Kommentar von Dr. Nathan Sheets, Chief Economist and Head of Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Inxome, über die weiter eskalierenden Handelsbeziehungen zwischen China und den USA:

 

Bezüglich des Handelsdisputs zwischen den Vereinigten Staaten und China, ist es wichtig, die jüngsten Entwicklungen genau zu analysieren und mit dem eigenen aktuellen Kenntnisstand abzugleichen:

–              Noch dauert es einige Wochen, bis die neuen Zölle bindend sind, da die derzeit beförderten Güter nicht einbezogen wurden. Dieses Zeitfenster bietet die Möglichkeit für einen Deal – sofern beide Parteien daran interessiert sind.

–              Gestern gab China seine Reaktion auf die jüngsten Zollerhöhungen durch die Vereinigten Staaten bekannt. Zwar prüfen wir noch die Details, unser erster Eindruck ist jedoch, dass diese als „moderat“ einzustufen sind. Zwar ist der Umfang Chinas nicht mit dem der Vereinigten Staaten zu vergleichen, wir erachten diesen dennoch als sinnvoll und beachtlich. Die Schlüsselfrage ist weiterhin offen; wie wird US-Präsident Trump reagieren? Bevor China entsprechende Gegenmaßnahmen angekündigte, deutete einer seiner vielen Tweets weitere Vergeltungsmaßnahmen an. Zumindest könnten seine Drohungen eskalierend wirken, wie beispielsweise ein Erheben von Zöllen auf die restlichen 300 Milliarden US-Dollar. Die zurückhaltende Reaktion Chinas sollte den USA jedoch etwas Zeit einräumen, um den nächsten Schritt zu beurteilen. Man darf sich jedoch momentan durchaus die Frage stellen, ob die chinesischen Behörden, in Anbetracht der besseren Wirtschaftslage, derzeit überhaupt motiviert sind, einen Deal zu erreichen.

–              Importzölle auf die verbleibenden 300 Milliarden US-Dollar aus China zu erheben, könnte für Trump aus politischer Perspektive kostspieliger sein. Diese Zölle würden vor allem auf Mobiltelefone, Laptops und Spielzeug erhoben werden – Waren, die den Verbraucher unmittelbar treffen und somit überall spübar sind. Was jedoch nicht bedeutet, dass der US-Präsident deshalb davon ablassen würde. Es wäre jedoch deutlich kostspieliger und umstrittener im eigenen Land, was dazu führen könnte, dass es ist schwieriger ist, diese auf lange Sicht aufrecht zu erhalten. Die negativen Auswirkungen auf China dürften dennoch größer sein als die inländischen – und „hart gegen China“ zu sein, könnte im Vorfeld der Wahlen im Jahr 2020, eine favorisierte Botschaft sein.

–              Insgesamt wird  binnen der kommenden Wochen ein Deal zwischen den Vereinigten Staaten und China erwartet. Bei einem weiteren verschlechtern der Marktstimmung, erwarten wir für die kommenden Wochen eine erhöhte Volatilität sowie weitere Rückgänge an den Märkten. Darüber hinaus dürften die verschärften Handelsbeziehungen den Renminbi weiter drücken. Ohne eine Intervention der Behörden, könnte dies zu weiteren Spannungen im Handelsstreit führen. Wir vertreten weiterhin die Meinung, dass US-Präsident Trump einen nachhaltigen, starken Rückgang der Aktienmärkte vermeiden will. Zwar mag Trump Zölle, aber er liebt jedoch auch einen steigenden Aktienmarkt.

–              Sofern der momentane Zollsatz (25 Prozent auf 250 Milliarden US-Dollar aus China sowie die früheren Stahl- und Aluminiumzölle) beibehalten wird, China substanziell zurückschlägt, und mit Blick auf die makroökonomischen Effekte, erwarten wir derzeit in diesem Jahr einen Rückgang des US-BIP von 0,33 Prozent bis 0,4 Prozent. Andere Schätzungen sind wesentlich höher. Angesichts der stärkeren Abhängigkeit Chinas vom Handel werden die Auswirkungen auf das chinesische BIP nach unserer Ansicht etwa doppelt so hoch sein. Ein Anheben der Importzölle von 10 Prozent auf 25 Prozent, auf auf die 200 Milliarden US-Dollar, dürfte die Kerninflation in diesem Jahr um etwas weniger als 10 Basispunkte erhöhen. Wenn die Importzölle auf die restlichen 300 Milliarden US-Dollar ebenfalls auf 25 Prozent angehoben werden, könnte dies zu weiteren 20+ Basispunkten führen. Diese Schätzungen beinhalten jedoch nicht die Auswirkungen einer weiteren Eskalation des Handelsdisputs auf den Markt.

–              Grundlegend stimmen wir mit Chinas Vizepremier Liu He überein; die im Handelsabkommen dargelegten Ziele für den Kauf von US-Gütern durch China, sollten die tatsächliche Nachfrage des Landes widerspiegeln (für weitere Einzelheiten siehe “Auswirkungen eines Handels zwischen den USA und China: Wer gewinnt? Wer verliert?”).

Wie sehen wir die Dinge?

Nach unserer Einschätzung wollen beide Seiten trotz der jüngsten Eskalation eine Einigung erzielen. China will wahrscheinlich vermeiden, weitere wirtschaftliche Anreize anstoßen zu müssen, und damit verbunden, ein weiters Anhäufen von Schulden und Fremdkapital. Zeitgleich will Präsident Trump eine starke Wirtschaft und einen steigenden Aktienmarkt, um seine Wiederwahl im Jahr 2020 zu unterstützen (er hat überzeugend gezeigt, dass er mit Härte gegen China vorgeht). Es wird jedoch zunehmend schwieriger, von der derzeitigen Pattsituation zu einer konstruktiven Verhandlung zurückzukehren. Eine Möglichkeit den Stillstand zu durchbrechen ist, eine Art persönliche Intervention zwischen Präsident Trump und Präsident Xi. Selbst ein versönliches Telefonat zwischen, würde den Verhandlungen wahrscheinlich den nötigen Raum geben, um wieder auf Kurs zu kommen. Daher erwarten wir, dass die beiden Seiten in den nächsten sechs Wochen eine Vereinbarung treffen – das G20-Treffen Ende Juni in Japan sollte eine gute Gelegenheit dafür sein. Dennoch weisen die Risiken derzeit eindeutig auf längere und umstrittenere Ergebnisse hin.

 

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NN IP – Marktkommentar

 

Das Gewinn-Momentum, das die Bandbreite an Gewinnrevisionen auf Basis von Analystenprognosen misst, hat sich auf einer Skala von +/-1 von seinem Tiefstand von -0,4 im Januar auf ein aktuelles Niveau von 0,1 im Mai erholt. Das Momentum befand sich zuletzt seit September 2018 in negativem Terrain.

Nach Ansicht von NN Investment Partners (NN IP) haben sich die Markttreiber in den vergangenen Wochen verschoben: von nachlassenden Rezessionsrisiken und dem Wechsel zu einer gemäßigteren Zentralbankpolitik im ersten Quartal 2019 aktuell hin zu Anzeichen für eine wirtschaftliche Belebung, die Erwartungen an eine Erholung der Aktienmärkte im zweiten Halbjahr 2019 schüren.

Patrick Moonen, Leitender Stratege des Multi-Asset-Teams von NN Investment Partners:

„Die Kombination aus Wachstumsbelebung, einer niedrigen Inflation und einer lockeren Geldpolitik hat ein Umfeld erzeugt, das an ein Mini-Goldlöckchen-Umfeld erinnert. Das bedeutet natürlich auch, dass es für die Aktienmärkte schwieriger wird, ihren Anstieg darüber hinaus weiter fortzusetzen. Die aktuell erkennbaren positiven Entwicklungen müssen sich allerdings verstärken, damit die erwartete Erholung der Märkte im zweiten Halbjahr tatsächlich stattfindet. Und obwohl das Umfeld einerseits einem kleinen Goldlöckchen-Szenario ähnelt, befinden sich doch einige dunkle Wolken am Horizont. Die Wachstumsraten und damit der Ausblick für die Aktienmärkte werden stark von den politischen Entscheidungen und Ankündigungen abhängen, die in den kommenden Wochen und Monaten über den Brexit und den globalen Handel getroffen werden. Was Letzteres betrifft, sind die jüngsten Entwicklungen der Risikobereitschaft der Anleger nicht gerade zuträglich und können einen vorsichtigen Ansatz rechtfertigen.“

 

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Marktkommentar von Guy Wagner BLI – Banque de Luxembourg Investments

 

Nach mehreren Monaten langsameren Wachstums der Weltwirtschaft ist das BIP-Wachstum in den USA und in Europa im ersten Vierteljahr höher ausgefallen als erwartet. Ob die konjunkturelle Verbesserung von Dauer sein wird, ist allerdings fraglich, so die Schlussfolgerung von Guy Wagner, Chefanlagestratege von BLI – Banque de Luxembourg Investments, und seinem Team in der jüngsten Ausgabe ihrer monatlichen „Investment-Highlights‘.

Nach mehreren Monaten langsameren Wachstums der Weltwirtschaft zeigen sich nun die ersten Anzeichen einer Stabilisierung. In den USA fiel das BIP-Wachstum im ersten Vierteljahr deutlich höher aus als erwartet: es lag gegenüber dem vierten Quartal 2018 bei 3,2 Prozent annualisiert. „Dennoch ist diese angenehme Überraschung im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die öffentlichen Ausgaben erhöht, Lagerbestände angehäuft und die Einfuhren verringert wurden. Der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen hingegen trugen kaum zum Wachstum bei“, sagt Guy Wagner, Chefanlagestratege und Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft BLI – Banque de Luxembourg Investments. „Auch das BIP-Wachstum der Eurozone im ersten Quartal fiel erfreulich aus. Die Zuwachsrate lag bei plus 0,4 Prozent im gleitenden Quartalsdurchschnitt, verglichen mit plus 0,2 Prozent im letzten Jahresviertel 2018. Die anhaltende Schwäche in der Fertigungsbranche konnte von der Widerstandskraft des Binnenkonsums teilweise kompensiert werden. Ob die Stabilisierung von Dauer sein wird, ist allerdings fraglich.“

Zentralbanken: Leitzinsen bleiben unverändert

Wie erwartet beließ der Offenmarktausschuss der Federal Reserve die US-Leitzinsen bei seiner Sitzung Ende April/Anfang Mai unverändert. Nach einer restriktiven Haltung 2018 und einer Kehrtwende bei der Sitzung im März fiel die Wortwahl von Fed-Präsident Jerome Powell dieses Mal eher neutral aus. Er zeigte sich zufrieden mit dem Wirtschaftswachstum, der Inflation und dem Zinsniveau. Die Europäische Zentralbank nannte bei ihrer jüngsten Sitzung im April keine neuen Elemente. „Die EZB behielt die sehr expansive Ausrichtung ihrer Geldpolitik bei und dürfte die Bedingungen für längerfristige Refinanzierungsgeschäfte im Juni mitteilen.“

Rentenmärkte stabil, Staatsanleihen bleiben unattraktiv

Die Rentenmärkte waren im April äußerst stabil. In der Eurozone bewegten sich die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen in Deutschland, Italien und Spanien kaum. „Staatsanleihen bleiben eine recht unattraktive Anlageklasse“, meint der luxemburgische Ökonom.

Aktienmärkte erzielen weitere Wertzuwächse

Nach ihrem kräftigen Anstieg im ersten Jahresviertel erzielten die Aktienmärkte im April weitere Wertzuwächse. Der MSCI All Country World Index Net Total Return in Euro stieg um 3,6 Prozent und brachte damit die Performance seit Jahresbeginn auf ganze 18,3 Prozent. Auch der US-amerikanische S&P 500, der europäische Stoxx 600 der japanische Topix sowie der MSCI Emerging Markets stiegen im Berichtsmonat. „Aufgeschlüsselt nach Sektoren lagen Technologietitel seit Jahresanfang an der Spitze, gefolgt von zyklischen Konsumgütern und Industriewerten; Gesundheitswesen und Versorger hingegen bildeten das Schlusslicht. Im regionalen Vergleich belegten die USA und China die Spitzenplätze, während Japan leicht zurückblieb“, sagt Guy Wagner abschließend.

 

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Standard Life Deutschland hat mit Unterstützung von Moody‘s Analytics eine neue Software-Applikation vorgestellt, um die möglichen Ergebnisse ihrer MyFolio-Fonds zu prognostizieren und zu visualisieren.

 

Der sogenannte „MyFolio-Finder“ veranschaulicht dem Kunden, in welcher Bandbreite sich die Wertentwicklung der 15 bestehenden Multi-Asset-Fonds der MyFolio-Palette voraussichtlich bewegen wird. Die rechtlich unverbindlichen Berechnungen sind das Ergebnis einer Vielzahl von Simulationen von Moody’s Analytics, die  auf historischen Kapitalmarktdaten und eigenen Prognosen des unabhängigen Beratungshauses beruhen.

Das neue Online-Tool ist kostenfrei auf der Webseite von Standard Life verfügbar und sehr einfach anzuwenden. Die Kunden müssen lediglich angeben, welchen Betrag sie einmalig bzw. laufend anlegen möchten und wie lange die Laufzeit sein soll. Die Übersicht zeigt dann den Korridor der zu erwartenden Resultate. Für jeden Risikotyp von defensiv über ausgewogen bis zu chancenorientiert werden dabei die minimale, die durchschnittliche und die maximal prognostizierte Performance nachvollziehbar dargestellt. Mit zwei virtuellen Schiebereglern lassen sich Laufzeit und Betrag der Anlage jederzeit verändern und die Prognosen werden entsprechend angepasst.

In einem zweiten Schritt können dann die Berater gemeinsam mit dem Kunden auswählen, welche Variante der MyFolio-Fondsfamilie am besten zum Kunden passt.  Sie sind in einer passiven und zwei aktiven Varianten verfügbar, die wiederum in fünf Risiko-Rendite-Profilen mit unterschiedlicher Performance-Erwartung und Volatilität erhältlich sind. Alle Fonds haben die Gemeinsamkeit, dass sie Anlagechancen weltweit nutzen und dafür breit gestreut in mehr als ein Dutzend Asset-Klassen anlegen. Die passive Familie investiert in Indextracker-Fonds, bei den aktiv gemanagten Varianten hat der Kunde die Wahl zwischen einer von Aberdeen Standard Investments gemanagten Variante und der „MyFolio Multi Manager“-Variante, die in eine breite Palette von Investmentfonds führender Vermögensverwalter aus aller Welt investiert.

„Unsere Kunden und Makler schätzen an den MyFolios vor allem, dass sie zuverlässig die Rendite liefern, die dem individuell gewählten Risikoprofil der Anleger entspricht und dadurch die Planbarkeit erhöhen“, erklärt Christian Nuschele, Head of Sales bei Standard Life Deutschland und Österreich. Mit dem neuen MyFolio-Tool könnten die Kunden auf Grundlage der Expertise von Moody’s Analytics mit einem Blick sehen, wie sich das zu erwartende Ergebnis ihrer Anlage über verschiedene Laufzeiten und unterschiedliche Risikostufen verändert. „Das macht es für den Kunden sehr anschaulich und verschafft dem Makler einen guten Einstieg für ein tieferes Beratungsgespräch“, sagt Nuschele.

 

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Standard Life Versicherung, Zweigniederlassung Deutschland der Standard Life Assurance Limited, Lyonerstraße 15,D­-60528 Frankfurt am Main, Tel.: 01802/214748, Fax: 69/66572110, www.standardlife.de

Europa noch recht entspannt

 

Nach einer relativ langen Phase der Ruhe an den Aktienmärkten mit historisch niedrigen Volatilitäten im April kommt jetzt die Dynamik zurück. „Noch sind die Volatilitäten recht niedrig, die Absicherung von Depots also kostengünstig möglich – und sinnvoll“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der auf Risikomanagement spezialisierten Quant.Capital Management GmbH. Historisch gesehen könnten solche Konstellationen nämlich als Brandbeschleuniger wirken.

War die zuvor gemessene Ruhe nur die Ruhe vor dem Sturm? „Manche der aktuellen Marktkommentare scheinen den Sturm bereits über uns zu sehen, aber diese Angst ist noch nicht durch Zahlen zu belegen“, sagt Mlinaric. Die relevanten Volatilitätsindizes sind in den vergangenen Tagen jeweils um ein paar Punkte angestiegen. Der VIX, der die implizite Volatilität im US-amerikanischen S&P 500 Aktienindex misst, stieg um 2,6 und 3,9 Punkte an. Die Volatilität der europäischen Märkte stieg etwas geringer an mit jeweils 2,3 Punkten im Euro Stoxx 50 und je rund zwei Punkten im DAX. Ist das viel?

„Um das zu beurteilen, haben wir uns die täglichen Veränderungen seit Beginn der jeweiligen Zeitreihen angesehen“, so Mlinaric. Für Euro Stoxx 50 und DAX waren die Tagesveränderungen etwa im 94-Prozent-Perzentil. Das heißt, dass nur an etwa sechs Prozent aller Handelstage eine noch stärkere Bewegung zu beobachten war. Für den S&P 500 ist das Ergebnis noch deutlicher: An nur rund drei Prozent aller Handelstage waren die Vola-Anstiege im Durchschnitt höher als an den vergangenen beiden Tagen. „Keine Frage: Dies waren sehr bewegte Tage“, sagt Mlinaric. Aber reicht das für einen Sturm?

Hier sei die Betrachtung der impliziten Volatilität im historischen Vergleich aufschlussreich: „Es sind deutliche Unterschiede zwischen den europäischen Märkten und dem US-Markt zu sehen“, so Mlinaric. Der Volatilitätsindex für den Euro Stoxx 50 erreichte sein 28-Prozent-Perzentil, bewegt sich im historischen Vergleich also noch recht weit unten. Der Index für den DAX erreichte schon sein 38-Prozent-Perzentil und zeigt damit eine mittlere Intensität. Für den S&P 500 wurde sogar eine erhöhte Ausprägung im 65-Prozent-Perzentil gemessen. „Ein Sturm ist das noch nicht, aber für US-Aktien ist sicherlich erhöhte Wachsamkeit gefordert“, so Mlinaric.

Nun sind die impliziten Volatilitäten indirekte Indikatoren über die Verfassung der Aktienmärkte, sie werden anhand der Preise an den Optionsmärkten ermittelt. Wie sieht es an den Märkten direkt aus? „Zwei oder drei Tage sind ein zu kurzer Zeitraum, um sinnvolle Aussagen über die Veränderung der Marktvolatilität zu treffen“, sagt Mlinaric. Diese werde üblicherweise anhand der Kurse von mehreren Monaten oder gar Jahren gemessen. Das proprietäre Risikomodell von Quant.Capital Management ist da feiner justiert: Es misst unter anderem Aktienmarktrisiken anhand der Kursentwicklung, berücksichtigt dabei aber kurzfristige Änderungen im Volatilitätsregime, Volatilitätscluster sowie nicht normal verteilte Renditen an den Märkten und ist damit ein wesentlich feineres Werkzeug für die Messung der Marktverfassung. „Unser Risikomodell zeigt die globalen Marktrisiken insgesamt noch als niedrig an. Wir sehen aber deutliche Ausschläge in der Risikodynamik asiatischer Aktien sowie US-amerikanischer Hochzinsanleihen“, sagt Mlinaric. Es sei zu beobachten, dass das Faktorrisiko für Large-Cap-Aktien durchgehend angesprungen sei. „Die Dynamik hat sich deutlich von den bisherigen Tiefstständen abgehoben, stürmisch ist es aber auch hier noch nicht“, so Mlinaric. „Wir können aber, und das ist wichtig, eine starke Dynamik bei der Entwicklung der Marktrisiken beobachten – und das insbesondere in den Emerging Markets.“ Historisch gesehen könnte eine solche Konstellation durchaus als Brandbeschleuniger wirken. „Für Investoren sind dies die Zeiten, in denen man die eigenen Portfolios verstärkt auf deren Sturmfestigkeit überprüfen sollte“, sagt Mlinaric.

 

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Nachhaltige Geldanlagen mit Investmentfonds bei Anlegern in 2019 bisher sehr gefragt. ebase unterstützt die nachhaltige Geldanlage durch eine Fondssuche mit Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien.

 

Auch in 2019 setzt sich der Trend zur nachhaltigen Geldanlage fort. In den ersten vier Monaten des Jahres wurden deutlich mehr Anteile an nachhaltig investierenden Fonds gekauft als verkauft. „Die große Nachfrage nach nachhaltig anlegenden Fonds seit Jahresbeginn bestätigt den Trend hin zu nachhaltigen Anlagen. Seit Januar haben die ebase Kunden in jedem Monat deutlich mehr nachhaltig investierende Fonds gekauft als verkauft“, fasst Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®), zusammen. Damit hat die Nachfrage, nach einigen schwächeren Monaten im Zuge der turbulenten Marktentwicklung zum Ende des letzten Jahres, wieder deutlich zugenommen.

Fundflow-Faktor von Fonds, die mindestens ein Nachhaltigkeitskriterium berücksichtigen

„Wir sind davon überzeugt, dass das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage weiter an Bedeutung gewinnen wird. Denn es ist nicht nur ein wichtiges gesellschaftliches Thema, sondern auch politisch gewünscht und zudem bei den Kunden zunehmend gefragt“, ergänzt Geyer. Um den Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden Rechnung zu tragen, bietet ebase den Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit, bei der Fondsauswahl unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien, wie beispielsweise „frei von Atomenergie“ oder „frei von Gentechnik“, zu berücksichtigen. Hierfür steht bei der Fondssuche ein spezieller Filter zur Verfügung. „Damit bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, diejenigen Fonds zu identifizieren, die ihren persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen entsprechen“, erklärt Geyer. Im Jahr 2019 waren dabei bisher insbesondere nachhaltig investierende Fonds gefragt, die den Kriterien „verstärkt in erneuerbare Energien“ (Fundflow-Faktor 1,50) und „verstärkt umweltorientiert“ (Fundflow-Faktor 1,46) gerecht werden. Regional betrachtet haben die ebase Kunden vor allem in nachhaltig investierende Fonds angelegt die ihre Anlageschwerpunkte in den Emerging Markets (Fundflow-Faktor 1,88) sowie weltweit (Fundflow-Faktor 1,59) haben.

Das ebase Fondsbarometer

Das ebase Fondsbarometer Nachhaltigkeit wird regelmäßig veröffentlicht und spiegelt die Handelsaktivität der Kunden aller Finanzanlageberater und -vermittler wider, die für die Kooperations-/Vertriebspartner der B2B-Direktbank tätig sind. Das ebase Fondsbarometer Nachhaltigkeit berücksichtigt nur solche Fonds, die mindestens ein Nachhaltigkeitskriterium erfüllen. Grundlage der Nachhaltigkeitskriterien ist die rechtlich geschützte EDA-Kennzahl (Ethisch Dynamischer Anteil) des Finanzdatendienstleisters mountain-view.com, welche in die Fondssuche bei ebase integriert ist.

Das Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen und lässt unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert von über 100 weist auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Kunden im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2018 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an. Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse werden über den Fundflow-Faktor ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Fundflow-Faktor über eins überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Fundflow-Faktor unter eins die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard­Reitzner­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Kommentar von Cathy Hepworth, Co-Head Emerging Market Debt bei PGIM Fixed Income

 

Das prognostizierte Wirtschaftswachstum der Schwellenländer von 4,6 Prozent für das Jahr 2019 basiert auf der Annahme, dass sich die Volkswirtschaften Brasiliens und Chinas weiter erholen sowie einer anhaltenden akkommodierenden Geldpolitik der amerikanischen und der europäischen Zentralbank. Herausforderungen der sich diese Prognose gegenüber sehen, sind ein erneutes Aufflammen des Handelskrieges zwischen den Vereinigten Staaten und Chinas sowie weitere geopolitischen Turbulenzen, wie beispielsweise Russland oder Venezuela.

„Der Jahreswechsel markierte in etwa ein Ende des Ausverkaufs von Schwellenländeranleihen an den Märkten“, sagt Cathy Hepworth, Co-Head Emerging Market Debt bei PGIM Fixed Income. Getragen von Ländern mit einem verhältnismäßig höheren Ausfallsrisiko, wie beispielsweise Venezuela, Ecuador, Irak und Angola, legte der Global Diversified Index in Hartwährungen im ersten Quartal 2019 zu. Besicherte Schwellenländeranleihen denominiert in Lokalwährungen ermöglichten ebenfalls ordentliche Renditen. Die erfolgreichsten unter ihnen waren beispielsweise Mexiko, Philippinen und Südafrika.

Die positive Entwicklung lässt sich sowohl durch globale, als auch durch marktspezifische Faktoren erklären. Einerseits wurde das Wirtschaftswachstum Chinas durch den akkommodierenden fiskalpolitischen Kurs der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank gestärkt. Andererseits spielten positive Entwicklungen in den Schwellenländern selbst, wie beispielsweise Argentiniens Zahlungsbilanz sowie eine für das dritte Quartal avisierte Rentenreform Brasiliens, eine entscheidende Rolle.

Derzeit gehen wir davon aus, dass die Schwellenländer im Jahr 2019 ein Wirtschaftswachstum von rund 4,6 Prozent verzeichnen werden, und damit lediglich knapp unter dem Vorjahreswert von 4,7 Prozent liegen. Während wir für China ein Wirtschaftswachstum von 6,0 bis 6,2 Prozent prognostizieren, erwarten wir zudem, dass Länder wie Indien und Indonesien ebenfalls im Jahresverlauf ein solides Wirtschaftswachstum verzeichnen. Des Weiteren spiegelt sich die momentane Marktsituation der Industrieländer auch in den Wachstumsmärkten wider; die Inflation ist bis auf wenige Ausnahmen (darunter Argentinien und die Türkei) niedrig, die externe Liquidität und Bonität kann im Vergleich zum Jahr 2018 als stabil bezeichnet werden.

Den positiven Tendenzen der Schwellenländer zum Trotz, stehen diesen jedoch weiterhin Herausforderungen gegenüber. Dazu zählen wir ein schwächeres globales Wirtschaftswachstum, ein erneutes Aufflammen des chinesisch-amerikanischen Handelskrieges sowie weitere geopolitische Turbulenzen – vornehmlich in Bezug auf Russland und Venezuela. Zu einer zunehmenden Marktvolatilität könnten zudem die noch relativ frischen Regierungen in der Ukraine, Mexiko und Brasilien beitragen sowie das politische Umfeld in der Türkei nach der Kommunalwahl. Anhaltend niedrige Leitzinsen und attraktive Bewertungen lassen auch weiterhin auf stabile Renditen bei Schwellenländeranleihen schließen.“

 

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PGIM Fixed Income, Grand Buildings, 1-3 Strand Trafalgar Square, London, WC2N 5HR, United Kingdom, Tel:  +44 20-7766-2400, www.pgimfixedincome.com

Übergewichtung von US-Aktien – Europäische Börsen schwach – Growth stärker als Value

 

US-Aktien sollten gegenüber europäischen Werten deutlich übergewichtet sein. Diese Allokation setzt Moventum daher in seinen Portfolios auch weiterhin um. „Dazu kommt, dass trotz aller Unkenrufe bei Tech-Werten im gesamten Growth-Segment noch wesentlich mehr zu erwarten ist, als bei Value-Aktien“, sagt Sascha Werner, Portfoliomanager bei Moventum AM.

„Eine signifikante Übergewichtung von US-Titeln sehen wir als Schlüssel für eine gute Performance“, sagt Sascha Werner. „In den vergangenen Monaten haben unsere Portfolios von dieser Aufstellung bereits enorm profitiert und wir erwarten, dass dies auch während des ersten Halbjahres so weitergeht.“ Die Stärke der US-Werte rührt vor allem aus den höheren Gewinnzuwachsraten und dem ungebremsten Trend zur Digitalisierung, welcher ungeachtet einer schwächeren Konjunktur anhält. Zudem hat die US-Notenbank Fed angekündigt, im Rahmen ihrer Zinspolitik nunmehr noch sensibler auf konjunkturelle Signale zu reagieren. Die Erwartung, dass die Fed in einem nächsten Schritt eine Zinssenkung vornimmt, setzt sich mehr und mehr durch. Das dürfte in jedem Fall positiv für die Märkte sein. Dazu kommt, dass die zu erwartenden Gewinnrückgänge bei einigen US-Unternehmen, für die die Effekte der Steuerreform auslaufen, bereits in den Kursen enthalten sind.

Für die US-Übergewichtung spricht ebenfalls, dass viele Unternehmen eigene Aktien zurückkaufen und damit die Kurse stützen oder sogar antreiben. Das gilt auch für zu erwartende Ankündigungen von Übernahmen oder Fusionen, die vor allem im Bereich Healthcare derzeit für viel Fantasie im Markt sorgen. „Und sollte es zu einer immerhin ja möglichen Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China kommen, könnten die Kurse noch einmal klettern“, so Werner. Umgekehrt könne eine aus heutiger Sicht nicht zu erwartende Verschärfung des Streits aber auch deutliche Kursabschläge nach sich ziehen.

„Die Stärke des US-Marktes ist aber auch eine Schwäche der europäischen Börsen“, sagt Werner. Zwar hätten sich auch die Euro-Börsen erholt. Dies sei allerdings vor allem der guten Entwicklung der US-Börsen geschuldet. „Die politische Verfassung Europas mit dem ungelösten Brexit, den längerfristig wahrscheinlich immer noch nicht ausgestandenen Problemen rund um Italien, der anstehenden Europawahl sowie die schwache konjunkturelle Lage des Kontinents lasten weiter überproportional auf den europäischen Märkten“, sagt Werner.

 

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Kommentar von Jonathan Bailey

 

Neuberger Berman veröffentlicht seinen ersten ESG-Jahresbericht. Dieser zeigt, dass Nachhaltige Investments für Anleger zunehmend wichtig sind: Ein Drittel der institutionellen Investoren wollte im vergangenen Jahr wissen, wie Umwelt-, Sozial-, und Governance-Faktoren (ESG) in den Anlageprozess ihrer Portfolios integriert werden.

Neuberger Berman nutzt ESG-Faktoren bei knapp 60 Prozent des gesamten verwalteten Vermögens zur Risikoprüfung, sowohl in klassischen Anlageklassen als auch bei Alternativen Investments. Als einer der ersten Asset Manager integriert der Vermögensverwalter ESG-Kriterien auch im Bereich Private Equity.

Lesen Sie hierzu den aktuellen Kommentar von Jonathan Bailey, Head of ESG Investing bei Neuberger Berman, der anhand konkreter Beispiele zeigt, warum ESG im Mainstream angekommen ist.

Von der Nische zum Mainstream:

Tragische Unfälle, finanzielle Schäden, strengere Regulierung und die Macht der Straße machen ESG immer wichtiger

  • Neuberger Berman veröffentlicht ersten ESG-Jahresbericht: Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren sind wichtige Treiber für langfristige Erträge und tragen zur Risikominimierung bei
  • Steigendes Interesse an ESG: Ein Drittel der institutionellen Investoren wollte 2018 wissen, wie ESG-Faktoren in Anlageprozesse integriert sind
  • Private Equity: Auch bei Due-Diligence Prüfungen werden ESG-Kriterien berücksichtigt

Im Januar büßte ein Bergbauunternehmen nach einem Dammbruch mit Hunderten von Toten ein Viertel seines Wertes ein. Es war bereits der zweite derartige Unfall des Unternehmens innerhalb von drei Jahren. Im März verloren 157 Menschen bei einem Flugzeugabsturz ihr Leben – dem zweiten Absturz eines der Aushängeschilder der internationalen Luftfahrt innerhalb von fünf Monaten. Das warf unangenehme Fragen zur Sicherheit der Flugzeuge und zur Effektivität der Regulierung auf. Der Wert des Herstellers fiel um ein Fünftel.

Zwei Wochen später billigte das Europäische Parlament den dritten und endgültigen Gesetzentwurf im Rahmen des Aktionsplans der Europäischen Kommission für ein nachhaltiges Finanzwesen: Er enthält eine Systematisierung von Geschäftsaktivitäten, die der Umwelt nützen, und fordert von Investmentfirmen, über die Nachhaltigkeit ihrer Prozesse zu berichten.

Weitere zwei Wochen später brachte Extinction Rebellion, eine britische Gruppe von Klimaaktivisten, eine Protestwelle ins Rollen. Bis zu ihrem Ende letzte Woche legten die Demonstranten einen Großteil von London lahm, über 1.000 von ihnen wurden verhaftet.

Tragische Unfälle, finanzielle Schäden, strengere Regulierung, die Macht der Straße: Die ersten Monate des Jahres 2019 lieferten uns eine Fülle von Gründen, über unsere Risiken in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) sowie die Integration von ESG-Faktoren in unsere Investmentprogramme nachzudenken.

Tiefe

Neuberger Berman ist seit Langem der Meinung, dass ESG-Faktoren eine wichtige Risikokennziffer sind und die langfristigen Erträge stark beeinflussen. Wir haben erkannt, dass viele unserer Kunden die Wirkung ihrer Portfolios für genauso wichtig halten, wie die Wertentwicklung.

Beide Aspekte erfordern, dass wir uns in Sachen ESG nichts vormachen. Ein schematischer Ansatz, der ausgewählte Unternehmen stumpf auf vorgegebene Nachhaltigkeitsindikatoren prüft, hilft weder der Wertentwicklung noch dem „Impact“ des Portfolios: Ein solcher Ansatz befindet beispielsweise einen Solarzellenhersteller trotz seiner hohen Unfallzahlen für gut oder verpasst die Gelegenheit, in die Recyclingbemühungen eines Kunststoffunternehmens zu investieren. Wir meinen daher, dass eine erfolgreiche ESG-Integration sowohl Tiefe als auch Breite erfordert.

Mit Tiefe meinen wir eine aktive Eigentümerschaft, die wir für eine natürliche Ergänzung des aktiven Managements überzeugungsgeleiteter Portfolios halten.

Bei Hauptversammlungsabstimmungen im vergangenen Jahr unterstützten wir 84 Prozent der Aktionärsanträge zu Spenden an politische Parteien und Lobbyarbeit. Dagegen lehnten wir elf Prozent der Geschäftsleitungsanträge ab, einschließlich 15 Prozent der Vergütungspläne für Führungskräfte. Wir unterstützten alle Aktionärsanträge zu Vergütungsgerechtigkeit und Klimawandel.

Aber Abstimmungen sind bei Weitem nicht genug. Es geht auch darum, Engagement zu Zielen zu formulieren, die unsere erfahrenen Analysten für wesentlich und erreichbar halten.

Nur zwei Beispiele: Im Jahr 2018 standen unsere Portfoliomanager an der Spitze von Bemühungen, einen etablierten CEO und einige Board-Mitglieder eines mittelgroßen Technologieunternehmens mit erfolgloser Strategie und überhöhten Vergütungen zu ersetzen. Außerdem beteiligten sie sich an einer Briefkampagne der Initiative Farm Animal Investment Risk and Return (FAIRR). Sie veranlasste einen großen amerikanischen Lebensmittelhändler, keine Eier aus Käfighaltung mehr zu verkaufen und seine Fleischlieferanten zu einem geringeren Einsatz von Antibiotika anzuhalten.

Breite

Wir halten es auch für wichtig, uns zu engagieren, wenn wir nicht Eigentümer, sondern Kreditgeber sind. Unsere Anleihenteams mieden beispielsweise sogenannte Senior Unsecured Notes eines Gesundheitsunternehmens und lösten eine Position in seinem Senior Secured Loan auf, da es keine überzeugenden Hinweise auf eine Normalisierung seiner unhaltbar hohen und sozial fragwürdigen Preise gab. In einem anderen aktuellen Beispiel erreichten wir zusätzliche Gläubigerschutzklauseln und ein unabhängigeres Board bei einem Emittenten, dessen Hauptaktionär hoch verschuldet ist und versucht sein könnte, zulasten der Gläubiger Kapital aus dem Unternehmen abzuziehen.

Das bringt uns zur Breite bei der ESG-Integration. Etwas ist immer besser als nichts. Doch letztlich möchten Kunden, die die Wichtigkeit von ESG-Risiken sowie -Chancen erkennen, ESG-Faktoren in alle Teile ihrer Portfolios integrieren und möglichst viele ihrer Anlagen an den UN-Nachhaltigkeitszielen ausrichten: Anleihen, Loans und Aktien, alternative wie traditionelle Strategien, Schwellen- und Industrieländeranlagen, börsennotierte wie nicht börsennotierte Investments.

Dazu haben wir in den letzten Monaten unsere bereits hoch entwickelte ESG-Praxis bei Emerging-Market-Anleihen verbessert, die Kraft von Big Data für Nachhaltigkeitsanalysen genutzt und Impact-Strategien für US-Municipals und Private Equity entwickelt. Als mir Neuberger Berman vor zwei Jahren anbot, hierbei mitzuwirken, profitierte rund ein Viertel der Kundenvermögen von der systematischen Integration von ESG-Faktoren in den Investmentprozess. Heute sind es fast 60 Prozent des verwalteten Vermögens.

Das ist ein großer Fortschritt. Doch jede Woche wird deutlich, wie viel weiter wir noch zu gehen haben. Die Gesellschaft erwartet es. Unsere Umwelt braucht es. Und unsere Kunden fordern es.

 

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Neuberger Berman Europe Limited, Friedrich-­Ebert­-Anlage 49, D-­60308 Frankfurt,Tel: +49 69 509 56 5648/5649, www.nb.com

Marktkommentar von Jin Zhang, Senior Portfoliomanager, Quality Growth Boutique, Vontobel Asset Management

 

Die diesjährigen Parlamentswahlen in Indien werden zeigen, ob die konservative Bharatiya Janata Party (BJP) unter der Führung von Premierminister Narendra Modi an der Macht bleiben kann. Gleichzeitig bestimmen die Wahlen den Handlungsspielraum der künftigen Regierung, der maßgeblich von der Anzahl der gewonnenen Parlamentssitze abhängt. Indien betreibt ein Zweikammer-Parlamentssystem, bei dem das Unterhaus Lok Sabha alle fünf Jahre gewählt wird. Die Partei, die die Wahl zur Lok Sabha gewinnt, bildet die Regierung. Wenn jedoch keine Partei mehr als 50 Prozent der Stimmen gewinnt, wird die Regierung aus Koalitionen gebildet, die sich um die dominanten Parteien formieren.

Die BJP stellt derzeit die Regierung und es wird allgemein erwartet, dass sie die Wahlen erneut für sich entscheiden kann. Unsicherheit besteht allerdings hinsichtlich der Anzahl ihrer zukünftigen Sitze im Parlament, denn die meisten Analysten erwarten einen weniger eindeutigen Wahlsieg als im Jahr 2014.

Im Allgemeinen schätzen die Märkte Kontinuität und haben eine positive Meinung zur BJP, da sie die erfolgreichen Reformmaßnahmen der vergangenen Jahre, sowie das gute wirtschaftliche Wachstum als ihren Verdienst sehen. Eine der wichtigsten Errungenschaften der Modi-Regierung in der letzten Legislaturperiode war die Durchsetzung einiger wichtiger rechtlicher und fiskalischer Projekte, wie zum Beispiel der Waren- und Dienstleistungssteuer (GST) und dem Insolvenzrecht. Es ist wichtig, dass die neue Regierung diesen Weg fortsetzt, um die Tür zu mehr Kapitalzuflüssen weiter zu öffnen. Die Infrastruktur des Landes muss merklich verbessert, das derzeitige Arbeitsrecht gelockert und Regulierungen reduziert werden. Es gibt zwar einige Maßnahmen die schon vor langer Zeit in Kraft

getreten sind, jedoch sind nicht alle wirklich nötig oder effektiv. Der Bereich, der am meisten von Reformen profitieren dürfte, ist der Energiesektor. Eine Verbesserung der Verfügbarkeit und der Stabilität der Stromversorgung ist eine Voraussetzung für die Ansiedlung von Fertigungsunternehmen, die wiederum internationales Kapital anziehen könnten.

Heterogenität Indiens stellt Herausforderung für Unternehmen dar

In Indien ein Unternehmen zu betreiben ist kein einfaches Unterfangen. Das Land ist sehr groß und vielfältig. Infrastruktur- und regulatorische Einschränkungen stellen oftmals Hindernisse dar. Deshalb ist es für Investoren wichtig, Unternehmen auszuwählen, die wissen, wie man sich auf so schwierigem Terrain bewegt. So verfügt beispielsweise die Housing Development Finance Corporation (HDFC) über ein tiefes Verständnis des komplexen Immobiliengeschäfts in Indien mit seinen regionalen Besonderheiten und kann deshalb in allen Staaten des Landes tätig sein. Darüber hinaus profitert HDFC von der großen Erfahrung im Hypothekenfinanzierungsgeschäft.

Das gleiche gilt für ITC, das größte Tabakunternehmen des Landes, das in der Lage ist, die unterschiedlichen Regeln und Vorschriften des Landes zu befolgen und dabei erfolgreiche Geschäfte zu machen. Die Fähigkeit, in einem solchen Umfeld zu navigieren, ist für etablierte Unternehmen von großem Vorteil, da die regulatorische Heterogenität des Landes Eintrittsbarrieren für Neueinsteiger, einschließlich internationaler Herausforderer, darstellt.

Unabhängig vom Wahlergebnis wird der Finanzsektor profitieren

Unabhängig vom Wahlergebnis dürften Finanzdienstleister profitieren, denn sowohl die BJP als auch die größte Oppositionspartei Congress Party werden sich für die Schaffung von Arbeitsplätzen einsetzen und sich auf eine Verbesserung der Infrastruktur konzentrieren. Dies wird mehr Arbeitsplätze für die Mittelschicht schaffen, deren Einkommenszuwachs ihr Bedürfnis für Autokredite, Kreditkarten, Investmentfonds und andere Finanzprodukte steigern wird. Unternehmen, die gut positioniert sind, um davon zu profitieren, sind HDFC und die HDFC Bank, die sehr gut geführte größte Privatbank des Landes. Sie ist ein führender Anbieter in den oben genannten Finanzdienstleistungsbereichen und kann somit die aufstrebende Mittelschicht bedienen. Die Bank hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten sowohl eine Eigenkapitalrendite als auch ein Wachstum von jeweils rund 20 Prozent erzielt und wird diesen Weg voraussichtlich fortsetzen. Unserer Meinung nach ist das ein Paradebeispiel für die Art von Unternehmen, die wachsen sollten, egal welche Partei an der Macht ist.

Ölpreisansteig als größtes Risiko

Das größte Risiko für die indische Wirtschaft besteht in einem starken Anstieg der globalen Ölpreise. Indien braucht viel Öl und das Land produziert nicht annähernd genug. Es muss etwa 80 Prozent seines Bedarfs importieren, so dass sehr hohe Ölpreise eine Herausforderung für das Land darstellen würden, da sie das Leistungsbilanzdefizit in die Höhe treiben und damit den Staatshaushalt aus dem Gleichgewicht bringen könnten.

Vor diesem Hintergrund sind auch Unternehmen attraktiv, die in der Lage sind, diese wirtschaftlichen Herausforderungen und ihre Risiken zu meistern. So sind etwa IT-Dienstleistungsunternehmen wie TCS und HCL Tech weltweit wettbewerbsfähig und vor allem von der globalen Nachfrage getrieben, was ihnen eine gewisse Unabhängigkeit von der Inlandsnachfrage verleiht.

Fazit

Abgesehen von den bevorstehenden Wahlen gehört Indien zu den robustesten Entwicklungsländern. Das Land zeichnet sich durch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum aus und seine Auslandsverschuldung ist moderat – dank seines Schuldenprofils kam das Land durch den Anstieg des US-Dollars weniger ins Schleudern als andere Schwellenländer. Die Aktienmärkte neigen dazu, auf politische Entwicklungen überzureagieren. Dabei wird das Wachstum Indiens von seinem großen, vielfältigen und dynamischen Privatsektor getrieben, der sich unter beiden möglichen Regierungskonstellationen weiterhin entfalten wird.

 

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NN IP Marktkommentar

 

Aktienkurse weisen ein gewisses Momentum auf. Dabei handelt es sich um das Phänomen, dass erfolgreiche Aktien im Durchschnitt weiter überdurchschnittlich abschneiden und die Verlierer dazu tendieren, weiter hinter dem Markt zurückzubleiben. Momentum ist u.a. an den globalen Aktienmärkten, an den Devisenmärkten und bei Rohstoffen dokumentiert. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das Branchen-Momentum wichtiger ist als das individuelle Momentum von Einzelaktien. Investmentstrategien, die auf das Branchen-Momentum setzen, können daher äußerst profitabel sein.

Anhand einer Untersuchung des MSCI World Index von1990 bis 2018 hat das Automated Intelligence Equity Team von NN Investment Partners (NN IP) den starken Momentum-Effekt in den Branchenrenditen bestätigt: Eine Strategie, die die neun Branchen mit den höchsten (niedrigsten) Renditen der vergangenen zwölf Monate übergewichtet (untergewichtet), erzielte eine jährliche Rendite von 6,1% und eine Information Ratio von 0,46. Eine Branchen-Momentum-Strategie kann aber auch gelegentliche Crashs erleben. Nach der Finanzkrise 2007/2008 litten Momentum-Strategien z.B. unter der hohen Volatilität. Daher sollten Investoren anpassungsfähigere Ansätze in Betracht ziehen.

Tjeerd van Cappelle, Head of Automated Intelligence Equity bei NN Investment Partners: „Momentum-Crashs sind normalerweise aufgetreten, als sich der Markt nach starken Rückgängen erholte. Auf Basis dieser Erkenntnis haben wir ein Rahmenwerk für ein dynamisches Timing des Branchen-Momentums unter Verwendung des Chicago Board Options Exchange Volatility Index (VIX) entwickelt. Er wir auch oft als Angstindikator bezeichnet und misst die implizierte Volatilität von S&P 500 Indexoptionen über die nächsten 30 Tage. Ein Wert von unter 20 wird allgemein als normal angesehen, während ein Wert über 30 ein hohes Maß an Angst unter Anlegern andeutet. Wir haben den Mittelwert von 25 als Schwelle für das Timing des Branchen-Momentums gewählt.”

Kumulative Renditen von statischem und zeitlich abgepasstem Branchen-Momentum

Wenn der gleitende Durchschnitt der letzten 30 Tage einen Wert von 25 übersteigt, bleiben wir neutral gewichtet. Bei einem Wert von unter 25 gewichten wir die neun Branchen mit den höchsten 12-Monats-Renditen über und die neun Branchen mit den niedrigsten 12-Monats-Renditen unter. Wir haben festgestellt, dass der Einsatz dieses Timing-Konzepts die durchschnittlichen jährlichen Renditen der Branchen-Momentum-Strategie von 6,1% auf 7,8% und die Information Ratio von 0,46 auf 0,79 erhöht. Insgesamt glättet die Verwendung des VIX für das Timing des Branchen-Momentums die Wertentwicklung der Strategie und hätte den Momentum-Crash nach der Finanzkrise vermieden.“

 

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NN Investment Partners B.V., German Branch, Westhafenplatz 1, 60327 Frankfurt am Main, Tel. + 49 69 50 95 49-15, www.nnip.com

Bessere Performance trotz geringerer Spitzenrenditen

 

Anleger sehen im Risikomanagement oft nur einen Kostenfaktor. Dabei stellt es einen erfolgskritischen Baustein für Portfolios dar. „Wer im Motorsport Rennen gewinnen will, braucht neben Kraft auch gute Bremsen“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH beim 3. Kapitalmarktgespräch in Düsseldorf. „Nur so kann gefahrlos mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden.“

„Das Niedrigzinsumfeld stellt Investoren vor große Herausforderungen bei der Erfüllung der finanziellen Zielgrößen der Kapitalanlage“, sagt Mlinaric. Stiftungen etwa, die für die Erfüllung ihres Stiftungszwecks auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen sind. Oder Pensionswerke, die nicht in Niedrigzinsphasen die Auszahlungen an ihre Pensionäre herunterfahren können. Um ihre Ziele erreichen zu können, schichten viele Investoren in volatilere und illiquidere Assetklassen um. „Sie erhöhen das Tempo und wählen somit als Ausweg höhere Risiken“, sagt Mlinaric.

Die resultierenden Risikoprofile erfordern höhere Risikobudgets. Diese sind aber nicht immer leicht durchzusetzen. „Durch Risikomanagement können diese Profile asymmetrisch verändert werden“, sagt Mlinaric. Ziel muss es sein, das Verhältnis von erwarteter Rendite zu eingegangenem Risiko zu steigern. Dann kann mit einem gegebenen Risikobudget eine ertragreichere Allokation verfolgt werden. „Auf den Rennsport übertragen heißt das: Es werden Endgeschwindigkeit und Fahrkunst gegen Beschleunigung und Kontrolle getauscht“, so Mlinaric.

Gemessen am S&P 500 etwa benötigten Aktieninvestoren ein Risikokapital von rund fünfzig Prozent, um ein Ergebnis von 6,9 Prozent pro Jahr zwischen 1987 und 2017 zu erzielen. Mit einem strategischen Risikomanagement hätte man ein vergleichbares Ergebnis erzielen können – bei nur rund zwanzig Prozent Risikokapital. Würde das frei gewordene Risikokapital genutzt, ließe sich die Aktienallokation entsprechend erhöhen und damit die Performance des Portfolios noch weiter steigern.

„Es ist besser, stark zu beschleunigen und entsprechend bremsen zu können, als immer nur auf die höchste Endgeschwindigkeit zu schauen und aus der Kurve zu fliegen“, sagt Mlinaric. Im Portfoliomanagement entspricht ein Risikomanagement der Bremse. „Mit einem Risiko-Overlay lässt sich die Performance steigern und trotzdem das Risiko auf dem gegebenen Niveau halten“, so Mlinaric.

 

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Quant.Capital Management GmbH, Speditionstraße 17, D-40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211.635512-0, www.quantcapital.de

Aberdeen Standard Investments (ASI) hat einen Fonds für Schwellenländeranleihen aufgelegt, der mit einem Overlay für ökologische, soziale, Governance- und politische Aspekte ausgestattet ist.

 

Der Standard Life Investments Global SICAV II – Emerging Market Debt Sustainable and Responsible Investment Fund legt ausschließlich in Staatsanleihen in Hartwährung an und wird von dem aus 46 Experten bestehenden Emerging Market Debt Team verwaltet. ASI verfügt über einen etablierten Prozess für nachhaltige und verantwortungsvolle Fixed-Income-Anlagen und in den vergangenen sechs Monaten wurden dem EMD-Team Mandate mit ESG-Bezug im Umfang von über 700 Millionen USD übertragen. Der vorgestellte Emerging Market Debt Sustainable and Responsible Investment Fund legt ausschließlich in Staats- oder Quasi-Staatsanleihen in Hartwährung an. Da sich Analysen und Engagements bei Ländern anders gestalten als bei Unternehmen, wurde ein formeller Governance-Prozess eingerichtet.

Edwin Gutierrez, Head of Emerging Market Sovereign Debt bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert:

„Viele institutionelle Investoren sind in der Anlageklasse noch immer unterinvestiert. Es gibt jedoch überzeugende Argumente, die Allokation bei Schwellenländeranleihen zu verstärken. Angesichts anhaltender Sorgen in den Industrieländern erscheint es sinnvoll, Fixed-Income-Portfolios durch Anlagen in Märkte mit höherem Wachstum zu diversifizieren. Zwar bleiben länderspezifische Risiken bestehen. Ein Anlageprozess mit Fokus auf das Research vor Ort und einer integrierten ESG-Analyse unterstützt die Anleger jedoch bei der Ermittlung der Risiken sowie der zur Verfügung stehenden Gelegenheiten.

Ein proprietäres Rahmenwerk für verantwortungsvolle und nachhaltige Anlagen, das 85 EM-Staatsanleihenemittenten abdeckt, bildet die Grundlage unserer Analysen, in deren Rahmen wir Emittenten ausschließen, die unsere Governance- und politischen Kriterien nicht erfüllen, und in einen Dialog mit Emittenten von EM-Staats- und -Quasi-Staatsanleihen treten, um so ein fundierteres Verständnis ihrer Entwicklung zu erlangen.“

Alex Hoctor-Duncan, Global Sales Director & Head of EMEA Distribution bei Aberdeen Standard Investments, ergänzt:

„Anleger halten zunehmend nach Produkten Ausschau, die ein Engagement bei attraktiven Anlageklassen wie Schwellenländeranleihen bieten und gleichzeitig ESG-Faktoren Rechnung tragen. Die Lancierung des Emerging Market Debt Sustainable and Responsible Investment Fund ergänzt unsere breite Palette an Anlagekompetenzen mit ESG-Bezug über Anlageklassen hinweg, mit denen wir die Anforderungen unserer Kunden weltweit erfüllen.“

Der Fonds ist für den Vertrieb in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, Singapur, Spanien, Schweden, der Schweiz und Großbritannien zugelassen.

 

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Aberdeen Asset Management Deutschland AG, Bettinastraße 53-55, D-60325 Frankfurt am Main, Tel.: 0049 (0)69-768072-184 ,Fax: 0049-(0)69-768072-256, www.aberdeen-asset.de

Spar-Prämiengesetz trat am 5. Mai 1959 in Kraft – Förderung damals unabhängig vom Einkommen

 

Vor 60 Jahren, am 5. Mai 1959, trat das „Gesetz über die Gewährung von Prämien für Sparleistungen“ – kurz „Spar-Prämiengesetz“ – in Kraft. Mit dem Gesetz sollte in erster Linie die Vermögensbildung möglichst breiter Bevölkerungsschichten gestärkt werden. Fester Bestandteil war dabei die Förderung des Wertpapiersparens. „Auch wenn das Gesetz in der ursprünglichen Form nicht mehr existiert, hat es doch wichtige Impulse für das Sparen gegeben“, sagt Michael Gott, Vertriebsleiter bei der Sutor Bank. „Auch heute gibt es verschiedene Möglichkeiten des geförderten Sparens – nicht nur vom Staat, sondern auch vom Arbeitgeber. Anleger sollten prüfen, ob sie für eine Förderung in Frage kommen“, erklärt Michael Gott. Dabei sollten Anleger angesichts weiterhin niedriger Zinsen insbesondere die Möglichkeiten des geförderten Wertpapiersparens in Form von Aktien nutzen. Ein adäquates Mittel dafür sind vermögenswirksame Leistungen.

Spar-Prämiengesetz vom 5. Mai 1959 – Förderung unabhängig vom Einkommen

Nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz von 1952, das in erster Linie Sparbeiträge  zur  Anschaffung  von  Wohnungseigentum förderte, war das Spar-Prämiengesetz von 1959 erstmals auf verschiedene Sparformen, wie Kontosparen oder eine Anlage in Aktien oder festverzinslichen Schuldverschreibungen, unabhängig vom Sparziel ausgerichtet. Damit sollte möglichst vielen Menschen in Deutschland der Zugang zum Kapitalmarkt und damit eine Teilhabe am zunehmenden Wohlstand in Zeiten des „Wirtschaftswunders“ ermöglicht werden. Auf diese Weise wurde erstmals der klassische Vermögensaufbau im Sinne eines nicht-zweckgebundenen Sparens förderungsfähig.

Eine Besonderheit war, dass die Förderung damals unabhängig vom jeweiligen Einkommen gezahlt wurde. Gefördert wurden Sparbeiträge, die auf fünf Jahre festgelegt wurden, wobei eine einmalige Einzahlung oder auch regelmäßige Sparraten möglich waren. Die Förderung lag bei 20 Prozent der jährlichen Sparbeiträge, maximal jedoch 120 DM pro Jahr bei Alleinstehenden beziehungsweise 240 DM bei Ehepaaren. Hervorzuheben ist ebenfalls die besondere Förderung des Sparens bei Familien mit Kindern: Demnach erhöhte sich der Förderbeitrag um weitere 120 DM, falls es mindestens drei Kinder unter 18 Jahren gab. Die durch das Kreditinstitut gutgeschriebene Prämie durfte nicht vor Ablauf der Festlegungsfrist ausgezahlt werden.

Prämien-Sparen heute: vermögenswirksame Leistungen

1981 wurde das Spar-Prämiengesetz für Neuverträge aufgehoben, eine staatliche Förderung gab es schließlich nur noch in Form einer Arbeitnehmer-Sparzulage, wenn die Sparbeiträge aus vermögenswirksamen Leistungen im Sinne des 1961 in Kraft getretenen Vermögensbildungsgesetzes stammen. „Prämien-Sparen heute findet in erster Linie in Form von vermögenswirksamen Leistungen statt. Doch viele Berechtigte lassen die Förderung durch den Arbeitgeber sowie die staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage liegen“, sagt Michael Gott. Im Rahmen von vermögenswirksamen Leistungen fördern Arbeitgeber das Sparen mit einem Banksparplan, einem Fondssparplan oder einem Bausparvertrag mit bis zu 40 Euro monatlich. Eine staatliche Sparzulage wird beim Sparen mit Aktienfonds gewährt bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 20.000 Euro bei Ledigen beziehungsweise 40.000 Euro bei Verheirateten. Bei einem Fondssparplan werden bei Ledigen auf maximal 400 Euro 20 Prozent Sparzulage vom Staat gezahlt – das sind bis zu 80 Euro pro Jahr zusätzliche staatliche Förderung, bei Verheirateten sind es 20 Prozent Sparzulage auf 800 Euro. Laut Stiftung Warentest haben etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland Anspruch auf VL von ihrem Arbeitgeber – doch viele VL-Berechtigte machen davon keinen Gebrauch.

Prämien-Sparen mit vermögenswirksamen Leistungen zahlt sich aus

„Mit vermögenswirksamen Leistungen lässt sich auch mit geringen Beträgen über die Jahre Vermögen aufbauen – etwa als Bestandteil der Altersvorsorge“, sagt Michael Gott. Bei einer Einzahlungsdauer von sechs Jahren à 40 Euro monatlich fließen allein 2.880 Euro in die Geldanlage. Die Renditechancen sind vor allem beim VL-Sparen mit Aktienfonds gut. Nach Berechnungen des Fondsverbandes BVI erzielten VL-Fondssparpläne mit deutschen Aktienfonds über die letzte VL-Periode von 2011 bis 2017 eine Durchschnittsrendite von 6,17 Prozent pro Jahr. Im Durchschnitt aller 7-Jahres-Perioden seit 1962 liegt die Wertentwicklung von vermögenswirksamen Leistungen mit deutschen Aktienfonds sogar bei 7,57 Prozent jährlich. „Auch weltweit anlegende Aktienfonds eignen sich gut für das VL-Sparen, weil das Risiko möglicher Kursverluste über verschiedene Länder breit gestreut werden kann“, erklärt Michael Gott.

 

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Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Anleger sollten sich im aktuellen Umfeld möglichst breit diversifiziert aufstellen

 

Die Kapitalmärkte zeigten sich im ersten Quartal 2019 gegenüber Anlegern sehr gewogen. Nach Beobachtung von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt, haben sich in der Vergangenheit die Aktienmärkte nach einem derart starken Einbruch wie Ende 2018 selten so schnell wieder erholt wie es zuletzt der Fall war. „Die Geldpolitik hat einen entscheidenden Anteil an der schnellen Erholung der Aktienmärkte“, erklärt Galler. Die klare Äußerung der US-Notenbank (Fed) auf ihrer März-Sitzung, bis Ende des Jahres keine weiteren Zinserhöhungen vorzunehmen, habe die Märkte beflügelt. Es stellt sich nun die Frage, wie Anleger sich in diesem Marktumfeld positionieren sollten. Rund um den Guide to the Markets für das zweite Quartal 2019 erläutert Tilmann Galler die Themen, die für die weitere Entwicklung der Märkte relevant sind: die Stimmung der US-Konsumenten, politische Risiken vor allem in Europa, die Kehrtwende der US-Notenbankpolitik sowie die Invertierung der Zinsstrukturkurve. Eine nachhaltige Rally an den Märkten könne sich nach Ansicht des Experten jedoch nur nach einer Trendwende bei den Unternehmensgewinnen etablieren.

USA: Stabilität des Arbeitsmarkts bleibt der Schlüssel

In den USA war das Verbrauchervertrauen insbesondere im Dezember 2018 sowie im Januar 2019 stärker geschwunden. Für die Bewertung der Situation gilt es jedoch, einen Blick insbesondere auf den Arbeitsmarkt zu richten, da es eine enge Korrelation zwischen Verbrauchervertrauen und Arbeitslosenquote gibt. Demnach war die Situation am US-Arbeitsmarkt Anfang 2019 eher enttäuschend: Im Februar wurden beispielsweise lediglich 20.000 neue Stellen geschaffen. Angesichts eines allmählich steigenden Lohndrucks sähen Unternehmen zuneh¬mend davon ab, mehr Personal einzustellen. Dass sich der positive Trend etwas verlang-samt, sei für den US-Zyklus in der Spätphase jedoch natürlich. Ins¬gesamt gebe die Situation jedoch keinen Anlass zur Sorge: „Die nach wie vor sehr niedrige Arbeitslosenquote von lediglich 3,8 Prozent im Februar 2019 zeigt, dass der US-Arbeitsmarkt weiterhin stabil ist. Wir bleiben daher verhalten optimistisch für den Konsum und das Wachstum der US-Wirtschaft“, erklärt Galler.

Politische Risiken bleiben besonders für Europa relevant

Eine mögliche Eskalation im Handelskonflikt sowohl zwischen den USA und China als auch zwischen den USA und Europa ist laut dem Experten derzeit die größte Herausforderung. Die Eurozone könnte dadurch ins Kreuzfeuer des Konflikts geraten. Zudem könnte sich die Situation in Italien ebenfalls negativ auf die Märkte auswirken. Gemäß aktuellen Umfragen hat sich die Stimmung in der italienischen Bevölkerung mit Blick auf die beiden Koalitionsparteien – die rechte Lega Nord sowie die linke Fünf-Sterne-Bewegung – inzwischen deutlich zugunsten der Lega Nord gedreht. Dies könnte unter Umständen den Ruf nach Neuwahlen aus diesem Lager lauter werden lassen. „Die Sorgen um Italien lassen sich an den Rentenmärkten bereits deutlich ablesen; die Spreads 10-jähriger italienischer Staatsanleihen sind gegenüber deutschen Staatsbonds in den letzten Monaten in die Höhe geschnellt “, erläutert Galler. Eher geringes Potenzial für Auswirkungen auf die Märkte sieht er bei der im Mai stattfindenden Europawahl. Zwar könnte es sein, dass euroskeptische Parteien hinzugewinnen, doch sei nicht mit einer Unregierbarkeit in Straßburg zu rechnen. Allenfalls könnte die Koalitionsbildung schwieriger werden. Das Thema Brexit sieht Tilmann Galler ebenfalls nicht als großen Risikofaktor an. Die Märkte dürften seiner Meinung nach von einem harten Brexit verschont bleiben, da dies auch vom britischen Parlament nicht gewünscht sei.

Kehrtwende der US-Geldpolitik – viele andere Notenbanken bleiben ebenfalls bei lockerer Geldpolitik

Im Zuge der Abkühlung der US-Wirtschaft ist auch die unmittelbare Inflationsgefahr zurückgegangen. Die Frage ist, wie die Geldpolitik in dieser Situation idealerweise aussehen sollte. Auf der einen Seite gibt es Meinungen, wonach die Fed mit ihren bereits erfolgten Zinserhöhungen einem Wirtschaftsaufschwung in den USA entgegensteht. Andererseits ist die Situation der nach wie vor niedrigen Zinsen für Sparer weiterhin schwierig und daher vertreten andere die Ansicht, die Zinsanpassungen nach oben sollten weitergehen. Die Fed hat nach Ansicht von Tilmann Galler nun einen „Schritt an die Seitenlinie“ gemacht, um sich die Wirkung ihrer Politik zunächst einmal anzuschauen. Als nächster Zinsschritt könnte nach Einschätzung von Galler sogar wieder eine Senkung in Frage kommen.

Mit Blick auf das Programm der Bilanzverkürzung, das am 1. Mai begonnen hat und bis Ende September 2019 abgeschlossen sein soll, sieht der Stratege ein Damoklesschwert für die Kapitalmärkte verschwinden – nämlich, dass das Liquiditätsumfeld zu restriktiv werden könnte. Auch andere Notenbanken in den Industrieländern sind inzwischen von einer Zins-Normalisierung zurückgewichen und bleiben bei einer lockeren Geldpolitik. In der Konsequenz sind Anleihenkurse zuletzt gestiegen, einhergehend mit einem Rückgang bei den Renditen.

Die Invertierung der Zinsstrukturkurve schürt neue Verunsicherung – doch vorerst kein Handlungsbedarf

Das schwächere Wachstum auf globaler Ebene hat dazu beigetragen, dass sich die Zinsstrukturkurven der 3-Monats-/10-Jahres-Renditen in den USA inzwischen invertiert haben. Da eine Invertierung der Zinsstrukturkurve normalerweise Rückschlüsse auf das mögliche Eintreten einer Rezession zulässt, schürt dies aktuell Verunsicherung. Doch nach Analyse von Galler lässt sich festhalten, dass es sich um keine vollständige Invertierung handelt. Die 2-Jahres- und die 10-Jahres-Renditen seien nach wie vor nicht invertiert, das heißt 2-jährige Renditen liegen nach wie vor niedriger als 10-jährige Renditen am Treasury-Markt. Selbst wenn diese unvollständige Invertierung als Rezessionssignal gedeutet werden würde, bestünde kein unmittelbarer Handlungsbedarf: „Die Faustregel besagt, dass es nach Invertierung der Zinsstrukturkurve meist eineinhalb bis zwei Jahre dauert, bis eine Rezession eintritt“, sagt der Stratege.

Folgerungen für Anleger: Aktien bleiben attraktiv, am Rentenmarkt das Hochzinssegment bevorzugt

Die anhaltende Niedrigzinspolitik hat nach Ansicht von Tilmann Galler dazu geführt, dass viele Assetklassen teurer geworden sind. Gegenüber Anleihen seien Aktien jedoch nach wie vor attraktiver. Nichtsdestotrotz seien die Bewertungen zum Teil bereits erhöht, so dass die zukünftigen Ertragserwartungen inzwischen geringer ausfallen würden. Mit Blick auf die Rentenmärkte sieht Tilmann Galler das Hochzinssegment im Vorteil gegenüber qualitativ hochwertigeren Investment-Grade-Anleihen. „Die Risikoaufschläge im Investment-Grade-Bereich sind weiterhin auf einem sehr durchschnittlichen Niveau, so dass das Risiko-Rendite-Profil in diesem Segment nicht sehr attraktiv ist“, stellt Galler fest. Die Ausfallquoten bei Hochzinsanleihen sind dagegen weiterhin relativ moderat mit derzeit rund 1,8 Prozent. Im Lauf des Jahres dürfte die Ausfallquote nach Meinung von Tilmann Galler sogar auf unter 1 Prozent fallen.

Anleger sollten sich angesichts zunehmender Unsicherheiten an den Märkten jedoch möglichst breit diversifiziert aufstellen. Es sei angebracht, in Zukunft stärker auf Substanzaktien- sowie ertrags- und ausschüttungsorienterte Income-Strategien zu setzen, und dafür Positionen im Wachstumsbereich und bei den Small-Caps zu reduzieren.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Auswirkungen auf Unternehmen mit Pensionsverpflichtungen

 

Notenbanken agieren in der Regel unaufgeregt und bereiten die Märkte schonend und langfristig auf Änderungen ihrer Geldpolitik vor. Für das erste Quartal 2019 ergibt sich jedoch eine dramatische Neuausrichtung: Die Europäische Zentralbank (EZB) schließt Zinserhöhungen für das laufende Jahr aus und verschiebt damit die Abkehr von der Nullzinspolitik. Auch die amerikanische Notenbank FED sagt zusätzliche Erhöhungen bis auf weiteres ab. Michael Hoppstädter, Geschäftsführer der Longial GmbH, informiert darüber, welche Auswirkungen diese Entwicklung für Unternehmen mit Pensionszusagen hat und was sie tun können.

Rahmenbedingungen für Pensionsverpflichtungen

Hat ein Unternehmen seinen Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt und steht es für diese unmittelbar ein (sogenannte Direktzusagen), muss es für die eingegangenen Verpflichtungen Rückstellungen bilden. Deren Höhe ist abhängig vom zugrunde liegenden Abzinsungsfaktor, mit dem die künftigen Verpflichtungen auf den Bilanzstichtag abgezinst werden. Der Zins bemisst sich nach den einschlägigen Rechnungslegungsstandards, die sich im Wesentlichen an der Rendite von Unternehmensanleihen orientieren, und wird damit indirekt von der Geldpolitik der Zentralbanken bestimmt. Die Faustformel ist dabei: Je niedriger der Zins, desto höher die Rückstellung. „Über die letzten Monate war, wenn auch auf niedrigem Niveau, zumindest eine langsame, aber kontinuierliche Erholung zu beobachten. Durch das Beibehalten der Nullzinspolitik kippt diese Entwicklung und die Renditen befinden sich im freien Fall“, so Michael Hoppstädter.

Konkrete Auswirkungen für IFRS- und HGB-Bilanzierer

Unmittelbar sind Unternehmen betroffen, die nach internationalen Standards wie dem IFRS bilanzieren. Anleiherenditen schlagen sich direkt im Zins nieder. Seit Beginn des Jahres hat sich für typische Bestände von mittlerer Kapitalbindungsdauer das Zinsniveau von ca. 2 auf 1,50 Prozent reduziert. „Das hat für viele Unternehmen den Anstieg der Pensionsverpflichtungen von 10 bis 15 Prozent innerhalb des ersten Quartals 2019 zur Folge“, erläutert der Longial Geschäftsführer. „Es ist nicht auszuschließen, dass es im Laufe des Jahres zu einem weiteren Anstieg kommt.“ Aber auch Unternehmen, die nach Handelsgesetzbuch (HGB) bilanzieren, bekommen die Auswirkungen zu spüren: Der Zins für die Pensionsrückstellungen wird hier als Zehnjahresdurchschnitt der Anleiherenditen ermittelt. Das seit Jahren niedrige Renditeniveau führt zu einem Nachlaufeffekt, der sogenannten Zinsschmelze. Das bedeutet: Der Rechnungszins fällt kontinuierlich und sorgt für Zusatzbelastungen – Zinsänderungseffekte – in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Für gewöhnlich werden kurzfristige Marktschwankungen durch den langfristigen Zinsdurchschnitt ausgeglichen. Dadurch bleibt die Entwicklung gut planbar. „Dies ist durch die aktuellen Entscheidungen der EZB aber nun anders: Die Verwerfungen sind so deutlich, dass sie trotz allem unmittelbar spürbar sind. So hat sich die Erwartung für den HGB-Zins zum Ende 2019 in den ersten drei Monaten von 2,80 auf 2,75 Prozent eingetrübt, was einen Anstieg nur des Zinsänderungseffekts für 2019 von etwa 12 Prozent nach sich zieht. Konkret bedeutet das bei Pensionsverpflichtungen von 1 Mio. Euro einen Anstieg des erwarteten Zinsänderungseffekts von rund 65.000 Euro auf 73.000 Euro“, so der Longial Experte. Für die folgenden Jahre ist die Entwicklung noch dramatischer: In den kommenden drei Jahren ist für die bislang geplanten Zinsänderungseffekte ein zusätzlicher Anstieg von rund 20 Prozent zu erwarten. Für den längerfristigen Zeitraum, ab 2022, war bisher von einer Entspannung auszugehen. Diese Prognose ist nun hinfällig, denn die bislang geplanten Zinsänderungseffekte werden sich mehr als verdoppeln – mit den entsprechenden Auswirkungen auf die GuV.

Was tun?

„Wer bisher gehofft hatte, das Thema Zinsschmelze aussitzen zu können, wird nun endgültig eines Besseren belehrt. Unternehmen, die auf diese Entwicklung nicht reagieren, werden voraussichtlich noch über Jahre mit erheblichen Zusatzaufwänden in ihren Bilanzen belastet“, weiß Hoppstädter. Auch der Effekt aus der HGB-Reform im Jahr 2016 ist weitgehend verpufft. In der vagen Hoffnung, die Zinsen würden wieder steigen, hat die Regierung den Zins für die Pensionsrückstellungen von einem Sieben- auf einen Zehnjahresdurchschnitt angehoben. Folge: Die Unternehmen müssen die in 2016 und 2017 eingesparten Aufwände nun über die kommenden Jahre sukzessive nachholen. Optionen zur Vermeidung der Zinsschmelze sind jedoch durchaus vorhanden. „Lagern Unternehmen ihre Direktzusagen zum Beispiel auf einen Pensionsfonds aus, ist die Versorgungszusage aus dem Einflussbereich des Unternehmens herausgelöst und Zinseffekte können vollständig vermieden werden“, so der Longial Geschäftsführer. Vermeiden lassen sich die Aufwände auch durch eine kongruente Rückdeckung der Direktzusagen. „Versicherung und Direktzusage bilden dann eine Werteinheit und die Rückstellungen werden von den Zinsentwicklungen an den Kapitalmärkten abgekoppelt. Voraussetzung für die kongruente Rückdeckung ist aber häufig eine Neuordnung der Altersversorgung.“

 

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NN IP-Marktkommentar

 

Analysen von NN Investment Partners (NN IP) deuten darauf hin, dass der Abwärtstrend bei den globalen Gewinnerwartungen für 2019 nachlässt. Für das Gesamtjahr liegt das erwartete Gewinnwachstum derzeit bei 4,3%, gegenüber 10% im Oktober vergangenen Jahres. Unsere Analysen deuten darauf hin, dass die deutlichsten Korrekturen hinter uns liegen dürften.

Obwohl immer im negativen Bereich, hat der Unterschied zwischen der Anzahl an Analysten, die ihre Prognosen anheben, und denjenigen, die ihre Prognosen senken, im Januar mit -0,4 seinen Tiefpunkt erreicht und sich seitdem verbessert. Auf einer Skala von -1 bis +1 (wobei ein Wert von 0 eine gleiche Anzahl von Anhebungen und Senkungen darstellt) liegt er aktuell bei -0,2.

Diese Wende deckt sich mit einer Kurserholung von 15% bei globalen Aktien seit Jahresbeginn. NN IP führt diese Rallye jedoch weniger auf die gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Dynamik zurück als vielmehr auf die veränderte Denkweise der Anleger. Sie haben ihre übertriebenen Rezessionsängste hinter sich gelassen und hoffen nun auf eine Erholung ab der zweiten Jahreshälfte 2019, zumal in China und der Eurozone zuletzt positive Signale zu erkennen waren.

Patrick Moonen, Chefstratege Multi Asset bei NN Investment Partners: „In der Eurozone wird die Inlandsnachfrage durch den robusten Arbeitsmarkt gestützt, und es wird eine gewisse finanzpolitische Lockerung erwartet. Dieser Stimmungsumschwung wird durch die gemäßigtere Tonlage der Zentralbanken verstärkt, die ein Abwärtsrisiko aufgrund politischer Unsicherheit erkennen. Weitere positive Faktoren sind die anhaltenden Konjunkturmaßnahmen in China und die ermutigenden Nachrichten bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Doch von all diesen Faktoren ist die gemäßigtere Tonlage der Zentralbanken vermutlich der relevanteste.“

Aufgrund einer Erholung des Ölpreises nach der Anfang Dezember von der OPEC+ durchgesetzten Produktionskürzung, Gesprächen über weitere Kürzungen in Russland und einer neuen Runde von US-Sanktionen gegen den Iran gewichten die Multi-Asset-Strategien von NN IP derzeit zyklische Rohstoffunternehmen über.

Patrick Moonen: „Öl ist nicht nur für den Energiesektor, sondern auch für den Werkstoffsektor ein wichtiger Treiber, der auch von den politischen Stimulusmaßnahmen Chinas profitieren wird.“

Das gesamtwirtschaftliche Basisszenario von NN IP für dieses Jahr geht von einer Erholung des globalen Wachstums in der zweiten Jahreshälfte aus. Das Szenario basiert auf der Annahme, dass die Handelsrisiken und andere politische Unwägbarkeiten abnehmen, sowie auf der Stärke der heimischen Märkte. Diese konstruktiven Aussichten werden durch die Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China bis Ende April untermauert, das die Unsicherheit der Anleger über das Wachstum des Welthandels beseitigen würde. Rohstoffe dürften zudem von der positiven Angebotsdynamik und den chinesischen Konjunkturmaßnahmen profi-tieren, die sich in den kommenden Monaten voraussichtlich fortsetzen werden.

 

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J.P. Morgan AM: Zentralbanken verlängern Zyklus – Bis Anfang 2020 ist nicht mit einer Rezession zu rechnen

 

Laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management hat sich mit dem jüngsten Kurswechsel der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Wahrscheinlichkeit einer weichen Landung der globalen Wirtschaft erhöht und die spätzyklische Erholung dürfte sich ausweiten. „Die unmissverständliche Abkehr der Fed von ihrem dreijährigen Straffungskurs hat nicht nur dafür gesorgt, dass die US-Leitzinsen unverändert bleiben. Mit ihrem überraschend detaillierten Plan für das Ende des Bilanzabbaus bestätigt die Fed zudem ihre zurückhaltende Ausrichtung der letzten Monate. Auch andere Zentralbanken folgten, nachdem die US-Notenbank den ersten Schritt gemacht hatte, und halten ebenfalls an ihrem expansiven Kurs fest. Was will man als Anleiheninvestor mehr?“, sagt Iain Stealey, International Chief Investment Officer des Fixed Income, Currency & Commodities Teams von J.P. Morgan Asset Management. Die eigentliche Arbeit beginnt laut dem Experten aber erst jetzt. „Sollten Anleger nun dem Anleihemarkt hinterherjagen, mit seinen flachen Zinskurven und engeren Risikoaufschlägen? Oder sollte man auf eine Konsolidierung warten und hoffen, dass man den Einstieg schafft, solange die hohen Barbestände noch nicht abgebaut sind?“ Stealey betont, dass er den Anleihemarkt wieder positiv einschätzt und nach jedem Renditeanstieg und nach jeder Ausweitung der Credit-Spreads auf der Käuferseite war: „Das Glas ist nicht halb leer, sondern halb voll“, unterstreicht er und stellt drei Anlageideen vor, die derzeit zu seinen Favoriten gehören.

  1. Vom US-Konsum profitieren: „Das Verbrauchervertrauen in den USA ist zwar nicht mehr auf dem Rekordstand vom Oktober 2018, liegt aber immer noch über dem Zehnjahresdurchschnitt. Diese Konsumfreudigkeit lässt sich für das Anleihenportfolio nutzen – beispielsweise mit US-amerikanischen Verbriefungen mit kurzer Duration. Bei diesen Verbriefungen hängt das Kreditrisiko von der Fähigkeit der Verbraucher zur Rückzahlung ihrer Haushaltskredite ab. Der Sektor bietet eine attraktive Kombination aus Zinsvorteilen, die auf Indexebene drei Prozent betragen, verbunden mit beschränkter Duration (2 Jahre auf Indexebene, Quelle: Bloomberg). Dazu kommt eine gute Diversifizierung der Unternehmensallokationen und verbrieften hypothekenbesicherten Anleihen. Ein interessanter Sektor in dieser Anlageklasse ist die Verbriefung von KFZ-Krediten: Die Fundamentaldaten überzeugen nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass 85 Prozent der Arbeitnehmer in den USA ein Auto benötigen, um zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen: Laut den Daten des US Census Bureau (Stand 12/2017) betrifft dies rund 117 Millionen Pendler und annähernd 14 Millionen Mitglieder von Fahrgemeinschaften.
  1. Attraktive Risikoaufschläge auf US-Hochzinsanleihen nutzen: Trotz der guten Entwicklung von Risikoanlagen seit Jahresbeginn machen Hochzinsanleihen von US-Unternehmen einen attraktiven Eindruck. Da die Ausfallquoten erwartungsgemäß niedrig ausfallen sollten und die Rezessionsrisiken abflauen, müsste dieser Markt von weiteren Zuflüssen profitieren. Die sogenannten „Rising Stars“, also auf das Qualitätsrating „Investment Grade“ hochgestufte Unternehmen, überflügeln die „Fallen Angels“, die ihr Qualitätsrating verloren haben – auch dies lässt auf robuste Fundamentaldaten schließen. Nicht zuletzt sind die technischen Faktoren günstig mit verhaltener Emissionsaktivität bei stark gestiegener Nachfrage 2019. Als interessanten Sektor haben wir den „Megatrend Gesundheit“ mit positiven fundamentale Trends aufgrund der alternden Bevölkerung identifiziert. Unternehmen in diesem Sektor profitieren davon, dass sich das regulatorische Umfeld stabilisiert. Im Dienstleistungssektor etablieren sich vielfach kostengünstige Alternativen, was sich positiv auf die Kostenbasis der Unternehmen auswirkt.
  1. Mit Schwellenländeranleihen in Lokalwährung auf Lokalmatadore setzen: Im letzten Jahr waren die USA mit Wachstum über dem Trend die Ausnahme, während der Aufschwung in anderen Regionen an Fahrt verlor. Die restriktivere US-Geldpolitik stärkte den US-Dollar, was sich auf Schwellenländeranleihen negativ auswirkte. Das Ausmaß des daraufhin erfolgenden Abverkaufs war unseres Erachtens übertrieben. Inzwischen machen die Renditen im Verhältnis zu den Fundamentaldaten in ausgewählten Ländern einen vielversprechenden Eindruck. Des Weiteren zeigt der Richtungswechsel der Fed in diesem Jahr, dass der Zinserhöhungszyklus in den USA unerwartet früh unterbrochen wird. Davon sollten die Schwellenländer profitieren. Ein Land, das wir derzeit favorisieren, ist Indonesien: Dank kräftigem Wachstum und einer stabilen Inflation, leitete die Zentralbank einen Zinsanhebungszyklus ein, der kurz vor seinem Höchststand ist. Wir rechnen künftig mit einer geldpolitischen Lockerung, was sich positiv für den Anleihenmarkt auswirken sollte. Auch die Fiskalpolitik wurde von der Regierung gut gemanagt.“

Dank Flexibilität für Überraschungen gerüstet

Der Markt ging davon aus, dass die US-Notenbank auch im Jahr 2019 und sogar noch Anfang 2020 an ihren Zinserhöhungen festhalten würde. Diese Erwartung, gepaart mit dem Bilanzabbau und der restriktiven Rhetorik vieler anderer Zentralbanken, deutete darauf hin, dass die Renditen steigen und die Kredit-Spreads sich ausweiten sollten. Da die Anleger die erwartete Krise geduldig aussaßen, flossen Gelder in Anleihenfonds, die Liquiditätsstrategien, eine kurze Duration sowie Absolute-Return-Strategien verfolgen. Die abrupte Kehrtwende der US-Notenbank und anderer Zentralbanken traf den Markt unvorbereitet. Während das bereits in Anleihen angelegte Geld Short-Positionen eindeckte, wurden die vorhandenen Barbestände noch nicht ernsthaft auf den Markt gebracht. „Ab einem gewissen Punkt dürfte die neue Realität hingenommen werden müssen: Es ist an der Zeit, die Anleihenmanager wieder mit offenen Armen zu empfangen“, unterstreicht Stealey.

Um für die anhaltenden Herausforderungen der globalen Anleihemärkten gerüstet zu sein, sollten laut Iain Stealey alle Anleihenmarktsegmente in die Allokation einbezogen werden. Mittels eines benchmarkunabhängigen Ansatzes ist es möglich, von möglichst vielen Chancen aus dem gesamten Anlageuniversum zu profitieren. Seit mehr als sechs Jahren nutzt der JPMorgan Funds – Global Bond Opportunities Fund, den Stealey gemeinsam mit Robert Michele managt, eine solche Strategie. Das breit diversifizierte Portfolio kombiniert dynamisch alle Anleihenmarktsegmente. Eine klassische Benchmark nutzt das Management nicht, sondern setzt auf aktives Durationsmanagement, um die Sensibilität des Portfolios gegenüber Zinsänderungen anzupassen und auf Veränderungen im Wirtschaftsumfeld und in den Marktbedingungen einzustellen. Hinzu kommt ein mehrdimensionaler Ansatz für das Risikomanagement: Das Portfolio wird einerseits breit diversifiziert und gleichzeitig wird die Korrelation im Hinblick auf verschiedene Faktoren wie Veränderung der Marktzinsen, Wechselkurse und Kreditspreads kontrolliert.

Informationen zum JPMorgan Funds – Global Bond Opportunities Fund

ISIN Anteilklasse A (acc) USD: LU0867954264 / WKN A1KA5L

ISIN Anteilklasse A (acc) EUR (hedged): LU0890597635 / WKN A1KC0A

Benchmark: Barclays Multiverse Index (Total Return Gross)

Portfoliomanager: Iain Stealey und Robert Michele

Auflegungsdatum: 22. Februar 2013

Fondsvolumen: 4,67 Mrd. US-Dollar (Stand: 05.04.2019)

 

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Um die Partner und Kunden dauerhaft bestmöglich mit einem umfassenden Fondsangebot gemäß ihrer Wünsche bedienen zu können, setzt ebase auf einen deutlichen Ausbau des Angebotes an Exchange Traded Funds (ETFs) und stellt zudem auf ein Marktpreismodell um

 

„Der Trend hin zu ETFs sowohl bei Privatanlegern als auch bei institutionellen Investoren ist im Fondsgeschäft sicherlich einer der ausgeprägtesten innerhalb der letzten Jahre. Auch zukünftig ist davon auszugehen, dass die Nachfrage noch weiter zunehmen wird“, kommentiert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase. Bei den ebase Kunden liegen die ETF-Käufe seit mehreren Jahren – ungeachtet zwischenzeitlich turbulenter Marktphasen – kontinuierlich deutlich über den Verkäufen. Daher hat ebase im April einen weiteren Ausbau des bereits aktuell mehr als 450 Fonds umfassenden ETF-Angebots eingeleitet, um das für die Kunden zur Verfügung stehende Anlageuniversum weiter zu ergänzen. „Wir planen, das Angebot kurzfristig auf knapp 650 ETFs zu vergrößern, mittelfristig ist es das Ziel, rund 1.300 ETFs über ebase handeln zu können“, präzisiert Geyer. Neben der größeren Produktvielfalt wird auch die Zahl der ETF-Anbieter mehr als verdoppelt werden. So werden zusätzlich zu den bisher fünf ETF-Anbietern zukünftig auch ETFs weiterer KVGen, wie beispielsweise Amundi, Invesco, State Street, UBS und Vanguard bei ebase handelbar sein.

Das breite Leistungsangebot wird dabei auch zukünftig für die gesamte Produktpalette für Privat- und Firmenkunden sowie institutionelle Anleger nutzbar sein. Für das gesamte ETF-Universum stehen die Möglichkeiten für Einmalanlagen und Spar- sowie Entnahmepläne zur Verfügung. Auch das Angebot zum VL-Sparen mit ETFs, was in Deutschland aktuell ausschließlich von ebase direkt oder über Kooperationspartner angeboten wird, profitiert von der Umstellung, wobei die bereits heute sehr große ETF-Auswahl noch weiter wächst.

Im Bereich Firmenkunden können ETFs weiterhin sowohl in der bAV mit Fondsrückdeckung als auch in der Anlage von Betriebsvermögen eingesetzt werden. Zudem nimmt im Zuge dessen die Auswahl für die Manager der Vermögensverwaltungsangebote der ebase weiter zu. Bei institutionellen Kunden wird das vergrößerte ETF-Universum aktuell insbesondere von Versicherungen nachgefragt. Dabei können sowohl Stück- als auch Nominalorders mit sechs Nachkommastellen abgerechnet werden. „Beim Ausbau des über ebase verfügbaren ETF-Spektrums haben wir großen Wert darauf gelegt, dass nicht nur mehr Fonds angeboten werden, sondern auch der bestehende umfangreiche Leistungsumfang, der von den Kunden sehr geschätzt wird, weiterhin für das gesamte Angebot verfügbar ist“, ergänzt Geyer.

Im Zuge der Angebotserweiterung wurde im April auch auf ein Marktpreismodell umgestellt, wodurch sich der Handel und die Abwicklung sowie auch die Kostenstrukturen für die Kunden verändern. Anders als in der Vergangenheit werden die ETFs nicht mehr direkt über die KVGen zum Net Asset Value (NAV) des Fonds gehandelt, sondern über die Kursstellung eines Marketmakers im außerbörslichen Handel. Dabei fällt, wie vom Handel mit Aktien an der Börse bekannt, nun ein Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs an. Die bisher bei ETF-Käufen und -Verkäufen fälligen Additional Trading Costs (ATC) entfallen. Das Angebot richtet sich dabei weiterhin an Anleger und nicht an Day Trader, da die Orders auch zukünftig nur einmal täglich ausgeführt werden. „Mit der Umstellung auf ein Marktpreismodell und der Abkehr von den Additional Trading Costs konnte das Angebot dem Kundenwunsch entsprechend deutlich verbessert werden“, ergänzt Geyer.

 

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European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard­Reitzner­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Zusätzlich thesaurierende Anteilklasse („acc“) für Ultra-Short Income Funds gelauncht

 

J.P. Morgan Asset Management baut das Angebot der BetaBuilders ETFs aus und hat am 10. April den JPM BetaBuilders US Equity UCITS ETF aufgelegt. Der Fonds bietet Anlegern einen kostengünstigen Zugang zum breiten US-Aktienmarkt und ist in einer thesaurierenden Anteilklasse (Ticker: BBUS) und einer ausschüttenden Anteilklasse (Ticker: BBUD) verfügbar. Die in Irland domizilierten ETFs werden an der Deutschen Börse Xetra, der London Stock Exchange (LSE) und der Borsa Italiana gehandelt.

Das Management des JPM BetaBuilders US Equity UCITS ETF übernimmt ein erfahrenes Team mit langjähriger Erfolgsbilanz im Management von marktkapitalisierungsbasierten Aktienstrategien. Das Portfolio ermöglicht ein Investment in US-Aktien mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung und ist damit vergleichbar mit anderen, häufig genutzten und auf Marktkapitalisierung beruhenden Indizes. Ziel ist es, Anlageergebnisse zu erzielen, die weitgehend dem US Target Market Exposure Index℠ von Morningstar entsprechen. Sowohl der BBUS als auch der BBUD haben eine Gesamtkostenquote (TER) von 4 Basispunkten.

„Mit dem neuen Angebot möchten wir Anlegern und Vermögensverwaltern einen effizienteren Zugang zu US-Aktien in einem zunehmend unüberschaubaren Markt ermöglichen. Unsere BetaBuilders ETF-Palette umfasst verschiedene Beta-Bausteine, die einfach und unkompliziert sowie preislich an die heutigen Marktbedingungen angepasst sind,“ betont Bryon Lake, Head of International ETFs bei J.P. Morgan Asset Management.

Neue thesaurierende Anteilklasse

Ebenfalls seit dem 10. April ist eine thesaurierenden Anteilklasse des JPM USD Ultra-Short Income UCITS ETF (Ticker: JPPA) an der Deutschen Börse Xetra gelistet. Diese ist in Irland domiziliert und wurde aufgrund der Kundennachfrage aufgelegt. Die Gesamtkostenquote (TER) des JPPA beträgt 18 Basispunkte.

 

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