47 % der befragten Anleger erwarten, dass sie in den nächsten fünf Jahren einen höheren Anteil ihres Vermögens digital investieren werden – bei Anlegern mit einem Anlagevermögen von mehr als 150.000 Euro liegt der Wert sogar bei 55 %.

Amundi hat eine internationale Umfrage unter 4.186 Privatanlegern im Alter von 21 bis 60 Jahren in elf europäischen und asiatischen Märkten in Auftrag gegeben. Im Fokus der Umfrage stand die Nutzung digitaler bzw. Online-Anlageplattformen.

Die in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern durchgeführte Umfrage zeigt, dass fast zwei Drittel (64 %) der Privatanleger international entweder vollständig (25 %) oder über einen hybriden Online-/Offline-Ansatz (39 %) über digitale Plattformen investieren. Wurde die stark gestiegene Nutzung digitaler Plattformen während der letzten zehn Jahren jüngeren Anlegern zugeschrieben, zeigt die Studie, dass das digitale Engagement in allen Altersgruppen ähnlich hoch und bei den wohlhabendsten Anlegern am größten ist. 66 % der Privatanleger im Alter von 21 bis 30 Jahren legen zumindest einen Teil ihres Portfolios digital an, während der Anteil bei den 50- bis 60-Jährigen nur geringfügig darunter liegt (59 %).

Der Studie zufolge legt der durchschnittliche Privatanleger mehr als die Hälfte (53 %) seines Portfolios digital an, ohne die Dienste eines Anlageexperten in Anspruch zu nehmen. Wenn Privatanleger höhere Summen (ein Jahresgehalt) investieren wollen, nutzen rund 40 % den Rat professioneller Berater. Dies ist fast fünfmal mehr als diejenigen, die Informationen über soziale Medien abrufen würden.

Die digitale Nutzung sollte in den kommenden fünf Jahren weiter zunehmen. Knapp die Hälfte der Nutzer digitaler Anlageplattformen gab an, einen höheren Anteil digital investieren zu wollen. Auffallend ist zudem, dass der Wert von Land zu Land sehr unterschiedlich ist: in der Schweiz und in Singapur liegt er bei 60 %, in Frankreich bei 31 % und in Italien bei 35 %. Länderübergreifend sind es die relativ wohlhabenden Anleger mit einem hohen Selbstvertrauen, die am ehesten einen Anstieg erwarten. So gaben 38 % der Anleger mit einem Anlagevermögen von weniger als 20 000 Euro an, dass sie den Anteil ihres Portfolios, der digital investiert wird, erhöhen wollen. Bei Anlegern mit einem Anlagevermögen von mehr als 150 000 Euro steigt dieser Anteil auf 55 %.

Das Selbstvertrauen der Anleger spielt eine wichtige Rolle bei der Steigerung des digitalen Engagements: 56 % derjenigen, ihre Spar- und Anlageentscheidungen als richtig erachten, erwarten, dass sie ihre Portfolios, weiter digitalisieren werden, während der Anteil derjenigen, die sich für weniger versiert halten, nur 27 % beträgt. Ähnliches gilt für das Thema verantwortungsbewusstes und werteorientiertes Investieren: 71 % der Anleger mit einem hohen Selbstvertrauen geben an, dass es für sie wichtig oder unerlässlich ist, dass sich ihre Ansichten in den Anlageentscheidungen widerspiegeln – im Vergleich zu 46 % der Anleger, die weniger Selbstvertrauen haben.

Die Studie legt auch offen, dass die Branche Maßnahmen ergreifen sollte, um weibliche Anleger besser einzubeziehen, damit sich die Kluft zwischen den Geschlechtern bei den Investitionen nicht weiter vergrößert. Nur 16 % der weiblichen Anleger sind sich sicher, dass sie die richtigen Finanzentscheidungen treffen. 27 % fühlen sich explizit nicht ausreichend informiert.  Dies spiegelt sich auch in der Produktauswahl wider: Frauen investieren deutlich häufiger in Fest- oder Spareinlagen als Männer (44 % gegenüber 34 %) und deutlich seltener in börsengehandelte Fonds (26 % gegenüber 36 %) – oft, weil sie nicht wissen, wie dies geht.  Anbieter von Anlageprodukten können den Vermögensaufbau von Frauen unterstützen, wenn sie sich dieser Selbstvertrauens- und Informationslücke annehmen.

Fannie Wurtz, Head of Distribution & Wealth Division, Passive Business Line, sagt: “Wir sind Zeugen eines tiefgreifenden und anhaltenden Wandels unserer Branche, der durch die rasante Digitalisierung und den demografischen Wandel noch verstärkt wird. Die Umfrage ist daher auch eine wichtige Ressource für unsere Partner im Wealth-Management und im Privatkundengeschäft, da sie wertvolle Informationen zu Wünschen, Bedürfnissen und Herausforderungen von Privatanlegern liefert.”

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Anleger aus der Generation Z achten verstärkt darauf, an welchen Unternehmen sie sich beteiligen.

Sie machen sich Gedanken über den Klimaschutz, umweltfreundliche Produktion und faire Arbeitsbedingungen.

Jeder zweite Befragte (49%) in dieser jungen Altersgruppe signalisiert in einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos, das eigene Geld aufgrund des Klimawandels bewusster in grüne Fonds bzw. ETFs (Exchange Traded Funds) oder nachhaltige, produktive Sachwerte investieren zu wollen. Bei den anderen Altersgruppen richtet nur gut jeder Vierte (28%) seine Geldanlagen in diese Richtung aus. Entsprechend wünschen sich 39 Prozent der Gen Z bei Finanzinstituten eine Anlageberatung, die einen größeren Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit von Investitionsprodukten legt. 41 Prozent sind außerdem der Meinung, dass es noch zu wenige Investitionsprodukte gibt, die den Klimaschutz unterstützen.

Renditeziele bei nachhaltigen Anlagen weniger wichtig

Für gut die Hälfte (53%) der Gen Z sind bei der nachhaltigen Investition nicht Renditeziele vorrangig, sondern der positive Beitrag zur Erreichung der weltweiten Klimaziele. Die älteren Befragten sind in diesem Punkt grundsätzlich anderer Meinung, lediglich 23 Prozent halten die Renditeziele bei nachhaltigen Investitionen für nachrangig. Allerdings wünschen sich auch in dieser Altersgruppe 28 Prozent der Befragten eine Anlageberatung, die das Thema Nachhaltigkeit stärker fokussiert. 37 Prozent sind außerdem der Meinung, es mangele an klimafreundlichen Investitionsprodukten.

Hoher Anteil nachhaltiger Fonds und Aktien in Gen Z Depots

Nach Daten aus dem Ipsos Finanzmarktpanel besitzt fast jeder Fünfte (18%) der Generation Z ein Depot mit einem Anteil von 32 Prozent (Gesamt 24%) nachhaltiger Fonds und einem Aktienanteil von 34 Prozent (Gesamt 22%) an nachhaltigen Unternehmen.

Aktuell gibt es weder eine einheitliche Definition noch verbindliche Regeln, die festlegen, was nachhaltige Geldanlagen sind. Viele Unternehmen, Fonds oder ETFs verwenden sogenannte ESG-Kriterien für Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Ob die Nachhaltigkeitsziele eingehalten werden oder Unternehmen für die Aufnahme in einem nachhaltigen Fond oder ETF in Frage kommen, prüfen Analysten und Ratingagenturen. Transparenz und Nachvollziehbarkeit ist daher als Orientierungshilfe für die Gen Z sehr wichtig.

Finanzexperte Robert Kraus von Ipsos sieht vor diesem Hintergrund auch eine Verantwortung bei den Finanzinstituten: „Die Transition zu einer nachhaltigen Wirtschaft eröffnet neue Anlagemöglichkeiten in Bereichen wie erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Landwirtschaft. Private Anleger brauchen jetzt Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Anlagestrategien und konkret zur Bewertung der einzelnen Angebote.“

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Ipsos, Sachsenstraße 6, 20097 Hamburg, Tel: 040 800960, www.ipsos.de

Eine aktuelle YouGov-Umfrage zum Thema Kryptowährungen und Krypto-Fonds

Seit Beginn des Jahres 2024 sind in Deutschland durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die ersten Krypto-Fonds zugelassen. Damit können Vermögensverwalter nun auch hierzulande börsennotierte Fonds auflegen, die direkt in Bitcoins & Co investieren.

Für eine Mehrheit der deutschen Gesamtheit ist dies zwar nicht interessant – 55 Prozent aller Befragten sagen aus, dass die Genehmigung durch die BaFin sie sicher nicht dazu veranlassen wird, über diese Krypto-Fonds in Kryptowährungen zu investieren – jedoch sieht dies bei jenen anders aus, die schon in Kryptowährungen investieren:

In dieser Zielgruppe sagt mehr als jeder Fünfte (22 Prozent), bereits in die neu genehmigten Krypto-Fonds zu investieren oder dies zu planen, für weitere 36 Prozent ist dies wahrscheinlich. Bei insgesamt 58 Prozent dieser Gruppe wecken die Krypto-Fonds also großes Interesse.

Befragte in Deutschland, die (noch) nicht in Kryptowährungen investieren, sind bei den neu zugelassenen Krypto-Fonds jedoch skeptisch: Insgesamt sagen 9 Prozent, dass sie planen, in die Krypto-Fonds zu investieren, oder dies wahrscheinlich finden. Mehr als drei von fünf (62 Prozent) sagen, dass die BaFin-Zulassung sie nicht zu Investitionen in die Krypto-Fonds veranlassen.

Dies sind Umfrage-Ergebnisse der internationalen Data & Analytics Group YouGov, für die 2.107 Personen zwischen dem 19. und 21.01.2024 auf Basis von YouGov Surveys befragt wurden. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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YouGov Deutschland AG, Gustav-Heinemann-Ufer 72 , D-50968 Köln, Tel: 0221/42061­0, Fax: 0221/42061­100, www.yougov.de

Der Baloise Fund Invest (Lux) – BFI Progress (CHF) R wird mit dem Deutschen Fondspreis 2024 in der Kategorie «Mischfonds global ausgewogen» ausgezeichnet.

Der Baloise Fonds erhielt das Prädikat «herausragend» und zählt damit in dieser Kategorie zu den Top 3 von 733 untersuchten Fonds.

«Ich freue mich über diese Auszeichnung! Sie bestätigt unseren langfristig ausgerichteten Investitionsansatz. Anleger profitieren durch diesen Fonds vom Potenzial einer global ausgerichteten, ausgewogenen Anlagestrategie», sagt Tonino Puntillo, Portfoliomanager des Baloise BFI Progress (CHF) R.

Langfristige Performance entscheidet

FONDS professionell bewertet einmal pro Jahr gemeinsam mit dem Institut für Vermögensaufbau (IVA) für den Deutschen Fondspreis die besten Fonds in unterschiedlichen Fondskategorien. In die Auswahl kommen nur Fonds mit mindestens EUR 25 Mio. an verwalteten Vermögen. Zudem müssen die bewerteten Fonds auch über einen Leistungsausweis von mindestens fünf Jahren verfügen.

Untersucht werden jeweils die 30 Fonds pro Kategorie, die in den vergangenen fünf Jahren die höchste absolute Performance verbuchen konnten. In der Kategorie «Mischfonds global ausgewogen» setzte sich der Baloise BFI Progress (CHF) R durch und wurde als einer der besten drei Fonds dieser Kategorie mit dem Prädikat «herausragend» ausgezeichnet.

Globale Diversifikation bei Renten und Aktienanlagen

Der Baloise Fund Invest (Lux) – BFI Progress (CHF) R investiert in ein weltweit diversifiziertes Aktien- und Anleihenportfolio von ausgesuchten Unternehmen bzw. von Schuldnern mehrheitlich hoher Bonität, darunter zu einem kleineren Anteil auch Aktien bzw. Schuldner aus Schwellenländern.

Mit einem Aktienanteil von bis zu 60% verbindet das Portfolio die Renditechancen von Aktien mit der Ertragskontinuität von Renten. Zusätzlich kann der Fonds auch in geringerem Umfang in Geldmarktanteile sowie über geeignete Instrumente in Alternative Anlagen wie zum Beispiel in Rohstoffe, Edelmetalle sowie Immobilien investieren. Der Fonds bewirbt ökologische und/oder soziale Merkmale im Sinne von Artikel 8 SFDR.

Ein spezialisiertes Anlageteam ist für die professionelle Bewirtschaftung der Anlagen zuständig. Je nach Marktlage erhöhen oder reduzieren die Fondsmanager die Anteile an Anleihen, Aktien und weiteren Anlagen. Somit profitieren Anleger aktiv von einer professionellen und flexiblen Verwaltung Ihres Vermögens in einem Fonds.

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Baloise Sachversicherung AG Deutschland, Basler Straße 4, 61352 Bad Homburg v.d.H., Tel: +49 6172 125 4600, www.baloise.de

Unterbrechung der Lieferketten im Roten Meer ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Inflation

Diejenigen, die bei der Sitzung am Donnerstag eine Kehrtwende in der Zinspolitik der EZB erwarten, dürften wahrscheinlich enttäuscht werden. Nach der jüngsten aggressiven Rhetorik und den Hinweisen von Präsidentin Lagarde in Davos auf die Möglichkeit einer Zinssenkung in diesem Sommer wird die EZB unserer Meinung nach diese Woche an ihrem Kurs festhalten und die Zinsen ab Juni um 25 oder sogar 50 Basispunkte senken, ganz im Einklang mit der Fed.

Der allgemeine Tenor der Sitzung wird wahrscheinlich dem der Dezember-Sitzung ähneln, mit einer weitgehend unveränderten Erklärung und einer positiven Charakterisierung des zugrunde liegenden Inflationstrends. Wir gehen auch davon aus, dass die EZB weiterhin datenabhängig bleibt und in der Pressekonferenz die Wetten der Anleger auf frühere Zinssenkungen verbal zurückweisen wird.

Die jährliche Wachstumsrate der Geldmenge M2 ist sowohl in der Eurozone als auch in den USA negativ geworden. Dies ist restriktiv und nimmt den Zentralbanken einen Teil ihrer Arbeit ab. Daher könnte der derzeitige geldpolitische Kurs sogar noch restriktiver sein, und eine Senkung vor Juni ist nicht völlig auszuschließen. Die aktualisierte EZB-Prognose vom März dürfte jedoch bessere Anhaltspunkte für den Zeitpunkt der ersten Senkung liefern.

Der Markt rechnet derzeit mit fünf oder sechs Zinssenkungen der EZB im Jahr 2024, was der Anzahl der Zinssenkungen der Fed entspricht. Angesichts der anfangs unterschiedlichen Inflationsfaktoren in der EU und den USA (nachfragegetrieben und endogen für die USA, während angebotsgetrieben und exogen für die EU) ist dies überraschend. Derzeit liegt die Dynamik der Kerninflation in der Eurozone unter 10 Basispunkten pro Monat oder 1 % auf Jahresbasis, während sie in den USA fast 30 Basispunkte pro Monat oder 3,3 % auf Jahresbasis beträgt. Unserer Ansicht nach rechtfertigt dies größere oder schnellere Zinssenkungen durch die EZB.

Wir gehen nicht davon aus, dass die derzeitige Unterbrechung der Lieferkette im Roten Meer nennenswerte Auswirkungen auf die Inflation haben und die Politik der EZB ändern wird. Erstens ist die Situation nicht vergleichbar mit dem Stau von Schiffen, den wir während der Pandemie in großen Häfen wie z. B. Los Angeles erlebt haben. Zweitens waren die Auswirkungen der Unterbrechung der Lieferkette in diesem Zeitraum nur einer von vielen Faktoren, die die Inflation anheizten.

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Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) eröffnen Privatanlegern eine ganze Investmentwelt jenseits der Börsen. Ob Private Equity, Infrastrukturinvestitionen oder Immobilienprojekte – die Hürden zu den Private Markets fallen.

Dort winken überdurchschnittliche Renditen für jene, die einen langen Atem haben. Und davon dürfte es bald mehr geben: „Seit Kurzem gelten neue Regeln, die ELTIFs attraktiver für Privatanleger machen“, sagt Michael Patzelt, Head of Sales für die DACH-Region bei Moventum. „Darum arbeiten wir jetzt mit Schroders Capital beim ersten ELTIF eng zusammen“, so Patzelt, der für den Markt ein deutliches Wachstum erwartet.

ELTIFs wurden bereits 2015 von der EU eingeführt, um Privatanlegern Zugang zu Anlagen zu ermöglichen, die nicht an der Börse gehandelt werden: Private Equity, Private Debt, Infrastrukturprojekte wie Straßen, Windparks, Strom- und Glasfaserleitungen oder Immobilien. Die Realwirtschaft wiederum erhält über ELTIFs Mittel für langfristige Investitionen. „Zuvor gab es für Privatinvestoren kaum Möglichkeiten, in solche Anlagen zu investieren“, erklärt Patzelt. Der Unterschied zwischen ELTIFs und Investmentfonds gemäß den Vorgaben der OGAW-Richtlinie liegt vor allem im langfristigen Charakter der Anlage.

Nun sind gerade neue Regeln in Kraft getreten, die diese Multi-Asset-Fonds noch attraktiver und leichter zugänglich machen. Denn während ELTIFs im Verhältnis zu börsennotierten Investments bisher relativ illiquide waren – sie werden nicht börsentäglich gehandelt – wird sich das laut RTS-Dokument vom 19.12.2023 der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde, kurz ESMA, nun ändern. Haltefristen und Regeln für die Rückgabe der Fondsanteile können zukünftig je nach Produkt unterschiedlich ausgestaltet werden. „Geplant ist, dass es sogar tägliche Rückgabemöglichkeiten geben soll, aber auch klare Liquiditätsvorgaben“, sagt Patzelt. Dem Privatanleger öffnet sich somit zukünftig das Tor zu überdurchschnittlichen Renditen, die inzwischen oftmals jenseits der Börsen erzielt werden. „Wenn die Rendite stimmt, haben ELTIFs die Chance, eine echte, nachhaltige Investmentform zu werden“, so Patzelt.

Mit den neuen Regeln hat sich auch die Quote für zulässige Anlageformen geändert, die von 70 auf 55 Prozent gesenkt wurde. Darüber hinaus ändern sich die Diversifizierungsquoten: Ein einzelner Sachwert darf nun 20 Prozent des Gesamtportfolios statt wie bisher nur zehn Prozent ausmachen. Des Weiteren wurde die zulässige Fremdkapitalquote für Produkte, welche an nicht-professionelle Anleger vertrieben werden, von 30 auf 50 Prozent erhöht und auch Dachfonds sind möglich.

Für Kleinanleger entfällt nun der Mindestanlagebetrag von 10.000 Euro sowie die Vorgabe, dass sie nur zehn Prozent ihres Geldes in ELTIFs investieren dürfen. Mit dieser Grenze verbunden war eine Vermögensprüfung, die nun ebenso abgeschafft ist wie eine separate Geeignetheitsprüfung. „ELTIFs werden damit für Personen mit geringeren Anlagesummen zugänglich und damit quasi demokratisiert“, erklärt Patzelt, der davon ausgeht, dass sich die Zahl der angebotenen ELTIFs mittelfristig mehr als verdoppeln wird.

ELTIFs werden dann unterschiedlich strukturiert sein, verschiedene Laufzeiten haben, andere Kündigungsfristen oder Rücknahmezeitpunkte. „Durch das breite Anlagespektrum kann der ELTIF in Zukunft eine Alternative zu anderen Fonds unter anderem im AIFM-Bereich darstellen“, prognostiziert Patzelt und erwartet auf Drei-Jahres-Sicht ein Marktvolumen, das um das Fünffache anwachsen könnte. „Gut strukturierte ELTIFs mit Zugang zu großen Investitionswerten können mit starkem Wachstum rechnen“, so Patzelt.

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Moventum Asset Management c/o Moventum S.C.A.,12, rue Eugène Ruppert , L-2453 Luxembourg, Tel +352 26 154 200, www.moventum.lu

Nur wenige beschäftigen sich häufig mit Finanzthemen  – Internet ist beliebteste Informationsquelle für Finanzthemen

Schulnote „3“ für das eigene Finanzwissen – Schulen und Eltern sollen Finanzwissen vermitteln, bekommen dafür aber schlechte Noten

Um gut auf das Leben vorbereitet zu sein, gehören Kenntnisse über Geld und Finanzen zu den wichtigsten überhaupt. Lediglich über Gesundheit und Ernährung möchten die Menschen in Deutschland noch besser Bescheid wissen. Dennoch beschäftigt sich nur eine von fünf Personen häufig mit Finanzthemen. Hauptinformationsquelle ist das Internet, aber auch Familie und Freunde werden um Rat gefragt. Das eigene Finanzwissen benoten die befragten Personen im Durchschnitt mit der Schulnote „3“. Wenn es um die Vermittlung von Finanzwissen geht, sehen die meisten die Schule und die Eltern in der Pflicht, wurden jedoch selbst weder im Klassenzimmer noch vom Elternhaus gut auf den Umgang mit Geld vorbereitet. Dies sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Online-Befragung von gut 1.000 Menschen in Deutschland, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden.

Nur wenige beschäftigen sich häufig mit Finanzthemen

Für fast alle Befragten des Anlegerbarometers (95 Prozent) stehen Kenntnisse und Fähigkeiten rund um Gesundheit und Ernährung an erster Stelle, um gut im Leben zurechtzukommen. Beinahe genauso wichtig ist ihnen Wissen zu Geld und Finanzen (93 Prozent) sowie zu Technik und IT (90 Prozent). Umso verwunderlicher ist es, dass nur 19 Prozent der Befragten sich häufig mit Finanzthemen beschäftigen. Überdurchschnittlich häufig tun dies Männer (27 Prozent), unter den weiblichen Befragten sind es lediglich 11 Prozent. Gut ein Drittel aller Befragten (36 Prozent) beschäftigt sich immerhin manchmal mit Geld und Finanzen, 29 Prozent selten und 15 Prozent so gut wie nie. Auffällig ist, dass besonders viele Frauen sich selten oder gar nicht mit Finanzthemen befassen (36 bzw. 21 Prozent). „Aufgrund der Herausforderungen bei der Altersvorsorge ist es für jeden, aber insbesondere auch für Frauen wichtig, sich mit Lösungen für das Alter zu beschäftigen“, kommentiert Kerstin Knoefel, Leiterin des Segments Privatkunden bei Union Investment.

Internet ist beliebteste Informationsquelle für Finanzthemen

Die beliebteste Informationsquelle für Finanzthemen ist das Internet (72 Prozent), wobei hier mehr Männer (81 Prozent) recherchieren als Frauen (61 Prozent). 39 Prozent aller Befragten geben an, sich bei der Familie über Geld und Finanzen zu informieren. Auffällig ist, dass besonders die weiblichen Befragten dies tun (56 Prozent, Männer: 26 Prozent). Podcasts und Fernsehen als Informationsquellen spielen hingegen eine geringe Rolle (15 bzw. 9 Prozent). „Eine gute Hilfestellung für alles, was Geld und Finanzen betrifft, bieten auch die Beraterinnen und Berater in Banken. Wer das persönliche Gespräch sucht, ist hier auf jeden Fall an der richtigen Stelle“, meint Knoefel.

Schulnote „3“ für das eigene Finanzwissen

Wenn es darum geht, das eigene Finanzwissen zu bewerten, geben sich die Befragten im Durchschnitt die Schulnote „3“. Bemerkenswert: Männer geben sich eine zwei minus, Frauen eine vier. Am besten kennen sich die Befragten nach eigener Einschätzung beim Thema Zinsen aus. 49 Prozent schätzen ihre Kenntnisse hierzu als sehr gut oder gut ein. Mehr als vier von zehn Befragten (44 Prozent) halten sich beim Thema Inflation für sehr gut oder gut informiert, beim Thema Kredite meinen dies immerhin noch 39 Prozent. Am wenigsten wissen die Befragten zu Versicherungen. Hier halten nur 28 Prozent ihre Kenntnisse für sehr gut oder gut.

Schulen und Eltern sollen Finanzwissen vermitteln, bekommen dafür aber schlechte Noten

Wenn es um die Vermittlung von Finanzwissen geht, sehen die meisten die Schulen (84 Prozent) und die Eltern in der Verantwortung (78 Prozent). Immerhin mehr als ein Drittel (37 Prozent) sieht die Medien und Verbraucherorganisationen (35 Prozent) in der Pflicht. Allerdings spiegeln die Befragten auch zurück, dass dies weder von Schulen noch von Eltern gut umgesetzt wurde: Schulen erhalten hier die Note „5“, Eltern eine „3“.

Zur Studie

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im November 2023 im Auftrag von Union Investment 1.006 Menschen im Alter von 20 bis 59 Jahren befragt, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden und mindestens eine Geldanlage besitzen. Die Befragten nahmen an einer Online-Umfrage teil und konnten sich Zeit und Umgebung der Bearbeitung selbst aussuchen. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.

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Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

Wertvolle Erkenntnisse aus der Pilotphase mit Spin-Off

Die Union Investment Real Estate Digital GmbH mit Sitz in Hamburg wurde 2020 als digitale Tochter in der Union Investment Gruppe gegründet. Ihr Angebot umfasste digitale Services rund um die gewerblich genutzte Immobilie. Das Technologie-Spin-off startete mit der Zielsetzung in die Pilotphase, basierend auf der Applikation „Run this place” schrittweise ein digitales Ökosystem für Gewerbeimmobilien aufzubauen und den Lebens- und Arbeitsalltag von Immobiliennutzern komfortabler und serviceorientierter aufzubauen. Die angebotenen Services umfassten das Parkraummanagement mit den Bereichen Parken und E-Charging sowie unterschiedliche Community- und Workspace-Services. In insgesamt zwölf deutschen Büroobjekten aus dem Eigenbestand konnte die Applikation erfolgreich ausgerollt werden. Neben Kunden aus der Union Investment Gruppe konnten auch externe Kunden für die gebäudebezogenen Services begeistert werden.

Aufgrund des aktuellen Marktumfeldes will Union Investment einen noch stärkeren Fokus auf das Kerngeschäft richten. Aus diesem Grund hat Union Investment entschieden, das auf der App „Run this place“ basierende digitale Ökosystem nach Beendigung der knapp dreijährigen Pilotphase nicht weiterzuführen und das Technologie-Spin-off Union Investment Real Estate Digital GmbH Ende April 2024 aufzulösen. Die Digitalkompetenzen für den Immobilienbereich werden intern neu gebündelt.

„Wir haben in dieser Pilotphase mit unserem Spin-off, ergänzend zu unserer eigenen PropTech-Initiative, extrem viel gelernt und speziell mit dem Aufbau von digitalen Geschäftsprozessen wertvolle Erfahrungen gesammelt. Nicht zuletzt haben wir über das neue Angebot Mitarbeitende für Union Investment gewinnen und binden können, die viel Know-how aus anderen Branchen als dem Immobilienbereich mitgebracht haben“, so Fabian Hellbusch, Leiter Immobilienmarketing bei Union Investment. Die gewonnenen Erfahrungen und das aufgebaute Know-how will Union Investment nun intern neu bündeln und für sich nutzen. Mitarbeitende des internen PropTechs sollen überwiegend in die Immobilientochter eingebunden werden, wo vor allem im Asset Management die Digitalisierung von Prozessen vorangetrieben wird. „Dafür werden gute Leute benötigt, die sich mit „Run this place“ wertvolle neue Kompetenzen aufgebaut haben“, so Hellbusch.

Union Investment verfolgt unterdessen ihre digitale Roadmap mit großer Kraft weiter. Vor allem entwickelt sich die Immobilienplattform von Union Investment rasant weiter. Im Mittelpunkt der Anstrengungen stehen dabei das Datenmanagement, neue Prozesse und Systeme und Automatisierung. „Interne Services aber auch Dienstleistungen rund um die Immobilie werden immer leistungsstärker, flexibler und effizienter. Darin liegen Performancepotenziale für unsere Anlegerinnen und Anleger und für neue Geschäftsmöglichkeiten“, sagt Fabian Hellbusch.  Zudem will Union Investment neue digitale Standards entwickeln, in die auch Partnerunternehmen, von der Investmentseite bis zum Property Manager, einbezogen werden sollen.

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Union Investment Real Estate AG, Valentinskamp 70, D­-20355 Hamburg, Tel.: + 49 40 / 34919­4160, Fax: + 49 40 / 34919­5160,www.union-­investment.de/realestate

Kluft zwischen großkapitalisierten und kleineren Werten sowie zwischen Industrie- und Schwellenländern wird immer größer  –   Marktteilnehmer unterschätzen Chancen struktureller Themen

„Bei der Zusammensetzung eines globalen Aktienportfolios setzen wir voller Überzeugung auf drei Ansätze: Regionale Diversifizierung, Fokus auf langfristigen strukturellen Wandel und auf die Faktoren Bewertung, qualitativ hochwertiges Wachstum sowie niedrige Volatilität“, erklärt Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch. Allerdings waren gerade im vergangenen Jahr diese Ansätze nicht gefragt. Im Gegenteil: Der MSCI Welt Minimum Volatility, der die schwankungsärmsten globalen Aktien umfasst, legte 2023 nur knapp 4 % zu (gegenüber 20 % beim MSCI Welt). Von den großen strukturellen Megathemen Digitalisierung, Sicherheit, Energietransformation, Basisversorgung, Infrastruktur, Gesundheit und Konsumverhalten verzeichneten nur die ersten beiden Gewinne, Konsumtitel zeigten sich gemischt, andere Themen waren performanceseitig sogar unter Wasser. Der Fondsmanager vermutet allerdings, dass an den Aktienmärkten rein rational ein Favoritenwechsel bevorsteht.

Zwar habe die breitere Kursrallye in den letzten Handelstagen des Jahres 2023 wie eine Flut alle Boote gehoben, dennoch ginge die Schere zwischen den großkapitalisierten Werten und den kleinen sowie zwischen den Industrie- und den Schwellenländern weiter auseinander. „Dabei werden unverändert von den Marktteilnehmern attraktiv bewertete Wachstumsthemen und ihre Aktien übersehen und unterschätzt, vor allem in den Schwellenländern, aber auch in der 2. und 3. Reihe bei den kleineren Titeln weltweit“, sagt Böckelmann.

Von Euphorie geprägte Bewertungen

Der Konzentrationsgrad im globalen Aktienmarkt hat das Niveau der 60er und 70er Jahre erreicht. Gerade einmal zehn Aktien standen 2023 für 75 % der gesamten Wertentwicklung des US-Aktienmarktes und damit auch des 1.600 Titel umfassenden MSCI Welt. Von der 20prozentigen Wertsteigerung im vergangenen Jahr entfallen 15 % auf die „Glorreichen 7“ von Alphabet bis Tesla, nur 5 % auf alle anderen Unternehmen zusammen. Die Marktkapitalisierung dieser sieben Werte ist höher als der Marktwert des gesamten chinesischen Aktienmarktes – immerhin der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die Ursachen seien vielschichtig und reichten von der besonderen Sensibilität gegenüber Zinsveränderungen, der Wahrnehmung dieser Top-US-Unternehmen als sichere Häfen bis hin zur Euphorie um Künstliche Intelligenz. „Allerdings haben die Kursanstiege von durchschnittlich fast 100 % für diese wenigen Titel auch deren Bewertung in Sphären katapultiert, die mit der Realität kaum mehr zu rechtfertigen ist“, betont der Fondsmanager. Er warnt: „Obwohl viele Aktienindizes auf Allzeithöchstständen notieren, die durchschnittlichen Bewertungen noch vertretbar anmuten, so eröffnet ein Blick unter die glanzvolle Oberfläche der Indizes ein sehr differenziertes Bild“. Denn ein Großteil des Marktes würde immer attraktiver, da viele Anlagegelder faktisch an diesen Werten vorbeiziehen. Das Phänomen des Keynesianischen Wettbewerbs begünstige scheinbar weiterhin die wenigen großen Titel bis hin zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Langfristig bestimmten aber nicht die Geldströme die Bewertung einer Aktie, sondern umgekehrt – die langfristige Wertentwicklung sei eine Funktion aus Gewinnentwicklung des Unternehmens und dem Multiple, das der Markt zu zahlen bereit sei. Gerade letzteres sei durchaus Marktphasen und Modeerscheinungen unterworfen. Böckelmann dazu: „Gerade die Euphorie um die Künstliche Intelligenz scheint derer um die dot.com Werte Ende der 90er zu gleichen. Wann wir wo welche Produktivitätsfortschritte sehen und wer die Gewinner oder Verlierer sind, ist heute noch gar nicht abzusehen.“

Über Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH:

Die Vermögensmanagement Euroswitch verwaltet traditionelle und alternative Investmentstrategien. Sie bietet diese Strategien in Form von standardisierten und individuellen Managed-Accounts für das gesamte Kapitalmarktspektrum – von Absolute Return über nachhaltige Kapitalanlagen bis hin zur reinen Chancenorientierung. Darüber hinaus werden für das breite Publikum vier Dachfonds in abgestuften Varianten von sehr risikoarm bis hin zur reinen Aktienanlage geboten. Gegenwärtig verwaltet die Gesellschaft 150 Millionen Euro. Die Vermögensmanagement Euroswitch ist als „Finanzportfolioverwalter“ gemäß §15 WpIG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und beaufsichtigt.

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Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH, Schwindstraße 10, 60325 Frankfurt am Main, Tel: 069 33997826, www.euroswitch.de

Der als feste Institution beim Fonds-Kongress in Mannheim etablierte Sauren Fondsmanager-Gipfel zog 2024 erneut zahlreiche Besucher vor Ort genauso wie im Livestream im Internet an.

Die Podiumsdiskussion der drei hochkarätigen Fondsmanager Dr. Bert Flossbach (Flossbach von Storch), Peter E. Huber (Taunus Trust) und Klaus Kaldemorgen (DWS) unter der Moderation von Dachfondsmanager Eckhard Sauren bot wertvolle Einblicke in die aktuelle, teils auch kontroverse Einschätzung der Anlageexperten.

Peter E. Huber sieht trotz gestiegener Zinsen kein attraktives Umfeld für Anleihen

Trotz der „in beispiellosem Ausmaß und in kurzer Zeit erhöhten Zinsen“ sieht Peter E. Huber die aktuellen Renditen am Anleihenmarkt als wenig attraktiv an. Mit einer Rendite von derzeit etwa 2,3% für 10-jährige deutsche Staatsanleihen als Referenz schätzt der über viele Jahre auch als Rentenfondsmanager erfolgreiche Peter E. Huber das Umfeld als wenig attraktiv für Investitionen in Anleihen ein. Zumal er an eine zweite Inflationswelle glaubt und den angesichts sinkender Inflationszahlen von den Notenbanken bereits gefeierten Sieg über die Inflation für fraglich hält. Insgesamt zeigten sich die Anlageexperten bei der eher zurückhaltenden Einschätzung des Rentenmarkts weitgehend einig. Dr. Bert Flossbach kennzeichnete die Anleiherenditen als „zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel“ und setzt derzeit allenfalls sehr selektiv auf Anleihen oder nutzt kurzlaufende Anleihen als Liquiditätsersatz. Klaus Kaldemorgen sieht „Anleihen als Risikopuffer im Portfolio“, meidet dabei aber zusätzliche Kreditrisiken oder längere Laufzeiten.

Anlageexperten bevorzugen Aktien als Sachwerte – aber aus unterschiedlichen Blickwinkeln

Während sich die Teilnehmer des Fondsmanager-Gipfels weitgehend einig waren, dass für langfristige Anlagen Aktien als Sachwerte interessant bleiben, diskutierten die Anlageexperten teils auch kontrovers, in welchen Segmenten sich Anlegern zukünftig die besten Chancen bieten. Peter E. Huber zeigte sich nach wie vor überzeugt von den von ihm bereits vor zwei Jahren als langfristige Megatrends ausgerufenen Energie- und Rohstoffwerten, die langfristig wirtschaftlich benötigt werden, sowie Asien inkl. Japan, wo er über die nächsten zehn Jahre mehr Wachstum als in der westlichen Welt erwartet. Sowohl Klaus Kaldemorgen als auch Dr. Bert Flossbach zeigten sich hiervon jedoch wenig überzeugt.

Klaus Kaldemorgen mit anschaulichem „Batman versus Joker“ Vergleich im Aktienmarkt

Klaus Kaldemorgen blickte an die Anfänge seiner Investmentkarriere im Jahr 1982 zurück – eine Zeit in der Rohstoff- und Energiewerte populär waren. Die größere Wertschöpfung sieht er zukünftig jedoch im Technologiebereich. Dabei verglich er die Segmente mit „Batman versus Joker“. So würden die Energie- und Rohstoffwerte als Joker ab und zu auch mal einen Punkt machen, langfristig aber die großen Techtitel als Batman dominieren. Eine ähnliche Position nahm Dr. Bert Flossbach ein, der den Rohstoff- und Energiebereich als eher kurzzeitige Anlage („Investmentaffäre“) und nicht als langfristige Anlage („keine Investmentbeziehung“) kennzeichnete. Für ihn ist insbesondere auch die Vorhersagbarkeit der Erträge ein Kriterium für die gute Qualität eines Unternehmens, was aufgrund schwankender Rohstoff- und Energiepreise schwierig ist.

Dr. Bert Flossbach sucht Top-Qualität zu fairen Preisen – keine einfache Suche derzeit

Aktuell ist es aus Sicht von Dr. Bert Flossbach allerdings „nicht einfach Top-Qualität zu fairen Preisen zu bekommen“. Bei den im Jahr 2023 dominierenden Titeln der „Glorreichen Sieben“ (Microsoft, Amazon, Alphabet, Apple, Meta, Tesla und Nvidia) zeigte sich in der Diskussion ebenfalls eine sehr unterschiedliche Einschätzung. Sowohl Dr. Bert Flossbach mit ca. 8% des Portfolios als auch Klaus Kaldemorgen mit knapp 9% sind selektiv in Unternehmen der „Glorreichen Sieben“ investiert. Klaus Kaldemorgen sieht „viele positive Eigenschaften“ bei den großen Titeln, die mit einem Wachstum von etwa 15% das Wachstum des breiten US-Marktes von durchschnittlich ca. 5% übertreffen. Für ihn ist es daher „nicht die Frage ob, sondern wie viel“ in diesen Titeln investiert sein sollte. Dem widersprach Peter E. Huber, der anmerkte,

dass der „Blick in den Rückspiegel noch keinem geholfen hat“ und es vielmehr „entscheidend ist, was in den nächsten zehn Jahren passiert“. So habe es immer Trends gegeben, die vermeintliche Gewinner hervorgebracht haben. Er selbst „kaufe lieber langweilige Unternehmen mit niedriger Bewertung und vernünftigem Wachstum“.

Breites Spektrum der Diskussion bietet viele interessante Einblicke

Weitgehende Einigkeit zeigten die Anlageexperten beim Thema Gold, dass als Sachwert und als unabhängiger Vermögenswert einen Platz in ihren Portfolios erhält. Darüber hinaus wurden auch bei den Themen künstliche Intelligenz, der zukünftigen Inflationserwartung oder beim Thema Staatsschulden interessante Einblicke geboten. Eckhard Sauren bedankte sich bei den drei Fondsmanagern für die lebhafte Diskussion und die Ausführungen: „Die Diskussion der drei Investmentexperten hat erneut interessante Einschätzungen und wertvolle Informationen für Berater und Anleger geboten.“ Der Sauren Fondsmanager-Gipfel 2024 kann als Aufzeichnung in voller Länge über den direkten Link https://www.sauren.de/de/service/veranstaltungen/fondsmanager-gipfel/ oder über die Internetseite www.sauren.de abgerufen werden.

Sauren Fonds-Service AG

Die bereits seit über 30 Jahren am Markt tätige und auf unabhängiges Investmentfonds-Research spezialisierte Sauren-Gruppe gilt als einer der Pioniere im Dachfondsmanagement und hat den personenbezogenen Investmentansatz entscheidend geprägt. Mit der Auflegung des Sauren Global Growth im März 1999 brachte die Sauren-Gruppe einen der ersten in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Dachfonds auf den Markt. Seit diesem Zeitpunkt wird das langjährig gesammelte Know-how der Fonds(manager)-Analysen und Investmentideen im Management der hauseigenen Dachfonds erfolgreich umgesetzt. Die Sauren-Gruppe verwaltet per Ende Dezember 2023 ein Anlagevolumen in Höhe von über 2 Milliarden Euro.

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Sauren Fonds­Service AG, Im MediaPark 8 (KölnTurm), D­-50670 Köln Tel.: 0221 / 650 50 ­ 0, Fax: 0221 / 650 50 ­ 120, www.sauren.de

Der Markt für generative Künstliche Intelligenz (GenAI) wird bis 2028 exponentiell wachsen.

Das ergibt eine Markteinschätzung von Sopra Steria Next, der Managementberatungssparte von Sopra Steria, einem der führenden europäischen Technologieunternehmen. Sopra Steria Next geht davon aus, dass sich der Markt für GenAI von etwa acht Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf über 100 Milliarden US-Dollar im Jahr 2028 verzehnfachen wird, was einer jährlichen Wachstumsrate von 65 Prozent entspricht.

“Zu Beginn des Goldrauschs waren die Ersten, die reich wurden, die Verkäufer von Schaufeln und Spitzhacken. So hat auch die generative KI trotz ihrer schnellen Verbreitung im Jahr 2023 nur ausgewählten Unternehmen Umsatz verschafft, hauptsächlich Cloud-Anbietern und Herstellern von Grafikprozessoren. Unsere Untersuchung zeigt, dass das Jahr 2024 den Beginn eines exponentiellen Anstiegs bei der Monetarisierung von generativer KI mit immer mehr verkauften Dienstleistungen markieren wird. Sowohl etablierte Technologieunternehmen, die ihre aktuellen Angebote erweitern, als auch eine Vielzahl von Start-ups, die auf spezifische Anwendungsfälle ausgerichtet sind, treiben diese Entwicklung”, erklärt Fabrice Asvazadourian, CEO von Sopra Steria Next.

Eine Technologie an der Schwelle zur Skalierung

Die Gründe für dieses Wachstum sind vielfältig. Die Einführung von Strategien und Richtlinien für die kontrollierte Nutzung von GenAI, insbesondere in der Geschäftswelt, sowie der zunehmende Wettbewerb zwischen den großen generalistischen KI-Modellen und spezialisierten Anbietern von Large Language Models (LLM) stellen die Hauptgründe für dieses Wachstum dar.

Die Markteinschätzung prognostiziert einen zunehmenden Reifegrad von GenAI-Anwendungen und leitet daraus Handlungsempfehlungen für eine schrittweise Einführung von generativer KI in Behörden, Unternehmen und Finanzinstituten ab. So könnten sich Führungskräfte wie Mitarbeitende am besten mit der Nutzung vertraut machen, während sie gleichzeitig Richtlinien und Standards für eine kontrollierte und konforme Nutzung in den Abläufen verankern und das Datenmanagement modernisieren.

Wie wird sich GenAI weiterentwickeln?

In den nächsten 18 Monaten werden vor allem GenAI-Lösungen wachsen, die Unterstützung und Serviceleistungen für Anwender und Kunden in den Fokus stellen. Software- und Technologieunternehmen werden ihre Produkte insbesondere mit Blick auf die Nutzerfreundlichkeit stetig prüfen und verbessern. Sopra Steria Next nennt diese erste Phase “GenAI augmented by humans”. Die Untersuchung hebt vier weit ausgereifte Bereiche hervor, in denen generative KI eingesetzt werden kann: digitales Marketing, Softwareentwicklung, Kundenservice und Wissensmanagement.

In den folgenden 18 Monaten wird der Einsatz generativer KI erheblich zunehmen. Dabei werden zum einen neue GenAI-Anwendungen bereits vorhandene Anwendungen durch künstliche Intelligenz erweitern und verbessern. Zum anderen folgen die ersten unternehmensspezifischen Anwendungsfälle, die von Start-ups optimiert oder in den Fällen genutzt werden, in denen Unternehmen bereits über große Mengen an eigenen Daten für die Nutzung durch GenAI verfügen. In dieser zweiten Phase, die das Beratungsunternehmen als “GenAI customized by proprietary data” bezeichnet, werden die Investitionen von Unternehmen in GenAI-Fähigkeiten und -Infrastrukturen erheblich zunehmen.

In drei bis vier Jahren wird GenAI durch die Kombination von weiter verbesserten multimodalen Modellen mit spezialisierten Modellen das Risiko von Fehlern oder Halluzinationen stark reduzieren. Damit wird generative KI in der Lage sein, auch nahezu ohne manuelle Kontrollen industrielle Geschäftsprozesse zu übernehmen und eine neue Phase der Automatisierung auszulösen. GenAI wird dann in eine dritte Phase eintreten, die Sopra Steria Next als “GenAI applied to the core” bezeichnet.

2028 werden vor allem die Finanzdienstleistungen (25-30 %), das Gesundheitswesen (15-20 %), die Konsumgüterindustrie und der Einzelhandel (15-20 %) sowie die Medien und die Unterhaltungsindustrie (10-15 %) die wichtigsten Abnehmerbranchen für generative KI sein.

Sopra Steria Next prognostiziert ferner, dass sich die Zahl der Nutzer von GenAI-Lösungen bis 2028 je nach Szenario verdoppeln oder sogar verdreifachen (400-600 Millionen Nutzer) und sich der Anteil der zahlenden Nutzer mehr als verdreifachen wird (von 15 auf fast 50 Prozent). Die tägliche Nutzungszeit generativer Künstlicher Intelligenz wird voraussichtlich um den Faktor 6 zunehmen, hauptsächlich getrieben von der explosionsartigen Zunahme von GenAI-Anwendungen, die insbesondere spezifische Anwendungsfälle lösen. Konkret heißt das, dass im Jahr 2028 die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer bei Anwendern generativer KI zwischen 30 und 60 Minuten liegen wird. Der durchschnittliche Umsatz pro zahlendem Nutzer wird 30 bis 40 US-Dollar im Monat betragen.

100 Anwendungsfälle für generative KI in vier großen Bereichen in 2024

Sopra Steria Next hebt in seiner Untersuchung für das Jahr 2024 rund 100 Anwendungsfälle von GenAI in den vier Bereichen Kundenservice, digitales Marketing, Softwareentwicklung und Wissensmanagement hervor. In großem Umfang eingesetzt, haben sie hier das Potential, die Produktivität in den nächsten drei Jahren um sieben bis zehn Prozent zu steigern.

Im Kundenservice eröffnet GenAI durch ihre Fähigkeit, mehrere Datenquellen in Echtzeit zu verarbeiten und Empfehlungen in natürlicher Sprache zu geben, eine neue Ära der Wettbewerbsfähigkeit. Erste Erfahrungen zeigen sowohl eine deutliche Verbesserung der Self-Service-Rate durch virtuelle Assistenten, die Empathie simulieren, als auch eine höhere Effizienz von Contact-Center-Mitarbeitenden bei der Bearbeitung von Kundenanfragen und der proaktiven Verkaufsförderung. So begleitet Sopra Steria beispielsweise eine große europäische Behörde bei der Entwicklung eines Sprachassistenten, der einfache Fragen und Dokumentenanfragen bearbeitet, so dass sich die Mitarbeitenden auf komplexe Fälle konzentrieren können.

Im digitalen Marketing bringt die generative KI durch ihre Fähigkeit, Daten aller Art zu erfassen, Marken näher an ihre Kunden heran, was zu mehr Interaktion und Konversion sowie zu erheblichen Produktivitätssteigerungen führt. GenAI ermöglicht es, personalisierte und an unterschiedliche Medien angepasste Inhalte zu erstellen, eine feinere Segmentierung der Zielgruppen vorzunehmen und die Keyword-Strategie für die zunehmend sprachgesteuerten Suchmaschinen zu verfeinern. So hat Sopra Steria Next beispielsweise einen großen Konsumgüterkonzern dabei unterstützt, seine Online-Werbung auf mehreren zehntausend Seiten seiner verschiedenen Webauftritte durch die Kopplung von analytischer und generativer KI zu optimieren.

Im Softwarebereich stellt Sopra Steria in seinen Pilotteams bereits täglich fest, dass GenAI die verschiedenen Phasen des Lebenszyklus der Softwareentwicklung verbessert. Dies erfolgt insbesondere im Hinblick auf (1.) die Hilfe bei der Generierung und Überprüfung neuer oder die Verbesserung der bestehenden Codes durch Fehlererkennung, Optimierungsvorschläge und Refactoring, (2.) die Testoptimierung und (3.) die Verbesserung des Benutzer-Supports, etwa durch die Fähigkeit zum empathischen Dialog, mit dem GenKI ein neues Qualitätslevel für den Self-Service schafft, und darüber hinaus durch die optimierte Konsolidierung von Kundenfeedback, Analysen des Nutzerverhaltens sowie internem Brainstorming.

Im Bereich Wissensmanagement schließlich revolutioniert generative KI die Erstellung und Zugänglichkeit von Wissensdatenbanken. So hat Sopra Steria Next für eine internationale Anwaltskanzlei auf der Grundlage generativer KI eine Reihe von Tools entwickelt, die allen Mitarbeitenden umfassende Vorteile bieten: Die Anwendungen ermöglichen es ihnen, bequemer und effizienter auf vergangene Rechtsfälle zuzugreifen, Dokumente zu anonymisieren, die Konsolidierung von Informationen zu erleichtern, Entwürfe für einfache Beratungen zu erstellen sowie verschiedene Dokumente in einer Akte zusammenzufassen und zu klassifizieren.

“Diese Beispiele zeigen uns, dass generative KI die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auf eine neue Ebene heben wird. Für eine erfolgreiche Nutzung müssen Entscheider im Jahr 2024 von einer Phase des Entdeckens und Testens zu einem echten programmatischen Ansatz übergehen”, erläutert Thomas Otto, Partner bei Sopra Steria Next in Deutschland. “Die Herausforderung bei der schrittweisen Einführung liegt darin, die richtige Balance zwischen Proaktivität und Kontrolle zu finden und Technologie, Regulatorik sowie Auswirkungen auf beziehungsweise Anforderungen an die Mitarbeitenden in Einklang zu bringen. Heute gilt, dass KI dann erfolgreich genutzt wird, wenn sie die Kompetenzen der Mitarbeitenden optimal ergänzt und so Mehrwerte für den Kunden schafft. Der Einsatz von GenAI wird somit zunehmend zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor.”

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Das vergangene Jahr hatte relativ wenige Sonnenstunden, dafür blies der Wind recht kräftig.

Abregelungen durch die Netzbetreiber brachten allerdings zum Teil deutliche Produktionseinbußen bei den Erneuerbaren Energien. „Die Abregelungen machen abermals die Notwendigkeit des Netzausbaus deutlich“, kommentiert Markus W. Voigt, CEO der aream Group.

Es war ein extrem trüber Jahresausklang: Die Sonne zeigte sich im vergangenen Dezember kaum, insbesondere im Norden Deutschlands war sie so gut wie gar nicht zu sehen. Laut Deutschem Wetterdienst lag die Sonnenscheindauer um fast 30 Prozent unterhalb des Durchschnitts von 1991 bis 2020. Dies drückte nicht nur die Stimmung der Menschen, sondern auch die Erträge der Photovoltaikanlagen. In Deutschland lag die Zielerreichung bei nur 62 Prozent. Gründe dafür waren laut Voigt „deutlich unterdurchschnittliche Sonnenstunden, gepaart mit Schnee und vereinzelten Arbeiten an der Infrastruktur“.

Besser hatten es Bevölkerung und Grünstromproduzenten dagegen im Süden Europas: In Spanien wurde eine sehr gute Performance (Zielerreichung 110 Prozent) bei durchschnittlichen Sonnenstunden erzielt. In Italien drückten Sturmschäden aus dem November, Lieferengpässe bei Ersatzteilen und vereinzelte Schneefälle die Produktion auf 92 Prozent des Sollwertes.

Damit steht auch die Performance für das Solar-Gesamtjahr 2023 fest. In Deutschland bleibt eine Zielerreichung von 88 Prozent. Das lag zum einen an den relativ wenigen Sonnenstunden, die Einstrahlung war fünf Prozent geringer als erwartet; zum anderen kosteten Abregelungen der Netzbetreiber rund vier Millionen Kilowattstunden. „Beides führte zu Abweichungen in der Produktion von mehr als zehn Prozent“, so Voigt.

In Spanien konnte eine gute Anlagenperformance nicht nur die wenigen Sonnenstunden nahezu kompensieren, sondern auch Abregelungen in Höhe von rund einer Million Kilowattstunden. Ergebnis: 95 Prozent Zielerreichung. Italien wiederum kam auf einen Gesamtjahreswert von 93 Prozent. Belastet wurde das Ergebnis durch Ersatzteilmangel, wetterbedingte Schäden sowie eine Sonneneinstrahlung, die sieben Prozent unter den Erwartungen lag.

Die Sonne blieb Deutschland im Dezember fern, der Wind dagegen blies kräftig. Die deutschen Windanlagen konnten ihre Produktionsziele um 15 Prozent übertreffen. Für das Gesamtjahr übertrifft die Performance die Erwartungen um fünf Prozent. „Die über das Jahr betrachtet sehr guten Windverhältnisse haben einige kleinere technische Themen und einen sechs Monate dauernden Stillstand mit einem Ertragsausfall von rund 3,5 Millionen Kilowattstunden mehr als ausgeglichen“, so Voigt.

Über die aream Group

Die aream Group, 2005 gegründet, ist ein Investment- und Asset-Manager für institutionelle Investoren und Industriekunden mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur im Sektor Erneuerbare Energien. Mit den drei Bereichen Fund- und Asset-Management, Projektentwicklung und Operation Management deckt aream die gesamte Wertschöpfungskette für Erneuerbare-Energien-Investments ab. Mit mehr als 2,4 Milliarden Euro Transaktionsvolumen gehört aream zu den führenden Asset-Managern in diesem Markt, mit dem eigenen Anlagenbestand wird grüner Strom für rund 40 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt. Seit 2008 produziert aream mehr als eine Milliarde kWh grünen Strom. Im Rahmen der Wachstumsstrategie sollen in den nächsten Jahren 2,5 GW an Solar- und Windparks realisiert oder erworben werden. Allein durch die eigene Projektentwicklung verfügt aream derzeit über eine Pipeline von über 1.000 MWp mit einem Potenzial von weiteren 1.400 MWp.

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AREAM GmbH, Kaistraße 2, 40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211 30 20 60 42, www.aream.de

Daten per Ende Dezember 2023

Weltweit summierten sich die Zuflüsse in börsengehandelte Fonds (ETF) im vergangenen Jahr auf 770 Mrd. Euro. Das Jahr endete mit einer hohen Nachfrage nach Aktien-ETFs (+109.6 Mrd. Euro) – einer der besten Monate für Aktien-ETFs. Dies kann als Reaktion auf die Kommentare der US-Notenbank gewertet werden, einen lockereren Kurs in der Geldmarktpolitik einzuschlagen.

Im Laufe des Jahres 2023 flossen 151,8 Mrd. Euro in europäische UCITS-ETFs, wobei ein Rekordwert von 61,5 Mrd. Euro in Anleihe- und 90,3 Mrd. Euro in Aktien-ETFs investiert wurde.

Bei Anleihe-ETFs dominierten Staatsanleihen, wobei europäischen Anleger das ganze Jahr über sowohl in auf US-Dollar als auch auf Euro lautende Schuldtitel investierten.

Mittelflüsse in Europa: 2023 war erneut ein sehr starkes ETF-Jahr

Zuflüsse in europäische Aktien-ETFs erreichen 2023 mehr als 90 Mrd. Euro

Europäischen Aktien-ETFs flossen 2023 Neugelder in Höhe von 90,3 Mrd. Euro zu. Das Jahr begann gut für Aktien-ETFs, bevor sich die Nachfrage im Sommer abschwächte. Im vierten Quartal zog die Nachfrage erneut an, wobei der Dezember mit Zuflüssen von 13,4 Mrd. Euro stark war.

Ab Juni 2023 setzen Anleger mit Blick auf eine mögliche Rezession und in Erwartung sinkender Zinsen vor allem auf US-Aktien-ETFs. Im Einklang mit den globalen Trends legten Anleger in Europa im Dezember 7 Mrd. Euro in US-Aktien-ETFs an. Im Gesamtjahr beliefen sich die ETF-Allokationen in US-Indizes auf 31,7 Mrd. Euro, wobei ein Großteil auf das letzte Quartal entfiel.

Im Laufe des Jahres legten Anleger 28,5 Mrd. Euro in ETFs auf Welt-Aktienindizes an. Die ETF-Zuflüsse im Dezember beliefen sich hingegen nur auf nur 2,3 Mrd. Euro, während US-Aktien-ETFs im Fokus standen.

ETFs auf breite Schwellenländerindizes flossen 2023 10,8 Mrd. Euro zu. Anleger begannen, China-Positionen aus dieser regionalen Allokation herauszunehmen. Japan-Aktien-ETFs waren mit Zuflüssen von 3,9 Mrd. Euro im Jahresverlauf ebenfalls gefragt, was auf die optimistischeren Perspektiven für die japanische Wirtschaft zurückzuführen war.

Bei Branchen-ETFs konzentrierte sich die Nachfrage vor allem auf den IT-Sektor – nicht zuletzt dank der guten Entwicklung der großen sieben US-amerikanischen IT-Unternehmen (+2,7 Mrd. Euro). Aus ETFs mit Fokus auf den Energiesektor zogen Anleger hingegen 2,3 Mrd. Euro ab.

Gefragt waren ebenfalls gleichgewichtete Smart-Beta-ETF-Strategien, in die Anleger 2023 3,7 Mrd. Euro investierten. Auch im Dezember flossen dieser ETF-Strategie 900 Mio. Euro zu. Dies spiegelt die Bedenken von Anlegern hinsichtlich des Konzentrationsrisikos von nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes wider. Wenn sich der Trend bei den großen Indexschwergewichten abschwächen sollte, könnten diese gut abschneiden.

Aktien-ESG-ETF-Strategien verzeichneten im Jahr 2023 einen Zuwachs von 32 Mrd. Euro, wobei Anleger 11,5 Mrd. Euro in US-Aktien-ETF-Strategien und 10,5 Mrd. Euro in ETFs auf Welt-Indizes investierten. Dies entsprach etwa einem Drittel aller Aktien-ETF-Allokationen und war damit niedriger als in den Vorjahren.

Europäische Anleger investierten 2023 Rekordbeträge in Anleihe-ETFs

Mit Zuflüssen in Höhe von 61,5 Mrd. Euro investierten europäische Anleger 2023 einen Rekordbetrag in Anleihe-ETFs. Die Nachfrage nach Staatsanleihe-ETFs war mit 33,4 Mrd. Euro fast doppelt so hoch wie die nach Unternehmensanleihe-ETFs (16,6 Mrd. Euro).

Von den Neugeldern, die 2023 in Staatsanleihe-ETFs flossen, entfielen 16 Mrd. Euro auf US- und 12,2 Mrd. Euro auf europäische Staatsanleihen. Bei der Frage, ob die Zinssätze ihren Höhepunkt erreicht haben, sind Anleger offenbar geteilter Meinung. Dies spiegelt sich darin wider, dass jeweils rund die Hälfte der Zuflüsse in US-Anleihe-ETFs auf das kurz- und das langfristige Anleihesegment entfiel.

Bei Unternehmensanleihe-ETFs entfiel der Großteil der Zuflüsse auf Euro-Anleihen (+11,2 Mrd. Euro), wobei der Fokus auf Indizes mit breiten Laufzeiten lag.

Bei US-Treasury-ETFs kam es zu erheblichen Schwankungen der Nachfrage. Anleger wollten offenbar von der Zinswende der US-Notenbank profitieren und haben ihre Portfolios entsprechend angepasst.

ESG-Anleihe-ETFs verzeichneten Nettomittelzuflüsse von 12,2 Mrd. Euro, wobei 5,1 Mrd. Euro auf Investment-Grade- und 4,5 Mrd. Euro auf Unternehmensanleihe-ETFs entfielen. Dies ist weniger als ein Fünftel der Gesamtallokation in Anleihe-ETFs. Die vergleichsweise geringe Nachfrage nach ESG-Anleihe-ETFs ist auch auf die hohe Nachfrage nach Staatsanleihe-Strategien zurückzuführen, bei denen es schwieriger ist, ESG-Faktoren zu integrieren.

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

J.P. Morgan Asset Management: Im neuen Jahr ist die Frage, ob die „glorreichen Sieben“ ihre Erfolgsserie fortsetzen oder dividendenstarte Titel ihre defensiven Qualitäten ausspielen können

Die Fortschritte bei der generativen Künstlichen Intelligenz (KI) bescherten 2023 vor allem den US-Börsen starke Gewinne. Dabei geht die Entwicklung in erster Linie auf die „glorreichen Sieben“ der US-Tech-Industrie zurück: Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, NVIDIA und Tesla. Zwischen 50 und 200 Prozent betrug deren Kursentwicklung im vergangenen Jahr. Dividendenstarke Aktien fielen demgegenüber deutlich ab: Weniger als zehn Prozent gewann ihr Referenzindex 2023. Nach Ansicht von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, ist im neuen Jahr die Frage, ob ein nachträgliches Aufspringen auf den Technologiezug noch sinnvoll ist. Vielmehr können sich Aktien mit hohen Dividendenrenditen als wichtiger Stabilisator für das Portfolio erweisen.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen können „glorreiche Sieben“ weiter begünstigen

Für die Fortsetzung des positiven Momentums von Tech- und Kommunikationsaktien sprechen nach Einschätzung von Tilmann Galler hauptsächlich die konjunkturellen Rahmenbedingungen. „Die Aussichten auf ein schwächeres Wirtschaftswachstum 2024 und damit nachlassende Ertragskraft der Unternehmen dürfte den Unternehmen am Aktienmarkt helfen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsposition überdurchschnittliche Gewinnwachstumsaussichten haben. Gleichzeitig ist ein Großteil der ‚glorreichen Sieben‘ aufgrund der geringen Netto-Verschuldung weiterhin kaum von Finanzierungsrisiken betroffen“, so Ökonom Galler.

Doch haben die Qualitäten der „glorreichen Sieben“ inzwischen einen hohen Preis. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist auf 34x angestiegen, während die 493 restlichen Aktien des S&P 500 nur ein KGV von 20x aufweisen. Die Marktkonzentration auf dem US-Markt ist historisch hoch, die zehn größten gelisteten Unternehmen der USA repräsentieren inzwischen ein Drittel des S&P 500. Bei den Gewinnerwartungen wird für die „glorreichen Sieben“ in den nächsten 12 Monaten ein Anstieg von über 30 Prozent erwartet, dem Rest des US-Marktes traut man hingegen nur vier Prozent Gewinnwachstum zu. „Die Latte wurde aufgrund der Euphorie um die Künstliche Intelligenz sehr hoch gelegt. Dadurch ist das Risiko einer Gewinnenttäuschung in den nächsten 12 Monaten angestiegen“, stellt der Marktexperte fest.

Dividendenstarke Titel als Stabilisator für das Portfolio

Um das Portfolio resilienter zu machen, sollten laut Tilmann Galler daher globale Aktien mit einer stabilen, überdurchschnittlichen Dividendenrendite wieder stärker in den Fokus rücken. Aktien mit Dividendenstabilität können in der Regel einem wirtschaftlichen Abschwung besser widerstehen als der breite Markt. Das zeigte sich beispielsweise in den Jahren von 2000 bis 2002, in der Rezession nach dem Platzen der Technologieblase. Die Gemeinsamkeit mit dem heutigen Umfeld liegt nicht nur in den hohen Tech-Bewertungen, sondern auch an den niedrigen Ausschüttungsquoten der Unternehmen. Aktuell werden global nur 39 Prozent der Gewinne ausgeschüttet, und damit 3 Prozentpunkte weniger als im 25-jährigen Durchschnitt. „Das aktuelle Dividendenniveau bietet dadurch einen Puffer gegen einen Rückgang der Gewinne im Falle einer Rezession. Die Bewertungen liegen aktuell bei einem KGV von 14x, was ziemlich genau dem langjährigen Durchschnitt entspricht“, erklärt Tilmann Galler.

Speziell mit Blick auf eine mögliche anstehende Zinswende spricht die Datenlage ebenfalls für Dividendenaktien. Gemäß einer Auswertung von J.P. Morgan Asset Management haben Dividendenaktien nach den letzten vier Zinshöhepunkten im Durchschnitt jeweils hohe zukünftige 12-Monats-Renditen mit enger Streuung erzielt. Bereits 2023 kamen die Qualitätsmerkmale von Dividendenaktien voll zur Geltung, wobei sich das globale Dividendenwachstum von plus sechs Prozent als deutlich widerstandsfähiger erwies als das globale Gewinnwachstum von minus zwei Prozent.

Doch reicht eine hohe Dividendenrendite allein aus, um aus dem Schatten der Tech-Werte herauszutreten? „Für das kommende Jahr sollten die Unternehmen auch die nötige Qualität mitbringen, eine wirtschaftliche  Schwächephase auszuhalten. Preissetzungsmacht und eine niedrige Verschuldung sind Attribute, die im aktuellen Konjunkturumfeld Stabilität bieten. Bei einem längerfristigen Anlagehorizont sind die im historischen Vergleich günstigen Bewertungen von Aktien mit hoher Dividendenrendite ist ein starkes Argument dafür das Dividendenaktien aus dem Schatten der glorreichen Sieben heraustreten können“, führt Galler aus. Die Künstliche Intelligenz werde die Wirtschaft revolutionieren und gewaltige neue Absatzmärkte für Technologieunternehmen schaffen.  „Doch der Filmklassiker und Namensgeber mahnt auch zur Vorsicht – nur drei der glorreichen Sieben haben den Showdown im Film überlebt“, sagt Galler.

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Marktkommentar von Erling Kise, Co-Portfoliomanager des DNB Fund Technology bei DNB Asset Management:

Seit mehr als drei Jahrzehnten hat sich der Technologiesektor besser entwickelt als andere Sektoren. Dies ist vor allem auf seine zentrale Rolle bei der Steigerung der Produktivität und der Förderung von Innovationen in allen Branchen zurückzuführen. Die Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Weiterentwicklung des Sektors machen ihn zu einer soliden Wahl für langfristige Investitionen. Die fortschreitende digitale Transformation in verschiedenen Sektoren, insbesondere mit den neuen Anwendungen der künstlichen Intelligenz, unterstreicht diese Position. Wo sieht das DNB-Technologieteam der DNB aktuell die besten Chancen?

Derzeit dreht sich alles um die generative KI. Investitionen in generative KI, insbesondere in Unternehmen wie Meta und Salesforce, haben 2023 hervorragende Renditen erzielt. Die Gründe lagen sowohl in der Kostendisziplin als auch in den sich abzeichnenden Chancen im Bereich der generativen KI. Auch AMD und Adobe haben sich im vergangenen Jahr gut entwickelt. AMD ist einer der wenigen Hersteller von KI-Chips, und Adobe ist ein Vorreiter bei der Implementierung von generativer KI in seine bestehenden Produkte.

Für 2024 könnte NVIDIA bei den Investitionen in Rechenzentren führend sein wird. Der Aktienkurs geht dabei jedoch von einer reibungslosen Umsetzung aus, obwohl die nähere Zukunft nicht ganz so eindeutig ist. So könnte es sein, dass die Nachfrage nicht mit den anfänglichen Investitionen Schritt halten kann und ein Vakuum für die Chiphersteller entsteht, da Überkapazitäten abgebaut werden müssen. Zudem könnte es bei den Hyperscalern zu einer Verschiebung der Marktanteile zugunsten von AMD und eigenentwickelten ASICs kommen.

Im Bereich der Videospiele profitiert die Branche von einer günstigen demografischen Zusammensetzung: Der durchschnittliche Gamer ist Mitte 30 und damit deutlich jünger als die Konsumenten traditioneller Unterhaltungsformen wie etwa des Fernsehens. Auch wenn die Videospielindustrie weniger Geld pro Stunde einnimmt, so produziert sie doch häufig Inhalte, die für Werbetreibende ebenso attraktiv sind wie Live-Sport. Die Marktstimmung war nach der Corona-Pandemie rückläufig und bietet potenziell unterbewertete Investitionsmöglichkeiten, die der vorherrschenden Meinung widersprechen, dass das Wachstum des Sektors ein Plateau erreicht hat.

Zugang zu Daten als Schlüsselfaktor

Aus heutiger Sicht dürfte der gesamte Technologiesektor als großer Gewinner aus dem KI-Rennen hervorgehen. Der Schlüsselfaktor ist der Zugang zu Daten, der die Spreu vom Weizen trennen wird. Unternehmen mit einzigartigen Datenbeständen und Zugang zu Kapital werden in der Lage sein, ihre eigenen KI-Projekte zu entwickeln. Das Wachstum der KI wird weiterhin Hand in Hand mit der Entwicklung von Algorithmen für maschinelles Lernen, Datenanalyse, Cloud Computing und spezialisierter Hardware gehen. Der Hype spiegelt sich bereits in den Aktienkursen wider: Die “Magnificent Seven” sind im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 % gestiegen. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass Investoren Unternehmen ohne direkten Bezug zur generativen KI verkaufen, um den Kauf von Unternehmen mit generativer KI zu finanzieren, was zu erheblichen Marktverzerrungen in diesem Sektor führt und interessante Investitionsmöglichkeiten eröffnet. Führende Unternehmen wie Nvidia und die Cloud-Giganten Microsoft (Azure), Amazon (AWS) und Alphabet (GCP) sind die Hauptnutznießer der generativen KI. Der langfristige Erfolg wird jedoch von neuen Produkten abhängen, die für Unternehmen und Verbraucher auf den Markt gebracht werden, wie z. B. Co-Pilot von Microsoft und die neuen Werbetools von Meta.

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DNB Asset Management S.a. Finanzinstitut in Luxemburg, 13 Rue Goethe, 1637 Luxembourg, Tel: +352 26 29 82, https://dnbam.com/de

Kommentar von Hervé Chatot, Portfolio Manager und Spezialist für ESG-Staatsanleihen, La Française AM

Die mit Spannung erwartete COP 28 ist vorbei. Im Rahmen unseres kohlenstoffarmen Klimamanagements staatlicher Emittenten haben wir eine erste Bewertung der eingegangenen Verpflichtungen vorgenommen, um herauszufinden, inwieweit sie unsere klimapolitischen Analysen der Staaten verändern werden.

Unser Ansatz zur Analyse des staatlichen Klimarisikos basiert auf zwei wesentlichen Aspekten: Anpassung und Übergang. Der Anpassungsaspekt misst die Klimaanfälligkeit von Ländern im Verhältnis zu ihrer Anpassungsfähigkeit. Der Übergangsaspekt misst die Fähigkeit der Länder, von einer kohlenstoffintensiven zu einer grünen Wirtschaft überzugehen.

Betrachten wir also den Beitrag der COP 28 zu diesen beiden Punkten: Sind die möglichen Auswirkungen der Klimaschutzverpflichtungen weitreichend und ehrgeizig genug, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, oder handelt es sich wieder einmal nur um eine Absichtserklärung?

Neben der erneuten Verpflichtung, die Emissionen auf 1,5 °C zu begrenzen, fordert der Bericht zur globalen Bestandsaufnahme einen „Übergang weg von fossilen Brennstoffen“. Dies ist jedoch vor allem ein symbolischer Hinweis, der bei weitem nicht präzise genug ist.

Bezüglich des ersten Schwerpunkts, der Anpassung sind die Ergebnisse sehr enttäuschend. Anpassung wurde auf der COP 28 als zweitrangiges Thema behandelt, mit unzureichenden Diskussionen über die Finanzierung, geringen Fortschritten und wenig Klarheit über das globale Anpassungsziel (Global Goal on Adaptation). Die Unterstützung für die durch den Klimawandel am stärksten gefährdeten Länder ist eindeutig unzureichend. Es wirkt befremdlich, dass die größten Verursacher des Klimawandels sich nicht ausreichend um die schwerwiegenden Folgen kümmern, mit denen die am stärksten betroffenen Länder konfrontiert sind.

Bezüglich des zweiten Schwerpunkts, dem Übergang, sind zweifellos positive Fortschritte bei der Dekarbonisierung des Energiesektors zu verzeichnen. Die Frage ist jedoch, ob die getroffenen Zusagen die globalen Treibhausgasemissionen wirklich schneller reduzieren werden, um bis 2030 und 2050 wieder einen mit den Zielen des Pariser Abkommens vereinbarten Verlauf zu erreichen. Die wichtigste Verpflichtung ist die Verdreifachung der Kapazität erneuerbarer Energien und die Verdopplung der jährlichen Energieeffizienzrate bis 2030. Laut Climate Action Tracker (CAT) würde diese Maßnahme – wenn vollständig umgesetzt– die Lücke (Emissionslücke) zwischen den Emissionswerten der aktuellen Klimapolitik und den Emissionswerten eines 1,5 °C-Szenarios nur um ein Drittel verringern. Darüber hinaus gibt es viele Überschneidungen: Etwa ein Viertel der gesamten Emissionsreduktionen, die bei Annahme aller Maßnahmen erreicht werden könnten, sind bereits in den aktuellen NDCs (Nationally Determined Contributions) enthalten.

Deshalb halten wir die auf der COP 28 eingegangenen Verpflichtungen nach wie vor für völlig unzureichend, wenn es darum geht, die Emissionslücke zu schließen und zu einem Kurs zurückzukehren, der mit einem auf 1,5 °C begrenzten Temperaturanstieg vereinbar ist. Von den angekündigten Initiativen werden nur wenige einen nennenswerten Beitrag leisten, und viele sind noch zu vage und wenig ehrgeizig, um etwas zu bewirken. Die Glaubwürdigkeit der Regierungen bei der Umsetzung ihrer Versprechen bleibt unbeantwortet.

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Kommentar von Fabien DE LA GASTINE, Head of Interest Rates, La Française AM 

In den vergangenen Monaten hat sich die Kerninflation verlangsamt, bleibt aber weiterhin auf hohem Niveau. Das Wachstum in den USA zeigt sich weiterhin robust. In zahlreichen großen Volkswirtschaften ist die Übertragbarkeit der finanziellen Bedingungen auf die Realwirtschaft derzeit weniger ausgeprägt als in der Vergangenheit, und die Sensibilität gegenüber Zinsänderungen hat abgenommen. Tatsächlich haben viele Haushalte und Unternehmen langfristige Schulden zu niedrigen Zinssätzen gemacht, was ihnen vorerst einen gewissen Schutz vor steigenden Zinsen bietet.

In Europa sind die Inflationswerte in den letzten Monaten niedriger als erwartet ausgefallen. In Verbindung mit den niedrigeren Öl- und Gaspreisen sind die einjährigen Inflationserwartungen um rund 80 Basispunkte gesunken (für August 2024 wird nun ein Wert von 1,80 % erwartet, gegenüber 2,60 % Ende September), und die einjährige Forward-Inflation wird nun leicht über 2 % erwartet, was einem Rückgang von rund 35 Basispunkten entspricht.

Die wichtigste Marktprognose ist daher, dass die Desinflation genügend Fortschritte gemacht hat, sodass die meisten Zentralbanken in den Industrieländern bald mit der Senkung ihrer Leitzinsen beginnen können. Dadurch würde das Risiko einer harten Landung verringert und der Weg für eine erneute moderate Wachstumsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2024 geebnet.

Trotz der anhaltenden Risiken der globalen Geopolitik und der Tatsache, dass die negativen Schocks auf der Angebotsseite den negativen Schocks auf der Nachfrageseite gewichen sind, dürfte die Kerninflation in den nächsten Monaten in Richtung 2,5 % tendieren. Es bleibt ungewiss, ob sie langfristig auf diesem Niveau verharren oder sich angesichts der Auswirkungen der Zinssätze auf die Nachhaltigkeit der Nachfrage rasch in Richtung 2 % bewegen wird. Um eine Rückkehr der Inflation zum 2 %-Ziel sicherzustellen, muss die Dienstleistungskomponente, die derzeit sehr hoch ist, noch stärker zurückgehen. Dies wird angesichts der anhaltenden Spannungen auf dem Arbeitsmarkt etwas dauern. Die Löhne werden 2024 stärker steigen als die Inflation, was die Inflation (insbesondere im Dienstleistungssektor) weiter anheizen wird, und die negativen Basiseffekte auf die Energiekomponente werden sich positiv auswirken. Bestimmte Fördermaßnahmen dürften aufgehoben werden und die Inflation weiter ankurbeln (z. B. die Rücknahme von Mehrwertsteuersenkungen oder das allmähliche Auslaufen des französischen Zollschutzes). Die Lebensmittelinflation könnte hartnäckig bleiben, wobei gewisse Risiken durch ungünstige klimatische Extremereignisse gegeben sind.

Die Höhe des Inflationsrückgangs und die ersten Zinssenkungen, mit denen die Märkte gerechnet haben, erscheinen nun übertrieben. Wir bleiben daher bei den kurzfristigen Zinsen in den ersten Monaten des Jahres vorsichtig, da die Gefahr besteht, dass die Zentralbanken ihre Zinssenkungen hinauszögern. Das lange Ende der Kurve wird durch das Angebot beeinflusst, insbesondere in den USA, wo die Befürchtung besteht, dass das US-Treasury seine Emissionen 2024 weiter erhöhen wird, vor allem in der ersten Jahreshälfte, aber auch durch die Höhe des neutralen Zinssatzes, dem sich die Zentralbanken annähern wollen. In Europa rechnet der Markt mit einem neutralen Zinssatz von 2 %, der nur schwer zu senken sein wird, es sei denn, es kommt in der ersten Jahreshälfte zu einem makroökonomischen Schock, was wir jedoch nicht erwarten.

In diesem Umfeld, in dem die Inflationserwartungen günstig erscheinen und die Risiken für die kurzfristigen Zinssätze sowie die Laufzeitprämien am langen Ende der Kurve steigen könnten, bevorzugen wir in den kommenden Monaten die realen 5-jährigen Zinssätze.

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In der jüngsten Fondsmanager-Umfrage der Bank of America zeigt sich, dass die Fondsmanager eine Rezessionsgefahr abgehakt haben.

Der gleichzeitig veröffentlichte Empire State Index der Einkaufsmanager ist auf der anderen Seite so negativ wie nie seit 2020 und klar rezessiv. Die Börsen spielen zwar noch das bestmögliche Szenario, haben aber seit Wochen keine neuen Hochs mehr geschafft. „Egal wer jetzt recht behält: Kommt eine auch nur milde Rezession, werden 80 Prozent der Fondsmanager auf dem falschen Fu0ß erwischt“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH.

In der von der Bank of America Merrill Lynch durchgeführten Umfrage unter Fondsmanagern ist der Anteil derer, die noch eine US-Rezession erwarten, auf siebzehn Prozent gefallen. „Das ist der tiefste Stand seit knapp einem Jahr“, sagt Bente. „Zugleich ist die Zahl derer, die nur ein Soft Landing oder gar ein No Landing, also eine Form des Goldilocks, erwarten, auf fast 80 Prozent gestiegen.“ Das ist ebenfalls der höchste Wert seit mehr als einem Jahr. Kurzum: Kaum einer erwartet mehr eine Rezession. Umso größer wäre das Überraschungspotenzial, wenn sie dann doch kommt.

Gleichzeitig wurde der Empire State Index veröffentlicht, der Einkaufsmanager-Index des verarbeitenden Gewerbes im Bezirk New York. Das ist eine der Regionen neben dem Bezirk Philadelphia, die sich für das produzierende Gewerbe häufig als Vorlaufindikator bewiesen hat, denn hier liegt der Rust Belt, das industrielle Herz der USA. „Deshalb haben diese beiden regionalen Umfragen im Bereich Einkaufsmanager-Indizes aus unserer Sicht eine höhere Bedeutung als andere regionale Umfragen“, so Bente.

Nun ist der gerade veröffentlichte Empire State Index deutlich eingebrochen auf das niedrigste Niveau seit Mai 2020 und klar rezessiv. „Ein Datenpunkt allein ist zwar nicht aussagekräftig“, sagt Bente. „Noch fehlt die Bestätigung von anderen Indizes wie dem Philly Fed Index.“ Dennoch sei es interessant, dass das just zu einem Zeitpunkt passiere, an dem die Märkte extrem nach oben gelaufen seien, aber seit knapp vier Wochen an Kraft verlieren und keine neuen Hochs erreichen. Auf der anderen Seite sind die Investoren so zuversichtlich wie nie seit dem 2022er-Zinsschock, dass es dieses Mal anders ist und doch nicht zu einer Rezession kommt. „Und genau in diesem Moment wartet am aktuellen Rand ein wichtiger Vorlaufindikator mit einer gänzlich diametralen Botschaft auf“, sagt Bente.

Wozu könnte das führen? Sollte es doch anders kommen als die Mehrheit erwartet und so, wie es in der Vergangenheit immer war, dass auf solche Zinsschocks auch Rezessionen folgen, dann würden die Investoren in ihrer überwiegenden Mehrheit auf dem völlig falschen Fuß erwischt. „Sie haben ihre Portfolios nicht für Rezessionen aufgestellt, sind viel zu bullish mit entsprechend hohem Anpassungsbedarf in den Portfolios“, sagt Bente. „Und damit sorgen sie im Fall der Fälle für entsprechend negatives Abwärtsdruckpotenzial für die Aktienmärkte, verstärken also einen möglichen Abschwung.“

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen. Der Vates Aktien Offensiv Fonds fokussiert sich hingegen auf die besten Stockpicker und deren „Lieblingsaktien“. Das Augenmerk liegt dabei auf Einzelaktien mit einem High-Conviction-Ansatz, um ein größtmögliches Alpha zu erzielen.

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Kapitalmarktunion schießt am Ziel vorbei – Leidenschaftslosigkeit aufgrund von Fragmentierung und nationaler regulatorischer Bedenken – Asset-Management-Branche verhält sich paradox

Nicht zuletzt die Lehman-Pleite 2008 verdeutlichte, dass die von Banken ausgehenden Risiken ganze Volkswirtschaften bedrohen können. Schließlich waren Banken insbesondere in Kontinentaleuropa die Hauptfinanziers von Unternehmen. Die als Ergebnis 2015 geforderte Kapitalmarktunion zielt auf die Defragmentierung und Vertiefung der Kapitalmärkte in der EU und letztlich auch auf Diversifizierung durch stärkere Beteiligung von Nicht-Bank-Marktakteuren an der Unternehmensfinanzierung ab. Auf der kapitalnehmenden Seite sollen insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen profitieren, unter anderem durch Bürokratieabbau beim Börsengang. Auf der kapitalgebenden Seite sollen Privatanleger stärker von Kapitalmarktrenditen profitieren können, die die Zinseinnahmen auf Bankkonten und Sparbüchern langfristig übertreffen und damit zu einer verbesserten Vermögensbildung und Altersversorgung für größere Bevölkerungsteile beitragen.

Auswirkung auf die Asset-Management-Branche

Die EU-Kommission ist generell nicht abgeneigt, die Asset-Management-Branche zu unterstützen: Sie schuf die Fondsvehikel EuVECA (2013) und ELTIF (2015) und erlaubte gegenüber vergleichbaren AIF-Fondsvehikeln eine maximal vereinfachte Vertriebszulassung in lokalen EU-Märkten. „Aber die Erwartung, dass durch eine alleinige Erleichterung der Distribution und der internationalen Geschäftsexpansion die Asset-Management-Branche in Ekstase geriete, erwies sich als realitätsfern“, sagt Michael Klimek, Geschäftsführer der Dolphinvest Consulting. Auch die folgenden Verordnungsnovellen änderten dies nicht, selbst wenn beispielsweise geringere Kapitalanforderungen für Privatanleger nach Ansicht des Experten eine wichtige und richtige Korrektur darstellten. „Statt heißer Liebe für die neuen Fondsvehikel herrscht nach wie vor überwiegend Leidenschaftslosigkeit“, so Klimek.

Drei Gründe für die mangelnde Euphorie

Erstens können die neuen Fonds nicht im Rahmen einer bloßen Anlagevermittlung an Privatanleger vertrieben werden. Vielmehr ist eine Anlageberatung, mindestens jedoch die Geeignetheitsprüfung des Privatanlegers zwingend erforderlich. Der Vertrieb über freie Finanzvermittler sei dadurch eingeschränkt, weiß Klimek.

Zweitens ist der Markt der Asset-Management-Branche selbst hochgradig fragmentiert. Allein in Deutschland waren Ende 2023 683 Kapitalverwaltungsgesellschaften bei der BaFin registriert sowie weitere 546 Unternehmen mit einer Erlaubnis zur Finanzportfolioverwaltung. Der Branchenexperte ist überzeugt: „Für die meisten Marktteilnehmer ist die Möglichkeit EU-weiter Fondsdistribution eine allenfalls theoretische Option, für die Praxis aber völlig irrelevant. Sie sind reine Lokalmatadoren“. Selbst viele der großen Player, die EU-weit operieren, haben keine Direktkundenabteilungen vor Ort.

Drittens gebe es regulatorische Bedenken auf nationaler Ebene. Klimek stellt fest: „Einige nationale Regulatoren haben vor den Risiken gewarnt, die sich aus einem größeren Engagement der Privatanleger in weniger liquiden Anlagen ergeben. Marketing geht anders!“ Und weiter: „Solange es überdies keine nennenswerten EU-einheitlichen Steuerprivilegien gibt, werden sich die neuen Vehikel zur Unterstützung der Altersvorsorge nicht in der Breite der EU durchsetzen können.“

Druck wächst

Die anhaltende Serie politischer und wirtschaftlicher Krisen führt fünfzehn Jahre nach Lehman wieder zu Handlungsdruck, zu schnellem und effektivem Handeln. Paschal Donohoe, Präsident der Euro-Group, betonte im März 2023, dass es jetzt an der Zeit sei, mit der Vertiefung und Stärkung der Kapitalmärkte weiterzumachen, um „in eine bessere Zukunft unserer Bürger“ zu investieren.

Und auch die Finanzminister Deutschlands und Frankreichs konstatierten in einem gemeinsamen Gastartikel in der Financial Times im September 2023: „In den letzten zehn Jahren hat das Kapitalmarktwachstum anderer großer Industriemächte durchweg das der EU übertroffen. Die Zahl der Börsengänge war früher ähnlich hoch wie in den USA, heute ist sie weniger als halb so hoch. Im Kern ging es bei dem Projekt der Kapitalmarktunion immer darum, die Fragmentierung der Märkte zu verringern.“ Sie forderten: „Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Anstrengungen verstärken.“

Paradoxes Verhalten

Laut Klimek beziehen Asset Manager ihre Daseinsberechtigung aus der Existenz der Kapitalmärkte und aus der Selektion börsennotierter Finanzinstrumente. Sie selbst scheuen aber vor dem Börsengang ihrer eigenen Unternehmen zurück, obwohl ihnen das größere Sichtbarkeit, bessere Kapitalausstattung für die geschäftliche Expansion und Vorteile bei der Personalbindung und der Nachfolgeregelung brächte. „Die Gründe für die Zurückhaltung liegen auf der Hand: Asset Manager benötigen im Gegensatz zu Banken und Versicherern nur minimales regulatorisches Eigenkapital, und ihre optimalen Cashflows schützen sie vor Illiquidität. Fremdkapital ist für Asset-Management-Unternehmen – mit Ausnahme von Privatmarktspezialisten – ein Fremdwort, das aus der Realwirtschaft kommt“, weiß Klimek. Um sich an der Börse mit zusätzlichem Eigenkapital versorgen zu wollen, benötigen Asset Manager in den Augen des Branchenexperten wachstumsfördernde Rahmenbedingungen und hinreichende Anreize.

„Sollte die EU mit der Kapitalmarktunion auch den Börsengang von Unternehmen fördern wollen, muss es auch mehr IPOs von Asset-Management-Unternehmen geben“, fordert Klimek und weist auf ein Missverhältnis hin: „Die Tatsache, dass der ARC ALPHA Global Asset Managers der bislang einzige Publikumsfonds ist, der ausschließlich in börsennotierte Asset Manager investiert, zeigt es deutlich. Einerseits ist die Asset-Management-Branche von enormer volkswirtschaftlicher Bedeutung als Hauptdienstleister auf der Buy-Side der globalen Kapitalmärkte und andererseits ein völlig unterrepräsentierter Sektor auf deren Sell-Side.“ In der Auflösung dieses Missverhältnisses sieht der Experte erhebliches Potenzial für langfristig denkende Investoren.

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Kommentar von Thomas Dhainaut, Head of Global Equities, La Française AM 

Das Jahr 2023 endete positiv mit einem Anstieg der Aktienindizes um fast +20 %, trotz eines bescheidenen Gewinnwachstums von nur +2,0 %. Der Anstieg der Multiples war die Haupttriebfeder für diese Entwicklung. Der Technologiesektor, vor allem in den USA, war maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich, nachdem die Nasdaq einen beachtlichen Anstieg von mehr als 50 % und ein Gewinnwachstum von 4 % verzeichnete. Darüber hinaus zeigte sich eine deutliche Performancekonzentration im S&P 500: Sieben Aktien (Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Tesla, Nvidia und Meta) trugen mehr als 70 % zur Performance des Index bei. Der S&P Equal Weight Index verzeichnete einen moderateren Anstieg von +11 %, verglichen mit dem S&P 500 von +23 %. In Europa lag die Performance trotz eines Gewinnrückgangs von -1,0 % ebenfalls bei fast +20 %. In Asien war die Entwicklung uneinheitlich: Japanische Aktien legten um fast 30 % zu, während chinesische Aktien um mehr als 10 % fielen. Drei Faktoren trugen zur günstigen Entwicklung der japanischen Unternehmen bei: eine weiterhin akkommodierende Geldpolitik, eine Abwertung des Yen (-11 %) und ein stetiger Geschäftsfluss sowie Änderungen der Vorschriften für japanische „Aktiensparpläne“ (Äquivalent zum französischen PEA) haben die Anleger dazu ermutigt, in Aktien umzuschichten.

Im Jahr 2024 dürfte das globale Wirtschaftswachstum in allen Regionen, mit Ausnahme der Eurozone, schwächer ausfallen. In der ersten Jahreshälfte könnte die Eurozone sogar positiv überraschen, indem die Erholung der Nachfrage durch eine Aufstockung der Lagerbestände gestützt wird. Auch die Frühindikatoren (IFO, ZEW) tendieren nach oben.

In den USA dürfte das erwartete Gewinnwachstum (+11 % beim S&P 500) [1], das einmal mehr vom Technologiesektor, der 40 % zum Wachstum beiträgt, angetrieben wird, angesichts des erwarteten Umfelds in diesem Jahr etwas hoch angesetzt sein.

Gegenüber Asien und insbesondere China bleiben wir vorsichtig, denn trotz niedriger Bewertungen (9,2 mal 12-Monats-Gewinn) bleibt die Dynamik des Gewinnwachstums negativ. Während Japan eine positive Dynamik beibehalten könnte, scheint das Ziel eines 26%igen[2] Wachstums der Unternehmensgewinne zu ehrgeizig zu sein.

Dies bedeutet, dass wir – zumindest anfänglich – die Eurozone bevorzugen, deren Bewertungen im Vergleich zu den USA auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren sind. Zu den Bereichen, auf die wir uns konzentrieren werden, gehören: Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Immobilien, Klimaschutzlösungen einschließlich der Anbieter von Anlagen für erneuerbare Energien (Kabelunternehmen, Wind- und Solarenergieerzeuger) und Akteure im Bereich Energieeffizienz.

Auf der Ende 2023 stattfindenden COP28 wurden zahlreiche Ziele festgelegt, darunter eine Verdreifachung der Produktionskapazitäten für erneuerbare Energien und eine jährliche Verdoppelung der Verbesserung der Energieeffizienz von 2 % auf 4 % bis 2030. Diese Ziele sind ermutigend und werden unsere Überzeugungen für 2024 untermauern.

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