Von Thorsten Schrieber, Vorstand bei der DJE Kapital AG

 

Aktuell kommt man an dem Wort Rezession nicht vorbei: Wahlweise ist eine Rezession unausweichlich, sehr wahrscheinlich oder sogar bereits da. Bei vielen Anlegerinnen und Anlegern sorgt das unweigerlich für ein ungutes Gefühl. Hier wesentliche Fragen und Antworten im Überblick: Was genau ist eine Rezession? Orientiert man sich an der aktuellen Berichterstattung, so entsteht leicht der Eindruck, dass eine Rezession die Tiefphase eines Konjunkturzyklus darstellt. Tatsächlich handelt es sich bei der Rezession um die Phase des Abschwungs, die sich durch eine abnehmende Wirtschaftsleistung äußert. Experten sprechen dann von einer Rezession, wenn das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) einer Volkswirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vorjahresvergleich rückläufig ist. Dabei ist egal, wie klein oder groß die Diskrepanz zwischen den Vergleichswerten ist.

Woran erkennt man eine Rezession?

Neben dem rückläufigen BIP gibt es noch weitere Kennzeichen, unter anderem:

• fallende Börsenkurse

• sinkende Produktion

• abnehmendes Lohnniveau

• zunehmende Arbeitslosigkeit

• Rückgang der Nachfrage und des Konsums

• pessimistische Marktprognosen

• überhohe Lagerbestände

• sinkende Preise

Generell gilt: Nicht jede Rezession ist gleich, weswegen die Merkmale im Einzelfall abweichen können.

Warum ist eine Rezession ein volkswirtschaftliches Problem?

Eine Volkswirtschaft, die sich abkühlt und an Fahrt verliert, kennt viele Verlierer. Dazu gehören vor allem die Beschäftigten im Niedriglohnsektor sowie Haushalte mit geringerem Einkommen. Viele Unternehmen werden zum Sparen gezwungen und versuchen, ihre fundamentalen Daten durch Personalabbau zu verbessern. Die Sozialsysteme werden durch eine steigende Arbeitslosigkeit belastet – abnehmender Konsum wiederum verringert staatliche Steuereinnahmen und die Umsätze der Unternehmen. Und: Nicht jedes Unternehmen überlebt einen solchen wirtschaftlichen Abschwung.

Welche positiven Effekte kann eine Rezession haben?

Bei allen Schwierigkeiten, die eine Rezession mit sich bringt – sie kann auch Positives bewirken. Unternehmen, deren Geschäftsmodelle langfristig nicht tragfähig sind, etwa weil sie nur auf Pump ausgelegt sind, werden bisweilen ausgesiebt. So findet eine gewisse Form der Bereinigung statt. Die Nachfrage lässt nach, und damit sinkt in der Regel auch die Inflationsrate. Die Überhitzung, die in der Phase der Hochkonjunktur eingesetzt hat, kühlt allmählich ab.

Und bereits die Überhitzung ist gekennzeichnet von teils negativen Merkmalen wie:

• geringes oder stagnierendes Wachstum

• Übertreibungen und zu starker Optimismus führen zu Fehlinvestitionen

• Preise steigen

• fragmentierte Märkte erfahren stärkere Konzentration

Insofern ist die derzeit weit verbreitete Furcht vor einer Rezession nur die halbe Wahrheit. Eine Rezession ist eine vielschichtige Konjunkturphase, die eine Volkswirtschaft durchaus wieder auf einen langfristig stabileren Weg führen kann.

Blick zurück: Wann gab es die letzte Rezession?

So dramatisch, wie derzeit über eine drohende Rezession berichtet wird, könnte der Eindruck entstehen, dass dieses Phänomen nur sehr selten auftritt und die letzte Rezession Jahrzehnte zurückliegt. Falsch – zurück in das Corona-Jahr 2020: Laut den Daten des Bureau of Economic Analysis1 wiesen exemplarisch in den USA die ersten beiden Quartale eine negative BIP-Entwicklung im Vorjahresvergleich auf. Durch mehr monetäre und fiskalpolitische Anstrengung konnte die Rezession jedoch schnell gestoppt werden. Ein solcher Eingriff erscheint vor dem Hintergrund des aktuellen Inflationsgeschehens allerdings noch unwahrscheinlich. Erst ein Rückgang der Teuerungsraten könnte den Notenbanken wieder mehr Manövrierfähigkeit geben. Insofern taugt die Corona-Rezession von 2020 nur bedingt als Vergleich.

1 (Gross Domestic Product, Second Quarter 2021 (Advance Estimate) and Annual Update | U.S. Bureau of Economic Analysis (BEA))

Gehen wir etwas weiter zurück. Anfang der 1990er rutschte die US-Wirtschaft in eine Rezession. Sie wurde ausgelöst von der restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve, um die steigende Inflation zu bekämpfen. Steigende Ölpreise trugen maßgeblich zum Anziehen der Inflation bei. Wichtigster Preistreiber: der irakische Überfall auf Kuwait. Der so genannte Ölpreis-Schock hielt rund neun Monate an, bis eine internationale Koalition unter Führung der USA Saddam Husseins Truppen zurückdrängen und die Ängste um die Ölversorgung auflösen konnte.

Wie wirkten sich Rezessionen in der Vergangenheit auf die Aktienmärkte aus?

Insgesamt gilt die 1990er-Rezession der US-Konjunktur als vergleichsweise milde, sie dauerte nur acht Monate. Dennoch wurde sie von einem Bärenmarkt für Aktien flankiert, in dessen Spitze der S&P 500 in nur 68 Tagen 20 Prozent verlor. Auch global kühlte das Wirtschaftsklima ab, sodass die europäischen Aktien ebenfalls in einen Bärenmarkt gerieten. Dieser dauerte 131 Tage und der Index verlor bis zu 24 Prozent. Besonders lehrreich ist allerdings nicht der Blick auf die maximalen Verluste der Bärenmärkte, sondern vielmehr auf die Erholung der Aktienmärkte nach diesen Rückschlägen.

What comes down must go up again – wann und wie erholen sich die Märkte?

Nur drei Monate nach dem Tiefpunkt des Bärenmarkts sah die Welt der Aktienmärkte bereits ganz anders aus. Der S&P 500 lag bereits wieder bei einem Plus von 23 Prozent, der MSCI Europe notierte bei +25 Prozent. Ein Einzelfall, den die Märkte dem milden Rezessionsverlauf zu verdanken hatten? Nicht ganz. Die Statistik zeigt, dass der S&P 500 bei Bärenmärkten im Schnitt sechs Monate nach dem Tiefpunkt bei +25 Prozent, zwölf Monate danach sogar bei +36 Prozent steht. Demgegenüber steht ein durchschnittlicher Drawdown (der maximale Wertverlust bis zum Wiedererreichen des Ursprungswertes) von 34 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den anderen Indizes. Der MSCI Europe liegt ein Jahr nach Bärenmarkt-Tiefpunkten bei einem Plus von 34 Prozent, während der Drawdown 32 Prozent beträgt. Und auch im Weltindex MSCI All Country World steht zwölf Monate nach einem Bärenmarkt eine Erholung von 32 Prozent einem Drawdown von 25 Prozent gegenüber. Sogar lang anhaltende Bärenmärkte, etwa während der Rezessionen Anfang der 2000er (New Economy-Blase) und während der großen Finanzkrise ab 2007, konnten sich mit etwas Distanz wieder erholen. Bei ersterer verlor der S&P bis zu 49 Prozent und konnte bis zwölf Monate nach dem Tiefpunkt immerhin 33 Prozent wieder gutmachen. Bei zweiterer ging es sogar 57 Prozent nach unten, dafür folgte eine Erholung von 68 Prozent ein Jahr später.

Was ist zu tun?

Rezessionen sind herausfordernd für eine Volkswirtschaft, sie können ihr perspektivisch aber auch helfen. Aktienmärkte und Rezessionen vertragen sich nicht besonders gut, aber dennoch haben die Märkte sich, historisch betrachtet, bisher immer wieder erholt. Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das vor allem eines: Ruhe bewahren. Breite Abschwünge in der Wirtschaft und an der Börse sind schmerzhaft, rote Zahlen sieht niemand gern im Portfolio. Aber: Nicht jede Aktie und nicht jedes Unternehmen leidet in einem solchen Negativszenario gleichermaßen. Schon auf Sektor-Ebene werden Unterschiede deutlich. Die Automobil-Industrie etwa muss mit durchschnittlich -61 Prozent maximalem Drawdown in Marktkrisen vergleichsweise hohe Verluste verkraften. Auch der Immobiliensektor wird mit -59 Prozent durchschnittlichem maximalen Drawdown in Krisenzeiten stark gebeutelt.

Welche selektiven Chancen können sich bieten?

Als krisenresistenter erweisen sich Wirtschaftszweige, auf die Verbraucher auch in schweren Zeiten nicht verzichten können. Basiskonsumgüter wie Haushaltswaren und Lebensmittel führen das Feld mit einem maximalen durchschnittlichen Drawdown von 23 Prozent an. Auch der Gesundheits-Sektor steht in Krisenzeiten mit einem Drawdown-Durchschnittswert von 31 Prozent, zumindest relativ gesehen, besser da als viele andere Bereiche. In der aktuellen Marktphase beweisen diese Bereiche, zumindest bislang, erneut ihre Resilienz. Aber auch der Telekommunikationssektor, Versorger und Versicherungsunternehmen stehen relativ gut da, weil sie über einen festen Kundenstamm mit meist lang laufenden Verträgen verfügen. Generell setzen wir bei Unternehmen weiterhin auf Kriterien wie Preissetzungsmacht und eine starke Marktposition bzw. die Fähigkeit, die Margen zu halten. Einzelne Anlagechancen sehen wir auch bei festverzinslichen Wertpapieren mit derzeit hohen Renditeniveaus. Wer das Risiko im Portfolio generell möglichst reduzieren möchte, für den eignen sich defensive Aktien, eine höhere Cashquote, gegebenenfalls eine höhere Anleihenquote oder eine Goldbeimischung. Vollständig auszusteigen kann im schlimmsten Fall sehr teuer werden. Denn: Die Börse klingelt weder zum Ausstieg noch zum Wiedereinstieg.

Was ist nun besonders zu beachten? Kommt eine Rezession?

Diese Gleichung hat einige Unbekannte, zu denen maßgeblich das zukünftige Verhalten der US-Notenbank gehört. Sie steht innenpolitisch angesichts der hohen Inflation unter Druck. Sollte die amerikanische Notenbank ihre aktuelle Zinspolitik fortsetzen, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession also hoch, denn die geplanten weiteren Zinserhöhungen könnten die Wirtschaft abrupt ausbremsen. Diese zinspolitische Bremse kombiniert mit hoher Inflation und den derzeitigen geopolitischen Risiken macht es Anlegerinnen und Anlegern nicht gerade leicht. Bei Aktien und Unternehmensanleihen kommt es auf gut geprüfte Auswahl an: Beispielsweise bieten Unternehmen aus den USA aktuell mehr Chancen als der europäische Markt, der auch stärker unter dem Krieg in der Ukraine leidet. Den Markt und die entsprechenden Wirtschaftsindikatoren genau im Blick halten und sich flexibel anpassen – daran führt jedenfalls kein Weg vorbei.

Über die DJE-Gruppe

DJE ist seit über 45 Jahren als unabhängige Vermögensverwaltung am Kapitalmarkt aktiv. Das Unternehmen aus Pullach bei München verwaltet mit rund 170 Mitarbeitern in der DJE-Gruppe über 17,4 Milliarden Euro (Stand: 31.12.2021) in den Bereichen individuelle Vermögensverwaltung, institutionelles Asset Management sowie Publikumsfonds. Zudem bietet die DJE Kapital AG seit 2017 mit Solidvest eine einzeltitelbasierte Online-Vermögensverwaltung an – als digitale Lösung im Rahmen aktiv gemanagter Depots. Das Online-Konzept basiert auf den breiten Kompetenzen in Vermögensverwaltung und Anlagestrategie der DJE Kapital AG – und ermöglicht ein diversifiziertes Portfolio nach individuellem Rendite-Risiko-Profil mit persönlichen Themenschwerpunkten im Aktienbereich. Vorstandsvorsitzender ist Dr. Jens Ehrhardt, sein Stellvertreter Dr. Jan Ehrhardt. Kern des Anlageprozesses und aller Investmententscheidungen ist die FMM-Methode (fundamental, monetär, markttechnisch), welche auf dem hauseigenen, unabhängigen Research basiert. Der Anspruch der DJE Kapital AG ist, ihren Kunden weitsichtige Kapitalmarktexpertise in allen Marktphasen zu bieten.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

DJE Kapital AG, Pullacher Straße 24, 82049 Pullach, Tel: +49 89 790453-0, Fax: +49 89 790453-185, www.dje.de

Geschäftsentwicklung

 

Stefan Hoops, CEO: „Obwohl sich das Umfeld im zweiten Quartal weiter signifikant verschlechtert hat, ist es uns gelungen, den höchsten bereinigten Vorsteuergewinn zu erzielen, den wir jemals in einem zweiten Quartal und einem ersten Halbjahr erreichen konnten. Dank unseres diversifizierten Geschäftsmodells sind wir widerstandsfähig geblieben und haben bei unseren Nettomittelflüssen im Quartal einen guten Produktmix erreicht, da es eine anhaltende Nachfrage unserer Kunden nach hochmargigen alternativen Anlagen und Fonds aus dem Bereich Active gab.“

Claire Peel, CFO: „Unsere Managementgebühren sind im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum signifikant gestiegen und wir haben unsere Erträge um 8 Prozent erhöht. Zuflüsse in unsere hochmargigen Strategien haben zu starken Nettoneuerträgen geführt. Insgesamt ist es uns gelungen, unseren bereinigten Vorsteuergewinn im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 um 11 Prozent zu steigern, und die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation verbesserte sich auf das sehr gute Niveau von 59,4 Prozent.“

Auch im zweiten Quartal wirkte sich der Krieg in der Ukraine weltweit in starkem Maße auf Volkswirtschaften und Aktienmärkte aus. Wir blieben jedoch Dank unseres diversifizierten Geschäftsmodells widerstandsfähig. Die Nachfrage unserer Kunden nach hochmargigen alternativen Anlagen und Fonds aus dem Bereich Active hielt an, während vor allem Geldmarktprodukte mit geringer Marge wegen des vorherrschenden Umfelds mit hohen Inflationsraten und der Erwartung steigender Zinsen Nettomittelabflüsse hinnehmen mussten. Insgesamt waren die Nettomittelflüsse ohne Geldmarktprodukte im zweiten Quartal nahezu ausgeglichen bei minus EUR 0,3 Milliarden. Bezieht man niedrigmargige Geldmarktprodukte ein, belief sich das Nettomittelaufkommen auf minus EUR 25,0 Milliarden. Der gute Produktmix unserer Nettomittelflüsse im Quartal führte jedoch erneut zu starken Nettoneuerträgen.

Trotz des negativen Umfelds lieferte die DWS in der ersten Jahreshälfte 2022 einmal mehr ein starkes Finanzergebnis ab. Die Erträge stiegen im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 8 Prozent. Die Managementgebühren blieben im Vergleich zum ersten Quartal unverändert, jedoch führten unter anderem sich weniger günstig entwickelnde Marktwerte der Garantien für unsere Garantieprodukte (fair value of guarantees) dazu, dass die Erträge um 3 Prozent zurückgingen. Die bereinigte Kostenbasis sank gegenüber dem Vorquartal, stieg jedoch im ersten Halbjahr im Jahresvergleich in Einklang mit unserer Wachstumsstrategie. Unsere bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation befindet sich mit 59,3 Prozent im zweiten Quartal und 59,4 Prozent im ersten Halbjahr auf einem sehr guten Niveau. Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg im ersten Halbjahr 2022 um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und lag im zweiten Quartal nur knapp unter dem sehr hohen Niveau des ersten Quartals 2022. Es war der höchste bereinigte Vorsteuergewinn, den die DWS jemals in einem zweiten Quartal und einem ersten Halbjahr erzielen konnte.

Die Erträge reduzierten sich im zweiten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorquartal leicht um 3 Prozent auf EUR 671 Millionen (Q1 2022: EUR 689 Millionen; Q2 2021: EUR 625 Millionen). Während die Managementgebühren stabil blieben und die Performancegebühren zulegten, gingen die sonstigen Erträge zurück, was hauptsächlich auf sich weniger günstig entwickelnde Marktwerte der Garantien für unsere Garantieprodukte (fair value of guarantees) zurückzuführen war. Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Erträge im Jahresvergleich um 8 Prozent auf EUR 1.360 Millionen (H1 2021: EUR 1.259 Millionen). Grund waren gestiegene Managementgebühren.

Der bereinigte Vorsteuergewinn reduzierte sich im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal leicht um 2 Prozent auf EUR 273 Millionen (Q1 2022: EUR 279 Millionen; Q2 2021: EUR 247 Millionen). Nach Steuern wies die DWS für das zweite Quartal 2022 ein 17 Prozent niedrigeres Konzernergebnis in Höhe von EUR 155 Millionen aus (Q1 2022: EUR 186 Millionen; Q2 2021: EUR 172 Millionen). Der bereinigte Vorsteuergewinn für das erste Halbjahr 2022 stieg im Jahresvergleich um 11 Prozent auf EUR 552 Millionen (H1 2021: EUR 496 Millionen). Das Konzernergebnis legte im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 1 Million auf EUR 341 Millionen zu (H1 2021: EUR 340 Millionen).

Das verwaltete Vermögen (AuM) sank im zweiten Quartal 2022 in einem sehr schwierigen Marktumfeld auf EUR 833 Milliarden (Q1 2022: EUR 902 Milliarden; Q2 2021: EUR 859 Milliarden). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf die negativen Marktentwicklungen, aber auch auf Nettomittelabflüsse zurückzuführen, während sich Währungseffekte positiv auswirkten.

Im zweiten Quartal 2022 mit seinem ungünstigen Umfeld verzeichneten wir ein Nettomittelaufkommen in Höhe von minus EUR 25,0 Milliarden, das zu minus EUR 26,1 Milliarden im ersten Halbjahr 2022 führte. Jedoch wiesen unsere Nettomittelflüsse im Quartal erneut einen guten Mix auf. Während vor allem volatile Geldmarktprodukte mit geringer Marge hohe Nettomittelabflüsse hinnehmen mussten – von denen der Großteil im Juli an uns zurückgeflossen ist –, verzeichneten wir Nettomittelzuflüsse in hochmargige Produkte der Bereiche Alternatives und Active (ohne Cash). Ohne Geldmarktprodukte waren die Nettomittelzuflüsse im zweiten Quartal mit minus EUR 0,3 Milliarden nahezu ausgeglichen. In den ersten sechs Monaten 2022 belief sich das Nettomittelaufkommen ohne Cash auf EUR 5,5 Milliarden.

Der Bereich Active Asset Management zeigte sich widerstandsfähig und verzeichnete im zweiten Quartal ohne Geldmarktprodukte Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 1,5 Milliarden (Q1 2022: EUR 4,3 Milliarden). Zu diesem Aufkommen trugen alle Anlageklassen bei außer Fixed Income (minus EUR 0,1 Milliarden), die unter der zunehmenden Inflation sowie der Erwartung steigender Zinsen litt. Active Equity generierte erneut erhöhte Nettomittelzuflüsse von EUR 0,7 Milliarden aufgrund von Zuflüssen in den Flaggschiff-Fonds DWS Top Dividende und mit anhaltender Nachfrage nach ESG[1]-Produkten. Zudem verbuchte Multi Asset Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 0,6 Milliarden, was in erster Linie auf starke Zuflüsse in den Flaggschiff-Fonds DWS Concept Kaldemorgen zurückzuführen ist. Darüber hinaus generierte Active SQI Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 0,4 Milliarden. Cash-Produkte mit niedriger Marge verbuchten angesichts des vorherrschenden Umfelds mit hohen Inflationsraten und der Erwartung steigender Zinsen Nettomittelabflüsse von minus EUR 24,8 Milliarden (Q1 2022: minus EUR 6,8 Milliarden).

Der Bereich Passive Asset Management verzeichnete im zweiten Quartal Nettomittelabflüsse von minus EUR 3,3 Milliarden (Q1 2022: EUR 0,5 Milliarden). Angesichts der immensen geopolitischen Unsicherheit und der daraus resultierenden hohen Volatilität an den Märkten, Rezessionsängsten und fallenden Aktienkursen fuhren die Kunden fort, die Risiken in ihren Portfolios zu reduzieren.

Der Bereich Alternatives verbuchte im zweiten Quartal ein gestiegenes Nettomittelaufkommen in Höhe von EUR 1,6 Milliarden (Q1 2022: EUR 1,0 Milliarden) vor allem aufgrund von starken Nettomittelzuflüssen in Liquid Alternatives und gestützt durch kleinere Nettomittelzuflüsse in Infrastrukturprodukte.

Die bereinigten Kosten, die auch die Transformationskosten und nicht wiederkehrende Kosten nicht umfassen, sanken im zweiten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorquartal um 3 Prozent auf EUR 398 Millionen (Q1 2022: EUR 410 Millionen; Q2 2021: EUR 379 Millionen). Ursächlich für diesen Rückgang ist ein niedrigerer Personalaufwand vor allem aufgrund einer reduzierten Gewinnbeteiligung. Im ersten Halbjahr stiegen die bereinigten Kosten im Jahresvergleich um 6 Prozent auf EUR 808 Millionen (H1 2021: EUR 764 Millionen). Dies steht im Einklang mit unserer Wachstumsstrategie und ist auf gestiegenen Sach- und sonstigen Aufwand sowie auf einen höheren Personalaufwand zurückzuführen.

Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) sank im zweiten Quartal 2022 leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 59,3 Prozent (Q1 2022: 59,5 Prozent; Q2 2021: 60,6 Prozent) und bleibt damit auf einem sehr guten Niveau. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum verbesserte sich die bereinigte CIR im ersten Halbjahr um 1,2 Prozentpunkte auf 59,4 Prozent (H1 2021: 60,6 Prozent).

Ausblick

Unser Ausblick bleibt gegenüber dem in unserem Geschäftsbericht 2021 veröffentlichten Ausblick unverändert.

 

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Obwohl sich die Märkte auch weiterhin im Spannungsfeld zwischen Inflations- und Rezessionssorgen mit einer deutlich höheren Volatilität bewegen, ist unterm Strich eine vergleichsweise freundliche Woche für die Aktienmärkte zu Ende gegangen.

 

So hat die Nachricht über eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen durch Russland zu einer ersten kleinen Erleichterungsrallye an den europäischen Märkten geführt und auch der lang herbeigesehnte Beginn der US-Berichtssaison ist bislang mit gemischten bis positiven Eindrücken aufgenommen worden.

Trotz des jüngsten Höhenflugs an den Börsen sollten Anleger jedoch bedenken, dass die anstehenden Ereignisse, allen voran die Bekanntgabe der Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank Fed, die Aktien- und Anleihekurse erneut in Unruhe versetzen können. Denn angesichts der für Juni überraschend hoch ausgefallenen US-Inflationsrate von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat dürfte die Fed ihre Geldpolitik weiter straffen. Eine Erhöhung der US-Leitzinsen um 0,75 Prozentpunkte wie im Juni gilt inzwischen als sicher, wobei auch eine Anpassung um sogar 1,0 Prozent von mehreren Experten nicht mehr völlig ausgeschlossen wird. Hinzu kommt, dass vor allem in Europa die Veröffentlichung von wichtigen Konjunkturdaten und Inflationszahlen ansteht.

Mit Blick auf die Anleihemärkte zeigt sich derweil, dass die Renditen von 10-jährigen US-Treasuries von ihrem Hoch von 3,5 Prozent im Juni auf mittlerweile unter 3 Prozent zurückgefallen sind. Damit reagieren die Rentenmärkte wieder einmal schneller auf die konjunkturelle Entwicklung, als die US-Notenbank Fed. Zwar wird der Zinserhöhungszyklus in den USA wohl noch einige Monate dauern. Doch ist dieser bereits jetzt nach oben hin begrenzt, da bei einer Verschlechterung der Konjunkturdaten die Fed ihren geldpolitischen Kurs wohl kaum fortsetzen können wird.

Angesichts der auch im Euro-Währungsraum seit Monaten deutlich höher ausfallenden Inflation ist inzwischen auch die Europäische Zentralbank EZB in Aktion getreten und hat mit einem Zinsschritt von 50 Basispunkten die erste Zinserhöhung seit elf Jahren vollzogen. Dies kam für viele Marktteilnehmer allerdings überraschend, da lediglich mit einer Zinserhöhung von 25 Basispunkten gerechnet wurde. Außerdem hat der EZB-Rat am vergangenen Donnerstag einstimmig mit dem Transmission Protection Instrument (kurz TPI) ein neues Kriseninstrument beschlossen, das gezielte und unbegrenzte Anleihekäufe einzelner Länder ermöglichen soll, deren Refinanzierung durch einen steigenden Leitzins in der Währungsgemeinschaft möglicherweise in Gefahr gerät. Damit möchte die EZB die Spannungen in der Währungsunion eindämmen und eine Neuauflage der Euro-Krise verhindern.

In diesem Gesamtkontext sind die Augen der Marktteilnehmer einmal mehr auf die US-Notenbank Fed gerichtet, wobei eine weitere Zinserhöhung in den USA den Markt vorerst nicht mehr erschrecken sollte. Gleiches gilt auch für das mögliche Eintreten einer Rezession in Europa und / oder den USA, zumal diese in den Aktienkursen inzwischen eingepreist ist. Als spannend dürfte sich dagegen die weitere konjunkturelle Entwicklung in Europa und den USA in den nächsten Monaten erweisen, wobei hier vor allem die Unternehmensergebnisse für das dritte Quartal im Vordergrund stehen werden.

Ihr Michael Winkler, Leiter Anlagestrategie bei der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

 

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Kommentar des Portfoliomanagements zum 2. Quartal 2022 von Jonas Edholm, Portfoliomanager

 

  • Rezessionsängste belasten Rohstoff- und Finanztitel
  • Notenbanken könnten gezwungen sein, Zinserhöhungen zu revidieren
  • Unterbewertung im Fonds auf Niveau von 2020
  • Korrektur von Technologie- und Konsumunternehmen eröffnet interessante Möglichkeiten

Für das zweite Quartal erzielte SKAGEN Focus eine negative Rendite und beendete den Berichtszeitraum schwach, da Rezessionsängste die Bewertungen von Rohstoff- und Finanztiteln weltweit allgemein drückten. Die Zinssätze für längere Laufzeiten begannen am Ende des Quartals nachzugeben, da die Finanzmärkte anfingen, einen Höhepunkt der Inflation und eine breite wirtschaftliche Verlangsamung zu antizipieren. Ein Szenario, in dem sich Zentralbanken möglicherweise bereits im kommenden Jahr dazu gezwungen sehen könnten, Zinserhöhungen einzuschränken und möglicherweise auch rückgängig zu machen, kann nicht völlig ausgeschlossen werden. Zu diesem Zeitpunkt wird sich der Fokus der Märkte wieder auf ein Wirtschaftswachstum ausrichten, was wiederum eine Rotation in frühzyklische Engagements begünstigen würde. Während der jüngsten Korrektur stieg die Unterbewertung des Fonds, d. h. der Gesamtabstand zu den Portfoliokurszielen im gesamten Portfolio, und liegt nun auf einem Niveau, das wir zuletzt während des Pandemietiefs Anfang 2020 gesehen haben.

Ivanhoe Mines durch Rohstoffpreisverfall belastet

Die Positionen mit der besten Wertentwicklung im Berichtszeitraum bestehen aus einer Reihe diversifizierter Aktien. Zunächst stieg unsere japanische Regionalbank Shiga Bank um mehr als 25 Prozent, nachdem das Unternehmen zum einen die Dividende erhöht und zum anderen ein aktivistischer Investor vorgeschlagen hatte, die Kapitalallokationsrichtlinien zu verbessern, um den hohen Abschlag auf das Eigenkapital der Bank zu beseitigen.  Der französische Videospielhersteller Ubisoft profitierte von Gerüchten, dass das Unternehmen möglicherweise ein Ziel für Private Equity Investoren wäre. Ubisoft wird mit einem erheblichen Abschlag auf den von uns geschätzten Marktwert gehandelt. Nach einer Phase hoher getätigter Investitionen ist das Unternehmen nun gerade dabei, mehrere neue Spiele auf den Markt zu bringen.

Die in diesem Quartal schwächste Performance lieferte der Kupferproduzent Ivanhoe Mines, der während des Berichtszeitraums um knapp 30 Prozent nachließ. Betrachtet man die Rahmendaten, so tut das Unternehmen alles Richtige, um den Wert für seine Aktionäre zu steigern, und auch der Produktionsanstieg bei Kupfer erfolgte ebenfalls tadellos. Die schwächere Wertentwicklung der Aktie stand in direktem Zusammenhang mit dem Einbruch der zugrundeliegenden Rohstoffpreise. Wir haben Anfang des Jahres aus dieser Position Gewinne mitgenommen, doch jetzt sehen wir wieder ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber unserem Kursziel. Nach einem hinter den Erwartungen zurückbleibenden Ergebnisbericht für das erste Quartal lieferte unser kanadisches Verpackungsunternehmen Cascades ebenfalls einen negativen Beitrag zur Wertentwicklung des Fonds. Wir denken, dass diese Schwäche hauptsächlich auf vorübergehende Faktoren wie regionale Lieferkettenunterbrechungen zurückzuführen ist, die sich kurzfristig wieder einpendeln sollten.

Nach einer Auseinandersetzung zwischen der Geschäftsleitung und dem aktivistischen Investor Oasis, der den Rücktritt des CEO forderte, hat der japanische Aufzugshersteller Fujitec das Quartal mit einem guten Ergebnis beendet. Wir haben diese Aktion unterstützt, da Fragen bezüglich der Unternehmensführung aufkamen, diese Aktion könnte wiederum zu Verbesserungen in der Unternehmensführung und der Kapitalallokationsdisziplin führen.

Interessante Anlagemöglichkeiten in Japan

Nachdem der indonesische Nickelproduzent Vale Indonesia zu Beginn des Quartals unser Kursziel erreicht hatte, schlossen wir diese Position und haben diese durch die auf den Philippinen ansässige Nickel Asia Corp ersetzt. Das Unternehmen beliefert vorrangig asiatische Kunden mit nickelhaltigem Erz, das zur Herstellung von Nickel für Edelstahl und Elektrofahrzeugbatterien verwendet wird. Nach dem indonesischen Exportverbot genießt das Unternehmen faktisch eine Monopolstellung bei Nickelerzexporten nach China.

Wir haben eine Position in dem US-amerikanischen Lebensmitteleinzelhändler Albertsons aufgebaut, der ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten scheint und derzeit eine strategische Überprüfung durchführt, um seine Kapitalstruktur zu optimieren. Wir haben ebenfalls eine Position in Viscofan hinzugefügt. Hierbei handelt es sich um einen spanischen Hersteller von Verpackungen für Fleischprodukte, der unseres Erachtens erheblich unter seinem Marktwert gehandelt und von den meisten Anlegern nicht wahrgenommen wird. Wir trennten uns von unserer Position im US-Lebensversicherer Lincoln National, als die Aktie unsere Haltedauergrenze erreicht hatte. Leider sind unsere Katalysatoren für eine Neubewertung nicht eingetreten.

In Japan finden wir nach wie vor sehr interessante Anlagemöglichkeiten und haben im Berichtszeitraum den japanischen IT-Konzern Kyocera in unser Portfolio aufgenommen. Das Unternehmen strukturiert derzeit seine Hauptgeschäftsbereiche um und seine Kernertragskraft ist sehr konservativ bewertet, rechnet man die große Beteiligung des Unternehmens am Telekommunikationsbetreiber KDDI heraus.

Wir haben unsere Position im deutschen Antriebsstranghersteller Vitesco aufgestockt, da die Aktie unter vorübergehenden Lieferkettenproblemen und der Unsicherheit in der weltweiten Autoteileproduktion litt. Es gab erhebliche Insiderkäufe und die Familie Schaeffler, Haupteigentümerin des Unternehmens, erhöhte erst kürzlich ihren Anteil. Ein Zusammenschluss von Vitesco und Schaeffler könnte tatsächlich im Raum stehen und würde erhebliche Synergieeffekte mit sich bringen.

Schmerzhafte Normalisierungsphase und Aufwärtspotenzial

Wir glauben, dass sich die Finanzmärkte in einer schmerzhaften Normalisierungsphase befinden, was die Zinssätze und Bewertungsmultiplikatoren angeht. Die Hauptsorge besteht aktuell darin, dass die Zentralbanken durch ihre Handlungen eine große Rezession auslösen könnten, was die Bewertungen selbst bei ansonsten strukturstarken Grundstoffaktien und stark abgezinsten Finanztiteln bereits nach unten gedrückt hat. Wichtig ist, dass unsere gewichteten Kursziele im Fonds ein erhebliches Aufwärtspotenzial aufweisen, das dem Aufwärtspotenzial entspricht, welches wir beim Pandemietief Anfang 2020 gesehen haben. Die starke Korrektur der Bewertungen von Technologie- und Konsumunternehmen wird dem Fonds in Zukunft interessante Möglichkeiten eröffnen. Zum Quartalsende finden sich 48 Positionen in unserem Portfolio, wobei 79 Prozent hiervon im Small- und Midcap-Segment beheimatet sind.

 

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Storebrand Funds Deutschland SKAGEN AS, German Branch, Barckhausstrasse 1, 60325 Frankfurt, www.skagenfunds.de

Von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM – erstellt im Juli 2022

 

Die Credit- und Aktienmärkte haben seit Anfang des Jahres stark nachgegeben. Infolge einer solchen Korrektur stellt sich natürlich die Frage einer Erhöhung der Allokation in risikoreiche Anlagen insgesamt.

Inflation

In diesen Tagen ist es nicht leicht, die Inflation einzuschätzen. Vor einem Jahr rechnete der Markt für 2022 mit einer durchschnittlichen Inflation von 1,6 % in der Eurozone und 2,9 % in den USA, die Ende 2021 ihren Höhepunkt erreichen sollte, und für 2023 mit einer Rückkehr auf etwa 1,5 % in Europa und 2 % in den USA (Bloomberg). Heute prognostizieren dieselben Märkte für 2022 eine Inflation von 8,2 % in der Eurozone und den USA und für 2023 einen relativen Rückgang des Inflationsdrucks, wobei der Preisanstieg immer noch bei 4-5 % liegt. Natürlich können der Ukrainekrieg und die enormen Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte diese Fehleinschätzungen nur bedingt erklären. Wenn die Inflationsschätzungen in den letzten zwölf Monaten um mehr als 5 % nach oben korrigiert wurden, ist leicht vorstellbar, dass sich diese Prognosefehler in die eine oder andere Richtung wiederholen. Kurzfristig lässt dies den Zentralbanken kaum eine Alternative bei der Wahl ihrer Geldpolitik. Sie wollen eine Entankerung der Inflationserwartungen vermeiden. Deshalb werden sie ihre Geldpolitik mit dem gemeinhin vermuteten Ziel der Nachfragereduzierung weiter straffen.

Makroökonomische Entwicklung

Die Wachstumsprognosen für 2022 sind seit Jahresbeginn deutlich gesunken, beispielsweise von 3,9 % auf 2,1 % in den USA, von 4,2 % auf 2,7 % in Europa und sogar von 5,2 % auf 4,1 % in China. Wir glauben jedoch, dass diese Abwärtskorrekturen noch nicht abgeschlossen sind. Die Zentralbanken werden ihre restriktiveren Finanzierungsbedingungen fortsetzen. Dies dürfte zu einem Rückgang der Frühindikatoren und damit zu niedrigeren Wachstumserwartungen führen.

Die Indizes für das Verbrauchervertrauen sind in den meisten Industrieländern inzwischen extrem niedrig. Obwohl die Haushalte während der Corona-Krise ihre Ersparnisse erhöht haben, sind wir der Meinung, dass die derzeitige Unsicherheit in Bezug auf Inflation und Wachstum den Konsum ziemlich schnell bremsen dürfte. Die vorausschauendsten Indikatoren deuten auch auf eine weitere Verlangsamung der Konjunktur hin. Dies belegen beispielsweise die regionalen Umfragen der Fed in den USA oder für die Analyse der jüngsten PMI-Umfragen (starke Abnahme der Auftragseingänge, starke Zunahme der Lagerbestände usw.).

Eine kurzfristige Stabilisierung der Wachstumsprognosen ist nicht zu erwarten, es sei denn, es gibt trotz der sehr hohen Inflation und der raschen Straffung der Geldpolitik bedeutende positive Nachrichten.

Auswirkungen auf die Rendite

Die wichtigsten Aktienmärkte sind bisher um etwa 20 % gefallen, was im Großen und Ganzen mit der Anpassung an die strafferen Finanzierungsbedingungen übereinstimmt. Dies geht hervor, in der das Kurs-Gewinn-Verhältnis für den S&P 500 von 26 auf 19 gesunken ist während gleichzeitig die realen 10-jährigen Zinsen in den USA von -1 % auf 0,6 % gestiegen sind.

Das derzeitige Hauptproblem für uns als Vermögensverwalter ist, ob die Ertragslage vom Markt richtig eingeschätzt wird oder nicht. Der Konsens erwartet zurzeit ein Gewinnwachstum in den USA von etwa 10 % für 2022 und 8 % für 2023 – Zahlen, die in den letzten Monaten ständig nach oben korrigiert wurden. Wir gehen davon aus, dass diese Zahlen in den nächsten Monaten aus den oben genannten Gründen nach unten korrigiert werden. Ein sinkendes Verbrauchervertrauen wirkt sich ebenso negativ auf den Gewinnzyklus aus wie eine Straffung der Geldpolitik oder Abwärtskorrekturen des Wirtschaftswachstums. Das Ausmaß künftiger Abwärtskorrekturen wird vom Grad der Konjunkturabschwächung und den anhaltenden Inflationsrisiken abhängen, die derzeit schwer einzuschätzen sind.

Im Hinblick auf unsere Allokation werden wir abwarten, wie sich die Märkte für Risikoanlagen entwickeln, denn es bestehen erhebliche Risiken bezüglich der weiteren Konjunktur, einer strafferen Geldpolitik und eines Konsenses, der die künftigen Unternehmensgewinne nicht ausreichend berücksichtigt. Hinzu kommen natürlich Befürchtungen, dass in diesem Winter in Europa Energierationierungen eingeführt werden könnten oder dass eine weitere Corona-Welle die Wirtschaftstätigkeit in China erneut beeinträchtigen könnte.

 

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EU will einheitliche Regeln für digitale Assets 

Digitale Assets, Kryptowährungen und Blockchain-Technologie werden immer mehr zu einem wichtigen Teil der Investmentwelt. Die Regulierung spielt hierbei eine große Rolle. Dabei gibt es staatlicherseits zwei Vorgehensweisen: pragmatisch und schnell oder bürokratisch und langsam. Luxemburg hat sich für den pragmatischen Weg entschieden – und führt so die Tokenisierung in der EU an.

Das erste Quartal 2022 startete mit einer Flaute an den Finanzmärkten, auch digitale Assets wie Bitcoin blieben nicht verschont. Doch bietet die Korrektur auch Chancen, denn der noch junge Krypto-Sektor verspricht weiterhin spannende Technologien und Trends. Die Blockchain-Technologie revolutioniert die Finanzbranche. Eine der jüngsten – und potenziell disruptivsten – Blockchain-basierten Innovationen ist die Tokenisierung von Vermögenswerten.

Diese Technologie wird zwar noch nicht im großen Maßstab genutzt, doch es existieren bereits vielversprechende Anwendungsfälle auf der ganzen Welt. Mit zunehmender Verbreitung könnte die Tokenisierung des Aktienhandels ab 2030 zu jährlichen Kosteneinsparungen von 4,6 Mrd. EUR führen, so eine aktuelle Studie.

Angesichts der steigenden Nachfrage setzen Anbieter verstärkt auf innovative Produkte wie Krypto-ETFs, für die teilweise noch regulatorische Hürden bestehen. Sollten diese künftig entfallen, so eine Studie, wollen 18 Prozent der Befragten in den USA innerhalb von 18 Monaten einen Krypto-ETF auflegen. Weitere 46 Prozent planen dies in Europa sowie 45 Prozent in Asien.

Jeder dritte Bankentscheider in Deutschland erwartet, dass Kryptowährungen als Assetklasse im Banking künftig an Bedeutung gewinnen werden. Das ergibt die Studie “Branchenkompass Banking 2021” von Sopra Steria, für die 100 Entscheiderinnen und Entscheider befragt wurden. Ein völlig neues Segment der Finanzwelt entsteht. Zahlreiche Banken, traditionelle und Krypto-Börsen sowie Startups arbeiten derzeit an Sekundärmärkten für Security Token. Die neuen Handelsplätze sollen den simultanen Kauf und Verkauf der Token ermöglichen.

Diese und weitere interessante Beiträge, Studien, News und Zukunftseinschätzungen für Entscheider der Finanzbranche finden Sie in dieser Ausgabe.

Hier zur PDF-Ausgabe:  Krypto Assets FinanzBusiness 2022

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Studie über nachhaltige Investmentfonds von Morningstar und zeb – powered by ALFI

 

 

  • Europa hält 83 % des globalen Nettovermögens nachhaltiger Fonds; mit beinahe 2 Bill. EUR zu Ende 2021 konnte ein Anstieg von 71 % im Vergleich zu 2020 verzeichnet werden
  • Nachhaltige Fondsprodukte machen 16 % des gesamten Nettovermögens der in Euro-pa domizilierten Fonds aus, noch vor den USA und Asien mit nur 1 % bzw. 5 %
  • Luxemburg behauptet seine marktführende Position – etwa ein Drittel der von nach-haltigen Fonds in Europa verwalteten Vermögenswerte ist dort domiziliert
  • Aktien sind nach wie vor die wichtigste Anlageklasse mit einem Anteil von 64 % am Vermögen nachhaltiger Fonds im Vergleich zu 48 % bei konventionellen Fonds – Asset-Manager haben dadurch einen großen Einfluss auf die ESG-Bemühungen von Unternehmen
  • Nachhaltigkeitsstrategien wie Impact-Fonds sind im Vergleich zu Fonds mit weniger ehrgeizigen ESG-Zielen weiterhin stark unterrepräsentiert, dennoch stieg das Vermögen in Impact-Fonds im Jahr 2021 um 50 % im Vergleich zu 2020
  • Auf europäischer Ebene wurde etwa 44 % des Nettovermögens von den jeweiligen Verwaltern als Artikel-8- oder Artikel-9-Fonds gemäß der Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten (SFDR) klassifiziert

Europa ist nach wie vor die treibende Kraft für ein nachhaltiges Finanzwesen und hält 83 % des weltweiten Nettovermögens in nachhaltigen Fonds; so lautet das Ergebnis der zweiten, jährlich erscheinenden European Sustainable Investment Funds Study von Morningstar und zeb auf Initiative der Association of the Luxembourg Fund Industry (ALFI). Die Studie ergab, dass sich das Nettovermögen in nachhaltigen Fondsprodukten gemäß der von Morningstar verwendeten strengen Definition von Nachhaltigkeit Ende 2021 auf beinahe 2 Bill. EUR belief, ein Anstieg von 71 % gegenüber 2020.

Ziel der Studie ist es, eine Momentaufnahme zu liefern, wie Nachhaltigkeitsziele und die entsprechenden gesetzgeberischen Eingriffe die Fondsbranche in Europa prägen, sowie die Rolle, die Wettbewerbsfähigkeit und die Positionierung der verschiedenen Domizile in diesem sich dynamisch verändernden Umfeld zu analysieren. Es handelt sich hierbei um die zweite Ausgabe einer regelmäßig durchgeführten Studie, in der auf Basis identischer Methoden die dynamische Entwicklung und die Trends nachhaltiger Fonds in Europa branchenspezifisch beobachtet werden.

Marc-André Bechet, stellvertretender Generaldirektor von ALFI, erklärt: „Das nachhaltige Finanzwesen steht am Scheideweg, und 2022 wird sich zeigen, wohin die Reise geht. Zwar ist die Asset-Management-Branche ernsthaft bereit, sich den Herausforderungen des nachhaltigen Finanzwesens zu stellen und der starken Nachfrage seitens der Privatanleger und der institutionellen Investoren nachzukommen, doch die Realität sieht so aus, dass die Fonds, die ein oder mehrere ökologische Ziele verfolgen, bisher nicht wirklich in der Lage waren, mit ihren Qualitäten zu überzeugen. Die Unternehmen beginnen jedoch jetzt mit der Berichterstattung über die Anpassung ihrer Aktivitäten an die Taxonomie-Verordnung, und für diejenigen, die dies noch nicht tun, wird die Berichterstattung ab 2023 und 2024 verpflichtend. Das ist meiner Meinung nach ein entscheidender Schritt nach vorn.“

Hortense Bioy, Global Director of Sustainability bei Morningstar, stellt fest: „Seit ihrer Einführung im März 2021 wirkt die SFDR als Katalysator für Produktentwicklung und Innovation im Bereich der nachhaltigen Fonds in Europa. Es wird spannend sein zu sehen, wie die Regulierung die Landschaft weiter prägen wird. Die im August in Kraft tretenden Änderungen der MiFID II, die Finanzberater verpflichten, die Nachhaltigkeitspräferenzen ihrer Kunden zu berücksichtigen, haben das Potenzial, die Akzeptanz nachhaltiger Anlagen bei Privatanlegern zu beschleunigen. Trotz aller Bedenken bezüglich Greenwashing zeigen unsere Daten, dass das Interesse der Anleger an ESG- und nachhaltigen Strategien weiter zunimmt.“

Dr. Carsten Wittrock, Partner bei zeb, ergänzt: „Unsere neue Studie bestätigt unsere Prognosen aus der vorherigen Ausgabe: Der Wandel der Branche hin zu Nachhaltigkeit schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran, trotz eines Umfelds, das von einer beispiellosen geopolitischen und regulatorischen Dynamik geprägt ist. Auch wenn das volle Potenzial der Fondsbranche zur Unterstützung des dringend notwendigen Transformationsprozesses der Volkswirtschaften hin zu mehr Nachhaltigkeit noch lange nicht ausgeschöpft ist, kann man davon ausgehen, dass sich die aufgezeigten Trends fortsetzen werden – ungeachtet der kritischen Debatte über die Rolle und den Umgang einzelner Asset-Manager mit dem Thema Nachhaltigkeit, der andauernden Notwendigkeit zur Klärung von Nachhaltigkeitsfaktoren und deren angemessener Umsetzung sowie der jüngsten Rückschläge bei der Bewältigung des Klimawandels aufgrund des tragischen Konflikts in der Ukraine und dessen drastischer Folgen nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Weltwirtschaft.

Weitere Themen und Ergebnisse der Studie:

  • Aktien sind nach wie vor die wichtigste Anlageklasse nachhaltiger Fonds in allen europäischen Domizilen und machen mehr als 60 % der in Fonds verwalteten nach-haltigen Vermögenswerte aus, gefolgt von festverzinslichen Anlagen (20 %) und Allocation-Fonds (15 %) zu Ende 2021. Dies weicht deutlich von den konventionellen Fonds ab, wo sich der Anteil an Aktienfonds auf nur 48 % des Nettovermögens beläuft. Dieser Unterschied bei den nachhaltigen Fonds ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Aktien mehr Möglichkeiten bieten, das Verhalten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeitsziele zu beeinflussen.
  • Nachhaltige passive Strategien sind weiterhin beliebt – Ende 2021 machten sie rund 27 % des Nettovermögens der europäischen nachhaltigen Fonds aus und lagen damit über den 21 % im konventionellen Bereich. Dem steht ein passives Nettovermögen von rund 139 Mrd. EUR im Jahr 2019 gegenüber – ein Anstieg von fast 280 % im Ver-gleich zu nur rund 25 % im konventionellen Fondsbereich im selben Zeitraum. Das passive Management scheint einen Wandel von traditionellen, Plain-Vanilla-Ansätzen hin zu Nachhaltigkeit zu vollziehen.
  • Ein Markt, der dauerhaft von großen Playern beherrscht wird – die ohnehin hohe Konzentration im Asset-Management wird im Segment der nachhaltigen Fonds sogar noch übertroffen. Im Durchschnitt wurden 51 % des Nettovermögens in nachhaltigen aktiven Fonds in Europa in Fonds investiert, die von den 20 größten Anbietern aufgelegt wurden. Bei konventionellen Fonds liegt der Anteil bei nur etwa 43 %. Hinsichtlich der einzelnen Fonds-Hubs positionieren sich die führenden Fondsanbieter insbesondere in Luxemburg und in Irland. Die fünf größten Asset-Manager decken rund 32 % des Nettovermögens der in Luxemburg domizilierten nachhaltigen Fonds ab.
  • Den Rückstand aufholen – Hürden in den USA und Asien: Trotz des großen Interesses an Nachhaltigkeit in den USA haben Investoren, Aktionäre sowie die Aufsichtsbehörde sicherlich auch aufgrund der Entscheidung der vorherigen US-Regierung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, das Thema Nachhaltigkeit ganz nach unten auf die Tagesordnung gesetzt. Präsident Bidens Unterzeichnung des Wiedereintritts in das Klimaabkommen im Jahr 2021 ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gemeinsamen globalen Ziel, wenngleich die USA in ihrem Wettlauf in Richtung Net-Zero durch die vorangegangene Streckenabweichung möglicherweise erheblich in Rückstand geraten sind. In Asien hingegen fehlt ein ESG-Rahmen auf der Grundlage von Klassifizierungen oder Offenlegungen, der eine Standardisierung und ein Benchmarking in den Märkten ermöglicht.

Die schnell wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Anlageformen seitens der Gesellschaft und der Asset-Management-Branche, wird, gefördert durch die voranschreitende Regulierung, unzweifelhaft zu einer weiteren Steigerung des Marktanteils nachhaltiger Fonds führen. Langfristig werden nachhaltige Fonds eher die Regel als die Ausnahme sein.

Weitere Details sowie umfangreiches Zahlenmaterial zur European Sustainable Investment Funds Study 2022 sind abrufbar unter European Sustainable Investment Funds Study 2022 | zeb (zeb-consulting.com).

Als führende Strategie-, Management- und IT-Beratung bietet zeb seit 1992 Transformationskompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Financial Services in Europa. In Deutschland unterhalten wir Büros in Frankfurt, Berlin, Hamburg, München und Münster (Hauptsitz). Dazu kommen 11 weitere, internationale Standorte. Zu unseren Kunden zählen neben europäischen Groß- und Privatbanken auch Regionalbanken und Versicherungen sowie Finanzintermediäre aller Art. Bereits mehrfach wurde unser Unter-nehmen in Branchenrankings als „Bester Berater“ der Finanzbranche klassifiziert und aus-gezeichnet.

 

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zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh, Hammer Straße 165, D-48153 Münster, Tel: +49-251-97128-0, Fax: +49-251-97128-118, www.zeb.de

Die MEAG finanziert Erneuerbare-Energien-Projekte von Capital Energy mit 165 Millionen Euro. Capital Energy ist ein spanischer Stromversorger und Projektentwickler im Bereich erneuerbarer Energien.

 

Geldgeber sind Einheiten von Munich Re Gruppe sowie ein weiterer institutioneller Investor. Die Mittel werden in vier Windparks und ein Solarkraftwerk fließen, die sauberen Strom für mehr als 250.000 Haushalte liefern können.

Von den vier Windparks ist einer in Palencia in der Region Kastilien und León bereits in Betrieb, die drei anderen sowie das Solarkraftwerk befinden sich noch in der Entwicklung und werden nach Fertigstellung, Betrieb und Anschluss an das Netz eine Gesamtkapazität von 206 MW haben. Die weiteren Windparks werden in Soria (Kastilien und León) sowie in Albacete (Kastilien-La Mancha) errichtet, das Solarkraftwerk mit einer Leistung von 8 MW in Cuenca (Kastilien-La Mancha).

Holger Kerzel, Global Head Illiquid Assets und Geschäftsführer der MEAG: „Der Bedarf an erneuerbaren Energien in Europa ist enorm und wird weiter steigen. Die MEAG schlägt mit ihren Kontakten zu den relevanten Akteuren den Bogen und verbindet langfristig verfügbare Mittel mit Erfahrung und Kompetenz im Auf- und Ausbau sowie Betrieb von Anlagen in der Erzeugung erneuerbarer Energien. Die iberische Halbinsel bietet gute Voraussetzungen, grünen Strom zu erzeugen und gleichzeitig stabile und attraktive grüne Renditen zu erzielen.“

Die fünf Anlagen werden bei ihrer Inbetriebnahme, voraussichtlich zwischen 2022 und 2024, in der Lage sein, jährlich rund 675.000 MWh saubere Energie erzeugen, was dem Verbrauch von über 250.000 spanischen Haushalten entspricht, und jährliche CO2-Emissionen in Höhe von rund 240.000 Tonnen vermeiden.

Die MEAG steht für das Vermögensmanagement von Munich Re und ERGO. Die MEAG bietet ihr umfassendes Know-how auch institutionellen Anlegern und Privatkunden an. Insgesamt verwaltet die MEAG Kapitalanlagen im Wert von derzeit 330 Milliarden Euro. Im Geschäft mit institutionellen Anlegern und Privatkunden verwaltet die MEAG 60 Milliarden Euro.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH, Am Münchner Tor 1, 80805 München, Tel: +49 (0)89 24 89-0, www.meag.com

Anstieg fixer Umsatzerlöse in H1 2022 um 37 % gegenüber H1 2021

 

Strategie 2023/25 2.0 mit Fokus auf Nutzerzentrierung

Auf der heutigen ordentlichen Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG (ISIN: DE000A12UP29) wird Dipl.-Ing. Achim Plate, Chief Executive Officer (CEO) der Gesellschaft, den Aktionärinnen und Aktionären die Ergebnisse des in den letzten Monaten durchgeführten Strategieprozesses erläutern. Dieser baut auf die im Jahr 2021 durchgeführten Akquisitionen der growney GmbH und der BV Holding AG und deren erfolgreichen bisherigen Integration auf.

Die neue erweiterte Strategie 2023/25 2.0 soll das zukünftige organische und skalierbare Wachstum durch die aufgebaute Plattformstrategie sicherstellen. Sämtliches Handeln ist dabei unabhängig, individuell, transparent und nutzerzentriert auf die Kundinnen und Kunden ausgerichtet.

Dazu CEO Dipl.-Ing. Achim Plate „Wealth, Technology, People und deren perfektes Zusammenspiel sind die drei zentralen Faktoren, um unseren Kundinnen und Kunden sowie Partnern ein exzellentes Angebot zu bieten. Dieses Wechselspiel wird durch unser digitales Herzstück, der cloudbasierten Digital Asset Plattform 4.0 und dem damit verbundenen umfangreichen Netzwerk von Technologie- und Vertriebspartnern enabled. Ziel ist es, unseren Kunden die bestmögliche User-Experience innovativ erleb- und spürbar zu machen. Damit stellen wir die Kundenbedürfnisse als Strategietreiber in den absoluten Fokus.“

Umfirmierung in LAIQON AG als TOP der heutigen Hauptversammlung

Sichtbarster Ausdruck der neuen Strategie 2023/25 2.0, der heute als Tagesordnungspunkt 7 auf der Hauptversammlung zur Abstimmung gestellt wird, soll mit der LAIQON AG der neue Name der Lloyd Fonds AG sein. Das im Mittelpunkt des neuen Namens stehende Q steht dabei für den Anspruch von LAIQON sich als Premium-Qualitätsanbieter im Fonds- und Vermögensmanagement zu positionieren.

Das Ergebnis dieser Positionierung und der Purpose der Gesellschaft manifestiert sich in einem neuen Markenclaim: WEALTH. NEXT GENERATION. Er beschreibt sowohl den generationenübergreifenden Ansatz wie auch die Kompetenz und Innovationsfähigkeit von LAIQON.

Schwerpunkt auf SDG-/Impact-Investing

Einen weiteren Schwerpunkt in der Umsetzung der Strategie 2023/25 2.0 wird nachhaltiges Investieren sein. Hier will der LAIQON-Konzern mit seinem Produkt- und Lösungsportfolio, das im Zielbild Artikel 8 und 9 der Offenlegungsverordnung SFDR entsprechen soll, zukünftig eine führende Rolle einnehmen.

AuM-Anstieg mit GROWTH 25 auf 8 – 10 Mrd. EUR erwartet

Mit GROWTH 25 soll das weiterhin erwartete überproportionale Wachstum der Assets under Management (AuM) der wesentliche Treiber der zukünftigen Ergebnisse sein. Bis Ende 2025 sollen die AuM in den Geschäftsfeldern Asset Management, Wealth Management und Digital Wealth plangemäß auf 8 bis 10 Mrd. EUR ansteigen. Dies entspricht einer CAGR, also einer jährlichen annualisierten Wachstumsrate, in den Jahren 2023 bis 2025 von 16 Prozent.

Dazu Dipl.-Ing. Achim Plate: „Wir erwarten diesen Anstieg der Assets under Management aus organischem Wachstum durch den Aufbau weiterer digitaler Marketing- und Sales-Ansätze, der Implementierung neuer und innovativer Produktgruppen, der deutlichen Erhöhung direkter Kundenbeziehungen sowie dem Ausbau unserer Premium-Partnerschaften. Zusätzliche Akquisitionen schließen wir weiterhin nicht aus. Diese müssen allerdings aus strategischen Gesichtspunkten zu einem Mehrwert führen. Die Weichen für organische Skalierung in allen Segmenten wurden in den Aufbaujahren 2019 bis 2021 entsprechend gestellt und zahlen nun auf GROWTH 25 ein.“

Zum 30. Juni 2022 managte die Lloyd Fonds AG in einem sehr herausfordernden Kapitalmarktmarktumfeld wesentlich durch den Abschluss der Übernahme der BV Holding AG im 1. Quartal 2022 ein AuM-Volumen von rund 4,7 Mrd. EUR.

Für das Gesamtjahr 2022 erwartet die Lloyd Fonds AG, wie in der Ad-hoc Mitteilung vom 24. Mai 2022 kommuniziert, einen Anstieg der AuM auf 5,5 bis 6,0 Mrd. EUR.

EBITDA-Marge von über 45 % in 2025 erwartet

Die Lloyd Fonds AG strebt dabei bis Ende 2025 die Erzielung einer EBITDA-Marge von über 45 Prozent bezogen auf den Nettoumsatz an. Diese ergibt sich unter Berücksichtigung der durchschnittlichen historisch erwirtschafteten Performance-Fees des Produktspektrums der Lloyd Fonds AG.

Anstieg fixer Umsatzerlöse in H1 2021 um über 37 % gegenüber H1 2021

Bedingt durch die Kapitalmarktsituation wurden in H1 2022 nahezu ausschließlich fixe Umsatzerlöse erzielt. Unter Berücksichtigung eines vollständigen Konsolidierungskreises des Lloyd Fonds-Konzerns in einer as-if- Betrachtung ab dem 1. Januar 2022 mit der BV Holding AG und der Lange Assets & Consulting GmbH stiegen die fixen Umsatzerlöse im Vergleich zum H1 2021 von 10,2 Mio. EUR um über 37 Prozent auf 14,0 Mio. EUR.

Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2022 wird am 30. August 2022 veröffentlicht.

 

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Lloyd Fonds AG, Amelungstraße 8 – 10, D­-20354 Hamburg, Tel: 040/ 32 56 78­210, Fax: 040/ 32 56 78­99, www.lloydfonds.de

Von Mark Holman, Portfoliomanager bei TwentyFour Asset Management:    

 

Die Anhebung der Leitzinsen um 75 Basispunkte im letzten Monat war die höchste Anhebung der US-Notenbank Fed seit der Anleihenkrise im Jahr 1994. Entsprechend heftig sind auch die Marktreaktionen ausgefallen. Die Entwicklung bei den Staatsanleihen seit Jahresbeginn und die damit verbundene Ausweitung der Kreditspreads hat den Anleihen den perfekten Sturm und folglich den schlechtesten Start ins aktuelle Geschäftsjahr seit Beginn der Aufzeichnungen beschert. Angesichts der spürbar anziehenden Inflation und der zunehmenden Rezessionsängste sind die Märkte nach wie vor mit enormer Unsicherheit konfrontiert.

Doch schlussendlich bleibt die Frage, wie weit die Fed die Zinsen noch erhöhen wird, bevor sie eine Pause einlegt, und wie die Renditekurve aussehen könnte, wenn sie es tut. Natürlich ändert sich diese Diskussion fast monatlich, während die Inflation weiter an Fahrt gewinnt und die Zentralbanker versuchen, mit den Ursachen und der Hartnäckigkeit der selbigen fertig zu werden. Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte wird der Markt für Staatsanleihen hoffentlich berechenbarer und stabiler sein, so dass wir es für sinnvoll halten, einige unserer revidierten Prognosen mit Ihnen zu teilen:

Treasuries zur Absicherung im späten Zyklus

Wir haben schon lange darauf hingewiesen, dass höhere Renditen für Anleihenanleger nützlich sind, da sie irgendwann Treasuries als risikofreie Anlage nutzen müssen, um ihre Portfolios zu schützen, wenn die Wirtschaft in den späten Zyklus übergeht. Wir gehen davon aus, dass wir uns bis zum Ende dieses Jahres auf einen späten Zyklus zubewegen werden, der von einem verlangsamtem Wachstum, steigenden Zinsen und schließlich schwächeren Verbraucher- und Unternehmensbilanzen geprägt sein wird. Unserer Meinung nach ist es jetzt an der Zeit, sich abzusichern.

Unsere Analysen deuten darauf hin, dass die Fed auf ihrer nächsten Sitzung im Juli eine weitere Anhebung der Zinsen um 75 Basispunkte durchsetzen wird, wodurch der Leitzins mit 2,50 Prozent weitgehend neutral wird. Im Klartext bedeutet dies, dass alle bisherigen Straffungen sie nur bis zur Neutralität gebracht haben, was unserer Ansicht nach nicht ausreicht. Wie erwarten deshalb, dass noch weitere 100 Basispunkte folgen werden. Wir gehen davon aus, dass dies mit weiteren 50 Basispunkten im September, weiteren 25 Basispunkten im November und schließlich den verbleibenden 25 Basispunkten auf der Dezember-Sitzung geschehen wird. Bei 3,50 Prozent wird die Fed angesichts der sich abschwächenden Konjunktur, des Höchststandes des Beschäftigungswachstums und der sich abschwächenden Inflation eine Pause einlegen. Sie wird hoffentlich ihre Lektion vom Dezember 2018 gelernt haben, als sie eine Anhebung durchsetzte, die die meisten Marktteilnehmer als eine Anhebung zu viel bewerteten.

Künftige Zinssenkungen eingepreist

Angesichts der Zurückhaltung der Fed und einer spätzyklischen Wirtschaft, in der immer mehr Kommentatoren ihre Rezessionsprognosen anheben, halten wir es für wahrscheinlich, dass der zweijährige Teil der Kurve bereits begonnen hat, einige zukünftige Zinssenkungen einzupreisen, und wir sehen, dass dieser Teil der Kurve infolgedessen möglicherweise um 50 Basispunkte gegenüber den Fed Funds invertiert ist. Längerfristige Staatsanleihen dürften sich in diesem Szenario als stabiler erweisen, sodass die 2- bis 10-jährige Kurve flach oder vielleicht sogar leicht invers verlaufen würde, was den Märkten eine weitere Rezessionswarnung geben würde.

Unser Basisszenario für das Jahresende ist daher, dass die Fed Funds bei 3,50 Prozent, die 2-Jahres-Note bei oder um 3,00 Prozent und die 10-Jahres-Note ebenfalls um die 3,00 Prozent-Marke liegen werden. Das bedeutet unserer Meinung nach, dass der Kauf von längerfristigen Staatsanleihen zum Zwecke des Portfolioausgleichs, insbesondere bei Renditen von über 3 Prozent, eine kluge Überlegung wäre und dass die zweite Jahreshälfte den Anleiheinvestoren die dringend benötigte Stabilität bringen dürfte.

 

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Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Nachhaltigkeitsfilter schließt bestimmte Aktien aus

 

Die DWS hat vier Xtrackers-ETF aufgelegt, die Anlegern die Investition in die Innovationstreiber in den Bereichen Fintech, Genomik und Internet ermöglichen. Unabhängig von der traditionellen GICS-Sektorzugehörigkeit wurden dabei jene Aktien ausgewählt, die für den Fortschritt in diesen Industrien besonders relevant sind und bei denen bereits jetzt ein hoher Umsatzanteil auf diese Innovationen entfällt. Das Universum besteht dabei aus Aktien mit hoher, mittlerer und niedriger Marktkapitalisierung, die sowohl in Industrie- als auch Schwellenländern beheimatet sind. Die daraus resultierenden Indizes werden von den neuen ETFs abgebildet.

Beim Xtrackers MSCI Fintech Innovation UCITS ETF geht es unter anderem um Unternehmen mit Fokus auf die Geschäftsfelder mobiles und digitales Bezahlen sowie digitale Plattformen.

Der Xtrackers MSCI Genomic Healtcare Innovation UCITS ETF umfasst über den zugrundeliegenden Index beispielsweise Firmen mit Aktivitäten in den Bereichen molekulare Diagnostik, Agrarbiologie, Bio-Informatik.

Der Xtrackers MSCI Next Generation Internet Innovation UCITS ETF strebt an, Unternehmen mit Schwerpunkten wie Cloud Computing, Internet of Things, Machine Learning, Social Media und und künstliche Intelligenz abzubilden.

Die drei genannten Investmentthemen sowie das Thema autonome Technologie & Industrieinnovation sind die Grundlage für den ebenfalls neu aufgelegten Xtrackers MSCI Innovation UCITS ETF.

Alle neuen thematischen Xtrackers-ETFs sind seit dem 19. Juli an der Deutschen Börse und seit dem 20. Juli an der London Stock Exchange gelistet. Die Gewichtung eines Werts im jeweiligen Index ist von der Börsenkapitalisierung und der Relevanz für das jeweilige Investmentthema abhängig. Die maximale Gewichtung ist auf 4,5 Prozent begrenzt und wird quartalsweise angeglichen.

Die von den neuen ETFs abgebildeten Indizes folgen außerdem der MSCI-ESG-Screened-Methodologie. Somit werden Aktien von Unternehmen ausgeschlossen, die bestimmte Umsatzschwellen in Bereichen wie Tabak, fossile Brennstoffe oder Waffen überschreiten, ein MSCI ESG-Rating von „CCC“ aufweisen oder an kontroversen oder nuklearen Waffen beteiligt sind.

„Wir sehen großes Interesse von Investoren an thematischen ETFs, da sich damit das Wachstumspotenzial einzelner Anlagetrends effizient abbilden lässt. Einige Segmente der Wirtschaft haben sich gerade in den vergangenen Jahren technologisch rasant entwickelt, daher wollen wir mit den neuen Xtrackers-ETFs Investoren die Innovationstreiber zugänglich machen“, sagt Simon Klein, Global Head of Passive Sales der DWS.

 

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Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Amundi, der größte europäische Vermögensverwalter und ETF-Anbieter, hat den Amundi FTSE MIB UCITS ETF in den Amundi Italy MIB ESG – UCITS ETF DR gewandelt und bekräftigt damit sein Engagement für verantwortungsbewusstes Investieren.

 

Der Amundi Italy MIB ESG – UCITS ETF DR ist der erste ETF auf den von Euronext neu geschaffenen MIB ESG-Index. Dieser umfasst aus den 60 liquidesten italienischen börsennotierten Unternehmen die 40 Aktien, die eine starke Umwelt-, Sozial- und Governance-Bilanz aufweisen. Der Index wendet normbasierte Ausschlussfilter in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Global Compact der Vereinten Nationen (UN) an. Zudem werden mithilfe eines negativen Screenings Unternehmen ausgeschlossen, die in kontroverse Geschäftspraktiken verwickelt sind. Der ETF zielt auch darauf ab, eine bessere gewichtete Kohlenstoffintensität im Vergleich zum investierbaren Universum zu erreichen.

„Verantwortungsbewusstes Investieren steht im Zentrum der ETF-Produktentwicklungsstrategie von Amundi“, sagt Arnaud Llinas, Leiter ETF, Indexing & Smart Beta bei Amundi. „Daher arbeiten wir erneut mit der Euronext zusammen, um Anleger bei der ESG-Neuausrichtung ihrer Portfolios zu begleiten. ESG-Äquivalente zu nationalen Blue-Chip-Indizes sollten dazu beitragen, ESG-Investments weiter zu etablieren.“

„Nach der Einführung des MIB ESG im vergangenen Oktober freuen wir uns, dass Amundi, den Amundi Italy MIB ESG – UCITS ETF DR aufgelegt hat“, ergänzt Fabrizio Testa, CEO der Borsa Italiana – Euronext Group. „Dies ist ein weiterer Beleg für das starke Interesse des Marktes an Lösungen, die die ESG-Integration in Kern-Anlageportfolios ermöglichen. Wir werden auch künftig mit unseren Kunden bei der Entwicklung von Produkten zusammenarbeiten, die die ESG-Transition im Einklang mit unserer ‘Fit for 1.5°’-Verpflichtung unterstützen”.

Der ETF ist gemäß Artikel 8 der EU-SFDR-Regulation klassifiziert und wird zu wettbewerbsfähigen laufenden Kosten von 0,18 % angeboten.

Diese Initiative ist Teil des gesellschaftlichen Projekts der Crédit-Agricole-Gruppe und ihres Klima-Engagements.

 

Über Amundi

Amundi, der führende europäische Vermögensverwalter und einer der Top-10 Global Player, bietet seinen 100 Millionen Kunden – Privatanlegern, Institutionen und Unternehmen – ein umfassendes Angebot an aktiven sowie passiven Spar- und Anlagelösungen sowohl in traditionellen Vermögenswerten als auch in Sachwerten. Mit seinen sechs internationalen Investmentzentren, den Research-Kapazitäten im finanziellen und nichtfinanziellen Bereich sowie dem langjährigen Bekenntnis zu verantwortungsvollem Investieren ist Amundi einer der wichtigsten Akteure im Asset Management. Die Kunden von Amundi profitieren von der Expertise und der Beratung von 5.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 35 Ländern. Amundi ist eine Tochtergesellschaft der Crédit Agricole Gruppe, börsennotiert und betreut aktuell ein verwaltetes Vermögen von mehr als 2,0 Billionen Euro.

Über Amundi ETF, Indexing & Smart Beta

Amundi ETF, Indexing & Smart Beta ist eine strategische Geschäftseinheit von Amundi. Dank der mehr als 30-jährigen Erfahrung in den Bereichen Benchmark-Konstruktion und -Replikation hat sich Amundi den Ruf eines innovativen und kosteneffizienten Anbieters von UCITS-ETFs und Index-Management-Lösungen erworben. Das Team ist zudem für seine Expertise im Bereich Smart Beta & Faktor-Investing sowie ESG- und Klimastrategien bekannt. Amundi ETF, Indexing & Smart Beta verwaltet ein Vermögen von mehr als 309 Milliarden Euro[9].Amundi bietet mehr als 300 ETFs für alle wichtigen Anlageklassen, Regionen sowie zahlreiche Sektoren und Themen an. Amundi ist zudem ein führender Anbieter hochwertiger und kosteneffizienter ESG-Lösungen.

 

Verantwortlich für den Inhalt

Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Der Frankfurter Neobroker justTRADE nimmt die jüngste Ankündigung der Europäischen Zentralbank EZB, den Einlagenzins von -0,5 Prozent auf 0 Prozent anzuheben, zum Anlass, die aktuell noch anfallenden Negativzinsen auf die Kontenguthaben von justTRADE-Kunden direkt zum 27. Juli 2022 abzuschaffen.

 

„Wir haben von Anfang an gesagt, dass negative Zinsen auf Guthaben für justTRADE-Kunden nur Gültigkeit haben, solange uns das allgemeine Zinsumfeld keine Alternative dazu lässt. Mit dem EZB-Entscheid von heute ist diese Voraussetzung nicht mehr gegeben und damit kommen wir selbstverständlich auch dem Versprechen nach, das wir unseren Kunden gegeben haben“, erklärt Michael B. Bußhaus, Gründer und Geschäftsführer von justTRADE. Zum 27. Juli fallen die Negativzinsen auf Guthaben auf dem Verrechnungskonto in justTRADE-Konten weg.

 

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JT Technologies GmbH, Kaiserhofstr. 16, 60313 Frankfurt am Main, www.justtrade.com

Kommentar Paul O’Connor, Head of the UK-based Multi-Asset Team bei Janus Henderson Investors

 

Entscheidend wird sein, ob Mario Draghi noch italienischer Ministerpräsident ist, wenn am Donnerstag in Rom die Parlamentsgeschäfte abgeschlossen sind. Der Ministerpräsident hat versichert, dass er nur dann weitermachen wird, wenn eine große Regierungsmehrheit erhalten bleibt, aber es ist nicht klar, wie er dies beurteilt. Sollte Draghis Regierung bei der Abstimmung im Senat am Mittwoch die erwartete knappe Mehrheit erreichen oder gar schlechter abschneiden, dürften die Märkte bis zur Abstimmung im Abgeordnetenhaus am Donnerstag nervös bleiben.

Bleibt Draghi im Amt des Ministerpräsidenten, bietet er Italien die beste politische Kontinuität, die dem Land angesichts der schwierigen zweiten Jahreshälfte derzeit zur Verfügung steht. Wenn er zurücktritt, wird das Land wahrscheinlich auf eine vorgezogene Neuwahl im Herbst zusteuern, wobei er bis dahin wahrscheinlich als geschäftsführender Ministerpräsident im Amt bleiben wird, wenn auch mit eingeschränkter effektiver gesetzgeberischer Macht.

Während die Finanzmärkte im Laufe der Jahre viele politische Krisen in Italien gut weggesteckt haben, würde ein Zusammenbruch der Regierung zum jetzigen Zeitpunkt angesichts der vielen Herausforderungen, die die italienischen Wirtschaftsperspektiven überschatten, die Anlegerstimmung sicherlich verunsichern. Ein politisches Vakuum im Vorfeld einer vorgezogenen Neuwahl würde die Bedenken der Anleger hinsichtlich wirksamer politischer Maßnahmen zur Bewältigung der Krise bei den Lebenshaltungskosten und der Energieversorgung verstärken und Fragen zu den Möglichkeiten einer Strukturreform und Haushaltskonsolidierung aufwerfen. Eine weitere Ausweitung der Spreads italienischer Anleihen wäre vor dem Hintergrund einer anhaltenden politischen Lähmung in einer Zeit, in der die italienische Wirtschaft mit vielfältigem wirtschaftlichen Gegenwind konfrontiert ist, sehr wahrscheinlich.

Wir gehen nach wie vor davon aus, dass Mario Draghi bis zum Frühjahr nächsten Jahres Ministerpräsident bleibt und sich weiterhin darauf konzentriert, die Herausforderungen einer sich verlangsamenden Wirtschaft zu bewältigen und gleichzeitig die Reformen umzusetzen, die für den Zugang zum Pandemie-Rettungsfonds erforderlich sind. Auch wenn wir in dieser Hinsicht nicht sehr überzeugt sind, halten wir es für wahrscheinlich, dass die Bedenken der Märkte hinsichtlich des politischen Risikos in Italien in den kommenden Tagen eher abnehmen als zunehmen werden. Dennoch bleiben wir bei Aktien der Eurozone untergewichtet, da das politische, wirtschaftliche und geldpolitische Umfeld weiterhin vergleichsweise ungünstig aussieht. Selbst wenn die politischen Spannungen in Italien nachlassen, werden die Anleger in den kommenden Tagen immer noch mit den anhaltenden Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, den Auswirkungen der bevorstehenden geldpolitischen Normalisierung der EZB und den Aussichten auf ein fast zum Stillstand kommendes Wirtschaftswachstum in der Eurozone in der zweiten Jahreshälfte konfrontiert sein.

 

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Kommentar von Andy Mulliner, Head of Global Aggregate Strategies bei Janus Henderson Investors, zu den Auswirkungen der EZB-Entscheidung

 

Negative Zinssätze sind in Europa nun Geschichte. Die EZB überraschte den Markt heute mit einer Zinserhöhung um 50 Basispunkte statt der zuvor angekündigten 25 Basispunkte. Gleichzeitig kündigte sie (wie erwartet) ein neues Instrument gegen die Fragmentierung an, das Transmissionsschutzinstrument (Transmission Protection Instrument, TPI). Die EZB relativierte ihren über den Erwartungen liegenden Schritt, indem sie ihre Prognosen für die September-Sitzung abschwächte und betonte, dass es sich bei diesem Schritt eher um eine Vorverlegung als um eine schrittweise Erhöhung der Zinssätze handele. Die EZB bestätigte auch das herausfordernde Umfeld, in dem sie sich befindet, mit offensichtlich höherem Inflationsdruck, aber auch einem schwächeren Wachstumsumfeld. Diese Kombination deutet darauf hin, dass sich die EZB sehr wohl bewusst ist, dass der vor ihr liegende Weg für die Geldpolitik tückisch ist, und dass auch die von den Mitgliedern der EZB veröffentlichten optimistischen Wachstumsprognosen auf der Kippe stehen dürften.

Details zur Einführung des TPI waren bei der ersten Mitteilung eher dürftig, hauptsächlich hieß es, dass der Umfang des TPI unbegrenzt sei und seine Umsetzung ganz im Ermessen des EZB-Rates liege. Während der Pressekonferenz und in der darauffolgenden Pressemitteilung wurde bekannt gegeben, dass die Konditionalität ein Faktor sein wird, bei dem mehrere Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung des TPI getroffen werden kann. Auch wenn diese Bedingungen auf den ersten Blick belastend erscheinen, deutet ein Blick auf die Details darauf hin, dass die Hürde für eine Aufnahme niedrig ist. Der vage Auslöser für die Aktivierung bedeutet, dass die Märkte das Instrument nicht explizit testen können, was ebenfalls die unmittelbare Wirkung begrenzt. Doch das ist nicht der Punkt; es handelt sich nicht um ein aktives Instrument, sondern um eine Absicherung.

Ein überraschendes Element der Ankündigung war, dass die EZB versuchen wird, alle Käufe durch eine Art Sterilisierung auszugleichen, um sicherzustellen, dass die Käufe die geldpolitischen Vorgaben nicht beeinträchtigen. Diese Sterilisierung bezieht sich nicht nur auf die Geldmenge im System, sondern auch auf den Gesamtumfang des geldpolitischen Anleiheportfolios. Dies könnte darauf hindeuten, dass die EZB versuchen könnte, ihren Anteil an Kernanleihen im Rahmen dieses Programms zu verringern.

Während die Märkte zunächst von dem Umfang dieses Schrittes überrascht waren, wirkte die Reduzierung der Prognosen für die September-Sitzung beruhigend auf die Märkte. Die Bestätigung der schwierigen Wachstumsaussichten zusammen mit den Inflationsprognosen stellt eine nuanciertere Sichtweise dar, als dies vielleicht bei früheren Pressekonferenzen der EZB zu beobachten war. Wir sollten bei der nächsten Prognoserunde mit erheblichen negativen Korrekturen seitens der EZB-Mitglieder rechnen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass eine Stagflation für eine Zentralbank, die für 19 verschiedene Länder zuständig ist, ein Albtraum ist.

 

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Märkte haben noch keine tiefe Rezession eingepreist

 

Nach einem für viele Märkte schwierigen ersten Halbjahr 2022 bleibt laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management auch die zweite Jahreshälfte herausfordernd. Drängendste Frage ist aktuell, wie es mit der Inflation weitergeht und ob diese zu einer Rezession führt. Angesichts des Wechselspiels zwischen Inflations- und Rezessionsgefahr stehen die Zentralbanken und wie sie auf diese Situation reagieren besonders im Fokus. Während in den USA der enge Arbeitsmarkt die Inflation weiter befeuert, stechen in Europa derzeit vor allem die Risiken bei der Energieversorgung hervor. Vor diesem Hintergrund fragen sich Anlegerinnen und Anleger, inwiefern ein Rezessionsrisiko an den Kapitalmärkten bereits eingepreist ist und wie man sich am besten positionieren sollte.

Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht bei der Vorstellung des „Guide to the Markets“ für das 3. Quartal 2022 davon, dass zur Einordnung der aktuellen Ereignisse zunächst eine „Vergangenheitsbewältigung“ sinnvoll sei: „Das erste Halbjahr war insofern besonders, als dass fast alle großen Anlageklassen – bis auf Rohstoffe und Hedgefonds – eine negative Entwicklung zu verschmerzen hatten. Der starke US-Dollar hat diese für global investierte Euro-Anleger zwar noch etwas abgemildert, aber die hohe Inflation hat die klassische Korrelation zwischen Aktien und Renten außer Kraft gesetzt. Wenn diese Diversifikationseffekte nachlassen und die Volatilität steigt, müssen Portfolios noch breiter diversifiziert werden, um das Risiko zu verringern“, führt der Ökonom aus.

Verschiedene Komponenten der Inflation auf den beiden Seiten des Atlantiks

Ein Treiber der Inflation sind die anhaltenden Versorgungs- und Lieferengpässe, wobei es laut Galler zwischen Rohstoffen wie Öl und Gas und den Gütermärkten zu unterscheiden gilt. Auch die Engpässe auf dem Arbeitsmarkt sind nicht zu vernachlässigen. „Nach Jahrzenten des Überflusses sind wir in einer Zeit des Mangels angekommen“, stellt Tilmann Galler fest. Aktuell gibt es in den USA für jeden Arbeitssuchenden zwei offene Stellen, was das Lohnwachstum ebenso wie die gesamtwirtschaftliche Nachfrage antreibt. Der Experte betont jedoch, dass dies eine Momentaufnahme sei – im Laufe des Jahres sollte sich die Inflation in den USA, die zuletzt auf über 9 Prozent geklettert ist, wieder abschwächen.

Auch tragen auf beiden Seiten des Atlantiks unterschiedliche Komponenten zu der Inflation bei. Energiekosten etwa treiben die Inflation in den USA nicht so stark in die Höhe wie in Europa. In anderen Bereichen, wie etwa im Automobilsektor, lösen sich die Engpässe nach und nach auf. Zukünftig dürfte sich auch nach der Urlaubszeit die aufgestaute Nachfrage in vielen Dienstleistungen verringern. „So langsam scheint der Peak überschritten zu sein, denn die Verbraucher werden ihre Konsumgewohnheiten dem veränderten Preisumfeld anpassen“, betont Galler.

Ein wichtiger Aspekt ist, wie es den Konsumenten geht. Neben den inflationären Verteuerungen bei Nahrungsmitteln oder an der Tanksäule ziehen in den USA laut Galler auch dunkle Wolken am Immobilienmarkt auf. So verdoppelten sich die US-Hypothekenzinsen zuletzt auf mehr als 6 Prozent, was die Kostenbelastung für Immobilienkäufe oder Kreditrefinanzierungen steigert. Dies dämpft den Immobilienmarkt und den Bausektor, wo zwar aktuell noch der Auftragsstau abgebaut wird, aber es mittel- bis langfristig zu einem Rückgang kommen wird. Sorgen, dass es zu einem Immobiliencrash wie bei der Finanzkrise kommt, sind laut Galler jedoch unbegründet, da die Finanzierungen viel langfristiger und solider als damals sind und es den Haushalten weiterhin sehr gut geht.

Rezessionsrisiken steigen

Nichtsdestotrotz haben sich die Rezessionsrisiken in den letzten 6 Monaten deutlich erhöht. „Viele Frühindikatoren waren zum Jahresbeginn noch im grünen Bereich und sind nun in Bereiche abgerutscht, die historisch auf ein erhöhtes Rezessionsrisiko hingewiesen haben“, führt Galler aus. Während in den USA allerdings vor allem das verarbeitende Gewerbe auf ein kritisches Niveau abgerutscht ist, sind in Europa zusätzlich das Verbrauchervertrauen und der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen „tiefrot“. Der Arbeitsmarkt zeigt sich dagegen weiterhin sehr robust, was den Konsum weiter stützen sollte.

„Die Kombination aus Inflation, Straffung durch die Fed und höheren Hypothekenzinsen stellt sicherlich einen Gegenwind für die US-Wirtschaft dar. Es ist in den USA in diesem Jahr aber eher eine technische Rezession zu erwarten, statt eines tieferen Abschwungs – zumindest solange die Beschäftigungslage weiterhin so gut ist“, so Galler. Er erwartet, dass die Kerninflation nun ihren Höhepunkt erreicht hat und die Zentralbanken aufgrund der sich abschwächenden Inflationsdynamik wieder etwas zurückhaltender agieren. „Sicherlich werden die US-Zinsen in diesem Quartal kräftig steigen, aber die Geschwindigkeit der Zinserhöhungen wird sich anpassen, sobald die Wirtschaft reagiert und sich Inflation und Wachstum abschwächt“, ist der Stratege sicher. In Europa, wo der Krieg in der Ukraine und die Risiken der Energieversorgung die Rezessionsrisiken noch stärker erhöhen, sollten die Anleger nicht zu große Zinsschritte erwarten.

Energierisiken in Europa beobachten

Die Gasversorgung aus Russland ist bereits seit Herbst 2021 rückläufig, wie die Erdgasimporte zeigen. Entsprechend sind die Preise bereits seit dieser Zeit massiv angestiegen, was die Rezessionsgefahr gerade in Europa steigen lässt und sich immer mehr zu einem Standortnachteil für energieintensive Branchen entwickelt. Aktuell ist die Situation um die Auffüllung der Gasspeicher besonders kritisch. Die starke Saisonalität der Gasnachfrage, die ab Oktober wieder stärker ansteigt, benötigt hohe Reserven, um im Winter die hohe Nachfrage insbesondere der privaten Haushalte zu bedienen. Wenn man den historischen monatlichen Bedarf zugrunde legt, wird deutlich, dass bei einem kompletten Verzicht auf russisches Gas die Einspeicherung zu früh enden wird, weshalb das Risiko besteht, dass im ersten Quartal des nächsten Jahres eine Gasknappheit herrscht mit der Notwendigkeit von Rationierungen. Andererseits gibt es viele Parameter, die den tatsächlichen Gasverbrauch beeinflussen, etwa wie warm der kommende Winter sein wird oder wie erfolgreich die Einsparungsmaßnahmen für den Gasverbrauch sein werden. Wenn es zu Rationierungen kommt, wird wiederum zu klären sein, ob Haushalte oder die Industrie den Vorrang erhalten. Laut Tilmann Galler sind dabei auch Zweitrundeneffekte zu bedenken, dass beispielsweise die chemische Industrie viele Vorprodukte für andere Industrien erstellt, was zu weiteren Engpässen führen könnte.

Asien als Diversifikator nutzen

Für China lässt sich vorsichtig optimistisch auf die Wirtschafts- und Marktaussichten im zweiten Halbjahr 2022 blicken. Die Pandemie hat die Wirtschaft in den letzten Wochen hart getroffen, insbesondere im Konsum und auf dem Arbeitsmarkt. Dies veranlasst die Regierung, die fiskalischen Anreize zur Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums zu verstärken. Auch die Zentralbankpolitik sollte das Wachstum stärker unterstützen.

So führte Tai Hui, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Hong Kong in der Webkonferenz aus, dass die Einschränkungen in vielen anderen Städte und Regionen nicht ganz so drastisch umgesetzt wurden wie in Shanghai. „Die regionalen Regierungen haben aus den negativen Folgen der Lockdowns gelernt und reagieren nun vielerorts flexibler und pragmatischer.“

Chinesische Aktien sind laut dem Strategen immer noch günstig bewertet, was sich insbesondere am Kurs-Buch-Wert zeige. Die chinesischen On- und Offshore-Märkte werden weiterhin mit einem Abschlag zum langfristigen Durchschnitt gehandelt. Vor dem Hintergrund höherer Energiepreise ist das Gewinnwachstum aktuell eher niedriger, vor allem im Materialsektor. Aber sowohl KGVs als auch KBV sind laut Tai Hui im historischen Durchschnitt niedrig, was eine gute Einstiegsgelegenheit anzeigt.

Insgesamt hängt die ASEAN-Region rund 6 Monate hinter der Entwicklung in den USA oder Europa her. „Aktuell öffnen immer mehr Märkte wieder, was die Wirtschaft beflügeln und das Momentum der Unternehmensgewinne antreiben wird. Einen besonderen Fokus sollte man dabei auf die Unternehmen legen, die weniger exportorientiert, sondern in der Region Asien aktiv sind. Denn wenn die USA und Europa in die Rezession gehen, sind die Unternehmen, die sich auf Inlandsnachfrage konzentrieren, im Vorteil. Dies schafft gute Möglichkeiten für eine Diversifizierung“, so Tai Huis Einschätzung. Aktuell sieht er derzeit ein geringes Rezessionsrisiko in Asien, denn viele der langfristigen Megatrends wie die Entwicklung einer konsumfreudigen Mittelschicht, sind weiterhin intakt. Diese Mittelschicht entwickelt sich in der ganzen Region, besonders stark in China und Indien, und fragt höherwertige Konsumgüter aber auch Reisen oder Versicherungs- und Investmentprodukte nach. Und auch der Bedarf an nachhaltigen Produkten wächst laut Tai Hui stetig.

So bewertet der Stratege auch die vorhandenen geopolitischen Risiken moderat. „Die chinesische Regierung weiß, dass durch die engen Exportverknüpfungen mit dem Rest der Welt jegliche Konfrontation den Lebensstandard der Bevölkerung sehr stark einschränken würde. Es ist ein großer Unterschied zu Russland, dass solch eine Situation vermieden werden soll“, erläutert Tai Hui. Man sollte also für die geopolitischen Risiken einen gewissen Risikoaufschlag berücksichtigen, was die immensen langfristigen Wachstums-Chancen für China-Investments aber nicht schmälert.

Neutrale Positionierung weiterhin sinnvoll

Abschließend hat Tilmann Galler einen Blick auf die Anlagechancen geworfen, die sich im aktuellen Umfeld bieten. „Die Aktienkursrückgänge haben ein Ausmaß angenommen, das durchaus mit einem Rezessionsumfeld assoziiert werden kann. Allerdings sind bisher relativ wenige Abwärtsrevisionen bei den Gewinnerwartungen zu sehen. Wir erwarten im Fall einer tieferen Rezession deutlich stärkere Gewinnrückgänge, wie sie aktuell erwartet werden. Vor diesem Hintergrund haben die jüngsten Kursverluste die Überbewertung an den Aktienmärkten beseitigt, aber eine Rezession ist noch nicht eingepreist. Doch für Investoren wurde langfristige Werthaltigkeit geschaffen“, erläutert Galler.

Zur Absicherung gegen die erwartete Volatilität wurde die Duration bei Anleihen aus einer untergewichteten in eine neutrale Position umgeschichtet. Die Präferenz liegt bei qualitativ hochwertigen Anleihen, auch im Unternehmensanleihensektor. Im Segment der Hochzinsanleihen reflektieren die Spreadausweitungen noch kein Rezessionsniveau. „Wir sehen den Sektor zwar fundamental gut aufgestellt, denn die Unternehmen haben die Niedrigzinsphase genutzt, um sich langfristig durchzufinanzieren“, weiß der Experte. Aber im Fall einer Rezession wird das eine oder andere Unternehmen aufgrund der wegbrechenden Gewinne Probleme haben, die Coupons zu bedienen.

Auf der Aktienseite präferiert er weiterhin Substanzwerte, ebenso wie Dividendentitel. Die bevorzugten Regionen sind die USA, Großbritannien und asiatische Aktien. „Es ist weiterhin sinnvoll, im Markt zu sein – mit einer neutralen Gewichtung. Solange die Rezessionsrisiken größer werden ist es jedoch noch zu früh, Aktien überzugewichten“, so das Fazit von Tilmann Galler.

 

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Fondsdepot-Optimierer mahnt dennoch Aufmerksamkeit bei Investitionen am Kapitalmarkt an

 

Eine Prognose des Fondsvermittlers PROfinance GmbH sieht den DAX bis Ende 2023 bei wenigstens 16.000 Punkten. Das ergab eine interne Umfrage unter 20 Fondsmanagern, Investmentbankern und Investoren. Demnach schätzen die befragten Experten den Kurs des deutschen Leitindex innerhalb von 18 Monaten stark steigend ein. Im Mittel nannten die Beteiligten sogar 16.100 Punkte als Ziel. André Gaufer, Geschäftsführer der PROfinance sieht für Privatanleger eine gute Gelegenheit, die aktuell niedrigen Kurse für Investitionen zu nutzen. Er mahnt zugleich jedoch, genau hinzusehen. Nicht alle Aktien und Fonds sind eine gute Anlage. Hinzu kommt der Kostenaspekt. Wer umsichtig agiert und auf etablierte Fonds setzt, hat gute Chancen, als Gewinner aus der Krise hervorzugehen.

PROfinance ist selbst keine Fondsgesellschaft, sondern optimiert Depots und vermittelt zu besonders attraktiven Konditionen Wertpapiere. Das bestätigt das Magazin Finanztest in der Ausgabe 7/2022, in der PROfinance als ein provisionsrückzahlender Fondsshop gelistet ist.

Zeichen für eine kommende DAX-Erholung

Die Inflation und der Angriffskrieg auf die Ukraine sind zwei wesentliche Faktoren, die den DAX in der ersten Hälfte 2022 stark getroffen haben. Für André Gaufer stehen die Zeichen trotz des schlechten Umfelds inzwischen wieder auf Grün. Er erläutert: “Die aktuellen Kurse sind Einstiegskurse. Das zeigt nicht nur unsere Umfrage bei etablierten Fondsmanagern. Auch einige technische Daten und Erfahrungswerte aus den letzten Jahrzehnten deuten auf ein kommendes Kursplus hin. Profis raten daher inzwischen wieder, Fondsanteile zu kaufen, um bei attraktiven Aktien die günstigen Kurse zu nutzen.”

DAX hat viel Potenzial

Krisen am Aktienmarkt sind für Anleger eine Chance. Das zeigt sich auch bei den Kriegen der letzten Jahrzehnte. So konnte der globale Aktienmarkt während der Auseinandersetzungen bis auf wenige Ausnahmen immer deutlich zulegen. Je länger ein Krieg dauerte, desto größer war das Plus. Diese Erfahrungswerte sprechen dafür, dass der Aktienmarkt auch nach Ende des Ukraine-Krieges besser dastehen wird als derzeit.

Der DAX hat bereits einen starken Nachholbedarf. Bei einem DAX-Wert von 13.000 Punkten liegt das Kurs-Buch-Verhältnis (KBV) zurzeit bei etwa 1,4 und damit deutlich unter dem historischen Durchschnitt. Unter Börsenexperten gilt der Index als unterbewertet, wenn er unter 1,2 fällt. Das KBV gibt das Verhältnis des Kurswerts zum aktuellen Buchwert der Aktiengesellschaft an und spiegelt so die Substanz des Unternehmens wider. Je stärker sich dieser vom Wert 1 nach oben wegbewegt, desto überbewerteter ist der Kurs und andersherum.

Gaufer: “Anleger sollten auf Erfahrung setzen”

Diese technischen Werte und Erfahrungen untermauern die Einschätzungen der von PROfinance befragten Marktteilnehmer. Dennoch mahnt Gaufer dazu, nicht wahllos zu kaufen. Er empfiehlt etablierte Fonds. Dazu erklärt er: “Anleger sollten speziell in Krisenzeiten auf bekannte Fonds und Erfahrung setzen und sich nicht von Namen blenden lassen. In den letzten Monaten sind zum Beispiel einige Hobby-Fondsmanager wie unter anderem der bekannte Investor Frank Thelen mit eigenen Fondsangeboten krachend gescheitert. Erfolgreiche Manager beweisen über längere Zeiträume und auch in einem schlechten Marktumfeld ihr Können. Sie stellen ihre Fonds dabei so zusammen, dass sie auch in Krisen besser als der Markt performen können. Es wäre fatal, wenn Anleger zwar den richtigen Zeitpunkt zum Wiedereinstieg wählen, sich dann aber für fragwürdige Produkte von marktfremden Prominenten entscheiden. Wie es besser geht, zeigen einige langfristig gut laufenden Fonds, die wir frei zugänglich auf unserer Webseite vorstellen.”

Kostenminimierung für mehr Gewinn

Fonds haben gegenüber Einzelaktien einen großen Vorteil: Sie beinhalten ein Aktienkorb und streuen das Risiko sehr breit. Wenn eine Aktie an Kurs verliert, können die anderen Werte das auffangen. Allerdings rät Gaufer, bei den Kosten ganz genau hinzusehen. Aktiv gemanagte Fonds sind mit höheren Kosten verbunden, da die Gesellschaften einen Ausgabeaufschlag und eine Verwaltungsgebühr verlangen. Dafür übernehmen sie die Arbeit des Anlegers, der keine Zeit hat, sich mit einzelnen Aktien auseinanderzusetzen. Dagegen sind ETF deutlich günstiger. Ihr Kurs folgt aber stur dem zugehörigen Index.

Beide Anlageformen können vorteilhaft sein. André Gaufer gibt den Rat: “Wer beim Kauf nicht nur auf günstige Einstiegskurse, sondern auch auf die Kosten der Wertpapiere achtet, ist der Gewinner vorn morgen.”

Provisionserstattung: Finanztest listet PROfinance

Damit seine Kunden bereits beim Einkauf zu den Gewinnern gehören, bietet Gaufer mit seinem Unternehmen PROfinance eine besonders attraktive Fondsvermittlung. Der Geschäftsführer unterstreicht seine Maxime des fairen Miteinanders: “Unsere Kunden zahlen für ihre Fonds keine Ausgabeaufschläge. Dadurch sparen sie bereits beim Einkauf. Außerdem erhalten sie den Großteil der Bestands- und Verwaltungsprovision ausgezahlt, die wir selbst bekommen. So maximieren unsere Kunden mit unserem Fonds-Cashback ihre Rendite und sind schneller in der Gewinnzone. Diesen besonderen Vorteil hebt das Magazin Finanztest in der Ausgabe 7/2022 hervor. Dort ist PROfinance als provisionsrückzahlender Fondsshop gelistet. Damit gehört das Unternehmen zu den wenigen Marktteilnehmern, die auf diese Weise Privatanlegern zu einem höheren Gewinn verhelfen.

Aktien und Fonds haben Vorteile, aber Hände weg von Agrarrohstoffen!

Das aktuelle Marktumfeld nutzen nach Aussagen von Gaufer bereits eine Reihe von Investoren, um wieder Positionen aufzubauen oder vorzubereiten. Eine Ausnahme nennt André Gaufer jedoch: Agrarrohstoffe und entsprechende Fonds sollten Anleger meiden. Er sieht hier zwei Aspekte als besondere Gefahr. Zum einen sind die Kursverläufe für Privatanleger kaum vorherzusehen. Zum anderen sind die Kurse von Spekulanten getrieben, die damit die Hungerkrise in Teilen der Welt verschärfen.

Gaufer sagt: “Weizen und Mais gehörten leider zu den besonders erfolgreichen Anlageklassen im ersten Halbjahr. Nach meiner Auffassung sind Investitionen in solche Werte per se unethisch. Daher setzen wir uns bereits seit 2010 mit unserer Initiative handle-fair.de dafür ein, Spekulationen auf Preise von Agrarrohstoffen zu unterbinden. Meine Meinung ist klar: Mit Essen spielt man nicht. Das gilt auch für Fonds und ganz besonders für Privatanleger.”

PROfinance kämpft für Fairness

Für PROfinance ist Fairness keine Worthülse. Das zeigen die attraktiven Konditionen für Kunden und der Einsatz gegen Spekulationen mit Agrarprodukten. Geschäftsführer André Gaufer möchte, dass es den Menschen besser geht. Ein regelrechter Dorn im Auge sind ihm daher Spekulanten, die hemmungslos Kurse für die eigene Rendite treiben oder mit dem Vermögen von Anlegern spielen. Dieser Ansatz treibt ihn auch abseits des Aktienmarktes um. So verklagte er vor Kurzem das Immobilienunternehmen Adler Group. Dabei ging es um ein Bauprojekt, das herausgezögert und ohne Zustimmung der Käufer verändert wurde. Der Fall geht im Herbst vor Gericht. Er war Teil des investigativen TV-Berichts “Die Story im Ersten: Immobilienpoker – Die dubiosen Geschäfte eines Wohnungskonzerns” in der ARD. Die Sendung ist in der Mediathek abrufbar.

Über die PROfinance GmbH

Die PROfinance GmbH besteht seit 1997 und hat ihren Sitz in Berlin. Geschäftsführer André Gaufer hat mit dem Unternehmen seinen Ansatz für ein faires Miteinander am Finanzmarkt Realität werden lassen. PROfinance ist auf die Optimierung von Fondsdepots spezialisiert. Die Kunden erhalten Sonderkonditionen bei comdirect, DWS, ebase, FFB und Fondsdepot Bank. Dadurch sparen die Fondsanleger Geld beim Einkauf. Sie können viele Fonds günstiger erwerben und so schneller Ihr Vermögen aufbauen. Über die günstigen Fondskonditionen des freien Fondsvermittlers hat unter anderem die Stiftung Warentest in der Finanztest-Ausgabe Juli 2022 informiert.

 

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Vermögensverwaltende Fonds (VV-Fonds) versprechen in turbulenten Phasen durch ihr aktives Risikomanagement Verluste zu begrenzen, ohne dabei aber auf die Chancen eines Aufschwungs zu verzichten.

 

Dabei sollen aktives Management und die Diversifikation über mehrere Assetklassen dafür sorgen, dass langfristig eine positive Rendite bei vermindertem Risiko für den Anleger erwirtschaftet wird. Wer bisher dieses Versprechen in 2022 halten konnte, zeigt die Auswertung der MMD Analyse & Advisory GmbH.

  • Vermögensverwaltende (VV-) Fonds performten im 1. Halbjahr 2022 im Durchschnitt negativ
  • Durchschnittliche Wertentwicklung der VV-Fonds lag bei -10,86%
  • Maximale Verluste für alle VV-Kategorien niedriger als bei großen Aktienindizes und nur knapp höher als der maximale Verlust des deutschen Rentenindexes

Der Krieg in Europa, die ansteigende Inflation, die Energie- und die Coronakrise sind die bestimmenden Themen an den Finanzmärkten in 2022. Die Entwicklungen der Aktien- und Anleihemärkte im ersten Halbjahr fielen dementsprechend durchweg negativ aus. Auch wenn es Anfang des Jahres die Hoffnung gab, dass die Coronakrise sich dem Ende zuneigt und die entstandenen Lieferengpässe sich nach und nach wieder normalisieren würden, so waren diese Erwartungen durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine schnell wieder verworfen. Auch China, das weiterhin an der Null-Covid-Strategie festhält, verschärft die weltweiten Lieferengpässe. Der Ukrainekrieg verursacht zudem neue Lieferengpässe, insbesondere bei Getreide, und sorgt durch eine Verknappung der Öl- und Gaslieferungen, die Russland als Gegenmaßnahme zu den westlichen Sanktionen einsetzt, für deutliche Preissteigerungen. Zusammen mit der wieder anlaufenden Wirtschaft, mit hoher Beschäftigung und gesteigerter Nachfrage, führte dies in der Summe zu einer stark steigenden Inflation, die von den Zentralbanken nicht mehr als kurzfristig bewertet wird. In der Folge erhöhten die Zentralbanken die Leitzinsen und beendeten die Anleihekaufprogramme. Die Zinserhöhungen führten sowohl an den Aktien- als auch an den Anleihenmärkten zu erheblichen Verlusten.

Der DAX verlor im ersten Halbjahr 2022 -19,52%, der Euro STOXX 50 Performance -17,95% und der MSCI World EUR GRTR erreichte -13,29%. Die defensiven Staatsanleihen, gemessen am deutschen Rentenindex REX P, verloren in 2022 -7,34%. In diesem herausfordernden Marktumfeld gestaltete sich das Asset Management für VV-Fonds sehr anspruchsvoll.

In den beobachteten MMD-Kategorien Defensiv, Ausgewogen, Offensiv und Flexibel mussten im ersten Halbjahr ca. 99% aller VV-Fonds mit einem Volumen von über 10 Millionen Euro ein negatives Ergebnis verbuchen. Dabei verzeichneten die meisten VV-Fonds einen niedrigeren maximalen Verlust (Maximum DrawDown (MDD)) als die gängigsten Aktienindizes. Der DAX erlitt in 2022 einen maximalen Verlust von -21,14%, der Euro STOXX 50 Performance -20,40% und der MSCI World EUR GRTR -16,64%. Der deutsche Rentenindex, kurz REX P, wies mit -9,23% ebenfalls einen, im Vergleich zu den Vorjahren, erhöhten Maximum DrawDown aus. Der maximale Verlust stellt das schlechteste mögliche Ergebnis einer Investition in der betrachteten Periode dar. Dabei bemisst sich dieser vom Höchststand bis zum Tiefststand innerhalb der Periode.

Defensive VV-Fonds

Die VV-Fonds der defensiven Kategorie mussten bisher in 2022 einen Verlust in Höhe von -9,24 Prozent verbuchen. Dabei schaffte es nur ein defensiver Fonds mit 0,93% positiv zu performen. Der Deka-Sachwerte Fonds erreichte das Ergebnis mit einem maximalen Verlust in Höhe von -3,96%. Durchschnittlich lag der maximale Verlust bei den defensiven VV-Fonds, gemessen am MMD-Index Defensiv, mit -9,73% deutlich höher. Das geringste Risiko unter den Top 10 Fonds wies der drittplatzierte Metzler Wertsicherungsfonds 98 mit einer Halbjahresrendite von -1,43% und einem maximalen Verlust von -1,47% aus. Dies spiegelte sich auch im MMD-Ranking für ein Jahr, wo sowohl der Deka-Sachwerte Fonds als auch der Metzler Wertsicherungsfonds 98 mit 5 Sternen zu den Top 20% der Peergroup gehört. Das MMD Ranking ermöglicht eine quantitative Bewertung der vergangenen Leistungen eines Fonds und setzt sich zu 50% aus Performance- und 50% Risikokennzahlen zusammen. Unter den Top Ten Fonds erzielten der erstplatzierte Deka-Sachwerte, der Quint:Essence Strategy Defensive, der Lazard Parimoine SRI und der Ethna-DEFENSIV Fonds im MMD Ranking für ein, drei und fünf Jahre jeweils 5 Sterne.

Ausgewogene VV-Fonds

Der MMD-Index Ausgewogen, der die Entwicklung der VV-Fonds in dieser Peergroup misst, verlor im vergangenen Halbjahr -10,27%. Am besten performte in dieser Kategorie der Schroders ISF Inflation Plus Fonds mit 2,32%. Im Hinblick auf das Risiko lag der Fonds mit einem Maximum DrawDown in Höhe von -8,96% niedriger als der Durchschnitt der ausgewogenen Kategorie (-11,16%). Der Maximum DrawDown Wert war aber unter den Top 10 Fonds der Höchste. Den niedrigsten maximalen Verlust in 2022 konnte der C-QUADRAT ARTS Total Return Balanced Fonds verzeichnen mit -3,06%. Auch im MMD Ranking lag der Schroders ISF Inflation Plus Fonds unter den Top 20% für ein und drei Jahre. Über die Zeiträume ein, drei und fünf Jahre gehörten aus der Top 10-Gruppe der BL Fund Selection 0-50 und der Ethna-AKTIV Fonds im MMD Ranking zu den Spitzenfonds.

Offensive VV-Fonds

Die offensiven VV-Fonds mussten im Zeitraum vom 31.12.21 bis 30.06.2022 durchschnittlich -11,33% als Verlust ausweisen. Die beste Performance innerhalb der Kategorie hatte der Weltportfolio Dynamik Fonds mit einem Zuwachs von 1,41%. Dies erreichte der Fonds mit einem Maximum DrawDown in Höhe von -4,02% im Vergleich zu -12,76% im Kategoriedurchschnitt. Innerhalb der Top 10 Fonds lag er damit ebenfalls auf dem ersten Platz. Das gute Performance-/Risikoverhältnis spiegelte sich auch im MMD-Ranking für 1 Jahr wieder, wo der Fonds mit 5 Sternen zu den besten 20% gehört. Konstant das beste MMD Ranking für die Zeiträume eins, drei und fünf Jahre erreichte der HanseMerkur Strategie chancenreich Fonds mit jeweils 5 Sternen.

Flexible VV-Fonds

Bei der flexiblen Kategorie sind die Performancewerte erfahrungsgemäß am weitesten gestreut. So betrug der Abstand zwischen dem besten und schlechtesten Fonds im Betrachtungszeitraum über 51 Prozentpunkte. Im Durchschnitt verloren flexible VV-Fonds in den letzten 6 Monaten -10,57%. Der Incrementum Inflation Diversifier Fund verzeichnete dabei das beste Performanceergebnis in Höhe von 15,42%. Mit einem maximalen Verlust von

-3,96% schnitt der Fonds deutlich besser als der Kategoriedurchschnitt (-11,67%) ab. Dadurch gehörte der Fonds auch im MMD Ranking für 1 Jahr zu den Topfonds. Für die Zeiträume drei und fünf Jahre gehört der Fonds aber nicht mehr zu den Spitzenfonds. Dort wurde aber der Ruffer Total Return International Fonds mit jeweils 5 Sternen gerankt. Auch in der Halbjahresauswertung 2022 gehört der Fonds mit einer Performance von 0,93% zu den Top 10 Fonds.

Die Auswertung zeigt, dass sich das Verlustrisiko durch VV-Fonds verringern lässt. Alle Kategorien konnten die maximalen Verluste im Vergleich zu den großen Aktienindizes beschränken. Dennoch ist der Anleger auch bei defensiv ausgerichteten Produkten nicht vor Verlusten geschützt.

Für eine leistungsgerechte Bewertung des Fondsmanagers sollten die VV-Fonds im Detail und über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Dabei können in einem ersten Schritt quantitative Rankings – wie das MMD Ranking – helfen, eine entsprechende Vorauswahl zu treffen. „Bei dem MMD Ranking fließen neben den Performanceleistungen auch Risikokomponenten zu 50% mit in die Bewertung ein“, erklärt Nicolai Bräutigam, Geschäftsführer der MMD Analyse & Advisory GmbH. „So kann mit einem Blick erfasst werden, welche VV-Fonds ein angemessenes Chance-Risiko-Profil aufweisen. Und vor allem kann man auch abgleichen, ob Kursgewinne, die kurzfristig erzielt wurden, auch auf lange Sicht bestätigt werden.“

Über Asset Standard GmbH:

Asset Standard ist Deutschlands führendes Portal für Vermögensverwaltende Produkte. Das Unternehmen ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der MMD Analyse & Advisory GmbH und somit Bestandteil der MMD Group. Unter www.assetstandard.com können Vermögensverwaltende Produkte der Kategorien Vermögensverwaltende Fonds (VV-Fonds), Strategiefonds und Fonds-Vermögensverwaltung (Fonds-VV) unter einheitlichen Parametern selektiert, analysiert, kombiniert und kontrolliert werden. Zusätzlich präsentieren sich Produkte und Initiatoren. Aktuell beinhaltet die Fonds- und VV-Datenbank über 2.500 Produkte.

 

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Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

 

Während Deutschland in diesen Tagen unter der Hitze ächzt, geht es in Nordeuropa etwas entspannter zu. Überhaupt ist der in Dänemark und Norwegen gebräuchliche Begriff „hygge“ auch in Deutschland zu einem Synonym für Behaglichkeit und Zufriedenheit geworden. Ein wenig entspannter können sich auch Anleger fühlen, die sich in den nordischen Ländern positioniert haben – bis auf Schweden haben sich in den vergangenen Monaten die Märkte sämtlicher nordischer Länder besser entwickelt als die Leitindizes in vielen anderen europäischen Staaten. Doch womit hängt der Erfolg zusammen und was bedeutet das für die künftige Perspektive?

Attraktive Sektoren und eine intakte Infrastruktur

Skandinavien gilt als fortschrittlich und sozial. Schon vor vielen Jahren waren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder auch Heimarbeit nichts Ungewöhnliches. Auch stellten sich die Länder Skandinaviens schon früh digital auf. Eine während der Pandemie durchgeführte Untersuchung des Beratungsunternehmens McKinsey zur Nutzung digitaler Kanäle zeigte Deutschland weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Während damals rund 80 Prozent der Bürger Europas Erledigungen im Alltag digital gemacht haben, lag dieser Wert in Deutschland bei nur 65 Prozent. Überdurchschnittlich dagegen die nordischen Länder – nicht nur während der Pandemie ist der hohe Digitalisierungsgrad der „Nordics“ ein Vorteil.

Hinzu kommt eine gute digitale Infrastruktur rund um Telekommunikation und Breitband sowie das hohe Bildungsniveau – wer in Skandinavien unterwegs ist, ist oft erstaunt über das gute Englisch im Alltag. Ebenfalls ein wichtiger Faktor, vor allem für die Industrie oder den Bergbau, sind die vergleichsweise niedrigen Energiekosten. Schweden gilt beispielsweise als im internationalen Vergleich besonders günstig und liefert mit seinem Mix aus Wasser- und Atomkraftwerken zudem klimaneutrale Energie.

Für viele Anforderungen moderner Arbeitsorganisation erscheinen Länder wie Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark geradezu prädestiniert. Ein weiterer Pluspunkt: Die Region bietet Zugang zu Branchen, die aktuell besonders gefragt sind. Neben der klassischen fossilen Energieindustrie, die zuletzt eine neue Bedeutung gewonnen hat, sind die nordischen Länder auch rund um regenerative Energiequellen aussichtsreich positioniert. So gehören etwa Unternehmen aus der Windkraftbranche längst zu den international renommierten Adressen. Hinzu kommen exotischere Anlageziele, wie etwa Lachszuchtfarmen oder Unternehmen rund um Verpackung und Recycling.

Wo „New Work“ längst Standard ist

Es ist die Mischung aus Branchen, wie der Energiewirtschaft, der Fischzucht sowie dem Bereich der Nachhaltigkeit, die nordische Länder unter anderem so erfolgreich macht. Hinzu kommen gut ausgebildetes Personal, ein hoher Digitalisierungsgrad und ein Verständnis von Arbeitsbedingungen, das sich langsam aber sicher auch in Mitteleuropa unter dem Begriff der „New Work“ durchsetzt.

Risiken streuen und Chancen nutzen

Die Region bringt viel mit, um auch in Zukunft mit attraktiven Renditechancen zu punkten, gepaart mit einer gehörigen Portion Nachhaltigkeit. Die relative Stärke nordischer Aktien und Anleihen während der vergangenen Monate könnte also durchaus noch eine Weile anhalten. Um die Risiken zu begrenzen und die bestehenden Chancen zu nutzen, bieten sich für Anleger aktiv gemanagte Fonds an. Aber: Selbstverständlich sollten Anleger nicht nur in den Norden Europas blicken. Ein breit diversifiziertes und damit krisenfesteres Portfolio sollte globale Anlagen in Anleihen, Immobilen oder auch den alternativen Investments beinhalten. Nur wer einen breiten Mix aus dem Anlageuniversum in einem Portfolio kombiniert, kann sich langfristig über kontinuierliche Zuwächse freuen.

 

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Kaum ein Anleger blickt wohl mit einem Lächeln im Gesicht auf die erste Jahreshälfte.

 

Während die Märkte sich nach dem Corona-Crash wieder recht flott erholten, tun sich die globalen Indizes in der aktuellen Lage sehr viel schwerer. Zwar dürfte das Marktumfeld auch in der zweiten Jahreshälfte herausfordernd bleiben, dennoch haben Anleger die Chance auf attraktive Renditen.

Aktuelle Markteinschätzung von Michael B. Bußhaus, Gründer und Geschäftsführer von justTRADE

Die Enttäuschung ist groß. Zwar war schon Ende 2021 absehbar, dass anhaltende inflationäre Tendenzen, Lieferkettenprobleme und die nicht enden wollende Corona-Krise weiterhin für Unruhe sorgen dürften. Doch nur die wenigsten Anleger haben wohl damit gerechnet, dass der US-Technologie-Index NASDAQ im ersten Halbjahr um über 30 Prozent nachgibt und der DAX sowie der S&P 500 immerhin noch auf ein Minus von deutlich über 20 Prozent kommen.

Die Gründe für die kräftige Marktkorrektur sind schnell gefunden: Die Inflation hat nicht nur kräftig Fahrt aufgenommen, sie weist – sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks – inzwischen ein solch hohes Niveau auf, wie selten zuvor in der Geschichte. Die Notenbanken, die die steigenden Preise viel zu lange ignoriert haben, versuchen nun mit teils kräftigen Zinserhöhungen die Inflation wieder einzufangen – und das trägt natürlich nicht gerade zur Beruhigung der Märkte bei. Gleiches gilt selbstverständlich für den Einmarsch Russlands in die Ukraine. Durch die Invasion haben sich weltweit Kriegsängste breit gemacht, wurden Energie- und Lebensmittelpreise zusätzlich angetrieben und nicht nur weitere Abverkäufe an den Aktienmärkten ausgelöst, sondern auch eine rasche Erholung dieser verhindert.

Zweites Halbjahr bleibt herausfordernd

Wie schnell der Einfluss des Krieges auf die Aktienmärkte nachlässt, ist derzeit völlig unklar. Dass es aber in der zweiten Hälfte des Jahres schon so weit ist, erscheint derzeit nicht das wahrscheinlichste Szenario. Damit einhergehend ist nun auch nicht unbedingt zu erwarten, dass die Inflation zeitnah wieder Richtung 2 Prozent sinken wird – trotz der nun restriktiveren Geldpolitik. Nachdem die US-Notenbank Fed 2022 den Schlüsselzins bereits in drei Schritten um insgesamt 1,50 Prozentpunkte auf aktuell 1,50 bis 1,75 Prozent angehoben hat, dürften bis Ende 2022 weitere Zinserhöhung folgen. Und selbst die bisher zurückhaltende Europäische Zentralbank wird nun einen – wenngleich sehr zaghaften – restriktiveren Kurs einschlagen.

Dass der zuletzt an Fahrt verlierende Wirtschaftsmotor in einem solchen Umfeld wieder zeitnah seine Drehzahl erhöhen wird, sollte ebenfalls nicht erwartet werden. Kurzum: Die Gemengelage für Anleger bleibt wohl auch im zweiten Halbjahr herausfordernd. Dies bedeutet nun aber nicht, dass Investoren den Entwicklungen an den Aktienmärkten von der Seitenlinie aus folgen sollten. Zwar ist nicht auszuschließen, dass der Aktienmarkt nochmals korrigieren könnte, aber: Über kurz oder lang wird auch diese Krise hinter uns liegen. Die bereits kräftig gefallen Kurse, könnte sich also auf mittel- und langfristige Sicht als günstige Einstiegschance erweisen. Doch Vorsicht: Nicht nur in Krisenzeiten sollten Anleger es tunlichst vermeiden, das gesamte Ersparte auf einen Schlag anzulegen – in der Hoffnung, den perfekten Einstiegspunkt zu treffen. Mit dieser „Strategie“ haben in der Vergangenheit schon etliche Anleger Schiffbruch erlitten. Weitaus sinnvoller ist der Einstieg – etwa mit Sparplänen – in mehreren Schritten.

Angesichts des kometenhaften Inflationsanstiegs – in den USA ist die Teuerungsrate im Juni mit 9,1 Prozent auf den höchsten Stand seit 1981 gesprungen – wird aktuell die Kaufkraft im Rekordtempo vernichtet. Viele Anleger dürften aktuell daher wohl in erster Linie das Ziel verfolgen, erst einmal ihr Vermögen zu erhalten. Erreicht werden könnte dieses Vorhaben vor allem mit Unternehmen, die einen bekannten Namen haben, ein erfahrenes Management, hohe Cash-flows und vor allem eine herausragende Markstellung; sie ermöglicht es am ehesten, die gestiegenen Preise vergleichsweise einfach an die Kunden weiterzureichen. Aber: Auch mit Aktien solcher Unternehmen sind Anleger freilich nicht vor Verlusten gefeit.

Bonuszertifikate: Chancen nutzen und Risiken reduzieren

Das gilt zwar auch für strukturierte Produkte wie beispielsweise Bonuszertifikate; allerdings bietet diese Zertifikategattung Anlegern die Möglichkeit, mit einem Risikopuffer die Chance auf eine attraktive reale Rendite zu bewahren – in seitwärts laufenden, leicht steigenden oder leicht fallenden Märkten. Der Reihe nach: Grundsätzlich zeichnen sich Bonuszertifikate durch ein Sicherheitslevel (Barriere) und eine Bonusschwelle aus. Touchiert der Basiswert während der gesamten Laufzeit niemals das Sicherheitslevel, erhalten Anleger bei Fälligkeit mindestens den Bonuswert – und zwar selbst dann, wenn der Kurs des Basiswerts eine negative Performance aufweist. Gegenüber einem Direktinvestment können Anleger mit Bonuszertifikate auch bei leichten Kursrückgängen eine positive Rendite erzielen. Überschreitet der Basiswert das Bonuslevel, partizipieren Anleger ab dieser Schwelle 1:1 von der Wertentwicklung des Underlyings – bei klassischen Bonuszertifikaten. Bei Capped-Bonuszertifikaten erhalten Anleger den vorher festgelegten Höchstbetrag (Cap). Berührt der Kurs des Basiswerts hingegen während der Laufzeit die Barriere, verfällt der Bonusmechanismus. Das Bonuszertifikat orientiert sich ab diesem Zeitpunkt 1:1 an der Kursentwicklung des Basiswerts. Das heißt aber nicht, dass Anleger zwangsläufig einen Verlust hinnehmen müssen. Steigt der Basiswert in der Folge wieder, können Investoren immer noch eine ansehnliche Rendite erzielen – analog zum Direktinvestment.

Welches Chance-Risiko-Verhältnis Anleger mit Bonuszertifikaten eingehen möchten, können sie bis zu einem gewissen Grad selber bestimmen. Denn je tiefer die Sicherheitsbarriere angesetzt wird, desto niedriger fällt der Bonus aus – und umgekehrt. Risikoscheue Anleger wählen also ein Bonuszertifikat mit einem tiefen Sicherheitslevel aus, während sich wagemutige Anleger für einen geringeren Sicherheitspuffer entscheiden können. Kurzum: Mit Bonuszertifikaten steht Anlegern in bestimmten Marktphasen ein äußerst flexibles Anlageprodukt zur Verfügung, mit dem auch eine Rendite oberhalb der Inflationsrate möglich ist.

Über den Autor

Michael B. Bußhaus ist Gründer und Geschäftsführer von justTRADE. Er war Geschäftsführer der onvista bank und verantwortete bis 01/2019 als Head of Brokerage das gesamte Wertpapiergeschäft der comdirect bank AG.

Über justTRADE

justTRADE ist ein Frankfurter Online-Broker, der Tradern den Handel von Wertpapieren und Kryptos konsequent für 0,- € Orderprovision (zzgl. marktübliche Spreads) und aus einem Depot heraus anbietet. Gehandelt werden können mobil über iOS und Android oder über den Desktop-Browser mittlerweile über 500.000 Wertpapiere – Aktien, ETFs, ETCs, wikifolios, Zertifikate, Optionsscheine und Hebelprodukte sowohl börslich über drei Börsen (LS Exchange, Quotrix und Tradegate Exchange) als auch außerbörslich über vier Handelspartner (Citi, Société Générale, UBS und Vontobel). Rund 1.500 ETFs, ETCs und ETPs von zehn Anbietern (21Shares, Amundi, DWS, iShares, GlobalX, Lyxor, Vanguard, VanEck, UBS und WisdomTree) ergänzen das Angebot. Mit der Möglichkeit, die 21 verfügbaren Kryptowerte aus demselben Depot heraus zu handeln wie alle Wertpapiere, bietet justTRADE seinen Kunden ein noch nie dagewesenes Angebot in Deutschland. Zudem sind bei justTRADE insgesamt rund 200 Wertpapiere sparplanfähig.

 

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