J.P. Morgan Asset Management hat heute einen neuen aktiven Anleihen-ETF gelistet.

Der JPM Active Global Aggregate Bond UCITS ETF (Ticker: JAGG, WKN A3EMZ6) ermöglicht auf Basis der bewährten globalen Aggregate-Bond-Strategie des Unternehmens ein diversifiziertes Investment in globalen Anleihen. In diese seit 2009 erfolgreiche Strategie sind derzeit mehr als 11 Milliarden US-Dollar investiert (Stand 31. August 2023). Der JPM Active Global Aggregate Bond UCITS ETF deckt als Kernallokation ein breites Spektrum an Anleihenmärkten ab. Dazu zählen Staats- und Unternehmensanleihen, staatsnahe Emittenten, Schwellenländer Bonds sowie verbriefte Anleihen in 25 lokalen Währungsmärkten. „Die Größe und Komplexität des Global Aggregate-Universums eignet sich besonders gut für ein aktives Management“, betont Travis Spence, Leiter ETF Distribution EMEA bei J.P. Morgan Asset Management.

Für den JPM Active Global Aggregate Bond UCITS ETF setzt das Portfolio-Team unter der Leitung von Myles Bradshaw, Iain Stealey und Linda Raggi, das von einem globalen Research-Team mit über 70 quantitativen und fundamentalen Research-Analysten unterstützt wird, auf eine Wertpapierauswahl nach dem Bottom-Up-Prinzip. Diese wird verbunden mit einer Sektorallokation nach dem Top-Down-Prinzip. Gleichwohl können Chancen auch durch Sektorrotation genutzt werden. Ziel ist es, langfristig den Bloomberg Global Aggregate Index Total Return USD Unhedged nach Abzug der Gebühren zu übertreffen. Der ETF wird gemäß der EU-SFDR-Verordnung als Artikel 8 eingestuft.

Vorteile aktiver Anleihen-ETFs

Aktive Strategien eignen sich besonders gut für Fixed-Income-ETFs. Im Gegensatz zu Aktienindizes wird die Zusammensetzung von Anleihenindizes von den größten Emittenten bestimmt, nicht von den „erfolgreichsten“ Emittenten. Das bedeutet, dass sich ein passiver ETF im Laufe der Zeit typischerweise auf die größten Emittenten fokussiert, unabhängig von der Qualität ihrer Bilanzen. Ein aktiv verwalteter Anleihen-ETF kann seine Allokation auf Emittenten mit höherer Qualität ausrichten und dort reduzieren, wo das Risiko einer Herabstufung besteht. Dies bietet die Chance, Rendite auch in Zeiten wirtschaftlicher oder marktbedingter Belastungen zu erzielen.

„Aktive Anleihen-ETFs können von zahlreichen Faktoren profitieren, die sich auf die Anleihepreise auswirken und die Märkte bewegen. Dazu zählen Konjunktur- und Marktzyklen sowie Maßnahmen der Zentralbanken bei Staats- und Unternehmensanleihen“, erläutert Travis Spence. Eine aktive Strategie kann das Zinsrisiko und die Sektorallokation im Laufe des Zyklus anpassen, um günstigere Wertpapiere über- und teurere unterzugewichten, während gleichzeitig ein stabiles Anleihen-Beta aufrechterhalten wird.

„Der bewährte Prozess unserer Global Aggregate-Strategie konnte seit seiner Einführung 2009 eine starke Wertentwicklung erzielen. Dabei hat er stets die Hauptmerkmale eines Kernanleihenportfolios beibehalten, etwa geringe Schwankungsbreite, begrenzte Rückschläge bei Marktkorrekturen und eine neutrale Marktpositionierung. Wir freuen uns, diese Strategie nun im ETF-Mantel anbieten zu können und damit den branchenweit ersten aktiven globalen UCITS Aggregate-Bond-ETF aufzulegen“, betont Spence.

Der JPM Active Global Aggregate Bond UCITS ETF wird ab heute an der London Stock Exchange (LSE), der Deutschen Börse Xetra, der Schweizer Börse (SIX) und Borsa Italiana notiert und hat eine Gesamtkostenquote von 30 Basispunkten. J.P. Morgan Asset Management bietet inzwischen 18 Anleihen-ETFs an – darunter 9 aktive Fixed-Income-ETFs.

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Amundi ETF Flow Report – September & 3. Quartal 2023

Im September verzeichnete der ETF-Markt weltweit Zuflüsse von 58,1 Mrd. Euro. Obwohl die globalen Aktienindizes in diesem Monat in Euro um 1,9 % fielen, legten ETF-Anleger weltweit 45,5 Mrd. Euro in Aktien-ETFs an, während Anleihe-ETFs nur 12,1 Mrd. Euro hinzugewannen. Global investierten Anleger 20,3 Mrd. Euro in ETFs auf globale und 8,4 Mrd. Euro in ETFs auf US-Aktienindizes. In ETFs auf ultra-kurzlaufende Anleihen flossen 5,5 Mrd. Euro, während 4,4 Mrd. Euro aus Unternehmensanleihe-ETFs abgezogen wurden.

US- und globale Industrieländer im Fokus von Aktien-ETF-Anlegern

Europäische UCITS-Aktien-ETFs verzeichneten im September Nettomittelzuflüsse von 7,3 Mrd. Euro. Im dritten Quartal summierten sich die Zuflüsse damit auf 20,5 Mrd. Euro.

US-Aktien waren mit einem Plus von 4,2 Mrd. Euro die beliebteste ETF-Strategie. Ebenfalls gefragt waren ETFs auf breit diversifizierte globale Industrieländer, denen 3,4 Mrd. zuflossen. Damit bestätigt sich der im letzten Quartal beobachtete Trend. Aus ETFs auf asiatische Industrieländer zogen Anleger hingegen 1,1 Mrd. Euro ab. Mit dem steigenden Ölpreis im Sommer haben Anleger zudem 400 Mio. Euro in Energie-ETFs neu investiert. Aus ETFs auf den Finanzsektor zogen Anleger hingegen 500 Mio. Euro ab. ESG-Aktien-ETFs legten im Laufe des Monats um 1,4 Mrd. Euro zu, wovon 1 Mrd. Euro auf weltweite Indizes und 800 Mio. Euro auf US-Aktien entfielen. Der Anteil von ESG-Strategien an der gesamten Aktien-ETF-Allokation lag im September unter 20 % und damit unter dem Durchschnitt des laufenden Jahres. Dies könnte darauf hindeuten, dass viele Anleger eine taktische Allokation in Aktien vorgenommen haben, um von einem unerwartet guten Wirtschaftswachstum zu profitieren.

Divergierende Zinsperspektive spiegelt sich in Anleihe-ETF-Flows wider

Die Zuflüsse in europäische UCITS Anleihe-ETFs waren im September mit 1,9 Mrd. Euro deutlich geringer als in den letzten Monaten. Klar favorisiert waren ETFs auf Staatsanleihen (+2,3 Mrd. Euro), während in Unternehmensanleihen fast keine Mittel flossen. Aus High-Yield-ETFs zogen Anleger 400 Mio. Euro ab – wahrscheinlich aufgrund von Bedenken hinsichtlich des makroökonomischen Umfelds und höherer Finanzierungskosten, die sich auf die Margen auswirken können. Angesichts historisch hoher Renditen, einer rückläufigen Inflationserwartung und nach wie vor sehr hoher Rezessionsrisiken bieten Staatsanleihen gute Chancen. In diesem Umfeld investierten Anleger, 2,2 Mrd. Euro in ETFs auf Euro-Staatsanleihen und 600 Mio. Euro in US-Dollar-Staatsanleihe-ETFs. Bei ETFs auf Euro-Benchmarks waren Indizes für breite Laufzeitsegmente besonders gefragt (+1,4 Mrd. Euro), während bei ETFs auf US-Anleihen Strategien mit kurzen Laufzeiten (+1,2 Mrd. Euro) im Fokus standen.

Unter Bond-Anlegern wird weiterhin diskutiert, ob der Höchststand der Zinssätze bereits erreicht ist. Wer davon ausgeht, investiert tendenziell in längere Laufzeiten. Wer den Höchststand als noch nicht erreicht sieht, bevorzugt tendenziell kürzere Laufzeiten.

ESG-Bond-Strategien verzeichneten ein Plus von 700 Mio. Euro. 300 Mio. Euro davon entfielen auf Staatsanleihe-strategien und 200 Mio. Euro auf Unternehmensanleihe-Indizes mit Investment-Grade-Rating. Etwa ein Drittel der Bond-ETF-Allokation entfallen auf ESG-Strategien. Die Entwicklung von ESG-Produkten auf Staatsanleihen könnte die Argumentation für ESG-Investitionen weiter unterstützen.

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Die Aktienmärkte preisen nach wie vor die Wahrscheinlichkeit einer Rezession als gering ein.

„Nach kurzer Aktienmarktkonsolidierung und einem Stimmungsdämpfer kommt aktuell recht schnell wieder der Optimismus zurück“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „Doch aus sehr unterschiedlichen Richtungen kommen neue Elemente für ein Börsen-toxisches Gebräu – mit der Eskalation im Nahen Osten als potenziellem Katalysator.“

So ist der NAHB-Index, ein Indikator für die US-Hausbau-Aktivitäten, gestern (17.10.2023) weiter abgesackt. „Nur noch ein wenig weiter nach unten und es liegt ein erneutes Rezessionswarnsignal vor“, so Bente. „Denn in den vergangenen Jahrzehnten hat sich dieser Indikator sehr häufig als richtig erwiesen.“ Und die Wahrscheinlichkeit dafür steigt.

Die Zutaten dafür sind Zinsen, Inflation, Ölpreis und die kriegerische Eskalation im Nahen Osten. „Wenn es in der Region in den kommenden Wochen zu einer noch weiteren Eskalation kommt, wird der Ölpreis deutlich steigen – insbesondere bei einer stärkeren Involvierung des Iran“, sagt Bente. „Da die Inflationsraten zuletzt ohnehin schon leicht über den Erwartungen lagen, wird ein steigender Ölpreis sie weiter antreiben.“ So ist es fast schon unvermeidbar, dass die Headline-Inflation wieder über den Erwartungen gemeldet werden wird. „Das hat zeitversetzt in der Historie auch immer wieder auch die Kernrate nach oben gezogen“, so Bente.

Dementsprechend werden dann die derzeitigen Zinsannahmen, die ja eher eine Plateaubildung auf hohem Niveau erwarten, obsolet. „Weiter steigende Zinsen sorgen wiederum dafür, dass sich der ohnehin schon negative Trend bei den US-Wohnungsbauten so stark beschleunigt, dass ein klares Rezessionswarnsignal angezeigt werden dürfte“, so Bente. „Das würde abermals die Gefahr einer US-Rezession steigern und damit das Ende des Börsen-Optimismus.“

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Vates Invest GmbH, Bürgermeister-Mahr-Straße 18, 63179 Obertshausen, Tel: 06104 9872072, www.vates-invest.de

Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

Mit der Gewalteskalation in Israel ist ein weiterer geopolitischer Belastungsfaktor für die Weltwirtschaft und die Kapitalmärkte hinzugekommen. Die weiteren Entwicklungen des Konflikts sind kaum prognostizierbar. Fest steht, dass Investoren und Konsumenten noch mehr verunsichert sind. Das größte wirtschaftliche Risiko ist eine erneute Preisexplosion beim Rohöl im Falle einer Ausweitung des Konfliktes auf weitere Staaten, insbesondere auf den Iran. Die Kapitalmärkte hingegen haben direkt nur kurzfristig reagiert, in Form von Zuflüssen in „sichere Häfen der Kapitalanlage“ oder zwischenzeitlichen Kursverlusten bei Aktien. Denn eine Folge geopolitischer Krisen könnten sinkende Zinsen bei längeren Laufzeiten im Zuge einer weiteren Abschwächung der globalen Wachstumsdynamik sein. Das würde eine Entspannung des wesentlichen Bremsfaktors seit den Aktenmarkthochs im Sommer bedeuten.

Von volkswirtschaftlicher Seite stehen in dieser Woche die zur Veröffentlichung anstehenden Wachstumsraten der Anlageinvestitionen, der Industrieproduktion und der Einzelhandelsumsätze in China im Fokus. Sollten diese wie zuletzt erneut schwach ausfallen, steigt die Wahrscheinlichkeit für weitere durch die Regierung in Peking initiierte geld- und fiskalpolitische Stimulierungen für die Wirtschaft. Davon dürften – über eine Stützung der chinesischen Industrie – auch exportorientierte Unternehmen in Deutschland profitierten.

Zudem richtet sich das Augenmerk auf den Immobilienmarkt in den USA. Dort wird neben Neubaubeginnen und Baugenehmigungen der aktuelle NAHB-Hauspreisindex bekannt gegeben. Dieser auf einer Umfrage unter Unternehmen basierende Stimmungsindikator der US-Immobilienwirtschaft war im September im Zuge des erneuten Zinsanstiegs bei Hypothekenfinanzierungen deutlich unter die Expansionsmarke von 50 Punkten gerutscht. Da die Konditionen in diesem Segment bei 30-jähriger Laufzeit zuletzt weiter bis auf 7,90 Prozent p.a. und damit auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2000 gestiegen sind, ist kaum mit einer Erholung des Indikators zu rechnen. Damit dürften Hauspreise weiter nachgeben, die Vermögensposition privater Hausbesitzer und damit den für die US-Volkswirtschaft besonders wichtigen Konsum belasten.

Fazit: Das Basisszenario für die US-Konjunktur bleibt daher eine milde Rezession im ersten Halbjahr 2024. Zudem ist aufgrund voraussichtlich weiter nachgebender Inflationsraten in den kommenden Monaten nicht mit einer weiteren Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank Fed zu rechnen.

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Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland sind nicht nur für ihre zufriedenen Einwohner und ihre im internationalen Vergleich hohe Lebensqualität bekannt,

sondern auch für ihre auf dem Weltmarkt führenden mittelständischen Unternehmen und einige global führende Industrien. Wie interessierte Anleger an den Entwicklungen der nordeuropäischen Region partizipieren können.

Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

Im Norden Europas erscheint die Welt noch in vielerlei Hinsicht in Ordnung: Skandinavier sind gut gebildet, vergleichsweise wohlhabend, innovativ, gelten als Verfechter von Nachhaltigkeit und Umweltschutz und zählen als die glücklichsten und zufriedensten Menschen der Welt. Untersuchungen wie das globale Wohlstandsranking des britischen Legatum Institute oder der World Happiness Report der Vereinten Nationen bestätigen das immer wieder.

Die skandinavischen Staaten weisen aber noch weitere Gemeinsamkeiten auf: In der Regel bieten sie neben einem guten Bildungssystem auch politische Stabilität, solide Staatsfinanzen, punkten durch eine geringe Korruption und eine gute Infrastruktur. Zudem ist es im hohen Norden zumeist recht günstig und unkompliziert – da geringer bürokratischer Aufwand – ein Unternehmen zu gründen.

Skandinavische Wirtschaft: Wettbewerbsfähig und innovationsfreundlich

Dass die heimischen Märkte eher vergleichsweise klein sind, haben die Skandinavier zu einer Stärke umgemünzt: Viele Unternehmen haben sich in Nischen erfolgreich spezialisiert und Exportmärkte erschlossen. Daher ist die Region reich an mittelständischen Unternehmen, die als weltweit führend gelten. Schweden etwa ist stark im Maschinenbau und beim Thema Brennstoffzelle, Norwegen bei der Ölförderung und in der Herstellung von grünem Wasserstoff, Dänemark bei Pharmaproduktion und Windkraft und Finnland ist in der Forstwirtschaft sowie der Öl- und Gasverarbeitung gut positioniert. Ein weiterer Pluspunkt: Die verschiedenen Stärken der Länder ergänzen sich und festigen die Handelsbeziehungen in der Region. Insgesamt zeigt sich der Wirtschaftsraum Skandinavien als wettbewerbsfähig und innovationsfreundlich.

Lebendige Aktienkultur und Sinn für Nebenwerte

Den Unternehmen und Investoren kommt zudem die skandinavische Aktienkultur zugute. Da viele Anleger mit den Aktien bekannter Unternehmen gute Erfahrungen gemacht haben, ist es in den nordischen Staaten viel selbstverständlicher als hierzulande, dass für die Altersvorsorge und Vermögensbildung in Aktien investiert wird. Für die hochspezialisierten Mittelständler ist es somit einfacher, Unternehmensanteile in Form von Aktien an den Börsen in Stockholm oder Kopenhagen zu platzieren, denn dort stoßen auch die Börsengänge von kleineren Unternehmen auf großes Interesse der Anleger.

Das Faible der skandinavischen Anleger für Nebenwerte hat über die Jahre dazu geführt, dass ein Börsengang in Stockholm auch für ausländische Unternehmen immer attraktiver geworden ist. Inzwischen kommt eins von fünf Unternehmen, die an der Börse in Stockholm gelistet sind, aus dem Ausland. Und bei den Börsengängen kleiner und mittelständischer Unternehmen hat die Nasdaq First North Growth, ein Ableger der New Yorker Technologiebörse Nasdaq, in den skandinavischen und baltischen Staaten inzwischen europaweit die Nase vorn: Zwischen 2015 und 2022 gab es an der Nasdaq First North 558 Börsengänge, während im gleichen Zeitraum das britische Pendant, das Börsensegment AIM der Londoner Börse, lediglich 425 IPOs anlockte. An der Pariser Euronext waren es sogar nur 275 Börsengänge.

Breit gestreut, nie bereut

Für Anleger ergeben sind durch gezielte Investments in Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland somit vielfältige Renditechancen. So kommen etwa die Börsen in Stockholm und Oslo auf Fünfjahressicht auf ein Plus von mehr als 30 Prozent – und die Börse in Kopenhagen sogar auf einen Zuwachs von rund 130 Prozent. Lediglich die Börse in Helsinki hinkt deutlich hinterher; unter dem Strich hat sie sich in diesem Zeitraum kaum von der Stelle bewegt. Doch auch dort finden sich Unternehmen mit Nachholpotenzial.

Renditeträchtige Themen für ein Investment in skandinavische Länder könnten Aktien, aber auch Anleihen sein. Diese bieten ein interessantes Rendite/Risiko-Profil aus hohen laufenden Renditen und i.d.R. geringen Wertschwankungen. Ein klarer Vorteil eines im Vergleich kleineren skandinavischen (Nischen-)Marktes. Investmentmöglichkeiten bestehen in Unternehmen aus den Bereichen digitale Infrastruktur, Energie, nachhaltige Verpackung, Gesundheit oder Technologie. Wer hingegen das Risiko einzelner Wertpapiere scheut, kann als Alternative auf aktiv gemanagte Fonds ausweichen. Doch Vorsicht: Um die Risiken zu reduzieren und die Chancen auf eine attraktive Rendite zu wahren, sollten Anleger stets bedenken, dass das Vermögen breit diversifiziert werden sollte – und zwar über verschiedene Anlageklassen und -regionen hinweg. Allzu groß sollte daher auch der Anteil skandinavischer Investments im Depot nicht sein.

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Laureus AG Privat Finanz, Ludwig-Erhard-Allee 15, D-40227 Düsseldorf, Tel: 0211 / 16098­0, www.laureus­ag.de

Private versus öffentliche Kapitalmärkte – Beteiligung muss von Asset Managern abgewogen werden

Was spricht für ein Engagement von Asset-Management-Unternehmen in den Privatmärkten? Was für die öffentlichen Kapitalmärkte? Private und öffentliche Kapitalmärkte unterscheiden sich unter anderem strukturell. In beiden Märkten treffen kapitalsuchende Unternehmen auf Kapitalgeber. Doch wird von Investoren an den öffentlichen Märkten nur am Tag des Börsengangs von Unternehmen und anlässlich etwaiger Kapitalerhöhungen investiert. Das bedeutet, dass im Aktien- und Anleihenmarkt fast nie investiert wird, sondern im Wesentlichen nur Wertpapiere den Eigentümer wechseln. „Die hocheffizienten öffentlichen Kapitalmärkte machen den Eigentümerwechsel dabei buchstäblich in jeder Nanosekunde möglich“, sagt Michael Klimek, Geschäftsführer der Dolphinvest Consulting.

Anders die privaten Kapitalmärkte. Hier wird in das Unternehmen direkt investiert. Die Zielunternehmen empfangen Kapital, das sie für ihre geschäftlichen Aktivitäten einsetzen können. Doch Klimek weiß auch um die Nachteile: „Die Liquidität des Privatmarktes ist, anders als im Falle des öffentlichen Kapitalmarktes, eingeschränkt. Der Sekundärmarkt für Venture-Capital- und Private-Equity-Beteiligungen kommt nicht einmal näherungsweise an die Liquidität der Aktienmärkte heran. Der Erwerb eines Gesellschaftsanteils ist ein bürokratischer Akt, der je nach Land unterschiedlich aufwendig ist und zum Beispiel den Gang zum Notar erfordert.“

Kirschen in Nachbars Garten

Der Vorteil für Privatmarkt-Asset-Manager, die auf alles von Immobilien bis Private Equity setzen, ist, dass sie weit höhere Preise für ihre Dienstleistungen und Produkte durchsetzen können als ihre Kollegen im Aktien- und Anleihenmanagement. „Rückläufige Mittelzuflüsse, gestiegene Kosten und regulatorischer Mehraufwand haben viele traditionelle Asset Manager in Zugzwang gebracht“, weiß der Experte. Sie haben nicht viele Handlungsoptionen: Entweder senken sie ihre Preise und arbeiten effizienter, zum Beispiel unter Einsatz neuer Technologien. Oder sie steigern ihre Umsätze, indem sie ihr Angebot um hochpreisige Produkte erweitern, womit sie ihre niedrigpreisigen Produkte gegebenenfalls quersubventionieren können.

Laut Klimek sprächen neben den Investitionsmöglichkeiten auch die historischen Renditen, die in den Privatmärkten häufig attraktiver waren als in den öffentlichen Märkten, für eine Beteiligung: „Traditionelle Asset Manager schielen daher neidisch in Nachbars Garten – den Privatmarkt. Die Aussicht auf Gebühren im dreistelligen Basispunktebereich, die in den privaten Kapitalmärkten gang und gäbe sind, wirkt doch sehr verlockend.“ Doch der Branchenexperte warnt auch: „Der Fantasie wären dabei keine Grenzen gesetzt, wenn nicht unsichere Konjunkturaussichten und möglicherweise weiter steigende Zinsen die Entscheidung – und zwar sowohl auf der Käufer- als auch auf der Verkäuferseite – erschwerten“.

Branche in der Krise

Laut dem Experten treffen konjunkturelle Herausforderungen, die sich aus Corona-Krise, Ukrainekrieg, Inflation und Zinswende ergeben, auf zeitweise überfordert wirkende Zentralbankpolitik. Was in den Augen Klimeks klar ist: „Die Zeiten extrem billigen Geldes sind vorbei. Die Finanzierung einer Übernahme wird folglich teurer. Wie rechnet sich der kapitalintensive Kraftakt einer Firmenübernahme? Mit steigenden Zinsen werden die Abschläge auf zukünftige Erträge größer, was die Bewertungen drückt.“ Weitere Fragen blieben offen: Finden sich vor diesem Hintergrund überhaupt willige Verkäufer? Wie soll eine Geschäftsentwicklungsplanung unter der aktuell doch sehr großen Unsicherheit funktionieren?

„Auf Basis der Run Rate per Ende August 2023 erwarten wir in der Tat einen Rückgang der Gesamt-Transaktionszahl unter das Niveau der beiden Vorjahre und rechnen mit einem durchschnittlichen Volumen der Assets under Management von 6 Milliarden US-Dollar pro Transaktion. Das liegt zwar 50 % über dem Vorjahr, fällt aber deutlich geringer aus als in den Jahren 2021 und 2020 (8,4 bzw. 11,4 Milliarden US-Dollar, Quelle: Piper Sandler) und kann als mittelfristig rückläufiger Trend gedeutet werden“, sagt Klimek.

Kein schnelles Comeback

Traditionelle Asset Manager dürften sich auf Sicht der kommenden Monate nicht wieder zu begehrten Übernahmekandidaten entwickeln. Außerdem bestehe ein kompetitiver Vorteil des privaten gegenüber dem öffentlichen Kapitalmarkt: mehr Investitionsmöglichkeiten, größeres Renditepotenzial bei sich verbessernder Liquidität und nicht zuletzt der politische Wille, den Privatmarkt zu demokratisieren und ihm staatliche Aufgaben zu übertragen. „Diese Aufgaben reichen von der Finanzierung mittelständischer Unternehmen, die neben den Hausbanken oft den staatlichen Entwicklungs- und Förderbanken obliegt, über die Finanzierung der ökologischen Transformation der Wirtschaft, bis hin zur Investition in klassische und innovative Infrastruktur der Kommunen, Länder und des Bundes“, erklärt Klimek. Und sagt abschließend: „Daher halten wir es für wahrscheinlich, dass Übernahmen alternativer Asset Manager weiterhin attraktiv erscheinen, geben aber zu bedenken, dass viele der größeren alternativen Asset Manager bereits externe Gesellschafter aufgenommen haben.“

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IAC-Fondsmanager Martin Paulsen erklärt, was das für Aktien bedeutet

Herr Paulsen, ist es angesichts der aktuellen Lage auf der Welt nicht besser, das eigene Geld zu nehmen und unter das Kopfkissen zu legen?

Es ist richtig, wir haben überall Brandherde. Bei dem neuesten im Nahen Osten sind viele Mächte involviert, auch der Ölförderstaat Iran. Da muss man dann wieder schauen, ob das Implikationen auf den Ölpreis hat. Außerdem natürlich der Krieg in der Ukraine – es ist eine sehr große Gemengelage von Unsicherheit, die auch nicht auflösbar ist. Aber soll man deswegen als Anleger den Kopf in den Sand stecken? Natürlich kann man sich entscheiden, nicht zu investieren. Aber man sollte sich bewusst sein, Geld ist eine nominale Größe. Lege ich heute 100 Euro unter das Kopfkissen, um sie in drei Jahren wieder herauszuholen, werde ich mir nicht mehr den gleichen Gegenwert kaufen können. Die Inflation ist da, und sie ist hartnäckiger, als viele es erwartet hatten. Aus unserer Sicht wird sie nicht so schnell wieder zur Zielmarke von 2 Prozent zurückkehren. So hat man eine kleine Maus, die jährlich an den 100 Euro unter dem Kopfkissen nagt.

Also sollte man trotz der unsicheren Lage das Thema Geldanlage nicht aus den Augen verlieren?

Definitiv nicht. Zunächst einmal ist die Inflation gesellschaftliches Gift, weil sie alle trifft. Das Thema Geldanlage betrifft nur diejenigen, die es sich leisten können. Als Vermögensverwalter haben wir es mit diesen gut Situierten zu tun – die sollten sich Gedanken machen über ihre Ziele und dabei immer die Inflation im Blick haben.

Der Titel für die Seminarreihe lautet “Endlich wieder Zinsen” mit Ausrufezeichen. Müsste dort auch noch ein Fragezeichen stehen?

Die Zinslandschaft hat sich tatsächlich vollständig gewandelt. Noch vor anderthalb Jahren gab es Verwahrentgelte, also Strafzinsen, oder einfach null Prozent Zinsen, das ist inzwischen passé. Es gibt wieder Zinsen, weil auch die Europäische Zentralbank die Zinsen erhöht hat, um die Inflation einzufangen. Die Banken bekommen für ihre Guthaben bei der EZB Zinsen und können diese an die Kunden weitergeben – sie können es mit Ausrufezeichen. Das Fragezeichen ist vielleicht auch berechtigt, weil es nicht alle Banken tun. Ungefähr 20 Prozent aller Banken und Sparkassen zahlen weiterhin null Prozent Zinsen auf das Tagesgeld. Diese Banken verdienen im Moment so gut wie noch nie dank ihrer Zinsmarge, haben aber in den vergangenen Jahren auch sehr gelitten und bauen jetzt einen Puffer wieder auf. Der Wettbewerb ist jetzt erst angefacht, da ist noch viel Musik drin.

Also darf sich ein Sparer freuen, wenn er jetzt drei oder vier Prozent Zinsen bekommt?

Es ist eine trügerische Freude. Das Denken, dass das Geld auf dem Sparbuch jedes Jahr mehr wird, ist bei den Deutschen besonders ausgeprägt. Sie fühlen sich reicher, sind es aber nicht, weil eine Inflationsrate, die über dem Sparzins liegt, das Vermögen entwertet und die Kaufkraft reduziert. Auf dem Papier sehen die Sparer eine höhere Zahl, können sich dafür aber weniger kaufen – das heißt, sie werden ärmer, merken es aber nicht. Wenn der Sparzins beispielsweise bei drei Prozent liegt und die Inflationsrate wieder bei der Zielmarke von zwei Prozent, ist es eine gesunde Situation.

Die einen Anleger aber auch nicht gleich jubilieren lässt.

Die bessere Variante ist, dass man nicht in Geldwerte investiert. Langfristig ist es sinnvoll, sich am Produktivkapital der Wirtschaft zu beteiligen mit der Einschränkung, dass man die Chancen, aber auch die Risiken bei seiner Entscheidung berücksichtigen muss. Aber wenn man breit streut in seiner Aktienanlage, ist man dort wesentlich besser aufgehoben. Ein gewisser Teil der zur Verfügung stehenden Mittel muss allerdings schwankungsunabhängig investiert werden, beispielsweise auf dem Tagesgeldkonto.

Was sagen Sie Anlegern, die sich an Aktien angesichts der unsicheren Lage in der Welt nicht herantrauen?

Wir haben in den vergangenen 100 Jahren viele Krisen gehabt in der Welt. Wenn wir ehrlich sind, kommen wir nach einer Zeit relativen Friedens jetzt wieder in die Normalität zurück. Die Märkte lassen sich davon kurzfristig immer beeindrucken – siehe Ölpreis nach dem Beginn des Ukraine-Krieges. Heute stehen Öl und auch Gas deutlich niedriger als damals. Kurzfristig wird es immer auch Rückschläge an den Aktienmärkten geben, aber dann stellt sich jeder darauf ein und es kehrt wieder eine Normalität ein, die gute Renditen verspricht. Lebensmittelkonzerne, Telekommunikationsunternehmen oder auch Unternehmen der Medizinbranche werden weiterhin erfolgreich wirtschaften. An diesen Produkten und Dienstleistungen, die Grundbedürfnisse der Menschheit befriedigen, können Anleger sich auch weiterhin beteiligen.

Inwiefern spielen die großen Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit für Anleger eine Rolle?

Das ist nicht nur für Anleger, sondern auch für die Unternehmen ein Riesenthema. Im Effizienzgewinn durch die Digitalisierung liegt eine enorme Chance, natürlich auch eine gewisse Gefahr. Manche Berufe werden verschwinden, neue Berufsbilder werden entstehen, und die Unternehmen sind gehalten, sich darauf einzustellen. Es ist ein riesiger Markt, an dem wir uns auch beteiligen beispielsweise durch Anteile bei Microsoft.

Nachhaltigkeit wird meist auf Umweltthemen reduziert, aber es geht auch um gute Unternehmensführung und soziales Miteinander. Da ist jedes Unternehmen selbst in der Pflicht, und es wird gemacht, weil es sonst schwer wird, die Produkte zu verkaufen. So gibt es vom KitKat-Riegel von Nestle nun auch eine vegane Variante. Man muss aber auch hinter die Kulissen schauen. Apple hat das Ziel ausgerufen, bis 2030 alle Produkte klimaneutral herzustellen. Wenn man genauer hinschaut, sind es nur 75 Prozent, die anderen 25 Prozent kompensieren sie mit der Aufforstung von Mangrovenwäldern. Das ist nichts Schlechtes, aber dennoch eine Form von Greenwashing. So gesehen haben die Unternehmen, in die wir investieren, ein großes Eigeninteresse, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und auch die Nachhaltigkeitsaspekte in ihrem täglichen Wirtschaften zu berücksichtigen.

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Itzehoer Aktien Club GbR, Viktoriastraße 13, 25524 Itzehoe, Tel: 04821-6793-0, Fax: 04821-6793-19, www.iac.de

Anleihen bieten wieder mehr Stabilität, Aktien weiterhin lohnenswert

Wie wird nach einem überraschend robusten Jahr der Jahresausklang für Wirtschaft und Kapitalmärkte ausfallen? Nach Einschätzung von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, drohen die Gefahren für das wirtschaftliche Wachstum in den nächsten Monaten zuzunehmen. Gerade wenn im Zuge der höheren Leitzinsen die Finanzierungskosten für Unternehmen und Privathaushalte steigen, und gleichzeitig vor allem in den USA die Überschussersparnisse zur Neige gehen, könnten die Absatz- und Gewinnaussichten für Unternehmen schwieriger werden, so der Experte bei der Vorstellung des Guide to the Markets für das vierte Quartal 2023. Dies könnte sich auch auf die Kapitalmärkte auswirken. Noch sieht Ökonom Galler den Aktienmarkt aber gut gewappnet. „Die Bewertungen außerhalb der US-Technologiewerte sind moderat günstig, weshalb die Aktienmärkte mit Gewinnrückgängen von bis zu zehn Prozent gut leben könnten. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte lehrt uns, dass moderate Gewinnrückgänge nicht automatisch in einen Bärenmarkt münden“, führt Galler aus.

Expansive Fiskalpolitik stützt das Wachstum, aber befeuert die Inflation

Die expansive Fiskalpolitik in den USA sieht Tilmann Galler als entscheidende Komponente an, die auf das künftige Wirtschaftswachstum einwirkt. „Große Konjunkturprogramme sowie kräftige inflationsbedingte Erhöhungen bei Sozialhilfe und Gesundheitsausgaben haben der US-Wirtschaft 2023 einen Wachstumsschub gegeben. Doch ein Haushaltsdefizit von aktuell 7,5 Prozent kann nicht von Dauer sein, insbesondere im Umfeld hoher Zinsen. Eine zukünftig weniger expansive Fiskalpolitik wird entsprechend einen geringeren Wachstumsschub für die Konjunktur bedeuten“, erklärt Galler.

Aus Sicht von Tilmann Galler dürfte das Zinsniveau auf längere Sicht hoch bleiben. „Die Markterwartungen sind, dass die Zinsen acht bis neun Monate auf dem hohen Niveau verharren könnten. In der Eurozone ist dies für etwa sechs Monaten eingepreist, was allerdings etwas optimistisch sein könnte“, erklärt der Kapitalmarktexperte. Die Zentralbanken dürften so lange restriktiv bleiben, bis vor allem das Lohnwachstum deutlich geringer ausfällt. Denn hohe Lohnabschlüsse geben der Inflation neuen Schub, gerade in den USA, wo der Arbeitsmarkt sehr eng ist. Die Zahl der offenen Stellen ist zuletzt wieder angestiegen.

Daneben trete das Thema Energie als inflationstreibender Faktor wieder stärker in den Vordergrund. „Der Ölpreis ist vom Sommer bis jetzt um fast 30 Prozent angestiegen, da die OPEC beschlossen hat, die Fördermengen zu kürzen. Die Zeit der rückläufigen Inflationsraten durch Energie geht damit langsam zu Ende“, sagt Galler.

Asien im Umbruch – chinesischer Aktienmarkt enttäuscht

Die Wirtschaft in Asien sieht Tilmann Galler vor einem Umbruch. „China ist die Enttäuschung des Jahres. Nach dem schnellen Ende der Zero-COVID-Politik war die Erwartung, dass die Überschussersparnisse in den Konsum geleitet werden. Doch das ist bisher nur partiell zu sehen gewesen. Ursache ist vor allem die Immobilienkrise, durch die viele Menschen in China betroffen sind“, sagt Galler. In China seien die Auswirkungen auf den Markt der Wohnimmobilien deshalb so stark, weil es große Überkapazitäten aufgrund des Baubooms in den letzten zehn Jahren gebe. Daher käme es nicht nur zu einer größeren Korrektur der Immobilienpreise, sondern auch zu einem starken Einbruch in der Investitionstätigkeit.

Tilmann Galler glaubt nicht, dass der chinesische Staat mit einem großen Konjunkturpaket dagegenhalten werde, um das Wachstumsziel von fünf Prozent zu erreichen. „Den Entscheidungsträgern ist bewusst, dass noch mehr Leverage das System weiter destabilisiert. Die unterstützenden Maßnahmen kommen daher eher aus der Geldpolitik“, stellt Galler fest. Dazu zählt etwa das Senken der Leitzinsen, um die Finanzierungskosten zu verringern. Entscheidend sei nun, das Vertrauen im Privatsektor wiederherzustellen, durch eine verlässlichere Regulierung und Wirtschaftspolitik. Dann könnte auch der chinesische Aktienmarkt von einer fallenden Sparquote und dem Abbau der Überschussersparnisse profitieren.

Anleihen bieten wieder mehr Stabilität, Aktien weiterhin lohnenswert

Mit Blick auf die Anlageklassen können vor allem Anleihen wieder ihre Funktion als Portfolio-Stabilisator erfüllen. Die Realrenditen globaler Staatsanleihen sind wieder auf einem Niveau, das es zuletzt vor vierzehn Jahren gab. „Wenn wir davon ausgehen, dass wir auf eine moderate Rezession zusteuern, dann ist man auch im Investment-Grade-Bereich weiterhin gut aufgehoben“, erklärt Tilmann Galler. Vorsichtiger sollte man seines Erachtens im High-Yield-Bereich sein. Schwellenländeranleihen würden partiell noch Chancen bieten.

Doch auch Aktien sind nach Ansicht von Marktexperte Galler weiterhin lohnenswert. Es komme allerdings darauf an, Qualität und Defensive zu stärken. „Mit Ausnahme der US-Techwerte sind die US-Aktienmärkte nicht sonderlich teuer bewertet“, stellt er fest. Die Tech-Werte wurden zuletzt vor allem durch die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) getrieben. Dadurch haben die sieben größten Tech-Aktien inzwischen wieder einen Anteil im S&P 500 der deutlich höher ist als in der Dotcom-Phase. Galler hält die Entwicklung allerdings für teilweise gerechtfertigt, da einige Werte zukünftig sehr stark profitieren dürften. Dennoch rät er zu einer ausgewogenen Strategie. Potenzial sieht Galler vor allem außerhalb der Mega-Caps und im Dividendenbereich, wo die KGVs relativ günstig und die Ausschüttungsquoten nach wie vor niedrig sind. Die Dividenden sollten deshalb auch bei einer moderaten Rezession gut unterstützt sein. So bietet das Segment aus Sicht von Galler weiterhin einige Chancen.

Einige Risiken sieht Galler allerdings beim Thema Gewinnrevisionen: „Gewinnerwartungen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich dürften zu optimistisch sein. Es könnte höhere Gewinnrevisionen im Zuge der nachlassenden Konjunktur geben, was wiederum zu einer höheren Volatilität an den Aktienmärkten führen kann.“ Die Gefahr eines Bärenmarktes hält der Ökonom allerdings für aktuell nicht allzu groß. „In den 90er Jahren gab es während der Rezession einen Gewinnrückgang der Unternehmen von zehn Prozent, was aber nicht gereicht hat, um einen Bärenmarkt auszulösen“, sagt Galler. Er sieht ungemütliche Zeiten für den Aktienmarkt erst bei einem Vordringen der Gewinnrevisionen in den Bereich von 20 Prozent kommen. Dies sei aber nicht das Kernszenario von J.P. Morgan Asset Management. Daher setze man auf eine Resilienz bei Aktien. Von einer höheren Volatilität sollten Makro-Hedgefonds-Strategien profitieren können.

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Das Optimum für jede Lebenszeit

Ein langes Leben will ebenso gemeistert werden wie ein kurzes. Man muss vorzeitige Risiken absichern und seine Ruhestandsplanung aktiv angehen. Moderne Versicherungen sind dafür die idealen Partner.

Im €uro-Tischgespräch erklären Experten von DELA, Franklin Templeton, Schroders, Standard Life und WWK, warum man lebenslang flexibel seine Investmentchancen nutzen sollte und warum heutige Fondspolicen für den größtmöglichen Ertrag und die meiste Sicherheit bei Beratung, Kosten, Flexibilität und Transparenz sorgen

€uro: Was hat die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen in den zurückliegenden Jahren auf die Überholspur gebracht?

Christian Nuschele (Head of Distribution Standard Life): Das perfektionierte Zusammenspiel von Fonds-Motor und Policen-Fahrwerk zusammen mit deutlichen Steuervorteilen. Und natürlich die lange Laufzeit, die ja nicht abrupt mit dem Ruhestand enden muss. Der Fiskus greift während der Laufzeit keine Erträge ab, das Kapital arbeitet ungebremst. Dass es „on the run“ nie Steuerabflüsse kompensieren muss, ermöglicht durch den Zinseszinseffekt mehr Rendite. Moderne fondsgebundene Policen sind in den Kosten transparent und in der Handhabung flexibel. Man kann zuzahlen oder bei Bedarf Geld herausnehmen und profitiert von der biometrischen Kompetenz eines Versicherers, der Risiken wie Berufsunfähigkeit und Langlebigkeit dauerhaft absichern kann.

Winfried Gaßner (Abteilungsleiter Produktmanagement WWK): Vom Vermögensaufbau bis in die Ruhestandsphase hinein profitiert der Kunde davon, dass Fonds während der Laufzeit des Vertrags beliebig oft gewechselt werden können, ohne dass Kosten entstehen oder die Kursgewinne versteuert werden müssen. Dazu kommen die Steuervorteile bei Privatverträgen in Form des Halbeinkünfteverfahrens bei Kapitalisierung und in Form der Ertragsanteilsbesteuerung bei Wahl einer Leibrente. Aus meiner Sicht liegt ein zentraler Vorteil einer Vorsorge über eine Police nach wie vor in der Zahlung einer lebenslangen Leibrente. Dieser Vorteil wiegt umso mehr, je höher der garantierte Rentenfaktor dabei ist.

Charles Neus (Head of Retirement Solutions, Schroder Investment Management): Der entscheidende Punkt sind aber die Laufzeiten, die ja nicht mit dem Rentenalter abrupt gekappt werden. Im Gegenteil, die Verrentungsphase dehnt sich durch die heutige Lebenserwartung deutlich aus und ist nur eine andere Investmentperiode. Vorsorge und „dritter“ Lebensabschnitt gehen Hand in Hand. Vielleicht muss man nur die Silbe „vor“ aus vorsorgen streichen.

Martin Stenger (Director Sales – Business Development Insurance & Retirement Solutions, Franklin Templeton): Dieses Umdenken macht Schule. Im Abschlussbericht der Fokusgruppe private Altersvorsorge ist nur mehr von Auszahlphase die Rede, nicht mehr von Rentenphase. Das ist ein politisches Signal. Man kennt die Schwächen der gesetzlichen Rente und will das nicht zuletzt durch Fondspolicen als Rückendeckung ausgleichen. Unsere Aufgabe ist, möglichst viel Performance an die Rampe zu bringen. Und was die Verrentungsphase angeht, ziehen Versicherer und Fondsgesellschaften ohnehin an einem Strang.

Daniel Pytiak (Chief Commercial Officer, DELA): Allerdings sollten sich Versicherungen nicht auf bloße Anlagethemen reduzieren lassen. Wir versichern primär ein definiertes Risiko – das kann das Risiko der Langlebigkeit genauso gut sein wie das der Kurzlebigkeit. In der Rentenversicherung gibt es Geld bis ans Lebensende, auch wenn ich 100 Jahre alt werde. In der Risikolebensversicherung zahlen wir, wenn die versicherte Person ums Leben kommt, die vereinbarte Summe ab dem ersten Tag der Versicherung aus. Auch wenn dies bereits morgen passiert. Daher geht der Einwand der Verbraucherschützer bei der Sterbegeldversicherung, das könne man auch selbst ansparen, ins Leere. Theoretisch stimmt das nach zehn oder 15 Jahren vielleicht einmal, weil man dann das Geld zusammen hat. Praktisch ist man aber bis dahin ohne Schutz für den Fall eines vorzeitigen Todes.

€uro: Sorgt die Zinswende für Rückenwind oder ist sie eher ein Hemmnis?

Pytiak (DELA): Es kommt darauf an, welche Art der Vorsorge ein Unternehmen liefert. Im Bereich der Risikolebensversicherung, die häufig eine Zwangsvorgabe für die Immobilienfinanzierung ist, können sich nun deutlich weniger Menschen eine Immobilie leisten, was sich in diesem Segment bemerkbar macht. Das wird sich aber einpendeln. Es ist nur ein Übergang von einem unnormalen Zinsniveau zu einem normalen. Ein Niveau, das früher üblich oder sogar noch höher war.

Gaßner (WWK): Einzigartig ist an der aktuellen Phase steigender Zinsen sicher nicht das Zinsniveau, sondern das Tempo. Natürlich erscheinen andere risikofreie Anlageoptionen damit auf einmal als attraktive Konkurrenz zur Versicherungspolice. Lockangebote der Banken gelten aber in der Regel nur zeitlich begrenzt oder nur für überschaubare Anlagebeträge.

Stenger (Franklin Templeton): Die grundlegende Frage ist doch: Will ich Kapital nominal erhalten oder will und muss ich es vermehren. Vorsorge bedeutet, am Ende mehr herauszubekommen, als ich vorher eingesetzt habe. Und dieses Ziel wird nicht ausreichend thematisiert. Die Banken sind froh. Durch die gestiegenen Zinsen können sie ohne aufwendige Dokumentationsvorgaben Produkt verkaufen. Aber zu keinem Punkt der Zinswende konnte man mit Festgeld aus dem saldierten Minus kommen. Das ist keine Vorsorge, das ist nur der Druck auf eine Pausentaste auf dem Weg vom Negativzins zur aktiven Enteignung.

Nuschele (Standard Life): Trotzdem sind in den vergangenen Monaten 180 Milliarden Euro neu in Festgeld geflossen. Die Vorstellung eines Safe Haven, wo man sein Pulver trocken halten kann, ist ein Hemmnis, sich mit realer Vorsorge auseinanderzusetzen.

Neus (Schroders): Und hier ist der entscheidende Faktor die Zeit. Vorsorge geht über zwei, drei Jahrzehnte, und die Ruhestandsplanung reicht, wenn keine Krankheit dazwischenkommt, ebenfalls über 20 bis 30 Jahre. Die Herausforderung ist, dass keiner diesen Zeitraum plastisch vor sich hat. Man kann sich schon eine Welt vor dem Smartphone kaum vorstellen, und das sind erst 16 Jahre, keine 30 oder 60. Und seither haben Groß und Klein gelernt, auf dem Display zu switchen, zu wischen statt zu tippen.

€uro:  Das Switchen ist auch in der Fondsanlage nicht mehr wegzudenken, oder?

Gaßner (WWK): Der Switch, ein Fondswechsel für künftig anzulegende Beiträge, sollte in einer modernen Fondspolice ebenso beliebig oft möglich sein wie für den Fondsbestand im Vertrag – den Shift. Im Unterschied zur Direktanlage fällt dabei für den Kunden weder Kapitalertragsteuer an, noch entstehen ihm Kosten. Diese Effizienz im Management des Fondsportfolios wirkt positiv auf die Rendite. Es gibt keinen Abfluss durch Steuern, der in einem normalen Aktiendepot jedes Mal anfällt, wenn man einen Baustein verkauft, um einen anderen zu kaufen, der den eigenen Präferenzen oder der Marktsituation besser entspricht.

Stenger (Franklin Templeton): Die Politik aus Berlin hat diese Flexibilität ganz oben auf ihrem Wunschzettel. Ein modernes Produkt muss auf situative Events einer Biografie eingehen können. Es muss Zahlungsströme abbilden können, auch wenn ein Erwerbsleben nicht mehr on-off verläuft, sondern sich vielleicht mit 55+ aus 50 Prozent Arbeit und 50 Prozent Ruhestand zusammensetzt. Es gilt sicherzustellen, dass eine Vorsorgeentscheidung später nicht als veraltet oder zu eng gefasst erscheinen kann.

Nuschele (Standard Life): Die lange Laufzeit ist doppelt vertreten. Im Anlauf muss man genügend Kapital für eine lebenslange Rente ansammeln. Aber auch im Endspurt, den man besser als Ruhestandsplanung begreift, geht es darum, so lange wie möglich die Chancen der Kapitalmärkte zu nutzen.

Neus (Schroders): Genau, das Thema Verrentungsphase ist salonfähig geworden. Es wird heiß diskutiert, da Versicherer und Assetmanager wissen, dass sie ohne einander nicht auskommen. Da ist der Druck der Politik, die Konkurrenz der Banken und das leidige Thema, dass Vorsorgekapital auf dem Girokonto nichts verloren hat. Es muss weiterarbeiten, und die Fondsindustrie liefert dafür die geeigneten Produkte.

Nuschele (Standard Life): Früher war die fondsgebundene Rentenversicherung ein Nischenprodukt für alle, denen die klassische nicht sportlich genug war. Heute ist sie ein intelligentes Geldanlageprodukt, das mehr kann als jede Bankenlösung. Das beginnt schon bei Fondsauswahl und -management. Die 120 Fonds, die bei uns zur Wahl stehen, sind eine Best-of-Auswahl nach Kosten und Performance, die wir zudem kritisch überwachen und zu günstigen Kosten anbieten.

Gaßner (WWK): Wir bieten 100 namhafte Fonds, die alle relevanten Assetklassen abdecken. Die Fondskosten halten wir durch den Einsatz von ETFs klein. Bei aktiv gemanagten Fonds spart sich der Kunde den Ausgabeaufschlag und profitiert von den Konditionen institutioneller Anteilsklassen, auf die er als Privatanleger ansonsten gar keinen Zugriff hätte.

Neus (Schroders): Wobei der Blick auf die Kosten halbseitig blind macht. Es kommt darauf an, was unterm Strich herauskommt. Wenn ein aktiver Manager aus einem Marktsegment mehr herausholt als der Index, hat er einen guten Job gemacht und war sein Geld wert. Auch wenn im Neugeschäft bereits zwei Drittel des Geschäfts über ETFs laufen, werden aktive Manager im Bereich der Nachhaltigkeit wieder punkten. Sie hat sich als dritter Stützpfeiler des Anlageprozesses neben Rendite und Risiko etabliert.

€uro: Welchen Stellenwert haben Nachhaltigkeit und ESG in modernen Versicherungspolicen?

Gaßner (WWK): Nachhaltigkeit ist regulatorisch und vertrieblich von zentraler Bedeutung. Wir haben einen digital unterstützten Beratungsprozess, der dokumentiert, wie die Nachhaltigkeitspräferenz des einzelnen Kunden aussieht. Zudem bieten wir eine Palette an ESG-konformen Fonds.

Nuschele (Standard Life): Wir halten uns auf Spur. Aber wir werden sicherlich kein grünes Mäntelchen um ein existierendes Produkt legen. Genauso wenig werden wir die Investmentauswahl einschränken. Gute Fondspolicen leben von der Vielfalt der Anlagemöglichkeiten. Der Kunde entscheidet. So wichtig Nachhaltigkeit ist, es fehlt ein schlanker, griffiger Zugang in der Beratung, damit der Kunde sich mit seiner Wahl identifizieren und wohlfühlen kann. Die heutigen Vorgaben sind langwierig, sperrig und weltfremd. Kurz ein Altersvorsorge-Verhinderungsprogramm…

Gaßner (WWK): … das zusätzliche Bürokratie schafft und hohe Komplexität mit sich bringt. Ein pragmatischer Ansatz, wie zum Beispiel die eingängige Lebensmittelampel, wäre vermutlich weniger detailliert gewesen, hätte unterm Strich aber mehr verändert.

Pytiak (DELA): Nachhaltigkeit nimmt bei vielen Kaufentscheidungen eine immer wichtigere Rolle ein – zumeist nur unter ökologischen Aspekten. Nachhaltig zu handeln hat aber auch eine soziale Perspektive, die sich mit der generationenübergreifenden Verantwortung und dem Füreinanderdasein von Menschen beschreiben lässt. Insofern ist jede Form der Hinterbliebenenvorsorge per se ein Ausdruck von nachhaltigem Denken und Handeln.

Neus (Schroders): Nachhaltigkeit ist ein Muss, das aber ständig neu definiert wird. Gerade prüft eine EU-Kommission die bisherige Klassifizierung in Artikel-8- und Artikel-9-Fonds, also mittelgrün bis tiefgrün. Es fragt sich, ob es bei dieser Einstufung bleibt. Schon heute wird keiner mehr einen nicht nachhaltigen Fonds auflegen. Dadurch wird ein Nachhaltigkeitsfokus in irgendeiner Form zum Standard, und unsere Fondsmanager werden das Beste daraus machen.

Stenger (Franklin Templeton): Was aber nachweislich auch ökonomisch Sinn macht. So ist im zurückliegenden Jahr weltweit mehr Kapital in erneuerbare als in fossile Energie investiert worden. Der Umbau der Wirtschaft schreitet also voran, und damit ändert sich auch die Investmentwelt. Alte Vorbehalte wie verminderte Rendite oder erhöhte Volatilität sind kraftlos geworden und widerlegt. Wir als US-Haus konzentrieren uns heute nicht aus Gutmenschentum stärker auf dieses Thema, sondern schlichtweg aus ökonomischer Überzeugung.

€uro: Man kann sein Portfolio in der Police aber nicht nur bei ESG steuerfrei neu justieren.

Gaßner (WWK): Nein, ein automatisiertes Fondsmanagement unterstützt sogar kostenfrei bei Umschichtungen: Ein Investitionsmanagement investiert bei Einmalbeiträgen sukzessive in die chancenreichen Zielfonds, ein Ablaufmanagement geht in den Jahren vor Renteneintritt sukzessive in risikoärmere Anlagen. Diese und weitere Optionen helfen dem Kunden, ein ungünstiges „Market-Timing“ zu vermeiden. Wünscht der Kunde dies, kann er bis zum Endalter 90 investiert bleiben und seine frei wählbare Anlage Stück für Stück reduzieren.

Nuschele (Standard Life): Unsere Police WeitBlick trägt sogar noch zehn Jahre weiter. Außer dem Endalter 100 bietet sie noch viele weitere Möglichkeiten für eine effiziente und lebenslang flexible Ruhestandsgestaltung. Kurzum, wenn man sich vor Augen hält, was eine Police leisten kann in Relation zu einem reinen Fondsprodukt, von denen die besten ja auch bei uns im Motorraum stecken, ist zu erkennen, dass unsere Branche innovationsmäßig weit vorn liegt.

€uro: Gehört zur Ruhestandsplaung nicht oft auch der Baustein Erbschaftsgestaltung?

Pytiak (DELA): Das Liquiditätsmanagement ist auch im Erbfall ein wichtiges Thema. Es ist leider auch bei Maklern und Vermittlern wenig präsent, dass Beerdigungen teuer sind und Erbschaftsteuern sehr oft das Liquiditätspolster überfordern — insbesondere, wenn die Erbschaft eine Immobilie ist. Dazu kommt, dass selbst bei hohen Vermögen der Zugriff durch Erbauseinandersetzungen erschwert und verzögert wird. Wir propagieren daher: „Erben ohne Scherben“ – mit einer Risikolebensversicherung vorsorgen und klare Verhältnisse schaffen.

Nuschele (Standard Life): Eine flexible Police wie WeitBlick kann bei komplexen Erbschaften extrem hilfreich sein, zumal sie bis zum Endalter 100 Jahre laufen kann. Man kann in ihr verschiedene Überkreuzverhältnisse mit mehreren Personen anlegen und etwa den Kindern nur ein Prozent der Versicherungsnehmer-Eigenschaft zuschreiben. Folglich unterliegt auch nur dieses eine Prozent der Schenkungsteuer. Kurzum, man kann Lösungen in seinem individuellen Finanzplan wie mit einem Schieberegler einstellen und Freibeträge bei der Steuer nutzen. Für zusätzliche Flexibilität sorgen Teilauszahlungen…

Gaßner (WWK): … die der Kunde in beinahe beliebiger Höhe vornehmen kann. In der Ansparphase lassen sich als Hinterbliebenenschutz die Rückgewähr des Deckungskapitals oder eine Mindesttodesfallleistung vereinbaren, in der Rentenphase eine individuelle Rentengarantiezeit oder das Restkapital nach Abzug der gezahlten Renten.

€uro: Und welche Rolle spielt die garantierte Leibrente im Liquiditätsmanagement?

Nuschele (Standard Life): Die Sofortrente macht als Baustein der Ruhestandsplanung Sinn, wenn man darüber den normalen Liquiditätsbedarf, also die fixen laufenden Kosten, deckt. Mit einem lebenslang voll garantierten Rentenzins von 2,75 Prozent sind wir für Bestandskunden wie für Neuzeichner unserer Sofortrente gut im Rennen. Standard Life bietet im Neugeschäft aktuell die höchste voll garantierte Rente.

Gaßner (WWK): Sie muss aber von einem verlässlichen Partner kommen. Unsere Produkte verfügen mit der WWK Lebensversicherung a. G. über einen solventen wirtschaftsstarken Risikoträger und haben Topnoten bei den Ratings. Unsere Premium FondsRente 2.0 wird bei Franke & Bornberg mit FFF+ bewertet (besser kann man ein Bedingungswerk nicht gestalten) und hat sechs Kompasse bei Ascore. Mit einem garantierten Rentenfaktor sichert sich der Kunde bei Vertragsabschluss die heute gültigen Rechnungsgrundlagen und hat die Option, falls Höchstrechnungszins und Sterbetafeln später einmal günstiger ausfallen, zu diesen Konditionen umzuwandeln.

Stenger (Franklin Templeton): Garantien kann man auch in Fonds oder Depots einbauen. Keiner hat etwas gegen Garantien, wenn ein Kunde sie wünscht, man muss nur den erhöhten Spritverbrauch einer solchen Sonderausstattung ausweisen. Und man muss unterscheiden, zu welchem Zeitpunkt eine Garantie greifen sollte. Da gibt es noch viel Optimierungspotenzial. In den in den USA üblichen 401k-Programmen etwa prüfen wir die voraussichtliche Zielerreichung im anvisierten Endjahr der Laufzeit über eine Goal Optimization Engine. Da das im Vorfeld passiert, kann man nachsteuern – also die Laufzeit verlängern, das Rendite-Risiko-Profil anpassen oder eine Zuzahlung einfordern. Ein solcher Pflichtberatungstermin würde auch hierzulande für mehr Klarheit sorgen………..

Das komplette Tischgespräch von €uro hier: https://finanzenverlag.1kcloud.com/ep16527c098a13f3/epaper/ausgabe.pdf

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Gespannt hatten die Märkte auf die Inflationszahlen aus den USA gewartet.

Die Umsätze waren niedrig, Abwarten war angesagt, der Knoten sollte platzen. „Doch das ist nicht passiert, der Markt zeigt sich wie die Zahlen: unverändert“, sagt Mathias Beil, Leiter Private Banking bei der Hamburger Sutor Bank. „Das zähe Abwarten geht weiter.“

Mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 3,7 Prozent im September im Vergleich zum Vorjahr verharrt die Inflationsrate im marktpolitischen Niemandsland. „Ökonomen hatten einen zumindest leichten Rückgang auf 3,6 Prozent erwartet“, sagt Beil. „Doch auch das wäre nicht der Funken gewesen, der den Markt anheizt.“ Dieser Wert aus den Konsensusschätzungen war bereits eingepreist.

„Alle hoffen auf eine Überraschung, eine positive, wenn möglich“, so Beil. „Doch müssen wir uns angesichts der globalen Krisen wahrscheinlich für eine ganze Weile davon verabschieden, dass ein einzelnes Ereignis die Stimmung wirklich befeuert.“ Vielmehr ist es bereits positiv zu werten, dass angesichts der immer neu aufflammenden Konflikte von Ukraine über die Putsche in Westafrika bis hin zur dramatischen Lage in Nahost die Märkte nicht einfach nach unten durchhandeln.

„Vor Bekanntgabe der Inflationszahlen waren die Umsätze schwach“, so Beil. „Mancher hielt sein Pulver trocken, um dann in einen positiven Markt hineinkaufen zu können.“ Diese abwartende Haltung zieht sich bereits einige Monate hin. „Doch noch hat niemand den Startschuss für eine Jahresendrallye gegeben – und ich denke auch, dass diese ausbleiben wird“, sagt Beil. Zu gemischt sind die Signale, zu drohend die Krisen, zu labil das Wachstum, und doch hoffen immer noch so viele, dass alles wieder so werden wird, wie es doch so lange war: sie hoffen auf das Wiedereinsetzen eines langen, schönen, bequemen Aufwärtstrends.

Da passt es ins Bild, dass sich im Kryptoumfeld gerade alle Augen auf eine für kommende Woche erwartete Entscheidung der US-Börsenaufsicht richten. „Hier steht die Genehmigung eines Bitcoin-ETF an, und zwar eines ETF aus dem Hause Blackrock“, so Beil. „Auch hier lautet die Erzählung, dass eine positive Entscheidung dem Markt gewaltigen Rückenwind geben wird und Kryptos wieder alte Höchststände erreichen.“ Das aber ist angesichts der Weltlage auch in diesem Markt eher unwahrscheinlich – selbst wenn der ETF zugelassen werden sollte.

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, bietet klassisches Private Banking, betreibt eine Banking-Plattform für digitale Partner und kooperiert mit unabhängigen Finanzdienstleistern.

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Kommentar von Thomas Haugaard, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors

Das globale Marktumfeld, die Risikobereitschaft und die Wachstumsdynamik spielen bei der Verschuldung der Schwellenländer eine wichtige Rolle. Nach dem Bankenbeben Anfang 2023 stieg die weltweite Risikobereitschaft, da sich die US-Wirtschaft, insbesondere die Arbeitsmärkte, als widerstandsfähig erwies und Fortschritte bei der Inflation verzeichnet wurden. Betrachtet man den Renditeanstieg von US-Treasuries seit März 2023 und den Verengungsgrad der EMBI-Spreads (bereinigt um das Segment der notleidenden CCC- und darunter), so preisen die Märkte derzeit (per 31. August 2023) eine weiche Landung bzw. keine Landung für die US-Wirtschaft ein.

Unsere Einschätzung des makroökonomischen Hintergrunds und der Aussichten ist nicht so günstig. Die Wirtschaftsdynamik anderer großer Volkswirtschaften hat sich abgeschwächt – Deutschland befindet sich in einer technischen Rezession, die chinesische Wirtschaft hat sich abgekühlt. Wir gehen davon aus, dass die Regierung Chinas eine gezieltere Finanzpolitik verfolgen wird, um die Bilanzen zu stützen, aber der Einbruch des Immobilienmarktes hat das Vertrauen erschüttert. Auch die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die mangelnde Bereitschaft der Haushalte, ihre Ersparnisse auszugeben, bleiben hartnäckige Belastungsfaktoren. Dies dürfte innerhalb der Schwellenländer die Rohstoffexporteure nach China belasten.

Wir gehen davon aus, dass sich der US-Dollar in einer engen Handelsspanne bewegt, China sich durchwurstelt und die Schwellenländer relativ gesehen ein Lichtblick sind – mit einem beschleunigten Wachstum im Jahr 2024, die eine gewisse Haushaltskonsolidierung und selektiv Wertsteigerungen bei EMD Hard Currency ermöglicht. Wir vermuten, dass die Risikoaversion, ein wichtiger Faktor bei der Berechnung der Credit Spreads für Staatsanleihen, in den kommenden drei bis sechs Monaten eher steigen wird. Dies dürfte in diesem Zeitraum zu einem Druck auf die Marktspreads insgesamt führen. Daher favorisieren wir aus Sicht des Kreditrisikos (Beta) eine defensivere Strategie mit Schwerpunkt auf der Aufrechterhaltung des Yield/Carry durch übergewichtete Positionen in ausgewählte High-Yield-Emittenten.

Dennoch glauben wir, dass die heutigen höheren EMDHC-Renditen die Aufmerksamkeit von EMD-Investoren verstärken werden. Die Fortschritte bei der Inflation bestärken uns in unserer Überzeugung, dass die US-Treasury-Renditen nächstes Jahr der Anlageklasse Rückenwind verschaffen könnten. Wenn die Fed die geldpolitische Straffung beendet, liefern die Folgejahre typischerweise solide Gesamtrenditen für EMD.

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Die Experten von Wagner & Florack sind überzeugt, dass kurzfristige Prognosen für langfristige Investoren keine Rolle spielen.

„Die Realität hält sich einfach nicht an die Drehbücher von Banken und Investmentgesellschaften“, sagt Dominikus Wagner, Firmengründer und mit Dr. Dirk Schmitt Fondsmanager des Wagner & Florack Unternehmerfonds. „Warum steigen die Aktien von Apple, Church & Dwight, Danaher oder Visa seit vielen Jahren trotz erschwerter Rahmenbedingungen, während andere wie Daimler, Deutsche Telekom oder General Electric fallen bzw. nicht vom Fleck kommen, obwohl doch das Weltbild mit Geldpolitik, Konjunktur und geopolitischen Krisen für alle dasselbe ist?“

Wagner führt die unterschiedliche Entwicklung auf die Qualität der Geschäftsmodelle zurück. „Buffett und Munger oder die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page sind deswegen so vermögend, weil sie über Jahrzehnte in Firmen investieren, die immer viel verdienen. Deren Produkte werden auch in Rezessionen robust nachgefragt, die Unternehmen setzen dauerhaft nur sehr wenig Kapital ein, sie realisieren hohe und beständig wachsende Skaleneffekte und nutzen somit einen Turboeffekt in ihrem Geschäft, der den Unternehmenswert auf Dauer deutlich anhebt. Das sind Gewinnmaschinen, die aufgrund ihrer Geschäftsmodelle langfristig den höchsten Zinseszins in der ganzen Wirtschaft erzielen.“

Auch Weltklassefirmen brauchen aktive Kontrolle: Beispiel Microsoft

Eine entscheidende Voraussetzung sei jedoch, dass die Unternehmen sowohl über die nötige Fähigkeit als auch den erforderlichen Willen zur Veränderung verfügen, um ihr Geschäftsmodell an neue Rahmenbedingungen und Entwicklungen anzupassen. Als Beispiel führt Wagner Microsoft an. „Erst unter dem heutigen CEO Satya Nadella hat sich Microsoft wieder zu der robusten Gewinnmaschine entwickelt, die wir als Miteigentümer in unseren Unternehmerfonds so wertschätzen“, sagt der Manager. Von der Jahrtausendwende bis 2014 wurde der Konzern von Steve Ballmer geführt, unter dessen Ägide für Investoren über viele Jahre hinweg dagegen kein Geld zu verdienen war.

Microsoft hatte nach dem phänomenalen Erfolg seit den 1990er Jahren unter Ballmer beim Geschäft mit dem Windows-Betriebssystems und der Office-Software kaum Wachstum zu verzeichnen. Der Umsatz der Firma stagnierte über viele Jahre, sie verdiente bis zur Sättigung des Windows-/Office-Marktes zwar sehr gut, aber Neues blieb aus. Nadella stellte das Geschäftsmodell grundlegend um. Statt Software-Verkauf setzte er auf „Software as a Service“ (SaaS) sowie den Trend, Software dezentral auf Kunden-Servern zu speichern. Im Gegensatz zu Ballmer trieb Nadella die Transformation des Geschäftsmodells von Microsoft konsequent voran, auch unterstützt durch Zukäufe, wie z.B. LinkedIn im Jahr 2016 oder die aktuell geplante Übernahme von Activision Blizzard. „Es brauchte Zeit und Geduld, bis sich das neue Geschäftsmodell durchzusetzte. Aber dank des kontinuierlichen Wandels unter Nadella zählt Microsoft heute zusammen mit Google zu den führenden Anbietern beim Geschäft mit KI-gestützter Datenauswertung“, sagt Wagner. „Unternehmen wie Apple, Google, Microsoft oder Adobe entwickeln sich stetig weiter und verfügen über einen weiteren unschätzbaren Vorteil: Mit den riesigen Geldbergen durch die sprudelnden Cash Flows können sie Brüche des Geschäftsmodells überstehen und notwendige Transformationen bewältigen, um neues Geschäft voranzutreiben.“

Erfolgsrelevant: Veränderungsfähigkeit und Veränderungswilligkeit

Gerade in einer Zeit, in der durch Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz oder das Metaverse der Prozess der schöpferischen Zerstörung im Sinne von Schumpeter wieder Fahrt aufnimmt, sei das von enormer Bedeutung: „Viele neue Märkte, Produkte und Geschäftsmodelle können wir uns heute noch gar nicht vorstellen. Deswegen sind wir davon überzeugt, dass Weltklassefirmen kein Weltbild brauchen, sondern eine fortlaufende aktive Kontrolle des Geschäftsmodells und der zugrunde liegenden Investmentthesen. Dazu zählt auch die Frage der Veränderungsfähigkeit und -willigkeit.“ Darin bestehe aus seiner Sicht die originäre Hausaufgabe eines Investors.

Mehr zur Analyse von Microsoft lesen Sie im aktuellen Blog Weltklassefirmen brauchen kein Weltbild. https://unternehmerfonds.de/blog/weltklassefirmen-brauchen-kein-weltbild/

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Die Hürden für die Zukunftsvorsorge bleiben derzeit hoch.

Das trifft insbesondere diejenigen, die mit dem Erwerb einer Wohnimmobilie für ihre Zukunft vorsorgen wollen. Das ist das Fazit einer Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zum Sparverhalten anlässlich des Weltspartages am 30. Oktober 2023. “Trotz der hohen Inflation halten die Deutschen am Vorsorgesparen fest. Aber ihre Sparanstrengungen halten mit dem inflationsbedingten Kaufkraftverlust nicht Schritt. Das zeigt sich besonders am Immobilienmarkt, bei dem hohe Preise die Eigentumsbildung immer mehr erschweren”, so BVR-Präsidentin Marija Kolak.

Das Eigenheim ist laut einer für den BVR durchgeführten, repräsentativen Umfrage eine effektive Vorsorge. Eigentümer können demnach mit durchschnittlich 239 Euro im Monat fast doppelt so viel sparen wie Mieter. “Der Mittelschicht wird der Weg zum Eigenheim jedoch verbaut”, so Kolak weiter. “Die Kosten sind zu hoch und die staatlichen Auflagen zu umfangreich. Dabei muss wegen der durch Zuzug wachsenden Bevölkerung dringend mehr gebaut werden”, mahnt die BVR-Präsidentin.

Die Politik könne hier gegensteuern, indem sie die Steuer- und Abgabenlast reduziert. Es ist nicht hilfreich, wenn Bund und Länder sich beispielsweise bei der Grunderwerbsteuersenkung blockieren. “Die Politik auf Bundes- und Landesebene sollte gemeinsam Wege finden, die Bürger zu entlasten”, appelliert Kolak. Zudem sollten die Bundesländer auch ihre Bauordnungen vereinheitlichen und ihre Genehmigungsverfahren vereinfachen. “Die Aufgabenteilung im Föderalismus darf nicht als Entschuldigung für Untätigkeit herhalten”, so Kolak.

Zugleich sollte die Politik auch die finanzielle Vorsorge stärker fördern oder hier ebenfalls die Steuer- und Abgabenlast vermindern. Denn die Deutschen konnten ihre monatlichen Sparvolumen zwar nominal um durchschnittlich 2,35 Prozent auf 174 Euro steigern, bleiben damit aber deutlich hinter der Inflation von 6,9 Prozent zurück. “Die Kaufkraft der Ersparnisse erodiert dadurch”, erklärt Kolak. Erhöhungen der staatlichen Zulagen wie bei der Riesterrente oder der Einkommensgrenzen etwa bei der Arbeitnehmersparzulage lägen aber schon viele Jahre zurück und hinkten damit der Inflation hinterher, sodass die Förderung ihrem Zweck immer weniger gerecht werde.

Bei der Geldanlage haben sich die Sparer in den vergangenen vier Quartalen bei ihrer Vermögensbildung stärker in Richtung festverzinsliche Anlagen orientiert, die seit der Zinswende wieder an Attraktivität gewonnen haben. So flossen 139,0 Milliarden Euro der insgesamt 282,4 Milliarden Euro umfassenden Geldvermögensbildung von April 2022 bis März 2023 – die jüngsten verfügbaren Daten – in Bankeinlagen und Schuldverschreibungen als festverzinsliche Anlageformen. In den diesem Zeitraum vorangegangenen zwölf Monaten war der Zufluss mit 108,9 Milliarden Euro noch deutlich niedriger ausgefallen

Bei den Bankeinlagen verschoben sich die Mittelzuflüsse stark von Sicht- und Spareinlagen in Richtung Termineinlagen und Sparbriefe. Einem Abfluss von zusammengerechnet 59,1 Milliarden Euro bei Sichteinlagen und Sparbriefen (Vorjahreszeitraum: Zufluss von 56,6 Milliarden Euro) stand ein Zufluss bei Termineinlagen und Sparbriefen von 110 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: Abfluss von 8,2 Milliarden Euro) gegenüber Auch der Zufluss auf Versicherungsrücklagen sank von 98,9 Milliarden Euro auf 74,2 Milliarden Euro. Um mehr als die Hälfte geringere Zuflüsse als vor der Zinswende gab es jedoch auch bei Investmentfonds und Aktien. Die Sparquote belief sich im Zeitraum von April 2022 bis März 2023 durchschnittlich auf 11 Prozent; im ersten Quartal 2023 lag die Sparquote bei 13,4 Prozent und damit auf dem niedrigsten Wert in einem ersten Quartal seit 2016.

Die Studie des BVR zum Sparverhalten ist im Internet unter www.bvr.de, Publikationen, Volkswirtschaft abrufbar.

Verantwortlich für den Inhalt:

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Schellingstraße 4, ­10785 Berlin, Tel.: 030/20210,Fax: 030/2021­1900, www.bvr.de

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Rd. die Hälfte sind im Tech-Bereich aktiv und mehr als ein Drittel der erreichten Start-ups arbeiten an nachhaltigen Innovationen.

KfW Capital leistet Beitrag zur nachhaltigen und digitalen Transformation und der Entwicklung eines wettbewerbsfähigen VC-Ökosystems.

KfW Capital feiert am kommenden Sonntag, den 15.10.2023, das fünfjährige Jubiläum: Seit Start im VC-Markt hat KfW Capital mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens, des Zukunftsfonds und Mitteln der KfW bereits in über 100 VC-Fonds mehr als 1,9 Mrd. EUR investiert. Damit gehört KfW Capital zu den größten VC-Fondsinvestoren in Europa und stärkt im Bundesauftrag nachhaltig das VC-Ökosystem in Deutschland, indem Start-ups und innovative Technologieunternehmen durch kapitalkräftigere VC-Fonds besseren Zugang zu Kapital erhalten. Die VC-Fonds, an denen KfW Capital beteiligt ist, investieren mehr als das 4-fache des von KfW Capital eingebrachten Kapitals in Start-ups und innovative Technologieunternehmen in Deutschland. Insgesamt finanzierten die VC-Fonds bereits mehr als 1.900 Start-ups; rd. die Hälfte der erreichten Start-ups sind im Tech-Bereich aktiv, mehr als ein Drittel arbeitet an besonders “nachhaltigen” Innovationen – in den Bereichen Mobilität, Medizin, Wasserstoff, Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft, Klimatechnologie, KI (Künstliche Intelligenz) und Quantentechnologie.

“Wir leben im Jahrzehnt der Entscheidung, um den Wandel zu einer nachhaltigen, digitalen und resilienten Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich zu bewältigen. Mit KfW Capital haben wir seit fünf Jahren einen auf Venture Capital spezialisierten, hoch professionellen Fondsinvestor zur Seite, der die Finanzierungsbedingungen für Start-ups und innovative Technologieunternehmen wesentlich verbessert: Beteiligungen an über 100 VC-Fonds und damit mittelbar an mehr als 1.900 Start-ups sind ein großartiger Erfolg. Mit Unterstützung des Bundes tragen wir so dazu bei, die für den Standort Deutschland so wichtige Innovationskraft zu steigern”, sagt Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW und Aufsichtsratsvorsitzender von KfW Capital.

“Für die Gründung von KfW Capital hätte es im Rückblick betrachtet keinen besseren Zeitpunkt geben können: Die Dringlichkeit der nachhaltigen und digitalen Transformation ist seit 2018 stetig deutlicher geworden, und damit auch die Notwendigkeit, den Venture Capital-Markt entsprechend zu stärken, um die Finanzierungssituation von innovativen Start-ups zu fördern. Als wichtiger Investor in VC-Fonds sind wir verlässlicher und professioneller Partner des gesamten VC-Ökosystems, in konjunkturell guten und auch in schwierigen Zeiten”, sagt Dr. Jörg Goschin, Geschäftsführer von KfW Capital.

“Mit dem ‘Mehr’ an Aufgaben ist auch KfW Capital als Unternehmen in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Nur so konnten wir unseren Auftrag der nachhaltigen Stärkung des VC-Ökosystems gut umsetzen. Dabei achten wir auch auf Diversität, denn das ist für uns die Basis eines starken Teams. Beispielsweise ist unser interdisziplinäres Team inzwischen zu fast 50 Prozent weiblich”, sagt Alexander Thees, Geschäftsführer von KfW Capital.

Mit Markteintritt war das Zusagevolumen von 200 Mio. EUR. das Ziel. Seitdem sind die Aufgaben kontinuierlich gestiegen – und in diesem Jahr plant KfW Capital mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens und des Zukunftsfonds sowie mit Mitteln der KfW rd. 500 Mio. EUR in VC-Fonds zu investieren. Neben der Investmenttätigkeit ist KfW Capital auch “Produkt- und Marktentwickler”: KfW Capital strukturierte während der Pandemie für den Bund in kürzester Zeit das 2 Mrd. EUR-Paket für Start-ups und führte die erste Säule, die sogenannte Corona Matching Fazilität, anschließend gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) durch. Im Auftrag des Bundes koordiniert KfW Capital derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Bundesministerium der Finanzen den auf mehr als 10 Mrd. EUR anwachsenden Zukunftsfonds, dessen einzelne Bausteine das VC-Ökosystem deutlich stärken und zusätzlich substanziell privates Kapital hebeln. Bereits sechs Bausteine sind erfolgreich im Markt eingeführt ( Der Zukunftsfonds (kfw-capital.de).

KfW Capital investiert konjunkturunabhängig, marktmäßig und branchenagnostisch über die beiden Flagship-Programme “ERP-VC-Fondsinvestment” und “ERP/Zukunftsfonds-Wachstumsfazilität”. Mit der seit Juni angebotenen Climate Transition Fazilität investiert der Fondsinvestor ebenfalls zu pari-passu Bedingungen mit weiteren Investoren zudem zum ersten Mal gezielt in einen Sektor (Climate Tech), um insbesondere bei den für Deutschland wichtigen Klimatechnologien einen Boost zu erreichen. Entsprechend diversifiziert ist das Portfolio: Rund 44 % der VC-Fonds, in denen KfW Capital investiert ist, haben ihren Fokus auf ICT, 22 % auf Life Science und 5 % auf Industrial Tech. 29 % investieren branchenübergreifend. Nahezu alle VC-Fonds, in denen KfW Capital investiert ist, verfügen über eine ESG-Policy.

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von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

Wie sich der Konflikt zwischen Israel und Palästina entwickeln wird, ist heute äußerst ungewiss. Wir können zwar den Ausgang nicht vorhersagen, haben aber einige potenzielle Auswirkungen identifiziert:

  • Die Lage ist brisant und ereignet sich in einer Welt, die bereits von zahlreichen Schieflagen betroffen ist: klimatische, migrationsbedingte, diplomatische Ungleichgewichte zwischen China und den USA, verbunden mit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine usw. All diese Faktoren fördern die Volatilität an den Finanzmärkten in den kommenden Monaten.
  • Es ist unwahrscheinlich, dass der Konflikt direkte Auswirkungen auf die Ölproduktion hat, aber indirekte Auswirkungen sind möglich:

o        Hoffnungen auf eine kurzfristige Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien haben sich wahrscheinlich zerschlagen. Die USA haben monatelang darauf hingearbeitet, was zu einer Erhöhung der Ölproduktion Saudi-Arabiens Anfang nächsten Jahres hätte führen können. Dies ist jedoch unwahrscheinlich.

o        Die USA haben die gegen den Iran verhängten Sanktionen im vergangenen Jahr gelockert. Dies hat zu einem Anstieg der iranischen Ölproduktion geführt. Dieser Anstieg wird auf 700.000 Barrel/Tag geschätzt (Quelle: Bloomberg). Aufgrund der Verbindungen zwischen dem Iran und der Hamas ist es möglich, dass die US-Sanktionen wieder aufgenommen werden, was zu einem Rückgang der Ölexporte aus Teheran führen würde.

  • Die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten in den USA über die Unterstützung der Ukraine waren in den letzten Monaten schwierig: Sie werden wahrscheinlich noch schwieriger, sollte die US-Regierung zwischen der Unterstützung Israels und der Ukraine „abwägen“ müssen.

Glücklicherweise haben wir diese Eskalationsstufe noch nicht erreicht. Allerdings sollte man sich immer vor Augen halten, dass ein Krieg von Natur aus „inflationär“ ist und in den meisten Fällen zu höheren Rohstoffpreisen führt. Die Ereignisse vom Wochenende könnten daher die Aufgabe der Zentralbanken noch schwieriger machen.

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Seit seinem Hoch Ende Juli hat der Deutsche Aktienindex Dax kräftig Federn lassen müssen.

Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob sie ihre Bestände entgegen dem Trend aufstocken sollten, um von einer Kurserholung zu profitieren. Schließlich steht mit dem Schlussquartal eine traditionell gute Aktienphase bevor. „Tatsächlich sendet die Dax-Historie ein Einstiegssignal“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „Allerdings sollten Anleger beachten, dass aus fundamentaler Sicht eigentlich kein Grund für einen Aufschwung besteht.“

Der Sommer begann gut für das deutsche Börsenbarometer. Ende Juli erreichte der Dax ein Rekordhoch. Dann allerdings war erst einmal Schluss: Die Aussicht auf eine mögliche Rezession brachte im August und September deutliche Verluste. Dazu trug auch ein drastischer Zinsanstieg bei, der die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf fast fünf Prozent hievte. Auch die Bund-Rendite stieg an. Anfang Oktober liegt der Dax rund neun Prozent unter seinem Juli-Gipfel. Hat er damit einen Boden gefunden? Ist der Moment zum Einstieg gekommen?

„Rein statistisch gesehen sind die Kursverluste seit Sommer keine Ausreißer“, sagt Gerlinger. Von allen Börsenmonaten ist der September der schlechteste und der August der zweitschlechteste. Das zeigt eine Auswertung des Handelsblatts seit 1988, dem Geburtsjahr des Dax. Die gleiche Statistik legt nahe, dass es nun aufwärts gehen könnte. Denn Verluste im Schlussquartal sind ungewöhnlich. Im historischen Durchschnitt haben sich Oktober, November und Dezember als sehr gute Börsenmonate erwiesen. Lediglich der April schneidet im Schnitt besser ab als das herbstliche Dreiergespann.

„Vor diesem Hintergrund mag es jetzt reizvoll erscheinen, die gefallenen Kurse zum Wiedereinstieg zu nutzen“, so Gerlinger. Von der fundamentalen Seite her spricht allerdings eher wenig für einen Aufschwung. Die Zinsen liegen weiter hoch, die Bund-Rendite ist gerade wieder auf über drei Prozent geklettert – dort war sie das letzte Mal 2011. Auf der Konjunkturseite deutet alles auf eine Kontraktion der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal hin. Schwach ist insbesondere der private Konsum – die Einzelhandelsumsätze in Deutschland sind im August das dritte Mal in Folge gefallen, auch die Exporterwartungen der Unternehmen sind im Keller.

Gleichzeitig allerdings geht die Inflationsrate zügig zurück, die Leitzinsen dürften ihren Gipfel erreicht haben und die US-Konjunktur zeigt sich robuster als gedacht. Angesichts der gefallenen Kurse könnte sich der antizyklische Einstieg für risikobereite Anleger lohnen, so Gerlinger. „Schließlich sind viele der negativen Nachrichten und Erwartungen in den Kursen bereits eingepreist – die große Frage ist, ob es genug ist.“

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Bewertungslücke zwischen Dividenden- und Wachstumstiteln historisch hoch – Zum Ende des Zinserhöhungszyklus locken attraktive Anleihenerträge – Multi-Asset-Income: Vom Zinsersatz zur Zinsergänzung

Multi-Asset-Anlegerinnen und Anleger können aufatmen: Nach einem schwierigen Jahr 2022, in dem es nur wenige sichere Häfen gab, kam es 2023 zu einer Trendwende an den Aktien- und einer Stabilisierung an den Anleihenmärkten. Allerdings verläuft die Erholung für ertragsorientierte Anlageklassen etwas langsamer als erhofft – so stellt sich die Frage, ob und wann das Erholungspotenzial endlich ausgeschöpft werden kann. Nach Ansicht von Michael Schoenhaut, Portfolio-Manager für Multi-Asset-Income-Strategien bei J.P. Morgan Asset Management, gibt es gute Gründe, sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen optimistisch zu sein. Vor allem für Dividendentitel sieht Schoenhaut enormes Aufholpotenzial. Aber auch der Anleihenmarkt wird profitieren, wenn der Zinserhöhungszyklus endet. So ist er überzeugt, dass auch wenn aktuell Spareinlagen und Tagesgelder wieder attraktiv sind, „eine ertragsorientierte Multi-Asset-Strategie langfristig Kapitalzuwächse bietet, die deutlich über dem Geldmarkt liegen.“

Ertragsgefälle zwischen breiten Indizes und Dividendentiteln

Der Blick auf die Aktienmärkte zeigt: die Aktienrally in diesem Jahr wurde nur von einigen wenigen Titeln getrieben. Während die Top-10-Aktien des MSCI World All Country Index – fast ausschließlich aus dem Technologiesektor – seit Jahresbeginn per Ende September durchschnittlich 66,1 Prozent zulegten, gewann der restliche Markt nur durchschnittlich 3,6 Prozent. „Diese Konzentration auf wenige Growth-Werte hat zu einem deutlichen Ertragsgefälle zu Dividendentiteln geführt. Während globale Aktien im Durchschnitt um mehr als 11 Prozent gestiegen sind, hinken Dividendentitel in diesem Jahr bislang mit einem Zuwachs von 2 Prozent hinterher“, stellt Portfolio-Manager Schoenhaut fest. Abgesehen von der Pandemie sei der Abstand zwischen den Bewertungen der Top-10-Aktien und dem restlichen Markt so groß wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Sobald sich diese Bewertungsschere schließt, sollten die Dividendentitel wieder Auftrieb erhalten. Weiteres Dividendenwachstums¬potenzial sieht Michael Schoenhaut darin, dass die Ausschüttungsquoten noch nicht wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht haben. „Sicherlich liegen Dividendentitel in diesem Jahr bisher hinter den Erwartungen zurück, aber die Erfahrung zeigt, dass das Aufholpotenzial groß ist und sich die Geduld auszahlen sollte“, sagt Schoenhaut.

Was kommt nach den Zinsanstiegen?

Für Anleiheninvestoren war das Jahr 2023 bisher von anhaltender Volatilität geprägt. Nach dem starken Renditeanstieg im Jahr 2022 bewegten sich die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen dieses Jahr in einer Bandbreite von 3,3 bis 4,6 Prozent. „Der jüngste Spitzenwert von 4,8 Prozent ist der höchste Stand seit 2007 – und trotz des volatilen Renditeanstiegs verzeichneten die breiten Anleihenmärkte seit Jahresbeginn unveränderte bis leicht positive Erträge. Dies verdeutlicht die Ertragsasymmetrie, die mit höheren Anfangsrenditen bei Anleihen einhergeht, und zeigt, wie attraktiv es im aktuellen Umfeld ist, die laufende Verzinsung und Duration in den Portfolios zu erhöhen“, erklärt Michael Schoenhaut.

Für ertragsorientierte Multi-Asset-Investoren bieten sich laut Schoenhaut nach den massiven Zinserhöhungen nun besonders attraktive Renditen, da die Fed in die letzte Phase ihres Zinserhöhungszyklus eintritt. „Nach einem Höchststand der US-Leitzinsen waren die Anleihenerträge bei Bonitätsstarken Papieren in den letzten 40 Jahren immer positiv. Dieses Muster gilt unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung, also unabhängig davon, ob es letztlich zu einer weichen oder harten Landung kam“, betont Schoenhaut, wobei der Fed tatsächlich nur 1994 eine weiche Landung gelang. Und so sieht es der Income-Manager in der aktuelle Phase als sinnvoll an, die Duration im Portfolio zu erhöhen. „Das Ende eines Zinserhöhungszyklus brachte in der Vergangenheit kumulierte Anleihenerträge zwischen 11 und 59 Prozent bei Anleihelaufzeiten bis 5 Jahren“, ergänzt Schoenhaut. So hat er im Portfolio des Income-Klassikers JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund die Duration auf aktuell 3,9 Jahre erhöht.

Vom Zinsersatz zur Zinsergänzung

Und so sieht Jakob Tanzmeister, Investment Spezialist in der Multi-Asset Solutions Gruppe von J.P. Morgan Asset Management, Spareinlagen oder Tagesgelder auch weiterhin nicht als eine Alternative zu einem ertragsorientierten Multi-Asset-Portfolio an. Wie eine Analyse von J.P. Morgan Asset Management zeigt, schnitt ein ertragsorientiertes Multi-Asset-Portfolio mit ähnlichem Ertragsmuster wie der von Michael Schoenhaut & Team gemanagte Global Income Fund, in einem Umfeld höherer Zinsen von 1991 bis 2007 in 77 Prozent der Fälle besser ab als Tagesgeld, und verzeichnete im Durchschnitt einen höheren rollierenden 1-Jahres-Ertrag. „Überträgt man diese historischen Muster auf die heutige Situation, dürften die Aussichten für eine ertragsorientierte Multi-Asset-Strategie weiterhin überzeugend sein und sich möglicherweise sogar verbessern. Die Hauptgründe dafür sind die höheren Anleihenrenditen und ein besseres Diversifikationspotenzial über die Duration“, erklärt Jakob Tanzmeister. Zudem gelte es, die zyklischen Schwankungen der Geldmarktsätze und das höhere Wiederanlagerisiko zu berücksichtigen. „Wichtig für Investoren ist es, ein Gleichgewicht zwischen den Erträgen, dem potenziellen Kapitalwachstum und den Risiken zu finden“, fasst Tanzmeister zusammen.

Attraktives Ausschüttungsniveau dank hoher Gesamtrendite

Die äußerst breit gestreuten Multi-Asset-Income-Portfolios des Income-Managers Michael Schoenhaut und seinem Team, konnten auch im weiterhin herausfordernden Marktumfeld des Jahres 2023 attraktive regelmäßige Erträge erzielen. Die letzte Quartalsausschüttung des JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund (WKN A0RBX2) entspricht einer annualisierten Ausschüttung von 5,15 Prozent (Anteilklasse A (div) – EUR, Stand August 2023, nicht garantiert). Die nachhaltige Income-Strategie JPMorgan Investment Funds – Global Income Sustainable Fund (ISIN A2QL40) konnte eine annualisierte Ausschüttung von 4,92 Prozent erzielen (Anteilklasse A (div) – EUR, Stand August 2023, nicht garantiert). „Die laufende Verzinsung des Portfolios ist derzeit auf beachtliche 6,8 Prozent angewachsen- das ist das höchste Niveau seit über 10 Jahren und war in der Vergangenheit stets ein guter Indikator für den Gesamtertrag des Income-Klassikers“; so Jakob Tanzmeisters Fazit.

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Seit Ende August sind die Kurse der meisten Anlageklassen gesunken.

Für Fabiana Fedeli, CIO für Aktien, Multi-Asset und nachhaltige Anlagen bei M&G Investments, wird damit deutlich, dass der Markt allmählich die neue Realität anerkennt – die Zinsen werden wohl länger hoch bleiben als bislang gedacht:

„Der Druck auf risikoreichere Anlagen kommt von den Staatsanleihen – genauer: dem langen Ende der Renditekurve sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern. Da die realen Zinssätze jetzt sogar in den USA im positiven Bereich liegen, sind die Risikoprämien für Aktien gestiegen. Das setzt den Aktienmärkten zu.

Diese Entwicklung könnte noch eine Weile so weitergehen. Für Aktien sehen wir daher insgesamt kurzfristig Vorsicht geboten, auch wenn es individuell betrachtet durchaus noch einige positive Trends gibt. Unser Episode-Macro-Multi-Asset-Team hat sein breiteres Engagement in Aktien reduziert und in festverzinsliche Anlagen investiert.

Langlaufende Staatsanleihen der Industrieländer sind nach dem jüngsten Ausverkauf attraktiver geworden – so zum Beispiel die zehn- und 30-jährigen Emissionen der USA, Großbritanniens und Deutschlands. Es ist natürlich immer schwierig, inmitten der Marktvolatilität den perfekten Einstiegspunkt zu finden. Dass sich die Fed inzwischen dem Ende der Zinsanhebungen nähert, signalisieren auch Spitzenzinsen am langen Ende der Zinskurve. Dies dient typischerweise als „Versicherung“ für den Fall, dass eine Konjunkturabschwächung deutlicher ausfallen sollte als vom Markt erwartet.

Bei Aktien bevorzugen wir angesichts des unsicheren makroökonomischen Umfelds Anlagen, die stärker von strukturellen als von zyklischen Faktoren profitieren: Zum Beispiel Infrastruktur, Lösungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen, sowie technologische Innovationen wie KI. Dabei bleiben wir selektiv und setzen auf ein hohes Qualitätsniveau, vor allem bei Unternehmen mit hoher Preisgestaltungsmacht, soliden Bilanzen und Cashflows. Aus unserer Sicht ist immer noch nicht der Zeitpunkt gekommen, um breit in den Aktienmarkt einzusteigen. Unternehmen müssen sich weiterhin mit hohen Zinsen (und positiven Realzinsen), einer schwachen Nachfrage und der ständigen Herausforderung zur Innovation auseinandersetzen. So wird es weiter Gewinner und Verlierer geben.

In manchen Sektoren oder Ländern gibt es gleichwohl besonders interessante Möglichkeiten. In Japan etwa bringen strukturelle Faktoren eine große Dynamik. Unternehmen verbessern nicht nur ihre Kostenstruktur, was sich positiv auf ihre Gewinne auswirkt, sondern erhöhen auch ihre Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen. Und tatsächlich hat Japan in der letzten Gewinnsaison das stärkste Gewinnwachstum unter den großen regionalen Märkten verzeichnet. Wir sehen zudem eine sehr günstige Gelegenheit, in den Infrastrukturbereich zu investieren, da die Furcht vor dauerhaft steigenden Zinsen die Aktien im Versorgungs- und Immobilienbereich auf mehrjährige Tiefstände gebracht hat. Bei einer Reihe dieser Unternehmen wurde in der Panik um die so genannten Bond Proxies aber das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Viele verfügen über solide Bilanzen mit festverzinslichen Schulden, langfristigen Laufzeiten und einer ausreichenden Marktmacht, um Preise durchzusetzen, und zahlen darüber hinaus attraktive Dividenden.“

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Kommentar von Marie Lassegnore, CFA, Head of Sustainable Investments, La Française AM

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) berücksichtigen Themen wie Armutsbekämpfung, Klimawandel, Gleichstellung der Geschlechter und nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Sie sind eine gemeinsame globale Vision für eine integrativere, gerechtere und nachhaltigere Zukunft. Laut dem jüngsten SDG-Bericht sind die Fortschritte langsam oder sogar rückläufig. Lediglich 15 % der Ziele dürften bis 2030 erreicht werden, während die Fortschritte bei den meisten stagnieren oder sogar rückläufig sind. Als Hauptursache gelten der Finanzierungsmangel und die fehlende Bereitstellung von Privatkapital im derzeitigen hyperinflationären Umfeld nach Corona.

Zur Veranschaulichung: Die jährliche Finanzierungslücke von 4.000 Mrd. EUR im Jahr 2020 übersteigt jetzt 10.000 Mrd. EUR. Dies ist umso besorgniserregender, als die Deadline 2030 mit alarmierender Geschwindigkeit näher rückt und die Rahmenbedingungen immer komplexer werden. Man denke nur an das SDG 3 „Gute Gesundheit und Wohlbefinden“: Hier hat sich die Situation verschlechtert. 50 % der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsleistungen. 2019 haben die Gesundheitskosten mehr als 380 Millionen Menschen noch weiter in extreme Armut getrieben. Die Impfquote bei Säuglingen ist eine weitere traurige Tatsache: Sie ist auf dem niedrigsten Stand seit 30 Jahren und die Sterblichkeitsrate bei Tuberkulose und Malaria ist im Vergleich zur Zeit vor Corona gestiegen. Zum Ausgleich muss das Kapital des Privatsektors in die Finanzierung des Gesundheitswesens gelenkt werden, um so ebenfalls einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.

Der Privatsektor spielt eine wichtige Rolle bei der Suche nach Stakeholdern, die sich für ein gesundes Leben und die Förderung des Wohlergehens aller einsetzen –insbesondere angesichts des weltweiten Bevölkerungswachstums, das die sozioökonomischen Ungleichheiten noch verschärfen wird. Die Weltbevölkerung im Jahr 2050 wird auf fast 10 Milliarden Menschen geschätzt, was für die Industrieländer ein Gesundheitsbudget in Höhe von 14 % des BIP bedeutet, verglichen mit 6 % heute. Die Umlenkung von Privatkapital in den Gesundheitssektor würde die Finanzierungslücke schließen und gleichzeitig Investitionsmöglichkeiten schaffen. Investitionen in die Forschung und Entwicklung von Impfstoffen, wie sie zwischen 2015 und 2022 erfolgten, würden beispielsweise bis 2030 einen wirtschaftlichen Gewinn von über 1.300 Milliarden Euro generieren. Ein weiteres Beispiel ist der Telemedizinbereich, für den zwischen 2023 und 2030 ein durchschnittliches Jahreswachstum von 20 % erwartet wird. Und die Liste lässt sich fortsetzen.

SDGs in der Investmentwelt

Die Einbeziehung der SDGs in den Entscheidungsprozess bei Investitionen würde es Anlegern ermöglichen, von den Performance-Aussichten zu profitieren und gleichzeitig positive soziale und ökologische Ergebnisse zu erzielen. Es gibt viele Möglichkeiten, Performance-Aussichten mit positiven Auswirkungen zu kombinieren: zum Beispiel ein US-amerikanisches biopharmazeutisches Unternehmen, das auf die Behandlung seltener Krankheiten spezialisiert ist. Sein Ziel ist es, bis zum Ende dieses Jahrzehnts mindestens fünf neue Produkte für bisher nicht behandelte Krankheitsbilder zuzulassen. Das Unternehmen vergibt Stipendien für die medizinische Ausbildung und unterstützt politische Initiativen, die den Zugang zur Gesundheitsversorgung und die Chancengleichheit im Gesundheitswesen verbessern. Außerdem bietet es ein kostenloses Arzneimittelprogramm für berechtigte, nicht versicherte Patienten in den USA an. In den letzten fünf Jahren hat das Unternehmen ein jährliches Umsatz- und Gewinnwachstum von +20 % bzw. +14 % erzielt.

Ein weiteres Beispiel ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Bioanalytik. Die Gruppe betreibt klinische Diagnoselabors und bietet Qualitätskontrolldienste für die Bereiche Umwelt, Lebensmittel, Arzneimittel und Kosmetika an. Die Wachstumsaussichten in diesen Segmenten sind beträchtlich, mit prognostizierten +8 % pro Jahr über die nächsten zehn Jahre für Lebensmittel- und Umwelttests und mehr als 10 % pro Jahr bei biopharmazeutischen Produkten. Neben der Förderung des Gesundheitswesens bietet das Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten der Umweltanalytik. In der Landwirtschaft bietet das Unternehmen beispielsweise eine neue Serie von Bodenkohlenstofftests an, um den Übergang zu nachhaltigeren Praktiken zu unterstützen.

Der Privatsektor ist ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Unter Nutzung seiner Stärken – Agilität, Innovation und Investitionskraft – hat der Privatsektor das Potenzial, transformative Veränderungen voranzutreiben. Durch Finanzierung können Unternehmen ihre Strategien und Tätigkeiten an den SDGs ausrichten und positive soziale und ökologische Auswirkungen erzielen, während sie gleichzeitig neue Möglichkeiten für nachhaltiges Wachstum eröffnen.

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Die Anleihenmärkte sind nervös: Die Anleihenrenditen steigen kontinuierlich und erreichen immer neue Höhen.

Die Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen liegen inzwischen bei knapp 3 Prozent, bei zehnjährigen US-Staatsanleihen sind die Renditen sogar auf 4,8 Prozent in die Höhe geschnellt. Derart hohe Renditen gab es zuletzt vor der Finanzkrise. Für Anleihenanleger hat dies positive Konsequenzen: „In den USA gibt es nach Abzug der Inflation wieder eine Realverzinsung“, sagt Mathias Beil, Leiter Private Banking der Hamburger Sutor Bank. In Deutschland dürfte dies jedoch noch in weiter Ferne liegen. Auswirkungen haben die Entwicklungen am Rentenmarkt auch auf das Thema Währungen. „Viele Kapitalströme sind durch die höheren Anleihenrenditen in den US-Dollar-Raum gelenkt worden, der US-Dollar bekam dadurch in den letzten Wochen zusätzlichen Auftrieb“, stellt Mathias Beil fest. Da es an den Aktienmärkten derweil volatil bleiben könnte, sei nun eine breite Diversifikation über Anlageklassen hinweg, auch unter Berücksichtigung von Währungen, besonders gefragt.

Renten: Crash oder logische Marktentwicklung?

Für Kapitalmarktexperte Beil ist die Entwicklung an den Rentenmärkten wenig verwunderlich. Aus seiner Sicht ist dies die logische Konsequenz aus der derzeitigen Zinspolitik der Notenbanken, gepaart mit den Einflussfaktoren Inflation und Konjunkturaussichten. „Wir werden noch eine geraume Zeit hohe und vermutlich auch weiter steigende Renditen am Anleihenmarkt sehen“, ist Mathias Beil überzeugt. In den USA könnte die Fed ihren Zinserhöhungskurs weiter fortsetzen, da die Konjunkturdaten überraschend robust sind, und gleichzeitig die Inflation wieder anzieht – im Juni lag sie bei 3,0 Prozent, im August stieg sie auf 3,7 Prozent. Zieht man die Inflation von den aktuellen Anleihenrenditen ab, ergibt sich nach längerer Zeit wieder eine Realverzinsung.

In Deutschland sieht die Lage anders aus: Mit inzwischen rund 3 Prozent Rendite bei zehnjährigen Bundesanleihen ist das Niveau zwar so hoch wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Die Inflationsrate liegt trotz spürbaren Rückgangs allerdings noch immer deutlich über 4 Prozent (September: 4,5 Prozent). „Eine Realverzinsung mit Rentenpapieren ist in Deutschland bis auf weiteres nicht realistisch, auch wenn die EZB ihren Zinserhöhungskurs weiter fortsetzt“, stellt Mathias Beil fest. Die Attraktivität von US-Staatspapieren sei daher aktuell besonders groß gegenüber europäischen Anleihen.

Aktuell erwarteten die Marktteilnehmer zwar ein baldiges Hoch der Leitzinsen, jedoch dürften sich die Zinssenkungen nach Ansicht von Mathias Beil in die zweite Jahreshälfte 2024 verschieben.

Aktienmärkte dürften volatil bleiben

Die Aktienmärkte zeigten sich in den letzten Tagen von der Entwicklung am Rentenmarkt stark beeinflusst. „Längerfristig hohe Renditen sind nicht gut für die Aktienmärkte“, stellt Mathias Beil fest. Das zeige sich am DAX: „Seit dem zwischenzeitlichen Hoch von knapp 16.500 Punkten Ende Juli hat der DAX um mehr als acht Prozent korrigiert“, sagt Beil.

In den nächsten Wochen dürften Zinspolitik, Inflation und Konjunktur auch weiterhin die Faktoren sein, die die Entwicklungen an den Kapitalmärkten, aber auch bei den Währungen bestimmen. Wer sein Augenmerk stärker auf die Diversifikation sowohl von Asset-Klassen als auch von Währungen lege, dürfte sein Portfolio deutlich stabiler ausrichten können.

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, bietet klassisches Private Banking, betreibt eine Banking-Plattform für digitale Partner und kooperiert mit unabhängigen Finanzdienstleistern.

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