Während die von der Zentralbank in den USA vergangene Woche verkündete Pause im Zinserhöhungszyklus erwartet worden war, stand die Entscheidung der EZB auf Messers Schneide.

Letztlich konnten die „Falken“ eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 4,5 Prozent im Hauptrefinanzierungssatz durchsetzen – wahrscheinlich die letzte Anhebung für den aktuellen Zinszyklus. Entsprechend wurde der Entscheid als „taubenhafte Zinsanhebung“ charakterisiert. In den USA scheint das Ende des Zinserhöhungszyklus noch keine ausgemachte Sache zu sein. Für die nächste Sitzung im November könnte dann die vermutlich letzte Zinserhöhung auf der Agenda stehen. So zumindest lässt sich der nach oben angepasste „Dot Plot“ der Zentralbankmitglieder interpretieren. Fed-Präsident Powell unterstrich zudem in der Pressekonferenz das neue Mantra des „higher for longer“, was den Marktteilnehmern, die auf baldige Zinssenkungen spekulierten, bitter aufstoß. Entsprechend stiegen die Renditen von Staatsanleihen weiter an und sorgten für Verluste bei Anleiheinvestoren. Hierzu trug auch der Anstieg des Ölpreises bei, der die Angst vor einem neuen Inflationsschub schürte. Dieser zeigte sich bereits in den August-Inflationsdaten in den USA, die auf Monatssicht wieder stärker anstiegen. Bei den sonstigen Konjunkturdaten zeigte sich in China zuletzt eine Stabilisierung auf niedrigen Niveaus unter anderem bei der Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen. Dies könnte perspektivisch auch positive Auswirkungen auf die Exportwirtschaft in Deutschland haben. Entsprechend konnte sich beispielsweise die Erwartungskomponente des ZEW-Index entgegen dem Konsensus leicht verbessern.

Auch die ersten Schätzungen für die Einkaufsmanagerindizes in Deutschland zeigten für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe leicht steigende Werte, die über den Ergebnissen des Vormonats sowie über den Konsensusprognosen lagen. Wie bereits erwähnt sorgte die „higher for longer“-Rhetorik für steigende Kapitalmarktzinsen. Dank ihrer kürzeren Durationspositionierung konnten die Moventum-Portfolios die Verluste auf der Rentenseite begrenzen. Hilfreich war zudem das Engagement in Spreadsektoren wie unter anderem Unternehmensanleihen mit Investment-Grade- und High-Yield-Rating, wo dank Spreadeinengungen teilweise sogar Zugewinne erwirtschaftet wurden. Kurzläufer- und geldmarktnahe Strategien trugen ebenfalls positiv zur Entwicklung bei.

Auf der Aktienseite entwickelten sich europäische Indizes besser als die in den USA, die zwar aus Sicht des Euro-Investors von einem stärkeren US-Dollar profitierten, jedoch stärker negativ vom steigenden Zinsniveau betroffen waren. Der japanische Markt – in den Portfolios übergewichtet – entwickelte sich überdurchschnittlich und positiv. Die Bank of Japan tat in ihrer letzten Sitzung das, was sie am besten kann: nämlich nichts. Ein Ende der Negativzinspolitik ist damit nicht absehbar. Schwellenländer entwickelten sich damit besser als Industriestaaten. Bei Letzteren hatte sowohl in Europa als auch in den USA das „Growth“-Segment und mit ihm Technologiewerte, angesichts der Zinsentwicklung, das Nachsehen. Value dagegen konnte outperformen.

Die Moventum-Portfolios konnten sich zwar dem Umfeld negativer Aktien- und Rentenmärkte nicht gänzlich entziehen, konnten aber durch ausgewählte Fondspositionen auf der Rentenseite und positive Allokationsbeiträge auf der Aktienseite (unter anderem Japan und Schwellenländer) eine bessere Wertentwicklung als der Markt verzeichnen.

Das PWM-Portfolio hielt sich angesichts des Gegenwinds von der Aktien- und Rentenseite stabil. Hierzu trugen unter anderem positive Entwicklungen bei den Alternativen Strategien bei. Bei den Rentenfonds zeigten kreditlastige Fonds und Kurzläufer/Floater eine positive Entwicklung und nur die eher durationslastigen Rentenfonds schnitten schwächer ab. Im Bereich Aktien und Wandelanleihen zeigte sich bei allen Fonds eine marktkonforme Entwicklung. Nach längerer Durststrecke konnte der Goldpreis wieder einen leicht positiven Beitrag liefern.

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Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

Nach der Veröffentlichung eines zwar leicht verbesserten, insgesamt aber weiterhin sehr schwachen Geschäftsklimaindex lautet das Fazit des ifo-Instituts: „Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle“.

  • Dabei beschreibt ein Großteil der Unternehmen die aktuelle Lage als schwierig, während sich die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate leicht verbesserten.
  • Ausnahme bleibt der Bausektor mit weiter deutlich nachgebenden Perspektiven.
  • Zum letzten Mal stand der Gesamtindex im Herbst 2022 angesichts der Sorge vor einer drohenden Gasmangellage mit möglichen Energierationierungen und deutlich absackenden Geschäftserwartungen auf den aktuellen Niveaus.
  • Im Unterschied zur damaligen Situation drückt heute vor allem die aktuelle Lagebeschreibung die Stimmung der Unternehmen. Passend dazu gaben auch die ifo-Exporterwartungen erneut deutlich nach und liegen damit auf dem Niveau vom Frühjahr 2020 inmitten des ersten Corona-Lockdowns.

Diese pessimistische Stimmung findet sich auch im europäischen Kontext wieder. So verbesserten sich zwar die S&P-Global Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone zuletzt leicht auf weiterhin schwachem Niveau, allerdings gaben die Werte für Frankreich überraschend deutlich nach. Insgesamt ist die Stimmungslage in der Wirtschaft der Eurozone mittlerweile so pessimistisch, dass die Wahrscheinlichkeit für positive Überraschungen in den kommenden Monaten steigt.

Bei der letzten ifo-Umfrage galten als Kernbelastungsfaktoren:

  • Die Unsicherheit über die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland
  • fehlende Neuaufträge in der Industrie
  • und die stark gestiegenen Zinsen.

Dies sind mögliche Ansatzpunkte. Von politischer Seite gibt es zumindest erste Anzeichen für eine Fokussierung auf eine stärkere Unterstützung der Wirtschaft, zuletzt die Verschiebung der strengeren Vorschriften zur Dämmung von Gebäuden durch Wirtschaftsminister Robert Habeck. Angesichts einer nur leichten Rezessionserwartung sind die USA der derzeitige Stabilisator der Weltwirtschaft und könnten für eine Stabilisierung der Neuaufträge sorgen. Auch In China ist – bei anhaltender wirtschaftlicher Schwäche – die Aussicht auf mehr konjunkturstützende Maßnahmen vonseiten der Regierung und damit eine steigende Exportnachfrage immer wahrscheinlicher. Der größte Hebel liegt aber kurzfristig auf der Zinsseite, nicht bei den Notenbankzinsen, sondern bei den für die Refinanzierung von Schulden besonders relevanten längeren Laufzeiten.

Die in dieser Woche zur Veröffentlichung anstehenden Inflationsdaten für die Eurozone und für Deutschland (erwartet werden jeweils rund 4,5 Prozent) werden deutlich schwächer als im Vormonat ausfallen, da im Vergleichszeitraum vor einem Jahr der Wegfall des Tankrabatts und des 9-Euro-Tickets die Preisniveaus angezogen haben. In den USA werden die für die Fed besonders relevanten PCE-Preisdaten für August bekanntgegeben. Zumindest die Kernrate – ohne die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrungsmittel – dürfte ebenfalls nachgeben. Gut möglich ist zudem, dass sich der jüngste Auftrieb der Rohölnotierungen als kurzfristiges Strohfeuer entpuppt, denn die globalwirtschaftliche Nachfrageschwäche könnte das sinkende Angebot kurzfristig überkompensieren.

Fazit: Ein nachgebender Inflationsdruck könnte die Zinsen mit längeren Laufzeiten somit unerwartet deutlich ins Rutschen bringen und so auch die Perspektiven für die Aktienmärkte mit Blick auf das Jahresende wieder verbessern.

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Die US-Börsenaufsicht hat aktuell eine Strafzahlung in Höhe von 19 Millionen US-Dollar gegen den Vermögensverwalter DWS verhängt, weil dieser mehrere Fondsprodukte als zu nachhaltig beworben hat.

“Anleger, die in einen vermeintlich nachhaltigen Fonds der DWS investiert hat, sollten die aktuellen Entwicklungen nun genau beobachten und mögliche Rechtsansprüche prüfen. Grundsätzlich besteht nämlich die Möglichkeit, das investierte Geld inklusive bereits gezahlter Fondsgebühren aufgrund irreführender Werbeaussagen komplett zurückzufordern”, kommentiert Rechtsanwalt Claus Goldenstein, Inhaber der gleichnamigen Rechtsanwaltskanzlei. Goldenstein erklärt nachfolgend, was betroffene Anleger nun wissen müssen.

Rechtsanwalt: Anleger können investiertes Geld zurückfordern

“Dass sich vermeintlich nachhaltige Produkte besonders gut verkaufen lassen, wissen auch Vermögensverwalter wie die DWS. Wenn Finanzprodukte deshalb allerdings umweltfreundlicher beworben werden, als sie eigentlich sind, ist das Irreführung. Folgerichtig muss die DWS nun eine Millionenstrafe in den USA zahlen, während auch in Deutschland Ermittlungen wegen Greenwashing gegen das Tochterunternehmen der Deutschen Bank laufen.

Konkret hat die DWS mehrere Fonds als zu nachhaltig beworben. Beispielsweise gab das Unternehmen an, im Rahmen des DWS Invest ESG Climate Tech Fonds zu null Prozent in Kohle zu investieren, während die im Fonds gehaltenen Unternehmen tatsächlich bis zu 14,99 Prozent Umsatz in der Kohleindustrie erwirtschaften dürfen. Nach einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat das Unternehmen mittlerweile eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und zugesichert, diesen Fonds künftig nicht mehr derart zu bewerben.

Anleger, die in einen vermeintlich nachhaltigen Fonds der DWS investiert hat, sollten die aktuellen Entwicklungen nun genau beobachten und mögliche Rechtsansprüche prüfen. Grundsätzlich besteht nämlich die Möglichkeit, das investierte Geld inklusive bereits gezahlter Fondsgebühren aufgrund irreführender Werbeaussagen komplett zurückzufordern. Dadurch könnte der DWS ein noch größerer finanzieller Schaden entstehen als durch die Strafzahlung der US-Börsenaufsicht. Wir von Goldenstein Rechtsanwälte beraten betroffene Anleger kostenfrei bezüglich ihrer rechtlichen Möglichkeiten in der Sache.”

Weiterführende Informationen zum Thema stehen unter dem nachfolgenden Link bereit: https://www.ra-goldenstein.de/dws-greenwashing/

Über Goldenstein Rechtsanwälte

Goldenstein Rechtsanwälte unterstützt Verbraucher bei der Durchsetzung von zivilrechtlichen Ansprüchen. Diesbezüglich nimmt die Kanzlei unter anderem eine deutschlandweit führende Rolle im Zusammenhang mit dem Abgasskandal ein. Die Anwälte der Kanzlei vertreten aktuell über 50.000 Mandanten in der Sache und sind zudem für das erste verbraucherfreundliche Dieselskandal-Urteil am Bundesgerichtshof (BGH) verantwortlich. Auf www.ra-goldenstein.de können sich Verbraucher über zivilrechtliche Themen informieren und bestehende Rechtsansprüche prüfen. Die Kanzlei Goldenstein hat ihren Hauptsitz in Berlin-Schönefeld und beschäftigt derzeit über 100 Mitarbeiter an mehreren Standorten in Europa. Die Kanzlei wird von dem Rechtsanwalt Claus Goldenstein geleitet.

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Goldenstein & Partner Rechtsanwälte, Hauptsitz Villa Quistorp, Hegelallee 1, 14467 Potsdam, Tel: +49 331 – 2 98 20 0, www.goldenstein-partner.de

Memorandum of Understanding abgeschlossen –  KI-basierte individuelle Fonds-Vermögensverwaltung als gemeinsames Produkt für Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken

 

Die mit Ad-hoc-Mitteilung vom 20. April 2023 bekannt gemachten Gespräche zwischen der LAIQON AG (ISIN: DE000A12UP29), Hamburg, und der Union Investment, Frankfurt am Main, haben am heutigen Tag zum Abschluss eines Memorandums of Understanding („MoU“) geführt.

Hierin wurden die wesentlichen Inhalte einer Kooperation unter Beteiligung der LAIQON AG, der LAIC Vermögensverwaltung GmbH, der Union Asset Management Holding AG und der Union Investment Privatfonds GmbH („Union Investment“) festgelegt.

Parallel zu den intensiven Gesprächen zum Abschluss des MoU hat die Union Investment eine umfangreiche Due Diligence des LAIC-Teilkonzerns („LAIC“) erfolgreich durchgeführt.

KI-basierte individuelle Fonds-Vermögensverwaltung als gemeinsames Produkt für Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken

Gegenstand der Kooperation ist die gemeinsame Auflage eines neuartigen fondsbasierten Investmentproduktes („iFVV-Produkt“), das sich an Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken richtet. Das iFVV-Produkt wird eine individuelle Fonds-Vermögensverwaltung auf der Grundlage KI-generierter Entscheidungsparameter des WealthTech LAIC mit sowohl klassischen als auch nachhaltigen (ESG-konformen) Anlagen ermöglichen.

Die Union Investment Gruppe ist der Experte für Asset Management in der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Seit über 66 Jahren entwickelt Union Investment Anlagelösungen für private und institutionelle Investoren. 4.371 Mitarbeitende betreuen ein verwaltetes Vermögen von rund 432,3 Milliarden Euro in 1.335 verschiedenen Fonds. Insgesamt vertrauen Union Investment 5,8 Millionen Kunden ihr Geld an (Stand: 30. Juni 2023).

Union Investment soll auf Basis bestehender Vertriebspartnerschaften in Zusammenarbeit mit den Volks- und Raiffeisenbanken die Zielkunden für das iFVV-Produkt gewinnen und individuelle Vermögensverwaltungsverträge über das gemeinsame iFVV-Produkt abschließen.

Für die LAIQON AG und insbesondere LAIC ist diese Kooperation als bedeutender Erfolg im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie GROWTH 25 einzustufen.

Die Kooperation mit der Union Investment ist ein Beleg für die Funktionalität und Effektivität des von der LAIQON AG verfolgten Asset Management Factory-Ansatzes.

Die aufgebaute Digitalisierungskompetenz des LAIQON-Konzerns mit seinem Herzstück, der „Digital Asset Plattform 4.0“, ist hierbei als strategischer Grundpfeiler der Kooperation mit der Union Investment einzustufen.

Darüber hinaus bringt LAIQON ihr spezifisches Produkt-Know-how und die von ihr aufgebaute KI-Infrastruktur mit dem LAIC ADVISOR® des WealthTech LAIC in die Kooperation ein. Der LAIC ADVISOR® ist in der Lage dazu, aus einem großen Daten-Universum von Publikumsfonds, ETFs, Aktien und Volkswirtschaften Portfolios zu strukturieren, zu bewerten und je nach Marktlage und Kundenpräferenz zeitgleich anzupassen. Auf Basis der abgefragten und individualisierten Anlage- und Risikoprofile der Kunden, können daneben sehr dezidiert Nachhaltigkeitspräferenzen umgesetzt werden.

Als Portfoliomanager ist LAIC in der Kooperation mit der Union Investment über Auslagerungsverträge insbesondere für die KI-basierte Finanzportfolioverwaltung, die Bereitstellung einer Fragestrecke zur Ermittlung einer für den jeweiligen Zielkunden geeigneten Anlagestrategie sowie die Unterstützung des Berichtswesens verantwortlich.

Dazu Dipl.-Ing. Achim Plate, CEO der LAIQON AG: „Wir sind sehr stolz auf die Partnerschaft mit der Union Investment und der gemeinsamen Auflage einer individuellen Fonds-Vermögensverwaltung für die Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken. Unser LAIC ADVISOR® ist der digitale KI-Motor des gemeinsamen iFVV-Produktes, das in enger Abstimmung zusammen mit Experten der Union Investment für die Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken entwickelt wird. Daneben liefert LAIC mit der DAP 4.0 weitere Inhalte für den Beratungsprozess der Kunden zur Unterstützung eines optimalen Kundenerlebnisses.“

Die Parteien sind aktuell mit der Ausgestaltung der Details des langfristigen Kooperationsvertrages und Produktdesigns befasst.

Dazu Achim Plate: „Die Kooperation ist der bisher wichtigste weitere Meilenstein in der Zusammenarbeit der LAIQON AG mit dem genossenschaftlichen Finanzverbund. Zugleich ist es ein klarer Beleg für den Wettbewerbsvorteil der aufgebauten KI-basierten Portfoliosteuerung des WealthTech LAIC im Portfolio Management.“

Über die LAIQON AG (vormals Lloyd Fonds AG):

Die LAIQON AG (LQAG) ist eine innovative Asset Management-Factory für nachhaltige Kapitalanlage mit einem verwalteten Vermögen von rund 6,0 Mrd. EUR. Mit einem Full-Service-Angebot an nachhaltigen Wealth-Produkten und Lösungen wendet sich die LAIQON AG sowohl an private als auch an institutionelle Kunden. Die LAIQON AG hat sich dabei in den drei Geschäftssegmenten Asset Management, Wealth Management und Digital Wealth positioniert. Die LAIQON AG bietet ihren Kunden aktuell über 50 Wealth-Produkte und Lösungen an. Dabei soll nachhaltiges Investieren ein Schwerpunkt der Gesellschaft sein. Hier will die LAIQON AG mit ihrem Produkt- und Lösungsportfolio, das im Zielbild der LAIQON Nachhaltigkeits-Pyramide nahezu vollständig Art. 8 und 9 der Offenlegungsverordnung entsprechen soll, eine führende Rolle einnehmen.

Die cloudbasierte Digital Asset-Plattform 4.0 ist digitales Herzstück und zentrale Komponente der Asset Management-Factory. Der aufgebaute Asset Management-Factory-Ansatz dient dabei erstens als Basis für die Produktqualität der angebotenen Wealth-Produkte und Lösungen und zweitens als Basis für interne und externe Skalierbarkeit. Dies sowohl durch einen intern gesteuerten „Best-in-Class Direct“ Vertriebsansatz als auch über „Inside-White Label Partnerschaften“ (Stand der Zahlenangabe: 30.06.2023).

 

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LAIQON Solutions GmbH, An der Alster 42, 20099 Hamburg, Tel: +49 (0)40 32 56 78-0, www.laiqon.com

Kommentar von Jim Cielinski, Global Head of Fixed Income, und Jason England, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors

  • Fed-Vorsitzender Powell hielt sich an das Drehbuch und bekräftigte, dass eine weitere Zinserhöhung im Raum stehe, sollten die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung nicht den Erwartungen der Zentralbank entsprechen
  • Korrektur der Wachstumsprognose nach oben erforderte gleiches für Leitzins
  • Marktbewegung in Richtung des hawkishen Zinskurses bietet attraktive Renditemöglichkeiten

Der Markt beschäftigte sich nach den letzten Sitzungen der Fed (Federal Reserve) mit der Frage: „Bedeutet keine Erhöhung ‚vertagen‘ oder ‚belassen‘?“ Gelernt aus den schmerzhaften Erfahrungen einer Generation mit zu frühen Zinsschritten, bekräftigte der Vorsitzende der Fed, Jerome Powell, dass eine weitere Zinserhöhung im Raum stehe, sollte der Inflationsrückgang nicht den Erwartungen der Zentralbank entsprechen.

Wir glauben, dass dies ein weiterer Schritt in der gut kommunizierten Strategie der Fed ist, die auf ein langsames Vorgehen und die Analyse der Wirtschaftsdaten von Sitzung zu Sitzung setzt. Wichtig ist, dass die Fed bei ihren Entscheidungen weiterhin alle verfügbaren Daten berücksichtigt. Und seit der letzten Veröffentlichung der Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen (Summary of Economic Projections, SEP) durch die Fed gab es eine Menge Daten zu verdauen.

Obwohl der Gesamtindex der persönlichen Verbraucherausgaben im Jahresvergleich auf 3,3 % und seine Kernkomponente auf 4,2 % gesunken ist, dürften andere, detailliertere Indikatoren den hawkishen Währungshütern der Fed Munition liefern. Der jährliche „Sticky Consumer Price Index“ der Atlanta Fed liegt immer noch bei 5,3 %. Die annualisierte 3-Monats-Rate der gleichen Datenreihe ist jedoch auf erträglichere 3,6 % gesunken. Angesichts der widersprüchlichen Signale – und einer immer noch wachsenden Wirtschaft, trotz der bereits erfolgten Zinserhöhungen um 525 Basispunkte – halten wir die Vorsicht der Fed für gerechtfertigt.

Wirtschaft vielleicht zu widerstandsfähig

Der besonnene Ton der Fed wurde durch die aktualisierten SEP untermauert. Zinserhöhungen senken die Inflation meist insofern, als sie dem Wirtschaftswachstum entgegenwirken. Die nach oben korrigierte Medianprognose für das BIP-Wachstum 2023 von 1,0 % auf deutlich positivere 2,1 % zeigt jedoch, dass die langen und variablen Verzögerungen der Geldpolitik dieses Mal länger und variabler sein könnten.

Wir glauben nicht, dass die Fed unter Powell das Risiko eingeht, dass die bisherigen Kürzungen ausreichend sein werden. Die vielleicht überraschende Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft zeigt sich darin, dass die Fed ihre Einschätzung des Wachstums in den letzten drei Sitzungen von „bescheiden“ auf „moderat“ und nun auf „solide“ geändert hat. Dies spricht zwar dafür, dass die kaum greifbare weiche Landung in diesem Zyklus möglich sein könnte, doch werden sich die Falken wohl kaum auf ihren Lorbeeren ausruhen.

Wir glauben nicht, dass es in der derzeitigen Zusammensetzung der stimmberechtigten Fed-Mitglieder ein wirklich „dovishes“ Lager gibt. Allerdings könnte die gemäßigte Gruppe die Abwärtskorrektur der Kerninflationserwartungen für 2023 auf 3,7 % (von 3,9 %) als Beweis dafür anführen, dass die bisherigen Kürzungen das System durchdringen und mehr Zeit für weitere Fortschritte benötigt wird. Aus diesem Grund betrachten wir die „Vertagungs“-Taktik der Fed als einen vernünftigen Kompromiss zwischen den beiden Lagern.

Die Fed, die ihren eigenen geplanten Zinserhöhungskurs stärker als erwartet nach oben korrigierte, ließ keinen Zweifel daran, dass es sich um eine „hawkishe Pause“ handelte. Zwar geht sie nach wie vor von einer weiteren Zinserhöhung im Jahr 2023 aus (im Gegensatz zum Markt), doch hat die Zentralbank die voraussichtlich notwendigen Zinssenkungen um 25 Basispunkte für 2024 und 2025 um zwei reduziert, sodass die Fed Funds Rate in diesen Jahren nun bei 5,1 % bzw. 3,9 % liegen dürfte.

Auswirkungen

Die Märkte sind grundsätzlich zukunftsorientiert, und die Antizipation von Trendwenden bei Zinsen und Konjunkturzyklen bietet die Möglichkeit, Überrenditen zu erzielen. Dieser Punkt ist noch nicht erreicht. Wir glauben, dass zu viele Variablen im Spiel sind, einschließlich der anhaltenden Anspannung des Arbeitsmarktes und erheblicher geopolitischer Risiken.

Wie die Rendite der 2-jährigen Treasury-Anleihe bei über 5,0 % zeigt, hat sich der Markt mit einer Fed arrangiert, die mit Nachdruck versucht, diese Inflationswelle zu beenden. Da jedoch das Ende der Zinserhöhungen absehbar ist, bieten Anleihen mit kürzerer Laufzeit attraktive Renditechancen, die es vor zwei Jahren noch nicht gab. Um an diesen Punkten der Kurve Renditen zu erzielen, brauchen Anleger keinen Kurswechsel – unserer Meinung nach ist „länger hoch“ das Gebot der Stunde, unabhängig vom Endstand.

Im Credit-Bereich haben verbriefte Instrumente – z. B. Asset-Backed Securities, Mortgage-Backed Securities und Darlehen – eine stärkere konjunkturelle Abkühlung eingepreist als Unternehmenskredite und dürften daher im Falle einer weichen Landung oder sogar einer leichten Rezession attraktiv bewertet sein.

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Institutionelle Investoren sind Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit.

„Wir schätzen, dass heute schon knapp 20 Prozent der Assets unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien investiert werden“, sagt Daniel Knoblach, Geschäftsführer der Super Global GmbH. „Bei Green Bonds dürfte der Anteil noch höher liegen, da viele Investoren eine verpflichtende ESG-Quote festgelegt haben und diese erfüllen müssen.“

Der Einfluss von ESG auf die institutionelle Kapitalanlage wächst stetig und die Berücksichtigung von Umweltkriterien, sozialen Standards und Governance-Aspekten ist zu einer der wichtigsten Prioritäten für institutionelle Anleger geworden. „Wir setzen Green Bonds für alle Bereiche des ESG-Spektrums auf und beobachten ein sehr starkes Interesse insbesondere bei Investoren“, sagt Knoblach. „In der Regel ist bereits kurz nach der Emission das Volumen erreicht.“

Gerade kleinere Green Bonds bis zu 50 Millionen werden derzeit sehr schnell vom Markt aufgenommen. „Für institutionelle Anleger ist es wichtig, ihre Quoten nicht zu einem Klumpenrisiko werden zu lassen“, so Knoblach. „Oft werden deshalb Anteile an kleineren Bonds beigemischt.“ Derzeit ist hier die Nachfrage deutlich stärker als das Angebot.

Dass die Green Bonds zu einer Erfolgsgeschichte wurden, liegt auch daran, dass sie vom Gesetzgeber attraktiv ausgestaltet wurden: „Finanzinstrumente, die Kapital zur Verringerung oder Vermeidung von Klima- oder Umweltschäden sammeln, werden bevorzugt behandelt“, sagt Knoblach. „Dazu gehört, dass beispielsweise Finanzinstitute, die Green Bonds kaufen, diese mit weniger Eigenkapital unterlegen müssen.“

„Um Greenwashing auszuschließen, werden unsere Green Bonds von einer unabhängigen Stelle (SPO) geprüft“, so Knoblach. Investoren können sich auf diese Weise in dem immer noch begrenzten Angebot auf geprüfte Investments fokussieren. Aber auch bei diesen Second-Party-Opinion-Providern, hauptsächlich ESG-Ratingagenturen, sind die Kapazitäten begrenzt. „Der Nachfragestau wird sich in den kommenden drei bis vier Jahren verringern“, sagt Knoblach. „Dann sind die Kapazitäten auch bei den ESG-Ratingagenturen ausgeweitet.“

Auflösen wird sich der Stau aber zunächst nicht. „Viele Institutionelle haben für sich ESG-Quoten festgelegt“, so Knoblach. „Diese sind in der Regel nicht statisch, sondern steigen über die Jahre.“ Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Unternehmen zu einem festgelegten Zeitpunkt ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen.

Für die Emittenten der Green Bonds ist die hohe Nachfrage hilfreich. Damit wird auch das Ziel der EU erreicht, Innovation und Mut beim nachhaltigen Umbau der Wirtschaft zu fördern. Projekte in grüne Infrastruktur, erneuerbare Energie oder auch in soziale Vorhaben werden durch das Kapital aus dem privaten Sektor erst ermöglicht.

Die Form der Auflegung lässt dabei viele Varianten zu. Neben einfachen Anleihen mit fester oder variabler Verzinsung oder forderungsbesicherten Wertpapieren rücken derzeit vor allem Verbriefungen in den Fokus. Die Bonität der Green Bonds in klassischer Anleiheform hängt dabei direkt von der Bonität des Emittenten ab – und nicht vom Projekt selbst. Stärker auf den Erfolg der Projekte bezogen sind Green Bonds, die etwa als Inhaberschuldverschreibung aufgelegt werden. Bei dieser Form trägt der Investor einen Teil des Projektrisikos mit – wird dabei aber auch in der Regel mit attraktiveren Kupons belohnt.

Über Super Global

An den Standorten Deutschland und Luxemburg bietet Super Global etablierte Investmentvehikel mit innovativen Lösungen sowie nachhaltigen Produktkonzepten an. Als AIFM für Alternative Investmentfonds verbindet Super Global DE maßgeschneiderte Fonds sowie Dienstleistungen für die Bereiche Portfoliomanagement, Risikomanagement und Administration. Die Luxemburger Gesellschaft ermöglicht weltweit anerkannte und etablierte Securitisation-Lösungen, individuell gestaltbar und auf die jeweiligen Kundenanforderungen ausgerichtet. Super Global übernimmt das Set-up, die regulatorische Strukturierung sowie die fortlaufende Administration.

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Nachhaltiges Investieren ist mit dem Impact Investing in eine Form gebracht, die durch Zielsetzung und Messung den Ansprüchen professioneller Portfolien gerecht wird.

Die Entwicklung ist unumkehrbar. Im Jahrbuch Impact Investing 2023 schreiben Experten in 24 Beiträgen zu den Kapiteln:

  • Impact Investing 2023 – Status, Regulierung, Umsetzung und Perspektiven
  • Direkten Impact mit Venture Investments
  • Social Impact
  • Impact Immobilien
  • Biodiversität
  • Investments in Erneuerbare Energien
  • Liquid Impact

Das Jahrbuch wird eröffnet mit Grußworten von Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung und Silke Stremlau, Vorsitzende des Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung.

Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung der Studie Impact Investing 2023, die EXXECNEWS INSTITUTIONAL mit BERRI research durchgeführt hat.

Die Redaktion wünscht eine angenehme Lektüre!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Jürgen Dannheisig

Dr. Dieter E. Jansen

Jahrbuch Impact Investing 2023 https://www.dfpa.info/files/inhalte/epaper/epaper-Jahrbuch2023_Impact_Investing/index.html#0

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Lee Collins, Head of Index Fixed Income bei Legal & General Investment Management (LGIM), kommentiert die Aufnahme Indischer Staatsanleihen in JPMorgans Schwellenländeranleihen-Index GBI-EM Global Diversified:

“Wir freuen uns über die Ankündigung von JPMorgan, dass Indien, der zweitgrößte Markt für Schwellenländer-Staatsanleihen, in den GBI-EM Global Diversified Index aufgenommen werden soll.

Ähnlich wie vor der Aufnahme chinesischer Staatsanleihen in die großen Indizes im Jahr 2021 steht Indien schon seit einigen Jahren auf der Agenda vieler Indexanbieter. Wie wir bei der Aufnahme anderer Schwellenländeranleihen-Märkte gesehen haben, unterstützen Marktteilnehmer die Aufnahme anfangs eher verhalten. Das ändert sich üblicherweise, sobald sie mit den länderspezifischen Zugangsvoraussetzungen vertrauter sind.

Im Fall Indiens hatten mehrere Indexanbieter Bedenken: Die Rückführung von Devisen, der Abwicklungsprozess und die Steuern waren Kritikpunkte. Wir meinen, dass sich der indische Staatsanleihenmarkt seit einiger Zeit für ausländische Investoren ausreichend geöffnet hat und nicht aufgrund dieser Faktoren von der Aufnahme ausgeschlossen werden sollte. Hinzu kommt, dass andere Länder, die bereits in den Index aufgenommen worden sind, mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert waren.

Der entscheidende Grund für die Aufnahme Indiens ist das „Fully Accessible Route“ (FAR)-Programm“, das die Reserve Bank of India im März 2020 eingeführt hat. Seitdem können Ausländer indische Staatsanleihen in lokaler Währung ohne Beschränkungen erwerben. Das galt zunächst für Emissionen von Staatsanleihen mit Laufzeiten von fünf, zehn oder 30 Jahren, seit 2022 auch für Neuemissionen von Anleihen mit sieben- und 14-jähriger Laufzeit. Der Markt im Rahmen des FAR-Programms ist inzwischen auf ein Volumen von rund 400 Milliarden US-Dollar angewachsen, so dass tägliche Liquidität sichergestellt ist.

Wir gehen davon aus, dass die Entscheidung, Indien in den Index aufzunehmen, zu erheblichen Zuflüssen ausländischer Investoren führen wird. Wir haben den L&G INR India Bond ETF vor fast zwei Jahren mit Blick auf dieses Szenario aufgelegt. Unserer Ansicht ist der Markt im Hinblick auf die Rendite, Volatilität und den Maximum Drawdown attraktiv und mit höher bewerteten Emittenten wie den USA und China vergleichbar. Darüber hinaus besteht eine geringe Korrelation mit anderen Emittenten aus Schwellen- und Industrieländern.

Nachfolgend noch einige Details zur Entscheidung von JP Morgan zur Aufnahme indischer Staatsanleihen in den JP Morgan GBI-EM Global Diversified Index:

  • Indien soll im GBI-EM Global Diversified Index ein Gewicht von 10 % einnehmen
  • Die Aufnahme erfolgt gestaffelt über 10 Monate hinweg (1 % pro Monat). Die Aufnahme startet am 28. Juni 2024 und endet am 31. März 2025
  • Es kommen nur FAR-konforme Anleihen für die Aufnahme in Frage
  • 73 % der befragten Anleger befürworteten den Markteintritt. 17 % sind neutral und 10 % sind nicht dafür. Letztes Jahr lag die Befürwortung noch bei lediglich 40 %

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Kommentar von James Briggs, Portfolio Manager im Corporate-Credit-Team, Janus Henderson Investors

Die US-Notenbank beließ die Zinssätze wie erwartet unverändert, verkündete aber gleichzeitig, dass mit einer weiteren Zinserhöhung in den letzten Monaten des Jahres zu rechnen sei.

Die Zusammenfassung der Wirtschaftsprojektionen wurde aktualisiert, um eine widerstandsfähigere Wirtschaft als erwartet zu berücksichtigen, wobei insbesondere die Arbeitsmärkte und die Verbraucherausgaben in den letzten Monaten positiv überrascht haben. Der Ausschuss hat die jüngsten Daten herangezogen, um ein wesentlich optimistischeres Szenario für eine weiche Landung in den Jahren 2024 und 2025 zu extrapolieren. Er geht davon aus, dass sich die Inflation weiter in Richtung des Zielwerts abschwächen kann, ohne dass es zu einem wesentlichen Anstieg der Arbeitslosenquote kommt. Während diese Prognosekorrekturen bis zu einem gewissen Grad eine realistische Marktbewertung darstellen, scheinen die Korrekturen für die Folgejahre sich weniger an früheren Zyklen zu orientieren. Der Vorsitzende Powell räumte ein, dass die Unsicherheit rund um diese Prognosen nach wie vor groß ist, und spielte deren Bedeutung für die Geldpolitik herunter. Er betonte weiterhin, dass die Fed datenabhängig bleibe und dass die gesamten eingehenden Daten für die künftige Zinsentwicklung entscheidend sein werden.

Unserer Ansicht nach ist die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung auf der November- oder Dezember-Sitzung nach wie vor gering. Wir gehen jedoch nach wie vor davon aus, dass keine weiteren Erhöhungen erforderlich sein werden und dass wir für diesen Zyklus den Zielwert erreicht haben. Die Erklärung spiegelte das seit den Juni-Prognosen besser als erwartete Wachstum wider, erwähnte aber nicht, dass auch die Inflation positiv überrascht hat. Mit Blick auf die Zukunft hat sich die Liste der potenziellen Wachstumsrisiken verlängert: Ein möglicher Shut-down der Regierung und eskalierende Arbeitskämpfe addieren sich zum Abbau überschüssiger Ersparnisse und der Rückkehr zur Rückzahlung von Studentenkrediten. Obwohl die jüngsten Trends darauf hindeuten, dass die Wirtschaft robust genug sein dürfte, um diesem Gegenwind standzuhalten, versuchte die Fed, Zeit für die Bewertung der eingehenden Daten zu gewinnen, ohne zu verkünden, dass die Zinssätze ihren Höhepunkt erreicht haben oder die restriktive Politik, die sie in den letzten 18 Monaten eingeführt hat, zu lockern. Dieser vernünftige Ansatz, den Zinserhöhungszyklus zu pausieren, während einer längerfristig angelegten, auf die Inflationsrisiken ausgerichteten Geldpolitik, bietet Flexibilität für Anpassungen in den kommenden Monaten. Angesichts der sich abzeichnenden BIP-Revisionen und der sich weiter normalisierenden Basiseffekte gehen wir davon aus, dass die hawkishe Rhetorik in den kommenden Monaten als weniger notwendig erachtet werden könnte.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Weltweit drücken nachlassendes Wirtschaftswachstum und steigende Finanzierungskosten auf Unternehmensgewinne und Aktienkurse.

Doch es gibt auch Lichtblicke: „Tech-Werte in den USA könnten von einer Zinswende profitieren, Japan steht derzeit gut da und auf Branchenebene sollten defensive Geschäftsmodelle das Kursrisiko für den Anleger begrenzen“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM.

Aktienanlegern sendet die Konjunktur seit einiger Zeit Warnsignale. Europa rutscht immer weiter in Richtung einer Rezession. Insbesondere die deutsche Wirtschaft ist beträchtlichen Risiken ausgesetzt. Das Wachstum in den USA dagegen konnte sich zuletzt noch gut halten. Das lag insbesondere an der expansiven Fiskalpolitik, die allerdings nicht weiter fortgesetzt werden dürfte. „Wir erwarten, dass die sich verschlechternden ökonomischen Daten nach und nach auch den Aktienmärkten zu schaffen machen werden“, sagt Gerlinger.

Zuletzt lief der US-Aktienmarkt besser als sein europäisches Pendant und der Kursanstieg wurde von einer größeren Marktbreite getragen. „Diese Entwicklung steht jedoch im Widerspruch zu den schwächeren Makrodaten, die eher auf eine Rezession hindeuten“, erklärt Gerlinger. Außerdem senken höhere Finanzierungskosten und eine geringere Preissetzungsmacht immer häufiger die Margen der Unternehmen. „Es bedarf möglicherweise nur eines Funkens, um die Stimmung umschlagen zu lassen“, sagt Gerlinger.

Am europäischen Aktienmarkt stehen die immer noch positiven Gewinnerwartungen im Widerspruch zur schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage und der erwarteten Rezession. Die wirtschaftliche Schwäche Chinas, die Exportabhängigkeit und die sehr zyklische Industrie wirken sich ebenfalls negativ aus. „Europäische Aktien bleiben daher günstiger bewertet als US-Aktien und handeln unter dem historischen Durchschnitt“, so Gerlinger.

Auch die gestiegenen Zinsen belasten die Gewinne und durch die zunehmende Attraktivität der Rentenpapiere schmilzt der Renditevorsprung der Aktien dahin. „Andererseits spricht eine mögliche Zinswende für Growth-Titel und hier insbesondere für Technologietitel, die nach wie vor vom KI-Hype profitieren und mehrheitlich in den USA angesiedelt sind“, sagt Gerlinger.

Als Konsequenz wird bei Moventum auf Länderebene der US-Aktienmarkt neutral gewichtet. Europa wird leicht untergewichtet, ebenso wie die Emerging Markets, was vor allem den ökonomischen Problemen in China geschuldet ist. Langfristig bleiben die Emerging Markets interessant. Der leichte Abbau in Europa und in den Schwellenländern wird in Japan investiert, wo Moventum nun stärker übergewichtet ist. „Japan scheint der ‚stille Gewinner‘ in dieser Situation zu sein“, begründet Gerlinger die Entscheidung. Der schwache Yen stütze den Export und damit die Gewinne der Exportunternehmen. Der Aktienmarkt profitiere zudem von einer starken Binnenwirtschaft. „Und ein Wiedererstarken des Yen hätte darüber hinaus für den Euro-Anleger sehr positive Auswirkungen“, so Gerlinger.

Auf Stilebene wird der Schwerpunkt weiterhin auf Technologie beziehungsweise Quality Growth und auch Value gesetzt. „Wir erhöhen die Gewichtung von Technologie, das weiter von der KI-Fantasie profitieren sollte“, so Gerlinger. Zudem könne die Branche von der Aussicht auf fallende Zinsen beflügelt werden. „Hinderlich sind allerdings die zum Teil sehr ambitionierten Bewertungen.“ Interessant sind daneben defensive Werte aus dem Healthcare-Bereich, die auch in konjunkturell schwierigen Zeiten ein stabiles Wachstumspotenzial bieten. „Allerdings war die Performance seit Jahresbeginn ernüchternd“, schränkt Gerlinger ein. Bei Value setzt Moventum auf Fonds, die sektorentechnisch breit gestreut und eher defensiv aufgestellt sind.

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Bei der Aktualisierung der Scope-Fondsratings im September sind die Herabstufungen in der Überzahl. Auch der größte Aktienfonds aus Deutschland ist unter den Absteigern.

Janus Henderson Pan European erhält Spitzenrating

Der Janus Henderson Pan European erhält nach eineinhalb Jahren mit (B)-Rating nun per Ende August das Spitzenrating (A). Zum Aufstieg hat insbesondere die Performanceverbesserung in den vergangenen Monaten beigetragen. Der Europa-Aktienfonds existiert seit 2005 und wird von John Bennett, Tom O’Hara und Tom Lemaigre verwaltet. Er verfolgt einen fokussierten, aktiven Ansatz. Im Portfolio sind derzeit 48 Titel, wobei Novo Nordisk mit 4,6%, UPM-Kymmene mit 4,3% und LVMH mit 3,8% die größten Positionen bilden. Mit einer Wertentwicklung von 7,5% p.a. über fünf Jahre und 11,0% über drei Jahre liegt der Fonds deutlich vor dem Durchschnitt der Peergroup „Aktien Europa“ mit 4,3% und 8,0% p.a. Die Risikokennzahlen fallen gemischt aus, jedoch insgesamt leicht niedriger als die der Vergleichsgruppe.

Harris Associates U.S. Value Equity Fund mit Top-Rating

In der Peergroup „Aktien Nordamerika“ konnte sich per Ende August mit dem Harris Associates U.S. Value Equity Fund ein wertorientierter Ansatz durchsetzen. Der Fonds orientiert sich nicht an einer Benchmark. Das höchste Gewicht im Portfolio haben Alphabet mit 4,9%, ConocoPhillips mit 3,3% und KKR mit 3,1%. Außer Alphabet ist derzeit keine andere FAANG-Aktie in den Top-10 vertreten, was den Fonds von vielen Mitbewerbern abhebt, aber aufgrund der insgesamt höheren Bewertungen dieser Titel typisch für Value-Strategien ist. Mit 37% hat der Finanzsektor mit Abstand den größten Anteil im Fonds, gefolgt von Kommunikation mit 17% und zyklischen Konsumgütern mit 9%. Über fünf und drei Jahre fällt die Wertentwicklung mit 11,7% und 18,0% p.a. deutlich besser aus als der Peergroup-Durchschnitt mit 9,8% und 11,4% p.a. Dafür mussten Anleger jedoch mit höheren Risikokennzahlen leben. So lagen beispielsweise über fünf Jahre Volatilität und maximaler Verlust des Fonds mit 21,0% und -25,4% deutlich über der Peergroup mit 17,1% und -20,0%.

DWS Top Dividende wieder mit unterdurchschnittlichem Rating

Für den DWS Top Dividende ging es nach einer kurzen Zwischenerholung mit (C)-Rating wieder abwärts. Aktuell trägt er nur mehr das unterdurchschnittliche Rating (D). Insbesondere die Performanceschwäche ab Anfang 2023 machte dem knapp 20 Mrd. Euro großen Fondsschwergewicht zu schaffen. Die Erholung der Big-Tech-Titel seit Jahresanfang ging fast spurlos am Fonds vorüber, der mit 2,9% absolutem Portfolio-Gewicht kaum im Technologiesektor investiert ist. Die größten Sektoren im Portfolio sind aktuell Finanzen mit 15,4%, Gesundheit mit 14,8% und Energie mit 13,2%. Über fünf und drei Jahre bleibt der Fonds mit 4,7% und 7,5% hinter der Peergroup „Aktien Welt“ mit 5,4% und 9,7% zurück. Dafür fallen die Risikokennzahlen im Fonds, der generell Aktien mit defensiven Eigenschaften bevorzugt, besser aus. So lagen sowohl Volatilität als auch maximaler Verlust des Fonds über fünf Jahre mit 11,6% und -17,0% unter dem Peergroup-Durchschnitt von 13,7% und -20,4%.

Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat

Auf einen starken Juli folgte ein schwacher August: Nur 17 der 50 Fonds-Peergroups konnten positive Erträge erzielen, darunter viele Rentenfonds, während die Aktienfonds durch die Bank im Minus notierten. Die besten Peergroups waren wieder einmal von der Währung US-Dollar geprägt: Geldmarktfonds in USD legten auf Monatsbasis um 1,8% zu. Auf den nächsten Plätzen folgten USD- und globale Hochzinsanleihen mit 1,5% bzw. 1,2%. Die Verliererseite wurde erneut von den Peergroups Aktien China mit -7,1% auf Monatsbasis und Aktien China A-Shares mit -6,5% angeführt, gefolgt von asiatischen Aktien-Peergroups und Themenfonds mit -4,4%.

Den vollständigen Bericht können Sie hier herunterladen.  https://www.scopegroup.com/dam/jcr:e424459a-98d4-4df7-beee-e548f447169b/Scope%20Fondsrating-Update%202023%20September.pdf

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Nach nur einem Jahr ist das erste mit unserer Technologie arbeitende Rohstoffinvestment-Produkt für eine der begehrtesten und bedeutendsten Branchenauszeichnungen nominiert.

Die digitale Mittelverwendungskontrolle bringt Transparenz und Sicherheit in den Bereich der Sachwertinvestments. Somit ist die Nominierung dieses Pilotproduktes für die Financial Advisors Awards 2023 durch das bekannte Finanzmagazin Cash. Media Group ein kleiner Schritt für uns aber ein großer für alle Sachwertinvestoren, Vermittler und Produktinitiatoren.

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Wie das statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Verbraucherpreise im August durchschnittlich 6,1% höher als ein Jahr zuvor.

Im Juli war die Inflationsrate auf 6,2% gefallen, nachdem sie im Juni auf 6,4% gestiegen war. Anders als insgesamt erwartet, ist die Inflationsrate in der Eurozone im August nicht gesunken, sondern verbleibt bei 5,3%. Auch die Kernrate – somit ohne Energie und Lebensmittel – bleibt hartnäckig hoch und sinkt lediglich auf 5,3% nach 5,5% im Vormonat.

Die starke Teuerung schlägt negativ auf die Konjunktur. «Die Inflation ist bereits zweistellig bei Handwerkerleistungen, bei Pauschalreisen oder auch bei den Kosten von Pflegeheimen», wie die Ökonomen des ZEW in Mannheim berichten. «Das bedeutet, dass der Kaufkraftschwund für die meisten Menschen real spürbar ist und stark ins Auge sticht.» Dieser Zustand führe zu einer anhaltenden Verunsicherung und nähre die Sorge um Wohlstandsverluste. «Eine solche Entwicklung spricht dagegen, dass der private Konsum in absehbarer Zeit wieder eine Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung werden könnte», warnt das ZEW. Europas größte Volkswirtschaft ist zuletzt drei Quartale in Folge nicht gewachsen und dürfte im Gesamtjahr 2023 leicht schrumpfen. Das bedeutet: Dass eine Entwarnung längst noch nicht angebracht ist da die Daten einen Zinsschritt auf der kommenden EZB-Sitzung nahelegen.

BELASTUNGSFAKTOREN AN DEN FINANZMÄRKTEN UNVERÄNDERT

In unserem letzten Block – am 1. August 2023 – sind wir explizit auf die Ursachen von Drawdowns eingegangen. Heute möchten wir Ihnen in einer kurzen Übersicht den universellen Charakter von Algorithmen von Handelsstrategien aufzeigen.

Generell müssen vier Eigenschaften eines Algorithmus zwingend erfüllt werden: Determiniertheit, Determinismus, Finitheit, Effektivität. Nach Aktivierung der Algorithmen im Handel, führen diese nicht nur die programmierten Orders automatisiert aus. Sie sammeln zusätzlich unentwegt Daten und passen sich in gewisser Weise Veränderungen des Marktgeschehens an. Über bestimmte Zeitabschnitte funktionieren diese Algorithmen ohne jede Beanstandung, sind robust und erfüllen ihre Aufgabe im besten Sinne. Wenn sich das Marktgeschehen jedoch in fundamentaler Weise verändert – wie wir das gerade erleben:

  • Verwerfungen an den Märkten durch Krieg
  • ausufernde Inflation
  • internationale Länder in finanzieller Bedrängnis
  • Irritationen durch Aussagen der Notenbanken
  • und die Welt sprichwörtlich aus dem Gleichgewicht kommt,

dann müssen die angewandten Algorithmen analysiert werden um Aussagen über ihr undifferenziertes Verhalten zu gewinnen. Das war schon einige Male in unserer langjährigen Geschichte notwendig, da sich die Märkte erwartungsgemäß von Zeit zu Zeit signifikant verändern.

Das Ergebnis sind ausgewählte Kennzahlen, auch Performancemaße genannt. Durch die Optimierung wird eine konkrete Ausprägung von Entscheidungsvariablen festgelegt, die eine stetige Zielfunktion minimiert oder maximiert. Hierbei wurde die Performance mit ausgewählten Algorithmen verglichen. Als Performancemaß wurde eine Renditekennzahl verwendet. Die Analyse zeigte, dass durch das stark veränderte Marktgeschehen, unsere Zielfunktionen im Handel nicht mehr erreicht wurden. Die logische Folge: Wir haben unsere Algorithmen mathematisch sowie quantitativ neu programmiert, neue Handels- und Richtungssignale vorgegeben. Die aufwendigen Tests, im Bereich Risk- und Moneymanagement, wie Robustheit und Rendite, wurden zur vollsten Zufriedenheit absolviert. Es ist absolut verständlich, dass bei einer schleppenden Drawdown-Phase wie wir sie gerade durchleben – August Minus 0,87% – uns Fragen gestellt werden, wann diese denn ihr Ende nimmt. Hier geben wir eine eindeutige Antwort: Durch die Neugestaltung und Aktivierung unserer überarbeiteten Expert Advisors (EAs) und der quantitativen Handelssysteme – die in Sekundenbruchteilen mit Markbewegungen korrespondieren und in der Lage sind, multidimensional, auch in angespannten und kritischen Marktsituationen miteinander in Beziehung zu setzen –, sehen wir mit Zuversicht in die kommenden Monate, mehr noch, mit der unumschränkten Überzeugung, das laufende Jahr mit einem ansehnlichen Gewinn im Portfolio abzuschließen.

Unser Ziel: In alter Tradition im fünf Jahresschnitt, eine zweistellige Performance zu erwirtschaften.

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Geldanlage-Optimismus im Osten geringer als im Westen

Die Menschen in den ostdeutschen Bundesländern sehen das Umfeld für aktienbasierte Geldanlagen weniger positiv als die in den westdeutschen Bundesländern. Dies zeigt der halbjährlich ermittelte deutsche Geldanlage-Index DIVAX-GA, der rund 2.000 Bürgerinnen und Bürger nach ihren Einschätzungen zur aktuellen Situation sowie zu den zukünftigen Erwartungen im Rahmen der aktienbasierten Geldanlage befragt.

Stimmung generell positiv, im Osten aber weniger stark ausgeprägt

Der Index (Werte zwischen -100 bis +100) lag im Sommer 2023 bundesweit bei 29,5, in den westdeutschen Bundesländern bei 31,1 und in den ostdeutschen bei 22,4. Noch vor drei Jahren, also bei Erstauflage des Index, lagen die Werte bei 24,9, bei 26,1 und bei 19,6. Dazu Prof. Dr. Michael Heuser, Wissenschaftlicher Direktor des DIVA: „Von Pessimismus zeugen die Zahlen keineswegs. Der Index erzielt durchgängig einen ordentlichen zweistelligen Wert. Dies ist ein klarer Hinweis darauf, dass ein Interesse an Aktien in breiten Bevölkerungskreisen besteht. Dass das Stimmungsbild im Osten etwas weniger positiv ist, hat sicher auch etwas mit den generellen Lebensumständen zu tun. Denn die Vermögensbildung und der Wohlstand sind in Ost und West längst nicht auf dem selben Niveau. Beachtlich ist in jedem Falle, dass sich das Stimmungsbild auch im Osten in nur drei Jahren signifikant verbessert hat“.

Weniger Risikoaversion im Osten

Dass auch im Osten eine ausgeprägte Aktienkultur existiert, zeigt die Bewertung von Attraktivität und möglichen Risiken aus einer solchen Geldanlage. So bewerten aktuell 27,7% der Menschen in den neuen Bundsländern Aktien und Aktienfonds mit Blick auf das aktuelle Marktumfeld vor Gold, Immobilien und Zinsprodukten als attraktivste Geldanlage. In den alten Bundesländern sind es nur 26,4%. 32,3% der Menschen in den östlichen Ländern trauen sich dabei zu, die Aktien selbst auszuwählen. In den westlichen sagen dies 29,7%. Fragt man nach den Gründen, die gegen eine Anlage in Aktien sprechen, nennen in den neuen Bundesländern 26,4% die Risiken und mögliche Kursschwankungen. In den alten Bundesländern liegt der Wert bei 29,3%.

Dazu Heuser: „Wer glaubt, die Ostdeutschen seien weniger aufgeklärt, wenn es um die Geldanlage geht, täuscht sich auf ganzer Linie. Tendenziell haben dort mehr Menschen verstanden, dass gerade bei langfristigem Vermögensaufbau die Risiken von Aktien mehr in den Hintergrund und die Renditechancen in den Vordergrund treten.“

Verfügbare Einkommen sind entscheidend

Geht es um den Hauptgrund, der die Menschen von Aktieninvestments abhält, sind die Unterschiede eklatant: 47,4 Prozent der Menschen aus den ostdeutschen Bundesländern geben an, dass sie dafür zu wenig Geld hätten – 6,1 Prozentpunkte mehr als im Westen. Für Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung, einer der Trägerverbände des DIVA, keine Überraschung: „Die Ergebnisse decken sich vollumfänglich mit der Beratungspraxis der Mitglieder unseres Verbandes. Im Osten sind die Einkommen niedriger, es gibt kaum Erbschaften und die meisten Menschen hatten bisher wenig Gelegenheit, nennenswertes Vermögen zu bilden. Hinzu kommt die allenthalben zu spürende Inflation, die natürlich Menschen mit niedrigeren Einkommen und ohne Vermögen mit voller Wucht trifft.“

Vorschläge der Fokusgruppe private Altersvorsorge sind weiterführend

Es stellt sich die Frage, mit welchen Maßnahmen die Politik gegensteuern könnte, um auch mehr Menschen in den ostdeutschen Bundesländern Vermögensbildung und höheren Wohlstand zu ermöglichen. „Es ist rundum zu begrüßen, dass die EZB mit Nachdruck die Inflation bekämpft, die das Hauptproblem ist. Die Politik sollte dies mit Verschuldungsdisziplin und dem Rückbau von Subventionen positiv flankieren. Das alles kann zwar eine gewisse Zeit lang für die Wirtschaft schmerzlich sein, ist aber weitaus sinnvoller, als die Inflation laufen zu lassen. Dies gilt umso mehr, als dass bislang der Konjunktureinbruch noch nicht zu hoher Arbeitlosigkeit geführt hat“, analysiert Heuser.

Wirth ergänzt: „Wir setzen sehr auf eine zeitnahe Umsetzung der Ergebnisse der Fokusgruppe private Altersvorsorge der Bundesregierung. Deren Vorschläge für eine stärkere staatliche Förderung der aktienbasierten Altersvorsorge mit zusätzlichen Fördermitteln für Menschen mit niedrigen Einkommen sind genau das, was in den ostdeutschen Bundesländern helfen würde. Denn die Menschen dort wollen aktienbasiert sparen. Ihnen fehlen nur die Mittel dazu“.

Die Umfrage ist Teil der aktuellen Sommer-Ausgabe des Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) und wurde im Auftrag des DIVA von INSA-CONSULERE durchgeführt. Befragt wurden ca. 2.000 Personen in Deutschland. Alle Ergebnisse sind auf der Website des DIVA zu finden.

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Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH, Bahnhofstraße 23, 35037 Marburg, Tel: +49 (0) 6421 59078-0, www.diva.de

Jahrzehntelang dämmerte die japanische Wirtschaft vor sich hin, weil Nullzinsen, Deflation und ein schwacher Yen das Wachstum bremsten.

Doch nun stehen die Vorzeichen auf Wandel. Ausgerechnet was hierzulande gefürchtet ist, hilft Nippon auf die Beine: die Inflation. Für Anlegerinnen und Anleger könnte sich nun eine günstige Gelegenheit bieten, um in Japan zu investieren.

Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

Über viele Jahre hatte Japans Börse nur wenig zu bieten: Die japanische Volkswirtschaft wuchs kaum, der Yen war schwach, die Zinsen nahe null und deflationäre Tendenzen bremsten die Nachfrage von Konsumenten wie Investoren gleichermaßen. Doch seit April dieses Jahres ist der breit gefasste Börsenindex Nikkei 225 wie entfesselt und erreichte im Juli endlich wieder ein Niveau, auf dem die Börse in Tokio zuletzt vor rund 33 Jahren notierte. Allein in diesem Jahr konnte der Nikkei um rund 29 Prozent zulegen. Was war geschehen – und wie kann es nun weitergehen?

In Japan zeichnet sich ein fundamentaler Wandel der Geldpolitik ab. Der seit April amtierende neue Notenbankchef der Bank of Japan (BoJ) will die Strategie seines Vorgängers der ultralockeren Geldpolitik mit Leitzinsen um die null Prozent beenden. Denn erstmals seit zwei Jahrzehnten steigt in Japan die Inflationsrate. Und anders als in Europa oder den USA freuen sich Ökonomen des Inselstaates darüber – vor allem wenn sie dauerhaft oberhalb einer Jahresrate von zwei Prozent liegen sollte. Nach langen Jahren, in denen die Deflation bei Verbrauchs- und Investitionsgütern tendenziell für sinkende Preise und somit für Konsumzurückhaltung sorgte, könnten in diesem Jahr endlich auch die Löhne wieder steigen und die Konsumstimmung aufhellen.

Noch etwas gibt der Nachfrageseite in Japan neuen Schub: Japan hatte erst im Oktober 2022 seine pandemiebedingte Isolierung beendet – und somit strömen nun die Touristen wieder in das Land und nutzen den schwachen Yen für Einkäufe. Auch China hat als wichtigster Handelspartner Japans erst spät die Corona-Beschränkungen fallen lassen. Nun profitiert Japan von Nachholeffekten. In der Folge hat der Yen kräftig aufgewertet, was nicht nur japanischen Exportunternehmen, sondern einer ganzen Reihe von Branchen hilft.

Inflation sorgt für Optimismus

Da sich die Anzeichen mehren, dass die Inflation auch noch länger über der BoJ-Zielmarke von zwei Prozent verharrt, nimmt der Optimismus unter Japans Unternehmern sowie Anlegerinnen und Anlegern zu. Trotz der spürbaren Aufbruchstimmung könnte davon an der Börse Tokios noch nicht alles in den Kursen enthalten sein. Denn: Japans Aktien sind – trotz der bereits kräftig gestiegenen Kurse – im Durchschnitt noch immer recht günstig bewertet. Ein Indikator hierfür kann das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sein. Im Schnitt sind die Aktien mit ihrem 13-fachen Jahresgewinn bewertet.

Für Anlegerinnen und Anleger könnte sich somit eine günstige Einstiegsgelegenheit bei japanischen Aktien bieten. Etliche Werte in den Leitindizes Nikkei und Topix weisen sogar KGVs unter acht auf und sind somit besonders niedrig bewertet. Hinzu kommt, dass zahlreiche Unternehmen attraktive Dividendenrenditen in einer Höhe zwischen drei und fünf Prozent aufweisen.

Unternehmen notieren teilweise unter Buchwert

Zudem hat die Börse zum Jahresbeginn neue Regeln erlassen, um höhere Standards in der Unternehmensführung durchzusetzen. Langfristig sollen dadurch die Kapitalkosten sinken und die Kapitaleffizienz steigen. Konkret bedeutet dies: Die Tokioter Börse hat die Unternehmen aufgefordert, sich auf ein nachhaltiges Wachstum und eine Steigerung des Unternehmenswertes zu konzentrieren. Vor allem jene Unternehmen, die ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von unter eins aufweisen, also an der Börse unterhalb der bilanziellen Vermögenswerte abzüglich Schulden bewertet werden, sollen demnach Kurspflege betreiben, indem sie Aktien zurückkaufen und ihre Dividenden erhöhen.

Alles in allem sind das gute Voraussetzungen für eine attraktive Rendite japanischer Aktien. Anlegerinnen und Anleger sollten im Idealfall über einen breit gestreuten Fonds investieren. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist und bleibt es zudem essenziell, dass das Vermögen in verschiedene Anlageklassen und -regionen fließt.

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Laureus AG Privat Finanz, Ludwig-Erhard-Allee 15, D-40227 Düsseldorf, Tel: 0211 / 16098­0, www.laureus­ag.de

ETFs investieren in Euro-Staatsanleihen mit kurzer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Investitionsziele sind Staatsanleihen aus dem Euroraum sowie aus Deutschland

Der jeweilige Index wird physisch nachgebildet

Mit drei neuen Xtrackers-ETFs ergänzt die DWS ihr Angebot an Produkten, die die Wertentwicklung von Euro-Staatsanleihen nachvollziehen, um das kurze Laufzeitenspektrum. Die ETFs bilden unterschiedliche Indizes des Anbieters iBoxx nach, die Zugang zu auf Euro lautenden Staatsanleihen mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr bieten. „Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus sehen wir eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Anlagelösungen mit kurzen Restlaufzeiten. Die neuen Xtrackers-ETFs bieten eine einfache und kosteneffiziente Möglichkeit dafür“, sagt Simon Klein, Global Head of Xtrackers Sales bei der DWS.

Mit dem Xtrackers II Germany Government Bond 0-1 UCITS ETF können Anleger auf deutsche Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit setzen. Der Xtrackers II Eurozone Government Bond 0-1 UCITS ETF ermöglicht dies für entsprechende Papiere aus dem Euroraum. Der Xtrackers II iBoxx Eurozone Government Bond Yield Plus 0-1 UCITS ETF schließlich bezieht sich auf einen Index, der Anleihen aus den fünf Euro-Ländern mit der höchsten Rendite enthält. Die drei neuen ETFs bilden den jeweiligen Index physisch nach und thesaurieren die Erträge, ihre jährliche Verwaltungsgebühr beträgt je 0,07 Prozent. Die ETFs wurden am 20. September auf der Handelsplattform Xetra an der Deutschen Börse notiert.

Nach Auflage der neuen Produkte bietet die DWS 17 Xtrackers-ETFs auf verschiedene Segmente des Marktes für Eurozone-Staatsanleihen. Diese ETFs unterscheiden sich durch die Abbildung der Wertentwicklung von Staatsanleihen mit Laufzeitbändern von bis zu 30 Jahren sowie durch die Berücksichtigung von ESG-Kriterien für die Auswahl und Gewichtung der Anleihen im Index.

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Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Die Apo Asset Management GmbH (apoAsset) kooperiert bei der Administration von 11 Bestands-Publikumsfonds mit einem Volumen von rund 2 Mrd. € künftig mit der Service-KVG HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH.

Die Migration soll im ersten Halbjahr 2024 erfolgen, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

„Im Zuge einer Neuausrichtung des Asset Servicing haben wir nach einer neuen Kapitalverwaltungsgesellschaft gesucht. Nach einer umfangreichen Ausschreibungsphase mit mehreren qualitativ hochwertigen Anbietern haben wir uns für die HANSAINVEST als neuen Partner für die Fondsadministration entschieden“, berichtet Dr. Heiko Opfer, Geschäftsführer der apoAsset. „Ausschlaggebend für die Entscheidung für die HANSAINVEST war für uns der individuelle Betreuungsansatz in Kombination mit dem notwendigen Pragmatismus zur Umsetzung unserer Anforderungen.“

Der Wechsel umfasst zum einen mehrere Fonds mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Digital Health, zum anderen eine Reihe von Multi-Asset-/Multi-Themen-Fonds mit über 20 Jahren Historie.

Für die HANSAINVEST ist das Mandat innerhalb des Geschäftsbereichs Financial Assets das größte neu gewonnene in der rund 55-jährigen Firmengeschichte.

„Das entgegengebrachte Vertrauen unseres neuen Fondspartners, die Administration der 11 Publikumsfonds in unsere Hände zu geben, erfüllt uns mit großem Stolz“, sagt Dr. Jörg W. Stotz, Sprecher der Geschäftsführung der HANSAINVEST. „Wir freuen uns außerordentlich und es zeigt, dass Handeln nach unserer Vision ‚Alle Freiheit dem Asset Manager‘ die absolut richtige Fokussierung unserer Geschäftsphilosophie ist. Zudem beweist es auch, dass die HANSAINVEST die passende Service-KVG für die Administration von Fondsmandaten spezialisierter Initiatoren ist.“

Für Anlegerinnen und Anleger in den zu übertragenden Publikumsfonds ergeben sich aus diesen Neuerungen keine Veränderungen.

„Wir fühlen uns bei unserem neuen Partner sehr gut aufgehoben. Mit der Stärke der HANSAINVEST im Rücken, können wir ganz zum Vorteil unserer institutionellen und privaten Anlegerinnen und Anleger unsere Stärken im Asset Management weiter voll ausschöpfen“, resümiert Claus Sendelbach, Geschäftsführer der apoAsset.

Die Apo Asset Management GmbH (apoAsset) ist eine der führenden Fondsanlagegesellschaften mit den Schwerpunkten Gesundheit und Multi Asset. Sie wurde 1999 gegründet, vielfach ausgezeichnet und verwaltet zusammen mit beteiligten Unternehmen ein Anlagevermögen von rund 4,2 Milliarden Euro (Stand 8/2023). Das Unternehmen verfügt über ein einzigartiges Netzwerk für Gesundheits-Investments. Dazu gehören neben dem eigenen Fondsmanagement-Team auch die Beteiligung an der Medical Strategy GmbH, ein wissenschaftlicher Beirat sowie die Gesellschafter Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (apoBank) und Deutsche Ärzteversicherung AG. Mehr Informationen unter www.apoasset.de

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH wurde 1969 gegründet und ist Teil der SIGNAL IDUNA Gruppe. Als unabhängige Service-KVG für Real und Financial Assets erbringt die Hamburger Gesellschaft vielfältige Dienstleistungen rund um die Administration von liquiden und illiquiden Assetklassen. Der Hauptsitz befindet sich in Hamburg, zudem ist das Unternehmen mit einer Niederlassung in Frankfurt am Main präsent. Über ein Tochterunternehmen ist die HANSAINVEST auch in Luxemburg vertreten. Aktuell werden von ca. 350 Mitarbeitenden insgesamt rund 500 Publikums- und Spezialfonds mit einem Bruttofondsvermögen von über 55 Milliarden Euro administriert. (Stand der Daten: 31. März 2023)

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Der deutsche Fondsverband BVI setzt sich für eine Verlagerung des Derivate-Clearings in die EU ein, um die Abhängigkeit von Drittstaaten und damit die Risiken für die Finanzstabilität in der EU zu reduzieren.

Mit dieser Forderung unterstützt der BVI die Position der Europäischen Zentralbank, EU-Kommission und EU-Wertpapierbehörde ESMA, die ebenfalls die Abhängigkeit der EU-Finanzmärkte von Clearingstellen in Drittstaaten reduzieren wollen. Die ESMA zum Beispiel hat in einem Bericht vom Dezember 2021 deutlich gemacht, dass weder zusätzliche Instrumente für das Krisenmanagement noch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden von Drittstaaten allein die Systemrisiken durch englische Clearingstellen ausreichend verringern können. In einem Krisenszenario wäre die englische Behörde verpflichtet, der Finanzstabilität des Vereinigten Königreichs Vorrang vor derjenigen der EU einzuräumen.

Derzeit werden rund 80 Prozent der auf Euro lautenden Zinsderivate, die ein wichtiger Bestandteil im Risikomanagement von Fonds sind, über das Clearinghaus LCH in London verrechnet. Seit dem Brexit ist es aber nicht mehr unter der EU-Aufsicht. „Eine effektive Überwachung und die im Krisenfall erforderlichen Schritte lassen sich aber nur über den direkten Zugriff durch EU-Aufsichtsbehörden und die EZB sicherstellen“, sagt Thomas Richter, BVI-Hauptgeschäftsführer. Vor diesem Hintergrund unterstützt der BVI Maßnahmen, die den Übergang für die Markteilnehmer erleichtern, wie zum Beispiel aktive Konten bei Clearingstellen in der EU einzurichten.

Der BVI setzt sich bereits seit 2017 für eine Verlagerung des Derivate-Clearings in die EU ein. Er hat damit eine gegensätzliche Position zum EU-Fondsverband EFAMA, der sich gegen eine verpflichtende Einführung von aktiven Konten bei EU-Clearingstellen ausgesprochen hat und somit bei diesem Thema überwiegend die Sichtweise der großen Marktteilnehmer vertritt. „Die Einführung von aktiven Konten in der EU ist ein akzeptabler Kompromiss, um die Finanzstabilität in der EU zu stärken sowie ein wettbewerbsfähiges und effizientes Clearingsystem zu sichern“, sagt Richter. Nicht einverstanden ist der BVI mit der Forderung, Schwellenwerte für aktive Konten einzuführen.

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BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

Die Warburg Bank hat ihren ersten Real Estate Debt Fonds aufgelegt:

Mit dem WB Urban Real Estate Finance I beteiligen sich institutionelle Investoren an einem attraktiven Kreditportfolio, das die Entwicklung von Wohnimmobilien in Großstädten sowie den Top-7 Ballungszentren in Deutschland finanziert. Der Fonds hat ein Zielvolumen von 300 Mio. Euro. Das erste Closing ist bereits erfolgt; Investor ist die Pensionskasse eines DAX-Konzerns.

“Wir freuen uns, dieses Produkt in einem gerade für Immobilieninvestments herausfordernden Umfeld lancieren zu können. Private Debt ist eine der tragenden Säulen unserer Strategie 2024 und erlaubt uns einen deutlichen Ausbau des Lösungsangebots für unsere Kunden sowohl auf der Finanzierungs- als auch auf der Investitionsseite”, so Dr. Roman Rocke, Head of Corporate Finance bei M.M.Warburg & CO.

Konservative Produktgestaltung

Die Immobilienfinanzierungen für den Fonds werden nach strengen, konservativen Kriterien ausgewählt: Die zu entwickelnden Wohnimmobilien müssen sich an nachgefragten Standorten befinden. Eine erstklassige Besicherung, die Robustheit der Finanzierungen sowie die niedrigen objektbezogenen Kreditausläufe stehen im Vordergrund. Die Kredite haben eine Laufzeit von maximal 48 Monaten und sind erstrangig im Grundbuch eingetragen. Einzelinvestments dürfen maximal 30 Prozent des Nettoinventarwertes des Fonds ausmachen, in der Praxis wird eine deutlich höhere Diversifikation erreicht. M.M.Warburg & CO wird dem Fonds alle Finanzierungen anbieten, die diesen Kriterien entsprechen, sodass ein Cherry Picking ausgeschlossen ist. Die Bank wird selbst immer zu mindestens 20 Prozent an den Finanzierungen beteiligt sein.

“Dass viele Immobilienfinanzierer sich aufgrund fallender Immobilienpreise und der Besorgnis vieler Marktteilnehmer aktuell zurückhalten, ist eine Situation, die wir nutzen möchten. Wir sehen die wachsende Chance, gute Geschäfte zu fairen Konditionen abzuschließen,” so Dr. Michael Schwalba, Head of Private Debt bei M.M.Warburg & CO, zum aktuellen Marktumfeld.

Diversifiziertes Seedportfolio aus zwölf Finanzierungen

Das Seedportfolio besteht aus zwölf Finanzierungen über insgesamt 86 Mio. Euro, die sich bereits in den Büchern der Warburg Bank befinden. “Wir achten bei unseren Finanzierungen besonders darauf, dass die finanzierten Objekte auch in dem aktuell stark gestiegenen Zinsumfeld robuste Cashflows erwirtschaften”, erläutert Schwalba. Die Verzinsung der einzelnen Kredite liegt mindestens drei Prozent über dem EURIBOR.

M.M.Warburg & CO verfügt über einen langjährigen Track Record im Bereich Immobilienfinanzierungen: Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden über 100 Kredit-Engagements ohne Ausfälle realisiert. Durch eine weitere Finanzierungspipeline in Höhe von über 100 Mio. Euro wird der WB Urban Real Estate Finance I bei weiteren Kapitalzusagen zügig anlegen können, sodass der Fonds stets möglichst voll investiert ist.

Bei der Auflegung des WB Urban Real Estate Finance I hat die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH beraten. AIFM ist Hauck Aufhäuser Lampe.

Eckdaten des Fonds

Name: WB Urban Real Estate Finance I

Struktur: SCA SICAV-RAIF

Zielvolumen: 300 Mio. EUR

Zielrendite des Fonds: ca. 6% p.a. (nach Kosten)

Laufzeit: 10 Jahre (2x 1 Jahr Verlängerungsoption)

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M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, Ferdinandstraße 75, 20095 Hamburg, Tel: +49 40 3282-0, www.mmwarburg.com

Private Debt und alternative Finanzierungsformen erfreuen sich besonders ohne Umweg über eine Bank immer größerer Beliebtheit.

„Und das sowohl bei den Kreditnehmern wie bei den Investoren“, sagt Daniel Knoblach, Verwaltungsrat bei Fair Alpha. „Dabei laufen Verbriefungen – maßgeschneidert für Private Debt – immer mehr den klassischen Fonds den Rang ab.“

Solche Lending-Strukturen, ausgestaltet als Luxemburger Compartment, bieten Unternehmen eine flexible und schnelle Finanzierungsmöglichkeit an oder Investoren kaufen sich in bestehende Portfolios anderer Kreditvergeber ein. „Für die Unternehmen füllen sie eine Lücke, die die Banken durch ihren immer stärkeren Rückzug aus diesem Geschäft hinterlassen haben“, so Knoblach. Für die Investoren ist es eine neue und in den vergangenen Jahren immer attraktiver gewordene Assetklasse, die gute Renditen bei klar überschaubaren Risiken bietet.

Die Manager der Verbriefungen investieren dabei in direkt ausgehandelte Kredite. „Diese richten sich oft an mittelgroße Unternehmen, die aufgrund ihrer Größe nur einen begrenzten Zugang zu Finanzierungen über die Kapitalmärkte haben“, sagt Knoblach. Das ist der Grund, weshalb sie auch bereit sind, Aufschläge gegenüber dem Marktzins zu akzeptieren – was den Investoren zugutekommt. Außerdem entfällt die Rolle der Banken als Zwischenhändler, von dieser Marge profitieren beide Seiten gleichermaßen.

Im Vergleich zur Bankfinanzierung gibt es eine Reihe weiterer Vorteile für Unternehmen, insbesondere die analytische Kapazität, die Schnelligkeit der Entscheidungsfindung und die Flexibilität der Bedingungen und Konditionen. „Verbriefungen spielen hier wiederum ihre Vorteile bei der Geschwindigkeit des Marktzugangs und bei ihrer Unkompliziertheit aus“, sagt Knoblach. „Und das bei voller Regulierung.“ Die Historie zeigt, dass Investoren im Vergleich zum Markt für Konsortialkredite höhere Renditen erzielen können, während die Unternehmen des Zielportfolios im Durchschnitt ein geringeres Risikoprofil aufweisen.

Für Investoren bestehen die Vorteile vor allem darin, dass höhere Renditen bei einer ähnlichen Risikostruktur möglich sind. „Kein Wunder also, dass nach einer Studie des BAI immer mehr Investoren in diese Assetklasse gehen wollen“, so Knoblach. Denn zu den Renditevorteilen kommt auch, dass Anlagen in Private-Debt- oder Lending-Verbriefungen eine nur sehr geringe Korrelation zu Aktien haben und sich somit hervorragend zur Diversifikation eignen.

Über FAIR ALPHA

Fair Alpha bietet über ihre Tochtergesellschaften Finanzmarktlösungen für (semi-) institutionelle Investoren und Asset-Manager. Dabei werden Investmentideen und Handelsstrategien in investierbare und depotfähige Wertpapiere umgesetzt. Mithilfe von maßgeschneiderten Emissionsvehikeln werden Strukturen geschaffen, bei denen ein Emittentenrisiko ausgeschlossen werden kann. Fair Alpha übernimmt jeweils den gesamten Wertschöpfungsprozess vom Produkt-Set-up über die Administration bis zum fortlaufenden Life-Cycle-Management.

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