Broker aus den Niederlanden punktet vor allem dank günstiger Konditionen

 

Der niederländische Onlinebroker Degiro holt in diesem Jahr erstmals den Titel „Onlinebroker des Jahres“. Das geht aus einer Online-Befragung des Anlegermagazins BÖRSE ONLINE hervor (Erscheinungstag 28. März 2019). Degiro siegte demnach mit einer Schulnote von 1,50 (Vorjahr: 1,47)  in der Gesamtzufriedenheit und löste damit den neunmaligen Seriensieger ING ab, der auf den zweiten Rang mit einer Note von 1,56 (Vorjahr: 1,46) kam.

Die Nächstplatzierten auf dem Treppchen bleiben zum Vorjahr unverändert: Auf Rang drei rangiert abermals die comdirect bank mit der Note 1,60 (Vorjahr: 1,59). Auf dem vierten Rang folgt die Onvista Bank mit 1,62 (Vorjahr: 1,73), die sich zum Vorjahr am deutlichsten von allen Brokern im Ranking in der Kundengunst verbessert hat. Auf dem fünften Platz landet abermals die Consorsbank – mit erneut verbesserter Gesamtnote von 1,67 (nach  1,74 im Vorjahr).

Auf den weiteren Plätzen folgen flatex (Note 1,85) vor der DKB (1,90) und dem Sparkassenbroker(1,98). Ab 200 Kundenbewertungen kam man ins Ranking. Targobank und maxblue, 2018 noch auf den Plätzen neun und elf, nahmen die Hürde dieses Jahr nicht – wohl aber die Commerzbank, die sich als einzige Filialbank im Feld der reinen Online-Institute mit der Note 2,04 gut behaupten kann. „Acht von neun Anbietern im Gesamtranking erhielten damit sogar Bewertungen mit einer Eins vor dem Komma“, erläutert Dr. Stefan Henrichsmeier vom Aachener Marktforschungs- und Beratungsunternehmen ac research die Ergebnisse. Er hat die nicht repräsentative Online-Umfrage in der Zeit vom 20.12.2018 bis zum 27.01.2019 für BÖRSE ONLINE betreut. Insgesamt gingen die Bewertungen von rund 33150 Broker-Kunden in die Ergebnisse ein.

Neben der Gesamtwertung konnte Degiro nur eine der insgesamt sechs

Einzelkategorien für sich entscheiden – und zwar wie schon in den Vorjahren die Kategorie „Kosten und Zinsen“. „Vor allem die Topnoten in der Teilkategorie Kosten und Zinsen dank günstiger Orderspesen sind wohl der ausschlaggebende Grund für den ersten Platz bei der Gesamtzufriedenheit“, erläutert Henichsmeier. Vorjahresgewinner ING sicherte sich den Sieg in den Wertungskategorien „Orderabwicklung“, „Erreichbarkeit“, „Kundenorientierung“ sowie „Internet und Informationsangebot“. Die ING hat in der inzwischen 20-jährigen Historie der Leserwahl insgesamt 14 Mal den Gesamtsieg geholt. In der Kategorie „Produktangebot“ landete die comdirect ganz vorne.

Die nächste Runde der etablierten BÖRSE-ONLINE-Wahl zum Onlinebroker des Jahres ist für den Jahreswechsel 2019/2020 geplant.

 

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Asset Allokation bei Renten angepasst – US-Aktien übergewichtet – Growth stärker als Value

 

Angesichts eingetrübter Wachstumsaussichten erhöht Moventum die Duration auf der Rentenseite der Portfolios. „Wir gehen von einer wieder steileren Zinsstrukturkurve in den USA aus“, sagt Sascha Werner, Portfoliomanager bei Moventum AM, nach der quartalsweisen Asset Allocation Konferenz. „Während die EZB kaum handlungsfähig ist, wird die Fed früher oder später die Zinsen senken, um einer konjunkturellen Abschwächung entgegenzutreten.“

Die konjunkturelle Schwäche ist dabei auf beiden Seiten des Atlantiks zu beobachten: In den USA lassen die Effekte der von Präsident Trump initiierten Steuerreform nach. Zudem gilt eine weitere Verschärfung der Zollpolitik als möglich, was zu einer noch stärkeren Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den USA führen würde. In Europa sieht es nicht viel besser aus: Italien befindet sich bereits in einer Rezession, andere Staaten drohen abzugleiten, vom Brexit ganz zu schweigen. Dazu kommen die Auswirkungen der US-Handelspolitik, die Europa ebenfalls treffen.

„Bei einer weiteren Abschwächung der Konjunktur dürften die Renditen noch weiter fallen“, sagt Sascha Werner. Die Notenbanken werden der konjunkturellen Schwäche dann mit einer expansiven Politik entgegentreten. „Während die EZB keine Leitzinssenkungen durchführen kann, wird dies die US-Fed in einem nächsten Zinsschritt gehen – wahrscheinlich zum Jahresende 2019/Jahresanfang 2020“, so Werner. „Auch weitere Leitzinssenkungen sind dann möglich.“ Moventum reagiert hier mit einer Erhöhung der Duration in den Portfolios auf durchschnittlich 4 bis 4,5 Jahre.

Leitzinssenkungen könnten auch den US-Dollar schwächen, der sich zuletzt in einer recht engen Bandbreite bewegte. „Aber noch halten sich positive wie negative Argumente die Waage“, sagt Werner. „Vor allem der Euro leidet unter der wahrgenommenen politischen Führungsschwäche.“ Auf Jahressicht sollte sich der US-Dollar zum Euro in einer Bandbreite zwischen 1,10 und 1,20 halten. „Dabei kann es natürlich immer sein, dass geopolitische Krisen aufflammen und der US-Dollar wieder zum sicheren Hafen wird – mit einem entsprechenden Kursanstieg.“

Beim Ölpreis kam es nach dem starken Kurseinbruch zwischen Herbst und Jahresende 2018 um rund 40 Prozent im bisherigen Jahresverlauf 2019 zu einer deutlichen Gegenbewegung von plus 25 Prozent. „Einen weiteren Anstieg sehen wir aber nicht, fundamental wäre das kaum zu begründen“, sagt Werner. Gerade angesichts eines konjunkturellen Abschwungs und eines ausreichenden Angebots habe der Preis jetzt wohl sein Hoch erreicht.

Aktien dagegen bieten noch weiteres Potenzial. Vor allem US-Titel bleiben dabei attraktiv. „Die erwartete Zinssenkung in den USA gibt Rückenwind. Auch wenn die konjunkturellen Aussichten etwas schwächer sind, haben die Märkte Gewinnrevisionen in den USA schon weitgehend eingepreist“, sagt Werner. Eine – überraschende – Lösung im Handelskonflikt mit China könnte sogar zu einem stärkeren Anstieg der Kurse führen. In Europa dagegen ist das Kurspotenzial begrenzt. „Die politischen Unsicherheiten belasten hier doch deutlich“, sagt Werner. Sowohl für US- wie für europäische Aktien gilt aber: Das Growth-Segment ist interessanter als Value-Aktien. Besondere Chancen sieht Werner denn auch bei Technologie-Titeln: „Zwar ist der Sektor hoch bewertet, dafür bietet er auch weiter ein höheres Gewinnwachstum. Die unverändert zunehmende Vernetzung und Automatisierung wird einer der maßgeblichen Wachstumstreiber sein.“

 

Bestmögliche Qualität mit fünf Sternen beim ersten Capital-Kompass für fondsgebundene Lebensversicherungen bescheinigt 

 

Fondsgebundene Lebensversicherungen sind für viele ein sinnvoller Baustein für die Altersvorsorge. Um die besten Anbieter herauszufiltern und eine Orientierung für Anleger zu bieten, hat das Wirtschaftsmagazin Capital in der aktuellen Ausgabe 4/2019 den ersten Kompass für fondsgebundene Lebensversicherungen veröffentlicht. Dafür wurden gemeinsam mit Spezialisten der Analysehäuser f-fex und Morgen & Morgen 50 Versicherungsunternehmen untersucht, die fondsgebundene Lebensversicherungen anbieten sowie 50 Fondsgesellschaften, in deren Investmentfonds im Rahmen von Versicherungspolicen angelegt werden kann.

Bei den Fonds-Anbietern konnten 7 Anbieter mit der bestmöglichen Qualität von 5 Sternen überzeugen, darunter J.P. Morgan Asset Management. Die Bewertung setzt sich aus verschiedenen Kriterien zusammen. Einerseits mussten die Fondsgesellschaften mindestens drei Fonds und ein Fondsvolumen von mehr als drei Millionen Euro im gesamten Anlagestock aufweisen. Darüber hinaus flossen in das Urteil vier weitere Bereiche ein: Die  Performance der Fonds im Jahr 2018 (25 Prozent), die Fondsqualität im Bestand (35 Prozent), die Kompetenz einer Fondsgesellschaft in Form der Häufigkeit, mit der Fonds eines Anbieters in einer Anlageklasse von Versicherungsunternehmen verwendet werden  (20 Prozent) sowie der Mittelzufluss für die Fondsgesellschaften im Jahr 2017 (20 Prozent). Die Teilergebnisse in diesen Kategorien ergaben mit ihrem jeweiligen Gewicht die Endpunktzahl. Um die Höchstnote von fünf Sternen zu erreichen, mussten mindestens 70 Punkte erzielt werden.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnungen, denn das Thema langfristige Geldanlage und wie sich Sparer angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds dem Kapitalmarkt annähern können, liegt uns sehr am Herzen. Mit fondsgebundenen Lebensversicherungen finden diejenigen, die den direkten Weg an die Kapitalmärkte scheuen, ein ideales Anlageinstrument, um ihre langfristigen Anlageziele mit der Ertragskraft der Märkte erreichen zu können“, betont Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management.

 

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Marktkommentar von Frank Häusler, Chief Strategist bei Vontobel Asset Management

 

Kürzlich fiel die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen unter den Dreimonatszinssatz. Das ist sicher nicht das beste Zeichen für die US-Wirtschaft, da inverse Zinskurven und somit Kompressionen des Term Spread als Rezessionsindikatoren gelten. Allerdings verschlechtern sich wirtschaftliche Bedingungen erst dann, wenn sich alle relevanten Segmente der Zinskurve (2 Jahre/10 Jahre, 5 Jahre/30 Jahre und 3 Monate/10 Jahre) gleichzeitig invertieren. Für Rezessionsängste ist es deshalb noch zu früh.

Rezessionen folgen fast unausweichlich auf Expansionsphasen, wie wir sie in den vergangenen Jahren erlebt haben. Sie sind Teil des natürlichen Wirtschaftszyklus. Allerings ist es schwierig, sie mit hoher zeitlicher Präzision vorherzusagen. Hier kommt der Term Spread ins Spiel. Er ergibt sich aus der Differenz zwischen lang- und kurzlaufenden Staatsanleihen, die auf der Zinskurve in Abhängigkeit ihrer Restlaufzeiten dargestellt werden. Die Zinsen langlaufender Anleihen sind in Regel höher als die von Kurzläufern, denn Anleger möchten für ihr langfristiges Engagement, das mit mehr Unwägbarkeiten wie Inflationsrisiken einhergeht, entschädigt werden. Im positiven Normalfall hat die Zinskurve also eine steigende Tendenz und der Term Spread ist positiv.

Die Zinskurve flacht sich ab oder invertiert, wenn sich der wirtschaftliche Ausblick eintrübt oder Zentralbanken die Leitzinsen anheben. Sobald die kurzen Zinsen die langen Zinsen übersteigen, wird der Term Spread negativ. Das ist eine Situation, die in den letzten 60 Jahren vor jeder Rezession zu beobachten war, wobei die Zeitverzögerungen zwischen negativen Term Spreads und dem tatsächlichen Beginn einer Rezession jeweils unterschiedlich ausgefallen sind.

Wir stehen erst am Anfang

Bisher zeigt die 2 Jahres/10 Jahres-Zinskurve weiterhin einen normalen Verlauf, während die 5 Jahres/30 Jahres-Zinskurve noch steiler angestiegen ist. Basierend auf diesen und weiteren Indikatoren zeigt unser Rezessionsmodell derzeit eine Rezessionswahrscheinlichkeit in den USA von 17 Prozent in den nächsten 12 Monaten an.

Ein weiterer viel beachteter Indikator ist der kurzfristige Forward Spread. Er reflektiert die Anlegererwartungen zur Fed-Politik. Der Spread ergibt sich aus der Differenz zwischen der implizierten dreimonatigen Forward Rate in 18 Monaten und dem aktuellen Dreimonatszins. Derzeit stehen diese beiden Größen in einem inversen Verhältnis zueinander, so dass der aktuelle Zins über der Forward Rate liegt. Das signalisiert, dass die Marktteilnehmer in Zukunft Zinssenkungen erwarten unter der Annahme, dass die Fed über ihr Ziel einer Normalisierung der Geldpolitik hinausgeschossen ist, während die Wachstumsaussichten nach unten revidiert wurden.

Wir sind allerdings anderer Ansicht. Unserer Meinung nach ist die derzeitige Fed-Politik zu gemäßigt. Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum in China, Europa und auch in den USA stabilisieren wird. Die USA befinden sich lediglich auf einem Wachstumsnormalisierungspfad und nicht auf einer Abwärtsbewegung. Das Wachstum von 2,9 Prozent im vergangenen Jahr war auf lange Sicht einfach nicht nachhaltig. Daher gehen wir derzeit davon aus, dass das US-Wachstum in diesem Jahr 2,2 Prozent erreichen wird und weitere Zinserhöhungen über die nächsten 18 Monate stattfinden werden. China hat kürzlich positive Einkaufsmanager-Index-Daten veröffentlicht und der Li Keqiang-Index signalisiert künftig stabile Bedingungen.

Europa

Von einer Stabilisierung Chinas wird auch Europa profitieren. Die sich abzeichnenden Signale führender Wirtschaftsdaten in Europa deuten darauf hin, dass das Wachstum nur verzögert wurde und nicht komplett ausfällt. Die europäische politische Agenda ist zwar voll mit herausfordernden Themen wie dem Brexit, drohenden Autozöllen, EU-Parlamentswahlen und populistischen Tendenzen. Allerdings haben alle diese Ereignisse mehr oder weniger feste Termine, so dass Anleger relativ schnell wissen sollten, woran sie sind. Darüber hinaus dürfte die Europäische Zentralbank kein Hindernis darstellen, da Zinserhöhungen derzeit nicht auf der Tagesordnung zu stehen scheinen. Daher gehen wir davon aus, dass Europa im weiteren Jahresverlauf auf leicht höherem Niveau als die USA wachsen wird.

 

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Kommentar von Wolfgang Fickus, CFA® Mitglied des Investment-Komitees bei Comgest

 

Seit dem Beginn der Brexit Sage im Jahr 2016 hat Comgest zu keinem Zeitpunkt sein Portfolio als Antwort auf die aus diesem Deal stammenden Unsicherheiten geändert. Das Kernelement unserer Investmentstrategie ist das von den Kapriolen der Konjunktur sowie der Politik weitestgehend unabhängige Wachstum unserer Portfoliounternehmen. Wir schalten den durch Politiker verursachten Lärm einfach aus, wenn wir Investmententscheidungen treffen – die Brexit Sage gehört dazu. Eine andere Zutat unseres Investmentstils ist die Portfoliokonzentration sowie die langfristigen Halteperioden, um das langfristige Gewinnwachstum unserer Unternehmen voll abzuschöpfen. Wir halten nach Geschäftsmodellen Ausschau, die nicht so schnell aus der Spur kommen oder gar entgleisen – Dingen, die sich nicht über Nacht ändern – anstatt kurzfristige Wetten mit hoher Fehlerwahrscheinlichkeit einzugehen.

Über das vergangene Jahr haben wir lediglich eine UK Aktie, Shire, verkauft. Dieses global tätige Biotechunternehmen, das auf medikamentöse Therapien für seltene Krankheiten spezialisiert ist, hatte unsere Wachstumserwartungen schlicht enttäuscht, was aber in keinerlei Zusammenhang mit den Diskussionen um den Brexit stand. Auf der anderen Seite haben wir für eines unserer europäischen Portfolios in die in Irland ansässige Baustofffirma Kingspan investiert. Der Aktienkurs kam wegen des Brexits unter Druck, obwohl der Anteil der Umsätze, die das Unternehmen im Vereinigten Königreich macht, sich seit der globalen Finanzmarktkrise auf 25 % mehr als halbiert hat. Kingspans Wachstumsmodell ist und bleibt aber stark, gestützt zum einen auf die Entwicklung der europäischen Regulierung sowie zum anderen auf die erheblich bessere Wärmedämmung, die Kingspans polyurethan-basierte Isolierplatten gegenüber herkömmlichen Platten aus Mineralfasern bieten. Wir sind davon überzeugt, dass starke Marktanteilsgewinne in allen Märkten außerhalb des Vereinigten Königreichs das Wachstum des Unternehmens noch über Jahre hinweg treiben werden. Kingspan hat ein dichtes Vertriebsnetz und verfügt über einen umfangreichen Erfahrungsschatz aus erfolgreichen Unternehmensübernahmen.

Halma ist ein weiteres UK Unternehmen, das wir in den Portfolios des Comgest Growth Europe sowie des Comgest Growth Europe Smaller Companies halten. Wir betrachten das Unternehmen als eine Holding, die, insoweit ähnlich wie Comgest, ein Portfolio von 40 Qualitätswachstums- und Nischenunternehmen hält, die auf strukturelle Wachstumstreiber wie alternde Gesellschaften, steigende Sicherheitsvorschriften, steigende Gesundheitsausgaben sowie Nachfrage nach knappen Ressourcen wie Wasser setzen.

Wir sind seit langer Zeit in Experian investiert, einem weltweit führenden Informationsdienstleister mit Sitz in Irland. Experian begann als Auskunftei für Privatkredite und hat mittlerweile erfolgreich in benachbarte Märkte wie Gesundheits- und Marketingdienstleistungen expandiert. Trotz des schwachen Geschäfts im Vereinigten Königreich ist Experian auch im Jahr 2018 dank seiner konsequenten Investitionen in Innovation und geographische Expansion weiter mit einer hohen einstelligen Wachstumsrate gewachsen. Heute generiert Experian weniger als 20 % seines Umsatzes im Vereinigten Königreich.

Es gibt eine Menge solcher Beispiele für robuste und langfristig ausgerichtete UK Unternehmen. Wir glauben, der Brexit wird das langfristige Wachstum dieser Unternehmen nicht beeinträchtigen, wenn sie a) eine starke Marktposition in strukturellen Wachstumsmärkten einnehmen, b) durch Investitionen und Innovationen Marktanteile gewinnen, und/oder c) über Preissetzungsmacht und Markteintrittsbarrieren verfügen.

Auf kurze Sicht sind Aktienkurse nicht vorhersehbar. Comgest glaubt aber weiterhin fest daran, das langfristiges Investieren in Unternehmen mit hoher Wertschöpfung Sinn macht. Wir gehen davon aus, dass der Brexit für viele Qualitätswachstumsunternehmen im Vereinigen Königreich nicht das große Thema sein wird, das die Medien daraus machen.

 

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Comgest Deutschland GmbH, Sky Office, Kennedydamm 24, D-40476 Düsseldorf, Tel.: +49 21144038721, www.comgest.com

Start der Bewerbungsphase zum FNG-Siegel 2020

 

Das FNG Siegel, der Qualitätsstandard für Nachhaltige Investments, erhält Rückenwind vom aktuellen EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums.

Vermehrt benötigen Banken, Vermögensverwalter, institutionelle Endanleger, Fondsplattformen, Maklerpools und andere Vertriebskanäle eine Auswahl und ganzheitliche Qualitätsbewertung von Nachhaltigen Geldanlagen. Oft kann aber kein eigenes Analyse-Team dafür aufgebaut werden.

Hier bietet sich mit dem FNG-Siegel ein mittlerweile etablierter, anerkannter und solider Standard an. Das Gütezeichen ist umfassend, professionell, glaubwürdig und diskriminiert keinen speziellen Nachhaltigkeits-Anlagestil. Da viele Wege zu (mehr) Nachhaltigkeit führen, ist dies ein weithin akzeptierter Bewertungsansatz, der vor allem über das reine Portfolio hinausgeht.

Banken und Vertriebshäuser bekommen eine Due-Diligence und eine Auswahl unabhängig zertifizierter Nachhaltiger Geldanlagen frei Haus.

Durch die anstehende Integration Nachhaltiger Geldanlagen in den Beratungsprozess nach MiFID-II, die beinhaltet, dass in einem Beratungsgespräch die Frage nach Nachhaltigen Geldanlagen verpflichtend gestellt werden muss – ein Resultat der aktuellen EU-Bemühungen und vermutlich bis Ende 2020 umzusetzen – wird es zu einer sprunghaften Nachfrage nach Orientierungsmöglichkeiten kommen.

Vor allem die neue Kooperation mit der Universität Hamburg und die Arbeit des zusätzlich über-wachenden Expertenkomitees haben sich bewährt und im Rahmen des externen, unabhängigen Audits für weitere Akzeptanz des Gütezeichens gesorgt.

Zum fünften Mal nun haben Asset Manager ab dem 04.04. die Möglichkeit, sich für das FNG-Siegel zu bewerben. Zertifiziert werden können Investmentfonds oder ähnliche Anlagen aller Asset-Klassen, die in Deutschland, Österreich, Liechtenstein oder der Schweiz zum Vertrieb zugelassen sind. Die Bewerbungsfrist endet am 07.07. Im letzten Jahr stieg die Bewerberzahl um 40 Prozent.

Für die diesjährige Bewerbung wurde der Mindestausschluss zur Kernenergie präzisiert; nun wird der Uranbergbau separat aufgeführt, um konsistent mit dem Kohlebergbau zu sein.

Darüber hinaus müssen neuerdings alle Unternehmen und Staaten des jeweiligen Fonds explizit auf Nachhaltigkeits-Kriterien hin analysiert werden, vorher waren es 90 Prozent. Ein Anleger in ausgezeichnete Fonds hat somit die Gewissheit, dass alle Titel in Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien analysiert werden; also keine „blinden Flecke“ vorhanden sind.

Weiterhin zählen Transparenz und die Achtung von Arbeits- & Menschenrechten, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung zum Mindeststandard. Atomkraft, Kohlebergbau, bedeutsame Kohle-verstromung, Fracking, Ölsande sowie Rüstung sind tabu.

Hochwertige Nachhaltigkeits-Fonds, die sich in den Bereichen „institutionelle Glaubwürdigkeit“, „Produktstandards“ und „Impact / Wirkung“ besonders hervorheben, erhalten bis zu drei Sterne. Detaillierte Informationen zur Methodik enthalten die Verfahrensbedingungen. Die Ergebnisse zum FNG-Siegel 2020 werden am 28. November 2019 im Rahmen einer offiziellen Feier auf dem Frankfurter Römerberg veröffentlicht.

 

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Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V., Rauchstr. 11, 10787 Berlin, Tel: +49 -30 264 70 544, Fax: +49 30 262 70 04, www.forum-ng.org

Assets under Management erhöhen sich um 87,3% auf 41,0 Mrd. Euro

 

Die PATRIZIA Immobilien AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat nach Veröffentlichung ihrer vorläufigen Ergebnisse am 18. Februar 2019 für das Geschäftsjahr 2018 jetzt ihren Geschäftsbericht 2018 vorgestellt. Das Unternehmen bestätigt seine starke operative Performance, die vor allem auf die Stärkung der paneuropäischen Investment Plattform zurückzuführen ist.

Wie bereits berichtet, stiegen die Assets under Management (AUM) um 87,3% auf 41,0 Milliarden Euro als Ergebnis der erfolgreichen Konsolidierung von Unternehmensakquisitionen und organischem Wachstum. Rund 2,6 Milliarden Euro Eigenkapital wurden von institutionellen, (semi-)professionellen und privaten Investoren eingeworben. Die Gebühreneinnahmen insgesamt stiegen um 51,1% auf 320,2 Millionen Euro und erhöhten somit die Stabilität des Unternehmens und seiner Ertragsquellen. Das operative Ergebnis stieg um 72,0% auf 141,4 Millionen Euro.

PATRIZIA bestätigt auf Basis des aktuellen Wachstums, dass sie für 2019 ein operatives Ergebnis von 120,0 bis 130,0 Millionen Euro erwartet. Nach den sehr hohen leistungsabhängigen Gebühren im Jahr 2018 geht das Unternehmen von einem etwas normalisierten Niveau für 2019 aus. Die Prognose für 2019 impliziert daher ein weiteres Wachstum der wiederkehrenden Management- und Transaktionsgebühren im Vergleich zu 2018.

Karim Bohn, Finanzvorstand der PATRIZIA Immobilien AG: “Operativ war 2018 ein äußerst aktives Jahr für PATRIZIA, das zu hervorragenden Ergebnissen im Einklang mit unserer Konzernstrategie geführt hat. Der Anteil der Erträge, die wir derzeit generieren, entfällt zunehmend auf Managementgebühren, die eine stabilere, nachhaltigere und qualitativ hochwertigere Einnahmequelle darstellen. Der Vorstand hat daher einer Erhöhung der Dividende um 8% auf 0,27 Euro pro Aktie zugestimmt. 2018 waren es 0,25 Euro. Diese Erhöhung bietet unseren Aktionären die Möglichkeit, an der verbesserten Profitabilität des Konzerns zu partizipieren und gibt PATRIZIA gleichzeitig die finanzielle Flexibilität für weiteres organisches und anorganisches Wachstum.”

Die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 wird bar ausgezahlt. Der Vorstand der PATRIZIA Immobilien AG hat zudem beschlossen, dass die jährliche Wachstumsrate der Managementgebühren und der Assets under Management die Grundlage für künftige Dividendenvorschläge an die Aktionäre bilden.

Im kommenden Jahr wird PATRIZIA auf den Erfolgen von 2018 aufbauen und die Kundenbeziehungen weiter stärken, die Transaktions-Expertise vor Ort vertiefen und die Umsatzerlöse und die internationale Kundenbasis diversifizieren. So übernahm das Unternehmen im Januar das Geschäft der in Tokio ansässigen KENZO. Mit der Übernahme vergrößert PATRIZIA ihre Client Relationship-Plattform in Asien und bietet Kunden gleichzeitig die Möglichkeit, in japanische Wohnimmobilien zu investieren.

PATRIZIA wird auch das Thema Innovation im Immobilienbereich durch ihr technologisches und digitales Know-how weiter vorantreiben. Dabei baut sie auf der strategischen Beteiligung an EVANA auf, einem PropTech-Unternehmen, das sich auf Künstliche Intelligenz und Datenmanagement konzentriert. PATRIZIA hatte sich im September 2018 als Lead Investor an EVANA beteiligt.

PATRIZIA verbindet weiterhin branchenweit führenden Research mit fundierter lokaler Expertise aus 24 globalen Büros und einer besonders starken Marktpräsenz in Europa. Auf diese Weise bietet das Team von rund 800 Experten unabhängige Beratung und eine attraktive Rendite durch maßgeschneiderte Investmentlösungen.

 

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PATRIZIA Immobilien AG, Fuggerstraße 26, D­-86150 Augsburg Tel.: +49 821 50910­000, Fax: +49 821 50910­999,  www.patrizia.ag

Peter Vogel “Head of Sales” der LF-Publikumsfonds

 

Ab sofort startet die Lloyd Fonds AG (Deutsche Börse Scale, ISIN DE000A12UP29) den Vertrieb ihrer ersten vier Publikumsfonds. Dabei handelt es sich um zwei Aktienfonds, einen Mischfonds und einen Rentenfonds. Alle Fonds verfolgen einen klar aktiven, auf Selektion fokussierten Investmentprozess und bieten dadurch einen klaren Mehrwert. Die Fonds sind in jeweils drei Anteilsklassen R (Retail), I (Institutional) und S (Seed) erwerbbar:

Aktienfonds:

Lloyd Fonds – European Hidden Champions (Anteilsklasse R: DE000A2PB598, Anteilsklasse I: DE000A2PB6A0, Anteilsklasse S: DE000A2PB6B8)

Lloyd Fonds – European Quality & Growth (Anteilsklasse R: DE00042PB6C6, Anteilsklasse I: DE00A2PB6D4, Anteilsklasse S: DE000A2PB6E2)

Mischfonds:

Lloyd Fonds – Best of two Worlds (Anteilsklasse R: DE000A2PB564, Anteilsklasse I: DE000A2PB572, Anteilsklasse S: DE000A2PB580)

Rentenfonds:

Lloyd Fonds – Special Yield Opportunities (Anteilklasse R: DE000A2PB6F9), Anteilklasse I: DE000A2PB6G7, Anteilklasse S: DE000A2PB6H5)

Die Lloyd Fonds AG agiert bei den jeweiligen Fonds als Fondsadvisor*. Verantwortlich für die beiden Aktienfonds sind Maximilian Thaler, CFA, (Lloyd Fonds – European Hidden Champions) sowie Christian Reindl, CFA, (Lloyd Fonds – European Quality & Growth). Der Schwerpunkt der beiden Aktienfonds liegt dabei auf europäischen Aktien. Beide sind Investmentexperten für innovative und qualitativ hochwertige Wachstumsunternehmen.

Der Mischfonds ‘Lloyd Fonds – Best of two Worlds’ wird gemeinsam von Christian Reindl und Dr. Tobias Spies gesteuert, der auch den Rententenfonds ‘Lloyd Fonds – Special Yield Opportunities’ verantwortet. Der Rentenexperte investiert bevorzugt in Opportunitäten und Sondersituationen, die durch Ineffizienzen entstehen. Alle drei Fondsspezialisten verfügen über einen erfolgreichen Track Record.

Kapitalverwaltungsgesellschaft der vier Publikumsfonds ist die Universal Investment GmbH. Eine Einzahlung ist zunächst für Seed-Investoren ab dem 1. April möglich. Der breite Vertriebsstart der Publikumsfonds ist der 2. Mai 2019. An diesem Tag präsentiert sich die Lloyd Fonds AG mit einem neuen Erscheinungsbild und einer neuen Website.

Michael Schmidt zum 1. April 2019 Chief Investment Officer

Zudem hat Michael Schmidt, CFA, wie bereits im September 2018 berichtet, seine Tätigkeit als Chief Investment Officer der Lloyd Fonds AG mit Wirkung zum 1. April 2019 aufgenommen.

Der Diplom-Betriebswirt war zuvor Mitglied der Geschäftsführung der Deka Investment GmbH. Er ist Mitglied des Vorstands der DVFA Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management e.V. Michael Schmidt ist zudem ein ausgewiesener Nachhaltigkeitsexperte, unter anderem war er Mitglied der High Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission, die von 01/2017 bis 02/2018 eingesetzt war und mit ihrem Schlussbericht die Basis für den EU-Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ legte.

Klaus Pinter, Chief Financial Officer kommentiert: „Mit dem Start meines Kollegen Michael Schmidt haben wir einen weiteren wichtigen Schritt unserer Strategie 2019+ umgesetzt. Er ist Kopf unseres langjährig erfahrenen Teams von Fondsexperten, die die offenen Investmentfonds in der LF-Linie verantworten.“

Achim Plate, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lloyd Fonds AG: „Mit Michael Schmidt haben wir einen branchenweit anerkannten, renommierten Experten im Asset Management bei uns. Ziel der Strategie 2019+ ist es, die Lloyd Fonds AG als innovativen Qualitätsführer im aktiven Asset Management und in der Vermögensverwaltung in Deutschland zu positionieren. Das nun erweiterte Vorstandsteam wird dieses Ziel umsetzen.“

Peter Vogel „Head of Sales“ der Lloyd Fonds-Publikumsfonds

Die Lloyd Fonds AG baut zudem im Zuge der Strategie 2019+ ihre Kompetenz im Vertrieb weiter aus. Seit dem 1. April 2019 ist Peter Vogel „Head of Sales“ sämtlicher Publikumsfonds der LF-Linie.

Peter Vogel war vor seiner Tätigkeit bei der Lloyd Fonds AG geschäftsführender Gesellschafter der V-Fonds GmbH, einer Tochtergesellschaft der V-Bank AG. Dort verantwortete er die beiden Geschäftsbereiche Fondsvertrieb und Fondseinkauf. Zuvor war er in verschiedenen Leitungspositionen im Vertrieb und Marketing, unter anderem bei der Main First Asset Management, der Merrill Lynch International Bank Limited und der Allianz Global Investors tätig. Der Diplom-Kaufmann studierte Wirtschaftswissenschaften an der Philipps-Universität in Marburg.

Jochen Sturtzkopf, Chief Sales Officer, kommentiert: „Wir freuen uns, dass mit Peter Vogel ein ausgewiesener Vertriebsexperte und eine erfahrene Führungskraft unseren Vertrieb von  Publikumsfonds leiten wird. Gemeinsam werden wir daran arbeiten, unsere Service-Excellence zum Vorteil unserer Vertriebspartner umzusetzen und unsere neuen Produkte aktiv zu präsentieren.“

Eröffnung Büro Frankfurt im April 2019

Die Lloyd Fonds AG eröffnet im April ein neues Büro im Frankfurter Westend in der Ulmenstrasse 23-25. Damit ist das Unternehmen nun an den für die Finanzbranche drei wichtigsten Standorten innerhalb Deutschlands vertreten und schafft dadurch auch eine räumliche Nähe zu Vertriebspartnern, Kunden und Talenten.

 

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Lloyd Fonds AG, Amelungstraße 8 – 10, D­-20354 Hamburg, Tel: 040/ 32 56 78­210, Fax: 040/ 32 56 78­99, www.lloydfonds.de

Ende des Konjunkturzyklus: die Gewinnmargen der Unternehmen werden leiden – Investoren müssen daher in qualitativ hochwertige Aktien investieren, die in schwierigen Märkten Kapitalschutz bieten

 

Obwohl sich die US-Notenbank derzeit eher zurückhaltend anhört, nähern wir uns dem Ende des Konjunkturzyklus. Das führt nicht nur zu einer Korrektur des Gewinnwachstums, sondern bringt auch den immens hohen Fremdkapitalanteil, der den US-Markt prägt, ans Licht. Vor diesem Hintergrund ist es hier wohl an der Zeit, dass Anleger sich nun auf Qualitätstitel konzentrieren.

Das Nachspiel eines endlosen Zyklus

Der S&P 500-Index hat seit der weltweiten Finanzkrise eine sehr starke Performance gezeigt: In den letzten 10 Jahren erzielte er eine Rendite von fast 14 Prozent pro Jahr. Auch jetzt liegt die jährliche Performance des S&P 500-Index wieder bei Extremwerten um die 14 Prozent. Ein sicheres Zeichen, dass der Aufschwung vorbei ist?

Auf jeden Fall ein Hinweis darauf, wie lang – und stark – der Zyklus bisher war. Während die Unternehmensmargen durch das niedrigere Zinsumfeld und die jüngsten fiskalpolitischen Stimulierungsmaßnahmen gestützt wurden, hat die Verschuldung, insbesondere im US-amerikanischen Small- und Mid-Cap-Universum, ein außergewöhnliches Niveau erreicht.

Diese Kennzahlen lassen deutlich die Alarmglocken läuten zur Nachhaltigkeit der Stärke des US-Aktienmarktes. Die Erosion der Margen in Kombination mit der starken Hebelwirkung könnte zu Rückzahlungsproblemen führen und schlimmstenfalls Zahlungsausfälle und Insolvenzen auslösen. Eine andere Möglichkeit, die Situation in Bezug auf die Verschuldung zu betrachten, ist ein Blick auf die ausstehenden Unternehmensschulden als Prozentsatz des BIP, der ein besorgniserregendes Niveau von über 45 Prozent erreicht hat. Anleger müssen also vorsichtig sein, wenn es um die explodierenden US-Unternehmensschulden geht und Qualitätsunternehmen anvisieren, die sich durch starke Bilanzen auszeichnen.

Investiere in das, was du verstehst

Die Märkte haben vielleicht vergessen, dass es riskant ist, Finanzprodukte oder einzelne Unternehmen in Betracht zu ziehen, ohne einen klaren Blick auf die inneren Werte zu haben und die zugrunde liegenden Mechanismen zu verstehen. Während der Subprime-Krise beispielsweise enthielten viele hypothekenbesicherte Wertpapiere auch Kredite mit eingebetteten Risiken, die Ratings oder Marktwerte nicht erfasst hatten. Die Anleger konzentrierten sich häufig auf die Bewertung, die Ergebnisse und die Gewinn- und Verlustrechnung, anstatt den Gesamtausblick des Unternehmens zu berücksichtigen, einschließlich Rentabilität, Rückzahlungsfähigkeit usw. Es können jedoch Ereignisse eintreten, die zu Dividendenkürzungen führen, was die Anleger dann schmerzhaft an die Hierarchie der Zahlungen erinnert, wenn Probleme auftreten.

Solchen Dividendenkürzungen sind eher selten, da sie ein sehr negatives Signal an die Anleger senden. Sie sind auch nicht immer ein Hinweis auf eine sofortige Insolvenz, signalisieren aber aber häufig die sofortige Notwendigkeit von Bargeld, um Schuldenzahlungen zu leisten. Doch viele Unternehmensanleihen werden in den nächsten fünf Jahren fällig. Und hohe Schuldenberge, die zu einem Zeitpunkt fällig sind, zu dem die Gewinnmargen wahrscheinlich schrumpfen werden, sind ein erhebliches Risiko.

Die Verschuldung der Unternehmen und die Erosion der Gewinne werden die Dividenden aufzehren

Wir bei Unigestion glauben, dass diese Rückzahlungen erhebliche Auswirkungen haben werden. Und die daraus resultierende Erosion der Gewinnmargen wird viele Unternehmen dazu zwingen, ihre Dividendenpolitik zu überprüfen oder sie werden im schlimmsten Fall ihre Anleihen bei Fälligkeit nicht zurückzahlen können, was zu einer Herabstufung ihrer Ratings führt.

Das aktuelle Risiko von Unternehmensausfällen wird häufig an der Ausfallrate für High-Yield-Anleihen gemessen, die mit Verzögerung mit der Unternehmensverschuldung korreliert ist.

Es gibt jedoch eine Reihe von Gründen, warum wir glauben, dass sich die Gefahren nicht nur auf das High-Yield-Universum erstrecken und dass die Anleger entsprechend vorsichtig sein müssen:

  1. Ratings haben ihre Grenzen, wie die Vergangenheit aufgezeigt hat
  2. Es ist wahrscheinlich, dass selbst Investment-Grade-Unternehmen direkt in Zahlungsverzug geraten
  3. Unternehmen mit BBB-Rating, die Gefahr laufen, in den High-Yield-Bereich abzurutschen, haben womöglich Probleme, ihre Verpflichtungen während des nächsten wirtschaftlichen Abschwungs zu erfüllen und ihre Aktienkurse werden leiden, insbesondere wenn ihre Bonität herabgestuft wird

Dieser letzte Punkt ist angesichts der Tatsache, dass der Anteil der mit BBB bewerteten Unternehmen seit der Finanzkrise deutlich gestiegen ist, ein ganz erhebliches Problem.

„Qualität bedeutet, es zu tun, wenn niemand hinschaut“, Henry Ford

Wir glauben, es ist an der Zeit, dass Aktieninvestoren sicherstellen, dass sie in qualitativ hochwertige Aktien investieren, die in schwierigen Märkten Kapitalschutz bieten. Wie wir vor einem Jahr in unserem Artikel A New Volatility Regime erläutert haben, sollte jede defensive Allokation zu einem vernünftigen Hebel erfolgen, aber auch Qualität sollte zu einem vernünftigen Preis kommen. Es ist wichtig zu bedenken, dass das derzeitige Niveau der ausstehenden Unternehmensschulden, stark erhöht ist und sich dementsprechend zu positionieren. Da der US-Markt sehr teuer erscheint, müssen Anleger eher früher als später handeln. Tatsächlich könnte man argumentieren, dass die Bewertungen genauso beängstigend sind wie die Höhe der Unternehmensschulden.

Fazit

Die beeindruckende Rallye des US-Marktes könnte sehr bald zu Ende gehen, ausgelöst durch die unkontrollierbaren Schulden der Unternehmen. Jeder Investor, der über eine mögliche Marktkorrektur besorgt ist, sollte jetzt das Risiko minimieren. Qualitätsunternehmen mit starken Bilanzen und attraktiven Bewertungen könnten die letzten sein, die noch stehen, wenn die Marktkorrektur einsetzt.

 

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Unigestion SA – Geneva Headquarters, 8C Avenue de Champel, PO Box 387, 1211 Geneva 12, Switzerland, Tel: +41 22 704 41 11, www.unigestion.com/de/

Umfrage unter Vertriebspartnern der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) zeigt positive Einschätzung zur Zukunft von Robo-Advisor-Angeboten – knapp 85% gehen davon aus, dass diese zukünftig an Bedeutung gewinnen.

 

Die aktuellen Ergebnisse einer von der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) durchgeführten Umfrage unter 104 Finanzprofis zeigen, dass unter den Vertriebspartnern der B2B-Direktbank von einer zukünftig weiter wachsenden Bedeutung des Robo-Advisor-Geschäfts ausgegangen wird, wie Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase, anmerkt. „Die Ergebnisse der Umfrage belegen, dass das Wachstum der Robo Advisor noch längst nicht an seinem Ende angekommen ist, vielmehr ist von einer zukünftig steigenden Bedeutung auszugehen“, so Geyer weiter.

Knapp 85% der Befragten gehen davon aus, dass die Bedeutung von Robo-Advisor-Angeboten in den nächsten drei Jahren steigen oder sogar stark steigen wird. Deutlich weniger als jeder Zehnte geht von einer sinkenden Relevanz aus. „Die Einschätzung der Finanzprofis deckt sich mit den Ergebnissen unserer kürzlich durchgeführten repräsentativen Befragung von Privatkunden. Auch wenn der Begriff Robo Advisor hier noch vergleichsweise wenig bekannt war, sind die Endkunden doch grundsätzlich offen für entsprechende Angebote. Im Zuge der wachsenden Bekanntheit und Etablierung ist daher auch von einem weiteren Wachstum auszugehen“, bemerkt Geyer. „Für die Vermittler stellt sich dabei die Frage, wie sie zukünftig mit dem Thema Robo Advice umgehen und es gegebenenfalls in ihr Angebot integrieren wollen.“

Mit dem seit 2014 am Markt aktiven eigenen Robo Advisor fintego bietet ebase beispielsweise unterschiedliche Optionen, um ohne großen Aufwand ein etabliertes Produkt anbieten zu können. Zudem besteht die Möglichkeit ein eigenes Angebot im Rahmen einer White-Label-Lösung aufzusetzen, was bereits ein ebase Kunde getan an. „Je nach Ziel und vorhandener Lizenz gibt es eine Reihe unterschiedlicher Optionen, um seinen Kunden Zugang zu einem Robo-Advisor-Angebot zu gewähren. Durch unsere Erfahrung und Möglichkeiten sind wir hier sehr breit aufgestellt, um die unterschiedlichen Bedarfe gut zu bedienen“, ergänzt Geyer.

„Vermittler-Fokus-Umfrage“

Die „Vermittler-Fokus-Umfrage“ ist eine online-basierte Umfrage unter den Vertriebspartnern der B2B-Direktbank ebase, wie beispielsweise IFAs, und spiegelt deren Einschätzung wider.

 

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European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard­Reitzner­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

 

Die Vorfreude steigt. Denn getreu dem Motto „Alle Jahre wieder“ erreicht die Dividendensaison zwischen Kiel und Konstanz auch 2019 im April und Mai ihren alljährlichen Höhepunkt. Die Stimmung der Aktionäre, die aufgrund der zuletzt recht robusten Aktienmärkte ohnehin schon ein erfreuliches Niveau aufweisen sollte, könnte in den kommenden Wochen und Monaten daher zusätzlich beflügelt werden. Schließlich können sich Anleger hierzulande wohl einmal mehr über Rekorddividenden freuen. So werden alleine die 30 Unternehmen aus dem deutschen Leitindex DAX voraussichtlich rund 38 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten – so viel Geld wie noch nie.

Sicherheit in unsicheren Zeiten

Dividendenstarke Aktien sorgen aber nicht nur für ein erfreuliches Rendite-Zubrot, sondern auch für zusätzliche Stabilität im Depot. Zahlreiche Studien zeigen, dass Unternehmen, die ihren Anteilseignern schon seit vielen Jahre eine konstante oder steigende Dividende bieten, eine vergleichsweise geringere Volatilität aufweisen und darüber hinaus auch konjunkturell herausfordernde Zeiten besser meistern. Vor allem in einem von zahlreichen Unsicherheitsfaktoren geprägten Umfeld wie derzeit, können Dividendenwerte also einen wertvollen Beitrag für den langfristigen Vermögensaufbau liefern. Zumal: Ein verlässlicher Dividendenwert kann Anleger auch vor impulsiven und vorschnellen Verkäufen schützen, die er womöglich später bereuen könnte. Schließlich wird sich ein Anleger zweimal überlegen, ob er sich nur wegen zunehmenden Kursschwankungen von seiner Aktie mit einer Dividendenrendite von beispielsweise 3-4 Prozent trennen soll.

Welch enormen Einfluss Dividenden für den langfristigen Anlageerfolg haben, zeigt beispielsweise ein Vergleich des DAX, der in der Regel als Performanceindex (inklusive Wiederanlage der Dividenden) veröffentlicht wird, und der Kursindex-Variante, bei der die Dividenden nicht berücksichtigt werden. So kommt der DAX-Performanceindex in den vergangenen zehn Jahren auf ein Plus von rund 190 Prozent, während der DAX-Kursindex im selben Zeitraum lediglich eine Rendite von etwa 108 Prozent aufweist.

Wo Chancen locken, lauern auch Gefahren

Doch Vorsicht: Laufen die Geschäfte eines Unternehmens schlechter als erwartet, kann die Dividende auch kräftig gekürzt oder schlimmstenfalls sogar komplett gestrichen werden. Alleine auf Basis der voraussichtlichen Dividendenhöhe sollten Anleger daher keine Anlageentscheidung treffen. Zwar schützen auch die folgenden Tipps nicht vor Enttäuschungen, doch reduzieren sie zumindest die Gefahr, auf den „falschen“ Dividendenwert zu setzen.

  1. Die Dividende ist nur ein Parameter, den Anleger bei der Aktienauswahl beachten sollten. Die Qualität des Managements, die langfristige Gewinnentwicklung und die Marktstellung des Unternehmens sind weitere wichtige zu analysierende Einflussfaktoren für den langfristigen Anlageerfolg.
  2. Die Dividende sollte aus dem laufenden Geschäft finanziert werden und nicht aus der Substanz stammen. Im Idealfall sollten bis zu 50 Prozent des Konzerngewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden.
  3. Unternehmen, die in der Vergangenheit eine konstante und steigende Dividende gezahlt haben, werden auch künftig alles daran setzen, um diesen Trend zu bestätigen. Mit sogenannten „Dividenden-Aristokraten“ – also Unternehmen, die über mindestens 25 Jahre die Dividende sukzessive erhöht haben – ist die Chance auf eine zumindest stabile Dividende besonders groß.
  4. Eine hohe Dividendenrendite klingt zwar verlockend, kann aber auch ein Warnzeichen sein – und zwar vor allem dann, wenn sie ausschließlich aufgrund eines Kurseinbruchs in die Höhe geschnellt ist.
  5. Ein Blick über die Landesgrenze hinweg kann sich lohnen, zählen deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich doch nicht gerade zu den spendabelsten Dividendenzahlern.

Wer die Titelauswahl und fortlaufende Beobachtung nicht selbst übernehmen und dies den Profis überlassen möchte, der kann auf globale Dividendenfonds zurückgreifen.

 

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Laureus AG Privat Finanz, Ludwig-Erhard-Allee 15, D-40227 Düsseldorf, Tel: 0211 / 16098­0, www.laureus­ag.de

Marktkommentar von Ludovic Colin, Head of Global Flexible Bonds bei Vontobel Asset Management

 

  • Ein ungeordnetes Ausscheiden Großbritanniens aus der EU wäre der wahrscheinlichste Auslöser für eine Rezession in der Europäischen Union
  • Eine mögliche Einigung zwischen der EU und Großbritannien wird wahrscheinlich nur unter sehr viel Druck erzielt werden können und mit Spannungen an den Märkten einhergehen
  • Die Märkte bewerten die Möglichkeit eines neuen Referendums als wahrscheinlichstes Szenario

In den letzten drei Jahren haben die Bemühungen des Vereinigten Königreichs, die Europäischen Union (EU) zu verlassen, die europäischen Märkte stark belastet. Abgesehen von den anfänglichen Befürchtungen eines Zerfalls des wirtschaftlichen und politischen Blocks ist die Hauptsorge der Investoren die Möglichkeit, dass Großbritannien die Europäische Union ohne vorherige Einigung verlässt, da dies negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben könnte. Unserer Meinung nach wäre ein ungeordneter Ausstieg Großbritanniens der wahrscheinlichste Auslöser für eine Rezession in der EU.

Diese Option, die zunächst als weit weg erschien, ist im Laufe des letzten Monats wahrscheinlicher geworden. Die festgefahrene Situation im britischen Parlament und die Frist bis zum 12. April geben der britischen Regierung nicht viel Handlungsspielraum.

Das bedeutet nicht, dass es keine Möglichkeit gibt, noch eine Einigung zu erzielen. Es wird sich jedoch um eine Entscheidung des britischen Parlaments in letzter Minute unter dem enormen Druck der Öffentlichkeit handeln, die mit erheblichen Spannungen an den Finanzmärkten einhergehen dürfte.

Im Moment sind die möglichen Szenarien die folgenden:

  • Theresa Mays Brexit-Deal wird genehmigt
  • Es findet ein neues Referendum statt
  • Art. 50 des EU-Vertrages wird widerrufen
  • Ein harter Brexit
  • Neuwahlen

In diesem Umfeld besteht die Hauptschwierigkeit für die Märkte darin, diesen Szenarien eine angemessene Wahrscheinlichkeit zuzuordnen. Es gibt keinen verläßlichen Zeitplan und jedes Szenario hätte andere Auswirkungen auf die Finanzmärkte.

Harter Brexit

Ein Brexit ohne Vertrag würde die Volatilität an den Finanzmärkten in die Höhe schießen lassen, da die Ereignisse außer Kontrolle geraten könnten. Die direkten Auswirkungen wären ein möglicher Schock für das britische Pfund sowie eine Stressperiode für den FTSE-Index. Auch der Euro und die europäischen Märkte würden darunter leiden. Die langfristigen Auswirkungen sind schwer vorhersehbar, aber eine Zinssenkung durch die Bank of England, um die Auswirkungen auf die Wirtschaft abzumildern, ist wahrscheinlich.

In diesem Zusammenhang würde die britische Wirtschaft wahrscheinlich automatisch in eine Rezession gestürzt. Wie ernst die Lage tatsächlich wäre, würde weitgehend davon abhängen, in welcher Form Zölle verhängt und angewendet werden. Einige Ökonomen sind der Meinung, dass Großbritannien in den ersten 12 Monaten nach dem Ausscheiden des Landes aus der EU mit Wachstumseinbußen von 1,5 Prozent bis 2 Prozent rechnen müsste. Für die Europäische Union wären die Auswirkungen ebenfalls negativ (-0,5 bis -0,7 Prozent des BIP), aber die Europäer haben mehr Spielraum, um die Auswirkungen eines harten Brexit abzumildern.

Am stärksten betroffene Vermögenswerte

Die britischen Kredit- und Aktienmärkte in Pfund Sterling, würden nach einem vertragslosen Brexit am stärksten leiden. Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen würden die Vermögenswerte der Eurozone hinter dem Rest der Welt zurückbleiben, allerdings nicht im gleichen Ausmaß wie die britischen Vermögenswerte.

Es ist nicht auszuschließen, dass ein vertragsloser Brexit eine Wirkung von systemischer Tragweite auf das gesamte Finanzuniversum haben wird. Wenn das Vereinigte Königreich und sogar die Europäische Union in eine Rezession abrutschen, werden die Kredit- und Aktienmärkte sich gezwungen sehen, das Rezessionsrisiko auch in anderen Regionen neu zu bewerten. Die einzigen sicheren Vermögenswerte wären der US-Dollar, andere sichere Währungen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen, sowie ausgewählte Staatsanleihen aus entwickelten Märkten.

Im Gegenzug wäre ein neues Referendum eine positive Nachricht für die Märkte. Es würde der britischen Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, eine Übergangsvereinbarung zu akzeptieren oder den Brexit ganz abzusagen. Derzeit wird dieses Szenario von den Märkten als eines der wahrscheinlichsten angesehen.

 

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Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Die unabhängige internationale Fondsverwaltungsgesellschaft Comgest mit einem verwalteten Vermögen von 25,7 Mrd. Euro verstärkt ihr globales Aktienteam mit der Ernennung zweier Analysten bzw. Portfolio-Manager: Alexandre Narboni und Richard Mercado.

 

Narboni, der bereits seit über zehn Jahren für Comgest tätig ist, wechselt aus dem Team für US-Aktien, wo er einer der wichtigsten Entscheidungsträger war, zum Team für globale Aktien. Mercado kommt von USS Investment Management (London) und bringt mehr als 18 Jahre Anlageerfahrung in den Spezialgebieten US-Aktien und globale Aktien mit. Die Gruppe hat außerdem Louis Citroën als Analysten gewinnen können, um das Team für US-Aktien nach dem Wechsel von Alexandre Narboni zu verstärken.

Das globale Aktienteam von Comgest verwaltet derzeit ein Vermögen von 3,2 Mrd. Euro nach einer Strategie, deren Erfolgsnachweis bis ins Jahr 1991 zurückreicht. Mit der Verstärkung des Teams scheidet zugleich zum 31. März die Analystin/Portfolio-Managerin Céline Piquemal-Prade aus dem Unternehmen aus, um sich nach 15-jähriger Tätigkeit für Comgest künftig privaten Aufgaben zu widmen. Ihre Aufgaben im Portfolio-Management hat Piquemal-Prade im vergangenen Jahr Schritt für Schritt abgegeben.

Arnaud Cosserat, CEO von Comgest, erklärte: „Das engagierte globale Team von Comgest ist für unser 45-köpfiges Anlageteam von zentraler Bedeutung und unterstützt unseren Fokus auf hochwertige Wachstumsinvestitionen. Ich darf Richard Mercado und Louis Citroën sehr herzlich bei uns begrüßen und freue mich, dass Alexandre Narboni seine Expertise in US-Aktien und seine profunde Kenntnis der Philosophie von Comgest in unser globales Aktienteam einbringen wird. Die Global-Strategie von Comgest ist hervorragend aufgestellt und kann auf eine der längsten Erfolgsbilanzen in unserer Gruppe verweisen. Im Namen des gesamten Unternehmens darf ich Céline Piquemal-Prade für all die Jahre, die sie unserem Unternehmen gewidmet hat, meinen herzlichen Dank aussprechen und wünsche ihr für die Zukunft alles Gute.“

Biografien:

Alexandre Narboni kam 2009 zu Comgest und gehörte dort zunächst dem Team für US-Aktien an, bevor er 2018 ins globale Aktienteam wechselte, wo er heute als Portfolio-Manager und Analyst tätig ist. Narboni ist unter anderem für die Entwicklung und Kontrolle der Flex-Strategien verantwortlich, die ersten Anlagestrategien von Comgest, die zur Absicherung von Volatilität und Kurseinbrüchen auf Hedging-Techniken zurückgreifen. Bevor er zu Comgest kam, arbeitete Narboni in New York, zuerst von 2005 bis 2007 im ABS-Geschäft von Société Générale und danach als Hedgefonds-Kreditanalyst bei HSBC. Nach seinem Universitätsabschluss an der National School of Statistics and Economic Administration (ENSAE) in Paris erwarb er noch einen Master-Abschluss in Finanzmathematik an der Columbia University in New York.

Richard Mercado kam 2019 zu Comgest, wo er als Analyst und Portfolio-Manager im globalen Aktienteam tätig ist. Davor arbeitete Mercado als Portfolio-Manager in London bei USS Investment Management und für F&C Investments als Global Equities Portfolio Manager. Von 2001 bis 2008 war er in Australien bei Capital Partners als Investment Analyst und bei AMP Capital Investors als Anlagestratege beschäftigt. Mercado schloss seine Studien an der University of New South Wales mit einem Bachelor of Science in Mathematik und einem Bachelor of Commerce in Finanzwissenschaften ab. Außerdem ist er Chartered Financial Analyst (CFA®).

Louis Citroën kam 2019 zu Comgest, wo er als Analyst und Portfolio-Manager dem Team für US-Aktien angehört. Nach dem Beginn seiner Karriere 2009 als Unternehmensberater bei Oliver Wyman in Paris arbeitete Citroën ab 2011 als Aktienanalyst für Small Caps bei Financière de l’Echiquier. Er zog 2013 nach London, wo er bei Arete Research fünf Jahre lang als Aktienanalyst für Telekom- und Medientitel tätig war. Citroën verfügt über einen Master-Abschluss in Management von der ESCP Europe Business School und ist Chartered Financial Analyst (CFA®).

Mit Stand von Ende Dezember 2018 verwaltete Comgest ein Vermögen von 25,7 Mrd. Euro, von denen 3,4 Mrd. Euro in globale und US-Aktienprodukte investiert waren. Comgest wird noch in diesem Jahr die Produktpalette globaler Aktien um Anlagevehikel mit US-Domizil erweitern.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Comgest Deutschland GmbH, Sky Office, Kennedydamm 24, D-40476 Düsseldorf, Tel.: +49 21144038721, www.comgest.com

Das Konzept ertragsstarker Mischfonds ist in breiter Beraterschaft fest etabliert

 

Die deutschen Finanz- und Bankberater müssen sich angesichts der stärkeren Marktschwankungen im Spätzyklus vielen Fragen verunsicherter Anleger stellen. „Dieses herausfordernde Umfeld können Berater jedoch auch zum Anlass nehmen, ihren Kunden grundlegene Mechanismen des Kapitalmarktes zu erläutern. Denn Marktschwankungen sind nichts Außergewöhnliches und schon gar kein Grund zur Panik – seit 1980 schlossen die Märkte auch in Jahren mit zweistelligen Rückgängen in 28 von 39 Jahren positiv ab“, betont Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing & PR bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Eine aktuelle Befragung unter Beratern zeigt, dass genau diese Strategie von mehr als zwei Dritteln umgesetzt wird und sie so dazu beitragen, dass Anleger trotz Marktschwankungen investiert bleiben und damit ihre langfristigen Anlageziele erreichen. Rund ein Drittel der Berater empfiehlt den Kunden im aktuellen Umfeld Fonds mit Ertragskomponente, denn die regelmäßigen Ausschüttungen wirken wie ein Puffer gegen die volatilen Märkte. Und jeder vierte befragte Berater stellt das Portfolio seiner Kunden derzeit etwas defensiver auf. Dies zeigt das Income-Beraterbarometer, eine bereits zum dritten Mal von J.P. Morgan Asset Management durchgeführte nicht repräsentative Kurzbefragung von 114 Beratern von Banken, Sparkassen, freien Finanzberatern, unabhängigen Vermögensverwaltern und Versicherungs¬gesellschaften während des „Fonds professionell Kongresses“ Ende Januar. Ziel der Befragung ist, eine Momentaufnahme der Strategien in der späten Zyklusphase, der Ertragserwartungen sowie Bekanntheit und Nutzung von Income-Strategien zu erhalten.

Unterschiedliche Strategien für das spätzyklische Umfeld identifiziert

Um die Portfolios ihrer Kunden für die späte Zyklusphase wetterfest zu machen, haben die Berater unterschiedliche Strategien identifiziert. Mit 53 Prozent sieht jeder zweite Befragte Value-Strategien, also Substanzaktien als Alternative zu Wachstumstiteln, als erfolgversprechend an. Mit 46 Prozent will rund jeder zweite befragte Berater auf flexible Anleihenstrategien setzen. Und genau ein Drittel der Befragten findet Strategien mit regelmäßigen Ausschüttungen in der aktuellen Marktphase sinnvoll. „Zinsen und Dividenden werden ja unabhängig von Marktschwankungen gezahlt – deshalb helfen solche ausschüttungsorientierten Strategien auch, die gefürchteten Marktschwankungen abzupuffern. Außerdem schätzen unserer Erfahrung nach Anleger die Transparenz zu sehen, was ihr Erspartes ‚verdient‘ hat“, erläutert Bradtmöller. Ein weiteres Drittel der Befragten sieht sogenannte Makro-Strategien mit wenig Gleichlauf zu traditionellen Risikoanlagen für die aktuelle Phase als gut geeignet an. Staatsanleihen, die traditionell als sicherer Anlagehafen gelten, wollen dagegen nur rund elf Prozent der Berater ihren Kunden empfehlen – nach mehr als zehn Jahren Niedrigzinsumfeld nicht überraschend.

Sicherheitsfokus der Anleger wieder etwas höher

Die Antworten auf die Frage, welches Ertragsniveau sich ihre Kunden wünschen, zeigt einen leichten Trend in Richtung Sicherheit: Waren im Vorjahr noch 22 Prozent der befragten Berater überzeugt, dass ein Großteil ihrer Kunden sicherheitsorientiert ist und lieber auf Ertrag verzichtet, um möglichst wenigen Schwankungen ausgesetzt zu sein, stieg der Anteil um vier Prozentpunkte auf aktuell 26 Prozent. „Dies ist sicherlich dem turbulenten letzten Quartal des vergangenen Jahres zu verdanken, als viele Märkte deutliche Einbußen zu verschmerzen hatten“, unterstreicht Pia Bradtmöller. Parallel legte die Gruppe derjenigen zu, die langfristig ein Ertragsniveau von vier bis fünf Prozent erreichen möchte und dafür bereit ist, ein gewisses Maß an Schwankungen auszuhalten. Wenn mit einem Prozentpunkt der Zuwachs zugegebenermaßen auch nur klein ausfiel, ist dies mit 61 Prozent jedoch mit Abstand die größte Gruppe. Laut Bradtmöller haben Berater es inzwischen gut geschafft, ihren Kunden zu vermitteln, dass man heute mehr Risiko in Kauf nehmen muss, um auf das gewünschte Ertragsniveau zu kommen. Und da sich an dieser Entwicklung so schnell nichts ändern wird, bleibt es weiterhin an den Beratern, ihren Kunden auch in turbulenten Markphasen den Rücken zu stärken: „Gerade wer einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont hat, braucht die Marktschwankungen nicht zu fürchten, da sich die Marktschwankungen über einen längeren Zeitraum aufheben“, betont Bradtmöller. So geben sogar 13 Prozent an, dass ihre Kunden Volatilität gut aushalten können, dafür aber höhere Erträge von sechs bis sieben Prozent erwirtschaften wollen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 18 Prozent. Der aktuell niedrigere Wert entspricht gleichwohl eher der Selbsteinschätzung der Privatanleger wie beim Income-Barometer 2018, einer repräsentativen Befragung von 2.097 Deutschen. Hier beschrieb sich rund die Hälfte als sehr sicherheitsorientiert, rund ein Drittel als eher sicherheitsorientiert und nur rund jeder Zehnte als risikofreudig. Dabei gaben zwei Drittel der Privatanleger an, mit den aktuellen Sparerträgen sehr unzufrieden zu sein, und ihnen ist durchaus bewusst, dass das Zinsniveau noch weiter niedrig bleibt: „Die Angst vor Marktschwankungen verbunden mit fehlendem Kapitalmarktwissen belegt, dass fundierte Beratung gerade im aktuellen Umfeld von essenzieller Wichtigkeit ist“, erläutert Bradtmöller.

Income als Lösung im breiten Vertrieb etabliert

Eine Strategie, die sich in diesem herausfordernden Umfeld anhaltender Beliebtheit erfreut, sind flexible Multi-Asset-Konzepte mit Ausschüttungskomponente, „Income“ genannt: 83 Prozent der befragten Berater setzen bereits Income-Fonds, die regelmäßig Erträge ausschütten, bei ihren Kunden ein (Vorjahr: 61 Prozent). 50 Prozent der Befragten nutzen explizit den Income-Klassiker JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund, der bereits seit zehn Jahren diese Strategie erfolgreich umsetzt (Vorjahr: 40 Prozent).

Die meisten Berater bevorzugen dabei Fonds mit einer jährlichen oder quartalsweisen Ausschüttung, aber auch die Wiederanlage der erwirtschafteten Erträge ist für einen guten Teil der Befragten eine sinnvolle Strategie. Das belegt, dass die Berater Income-Funds als ebenso geeignet für die Anspar- wie für die Auszahlphase ansehen. Nur wenige Berater (17 Prozent) sehen gar keine Nachfrage nach „Income“.

Als Fazit dieser Kurzbefragung stellt Pia Bradtmöller fest: „Je herausfordernder das Marktumfeld ist, umso wichtiger wird eine fundierte Anlageberatung. Heute liegt der Beratungsfokus in der Regel auf einer langfristig ausgerichteten Portfoliokonstruktion. So werden flexible Mischfonds wie der Global Income Fund als Baustein in einem Kernportfolio allokiert und mit Transparenz von Chancen und Risiken sowie mit realistischen Vorgaben beim Anlagezeitraum vermarktet. Damit werden kurzfristige Marktschwankungen weniger relevant.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel

 

Wie schnell sich das Blatt doch wenden kann: dem allgemeinen Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten aufgrund sich rasant eintrübender Konjunkturaussichten Ende 2018 folgte im Januar und Februar eine kräftige Erholung. Erstaunlich dabei war, dass die realwirtschaftlichen Perspektiven sich sukzessive weiter eintrübten und auch die anderen Belastungsfaktoren – vor allem der Brexit und der Handelskonflikt – nach wie vor nicht gelöst waren.

Aktien hui, Zinsen pfui

Hinzu kam, dass von dem an den Aktienmärkten versprühten Optimismus auf der Zinsseite nichts zu spüren war. Im Gegenteil fielen die Renditen für deutsche Staatsanleihen von knapp 0,25 Prozent p.a. zum Jahreswechsel kontinuierlich in Richtung 0 Prozent. Es schien, als würde hier sogar eine drohende Rezession eingepreist

Was macht den Unterschied?

Vor allem der Schwenk der geldpolitischen Ausrichtung der US-Notenbank Fed hatte den Aktienbörsen seit dem Jahresanfang eine kaum erwartete Kursrallye beschert. Angesichts der auch in den USA immer offensichtlicheren wirtschaftlichen Abschwächung rückten die US-Notenbanker in den letzten Monaten von der noch bis Herbst 2018 verbreiteten Erwartung dreier weiterer Zinsschritte in 2019 ab. Damit stieg die Chance auf eine schnelle Stabilisierung der US-Ökonomie. Außerdem standen günstigere Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und eine künftig zunehmende relative Attraktivität der Aktienanlage in Aussicht.

Zentralbanken wandern mit ihrer Argumentation jedoch oft auf einem schmalen Grat. So kann man eine geldpolitische Lockerung wie beschrieben positiv bewerten. Die andere Seite ist aber, dass die Notenbank dadurch auch eine größere Sorge vor einer deutlicheren wirtschaftlichen Abkühlung ausdrückt. In diesem Fall wären die Aussichten für Aktien nicht mehr so rosig. Die Stimmungslage der Anleger kann sich dabei je nach Interpretation sehr schnell ändern, so geschehen Mitte März.

Die Fed kündigte nach ihrer turnusmäßigen Sitzung an, in diesem Jahr voraussichtlich keine einzige weitere Leitzinserhöhung vorzunehmen und den Abbau der aufgeblähten Notenbank-Bilanz im September zu beenden. Die Börsen reagieren zunächst noch verhalten.

Industriedynamik schwächt sich ab, Konsum stabil

Den (Kurs-) Stein ins Rollen brachten dann jedoch schlechter als erwartet ausgefallene vorläufige Daten zu den Einkaufsmanagerindizes in den USA, Frankreich, Deutschland und für die Eurozone. Vor allem in Deutschland stürzten die Aussichten für das Verarbeitende Gewerbe förmlich ab. Erwartet wurde ein ohnehin unter der Expansionsschwelle von 50 liegender Wert von 48. Vermeldet wurden jedoch lediglich 44,7 Punkte. Die Produktion der deutschen Volkswirtschaft wird somit in den kommenden Wochen voraussichtlich noch einmal deutlich zurückgehen. Die wirtschaftliche Abschwächung manifestiert sich.

Das gleiche Bild zeigte dann die jüngste Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland. Der Gesamtindex zog zwar unerwartet leicht an. Im Verarbeitenden Gewerbe allerdings gaben sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch der Erwartungen erneut nach. Getragen wurde der Ifo hingegen von einer stabilen Entwicklung im Handel und bei den Dienstleistungen sowie einer deutlichen Erholung im Baugewerbe. Der Konsum hält das Wachstum derzeit noch im positiven Bereich.

Auch in der gesamten Eurozone und in Frankreich liegen die Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes mittlerweile unterhalb von 50 Punkten. Die bisher noch sehr stabilen Dienstleistungsindizes gaben zumindest leicht nach und signalisierten damit, dass sich der Konsum in seiner Funktion als Konjunkturstütze ebenfalls abschwächen könnte.

In den USA befinden sich die Werte für beide Segmente zwar noch oberhalb der 50`er-Marke, gleichwohl lagen auch diese unter den Erwartungen. Die seit dem Zinsentscheid skeptischen Börsianer erhielten prompt den Beleg für ihre Befürchtung einer stärkeren Wachstumsabkühlung.

Aktienanleger werden vorsichtig

Sowohl in den USA als auch in Europa reagierten viele Anleger zunächst mit Gewinnmitnahmen. Der deutsche Leitindex DAX und der US-Index S&P 500 schlossen am 22. März auf Tagestiefstständen mit einem Minus von 1,6 bzw. 1,9 Prozent. In den folgenden Tagen gelang nur eine Stabilisierung, aber noch keine Gegenbewegung. Gefragt waren hingegen sichere Häfen. Gekauft wurden Gold, US-Dollar sowie deutsche und US-Staatsanleihen. Die Kurse von Bundesanleihen stiegen dadurch so stark, dass die Renditen noch weiter in den negativen Bereich rutschten. Die deutsche Finanzagentur konnte in der letzten Märzwoche eine neue Bundesanleihe mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Rendite von -0,5 Prozent p.a. emittieren – das gab es zuletzt Mitte 2016. Der Bund verdient Geld, indem er Kredit aufnimmt…

Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen fiel unter das Niveau der Zinsen mit einem Monat Restlaufzeit. Damit ergab sich erstmals seit 2007 eine inverse Zinsstruktur, ein weiterer Indikator für eine möglicherweise deutlichere konjunkturelle Abschwächung.

Die weiteren Aussichten bleiben getrübt

Diese Entwicklungen werden in der kommenden Woche mit Sicherheit nachwirken. Kurzfristig ist kaum mit deutlichen Kursgewinnen an den Aktienbörsen zu rechnen. Vielmehr werden die Marktteilnehmer zunächst die kommenden Konjunkturdaten abwarten. In Europa wird zudem der weiterhin offene Brexit-Prozess die Stimmung belasten. Einzig positive Nachrichten von Seiten des Handelskonfliktes könnten für eine Stimmungsaufhellung sorgen, jedoch werden auch hier konkrete Ergebnisse noch etwas auf sich warten lassen. Vorerst bleiben es gute Zeiten für sichere Häfen.

 

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DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Elektromobilität und Autonomes Fahren sind zwei Megatrends, für die ein starkes Wachstum prognostiziert wird und die die heutige Welt maßgeblich verändern werden.

 

Ein entscheidender Aspekt, der auf die Relevanz der Technologie hinweist, ist das erwartete Wachstum im Bereich der Elektromobilität bis 20301. Erschwinglichkeit, Modellvielfalt und eine wachsende Ladeinfrastruktur ermöglichen die Massenmarktfähigkeit elektrisch angetriebener Autos, Busse und Lastwagen. Bis 2030 wird weltweit ein Anstieg auf 220 Millionen Elektrofahrzeuge erwartet. Im Vergleich dazu liegt der aktuelle globale Wert bei knapp über drei Millionen. Eng verknüpft mit der Elektromobilität ist der Trend zu Autonomen Fahrzeugen. Hier wird erwartet, dass diese durch die zunehmende Erschwinglichkeit und Modellvielfalt deutliche Marktanteile gewinnen.

Während heutzutage nur ein bis zwei Prozent der verkauften Autos über eine grundlegende Automatisierung (sogenannte Stufe 2) verfügen, wird bis Mitte der 2020er Jahre die Vollautomatisierung (entspricht Stufe 4) erwartet. Die beiden wichtigen Entwicklungen im Mobilitäts- und Transportsektor laufen parallel und unterstützen sich gegenseitig.

Bereits heute von den Megatrends profitieren

Bis elektrisch angetriebene, autonom lenkende Fahrzeuge flächendeckend eingesetzt werden können, wird es also noch einige Zeit dauern. Doch dies bedeutet, dass für die dahinterstehende Technologie hohe Wachstumsraten erwartet werden. Anleger sollten sich rechtzeitig mit diesem Trend befassen, um an den Chancen zu partizipieren. Durch eine vorrausschauende Komponente ermöglichen es innovative thematische Indizes, bereits heute in die Wachstumstrends der Zukunft zu investieren. Bei der Zusammensetzung der Indizes stehen Unternehmen im Fokus, die bei den Zukunftsthemen führend sind und so sehr wahrscheinlich von langfristigen Trends profitieren werden. Beispiele sind Firmen, die elektrische Batterien entwickeln und produzieren, sowie Technologien, um deren Akkukapazität und Lebensdauer zu erhöhen.

Die Verfügbarkeit dieser Batterien ist eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der E-Mobilität. Unternehmen, die aktiv an der Gestaltung der Mobilität der Zukunft beteiligt sind und auf die Wachstumstrends der Zukunft setzen, werden in entsprechende Indizes miteinbezogen. Die von der DWS neu aufgelegten Thematischen ETFs bieten einen einfachen Zugang zu diesen Sub-Industrien, die für das Wachstum von Elektromobilität und Autonomen Fahren entscheidend sind.

 

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Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Union Investment bietet ab dem 1. April 2019 den global investierenden Multi-Asset-Fonds „UniAnlageMix: Konservativ“ an, der hauptsächlich die Chancen der internationalen Anleihemärkte nutzt.

 

Aktien, Aktienfonds, indirekte Investments in Rohstoffe sowie Absolute-Return-Konzepte können beigemischt werden. Mit seiner konservativen Portfoliozusammensetzung richtet sich der Fonds an Anleger, die im aktuellen Umfeld niedriger Zinsen eine etwas rentierlichere und gleichzeitig wertstabile Geldanlage suchen.

Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld lohnt sich Sparen in traditionellen Anlageformen nicht mehr. Dennoch halten viele Menschen daran fest, weil sie großen Wert auf Sicherheit legen. „Um Anlegern eine Alternative zur Verfügung zu stellen und ihnen den Einstieg in rentierliche Sparformen zu erleichtern, hat Union Investment die bestehende Palette an Multi-Asset-Fonds um ein konservativ ausgerichtetes Produkt ergänzt“, sagt Portfoliomanager Daniel Konermann.

Der Anlageschwerpunkt des „UniAnlageMix: Konservativ“ liegt mit etwa 70 Prozent auf internationalen Anleihen mit guter Bonität. Die kurze Zinsbindungsdauer des Rentenanteils sorgt dabei für eine vergleichsweise hohe Stabilität im Falle von Zinserhöhungen. Zur Steigerung der Ertragschancen besteht die Möglichkeit, Aktien ins Portfolio aufzunehmen. Bei Auflage des Fonds ist die Aktienquote auf 20 Prozent beschränkt und setzt sich anfänglich überwiegend aus dividendenstarken Titeln zusammen, die in der Regel geringere Kursschwankungen aufweisen. „Die Beimischung von hochverzinslichen Unternehmensanleihen, Schwellenländer- sowie Fremdwährungsanlagen und Absolute-Return-Konzepten erhöht die Renditechancen zusätzlich und führt insgesamt zu einem besseren Chance-Risiko-Verhältnis“, so Konermann. Edelmetalle, wie zum Beispiel Gold, können ebenfalls in kleinem Umfang erworben werden. Sie dienen zur weiteren Diversifizierung und können zur Stabilisierung der Erträge beitragen.

Der „UniAnlageMix: Konservativ“ eignet sich für risikoscheue Anleger, die von den Ertragschancen der internationalen Renten- und Aktienmärkte profitieren möchten. Ihr Anlagehorizont sollte drei Jahre oder länger betragen.

 

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Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

Im Januar 2019 erweitert die VTB Direktbank, eine Zweigniederlassung der VTB Bank Europe (SE), ihre Produktpalette mit VTB Invest um eine digitale Lösung für die Vermögensverwaltung.

 

Diese ermöglicht Kunden, die an einer Ertragsverbesserung ihrer Spareinlagen interessiert sind, einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu einem professionellen Portfoliomanagement und einen langfristigen Kapitalaufbau.

Im Rahmen einer Online-Registrierung bietet VTB Invest den Kunden anhand ihrer individuellen Präferenzen ein Portfolio aus börsengehandelten Fonds (ETFs) an. Fondsanteile können bequem online erworben werden. Die Legitimierung erfolgt über das moderne Video-Ident-Verfahren von VTB Invest, so dass der Kunde nicht einmal das Haus verlassen muss.

Das Produkt vereint auf gelungene Weise eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen, attraktive Rendite-Risiko-Profile und niedrige Eintrittsbarrieren. Es steht ab einer monatlichen Einzahlung von 50 EUR oder einer Einmalanlage von 500 EUR zur Verfügung. Je nach Anlagevolumen liegen die jährlichen Gebühren zwischen 1 % und 1,2 %. Kunden können jederzeit weitere Einzahlungen leisten, gemäß den Vertragsbedingungen Beträge abheben oder das Konto schließen.

Patrick Lehnert, Prokurist bei der VTB Bank (Europe) SE und verantwortlich für die digitale Lösung VTB Invest, erklärt dazu: “In Niedrigzinsphasen suchen viele Anleger nach Produkten, die ihnen höhere Renditechancen bieten. Viele scheuen sich jedoch vor komplexen Produkten, hohen Verwaltungsgebühren und Fondskosten sowie dem schwer einzuschätzenden Anlagerisiko. Hinter VTB Invest steckt die Idee, unseren Kunden möglichst leicht Zugang zu den Kapitalmärkten zu verschaffen. Die Verwaltungsgebühren und Fondskosten für VTB Invest sollen möglichst gering gehalten werden. Gleichzeitig sollen die Kunden auf einfache und verständliche Weise ein ETF-Portfolio entsprechend ihrer Risikobereitschaft auswählen können und beim langfristigen Kapitalaufbau unterstützt werden.”

VTB Invest ergänzt das Produktportfolio der VTB Direktbank, zu dem bereits einfache Anlageprodukte wie Fest- und Tagesgeldanlagen zählen.

 

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VTB Bank (Europe) SE, Zweigniederlassung Frankfurt am Main, VTB Direktbank, Tel: +49 (69) 943 40 94 2021, www.vtbdirektbank.de

87 Prozent der Bundesbürger fordern ein staatliches Gütesiegel für nachhaltige Geldanlagen.

 

Sie wollen erkennen, welche Wertpapiere den Kriterien einer ökologischen, sozialen und ethischen Unternehmensführung genügen. Denn inzwischen legt rund jeder zweite Deutsche Wert auf Nachhaltigkeit in der Geldanlage und wäre dafür sogar bereit, auf Rendite zu verzichten. Dies zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Studie, für die die Unternehmensberatung Cofinpro mehr als 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt hat.

Sicherheit oder Rendite alleine als Kriterien bei der Auswahl von Vermögensanlagen sind den Befragten nicht mehr genug. Sie wollen ihr Geld auch mit gutem Gewissen anlegen. Doch dazu sehen sich neun von zehn Befragten nicht ausreichend in der Lage. “Unsere Studie belegt den ganz klaren Wunsch der Bundesbürger nach mehr Orientierung in dieser zunehmend beliebten Anlageform”, sagt Melanie Konrad, Wertpapierexpertin bei der auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung Cofinpro. “Ein großes Problem sind vor allem fehlende einheitliche Standards für nachhaltige Anlagen.”

Hier will die Europäische Kommission schnell Abhilfe schaffen. Geplant ist ein ganzes Paket an Maßnahmen, die in Ergänzung zur EU-Anlegerschutzrichtlinie MiFID II und den bereits bestehenden Leitlinien zur Geeignetheit von Vermögensanlagen verabschiedet werden sollen. Sie reichen von einem Klassifikationssystem für nachhaltige wirtschaftliche Aktivitäten über Informationspflichten in der Beratung bis hin zur Etablierung von Benchmarks. Konkrete Entwürfe werden in den nächsten Monaten erwartet, die Umsetzung soll ab Mitte 2020 erfolgen.

Nachhaltige Anlagen sind in der Beratung kaum ein Thema

Die Anleger indes wissen zumindest, wo sie keinesfalls investieren möchten. Laut Studie schließen 59 Prozent aus, ihr Kapital in korrupten Ländern und Unternehmen anzulegen. Auch mit Tierversuchen (57 Prozent), Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen (57 Prozent) oder Pornographie (52 Prozent) wollen die Bundesbürger nichts zu tun haben. Damit räumen sie sozialen Aspekten und einer guten Unternehmensführung sogar Vorrang gegenüber Umwelt- und Klimathemen ein. Lediglich 15 Prozent der Befragten würden beispielsweise von einem Investment in Erdöl, Kohle oder Erdgas absehen.

In Gesprächen mit den Banken spielen all diese Aspekte jedoch bislang kaum eine Rolle. 85 Prozent der Befragten können sich nicht daran erinnern, schon mal mit ihrem Berater über eine nachhaltige Geldanlage gesprochen zu haben. “Dabei birgt das Thema ein enormes Potenzial für die Banken. Die Institute sollten proaktiv handeln und nicht warten, bis der Regulierer sie mit neuen Auflagen dazu zwingt”, so Cofinpro-Expertin Melanie Konrad. “Je eher sich die Branche auf einheitliche Kriterien verständigt, wie es beispielsweise bei der Erarbeitung der Zielmarktkriterien im Rahmen der MiFID II-Umsetzung der Fall war, umso schneller profitieren Anleger von der besseren Erkennbarkeit und einer breiteren Auswahl an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten.”

 

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Cofinpro AG, Untermainkai 27-28, 60329 Frankfurt am Main, Tel +49 (0) 69 – 299 20 87 60, Fax +49 (0) 69 – 299 20 87 61, www.cofinpro.de

Kommentar von Thomas Wüst, Geschäftsführender Gesellschafter valorvest Vermögensverwaltung

 

In der Politik wird die Framing-Diskussion längst geführt. An den Finanzmärkten findet diese Diskussion aber noch nicht statt, obwohl sich Anleger in der täglichen Berichterstattung über das Börsengeschehen auch damit konfrontiert sehen – ob bewusst oder unbewusst. Was bewirken sprachliche Frames an der Börse und welche emotionalen Fallen stellen sie für Anleger dar? Ein Versuch der Sensibilisierung.

Wenn eine Ratingagentur eine Anleihe aus dem „Investment Grade Rating“ in den „Non Investment Grade“-Bereich abstuft, dann wird aus einer vormals investierbaren Anleihe plötzlich ein Schrottpapier von einem Unternehmen, das nur noch über eine Bonität verfügt, die im Ramsch-Status angesiedelt ist. Begriffe wir Ramschpapier oder Schrottanleihe finden sich dann in der täglichen Börsenberichterstattung unwidersprochen genauso wieder wie das englische Pendant eines Junk-Bonds. Jeder Anleger kann sich selbst fragen, welchen Deutungsrahmen er mit Begriffen wie „Schrott“, „Ramsch“ oder „Junk“ verbindet. Die Frage, die sich ein Anleger hier stellen sollte ist, ob diese undifferenzierte Einordnung für jede Anleihe eines Unternehmens, das möglicherweise tausende Mitarbeiter beschäftigt und nur wegen einer Änderung der Finanzierungs- oder Eigentümerstruktur in den Non-Investment-Grade-Bereich abgestuft wurde, passt? Das Urteil, das man aber automatisch mit einer solchen Einordnung verbindet, ist zunächst jedoch vernichtend. Den Anleger kostet es regelrecht Überwindung, sich gegen diesen Frame zu stellen, um sich mit den Hintergründen der Ratingherabstufung zu beschäftigen, was sich aber durchaus lohnt. Denn oftmals bieten gerade Anleihen, die sich in dem Grenzbereich zwischen Investment Grade- und Non-Investment-Grade-Bereich aufhalten, attraktive Renditechancen.

Das Börsenunwort des Jahres 2016, welches die Börse Düsseldorf jährlich kürt, findet sich noch heute regelmäßig in Börsenberichten: der „Anlagenotstand“. Ein Notstand ist dabei jedoch das, was man derzeit in Mosambik nach der verheerenden Naturkatastrophe durch den Wirbelsturm Idai auf besonders tragische und verheerende Weise mit Toten, zerstörten Gebäuden und vernichteter Infrastruktur vor Augen geführt bekommt. Ein „Anlagenotstand“ suggeriert somit eine Krise, die es in diesem Ausmaß an den Finanzmärkten de facto nie geben kann. Die Verwendung dieses Begriffs beinhaltet somit die Gefahr, dass Anleger denken, sie müssten nun etwas Besonderes tun, um sich vor einer Krise zu schützen. Und genau in dem Besonderen lauern wiederum Gefahren für den Anleger, die eben auch beispielsweise in der Flucht in „Betongold“ münden können, was dann wiederum zu neuen Risiken führen kann – vor denen sich ein Anleger eigentlich schützen wollte. Insofern verführen Begriffe wie „Anlagenotstand“ und „Betongold“ zu Handlungen, die vielmehr auf einer Angst vor einer Krise basieren und wenig mit einer individuell-ausgerichteten Anlagestrategie zu tun haben.

Und als letztes Beispiel für „Financial Framing“ sei der dreifache „Hexensabbat“ oder „triple witching day“ an den Terminbörsen erwähnt. Wenn am großen Verfalltermin an der Eurex die Optionen und Futures auf Aktien und Anleihen fällig werden, dann wird regelmäßig darüber berichtet, dass an der Börse die Hexen getanzt haben. Börse und Termingeschäfte sind aber keine Hexerei. Dass der Begriff „Sabbat“ seinen Ursprung im Hebräischen hat, ist hierbei wohl eher Zufall, wird doch die Floskel „jetzt ist Sabbat“ bei uns gleichbedeutend mit „jetzt ist Schluss“ oder „jetzt ist Wochenende“ eingesetzt. Wenn man jedoch Hexensabbat hört, dann wird bei mir der Frame von Zauberei und auch der Zockerei aktiviert, spielt doch ein Zauberer mittels Tricks mit seinem Publikum. Und gerade in Verbindung mit einer Terminbörse, deren ursprünglicher Sinne Absicherungsgeschäfte für Unternehmen darstellt, bewirkt die Verwendung des Begriffs „Hexensabbat“ eine Mystifizierung, die Anleger zu einem pauschalen Urteil über Termingeschäfte als Zockerei verführt.

Differenzierung ist angesagt. Begriffe, wie Ramschanleihen, Anlagenotstand, Betongold oder Hexensabbat, verführen Anleger zu einer pauschalen Einordnung, die der Sache nicht gerecht wird. Anleger tun gut daran, darauf zu achten, welche Deutungsmuster durch die Verwendung solcher Begriffe im Gehirn geweckt werden. Wenn daraus folgt, dass wir alle sensibler werden, was Sprachbilder bewirken und wie sie unser Denken bestimmen, dann hat eine sprachliche Aufrüstung in allen Lebensbereichen weniger negative Folgen – für Ihr Wertpapierdepot genauso wie für und unsere Gesellschaft insgesamt.

 

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Valorvest Vermögensverwaltung, Holderäckerstraße 4, 70499 Stuttgart, Tel: 0711/8605372, Fax: 0711/8605379, www.valorvest.de