Der Xtrackers Germany Mittelstand & MidCap UCITS ETF wird zum Xtrackers MDAX ESG Screened UCITS ETF – Der Xtrackers DAX Income UCITS ETF wird zum Xtrackers DAX ESG Screened UCITS ETF

 

Die Gebühren der beiden ETFs ändern sich nicht

Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach ESG-konformen Anlagen hat die DWS im Rahmen der laufenden Überprüfung ihrer Produktpalette bei zwei börsennotierten Indexfonds (Exchange Traded Funds; kurz ETFs) auf den deutschen Aktienmarkt die zugrundeliegenden Indizes gewechselt.

Der Xtrackers Germany Mittelstand & MidCap UCITS ETF bildet künftig den MDAX-ESG-Screened-Index ab, der Xtrackers DAX Income UCITS ETF folgt in Zukunft dem DAX-ESG-Screened-Index. Die Namen der ETFs werden entsprechend geändert.

Die beiden neuen zugrundeliegenden Indizes verwenden ESG-Daten, die von Institutional Shareholder Services Inc. („ISS ESG“) bereitgestellt werden und schließen Unternehmen aus, die bestimmte ESG-Kriterien nicht erfüllen und daher mit einem ISS-ESG-Rating von „D-“ oder niedriger bewertet werden. Außerdem werden Unternehmen nicht berücksichtigt, die von ISS ESG im Rahmen des normenbasierten Screenings mit „Rot“ eingestuft werden. Dabei wird die Einhaltung internationaler Normen für Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung überprüft, die im UN Global Compact und den OECD-Leitsätzen festgelegt sind. Schließlich werden Unternehmen ausgeschlossen, die an umstrittenen Waffen beteiligt sind oder Umsatzgrenzen in bestimmten Geschäftsaktivitäten überschreiten. Dazu zählen Tabak, Abbau von Kraftwerkskohle und Ölsand, Kernkraft, zivile Schusswaffen und militärische Ausrüstung. Die neuen zugrundeliegenden Indizes schließen zudem Unternehmen aus, für die keine ESG-Daten vorliegen.

 

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Norman Villamin, CIO Wealth Management bei Union Bancaire Privée (UBP), rechnet im Halbjahresausblick der schweizerischen Privatbank mit einer deutlichen Verlangsamung des Wachstums.

 

„Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession ist gestiegen, insbesondere in Europa. Allerdings gehen wir davon aus, dass die Zentralbanken bei der Inflationsbekämpfung pragmatisch vorgehen werden, wenn Ende des Jahres bzw. Anfang 2023 die Preissteigerungen nachlassen, sodass die Möglichkeit besteht, dass die Weltwirtschaft eine echte Rezession vermeiden kann.“

Der Kurs des US-Dollars dürfte der UBP zufolge schon bald seinen Höhepunkt erreicht haben, sodass Währungen von Regionen mit Leistungsbilanzüberschüssen – wie der Euro, der Schweizer Franken und der japanische Yen – in der Folge profitieren dürften. High Beta-Währungen hingegen würden weiterhin unter Druck bleiben. „Währungen mit traditionell hohem Beta wie der kanadische und der australische Dollar werden darunter leiden, dass China bei den Konjunkturmaßnahmen hinter den Erwartungen zurückbleibt und sich die Märkte zunehmend Sorgen über das weltweite Wachstum machen.“

Dass Fed und EZB die Zinszügel gleichzeitig straffen, habe es zuletzt 2017-2018 gegeben. „Die Entscheidung der EZB, die Zinszügel nun wieder zu straffen, ebnet den Weg für in der zweiten Jahreshälfte weiter steigende Renditen der 10-jährigen deutschen und amerikanischen Anleihen in Richtung 2 bzw. 3,5 Prozent.“ Anleger sowohl am Aktien- als auch am Anleihemarkt sollten sich daher auch im weiteren Jahresverlauf auf einen steinigen Weg einstellen.

„Im Hinblick auf die Renditeaufschläge droht vor allem im High-Yield-Segment und bei Schwellenmarkt-Anleihen Abwärtsdruck durch die globale Konjunkturabkühlung, weil die Prognosen einer Verlangsamung und die zu befürchtende Bonitätsverschlechterung nicht hinreichend eingepreist werden“, erklärt Villamin. Als sichere Alternative für Anleiheanleger eignen sich nach Ansicht von UBP weiterhin Hedgefonds-Strategien im festverzinslichen Bereich, da der Zinsanstieg in den kommenden Monaten mit einer Spreadausweitung einhergehen dürfte. „Bei eher konventionellen festverzinslichen Anlageklassen bevorzugen wir weiter bonitätsstarke Unternehmensanleihen mit kürzerer Duration und variabler Verzinsung.“

Am Aktienmarkt spiegele sich die Erwartung einer sanften Landung der Weltwirtschaft nur bedingt wider. „Im Vergleich zu Anleihen im Allgemeinen und Unternehmensanleihen im Besonderen, sind die Unternehmensbewertungen recht hoch. Aktien im oberen Qualitätsspektrum mit hoher Prognosesicherheit und guten Gewinnaussichten dürften in den nächsten Monaten wegen der steigenden Ertragsrisiken besonders gefragt sein“, so Villamin. Mit abflauendem Wachstum würden sich jedoch für bestimmte Industrietitel neue Chancen auftun, da Regierungen bestrebt seien, den Motor am Laufen zu halten. „Insbesondere in China und Europa zeigt sich schon jetzt eine wachsende Nachfrage nach Investitionen in die Energiewende zur Sicherung der langfristigen Energieversorgung und zur Minderung der Folgen der aktuellen Preisexplosion bei fossilen Brennstoffen.“

 

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Angesichts sinkender Wachstumsraten verlieren Growth-Aktien an Attraktivität.

 

„Unverändert dominieren die Negativfaktoren, eine Abschwächung der Konjunktur ist absehbar“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „Und obwohl gerade in den USA die Bewertungen schon zurückgekommen sind, droht hier bei Tech- und anderen Growth-Aktien weiteres Rückschlagpotenzial.“

Die vielfach an den Kapitalmärkten erwartete Rezession spiegelt sich derzeit nicht in den Wirtschaftsindikatoren wider. „In den kommenden Monaten erwarten wir aber eine nachlassende Dynamik des Weltwirtschaftswachstums“, sagt Gerlinger. Im Rahmen der Aktien-Portfolioausrichtung wurden deshalb Value-Aktien höher gewichtet, das Growth-Segment sowie Small Caps reduziert.

In den USA verzeichneten Unternehmen zuletzt größtenteils noch gute Unternehmensgewinne, doch die Ausblicke sind verhaltener geworden. Durch die jüngsten Kursrückgänge sind die Bewertungen von US-Aktien ein ganzes Stück zurückgekommen, liegen jedoch immer noch über dem langfristigen Durchschnitt. Die USA werden daher leicht ab- und Europa ex Euroland aufgebaut.

In Europa ist der ökonomische Schaden durch die Sanktionen gegen Russland am stärksten. Die Region leidet stärker unter dem Energiepreisanstieg und den noch unterbrochenen Lieferketten. Dennoch sind die Auftragsbücher in Deutschland und in ganz Europa noch gut gefüllt und warten auf Abarbeitung. „Erfreulich ist, dass sich bei den Lieferketten leichte Entspannungssignale zeigen“, so Gerlinger. „Europäische Aktien leiden zwar unter dem Ukrainekrieg, könnten jedoch von einer Gegenbewegung deutlich profitieren“, so Gerlinger, denn europäische Aktien bleiben günstiger bewertet als US-Aktien. Innerhalb Europas sieht Gerlinger weiterhin gute Möglichkeiten in Großbritannien: „Aufgrund seiner Indexschwergewichte in Banken, Healthcare und Rohstoffe bietet dieser Markt große Chancen.“ Banken profitieren von steigenden Zinsen, die Healthcare-Branche liegt vor allem in schwierigen Börsenphasen oft in der Gunst der Anleger und in Bezug auf Rohstoffe weist der britische Aktienmarkt mittlerweile eine höhere Gewichtung an Rohstoffen auf als die Emerging Markets.

In den Emerging Markets hat der südamerikanische Aktienmarkt von steigenden Rohstoffpreisen deutlich profitiert. „Südamerika bleibt attraktiv. Die Aktienmärkte haben in den vergangenen Monaten die stärksten Gewinnrevisionen verzeichnet“, so Gerlinger. Die chinesische Zentralbank fährt weiter einen expansiven Kurs. Sie stützt die Wirtschaft mit einer höheren Kreditversorgung, geringeren Mindestreserveanforderungen und möglicherweise noch anstehenden Leitzinssenkungen. Dadurch sollen die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns gemildert und beim großen Parteitag im November bessere „Rahmenbedingungen“ präsentiert werden. „Die Chancen einer Markterholung in China sind aufgrund der zunehmenden Stimulusprogramme zur Bekämpfung der Wirtschaftsschäden durch die noch restriktive Covid-Politik gestiegen“, sagt Gerlinger.

 

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Weiterentwicklung Marketing-Plattform & Digital Sales-Aktivitäten

 

Die Lloyd Fonds AG (Deutsche Börse Scale, ISIN DE000A12UP29) hat Manuel Woelki (44) mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 als Head of Marketing & Digital Sales gewonnen. Er wird direkt an den Chief Executive Officer (CEO) der Lloyd Fonds AG, Dipl.-Ing. Achim Plate, berichten und zukünftig das Marketing und die damit verbundenen Kommunikations- und Vertriebsmaßnahmen für den Konzern und alle Angebotsmarken auf den weiteren Wachstumskurs des Unternehmens ausrichten.

In seiner Position übernimmt er die Verantwortung für den Ausbau der Marketing-Aktivitäten auf der aufgebauten und eigens entwickelten digitalen Geldanlageplattform der Lloyd Fonds AG. Hierbei steht die rein digitale und datengetriebene Neukundengewinnung sowie deren entsprechende Betreuung mit einer hohen Customer Experience im Fokus.

Topmanagement-Erfahrung bei Versicherungskonzern

Mit Woelki gewinnt die Lloyd Fonds AG einen ausgewiesenen Marketing-Experten sowohl im strategischen als auch operativen Bereich, insbesondere im Digital Marketing und Sales. Er kommt von der Zurich Gruppe Deutschland, wo er seit 2008 in verschiedenen Funktionen, u. a. von 2017 bis Anfang 2021 als Head of Media and Brand Strategy, mit seinem Team die Marken- und Produktkommunikation im Rahmen eines integrierten Marketingansatzes verantwortete. Zuletzt verantwortete er als Head of Digital Marketing u. a. die User Experience der digitalen Kanäle und steuerte damit einhergehend die Online-Vertriebsaktivitäten.

Dazu CEO Achim Plate: „Mit Manuel Woelki haben wir einen Marketing-Experten mit jahrelanger Erfahrung in komplexen Marketing- und Sales-Projekten und viel Know-how und Passion gewonnen. Seine Kenntnisse über den digitalen Vertrieb im B2C- als auch B2B-Bereich machen ihn für uns zur Idealbesetzung, um uns als Key-Player nutzerzentrierter Produktlösungen weiter im Markt zu etablieren. Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit ihm.“

„Lloyd Fonds hat mit der aufgebauten digitalen Geldanlageplattform enorme Innovationskraft gezeigt. Ich möchte die Produktlösungen noch erlebbarer machen und damit ein konsistentes Kundenerlebnis über alle Vertriebskanäle sicherstellen“, sagt Manuel Woelki, neuer Head of Marketing & Digital Sales der Lloyd Fonds AG.

Über die Lloyd Fonds AG:

Die Lloyd Fonds AG ist ein innovatives Finanzhaus, das mit aktiven, nachhaltigen und digitalen Investmentlösungen Rendite für seine Partner und Kunden erzielt. Das 1995 gegründete, bankenunabhängige Unternehmen ist seit 2005 an der Börse vertreten. Seit März 2017 ist die Lloyd Fonds AG im Segment Scale (ISIN: DE000A12UP29) der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet.

Im Geschäftsfeld LLOYD FONDS erfolgt eine Positionierung als Spezialanbieter benchmarkfreier Aktien-, Renten- und Mischfonds mit einem klaren Fokus auf aktiven Alpha-Strategien. Alle, durch erfahrene Fondsmanager mit nachgewiesenem Track-Rekord gesteuerten Fonds, berücksichtigen einen integrierten Nachhaltigkeitsansatz im Investmentprozess.

Im Geschäftsfeld LLOYD VERMÖGEN erfolgt über die Lange Assets & Consulting GmbH und die BV Holding Gruppe eine proaktive, ganzheitliche 360° Umsetzung der individuellen Ziele von vermögenden Kunden in einer persönlichen Vermögensverwaltung.

Im Geschäftsfeld LLOYD DIGITAL werden über das WealthTech LAIC und das FinTech Growney digitale und risikooptimierte Anlagelösungen für Privatanleger und institutionelle Kunden angeboten.

Ziel der Strategie 2023/25 ist es, die Lloyd Fonds AG als innovativen Qualitätsführer im Vermögensmanagement in Deutschland zu positionieren.

 

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Lloyd Fonds AG, Amelungstraße 8 – 10, D­-20354 Hamburg, Tel: 040/ 32 56 78­210, Fax: 040/ 32 56 78­99, www.lloydfonds.de

Die Janus Henderson Group plc (NYSE/ASX: JHG) („JHG“ oder „Unternehmen“) gibt bekannt, dass Ali Dibadj dem Unternehmen als Chief Executive Officer („CEO“) beigetreten ist.

 

Er tritt die Nachfolge von Chief Financial Officer Roger Thompson an, der vom 1. April 2022 bis zum 20. Juni 2022 als Interims-CEO tätig war. Thompson wird seine Rolle als Chief Financial Officer weiter wahrnehmen. Darüber hinaus wurde Dibadj in das Board of Directors des Unternehmens berufen.

Der 47-jährige Ali Dibadj war Chief Financial Officer und Head of Strategy bei AllianceBernstein Holding L.P. („AB“), wo er auch als Portfoliomanager für AB Equities tätig war und mit Portfoliounternehmen zusammenarbeitete, um deren Performance in den Bereichen Operations, ESG und Kapitalallokation zu verbessern. Davor war er Senior Research Analyst bei Bernstein Research Services und wurde von Institutional Investor zwölfmal als bester Analyst ausgezeichnet. Bevor er zu AB kam, arbeitete er fast ein Jahrzehnt in Unternehmensberatungen, unter anderem bei McKinsey & Company. Dibadj besitzt einen Bachelor of Science in Ingenieurwissenschaften vom Harvard College und einen Juris Doctor von der Harvard Law School.

Richard Gillingwater, Chairman des Board of Directors, sagt: „Wir freuen uns, Ali Dibadj als unseren neuen CEO bei Janus Henderson begrüßen zu dürfen. Seine Erfolgsbilanz, seine Erfahrung, Fähigkeiten und Visionen sind von unschätzbarem Wert und werden unseren Kunden bei der Erreichung ihrer Ziele zugutekommen. Wir freuen uns auf seine Impulse und Führungsqualitäten, um die nächste Wachstumsphase von Janus Henderson in einem sich schnell entwickelnden Markt voranzutreiben“

Ali Dibadj, Chief Executive Officer, ergänzt: „Ich fühle mich geehrt und bin stolz vom Vorstand gebeten worden zu sein, dem kompetenten Team von Janus Henderson anzugehören. Seit langem bewundere ich die intellektuelle Integrität von Janus Henderson, das umfassende Research und den Kundenfokus. Janus Henderson ist ein starkes und zukunftsorientiertes Unternehmen. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Mitarbeiter, das derzeitige Management-Team, der Vorstand und ich Wachstum und Innovationen erkennen und umsetzen können, die einen Mehrwert für unsere Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, die Gesellschaft und alle Stakeholder schaffen.“

 

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Nachhaltige Aktienanlagen haben in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt, da Anleger ihr Kapital zur Bekämpfung der Klimakrise und sozialer Ungerechtigkeit einsetzen.

 

Drei grundlegende Faktoren treiben diese Entwicklung an: die hohe Anlegernachfrage, der weltweilte Nachhaltigkeitsdruck und die neuen, strengen Regularien. Angesichts der nahenden kritischen Klimafristen wird sich das Wachstum nachhaltiger Aktienstrategien in den nächsten zehn Jahren beschleunigen.

Nachhaltiges Investieren ist nicht neu. Es begann als Nische, ist aber durch die Unterzeichnung des Pariser Abkommens und die Verabschiedung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) 2015 zum Mainstream geworden. Diese Initiativen haben Regierungen und Unternehmen dazu veranlasst, Maßnahmen gegen den Klimawandel und wirtschaftliche Ungleichheit zu ergreifen.

Die steigende Anlegernachfrage nach nachhaltigen Investmentprodukten hat das Marktwachstum in den letzten Jahren vorangetrieben. 2021 war keine Ausnahme. Laut Morningstar flossen im vergangenen Jahr weltweit mehr als 600 Mrd. US-Dollar in nachhaltige Fonds. Die beliebteste Anlageklasse waren dabei Aktien.

Die Dynamik hielt im ersten Quartal 2022 an, auch wenn die Finanzmärkte durch Inflationsdruck und Marktturbulenzen infolge des Ukrainekrieges belastet wurden. Obwohl die Zuflüsse im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten um etwa ein Drittel zurückgingen, behaupteten sie sich weitaus besser als die des gesamten Fondsmarktes, der laut Morningstar-Daten einen Rückgang von 73 % verzeichnete.

Regulierung

Auch die Regulierung hat die Entwicklung nachhaltiger Aktieninvestitionen maßgeblich vorangetrieben. Sie hat Unternehmen und Vermögensverwalter dazu verpflichtet, detailliertere Angaben zu den Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit sowie zum Management ihrer ökologischen, sozialen und Governance-Risiken (ESG) zu veröffentlichen. Diese Offenlegungspflichten fördern nachhaltige Aktien, indem sie die Transparenz und das Vertrauen in den verantwortungsbewussten Investmentmarkt stärken.

Zu den ehrgeizigsten Regelwerken zählt der 2020 verabschiedete Europäische Green Deal, dessen übergeordnetes Ziel die Klimaneutralität der EU bis 2050 ist. Er deckt ein breites Spektrum ab und ist mit einem Finanzvolumen von mindestens 1 Billion Euro für die nächsten zehn Jahre ausgestattet. So trägt er erheblich zur Erreichung der Emissions- und Nachhaltigkeitsziele bei.

Europa steht an der Spitze, während andere Länder hinterherhinken. Beispielsweise sind in den USA die Pläne von Präsident Joe Biden für eine massive Finanzspritze in Klimaschutztechnologien auf Widerstand gestoßen. Sein „Build Back Better Act“ ist im Senat ins Stocken geraten, und die Zukunft des Gesetzes ist ungewiss.

Langfristiges Investieren

Als die Investitionen Fahrt aufnahmen, folgte die finanzielle Performance, wobei nachhaltige Aktienstrategien den breiteren Markt generell übertrafen. Dieser Trend ist jedoch in der ersten Jahreshälfte 2022 unter dem Druck steigender Inflation und Zinsen sowie der geopolitischen Lage in Europa zum Stillstand gekommen.

Jeremy Kent, Senior Portfolio Manager Sustainable Equity bei NN Investment Partners, erklärt dazu: „Die diesjährige Marktdynamik hat dazu geführt, dass viele Aktien, die von Anlegern nachhaltiger Aktien eher gemieden werden, im Wert steigen. Öl- und Gasproduzenten haben vom Energiepreisanstieg profitiert, während Rüstungsunternehmen von der raschen Aufrüstung der Ukraine durch westliche Länder profitieren. Gleichzeitig werden steigende Zinsen die Kreditaufnahme für wachstumsorientierte Unternehmen, die häufig in nachhaltigen Aktienportfolios zu finden sind, verteuern. Diese kurzfristigen Belastungen könnten die Investitionsbereitschaft der Anleger auf die Probe stellen.

Kent weiter: „Trotz der aktuellen Marktturbulenzen sind die Argumente für nachhaltige Aktienstrategien jedoch nach wie vor gut. Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien bei Anlageentscheidungen wird nicht nur als wichtiger Faktor zur Sicherung der Rendite, sondern auch zur Zukunftsfähigkeit von Portfolios angesehen. Nachhaltigkeit ist langfristig eine Alpha-Quelle, weil sie Unternehmen beim Übergang zu einer umweltfreundlicheren, integrativeren Wirtschaft zum Erfolg verhilft.”

Dies ist die Richtung, in die sich die Wirtschaft und der Markt bewegen, und darin liegen die Chancen. Disziplinierte Anleger werden von den Vorteilen profitieren.

 

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NN Investment Partners B.V., German Branch, Westhafenplatz 1, 60327 Frankfurt am Main, Tel. + 49 69 50 95 49-15, www.nnip.com

Der im Jahr 2007 aufgelegte Investmentfonds ÖKOWORLD KLIMA reagiert auf die durch den Klimawandel bedingten weltweiten Herausforderungen.

 

Im Segment “Sustainable Investment” wird der ÖKOWORLD KLIMA (WKN A0MX8G) als HERAUSRAGEND beurteilt und gewinnt den DEUTSCHEN FONDSPREIS 2022 sowie den ÖSTERREICHISCHEN FONDSPREIS 2022.

Die Herausgeber von FONDS professionell haben den DEUTSCHEN FONDSPREIS sowie den ÖSTERREICHISCHEN FONDSPREIS 2022 wieder mit fachlicher Unterstützung des auf Portfolio- und Risikoanalyse spezialisierten Instituts für Vermögensaufbau (IVA) verliehen. Basis der Auszeichnung ist eine quantitative Auswertung der zehn wichtigsten Fondskategorien. In einem weiteren Schritt wurden die Top-Fonds dann in einem mehrstufigen Verfahren unter die Lupe genommen. Dabei wurde nicht nur analysiert, ob sich der Fonds konsistent innerhalb der Bandbreiten seines Anlageuniversums bewegt hat sondern auch, ob die erzielten Ergebnisse tatsächlich auf die richtigen Entscheidungen des Managements zurückzuführen sind.

Alfred Platow, der Verwaltungsratsvorsitzende der ÖKOWORLD LUX S.A., führt dazu aus: “ÖKOWORLD KLIMA ist über strenge Ausschlusskriterien sowie klare Positiv- und Negativkriterien in der Unternehmensauswahl konsequent positioniert. Unser Nachhaltigkeitsresearch entscheidet im getrennten Investmentprozess für den ÖKOWORLD KLIMA über die Unternehmen, in die unser Fondsmanagement investieren darf. Bei der Beobachtung und Bewertung der weiteren Entwicklung und bei der Einschätzung von Produkten und Technologien wird ÖKOWORLD für diesen Fonds durch einen wissenschaftlichen Fachbeirat unterstützt. Das Konzept des ÖKOWORLD KLIMA fokussiert auf die Klimaschützer von heute und morgen. Die ÖKOWORLD setzt u. a. auf Zukunftsthemen, die einen effizienteren Ressourceneinsatz ermöglichen. Mit dem Fonds nutzen Anlegerinnen und Anleger die Investmentchancen, auf Unternehmen zu setzen, die Produkte und Technologien anbieten oder einsetzen, mit deren Hilfe dem Klimawandel begegnet werden kann. Wir freuen uns, dass unser Klimaschutzfonds diese Auszeichnungen erhalten hat!”

Die seit 1999 börsennotierte ÖKOWORLD AG (vormals versiko AG) ist ein führendes Unternehmen im Bereich ethisch-ökologischer Kapitalanlagen. Über 45 Jahre Erfahrung fließen in die Entwicklung und Auflegung eigener Produkte ein. Im Vertrieb werden über die ethisch-ökologische Vermögensberatung über 50.000 Kunden und Kundinnen bundesweit betreut.

 

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ÖKOWORLD AG, Itterpark 1, D-40724 Hilden, Telefon: 02103 929-0, Telefax: 02103 929-4444, www.oekoworld.com

Elf Anbieter erreichten eine Top-Bewertung über alle Depot-Kategorien

 

Die hohe Inflation ist das Hauptthema, das auch die Vermögensverwalterszene hierzulande umtreibt: Viele haben die Depots ihrer Kunden bereits im Jahr 2021 deutlich umgeschichtet, um sie resistenter gegen steigende Zinsen zu machen. Vor allem mit defensiven Qualitätsaktien deckten sie sich neu ein. Dies zeigt die diesjährige Auswertung von CAPITAL und dem Münchner Institut für Vermögensaufbau (IVA) über die Leistungen bankunabhängiger Vermögensverwalter. In der großen Studie, bei der die realen Daten von rund 39.500 Bankdepots ausgewertet wurden, konnten insgesamt 90 Vermögensverwalter in mindestens einer von drei Depotkategorien eine Top-Bewertung erzielen. Elf Anbieter erreichten sogar über alle drei Depotkategorien (konservativ, ausgewogen, chancenorientiert) die Höchstbewertung von fünf Sternen.

Insgesamt meldeten sich in diesem Jahr 105 Vermögensverwalter für den Leistungsvergleich an und sie schickten dabei knapp 60 Prozent mehr Depots zur Auswertung ins Rennen als im Vorjahr. Neben den Depotbanken DAB BNP Paribas und der V-Bank, die den Test als Partner schon seit vier Jahren begleiten, fungierte auch die Deutsche Bank erneut als Partner für die Anlieferung der Depotdaten. Insgesamt decken die drei Banken etwa 75 Prozent des gesamten Marktes für unabhängige Vermögensverwalter ab.

“In der Breite sind die abgelieferten Ergebnisse noch besser geworden”, sagt Florian Grenzebach, Vertriebs-Generalbevollmächtigter der V-Bank, “in der Regel sind die Depots recht konservativ aufgestellt und auf den Vermögenserhalt ausgelegt.” In den Depotklassen konservativ und ausgewogen schnitten die Verwalter insgesamt am häufigsten sehr gut ab. Viele Verwalter setzen derzeit stärker auf inflationsresistente Anlageklassen als üblich. “Besonders die handwerklich gut gemachte Einzelaktienauswahl vieler Depots” überzeugte Studienleiter Andreas Ritter vom IVA dabei. Am häufigsten finden sich die Aktien von SAP, BASF, Allianz, Nestlé, Microsoft, Amazon und Apple in den Depots. Den Anleiheanteil reduzierten viele Verwalter im Vergleich zum Vorjahr, er beträgt jetzt nur noch 22 Prozent. Und wenn, dann wählten sie oft inflationsindexierte Anleihen.

In der Spitzengruppe der elf Fünf-Sterne-Verwalter gibt es zwei herausragende Anbieter, die bereits zum vierten Male ihre Top-Noten verteidigten: BV&P Vermögen aus Kempten und Liqid Asset Management aus Berlin. Zwei weitere Vermögensverwalter schafften zum wiederholten Male den Aufstieg in die Fünf-Sterne-Liga: der Kölner Vermögensverwalter Portfolio Concept, und Kidron Vermögensverwaltung aus Stuttgart. Neu in der Topgruppe sind zudem in diesem Jahr: Alps Family Office aus Dietmannsried, Freiburger Vermögensmanagement aus Freiburg, Kirix Vermögensverwaltung aus Kassel, Maiestas Vermögensmanagement aus Köln, Salytic Invest ebenfalls aus Köln, Source for Alpha aus Frankfurt und Wevest Vermögensverwaltung aus Berlin.

Alle Ergebnisse der Studie über die besten Vermögensverwalter 2022 mit umfangreichen Tabellen in der neuen Ausgabe von CAPITAL (Ausgabe 7/22, EVT am 23. Juni) sowie digital bei CAPITAL+ unter www.capital.de/beste-vermoegensverwalter-2022)

 

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Capital Redaktion, G+J Business Channel GmbH, Eupener Straße 70, ­50933 Köln, Tel.: 0221/4908 00, Fax: 0221/5342 563, www.capital.de

Studie über nachhaltige Investmentfonds von Morningstar und zeb – powered by ALFI

 

Europa hält 83 % des globalen Nettovermögens nachhaltiger Fonds; mit beinahe 2 Bill. EUR zu Ende 2021 konnte ein Anstieg von 71 % im Vergleich zu 2020 verzeichnet werden

Nachhaltige Fondsprodukte machen 16 % des gesamten Nettovermögens der in Europa domizilierten Fonds aus, noch vor den USA und Asien mit nur 1 % bzw. 5 %

Luxemburg behauptet seine marktführende Position – etwa ein Drittel der von nachhaltigen Fonds in Europa verwalteten Vermögenswerte ist dort domiziliert

Aktien sind nach wie vor die wichtigste Anlageklasse mit einem Anteil von 64 % am Vermögen nachhaltiger Fonds im Vergleich zu 48 % bei konventionellen Fonds – Asset-Manager haben dadurch einen großen Einfluss auf die ESG-Bemühungen von Unternehmen

Nachhaltigkeitsstrategien wie Impact-Fonds sind im Vergleich zu Fonds mit weniger ehrgeizigen ESG-Zielen weiterhin stark unterrepräsentiert, dennoch stieg das Vermögen in Impact-Fonds im Jahr 2021 um 50 % im Vergleich zu 2020

Auf europäischer Ebene wurde etwa 44 % des Nettovermögens von den jeweiligen Verwaltern als Artikel-8- oder Artikel-9-Fonds gemäß der Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten (SFDR) klassifiziert

Europa ist nach wie vor die treibende Kraft für ein nachhaltiges Finanzwesen und hält 83 % des weltweiten Nettovermögens in nachhaltigen Fonds; so lautet das Ergebnis der zweiten, jährlich erscheinenden European Sustainable Investment Funds Study von Morningstar und zeb auf Initiative der Association of the Luxembourg Fund Industry (ALFI). Die Studie ergab, dass sich das Nettovermögen in nachhaltigen Fondsprodukten gemäß der von Morningstar verwendeten strengen Definition von Nachhaltigkeit Ende 2021 auf beinahe 2 Bill. EUR belief, ein Anstieg von 71 % gegenüber 2020.

Ziel der Studie ist es, eine Momentaufnahme zu liefern, wie Nachhaltigkeitsziele und die entsprechenden gesetzgeberischen Eingriffe die Fondsbranche in Europa prägen, sowie die Rolle, die Wettbewerbsfähigkeit und die Positionierung der verschiedenen Domizile in diesem sich dynamisch verändernden Umfeld zu analysieren. Es handelt sich hierbei um die zweite Ausgabe einer regelmäßig durchgeführten Studie, in der auf Basis identischer Methoden die dynamische Entwicklung und die Trends nachhaltiger Fonds in Europa branchenspezifisch beobachtet werden.

Marc-André Bechet, stellvertretender Generaldirektor von ALFI, erklärt: “Das nachhaltige Finanzwesen steht am Scheideweg, und 2022 wird sich zeigen, wohin die Reise geht. Zwar ist die Asset-Management-Branche ernsthaft bereit, sich den Herausforderungen des nachhaltigen Finanzwesens zu stellen und der starken Nachfrage seitens der Privatanleger und der institutionellen Investoren nachzukommen, doch die Realität sieht so aus, dass die Fonds, die ein oder mehrere ökologische Ziele verfolgen, bisher nicht wirklich in der Lage waren, mit ihren Qualitäten zu überzeugen. Die Unternehmen beginnen jedoch jetzt mit der Berichterstattung über die Anpassung ihrer Aktivitäten an die Taxonomie-Verordnung, und für diejenigen, die dies noch nicht tun, wird die Berichterstattung ab 2023 und 2024 verpflichtend. Das ist meiner Meinung nach ein entscheidender Schritt nach vorn.”

Hortense Bioy, Global Director of Sustainability bei Morningstar, stellt fest: “Seit ihrer Einführung im März 2021 wirkt die SFDR als Katalysator für Produktentwicklung und Innovation im Bereich der nachhaltigen Fonds in Europa. Es wird spannend sein zu sehen, wie die Regulierung die Landschaft weiter prägen wird. Die im August in Kraft tretenden Änderungen der MiFID II, die Finanzberater verpflichten, die Nachhaltigkeitspräferenzen ihrer Kunden zu berücksichtigen, haben das Potenzial, die Akzeptanz nachhaltiger Anlagen bei Privatanlegern zu beschleunigen. Trotz aller Bedenken bezüglich Greenwashing zeigen unsere Daten, dass das Interesse der Anleger an ESG- und nachhaltigen Strategien weiter zunimmt.”

Dr. Carsten Wittrock, Partner bei zeb, ergänzt: “Unsere neue Studie bestätigt unsere Prognosen aus der vorherigen Ausgabe: Der Wandel der Branche hin zu Nachhaltigkeit schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran, trotz eines Umfelds, das von einer beispiellosen geopolitischen und regulatorischen Dynamik geprägt ist. Auch wenn das volle Potenzial der Fondsbranche zur Unterstützung des dringend notwendigen Transformationsprozesses der Volkswirtschaften hin zu mehr Nachhaltigkeit noch lange nicht ausgeschöpft ist, kann man davon ausgehen, dass sich die aufgezeigten Trends fortsetzen werden – ungeachtet der kritischen Debatte über die Rolle und den Umgang einzelner Asset-Manager mit dem Thema Nachhaltigkeit, der andauernden Notwendigkeit zur Klärung von Nachhaltigkeitsfaktoren und deren angemessener Umsetzung sowie der jüngsten Rückschläge bei der Bewältigung des Klimawandels aufgrund des tragischen Konflikts in der Ukraine und dessen drastischer Folgen nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Weltwirtschaft.

Weitere Themen und Ergebnisse der Studie:

Aktien sind nach wie vor die wichtigste Anlageklasse nachhaltiger Fonds in allen europäischen Domizilen und machen mehr als 60 % der in Fonds verwalteten nachhaltigen Vermögenswerte aus, gefolgt von festverzinslichen Anlagen (20 %) und Allocation-Fonds (15 %) zu Ende 2021. Dies weicht deutlich von den konventionellen Fonds ab, wo sich der Anteil an Aktienfonds auf nur 48 % des Nettovermögens beläuft. Dieser Unterschied bei den nachhaltigen Fonds ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Aktien mehr Möglichkeiten bieten, das Verhalten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeitsziele zu beeinflussen.

Nachhaltige passive Strategien sind weiterhin beliebt – Ende 2021 machten sie rund 27 % des Nettovermögens der europäischen nachhaltigen Fonds aus und lagen damit über den 21 % im konventionellen Bereich. Dem steht ein passives Nettovermögen von rund 139 Mrd. EUR im Jahr 2019 gegenüber – ein Anstieg von fast 280 % im Vergleich zu nur rund 25 % im konventionellen Fondsbereich im selben Zeitraum. Das passive Management scheint einen Wandel von traditionellen, Plain-Vanilla-Ansätzen hin zu Nachhaltigkeit zu vollziehen.

Ein Markt, der dauerhaft von großen Playern beherrscht wird – die ohnehin hohe Konzentration im Asset-Management wird im Segment der nachhaltigen Fonds sogar noch übertroffen. Im Durchschnitt wurden 51 % des Nettovermögens in nachhaltigen aktiven Fonds in Europa in Fonds investiert, die von den 20 größten Anbietern aufgelegt wurden. Bei konventionellen Fonds liegt der Anteil bei nur etwa 43 %. Hinsichtlich der einzelnen Fonds-Hubs positionieren sich die führenden Fondsanbieter insbesondere in Luxemburg und in Irland. Die fünf größten Asset-Manager decken rund 32 % des Nettovermögens der in Luxemburg domizilierten nachhaltigen Fonds ab.

Den Rückstand aufholen – Hürden in den USA und Asien: Trotz des großen Interesses an Nachhaltigkeit in den USA haben Investoren, Aktionäre sowie die Aufsichtsbehörde sicherlich auch aufgrund der Entscheidung der vorherigen US-Regierung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, das Thema Nachhaltigkeit ganz nach unten auf die Tagesordnung gesetzt. Präsident Bidens Unterzeichnung des Wiedereintritts in das Klimaabkommen im Jahr 2021 ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gemeinsamen globalen Ziel, wenngleich die USA in ihrem Wettlauf in Richtung Net-Zero durch die vorangegangene Streckenabweichung möglicherweise erheblich in Rückstand geraten sind. In Asien hingegen fehlt ein ESG-Rahmen auf der Grundlage von Klassifizierungen oder Offenlegungen, der eine Standardisierung und ein Benchmarking in den Märkten ermöglicht.

Die schnell wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Anlageformen seitens der Gesellschaft und der Asset-Management-Branche, wird, gefördert durch die voranschreitende Regulierung, unzweifelhaft zu einer weiteren Steigerung des Marktanteils nachhaltiger Fonds führen. Langfristig werden nachhaltige Fonds eher die Regel als die Ausnahme sein.

 

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zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh, Hammer Straße 165, D-48153 Münster, Tel: +49-251-97128-0, Fax: +49-251-97128-118, www.zeb.de

Aufzeichnung unter www.sauren.de

 

Die Neuauflage des seit vielen Jahren etablierten Sauren Fondsmanager-Gipfels beim Fonds-Kongress in Mannheim fand wieder große Beachtung. Die Podiumsdiskussion der drei hochkarätigen Fondsmanager Dr. Bert Flossbach (Flossbach von Storch), Peter E. Huber (Taunus Trust) und Klaus Kaldemorgen (DWS) unter der Moderation von Dachfondsmanager Eckhard Sauren bot den Zuhörern informative Einblicke und eine aktuelle Einschätzung der Experten zum derzeitigen Marktumfeld.

Peter E. Huber glaubt an strukturell höhere Inflation

Gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion stellte Peter E. Huber fest: “die Inflation ist da, um zu bleiben”. Zwar sei eine temporäre Abschwächung durch Basiseffekte möglich, jedoch werde die Inflation nach seiner Einschätzung aufgrund erhöhter Produzenten- und Großhandelspreise auch zukünftig auf höheren Niveaus erhalten bleiben. Dem Ausblick auch weiterhin erhöhter Inflationswerte schlossen sich auch die beiden anderen Anlageexperten an. So sieht Klaus Kaldemorgen eine strukturell höhere Inflationsrate, “die uns lange begleiten wird”. Hierfür machte er insbesondere drei Gründe aus: Deglobalisierung, Dekarbonisierung und Lohnsteigerungen.

Dr. Bert Flossbach sieht Notenbanken in schwieriger Position

Eine wichtige Frage ist aus Sicht von Dr. Bert Flossbach dabei: “Wie lange kommen die Zentralbanken mit negativen Realzinsen durch?” In einem Umfeld, in welchem die Zinsen unter der Inflationsrate liegen und insbesondere die EZB mit “stumpfen Waffen” kämpft, “steht irgendwann die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken auf dem Spiel”.

Wenngleich alle drei Fondsmanager die Herausforderungen am Rentenmarkt im bisherigen Jahr erfolgreich meistern oder vermeiden konnten, sehen sie die zukünftige Entwicklung an den Anleihemärkten skeptisch. So sind für Klaus Kaldemorgen Anleihen “nach wie vor kein Thema im Portfolio”

Aktienmärkte attraktiv? Kein eindeutiges Bild bei den Experten

Nicht ganz einig waren sich die drei Anlageexperten bei ihrer Einschätzung zum Aktienmarkt. Als entscheidende Frage wurde dabei diskutiert, inwieweit eine mögliche Rezession durch die aktuelle Aktienmarktkorrektur bereits in den Kursen berücksichtigt ist. Klaus Kaldemorgen sieht eine Rezession als sehr wahrscheinlich an und glaubt, dass “Unternehmensgewinne insbesondere aufgrund steigender Kosten unter Druck kommen” können.

Klaus Kaldemorgen betont Bedeutung der Diversifikation

Einig waren sich die langjährigen Anlageexperten darin, dass Anleger nicht versuchen sollten die Marktentwicklung vorherzusagen und ihre Investitionen zu timen. Klaus Kaldemorgen stellte heraus: “Timing ist eine schwierige Kiste”. Vielmehr sollten Anleger ihr Portfolio breit streuen und in unterschiedliche Bausteine investieren, die eine Diversifikation für das Gesamtportfolio bieten. Eckhard Sauren griff die Bedeutung der Diversifikation auch in seinem Schlusswort auf und bedankte sich bei den drei Fondsmanagern für die lebhafte Diskussion und die Ausführungen: “Die Diskussion der drei Investmentexperten hat in einem aktuell schwierigen Marktumfeld interessante Einschätzungen und einen Mehrwert für Berater und Anleger geboten.”

Der Sauren Fondsmanager-Gipfel 2022 kann als Aufzeichnung in voller Länge über die Internetseite www.sauren.de abgerufen werden.

 

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Versorgungsengpässe, die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts und extreme Wetterverhältnisse erweisen sich als große Herausforderungen in der Nahrungsmittel-Lieferkette.

 

Engpässe, die durch die Sanktionen gegen Russland verschärft werden, die mehr als 20 % der weltweiten Ammoniak- und ein ähnlicher Anteil der weltweiten Kali-Lieferungen1 betreffen könnten, sowie der Konflikt in der Ukraine, einem führenden Exporteur von Mais und Weizen1, haben zu einem starken Anstieg der Rohstoff- und Lebensmittelpreise geführt.

Da die Kosten für Düngemittel in diesem Jahr voraussichtlich um weitere 12 % und 2021 (2)sogar um 17 % steigen werden, wird der Geldbeutel der Landwirte durch höhere Futtermittelpreise und einen nur mäßig steigenden Fleischpreis strapaziert. Dies könnte dazu führen, dass mehr Tiere geschlachtet werden, da die Fleischproduktion für die Landwirte nicht mehr wirtschaftlich ist, was zu einer Verschwendung von wichtigen Umwelt- und Tierressourcen führt.

Chemieunternehmen, die Lebensmittelproduzenten mit Inhaltsstoffen beliefern, sind häufig einer von zwei Entwicklungen ausgesetzt: Der Inflationsdruck könnte die Kunden davon abhalten, bestimmte Produkte und Lösungen zu verwenden, oder er könnte die Nachfrage nach Produkten ankurbeln, die ertragssteigernd sind und eine bessere Ressourcenausbeute ermöglichen. Es besteht das Risiko, dass die Landwirte weniger produzieren, weil sie es sich einfach nicht leisten können, mehr zu produzieren. Dies würde einen Teufelskreis in Gang setzen, in dem das Angebot weiter sinkt und die Preise noch weiter steigen.

Da alle Unternehmen entlang der Lebensmittelversorgungskette versuchen, die Kosten an ihre Kunden weiterzugeben, sind es die Endverbraucher, die den höchsten Preis für die steigende Inflation zahlen. Der FAO-Lebensmittelpreisindex lag im April 2022 um fast 30 % über dem Stand von April 20213. Die größten Steigerungen innerhalb des Warenkorbs wurden in den Kategorien Pflanzenöle, Getreide und Milchprodukte verzeichnet.

Giovanna Petti, Environmental Materials & Solutions Analyst bei NN Investment Partners, sagt: „Viele dachten, dass die steigenden Kosten die Einkommensunterschiede verringern würden, doch in Wirklichkeit scheinen sich die Ungleichheiten zu verschärfen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Anteil des Geldes, der für Lebensmittel ausgegeben wird, je nach Einkommensgruppe unterschiedlich ist: Für Menschen, die in einem Schwellenland wie Subsahara-Afrika leben, machen die Lebensmittelkosten 40 % der Ausgaben aus, in den Industrieländern dagegen weniger als 20 %4. Die Tatsache, dass Russland und die Ukraine zusammen ca. 40 % des in Afrika unter normalen Umständen verbrauchten Weizens liefern5 und die Preise für Weizen und andere Getreidesorten im letzten Jahr auf dem Kontinent stark angestiegen sind6, belastet die afrikanischen Verbraucher immens.“

Oxfam schätzt, dass bis Ende 2022 insgesamt 860 Millionen Menschen weniger als 1,9 US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben – das sind 263 Millionen Menschen mehr als vor der Pandemie7. Die derzeitige Inflation trägt nicht dazu bei, den durch die Pandemie ausgelösten oder beschleunigten Anstieg der Armut zu mildern, sondern vergrößert die Kluft sogar noch – und zwar mit alarmierender Geschwindigkeit.

Petti weiter: „Ein voraussichtlicher Trend, der teilweise bereits zu beobachten ist, dürfte sein, dass Getreide und andere Lebensmittelkategorien, die weiterhin einer hohe Inflation ausgesetzt sind, durch billigere Alternativen ersetzt werden: Dies könnte die inländische und regionale Produktion bestimmter Produkte als Ersatz für importierten Weizen ankurbeln. Die Auswirkungen der Krise auf den Welthandel dürften vielfältig sein und könnten weitaus tiefgreifender sein, als wir uns vorstellen – einschließlich einer Veränderung der Verbraucherpräferenzen.“

„Aus Investmentperspektive gibt es viele Lösungsanbieter, die sich im Bereich Umweltmaterialien und -lösungen positiv abheben, indem sie eine effiziente Ressourcennutzung ermöglichen. Insbesondere mögen wir Nahrungsmittelzutatenhersteller, die ertragssteigernde Lösungen anbieten und es ihren Kunden – darunter Landwirte und Lebensmittelhersteller – ermöglichen, mehr aus ihren Ressourcen herauszuholen, indem sie die Haltbarkeit der Produkte verlängern und häufig den Wasserverbrauch optimieren. In Zeiten von Inflation und Verknappung ist es wichtiger denn je, die Rohstoffverschwendung zu beachten und zu vermeiden: Deshalb dürften diese Unternehmen gut aufgestellt sein, um sich in diesem schwierigen Umfeld behaupten zu können.“

1 Morgan-Stanley-Studie, The Russia-Ukraine War’s Impact on Global Fertilizer Markets

2 Reuters, As sanctions bite Russia, fertilizer shortage imperils world food supply

3 FAO, Welternährungslage

4 UN, Wachsender Hunger, Hohe Lebensmittelpreise in Afrika müssen nicht zu einer noch größeren Tragödie werden

5 New York Times, Trade Barriers From the Ukraine War Are Sending Food Prices Higher

6 Bloomberg, As Wheat Prices Soar, Africa Turns to Cheaper Grains

7 Oxfam Media Briefing, Vom Schmerz profitieren

 

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Transaktionsversicherungen müssen zukünftig geopolitische und regulatorische Risiken stärker berücksichtigen.

 

Trotz aller Unsicherheiten wird sich der Markt für Fusionen und Unternehmensübernahmen auch in diesem Jahr weiter positiv entwickeln. Die im letzten Jahr sichtbar gewordenen Erholungstendenzen nach der Pandemie dürften sich fortsetzen. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Studie „M&A Risk in Review”, die das internationale Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Aon plc (NYSE: AON) gemeinsam mit Mergermarket noch vor dem Ukraine-Krieg durchgeführt hat. Befragt wurden 50 Top-Manager, die direkte Verantwortung im Bereich M&A tragen, aus Großunternehmen, Private Equity Firmen und Investment Banken.

Über 70 Prozent der Befragten erwarten die meisten Transaktionen im Bereich Technologie, Medien, Telekommunikation (TMT). Die geringste Aktivität sehen sie in den Sparten Energie, Bergbau und Versorgungsunternehmen. Der geographische Schwerpunkt wird nach Überzeugung der M&A-Experten eindeutig im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) liegen. Nordamerika folgt auf dem zweiten Platz.

Mit höheren Anforderungen rechnen die Befragten im Bereich der Risikoprüfung. Über 90 Prozent geben an, dass zusätzliche Ressourcen für Due Diligence Prüfungen bereitgestellt werden müssen. Immaterielle Wirtschaftsgüter (Intellectual Property) gewinnen hier besonders an Bedeutung.

Bei der Risikobewertung treten politische Unsicherheiten und die geopolitische Lage deutlich in den Vordergrund. Über die Hälfte der Befragten setzte sie bereits vor dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs auf den ersten Platz, gefolgt von disruptiven Marktveränderungen. Dahinter folgen die Zinsentwicklung und regulatorische Veränderungen.

Deutlich wichtiger werden bei Fusionen und Übernahmen die ESG-Kriterien. Hier sehen nahezu alle M&A-Experten einen Bedeutungszuwachs. Die gleiche Einschätzung gilt für den Bereich Steuern. Hier erwarten auch nahezu alle Befragten höhere Risiken und Belastungen. Dabei geht es um zahlreiche einzelne Faktoren. So werden zum Beispiel die Regeln zur Bekämpfung von Steuermissbrauch immer umfangreicher und komplexer.

„Trotz aller Unsicherheiten erwarten wir weiteres Wachstum im Bereich M&A. Die Marktakteure verfügen über ausreichende Mittel, um bei sich bietenden Gelegenheiten schnell zuzugreifen. Um dies abzusichern, müssen Transaktionsversicherungen den komplexeren Anforderungen gerecht werden. Das bringt auch hier einen höheren Aufwand für Prüfungen und Risikoabschätzungen mit sich,” kommentiert Ulf Cramer, Head of M&A and Transaction Solutions DACH bei Aon.

Die komplette Studie M&A Risk in Review 2022 kann hier abgerufen werden.  https://www.aon.com/m-and-a-riskinreview/global2022-1h

 

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AON Holding Deutschland GmbH, Caffamacherreihe 16, ­20355 Hamburg, Tel: 0 40/36 05­0, Fax: 0 40/36 05­10 00, www.aon.com

Der Ausbau Erneuerbarer Energien steht auf der politischen Prioritätenliste in Deutschland ganz oben.

 

Viele große Investoren und Kapitalsammelstellen schätzen den Markt dementsprechend als attraktiv ein und drängen nach Deutschland. „Der Markteintritt für Newcomer ist derzeit allerdings alles andere als einfach“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Denn gerade in Zeiten der Knappheit sind eingespielte Netzwerke wichtiger als Geld.“

Der deutsche Markt wird für große Fonds und institutionelle Investoren immer interessanter. „Das politisch gewollte starke Wachstum wird die kommenden zehn bis zwanzig Jahre bestimmen“, sagt Voigt. „Angesichts dieser Aussichten und der politischen Unterstützung arbeiten viele Investoren an einem direkten Markteintritt.“ Doch ähnlich wie in Frankreich, Italien oder Spanien ist der Markt eher lokal geprägt. „Das liegt auch an der sehr komplexen Regulierung, die neben der rein juristisch-objektiven auch immer einen subjektiven Teil aufweist“, sagt Voigt.

Dieser besteht vor allem in eingespielten Netzwerken. „Es ist einfacher und schneller, bestehende Geschäftsbeziehungen auszuweiten, als neue einzubinden“, sagt Voigt. „Schon der Aufwand für die gegenseitige Prüfung ist immens und kann manches Vorhaben deutlich verzögern.“ Dazu kommen die Kenntnis der unterschiedlichen Auslegungen von Ländern und Kommunen bei den Genehmigungsverfahren, bei Ausschreibungen oder auch beim Natur- und Umweltschutz. „Wer hier neu in den Markt eintritt, muss sich dieses Wissen erst erarbeiten“, so Voigt.

„Das knappe Gut sind derzeit Genehmigungen und Anlagen“, sagt Voigt. Deshalb sind auch die Markteintritts-Pläne großer Fonds oder sehr großer Kapitalsammelstellen mit Risiko behaftet. „Wer eine starke Stellung in einem Nachbarland hat oder sich eine solche durch Übernahme schafft, kann trotzdem nicht von einem Selbstläufer in Deutschland ausgehen“, so Voigt. „Geld allein hilft hier nicht.“ Denn trotz steigender Zinsen steht Kapital in ausreichender Menge bereit.

„Neben dem Zugang zu Projekten ist aber auch die Verfügbarkeit kritischer Komponenten ein Thema“, sagt Voigt. Vor allem kurzfristige Lieferzeiten sind angesichts gestörter Lieferketten und steigender Nachfrage schwer umsetzbar. Auch hier gilt: Wer über eingespielte Lieferwege verfügt, wird knappe Güter schneller bekommen als ein Newcomer. „Hier wäre vielleicht noch ein Ausweg über den Preis möglich“, so Voigt. „Doch das würde wiederum die Kalkulationen belasten und nur geringere Renditen erlauben.“ Keine gute Zeit also für einen Markteintritt.

 

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AREAM GmbH, Kaistraße 2, 40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211 30 20 60 42, www.aream.de

Scope: „KanAm Grund Group verfügt über sehr hohe Transaktions- und Asset-Management-Kompetenz bei privaten und institutionellen Investoren als Immobilien Asset Manager“

 

Die Scope Analysis GmbH hat das Asset Management Rating der KanAm Grund Group im Segment Immobilien von AAAMR bestätigt. Damit bescheinigt die renommierte Ratingagentur dem Unternehmen weiterhin sehr hohe Qualität und Kompetenz im Asset Management von Immobilien. Die KanAm Grund Group gehört erneut zur Topgruppe im Bereich Asset Manager Real Estate.

Im Rahmen der Analyse als Grundlage für die Scope-Bewertung konnte die KanAm Grund Group u.a. aufgrund ihrer „sehr hohen Transaktions- und Asset-Management-Kompetenz in den Büromärkten westeuropäischer Metropolen − insbesondere Paris und London − sowie in Deutschland und in Nordamerika“ überzeugen. Auch der „deutlich überdurchschnittliche Anstieg der Assets under Management von 3,8 Mrd. Euro im Jahr 2018 auf 6,6 Mrd. Euro im Jahr 2021“ sowie die „sehr hohe Branchenexpertise und überdurchschnittliche Betriebszugehörigkeit und Stabilität der Geschäftsführung“ wurden als Gründe für das sehr gute Ratingergebnis angeführt.

Das umfassende Nachhaltigkeitsmanagement der KanAm Grund Group wurde erfolgreich in die prozessualen Abläufe des Unternehmens integriert. Die Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen werden vom 40-köpfigen Sustainability-Team aktiv vorangetrieben.

Zudem wird das Resultat von der positiven Wertentwicklung des LEADING CITIES INVEST gestützt. Der im Juli 2013 aufgelegte Offene Immobilien-Publikumsfonds der KanAm Grund Group zählt sowohl im 1-, 3- als auch 5-Jahres-Performancevergleich jeweils zur Spitzengruppe der Europafonds.

Mit dem Scope-Ratingergebnis von a (AIF) befindet sich der Fonds weiterhin innerhalb der höchsten Notenstufe der Gewerbefonds für Privatanleger und zählt damit zu den besten der bewerteten Immobilienportfolios. Der Fonds überzeugte vor allem durch die sehr gute Lagequalität der Immobilien und das geringe Risiko aus Mietverträgen mit Alleinmietern. Auch die Alters- und Größenstruktur der Immobilien schnitten deutlich überdurchschnittlich ab. Die Objekte des Fonds sind laut Scope überwiegend jung und sehr fungibel. Durch die erfolgten Immobilienankäufe im LEADING CITIES INVEST erhöhte sich der Anteil staatlicher Mieter auf Fondsebene zum 31.12.2021 auf rund 38, was Scope aufgrund des geringeren Adressausfallrisikos ebenso positiv bewertete.

Wachstumsstrategie der KanAm Grund Group wird konsequent fortgeführt

Die KanAm Grund Group hat sich in den vergangenen rund 22 Jahren bereits in vielfacher Hinsicht als innovativer Marktteilnehmer erwiesen. So war sie u.a. die erste private und damit unabhängige deutsche Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft. Mit dem LEADING CITIES INVEST wurde der erste offene Immobilienfonds, der unter die neuen gesetzlichen Regulierungsmaßnahmen des KAGB fällt, initiiert. Zudem wurde die so genannte „Cash-Call-Strategie“ entwickelt, über die Kapitalzuflüsse weitgehend so gesteuert werden, dass Mittel dann zur Verfügung stehen, wenn ein Objekt erworben werden soll.

Vom konzernunabhängigen deutschen Unternehmen hat sich die KanAm Grund Group mittlerweile zu einem internationalen Immobilienspezialisten entwickelt. Mit eigenen Niederlassungen und Netzwerken im europäischen Ausland und den USA hat das Unternehmen eine erfolgreiche Plattform geschaffen und bietet ihren Investoren Immobilieninvestitionen und Dienstleistungen über verschiedene Risikoausprägungen von Core bis zu Projektentwicklungen in Europa und Nordamerika an. Neben Privatanlegern können auch institutionelle Investoren von der langjährigen Immobilien-Expertise des Hauses profitieren. Derzeit gibt es neun Spezialfonds sowie 12 Asset Management Mandate. Aus Sicht von Scope setzt die KanAm Grund Group damit ihre Wachstumsstrategie konsequent fort. Darüber hinaus wird ihr eine „sehr hohe Transaktions- und Asset-Management-Kompetenz bei privaten und institutionellen Investoren als Immobilien Asset Manager vor allem am deutschen Markt“ bescheinigt.

Mit der Strategie 2025 verfolgt die KanAm Grund Group den weiteren Ausbau und das Wachstum als internationales Immobilienunternehmen. Neben der Steigerung der Effektivität durch die Anpassung von Strukturen und Prozessen soll gleichfalls das erforderliche Know-how ausgebaut werden. So wurden beispielsweise Niederlassungen in London, Madrid und Dublin gegründet, die Bereiche „Investment und Asset Management Germany“ und „Investment und Asset Management Europe“ eingeführt sowie eine Development-Abteilung eingerichtet.

Der Fokus liegt darüber hinaus in der weiteren Automatisierung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Zu diesem Zweck wurden eigens die Lenkungsausschüsse „Digitalisierung“ und „Nachhaltigkeit“ gegründet.

Über die Scope Group

Die Scope Group ist mit mehr als 200 Mitarbeitern der größte europäische Anbieter von Ratings, Research und Analysen. Die Analysten von Scope bewerten seit mehr als 20 Jahren Investmentfonds – in Deutschland derzeit mehr als 6.000. Das Scope Rating der Offenen Immobilienfonds reflektiert die Rendite- und Risikoaspekte eines Fonds. Dabei werden alle relevanten Risikotreiber bewertet und die Immobilienportfolios detailliert analysiert. Die Ratingskala reicht dabei von CAMR (entspricht nicht institutionellen Standards) bis AAAAMR . Durch das Rating wird ein systematischer Vergleich von thematisch ähnlichen Fonds ermöglicht.

Über die KanAm Grund Group

Die KanAm Grund Group wurde im Oktober 2000 in Frankfurt am Main gegründet. In den vergangenen rund 22 Jahren hat sich das konzernunabhängige deutsche Unternehmen zu einem internationalen Immobilienspezialisten entwickelt. Als sogenannter „One-Stop-Shop“ deckt die Unternehmensgruppe mit rund 150 Mitarbeitern/-innen mittlerweile sowohl in Deutschland als auch im europäischen Raum umfassend die Risikoklassen Core, Core+, Value Add und Development ab – im Rahmen von Offenen Immobilien- und Immobilien-Spezialfonds, Separate Account Lösungen und Club Deals. All diese Leistungen können über die KanAm Grund Privatinvest, die KanAm Grund Institutional oder die KanAm Grund Real Estate Asset Management erbracht werden. Hauptsitz ist Frankfurt am Main. Darüber hinaus gibt es Niederlassungen in München, Luxemburg, Paris, London, Dublin, Madrid und Atlanta.

Seit ihrer Gründung hat die KanAm Grund Group ein Transaktionsvolumen von über 30 Milliarden Euro bewegt und verwaltet knapp 7 Milliarden Euro an Investorengeldern. Der Anlagefokus liegt auf Deutschland, Europa und Nordamerika. In diesen Märkten hat die KanAm Grund Group einen exzellenten Zugang zu attraktiven Objekten. Zielgruppe sind sowohl institutionelle Investoren, als auch Privatanleger, die über den mehrfach prämierten Publikumsfonds, LEADING CITIES INVEST, von der langjährigen Immobilien-Expertise des Hauses profitieren können.

Zur Selektion von aussichtsreichen Immobilienmärkten und Einzelobjekten greift die KanAm Grund Group auf die hauseigenen Research- und Portfoliomodelle „C-Score und „Property Selection Modell (PSM)“ zurück. Beide Modelle bauen aufeinander auf und stellen bei allen Transaktionen eine zentrale Datenlieferung zu Qualität und erwarteter Performance sicher.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt sowohl auf Unternehmens- als auch auf Fondsebene eine große Rolle. Die KanAm Grund Group ist Mitglied bei führenden Nachhaltigkeitsvereinigungen wie UN PRI, GRESB, U.S. Green Building Council und dem ECORE ESG-Circle of Real Estate. Die Zertifizierung der einzelnen Immobilien erfolgt nach internationalen Nachhaltigkeitsstandards, wie z.B. BREEAM, LEED, DGNB und HQE.

 

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KanAm International GmbH, Widenmayerstr. 6, D ­80538 München, Tel.: 089/210101­0, Fax: 089/210101­18, www.kanam.de

Zwei Drittel der institutionellen Investoren (Limited Partners, LPs) weltweit sind der Meinung, dass die Beachtung von Umweltzielen, Sozialstandards und Regeln guter Unternehmensführung (ESG) einen Mehrwert für einzelne Portfoliounternehmen schafft

 

Ein Drittel der nordamerikanischen LPs erwartet erhöhte Ausfallraten in ihren Privatkreditportfolios

Ein Fünftel der Investoren wird sich an Fonds beteiligen, die bei Investments Kryptowährungen nutzen

Fast alle LPs werden beim ersten Closing eines Private-Equity-Fonds investieren, wenn ihnen dafür Anreize geboten werden

LPs müssen ihre Gehälter und Arbeitsbedingungen verbessern, um hochqualifizierte Investmenttalente zu gewinnen

Der Anteil institutioneller Investoren, die über die gesamte Laufzeit ihres Private-Equity-Portfolios jährliche Nettorenditen von mindestens 16 Prozent erzielen, hat laut dem jüngsten Global Private Equity Barometer von Coller Capital mit 42 Prozent fast einen Rekordwert erreicht. Seit der ersten Veröffentlichung des Barometers im Jahr 2004 lag dieser Anteil nur ein einziges Mal höher: im Sommer 2007 unmittelbar vor der globalen Finanzkrise.

Über 70 Prozent der LPs geben an, dass ihre Private-Equity-Anlagen seit der Finanzkrise eine bessere Performance als ihre Aktienportfolios erzielt haben. Die meisten LPs würden ihre angestrebten Private-Equity-Renditen sogar dann erreichen, wenn jeder ihrer Fonds am Ende nur den Medianwert seines Fondstyps erreicht.

ESG als Werttreiber

Die meisten Private-Equity-Investoren in allen Regionen der Welt sind der Meinung, dass Investitionen unter Beachtung von Umweltzielen, Sozialstandards und Regeln guter Unternehmensführung (ESG) einen Wert für einzelne Portfoliounternehmen schaffen und darüber hinaus einen Wert auf Portfolioebene, indem risikoreiche Investitionen und Geschäftspraktiken ausgeschlossen werden.

“Die positiven Auswirkungen von ESG auf der Ebene der einzelnen Unternehmen spiegeln das einzigartige Managementmodell von Private Equity wider”, sagt Jeremy Coller, Chief Investment Officer von Coller Capital. “Die Manager von Private-Equity-Fonds haben für die Unternehmen, in die sie investieren, die Hebel des Wandels in der Hand in einer Art und Weise, wie dies für Manager von Aktienfonds nicht gilt.”

ESG als Instrument des Risikomanagements

Für Anleger, die sich auf einzelne ESG-Risiken konzentrieren, ist der Klimawandel bei weitem das wichtigste Umweltthema. In der Tat ist er fast ein universelles Anliegen: 93 Prozent der ESG-engagierten LPs gaben an, dass er für sie ein Schwerpunkt ist. Die europäischen Anleger haben im Vergleich zu ihren Kollegen in anderen Ländern jedoch in weitaus größerem Maß auch spezifischere Umweltthemen wie Biodiversität oder die Abholzung von Wäldern im Blick.

Ein ähnliches Muster ist beim Ausschluss bestimmter Industriesektoren aus ESG-Gründen zu erkennen. In Europa schließen viel mehr Investoren als in anderen Regionen Kohle zur Energiegewinnung und nicht nachhaltige Landrodung aus. Europäische Investoren schließen auch viel häufiger Sektoren aus anderen als ökologischen Gründen aus. Lediglich beim Thema Pornografie scheinen die LPs unabhängig von ihrem Standort eine ähnliche Haltung einzunehmen: Rund drei Viertel der Investoren in allen Regionen der Welt schließen Investitionen im Zusammenhang mit Pornografie aus.

Nur sehr wenige Anleger haben bisher ihre Fondsmanager (General Partners, GPs) gebeten, die “Science-Based Target initiative” (SBTi) zur Messung der Umweltauswirkungen ihrer Portfolios zu übernehmen. Zwischen einem Viertel und zwei Dritteln der LPs in verschiedenen Regionen der Welt planen dies jedoch.

Private Kreditmärkte

Die Investoren halten die relativ weit entwickelten Märkte für Privatkredite in Nordamerika und Europa in den nächsten zwei Jahren für attraktiver als die Märkte in anderen Regionen. Allerdings ziehen sie auch die derzeitige wirtschaftliche Volatilität in Betracht. Einer von fünf europäischen und einer von drei nordamerikanischen Anlegern glaubt, dass steigende Zinsen zu höheren Ausfallquoten in ihren privaten Kreditportfolios führen werden.

Diese Unsicherheit spiegelt sich in den Zielallokationen der Anleger wider: 35 Prozent der LPs haben ihre Zielallokation für private Kredite in den letzten zwei Jahren erhöht und 19 Prozent haben sie reduziert. “Wie bei jeder reifenden Anlageklasse passen LPs ihre Allokation bei Privatkrediten jetzt zunehmend an”, sagt Michael Schad, Head of Credit Secondaries bei Coller Capital. “Dies wird in den kommenden Jahren den Sekundärmarkt für Privatkredite weiter wachsen lassen.”

Kryptowährungen und das Metaverse

Obwohl sich nur 19 Prozent der Investoren bisher an Fonds, die für ihre Investments Kryptowährungen nutzen, beteiligt haben oder dies planen, hat fast ein Drittel der LPs Zusagen für Fonds gegeben, die in kryptofähige Unternehmen investieren, und weitere 13 Prozent der LPs planen solche Zusagen. In ähnlicher Weise hat sich ein Drittel der LPs bereits bei Fonds, die in das Metaverse investieren, engagiert oder plant dies zu tun. Das Metaverse ist ein Raum virtueller Realität, in dem Nutzer mit einer computergenerierten Umgebung und anderen Nutzern interagieren können.

Fonds für von Frauen und Angehörigen ethnischer Minderheiten gegründete Unternehmen

Nordamerikanische Investoren sind ihren Kollegen in anderen Regionen voraus, wenn es darum geht, sich an Risikokapitalfonds zu beteiligen, die sich auf Unternehmen mit weiblichen oder aus ethnischen Minderheiten stammenden Gründerinnen und Gründern konzentrieren. Weit über die Hälfte der nordamerikanischen LPs haben sich an solchen Fonds beteiligt oder planen dies, verglichen mit etwa einem Drittel der Investoren aus anderen Regionen.

Arbeitsbedingungen und der Wettbewerb um Talente

Etwa die Hälfte der LPs muss Gehälter oder Arbeitsbedingungen oder beides ändern, um neue Mitarbeiter zu gewinnen, da die privaten Märkte wachsen und die Arbeitsmärkte angespannt bleiben. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dieser Trend das Tragen von formeller Geschäftskleidung in der Private-Equity-Welt verdrängt. Nur zwei von fünf LPs erwarten, dass die formelle Kleidung verschwinden wird. Bezeichnend ist dabei, dass die Hälfte der Investoren es bedauern würde, wenn dies geschähe.

Zusagen beim ersten Closing von Private-Equity-Fonds

Fast alle Privatmarktinvestoren sind bereit, sich bei der ersten Schließung eines Fonds zu engagieren, wenn die Anreize stimmen. In den letzten zwei Jahren haben 91 Prozent der LPs nach Anreizen der GPs wie beispielsweise einem Frühbucherrabatt beim ersten Closing zugesagt. Die Hälfte der Investoren tut dies sogar häufig.

Engagement der Limited Partner in der Anlageklasse

LPs sehen mehrere spezifische Chancen und Herausforderungen in der Anlageklasse Private Equity: Der Anteil der Investoren, die in Fonds, welche Minderheitsbeteiligungen an GP-Managementgesellschaften erwerben, investieren oder planen, dies zu tun, ist merklich gestiegen. Im Barometer vom Sommer 2018 waren es etwas mehr als ein Drittel der Investoren. Dieser Anteil ist bis zum Sommer 2022 auf fast die Hälfte der LPs angestiegen.

Institutionelle Investoren beobachten aufmerksam den Anstieg alternativer Kapitalquellen für Privatmarktfonds, etwa durch Kleinanleger oder Versicherungsbeiträge. Während nur etwa ein Drittel der Anleger diese neuen Kapitalquellen als Risiko für ihren Zugang zu Private-Equity-Fonds sieht, betrachten fast zwei Drittel sie als eine mögliche Bedrohung für die Höhe ihrer Private-Equity-Renditen.

Politisch exponierte Investoren sehen ein wachsendes Risiko für ihren Ruf durch Kommentatoren und Aktivisten, die sich auf die Verbindungen von LPs zu Unternehmen im Besitz von Private Equity konzentrieren. Weit über die Hälfte der öffentlichen Pensionspläne, Stiftungen und Fonds sehen darin ein zunehmendes Risiko, verglichen mit weniger als einem Viertel der anderen Typen institutioneller Investoren.

 

LPs (Limited Partners) sind Anleger in Private-Equity-Fonds oder Privatmarktfonds. GPs (General Partners) sind Manager von Private-Equity-Fonds oder Privatmarktfonds. Private Equity (PE) ist ein Oberbegriff für Kapital zur Wagnisfinanzierung, Wachstumsfinanzierung und Finanzierung von Unternehmenskäufen. Das Global Private Equity Barometer von Coller Capital ist eine einzigartige Momentaufnahme weltweiter Trends im Private-Equity-Bereich. Zweimal jährlich bietet es einen Überblick über die Pläne und Meinungen institutioneller Investoren in dieser Vermögensklasse in Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum (einschließlich Naher Osten). Es erscheint seit 2004 halbjährlich jeweils im Sommer und Winter. Das jüngste Barometer spiegelt die Einschätzungen von 110 institutionellen Private-Equity-Anlegern weltweit vom 7. Februar bis zum 30. März 2022 wider. Die Ergebnisse sind für die Gesamtheit der LPs im Hinblick auf Anlegerstandort, Art der investierenden Organisation, verwaltetes Gesamtvermögen und Dauer der Erfahrung mit Private-Equity-Anlagen global repräsentativ.

 

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Coller Capital Limited, Park House 116 Park Street, London, W1K 6AF, Tel: +44 20 7631 8500, www.collercapital.com

USA-ETFs im Fokus – Amundi ETF Flow Report

 

Analyse der globalen ETF-Mittelzuflüsse Daten per Ende Mai 2022

Der ETF-Markt erholt sich – USA-ETFs im Fokus

Die globale ETF-Nachfrage erholte sich im Mai mit Zuflüssen von 71,9 Mrd. Euro. Das ist mehr als das Dreifache der April-Flows (+22,9 Mrd. Euro), aber weniger als die März-Zuflüsse (+108,6 Mrd. Euro). Angesichts des Ukraine-Kriegs ist diese Volatilität durchaus nachvollziehbar.

Die Erholung konzentrierte sich auf die USA (+69,6 Mrd. Euro). So verteilte sich die Nachfrage fast zu gleichen Teilen auf Aktien (+39 Mrd. Euro) und Anleihen (+34 Mrd. Euro). Dies war eine deutliche Trendwende gegenüber dem April (-1,6 Mrd. Euro). In Asien gab es Nettoabflüsse von 575 Mio. Euro, wobei Anleger 1,6 Mrd. Euro in Aktien investierten und 2,2 Mrd. Euro aus Anleihen abzogen. Insgesamt investierten Anleger im Mai 42,5 Mrd. Euro in globale Aktien und 32,8 Mrd. Euro in Anleihen.

Aktien – Anleger präferieren US- und Nordamerika Indizes

Europäische UCITS-Aktien-ETFs legten im Mai um 2 Mrd. Euro zu, wobei es zur Monatsmitte zu zwischenzeitlichen Abflüssen kam. Dieser Trend war auch bei Anleihe-ETFs zu beobachten. Anleger investierten 2,6 Mrd. Euro in US- und Nordamerika-Aktien, wobei der S&P 500 und der Nasdaq 100 die beliebtesten Indizes waren. Europäische Aktienstrategien legten um 1,3 Mrd. Euro zu, wobei sich die Zuflüsse auf traditionelle und ESG-Indizes verteilten. Globale und Eurozonen-Indizes verzeichneten erneut Abflüsse (-1,3 Mrd. Euro bzw. -701 Mio. Euro).

Bei Sektor- und Themen-ETFs gab es Abflüsse in Höhe von 22 Mio. Euro. Auch aus Finanzstrategien zogen Anleger Mittel ab (-1,5 Mrd. Euro), was eine Umkehr des zu Jahresbeginn beobachteten positiven Trends bedeutet. Soziale Strategien, die auf die Bekämpfung von Geschlechterungleichheit abzielen, gewannen 699 Mio. Euro und Klimastrategien 437 Mio. Euro. Smart-Beta-Ansätze legten um 2,7 Mrd. Euro zu, wobei Yield-Strategien 935 Mio. Euro Neumittel verbuchten. Auch in Value-ETFs flossen 847 Mio. Euro, wobei globale und US-Aktienstrategien im Fokus standen.

Die Nachfrage nach ESG-Aktien-ETF summierte sich auf 1,3 Mrd. Euro, wobei Anleger 747 Mio. Euro in globale und 393 Mio. Euro in europäische Indizes investierten.

Anleihen: Anleger ziehen weiterhin Mittel aus chinesischen Anleihen ab

Im Mai investierten Anleger 1,1 Mrd. Euro in europäische Anleihe-ETFs. Aus Staatsanleihen flossen geringfügig Mittel in Höhe von 141 Mio. Euro ab. US-Staatsanleihen mit mittlerer Laufzeit legten um 2,2 Mrd. Euro zu und breite US-Strategien um 328 Mio. Euro. Kurzlaufende Anleihen und breit diversifizierte Anleihestrategien der Eurozone verbuchten ein Plus von 715 Mio. Euro bzw. 633 Mio. Euro. Aus chinesischen Staatsanleihen zogen die Anleger hingegen 3,2 Mrd. Euro ab, nachdem im April bereits 1,9 Mrd. Euro und im März 1,4 Mrd. Euro aus dieser Strategie abgeflossen sind. Aus inflationsgebundenen Anleihen der Eurozone zogen Anleger ebenfalls Mittel ab (-782 Mio. Euro).

Unternehmensanleihen legten insgesamt um 495 Mio. Euro zu, wobei Anleger 623 Mio. Euro in Investment-Grade- und 206 Mio. Euro in Hochzinsanleihen der Eurozone investierten. Dagegen gab es Abflüsse in Höhe von 456 Mio. Euro aus weltweiten Hochzinsstrategien. Der Eurozonen-Geldmarkt verzeichnete einen Zuwachs von 878 Millionen Euro.

Anleger investierten 852 Mio. Euro in ESG-Anleihen, wobei Unternehmensanleihen der Eurozone um 265 Mio. Euro und kurzfristige Staatsanleihen der Eurozone um 203 Mio. Euro zulegten.

 

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Der schwierige Jahresauftakt für die globalen Aktienmärkte hat sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt.

 

In den aktuellen Global Equity Views bewerten die Experten von J.P. Morgan Asset Management die Lage an den Aktienmärkten weltweit. Demnach ist die Bewertung des gesamten US-Aktienmarktes mittlerweile mit einem KGV von 17 zwar weit vernünftiger, aber immer noch nicht niedrig. Zumal es durchaus möglich sei, dass sich das Wachstum weiter abkühlt und die Gewinne enttäuschen werden. International sehen die Bewertungen vernünftiger aus, aber an den globalen Märkten müsse auf sinkende Gewinnerwartungen und verbleibende Bereiche mit hohen Bewertungen geachtet werden.

Jede Krise bringe aber auch Chancen mit sich. Im Großen und Ganzen sind die Experten von JPMAM bei den Gewinnern des letzten Jahrzehnts weiterhin vorsichtig. Bei der Portfoliokonstruktion liegt der Schwerpunkt auf qualitativ hochwertigeren Unternehmen sowie auf hohen Eigenkapitalrenditen und starken Bilanzen.

Aber die Experten sehen auch einige interessante Gelegenheiten entstehen. Chinesische Aktien seien zum Beispiel stark in Ungnade gefallen, da sie mit einem sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und einer aggressiven Regierungspolitik gegenüber vielen der erfolgreichsten Unternehmen konfrontiert sind. Aber der chinesische Aktienmarkt ist seit seinem Höchststand im letzten Jahr um 50 % gefallen und wird nun zu einer attraktiven Bewertung gehandelt.

Zusammenfassung Global Equity Views von J.P. Morgan Asset Management:

  • Trotz der jüngsten Schwäche der globalen Märkte bleiben viele unserer Portfoliomanager eher vorsichtig in Bezug auf den weiteren Ausblick. Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich, die Inflation ist hoch und die Zinssätze steigenin den meisten Regionen.
  • Die sehr hohen Bewertungen für innovative Unternehmen mit aussichtsreichen Wachstumsprognosen sind in diesem Jahr stark unter Druck geraten. Aber die Kluft zwischen hohen und niedrigen Aktienbewertungen ist immer noch groß, und die fundamentalen Aussichten für einige der hoch bewerteten Unternehmen sind nicht so gut wie einst angenommen.
  • Obwohl sich zweifellos große Chancen ergeben werden, sind die meisten unserer Experten vorsichtig in Bezug auf angeschlagene Wachstumswerte sowie zyklische Unternehmen. In diesem schwierigeren Umfeld sind Qualität und Berechenbarkeit sowie moderate Bewertungen am wichtigsten.

 

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Von Luyi Guo Research Analyst und Andy Acker, CFA Portfolio Manager bei Janus Henderson

 

 

  • Bislang führten Medikamente gegen Fettleibigkeit meist zu einem Gewichtsverlust im mittleren einstelligen Prozentbereich. Eine neue Therapieklasse könnte diesen Wert mehr als verdoppeln.
  • Nutzung der Therapie noch sehr begrenzt. Neue wirksamere Adipositas-Medikamente könnten dies ändern
  • Große Biopharma-Unternehmen – keine Small-Cap-Biotechs – treiben die Innovation an.

Während sich die heutige Biopharma-Forschung weitgehend auf seltene Krankheiten oder schwere Erkrankungen wie Krebs konzentriert, wird die Entwicklung fortschrittlicher Arzneimittel für zahlreiche Krankheiten fortgeführt. Tatsächlich war einer der aufregendsten Erfolge der letzten 12 Monate im Bereich der Fettleibigkeit zu verzeichnen. Während in der Regel Small-Cap-Biotech-Unternehmen bei der Arzneimittelinnovation führend sind, treibt in diesem Fall Large-Cap Biopharmaunternehmen die Wissenschaft voran. Dieser Fortschritt findet in einer Zeit statt, in der steigende Zinsen und eine potenzielle Konjunkturabschwächung die Attraktivität von kapitalstarken Biopharmaunternehmen erhöht haben. Es ist, wie wir meinen, ein hervorragendes Beispiel dafür, warum Anleger einen diversifizierten Ansatz für den Sektor wählen sollten.

Große Fortschritte bei Adipositas-Behandlung

Seit Jahrzehnten gibt es bereits Medikamente gegen Übergewicht, um Menschen zu helfen, die Schwierigkeiten haben, ihr Gewicht durch Diät und Bewegung zu reduzieren. Die Wirkung dieser Medikamente ist jedoch begrenzt: Die meisten Patienten nehmen nur im mittleren einstelligen Prozentbereich ab, und die Nebenwirkungen erschweren eine langfristige Medikamentierung. Die bariatrische Operation als Alternative ist zwar wirksamer, kann aber zu Komplikationen nach der Operation führen, erfordert häufig eine Gewichtsabnahme vor der Operation und ist für die meisten Menschen nicht zugänglich.

Eine neue Generation von Medikamenten gegen Fettleibigkeit hat das Potenzial, diese Möglichkeiten zu verbessern. Letztes Jahr hat die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) das Präparat Wegovy zugelassen, das die Wirkung des Hormons GLP-1 nachahmt und wöchentlich injziert wird. Es zielt auf Bereiche im Gehirn ab, die dem Körper ein Sättigungsgefühl signalisieren

Das kürzlich für die Behandlung von Diabetes zugelassene Tirzepatid (Markenname Mounjaro) könnte bei Adipositas noch vielversprechender sein. Tirzepatid ahmt zwei Hormone nach, die zur Regulierung der Körpermasse und der Nahrungsaufnahme beitragen. Die in der Phase-3-Studie beobachtete Wirksamkeit nähert sich dem Gewichtsverlust einiger bariatrischer Verfahren.

Potenziell gute Marktchancen

Zwar wird sich die Forschung zu diesen Medikamenten kontinuierlich weiterentwickeln, doch die Tendenz ist äußerst ermutigend. Mit einer durchschnittlichen Gewichtsabnahme im einstelligen Bereich hatten die Medikamente der älteren Generation gegen Fettleibigkeit zwar ihren Nutzen, reichten aber nicht aus, um die gesundheitlichen Ergebnisse wesentlich zu verändern. Die Daten für Wegovy und Tirzepatid sind so vielversprechend, dass viele glauben, wir stünden an der Schwelle zu einer neuen Ära der Adipositas-Therapie.

Wir teilen diese Ansicht und glauben, dass die Marktchancen beträchtlich sein könnten. Bis 2030 werden voraussichtlich mehr als 40 % der Weltbevölkerung fettleibig oder übergewichtig sein.1 Da Übergewicht zu zahlreichen Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs beiträgt, belaufen sich die Kosten für die Behandlung adipositasbedingter Erkrankungen jährlich auf Billionen von US-Dollar. Man geht davon aus, dass sogar zwei Drittel aller Behandlungskosten von Diabetes mit Fettleibigkeit zusammenhängen.2 Doch angesichts der begrenzten Wirksamkeit früherer Medikamente und des vorherrschenden Stigmas, dass Gewichtsabnahme mehr mit Willenskraft als mit etwas Physiologischem zusammenhängt, nimmt nur ein kleiner Prozentsatz der Menschen, die für eine Arzneimitteltherapie in Frage kommen, diese in Anspruch (etwa 2 % in den USA3).

Das könnte sich ändern. Einige Monate nach der Markteinführung von Wegovy im Juni 2021 haben wir eine Umfrage unter Hausärzten und Endokrinologen durchgeführt. Von den Befragten hatten 40 % das Medikament bereits verschrieben, und keiner berichtete über negative Rückmeldungen von Patienten. Dieser Prozentsatz dürfte noch steigen, insbesondere wenn Tirzepatid die Zulassung erhält und weiterhin positive Ergebnisse liefert.

Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen wird wesentlich über die Akzeptanz bei den Patienten entscheiden, insbesondere in Regionen außerhalb der USA, wo die Kostenerstattung für Adipositas-Medikamente gering ist. Doch der Vorteil der Medikamente – insbesondere wenn sie nachweislich die Anzahl der schwerwiegenden kardiovaskulären Erkrankungen verringern – könnte eine Ausweitung des Krankenversicherungsschutzes zur Folge haben.

Ein Hinweis für Investoren: Alte Biopharma-Unternehmen sind führend

Bemerkenswert ist außerdem, dass die neuen Adipositas-Medikamente von großen Pharmaunternehmen entwickelt wurden, die seit Jahrzehnten dieselben Hormone für die Behandlung von Diabetes erforschen. Angesichts des großen ungedeckten Bedarfs im Bereich der Fettleibigkeit könnten sich die Medikamente als wichtige Ergänzung des Produktportfolios der Unternehmen erweisen. In unserer Umfrage gaben die Ärzte an, dass mehr als die Hälfte ihrer Patienten übergewichtig sind (55 %) und dass Diät und Sport allein oft nicht ausreichen. Übergewicht ist wie Bluthochdruck eine chronische Krankheit, sodass Patienten, die nach Beginn der Behandlung sowohl eine Gewichtsabnahme als auch eine Verbesserung der Gesundheitsergebnisse erreichen, die Medikamente langfristig einnehmen könnten.

Unserer Ansicht nach erinnert die Revolution im Kampf gegen Fettleibigkeit daran, wie groß die potenziellen Wachstumschancen im Gesundheitswesen sind und warum es wichtig ist, bei Investitionen in diesem Sektor einen diversifizierten Ansatz zu verfolgen. Zweifellos werden Small-Cap-Biotech-Unternehmen bei der Arzneimittelinnovation führend bleiben, doch medizinische Durchbrüche können überall stattfinden. Mit umfangreichen Barreserven, fundiertem Wissen und kommerzieller Feuerkraft verfügen Large-Cap-Biopharma-Unternehmen über die Mittel, um große Wachstumspotenziale zu erschließen. Anleger mit zu engem Blickwinkel, könnten eine wichtige Wende verpassen.

Fußnoten

1“Overcoming obesity: An initial economic analysis,” Dobbs, Richard; Sawers, Corinne; Thompson, Fraser; et al., McKinsey Global Institute, November 2014.

2“The Heavy Burden of Obesity: The Economics of Prevention,” OECD Health Policy Studies, 2019.

3“Antiobesity drug therapy: An individualized and comprehensive approach,” Yael Mauer, MD, MPH, Marcie Parker, PharmD, BCACP and Sangeeta R. Kashyap, MD; Cleveland Clinic Journal of Medicine, August 2021.

 

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Vertriebstrends 2022

In dieser Publikation beschäftigen wir uns u.a. mit folgenden Themen:

Vertriebsgipfel Tegernsee: „Würdest Du heute noch Makler werden…?“, Honorarberater auf dem Vormarsch, Nachhaltigkeit und ESG-Qualitätskriterien: Neue Beratungsmöglichkeiten für Versicherungs- und Anlageprofis, Rekordzahlen in der Maklernachfolge, Marktanalyse: Jeder dritte Broker setzt auf Female Finance, Initiative freiwilliger Branchenstandard – DSGVO, Produkttrends 2022 in der Lebensversicherung, Akquise 3.0  und viele mehr.

Ab dem 2. August wird die IDD-Änderungsverordnung praxiswirksam. Sie verpflichtet alle Versicherungsvermittler, Kunden nach ihren Nachhaltigkeitspräferenzen zu befragen. Um die Einstellung und Anforderungen zu ermitteln, führten der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute und das German Sustainability Network eine Online-Umfrage unter Vermittlern durch.

Honorar-Finanzanlagenberater gemäß Paragraf 34h Gewerbeordnung sind noch immer die Ausnahme im Vermittlungsgeschäft, zumal es diesen Berufsstand überhaupt erst seit 2014 gibt. Doch ist ihre Zahl zuletzt kräftig gestiegen und hat inzwischen ein kleines, aber feines Rekordhoch erreicht.

Jeder dritte Finanzdienstleister im Wertpapierhandel will verstärkt Frauen als Kunden für sich gewinnen. Die Branche arbeitet damit auf das Ziel hin, den Finanzsektor nachhaltiger zu gestalten. Das geht aus der Marktanalyse “Digital investieren” der Management- und Technologieberatung Sopra Steria hervor.

Kunden legen Wert auf Beratung und die Digitalisierung spielt dabei eine immer größere Rolle. Hybride Beratungsmodelle werden die Zukunft in der Retail-Wertpapierberatung sein. Eine aktuelle Studie zum Thema Wertpapierberatung der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners zeigt, dass knapp die

Hälfte der befragten Wertpapierkunden gelegentlich bis regelmäßig Beratung in Anspruch nimmt.

Für Michael Hoppstädter, Geschäftsführer des Pensionsberaters Longial, ist eine 100-prozentige Beitragsgarantie in der bAV mit dem Niedrigzinsniveau nicht mehr darstellbar. Aber er sieht auch Chancen und zeigt zukunftsfähige Lösungen für die betriebliche Altersversorgung auf.

Mehr zu diesen Themen und einen Überblick über die aktuellsten vertrieblich relevanten Entwicklungen, Markteinschätzungen, Produkte und Dienstleistungen finden Sie in dieser Ausgabe.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und gute Geschäfte!

Hier geht es zur Online-PDF-Ausgabe: fbm_vertriebsgipfel_2022     

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Video:  Vertriebsgipfel Tegernsee: „Würdest Du heute noch Makler werden…?“ 

 

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Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgte zuletzt für deutliche Preissteigerungen bei Rohstoffen und im Energie-Bereich, was die ohnehin schon hohe Inflation weiter anheizte.

 

Besonders Growth-Aktien sind von der Erwartung steigender Zinsen und der damit einhergehenden Gefahr einer Rezession betroffen, wobei Unternehmen und Anleger gleichermaßen vor Herausforderungen gestellt sind. Arnaud Cosserat, CEO der internationalen Fondsboutique Comgest, gibt eine Einschätzung zur aktuellen Situation:

Im Euroraum hat sich die Inflation im Mai auf einem Rekordhoch von 8,1 Prozent eingependelt. Dies ist der höchste Wert seit November 1984 – in den USA sowie vielen Schwellenländern liegt sie sogar noch höher. Die Kombination aus hoher Inflation und nachlassendem Verbrauchervertrauen führte in den letzten Wochen bei vielen Investoren dazu, dass sie sich eilig von hoch bewerteten Wachstumsaktien trennten. Deutlich sichtbar wird das unter anderem am MSCI Growth Index, der seit Jahresbeginn seinem Value-Pendant mit großem Abstand hinterherhinkt. Diese Entwicklungen gehen auch an unseren Hauptstrategien – Europa, Global, Japan, Schwellenländer, USA – nicht spurlos vorbei. So war die schwächere Performance im ersten Quartal größtenteils auf die geringe Präferenz für Growth-Aktien und starke Kursgewinne in den Segmenten Rohstoffe, Zykliker und Energie zurückzuführen, Sektoren, in denen wir aufgrund mangelnder Vorhersehbarkeit kaum investiert sind.

Gewinnwachstum als langfristiger Treiber

Die Historie hat immer wieder gezeigt, dass die Angst vor steigenden Zinsen Abschläge bei Growth-Titeln mit sich brachte. Anschließend folgte aber eine Erholung bei jenen Qualitätsunternehmen, die in der Lage sind, überdurchschnittliches Wachstum des Gewinns je Aktie über einen längeren Zeitraum zu generieren. Generell haben Märkte die Tendenz, Unternehmen mit starkem, nachhaltigem Wettbewerbsvorteil und anhaltend überdurchschnittlichem Gewinnwachstum nicht angemessen zu bewerten. Nachhaltiges Wachstum des Gewinns je Aktie führt allerdings zu überdurchschnittlichem Renditepotenzial bei unterdurchschnittlichem Risiko. Diese Titel heben sich in ihrer Branche durch konjunkturunabhängige Wachstumsstärke hervor, was nicht viele Unternehmen bieten können.

Strukturelles Risikomanagement

Angesichts der Vielzahl an Unsicherheiten, die die Marktteilnehmer derzeit in ihren Entscheidungen maßgeblich beeinflussen, erweist sich ein sorgfältiges Bottom-up-Research und eine umsichtige Titelauswahl als erfolgsentscheidendes Kriterium. So gewährleistet ein intensives Research und Teamentscheidungsprozesse unter anderem eine umfassende Risikobewertung. Risikomanager widmen sich unabhängig davon insbesondere dem Monitoring der Liquidität von Aktien und Portfolios. ESG-Integration ermöglicht es zudem, ein tiefgreifendes Verständnis der Unternehmen zu erlangen, womit ihre Qualität noch besser einzuschätzen ist. Dies ist mitunter auch ein Grund, wieso unser hauseigenes ESG-Team mittlerweile auf sechs Experten angewachsen ist.

Mit Blick auf die Einzeltitelebene haben beispielsweise ASML, Novo Nordisk und Straumann gute Aussichten auf nachhaltiges Wachstum – das auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Schließlich können sie ökonomische Burggräben vorweisen, die mit hoher Preissetzungsmacht und hohen Bruttomargen einhergehen. Preissetzungsmacht ermöglicht es Unternehmen, steigende Kosten weiterzugeben und weiterhin in ihre Wettbewerbsfähigkeit zu investieren. Sogar Investment-Legende Warren Buffett pflegte einst zu sagen: „Wenn man die Macht hat, die Preise zu erhöhen, ohne Geschäft an die Konkurrenz zu verlieren, hat man ein sehr gutes Unternehmen.“

ASML: Der Wert des Wachstums

Der niederländische Halbleiterspezialist und Marktführer bei Lithografie-Geräten ASML ist eine unserer größten Positionen. Als wir im Jahr 2017 unsere Position in ASML eröffneten, wurde die Aktie mit einem KGV von 32x bewertet. Bezugnehmend auf die Gewinne aus dem Jahr 2020 entspricht unser Einstiegspreis von damals heute einem KGV von 19x. Angesichts unserer Prognosen für 2025, sinkt es sogar auf 7x. Langfristig wird die Nachfrage nach Halbleitern dynamisch wachsen und damit steigt auch die Nachfrage nach Lithografie-Geräten. Diese Geräte sind hochkomplex und die Entwicklung der jüngsten Generation von Geräten dauert mehr als ein Jahrzehnt. ASML investiert stark in Forschung und Entwicklung, sodass neue Innovationen auf den Markt gebracht werden können. Aktuell wird ein neuartiges Gerät entwickelt, das rund 350 Millionen Euro kosten wird – das heißt, das Zweifache der heutigen Geräte. In einem neuen 10-Jahres-Plan erwartet ASML ein zweistelliges Umsatzwachstum, das durch weitere Digitalinvestitionen und technologische Erneuerungen unterstützt wird.

Novo Nordisk: Wachstum durch Innovation

Das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk verzeichnete im Jahr 2021 einen Umsatzanstieg von 14 Prozent, angeführt von der GLP-1-Produktreihe zur Behandlung von Diabetes und den Verkäufen von Medikamenten gegen Fettleibigkeit. Im Juni 2021 erhielt das Unternehmen in den USA zudem die Zulassung für sein neues Medikament Wegovy, das für die Behandlung von Fettleibigkeit eingesetzt wird und innerhalb von wenigen Wochen öfter verschrieben wurde als sein Vorgänger in fünf Jahren. Mit über 100 Millionen Erwachsenen, die allein in den USA an klinischer Adipositas leiden, ist die Nachfrage hier enorm.

Straumann: Strategische Akquisitionen

Das Schweizer Unternehmen konnte sich in den letzten Jahren auf dem Markt als spezialisierter Anbieter für hochwertige Premium-Zahnimplantate positionieren. Diese Nische weitete Straumann durch gezielte Akquisitionen aus – etwa durch den Zukauf eines brasilianischen Unternehmens, das auf Discount-Implantate spezialisiert ist. Ebenso dürfte die Übernahme von ClearCorrect, Hersteller von Aligners bzw. transparenten Zahnspangen, einer der wichtigsten Wachstumstreiber in den nächsten Jahren sein. Die Umsätze im ersten Quartal 2022 stiegen über alle Regionen hinweg um 27 Prozent und lagen damit 15 Prozent über den Erwartungen.

Die Märkte sind aktuell mit einer erhöhten Volatilität konfrontiert und Anleger befassen sich teilweise mit kurzfristigen Ereignissen und Erwartungen. Stilrotationen wie jene zugunsten von Value-Aktien sind Ausdruck dieser Spekulationen. Wir sind allerdings nach wie vor davon überzeugt, dass sich die Kurse langfristig hauptsächlich wieder an der Gewinnentwicklung der Unternehmen orientieren sollten.

 

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