpalette. In der aktuellen Auswertung verbesserte sich Union Investment im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze und erreichte 91,4 von 100 möglichen Punkten.

Nur wenige Gesellschaften schafften es in den vergangenen Jahren überhaupt, mehr als 90 Punkte zu erzielen, oftmals genügten schon Werte im hohen 80er-Bereich für den Sieg. Insgesamt allerdings haben die Anbieter im Jahr 2021 ihre Gesamtpunktzahl gesteigert, insbesondere dank der guten Börsenentwicklung: Viele der Fonds haben dadurch ebenfalls ein sehr gutes Jahr hinter sich, und ihre Wertentwicklung fließt neben anderen Aspekten direkt in die Bewertung der Fondsqualität ein

Die zweitplatzierte Fondsgesellschaft T. Rowe Price holte so insgesamt 83,0 Punkte. Die US-Gesellschaft belegte im Vorjahr noch Rang 9 und ist damit – neben drei Neulingen in den Top Ten – der Aufsteiger des Jahres. Flossbach von Storch auf dem dritten Platz, die in den beiden Jahren zuvor den Gesamtsieg errungen hatte, bekam 82,4 Punkten.

Auf den weiteren Plätzen folgen Deka Investments (82,2 Punkte / Vorjahr 5. Platz), JP Morgan Asset Management (78,8 / neu), DWS (75,6 / 4.), Fidelity International (73,5 / 7.), Blackrock (73,4 / 10.), Oddo BHF Asset Management (72,4 / neu) und Berenberg (72,1 / neu). Während JP Morgan und Berenberg vor einigen Jahren bereits einmal unter Top Ten waren, findet sich die französisch-deutsche Oddo BHF erstmals hier.

CAPITAL ermittelt die besten Fondsgesellschaften mit zwei Partnern. Die Ratingagentur Scope Analysis bewertet die Fondsqualität, Produktpalette und das Management. Zugleich untersucht das Institut für Vermögensaufbau (IVA) den Kundenservice und das Internet-Angebot. Das IVA führt diesen Bereich des Beratungsunternehmens Tetralog fort, das in den Vorjahren die Service-Qualität untersucht hatte. Die Analyse, die insgesamt 4.578 Einzelfonds umfasste, führt CAPITAL in zwei Kategorien durch: Universalisten (Anbieter mit mindestens 32 hierzulande vertriebenen Fonds) und Spezialisten mit einem kleineren Fondsangebot. Danach zählten 50 Anbieter zu den Universalisten und 50 Anbieter zu den Spezialisten. Aus diesen hundert Anbietern erhalten die zehn Gesellschaften mit den meisten Gesamtpunkten die Auszeichnung mit fünf Sternen.

Die Fünf-Sterne-Gesellschaften bieten für viele Anlageklassen Fonds mit langfristig überdurchschnittlicher Wertentwicklung und einem erfahrenen Management. Die Fondsqualität als wichtigstes Kriterium im Test fließt bei den Universalisten mit 50 Prozent in die Gesamtwertung ein, bei den Spezialisten mit 55 Prozent. Scope Analysis nahm hierfür die Wertentwicklung aller in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Produkte über ein, drei und fünf Jahre unter die Lupe.

Die Produktpalette geht bei den großen Gesellschaften mit fünf Prozent in die Gesamtwertung ein, das Management mit 20 Prozent. Beim Kundenservice, der zu 25 Prozent in die Gesamtnote einfließt, testet das IVA das Informationsangebot auf den Internet-Seiten, die Schnelligkeit und Qualität der Reaktion auf Kundenanfragen per Mail oder Telefon sowie die Aktivitäten der Anbieter in sozialen Netzwerken.

Neben Union Investment waren auch andere Fondsanbieter in den letzten 20 Jahren regelmäßig unter den zehn besten des Fondskompass zu finden – keine allerdings so häufig wie Union. Fidelity International schaffte 14 Mal eine Fünf-Sterne-Bewertung, Deka Investments – 12 Mal.

 

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Capital Redaktion, G+J Business Channel GmbH, Eupener Straße 70, ­50933 Köln, Tel.: 0221/4908 00, Fax: 0221/5342 563, www.capital.de

Neuberger Berman sieht großes Potenzial für nachhaltige Investments in Asien

 

Der unabhängige US-amerikanische Vermögensverwalter Neuberger Berman erweitert sein Angebot an Emerging-Market-Anleihenfonds. Mit dem Neuberger Berman Sustainable Asia High Yield Fund wird ein in Dublin domizilierter UCITS-Fonds aufgelegt. Er wird von drei Portfolio-Managern gesteuert, Nish Popat in London sowie Sean Jutahkiti und Prashant Singh in Singapur.

Der Fonds investiert in hochverzinsliche asiatische Qualitätsanleihen, die ein überzeugendes Nachhaltigkeitsprofil aufweisen. Für den Sustainable Asia High Yield Fund analysieren die Manager ökologische und soziale Faktoren sowie die Corporate Governance, die sogenannten ESG-Faktoren. Sie wollen Unternehmen finden, die mit neuen Technologien zur Energiewende beitragen. Dazu zählen die an ihren Heimatmärkten führenden Anbieter erneuerbarer Energien. Insgesamt strebt das Portfolio eine CO2-Intensität an, die um 30 Prozent unter der des breiteren asiatischen High-Yield-Universums liegt.

Das Portfolio-Team geht aktiv auf die Emittenten zu, um sie zu mehr Nachhaltigkeit zu ermutigen. Bei Staatsanleihen konzentriert sich das Engagement auf die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und die UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte. Bei Unternehmensanleihen werden Emittenten ausgeschlossen, die bei den ESG-Indikatoren von Neuberger Berman zu den schwächsten 10 Prozent zählen. In staatliche Emittenten mit einem schwachen ESG-Profil wird ebenfalls nicht investiert. Der Fonds orientiert sich an dem JPMorgan JESG JACI High Yield Index als Benchmark.

Alle drei Portfoliomanager des Neuberger Berman Sustainable Asia High Yield Fund sind auch für den Asian Debt – Hard Currency Fund von Neuberger Berman verantwortlich. Nish Popat sieht großes Potenzial für nachhaltige Investments in Asien: „Asien ist eine für die Weltwirtschaft wichtige und zugleich widerstandsfähige Region – und mittlerweile auch einer der größten Anleihenmärkte der Welt. Dennoch spielen Nachhaltigkeitskriterien bei Emerging-Market-Investments oft noch keine Rolle. Wir glauben aber, dass Investoren im Bereich der Emerging-Market-Anleihen viel zur Nachhaltigkeit beitragen können.“ Schließlich stellten die Schwellenländer heute etwa 80 Prozent der Weltbevölkerung. Auf sie entfielen 60 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und zwei Drittel der weltweiten CO2-Emissionen. „Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß, bei Emerging-Market-Anleihen Nachhaltigkeitsfragen zu ignorieren. Viele führende Anbieter erneuerbarer Energien haben ihren Sitz in Asien. Sie werden der Schwerpunkt des Fonds sein“, erklärt Popat. Den Portfoliomanagern steht das erfahrene Emerging-Market-Anleihenteam von Neuberger Berman zur Seite. Es besteht aus 15 Investmentexperten in Singapur und Shanghai.

„Um die CO2-Emissionen weltweit deutlich zu senken, muss man gezielt in Asien investieren. Damit lässt sich viel erreichen. Nötig ist aber ein aktiver, engagierter und zukunftsweisender Ansatz, um wirklich nachhaltige Investitionen zu erreichen und gleichzeitig den Bedürfnissen der Region gerecht zu werden“, ist Jose Cosio, Leiter des Neuberger-Berman-Vertriebspartnergeschäfts außerhalb der USA, überzeugt. „Auch wegen des Erfolgs des Neuberger Berman Asia Debt – Hard Currency Fund und unserer seit Langem erfolgreichen Investitionen in asiatische Anleihen sind wir zuversichtlich, unseren Kunden damit eine interessante Lösung für hochverzinsliche Anleihen aus dieser wachstumsstarken Region zu bieten.“

Eine Anlage in den Fonds unterliegt Risiken, einschließlich Währungs-, Schwellenländer-, Kredit-, Zins-, Derivat-, Konzentrations-, nachhaltigen, Liquiditäts-, Markt-, Betriebs- und Gegenparteienrisiken. Es kann nicht zugesichert oder garantiert werden, dass die Ziele des Fonds erreicht werden oder dass die Investoren eine Rendite auf ihre Anlagen in den Fonds erhalten werden.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Neuberger Berman Europe Limited, Friedrich-­Ebert­-Anlage 49, D-­60308 Frankfurt,Tel: +49 69 509 56 5648/5649, www.nb.com

Zunehmende Herausforderung, stabile Renditen zu erzielen

 

Bei höherer Inflation und niedrigen, aber steigenden Zinsen wird es für Investoren zunehmend schwieriger, mit ihren klassischen Kapitalmarktinvestments ihre Ertragsziele zu erreichen. Wenn zudem die Marktvolatilität steigt, werden unkorrelierte Ertragsmöglichkeiten umso interessanter und alternative Anlageklassen rücken stärker in den Fokus. Der Global Alternatives Outlook 2022 von J.P. Morgan Asset Management untersucht bereits zum vierten Mal die derzeit vielversprechendsten Anlageideen bei den „Alternatives“ – Trends, die die Märkte beeinflussen, aber auch unterschätzte Risiken, denen Investoren in allen wichtigen alternativen Anlageklassen ausgesetzt sein können.

„Mit unserem jährlichen Ausblick möchten wir das Verständnis für die alternativen Anlageklassen vertiefen, indem wir nicht nur die kurzfristigen Aussichten für Märkte und Volkswirtschaften betrachten, sondern auch die übergeordneten Herausforderungen und Chancen bei alternativen Anlagen beleuchten“, erläutert Jens Schmitt, Leiter des institutionellen Geschäfts in Deutschland und Österreich bei J.P. Morgan Asset Management. „Während die Anleger durch die zum Teil sehr hohen Bewertungen an den Aktienmärkten und die anhaltend niedrigen Anleiherenditen zunehmend herausgefordert sind, sehen wir zahlreiche Chancen bei Megatrends wie ESG und Technologie, durch die sich auch bei den alternativen Anlageklassen neue Möglichkeiten eröffnen.“ So gibt der Global Alternatives Outlook 2022 einen strukturellen, ergebnisorientierten Rahmen für die relevanten alternativen Anlagesegmente vor, mittels dem Investoren ihre Allokation evaluieren können.

Hedgefonds: Zusatzerträge durch höhere Volatilität und Inflation

Im Jahr 2022 dürfte es im Hedgefonds-Bereich starke Alpha-Möglichkeiten geben, da sich der Volatilitätsindex VIX in den kommenden 12 bis 18 Monaten wahrscheinlich nicht wieder auf sein vorpandemisches Niveau von 15-20 einpendeln wird. Auch beim Thema Inflation könnten Hedgefonds-Manager profitieren – denn für sie bietet Inflation Handelsmöglichkeiten, während sie für Anleger eine echte Herausforderung darstellt. Daneben liefern Sonderthemen wie Biotechnologie, Nachhaltigkeit und Cybersicherheit Opportunitäten für Hedgefonds.

Infrastruktur: Reduzierung von Kohlenstoff als Kernthema

Die Regierungen haben sich verpflichtet, den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Welt zu vollziehen. „Dies macht langfristige Investitionen in die Infrastruktur – insbesondere in erneuerbare Energien – für Anleger interessant“, stellt Jens Schmitt fest. Eine solide Unternehmensführung, die Offenlegung der Kohlenstoffemissionen sowie die Verbesserung der Nachhaltigkeit dürften zu wesentlichen Schlüsselthemen im Infrastrukturbereich werden.

Transport: Hoher Investitionsbedarf bietet Chancen

Das Seehandelsvolumen hat wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht, für 2021 wird mit einem Wachstum von 4,4 Prozent gerechnet. Investitionen werden notwendig sein für Forschung und Entwicklung sowie neue Technologien, für die Modifizierung bestehender Anlagen, für die Planung und den Bau neuer Anlagen sowie für Investitionen in eine neue globale Infrastruktur zur Unterstützung neuer Kraftstoffarten.

Holz: Klima- und Inflationsschutz

Nicht nur für nachhaltig ausgerichtete Investoren ist das Thema Forstwirtschaft ein Segment, das aktuell auf wachsendes Interesse stößt. Waldinvestments sind keine ganz neue Anlageklasse, aber werden zunehmend in der Allokation der Real Assets zur nachhaltigen Diversifikation eingesetzt. Holz kann als nachhaltiges Baumaterial einen konstanten Ertragsstrom generieren. Zudem bietet ein gut diversifiziertes Waldportfolio einen Inflationsschutz und nicht zuletzt eine natürliche Klimalösung, die Kohlenstoff in bewirtschafteten Wäldern bindet.

Private Credit: Mittelstandskredite bevorzugt

Im Bereich Private Credit stehen vor allem Covenants im Fokus: „Covenant-lite“-Darlehen, die den Kreditgebern nicht die Sicherheit regelmäßig überprüfter Financial Covenants bieten, machten 2021 mehr als 80 Prozent der institutionellen Emissionen in den USA aus – ein Anteil, der seit der Krise stetig gestiegen ist. Hintergrund ist laut Jens Schmitt, dass das Volumen von Private Credit Deals stetig gewachsen und das Umfeld damit wettbewerbsintensiver geworden ist. „Wir sind nicht bereit, unsere Standards zu senken“, betont der Experte und sieht andere Segmente als interessanter an. Mittelstandskredite stellen beispielsweise ein besonders interessantes Segment dar: „Mittelgroße Unternehmen, sowohl börsennotiert als auch in Privatbesitz, sind eine Nische, die viele unserer Investoren bevorzugen“, erklärt Jens Schmitt. Angesichts niedriger Schuldendienstquoten der Haushalte ist zudem eine Konzentration auf Hypothekenkredite interessant: „Immobilienkredite für Mehrfamilienhäuser sind aufgrund der Stabilität und des Potenzials für Mietwachstum als Inflationsschutz weiterhin beliebt“, so der Experte.

Private Equity: Technologische Innovationen treiben Übernahmemöglichkeiten

Die Anlegernachfrage ist im Bereich Private Equity stark gestiegen – angetrieben insbesondere von der Erwartung hoher Renditen auf dem Sekundärmarkt im Vergleich zu öffentlichen Kapitalmärkten. Angesichts der hohen Ausschüttungsvolumina kehren die Anleger auch zu ihren Zielallokationen zurück. Zahlreiche Investoren haben ihre Beteiligung erhöht, insbesondere bei Opportunitäten vor einem Börsengang.

Die Zahl der Investmentmöglichkeiten wächst: Technologische Innovationen werden zum Turbo für Risikokapital, Wachstumskapital und Übernahmemöglichkeiten – und das nicht nur bei traditionellen Technologieunternehmen, sondern in fast allen Wirtschaftssektoren. „Technologische Innovationen und deren Implementierung führen zu attraktiven Bewertungen bei Risiko- und Wachstumskapital. Attraktive Möglichkeiten bestehen bei Primärfonds und Co-Investments sowie Buyouts bei kleineren oder mittelgroßen Unternehmen“, analysiert Schmitt.

Real Estate: Europäische Büroimmobilien und Wohnimmobilien mit besonderen Wachstumschancen

Im Immobiliensegment ist das Wachstum zurück – und mit ihm die Inflation. „Globale Anleger, die sich der Gefahr steigender Zinsen bewusst sind, konzentrieren sich zunehmend auf Immobilien und Sachwerte als alternative Renditequellen und Inflationsschutz“, stellt Jens Schmitt fest. Qualität werde dabei zum Schlüsselfaktor: „Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2022 viele Immobilieneigentümer die Flexibilität haben werden, die Mieten in Immobiliensektoren, die durch ein moderates Angebot und robuste Fundamentaldaten gekennzeichnet sind, in Höhe der Inflationsrate oder darüber hinaus zu erhöhen. Umgekehrt könnten in Sektoren mit hohen Leerstandsquoten und Angebotsüberhängen die Erträge unter die Inflationsrate fallen, wenn die Mieten nicht Schritt halten“, so Schmitt.

Erhebliche Chancen bieten nach Einschätzung des Experten vor allem europäische Büroimmobilien – dort gebe es derzeit das größte Fehlbewertungspotenzial. Obwohl sich die Einsicht durchsetzt, dass Büros weiterhin im Mittelpunkt des Arbeitslebens stehen werden, hat die Pandemie die Transformation des Sektors beschleunigt. Auch die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist enorm gewachsen. Strukturelle Angebotsknappheit und Bezahlbarkeit sind weiterhin die Hauptgründe für Investitionen in Wohnimmobilien, die nach wie vor attraktiv sind. „Obwohl die niedrigen aktuellen Renditen und eingeschränkte Mieterhöhungen das Aufwärtspotenzial wahrscheinlich begrenzen werden, deuten die sich verbessernde Liquidität und die verlässlich stabilen Renditen des Sektors darauf hin, dass die Nachfrage der Anleger weiterhin stark sein wird“, erklärt Jens Schmitt.

Mit Real Assets gut für mittelfristig höhere Inflation gerüstet

Anton Pil, Head of Global Alternatives bei J.P. Morgan Asset Management erläutert abschließend: „Als einer der weltweit größten Investoren in Real Assets haben wir in den letzten sechs bis 12 Monaten Inflation in Echtzeit erlebt. So lässt sich beispielsweise im Segment der Containerschiffe feststellen, dass Containertransporte derzeit 8 bis 10 Prozent über dem Niveau von vor der Pandemie liegen. Die Inflation ist unserer Erkenntnis nach also nicht nur ein Problem der Lieferkette, sondern wir beobachten tatsächlich auch mehr globale Aktivität. Deshalb sehen wir die Aussage der ‘vorübergehenden Inflation’ als Wunschdenken der Zentralbanken an. Die überdurchschnittlichen Inflationsraten können uns durchaus noch drei bis fünf Jahre begleiten und bis zu einer Normalisierung ist noch einiges zu tun. Der Vorteil von Real Assets ist, dass wir in der Regel die Preise gut an die Inflation anpassen können, was der Schlüssel für zukünftige Erträge ist. Deshalb erwarten wir, dass sich diese Anlageklassen weiterhin gut entwickeln sollten.”

 

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Neuer Höchststand bei den Assets under Management mit 454,1 Mrd. Euro

 

Das Jahr 2021 war für Union Investment das erfolgreichste Geschäftsjahr seit der Unternehmensgründung 1956. Die Fondsgesellschaft erzielte neue Höchststände im Kundengeschäft. Der Nettoabsatz verdreifachte sich beinahe auf 40,5 Mrd. Euro (2020: 15,1 Mrd.). Das verwaltete Vermögen stieg auf 454,1 Mrd. Euro (2020: 385,9 Mrd. Euro) und das Ergebnis vor Steuern auf 1.235 Mio. Euro (2020: 649 Mio. Euro). „Zuflüsse in noch nie erlebter Größenordnung, die positive Performance unserer Fonds und freundliche Börsen haben sich in unseren Geschäftszahlen niedergeschlagen“, sagte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, bei der Jahrespressekonferenz der Fondsgesellschaft. „Wir können nach einer Dekade überproportionalen Wachstums heute über eine große Dynamik im genossenschaftlichen Fondsgeschäft berichten und haben damit unsere Position weiter gestärkt.“

Das aktive Management kam auch 2021 zum Tragen und führte zu einer deutlichen Outperformance bei vielen Fonds. Mit Aktienfonds von Union Investment konnten Kunden in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt 11,9 Prozent pro Jahr und über zehn Jahre sogar 12,0 Prozent pro Jahr an Rendite nach Kosten erzielen. Mischfonds erreichten über fünf Jahre eine Rendite von 3,6 Prozent bzw. über zehn Jahre von 4,7 Prozent netto pro Jahr. „Diese Ergebnisse belegen die hohe Leistungsfähigkeit des aktiven Fondsmanagements“, sagte Reinke.

Nettoabsatz im Privatkundengeschäft mehr als verdoppelt

Viele Kleinsparer haben im vergangenen Jahr den Investmentfonds für sich entdeckt. „Seit 69 Monaten in Folge frisst die Inflation die Zinserträge auf, und mit dem jüngsten Anstieg der Teuerungsrate verschärft sich die Situation für Sparer weiter“ erklärte Reinke. Durch diesen spürbaren Vermögensverlust wird aus dem Nachdenken über eine zeitgemäße Geldanlage ein Handeln. „Die Geldanlage wird nicht nur neu gedacht, sie wird neu und ausgewogener umgesetzt“, führte der Vorstandsvorsitzende aus. So stieg der Nettoabsatz mit privaten Anlegern im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Doppelte auf 19,7 Mrd. Euro (2020: 8,8 Mrd. Euro) und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Der Bestand im Privatkundengeschäft erhöhte sich auf 210,0 Mrd. Euro (2020: 173,8 Mrd. Euro). „Dieses sehr gute Absatzergebnis werten wir als Bestätigung unserer Arbeit und zugleich als Ausdruck der engen Partnerschaft mit den Genossenschaftsbanken, für die ich mich herzlich bedanke“, betonte Reinke.

Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses standen erneut Substanzwerte. So flossen Aktienfonds 7,0 Mrd. Euro netto zu (2020: 3,8 Mrd. Euro). Mischfonds verbuchten ein noch stärkeres Neugeschäft von 10,5 Mrd. Euro (2020: 4,1 Mrd. Euro) und Offene Immobilienfonds verzeichneten Nettozuflüsse von 2,2 Mrd. Euro (2020: 2,1 Mrd. Euro). Dabei fokussierten sich private Sparer noch stärker auf nachhaltige Anlageprodukte als bisher. Der Anteil nachhaltiger Fonds am Nettomittelaufkommen privater Gelder erhöhte sich im Verlauf des letzten Jahres auf 60 Prozent. Vor drei Jahren waren es noch 9 Prozent.

Einmal mehr erwiesen sich die klassischen Fondssparpläne als tragende Säule des Neugeschäfts. 2021 wurden so viele Fondssparpläne eröffnet wie nie zuvor. Es kamen 584.000 Neueröffnungen netto hinzu und damit 34 Prozent mehr als im Vorjahr (2020: 437.000). Zwei Dinge freuten Reinke dabei besonders: Einerseits waren 62 Prozent der Neuverträge Aktienfondssparverträge, andererseits werden die Kunden immer jünger. „Ein Drittel unserer Sparplanneukunden ist jünger als 27 Jahre. Was früher das ‚Jeans-Sparbuch‘ für die jüngere Generation war, ist heute der Fondssparplan“, führte der Vorstandsvorsitzende weiter aus. Mit den klassischen Sparplänen, den Riester-Sparplänen und dem VL-Sparen verwaltet Union Investment nunmehr 6,3 Millionen Fondssparpläne (2020: 5,7 Millionen).

Neugeschäft mit institutionellen Kunden erstmals über 20 Milliarden Euro

Auch das Geschäft mit institutionellen Anlegern war im abgelaufenen Jahr von einer hohen Dynamik geprägt. Hier kam es mit einem Nettomittelaufkommen von 20,8 Mrd. Euro (2020: 6,3 Mrd. Euro) ebenfalls zu einem neuen Absatzrekord. Folglich erhöhte sich der Bestand im institutionellen Geschäft auf 245,1 Mrd. Euro (2020: 212,1 Mrd. Euro). „Zum positiven Geschäftsverlauf trugen 59 neu gewonnene Kunden aus dem genossenschaftlichen und nicht-genossenschaftlichen Bereich im In- und Ausland bei“, erklärte Reinke.

Auch wenn das Portfoliomanagement weiterhin den Kern der Tätigkeiten für professionelle Anleger bildet, so reicht es allein immer weniger aus. Denn das institutionelle Geschäft hat sich gewandelt. „Rentabilität, Liquidität, Risikomanagement, Nachhaltigkeit, Regulierungsanforderungen und Reporting – das Spannungsfeld, mit dem institutionelle Kunden konfrontiert sind, erfordert immer mehr individuelle Lösungen“, erläuterte Reinke. Deutlich wurden die individuellen Kundenansprüche auch dadurch, dass Spezialfonds mit Zuflüssen von 18,2 Mrd. Euro 88 Prozent des gesamten Neugeschäfts dieser Kundengruppe ausmachten. Zudem rückten 2021 Alternative Investments und Immobilienspezialfonds gegenüber traditionellen Wertpapieranlagen stärker in den Fokus des Kundeninteresses. Ihr Anteil am gesamten Nettoabsatz bei institutionellen Kunden betrug 44 Prozent.

Weiter dynamisches Wachstum bei nachhaltigen Geldanlagen

Das Thema Nachhaltigkeit wird immer mehr zum Standard. So investieren bereits 78 Prozent der institutionellen Anleger in Deutschland nachhaltig. Vor diesem Hintergrund ist der Bestand an nachhaltigen Anlagen auch bei Union Investment deutlich gewachsen. Im Wertpapierbereich stiegen die nach Artikel 8 und 9 der EU-Offenlegungsverordnung (OffVO) angelegten Volumina auf 88,1 Mrd. Euro (2020: 61,2 Mrd. Euro). Hinzu kamen Offene Immobilienfonds, die seit dem 1. November 2021 als Produkte nach Artikel 8 der OffVO geführt werden. Sie wiesen zum Jahresende einen Bestand von 37,5 Mrd. Euro auf, sodass Union Investment ein Volumen nachhaltiger Anlagen von insgesamt 125,6 Mrd. Euro verwaltete. Reinke kündigte an, aufgrund der hohen Nachfrage die Palette nachhaltiger Lösungen auch 2022 weiter auszubauen. Er betonte allerdings, dass Nachhaltigkeit kein Zustand sei, sondern ein Prozess. Man erreiche nur wenig, wenn man sich als Asset Manager einzig auf bereits nachhaltige Firmen konzentriere. „Der Hebel für die Einsparung von Treibhausgasemissionen ist viel größer, wenn wir auch in Unternehmen investieren, die sich glaubhaft nachhaltiger ausrichten und ihre Ziele verlässlich verfolgen“, führte der Vorstandsvorsitzende aus. Durch diese Ausrichtung der Investmentstrategie sei der CO2-Fußabdruck aller Wertpapierportfolios von Union Investment seit 2019 spürbar reduziert worden. „Bis 2050 wollen wir komplett klimaneutral investieren“, gab Reinke die Richtung vor.

Zum Schluss der Jahrespressekonferenz zog der Vorstandsvorsitzende folgendes Fazit: „Wir haben nach einer Dekade des überproportionalen Wachstums noch einmal nachgelegt und unsere Marktposition deutlich gestärkt. Wir haben im Jahr 2021 quantitativ und qualitativ Außergewöhnliches erreicht. Die Trends sprechen weiter für die Fondsanlage und das aktive Management. Deshalb bleibt das genossenschaftliche Fondsgeschäft ein Wachstumsmodell“, schloss Reinke.

 

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Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

Fidelity setzt auf Kontinuität und nominiert für die Führung seines Drittvertriebs in Deutschland eine Doppelspitze um Bettina Bosch (34), Head of Fund Buyer Business, und Ulrich Sponer (48), Head of Distribution Fund Seller.

 

Neben der Gesamtleitung des deutschen Wholesale-Geschäfts werden beide weiterhin ihrer jeweiligen Vertriebseinheit vorstehen. Sie berichten an Christophe Gloser, Head of Sales, Continental Europe, und rücken in das von Alexander Leisten, Country Head Germany, geführte German Management Committee auf. Zudem wird Torsten Barnitzke seine bisherige Rolle erweitern und das Wholesale-Führungsteam als Head of Key Account & ESG Distribution ergänzen. Damit unterstreicht Fidelity den hohen Stellenwert von Nachhaltigkeit für die Weiterentwicklung seines Deutschlandgeschäfts. Torsten Barnitzke wird an Ulrich Sponer berichten. Der bisherige Leiter des deutschen Drittvertriebs, Christian Machts, übernimmt im Unternehmen als Chief Administrative Officer Europe neue Aufgaben auf europäischer Ebene.

Hierzu Alexander Leisten: „Ich freue mich außerordentlich, dass wir Bettina Bosch und Ulrich Sponer für die Leitung des Wholesale-Geschäfts gewinnen konnten. Beide haben ihre Führungsqualitäten und Vertriebsexpertise schon in ihren bisherigen Rollen unter Beweis gestellt und so maßgeblich zum Erfolg des Teams beigetragen. Wir setzen mit dieser Entscheidung auf Kontinuität — sowohl für das Vertriebsteam wie auch für unsere Kunden. Mit Torsten Barnitzke haben wir zudem einen ausgewiesenen Nachhaltigkeitsexperten in unseren Reihen, der dazu beitragen wird, diesen zentralen Teil unseres Geschäfts weiter fortzuentwickeln. Insofern sehen wir uns für die Zukunft des deutschen Drittvertriebs hervorragend aufgestellt.“

Christophe Gloser ergänzt: „Die Ausgangssituation für den deutschen Drittvertrieb ist exzellent. Die Einheit hat ihr verwaltetes Vermögen von 11,9 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2019 auf 20,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2021 fast verdoppelt. Das ist ein hervorragendes Teamergebnis, das uns zuversichtlich für die Zukunft stimmt.“

Bettina Bosch verfügt über langjährige Erfahrungen in der Vermögensverwaltung und dem Investment Banking. Ihre Karriere bei Fidelity begann sie 2017 als Associate Director im institutionellen Geschäft. Im Januar 2020 wechselte sie in die Fund-Buyer-Einheit, die sie seit Juli 2020 leitet. In dieser Einheit bündelt das Unternehmen die Betreuung von Großkunden wie Dachfonds, Vermögensverwalter und Family Offices. Vor ihrer Tätigkeit bei Fidelity war sie Vice President bei der Credit Suisse in Frankfurt am Main und arbeitete im Bereich Fixed Income Sales (Rates) für deutsche und österreichische institutionelle Anleger (Schwerpunkt Bank Treasuries & Asset Managers).

Ulrich Sponer verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Branche und leitet seit 2019 das deutsche Fund Seller-Geschäft von Fidelity International. In dieser Einheit koordiniert Fidelity sein Geschäft mit Banken, Versicherungen, Finanzberatern und Fondsplattformen. Zuvor verantwortete er bei Allianz Global Investors als Head of Key Account Management Banks die Vertriebsaktivitäten mit großen Privatbanken. und war lange in verschiedenen Führungspositionen in der Zentrale der Commerzbank tätig, unter anderem für die Produkteinführung und -steuerung im Privatkundengeschäft.

Torsten Barnitzke blickt auf über 20 Jahre im Finanzsektor zurück. Er stieß 2014 als Sales Director Bank Distribution zu Fidelity. Zuletzt war er als Head of Key Accounts Distribution für den Vertrieb an Banken zuständig. Er kommt von der DWS, wo er zuvor verschiedene andere Leitungsfunktionen im Vertriebs- und Marketingbereich inne hatte.

 

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Fidelity Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, D-61476 Kronberg im Taunus Tel.: 06173/509-0, Fax: 06173/509-41 99, www.fidelity.de