Kommentar von Paul Flood, Fondsmanager Multi-Asset bei Newton IM, einer Gesellschaft von BNY Mellon Investment Management:

 

„Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen befinden sich aktuell auf dem höchsten Stand seit April 2011. Damit erzielen Anleiheinvestoren höhere Erträge, zumindest nominal gesehen. Die realen Renditen sind allerdings immer noch nicht sehr attraktiv: So bleibt die Inflation einstweilen über den Erwartungen – der US-Verbraucherpreisindex lag zuletzt bei 8,6%. Und so stehen auch die Zentralbanken weiterhin unter Druck, die Zinsen schneller anzuheben.

Dies führt zu einer Schwäche bei Anleihen und zu einem Dominoeffekt an den Aktienmärkten. Die Anleger befürchten nach wie vor, dass die Zentralbanken mit ihren geldpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft in eine Rezession treiben werden, um die Inflation wieder auf ihre Zielmarke zu drücken.

Angesichts der hohen und noch steigenden Anleiherenditen am US-Markt haben wir begonnen, unser Engagement in dieser Anlageklasse erhöhen.“

 

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Jean-Marie Mercadal, Head of Investment Strategies, und Eric Bertrand, Deputy CEO and CIO, bei OFI Asset Management erläutern, warum es trotz der schwierigen Lage Gründe gibt, als Anleger hoffnungsfroh in die Zukunft zu blicken:

 

„Inflation, steigende Zinssätze, ein sehr angespanntes geopolitisches Klima und das hohe Risiko, dass sich die Wirtschaft abschwächt: Diese Bedingungen spiegeln sich in den Renditen der wichtigsten Anlageklassen wider, die sich seit Jahresbeginn negativ entwickeln. Der Pessimismus ist groß und weit verbreitet. Das bedeutet aber auch, dass ein Großteil der schlechten Nachrichten bereits eingepreist ist. Deshalb gibt es aus unserer Sicht auch Hoffnung!

Zum einen wird die Straffung der Geldpolitik in den USA möglicherweise nicht so weit gehen wie ursprünglich beabsichtigt. Es ist noch zu früh, um einzuschätzen, ob die Inflation kurz vor ihrem Höhepunkt steht, aber die langfristigen Inflationserwartungen haben sich beruhigt und liegen jetzt bei knapp 3 %. Die Federal Reserve könnte ihr Ziel leicht herabsetzen und sich stattdessen wieder auf das Wachstumsproblem konzentrieren. Der Aufwärtstrend bei den Anleiherenditen, der die Kurse seit Anfang 2022 nach unten gedrückt hat, dürfte sich daher abschwächen oder sogar leicht zurückgehen. Dann könnte sich die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen in der Größenordnung von 2,50 bis 3,00 % einpendeln.

Die deutschen Anleiherenditen könnten aktuell weiter nachgeben – vorausgesetzt, die Inflation erreicht keinen neuen Höchststand – und bei etwa 1,50 % liegen, bevor sie sich stabilisieren oder sogar noch weiter zurückgehen. Dies wird passieren, wenn die Sorgen um das Wirtschaftswachstum die Sorgen um die Inflation überwiegen.

Viele Aktien halten sich wacker

Die Bewertungen an den weltweiten Aktienmärkten sind zwar gesunken. Die Gewinnwachstumsprognosen sind aber immer noch recht solide. Sie wurden nicht nach unten korrigiert und liegen sowohl in den USA als auch in der Eurozone im Bereich von 8-10 %. Bislang haben die Unternehmen offenbar keinen Grund gesehen, ihre recht optimistischen Prognosen oder ihre Investitionspläne zu überdenken. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe: Entweder haben die Analysten die Fähigkeit der Unternehmen, Gewinne zu erzielen, unterschätzt und mussten daher ihre Prognosen trotz der zwischenzeitlich aufgetretenen Risiken nicht nach unten korrigieren; oder wir werden in den kommenden Wochen erste Korrekturen nach unten erleben. Aber selbst, wenn dies der Fall sein sollte, scheinen die Aktienmärkte nicht allzu überbewertet zu sein: Europäische Aktien werden mit einem auf 12 Monate prognostizierten KGV von etwa 13, die US-Aktien des S&P 500 Index mit weniger als 18 gehandelt. Und der KGV chinesischer Aktien ist ebenfalls deutlich auf etwa 10 gesunken. Dabei sind die Bewertungen der großen Wachstumstitel besonders heftig nach unten gegangen, was einige Aktien auf dem derzeitigen Niveau wieder attraktiv macht. Berücksichtigt man die recht großzügigen Dividenden – einige Banken und Mineralölkonzerne bieten 7 % bis 10 % –, erscheinen die Aktienkurse insgesamt wieder vernünftig, selbst unter den höchst unsicheren Bedingungen an den Märkten, die die Volatilität hochhalten könnten.

Lange haben wir zyklischen Werten den Vorzug gegeben, jetzt sehen wir das eher ausgewogen, da Wachstumswerte von einer ruhigeren Lage an den Anleihemärkten profitieren dürften. US-Märkte stellen aktuell weiterhin einen sicheren Hafen dar. Sie profitieren von der Stärke bestimmter Technologiewerte. Kurzum, es ist schwierig, sehr riskante Anlagestrategien zu verfolgen und ebenso schwierig, Vorhersagen zu treffen. Der Aufwärtstrend bei den Anleiherenditen – vor allem in den USA – ist jedoch möglicherweise fast vorbei. Darüber hinaus sind die Aktienbewertungen stark gefallen. Dementsprechend könnten sich interessante Anlagemöglichkeiten ergeben, wenn man davon ausgeht, dass die Märkte in dieser düsteren Welt volatil bleiben.

 

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Die Märkte bewegen sich derzeit in einer Übergangsphase.

 

Krisen und Wachstumsschwäche auf der einen, volle Auftragsbücher und Nachholbedarf auf der anderen Seite sorgen für Volatilität. Doch werden sowohl die USA wie China alles daransetzen, die Stimmung bis zum Herbst ins Positive zu drehen. „Im November stehen in den USA Zwischenwahlen an, in China findet der Parteitag der Kommunistischen Partei statt“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „Beiden sind Ruhe an den Märkten und positive Nachrichten im Vorfeld wichtig.“

In den kommenden Monaten und bis in das Jahr 2023 hinein wird die Dynamik des Weltwirtschaftswachstums nachlassen. Konjunktureller Gegenwind kommt vor allem durch die hohen Inflationsraten und der deshalb restriktiveren Notenbankpolitik. Diese negativen Elemente sind in den Märkten aber bekannt und bereits eingepreist.

Auf der anderen Seite liegen in Europa die Auftragsbestände noch auf einem Rekordhoch und warten auf Abarbeitung. „Das sollte durchaus stützend wirken, zumal auch Unternehmen und Privatpersonen noch auf riesigen Cashbeständen sitzen“, so Gerlinger. Dieses Geld wird in den kommenden Monaten zu einem Teil investiert oder fließt in den Konsum. „Dies wirkt einer Rezessionsstimmung entgegen, da auch die höheren Energieausgaben deutlich geringer ausfallen als die vorhandenen beziehungswiese in Corona-Zeiten neu gebildeten Ersparnisse“, sagt Gerlinger.

Die auslaufenden Lockdowns in China führen zu einer weiteren Entspannung, insbesondere aufseiten der Lieferketten. Dies sollte ebenso stützend auf die Weltwirtschaft wirken. „Die vielfach an den Kapitalmärkten erwartete Rezession spiegelt sich derzeit nicht in den Wirtschaftsindikatoren wider“, sagt Gerlinger. „Sicherlich wird die Notenbankpolitik auf 12-Monats-Sicht ihre Wirkung aber nicht verfehlen.“ Deshalb muss mit einer nachlassenden Dynamik gerechnet werden, was die Fed im Spätherbst veranlassen könnte, die Zinsschrauben nicht weiter anzuziehen. Schließlich ist den Notenbankern daran gelegen, dass es zu einem „Soft Landing“ der US-Wirtschaft kommt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession abgleitet, wird aktuell auf maximal 30 Prozent geschätzt.

Dies liegt insbesondere auch daran, dass eine Rezession, die mit einem Bärenmarkt einhergehen würde, von zwei sehr starken Akteuren der Weltwirtschaft nicht gewollt sein kann. In den USA finden im November 2022 die Zwischenwahlen statt. Die nur kleine Mehrheit der Demokraten steht auf dem Spiel. Traditionell werden schlechte Wirtschaftszahlen immer eher der Partei des amtierenden Präsidenten angelastet als der Opposition. Und in China findet der Parteitag der Kommunistischen Partei statt. Ein Großereignis, das gefeiert werden will. Schlechte Wirtschaftsdaten könnten die Stimmung trüben, woran der Parteiführung nicht gelegen ist.

Insofern werden beide Wirtschaftsmächte wohl alles daransetzen, die konjunkturelle Stimmung zu heben. „Weil die Indikatoren noch nicht auf Rezession stehen, bedarf es nur geringer Impulse, um das Pendel umschlagen zu lassen“, sagt Gerlinger. „Schon etwas mildere Äußerungen der US-Notenbank zur Geldpolitik könnten das Sentiment drehen.“ Und auch ein expansiverer Kurs oder etwas ambitioniertere Wachstumsziele in China würden dazu beitragen.

 

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Kommentar von Portfolio Manager Jeremiah Buckley, Janus Henderson Investors

 

 

  • Geldpolitische Kehrtwende, ausgelöst durch andauernde Inflation, hat Umfeld für Wachstumswerte erheblich verändert
  • Inflationshöhepunkt sollte bald erreicht sein, Zinsen sollten sich stabilisieren, sodass Aktien wieder Gewinnwachstum entwickeln könnten
  • Erhöhte Volatilität kann Chancen bieten

Die Anleger fingen an die Absicht der Federal Reserve (Fed), die Geldpolitik zu straffen, im November letzten Jahres inmitten eines seit Pandemiebeginn stetig steigenden Marktes zu verdauen. Seitdem haben wir eine anhaltend hohe Inflation erlebt, und die Zentralbank ist nun entschieden von einer außerordentlich unterstützenden Geldpolitik zu einer aggressiven Straffung übergegangen. Heute sehen wir uns einem grundlegend veränderten Umfeld gegenüber – höhere Zinsen und anhaltende Inflation stehen in krassem Gegensatz zum Niedrigzins- und Niedriginflationsumfeld des vergangenen Jahrzehnts – und zwingen die Anleger, die Wachstumsaussichten und Bewertungen von Aktien zu überdenken.

Die US-Aktienmärkte sind fast in den Bereich eines Bärenmarktes abgerutscht, und der S&P 500® Index hat kürzlich fast 18 % von seinem Rekordhoch am ersten Handelstag des Jahres 2022 verloren (Stand: 18. Mai 2022). Die Inflationszahlen waren in diesem Jahr höher und beständiger als von vielen erwartet. Solange die Inflation nicht nachlässt und die Zinsen sich nicht stabilisieren können, wird die Volatilität wahrscheinlich anhalten, da die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum – sowohl kurz- als auch langfristig – ungewiss bleiben.

Inflationsaussichten

Einige Signale sowohl auf der Makroebene als auch auf Unternehmensebene lassen vermuten, dass wir kurz vor einem Inflationshöhepunkt stehen. Die starke Güternachfrage – gestützt durch robuste Verbraucherbilanzen – geht zurück, da sich das während der Pandemie vorgezogene Wachstum verlangsamt und die staatlichen Anreize nachlassen. Höhere Finanzierungskosten aufgrund steigender Zinssätze und eine Rückverlagerung der Ausgaben auf Dienstleistungen, die aufgrund der Pandemie eingeschränkt wurden, drücken ebenfalls auf die Güternachfrage.

Auf der Angebotsseite hat sich die Erwerbsquote, wenngleich im April leicht rückläufig, tendenziell dem Niveau vor der Pandemie angenähert, was den Druck auf dem historisch angespannten Arbeitsmarkt etwas verringert.

Die Einzelhändler haben ihre Lagerbestände wieder aufgefüllt, was zu einer geringeren Produktknappheit und somit wahrscheinlich zu Preisnachlässen und niedrigeren Preisen bei einigen Warengruppen führen wird. Die Lieferkette für Halbleiter, die ein problematisches Marktsegment waren, erholt sich langsam. Wir erwarten für 2023 weitere wesentliche Verbesserungen, da in der gesamten Branche neue Kapazitäten hinzukommen. Wir sehen auch, dass sich die Transportkosten aufgrund des Kapazitätsausbaus und der Abflachung der Nachfrage verringern. Trotz dieser positiven Entwicklungen steigen die Rohstoffpreise weiter an – eine Situation, die sich durch den Krieg in der Ukraine noch verschlimmert hat und die nicht durch Produktionssteigerungen in anderen Ländern ausgeglichen wird.

Kurzfristige Auswirkungen auf Aktien

Sollte sich unser Basisszenario mit einem Inflationshoch und stabileren Zinssätzen als richtig erweisen, sind wir der Ansicht, dass der Druck auf die Aktienmärkte größtenteils überwunden ist und dass sich die Aktien wieder entsprechend dem Gewinnwachstum entwickeln können. Angesichts eines volatilen Umfelds, das gleichzeitig durch die Pandemie, eine sich verändernde Finanz- und Geldpolitik und geopolitische Konflikte beeinflusst wird, sind wir uns bewusst, dass es für Unternehmen schwierig war, effektiv zu planen. Wir glauben jedoch, dass die Unternehmen sich anpassen können und versuchen werden, ihre Kostenstrukturen und Investitionen zu optimieren, um letztlich die Produktivität und die Gewinnspannen zu erhöhen.

Langfristige Auswirkungen auf Aktien

Längerfristig gehen wir davon aus, dass Innovationen das Gewinnwachstum weiter ankurbeln und zu einem Kapitalzuwachs bei Aktien führen werden. Produkte und Dienstleistungen wie Cloud Computing und Software, die Produktivitätssteigerungen vorantreiben und tendenziell einen deflationären Effekt auf die Wirtschaft haben, werden für Kunden und die Unternehmen, die sie anbieten, einen Mehrwert schaffen. Da der Bedarf an Datenverarbeitung für Technologien wie künstliche Intelligenz wächst, wird die Nachfrage nach Halbleitern hoch bleiben. Halbleiter werden auch deshalb so wichtig sein, weil sie sich in der gesamten Wirtschaft und in unserem täglichen Leben zunehmend verbreiten – in Autos, Maschinen, Geräten und anderen Anwendungen. Auch im Gesundheitswesen können anhaltende Innovationen einen Mehrwert schaffen, indem sie das Leben der Patienten verbessern und die Gesamtkosten des Gesundheitswesens senken. Auch wenn ein strukturell höheres Zinsumfeld eine Überprüfung der Allokation erforderlich machen wird, sind wir der Meinung, dass langfristige Anlagethemen für das Wachstum von Aktien weiterhin von entscheidender Bedeutung sein werden.

Gründlicher Blick auf Value vs. Growth

Wir ziehen es vor, die Investmentwelt nicht aus einer allgemeinen Value- oder Growth-Perspektive zu betrachten, sondern die Prognosen detaillierter anhand von Sektoren, Branchen und Unternehmen zu ermitteln. Zu den Sektoren und Branchen, die in Value-Indizes tendenziell stärker gewichtet sind, gehören Energie, Banken, Basiskonsumgüter, Pharmazeutika und Versorger.

Der Energiesektor war in diesem Jahr der eindeutige Gewinner, da die Preise für Erdöl und Erdgas in die Höhe geschossen sind. Die Banken waren in dieser Gruppe zwar der Sektor mit der schlechtesten Performance, doch haben wir eine Verbesserung der Kreditnachfrage festgestellt und sind der Ansicht, dass das aktuelle Zinsumfeld die Nettozinsmargen weiter stützen dürfte. Das Exposure am Kapitalmarkt hat die Performance vieler Banken in letzter Zeit belastet, aber wir sind überzeugt, dass sich dies letztendlich stabilisieren wird.

Basiskonsumgüter und Pharmazeutika entwickeln sich in unsicheren und inflationären Zeiten wie aktuell in der Regel gut. Diese Sektoren haben jedoch eine beträchtliche Expansion erlebt, da sich die Anleger aus risikoreichen Anlagen zurückgezogen und in defensivere Bereiche des Marktes investiert haben. Steigende Rohstoffkosten könnten diese Unternehmen schließlich davon abhalten, ihre Preise weiter anzuheben, da sich die Verbraucher für niedrigere Preise entscheiden werden. Außerdem besteht weiterhin die Sorge vor einer staatlich beeinflussten Preisdeflation bei Arzneimitteln.

Bisher waren Rohstoffindustrien für uns aufgrund der niedrigen Kapitalrenditen, die diese Unternehmen erzielten, meist nicht attraktiv. Größere Einschränkungen des Angebotswachstums und eine bessere Kapitaldisziplin der Unternehmensführungen haben die Lage jedoch etwas geändert. Wir halten es zwar nicht für klug, kurzfristigen Lieferkettenstörungen hinterherzujagen, aber das langfristige Umfeld von Angebot und Nachfrage könnte nun zu höheren Kapitalrenditen führen.

Volatilität als Chance

Während die Märkte in Zeiten wie diesen unruhig und verwirrend sein können, kann eine erhöhte Volatilität auch Chancen bieten. Wir sehen jetzt attraktive Einstiegsmöglichkeiten in qualitativ hochwertige Unternehmen, die Cashflows mit interessantem, langfristigem Wachstum generieren. Unserer Ansicht nach unterstreicht dieses Umfeld, wie wichtig es ist, sich auf Aktien mit soliden Bilanzen und beständigen Cashflows zu konzentrieren, die in unsicheren Zeiten reinvestiert werden können. Wir sind der Meinung, dass diese Unternehmen aus einer Position der Stärke hervorgehen und ihre Marktanteilsgewinne steigern können, wenn manche der derzeitigen makroökonomischen Belastungen nachlassen und wir zu einer stabileren Phase des Wirtschaftswachstums zurückkehren.

 

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Climate Impact Pledge 2022 führt 35% weniger Unternehmen auf, die Mindeststandards nicht erfüllen

 

 

  • Nach enger Zusammenarbeit mit einem de-investierten Unternehmen konnte LGIM es wieder in eine ESG-Fondsreihe aufnehmen
  • LGIM veräußert zwei Unternehmen aus der gleichen Fondspalette wegen unzureichender Zusammenarbeit; weitere 12 Unternehmen stehen weiterhin auf der Ausschlussliste
  • In der Berichtssaison 2022 sind derzeit 80 Unternehmen von Abstimmungssanktionen betroffen, die die LGIM-Mindeststandards für den Klimawandel nicht erfüllen London, 14. Juni 2022 – Legal & General Investment Management (LGIM), einer der weltweit größten Vermögensverwalter, stellt eine positive Dynamik bei der Bewältigung von Klimarisiken fest. Das geht aus dem heute veröffentlichten, jährlichen Bericht „Climate Impact Pledge“ hervor, der rund 1.000 Unternehmen in die Bewertung einbezieht.

Im Vergleich zum Vorjahr sanktioniert LGIM 2022 um 35% weniger Unternehmen dafür, die Mindeststandards für den Klimawandel nicht zu erfüllen. In absoluten Zahlen: von 130 Unternehmen 2021 auf 80 in diesem Jahr. Der Rückgang belegt die Wirksamkeit des LGIM-Ansatzes ebenso wie die weltweite Dynamik des Klimaschutzes. Von den 80 Unternehmen, gegen die LGIM in der Berichtssaison 2022 Sanktionen verhängt hat, sind die meisten in den Bereichen Öl und Gas, REITs, Banken und Bergbau tätig.

LGIM hat den Climate Impact Pledge 2016 ins Leben gerufen. Dies ist der zweite Bericht im Rahmen des 2020 angekündigten erweiterten Ansatzes, in dem LGIM sich dazu verpflichtet hat, rund 1.000 globale Unternehmen in 15 klimakritischen Sektoren zu bewerten. Sie verantworten mehr als die Hälfte der Treibhausgasemissionen der weltweit größten börsennotierten Unternehmen.

LGIM hat außerdem 59 Unternehmen identifiziert, die ein stärkeres individuelles Engagement erforderten. Diese in ihren Branchen besonders einflussreichen Unternehmen hatten sich das Ziel der Netto-Null-Emissionen noch in vollem Umfang zu eigen gemacht, verfügen jedoch über das Potenzial, in ihren jeweiligen Branchen und Wertschöpfungsketten einen erheblichen positiven Effekt zu erzielen. 31 der 59 identifizierten Unternehmen haben sich inzwischen ein Netto-Null-Ziel gesetzt – das sind mehr als doppelt so viele wie 2021.

Positiv zu vermelden ist zudem, dass Japan Post Holdings nach Fortschritten im Rahmen des Engagements wieder in das Anlageuniversum von LGIM aufgenommen wurde. Die Fortschritte betreffen dabei insbesondere die Offenlegung von Scope-3-Emissionen im Zusammenhang mit Investitionen sowie die Veröffentlichung von Netto-Null-Zielen für die Zeit bis 2050.

Im Laufe des Jahres 2022 wird LGIM die Reichweite des Programms weiter ausbauen und die Erwartungen an Unternehmen hinsichtlich ihres Umgangs mit Klimarisiken und -chancen weiter steigern.

Catherine Ogden, Sustainable and Responsible Investment Manager, Legal & General Investment Management (LGIM): „Unser Climate Impact Pledge begann als ein Programm, das sich auf 80 Unternehmen konzentrierte. Damals ging es um Sanktionen durch Veräußerung aus einem einzelnen Fonds. Inzwischen hat sich das Programm auf rund 1.000 Unternehmen ausgeweitet, und die potenziellen Ausschlüsse betreffen LGIM-Vermögenswerte im Volumen von mehr als 103 Milliarden Euro. Die Zahl der Unternehmen mit Klimaverpflichtungen nimmt rasch zu, was uns positiv stimmt. Doch es mangelt an detaillierten Plänen für eine Netto-Null-Umstellung zur Unterstützung dieser Ziele. Im laufenden Jahr werden wir Unternehmen weiterhin dazu drängen, ihre öffentlichen Ankündigungen um solide Strategien zur Dekarbonisierung sowie detaillierte Stufenpläne bis 2050 zu ergänzen. In jedem Fall wird die Netto-Null-Umstellung von einer unverkennbaren Dynamik angetrieben, und wir beobachten eine ermutigende Entwicklung.“

Engagement mit Folgen

LGIM stützt sich auf etwa 65 verschiedene Datenpunkte und nutzt sein eigenes Klimamodellierungstool – LGIM Destination@Risk – sowie Daten von Drittanbietern, um die Unternehmen anhand von fünf Hauptpfeilern zu bewerten:

  1. Governance: Wie wird die Aufsicht über Klimafragen auf Vorstandsebene ausgeübt und wie wird sie den Investoren mitgeteilt?
  2. Strategie: Welche Strategien haben die Unternehmen, und für welche Strategien setzen sie sich bei ihren Regierungen ein?
  3. Risiken und Chancen: Wie hoch ist der Anteil der „grünen“ Aktivitäten an den aktuellen Gewinnen der Unternehmen, und wie hoch ist der Anteil der potenziellen künftigen Gewinne, der durch den Übergang zur CO2-armen Wirtschaft gefährdet ist?
  4. Szenarioanalyse: Auf welches Niveau der globalen Erwärmung sind die Pläne der Unternehmen ausgerichtet?
  5. Metriken und Ziele: Wie ehrgeizig sind die Emissionsziele der Unternehmen, und wie sehen sie im Vergleich zur früheren Entwicklung aus?

Trotz der positiven Dynamik hat LGIM angekündigt, seine Beteiligungen an China Resources Cement sowie an Invitation Homes mit Wirkung zum 31. Mai 2022 über ausgewählte Fonds1 zu veräußern, da sie die Anforderungen an ihr Engagement nicht erfüllen.

Obwohl einige der zuvor veräußerten Unternehmen Fortschritte gemacht haben, stehen CCB, ICBC, MetLife, AIG, KEPCO, PPL, Exxon Mobil, Sysco, Hormel, Rosneft2, Loblaw und China Mengniu Diary weiterhin auf der Ausschlussliste von LGIM. Bisher haben diese Unternehmen keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um eine Wiederaufnahme zu rechtfertigen.

Ermutigende Fortschritte weltweit

LGIMs Intention ist es, die Klimarechenschaftspflicht über alle Branchen hinweg zu verbessern. Deshalb hat sich LGIM bereits dazu verpflichtet, auf Hauptversammlungen weltweit gegen Unternehmen zu stimmen, die nicht mindestens einen seiner Mindeststandards erfüllen. Für Unternehmen in Nordamerika und Europa erhöht sich diese Schwelle auf drei Mindeststandards. Zu diesen Standards gehören zum Beispiel:

  • Vorstandsmitglieder, die für Klimafragen zuständig sind • Umfassende Klimaangaben und Programme zur Reduzierung von Treibhausgasen • Belastbare Offenlegung von Scope-3-Emissionen • Nachweis einer jährlichen Verringerung von Emissionen

Der diesjährige Bericht zeigt einen starken Aufwärtstrend bei den durchschnittlichen Klimabewertungen in den verschiedenen Regionen. So verzeichnete Japan einen Anstieg von 25 % gegenüber dem Vorjahr, während die Schwellenländer eine Verbesserung von 21 % erzielten. Der Gesamtwert für die Schwellenländer bleibt jedoch der niedrigste im weltweiten Vergleich – nur 12 % der Unternehmen in den Schwellenländern erfüllen alle LGIM-Mindeststandards.

1 Unternehmen werden aus ausgewählten Fonds mit einem Vermögen von 87 Mrd. £ (103 Mrd. €, 118 Mrd. $, 14 Mrd. ¥, 107 Mrd. CHF) zum 31. Dezember 2021 veräußert, einschließlich der Fonds der Future World-Fondspalette und aller Fonds für die automatische Altersvorsorge in der L&G Workplace Pensions und dem L&G MasterTrust. Alle russischen Unternehmen wurden aus allen Portfolios ausgeschlossen, die auf die Climate Impact Pledge ausgerichtet sind. Rosneft wurde jedoch zuvor veräußert und wäre in der Liste der sanktionierten Unternehmen als fortgesetzte Veräußerung enthalten gewesen.

2 Rosneft wurde bereits zuvor aus den Portfolios, die sich am Climate Impact Pledge orientieren, veräußert und steht auch im Juni 2022 noch auf der Liste der sanktionierten Unternehmen. Wenn wir andere russische Unternehmen halten, ist dies darauf zurückzuführen, dass wir unsere Positionen nicht verkaufen können, solange der Handel für ausländische Investoren ausgesetzt ist.

Nordamerika und der asiatisch-pazifische Raum (ohne Japan) verzeichneten ebenfalls Zuwächse (10 % bzw. 9 % im Vergleich zum Vorjahr), sind aber im Vergleich zu Europa weiterhin Schlusslichter: Nur ein Fünftel der Unternehmen erfüllt alle genannten Mindeststandards.

Auch aus der Branchenperspektive zeigen die Rankings stetige Fortschritte. Versorger und Zement-Unternehmen erhalten gemeinsam die höchste Bewertung, dicht gefolgt von Schifffahrt und Autoindustrie.

Michelle Scrimgeour, Chief Executive Officer von Legal & General Investment Management (LGIM): „Als Mitbegründer der Net Zero Asset Managers Initiative haben wir uns verpflichtet, in Zusammenarbeit mit unseren Kunden darauf hinzuarbeiten, bis 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen. Eines der wichtigsten Mittel, mit denen wir als Investoren den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft unterstützen können, besteht darin, als verantwortungsbewusste Verwalter aufzutreten, uns mit den Unternehmen in den von uns verwalteten Portfolios zu engagieren und unser Stimmrecht auszuüben. Unser Climate Impact Pledge ist ein wichtiger Bestandteil unseres Engagements. Die bisherigen Fortschritte sind zwar ermutigend, aber wir müssen die Messlatte immer wieder höher legen.“

 

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Mit gleich vier neu entwickelten Anwendungen erleichtert die Service-KVG HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH die Auflegung und Administration von ESG-Fonds.

 

Bei Anlageentscheidungen spielen Nachhaltigkeitskriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvoller Unternehmensführung (ESG) eine immer bedeutendere Rolle.

Daher erweitert die HANSAINVEST ihre ESG-Services für den Bereich Real Assets um vier neu entwickelte Lösungen: Mit der neuen „HANSAINVEST Real Assets ESG-Toolbox“, dem „HANSAINVEST ESG-Reporting“, dem „HANSAINVEST RA Data Provider“ und dem „HANSAINVEST RA Data Template“ unterstützt die Service-KVG ihre Fondspartner optimal bei der Auflegung und laufenden Administration von ESG-Fonds aus dem Bereich Real Assets. Der Zugang zu relevanten Nachhaltigkeitsinformationen, die Datenzusammenführung und zweckentsprechende Datenauswertung stehen im Zentrum der neuen ESG-Services.

„Das Interesse der Anleger ist definitiv da, und so möchten auch immer mehr Asset Manager für ihre Investoren Fonds auflegen, die relevante Nachhaltigkeitsmerkmale berücksichtigen“, beschreibt Ludger Wibbeke, verantwortlicher Geschäftsführer für das Real Assets Geschäft der HANSAINVEST, seine Erfahrungen. „Doch derzeit mangelt es an einheitlichen, branchenweiten Standards, wie Nachhaltigkeitsmerkmale erfasst und nachgewiesen werden sollten. Diese fehlende Transparenz kann für Fondsinitiatoren zum Stolperstein auf dem Weg zum eigenen ESG-Fonds werden – und genau an diesem Punkt setzen unsere neuen ESG-Tools an.“

„Asset Manager benötigen ESG-bezogene Daten als wohl bedeutendste Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung und Steuerung von nachhaltigen Fonds“, erklärt Stefan Thevajegan, Abteilungsleiter Fund Controlling & Operations Real Assets. „Es war uns daher besonders wichtig, den gesamten Prozess der Datenbeschaffung und -auslieferung für unsere Fondspartner aus einer Hand anbieten zu können.“

Die neuen ESG-Tools der HANSAINVEST berücksichtigen die aktuelle Regulatorik der Offenlegungsverordnung, der Taxonomie und der Principal Adverse Impact Indicators (PAI). Die Anwendungen werden auf Grundlage von regulatorischen und technischen Neuerungen kontinuierlich weiterentwickelt.

HANSAINVEST Real Assets ESG-Toolbox

Ein Toolkit zur individuellen Wahl der Nachhaltigkeitskriterien basierend auf der aktuellen Regulatorik der Offenlegungsverordnung, der Taxonomie und den PAIs.

HANSAINVEST ESG-Reporting

Die Reporting-Lösung zur Darstellung des ESG-Status-Quo sowie der Performance entlang eines 5-Star-Ratings. Das ESG-Reporting visualisiert und vergleicht die Entwicklung und Entwicklungspotenziale auf Fonds- sowie auf Objektebene.

HANSAINVEST RA Data Provider

Durch Rahmenvereinbarungen mit ausgewählten Data Providern für ESG-Daten werden Fondspartnern Messdaten für die Anlagengrenzprüfung mit Fokus auf umweltbezogene Daten geliefert.

HANSAINVEST RA Data Template

Das Data Template dient als Bindeglied für alle ESG-Tools und -Services und ermöglicht die Überführung der notwendigen Daten für die Anlagengrenzprüfung (AGP) gemäß Anlagenrichtlinie (ARL) und/oder ESG-Reporting.

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH wurde 1969 gegründet und ist Teil der SIGNAL IDUNA Gruppe. Als unabhängige Service-KVG für Real und Financial Assets erbringt die Hamburger Gesellschaft vielfältige Dienstleistungen rund um die Administration von liquiden und illiquiden Assetklassen. Der Hauptsitz befindet sich in Hamburg, zudem ist das Unternehmen mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main präsent. Über ein Tochterunternehmen ist die HANSAINVEST auch in Luxemburg vertreten. Aktuell werden von rund 300 Mitarbeitenden 440 Publikums- und Spezialfonds mit einem Bruttofondsvermögen von über 55 Milliarden Euro administriert.

 

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HANSAINVEST, Hanseatische Investment GmbH, Kapstadtring 8, D-­20095 Hamburg, Tel.: +49 40 30057­6292, Fax: +49 40 30057­4906292, www.hansainvest.de

FERI fördert mit innovativen Ansätzen die Entwicklung von SDG-Marktstandards

 

Angetrieben von der wachsenden Nachfrage institutioneller Investoren und flankiert von regulatorischen Vorgaben wirbt die Private Equity-Branche zunehmend mit dem Label „Nachhaltigkeit“ für ihre Produkte. Immer mehr Anbieter legen ESG- oder spezielle Impact-Fonds auf. Für die Anlageinstrumente und Fonds der Private Markets existieren jedoch schnell keine ESG-Bewertungsstandards oder offiziellen Datenbanken. Daher ist es für Investoren praktisch nicht möglich festzustellen, ob ein Investment wirklich nachhaltig ist oder ob das Management lediglich „Greenwashing“ betreibt. Will der Investor sichergehen, dass sein Kapitaleinsatz nachhaltig ist und sogar eine positive Wirkung erreicht, ist eine umfassende Prüfung sowohl des Anbieters als auch der jeweiligen Fondsstrategie unumgänglich. Denn nur so lässt sich das Risiko einer Fehlallokation von langfristig gebundenen Anlagegeldern vermeiden. „Um beurteilen zu können, ob eine als nachhaltig deklarierte Investmentstrategie gilt, was sie verspricht, muss man sehr genau hinschauen. Asset Manager und Fondsstrategie müssen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Wirkungserzielung glaubwürdig, realistisch und nachprüfbar sein“, sagt Carsten Hermann, Geschäftsführer FERI Trust GmbH.

Spezifische Renditechancen im Kontext Nachhaltigkeit

FERI hat daher seine bewährte Managerauswahl aus dem klassischen Private Equity-Bereich um ein spezielles Sourcing sowie innovative Prüfprozesse speziell für die Auswahl nachhaltiger oder Impact-Fonds ergänzt. Dazu arbeitet das FERI SDG-Office direkt mit dem internen Private Markets-Team zusammen. Die Zielfondsmanager müssen sowohl strenge ökonomische Analysen und Prüfungen bestehen als auch tiefgreifende Fragen zum Bewertungs- und Nachhaltigkeitsprozess untersuchen. Am Ende dieses Due Diligence-Prozesses wird die Qualität des Managers als Gesamtnote (Scoring) ermittelt. Für die Investoren sind die Berichterstattung und das laufende Monitoring der Anlagen von ebenso hoher Bedeutung. FERI hat dazu im Rahmen seiner ESG- und Impact-Prüfung spezielle Indikatoren und Bewertungsfaktoren eingeführt, welche später im Monitoring und Reporting zur Erfolgsmessung herangezogen werden, sowie ein eigenes „SDG-Mapping“ entwickelt. „Unsere Mandanten erhalten damit nicht nur Transparenz über die SDG-Kompatibilität bestehender Investments, sondern können zukünftig auch deren SDG-Beiträge erkennen und so den SDG-Wirkungsgrad ihres Portfolios gezielt steigern“, erklärt Antje Biber, Leiterin des FERI SDG Office. Das FERI Private Markets SDG-Konzept sowie innovative SDG-Anlageprodukte setzt FERI bei seinen Kunden derzeit bereits mit Erfolg ein. Näheres dazu stellt FERI unter anderem auch beim diesjährigen Institutional Money Kongress in Wiesbaden vor. sondern künftig auch deren SDG-Beiträge erkennen und so den SDG-Wirkungsgrad ihres Portfolios gezielt steigern“, erklärt Antje Biber, Leiterin des FERI SDG Office. Das FERI Private Markets SDG-Konzept sowie innovative SDG-Anlageprodukte setzt FERI bei seinen Kunden derzeit bereits mit Erfolg ein. Näheres dazu stellt FERI unter anderem auch beim diesjährigen Institutional Money Kongress in Wiesbaden vor. sondern künftig auch deren SDG-Beiträge erkennen und so den SDG-Wirkungsgrad ihres Portfolios gezielt steigern“, erklärt Antje Biber, Leiterin des FERI SDG Office. Das FERI Private Markets SDG-Konzept sowie innovative SDG-Anlageprodukte setzt FERI bei seinen Kunden derzeit bereits mit Erfolg ein. Näheres dazu stellt FERI unter anderem auch beim diesjährigen Institutional Money Kongress in Wiesbaden vor.

Die globale Asset Management-Industrie braucht beim Thema Nachhaltigkeit innovative Investmentlösungen und verbindliche Marktstandards. FERI sucht hierzu den aktiven Dialog mit der Investmentindustrie sowie mit Kunden und Geschäftspartnern und leistet in zahlreichen Initiativen und Institutionen, insbesondere als Mitglied der UN Principles of Responsible Investing (UN PRI), seit Jahren einen aktiven Beitrag.

 

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FERI AG, Haus am Park  Rathausplatz 8-10, 61348 Bad Homburg, Tel: +49 (0) 6172 916-0, Fax: +49 (0) 6172 916-9000, www.feri.de

Marktkommentar von Guy Wagner,BLI – Banque de Luxembourg Investments

 

Die Weltkonjunktur zeigt erste Anzeichen einer Verlangsamung, die durch den Anstieg der langfristigen Zinsen und den allgemeinen Preisanstieg ausgelöst wird, schreiben Guy Wagner und sein Team in ihrem jüngsten monatlichen Marktbericht „Highlights“.

In den USA macht sich die geringere Wirtschaftsaktivität vor allem in der Bauindustrie bemerkbar – einer Schlüsselbranche, die unter dem starken Anstieg der Hypothekenzinsen leidet. Der Konsum der privaten Haushalte und die Unternehmensinvestitionen nehmen jedoch weiter in einem eher stabilen Tempo zu. „In Europa betrifft die Verlangsamung vor allem das verarbeitende Gewerbe, das besonders unter der Störung der Lieferketten und den steigenden Energiekosten leidet, während der Dienstleistungssektor von der schrittweisen Aufhebung der letzten Lockdown-Maßnahmen profitiert“, sagt Guy Wagner, Chief Investment Officer (CIO) von BLI – Banque de Luxembourg Investments.

Die hartnäckige Inflation gibt Anlass zur Sorge vor einer Stagflation oder gar einer Rezession

In China sorgt die beinahe vollständige Abriegelung ganzer Millionenstädte wie Shanghai zu einem Einbruch fast sämtlicher Wirtschaftsindikatoren, sodass das offizielle BIP-Wachstumsziel von 5,5 % für dieses Jahr in Gefahr gerät. In Japan führt das geringe Lohnwachstum zu einer Erosion der realen Kaufkraft der Haushalte, obwohl die Inflation im Vergleich zu Europa oder den USA weniger ausufernd ist. „Insgesamt geben die hartnäckige Inflation und die Normalisierung der öffentlichen Ausgaben nach der Pandemie Anlass zur Sorge vor einer Stagflation oder gar einer Rezession“, meint der luxemburgische Ökonom.

Erste EZB-Zinsanhebung vermutlich im Juli

Nachdem der Vorsitzende der Federal Reserve Jerome Powell auf der letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses Anfang Mai den wichtigsten Leitzins um 50 Basispunkte erhöht hatte, wies er im Monatsverlauf darauf hin, dass der Prozess zur Verringerung der Inflation auf zwei Prozent schmerzhaft werden könne, aber unvermeidlich sei, wenn man verhindern wolle, dass sich die Inflation auf einem hohen Niveau festsetzt. In der Eurozone betonen die Währungshüter laufend, dass das Wertpapierankaufprogramm zu Beginn des dritten Quartals enden werde, um bei der Sitzung des EZB-Rats am 21. Juli eine Zinsanhebung in die Wege leiten zu können.

Langfristige Zinsen steigen in der Eurozone weiter an

In den USA haben die ersten Anzeichen für eine Stabilisierung der Inflation zumindest vorübergehend den Anstieg der Endfälligkeitsrenditen auf Staatsanleihen gestoppt. Insgesamt ging der zehnjährige Referenzzins im Mai zurück. In der Eurozone führten die Rekordinflationszahlen zu einem weiteren Anstieg der langfristigen Zinsen.

Geringe Volatilität an den Aktienmärkten

Im Mai war die Volatilität an den Aktienmärkte recht gering, so dass sich die meisten Aktienindizes im Monatsvergleich nur leicht veränderten. Auf Sektorenebene entwickelten sich einmal mehr die Energiewerte besonders gut: im Monatsverlauf stiegen sie um fast zehn Prozent und seit Jahresbeginn sogar um 40 Prozent. „Konsumgüter zeigten sich hingegen besonders schwach. Zyklische Konsumgüter landen in der Rangfolge der Wertentwicklung nach Sektoren seit dem ersten Januar 2022 sogar auf dem letzten Platz“, sagt Guy Wagner abschließend.

 

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Kommentar von Wolfgang Bauer, Fondsmanager im Public Fixed Income Team von M&G Investments:

 

„Die EZB ebnet den Weg für eine Zinserhöhung um 0,25 % auf ihrer nächsten Sitzung und für weitere Anhebungen danach. Die Zinsen noch länger auf ihrem historischen Tiefstand zu halten, wäre angesichts der galoppierenden Inflation in Europa nur schwer zu rechtfertigen gewesen. Letztlich steht die Glaubwürdigkeit der EZB auf dem Spiel.

Die Zentralbank steht bereits in der Kritik, weil sie nicht viel früher mit der Normalisierung der Geldpolitik begonnen hat. Das lässt sich im Nachhinein natürlich leicht sagen. Angesichts der komplexen wirtschaftlichen Dynamik während der Pandemie, für die es keinen Plan gab, ist es jedoch wahrscheinlich klug, die EZB nicht zu hart zu kritisieren.

Heute beherrschen die Äußerungen der EZB zu künftigen Zinserhöhungen die Schlagzeilen. Doch man sollte nicht unterschätzen, was das bevorstehende Ende der Nettokäufe von Vermögenswerten bedeutet. In den vergangenen Jahren waren diese Programme das wichtigste Instrument der EZB, um in Krisenzeiten das Vertrauen zu stärken und so die Stabilität der Finanzmärkte wiederherzustellen. Ohne Nettokäufe verfügen die Märkte über kein Sicherheitsnetz, was in Zukunft zu Phasen erhöhter Volatilität führen könnte.

Die EZB hat sich die Möglichkeit offengelassen, die Käufe im Rahmen des Pandemie-Notkaufprogramms (PEPP) wieder aufzunehmen, falls es zu erneuten Marktreaktionen im Zusammenhang mit Corona kommt. In Anbetracht der Inflation liegt die Messlatte für einen Ausstieg aus dem Ankauf von Vermögenswerten meiner Meinung nach jedoch sehr hoch. Es wären eine erhebliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten und eine drastische Marktkorrektur erforderlich, um die Ankäufe wieder auf die Tagesordnung zu setzen. In gewisser Weise ist der Put der Zentralbank also weit aus dem Geld – diese Option hat keinen Wert.“

 

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Marktanteil steigt auf 9,4 Prozent – Nachhaltige Kapitalanlagen übersteigen Marke von 500 Milliarden Euro

 

Zum dritten Mal in Folge ist das von Privatanleger:innen nachhaltig angelegte Kapital deutlich gestiegen und lag per Ende 2021 rund 230 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit Anlagen von insgesamt 131,2 Milliarden Euro halten Privatanleger:innen rund 36 Prozent der Nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland. 64 Prozent des unter Berücksichtigung von strengen umweltbezogenen, sozialen und auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung bezogenen Kriterien verwalteten Kapitals wurden zum Stichtag 31.12.2021 von institutionellen Anlegern investiert. Mit einem Gesamtvolumen von 501,4 Milliarden Euro erreichten Nachhaltige Geldanlagen ebenfalls einen neuen Rekordwert. Der Marktanteil nachhaltiger Geldanlagen am Gesamtmarkt sprang von 6,4 auf 9,4 Prozent. Berücksichtigt man zusätzlich die Kapitalanlagen, für die Nachhaltigkeitskriterien auf Unternehmensebene verankert sind, ergibt sich zum 31.12.2021 eine Gesamtsumme von rund 2,2 Billionen Euro für verantwortliche Investments in Deutschland. Dies sind die zentralen Ergebnisse des Marktberichts 2022, den das FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen heute der Öffentlichkeit vorstellt.

Privatanleger:innen sind Wachstumstreiber bei der Nachhaltigen Geldanlage

Nach einem bereits in den Vorjahren spürbar gestiegenen Interesse haben private Anleger:innen im Jahr 2021 massiv in Nachhaltige Geldanlagen investiert. Das von ihnen gehaltene Anlagevolumen stieg um 230 Prozent von 39,8 Milliarden Euro auf den neuen Rekordwert von 131,2 Milliarden Euro. In der Folge erhöhte sich der Anteil der von Privatanleger:innen gehaltenen nachhaltigen Kapitalanlage auf rund 36 Prozent. Im Gegenzug sank der Anteil der institutionellen Investoren am in Deutschland unter Anwendung von umweltbezogenen, sozialen und auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung bezogenen Kriterien – kurz: ESG-Kriterien – verwalteten Kapital auf 64 Prozent, trotz eines Zuwachses von 48,5 Milliarden Euro auf insgesamt 232,8 Milliarden Euro.

“Während institutionelle Investoren schon lange in dem Bereich aktiv sind und damit eine Vorreiterrolle eingenommen haben, wurden private Anleger:innen, die 2021 ihr Anlagevolumen mehr als verdreifacht haben, lange Zeit unterschätzt” erklärt Simon Dittrich, Studienleiter des FNG-Marktberichts. “Die wichtigste Triebfeder dabei war und ist in jedem Fall die Regulierung. Diese führte bereits dazu, dass nachhaltige Publikumsfonds viel breiter angeboten werden als früher.”

Nachhaltige Geldanlagen überspringen 500 Milliarden Euro-Marke

Rund 246,0 Milliarden Euro wurden per 31.12.2021 in nachhaltige Publikumsfonds investiert – 130 Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals hat das FNG dabei im Rahmen des Marktberichts die Fonds als nachhaltige Geldanlagen erfasst, die auf Basis der Vorgaben der Offenlegungsverordnung als Artikel-8- oder Artikel-9-Fonds klassifiziert sind. 93 Prozent der im Rahmen der Studie berücksichtigten Fonds waren dabei als Artikel-8-Fonds deklariert, 7 Prozent als Artikel-9-Fonds. Der Marktanteil nachhaltiger Publikumsfonds, Mandate und Spezialfonds stieg von 6,4 Prozent auf 9,4 Prozent. Noch höher lag der Anteil der nachhaltigen Publikumsfonds an der Gesamtsumme der Publikumsfonds in Deutschland: Rund jeder sechste Euro (16,7 Prozent) wurde per Ende 2021 in einem Artikel-8- oder Artikel-9-Fonds verwaltet. Berücksichtigt man neben den nachhaltigen Publikumsfonds, Mandaten und Spezialfonds auch die Kundeneinlagen der insgesamt 15 im Marktbericht erfassten Spezialbanken mit Nachhaltigkeitsfokus (45,8 Milliarden Euro) sowie die Eigenanlagen, die von Banken unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien verwaltet werden (47,1 Milliarden Euro), ergibt sich für die Nachhaltige Geldanlage in Deutschland ein Gesamtvolumen von 501,4 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

ESG-Integration löst Ausschlusskriterien als einflussreichste ESG-Anlagestrategie ab

Nachdem viele Jahre die Nutzung von Ausschlusskriterien die am weitesten verbreitete nachhaltige Anlagestrategie war, wurde dieser Spitzenplatz im Berichtsjahr von der ESG-Integration übernommen. Rund 336,6 Milliarden Euro wurden zum Stichtag 31.12.2021 unter Nutzung dieser Anlagestrategie verwaltet, bei der ESG-Kriterien und -Risiken in die traditionelle Finanzanalyse integriert werden. Dieser Ansatz fand bei 82 Prozent der im Rahmen des Marktberichts erfassten Publikumsfonds, Mandate und Spezialfonds Anwendung.

Auf Rang 2 der nachhaltigen Anlagestrategien landeten die Ausschlusskriterien. Auch sie wurden bei 82 Prozent der erfassten Publikumsfonds, Mandate und Spezialfonds umgesetzt, das mit Ausschlusskriterien verwaltete Vermögen summierte sich auf 335,6 Milliarden Euro. Besonders häufig werden dabei Unternehmen von der Kapitalanlage ausgeschlossen, die gegen Menschenrechte und Arbeitsstandards verstoßen oder in Korruption und Bestechung involviert sind. Zu den Top 5 der am häufigsten aktivierten Ausschlusskriterien gehören zudem der Ausschluss von Unternehmen, die Kohle fördern bzw. verstromen oder aktiv an Umweltzerstörungen beteiligt sind.

Aktien sind die wichtigste Anlageklasse, Immobilien gewinnen stark an Bedeutung

Mehr als jeder dritte in nachhaltige Publikumsfonds, Mandate und Spezialfonds angelegte Euro (36 Prozent) war per 31.12.2021 in Aktien investiert, 25 Prozent in Unternehmensanleihen. Damit flossen insgesamt 61 Prozent aller Nachhaltigen Geldanlagen in von Unternehmen emittierte Wertpapiere. Deutlich an Bedeutung gewonnen haben Immobilienfonds, auf die 21 Prozent der Nachhaltigen Geldanlagen entfallen. Die Immobilienfonds wurden im Rahmen des aktuellen Marktberichts auf Basis ihrer Klassifizierung als Artikel-8- oder Artikel-9-Fonds erstmals zu den Nachhaltigen Geldanlagen gezählt. Dabei wurden insgesamt 26 Immobilienfonds mit einem Gesamtvolumen von 72,2 Milliarden Euro berücksichtigt. 11 Prozent der nachhaltigen Kapitalanlagen entfielen auf öffentliche Anleihen, 7 Prozent auf Geldmarkt- und Bankeinlagen sowie Hedgefonds.

Verantwortliche Investments erreichen ein Volumen von 2,2 Billionen Euro

Wie die Nachhaltigen Geldanlagen haben auch die verantwortlichen Investments per Ende 2021 einen neuen Rekordwert erreicht. Mit insgesamt rund 2,17 Billionen Euro lag ihr Volumen um rund 12 Prozent über dem Vorjahreswert (1,93 Billionen Euro). In die Berechnung der verantwortlichen Investments fließen neben den Nachhaltigen Geldanlagen auch solche Kapitalanlagen ein, bei denen Nachhaltigkeitskriterien nicht auf Produktebene für einzelne Fonds oder Mandate definiert werden, sondern auf institutioneller Ebene für alle Kapitalanlagen berücksichtigt werden.

Bei 95 Prozent der verantwortlichen Investments wurde die Anlagestrategie ESG-Integration angewendet, mehrheitlich in Kombination mit Engagement und/oder normbasiertem Screening. Bei diesem Screening werden Investments im Hinblick auf ihre Konformität mit internationalen Standards und Normen, z. B. dem UN Global Compact oder den ILO Kernarbeitsnormen, überprüft. Das Engagement, also der langfristige Dialog der Investoren mit den Unternehmen, ist die zweitwichtigste Anlagestrategie bei verantwortlichen Investments, die bei rund 65 Prozent der Investments zum Einsatz kam. Auf Rang 3 folgt mit einem Anteil von 54 Prozent das normbasierte Screening.

Regulierung und steigende Nachfrage sind Schlüsselfaktoren für weiteres Wachstum

Für das laufende Jahr erwarten beinahe alle im Rahmen des Marktberichts befragten Experten ein weiteres Wachstum des nachhaltigen Kapitalmarktes. Rund jeder Vierte (22 Prozent) rechnet dabei mit einem Wachstum von bis zu 15 Prozent. 34 Prozent erwarten Wachstumsraten zwischen 15 und 30 Prozent, 41 Prozent sogar von mehr als 30 Prozent. Nur 3 Prozent der Befragten gehen von einem stagnierenden Markt aus.

Schlüsselfaktoren für die weitere Entwicklung des nachhaltigen Kapitalmarktes sind nach Einschätzung der Befragten Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Nachfrage der institutionellen Investoren sowie verstärkte Marketingaktivitäten der Anbieter und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Reputation. Insbesondere die zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen zählende Integration der ESG-Präferenzabfrage in die Beratungsgespräche, die dieses Jahr verpflichtend wird, wird auch die Nachfrage der privaten Anleger:innen weiter unterstützen. Sie landet auf Rang 4 der Schlüsselfaktoren für die weitere Marktentwicklung.

Der FNG-Marktbericht ist mit der Unterstützung von engagierten Verbandsmitgliedern erstellt worden. Wir danken dafür unseren Sponsoren und Unterstützern: Deka Investments, Union Investment, EB-SIM, Impact Asset Management, ISS ESG, Schroders, Bank im Bistum Essen, Ralf Lemster Financial Translations, Kepler-Fonds Kapitalanlagegesellschaft, SDG Investments, vividam – powered by FiNet Asset Management AG, EBS Executive School, EthiFinance, Finance in Motion, Green Growth Futura, imug rating, LBBW Asset Management, NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen, Oikocredit und Raiffeisen Capital Management.

Studie: Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2022 – Deutschland, Österreich und die Schweiz  https://www.forum-ng.org/fileadmin/Marktbericht/2022/FNG-Marktbericht_NG_2022-online.pdf

 

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Das Investitionsvolumen des offenen Immobilienpublikumsfonds ist von rund acht Mrd. Euro im Jahr 2020 auf 7,2 Mrd. Euro im Jahr 2021 gesunken. Wohn- und Logistikobjekte gewinnen weiter an Bedeutung.

 

Umfang hat die Transaktionen des vergangenen Jahres von 17 offenen Immobilienfonds untersucht. Ihre Investitionen summieren sich auf rund 7,2 Mrd. Euro. Die Aktivitäten der Fonds sind damit etwas geringer als 2020, als Immobilien für rund acht Mrd. Euro erworben wurden.

Hauptgrund für den Rückgang sind die geringeren Nettomittelzuflüsse: Sie sind 2021 mit 4,7 Mrd. Euro deutlich niedriger ausgefallen als im vorangegangenen Jahr (6,5 Mrd. Euro). Dass die Investitionen nicht in gleichen Maßen abgenommen haben wie die Zuflüsse, weist auf eine ungebrochen hohe Dynamik bei den Ankäufen hin.

Am kräftigsten investiert haben der hausInvest, der grundbesitz europa und der UniImmo: Deutschland. Die drei Fonds vereinen rund 40% der gesamten Bestandsinvestitionen in Höhe von 7,2 Mrd. Euro auf sich.

Wie 2020 entfällt der größte Teil der Ankäufe auf deutsche Bestandsobjekte (23% des Investitionsvolumens). Damit hat Deutschland zwar seine Position als beliebtestes Investitionsziel des offenen Immobilienfonds verteidigt, es hat jedoch eine leichte Bedeutung verloren. Denn 2020 betrug der Anteil Deutschlands noch 36%.

Trotz des Rückgangs bleiben deutsche Objekte das wesentliche Investitionsziel. In der jährlich von Scope durchgeführten Umfrage geben nahezu alle Asset Manager an, in den nächsten drei Jahren einen starken Fokus auf Ankäufe in Deutschland legen zu wollen.

Der Anteil der US-Immobilien an den gesamten Immobilieninvestitionen ist stark von 5% auf rund 18% gestiegen. Diese Entwicklung dürfte sich jedoch 2022 nicht in diesem Maße fortsetzen. Bei Investitionen außerhalb der EU schauen die Fonds derzeit verstärkt in Richtung Asien.

Büroimmobilien bleiben bei den Ankäufen sterben mit signifikantem Abstand Nutzungsart. Ihr Anteil war 2021 mit 70% weiterhin hoch. Investitionen in Wohnimmobilien belegen Platz 2, dicht an Logistikimmobilien mit jeweils rund 11%.

Einzelhandels- und Hotelimmobilien haben in den vergangenen Jahren erheblich eine Attraktivität eingebüßt und wurden weniger stark nachgefragt. Unter dem Eindruck der Covid-19-Krise ist dies eine nachvollziehbare risikoaverse Entwicklung. Einzelhandelsobjekte machten 2021 rund 6,5% der Ankäufe aus, Hotels nur noch 0,8%. Im Jahr zuvor lag letztere noch bei 7,0% der Investitionen in Bestandsinvestments.

 

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Grüne Anleihen finanzieren Projekte, die entscheidend für die Dekarbonisierung von Unternehmen und Gesellschaft sind

 

Green Bonds spielen eine immer wichtigere Rolle – nicht nur bei der Umlenkung von Kapital in nachhaltige Aktivitäten, sondern auch um zu gewährleisten, dass Unternehmen ihr Engagement gegenüber Investoren verstärken und ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele vorantreiben, so der jüngste Green Bond Impact Report von NN Investment Partner (NN IP).

Grüne Anleihen unterscheiden sich von herkömmlichen Anleihen dahingehend, dass die Erlöse für neue und bestehende Projekte bestimmt sind, die der Umwelt und einer nachhaltigeren Wirtschaft zugutekommen. Dazu zählen erneuerbare Energien, grüne Gebäude, Wassermanagement, sauberer Transport und Anpassung an den Klimawandel.

Ein Punkt, der noch diskutiert wird, ist die Frage, ob die Wertpapiere zusätzliches Kapital für den Umwelt- und Klimaschutz generieren, da sie möglicherweise zur Refinanzierung bestehender grüner Projekte oder Anlagen des Unternehmens emittiert werden.

Deshalb basiert die Green-Bond-Strategie von NN IP darauf, dass die Anleihe allein nicht ausreicht, um das Prädikat „Grün“ zu erhalten, sondern dass auch der Emittent ein nachhaltiges Verhalten an den Tag legen muss, damit seine grüne Anleihe die Überprüfung besteht. Glücklicherweise haben Untersuchungen von NN IP ergeben, dass Emittenten von Green Bonds eine viel höhere Wahrscheinlichkeit haben, sich an das 1,5°C- oder 2°C-Szenario des Pariser Abkommens zu halten, als Emittenten von nicht-grünen Anleihen. Dennoch, auch wenn dies darauf hindeutet, dass sich die Green-Bonds-Emittenten im Durchschnitt nachhaltiger verhalten, so ist Engagement entscheidend bei der Umsetzung, damit ein Höchstmaß an Erfolg durch Zusammenarbeit gemeinschaftlich erreicht werden kann. Der Green Bond Impact Report von NN IP zeigt dies anhand verschiedener Fallstudien aus dem vergangenen Jahr – mit positiven Ergebnissen.

Die Zeiten, in denen Investoren nur wenig über die zu investierenden Unternehmen wussten, sind längst Geschichte. Die Projekte und Beispiele für das Engagement in NN IPs Green Bond Impact Report zeigen den Unterschied, der durch eine aktive Beteiligung erreicht werden kann.

Kaili Mao, Green Bond Analyst bei NN Investment Partners, sagt: „Ein regelmäßiger Dialog mit den Emittenten während der gesamten Laufzeit einer Anleihe – von der Vorbereitung der Emission bis zur Berichterstattung über die Auswirkungen – liefert ebenfalls wichtigen Input für unsere Analyse. Durch unser Engagement können wir unser Verständnis verbessern und sie in Bezug auf Best Practices beraten.“

NN IP führte im vergangenen Jahr Gespräche mit 87 Green-Bonds-Emittenten, die weltweit in zehn Sektoren tätig sind. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Mercedes Benz[2]. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, seine neue Fahrzeugflotte und alle Produktionsanlagen bis 2039 CO₂-neutral zu gestalten. Das Unternehmen hat grüne Anleihen für ein Projekt emittiert, bei dem nicht mehr verwendbare Fahrzeugbatterien ein zweites Leben als Teil eines Stromspeichersystems erhalten. Die der Anleihe zurechenbare Wirkung von NN IP beträgt 60 Tonnen vermiedener Treibhausgasemissionen pro 1 Million Euro Investition.

Bram Bos, Lead Portfolio Manager Green Bond bei NN Investment Partners, sagt: „Green Bonds sind jetzt Mainstream auf den Anleihemärkten, und wir erwarten, dass sich dieses schnelle Wachstum fortsetzen wird. Wir gehen davon aus, dass die Emissionen 2022 trotz eines Rückgangs im ersten Quartal 600 Mrd. EUR erreichen werden, und dass Europa das Green-Bonds-Wachstum durch sein Konjunkturprogramm NextGenerationEU ankurbeln wird. Wir hoffen, dass auch die Regulierung den Markt weiter stärken und erweitern wird, indem sie mehr Offenlegung und Transparenz verlangt.“

Die Studie zeigt auch, dass die am häufigsten angegebene Messgröße für die Auswirkungen grüner Anleihen die vermiedenen jährlichen Treibhausgasemissionen sind. Sie stammen aus einer Reihe von Projekten, wie z. B. Anlagen für erneuerbare Energien, die dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, und öffentliche Verkehrsmittel, die es den Menschen ermöglichen, weniger mit dem eigenen Auto zu fahren.

Für die vier Fonds – NN (L) Green Bond, NN (L) Corporate Green Bond, NN (L) Sovereign Green Bond und den NN (L) Green Bond Short Duration – belief sich die Treibhausgasvermeidung 2021 auf insgesamt 532.920 Tonnen CO₂. Die höheren vermiedenen Emissionen pro Million Euro, die in den NN (L) Corporate Green Bond investiert wurden, sind auf den höheren Prozentsatz der Allokation in die Kategorie alternative Energien zurückzuführen.

Die Berechnung der Wirkungsmetrik von NN IP basiert auf Daten aus der eigenen Datenbank für Green Bonds. NN IP verfolgt und bewertet 1.140 Anleihen, die zehn Sektoren in 51 Ländern/Regionen umfassen.

 

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Große Sorgen und Ängste treiben Frauen mit Hinblick auf ihre Geldanlage um.

 

Mehr als die Hälfte befürchten, dass sie ihren Lebensstandard im Alter nicht halten können. Dementsprechend schreiben sie das Thema Sicherheit bei der Geldanlage besonders groß: 50 Prozent der Frauen in Deutschland setzen auf die vermeintliche Sicherheit des Sparbuches.

Das sind einige der Ergebnisse einer repräsentativen Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, die die Gothaer Asset Management AG (GoAM) vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Januar 2022 bereits zum dreizehnten Mal durchführen ließ. Doch sind Frauen wirklich so sicherheitsbedürftig, wie es scheint?

Überdurchschnittlich hohe Befürchtungen

Frauen haben mit Hinblick auf ihre Geldanlagen größere Sorgen und Ängste als Männer, vor allem in Bezug auf ihren Lebensstandard im Alter.

Um diesen sorgen sich Frauen deutlich stärker als Männer. 55 Prozent befürchten, dass ihre Geldanlagen später einmal nicht ausreichen werden, um ihren jetzigen Lebensstandard zu halten. Bei den Männern sind es nur 42 Prozent. Das ist ein Unterschied von 13 Prozentpunkten. „Eine sehr berechtigte Angst für Frauen. Auch heute ist es oft noch so, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Dementsprechend ist es auch meist die Frau, die bei der Karriere zurücksteckt, um die Kinder zu erziehen, indem sie den Großteil der Elternzeit nimmt, auf ein Teilzeitmodell umsteigt oder ihren Job erst einmal ganz aufgibt“, erklärt Claudia Kaczinski, seit 36 Jahren selbstständige Versicherungsberaterin. „So kann sie nicht ausreichend für das Alter vorsorgen und muss sich auf den Vater des Kindes verlassen – das bringt ein hohes Risiko mit sich. Für Frauen sollte es daher in der Beziehung einen finanziellen Ausgleich geben, der sie ausreichend absichert.“

Sicher ist sicher?

Auf die Frage, was für sie das wichtigste Anliegen bei der Geldanlage sei, nannten sowohl Männer als auch Frauen an erste Stelle Sicherheit. Mit 56 Prozent liegen Frauen hier aber sieben Prozentpunkte vor den Männern (49 Prozent). Dies zeigt sich auch in der Wahl der Geldanlage: Frauen tendieren noch stärker zu vermeintlich sicheren Anlageformen. Das Sparbuch steht für die Hälfte der Frauen auf Platz eins. Bei den Männern sind es nur 41 Prozent.

Bei etwas risikoreicheren Geldanlagen wie Fonds sind Frauen (27 Prozent) zurückhaltender als Männer (32 Prozent). Damit einhergehend zeigen sie eine deutlich geringere Risikobereitschaft. Während 50 Prozent der Männer bereit sind, für eine höhere Rendite auch ein größeres Risiko einzugehen, entscheidet sich die Mehrheit der Frauen dagegen (60 Prozent).

Sicherheit ist relativ. Schauen wir zum Beispiel auf meine eigene Selbstständigkeit: Viele haben gesagt, wie mutig von dir, dich mit 24 Jahren selbstständig zu machen. Aber was war daran mutig? Wenn ich in der Anstellung bin, dann habe ich einen Arbeitgeber – und der kann mich entlassen. Wenn ich aber 3.000 Kundinnen und Kunden habe, ist es sehr unwahrscheinlich, dass alle auf einen Schlag kündigen. Und genauso verhält sich das mit Fonds“, so Kaczinski. „Ein Vorteil von Fondsinvestments ist die Diversifikation, das bedeutet, dass Fonds gestreut in verschiedene Anlagen investieren. Ziel der Streuung in unterschiedliche Anlagen ist, das Risiko des Portfolios zu verringern.“

Nachhaltigkeit = Frauensache?

Nachhaltigkeit setzt sich aus drei Facetten zusammen: Umwelt- und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und vertrauenswürdige Unternehmensführung. Umwelt- und Klimaschutz halten 43 Prozent der Männer für die wichtigste Facette, bei den Frauen sind es nur 36 Prozent. Sie tendieren stattdessen eher zur sozialen Gerechtigkeit (40 Prozent). „Warum Frauen soziale Gerechtigkeit großschreiben, erklärt sich eigentlich von selbst“, ist die selbständige Versicherungsberaterin überzeugt. „Der so genannte Gender Pay Gap oder ein geringeres Einkommen durch Babypausen sind noch immer weit verbreitet. Zudem sind ein Großteil der Menschen in sozialen Berufen Frauen, die so die täglichen Ungerechtigkeiten hautnah miterleben.“

Eine Geldanlage sollte nachhaltig sein: Davon sind 62 Prozent der Frauen überzeugt. Bei den Männern sind es vier Prozentpunkte weniger (58 Prozent). Dementsprechend wären auch 53 Prozent der Frauen bereit, zugunsten von Nachhaltigkeit auf Rendite zu verzichten, während es bei den Männern mit 50 Prozent etwas weniger sind.

Zur Studie:

Die Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen wurde im Auftrag der Gothaer Asset Management AG vom Meinungsforschungsinstitut forsa vom 3. bis 5. Januar 2022 mit Hilfe computergestützter Telefoninterviews durchgeführt. Dabei wurden 1.002 Bundesbürger ab 18 Jahren nach einem systematischen Zufallsverfahren repräsentativ ausgewählt und befragt.

 

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Marktkommentar von Nico Baumbach, SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH

 

Das Jahr 2022 hat bislang reichlich Impulse bereitgehalten, sich mit Edelmetallen, allen voran den klassischen Krisenmetallen Gold und Silber, einzudecken – leider. Der Überfall Russlands auf die Ukraine ist sicherlich am präsentesten. Doch dieser Krieg verstärkt auch andere Effekte: Die reduzierten Getreide- und Energieexporte treiben die Preise an den Märkten und werden mittelbar zu Knappheit in den ärmsten Ländern dieser Welt führen, zuvorderst in Afrika. Die zusätzlich aufkommende Not wird bestehende Migrationsbewegungen verstärken. Die Versuche westlicher Regierungen, ihrer Wahlbevölkerung durch Steuersenkungen und Subventionen eine Absenkung des Lebensstandards zu ersparen, die mit der flächigen Inflation einhergeht, werden scheitern. Sie steigern aber die Staatsverschuldung und bieten der grassierenden Inflation keinen Einhalt.

Die Zinswende signalisiert Opportunitätskosten

Dass Gold in den ersten Monaten dieses Jahres dennoch keine neuen Rekordhochs erklommen hat und aktuell nur leicht höher als zu Jahresbeginn steht, hängt an der begonnenen Zinswende in den USA. Denn während Gold für viele Privatanleger – ob nun in Europa, Asien oder den USA – ein nahezu konkurrenzloses Krisenmetall bleibt, ist es für viele Großanleger lediglich eine Möglichkeit unter vielen; wenngleich Gold als diversifizierender Portfoliobaustein auch unabhängig von aktuellen Krisen seinen Wert hat.

In den zurückliegenden zinsfreien oder gar durch negative Zinsen gekennzeichneten Jahren war Gold für diese Großanleger gleichwohl ein Hafen, der hinsichtlich seiner fehlenden regelmäßigen Erträge nicht schlechter, teilweise sogar besser dastand als die Rentenmärkte für Euro- und US-Dollar-Titel. Das hat sich radikal geändert: Wo noch vor einigen Monaten ein Billionen-Volumen verzinslicher Wertpapiere im negativen Bereich notierte, bekommen Anleger für 10-jährige US-Treasuries wieder über 2,5 Prozent und für Bundesanleihen nahezu 1 Prozent. Auch im 2-jährigen Bereich liegen die Zinsen wieder im Plus.

An Krisen kann man sich gewöhnen

Plötzlich muss das Halten von Gold wieder mit dem Verzicht auf Zinsen bezahlt werden. In der Abwägung mit den eingangs beschriebenen Risiken scheinen einige Anleger dazu nicht mehr bereit. Dies gilt umso mehr, als man sich auch an Angst gewöhnen kann. Insofern verbreitet ein drei Monate währender Krieg nicht mehr dieselbe Unruhe wie ein drei Tage alter Krieg. Das ist für die menschliche Psyche normal und für die eigene Funktionsfähigkeit eine positive Eigenschaft. Aber es reduziert die akute Nachfrage nach Rettungsankern wie Gold.

Erschwerend kommt hinzu, dass der US-Dollar in den vergangenen Wochen massiv gewonnen hat. Denn während die FED die Zinswende nicht nur angekündigt, sondern in Form von Leitzinsanhebungen auch geliefert hat, beschränken sich EZB-Vertreter noch auf die rein verbale Schiene. Im Ergebnis ist der US-Dollar die attraktivere Anlagewährung. Für einen in Euro rechnenden Anleger sollte allerdings weniger der offizielle, in US-Dollar angegebene Preis der Feinunze relevant sein, sondern der in Euro umgerechnete. Dieser notiert seit Jahresbeginn deutlich im Plus – weil eben der Anstieg des US-Dollars das Gold zusätzlich verteuert hat.

Die Erwartung auf sinkende Inflationsraten baut auf Hoffnung

Anleger sollten so oder so Gold – und in seinem Schlepptau das Silber – nicht zu früh abschreiben. Ein Blick zurück, beispielsweise in die 70er Jahre, zeigt, dass in Phasen steigender Preise bei zugleich schrumpfender Wirtschaft die beiden Metalle – neben fossilen Energieträgern – zu den Gewinnern gezählt haben. Und eben eine solche Phase sagen viele Ökonomen für die nahe Zukunft voraus. Dass die USA einen Exportstopp für das heimische Erdöl zu diskutieren beginnen, passt – leider – genau in dieses Bild, das sich privat niemand wünschen wird, das aber eben dafür spricht, sich weiterhin breit aufzustellen. Denn dass die neuen Renditeniveaus dies- und jenseits des Atlantiks ausreichen sollen, um Anlegern eine positiven Realverzinsung zu sichern, knüpft an die Erwartung an, dass die Inflationsraten binnen Jahresfrist auf Niveaus von unter 3 Prozent zurückfallen. Diese Erwartung aber enthält reichlich Hoffnung – insbesondere nämlich auf ein wie auch immer geartetes, absehbares Ende des Ukraine-Krieges. Bleibt dieses Ende aus, wird die Inflation hoch bleiben.

Dafür spricht auch, dass die globalen Lieferketten noch immer haken und zudem aus westlicher Sicht neu sortiert werden sollen: nicht nur mit Blick auf Russland, sondern auch mit Blick auf China. Das aber dürfte angesichts des Netzes, das mit der weltgrößten Exportnation deutlich engmaschiger geknüpft ist als mit Russland, sowohl für die USA als auch für Europa mit noch flächigeren Preissteigerungen einhergehen.

Minen geben Preiserhöhungen weiter

Die Minenbetreiber auf diesem Globus werden von diesen Neuorientierungen vergleichsweise unbehelligt bleiben. Zwar hat die Londoner Edelmetallbörse LME begonnen, russisches Palladium zu besteuern. Doch sind andere bekannte Lagerstätten nicht in der Lage, den Bedarf zu decken. Ergo treibt das lediglich die Preise. Und wenn die Inflation neben den Energie- auch die Personalkosten treiben sollte, haben Minenbetreiber es vergleichsweise leicht, auch das in Form von Preiserhöhungen weiterzugeben.

Minenaktien bleiben also ein Kauf – auch und weil es nicht nur im weiteren Jahresverlauf sinnvoll sein wird, Edelmetalle und dabei zuvorderst Gold im eigenen Portfolio zu halten. Zwar würde ich mich persönlich über eine Welt freuen, in der es keinen Bedarf mehr für diesen materiellen Rettungsanker gibt. Aber auf diesen Tag werden wir mit Blick auf die Irrationalität aggressiver Autokraten noch sehr, sehr lange warten müssen.

 

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Rendite offener und geschlossener Fonds erstmals vergleichbar – Anleger und Fondsgesellschaften profitieren von einheitlichem Rechenansatz

 

Der deutsche Fondsverband BVI hat ein Konzept entwickelt, um die Wertentwicklung geschlossener Fonds auf Basis des etablierten Ansatzes für offene Fonds zu berechnen. Damit sind erstmals Vergleiche zwischen offenen und geschlossenen Fonds wie auch innerhalb geschlossener Fonds möglich. Der Bedarf für einen einheitlichen Rechenansatz ergibt sich aus der Praxis, da viele Fondsgesellschaften inzwischen offene und geschlossene Fonds verwalten. Vor allem institutionelle Anleger sind in beiden Fondstypen investiert und profitieren von einem einheitlichen Verfahren für die Wertentwicklungsberechnung.

Bei der Übertragung des Rechenansatzes aus der offenen in die geschlossene Welt waren Anpassungen erforderlich. Denn geschlossene Fonds haben eine andere Vorschrift zur Bewertungsfrequenz als offene Fonds. Zudem gibt es bei geschlossenen Fonds keine Möglichkeit, Auszahlungen (Ausschüttungen oder Substanzauszahlungen) wieder anzulegen. Die Methode des BVI überwindet beide Hindernisse, indem sie den Ansatz der offenen Fonds weiterentwickelt. Bei der für geschlossene Fonds gesetzlich vorgegebenen Bewertungsfrequenz (einmal pro Kalenderjahr) greift der Verband die Entwicklung in der Praxis auf, dass bei diesen Fonds freiwillig meist eine vierteljährliche oder monatliche indikative Ermittlung des Netto-Inventarwertes erfolgt. Damit rückt die geschlossene Welt an die offene Welt heran. Das aus Sicht des Anlegers bestehende Problem der fehlenden Wiederanlage von Auszahlungen löst der BVI, indem die Auszahlungen an die Anleger rechnerisch einem Benchmark-Portfolio zugeführt werden, das mit dem im geschlossenen Fonds verbleibenden Investment eine Einheit bildet. Es dient in der Startphase eines geschlossenen Fonds zugleich als Topf für die noch nicht abgerufenen Teile des ursprünglich zugesagten Eigenkapitals. Die Kombination aus einem indikativen Netto-Inventarwert und einem aus Fonds- sowie Benchmark-Portfolio bestehenden Hybridportfolio lässt eine Performancemessung analog zur offenen Welt zu. Das 48-seitige Papier des BVI gibt neben der Berechnungsmethode eine Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes, Beispielrechnungen und Anregungen für die praktische Umsetzung.

 

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Gestörte Lieferketten in immer mehr Sektoren, Inflationsraten so hoch wie seit fast 50 Jahren nicht mehr und ein Abwärtstrend bei den Zinsen, der sich dem Ende entgegenneigt:

 

Die Coronavirus-Pandemie und der russische Überfall auf die Ukraine haben nicht nur in der Politik für eine „Zeitenwende“ gesorgt, sondern auch in der Weltwirtschaft und an den Kapitalmärkten. Wie ein Multi-Asset-Total-Return-Portfolio für dieses grundsätzlich veränderte Umfeld aussehen sollte, darüber sprachen Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager des DWS Concept Kaldemorgen und Christoph Schmidt, Co-Fondsmanager und Leiter des Multi-Asset-Total-Return-Teams, am Mittwoch auf der Multi-Asset-Presseveranstaltung der DWS.

Inflation wird zum strukturellen Phänomen

„Die hohen Inflationsraten, bislang zumeist als vorübergehend bezeichnet, werden zu einem strukturellen Phänomen“, sagte Kaldemorgen. Dazu werde eine sich abschwächende Globalisierung beitragen, was zu niedrigerer Produktivität und höheren Kosten führen werde. Gleichzeitig würden die Versuche, den Klimawandel zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen, sich definitiv nicht disinflationär auswirken. „Bereits in der Vergangenheit haben die geldpolitischen Antworten der Notenbanken auf solche Entwicklungen dafür gesorgt, dass ein ‚soft landing‘ eher die Ausnahme als die Regel war. Noch dazu liegen die Währungshüter schon jetzt reichlich ‚behind the curve‘“ so der Fondsmanager. Erschwerend komme hinzu, dass durch den Wegfall der billigen Energie aus Russland und die nötigen drastisch steigenden Ausgaben für militärische Verteidigung die so genannte Friedensdividende aufgebraucht sei, von der Europa und besonders Deutschland jahrzehntelang profitiert hätten. „Die makroökonomischen Konsequenzen all dieser Entwicklungen sind beunruhigend. Die Konsumnachfrage wird wegen der Teuerung sinken und die Unternehmen werden zusätzlich unter fallenden Margen und steigenden Finanzierungskosten leiden“, prognostizierte Kaldemorgen.

Von Dollar und Gold profitiert

Angesichts der Inflationsentwicklung und dem zuvor historisch niedrigen Zinsniveau seien Staatsanleihen mit langer Laufzeit mittlerweile extrem riskant und hätten ihre Funktion als „sicherer Hafen“ verloren. Gleichzeitig kompensierten Unternehmensanleihen das Risiko sich verschlechternder Kreditqualität nicht hinreichend. „Vor diesem Hintergrund haben wir langlaufende Treasuries und Bunds geshortet, was uns in den ersten Monaten 2022 einen ordentlichen Ertrag aus dem Anleihenportfolio beschert hat“, so der Fondsmanager. Obwohl Anleihen in der Breite derzeit keine attraktive Anlageklasse seien, habe man dem Portfolio zuletzt kurzlaufende Treasuries und in Dollar denominierte Anleihen supranationaler Emittenten hinzugefügt. So rentierten zweijährige US-Staatsanleihen derzeit mit rund 2,6 Prozent, was ein vernünftiges Risiko-Rendite-Verhältnis bedeute. Unter dem Strich habe damit auch der starke Dollar neben der vergleichsweise hohen Gold-Position zur Wertentwicklung des DWS Concept Kaldemorgen beigetragen. „Trotz des Gegenwinds durch eine zu erwartende straffere Geldpolitik und zahlreiche geopolitische Risiken bleiben Aktien unserer Ansicht nach jedoch unverändert die Anlageklasse mit dem größten Ertragspotenzial. Daher streben wir den höchstmöglichen Aktienanteil in unserem Portfolio an. Die Frage ist also nicht, ob man in Aktien investiert, sondern in welche“, sagte Kaldemorgen.

Intelligent kombiniert können Aktien diversifizieren wie Anleihen

Die große Herausforderung bestehe dabei darin, ein Aktienportfolio zu konstruieren, in dem die einzelnen Bestandteile eben jene Diversifikationsbeiträge lieferten, die für ein robustes Portfolio über unterschiedliche Marktszenarien hinweg zwar unabdingbar seien, die mit Anleihen jedoch nicht mehr erzielt werden könnten, erläuterte Christoph Schmidt. „Dass auch Aktien wie Anleihen unterschiedliche Zinsänderungsrisiken aufweisen, hat nicht zuletzt die gegenläufige Wertentwicklung von Growth- und Value-Titeln gezeigt, wo in diesem Jahr bislang ein in Euro gerechnetes Minus von 22 Prozent einem mehr oder weniger unveränderten Niveau gegenübersteht“, sagte der Fondsmanager. Als erfolgreicher Ansatz für die entsprechende Strukturierung eines Aktienportfolios habe sich dabei die Aufteilung in die drei thematischen Töpfe „Wachstum“, „Stabilität“ und „Zyklik“ erwiesen. Allerdings dürften diese drei Bestandteile nicht naiv gleich hoch gewichtet werden, sondern müssten vielmehr entsprechend ihrer jeweiligen Risikobeiträge zum gesamten Aktienportfolio und passend zum aktuellen Marktumfeld repräsentiert sein. „Konkret bedeutet dies, dass wir zuletzt aufgrund der eskalierenden Ukraine-Krise, der Erwartung einer strafferen Geldpolitik und der Unsicherheiten hinsichtlich der neuerlichen Corona-Lockdowns in China den Anteil des ‚Stabilitäts‘- zu Lasten des ‚Wachstums‘- und ‚Zyklik‘-Topfs auf rund 50 Prozent erhöht haben“, so Schmidt. Dabei liege der Schwerpunkt auf defensiven Papieren mit attraktiven Dividendenrenditen etwa aus dem Pharma- und Telekommunikationssektor, die damit Qualitäten böten, die bei Anleihen nicht mehr zu finden seien.

Wachstumswerte nicht weiter reduzieren

Mit Blick auf die Wachstumswerte sagte der Portfoliomanager, dass die von steigenden Zinsen ausgelösten Bewertungskorrektur mittlerweile großteils abgeschlossen sein dürfte. „Zwar war der jüngste Ausverkauf im Technologiesektor nicht nur der Zinsentwicklung geschuldet, sondern hat auch Bedenken hinsichtlich des Gewinnausblicks reflektiert, dennoch sind wir der Auffassung, dass Wachstumswerte aus unserer Total-Return-Perspektive weiter einen substanziellen Anteil an einem gut ausbalancierten Aktienportfolio haben sollten. Im DWS Concept Kaldemorgen sind es aktuell rund 25 Prozent“, so Schmidt. Gleichzeitig sei bei zyklischen Titeln weiter Vorsicht geboten, weshalb dieser Korb im Portfolio auch am niedrigsten gewichtet sei. „Vor allem der Energie- und der Minensektor haben zuletzt zwar kräftig von den steigenden Rohstoffpreisen profitiert und werden häufig als Inflationsabsicherung betrachtet. Das ist angesichts der Gefahr einer nachlassenden makroökonomischen Dynamik unserer Ansicht nach aber eine riskante Einschätzung”, sagte er.

Aktien könnten in den kommenden Jahren im Schnitt sieben Prozent bringen

Was die Kombination aus hoher Inflation und steigenden Zinsen für den Aktienmarkt in den kommenden Jahren bedeuten könne, skizzierte Klaus Kaldemorgen anhand der 1970er, die vor allem aufgrund der ersten Ölkrise von vergleichbaren Bedingungen geprägt gewesen seien. „Zwischen 1973 und 1975 hat der Markt stark auf diese Entwicklung reagiert, wobei US-Aktien um rund 15 Prozent gefallen sind. Der Grund dafür war aber eine kräftige Straffung der Geldpolitik, die die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf beinahe 15 Prozent nach oben katapultiert hatte. Eine solche Entwicklung halte ich in diesem Jahrzehnt aber für hochgradig unwahrscheinlich“, so der Fondsmanager. In den vergangenen zehn Jahren seien die globalen Aktienmärkte in Euro gerechnet dann um etwa zwölf Prozent p.a. gestiegen. „Angesichts des strukturellen Gegenwinds sollten wir meiner Ansicht nach also damit zufrieden sein, wenn die Aktienmärkte uns einen durchschnittlichen nominalen Ertrag von jährlich sieben Prozent bescheren würden“, sagte Kaldemorgen.

Über die DWS Group

Die DWS Group (DWS) ist einer der weltweit führenden Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 902 Milliarden Euro (Stand: 31. März 2022). Sie blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung zurück und genießt in Deutschland, Europa, Amerika und Asien einen exzellenten Ruf. Weltweit vertrauen Kunden der DWS als Anbieter für integrierte Anlagelösungen. Sie wird über das gesamte Spektrum der Anlagedisziplinen hinweg als Quelle für Stabilität und Innovation geschätzt.

 

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Volumen von 1,25 Mrd. USD

 

Erste US-Dollar-denominierte grüne Nachranganleihe einer europäischen Versicherung auf dem US-Markt (Rule 144A)

Christoph Jurecka, Finanzvorstand: “Mit der erfolgreichen, erstmaligen Platzierung einer Nachranganleihe auf dem US-Markt hat Munich Re eindrucksvoll ihre Attraktivität für neue Investorenkreise demonstriert. Mit der Ausgestaltung der Anleihe als Green Bond haben wir als erster europäischer Versicherer in diesem Marktsegment Neuland beschritten. Zugleich unterstützen wir mit dem Green Bond die Klimaziele unserer Strategie ‚Ambition 2025‘.”

Nach den in 2020 und 2021 erfolgreich platzierten grünen Anleihen hat Munich Re zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte erfolgreich eine grüne Nachranganleihe im Rahmen einer Privatplatzierung an qualifizierte institutionelle Käufer in den USA unter der Rule 144A sowie außerhalb der USA in Übereinstimmung mit Regulation S des U.S. Securities Act von 1933 platziert. Über die Emission dieser Anleihe in dem global bedeutenden USD-144A-Marktsegment ist es Munich Re gelungen, ihren Investorenkreis zu verbreitern und zu diversifizieren.

Das Emissionsvolumen beträgt 1,25 Mrd. USD. Die Anleihe hat einen Coupon von 5,875 % und eine Laufzeit bis 2042.

Der Green Bond unterstreicht das Engagement von Munich Re für das Pariser Klima-Abkommen und unterstützt ihr strategisches Ziel, zur Bekämpfung des Klimawandels die Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien deutlich zu erhöhen. Mit dem eingesammelten Kapital werden geeignete Projekte, wie sie in dem „Green Bond Framework“ von Munich Re definiert sind, finanziert oder refinanziert. Hierzu zählen Eigen- und Fremdkapitalinvestitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz, nachhaltiges Transportwesen, grüne Gebäude, nachhaltiges Wasser(management), ökoeffiziente Wirtschaft und/oder Kreislaufwirtschaft, sowie nachhaltige Bewirtschaftung von Ressourcen und Land.

 

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Angeheizt durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine sind die Preise vieler Rohstoffe stark angestiegen – Viele Experten empfehlen Öl, Kupfer und Co als Absicherung gegen die stark ansteigende Inflation sowie als Beimischung – Doch direkte Rohstoffinvestments beinhalten Besonderheiten, die Anleger berücksichtigen sollten

 

Um 36 Prozent ist der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent zwischen Anfang dieses Jahres und Mitte Mai nach oben gegangen. In der Spitze lag das Plus sogar bei über 60 Prozent. Auch bei anderen Rohstoffen explodierten die Preise förmlich. So ist die Notierung von Nickel seit Jahresbeginn zwischenzeitlich um 80 Prozent geklettert. Und die Preissteigerungen bei anderen Industriemetallen oder bei Agrarrohstoffen sind ebenfalls erheblich. „Diese Entwicklung hat sehr viel mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine zu tun“, erklärt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board (FPSB) Deutschland. „Schließlich kam es damit bei vielen Rohstoffen zu Unterbrechungen in der Lieferkette, was zu diesen massiven Preisanstiegen beigetragen hat.“ Dazu kam, dass die Nachfrage nach Rohstoffen, bedingt durch die Wiedereröffnung vieler Volkswirtschaften nach den Lockdowns, stark zugenommen hat. Und diese erhöhte Nachfrage traf bei vielen Rohstoffen auf ein vergleichsweise starres und knappes Angebot.

Rohstoffinvestments ohne laufende Erträge

Das alles wiederum machte sich in rasant steigenden Inflationsraten bemerkbar. Aus diesem Grund empfehlen Anlageexperten derzeit als Schutz gegen die zunehmende Teuerung immer wieder, in Rohstoffe zu investieren. Wer das tut, sollte sich aber einiger Besonderheiten von direkten Rohstoffinvestments bewusst sein. „Egal ob Gold, Öl oder Industriemetalle, sie alle bringen keine laufenden Erträge oder Cashflows“, sagt Prof. Tilmes, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch Academic Director Finance & Wealth Management an der EBS Executive School, Oestrich-Winkel, ist. „Und damit ist, anders als bei Anleihen oder Aktien, nicht festzustellen, ob sie nun gerade zu teuer, zu günstig oder fair bewertet sind.“ Aufgrund dieser fehlenden Einnahmeströme eignen sich Rohstoffe nur bedingt für den langfristigen Vermögensaufbau.

Dazu kommt eine weitere Besonderheit von allen Rohstoffen, die keine Edelmetalle sind: das Problem der Lagerung. So lässt sich ein Goldbarren oder eine Silbermünze zum Beispiel in einem Schließfach zwar gut aufbewahren. Bei Öl, Kupfer und Agrarrohstoffen funktioniert das aber nicht. Dafür gibt es inzwischen Exchange Traded Commodities (ETC), mit denen Anleger auf die Entwicklung des Kupfer- oder Ölpreises setzen können. „In der Regel investieren ETCs aber in Future-Kontrakte, also eine vertragliche Vereinbarung über die Lieferung des zugrundeliegenden Rohstoffs zu einem bestimmten Preis und einem Zeitpunkt in der Zukunft“, erklärt der FPSB-Vorstand. „Da solche Kontrakte aber irgendwann auslaufen, muss der Future, da die Lieferung des Rohstoffs bei einem ETC nicht vorgesehen ist, zuvor verkauft und durch einen neuen ersetzt werden.“ Ist dieser Kontrakt teurer als der vorhergehende, entstehen Rollverluste. Auch wenn es inzwischen rolloptimierte Produkte gibt, so führt diese Konstruktionsweise doch auch dazu, dass sich ETCs nicht immer exakt so entwickeln wie die Notierung des Rohstoffs selbst. Das führt bei Anlegern oft zu Enttäuschungen.

Rohstoffaktien als potenzielle Alternative

„Ein direktes Investment auf die Preisentwicklung eines Rohstoffs ist für Privatanleger, vor allem für diejenigen, die sich nicht wirklich damit auskennen, nicht empfehlenswert“, sagt der FPSB-Vorstand. Dennoch kann es als Absicherung gegen die derzeit sehr hohe Inflationsrate Sinn machen, eine stärkere Position im Rohstoffbereich im Portfolio einzugehen. „Wichtig ist dabei aber, dass man die Vermögensallokation, die auf die individuellen Anlageziele und die persönliche Risikoneigung abgestimmt sein sollte, nicht aus den Augen verliert“, sagt Tilmes weiter.

Eine Alternative zur direkten Beimischung von Industriemetallen oder Öl könnten Rohstoffaktien sein, da die dahinter stehenden Unternehmen ebenfalls von den steigenden Rohstoffpreisen profitieren und so auch einen gewissen Schutz gegen höhere Inflationsraten bieten können. Dabei rät der Experte aber, die Unterstützung durch Anlageexperten und Finanzplaner wie die vom FPSB zertifizierten CFP® -Professionals in Anspruch zu nehmen. Sie sind aufgrund ihrer hervorragenden Ausbildung und laufenden Weiterbildung in der Lage, ein Portfolio auf ein verändertes Anlageumfeld hin anzupassen, ohne die langfristigen Ziele des Anlegers zu vernachlässigen. Und sie können wichtige Hinweise geben, ob zum Beispiel Rohstoffaktien und wenn ja, welche Produkte, als Beimischung in einem Portfolio Sinn machen können.

 

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Financial Planning Standards Board Deutschland e.V., Eschersheimer Landstraße 61-63, 60322 Frankfurt am Main, Tel: 069 9055938-0, Fax: 069 9055938-10, www.fpsb.de

Hohe Wettbewerbshürden schützen Investoren im konjunkturellen Sturm

 

Der Vermögensverwalter Wagner & Florack erwartet durch eine historisch einmalige Kostenexplosion einen zunehmenden Margendruck bei vielen Unternehmen im Umfeld der anhaltenden Corona-Quarantänen, der harten Lockdowns in China und des Ukraine-Krieges. Die Inflation laste zunehmend auf Gewinnen und Bewertungen von Unternehmen mit hoher Energie- und Rohstoffabhängigkeit, hohem Kapitalbedarf und hoher Wettbewerbsintensität, die den Kostendruck nicht mit Preissteigerungen abfedern können.

„Nur wenige Aktien taugen als Inflationsschutz“, betont Dominikus Wagner, Firmengründer sowie Fondsmanager des Wagner & Florack Unternehmerfonds. „Entscheidend ist, ob ein Unternehmen trotz Preissteigerungen die Gewinnmargen halten kann. Nur dann führt Inflation zu einem höheren Umsatz, mehr Gewinn und einem höheren Unternehmenswert. Das ist neben der Dividende der wichtigste Inflationsschutz für den Investor.“

Voraussetzung für einen tatsächlichen Inflationsschutz ist nach Überzeugung von Wagner eine starke Marktstellung, um steigende Kosten aufgrund teurerer Vorprodukte und Versorgungsengpässe an Kunden weiterzugeben. „Der Wind weht sehr rau von vorne und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern. Deshalb konzentriert sich der Wagner & Florack Unternehmerfonds auf Markenfirmen mit hoher Innovationskraft und Service- und Produktqualität.“

Als Beispiel führt Wagner den Konsumgüterkonzern Procter & Gamble an, der ein sehr gutes erstes Quartal 2022 mit organischem Umsatzwachstum und einer nahezu gleich hohen Gewinnmarge gemeldet hat. Wachstumstreiber waren Preiserhöhungen und starke Absatzzahlen bei Gesundheitsprodukten sowie die Einführung neuer, häufig teurerer Produktkategorien. Der Trend zur „Premiumisierung“ mit der Durchsetzung höherer Preise für qualitativ hochwertige Produkte im Premiumsegment einer Kategorie wird konsequent fortgesetzt. Ähnliches gelte auch für den Nahrungsmittel-Multi Nestlé, der in den vergangenen 12 Monaten die Preise seiner Produkte kumuliert um 12,1 Prozent bei gleichbleibender Gewinnmarge erhöht hat. Daran lässt sich ein wirksamer Inflationsschutz ablesen!

„Wir sitzen gerne windgeschützt hinter einer Mauer, vor allem wenn der Sturm bläst. Diese Mauern sind in unserem Fall die hohen Wettbewerbshürden der Unternehmen, an denen wir uns beteiligen, die momentan kaum hoch genug sein können“, sagt Wagner. „Aber trotz aller Unsicherheit dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass der Sturm auch wieder nachlassen wird. Vor allem die Lieferkettenprobleme und damit verbundene Margenbremsen sind temporär. Wenn die Zeit der wirtschaftlichen Erholung gekommen ist, bleiben Effizienz und Skaleneffekte aus den notwendigen Anpassungen auch als eine solide Basis für ruhigere Marktphasen.“

Über Wagner und Florack

Die Wagner & Florack AG ist eine bankenunabhängige und inhabergeführte Investmentboutique mit Sitz in Bonn und Köln. Oberstes Gebot der Anlagepolitik ist die langfristige Wahrung und Mehrung des Kapitals der Investoren. Hierzu investiert Wagner & Florack langfristig und mit unternehmerischer Sichtweise in höchste „Qualität“. Basis des Handelns ist die eigene, tiefe und unternehmerische Analyse von Unternehmen. Als eigentümergeführtes Unternehmen ist Wagner & Florack dabei frei von Interessen Dritter und die handelnden Personen sind selbst im Wagner & Florack Unternehmerfonds investiert. Somit besteht Interessengleichheit mit den Investoren.

Dominikus Wagner und Christian Florack haben das Vermögensverwaltungsunternehmen 2003 gegründet und verwalten heute insgesamt über 500 Millionen Euro im Auftrag vermögender Privatpersonen, gemeinnütziger Institutionen und institutioneller Investoren. Das Fondsvermögen des 2012 aufgelegten „Wagner & Florack Unternehmerfonds“ beläuft sich aktuell auf rund 165 Millionen Euro.

 

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Wagner & Florack Vermögensverwaltung AG, Marienburger Straße 24, 50968 Köln, Tel.: + 49 (0) 221 800 10 11-0, www.wagner-florack.de

Die Rekorddividende für Vorzugsaktien liegt bei 2,22 Euro – große Vorfreude bei den Aktionärinnen und Aktionären

 

Die ÖKOWORLD AG gibt für den Konzernabschlusses 2021 bekannt, dass der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2021 sowohl auf Einzel- als auch auf Konzernebene den Vorjahreswert deutlich übersteigt. So wird der Jahresüberschuss auf Einzelebene EUR 38.000.000 (Vorjahr: EUR 24.100.000) betragen. Auf Konzernebene wird der Jahresüberschuss EUR 56.800.000 (Vorjahr: EUR 37.400.000) betragen.

Hintergrund des deutlichen Anstiegs des Jahresüberschusses in 2021 gegenüber dem Vorjahr ist, dass der Versicherungsmakler ÖKOWORLD AG im Geschäftsjahr 2021 einen erheblichen Umsatzanstieg in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge erwirtschaftet hat und die Volumina der Bestände der fünf ÖKOWORLD-Investmentfonds um 48% gestiegen sind, was u.a. auch auf den erfolgreichen Bankenvertrieb in Sparkassen und Volksbanken zurückzuführen ist.

Vor diesem Hintergrund wird der ordentlichen Hauptversammlung 2022, die am 24. Juni 2022 stattfinden wird, die Ausschüttung einer gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 deutlich erhöhten Dividende in Höhe von EUR 2,22 je dividendenberechtigter Vorzugsaktie (Vorjahr: EUR 1,11) und in Höhe von EUR 2,21 je dividendenberechtigter Stammaktie (Vorjahr: EUR 1,10) vorgeschlagen werden.

Alfred Platow, Gründer und Vorstandsvorsitzender der ÖKOWORLD AG, gibt darüber hinaus bekannt: “Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat haben wir beschlossen, dass die Hauptversammlung erneut als virtuelle Veranstaltung, also ohne Präsenz der Aktionärinnen und Aktionäre, stattfinden soll. Der testierte Jahres- und der testierte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 werden noch im Mai 2022 auf der ÖKOWORLD-Homepage veröffentlicht werden.”

Die seit 1999 börsennotierte ÖKOWORLD AG (vormals versiko AG) ist ein führendes Unternehmen im Bereich ethisch-ökologischer Kapitalanlagen. Über 45 Jahre Erfahrung fließen in die Entwicklung und Auflegung eigener Produkte ein. Im Vertrieb werden über die ethisch-ökologische Vermögensberatung über 50.000 Kunden und Kundinnen bundesweit betreut.

 

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ÖKOWORLD AG, Itterpark 1, D-40724 Hilden, Telefon: 02103 929-0, Telefax: 02103 929-4444, www.oekoworld.com