Über die Marke von 2.000 US-Dollar ist der Goldpreis kürzlich gestiegen – wohl nicht nur, aber auch wegen der Verwerfungen im Bankensystem haben Anleger vermehrt sichere Häfen angesteuert.

Abseits des beginnenden Hypes um Gold versprechen aber auch andere Edelmetalle Chancen. Ein gutes Beispiel dafür ist Platin.

Aktuelle Markteinschätzung von Dr. Zschaber

Platin befindet sich nach Angaben des World Platinum Investment Councils an der Schwelle zu einem Angebotsdefizit. Überstieg im vergangenen Jahr das Angebot noch die Nachfrage, könnte 2023 ein Angebotsdefizit von über 550.000 Unzen Platin entstehen. Grund sei ein Anstieg der Nachfrage um 24 Prozent.

Platin: Mehr als ein Edelmetall

Vor allem die Automobilindustrie könnte wieder verstärkt Platin nachfragen, um es in Katalysatoren zu verbauen. Zu diesem Zweck wurde in den vergangenen Jahren zwar überwiegend Palladium eingesetzt. Aber: Da Palladium nun schon länger ein weitaus höheres Preisniveau aufweist als Platin, gab in der Vergangenheit immer wieder Überlegungen, Palladium durch Platin zu ersetzen. Neben der Automobilindustrie könnte auch die Glasindustrie für eine beständige Nachfrage sorgen. Und: Auf die wachsende Nachfrage nach Platin als Industriemetall, könnte schon bald auch eine erhöhte Investment-Nachfrage folgen.

Für den Platinpreis könnte daher schon bald eine vielversprechende Marktlage entstehen, die durchaus Fantasie in den Kurs des Edelmetalls bringt. Während das Angebotsdefizit von 556.000 Unzen am Markt noch keine dramatischen Preissteigerungen auslösen dürfte, könnte diese Zahl gepaart mit einer steigenden Investment-Nachfrage für eine durchaus sichtbare Kursreaktion sorgen.

Platin taktisch aussichtsreich

Blickt man auf den langfristigen Kursverlauf des Platinpreises, so befindet sich das Edelmetall seit rund zehn Jahren im Abwärtstrend. Im zweiten Quartal 2020 hat sich der Wert Edelmetalls jedoch im Zuge der Erholungs-Rally nach dem Corona-Crash nahezu verdoppelt. Die sich jetzt abzeichnende Abkehr der Autoindustrie von Palladium als Katalysator-Metall und die anziehende Investment-Nachfrage nach Edelmetallen könnten einen neuerlichen Aufwärts-Schub für Platin bedeuten. In diesem Fall wäre auch der langfristige Abwärtstrend Geschichte und deutlich höhere Notierungen denkbar.

Wie können Anleger nun handeln? Sowohl Gold, als auch Platin spielen in langfristig ausgerichteten Portfolios die Rolle als Portfoliobeimischung. Allzu große Wetten sollten Anleger hier nicht eingehen. Die Rolle von Platin als Industriemetall und die wachsende Nachfrage aus der Automobilindustrie eröffnen jedoch die Option, Platin auch aus taktischen Gründen zu kaufen. Am besten gelingt das mit einem ETC auf Platin, die von zahlreichen Emittenten angeboten werden. Das Angebot umfasst auch währungsbesicherte Varianten, die in Euro notieren. Eine Option, die interessierte Anleger durchaus in Betracht ziehen könnten. Denn: Wie bei allen Edelmetallen, die in US-Dollar notieren, sollten Anleger auch bei Platin-Investments das zusätzliche Währungsrisiko bedenken.

Günstige Gelegenheit

Als Edelmetall-Investment aus der zweiten Reihe könnte Platin aus den genannten Gründen attraktive Renditechancen bieten. Sollte die Automobilindustrie nachhaltig auf Platin statt auf Palladium setzen, könnte das Edelmetall mittel- bis langfristig wieder Notierungen aus vergangenen Jahren erreichen. Die Gelegenheit ist günstig, bei Edelmetallen einen Blick auf die zweite Reihe zu werfen.

ÜBER DEN AUTOR

Dr. Markus C. Zschaber ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der V.M.Z. Vermögensgesellschaft mbH in Köln. Der mehrfach von Fach- und Publikumsmedien ausgezeichnete Börsenfachmann zählt zu den erfahrensten und renommiertesten Finanzexperten in Deutschland. Herr Zschaber ist unter anderem regelmäßiger Kolumnist für die WirtschaftsWoche Online und steht dem Nachrichtensender n-tv seit nunmehr 24 Jahren regelmäßig als Börsenexperte Rede und Antwort, wenn es darum geht, die Aussichten an den globalen Kapitalmärkten einzuschätzen.

ÜBER das Unternehmen

Die V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH ist seit ihrer Gründung vor fast drei Jahrzehnten auf das Segment der aktiven Vermögensverwaltung sowohl für Privatanleger als auch institutionelle Kunden spezialisiert und bietet diese unabhängig, hochprofessionell und langfristig orientiert an. Seit dem Jahr 1998 besitzt das Haus die Lizenz nach § 32 KWG (Kreditwesengesetz) und seit 2021 nach der erweiterten EU-Richtlinie auch die Lizenz nach dem WpIG (Wertpapierinstitutsgesetz). Dies bedeutet: Die V.M.Z. unterliegt der Aufsicht und Kontrolle der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Als bankenunabhängiges Unternehmen und gemeinsam mit dem angeschlossenen Institut für Kapitalmarktanalyse ist das Haus sehr fundamental orientiert und hat umfangreiche hauseigene Research-Prozesse entwickelt, die für die eigenen Vermögensverwaltungskonzepte genutzt werden.

Verantwortlich für den Inhalt:

V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C. Zschaber mbH, Bayenthalgürtel 13, 50968 Köln, Tel: 0221 350260, www.zschaber.de

Mit Bonus- und Discountzertifikaten können Anleger auch in schwierigen Börsenzeiten Gewinne erwirtschaften.

Vor Verlusten sind Investoren aber auch nicht mit diesen Wertpapieren gefeit. Worauf interessierte Anleger achten sollten.

Aktuelle Markteinschätzung von Michael B. Bußhaus, Gründer und Geschäftsführer von justTRADE

„Wenn es runtergeht an der Börse, und du hast keine Aktien, dann hast du auch keine, wenn die Börse wieder steigt“, sagte einmal André Kostolany. Der 1999 verstorbene Börsenexperte war sein ganzes Leben an der Börse unterwegs – als Trader, als Langfristanleger, als Kolumnist und Buchautor. Wir wissen natürlich nicht, wie Kostolany die aktuelle Marktlage eingeschätzt hätte, doch wahrscheinlich nicht viel anders als zu seinen Zeiten: „Kaufe Aktien, nehme eine Schlaftablette und schau Dir die Papiere erst nach vielen Jahren wieder an. Dann wirst Du reich sein.“

Das mit der Schlaftablette ist natürlich nur symbolisch gemeint und auch nicht ganz unproblematisch. Denn die aktuelle Unsicherheit an den Märkten ist schon enorm. In den USA hat die Notenbank Fed den Leitzins immerhin schon auf bis zu fünf Prozent angehoben. Damit kommen wir so langsam, aber sicher in einen Bereich, der für den Aktienmarkt gefährlich werden kann, weil er eine Alternative zur Aktienrendite darstellt. In Deutschland und in den USA beläuft sich diese in den zurückliegenden Jahrzehnten im Schnitt auf fünf bis sieben Prozent im Jahr. Da die Inflation hier schon berücksichtigt ist (es ist die reale Rendite), hat der Aktienmarkt gegenüber den Zinsen also noch die Nase vorn, aber der Vorsprung wird kleiner. Und er wird noch kleiner, wenn man bedenkt, dass die Aktienrendite ordentlich schwankt. Es gibt Jahre, da müssen Anleger sogar ein dickes Minus verkraften. Wenn man das berücksichtigt, gewinnt das aktuelle Zinsniveau an Reiz, weil die Zinsen quasi garantiert sind.

An Aktien führt kein Weg vorbei

In der Praxis gibt es die Leitzinsen aber nicht für Ottonormalverbraucher. Auch das beste in Deutschland angebotene Festgeldkonto liefert derzeit nur rund dreieinhalb Prozent Zinsen. Abzüglich der Inflation von schätzungsweise durchschnittlich sechs Prozent in diesem Jahr, bleibt unter dem Strich ein dickes Minus an Kaufkraft. Am Aktienmarkt führt also trotz gestiegener Zinsen immer noch kein Weg vorbei. Was also tun?

Eine Möglichkeit, um einerseits am Aktienmarkt engagiert zu sein, um nicht dumm dazustehen, wenn es wieder aufwärts geht, wovor uns André Kostolany ja gewarnt hat, andererseits aber den unsicheren Aussichten Rechnung zu tragen, sind Bonus- und Discountzertifikate. Sie eignen sich, wenn der Anleger die Markterwartung hat, dass der zugrundeliegende Basiswert nicht mehr stark steigen wird, tendenziell eher seitwärts läuft oder sogar vielleicht leicht fällt. Während ein normaler Aktionär in einem solchen Szenario meist leer ausgeht oder gar Verluste hinnehmen muss, können Anleger mit Bonus- oder Discountzertifikaten noch Gewinne erzielen. Worauf man dabei achten muss, ist schnell erklärt.

Auf die Barriere kommt es an

Beim Bonuszertifikat kommt es vor allem auf die sogenannte Barriere an. Alle Bonuszertifikate sind mit einer jeweils spezifischen Barriere ausgestattet, die während der Laufzeit des Zertifikats vom Basiswert, etwa einer Aktie, nicht berührt oder gar unterschritten werden darf. Diese Konstruktion ermöglicht es dem Anleger einen positiven Ertrag einzufahren selbst dann, wenn der Basiswert fällt. Doch Vorsicht: Wird die Barriere während der Laufzeit vom Basiswert auch nur einmal touchiert, erlischt der Bonusmechanismus des Zertifikats. Aus dem Bonuszertifikat wird dann ein Papier, das sich genauso entwickelt wie der Basiswert – mit allen Möglichkeiten nach oben, aber eben auch nach unten. Wird die Barriere nicht berührt, erhält der Anleger am Ende der Laufzeit des Zertifikats einen Bonus ausgezahlt, den Bonuskurs. Er ist von vornherein festgelegt und wird auch dann gezahlt, wenn der Basiswert am Ende unter dem Bonuskurs notiert. Steigt der Basiswert gar über den Bonuskurs hinaus, steigt auch der Wert des Zertifikats. Einen zusätzlichen Bonus gibt es dann aber nicht mehr.

Bonuszertifikate eignen sich also für schwächere Phasen an der Börse – nicht aber, wenn es etwa zu größeren Verlusten kommt, etwa bei einem Aktiencrash. Allerdings hat der Anleger durch die Wahl der spezifischen Barriere hier einen gewissen Handlungsspielraum. Bei der Auswahl eines Bonuszertifikats mit ihren unterschiedlichen Barrieren kann er seine persönliche Markteinschätzung berücksichtigen. Je schlechter die aussieht, desto größer sollte beim Kaufzeitpunkt des Zertifikats der Abstand der Barriere zum jeweils aktuellen Kurs des Basiswerts sein.

Es gibt sogar Bonuszertifikate, die speziell für fallende Märkte konstruiert wurden, sogenannte Reverse-Bonuszertifikate. Hier steht quasi alles Kopf, die Barriere liegt nicht unterhalb des Kurses des Basiswerts, sondern drüber. Aber auch hier gilt, während der Laufzeit des Zertifikats darf die Barriere nicht berührt oder gar überschritten werden.

Einstieg mit Discount

Und Discountzertifikate? Im Grunde genommen funktionieren Discountzertifikate ähnlich wie Bonuszertifikate, doch erstens erhält der Anleger hier seinen Bonus schon bei Beginn des Kaufs des Zertifikats, den Discount, und zweitens weist das Discountzertifikat keine Barriere auf. Es ist also in gewisser Weise einfacher konstruiert als ein Bonuszertifikat. Als Käufer eines Discountzertifikats erwirbt man den Basiswert indirekt – und das mit einem Abschlag, mit einem Discount. Der Preis für das Discountzertifikat liegt also unter dem des Basiswerts. Der Abschlag dient als Risikopuffer: Je höher der Abschlag, umso geringer das Risiko. Im Gegenzug für das geringere Risiko sind die Gewinnchancen von Discountzertifikaten aber grundsätzlich begrenzt. Das Discountzertifikat besitzt einen „Cap“; das ist ein Höchstbetrag, der bei Fälligkeit maximal gezahlt wird. Steigt also der Basiswert bis zum Laufzeitende des Zertifikats über den Cap, profitieren Anleger nicht mehr von dieser Wertsteigerung. Sie erhalten dann nur den Cap-Preis ausbezahlt.

Solange der Kurs des Basiswerts höher ist als der Preis des Discountzertifikats beim Kauf, erzielen Anleger am Ende also einen Gewinn. Erst wenn der Discount aufgezehrt ist und der Basiswert unter den Zertifikate-Kaufpreis fällt, verlieren sie Geld – und das Zertifikat macht im gleichen Maß wie der Basiswert Verluste. Trotz des Risikopuffers ist daher also auch ein Totalverlust möglich. Denn das Zertifikat nimmt nach unten unbegrenzt an Kursverlusten des Basiswertes teil. Vereinfacht gesagt und ohne den jeweiligen Erwerbspreis oder die Erwerbskosten zu berücksichtigen: Das Discountzertifikat stellt Sie als Inhaber am Laufzeitende mit dem Aktieninhaber gleich, sofern die Aktie auf oder unter dem Cap notiert. Sie sind aber im Nachteil, wenn die Aktie über dem Cap notiert. Dafür haben Sie im Regelfall aber einen Erwerbspreis gezahlt, der unter dem aktuellen Kurs des Basiswertes notiert.

Mit Bonus- und Discountzertifikaten können Anleger also auch in schwierigen Marktphasen Gewinne erwirtschaften. Dabei ist natürlich immer auf die spezifischen Risiken zu achten. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass Zertifikate grundsätzlich einem Emittentenrisiko unterliegen. Wir wissen nicht, was André Kostolany zu Bonus- und Discountzertifikate gesagt hätte. Aber mir fällt in diesem Zusammenhang eine andere Aussage des Börsenexperten ein: „Die Börse ist launisch und unberechenbar.“ Genau dieser Sachverhalt spricht aktuell für Bonus- und Discountzertifikate.

Über den Autor

Michael B. Bußhaus ist Gründer und Geschäftsführer von justTRADE. Er war Geschäftsführer der onvista bank und verantwortete bis 01/2019 als Head of Brokerage das gesamte Wertpapiergeschäft der comdirect bank AG.

Verantwortlich für den Inhalt:

JT Technologies GmbH, Kaiserhofstr. 16, 60313 Frankfurt am Main, www.justtrade.com

Am Freitag, 31. März 2023 hat der Finanzen Verlag, eine Marke der Börsenmedien AG, Kulmbach, zum 30. Mal die GOLDENEN BULLEN für herausragende Leistungen in der Finanzwirtschaft verliehen.

Insgesamt wurden die beliebten Auszeichnungen, die Oscars der deutschen Finanzbranche, in 13 Kategorien vergeben.

Joachim Wenning, der Vorstandsvorsitzende der Munich Re, wurde als “Unternehmer des Jahres 2023” ausgezeichnet. Er wandelte die Problemtochter Ergo, Deutschlands zweitgrößten Erstversicherer, zum Gewinnbringer und machte aus der Munich Re eine wahre Geldquelle für Aktionäre.

Der neue “Fondsmanager des Jahres” heißt Dr. Thomas Schüßler. Er steuerte den “DWS Top Dividende”-Fonds seit Oktober 2005 souverän durch alle schwierigen Börsenphasen. Sein valueorientierter Anlagestil passe genau in die Zeit, lobte die Jury.

Die Produktpalette der “Fondsgesellschaft des Jahres” Allianz Global Investors ließ 2022 keine Wünsche offen. Neben den Megatrends der Zukunft liefert das Unternehmen auch konkrete Antworten auf die Frage “Wie navigiere ich mein Kapital durch 2023?” und schloss in der Gesamtbewertung aller Fonds am besten ab. CEO Tobias Pross nahm den Goldenen Bullen entgegen.

Die österreichische Fondsboutique ARTS Asset Management setzt erfolgreich auf Total-Return-Strategien. In einem turbulenten Marktumfeld konnten sich Gründer Leo Willert und sein Team den Titel “Fondsboutique des Jahres”sichern.

Die Auszeichnung “Fondsinnovation des Jahres” errang in diesem Jahr der boerse.de-Technologiefonds mit einer Kombination aus “Champions”-Aktien und einem “Darwin-Portfolio”. Dr. Thomas Dichtl und Thomas Müller von der boerse.de-Vermögensverwaltung nahmen die Auszeichnung entgegen.

Den begehrten “Goldenen Bullen” in der Kategorie “ETF-Haus des Jahres” gewann SPDR, die ETF-Sparte von State Street Global Advisors. Die börsengehandelten Indexfonds weisen nur einen minimalen Tracking Error auf. Markus Weis, SPDR-Deutschland-Chef, freute sich über die Auszeichnung.

Eindrucksvoll wiederholte HSBC Deutschland den Vorjahressieg. Das “Zertifikatehaus des Jahres” aus Düsseldorf punktete mit hoher Handelsqualität und vor allem exzellentem Service. Dazu gehört ein stetig wachsendes Ausbildungsangebot via Internet und soziale Medien. Matthias Hüppe, Leiter Public Distribution, nahm den Goldenen Bullen entgegen.

Ebenso zum zweiten Mal in Folge wurde die ARAG ausgezeichnet. Vorstandsmitglied Dr. Matthias Maslaton nahm den Preis für die “Versicherungsinnovation des Jahres” entgegen. Der ARAG Aktiv-Rechtsschutz mit Soforthilfeverzichtet nicht nur auf Wartezeit, sondern kann sogar rückwirkend abgeschlossen werden. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in der Branche.

Zahnbehandlung und Zahnvorsorge müssen nicht teuer sein. Mit den neuen Dental-Tarifen erleichtert die ERGO Kunden den Einstieg und verzichtet auf Gesundheitsfragen, Risikozuschläge und Wartezeiten. Vorständin Frauke Fiegl und der Produktexperte Florian Knauer nahmen den Goldenen Bullen gemeinsam für das “Vorsorgeprodukt des Jahres” entgegen.

Das VZ VermögensZentrum gewinnt in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge den “Goldenen Bullen” als “Vermögensverwaltung des Jahres”. Die Jury war erneut angetan vom Anlagevorschlag sowie der Präsentation vor dem Testkunden. Vorstand Michael Huber und Generalbevollmächtigter Christian Lange, Leiter der Kundenberatung, sicherten sich den Goldenen Bullen.

Daniel Zindstein von der Zindstein Vermögensverwaltung gewann bereits zum dritten Mal nach 2016 und 2017 den Meistertitel als “Vermögensverwalter des Jahres”. Der Triple-Sieger agierte im vergangenen Jahr sehr besonnen und antizipierte ein schwieriges Börsenjahr.

Sascha Abel ist “Finanzberater des Jahres”. Der Wertpapierberater der TOP Vermögensverwaltung aus Itzehoe holte unter 300 Teilnehmern die meisten Punkte beim Depot- und Wissenstest. Mit seinem Depot erreichte er das beste Verhältnis von Rendite zu Risiko.

Robo-Advisor versprechen, ohne hohe Kosten und ohne starke Schwankungen ein Vermögen aufzubauen. 2022 war das eine echte Herausforderung. Minveo hat sie am besten gemeistert. Die Münchner holten sich den Titel “Robo-Advisor des Jahres”. COO Johannes Schubert und CEO Matthias Gehrke freuten sich über den Goldenen Bullen.

Verantwortlich für den Inhalt: 

Finanzen Verlag GmbH, Bayerstraße 71-73, 80335 München, Tel: +49 (0) 89 2 72 64-108,  www.finanzenverlag.de

Marktkommentar von Deepshikha Singh, Deputy Head of La Française Sustainable Investment Research & Head of Stewardship, La Française AM

Die letzten Wochen wurden von mehreren Panikanfällen im Bankensektor überschattet, die zunächst in den USA auftraten und dann auf Europa übergriffen. Zunächst war es Silvergate, die am 8. März ihre freiwillige Liquidation ankündigte. Dies hatte einen Ansturm auf die SVB zur Folge, woraufhin die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) am 10. März alle Einlagen der Bank übernahm. Anschließend griff die Bankenpanik auf die Signature über, die am 12. März von den Aufsichtsbehörden stillgelegt wurde. Am vergangenen Wochenende (18./19. März) kam es zu weiteren Auswirkungen, als die Credit Suisse im Rahmen einer von der Regierung vermittelten Transaktion an die UBS veräußert wurde und die Aktie der First Republic Bank aufgrund der Parallelen zur SVB schwere Verluste erlitt.

Nach dem Zusammenbruch der SVB und dem Beginn der Überlegungen über das Warum und Wie nutzten viele ESG-Kritiker (Environmental, Social and Governance) die Gelegenheit, den Zusammenbruch der Bank auf ihre ESG-Ausrichtung und „Wokenomics“ zurückzuführen. Dem Board der SVB wurde vorgeworfen, er habe sich auf seine Diversitäts- und Inklusionspolitik (DEI) konzentriert und nicht auf das Risikomanagement.

Hat die SVB zu viel Energie und Aufmerksamkeit auf ESG und DEI verwendet?

Die ursprüngliche Idee von ESG ist es, Gewinn und Zweck zu verbinden. Was den Zweck betrifft, so spielte die SVB eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung des weltweiten Start-up-Ökosystems und betreute vor allem Start-ups und Pre-IPO-Unternehmen als Kunden. Die Bank ermöglichte jungen Unternehmen, von denen die meisten an Lösungen für dringend benötigte soziale und ökologische Probleme arbeiteten, ungehindert zu agieren.

Hinsichtlich der ESG-Strategie legte die SVB zwar einen Schwerpunkt auf DEI, dieser ging jedoch über Geschlecht oder Rasse hinaus und wurde bei Mitarbeitern und Kunden umgesetzt. Laut Corporate-Responsibility-Bericht verfolgte das Board der SVB einen mehrdimensionalen Ansatz zur Diversität und berücksichtigte eine Vielzahl von Fähigkeiten und Eigenschaften:

  • Branchenerfahrung, insbesondere im Banken- und Kundengeschäft
  • Funktionales, technisches oder sonstiges Fachwissen
  • Geschlecht, Alter oder ethnische Diversität
  • Andere wichtige Attribute, wie Veteranenstatus und geografische Vielfalt

Banken, Technologieunternehmen und insbesondere die Start-up-Szene, für die die SVB tätig war, sind bekanntermaßen nicht sehr diversifiziert und haben eine lange Geschichte von „Redlining“ und systemischer Diskriminierung. Laut dem Proxy-Filing von 2022 waren in der obersten Führungsebene der SVB 38 % Frauen (weltweit) und 38 % Nicht-Weiße (USA) vertreten. Im Board of Directors waren fünf von elf Mitgliedern Frauen (45 %). Allerdings waren zehn dieser elf Direktoren weiß und sieben waren 60 Jahre und älter. Außerdem waren elf von zwölf Board-Mitgliedern, darunter der CEO, der CFO und der COO, männlich und alle zwölf waren weiß. Zwar hat sich die Bank vorgenommen, die Diversität zu verbessern, aber zum damaligen Zeitpunkt war sie sicherlich nicht so divers.

Hätten strengere Regularien geholfen?

Die Situation der SVB ist zwar komplizierter, aber einer der wichtigsten Faktoren scheint die Lockerung verschiedener Regularien zu sein, die nach der globalen Finanzkrise eingeführt wurden, um die Banken vor einem Zusammenbruch zu bewahren. Die Regularien seit der Finanzkrise haben die Banken gezwungen, mehr Kapital als zuvor zu halten und den Verschuldungsgrad deutlich zu senken. Gleichzeitig wurden sie verpflichtet, große Mengen an „High Quality Liquid Assets“ zu halten, um die strengen Liquiditätsanforderungen zu erfüllen.

Diese regulatorischen Anforderungen richten sich jedoch eher an globale und systemrelevante Banken als an regionale Akteure. 2018 lockerte der US-Kongress die nach der Finanzkrise eingeführten Dodd-Frank-Vorschriften, die eine Bank wie die SVB zu häufigeren Stresstests verpflichtet hätten. Dies könnte dazu führen, dass die Regulierung der Banken verschärft werden muss. Einige Senatoren in den USA fordern bereits ein Gesetz zur Aufhebung der Finanzderegulierung aus der Trump-Ära. Ähnliche Forderungen werden auch in Großbritannien laut, wo die City of London ihre Bankenrichtlinien überarbeiten will. Der Gesetzgeber könnte auch die Mindestkapitalanforderungen auf kleinere, regionale Banken und Schattenbanken ausweiten und durch eine Reform der Vergütungsregelungen für Banker von riskantem Handeln abhalten.

Aber selbst wenn sie erfolgt wären, hätten diese Stresstests nur exotische oder extreme Risiken erfasst. Was in diesem Fall hätte helfen können, wäre eine bessere systematische Überwachung. Die Bank hatte eindeutige Mängel bei der Risikokontrolle und wies in ihren SEC-Berichten Verluste aus, die jedoch nicht realisiert wurden. Die Fed von San Francisco, die die Muttergesellschaft beaufsichtigte, und die kalifornischen Aufsichtsbehörden, die die Bank selbst beaufsichtigten, hätten letztes Jahr eine Kapitalerhöhung von der SVB einfordern können, als sie weniger anfällig war. Sie hätten auch eine Erhöhung der Zinssätze für Sparkonten verlangen können. Das hätte zwar die Erträge geschmälert, aber die Liquidität und das Vertrauen hätten erhalten werden können.

Hätten Portfoliomanager und ESG-Analysten dies vorhersehen können?

Die SVB wurde für ihr nachhaltiges Handeln gewürdigt und erhielt Auszeichnungen und Anerkennung für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz, Philanthropie und verantwortungsbewusstes Investment. Laut Morningstar-Daten waren von ca. 900 Fonds 3,3 % der Artikel 9-SFDR-Fonds und 2,6 % der Artikel 8-SFDR-Fonds in SVB investiert.

Als nachhaltige Investoren erwarten wir von den Unternehmen, in die wir investieren, in erster Linie, dass sie ihren wesentlichsten ESG-Risiken Priorität einräumen. Im Falle von Banken bezieht sich dies auf das Management des „G“ in ihrer Organisation durch ein effektives Risikomanagement und gute Governance-Praktiken. Dadurch könnten sie ihre Kernaufgabe der Bereitstellung von Finanzmitteln im jeweiligen Geschäftsumfeld erfüllen. Bei Ausbruch der Krise war La Française AM beispielsweise nicht in Crédit Suisse investiert, da die Bank eine schlechte Unternehmensführung und ein schlechtes Risikomanagement aufwies, was in unseren ESG-Bewertungen deutlich wurde. Die Bank berichtete nur begrenzt und selektiv über Klima-, Strategie- und allgemeine Governance-Themen. Die wiederholte Verwicklung in kleinere und grössere Kontroversen deutete auf ein schlechtes Risikomanagement und fragwürdiges Geschäftsgebaren hin (Geldwäscherei, Steuerbetrug und Bestechungsskandale). Der häufige Führungswechsel machte Veränderungen in der Unternehmensführung schwer durchsetzbar, was wiederum zu einer erheblichen Rufschädigung führte.

Wenn wir genau hinsehen, gab es einige Warnsignale bezüglich der Unternehmensführung der SVB, die Anleger und Aufsichtsbehörden gleichermaßen hätten alarmieren müssen. Die SVB hatte mehr als 30 Jahre lang dieselben Wirtschaftsprüfer, die es offensichtlich versäumten, während des Wandels eine neue Perspektive auf die Probleme einzunehmen. Die Zahl der Board-Mitglieder mit Erfahrung im Risikomanagement verringerte sich 2022 von elf auf acht. Außerdem ergriff das Management keine Maßnahmen, nachdem ein von der Blackrock-Beratungsfirma Anfang 2022 in Auftrag gegebener Bericht die Risikomanagement-Praktiken der SVB als unterdurchschnittlich bewertet hatte.

Die SVB hatte 2022 größtenteils keinen Chief Risk Officer. Sie hatte jedoch ein Risikomanagement-Team, ein Enterprise Risk Management Framework, einen Risikoausschuss unter dem Vorsitz des Board-Vorsitzenden, einen Kreditausschuss und einen Finanzausschuss. Laut Bloomberg trat der siebenköpfige Risikoausschuss 2022 18 Mal zusammen, mehr als doppelt so oft wie die sieben Sitzungen im Jahr 2021. Warum das Risikomanagementteam und die Board-Ausschüsse der Bank das wachsende Liquiditätsrisiko nicht vorhergesehen und abgesichert haben, lässt sich nicht sagen.

Seit der globalen Finanzkrise hat die SVB Berichten zufolge mehr als 2 Mio. US-Dollar für Lobbyarbeit auf Bundesebene zur Deregulierung des Bankensektors ausgegeben. 2015 sagte Greg Becker, Vorstandsvorsitzender der SVB, vor dem Kongress aus, dass die SVB „wie unsere mittelgroßen Konkurrenten keine systemischen Risiken birgt“ und daher nicht den damals geforderten strengeren Regularien, Stresstests und Kapitalanforderungen unterworfen werden sollte. Die SVB ist in den letzten Jahren exponentiell gewachsen und wurde 2022 mit einer Bilanzsumme von über 200 Mrd. US-Dollar zur 14. größten Bank in den USA. Die Lobbyarbeit für eine Deregulierung stand im Widerspruch zum Wachstum und den zunehmenden Risiken, denen die Bank ausgesetzt war.

Dennoch ist die Behauptung, dass die Krise aufgrund der Fokussierung der Bank auf DEI-Ziele entstanden ist oder dass jeder ESG-Analyst/Portfoliomanager sie hätte vorhersehen können, ziemlich weit hergeholt. Unserer Meinung nach hätte kein anderes Finanzinstitut einen solchen Bankenansturm, wie ihn die SVB erlebt hat, verkraften können. Der Kundenstamm war begrenzt, und das Risikomanagement der Bank war offensichtlich nicht auf das beispiellose Zinsrisiko vorbereitet. Regularien hätten helfen können, aber nur, wenn sie auf die breiteren Bereiche des Bankensystems angewandt und wirksam umgesetzt worden wären.

ESG ist keine Nische in der Vermögensverwaltung mehr, sondern ein integraler Bestandteil des Investierens. Die außerfinanzielle Analyse muss mit der traditionellen Finanzanalyse Hand in Hand gehen. Die SVB ist ein interessantes Fallbeispiel: Die Probleme in der Bilanz und die Entwicklung der Corporate-Governance-Praktiken waren schon lange vor dem Verlust des Marktvertrauens vorhanden. Sie hätten erkannt werden können, aber nur, wenn Analysten und Portfoliomanager sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Faktoren gemeinsam betrachtet hätten, ohne einem der beiden Faktoren Vorrang vor dem anderen einzuräumen. Als auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Investoren müssen wir sicherstellen, dass die quantitative Analyse beider Aspekte durch qualitative Bewertungen und die Zusammenarbeit mit den Unternehmen gestärkt wird, um die damit verbundenen Risiken besser und früher zu erkennen und einzudämmen.

Verantwortlich für den Inhalt:

La Française Systematic Asset Management GmbH, Neue Mainzer Straße 80, 60311 Frankfurt, Tel: +49 (0)40 300929 174 , www.la-francaise-systematic-am.com

Investieren in die Stabilität grundlegender Bedürfnisse

Der Fondsinitiator Habona Invest GmbH hat den Aktienfonds Habona Basic Needs aufgelegt. Als Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft fungiert die HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH. Die Fondsstrategie ist verblüffend einfach: der Fokus liegt auf Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen grundlegende Bedürfnisse von Menschen erfüllen.

Genau wie die erfolgreichen Immobilienfonds von Habona, legt auch der Habona Basic Needs den Investitionsschwerpunkt auf die krisenresistente Grundversorgung der Menschheit. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Investoren auch in herausfordernden Zeiten von einer überdurchschnittlichen Stabilität profitieren.

Der aktiv gemanagte UCITS-Fonds umfasst circa 50 gleichgewichtete Titel, die fortlaufend mittels eines quantitativen Managementansatzes aus einem sorgfältig zusammengestellten Aktienuniversum gefiltert werden. Es stehen dabei Unternehmen aus Europa, Amerika, Japan oder Ozeanien zur Auswahl, die eine oder mehrere der von Habona definierten, alltäglichen Bedürfnissphären abdecken: Grundversorgung, Gesundheit, Wohnen und Mobilität, Freizeit und Erholung, Wasser und Energie sowie Sicherheit. Als sogenannter Artikel 8 Fonds legt das Fondsmanagement zudem strenge Nachhaltigkeitskriterien und unabhängige ESG-Ratings bei der Titelauswahl zugrunde.

„Gerade in der heutigen Zeit, in der sich die Menschen mit multiplen Krisen konfrontiert sehen, gewinnt die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse zunehmend an Bedeutung“, sagt Guido Küther, Geschäftsführender Gesellschafter von Habona Invest. „Wir sehen in dem Investitionsansatz großes Zukunftspotenzial und sind froh, unseren Vertriebspartnern und Investoren mit dem Habona Basic Needs eine weitere Produktgattung aus dem Hause Habona anbieten zu können.“

„Mit dem Habona Basic Needs haben wir nach fünf Real-Assets-Fonds nun auch den ersten Fonds aus dem Bereich Financial Assets mit Habona Invest im Vertrieb“, berichtet Dr. Jörg W. Stotz, Sprecher der Geschäftsführung der HANSAINVEST. „Das entgegengebrachte Vertrauen, einen weiteren Fonds mit unserem langjährigen Fondspartner umsetzen zu dürfen – und dazu noch einen mit einem so neuen wie außergewöhnlichen Fondskonzept – macht uns sehr stolz“, so Stotz weiter. „Wir freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit unserem Fondspartner.“

Habona Invest setzt für das Fondsmanagement auf die Dienste der Conquest Advisory AG.

Habona Basic Needs ist für private und institutionelle Anleger investierbar. Alle weiteren Informationen zum neuen Fonds erhalten Sie unter www.habona-basic-needs.com.

Über Habona Invest

Die Habona Invest Gruppe ist ein auf Nah- und Grundversorgungsinvestments spezialisierter Fondsinitiator und Asset Manager mit Sitz in Frankfurt am Main. Das 2009 gegründete Unternehmen hat bisher acht geschlossene Publikums-AIF in den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel und Kindertagesstätten, den offenen Publikums-Immobilienfonds Habona Nahversorgungsfonds Deutschland sowie drei offene Immobilienspezialfonds aufgelegt und über 850 Millionen Euro Eigenkapital platziert. Nach erfolgreicher Auflösung der ersten fünf Privatanleger-Fonds managt Habona aktuell ein Vermögen von ca. 950 Millionen Euro.

Verantwortlich für den Inhalt:

Habona Invest GmbH, Gartenstrasse 33a, D­60596 Frankfurt Tel.: +49 (0) 69 / 20 01 84 92, Fax: +49 (0) 61 29 / 88 02 www.habona.de

Der Markt für European Long-Term Investment Funds (ELTIF) ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen.

Knapp vier Mrd. Euro flossen in die Produkte. Auf Basis einer repräsentativen Umfrage unter Asset Managern beziffert Scope das Marktvolumen per Ende 2022 auf rund 11,3 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus gegenüber 2021 von etwas mehr als 50 Prozent.

Insgesamt 77 ELTIFs standen Anlegern am Jahresende zur Verfügung – 23 Produkte mehr als 2021. Unter den Anbietern sind sieben Gesellschaften, die 2022 ihren ersten ELTIF aufgelegt haben. Zu den aktivsten Asset Managern, die ihre Produkte auch Privatanlegern anbieten, gehören Amundi, Azimut, BlackRock, Commerz Real, Generali Investments, Eurazeo (die 2018 ID Invest akquiriert hat), Muzinich, Neuberger Berman und Partners Group. Die meisten ELTIFs (44) sind bei der Luxemburger Aufsichtsbehörde registriert.

Wie schon im Vorjahr ist das platzierte Volumen relativ gleichmäßig auf die Assetklassen Private Equity, Infrastruktur und Private Debt verteilt. Bei der Anzahl der Produkte dominieren Private Equity und Private Debt. ELTIFs auf Infrastruktur wurden größtenteils für institutionelle Kunden aufgelegt und sind entsprechend großvolumig.

Produkte, die auch an Privatanleger vertrieben werden dürfen, haben an Bedeutung gewonnen: Mit einem platzierten Kapital von 2,5 Mrd. Euro im vergangenen Jahr ist ihr Anteil am Gesamtmarktvolumen von 54% auf 60% gestiegen. In rein institutionelle Produkte flossen 1,5 Mrd. Euro. Sie machen damit 40% aus, nachdem ihr Gewicht 2021 noch bei 46% lag.

Der größte Markt nach platziertem Volumen ist Frankreich. Er hat sich im vergangenen Jahr auf rund 3,8 Mrd. Euro verdoppelt. Er ist zum einen von Produkten geprägt, die ausschließlich für institutionelle Kunden vorgesehen sind. Zum anderen hat der Vertrieb von ELTIFs an Privatkunden in Form von fondsgebundenen Lebensversicherungen an Fahrt aufgenommen.

Allein bezogen auf das Retailgeschäft bleibt Italien der größte Markt. Rund 95% des Gesamtvolumens von 2,6 Mrd. Euro stecken in Produkten, die vornehmlich an Privatkunden vertrieben werden. Auf den Vertrieb von ELTIFs in Italien wirken sich Steuererleichterungen weiterhin positiv aus.

Der deutsche Markt hat sich 2022 vergleichsweise wenig sichtbar weiterentwickelt. Der klimaVest wird weiterhin erfolgreich vertrieben. Auch Private-Banking-Einheiten von Großbanken platzieren ELTIFs bei ihren Kunden. Viele neue Vertriebsnetzwerke oder Privatbanken wurden aber nicht erschlossen. Der Ausblick ist allerdings weit positiver: Viele Produkte werden gerade lanciert oder sind in Planung und mehr Stiftungen, Family Offices und auch erste Maklerpools interessieren sich für ELTIFs.

Auch die Verabschiedung der ELTIF-Gesetzesnovelle sorgt für Schwung. Marktteilnehmer erwarten infolge der signifikanten Erleichterungen für Asset Manager und Distributoren viele neue Produkte. Ebenso ist auf der Abwicklungsseite Besserung in Sicht: Drittanbieter machen mit ihren digitalen Plattformen die bislang weitgehend manuellen Prozesse von Kunden-Onboarding und Verbuchungen skalierbar.

Die Erfahrungen in Italien und Frankreich zeigen, dass steuerliche Anreize für Privatkunden für Investitionen in ELTIFs sehr förderlich sind. Es wäre daher sinnvoll, wenn weitere Nationen wie Deutschland steuerliche Anreize für ELTIFs einführen würden, um so signifikante Investitionen aus Privatvermögen in den Transformationsprozess der europäischen Wirtschaft in Richtung CO2-Neutralität zu initiieren.

Die komplette Studie können Sie HIER herunterladen. https://www.scopegroup.com/dam/jcr:baeee512-f329-4d40-b266-53f1d3736e90/Scope%20ELTIF-Studie%202023.pdf

Verantwortlich für den Inhalt:

Scope Analysis GmbH, Lennéstraße 5, D-10785 Berlin, Tel: +49 30 27891-0, Fax: +49 30 27891-100, www.scopeanalysis.com

Kommentar von Paul O’Connor, Head of Multi-Asset, Janus Henderson Investors

Diese FOMC-Sitzung fand in einem Umfeld größter Zinsunsicherheit der Investoren seit der Finanzkrise statt. Seit der letzten Fed-Sitzung Anfang Februar stiegen in dem Monat die Marktbewertungen für die Dezember US-Zinssätze um 1 %, bevor sie im März angesichts der Probleme im Bankensektor um fast 2 % einbrachen. Wenngleich in den letzten Tagen eine gewisse Ruhe an den Finanzmärkten eingekehrt zu sein scheint, zeigen die Optionskurse, dass die Anleger vor dieser Sitzung so wenig Vertrauen in die Bewertung der 2- und 10-jährigen Anleiherenditen hatten wie seit den turbulenten Tagen des Jahres 2009 nicht mehr.

Manche Fed-Sitzungen sind reine Routine, bei denen die möglichen Ergebnisse recht begrenzt sind – die aktuelle Sitzung zählte nicht dazu. Für einer aktuelle Zinserhöhung sprachen auch die seit der letzten FOMC-Sitzung gestiegenen Konsensschätzungen für das US-Wachstum und die Inflation. Da die nächste Fed-Sitzung erst im Mai stattfindet, befürchteten die Falken, dass eine dreimonatige Pause im Straffungszyklus, während der Arbeitsmarkt noch angespannt ist, große Fragen zur Glaubwürdigkeit der Zentralbank bei der Inflationsbekämpfung aufwerfen würde. Dennoch sprachen die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken im Zusammenhang mit dem angespannten Bankensektor für ein vorsichtigeres Vorgehen. Während die meisten Analysen darauf hindeuteten, dass der Druck auf das Bankensystem zu einer Verschärfung der Kreditkonditionen führen würde, die einer oder zwei Fed-Funds -Anhebungen um 25 Basispunkte entspräche, kamen einige zu dem Schluss, dass die Zentralbank hier eine Pause einlegen und der Finanzstabilität Vorrang einräumen sollte, bis die Spannungen in diesem Sektor deutlich nachgelassen hätten.

Präsident Powell räumte ein, dass die jüngsten Entwicklungen im Bankensektor das Risikoverhältnis für die US-Wirtschaft erheblich verändert hätten, und merkte an, dass die Fed auf der heutigen Sitzung eine Pause in Betracht gezogen habe. Der Ausschuss beschloss jedoch eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte, womit das obere Ende des Zielbereichs für den Leitzins auf 5 % angehoben wurde. Die wichtigste Neuerung in der begleitenden Erklärung war die Entscheidung, die seit einem Jahr bestehende Ankündigung einer „kontinuierlichen Anhebung“ des Leitzinses zu streichen und durch die Aussage zu ersetzen, dass „in Zukunft eine gewisse zusätzliche Straffung der Geldpolitik angemessen sein könnte“.

Während der Präsident betonte, dass der Ausschuss nicht davon ausgeht, die Zinssätze in diesem Jahr zu senken, preisen die Finanzmärkte einen eher gemäßigten Ausblick ein. Die Zinserwartungen für Ende 2023 und für das nächste Jahr gingen im Anschluss an die Erklärung der Fed um 15 bis 30 Basispunkte zurück. Die Märkte rechnen nun damit, dass der Zinserhöhungszyklus in den USA mehr oder weniger abgeschlossen ist, wobei eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte im Mai als 50:50-Wahrscheinlichkeit angesehen wird und für die zweite Jahreshälfte drei Zinssenkungen eingepreist sind.

Die Herausforderungen für die Fed sind nach wie vor gewaltig. Da sich die Arbeitslosenquote einem 50-Jahres-Tief nähert und die Inflation nur langsam sinkt, sind viele Wirtschaftsexperten der Ansicht, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sind. Wie jedoch die jüngsten Turbulenzen an den Anleihemärkten zeigen, war die Unsicherheit über die Konjunkturaussichten selten größer als heute. Die Meinungen über die künftigen Auswirkungen der geldpolitischen Straffung des vergangenen Jahres – des aggressivsten Zinserhöhungszyklus seit vier Jahrzehnten – gehen weit auseinander. Die unvorhersehbaren potenziellen Folgen der Entwicklungen im Bankensystem tragen nur zur weiteren Verunsicherung bei. Wenn sich das Wachstum verlangsamt und späte Zyklusfragilitäten unweigerlich auftreten, kann die Fed vernünftigerweise davon ausgehen, dass strengere Kreditvergabebedingungen im Bankensektor und auf den Kreditmärkten den wachstumshemmenden Einfluss höherer Zinssätze verstärken werden. Anzeichen von Spannungen im Finanzsektor sind ein Wendepunkt in der Geldpolitik und ein klares Zeichen dafür, dass der hektische Zinserhöhungszyklus in den USA mehr oder weniger vorbei ist.

Verantwortlich für den Inhalt:

Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Kommentar von John Jordan, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors

  • Die Schweizer Behörden haben auf den Zusammenbruch der Credit Suisse mit entschlossenen Maßnahmen reagiert, um das Ansteckungsrisiko für den gesamten Bankensektor zu begrenzen.
  • Die US-Regulierungsbehörden haben frühzeitig gehandelt, indem sie alle Einlagen insolventer Banken versichert und die Finanzierung des Bankensystems ausgeweitet haben. Dadurch ist es offenbar gelungen, die Einlagenabflüsse auf ein beherrschbares Maß zu begrenzen.
  • Verwerfungen bei kleineren Banken mit begrenztem Kundenstamm dürften die Einleger zu robusteren und besser kapitalisierten Banken treiben.

Der Bankensektor ist durch zahlreiche aufsehenerregende Entwicklungen in den Fokus der Anleger gerückt. Wie im Fall der Silicon Valley Bank (SVB) Anfang des Monats war auch der kürzliche Zusammenbruch der europäischen Traditionsbank Credit Suisse weitgehend auf idiosynkratische Faktoren zurückzuführen. In beiden Fällen haben die Aufsichtsbehörden schnell und entschlossen gehandelt, um die Ansteckungsgefahr für den gesamten Bankensektor zu begrenzen und das Vertrauen der Einleger zu stärken. Wir sind dabei nach weiteren potenziellen Schwachstellen zu suchen, sind aber nach wie vor der Ansicht, dass die Banken insgesamt gut kapitalisiert sind. Dies ist zum Teil auf die wesentlich strengeren Regulierungsanforderungen im Vergleich zur Zeit vor der globalen Finanzkrise zurückzuführen.

Schweizer Zwangsehe

Unsere erste Bewertung der staatlich verordneten Übernahme der Credit Suisse (CS) durch den Konkurrenten UBS: Diese Lösung ist aus systemischer Sicht und hinsichtlich möglicher Ansteckungsgefahren zu begrüßen, auch wenn eine gewisse Unsicherheit bleibt. Aufgrund der starken Unterstützung der Schweizer Regierung und Zentralbank sind wir relativ zuversichtlich. Erwähnenswert ist, dass die Additional-Tier-1-Wertpapiere (AT1) der Credit Suisse (rund 17 Mrd. US-Dollar im Umlauf) vollständig abgeschrieben wurden. Dies dürfte zumindest Auswirkungen auf den breiteren AT1-Markt und möglicherweise auch auf andere Bereiche des europäischen Anleiheuniversums haben.

Wir gehen davon aus, dass sich die potenziellen Tail-Risiken für andere Banken, die ein direktes Exposure zur CS haben, verringert haben. Darüber hinaus dürfte teilweise der Marktanteil in den Bereichen Investmentbanking, Wealth Management und Asset Management, den die CS zuvor hielt, auf andere europäische und US-amerikanische Anbieter umverteilt werden.

Regionalbanken in den USA: Noch nicht ganz über den Berg

In unserem letzten Bericht über die SVB haben wir darauf hingewiesen, dass sich das Risiko von Einlagenabflüssen wahrscheinlich auf regionale Banken mit einer begrenzten Kundenbasis konzentrieren wird. In den vergangenen zwei Wochen haben wir die Nettoabflüsse im gesamten Bankensektor gemessen. Die meisten Daten deuten darauf hin, dass die Abflüsse bei Bankkunden aus dem Technologie- und Wagniskapitalbereich wesentlich höher waren als bei Einlagen von Geschäftskunden im Allgemeinen. Selbst bei Banken, die erhebliche Abflüsse von Tech-/Venture-Konten verzeichneten, scheinen sich diese in den letzten Tagen deutlich verlangsamt zu haben. In einigen Fällen gibt es Anzeichen für eine Rückkehr zu einem normaleren Niveau.

Die Starken werden stärker

Das schnelle Handeln der Behörden sowohl in den USA als auch in der Schweiz scheint das Vertrauen gestärkt zu haben, die Risiken bleiben jedoch bestehen. Die Profitabilität von US-Regionalbanken ist sehr unterschiedlich, da einige besser kapitalisiert sind, über stabilere Finanzierungsquellen verfügen und einem solchen Umfeld besser gewachsen sind. Diejenigen, deren Kundenstamm sich auf Branchen konzentriert, in denen sich die Konjunktur deutlich abschwächt (z. B. Technologie und Venture Capital), könnten mit erheblichem Gegenwind konfrontiert werden.

Wir glauben, dass die aktuellen Turbulenzen im Bankensektor und die unvermeidlichen Reaktionen der Regulierungsbehörden zu einer stärkeren Differenzierung zwischen Gewinnern und Verlierern führen werden. Wir erwarten eine Konsolidierung der Marktanteile zugunsten der stärkeren Akteure. Diese Banken sind unserer Ansicht nach besser kapitalisiert, verfügen über einen diversifizierteren Kundenstamm, starke Produkt- und Dienstleistungsangebote und ein besseres Risikomanagement. Die Identifizierung der Banken, die diese Kriterien erfüllen, erfordert eine umfangreiche Due-Diligence-Prüfung. Aus diesem Grund glauben wir, dass es für die Generierung von Alpha und die Minimierung von Drawdowns entscheidend sein wird, die Gewinner herauszufiltern und Banken mit risikoreicheren Kundenbeständen und potenziell anfälligen Kapital- oder Liquiditätsstrukturen zu meiden. Und dies in einer Zeit, die wahrscheinlich von einer stärkeren regulatorischen Kontrolle und folglich steigenden Compliance-Kosten geprägt sein wird.

Verantwortlich für den Inhalt:

Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Die Lage an den Märkten ist noch immer angespannt.

Der Zinsentscheid der Fed war notwendig, bleibt aber in seiner Wirkung begrenzt. „Investoren haben deshalb in den vergangenen Tagen innerhalb der sicheren Häfen noch einmal zusätzliche Sicherheit gesucht“, sagt Mathias Beil, Leiter Private Banking der Hamburger Sutor Bank. „Nur echte Bonitäten konnten hier profitieren, die Zinsunterschiede wachsen.“

Die US-Notenbank hatte kaum eine andere Wahl, als die angekündigte Zinserhöhung auch tatsächlich durchzuführen. „Ein Abwarten hätte den Spekulationen um weitere Schieflagen bei US-Banken nur neue Nahrung gegeben“, sagt Beil. Dass diese Entscheidung nicht allen gefiel, zeigte sich auch in den Unterschieden in der Interpretation zwischen Fed und US-Finanzministerium. Zwar waren diese nur minimal, aber dass sie überhaupt sichtbar wurden, nahmen die Märkte doch als Zeichen der Unsicherheit wahr.

Wichtig war aber beiden, dass ein erneuter Bank-Run unbedingt verhindert werden muss. Die Märkte sind längst nicht so stabil wie alle das erhofft haben. „In dieser Situation zeigt sich, dass die Investoren ganz extrem auf Sicherheit gehen“, so Beil. „Die zehnjährigen Bundesanleihen waren gesucht, die Kurse stiegen deutlich.“ Ganz anders die Anleihen der südeuropäischen Staaten. Der Renditeunterschied weitete sich immer mehr aus. Ähnlich sah es beim Vergleich von anderen Anleihen aus dem staatlichen Sektor gegen Corporate Bonds aus.

Die Ausweitung der Spreads zwischen all diesen Bereichen lässt nichts Gutes für die nächsten Wochen erwarten. Die EZB muss noch nachlegen bei den Zinsschritten, während in den USA der Scheitelpunkt schon bald erreicht sein wird. „Daraus könnte sich ein stärkerer Euro ergeben, sowohl gegenüber dem US-Dollar wie auch gegenüber anderen Währungen, allen voran dem Schweizer Franken“, sagt Beil. „Der Franken hat im Zuge der Credit Suisse-Schieflage deutlich von seiner Aura als Krisenwährung eingebüßt.”

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, bietet klassisches Private Banking, betreibt eine Banking-Plattform für digitale Partner und kooperiert mit unabhängigen Finanzdienstleistern

Verantwortlich für den Inhalt:

Sutor Bank GmbH, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Von Océane Balbinot-Viale, Senior ESG Analyst, La Française AM

Vergangene Woche wurde der letzte Teil des Sechsten Sachstandsberichts (AR6) des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) veröffentlicht – ein achtjähriges Unterfangen der größten Wissenschaftsinstanz zum Klimawandel. Auf fast 10.000 Seiten beschreibt der AR6 die verheerenden Auswirkungen des weltweiten Anstiegs der Treibhausgasemissionen – sowohl die bereits erkennbaren als auch die wahrscheinlichen. Er kommt zu dem Schluss, dass die globale Erwärmung in naher bis mittlerer Zukunft wahrscheinlich 1,5°C erreichen wird. Als Hoffnungsschimmer unterstreicht der AR6 jedoch die erforderlichen Möglichkeiten, um die wachsenden Risiken abzuwenden, denen wir voraussichtlich ausgesetzt sein werden – trotz eines immer enger werdenden Zeitfensters.

Die am wenigsten verursachen, sind am stärksten betroffen

Aufgrund der zunehmenden Wirtschaftsaktivitäten und Treibhausgasemissionen lag die globale Oberflächentemperatur 2020 um fast 1,1 °C über dem vorindustriellen Niveau von 1900. Dies führte zu einer in der jüngeren Menschheitsgeschichte beispiellosen Veränderung des Erdklimas: Die derzeitigen Kohlendioxidkonzentrationen sind so hoch wie seit mindestens zwei Millionen Jahren nicht mehr, und die Ozeane erwärmen sich schneller als jemals seit Ende der letzten Eiszeit. In Anbetracht dieser immer gravierenderen Folgen bestätigt der AR6-Synthesebericht (SYR) die unbequeme Wahrheit: Bevölkerungsgruppen, die bisher am wenigsten zum aktuellen Klimawandel beigetragen haben, sind unverhältnismäßig stark betroffen, vor allem die am wenigsten entwickelten Länder, kleine Inselstaaten und die Arktis. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in geografischen Zonen, die durch den Klimawandel besonders gefährdet sind, da höhere Temperaturen bereits die Ausbreitung von durch Lebensmittel, Wasser und Vektoren übertragenen Krankheiten begünstigen. Zwischen 2010 und 2020 war die durch Überschwemmungen, Dürren und Stürme verursachte Mortalität in stark gefährdeten Regionen fünfzehnmal höher. Jeder zusätzliche Temperaturanstieg um 0,5 °C verstärkt die Häufigkeit und Schwere extremer Wetterereignisse, was die Widerstandskraft der anfälligsten Menschen weiter schwächt. Einige Klimafolgen sind bereits so gravierend, dass sie nicht mehr bewältigt werden können und zu Verlusten und Schäden führen.

Um die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, ohne dass es zu einer Überschreitung kommt, müssen die Treibhausgasemissionen nach den Prognosen des IPCC sofort und spätestens vor 2025 ihren Höchststand erreichen, und die Netto-CO2-Emissionen müssen in den frühen 2050er Jahren auf Null sinken. Angesichts dieser Prognose wurde ein neues Zwischenziel für 2035 (d. h. ein Rückgang der Emissionen um 60 %) festgelegt, von dem wir hoffen, dass es in die Nationalen Klimabeiträge (NDCs) der COP28 einfließen wird. Die globale Oberflächentemperatur steigt um 0,45°C pro 1000 GtCO2, die durch menschliche Aktivitäten emittiert werden. Darüber hinaus stellt der IPCC fest, dass 2019 etwa 79 % der weltweiten Treibhausgasemissionen aus den Bereichen Energie, Industrie, Verkehr und Gebäude stammen. Das bedeutet, dass dringend tiefgreifende, systemweite Veränderungen erforderlich sind.

Kohlendioxid-Entfernung mit wachsender Bedeutung

Darüber hinaus unterstreicht der SYR nachdrücklich die wachsende Bedeutung der Kohlendioxid-Entfernung als Mittel zum Ausgleich der Emissionsüberschreitung und der schwer zu bewältigenden Restemissionen, z. B. aus dem Luftverkehr und der Landwirtschaft. Interessanterweise stellt der IPCC fest, dass jeder einzelne Weg zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C zumindest ein gewisses Maß an Kohlenstoffentfernung voraussetzt: Letzteres geschieht entweder in Form von naturbasierten Ansätzen oder neueren Technologien, die CO2 direkt aus der Luft extrahieren. Natürlich hängt der Umfang der erforderlichen CO2-Entfernung davon ab, wie schnell die Treibhausgasemissionen in der Weltwirtschaft zurückgehen und wie groß die damit verbundenen Zielüberschreitungen sind. Nichtsdestotrotz erreichen die vom IPCC berechneten Szenarien zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C ohne oder mit nur geringer Überschreitung der Zielvorgaben einen Mittelwert der kumulativen negativen Nettoemissionen von 220 GtCO2 bis 2100. Welche Methode der Kohlenstoffentfernung am besten geeignet ist, hängt vom lokalen sozialen und ökologischen Kontext ab, wobei jede Methode ihre Vorzüge und Mängel hat.

Nicht zuletzt unterstreicht der SYR die Notwendigkeit einer drastischen Erhöhung der Klimafinanzierung. Auch wenn in den verschiedenen Sektoren und geografischen Märkten große Lücken bestehen, gibt es bereits praktikable, wirksame und kostengünstige Optionen für die Umstellung. Minderungsoptionen, die 100 US-Dollar pro tCO2-eq oder weniger kosten, könnten die globalen Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens die Hälfte des Niveaus von 2019 reduzieren. Die Verzögerung von Anpassungsmaßnahmen birgt jedoch das Risiko von Kosteneskalation, Kohlenstoffbindung und Stranded Assets.

Das Fazit des AR6 des IPCC ist eindeutig: „Die in diesem Jahrzehnt getroffenen Entscheidungen und durchgeführten Maßnahmen haben Auswirkungen auf die Gegenwart und auf Jahrtausende hinaus.“ Eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C ist immer noch möglich, aber nur, wenn wir unsere Bemühungen jetzt verstärken. UN-Generalsekretär António Guterres hat es vielleicht am besten zusammengefasst: „Unsere Welt braucht Klimamaßnahmen an allen Fronten – alles, überall, sofort.“

Verantwortlich für den Inhalt:

La Française Real Estate Managers Germany, Neue Mainzer Straße 80, 60311 Frankfurt, Tel. +49 (0)69 297 24 38 15, www.la-francaise.com

Kommentar von Paul O’Connor, Head of Multi-Asset, Janus Henderson Investors

  • Im März erlitten Finanzwerte in Europa, Japan und den USA drastische Verluste. Auch bei Öl, Bergbau und einigen anderen eher zyklischen Sektoren kam es zu starken Einbrüchen/Rückgängen.
  • Die Zentralbanken der westlichen Welt dürften den Höchststand der Zinssätze bald erreicht haben. Die US-Notenbank wird die Zinsen wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte 2023 senken, da die Finanzstabilität zunehmend an Bedeutung gewinnt.
  • Die spätzyklische Volatilität bietet Chancen für eine aktive Asset Allokation, während das steigende idiosynkratische Risiko Möglichkeiten für eine aktive Wertpapierauswahl schafft.

Obwohl das erste Quartal noch nicht vorbei ist, erlebten die Anleger in diesem Jahr bereits drei sehr unterschiedliche Phasen an den Finanzmärkten. Der Januar begann mit einer „Alles-Rallye“, bei der alle wichtigen Anlageklassen zulegten, da die Investoren nun eher von einer „weichen Landung“ ausgingen. Im Februar kehrte sich dieser Trend weitgehend um, da der Konsens in Bezug auf die Zinssätze in den Industrieländern auf eine „hawkishe“ Haltung umschwenkte. Im März änderte sich die Stimmung erneut, weil die Sorgen um das Bankensystem in Europa und den USA in den Vordergrund rückten.

Während Defensiv- und Risikoanlagen im Januar und Februar parallel stiegen und fielen, war die Performance-Streuung an den globalen Märkten ein bemerkenswertes Merkmal der letzten Wochen. Bei Aktien haben Finanzwerte in Europa, Japan und den USA im März bisher drastische Verluste erlitten, und auch Öl, Bergbau und einige andere eher zyklische Sektoren sind stark gefallen. Erstaunlich robust zeigten sich dagegen defensive Werte und andere weniger zyklische Anlagen. Da Staats-, Investment-Grade- und Schwellenländeranleihen sowie Gold bisher im März zugelegt haben, konnten vorsichtiger positionierte Multi-Asset-Portfolios ihre Stärke unter Beweis stellen – und das in einer Zeit, in der Bankaktien den Anlegern Sorgen bereiteten.

Umdenken bei Zinsen

Der Zusammenbruch einiger Banken hatte erhebliche Auswirkungen auf die Zinserwartungen. Die Anleger gingen zu Recht davon aus, dass die Zentralbanken aufgrund der Anzeichen einer Anfälligkeit des Finanzsektors vorsichtiger bei künftigen Zinserhöhungen sein könnten. Am 13. März fielen die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen stärker als am Schwarzen Montag 1987, am 11. September oder an jedem anderen Tag während der globalen Finanzkrise. Bis zum 15. März waren die Markterwartungen für die US-Zinssätze im vierten Quartal 2023 in nur einer Woche um 185 Basispunkte (1,85 %) gefallen. Diese Entwicklung spiegelte sich, wenn auch weniger dramatisch, in anderen großen Industrieländern wider. Derzeit geht man davon aus, dass die Zentralbanken in der Eurozone, in Großbritannien und in den USA nur noch 25 bis 50 Basispunkte (0,25 % bis 0,5 %) von den jeweiligen Zinsspitzen entfernt sind, wobei die US-Notenbank (Fed) die Zinssätze in der zweiten Jahreshälfte senken dürfte.

Angesichts der starken Bewegungen bei Finanztiteln, Zinssätzen und damit verbundenen Bereichen sind wir vorerst noch vorsichtig mit einer Extrapolation der jüngsten Kursentwicklung. Bei den Banken beruhigen uns die entschlossenen Maßnahmen der politischen Entscheidungsträger, die bei Bedarf Liquidität zur Verfügung stellen. Wir glauben auch, dass die spektakulären Bankenkrisen der letzten Tage eher auf schwache Geschäftsmodelle und fragwürdige Einzelentscheidungen zurückzuführen sind als auf systemische Probleme im Zusammenhang mit der Subprime-Krise in den USA und der darauffolgenden Finanzkrise in der Eurozone.

Hohes idiosynkratisches Risiko

Die jüngsten Ereignisse bei amerikanischen und europäischen Banken als erstes Anzeichen einer schweren globalen Bankenkrise zu werten, wäre wohl ebenso verkehrt wie auch sie als einmalige Ereignisse im gesamten Finanzwesen abzutun. Die globalen Zinsschocks des vergangenen Jahres entfalten immer noch ihre Wirkung in der Weltwirtschaft und werden unweigerlich weiteren Schaden auf den Banken- und Kreditmärkten anrichten. Auch wenn wir das derzeitige Umfeld nicht als außergewöhnlich belastend für das Finanzsystem ansehen, so ist es doch ein Umfeld mit hohen zyklischen und idiosynkratischen Risiken. Da Finanzstress in der Regel unvorhersehbar ist, sollten sich Anleger in den kommenden Monaten auf weitere Schocks und Überraschungen gefasst machen.

Wir teilen die generelle Einschätzung, wie die Zinssätze in den letzten Tagen neu eingepreist wurden. Die aufkommenden Stresssymptome im Bankensystem sind ein Wendepunkt für die Geldpolitik. Insgesamt dürfte sich die Kreditvergabe im Finanzsektor verschärfen und das Vertrauen und die Aktivität von Unternehmen und Verbrauchern beeinträchtigen. In einem derart fragilen Finanzumfeld erwarten wir, dass die Zentralbanken zunehmend neben der Preis- auch der Finanzstabilität Priorität einräumen werden. Dies spricht für eine baldige Zinspause und vielleicht sogar für einen Höhepunkt der Zinszyklen in Europa und den USA, wenn die Zentralbanken die Unsicherheiten aufgrund von schlechteren Kredit- und Liquiditätsbedingungen im Finanzsektor berücksichtigen.

Chancen durch Volatilität

Die Marktvolatilität dieser Woche hat agilen Marktteilnehmern zwar einige taktische Marktchancen eröffnet, die strategische Bedeutung der jüngsten Entwicklungen bleibt jedoch eher düster. Wir interpretieren die jüngsten Spannungen im Finanzsystem als Bestätigung dafür, dass wir uns jetzt in einer typisch turbulenten spätzyklischen Marktphase befinden. In dieser Phase des Konjunkturzyklus beginnen die Zinserhöhungen zu wirken, was das Wachstum verlangsamt und unweigerlich zu Finanzturbulenzen führt. Dies ist in der Regel nicht der beste Zeitpunkt im Konjunkturzyklus, um finanzielle Risiken einzugehen. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger die Herausforderungen und Chancen des Umgangs mit der spätzyklischen Marktvolatilität berücksichtigen.

Obwohl wir durchaus Argumente für defensive gegenüber risikofreudigen Anlagestrategien sehen, sollten wir dennoch nicht zu pessimistisch werden. Im gesamten Multi-Asset-Bereich sind die Bewertungen jetzt auf einem Niveau, das Anlegern normalerweise mittelfristig respektable Renditen beschert (auch wenn die Wertentwicklung in der Vergangenheit kein Indikator für künftige Renditen ist). Die Marktvolatilität dürfte Anlegern in den kommenden Monaten wahrscheinlich noch häufig zu schaffen machen, aber sie kann auch große Chancen bieten. Die bisherigen extremen Kursschwankungen bei einigen Vermögenswerten im Jahr 2023 boten viele Möglichkeiten für taktische Manöver bei der Asset Allokation. Darüber hinaus ist dies die Phase des Konjunkturzyklus, in der sich die Fundamentalanalyse wirklich auszahlen kann. Bei hohem idiosynkratischem Risiko kann es sich für Anleger lohnen, zwischen Gewinnern und Verlierern bei Aktien, Anleihen und alternativen Anlagen zu unterscheiden.

Verantwortlich für den Inhalt:

Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

“Immer mehr Intelligente Produkte halten Einzug in unseren Alltag:

W-LAN-Drucker, Bluetooth-Lautsprecher, zeitgesteuerte Sprinkler, ferngesteuerte Kaffeeautomaten und smarte Zahnbürsten. Die Geräte erscheinen harmlos, bereiten aber Experten für Cybersicherheit Kopfzerbrechen, weil sie ein Einfallstor für Hacker sind”, sagt Philipp von Königsmarck, Head of Wholesale für Deutschland, Österreich und Luxemburg bei Legal & General Investment Management (LGIM). Sicherheitslösungen, die Schutz vor Angriffen auf Internet-of-Things-Geräte (IoT) bieten, würden noch viel zu wenig genutzt. Anleger, die auf diesen wachsenden Markt setzen möchten, könnten in Unternehmen investieren, die Produkte oder Dienstleistungen für Cybersicherheit bieten:

“Der Trend ist unübersehbar: Trotz Chip-Knappheit im vergangenen Jahr wird die Anzahl der Internet-of-Things-Geräte für 2022 auf 14,4 Milliarden weltweit geschätzt. Das entspricht einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber 2021.1

Für die Verbraucher verspricht diese neue Generation von Haushaltsgeräten neue Funktionen und eine bequemere Steuerung über ein Smartphone. Aber intelligente Geräte schaffen auch potenzielle Sicherheitslücken. Immer mehr Produkte des täglichen Lebens nutzen standardmäßig das WLAN-Passwort des Haushalts. Für einen Hacker ist jedes Gerät, das mit einem Netzwerk verbunden ist, ein potenzielles Einfallstor für Manipulation.

Sicherheitslücken durch IoT-Geräte

Die Zahl der Sicherheitslücken im Zusammenhang mit IoT-Geräten ist im Jahr 2022 um 16 Prozent gestiegen – die Gesamtzahl aller IT-Sicherheitslücken hingegen lediglich um 0,4 Prozent.2 Im Vergleich zu Laptops und Mobiltelefonen stellen IoT-Geräte ein weitgehend übersehenes Segment für Cyberangriffe dar. Während die Software von PCs oder Mobiltelefone regelmäßige aktualisiert wird, um Sicherheitslücken zu beheben, werden IoT-Geräte nach ihrer Bereitstellung typischerweise vernachlässigt.

Für Unternehmen werden IoT-Sicherheitsmängel zunehmend zum Problem, seit die Pandemie das hybride Arbeiten etabliert hat. In einer Büroumgebung sind die potentziellen Schwachstellen bekannt, da nur vom Unternehmen gekaufte Geräte dem Netzwerk beitreten können. Heutzutage nutzen Mitarbeiter jedoch ihr Heimnetzwerk als Sprungbrett zum Unternehmensnetzwerk, verbunden mit einer beliebigen Anzahl potenziell unsicherer IoT-Geräte.

Cybersicherheit gleicht einem Katz- und Mausspiel, bei dem Angreifer ständig Systeme sondieren, um unbemerkt an wertvolle Informationen zu gelangen. IoT-Geräte sind dabei ein bevorzugtes Ziel für Hacker:

  • Firmware-Angriffe: Die Firmware – die Software, die der Betriebssystemumgebung vorgelagert ist – ist nicht immun gegen Angriffe. Die Firmware von IoT-Geräten entwickelt sich oft zur Schwachstelle, weil Benutzer entweder keine Sicherheitsupdates erhalten oder sie nicht installieren.
  • Angriffe auf Zugangsdaten: Während die meisten Nutzer ihrem Mobiltelefon wichtige Daten nur mit Passwort oder Gesichtserkennung anvertrauen, richten sie bei intelligenten Geräten Standard-Benutzernamen und -Passwörter ein. Hersteller von IoT-Geräten veröffentlichen diese Daten sogar, und öffentliche Datenbanken machen es einfach, nach den Zugangsdaten zu suchen.3
  • Denial of Service (DoS)-Angriffe: Intelligente Geräte können dazu missbraucht werden, Server mit Webverkehr zu bombardieren, so dass sie nicht mehr in der Lage sind, legitime Anfragen zu bearbeiten. Ein verteilter DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) verläuft nach ähnlichem Muster – hier wird lediglich ein Netzwerk von Geräten verwendet, so dass der Angriff schwerer abzuwehren ist.
  • On-Path-Angriffe: Auch bekannt als “Man-in-the-Middle-Angriff”, bei dem ein Angreifer mitten in einem Gespräch zwischen zwei Parteien, die einander vertrauen, auf den Datenfluss zugreifen und ihn verändern kann. Genauso wie gehackte E-Mail-Server und ein ungesichertes öffentliches WLAN solche Angriffe erleichtern können, werden auch die typischerweise unverschlüsselten Daten eines IoT-Geräts von Cyberkriminellen dafür genutzt.

Um diese Angriffe abzuwehren, benötigen Unternehmen und Institutionen Sicherheitslösungen, die Transparenz und Schutz für die gesamte IT bieten, also nicht nur für interne IT-Systeme, sondern auch für Endgeräte, deren Nutzer sich der Gefahr nicht bewusst sind.

Wer Cybersicherheit als ein zentrales Thema für Wirtschaft und Gesellschaft einstuft, kann in Unternehmen, die vielschichtige Sicherheitslösungen bieten, investieren. Allerdings ist es nicht unbedingt einfach, die richtigen Unternehmen zu identifizieren, denn viele der Anbieter von Lösungen gegen Cyber-Kriminalität sind junge und dynamische Unternehmen auf Wachstumskurs. Der Markt verändert sich schnell, und wer heute vergleichsweise klein und unbedeutend ist, kann morgen zu den Gewinnern gehören – oder auch nicht. Einen Ausweg kann ein ETF bieten, der einerseits auf das Thema fokussiert, andererseits innerhalb seines Fokus‘ so breit aufgestellt ist, dass er die Chance eröffnet, heute schon in die Gewinner von morgen zu investieren.”

Cybersecurity-ETFs

  • Der L&G Cyber Security UCITS ETF (IE00BYPLS672) umfasst derzeit knapp über 40 Unternehmen, die Dienstleistungen und Produkte rund um Cybersicherheit wie Viren- & Malwareschutz, Email-und Datenverschlüsselung, Biometrik & ID sowie cloudbasierte Sicherheitslösungen anbieten. Der ETF wurde 2015 aufgelegt und repliziert den ISE Cyber Security UCITS Index, der vom Research & Development-Team der Nasdaq entwickelt wurde.
  • Der L&G Emerging Cyber Security ESG Exclusions UCITS ETF (IE000ST40PX8) ist 2022 aufgelegt worden und ergänzt den L&G Cyber Security. Er setzt auf Wachstumsunternehmen, die sich auf Hardwaresicherheit, Threat Intelligence und Blockchain-gestützte Sicherheitslösungen konzentrieren – zusätzlich zu Wachstumssegmenten wie Cloud- und netzwerkbezogene Sicherheitslösungen, die auch im älteren Fonds enthalten sind. Er bildet den Solactive Emerging Cyber Security Index mit knapp 40 Titeln ab.
  1. Quelle: https://iot-analytics.com/number-connected-iot-devices/
  2. Quelle: https://www.ibm.com/reports/threat-intelligence
  3. Quelle: Das Passwort für Ihr IoT-Gerät ist nur eine Google-Suche entfernt – Naked Security (sophos.com)

Verantwortlich für den Inhalt:

Legal & General Deutschland, Service­ GmbH, Richmodstr. 6, 50667 Köln, Tel: 0221/92042­225, Fax: 0221/92042­301, www.legal­and­general.de

Anlagemärkte 2023 durch Zinsstraffung und US-Rezessionsrisiken geprägt

Gedämpftes globales Wachstum mit Geopolitik als Unsicherheitsfaktor

Breiter Multi Asset-Ansatz für resiliente Portfolios unverzichtbar

FERI steigert Geschäft mit Alternative Investments und hält Assets under Management trotz rückläufiger Kapitalmarktentwicklung 2022 stabil

Kundenbasis bei Institutionellen und vermögenden Privatkunden ausgebaut

Die schwache Weltwirtschaft, erhebliche Unsicherheiten über die weitere Entwicklung bei Inflation und Zinsen sowie anhaltende geopolitische Risiken dämpfen die Aussichten für die Finanzmärkte. Investoren sind daher mehr denn je gefordert, ein robustes und resilientes Portfolio aufzubauen. „Das Anlageumfeld ist derzeit sehr komplex. China sendet nach dem Covid-Reopening wieder erste moderate Wachstumssignale. In den USA besteht dagegen bei einem anhaltend harten Zinskurs der FED das Risiko einer Rezession. Europa mit seiner exportorientierten Wirtschaft steckt genau zwischen diesen Polen“, sagte Dr. Heinz-Werner Rapp, Vorstand und Chief Investment Officer des Bad Homburger Investmenthauses FERI, im Rahmen des Jahrespressegesprächs in Frankfurt.

Widersprüchliches Marktumfeld mit stagflationären Risiken

Zwar zeigten einige globale Frühindikatoren zuletzt wieder nach oben. Wie tragfähig diese Konjunkturaufhellung sei, müsse sich jedoch erst noch erweisen, zumal die großen Notenbanken ihren Zinsanhebungszyklus länger als bislang gedacht fortsetzten. Damit drohe sich das komplexe Stagflationsumfeld zu verfestigen. Schon jetzt belaste das gestiegene Zinsniveau Realwirtschaft und Kapitalmärkte. „Höhere Zinsen reduzieren die bewertungstechnische Attraktivität von Risikoaktiva. Speziell Aktien sind vor diesem Hintergrund, trotz des massiven Kursverfalls im Vorjahr, derzeit nicht wirklich preiswert, zumal auch Gewinnrisiken wieder zunehmen“, erläuterte Rapp.

Resilientes Portfolio durch diversifizierte Multi Asset-Allocation unverzichtbar

„In einem anhaltend komplizierten Marktumfeld ist eine Multi Asset-Allocation mit aktivem Risikomanagement der beste Ansatz, um Portfolios resilienter zu machen“, erläuterte Dr. Marcel Lähn, Mitglied des Vorstands der FERI AG. Investoren sollten ihre Kapitalanlage daher über eine zielgerichtete Auswahl alternativer Anlageklassen diversifizieren. Diese Strategie habe sich auch im historisch schlechten Anlagejahr 2022 ausgezahlt und FERI überdurchschnittliche Performanceprofile im Investmentmanagement ermöglicht. Dazu beigetragen hätten etwa die positive Entwicklung von Rohstoffen und Gold sowie die robuste Performance von Hedgefonds und Private Market Investments. „Alternative Investments haben sich gerade in Zeiten starker Verwerfungen an den Finanzmärkten bewährt. Vor diesem Hintergrund werden wir unseren global ausgerichteten Multi Asset-Ansatz, den wir in den Portfolios unserer institutionellen Investoren und vermögenden Privatkunden seit vielen Jahren erfolgreich umsetzen, weiter ausbauen“, kündigte Lähn an. Mit Blick auf das Anlagejahr 2023 halte FERI an einer breit aufgestellten Multi Asset-Logik fest. „Wir erwarten von Alternativen Investments weiterhin positive Renditebeiträge sowie ausgeprägte Effekte auf die Risikodiversifizierung. Daher setzen wir auf ausgewählte Anlagestrategien in diesem Bereich mit Schwerpunkt Hedgefonds und Private Markets“, so Lähn.

Geschäftsjahr 2022: FERI federt Auswirkungen der Kapitalmarktentwicklung ab

Die FERI Gruppe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 die Auswirkungen der deutlich rückläufigen Kapitalmärkte abfedern: Die Assets under Management blieben mit 54,3 Mrd. Euro nahezu stabil (2022: 56,6 Mrd. Euro, jeweils im Konzern). Die Gesamterlöse sanken entsprechend erwartungsgemäß aufgrund der marktbedingt weitgehend entfallenen erfolgsabhängigen Vergütungen auf 217 Mio. Euro (Vorjahr: 275 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt mit 28,3 Mio. € (Vorjahr: 79,8 Mio. Euro) nach den Ausnahmejahren 2020 und 2021 wieder im langfristigen Wachstumstrend der letzten 5 Jahre.

„Alternative Investments haben im vergangenen Jahr nochmals an Bedeutung für professionelle Anleger gewonnen“, erläuterte Marcel Renné, Vorsitzender des Vorstands der FERI AG. Allein dieser Bereich legte bei FERI 2022 um rund 20 Prozent auf insgesamt 18,4 Mrd. Euro zu (Vorjahr: 15,4 Mrd. Euro). Auch im Geschäft mit der Beratung institutioneller Investoren (Investment Consulting) verzeichnete FERI eine deutlich gestiegene Nachfrage. Mit der langjährigen und breiten Investmentexpertise im Bereich Alternatives und dem global ausgerichteten Multi Asset Ansatz sei FERI hier bestens aufgestellt.

Insgesamt betreut FERI mehr als 300 Privatvermögen (vornehmlich Familien) und über 200 institutionelle Investoren wie berufsständische Versorgungswerke oder Versicherungsunternehmen. Die Anzahl der Neu-Mandate konnte 2022 um zehn Prozent gesteigert werden.

Positiver Jahresauftakt 2023

2023 werde laut FERI trotz des starken Jahresauftakts ein erneut herausforderndes Jahr für die Kapitalmärkte. „Wir haben die Chancen in diesem Umfeld in den ersten Wochen genutzt, bleiben angesichts der vorhandenen Risiken aber weiterhin wachsam bezüglich der zukünftigen Entwicklung“, betonte Marcel Renné. Für das eigene Geschäft erwarte FERI in 2023 die Fortsetzung des langfristigen Wachstumstrends. Beim Ausbau des Leistungs- und Beratungsangebots spielten Zukunftsthemen sowie der etablierte FERI- Nachhaltigkeitsansatz eine immer stärkere Rolle.

Über FERI

Die FERI Gruppe mit Hauptsitz in Bad Homburg wurde 1987 gegründet und hat sich zu einem der führenden Investmenthäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. Für institutionelle Investoren, Familienvermögen und Stiftungen bietet FERI maßgeschneiderte Lösungen in den Geschäftsfeldern:

Investment Management: Institutionelles Asset Management & Private Vermögensverwaltung

Investment Consulting: Beratung von institutionellen Investoren & Family Office Dienstleistungen

Investment Research: Volkswirtschaftliche Prognosen & Asset Allocation-Analysen

Das 2016 gegründete FERI Cognitive Finance Institute agiert innerhalb der FERI Gruppe als strategisches Forschungszentrum und kreative Denkfabrik, mit klarem Fokus auf innovative Analysen und Methodenentwicklung für langfristige Aspekte von Wirtschafts- und Kapitalmarktforschung.

Derzeit betreut FERI zusammen mit MLP ein Vermögen von ca. 54 Mrd. Euro, darunter rd. 18 Mrd. Euro Alternative Investments. Die FERI Gruppe unterhält neben dem Hauptsitz in Bad Homburg weitere Standorte in Düsseldorf, Hamburg, München, Luxemburg, Wien und Zürich.

Verantwortlich für den Inhalt:

FERI AG, Haus am Park  Rathausplatz 8-10, 61348 Bad Homburg, Tel: +49 (0) 6172 916-0, Fax: +49 (0) 6172 916-9000, www.feri.de

„Beste Vermögensverwalter 2023” im WirtschaftsWoche-Ranking mit dem WAVE Total Return ESG R – HannoverscheMediumInvest gewinnt Lipper Fund Award 2023

Der Asset Manager WAVE Management AG wurde von der WirtschaftsWoche im Ranking „Beste Vermögenswalter“ in der Kategorie „ausgewogen“ ausgezeichnet. Dafür betrachteten die Experten der MMD Analyse & Advisory, die das Ranking erstellt haben, die Entwicklung des Fonds WAVE Total Return ESG R (DE000A0MU8A8) über die letzten drei Jahre. Entscheidend für sein gutes Abschneiden war das Gespür des Fondsmanagements für den Markt in Auf- und Abschwungphasen im Wettbewerbsvergleich.

Der WAVE Total Return ESG R kombiniert die Vorteile eines Total Return Konzepts aus Aktien und Renten mit einem Investmentansatz auf Basis von ESG-Kriterien.

HannoverscheMediumInvest gewinnt Refinitiv Lipper Fund Award 2023

Der HannoverscheMediumInvest (DE0005317325) hat in der Kategorie „Mixed Asset EUR Bal – EuroZone“ über fünf und zehn Jahre den Refinitiv Lipper Fund Award 2023 gewonnen.

Die Awards zeichnen Fonds und Fondsgesellschaften aus, die im Vergleich zu Mitbewerbern eine starke risikobereinigte Performance erzielt haben.

Als Mischfonds investiert der HannoverscheMediumInvest jeweils etwa zur Hälfte in Anleihen und Aktien. Das Besondere am HannoverscheMediumInvest: Es gibt keine statische 50/50-Aufteilung, sondern eine dynamische, den Marktgegebenheiten angepasste Allokation, die zum Teil sehr deutlich von klassischen Benchmarks abweicht.

Philipp Magenheimer, Abteilungsleiter Portfoliomanagement Fonds & ESG: „Wir freuen uns sehr über die wiederholte Auszeichnung mit diesen renommierten Fondspreisen. Wir möchten unseren Anlegern einen Mehrwert durch aktives Fondsmanagement bieten. Daher sehen wir die Auszeichnungen als Ansporn, dieses Leistungsversprechen auch zukünftig zu erfüllen, indem wir unsere Investmentprozesse kontinuierlich auf den Prüfstand stellen und verbessern.“

Über die WAVE Management AG:

Die WAVE Management AG ist der Finanzdienstleister der VHV Gruppe. Sie steht für ein risikooptimiertes Portfoliomanagement. Die WAVE übernimmt seit dem Jahr 2000 die Beratung und das Anlagemanagement für namhafte Versicherungen, wie der VHV oder der Hannoverschen Leben, und anderer institutioneller Anleger, denen eine stabilitäts- und sicherheitsorientierte Anlagepolitik wichtig ist. Viele dieser erfolgreichen Strategien werden in hauseigenen Publikumsfonds umgesetzt, so dass auch Privatanleger davon profitieren.

Verantwortlich für den Inhalt:

VHV Holding AG, VHV-Platz 1, 30177 Hannover, Tel: +49.511.907-4807, Fax: +49.511.907-14807, www.vhv-gruppe.de

Im Lebenszyklus eines Wertpapiers (inklusive ETFs) ermöglicht die Zeitspanne zwischen dem Handels- und dem Abrechnungsdatum wichtige Verarbeitungsschritte.

Diese sind nötig wegen der Vielzahl und dem hohen Wert der Transaktionen. Seit der ersten Stufe der EU-Verordnung für die Zentralverwahrung von Wertpapieren CSDR (Central Securities Depositories Regulation) im Jahr 2014 haben die meisten europäischen Märkte ein verkürztes Zeitfenster von zwei Geschäftstagen zwischen Handel und Abwicklung eingeführt: den Abwicklungszyklus T+2. Die USA zogen 2017 nach und stellten die standardisierte Abrechnung von T+3 auf T+2 um. Und im Februar vergangenen Jahres schlug die SEC vor, den Abrechnungszyklus weiter auf einen Geschäftstag zu reduzieren. Ein kürzerer Abwicklungszyklus hilft, sowohl den Zeitraum, in dem die Anleger ihren Gegenparteien ausgesetzt sind, als auch das damit verbundene Gegenpartei-, Markt- und Kreditrisiko zu verringern. Das ist vor allem in Zeiten hoher Marktvolatilität von Vorteil.

Zwangsläufig wird es bei einer so wichtigen Prozessänderung Herausforderungen geben. Wegen der globalen Zusammensetzung von ETFs können sie in diesem Bereich noch deutlicher zutage treten. Globale ETFs, die Wertpapiere aus vielen Weltregionen enthalten, haben zusätzliche Anforderungen, die berücksichtigt werden müssen, etwa unterschiedliche Zeitzonen und Feiertagskalender. All das kann die Abrechnung anfälliger für Verzögerungen machen. Da ETFs zum Beispiel in mehreren Ländern notiert sind, übertragen die Liquiditätsanbieter regelmäßig Bestände zwischen verschiedenen Zentralverwahrern, um die Geschäfte an den einzelnen Handelsplätzen abzuwickeln. Wenn diese grenzüberschreitenden Übertragungen nicht robust sind, dann erfordern sie komplizierte Operationen und restriktive Fristen. Auch grenzüberschreitende Transaktionen, die eine Fremdwährungskomponente enthalten, können schwierig sein, wenn zwischen Fremdwährungs- und Wertpapierabwicklung eine Diskrepanz besteht.

Herausforderungen können nur in einem aktiven Dialog gelöst werden

Offenbar gibt es mehr Systeme und Prozesse, die für einen T+1-Abwicklungszyklus geändert werden müssten, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Die Infrastruktur der Zentralverwahrer müsste aufgerüstet und die bestehenden Annahmeschlusszeiten für grenzüberschreitende Transaktionen überprüft werden. Darüber hinaus könnte ein verkürzter Zyklus zu häufigeren Abwicklungsfehlern führen, die nach der Verordnung für Zentralverwahrer mit Geldstrafen belegt werden. Diese Kosten könnten an die Endanleger in Form höherer Geld-Brief-Spannen weitergegeben werden.

Angesichts der fragmentierten europäischen Märkte sind überlegte und koordinierte Anstrengungen nötig: ein aktiver Dialog zwischen ETF-Emittenten, Börsen, Anlegern und Verwahrern. Der Vorschlag der SEC ist bereits auf die EU und Großbritannien übergesprungen. London hat schon eine entsprechende Task Force eingerichtet.

Trotz der operationellen Hürden können die Prozesse verbessert werden. Ein Beispiel: Die Portfoliomanagement-Teams der ETF-Emittenten überprüfen die Nettoinventarwerte (NAVs) vor der Validierung durch die Bewertungsstelle. Eine Umstellung auf T+1-Abwicklung würde die dafür verfügbare Zeit verkürzen. Um den Druck abzumildern, könnten Primärmarktgeschäfte auf Grundlage eines geschätzten NAVs abgewickelt werden. Nach Bestätigung des NAVs würde dann eine Wertberichtigung vorgenommen werden. Erforderlich wäre allerdings ein effizienter und automatisierter Prozess.

Ein effizienter und koordinierter Übergang zu T+1 könnte dazu beitragen, die Risiken auf dem europäischen Markt zu minimieren, und weitere Vorteile mit sich bringen, während er zugleich die globale Harmonisierung unterstützt. Einige Unternehmen bereiten sich bereits auf taggleiche Abwicklungszyklen vor. Sie folgen damit bestimmten digitalen Börsen, die sich bereits auf eine T+0-Abwicklung eingestellt haben. In jedem Fall hat der europäische Markt bereits in der Vergangenheit erfolgreich kooperative Initiativen durchgeführt und wird dies zweifellos auch weiterhin tun.

Verantwortlich für den Inhalt:

Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Von Mario Montagnani, Senior Anlagestratege, Vontobel

  • Rückgang der Inflation setzt sich fort, wenn auch in Europa und den USA in sehr unterschiedlichem Tempo
  • Banken könnten Kreditvergabestrategien neu kalibrieren, davon wären Unternehmen und Verbraucher betroffen
  • Turbulenzen bei der SVB könnten die Zentralbanken zu einer Verlangsamung des Zinserhöhungszyklus veranlassen, die robusten Verbraucherpreisdaten sprechen für eine Fortsetzung.

Der Rückgang der Inflation setzt sich sowohl in den USA als auch in Europa fort, wenn auch in sehr unterschiedlichem Tempo. Die Ereignisse bei der Silicon Valley Bank (SVB) und der Credit Suisse (CS) haben die Marktwahrnehmung in den letzten zwei Wochen stark verändert und die Marktdynamik beeinträchtigt.

In den USA zeigte der Verbraucherpreisindex für Februar eine weitere Abschwächung auf 6,0 % (von 6,4 % im Januar), wobei die Kernrate um 5,5 % anstieg und damit den geringsten Zwölfmonatsanstieg seit Dezember 2021 verzeichnete, aber nur geringfügig niedriger lag als im Januar (+5,6 %). Der Index für Unterkünfte („Index Shelter“) trug mit über 70 % am stärksten zum monatlichen Anstieg aller Posten bei, gefolgt von Nahrungsmitteln, Freizeitaktivitäten und Haushaltseinrichtungen.

USA nahe an deflationärer Situation

Nimmt man die USA als Maßstab für die Inflation in den Industrieländern, so stellt man fest, dass wir uns in wichtigen Kategorien sehr nahe an einer deflationären Situation befinden, wenn wir sie nicht sogar schon erreicht haben. Dies gilt vor allem für langlebige Güter und Energie. Die Lebensmittelinflation erreichte im vergangenen Jahr ihren Höhepunkt, ist aber nach wie vor hoch. Bei den Erzeugerpreisen, von Düngemitteln bis hin zu den Agrarpreisen, ist jedoch ein deutlicher Rückgang der Inflation zu beobachten. Dies wird sich im weiteren Verlauf des Jahres in einer niedrigeren Lebensmittelinflation niederschlagen. Die Inflation der Unterkunftspreise ist positiv mit den Fed-Fund-Rates korreliert. Aber auch hier sind in einigen großen US-Städten deflationäre Signale zu erkennen. Ein früher als erwartetes Umschwenken inmitten einer sich verlangsamenden Wirtschaft könnte diesen Trend noch beschleunigen.

Banken dürften bei Kreditvergabe vorsichtiger werden

Darüber hinaus deuten die Ereignisse der letzten zwei Wochen bei den Banken darauf hin, dass sie ihre Kreditvergabestrategien neu kalibrieren müssen, indem sie ihre Risiken verringern, da die Auswirkungen höherer Zinssätze zunehmend sichtbar werden. Alle mittelgroßen Banken spielen eine wichtige Rolle in der Wirtschaft, da auf sie etwa 50 % der US-Kredite für Gewerbe und Industrie, zwischen 60 und 80 % der Kredite für Wohn- und Gewerbeimmobilien und etwa 50 % der Verbraucherkredite entfallen. Unternehmen und Verbraucher werden wahrscheinlich davon betroffen sein, da die Banken bei der Kreditvergabe vorsichtiger sein werden. Kurz gesagt, die aktuelle Bankenkrise könnte sich zu einem deflationären Faktor entwickeln, was unsere Ansicht stützt, dass sich der seit Juli 2022 zu beobachtende Trend beim Rückgang der Inflation 2023 fortsetzen könnte.

Die Aktienmärkte haben sich seit Ende September 2022 stark erholt. Im Januar kam es wegen einer starken Sektorrotation zu einer anhaltenden Rallye. Im Februar waren die Märkte dann enttäuscht von der Aussicht auf eine geringere geldpolitische Lockerung durch die Zentralbanken aufgrund einer nach wie vor viel zu starken Wirtschaft und einer Inflation, die stärker ist als erwartet. All diese Faktoren sprachen gegen ein frühes „Pivot“-Szenario und sorgten für Marktvolatilität. Noch vor wenigen Wochen, nach den enttäuschenden Verbraucherpreisdaten vom Januar und den starken Wirtschaftsdaten, wurde sogar eine Anhebung um 75 Basispunkte als wahrscheinliches Ergebnis der nächsten FOMC-Sitzung in diesem Monat genannt.

Neue Phase der Unsicherheit

Im März hat der Fallout der SVB jedoch Spekulationen über das Dilemma befeuert, in dem sich die Zentralbanken derzeit befinden, und die Wahrnehmung der Anleger völlig verändert. Kurz gesagt, die Turbulenzen bei der SVB könnten die Zentralbanken zu einer Verlangsamung des Zinserhöhungszyklus veranlassen, während die robusten Verbraucherpreisdaten eher für eine Fortsetzung sprechen. Welches Lager wird gewinnen? Sicher ist, dass es in weniger als zwei Wochen zu einer massiven Neubewertung der künftigen US-Geldpolitik gekommen ist. Der Fallout der SVB hat die Märkte dazu veranlasst, eine Zinserhöhung in diesem Monat in Frage zu stellen sowie eine Pause im Mai und eine mögliche Zinssenkung in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 zu prognostizieren. Konkret rechnet Morgan Stanley immer noch mit einer Zinserhöhung um 50 Basispunkte in diesem Monat, Goldman Sachs und Barclays erwarten keine Zinserhöhung, während Nomura bereits von einer Zinssenkung um 25 Basispunkte ausgeht und das Ende des Quantitative Tightening gefordert hat. Dies setzt aber voraus, dass die Fed der Finanzstabilität und nicht der Preisstabilität Vorrang einräumt. Die Situation ist nach wie vor heikel, und selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Probleme im Bankensektor nicht systemisch sind und die Inflation weiter nach unten tendiert, sind wir eindeutig in eine neue Phase der Unsicherheit eingetreten.

Die Geschichte lehrt uns, dass die Zentralbanken in der Regel aufhören, die Zinssätze zu erhöhen, wenn etwas nicht mehr stimmt, und wir haben in den letzten Wochen gesehen, dass die Chancen für Zinserhöhungen stark zurückgegangen sind. Wir neigen jedoch zu der Annahme, dass das SVB-Ereignis nicht die letzten „Trümmer“ eines der aggressivsten Zinserhöhungszyklen der Geschichte sein werden.

Verantwortlich für den Inhalt:

Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Union Investment bietet seit Neuestem die nachhaltigen Aktienfonds „UniNachhaltig Aktien Wasser“ und „UniNachhaltig Aktien Dividende“ an.

Mit dem „UniNachhaltig Aktien Wasser“ können sich Anlegerinnen und Anleger weltweit an Unternehmen aus der Wasserwirtschaft beteiligen und damit auf ein strukturelles Wachstumsfeld setzen. Der „UniNachhaltig Aktien Dividende“ investiert weltweit in Aktientitel dividendenstarker Unternehmen. Darunter fallen Emittenten mit attraktiver Dividendenrendite und langfristig überzeugenden Gewinnperspektiven.

Sauberes Trinkwasser ist in vielen Regionen der Welt ein knappes Gut. Der Klimawandel und die wachsende Bevölkerung werden das Problem in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen. „Investitionen in die Aufbereitung von Wasser sowie die Wasserinfrastruktur sind daher unerlässlich und bieten Anlegerinnen und Anlegern langfristige Wachstumschancen“, sagt Portfoliomanager Felix Schröder.

Das Fondsvermögen des „UniNachhaltig Aktien Wasser“ wird überwiegend in Aktien von Unternehmen investiert, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Wassersektors tätig sind. Dazu zählen beispielsweise die Bereiche Wasseraufbereitung, Sicherstellung der Wasserqualität, Verfügbarkeit und Distribution, wassersparende Landwirtschaft, digitales Wassermanagement sowie Extremwetter und Resilienz.

Die Aktien für das Portfolio werden aus einem globalen Anlageuniversum im Rahmen eines mehrstufigen Investmentprozesses ausgewählt. Dabei werden als erstes die Titel identifiziert, die dem Wasserkonzept des Fonds entsprechen. Diese Aktien werden im Anschluss den Ausschlusskriterien des UniESG Nachhaltigkeitsfilters unterzogen, bei dem ökologische, soziale und ethische Faktoren Berücksichtigung finden. Es folgt eine umfassende Nachhaltigkeitsanalyse. „Firmen, die kein Potenzial für einen nachhaltigen Wandel aufweisen, kommen für das Portfolio nicht in Frage“, sagt Schröder. Ergebnis ist ein Anlageuniversum mit derzeit rund 300 Titeln, aus dem die Fondsmanager dann die 60 bis 80 attraktivsten Unternehmen auswählen.

Der „UniNachhaltig Aktien Wasser“ eignet sich für Anlegerinnen und Anleger, die mit ihrem Investment einen Beitrag zur Bekämpfung des Wassermangels leisten und gleichzeitig von den langfristigen Renditechancen des Megatrends Wasser profitieren möchten. Dabei sollten sie erhöhte Risiken akzeptieren und ihr Anlagehorizont sollte mindestens sieben Jahre betragen. Der Einstieg kann sowohl über eine Einmalinvestition als auch mit einem Sparplan erfolgen.

Mit UniNachhaltig Aktien Dividende Kursschwankungen ausgleichen

Der „UniNachhaltig Aktien Dividende“ investiert in hochqualitative Dividendentitel, also Unternehmen mit solidem Geschäftsmodell und planbaren Erträgen.

„In unsicheren Zeiten wie diesen mit rückläufigem Wirtschaftswachstum und hoher Inflation behaupten sich Dividendenaktien aufgrund ihrer oft hervorragenden Marktstellung gepaart mit Preissetzungsmacht und wachsenden Erträgen“, sagt Portfoliomanagerin Nadine Göhmann. „Neben der Kursentwicklung können Anlegerinnen und Anleger zudem von hohen und regelmäßigen Gewinnausschüttungen profitieren, die bei fallenden Märkten als Sicherheitspuffer dienen. Und dank nachhaltiger, profitabler Geschäftsmodelle der gewählten Aktien sind diese häufig weniger schwankungsanfällig als der breite Aktienmarkt“, ergänzt sie.

Das Anlageuniversum des „UniNachhaltig Aktien Dividende“ besteht aus rund 2.000 Aktientiteln, von denen für das Portfolio 50 bis 70 ausgewählt werden. Dazu gehören beispielsweise Aktien von Unternehmen, die im Gesundheitswesen, im Bereich erneuerbare Energien oder im Dienstleistungssektor tätig sind. Bei der Portfoliozusammensetzung greift Union Investment auf den hauseigenen, etablierten nachhaltigen Investmentprozess zurück. „Hier werden die Anlagen anhand einer umfassenden Nachhaltigkeitsanalyse überprüft“, erklärt Göhmann. Zunächst finden ökologische, soziale und ethische Ausschlussregeln Anwendung. „Unternehmen, die gegen die von uns definierten Kriterien wie beispielsweise die Produktion von Landminen, Streubomben und Nuklearwaffen oder die Zulassung von Kinderarbeit verstoßen, werden ausgeschlossen“, so Göhmann. „Auch Firmen, die keine konkreten Maßnahmen und Pläne ergriffen haben, um ihre Nachhaltigkeitsbilanz zu verbessern, kommen für das Portfolio nicht in Betracht“, erläutert sie. Das verbleibende Anlageuniversum wird anschließend unter wirtschaftlichen Aspekten beleuchtet. „Die Unternehmen müssen langfristig ein hohes Wachstums- und Gewinnpotenzial versprechen, um eine attraktive Wertsteigerung zu erreichen“, sagt sie.

Das Fondsvermögen kann sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern angelegt werden. Die internationale Ausrichtung des Fonds bietet neben der Chance auf Kurssteigerungen auch die Möglichkeit von Wechselkursgewinnen.

Der „UniNachhaltig Aktien Dividende“ ist für risikobereite Anlegerinnen und Anleger interessant, die ihr Geld nachhaltig anlegen und gleichzeitig von einer attraktiven, regelmäßigen Ausschüttung profitieren möchten. Dabei sollte ihr Anlagehorizont mindestens sechs Jahre betragen. Der Einstieg kann sowohl über eine Einmalinvestition als auch mit einem Sparplan erfolgen.

Verantwortlich für den Inhalt:

Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

„Dem Gasmarkt könnte ein sehr durchwachsenes Jahr bevorstehen – zumindest in Europa“, sagt Benjamin Louvet, Manager des Ofi Invest Energy Strategic Metals Fund und des Ofi Invest Precious Metals Fund bei Ofi Invest Asset Management.

„Denn die Lücke, die durch den Wegfall der Gasimporte von Russland entstanden ist, ist noch nicht gefüllt – auch nicht durch Flüssiggas-Importe (LNG). Die Gasimporte stiegen von Januar bis Oktober 2022 auf dem Seeweg um 70 Prozent auf 111 Milliarden Kubikmeter an. Das lag immer noch deutlich unter den 155 Milliarden Kubikmetern, die Europa 2021 von Russland bezogen hat, wobei immer noch fast 18 Milliarden Kubikmeter aus Russland kamen.

Auch wenn wir das Winterhalbjahr 2022/2023 mit historisch hohen Reserven beenden, könnte es schwierig werden, ausreichend Gas für den kommenden Winter zu beschaffen. Denn der Gasmarkt ist im Gegensatz zum Ölmarkt aufgrund des besonders schwierigen Transports von Erdgas lokal orientiert. Da der Bau neuer Gaspipelines in so kurzer Zeit unmöglich ist, ist Europa auf LNG-Importe angewiesen. Dafür ist jedoch eine entsprechende Infrastruktur erforderlich: Das Gas muss verflüssigt werden, bevor es per Schiff transportiert werden kann. Im Zielhafen muss das Flüssiggas wieder in Gas umgewandelt werden. Zwar gibt es mittlerweile überschüssige Kapazitäten für die Umwandlung von Flüssiggas zu Gas. Doch reichen diese nicht aus, um das fehlende Volumen russischen Gases, das per Pipeline geliefert wurde, zu ersetzen.

Die Kapazitäten für die Umwandlung von Gas zu Flüssiggas wiederum sind zurzeit nicht ausreichend und können den sehr hohen Bedarf Japans, Chinas und Europas nicht decken. Hinzu kommt, dass die Produktionsanlagen letztes Jahr von vielen Störfällen betroffen waren, so dass die Kapazitätsauslastung der Verflüssigungsanlagen im September auf unter 70 Prozent gesunken ist, um dann wieder auf ein nahezu normales Niveau von 85 Prozent Ende 2022 zu steigen.

Spotmarkt treibt die Preise

Europa wird also einen hohen Preis zahlen müssen, wenn es sich einen Teil der Produktion von LNG and Gas sichern will. Hinzu kommt, dass Europa einen immer größeren Teil der Versorgung von LNG zum Spotpreis abrechnen muss. Außerdem sind die langfristig vertraglich vereinbarten Kapazitäten nach japanischen Angaben bis 2026 ausgelastet. Durch den Bruch der bestehenden Verträge mit Russland ist der Anteil von Europas Versorgung für LNG und Gas auf dem Spotmarkt von 20 Prozent im Jahr 2021 auf fast 40 Prozent 2022 gestiegen und könnte in diesem Jahr sogar bei 50 Prozent liegen.

Die Gaspreise dürften daher auch 2023 weiterhin sehr volatil bleiben. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Preise durch die konkurrierende internationale LNG-Nachfrage in die Höhe getrieben werden. Sollte der Winter 2023/2024 schwierig werden, wären die Spannungen am Energiemarkt in diesem Jahr nur die Vorboten einer noch ernsteren Lage…“

Die Fonds:

Der Ofi Invest Energy Strategic Metals Fund zielt darauf ab, über Terminkontrakte auf dem von Ofi Invest selbst entwickelten „Energy Strategic Metals Basket“ eine Mehrrendite zu erwirtschaften. Der Index bildet acht verschiedene Metalle ab, deren Preise börsentäglich von Solactive berechnet werden: Nickel (14%), Kupfer (14%), Aluminium (14%), Platin (14%), Silber (14%), Zink (14%), Blei (8%) und Palladium (8%). Um für ausreichende Liquidität zu sorgen, wurden nur solche Metalle im Index berücksichtigt, die an der Börse gehandelt werden. Deshalb wurden Kobalt und Lithium nicht in den Index aufgenommen. Der Fonds basiert auf der Annahme, dass durch die Energiewende die Nachfrage nach Industriemetallen stark steigen wird und sich deshalb deren Preise aufgrund des begrenzten Angebots erhöhen werden.

Der Ofi Invest Precious Metals Fund investiert konstant zu 35% in Gold und jeweils zu 20% in Silber, Platin und Palladium. Die restlichen 5% des Portfolios sind in 3-Monats-LIBOR angelegt. Dieser Ansatz ermöglicht Anlegern einen breiten Zugang zu den wichtigsten Edelmetallen über Swaps, denn der Fondsmanager Benjamin Louvet investiert nicht in die Rohstoffe direkt. Ofi hat den Korb der fünf Edelmetalle „Solactive Ofi Basket Precious Metals Strategy Index“ selbst entwickelt, der täglich von Solactive berechnet wird. Der Fonds wurde 2012 aufgelegt und ist in Euro währungsgesichert und börsentäglich liquide.

Das Unternehmen:

Ofi Invest Asset Management ist Teil der Ofi Invest Gruppe, die zur Aéma Groupe (Macif, Abeille Assurances, Aésio Mutuelle) gehört und derzeit die fünftgrößte Vermögensverwaltungsgruppe Frankreichs ist (laut IPE-Ranking vom Dezember 2021). Die Gruppe verwaltet ein Vermögen von 158 Milliarden Euro für institutionelle, Wholesale- und private Anleger und bietet eine breite Palette an börsennotierten und nicht börsennotierten Anlagelösungen (Stand: 31. Dezember 2022). Dabei verfolgt Ofi Invest AM die Philosophie des verantwortungsvollen Investierens.

Verantwortlich für den Inhalt:

Ofi Asset Management, Adresse: 22, Rue Vernier, 75017 Paris, Tel: +33 1 40 68 17 17, www.ofi-am.fr

Neue Wealthcap-Research-Themenreihe zu Alternatives

Mit Alternative Investments durch die Zeitenwende – diesem Thema widmet der Real-Asset- und Investment-Manager Wealthcap ab März eine neue Research-Themenreihe. In insgesamt fünf Beiträgen, die sukzessive auf dem Wealthcap Expertise-Blog erscheinen, analysieren interne und externe Experten aus verschiedenen Fachbereichen die Robustheit der Anlageklassen Private Equity und Private Real Estate und ordnen Investmentstrategien sowie deren Bedeutung in herausfordernden Marktsituationen ein. Für den ersten Teil der Serie befragte Wealthcap mit Hilfe des Marktforschungsinstituts Civey, 1.000 vermögende Privatanlegende zur Vorhersehbarkeit von Krisen.

Das Ergebnis: Mit 64 % ist die Mehrheit davon überzeugt, dass die jüngsten Krisen für sie nicht vorhersehbar waren. Danach gefragt, ob sie professionellen Investoren dies zutrauen, fällt das Ergebnis nur geringfügig anders aus. 59 % der Befragten glauben, dass auch professionelle Investoren die jüngsten Finanzkrisen nicht antizipieren konnten.

Das Resultat des ersten Themenpapiers wirft zwei Fragen auf, die im zweiten Teil der Reihe adressiert werden: Wenn Krisen nicht antizipiert werden können und dennoch jederzeit mit ihnen gerechnet werden muss – wie entwickelten sich Alternatives in Finanzkrisen der Vergangenheit konkret? Entscheidend ist aus Sicht von Wealthcap eine wohldurchdachte Diversifizierungsstrategie, deren Wirkung im dritten Beitrag der Themenreihe in den Fokus rückt.

„Investitionen kurzfristig und kontinuierlich richtig zu timen, um von Krisen zu profitieren, ist eine Illusion. Anlegende sollten stattdessen eine sorgfältige Diversifizierungsstrategie verfolgen und möglichst regelmäßig und langfristig investieren. Das gilt insbesondere für Alternatives, um von allen Vorteilen dieser Assetklassen zu profitieren“, kommentiert Thomas Zimmermann, Head of Investmentmanagement Private Equity/Private Real Estate bei Wealthcap.

Mit Blick auf Fundraising-Ergebnisse auf dem Markt für Alternative Investments ergänzt er: „Das Platzen der Dotcom-Blase oder die Weltfinanzkrise schlugen sich im Fundraising erst mit ein bis zwei Jahren Verspätung nieder, was teilweise mit der typischen Dauer der Fundraising-Zyklen erklärt werden kann. Danach dauerte es zum Teil mehrere Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht wurde. Jedoch ist zu erkennen, dass mit jedem Zyklus mehr Kapital in diese Assetklassen fließt.“

Nach dem ersten Beitrag, der ab sofort abrufbar ist, wird die Themenreihe fortlaufend ergänzt. Die Themenschwerpunkte der weiteren Beiträge sind unter anderem die Entwicklung von Private Equity Buyout-Fonds in Krisenzeiten, die Wirkung von Diversifikation sowie die Beimischung von Alternativen Investments im Gesamtportfolio.

Verantwortlich für den Inhalt:

Wealth Management Capital Holding GmbH, Am Eisbach 3, D­-80538 München, Tel: +49 89 678 205 174, Fax: +49 89 678205 333, www.wealthcap.com

Die Finanzindustrie muss gerade mehrere Nackenschläge verdauen. Die Pleiten der US-Banken SVB und Signature und die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS schicken Bankaktien auf Talfahrt.

„Doch grundsätzlich scheint es Vertrauen in die Finanzindustrie zu geben“, sagt Daniel Knoblach, Geschäftsführer der Super Global GmbH. „Wir bekommen gerade verstärkt Anfragen von Vermögensverwaltern und Family Offices, die ausdrücklich Investitionsmöglichkeiten in Bankaktien sowie Finanztiteln suchen.“

Nach der Schließung der Silicon Valley Bank und der Signature Bank waren die Indizes der Bankbranche bereits deutlich abgesackt. Nach Bekanntwerden der für das weltweite Finanzsystem wesentlich bedeutenderen Credit Suisse verloren Bankaktien in der Breite fast zehn Prozent. „Für viele Marktteilnehmer scheint dies aber mögliche Einstiegskurse zu signalisieren“, sagt Knoblach.

So sind es vor allem institutionelle Anleger, die jetzt für sich oder ihre Kunden Anlagemöglichkeiten suchen, um den offenbar erwarteten Wiederanstieg mitzunehmen. „Durch die Auflegung indexgebundener Fonds lassen sich sehr schnell entsprechende Anlagemöglichkeiten schaffen“, sagt Knoblach. „Hier beweist sich die Stärke unserer White-Label-Fonds, die wir aufgrund unserer Strukturen und dank einer klaren Regulierung sehr schnell und kostengünstig an den Markt bringen können.“

Dabei gehen Institutionelle durchaus noch von einer längeren Phase hoher Volatilität bei Finanztiteln aus. „Es ist noch nicht so, dass vollständige Entwarnung gegeben wird“, so Knoblach. Die klar gezeigte Unterstützung der US-amerikanischen Notenbank für die US-Banken und der Schweizer Notenbank im Einklang mit der Schweizer Regierung bei der Credit Suisse lässt aber hoffen, dass es nicht zu einem Dominoeffekt im Finanzwesen kommen wird. Dazu kommt, dass Marktteilnehmer durchaus zwischen Märkten und Instituten unterscheiden. „Auch Banken ohne Probleme wurden abgestraft“, so Knoblach. „Jetzt wird genau geschaut, wer welche Anleihen hält und über wie viel Liquidität verfügt.“ Die SVB beispielsweise hatte eine schwierige Fristentransformation, welche hierzulande regulatorisch gar nicht erlaubt gewesen wäre. Angesichts eines KGV des gesamten Sektors von nur 6 bestehen durchaus Einstiegskurse bei ausgewählten Titeln.

„Für längerfristig denkende Investoren bedeutet Unterstützung vonseiten der Notenbanken auch, dass sich die Aktienkurse wieder erholen und die Banken zurück in die Gewinnspur kommen können“, sagt Knoblach. „Wie genau ein Produkt aussehen soll, mit dem davon profitiert werden kann, legen die Investoren dann eigenständig fest.“ So kann ein Index erstellt und getestet werden, der nach individuellen Anforderungen aufgebaut wurde. Nach Zulassung durch die Aufsichtsbehörde kann er dann in einen Fonds oder ein Zertifikat implementiert werden. Diese Lösung erlaubt es auch unregulierten Häusern und Family Offices, ein reguliertes und depotfähiges Wertpapier maßgeschneidert für ihre Kunden und Investoren anzubieten.

Über Super Global

An den Standorten Deutschland und Luxemburg bietet Super Global etablierte Investmentvehikel mit innovativen Lösungen sowie nachhaltigen Produktkonzepten an. Als AIFM für Alternative Investmentfonds verbindet Super Global DE maßgeschneiderte Fonds sowie Dienstleistungen für die Bereiche Portfoliomanagement, Risikomanagement und Administration. Die Luxemburger Gesellschaft ermöglicht weltweit anerkannte und etablierte Securitisation-Lösungen, individuell gestaltbar und auf die jeweiligen Kundenanforderungen ausgerichtet. Super Global übernimmt das Set-up, die regulatorische Strukturierung sowie die fortlaufende Administration.

Verantwortlich für den Inhalt:

Super Global GmbH, Luise-Ullrich-Straße 20, 80636 München,Tel: +49 89 51 770 450, www.super-global.de