Das Fintech Gubbi, München und der Vermögensverwalter Winbridge, Zürich und München bringen eine neue Asset-Klasse auf den Markt – „wt one“

 

 

 

  • Schweizer Vermögensverwalter skaliert erstmals mit Tokenisierung
  • Langjährige IT- und Finanzprofis gründen das neue Fintech B2B2C Gubbi
  • Ganzheitliches Blockchain-Konzept und Ökosystem „Made in Germany“

Die deutsche Gubbi AG verbindet innovative Blockchain-Lösungen wie Tokenisierung mit ganzheitlicher Finanzberatung und bringt gemeinsam mit dem Vermögensverwalter WINBRIDGE Asset Management GmbH den weltweit ersten tokenisierten Managed Account auf den Markt. Bei dem neuartigen Finanzprodukt handelt es sich um einen Non-Fungible Token (NFT), der dem Besitzer den Zugang zum Managed Account des Vermögensverwalters erlaubt und dieses abbildet.

Individueller NFT als Schlüssel für dahinter liegenden Managed Account

Wie auch andere digitale Assets kann der NFT auf der Blockchain technisch sicher verwahrt und gehandelt werden. „Mit dem NFT WINBRIDGE TOKEN wt one bringen wir ein komplett neuartiges Produkt auf den Markt, dass die traditionelle Finanzwelt mit neuen digitalen Vermögenswerten noch stärker verbindet. Wir freuen uns sehr, mit Winbridge einen Partner gewonnen zu haben, mit dem wir zusammen einen bedeutenden Schritt hin zur blockchainbasierten Token-Ökonomie gehen“, sagt Tobias Eckl, Gründer und CEO der Gubbi AG.

Das Konzept hinter der neuen Asset-Klasse: „Jeder Käufer erhält einen individuellen Token, welcher den dahinter liegenden Managed Acccount abbildet. Der Token kann anfangs für 1.000 Euro bei Winbridge erworben werden“, erklärt Daniel Frei, Geschäftsführer der WINBRIDGE Asset Management GmbH. Winbridge ist auf Devisenhandel spezialisiert. Der innere Wert des Tokens berechnet sich auf der Basis des Tradingergebnisses abzgl. Kosten. Dieser Wert wird monatlich angepasst, wobei attraktive Wertsteigerungen erwartet werden. Das Volumen des

Winbridge-Tokens beträgt 25 Millionen, demnach möchte das Unternehmen 25.000 NFTs ausgeben.

WINBRIDGE TOKEN wt one erfüllt regulatorische Standards

Das Besondere am wt one: Der NFT ist kein Security Token Offering – also etwa die Emission eines elektronischen Wertpapiers –, sondern ein so genannter Utility Token, der dem Besitzer den Zugang zum Managed Account von Winbridge ermöglicht. „Der NFT bildet keinen Vermögenswert ab, der Token-Inhaber erhält mit dem wt one vielmehr eine Dienstleistung, die im Rahmen der Verwaltung eines Managed Accounts erbracht wird und daraus resultierend dessen Wertentwicklung abbildet“, so Tobias Eckl, CEO Gubbi AG.

Der Token basiert auf Polygon (ERC-Standard 721) und kann wie andere Krypto-Assets über gängige Marktplätze gehandelt werden. Er wird wahrscheinlich unter der gängigen Spekulationsfrist für digitale Assets eingeordnet. Tobias Eckl weiter: „Das NFT-Offering ist rechtlich geprüft, der Token richtet sich explizit nach deutschen regulatorischen Standards aus“.

„Winbridge bietet seinen Kunden den Zugang nicht nur zum NFT an, sondern auch das Wallet für dessen Verwahrung. Die Custody wird über Gubbi und dessen aufsichtsrechtlich regulierten Partner tangany GmbH, die über eine Kryptoverwahrlizenz verfügt, gewährleistet“, erklärt Daniel Frei.

Zum Token: https://www.winbridge-token.de/

Gubbi AG: Erfahrung trifft auf Innovationskraft

Die Gubbi AG ist ein neuer Name auf dem Fintech- und Blockchain-Markt, bietet aber Jahrzehntelange Erfahrung aus dem IT- und Finanzsektor an. Gubbi-Gründer und CEO Tobias Eckl war als Top-Führungskraft über 25 Jahre im Bank-und Versicherungsbereich tätig. CTO und Mitgründer Markus Brunner ist IT-Spezialist und Ingenieur für Softwareentwicklung. COO und Co-Founder Prof. Dr. Philipp Schade ist langjährig als Aktuar in der Versicherungswelt und als Wirtschaftsinformatiker tätig. Auch der vierte Mitbegründer und Aufsichtsratsvorsitzende Peter Härtling verfügt über 35 Jahre Vertriebserfahrung mit entsprechendem Netzwerk und ist damit für die Gubbi AG unverzichtbar. Mit der Gubbi AG bringt das Quartett jetzt Innovationen, die den Anspruch haben, weit mehr als ein x-beliebiges Fintech-Unternehmen am Markt zu sein. Das Unternehmen ist sowohl im B2B- als auch im B2B2C-Bereich für Tokenisierung tätig und zukünftig mit einer Krypto-Bankingplattform aufgestellt.

Weitere spannende Token-Projekte in Planung

„Unser Ansatz ist ganzheitlich. Gubbi bietet tiefgreifende Beratung und Vertrieb zur Anlageklasse digitaler Assets an. Über das Consulting hinaus arbeiten wir an einer eigenen intuitiven Finanzplattform, die alles umfasst, was den neuen DeFi-Bereich spannend macht. Wir werden auch Konto, Karte und Wallet anbieten. Auch auf das Tokenisieren von Assets ist Gubbi spezialisiert, so dass wir, wie im Fall unserer Winbridge-Partnerschaft, einen komplett neuen Zugang zu neuen Asset-Klassen schaffen können. Gubbi hat ein neues digitales Ökosystem, gebaut auf Basis aktueller deutscher Regulierungsstandards“, kommentiert Tobias Eckl das Vorhaben. „Wir führen Unternehmen, ob aus der Finanzbranche oder aus dem eCommerce-Segment, in die Digitalisierung.“

Derzeit arbeitet der Branchen-Neuling bereits an der nächsten Innovation: Der Gubbi LifeCoin als „tokenisiertes lebensversicherungsartiges Rentensparprodukt“ als neue digitale und innovative Asset-Klasse im InsurTech-Bereich weltweit. „Die Zukunft bleibt spannend! Unsere Pipeline ist mit zahlreichen Projekten gefüllt und wir können es kaum erwarten, weitere spannende Partnerschaften noch 2022 bekanntzugeben“, so Tobias Eckl.

Über WINBRIDGE:

WINBRIDGE Asset Management AG ist einer der führenden und innovativsten Asset Manager mit Schwerpunkt auf quantitativen, vollautomatisierten und digitalisierten Handelssystemen in liquiden Märkten aus der Schweiz, Zürich. Mit der deutschen Tochtergesellschaft WINBRIDGE GmbH in München bildet das Unternehmen starke und robusten Technologie als Spezialisten im digitalen vollautomatisierten Devisenhandel ab. Die WINBRIDGE greift seit vielen Jahren auf bewährte Algorithmen, systematische Anlagestrategien und wissenschaftliche Methoden zurück. Die zu hundert Prozent selbst entwickelten quantitativen Handelssysteme kombinieren mehrere Strategien und bieten eine spezielle Marktpreis- und professionelle Risikomanagement-Lösung für private wie institutionelle Investoren.

Über die Gubbi AG:

Die Gubbi AG wurde 2022 gegründet und digitalisiert herkömmliche Finanzprodukte. Die Gubbi AG verwendet innovativen Blockchain-Lösungen und unterstützt dabei Unternehmen, vorrangig Finanzunternehmen in der Transformation der Digitalisierung. Gubbi baut Brücken zwischen der modernen, digitalen und der traditionellen Finanzwelt. Spezialisiert ist das Unternehmen auf drei Geschäftsfelder: „Token Consulting“, „Eigene innovative Tokenprojekte“ und „Digitale Krypto-Bankingplattform“. Gubbi startete mit dem Vermögensverwalter Winbridge den weltweit ersten Managed Account auf NFT-Basis und schuf so einen komplett neuen digitalen Einstieg in den Bereich der Vermögensverwaltung. Die Gründer und Vorstände der Gubbi AG sind allesamt ausgewiesene Finanzmarkt- und IT-Experten mit jahrzehntelanger Führungserfahrung.

Disclaimer:

Die Angaben in dieser Mitteilung dienen ausschließlich der Information und stellen ausdrücklich keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und Kryptowerten dar. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der in diesem Marktkommentar verwendeten Daten und Informationen übernimmt die Gubbi AG keine Garantie, auch wenn nur solche Daten und Informationen verwendet werden, die als zuverlässig erachtet werden. Die Meinungsäußerungen repräsentieren die aktuelle Einschätzung der Gubbi AG, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Kryptowerte unterliegen Kursschwankungen und Risiken. Bei jedem Investment bestehen grundsätzlich Verlustrisiken bis hin zu einem möglichen Totalverlust. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

 

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Die Märkte sehnen sich nach guten Nachrichten von Inflationsseite – und zumindest ein Datenpunkt erfüllte jetzt diese Wünsche.

 

Die Inflationsrate in den USA fiel im Oktober mit 7,7 Prozent etwas geringer aus als zuvor erwartet. „Dieser kleine Rückgang reicht aus, um die Märkte in Euphorie zu versetzen“, sagt Mathias Beil, Leiter Private Banking bei der Hamburger Sutor Bank. „Damit zeigt sich, dass die Erholung der Märkte nicht nur eine Bärenmarktrally war, sondern ein bereits nachhaltiger Anstieg.“

US-Notenbank statt US-Politik bestimmend für die Kurse

Und es zeigt sich auch, was wirklich wichtig ist an den Märkten: Während die Wahlen in den USA die Märkte eher kalt ließen, fiel die Reaktion auf die Inflationsdaten heftig aus. „Die eigentlichen Entscheidungen über Wohl und Wehe der Wirtschaft werden nicht von der US-Politik gefällt, sondern von der US-Notenbank“, so Beil. Und die wird angesichts eines nachlassenden Inflationsdrucks eher bereit sein, zu einer marktfreundlichen Zinspolitik zurückzukehren.

8,2 Prozent betrugen die Preissteigerungen in den USA noch im September. Und auch wenn der Rückgang noch nicht groß ist, stellt er doch einen Wendepunkt dar. „Nachdem die Preise in der Jahresbetrachtung ständig stark gestiegen waren, könnte sich jetzt eine Beruhigung ergeben“, sagt Beil. „Die starken Preissprünge scheinen vorbei, dadurch sinken spätestens ab Frühjahr 2023 die Inflationsraten noch deutlicher.“ Und dann sollte auch die Fed wieder zur stimulierenden Politik übergehen, mit der sie die Märkte weltweit in den vergangenen Jahren von Hoch zu Hoch trieb.

Auch wenn immer noch die Gefahr besteht, dass sich eine ausgewachsene Rezession ergibt und die Märkte noch einmal stark abstürzen, die jetzt gesehene Markterholung also nichts war als ein kurzer Zwischensprint, eine Bärenmarktrally: „Die Wahrscheinlichkeit dafür sinkt mehr und mehr und es wird immer klarer, dass auf Sicht die Kurse weiter steigen können“, so Mathias Beil.

Aktieninvestoren sehen zudem auch die günstigen Bewertungen und nutzen diese zum Einstieg. „Gut möglich, dass wer jetzt an der Seitenlinie stehen bleibt, dies bald bereut und sich dann teurer in den Markt zurückkaufen muss“, sagt Kapitalmarktexperte Beil.

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, bietet mit ihrer Vermögensverwaltung für alle den unkomplizierten Einstieg in den Kapitalmarkt, leistet individuelle Vermögensberatung und managt zahlreiche Stiftungen. Für Finanzdienstleister entwickelt die Sutor Bank Finanzprodukte und übernimmt das technische und administrative Depotmanagement.

 

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Obwohl die Wahlen (fast) hinter uns liegen, gibt es weitere potenzielle Auslöser für Marktvolatilität, u. a. die Möglichkeit einer übermäßigen geldpolitischen Straffung durch die US-Notenbank, rückläufige Gewinne, geopolitische Spannungen und die bevorstehende Anhebung der Schuldenobergrenze

 

Während die Stimmen bei den diesjährigen US-Zwischenwahlen – die über das Kräfteverhältnis im Kongress entscheiden – noch ausgezählt werden, ist klar, dass sich die in den Tagen vor der Wahl prognostizierte „Welle“ der Republikaner eher als Plätschern entpuppt hat. Die Republikaner dürften die Kontrolle über das Repräsentantenhaus mit einer geringeren Mehrheit als erwartet erlangen, während erste Anzeichen darauf hindeuten, dass die Demokraten ihre Mehrheit im Senat halten können.

Die Aktienmärkte in den USA gaben am Morgen nach dem Wahltag nach, was teilweise an den noch offenen Wahlergebnissen lag. Grundsätzlich profitieren Aktien jedoch von einer geteilten Regierung in den USA – mit einer Machtverteilung zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress -, da diese Konstellation häufig den Umfang der politischen Veränderungen, mit denen die Märkte in den Folgejahren rechnen müssen, begrenzt. Ebenso können US-Treasuries profitieren, sollte die Teilung der Regierungsmacht einen möglichen Anstieg der fiskalischen Maßnahmen verhindern, was die Renditen in die Höhe treiben und die Anleihekurse drücken könnte.

Wer hat jetzt das Sagen? Immer noch die Fed

Natürlich wird die Finanzpolitik nicht ganz unproblematisch sein. Der Kongress wird irgendwann im Jahr 2023 die Schuldenobergrenze anheben müssen, und die Republikaner könnten Ausgabenkürzungen erzwingen oder ein parteiübergreifendes Vorgehen ablehnen, was zu Volatilität an den Märkten führen würde (2011 führte die Debatte über die Schuldenobergrenze unter den Republikanern im Repräsentantenhaus und den Demokraten im Senat zur volatilsten Handelswoche an den Finanzmärkten seit der globalen Finanzkrise von 2008.[1]). Aber der Stillstand, der in den nächsten zwei Jahren in Washington herrschen dürfte, bedeutet, dass die Variablen, die die Anleger in letzter Zeit umtreiben – von der extrem hohen Inflation und den rapide steigenden Zinsen bis hin zu den schrumpfenden Unternehmensgewinnen und den geopolitischen Spannungen –, wahrscheinlich weiterhin die kurzfristige Richtung der Märkte bestimmen werden.

Selbst wenn sich die Machtverhältnisse in Washington durch die Zwischenwahlen ändern sollten, bleibt das größte Problem für die Anleger die Inflation und die Frage, wie sich die Reaktion der Fed auf das Wirtschaftswachstum und die Unternehmensgewinne auswirken wird. Der Zielsatz der Fed liegt jetzt bei 4 %, während er zu Jahresbeginn 2022 noch bei Null lag. Da die Inflation unverändert hoch ist, wird der Zinssatz unserer Meinung nach mindestens bis Mitte 2023 weiter steigen. Eine derart rasche geldpolitische Straffung hat bereits dazu geführt, dass der S&P 500® Index in diesem Jahr um etwa 20 % gefallen ist und der Bloomberg U.S. Aggregate Bond Index den schlimmsten Ausverkauf des Jahres verzeichnete.[2] Auch die Unternehmensgewinne sind zurückgegangen, und immer mehr Firmen senken ihre Gewinnprognosen oder nehmen ihre Prognosen ganz zurück. Wir bezweifeln, dass die Märkte ihren Kurs ändern werden, solange der Höhepunkt der Inflation nicht überschritten ist und der Endpunkt für Zinserhöhungen nicht feststeht – beides wird der neu gewählte Kongress nicht kontrollieren können.

Die wichtigste Erkenntnis der diesjährigen Zwischenwahlen könnte daher sein, dass die US-Aktien in den zwölf Monaten nach den Zwischenwahlen von ihrem historischen Muster abweichen könnten, Gewinne zu erzielen, und dass die Geldpolitik – und nicht die Finanzpolitik – die Performance der Finanzmärkte am stärksten beeinflussen wird.

US-Aktien haben in der Vergangenheit nach den US-Zwischenwahlen Kursgewinne verzeichnet, aber dieses Muster könnte sich in diesem Jahr aufgrund der seit mehreren Jahrzehnten hohen Inflation ändern

Anleihen werden sich weiterhin an der Geldpolitik orientieren. Für den Fall, dass die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat behalten, besteht jedoch die Möglichkeit, dass zusätzliche Ausgaben getätigt werden, was – zumindest kurzfristig – Aufwärtsdruck auf Anleihen mit kurzen bis mittleren Laufzeiten ausüben würde.

 

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Zinsen für Girokonten und Tagesgelder im Schnitt weiter bei Null

 

Die Europäische Zentralbank hat reagiert. Über 10 Prozent Inflation im Euroraum haben dazu geführt, dass die Leitzinsen in einem dritten Zinsschritt auf ein Niveau angehoben wurden, wie zuletzt 2008 und 2009. Dabei ist noch nicht absehbar, inwieweit die Inflation dadurch reduziert wird oder ob die Wirtschaft gebremst wird. Bereits ersichtlich sind jedenfalls die Auswirkungen bei den Zinsen für Sparerinnen und Sparer. Raisin, bekannt für die Zinsplattform WeltSparen, hat einen Blick auf die jüngsten Entwicklungen geworfen.

Zinsplateau bei Festgeldern überwunden – Rally jetzt auch beim Tagesgeld

In Deutschland ging der Wettbewerb um Spareinlagen im September wieder los, nachdem die Top-Angebote im August weitestgehend stabil geblieben waren. Noch Anfang September gab es für die besten fünf Festgelder mit einer Laufzeit von einem Jahr durchschnittlich 1,81 Prozent noch deutlich unter zwei Prozent Zinsen. Knapp acht Wochen und zwei Zinsschritte der EZB später sind es schon 2,65 Prozent, die Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten. Zur Erinnerung: Zu Neujahr waren es lediglich 0,75 Prozent.

Besonders erfreulich für Sparerinnen und Sparer ist die Entwicklung bei Tagesgeldern: Die besten zehn Angebote hatten zwischen Januar und September lediglich einen Anstieg um 23 Basispunkte verzeichnet – von 0,20 auf durchschnittlich 0,43 Prozent. In den letzten zwei Monaten machten allerdings auch sie einen Sprung auf jetzt 1,32 Prozent.

Durchschnittszinsen für Festgelder auf 10-Jahres-Hoch – Sichteinlagen weiter bei Null

Auch die Daten der Europäischen Zentralbank zeigen, dass die Zinserhöhungen mittlerweile in der Breite angekommen sind. Die durchschnittlichen Zinsen für neue Festgelder mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr stiegen hierzulande alleine von August auf September um 35 Basispunkte auf nun 0,84 Prozent. Höher war dieser Wert zuletzt im Februar 2013 mit 0,88 Prozent. Auch im Eurozonenvergleich schneidet Deutschland auf den ersten Blick gut ab: Lediglich 0,56 Prozent beträgt der Durchschnittszins dieser Laufzeit im Mittel im gemeinsamen Währungsraum. In Frankreich und Italien indes gibt es mit 1,12 Prozent und 1,16 Prozent deutlich mehr Rendite, während Sparerinnen und Sparer in Spanien lediglich 0,16 Prozent erhalten.

Noch stärker fiel der jüngste Anstieg bei den Festgeldern mit einer Laufzeit von einem bis zu zwei Jahren aus. 45 Basispunkte betrug der Sprung von Ende August bis Ende September. 1,49 Prozent bekommen die Verbraucherinnen und Verbraucher damit hierzulande – auch in diesem Fall so viel wie zuletzt im Januar 2013. In der Eurozone liegt der Durchschnitt mit 1,09 Prozent wiederum deutlich niedriger. Gerade einmal halb so hoch sind die Zinsen in Spanien mit 0,59 Prozent. Besser ist die Lage erneut in Frankreich mit 1,62 Prozent – Italien hingegen liegt mit 1,17 Prozent nur knapp über dem Durchschnitt.

Interessant ist vor diesem Hintergrund vor allem, dass die Zinsen für Sichteinlagen (zu welchen insbesondere Girokonten und Tagesgelder zählen) durchschnittlich weiter bei 0,01 Prozent liegen – weit entfernt von den 0,46 Prozent vor knapp 10 Jahren im Februar 2013! Knapp über Null liegen auch der Durchschnitt der Eurozone (0,02), Frankreich (0,01), Italien (0,05) und Spanien (0,02). Der Spread zwischen den Top-Angeboten und den Durchschnittszinsen ist bei Sichteinlagen demnach mit Abstand am größten.

Tamaz Georgadze, CEO von Raisin, kommentiert die Zinsentwicklungen: “Angesichts der jüngsten Entscheidungen der Europäischen Zentralbank sind die Entwicklungen wenig überraschend. Einen Datenpunkt sollten sich die Konsumenten allerdings vor Augen führen: Sichteinlagen, also Girokonten und Tagesgeldkonten, bringen im Durchschnitt weiter kaum Zinsen. Nur wenige Banken reichen die Zinserhöhungen der EZB weiter. Umso mehr lohnt es sich, nach den besten Angeboten Ausschau zu halten. Es muss kein Festgeld mit langen Laufzeiten sein – bereits mit dem Wechsel zu einem gut verzinsten Tagesgeldkonto können Verbraucher und Verbraucherinnen deutliche Zinssprünge machen.”

Methodologie:

Die Daten zu den Top-Angeboten stammen von kritische-anleger.de. Hier wurde mit Hilfe der besten fünf bzw. besten zehn Zinssätze ein Durchschnitt berechnet. Die EZB-Daten stammen aus den monatlich aktualisierten MFI Interest Rate Statistics (MIR Statistics).

Über Raisin (WeltSparen)

Raisin ist ein Wegbereiter für Open Banking für Spar- und Anlageprodukte. Das FinTech-Unternehmen bietet eine Open-Banking-Infrastruktur für den globalen 50+ Billionen Dollar großen Einlagenmarkt, von der Banken und Sparer gleichermaßen profitieren: Sparer erhalten eine größere Produktauswahl und mehr Entscheidungsfreiheit, Finanzdienstleister erstklassige Marktplatzlösungen für ihre eigenen Kunden und Banken einen besseren Zugang zur Einlagenfinanzierung. Raisin betreibt eigene B2C-Marktplätze – in Europa unter den Marken Raisin, WeltSparen und ZINSPILOT sowie in den USA unter der Marke SaveBetter. In Deutschland bietet das Unternehmen neben Sparprodukten auch ETF-basierte Investment- und Altersvorsorgeprodukte und Investitionen in Private Equity an. Raisin arbeitet mit rund 400 Banken und Finanzdienstleistern aus mehr als 30 Ländern zusammen und hat über 750.000 Direktkunden. Hinter Raisin stehen namhafte internationale Investoren wie btov Ventures, Deutsche Bank, FinLab, Goldman Sachs, Greycroft, Headline/e.ventures, Index Ventures, Kinnevik, Orange Ventures, PayPal Ventures, Thrive Capital, Top Tier Capital Partners, Ribbit Capital und Vitruvian Partners, sowie Peter Thiel. Das Unternehmen hat Büros in Berlin, Frankfurt, Hamburg, London, Madrid, Mailand, Manchester, New York und Paris.

 

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Wie die Energiekrise in Europa den grünen Wandel vorantreibt, erläutert Daniel Bowie-MacDonald, Investment Specialist bei abrdn, in einem aktuellen Kommentar:

„Die Energiekrise in Europa führte dazu, dass einige kohle- und ölbefeuerte Kraftwerke wieder in Betrieb genommen wurden. Aber sie hat auch Maßnahmen und größere Investitionen in den Übergang von fossilen Brennstoffen zu grüner Energie angestoßen.

Im Jahr 2021 wurde eine Rekordsumme von 755 Milliarden US-Dollar in die Umstellung auf grüne Energie investiert. In diesem Jahr, in dem die russischen Öl- und Gaslieferungen nach Europa aufgrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine eingebrochen sind, wird erwartet, dass die Investitionen in saubere Energie weltweit 1,4 Billionen US-Dollar übersteigen werden.

Bislang war 2022 ein Jahr mit erheblichen Wetterextremen, die durch den Klimawandel noch verschärft wurden. Waldbrände in Portugal und Spanien, Wirbelstürme in der Karibik, Dürren in Europa, China und den USA sowie Rekordtemperaturen in Pakistan, gefolgt von verheerenden Überschwemmungen, von denen mehr als 30 Millionen Menschen betroffen waren und die Leben, Vieh und Häuser vernichtet haben. Die pakistanische Ministerin für Klimawandel, Sherry Rehman, bezeichnete die Überschwemmungen als „das Klimaereignis des Jahrhunderts“ und „eine katastrophale Gesundheitskrise“.

Es ist klar, was zu tun ist: Reduzierung der Kohlenstoffemissionen, um die globale Erwärmung zu verlangsamen. Die europäische Energiekrise hat zu steigenden Energiepreisen und Versorgungsengpässen geführt, die die Suche nach alternativen Energiequellen und -versorgungen noch dringender machen. Doch die europäische Krise zeigt, dass sich die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf saubere Energie nicht von heute auf morgen bewerkstelligen lässt, auch nicht im wohlhabenden Europa.

Als Reaktion auf Russlands Vorgehen in der Ukraine kündigte die EU REPowerEU an, eine ehrgeizige Strategie, die darauf abzielt, Europa weit vor 2030 völlig unabhängig von Russland zu machen. Kurzfristig konzentriert sich der Plan auf den Aufbau neuer Energiepartnerschaften mit zuverlässigen Lieferanten; die rasche Einführung von Solar- und Windenergieprojekten sowie den Einsatz von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien; die verstärkte Produktion von Biomethan; EU-weite Wasserstoffprojekte; EU-weite Beratung über Energiesparmöglichkeiten für Bürger und Unternehmen; und die Auffüllung der EU-Gasspeicher auf 80 Prozent bis zum 1. November 2022.

Zu den mittelfristigen Zielen von REPowerEU gehören: Die Ermöglichung von Investitionen und Reformen im Wert von 300 Milliarden Euro; die Förderung der industriellen Dekarbonisierung durch Projekte im Wert von 3 Milliarden Euro im Rahmen des Innovationsfonds; die Verbesserung der Rechtsvorschriften und Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien; Investitionen in ein angepasstes Gas- und Strominfrastrukturnetz; die Erhöhung der Energieeffizienzziele und die Anhebung des europäischen Ziels für erneuerbare Energien für 2030 von 40 auf 45 Prozent.

Die Sanierung der Energieversorgung der Industrie ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt mit Zielen wie Elektrifizierung, Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energien. Die größten Einsparungen könnten die Hersteller von nicht-metallischen Mineralien, Zement, Glas, Chemikalien und Raffinerien erzielen. Schätzungsweise 30 Prozent der EU-Stahlproduktion sollen bis 2030 auf erneuerbaren Wasserstoff umgestellt werden.

Die Finanzierung dieser enormen Ambitionen wird sowohl öffentliche als auch private Investitionen in gewaltigem Ausmaß erfordern. Bis 2027 sind zusätzliche Investitionen in Höhe von 210 Milliarden Euro erforderlich, um die Einfuhren fossiler Brennstoffe aus Russland schrittweise einzustellen. Die Recovery and Resilience Facility (RRF) ist das Herzstück der Finanzierung des REPowerEU-Plans. Die Mitgliedstaaten können die verbleibenden RRF-Darlehen (derzeit 225 Milliarden Euro) und neue RRF-Zuschüsse nutzen, die durch die Versteigerung von Emissionshandelszertifikaten finanziert werden. Weitere Finanzierungsquellen dürften der Innovationsfonds, nationale Steuermaßnahmen, private Investitionen und die Europäische Investitionsbank sein.

Kürzlich hat die Europäische Investitionsbank die Finanzierung der Erneuerbare Energien-Infrastruktur aufgestockt. Die Darlehensvergabe soll um 60 Prozent bzw. weitere 30 Milliarden Euro über fünf Jahre erhöht werden. Dieses Geld soll nicht in die Gasinfrastruktur fließen, sondern in Projekte in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Netze und Energiespeicherung. Auch private Investitionen, die sich bis 2027 auf etwa 115 Milliarden Euro belaufen, werden für diese Art von grünen Energieprojekten angestrebt.

Diese enormen Ambitionen werden sicherlich Investoren für erneuerbare Energien anlocken. Nehmen wir als Beispiel die Möglichkeiten der Photovoltaik: Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) beträgt der Anteil der Solarenergie an der weltweiten Stromerzeugung heute nur 3,6 Prozent. Aber sie entwickelt sich in vielen Teilen der Welt schnell zur kostengünstigsten Option für die neue Stromerzeugung und wird voraussichtlich bis 2050 zur größten Energiequelle werden. Dazu muss die Solarkapazität um das 20-fache steigen. Die IEA erwartet, dass bis 2050 zwei Drittel der gesamten Energieversorgung aus Wind, Sonne, Bioenergie, Erdwärme und Wasserkraft kommen. Investoren nehmen diese schnell wachsende Anlagemöglichkeit zunehmend wahr. Die meisten Vermögensverwalter gehen davon aus, dass sie ihr Exposure in saubere Energien in den nächsten zwölf Monaten erhöhen werden.

Die ehrgeizigen Klimaziele der EU sind durch die jüngsten Ereignisse sicherlich erschüttert worden. Die Treibhausgasemissionen könnten in der EU kurzfristig ansteigen, da die Länder versuchen, die Energielücken im kommenden Winter zu schließen. Doch diese schockierenden umwelt- und geopolitischen Ereignisse haben auch Fortschritte auf dem Weg zu einem energieunabhängigen und kohlenstoffneutralen Europa bewirkt.

Aber über Europa hinaus und mit der laufenden COP27 hoffen viele, dass die Länder ihre Verpflichtungen verbessern und ihre Ambitionen durch glaubwürdige Maßnahmen unterstützen, um die globale Erwärmung auch in diesem späten Stadium noch auf 1,5 Grad zu begrenzen.”

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abrdn Investments Deutschland AG, Bockenheimer Landstraße 25, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 768072-0, www.abrdn.com

Unterzeichner erreichen erste Meilensteine auf dem Weg zur Veröffentlichung von Klimafußabdrücken

 

Die Unterzeichner der Klimaselbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors haben sich verpflichtet, ihre Kredit- und Investmentportfolien im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Vorbereitender Bestandteil der Selbstverpflichtung ist, dass bis Ende dieses Jahres alle teilnehmenden Institute grundlegende Maßnahmen und erste Meilensteine umgesetzt haben, um ihre Geschäftsaktivitäten bis spätestens 2050 klimaneutral zu gestalten. Dazu gehören z. B. die Implementierung von wissenschaftsbasierten Messmethoden zur Erfassung des CO2-Fußabdrucks der Kredit- und Investmentportfolios (Scope 1- 3) sowie die Festlegung von verbindlichen Zielen für den Pfad zur Erreichung der Klimaneutralität.

Übersicht der bisherigen Umsetzung

Aufgrund der großen Bandbreite der Geschäftsmodelle und der verschiedenen Ausgangslagen der teilnehmenden Institute gibt es unterschiedliche Zielerreichungsgrade. Detaillierte Berichte über die bisherige Umsetzung und gesetzte Ziele werden in den jeweiligen auditierten Jahresberichten bzw. Nachhaltigkeitsberichten oder anderen Berichtsformaten nächstes Jahr veröffentlicht. Eine erste Übersicht des aktuellen Status der jeweiligen Institute ist unter www.klima-selbstverpflichtung-finanzsektor.de einsehbar.

In dieser Übersicht geben die Unterzeichner ihren aktuellen Umsetzungsgrad zu jedem Bestandteil der Selbstverpflichtung anhand einer Selbsteinschätzung mit einem Farbcode an. Diese Einschätzung wird durch ergänzende Beschreibungen und Beispiele für konkrete Maßnahmen näher erläutert und geht damit auf die Unterschiede zwischen den teilnehmenden Häusern ein.

Die Vorbereitungsphase endet mit dem Erreichen dieser Zwischenziele. Ab 2023 liegt der Schwerpunkt darauf, im laufenden Prozess die Messungen und Datenverfügbarkeit stetig zu verbessern, die gesetzten Ziele konsequent umzusetzen sowie diese in entsprechenden Reportings zu veröffentlichen.

Eine weitere Bestrebung ist es, die Reporting-Formate zunehmend zu standardisieren, um eine bessere Vergleichbarkeit der Zielsetzungen und Reportings zu erreichen. Des Weiteren weisen die Unterzeichner darauf hin, dass die begrenzte Datenverfügbarkeit weiterhin eine große Herausforderung für die Messung der tatsächlichen Klimafußabdrücke und daraus resultierend auch für die Zielsetzung und entsprechende Steuerung darstellt.

Gemeinsamer Appell zur COP27

Im Rahmen der COP27 appellieren die Unterzeichner an alle Beteiligten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die Klimakrise vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen weiterhin mit Nachdruck anzugehen.

Informationen zur Klimaselbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors

20 Akteure des deutschen Finanzsektors, mit Aktiva von mehr als 5,5 Billionen Euro und über 46 Millionen Kundenverbindungen in Deutschland, haben eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, ihre Kredit- und Investmentportfolien im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten ( www.klima-selbstverpflichtung-finanzsektor.de). Durch die vereinbarte Messung, Veröffentlichung und Zielsetzung zur Reduzierung der mit den Kredit- und Investmentportfolios verbundenen Emissionen will der Finanzsektor einen Klimaschutzbeitrag leisten und eine nachhaltige und zukunftsfähige Weiterentwicklung der Wirtschaft unterstützen. Damit kommt der deutsche Finanzplatz dem von der Bundesregierung Anfang 2019 gesetzten Ziel einen Schritt näher, Deutschland zu einem der führenden Standorte für nachhaltige Finanzen (Sustainable Finance) zu machen.

Diese aus dem Bankenbereich des Finanzsektors heraus entstandene Initiative hat das Ziel, aktiv an der Gestaltung einer der für die Zukunftsfähigkeit wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben mitzuwirken, nämlich der erfolgreichen gesellschaftlichen Transformation zur Begrenzung des Klimawandels. Die Unterzeichner richten ihre jeweiligen Produkte und Dienstleistungen sowie ihre Engagements und Initiativen entsprechend aus, um durch die Finanzierung der Transformation hin zu einer emissionsarmen und klimaresilienten Wirtschaft und Gesellschaft, die Erderwärmung auf deutlich unter 2,0 Grad zu begrenzen und das 1,5-Grad-Ziel anzustreben.

 

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Triodos Investment Management BV, Hoofdstraat 10, Driebergen-Rijsenburg, PO Box 55, 3700 AB Zeist, Niederlande, www.triodos-im.co

Defensivqualitäten von Anleihen dürften sich verbessern

 

In Zeiten von hoher Volatilität an den Kapitalmärkten machen sich viele Anlegerinnen und Anleger Gedanken über die „Defensive“ in ihrem Portfolio. Die Energiekrise in Europa, der Krieg in der Ukraine, die hartnäckig hohe Inflation und Chinas Immobilienkrise sind dabei nur einige der Risiken, die sich aufgebaut haben. Doch die klassische Verteidigungslinie in einem Portfolio, die Anleihen, haben in den letzten zwölf Monaten einen historischen Crash erlebt. Nach Ansicht von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, gilt es nun zu bewerten, ob Anleihen für die nächsten zwölf Monate besser geeignet sind das Portfolio zu stabilisieren als zuletzt. Dafür nimmt er die Treiber des Rentencrashs genauer unter die Lupe und prüft, ob diese heute immer noch Bestand haben. Dabei zeigt sich: Das Renditepotenzial für Anleihen ist nach dem „Schmerz“ der letzten Wochen und Monate deutlich gestiegen.

Verbraucherpreisinflation als wesentlicher Treiber des Rentencrashs

Die letzten Monate haben am Anleihenmarkt tiefe Spuren hinterlassen: Die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihen sind in etwas mehr als einem Jahr von -0,5 Prozent auf 2,25 Prozent gestiegen. „Der daraus resultierende Kursverfall der Rentenpapiere ist so dramatisch, dass in diesem Jahr in einem klassischen globalen Mischportfolio mit je 50 Prozent Aktien und Renten erstmalig die festverzinslichen Papiere einen größeren Anteil an den Gesamtverlusten haben als Aktien“, erklärt Tilmann Galler.

Eine Schlüsselrolle als Treiber des Rentencrashs nimmt aus Sicht des Ökonomen die explosive Entwicklung der Verbraucherpreise ein. „Die expansive Fiskalpolitik in der COVID-Krise, Angebotsengpässe und der Krieg in der Ukraine haben wie in einem perfekten Sturm die Inflation sowohl in Europa als auch in den USA über acht Prozent getrieben. Die Zentralbanken mussten letztendlich eingestehen, dass ihre ursprüngliche Einschätzung eines nur vorübergehenden Inflationsproblems nicht mehr haltbar war und vollzogen eine 180-Grad-Wende in der Geldpolitik“, erklärt er. Die Inflation wurde als Hauptproblem der Wirtschaft identifiziert und deren Bekämpfung priorisiert – trotz steigender Rezessionsrisiken. Mit der Abkehr der Zentralbanken von der strukturell expansiven und unterstützenden Geldpolitik der letzten zwölf Jahre kam dem Rentenmarkt eine wichtige Stütze abhanden.

Zeitpunkt, an dem Zentralbanken ihre Zinspolitik ändern, rückt näher

Der Pfad der zukünftigen Geldpolitik ist nach Meinung des Experten eine entscheidende Einflussgröße, ob Anleihen für ein Investment wieder interessanter werden – und genau da dürfte es interessant werden. „Die restriktive Zinspolitik führt schon jetzt zu einer signifikanten Verlangsamung in der Wirtschaft. Die Immobilienmärkte kühlen sich merklich ab und die Konsumnachfrage wird schwächer. Öl- und Kupferpreise sind inzwischen 30 Prozent niedriger als bei ihren Höchstwerten im Frühsommer. Je schwächer die Konjunktur wird, desto niedriger dürfte der Inflationsanstieg ausfallen, weshalb der Zeitpunkt, an dem Zentralbanken die Priorisierung des Risikos und damit ihre Zinspolitik verändern werden, näher rückt“, sagt Tilmann Galler.

Ein weiterer Treiber des Crashs war seiner Meinung nach die enorme Überbewertung des Rentenmarktes im vergangenen Jahr. Auch hier hätten Zentralbanken eine entscheidende Rolle gespielt. „Durch jahrelange massive Anleihenkäufe und Nullzinspolitik wurden die Renditen weltweit auf absurd niedrige Niveaus gedrückt. Anfang 2021 hatten mehr als ein Drittel aller Industrieländer-Staatsanleihen eine negative Rendite und 85 Prozent rentierten unter einem Prozent. Die Nachfrage privatwirtschaftlicher Investoren war zu diesen Zinsen entsprechend gering“, erklärt der Ökonom.

Defensivqualitäten von Anleihen dürften sich verbessern

Ein guter Indikator für die Attraktivität 10-jähriger Anleihen sind die Realrenditen, das heißt die Nominalrenditen abzüglich Inflationserwartungen. „Der handelbare Inflationsswap für die Inflation in zehn Jahren preiste per 30. September eine Inflation von 2,4 Prozent für die USA ein. Das bedeutet, bei aktuellen Nominalrenditen von vier Prozent bei US-Treasuries sind die Realzinsen mit +1,6 Prozent wieder positiv und damit attraktiver geworden. Noch vor einem Jahr war der langfristige Realzins mit -1,1 Prozent negativ“, analysiert Ökonom Tilmann Galler.

Aus seiner Sicht sind Anleihen mit hoher Qualität sowie flexible Rentenstrategien deshalb nach dem Crash nun wieder attraktive Bausteine für das Portfolio geworden, mit attraktivem Renditepotential und deutlich verbesserten Defensivqualitäten. Vor diesem Hintergrund könne man sich als Anleger auch wieder getrost an die populäre Weisheit aus dem Sport halten, dass die Offensive zwar einzelne Spiele gewinnen hilft, aber eine gute Defensive für das längerfristige Ziel der Meisterschaft unverzichtbar ist.

Tilmann Galler, Executive Director, CEFA/CFA, arbeitet als globaler Kapitalmarktstratege für die deutschsprachigen Länder bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Als Teil des globalen „Market Insights“-Teams erstellt und analysiert er auf Basis von umfangreichem Research Informationen rund um die globalen Finanzmärkte und leitet Implikationen für Investmentstrategien ab. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der Finanzbranche und war zuvor unter anderem auch als Portfolio Manager tätig.

 

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Globale Bain-Studie zur Entwicklung der Vermögensverwaltung

 

Durch den weltweiten Anstieg des liquiden Vermögens auf 229 Billionen US-Dollar bis zum Ende der Dekade verdoppeln sich die Umsätze im Wealth Management

Veränderte Ansprüche der Generationen Y und Z fordern von Finanzdienstleistern neue Geschäftsmodelle und Angebote

Mehr als die Hälfte des Vermögens liegt 2030 in ESG-konformen Produkten, Digital Assets sowie in Private Equity und Private Debt

Mit der Positionierung als Komplettanbieter, Kundenmagnet oder Nischenplayer können Finanzdienstleister am Wachstum in der Vermögensverwaltung teilhaben

Gestörte Lieferketten, steigende Energiepreise und eine schwächelnde Konjunktur infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs beeinträchtigen derzeit die Entwicklung der Vermögen auf der ganzen Welt. Doch mittelfristig dürfte sich ihr Wachstum fortsetzen. In der Studie “In a New World: Time for Wealth Management Firms to Shift Course” erwartet die internationale Unternehmensberatung Bain & Company bis 2030 einen weltweiten Anstieg der liquiden Vermögen um gut 90 Billionen US-Dollar auf dann 229 Billionen US-Dollar. Damit wird das Wealth Management mit seinem hohen Anteil wiederkehrender Erträge und seiner großen Kapitaleffizienz für Finanzdienstleister noch attraktiver. Bis zum Ende der Dekade werden sich die Umsätze der Bain-Prognose zufolge auf 509 Milliarden US-Dollar verdoppeln.

Ausbau des digitalen Angebots muss forciert werden

Doch die Herausforderungen sind momentan groß. “Finanzdienstleister müssen ihr Angebot, ihren Vertrieb und ihr Geschäftsmodell umgestalten, wollen sie auch in den kommenden Jahren im Wealth Management erfolgreich sein”, erklärt Bain-Partner Dr. Markus Habbel, der Co-Autor der Studie ist. “Das liegt nicht zuletzt an den veränderten Bedürfnissen der nach 1981 geborenen Generationen Y und Z.” Schätzungsweise 250 Millionen von ihnen würden 2030 ein jährliches Einkommen von mehr als 100.000 US-Dollar haben und damit zur potenziellen Kundschaft gehören.

“Die Generationen Y und Z beschäftigen sich mit dem Thema Kapitalanlage deutlich mehr als ihre Eltern und agieren selbstständiger”, stellt Dr. Christine Weber-Vossen, Associate Partner bei Bain und Co-Autorin der Studie, fest. Finanzdienstleister müssten daher mit Hochdruck ihr digitales Angebot ausbauen. “In entscheidenden Situationen ist aber jüngeren Wohlhabenden eine individuelle persönliche Beratung ebenfalls wichtig”, so Weber-Vossen. “Entsprechend lassen sich in Zukunft auch in der Vermögensverwaltung die Erwartungen der Klientel nur mit einem hybriden Ansatz erfüllen.”

Rasches Handeln in Wachstumssegmenten tut not

Bei den Kapitalanlagen bahnen sich ebenfalls weitreichende Veränderungen an. In der Bain-Studie werden vier Zukunftsmärkte hervorgehoben:

Nachhaltigkeit. Für drei von vier Mitgliedern der Generation Y ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Anlagekriterium. Der Anteil ESG-konformer Produkte wird nach Bain-Schätzungen bis 2030 auf 46 Prozent des verwalteten Vermögens steigen.

Private Equity und Private Debt. Die Überrenditen gerade großer Private-Equity-Anbieter führen zu einer vermehrten Nachfrage nach Anlagelösungen jenseits der öffentlich regulierten Märkte.

Digital Assets. Mit zunehmender Professionalisierung werden rein digitale Anlagemöglichkeiten wie Kryptowährungen zu einem festen Bestandteil im Portfolio. Ihr Anteil erhöht sich in den kommenden fünf Jahren auf 1 bis 5 Prozent des verwalteten Vermögens.

Lösungen für den Ruhestand. Ein weiteres Wachstumssegment ergibt sich aus dem Renteneintritt der Babyboomer. Gefragt sind Lösungen, die weiblichen wie männlichen Pensionären einen sicheren und komfortablen Lebensabend ermöglichen.

Aus Sicht von Branchenkennerin Weber-Vossen haben Finanzdienstleister in der DACH-Region noch jede Menge Handlungsbedarf: “Viele agieren bei Zukunftsthemen wie ESG-konformen Produkten und Digital Assets zu zögerlich. Zugleich fehlt es ihnen an attraktiven Lösungen, die den Bedürfnissen der Babyboomer im Ruhestand gerecht werden.”

Insbesondere drei Geschäftsmodelle versetzen Private-Wealth-Anbieter in die Lage, die vielfältigen Wachstumschancen zu nutzen: als integrierter Komplettanbieter, Kundenmagnet oder als Nischenplayer. Gerade große Finanzdienstleister können, je nach Ausgangslage auch über gezielte Übernahmen, das gesamte Leistungsspektrum in der Vermögensverwaltung abdecken. Zugleich decken sie mit einer konsequenten Digitalisierung die Bedürfnisse jüngerer Gutverdiener ab und erschließen so eine neue Kundengruppe. Die Kundenmagneten dagegen konzentrieren sich auf die Beratung einer möglichst hohen Zahl von Vermögenden und setzen bei nachgelagerten Prozessen auf die Leistungen Dritter. Nischenplayer legen ihren Fokus hingegen auf ein spezielles Kundensegment und spielen hier ihre Stärken entlang der Wertschöpfungskette aus.

Auch DACH-Region ist ein gutes Pflaster

Finanzdienstleistern mit klarer Positionierung bieten sich in den kommenden Jahren auch in der DACH-Region erhebliche Wachstumsmöglichkeiten in der Vermögensverwaltung: “Die neue Generation Wohlhabender und Gutverdienender löst sich aus der traditionellen Hausbankbeziehung und entscheidet sich bewusst für einen Wealth-Manager ihrer Wahl”, betont Branchenkenner Habbel. Und er ergänzt: “Wer sich im Wettbewerb durchsetzt, wird nicht nur steigende Umsätze und Gewinne realisieren. Vielmehr wird sich auch die Marktkapitalisierung börsennotierter Vertreter verdoppeln.”

 

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Die Fondswirtschaft ist der größte Verwalter von Altersvorsorgekapital in Deutschland.

 

„Die Menschen haben zwar oft über Kapital-Lebensversicherungen oder ihre Betriebsrente einen anderen Zugang, aber verwaltet wird letztlich ein großer Teil dieses Kapitals in Fonds“, sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbands BVI. Laut einer Umfrage verwalteten die Mitglieder zur Jahresmitte 1.730 Milliarden Euro für Altersvorsorgezwecke. Das sind 45 Prozent des von der Branche insgesamt verwalteten Vermögens von rund 3.900 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Zur Jahresmitte 2017 lag der Anteil bei 40 Prozent. Seitdem ist das Vermögen für Altersvorsorgezwecke um 600 Milliarden Euro gewachsen. „Die Auswertung zeigt, dass Investmentfonds der Motor der Altersvorsorge sind“, sagt Richter.

Hinter dem für die Altersvorsorge verwalteten Vermögen der Fondsgesellschaften stehen insbesondere kapitalbildende Lebensversicherungen mit 570 Milliarden Euro. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfallen 490 Milliarden Euro; dazu gehören vor allem Direktzusagen (240 Milliarden Euro) und Pensionskassen (180 Milliarden Euro). Für berufsständische Versorgungswerke von zum Beispiel Ärzten, Apothekern und Rechtsanwälten verwalten die Fondsgesellschaften 380 Milliarden Euro. Auf die Zusatzversorgung der Beschäftigten bei Bund, Ländern und Gemeinden sowie den Kirchen entfallen 160 Milliarden Euro. Im Rahmen von konventionellen und staatlich geförderten Fondssparplänen (Riester- und VL-Fondssparpläne) verwalten die Fondsgesellschaften 130 Milliarden Euro.

 

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Eine Analyse von Sjoerd Rozing, Anlageexperte.bei Triodos Investment Management (IM)

 

Künftige Generationen haben ein Recht darauf eine gute, wenn nicht gar bessere, Welt zu erleben. Da die Interessen der künftigen Generation bereits in der Gegenwart liegen, ist es umso wichtiger ihnen bereits heute mehr Rechte einzuräumen.

Unternehmen in die Pflicht nehmen

Derzeit wird es Unternehmen zu einfach gemacht, nur wenig Wert auf das Wohlergehen von Kindern zu legen. So erfüllen nur zwei Prozent der 700 größten Unternehmen weltweit die Sorgfaltspflichtanforderungen der OECD-Leitlinien. Umso wichtiger wäre es, dass Unternehmen das Thema künftige Generationen oder einen Bericht über die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf die Zukunft in ihre ESG-Berichte aufnehmen. Auch sollten sie der Überprüfung ihrer Geschäftspartner in weiter entfernten Ländern mehr Aufmerksamkeit schenken. Dabei sind einerseits strenge Vorschriften erforderlich, doch müssen Investoren, Verbraucher und Unternehmen andererseits auch aktiv ihren Teil dazu beitragen. Eine Möglichkeit, Unternehmen im Hinblick auf ihre soziale Verantwortung zur Rechenschaft zu ziehen, wäre zum Beispiel der Einsatz des UNICEF-Kinderrechtsindex, den Investoren in ihre ESG-Prüfungen einbeziehen können.

Zentrale Herausforderungen: Klima, Biodiversität und Wasser

Insbesondere die Themen Klima und biologische Vielfalt sind eine tickende Zeitbombe, die wir an die nächsten Generationen weitergeben. So kommt es gerade in Asien oder Afrika immer häufiger zu extremen Wetterbedingungen. Dies kann zu Überschwemmungen aufgrund übermäßiger Regenfälle sowie zu Dürren und Trinkwasserknappheit führen, die wiederum bewaffnete Konflikte auslösen können.

Eine lebenswerte Zukunft erfordert weitreichende Maßnahmen in der Gegenwart

Die Anlagestrategie Future Generations von Triodos IM setzt hier an. Triodos IM investiert in Unternehmen, die sich für die Grundbedürfnisse von Kindern auf der ganzen Welt einsetzen und das Überleben und die Gesundheit von Kindern positiv beeinflussen. Unternehmen, die die Situation von Kindern jetzt und in Zukunft verbessern, bieten auch in Bezug auf die Rendite eine attraktive Investition. Triodos IM schließt nicht nur Aktivitäten aus, die Menschen und der Umwelt schaden, sondern setzt auch auf Unternehmen, die nachweislich zu einem besseren Wohlergehen von Kindern beitragen – dazu gehören gute Ernährung, Hygiene und sauberes Trinkwasser. Wichtige Kriterien im Rahmen der Future Generations sind die Verhinderung der Ausbeutung von Kindern, der Zugang zu Grundbedürfnissen und eine gesunde Ernährung. Die Unternehmen müssen alle nachhaltigen Kriterien erfüllen, die Triodos IM für seine Fonds anwendet, als auch eine solide finanzielle Basis haben.

Über Triodos Investment Management

Triodos Investment Management bringt ein breites Spektrum von Anlegern, die mit ihrem Geld einen dauerhaften, positiven Wandel bewirken wollen, mit innovativen Unternehmern und nachhaltigen Unternehmen zusammen, die genau das tun. Auf diese Weise wirken wir als Katalysator in Bereichen, die für den Übergang zu einer gerechteren, nachhaltigeren und humaneren Welt von entscheidender Bedeutung sind. In den 25 Jahren unserer Tätigkeit im Bereich Impact Investing haben wir fundierte Kenntnisse in Sektoren wie Energie und Klima, Inclusive Finance sowie nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft erworben. Wir investieren auch in börsennotierte Unternehmen, die einen wesentlichen Beitrag zum Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft leisten. Verwaltetes Vermögen per Ende Juni 2022: 5,7 Milliarden EUR. Triodos Investment Management ist ein weltweit tätiger Impact Investor und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Triodos Bank NV.

 

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Die gegenwärtige Erholung ist noch nicht die ersehnte Umkehr an den Aktienmärkten, neue Tiefs sind wahrscheinlicher.

 

„Bärenmarkt-Rallyes können länger dauern und höher führen und trotzdem genauso schnell wieder abverkauft werden“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „Die historischen Beispiele stimmen pessimistisch.“

Die Frage an den Märkten lautet weithin, ob die rund zehn Prozent Anstieg im amerikanischen Markt schon der Anfang einer V-Erholung sind oder nur eine weitere Bärenmarkt-Rallye, wie sie schon mehrfach in diesem Jahr gesehen wurden. „Die Wahrscheinlichkeit spricht für eine Bärenmarkt-Rallye“, so Bente. „Die Variante, dass es jetzt auf neue Allzeithochs geht und damit der Bärenmarkt nach knapp neunmonatiger Dauer final beendet wird, ist eher unwahrscheinlich.“ Die Gründe dafür sind vielfältig.

So ist die Ausgangssituation gegenüber den V-förmigen Erholungsbewegungen, die es in den vergangenen Jahren immer wieder gab, deutlich anders: „Die US-Notenbank muss nachhaltig einen Kampf gegen die Inflation führen und kann daher keine Rücksicht auf den Aktienmarkt nehmen“, sagt Bente. „Das war an den bisherigen Umkehr-Tiefpunkten anders.“ Wenn Tiefs in den vergangenen 15 Jahren einen Ausgang für ein V markierten, waren die Notenbanken entweder schon wieder stimulativ oder begannen, zumindest verbal stimulativ zu werden.

„Eine Entspannung der Fed ist erkennbar nicht der Fall“, so Bente. „Da es noch keine sichtbaren Anzeichen für einen nachhaltigen Rückgang der Inflation gibt, wird die Fed weiter restriktiv sein müssen.“ Das bedeutet aber auch, dass es noch keine Grundlage für eine nachhaltige Aktienmarktbewegung nach oben gibt. Im Gegenteil: Der Rückblick auf die 1970er-Jahre, als zuletzt große Kämpfe gegen die Inflation geführt wurden, zeigen, dass der typische Bärenmarkt sehr viel länger gedauert hat als nur neun Monate. „Mit Ausnahme von 1980 gab es keine von einem Zinserhöhungszyklus zwecks Inflationsbekämpfung ausgelöste Rezession, bei der der Bärenmarkt so kurz lief“, sagt Bente. Alle Bärenmärkte lagen deutlich über einem Jahr. „Wir liegen aktuell gerade bei einem Dreivierteljahr, wenn man Ende September als Tief annimmt“, sagt Bente.

Ebenfalls gegen ein finales Tief spricht, dass es in der Regel Zeit braucht, bis die Geldpolitik auch in der Realwirtschaft ankommt. „Dieser Transmissionsmechanismus von negativer und stark restriktiver Geldpolitik in die Breite der Realwirtschaft dauert lange, erst in diesem Jahr sind die Zinsstrukturkurven in den USA wirklich invertiert“, sagt Bente. „Da die richtig harten Zinserhöhungsschritte der Notenbank ein Phänomen der letzten Monate sind, ist es nicht verwunderlich, dass das noch nicht zu einer realwirtschaftlichen rezessiven Wirkung in breiten Konjunkturdaten wie zum Beispiel Arbeitsmarktdaten geführt hat.“

Die Vergangenheit zeigt auch hier wieder, dass ein nachhaltiges Brechen der Inflation in Hochinflationsphasen immer auch zu einer Rezession geführt hat. „Und wir befinden uns auf strukturellen Inflationsniveaus, die nur vergleichbar sind mit den Hochinflationsniveaus zum Beispiel in den 1970er/80er-Jahren“, so Bente. „Insofern wäre es nur theoretisch möglich, aber doch sehr unwahrscheinlich, dass es diesmal ohne Rezession gelingt.“ Auch sehr hohe Panik-Niveaus, die es für gewöhnlich in Rezessionen an den Aktienmärkten gab, blieben bislang aus.

Diese Gründe zusammen führen dazu, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Bärenmarkt-Rallye deutlich höher ist als die für eine nachhaltige Trendwende. Bärenmarkt-Rallyes können dabei zeitlich und preislich ausgedehnter sein, als oft vermutet wird. „Im April/Mai 2008 schaffte die Bärenmarkt-Rallye zweistellige Ergebnisse“, so Bente. „Und Ende 2008 stiegen die Kurse um 24 Prozent.“ Als viele schon dachten, das sei das Ende des Bärenmarktes, wurden die Kurse dann wieder auf neue Tiefs im ersten Quartal 2009 abverkauft.

„Dabei ist derzeit eine Jahresend-Rallye durchaus möglich“, so Bente. „Sie wird aber nicht das Ende des Bärenmarktes bringen.“ Sie hätte mit 2008 eine zeitlich wunderbare Analogie, auch wenn damals die Ausgangssituation eine andere war. Damals steckte die Welt in einer systemischen Finanzkrise, heute zumindest bis dato nicht. „Das steht sicherlich auf der Habenseite der Bullen“, so Bente. „Auf der Sollseite steht, dass damals die Notenbank bereits den Kurs lockerte.“ Selbst das reichte nicht, um den Bärenmarkt zu drehen. „Insofern kann die Bärenmarkt-Rallye sicherlich noch weitergehen, aber insbesondere dann, wenn es zu einer Rezession kommt, und davon ist aus genannten Gründen auszugehen, wäre es doch verwunderlich, wenn wir die finalen Tiefs schon gesehen hätten“, so Bente.

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen.

 

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Vates Invest GmbH, Bürgermeister-Mahr-Straße 18, 63179 Obertshausen, Tel: 06104 9872072, www.vates-invest.de

Vontobel hat Jean-Louis Nakamura zum neuen Leiter der Sustainable Equities Boutique und zum Nachfolger des in Ruhestand gehenden Hans Speich ernannt.

 

Jean-Louis Nakamura wird die Sustainable Equities Boutique von Vontobel leiten, die aus 35 Anlagespezialisten in Zürich, Mailand und Hongkong besteht und ein Vermögen von 15 Mrd. CHF verwaltet. Die Boutique bietet Lösungen für nachhaltige Emerging Markets- und Schweizer Aktien sowie für Impact Investing und thematische Anlagen an.

Jean-Louis Nakamura verfügt über 27 Jahren Erfahrung im öffentlichen und privaten Sektor. Er kommt von Lombard Odier, wo er vierzehn Jahre lang als Chief Investment Officer Asia Pacific und Chief Executive Officer des Unternehmens in Hongkong tätig war. Zuvor war er bei Lombard Odier Investment Managers als Head of Multi Assets und Deputy Global CIO in Genf tätig.

Nakamura begann seine Laufbahn im öffentlichen Sektor und war zwischen 1995 und 2003 als leitender Volkswirt im französischen Finanzministerium und als stellvertretender finanzpolitischer Berater für den Rat der Europäischen Union tätig. Von 2003 bis 2008 war er CEO und CIO der französischen Pensionskasse für den öffentlichen Dienst und des französischen Rentenreservefonds, wo er für die strategische und taktische Asset Allocation zuständig war. Jean-Louis Nakamura wird an Christel Rendu de Lint, Deputy Head of Investments bei Vontobel, berichten.

„Hans Speich trug entscheidend zur Entwicklung unserer Sustainable Equity Boutique bei und prägte unsere anlagenorientierte Kultur mit. Wir danken ihm herzlich für sein Engagement und seine Führung“, würdigt Christel Rendu de Lint Hans Speich, der in den Ruhestand geht. „Mit der Ernennung von Jean-Louis Nakamura verstärken wir unsere Kompetenzen in puncto nachhaltige Aktien. Ich freue mich bereits darauf, mit Jean-Louis zusammenzuarbeiten. Seine umfangreiche Erfahrung im Investmentbereich und der Führung von Anlageteams wird gerade jetzt, wo nachhaltige Anlagen ein neues, spannendes Kapitel aufschlagen und Anleger sich nach innovativen und transparenten Lösungen umsehen, einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Boutique leisten.“

Jean-Louis Nakamura selbst fügt hinzu: „Ich freue mich sehr darauf, bei Vontobel zu arbeiten, da das Unternehmen eine solide Anlagekultur und ein diszipliniertes Portfoliomanagement aufweist und Anlegern dadurch hilft, ihre langfristigen finanziellen Ziele zu erreichen.“

 

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Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Xtrackers-ETFs für Unternehmensanleihen wechseln zu Indizes, die den Vorgaben für Paris Aligned Benchmarks (PAB) entsprechen

 

Neue Indizes sind auf die Reduzierung von Emissionen im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens ausgerichtet

Ausschlussverfahren auf Grundlage der Emissionen von Anleihenemittenten soll Einhaltung der PAB-Anforderungen gewährleisten

Die DWS hat ihre Palette an Xtrackers-ETFs erweitert, bei denen die abgebildeten Indizes an die Ziele des Pariser Klimaabkommens angelehnt sind. Konkret werden bei sieben bereits existierenden Xtrackers-ETFs die Indizes gewechselt, die bislang den Markt für Unternehmensanleihen in Euro und US-Dollar mit verschiedenen Laufzeiten abgebildet und dabei einen Fokus auf Umwelt- und Sozialstandards sowie gute Unternehmensführung (Environment, Social, Governance; kurz ESG) hatten.

Künftig bilden diese ETFs Indizes ab, die den Vorgaben für Paris Aligned Benchmarks (kurz PAB) entsprechen. Der Fokus auf Umwelt- und Sozialstandards sowie gute Unternehmensführung bleibt dabei bestehen. Die neuen Indizes zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf eine Reduzierung von Emissionen abzielen. Konkret bilden die ETFs Bloomberg-MSCI Euro/USD-Corporate-SRI-PAB-Indizes ab, die eine 50-prozentige Reduzierung der Kohlenstoffemissionen im Vergleich zu einem entsprechenden traditionellen Marktindex anstreben sowie eine kontinuierliche Reduzierung der Kohlenstoffintensität von sieben Prozent pro Jahr. Der Referenzindex umfasst zusätzlich zu den gewöhnlichen monatlichen Neugewichtungen ein halbjährliches Ausschlussverfahren auf der Grundlage von Emissionen der Anleihenemittenten. Im Rahmen des halbjährlichen Verfahrens wird festgelegt, welche Emittenten aus dem Referenzindex ausgeschlossen werden sollten, um die Einhaltung der PAB-Verordnung zu gewährleisten.

„Die Erweiterung unserer Xtrackers-ETF-Palette um Unternehmensanleihen-Indizes, die sich am Pariser Klimaabkommen orientieren, ist ein wichtiger Schritt. Damit können Anleger über mehrere Anlageklassen hinweg ein Portfolio aufbauen, das konkrete klimaorientierte Ziele formuliert, die auch dokumentiert werden“, sagt Simon Klein, Gobal Head of Passive Sales der DWS.

 

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Unsicherheit und starke Schwankungen an den Märkten lassen mehr und mehr Vermögensverwalter auf Verbriefungen als Investmentvehikel umsteigen.

 

„So sind für viele professionelle und semiprofessionelle Kunden eine qualifizierte Betreuung und schnelle Reaktionen auf das Marktgeschehen möglich“, sagt Daniel Knoblach, Verwaltungsrat bei Fair Alpha. „Und das, ohne erst aufwendig einen Investmentfonds auflegen zu müssen.“

Verbriefungen oder speziell Actively Managed Certificates (AMCs) erlauben durch ihre klaren Strukturen eine sehr schnelle Auflegung. „So lassen sich Strategien außerordentlich schnell an den Markt bringen – und im laufenden Produkt lässt sich für eine Vielzahl von Kunden schnell und zu jeweils gleichen Konditionen handeln“, sagt Knoblach. „Sowohl die Geschwindigkeit als auch die Kosten sind für viele Vermögensverwalter im Marktumfeld eine echte Alternative.“

So managen viele Vermögensverwalter die Depots ihrer mittleren und großen Kunden sehr individuell. „Das sorgt auf der einen Seite für eine starke Übereinstimmung zwischen Investorenwunsch und -umsetzung“, so Knoblach. „Auf der anderen Seite dauert die Umstellung von Einzelmandaten oft länger und ist mit erhöhtem Aufwand verbunden.“ Für Teilbereiche von Depots oder bestimmte Strategien setzen Vermögensverwalter deshalb auf eigene Standards. „Manche wurden als Fonds aufgelegt, mehr und mehr werden jetzt aber auch AMCs genutzt“, sagt Knoblach.

Vermögensverwalter wie Kunden profitieren dabei von Skaleneffekten, was Effizienzgewinne und Kostenersparnisse ermöglicht. „Dazu kommt, dass die AMCs ein segregiertes Compartment nach Luxemburger Recht darstellen“, sagt Knoblach. „Dadurch besteht kein Emittentenrisiko – genau wie bei einem Investmentfonds, aber eben im Unterschied etwa zu einem bei einer Bank geführten Managed Account.“

AMCs bieten Zugang zu institutionellen Anlageprodukten, ermöglichen manche Vereinfachung in der Regulierung und können zudem steuerliche Vorteile haben. „Der Nutzen gerade für Vermögensverwalter besteht oft darin, dass die Produkte anders als manche alternativen Investments voll depotfähig sind, bei Fair Alpha eine deutsche oder schweizerische ISIN tragen können und zudem über Bloomberg und Börsenlisting bei Bedarf tägliche Preise ersichtlich sind.“

 

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FAIR ALPHA Services SA, 17, Rue de Flaxweiler, 6776 Grevenmacher, Luxemburg, Tel: +352 27 48 77 590, www.fair-alpha.org

ESG war noch vor einem Jahr ein beherrschendes Thema der Finanzbranche.

 

Angesichts der weltweiten Krisen von Ukrainekrieg bis Inflation ist es zwar in den Medien derzeit weniger präsent. Doch erneuerbare Energien sollen vom russischen Gas unabhängiger machen und stehen daher verstärkt in der Gunst der Investoren. „Die Branche arbeitet intensiv an der Umstellung, denn das Thema wird auch für Beraterinnen und Berater immer wichtiger“, sagt Andreas Pál, Senior Vice President und Head of Sales bei Moventum S.C.A. Deshalb hat Moventum die entsprechenden Services stark ausgebaut.

„Nachhaltigkeit wird von den Kunden immer mehr nachgefragt und ESG wird in der Anlagelösung immer wichtiger“, sagt Rolf Hagen Holm, Geschäftsführer der PortfolioDirekt GmbH. „Auch wenn die aktuellen Ereignisse manchen dazu verleiten, in Kriegsaktien zu investieren, ist das Thema ESG doch ein ganz Grundsätzliches, das die Branche verändert.“ Dabei sei es für Berater recht einfach, da die Plattformen die Arbeit leisten müssten. „Ich als Vermittler von Portfolios muss gar nicht so in die Tiefe gehen“, sagt Holm. „Da ist der Produktgeber gefragt, bei dem ja im Rahmen der Vermögensverwaltung auch die Dokumentationspflichten liegen.“

Für Beraterinnen und Berater wird die Informationsdichte bei Moventum daher deutlich erhöht: „In MoventumOffice steht das ESG-Fonds-Rating mit Morningstar Sustainability Ratings and Scores zur Verfügung“, sagt Pál. „Jedes Produkt kann direkt nach seinem ESG-Score und im Vergleich zu anderen Produkten betrachtet werden.“ Der Vorteil des Morningstar-Ansatzes: Ein Nachhaltigkeitsrating erhält jeder Fonds, bei dem mehr als die Hälfte der beinhalteten Anlagen durch „Sustainalytics“ bewertet werden und der in einer Morningstar-Kategorie mit mindestens zehn bewerteten Fonds liegt. Dadurch ist das Rating nicht nur auf Fonds mit explizitem Nachhaltigkeitsmandat beschränkt.

„Das Universum an nachhaltig investierbaren Zielfonds wächst ständig“, sagt Pál. „Da zunächst die Produkte selbst zertifiziert werden müssen, bevor sich die neue Einstufung in den Portfolios bemerkbar machen kann, sind Vermögensverwaltungen naturgemäß etwas später.“ Stand 31. Mai 2022 erfüllten 47 Prozent der verwendeten Zielfonds die Kriterien nach Artikel 8 oder 9. „Mittlerweile sind wir in vielen Portfolios bereits bei mehr als 51 Prozent“, sagt Pál.

Dabei sind auch weitere Kriterien wichtig. „Es ist ja nicht damit getan, dass man grüne oder ESG-konforme Produkte ins Portfolio legt“, sagt Pál. „Wir legen auch an unsere Geschäftstätigkeit selbst einen hohen Anspruch an und haben ethische Leitlinien für die Moventum Asset Management S.A. definiert.“ Zudem werden für die Portfolios zusätzliche Ausschlusskriterien wie Kinderarbeit oder Drogen definiert. „Insgesamt sind wir damit auf einem sehr hohen Niveau unterwegs“, sagt Pál.

Die ESG-Konformität wird von den Kundinnen und Kunden dabei durchaus geschätzt: „ESG ist wie im Bioladen einkaufen: Das ist zwar ein erhöhter Aufwand, aber auch eine Chance, weil das, wie im Bioladen, von den Kunden gern bezahlt wird“, sagt PortfolioDirekt-Geschäftsführer Holm. „Das kann sein, um das Gewissen zu beruhigen oder einfach um das Gefühl zu haben, etwas Gutes zu tun.“

„Da sich die regulatorische Landschaft rund um das Thema ESG ständig weiterentwickelt, bereiten wir für Beraterinnen und Berater die entsprechenden Anforderungen genau wie nützliche Umsetzungstipps praxisnah auf“, sagt Pál. „Das ist auch dringend notwendig“, sagt Tobias Fischer, Geschäftsführer der FISCHER Finanz- und Versicherungskonzepte GmbH. „Das Thema ist insgesamt noch nicht griffig genug, die Informationen noch zu diffus.“ Deshalb sei eine klare Klassifizierung dringend notwendig. „Allerdings hat auch die Politik, die das Thema vorantreibt, noch nicht alle ihre Hausaufgaben gemacht“, so Fischer. Bis dahin blieben auch die Kunden zurückhaltend.

 

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Breite Diversifikation senkt Risiken

 

Die EB-SIM, führender Vermögensverwalter für nachhaltige Investments im deutschsprachigen Raum, sieht bereits im kommenden Jahr wieder Anzeichen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung und damit das Anlegerumfeld bessern. Insbesondere Aktien sollten profitieren. Dennoch gilt es aufgrund anhaltender multipler Krisen, die Widerstandsfähigkeit des Portfolios gegen Risiken durch breite Diversifikation zu erhöhen. Das ist ein Schluss im aktuell veröffentlichten Kapitalmarktausblick 2023, der auch eine Vorschau bis 2032 enthält.

„Wir sind davon überzeugt, dass gerade Krisen die Katalysatoren für notwendige Veränderungen sind. Der Trend zu nachhaltigem Investieren wird durch die aktuelle Energiekrise noch verstärkt. Wir erwarten, dass sich auch in Europa das Wirtschaftsklima im vierten Quartal 2023 wieder bessern und die Talsohle damit durchschritten sein wird. Auch wenn die aktuell sichtbaren Risiken nicht gänzlich verschwinden, erwarten wir, dass die Aktienmärkte den Aufschwung bereits früher im Jahr vorwegnehmen. Insbesondere dividendenstarke Aktien sollten in dieser Marktphase ein interessantes Langfristinvestment darstellen“, fasst Dr. Oliver Pfeil, Geschäftsführer und Chief Investment Officer der EB-SIM, die Ergebnisse des aktuellen Kapitalmarktausblicks zusammen.

Alternative Anlagechancen ergäben sich derzeit vor allem aus dem enormen Investitionsbedarf für die Transformation zu einer CO2-neutralen Wirtschaft. „Die Notwendigkeit zur Transformation der Energieversorgung liefert deutliche finanzielle Gründe für den Erfolg nachhaltiger Unternehmen und wird den Trend für Anlagen in Erneuerbare Energien und nachhaltige Infrastruktur weiter verstärken“, sagt Pfeil. Der European Green Deal sei das weltweit detaillierteste Konzept zur klimaneutralen Ausrichtung eines gesamten Kontinents. Damit die Nettoemissionen von Treibhausgasen auf Null reduziert werden, sind allein bis 2027 mehr als 1,8 Billionen Euro an grünen Investitionen notwendig.

In den kommenden Monaten werden jedoch noch Krisenfaktoren die wirtschaftliche Entwicklung belasten. Dazu gehören anhaltende Lieferkettenprobleme, hohe Energie- und steigende Produktionskosten, eine hohe Inflationsrate, die Umstellung auf Friendshoring sowie die noch nicht völlig überwundene COVID-19-Pandemie und steigende Zinsen. „Aufgrund der geographischen Nähe zum Ukrainekonflikt, der Abhängigkeit von russischem Gas und der aus unserer Sicht nach verspäteten Inflationsbekämpfung durch die Europäische Zentralbank ist das Rezessionsrisiko in Europa besonders hoch“, warnt Pfeil. „Wir erwarten, dass die Wirtschaftsleistung hier im Gegensatz zu den USA im ersten Halbjahr 2023 sinkt.“

Um Risiken zu minimieren und Renditechancen zu steigern, empfiehlt die EB-SIM daher, vorübergehend europäische Investitionen zu Gunsten von global diversifizierten Anlagen umzusortieren. Beispielsweise seien die Wachstumschancen in den USA zunächst größer. Der Grund liege darin, dass die amerikanische Zentralbank früher und aggressiver begonnen habe, den Leitzins zu erhöhen und damit erfolgreich die Inflation zu bekämpfen. Inzwischen sei dort das Schlimmste wohl bereits vorbei. Für Europa und die Emerging Markets rät der nachhaltige Vermögensverwalter, vor allem auf lukrative kleinere und mittlere, statt auf große Unternehmen zu setzen. „Bei der Investition in Aktien ist in diesem Umfeld ein Augenmerk auf Qualität zu legen. Die Investition in Unternehmen mit langfristig ausgelegten Geschäftsmodellen, guter Bilanzstruktur, hohen Cashflows, starken Dividenden- und Eigenkapitalrenditen sowie einer zeitgemäßen Nachhaltigkeitsstrategie ist uns dabei besonders wichtig“, sagt Pfeil. Darüber hinaus sollten Anleger verstärkt alternative Anlagen, wie nachhaltige Infrastruktur, Erneuerbare Energien, Private Equity oder Private Debt in den Blick nehmen, um Inflationseffekte durch attraktive Renditen auszugleichen.

Zehn-Jahres-Prognosen der EB-SIM: Langfristig gute Renditechancen bei Aktien

Bis 2032 erwartet die EB-SIM bei Aktien aus der Eurozone eine positive Rendite von 7,8 Prozent pro Jahr. Bei US-Titeln nimmt sie hingegen einen Ertrag von jährlich 6,7 Prozent an. Schwächer fällt die Prognose für japanische Unternehmensanteile aus. Die Experten schätzen sie auf 5,1 Prozent, während sie für Aktien aus Emerging Markets eine Rendite von 9,7 Prozent pro Jahr erwarten.

Für globale Staatsanleihen rechnen die Fachleute der EB-SIM in der kommenden Dekade mit einem inflationsindexierten Plus von 3,3 Prozent pro Jahr. Ihre Renditeprognose für globale Unternehmensanleihen liegt bei jährlich 3,8 Prozent.*

Investitionen in Erneuerbare Energien erscheinen derzeit besonders aussichtsreich

Bei der EB-SIM stehen auch im kommenden Jahr vor allem Investitionen in nachhaltige Infrastruktur zur Produktion von Erneuerbaren Energien im Fokus. Zwar seien steigende Zinsen gerade für neue Projekte eine Herausforderung, da sie deren Wirtschaftlichkeit belasten. Jedoch hätten sich in Deutschland die Rahmenbedingungen für Investitionen in Erneuerbare Energien durch das kürzlich verabschiedete EEG 2023 deutlich verbessert. So sollen bis zum Jahr 2030 mindestens 80 Prozent des erzeugten Stroms aus Erneuerbaren Energien stammen. Hierfür wäre eine Verdopplung der Kapazität in Windkraft und sogar eine Vervierfachung der Kapazität von Solaranlagen nötig. Zum Erreichen dieser ambitionierten Ziele wurden Ausschreibungsmengen und Vergütungssätze erhöht und Verfahren vereinfacht, so dass sich das Umfeld für Investitionen im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert habe.

Eine weitere interessante Möglichkeit, die Kapitalanlage zu diversifizieren, ist laut Pfeil Private Debt. Im Wesentlichen handelt es sich hier um nicht börsennotierte Schuldverschreibungen, die zumeist im Vergleich zu ähnlichen börsennotierten Anleihen eine zusätzliche Risikoprämie aufweisen, um die Illiquidität der Anlageklasse auszugleichen. Im Fokus für 2023 stünden hier „Clean Energy Debt“, also Darlehen an Produzenten Erneuerbarer Energien, die meist zu klein sind, um ein Kreditrating zu erhalten und sich über den Kapitalmarkt finanzieren zu können. Der Vorteil für die Investoren ist hier die vergleichsweise hohe Sicherheit in einer ökonomisch schwierigen Phase. Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien seien von der Konjunktur unabhängiger. Hohe Energiekosten reduzieren zudem die Ausfallwahrscheinlichkeiten. Auch in der Vergütung für Investoren ist die Investition in „Clean Energy Debt“ attraktiv. Mit einer erwarteten Rendite im kommenden Jahr von knapp über fünf Prozent, liegt sie in der Größenordnung von Infrastructure Equity – bei deutlich geringerer Volatilität.

*Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der EB – Sustainable Investment Management GmbH wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann. Alle dargestellten Prognosen für zukünftige Wertentwicklungen beruhen auf Berechnungen von möglichen Entwicklungen unter Berücksichtigung von negativen und positiven Szenarien und sind keine Garantie für tatsächliche künftige Wertentwicklungen. Alternative Anlagen sind mit diversen Risiken behaftet, nicht unbedingt für jeden Anleger geeignet und für jedes Portfolio verfügbar. EB – Sustainable Investment Management GmbH; Stand: Oktober 2022

Den kompletten Kapitalmarktausblick der EB-SIM samt jährlicher Rendite- und Risikoerwartungen für die wichtigsten Anlageklassen bis 2032 können Sie ab dem 08.11.2022 hier herunterladen: www.eb-sim.de/aktuelles/publikationen

Über die EB – Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM)

Die EB – Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM) zählt zu den führenden Vermögensverwaltern für nachhaltige Investments. Das Unternehmen mit Sitz in Kassel ist eine Tochter der Evangelischen Bank (EB). Mehr als 30 Jahre war das wertebasierte Asset Management eines der Kerngeschäftsfelder der EB und wurde im Dezember 2018 als eigenständiges Geschäftsfeld in die EB-SIM ausgegründet. Die EB-SIM beschäftigt über 50 Mitarbeiter und verwaltet ein Vermögen von mehr als 5 Milliarden Euro. Sie bietet institutionellen und über den Wholesale-Vertrieb privaten Kunden ausschließlich nachhaltige Anlagen in Aktien-, Anleihen- und Multi-Asset-Strategien sowie Private Debt und Real Assets. Ihre Anlagestrategien richtet sie konsequent an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) und den Klimazielen der Europäischen Union aus.

Seit Juni 2021 ist die EB-SIM auch Mitglied der Bundesinitiative Impact Investing (BII). Sie möchte durch den Aufbau des Impact-Investing-Ökosystems in Deutschland Voraussetzungen schaffen, dass zusätzliches Kapital zur Bewältigung sozialer und ökologischer Herausforderungen eingesetzt wird.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

EB-Sustainable Investment Management GmbH, Ständeplatz 19, 34117 Kassel, Tel: +49 (0)561 450603-3799, www.eb-sim.de

Während Aktien- und Anleihemärkte im dritten Quartal 2022 Kursverluste auf breiter Front verzeichneten, zeigte sich bei liquiden alternativen Anlagestrategien ein gemischtes Bild.

 

Laut einem aktuellen Bericht der Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) konnten in diesem Jahr insbesondere Hedgefondsstrategien punkten, die systematisch Ineffizienzen des Makroumfelds nutzen. So hat der HFRI Macro: Systematic Diversified Index in den ersten neun Monaten um 19,5 % zugelegt, 3,6 % davon im dritten Quartal. Die Aufwertung des US-Dollars, Short-Positionierung bei Anleihen und Aktien sowie Volatilitätsprämien haben den Autoren zufolge maßgeblich zur positiven Performance beigetragen.

Potenzial für Equity Long/Short

Im Gegensatz dazu litten Aktienstrategien, die sowohl auf steigende als auch auf fallende Aktienkurse setzen können („Equity Long/Short“), unter dem negativen Umfeld für Aktien und büßten im vergangenen Quartal 2,3 % ein. „Das war erwartbar, wenn man berücksichtigt, wie diese Fondsmanager ihre Rendite erwirtschaften. Wir sehen aber ein positives Zeichen darin, dass die Strategien funktionieren und der Stress im Bankensektor begrenzt ist“, erläutert Kier Boley, CIO Alternative Investment Solutions bei UBP. Für die kommenden Monate sieht der Alternatives-Experte Potenzial zunächst für marktneutrale Long/Short-Strategien, im weiteren Verlauf aber auch für direktionale Aktien-Hedgefonds. Diese Strategien benötigten keine Aktienrally, um eine attraktive Rendite zu erzielen. Entscheidend sei, dass die Kursentwicklung der Einzelaktien eine hohe Spreizung aufweise. „Viele der Manager berichten, dass sie in ihrer Karriere noch nie einen so hohen Fundamentalwert wie aktuell in ihren Long-Büchern hatten“, so Boley. Das gelte insbesondere für Small- und Mid-Caps.

Rezessionsrisiko eröffnet Chancen für Credit-Strategien

Mit dem wachsenden Rezessionsrisiko 2022 und 2023 sowie der abnehmenden Liquidität an den Märkten böten sich vor dem Hintergrund steigender Risikoaufschläge und hoher Volatilität zunehmend Chancen für Stressed- und Distressed-Debt-Strategien. Auch von Makro- und Rohstoff-Strategien dürften Investoren weiterhin überdurchschnittlich profitieren. Allerdings mache die aktuelle Risk-Off-Positionierung die Kategorie anfällig gegen eine kurzfristige Erholungsrally, gibt der Experte von UBP zu bedenken.

Wo gibt es noch attraktive Risikoprämien?

Für 2023 wird über US-Staatsanleihen ein risikofreier Zins von 5 % erwartet. Damit stelle sich für viele Investoren die Frage, wo sie noch attraktive Risikoprämien erhalten. Insgesamt rechnet die UBP damit, dass mit der Rückkehr der „orthodoxen Geldpolitik“ auch die Überrenditen für alternativen Anlagestrategien wieder am langfristigen Trend anknüpfen und im Vergleich zu den 2010er Jahren steigen werden. Nachdem alternative Anleihestrategien in der vergangenen Dekade Überrenditen in erster Linie aus ihrem Long-Positionen generiert haben, dürften in den kommenden Jahren die Short-Positionen bei schwachen Emittenten zunehmend mehr zur Rendite beitragen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Union Bancaire Privée, UBP SA ,Bahnhofstrasse 1, CH-8027 Zurich, Tel: +41 58 819 62 00, www.ubp.com

Das Auf und Ab an den Märkten macht es dem Anleger nicht leicht.

 

Auch wenn das Börsenjahr 2022 weiterhin volatil und spannend bleiben dürfte, ist Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch, der leicht positiv gestimmt: „Als Anleger darf man mit Hoffen in die Zukunft blicken, denn die Reaktivierung des europäischen Zinses ist ein Segen – erstmals seit vielen Jahren gibt es wieder Opportunitäten und Zinssätze, die in Einzelfällen sogar für die Risiken kompensieren.“ Zwar stiegen mit jeder weiteren Zinserhöhung die Risiken für die Wirtschaft, aber laut Experten dürften Anleihen theoretisch wieder für ein positives Diversifikationspotenzial in einem Wertpapierdepot sorgen.

Der Monat Oktober brachte an den meisten Kapitalmärkten Erleichterung. Aktien und Anleihen stiegen im Wert trotz widersprüchlicher Weltwirtschaftsdaten, weiterer Zinsanhebungen, geopolitischer Enttäuschungen und eines teilweise dramatischen Starts in die Berichtssaison der Unternehmen – so verloren die großen US-Technologiewerte in nur einer Handelswoche fast1.000 Mrd. US-Dollar an Börsenwert.

Marktteilnehmer erhofften sich von der laufenden Berichtssaison richtungsweisende Erkenntnisse zum Umgang mit strukturellen Wertschöpfungs- und Lieferkettenbrüchen sowie mit der Inflation. „Mit Bangen wurden die Ausblicke der Unternehmen für die kommenden Monate angesichts des unverändert unsicheren und zunehmend rezessiven Umfeldes erwartet“, so Böckelmann. Gemessen an den Befürchtungen konnten die Unternehmen bislang die reduzierten Erwartungen mehrheitlich überfüllen, welches positiv mit durchschnittlich steigenden Kursen honoriert wurde.

Überall auf der Welt droht Rezession, dennoch bleiben mit Ausnahme Japans die größten Notenbanken auf ihrem Weg weiterer Zinsanhebungen. „Trotz unterschiedlicher Inflationsursachen und Komponenten der Inflation – vorläufige wie strukturelle – ist das Agieren der Notenbanken dennoch schlüssig und richtig“, sagt Böckelmann. Und weiter: „Im Endeffekt geht es um die Begrenzung der Inflationserwartungen bei den Wirtschaftssubjekten – private Konsumenten wie Unternehmen –, um langfristige Schäden zu vermeiden. Insofern ist es wichtig, jetzt schnell mit großen Schritten die Zinsen anzuheben, um sich einerseits wieder Respekt und Vertrauen zu verschaffen, andererseits wieder Munition im Köcher zu haben, falls die Rezession härter ausfällt als befürchtet.“ Eine Prognose wagt der Experte noch nicht, aber die messbaren Inflationserwartungen (in 5 Jahren für weitere 5 Jahre) seien erfreulich stabil und auch eine Wirtschaftsschwäche sorge dafür, dass sich das relative Wachstum der Inflation abschwäche – vereinzelt sinke die Inflation schon wieder.

Laut Böckelmann dominiere aktuell die Hoffnung, angesichts der Wirtschaftsschwäche würden die Notenbanken nicht zu lange zu heftig an der Zinsschraube drehen. Das erkläre auch die im Oktober gestiegenen Aktienkurse und gefallenen Marktrenditen. „Aber Vorsicht – jede Äußerung oder auch Nicht-Äußerung kann aus der Hoffnung wieder das große Bangen werden lassen,“ so der Fondsmanager.

Über Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH:

Die Vermögensmanagement Euroswitch verwaltet traditionelle und alternative Investmentstrategien. Sie bietet diese Strategien in Form von standardisierten und individuellen Managed-Accounts für das gesamte Kapitalmarktspektrum – von Absolute Return über nachhaltige Kapitalanlagen bis hin zur reinen Chancenorientierung. Darüber hinaus werden für das breite Publikum vier Dachfonds in abgestuften Varianten von sehr risikoarm bis hin zur reinen Aktienanlage geboten. Gegenwärtig verwaltet die Gesellschaft 150 Millionen Euro. Die Vermögensmanagement Euroswitch ist als „Finanzportfolioverwalter“ gemäß §15 WpIG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und beaufsichtigt.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH, Schwindstraße 10, 60325 Frankfurt am Main, Tel: 069 33997826, www.euroswitch.de

ETFs sollen CO2-armes Engagement in Japan sowie in Asia Pacific ex Japan bieten

 

Legal & General Investment Management (LGIM) hat zwei neue ETFs aufgelegt, die Anlegern ein CO2-armes Engagement in wichtigen Aktienmärkten bieten sollen – in Übereinstimmung mit dem Ziel des Pariser Abkommens, die globalen Treibhausgasemissionen zu reduzieren und den globalen Temperaturanstieg auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen: den L&G Asia Pacific ex Japan ESG Exclusions Paris Aligned UCITS ETF und den L&G Japan ESG Exclusions Paris Aligned UCITS ETF.

Die ETFs unterstützen die Ziele des Pariser Abkommens, indem sie methodisch sowohl die grundlegende Ausschlüsse nach den Paris Aligned Benchmarks (PAB) miteinbeziehen als auch erweiterte Ausschlüsse nach Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (ESG) sowie zusätzliche Verpflichtungen über beide Indizes hinweg berücksichtigen. Die Fonds profitieren auch von der aktiven und unabhängigen Zusammenarbeit von LGIMs Investment Stewardship Team mit vielen Portfoliounternehmen, um positive Veränderungen bei Themen wie Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Die zugrundeliegenden Indizes, der Foxberry Sustainability Consensus Pacific ex Japan Total Return Index und der Foxberry Sustainability Consensus Japan Total Return Index, setzen auf die Expertise eines Nachhaltigkeitskomitees, das Branchenentwicklungen verfolgt und die Anpassung der PABs sowie die Erfüllung der Verpflichtungen sicherstellt.

Aanand Venkatramanan, Head of ETFs, EMEA, bei LGIM: “Wir halten Umwelt-, soziale und Governance-Risiken in finanzieller Hinsicht für relevant und verstehen verantwortungsbewusstes Investieren als die Einbeziehung von ESG-Erwägungen in unsere Anlageentscheidungen. Mit der Auflegung dieser beiden neuen Paris-Aligned-ETFs setzen wir uns weiterhin dafür ein, Anlegern Zugang zu Strategien zu verschaffen, die ESG-Risiken berücksichtigen – ein Aspekt, der für unsere Kunden immer wichtiger wird. Wir freuen uns, diese außergewöhnliche Anlagemöglichkeit auf den Markt zu bringen. Darin führen wir unsere ETF-Expertise und unsere Führungsrolle in den Bereichen Klima und verantwortungsbewusstes Investieren zusammen.”

In Übereinstimmung mit den aktuellen PAB- und SFDR-Standards legen beide ETFs ihr nachhaltiges Anlageziel gemäß den Anforderungen von Artikel 9 offen. Die ETFs sind an der London Stock Exchange, der Deutschen Börse und der Schweizer SIX notiert.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Legal & General Deutschland, Service­ GmbH, Richmodstr. 6, 50667 Köln, Tel: 0221/92042­225, Fax: 0221/92042­301, www.legal­and­general.de

Stefano Amato startet bei M&G Investments als Senior Fund Manager im Multi Asset-Team. Er wird mit Steven Andrew, an den er berichten wird, den 1,1 Milliarden Euro schweren M&G (Lux) Income Allocation Fund verwalten.

 

Stefano Amato ist in London tätig. Er bringt 15 Jahre Erfahrung in der Vermögensverwaltung und an den Finanzmärkten in das Team ein. Am 31. Oktober kam er von Santander Asset Management zu M&G, wo er Leiter des Bereichs Multi Asset Solutions und leitender Portfoliomanager für globale institutionelle Flaggschiff- und Total Return-Mandate war.

Stefano Amato wird an Entscheidungen zur Vermögensallokation für den Fonds mitwirken und gleichzeitig mit dem breiteren Team zusammenarbeiten, um unter der Leitung von CIO Fabiana Fedeli Anlageideen für mehrere Mandate umzusetzen. Der im November 2013 aufgelegte Fonds ist in eine diversifizierte Palette von Anlageklassen in allen wichtigen Märkten investiert und wendet die bewährte Multi-Asset-Philosophie von M&G an, die einen stabilen Bewertungsrahmen mit einer taktischen Bewertung von Verhaltensfaktoren kombiniert. Darüber hinaus wird der Fonds unter Beteiligung von Maria Municchi, der stellvertretenden Fondsmanagerin, nach Möglichkeiten suchen, mehr Nachhaltigkeitsaspekte im Rahmen des Investitions- und Portfoliokonstruktionsprozesses zu integrieren.

Steven Andrew dazu: “Wir freuen uns, Stefano Amato in unserem Team begrüßen zu dürfen. Er bringt eine Fülle von Erfahrungen und Einblicken in die Anlagewelt mit, die in Analyse und Anlageentscheidung des gesamten Teams einfließen werden. Sein Ansatz, wie auch der des Multi Asset-Teams, verbindet eine konsequente Analyse von Asset Pricing und Wirtschaftsdaten mit einem tiefgehenden Verständnis der Auswirkungen, die die Emotionen der Investoren auf ihre Anlageentscheidungen haben.”

Stefano Amato kommentiert: “Dies ist ein außergewöhnliches Team mit einer langen Erfolgs- und Innovationsgeschichte. Es ist eine Ehre, jetzt ein Teil davon zu sein. Ich freue mich darauf, mit meiner Erfahrung und meinen Fähigkeiten zum weiteren Erfolg von M&G beizutragen.”

Fabiana Fedeli, Chief Investment Officer of Equities and Multi Asset, ergänzt: “Unser Multi Asset-Team hat eine besondere Anlagephilosophie, die sich über die Jahre bewährt hat und erfolgreich durch immer volatilere Märkte navigiert. Der Einstieg von Stefano Amato in das Team unterstreicht unser kontinuierliches Engagement, einen konsequenten und konsistenten Anlageprozess zu liefern, der den sich verändernden Anforderungen unserer Kunden gerecht wird.”

 

Verantwortlich für den Inhalt:

M&G International Investments Ltd., mainBuilding, Taunusanlage 19, ­60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 1338 6757, www.mandg.de/