Kommentar von Jeremiah Buckley, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors

  • Höhere Zinsen wirken sich auf Wirtschaft und bestimmte Marktsegmente aus – Zusammenbruch zweier Regionalbanken als Konsequenz
  • Zusätzlich dürften zunehmende Regulierung und striktere Kreditvergabe negative Auswirkungen haben und die hohe Volatilität bei Aktien bleiben
  • Wie bleiben weiter positiv für Aktien – bereits spürbare konjunkturelle Verbesserungen könnten den Unternehmen höhere Profitabilität und Erträgen bringen

Trotz der Gewinne im ersten Quartal waren die Märkte volatil und die Spitzengruppe sehr begrenzt, wobei der größte Teil der Rendite des S&P 500® auf die Stärke weniger Mega-Cap-Technologiewerte zurückzuführen war. Die Inflation ließ etwas nach, und das Wachstum des Verbraucherpreisindex (VPI) ging im Jahresvergleich leicht von 6,4 % im Januar auf 6,0 % im Februar zurück. Die Federal Reserve (Fed) setzte ihre Zinserhöhungen mit zwei Anhebungen um jeweils 25 Basispunkte im Quartal zwar fort, verlangsamte aber ihr Tempo erheblich und scheint sich nun dem Ende ihres Straffungszyklus zu nähern.

Höhere Zinsen verursachen Stress und anhaltende Volatilität

Die Auswirkungen der strafferen Geldpolitik der US-Notenbank wurden vor kurzem mit dem Zusammenbruch zweier regionaler Banken, ausgelöst durch Bedenken hinsichtlich des Durationsrisikos infolge höherer Zinsen, deutlich. Dies löste im gesamten Finanzsystem Unruhe aus, veranlasste die Bankenaufsicht zu raschem Handeln und führte zu einem erheblichen Ausverkauf im Bankensektor. Neben den höheren Zinsen dürften sich auch die zunehmende Regulierung des Finanzsektors und die Verschärfung der Kreditvergabebedingungen letztlich negativ auf die Wirtschaft auswirken. Auch die Volatilität dürfte anhalten, wenn sich die Auswirkungen der höheren Zinsen in der Wirtschaft voll entfalten.

Unterschiedliche Signale, aber Zeichen des Fortschritts

Die Erwerbsquote ist leicht gestiegen, aber der Arbeitsmarkt ist nach wie vor extrem angespannt, was zu einem überdurchschnittlichen Lohnwachstum führt und die Verbraucher und Kaufkraft stärkt. Zwar ist ein starker Verbraucher sicherlich vorteilhaft für das Wirtschaftswachstum, doch hat das unerwartet anhaltende Lohnwachstum den Inflationsdruck aufrechterhalten. Wir gehen jedoch davon aus, dass die verbesserte Arbeitsproduktivität die anhaltende Lohninflation bis zu einem gewissen Grad ausgleichen wird.

Die überschüssigen Lagerbestände – insbesondere bei Konsumgütern –, die durch die verbesserten Lieferketten und Transitzeiten nach der Pandemie angewachsen waren, sind inzwischen weitgehend abgebaut. Auch die Rohstoffpreise sind weitgehend gesunken, was die Kosten vieler wichtiger wirtschaftlicher Inputs senkt. Die Wiedereröffnung Chinas, anderer Teile Asiens und Europas dürfte ebenfalls für Auftrieb sorgen, insbesondere für multinationale und weltweit tätige Unternehmen.

Gewinne rücken in den Mittelpunkt

Diese Faktoren – höhere Zinsen, hartnäckige Inflation, ein angespannter Arbeitsmarkt und Lieferkettenprobleme – hielten länger als von vielen erwartet bis ins Jahr 2022 an und drückten die Ergebnisse und Erwartungen für die Jahre 2022 und 2023. Während des gesamten Jahres 2022 blieben Bereiche wie Tourismus und Gesundheitsversorgung aufgrund der Erholung von der Pandemie beeinträchtigt. Wir glauben, dass sich in diesen und anderen Marktbereichen Chancen bieten, wenn sich das Gewinnwachstum wieder normalisiert. Die Aktien-Multiples scheinen sich aufgrund der moderaten Gewinnentwicklung und des deutlichen Rückgangs der Multiples im vergangenen Jahr in einem vernünftigen Bereich im Vergleich zu den langfristigen Trends zu befinden.

Wir gehen davon aus, dass die jüngsten Entwicklungen zu einer verbesserten Profitabilität und höheren Gewinnen bei ausgewählten Unternehmen führen können. Wir sehen weiterhin ein starkes Cashflow-Wachstum der Unternehmen sowie deren Möglichkeit, die Preise zum Inflationsausgleich zu erhöhen. Diese Preiserhöhungen sind meist auch bei nachlassendem Kostendruck haltbar, und einige Unternehmen können davon profitieren. Wir sind optimistisch, dass sich die Aktienkurse – die im Laufe der Zeit durch das langfristige Gewinnwachstum bestimmt werden – an die verbesserten Gewinnerwartungen anpassen werden, sobald der Markt die Gewinne für 2024 berücksichtigt.

Selektiv bleiben

Zwar sind wir uns der Risiken bewusst, die sich aus der allgemeinen Verschärfung der Finanzierungsbedingungen ergeben, bleiben aber positiv gegenüber Aktien. In einem Umfeld, in dem höhere Zinsen die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum schmälern könnten, halten wir eine Konzentration auf Unternehmen für wichtig, denen die Verbesserung der internen Produktivität und die Umsetzung von Innovationsmaßnahmen gelingt.

Des Weiteren halten wir die Konzentration auf Unternehmen mit konstantem Cashflow und gesunden Bilanzen jetzt für noch wichtiger. Denn Unternehmen mit diesen Eigenschaften haben das Potenzial, ihren Marktanteil trotz einer sich abschwächenden Konjunktur auszubauen, und müssen in einem schwierigen Finanzierungsumfeld keine Kredite aufnehmen, um künftiges Wachstum zu finanzieren.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Die demografische Entwicklung sorgt für Herausforderungen in der Anlagepolitik von Pensionskassen und Versorgungswerken.

„Statt Geld einzusammeln und zu verwalten, stehen bei vielen jetzt erstmals höhere Auszahlungen an Kunden an“, sagt Sebastian Bergmann, Geschäftsführer der EDS. „Das verändert vor allem den Bedarf bei der Laufzeitenplanung.“

Die jetzt in Rente gehende Generation hat über viele Jahre im aktiven Berufsleben Geld angesammelt, das von Pensionskassen oder Lebensversicherern verwaltet wurde. Schon immer wurden dort die Auszahlungsverpflichtungen entsprechend in der Asset-Allokation hinterlegt, sodass immer ausreichend Cash verfügbar war. „Letztlich wurden hier Portfolios aufgebaut, die einem Absolute-Return-Fonds entsprechen.“

Solange mehr Kapital angesammelt wurde als Auszahlungen vorgenommen wurden, ließen sich Schwankungen durch ein gutes Risiko-Controlling beherrschen. Doch in Zeiten, in denen mehr ausgezahlt wird, muss die Volatilität noch weiter heruntergefahren werden. „Das geschah zu einem gewissen Teil über Staatsanleihen, mit denen sich Durationen gut abbilden ließen“, so Bergmann. „Auch die Liquidität blieb so immer gewahrt – auf Kosten der Rendite.“ Interessante, renditeträchtigere Investments sind bei manchen Kassen nur noch in sehr begrenztem Umfang möglich.

Das betrifft auch Infrastrukturprojekte. „Bei einem sehr langen Planungshorizont ist es natürlich möglich, 100 Millionen Euro in einen Fonds mit fester Laufzeit zu stecken“, so Bergmann. „Oder auch Direktinvestments in Solar- oder Windanlagen vorzunehmen.“ Das Problem: Diese Fonds oder Direktinvestments weisen in der Regel feste Laufzeiten auf und bieten wenig Chancen, das gebundene Geld vorzeitig abzurufen.

„Das Investment in Infrastrukturkredite ist da eine gute Alternative“, sagt Bergmann. „Und genau hier lässt sich mit intelligenten Lösungen auch eine gute Laufzeitmischung erreichen.“ So geben derzeit Banken Teile ihrer Infrastrukturkredite auf den Sekundärmarkt, um Platz für neues Geschäft zu schaffen. „Diese Kredite sind sehr klar nach Laufzeit, Rendite und Bonität zu bewerten“, sagt Bergmann. „Im Idealfall lassen sie sich auf einer Plattform so kombinieren, dass ein individuell auf die Pensionskasse oder einen anderen Institutionellen abgestimmtes Portfolio bereitsteht.“

Ein solches Portfolio deckt mit einem optimalen Laufzeitenmix die Auszahlungsverpflichtungen und bietet zudem während der Laufzeit verlässliche Cash-Flows. Das ist besonders wichtig im Bereich der illiquiden Anlagen wie etwa Infrastruktur. „Hier sind Erträge über Jahre sicher planbar und damit auch die Ausschüttungen an die Kasse“, so Bergmann. „Statt in einer Anlageklasse rollierend anzulegen, lassen sich in einem individuell gebauten Portfolio gleich Auszahlungsnotwendigkeiten und Laufzeiten kombinieren.“

Über EDS European Debt Solutions

EDS European Debt Solutions ist ein neues, auf die Kredit- und Investmentindustrie spezialisiertes InvestmentTech-Start-up. Gegenstand des Unternehmens ist es, die Realwirtschaft mit institutionellen Investoren in Europa zusammenzubringen, um Kapital – zusätzlich zum klassischen Bankensektor auf der Kreditseite – dem europäischen Public Sector und Mittelstand gezielt über die Nutzung der Plattformökonomie sowie ausgewählte weitere Partner zur Verfügung zu stellen.

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EDS European Debt Solutions GmbH, Albert-Einstein-Ring 11, 14532 Kleinmachnow, Tel: +49 33203 871590, www.eds-finance.com

Gute Balance zwischen Aktien und Renten wichtig

Der konjunkturelle Ausblick bleibt von Unsicherheit geprägt: Kommt die befürchtete „harte Landung“ oder fällt sie glimpflicher aus, als erwartet? Vielleicht gelingt es sogar, ein durchgängig positives Wachstum zu erzielen? Die Konjunkturdaten der ersten Monate dieses Jahres waren in Summe durchaus positiv. Europa konnte dank einer Entspannung auf den  Energiemärkten die schon sicher geglaubte Rezession vermeiden und auch in den USA zeigt sich das Tempo des Wirtschaftswachstums immer noch deutlich über Trend. Auf der anderen Seite droht laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spätestens im dritten Quartal eine erhebliche Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivität in den USA, der sich auch Europa nicht entziehen können wird. Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet dies, die Defensivqualitäten des Portfolios zu stärken – etwa mit hochwertigen Staats- und Unternehmensanleihen sowie Aktien dividendenstarker Unternehmen.

US-Konsument: Riese auf tönernen Füßen

Für eine korrekte Evaluierung der aktuellen Rezessionsrisiken ist die Konstitution der Konsumenten eine der Schlüsselvariablen. In den USA, wo traditionell rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung durch Konsum erbracht werden, war dieser in den letzten Monaten erneut eine der wichtigsten Konjunkturstützen. „Trotz hoher Inflation und Kaufkraftkrise war der US-Konsum im letzten halben Jahr erstaunlich stabil. Viele Haushalte haben ihr schwindendes Realeinkommen mit Ersparnissen oder durch eine höhere Verschuldung kompensiert“, erklärt Ökonom Tilmann Galler. „Doch hier wird auch deutlich, dass der US-Konsument ein Riese auf tönernen Füßen ist, denn beide Strategien sind nicht nachhaltig“, führt Galler aus.

Die in der Pandemie angehäuften Überschussersparnisse von 2,1 Billionen US-Dollar beginnen seit September letzten Jahres abzuschmelzen. „Bei dem aktuellen Tempo werden die Ersparnisse im Sommer dieses Jahres aufgebraucht sein“, betont Galler. Und die Kreditkartenschulden der US-Haushalte sind im letzten Quartal nochmals kräftig um 61 Milliarden US-Dollar angestiegen. Damit liegt die Verschuldung derzeit 28 Prozent höher als noch vor zwei Jahren. „Bei der aktuellen Zinsentwicklung dürfte auch diese Strategie zur Sicherung des Lebensstandards nicht von Dauer sein“, warnt Tilmann Galler.

Hohes Zinsniveau und härtere Finanzierungsbedingungen schwächen Konjunktur

Als „Dampfwalze“ für die US-Konjunktur wird sich nach Ansicht von Marktexperte Galler das hohe Zinsniveau und die damit verbundenen härteren Finanzierungsbedingungen erweisen. Selbst wenn die US-Notenbank in absehbarer Zeit ihren Straffungszyklus bei 5 oder 5,25 Prozent beenden sollte, sorgen die Spannungen im Bankensystem für eine weitere Verschärfung der Kreditbedingungen. „Das bedeutet auch, die Geschäftsbanken führen auf diesem Weg die Inflationsbekämpfung der Notenbank fort“, sagt Galler.

Bereits 44 Prozent der US-Banken verschärften die Konditionen für Kredite. „Dieses Niveau führte in den letzten 40 Jahren üblicherweise zu einer Rezession, denn die Konsequenzen für die Wirtschaft sind absehbar“, so der Ökonom. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen dürfte in den kommenden Monaten stark an Dynamik verlieren und der Immobilienmarkt auf eine ausgeprägte Schwächephase zusteuern. Spätestens für das dritte Quartal sollte man daher mit einer starken Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivität in den USA rechnen. Europa werde sich dem, trotz verbesserter Energielage und Wachstumsaussichten in China, nicht entziehen können.

Gute Balance zwischen Aktien und Renten wichtig

Für das Investmentportfolio zähle in der jetzigen Phase der Unsicherheit, die Defensive zu stärken. „Neben einer guten Balance zwischen Aktien und Renten gilt es, sich auch innerhalb der Anlageklassen etwas robuster zu positionieren. Bei den festverzinslichen Papieren präferieren wir qualitativ hochwertige Staats- und Unternehmensanleihen mit etwas längerer Laufzeit, die im Fall einer tieferen Rezession von den zu erwartenden Stützungsmaßnahmen der Zentralbanken profitieren“, führt Tilmann Galler aus. „Auf der Aktienseite schätzen wir derzeit besonders dividendenstarke Unternehmen als attraktiv ein, da die Ausschüttungsquoten von unter 40 Prozent im historischen Kontext immer noch niedrig sind, wodurch Dividenden und Kursentwicklung stabiler sein dürften als in den letzten beiden Abschwüngen“, sagt Galler.

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

„Nach den jüngsten Phasen extremer Volatilität an den Anleihemärkten und unter Berücksichtigung des relativen Risiko-Ertrags-Verhältnisses zwischen den Anlageklassen bevorzugen wir auf kurze Sicht festverzinsliche Anlagen gegenüber Aktien.

Die Möglichkeiten für festverzinsliche Anlagen sind so attraktiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr.“ Das sagt Shamik Dhar, Chefökonom bei BNY Mellon Investment Management:

„Obwohl das Durationsrisiko nach wie vor gering kompensiert wird, da viele Zinskurven invers verlaufen, also die Zinsen für kurze Laufzeiten über den Zinsen für lange Laufzeiten liegen, sind wir der Meinung, dass Anleger den Versuch vermeiden sollten, die nächste große Bewegung der Zinskurse genau zu treffen. Denn die Märkte können sich schnell und unerwartet bewegen, wie das Drama im Bankensektor im März gezeigt hat. Aus unserer Sicht ist es besser, die Duration eher früher als später zu verlängern.

In einem defensiven und flexiblen Ansatz bevorzugen wir bargeldähnliche Cash-Positionen und Staatsanleihen, die derzeit attraktive Renditen bieten. In Bezug auf Unternehmensanleihen sind wir vorsichtiger, da die Risikoaufschläge während einer Rezession erheblich steigen können. Deshalb bevorzugen wir aktiv selektierte Investmentgrade-Anleihen vor Hochzinsanleihen.

Unserer Ansicht nach ist das Risiko einer globalen Rezession seit Jahresbeginn weiter gestiegen. Staatsanleihen der Industrieländer werden wahrscheinlich volatil bleiben. Wir erwarten trotzdem, dass sie in den nächsten zwölf Monaten einen positiven Beitrag zur Gesamtrendite beitragen werden. Die vergleichsweise attraktiven Niveaus der nominalen Renditen bieten gute Erträge. Insbesondere US-Staatsanleihen bleiben attraktiver als Anleihen in anderen Regionen.

In Europa sind die Kerninflation und die Löhne noch nicht gesunken, so dass die Gefahr besteht, dass die Europäische Zentralbank ihre restriktive Geldpolitik beibehält und in Folge die Renditen für Staatsanleihen im Euroraum weiter steigen, falls sich die Wirtschaft als widerstandsfähiger erweist als wir erwarten.

Schwellenländeranleihen als Puffer?

Schwellenländeranleihen werden aus unserer Sicht etwas von der Erholung der Wirtschaft in China durch die Wiederöffnung und einem weniger starken US-Dollar als im Jahr 2022 profitieren. In vielen Schwellenländern mit Investment-Grade-Rating ist die Inflation bereits auf einem niedrigeren Niveau als in den meisten entwickelten Märkten, die Reservewährungen ausgeben. Höhere reale Zinssätze und Flexibilität bei Devisen sowie eine starke Nachfrage aus China sollten es den Schwellenländern ermöglichen, einem Wirtschaftsabschwung oder einem unerwarteten Wertanstieg des US-Dollars standzuhalten. Für Anleger bieten Schwellenländeranleihen in US-Dollar sowie in lokaler Währung einen guten Puffer für die Volatilität der Kursrenditen.

Die Verschiebung der absoluten Renditeniveaus bei Investment Grade Unternehmensanleihen nach oben bietet nach unserer Ansicht zwar einen Ertragspuffer, aber keinen vollständigen Schutz gegen einen Ausverkauf im Falle einer Rezession. Die anhaltende Verschärfung der politischen Lage und der Finanzierungsbedingungen, insbesondere nach der Kreditklemme bei regionalen Banken, dürfte die Gewinnmargen und Cashflows der Unternehmen belasten.

Unser Fazit: Wir gehen davon aus, dass sich die Spreads von Investmentgrade Anleihen in einer Rezession aufgrund der sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen von derzeit etwa 120 Basispunkten auf etwa 250 Basispunkte ausweiten werden (Stand März 2023). Unternehmensanleiherenditen von rund 5,5 Prozent bieten einen teilweisen Ausgleich für die Spreadausweitung. Wir bevorzugen ein Engagement in IG-Unternehmensanleihen oder auf US-Dollar lautende Schwellenländer-Schuldtiteln, da die Renditen in dieser Anlageklasse in der Vergangenheit in Rezessionen stabiler waren.“

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Der Anleihemarkt hat nach Jahren der Nullzinspolitik für Anleger wieder an Attraktivität gewonnen.

Warum festverzinsliche Wertpapiere in jedes diversifizierte Depot gehören und wie Anleger sie richtig einsetzen.

Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

Die Sorge vor einer neuen Bankenkrise nach der Pleite der US-amerikanischen Silicon Valley Bank (SVB) hat in den vergangenen Wochen den Anlegern vor Augen geführt, wie schnell sich massive Verlustrisiken an der Börse aufbauen können. Weil viele Kunden ihre Guthaben von der SVB abhoben, musste die kalifornische Regionalbank langlaufende Staatsanleihen aus ihrem Bestand mit Milliardenverlusten verkaufen. Die waren nach den massiven Zinserhöhungen der Notenbanken seit vorigem Jahr stark im Wert gefallen. Weil auch andere US-Regionalbanken ins Schlingern gerieten, stand schnell das Szenario einer sich ausbreitenden Bankenkrise im Raum. Inzwischen hat sich die Lage aber wieder etwas beruhigt.

Anleger sind ein wichtiger Stabilitätsanker

Anleger sollten aufgrund der Bankenpleite nun aber nicht denken, Staatsanleihen wären gefährlich. Das Gegenteil ist der Fall. Als das Schreckgespenst einer neuen Bankenkrise die Runde machte, flohen etliche Anleger erst einmal in sichere Häfen. Und das waren neben Gold vor allem: Staatsanleihen mit guter und sehr guter Bonität.

Durch die Zinserhöhungen der Notenbanken sind Anleihen endlich auch für Privatanleger wieder attraktiv geworden. Dementsprechend stark ist der Rentenmarkt in das neue Jahr gestartet. Neben ihrer gestiegenen Verzinsung gibt es aber eine Reihe weiterer Gründe, warum ein Anleiheanteil im Depot grundsätzlich sinnvoll ist. Ein zentrales Argument für Anleihen ist, dass sich der Rentenmarkt historisch betrachtet zumeist entgegengesetzt zum Aktienmarkt entwickelt. Die Renditen der festverzinsten Wertpapiere können so Kursverluste am Aktienmarkt kompensieren. Anleihen tragen so zur Risikostreuung bei und geben jedem Depot Stabilität. Das gilt insbesondere für Staatsanleihen, aber auch Unternehmensanleihen können diesen Effekt bewirken.

Anleihe ist nicht gleich Anleihe

Während der Finanzkrise und nun nach der SVB-Pleite waren etwa Bundesanleihen gefragt, da sie als besonders sicher gelten und nach Jahren der Negativrendite durch die Zinswende nun auch wieder positive Renditen bieten. So liegt etwa die Rendite für eine Bundesanleihe mit einjähriger Laufzeit aktuell bei rund 2,9 Prozent. In den USA, wo die Federal Reserve die Leitzinsen schneller und früher anhob, wirft eine einjährige US-Staatsanleihe derzeit sogar eine Rendite von 4,9 Prozent ab. Und Schwellenländer wie Brasilien, Indien oder die Türkei bieten gar zweistellige Zinsraten, allerdings weisen diese Anleihen aufgrund ihres höheren Ausfallrisikos auch ein größeres Risiko auf. Gleiches gilt für asiatische Anleihen, die besonders von der Wiedereröffnung Chinas profitieren könnten.

„Kurzläufer“ sind derzeit eine gute Wahl

Der Rentenmarkt ist daher in einer besonderen Phase: Anleihen mit kurzer Laufzeit bieten eine höhere Rendite als Anleihen mit langer Restlaufzeit. Dieses Phänomen einer inversen Zinsstrukturkurve gilt vielen Marktbeobachtern als Vorbote einer Rezession, weil sie die Finanzierungsmöglichkeiten der Unternehmen einschränkt und verteuert. Investoren tun daher gut daran, aktuell bevorzugt auf kurze Laufzeiten zu setzen. Kurzlaufende Anleihen bieten neben der höheren Verzinsung noch einen Vorteil: Sie reagieren weniger stark auf – möglicherweise noch weitere – Zinsänderungen der Notenbanken als langlaufende Anleihen. Für Privatanleger, die bereits langlaufende Anleihen im Depot haben, ist hingegen ein Aussitzen unproblematisch. Sie können diese Papiere bis zum Laufzeitende halten und bekommen so ihr investiertes Kapital plus Zinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit zurück. Kursverluste am Rentenmarkt können ihnen gleichgültig sein, solange sie die Anleihen nicht vor Fälligkeit verkaufen. Diese Unabhängigkeit von der Kursentwicklung macht Anleihen zum wichtigen Stabilitätsanker im Portfolio.

Wo Chancen locken, lauern auch Gefahren

Neben Staats- bieten sich auch Unternehmensanleihen als Depotbeimischung an. Auch diese haben historisch betrachtet ein attraktives Chancen-Risiko-Profil. Doch Vorsicht: Auch bei Unternehmensanleihen gilt natürlich: Wer eine hohe Rendite anstrebt, muss auch ein vergleichsweise höheres Risiko eingehen. Zwar gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen, die zweistellige Zinskupons bieten. Auf der anderen Seite besteht jedoch auch die Gefahr, dass das Unternehmen die Anleihe bis zur Fälligkeit nicht stets bedienen kann. Vor einem Investment ist daher die Berücksichtigung der eigenen Risikoneigung ebenso wichtig, wie die Risikoanalyse des emittierenden Unternehmens.

Zudem sollten Anleger bei Anleiheinvestments unbedingt mögliche Wechselkursrisiken im Blick haben. Zwar bietet eine US-Staatsanleihe im Vergleich zu Bundesanleihen eine höhere Rendite, doch wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter an Wert verliert, erleiden Anleger aus dem Euroraum Währungsverluste. Gleiches gilt auch für Unternehmensanleihen in Fremdwährungen.

Kurzum: Einen möglichst attraktiven Mix aus Staats- und Unternehmensanleihen unterschiedlicher Laufzeiten, Zinskupons und Bonitätsstufen zu identifizieren, ist ein komplexer Prozess, den Privatanleger womöglich besser in die Hände von erfahrenen Anlageprofis legen sollten. Diese können viele verschiedene Rentenpapiere einsetzen, um Rendite, Laufzeit und Risiko zu optimieren. Und: Zwar haben Anleihen im Zuge des Zinserhöhungszyklus wieder an Attraktivität gewonnen, doch sollten sie freilich nur ein Depotbaustein von vielen sein. Für Anleger kommt es also auf die richtige Mischung aus Aktien, Anleihen, Rohstoffen, alternativen Investments und Liquidität im Depot an, um Verlustrisiken zu minimieren und Gewinnchancen zu maximieren.

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Laureus AG Privat Finanz, Ludwig-Erhard-Allee 15, D-40227 Düsseldorf, Tel: 0211 / 16098­0, www.laureus­ag.de

Gestern wurde im EU-Parlament die Entscheidung zur MICA getroffen und die Gesetzgebung dazu verabschiedet.

Tobias Eckl, CEO, Gubbi AG

Dazu haben wir als wmd-brokerchannel uns mit Tobias Eckl, CEO der Gubbi AG, einem FinTech aus Deutschland unterhalten, was bedeutet die Regulierung für Sachwerthäuser und Emittenten?

Tobias Eckl: Der neue Rahmen ist weltweit in der Form noch einzigartig und ist nun für Krypto- und digitalen Assets klar abgesteckt. Die Verabschiedung der MICA wird den Europäischen Markt als auch den deutschen Finanzmarktplatz verändern und digitale Assetklassen in den Vordergrund stellen. Viele Anbieter und alternative Finanzierungsdienstleister für Unternehmen werden das Thema Blockchain und Krypto jetzt noch konzentrierter angehen.

Was bedeutet das für Sachwerthäuser?

Tobias Eckl: Wer nun als Emittent und Sachwerthaus dabei sein will, muss sich „jetzt“ vorbereiten um seinen Marktanteil im kommenden digitalen Zeitalter des Finanzwesens sichern.

„Emittenten und Bank müssen dazu bedenken, dass dieses Jahr, „vor“ der Regulierung 2024 kommend, der Zeitpunkt ist sich am Markt als Innovationsleader zu positionieren. Produkte als Token sollten 2023 in den Markt hinein projektiert werden. Die Vorteile, wie Fungibilität als auch Steueroptimierung wird es zwar 2024 weitergeben, dennoch sind Kosten insbesondere zur Rechtsberatung möglicherweise ein Vielfaches höher“, so Tobias Eckl, CEO der Gubbi AG.

Wir informieren zur MICA noch ausführlicher. Dies als erste Information vorab.

Über die Gubbi AG:

Die Gubbi AG wurde 2022 gegründet und digitalisiert herkömmliche Finanzprodukte. Die Gubbi AG verwendet innovativen Blockchain-Lösungen und unterstützt dabei Unternehmen, vorrangig Finanzunternehmen in der Transformation der Digitalisierung. Gubbi baut Brücken zwischen der modernen, digitalen und der traditionellen Finanzwelt. Spezialisiert ist das Unternehmen auf drei Geschäftsfelder: „Token Consulting“, „Eigene innovative Tokenprojekte“ und „Digitale Krypto-Bankingplattform“. Gubbi startete mit dem Vermögensverwalter Winbridge den weltweit ersten Managed Account auf NFT-Basis und schuf so einen komplett neuen digitalen Einstieg in den Bereich der Vermögensverwaltung. Die Gründer und Vorstände der Gubbi AG sind allesamt ausgewiesene Finanzmarkt- und IT-Experten mit jahrzehntelanger Führungserfahrung.

Verantwortlich für den Inhalt:

Gubbi AG, Nördliche Münchner Straße 27a, 82031 Grünwald, Tel: +49 89 90 90 15 3959, office@gubbi.iowww.gubbi.io

Mit der MICA wird der Startschuss für die Regulierung der Kryptowährungen gelegt, dies betrifft insbesondere Utility Token und Stablecoins.

Tobias Eckl, CEO, Gubbi AG

Unter Utility Token sind Lösungen zu versehen, die einen digitalen Zugang zu einer Ware oder Dienstleistung verschafft und Stablecoins im Sinn der MICA sind wertreferenzierte Token wo Währungen oder andere Assets als Bezugspunkt genommen werden.

Sie tritt aber erst 2024 in Kraft und damit gilt es jetzt mit der Vorbereitung zu beginnen.

„Mit der MICA ist die Chance für neue innovative Anlage- und Finanzprodukte auf der Basis einer europaweiten Regulierung auch für Deutschalnd geltend, entstanden, um transparent und sicher digitale Assets zu emittieren“, so Tobias Eckl, CEO der Gubbi AG.

„Damit beginnt der Wettlauf um die Entwicklung der Assetklassen der Zukunft, die uns die nächsten Jahre begleiten werden.“, so Eckl weiter.

Was bedeutet das für uns alle? Wertpapiere und Kryptowährungen werden auf dieselbe Ebene gebracht und müssen dieselben Anforderungen wie viele andere Finanzprodukte erfüllen.

Es müssen damit Transparenz und Offenlegungspflicht erfüllt werden, die den Weg zu einem nachhaltigen und vertrauensvollen Krypto Markt ebnen.

Oder in layman’s terms, jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Kryptowerte und Wertpapiere sind auf derselben Ebene was den Anforderungen für Konsumenten und Verbraucher betrifft.

Über die Gubbi AG:

Die Gubbi AG wurde 2022 gegründet und digitalisiert herkömmliche Finanzprodukte. Die Gubbi AG verwendet innovativen Blockchain-Lösungen und unterstützt dabei Unternehmen, vorrangig Finanzunternehmen in der Transformation der Digitalisierung. Gubbi baut Brücken zwischen der modernen, digitalen und der traditionellen Finanzwelt. Spezialisiert ist das Unternehmen auf drei Geschäftsfelder: „Token Consulting“, „Eigene innovative Tokenprojekte“ und „Digitale Krypto-Bankingplattform“. Gubbi startete mit dem Vermögensverwalter Winbridge den weltweit ersten Managed Account auf NFT-Basis und schuf so einen komplett neuen digitalen Einstieg in den Bereich der Vermögensverwaltung. Die Gründer und Vorstände der Gubbi AG sind allesamt ausgewiesene Finanzmarkt- und IT-Experten mit jahrzehntelanger Führungserfahrung.

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Marktkommentar von Victoire Dubrujeaud, Credit Fund Manager, La Française AM

In den letzten zehn Jahren bewegten wir uns in einem Umfeld niedriger oder sogar negativer Zinsen. Die einzige Möglichkeit, positive Renditen zu erzielen, bestand darin, höhere Risiken einzugehen und Aktien gegenüber festverzinslichen Anlageklassen zu bevorzugen. Eines der Hauptargumente für Investitionen in die Aktienmärkte war das bekannte Motto „There is no alternative“ (TINA). Aufgrund höherer Zinsen und der Inflation sind die Carry-Möglichkeiten in letzter Zeit auf ein Niveau gestiegen, das wir seit Jahren nicht mehr gesehen haben – insbesondere im Vergleich zu den Dividendenrenditen von Aktien. Der Markt für festverzinsliche Wertpapiere wird im Vergleich zu Aktien wieder wettbewerbsfähiger, weshalb wir vor allem im Kreditsegment steigende Mittelzuflüsse beobachten.

Chancen im High-Yield-Segment

Aufgrund der ungewöhnlichen Kombination aus steigenden Zinsen und sich ausweitenden Spreads war 2022 eines der schlechtesten Jahre für die Finanzmärkte. Im Vergleich zu Investment-Grade-Anleihen oder Staatsanleihen hat sich der High-Yield-Markt im Rückgang aufgrund seiner strukturell geringeren Duration und Sensitivität gegenüber Zinsschwankungen als etwas widerstandsfähiger erwiesen. Mit Blick auf 2023 gehen wir davon aus, dass geringere Wachstumssorgen die im Jahr 2022 vorherrschenden Themen Inflation, Zentralbanken und Zinsen langsam verdrängen werden. Ein linearer Aufschwung erscheint in diesem Stadium unwahrscheinlich. Die Volatilität dürfte anhalten, solange die Folgen des massiven und unerwarteten Zinserhöhungszyklus für die Realwirtschaft nicht absehbar sind.

Einen gewissen Schutz gegen die Volatilität der Spreads bietet der „Carry“ des High-Yield-Marktes (Renditen (in €-Äquivalent) von über 7 % in Europa und den USA). Daher könnte es sinnvoll sein, durch High Yield ein gewisses Risiko beizumischen, um die Carry-Strategie zu maximieren. Darüber hinaus erwarten wir nur einen moderaten Anstieg der Ausfallraten, da die Unternehmensbilanzen nach wie vor gesund sind und der Refinanzierungsbedarf auf kurze Sicht begrenzt bleibt. Wir rechnen jedoch mit zunehmender Dispersion nach Ratings und Sektoren sowie mit einem Wiederaufleben idiosynkratischer Entwicklungen. Dies bedeutet, dass die Auswahl von Anleihen und Krediten entscheidend sein wird.

Die Aussichten für eine weiche Landung der Wirtschaft sind nach wie vor begrenzt. Wir bevorzugen daher weiterhin Anleihen mit BB-Rating und einige Titel mit B-Rating, die hohe Kupons und ein begrenztes kurzfristiges Refinanzierungsrisiko aufweisen. Wir sehen im Bankensektor qualitativ gute Emittenten, da die risikobereinigten Renditeprämien derzeit attraktiver sind als bei Unternehmen mit einem gleichwertigen Rating. Bei zyklischen Titeln und Titeln mit hohem Fremdkapitalanteil, die bei einer drastischen Verschärfung der Finanzierungsbedingungen und einem möglichen Wirtschaftsabschwung weniger Handlungsspielraum haben, bleiben wir sehr vorsichtig.

Davon ausgehend, dass die wichtigsten Zentralbanken die Zinsen weiterhin hoch halten werden, könnte die normalisierte Bewertung des risikofreien Zinssatzes die Multi-Asset-Investoren dazu veranlassen, sich noch stärker auf die Anlageklasse der festverzinslichen Wertpapiere zu konzentrieren. Es könnte zu einer strukturellen Verschiebung der Asset Allocation kommen, bei der die Anleger weniger Risiko eingehen und interessante Carry-Niveaus sichern, ohne sich in der Kapitalstruktur nach unten zu bewegen.

Mögliches Risiko

Die nächste wichtige Fälligkeitsgrenze für High-Yield-Anleihen kommt 2025. Sollten die Zentralbanken die Zinsen noch stärker anheben als bisher erwartet, bestünde die Hauptsorge im Kreditsegment darin, dass hoch fremdfinanzierte Titel in den nächsten 18-24 Monaten den Großteil ihrer Schuldenstruktur refinanzieren müssten. Dies könnte zu einem potenziellen Herabstufungszyklus führen und die Ausfallquote noch weiter in die Höhe treiben. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Anstieg der Ausfallraten auf dem Leveraged-Loan-Markt aufgrund der variabel verzinsten Anleihenstruktur deutlich stärker ausfallen wird als auf dem High-Yield-Markt.

Verantwortlich für den Inhalt:

La Française Systematic Asset Management GmbH, Neue Mainzer Straße 80, 60311 Frankfurt, Tel: +49 (0)40 300929 174 , www.la-francaise-systematic-am.com

Eigene Anlagestrategien lassen sich jetzt mit individualisierten Indizes und Benchmarks einfach und gemäß der EU-Benchmark-Verordnung umsetzen.

„Zusammen mit einem Bafin-regulierten Benchmark-Administrator als Partner können wir für Vermögensverwalter, Family Offices und Finanzberater sehr individuelle Anlageideen aufsetzen und als Wertpapiere verbriefen“, sagt Daniel Knoblach, Geschäftsführer der Super Global GmbH.

Zum ersten Mal lassen sich damit Strategien aus Aktien, Anleihen oder auch Währungen umsetzen, die Anlagenklassen übergreifen. „Gerade angesichts der derzeitigen Marktunsicherheiten nutzen viele Vermögensverwalter die Möglichkeit, eigene, manchmal alternative Strategien einzusetzen und ihren Kunden zugänglich zu machen“, so Knoblach. „Dabei ist es unerheblich, ob der Ideengeber reguliert oder unreguliert ist.“ Durch den Einsatz eines regulierten Index sind die daraus abgeleiteten Produkte auch regulatorisch transparent.

„Die Indizes werden von den Kunden zusammengestellt und spiegeln die Anlageideen wider“, sagt Knoblach. „Investierbar werden diese Indizes, indem darauf ein Zertifikat oder ein Fonds aufgelegt wird.“ Dabei eignen sich entweder nach luxemburgischem Recht aufgelegte AMC, Actively Managed Certificates, oder aber deutsche AIF, Alternative Investmentfonds, zur Umsetzung. „Beide Vehikel lassen sich sehr schnell an den Markt bringen, wenn man die notwendige Expertise hat“, sagt Knoblach.

Bei der Indexzusammenstellung ergeben sich vor allem aus der wachsenden Verfügbarkeit von Daten große Chancen. „Die Digitalisierung der Märkte hat hier ganz neue Zugänge ermöglicht“, so Knoblach. „Es stehen mittlerweile wesentlich mehr Daten zur Verfügung, mit denen sich quantitativ ausgerichtete Strategien anhand klarer Kriterien umsetzen lassen, ohne eine eigene Stock- oder Bond-Picking-Expertise aufbauen zu müssen.“

Das macht auch eine enorme Geschwindigkeit bei der Auflage dieser indexbasierten Produkte möglich. „Unsere Technik erlaubt es, in Minuten Indizes zu erstellen, beliebige Backtests durchzuführen und die Ergebnisse zu analysieren“, sagt Knoblach. „Damit können Strategien erarbeitet werden, die auf bestimmte Marktphasen oder Branchen ausgerichtet sind – oder auch Faktoren berücksichtigen wie etwa fundamentale Daten und ESG-Kriterien.“

Über Super Global

An den Standorten Deutschland und Luxemburg bietet Super Global etablierte Investmentvehikel mit innovativen Lösungen sowie nachhaltigen Produktkonzepten an. Als AIFM für Alternative Investmentfonds verbindet Super Global DE maßgeschneiderte Fonds sowie Dienstleistungen für die Bereiche Portfoliomanagement, Risikomanagement und Administration. Die Luxemburger Gesellschaft ermöglicht weltweit anerkannte und etablierte Securitisation-Lösungen, individuell gestaltbar und auf die jeweiligen Kundenanforderungen ausgerichtet. Super Global übernimmt das Set-up, die regulatorische Strukturierung sowie die fortlaufende Administration.

Verantwortlich für den Inhalt:

Super Global GmbH, Luise-Ullrich-Straße 20, 80636 München,Tel: +49 89 51 770 450, www.super-global.de

Von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

Die Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung in den USA zeigen seit einigen Monaten ihre Wirkung. Nach einem Höchststand von 9,1 % ist die Inflation in den USA allmählich zurückgegangen und lag Ende März bei 5 %. Es bedarf jedoch einer detaillierteren Analyse, um die aktuellen Inflationsfaktoren in den USA und die damit verbundenen Risiken vollständig zu erfassen.

In Sachen Energie herrscht Einigkeit: Sollten die Energiepreise auf dem derzeitigen Niveau bleiben, ist das Schlimmste überstanden. Die Gaspreise liegen wieder auf dem Niveau vor dem Russland-Ukraine-Krieg und haben sogar Rekordtiefs erreicht. Der Ölpreis ist zwar immer noch deutlich höher als 2020 oder 2021, aber längst nicht so hoch wie im Juni 2022. Die überraschende Entscheidung der OPEC+-Länder, die Produktion ab Anfang Mai um mehr als eine Million Barrel pro Tag zu kürzen, könnte eine Preisrallye auslösen. Allerdings dürfte dieses Risiko durch mehrere Faktoren entschärft werden, z. B. durch das schwache globale Wachstum, die sehr stabile russische Ölförderung und die strategischen Ölreserven der USA. Letztendlich stellt die Energiepreisinflation in den USA (oder in diesem Fall die Deflation), die bei -6,4 % liegt (gegenüber 41,6 % im Juni), unserer Meinung nach kein großes Risiko dar, auch wenn die negativen Basiseffekte wahrscheinlich allmählich abklingen dürften. Ausgehend von den aktuellen Energiepreisen rechnen wir mit einer positiven Energieinflation gegen Ende des Jahres 2023.

Die Lebensmittelinflation, die von 11,4 % im August auf 8,5 % im März gesunken ist, wird sich voraussichtlich weiter langsam, aber stetig verringern. Historisch gesehen sind die Lebensmittelpreise eng an die Preisentwicklung von Gas und Düngemitteln gekoppelt. Da letztere bereits stark gesunken sind, gehen wir davon aus, dass die Lebensmittelpreise weiter sinken werden.

Die Inflation im Dienstleistungssektor ist viel komplexer. Hierauf richtet Federal Reserve Präsident Jerome Powell sein Augenmerk. Die Inflation im Dienstleistungssektor liegt mit 7,1 % im März nach wie vor nahe am Rekordhoch – vor allem wegen des Einflusses des Immobiliensektors und insbesondere einer seiner größten Komponenten, der OER (Owners’ equivalent rent). Die OER-Inflation entwickelt sich jedoch relativ langsam, sodass es mehrere Monate dauern könnte, bis wir einen deutlichen Rückgang erleben. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank hat wiederholt darauf hingewiesen, dass er die Inflation ohne Berücksichtigung der „OER“-Komponente analysiert, eben wegen dieser Verzögerung. Abgesehen von dieser Komponente müssen auch andere Sektoren genau beobachtet werden, z. B. der Verkehrssektor, der von der Inflation stark betroffen ist (insbesondere die Flugpreise). Dennoch sind wir der Ansicht, dass diese Risiken mit nachlassendem Lohndruck allmählich abnehmen dürften. Die Zukunft scheint in diesem wichtigen Punkt aus verschiedenen Gründen weniger besorgniserregend zu sein:

  • Die Kaufkraft der privaten Haushalte sinkt nicht mehr
  • Die Inflationserwartungen wurden nach unten korrigiert
  • Laut monatlichem Beschäftigungsbericht der NFIB ist die Zahl der geplanten Neueinstellungen rückläufig

Die Wareninflation scheint mit 1,5 % über zwölf Monate nicht besonders beunruhigend zu sein. Nach einem starken Preisauftrieb aufgrund vorübergehender Lieferkettenunterbrechungen (Corona, Ukraine) fällt der Preisanstieg moderater aus. Allerdings laufen die negativen Basiseffekte aus (ähnlich wie beim Ölmarkt), was für die Fed künftig kompliziertere Bedingungen mit sich bringen könnte. Der Automobilmarkt beispielsweise ist aus mehreren Gründen besonders interessant:

  • Preise für Neuwagen steigen weiterhin mit einer Rate von 6,1 % über zwölf Monate (bis Ende März 2023). Das hat mehrere Gründe: die ökologische Transformation und der Trend zu teureren Elektrofahrzeugen, steuerliche Anreize in Verbindung mit dem Kauf dieser Fahrzeuge, anhaltende Bestandsprobleme bei bestimmten Modellen usw. Berücksichtigt man die zusätzlichen Ersparnisse der privaten Haushalte (was bis zum Jahresende der Fall sein dürfte) und damit die anhaltende Nachfrage, könnten die Preise hoch bleiben. Tatsächlich steigen die Neuwagenpreise im Vergleich zu den Großhandelspreisen seit mehreren Monaten, was ein Zeichen für einen angespannten Markt ist.
  • Die Konsequenz aus dem deutlichen Anstieg der Neuwagenpreise (fast +50 % gegenüber vor Corona) ist, dass auch die Gebrauchtwagenpreise wieder steigen. Neuwagen sind für viele unerschwinglich, daher sind die Bestände an Gebrauchtwagen rückläufig. Es scheint logisch, dass die Gebrauchtwagenpreise steigen werden und sich dies in den kommenden Monaten in den Inflationszahlen niederschlagen wird.

Dies mag trivial erscheinen, aber Autos machen 7,6 % des Inflationskorbs aus und sind daher ein wichtiger Faktor.

Die US-Inflation dürfte in Zukunft einen Disinflationsdruck aus dem Dienstleistungs- und Nahrungsmittelsektor und einen stärkeren Inflationsdruck aus dem Energie- und Gütersektor verzeichnen. Die Wareninflation könnte daher die entscheidende Variable in der 2. Jahreshälfte sein, auch wenn der Schwerpunkt derzeit auf den Dienstleistungen zu liegen scheint.

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Kommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

Allen Befürchtungen zum Trotz könnte die Berichtssaison für das erste Quartal erneut besser verlaufen:

  • Die großen US-Banken profitierten von den Unsicherheiten im Segment der kleineren Regionalbanken in den und konnten – aufgrund der hohen Schwankungen an den Börsen – zudem steigende Handelsgewinne vereinnahmen.
  • In der Industrie und bei Dienstleistern konnten auch in Europa viele Unternehmen weiterhin die hohen Kosten an die USA Endverbraucher durchreichen oder sogar zusätzliche Preissteigerungen durchsetzen, wodurch die Margen stabil blieben oder ausgeweitet wurden.
  • In Deutschland deutet die im Januar (3,7 % im Vergleich zum Vormonat) und Februar (2,0 % im Vergleich zum Vormonat) deutlich gestiegene Produktion im produzierenden Gewerbe – insbesondere im Automobilesektor – auf eine ebenfalls gute Gewinnentwicklung der Industrieunternehmen hin.

Anleger sollten bei der anstehenden Berichtssaison jedoch vor allem auf die weiteren Geschäftsaussichten achten. Dabei ist besonders die Entwicklung der Auftragseingänge relevant. In Umfragen unter Unternehmen (Einkaufsmanagerindizes) deutete sich zuletzt an, dass nach der derzeitigen Abarbeitung von Auftragsstaus der letzten Jahre in der Breite noch nicht genügend Anschlussaufträge vorliegen. Wenn die industrielle Nachfrage aufgrund einer nur verhaltenen globalen Wachstumsdynamik in den kommenden Monaten schwach bleibt, müssten Unternehmen ggf. verstärkt Preisnachlässe gewähren, um die Neuaufträge anzukurbeln. Hinzu kommen sukzessive steigende Refinanzierungskosten angesichts höherer Zinsniveaus. In den USA ist zudem – aufgrund der sich abzeichnenden Rezession – mit einem nachlassenden privaten Konsum zu rechnen, der die künftige Gewinnentwicklung belasten dürfte. Vordergründig schlecht für die Aktienmarktperspektiven, würden sinkende Margen aber auf einen künftig nachlassenden Inflationsdruck hindeuten und den Notenbanken schneller einen weniger restriktiven geldpolitischen Kurs ermöglichen. Vor diesem Hintergrund sind in dieser Woche die Veröffentlichungen der Schnellschätzungen der S&P Global-Einkaufsmanagerindizes von besonderer Bedeutung, vor allem die Details zur Entwicklung der Ansatzpreise, Lagerhaltung und Neuaufträge.

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Von Michael Winkler, Leiter Anlagestrategie, St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Das aktuelle Marktumfeld ist im „Risk on“-Modus, mit steigenden Aktienmärkten und sinkender Volatilität. Inmitten der guten Stimmung werden die potenziellen Risiken jedoch völlig ausgeblendet. Das gemischte Bild beim Anlegerverhalten zeigt aber auch, dass keine breite Euphorie vorliegt:

Die Volatilität erreicht ein neues Tief. Der VIX Index bricht auf 17,07 Punkte ein, unterschreitet das diesjährige Jahrestief und liegt auf dem Jahrestief von Januar letzten Jahres. Der Wert signalisiert, dass die Angst der Anleger komplett verschwunden ist. Aufgrund der weiter bestehenden Risiken können wir diese Entwicklung nur schwer nachvollziehen.

Laut dem „CNN Fear & Greed Index“ nähern wir uns auch einem relativ hohen Gier-Wert an. Auf einer Skala von Null bis Hundert liegt dieser aktuell bei 67, wobei bei 75 die „extreme Gier“ eintritt. Auf der anderen Seite bleibt das Grundvertrauen der Anleger gegenüber Aktien sehr schwach und notiert den schlechtesten Wert seit Juni letzten Jahres.

Die Krisenwährung Gold glänzt wieder und erreicht die historischen Höchststände aus den Jahren 2020 und 2022. Mit einem Kursanstieg von 1.800 auf 2.000 USD profitiert das Edelmetall zunächst von der Bankenkrise und nun von der rückläufigen Inflation.

Doch Vorsicht: Während die US-Inflation im Vergleich zum Vormonat rückläufig ist (von 6 % auf 5 %), gestaltet sich der Rückgang der Kerninflation – ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise – schwieriger und steigt sogar leicht, von 5,5 auf 5,6 Prozent. Trotz der guten Stimmung raten wir Anlegern dazu, wachsam zu bleiben, die Warnsignale nicht aus den Augen zu verlieren und aus der Historie zu lernen: Die restriktive Geldpolitik ist weiter vorhanden (der Geldmarkt-Zinssatz in den USA liegt bereits bei 5 %) und zahlreiche Frühindikatoren zeigen den Weg in Richtung Rezession.

Das Ende des Zinserhöhungszyklus ist nicht unbedingt der Startpunkt in einen neuen Bullenmarkt.

Das Tief an den Aktienmärkten kommt in der Regel erst einige Zeit nach den ersten Zinssenkungen.

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St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, Prannerstraße 11, 80333 München, Tel: +49 (0)89 125 01 83-0, www.sgkb.de

Ein Thema, das alle Menschen betrifft: das liebe Geld.

Dennoch ist die Welt der Finanzen für nicht wenige ein Buch mit sieben Siegeln. Für etwas Transparenz sorgt das Deutsche Institut für Service-Qualität. Das DISQ hat Produktnovitäten der Branche ausgewertet und zeichnet die besten Innovationen aus.

261 Unternehmen, neun prämierte Produkte

Das Deutsche Institut für Service-Qualität analysierte die eingereichten Produkte von 261 einbezogenen Finanzinstituten. Die Auswertung erfolgte mit Fokus auf die Aspekte Innovation und Nutzen. Der Bewertungsgegenstand waren eingereichte Produkte, die im Zeitraum Januar 2022 bis Ende des Jahres 2023 auf dem deutschen Markt eingeführt wurden bzw. werden. Das DISQ führte die Untersuchung gemeinsam mit den Finanzexperten Carola Ferstl, Wirtschaftsjournalistin, und Prof. Dr. Sven Christiansen, Brand-University Hamburg und Geschäftsführer des Instituts für Quantitative Finanzanalyse, durch.

Wirtschaftsjournalistin Carola Ferstl: “Das Thema Finanzen betrifft alle Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Auszeichnung bietet Orientierung über nutzwertige Produkte, die neu am Markt sind.” Finanzexperte Prof. Dr. Sven Christiansen fügt hinzu: “Gerade im Finanzbereich ist es für die meisten Menschen praktisch unmöglich, den Überblick zu behalten. Umso wichtiger ist es, über Neuheiten aufzuklären und Innovationen transparent zu machen.”

Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität, bilanziert: “Die Auszeichnung ‘Finanzprodukt des Jahres’ verdienen sich letztlich jene neun Neuheiten, die hinsichtlich ihrer Innovationskraft wie auch ihrem Kundennutzen am stärksten überzeugen konnten.”

Sieger und ihre Produkte

Ausgezeichnet werden folgende Unternehmen (alphabetische Reihenfolge):

Comdirect: “hi!stocks”

Consorsbank: “Bezahlen mit Wearables und den Consorsbank Visa Cards” und “Kunden bauen ein Produkt”

Landeskreditbank Baden-Württemberg: “Nachhaltigkeitsbonus”

Mobilize Financial Services: “Mobilize Pay Card”

Sachwert Invest: “SACHWERT INVEST”

Sparda-Bank Hamburg: “Sparda Young Horizont”

Sparkasse KölnBonn: “Firmenkundenportal mit Nutzerverwaltung” und “S-Green Credit”

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) verfolgt das Ziel, die Servicequalität in Deutschland zu verbessern. Das Marktforschungsinstitut mit Sitz in Hamburg führt zu diesem Zweck unabhängige Wettbewerbsanalysen und Kundenbefragungen durch. Über 2.000 geschulte Testerinnen und Tester sind in ganz Deutschland im Einsatz. Die Leitung der Forschungsprojekte, bei denen wissenschaftlich anerkannte Methoden und Service-Messverfahren zum Einsatz kommen, obliegt einem Team aus Soziologen, Ökonomen und Psychologen. Dem Verbraucher liefert das Institut wichtige Anhaltspunkte für seine Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen wertvolle Informationen für das eigene Qualitätsmanagement. Das Deutsche Institut für Service-Qualität arbeitet im Auftrag von renommierten Print-Medien und TV-Sendern; Studien für Unternehmen gehören nicht zum Leistungsspektrum des DISQ.

Verantwortlich für den Inhalt:

DISQ Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH & CO. KG, Dorotheenstraße 48, 22301 Hamburg, Tel: +49 (0) 40 27 88 91 48-0, www.disq.de

Der Begriff Realzins ist nicht allen geläufig – Die Sparweltmeister sparen weiter fleißig – Immobilien als Inflationsschutz

Viele Sparerinnen und Sparer erwarten weiterhin steigende Preise und sorgen sich um den Wert ihrer Ersparnisse. Die meisten lassen sich nicht davon abhalten, auch weiterhin zu sparen und sind sich sicher, dass ihr Sparverhalten Auswirkungen auf ihre finanzielle Zukunft hat. Dies sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Online-Befragung von gut 1.000 Menschen in Deutschland, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden.

Seit über einem Jahr leben die Menschen mit steigenden Preisen und Rekord-Inflation. Dass dies so weiter geht, erwarten immer noch die meisten Befragten (79 Prozent). Allerdings ist ihr Anteil im Vergleich zum zweiten Quartal 2022, wo fast alle (98 Prozent) dieser Meinung waren, um 19 Prozentpunkte gesunken. 13 Prozent sind der Meinung, dass die Preise konstant bleiben werden. Dies glaubte vor knapp einem Jahr praktisch niemand. „Es scheint als ob sich die Menschen an die hohe Inflationsrate gewöhnt hätten oder für sich eine Lösung gefunden haben, damit umzugehen“, kommentiert Kerstin Knoefel, Leiterin des Segments Privatkunden bei Union Investment, die Ergebnisse des Anlegerbarometers. Unter den Befragten, die mit weiter steigenden Preisen rechnen, sorgen sich drei Viertel (76 Prozent) um den Wert ihrer Ersparnisse.

Der Begriff Realzins ist nicht allen geläufig

Die stark gestiegenen Sorgen könnten auch damit zusammenhängen, dass das Thema Realzinsen eine immer größere Bedeutung bekommt. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) haben schon einmal den Begriff Realzins gehört. Unter ihnen glauben 23 Prozent, dass sie genau beschreiben können, was damit gemeint ist. 54 Prozent wissen allerdings nur grob Bescheid, was dahinter steckt und 21 Prozent können den Begriff überhaupt nicht erklären. Auch wenn das Wissen um den Realzins nicht immer vorhanden ist, sind sich immerhin 60 Prozent der Befragten sicher, dass die Inflationsrate ihre Zinsgewinne auffressen wird. Nur knapp ein Viertel (27 Prozent) geht davon aus, dass sich die Inflationsrate und ihre Zinsgewinne ausgleichen. „In der aktuellen Situation ist es in der Tat so, dass Sparerinnen und Sparer, die zinsbasiert sparen, eine negative Realrendite einfahren. Daher ist es umso wichtiger, sich dessen bewusst zu sein und bei der Geldanlage entsprechend zu handeln“, meint Knoefel.

Die Sparweltmeister sparen weiter fleißig

Trotz der Sorgen um den Werterhalt der eigenen Geldanlagen werden die meisten Befragten dem Ruf des „Sparweltmeisters Deutschland“ gerecht und sparen weiter fleißig und regelmäßig. Der Anteil derjenigen, die mehr sparen wollen als bisher, steigt im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 nochmals leicht um fünf Prozentpunkte an und liegt nun bei 24 Prozent. Sieben von zehn Befragten sparen regelmäßig einen festen Betrag (70 Prozent). Knapp ein Drittel von ihnen schafft es, monatlich zwischen 100 und 250 Euro auf die Seite zu legen (31 Prozent). Gut vier von zehn legen jeden Monat sogar mehr als 250 Euro zurück (42 Prozent).

Die Motivation, zu sparen, liegt für viele auf der Hand: die Zukunft. Denn knapp drei Viertel der Befragten vertreten die Meinung, dass das eigene Sparverhalten beeinflusst, was man sich in 10 Jahren leisten kann. 20 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. “Es stimmt zuversichtlich, dass die Bundesbürger trotz oder gerade wegen der aktuellen Unsicherheit am Sparen festhalten. Wer sich heute ein finanzielles Polster aufbaut, ist auf künftige Herausforderungen besser vorbereitet und kann gelassener in die Zukunft blicken“, so Knoefel. Schaut man auf die Situation im Hier und Jetzt, äußern sich zudem viele Sparerinnen und Sparer entspannt zu ihrer eigenen finanziellen Situation. 45 Prozent sagen, sie können sich derzeit alles leisten, was sie haben möchten. 14 Prozent äußern, sie können sich nur das Nötigste leisten. Den größten Anteil an der finanziellen Situation, auf den sich die Befragten stützen, hat das eigene Einkommen (72 Prozent). 48 Prozent verlassen sich auf ihre Ersparnisse.

Immobilien als Inflationsschutz

Mit Blick auf die Preisentwicklung der letzten Monate erscheint den meisten Befragten (66 Prozent) eine Geldanlage in Immobilien als bester Schutz gegen Inflation, auch wenn die Zahl derjenigen, die dieser Meinung ist, im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 und zum ersten Mal in zehn Jahren deutlich gesunken ist (minus acht Prozentpunkte). 60 Prozent der Befragten halten Gold für inflationssicher. Investmentfonds und Aktien sind für 31 bzw. 30 Prozent der Befragten ein guter Schutz gegen die Inflation.

Unabhängig davon, ob sie aus Sicht der Befragten besonders gut gegen Inflation schützen oder nicht, bleiben Immobilien auch weiterhin die beliebteste Anlageform, verlieren aber deutlich in der Gunst der Sparerinnen und Sparer: 68 Prozent finden eine Geldanlage in Immobilien attraktiv. Ende des vergangenen Jahres waren es noch 80 Prozent. Auf Platz zwei und drei der beliebtesten Geldanlagen landen Aktien (50 Prozent) und Investmentfonds (47 Prozent).

Zur Studie

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Februar 2023 im Auftrag von Union Investment 1.008 Menschen im Alter von 20 bis 59 Jahren befragt, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden. Die Befragten nahmen an einer Online-Umfrage teil und konnten sich Zeit und Umgebung der Bearbeitung selbst aussuchen. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.

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Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

Kommentar von Greg Wilensky, Head of U.S. Fixed Income, und Michael Keough, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors

  • Die jüngsten Bankenzusammenbrüche scheinen zwar vorerst idiosynkratisch zu sein, dürften jedoch das Risiko einer wirtschaftlichen Rezession erhöht haben
  • Hochwertige Kernanleihen bieten angesichts der Herausforderungen im Bankensektor erneut Diversifizierungsvorteile
  • Ein aktiver, flexibler und researchorientierter Ansatz könnte derzeit die Chancen auf bessere risikobereinigte Renditen erhöhen

2023 startete mit drei wichtigen Themen: Ein aggressiver Straffungszyklus der Federal Reserve (Fed), eine immer noch über dem Zielwert liegende Inflation, und widerstandsfähige Konjunkturdaten. Vor diesem Hintergrund rechneten die Märkte mit verschiedenen Wirtschaftsentwicklungen, von einer weichen Landung über eine harte Landung bis hin zu gar keiner Landung. Im März wurde es jedoch noch „interessanter“.

Ein Sprichwort besagt: „Die Fed erhöht so lange, bis etwas zerbricht“. Im letzten Monat ist etwas „zerbrochen“, als die Silicon Valley Bank (SVB) und die Signature Bank (SBNY) pleitegingen und die Schweizer Regierung die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS erzwingen musste. Die Auswirkungen dieser Ereignisse werden für die Entwicklung der Märkte und der Wirtschaft in den kommenden Monaten von Bedeutung sein.

Auch wenn die endgültigen Folgen noch nicht absehbar sind, gehen wir davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession gestiegen ist und sich ihr Zeitpunkt nach vorne verschieben könnte. Unserer Ansicht nach beeinflusst dies die Positionierung der Anleger in einem sich verändernden Umfeld.

Anleihen bieten wieder Ausgleich

Die jüngsten Turbulenzen im Bankensektor überraschten die Märkte. Denn die meisten Marktteilnehmer stuften den Sektor als qualitativ hochwertig ein, nachdem er in den letzten 15 Jahren nach der globalen Finanzkrise durch staatliche Regulierung solide Kapitalpositionen aufgebaut hatte. Schwierigkeiten im Bankensektor können erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftsprognosen, den Straffungszyklus der Zentralbank und die Marktrenditen haben.

Hochwertige festverzinsliche Wertpapiere können in diesen Zeiten die dringend benötigten defensiven Eigenschaften in ein Portfolio bringen.

Anfang 2023 waren wir der Meinung, dass die wichtigsten Merkmale von Qualitätsanleihen, nämlich Ertrag und Diversifizierung, nach dem großen Zinsschritt 2022 zurückgekehrt waren. Wir glaubten, dass Anleger mit einer Allokation in Kernanleihen wieder gut bedient wären. Zwar rechneten wir nicht mit großen Bankenzusammenbrüchen, aber wir waren überzeugt, dass festverzinsliche Wertpapiere ein notwendiges Instrument für die Portfoliokonstruktion sind, da der Straffungszyklus der Fed eine Konjunkturabkühlung und Senkung der Inflationsrisiken mit sich bringen könnte. Im März konnten wir dann sehen, dass die Anleihenallokation die Kundenerwartungen erfüllten.

Bankenzusammenbrüche: Idiosynkratische Ereignisse oder systemische Krise?

Während die Anleger die Diversifizierungsvorteile von Anleihen in den letzten Wochen zu schätzen wissen, stellt sich die dringende Frage:  Handelt es sich bei den jüngsten Bankenzusammenbrüchen um idiosynkratische Ereignisse, die sich in Grenzen halten werden, oder um die ersten Anzeichen einer systemischen Bankenkrise? Wir halten es noch für zu früh, um dies mit Sicherheit sagen zu können.  Im Moment scheinen sie idiosynkratisch zu sein, da die insolventen Banken mit Risiken und Herausforderungen zu kämpfen hatten, die sich deutlich von denen des gesamten Bankensektors unterscheiden.

Dennoch sind wir der Meinung, dass idiosynkratische Ereignisse das Potenzial haben, systemisch zu werden, insbesondere wenn Investoren und Einleger weiterhin sozusagen „das schwächste Glied in der Kette“ suchen. Egal, ob es auf Wahrheit oder Gerüchten beruht, der Verlust des Vertrauens in ein Institut kann schnell zu dessen Untergang führen, wenn es zu einem Ansturm auf die Bank kommt.

Darüber hinaus sind Banken mit einem schwierigen Zinsumfeld konfrontiert sind, denn die kurzfristigen Zinssätze sind hoch bei inverser Renditekurve. In einem normalen Zinsumfeld – langfristige Zinsen liegen über den kurzfristigen Zinsen – verdienen die Banken Geld, indem sie kurzfristige Einlagen entgegennehmen und diese Einlagen zu höheren Zinsen für längere Laufzeiten verleihen. Bei einer inversen Zinsstrukturkurve wird es jedoch, für die Banken schwieriger, Kredite zu wesentlich höheren Zinssätzen zu vergeben, als sie für Einlagen zahlen.

Darüber hinaus sind die Banken angesichts der gestiegenen Kurzfristzinsen einem harten Wettbewerb um neue Einlagen durch höher rentierende Geldmarkt- und Rentenfonds ausgesetzt.

Die Kreditvergabe ist ein wichtiger Motor des Wirtschaftswachstums. Da neue Einlagen zu einer neuen Kreditvergabe führen, gilt auch der Umkehrschluss: Einlagenabflüsse führen zu einem Rückgang der Kreditvergabe. Werden bei Banken weiterhin Einlagen abgezogen, wird dies unserer Meinung nach die Wirtschaft zusätzlich belasten. Die Banken werden gezwungen sein, Liquidität vorzuhalten und die Kreditbestimmungen zu verschärfen, indem sie weniger, risikoärmere und teurere Kredite vergeben. Dies führt letztlich zu einer Konjunkturabschwächung.

Portfoliopositionierung ist entscheidend

Unabhängig davon, ob es zu einer systemischen Bankenkrise kommt oder nicht, sehen wir die Fed jetzt in einer noch schwierigeren Lage: Sie versucht, Bankenzusammenbrüche zu verhindern bei gleichzeitiger Inflationseindämmung. Ein in unseren Augen großer Nachteil für die Wirtschaft, der die Wahrscheinlichkeit einer Rezession erhöht. Außerdem dürfte die Fed nach ihrer Zinserhöhung um 0,25 % im März eher eine Pause einlegen, da sie die Auswirkungen der strengeren Finanzierungsbedingungen und des bevorstehenden langsameren Kreditwachstums der Banken auf die Wirtschaft berücksichtigt.

Drei wichtige Punkte für die zukünftige Positionierung von Investmentportfolios:

  1. Inkaufnahme eines gewissen Zinsrisikos (Duration). Aufgrund des angespannten Bankensektors, der gestiegenen Wahrscheinlichkeit einer Rezession und unserem Eindruck, dass die Fed ihre Zinserhöhungen abgeschlossen hat – oder kurz davorsteht –, halten wir einen deutlichen Zinsanstieg ab jetzt für sehr unwahrscheinlich. Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass eine Erhöhung der Duration auf dem derzeitigen Niveau den Portfolios dringend benötigte defensive Eigenschaften bieten kann.
  2. Vorsicht beim Spread-Risiko. Aufgrund der in letzter Zeit gestiegenen Risiken würden wir uns für eine defensivere Haltung bei der Allokation in Anleihen geringerer Bonität aussprechen. Wir würden auch konjunkturabhängige Branchen meiden, insbesondere solche, die am empfindlichsten auf strengere Kreditvergabebedingungen reagieren. Wir sind der Meinung, dass Research im derzeitigen Umfeld wichtiger denn je ist. Die Anleger sollten sich bewusst sein, welche Titel sie halten und welchem Risiko das Portfolio ausgesetzt ist.
  3. Seien Sie flexibel und aktiv. In einem schwieriger werdenden Wirtschaftsumfeld steigt auch die Wahrscheinlichkeit auf deutliche Gewinner und Verlierer. Gleiches gilt für bestimmte Sektoren, Branchen und einzelne Emittenten. Aus unserer Sicht erlaubt ein flexibler Ansatz eine bessere Nutzung von sich im Laufe des Jahres bietenden Anlagechancen, was möglicherweise zu besseren risikoadjustierten Renditen führt.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Kommentar von Jason England, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors

Ob es nun an dem angespannten Bankensektor lag oder daran, dass die Fed im vergangenen Jahr bereits in beispiellosem Umfang aggressive Zinserhöhungen vorgenommen hatte und sich daher dem Ende dieser Serie näherte – das Protokoll der FOMC-Sitzung zeigte endlich Anzeichen für unterschiedliche Auffassungen über den weiteren geldpolitischen Kurs. Zwar stimmten alle Teilnehmer einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf der März-Sitzung zu, doch gab es „mehrere Teilnehmer“, die überlegten, ob eine Beibehaltung der Zinssätze auf dieser Sitzung angemessen wäre, und „einige Teilnehmer“ erwägten angesichts der anhaltend hohen Inflation und der starken jüngsten Daten eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte. In der Diskussion um Preisstabilität (die Inflation liegt immer noch deutlich über dem längerfristigen Ziel der Fed) und Finanzstabilität (Spannungen im Bankensektor) setzte sich bei dieser Sitzung die Entschlossenheit der Fed durch, die Inflation wieder auf ihr 2 %-Ziel zu bringen. Die Fed räumte ein, dass die Spannungen im Bankensektor wahrscheinlich zu einer gewissen Verschärfung der Kreditkonditionen führen werden. Es ist jedoch ungewiss, in welchem Umfang dies geschehen wird. So wird die Fed neben den Verzögerungseffekten bei den bereits im vergangenen Jahr erfolgten Anhebungen künftig noch stärker von den Daten abhängig sein.  Sollte eine weitere geldpolitische Straffung erforderlich sein, wird sie die Zinsen weiter anheben, aber es scheint, dass die Fed viel näher an einer Pause ist, als wir vor den Bankenturbulenzen Anfang März dachten.

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Ben Lord, Fondsmanager für Unternehmensanleihen bei M&G Investments, teilt zwar nicht die Meinung einiger Marktteilnehmer, dass die Inflation bald vorbei sein könnte.

Aber das beunruhigt ihn nicht. Im Gegenteil: Insbesondere für Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating ist er so optimistisch wie seit fünfzehn Jahren nicht mehr. Hier erklärt er warum:

„Wir befinden uns derzeit eindeutig in einer Phase rückläufiger Inflation. Dazu tragen mehrere Faktoren bei: Basiseffekte, Rohstoffe und der starke Rückgang der Geldmenge. Die Märkte haben begonnen, eine Rückkehr zu einer Inflationsrate von 2% in Europa, Großbritannien und den USA einzupreisen. Wir halten es aber aus zwei Gründen für verfrüht, davon auszugehen, dass die 2%-Marke dauerhaft erreicht wird.

Der erste Grund ist die Stärke der Arbeitsmärkte: In Europa ist die Arbeitslosigkeit auf einem historischen Tiefstand, in den USA auf dem niedrigsten Stand seit 40 Jahren, und in Großbritannien sieht es ähnlich aus. Vor diesem Hintergrund ist es gefährlich anzunehmen, dass die Inflation schnell wieder auf alte Niveaus zurückkehrt. Wenn der Arbeitsmarkt auch nur annähernd so stark bleibt wie bisher, werden wir diesen Inflationszyklus nicht so schnell hinter uns lassen können.

Der zweite wichtige Punkt ist: Was geschieht, wenn die Rezession im Jahr 2023 oder vielleicht 2024 kommt? Lässt sich die Inflation dann wieder in den Griff bekommen, oder wird sie trotzdem erhöht bleiben? Wenn die Inflation in einer Rezession sinkt, könnten die Zentralbanken die kurzfristigen Zinsen senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Bleibt die Inflation aber hoch, wird das Leben der Notenbanker sehr viel komplizierter, weil sie dann möglicherweise keinen Spielraum mehr für Zinssenkungen haben. Für uns ist das der Grund, warum es die Fed mit den Zinserhöhungen so eilig hatte. Und warum die EZB nachzieht.

Inflation wird länger anhalten, als von den Märkten eingepreist

Sowohl die Anleihen- als auch die Aktienmärkte haben alles darangesetzt, die Rückkehr zur Zielinflation vorwegzunehmen. Wir halten das für etwas verfrüht. Wie bereits erwähnt, könnte es sein, dass die Zentralbanken nicht bereit sind, die Geldpolitik zu lockern, wenn die Inflation in einer Rezession höher ist als gewünscht. Die mögliche Folge wären Millionen von Arbeitslosen in Europa, den USA und Großbritannien. Die Zentralbanken stünden dann unter einem enormen sozialen und politischen Druck, die Zinsen zu senken. Und wenn sie dem nachgeben? Dann würde die Inflation länger auf einem erhöhten Niveau bleiben.

Die Zentralbanken haben die Zinsen aggressiv erhöht, und der Anleihenmarkt erwartet, dass wir uns auf eine deutliche Verlangsamung des Wirtschaftswachstums oder sogar auf eine Rezession zubewegen. Die Renditestrukturkurve ist daher stark invers, d.h. Anleihen mit kurzer Laufzeit rentieren höher als Anleihen mit längerer Laufzeit. Die Frage ist, wie sich diese Kurve entwickeln wird. Was passiert, wenn die kurzfristigen Zinsen immer weiter steigen? Während der Markt davon ausgeht, dass die langfristigen Zinsen sinken werden – wegen des geringeren Wachstums und der niedrigeren Inflation? In diesem Fall sollte die Kurve invers bleiben. Es könnte aber auch sein, dass die Zentralbanken dann eine Kehrtwende einleiten.

Gutes Umfeld für IG-Unternehmensanleihen

Für Anleiheanleger bietet dieses Szenario einige Chancen: Auf Sicht von zwei bis drei Jahren sind wir für Anleihen so optimistisch wie seit 15 Jahren nicht mehr. Vor allem Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating halten wir für interessanter als fast alles andere – auch als Aktien. Mit britischen Investment-Grade-Unternehmensanleihen lassen sich Renditen von 5 bis 6 Prozent erzielen. Das sind Niveaus, die wir seit 2009 nicht mehr gesehen haben.

Zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie sind weltweit Divergenzen zwischen den Zentralbanken zu beobachten. Sie bewegen sich in unterschiedliche Richtungen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. In den USA herrscht die Marktmeinung vor, dass sich die Fed eher am Ende als am Anfang ihres Zinserhöhungszyklus befindet. Wenn die kurzfristigen Zinsen ihren Höhepunkt erreicht haben, werden die Anleiherenditen fallen und die Aktienkurse steigen. Die EZB hingegen kämpft immer noch mit der Kerninflation und einem sehr angespannten Arbeitsmarkt. Es ist möglich, dass die Renditen von US-Anleihen fallen und die Kurse steigen, während die EZB die kurzfristigen Zinsen weiter anhebt, um die Kerninflation zu bekämpfen. Eine solche Phase bietet wirklich interessante Möglichkeiten für global orientierte Anleger, die Differenz zwischen diesen beiden Märkten zu nutzen.“

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M&G International Investments Ltd., mainBuilding, Taunusanlage 19, ­60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 1338 6757, www.mandg.de/

Dr. Oliver Decker, Partner bei Deloitte Legal, wurde zum neuen Aufsichtsratsmitglied bei Super Global Spezialinvestment AG bestellt.

„Wir freuen uns, dass wir einen äußerst erfahrenen Experten für die Kontrollfunktion unseres Unternehmens gewinnen konnten“, so Daniel Knoblach, Geschäftsführer der Super Global GmbH.

Oliver Decker ist derzeit Partner und Leiter Investment Management bei Deloitte Legal und übernimmt ab Juli bei Grant Thornton Legal die Leitung des standortübergreifenden Bereichs Financial Services. Davor war Decker in verschiedenen internationalen Anwaltskanzleien sowie als Inhouse-Counsel bei einem führenden deutschen Asset-Manager als Rechtsanwalt tätig.

Oliver Decker kennt sich bestens im Aufsichts- und Investmentrecht aus und hier besonders bei direkten und indirekten Anlagen in regulierte und unregulierte alternative Investmentfonds für institutionelle Investoren. Sein Schwerpunkt liegt bei der Strukturierung multinationaler Investmentstrukturen und Finanzierungslösungen vor allem bei Kredit-, Private-Equity-, Infrastruktur- und Immobilienfonds sowie Verbriefungsgesellschaften.

Aufgrund seiner regulatorischen Erfahrung gehört Decker zum Expertenteam, das von der Europäischen Kommission und der Generaldirektion Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion eingesetzt wurde, um eine Studie zur Auswirkung der AIFM-Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds zu erstellen.

„Der Finanzbereich entwickelt sich stetig weiter. Ich finde es interessant zu sehen, wohin gerade junge Unternehmen tendieren. Ich freue mich, meine Kontrollfunktion bei Super Global wahrzunehmen, stehe in dieser Rolle aber auch als Berater gern zur Verfügung“, so Decker.

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An den Standorten Deutschland und Luxemburg bietet Super Global etablierte Investmentvehikel mit innovativen Lösungen sowie nachhaltigen Produktkonzepten an. Als AIFM für Alternative Investmentfonds verbindet Super Global DE maßgeschneiderte Fonds sowie Dienstleistungen für die Bereiche Portfoliomanagement, Risikomanagement und Administration. Die Luxemburger Gesellschaft ermöglicht weltweit anerkannte und etablierte Securitisation-Lösungen, individuell gestaltbar und auf die jeweiligen Kundenanforderungen ausgerichtet. Super Global übernimmt das Set-up, die regulatorische Strukturierung sowie die fortlaufende Administration.

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Erste Privatplatzierung in Euro zur Finanzierung von Projekten der UN-Sonderorganisation IFAD

Die Hamburger Pensionskasse und drei weitere in Hamburg administrierte Einrichtungen aus dem Bereich der betrieblichen Altersvorsorge investieren als erste Unternehmen aus Deutschland und als erste Investoren mit einer Euro-Denominierung in Programme zur globalen Ernährungssicherheit des International Fund for Agricultural Development (IFAD). Mit ihren Programmen erleichtert die IFAD Bevölkerungsteilen Zugang zu Finanzdienstleistungen.

Die in Rom ansässige Sonderorganisation der Vereinten Nationen begibt seit 2022 Anleihen in US-Dollar. Das 65 Mio. Euro schwere Investment um den Ankerinvestor Hamburger Pensionskasse markiert den Startschuss für die Erweiterung des Programms in der Währung Euro. Das Angebot der IFAD trifft dabei auf großes Interesse in der Branche, denn den Anlegern bieten sich für die Risikoklasse vergleichsweise attraktive Renditen. Doch der Zugang steht nicht jedem offen, Investoren werden vorher von der IFAD überprüft.

“Diesen Einsatz haben wir gerne auf uns genommen. Nach Jahren niedriger und sogar negativer Zinsen nutzen wir das aktuelle Zinsumfeld nun aktiv, um unsere festverzinslichen Anlagen wieder zu stärken. Wenn wir damit einen höheren Mehrwert erreichen, sind wir umso zufriedener. Der Auftrag des IFAD deckt sich perfekt mit den Interessen unserer fast eine Million Mitglieder, die eine sichere und werthaltige Altersvorsorge suchen”, erklärt Thomas Schmidt, Chief Investment Officer im Portfolio Management der HAPEV, und gibt einen Einblick in die Hintergründe des Investments.

Darüber hinaus verbinden die IFAD und die Hamburger Einrichtungen ihre Ausrichtung und gemeinsame Werte. Alle setzen sich dafür ein, mit ihren Ideen, ihrem Engagement und der täglichen Arbeit langfristig Mehrwerte zu schaffen. “Aus unserer Investition und der Zusammenarbeit wird eine Win-win-Situation für beide Seiten entstehen. Auch das hat uns in unserem Handeln bestärkt”, sagt Melanie Jura, Vorstand der Hamburger Pensionskasse (HPK).

Dank Genehmigung der IFAD und ausreichend Kapital sind die Hamburger jetzt hier Vorreiter. Voraussetzung für das innovative und schnelle Handeln des Teams aus Hamburg ist die vorausschauende Planung der letzten Jahre und die gute Anlagepolitik z.B. bei der HPK. “Deshalb verfügen wir heute über ausreichend Kapital, um auch im aktuell herausfordernden Marktumfeld attraktive Investments wie die Zusammenarbeit mit der IFAD in die Tat umzusetzen”, so Jura weiter.

Hintergrund: Die Schwerpunktthemen des International Fund for Agricultural Development (IFAD) umfassen die Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft, die Unterstützung ländlicher Entwicklung, Programme zur Ernährungssicherung und die Bekämpfung von Armut in ländlichen Gebieten. Dazu stellt die IFAD tausenden von Kleinbauern und Familien, die immerhin für die Produktion eines Drittels der Weltlebensmittel verantwortlich sind, Kredite oder Zuschüsse sowie Beratung zur Verfügung. Im Vordergrund steht die Verbesserung der nachhaltigen Bedingungen in ländlichen Gebieten, die Verbesserung des Zugangs der armen Landbevölkerung zu Finanzdienstleistungen, Märkten etc. sowie die Stärkung der ökologischen Nachhaltigkeit und Hilfe bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels.

Über die HAPEV (Hamburger Pensionsverwaltung eG) // Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG

Die Pensionsverwaltung aus Hamburg ist ein breit aufgestelltes Dienstleistungs- sowie Beratungsunternehmen für die betriebliche Altersvorsorge und arbeitet mit seiner langjährigen Erfahrung als Vorsorgeexperte in Deutschland. Das Social-Profit-Unternehmen gehört zu den größten Verwaltungen von deutschen Pensionseinrichtungen und bietet seine Expertise auf den Gebieten der Direktzusagen, Pensions- und Unterstützungskassen sowie Pensionsfonds an. Einen Schwerpunkt des Unternehmens bilden die Angebote für starke, einfache und effiziente Lösungen im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge. Die Kapitalanlage aller verantworteten Pensionseinrichtungen beträgt aktuell rund 12 Mrd. Euro. Die rund 200 Beschäftigten am Standort in Hamburg betreuen die Altersvorsorge für über 4.000 Mitgliedsunternehmen und verwalten über eine Million Vorsorge- bzw. Rentenkonten. Hierzu gehört auch die Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG, eine der größten Firmenpensionskassen in Deutschland, die sich seit 1905 um die Absicherung von Beschäftigten kümmert.

Hamburger Pensionskasse (HPK)

Die Hamburger Pensionskasse ist die größte Firmenpensionskassen auf Gegenseitigkeit in Deutschland. Ihre Grundidee, umgesetzt mit schlanken Prozessen für eine überdurchschnittliche Performance und große Sicherheit, macht sie für Arbeitgeber so attraktiv. Traditionell ist die Pensionskasse in den Branchen Handel sowie Ernährungsindustrie zuhause. Viele Branchengrößen u.a. ALDI, Coca-Cola, REWE, FERRERO, Bitburger, Krombacher, Deichmann, CECONOMY, Metro und Lindt vertrauen auf die Expertise des Teams. Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge planen mehr als 770.000 Beschäftigte ihre Rentenzeit mit den Leistungen der HPK – mit Lösungen für den Vorruhestand, der Rente, bei Erwerbsminderung und zur Absicherung der Familie. Alle Mitglieder profitieren davon, dass die Hamburger Pensionskasse als Social-Profit-Unternehmen arbeitet, d.h. ohne eigenes Gewinninteresse. Die erreichten Überschüsse werden ausschließlich dafür verwendet, den Mitgliedern und Kunden sichere Leistungen zu bieten.

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Heftiger Rückschlag für Europas Windbranche: Im vergangenen Jahr sind die Investitionen in neue Anlagen regelrecht eingebrochen.

„Die Summen liegen weit unter dem, was nötig wäre“, kommentiert Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Angesichts der gestiegenen Kosten und Zinsen muss die Politik die Windbranche entlasten und Investitionsanreize bieten.“

Im vergangenen Jahr wurden in Europa 17 Milliarden Euro in neue Windparks investiert, meldet der europäische Branchenverband WindEurope in seinem jüngsten Finanz- und Investmentbericht. Das war nicht einmal die Hälfte des Vorjahreswertes – und der niedrigste Wert seit dem Wirtschaftskrisenjahr 2009. An der Spitze lag Deutschland mit einem Investitionsvolumen von 2,4 Milliarden Euro vor Finnland (2,1 Milliarden) und Polen (1,9 Milliarden).

Die Investitionen von 2022 werden in den nächsten Jahren die europäische Windkraftkapazität um 12,2 GW erhöhen – im Vorjahr lag dieser Wert doppelt so hoch. Die neuen Kapazitäten in der EU dürften laut WindEurope bei zehn GW liegen. Das ist nur etwa ein Drittel der Summe, die benötigt wird, um die europäischen Klimaziele zu erreichen. Die Gründe für die Investitionszurückhaltung waren unter anderem gestörte Lieferketten, gestiegene Produktionskosten und höhere Zinsen. „Will Europa seine REPowerEU-Ziele noch erreichen, muss die Politik dringend für bessere Investitionsbedingungen sorgen“, sagt Voigt.

Bei den bestehenden Windanlagen lief es zuletzt gut. Das hohe Windaufkommen in Deutschland brachte im März exzellente Erträge, die Zielerreichung lag bei 106,3 Prozent – und das trotz zweier technischer Ausfälle für je einen halben Monat. „Eine Anlage steht seit 13. März mit einem Generatorlagerschaden, das bedeutet rund 800 Megawattstunden Ertragsausfall“, erklärt Voigt. Die Anlage mit einem Getriebeschaden aus dem Februar laufe zwar seit dem 16. März wieder, doch betrage der Ertragsausfall etwa 400 Mwh. Insgesamt liegt die Zielerreichung für das erste Quartal 2022 bei knapp über hundert Prozent.

Bei den Solaranlagen in Deutschland lief die Produktion im März stabil. Leicht unterdurchschnittliche Sonnenstunden und witterungsbedingte Verluste bedeuteten, dass der Sollwert um elf Prozent unterschritten wurde. In Spanien dagegen wurde das Soll um vier Prozent übertroffen dank weiterhin exzellenter Produktion bei unterdurchschnittlichen Sonnenstunden. Die Anlagen in Italien sahen im März eine Produktionssteigerung dank vieler Sonnenstunden, die technische Situation blieb im Vergleich zu den Vormonaten unverändert. Im Ergebnis wurde der Sollwert im März knapp unterschritten (98 Prozent Zielerreichung).

Die Bundesregierung schöpft seit Dezember 2022 Teile der Erträge von Stromproduzenten ab, um mit dem Geld die Energiekosten von Verbrauchern zu senken. „Auch in diesem Monat ist für Wind und Photovoltaik mit eher geringen Abschöpfungen zu rechnen“, sagt Voigt.

Über die aream Group

Die aream Group, 2005 gegründet, ist ein Investment- und Asset-Manager für institutionelle Investoren und Industriekunden mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur im Sektor Erneuerbare Energien. Mit den die drei Bereichen Fund- und Asset-Management, Projektentwicklung und Operation Management deckt aream die gesamte Wertschöpfungskette für Erneuerbare-Energien-Investments ab. Mit mehr als 2,4 Milliarden Euro Transaktionsvolumen gehört aream zu den führenden Asset-Managern in diesem Markt, mit dem eigenen Anlagenbestand wird grüner Strom für rund 40 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt. Seit 2008 produziert aream mehr als eine Milliarde kWh grünen Strom. Im Rahmen der Wachstumsstrategie sollen in den nächsten Jahren 2,5 GW an Solar- und Windparks realisiert oder erworben werden. Allein durch die eigene Projektentwicklung verfügt aream derzeit über eine Pipeline von über 1.000 MWp mit einem Potenzial von weiteren 1.400 MWp.

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AREAM GmbH, Kaistraße 2, 40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211 30 20 60 42, www.aream.de