Amundi hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Alpha Associates, einem unabhängigen Vermögensverwalter von Privatmarkt-Multi-Manager-Anlagelösungen, unterzeichnet.

Die Akquisition wird Amundi mit einem 70-köpfigen Experten-Team, einem verwalteten Vermögen von rund 20 Mrd. Euro, einem erweiterten Multi-Manager-Angebot in den Anlageklassen Private Debt, Infrastruktur, Real Estate, Private Equity und Venture Capital sowie einer größeren Kundenbasis und geografischen Reichweite zu einem führenden europäischen Privatmarkt-Anbieter machen. Außerdem stärkt Amundi durch die Akquisition die im derzeitigen Marktumfeld wichtige Präsenz im Sekundärmarkt. Amundi erweitert mit der Akquisition zudem sein Angebot an Privatmarktfonds und maßgeschneiderten Lösungen für bestehende institutionelle Kunden weltweit und treibt die Entwicklung geeigneter Privatmarktprodukte für Privatanleger voran.

Zusammenschluss zweier komplementärer Anbieter

Alpha Associates ist ein 2004 gegründeter und in Zürich ansässiger, eigentümergeführter Spezialist für Privatmarkt-Multi-Manager-Lösungen mit einem verwalteten Vermögen von aktuell 8,5 Mrd. Euro. Alpha Associates bedient mehr als 100 institutionellen Kunden – insbesondere Pensionseinrichtungen und Versicherungen mit Schwerpunk in der Schweiz, Deutschland und Österreich – mit differenzierten Funds-of-Funds-Lösungen in den Anlageklassen Private Debt, Infrastruktur und Private Equity.

Diese Expertise wird mit dem bestehenden Privatmarkt-Multi-Manager-Setup von Amundi zusammengeführt: ein engagiertes Team mit Sitz in Paris, mit mehr als 20 Jahren Erfahrung, das aktuell ein Vermögen von 12 Mrd. Euro für institutionelle Kunden hauptsächlich in Frankreich, Italien und Spanien verwaltet. Im Rahmen der Transaktion werden die Multi-Manager-Aktivitäten von Amundi und Alpha Associates im Privatmarkt in einem neuen Geschäftsbereich zusammengefasst.

Breiteres Angebot in einem von langfristigen Trends profitierenden Wachstumsmarkt

Die Privatmärkte zählten in den letzten Jahren zu den wachstumsstärksten Bereichen in der Vermögensverwaltung – angetrieben durch den Wunsch von Investoren, ihre Portfolios mit alternativen Anlageklassen zu diversifizieren, die über den Zyklus hinweg nachweislich attraktive Renditen bei geringer Volatilität bieten. Multi-Manager-Lösungen können sie dabei unterstützen, indem sie Zugang zu einem breiteren Spektrum an Managementkompetenzen und damit zu einer breiteren Diversifikation und einem verbesserten Risikoprofil bieten. Zudem können sie auch Privatanlegern, die bisher nur unzureichend in Real-Asset-Produkte investieren konnten, den Zugang zu dieser Anlageklasse ermöglichen.

Eine Transaktion, die erheblichen Wert schafft

In Übereinstimmung mit den strategischen Plänen und der finanziellen Disziplin von Amundi wird die Transaktion dank Umsatzsynergien und dem starkem Wachstumspotenzial einen erheblichen Wertzuwachs schaffen. Die Kapitalrendite wird im dritten Jahr nach Abschluss der Transaktion unter Berücksichtigung von Umsatzsynergien bei über 13% liegen.

Die Transaktion sollte vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen bis zum dritten Quartal 2024 abgeschlossen sein.

Valerie Baudson, Chief Executive Officer von Amundi, kommentiert: „Privatmärkte haben in der Asset-Management-Branche in den letzten Jahren ein anhaltendes Wachstum verzeichnet, da Anleger ihre Portfolio-Allokation in diese Anlageklasse erhöht haben. Zudem dürfte das Segment auch von der Nachfrage von Privatanlegern nach Real-Asset-Lösungen profitieren. Die Übernahme von Alpha Associates wird es Amundi daher ermöglichen, seine Kundenbasis, die Kompetenzen und das Produktangebot in einem vielversprechenden Markt erheblich auszubauen. Im Einklang mit unserem strategischen Ziel, unsere Präsenz in den Bereichen Alternative und Real Assets in Europa auszubauen, können wir durch diesen Schritt für unsere Kunden und Aktionäre einen erheblichen Mehrwert schaffen.”

Dominique Carrel-Billiard, Head of Alternative und Real Assets bei Amundi, fügt hinzu: „Wir freuen uns, die erfahrenen Teams von Alpha Associates willkommen zu heißen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Das Multi-Manager-Modell ist dank der Diversifikation hinsichtlich Anlageklassen und Zielfondsmanagern sehr widerstandsfähig. Neben dem signifikanten Wachstumspotenzial für institutionelle Kunden eignet es sich auch für den Privatanlegermarkt. Der erweiterte Geschäftsbereich Amundi Alternative & Real Assets wird ideal positioniert sein, um die Bedürfnisse einer wachsenden Zahl von Kunden zu bedienen und vom starken Rückenwind in der Branche zu profitieren.”

Peter Derendinger, Gründungspartner und CEO von Alpha Associates, der das gemeinsame Geschäftsfeld leiten wird, erklärt: „Wir freuen uns, zu Amundi zu stoßen, um einen der führenden Asset Manager weltweit bei seinem strategischen Ziel zu unterstützen, die Position im Privatmarkt auszubauen. Alpha Associates teilt mit Amundi den Anspruch, hervorragende risikoadjustierte Renditen für Kunden zu erwirtschaften.”

Über Amundi

Amundi, der führende europäische Vermögensverwalter und einer der Top 10 Global Player, bietet seinen 100 Millionen Kunden – Privatanlegern, Institutionen und Unternehmen – ein umfassendes Angebot an aktiven und passiven Spar- und Anlagelösungen, in herkömmlichen Vermögenswerten oder in Sachwerten. Dieses Angebot wird durch IT-Tools und -Dienstleistungen ergänzt, um die gesamte Wertschöpfungskette der Geldanlage abzudecken. Amundi, eine Tochtergesellschaft der Crédit Agricole Gruppe, ist börsennotiert und betreut aktuell ein verwaltetes Vermögen von mehr als 2,04 Billionen Euro.

Mit seinen sechs internationalen Investmentzentren, den Research-Kapazitäten im finanziellen und nichtfinanziellen Bereich sowie dem langjährigen Bekenntnis zu verantwortungsvollem Investieren ist Amundi einer der wichtigsten Akteure im Asset Management. Die Kunden von Amundi profitieren von der Expertise und der Beratung von 5.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 35 Ländern.

Verantwortlich für den Inhalt

Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Am 10. Februar beginnt mit dem chinesischen Neujahrsfest das Jahr des Drachen.

Zugleich bemüht sich China intensiv, die Stimmung der Investoren zu verbessern und die Tiefstände am Aktienmarkt sowie die Immobilienkrise hinter sich zu lassen. Die Erfolgschancen stehen nicht schlecht, sagt Jasmine Kang, Portfoliomanagerin für chinesische Aktien bei der Fondsboutique Comgest, und gibt eine Einschätzung ab:

Das Jahr des Drachen verbinden viele Chinesen mit großen Erwartungen. Nach dem chinesischen Tierkreiszeichen steht dieses Fabelwesen für Kraft, Wohlstand und Glück. Daher wollen viele Menschen in dieser Zeit heiraten, ein Haus kaufen oder Kinder bekommen, um später sagen können: „Es geschah im Jahr des Drachen“. Wir bei Comgest sind zwar keine Feng-Shui-Meister, die Vorhersagen für das kommende Jahr machen, aber wir denken, dass der chinesische Jahreswechsel ein guter Anlass ist, den zuletzt enttäuschenden chinesischen Aktienmarkt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wendepunkt in Sicht

Der chinesische Aktienmarkt erlebte 2023 einen kräftigen Einbruch, gefolgt von einem erneuten Kursrückgang Anfang 2024. Der Immobilienabschwung hat sich seit Mitte 2021 über 30 Monate hingezogen, und die lange verfolgte strenge Covid-Politik hat das Verbrauchervertrauen zusätzlich geschwächt. Dennoch besteht unserer Ansicht nach keine unmittelbare Gefahr, dass eine Vermögensblase platzt. Chinas Immobilienpreise liegen im Schnitt beim 6,3-fachen des jährlichen Haushaltseinkommens und damit deutlich niedriger als in den meisten Industrieländern (in den USA liegt der Multiplikator etwa bei 9,5)1. Das deutet darauf hin, dass die chinesischen Immobilienpreise angemessen sind. Zudem ist der Anteil des Immobiliensektors am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 30 Prozent im Jahr 2020 auf aktuell unter 20 Prozent gesunken. Der Einfluss des Sektors auf das Wirtschaftswachstum hat sich bereits deutlich reduziert.

Zugleich hat der Vermögenseffekt des schwachen chinesischen Immobilienmarktes zur anhaltenden Schwäche des Binnenkonsums beigetragen. Trotzdem verzeichnete der Markt für E-Fahrzeuge in China mit einem Plus von 38 Prozent bei den Verkaufszahlen 2023 ein weiteres erfolgreiches Jahr2. In Zukunft könnten günstige E-Fahrzeuge aus den Schwellenländern den etablierten Marken mit geringerem Fokus auf E-Mobilität Anteile am globalen Markt abknöpfen. Wir glauben, dass China hier eine ähnliche Rolle spielen wird wie Japan und Korea in den 1970er bis 1990er Jahren, als die preisliche Wettbewerbsfähigkeit und die Qualität ihrer Produkte den Export ankurbelten. Einen weiteren Lichtblick liefert die Reisetätigkeit. Die durchschnittliche Sitzplatzkapazität für Auslandsflüge stieg im Januar 2024 um mehr als 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr3. Am größten war die Zunahme bei Flügen nach Japan, gefolgt von Malaysia, Vietnam, Südkorea, Singapur, Europa und den USA.

Attraktive Innovationen

Die starke Innovationsfähigkeit von Unternehmen hält unbeeindruckt von der Wirtschaftsschwäche an. Analysten und Portfoliomanager von Comgest besuchten die Shanghai Industrial Show im November 2023 und trafen dort asiatische Marktführer wie Delta (Taiwan) und Inovance (China) sowie ihre etablierteren Konkurrenten wie Fanuc und Yaskawa (beide Japan) und Siemens (Deutschland). Die Nachfrage nach Automatisierung in der Automobilindustrie und Robotik bei industriellen Produktionsprozessen generell wächst weiter, und fast alle Wettbewerber berichteten, das ausgewählte chinesische Unternehmen durch verbesserte Produkte Marktanteile dazugewinnen. China hat seinen ersten Sieben-Nanometer-Chip vorgestellt, der sich noch im Anfangsstadium der Produktion befindet, so dass wir seine Qualität und Leistungsfähigkeit noch überprüfen müssen. Ein weiteres Beispiel für die steigende Exportnachfrage ist die Medizintechnik, wo wir sehen, dass Mindray außerhalb Chinas qualitativ hochwertige Aufträge für seine Patientenüberwachungs- und Hämatologiesysteme erhält.4

Auf dem Weg zur Klimaneutralität

Als langfristig orientierter Investor wissen wir um die Hürden des Transformationsprozesses im Reich der Mitte: Dazu zählen potenziell Technologie, Kosten und Geopolitik. Unser Research signalisiert aber, dass sich der Übergang zur Kohlenstoffneutralität weiter beschleunigt hat. CATL (China) und LG Energy Solution (Südkorea) sind die beiden größten Batteriehersteller der Welt und verfügen über Kostenvorteile, umfassende technologische Fähigkeiten und eine globale Präsenz. Li Auto sticht unter den chinesischen Anbietern im Bereich der neuen E-Autos durch Produktdesign, Kostenmanagement und Geschäftswachstum hervor5. Im Solarbereich sind wir der Meinung, dass Solarglas weniger Preisdruck und technologische Disruption erfahren wird und zugleich geopolitisch weniger exponiert ist als andere Sektoren. Das chinesische Unternehmen Xinyi Solar ist der größte Solarglashersteller der Welt6. Xinyi Solar hat aufgrund seiner Größe, Effizienz und Managementerfahrung einen starken Kostenvorteil gegenüber seinen Mitbewerbern.

Auf die Kraft des Drachen setzen

Angesichts des erwarteten niedrigeren Zinsniveaus im US-Dollarraum und einer wahrscheinlichen Bodenbildung auf dem chinesischen Immobilienmarkt – einhergehend mit anhaltendem Fortschritt bei Innovation und Energie – könnte eine Umschichtung nach Fernost für Anleger eine interessante Investmentstrategie sein. Während das Jahr des Hasen zu Ende geht und der Drache entfesselt wird, ist es unserer Meinung nach an der Zeit, nach qualitativem, langfristigem Wachstum in China Ausschau zu halten.

1 Quelle: CREIS, NBS, Demographia, J.P. Morgan Schätzungen. 2 Quelle: Chinese Association of Automobile Manufacturers 3 Quelle: OAG Data.4 Comgest, Mindray 5 www.blackridgeresearch.com 6 www.xinyisolar.com

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Comgest Deutschland GmbH, Sky Office, Kennedydamm 24, D-40476 Düsseldorf, Tel.: +49 21144038721, www.comgest.com

Zum dritten Mal in Folge unter den Top-Fondsgesellschaften / 18 Jahre in Folge für herausragenden Service ausgezeichnet

J.P. Morgan Asset Management wurde beim 22. Capital Fonds-Kompass erneut die Höchstnote von fünf Sternen verliehen. Bei der Auszeichnung der besten deutschen Universal- und Spezialanbieter für Investmentfonds erreichte J.P. Morgan Asset Management als beste ausländische Fondsgesellschaft den 3. Platz der Universalanbieter mit großer Fondspalette und liegt insgesamt auf dem 7. Rang der zehn ausgezeichneten Fondsgesellschaften.

Seit 2003 analysiert das Wirtschaftsmagazin Capital jährlich die wichtigsten in Deutschland tätigen Fondshäuser. Nur die besten zehn Anbieter werden mit fünf Sternen ausgezeichnet. Die Ermittlung der Top-Fondsgesellschaften erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Ratinghaus Scope und dem Institut für Vermögensaufbau (IVA). Neben der Qualität der aktiven Publikumsfonds gehen auch die Managementleistung, der Service sowie die Breite der Produktpalette in das Urteil ein. In der diesjährigen Capital-Bewertung konnte J.P. Morgan Asset Management vor allem in der Kategorie Fondsqualität punkten.

„Dass wir zum dritten Mal in Folge als einer der besten Universalanbieter in Deutschland anerkannt werden, ist eine großartige Bestätigung des aktiven Mehrwerts unseres Portfoliomanagements“, freut sich Christoph Bergweiler, Leiter des Fondsgeschäfts von J.P. Morgan Asset Management in Kontinentaleuropa. Er betont, dass angesichts des Wettbewerbs durch höhere Zinsen auf Spareinlagen und Tagesgelder die ganze Branche gefordert ist, den Mehrwert des aktiven Managements unter Beweis zu stellen. „Wir haben durch die aktuell vorherrschenden hohen Bewertungsdivergenzen die Chance zu zeigen, dass aktiv gemanagte Kernanlagen vor allem langfristig attraktiver sind als Geldmarktinvestments“, unterstreicht Bergweiler.

Seit 18 Jahren für herausragenden Service ausgezeichnet

Das Team von J.P. Morgan Asset Management konnte sich in diesem Jahr zudem einmal wieder als Fondsgesellschaft mit der höchsten Service-Qualität in Deutschland behaupten. Die Gesellschaft steht seit 2007 ununterbrochen für herausragenden Service auf dem Siegerpodest des deutschen Fondspreises. Seit einer Dekade nimmt J.P. Morgan Asset Management dabei kontinuierlich den Spitzenplatz ein.

Der DEUTSCHE FONDSPREIS in der Kategorie „Service“ wird den drei Fondsgesellschaften, Maklerpools und Sachwertinvestment-Anbietern mit der besten Service-Qualität verliehen. Als Basis für die Auswertung diente eine Leser-Befragung von FONDS professionell. Teilgenommen haben in diesem Jahr mehr als 6.000 Finanzprofis sowie Beraterinnen und Berater aller relevanten Vertriebsstrukturen. Insgesamt konnten 166 Fondsgesellschaften beurteilt werden. Die Befragten bewerteten die Qualität der Vertriebsunterstützung im Außen- und Innendienst, den Internetauftritt sowie das Marketing der Gesellschaften, sowie Basisqualitäten.

„Es mag banal klingen, aber wir standen und stehen in allen Marktphasen als verlässlicher Partner an der Seite der Vertriebspartnerinnen und -partner“, erläutert Christoph Bergweiler das „Erfolgsgeheimnis“ der langjährigen Top-Platzierung.  Dass J.P. Morgan Asset Management weiterhin für alle B2B-Kanäle umfangreiche Servicebausteine mit maßgeschneiderten Konzepten anbietet, wird wertgeschätzt. Ziel ist, die Beratung in allen Phasen der Investmententscheidung zu unterstützen – von Schulungen zum Kapitalmarktwissen über Produktinformationen bis hin zu verständlichen, für Endkunden nutzbaren Marketingdokumenten. „Es ist uns ein großes Anliegen, Verständnis für die Faktoren zu schaffen, die auf die globalen Märkte Einfluss nehmen und damit auch das Anlegerverhalten prägen. So unterstützen wir kontinuierlich den Aufbau von Finanzmarktwissen, damit die Entscheidungsfindung professionell und risikobewusst erfolgen kann“, führt Bergweiler aus.

Angesichts des starken Fokus von J.P. Morgan auf die Themen Technologie und Digitalisierung können zudem viele administrative Themen heute effizienter und vernetzter umgesetzt werden. Ein Beispiel ist die für das Asset Management entwickelte marktführende Investment-Plattform „SPECTRUM“, die mit KI-Modulen von der Datenanalyse über das Research bis hin zur Umsetzung im Portfolio-Management sowie für das Reporting eingesetzt wird. „Auch das Marktresearch profitiert von schnelleren Prozessen: Unser beliebter ‚Guide to the Markets‘ wird seit einigen Wochen täglich auf Deutsch aktualisiert“, erläutert Christoph Bergweiler.

Verantwortlich für den Inhalt:

J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Zukunftsweisende Perspektiven und Strategien für Vermittler:Innen und Berater:Innen – Innovative, ausgezeichnete Produkte und Dienstleistungen

Das neue Jahr hat mit neuen Herausforderungen und guten Chancen für BeraterInnen, VermittlerInnen und MaklerInnen begonnen. Das zeigen die Erkenntnisse der ersten Wochen mit diversen Veranstaltungen und das Fazit des Vertriebsgipfel am Tegernsee Anfang Januar. Was tut sich am Markt aktuell aus Vermittlersicht?
Was sind die Trends in diesem Jahr? Welche neuen Dienstleistungen und Produkte kann der Vertrieb erwarten?
Wie geht es mit dem Thema Provisionsverbot aus Brüssel weiter? Wer sind Maklers Lieblinge?

Weitere Themen u.a.:
Fast drei Viertel der Versicherungsmakler sind aktuell zwischen 55 und 70 Jahre alt. Bis 2030 wird es daher
einen starken Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in das Rentenalter geben. Dazu kommt das große
Recruiting- und Imageproblem der gesamten Branche, junge Menschen für diesen Beruf zu gewinnen.
Was der Branche bevorsteht, womit zu rechnen ist und wie darauf reagiert werden könnte, zeigt die neue
BearingPoint-Studie “Maklermarkt 2030”.

Bewertungsportale mit ihren Sternebewertungen und Kundenrezensionen spielen mittlerweile eine wichtige Rolle bei Kaufentscheidungen. „Bewertungsportale haben in der Verbraucherdemokratie enorm an Einfluss gewonnen“, sagt Axel Stempel, Geschäftsführer bei HEUTE UND MORGEN. „Für Finanzdienstleister gilt es, die Nutzung und Wirkung von Bewertungsportalen bei Finanzdienstleistungen besser zu verstehen und überzeugende Strategien im Umgang mit Kundenbewertungen zu entwickeln. Bislang herrscht hier nicht selten noch große Unsicherheit.“

Produktzentriertes Denken ist eine der Hauptursachen für fehlerhafte oder zumindest nicht optimale Finanzberatung. „Es ist deshalb an der Zeit, hier die Denkrichtung umzukehren“, sagt Horst Schneider, CEO der AIR GmbH. „Die Herausforderung besteht darin, eine Methodik in der Beratung zu schaffen, die nur auf objektiven Kriterien aufbaut und damit psychologische Barrieren überwindet – sowohl bei Kunden wie bei Beratern.“ Die Digitalisierung eröffnet hierbei neue Möglichkeiten.

Begrüßen Vermittlerinnen und Vermittler die neuen technischen Möglichkeiten oder befürchten sie eher
durch die KI überflüssig zu werden? Der AfW hat hierzu ein Stimmungsbild der Branche erhoben. Das
Ergebnis fällt differenziert aus. Der größte Teil der Vermittelnden hat noch keine klare Meinung, inwieweit
die Künstliche Intelligenz in ihr Berufsbild eingreifen und es verändern wird.

Mehr zu diesen und weiteren spannenden Themen finden Sie in dieser Ausgabe von „Vertriebserfolg 2024“.

Ihr Team vom FinanzBusinessMagazin.de

Hier geht es zur Online-PDF-Ausgabe: 2024_vertriebserfolg  

HTML-Ausgabe: https://www.yumpu.com/de/document/view/68619503/vertriebserfolg-2024

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FinanzBusinessMagazin.de, RedaktionMedien Verlag Astrid Klee, Schwaighofstr. 19 A, D-83684 Tegernsee Tel.: +49 (0)8022 50 70 436, www.FinanzBusinessMagazin.de

65 Prozent aller Neugelder flossen in Robotik, Automatisierung und KI  

ARK Invest Europe, zuvor Rize ETF, fasst die Entwicklungen am europäischen Markt für thematische ETFs für das vergangene Jahr 2023 zusammen.

Zu- und Abflüsse in thematische ETFs seit Jahresbeginn

Wie es sich bereits im Bericht des Monats November andeutete, konnte der thematische ETF-Markt im Gesamtjahr 2023 Neugelder in Höhe von insgesamt 2,2 Milliarden US-Dollar bei Anlegern einsammeln. Über 1,4 Milliarden Dollar und damit 65 Prozent aller Neugelder konnte das beliebteste Thema des Jahres Robotik, Automatisierung und KI für sich verbuchen.

Breite Umweltthemen beliebter als Spezialthemen des grünen Wandels

Weitere bemerkenswerte Zuflüsse zogen die breit angelegten Umwelt- und Klima-ETFs an. ARK Invest Europe zufolge bevorzugten die Anleger dabei eher ETFs, die den grünen Wandel in seiner ganzen Breite abbildeten als solche, die lediglich bestimmte Bereiche dieser Transformation bedachten. Zwei Beispiele untermauern diesen Trend: So flossen 2023 ganze 105 Millionen Dollar in globale Klima- und Umwelt-ETFs und beachtliche 92 Millionen Dollar in einen US-amerikanischen Klima- und Umwelt-ETF, der erst im September 2023 aufgelegt wurde.

Auch für Luxusgüter-ETFs war 2023 insgesamt ein erfolgreiches Jahr, was die Netto-Zuflüsse von 206 Millionen US-Dollar belegen. Jedoch erfolgten die meisten dieser Zuflüsse im ersten Quartal des Jahres nach der „Wiederöffnung“ Chinas. Im Laufe des folgenden Monats konnten die ETFs keine Dynamik aufbauen.

Das Thema der Kreislaufwirtschaft konnte Zuflüsse von 116 Millionen Dollar für sich vereinnahmen. Der Analyse von ARK Europe zufolge scheint es sich dabei jedoch um einen einzelnen Trade eines Anlegers in den ETF zu handeln.

Abflüsse von 3,2 Milliarden US-Dollar: Drei Themen entzogen sich der Anlegergunst

Bei den Abflüssen dominierten drei Themen. Warum die Anleger gerade dort ihr Kapital abzogen – dafür können den Experten von ARK Invest Europe zufolge sehr unterschiedliche Gründe angeführt werden.

Abflüsse bei Sauberer Energie, Infrastruktur und Cybersicherheit

Da Anleger eindeutig breiter angelegte Umwelt-ETFs priorisierten, verzeichneten enger gefasste Themen Abflüsse. Insbesondere ETFs des Themenfelds Saubere Energie traf dieser Trend: Anleger zogen 694 Millionen US-Dollar von dem Thema ab. Die Entwicklung schlug sich demzufolge auch in der Wertentwicklung nieder, wo Saubere Energie-ETFs nicht nur deutlich hinter dem Markt zurückblieben, sondern auch hinter breiter angelegten Fonds, die in den Übergang in ein umweltgerechtes Wirtschaftssystem investieren.

Auch bei den Infrastruktur-ETFs kam es zu Abflüssen in Höhe von 550 Millionen Dollar. ARK Europe zufolge ist das auf Anleger zurückzuführen, die sich von dieser eher auf lange Laufzeit angedachte Anlageklasse abwandten, die nicht genug Schutz vor Wertverlust boten. Allerdings konzentrierten sich die Abflüsse auf traditionelle Infrastruktur-ETFs und nicht auf zukunftsorientierte nachhaltige ETFs. ARK Invest Europe (zuvor Rize ETF) ist der Ansicht, dass Anleger Infrastrukturinvestitionen mit einer nachhaltigen Linse betrachten sollten, da dies mit der Art und Weise übereinstimme, wie Regierungen und supranationale Organisationen zukünftige Infrastrukturinvestitionen zuweisen wollen.

Cybersicherheits-ETFs verzeichneten im Jahr 2023 Abflüsse in Höhe von 507 Millionen US-Dollar. Im Gegensatz zu Sauberer Energie und Infrastruktur konnte hier von einer Underperformance aufgrund einer negativen Kursentwicklung keine Rede sein. Die ETFs im Bereich Cybersicherheit haben sich 2023 trotz eines höheren Zinsumfelds in einer äußerst beeindruckenden Weise entwickelt. Das beweist, dass dieses Thema zweifellos einer der wichtigsten Megatrends ist, das Anleger in ihren Portfolios berücksichtigen sollten. Aus Gesprächen mit zahlreichen Kunden ging ARK Europe zufolge hervor, dass die Anleger einen Teil ihrer Gewinne mitnahmen, insbesondere diejenigen, die 2022 zu einem Zeitpunkt in das Thema eingestiegen waren, als es 877 Millionen US-Dollar an Zuflüssen anzog.

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ARK Investment Management LLC, info@ark-invest.com , www.ark-invest.com

Anstieg der Dividendenausschüttungen in Europa für 2024 von um 6,5 % auf 433 Mrd. Euro prognostiziert, auch Dividendenrendite für Europa mit steigender Tendenz

Allianz Global Investors Dividendenstudie 2024 verdeutlicht starken Anteil der Dividende an der Gesamtperformance europäischer Aktien

Die stabilisierende Wirkung von Dividenden für das Gesamtportfolio sollte nicht unterschätzt werden

Die Dividendenauszahlungen im MSCI Europe erreichen erneut Rekordwerte: Berechnungen von Allianz Global Investors zufolge lagen die Dividendenzahlungen der Unternehmen des breiten europäischen Aktienindex MSCI Europe im Jahr 2023 bei rund 407 Mrd. Euro. Für 2024 werden rund 433 Mrd. Euro an Dividendenzahlungen erwartet. Gegenüber 2023 entspricht das einer Steigerung von etwa 6,5 %. Bis zum Jahr 2025 ist gar mit Dividendenauszahlungen in Höhe von 460 Mrd. Euro zu rechnen (+13 % gegenüber 2023).

Jörg de Vries-Hippen, Head of Investments Equity Europe bei Allianz Global Investors, sagt: „Mit dem neuerlichen Anstieg der Dividendenzahlungen wird der Trend steigender Ausschüttungen fortgesetzt, der nur im Jahr 2020 Corona-bedingt unterbrochen war. Und auch die Aussichten bleiben positiv: Sowohl für das laufende als auch das kommende Jahr ist mit wachsenden Dividendenzahlungen zu rechnen.“

Grant Cheng, Portfoliomanager Dividenden bei Allianz Global Investors, ergänzt: „Auf Sektorenebene kommt es jedoch zu starken Unterschieden, was für Diversifikation und Selektion bei der Anlageentscheidung spricht. Die Dividendenauszahlungen steigen insbesondere in den Sektoren Financials und Consumer Discretion spürbar an.“

Auch die Dividendenrendite folgt einem positiven Trend. Diese beziffert die prozentuale Ausschüttung bezogen auf den aktuellen Kurs der Aktie. Für die Unternehmen des MSCI Europe lag sie im zum Jahresende 2023 bei 3,47 % und könnte in diesem Jahr auf 3,67 % ansteigen. Damit liegt sie auch deutlich über der Rendite langlaufender deutscher Staatsanleihen – trotzt eines drastischen Renditeanstiegs dieser in 2022. Die im MSCI enthaltenen deutschen Unternehmen weisen für das zurückliegende Jahr eine Dividendenrendite von 3,3 % auf – für 2024 ist mit 3,53 % zu rechnen. Spitze im europäischen Ranking bleiben trotz erwarteten Rückgängen Unternehmen aus Norwegen: Die Dividendenrendite sinkt von 7,2 % für 2023 auf 6,4 % für 2024.

Allianz Global Investors Dividendenstudie

Wie wichtig die Dividendenausschüttungen für die Gesamtrendite von Aktienanlagen sind, zeigt die Allianz Global Investors Dividendenstudie mit einem Blick in die Vergangenheit. In den letzten 40 Jahren wurde die annualisierte Gesamtrendite der Aktienanlage für den MSCI Europa zu knapp 36 % durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen. In Nordamerika (MSCI Nordamerika) sowie Asien-Pazifik (MSCI Pazifik) wurde die Gesamtperformance zu gut 22 % bzw. knapp 41 % durch die Dividende bestimmt.

Dr. Hans-Jörg Naumer, Leiter Kapitalmarktanalyse bei Allianz Global Investors und Autor der Studie, sagt: „Dividenden liefern historisch einen signifikanten Beitrag zur Gesamtrendite von Aktien. Sie entwickelten sich dabei auch stetiger als die Unternehmensgewinne, woraus geschlussfolgert werden kann, dass Unternehmen ihre einmal eingeschlagene Dividendenpolitik zumeist beibehalten und Dividenden eher erhöhen als senken, auch wenn sich die Unternehmensgewinne schwächer entwickeln. Insbesondere in disruptiven Zeiten bringen Dividenden daher Stabilität ins Portfolio.“

Gerade in der jüngeren Vergangenheit in Europa haben die Dividendenzahlungen stark zur Gesamtperformance von Aktien beigetragen. In den Jahren 2019 bis 2023 machten die die Dividendenzahlungen mit 2,51 % fast die Hälfte der Gesamtperformance in Höhe von 5,13 % aus. In den Jahren von 2014 bis 2018 waren es mit 2,75 % von 2,96 % sogar die große Mehrheit.

Die Aktienkurse von Unternehmen, die Dividenden ausschütten, haben sich in der Vergangenheit zudem als weniger schwankungsanfällig erwiesen als Aktien von Firmen, die nicht ausschütten. „Es gilt die Faustregel: Konzerngewinne schwanken weniger als Aktienkurse, Dividenden schwanken weniger als Konzerngewinne“, fasst Dr. Hans-Jörg Naumer zusammen.

Die vollständige Dividendenstudie ist hier zu finden. https://de.allianzgi.com/de-de/maerkte-und-themen/expertenmeinungen/dividendenstudie-2024

Verantwortlich für den Inhalt:

Allianz Global Investors GmbH, Bockenheimer Landstraße 42-44, 60323 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 24431-4141,Fax: +49 (0) 69 24431-4186, www.allianzgi.de

„Trotz des Urteils des Hongkonger Gerichts, das die Auflösung des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande gefällt hat, könnten chinesische Aktien 2024 für positive Überraschungen sorgen“, sagt Jean-Marie Mercadal, CEO von SYNCICAP Asset Management, Teil von Ofi Invest AM.

„Evergrande kann gegen das Urteil des Hongkonger Gerichts zwar Berufung einlegen. Das ist jedoch nicht entscheidend, da das Urteil im chinesischen Festland kaum umgesetzt werden kann. Außerdem wird die chinesische Regierung an ihrer Entscheidung festhalten, die im Bau befindlichen Immobilien fertigzustellen. Das Urteil des Hongkonger Gerichts hat also eher symbolischen Charakter und damit wahrscheinlich wenig Auswirkung auf den Immobilien-Sektor. Denn der größte Teil der Geschäftstätigkeiten und Vermögenswerte von Evergrande befindet sich auf dem chinesischen Festland.

Andererseits könnte eine Bodenbildung im Immobiliensektor durch eine Marktkonsolidierung und stärkere unterstützende Maßnahmen beschleunigt werden und für andere säumige Bauträger ein Anreiz sein, ihren Umschuldungsprozess zu beschleunigen.

Insgesamt scheint sich die Wirtschaft zu stabilisieren, so dass die nach unten korrigierten Unternehmensgewinne, die das Jahr 2023 geprägt haben, wieder anziehen könnten. Darüber hinaus sind die Bewertungen niedrig und das Engagement internationaler Anleger schwach.

China stach 2023 in einem sehr positiven Jahr für Schwellenländeraktien mit einem Rückgang des MSCI China Index um fast 5 % besonders hervor und lag damit fast 60 % unter seinem Höchststand von 2021. Chinesische Aktien erscheinen jetzt mit einem KGV von 9,8 für 2024 sehr günstig, Schätzungen zufolge sollen die Gewinne in diesem Jahr zwischen 10 % und 15 % steigen.

In der Vergangenheit haben sich chinesische Aktien immer wieder stark erholt – oft in einer Größenordnung von 30 % in wenigen Wochen. Dies könnte einige Anleger dazu veranlassen, zumindest taktisch Kurserholungen zu nutzen.

Außerdem scheint die chinesische Regierung bereit zu sein, die Wirtschaft in diesem Jahr mehr zu unterstützen. In seiner Neujahrsansprache räumte Präsident Xi ein, dass 2023 kein zufriedenstellendes Jahr war. Er möchte das Unternehmertum wieder fördern, das durch die harte staatliche Regulierung 2021 stark gelitten hat. Eine weitere geldpolitische Lockerung (niedrigere Zinssätze und eine Senkung der Anforderungen an Banken) ist sehr wahrscheinlich. Es gibt viele Faktoren, die zu einer Markterholung führen könnten, aber eben nicht nur einen. Für Investitionen könnte es allerdings zu spät sein, wenn der Markt sich bereits erholt hat. Kurzfristig können drei Faktoren die Voraussetzungen für einen Aufschwung schaffen:

  1. Fertigstellung von Wohnungen im Bau
  2. Keine Zahlungsausfälle der großen Immobilienentwickler wie Evergrande
  3. Erhöhung des Haushaltseinkommens

Die Regierung scheint sich dieser Situation bewusst geworden zu sein und hat damit begonnen, den Immobiliensektor zu unterstützen: Es wurde ein von der chinesischen Zentralbank finanziertes 1-Billionen-Yuan-Paket zur Förderung des öffentlichen Wohnungsbaus geschnürt. Es entspricht 8 % der gesamten Investitionen im Immobiliensektor im Jahr 2023 und kann den Verlust der Anlageklasse im Jahr 2024 von 8-10 % auf 2-4 % reduzieren. Außerdem kann die politische Initiative auch die Immobilienmarktkorrektur beschleunigen.“

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Ofi Asset Management, Adresse: 22, Rue Vernier, 75017 Paris, Tel: +33 1 40 68 17 17, www.ofi-am.fr

Super Global hat für den von ihr aufgelegten Green Bond für die Clean Vision Corporation (Nasdaq, OCTQB:CLNV) eine positive Second Party Opinion der ISS Corporate Solutions, kurz ISS (www.iss-corporate.com), erhalten.

„Damit ist die Strukturierung des 340 Millionen US-Dollar großen Green Bond erfolgreich abgeschlossen“, sagt Daniel Knoblach, Verwaltungsrat bei Super Global.

Die Clean Vision Corporation ist Marktführer im Bereich des innovativen Kunststoffrecyclings und der Entwicklung sauberer Brennstoffe. Die Emissionserlöse des Green Bond werden über die Tochtergesellschaft Clean-Seas Partners UK Limited in Assets gemäß dem SPO investiert. „Der Green Bond ist dabei sowohl für Clean Seas als auch für ESG-Investoren ein optimales Instrument“, sagt Knoblach. „Diese Mittel sind für die Finanzierung von Projekten in Marokko, Georgien sowie in West Virginia und Arizona in den USA vorgesehen.“

Die Second Party Opinion (SPO) ist ein wichtiger Baustein für grüne Anlagen. „Hier werden die Auswahlkriterien für die mit Green Bonds finanzierten Projekte und die tatsächliche Mittelvergabe überprüft“, sagt Knoblach. Die SPO bedeutet für Anleger die Sicherheit, dass die grüne Anleihe den Anforderungen entspricht. „Diese positive SPO ist ein Beleg für das Engagement des Unternehmens für Nachhaltigkeit und die Einhaltung internationaler ESG-Standards“, sagt Knoblach. „Darüber hinaus bestätigt der von der ISS ausgestellte SPO, dass die von Clean-Seas UK angebotenen grünen Anleihen die Standards der internationalen ESG-Benchmarks erfüllen und mit den ICMA/GBP-Prinzipien übereinstimmen.“

Super Global bestätigt damit seine führende Position in der Umsetzung von ESG-konformen Strukturen wie Green Bonds. Damit wird eine wachsende Nachfrage bedient, denn viele institutionelle Investoren haben mittlerweile Vorgaben für Allokationen in ESG-Anlagen. Auf die regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Vorgaben der Investoren kann dabei gezielt eingegangen werden. Dabei ist ein als Luxemburger Verbriefung aufgelegter Green Bond stets ein depotfähiges und unabhängig bewertetes Wertpapier. „Die von uns geschaffenen Rahmen erlauben es unseren Kunden, ein weltweit anerkanntes Set-up nach strengem Luxemburger Recht zu schaffen, was sowohl die Marke wie die Reputation des Initiators stärkt“, so Knoblach. „Auf diese Weise schaffen wir eine innovative und stark nachgefragte Form der Finanzierung von Unternehmen im ESG-Bereich.“ Super Global übernimmt dabei neben der Strukturierung auch die dauerhafte Administration und das ESG-Reporting.

Über Super Global

An den Standorten Deutschland und Luxemburg bietet Super Global etablierte Investmentvehikel mit innovativen Lösungen sowie nachhaltigen Produktkonzepten an. Als AIFM für Alternative Investmentfonds verbindet Super Global DE maßgeschneiderte Fonds sowie Dienstleistungen für die Bereiche Portfoliomanagement, Risikomanagement und Administration. Die Luxemburger Gesellschaft ermöglicht weltweit anerkannte und etablierte Securitisation-Lösungen, individuell gestaltbar und auf die jeweiligen Kundenanforderungen ausgerichtet. Super Global übernimmt das Set-up, die regulatorische Strukturierung sowie die fortlaufende Administration.

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Super Global GmbH, Luise-Ullrich-Straße 20, 80636 München,Tel: +49 89 51 770 450, www.super-global.de

Der Bericht zur Entwicklung der Goldnachfrage des World Gold Council zeigt, dass die jährliche Goldnachfrage (ausschließlich außerbörslichen Handels) im Jahr 2023 auf 4.448 Tonnen sank, was einem Rückgang von nur 5 % gegenüber dem bemerkenswert starken Jahr 2022 entspricht.

Berücksichtigt man die Nachfrage auf den außerbörslichen Märkten und aus anderen Quellen[1], so stieg die Gesamtnachfrage auf einen neuen Jahresrekord von 4.899 Tonnen. Investitionen aus dieser undurchsichtigeren Nachfragequelle trugen dazu bei, dass der Goldpreis im Jahr 2023 den höchsten Jahresdurchschnitt aller Zeiten erreichte.[2]

Die Kaufserie der Zentralbanken setzte sich ab 2022 auf höchstem Niveau fort. Im vergangenen Jahr erreichte die Nachfrage mit 1.037 Tonnen den zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen und lag damit nur 45 Tonnen unter dem Vorjahreswert.

Im Gegensatz zur robusten außerbörslichen Nachfrage und der Nachfrage der Zentralbanken setzten sich die ETF-Abflüsse im Jahr 2023 fort und gingen im dritten Jahr in Folge um 244 Tonnen zurück, wobei die Abflüsse in Europa das Bild dominierten.

Bei den Investitionen in Barren und Münzen war die Nachfrage gedämpft und ging um 3 % zurück, da die Stärke auf einigen Märkten die Schwäche auf anderen Märkten ausglich. In Europa stürzte die Nachfrage weiter ab, und zwar um 59 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang wurde durch einen starken Post-COVID-Aufschwung in China ausgeglichen, wo die jährliche Nachfrage um 28 % auf 280 Tonnen anstieg, sowie durch bemerkenswerte Steigerungen in Indien (185 Tonnen), der Türkei (160 Tonnen) und den USA (113 Tonnen).

Der weltweite Schmuckmarkt erwies sich inmitten rekordverdächtiger Preise als bemerkenswert widerstandsfähig – die Nachfrage stieg hier im Vergleich zum Vorjahr um 3 Tonnen an. China spielte eine wichtige Rolle und verzeichnete im Zuge der Erholung von den COVID-19-Lockdowns einen Anstieg der Goldnachfrage um 17 %, was den Rückgang von 9 % in Indien ausglich.

Die Bergwerksproduktion blieb 2023 relativ konstant und stieg um 1 %. Das Recycling nahm um 9 % zu, was angesichts des hohen Goldpreises geringer als erwartet ausfiel und das Gesamtangebot um 3 % ansteigen ließ.

Louise Street, Senior Markets Analyst des World Gold Council, sagte hierzu: „Die ungebrochene Nachfrage der Zentralbanken hat die Goldnachfrage auch in diesem Jahr gestützt und dazu beigetragen, die Schwäche in anderen Bereichen des Marktes auszugleichen, sodass die Nachfrage 2023 deutlich über dem gleitenden Zehnjahresdurchschnitt liegt.“

„Neben der Geldpolitik ist die geopolitische Unsicherheit oft ein wichtiger Treiber der Goldnachfrage, und wir gehen davon aus, dass diese im Jahr 2024 einen deutlichen Einfluss auf den Markt haben wird. Anhaltende Konflikte, Handelsspannungen und mehr als 60 Wahlen auf der ganzen Welt dürften die Anleger dazu veranlassen, sich dem Gold zuzuwenden, da es sich als sichere Anlage bewährt hat.“

„Bekanntermaßen geben Zentralbanken in Krisenzeiten häufig auf die Kursentwicklung von Gold als Kaufgrund an, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage aus diesem Sektor in diesem Jahr hoch bleiben wird und dazu beitragen könnte, eine Abschwächung der Verbrauchernachfrage aufgrund des hohen Goldpreises und des nachlassenden Wirtschaftswachstums auszugleichen.“

Den Bericht zu den Goldnachfrage-Trends im 4. Quartal und Gesamtjahr 2023, der umfangreiche Daten enthält, die von Metals Focus bereitgestellt wurden, finden Sie hier <https://communicators.us1.list-manage.com/track/click?u=d2002607855b0ca309759ca7a&id=331df0bf96&e=90c03eeaf2> .

[1] Diese Zahl erfasst die Nachfrage auf dem außerbörslichen Markt (für den keine Daten zur Verfügung stehen), Änderungen der Bestände an den Warenbörsen, unbeobachtete Änderungen der Produktionsbestände und alle statistischen Restgrößen. Sie spiegelt die Differenz zwischen dem Gesamtangebot und der Goldnachfrage wider.

[2] Der durchschnittliche Goldpreis 2023 lag mit 1.940,54 USD je Feinunze – ebenfalls ein Rekord – um 8 % höher als 2022.

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World Gold Council – Hauptsitz 7. Stock, 15 Fetter Lane, London EC4A 1BW, Vereinigtes Königreich , Tel: +44 20 7826 4700, www.gold.org

Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

Auch 2024 spielt die Entwicklung der Zinsen für die Kapitalmärkte eine entscheidende Rolle. Vor allem auch, da deutlich sinkende Renditen im Segment der Staats- und Unternehmensanleihen und damit auch nachgebende Kreditkonditionen im vierten Quartal 2023 ein maßgeblicher Treiber der Jahresendrallye an den Aktienbörsen waren. Der Hintergrund ist einerseits, dass die verzinsliche Kapitalanlage im Wettbewerb mit Aktien und anderen Anlageklassen steht. Fallende Zinsen erhöhen daher die Attraktivität der Anlagealternativen.

Auch die Refinanzierungskosten werden in den kommenden Monaten ein zunehmend wichtiger Faktor sein. Steigen die Zinsen, verschlechtern sich die Gewinnaussichten, besonders von Unternehmen mit hohen Schulden. Der für viele Aktienindizes verhaltene Jahresstart – vor allem aus den eher zyklischen Segmenten der mittleren und kleineren Unternehmen – dürfte neben den schwachen globalen Konjunkturaussichten auch auf den Zinsfaktor zurückzuführen sein. Denn die Anleiherenditen sind sowohl in den USA als auch in der Eurozone im bisherigen Jahresverlauf leicht angestiegen. Entsprechend richtet sich der Fokus an den Börsen in dieser Woche auf die anstehenden Zinsentscheide der Bank of England und insbesondere der US-Notenbank Fed. Wir gehen zwar noch von keiner Zinssenkung aus, allerdings wird mit Spannung erwartet, ob es verbale Hinweise für im Frühjahr anstehende geldpolitische Lockerungen geben wird. Sollten sich die entsprechenden Erwartungen konkretisieren, dürften auch bei längeren Laufzeiten die Renditen wieder nachgaben, zumal mit weiter sinkenden Inflationsraten gerechnet werden kann. Dabei könnten schon die Schnellschätzungen der Januar-Preissteigerungsraten Deutschlands und der Eurozone den Zinssenkungstrend untermauern, sofern sie – anders als bis vor kurzem erwartet – sinken. Denn die inflationstreibende Erhöhung der CO2-Abgaben sowie die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie in Deutschland könnte durch die sinkenden Erzeuger- und Energiepreise überkompensiert worden sein.  Der am Ende dieser Woche anstehende US-Arbeitsmarktbericht könnte die Marktzinsen bewegen, vor allem im Falle schwächerer Arbeitsmarktdaten und damit eines nachlassenden Lohndrucks. Erste Anzeichen dafür waren in den jüngsten Einkaufsmanagerindizes – Umfragen unter Unternehmen – erkennbar. Ein mögliches Börsenszenario für die kommenden Tage bleibt daher das – nur auf den ersten Blick nicht nachvollziehbare – Erreichen neuer Aktienindex-Allzeithöchststände im Falle schwächerer Konjunkturdaten.

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DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Marktkommentar von Rahul Bhushan, Global Head of Index von ARK Invest Europe

Nachhaltige Aktien sahen sich in den vergangenen Jahren einigen Hürden ausgesetzt. Doch weder die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA, Lockdowns und Lieferkettenprobleme der Pandemiejahre, fortdauernde Zinsstraffungen, noch geopolitische Konflikte konnten Unternehmen, die den Wandel hin zu einer umweltgerechteren Wirtschaft vorantreiben, aufhalten. Nun steht eine neue US-Wahl vor der Tür und Rahul Bhushan, Global Head of Index von ARK Invest Europe, geht der Frage nach, welchen Einfluss diese auf die Energiewende in den Vereinigten Staaten haben könnte.

In den USA herrschen tiefe politische Kluften, die sich auch nach Bundesstaaten festmachen lassen: Jenen Staaten, in denen sozialliberale Kräfte vorherrschen und die zumeist von Politikern der Demokratischen Parteien regiert werden (blue states) stehen die eher konservativen red states gegenüber, in denen die Republikanische Partei dominiert. Untersuchungen zeigen, dass diese Kluft Investitionen in saubere Energie nicht behindert hat – schon während der von 2016 bis 2020 andauernden Trump-Ära prosperierte der Sektor, nicht zuletzt wegen der hohen Nachfrage am Markt im Zusammenspiel mit einem unaufhaltsamen technologischen Fortschritt. Heute setzen nicht demokratisch, sondern republikanisch geführte Bundesstaaten laut aktueller Analysen[1] aktiv auf Wind- und Solarenergie, fünf davon sind bei der Windenergieerzeugung in den USA sogar führend. Insgesamt beeindruckende 70 Prozent der US-Windenergie wird in den red states erzeugt.[2]  Bei Solarenergie sieht es etwas anders aus, dennoch liegt Texas nach dem demokratisch dominierten Kalifornien an zweiter Stelle bei der Erzeugung von Solarstrom und unter den hier tonangebenden fünf Staaten befinden sich mit Florida und North Carolina ebenfalls republikanisch regierte Bundesstaaten.

Energiesicherheit und Renditen haben Vorrang

Dabei eint beide Parteien wohl weniger ihr Engagement für Klimaschutz sondern vielmehr das gemeinsame Streben nach größtmöglicher Energiesicherheit, das durchaus auch nicht erneuerbare Energien einschließt, die auch künftig positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft haben werden. Daneben verfügen republikanisch dominierte Staaten aufgrund ihrer geografischen Lage im “Wind Belt” der USA über reichlich Wind- und Solarressourcen, was nicht nur zur Energiesicherheit beiträgt, sondern auch zu attraktiven Investitionsrenditen führt. Für Landbesitzer ist die Verfügungstellung von Land für Wind- oder Solarenergie ein rentables Geschäft, das ihnen ein regelmäßiges Einkommen beschert und ihre landwirtschaftlichen Tätigkeiten nur minimal beeinträchtigt. Die so erzielte Renditestabilität ist insgesamt eine wichtige Triebkraft für die Adoption von Wind- und Solarenergie in republikanisch dominierten Teilen der USA. Dies deutet auf eine Haltung gegenüber der Entwicklung erneuerbarer Energien hin, die pragmatischer ist als zunächst vielleicht angenommen.

Hoher finanzieller Nutzen

Die republikanischen Bundesstaaten können nicht nur mit weniger reglementierten Vorschriften und Baubeschränkungen bei der Realisierung von Grünen Projekten punkten, sondern ziehen offenbar ohne jede ideologische Brille den finanziell attraktiven Nutzen aus Präsident Bidens Inflation Reduction Act. Derzeit sind die von der Republikanischen Partei geführten Bundesstaaten also die größten Nutznießer des von Joe Biden unterzeichneten Klimagesetzes, obwohl kein einziger Republikaner für das Gesetz gestimmt hat.

Laut Financial Times wurden etwa 80 Prozent der identifizierten Investitionen in saubere Technologien und Halbleiter im ersten Jahr nach dem Inkrafttreten des IRA in republikanisch regierten Bundesstaaten oder in Bundesstaaten mit breiter republikanischer Wählerschaft angekündigt – die meisten davon in South Carolina und Georgia, gefolgt von Michigan und Ohio.[3] Bis zum Ende dieser Dekade könnte das republikanisch initiierte Investitionsvolumen in Solar- Wind- und Speicherprojekte rund 337 Milliarden erreichen, in demokratischen Staaten hingegen etwa 183 Milliarden Dollar.

Beschäftigungswachstum und Potential für die landeseigene Industrie

Der springende Punkt ist, dass das Eintreten für Umweltbelange keine Voraussetzung für die Anerkennung der Bedeutung lokaler Energieinvestitionen ist. Die ungebrochene parteiunabhängige Unterstützung für diese Investitionen beruht in erster Linie auf den wirtschaftlichen Möglichkeiten und dem Potenzial für Beschäftigungswachstum und die Wiederbelebung der amerikanischen Industrie. Demzufolge sehen wir im Zusammenhang mit dem Ausgang der US-Wahl im November ein wahrscheinlich nur minimales Risiko. Die parteiübergreifende Anerkennung der wirtschaftlichen Vorteile von Investitionen in Solar-, Windkraft- und Batteriesysteme untermauert diese Einschätzung.

[1] https://www.sustainabilitybynumbers.com/p/red-states-renewables?utm_source=profile&utm_medium=reader2

[2] https://www.theguardian.com/environment/2023/feb/26/red-states-lead-usa-renewable-energy-wind-solar-power

[3] https://www.ft.com/content/3b19c51d-462b43fa-9e0e-3445640aabb5

Über ARK Invest Europe

ARK Invest Europe (ehemals Rize ETF) ist erster europäischer Spezialist für thematische ETFs. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, eine umfassende ETF-Plattform aufzubauen, die sowohl revolutionäre Innovationen als auch nachhaltige Investitionen umfasst und eine Mischung aus aktiven und Index-Strategien bietet. Rize ETF wurde 2019 von den thematischen ETF-Pionieren Rahul Bhushan, Stuart Forbes, Anthony Martin und Jason Kennard gegründet, und die ersten ETFs des Unternehmens werden im Februar 2020 aufgelegt. Das Gründerteam ist ein bewährtes Team von ETF-Experten mit zusammen über 40 Jahren Erfahrung. Weitere Informationen finden Sie unter https://rizeetf.com/

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Tagesgelder und Girokonten verzeichnen 7 Prozent Verlust

2023 war eine Zäsur für Sparerinnen und Sparer. Die Zinsen stiegen auf ein Niveau wie zuletzt vor mehr als 10 Jahren. WeltSparen hat nun Bilanz gezogen und ausgewertet, wie sich die Kontoguthaben 2023 im positiven Zinsumfeld entwickelt haben. Vor allem Festgelder verzeichneten ein großes Wachstum, während sowohl Sichteinlagen, also Girokonten und Tagesgelder, als auch Einlagen mit Kündigungsfristen Volumen einbüßten.

Deutsche setzen auf Festgeld: + 89 Prozent in 12 Monaten, Rekord im November

Die Verbraucherinnen und Verbraucher setzten in 2023 vor allem auf Festgeld. So waren die Zuflüsse zwischen Anfang Oktober und Ende des Jahres die höchsten seit Beginn der Erfassung. Im November überstieg der Wert erstmals die 30-Milliarden-Euro-Marke. Insgesamt verzeichneten sie 2023 ein Rekord-Plus in Höhe von rund 273 Milliarden (89 Prozent) auf jetzt knapp 582 Milliarden Euro.

Diese Steigerung geht vor allem zulasten der Einlagen mit Kündigungsfristen, das heißt Sparbüchern und Sparkonten, von denen im gleichen Zeitraum etwa 85 Milliarden (16 Prozent) abgezogen wurden. Noch größer war mit 128 Milliarden Euro (7 Prozent) der Rückgang bei Girokonten und Tagesgeldern (Sichteinlagen).

Kontovolumen fast unverändert

Das gesamte Einlagenvolumen blieb mit einem Anstieg um rund 2 Prozent seit Ende 2022 relativ stabil. Vor allem November und Dezember trugen mit deutlichen Steigerungen dazu bei, dass die Veränderung aufs Jahr gesehen nicht unter einem Prozent blieb. Im Dezember war das Plus mit rund 30 Milliarden Euro sogar so hoch wie seit rund 15 Jahren nicht mehr.

Die Produktkategorie, die insgesamt am meisten profitiert hat, sind Festgelder. Noch vor einem Jahr machten sie lediglich rund 11 Prozent der gesamten Einlagen der Deutschen aus – mittlerweile sind es bereits über 21 Prozent. Der Anteil der Sichteinlagen sank indes auf rund 63 Prozent.

Katharina Lüth, Finanzexpertin bei WeltSparen, ordnet die Entwicklung ein: “Viele Deutsche handeln richtig, indem sie zunehmend Geld auf gut verzinste Festgeldkonten verschieben. Ein Blick auf die Daten zeigt aber auch, dass nach wie vor sehr viel Geld in Sichteinlagen liegt. Dabei machen Girokonten erfahrungsgemäß einen großen Teil aus. Diese sind fast immer unverzinst.

Verbraucherinnen und Verbraucher lassen sich hier hohe Zinserträge entgehen. Auf dem Girokonto sollte nur so viel Geld liegen, dass die laufenden Ausgaben ohne Probleme gedeckt werden können. Jeder weitere Euro kann und sollte Zinsen erwirtschaften, entweder auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto oder, wenn man kurz- bis mittelfristig auf das Geld verzichten kann, – noch besser – einem Festgeld.”

Methodik

Die Europäische Zentralbank bietet in ihren Datenbanken sowohl Daten zu den Beständen als auch zu den Zu- und Abflüssen an. Die Angaben in diesem Text beruhen zwecks Einheitlichkeit ausschließlich auf den Daten zu Beständen und deren Veränderung. Spezifische Daten zu Zu- und Abflüssen können hiervon geringfügig abweichen.

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Raisin GmbH, Immanuelkirchstr. 14a, 10405 Berlin, Tel: +49 30 770 191 291, www.weltsparen.de

Bernd Dellbrügge übernimmt am 1. Februar 2024 die neu geschaffene Position des Sales Director in der aream Group.

„Wir freuen uns, mit Bernd Dellbrügge einen erfahrenen Vertriebler für unsere institutionellen Kunden gewonnen zu haben“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group.

Bernd Dellbrügge leitete in seiner beruflichen Laufbahn bereits in verschiedenen Unternehmen den Vertriebsbereich. Zuletzt zeichnete er als Managing Director bei der DLE Group AG verantwortlich, davor war er unter anderem bei der Corestate Bank GmbH und bei der Hannover Leasing Investment GmbH als Sales Director beschäftigt und bei der Salm-Salm & Partner GmbH als Direktor für den Bereich Institutional Sales.

„Bernd Dellbrügge wird unser Unternehmen zusammen mit Tim Van den Brande, Geschäftsführer der aream Institutional Sales Management, gerade bei institutionellen Investoren weiter voranbringen“, so Voigt. aream, ein Investment- und Asset-Manager mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur, deckt die gesamte Wertschöpfungskette für Erneuerbare-Energien-Investments ab. Mit mehr als 2,5 Milliarden Euro Transaktionsvolumen gehört aream zu den führenden Asset-Managern in diesem Markt, mit dem eigenen Anlagenbestand wird grüner Strom für rund 40 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt. „Investments in Solar- und Windparks versprechen stabile Renditen, die für institutionelle Investoren interessant sind“, sagt Voigt.

„Gerade als Vater von vier Kindern bin ich hochmotiviert, die voranschreitende Erderwärmung für zukünftige Generationen zu bekämpfen – für mich eine der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen überhaupt“, so Dellbrügge. „Daher bin ich im aream-Team mit seiner jahrzehntelangen internationalen Erfahrung und dem fundierten Fachwissen über den gesamten Lebenszyklus von Photovoltaik- und Windenergieprojekten genau richtig und freue mich auf die neuen Aufgaben.“

Über die aream Group

Die aream Group, 2005 gegründet, ist ein Investment- und Asset-Manager für institutionelle Investoren und Industriekunden mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur im Sektor Erneuerbare Energien. Mit den drei Bereichen Fund- und Asset-Management, Projektentwicklung und Operation Management deckt aream die gesamte Wertschöpfungskette für Erneuerbare-Energien-Investments ab. Mit mehr als 2,5 Milliarden Euro Transaktionsvolumen gehört aream zu den führenden Asset-Managern in diesem Markt, mit dem eigenen Anlagenbestand wird grüner Strom für rund 40 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt. Seit 2008 produziert aream mehr als eine Milliarde kWh grünen Strom. Im Rahmen der Wachstumsstrategie sollen in den nächsten Jahren 2,5 GW an Solar- und Windparks realisiert oder erworben werden. Allein durch die eigene Projektentwicklung verfügt aream derzeit über eine Pipeline von über 1.000 MWp mit einem Potenzial von weiteren 1.400 MWp.

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Kommentar von Jeroen van Herwaarden, Portfoliomanager des Triodos Euro Bond Impact Fund, bei Triodos IM

Nach Jahren extrem niedriger Zinssätze sind festverzinsliche Anlagen wieder eine attraktive Anlageklasse geworden. Jetzt ist denn auch ein guter Zeitpunkt, um in festverzinsliche Anlagen zu investieren. Dabei können Investitionen für einen positiven ökologischen oder sozialen Wandel dazu beitragen, das Kreditrisiko zu senken.

Als die weltweite Inflation 2022 nach den COVID-bedingten Lockdowns stark anstieg, waren die Zentralbanken zunächst davon überzeugt, dass dieser Anstieg nur vorübergehender Natur sein würde. Als sich herausstellte, dass der Anstieg viel länger andauern würde, da der Krieg in der Ukraine und Zweitrundeneffekte wie Lohnerhöhungen zu zusätzlichem Preisdruck führten, begannen die Zentralbanken weltweit mit einer beispiellosen Straffung der Geldpolitik. Die darauffolgenden Zinserhöhungen ließen sowohl die kurz- als auch die langfristigen Zinssätze auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt ansteigen.

Rendite bis zur Fälligkeit des ausgewogenen Investment-Grade-Portfolios jetzt über 3%

Nun, da der Höhepunkt der Inflation hinter uns liegt und die meisten Zentralbanken nach zwei Jahren beispielloser Straffung das Ende des Zinserhöhungszyklus erreicht haben, scheint sich der Rauch zu lichten. Die Inflation ist im letzten Jahr zurückgegangen und dürfte weiter in Richtung des Ziels der Zentralbanken von etwa 2 % sinken. Daher erwarten die Finanzmärkte, dass die Zentralbanken in der ersten Hälfte dieses Jahres mit Zinssenkungen beginnen werden. Alles in allem wird den Anlegern von Euro-Anleihen heute eine ordentliche jährliche Rendite von über 3 % für ein ausgewogenes Portfolio von Investment-Grade-Anleihen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von fünf Jahren geboten. Diese Rendite ist nicht nur im Vergleich zu Bargeldrenditen, wie den Zinsen auf einem Sparkonto attraktiv, sondern bietet Anleiheinvestoren auch einen Puffer gegen ungünstige Zinsentwicklungen in der Zukunft. Ein zusätzlicher Vorteil dieser höheren Zinssätze ist, dass Anleiheinvestitionen zunehmend wieder ihre traditionelle Rolle in einem ausgewogenen Anlageportfolio einnehmen können: Sie bieten Schutz in Zeiten ungünstiger Aktienentwicklung.

Mögliche Zusatzrendite für Anleihebesitzer zu attraktiven Zinssätzen

Wenn die Inflation weiter sinkt und sich die Wirtschaftstätigkeit in den kommenden Monaten weiter verlangsamt, können die Inhaber von Anleihen eine zusätzliche Rendite aus sinkenden langfristigen Renditen erwarten. Sollten die wichtigsten Zentralbanken die Zinsen in diesem Jahr tatsächlich in der derzeit erwarteten Größenordnung oder sogar darüber hinaus senken, könnten die sinkenden Kurzfristzinsen die Gesamtrendite der Anleiheinvestoren weiter erhöhen. Aber selbst wenn sich die derzeitige Inflation als hartnäckig erweist und die Zinssenkungen später als erwartet erfolgen, können Anleiheinvestoren auf der Grundlage des derzeitigen Renditeniveaus immer noch eine solide Rendite erzielen.

Verschlechternde Fundamentaldaten der Unternehmen erfordern eine defensive Positionierung

Wir gehen davon aus, dass sich die Kreditspreads in der ersten Hälfte dieses Jahres ausweiten werden, da die strengeren monetären Bedingungen die Rentabilität der hoch verschuldeten Unternehmen beeinträchtigen werden. Das erwartete Umfeld schwächerer Fundamentaldaten der Unternehmen und steigender Ausfallraten erfordert eine defensive Positionierung in Bezug auf das Kreditrisiko.

Impact-Strategie berücksichtigt ein wirkungsbezogenes Profil und ein geringeres Kreditrisiko

Die Triodos IM Impact-Strategie sieht vor, dass ausgewählte Emittenten nicht nur eine positive Wirkung erzielen, sondern auch deutlich geringere Nachhaltigkeitsrisiken aufweisen als der Gesamtmarkt. Darüber hinaus investieren wir zu einem großen Teil in “Use-of-Proceeds-Bonds”, eine Art von Impact Bonds deren Erlöse für die Finanzierung förderungswürdiger Umwelt- und/oder Sozialprojekte bestimmt sind. Erlösverwendungsanleihen sind ein starkes Instrument, um die Investitionen in Richtung positiver Auswirkungen zu lenken. Der Emittent der Anleihe ist darüber hinaus verpflichtet, über die Ergebnisse der Auswirkungen zu berichten. Impact Bonds sind daher zu einem wichtigen Vermögenswert in unseren Anleiheportfolios geworden und machen derzeit zwei Drittel unserer auf Euro lautenden festverzinslichen Anlagen aus. Der Markt für Impact Bonds hat in den letzten Jahren an Reife gewonnen, da immer mehr Unternehmensemittenten auf den Markt drängen. Da der Markt für Impact Bonds jedoch immer noch zu einem großen Teil aus grünen und sozialen Anleihen besteht, die von großen regierungsnahen Emittenten begeben werden, haben unsere festverzinslichen Portfolios aufgrund ihrer Impact-Strategie eine hohe Allokation in Impact Bonds mit höherer Qualität, was ein geringeres Risiko für Spread-Volatilität bedeutet.

Fazit: Attraktive Rendite und Widerstandsfähigkeit

Unter den derzeitigen Marktbedingungen mit höheren Anleiherenditen sind festverzinsliche Anlagen unter dem Gesichtspunkt des Risiko-Ertrags-Verhältnisses wieder eine attraktive Anlageklasse geworden. Abgesehen von der attraktiven Rendite bieten Anleihen auch Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen Marktentwicklungen bei Risikoanlagen wie Aktien. Impact Bonds schaffen zusätzlichen Wert, indem sie positive Auswirkungen erzeugen und durch die höhere durchschnittliche Qualität der Emittenten zur Senkung des Gesamtkreditrisikos beitragen.

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Viele Faktoren wirken sich auf den Goldpreis aus, die wichtigsten sind: Zinsen, Inflation, US-Dollar, geopolitische Risiken und die Förderkosten.

Doch wie genau und in welche Richtung wirken diese auf den Preis des beliebtesten Edelmetalls? Unsere fünfteilige Reihe geht den wichtigsten Einflussfaktoren auf den Grund. Zum Auftakt nehmen wir die Zinsen unter die Lupe.

Die Zinspolitik der Notenbanken war in den vergangenen zwei Jahren immer wieder eins der beherrschenden Themen an den Anlagemärkten, also auch am Goldmarkt. Kein Wunder, denn an der Zinsentwicklung hängen große Teile der Wirtschaft: Zinsen bestimmen über Finanzierungskosten und beeinflussen damit wesentlich die Investitionen von Unternehmen und Haushalten. Außerdem entscheidet die Zinshöhe über die Renditen verzinster Geldanlagen mit minimalem Verlustrisiko, etwa bei Tages- und Festgeld, aber auch am Rentenmarkt. Der Zins, den Geldanlagen ohne Risiko bieten, markiert dabei die Untergrenze dessen, was ein Investment oder das Verleihen von Geld an Rendite bringen. Dabei gilt: Je höher das Risiko einer Geldanlage, umso höher die Zinsrendite – und umgekehrt. Die Notenbanken setzen mit ihren Leitzinsen somit einen Rahmen, der sich auf nahezu alle Akteure der Wirtschaft auswirkt.

Veränderungen der Zinssätze wirken damit unmittelbar auf die gesamte Wirtschaft. Mit steigenden Zinsen verteuern sich Kredite und Sparer werden mit höheren Zinsrenditen belohnt. Zinsen sind somit auch ein wesentlicher Einflussfaktor für den Goldpreis. Denn Goldanleger haben beim Goldkauf vor allem zwei Aspekte im Blick: Sicherheit und Rendite. Gold soll einerseits Stabilitätsanker im Vermögensportfolio sein und lockt mit der Garantie, dass es nie wertlos werden kann und seine Kaufkraft behält. Andererseits wünschen sich Anleger auch von Gold einen Ertrag und hoffen auf einen steigenden Goldpreis.

Wenn Zinsen steigen, fällt Gold – und umgekehrt

Steigen nun die Zinsen, werden sichere Festzinsanlagen für viele Anleger irgendwann attraktiver als das sichere, aber unverzinste Gold. In Zeiten hoher Zinsen können Anleger so ohne allzu großes Risiko eine sichere Rendite erzielen. Die Folge: Die Goldnachfrage sinkt, Bestände werden verkauft, der Goldpreis fällt. Die allgemeine Zinsentwicklung und die Entwicklung des Goldpreises verlaufen daher häufig entgegengesetzt. Das bedeutet, dass sinkende Zinsen Gold im Verhältnis zu Festzinsanlagen attraktiver machen, der Sicherheitsaspekt steht dann wieder zunehmend im Vordergrund. Das steigert die Goldnachfrage und gibt dem Edelmetallpreis Auftrieb.

Den Effekt steigender Zinsen auf den Goldpreis war während der Zinserhöhungsschritte der US-Notenbank Federal Reserve gut zu beobachten: Mit jeder Leitzinserhöhung stiegen auch die Renditen der US-Staatsanleihen – für jene mit zehn Jahren Laufzeit auf zeitweise mehr als fünf Prozent. Diese US-Treasuries gelten als wichtigster Stimmungsindikator am weltweiten Rentenmarkt, weil das amerikanische Staatspapier hochliquide ist und ein hervorragendes Bonitätsranking für den Schuldner USA bietet. Weil auch die Inflationsrate inzwischen gesunken ist, wurden Investments in sichere Staatsanleihen mit jeder Zinserhöhung für Anleger verlockender als das zinslose Gold. Die Folge: Der Goldpreis geriet zunehmend unter Druck und kam in dieser Zeit an sein Rekordhoch vom August 2020 nicht mehr heran. Dass er nicht weiter fiel, ist auch mit den geopolitischen Krisen – allen voran der Krieg in der Ukraine – und anderen Entwicklungen zu erklären.

Doch die negative Korrelation, also die entgegengesetzte Entwicklung von Zinsen und Goldpreis, ist kein Naturgesetz. Dazu ein Beispiel aus dem Mai 2023. Damals erhöhte die Fed ihren Leitzins bereits zum neunten Mal in Folge. Dennoch sprang der Goldpreis in den Tagen rund um die Zinsentscheidung wiederholt über die Marke von 2.000 Dollar. Dafür gab es im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen herrschte in dieser Zeit eine Regionalbankenkrise in den USA, die die Angst vor einer neuerlichen Finanzkrise wie nach 2008 schürte. Zum anderen hatte Fed-Chef Jerome Powell eine Pause der Zinserhöhungen angedeutet und so zumindest vorerst weitere Zinserhöhungen ausgeschlossen. Das hat den Goldpreis trotz Zinserhöhung beflügelt.

Auch bei Zinsen handelt die Börse die Zukunft

Auch bei der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank im Dezember 2023 hüpfte der Goldpreis kräftig nach oben. Dabei hatte die US-Notenbank ihren Leitzins unverändert gelassen. Der Markt hatte eine Beibehaltung des Leitzinsniveaus jedoch schon eingepreist und wettete bereits auf erste Zinssenkungen im kommenden Jahr. Tatsächlich kündigte die Fed Zinssenkungen für 2024 an. Das drückte unmittelbar die Renditen von US-Staatsanleihen. Damit wurde Gold im Verhältnis zu Rentenpapieren wieder attraktiver und konnte im Preis zulegen.

Die Beispiele zeigen, dass an der Börse die Zukunft gehandelt wird und Prognosen eine große Rolle spielen. Das gilt auch für den Goldpreis und seine Einflussfaktoren wie eben die Zinsen. Das bedeutet zugleich, dass die Betrachtung der Zinsen nicht ausreicht, um auf die Goldpreisentwicklung zu schließen. Die anderen wesentlichen Einflussfaktoren sind immer mitzuberücksichtigen, wenn man zu halbwegs realistischen Prognosen kommen möchte.

Nicht zuletzt haben die Zinsentscheidungen der Notenbank auch erheblichen Einfluss auf die Inflation und den Dollar-Wechselkurs, die ihrerseits den Goldpreis beeinflussen. Mit diesen und weiteren Goldpreiseinflüssen befassen wir uns in den nächsten Folgen dieser Serie.

ÜBER OPHIRUM

Die Ophirum GmbH ist ein auf Edelmetalle spezialisiertes Unternehmen und eine der ersten Adressen für Retail-Goldhandel in Deutschland. Ophirum bietet in seinen aktuell 24 Retail-Stores und zudem über einen Onlineshop den Kauf von Edelmetallen in verschiedenen Formen an, etwa als Barren oder Münzen. Zudem umfasst das Angebot ein Golddepot sowie Sparpläne mit Tresorgold. Die Spezialisten des Ophirum-Teams haben im Zuge ihrer beruflichen Vergangenheit die Faszination von Rohstoffen sowie den Nutzen und die strategische Bedeutung speziell von Edelmetallen bei der Geldanlage und der Absicherung von Risiken entdeckt. Diese Erkenntnis sowie der bis dato vorherrschende Mangel an vertrauenswürdigen Angeboten physischer Edelmetalle in Deutschland waren Impulse für die Gründung der Ophirum GmbH.

Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung der Ophirum GmbH wieder, die ohne vorherige Ankündigung den Marktgegebenheiten angepasst werden kann. Edelmetallpreise unterliegen Kursschwankungen und Währungsrisiken. Soweit die in diesem Dokument enthaltenen Daten von Dritten stammen, übernimmt die Ophirum GmbH für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit dieser Daten keine Gewähr, auch wenn sie nur solche Daten verwendet, die sie als zuverlässig erachtet. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Die FNG-Mitglieder haben einem Vertragsschluss zugestimmt, der die Reorganisation der Vergabe des FNG-Siegels, des etablierten Qualitätsstandards für nachhaltige Geldanlagen auf den deutschsprachigen Märkten, regelt.

Bekanntgegeben wurde auch, dass Verena Menne mit Wirkung zum 1. Februar 2024 als Geschäftsführerin des Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. tätig wird.

FNG-Siegel wird zukunftsfester

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde über den Vertrag zum FNG-Siegel abgestimmt. Geregelt wird die Zusammenarbeit zwischen FNG, dem gemeinnützigen Wissenschaftsverein F.I.R.S.T. und dem universitären Spin-Off Advanced Impact Research als den Vertragsparteien, die zukünftig die Verantwortung für die Siegelvergabe tragen. Die Eckpunkte des Vertrages wurden mit großer Mehrheit von der Mitgliederversammlung angenommen.

Die Gesamtverantwortung liegt künftig bei F.I.R.S.T.. Die Advanced Impact Research GmbH führt weiterhin wie gewohnt die Prüf- und Bewertungsarbeiten durch und ist für die Weiterentwicklung der Methodik des FNG-Siegels mitverantwortlich. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Timo Busch von der Universität Hamburg. In Zusammenhang mit der Reorganisation wird QNG-Geschäftsführer Roland Kölsch zu F.I.R.S.T. wechseln.

Vorstand und Geschäftsstelle des FNG begrüßen die Zustimmung der Mitglieder, da dieser Vertrag das FNG-Siegel zukunftsfester macht. Er wahrt die Unabhängigkeit und lässt auch die Möglichkeit künftiger Weiterentwicklungen zu.

Verena Menne wird Geschäftsführerin des FNG e.V.

Verena Menne wird mit Wirkung zum 1. Februar 2024 als Geschäftsführerin beim Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. tätig. „Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen als Geschäftsführerin, denen ich mich gemeinsam mit meinem Team stellen werde. Zusammen mit unseren Mitgliedern wollen wir das Potenzial heben, das im FNG steckt und uns für ein Finanzsystem einsetzen, das die sozialökologische Transformation der Realwirtschaft innerhalb planetarer Grenzen vorantreibt. Mein Ziel für die kommenden Monate ist es vor allem, die inhaltliche Arbeit in den Vordergrund zu rücken.

Wir werden uns in den nächsten Monaten weiterhin dem Thema Biodiversität widmen und dies auch im FNG-Marktbericht aufgreifen. Nach den Wahlen zum FNG-Vorstand auf der kommenden Mitgliederversammlung im Februar werden wir die weiteren Schwerpunkte für 2024 festlegen“, sagt Verena Menne. Auf der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung wird wie geplant die Wahl des Vorstands sowie der Beisitzer:innen erfolgen.

Sie ergänzt: „Ich möchte vor allem den Dialog zwischen verschiedenen Stakeholdern fördern und das „Forum“ in unserem Namen mit Leben füllen.“ Verena Menne ist bereits seit 2022 für das FNG tätig. Ihre Tätigkeitsbereiche umfassten unter anderem Regulierungsthemen, die Analyse aktueller politischer Entwicklungen und Konsultationsantworten sowie die Zusammenarbeit mit dem europäischen Dachverband Eurosif.

Die Regulierungsexpertin hat einen Bachelor-Abschluss in Kulturwissenschaften von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und einen Masterabschluss in Europäischer Politischer Ökonomie von der London School of Economics. Sie war zuvor über ein Jahrzehnt in der betrieblichen Altersversorgung tätig. Bei der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung in Berlin beschäftigte sie sich mit EU-Politik und -Regulierung.

Sascha Görlitz, bisheriger Geschäftsführer des FNG, wird den Verband im März 2024 verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Er resümiert: „Ich wünsche dem FNG viel Erfolg für die Zukunft und bedanke mich bei jedem einzelnen Mitarbeitenden für die konstruktive Zusammenarbeit.“

Vorstand Wolfgang Pinner erklärt: „Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um Sascha Görlitz unseren aufrichtigen Dank für seine Arbeit als Geschäftsführer auszusprechen. Es gab in den vergangenen Monaten viele Herausforderungen für unseren Verband. Mit der neuen Geschäftsführerin Verena Menne haben wir eine sehr gute Nachfolgerin gefunden.“ Sein Vorstandskollege Patrick Wirth ergänzt: „Wir wünschen Sascha Görlitz alles Gute für die Zukunft und freuen uns auf die neuen Impulse, die Verena Menne setzen wird.“

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Kommentar von Yingwei Lin, ESG Analyst, La Française AM

Unternehmen können zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum beitragen und gleichzeitig den Ressourcen, von denen ihr langfristiger Erfolg abhängt, schaden. Immer mehr Länder fördern und fordern standardisierte Berichterstattungsregeln, um die Berücksichtigung positiver und negativer Auswirkungen von Unternehmenstätigkeiten zu gewährleisten. Was die Berichterstattung angeht, sind jedoch nicht alle Unternehmen gleich. Nur wenige Unternehmen überwachen und veröffentlichen die entsprechenden Risiken und Chancen, und noch weniger bewerten die externen Effekte sorgfältig.

Mit dem 2020 verabschiedeten Europäischen Green Deal will die EU Kapitalströme in nachhaltige Unternehmen lenken und Investitionen mobilisieren, die zur Erreichung ihres Klimaneutralitätsziels 2050 erforderlich sind. Da die Richtlinie über die nichtfinanzielle Berichterstattung (Non-Financial Reporting Directive, NFRD) keine vergleichbaren und strategischen ESG-Informationen lieferte, legte die Europäische Kommission im April 2021 einen Vorschlag für eine Richtlinie über die nachhaltige Berichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainable Reporting Directive, CSRD) vor. Ziel der CSRD ist die Verbesserung der Standards und der Vergleichbarkeit von ESG-Informationen durch die Erweiterung sowohl des Umfangs als auch der Menge der erforderlichen Informationen. Außerdem verfolgt sie einen eher verbindlichen Ansatz, der festlegt, welche Informationen ein Unternehmen veröffentlichen muss und wie diese zu berichten sind. Alle Unternehmen, die der CSRD unterliegen, müssen ihre Nachhaltigkeitsinformationen unter Verwendung der von der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) entwickelten European Sustainability Reporting Standards (ESRS) veröffentlichen. Zwischen 2024 und 2028 werden voraussichtlich mehr als 50.000 Unternehmen im Rahmen der ESRS berichten, darunter auch Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern, die stark in der EU vertreten sind.

ESRS-Merkmale:

Die endgültige Fassung der ESRD ist auf die Wesentlichkeit ausgerichtet und bietet den Unternehmen Flexibilität bei der Festlegung der für ihre Tätigkeit relevanten Themen. Die CSRD ist die erste Verordnung, die von den Unternehmen eine doppelte Wesentlichkeitsprüfung verlangt. Nach dem Prinzip der doppelten Wesentlichkeit wird von den Unternehmen erwartet, dass sie über ihre gesamte Wertschöpfungskette hinweg darüber berichten, wie sich Nachhaltigkeitsaspekte auf ihre Geschäftstätigkeit auswirken UND wie sich ihre Geschäftstätigkeit auf die Umwelt und ihr Umfeld auswirkt. Für die berichteten Nachhaltigkeitsinformationen wird eine beschränkte Sicherheit verlangt. Die Europäische Kommission erwägt jedoch, dies in Zukunft auf eine angemessene Sicherheit auszuweiten, um zuverlässigere Informationen zu gewährleisten.

Vorschriften in der EU und außerhalb unter Druck

Weitere Verzögerungen bei der Finalisierung der CSRD sind aufgrund von Lobbyarbeit und politischer Einmischung zu erwarten. 2022 schrieben vier Organisationen, darunter die amerikanische Handelskammer in der EU, einen offenen Brief. Darin forderten sie eine stärkere Angleichung zwischen ESRS und IFRS Sustainability Disclosure Standards (IFRS SDS) sowie die Möglichkeit für Nicht-EU-Unternehmen, im Rahmen der CSRD andere nationale/internationale Standards zu verwenden. Die IFRS SDS wurden vom International Sustainability Standards Board (ISSB) entwickelt und sind auch als ISSB-Standards bekannt.

Laut EU-Kommission haben EFRAG und ISSB gemeinsam daran gearbeitet, die Kompatibilität ihrer Nachhaltigkeitsberichtsstandards zu verbessern. Dennoch gibt es immer noch erhebliche Unterschiede zwischen den beiden. Der Hauptunterschied besteht in der Wesentlichkeit – die ISSB-Standards richten sich an Investoren und konzentrieren sich hauptsächlich auf die finanzielle Wesentlichkeit, während die ESRS alle wichtigen Stakeholder ansprechen und sich auf breitere Themen wie Gesellschaft, Arbeitskräfte und Umwelt konzentrieren. Der ISSB-Vorsitzende hat deutlich gemacht, dass das Gremium das Prinzip der doppelten Wesentlichkeit nicht übernehmen will. Diese strukturelle Diskrepanz macht die breitere Umsetzung der CSRD noch schwieriger. Auch wenn die ISSB-Standards eine geringere Berichtslast für die Unternehmen bedeuten und rund 60 Länder sich dazu verpflichtet haben, sind wir der Meinung, dass die doppelte Wesentlichkeit für Unternehmen und Investoren bei der Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsthemen sinnvoller ist. Im November 2023 kündigte die Europäische Kommission eine zweijährige Verzögerung (bis 2026) bei der Einführung von Anforderungen für Nicht-EU-Unternehmen an. Unternehmen, die sich jetzt für eine Berichterstattung nach ISSB-Standards entscheiden, werden zögern, künftig zu ESRS zu wechseln.

Außerdem droht eine politische Einmischung, die die Umsetzung der CSRD blockieren könnte. Im Oktober 2023 sprachen sich 42 % der Mitglieder des Europäischen Parlaments für einen Beschluss zur Blockierung der ESRS aus und forderten dessen Einschränkung. Die Begründung: Die ESRS würden die EU-Unternehmen zu sehr belasten und komplizieren und könnten ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Die Europäische Parlamentswahl ist für 2024 angesetzt. Ihr Ergebnis wird sich auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung in der EU auswirken. Die Ergebnisse der laufenden SFDR-Konsultation könnten auch die CSRD-Vorschriften erheblich verändern, da beide Verordnungen Teil des EU-Green Deal sind.

Ständig veränderte Standards, Unternehmen brauchen mehr Transparenz

Für die Unternehmen besteht eine große Unsicherheit, da die Vorschriften noch nicht endgültig festgelegt sind. Im Oktober 2023 erhöhte die EU-Kommission die Schwellenwerte für größere Unternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die der CSRD unterliegen, um 25 %. Laut EU-Beamten wurde diese Maßnahme ergriffen, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Unternehmen zu gewährleisten. Möglicherweise werden noch weitere Änderungen folgen. Außerdem gibt es einen gestaffelten Zeitplan für die Umsetzung der CSRD. Die Umsetzung erfolgt schrittweise in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße. Unternehmen, die bereits der NFRD unterliegen, müssen ab 2024 über ihre gesamte Wertschöpfungskette berichten. Kleinere Unternehmen oder Nicht-EU-Unternehmen mit einer bedeutenden Präsenz in der EU werden jedoch mehr Zeit haben, die ESRS einzuführen.

Ursprünglich sollten KMU ab 2026 nach einem vereinfachten Berichtsstandard berichten, aber seit Ende 2022 können sie sich für zwei Jahre von der Berichtspflicht befreien lassen. Dies soll den KMU genügend Zeit und Ressourcen geben, um gute Verfahren einzuführen und die anfänglichen Umsetzungskosten auf mehrere Jahre zu verteilen. Allerdings könnten freiwillige Maßnahmen bei der Förderung der Nachhaltigkeitsberichterstattung wenig effizient sein.

Die Unternehmen könnten es vorziehen, die Berichterstattung zu verschieben, um zusätzliche Erkenntnisse über die Umsetzungsbedingungen zu gewinnen, insbesondere angesichts der sich ständig ändernden Anforderungen. Hinzu kommt, dass 99 % der europäischen Unternehmen zu den KMU zählen. Sie bilden die Wertschöpfungskette vieler größerer Firmen, die für ihre eigenen Berichte auf diese angewiesen sind. Dies schafft ein Problem – ein Unternehmen kann nur dann gesicherte Informationen über seine Wertschöpfungskette offenlegen und an Dritte weitergeben, wenn seine Zulieferer nach den gleichen Standards berichten.

Die EFRAG hat in ihren überarbeiteten Standards auch die Berichtspflichten der Unternehmen erheblich verringert: Die Liste der Pflichtangaben wurde von 134 auf 84 (-40 %) reduziert, und die obligatorischen Datenpunkte wurden halbiert. Viele obligatorische Datenpunkte sind nun freiwillig. Die Änderungen basieren auf den Rückmeldungen zahlreicher Stakeholder und sollen einen pragmatischeren und realistischeren Standard schaffen. Unserer Ansicht nach wird dies jedoch die Vergleichbarkeit der gemeldeten Informationen zwischen den Unternehmen einschränken, da einige Firmen wahrscheinlich wesentliche Aspekte übersehen werden.

Schlussfolgerung

Die Einführung der CSRD hat mehrere Debatten ausgelöst und es gab Änderungen und Verzögerungen bei ihrer Umsetzung. Wir sind der Meinung, dass die EU-Regulierungsbehörden und die Mitgliedstaaten den berichterstattenden Unternehmen unbedingt Sicherheit geben müssen, sowohl in Bezug auf die Vorschriften als auch auf den Zeitplan. Die Regulierungsbehörden könnten auch Alternativen nutzen, um bereits vor der verpflichtenden Umsetzung ein zuverlässiges Umfeld für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen zu schaffen. So könnten sie z. B. Subventionen für und Investitionen in KI-gestützte Berichterstattungs-Technologien bereitstellen und eine solidere Aufsichtsstruktur für Nachhaltigkeit in den Unternehmensvorständen fördern. Dies könnte den Grundstein für eine breitere Akzeptanz der CSRD legen, sobald sie in Kraft tritt.

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Kommentar von Ashwin Alankar, Head of Global Asset Allocation, Janus Henderson Investors

Die veröffentlichten BIP-Zahlen bestätigen die bisherigen Daten, die die These einer erfolgreichen weichen Landung bei der Inflationsbekämpfung durch die Fed stützen. Die Zahlen spiegeln die Disinflation und die Stärke der US-Verbraucher wider. Dies ist für viele überraschend, dürfte aber darauf zurückzuführen sein, dass die Konsumenten nicht so stark auf höhere Zinssätze (vor allem bei Hypotheken) reagieren. Die Verbraucher haben während der Pandemie rekordverdächtig niedrige Finanzierungssätze abgeschlossen und sind somit kaum variablen Zinssätzen ausgesetzt. Solange die Fed die Zinsen nicht übereilt senkt und dem System Liquidität zuführt, bleibt eine zweite Inflationswelle aus, und die Fed dürfte die Preise erfolgreich normalisiert und ein Abwürgen der Wirtschaft vermieden haben. Ironischerweise sollten wir eine straffere Geldpolitik für längere Zeit begrüßen, denn sonst könnte uns diese zweite Welle treffen.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Neue aktive ETF-Bausteine ermöglichen gezielte Investments in US-Core, US-Value und US-Growth-Segment

J.P. Morgan Asset Management, nach verwaltetem Vermögen derzeit größter Anbieter aktiver UCITS-ETFs, erweitert das Angebot aktiv gemanagter ETFs. Mit dem

  • JPMorgan Active US UCITS ETF (ISIN: IE000RSCXLM4 / Ticker: JUSE)
  • JPMorgan Active US Value UCITS ETF (ISIN: IE000TD3TI26 / Ticker: JAVA)
  • JPMorgan Active US Growth UCITS ETF (ISIN: IE0005CH3U28 / Ticker: JGRO)

sind drei neue aktive US-Aktien-Strategien an der Deutschen Börse Xetra, der London Stock Exchange, der Schweizer Börse SIX sowie der Borsa Italiana handelbar.

Langfristig erprobte Investmentstrategien bewährter Managementteams im ETF-Mantel

Der JPM Active US ETF bietet ein im Vergleich zum S&P 500 Index konzentriertes Portfolio der „besten Anlageideen“ der Portfoliomanager David Small und Danielle Hines. Sie werden bei der Selektion von mehr als zwanzig Aktienanalysten für den US-Aktienmarkt unterstützt, die aktiv am Entscheidungsprozess für die Investments beteiligt sind. Das Team ist überzeugt, dass Aktien vom Markt im Vergleich zu ihrem tatsächlichen langfristigen Wert häufig falsch bewertet werden. Vor diesem Hintergrund selektiert das Team zwischen 80 und 90 Titel, die den Referenzindex langfristig übertreffen sollen. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 39 Basispunkte.

Der JPM Active US Value ETF nutzt als Vergleichsindex den Russell 1000 Value Index und kombiniert zwei bewährte Investmentstrategien von J.P. Morgan Asset Management. So fließen jeweils zu gleichen Teilen die US-Value-Strategie, die sich auf qualitativ hochwertige Titel mit attraktiver Bewertung konzentriert, und die Large-Cap-Value- Strategie, die sich auf unterbewertete Unternehmen fokussiert, in den ETF ein. Durch die Kombination dieser komplementären Bottom-up-Fundamentalansätze entsteht ein ausgewogener Large Cap Value ETF. Das Portfolio-Management-Team Clare Hart, Andrew Brandon, David Silberman und Scott Blasdell investiert in 130 bis 200 Unternehmen, die sich an der Schnittstelle von Qualität und Substanz befinden. Die TER beträgt 49 Basispunkte.

Der JPM Active US Growth ETF mit der Benchmark Russell 1000 Growth Index setzt auf unterschätzte Wachstumschancen und Unternehmen mit gutem Momentum. Hierfür werden ebenfalls zwei bewährte aktive US-Aktienstrategien von J.P. Morgan Asset Management kombiniert: Durch die Mischung aus je 50 Prozent der Large-Cap-Growth-Strategie und der Growth-Advantage-Strategie entsteht ein diversifiziertes Portfolio aus zwischen 100 und 140 US-Wachstumstiteln. Die Portfoliomanager Giri Devulapally, Felise Agranoff und Tim Parton sind zwar hauptsächlich im Large-Cap-Segment aktiv, haben aber die Flexibilität, in die besten Wachstumsunternehmen unabhängig von ihrer Marktkapitalisierung zu investieren. Die TER liegt bei 49 Basispunkten.

„Wir freuen uns, unsere ETF-Plattform um diese aktiven US-Large-Cap-Aktien-ETFs zu erweitern, die Zugang zu bewährten Strategien und erprobten Portfoliomanagern mit nachgewiesener Erfolgsbilanz ermöglichen. Damit bieten wir weitere Kernbausteinlösungen im ETF-Mantel für Investorinnen und Investoren, die ein höheres Alpha anstreben“, betont Travis Spence, Leiter des ETF-Vertriebs in EMEA.

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Marktrückblick: Ein herausforderndes Jahr für Schwellenländer

2023 war ein weiteres schwieriges Jahr für die Aktienmärkte der Schwellenländer im Vergleich zu den Industrieländern. Per Anfang Dezember hinkte der MSCI EM Index dem MSCI World um 12 % hinterher. Einerseits belasteten geopolitische Spannungen, enttäuschendes Gewinnwachstum und die schleppende chinesische Konjunktur die Stimmung der Emerging-Markets-Investoren, auf der anderen Seite trieben die enormen Kurszuwächse einer Handvoll US-amerikanischer Technologieunternehmen die Aktienkurse in den Industrieländern in die Höhe1.

Trotz dieses Gegenwinds zeigte der SKAGEN Kon-Tiki auch im vierten Quartal 2023 eine starke Performance, lieferte solide absolute Renditen und liegt seit Jahresbeginn um mehr als 3 % vor der EM-Benchmark2. Diese Outperformance ist besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass das Portfolio in den stärksten Märkten Taiwan (+17,0 %) und Indien (+8,2 %) untergewichtet ist und etwa ein Viertel des Vermögens in dem relativ schwachen chinesischen Markt (-12,9 %) investiert ist3.

„Auch in diesem Jahr hat die Aktienauswahl die Fondsperformance getrieben“, erklärt Portfoliomanagerin Cathrine Gether: „Chinesische und koreanische Titel dominieren die Liste unserer stärksten positiven Beiträge zur Gesamtperformance 2023, und zwar trotz der schwachen Performance der jeweiligen Märkte. Dies zeigt den Vorteil einer aktiven Aktienauswahl und eines langfristigen Denkens – Unternehmen wie Hyundai Motor, LG Electronics und Samsung Electronics, die zu unseren Top-Performern gehören, haben über viele Jahre hinweg starke Portfoliorenditen erwirtschaftet.” Den größten positiven Beitrag des Fonds lieferte 2023 CNOOC, wobei die Kursgewinne des chinesischen Energieunternehmens die Verluste der fünf schwächsten Titel zusammengenommen ausgleichen.

Höhere Qualität zu geringeren Preisen

Die Titelauswahl erfolgt nach einem konträren Investmentansatz. Der „Active Share“ des Portfolios, der die Abweichung vom Markt angibt, beträgt im Durchschnitt fast 90 %. Dazu kommt strikte Preisdisziplin: Das Fondsportfolio ist auf Basis von Gewinn- und Buchwertmultiplikatoren derzeit rund 50 % günstiger bewertet als der EM-Index – das geschätzte Aufwärtspotenzial beträgt rund 70 % über einen Anlagehorizont von zwei bis drei Jahren4.

Die erwarteten Renditen des Fonds beruhen auf einer Bottom-up-Analyse der Fehlbewertungen der Portfoliounternehmen, wie Portfoliomanager Espen Klette erläutert: „Wichtiger als die Bewertung der Aussichten für Länder, Sektoren oder Trends ist der Preis, den wir für Unternehmen zahlen – im Vergleich zu dem von uns ermittelten inneren Wert. Wir wollen sicherstellen, dass die Qualität der Unternehmen besser ist als der Preis, den wir für sie zahlen. Deshalb haben wir Small- und Mid-Caps gegenüber dem Index übergewichtet: Diese Unternehmen werden tendenziell häufiger falsch bewertet, da sie weniger Aufmerksamkeit von Anlegern und Analysten erhalten.“

Die Verkaufsdisziplin ist ein weiterer wichtiger Faktor für den Erfolg des Fonds. Zehn Unternehmen haben das Portfolio im Jahr 2023 verlassen, wobei mehrere ihr Kursziel erreicht hatten, darunter Foxconn, Hisense und Gedeon Richter. Andere wurden abgestoßen, weil sie die Anlagethese verfehlt haben, zum Beispiel die russischen Beteiligungen Magnit und X5 Retail Group.

Die dritte Gruppe von Veräußerungen erfolgte, um Investitionen in Unternehmen mit einem besseren Risiko-Ertrags-Verhältnis zu finanzieren, wie etwa Tres Tentos und Vina Concha. Da das Team über eine lange Liste potenzieller Portfoliokandidaten verfügt, bleibt die Messlatte für die Aufnahme ins Portfolio hoch. Die Veräußerungen wurden durch neun starke, aber unterbewertete Unternehmen ersetzt, darunter Simpar, Grupo Exito, Genomma Lab, KB Financial und Phinia.

Fokus auf Risiko

Nach diesen Umschichtungen hält Kon-Tiki nun 46 Unternehmen in einem konzentrierten Portfolio, bei dem die zwölf größten Positionen rund 50 % des Vermögens aus machen, verteilt auf 19 Länder und neun Sektoren. „Wir investieren Bottom-up, managen aber das Risiko auch Top-down, um sicherzustellen, dass der Fonds für eine Reihe von Inflations- und Wirtschaftswachstumsszenarien sorgfältig abgesichert ist“, erklärt Klette. „Wir versuchen, für unsere Kunden ein Gleichgewicht zu finden, so dass das Portfolio ausreichend über Sektoren diversifiziert ist, die sich in verschiedenen Phasen des Wirtschaftszyklus und in einem inflationären Umfeld besser entwickeln, aber gleichzeitig so konzentriert ist, dass wir unsere besten Ideen nicht verwässern.”

Aufgrund der aktuellen Sektorpositionierung dürfte der Fonds in einem Umfeld mit hoher Inflation und geringem Wachstum sehr gut abschneiden, obwohl er aufgrund der Bewertung und Qualität seiner Bestände in den meisten Makroszenarien den breiteren EM-Index übertreffen dürfte. Während diese Top-down-Analyse für die Überwachung des Portfoliorisikos wichtig ist, bleibt der Kauf der richtigen Unternehmen zu den richtigen Preisen der Schlüssel zur Fondsperformance.

„Das größte Risiko besteht darin, zu viel für einen Vermögenswert zu bezahlen – wir mindern dies, indem wir nur Preise zahlen, die eine hohe Sicherheitsspanne bieten”, erklärt Gether. „Die Auswahl der richtigen Risikoprämien ist ebenfalls wichtig. Unsere besten Investitionen werden oft getätigt, wenn die Stimmung negativ ist und das Risiko als hoch eingeschätzt wird – die Bewertung bietet sowohl ein Sicherheitsnetz als auch ein Sprungbrett für die besten risikobereinigten Renditen.“

Günstige Bewertungen und konjunkturelle Aufhellung

Die positive Wertentwicklung des Fonds im Jahr 2023 bedeutet, dass der Kon-Tiki über einen Zeitraum von einem, drei und fünf Jahren vor seiner Benchmark liegt. Da die Bewertungen in den Schwellenländern im Allgemeinen nahe der Rekordtiefs liegen und sich ein besseres wirtschaftliches Umfeld abzeichnet, stehen die Chancen für weiterhin starke relative und absolute Renditen gut.

1 Quelle: MSCI. MSCI World Index +15,4 %, MSCI EM Index 3,4 %, in EUR, Stand: 30.11.2023.

2 Quelle: SKAGEN. In EUR, ohne Gebühren, Stand: 30.11.2023.

3 Quelle: MSCI. MSCI Länderindzes in EUR, Stand: 30.11.2023.

4 Gewichtetes Top-12-Aufwärtspotenzial: 72 %, gewichtetes Top-35-Aufwärtspotenzial: 69 %, Stand: 30.11.2023.

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