Ein Kommentar von Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH

 

Die wirtschaftlichen wie politischen Risikofaktoren für die weltweiten Kapitalmärkte steigen derzeit exponentiell. Zudem stehen die saisonalen Risiko-Monate September und Oktober vor der Tür. Institutionelle wie private Investoren zögern aber, Portfolio-Sicherungen einzusetzen. Dabei könnten sich Absicherungen als beste Quelle für Performance und Substanzerhalt im zweiten Halbjahr 2019 erweisen.

Die größten Risiken liegen auf der Hand: Der Konflikt zwischen den USA und China geht mittlerweile über die Zoll- und Handelsthemen hinaus und droht jetzt auch, sich auf das Feld der Währungspolitik auszuweiten. Zumindest hat China mit einer noch überschaubaren Abwertung des Yuan sein Gefährdungspotenzial gezeigt – und die Märkte vor ein paar Tagen spontan in den Keller geschickt. Eine Eskalation, die eigentlich niemand wollen kann.

Dabei war es auch hier der US-Präsident, der die Währungs-Dimension als mögliches Instrument in den Handelsstreitigkeiten hinzufügte. So beschuldigte er die EZB, mit ihrer Zinspolitik den Euro künstlich zu subventionieren, um so die USA zu schädigen. Ein Währungskonflikt mit China hätte potenziell sehr viel weitreichendere Konsequenzen. Schon der kleine Währungsschritt reduzierte die Kurse der großen amerikanischen Indices in wenigen Tagen um mehr als sechs Prozent.

Jetzt kommt es auf die Reaktion der USA an. Kommt es zu keiner Einigung, könnte China in einer nächsten Eskalationsstufe sogar seine Rolle als größter Eigner amerikanischer Staatsanleihen ausspielen. Allein die Ankündigung Chinas, den Bestand an 1.110 Milliarden US-Dollar Staatsanleihen als Reaktion auf amerikanische „Strafmaßnahmen“ substanziell verringern zu wollen, könnte für die Märkte fast unabsehbare Folgen haben – für die USA, aber auch für China, denn wo sonst könnte das Geld zinsbringend angelegt werden?

Dies sind aktuell die offensichtlichsten Risiken. Es gibt aber genug weitere Faktoren, die risikosteigernd wirken. Hier ist beispielsweise der bereits begonnene US-Präsidentschaftswahlkampf 2020 zu nennen, der seitens des heutigen Amtsinhabers wahlkampfbegründete wirtschaftliche wie politische Aktionen hervorrufen könnte, die wenig rational begründet sind. In Europa hat sich die Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Brexit mit Amtsantritt des neuen Premiers deutlich erhöht. Auch die Wahrscheinlichkeit einer auch militärischen Eskalation im Nahen Osten zwischen den USA/Großbritannien und Iran steigen zunehmend an. Zudem hat nach Beendigung des INF-Abkommens zur Abrüstung von Mittelstreckenwaffen in Europa faktisch ein neuer Rüstungswettlauf zwischen den USA und Russland begonnen. Und mehr noch: Die zunehmenden innenpolitischen Spannungen in Russland erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Russland zur Ablenkung außenpolitische Streitigkeiten weiter eskalieren lassen könnte.

Noch vor wenigen Jahren wären solche Risiken wahrscheinlich in multilateralen Gesprächen ausgeräumt, weitere Eskalationen vermieden worden. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion gab es eine insgesamt stabile Nachkriegsordnung. Seitdem ist die internationale Lage im Umbruch und instabil. Die Beziehungen zwischen den „G-2“, den USA und China, verschlechtern sich. Das Verhältnis zwischen den USA und der Europäischen Union verschlechtert sich, die Verhältnisse innerhalb Europas verkomplizieren, verschlechtern sich.

Dazu kommt eine schleichende Abkehr von der jahrzehntelang angenommenen Selbstverständlichkeit, dass Zentralbanken im demokratischen Machtgefüge unabhängig seien: Aktuell wird nicht nur die Unabhängigkeit der amerikanischen Zentralbank Fed öffentlich angegriffen, auch bei der EZB wird diese Unabhängigkeit diskutiert. So mag es zu einer dauerhaften Verlängerung der Niedrigzinspolitik kommen. Nur: Wie können dann nach jahrzehntelangem Aufwärtszyklus konjunkturelle Krisen überhaupt noch verhindert werden? Vielmehr könnte die über die vergangenen zehn Jahre per Niedrigzins aufgebaute internationale Schuldenblase platzen und die nächste Weltwirtschaftskrise auslösen.

Viele unterschiedliche Risiken und Risikodimensionen also, die auf die ohnehin für die Kapitalmärkte risikoanfälligen Monate September und Oktober treffen. Zusammengenommen ist das eine Risikolage, die zur nachhaltigen Vorsicht mahnt. Umso überraschender ist die Risikowahrnehmung der Kapitalmärkte: Sie scheint der faktischen Risikolage nicht angemessen. Generell gibt es eine substanzielle Diskrepanz zwischen den Risiken an den Märkten und der Risikowahrnehmung der Kapitalmarktteilnehmer. Der kurze Kursrückgang vor ein paar Tagen mag ein Wetterleuchten, der Auftakt für sehr volatile Herbstmonate an den Märkten sein. Denn die konjunkturellen Risiken dringen schrittweise zwar durch: Inverse Zinsstrukturkurven in den USA und nun auch bei Bundesanleihen sind ein deutliches Zeichen. Aber hinsichtlich der politischen Risiken scheint die jahrzehntelange Erfahrung „Politische Börsen haben kurze Beine“ im Risikoverhalten noch wirksam zu sein. Der entscheidende Unterschied: Diese Kapitalmarkterfahrungen haben sich vor dem Hintergrund der stabilen internationalen Nachkriegsordnung gebildet, die es heute eben nicht mehr gibt.

Die Kombination aus wirtschaftlichen und politischen Risiken hat international nachhaltig gefährliche Dimensionen angenommen: von Konjunkturrisiken, deren Beherrschung von der Fortsetzung von subventionierenden, marktpreisverzerrenden Niedrigzinspolitiken abhängig ist. Eine Niedrigzinspolitik, deren Fortsetzung eine ungeahnte Schuldenblase zur Folge hat. Dazu weltweit politische Risiken, die im Rahmen einer heute fehlenden stabilen internationalen Ordnung zu weitreichenden, auch militärischen Eskalationen mit schwer absehbaren Folgen führen können.

Soweit die Beschreibung der Risiken. Das Wort Risiko zeigt schon, dass es sich um Wahrscheinlichkeiten handelt, nicht um feststehende Fakten. Es könnte also sein, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst. Für Anleger ist die Wahrscheinlichkeit eines schweren Schadenfalles im Portfolio in den vergangenen Wochen allerdings deutlich weiter angestiegen. Um die möglichen, auch substanziellen Schäden abzusichern, ist die Überprüfung bestehender Risikomanagementsysteme mehr als zweckrational. Große institutionelle Anleger nutzen zur Unterstützung ihrer Treuhandfunktion für die Verwaltung der ihnen anvertrauten Gelder bereits seit langem ein Risiko-Overlay. Dies dient als komplementäres, bestehende Risikomanagement-Systeme ergänzendes und verlustbegrenzendes „Schutzschild“ jenseits der gesetzten maximalen Verlustgrenzen. Ein Risiko-Overlay als verlustbegrenzende „Risiko-Versicherung“, deren Kosten je nach Umfang zwischen 0,04 und 0,1 Prozent der abgesicherten Vermögenssumme pro Jahr betragen. Kosten, die in einem sehr unterproportionalen Verhältnis zu den möglichen Verlustrisiken stehen, die sich in den kommenden Jahren an den Aktien- wie auch Rentenmärkten ergeben können.

 

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Markt öffnet sich für ausländische Versicherer

 

Der Lebensversicherungsmarkt in China erfreut sich eines starken Wachstums. Greg Kuhnert, Portfolio Manager des Investec All China Equity Fund, kommentiert die aktuelle Entwicklung wie folgt:

„Den größten Anteil am Mehrertrag hatte im Berichtsquartal die Einzelwertauswahl im Finanzsektor, vor allem bei Versicherungen. Dazu zählt neben Ping An Insurance auch die AIA Group. Beide Unternehmen verzeichnen ein stark wachsendes Neugeschäft. Außerdem hat sich die Qualität der Aktiva in der Banksparte von Ping An verbessert. Bei AIA hofft der Markt auf ein hohes Wachstumspotential in China, das seinen Markt jetzt für ausländische Lebensversicherungen öffnet.“

 

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Antonius Fahnemann wird neuer Stellvertreter

 

Wolfgang Arenhövel leitet die Ombudsstelle des deutschen Fondsverbands BVI als verantwortlicher Schlichter. Er hatte die Streitschlichtung zu Investmentfonds als stellvertretender Ombudsmann übernommen, nachdem sein Vorgänger Dr. h.c. Gerd Nobbe im April 2019 nach schwerer Krankheit verstarb. Arenhövel arbeitete als stellvertretender Fonds-Ombudsmann seit dem Start der Ombudsstelle des BVI im September 2011. In den letzten Jahren seiner 33-jährigen Laufbahn als Richter war er Präsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen und Mitglied des Staatsgerichtshofs der Freien Hansestadt Bremen.

Als neuen stellvertretenden Ombudsmann hat der BVI Antonius Fahnemann bestellt. Er war 38 Jahre Richter in Zivilsachen und in den letzten zehn Jahren Präsident des Landgerichts Osnabrück. In seiner aktiven Zeit hat Fahnemann nach einer zusätzlichen Mediationsausbildung die Abteilung für richterliche Mediation am Landgericht Osnabrück aufgebaut und bis zu seiner Pensionierung geleitet. Darüber hinaus war er bereits als Schlichter in anderen Branchen tätig.

 

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Nur wenige Wochen nach der erfolgreichen Vollplatzierung des Hotelfonds Courtyard by Marriott Oberpfaffenhofen hat die Dr. Peters Group im Stadtzentrum von Ludwigshafen eine weitere Hotelimmobilie gekauft.

 

Neben 111 Zimmern verfügt das Hotel über einen großzügigen Konferenzbereich sowie eine hoteleigene Tiefgarage und elf Außenstellplätze. Hinzu kommt ein Komplex mit 20 Business Apartments sowie ein angeschlossener Bürobereich, der knapp 2.000 m2 misst. Aufgrund seiner zentralen Lage am Ludwigsplatz, in direkter Nähe zum Rhein, ist das Hotel bei Geschäfts- und Freizeitreisenden gleichermaßen beliebt.

„Bei der Expansion unseres Immobilienbereichs fokussieren wir uns auf die Nutzungsklasse Hotels. Der nun erfolgte Ankauf des 4-Sterne-Hotels in Ludwigshafen bestärkt uns in unserer Strategie, in wirtschaftlich erfolgreiche Häuser auch abseits hochpreisiger Metropolen zu investieren. Dies schärft das Profil der Dr. Peters Group als einen der führenden deutschen Anbieter von Hotelinvestments“, so Kristina Salamon, CEO der Dr. Peters Group. Salamon weiter: „Trotz eines insgesamt steigenden Marktes, bietet derzeit kaum eine andere Nutzungsklasse so attraktive Renditen wie Hotels. Vor allem, wenn man sich wie die Dr. Peters Group beim Einkauf auf ausgewählte Alternativstandorte und gute B-Lagen konzentriert.“

Zeitgleich zur Übernahme des Hotels verhandelte die Dr. Peters Group einen neuen zwanzigjährigen Pachtvertrag mit einer Tochtergesellschaft der französischen Louvre Hotels Group. Diese managt ein Portfolio von mehr als 2.600 Hotels in 54 Ländern. Betrieben wird das Hotel in Ludwigshafen seit heute unter dem Namen „Tulip Inn Ludwigshafen City“.

„Da wir durch die Verhandlung eines neuen Pachtvertrags selbst einen Großteil der Wertschöpfung erbracht haben, lag der Einstiegspreis für dieses Hotel deutlich unter den üblichen Angeboten am Markt. Damit liefern wir einen echten Mehrwert für unsere Investoren“, so Andreas Schütz, Geschäftsführer Real Estate der Dr. Peters Group. „Das Haus wurde über Jahrzehnte sehr professionell geführt, das Konzept des Hotels passt zudem perfekt zu Ludwigshafen. Allein die hier ansässige Chemieindustrie hat einen hohen Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten für Mitarbeiter und Geschäftspartner“.

Die Transaktion vermittelt hat die Colliers International Hotel GmbH, Berlin. Rechtlich beraten bei der Transaktion wurde die Dr. Peters Group von der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Steuerlich beraten hat die GRUNERT Steuerberatung.

 

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Dr. Peters GmbH & Co. KG, Stockholmer Allee 53, 44269 Dortmund, Tel: +49 (0)231 – 55 71 73-0, Fax: +49 (0)231 – 55 71 73-99, www.dr-peters.de

Die Ratingagentur Scope hat untersucht, ob sich Dach- oder Einzeltitelfonds über einen Zeitraum von zehn Jahren besser geschlagen haben. Das Ergebnis: Einzeltitelfonds liegen im Durchschnitt vorn. Dennoch: Mehr als 150 Dachfonds können voll überzeugen.

 

Für diese Auswertung hat Scope einen Zeitraum von zehn Jahren zugrunde gelegt. Betrachtet wurden mehr als 800 Fonds der vier größten, global anlegenden Mischfonds-Kategorien.

In allen vier Peergroups erzielen Einzeltitelfonds im Durchschnitt mehr Performance als Dachfonds. Der größte Performance-Unterschied zwischen Dach- und Einzeltitelfonds besteht in der Peergroup „Mischfonds Global ausgewogen“: Während die fast 100 Einzeltitelfonds auf eine jährliche Rendite von durchschnittlich 5,5% kommen, schaffen die 71 Dachfonds dieser Vergleichsgruppe im Durchschnitt nur 4,6%. Ein Performance-Unterschied von immerhin 0,9% p.a. über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Die geringsten Performance-Unterschiede zwischen Dach- und Einzeltitelfonds zeigen die Fonds der Peergroup „Mischfonds Global dynamisch“. Hier ist nahezu kein Unterschied messbar (Einzeltitelfonds liegen marginal vorn). Sowohl Dach- als auch Einzeltitelfonds kommen im Durchschnitt auf 6,6% p.a. in den vergangenen zehn Jahren.

Volatilität – kaum nennenswerte Unterschiede

Die Volatilitäts-Unterschiede zwischen Dach- und Einzeltitelfonds sind vergleichsweise gering. In zwei der vier betrachteten Peergroups liegen die Einzeltitelfonds sogar leicht vorn. Das bedeutet, sie weisen im Durchschnitt eine geringere Volatilität auf. Lediglich in der Peergroup „Mischfonds Global konservativ“ – die Mischfonds mit risikoarmen Profilen zusammenfasst – zeigen Dachfonds mit durchschnittlich 3,5% eine spürbar geringere Volatilität als Einzeltitelfonds mit 4,4%.

Dass Dachfonds weniger Performance erzielen, ist aufgrund der zusätzlichen Kostenbelastung erwartbar. Dass sie jedoch trotz breiterer Diversifikation kaum nennenswerte Volatilitätsvorteile bieten, überrascht. Eine Erklärung: In der Regel verfügen bereits Einzeltitelfonds über ein breit diversifiziertes Portfolio. Eine noch weitere Diversifikation über Fonds bringt kaum Diversifikationsvorteile.

Dennoch: Mehr als 150 Dachfonds schaffen ein Top-Rating

Auch wenn Dachfondskonzepte im Multi Asset-Bereich in der hier präsentierten Durchschnittsbetrachtung weniger Performance bei kaum vorhandenen Volatilitätsvorteilen aufweisen, gibt es dennoch zahlreiche Dachfonds, die überzeugende Resultate liefern:

Von rund 550 Dachfonds in den vier untersuchten Mischfonds-Peergroups halten derzeit 154 ein Top-Rating (entspricht einer Quote 28%). Fonds mit einem Top-Rating outperformen den jeweiligen Peergroup-Durchschnitt in der Regel deutlich.

Auffällig ist, dass in drei der vier betrachteten Vergleichsgruppen die Top-Rating-Quote der Dachfonds höher ausfällt als die der Einzeltitelfonds. Am deutlichsten zeigt sich dies in der Peergroup „Mischfonds Global dynamisch“, in der 37% der Dachfonds ein Top-Rating halten. Die Einzeltitelfonds in dieser Gruppe kommen nur auf eine Top-Rating-Quote von 26%.

Wie lässt sich dieses Ergebnis einordnen? Es zeigt, dass auch wenn Dachfonds in der Durchschnittsbetrachtung gegenüber Einzeltitelfonds das Nachsehen haben, sie bei den Top-Produkten der jeweiligen Vergleichsgruppe überdurchschnittlich häufig vertreten sind.

 

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Weiterer Ausbau des ETF-Angebotes schreitet voran

 

Die Kunden der European Bank for Financial Services (ebase®) haben zwischen Januar und Ende Juli im Schnitt mehr als drei Mal so viele ETF-Anteile gekauft wie verkauft, auch die Handelsaktivität bewegt sich auf Rekordniveau. ebase begegnet dem großen Kundeninteresse mit einem Ausbau des ETF-Angebotes, bereits knapp 800 ETFs handelbar.

„Der bereits seit Jahren bestehende Trend zu Anlagen in Exchange Traded Funds (ETFs) hat sich in letzter Zeit noch einmal merklich beschleunigt. Bei den ebase Kunden bewegt sich die Nachfrage auf Rekordniveau, im Juli wurden beispielsweise mehr als fünf Mal so viele ETF-Anteile gekauft wie verkauft“, kommentiert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase.

Fundflow-Faktoren der ebase Kunden in ETFs 2019

Noch vor einigen Jahren konzentrierte sich die Nachfrage stark auf wenige sehr bekannte Indizes, wie den DAX oder MSCI World. Mittlerweile aber greifen die ebase Kunden auf ein breites Spektrum an Indizes, die die Grundlage der ETFs bilden, zurück. „Beispielsweise war der MSCI World Minimum Volatility Index nach dem klassischen MSCI World der in 2019 bisher am häufigsten gehandelte Index, auch dies belegt die Reife des Marktes und das gestiegene Informationsniveau der Anleger“, so Geyer.

Um den Kunden dauerhaft ein bestmögliches Angebot an ETFs zur Verfügung zu stellen, hat ebase im April auf ein Marktpreismodell umgestellt und den weiteren Ausbau des damals rund 450 Fonds umfassenden ETF-Angebots eingeleitet. „Seit April konnten wir das bei ebase verfügbare ETF-Angebot bereits auf etwa 800 Fonds ausbauen. Mittelfristig ist es das Ziel, den Handel von rund 1.300 ETFs über ebase anzubieten“, präzisiert Geyer. Neben der größeren Produktvielfalt konnte auch die Zahl der ETF-Anbieter bereits fast verdreifacht werden. Beispielsweise sind jetzt auch ETFs von State Street, Invesco und Amundi handelbar.

Für alle ETFs steht dabei das breite Leistungsangebot der ebase für Privat- und Firmenkunden sowie institutionelle Anleger zur Verfügung. Für das gesamte angebotene ETF-Universum sind Einmalanlagen und Spar- sowie Entnahmepläne möglich. Auch für das Angebot zum VL-Sparen mit ETFs nimmt die Zahl der verfügbaren Fonds weiter zu. Für alle Kunden besteht dabei die Möglichkeit, sowohl Stück- als auch Nominalorders mit sechs Nachkommastellen abzurechnen. „Beim Ausbau des über ebase verfügbaren ETF-Spektrums haben wir großen Wert darauf gelegt, dass nicht nur weitere Fonds angeboten werden, sondern auch der bestehende umfangreiche Leistungsumfang – der von den Kunden sehr geschätzt wird – weiterhin für das gesamte Angebot verfügbar ist“, ergänzt Geyer.

 

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European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard-­Reitzner-­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Starkes Neugeschäft in einem schwierigen Umfeld

 

Union Investment ist weiter auf Wachstumskurs. Die Assets under Management der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft stiegen im Vergleich zur Jahresmitte 2018 um 4,9 Prozent von 332,7 Mrd. Euro auf 349,1 Mrd. Euro und somit auf einen neuen Höchststand. Mit 9,0 Mrd. Euro lag der Nettoabsatz in den ersten sechs Monaten zwar leicht unter dem starken Wert des Vorjahres (1. Halbjahr 2018: 11,3 Mrd. Euro), übertraf jedoch den Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 8,2 Mrd. Euro. „Wir wachsen überdurchschnittlich, denn während die deutsche Fondsbranche in diesem turbulenten Jahrzehnt um gut 50 Prozent zugelegt hat, haben wir unsere Assets under Mangement mehr als verdoppelt“, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. Die Gesellschaft hatte am 30.06.2010 noch ein Vermögen von 167,6 Mrd. Euro verwaltet.

Das Neugeschäft mit Privatkunden lag im ersten Halbjahr 2019 mit 4,1 Mrd. Euro unter dem Rekordniveau von 4,7 Mrd. Euro aus dem Vorjahr, jedoch exakt auf dem hohen Niveau von 2017. „Wir adressieren mit unseren Lösungen seit vielen Jahren die grundlegenden Probleme von Privatkunden: nämlich wie man Vermögen aufbaut, es strukturiert und letztlich auch sichert“, erklärt Reinke. Die Assets under Management im Privatkundengeschäft stiegen um 6,4 Prozent auf den Höchstwert von 149,2 Mrd. Euro (140,2 Mrd. Euro). Nachgefragt wurden vor allem Substanzwerte. So flossen in Offene Immobilienfonds 2,1 Mrd. Euro (0,5 Mrd. Euro).

Der Löwenanteil fiel dabei mit knapp 1,5 Mrd. Euro (0,3 Mrd. Euro) auf den UniImmo: Wohnen ZBI, da die drei anderen großen Publikumsfonds nur für wenige Wochen neue Gelder annehmen konnten, um die hohe Qualität in den Fonds sicherzustellen. Ebenso legten Privatkunden ihre Gelder mit 2,1 Mrd. Euro (0,8 Mrd. Euro) in Aktienfonds an. „Die Evolution des Sparens schreitet voran. Immer mehr Anleger begreifen, dass das Niedrigzinsumfeld auf Jahre hinaus zementiert bleiben wird und sie wechseln aus Zinsprodukten in Substanzwerte. Die Erkenntnis an sich ist nicht neu, aber jetzt sehen wir deutlich, dass die Menschen nicht nur darüber nachdenken, sondern handeln“, erläutert Reinke.

Fünf Millionen Fondssparpläne unter Verwaltung

Immer mehr Menschen nutzen zudem die Chancen des ratierlichen Fondssparens für den langfristigen Vermögensaufbau. So wuchs bei Union Investment die Zahl der Fondssparverträge in den letzten zwölf Monaten um fast 400.000 auf 2,5 Millionen (2,1 Mio.). „Auch hier zeigt sich der Trend hin zu Substanzwerten, denn 95 Prozent der Anleger favorisieren Aktien-, Misch- und Immobilienfonds – bei den Neuanlegern sind es sogar 99 Prozent“, sagt Reinke. Durchschnittlich legten Sparer monatlich 157 Euro pro Fondssparplan bei Union Investment an. Bei neuen Sparplänen, die in den letzten zwölf Monaten abgeschlossen wurden, lag der Durchschnitt sogar bei 224 Euro. Auf gleichem Niveau wie in den Vorjahren wuchs auch das ratierliche Geschäft mit der Riester-Rente. Hier investierten die Sparer im ersten Halbjahr 644 Mio. Euro (640 Mio. Euro). Insgesamt verwaltet Union Investment nun rund fünf Millionen Fondssparpläne im Privatkundengeschäft. Diese umfassen die klassischen Sparpläne, VL-Verträge sowie Riester-Verträge.

Der Nettoabsatz des institutionellen Geschäfts entwickelte sich im ersten Halbjahr mit 4,9 Mrd. Euro zwar etwas schwächer als im Vorjahr (6,6 Mrd. Euro). Die Assets under Management, die Union Investment für institutionelle Kunden verwaltet, stiegen dennoch um 3,8 Prozent auf einen neuen Höchststand von 199,9 Mrd. Euro (192,5 Mrd. Euro). Gefragt waren im ersten Halbjahr 2019 vor allem Produkte, die im Niedrigzinsumfeld, bei vertretbaren Risiken, einen Renditeaufschlag boten. Beispielsweise stießen Fonds mit Schwerpunkt Unternehmensanleihen auf vermehrte Nachfrage. Auch Aktienfonds wurden rege nachgefragt. Immobilien-Fondslösungen wurden weiterhin von vielen institutionellen Anlegern gesucht, wobei das limitierte Angebot an Objekten mit adäquatem Ertrags-Risiko-Profil die Investitionsaktivität bremste. Großes Interesse genossen auch Infrastrukturanlagen. Für einen neuen Infrastrukturfonds wurden Kapitalzusagen von mehr als 440 Mio. Euro eingesammelt.

Interesse nach Nachhaltigkeitsfonds ungebrochen hoch

Zudem hielt das Interesse für nachhaltige Lösungen bei institutionellen Kunden weiter ungebrochen an. So stieg der Bestand von nachhaltig gemanagten Fonds bei Union Investment in den letzten zwölf Monaten von rund 42 Mrd. Euro auf 48 Mrd. Euro, wobei allein 43,7 Mrd. Euro auf das institutionelle Geschäft entfielen. „Nachhaltigkeit ist für institutionelle Kunden aus ihrer Investmentstrategie nicht mehr wegzudenken. Wir sind in Deutschland der führende Fondsanbieter für nachhaltige Geldanlagen und betreiben dieses Geschäft nicht erst, seitdem es en vogue ist, sondern durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kirchenbanken schon seit den frühen 1990er Jahren“, konstatiert Reinke. „Insgesamt blicken wir im institutionellen Geschäft in den ersten sechs Monaten auf ein solides Wachstum. Unsere Lösungen werden von genossenschaftlichen und nicht-genossenschaftlichen Kunden im In- und Ausland rege nachgefragt“, so Reinke.

„Das erste Halbjahr ist an den Kapitalmärkten besser gelaufen, als man nach dem sehr schwachen Dezember 2018 erwarten durfte. Dennoch bleibt das Umfeld aufgrund der bestehenden geopolitischen Spannungen und damit einhergehenden Konjunkturrisiken schwierig. Letztlich werden diejenigen Asset Manager erfolgreich sein, die ihre Lösungen konsequent an den Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten. Dies gelingt uns seit vielen Jahren mit unseren Partnern der genossenschaftlichen FinanzGruppe und insbesondere den 875 Genossenschaftsbanken, denen unser herzlicher Dank gebührt“, resümiert Reinke.

 

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Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

Am Montag bezeichnete das US-Finanzministerium China als Währungsmanipulator – wie schon einige Male in der Vergangenheit, zuletzt 1994.

 

Doch obwohl China seit einiger Zeit (neben mehreren anderen Ländern) auf der Beobachtungsliste des Finanzministeriums steht, sprach der jüngste, im Mai veröffentlichte Bericht des Finanzministeriums noch nicht von Manipulation. Claudia Calich, Managerin des M&G (Lux) Emerging Market Bonds Fund (Foto anbei), stellt sich die Frage, was sich in den letzten drei Monaten geändert hat:

„Die Kriterien, die das US-Finanzministerium zur Bewertung der beobachteten Staaten heranzieht, konzentrieren sich auf die nominal betrachtet größten bilateralen Handelsdefizite (siehe Grafik). Beispielsweise liegt die Schwelle des Handelsüberschusses im Warenverkehr mit den Vereinigten Staaten bei 20 Milliarden US-Dollar – unabhängig von der Größe des jeweiligen Handelspartners. Das ist ein Problem. Denn so müssen bilaterale Ungleichgewichte zu Volkswirtschaften, die viel kleiner sind und bei denen der Handelsüberschuss prozentual zum BIP größer, aber eben nominal geringer sein kann, weniger überwacht werden. Ein Beispiel ist Israel, eine kleine Volkswirtschaft, die einen größeren Überschuss in Prozent ihres BIP erzielt als mehrere andere Länder auf der Überwachungsliste. Auch eine kleine offene Volkswirtschaft wie Thailand fällt knapp unter die – willkürliche – Schwelle von 20 Milliarden US-Dollar. Indien dagegen, eine größere geschlossene Volkswirtschaft, würde sie gerade so überschreiten.

Nach den jüngsten Schätzungen des US-Finanzministeriums – China veröffentlicht keine Daten – hat China während des letzten Jahres nur selten wesentlich in seine Währung eingegriffen. Im Gegenteil: China verkaufte US-Dollar-Reserven, um 2015-2016 eine schnellere Abwertung zu verhindern, und verschärfte die Kapitalkontrollen weiter. Auf Basis der Daten der Zentralbank der Volksrepublik China (PBoC) glauben wir nicht, dass sie seitdem wesentlich interveniert hat, um die Währung zu schwächen. Der Renminbi hat jedoch nun die Marke von 7,00 US-Dollar überschritten, die am Währungsmarkt als „rote Linie“ gilt.

Das US-Finanzministerium ist der Ansicht, dass Chinas Kapitalreserven unangemessen hoch sind. Das mag für ein Land mit Kapitalverkehrskontrollen zutreffen. Aber da China bestrebt ist, seine Kapitalbilanz schrittweise zu öffnen, scheint das Niveau nicht übertrieben zu sein. Die Kapitalreserven sind seit 2017 mit 3,1 Billionen US-Dollar relativ stabil, so dass die Berechnungen des IWF nach wie vor gültig sind.

Die Kriterien scheinen sich seit Mai nicht geändert zu haben, außer dass sich der Handelskrieg zwischen beiden Ländern verschärft hat. China erzielt seit einiger Zeit große bilaterale Handelsüberschüsse mit den USA, und die Behauptungen der USA in Bezug auf den Protektionismus und staatliche Subventionen sind zwar berechtigt, aber nichts Neues.

Nach der jüngsten Ankündigung der USA, zehn Prozent Zölle auf zusätzliche 300 Milliarden US-Dollar chinesischer Waren zu erheben, erlaubte die PBoC dem Renminbi, unter die magische Kursschranke von 7 zu fallen. Aber: Diese Abwertung entsprach in etwa der anderer asiatischer Währungen. Wenn überhaupt, wurde der Renminbi bis vor kurzem sogar weniger abgewertet als die Nachbarwährungen, was die PBoC bei ihrer täglichen Festlegung genau überwacht.

Das Fazit? Die Daten allein rechtfertigen nicht, warum China ausgerechnet jetzt als Manipulator bezeichnet wird, im Gegensatz zu Mai oder auch im Oktober, wenn der nächste US-Treasury-Bericht veröffentlicht werden soll. Der Handelskrieg eskaliert weiter, und das Timing hängt viel stärker damit zusammen. Das ist noch nicht vorbei. Bleiben Sie dran.“

 

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Der Aufsichtsrat der Deutsche Oppenheim Family Office AG hat Oliver Leipholz zum weiteren Vorstand bestellt.

 

Die Finanzaufsicht Bafin hat dieser Bestellung zugestimmt. Der 43-Jährige übernimmt die Verantwortung für den Geschäftsbereich “aktive Vermögensverwaltung”, den er als Abteilungsleiter bereits seit über zehn Jahren maßgeblich und erfolgreich mitentwickelt und gestaltet hat. Das Vorstandsgremium wird mit Leipholz von bislang drei auf künftig vier Mitglieder erweitert. Neben Leipholz gehören Dr. Thomas Rüschen (Vorsitzender), Stefan Freytag und Dr. Jörn Matthias Häuser zum Vorstandsgremium.

Damit untermauert die Deutsche Oppenheim, ein Unternehmen der Deutsche Bank-Gruppe, ihr Geschäftsmodell eines wachstumsorientierten vermögensverwaltenden Family Office. Die eigenständig arbeitende Vermögensverwaltung hat in der Vergangenheit zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Dr. Thomas Rüschen, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Oppenheim: “Unseren Mandanten Kontinuität in der Betreuung zu bieten, spielt für uns seit jeher eine wichtige Rolle. Deshalb freut es uns umso mehr, mit Oliver Leipholz nicht nur eine erfahrene, sondern auch eine mit der Deutsche Oppenheim lange Jahre vertraute Führungskraft zum Vorstand benennen zu können.” Nach seiner rund 20-jährigen Berufserfahrung werde Leipholz künftig das Angebot im Bereich aktive Vermögensverwaltungsmandate und FOS Fondsgeschäft sowohl fachlich weiterentwickeln als auch für eine nachhaltige Performancequalität sorgen.

Bislang hatte Stefan Freytag die aktive Vermögensverwaltung des Family Office viele Jahre als Vorstand erfolgreich betreut. Er konzentriert sich nun auf die Verantwortung für die expandierenden Geschäftsbereiche Investmentconsulting/Risikomanagement und den Vertrieb von Investmentprodukten. “Gerade die strategische Beratung, die Identifizierung von langfristigen Investmenttrends und das Risikomanagement sind für vermögende Kunden herausragende Fragestellungen. Die Deutsche Oppenheim bietet hierbei exzellente Antworten und Lösungen”, erklärt Thomas Rüschen. Daneben wird Stefan Freytag für bestehende Mandate als Ansprechpartner auf Vorstandsebene zur Verfügung stehen und die Akquisition neuer Mandate in allen Bereichen unterstützen.

 

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DEUTSCHE OPPENHEIM Family Office AG, Keferloh 1a, 85630 Grasbrunn, Tel: +49 (89) 45 69 16 0, Fax: +49 (89) 45 69 16 99, www.deutsche-oppenheim.de

Amundi hat in Deutschland eine Reihe von Neueinstellungen für das Geschäftsfeld ETF, Indexing & Smart Beta am Standort Frankfurt vorgenommen. Das Team verstärkt haben:

 

–        Thomas Wiedenmann, als Head of Retail & Wealth Management ETF, Indexing & Smart Beta Deutschland, Österreich und Osteuropa. Er ist zudem Deputy Head des Bereichs ETF, Indexing & Smart Beta Deutschland, Österreich und Osteuropa.

–        Außerdem sind Aysun Cifci und Dirk Auersperg zu Senior Sales Manager für die Kundenbetreuung im Geschäftsfeld ETF, Indexing & Smart Beta für Deutschland und Österreich ernannt worden.

 

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Franz Weis, Portfoliomanager des Comgest Growth Europe bei der internationalen Fondsgesellschaft Comgest, ist der Ansicht, dass trotz der konjunkturellen Abschwächung die Anlagechancen in europäische Stock Picks noch längst nicht ausgeschöpft sind:

 

Im bisherigen Jahresverlauf federten die Märkte nach dem Kursrutsch des letzten Jahres kräftig auf den letztjährigen Höchststand zurück. Der positiven Entwicklung des Aktienmarkts steht jedoch die weiterhin schleppende Weltkonjunktur gegenüber. Die OECD-Prognosen sagen zwar für dieses Jahr ein weltweites Wachstum von 3,2% und für die Eurozone einen Rückgang des Wachstums auf 1,2% voraus. Doch die Kombination aus Handelsstreitigkeiten, politischer Unsicherheit, Populismus und Brexit belasten die Märkte weiterhin. Selbst die USA, die bisher weitgehend der globalen konjunkturellen Abschwächung getrotzt hatten, weisen erste Anzeichen einer Belastung auf.

Mit Blick auf die eher unkonventionellen Notenbankaktivitäten nach der globalen Finanzkrise ab 2007 gelang es zwar das wirtschaftliche Wachstum, vor allem in den USA, wieder anzufachen. Doch diese Entwicklung endete abrupt, als die Fed nach Signalen der Straffung zuletzt Zinssenkungen in Aussicht stellte. Aber auch die EZB schlug jüngst wieder expansivere Töne an und teilte mit, die Zeit, in der die Zinsen nicht steigen sollen, von Ende 2019 auf das erste Halbjahr 2020 zu verlängern. Das mag zunächst nach kleinen Änderungen aussehen, aber dass solche Bedeutungsnuancen die Kursbewegungen an der Börse dominieren, zeigt, wie fragil die aktuelle Marktstimmung ist. Am Ende gewann die Aussicht auf eine Lockerung der Geldpolitik das Tauziehen gegen die wirtschaftlichen Fundamentaldaten und trieb den MSCI Europe in Euro seit Jahresbeginn um 16,2% in die Höhe.

Obwohl es für den Anlagestil, den wir beim Comgest Growth Europe (ISIN: IE0004766675) verfolgen, eher untypisch ist, haben wir in einem steigenden Markt outperformt. Das lag an den anhaltend guten Fundamentaldaten der in unserem Portfolio gehaltenen Unternehmen, die mit steigenden Bewertungskennzahlen einhergingen. Zum anderen haben wir wieder dort Gewinne mitgenommen, wo wir überzogene Bewertungen sahen, und diese Gewinne dort investiert, wo wir weiterhin starke Aussicht auf gute Renditen-Chancen sehen.

 

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Comgest Deutschland GmbH, Sky Office, Kennedydamm 24, D-40476 Düsseldorf, Tel.: +49 21144038721, www.comgest.com

Bis heute sind Asset Manager, die sich bei „ihren“ (Immobilien-)fonds zur Abdeckung der regulatorischen Anforderungen der AIFM-Richtlinie bzw. des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) einer Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) bedienen, nicht in eine direkte Beziehung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gekommen.

 

Die Asset Manager waren über Auslagerungsverträge über das Immobilienmanagement zwischen Ihnen und der Service-KVG bis dato nur indirekt von den Anforderungen des KAGB betroffen, da dort Anforderungen an die Auslagerung definiert sind und dementsprechend eingehalten werden müssen.

Neben dem Immobilienmanagement übernehmen die Asset Manager naturgemäß den Vertrieb der Anteile an „ihren“ offenen oder geschlossenen (Immobilien-) fonds. Hierzu benötigen sie bis dato eine Erlaubnis nach § 34f Gewerbeordnung (GewO), welche durch die Gewerbeämter und die Industrie- und Handelskammern (IHK’s) vergeben und beaufsichtigt wird. Aufgrund dieser Zersplitterung der Aufsicht sieht der Koalitionsvertrag die Übertragung dieser Aufsicht auf die BaFin vor, um eine einheitliche und qualitativ hochwertige Finanzaufsicht zu erreichen.

Übertragung der Aufsicht

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) haben am 23. Juli 2019 ein gemeinsames Eckpunktepapier mit neuen Regeln vorgestellt. Die Erlaubnis wird zukünftig gesetzlich im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) geregelt. Die bisherigen Erlaubnisvoraussetzungen und die Regelungen der Finanzanlagenvermittlerverordnung (FinVermV) – letztere werden aktuell überarbeitet – sollen dort unverändert aufgenommen werden. Die Finanzanlagendienstleister – als solche werden Vermittler und Honorarberater im neuen Gesetz gruppiert – sollen weiterhin eine eigenständige Aufsichtskategorie bilden. Die Zuständigkeit soll per Stichtag 1.1.2021 auf die BaFin übertragen werden. Die bestehenden Erlaubnisse nach GewO sollen zunächst weitergelten, aber in einem Zeitraum von zwei bis maximal fünf Jahren durch die BaFin überprüft werden. Die Durchführung der Sachkundeprüfungen soll weiterhin bei den IHK‘s verbleiben.

Nachweisverfahren

Die zukünftigen Voraussetzungen an die Asset Manager für den Vertrieb ihrer Anteile sollen nicht über die in § 34f GewO geregelten Anforderungen hinausgehen, sollen aber dennoch durch die BaFin – im Rahmen des Übergangs – überprüft werden. Das Nachweisverfahren soll bei Vertriebsgesellschaften innerhalb von sechs Monaten nach Übernahme der Aufsicht, bei sonstigen Finanzanlagendienstleistern innerhalb von sechs Monaten nach entsprechender Aufforderung durch die BaFin stattfinden.

Die Zuständigkeit der IHK‘s für die Durchführung der Sachkundeprüfung soll auch weiterhin bestehen bleiben. Inhaber einer Erlaubnis nach § 34f GewO sollen ihre Sachkunde nicht erneut nachweisen müssen. Für die sukzessive, risikoorientierte Durchführung der Nachweisverfahren ist ein Zeitraum von zwei bis max. fünf Jahren geplant. Neuanträge auf Erteilung einer Erlaubnis sollen jederzeit gestellt werden können und vorrangig bearbeitet werden.

Laufende Überprüfungen

Die Zuständigkeit für die Prüfung der Einhaltung der bisher in §§ 12 bis 23 FinVermV geregelten Verhaltenspflichten soll zum 1.1.2021 auf die BaFin übergehen. Die Prüfung der Finanzanlagendienstleister mit eigener Erlaubnis wird voraussichtlich durch die BaFin selbst ohne festen Turnus anlass- und risikobezogen erfolgen. Die Risikoabwägung soll hierbei anhand jährlich einzureichender Selbsterklärungen erfolgen, die wichtige Parameter des Unternehmens beschreiben. Für Vertriebsgesellschaften ist daher eine regelmäßige jährliche Prüfung vorgesehen.

Die Finanzierung der Beaufsichtigung soll durch Gebühren für Erlaubnisse, Erstattung entstandener Prüfungskosten und eine Umlage erfolgen.

Einschätzung

Die Implementierung der notwendigen Strukturen und der Aufbau des dafür erforderlichen Personals bei der BaFin wird sehr hohe Kosten verursachen. Die Kosten sollen durch die Beaufsichtigten selbst getragen werden, als auch von den Asset Managern. Spannend wird, wie die BaFin mit – sicher begrenztem Personal – die Überprüfung der fast 38.000 Finanzanlagenvermittler in der Breite ohne die Mithilfe von Wirtschaftsprüfern bewerkstelligen will; der Weg zu einer kompletten Digitalisierung der Prüfungsverfahren ist sicher noch weit. Falls die Überprüfung der sogenannten alternativen Sachkundenachweise nach § 4/5 FinVermV zukünftig bei der BaFin stattfindet, könnte dies für die Asset Manager vorteilhaft sein. Denn die Anerkennung dieser ist in der Praxis mit vielen IHK’s schwierig.

 

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ARNECKE SIBETH DABELSTEIN, Alexander Lehnen, Oberanger 34-36, 80331 München, Tel: + 49 89 388 08 0, www.asd-law.com

Die auf die Zusammenarbeit mit Intermediären spezialisierte Augsburger Aktienbank erweitert ihr Dienstleistungsspektrum um maßgeschneiderte Angebote von Vermögensverwaltungslösungen für Banken.

 

Für Banken ist es heute wichtiger denn je, Kunden eine Alternative zur klassischen Anlageberatung bieten zu können. Gerade in Zeiten von Null-Zins und den zunehmenden regulatorischen Auflagen in der Wertpapierberatung bietet eine Vermögensverwaltung etliche Vorteile in der Umsetzung und im täglichen Kundendialog: Deutliche Reduzierung der Komplexität gegenüber der klassischen Anlageberatung,, schnelle Reaktionsmöglichkeit über alle Portfolios, jederzeitige Transparenz für den Kunden, Zugang zu kostengünstigen institutionellen Fondstranchen/ETF und eine Festigung der Kundenbindung durch exklusive Konzepte.

Einfache Implementierung und Abwicklung von Vermögensverwaltungslösungen für Drittinstitute – auch für Sparkassen und genossenschaftliche Banken

Die Augsburger Aktienbank setzt Vermögensverwaltungsstrategien flexibel, einfach und kostengünstig auf. Dabei übernimmt die Augsburger Aktienbank die komplette Abwicklung der Vermögensverwaltungsstrategien sowie die wesentlichen MiFID II-Verpflichtungen für die Drittinstitute – u.a. ein hochwertiges MiFID-II-Reporting im Look & Feel der beauftragenden Bank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank.

Das Portfoliomanagement kann dabei durch das Drittinstitut selbst oder über Dritte, wie beispielsweise Vermögensverwalter oder Family Offices, durchgeführt werden.

In der Ansprache und Anbahnung von potentiellen Bankpartnern unterstützt Markus Köppl die Augsburger Aktienbank. Er ist Gründer von Anleger24.de, einer Marke der MK Anleger Gesellschaft mbH und verfügt über ein entsprechendes Netzwerk im Finanzsektor. Gabriel von Canal, Augsburger Aktienbank: „Markus Köppl ist ein ausgezeichneter Kenner des B2B-Geschäfts und kann über viele Jahre Erfahrung bei der Implementierung von Vermögensverwaltungsstrategien für Banken und Sparkassen zurückgreifen.“

 

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Augsburger Aktienbank AG, Halderstraße 21, 86150 Augsburg, Tel: 0821-50150, www.aab.de

Die digitale Geldanlage quirion, eine 100-prozentige Tochter der Quirin Privatbank AG, will den Einstieg in den Vermögensaufbau leichter machen und hat die Eintrittsschwelle gesenkt.

 

Der Robo-Advisor-Sieger bei Finanztest 8/2018 senkt die Mindestanlagesumme ab sofort von 10.000 Euro auf 1.000 Euro, zunächst begrenzt innerhalb einer Aktion bis zum 10. Oktober 2019. “Mindestanlagen von 10.000 Euro wirken gerade auf jüngere Neuanleger und Berufseinsteiger abschreckend”, sagt Karl Matthäus Schmidt, Gründer und Vorstand von quirion. Damit wird quirion angesichts drohender Strafzinsen und gekündigter Sparverträge bei klassischen Banken – wie jüngst bei der Sparkasse Nürnberg – eine echte Alternative zu Sparbuch, Tages- und Festgeld mit besseren Renditechancen. Und genau dafür steigt der Bedarf. “Durch das Senken des europäischen Leitzinses auf null Prozent werden bei immer mehr Instituten Negativ- oder auch Strafzinsen fällig. Dies beeinflusst auch die Beiträge für Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung und belastet Sparer somit auch in anderen Lebensbereichen. Zudem steigen die Lebenshaltungskosten durch höhere Mieten in den Ballungsräumen”, ergänzt Schmidt.

Durchschnittskunde bei quirion ist 50 Jahre alt

Mit dem Vermögensaufbau sollte gerade in jungen Jahren begonnen werden. Denn je jünger ein Anleger ist, desto mehr Zeit hat sein Geld, um für ihn zu arbeiten und sein Sparziel zu erreichen. Auch sollten Menschen mit niedrigerem Einkommen mit Blick auf die Rentenlücke die Chance auf eine echte Vermögensverwaltung zu geringen Kosten haben, die sich an ihrer jeweiligen Risikoneigung ausrichtet. Das war bisher vor allem wohlhabenden Menschen vorbehalten.

“Wir wollen zunächst testen, wie eine deutlich niedrigere Mindestanlagesumme bei Neukunden ankommt”, erläutert Schmidt. Ein Ziel der auf 1.000 Euro gesenkten Mindestanlagesumme ist es, auch für jüngere Anleger attraktiver zu werden. Aktuell sind rund vier Prozent der quirion-Kunden unter 20 Jahre alt und knapp sieben Prozent unter 30. Im Schnitt ist ein Kunde bei quirion 50 Jahre alt.

Gesenkte Mindestanlage ist konsequenter Schritt

Der Abbau von Einstiegshürden ist konsequent. “Wir sind der Robo-Advisor mit den niedrigsten Kosten bei kleineren Vermögen. Das Gros unserer Konkurrenten belohnt durch Staffelgebühren hohe Anlagesummen. Das heißt, dort gehen die Kosten runter, umso höher der Anlagebetrag ist. Bei uns hingegen gibt es lediglich jeweils ein Gebührenmodell – unabhängig davon, wie viel ein Kunde anlegt. Zudem entfällt die Servicegebühr für die ersten angelegten 10.000 Euro für alle Kunden gleichermaßen”, betont Schmidt. Niedrige Kosten gepaart mit einer Mindestanlage von 1.000 Euro sind im anhaltenden Niedrigzinsumfeld zudem nicht nur für Anleger, die am Berufsanfang stehen, eine Alternative zu klassischen Anlageformen, sondern für alle. Für Kunden bietet quirion übrigens auch Sparpläne mit Raten ab 30 Euro im Monat an.

 

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quirion AG, Kurfürstendamm 119, 10711 Berlin, Tel: + 49 (0) 30 89021-400, www.quirion.de

Kim Politzer, Research-Direktorin für europäische Immobilien von Fidelity International, warnt:

 

Wechselkursschwankungen können die Renditen europäischer Immobilienfonds erheblich beeinträchtigen – selbst wenn der Anteil von Fremdwährungsimmobilien gering ist.

  • Trotz Unsicherheiten an Devisenmärkten sind sich nur wenige Anleger der Währungsrisiken in europäischen Immobilienfonds bewusst
  • Währungsabsicherung bzw. -diversifikation ist häufig teuer, unvollständig und führt oft nicht zum erwünschten Ergebnis
  • Anleger sollten einen Währungsmix tendenziell meiden

In den nächsten Jahren können Währungen einen größeren Einfluss auf die Wertentwicklung europäischer Immobilienfonds haben als in der Vergangenheit. So setzt insbesondere die Furcht vor einem ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens das Britische Pfund unter Druck. Daneben sorgen auch Handelsspannungen, eine divergierende Zentralbankpolitik und der wachsende Populismus für höhere Schwankungen an den Devisenmärkten und in europäischen Immobilienfonds.

Die Fonds des MSCI Pan-European Property Funds Index (PEPFI) weisen beispielsweise ihren Nettoinventarwert in Euro aus – auch, wenn ein Teil der Immobilien außerhalb der Eurozone liegt und nicht in Euro notiert. Die Folge: Das Währungsrisiko hat die Volatilität in den letzten zehn Jahren um mehr als 50 Prozent nach oben getrieben. Das größte Währungsrisiko besteht aktuell im britischen Markt, der Ende 2018 rund zwölf Prozent des PEPFI ausmachte, gefolgt von Schweden. Obwohl der PEPFI insgesamt ein relativ geringes Fremdwährungs-Exposure aufweist, sorgen Deviseneffekte für vergleichsweise hohe Renditeschwankungen.

Währungsumrechnung verstärkt die Volatilität des PEPFI

Auch, wenn nur 15 Prozent der im Index enthaltenen Vermögenswerte auf Fremdwährung lauten, waren die Währungsschwankungen beispielsweise 2008, 2014 und 2015 erheblich. Der Zeitpunkt des Ein- oder Ausstiegs kann also gravierende Folgen für die Rendite haben.

Viele Strategien zur Währungssteuerung sind problembehaftet

Problematisch beim Währungsmanagement im Allgemeinen: Nicht alle Instrumente zur Währungsabsicherung sind in jeder Marktlage gleich gut geeignet und häufig auch teuer. Gerade in der aktuellen spätzyklischen Phase ist die Wahl der richtigen Strategie alles andere als leicht. Eine gängige Möglichkeit zum Währungsmanagement ist, das Devisenrisiko über Kredite in Lokalwährung zu senken. Dies ist allerdings mit höheren Kosten verbunden. Auch die Option, Währungsrisiken durch eine breitere Diversifikation zu eliminieren, dürfte wegen stärkerer Zentralbankinterventionen schwieriger werden.

Immobilien sind eine illiquide Anlageklasse, in der das Währungsrisiko erhebliche und unbeabsichtigte Risiken mit sich bringen, die den Gewinn aus einer Immobilienanlage aufzehren können. Für dieses Problem kann es eine einfache Lösung geben: Anleger sollten bei ihren Immobilienanlagen auf einen Mix aus verschiedenen Währungen verzichten. Es sei denn, das Objekt ist das zusätzliche Risiko wert.

 

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Fidelity Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, D-61476 Kronberg im Taunus Tel.: 06173/509-0, Fax: 06173/509-41 99, www.fidelity.de

Kommentar von Michael Bourke, Manager des M&G (Lux) Emerging Markets Income Opportunities Fund (Foto anbei), über die Chancen, die sich nach der Zinserhöhung durch die Fed jetzt für Schwellenländer bieten:

 

„Die gestrige Entscheidung der Federal Reserve, die Geldpolitik nun doch wieder zu lockern, ist für viele Schwellenländer eine gute Nachricht. Eine ganze Reihe dieser Länder hat eine Anpassungsphase hinter sich gebracht und ihre Staatsfinanzen verbessert. Einzelne Währungen werteten gegenüber dem Dollar ab – zusammen bildet das einen ermutigenden Ausgangspunkt für die zukünftige Entwicklung.

Dabei haben Investoren in Schwellenländern zwei turbulente Jahre hinter sich: Auf die Aktienrallye 2017 folgte ein tiefer Fall, als die USA ihre Zinsen erhöhten und die Bedrohung durch Handelskriege realer wurde. In diesem Jahr belastet die Sorge um das globale Wirtschaftswachstum die Märkte nach einem zunächst hoffnungsvollen Start erneut. Aktuell ist unser Ausblick für diese Anlageklasse optimistisch, denn Schwellenländeraktien notieren mit einem Abschlag gegenüber Werten aus den Industrieländern, obwohl sie von der Profitabilität her vergleichbar sind.

Solche Schwankungen machen es jedoch denkbar schwer, in Schwellenländern allein durch Aktienanlagen ein gleichbleibendes Einkommen zu erzielen. Dazu kommt, dass viele Unternehmen in diesen Ländern ihre Dividenden abhängig von ihren Gewinnen zahlen. Die Anzahl der Firmen, die ihre Auszahlungen jedes Jahr kürzen, ist hier deutlich höher als in Industrienationen. Auf der anderen Seite bieten Unternehmensanleihen aus Schwellenländern gleichbleibende und vergleichsweise hohe Erträge.

Chancen in China – Indien zu teuer

Durch die Kombination beider Asset-Klassen kann eine effektive, diversifizierte Einkommensstrategie mit – im Vergleich zur reinen Aktienanlage – reduzierter Volatilität entstehen. Weil wir langfristig investieren, sehen wir Chancen in Phasen, bei denen die Volatilität eher im gesamtwirtschaftlichen Umfeld als in den Firmendaten selbst liegt. Aktuell haben wir unseren Aktienanteil sukzessive auf 54 Prozent erhöht und mehrere südkoreanische Unternehmen ins Portfolio aufgenommen: Das Land ist trotz klarer Reformbestrebungen immer noch unterbewertet. In Mexiko nutzten wir die wirtschaftlichen Unsicherheiten und die sich daraus ergebenden Kursverluste, um hier zuzukaufen. Rund zehn Prozent unseres Portfolios sind in China angelegt, wo Unternehmen operativ gut aufgestellt sind, die Kurse sich aber aufgrund der Handelsauseinandersetzungen verbilligt haben. Auch russische Titel finden wir aktuell attraktiv, wogegen Indien uns für einen Einstieg zu teuer ist.

Bei den Rentenpapieren bleibt Lateinamerika einer unserer Favoriten. Auch hier konzentrieren wir uns auf Segmente, die vom Markt gerade wenig geschätzt werden.

Unsere Mischung ausgewählter Aktien und Anleihen hat sich in den unruhigen letzten 24 Monaten bewährt und eine widerstandsfähige Performance gezeigt. Wir halten die Fundamentaldaten von Unternehmen in Schwellenländern für robust, was sowohl für Aktien als auch für Anleihen gut ist. Auf lange Sicht werden Schwellenländer immer stärker zu einem wichtigen Markt für Anleger, die einkommensorientiert agieren. Wir erwarten, dass die Qualität der Unternehmensführung insgesamt steigen wird und damit die Dividendenzahlungen – alles in allem hoffnungsvolle Voraussetzungen für ein Investment, das die Vorzüge von langfristigem Kapitalwachstum mit einem Einkommensfokus verbindet.“

 

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M&G International Investments Ltd., mainBuilding, Taunusanlage 19, ­60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 1338 6757, www.mandg.de/

Zinssenkung aus wirtschaftlicher Sicht unnötig – Notenbank politisch unter Druck – Mögliche Überhitzung des Marktes durch billiges Geld

 

Die US-Notenbank hat gerade zum ersten Mal seit zehn Jahren die Zinsen wieder gesenkt. Eine andere Chance hatte die Fed gar nicht, auch wenn viele Gründe gegen eine Zinssenkung sprachen. Trump und die Wall Street machten Druck – und bekamen, was sie wollten.

Zwar hat sich die Konjunktur in den USA zuletzt immer weiter abgeschwächt, trotzdem läuft sie im Vergleich der Industrieländer noch sehr stabil. Die Kennzahlen sind zwar nicht berauschend, aber letztendlich stehen die Indikatoren fast alle auf Grün. Trotzdem senkt die US-Notenbank die Zinsen. „Es ist ein merkwürdiges Signal, das die Fed da sendet“, sagt Sascha Werner, Portfoliomanager bei Moventum AM. „Aus fundamental wirtschaftlicher Sicht drängte sich die Zinssenkung nicht unmittelbar auf.“ Allerding stand die Notenbank in den vergangenen Monaten immer mehr unter Druck. Sowohl US-Präsident Trump aber insbesondere auch die Wall Street forderten Zinssenkungen. Insofern hat die Fed berechtigterweise aus ihrer Zwangslage heraus gehandelt, sie hat ihrer Reputation mit dem Eingehen auf diese Wünsche jedoch keinen Gefallen getan.

Wirtschaftliche Stimulation erhofft sich Trump von dem Schritt – und zwar ohne selbst Geld aus dem Haushalt für Konjunkturprogramme ausgeben zu müssen. Die Wall Street, die bei gleichbleibenden Zinsen die Aktienkurse bröckeln sieht, erhofft sich dagegen eine Verlängerung der Gewinndynamik bei den Unternehmen. Beiden mag man eigennützige Motive unterstellen. Schließlich möchte der US-Präsident beizeiten wiedergewählt werden und das geht am besten bei einer gut laufenden Wirtschaft. Und die Finanzhäuser mögen Gewinne ohnehin.

Insofern ist die allenthalben geäußerte Vermutung, dass die Fed die Zinsen als eine Art vorausschauende Versicherung gegen einen Konjunktureinbruch gesenkt hat, eher eine zweitklassige Begründung für das Einknicken der Fed. Es ist die Sache mit dem kleinen Finger und der ganzen Hand: Die 25 Basispunkte Zinssenkung tun niemandem weh. Aber die Ansprüche könnten steigen, die Forderungen könnten zukünftig größer werden.

Ob sich diese Bewegung zurückdrehen lässt, ist nicht sicher. Für Anleger ist der Schritt zunächst einmal neutral. Die Märkte hatten damit gerechnet, ein Ausbleiben der Zinssenkung wäre eine Überraschung gewesen, eine stärkere Zinssenkung ebenfalls. Allerdings rückt jetzt ein Szenario in den Bereich des Möglichen, das mittelfristig negativ wirkt: Eine bullische Überhitzung des Marktes durch billiges Geld überall; mit einer Blasenbildung an allen Märkten und mit der Aussicht auf ein gewaltiges Platzen der Blase. Bislang hatten sich die USA dagegen gestemmt und blieben ein Hort der ökonomischen Stabilität. Es bleibt zu hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.

 

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Moventum Asset Management c/o Moventum S.C.A.,12, rue Eugène Ruppert , L-2453 Luxembourg, Tel +352 26 154 200, www.moventum-am.lu

Konsolidierung und stagnierendes Wachstum setzen den europäischen Markt für Telekommunikation und seine traditionellen Unternehmen unter Druck.

 

Die etablierten Unternehmen verteidigen jedoch weiterhin ihre Marktanteile, da Kunden trotz des Verlangens nach einem breiteren Angebot, ihnen die Treue halten. Dies macht es für neue Wettbewerber schwierig, am Markt Fuß zu fassen. Für Investoren gilt es einige für den Sektor exemplarische Faktoren im Blick zu behalten, die den Druck auf die Anbieter weiter erhöhen könnten.

„Unser Ausblick für den europäischen Telekommunikationssektor bleibt vorerst neutral, wenngleich wir deutlich vorsichtiger geworden sind“, sagt Richard Greenwood, Head of Credit bei PGIM Fixed Income. „Der Wettbewerb hat in den einzelnen europäischen Märkten deutlich zugenommen, wie zu sehen in Spanien und Italien. Darüber hinaus machen sich in diesem Sektor natürlich auch ein niedrigeres BIP-Wachstum sowie die steigenden Ausgaben im Rahmen der 5G-Frequenzauktionen und Regulierungen bemerkbar. Das Umsatzwachstum europäischer Technologie- und Telekommunikationsunternehmen ist aus unserer Sicht für das laufende Jahr tendenziell schwieriger zu bestimmen, da das prognostizierte Umsatzwachstum zwischen null und einem Prozent über dem Vorjahresniveau liegen dürfte. Eine steigende Nachfrage der Verbraucher zeigt sich derzeit bei Angeboten rund um Hochgeschwindigkeits- und Faserdiensten sowie einem größeren Content-Angebot.

Richten wir hingegen den Blick auf die Fundamentaldaten europäischer Kabelanbieter, so sind diese nach wie vor stark. Mit hohen Investitionen haben die Anbieter den Ausbau der Kabelnetze weiter vorantreiben können und sich damit einen strategischen Vorteil gegenüber anderen Technologien gesichert. Generell gewinnen Kabelgesellschaften zunehmend an Marktanteilen und behaupten diese für sich, da sie durch das Bündeln von klassischen Fernsehdiensten, Zusatzleistungen, wie Hochgeschwindigkeitsbreitband (30mpbs+) und Telefonie, profitieren können. Des Weiteren sind wir der Meinung, dass der europäische Wettbewerb mit anderen Technologien nur geringfügige Auswirkungen auf die Kabelanbieter hat. Satellitenkommunikation ist angesichts einer geringen Marktdurchdringung und Nachteilen bei der Angebotsbündelung aus unserer Sicht kein Wettbewerbsrisiko für die Kabelanbieter in Europa (ausgenommen in Großbritannien). Ebenso wird LTE aufgrund der Geschwindigkeitsdifferenz kein Ersatz für Kabel werden, mit Ausnahme des unteren Endes des Marktes, der in der Regel preissensitiver ist oder weniger Ansprüche an eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit stellt.“

 

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PGIM Fixed Income, Grand Buildings, 1-3 Strand Trafalgar Square, London, WC2N 5HR, United Kingdom, Tel:  +44 20-7766-2400, www.pgimfixedincome.com

 

Expansive Notenbankpolitik in der Verlängerung – Duration in Portfolios erhöht

 

Auch wenn die Weltwirtschaft nicht in einer Rezession steckt, hat die Gefahr dafür doch zugenommen. Die Notenbanken werden in ihrer Geldpolitik wieder expansiver. „Ein weiteres Absinken der Renditen an den Anleihemärkten ist deshalb wahrscheinlich“, sagt Carsten Gerlinger, Vice President der Moventum Asset Management S.A.. In den Portfolios wurde deshalb die Laufzeit noch einmal erhöht.

„Was bei Immobilien Lage, Lage, Lage heißt, besteht bei Renteninvestoren derzeit vor allem aus Laufzeit, Laufzeit, Laufzeit“, sagt Gerlinger. Nur bei langen Laufzeiten ist noch eine einigermaßen auskömmliche Rendite zu erwirtschaften. „Für die Basisinvestments haben wir angesichts der sinkenden Renditen die Duration deshalb auf 6,2 bis 6,5 Jahre erhöht“, so Gerlinger. „Auch wenn bei den US-Staatsanleihen nach dem jüngsten Renditerückgang kurzfristig auch Gewinnmitnahmen nicht völlig auszuschließen sind, erwarten wir auf Sicht von drei und zwölf Monaten doch noch weiter sinkende Renditen“, sagt Gerlinger. Der die Weltwirtschaft belastende Handelskonflikt zwischen den USA und China wird, wenn überhaupt, nur in kleinen Schritten entschärft, was die Spannung im Markt hochhalten wird.

Auch für Euro-Staatsanleihen gilt: Bis auf Weiteres werden die Renditen nicht steigen. Allerdings gibt es hier zumindest eine Wahl. Während die Anleihen der Kernstaaten negative oder zumindest nur sehr niedrige Renditen bieten und mit ihrer Safe-Haven-Funktion Absicherung gegen Stresssituationen bieten, locken die Papiere der Peripheriestaaten mit positiven Renditen – wenn man bereit ist, die damit verbundenen politischen Risiken zu tragen. Da aber sowohl der Brexit als auch die Italien-Frage ungeklärt sind, bleiben die Risiken hoch. „Die EZB wird in diesem Jahr sicherlich nicht an der Zinsschraube nach oben drehen. Wir erwarten keine steigenden Renditen, sondern auch in Euroland rückläufige Raten“, sagt Gerlinger.

Alternativen zu Staatsanleihen bieten Unternehmensanleihen oder High Yields. Dank der in den vergangenen Jahren gut laufenden Konjunktur sind die Ausfallraten sehr niedrig, wobei sich dies bei einer schwachen Weltwirtschaft ändern könnte. Zudem steigen die Verschuldungsgrade der Unternehmen, was bei nachlassender Wirtschaftsdynamik zu höheren Ausfällen führen kann. Bei europäischen Anleihen aus dem Segment ist wegen der Käufe der Notenbank die Liquidität sehr gering.

Schwellenländeranleihen gelten als eine weitere Alternative. Die Entwicklung wird hier zu einem großen Teil von der Entwicklung des US-Dollars und der US-Zinsen beeinflusst. „Der freundliche Fed-Kurs mit der Erwartung einer baldigen US-Leitzinssenkung ist grundsätzlich positiv für die in Dollar begebenen Anleihen“, sagt Gerlinger. Zudem ist die Bewertung relativ gesehen noch attraktiv, vor allem in Asien. „Aktuell sehen wir das Segment noch neutral, aufgrund der schlechteren Konjunkturaussichten aber auf Zwölf-Monats-Sicht mit einer gewissen Zurückhaltung“, so Gerlinger.

 

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David Raper und Baijing Yu, Portfoliomanager des Comgest Growth China bei der internationalen Fondsgesellschaft Comgest, sind der Ansicht, dass trotz der jüngsten Konjunkturabschwächung die Gesamtsituation in China für Investoren günstig bleibt:

 

Die Verhandlungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China verliefen bis April weitgehend positiv und konstruktiv. Doch dann setzte eine Kehrtwende ein, nachdem sich China und die USA gegenseitig beschuldigten „unkooperativ“ zu sein. Die USA erhöhten daraufhin die Zölle auf Importe aus China im Wert von 200 Mrd. US-Dollar von 10% auf 25% und untersagten US-Unternehmen, mit dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei Geschäfte zu machen. Dann jedoch überraschte eine leicht positive Nachricht erneut die Märkte: US-Präsident Donald Trump beschloss, US-Unternehmen doch Geschäfte mit Huawei zu erlauben und stimmte zu, die Handelsgespräche beim G20-Gipfel Ende Juni wieder aufzunehmen. Doch nach nur wenigen Tagen ruderte Trump zurück und beließ es schließlich doch bei einem Kooperationsverbot zwischen US-Unternehmen und Huawei.

Obwohl die langfristige Beilegung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China nicht ganz ausgeschlossen ist, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Einigung im Bereich von 0% bis 100% – ist also nicht vorhersehbar. Was jedoch vorhersehbar ist, sind die Spannungen zwischen beiden Ländern, die wohl auch künftig in vielerlei Facetten bestehen bleiben, selbst wenn ein Deal zustande kommt. Der dadurch erzeugte Wettbewerb um die Technologieführerschaft dürfte dazu führen, dass beide Länder weiterhin umfangreich in Innovation investieren, was gute Voraussetzungen für die Schaffung vieler großartiger Unternehmen sind.

Mit Blick auf die jüngsten Konjunkturdaten aus China, scheinen die US-amerikanischen Strafzölle allmählich Wirkung zu zeigen. So ist Chinas Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal dieses Jahres auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gefallen. Zwar wuchs die chinesische Wirtschaft um 6,2%, im Vorquartal waren es jedoch 6,4% gewesen. Zudem brachen die Exporte in die USA ein und auch die Industriegewinne fielen schwach aus. Angesichts des anhaltenden Handelskonflikts mit den USA, einer schwächeren globalen Nachfrage und Problemen auf dem heimischen Markt, bemüht sich die chinesische Regierung, ein weiteres Abrutschen der Wachstumsraten unter die Sechs-Prozent-Marke durch geld- und fiskalpolitische Maßnahmen zu verhindern. Ihr Ziel dabei ist es, ein angemessenes Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten, nicht aber einen starken Wachstumsimpuls zu setzen.

 

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Comgest Deutschland GmbH, Sky Office, Kennedydamm 24, D-40476 Düsseldorf, Tel.: +49 21144038721, www.comgest.com