La Française, eine Multi-Expertise-Asset-Management-Gruppe mit einem verwalteten Vermögen von 45 Milliarden Euro (Stand: 30.06.2023), kombiniert ihre beiden Kernkompetenzen – die Vermögensverwaltung von Finanzanleihen und Laufzeitfonds – und legt den LA FRANCAISE FINANCIAL BONDS 2027 auf.

LA FRANCAISE FINANCIAL BONDS 2027 ist ein Fonds mit einer Ziellaufzeit von 2027, der auf Finanzanleihen spezialisiert ist, insbesondere auf Banken, aber auch auf Versicherungsgesellschaften, Immobilien und Finanzdienstleistungen. Der Fonds ist nach Artikel 8 der SFDR eingestuft und kann sowohl von Privatanlegern als auch von professionellen Investoren gezeichnet werden.

Jérémie BOUDINET, Head of Investment Grade Credit bei La Française AM, betont: „Anleger sollten bedenken, dass der Finanzsektor trotz der Turbulenzen in der ersten Jahreshälfte unserer Ansicht nach über gute und stabile Fundamentaldaten verfügt. Nach der Krise von 2008 hat sich der Bankensektor zu einem der am stärksten regulierten Wirtschaftszweige Europas entwickelt und unterliegt einer strengen Aufsicht. Wir sind davon überzeugt, dass der Finanzsektor zahlreiche Eigenschaften bietet, die von Investoren geschätzt werden: günstigere Bewertungen, einen stabilen Regulierungsrahmen, der die zugrundeliegenden Risiken berücksichtigt, und – obwohl das investierte Kapital nicht garantiert ist – ein attraktives Risiko-Rendite-Profil.“

Anlageziel des LA FRANCAISE FINANCIAL BONDS 2027 ist das Erreichen einer Nettorendite, die während des empfohlenen Anlagezeitraums vom Auflegungsdatum des Fonds bis zum 31. Dezember 2027 über der Wertentwicklung der vom französischen Staat begebenen und auf EUR lautenden Anleihen mit Fälligkeit 2027 (OAT 2,75 % mit Fälligkeit am 25. Oktober 2027 – ISIN-Code FR0011317783) liegt. Dies soll durch Investitionen in ein nach Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien ausgewähltes Emittentenportfolio erfolgen. Die Anlagestrategie ist diskretionär. Der Fonds investiert hauptsächlich in auf EUR lautende Wertpapiere (das Währungsrisiko wird systematisch abgesichert), die ein Rating von Investment Grade (bis zu 100 %) oder High Yield (bis zu 50 %) haben. Die Wertpapiere können von privaten oder öffentlichen Einrichtungen (max. 20 %), hauptsächlich in OECD-Ländern, emittiert werden. Diese Anlagestrategie zielt auf eine maximale Diversifizierung des Portfolios (nach Rating, Nachrangigkeit, Emittententyp und geografischer Region) über rund 90 finanziell solide Mainstream- und Nischenemittenten ab.

Hauptrisiken: Kapitalverlust, ESG-Anlagerisiko (der Fonds verwendet ESG-Kriterien und kann sich schlechter als der Gesamtmarkt entwickeln), Nachhaltigkeitsrisiko, diskretionäres Risiko (es besteht das Risiko, dass der Fonds nicht jederzeit in die Märkte oder Vermögenswerte mit der besten Wertentwicklung investiert), Wechselkursrisiko, Zinsrisiko, Kreditrisiko, Ausfallrisiko in Bezug auf Emittenten von Schuldtiteln, Risiko in Verbindung mit Anlagen in hochverzinslichen Wertpapieren, Risiko in Verbindung mit nachrangigen Schuldtiteln (das Anlageuniversum des Fonds umfasst insbesondere nachrangige Anleihen. Diese Schuldtitel weisen ein spezifisches Risikoprofil auf, das sich von dem herkömmlicher Anleihen unterscheidet), Liquiditätsrisiko, Gegenparteirisiko, Risiko im Zusammenhang mit dem Besitz von Wandelanleihen, Risiko im Zusammenhang mit bedingten Wandelanleihen.

Assetklasse: Auf Euro lautende Anleihen und sonstige Schuldverschreibungen

Fonds: LA FRANÇAISE FINANCIAL BONDS 2027

ISIN: R C EUR Anteilsklasse FR001400I1A3 / I C EUR Anteilsklasse FR001400I0X7

Anlagehorizont: bis zur Fälligkeit, d. h. bis zum 31. Dezember 2027

Risikoprofil auf einer Skala von 1 bis 7, wobei 7 der höchste Wert ist: 2

Über La Française

Die großen Veränderungen, die mit den ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen verbunden sind, bieten eine Gelegenheit, über die Zukunft nachzudenken. Die neuen Ansatzpunkte, die identifiziert wurden, werden das Wachstum und die Finanz- und Immobilienperformance von morgen bestimmen. Die zukunftsorientierte Anlagestrategie der La Française Unternehmensgruppe basiert auf dieser Überzeugung und Mission. Die Unternehmensgruppe setzt ihre Innovationsfähigkeit und Technologie ein, um für ihre Kunden Anlagelösungen zu entwickeln, die Performance und Nachhaltigkeit miteinander verbinden.

La Française ist in die beiden Geschäftsbereiche Finanz- und Immobilienanlagen unterteilt und konzentriert sich auf die Geschäftsentwicklung mit institutionellen und privaten Kunden in Frankreich und im Ausland. La Française verwaltet über ihre Niederlassungen in Paris, Frankfurt, Hamburg, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, Seoul und Singapur ein Vermögen von über 45 Milliarden Euro (Stand: 30.06.2023). La Française ist eine Tochtergesellschaft der Caisse Régionale de Crédit Mutuel Nord Europe (CMNE), einer Mitgliedsbank der Crédit Mutuel Alliance Fédérale, die über ein langfristiges Rating von A+/Aa3/AA- von S&P (12/2021) / Moody’s (02/2022) / Fitch (05/2022) verfügt.

Verantwortlich für den Inhalt:

La Française Systematic Asset Management GmbH, Neue Mainzer Straße 80, 60311 Frankfurt, Tel: +49 (0)40 300929 174 , www.la-francaise-systematic-am.com

Die Aktienmärkte haben in den vergangenen Wochen deutlich nach unten korrigiert.

„Damit haben sie ihre lange Übertreibung gegenüber den makroökonomischen Fakten wieder vollständig ausgepreist“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „An jedem einzelnen Handelstag seit Ende Mai wäre es sinnvoll gewesen, diese Überrendite mitzunehmen.“ Und auch für die kommenden Wochen ist ein genauer Blick auf die Makro-Faktoren wichtig.

Seit Ende Juli hat der US-amerikanische Aktienmarkt gemessen am S&P500 rund acht Prozent verloren. „Damit wurde auch die gesamte Aufwärtsbewegung seit Ende Mai ausradiert“, sagt Bente. „Es wäre an jedem Tag seit Anfang Juni besser gewesen, nicht im Aktienmarkt zu sein, Gewinne mitgenommen zu haben, als investiert zu bleiben.“ Oder anders formuliert: Wer nur auf die Fortsetzung der ungesunden Übertreibung gewettet hat, hat sein Risikomanagement vernachlässigt.

Denn ein solches hätte spätestens die Ausbruchbewegung Ende Mai/Anfang Juni als kompletten Widerspruch zu den Leading Indicators, zu den makroökonomischen Vorlaufindikatoren, gemeldet. Diese Entkopplung ist jetzt zurückgekommen. „Immer wenn sich der Aktienmarkt im kleineren Bild wie jetzt oder im größeren Bild wie in den späten 1990er-Jahren in einem irrationalen Überschwang von der fundamentalen Realität entfernt hat, hat er diese Übergewinne früher oder später auch wieder abgegeben“, so Bente.

„Insofern ist die Korrektur für uns keine Überraschung, sondern Teil der historischen Gesetzmäßigkeiten“, sagt Bente. „In den vergangenen Monaten hatten wir immer wieder zu Gewinnmitnahmen geraten.“ Die Gewinnmitnahme wäre seit Ende Mai die einzig richtige Entscheidung gewesen. „Und vor allen Dingen wäre es richtig gewesen, sich nicht gegen die makroökonomischen Zusammenhänge zu stellen“, so Bente. „Die Umkehrung oder Aufhebung seit Jahrzehnten beobachteter Bewegungen zu propagieren, ist immer gescheitert.“ Jedes Mal, wenn sich der Aktienmarkt von der fundamentalen Realität entfernt, in dem Fall von der volkswirtschaftlichen Realität negativer Leading Indicators, von hohen Rezessionsrisiken am aktuellen Rand bedingt durch die monetären Schocks des vergangenen und dieses Jahres, wird dies nach einer Zeit wieder zurückgehandelt.

„So ist es auch jetzt geschehen“, sagt Bente. „Es bleibt dabei: never fight the Macroeconomics.“ Angesichts der immer noch anhaltenden Schwäche der makroökonomischen Indikatoren ist ein genauer Blick darauf auch für die kommenden Monate angeraten. Oder anders gesagt: Ohne gesundes Risikomanagement geht es nicht.

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen. Der Vates Aktien Offensiv Fonds fokussiert sich hingegen auf die besten Stockpicker und deren „Lieblingsaktien“. Das Augenmerk liegt dabei auf Einzelaktien mit einem High-Conviction-Ansatz, um ein größtmögliches Alpha zu erzielen.

Verantwortlich für den Inhalt:

Vates Invest GmbH, Bürgermeister-Mahr-Straße 18, 63179 Obertshausen, Tel: 06104 9872072, www.vates-invest.de

Der September war durch den Versuch der Aktien- wie Rentenmärkte gekennzeichnet, neue Wahrscheinlichkeiten für Wachstums- und Inflationsszenarien zu ermitteln.

„Wegen der bitteren Erfahrungen in den 1970er und 1980er Jahren sind die Notenbanken offenbar entschlossen länger an einer restriktiven Zinspolitik festzuhalten. Dies hat eine Neubewertung der Anlageklassen zur Folge, was zu einer erhöhten Volatilität bei Aktien wie Anleihen führt“, so Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch.

In den Augen des Experten bleibt bis zu neuen Zinsentscheidungen und Äußerungen der Notenbanken im November die jetzt beginnende Berichtssaison der Unternehmen bestimmend für die kurzfristige Marktentwicklung. Böckelmann warnt: „Dabei werden die Indizes und deren Entwicklung überschätzt, da sie vergleichsweise schlecht die reale Wirtschaft repräsentieren. Zu wenige Unternehmen dominieren aktuell die Indizes, was von der Entwicklung der breiten Masse der Unternehmen ablenkt.“ Aber jedes Unternehmen allein stehe vor der Frage, wie es in diesem geopolitisch unsicheren Umfeld bei hartnäckiger Inflation und geringerem Wachstum erfolgreich agieren kann. Dies gelte es als Anleger zu bewerten. „Darüber hinaus hat die Geopolitik der letzten Jahre den Trend zu De-Globalisierung und Multi-Polarität begründet, der unterm Strich sowohl wachstumshemmend als auch inflationär wirkt – ein Thema, das auch die Kapitalmärkte in den kommenden Jahren immer wieder vor Herausforderungen stellen wird“, prognostiziert der Fondsmanager.

September – der Monat der Notenbanken

Von Washington über Frankfurt bis Peking wurden Zinsentscheidungen getroffen. Dabei beendeten vor allem die westlichen Notenbanken mit ihrer Entschlossenheit im Kampf gegen die Inflation, aber auch ihrer Lesart der weltwirtschaftlichen Lage, die teils vorherrschende Sorglosigkeit an den Finanzmärkten.

Die amerikanische Notenbank FED und die europäische EZB haben binnen kürzester Zeit die Zinsen um 5 % nach oben geschraubt, mittlerweile sind die Zinsen für die meisten westlichen Länder sowohl für kurze wie lange Laufzeiten auf einem 15-Jahres-Hoch wie zu Zeiten vor der Globalen Finanzkrise. Bemerkenswert findet Böckelmann dabei insbesondere den Zinsanstieg für lange Laufzeiten in den letzten Wochen, der die bislang vorherrschende Inversion abflachte, teilweise sogar zu einer Normalisierung führte (Re-Steepening). Der Experte macht dafür zwei Faktoren verantwortlich – zum einen die zunehmend als hartnäckig erkannte strukturell höhere Inflation mit in der Folge einem länger erforderlichen Kampf der Notenbanken bei höheren Zinsen, zum anderen die signifikant höhere Staatsverschuldung, die zu Bewertungsabschlägen führt.

„Auch wenn die Maßnahmen der westlichen Notenbanken vergleichbar anmuten, so befinden sich doch die betroffenen Wirtschaftsblöcke USA und Europa nicht nur an unterschiedlichen Punkten eines konjunkturellen Zyklus, vielmehr darf sogar von unterschiedlichen Regimen gesprochen werden“, fasst Böckelmann zusammen.

USA ungleich Europa

Dank großzügiger Pandemie-Hilfsprogramme der Trump-Ära und Konjunkturförderprogramme unter Biden haben die USA trotz historisch gestiegenen Zinsniveaus ein noch stabiles Wirtschaftswachstum. Die Inflation liegt um die 4 % und ist damit gewaltig von den Höchstständen vor wenigen Monaten zurückgekommen. „Die zu erwartende Bremswirkung der höheren Zinsen dürfte den Trend weiter begünstigen, wenn auch strukturelle Faktoren und vor allem gestiegene Arbeitskosten das Inflationsziel von 2 % kurzfristig unrealistisch erscheinen lässt – unter der Annahme einer weichen Landung der Volkswirtschaft“, sagt der Experte. Im Szenario einer Rezession könnte das Inflationsziel vermutlich schneller erreicht werden, dieses wird aber aktuell von den meisten Volkswirten als wenig wahrscheinlich angesehen. Und weiter: „Aber oft kommt es anders, insbesondere wenn politische Fehler passieren. So gab und gibt es wieder Streitigkeiten zwischen Demokraten und Republikanern um die erforderliche Ausweitung der Schuldengrenze und auch das Wahljahr 2024 dürfte Unsicherheiten bringen. Fakt ist, dass angesichts der ungehemmten Verschuldung der USA seit der Globalen Finanzkrise die Flexibilität im Falle einer erneuten Krise eingeschränkt ist, auch ist mit einem signifikanten Anstieg des Schuldendienstes am Staatshaushalt zu rechnen.“

Anders als die USA sei Europa nicht auf Wachstumskurs, sondern befände sich bereits in der Stagflation. Hier stelle sich gar nicht mehr die Frage, ob die Notenbank durch die Zinsanstiege eventuell überzogen habe. „Die Zinsanstiege waren und sind angesichts überbordender Inflation alternativlos im Kampf um die eigene Glaubwürdigkeit – da strukturelle und politische Faktoren die Inflation begünstigen, ist die Wirkung steigender Zinsen aber vergleichsweise gering. Während die Inflation hartnäckiger ist als in den USA erfährt das Wachstum eine weitere Bremswirkung durch politische Entscheidungen, die aus ökonomischer Sicht nicht nachvollziehbar sind“, schlussfolgert Böckelmann. Ein bizarr anmutender Kampf um das Weltklima und Menschenrechte habe zu einer Entfremdung zwischen Wirtschaft und Politik geführt, wie das Handelsblatt kürzlich titelte. Derartiges politisches Agieren sei weltweit einzigartig: „Während in den USA Politikvertreter mit den Führungskräften der wichtigsten Technologiekonzerne diskutierten, um künstliche Intelligenz mit Chancen und Risiken erst einmal zu verstehen, verabschiede die europäische Politik in ihrer Allwissenheit bereits ein Digitalgesetz“, so der Fondsmanager.

Über Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH:

Die Vermögensmanagement Euroswitch verwaltet traditionelle und alternative Investmentstrategien. Sie bietet diese Strategien in Form von standardisierten und individuellen Managed-Accounts für das gesamte Kapitalmarktspektrum – von Absolute Return über nachhaltige Kapitalanlagen bis hin zur reinen Chancenorientierung. Darüber hinaus werden für das breite Publikum vier Dachfonds in abgestuften Varianten von sehr risikoarm bis hin zur reinen Aktienanlage geboten. Gegenwärtig verwaltet die Gesellschaft 150 Millionen Euro. Die Vermögensmanagement Euroswitch ist als „Finanzportfolioverwalter“ gemäß §15 WpIG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und beaufsichtigt.

Verantwortlich für den Inhalt:

Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH, Schwindstraße 10, 60325 Frankfurt am Main, Tel: 069 33997826, www.euroswitch.de

Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

Volkswirte verstehen unter „No Landing“ eine Phase, in der die Zinsen durch die Notenbanken angehoben werden, um die Inflation zu bekämpfen, es aber zu keiner nennenswerten Abkühlung der Wirtschaft kommt. Da die gesamtwirtschaftliche Nachfrage in diesem Fall kaum abnimmt, bleibt auch der Inflationsdruck hoch. Die Notenbanken müssten die Zinsen noch weiter anheben, bis am Ende eine Rezession eintritt. In der US-Historie werden daher bisher nur Soft oder Hard Landings dokumentiert, also deutliche Wachstumsabkühlungen oder tiefe Rezessionen im Anschluss an einen Zinserhöhungszyklus der Fed.

An den Börsen geht man derzeit davon aus, dass die Leitzinsspitze in den USA erreicht ist. Zwar ist mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 40 Prozent eine weitere Zinsanhebung im Dezember oder Januar denkbar, das Hauptszenario ist allerdings eine längere Phase anhaltend hoher Zinsen auf dem aktuellen Niveau. Denn die tatsächliche Wirkung der bisherigen Zinsanhebungen ist heute noch schwer abschätzbar. Hintergrund sind strukturelle Veränderungen von Wirkungsketten aufgrund der Vielzahl von fundamentalen Veränderungen der letzten Jahre. Das offensichtlichste Beispiel ist der Arbeitsmarkt nach der Coronakrise. Trotz eindeutiger Anzeichen für eine wirtschaftliche Abkühlung, wie nachgebender Aktienkurse und Immobilienpreise, sinkender Stimmungsindizes der Unternehmen und der weltweiten Industrierezession, verharrt die US-Volkswirtschaft auf einem Vollbeschäftigungsniveau. Eine steigende Arbeitslosigkeit wäre zu erwarten gewesen. Daher muss die Fed „auf Sicht fahren“, also datenabhängig von Sitzung zu Sitzung ihre geldpolitische Ausrichtung adjustieren, wodurch für Marktteilnehmer eine erhöhte Unsicherheit entsteht. Allerdings gehen wir davon aus, dass es in den kommenden Monaten zu einer spürbaren Abkühlung der US-Konjunktur kommt. Eine milde Rezession bleibt unser Hauptszenario, denn vor allem die stark gestiegenen Zinsen bei längeren Laufzeiten werden die Wirtschaft zunehmend ausbremsen.

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in den USA ist zwar zuletzt leicht angestiegen, befindet sich aber weiterhin im kontraktiven Bereich. Schwache Auftragseingänge, sinkende Lagerbestände und eine deutlich nachgebende Preiskomponente untermauern dennoch das Bild einer sich abkühlenden US-Konjunktur. Zur Beschäftigungslage bietet sich ein gemischtes Bild. Einige Unternehmen berichten von Einstellungsstopps während andere weiterhin Probleme haben, genug Personal zu finden. Vor diesem Hintergrund dürfte der in dieser Woche anstehende August-Arbeitsmarktbericht erneut nur eine leicht schwächere Beschäftigungslage anzeigen. An den Börsen dürfte „No Landing“ daher kurzfristig noch weiter diskutiert werden und Aktien, Edelmetalle und den Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter konsolidieren lassen. Schwächere US-Konjunkturdaten im Verlauf des Herbstes sollten dann jedoch eine Umkehr gegen Ende des Jahres einläuten.

Verantwortlich für den Inhalt:

DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Union Investment bietet ab sofort die Rentenlaufzeitfonds „UniEuroRenta Unternehmensanleihen 2027“ und „UniEuroRenta Unternehmensanleihen 2029 II“ an, mit denen Anleger von weltweiten Unternehmensanleihen profitieren können.

Fondsanteile sind ab Auflegung am 4. Oktober 2023 ohne Zeichnungsphase erhältlich. Die Laufzeit endet am 15. April 2027 bzw. am 16. Juli 2029.

Mit dem „UniEuroRenta Unternehmensanleihen 2027“ und dem „UniEuroRenta Unternehmensanleihen 2029 II“ können Anleger breit über Branchen und Länder diversifiziert in ein Euro-Rentenportfolio mit fester Laufzeit investieren. Der Fokus der beiden Fonds liegt auf ausgewählten Unternehmensanleihen weltweiter Emittenten, primär auf Papieren guter Bonität mit Investment-Grade-Rating. Ergänzend können jeweils bis zu 20 Prozent Hochzinsanleihen beigemischt werden. Zudem ist es möglich, Anleihen von Emittenten aus osteuropäischen Schwellenländern zu erwerben. Für die Portfolios kommen nur Papiere in Frage, deren Laufzeit spätestens mit Fälligkeit der Fonds endet. Dadurch wird das Risiko von Zinsanstiegen und damit verbundenen Kursrückgängen zum Laufzeitende begrenzt.

Unternehmensanleihen bieten attraktives Chance-Risiko-Verhältnis

Die Zinserhöhungen der Notenbanken haben gute Anlagechancen am Rentenmarkt geschaffen. Das gilt insbesondere für Unternehmensanleihen, die aktuell mit einem Renditeaufschlag gegenüber Staatsanleihen handeln und so Vorteile für Anleger bieten können. Außerdem sind die Fundamentaldaten der Unternehmen weiterhin gut“, sagt Fondsmanager Mathias Knöspel.

Der „UniEuroRenta Unternehmensanleihen 2027“ und der „UniEuroRenta Unternehmensanleihen 2029 II“ sind für Anleger geeignet, die von den Ertragschancen globaler Unternehmensanleihen profitieren möchten. Dazu sollten sie ihr Kapital mittel- bzw. langfristig bis zum Laufzeitende der Fonds investieren wollen und mäßige Wertschwankungen akzeptieren. Der Einstieg ist nur über eine Einmalinvestition möglich.

Die Laufzeit des „UniEuroRenta Unternehmensanleihen 2027“ endet am 15. April 2027, die des „UniEuroRenta Unternehmensanleihen 2029 II“ am 16. Juli 2029. Anleger können aber auch während der Laufzeit börsentäglich Fondsanteile veräußern.

Verantwortlich für den Inhalt:

Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

Kommentar von Hamish Chamberlayne, Head of Global Sustainable Equities, und Suney Hindocha, Research Analyst, Janus Henderson Investors

  • Megatrends sind mächtige Triebfedern für säkulare Investmenttrends
  • Bisher unbeachtete Unternehmen mit starker Preissetzungsmacht, berechenbarer Nachfrage und hoher Kundenbindung als Profiteure der Megatrends
  • Entstehung von „Compoundern“ mit berechenbarerem Wachstumsprofil bei oft attraktiven Bewertungen

Megatrends können ökologischer oder sozialer Natur sein und dienen aufgrund ihrer weltweiten Reichweite als starke „Triebkräfte“ für säkulare Investmenttrends, die branchen- und sektorübergreifend sind. Einer dieser Megatrends ist die „Electrification of Everything“.

Die „Electrification of Everything“

Die weltweite Infrastruktur wird elektrifiziert, angetrieben von Technologie und dem Bedarf an nachhaltigeren Lösungen. In den nächsten fünf Jahren werden 3,5 Billionen US-Dollar in neue Infrastrukturen investiert, um eine zunehmend vernetzte Welt mit 5G-Technologie zu versorgen. Auch die industrielle Automatisierung nimmt rasant zu: Bis 2025 werden für die Nutzung von Smart Tech und Big Data in der Produktion 330 Milliarden US-Dollar investiert. Intelligente Gebäude werden neue Elektrifizierungs-Lösungen erfordern und die Energieeffizienz verbessern. Ein weiteres Beispiel sind die 2,1 Billionen US-Dollar für den Schienenverkehr, da die Schiene ein alternatives, nachhaltiges Transportmittel ist, das erhebliche Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur erfordert. Der Übergang zu sauberer Energie und Dekarbonisierung treibt die Elektrifizierung ebenfalls voran: Europa, China und die USA planen, jeweils rund 2 Billionen US-Dollar in diesen Bereich zu investieren.

Dieser Megatrend zur Elektrifizierung führt wiederum zu mehr Strom- und Datennutzung und wird gemeinhin als „Electrification of Everything“ bezeichnet. Er umfasst die Modernisierung des Stromnetzes, den Einsatz von mehr erneuerbaren Energien, den Ausbau der Breitbandverbindungen mit 5G und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge sowie andere laufende Veränderungen. Die Stromnachfrage wächst rasend schnell – eine Dynamik, die weltweit allgegenwärtig geworden ist.

Die World Nuclear Association prognostizierte im Jahr 2020, dass das Wachstum von Rechenzentren zusammen mit der Elektrifizierung von Transport- und Heizungssystemen dazu führen würde, dass die Stromnachfrage etwa doppelt so schnell wachsen würde wie der Gesamtenergiebedarf. Folglich dürfte der globale Elektrogerätemarkt von 2022 bis 2027 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 8 % aufweisen.

Auf die Zutaten kommt es an

Die Suche nach Unternehmen, die erfolgskritische Produkte liefern, kann im Großen und Ganzen unter dem Begriff „Zulieferer von Komponenten“ zusammengefasst werden. Diese Unternehmen stellen häufig Schlüsselkomponenten für einen größeren Prozess oder ein Endprodukt her, die meist außerhalb des Blickfelds des Endverbrauchers liegen, deren Funktion jedoch für das Endprodukt insgesamt bzw. den entsprechenden Prozess entscheidend ist.

In der Regel machen diese Bestandteile nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten des Endprodukts aus, aber wie bei den Zutaten eines Lieblingsgerichts können selbst marginale Abweichungen oder Unregelmäßigkeiten das Essen verderben! Aufgrund hoher Fehlerkosten und eines vernachlässigbaren Kostenanteils verfügen diese Produkte über eine größere Preissetzungsmacht und ein berechenbares Nachfrageprofil, das auf einer hohen Kundenbindung basiert, was zu attraktiven Renditen und einem begrenzten Spektrum möglicher Ergebnisse für Anleger führt.

Wir sind der Ansicht, dass die Beteiligung an Megatrends über wichtige „Zutatenlieferanten“ ein wirksames Mittel ist, um positive Anlageergebnisse zu erzielen. Häufig erfolgt dies mit einem relativ geringeren Risikoprofil im Vergleich zu den Unternehmen, die die eigentlichen Endprodukte herstellen. Darüber hinaus können viele dieser Endprodukte in zyklischen Branchenstrukturen angesiedelt sein. Folglich kann eine Investition in Zulieferer dieser Produktbereiche dazu beitragen, die Volatilität und die Zyklizität zu verringern, da die „Zutaten“ meist einem längeren Zyklus unterworfen sind.

Es kann aber auch schwierig sein, in die Hersteller der Endprodukte zu investieren. Denn der Wettbewerb, die schlechte Branchenstruktur, die staatliche Regulierung und die Kapitalintensität eine Dynamik darstellen, der die Zulieferer oft weniger ausgesetzt sind.

Bedeutung von Prozess und Geduld

Da „Zutatenlieferanten“ oft nicht berücksichtigt werden, kann es vorkommen, dass sie vom Markt falsch beurteilt werden, was wiederum zu attraktiven Bewertungen führt, die den Anlegern eine Sicherheitsmarge bieten können. Solche Unternehmen haben das Potenzial, als natürliche „Compounder“ zu wirken.

In der Tat wird die Wertsteigerung oft als das „achte Weltwunder“ bezeichnet. Der „natürliche Compounding-“ oder Summierungseffekt von Megatrends, der ein entscheidender Anlagevorteil sein kann, entfaltet sich in der Regel über mehrere Marktzyklen. Daher sind wir überzeugt, dass Geduld im Anlageprozess eine wichtige Rolle spielt. Wie Charlie Munger einmal sagte: „Das große Geld liegt nicht im Kaufen oder Verkaufen, sondern im Warten.“

Verantwortlich für den Inhalt:

Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Marktkommentar von Michael Winkler, Leiter Anlagestrategie, St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Gegenwärtig dominieren die Sorgen um die Weltwirtschaft – allen voran um die chinesische Konjunktur – die Zinsanstiege belasten und die Stimmung an den Aktienmärkten trübt sich ein.

Mit derzeit 4,64 % überwinden 10-jährige US Staatsanleihen das Renditehoch von 2022 (4,35%) und befinden sich technisch in einem intakten Aufwärtstrend. Fundamental macht der Renditeanstieg aber wenig Sinn: Die Notenbanken sind am Ende des Zinserhöhungszyklus, die Konjunktur kühlt sich ab und die Inflationsraten beruhigen sich. Und genau hier drückt der Schuh: Mit dem Überschreiten der für die Kapitalmärkte wichtigen

4,35 %-Marke folgt die nächste Herausforderung für die Aktienmärkte. Ein ähnliches Bild zeichnet sich für die 10-jährigen Bundesanleihen, hier liegt die Rendite derzeit bei fast 3,0 % und hat damit das Hoch von März 2023 (2,75%) überschritten.

Gute Nachrichten von der Inflationsfront: Das von der Fed bevorzugte US-Inflationsmaß, der sogenannte PCE Core Deflator, geht weiter zurück – von 4,3 % im Vormonat auf aktuell 3,9 % – und auch die EU-Inflationsrate überrascht mit einem deutlichen Rückgang von 5,2 auf 4,3 %. Fazit: Die Richtung stimmt. Während sich die ungünstige Saisonalität dem Ende zuneigt, ist das euphorische Sentiment inzwischen wieder in der Angst-Zone angekommen (nach dem Fear & Greed-Index). Die in der Breite technisch angeschlagenen Aktienmärkte weisen derzeit keine erkennbaren Aufwärtstrends auf:

  • Wie seit Monaten schneiden die europäischen Aktienmärkte schwächer als die US-Aktienmärkte ab. Während die Tech-lastigen Indizes wie MSCI World, S&P500 und Nasdaq sich weiterhin stark entwickeln, ist beim Stoxx600 kein Aufwärtstrend in Sicht und die 200-Tage-Linie wurde bereits unterschritten. Fazit: Die Suche nach interessanten Sektoren wird immer wichtiger.
  • Ein ähnliches Bild zeigt sich für den MSCI Emerging Markets Index, der wegen des Sorgenkindes China technisch schwach bleibt, die 200-Tage-Linie unterschritten hat und ebenfalls keinen Aufwärtstrend aufweist.
  • Der MSCI Japan ist mit einem derzeit intakten Aufwärtstrend einer der stärksten Indizes, bleibt aber technisch überhitzt. Aufgrund der schwachen Währung bleibt von den Kursgewinnen allerdings für Anleger im Euroraum nicht allzu viel übrig.

Fazit: Die Chancen an den Aktienmärkten nehmen kurzfristig wieder zu. Die Saisonalität, die Angst der Anleger und die guten Inflationsdaten helfen dabei. Ob daraus mehr wird als eine Gegenbewegung auf die in den vergangenen zwei Monaten erlittenen Kursverluste, werden die nächsten Wochen zeigen. Der unerwartete erneute Zinsanstieg bietet unverändert gute Renditechancen mit festverzinslichen Wertpapieren.

Verantwortlich für den Inhalt:

St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, Prannerstraße 11, 80333 München, Tel: +49 (0)89 125 01 83-0, www.sgkb.de

„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“

Dieses Zitat geht auf Mahatma Gandhi zurück und beschreibt auf ideale Art und Weise die Philosophie hinter dem Nachhaltigkeitskompetenz Rating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP). Dieses Jahr wurden erstmals Investmentgesellschaften dahingehend untersucht, welche Anstrengungen sie bereits heute unternehmen, um die Zukunft zu gestalten. Die viel beachtete Untersuchung von Lebensversicherern im vergangenen Jahr bildete dafür die Grundlage. Jenseits der grünen Werbebroschüren wird auch in der aktuellen Untersuchung ermittelt, wie es in den Bereichen „Strategie“, „Prozesse“, „Produkt & Service“ sowie „Kennzahlen“ um die Nachhaltigkeit bestellt ist. Mit 40 % Gewichtung liegt ein klarer Fokus auf den strategischen Aspekten. Das Rating hat damit einen stark zukunftsgewandten Charakter. Demnach werden Unternehmen nicht für etwaige Altlasten abgestraft, sondern für eine glaubhafte nachhaltige Transformationsstrategie belohnt. Auch und gerade dann, wenn diese ambitioniert ist und über einen längeren Zeitraum zu erfolgen hat.

Wie bei allen Kompetenzratings liegt der Bewertung eine interaktive Analyse zugrunde. Diese ermöglicht es, einen Blick „hinter die Kulissen“ zu werfen und eine Aussage zur Kompetenz der Teilnehmer zu treffen. Die Bewertung der einzelnen Kriterien erfolgt dabei im Benchmark-Verfahren. Die Teilnahme steht grundsätzlich allen Investmentgesellschaften offen und ist vollkommen kostenlos. Darüber hinaus erhalten alle Teilnehmer eine individuelle Einschätzung durch das IVFP, wie deren Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit im Marktvergleich zu bewerten sind. Aufgrund der umfangreichen Datenerhebung und damit verbunden hohen internen Aufwänden nehmen in der Regel vorzugsweise jene Gesellschaften teil, die sich Chancen auf eine sehr gute Bewertung ausrechnen, weshalb die Qualität unter den teilnehmenden Gesellschaften als hoch anzusehen ist. Unternehmen, die hingegen noch nicht soweit sind, nehmen den Aufwand nicht in Kauf.

Insgesamt haben sich daher „nur“ 10 Investmentgesellschaften dem Vergleich gestellt. Um die Ratingqualität dennoch hoch zu halten, wurden, sofern die Fragen nicht spezifisch auf Investmentgesellschaften ausgerichtet waren, auch die letztjährig erhobenen Daten der Lebensversicherer zur Bildung der jeweiligen Benchmark herangezogen. Besonders überzeugen konnten das IVFP folgende Anbieter: ampega, AXA Investment Managers, Carmignac, Franklin Templeton, Nordea und Union Investment. Diese sechs Anbieter wurden mit der Note „Sehr gut“ ausgezeichnet.

Eine Übersicht der Rating Ergebnisse finden Sie hier…

Verantwortlich für den Inhalt:

Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH, Auf der Haide 1, 92665 Altenstadt/WN, Tel: 09602/944 928-0, Fax: 09602/944 928-10, www.ivfp.de

Die Turbulenzen in Chinas Wirtschaft setzen Aktienfonds unter Druck, die im Reich der Mitte investieren.

Scope hat untersucht, wie sich die Peergroups mit China-Bezug in den vergangenen Monaten geschlagen haben und wie die Langfristbilanz aussieht.

Die Krise am Immobilienmarkt, schwache Wachstumsaussichten und ein sinkendes Anleger- und Verbrauchervertrauen haben chinesische Aktien in den vergangenen Monaten belastet. Der CSI 300, Leitindex für Titel, die in Shanghai und Shenzen gehandelt werden, gab im laufenden Jahr bis Ende August um 8% nach. Der Hang Seng Index, der Aktien der Börse in Hongkong enthält, ist im August in einen Bärenmarkt eingetreten und hat sich von seinem Höchststand zu Beginn des Jahres weit entfernt.

Fonds, die auf chinesische Aktien setzen, hatten in diesem Umfeld einen schweren Stand. Scope unterteilt Produkte mit entsprechendem Fokus in drei Kategorien: Aktien China, Aktien China A-Shares und Aktien Greater China. In der vorliegenden Studie wurden alle Fonds berücksichtigt, die mehr als 100 Mio. US-Dollar (50 Mio. im Fall von A-Shares-Fonds) verwalten und in Deutschland vertrieben werden.

Fonds-Peergroups mit unterschiedlicher Bilanz

Am schwächsten entwickelte sich die Vergleichsgruppe „Aktien China A-Shares“. Fonds aus dieser Gruppe verloren von Anfang Januar bis Ende August 2023 im Durchschnitt 10,8% ihres Werts. In ihren Portfolios stecken Aktien, die an den Festlandbörsen in Shanghai und Shenzen gehandelt werden. Weil diese A-Aktien erst seit einigen Jahren für ausländische Investoren unkompliziert verfügbar sind, ist das Angebot an derart spezialisierten Fonds noch recht klein.

Die Peergroup „Aktien China“ ist mit 69 Fonds die größte der drei Vergleichsgruppen. Sie gab seit Jahresbeginn bis Ende August um 10,4% nach. Fonds dieser Kategorie nutzen typischerweise die Börse in Hongkong, die ausländischen Anlegern bereits seit vielen Jahren den Zugang zu chinesischen Aktien ermöglicht.

Die geringsten Verluste machten Fonds der Kategorie „Aktien Greater China“. In dieser Peergroup mussten Anleger -8,5% in den ersten acht Monaten 2023 hinnehmen. Die Produkte investieren zusätzlich zu chinesischen in taiwanesische Aktien.

Trotz der schwierigen Lage gelang es einigen Fonds, die Verluste im laufenden Jahr stark zu begrenzen bzw. sogar leichte Gewinne einzufahren. Dazu zählen der Fidelity China Focus, der Vitruvius Greater China Equity, der Goldman Sachs Greater China Equity und der Fideliy Greater China.

Die Regierung in Peking hat derweil begonnen, mit verschiedenen Maßnahmen den Immobilienmarkt zu unterstützen und das Verbrauchervertrauen zu stärken, um den Konsum anzukurbeln. Auch die chinesische Börsenaufsicht hat Maßnahmen ergriffen, um den Aktienmarkt wiederzubeleben. Inwieweit diese Schritte den gewünschten Erfolg bringen, werden die kommenden Monate zeigen.

Aktives Management zahlt sich in China aus

Die Scope-Untersuchung zeigt darüber hinaus, dass China langfristig gesehen ein gutes Pflaster für aktiv gemanagte Fonds ist. In der Peergroup „Aktien China“ war die Quote der aktiven Fonds, die ihren Vergleichsindex in den vergangenen zehn Jahren übertreffen konnten, mit 44% besonders hoch. In den Aktienfonds-Peergroups „Schwellenländer global“, „Europa“ und „Nordamerika“ lag die Erfolgsquote in diesem Zeitraum nur bei neun bis 21%.

Auch in puncto Diversifikation kann das Reich der Mitte überzeugen. Die Korrelation zwischen den Peergroups für chinesische Aktien und den Peergroups für europäische oder US-amerikanische Aktien geht gegen null. China-Aktienfonds entwickeln sich demnach weitgehend unabhängig von den Märkten der Industrieländer.

Den vollständigen Bericht auf Englisch können Sie hier herunterladen.

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yabeo, der Frühphaseninvestor aus München hat mit “Emerging Tech” neu eine Investment-Plattform in der Gruppe, die sich branchenübergreifend auf Zukunftsthemen rund um Künstliche Intelligenz (KI), Blockchain, Cybersecurity und Cloud Computing fokussiert.

Der neue “Emerging Tech Fund” hat initiale Pre-Seed- und Seed-Finanzierungen bis zu 500.000 Euro pro Start-up im Blick. Er ist als Closed End Fund (CEF) konzipiert. Neben direkten Eigenkapital-Investments, können Investoren auch in handelbare und depotfähige Token investieren. Die Zielgröße des Fonds liegt bei 50 Millionen Euro. Mit Heinrich Zetlmayer stößt ein erfahrener Investor mit einem ausgewiesenen Track Record als General Partner zum yabeo-Team. Das Team um Heinrich Zetlmayer verfügt über eine Portfolio-Manager-Lizenz in der Schweiz und operiert mit dem Emerging Tech Fund in Zürich und Singapur. Die bestehenden, von Heinrich Zetlmayer und Team unter dem Namen Blockchain Valley Ventures getätigten Investments, werden in den neuen Fonds eingebracht.

“Mit Heinrich Zetlmayer und seinem Team haben wir führendes Know-how in den Zukunftsbereichen KI, Blockchain und Cybersecurity hinzu gewonnen. yabeo ‘Emerging Tech’ wird über alle Industrien hinweg investieren. Damit haben wir die Expansion von yabeo planmäßig fortgesetzt. Neben HealthTech und FinTech im yabeo Venture Tech Fund, sowie ClimateTech und Social Impact im yabeo Impact Fund haben wir mit dem Emerging Tech Fund nun alle künftigen Wachstumsbereiche im Portfolio, die Gesellschaft und Wirtschaft in den kommenden Jahrzehnten massiv beeinflussen werden”, erklärt Matthias Sohler, Gründer und General Partner von yabeo.

Eine Neuerung gibt es in der Fondsstruktur: Emerging Tech ist erstmals bei yabeo als Closed End Fund (CEF) aufgesetzt. Die bisherigen Fonds (yabeo Venture Tech und yabeo Impact) von yabeo sind als “Evergreen”-Fonds strukturiert. Emerging Tech bringt bereits mehr als zehn Portfoliounternehmen mit einem AuM (Assets under Management) von rund 50 Millionen US-Dollar ein. Gerrit Seidel, General Partner und Managing Director von yabeo, erklärt: “Es ist davon auszugehen, dass die Emerging Tech-Themen branchenübergreifend Produktivitäts- und Innovationssprünge um bis zu Faktor zehn bewirken werden. Mit dem Closed End Emerging Tech Fonds bieten wir damit nun alle wichtigen Investment-Produktarten an, auf die Family Offices und institutionelle Investoren weltweit im Alternative Asset Bereich setzen, um an den Wachstumsthemen der Zukunft zu partizipieren”.

Mit Heinrich Zetlmayer kommt ein KI- und Blockchain-Spezialist ins yabeo-Team

Heinrich Zetlmayer ist ausgewiesener Experte im Bereich Blockchain und neue Geschäftsmodelle und hat als Co-CEO sowie Mitglied des Aufsichtsrates von ESL die weltgrößte unabhängige Liga für E-Sport aufgebaut und veräußert. Im Anschluss daran war der ehemalige Vice President von IBM General Partner bei Blockchain Valley Ventures, einem auf KI und Blockchain spezialisierten Wagniskapitalgeber, der im Rahmen der Transaktion von yabeo integriert wird.

“Ich freue mich, als neuer General Partner den einzigartigen Ansatz von yabeo zu erweitern. Mit dem Fokus auf Pre-Seed und Seed-Investments in den Segmenten Künstliche Intelligenz, Blockchain und Cybersecurity ergänzen wir das Ökosystem von yabeo perfekt. Mit unserem speziellen Know-how in diesen Segmenten wollen wir künftig die vielversprechendsten Startups identifizieren”, so Heinrich Zetlmayer über die Aufgabe seines Teams.

Mit seiner Sektor-Expertise in den Bereichen FinTech/HealthTech, Impact und neue Technologien setzt yabeo auf Investments von 0,5 bis fünf Millionen Euro. Zu den Portfolio-Unternehmen gehören unter anderem Solaris (FinTech), Cera Care (HealthTech/Pflege) und Clark (InsureTech). Über alle Plattformen (unter anderem yabeo Venture Tech, yabeo Impact und yabeo Emerging Tech) verwaltet yabeo damit künftig 300 Millionen EUR AuM und ist in knapp 30 Portfoliounternehmen investiert.

Über yabeo

yabeo ist ein Venture Investment- und Advisory-Unternehmen, das in der Frühphase von Technologie-Firmen investiert und diese nachhaltig weiterentwickelt. Der Erfolg von yabeo liegt im Wachstum von Unternehmen, Skalieren von Organisationen und im Roll-Out neuer Technologien. Investmentfokus des Münchner Wagniskapitalgebers liegt auf innovativen FinTechs (z.B. Solarisbank), InsurTechs (z.B. CLARK) und HealthTechs (z.B. CERA) sowie Impact Investments und KI, Blockchain und Cybersecurity. yabeo verwaltet derzeit Assets under Management von rund 300 Mio. Euro über sämtliche Investmentplattformen. Das Ziel ist, in technologiegetriebene Unternehmen in der Frühphase zu investieren, die in ihrem Segment Veränderungen vorantreiben, indem sie mittels neuer Technologie und innovativem Geschäftsmodell bisherige Spielregeln neu definieren.

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yabeo Capital GmbH, Gartenstraße 34, 82049 Pullach, Tel: +49 89 / 69 80 42 21, www.yabeo.de

Nachhaltige Geldanlagen mit Glaubwürdigkeitsdefiziten

FDP, Grüne, Union, SPD – und abgeschlagen Die Linke und die AfD – das ist die Reihenfolge der Parteien, wenn es um die Zuversicht ihrer Sympathisanten in Bezug auf die Aktienmärkte und die langfristige Geldanlage geht. Das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) misst zweimal im Jahr das Meinungsklima zu aktienbasierten Geldanlagen und ermittelt daraus den Deutschen Geldanlage-Index DIVAX-GA. Im Sommer 2023 wurden dabei erstmals auch die Sympathien für politische Parteien erfragt. 1.562 von insgesamt 2.000 Befragten legten sie offen.

FDP-Sympathisanten klar vorne

Geht es um das eigene Anlageverhalten, gibt es einen klaren “Gewinner”: 69,2% der Sympathisanten der FDP gaben an, selbst aktienbasierte Geldanlagen zu besitzen oder bis vor kurzem besessen zu haben. Es folgen die Anhänger von Bündnis 90 / Die Grünen (52,2%), die der Union (50,9%) und die der SPD (45,3%). Bei den Anhängern der AfD sind es 41,8%, bei denen der Linken 36,8%. Dazu Prof. Dr. Michael Heuser, Wissenschaftlicher Direktor des DIVA: “Die FDP setzt sich bekanntermaßen politisch für eine Verbesserung der Aktienkultur in Deutschland ein. Da erstaunt es nicht, dass auch deren Sympathisanten Aktien gegenüber aufgeschlossener sind. Aber auch die Werte bei den anderen Parteianhängern zeigen, dass der Besitz aktienbasierter Geldanlagen weit verbreitet ist. Wenn sich also die Politik auf den Weg macht, auch aktienbasierte Sparpläne für die Altersvorsorge staatlich zu fördern, scheint dies mehrheitsfähig bei den Menschen.”

Vertrauen in den Staat als Investor ist gering

Das DIVA fragte auch danach, ob die Bürgerinnen und Bürger bei der aktienbasierten Altersvorsorge dem Staat als Investor eine monatliche Sparrate (200 Euro) anvertrauen würden. Dies bejahten 6,0% der Anhänger der AfD, 9,7% der Union, 11,1% der Linken, 11,9% der SPD und 13,4% der Grünen. Dazu Dr. Helge Lach, Vorsitzender des BDV Bundesverband Deutscher Vermögensberater, einer der Trägerverbände des DIVA: “Die niedrigen Werte sind zumindest ein Indiz dafür, dass die meisten Menschen im Bereich der privaten Altersvorsorge selbst entscheiden und das Feld nicht dem Staat überlassen wollen.” Überraschend ist hingegen, dass FDP-Anhänger mit 23,6% den mit Abstand höchsten Wert aufweisen. Fast jeder Vierte würde also sein Geld für Aktieninvestitionen dem Staat anvertrauen. “Das Einzelergebnis widerspricht der Grundhaltung der ansonsten im Quervergleich eher weniger staatsgläubigen FDP-Wähler. Möglicherweise spielt hier die Diskussion um das Generationenkapital eine Rolle, das bekanntlich vor allem von der FDP gefordert wird. Allerdings soll bei diesem – im Gegensatz zur Fragestellung – ein aktienbasierter Staatsfonds nicht in der privaten, sondern in der gesetzlichen Rente gebildet werden. Auch sollen die Mittel nicht unmittelbar von den Bürgerinnen und Bürgern, sondern aus Staatsschulden aufgebracht werden”, kommentiert Lach.

Nachhaltige Geldanlagen: Hoffnung oder Hype?

Wenig überraschend sind die hohen Zustimmungswerte der Anhänger von Bündnis 90 / Die Grünen zum Thema nachhaltige Geldanlagen. 77,1% glauben, dass mit nachhaltigen Geldanlagen die gesamte Wirtschaft nachhaltiger wird. Lediglich 29,1% sehen darin eine Modeerscheinung. Spiegelbildlich sind die Werte bei Sympathisanten der AfD: 57,9% gehen von einer Modeerscheinung aus. Nur 33,5% glauben an den Einfluss nachhaltiger Geldanlagen auf die Realwirtschaft. Die auch sonst recht hohen Werte für eine Modeerscheinung (FDP-Anhänger 57,2%, Union 43,2%, Die Linke 41,8% und SPD 35,6%) sollten zu denken geben. Das gilt auch für die Antworten auf die Frage zur Relevanz des Themas Nachhaltigkeit bei der letzten Geldanlageentscheidung. 70,3% der AfD-Anhänger, 61,3% der Linken, 59,0% der SPD, 54,2% der Union, 53,1% der FDP und immerhin 45,2% der Anhänger von Bündnis 90 / Die Grünen gaben an, dass Nachhaltigkeit dabei keine Rolle gespielt habe.

Dazu Heuser: “Unsere Befragungsergebnisse zeigen deutlich, dass das Thema nachhaltige Geldanlagen in weiten Bevölkerungskreisen noch nicht angekommen ist oder ein Glaubwürdigkeitsproblem hat. Politik und Finanzwirtschaft sind hier gleichermaßen gefordert. Die Politik ist dafür zuständig, klare und verständliche Rahmenbedingungen für nachhaltige Geldanlagen zu schaffen. Und die Anbieter tun gut daran, Geldanlageprodukte mit signifikant nachhaltigen Investitionsschwerpunkten zur Verfügung zu stellen, die einer objektiven Überprüfung standhalten. In beiden Bereichen gibt es noch viel zu tun.”

Die Umfrage ist Teil der aktuellen Sommer-Ausgabe des Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) und wurde im Auftrag des DIVA von INSA-CONSULERE durchgeführt. Befragt wurden ca. 2.000 Personen in Deutschland. Davon waren 1.562 bereit, ihre parteipolitischen Präferenzen offenzulegen. Alle Ergebnisse sind auf der Website des DIVA zu finden.

DIVA – Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung

Das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) in Frankfurt am Main ist ein An-Institut der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) und versteht sich als Meinungsforschungsinstitut für finanzielle Verbraucherfragen. Es wird von vier namhaften Vermittlerverbänden getragen: dem Bundesverband Finanzdienstleistung AfW, VOTUM, dem Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) und dem Bundesverband der Assekuranzführungskräfte VGA. Die Wissenschaftliche Leitung liegt bei FHDW-Professor Dr. Michael Heuser.

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Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH, Bahnhofstraße 23, 35037 Marburg, Tel: +49 (0) 6421 59078-0, www.diva.de

Diese Investmentstrategie trifft den Nerv der Zeit: „Der Einzimmer Millionär“ vom Investment Punk Gerald Hörhan setzt sich an die Spitze der Spiegel-Bestsellerliste

Wöchentlich listet der „Spiegel“ die Bücher mit den stärksten Verkaufszahlen im deutschsprachigen Raum auf. In der Kategorie „Taschenbuch Sachbuch“ gibt es nun einen neuen Spitzenreiter. „Der Einzimmer Millionär“ von Business Influencer und Immo-Experte Gerald Hörhan, besser bekannt als Investment Punk, schaffte es unmittelbar nach seinem Erscheinen (19. September) auf Platz eins. In seinem fünften Buch beleuchtet Hörhan die aktuelle Lage auf dem Immobilienmarkt. Aufgrund sinkender Kaufpreise und steigender Mieten seien kleine Wohnungen in guten Lagen vielversprechende Investitionsobjekte. „Der Einzimmer Millionär“ ist im FinanzBuch-Verlag erschienen.

Eine Wohnung kaufen und sie nach kurzer Zeit gewinnbringend verkaufen? Das gibt der Immobilien-Markt derzeit nicht her, wie Gerald Hörhan in „Der Einzimmer Millionär“ bekräftigt – in weiten Teilen Österreichs und Deutschlands seien die Wohnungspreise im freien Fall, während die Mieten kontinuierlich stiegen. Damit sich das Investment in eine Wohnung lohne, müsse diese vermietet werden. Für Hörhan führt der Weg zum Erfolg nicht über luxuriöse Penthäuser, sondern vielmehr über kleine Einzimmer-Wohnungen.

„Die Gründe hierfür sind vielfältig. Der Aufwand für den Vermieter ist verhältnismäßig gering, ebenso das Risiko des Leerstands, da sich selbst für die winzigsten Wohnungen in guter Lage zahlreiche potentielle Mieter finden. Und natürlich ist es erheblich einfacher, eine kleine Wohnung zu finanzieren, als eine große“, so Hörhan. Wie das funktioniert, erklärt er in „Der Einzimmer Millionär“: Man benötige rund 20.000 Euro an Eigenkapital, könne damit einen Kredit aufnehmen und eine Wohnung (ein „kleines Loch“) kaufen. Der Kredit würde im Lauf mehrerer Jahre mit den Mieteinkünften beglichen, danach verfüge der Vermieter über ein inflationsgeschütztes Zusatzeinkommen. „Wiederholt man diesen Vorgang möglichst oft mit immer neuen Wohnungen, kann man gar nicht verhindern, reich zu werden“, erklärt der Investment Punk und zitiert damit den Untertitel seines neuen Bestsellers.

Dass diese Strategie ein hohes Maß an Expertise und Eifer voraussetzt, stellt Gerald Hörhan in „Der Einzimmer Millionär“ klar – erläutert aber auch, wie eine erfolgreiche Umsetzung erzielt werden kann. „Die richtige Auswahl zu treffen – also in welcher Region, in welcher Stadt ich kaufe – ist einer von vielen Punkten, die ich im Buch aufgreife. Darüber hinaus widme ich mich ausführlich der Frage, wie sich die Investments unter aktuellen Konditionen rechnen und wie man Immobilien gut finanzieren kann. Auch die steuerlichen Vorteile von Immobilien und Tipps für gute Verhandlungen bei Immobiliendeals sind im Buch enthalten.“

Einstieg auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste

Die Aktualität des Themas – und dabei insbesondere der Wunsch vieler Menschen nach finanzieller Freiheit, der sich mit dem traditionellen 9-to-5-Job nicht erfüllen lässt – sieht der Investment Punk durch den sofortigen Erfolg seines neuen Buchs bestätigt. Eine Woche nach dem Release thront „Der Einzimmer Millionär“ bereits an der Spitze der Spiegel-Bestsellerliste in der Kategorie „Taschenbuch Sachbuch“.

Dazu beigetragen hat auch ein Gewinnspiel, das Gerald Hörhan im Vorfeld der Buchveröffentlichung ins Leben rief. Wer sich auf die Warteliste für den Titel eintrug (ohne Kaufpflicht) und den Investment Punk in ausgewählten Sozialen Netzwerken taggte, nahm an der Verlosung einer Wohnung aus dem Portfolio Hörhans teil. Unter knapp 60.000 Personen wurde am 19. September während der Buch-Release-Party in Wien ein glücklicher Gewinner gezogen.

„Ich will Geld verdienen, und das reichlich, keine Frage. Aber ich möchte den Leuten auch einen Weg in die finanzielle Unabhängigkeit zeigen. Ich möchte ihnen zeigen, wie sie selbst reich werden können, anstatt andere mit ihrer Arbeit reich zu machen. Das sind die Ziele, die ich mit meinen Büchern verfolge“, so Hörhan abschließend.

Mehr über den Investment Punk:

Nach seinem Abschluss Magna cum Laude in angewandter Mathematik und Wirtschaft an der Harvard University arbeitete Gerald Hörhan als Investmentbanker für JP Morgan in New York und McKinsey in Frankfurt. Seit 2003 leitet der gebürtige Wiener als geschäftsführender Gesellschafter die Danube Advisory Gmbh, ein führendes Corporate Finance Unternehmen für Real-Estate-Transaktionen. Außerdem ist Hörhan Besitzer von mehr als 220 Wohnungen in Deutschland und Österreich, primär in Frankfurt, Wiesbaden, Stuttgart und im Speckgürtel von Berlin. Abseits seiner unternehmerischen Aktivitäten ist er auch als Autor und Vortragender tätig. Im Jahr 2010 veröffentlichte Hörhan sein erstes Buch “Investment Punk” und stieg unter dem titelgebenden Pseudonym zu einem der bekanntesten Business Influencer im deutschsprachigen Raum auf. Seine Social-Media-Kanäle verbuchen insgesamt über 350.000 Follower bzw. Abonnenten. In den Kursen, Seminaren und Mentoring-Programmen seiner 2016 gegründeten Investment Punk Academy referiert Hörhan unter anderem zu den Themen Finanzen, Immobilien, Kryptowährungen, Steuern und Unternehmensgründung. Darüber hinaus tritt er als Gastredner in Universitäten, auf Kongressen und Messen auf.

Weitere Infos unter: www.investmentpunk.com

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Investmentpunk Academy GmbH, Singerstraße 2/13, A- 1010 Wien, Austria, www.investmentpunk.com

Geldmarktzinsen erreichen Höchstwert seit 15 Jahren

Dank der ausgeprägtesten Leitzinserhöhungen in der Geschichte der EZB sind aktuell insbesondere die kurzfristigen Zinsen für Euro-Investoren attraktiv: Mit knapp 4 Prozent ist der Zinssatz für Termingelder im Interbankengeschäft, der Euribor über 3 Monate auf dem höchsten Niveau seit Herbst 2008. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen liegt mit 2,9 Prozent noch deutlich darunter. Ist also „Cash“ jetzt wieder „King“, so wie in den 1980er Jahren? „Die Freude über die attraktiven Kurzfristzinsen dürfte nur von kurzer Dauer sein“, dämpft Tilmann Galler, globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management die mögliche Euphorie. Denn erfahrungsgemäß ist Cash nur King, solange die Notenbanken sich im Zinserhöhungsmodus befinden – eine Phase, die möglicherweise nicht mehr allzu lange anhält.

Revival der 1980er Jahre?

Eine äußerst königliche Zeit für Geldmarktinvestments war zwischen 1969 und 1981, als die Erträge eines US-Geldmarktinvestments nicht nur die Gesamtrendite zehnjähriger Staatsanleihen, sondern auch die Aktienmarkterträge übertreffen konnten. „Angesichts der sehr niedrigen Geldmarktvolatilität war Cash aus Risiko-Rendite-Gesichtspunkten in dieser Marktphase als Investment fast unschlagbar“, erläutert Tilmann Galler. Dies war nur möglich, weil die US-Notenbank in dieser Zeit einen rigorosen geldpolitischen Kurs im Kampf gegen die ausufernde Inflation eingeschlagen hatte. Der damalige Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Paul Volcker, erhöhte den US-Leitzins bis auf 20 Prozent, um die Inflation, die in der Spitze fast 15 Prozent erreicht hatte, niederzuringen. „Für Geldmarktinvestments mit einer Realverzinsung von bis zu fünf Prozent waren dies wahrlich goldene Zeiten, nicht zuletzt da während dieser Phase die Anleihen mit steigenden Zinsen und Aktien mit Rezessionen zu kämpfen hatten“, führt Ökonom Galler aus. So verdeutlichen die 70er und die frühen 80er Jahre sehr anschaulich, welche wirtschaftlichen Dynamiken am Werk sein müssen, dass Cash als Anlageklasse attraktiv ist: eine hartnäckige und tendenziell steigende Inflation verbunden mit einer sehr aggressive Zentralbankpolitik.

Zinsplateau erreicht?

Die Zinspolitik der EZB dürfte sich nach Ansicht von Tilmann Galler auf der Zielgeraden des aktuellen Straffungszyklus befinden. Innerhalb von 14 Monaten stieg der Einlagensatz der EZB von -0,5 Prozent auf 4 Prozent. Inzwischen zeigt sich ein Abkühlen der Inflation in der Eurozone, wo sich der Preisauftrieb von 10,6 Prozent im Oktober 2022 auf 5,2 Prozent im August mehr als halbiert hat. Dämpfende Basiseffekte bei den Energiepreisen dürfte in den kommenden zwei Monaten zu weiterhin sinkenden Raten führen.

„Die Erfahrungen in den USA liefern ein relativ eindeutiges Bild: In fünf von fünf Fällen haben sich Anleihen nach dem letzten Zinsschritt der Fed über einen Zeitraum von zwei Jahren besser entwickelt als der Geldmarkt. Der Mehrertrag dabei lag zwischen fünf und vierzehn Prozent“, stellt Galler fest.

Diese Ergebnisse zeigen das vorausschauende Verhalten der Finanzmärkte: die Anleihenmärkte beginnen mit dem letzten Zinsschritt der Notenbank zu antizipieren, dass die Zinserhöhungen eine bremsende Wirkung auf die Konjunktur entfalten werden – bis hin zu einer Rezession. Die schwächere konjunkturbedingte Nachfrage führt zu einem Nachlassen der Inflation, weshalb es den Zentralbanken dann wieder möglich sein wird, die Zinsen zu senken. In diesem Umfeld profitieren Anleihen. „Für Anlegerinnen und Anleger ist es deshalb sinnvoll, sich weniger am Zinsniveau, sondern vielmehr am Pfad der zukünftigen Geldpolitik orientieren“, erklärt Galler.

Langfristig überzeugen Aktien

Auch aus langfristiger Sicht sind nach Analyse von Tilmann Galler Cash-Investments nicht zum Vermögensaufbau geeignet. „Ein Geldmarktinvestment von einem US-Dollar wäre seit 1900 auf realer Basis, das heißt abzüglich der Inflation, gerade einmal auf 1,7 US-Dollar angestiegen. Bei US-Anleihen wäre das Investment über den gleichen Zeitraum immerhin auf neun US-Dollar angewachsen. Die eindeutig beste Wertentwicklung auf realer Basis konnte jedoch mit einem Aktieninvestment erreicht werden. So wären aus dem ursprünglich investierten Betrag von einem Dollar heute real 2.600 US-Dollar geworden“, betont Tilmann Galler.

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Die neue Ausgabe des Investmentmagazins performer von patriarch Multi-Manager ist online!

Liebe Vertriebspartnerinnen, liebe Vertriebspartner,

sollten Sie, wie ich, ebenfalls bereits einige Jahre im Finanzbusiness unterwegs sein, würde mich interessieren, ob Sie manchmal auch Schwierigkeiten haben, unsere Finanzbranche noch wiederzuerkennen? Der digitale Fortschritt, die Regulatorikanforderungen, die Kostentransparenz, der Margendruck, die Dokumentationsflut und der generelle Vermittlerrückgang scheinen endgültig ihre Spuren zu hinterlassen. Konsolidierungen, neue Kooperationen und Synergiebemühungen soweit das Auge reicht.

Nehmen wir exemplarisch das Plattformsegment. Kaum werden Fondsdepotbank und ebase zur FNZ, schon lässt Fidelity verlauten, dass sie sich auch einen Verkauf der FFB vorstellen können. Aus Österreich haben sie sich schon vor zwei Jahren verabschiedet.

Parallel wurde aus der DWS-Fondsplattform via Blackfin die neue Marke MorganFund.

Auch bei den Pools bleibt kein Stein auf dem anderen. WiFo und Maxpool koopieren mit blaudirekt, ebenso wie Vema und BCA sich gefunden haben. Und viele Poolgründer machen ganz nebenbei Kasse und verkaufen einige Anteile an ihrem Business. Ob bei JDC, blaudirekt oder FondsFinanz. Offiziell, um freies Kapital für Unternehmenszukäufe und neue Aktivitäten verfügbar zu haben. Die Fondsgesellschaften waren in diesem Prozess bereits vorausgelaufen. So erwarb beispielsweise Franklin Templeton Legg Mason und Standard Life und Aberdeen schlossen sich zusammen. All diese aufgezeigten Marktverschiebungen haben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und zeigen nur die Spitze des Eisberges.

Lesen Sie mehr hier in der aktuellen Ausgabe:

Ihr

Dirk Fischer

Geschäftsführer Patriarch

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Patriarch Multi-Manager GmbH, Grüneburgweg 18, 60322 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 715 89 90 0, www.patriarch-fonds.de

Am Markt für Solartechnologie herrscht wieder Überfluss. Vorbei sind die Zeiten von Lieferengpässen und Materialmangel.

Stattdessen drückt das Angebot die Preise, was auch die Errichtung von Solarkraftwerken kostengünstiger macht. „Der Flaschenhals beim Ausbau der Photovoltaik liegt inzwischen beim Netzanschluss“, erklärt Markus W. Voigt, CEO der aream Group.

Der Markt für Solarmodule legt ein atemberaubendes Tempo vor. Die globalen Produktionskapazitäten dürften dieses Jahr fast verdoppelt werden und 2024 ein Terawatt erreichen. Die Expansion konzentriert sich auf China, aber auch die USA dürften 2023 eine Verdreifachung ihrer Kapazitäten sehen, prognostiziert die Beratungsfirma Clean Energy Associates. „Die Lieferkettenproblematik bei Modulen, Wechselrichtern und Stahl existiert nicht mehr“, sagt Voigt. „Preise und Lieferzeiten liegen inzwischen wieder auf Vorkrisenniveau.“

Der Preisverfall bereitet mittlerweile den europäischen Anbietern große Sorgen. Insbesondere wegen der chinesischen Dumpingangebote hätten sich Solarmodule seit Jahresbeginn um mehr als ein Viertel verbilligt, klagt der Branchenverband SolarPower Europe, der die EU-Kommission und das EU-Parlament um Unterstützung im vermeintlichen Preiskrieg gegen die chinesischen Produzenten gebeten hat. Was die europäischen Unternehmen belastet und bei einigen von ihnen die Existenz gefährdet, ist gleichzeitig günstig für den flächendeckenden Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa. „Die Preise für die Errichtung von Solarkraftwerken werden vermutlich in der Tendenz weiter fallen“, so Voigt.

Einige Faktoren allerdings bremsen derzeit noch diesen Ausbau. Anders als in anderen Branchen liegt das Problem weniger in einem Fachkräftemangel. „Trotz steigender Installationszahlen ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften für die Errichtung der Anlagen bisher noch nicht der Bottleneck in Europa“, erklärt Voigt. „Der Engpass liegt eher bei Netzanschlusskomponenten wie Transformern und Umspannwerken.“ Gleichzeitig sei ein weiterer Abbau von Bürokratie vonnöten. Zwar sei die politische Unterstützung für die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren grundsätzlich weiter vorhanden, so Voigt. „Auf sich warten lässt allerdings noch eine Umsetzung, die zu spürbar kürzeren Entwicklungszeiten führen würde.“

Über die aream Group

Die aream Group, 2005 gegründet, ist ein Investment- und Asset-Manager für institutionelle Investoren und Industriekunden mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur im Sektor Erneuerbare Energien. Mit den drei Bereichen Fund- und Asset-Management, Projektentwicklung und Operation Management deckt aream die gesamte Wertschöpfungskette für Erneuerbare-Energien-Investments ab. Mit mehr als 2,4 Milliarden Euro Transaktionsvolumen gehört aream zu den führenden Asset-Managern in diesem Markt, mit dem eigenen Anlagenbestand wird grüner Strom für rund 40 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt. Seit 2008 produziert aream mehr als eine Milliarde kWh grünen Strom. Im Rahmen der Wachstumsstrategie sollen in den nächsten Jahren 2,5 GW an Solar- und Windparks realisiert oder erworben werden. Allein durch die eigene Projektentwicklung verfügt aream derzeit über eine Pipeline von über 1.000 MWp mit einem Potenzial von weiteren 1.400 MWp.

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AREAM GmbH, Kaistraße 2, 40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211 30 20 60 42, www.aream.de

Die großen Notenbanken stehen vor den Zinsgipfeln oder haben sie schon erreicht. 

Sehr viel weiter aufwärts dürfte es vorerst nicht gehen – in den USA aufgrund der tendenziell nachlassenden Inflation, in der Eurozone zusätzlich wegen des schwachen Wachstums. „Für Anleiheinvestoren eröffnet sich damit wieder die Aussicht auf Zinssenkungen, von denen insbesondere das lange Laufzeitende profitieren könnte“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM.

Die Notenbanken halten an ihrer restriktiven Geldpolitik weiter fest, auch wenn die Zinsgipfel (bald) erreicht sein dürften. Angesichts einer weiter hohen Inflation in der Eurozone von 5,2 Prozent im August hat die Europäische Zentralbank auf ihrer jüngsten Sitzung die Leitsätze um weitere 25 Basispunkte angehoben. Obwohl die EZB ihre Inflationsprognose erhöht hat und für 2024 ebenfalls mit einem Wert von über drei Prozent rechnet, dürfte der Zinsschritt vorerst der letzte gewesen sein. Die Teuerung geht langsam zurück und die Konjunktur in der Eurozone ist nun so gedrosselt, dass ein überraschendes Anziehen der Inflation unwahrscheinlich ist.

In den USA hat die Zentralbank Fed die Leitzinsen im September unverändert gelassen. Zwar lag die Inflationsrate im August bei 3,7 Prozent und damit deutlich über dem Zielwert der Fed. Gleichzeitig lässt der Teuerungsdruck tendenziell nach. Für das kommende Jahr rechnen die US-Notenbanker mit einem Wert von 2,5 Prozent. Die Fed-Projektionen zeigen für dieses Jahr unverändert eine weitere Zinsanhebung und für die kommenden Jahre Zinssenkungen. „Ausschlaggebend wird unter anderem die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes sein“, sagt Gerlinger. „Zuletzt war dort eine leicht abnehmende Dynamik festzustellen.“ Neben höheren Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung schwächte sich erfreulicherweise auch der Anstieg der Arbeitskosten leicht ab.

Der US-Dollar profitiert davon, dass sich bislang noch keine signifikante Konjunkturabschwächung in den USA bemerkbar gemacht hat. Seine weitere Entwicklung hängt vom Konjunkturverlauf und der US-Geldpolitik ab. Von einer Zunahme geopolitischer Unsicherheiten könnte er ebenso profitieren. „Fundamental betrachtet bleibt der US-Dollar überwertet“, so Gerlinger, „aber so lange die Wachstumsdaten der USA deutlich besser als die der Eurozone bleiben, erwarten wir einen unverändert starken Dollar, der sich in einer engen Bandbreite von 1,05 bis 1,10 bewegen dürfte.“

Bei US-Staatsanleihen hatte im Vorfeld der Fed-Sitzung die Erwartung noch mindestens eines weiteren Zinsschrittes auch am langen Ende wieder zu einem vorübergehend deutlicheren Renditeanstieg geführt. „Aufgrund der sehr inversen Zinsstrukturkurve betrachten wir das kurze Laufzeitenende mit einer Rendite in Höhe von 5,48 Prozent als interessant“, so Gerlinger. Das lange Ende ist bedingt durch eine erwartete Rezession und rückläufige Inflationsraten ebenfalls aussichtsreich.

Bei US-Unternehmenspapieren hatten sich in den vergangenen Wochen die Renditeabstände bei High Yields (HY) und im Segment Investment Grade (IG) sukzessive eingeengt. Im HY-Segment liegt der Spread aktuell bei rund 382 Basispunkten, im Juni 2023 waren es noch 450 Basispunkte. Weiterhin liegen die eingepreisten Ausfallraten immer noch über den tatsächlichen Ausfallraten. „Das aktuelle HY-Renditeniveau halten wir mit rund 8,5 Prozent zwar für interessant“, so Gerlinger, „jedoch spiegelt der Spread unserer Meinung nach die Rezessionsgefahr nach wie vor nicht wider.“ Das Renditeniveau von Unternehmensanleihen von 5,9 Prozent ist für Dollar-Anleger attraktiv.

Von der Entwicklung der US-Staatsanleihen werden die Renditen der Bundesanleihen beeinflusst. Im Zuge einer wirtschaftlichen Abschwächung ist eher mit fallenden Zinsen und Renditen zu rechnen. Bei europäischen Hochzinsanleihen bleibt das Renditeniveau mit rund 7,1 Prozent weiter interessant. „Allerdings spiegelt unserer Meinung nach auch hier der Spread die Rezessionsgefahr aktuell nicht wider“, mahnt Gerlinger. Angesichts der höheren Renditen auf Staatsanleihen ist dagegen das Renditeniveau von IG-Papieren (4,4 Prozent) nicht mehr wirklich attraktiv.

„Insgesamt sehen wir die Rentenseite weiterhin zweigeteilt“, so Gerlinger. „Im kurzen Laufzeitenbereich erwarten wir zunächst keine fallenden Renditen.“ Vor dem Hintergrund einer sich weiter eintrübenden Konjunktur baut Moventum in einem weiteren Schritt noch einmal High Yield ab – im Falle einer Rezession kann das Segment besonders stark unter Druck geraten. Das verbleibende HY-Exposure bewegt sich schwerpunktmäßig im kurzen Laufzeitbereich.

Aufgrund des geschmolzenen Renditevorsprungs von Unternehmensanleihen im Vergleich zu Staatsanleihen und vor dem Hintergrund einer möglichen Spreadausweitung im Zuge der steigenden Rezessionsgefahr wird das Segment der Staatsanleihen erhöht. „Zudem erhöhen wir noch einmal leicht die Duration, da das lange Laufzeitende von der Fantasie auf Leitzinssenkungen profitieren kann.“

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Moventum Asset Management c/o Moventum S.C.A.,12, rue Eugène Ruppert , L-2453 Luxembourg, Tel +352 26 154 200, www.moventum.lu

Der Fonds strebt bis zur Endfälligkeit eine jährliche Rendite von 4,8 % an – Zeichnungsfrist 25. September bis 3. November

Der 126 Milliarden Euro1 umfassende Investmentbereich Public Fixed Income von M&G legt für europäische Investoren eine Anleihestrategie mit einer festen Laufzeit von 18 Monaten auf. Ziel ist es, die attraktivsten Möglichkeiten zu nutzen, die sich seit einem Jahrzehnt an den Kreditmärkten bieten.

Nach Jahren, in denen die Renditen an den Märkten der Eurozone um und unter Null schwankten, haben die steigende Inflation und eine straffere Geldpolitik die Renditen in die Höhe getrieben, was festverzinsliche Anlagen wieder attraktiv macht. Da sich die Straffung ihrem Ende zu nähern scheint, strebt der M&G (Lux) Fixed Maturity Bond 2 Fund über den festgelegten Zeitraum von 18 Monaten attraktive annualisierte Renditen zwischen 4,6% und 4,8% an – auf Basis der Einschätzung der aktuellen Marktbedingungen.

Der Fonds bietet einen diversifizierten Ansatz und wird hauptsächlich in auf Euro lautende Investment-Grade-Anleihen investieren, worunter auch die meisten einzelnen Euro-Staatsanleihen fallen. Er bietet den Zugang zu einigen der besten Möglichkeiten an den Anleihemärkten weltweit. Um das Renditepotenzial zu erhöhen, investiert der Fonds in Hochzinsanleihen mit einem Mindestrating von B- (bis zu 35 % mit einer Ziel-Allokation von 25 %). Auf Fondsebene wird durchschnittlich ein Investment-Grade-Rating eingehalten.

Die neue Strategie wird von einem Team mit einer in der Branche führenden Erfahrung auf den Anleihemärkten gemanagt: Stefan Isaacs, Deputy CIO des Public Fixed Income Bereichs von M&G, und Matthew Russell, die seit 2018 den M&G (Lux) Short Dated Corporate Bond Fund verwalten. Die Fondsmanager werden vom internen Research-Team unterstützt, um Preisineffizienzen auszunutzen und die attraktivsten Möglichkeiten mit einem Buy-and-Hold-Ansatz zu identifizieren.

Stefan Isaacs zur Auflegung: “Festverzinsliche Wertpapiere liegen derzeit im Trend, und zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt werden signifikante Renditen geboten. Die Inversion der Zinskurve bedeutet, dass Anleger den größten Teil der verfügbaren Rendite von Unternehmensanleihen erzielen können, ohne sich auf lange Laufzeiten festzulegen. Diese Strategie mit einer kurzen Laufzeit von 18 Monaten bietet die Möglichkeit, sich überzeugende positive Renditeniveaus zu sichern, die derzeit mit relativ geringem Risiko und guter Aussicht auf Erträge verfügbar sind.” 1 Quelle: M&G, Public Debt AUM zum 31. Dezember 2022

Werner Kolitsch, Head of Distribution DACH bei M&G, dazu: “Wir sehen ein starkes Interesse unserer Kunden an attraktiven Renditeangeboten am unteren Ende des Risikospektrums. Wir wollen die Bedürfnisse unserer Kunden erfüllen, indem wir eine kurze feste Anlagedauer mit wettbewerbsfähigen Renditen aus einer Vielzahl von aktiv ausgewählten Emittenten und Regionen anbieten.”

Der Fonds, der nach Artikel 8 SDFR klassifiziert ist, kann vom 25. September bis zum 3. November 2023 gezeichnet werden.

Anlagepolitik: Der Fonds investiert mindestens 65 % seiner Nettovermögenswerte in Investment-Grade-Debt-Papiere. Diese Wertpapiere können von Regierungen, öffentlichen Emittenten und Unternehmen ausgegeben oder garantiert werden. Emittenten können überall auf der Welt inklusive der Schwellenländer ansässig sein. Der Fonds kann bis zu 35 % in Schuldtitel ohne Investment-Grade-Rating und ohne Rating investieren.

Verantwortlich für den Inhalt:

M&G International Investments Ltd., mainBuilding, Taunusanlage 19, ­60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 1338 6757, www.mandg.de/

Soft Landing oder doch eine harte Landung?

Die Märkte werden sich in den kommenden Monaten viel mit dieser Frage auseinandersetzen müssen. „Dabei sollten die makroökonomischen Zusammenhänge wieder stärker ins Bewusstsein treten“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „Die Märkte bauen durch die immensen Unterschiede zwischen den konjunkturellen Indikatoren und der Reaktion der Börsen eine gewaltige Fallhöhe auf.“ Wer sich darauf verlässt, dass dieses Mal alles anders sein wird als in den Jahrzehnten zuvor, pokert womöglich zu hoch.

Auf die Pressekonferenz nach der Fed-Sitzung reagierten die Märkte vergangene Woche verschnupft. Dabei hatte die US-Notenbank eigentlich wenig Neues gesagt. „Dies zeigt, dass die Nervosität zunimmt und das Thema Soft versus Hard Landing die Märkte in den kommenden Wochen und Monaten immer mehr beschäftigen wird“, sagt Bente. Bislang setzen sich die Märkte mit ihrer sehr positiven Entwicklung von den eigentlich negativen bis sehr negativen konjunkturellen Vorlaufindikationen ab. „Hier hat sich eine große Lücke aufgetan“, sagt Bente. „Und immer, wenn so eine große Lücke zwischen Aktienmarkt und fundamentaler Realität vorhanden ist, kommen die ‚Dieses-Mal-ist-alles-anders-Erklärer‘ aus ihren Löchern.“

So auch dieses Mal: Die Zinsstrukturkurve sei nicht mehr so tauglich in der Vorhersage einer Rezession, schrieb zum Beispiel unlängst eine namhafte US-Investmentbank. „Dieses-Mal-ist-alles-anders ist keine kluge Vorgehensweise“, mahnt Bente. „Am Ende des Tages hat sich bislang immer gezeigt, dass die Märkte früher oder später zur fundamentalen Realität zurückgekehrt sind.“ Das vorschnelle über Bord werfen empirisch erprobter und logisch sinnvoller fundamentaler, makroökonomischer Zusammenhänge sollte nur in tiefer Demut geschehen – wenn überhaupt. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Aktienmärkte mit ihrem Abkoppeln von der konjunkturellen Entwicklung nur eine immer höhere Fallhöhe aufbauen. „Das gilt, solange sich die konjunkturellen Probleme nicht nachhaltig zum Positiven auflösen“, so Bente. „Das aber ist momentan nicht erkennbar, im Gegenteil.“

Trotzdem fühlen sich die Propheten des Soft Landing immer wieder bestätigt. „Und das vor allem durch den US-Arbeitsmarkt“, sagt Bente. Denn der zentrale Punkt, der zur Rezession fehlt, ist der spürbare Anstieg der Arbeitslosenrate. Ein solcher ist in den USA derzeit nicht zu erkennen. Doch das ist zu oberflächlich geschaut. Unter der Motorhaube haben sich im Datenwust zwei Indikatoren gemeldet: „Zum einen entwickelt sich gerade die Arbeitslosigkeit in Kalifornien, einem sehr bedeutenden Bundesstaat, deutlich negativer als in den gesamten USA“, sagt Bente. „Dies ist auch deswegen nicht unerheblich, weil es ja gerade die dort angesiedelten Tech-Unternehmen waren, die den Aktienmarkt in diesem Jahr so vorteilhaft oben gehalten haben.“ Möglicherweise ist dies ein Warnzeichen.

„Aber vielleicht noch interessanter sind die Erstanträge auf Arbeitslosengeld, die USA-weit noch nicht so auffällig sind, vor allen Dingen nicht in ihrer Aufwärtsdynamik“, so Bente. „Diese steigen aktuell deutlich im Staat Pennsylvania, einer der zentralen Staaten des Rust Belt, also des industriellen Herzens der USA.“ Hier ist zu sehen, dass sich die bereits anhand negativer Einkaufsmanagerindizes manifestierten Probleme im produzierenden Gewerbe bereits in den Arbeitsmarkt hineinfressen. In der Vergangenheit war das produzierende Gewerbe ein guter Vorlaufindikator für die konjunkturelle Entwicklung als Ganzes, die Entwicklung liefert also ein weiteres Warnzeichen.

Festzustellen ist also, dass die Fallhöhe des Aktienmarktes angesichts der konjunkturellen Vorlaufindikatoren hoch ist. „Es ist deswegen ratsam, mal ein paar Chips vom Tisch zu nehmen, und dort, wo man mit offensiven Investments unterwegs ist, Gewinne mitzunehmen“, sagt Bente. „Defensive, rezessionstaugliche Investments mit sehr aktivem Risikomanagement sind derzeit das Investment der Wahl, denn das Chance-Risiko-Verhältnis spricht immer mehr gegen die Aktienmärkte.“

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen. Der Vates Aktien Offensiv Fonds fokussiert sich hingegen auf die besten Stockpicker und deren „Lieblingsaktien“. Das Augenmerk liegt dabei auf Einzelaktien mit einem High-Conviction-Ansatz, um ein größtmögliches Alpha zu erzielen.

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Vates Invest GmbH, Bürgermeister-Mahr-Straße 18, 63179 Obertshausen, Tel: 06104 9872072, www.vates-invest.de

FinanzBusinessMagazin.de Interview mit Daniel Frei Geschäftsführer, WINBRIDGE Asset Management GmbH

FBM: Mit WT One hat Winbridge vor kurzem ein tokenisiertes Investmentprodukt auf den Markt gebracht. Was hat Sie dazu bewogen?

Daniel Frei: Die Digitalisierung, denn an dieser kommt in Zukunft kein mehr vorbei. Die Blockchain ist dabei die Technologie die es möglich macht, für Kunden Produkte wie unseren wt one- NFT zeitgemäß effektiver und wirtschaftlich zu erwerben.

FBM: Wie ist das Produkt von Anlegern bisher angenommen worden?

Daniel Frei: Alle sprechen von der Digitalisierung, wie diese jedoch funktioniert und in bestehende Finanzstrukturen umgesetzt werden und was ein Token überhaupt ist, dass alles mussten wir unseren Finanzberatern wie Kunden nach Einführung unseres Token wt one erst einmal verdeutlichen. Nach dieser Lernphase und nach Fertigstellung unserer hoch innovativen Zeichnungs- und Anwendungsplattform, ist das Interesse gewaltig.

FBM: Was sind die Vorteile von wt One?

Daniel Frei: Wir bieten unseren Kunden den Zugang nicht nur zum NFT wt one an, sondern auch gleich ein Wallet für dessen Verwahrung, die von einem aufsichtsrechtlich (BaFin) regulierten Partner – tangany GmbH – die eine Kryptoverwahrlizenz verfügt, gewährleistet wird. Vorteil dabei ist, es werden höchste Sicherheitsstandards verwendet und alle in Deutschland regulierten Anforderungen eingehalten. Die Verwahrung ist somit rechtlich geprüft und bedeutet, dass jeder Kunde auch seinen „Private Key“ nicht verlieren kann, da dieser treuhänderisch vom Kryptoverwahrer gehalten wird. Somit ist ein Vergleich mit den diversen und oft in Verruf geradenen „Kryptobörsen“ nicht zulässig. Sicherheit geht für uns vor, das ist eine klare Devise.

FBM: Welche Expertise hat Winbridge im Währungsmanagement?

Daniel Frei: Mit unserer starken und robusten Technologie sind wir Spezialist im digitalen vollautomatisierten Devisenhandel. Wir greifen seit vielen Jahren auf bewährte Algorithmen, systematische Anlagestrategien und wissenschaftliche Methoden zurück. Unsere zu hundert Prozent selbstentwickelten quantitativen Handelssysteme kombinieren mehrere Strategien und bieten eine spezielle Marktpreis- und professionelle Risikomanagement-Lösung für private wie institutionelle Investoren. Wir erreichen Risiko- und Ertragskennziffern, die sich kontinuierlich positiv von den übrigen Marktteilnehmern absetzen.

FBM: Welche Renditen konnten Anleger bisher mit ihren Investments bei Winbridge erzielen?

Daniel Frei: Seit Beginn unserer „Managed Accounts“ im Januar 2010, weisen wir eine herausragende und risikobereinigte Performance aus. Heißt: Für unsere Kunden haben wir einen Gesamtzuwachs von 278,30% in 13,5 Jahre erwirtschaftet. Das ergibt eine jährliche Nettorendite von 17,20%.

FBM: Warum gehört Winbridge in das Produktportfolio von Vermittlern und Beratern?

Daniel Frei: Der Bedarf an marktneutralen Lösungen veranlassen Investoren zunehmend, ihre Allokationsentscheidungen im Hinblick auf alternative Anlagestrategien zu überdenken oder sich vermehrt damit zu befassen. Diese Veränderung im Marktgeschehen stellt auch eine Herausforderung für den Finanzberater dar. Nur eine nachhaltige, herausragende und risikobereinigte Performance stellt den Kunden auf Dauer zufrieden.

FBM: Was bietet Winbridge ihren Vertriebspartnern an Unterstützung?

Daniel Frei: Für unsere Finanzmakler haben wir ein umfassendes Programm mit hohem Praxisbezug entwickelt. Zum Erfolg unserer Partner tragen wir durch die konsequente Zusammenführung von komplexem Wissen und praktischer Unterstützung bei der Kundengewinnung und -beratung bei. Durch unsere gelebte Transparenz und die kontinuierlichen Updates, durch unsere Webinare wie Seminare, sind unsere Partner stets optimal beraten. Mehr noch, sie dürfen sich darauf verlassen, das WINBRIDGE zukunftssichere Lösungen anbieten wird.

FBM: Was macht Winbridge für Vermögensverwalter besonders interessant?

Daniel Frei: Managed Accounts, Fondsanteile oder Blockchain-Technologie: Volatile, alternative Kapitalanlagen in liquiden Märkten eignen sich ideal als Ergänzung des Portfolios. Sie bieten unabhängig vom Marktumfeld eine diversifizierte Renditequelle. Dadurch wird eine langfristige Outperformance ermöglicht, die dem Vermögensverwalter helfen können, stabile Anlagebedingungen für seine Kunden zu erzielen.

FBM: Könnte Winbridge auch für Fondspolicenanbieter ein Partner sein?

Daniel Frei: Ein klares ja! Die bereits genannten Gründe greifen auch für Fondspolicen.

FBM: Wie groß ist das Risiko-Chancen Verhältnis im Währungsmanagement für AnlegerInnen?

Daniel Frei: Der Währungshandel gilt seit Ewigkeit als die Königsdisziplin im Anlagesektor. Er bietet weit überdurchschnittliche Ertragsaussichten, jedoch auch die Gefahr sein eingesetztes Kapital ganz oder zum Teil zu verlieren, wie bei anderen Anlageformen auch.

Daher gilt: Für sich alleine betrachtet, ist das oberste Ziel beim Risikomanagement der Kapitalerhalt. In der Tat ist das Risikomanagement das Fundament für nachhaltigen Erfolg im Handel. Nur wer in der Lage ist, das Risiko optimal zu kontrollieren, wird am Ende dauerhaft an den Märkten überleben können. Selbst unter Zuhilfenahme einer ganz und gar ausgeklügelten Software unterliegt es in allerletzter Instanz der Erfahrung der Händler, die Risiken abzuschätzen.

FBM: Welche Voraussetzungen brauchen VertriebspartnerInnen von Winbridge?

Daniel Frei: Da es sich bei den Managed Accounts um eine Vermögensverwaltung handelt, trifft die WINBRIDGE die Anlageentscheidungen und führt die Transaktionen durch. Der Finanzberater empfiehlt und vermittelt somit keine Finanzinstrumente, sondern lediglich den Abschluss eines Vermögensverwaltungsvertrages. Daher ist nach dem Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) die Anlagevermittlung ohne eine Finanzdienstleistungserlaubnis nach § 32 KWG zulässig. Das gleiche gilt Sinngemäß auch für die Vermittlung und Beratung zum Abschluss eine WINBRIDGE Token wt one.

Zur Beratung und Vermittlung unseres WINBRIDGE AKTIV ONE UCITS FUND, der ab September 2023 in die Vermarktung gehen wird, muss uns eine entsprechende Erlaubnis für Finanzanlagenvermittler § 34f vorgelegt werden.

FBM: Was schätzen VertriebspartnerInnen an Winbridge besonders?

Daniel Frei: Die Verlässlichkeit und nachhaltige Unterstützung in allen Belangen.

Verantwortlich für den Inhalt:

WINBRIDGE Asset Management GmbH, Sendlinger Straße 47, 80331 München, Tel: +49 (0)89 72 66 99 5-0, www.winbridge.de

Bei den Vertriebswegen liegen Kreditinstitute deutlich vor fondsgebundenen Versicherungen   –  Über die Hälfte des Vertriebs entfällt auf externe Vertriebspartner

Deutsche Privatanleger hielten Ende März 2023 Fonds im Wert von fast einer Billion Euro. Das entspricht 27 Prozent des Fondsbesitzes aller privaten Haushalte in der EU sowie im Vereinigten Königreich (insgesamt 3.621 Milliarden Euro). Deutschland ist damit der mit Abstand größte private Fondsmarkt vor Italien (668 Milliarden Euro) und Spanien (407 Milliarden Euro). Die drei Länder stehen für mehr als die Hälfte des Fondsbesitzes privater Anleger. England und Frankreich kommen jeweils auf einen Direktbesitz von rund 320 Milliarden Euro. Darüber berichtet der deutsche Fondsverband BVI in der aktuellen Ausgabe seiner „Fokus-Reihe“.

Fondsanleger und -anbieter profitieren von einer breit diversifizierten Vertriebslandschaft in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle BVI-Umfrage. Vorherrschend ist traditionell der Vertrieb über Kreditinstitute: Die drei Säulen des Bankensystems – Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken – stehen für zusammen 59 Prozent des gesamten Privatkundengeschäfts. Dazu gehören sowohl klassische Filialbanken als auch Direktbanken und Onlinebroker, die unter anderem beim Vertrieb von ETFs eine große Rolle spielen.

Fondsgebundene Lebensversicherungen sind mit einem Anteil von 12 Prozent der zweitgrößte Vertriebskanal für Publikumsfonds. Laut Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherer (GDV) verwalteten fondsgebundene Policen Ende 2022 über 150 Milliarden Euro für ihre Anleger. Knapp jeder zehnte in Fonds investierte Euro fließt darüber hinaus über Finanzberater außerhalb des Banken- und Versicherungssektors. Dazu zählen einerseits große Finanzvertriebe, wie zum Beispiel DVAG, und andererseits freie Vermittler. Für viele ausländische Anbieter stellen außerdem Dachfonds von anderen Anbietern einen einfachen Zugang zum deutschen Markt dar. Während Gesellschaften mit einem eigenen Vertriebsnetz oder etablierten Kooperationspartnern selten darauf zurückgreifen, machen sie bei einigen Anbietern einen Anteil von deutlich mehr als 10 Prozent aus. Kaum eine Rolle spielt dagegen der Direktvertrieb.

In der politischen Diskussion wird oft unterstellt, dass eine zu enge Verzahnung von Vertriebsstellen und Fondsgesellschaften zu geringeren Wahlmöglichkeiten für die Anleger führt: Berater würden vor allem hausinterne Produkte empfehlen, die aber nicht unbedingt zu den Wünschen und Zielen der Anleger passen müssen. Die BVI-Umfrage zeigt jedoch, dass weniger als die Hälfte des Vertriebs aller Publikumsfonds über verbundene Gesellschaften erfolgt. Bei zwei Dritteln der Umfrageteilnehmer entfallen sogar mindestens 80 Prozent auf externe Vertriebsstellen. Entsprechend herrscht ein starker Wettbewerb zwischen den Fondsgesellschaften um die Berücksichtigung ihrer Fonds, etwa in der Anlageberatung bei Banken und Sparkassen.

Verantwortlich für den Inhalt:

BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de