Mit dem G&W – DYNAMIC ALLOCATION – FONDS hat die als Risikomanager bekannte GROHMANN & WEINRAUTER Institutional Asset Management GmbH (G&W-IAM) den ersten Fonds mit einer Konzentration auf das «Chancenmanagement» aufgelegt.

 

Der Fokus liegt auf Aktien mit einer besonders dynamischen Aufwärtsbewegung (Momentum). Selektiert werden Titel, die stärker steigen als der Markt. Dabei wendet G&W-IAM ein bereits in drei Investmentfonds bewährtes Konzept an, das in Zusammenarbeit mit der zur G&W-Gruppe gehörenden ABSOLUTE INVESTMENTS RESEARCH CENTER GmbH (AIRC) vor fünf Jahren entwickelt wurde. Die Titelauswahl erfolgt durch ein Quant-Modell mit Algorithmen, die eigens für den Einsatz in den G&W-Fonds zusammengestellt wurden. Dadurch wird frei von menschlichen Emotionen agiert. Auf das Risikomanagement der Aktien und Währungen verzichtet der Königsteiner Asset Manager in diesem Fonds.

«Nach unserem Projekt ‚Qantensprung‘, in dem wir das Potenzial des Chancenmanagements in der Verknüpfung mit dem Risikomanagement für uns entdeckt haben, wurden wir in vielen Gesprächen von unseren Kunden gefragt, welchen Anteil die ‚Performance-Engine‘ am Gesamtfondsergebnis hat, also das reine Aktienportfolio ohne Risikomanagement. Diese Zahlen wurden immer wieder als so interessant angesehen, dass wir schließlich dem Wunsch unserer Kunden gefolgt sind und eine Fondsauflage als Leistungsnachweis für G&W im Chancenmanagement auf den Weg gebracht haben», sagt Martin Weinrauter, Geschäftsführer der G&W-IAM.

Der Fonds verfolgt das Ziel, in den langfristigen Aufwärtstrends der globalen Aktienmärkte eine Outperformance zu erzielen. In Abwärtstrends soll die Performance des Portfolios mithilfe der Strategie nicht unterhalb der Marktentwicklung liegen.

Um diese Anlageziele zu erreichen, investiert der Fonds stets zu annähernd 100 % in Aktien aus Deutschland, den USA und Australien. Die durchschnittliche Haltedauer der Aktien im Portfolio ist auf etwa vier bis fünf Monate ausgelegt, um in einem dynamischen Investitionsrhythmus höhere Erträge erwirtschaften zu können als der weltweite Aktienmarkt. Der Austausch von Aktien erfolgt monatlich und in schwachen Börsenphasen systematisch in die verbleibenden Aktien des Marktes mit positiver Wertentwicklung oder in Aktien mit relativ geringen Kursverlusten.

Bei Auflage im Juli 2019 war der Fonds in 44 Einzelwerte investiert. Gekauft wurden insgesamt 15 HDAX-Titel, 15 Aktien aus dem NASDAQ 100 sowie 14 Titel aus dem australischen ASX 100 in den lokalen Währungen EUR, USD und AUD. Der Ausgabeaufschlag beträgt bis zu 4%, die Verwaltungsvergütung 1,65% p.a. Ab einer Wertentwicklung von mehr als 10% (Hurdle Rate[2]) im Geschäftsjahr des Fonds wird eine erfolgsabhängige Vergütung von 10% auf die über dieser Hurdle Rate liegende Wertentwicklung berechnet. «Uns ist in Deutschland kein Fonds bekannt, der mit einer höheren Hurdle Rate und einer niedrigeren erfolgsabhängigen Vergütung rechnet», kommentiert Martin Weinrauter. Die Verwahrstellengebühr beträgt 0,1%. Der Fonds ist zum Vertrieb in Deutschland zugelassen. Als Kapitalverwaltungsgesellschaft fungiert HANSAINVEST.

 

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GROHMANN & WEINRAUTER Institutional Asset Management GmbH, Grohmann & Weinrauter VermögensManagement GmbH, Altkönigstr. 8, D-61462 Königstein im Taunus, Tel:+49 6174 9377 50, www.grohmann-weinrauter.de

Aberdeen Standard Kommentar

 

Daten zeigen, dass die Umsätze von Familienunternehmen schneller gewachsen und ihre Gewinne höher ausgefallen sind. Welche Gründe lassen sich hierfür benennen und welchen Risiken gilt es im Hinblick auf Familienunternehmen dennoch vorzubeugen? Dieser Frage geht Angus Tester, Investment Manager European Equities bei Aberdeen Standard Investments, nach:

„Auf den ersten Blick scheinen L’Oreal, Atlas Copco und Heineken wenig gemeinsam zu haben. Gleichwohl sind sie drei von vielen tausend Aktiengesellschaften, deren Gründerfamilie ihr größter Aktionär ist. Als Aktienanleger erhält man die Möglichkeit, Teil dieser Familien zu werden. Bevor das geistige Auge das Bild von Geschwistern heraufbeschwört, die sich über einen Konferenztisch hinweg streiten, werfen wir lieber einen Blick auf Daten der Credit Suisse. Aus ihnen geht nämlich hervor, dass Familienunternehmen den breiteren Aktienmarkt seit 2006 um 3% pro Jahr übertroffen haben. Definiert werden sie als Firmen, an denen die Gründerfamilie mindestens 20% der Aktien oder Stimmrechte hält. Ferner zeigen die Daten, dass die Umsätze dieser Unternehmen schneller gewachsen und ihre Gewinne höher ausgefallen sind, während ihre Verschuldung verglichen mit dem Gesamtmarkt geringer war. Was kann der Grund dafür sein?

Ein auf der Hand liegender Vorteil ist die Fähigkeit und Bereitschaft gut geführter Familienunternehmen, langfristig zu denken und zu handeln. Damit erweisen sie sich häufig als besonders attraktive Anlagechance in Zeiten von Marktstress, wenn sich die Konjunktur abkühlt, die Nachfrage sinkt und die Vermögenspreise im Keller sind. Ein in Generationen statt in Quartalen gemessener Zeithorizont und die mit nachhaltig starken Bilanzen einhergehende finanzielle Flexibilität sorgen für die nötigen Mittel, um Warren Buffetts berühmtem Ratschlag folgen zu können: „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“ Ein Paradebeispiel liefert die Übernahme der Edwards Group durch Atlas Copco im Jahr 2013. Edwards stellt Vakuumpumpen hauptsächlich für die Halbleiterindustrie her, die sich 2013 mit einem massiven Abschwung konfrontiert sah. In einer schwierigen Phase für die Branche konnte Atlas Copco das Unternehmen zu einem Schnäppchenpreis übernehmen. Parallel zum starken Wachstum der Halbleiterindustrie hat sich auch die Nachfrage nach den Produkten von Edwards seither kräftig erholt und den Aktionären von Atlas Copco einen beachtlichen Wertzuwachs beschert.

Ein weiterer Vorteil eines gut geführten Familienunternehmens: Bei ihnen ist das „Prinzipal-Agent-Dilemma“ weniger stark ausgeprägt. Es ergibt sich aus dem Konflikt zwischen einem Prinzipal (bei einer Aktiengesellschaft die Aktionäre) und einem Agenten (das Management), wobei Ersterer nicht über die gesamten Informationen darüber verfügt, wie sich der Agent verhalten wird. Zudem sind die Interessen von Agent und Prinzipal möglicherweise nicht deckungsgleich. In nicht familiengeführten Unternehmen werden deshalb mitunter komplizierte und komplexe Vergütungssysteme entwickelt, um die Interessen von Aktionären und Managern in Einklang zu bringen. Einige, aber bei Weitem nicht alle, sind erfolgreich bei der Auswahl von Entscheidern, die wie Eigentümer denken und langfristig die Wertschöpfung maximieren. Es versteht sich von selbst, dass bei einem Familienunternehmen die Gefahr geringer ist, dass das Management nicht wie ein Eigentümer denkt. Nehmen wir als Beispiel L’Oréal, bei dem die Gründerfamilie Bettencourt drei Sitze im Vorstand innehat. Diese garantieren einen stetigen Informationsfluss zwischen Firmenleitung und Aktionären und stellen sicher, dass die Interessen beider übereinstimmen.

Aber nicht in allen Familien geht es einvernehmlich zu. Deshalb ist es wichtig, die Beweggründe der potenziellen Verwandten zu kennen. Am Beispiel der internationalen Supermarktkette Casino wird deutlich, was schief gehen kann, wenn Minderheitsaktionäre und die Eigentümerfamilie unterschiedliche Interessen verfolgen. Die 51%-Beteiligung der Naouri-Familie an Casino hält Erstere über Aktien der hoch verschuldeten Holdinggesellschaft Rallye. Diese wiederum ist auf die Dividende von Casino angewiesen, um ihre Kredite bedienen zu können. 2015 nahm Casino Schulden auf, um eine Dividende ausschütten zu können. Statt die Dividende zu kürzen und Rallye in den Konkurs zu treiben, verscherbelte Casino sein Tafelsilber aus Vietnam und Thailand, den zum damaligen Zeitpunkt wachstumsstärksten und rentabelsten Ländern im Portfolio von Casino. Rallye verschaffte das zwar eine gewisse Verschnaufpause, beeinträchtigte aber das Potenzial und den Wert von Casino nachhaltig. Im vergangenen Monat hat Casino schließlich doch noch die Dividende gekürzt, so dass Rallye Insolvenzschutz beantragen musste. Dem waren jedoch erhebliche Verluste für die Aktionäre vorausgegangen.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Risiken, denen Minderheitsaktionäre bei Familienunternehmen ausgesetzt sind. So dachte der Fiat-Gründer Giovanni Agnelli, die ideale Vorstandsgröße sei eine ungerade Zahl. Aber drei waren offensichtlich zu viel. Anleger können jedoch Unternehmen auftun, bei denen die strukturellen Vorteile des langfristigen Denkens solche Risiken überwiegen. Hierzu bedarf es regelmäßiger Treffen und eines aktiven Dialogs mit der Familie hinter dem Unternehmen, um deren Absichten zu verstehen und ihre Kapitalallokation und ihr Verhalten gegenüber anderen Aktionären unter die Lupe nehmen zu können. Bei solchen Firmen kann es sich lohnen, im Aktionärsregister als entfernter Verwandter geführt zu werden.“

 

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Aberdeen Standard Investments Deutschland AG, Bockenheimer Landstraße 25, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 768072-0, www.aberdeenstandard.com

Die Fonds des französischen Vermögensverwalters LFDE – La Financière de l’Echiquier haben sich im zweiten Quartal mehrheitlich positiv entwickelt und auch besser als die meisten Mitbewerber abgeschnitten.

 

Der Zeitraum zwischen April und Juni war an den Märkten durch zwei starke Monate und eine Schwächeperiode im Mai gekennzeichnet. Insgesamt setzte sich der Aufwärtstrend der internationalen Aktienindizes fort.

Mit Blick auf das zweite Halbjahr sieht Olivier de Berranger, Chief Investment Officer und Leiter des Portfoliomanagements von LFDE, weiterhin geopolitische Risiken mit dem anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und China, der mittlerweile das Vertrauen der privaten Haushalte und der Unternehmen belastet, dem bevorstehenden Brexit und einer möglichen Eskalation mit dem Iran. Von den Zentralbanken in den USA und Europa erwarten die Märkte ein beherztes Eingreifen mit Zinssenkungen sowie einer expansiven Geldpolitik. Für den Fall einer Marktkorrektur sind die Portfolios gut gerüstet.

Der Mittelwerte-Fonds Echiquier Agenor Mid Cap Europe (Anteil A) hat allein im zweiten Quartal ein Plus von 8,72 Prozent erzielt und schloss mit einem großen Vorsprung auf seinen Referenzindex, den MSCI Small Cap Europe (+1,35 %). Wie im ersten Quartal trugen die robusten erstklassigen Wachstumswerte infolge der günstigen Marktdynamik und durchweg unerwartet guter Unternehmensergebnisse zum positiven Abschneiden bei, darunter z. B. Sartorius mit plus 23 Prozent.

Im Berichtszeitraum wurden drei neue Positionen aufgebaut: Hexpol AB, ein Nischen-Marktführer im Bereich Polymer-Compoundings (Aufbereitung von Kunststoffen), der durch seine attraktive Bewertung überzeugt; Smiths Group, ein englischer Mischkonzern mit hochwertigen Assets, der sich wieder auf Wachstumskurs befindet und die Veräußerung seiner Medizinsparte beabsichtigt, und Technogym, ein weltweit führender Hersteller von Premium-Fitness-Geräten. Umgekehrt wurden eine Reihe von Aktien, wie z. B. Cellnex, reduziert, da sie seit Jahresbeginn sehr gut gelaufen waren und ihre Bewertungen allmählich ausgereizt sind.

Der auf nachhaltiges Investieren ausgerichtete Echiquier Major SRI Growth Europe schnitt im zweiten Quartal mit einem Plus von 7,2 Prozent (Anteil I) ebenfalls besonders gut ab und übertraf den Referenzindex MSCI Europe Net Return-Index um 4,2 Prozent. Dank seiner relativ defensiven Positionierung konnte sich der Fonds trotz der Korrektur Anfang Mai gut behaupten und in vollem Umfang vom Aufwärtstrend profitieren, der bei Wachstumswerten ausgeprägter war als bei Value-Titeln. Seit Jahresbeginn hat der Fonds 26,1 Prozent (Anteil I) zugelegt, der MSCI Europe Net Return-Index dagegen nur 16,2 Prozent. Der Fonds war wie bereits zum Jahresbeginn auch im gesamten Berichtsquartal zu 95 bis 100 Prozent investiert.

Die Positionierung des Fonds in eindeutigen Wachstumswerten, die rund 70 Prozent des Portfolios repräsentieren und relativ unabhängig vom Konjunkturzyklus sind, zahlte sich in hohem Maße aus. Im Quartalsverlauf leisteten 90 Prozent der Positionen positive Performance-Beiträge. Darunter war der spanische Telekombetreiber Cellnex (+24,4 %), der durch Verträge zum Betrieb von Mobilfunkmasten für positive Schlagzeilen sorgte. Der deutsche Software-Konzern SAP (+18,7 %), eine der größten Positionen im Fonds, legte gute Zahlen vor und erregte das Interesse des aktivistischen Investors Elliott. Der Luxusgüterhersteller LVMH (+15,5 %) verzeichnet keinen Rückgang in China und gibt sich in Bezug auf die Perspektiven der Branche optimistisch.

Der globale Aktienfonds Echiquier World Equity Growth konnte im zweiten Quartal den Referenzindex MSCI ACWI in zwei von drei Monaten übertreffen. In der ersten Jahreshälfte erzielte der Fonds in fünf von sechs Monaten eine Überperformance gegenüber der Benchmark und konnte seinen Vorsprung gegenüber dem Referenzindex ausbauen. Die Überperformance des Fonds war in erster Linie führenden Software-Unternehmen und digitalen Zahlungsdienstleistern zu verdanken, die allesamt zweistellige Kurszuwächse verzeichneten: Microsoft, Adobe, Visa und Mastercard.

Der strengen Verkaufsdisziplin folgend wurden im zweiten Quartal alle im ersten Quartal aufgebauten Positionen wieder aufgelöst. Im Falle des Zahlungsdienstleisters Paypal und des Medizintechnikherstellers Stryker sank das angestrebte Kurspotenzial für den Dreijahreszeitraum unter die erforderliche Schwelle von 15 Prozent. Beim chinesischen Spirituosenunternehmen Kweichow Moutai spielten Bedenken hinsichtlich ESG-Kriterien eine Rolle. Der Konzern errichtete eine Struktur aus verbundenen Unternehmen, die Minderheitsaktionäre unserer Ansicht nach benachteiligt und ein offensichtlicher Ausdruck schlechter Unternehmensführung ist. Auch Positionen in Caterpillar und Murata wurden im Berichtszeitraum aufgelöst, weil beide Unternehmen eine hohe Abhängigkeit vom Konjunkturzyklus aufweisen und sich die ungünstigeren makroökonomischen Bedingungen negativ auf die möglichen Kursziele auswirken. Ersetzt wurden beide Positionen durch den Medizintechnikhersteller Becton Dickinson und Blackrock, die günstige Einstiegsniveaus aufwiesen.

Zu Beginn des zweiten Halbjahres bleibt die Anlagestrategie unverändert: Wir setzen nach wie vor auf Anlagethemen wie Cloud Computing, transformative Unternehmen sowie eine Erholung der chinesischen Wirtschaft infolge der Konjunkturstützungsmaßnahmen der Regierung.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

La Financiere de l’Echiquier, Kapitalanlagegesellschaft mit AMF-Zulassung Nr. GP 91004, Bockenheimer Landstrasse 51-53,60325 Frankfurt am Main, Tel: 069 509 292 48/ 49, http://int.lfde.com/de/

PGIM Real Estate hat den European Core Diversified Property Fund (EuroCore) aufgelegt.

 

Das erste Closing des offenen, diversifizierten Immobilienfonds wurde mit Kapital von sechs institutionellen Investoren in Höhe von 304 Millionen Euro abgeschlossen. Der EuroCore investiert durch überwiegend defensive Core-Strategien in die europäischen Metropolregionen. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf Deutschland und Frankreich. Die Evergreen-Investmentstrategie des Fonds verfolgt dabei eine breite Diversifikation in alle Sektoren und gewichtet Wohnimmobilien über. Das Seed-Portfolio umfasst aktuell fünf Büro- und Logistikimmobilien in Frankreich und Deutschland, die repräsentativ für die Ausrichtung des Fonds auf nachhaltige Erträge und Wertsteigerung durch Wachstum des operativen Ertrags sind.

„Europa bietet aus unserer Sicht nach wie vor attraktive Investitionsmöglichkeiten – insbesondere in Büromärkten mit einer niedrigen Leerstandsquote und in Logistikimmobilien, die ein kurzfristiges Wachstumspotenzial bieten. Hinzu kommen Wohnungsmärkte, die Wachstum generieren können und gleichzeitig das Portfolio stabilisieren”, sagt Raimondo Amabile, Head of Europe für PGIM Real Estate.

Thomas Kallenbrunnen, Senior Portfolio Manager für die europäische Core-Strategie von PGIM Real Estate, fügt hinzu: „Durch das konsequente Anwenden unserer transparenten und defensiven globalen Investmentphilosophie auf den europäischen Markt streben wir eine langfristige Outperformance mit geringer Volatilität und Cashflow-Diversifikation an. Wir bedanken uns bei den Investoren des ersten Closings für ihr Vertrauen und werden hart dafür arbeiten, uns dieses nachhaltig und langfristig zu bestätigen.“

Der EuroCore wird Teil des neu geschaffenen Inrev-ODCE-Universums und PGIM Real Estate strebt an, zu dieser Transparenzinitiative im europäischen Core-Immobilienmarkt substanziell beizusteuern.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

PGIM Real Estate, Taunusanlage 18, 60325 Frankfurt, Tel: +49 69 244 341 600, www.pgimrealestate.com

Im ersten Halbjahr 2019 konnten alle Vermögensverwaltenden Kategorien, gemessen an den MMD-Indizes, positiv performen.

 

Ausschlaggebend dafür waren die guten Entwicklungen an den weltweiten Aktien- und Anleihemärkten. Der DAX konnte im ersten Halbjahr 17,42% hinzugewinnen. Der DJ EuroSTOXX 50P kam auf 18,32% und der MSCI World EUR GRTR auf 17,82%. Die deutschen Staatsanleihen erreichten, gemessen am REX Performance, 2,07%. Wie das Segment der Vermögensverwaltenden Fonds von der guten Marktentwicklung profitieren konnte, haben die Analysten von MMD anhand von rund 1.300 Vermögensverwaltenden Fonds untersucht.

  • Vermögensverwaltenden (VV-) Fonds konnten dem Anspruch solider Performance bei vermindertem Risiko gerecht werden
  • Durchschnittliche Wertentwicklung der untersuchten VV-Fonds im 1. Halbjahr: 8,01%
  • maximale Verluste im Durchschnitt für alle VV-Kategorien niedriger als bei großen europäischen Vergleichsindizes

Entwicklung der Finanzmärkte

Nach dem historisch schwachen Dezember 2018 konnten die Aktienmärkte im ersten Halbjahr satte Gewinne verzeichnen. Dabei war das politische Umfeld keineswegs positiv. Die Gefahren, die 2018 die Stimmung verhagelten, beherrschten auch im ersten Halbjahr 2019 das Marktgeschehen. So blieb der Handelsstreit zwischen den USA und China beziehungsweise Europa weiterhin einer der bestimmenden Faktoren – wobei eine Annäherung im Konflikt zwischen den USA und China von den Märkten honoriert wurde. Dennoch ist ein Ende des Handelsstreits noch nicht zu erkennen. Gleichzeitig sorgte eine schwächelnde Konjunktur für Ernüchterung an den Märkten und schürte Rezessionsängste. In der Folge fühlten sich die Zentralbanken verpflichtet die restriktiver werdende Geldpolitik vorerst zu stoppen und notfalls auch wieder zu lockern. Diese Entscheidung führte an den Aktienmärkten zu deutlichen Kurszuwächsen. In der EU ist zudem der Brexit ein nicht Enden wollendes Thema. Durch den Rücktritt von Premierministerin May und der Wahl des Brexit-Hardliners Boris Johnson, ist ein ungeordneter Brexit wahrscheinlicher geworden.

Aufgrund der bestehenden Gefahren, wie dem Handelsstreit oder dem No-Deal-Brexit, war auch die Nachfrage nach sicheren Geldanlagen hoch. Dadurch sind die Renditen im ersten Halbjahr gesunken und die Anleihekurse gestiegen. Auch das Aussetzen der Zinserhöhungen und erwartete Lockerungen der Geldpolitik durch die Zentralbanken wirkten unterstützend.

Entwicklung der Vermögensverwaltenden Fonds

Wie konnte das Segment der Vermögensverwaltenden Fonds das wirtschaftliche Umfeld nutzen?

„Die Vermögensverwaltenden Fonds konnten die positiven Entwicklungen nutzen und gute Renditen erzielen“, so Nicolai Bräutigam von der MMD Analyse & Advisory GmbH. Mit einer eigenen Datenbank und seinem Analyse-Instrumentarium ist das Arnsberger Research-und Beratungshaus seit Jahren auf das Produktsegment spezialisiert. Die Wertentwicklung der VV-Fonds, gemessen am MMD-Index All Fund, liegt für das erste Halbjahr 2019 bei 8,01%. Die VV-Fonds konnten sich durch aktives Risikomanagement auszeichnen und die maximalen Verluste im Vergleich zur Benchmark minimieren. „Die maximalen Draw-Downs, also der maximale Verlust in diesem Zeitraum, fällt bei allen vier Anlagestrategien niedrig aus“, so Bräutigam. Zum Vergleich: Der maximale Draw-Down bei den offensiven Anlagestrategien liegt im Schnitt bei -3,77%, während der Aktienindex DAX Verluste in Höhe von -5,53% hinnehmen musste.

Entwicklung der defensiven Vermögensverwaltenden Fonds

Die Bandbreiten in den Anlagestrategien vermitteln einen besseren Eindruck über die Wertentwicklungen. Während die beste Performance unter den defensiven Fonds 11,98% beträgt, konnte der schlechteste Fonds mit -0,03% knapp unterhalb der 0%-Marke performen. Der Median ist der Mittelwert, der die Messwerte „in der Mitte“ teilt, wenn man diese der Größe nach sortiert. 50% der Fonds haben eine höhere Wertentwicklung und 50% eine niedrigere Wertentwicklung, wodurch Ausreißer nach oben und nach unten nicht mehr (wie beim arithmetischen Mittelwert) ins Gewicht fallen. Somit konnten fast alle defensiven Vermögensverwaltenden Fonds ein positives Ergebnis ausweisen und nur ein Fonds verfehlte knapp ein positives Ergebnis im ersten Halbjahr.

Entwicklung der ausgewogenen und offensiven Vermögensverwaltenden Fonds

Aufgrund der höheren Aktienquote gegenüber der defensiven Kategorie waren die Performanceergebnisse in den Anlagestrategien Ausgewogen und Offensiv deutlich breiter gestreut. Bei der ausgewogenen Kategorie lagen die Performancewerte zwischen -3,23% und 15,72% und bei der Offensiven zwischen 0,91% und 20,93%. Die Medianwerte der beiden Kategorien wichen mit 7,70% für ausgewogen und 10,87% für die offensiven Fonds – wie zu erwarten war – voneinander ab. Bei den ausgewogenen Strategien liegen im Gegensatz zur Offensiven Kategorie mehrere Fonds  im negativen Bereich. Dennoch sind die positiven Anteile an der Gesamtheit der untersuchten Vermögensverwaltenden Fonds  mit 98,79% sehr hoch. Bei den offensiven Strategien konnten sogar alle VV-Fonds eine positive Performance ausweisen.

Entwicklung der flexiblen Vermögensverwaltenden Fonds

Bei der flexiblen Anlagestrategie konnten ebenfalls fast alle Fonds positiv performen. Nur ein Fonds beendete das erste Halbjahr negativ. Die Bandbreite der flexiblen Fonds reichte von -0,47% bis 27,86%. Der Medianwert lag bei 8,33%. Damit ist die absolute Spannbreite der Performancewerte in der flexiblen Strategie die Größte, wobei  im aktuellen Marktumfeld hauptsächlich Ausreißer nach oben zu beobachten sind.

VV-Fonds erzielen im Durchschnitt attraktive Renditen bei vermindertem Risiko

Die Entwicklung der Vermögensverwaltenden Fonds im ersten Halbjahr 2019 spiegelt die freundliche Stimmung der Aktien- und Anleihemärkte wieder. Nach der größtenteils negativen Entwicklung in 2018 – insbesondere im Dezember – haben die Vermögensverwaltenden Fonds ihre Linie wieder gefunden und konnten dem Versprechen solider Performance bei vermindertem Risiko größtenteils gerecht werden. Dennoch sollten die hier angegebenen Performancewerte nicht als Hauptkriterium für eine Investmententscheidung genutzt werden, warnt Bräutigam. In den oben angegebenen Tabellen sind unter den Spitzenplätzen viele Fonds vertreten die die hohe Performance unter ebenso hoher Schwankungsintensität, sprich Volatilität, erreicht haben. Diese liegt in einigen Fällen sogar über der Volatilität der Aktienindizes. Daher ist eine Berücksichtigung des Risikos für eine sachgerechte Bewertung essentiell und spiegelt sich auch in der Sharpe-Ratio (Überrendite gegenüber dem risikofreien Zinssatz im Verhältnis zum eingegangen Risiko) oder dem MMD-Ranking wider.

Zusätzlich sollten für eine leistungsgerechte Bewertung des Fondsmanagers die Produkte im Detail und über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet werden. Dabei können in einem ersten Schritt quantitative Rankings – wie dass MMD-Ranking – helfen, eine entsprechende Vorauswahl zu treffen. Aus der aktuellen MMD Analyse lässt sich die Relevanz längerfristiger quantitativer Rankings gut ableiten. Unter den Top-Fonds im ersten Halbjahr 2019 befinden sich einige Vermögensverwaltende Fonds, die in der längerfristigen Betrachtung zu den schwächeren der jeweiligen Kategorie gehören. Um sich ein gutes Gesamtbild zu verschaffen, müssen darüber hinaus der Anlageprozess und das Fondsmanagement qualitativ untersucht werden. Nur so lassen sich die Ergebnisse einordnen und die Managerleistung bewerten.

 

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Marktkommentar von Frank Häusler, Chief Strategist bei Vontobel Asset Management

 

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt hat, rückt nun die Sitzung der US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch in den Fokus der Marktteilnehmer.

In den USA wird die Federal Reserve (Fed) Ende Juli aller Vorraussicht nach den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt, bzw. 25 Basispunkte, auf eine Spanne zwischen 2,0 und 2,25 Prozent senken. Doch auch eine Absenkung von einem halben Prozentpunkt, bzw. 50 Basispunkte, wäre denkbar, was jedoch ein gewaltiger Schritt wäre.

Normalerweise hat der Markt ein ziemlich gutes Verständnis dafür, was die Fed unternehmen wird. Aber anders als bei einigen anderen Gelegenheiten war die Kommunikation der US-Notenbank vor ihrer Juli-Sitzung bezüglich des Ausmaßes der bevorstehenden Zinssenkung nicht ganz schlüssig, was in den letzten Wochen zu großen Ausschlägen bei der Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte im Gegensatz zu einer Zinssenkung von nur 25 Basispunkte geführt hat.

 

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Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

 

Garantieprodukte auf dem Abstellgleis

 

Rendite ohne Risiko: Das ist die Wunschvorstellung vieler Anleger. Oder wenn schon nicht risikolos, dann wenigstens mit garantiertem Kapitalerhalt. „Die Produkte haben sich gut verkauft, doch am Ende war die Enttäuschung groß. Eine Garantie ist wie eine Versicherung. Und Versicherungen sind nun mal nicht gratis. Der Kunde muss sie am Ende mitbezahlen“, sagt Swen Köster, Senior Vice President bei Moventum S.C.A.. Für viele Kunden und Berater ist es daher sinnvoller, ein kontrolliertes Risiko einzugehen, um auch nach Jahren noch handlungsfähig zu sein.

Die Niedrigzinsphase macht vielen Garantieprodukten zu schaffen, kein Wunder also, dass manche davon vom Markt genommen werden. Der Spagat, Anlegern sowohl eine Kapitalgarantie als auch eine positive Rendite zu bieten, ist hier zum Scheitern verurteilt. „Bei einigen Garantieprodukten war es nicht mehr möglich, in etwas anderes als in sehr sichere, aber nahezu zinsfreie Anleihen zu investieren, um die Kapitalgarantie aufrechtzuerhalten“, sagt Köster. Investitionen in Anlageklassen mit höheren Durchschnittsrenditen wie etwa Aktien fanden schlichtweg nicht mehr statt.

Die niedrigen Zinsen machen es allen Anbietern schwer, sinnvolle Renditen zu erwirtschaften. Trotzdem ist es noch immer möglich, wie die Performance vieler vermögensverwaltender Strategien oder auch gemanagter Portfolios zeigt. Das aber setzt voraus, dass auch im Schnitt höher rentierende Anlageklassen mit einbezogen werden. Es geht nicht darum, das Risiko zu erhöhen, um mehr Rendite zu schaffen. Ziel ist es, mit einem auf den Anleger abgestimmten Chance-Risiko-Profil die optimale Rendite zu erzielen.

Das aber führt zwangsläufig zu größeren Schwankungen, die es bei Garantieprodukten nun mal nicht gibt. „Wir sehen das auch bei unseren Portfolios“, sagt Köster. „Wenn wir etwa eine Zielrendite nennen, wird diese nicht einfach in jedem Jahr erreicht, sondern ergibt sich im Durchschnitt über mehrere Jahre.“ Da Geldanlage ohnehin langfristig ausgerichtet sein sollte, ergebe sich für die meisten Kunden auch der gewünschte Durchschnitt.

Um das für den Anleger richtige Chance-Risiko-Profil zu finden, sind Berater wichtig: „Wir sehen immer wieder, dass Konten beratener Kunden deutlich häufiger ihre Ziele erreichen, als die selbst gemanagten. Das liegt vor allem daran, dass Berater ihre Kunden gut einschätzen können und diese dann aber auch zum Durchhalten in schwachen Börsenphasen überzeugen“, so Köster. Der Wegfall der Garantieprodukte sei nur ein Beispiel dafür: Natürlich haben viele Berater solche Produkte empfohlen und natürlich haben die Kunden damit auch kein Geld verloren. Eine vernünftige Rendite aber hätten die Kunden eher mit Portfolios erzielt, bei denen Schwankungen in Kauf genommen wurden. „Sie haben dabei über die Jahre deutlich mehr verdient und stehen in der Regel bei fast allen Anlagezielen besser dar“, so Köster.

So ist zu erwarten, dass in Zukunft weitere Garantieprodukte aus dem Markt genommen werden. „Für Berater ist es sicherlich eine gute Gelegenheit, sich über neue und renditeträchtigere Wege Gedanken zu machen – auch wenn das bedeutet, den Kunden schon mal einen Zeitraum mit schwacher Performance erklären zu müssen.“

 

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Der offene Immobilienfonds grundbesitz global der DWS hat für das zum 31.3.2019 abgelaufene Geschäftsjahr (2018/2019) 71,0 Millionen Euro ausgeschüttet.

 

Für Privatanleger der Anteilklasse RC ist dies 1,15 Euro pro Anteil. Dabei sind 80 Prozent oder 0,92 Euro der Ausschüttung für Privatanleger steuerfrei*. Für Anleger der institutionellen Anteilklasse IC beträgt die Ausschüttung 1,35 Euro.

„Der Fonds grundbesitz global RC hat das Geschäftsjahr 2018/19 mit einer attraktiven Wertentwicklung von 2,6% abgeschlossen – nach 2,1% im Geschäftsjahr zuvor“, so Ulrich Steinmetz, Leiter Retail-Immobilienfonds und Asset Management Deutschland. „Mit dieser Performance stehen wir im Wettbewerbsvergleich sehr gut da. Am 19.07.2019 weist der Fonds einen Anteilwert von 52,04 Euro auf, der 0,55 Euro höher ist als ein Jahr zuvor. Damit erreichen wir unter Berücksichtigung der Ausschüttung aktuell eine Wertentwicklung von rund 3,3 % – eine der höchsten Wertentwicklungen der großen weltweit investierenden Immobilienpublikumsfonds in Deutschland. Seit Auflage des Fonds im Jahr 2000 liegt die Wertentwicklung von grundbesitz global RC sogar bei durchschnittlich +3,4% p.a.“.

Besonderen Wert legt das Fondsmanagement auf eine langfristig stabile Wertentwicklung und auf mit Bedacht ausgewählte Fondsobjekte. Die aktuelle Liquiditätsquote beträgt rund 20%. Die Vermietungsquote von rund 97% entspricht annähernd einer Vollvermietung.

Aktuelle Käufe und Verkauf zur weiteren Differenzierung des Portfolios

In den vergangenen Wochen hat der grundbesitz global durch weitere Zukäufe und einen Verkauf die Qualität des Portfolios nochmals verbessert: Mit dem Ankauf des „Barberino Designer Outlet“ Centers im toskanischen Barberino, Italien, für 234,5 Millionen Euro wurde in eine Einzelhandelsimmobilie mit überdurchschnittlicher Besucherfrequenz und hervorragender Lage zwischen Florenz und Bologna investiert. Zuvor hat das Fondsmanagement die Logistikimmobilie Vantaa/Aviapolis in Helsinki, Finnland, für 63,9 illionen Euro erworben. Die im Jahr 2004 errichtete und erworbene Büroimmobilie „Le Monde“ in Paris, Frankreich wurde für den Preis von circa 165 Millionen veräußert.

Der grundbesitz global wurde im Jahr 2000 als offener Immobilienfonds aufgelegt und hat per 30.06.2019 ein Volumen von 3,355 Milliarden Euro. Er ist jetzt breit diversifiziert in 16 Ländern investiert. Fondsmanager seit April 2016 ist Christian Bäcker.

In Ihrem im Juni veröffentlichten Rating offener Immobilienfonds würdigte Scope das Immobiliengeschäft der DWS in Deutschland zum siebten Mal in Folge mit der Top-Bewertung AAA AMR (Asset Management Rating). Der Fonds grundbesitz global erhielt zum dritten Mal in Folge eine Erhöhung der Ratingnote und wurde mit a- ausgezeichnet.

* Der einkommenssteuerfreie Anteil für Privatanleger liegt bei 80%. Somit sind in der Anteilklasse RC 0,92 Euro steuerfrei und 0,23 Euro unterliegen der Einkommensteuer, sofern kein Freistellungsauftrag vorliegt bzw. der Sparer-Pauschbetrag überstiegen wird. Die steuerliche Behandlung der Fondserträge sowie Hinweise zum Investmentsteuergesetz sind den steuerlichen Hinweisen im Jahresbericht zu entnehmen. Zahlstelle ist die Deutsche Bank AG.

 

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Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Transaktionswert sinkt von 11 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 7,3 Milliarden Euro

 

Finanzinvestoren sind bei ihren Investitionen in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 mit angezogener Handbremse gestartet: Zwar tätigten sie genauso viele Transaktionen wie noch im Vorjahreszeitraum – nämlich 112. Allerdings betrug der Transaktionswert nur noch 7,3 Milliarden Euro. Im 1. Halbjahr 2018 waren es 11 Milliarden Euro.

Vor allem machte sich bemerkbar, dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Megadeal mit einem Volumen von mindestens einer Milliarde Euro weniger abgeschlossen wurde. Während Finanzinvestoren im ersten Halbjahr 2018 drei Transaktionen mit einem Gesamtwert von 7,3 Milliarden Euro tätigten, betrug der Gesamtwert der beiden Milliardentransaktionen in der ersten Jahreshälfte 2019 zusammen 5,2 Milliarden Euro.

Die größten Private-Equity-Deals im 1. Halbjahr 2019 waren der Kauf des Methacrylat-Verbundes von Evonik durch Advent International für 3,0 Milliarden Euro und die Übernahme des Anbieters von Mehrwegverpackungen von Lebensmitteln, IFCO Systems, durch Triton Partners und Abu Dhabi Investment Authority für 2,2 Milliarden Euro.

Strategische Investoren weiteten im Gegensatz zu den Finanzinvestoren ihr Engagement auf dem deutschen Private-Equity-Markt leicht aus. Die Zahl der Transaktionen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 auf 264, der Transaktionswert um 1,3 Milliarden Euro auf 14,6 Milliarden.

Das sind Ergebnisse einer Analyse des deutschen Private-Equity-Marktes durch das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY (Ernst & Young).

Michael Kunz, EY-Partner und Leiter Private Equity für Deutschland, Österreich und die Schweiz kommentiert die Zahlen: „Finanzinvestoren haben im ersten Halbjahr in Deutschland zwar genauso oft investiert wie im Vorjahreszeitraum. Allerdings ist das Volumen deutlich zurückgegangen. Das muss aber kein Alarmsignal sein – einige sehr große Deals sind trotz eines günstigen Marktumfeldes letztendlich nicht zustande gekommen. Das kann im zweiten Halbjahr schon wieder ganz anders aussehen. Wir beobachten, dass die Nachfrage weiter hoch bleibt.“

Zweites Halbjahr: Fokus auf Carve-outs und Public-to-Private-Deals

So stünden im zweiten Halbjahr einige große Carve-outs an, also Ausgründungen von Unternehmensteilen in eigenständige Gesellschaften. „Für Finanzinvestoren stellen sie eine gute Gelegenheit dar“, erklärt Kunz. „Außerdem legen sie auf der Suche nach interessanten Zielen zunehmend den Fokus auf sogenannte Public-to-Private-Deals – also vormals börsennotierte Unternehmen, die aus dem Handel genommen werden. Nach der erfolgreichen Übernahme des Arzneimittelherstellers Stada ist das Interesse an weiteren Übernahmekandidaten geweckt.“ Die geplante milliardenschwere Übernahme von Osram durch die Finanzinvestoren Carlyle und Bain Capital könne den Markt im zweiten Halbjahr weiter treiben.

Auch Wolfgang Taudte, Partner bei EY, sieht trotz einer konjunkturellen Abkühlung weiterhin einen starken Private-Equity-Markt in Deutschland: „Das Zinsniveau ist nach wie vor sehr niedrig – was die Investitionspläne der Finanzinvestoren begünstigt. Gleichzeitig finden wir viele interessante Objekte auf dem Markt. Denn zahlreiche Unternehmen befinden sich angesichts der Digitalisierung mitten im Umbau und trennen sich von Firmenteilen, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören.“

Wie sehr die Digitalisierung derzeit das Marktgeschehen bestimmt, zeigt sich an den wichtigsten Zielbranchen der Finanzinvestoren. 30 Deals tätigten sie im ersten Halbjahr im Bereich Informationstechnologie. Industrie-Deals folgten auf dem zweiten Platz (24 Deals). Erst mit weitem Abstand folgten Transaktionen in den Bereichen Bau (6) sowie Chemie und Produktion (jeweils 4).

Wert der Exits schrumpft von 11,3 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden

Die Verkäufe deutscher Unternehmensbeteiligungen durch Finanzinvestoren – so genannte Exits – sind im Jahresvergleich dagegen deutlich eingebrochen. Der Gesamtwert schrumpfte von 11,3 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür war insbesondere, dass die Verkäufe an andere Finanzinvestoren – sogenannte Secondary Buyouts – deutlich nachgaben. Statt 8,6 Milliarden Euro betrug der Wert nur noch 0,9 Milliarden Euro.

„Derzeit wird das Transaktionsgeschehen vor allem durch die Transformation ganzer Industrien bestimmt“, sagt Kunz. „Unternehmen trennen sich von Geschäftsfeldern, und vor allem strategische Investoren sind bereit, hohe Preise dafür zu zahlen, weil sie auf Synergieeffekte hoffen. Angesichts dieser Marktsituation sind Geschäfte zwischen Finanzinvestoren vorübergehend in den Hintergrund getreten.“

Als Käufer würden Private-Equity-Fonds jedoch zunehmend als ernsthafte Konkurrenten für strategische Investoren auftreten, betont Taudte: „Finanzinvestoren haben sich in den vergangenen Jahren ein gutes Branchen-Know-how aufgebaut. Im Wettbewerb um die besten Übernahmeziele ist das auch nötig, weil sie zunehmend strategisch denken müssen. Nur wenn es ihnen gelingt, die übernommenen Firmen für die künftigen Marktanforderungen fit zu machen, werden sie einen entsprechenden Return on Investment sehen.“ Dazu fänden sie auch neue Wege: So wie im Fall der Übernahme von IFCO Systems würden sogenannte Club Deals immer beliebter, also die gemeinsame Abwicklung eines Deals durch zwei Fonds.

 

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Erste Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve noch im Juli erwartet

 

Laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management haben sich die Aussichten für die globale Wirtschaftsentwicklung in den letzten Monaten eingetrübt. „Mehrere Jahre sah unser Basisszenario ein Wachstum über dem Trend vor. Jetzt haben wir dessen Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent auf 25 Prozent reduziert“, so Robert Michele, Chief Investment Officer und Leiter der Global Fixed Income, Currency and Commodities Gruppe bei J.P. Morgan Asset Management. Hintergrund hierfür sei vor allem, dass sich die Befürchtungen eines drohenden Handelskriegs in den letzten 18 Monaten nach und nach immer mehr bestätigt haben. So ist das Basisszenario inzwischen ein Wachstum unter dem Trendniveau, dessen Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent auf 45 Prozent angehoben wurde. Wichtig dabei ist laut Michele, dass gleichwohl nach wie vor Wachstum erwartet werde, da der Rückenwind einer koordinierten Reaktion der Zentralbanken den Gegenwind des Handelskonflikts kompensieren sollte.

Folgen des Handelsstreits in vielen Bereichen spürbar

Da sich jedoch sowohl das Verbrauchervertrauen als auch das Geschäftsklima zusehends abkühlen, wurde die Wahrscheinlichkeit einer Rezession von 10 Prozent auf 20 Prozent erhöht. Und auch die Wahrscheinlichkeit einer Krise wurde von 5 Prozent auf 10 Prozent erhöht. „Es ist besorgniserregend, wenn Zölle nicht nur genutzt werden, um strukturelle Handelsnachteile auszugleichen, sondern um politische Ziele und Vereinbarungen durchzusetzen“, so Michele. Der Experte erwartet eine nachhaltige Beeinträchtigung der Handelsströme, was vor allem in der strategischen Rivalität zwischen den USA und China begründet ist. „War bislang der Anschein, dass beide Seiten kompromissbereit sind, scheint sich nun die Haltung durchzusetzen, dass eine Eskalation im jeweils eigenen Interesse ist“, warnt Michele.

Angesichts der Einbußen im Handel und der Industrie sei mit einer schnelleren Abkühlung in der gesamten Wirtschaft zu rechnen, die das weltweite Wachstum unter das Trendniveau drückt. „Unternehmen wissen inzwischen überhaupt nicht mehr, wo sie investieren sollen, wenn das Ergebnis von Handelsvereinbarungen nicht absehbar ist und die Möglichkeit besteht, dass diese Vereinbarungen einfach geändert oder ignoriert werden. Unabhängig vom Ergebnis der Handelsgespräche haben die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen schon erheblich gelitten“, erläutert Michele. Ein weiteres Risiko besteht laut dem Experten auch darin, dass die Handels- und Zollpolitik der USA auch auf andere Länder und Regionen wie beispielsweise Europa ausgeweitet wird.

Zentralbankpolitik bringt Rückenwind

Als Lichtblick wertet Michele die Bestätigung der Fed, die Entwicklung im Handelsstreit zu beobachten, um bei Bedarf zu reagieren. „Eine bedeutende, koordinierte Reaktion der Zentralbank könnte die handelsbedingte Abkühlung sicherlich abfedern.“ Es bleibe aber die Frage, ob die Federal Reserve auf dem aktuellen Niveau genug Spielraum hat, eine Rezession zu verhindern. Auch dürfe die Lockerung nicht zu langsam erfolgen: „Die Zentralbanken könnten zu dem Schluss gelangen, es sei besser, die geopolitischen Entwicklungen noch weiter abzuwarten, um dann offensiver zu reagieren. Doch bei den Zentralbanken gilt wie bei Investitionen: Wer zu spät kommt, hat das Nachsehen.“

So ist die Erwartung, dass die Fed noch im Juli eine erste Zinssenkung vornehmen und die chinesische Zentralbank (PBoC) mit einer Reihe eigener Instrumente reagieren wird. „Die Zentralbanken konzentrieren sich nicht mehr wie in den vergangenen Jahren auf eine Normalisierung der Geldpolitik, sondern akzeptieren zunehmend, dass es wieder an der Zeit ist, die Weltwirtschaft zu stabilisieren und höhere Inflationserwartungen zu schüren. In unserem Basisszenario gehen wir deshalb davon aus, dass sich die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen zwischen 1,75 Prozent und 2,25 Prozent einpendeln wird“, führt Michele aus.

Bei aller Vorsicht nicht zu konservativ werden

Bei aller Sorge im Handelskonflikt betont Michele jedoch auch, dass die Wachstumsszenarien über und unter dem Trend zusammengerechnet bei 70 Prozent liegen. „Es gilt, angesichts der dreißigprozentigen Wahrscheinlichkeit einer Rezession oder Krise nicht zu konservativ zu werden und Chancen zu verpassen.“ So favorisiert er derzeit erstklassige Anleihen wie drei- bis fünfjährige Unternehmensanleihen, Staatsanleihen mit langer Duration, Asset-Backed Securities mit AAA-Rating oder auch hypothekenbesicherte Agency-Anleihen (MBS) sowie gewerbliche hypothekenbesicherte Agency-Anleihen (CMBS). Aber auch auf Lokalwährung lautende Schwellenländeranleihen (währungsgesichert) sowie auf Fremdwährung lautende Schwellenländeranleihen findet er interessant.

Insgesamt ist es laut Robert Michele in der aktuellen Situation aber schwierig, korrekte Preise zu ermitteln und entsprechend ist eine etwas konservativere Portfolioausrichtung und neutralere Haltung sinnvoll. „Warten wir ab, wie sich die Dinge im Sommer entwickeln und ob die Zentralbanken in unserem Sinne eingreifen, um Wirtschaft und Märkte aufzufangen“, so Micheles Fazit.

 

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Umfrage unter Vertriebspartnern der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) zeigt sehr positive Einschätzung zur zukünftigen Relevanz von nachhaltigen Anlagen – mehr als 90% gehen davon aus, dass diese zukünftig an Bedeutung gewinnen

 

Die Ergebnisse einer aktuellen, von ebase durchgeführten Umfrage unter 129 Finanzprofis zeigen, dass unter den Vertriebspartnern der B2B-Direktbank von einer weiter wachsenden Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit ausgegangen wird, wie Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase, anmerkt. „Auch die Berater sind offensichtlich fest davon überzeugt, dass bei Geldanlagen zukünftig am Thema Nachhaltigkeit kein Weg vorbeiführt“, so Geyer weiter.

Mehr als 90% der Befragten gehen davon aus, dass die Bedeutung von nachhaltigen Anlagen im Privatkundengeschäft innerhalb der nächsten drei Jahre (stark) steigen wird. Nahezu niemand erwartet eine sinkende Relevanz. „Die Einschätzungen der Finanzprofis decken sich mit einer von uns in diesem Jahr durchgeführten repräsentativen Befragung von Privatkunden. Denn auch die Kunden sehen zukünftig mehrheitlich eine wachsende Bedeutung von nachhaltigen Geldanlagen und wollen entsprechende Faktoren auch zunehmend selbst bei ihren Investments berücksichtigen“, bemerkt Geyer.

ebase bietet den Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit, bei der Fondsauswahl unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien – wie beispielsweise „frei von Tierversuchen“ oder „frei von Atomenergie“ – zu berücksichtigen. Hierfür steht bei der Fondssuche ein spezieller Filter zur Verfügung. Zudem steht eine Übersicht mit Fonds bereit, die das Siegel des renommierten Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) aufweisen, sofern Kunden ihre Entscheidung auch darauf stützen wollen. „Bei ebase haben wir frühzeitig die Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen erkannt“, erklärt Geyer. So besteht für die ebase-Kunden nicht nur die Möglichkeit, diejenigen Fonds zu identifizieren, die ihren persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen entsprechen; vielmehr wird, gemäß dem Ziel einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung, ein weiterer wichtiger Mehrwert geboten.

„Vermittler-Fokus-Umfrage“

Die „Vermittler-Fokus-Umfrage“ ist eine online-basierte Umfrage unter den Vertriebspartnern der B2B-Direktbank ebase, wie beispielsweise IFAs, und spiegelt deren Einschätzung wider.

 

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Der von Karsten Rosenkilde gemanagte Rentenfonds DWS Invest ESG Euro Corporate Bonds fokussiert sich auf Unternehmensanleihen aus dem Euro-Währungsraum mit Investment Grade Rating.

 

Die Abkürzung ESG steht für die englischen Begriffe für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung – Environment, Social and Governance. Mit Anwendung der ESG-Mindeststandards der DWS reduziert das Fondsmanagement das Investmentuniversum des neuen Fonds im Vergleich zur ebenfalls von Rosenkilde verantworteten traditionellen Variante, dem 2 Milliarden Euro schweren DWS Euro Corporate Bonds, um knapp 20 Prozent.

Dabei wendet der DWS Invest ESG Euro Corporate Bonds marktübliche Ausschlüsse von kontroversen Sektoren, sowie von Unternehmen, die gegen den Global Compact der Vereinten Nationen verstoßen, an. Zudem wird ein starker Best-In-Class Ansatz verfolgt, der Vorreiter und Nachzügler im Hinblick auf Nachhaltigkeit erkennt und letztere aus dem Investmentuniversum ausschließt. Der Best-In-Class Ansatz basiert auf einer Vielzahl einzelner ESG-Indikatoren, mit explizitem Fokus auf die Verringerung von CO2-Emissionen.

In einem Video erläutert Joern Wasmund, DWS Head of Fixed Income, die Einbindung von ESG-Kriterien in den Investmentprozess der DWS: „Die DWS ist fest entschlossen, Nachhaltigkeitsaspekte im Rentenfondsmanagement zu berücksichtigen. ESG-Kriterien bieten einen standardisierten Rahmen für die Früherkennung von Risiken. Dies hilft, signifikante Kursverluste zu vermeiden und soll Anlegern eine bessere risikoadjustierte Rendite bieten.“ Insgesamt verwaltet die DWS neun ESG-Rentenfonds mit gut 2 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen.

 

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Volumen der Aktienrückkäufe über Marktwertzuwachs

 

Die weltweiten Risiken steigen, die Zinsmärkte genau wie der Goldpreis zeigen das. Nur Aktieninvestoren bleiben unbeeindruckt. „Das ist eine gefährliche Leugnung der Risiken, die wir in den Märkten sehen“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH. „Schon heute sind die Umsätze dünn, die Rekordstände wohl eher durch Unternehmen ausgelöst, die eigene Aktien zurückkaufen.

„Im Falle einer Konjunkturabschwächung steigern diese Rahmenbedingungen die Gefahr eines stärkeren Abrutschens der Märkte“, sagt Mlinaric. Schon heute werden die Aktienkurse fast ausschließlich durch die Notenbankpolitik des billigen Geldes getrieben. Dabei gab es in den vergangenen Monaten immer neue Warnsignale für eine mögliche Abschwächung der Konjunktur. Während die Zinsmärkte zunehmend nervös werden, Gold neue Höchstmarken erklimmt und Rohstoffmärkte schwächeln, sind die Aktienmärkte immer weiter gestiegen. So auch der S&P 500 Index, der die Entwicklung der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen abbildet.

Die meisten institutionellen Investoren dürften diversifizierte Portfolien haben. Sie sind in Aktien genauso allokiert wie in diversen Anleiheformen oder Rohstoffen, und vereinen damit konträre Markterwartungen in ihren Portfolien. Warum also lösen sich die Aktienmärkte von der realen Konjunkturentwicklung? Die Gewichte der Titel im S&P 500 Index werden gemäß deren Free Float Market Cap ermittelt, also der Marktkapitalisierung nur jener Aktien, die gemäß jeweiliger Definition im Umlauf sind. Berücksichtigt man genau dieses Maß, so ist der Wert dieses Index von Januar 2018 bis März 2019, gemäß Daten von Bloomberg, um insgesamt rund 793 Milliarden US-Dollar gestiegen. Während desselben Zeitraums haben die im Index enthaltenen Unternehmen Aktien im Wert von rund 1.039 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. „Das ist erstaunlich. Wie hätte sich der Index ohne diese enorme zusätzliche Nachfrage entwickelt?“, fragt Mlinaric. „Wir können nur spekulieren: Weder der S&P 500 Index noch andere US-amerikanische Aktienindizes befänden sich heute an historischen Hochs. Und auch deren Volatilitäten dürften in den vergangenen Monaten um einiges höher gewesen sein.“

Dazu kommt, dass die Umsätze mit US-Aktien seit Monaten deutlich rückläufig sind. Das zeigt, dass die jüngste Kursrally nicht von einer großen Breite an Investoren getragen wurde. „Der Markt ist recht dünn, ein Gipfelsturm ohne Sauerstoffgerät. Ein euphorischer Markt sähe anders aus“, so Mlinaric. Dies ist ein mögliches Anzeichen dafür, dass außerhalb der Rückkaufprogramme die Nachfrage geradezu verebbt ist. Wenn die Konjunktur noch stärker Schwäche zeigt, werden die Rückkaufprogramme angesichts dann sinkender Unternehmensgewinne nicht so aufrecht erhalten werden können. „Angesichts der historisch niedrigen Volumen im Markt fehlen dann die Käufer, wenn es wieder rumpelt“, so Mlinaric.

Sinnvoll ist es, bei der Bewertung der eigenen Aktienbestände Vorsicht walten zu lassen. „Die aktuellen Marktpreise sehen sicherlich sehr positiv aus. Die kritische Frage wird sein, was Papiere Wert sind, wenn größere Bestände abgestoßen werden müssen“, sagt Mlinaric. Es sei nicht sicher, dass es dann genügend Käufer geben werde, um einen ruhigen Abverkauf zu ermöglichen. Dann aber drohten plötzliche heftige Kursrutsche, wie im Flash-Crash vom Februar 2018. „Sicherheitsabschläge auf die Bewertung erscheinen heute, mehr noch als in den vergangenen Jahren, angebracht“, fasst Mlinaric zusammen.

 

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Markt erreichte 2018 das größte Volumen seit 2015 / 2019 könnte neues Hoch erzielt werden / Signifikant schlechtere Bonität der Unternehmen

 

Der Markt für Mittelstandsanleihen wächst weiter und hat 2018 das größte Volumen seit 2015 erreicht. So begaben Unternehmen im vergangenen Jahr Papiere im Wert von 807 Mio. Euro, nachdem es 2017 noch 780 Mio. Euro waren, zeigt eine Analyse der auf Unternehmensfinanzierung spezialisierten Beratung Capmarcon für das Wirtschaftsmagazin ‘Capital’ (Ausgabe 8/2019, EVT 18. Juli). In diesem Jahr könnte der Markt weiter wachsen: Laut Capmarcon-Daten haben Firmen bis Ende Juni 2019 bereits Anleihen im Umfang von 487 Mio. Euro am Markt platzieren können, ein Anstieg um etwa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als Unternehmen bis Jahresmitte nur 375 Mio. Euro am Markt untergebracht hatten.

Mittelstandsanleihen sind ein vergleichsweise junges Finanzsegment, in dem sich kleinere und mittelgroße Firmen vor allem Geld bei Privatanlegern besorgen. Typischerweise können Sparer die Papiere bereits mit kleineren vierstelligen Beträgen zeichnen. Der Markt hatte ab Anfang des Jahrzehnts zunächst einen Boom erlebt. In der Spitze flossen pro Jahr mehr als 1,5 Mrd. Euro in das Segment, das nach zahlreichen Pleitefällen wie German Pellets zusammenbrach und als verbrannt galt.

Jetzt scheint das Segment wieder attraktiv: “Der Grund für die steigenden Volumina sind die fortdauernden Niedrigzinsen. Anleger verlieren erneut ihre Scheu, greifen abermals beherzt zu Risiken, weshalb Firmen wieder Papiere platzieren können”, sagt Capmarcon-Geschäftsführer Hans-Werner Grunow gegenüber ‘Capital’. Zu den größten Emittenten zählen in diesem Jahr der Logistiker R-Logitech und der Süßwarenhersteller Katjes, die 100 Mio. Euro oder mehr einsammelten.

Indes müssen solche Firmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres trotz der mittlerweile abgesagten Zinswende im Durchschnitt mehr Zinsen zahlen als noch im Vorjahreszeitraum: Waren es damals nur 4,9 Prozent, sind es jetzt mehr als sechs Prozent. “Das dürfte ein Hinweis auf die signifikant schlechtere Bonität der Unternehmen sein, die Risiken steigen”, sagt Experte Grunow. Die Gefahr ist deshalb groß, dass sich die Pleitewelle wiederholt. Der Capmarcon-Chef warnt Anleger: “Der Markt war, ist und bleibt ein Geschäft im Wildwestformat.” Zwischen 2010 und Mitte 2019 haben Anleger laut Capmarcon-Daten 8,6 Milliarden Euro in das Segment investiert.

 

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Die HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH erwirbt gemeinsam mit der Wertgrund Immobilien GmbH die Pramerica Property Investment GmbH (PPI).

 

Als bisheriges Tochterunternehmen der PGIM Real Estate fungiert PPI als Alternative Investment Fund Manager (AIFM) für offene Immobilienfonds. In dieser Funktion betreut PPI unter anderem den im Jahr 2010 aufgelegten offenen Publikumsfonds WERTGRUND WohnSelect D, dessen Investmentschwerpunkt auf Wohnimmobilien in Deutschland liegt. HANSAINVEST administriert als Service-KVG seit 2013 mehrere von Wertgrund gemanagte Spezial-AIF. Mit dem gemeinsamen Erwerb der PPI weiten die Beteiligten ihre erfolgreiche Zusammenarbeit nun aus.

Mit der PGIM Real Estate Germany AG unterhält PGIM Real Estate eine weitere Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) für den deutschen Markt, über die ebenfalls Spezialfonds aufgelegt und verwaltet werden können.

Der Verkauf der PPI steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Genehmigung. Nach dem Übergang soll die Gesellschaft umfirmiert werden.

Dr. Jörg W. Stotz, Sprecher der Geschäftsführung bei HANSAINVEST: „Die Zusammenarbeit mit Wertgrund war in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich. Der gemeinsame Erwerb einer Publikumsfonds-KVG bedeutet für uns nicht nur ein Ausbau dieser Zusammenarbeit, sondern auch, dass wir unser Wachstum als Service-KVG im Bereich Immobilien aus den vergangenen Jahren weiter fortsetzen“.

Thomas Meyer, Vorstandsvorsitzender bei Wertgrund: „Wir haben in den vergangenen Jahren erfolgreich mit PGIM Real Estate zusammengearbeitet. Mit der Übernahme der Publikumsfonds-KVG PPI können wir von nun an nicht nur die Verwaltung des Wertgrund WohnSelect D in Eigenregie führen, es bietet uns auch die Chance, auf Basis einer bestehenden Infrastruktur die Plattform im Einklang mit unserer Unternehmensstrategie weiterzuentwickeln.“

Sebastiano Ferrante, Head of Germany & Italy bei PGIM Real Estate: „Deutschland ist für uns einer der wichtigsten Märkte weltweit – ein Grund, weshalb wir in den vergangenen Jahren unsere Präsenz deutlich ausgebaut haben. Hier liegt unser Fokus auf institutionellen Investoren, für die wir als Full-Service-Anbieter agieren. Mit der PGIM Real Estate Germany AG unterhalten wir eine Kapitalverwaltungsgesellschaft, die alle Anforderungen unserer deutschen und internationalen institutionellen Investoren abdeckt, und über die wir weiterhin Spezialfonds auflegen und verwalten können. Um nicht zwei Plattformen zu unterhalten, haben wir in den vergangenen Jahren sukzessive strategisch relevantes Geschäft auf die PGIM Real Estate Germany AG transferiert. Wir freuen uns, dass wir diesen Verkauf mit unseren Partnern Hansainvest und Wertgrund vereinbaren konnten, von denen wir wissen, dass sie in der Lage sind, die PPI-Plattform auch in Zukunft zu betreuen und weiter zu entwickeln.“

 

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HANSAINVEST, Hanseatische Investment GmbH, Kapstadtring 8, D-­20095 Hamburg, Tel.: +49 40 30057­6292, Fax: +49 40 30057­4906292, www.hansainvest.de

Die Zuversicht für die deutsche Wirtschaft ist zuletzt infolge heruntergeschraubter Wachstumsprognosen und Gewinnwarnungen geschwunden. Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund hält die Skepsis für überzogen.

 

Trotz der Wachstumsdelle in der Industrie sollte die deutsche Wirtschaft auf Sicht der nächsten zwölf Monate weiter wachsen. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Handelskonflikte wie erwartet nicht verschärfen. Nach einer Schwächephase, die wahrscheinlich zu einer Stagnation im zweiten Quartal führt, sollten sich die Stimmungsindikatoren sowie die Wirtschaftsaktivität wieder verbessern. Wesentliche Antriebskräfte sind die anhaltend gute Konsumstimmung und sich aufhellende Perspektiven für die Industrie.

Konsum bleibt in Deutschland eine wichtige Stütze

Während die Nettoexporte seit einigen Quartalen rückläufig sind, gehen vom privaten Konsum weiterhin positive Effekte für die Konjunktur aus. Wichtige Indikatoren, wie eine gute Stimmung am Arbeitsmarkt, leicht steigende Löhne und eine geringe Inflation sollten dafür sorgen, dass die gute Konsumlaune weiter anhält. Auch wenn einige Unternehmen Entlassungen angekündigt haben, ist die Zahl der Beschäftigten zuletzt weiter auf historische Spitzenwerte gestiegen. Indikatoren, wie die Anzahl offener Stellen und Zahlen zum Fachkräftemangel, sorgen zudem für positive Impulse.

Industrie sollte sich unter anderem dank besserer Exportchancen wieder erholen

Wenn sich die Handelskonflikte beruhigen, sollten sich die Stimmungsindikatoren und die Investitionsneigung der Unternehmen wieder verbessern. In der zweiten Jahreshälfte – insbesondere ab dem vierten Quartal – sollte es für viele Unternehmen leichter werden, bei Vorjahresvergleichen gut abzuschneiden. Es entfallen dann einige Belastungsfaktoren des vergangenen Jahres, wie die Einführung neuer Zertifizierungsverfahren in der Autobranche oder gestiegene Transportkosten wegen der niedrigen Flussstände im letzten Sommer. Positiv sollten darüber hinaus der niedrigere Ölpreis und der leicht schwächere Euro wirken.

China, die USA und Frankreich können als wichtige Handelspartner Deutschland ebenfalls zu einer moderat positiven Entwicklung beitragen. Mit Blick auf die jüngsten Wirtschaftsdaten und die Kreditvergabe zeichnet sich ab, dass die Konjunkturprogramme in China zu greifen beginnen. So sind im Juni sowohl die Industrieproduktion als auch die Einzelhandelsumsätze gestiegen.

Auch in den USA wächst die Wirtschaft weiterhin moderat. Eine Verschärfung der Handelskonflikte, die der Wirtschaft und damit Trumps Chancen für eine Wiederwahl schaden, ist eher unwahrscheinlich.

Da alles daraufhin deutet, dass sowohl die FED als auch die EZB an der lockeren Geldpolitik festhalten werden, gibt es zu Aktien nur wenige Anlagealternativen. Für deutsche Aktien spricht, dass die Dividendenrenditen hiesiger Unternehmen im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen außergewöhnlich hoch sind. Bei den meisten Unternehmen sind die Dividenden zudem durch Cashflows und gesunde Bilanzen gut abgesichert. Die vergleichsweise robusten Aktienkursentwicklungen nach den deutlichen Gewinnwarnungen von BASF und Daimler zeigen, dass inzwischen viel Skepsis eingepreist ist und das Vertrauen in eine Verbesserung der Lage zunimmt.

Strukturelle Wachstumsbremsen wie eine rekordhohe globale Staatsverschuldung, eine alternde Bevölkerung und sinkende Produktivität werden auch in Zukunft voraussichtlich lediglich ein moderates Wachstum erlauben. Somit wird sich an der Lage, wie wir sie mit Ausnahme des Jahres 2016 schon seit 2010 sehen, nichts substanziell ändern: moderates Wachstum, eine expansive Geldpolitik und damit einhergehend steigende Aktienkurse von qualitativ hochwertigen Wachstumsunternehmen. In diesem Umfeld gilt es, auf weniger konjunkturabhängige Unternehmen zu setzen, die mit neuen Produkten, Innovationen und Marktanteilsgewinnen ein organisches und nachhaltig überdurchschnittliches Wachstum erwarten lassen.

 

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Fidelity Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, D-61476 Kronberg im Taunus Tel.: 06173/509-0, Fax: 06173/509-41 99, www.fidelity.de

In der aktuellen Erhebung des Citi-Investmentbarometers hat sich das kurzfristige Sentiment für europäische Aktien deutlich eingetrübt.

 

Nur noch 17 % der Umfrageteilnehmer rechnen auf Sicht von 3 Monaten mit steigenden Kursen. So gering war der Anteil der Optimisten noch nie seit Einführung des Citi-Investmentbarometers im Jahr 2011. Das bisherige Rekordtief stammt aus dem vierten Quartal 2018 mit 21 %. Gestiegen ist dagegen der Anteil der Marktteilnehmer, die kurzfristig von stagnierenden oder fallenden europäischen Aktienmärkten ausgehen. Mehr als jeder zweite Umfrageteilnehmer erwartet demnach eine Seitwärtsbewegung (53 %). Das ist der zweithöchste jemals ermittelte Wert. Auch die Zahl derjenigen, die an fallende Kurse glauben, nahm um knapp 5 Prozentpunkte zu und liegt nun bei 30 %. Minimal positiver fallen hingegen die Einschätzungen für die nächsten 12 Monate aus: Hier stieg die Zahl der Optimisten von 38 % auf 39 %.

Die kurzfristigen Einschätzungen der Anleger für das neue Sentiment “Aktienkurse USA” sind ähnlich gedrückt: Nur 22 % der Befragten sind der Meinung, dass sich die Kurse auf Sicht von drei Monaten nach oben orientieren werden. In Q1 2019 waren es noch 32 %. Parallel dazu ist der Anteil der Teilnehmer, die rückläufige US-Märkte erwarten von 34 % auf 39 % gestiegen. Immerhin: Mit einem “Bullen-Anteil” von 36 % herrscht auch hier eine etwas positivere Stimmung hinsichtlich der Kursentwicklung in den kommenden 12 Monaten (Q1 2019: 32 %).

Zu einer interessanten Entwicklung kam es zuletzt bei Öl: Der Preis für das Barrel legte in den vergangenen Tagen aufgrund der jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Opec-Mitglied Iran sprunghaft zu. Zum Zeitpunkt der Umfrage (3. bis 16. Juni 2019) war das noch nicht so vorherzusehen. Das erklärt möglicherweise, warum das Sentiment für Öl entgegen der jüngsten Entwicklung nicht zu-, sondern abgenommen hat.

Das Gesamt-Sentiment, das sowohl die Einschätzungen zu Aktien als auch zu den Zinssätzen, Öl sowie Gold einbindet liegt im vierten Quartal bei +14 Punkten. Der Wert verzeichnet somit einen Rückgang um 5 Punkte im Vergleich zum Vorquartal. Zur Info: Die Einschätzungen zu US-Aktien werden im Gesamt-Sentiment nicht berücksichtigt, um weiterhin die Vergleichbarkeit des Barometers über die knapp acht vergangenen Jahre der Erhebung zu erhalten. Das Gesamt-Sentiment kann Werte von -100 bis +100 Punkten einnehmen.

Dirk Heß, Co-Head EMEA Public Listed Products Sales & Distribution bei Citigroup Global Markets Europe AG: “Innerhalb der letzten drei Erhebungen des Citi-Investmentbarometers wurden zweimal neue Allzeittiefs in der Aktienkategorie erreicht. Die Stimmung ist also deutlich getrübt. Zudem setzen die Anleger – im Vorfeld der Sommermonate – stärker auf seitwärtslaufende Kurse. Auch das neu gestartete US Aktien-Sentiment verzeichnet bereits im ersten Vergleichslauf einen massiven Rücksetzer. Das Ergebnis des Investmentbarometers spiegelt insgesamt also die herausfordernde weltwirtschaftliche Situation sowie ein mögliches Sommerloch wider.”

 

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Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA, Kasernenstr. 10, D-­40213 Düsseldorf, Tel: 0211/8984­0, Fax: 0211/8984­222, www.citibank.de

Außerbörslicher Direkthandel über den Partner Lang & Schwarz

 

Ab sofort können Kunden der Consorsbank auch am Wochenende online mit Wertpapieren handeln: samstags von 10 bis 13 Uhr und sonntags von 17 bis 19 Uhr. Partner für den Direkthandel ist Lang & Schwarz. Zur Verfügung stehen Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen, Zertifikate und Optionsscheine. Im Rahmen des außerbörslichen Direkthandels („request for quote“) stellt der Kunde eine Handelsanfrage und erhält einen Preisvorschlag, den er innerhalb eines kurzen Zeitraums annehmen kann. So weiß der Kunde bereits vor Ordererteilung, zu welchem Kurs der Auftrag abgerechnet wird. Darüber hinaus können auch Orders mit Limit erteilt werden, die dann am Montag weitergeleitet werden. Für den Wochenendhandel fallen die üblichen Gebühren der Consorsbank laut Preis- und Leistungsverzeichnis an.

„Viele unserer Kunden beschäftigen sich am Wochenende mit ihren Wertpapierinvestments“, so Norbert Haydl, Head of Trading bei der Consorsbank. „Mit dem neuen zusätzlichen Service geben wir ihnen die Möglichkeit, ihre Handelsidee dann direkt umzusetzen.“

Mehr Informationen zum außerbörslichen Handel bei der Consorsbank gibt es unter https://conso.rs/OTC-LS

 

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Consorsbank, Bahnhofstraße 55, D­-90402 Nürnberg,Tel: +49 (0) 911/3 69 ­ 1709, Fax: +49 (0) 911/3 69 ­ 5131, www.consorsbank.de

NN IP Marktkommentar

 

Die Anleihemärkte haben sich in der ersten Jahreshälfte uneinheitlich entwickelt. Die Renditen von Staatsanleihen sind zurückgegangen, 10-jährige Bundesanleihen haben angesichts der Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China ein neues Allzeittief erreicht. Zugleich hat die Einengung der Credit Spreads aufgrund von gemäßigteren Äußerungen der Zentralbanken zu einer starken Wertentwicklung von Unternehmensanleihen geführt. Was hält das zweite Halbjahr für Anleihen bereit?

Die Aussichten für Staatsanleihen sind nach Ansicht von NN Investment Partners (NN IP) äußerst unsicher und hängen von der Entwicklung des Handelskonflikts zwischen den USA und China ab, für den es drei mögliche Szenarien gibt. Im ersten Szenario bleibt der Status quo erhalten. In diesem Fall könnte sich die US-Notenbank Fed sicherheitshalber für zwei Zinssenkungen entscheiden. Das zweite Szenario ist eine komplette Eskalation des Handelskonflikts. In diesem Fall geht NN IP davon aus, dass die Fed eine aggressive Zinssenkung zwischen 150 und 200 Basispunkten vornimmt. Diese beiden Szenarien haben in etwa die gleiche Wahrscheinlichkeit von jeweils knapp unter 50%. Drittens besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Konflikt zügig gelöst wird. In diesem Fall könnte die Fed die Zinsen erhöhen. Alles in allem ist es daher schwierig, aktuell eine starke Überzeugung im Bereich der Staatsanleihen zu entwickeln. Derzeit hat NN IP eine moderat übergewichtete Durationsposition und ist in Staatsanleihen aus den Peripheriestaaten der Eurozone neutral gewichtet. Die Suche nach Rendite könnte die Spreads jedoch verengen.

Unsicherheit über das globale Wachstum könnte Unternehmensanleihen beeinträchtigen

Die nachlassende globale Wachstumsdynamik bedeutet, dass eine weitere Straffung der Geldpolitik für den Rest des Jahres 2019 unwahrscheinlich ist. Sollten die Makrodaten weiter schwach ausfallen, könnte die Geldpolitik sogar gelockert werden. Dies kommt den globalen Märkten für Investment-Grade-Anleihen zugute.

In Europa wird die Reinvestition des Cashflows aus dem großen Anleihebestand der EZB Unternehmensanleihen stützen. Andererseits lassen die jüngsten Makrodaten für die Unternehmensgewinne im zweiten Halbjahr nichts Gutes ahnen. Auch die anhaltende Unsicherheit über den Brexit und die noch immer hohe Risikoprämie auf italienische Staatsanleihen sind negative Faktoren für die europäischen Märkte für Unternehmensanleihen. Die Zentralbanken könnten zwar stützend eingreifen, wenn sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiter verschlechtert. Da die Märkte jedoch bereits zwei Zinssenkungen der Fed vor Jahresende einpreisen, ist es für die Zentralbanken zuletzt schwieriger geworden, positiv zu überraschen.

Roel Jansen, Head of European Investment Grade Credit bei NN Investment Partners: „Die Auswirkungen des schwierigeren Makroumfelds auf die Unternehmensgewinne könnten zu einem moderaten Anstieg des Verschuldungsgrads in den zyklischen Sektoren führen. Wir erwarten in Europa jedoch nach wie vor eine insgesamt stabile Entwicklung der Verschuldung, da der Trend in nicht-zyklischen Sektoren, in denen das Finanzmanagement der Unternehmen konservativ geblieben ist, stabil oder positiv ausfällt. Während US-Unternehmen bisher von niedrigeren Steuern profitiert haben, werden sie im weiteren Jahresverlauf 2019 vermutlich weniger Rückenwind erfahren.“

Höhere Volatilität bei Hochzinsanleihen möglich

Im Mai kehrte der Anleihenmarkt auf ein deutlich weiteres Spreadniveau zurück, nur um das im Juni zum Großteil wieder auszugleichen. Während Emissionen im unteren Hochzinsbereich schwieriger zu realisieren sind oder mit größeren Spreads als ursprünglich erwartet gepreist werden, sind Anleihen mit BB-Rating sehr gefragt und daher teurer und deutlich überzeichnet. Angesichts unserer Einschätzung, dass sich die Fundamentaldaten von Unternehmensanleihen zwar kaum verbessern dürften, aber auf dem derzeit soliden Niveau bleiben werden, haben wir Unternehmen aus dem unteren Hochzinssegment derzeit untergewichtet und das mittlere und obere Hochzinssegment übergewichtet.

Sebastiaan Reinders, Head of High Yield bei NN Investment Partners: „Wir gehen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit eines längeren Handelskonflikts zwischen den USA und China die in diesem Jahr erhöhte Volatilität bei Hochzinsanleihen noch verstärken wird. Darüber hinaus bleiben Investmentfonds weiterhin ausgewogen positioniert. Manche Marktteilnehmer haben im vergangenen Monat die Bestände aufgestockt, sind aber im historischen Vergleich immer noch untergewichtet. Aktuell versucht der Markt, zwei gegensätzliche Faktoren einzupreisen: auf der einen Seite die Aussicht auf eine Verschlechterung des Wirtschaftswachstums, auf der anderen Seite die unterstützende Haltung der Zentralbanken. Wir gehen davon aus, dass sich dieses Gleichgewicht kurzfristig zugunsten von Unternehmensanleihen auswirkt, da der zentralbankgestützte Optimismus dominiert. Mittelfristig könnten sich die Makrodaten so stark verschlechtern, dass sich die Spreads wieder ausweiten.“

Insgesamt sind die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum gemäßigt, insbesondere für Europa. Doch auf absoluter Basis sieht das globale Wachstum weiter positiv aus. Unserem Anleihe-Research zufolge bleiben die Fundamentaldaten für höherwertige Hochzinsemittenten solide. Wir gehen davon aus, dass das Ausfallrisiko gering bleibt, da die meisten Unternehmen ihre Laufzeiten nach hinten verschoben haben und über starke Liquiditätspositionen verfügen. Darüber hinaus ist die Verschuldung stabil, und es gibt nur wenige große Anleihen, die auf einem angespannten oder ausfallgefährdeten Niveau gehandelt werden.

 

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Ausblick von Karen Ward, Chief Market Strategist EMEA sowie Tilmann Galler, Global Market Strategist bei J.P. Morgan Asset Management

 

Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Die Wachstumsphase der US-Wirtschaft hat historisches Rekordniveau erreicht. Aber der Ausblick wird durch politische Unruhen bedroht. Während die Zölle selbst den Aufschwung wahrscheinlich nicht stoppen dürften, stellen die indirekten Folgen für die Investitionstätigkeit der Unternehmen ein größeres Risiko dar.
  • Die US-Notenbank steht im Vorfeld der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr unter enormen Druck, die Zinsen zu senken und den Wachstumsmotor in den USA in Gang zu halten. Das könnte die Wirtschaftsaktivität bis zu einem gewissen Grad unterstützen, aber die Konjunktur und Gewinne in den USA werden mit dem Abklingen der Steuersenkungseffekte an Dynamik verlieren.
  • Jegliche Zurückhaltung Pekings im Hinblick auf das Öffnen der Schleusen zur Verteidigung des Wachstums in China liegt weit hinter uns. Die Frage ist jetzt, wie schnell die politischen Maßnahmen wirken und welche Folgen sie im Ausland haben.
  • Europa ist die Region, die am anfälligsten für die Auswirkungen des Handelskrieges sein dürfte.

Es ist zwar noch nicht klar, ob die europäische Automobilindustrie als nächstes auf der Bestrafungsliste von Präsident Trump steht, aber die Unsicherheit fordert ihren Tribut – und der Spielraum für politische Unterstützung ist begrenzt.

  • In der Vergangenheit neigten Investoren dazu, gegen Ende des Zyklus Risiken abzubauen. Angesichts einer besonders unübersichtlichen Lage und weil die Zentralbanken ihre Zinssätze nicht normalisiert haben, ist es dieses Mal weniger sicher, dass einheimische Anleihen und liquide Mittel ihre übliche Rolle für europäische Anleger übernehmen werden.
  • Es erscheint daher sinnvoll, vorerst an einer defensiven Aktienallokation festzuhalten und gleichzeitig nach Alternativen wie Makrofonds und Real Assets zu suchen, um einen potenziellen Portfoliopuffer zu haben.

 

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