Marktupdate – EM-Fixed Income-Studie

 

Durch den Krieg in der Ukraine verfestigt sich die Volatilität im Segment der Fixed-Income-Anlagen in den Schwellenländern (Emerging Markets, EM). Laut einer von Vontobel Asset Management veröffentlichten Studie sorgen sich institutionelle Anleger in aller Welt zwar über die Auswirkungen des Krieges auf den Markt und die Wirtschaft, zeigen sich jedoch mit Blick auf die kommenden Monate weiter zuversichtlich.

Vontobel befragte im ersten Quartal 2022 mehr als 300 institutionelle Anleger und Vermögensverwalter in Nordamerika, Europa und dem Asien-Pazifik-Raum. Der Umfrage zufolge zeigten sich vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine weltweit 72 Prozent der institutionellen Anleger optimistisch in Bezug auf BIP-Wachstum, Inflation und Risikoprämien für Anleihen in den europäischen Emerging Markets (EM). Unter den nach der Invasion eingegangenen Antworten spiegelten hingegen nur noch 55 Prozent eine positive Haltung wider.

Obwohl sich die Stimmung an den europäischen Emerging Markets eingetrübt hat, erscheint institutionellen Anlegern das EM-Segment insgesamt weiter attraktiv. Mehr als die Hälfte (64 Prozent) gab an, ihre Asset Allocation in der Anlageklasse in den kommenden 24 Monaten erhöhen zu wollen („leicht“ oder „wesentlich“). Als Hauptgründe für eine solche Aufstockung wurden der Diversifikationsvorteil gegenüber aktuellen Positionen (56 Prozent), ein hochliquider Markt (48 Prozent) sowie günstige ESG-Aussichten (47 Prozent) genannt.

„Trotz des schwierigen Marktumfelds sehen institutionelle Anleger rund um die Welt die Notwendigkeit der Diversifikation, um sowohl höhere Renditen zu erzielen als auch eine Absicherung gegen die Volatilität anderer Anlageklassen zu bekommen, die sich aus marktbedingten und geopolitischen Faktoren ergibt“, sagt Simon Lue-Fong, Leiter der Fixed Income Boutique bei Vontobel. „Mit festverzinslichen EM-Anlagen lassen sich diese Anforderungen in einem Anlageportfolio umsetzen, doch es braucht einen erfahrenen aktiven Manager, der die damit verbundenen Herausforderungen kennt und bewältigen kann.“

Als größte Herausforderungen bei Fixed-Income-Anlagen in Emerging Markets nannten institutionelle Anleger weltweit die Sorge über Ausfallraten und Schuldenlast (51 Prozent), Liquidität (48 Prozent), Volatilität (45 Prozent) sowie Bedenken hinsichtlich Corporate Governance, Datenqualität und -transparenz sowie Berichtsstandards (38 Prozent). „Diese Bedenken sind nicht neu. Die Anlageklasse wird von vielen Anlegern nach wie vor als exotische Nische betrachtet. Aktiven Anlegern mit fundierten Kenntnissen bietet das Segment jedoch ein breites Spektrum an Möglichkeiten – der Effekt der Ausfallrate wird oftmals überschätzt, und Phasen der Volatilität bieten hervorragende Gelegenheiten zum Ausnutzen von Marktineffizienzen“, kommentiert Lue-Fong.

Anleger setzen auf ESG-Mandate für festverzinsliche EM-Anlagen

In den Emerging Markets kommt der Überwachung von ESG-Faktoren eine besondere Bedeutung zu. Fast alle weltweit Befragten (91 Prozent) gaben an, einen ESG-Ansatz für ihre Allokationen in festverzinslichen EM-Anlagen anzuwenden, darunter Impact Investing (55 Prozent), systematisches Screening zur Einbeziehung oder zum Ausschluss von Wertpapieren (54 Prozent) und Gespräche mit dem Management der Emittenten zur Einflussnahme auf ESG-Richtlinien und -Praktiken (49 Prozent).

Trotz der weiten Verbreitung von ESG-Ansätzen weisen institutionelle Anleger auf eine Reihe von Herausforderungen hin, denen sie im Fixed-Income-Sektor in den Emerging Markets gegenüberstehen, wie etwa uneinheitliche Daten von Drittanbietern (62 Prozent), Skepsis gegenüber den positiven Auswirkungen von ESG-Anlagen (61 Prozent), die Wahrnehmung eines höheren Risikos in Verbindung mit festverzinslichen EM-Anleihen (43 Prozent) und der Mangel an geeigneten ESG-Lösungen von externen Asset Managern (43 Prozent).

„In den letzten Jahren hat sich die Einbeziehung von ESG-Kriterien für institutionelle Anleger zu einem Standard entwickelt und Fixed-Income-Anleger in den Emerging Markets haben erkannt, dass die Anlageklasse einzigartige Chancen bietet, um gleichzeitig Erträge und eine positive Wirkung zu erzielen“, stellt Lue-Fong fest. „Unsere Studie zeigt, dass das Interesse institutioneller Anleger an nachhaltigen Anlageprodukten stärker denn je ist. Die Anlegergruppe stützt sich auf das Know-how aktiver Manager, um attraktive und nachhaltige Anlagechancen zu ermitteln und dabei die inhärenten Risiken zu steuern, die mit Emerging Markets verbunden sind.“

Zu dieser Researchstudie

Die Studie steht hier zum Herunterladen bereit. Sie untersucht das Interesse der Anleger an Fixed-Income-Anlagen in Emerging Markets sowie ihre Einschätzung der Entwicklung ihrer Allokation in den nächsten zwei Jahren. Das Custom Research Lab von Institutional Investor erstellte zusammen mit Vontobel Asset Management einen Fragebogen, um zu ermitteln, wie die Anleger festverzinsliche Emerging-Markets-Anlagen einschätzen. Die Umfrage wurde im Zeitraum Februar–März 2022 versendet; es gingen 342 Rücksendungen von Entscheidungsträgern mit Anlagebefugnis bei Versicherungsgesellschaften, öffentlichen und privaten Pensionskassen, Stiftungen, Family Offices und Staatsfonds in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika ein. 47 Prozent der Befragten gaben ihre Antworten vor der russischen Invasion der Ukraine, 53 Prozent nach der Invasion ab. Zur Ergänzung der Umfrageergebnisse wurden Interviews mit zehn Entscheidungsträgern bei Instituten in Asien, Europa und Nordamerika geführt. Alle Interviews fanden nach der russischen Invasion der Ukraine statt.

Vontobel Asset Management

Vontobel Asset Management ist ein aktiver Vermögensverwalter mit globaler Reichweite und einem Multi-Boutique-Ansatz. Jede unserer Boutiquen zeichnet sich durch spezialisierte Anlagestrategien, eine starke Performancekultur und ein robustes Risikomanagement aus. Wir setzen überzeugende Lösungen für institutionelle und private Kunden um. Unser Bekenntnis zu aktiver Vermögensverwaltung ermöglicht es uns, auf Grund eigener Überzeugungen zu investieren. Unsere vielfältigen, hoch spezialisierten Teams generieren Mehrwert für unsere Kunden. Mit über 450 Mitarbeitenden weltweit, davon 200 Anlagespezialisten, agieren wir an insgesamt 16 Standorten in der Schweiz, Europa und den USA. Wir entwickeln Strategien und Lösungen in den Anlageklassen Aktien, Anleihen, Multi Asset und alternative Anlagen. Das Ziel, hervorragende und wiederholbare Performance-Ergebnisse zu erreichen, ist seit 1988 für unseren Ansatz zentral. Eine starke und stabile Aktionärsstruktur garantiert unsere unternehmerische Unabhängigkeit und schützt unsere langfristige Denkweise, von der wir uns bei der Entscheidungsfindung leiten lassen.

 

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Höhere Mittelzuflüsse auf der Bond- als auf der Aktienseite

 

In den ersten vier Monaten des Jahres sind ETFs weltweit 281 Mrd. Euro zugeflossen. Im April waren es hingegen nur knapp 23 Mrd. Euro, was einem Fünftel der März-Flows entspricht. Der Rückgang spiegelt die Sorge über die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und die steigende Inflation wider. Aktien-ETFs sind seit Jahresbeginn 206 Mrd. Euro an Neugeldern zugeflossen. Auch hier haben sich die Allokationen im April stark verlangsamt (+4,5 Mrd. Euro). In den USA gab es in im April Nettoabflüsse aus Aktien-ETFs in Höhe von 12,4 Mrd. Euro, während europäische UCITS-ETFs im selben Zeitraum mit 9,5 Mrd. Euro positiv blieben. Seit Jahresbeginn flossen globalen Bond-ETFs 52,4 Mrd. Euro an Neugeldern zu, wobei Staatsanleihen mit 42,3 Mrd. Euro das beliebteste Segment waren. Im April übertrafen die Allokationen in festverzinsliche Wertpapiere die in Aktien mit einem Plus von 15,9 Mrd. Euro.

Aktien – Globale Indizes im Fokus

Europäischen Regionen- und Länder- ETFs flossen seit Jahresbeginn 37,9 Mrd. Euro zu. Im April waren es rund 9 Mrd. Euro. Globale Indizes blieben mit 21,7 Mrd. Euro am beliebtesten. Nordamerika-Exposures legten um 12,6 Mrd. Euro zu. Aus Eurozonen- und Japan-Aktien-Exposures zogen Anleger 2,8 Mrd. Euro sowie 2,3 Mrd. Euro ab. Im April flossen ETFs auf globale Indizes 7 Mrd. Euro zu. Nordamerika-ETFs waren mit Zuflüssen von 706 Mio. Euro weniger gefragt. Aus ETFs auf Eurozonen-Indizes wurde 1 Mrd. Euro abgezogen.

Seit Jahresbeginn haben ETFs auf Sektor-Indizes 7,6 Mrd. Euro an Neugeldern angezogen, wobei Klima-ETFs mit 2,6 Mrd. Euro am beliebtesten waren. ETFs auf den Energiesektor folgte an zweiter Stelle mit einem Plus von 1,9 Mrd. Euro. Aus ETFs auf zyklische Konsumgüter zogen Anleger 718 Mio. Euro ab. All dies spiegelt die Auswirkungen höherer Energiekosten wider. Smart-Beta-ETFs flossen 5,5 Mrd. Euro zu, wobei sich Value mit einem Plus von 3,8 Mrd. Euro in den ersten vier Monaten des Jahres als der beliebteste Faktor erwies. Im April zogen Anleger jedoch 200 Mio. Euro aus Value-ETFs ab. Yield war der zweitbeliebteste Faktor (+3 Mrd. Euro seit Jahresbeginn und 837 Mio. Euro im April).

Die Zuflüsse in ESG-Aktienstrategien hielten zwar an, allerdings ließ die Dynamik merklich nach. Seit Jahresbeginn beliefen sich die Zuflüsse auf 10,4 Mrd. Euro, im April jedoch nur noch auf 1,4 Mrd. Euro. ETFs auf ESG- Nordamerika-Indizes und solche auf World-Indizes lagen seit Jahresbeginn mit Neugeldern von 4.0 Mrd. Euro und 3,9 Mrd. Euro in etwa gleichauf. Im April waren ETFs auf ESG-World-Indizes jedoch deutlich gefragter als ESG-Nordamerika-Indizes (+933 Mio. Euro und 202 Mio. Euro), was den jüngsten Rückgang der Popularität dieser Region widerspiegelt.

Anleihen : Risk-off – Anleger favorisieren US-Staatsanleihe-ETFs

Seit Jahresbeginn haben Anleger in Europa 6,3 Mrd. Euro in Staatsanleihen-ETFs investiert, wobei US-Govies die beliebteste Anlageklasse waren. USA Mid, Long und Broad flossen 4,0 Mrd. Euro, 856 Mio. Euro und 797 Mio. Euro zu. Im April beschleunigte sich die Nachfrage nach Staatsanleihen-ETFs (+2 Mrd. Euro ggü. 1,3 Mrd. Euro im Vormonat), was die Abkehr von risikoreicheren Anlagen widerspiegelt. Seit Jahresbeginn zogen Anleger 2,9 Mrd. Euro aus chinesischen Staatsanleihen ab, im April 1,9 Mrd. Euro. Dies kann auf die Sorge über die anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf China zurückzuführen sein.

Unternehmensanleihen legten seit Jahresbeginn um 3 Mrd. Euro zu, wobei Anleger 3,3 Mrd. Euro in US-Corporates investierten und 1,2 Mrd. Euro bzw. 935 Mio. Euro aus hochverzinslichen und Investment-Grade-Anleihen der Eurozone abzogen. Variabel verzinsliche Unternehmensanleihen legten um 1,4 Mrd. Euro zu, da Anleger so von steigenden Zinsen profitieren können. Im April investierten Anleger etwas weniger als 1,3 Mrd. Euro in Unternehmensanleihen. ESG-Bond-Strategien haben seit Jahresbeginn 6 Mrd. Euro zugelegt, wobei 2 Mrd. Euro auf Unternehmensanleihen in den USA und 1 Mrd. Euro auf Unternehmensanleihen in der Eurozone entfielen.

 

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Seit der letzten MetallRente Jugendstudie 2019 hat die Corona-Pandemie das Leben der jungen Erwachsenen auf den Kopf gestellt.

 

“Die große Mehrheit der jungen Menschen spart trotzdem. Allerdings sehen wir auch wichtige Veränderungen. Der Optimismus der jungen Erwachsenen im Hinblick auf ihr persönliches Leben sinkt und bestätigt eine generelle Tendenz, die sich schon vor Corona abzeichnete. Junge Erwachsene haben einen realistischen Blick auf ihre Vorsorge. So viele wie nie zuvor investieren ihr Geld in Aktien und Fonds. Denn die Angst vor Altersarmut ist präsent. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an die Politik weiter an, für eine auskömmliche Rente für die eigene Generation zu sorgen”, hebt Klaus Hurrelmann, wissenschaftlicher Leiter und zusammen mit Heribert Karch und Christian Traxler Herausgeber der Studie, hervor. Karch kritisiert den über 20 Jahre währenden Reformprozess: “Regelmäßige Altersvorsorge erreicht nur eine Minderheit junger Erwachsener. Einem Teil fehlen hierfür schlicht die Mittel.”

Sparen ist für die Mehrheit normal

86 Prozent aller 17- bis 27-Jährigen sparen entweder regelmäßig oder ab und zu. Doch die repräsentative Untersuchung zeigt auch: Einer von sieben jungen Menschen (14 Prozent) spart nicht. Das liegt vor allem daran, dass diese Gruppe in der Regel ihr ganzes Geld zum Leben braucht und keinen finanziellen Spielraum zum Sparen hat.

Angst vor Altersarmut ist bei jungen Menschen groß

Drei Viertel (78 Prozent) der 17- bis 27-Jährigen treibt die Sorge um, im Alter nur eine niedrige Rente zu bekommen und arm zu sein. Auffällig ist auch, dass die Angst vor Altersarmut bei den jungen Frauen mit 84 Prozent präsenter ist. Aber auch bei den jungen Männern sorgen sich drei von vier (74 Prozent), im Alter nicht genug Geld zur Verfügung zu haben.

Trotz hohem Vorsorgebewusstsein – Sparen für die Altersvorsorge kommt nicht voran

Neun von zehn (90 Prozent) jungen Erwachsenen ist klar, dass sie zusätzlich vorsorgen müssen, um sich vor Armut im Alter zu schützen. Im Vergleich zu diesem hohen Bewusstsein ist die Zahl derer, die aktiv vorsorgen, aber relativ gering. Die Hälfte (51 Prozent) der 17- bis 27-Jährigen legt zumindest ab und zu Geld fürs Alter zurück. Doch nur 37 Prozent sparen dafür regelmäßig. Von denen, die finanziell gut aufgestellt sind, sorgen mehr als 60 Prozent vor. Deutlich schlechter sieht es bei denen aus, die ihre finanzielle Situation als schlecht beschreiben. In dieser Gruppe schafft es nur ein Viertel (26 Prozent), Geld für die Altersvorsorge aufzuwenden.

Immer weniger Frauen sorgen fürs Alter vor

Besonders alarmierend: Nur noch 29 Prozent der jungen Frauen sparen regelmäßig für ihr Alter. Während von den jungen Frauen im Vergleich zu 2010 heute 10 Prozentpunkte weniger regelmäßig vorsorgen, haben junge Männer ihre Anstrengungen deutlich erhöht: Statt 38 Prozent legen heute 45 Prozent regelmäßig Geld für ihren Ruhestand beiseite.

Junge sehen den Staat in der Pflicht – hohes Vertrauen in gesetzliche Rente und Betriebsrente

Einer Erhöhung des Renteneintrittsalters erteilen die jungen Menschen eine klare Absage. Nur 23 Prozent wären bereit, länger als bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten, wenn dies der langfristigen Sicherung der Renten diente. Die große Mehrheit der jungen Menschen fordert vom Staat, seine Verantwortung für die Altersversorgung ihrer Generation wahrzunehmen. “Wenn die Politik es wirklich will, kann es auch in Zukunft eine gute staatliche Rente geben”, meinen inzwischen neun von zehn (88 Prozent). 2010 waren es nur 74 Prozent. Diese Erwartungshaltung ist verbunden mit einem generell hohen Vertrauen in die gesetzliche Rente. 58 Prozent der jungen Erwachsenen vertrauen ihr “eher” oder “voll und ganz”. Ebenfalls hohes Vertrauen bringen sie Vorsorgeangeboten von Unternehmen (49 Prozent), also der betrieblichen Altersversorgung, und Lebensversicherungen (46 Prozent) entgegen.

Junge Menschen setzen auf Rendite – wollen aber auf Nachhaltigkeit nicht verzichten

So viele junge Altersvorsorgesparer wie nie zuvor legen Geld in Aktien und Fonds an. Im Vergleich zu 2016 hat sich ihr Anteil mehr als verdreifacht – von 16 auf 50 Prozent. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Fast zwei Drittel der jungen Männer (62 Prozent) sparen auch mit Aktien und Fonds für ihre Altersvorsorge. Bei den Frauen ist es lediglich ein Drittel (34 Prozent) – doch auch dieser Wert hat sich seit der letzten Studie 2019 nahezu verdoppelt.

Andere Sparformen wie Festgeld (49 Prozent), Bausparverträge (38 Prozent) oder Riester-Rentenverträge (22 Prozent) verlieren in der anhaltenden Niedrigzinsphase zunehmend an Attraktivität. Einzig die betriebliche Altersversorgung hält sich in der Beliebtheit der jungen Menschen stabil. Etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) sorgt betrieblich fürs Alter vor.

57 Prozent der jungen Erwachsenen würden bei der Wahl der Altersvorsorge auf eine garantierte feste Verzinsung verzichten, wenn sie dafür die Aussicht auf eine deutlich höhere Rendite hätten. Das unterstreicht den realistischen Blick der jungen Generation. Feste Zinsen und garantierte Rentenhöhen würden aktuell nur noch 43 Prozent präferieren.

Zukunft – optimistisch, aber die Verunsicherung wächst

Die Erwartungen junger Menschen an ihre persönliche Zukunft haben sich nur leicht verschlechtert. Aktuell glauben 88 Prozent der befragten 17- bis 27-Jährigen an eine “gute” oder “sehr gute” Zukunft. Pessimistischer ist der Blick der jungen Erwachsenen auf die Zukunft Deutschlands. Die Mehrheit (53 Prozent) schätzt diese als “weniger gut” oder sogar “schlecht” ein. Aber auch für die persönliche Zukunft sehen junge Menschen wachsende Unsicherheiten. Die Zweifel nehmen zu, ob man sich in einigen Jahren noch ein gutes Leben leisten kann. Besonders deutlich wird der Pessimismus beim Thema Familiengründung: “Wir haben jetzt zum ersten Mal eine Studie, in der ein Viertel der jungen Erwachsenen sagt, sie wissen nicht, ob sie es sich finanziell leisten können, eine eigene Familie zu gründen. Das hat es in diesem Ausmaß bisher nicht gegeben. Und das signalisiert, dass die jungen Leute äußerst sensibel auf globale Entwicklungen reagieren. Sie stellen sich darauf ein. Ihren Grundoptimismus als junge Generation wollen sie sich aber nicht nehmen lassen,” betont Jugendforscher Klaus Hurrelmann.

Wer mehr weiß, sorgt besser vor

Wer optimal fürs Alter sparen und vorsorgen will, braucht Finanzwissen. Gerade daran hapert es bei vielen jungen Erwachsenen. Aktuell sagen 62 Prozent, dass sie sich in finanziellen Dingen “sehr gut” oder “gut” auskennen. Anders sieht es in der Frage der Altersvorsorge aus: 2022 meinen nur 31 Prozent, dass sie bei diesem Thema über einen “sehr guten” oder “guten” Wissensstand verfügen. Knapp neun von zehn (87 Prozent) finden, Altersvorsorge sollte fester Bestandteil eines Schulfachs “Wirtschaft und Finanzen” sein. Mitherausgeber Christian Traxler unterstreicht: “Wer nicht aus einer Familie kommt, die ihr ökonomisches Potenzial und Wissen an die Kinder weitergeben kann, hat es auch meist schwerer mit der Altersvorsorge. Finanzbildung in der Schule kann einen Beitrag leisten, diese soziale Spreizung zu reduzieren.”

Die Schlussfolgerung von Klaus Hurrelmann aus den Ergebnissen der aktuellen Studie: “Junge Leute sind sehr zukunftsorientiert und bereit, selbst etwas für ihre Zukunft zu tun – beim Thema Rente genauso wie in der Klimafrage. Sie sind gewillt, ihr Verhalten zu ändern. Aber sie wissen auch, dass sie allein durch ihr individuelles Verhalten die Probleme nicht lösen können.”

Heribert Karch sieht die institutionellen Akteure in der Pflicht: “Altersversorgung erfordert regelmäßiges Sparen. Dafür braucht es kollektive Formen. Eine tarifpolitisch auch finanziell flankierte betriebliche Altersversorgung kann das besser leisten als jedes andere Modell.”

Über die Jugendstudie

Die MetallRente Studie “Jugend, Vorsorge, Finanzen” ist die größte repräsentative Langzeituntersuchung junger Menschen in Deutschland zum Themenkomplex Finanzen und Vorsorge. Im Mai 2022 ist sie in ihrer fünften Auflage erschienen. Seit 2010 werden für die Studie im Abstand von drei Jahren jeweils rund 2.500 junge Erwachsene im Alter zwischen 17 und 27 Jahren zu ihren Vorstellungen für die persönliche Zukunft, ihrem Sparverhalten, ihren finanziellen Kenntnissen sowie zu ihren Einstellungen und persönlichen Strategien zur Altersvorsorge befragt. Die Herausgeber der Studie sind Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Heribert Karch und Prof. Dr. Christian Traxler. Bei der Datenerhebung und -auswertung arbeitet MetallRente mit dem Forschungsinstitut Kantar Public zusammen.

Über MetallRente

MetallRente wurde 2001 als gemeinsame Einrichtung der Tarifvertragsparteien Gesamtmetall und IG Metall gegründet. Das Versorgungswerk stellt Angebote für die betriebliche und private Altersvorsorge sowie die Absicherung von Berufs-, Erwerbsunfähigkeit, Grundfähigkeiten, Pflege und Hinterbliebenen bereit. Neben der Metall- und Elektroindustrie haben sich auch die Branchen Stahl, Textil und Bekleidung, IT sowie Holz und Kunststoff MetallRente angeschlossen.

 

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MetallRente GmbH, Rotherstraße 7, D-10245 Berlin, Tel:+49 30 20 65 85 0, Fax: +49 30 20 65 85 55, www.metallrente.de

Jüngere Personen mit besonders hohem Interesse: Knapp 70 Prozent der 18- bis 34-Jährigen können sich vorstellen, mit einem Robo-Advisor zu investieren

 

Robo-Advisors werden als Geldanlagemöglichkeit immer bekannter – und das Interesse in der Bevölkerung ist groß. Eine neue Studie von comdirect und quirion zeigt: Ein Drittel der Befragten weiß bereits genau, was hinter der automatisierten digitalen Geldanlage steckt. Ein weiteres Drittel hat den Begriff zumindest schon einmal gehört. 59 Prozent der Befragten können sich vorstellen, einen Robo-Advisor zur Geldanlage zu nutzen, bei den 18- bis 34-Jährigen sind es sogar knapp 70 Prozent. Den potenziellen Nutzer*innen sind dabei zwei Kriterien besonders wichtig: Geringe Kosten und Einfachheit bei der Nutzung. Auch Rendite, Flexibilität und Transparenz werden von den Befragten als ausschlaggebende Eigenschaften für die Auswahl eines Robo-Advisors genannt. Für die Studie wurden 1300 Personen befragt, die u.a. über mindestens 5000 Euro frei anzulegendes Vermögen verfügen.

Investitionen in Aktien, Fonds und ETFs sind als Geldanlage beliebt, Tagesgeld jedoch auf Platz 1

Rund 80 Prozent der befragten Personen haben mehr als 10.000 Euro und 30 Prozent sogar mehr als 50.000 Euro zur freien Anlage verfügbar. 95 Prozent könnten außerdem mindestens 100 Euro pro Monat sparen, fast die Hälfte sogar mehr als 500 Euro.”Die Zahlen belegen, dass es in Deutschland eine gute Investitionsgrundlage gibt”, sagt Martin Daut, CEO der quirion AG und ergänzt: “Wir haben uns bei der Befragung bewusst auf Personen konzentriert, für die Geldanlage eigentlich ein Thema sein müsste.” Und tatsächlich gaben 81 Prozent an, am Thema interessiert zu sein. Dennoch sind Tages- und Festgeldkonten trotz anhaltendem Niedrigzinsumfeld die Favoriten bei der Geldanlage (58 Prozent). Danach folgen Aktien (51 Prozent), Fonds (41 Prozent) und ETFs (34 Prozent).

Robo-Advisors auch für Personen mit geringerem Anlagevermögen interessant

Die aktuell stark gestiegenen Inflationszahlen spiegeln sich auch in den Studienergebnissen wider: 80 Prozent der Befragten sorgen sich angesichts der wachsenden Inflation. Diese Gruppe kann sich am ehesten vorstellen, einen Robo-Advisor als Geldanlagemöglichkeit zu nutzen. Zudem ist das Interesse an digitaler Geldanlage auch bei Anleger*innen mit geringerem verfügbarem Anlagevermögen erheblich (56 Prozent). “Der Realzins ist seit langer Zeit negativ und wird es wohl auf absehbare Zeit bleiben. Robo-Advisors sind eine mögliche Lösung, dem Kaufkraftverlust gegenzusteuern. Insbesondere auch für die Menschen, die sich mit dem Thema Geldanlage eigentlich nicht weiter beschäftigen möchten. Durch die kleineren Einstiegsbeträge sind sie außerdem ein Angebot an alle Bevölkerungsgruppen”, sagt Alena Kretzberg, Bereichsvorständin Digital Banking & comdirect bei der Commerzbank AG.

Geschlechterklischees bei der Geldanlage bestätigen sich auch bei Robo-Advisors

Befragte, die bereits einen Robo-Advisor nutzen, schätzen insbesondere Komfort (50 Prozent), Transparenz und Preis-Leistungsverhältnis (je 47 Prozent). Diejenigen Befragten, die bisher keine Nutzer*innen sind, nennen als Grund mehrheitlich fehlendes Vertrauen in den Anlagemechanismus (25 Prozent). Weitere 24 Prozent geben an, ihr Geld besser selbst anlegen zu können. Diese Aussage wird insbesondere von männlichen Befragten als zutreffend markiert (27 Prozent). 20 Prozent der befragten Frauen fehlen persönliche Ansprechpartner*innen und glauben, nicht genügend Fachwissen zu besitzen. Generell gab die Mehrheit der Befragten jedoch an, auf persönliche Beratung verzichten zu können. Nutzer*innen von Robo-Advisors sehen den Verzicht auf Anlage- und Bankberatung sogar als klaren Vorteil an.

“Unsere gemeinsame Studie zeigt, dass digitaler Vermögensaufbau auf breites Interesse stößt – bei schnell wachsenden Zahlen an Nutzer*innen. Dieser Trend freut uns. Gleichzeitig sehen wir, dass Teile der Bevölkerung noch nicht wissen, was Robo-Advisors sind und welche Vorteile sie ihnen bieten. Hier sind wir weiter gefragt, zu informieren und zu erklären”, so Martin Daut. “Unser Ziel war es, einen tieferen Blick in den Markt zu werfen und die Ergebnisse mit unseren gemeinsamen Erfahrungen abzugleichen, um so die Relevanz von Robo-Advisors für die langfristige Vermögensbildung zu verdeutlichen. Denn wir sind überzeugt: Eine breit gestreute Anlage in Wertpapiere ist ein gut geeignetes Mittel, um die Chancen der Kapitalmärkte zu nutzen und Vermögen aufzubauen”, ergänzt Alena Kretzberg.

 

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DIVA-Umfrage zur Altersvorsorge

 

Die zukünftige Ausgestaltung der gesetzlichen Rentenversicherung nimmt nach den Äußerungen von Sozialminister Hubertus Heil Form an. Die Aktienrente könnte noch in diesem Jahr kommen. Zugleich bleiben die wirkungsvollsten, aber auch schmerzhaftesten Stellschrauben Renteneintrittsalter, -niveau und -beiträge unangetastet. Mit den Plänen für die private Vorsorge hält man sich noch bedeckter. Von der privaten Pflichtvorsorge bis hin zum Riester-Relaunch – ausschließen lässt sich nichts.

Die Rentenerwartungen der Menschen werden pessimistischer

Wie sieht dazu das Stimmungsbild in der Bevölkerung aus? Aus der aktuellen Altersvorsorge-Befragung des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) geht hervor, dass die Mehrheit der Bürger (60 Prozent) befürchtet, im Alter von Armut betroffen zu sein.

Prof. Dr. Michael Heuser, den Wissenschaftlichen Leiter des DIVA, überrascht dieser hohe Wert nicht: „Zwar kommen wissenschaftliche Prognosen zu dem Ergebnis, dass der Anteil der armutsgefährdeten älteren Menschen in Deutschland auch langfristig nicht über 15 Prozent liegen wird. Doch viele denken bei ihrer Altersvorsorge allein an die gesetzliche Rente, und die wird in der Tat kaum mehr reichen.“ Die Menschen müssten ein stärkeres Bewusstsein dafür entwickeln, welche zusätzliche Einnahmen im Alter zur Verfügung stehen können, beispielsweise aus privat abgeschlossenen Renten oder aus Erbschaften. „Zudem fallen einige Ausgaben im Alter weg. Es ist wichtig, dass das Projekt „säulenübergreifende Renteninformation“ endlich in der Breite eingeführt wird“, so Heuser.

Dr. Helge Lach, Vorsitzender des BDV Bundesverbands Deutscher Vermögensberater, des Trägers des DIVA, ergänzt: „Die Hochrechnung der Gesamteinnahmen und -ausgaben im Alter ist komplex und muss frühzeitig angepackt werden. Dabei zu helfen, ist eine der Hauptaufgaben eines Vermögensberaters. Zeigt sich eine nennenswerte Versorgungslücke, werden im Beratungsgespräch mögliche Sparformen erörtert.“

Noch dazu drücken die Nachwirkungen der Pandemie, aktuell der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die anziehende Inflation auf die Gesamtstimmung der Menschen. Bei zukunftsbezogenen Einschätzungen ist in den DIVA-Befragungen laut Heuser zunehmender Pessimismus erkennbar.

Bei Frauen ist die Sorge vor Altersarmut mit 66,2 Prozent noch weit höher als bei Männern (53,9 %). Auch das überrascht Heuser nicht: „Die Diskrepanz ist plausibel. Denn Frauen erhalten aufgrund anderer Erwerbsbiografien im Schnitt ca. 30 Prozent weniger monatliche staatliche Rente. Zudem ist ihr Vorsorgebedarf auch wegen ihrer drei bis fünf Jahre höheren Lebenserwartung größer als bei Männern. Wenn also eine Frau eine bestimmte Versorgungslücke im Alter mit einem Sparplan zum Beispiel auf Fonds absichern will, wird sie während der Einzahlphase entweder höhere Beiträge leisten oder im Alter mit weniger auskommen müssen.“

Förderung privater Vorsorge – das Riester-Modell weiter beliebt

Fragt man die Bürger danach, was für sie bei der privaten Vorsorge sehr wichtig oder wichtig ist, liegen garantierte Leistungen und staatliche Förderung mit jeweils knapp 80 Prozent der Nennungen ganz vorne. Dazu Heuser: „Es ist nachvollziehbar, dass sich die Bürger für das Alter fixe, also garantierte Einnahmen wünschen. Auch die Ausgaben sind ja überwiegend fix. Garantieprodukte bringen aber derzeit keine Rendite. Staatliche Förderung kann hier quasi wie ein Zinsersatz wirken, um die ausbleibende Rendite aus der Geldanlage auszugleichen.“

Lach ergänzt: „Letztendlich gibt es sogar eine politische Legitimation dafür, dass von Seiten der Politik das Sparen für das Alter subventioniert wird. Denn das für Sparer unvorteilhafte Nullzinsumfeld der letzten Jahre ist in erster Linie dem Agieren der Zentralbanken zuzuschreiben. Und wenn die Politik der Altersvorsorge die Chance auf Rendite nimmt und davon mit einer nahezu kostenlosen Refinanzierung der Staatsschulden sogar profitiert, ist es nur folgerichtig, wenn ein Stück Rendite aus staatlicher Förderung generiert wird.“

Interessant ist bei diesen Schlussfolgerungen, mit welcher Art der staatlichen Förderung die Bürger am stärksten zur Altersvorsorge zu motivieren sind. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Stellt man die Bürger vor die Wahl zwischen Steuervorteilen wie zum Beispiel der Abzugsfähigkeit von Vorsorgeaufwendungen und Zulagen nach dem Riester-Modell, spricht sich mehr als die Hälfte für die Zulagen aus, rund zwanzig Prozent für Steuervorteile.

„Die Ergebnisse zeigen erneut, dass die Idee des Riester-Sparens mit Zulagen bei den Menschen ankommt. Gerade Geringverdiener profitieren, und zwar zweifach. Denn sie erhalten mit deutlich niedrigeren monatlichen Beiträgen die gleichen Zulagen wie Sparer mit höheren Einkommen. Und viele sind nicht steuerpflichtig, könnten nichts geltend machen und würden somit von einer steuerlichen Förderung gar nicht profitieren. Die hartnäckige Forderung an die Politik, endlich das Riester-Sparen zu reformieren, ist deshalb richtig. Die Zeit drängt. Private Vorsorge ist gerade bei niedrigen Zinsen und hoher Inflation wichtiger denn je“, so der Verbandsvorsitzende Lach.

Die Umfrage ist Teil der aktuellen Frühjahrs-Ausgabe des Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) und wurde im Auftrag des DIVA von INSA-CONSULERE durchgeführt. Befragt wurden ca. 2.000 Personen in Deutschland.

Alle Ergebnisse des aktuellen Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) sind auf der Website des DIVA zu finden: www.diva.de.

 

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Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH, Bahnhofstraße 23, 35037 Marburg, Tel: +49 (0) 6421 59078-0, www.diva.de

Weltweit entstehen im Rekordtempo neue Anlagen zur Erzeugung grünen Stroms.

 

Für Projektentwickler wie Anleger hat das Vor- wie Nachteile: „Die Knappheit treibt auf der einen Seite die Preise für Komponenten und Dienstleistungen“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Auf der anderen Seite können sich Anleger freuen, die in die gesamte Wertschöpfungskette investieren.“

Wer derzeit ein Wind- oder Solarprojekt angeht, muss mit deutlich längeren Liefer- und damit Projektzeiten rechnen. „Bislang war es so, dass viele der Anlagen auch mit Dienstleistern aus Osteuropa gebaut wurden, da die heimische Handwerkerschaft ohnehin bereits am Limit war“, sagt Voigt. „Jetzt aber sind auch in Osteuropa die Auftragsbücher so voll, dass das Preisgefüge ausgeglichen ist.“ Das bedeutet, dass ein bulgarischer Dienstleister in Bulgarien mittlerweile den gleichen Preis für seine Leistung erhält, wie er ihn vor Kurzem nur in Deutschland bekam. „Wir sehen hier, dass es für immer weniger osteuropäische Firmen attraktiv ist, in den westeuropäischen Ländern anzubieten“, so Voigt.

Darunter leidet zumindest die Flexibilität, bei Neubauprojekten kann es dadurch auch zu Verzögerungen kommen. Dazu kommt, dass auch die Komponentenpreise steigen oder zumindest auf sehr hohem Niveau verharren. „Grundsätzlich ist Verfügbarkeit von kritischen Komponenten ein Thema“, sagt Voigt. „Vor allem kurzfristige Lieferzeiten sind derzeit schwer umsetzbar.“ Lagen die Lieferzeiten wichtiger Teile noch vor zwei Jahren bei drei bis vier Monaten, sind heute etwa bei Trafos eher sechs bis neun Monate die Regel.

Wer derzeit in Einzelprojekte investiert, wird unweigerlich mit diesen Schwierigkeiten zu tun haben. „Investoren aber, die in ein Portfolio aus bereits bestehenden Parks und Neubauprojekten einsteigen, kommt die gegenwärtige Situation sogar zugute“, sagt Voigt. „Zumal wenn im Portfolio auch noch die Projektentwicklung enthalten ist.“ Bestandsprojekte werden angesichts der steigenden Preise und Schwierigkeiten wertvoller. Neubauprojekte, die mit einem erfahrenen und gut vernetzten Projektentwickler angefangen werden, sollten zudem bei den Kosten sehr wettbewerbsfähig abschneiden.

„Es wird in Zukunft eher so sein, dass sich die Projektentwickler die Investoren und Geschäftspartner aussuchen können und nicht mehr umgekehrt“, sagt Voigt. „Wer hier über gute und eingefahrene Netzwerke verfügt und auch bei Betrieb und Überwachung der Anlagen etwa durch Einsatz von KI-Systemen kosteneffizient arbeitet, wird sicherlich zu den Gewinnern gehören.“

 

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AREAM GmbH, Kaistraße 2, 40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211 30 20 60 42, www.aream.de

Pensionsfonds berücksichtigen stärker das Klimaschutzziel: Über 50 Prozent der teilnehmenden Pensionsfonds in der Umfrage haben Net-Zero-Strategien in ihren Portfolios bereits implementiert oder planen, dies zu tun. Allerdings glauben viele, ihr Net-Zero-Ziel sei unter derzeitigen Bedingungen nicht erreichbar.

 

Mehr als 50 Prozent der Pensionsfonds sehen passive Anlagen als permanenten Bestandteil in ihrem auf Klimaziele ausgerichteten Portfolio.

Laut der jüngsten von der DWS gesponserten weltweiten Umfrage von CREATE-Research unter Pensionsfonds hat die Mehrheit der Pensionsfonds Klimaschutzziele in ihren Anlageportfolios verankert oder ist dabei, dies zu tun. Allerdings sind größere Anstrengungen erforderlich, um die Net-Zero-Ziele in Bezug auf CO2-Emissionen zu erreichen. Schließlich glauben 60 Prozent der Befragten, dass ihre Net-Zero-Ziele unter den derzeitigen Bedingungen nicht erreicht werden können. Dies deutet darauf hin, dass maßgeschneiderte Lösungen und der Fokus auf Stewardship wichtiger denn je sein könnten.

Die Umfrage unter 50 großen Pensionsfonds mit Sitz in Nordamerika, Europa, Asien und Australien, die zusammen ein Vermögen von 3,3 Billionen Euro verwalten (Stand: 31. Dezember 2021), ergab, dass 16 Prozent der Befragten Klimaschutzziele vollständig in ihre Anlageportfolios integriert haben. 42 Prozent befinden sich in der Umsetzungsphase, 22 Prozent stehen kurz vor der Entscheidungsfindung und 20 Prozent befinden sich in der Vorbereitungsphase. Netto-Null-Strategien werden also von fast drei von fünf Befragten verfolgt.

“Obwohl viele Pensionsfonds in Bezug auf den Klimawandel sehr proaktiv sind, ist es klar, dass der Pensionssektor immer noch am Anfang der Netto-Null-Strategie steckt”, sagte Amin Rajan, Chief Executive von CREATE-Research.

56 Prozent der befragten Pensionsfonds betrachten passive Investitionen als festen Bestandteil ihres an Klimazielen ausgerichteten Portfolios, während ebenso viele erwarten, dass sie Indizes, die sich an den Pariser Klimazielen orientieren, “in nennenswertem Umfang” nutzen werden. 42 Prozent der Pensionsfonds haben Klimainvestitionen in ihre passiven Portfolios aufgenommen oder sind dabei, dies zu tun.

Die Umfrage ergab auch, dass 80 Prozent der Umfrageteilnehmer Stewardship als wichtigen Pfeiler für Klimainvestitionen nutzen, wobei 78 Prozent Stimmrechte ausüben oder sich an Aktionärsanträgen beteiligen.

Die Umfrage zeigt, dass sich bei passiven Fonds nur noch 28 Prozent der Befragten in der Phase der “Bewusstseinsbildung” bei der Umsetzung von Klimainvestitionen befinden, während es bei der Umfrage 2020 noch 43 Prozent waren. 24 Prozent der Befragten stufen sich jetzt als in der “reifen” Phase der Umsetzung befindlich ein, gegenüber 21 Prozent im Jahr 2020. Mehr Pensionsfonds setzen also auf nachhaltige Indexinvestments.

“Wir freuen uns, diese wichtige Studie von CREATE-Research erneut zu unterstützen. Die Umfrage zeigt, dass sich mehr Pensionsfonds auf dem Weg zu nachhaltigen Investitionen befinden, einschließlich der neuesten ESG-Indexprodukte. Allerdings müssen institutionelle Anleger und Anbieter von Anlagelösungen noch mehr tun, um das Net-Zero-Ziel zu erreichen”, sagte Simon Klein, Global Head of Passive Sales bei der DWS.

 

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Ivan Domjanic, Capital Market Strategist bei M&G Investments beleuchtet, was die aktuellen Entwicklungen im Energiesektor jetzt für Anleger bedeuten:

 

„Die Invasion der Ukraine durch Russland hat neben den katastrophalen humanitären Konsequenzen auch massive Auswirkungen auf die Energiewirtschaft. Denn dadurch wurde der Welt ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas eindrucksvoll vor Augen geführt. Der Westen reagierte mit einer entschlossenen Ankündigung, sich von russischer Energie und auch von fossilen Brennstoffen allgemein unabhängig zu machen. Das wird zu einem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien führen. Gleichzeitig darf das Angebot von Öl und Gas nicht gefährdet werden.

Anhaltend hohe und steigende Energiekosten belasten die Wirtschaft erheblich

Eine plötzlich einsetzende Knappheit von Energierohstoffen hat im Extremfall das Potential, die Weltwirtschaft in eine Rezession zu stürzen. Dabei geht es nicht nur um die Energiekosten selbst, sondern auch um den kostenseitigen inflationären Druck, den steigende Energiepreise mit sich bringen. Denn wie mehr und mehr deutlich wird, ziehen sich die seit über einem Jahr anziehenden Preise für Öl und Gas langsam aber sicher durch sämtliche Produktionsketten – von den Herstellungsprozessen energieintensiver Güter bis hin zu den steigenden Transportkosten in einer global vernetzten Welt. Eine auf erneuerbaren Energien basierende Wirtschaft würde die Risiken, die sich aus den massiven Schwankungen der Öl- und Gaspreise ergeben, deutlich reduzieren. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Öl – und Gasnachfrage steigt vorerst weiter

Die Weltwirtschaft wird sich über die nächsten Jahre wahrscheinlich an volatile und erhöhte Energiepreise gewöhnen müssen. Denn der Ausbau der Erneuerbaren hinkt dem zu erwartenden Energiebedarf weit hinterher.

Die wachsende Weltbevölkerung in Kombination mit einer stärker werdenden Mittelschicht in den Schwellenländern wird den Energiehunger zwangsweise weiter nach oben treiben. Gerade in den Schwellenländern ist eine Abkehr von fossilen Energieträgern derzeit noch schwer vorstellbar. Dementsprechend wird die Nachfrage nach Öl und Gas realistischerweise noch für eine ganze Weile bestehen bleiben und für einige Jahre sogar weiter ansteigen, auch wenn die grüne Energiewende gerade an Fahrt aufnimmt. Gleichzeitig wurde in den letzten Jahren zu wenig investiert, um diese zunehmende Nachfrage künftig angemessen und zu erschwinglichen Preisen bedienen zu können.

Traditionelle Energiekonzerne mit wichtiger Rolle bei Energiewende

Die derzeit hohen Öl- und Gaspreise kommen den traditionellen Energiekonzernen zugute: Margen steigen und die Cashflows sind stark. Die zuletzt positive Kursentwicklung dieser Unternehmen spiegelt die Situation deutlich wider. Gleichzeitig und fast unbemerkt investieren solche Unternehmen jedoch auch in erneuerbare Projekte, um sich für die Zukunft nach dem Öl bereitzumachen – ein Trend, der sich in den nächsten Jahren weiter verstärken dürfte. So ist es durchaus wahrscheinlich, dass Energiekonzerne wie Shell oder BP in 20 Jahren völlig anders aufgestellt sein werden als heute.

Auch Energieinfrastrukturunternehmen, die Pipelines und Terminals für Öl und Gas betreiben, werden auf absehbare Zeit dringend benötigt. Insbesondere Erdgas (inkl. Flüssigerdgas), das halb so viel CO2 ausstößt wie die Kohlekraft, wird als Übergangsenergiequelle für viele Jahre eine wichtige Rolle spielen. Zudem sind die Energieinfrastrukturunternehmen prädestiniert dafür, in Zukunft grünen Wasserstoff durch ihre Pipelines fließen zu lassen und in ihren Terminals zu lagern. So könnten sich auch sie in Zukunft neue Wachstumsfelder eröffnen.

Aufgrund des massiven Kapitals der oben genannten traditionellen Energieunternehmen, sowie ihrer jahrzehntelangen Erfahrung mit großen Projekten erscheint es unwahrscheinlich, dass sie nach der Energiewende verschwinden. Wahrscheinlicher ist es, dass sie eine wichtige Rolle in der Transformation der Energiewirtschaft spielen werden.

Grüne Energieunternehmen vor langer Phase überdurchschnittlichen Wachstums

Das größte Wachstumspotential findet sich jedoch eindeutig bei den Unternehmen, die auf grüne Energieformen, wie die Solar, Windkraft oder Wasserstoff fokussiert sind oder wichtige Komponenten für diese Bereiche herstellen. Auch Firmen, die eine energieeffizientere Wirtschaft ermöglichen, sind vielversprechend. Die Tatsache, dass der derzeitige Investitionstrend bei weitem nicht ausreicht, um die im Pariser Klimaabkommen definierten Ziele zu erreichen, spricht hier für positives Überraschungspotential im Hinblick auf das Wachstum dieser Unternehmen. Besonders wenn man bedenkt, dass die Phase überdurchschnittlichen Wachstums sehr langfristiger Natur sein dürfte. Diese Tatsache rechtfertigt rein theoretisch eine höhere Aktienbewertung dieser Unternehmen.

Hohes Wachstum rechtfertigt nicht jede Bewertung

Allerdings gibt es auch hier Grenzen: Jedes Wachstum hat seinen fairen Wert. Dass der begrenzt ist, haben viele Investoren in den letzten Monaten schmerzhaft zu spüren bekommen. So sind ausgerechnet die Kurse der grünen Energieunternehmen teilweise sehr deutlich eingebrochen. Und das obwohl die Energiewende gerade erst richtig an Fahrt aufnimmt. Zum einen lässt sich der Einbruch der Kurse durch die teilweise utopischen Bewertungen einiger Titel erklären, zum anderen ist vielen Investoren offenbar klar geworden, dass es auch in diesem Bereich Konkurrenz gibt und nicht alle zu den großen Gewinnern zählen können. So spannend und vielversprechend der Megatrend grüne Energie auch ist – ein kühler Kopf und eine solide Titelselektion, bei der die Bewertungen der Unternehmen nicht vernachlässigt werden, ist gerade hier entscheidend.“

 

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Obwohl sich die wirtschaftlichen Aussichten aufgrund der erhöhten geopolitischen Risiken durch den Krieg zwischen der Ukraine und Russland verschlechtern und durch die Lockdowns in China der Druck auf die Weltwirtschaft weiterhin hoch ist,

 

erwarten wir bis Ende 2022 ein weiterhin gutes Gewinn- und Dividendenwachstum bei Unternehmen, das jedoch auf ein historisch betrachtet normaleres Niveau zurückkehren wird. Das sagt Ilga Haubelt, Head des Equity Income Teams bei Newton Investment Management – eine Gesellschaft von BNY Mellon Investment Management (Foto anbei). Sie kommentiert den Dividendenmarkt wie folgt:

„Die meisten Prognosen gehen davon aus, dass das diesjährige Dividendenwachstum des MSCI ACWI-Index bei 6,5 Prozent liegen wird. Das wäre zwar fast die Hälfte unter dem Wachstum von 2021, ist aber immer noch positiv. Im letzten Jahr lag die Steigerung bei 12,8 Prozent (Quelle: Refinitiv, April 2022). Das stärkste Wachstum erwarten wir in Sektoren, die von steigenden Rohstoffpreisen profitieren oder in der Lage sind, die Inflationskosten weiterzugeben. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die strukturellen Wachstumssektoren Gesundheitswesen und Technologie in diesem Jahr ein anhaltendes Gewinn- und Dividendenwachstum verzeichnen werden.

Die stetige Erholung der Dividenden wird dadurch unterstützt, dass viele Unternehmen während der Pandemie vorsichtig waren und die Ausschüttungsquoten gesenkt hatten. Sie hatten einen geringeren Prozentsatz ihrer Gewinne an die Aktionäre in der Erholungsphase 2021 weitergegeben. Das Dividendenwachstum ist daher hinter der Gewinnerholung zurückgeblieben. Das ist positiv, denn dadurch kann eine mögliche Konjunkturabschwächung abgepuffert werden. Es bedeutet gleichzeitig, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen ihre Dividenden kürzen müssen, gesunken ist. Darüber hinaus sind die Bilanzen der Unternehmen solide: Die Barmittel stiegen 2020 weltweit an, und viele Firmen haben diese 2021 nicht verwendet. Die jüngsten Ereignisse haben die Themen lokale Lieferketten und Deglobalisierung bei Regierungen und Unternehmen noch dringlicher gemacht.

Makroökonomisch betrachtet haben wir uns von einem deflationären Umfeld mit geringer Volatilität zu einem volatileren inflationären Umfeld bewegt. Deflation und niedrige Volatilität führten dazu, dass Anleger – trotz sinkender Anleiherenditen – Wachstumstitel mit langer Laufzeit gegenüber Ertragstiteln bevorzugten. Mit dem Übergang in ein neues inflationäres Umfeld sind die niedriger bewerteten Dividendenaktien wahrscheinlich weniger anfällig für Inflation – nicht zuletzt wegen der engen Korrelation zwischen Inflation und steigenden Dividendenzahlungen. Unserer Ansicht nach wird sich der Markt an eine höhere Inflationsrate gewöhnen müssen, als wir sie in der jüngsten Vergangenheit erlebt haben.“

 

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Zum fünften Mal in Folge wurde Berenberg bei den GlobalCapital ECM Awards als “Best Bank for Small Cap ECM” ausgezeichnet. Die prestigeträchtige Auszeichnung würdigt das kontinuierliche Wachstum der Berenberg-Plattform im Kapitalmarktbereich.

 

“Wenn es darum geht, bei den GlobalCapital Awards zu gewinnen, hat Berenberg eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen, da sie fünf Jahre in Folge als ‘Bank of the Year for Small Cap ECM’ ausgezeichnet wurde”, so die Jury. Nach einem Rekordjahr für die Bank im Jahr 2021 begleitete Berenberg 125 (Vorjahr 67) Transaktionen, bei denen globale Unternehmen mit insgesamt 35 Milliarden Euro Kapital versorgt wurden. Für Berenberg waren es nicht nur die ersten Börsengänge in Italien, Norwegen und den Niederlanden, die Bank konnte auch ihre Spitzenposition in der DACH-Region verteidigen, belegte den zweiten Platz in der iberischen Rangliste und schaffte einen Podiumsplatz in Benelux. Darüber hinaus sicherte sich die Bank in Großbritannien einen Platz unter den Top 3 der Rangliste für Börsengänge sowie weitere 16 Corporate-Broking-Mandate. Zu den bemerkenswerten Transaktionen gehörten der größte deutsche Börsengang (Vantage Towers mit 2,3 Milliarden Euro) und die Kapitalerhöhung von Siemens Healthineers (2,3 Milliarden Euro). Im Vereinigten Königreich wurden 34 Transaktionen durchgeführt, darunter der Börsengang und drei Zweitplatzierungen (Gesamtwert 585 Mio. GBP) von Darktrace.

Der Marktanteil in Frankreich und den Benelux-Ländern konnte deutlich ausgebaut werden. Daher eröffnete Berenberg im vergangenen Jahr eine Niederlassung in Brüssel und baute seine Räumlichkeiten in Paris weiter aus. Aufgrund der wachsenden Mandate in den nordischen Ländern wurde im April ein weiteres Büro in Stockholm eröffnet.

Erfreulich entwickelt hat sich auch das US-Geschäft. Die Anzahl der Transaktionen stieg auf 23. Der von Berenberg als Sole-Bookrunner durchgeführte IPO des deutschen Elektroauto-Unternehmens Sono Motors (173 Mio. USD) an der NASDAQ verzeichnete die zweitbeste Ersttags-Performance eines US-Börsengangs 2021.

“Wir sind stolz auf das kontinuierliche Wachstum unseres ECM-Geschäfts, das weitere Marktanteile gewonnen hat und zu einem vertrauenswürdigen Partner und Berater für viele globale Unternehmen geworden ist”, sagt David Mortlock, Managing Partner bei Berenberg.

“Es ist eine große Ehre, diese Auszeichnung zu erhalten, da sie unsere Bemühungen würdigt, erstklassige ECM-Dienstleistungen für globale Unternehmen anzubieten. Wir sind stolz auf das Geschäft, das wir in den letzten Jahren aufgebaut haben und freuen uns auf die zukünftigen Möglichkeiten”, fügt Fabian de Smet, Head of Investment Banking Continental Europe, hinzu. “Die Expansion von Berenberg erfolgt nicht nur geografisch, wir haben auch in neue Produkte diversifiziert, sind im Spektrum von Small- zu Mid-Caps aufgestiegen und haben uns auch hierarchisch weiter nach oben gearbeitet: 85% unserer Transaktionen im Jahr 2021 erfolgten als Global Coordinator.”

 

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Berenberg, Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Neuer Jungfernstieg 20, 20354 Hamburg, Tel: +49 40 350 60-0, Fax: +49 40 350 60-900, www.berenberg.de

Die Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH weitet ihre Aktivitäten im Bereich CSR (Corporate Social Resposibility) aus und informiert darüber erstmals in Form eines eigenständigen Nachhaltigkeitsberichtes.

 

Für die HANSAINVEST gehört verantwortungsbewusstes Handeln seit jeher zum festen Teil der Unternehmens-DNA. Und auch für die gesamte Finanzbranche gewinnt das Thema Nachhaltigkeit durch das gestiegene Anlegerinteresse, aber auch durch Maßnahmen wie dem „EU Action Plan on Sustainable Finance“ der EU-Kommission weiter an Wesentlichkeit.

Die HANSAINVEST intensiviert ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter und veröffentlicht dazu erstmals einen eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht, der die Nachhaltigkeitsstrategie der HANSAINVEST sowie die CSR-Aktivitäten im Berichtsjahr 2021 darlegt.

„Als Service-KVG fühlen wir uns der Nachhaltigkeit gleich auf zweifachem Wege verpflichtet“, erklärt Dr. Jörg W. Stotz, Sprecher der Geschäftsführung. „Wir setzen uns umfassend mit unserer eigenen Verantwortung für die Gesellschaft auseinander und unterstützen gleichzeitig unsere Partner dabei, nachhaltige Investmentprodukte umzusetzen und somit ihre Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen.“

Im Jahr 2021 stand bei der HANSAINVEST daher besonders die Auflegung und Weiterentwicklung von Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen im Fokus der CSR-Aktivitäten. Mithilfe des fünfköpfigen, neu gegründeten ESG-Teams wurden 2021 rund 80 solcher Fonds im Bereich Financial und Real Assets umgesetzt. Der Großteil dieser Fonds berücksichtigt ESG-Nachhaltigkeitsmerkmale oder beinhaltet Impact-Ansätze. Weitere 30 Fonds wurden im Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken überarbeitet.

Weiterhin konnte die HANSAINVEST beachtenswerte Fortschritte mit dem firmeninternen Kulturentwicklungsprogramm „MARSMISSION“ erzielen, aus dem 2021 unter anderem die gemeinsame Unternehmensvision „Alle Freiheit dem Asset Manager!“ entwickelt wurde.

„Im vergangenen Jahr haben wir viel erreicht, auf das wir schon jetzt stolz sein können. Trotzdem haben wir uns für 2022 nicht weniger vorgenommen: Wir möchten noch mehr neue und kreative Fondslösungen wie zum Beispiel Impact- und ESG-Fonds verwirklichen und auch im Bereich der Digitalisierung neue Maßstäbe setzen“, berichtet Stefanie Kruse, Nachhaltigkeitsbeauftrage der HANSAINVEST. „Dass wir nun einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen, soll auch zum Austausch über das Thema Nachhaltigkeit anregen: Wir laden Mitarbeitende und Partner herzlich dazu ein, ins Gespräch zu kommen und sich mit Ideen und Vorschlägen aktiv an der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens zu beteiligen.“

Den Nachhaltigkeitsbericht 2021 der HANSAINVEST steht auf unserer Website zum Download zur Verfügung.

 

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HANSAINVEST, Hanseatische Investment GmbH, Kapstadtring 8, D-­20095 Hamburg, Tel.: +49 40 30057­6292, Fax: +49 40 30057­4906292, www.hansainvest.de

Inzwischen acht aktive ETF-Bausteine für die zielgerichtete Allokation und Diversifikation verfügbar: Aktien Global, USA, Europa, Eurozone, Emerging Markets, Asia Pacific ohne Japan, Japan sowie Chinesische A-Aktien

 

J.P. Morgan Asset Management bietet seit heute einen aktiven ETF für Aktien der Eurozone an. Der JPMorgen Eurozone Research Enhanced Index Equity (ESG) UCITS ETF (Ticker: JREZ) ist an der London Stock Exchange (LSE), Deutsche Börse Xetra, Swiss Exchange SIX und Borsa Italiana gelistet.

Die aktiv gemanagten Research Enhanced Index (kurz: REI) ETFs von J.P. Morgan Asset Management werden als kostengünstige Bausteine für Core-Allokationen geschätzt. Sie zeichnen sich durch einen niedrigen Tracking Error aus und verfügen über einen vergleichbaren Risikograd und eine ähnliche Portfoliokonstruktion wie ihre jeweiligen Benchmarks – für JREZ ist das der MSCI EMU Index.

Im Gegensatz zu rein passiven Investments profitieren die aktiven REI-ETFs jedoch von den Chancen des aktiven Managements. Der REI-Investmentprozess ist bereits seit über 30 Jahren bewährt und basiert auf einem etablierten Prozess und der Expertise des erfahrenen Researchteams. Die 93 Buyside-Analysten arbeiten rund um den Globus an den verschiedenen Finanzzentren und ermitteln exklusiv für die Portfoliomanagement-Teams von J.P. Morgan Asset Management aktienspezifische Einblicke. Mithilfe dieses Informationsvorsprungs gewichten die REI-Portfoliomanagerinnen und -manager attraktiv erscheinende Titel leicht über und weniger attraktiv erscheinende Titel leicht unter. Die REI-Portfolios behalten somit Indexmerkmale bei, zielen aber gleichzeitig darauf ab, mittelfristig höhere risikoadjustierte positive Zusatzerträge als der Index zu erzielen.

Nachhaltig auf das Wachstumspotenzial der Eurozone setzen

Der neue ETF, der sowohl mit einer thesaurierenden (JREZ) als auch mit einer ausschüttenden (JRZD) Anteilsklasse erhältlich ist, wird von Piera Elisa Grassi und Nicholas Farserotu aktiv gemanagt und hat eine TER von 25 Basispunkten. Wie für die anderen REI-Equity-(ESG)-ETF-Bausteine von J.P. Morgen Asset Management wurde neben der Bottom-up-Wertpapierauswahl auf Basis des aktiven Researchs und dem Management der Indexrisiken für die REI-Strategie ein strenger ESG-Rahmen implementiert. So ist die systematische Berücksichtigung von ESG-Faktoren im Investmentprozess der REI-Strategie integriert. Zusätzlich zu der ESG-Integration wird im JREZ der ESG-Fokus durch ein normen- und wertebasiertes Screening noch weiter umgesetzt und beispielsweise Unternehmen, die in Sektoren wie umstrittenen Waffen und Tabak tätig sind, werden ausgeschlossen. Dank dieses Ansatzes verfügt die ganze Palette der aktiven ETFs über eine Kategorisierung als Artikel 8 nach EU-Offenlegungsverordnung und ist ein ESG-Fonds gemäß aktuellem Verbändekonzept.

Mehrwert zu rein passiven Investments

„Wir freuen uns sehr, mit unserem erweiterten Angebot aktiver Aktien-ETFs Investorinnen und Investoren innovative Möglichkeiten zu bieten, bestehende Kernengagements zu ergänzen, ihre Diversifikation zu erweitern oder ganz gezielt taktische Allokationen umzusetzen. Wir arbeiten engagiert daran, dafür eine umfassende Palette transparenter und kostengünstiger Lösungen zu gestalten“, betont Ivan Durdevic, Head of ETF Distribution für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei J.P. Morgan Asset Management und unterstreicht, dass sich die aktiv gemanagten ETFs zunehmend als Alternative mit Mehrwert im Vergleich zu rein passiven ETFs etablieren.

J.P. Morgan Asset Management bietet derzeit das größte Angebot aktiver Aktien-ETFs in Europa und war im ersten Quartal 2022 global die Nr. 1 bei den Mittelzuflüssen in aktive ETFs (Quelle: Bloomberg, Stand: 31. März 2022). Für europäische Anlegerinnen und Anleger sind nun acht Research-Enhanced-Index-Aktien-ETFs, die verschiedene Regionen abdecken, mit einem verwalteten Vermögen von über 2,7 Mrd. US-Dollar verfügbar (Stand: 28. April 2022). Als Reaktion auf die starke Nachfrage wurde aktuell auch eine neue Anteilsklasse für den JPMorgan US Research Enhanced Index Equity ESG UCITS ETF aufgelegt. An der SIX Swiss Exchange notiert seit heute eine thesaurierende Anteilsklasse mit CHF-Absicherung.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Kommentar des Portfoliomanagements zum 1. Quartal 2022 von Knut Gezelius, Portfoliomanager

 

Die globalen Aktienmärkte gaben im ersten Quartal aufgrund eines Giftcocktails aus steigender Inflation, einer harten Haltung der Zentralbanken und Russlands Einmarsch in der Ukraine nach. Der SKAGEN Global besitzt aufgrund unserer Einschätzung des politischen Risikos bereits seit 2015 keine russischen Aktien mehr. Dennoch sind wir der Meinung, dass der Krieg in der Ukraine besondere Aufmerksamkeit und tiefgreifende Überlegungen verdient, da die globalen Anleger im nächsten Jahrzehnt mit seinen weitreichenden Auswirkungen werden rechnen müssen.

Auch die Ölpreise und Zinssätze stiegen im Laufe des Quartals und schürten in weiten Teilen der Welt Angst vor einem rückläufigen Wachstum – und das zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt, wenn man bedenkt, wie fragil die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie ist.

Schwächere Entwicklung nach starker Outperformance 2021

Der SKAGEN Global entwickelte sich im ersten Quartal des Jahres schlechter als sein Referenzindex, der MSCI AC World. Obwohl wir stets bestrebt sind, attraktive absolute und relative Renditen zu erwirtschaften, ist es nicht wirklich überraschend, dass der Fonds nach den soliden Ergebnissen im Jahr 2021 nun einen Rückschlag erlebte. Ermutigt werden wir durch die bisher guten Quartalsberichte unserer bestehenden Beteiligungen sowie durch die Aufnahme von drei sorgfältig ausgewählten Neuzugängen in den Fonds.

Die am absoluten Ertrag gemessen besten Wertentwicklungen lieferten im abgelaufenen Quartal Canadian Pacific, Munich Re und Brown & Brown. Der Eisenbahnbetreiber Canadian Pacific verfügt über eine starke Preissetzungsmacht und zeigt sich in einem unsicheren makroökonomischen Umfeld als durchaus widerstandsfähig. Der deutsche Rückversicherer Munich Re profitierte von einem relativ sauberen Zeichnungsquartal und einer Marktrotation, während der amerikanische Versicherungsmakler Brown & Brown gute Zahlen veröffentlichte und durch die Übernahme des britischen Versicherungsvermittlers Global Risk Partners ein Standbein in Europa schuf.

Die drei in absoluten Zahlen gesehen größten Störfaktoren des Fonds waren in diesem Quartal Estée Lauder, Home Depot und Intuit. Die beiden erstgenannten gaben nach Gewinnmitnahmen infolge eines beeindruckenden Anstiegs im Jahr 2021 und der zunehmenden Sorge, dass die Verbraucher weniger Geld zur Verfügung haben werden, nach. Intuit wurde dagegen im Rahmen einer breiteren Marktrotation ohne explizite unternehmensspezifische Gründe herabgestuft.

Portfolio durch Austausch von Positionen aufgestockt

Der SKAGEN Global nutzte die erhebliche Marktvolatilität während des Quartals, um das Portfolio durch den Austausch von drei Positionen aufzustocken. Wir haben Positionen in der schweizerischen alternativen Investmentfirma Partners Group, dem weltweit tätigen Industrieversicherungsmakler und Risikoberater Marsh & McLennan und der US-amerikanischen Diskont-Einzelhandelskette Dollar General eröffnet. Diese drei Unternehmen werden mit einem mehrjährigen Zeithorizont geführt und bieten allen Stakeholdern in ihrem jeweiligen Ökosystem einen Mehrwert – eine Eigenschaft, die wir als Voraussetzung für eine langfristige Wertschöpfung für die Aktionäre ansehen.

Aus der Munich Re stiegen wir aus, als sich die Aktie nach einer soliden Performance unserem Kursziel näherte. Auch UPM verließ das Portfolio. Hier, nach einer längeren Periode mit unruhiger Entwicklung in verschiedenen Bereichen. Die Autodesk-Aktie fand ebenfalls ein neues Zuhause, da wir die oben beschriebenen neuen Anlagealternativen auf der Grundlage der Rahmendatenanalyse als überzeugendere Anlagemöglichkeiten ansahen.

Attraktiv bewertetes Portfolio bietet Lichtblick

Der 24. Februar 2022 wird wahrscheinlich als der Tag in die Geschichtsbücher eingehen, an dem Russland eine illegale und unprovozierte Invasion in der Ukraine startete. Der russische Aktienmarkt stürzte am Tag nach dem Einmarsch ab und blieb seitdem für den normalen Handel geschlossen. Es bleibt abzuwarten, wie lange der russische Markt geschlossen bleibt. Interessierte LeserInnen können sich vielleicht daran erinnern, dass er zwischen 1917 und 1992 für ganze 75 Jahre ausgesetzt war.

Wie dem auch sei, die aktuelle Aufgabe des SKAGEN Global besteht nun darin, die weitere Entwicklung der globalen Landschaft in direkter Folge des bewaffneten Konflikts zu bewerten. Obwohl wir Bottom-up-Investoren sind, uns also auf die Analyse von Unternehmen und nicht auf die Vorhersage von Makrovariablen konzentrieren, ist es von entscheidender Bedeutung, das externe Umfeld zu verstehen, in dem ein Unternehmen tätig ist.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts ist die Bandbreite der Ergebnisse nach wie vor außerordentlich groß, und ein Versuch, Entwicklungen vorherzusagen, scheint aussichtslos. Man kann jedoch völlig zu Recht sagen, dass der plötzliche Totalangriff und die nachfolgenden Gräueltaten auf europäischem Boden ein brutaler Weckruf für den Westen waren. Die Politik reagierte darauf mit einer Neuausrichtung der Energiepolitik, der Verteidigungsausgaben und mit internationalen Sanktionen. In den nächsten Wochen und Monaten werden wahrscheinlich noch weitere Reaktionen folgen. Dennoch sind diese unmittelbaren Auswirkungen der ersten Schritte ziemlich offensichtlich und wahrscheinlich bereits im Markt eingepreist. Die heiklere Frage betrifft die Auswirkungen der weiteren Schritte, deren Konturen noch unklar sind und deren Strukturen durch die globalisierte Welt, in der nationale und wirtschaftliche Interessen stärker denn je zuvor miteinander verflochten sind, wirklich kompliziert sind. Beispiele für Bereiche, die unserer Ansicht nach langfristig kritische Auswirkungen auf unser Portfolio haben könnten, reichen von der globalen Geopolitik und den ESG-Rahmenbedingungen bis hin zum Tauziehen zwischen Inflation und Wachstum und den politischen Entwicklungen in den USA.

Während der Markt den Krieg in der Ukraine weitgehend gelassen hingenommen hat, kann sich das Blatt im Falle einer Eskalation oder Ausweitung schnell wenden. Vor diesem Hintergrund muss (immer wieder) betont werden, dass das Portfolio des SKAGEN Global aus unterbewerteten Unternehmen mit starken Bilanzen und wettbewerbsfähigen Produktpaletten besteht, die von hochkompetenten Führungskräften geleitet werden, die über ein hohes Maß an Eigeninteresse verfügen. Zusammenfassend sind wir der Ansicht, dass das Portfolio attraktiv bewertet und gut positioniert ist, um über unseren mehrjährigen Anlagehorizont Neuland zu betreten und einen Lichtblick in diesen dunklen Zeiten zu bieten.

 

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Die Scope-Analysten haben mehr als 6.500 Fondsratings aktualisiert.

 

Der JPM Global Bond Opportunities trägt nun die Bestnote. Ein Schwergewicht von Fidelity legt dagegen – nach mehr als vier Jahren mit Spitzenrating – eine Verschnaufpause ein.

Ruffer Sicav-Ruffer TR International mit B-Rating ausgezeichnet

Der Fonds Ruffer TR International trägt seit Ende März das qualitative Rating B. Der flexible Mischfonds überzeugt sowohl mit besseren Performance- und Risikokennzahlen als die Peergroup als auch qualitativ mit seinem bewährten Anlageprozess. Dieser zielt auf die Generierung absoluter Erträge ab. Dazu kommt ein versiertes Management, das einen Teamansatz verfolgt. Neben den Fondsmanagern Jacques Hirsch und Alex Lennard sind auch Unternehmensgründer Jonathan Ruffer und CIO Henry Maxey an der Strategie beteiligt. Die Performance des Fonds über drei Jahre ist mit 10,4% p.a. mehr als doppelt so hoch wie die der Peergroup (4,7% p.a.). Gleichzeitig sind die Risikokenn­zahlen niedriger. Insbesondere der maximale Verlust fällt ins Auge: Er betrug über fünf Jahre lediglich -7,3% gegenüber -13,0% im Peergroup-Durchschnitt.

JPM Global Bond Opps überzeugt mit (A)-Rating

Der JPM Global Bond Opportunities trägt seit Ende März das Spitzenrating (A). In der Peergroup „Renten Globale Währungen“ kommt dem Fonds sein flexibler Anlageansatz zugute, durch den er in viele Sektoren wie Hochzins- und Investment-Grade-Corporates, Staatsanleihen, Schwellenländeranleihen oder Verbriefungen investieren kann. Seine aktuell kurze Duration von knapp 2,5 Jahren hilft, im aktuellen Marktumfeld Zins­änderungsrisiken zu begrenzen. Für die Abdeckung des breiten Anlageuniversums stehen den Fondsmanagern umfangreiche Research-Ressourcen zur Verfügung. Dies äußert sich in attraktiven Erträgen sowohl über fünf Jahre als auch über ein Jahr von 2,4% p.a. und 4,1% gegenüber der Peergroup mit durchschnittlich 0,4% p.a. und -1,6%. Die Risikokennzahlen fielen gemessen an Volatilität und Maximalverlust über fünf Jahre mit 6,3% und -7,6% etwas höher aus als in der Peergroup mit 4,3% und -5,7%.

Fidelity Funds – European Dynamic Growth gibt Spitzenrating ab

Nach mehr als vier Jahren mit dem Spitzenrating (A) gönnt sich der Fondsklassiker Fidelity Funds – European Dynamic Growth eine Verschnaufpause. Für das Rating-Downgrade des Fonds war primär eine leichte Abschwächung der Performance­kennzahlen verantwortlich. Der Fonds setzt auf ein Portfolio aus knapp 60 Aktien, das sich auf Unternehmen mit hohem Wachstum fokussiert und sich nicht an einer Benchmark orientiert. Fondmanager Fabio Riccelli und Co-Managerin Karoline Rosenberg, die den Fonds seit 2008 bzw. 2017 verwalten, profitieren bei der Umsetzung ihres Ansatzes von Fidelitys großem und gut aufgestelltem Aktienanalystenteam. Der Fonds liegt über fünf Jahre mit 8,7% p.a. noch vor seiner Peergroup (5,0% p.a.), über drei Jahre und ein Jahr fällt die Wertentwicklung mit 7,7% p.a. und -0,3% gegenüber 7,8% p.a. und 5,7% jedoch schwächer aus. Die Risikokennzahlen des Fonds fielen im Vergleich zur Peergroup „Aktien Europa“ insgesamt deutlich besser aus.

Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat

Im März kam es insgesamt zu einer Erholung an den Aktienmärkten, wodurch viele der untersuchten Peergroups im Plus lagen. Insbesondere „Immobilienaktien Welt“ konnte mit 5,4% auf Monatsbasis überzeugen, gefolgt von globalen Gesundheitsaktien mit 4,4%. Doch auch nordamerikanische, globale und nachhaltige Aktien gehörten im März zu den Gewinnern. Auf der Verliererseite führten chinesische Aktien mit -8,1% das Feld an. Ebenso auf der Verliererseite standen wieder einmal Anleihen, insbesondere Euro-Staatsanleihen, was aufgrund der Zinserhöhungen bzw. der Aussicht darauf nicht verwundert. Am deutlichsten gab die Peergroup „Renten Euroland Staatsanleihen“ nach mit Verlusten von -2,5%, gefolgt von „Renten Global Corp. Inv. Grade EUR-Hedged“ mit Verlusten von -1,8%. Auf Jahressicht betrachtet haben die klassischen Renten-Peergroups mit herben Verlusten von teilweise mehr als 5% ihren Status als sicherer Hafen für Anleger erst einmal verloren.

 

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Bei den großen Gesellschaften steht der Fondsanbieter Wellington Management erstmals auf Platz 1. Die Gruppe der kleinen Gesellschaften führt wie im Vorquartal PGIM Investments an.

 

Mit einer beeindruckenden Top-Rating-Quote von 64% hat sich Wellington Management die Spitzenposition unter den großen Fondsgesellschaften im ersten Quartal 2022 gesichert. Grundlage des Erfolgs im aktuellen Asset Manager Ranking sind die guten Beurteilungen der Aktienfonds. Zwei Drittel der von Scope bewerteten Portfolios tragen die Note A oder B. Aber auch bei festverzinslichen Wertpapieren macht Wellington eine gute Figur. Rund 56% der Rentenfonds haben ein Top-Rating.

Auf Platz 2 hat sich Vanguard vorgearbeitet. Der Spezialist für passive Fonds kommt auf eine Top-Rating-Quote von 59%. Beim Asset Manager Ranking vor drei Monaten lag die Gesellschaft noch auf Rang 7 mit einem Anteil überdurchschnittlicher Fonds von 53%.

Das Top-Trio wird vervollständigt von Fidelity. Besonders überzeugend ist die Leistung des Anbieters im Bereich Anleihen. Fast 78% der von Scope bewerteten Rentenfonds von Fidelity tragen ein A- oder B-Rating.

Der Spitzenreiter des Vorquartals, Columbia Threadneedle, muss sich zu Ende März mit Platz 5 zufriedengeben. Die Top-Rating-Quote bei den Aktienfonds ist zwar noch immer herausragend (wenngleich etwas schlechter als vor drei Monaten), doch von den beurteilten Rentenfonds schafft es nicht einmal jeder dritte, ein Spitzenrating zu erreichen.

Bei den kleinen Anbietern hat sich auf den beiden ersten Plätzen im Vergleich zur Auswertung vor drei Monaten wenig getan. Die höchste Top-Rating-Quote unter den Gesellschaften mit acht bis 24 von Scope bewerteten Fonds hat weiterhin PGIM. Auf Platz 2 folgt Berenberg – das Haus konnte seine Quote noch einmal leicht steigern.

Einen weiten Sprung nach vorne hat allerdings die neue Nr. 3 unter den kleinen Asset Managern gemacht. Die US-Gesellschaft Northern Trust kommt Ende März auf eine Top-Rating-Quote von knapp 73%. Vor drei Monaten lag diese nur bei 50% – Rang 20 in der damaligen Auswertung. Gleich mehrere Fonds des Anbieters konnten ihr Rating in dieser Zeit verbessern.

Deutlich schlechter als vor drei Monaten stehen dagegen zwei bekannte Namen da. Für die Anbieter Barings und Flossbach von Storch ging es im Gleichschritt von einem geteilten dritten Platz im Vorquartal auf einen geteilten neunten Platz in der aktuellen Auswertung hinab. Die Top-Rating-Quote beider Häuser sank von 67% auf knapp 62%.

Das Scope Asset Manager Ranking sortiert Fondsanbieter rein quantitativ nach dem Anteil an Fonds mit Top-Rating. Dazu zählen A- und B-Ratings. Derzeit ist rund ein Drittel der mehr als 6.500 bewerteten Investmentfonds mit (A) oder (B) bewertet. Asset Manager, die für mehr als ein Drittel ihrer Produkte ein solches Top-Rating vorweisen können, liegen über dem Branchendurchschnitt.

 

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Marktkommentar von Christian Bender, CEFA, Portfoliomanager bei der SIGNAL IDUNA Asset Management

 

In den vergangenen Wochen haben sich die Renditen an den Rentenmärkten und die Preise für Güter, aber auch Dienstleistungen hüben wie drüben, also im Euro- wie im US-Dollar-Raum, so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr nach oben bewegt. Wo Olaf Scholz eine Zeitenwende in der Weltpolitik ausgerufen hat, haben Analysten deshalb selbige auch für die Kreditmärkte ausgemacht. Denn zwei vermeintliche Konstanten, die man sich gar nicht mehr wegdenken mochte, scheinen der Vergangenheit anzugehören: eine kaum sichtbare Inflation und eine immer günstiger werdende Refinanzierung.

Fortgesetzter Zinsanstieg trotz befürchteter Rezession?

Mit Blick auf die eigenen künftigen Anlageentscheidungen stellt sich die Frage, wie lange und wie weit der Renditeanstieg allerdings noch gehen soll, wenn Teile des Marktes bereits eine Rezession vorhersehen?

Als Ausdruck dieser Rezessionserwartung kann man die sich verflachende Zinsstrukturkurve in den USA auffassen. Eine nahezu identische Rendite bei den 2- und 10-jährigen US-Staatsanleihen bringt zum Ausdruck, dass die Marktteilnehmer damit rechnen, dass die angekündigten, aber erst ansatzweise umgesetzten Leitzinserhöhungen der FED nicht von Dauer sein werden. Eine Absenkung aber wird die FED nur erwägen, wenn die Inflationsraten sich wieder zurückgebildet haben und das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht aus den Fugen zu geraten droht.

Blaupause gesucht

Für wie wahrscheinlich halte ich das? Nun, um Orientierung zu finden, sucht der Mensch in bewegten Zeiten nach Mustern – idealerweise nach solchen, die er bereits kennt. An den Rentenmärkten führt diese Suche hinsichtlich der exorbitant gestiegenen Inflationsraten zurück in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Innerhalb weniger Jahre stiegen die Verbraucherpreise stark an: in Deutschland zwischenzeitlich auf Jahresraten bis zu 8 Prozent, in Frankreich und den USA auf Werte bis ca. 15 bzw. 12 Prozent. Anfang der 80er Jahre gingen die Inflationsraten dann in einen Sinkflug über, der erst vor einigen Monaten sein Ende fand.

Hinsichtlich des Aktivitätsumfangs der Notenbanken liegt ein Blick in das Jahr 1994 allerdings näher, als die FED innerhalb einiger Monate ihren Leitzins von 3 auf 6 Prozent anhob. Die seinerzeitige schrittweise Anhebung um 3 Prozentpunkte entspricht etwa den heutigen Erwartungen an Jerome Powell und sein Kollegium, natürlich ausgehend von einem deutlich niedrigen Niveau. Obwohl die FED die Inflation – gemessen an den aktuellen Raten – im Griff hatte, hielt sie die Zinssätze in der zweiten Hälfte der 90er mit Blick auf die niedrigen Arbeitslosenquoten und das gute Wirtschaftswachstum auf einem Niveau zwischen knapp 5 und 6,5 Prozent.

Die Zinsanstiege sind noch nicht zu Ende

Die derzeitigen Kapitalmarktteilnehmer wären überrascht, wenn die FED heutzutage ähnliche Konsequenz walten ließe. Denn der eine oder andere scheint vergessen zu haben, dass die Notenbanken sich nicht der Aufgabe verschrieben haben, Spekulation zu unterstützen.

Insofern gehe ich davon aus, dass die flache Zinskurve sich in USA verfrüht gebildet hat. Der Zinsanstieg am langen Ende wird sich fortsetzen. Instrumente wie Floater könnten deshalb in den kommenden Monaten eine Renaissance erleben. Der in der Folge weiter steigende US-Dollar wird den importierten Teil der Inflation für andere Währungsräume hochhalten. Nicht von ungefähr haben beispielsweise in Europa zuletzt die Ungarn und die Polen ihre Leitzinsen auf 5,4 bzw. 4,5 Prozent angehoben. Auch deshalb trifft das Zaudern der EZB in der breiten Öffentlichkeit und am Kapitalmarkt kaum noch auf Verständnis – eine im Vergleich steilere Zinsstrukturkurve belegt das.

Europas Wettbewerbsfähigkeit wird leiden

Aber ob Christine Lagarde und ihr Kollegium zu ähnlichen Maßnahmen greifen werden wie die FED oder ihre europäischen Nachbarn, darf mit jedem Monat, der ins Land geht, stärker bezweifelt werden. Denn der einzige Druck, den die EZB zu spüren scheint, kommt aus den jeweiligen Hauptstädten der Ratsmitglieder. Und die nationalen Regierungen scheren sich scheinbar weniger um Inflation als eine günstige Refinanzierung.

Allerdings müssen sich die nationalen Regierungen fragen lassen, ob ihnen die Konsequenzen einer dem Verfall preisgegebenen Währung bewusst sind. Wohl verbessern sich – wie bei einem jeden Ausverkauf – die Absatzmengen auf den Märkten außerhalb der Euro-Zone. Das aber macht bequem. Der verfallende Außenwert erhöht die Importpreise für Fertigwaren und Vorprodukte, insbesondere Rohstoffe. Zudem werden die Lohnforderungen zunehmen. Kurzum: Europas Wettbewerbsfähigkeit steht auf dem Spiel – und günstige Refinanzierungssätze können darüber langfristig nicht hinwegtrösten.

 

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Erneuerbare Energien, Infrastruktur und Nachhaltigkeit gehören aktuell zu den wichtigsten Themen für institutionelle Anleger.

 

Langfristige Bindungen sind dabei oft notwendig, in der Regel erfolgen Investments in Einzelprojekte oder in Spezialfonds-Portfolios. „Der Quadoro Sustainable Energy ist einer der ersten offenen Fonds, der die Themen verbindet“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group.

Besonders das Infrastruktursegment Erneuerbare Energien ist eines der Mega-Themen der kommenden Jahre. Laut OECD sind bis 2030 Investitionen von über sechs Billionen US-Dollar nötig, um unter anderem die Klimaschutzziele zu erreichen. Hier drängt die Zeit: Im Dezember 2020 haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs darauf verständigt, die EU-internen Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Deutschland will bereits 2045 die Treibhausgasneutralität erreichen.

Darüber hinaus ist derzeit zu sehen, wie abhängig Europa und insbesondere Deutschland von fossilen Brennstoffen ist. „Ein weiterer Grund, noch schneller unabhängig von Kohle, Öl und Gas zu werden“, so Voigt. Erreichbar sind diese Ziele nur, wenn zunehmend mehr Erneuerbare Energiequellen genutzt werden. Dies unterstützt der Impactfonds Quadoro Sustainable Energy (QSE), einer der ersten Fonds dieser Art in Deutschland. Er beteiligt sich mittelbar über Investitionen in Investmentvermögen, Projektgesellschaften sowie Unternehmensbeteiligungen an Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus Erneuerbaren Energien und in die dafür nötige Infrastruktur. Der Anlagehorizont ist überwiegend langfristig. Die Assetklassen teilen sich in 80 Prozent Photovoltaik und Onshore-Wind, maximal 20 Prozent bestehen aus weiteren Technologien aus dem Bereich Erneuerbare Energien wie zum Beispiel Speichertechnologien. Bevorzugt werden Projekte in der Größenordnung zwischen fünf und 60 Millionen Euro, die sich im europäischen Wirtschaftsraum befinden, wobei ein Land einen Anteil von maximal 50 Prozent haben kann.

Der Fonds, ein Finanzprodukt im Sinne von Artikel 9 der Offenlegungsverordnung, richtet sich an professionelle und semi-professionelle Investoren. Überdies hält der Fonds im Rahmen seiner Investmentstrategie bei mindestens 75 Prozent seiner Investitionen alle vier Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten der EU-Taxonomie ein und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umweltziel „Klimaschutz“. „So soll insbesondere der Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft unterstützt werden“, sagt Voigt.

Michael Denk, Geschäftsführer der Quadoro Investment GmbH: „Mit Zulassung des QSE durch die Bafin gehören wir zu den Pionieren bei Taxonomie-konformen Impactfonds im Bereich Erneuerbare-Energien-Infrastruktur. Mit dieser attraktiven Kapitalanlage leisten wir auch unseren Beitrag zur Förderung der Energieunabhängigkeit Deutschlands und Europas.“

Über aream

Die aream Group ist ein voll integrierter Investment- und Asset-Manager für institutionelle Investoren mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur im Sektor Erneuerbare Energien, zu denen Wind- und Solarkraft, Netze und Speichertechnologie gehören. Dabei ist aream entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung bis zum Betrieb der Anlagen vertreten. Mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 1,5 Milliarden Euro deckt das Unternehmen seit über 15 Jahren das gesamte Spektrum an Asset-Management-Leistungen ab und sorgt für die kaufmännische und technische Optimierung der Assets. Neben klassischen Projektinvestments in Clean Energy bietet aream auch Investitionsmöglichkeiten in Climate-Tech-Unternehmen: direkt oder über Private-Equity-Lösungen. aream vereint Investitionsexpertise mit technischem und kaufmännischem Know-how und gewährleistet durch einen strukturierten Investment- und Risikomanagementprozess eine nachhaltige Performance mit stabilen Ausschüttungen, Renditen und Wertzuwächsen.

Über Quadoro

Quadoro Investment ist die AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft der Doric Gruppe. Doric bietet maßgeschneiderte Investitionen und Fondslösungen mit Schwerpunkt in den Bereichen Transport, Immobilien und Erneuerbare Energien an. Portfolioverwaltung und Fondsmanagement runden das Angebot ab. Im Jahr 2021 betrug das verwaltete Investitionsvolumen neun Milliarden US-Dollar. Aufgrund der Unternehmensstandorte in Asien, Europa und Nordamerika ist die Doric Gruppe auch Ansprechpartner für Cross-Border-Investments. Der Schwerpunkt von Quadoro Investment liegt auf Dienstleistungen rund um das Thema KAGB und Regulierung auch für Dritte.

 

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PwC-Studie: Verwaltetes Vermögen globaler ETFs dürfte sich bis 2026 auf rund 20 Billionen US-Dollar verdoppeln / Mehr als die Hälfte der Produkte in Europa ab 2022 mit ESG-Schwerpunkt geplant / 84 Prozent der ETF-Anbieter sehen Online-Plattformen als primären Vertriebskanal / Kräftiges Wachstum für aktive ETFs erwartet

 

Globale Exchange Traded Funds (ETFs) bleiben dank steigender Mittelzuflüsse, Produktinnovationen und zahlreicher neuer Anbieter im Markt auf der Überholspur. Wie die Studie “ETFs 2026: The next big leap” der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ergab, erwarten 58 Prozent der weltweit befragten 60 Entscheider der Vermögensverwaltungsbranche, dass sich die verwalteten Vermögen globaler ETFs bis 2026 auf rund 20 Billionen US-Dollar verdoppeln werden. Ende 2021 erreichten die verwalteten Vermögen bereits ein Rekordhoch von mehr als 10 Billionen US-Dollar. Für Europa wird ein Anstieg der verwalteten Vermögen bis 2026 auf 3 Billionen US-Dollar erwartet, nach 1,44 Billionen US-Dollar im September 2021.

84 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die weltweit wachsende Nachfrage nach ETFs in den kommenden zwei bis drei Jahren in erster Linie über Online-Plattformen bedient wird. Für die Studie wurden unter anderem ETF-Manager, Sponsoren, Dienstleister und Market Maker befragt, die zusammen 80 Prozent des weltweiten ETF-Vermögens repräsentieren.

“ETFs haben sich in volatilen Märkten zu Krisenzeiten bewährt. Digitale Vertriebskanäle tragen zur Kostensenkung bei und erleichtern den Zugang für neue Anleger zu dem Segment. Die laufende Neuausrichtung von ETFs nach ESG-Kriterien bietet die Chance, nicht nur regulatorische Vorgaben, sondern auch Investorenwünsche zu erfüllen”, erläutert Gerald Gonsior, Partner und Leiter Asset & Wealth Management bei PwC Deutschland.

Investoren und Regulierer fordern ESG-ETFs

Weltweit wollen 46 Prozent der Befragten in den kommenden zwölf Monaten mehr als die Hälfte ihrer Produktinnovationen nach den Kriterien für Umwelt und Soziales sowie gute Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance/ ESG) ausrichten. In Europa planen dies sogar mehr als 80 Prozent – auch mit Blick auf die die im März 2021 in Kraft getretene EU-Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (Sustainable Finance Disclosure Regulation/SFDR). Gut ein Drittel der europäischen ETF-Anbieter erklärt allerdings, es bestünden noch Unsicherheiten über die regulatorischen Meldepflichten für eine Klassifizierung nach Artikel 8 und 9.

Krypto-ETFs in den Startlöchern

Angesichts der steigenden Nachfrage setzen Anbieter zudem verstärkt auf innovative Produkte wie Krypto-ETFs, für die teilweise noch regulatorische Hürden bestehen. Sollten diese künftig entfallen, wollen 18 Prozent der Befragten in den USA innerhalb von 18 Monaten einen Krypto-ETF auflegen. Weitere 46 Prozent planen dies in Europa sowie 45 Prozent in Asien. Auf thematische ETFs wollen in Europa 82 Prozent der Befragten in den nächsten zwei bis drei Jahren verstärkt setzen.

Wachstumschancen für aktive ETFs in Europa

Die wachsenden Mittelzuflüsse und die Abschaffung der täglichen, vollständigen Transparenzpflicht sorgten bereits in den vergangenen Jahren insbesondere in den USA und Kanada für ein deutliches Wachstum aktiver ETFs. 2021 waren in den USA mehr als die Hälfte der neu aufgelegten ETFs aktive Produkte.

In Europa sehen ein Viertel der Befragten für aktiv gemanagte Indexfonds in den nächsten zwei bis drei Jahren enormes Wachstumspotenzial. Mehr als die Hälfte der befragten europäischen ETF-Verwalter erklärt, sie würden aktive ETFs anbieten, sollte die tägliche Offenlegungspflicht wegfallen. “Sollte die Regulierung in Europa ähnlich wie in den USA angepasst werden, erwarten wir für Europa in fünf Jahren ein Volumen von einer Billion US-Dollar. Ohne diesen Zusatzschub rechnen wir mit etwa 700 Milliarden US-Dollar. Vor allem Anbieter ohne klassische Vertriebskanäle können mit ETFs leichter aktive Anlagestrategien vermarkten und von den höheren Margen in diesem Segment profitieren”, sagt Utz Helmuth, Director bei Strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC.

 

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Die Wirtschaft in Europa leidet unter dem Krieg in der Ukraine, wohingegen die US-Wirtschaft weniger beeinträchtigt wird, wie die Union Bancaire Privée (UBP) in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

 

Auch erneute Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Covid-Schließungen in China belasteten die Weltwirtschaft. Angesichts des exponentiellen Anstiegs der Inflation gingen die Zentralbanken zunehmend aggressiv vor. „Die globale Geldpolitik ist in eine deutliche Straffungsphase eingetreten. Nach der Ankündigung der Fed, möglicherweise im zweiten Quartal einen Zinsschritt von 50 Basispunkten zu vollziehen und gleichzeitig die Bilanz abzuschmelzen, preisen die Märkte bereits einen kräftigeren Straffungszyklus ein als in den 1970er Jahren“, schreibt Norman Villamin, Chief Investment Officer (CIO) Wealth Management und Head of Asset Allocation bei UBP. Die Bank habe ihre Zinsprognose für 10-jährige US-Staatsanleihen infolgedessen von 2,0-2,5 Prozent auf 2,5-3,0 Prozent zum Jahresende erhöht, da man davon ausgehe, dass die Fed eine noch ausgeprägtere Inversion der Zinsstruktur vermeiden möchte. „In diesem Umfeld haben wir weiter die Zinssensitivität unserer Portfolios reduziert – auf der Anleihen- und auf der Aktienseite“, erläutert Villamin. Auf der Rentenseite habe man das Risiko reduziert und setze auf Unternehmensanleihen guter Bonität mit kurzen Laufzeiten sowie Hedgefonds-Strategien.

Hohe Volatilität im Aktienmarkt

Trotz einer gewissen Entspannung an den Aktienmärkten der Industrieländer im März blieben die Marktbedingungen schwierig und die Kurse von einer hohen Volatilität geprägt. Die Berichtssaison im April und Mai dürfte sich als entscheidend für die künftige Performance von Aktien erweisen. „Frühere Erwartungen einer Aufwärtskorrektur des Gewinnwachstums auf 8 bis 9 Prozent erscheinen angesichts der geldpolitischen Straffungen und des Gegenwindes von Seiten der Nachfrage in Europa und China aber unwahrscheinlich. Wir konzentrieren uns daher auf qualitativ hochwertige Unternehmen mit einer hohen Visibilität der Erträge“, schreibt Villamin. In Anbetracht der zunehmenden Aktienmarktvolatilität sei ein proaktives und dynamisches Risikomanagement von entscheidender Bedeutung.

Langsameres Wachstum im Jahr 2022 erwartet

Die Erwartungen für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 wurden von 4 Prozent auf 3,3 Prozent gesenkt. Der Konflikt in Europa treibt die Inflation auf neue Höchststände und sorgt erneut für Störungen in Handel und Industrie. Einen deutlichen Rückgang der Inflation erwartet die UBP erst Mitte 2023. Die US-Inflation dürfte Villamin zufolge in den kommenden Monaten zwischen 8 und 9 Prozent betragen und in der Eurozone dürfte die Inflation bei über 6,5 Prozent liegen. Der Konsum ist der am stärksten von diesem Schock betroffene Sektor, während der Arbeitsmarkt noch verschont bleibt. Europa sei durch seine hohe Abhängigkeit von Energie- und Rohstoffimporten aus Russland und der Ukraine die am stärksten gefährdete Region. Der Preisanstieg werde den Verbrauch belasten, was teilweise durch neue Haushaltsmaßnahmen ausgeglichen wird. „Trotzdem wurde das Wachstum der Eurozone für 2022 von 4 auf 2 Prozent nach unten korrigiert, und es bestehen weitere Abwärtsrisiken, falls es zu einer größeren Energieknappheit kommt“, führt Villamin aus.

 

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Union Bancaire Privée, UBP SA ,Bahnhofstrasse 1, CH-8027 Zurich, Tel: +41 58 819 62 00, www.ubp.com

Fast fünfzehn Jahre war die Fed der Freund der Märkte – jetzt wandelt sie sich zum Feind. Statt Liquidität in die Märkte zu pumpen, bekämpft sie die Inflation mit harten Reaktionen.

 

„Vielleicht ist die Notenbankpolitik sogar überhart und führt in eine klassische Stagflation“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „Ein schneller Wechsel aus Bust und Boom wie in den 1970er-Jahren ist wahrscheinlich.“

Lange Zeit hielten Politik und Notenbanken an der Darstellung fest, die steigenden Inflationsraten seien nur vorübergehend, gründeten sich auf Einmaleffekte und bald schon sei alles wieder im Lot. „Das war vor anderthalb Jahren und mittlerweile stehen die Inflationsraten auf Niveaus, wie sie seit den 1970er-Jahren nicht mehr gesehen wurden. Lange Zeit wurde argumentiert, es seien doch nur Basiseffekte, Sonderfaktoren, Energiepreise oder irgendwelche kleineren Branchen, in denen es Knappheiten aufgrund der Coronaverwerfungen gebe, die die Preise kurzfristig anheizten. „Doch all diese Argumente für einen temporären Inflationsanstieg sind nicht richtig“, sagt Bente. „So sehen wir nicht nur selektiv Preise steigen, sondern auch die Kernraten der Inflationsstatistiker liegen deutlich jenseits der Komfortzone der Notenbanker.“

Die Inflation zeigt sich viel tiefgreifender, viel struktureller als gedacht. „Nach gut einem Jahr hat das dann auch die Fed so klar realisiert, dass sie sich um 180 Grad gedreht hat, sehr hawkish geworden ist, sehr restriktiv“, sagt Bente. Die Zinsen steigen, inzwischen preist der Markt bis zu neun Zinserhöhungen ein. Im Mai startet zudem noch der Bilanzabbau mit einem quantitative Tightening. „Das alles heißt: Der Markt sieht sich mit Liquiditätsentzug konfrontiert und hat darauf auch zum ersten Mal spürbar reagiert“, sagt Bente. „Die Frage ist nun, ob die Fed ein Soft Landing schafft.“

Ein Soft Landing, also die Bekämpfung der Inflation ohne ein Abwürgen der Wirtschaft und ohne einen Absturz am Aktienmarkt, ist das großes Ziel der Notenbanken weltweit. „Die Fed hoffte immer wieder in der Geschichte, dies zu schaffen, hat es aber nur sehr selten hingekriegt“, so Bente. „Insofern ist Skepsis angebracht, es bestehen spürbare Abwärtsrisiken an den Aktienmärkten.“

Zumal dann, wenn die Inflation aufgrund der strukturellen Kräfte doch nachhaltiger ist und sich von der Notenbank nicht deutlich drücken lässt: „Dann kann es ähnlich wie in der 1970er-Jahren dazu führen, dass sie auch durch schwaches Wachstum nicht wirklich zurückkommt und es eine harte Rezession braucht, um die Inflation wieder zu dämpfen“, sagt Bente. Und selbst dies ist nicht sicher: „Auch das war ein Merkmal der strukturellen Inflation der 1970er-Jahre, dass selbst eine Rezession die Preissteigerungen nur temporär aufhalten konnte.“ Mit dem dann folgenden Aufschwung kam jeweils auch die Inflation nachhaltig zurück. „Es reihten sich ständig diese Boom-Bust-Zyklen aneinander“, so Bente. Die Notenbanken entzogen dem Markt Liquidität und der Wirtschaft gleich mit, um die Inflation zu bekämpfen, weshalb es wieder in die Rezession mündete. „Die Notenbank wurde in ihrer Reaktion laxer, die Gegenmaßnahmen lösten dann erneut einen kleinen Strohfeuer-Boom aus und dann zog die Inflation direkt wieder an“, beschreibt Bente das Phänomen in den 1970er-Jahren. „Das wäre heute auch denkbar und es wäre das ganz negative Umfeld – im Prinzip jahrelange Stagflation“, so Bente.

Ob es so weit kommt, ist noch nicht endgültig absehbar. In jedem Fall wäre eine solche Entwicklung ein ungünstiges Umfeld für die Aktienmärkte. „Einerseits fehlt der Liquiditätssupport, auf der anderen Seite sind die Gewinnerwartungen nicht einzuhalten“, sagt Bente. „Die Fed wird so derzeit zum Feind der Märkte und ist nicht mehr der Freund, so wie sie es fast 15 Jahre lang war.“

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen.

 

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Vates Invest GmbH, Bürgermeister-Mahr-Straße 18, 63179 Obertshausen, Tel: 06104 9872072, www.vates-invest.de