Interview mit Freddy Kremer, Inhaber Kremer College im Rahmen des SachwerteGipfel am 20.Februar 2024 in München.

Welches Standing hat die KI aktuell im Vertrieb von Finanzdienstleistungen? Wo steht die Branche im Vergleich? Wo und wie wird die KI aktuell erfolgreich eingesetzt? Wie geht es mit der Entwicklung weiter? Warum gehört die KI ganz oben auf die Agenda von Geschäftsführern und Unternehmen?

Interview SachwerteGipfel 2024 zum Thema KI im Vertrieb

Sehen Sie die Antworten zu diesen und weiteren Fragen im Interview von Andy Wanschka und Freddy Kremer anlässlich des SachwerteGipfels in München.

Weitere Informationen: www.SachwerteGipfel.de

Weitere Informationen: www.kremer-college.de

 

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Die Welt stöhnt noch immer wegen steigender Preisen; auch in Deutschland legten sie zuletzt wieder zu.

Ändern sich die Inflationserwartungen, wirkt sich das auf den Goldpreis aus. In Teil zwei unserer fünfteiligen Reihe zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf den Goldpreis sehen wir uns den Zusammenhang zwischen der Teuerungsrate und der Preisentwicklung bei Gold genauer an.

Laut Statistischem Bundesamt ist die Inflation im Dezember wieder gestiegen, von 3,2 Prozent im November auf 3,7 Prozent. Im Durchschnitt des Jahres 2023 lag sie damit bei 5,9 Prozent. Ihren höchsten Stand hat die Teuerungsrate im November 2022 mit 8,8 Prozent erreicht, im Jahresdurchschnitt war der statistische Warenkorb zur Messung der Inflationsrate um 6,9 Prozent teurer geworden. Höher war die Inflation in Deutschland zuletzt 1973 zu Zeiten der Ölkrise. Jahrzehntelang waren jährliche Preissteigerungen zwischen zwei und drei Prozent üblich, doch seit Juli 2021 zogen erst die Erzeugerpreise für Rohstoffe und Vorprodukte, etwas später auch die Verbraucherweise deutlich an.

Wenn die Inflation neue Höhen erreicht, steigt in der Folge oftmals der Goldpreis. Das war schon 1973 deutlich zu beobachten. Zum Jahresanfang 1973 kostete die Feinunze Gold zunächst rund 65 US-Dollar, erreichte auf dem Höhepunkt der Ölkrise ein neues Rekordhoch bei 127 US-Dollar und notierte zum Jahresende immer noch bei rund 112 US-Dollar pro Feinunze. In der noch anhaltenden Hochinflationsphase war der Effekt ebenfalls deutlich: Anfang Juli 2021 notierte die Feinunze Gold noch bei etwa 1.768 US-Dollar, stieg bis zum Jahresende 2023 unter Schwankungen aber bis auf ein neues Allzeithoch bei rund 2.077 US-Dollar.

Was macht Inflation mit dem Goldpreis?

Steigt die Inflation, legt auch der Goldpreis zu. Doch warum ist das eigentlich so? Und gilt das immer, quasi wie ein Naturgesetz?

Nein, der Zusammenhang zwischen einer zunehmenden Inflation und einem steigenden Goldpreis ist nicht so eindeutig, wie es sich Anleger wünschen, wenn sie auf Gold als Inflationsschutz setzen. Verschiedene Studien zeigen, dass sich je nach betrachtetem historischen Zeitraum der Goldpreis und die Inflation oft in die gleiche Richtung, fast genauso oft aber in die entgegengesetzte Richtung entwickeln. Mal fällt die Reaktion beim Goldpreis stärker, mal schwächer aus, mal kommt sie schnell, mal erst mit deutlicher Verzögerung. Kurzfristig marschieren Inflationsrate und Goldpreis also keineswegs im Gleichschritt. Langfristig wird die Inflation jedoch durch die Goldpreisentwicklung ausgeglichen und sogar übertroffen. Gold ist also durchaus ein Inflationsschutz, allerdings eher indirekt. Doch warum tendieren Inflation und Goldpreis überhaupt in die gleiche Richtung?

Steigende Preise sind ein großes Problem für eine Volkswirtschaft. Wenn alles immer teuer wird, verliert das Geld an Wert. Für den gleichen Geldbetrag bekommt der Käufer zusehends weniger Waren oder Dienstleistungen, die Kaufkraft des Geldes nimmt also ab. Die Erwerbstätigen setzen dann über kurz oder lang Gehaltserhöhungen durch, damit sie mit ihrem Einkommen über die Runden kommen. Das wiederum zwingt Hersteller, Händler und Dienstleister zu weiteren Preiserhöhungen, damit sie ihrerseits die höheren Löhne bezahlen können. Entwickelt sich aufgrund hoher Inflation solch eine Lohn-Preis-Spirale, droht einer Volkswirtschaft der Absturz in Rezession und Depression. Die Wirtschaft wächst dann nicht mehr, sondern schrumpft, was die Situation weiter verschlimmert. Die Arbeitslosigkeit nimmt zu, weil Unternehmen Personal abbauen, Konsum und Investitionen gehen weiter zurück. Es droht ein Teufelskreis.

Flucht ins Gold

Eine galoppierende Geldentwertung führt letzten Endes dazu, dass die Menschen versuchen, ihre Ersparnisse in dauerhaft Werthaltiges zu investieren. Das können auch Sachwerte wie Immobilien, Oldtimer, Kunst oder Edelsteine sein, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder teurer verkaufen lassen. Ein großer Teil der Sparer und Anleger steckt bei steigender Inflation sein an Kaufkraft einbüßendes Geld auch in Gold. Das Edelmetall ist weltweit als alternatives Zahlungsmittel anerkannt, das seine Kaufkraft behält und sich jederzeit zu Geld machen lässt. Seinen Wert behält Gold, weil es ein knappes Gut ist und die natürlichen Goldvorkommen endlich sind. Es kann also nicht wie das Papiergeld der Notenbanken einfach produziert werden.

Dank dieser Eigenschaften ist es nur logisch, dass Anleger und Sparer auf Gold ausweichen, wenn eine hohe Inflation an ihrem Realvermögen nagt und ein sicherer Hafen dafür gesucht wird. Die steigende Goldnachfrage macht das begrenzt verfügbare Edelmetall teurer. Dabei ist für den Anleger die Inflationsrate in der heimatlichen Währung entscheidend. Je nach Land und Währungsraum kann die Teuerungsrate ganz unterschiedlich hoch sein.

Inflation und Goldpreisentwicklung in anderen Ländern

In Ländern mit extrem hoher Inflationsrate wie etwa der Türkei (2023: 51 Prozent) oder Argentinien (2023: 211 Prozent) ist die Flucht in Gold oder den deutlich stabileren US-Dollar längst Kulturgut. Dementsprechend schneller steigt in diesen Ländern auch der Goldpreis. In argentinischen Peso legte das Edelmetall im vergangenen Jahr zum Beispiel um 410 Prozent zu, in türkischer Lira stieg der Goldpreis um 63 Prozent.

Selbst deutlich niedrigere Inflationsraten erhöhen das Interesse der Anleger an Goldmünzen oder -barren. In Euro übertraf der Goldpreisanstieg mit einem Plus von rund neun Prozent die Inflationsrate von 5,9 Prozent im Durchschnitt der Euro-Länder. In US-Dollar stieg der Goldpreis 2023 sogar um etwa 13 Prozent. Dem steht eine für die USA prognostizierte Teuerungsrate von nur 3,2 Prozent im vergangenen Jahr gegenüber. Allerdings haben in den Beispielen noch weitere Faktoren wie beispielsweise der Anstieg der Notenbankzinsen die Goldpreisrally mitbefeuert. Der überproportionale Goldpreisanstieg geht nicht nur auf das Konto der Inflation.

Der Inflationsrate in den USA kommt dennoch eine besondere Bedeutung zu, da der globale Goldhandel in US-Dollar abgewickelt wird. Käufer außerhalb der USA müssen zunächst ihre heimische Währung in US-Dollar tauschen. Fällt für sie der Dollarkurs, wird Gold in heimischer Währung günstiger; steigt der Wechselkurs des Dollar, wird es teurer. Die US-Inflationsrate beeinflusst ihrerseits den Dollar-Wechselkurs – und damit den Goldpreis weltweit.

Weniger Inflationsangst dank Goldbesitz

Wer einen Teil seines Vermögens also in Gold geparkt hat, kann bei hoher Inflation deutlich gelassener bleiben. Allerdings hat hohe Inflation meist zur Folge, dass die Notenbanken sie mittels einer Anhebung der Zinsen bekämpfen wollen. Steigende Zinsen jedoch bremsen die Goldnachfrage, wie wir in Teil 1 ausführlich geschildert haben. Mit Blick auf den Goldpreis müssen deshalb Inflation, Zinsen und alle übrigen Einflussfaktoren zusammen betrachtet werden.

Fazit: Kurzfristig mögen andere Einflussfaktoren darüber bestimmen, in welche Richtung und wie schnell sich der Goldpreis bewegt, langfristig aber schlägt sich die Inflation in der Regel positiv im Goldpreis nieder. Inflation wirkt auf den Goldpreis somit auf lange Sicht unterstützend.

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Japans Nikkei 225 steht kurz vor seinem 34-Jahres-Hoch von 38.957 Punkten, die zuletzt am 29. Dezember 1989 erreicht wurden.

Und das, obwohl Japans Wirtschaft nach einem schwachen Jahresende 2023 einen Rang zurückfiel und aktuell nur noch die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, nach den USA, China und Deutschland. “Die gestiegenenen Ausgaben in der Tourismusbranche konnten den schleppenden inländischen privaten Verbrauch nicht ausgleichen. Der Anstieg des Nikkei zeigt jedoch, dass japanische Unternehmen solide aufgestellt sind und dass der Markt optimistisch auf die wirtschaftliche Lage blickt”, sagt Thomas Page Lecuyer, Investment Spezialist des Flaggschifffonds Ofi Invest ISR Actions Japon des französischen Vermögensverwalters Ofi Invest AM.

“Dieser Aufschwung des japanischen Aktienmarktes ist aus unserer Sicht nachhaltig, da die Wirtschaft weiter wachsen dürfte. Dafür sprechen mehrere Faktoren:

  • Erstens sorgen die höheren Inflationserwartungen der Haushalte und Unternehmen vor dem Hintergrund einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung dafür, dass die Löhne steigen. Das wiederum könnte zu erhöhten Konsumausgaben und höheren Unternehmensgewinnen führen.
  • Zweitens haben einige große Reformen in der Corporate Governance zu einem effizienteren Management geführt, insbesondere für bessere Transparenz und eine aktionärsfreundliche Kultur, und damit das Vertrauen der Anleger gestärkt.
  • Drittens ist die Erholung im Tourismus nach Corona stark zu spüren. Damit verbunden erwarten wir, dass Sektoren, die mit dem Tourismus zusammenhängen, wie beispielsweise das Transportwesen profitieren.
  • Viertens fördert die japanische Regierung über steuerliche Anreize strategisch wichtige Sektoren wie die Halbleiter- und die Elektrofahrzeugindustrie sowie die generative Künstliche Intelligenz. Insbesondere für den Halbleitersektor soll die Körperschaftssteuerlast jährlich um bis zu 20 Prozent sinken. Durch diese Ausrichtung der japanischen Wirtschaft positioniert sich Japan als Spitzenstandort für Schlüsselindustrien und ökologischen Fortschritt.
  • Zuletzt trägt die Exportstärke Japans, insbesondere in den Bereichen Technologie und Automobil, erheblich zur Wirtschaftskraft des Landes bei.

Es gibt allerdings einige potenzielle Risiken und Fallstricke für Investoren:

  • Wie würde sich eine mögiche globale Konjunkturabkühlung auf Japans exportorientierte Wirtschaft auswirken?
  • Welchen Einfluss haben geopolitische Risiken wie die Spannungen in Asien auf japanische Unternehmen, insbesondere in Sektoren wie der Technologie?
  • Wie beeinflusst die US-Geldpolitik die Märkte weltweit, einschließlich Japan? Ein Risikofaktor ist die Aufwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar. Sollte die US-Notenbank in diesem Jahr wie erwartet die Zinsen senken und die Bank of Japan ihre Zinsen wegen der anziehenden Inflation erhöhen, dürfte der Yen steigen und so die Exporte des Landes verteuern und Japan weniger wettbewerbsfähig machen.
  • Wie wird sich die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr entwickeln? Jeder signifikante Abschwung in China kann sich negativ auf japanische Aktien auswirken.”

Der Fonds:

Der Ofi Invest ISR Actions Japon Fund ist vor allem in japanische Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung investiert. Fondsmanager Jean-Francois Chambon und Julien Rolland selektieren aus einem Universum von 2.000 Aktien, die attraktivsten Titel aufgrund eines Bottom-Up-Investmentansatzes für ihr Portfolio. Dabei legen sie einen Schwerpunkt auf Unternehmen, die Lösungen für gesellschaftliche und ökonomische Megatrends bieten und ausgewählte Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Der Fonds wurde 2005 aufgelegt und hat ein Volumen von 673 Millionen Euro. Der Fonds hat im 5-Jahreszeitraum eine Wertentwicklung von 29,3 Prozent gegenüber 26,0 Prozent seiner Benchmark Topix erzielt.

Das Unternehmen:

Ofi Invest Asset Management ist Teil der Ofi Invest Gruppe, die zur Aéma Groupe (Macif, Abeille Assurances, Aésio Mutuelle) gehört und derzeit die fünftgrößte Vermögensverwaltungsgruppe Frankreichs ist. Die Gruppe verwaltet ein Vermögen von 187,3 Milliarden Euro für institutionelle, Wholesale- und private Anleger und bietet eine breite Palette an börsennotierten und nicht börsennotierten Anlagelösungen (Stand: 30. Juni 2023). Dabei verfolgt Ofi Invest AM die Philosophie des verantwortungsvollen Investierens.

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Ofi Asset Management, Adresse: 22, Rue Vernier, 75017 Paris, Tel: +33 1 40 68 17 17, www.ofi-am.fr

Das Ziel der eigentümergeführten Fondsboutique Wagner & Florack ist es, sich langfristig und mit unternehmerischem Blick an Firmen mit robusten und hochprofitablen Geschäftsmodellen zu beteiligen.

„Unabhängig von Inflation, Zinsen, Konjunktur und Geopolitik lässt sich mit solchen Unternehmen in allen Marktphasen – auch in der Rezession – nachhaltig gutes Geld verdienen“, sagt Dominikus Wagner, Unternehmensgründer und Fondsmanager des Wagner & Florack Unternehmerfonds sowie des Wagner & Florack Unternehmerfonds flex.

Statt seine Zeit mit den üblichen Markt- und Konjunkturprognosen zu verschwenden oder sie gar zur Grundlage seiner Investitionsentscheidungen zu machen, konzentriert sich Wagner auf das, worauf es seiner Meinung nach langfristig wirklich ankommt: Die Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle selbst.

Die Experten von Wagner & Florack beobachten deshalb sehr genau, wie sich wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen verändern und was dies für die Geschäftsmodelle und das Geschäft ihrer Portfoliofirmen bedeutet. Am Beispiel Künstliche Intelligenz  (KI) führt Wagner aus: „Aus deutscher und europäischer Sicht stellen wir fest, dass sich die Kräfteverhältnisse bei KI immer weiter und immer stärker in Richtung USA und der dortigen Technologiefirmen verschieben. Während in Deutschland vor allem darüber diskutiert wird, wie KI staatlich zu kontrollieren und regulieren ist, reibt man sich auf der anderen Seite des Atlantiks die Hände.“

Adobe, Google und Microsoft bauen ihren Vorsprung weiter aus

Als langfristige Miteigentümer bei Adobe, Google oder Microsoft profitieren die Bonner von diesem Trend und erwarten eine Fortsetzung. „Allein Alphabet hat 2023 45 Milliarden Dollar für Forschung & Entwicklung und 32 Milliarden Dollar für Investitionen aufgewendet. Natürlich fließt davon nicht alles in KI-Projekte, aber die Lücke zu Firmen aus Europa ist eklatant“, sagt Wagner. Neben massiven Investitionen in eigene KI-Kapazitäten könnten sich die amerikanischen Cash Flow-Giganten zudem an aussichtsreichen jungen Unternehmen beteiligen und diese im Erfolgsfall komplett übernehmen.

Dagegen habe SAP letztes Jahr „nur“ 6,3 Mrd. Euro in F&E investiert. Das demonstriere eindrucksvoll die enorme „Feuerkraft“ von amerikanischen Daily Used-Techkonzernen und Ausnahmefirmen wie Google oder Microsoft. „Für die US-Wirtschaft stellen diese immensen Investitionssummen einen gewaltigen Innovationsmotor dar. Während sich Deutschland und Europa mit ihrem vorauseilendem Regulierungsgehorsam wieder einmal selbst aus dem Spiel nehmen, lässt man neue Entwicklungen in Amerika erst einmal laufen, um zu sehen, wohin die Reise überhaupt geht“, urteilt Wagner.

Selbst US-Konsumgüterfirmen wie Procter & Gamble, die man nicht unbedingt mit Technologie oder KI in Verbindung bringen würde, investieren massiv in KI, um alle Abläufe entlang der Wertschöpfungskette stetig zu verbessern.

Google ragt als KI Leuchtturm heraus

„Es ist beeindruckend, wo KI-Modelle inzwischen „unfallfrei“ eingesetzt werden“, sagt Wagner. Unternehmen wie Adobe mit Firefly, Microsoft Azure oder Google Cloud Platform sind die größten Nutznießer der rasant wachsenden KI-Anwendungen. „In unseren Augen ragt Google als DER KI-Leuchtturm ganz besonders heraus. So hat Google KI beispielsweise bei DeepMind eingesetzt, um die Materialforschung zu revolutionieren. „Die Entdeckung und Synthese neuer Materialien ist in der Regel kostspielig und zeitaufwändig. So hat es etwa zwei Jahrzehnte gedauert, bis Lithium-Ionen-Batterien, die heute für Telefone, Laptops und Elektrofahrzeuge verwendet werden, verfügbar waren“, erläutert Wagner.

Er ist überzeugt, dass KI die technologischen Durchbrüche auch auf anderen Gebieten wie beispielsweise der Pharmaforschung beschleunigen kann. „Google ist auch hier nach unserer Auffassung die treibende Kraft und erfüllt alle Voraussetzungen, um seine technologische Spitzenstellung immer weiter und immer stärker auszubauen“, sagt Wagner. Diese Grundlagen fasst er wie folgt zusammen:

  1. Riesige Datenmengen zum Trainieren der KI.
  2. Gigantische Rechnerkapazitäten in Datenzentren, so dass die KI-Software maximal intensiv und auf höchstem Niveau trainiert werden kann.
  3. Extrem hohe Cash Flows, um weiter massiv in die notwendigen Rechenkapazitäten investieren zu können und darüber hinaus immer die besten Programmierer und KI-Experten zu beschäftigen.

Die Experten bei Wagner & Florack sind überzeugt, dass Ausnahmefirmen wie Alphabet, Apple, Microsoft, Adobe und Visa deswegen erst am Anfang eines noch höheren und noch profitableren Wachstumspfades stehen. „Cash produziert noch mehr Cash. Und wegen der sehr hohen Skaleneffekte wird das „Mehr“ exponentiell größer,“ erwartet Wagner.

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Wagner & Florack Vermögensverwaltung AG, Marienburger Straße 24, 50968 Köln, Tel.: + 49 (0) 221 800 10 11-0, www.wagner-florack.de

Die DWS ist in einer Erholung des Marktes ohne Mittelzuflüsse, die für die Vermögensverwaltungsbranche 2023 eine Herausforderung darstellte, zu Nettomittelzuflüssen zurückgekehrt.

Sie beendete das Jahr als einer der großen Vermögensverwalter weltweit mit dem höchsten organischen Wachstum ohne Cash-Produkte.

Die DWS verzeichnete ein Nettomittelaufkommen (ohne Cash-Produkte) von EUR 22,6 Milliarden. Zu diesem Ergebnis trugen alle drei Säulen des Geschäftsmodells bei – Passive einschließlich Xtrackers, Active und Alternatives. Inklusive Cash-Produkten beliefen sich die Nettomittelzuflüsse auf EUR 28,3 Milliarden, wobei EUR 4,9 Milliarden auf ESG Produkte entfielen. Alle drei Vertriebsregionen, Amerika, Europa und Asien-Pazifik, verbuchten 2023 Nettomittelzuflüsse. Auch das verwaltete Vermögen (Assets under Management, AuM) stieg im Vergleich zum Vorjahr um EUR 75 Milliarden auf EUR 896 Milliarden, weil 2023 Nettomittelzuflüsse und positive Marktentwicklungen die negativen Effekte aus Wechselkursbewegungen übertrafen. Aufgrund der Marktturbulenzen im Jahr 2022 hatte die DWS das Jahr 2023 von einer signifikant niedrigeren durchschnittlichen AuM-Basis als im Jahr zuvor aus gestartet. Das verwaltete Vermögen liegt historisch gesehen wieder auf dem zweithöchsten Niveau, nur die Rekordzahlen aus dem Jahr 2021 waren höher.

Die bereinigten Erträge gingen im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent zurück. Ursächlich hierfür waren niedrigere Managementgebühren aufgrund niedrigerer durchschnittlicher AuM im Jahr 2023, während Performance- und Transaktionsgebühren sowie andere Erträge im Jahresvergleich höher ausfielen. Der bereinigte Vorsteuergewinn ging im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent zurück, während das Konzernergebnis 2023 um 5 Prozent niedriger ausfiel. Die Geschäftsführung der DWS wird der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 eine attraktive und wettbewerbsfähige ordentliche Dividende von EUR 2,10 pro Aktie vorschlagen. Wie am 25. Januar 2024 mitgeteilt, haben die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat zudem beschlossen, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer außerordentlichen Dividende in Höhe von EUR 4,00 pro Aktie vorzuschlagen.

Dank des strikten Kostenmanagements der DWS stieg die bereinigte Kostenbasis trotz Inflationsdruck und Investitionen in Wachstum im Jahresvergleich nur leicht um 2 Prozent. Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation von 64,0 Prozent im Jahr 2023 steht mit dem von der DWS für 2023 prognostizierten Wert von unter 65 Prozent voll und ganz im Einklang.

Die bereinigten Erträge fielen 2023 um 3 Prozent auf EUR 2.603 Millionen (GJ 2022: EUR 2.683 Millionen). Die DWS verzeichnete zwar höhere Performance- und Transaktionsgebühren sowie andere Erträge, die Managementgebühren gingen jedoch zurück. Ursache war ein niedrigeres durchschnittliches verwaltetes Vermögen aufgrund der schwächeren Märkte im Verlauf des Jahres 2023. Hierin spiegelt sich auch das im Vorfeld des Krieges in der Ukraine besonders positive Umfeld für Vermögensverwalter im ersten Quartal 2022 wider. Im vierten Quartal 2023 reduzierten sich die bereinigten Erträge leicht um 1 Prozent auf EUR 659 Millionen (Q3 2023: EUR 666 Millionen).

Der bereinigte Vorsteuergewinn fiel 2023 um 11 Prozent auf EUR 937 Millionen (GJ 2022: EUR 1.057 Millionen). Im vierten Quartal 2023 ging der bereinigte Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorquartal um 8 Prozent auf EUR 226 Millionen zurück (Q3 2023: EUR 246 Millionen). Nach Steuern wies die DWS für das Geschäftsjahr 2023 ein um 5 Prozent niedrigeres Konzernergebnis in Höhe von EUR 567 Millionen aus (GJ 2022: EUR 595 Millionen; Q4 2023: EUR 137 Millionen; Q3 2023: EUR 147 Millionen). Die Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 eine erneut gestiegene Dividende von EUR 2,10 pro Aktie vorschlagen (GJ 2022: EUR 2,05). Die Aktionäre der DWS erhalten damit im fünften Jahr in Folge eine höhere Dividende.

Das verwaltete Vermögen (AuM) erhöhte sich im vierten Quartal 2023 weiter um EUR 37 Milliarden auf EUR 896 Milliarden (Q3 2023: EUR 860 Milliarden). Dies war vorwiegend auf günstige Marktentwicklungen zurückzuführen, gestützt durch Nettomittelzuflüsse. Der Anstieg der AuM um EUR 75 Milliarden im Vergleich zu EUR 821 Milliarden Ende 2022 resultierte aus einer Kombination aus hohen Nettomittelzuflüssen und positiven Marktentwicklungen, die die negativen Effekte aus Wechselkursbewegungen überkompensierten.

Das Nettomittelaufkommen ohne Cash-Produkte verbesserte sich 2023 stark auf EUR 22,6 Milliarden (GJ 2022: minus EUR 13,9 Milliarden). Mit Cash-Produkten lagen die Nettomittelzuflüsse bei EUR 28,3 Milliarden, verglichen mit Abflüssen von EUR 19,9 Milliarden im Jahr 2022. Das gesamte Nettomittelaufkommen 2023 wurde vorwiegend vom Bereich Passive einschließlich Xtrackers getragen und durch Cash-Produkte, Active (ohne Cash-Produkte) und Alternatives gestützt. ESG-Produkte verbuchten 2023 höhere Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 4,9 Milliarden. Alle Regionen  ̶  Amerika, Europa (mit Deutschland) und Asien-Pazifik  ̶ erzielten sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr 2023 Nettomittelzuflüsse. Im vierten Quartal generierte die DWS ein Nettomittelaufkommen ohne Cash-Produkte von EUR 1,8 Milliarden (mit Cash-Produkten: EUR 11,0 Milliarden).

Der Bereich Active Asset Management (ohne Cash-Produkte) reduzierte die Nettomittelabflüsse im vierten Quartal auf minus EUR 1,8 Milliarden (Q3 2023: minus EUR 3,3 Milliarden). Ursächlich war ein verbessertes Nettomittelaufkommen bei Active Equity (minus EUR 0,4 Milliarden), Multi Asset (minus EUR 0,4 Milliarden) und Active SQI (minus EUR 0,5 Milliarden). Active Fixed Income (minus EUR 0,4 Milliarden) verzeichnete Nettomittelabflüsse nach kleineren Zuflüssen im vorangegangenen Quartal. Cash-Produkte erzielten im vierten Quartal hohe Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 9,3 Milliarden. Insgesamt verbuchte Active Asset Management (ohne Cash-Produkte) 2023 ein im Vergleich zum Vorjahr stark verbessertes Nettomittelaufkommen von EUR 1,1 Milliarden (GJ 2022: minus EUR 7,4 Milliarden). Multi Asset generierte im Geschäftsjahr 2023 aufgrund neuer Mandate Nettomittelzuflüsse von EUR 4,4 Milliarden. Active Fixed Income-Produkte trugen EUR 0,3 Milliarden bei und schafften nach hohen Nettomittelabflüssen im Jahr zuvor einen markanten Umschwung. Active Equity (minus EUR 2,1 Milliarden) und Active SQI (minus EUR 1,5 Milliarden) konnten sich dem geringeren Risikoappetit der Kunden nicht entziehen und verzeichneten Nettomittelabflüsse. Cash-Produkte mit geringen Margen verbuchten 2023 ein Nettomittelaufkommen von EUR 5,7 Milliarden (GJ 2022: minus EUR 6,0 Milliarden).

Der Bereich Passive Asset Management erzielte im vierten Quartal Nettomittelzuflüsse von EUR 4,4 Milliarden (Q3 2023: EUR 6,2 Milliarden). Ursächlich hierfür waren börsengehandelte Xtrackers-Produkte (börsengehandelte Fonds (ETF) und Rohstoffe (ETC)), während institutionelle Mandate Abflüsse verzeichneten. Insgesamt verbuchte Passive Asset Management im Jahr 2023 starke Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 21,2 Milliarden (GJ 2022: minus EUR 7,1 Milliarden). Bei den Nettomittelzuflüssen in börsengehandelte Produkte in Europa rangierte die DWS damit auf Platz 2 (Quelle: ETFGI).

Der Bereich Alternatives reduzierte die Nettomittelabflüsse im vierten Quartal auf minus EUR 0,9 Milliarden (Q3 2023: minus EUR 1,3 Milliarden). Während Infrastrukturfonds Nettomittelzuflüsse generierten, verzeichneten Liquid Real Assets und Immobilienfonds Abflüsse. In einem für Alternatives herausfordernden Markt erzielte der Bereich 2023 Nettomittelzuflüsse von insgesamt EUR 0,3 Milliarden (GJ 2022: EUR 0,6 Milliarden). Dafür sorgten Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 3,4 Milliarden in Immobilienfonds, gestützt durch Zuflüsse von EUR 0,5 Milliarden in Infrastrukturprodukte, während Liquid Real Assets Nettomittelabflüsse von minus EUR 3,5 Milliarden verbuchten.

Die bereinigten Kosten (auch ohne Transformationskosten in Höhe von EUR 99 Millionen) stiegen im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf EUR 1.665 Millionen (GJ 2022: EUR 1.625 Millionen). Trotz des Inflationsdrucks und der Investitionen in Wachstum fiel dieser Anstieg relativ gering aus. Unter anderem war er auf höhere Dienstleistungskosten im Zusammenhang mit einem Anstieg der AuM im Bereich Passive sowie auf höhere Honorare zurückzuführen. Im vierten Quartal 2023 erhöhten sich die bereinigten Kosten im Vergleich zum Vorquartal um 3 Prozent auf EUR 433 Millionen (Q3 2023: EUR 420 Millionen). Dieser Anstieg war auf höheren Sach- und sonstigen Aufwand zurückzuführen, während der Personalaufwand vor allem aufgrund geringerer variabler Vergütungen zurückging.

Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) lag im Geschäftsjahr 2023 bei 64,0 Prozent und damit deutlich innerhalb des Ausblicks der DWS von unter 65 Prozent für 2023. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die bereinigte CIR um 3,4 Prozentpunkte (GJ 2022: 60,6 Prozent), was auf niedrigere Managementgebühren und höhere Kosten in Verbindung mit dem von der DWS eingeschlagenen Wachstumskurs zurückzuführen war. Im vierten Quartal 2023 betrug die bereinigte CIR 65,7 Prozent (Q3 2023: 63,1 Prozent).

Wachstumsinitiativen und strategische Fortschritte

Seit der Vorstellung ihrer weiterentwickelten Strategie im Dezember 2022 hat die DWS wichtige strategische Fortschritte erzielt und umgesetzt, was sie versprochen hat:

In der Kategorie „Reduce“ setzte die DWS die Umstrukturierungsmaßnahmen früh und diszipliniert um, um so ihre Investitionen in ihre „Growth“- und „Build“-Projekte selbst zu finanzieren. 2023 schloss das Unternehmen den Verkauf und die Übertragung seines Private-Equity-Solutions (PES)-Geschäfts ab, der Rückzug aus weiteren nicht-strategischen Geschäftsfeldern ist geplant. Zudem beschleunigte die DWS ihr Umstrukturierungsprogramm und stellte gleichzeitig die organisatorische Stabilität sicher.

In der Kategorie „Value“, die das Active-Geschäft der DWS umfasst, fokussierte sich das Unternehmen auf Veränderungen im Bereich Active Fixed Income, die auch das Management einschlossen. Diese Veränderungen sorgten in einem herausfordernden Umfeld für eine signifikante Outperformance für die Kunden. Für den Active-Bereich insgesamt verbesserte die DWS die 1-Jahres-Outperformance-Rate auf 66 Prozent, die 3-Jahres-Outperformance-Rate lag bei starken 70 Prozent und die 5-Jahres-Outperformance-Rate erhöhte sich auf bemerkenswerte 76 Prozent im Vergleich zu den relevanten Benchmarks. Zudem steigerte sie die Zahl ihrer Active-Fonds mit AuM von mehr als EUR 1 Milliarde seit Bekanntgabe ihrer weiterentwickelten Strategie Ende 2022 um 14 Prozent – mit Skalierungseffekten und einer verbesserten Rentabilität.

Im Rahmen ihrer „Growth“-Initiativen konzentrierte sich die DWS auf Investitionen in das Xtrackers-Geschäft, das im Verlauf des Jahres Zuflüsse in Rekordhöhe verzeichnete. Die Zurückgewinnung des zweiten Platzes bei den Nettomittelzuflüssen in börsengehandelte Produkte in Europa zeigt, dass sich diese Strategie auszahlt. Darüber hinaus trieb die DWS mit einer Reihe attraktiver thematischer ETFs in den USA auch die Einführung innovativer Produkte voran. Zudem setzte sie ihre Investitionen im Bereich Alternatives mit strategischen Einstellungen, Fokus auf Infrastruktur und einer Offensive im Bereich Private Credit fort. Mit dem neuen DWS Infrastruktur Europa hat die DWS in den ersten neun Monaten seit Auflegung des Fonds bereits Nettomittelzuflüsse von mehr als EUR 300 Millionen generiert.

In der Kategorie „Build“, in der sich die DWS auf zukünftige Trends im Vermögensverwaltungssektor konzentriert, stärkte das Unternehmen seine Position 2023 durch eine strategische Allianz mit der Galaxy Digital Holdings Ltd. (Galaxy), einem innovativen Unternehmen für Finanzdienstleistungen und Investmentmanagement im Bereich digitaler Vermögenswerte und Blockchain-Technologie. Ziel ist, zunächst in Europa eine umfassende Reihe von börsengehandelten Produkten auf bestimmte digitale Vermögenswerte zu entwickeln. Die Einführung erster Produkte wird für das erste Quartal 2024 erwartet. Zudem hat die DWS die Absicht zur Gründung von AllUnity im Rahmen einer neuen Partnerschaft von DWS, Flow Traders und Galaxy bekanntgegeben. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens ist es, die tokenisierte Ökonomie durch die Ausgabe eines vollständig besicherten Euro-denominierten Stablecoins voranzubringen. AllUnity wird ein zentraler Infrastrukturanbieter sein, der sichere On-Chain-Zahlungen für den institutionellen, privaten und Unternehmenssektor bereitstellt. Die DWS hat darüber hinaus auch eine interne Akademie zu digitalen Vermögenswerten ins Leben gerufen, an der mehr als 1.000 Kolleginnen und Kollegen teilnahmen.

Wie bereits am Capital Markets Day 2022 angekündigt, hat die DWS weitere Schritte unternommen, um ihre starken strategischen Partnerschaften in der APAC-Region auszubauen: Sie hat ihre strategische Allianz mit Nippon Life um weitere fünf Jahre verlängert. Diese Allianz ist für die Unternehmen ein wichtiger Baustein, um ihr Wachstum in bestimmten Bereichen der Zusammenarbeit weiter zu festigen. Im Rahmen der strategischen Allianz haben DWS und Nippon Life vereinbart, weiter an der Ausweitung der Vertriebsreichweite, an Produktinnovationen sowie an der Exzellenz des Researchs zu arbeiten.

Im vierten Quartal hat es bei der DWS weitere wichtige Entwicklungen gegeben:

Der Aufsichtsrat der DWS Group GmbH & Co. KGaA hat entschieden, Oliver Behrens der Hauptversammlung im Juni zur Wahl in den Aufsichtsrat der DWS vorzuschlagen. Dabei ist beabsichtigt, dass der Aufsichtsrat ihn im direkten Anschluss zu seinem neuen Vorsitzenden wählt. Er wird damit Karl von Rohr nachfolgen, der das Unternehmen im April 2023 über seine Absicht informiert hatte, den Aufsichtsratsvorsitz nach fünfjähriger Tätigkeit niederzulegen.

Auch in der Geschäftsführung der DWS hat es Veränderungen gegeben. Aufgrund einer Veränderung des Fokus im IT-Transformationsprojekt der DWS, die nicht die Basis widerspiegelt, auf der Angela Maragkopoulou zur DWS gekommen ist, hat sie ihre Tätigkeit als Chief Operating Officer (COO) in gegenseitigem Einvernehmen mit Wirkung zum Ende des Jahres 2023 beendet und wird sich neuen Herausforderungen zuwenden. Die Aufgabe als neuer COO der DWS hat Rafael Otero übernommen. Damit sich die COO-Funktion vollständig auf die Umsetzung der laufenden IT-Transformation konzentrieren kann, hat CFO Markus Kobler die Verantwortung für das Chief Operating Office auf Ebene der Geschäftsführung übernommen. Im vierten Quartal nahm die DWS zur Stärkung des Geschäfts weitere wichtige Ernennungen vor, zum Beispiel in EMEA in den Bereichen Alternative Credit und Insurance Advisory sowie in Japan.

Zudem hat die DWS mit der Einführung einer digitalen Leasing-Management-Lösung für mehr als 150 Gewerbeimmobilien aus ihrem europaweiten Gewerbeimmobilienportfolio begonnen. Zusammen haben diese Immobilien eine Fläche von 3,6 Millionen Quadratmetern. Damit will die DWS die operationelle Effizienz ihres Immobilien-Asset-Managements im Rahmen ihrer technologiegestützten europäischen Immobilienstrategie verbessern. Die Lösung ermöglicht es der DWS, von jedem Ort aus in Echtzeit auf wichtige Vertrags- und Mieterinformationen zuzugreifen, die Produktivität und Genauigkeit für die Vermietungsteams zu verbessern und einen Einblick in die Risiken und Chancen des Portfolios zu erhalten.

Darüber hinaus hat die DWS ihr Angebot an nachhaltigen Anlageprodukten um drei neue Xtrackers-ETFs vergrößert. Die börsennotierten Indexfonds bieten Anlegern die Möglichkeit, in Europa, den USA sowie weltweit in Unternehmen zu investieren, die im Vergleich zum Marktdurchschnitt weniger negative Auswirkungen auf die Ökosysteme der Erde haben.

Schließlich hat die DWS von externer Seite ein weiteres Mal Anerkennung für ihre Fähigkeiten im Bereich der Vermögensverwaltung erfahren. So wurde sie bei den Scope Awards als bester Asset Manager in den Kategorien „Multi Asset“, „Bonds Euro“ und „Infrastructure Equity“ ausgezeichnet. Außerdem erhielt die DWS vom Magazin Insurance Asset Risk die Auszeichnungen „Equity Manager of the Year“ und „Real Asset Manager of the Year“ in der nordamerikanischen Versicherungsbranche, und bei den ETF Stream Awards 2023 gewann sie in den Kategorien „ETF of the Year“ und „Thematic ETF of the Year“.

Ausblick

2024 wird die DWS ihre Strategie weiter diszipliniert umsetzen. Das Unternehmen erwartet, dass die bereinigten Erträge, die bereinigten Kosten und der bereinigte Vorsteuergewinn im Vergleich zu 2023 im Wesentlichen unverändert bleiben werden. Das Nettomittelaufkommen sollte, getragen von Zuflüssen im Bereich Passive, höher ausfallen als 2023.

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Aktienfonds und Rentenfonds mit Zuflüssen, Mischfonds mit Abflüssen

Spezialfonds verwalten 1.260 Milliarden Euro für Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherer

„2023 war von geopolitischen Krisen, der anhaltenden Inflation und der Rückkehr der Zinsen geprägt. Vor diesem Hintergrund erzielte die Branche mit insgesamt 63 Milliarden Euro in Fonds und Mandaten ein beachtliches Neugeschäft“, sagt Dirk Degenhardt, Präsident des deutschen Fondsverbands BVI. Beim Absatz der offenen Publikumsfonds vollzog sich ein Vorzeichenwechsel gegenüber dem Vorjahr. Nach Abflüssen von 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2022 erhielten sie 2023 insgesamt 12,9 Milliarden Euro neue Gelder. Im ausschließlich institutionellen Geschäft belief sich das Neugeschäft der Branche auf 49,5 Milliarden Euro. Davon entfallen 33,7 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds, 10,9 Milliarden Euro auf Mandate und 4,9 Milliarden Euro auf geschlossene Spezialfonds. „2024 ist der Fondsabsatz positiv gestartet. Hierin spiegelt sich die gute Stimmung an den Aktienmärkten Ende letzten Jahres wider“, sagt Degenhardt.

Das für private und institutionelle Anleger verwaltete Vermögen stieg im Jahr 2023 um neun Prozent auf 4.149 Milliarden Euro. Auf Sicht von zehn Jahren hat es sich fast verdoppelt. „Der deutsche Markt bestätigt damit einmal mehr seine Attraktivität. Hierzulande sind über 600 Assetmanager aus knapp 40 Ländern aktiv, neben Deutschland vor allem aus den USA, England, Frankreich und der Schweiz“, sagt Degenhardt. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank ist Deutschland mit einem Anteil von 27 Prozent der größte Fondsmarkt in der EU.

Offene Spezialfonds sind hierzulande mit einem Vermögen von 2.079 Milliarden Euro die größte Fondsgruppe. Zusammen mit Mandaten im Wert von 634 Milliarden Euro entfallen fast zwei Drittel des verwalteten Gesamtvermögens auf das Geschäft mit zum Beispiel Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungsgesellschaften. In offenen Publikumsfonds verwaltet die Branche 1.382 Milliarden Euro. Auf geschlossene Fonds entfallen 54 Milliarden Euro.

Die Absatzliste der Publikumsfonds führen 2023 Aktienfonds mit Zuflüssen von 12,9 Milliarden Euro an. Im Vorjahr erhielten sie 0,5 Milliarden Euro neue Gelder. Während Anleger vor allem global investierende Fonds kauften (16,9 Milliarden Euro), flossen aus Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland 3,2 Milliarden Euro ab. Von den gesamten Zuflüssen entfallen 10,2 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs und 2,7 Milliarden Euro auf aktiv gemanagte Fonds. Das von Aktienfonds verwaltete Vermögen ist im letzten Jahr um 17 Prozent auf 624 Milliarden Euro gestiegen. Bei Rentenfonds führte der Zinsanstieg zu attraktiven Perspektiven. Dies zeigt sich an der Kehrtwende im Neugeschäft. Nach Abflüssen von 16,5 Milliarden Euro im Vorjahr erhielten sie 2023 netto 12,7 Milliarden Euro neue Gelder. Dabei dominieren Unternehmensanleihen-Fonds mit 4,9 Milliarden Euro und Euro-Rentenfonds mit 4,5 Milliarden Euro. Mit Zuflüssen von 7,9 Milliarden Euro entfällt über die Hälfte des Neugeschäfts auf Renten-ETFs. Das Vermögen aller Rentenfonds beträgt 211 Milliarden Euro. Geldmarktfonds liegen mit 4,1 Milliarden Euro auf dem dritten Platz der Absatzliste. Sie verwalten ein Vermögen von 39,4 Milliarden Euro.

Bei Immobilienfonds ging das Neugeschäft im letzten Jahr zurück. Nach Zuflüssen von 0,7 Milliarden Euro im ersten Quartal 2023 und 0,3 Milliarden Euro im zweiten Quartal verbuchten die Fonds Mittelrückgaben von 0,1 Milliarden Euro im dritten Quartal und 0,8 Milliarden Euro im vierten Quartal. Das Neugeschäft 2023 summiert sich auf 0,1 Milliarden Euro. Immobilienfonds verwalten ein Netto-Vermögen von insgesamt 131 Milliarden Euro. Nach vielen Jahren auf den Spitzenplätzen in der Absatzliste verbuchten Mischfonds 2023 Abflüsse von 15,5 Milliarden Euro. Von den Abflüssen entfallen 6,9 Milliarden Euro auf anleihebetonte Fonds, 5,6 Milliarden Euro auf ausgewogene Fonds und 3 Milliarden Euro auf aktienbetonte Fonds. Insgesamt verwalten Mischfonds ein Vermögen von 338 Milliarden Euro.

Offene Spezialfonds verzeichneten Zuflüsse von 33,7 Milliarden Euro. Ihr Neugeschäft ist deutlich geringer als im Vorjahr, als Spezialfonds 62,7 Milliarden Euro zugeflossen waren.

Beim verwalteten Vermögen sind Altersvorsorgeeinrichtungen mit 716 Milliarden Euro die größte Gruppe. Dazu gehören zum Beispiel berufliche Versorgungswerke. Versicherungsgesellschaften haben 541 Milliarden Euro in Spezialfonds angelegt. Auf beide Gruppen zusammen entfallen 60 Prozent des Gesamtvermögens. Aus diesen Zahlen wird einmal mehr deutlich, dass die Assetmanagement-Branche einen hohen Stellenwert bei der Altersvorsorge in Deutschland hat.

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Der globale ETF-Markt ist mit starken Zuflüssen in Höhe von 75,3 Mrd. Euro gut ins neue Jahr gestartet.

Auf Aktien-ETF entfielen Zuflüsse von 46,6 Mrd. Euro und auf Anleihe-ETFs 24,2 Mrd. Euro. ETFs auf breit diversifizierte US-Aktienfonds gewannen 9,9 Mrd. Euro und ETFs auf US-Wachstumsaktien 8,7 Mrd. Euro. Gefragt waren zudem Technologie-ETFs, denen 4 Mrd. Euro an Neugeldern zuflossen. Das Interesse an den „glorreichen Sieben“ unter den Technologie-Unternehmen scheint somit ungebrochen zu sein.

Beim Regionenvergleich dominiert nach wie vor der US-amerikanische ETF-Markt mit Zuflüssen von 48,6 Mrd. Euro. Der europäische Markt für UCITS-ETFs legte über alle Anlageklassen hinweg um 20,2 Mrd. Euro zu.

Europäische Mittelflüsse – Januar 2024

ETFs auf US- und globale Indizes stehen weiter im Anlegerfokus

Europäische UCITS-Aktien-ETFs verzeichneten im Januar Zuflüsse in Höhe von 12,7 Mrd. Euro. Damit entfielen 63 % der gesamten Marktzuflüsse in Europa auf Aktien-ETFs.

ETFs auf US-Aktienstrategien waren bei Anlegern weiterhin beliebt und zogen Neugelder im Volumen von 6,8 Mrd. Euro an. Ebenfalls gefragt waren ETFs auf globale Aktien-Indizes aus Industrieländern, denen 4,2 Mrd. Euro zuflossen. Aus ETFs auf europäische Indizes zogen Anleger hingegen 700 Mio. Euro ab.

Der Trend der letzten Monate mit einer positiven Haltung gegenüber dem US- und einer negativen gegenüber europäischen Aktien hat sich damit weiter verfestigt. Außerdem blicken ETF-Anleger offenbar weiterhin intensiv auf die Konjunkturentwicklung und die Zinspolitik der Notenbanken.

Aus ETFs auf Schwellenländer-Aktien-Indizes wurden ebenfalls Mittel abgezogen (-300 Mio. Euro). Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass China-ETFs abgegeben wurden. ETFs auf andere Schwellenländer-Strategien verbuchten hingegen Zuflüsse.

Im Einklang mit den globalen Trends legten Anleger 1,1 Mrd. Euro in ETFs auf den IT-Sektor an. Die “glorreichen Sieben” Technologieaktien entwickelten sich trotz der ambitionierten Bewertungen im Allgemeinen weiterhin gut. In Aktien-ETFs mit Fokus auf das Gesundheitswesen investierten Anleger 600 Mio. Euro. Dies spiegelt die gestiegene Nachfrage nach defensiven Strategien wider. Unternehmen der Gesundheitsbranche können die Margen wegen ihrer starken Preissetzungsmacht auch in konjunkturell schwierigeren Phasen häufig stabil halten.

Weitere 200 Mio. Euro flossen in ETFs auf gleichgewichtete Indizes. Dies deutet darauf hin, dass einige Anleger die Bewertungen der (wenigen) Aktien als ausgereizt ansehen, die bisher die Wertentwicklung der marktkapitalisierungsgewichteten Indizes angetrieben haben.

Europäische UCITS-Aktien-ESG-ETFs sammelten im Januar 1,2 Mrd. Euro ein.

Eventuell spätere Zinssenkung in den USA stärkt Nachfrage nach kurzlaufenden US-Staatsanleihe-ETFs

Anleger investierten in Europa 7,6 Mrd. Euro in Anleihe-ETFs.

ETFs auf Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating verbuchten Zuflüsse von 3,2 Mrd. Euro – der Großteil davon entfiel auf Euro-Unternehmensanleihe-ETFs (+3 Mrd. Euro). Innerhalb dieses Anlagesegments favorisierten Anleger ETFs mit einem breiten Laufzeitsegment. Bei auf US-Dollar lautenden-Unternehmensanleihen bevorzugten Anleger hingegen eine kürzere Zinsbindungsdauer.

Staatsanleihe-ETFs flossen 1,5 Mrd. Euro zu. Der Großteil davon entfiel auf kurzlaufende US-Anleihe-ETFs (+1,4 Mrd. Euro). Aus ETFs auf langlaufende US-Staatsanleihen zogen Anleger 500 Mio. Euro ab. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres investierten Anleger noch erhebliche Mittel in ETFs auf langlaufende US-Staatsanleihen in der Annahme, dass die Fed die Zinsen bald senken würde. Nachdem die Frage nach dem Zeitpunkt der Zinssenkung inzwischen weniger klar zu beantworten ist, war eine Gegenreaktion zu beobachten. Für den Fall, dass sich die Inflation als hartnäckiger erweist und die Zinssenkungen doch erst später kommen, kauften Anleger nun wieder ETFs auf Anleihen mit kürzeren Laufzeiten.

Europäische UCITS-ETFs auf ESG-Anleihen sammelten im Januar 1,3 Mrd. Euro ein.

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Rüstungsfirmen werden derzeit allenthalben als Must-have im Portfolio propagiert.

Auf den Empfehlungslisten von Banken und Analysten stehen sie ganz weit oben und die Kursentwicklung seit Ausbruch des Ukraine-Krieges scheint ihnen recht zu geben. Aber sind Rüstungsfirmen aus unternehmerischer Sicht wirklich sinnvolle Langfristinvestments?

Die Zeitenwende bei den Militärausgaben beschert dem Geschäft von Rüstungskonzernen die beste aller Welten. Die Aufträge kommen herein wie am Fließband; dabei ist die Aufrüstung der NATO-Staaten noch nicht einmal richtig angelaufen. Und auch die in die Ukraine gelieferten Waffen- und Munitionsbestände müssen schließlich wieder aufgefüllt werden. So erhöhte sich beispielsweise der Auftragsbestand von Rheinmetall im dritten Quartal 2023 um 42% gegenüber dem Vorjahr auf 36,5 Mrd. Euro. Auch Hensoldt meldete vor kurzem einen Anstieg beim Auftragseingang um knapp 60%. Und aufgrund der zahlreichen Kriege und geopolitischen Krisen ist davon auszugehen, dass die Auftragslage auf absehbare Zeit sehr gut bleiben wird.

Das Geschäft boomt, aber die Margen bleiben schwach

Die hervorragende Auftragslage kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rüstungskonzerne aufgrund ihrer extrem hohen Kapitalintensität geschäftsmodellbedingt selbst in diesem perfekten Umfeld nur über ein überschaubares Margenpotential verfügen. So beträgt etwa bei Rheinmetall die operative Marge auf Sicht der ersten drei Quartale des Jahres 2023 überschaubare 8%; bei Hensoldt sind es gerade einmal 4,3%. Noch wesentlich deutlicher treten die geschäftsmodellbedingten Defizite beim Cash Flow bzw. dem Free Cash Flow zu Tage. Denn so schön gefüllte Auftragsbücher auch sein mögen, sie erfordern bei kapitalintensiven Firmen, zu denen Rüstungsunternehmen nun einmal gehören, neben hohen Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten auch den Aufbau entsprechender Lagerbestände. Beides bindet enorm viel Kapital und belastet den (Free) Cash Flow, so dass die Margen selbst bei Skaleneffekten in der Produktion kaum ansteigen, sondern chronisch schwach bleiben.

Das lässt sich an den Zahlen der beiden deutschen Rüstungskonzerne sehr schön ablesen: Vom florierenden Geschäft kommt beim (Free) Cash Flow nichts an. So hat sich der operative Cash Flow von Rheinmetall gegenüber dem Vorjahr zwar deutlich verbessert; mit -225 Mio. Euro in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 ist er aber immer noch signifikant negativ (-511 Mio. Euro in 9M 2022). Der Free Cash Flow ist mit -458 Mio. ebenfalls tiefrot. Der Grund ist der enorme Kapitalbedarf für Investitionen sowie das Working Capital. Doch selbst bereinigt um den Aufbau der Lagerbestände beträgt die Free Cash Flow-Marge nicht einmal 2%. Und das in der besten aller Welten. Auch Hensoldt verdient – unternehmerisch richtig betrachtet – kein Geld. Von Januar bis September 2023 steht ein Free Cash Flow von -184 Mio. Euro zu Buche, 100 Mio. weniger als noch im Vorjahr.

Steigende Verschuldung „dank“ Auftragsboom

Für die Eigentümer kommt also nichts in der Kasse an, selbst bereinigt um den Aufbau des Vorratsvermögens. Da lässt sich mit Daily Used-Technologiefirmen wie Adobe, Apple, Google und Visa oder Consumer Staples wie Church & Dwight oder Procter & Gamble ein Vielfaches verdienen – bei geringerer Bewertung und geringstmöglichem substanziellen Investitionsrisiko und das, obwohl diese Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit mit deutlich schwierigeren Rahmenbedingungen als die Rüstungsfirmen zurechtkommen mussten (z.B. hoher Inputkostendruck). Was dagegen bei einer kapitalintensiven Schwachmargen-Industrie wie der Rüstungsbranche „dank“ des Auftragsbooms vor allem steigt, das sind die (ohnehin hohen) Schulden. Aus einer Nettofinanzposition von 540 Mio. Euro (inkl. Net Working Capital und Pensionsrückstellungen) per Ende 2022 wurden bei Rheinmetall im Lauf des Jahres 2023 Nettoschulden in Höhe von 580 Mio. Euro; bei Hensoldt betragen die Nettoschulden 400 Mio.

Fazit: Der schöne Schein trügt also. Rüstungsunternehmen sind der Inbegriff extrem kapitalintensiver Firmen mit geringen Skaleneffekten und daher überschaubaren Margen. Selbst bei hohem Umsatzwachstum werden sie nicht zu Margenkönigen aufsteigen. Rüstungsfirmen sind hinsichtlich des Kapitalbedarfs und der begrenzten Skaleneffekten letztlich wie Autobauer, Maschinenbauer oder Flugzeugbauer zu sehen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ihr Absatz in der Regel von wenigen Großkunden und von Staaten und damit von teilweise willkürlichen politischen/bürokratischen Entscheidungen abhängig ist. Rüstungskonzerne besitzen faktisch auch keine Preissetzungsmacht; diese liegt vielmehr bei den Großkunden.

Als Langfristinvestoren, die aus unternehmerischer Sicht nicht nur das Absatzpotential, sondern auch die Profitabilität und insbesondere das Risiko einer Unternehmensbeteiligung im Blick haben, sind Rüstungsfirmen für uns deshalb ein klares No-Go.

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Wagner & Florack Vermögensverwaltung AG, Marienburger Straße 24, 50968 Köln, Tel.: + 49 (0) 221 800 10 11-0, www.wagner-florack.de

Kommentar von François Rimeu, La Française AM Strategist

Marktmeinungen sind oft irreführend, und das vergangene Jahr bildete da keine Ausnahme: Das US-Wachstum lag bei über 2,5 % und damit deutlich über den für Anfang 2023 erwarteten 0,3 %. Aufgrund der robusten Wirtschaftskraft der USA übertrafen auch risikoreiche Anlagen die Markterwartungen, wobei Aktien generell besser abschnitten als Anleihen.

Derzeit scheint der Markt übereinstimmend von einer weitgehend weichen Landung auszugehen, d. h. von einem positiven, aber unter dem Potenzial liegenden Wachstum in den Industrieländern. Die Inflation wird sich allmählich wieder dem von den Zentralbanken festgelegten Ziel nähern, was ihnen erlaubt, zügig einen Zinssenkungszyklus einzuleiten.

Dieser letzte Punkt bereitet uns sicherlich die größten Sorgen, insbesondere in den USA. Die rasche Disinflation im Jahr 2023 ist vor allem auf sehr starke negative Basiseffekte zurückzuführen, die sich 2024 nicht wiederholen dürften. Die einzige Ausnahme könnte ein weiterer Rückgang der Rohstoffpreise sein, ein Szenario, das wir angesichts der extrem negativen Haltung der Anleger gegenüber Rohöl für unwahrscheinlich halten. Ein Rückgang der Inflation 2024 – insbesondere der Kerninflation – könnte durch die anhaltenden Spannungen auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich erschwert werden. Die Lohninflation ist nach wie vor hoch (dies gilt auch für Europa, zumindest in den südlichen Ländern), was zu einer Inflation in den Dienstleistungssektoren führt. Dies könnte die Markteinschätzungen hinsichtlich der Entwicklung der Leitzinsen der Fed etwas zu optimistisch erscheinen lassen.

Unserer Ansicht nach ist eine Abschwächung der US-Wirtschaft in absehbarer Zeit unwahrscheinlich. Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in bester Verfassung, und die Kaufkraft der Haushalte hat zugenommen. Letztere verfügen nach wie vor über beträchtliche Ersparnisüberschüsse (Schätzungen werden ständig nach oben korrigiert) und haben historisch niedrige Kosten für die Schuldenbedienung. Ein fallender US-Dollar war in der Vergangenheit ein guter Indikator für die künftige Wirtschaftstätigkeit und scheint nun einen Aufschwung der Konjunkturindikatoren, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, zu signalisieren.

Allerdings dürfen wir die Verzögerungseffekte der restriktiven Geldpolitik nicht außer Acht lassen, die sich 2024 negativ auf den Zyklus auswirken dürften. Bislang scheint alles „unter Kontrolle“ zu sein, aber das könnte sich schnell ändern, wie uns die Krise der US-Regionalbanken im März 2023 vor Augen führte.

Die Lage in der Eurozone sieht recht stabil aus. Die Region verzeichnet ein sehr schwaches Wachstum, und die Frühindikatoren deuten darauf hin, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Der Arbeitsmarkt, der bis vor kurzem noch recht lebhaft war, scheint sich in Frankreich und Deutschland in den letzten Monaten verschlechtert zu haben. Dies dürfte dazu beitragen, dass sich der Disinflationstrend fortsetzt. Allerdings könnte das Auslaufen der verschiedenen Maßnahmen zur Verringerung der Folgen des Energiepreisanstiegs auch dazu führen, dass die Disinflation weniger einfach zu bewältigen ist als erwartet.

In China gibt es nur wenige Anzeichen für einer Konjunkturbeschleunigung. Die jüngsten Maßnahmen der Regierung zur Stützung des Immobilienmarktes sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber sie reichen nicht aus, um das Vertrauen der chinesischen Verbraucher und Investoren wiederherzustellen. Die jüngsten Zahlen zu Krediten bestätigen, dass sich die chinesische Wirtschaft zwar nicht weiter verschlechtert, aber auch keinen deutlichen Aufschwung erfährt.

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Marktkommentar  von Guy Wagner, BLI – Banque de Luxembourg Investments  

Der US-Binnenkonsum bleibt die wichtigste Wachstumsquelle in einer insgesamt schwachen Weltwirtschaft. Im vierten Quartal 2023 bestätigte sich einmal mehr die Widerstandsfähigkeit des US-Verbrauchers, so dass das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum dritten Quartal um annualisiert 3,3 Prozent anstieg, schreiben Guy Wagner und sein Team in ihrem jüngsten monatlichen Marktbericht „Highlights“.

„Die Staatsausgaben und die Exporte trugen ebenfalls positiv zum Wachstum bei, während die Unternehmensinvestitionen und der Immobiliensektor kaum Unterstützung boten“, sagt Guy Wagner, Chief Investment Officer (CIO) von BLI – Banque de Luxembourg Investments.

Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone im vierten Quartal unverändert

In der Eurozone blieb das BIP im vierten Quartal unverändert. Das schwächste Glied blieb Deutschland, wo das BIP im Quartalsvergleich um 0,3 Prozent zurückging. „Spanien verzeichnete mit einem Wachstum von 0,6 Prozent die größte Dynamik, während das BIP in Italien leicht stieg und in Frankreich stagnierte.“ In China drückt das schwache Vertrauen der Haushalte, das durch die anhaltend niedrigen Immobilienpreise beeinträchtigt bleibt, auf das Konsumniveau und erzeugt Erwartungen an die Regierung, größere staatliche Unterstützungsmaßnahmen einzuleiten. In Japan verhindert das negative Reallohnwachstum eine Beschleunigung des Konjunkturwachstums.

Zentralbanken lassen ihre Leitzinsen unverändert

Wie erwartet ließ die US-Notenbank auf ihrer Sitzung im Januar die Leitzinsen unverändert. Darüber hinaus dämpfte der Vorsitzende Jerome Powell die Hoffnungen auf eine erste Lockerung der Geldpolitik im März. Zwar schloss er einen solchen Schritt nicht formell aus, doch scheint ihm eine erste Zinssenkung frühestens ab Mai wahrscheinlicher, da die Inflation immer noch über dem Zielwert von 2 Prozent liegt und der Arbeitsmarkt weiterhin robust bleibt. In der Eurozone ließ die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen ebenfalls unverändert. „Obwohl sie den Desinflationsprozess als weit fortgeschritten ansieht, hält sie die Diskussion über mögliche Zinssenkungen zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht“, meint der luxemburgische Ökonom.

Leichter Anstieg der Anleiherenditen im Januar

Nachdem sich die Anleiherenditen in den letzten beiden Monaten des vergangenen Jahres stark entspannt hatten, stiegen sie im Laufe des Januars wieder leicht an. Dabei war der Anstieg der langfristigen Zinsen etwas ausgeprägter in der Eurozone als in den USA.

Neues Rekordhoch für den S&P 500

Die Aktienmärkte nahmen den positiven Schwung von Ende 2023 mit hinüber ins neue Jahr. Guy Wagner: „Neue Wirtschaftszahlen, die den Inflationsrückgang und die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft bestätigten, sowie Anzeichen für eine Erholung der Auftragslage in der Halbleiterindustrie trieben mehrere Aktienindizes auf neue historische Höchststände.“ So stieg der in Euro ausgedrückte Weltaktienindex MSCI All Country World Index Net Total Return im Januar um 2,3 Prozent und erreichte am Monatsende ein neues Rekordhoch. Auf geografischer Ebene übertraf der S&P 500 in den USA seinen alten Rekord von Anfang 2022 und stieg um 1,6 Prozent (in US-Dollar). Der Topix in Japan verbesserte sich sogar um 7,8 Prozent (in japanischen Yen). Nur der MSCI Emerging Markets Index fiel, „was auf die anhaltende Schwäche der chinesischen Aktien zurückzuführen war. Auf Sektorenebene lagen Technologie und Telekommunikationsdienste erneut vorn, gefolgt vom Gesundheitswesen, während Versorger, Immobilien und Materialien einen schwierigeren Jahresbeginn verzeichneten.“

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Kommentar von William de Vries, Direktor für Impact Aktien & Anleihen bei Triodos Investment Management

Während viele Investoren ihren Investitionsprozess mit einer Ausschlussliste beginnen und Unternehmen aus dem verbleibenden Universum auf Grundlage von Risiko und Rendite auswählen, konzentriert sich Triodos IM auf die Aspekte Wirkung, Ertrag und Risiko – wobei die Wirkung den Ausgangspunkt bildet. Den Ausgangspunkt einer jeden Triodos IM Investition bildet die Frage, wie diese zu einem der fünf von Triodos IM identifizierten Übergangsthemen beitragen wird. Daraus ergibt sich zwar eine kleinere Auswahl, jedoch mit großem Wirkungspotenzial. Die fünf von Triodos IM definierten Übergänge sind Ernährung, Ressourcen, Energie, Gesellschaft und Wohlbefinden. Diese Übergänge stehen im Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung.

Finanzinvestitionen werden stärker mit der Wirkung verknüpft

Unternehmen, die sich positiv auf Mensch und Umwelt auswirken, werden auch von niedrigeren Zinskosten profitieren, da Kredite bevorzugt an nachhaltige Unternehmen vergeben werden. Auf der anderen Seite werden Unternehmen, die bereits grüne Investitionen getätigt haben, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber denen haben, die noch am Anfang des Prozesses stehen. Auch die Verbraucher werden vermehrt nachhaltigere Produkte und Dienstleistungen nachfragen, was sich letztendlich in den Einnahmen der Unternehmen niederschlagen wird und wodurch 2024 ein insgesamt positives Jahr für nachhaltige Aktien werden könnte.

Ein Vorsprung für Impact-Investoren

Dass sich die Qualität von ESG-Daten insgesamt verbessert hat, führt dazu, dass noch mehr datengesteuerte Wirkung erzielt wird. Bessere Daten und tiefere Einblicke in Wirkung, Risiko und Ertrag führen zu besseren Investitionsentscheidungen. Dadurch wird ein besseres Verständnis gewonnen und die Erkenntnisse können in die Bewertung von Unternehmensanteilen miteinfließen. Mit Hilfe dieser Wirkungsdaten können Unternehmen, wie Triodos IM, eine bessere Bewertung vornehmen und verschaffen sich dadurch einen Vorteil gegenüber anderen Investoren. So investiert Triodos IM zum Beispiel in das große japanische Wohnungsbauunternehmen Sekisui House. Das Unternehmen baut Holzhäuser, bietet Immobiliendienstleistungen an und vertreibt Bau- und Heimwerkermaterialien. Dieses Unternehmen ist kaum auf dem Radar anderer Investoren. Sekisui House hat jedoch bereits mehr als 50.000 ‘Null-Energie-Häuser’ verkauft, was ein enormes Wirkungspotenzial darstellt.

Wir erwarten einen enormen Effizienzschub bei den erneuerbaren Energien, der durch Netzverbesserungen und eine bessere Energiespeicherung erreicht werden soll. Zwar kommen, auch in einer nachhaltigen Welt, die Kosten vor dem Nutzen, doch dann folgen die Vorteile und zwar für Erzeuger, Verbraucher und Investoren.

Über Triodos Investment Management

Triodos IM ist ein weltweit tätiger Impact Investor und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Triodos Bank NV. Triodos IM bringt ein breites Spektrum von Anlegern, die mit ihrem Geld einen dauerhaften, positiven Wandel bewirken wollen, mit innovativen Unternehmern und nachhaltigen Unternehmen zusammen, die genau das tun. Auf diese Weise wirkt Triodos IM als Katalysator in Sektoren, die für den Übergang zu einer gerechteren, nachhaltigeren und humaneren Welt von entscheidender Bedeutung sind. Triodos IM hat fundierte Kenntnisse in Sektoren wie Energie und Klima, Inclusive Finance sowie nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft und investiert auch in börsennotierte Unternehmen, die einen wesentlichen Beitrag zum Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft leisten. Verwaltetes Vermögen per Ende Juni 2023: 5,7 Mrd. Euro.

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Fonds-Anteilsklasse für institutionelle Anleger wird 5 Jahre alt – Rund 86 % Performance seit Auflage, über 17 % p.a. – Zahlreiche Preise für das Fondsmanagement

Der DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz begeht mit der Anteilsklasse für institutionelle Investoren (ISIN: LU1989373987) in diesem Jahr sein fünfjähriges Jubiläum. Dabei hat sich der Investmentansatz, klimafreundlich und profitabel in globale Aktien zu investieren, bewährt. Auch auf lange Sicht bietet das Fondskonzept institutionellen Anlegern ein hohes Renditepotenzial bei gleichzeitig überdurchschnittlicher Nachhaltigkeitsqualität.

„Der DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz legt den Fokus darauf, die Transformation zu einer klimafreundlichen Wirtschaft zu unterstützen und wirtschaftliche Risiken des Klimawandels zu minimieren“, sagt Sascha Riedl, der für die Performance vom „Handelsblatt“ zum Fondsmanager 2022 ausgezeichnet wurde.

Das zurückliegende Börsenjahr 2023 sei für den Fonds mit einer Wertentwicklung von 28,6% sehr gut verlaufen. Man habe das Ziel, durch aktives Management gegenüber der Benchmark (20,0%) eine Outperformance zu erzielen, erreicht, und zudem die Nebenbedingung, den CO2-Fußabdruck des Portfolios im Vergleich zum Index zu reduzieren, erfüllt. Seit Auflage am 01.06.2019 weise die Anteilsklasse für institutionelle Investoren des DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz eine Gesamtperformance von 85,75% und 17,89% pro Jahr auf. „Immer mehr institutionelle Investoren möchten im Einklang mit dem Klimaschutz investieren. Unser Nachhaltigkeitsfonds bietet dafür ideale Voraussetzungen, denn er berücksichtigt die UN-Nachhaltigkeitsziele sowie Unternehmen, die bereits heute entsprechende Lösungen und Schlüsseltechnologien zur Bewältigung des Klimawandels entwickeln. Dabei achten wir ausdrücklich auf ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Profil zum Index“, ergänzt Riedl. Um geeignete, zukunftsfähige Unternehmen zu identifizieren, setze das Management-Team auf eine systematische Kombination aus Finanz- und Nachhaltigkeitsdaten sowie ein zentrales ESG-Research.

Mehrfach ausgezeichnetes Fondskonzept

Der DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz hat zahlreiche Preise für seinen hohen Qualitätsstandard erhalten und regelmäßig Top-Platzierungen erreicht. Aktuell wurde er beim „Fonds-Kompass“ des Wirtschaftsmagazins Capital in der Kategorie „Nachhaltige Aktienfonds Global“ mit vier Sternen ausgezeichnet. Auf dem Fondskongress im Januar 2024 gewann der Fonds den „Deutschen Fondspreis 2024“ in der Kategorie „Sustainable Investments“ mit dem Prädikat „Herausragend“. Der DKB Nachhaltigkeitsfonds trägt zudem das FNG-Siegel des Forums Nachhaltige Geldanlagen e. V. und erzielte bei den Fund Awards des Finanzen Verlags ein Eco Rating der Klasse A.

BayernInvest: Unternehmensinformation

Als Asset Manager und deutscher ESG-Spezialist bietet die BayernInvest maßgeschneiderte Anlage- und Risikomanagement-Konzepte, eine professionelle Fondsverwaltung sowie ein marktführendes Nachhaltigkeitsreporting. Über die Alternative Investment-Plattform der BayernInvest Luxembourg S.A. werden auch komplexe Anlagestrategien im Bereich der Alternativen Anlageklassen umgesetzt. Mit einem verwalteten Volumen von rund 90 Mrd. Euro (Stand: 30.11.2023) und als 100%ige Tochter der BayernLB ist die BayernInvest regional verwurzelt mit dem Blick auf das internationale Marktgeschehen. Wir machen Nachhaltigkeit profitabel. Und Profitabilität nachhaltig.

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BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Karlstraße 35, 80333 München, Tel: 089 548500, www.bayerninvest.de

Beitrag von Cornelius Theiss und Edgar Bauschert, Managing Director NORAMCO Asset Management S.A.

Seit über 40 Jahren bietet die NORAMCO Aktienfonds an. Dafür wurden stets unabhängige Fondsmanager ausgewählt, die mit bewährten Strategien ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben. Seit einiger Zeit liegt der Focus des Unternehmens im Vertrieb der NORAMCO Quality Funds, die bereits seit 20 Jahren im Markt etabliert sind und hervorragende Ergebnisse für die Vertriebspartner und deren Kunden erzielt haben.

Nach Meinung der NORAMCO Geschäftsleitung sollen diese Ergebnisse künftig verstärkt herausgestellt und Inhalt einer längerfristigen Marketingkampagne werden, die im Jahr 2023 begonnen wurde und bereits jetzt mit der Verdopplung des Fondsvolumens erfolgreich läuft.

Eine Aufteilung von 50/50 der Anlagesumme oder des Depots auf die beiden Fonds: NORAMCO Quality Funds USA und NORAMCO Quality Funds EUROPE hat nicht nur erstklassige Ergebnisse gebracht, sondern auch eine entsprechende Risikostreuung erzielt und damit zur Sicherheit der Anlagen für jeden Kunden beigetragen.

Die NORAMCO Fonds im Überblick

NORAMCO Quality Funds USA

Der NORAMCO Quality Funds USA bietet eine Mischung US-amerikanischer Aktien. Er investiert sowohl in Growth- als auch in Value-Aktien. Als Multi-Manager-Fonds kommt ihm das Knowhow der beiden erfahrenen Fondsmanager Alger und Davis zugute. Die Fondsmanager von Alger wenden bei diesem Teilfonds ihre bewährte Strategie auf der Suche nach vielversprechenden Wachstumsaktien an, beschränken sich jedoch auf jene 35 Unternehmen mit den besten Aussichten.

Der Teil des Portfolios, welcher sich in den Händen von Davis befindet, wird nach dem Vorbild des Davis Value Fund gemanagt. Beide Fondsmanager arbeiten von New York City aus.

Das Portfolio bietet eine optimale Mischung, denn durch die Investition sowohl in Growth- als auch in Value-orientierte Aktien verfolgt es eine Anlagestrategie, die die unterschiedlichen Börsenzyklen vorteilhaft nutzen kann. Durch ein Investment in den NORAMCO Quality Funds USA können Anleger ihr Risiko gegenüber einer Anlage in einen Fonds mit nur einem Fondsmanager und/oder einem Anlagestil minimieren.

NORAMCO Quality Funds EUROPE

Der NORAMCO Quality Funds EUROPE ist ein konzentriertes All-Cap-Portfolio aus sorgfältig recherchierten europäischen Aktien. Das Portfoliomanagement obliegt dem Europa-Spezialisten SVM Asset Management mit Sitz in Edinburgh. Die Kernkompetenz von SVM liegt auf der Aktienseite. Die Fondsmanager verfolgen bei der Aktienauswahl ihre eigene Strategie und ihren eigenen Analyseansatz und sind stets frei von Benchmarkvorgaben. Das Portfolio ist fokussiert, flexibel und anpassungsfähig. Für alle Beteiligungen werden Kursziele festgelegt, die sicherstellen, dass verkauft wird, wenn der optimale Wert erreicht ist.

Ziel ist es, mittel- bis langfristig eine sehr gute Performance zu erwirtschaften. Dabei ist das Risikomanagement für SVM von höchster Bedeutung. Die Gesellschaft betreibt verantwortungsvolles Investieren im Hinblick auf Unternehmensführung, Umwelt und soziale Aspekte. Bereits im Jahr 2006 begann SVM mit sozial verantwortungsvollen Produkten (SRI). Seitdem haben sich die Prinzipien der Gesellschaft im Engagement weiterentwickelt, sodass ESG-Aspekte in der gesamten Bandbreite berücksichtigt werden. Die Umsetzung der Klassifizierung nach Artikel 8 ist für das Jahr 2024 angestrebt. Für seine hervorragende Leistung wurde der NORAMCO Quality Funds EUROPE bereits mehrfach ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr war er beispielsweise der Gewinner der Refinitiv Lipper Fund Awards Germany 2023 im Bereich Best Equity Europe Fund über 3 und 5 Jahre und erhielt außerdem aus einer Studie des Fachmagazins Capital die Auszeichnung als ‚Bestes aktives Fondsmanagement‘ in der Kategorie Aktien Europa.

Die NORAMCO Quality Fonds und ihre Ergebnisse

Wertentwicklung zum 31. Dezember 2023 auf Euro-Basis:

NORAMCO Quality Funds USA

1 Jahr    + 23,4%

5 Jahre jährlich   +11,2%

5 Jahre kumulativ  + 70,0%

10 Jahre jährlich   +8,2%

10 Jahre kumulativ  +120,5%

15 Jahre jährlich  +9,7 %

15 Jahre kumulativ  +301,5%

NORAMCO Quality Funds EUROPE

1 Jahr    + 6,1%

5 Jahre jährlich   +13,4%

5 Jahre kumulativ  + 87,6%

10 Jahre jährlich   +7,8%

10 Jahre kumulativ  +111,5%

15 Jahre jährlich  +9,5%

15 Jahre kumulativ  +288,1%

Die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse sind selbstverständlich keine Gewähr für künftige Wertentwicklungen und man sollte die Risikohinweise sorgfältig lesen und berücksichtigen, dass diese Anlage Schwankungen unterliegt. Bei Rückgabe kann der Wert für die Investmentanteile unter dem Wert der ursprünglichen Anlage liegen. Weitere Risikohinweise findet man auf der Homepage der NORAMCO und in den Fondsprospekten. Die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse sind dennoch von großer Bedeutung und versuchen eine Vergleichbarkeit mit den entsprechenden Indizes und den alternativen Investmentfonds und deren Fondsmanagements herzustellen. Die Auszeichnung eines unabhängigen Analysehauses als Gewinner über unterschiedliche Zeiträume ist natürlich das NON PLUS ULTRA und stellt die kontinuierliche Qualität des Fondsmanagements unter Beweis. Anhand der längerfristigen Ergebnisse lässt sich auch erkennen, dass beide Fonds im Durchschnitt nahe beieinander liegen, obwohl sie in unterschiedlichen Märkten oder Regionen investieren. Kurzfristig können die Unterschiede in der Wertentwicklung durchaus größer sein und eignen sich auch dadurch zur Risikostreuung. Die jährliche Wertentwicklung beider Fonds lag in den letzten 5 Jahren bei über + 11 % jährlich.

Die NORAMCO Quality Fonds und der Vertrieb 2024

Vereinbarungen mit Depotbanken

Neben den erstklassigen Fonds und einer bereits Ende 2023 begonnenen Marketingkampagne steht das Serviceangebot für die Vertriebspartner der NORAMCO im Mittelpunkt der Vertriebsaktivitäten 2024. Dabei setzt die NORAMCO auf den erfolgreichen Fondsvertrieb über Depotbanken. Hierfür wurden bereits Kooperationsverträge mit der FIL Fondsbank und der FNZ Bank (früher: AAB, ebase und Fondsdepotbank) vereinbart, die wir unseren Vertriebspartnern ab sofort zur Verfügung stellen können.

Digitalisierung im Fondsvertrieb

Die NORAMCO bietet ihren Vertriebspartnern ab sofort auch ein hochprofessionelles Beratungstool für die Finanzanlageberatung und den Fondsvertrieb. Über dieses Beratungstool haben die Vermittler dann die Möglichkeit sämtliche Daten und Berichte auf die entsprechenden Depotbanken zu übertragen und zu hinterlegen. Damit begleitet die NORAMCO ihre Vertriebspartner im Rahmen der Digitalisierung bei allen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen. „Wir sind überzeugt von der Qualität unserer Produkte und legen besonderen Wert auf einen exzellenten Service für unsere Vertriebspartner. Wir sind bestrebt unseren Service stets zu verbessern und kontinuierlich auszubauen.“ (Edgar Bauschert, NORAMCO)

Verantwortlich für den Inhalt:

NORAMCO Deutschland GmbH, Nagelstr. 14, 54290 Trier, Tel: +49 (0) 651 – 97095 – 20, www.noramco.de

Die Deutschen halten über 1,7 Billionen Euro in Girokonten und Tagesgeldern

Diese Sichteinlagen sind im Mittel nur mit 0,59 Prozent pro Jahr verzinst

Zinserträge könnten 54 Milliarden Euro höher sein

Die Menschen hierzulande sind laut einer neuesten Studie der DZ Bank erneut reicher geworden – doch sie könnten über noch mehr Geld verfügen, wenn sie ihr Geld konsequent auf hoch verzinste Konten verschieben würden. WeltSparen hat ausgerechnet, dass ihnen dadurch pro Sekunde (!) rund 1.710 Euro entgehen.

Über 1,7 Billionen Euro in Deutschland liegen laut den Daten der Europäischen Zentralbank nach wie vor in sogenannten Sichteinlagen, das heißt auf Girokonten und Tagesgeldern. Zwar sind die Zinsen für Tagesgelder vielerorts gestiegen, doch der Großteil des Geldes liegt weiterhin auf unverzinsten Giro- oder schlecht verzinsten Tagesgeldkonten. Letzten Endes erhielten Sparerinnen und Sparer für ihre Sichteinlagen-Billionen daher im Mittel lediglich 0,59 Prozent Zinsen pro Jahr. Deutlich weniger als die 3,7 Prozent pro Jahr, die mit einem Top-Tagesgeldkonto möglich sind. Die besten Festgeldkonten mit einer Laufzeit von einem Jahr bringen sogar 4,4 Prozent.

Damit lassen sich die Deutschen horrende Summen entgehen. Mit ihren Sichteinlagen erzielen sie gerade einmal rund 10,3 Milliarden Euro Zinsen pro Jahr, obwohl durch einen Wechsel zu  Top-Tagesgeldern bis zu 64,2 Milliarden Euro, also mehr als das sechsfache, oder mit Festgeldern sogar bis zu 76,3 Milliarden Euro möglich wären. Pro Sekunde entgehen den Deutschen damit alleine im Vergleich zum Tagesgeld bereits 1.710 Euro. Geht man von einem Wechsel zum Festgeld aus, sind es sogar rund 2.100 Euro.

Katharina Lüth, Finanzexpertin bei WeltSparen, rät: “Die Sparzinsen sind so hoch wie seit etlichen Jahren nicht mehr. Es liegt jedoch an Verbraucherinnen und Verbrauchern, die hohen Zinsen mitzunehmen. Auf dem Girokonto sollte nur so viel Geld liegen, dass die laufenden Ausgaben ohne Probleme gedeckt werden können. Jeder weitere Euro kann und sollte Zinsen erwirtschaften. Ein Tagesgeldkonto ist dabei der erste Schritt. Ist schon eines vorhanden, lohnt sich ein näherer Blick auf die  Zinskonditionen. Wer länger auf sein Geld verzichten kann, sollte sich die hohen Zinsen mit einem Festgeld langfristig sichern, denn schon bald könnten sie wieder sinken.”

Methodik

Die Daten zum Volumen und der durchschnittlichen Verzinsung der Sichteinlagen stammen von der Europäischen Zentralbank. Die genutzten Werte für die Top-Angebote basieren auf dem Durchschnitt der zehn besten Tagesgeldkonten sowie der fünf besten einjährigen Festgeldkonten laut kritische-anleger.de

Der Vergleich beinhaltet ausschließlich Sichteinlagen, da diese täglich fällig sind und dementsprechend ohne zeitliche Einschränkungen verschoben werden können.

Verantwortlich für den Inhalt:

Raisin GmbH, Immanuelkirchstr. 14a, 10405 Berlin, Tel: +49 30 770 191 291, www.weltsparen.de

Marktkommentar von Axel D. Angermann

Industrie: Abwärtstrend setzt sich fort

Baugewerbe: Trotz guter Lage im Tiefbau nochmals deutliches Umsatzminus

Einzelhandel: Stabilisierung infolge sinkender Inflation

Digitale Wirtschaft: Starker Zuwachs und gute Perspektiven

Die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft schlägt sich in zurückhaltenden Prognosen für viele Wirtschaftsbereiche und Branchen für das Jahr 2024 nieder. Eine kraftlose Weltwirtschaft, steigende Zinsen und zunehmend sichtbare Standortnachteile lassen die Wirtschaft in Deutschland auch im kommenden Jahr auf der Stelle treten.

Industrie nochmals mit realem Umsatzminus

Die Industrie befindet sich bereits seit 2018 in einem Abwärtstrend. Die Produktionszahlen liegen aktuell noch immer um rund 6 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019. Zwar besteht Hoffnung, dass im zweiten Halbjahr ein verbessertes weltwirtschaftliches Umfeld wieder einen Zuwachs der Industrieproduktion ermöglicht. Insgesamt dürfte die Produktion im Jahr 2024 aber wieder um etwa 2 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2023 liegen. Die Chemiebranche kann sich dabei nach dem drastischen Rückgang der vergangenen Jahre auf niedrigem Niveau stabilisieren. Mit deutlichem Gegenwind muss die Autoindustrie rechnen: Der Wegfall staatlicher Förderungsmaßnahmen für den Kauf von Elektrofahrzeugen und starke internationale Konkurrenz mit wachsenden Marktanteilen für chinesische Hersteller lassen für das Jahr eine um etwa 3,6 Prozent geringere Produktion erwarten als im Jahr 2023. Negativ sind auch die Aussichten für den Maschinenbau, der unter der allgemeinen Investitionsschwäche leidet. Stabilere Erwartungen hinsichtlich der Rahmenbedingungen, mit denen Unternehmen mittelfristig planen können, wären hier ein wesentlicher Faktor für eine Verbesserung der Perspektiven, sind aber aus heutiger Sicht eher Wunsch als beobachtbare Realität.

Schlechte Aussichten für das Baugewerbe

Bei ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren trat die Ampel-Regierung mit dem Versprechen an, pro Jahr 400.000 neue Wohneinheiten schaffen zu wollen. Dieses Ziel ist in weite Ferne gerückt. Tatsächlich ist die Bauproduktion in den beiden zurückliegenden Jahren jeweils um 4 bzw. 3,5 Prozent geschrumpft, und ein Ende der Talfahrt ist noch nicht in Sicht. Das gilt insbesondere für Bauträger und Projektentwickler, deren Geschäft unter gestiegenen Zinsen und hohen Baukosten massiv leidet. Abhilfe könnten hier die Vereinfachung von Bauvorschriften, eine umfassende Entbürokratisierung und die massive Förderung seriellen Bauens schaffen. Dass das Minus im Baugewerbe insgesamt nicht noch höher ausfällt, liegt an einer guten Auftragslage für Vorhaben innerhalb des Bestands und an der positiven Entwicklung des Tiefbaus. Die langfristigen Perspektiven hängen hier allerdings wesentlich von der zuverlässigen Finanzierung der Straßen- und Schienenbauprojekte ab.

Hoffnungszeichen für den Konsum

Mit der sinkenden Inflation verbindet sich die Erwartung eines moderaten Zuwachses des privaten Konsums im Jahr 2024. Vor diesem Hintergrund sollte sich der Umsatz des Einzelhandels nach dem deutlichen Minus im Jahr 2023 zumindest stabilisieren. Reisebüros und -veranstalter haben im Jahr 2023 stark zugelegt und dürften 2024 ebenfalls gut abschneiden. Auch nachdem die Tourismusbranche 2023 ein preisbereinigtes Umsatzplus von 14 Prozent erzielen konnte, liegen die Umsätze noch immer um mehr als 10 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019. Damit sind weitere Aufholeffekte möglich, auch wenn sich die Dynamik des Wachstums spürbar abschwächen sollte. Mit Umsatzrückgängen ist dagegen im Gastgewerbe zu rechnen, weil der Wegfall der Mehrwertsteuerbegünstigung zu höheren Preisen und sinkender Nachfrage führen wird.

Digitale Wirtschaft koppelt sich von allgemeiner Wirtschaftsschwäche ab

Positiv bleibt die Umsatzentwicklung im IT-Sektor und damit verbundenen Branchen: Der Umsatz mit Dienstleistungen der Informationstechnologie ist inzwischen ein Drittel höher als vor der Pandemie, für die Datenverarbeitung und Webportale beträgt das Plus 19 Prozent. Auch im Jahr 2024 dürften beide Sektoren vom anhaltenden Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung profitieren. Es gilt aber weiterhin das bereits im vergangenen Jahr Gesagte: Um die Potenziale dieser Sektoren voll ausschöpfen zu können, braucht es mehr Impulse auch aus dem politischen Bereich. Mehr Engagement von Kommunen und Ländern in der Digitalisierung von Verwaltungsabläufen und Bürgerdienstleistungen wären hier hilfreich.

Über Axel D. Angermann

Axel D. Angermann analysiert als Chef-Volkswirt der FERI Gruppe die konjunkturellen, geldpolitischen und strukturellen Entwicklungen aller für die Asset Allocation wesentlichen Märkte. Seine Analysen bilden die Grundlage für die strategische Ausrichtung der Multi Asset-Strategie der FERI, die vom CIO der FERI Gruppe, Dr. Marcel V. Lähn, verantwortet wird. Angermann selbst verantwortet seit 2008 die von FERI erstellten Analysen und Prognosen für die Gesamtwirtschaft und die internationalen Finanzmärkte. 2002 trat er als Makroanalyst in das Unternehmen ein. Seine berufliche Karriere begann beim Max-Planck-Institut für Ökonomie und beim Verband der chemischen Industrie. Angermann studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Bayreuth.

Über FERI

Die FERI Gruppe mit Hauptsitz in Bad Homburg wurde 1987 gegründet und hat sich zu einem der führenden Multi Asset-Investmenthäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. Für institutionelle Investoren, Familienvermögen und Stiftungen bietet FERI maßgeschneiderte Lösungen in den Geschäftsfeldern:

Investment Management: Institutionelles Asset Management & Private Vermögensverwaltung

Investment Consulting: Beratung von institutionellen Investoren & Family Office Dienstleistungen

Investment Research: Volkswirtschaftliche Prognosen & Asset Allocation-Analysen

Das 2016 gegründete FERI Cognitive Finance Institute agiert innerhalb der FERI Gruppe als strategisches Forschungszentrum und kreative Denkfabrik, mit klarem Fokus auf innovative Analysen und Methodenentwicklung für langfristige Aspekte von Wirtschafts- und Kapitalmarktforschung.

Derzeit betreut FERI zusammen mit MLP ein Vermögen von ca. 56 Mrd. Euro, darunter rd. 18 Mrd. Euro Alternative Investments. Die FERI Gruppe unterhält neben dem Hauptsitz in Bad Homburg weitere Standorte in Düsseldorf, Hamburg, München, Luxemburg, Wien und Zürich.

Verantwortlich für den Inhalt:

FERI AG, Haus am Park  Rathausplatz 8-10, 61348 Bad Homburg, Tel: +49 (0) 6172 916-0, Fax: +49 (0) 6172 916-9000, www.feri.de

Kommentar von Akram Gharbi, Head of High Yield Credit Management, La Française AM

Gegenüber Spreads (Risikoprämie) sind wir neutral und gegenüber Duration leicht positiv. Wir stehen den Spreads (Risikoprämien) neutral und der Duration leicht positiv gegenüber. Der weltweite Disinflationstrend dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen. Auch wenn der Basiseffekt in Europa im ersten Quartal 2024 weniger vorteilhaft sein wird als in anderen Regionen, dürfte dies die Performance dieser Anlageklasse unterstützen.

Zu Jahresbeginn dürften High-Yield-Anleihen (wie auch andere Anleihen) aufgrund von Umschichtungen aus illiquiden/nicht börsennotierten Anlagen, deren Korrekturzyklus noch nicht abgeschlossen ist, von positiven Zuflüssen profitieren.

In Europa werden die Ausfallquoten gegenüber 2023 voraussichtlich steigen, aber unter 4 % bleiben. In den USA dürften sie stabiler sein und bei etwa 4,5 % liegen. In den Schwellenländern wird der Ausfallzyklus von der chinesischen Wirtschaftsentwicklung und der Erholung des Immobiliensektors abhängen.

Basierend auf dem aktuellen Carry und unseren Erwartungen für Spreads und Ausfallraten dürfte die Gesamtperformance von High-Yield-Anleihen 2024 in Europa zwischen +4 % und 5 % und in den USA zwischen +5 % und 6,5 % liegen (in Lokalwährung).

Geografisch bevorzugen wir die USA gegenüber Europa und den Schwellenländern.

Die Gründe:

      Die Wirtschaft der USA schneidet besser ab als andere Regionen.

      Die technischen Faktoren sind in den USA günstiger als in Europa, da das Netto-Migrationsverhältnis (das Verhältnis zwischen Hochstufungen von Investment-Grade-Anleihen und Herabstufungen von High-Yield-Anleihen) auf dem US-Markt günstiger ist. Europa leidet weiterhin unter seinem Exposure gegenüber dem Immobiliensektor. Darüber hinaus dürfte das Nettoemissionsvolumen hierzulande höher ausfallen, da in den Jahren 2024 und 2025 ein erheblicher Refinanzierungsbedarf besteht (80 Mrd. Euro an zu refinanzierenden High-Yield-Anleihen, d. h. 25 % des europäischen Marktes gegenüber 13 % des US-Marktes).

      Mit Ausnahme der Jahre 2000 und 2008 begünstigen Präsidentschaftswahlen in der Regel risikoreiche US-Anlagen, einschließlich High-Yield-Anleihen. Seit 1988 lag die Performance von US-High-Yield-Anleihen bei den letzten neun Wahlen durchschnittlich bei +11 % und damit doppelt so hoch wie ihre langfristige Performance von +5,5 %.

Die wichtigsten Risikofaktoren für 2024 sind:

      Geopolitik, mit einem vollen Wahlkalender: Taiwan im Januar, Indien und Mexiko im April/Juni, Europawahlen und schließlich die US-Wahlen im November. Die US-Wahlen werden sicherlich das wichtigste Ereignis in der zweiten Jahreshälfte 2024 sein. Dabei ist das Risiko eines Comebacks von Donald Trump besonders hoch. Sollte es dazu kommen, dürften die (negativen) Auswirkungen auf die Spreads von High-Yield-Anleihen aus Europa und den Schwellenländern größer sein. Paradoxerweise dürfte der US-Kreditmarkt weniger betroffen sein.

      Eine unerwartet starke wirtschaftliche Abkühlung könnte das inzwischen weithin akzeptierte Szenario einer sanften Landung gefährden.

Bei den Spreads bleiben wir neutral, bei der Duration leicht positiv. Wir gehen davon aus, dass der weltweite Trend zur Disinflation diese Anlageklasse weiterhin unterstützen wird. Wir bevorzugen nach wie vor die USA aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stärke, günstiger technischer Faktoren und der traditionell positiven Auswirkungen von Präsidentschaftswahlen auf risikoreiche US-Anlagen, bleiben aber angesichts der geopolitischen Risiken und der Möglichkeit eines unerwartet starken Wirtschaftsabschwungs wachsam.

Verantwortlich für den Inhalt:

La Française Systematic Asset Management GmbH, Neue Mainzer Straße 80, 60311 Frankfurt, Tel: +49 (0)40 300929 174 , www.la-francaise-systematic-am.com

Verbesserung der vorläufigen Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorstand der LAIQON AG (LQAG, Deutsche Börse Scale, ISIN DE000A12UP29) hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weitere Wachstumsfinanzierung des LAIC-Teilkonzerns durch Ausgabe von LAIC-Token 24 beschlossen. Durch die Ausgabe der LAIC-Token 24 sollen dem LAIQON-Konzern bis zu 6,8 Mio. EUR zufließen.

Die Finanzierung dient der bevorstehenden Wachstumsbeschleunigung des LAIC-Teilkonzerns mit einem erwarteten organischen AuM-Zuwachs auf 5,5 – 6,5 Mrd. EUR bis 2028(e). Für die weitere Umsetzung des Wachstumspfades durch Kooperationen, insbesondere mit der Union Investment, sind weitere Investitionen in die digitale Plattform DAP 4.0 der LAIQON AG sowie Personal- und Projektaufwendungen im LAIC-Teilkonzern erforderlich. Dies verbessert sowohl den Qualitätsstandard als auch den langfristigen weiteren Optimierungspfad des LAIC-ADVISOR®.

LAIC-Bewertung von 65 Mio. EUR als Basis für LAIC-Token 24

Die Zeichnung der LAIC-Token 24 durch die Investoren erfolgt auf der Grundlage einer Bewertung des LAIC-Teilkonzerns in Höhe von rund 65 Mio. EUR.

Durch die Zeichnung der LAIC-Token 24 schließen die Investoren, ausschließlich ausgewählte professionelle und semiprofessionelle Anleger, ein durch den LAIC-Token 24 repräsentiertes Treuhandverhältnis als Kommanditist an einem Spezial-AIF-Fonds in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG (der „LAIC-Token 24 Fonds“) mit einer Laufzeit von 5 Jahren ab. Dieser LAIC-Token 24 Fonds verwendet das Zeichnungskapital der Investoren zum einen zum Erwerb von LAIC Capital GmbH-Geschäftsanteilen (die „LAIC“) von der LAIQON AG und zum anderen zur Übernahme der im Rahmen einer Kapitalerhöhung neugeschaffenen Geschäftsanteile der LAIC. Der LAIC-Token Fonds 24 beteiligt sich somit mit insgesamt bis zu 9,98% an der LAIC (Post-Money). Zunächst soll in Q1 2024 der Erwerb von bis zu 5,25% von LAIC-Geschäftsanteilen von der LAIQON AG für bis zu 3,4 Mio. EUR erfolgen. In einem zweiten Schritt in Q2 2024 erfolgt dann die Kapitalerhöhung auf der Ebene der LAIC und die Übernahme von bis zu 5,25% der Geschäftsanteile für ebenfalls bis zu 3,4 Mio. EUR.

Die LAIQON AG hält aktuell nach der im Jahre 2021 erfolgreich durchgeführten Ausgabe des LAIC-Token 21 noch 90,25% der Geschäftsanteile der LAIC. Nach einer vollständigen Ausgabe der LAIC-Token 24 hielte die LAIQON AG noch immer eine qualifizierte Mehrheit von 80,76% der Geschäftsanteile der LAIC.

Zur Wachstumsfinanzierung des LAIC-Teilkonzerns Dipl.-Ing. Achim Plate, Chief Executive Officer (CEO) der LAIQON AG: „Wir stellen durch die innovative Finanzierung über die LAIC-Token 24 das bevorstehende und deutlich überproportionale Wachstum unseres WealthTech LAIC sicher. Insgesamt werden wir bis Ende 2024 circa  20,0 Mio. EUR in den Aufbau von LAIC investiert haben. Mehr als die Hälfte davon wurden über den LAIC-Token 21 und 24 finanziert. Diese Investitionen in Personal und Technologie ermöglichen uns die Umsetzung von Kooperationen, wie beispielsweise mit der Union Investment. Zudem erhöht ein solcher Finanzierungsweg die Visibilität in Bezug auf die organisch geschaffenen Werte unseres WealthTech LAIC.“

Veröffentlichung der erwarteten Finanzkennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023.

AuM-Anstieg auf 6,1 Mrd. EUR (Vj.: 5,7 Mrd. EUR)

Das organische Wachstum bei Kunden und Assets wurde auch im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich fortgesetzt. Die Assets under Management (AuM) des LAIQON- Konzerns stiegen zum 31. Dezember 2023 in den Geschäftssegmenten LAIQON Asset Management, LAIQON Wealth Management und LAIQON Digital Wealth auf 6,1 Mrd. EUR (2022: 5,7 Mrd. EUR). Im Geschäftssegment LAIQON Asset Management werden dabei rund 4,10 Mrd. EUR, im Geschäftssegment LAIQON Wealth Management rund 1,45 Mrd. EUR und im Geschäftssegment LAIQON Digital Wealth rund 0,55 Mrd. EUR für Kunden verwaltet. Die gesamten AuM des LAIQON-Konzerns stiegen damit in einem volatilen Kapitalmarktumfeld, welches von starken Zinserhöhungen und einer Rekordinflation geprägt war, organisch um weitere 400 Mio. EUR in 2023.

Somit sind die AuM des LAIQON-Konzerns seit Dezember 2019 um 455% gewachsen. Dies entspricht einer AuM-CAGR (Compound Annual Growth Rate, jährliche Wachstumsrate) von 33% in diesem Zeitraum.

Anstieg Umsatzerlöse auf 30,7 Mio. EUR(e) (2022: 21,6 Mio. EUR)

Insgesamt erwartet der LAIQON-Konzern im Geschäftsjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse auf 30,7 Mio. EUR(e) (Vj.: 21,6 Mio. EUR). Dies entspricht einem vorläufigen Umsatzanstieg zum Vorjahr von 42%. Auch im Geschäftsjahr 2023 konnte der LAIQON-Konzern wie im Vorjahr keine nennenswerten Performance Fees abrechnen. Derzeit befinden sich allerdings einige Produkte und Strategien des LAIQON-Konzerns wieder nahe an ihren Hurdle-Rates, so dass bei weiterhin stabiler Kapitalmarktentwicklung 2024 wieder von abzurechnenden Performance-Fees ausgegangen werden kann.

Die erwarteten Brutto-Umsatzerlöse erhöhten sich in allen drei operativen Geschäftssegmenten des LAIQON-Konzerns sowie im Geschäftssegment LAIQON GROUP. Im Geschäftssegment LAIQON Group sind im Wesentlichen die administrativen Prozesse des LAIQON-Konzerns sowie die Vertriebsaktivitäten gebündelt. Im Geschäftssegment LAIQON Asset Management wird ein Anstieg der Umsatzerlöse brutto um rund 22,4% (2023: Umsatzerlöse 15,3 Mio. EUR(e), Vj.: 12,5 Mio. EUR), im Geschäftssegment LAIQON Wealth Management um rund 69,0% (2023: Umsatzerlöse 7,1 Mio. EUR(e), Vj.: 4,2 Mio. EUR), im Geschäftssegment LAIQON Digital Wealth um rund 175% (2023: Umsatzerlöse 2,2 Mio. EUR(e), Vj.: 0,8 Mio. EUR) und im Geschäftssegment LAIQON Group um rund 48,8% (2023: Umsatzerlöse 6,1 Mio. EUR(e), Vj.: 4,1 Mio. EUR) erwartet.

EBITDA: Verbesserung auf -4,75 Mio. EUR(e) (Vj.: -9,9 Mio. EUR)

Die eingeleiteten Wachstumsinitiativen mit GROWTH 25 und die damit verbundenen Skalierungseffekte führten darüber hinaus zu einer deutlichen Verbesserung des erwarteten operativen Ergebnisses. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbesserte sich das erwartete operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisation (EBITDA) auf -4,75 Mio. EUR(e) (Vj.: -9,9 Mio. EUR).

Dabei verbesserte sich insbesondere das erwartete EBITDA im Geschäftssegment LAIQON Digital Wealth auf -2,7 Mio. EUR(e) (Vj.: -4,5 Mio. EUR), womit die angestrebten Skalierungseffekte bereits klar sichtbar werden. Auch im Geschäftssegment LAIQON GROUP verbesserte sich das erwartete EBITDA deutlich um 3,1 Mio. EUR auf -4,6 Mio. EUR(e) (Vj. -7,7 Mio. EUR).

Ergänzend ist auf Gruppenebene zu erläutern, dass der LAIQON-Konzern sich in der geplanten und stringent umgesetzten Investitionsphase befand. Beispielsweise wurde im Geschäftsjahr 2023 ein geplanter Personalaufbau durchgeführt, um u.a. den weiteren Entwicklungsfortschritt der IT-Struktur umzusetzen. Der Personalaufwand stieg vollkonsolidiert insgesamt auf 20,7 Mio. EUR(e) (Vj.: 17,1 Mio. EUR). Mit Blick auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (sbA) ist festzuhalten, dass diese aufgrund interner Effizienzprogramme um rund 9% gegenüber dem Vorjahr reduziert werden konnten. Dies obwohl für die beiden Großprojekte, der Vermögensverwaltung „meine Bayerische Vermögen“ GmbH (mbV), einem Joint Venture mit der meine Volksbank Raiffeisenbank eG (mVBRB Rosenheim) und der Kooperation mit der Union Investment beispielsweise Sonderaufwendungen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von rund 1,5 Mio. EUR notwendig waren. Bereinigt um diese Projektkosten wären die sbA bereits um rund 19% geringer ausgefallen.

Dazu Dipl.-Ing. Achim Plate: „Ich bin mit der langfristigen Wachstumsdynamik und der damit verbundenen Aufbauleistung bei LAIQON zufrieden. Operativ konnten wir uns erneut gegenüber dem Vorjahr mit einem deutlichen Anstieg der fixen Umsatzerlöse um über 40% verbessern. Neben der strukturierten Weiterentwicklung unserer Asset Management Factory steht unsere organische Vertriebs- und Kooperationsstrategie und die weitere Kosteneffizienz klar im Fokus unseres täglichen Handelns. Daneben rechnen wir 2024 wieder mit Performance Fees.“

Der Geschäftsbericht 2023 der LAIQON AG mit den ausführlichen Finanzkennzahlen wird am 28. März 2024 veröffentlicht.

Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte aufgrund der deutlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis der LAIQON erstmalig und einmalig auch eine as-if-Darstellung der Ertragssituation im veröffentlichten Geschäftsbericht 2022 der Gesellschaft.

Über die LAIQON AG (vormals Lloyd Fonds AG):

Die LAIQON AG (LQAG) ist eine innovative Asset Management-Factory für nachhaltige Kapitalanlage mit einem verwalteten Vermögen von 6,1 Mrd. EUR. Mit einem Full-Service-Angebot an nachhaltigen Wealth-Produkten und Lösungen wendet sich die LAIQON AG sowohl an private als auch an institutionelle Kunden. Die LAIQON AG hat sich dabei in den drei Geschäftssegmenten Asset Management, Wealth Management und Digital Wealth positioniert.

Die LAIQON AG bietet ihren Kunden aktuell über 50 Wealth-Produkte und Lösungen an. Die cloudbasierte Digital Asset-Plattform 4.0 ist digitales Herzstück und zentrale Komponente der Asset Management-Factory. Der aufgebaute Asset Management Factory-Ansatz dient dabei ers-tens als Basis für die Produktqualität der angebotenen Wealth-Produkte und Lösungen und zweitens als Basis für interne und externe Skalierbarkeit. Dies sowohl durch einen intern ge-steuerten „Best-in-Class Direct“ Vertriebsansatz als auch über „Inside-White Label Partnerschaf-ten“. (Stand der Zahlenangabe: 31.12.2023)

Verantwortlich für den Inhalt:

LAIQON Solutions GmbH, An der Alster 42, 20099 Hamburg, Tel: +49 (0)40 32 56 78-0, www.laiqon.com

Andreas Langer ist zum Geschäftsführer des inhabergeführten Bad Sodener unabhängigen Vermögensverwalters Rosenberger, Langer & Cie. ernannt worden.

Neben den beiden Gründungspartnern von Rosenberger, Langer & Cie., Hans-Jürgen Langer und Michael Rosenberger, wird Andreas Langer neu als drittes Geschäftsführungsmitglied im Unternehmen Verantwortung übernehmen.

Andreas Langer ist seit 2011 in der Finanzbranche aktiv. Nach Stationen bei Ernst & Young und Mitsubishi wechselte der studierte Betriebswirt 2020 als Portfoliomanager zu Rosenberger, Langer & Cie. Dort zählen Projektmanagement, Marketing sowie das Management des RLC Global Dynamic Fonds (A1XBKZ) zu seinen Aufgabenbereichen.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit der Ernennung meines Sohns Andreas zum Geschäftsführer eine wichtige Etappe beim Generationenübergang unseres 2005 gegründeten Unternehmens genommen haben“, sagt Hans-Jürgen Langer, Geschäftsführer und Mitbegründer von Rosenberger, Langer & Cie. „Andreas hat in den letzten Jahren unter Beweis gestellt, dass er das Format hat, unser Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. Die Auszeichnung des von ihm und Marcus Mößinger und ihm gemanagten RLC Global Dynamic Fonds mit dem Deutschen Fondspreis 2024 sowie die fortlaufende Modernisierung und Digitalisierung des Unternehmensangebots, gemeinsam mit dem gesamten Team, sind nur einige Beispiele für sein visionäres Agieren.“

Rosenberger, Langer & Cie.

Die Rosenberger, Langer & Cie. Capital Management GmbH ist eine bankenunabhängige und inhabergeführte Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Bad Soden am Taunus. Die Gesellschaft berät seit 2005 private und institutionelle Kunden sowie Stiftungen. Das Unternehmen verfügt über eine §15 WpIG der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Verantwortlich für den Inhalt:

Rosenberger, Langer & Cie.,Wiesbadener Weg 2a, 65812 Bad Soden am Taunus, Tel: 06196 9997410, www.rl-finance.de

Marktkommentar von Joeri de Wilde, Investmentstratege bei Triodos Investment Management

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, hinkt der US-Finanzsektor Europa traditionell hinterher. Dennoch gewannen ESG-Kriterien und der Stakeholder-Ansatz auch in den USA an Popularität, selbst bei großen Vermögensverwaltern wie BlackRock. Dies war den konservativen Interessengruppen ein Dorn im Auge. Diese Gruppen benannten daher nachhaltige Investitionen in “Woke-Investitionen” um, was sich als wirksam erwies, da es die Unterstützung vieler Republikaner fand. Dies führte zu Verleumdungskampagnen, politischem Druck und manchmal sogar zu ausdrücklichen Anti-ESG-Gesetzen.

Solche Gesetze verbieten bereits öffentlichen Pensionsfonds in einer Reihe republikanischer Bundesstaaten, Nachhaltigkeitskriterien in ihre Anlageentscheidungen einzubeziehen. Es wird behauptet, dass sich die Berücksichtigung von ESG-Kriterien negativ auf die finanziellen Erträge der Teilnehmer auswirkt und zur ungerechtfertigten Streichung bestimmter Unternehmen führt. Die Tatsache, dass nachhaltiges Investieren keineswegs zu geringeren Renditen führt, wird bequemerweise ignoriert. Ein ähnlicher Druck hat dazu geführt, dass sich zehn große Versicherungsunternehmen aus einem internationalen Klimabündnis zurückgezogen haben, das auf eine nachhaltige Ausrichtung von Versicherungsportfolios abzielt. Es wurde behauptet, dass eine solche Allianz wahrscheinlich zu höheren Preisen für die Verbraucher führen würde. Die Androhung möglicher wettbewerbsrechtlicher Klagen und die Einstufung als „woke“ Versicherer war für diese Versicherungsunternehmen zu groß.

Globale Konsequenzen

Bemerkenswerterweise waren viele der Versicherer, die dem Verband den Rücken kehrten, europäische Unternehmen, die allerdings auch in den USA tätig sind. Dies zeigt, dass der Einfluss einer kleinen Gruppe radikaler Konservativer in den USA weit über die Grenzen des Landes hinausreicht. Diese internationale Reichweite macht sich auch über andere Kanäle bemerkbar. Eines davon ist der anhaltende Kampf gegen die Pläne, die Nachhaltigkeitsberichterstattung für große US-Unternehmen zur Pflicht zu machen. Die Securities and Exchange Commission (SEC), die US-Finanzaufsichtsbehörde, will eine ähnliche Regelung wie in der EU einführen, doch aufgrund der vielen kritischen Stimmen hat die SEC kürzlich beschlossen, die Einführung erneut zu verschieben, und die Anforderungen an die Berichterstattung werden möglicherweise zurückgeschraubt. Die Konservativen haben die SEC wirkungsvoll als “Wertpapier- und Umweltkommission” bezeichnet. Es ist nicht undenkbar, dass der langsame Prozess in den USA dazu beigetragen hat, dass die EU ihre Berichterstattungsanforderungen abgeschwächt hat. Das unabhängige internationale Gremium International Sustainability Standards Board (ISSB) strebt in der Tat eine Harmonisierung an, was in der Praxis oft bedeutet, dass die Vorreiter ihr Tempo drosseln müssen, um den Nachzüglern entgegenzukommen.

Die Abschwächung der internationalen Berichterstattungsanforderungen erschwert die Durchführung angemessener Nachhaltigkeitsanalysen. Führende US-Ratingagenturen sind nun ebenfalls ins Visier geraten. Die US-amerikanische Ratingagentur S&P Global, auf die sich Anleger in aller Welt bei ihren Nachhaltigkeitsanalysen verlassen, hat dem Druck nachgegeben und vergibt keine ESG-Bewertungen mehr an Unternehmen. S&P traf diese Entscheidung, nachdem ein konservativer US-Staatsanwalt eine Untersuchung der von S&P durchgeführten ESG-Analysen eingeleitet hatte, weil “zu viele Verbraucher und Investoren durch die Besessenheit der „woke“ ESG-Bewegung mit radikalen sozialen Veränderungen (finanziell) geschädigt wurden”.

Dass eine kleine Gruppe radikaler US-Konservativer einen derartigen globalen Einfluss haben kann, ist besorgniserregend. Deshalb ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass ihr Einfluss nicht noch größer wird. Europäische Politiker können und müssen hier eine wichtige Rolle spielen, indem sie die „Anti-Woke-Stimmung“ nicht noch weiter anheizen.

Verantwortlich für den Inhalt:

Triodos Investment Management BV, Hoofdstraat 10, Driebergen-Rijsenburg, PO Box 55, 3700 AB Zeist, Niederlande, www.triodos-im.com

Bei der Apo Asset Management GmbH (apoAsset), der Fondstochter der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und der Deutschen Ärzteversicherung (DÄV), steht ein Wechsel im Management an.

Mirko Engels (49), Leiter Institutionelle Anleger bei der apoBank, steigt – vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Bundesbank – zum 1. März 2024 in die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft ein. Engels folgt auf Claus Sendelbach (62), der nach 13 Jahren im Rahmen eines Generationswechsels das Haus verlässt. Weiterer Geschäftsführer der apoAsset ist seit fünf Jahren Dr. Heiko Opfer.

Engels kam 1999 zur apoBank und verantwortet seit vielen Jahren das institutionelle Anlagegeschäft. Die Verantwortung für die Betreuung dieser Kunden behält er mit seinem Team in der Bank auch weiterhin. „Wir freuen uns, mit Mirko Engels einen ausgewiesenen Anlageexperten mit langjähriger Erfahrung im Vertrieb für die Geschäftsführung gewonnen zu haben“, sagt Matthias Schellenberg, Vorstandsvorsitzender der apoBank und zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der apoAsset. „Seine Erfahrungen mit verpflichtungsorientierten Anlegenden ermöglichen uns auch eine stärkere Präsenz des Produktportfolios der apoAsset im institutionellen Vertrieb der Bank.“

Schellenberg dankte Sendelbach für seine über 13-jährige erfolgreiche Tätigkeit für die apoAsset. „Unter Claus Sendelbach hat sich die apoAsset zu einem der wichtigsten Anbieter für Gesundheitsinvestments in Deutschland entwickelt. Diese Expertise ist für uns als Bank der Gesundheit ein wichtiger Mehrwert, den wir auch künftig konsequent ausspielen wollen. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats wünsche ich Claus Sendelbach alles Gute für seine weiteren Pläne.“

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