Nachlassendes Wirtschaftswachstum, hohe Aktienbewertungen und negativ verzinsliche Anleihen machen es aktuell schwer, auch nur irgendeine große Assetklasse positiv einzuschätzen.

 

Entsprechend pessimistisch bewertet Neuberger Berman die Marktlage: „Der Konjunkturzyklus geht in seine Endphase, die Entwicklungen und Zahlen der letzten Wochen mahnen Investoren zur Vorsicht“, sagt Erik Knutzen, Chief Investment Officer Multi-Asset Class beim US-amerikanischen Vermögensverwalter.

In seinem vierteljährlich erscheinenden Marktausblick prognostiziert Neuberger Berman jetzt für das vierte Quartal ein „Zweiklassenwachstum“: Die USA wachsen wieder stärker, Europa, Japan und Teile der Emerging Markets befinden sich jedoch in einem starken Abschwung. Selbst bei einer unerwartet starken Konjunktur dürften viele politische und geopolitische Risiken in den nächsten Monaten für Marktvolatilität sorgen.

Mehr dazu lesen Sie im nachfolgenden Kommentar von Erik Knutzen sowie im Outlook des Asset Allocation Committees von Neuberger Berman, das wir Ihnen unten zum Download zur Verfügung stellen:

Herausforderungen in Sicht

  • Konjunkturzyklus geht in seine Endphase: Entwicklungen und Zahlen der letzten Wochen mahnen zur Vorsicht
  • „Zweiklassenwachstum“: USA wachsen wieder stärker als andere Nationen. Industrien in Europa, Japan und Teilen der Emerging Markets befindet sich in einem starken Abschwung
  • Anleger fürchten auch eine technische Rezession in Deutschland
  • Trotz Optimismus für USA: Neuberger Berman ist für Aktien weltweit pessimistisch. Nachlassendes Wirtschaftswachstum, hohe Aktienbewertungen und negativ verzinsliche Anleihen machen es schwer, auch nur irgendeine große Assetklasse positiv einzuschätzen
  • Chancen für günstig bewertete Marktsegmente wie amerikanische Small Caps, höherwertige High-Yield-Anleihen sowie inflationsindexierte Papiere

Diese Woche erscheint der Quartalsausblick unseres Asset-Allocation-Ausschusses. Der wichtigste Punkt: Wir erwarten eine Rückkehr des „Zweiklassenwachstums“.

Das letzte Mal haben wir Mitte 2018 davon gesprochen, als das Wachstum in den USA dank Steuersenkungen und zusätzlicher Staatsausgaben höher war als in den übrigen Ländern. Auch jetzt glauben wir, dass die USA stärker wachsen als andere Industrienationen. Diesmal erwarten wir, dass sich das US-Wachstum zwar nur auf niedrige zwei Prozent einpendelt, aber doch stark von der Entwicklung Europas, Japans und Teilen der Emerging Markets abweicht. Dort befindet sich die Industrie in einem starken Abschwung.

Stabile US-Wirtschaft

Seit sich unser Ausschuss Ende September traf, haben die Konjunkturdaten diese Sicht bestätigt. Dem Markit-Einkaufsmanagerindex (PMI) zufolge ist das verarbeitende Gewerbe im Euroraum im September stark geschrumpft, ähnlich wie in den schwierigen Jahren 2011 und 2012. Damals wurden so viele Stellen gestrichen wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Eine Woche später erfuhren wir, dass die Auftragseingänge der deutschen Industrie im August erneut gefallen sind. Seit dann noch bekannt wurde, dass das deutsche BIP im zweiten Quartal geschrumpft ist, fürchten viele eine technische Rezession im Herzen Europas. Die USA scheinen hingegen wesentlich besser dazustehen. Aber auch hier ist das Bild keineswegs rosig.

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für die amerikanische Industrie war im September schockierend schwach. Unter den Umfrageteilnehmern finden sich aber überdurchschnittlich viele internationale Großunternehmen. Der eher binnenorientierte Markit-PMI für die US-Industrie hat sich unterdessen deutlich von seinem Zehnjahrestief im August erholt. Der uneinheitliche Arbeitsmarktbericht einige Tage später schien sogar das „Goldilocks“-Szenario zu bestätigen – die Aussicht auf ein zwar unspektakuläres, aber doch stetiges Wachstum in nächster Zeit. Alles in allem sieht es nach einer recht stabilen US-Konjunktur aus, während der Abschwung in den übrigen Ländern an Fahrt gewinnt.

Mehr Volatilität

Das Asset Allocation Committee hat seine Einschätzung der Konjunktur in den USA und den übrigen Ländern entsprechend aktualisiert. Bei allem relativen Optimismus für die USA sollte man aber nicht übersehen, dass wir für Aktien weltweit pessimistisch sind. Vor Ende 2020 rechnen wir zwar nicht mit einer Rezession, weder in den USA noch weltweit. Nachlassendes Wirtschaftswachstum, eher hohe Aktienbewertungen und negativ verzinsliche Anleihen im Wert von etwa 15 Billionen US-Dollar machen es aber nicht leicht, auch nur irgendeine große Assetklasse positiv einzuschätzen.

Aus fundamentaler Sicht können die Aktienkurse nur dann steigen, wenn entweder die Bewertungen deutlich zulegen oder steigendes Weltwirtschaftswachstum zu höheren Unternehmensgewinnen führt. Für die bevorstehende Berichtssaison erwarten wir aber eher niedrigere Gewinne als vor einem Jahr und nur einen leichten Anstieg seit Jahresbeginn. Für das nächste Jahr sind nur wenige Beobachter optimistischer.

Selbst bei einer unerwartet starken Konjunktur dürften viele politische und geopolitische Risiken in den nächsten Monaten für Marktvolatilität sorgen. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China dürfte noch mehr Unsicherheit bringen. Wir alle bereiten uns auf ein unruhiges Wahljahr in den USA vor, zumal gerade ein Impeachment geprüft wird. An diesem Wochenende stehen neue wichtige Entscheidungen zum Brexit an, einmal mehr spitzt sich die Lage im Nahen Osten zu, und die Diskussionen über die Notenbankpolitik werden immer politischer.

Verlustrisiken dominieren

Angesichts all dessen kann das Asset Allocation Committee – erstmals in diesem Aufschwung – Geldmarktpositionen etwas abgewinnen, da es internationale Aktien und Anleihen jetzt negativer einschätzt. Positiv sieht es lediglich einige kleinere, günstig bewertete Marktsegmente wie amerikanische Small Caps, höherwertige High-Yield-Anleihen und Loans sowie inflationsindexierte Papiere.

Ansonsten setzt der Ausschuss auf abgesicherte und unkorrelierte Strategien, die ohne hohe Aktien- und Zinsrisiken auskommen – und auf Private Equity, dessen eher hohe Bewertungen durch operative Fortschritte der Unternehmen ausgeglichen werden können.

Der Konjunkturzyklus geht in seine Endphase, und die Risiken nehmen zu. Wir meinen, dass dies Investoren zur Vorsicht mahnen sollte.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Neuberger Berman Europe Limited, Friedrich-­Ebert­-Anlage 49, D-­60308 Frankfurt,Tel: +49 69 509 56 5648/5649, www.nb.com

Volumen des Vorgängerfonds um mehr als 100 Prozent übertroffen

 

Die auf das KMU-Segment spezialisierte europäische Investmentgesellschaft Idinvest Partners hat heute das erfolgreiche Final Closing ihres dritten Fonds mit Fokus auf die Digitalwirtschaft, den Idinvest Digital Fund III, bei 350 Millionen Euro bekanntgegeben. Damit übertrifft der Fonds sein ursprüngliches Zielvolumen von 300 Millionen Euro. Zudem übertrifft der Digital Fund III das Volumen seines Vorgängers von 154 Millionen Euro deutlich.

In dem Fonds, der von einem neunköpfigen Investmentteam gemanagt wird, sind zahlreiche neue Anleger aus Europa, Asien, dem Nahen Osten und Nordamerika vertreten. Darüber hinaus hat sich auch eine Vielzahl von Investoren beteiligt, die bereits in den Digital Fund II investiert waren.

Der neue Fonds hat bereits 85 Millionen Euro in 15 innovationsstarke und schnellwachsende Unternehmen der europäischen Digitalwirtschaft investiert. Dazu gehören das deutsche Telemedizin-Startup TeleClinic sowie Acinq, Kactus, October, Malt Community, Ornikar und Meero. Sie alle gestalten Geschäftsmodelle von morgen in verschiedensten Bereichen der Digitalwirtschaft: Unternehmenssoftware, Fintech, Insurtech, Deeptech (Künstliche Intelligenz, Big Data, Virtual Reality, Internet of Things, Cyber Security) und Digital Health.

Idinvest Partners gehört zu den aktivsten kontinentaleuropäischen Venture Capital (VC)-Investoren. Der Investmentfokus liegt auf den Sektoren Digitalwirtschaft, Smart Cities und Gesundheit. In Deutschland hat die Gesellschaft bislang in zehn Unternehmen investiert, zum aktuellen Portfolio gehören:

  • Allthings, ein PropTech-Unternehmen, das digitale Dienste anbietet, die den Alltag von Gebäudenutzern erleichtern, Menschen verbinden und die Kommunikation verbessern
  • Campanda, eine Plattform, auf der Kunden weltweit Wohnmobile von kommerziellen Anbietern und privaten Wohnmobil-Besitzern mieten können
  • der E-Scooter-Verleiher Circ
  • Sunfire, ein Anbieter von Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren technischen Gasen und Kraftstoffen
  • das Telemedizin-Unternehmen TeleClinic, das rund um die Uhr Video- und Telefonsprechstunden mit Fach- und Hausärzten anbietet
  • Wefox, eines der führenden Insurtechs, das Verbrauchern hilft, ihre Versicherungen online zu verwalten und zu optimieren

Das Gesamtvolumen der Venture Capital-Investments von Idinvest Partners in Deutschland beträgt 78 Millionen Euro. Deutschland liegt damit nach Investmentvolumen und Zahl der Portfolio-Unternehmen an dritter Stelle der Länder, in welchen die Gesellschaft im Bereich Venture Capital investiert hat.

Benoist Grossmann, Managing Partner bei Idinvest Partners, sagte: „Ziel unserer Investmenttätigkeit ist es, ein Ökosystem zu schaffen, das Gründern optimale Entwicklungsbedingungen ermöglicht. Mit dem Fundraising-Erfolg unseres Teams sind wir daher überaus zufrieden. Dieser Erfolg unterstreicht unsere umfassende Expertise im Digitalsektor und das Vertrauen, das in Europa und international führende institutionelle Investoren und Corporates uns entgegenbringen.“

Matthieu Baret, Managing Partner bei Idinvest Partners, fügte hinzu: „Die Gründerszene in Europa wächst und entwickelt sich beständig. Das bietet hervorragende Investmentmöglichkeiten, insbesondere im Digitalsektor. Seit vielen Jahren schon unterstützt Idinvest Partners die innovativsten und dynamischsten Unternehmen im europäischen Technologiesektor bei der Erreichung ihrer Ziele mit einem langfristigen und partnerschaftlichen Ansatz, den wir auch weiterhin verfolgen werden.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Idinvest Partners, 117, avenue des Champs-Élysées, 75008 Paris,Tel: +33 (0) 1 58 18 56 56, Fax : +33 (0) 1 58 18 56 89, www.idinvest.com

Ergänzung um 15 bei den Kunden besonders beliebte Titel

 

Angesichts der Niedrigzinsphase boomen derzeit Wertpapiersparpläne, über die sich Anleger durch regelmäßige kleine Sparraten langfristig ein Vermögen aufbauen können. So ist bei der Consorsbank die Zahl der eingerichteten Aktiensparpläne in den vergangenen 12 Monaten – seit Oktober 2018 – um über 80 Prozent gestiegen. Aufgrund der verstärkten Nachfrage stellt die Consorsbank ihren Kunden  ab sofort 15 weitere beliebte Aktien zur Verfügung, die sie im Rahmen eines Sparplans erwerben können.

Bislang hatten die Kunden der Consorsbank bereits die Auswahl zwischen rund 315 Sparplänen auf die Aktien aus deutschen und internationalen Indizes: DAX, MDAX, NASDAQ100 und STOXX Global 150. Ergänzt wird die Sparplanliste um eine Auswahl von 15 der meistgekauften Aktien bei der Consorsbank, die nicht in den genannten Indizes gelistet sind.  Dazu zählen deutsche Titel wie Porsche und Sixt genauso wie Alibaba, Geely und Tencent aus China sowie Unternehmen aus Trendbranchen wie Beyond Meat (Fleischersatzprodukte), Nel Asa (Wasserstoff / erneuerbare Energien) oder Aurora Cannabis.

Aktien-, Fonds-, ETF- und Zertifikatesparpläne können bei der Consorsbank in Raten ab 25 Euro erworben werden. Mögliche Sparintervalle sind monatlich, zweimonatlich, viertel- und halbjährlich. Mit Sparplänen sind Anleger hoch flexibel: Die Sparraten können jederzeit verringert, erhöht oder zeitweise ausgesetzt werden. Auch ein Verkauf des aufgebauten Wertpapierbestands ist möglich. Wer aktuell bei der Consorsbank erstmals einen Sparplan abschließt und für volle 12 Monate ohne Unterbrechung nach Abschluss bespart, erhält darüber hinaus eine Prämie in Höhe von 20 Euro.

 

Die Liste der neu bei der Consorsbank angebotenen Aktiensparpläne:

Aktie                                                               ISIN

ALIBABA                                                         US01609W1027

AIXTRON                                                        DE000A0WMPJ6

AURORA CANNABIS                                     CA05156X1087

TENCENT                                                       KYG875721634

NEL ASA                                                         NO0010081235

GAZPROM                                                      US3682872078

AURELIUS                                                      DE000A0JK2A8

TUI                                                                  DE000TUAG000

BARRICK GOLD                                             CA0679011084

RIB SOFTWARE                                             DE000A0Z2XN6

BYD                                                                CNE100000296

GEELY AUTO.                                                 KYG3777B1032

PORSCHE                                                       DE000PAH0038

BEYOND MEAT                                              US08862E1091

SIXT                                                                DE0007231334

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Consorsbank, Bahnhofstraße 55, D­-90402 Nürnberg,Tel: +49 (0) 911/3 69 ­ 1709, Fax: +49 (0) 911/3 69 ­ 5131, www.consorsbank.de

43 Prozent der Befragten sorgen sich um das eigene Vermögen

 

Handelskonflikt, BREXIT-Querelen und internationale Spannungen: Die Stimmung bei deutschen Anlegern trübt sich ein. Nur noch 26 Prozent der Befragten schätzen die Lage an den Finanzmärkten als stabil oder sehr stabil ein. Im März vergangenen Jahres waren noch knapp ein Drittel der Befragten (32 Prozent) positiv gestimmt. Das geht aus dem aktuellen Anlagebarometer der Deutsche Börse Commodities hervor – einer repräsentativen Umfrage von Kantar-Emnid.

Beim Blick auf die langfristig stabilsten Geldanlagen bleiben Immobilien in der Anlegergunst auf Platz 1, dahinter folgt Gold auf Platz 2. Beachtlich dabei: Trotz des gegenwärtig hohen Goldpreises sammelt Gold weiter Anhänger. 46 Prozent der Befragten können sich in der aktuellen Situation vorstellen, in Gold anzulegen. Im vergangenen Jahr waren es noch 40 Prozent.

Diese Entwicklung bilde einen breiteren Trend ab, erläutert Michael König von der Deutsche Börse Commodities: “Gold wird von Anlegern zunehmend als eigenständige Anlageklasse begriffen, die das eigene Depot in Krisenzeiten absichert. Etwa fünf bis zehn Prozent Gold im Portfolio gelten als sinnvolle Beimischung, wie Studien zeigen.” Das gestiegene Interesse zeigt sich auch an der Bestandsentwicklung von Gold-Wertpapieren. Der Goldbestand von Xetra-Gold beispielsweise, einem physisch besicherten Gold-Wertpapier, ist in den vergangenen 12 Monaten um mehr als 20 Tonnen auf einen neuen Rekordbestand von knapp 200 Tonnen angestiegen.

Insgesamt schätzen die Deutschen das Edelmetall als sicheren Hafen. Bei der Frage nach der stabilsten Anlageform für die kommenden Jahre sammelt Gold mit 24 Prozent und deutlichem Abstand zu Aktien und Fonds die zweithöchste Unterstützerzahl. Nur Immobilien liegen unangefochten vor Gold, 42 Prozent der Teilnehmer trauen eher dem Betongold.

Leicht angestiegen ist die Meinung der Anleger, wenn es um die Sicherheit des eigenen Investments geht: Aktuell zeigen sich 43 Prozent besorgt oder sehr besorgt um das eigene Vermögen, eine Zunahme von 4 Prozentpunkten zum März 2018.

 

Über das Anlagebarometer

Die in dieser Mitteilung verwendeten Daten wurden vom Marktforschungsinstitut Kantar Emnid erhoben. Befragt wurden 1.006 Teilnehmende. Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 01. bis zum 07. Oktober 2019 durchgeführt. Die in einer Telefonbefragung erhobenen Daten sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 25 Jahren.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Deutsche Börse AG, 60485 Frankfurt am Main, Tel: +49-(0) 69-2 11-0, www.deutsche-boerse.com

BNY Mellon Investment Management Marktkommentar

 

Die Verhandlungen über den Brexit halten ganz Europa in Atem. Howard Cunningham, Fixed Income Portfolio Manager bei Newton Investment Management – einer Investmentgesellschaft von BNY Mellon Investment Management (Foto anbei), kommentiert die Auswirkungen auf das Pfund Sterling und britische Staatsanleihen:

“Anleger, die in britischen Staatsanleihen investiert sind, haben von der nicht enden wollenden Brexit-Saga profitiert: 15-jährige Gilts haben in diesem Jahr bislang 22 Prozent Rendite erzielt (Stichtag 30. September 2019).

Inzwischen macht sich zwar leiser Optimismus breit, dass ein Brexit-Vertrag zwischen der Europäischen Union und Großbritannien zustande kommt. Allerdings ist der Weg dahin weiterhin schwierig: Möglich, dass es ein für die EU akzeptables Abkommen geben wird – auch möglich, dass es für das britische Parlament ein solches geben wird. Die Schwierigkeit besteht nur darin, einen Vertrag zu schließen, der für beide Seiten gleichermaßen akzeptabel ist. Je mehr Zugeständnisse die britische Regierung macht, desto höher sind die Chancen auf ein Abkommen mit der EU. Gleichzeitig steigt damit aber auch das Risiko, dass das britische Parlament einem solchen Abkommen nicht zustimmt.

Selbst wenn sich die unterschiedlichen Akteure auf einen Entwurf eines Abkommens einigen sollten, wird eine Ratifizierung bis zum 31. Oktober aber wohl unmöglich sein. Daher ist eine weitere Verlängerung erforderlich – entweder um mehr Zeit für die Ratifizierung zu haben oder im Falle einer Nichtvereinbarung andere Schritte einzuleiten, also Neuwahlen oder ein Referendum.

Dass der Markt eine weitere Verlängerung befürchtet, ist daher nicht überraschend. Eine Verlängerung könnte zwar die schlimmsten Auswirkungen eines sofortigen harten Brexits vermeiden. Allerdings würden weitere Monate der Unsicherheit mehr Schäden in Hinblick auf Investitionen und das Verbrauchervertrauen verursachen, das Wirtschaftswachstum sowie das Pfund Sterling belasten, britische Staatsanleihen allerdings stützen.

Das beste kurzfristige Ergebnis für das Pfund Sterling wäre es, wenn bis Ende dieser Woche ein Abkommen zustande käme. Wenn jedoch ein Abkommen ausbleibt, wird der Brexit wahrscheinlich in eine weitere Verlängerung gehen, die ein anhaltend geringes Wachstum, eine geringe Risikobereitschaft und extrem niedrige Renditen für britische Staatsanleihen zur Folge hätte.

Das Vereinigte Königreich ist nach wie vor auf ausländische Investitionen angewiesen, wobei ausländische Anleger etwa 28 Prozent des britischen Staatsanleihenmarktes halten. Ein ungeordneter Brexit könnte dazu führen, dass sie ihre Anlagen in britischen Staatsanleihen überdenken. Die Bank of England würde höchstwahrscheinlich mehr Anleihen kaufen und inländische Investoren würden ihre Anteile an britischen Staatsanleihen als sicherem Hafen im Vergleich zu anderen britischen Anlageklassen erhöhen. Dies könnte die negativen Effekte etwas ausgleichen. Allerdings könnte ein Großinvestor, der seine Gilts verkaufte, deren Renditen in die Höhe treiben.

Laut Institute of Fiscal Studies würde sich das Defizit Großbritanniens trotz eines Brexit-Deals auf 50 Mrd. Pfund Sterling fast verdoppeln, und die Schuldenquote käme nah 90 Prozent heran – ein Niveau, das seit Mitte der 1960er Jahre nicht mehr erreicht wurde. Im Falle eines “No Deals” könnte sich das Defizit erneut verdoppeln, und zwar auf über 100 Mrd. Pfund Sterling – und das selbst dann, wenn mögliche Beeinträchtigungen auf ein Minimum beschränkt blieben.

Darüber hinaus haben die Ratingagenturen Großbritannien bereits nach dem EU-Referendum 2016 herabgestuft und angekündigt, dass sie das Rating im Falle eines ungeordneten Brexits weiter herabsetzen werden. Geringe Herabstufungen von Staatsanleihen mit guter Bonität führen nicht unbedingt zu höheren Kosten für die jeweiligen Staaten. In den USA und Kontinentaleuropa war in den letzten Jahren sogar das Gegenteil der Fall. Das Verhältnis zwischen Ratings und Risikoaufschlägen ist jedoch nicht linear und aufeinanderfolgende Herabstufungen können sich negativ auswirken.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BNY Mellon IM, 160 Queen Victoria Street, London, EC4V 4LA, England, Tel: +44 20 3322 4806, www.bnymellon.com

Egal ob Asien, Nord- und Südamerika, Europa oder der mittlere Osten – Millennials und Teenager der Generation Z weltweit sind von der „Hallyu“, erfasst.

 

Die sogenannte „Koreanische Welle“ beschreibt die seit den 1990er Jahren wachsende Popularität der südkoreanischen Kulturwirtschaft, die Popkultur, Unterhaltung, Musik, Fernsehdramen und Filme exportiert. Befeuert wird der Trend besonders durch die koreanische Popmusik (K-Pop) und Boy- und Girlbands wie BTS, Blackpink, Twice und Big Bang, die für Südkorea längst zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden sind.

Allein BTS trug 2018 3,6 Milliarden US-Dollar zur koreanischen Wirtschaft bei. Der Erfolg der siebenköpfigen Boyband ist exemplarisch für den K-Pop-Trend: 2018 verkaufte sie mehr als fünf Millionen Platten, innerhalb von 11 Monaten schaffte sie es dreimal an die Spitze der US Billboard Charts, auf Instagram folgen der Band 20,5 Millionen Menschen und die 35.000 Tickets für ihr letztes Konzert in Berlin waren trotz Ticketpreisen von bis zu 240 Euro innerhalb von Minuten ausverkauft. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Musik. K-Pop beeinflusst inzwischen die Konsumgewohnheiten von jungen Zielgruppen weltweit, egal ob Mode, Kosmetik oder Luxusgüter. „Daraus ergeben sich enorme Absatzpotenziale für Unternehmen“, sagt Tommaso Tabacchi, Fondsexperte bei GAMAX Funds. „Internationale Konzerne und ihre Marken haben das erkannt und das Hallyu-Phänomen in ihren Marketingstrategien- und Maßnahmen berücksichtigt. Das bemerkenswerte am K-Pop-Trend ist dabei, dass die Kooperationen mit Bands als Testimonials, für Mode-Kollektionen oder für Merchandise-Artikel so erfolgreich sind, dass sie innerhalb kürzester Zeit messbare Auswirkungen haben.“

Messbarer Erfolg: Lieferengpässe bei Hyundai durch BTS-Kooperation

Nachdem beispielsweise Hyundai Ende 2018 BTS als Testimonials für den SUV Hyundai „Palisade“ verpflichtete, hatte der koreanische Automobilhersteller aufgrund der großen Nachfrage sogar mit Lieferengpässen zu kämpfen. Laut der Tageszeitung Joongang Ilbo gingen in Südkorea bis zum 18. Februar 2019 insgesamt 59.000 Bestellungen für den „Palisade“ ein – ursprünglich kalkulierte Hyundai mit einer Absatzmenge von 25.000 Stück. „Der Erfolg dieser Kampagne zeigt, dass die Hallyu nicht nur Teenager erfasst hat. Das sind ja eigentlich die klassischen Fans von Boy- und Girlbands. K-Pop spricht aber auch ein kaufkräftigeres Publikum, nämlich junge Berufstätige in den 20er und 30ern, an“, so Tabacchi.

Im Falle Mattel sorgte BTS sogar für einen kleinen Höhenflug des Aktienkurses: Nachdem der US-amerikanische Spielzeughersteller Anfang Januar 2019 eine Merchandise-Kooperation mit BTS verkündete, verzeichnete die Aktie ein Plus von 8,5 Prozent. Im Rahmen der Partnerschaft, zu der auch das BTS-Label Big Hit Entertainment gehört, entwickelt Mattel unter anderem Puppen und Spiele rund um die koreanischen Superstars. Auf Twitter wurde die Zusammenarbeit mit dem Hashtag #BTSDollsOfficial publik gemacht, woraufhin der Twitter Account von Mattel mehr als 25.000 neue Follower verzeichnete.

Luxus, Mode, Beauty – Keine Marke ohne K-Pop

Den größten Einfluss hat Hallyu zurzeit jedoch auf den Luxus-, Mode- und Kosmetiksektor. K-Pop Stars gehören inzwischen zu den wichtigsten globalen Mode-Influencern. Auch hier ist der Einfluss messbar: In ihrem „Year in Fashion“ Report 2018 berichtete die Mode-Suchplattform Lyst, dass die Suchanfragen für Marken wie Moschino oder Crome Hearts stark angestiegen waren, nachdem sie von einem K-Pop-Star getragen wurden. Als der Sänger RM in einem pinken Adidas Fußball-Shirt fotografiert wurde, stiegen die Suchanfragen nach pinken T-Shirts zum Beispiel um 97 Prozent. Der Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE (LVMH) hat das Monetarisierungspotenzial von K-Pop bereits vor Jahren erkannt und die einzelnen Marken des Konzerns haben die Popularität der Bands in ihre Strategien integriert: Fendi launchte 2017 eine spezielle Kollektion mit Big-Bang-Sänger Tae Yang und die Kosmetikkette Sephora arbeitet seit 2018 mit der K-Beauty-Plattform Memebox zusammen, um koreanisch-inspirierte Kosmetikprodukte für US-Kunden anzubieten. Die Strategie des Konzerns scheint aufzugehen: Im ersten Halbjahr 2019 steigerte LMVH seinen Umsatz um 15 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Erfolgstreiber ist laut Aussage des Unternehmens unter anderem die steigende Nachfrage auf asiatischen Märkten.

Ein Abebben der Hallyu ist aktuell nicht in Sicht – im Gegenteil. 2019 trat die Girlband Blackpink als erster K-Pop-Act überhaupt auf dem kalifornischen Kult-Festival Coachella auf. Weltweit werden spezielle K-Pop Festivals organisiert, in Deutschland zuletzt Ende Oktober 2019 in Mannheim. Und laut den koreanischen Medien verzeichnen koreanische Universitäten sogar einen neuen Höhepunkt an internationalen Studenten. Der genannte Grund: K-Pop. „K-Pop ist mehr als nur ein kurzer Hype. Der Trend ist über viele Jahre weltweit gewachsen und für viele junge Konsumenten vermittelt Hallyu eine Art Lebensgefühl“, so Tabacchi. „Profitieren können Anleger davon, wenn sie Ausschau nach Unternehmen halten, die diesen Milliardenmarkt strategisch für sich zu nutzen wissen.“

Über GAMAX Funds

Die Fondsboutique GAMAX Funds wurde 1992 gegründet und gehört seit 2001 zum italienischen Finanzdienstleistungskonzern Mediolanum Banking Group. Aktuell verwaltet GAMAX in drei Fonds ein Vermögen von rund 1 Milliarden Euro (Stand: 28.02.2019). Mit dem GAMAX Funds Junior und dem GAMAX Funds Asia Pacific bietet die Boutique zwei aktiv gemanagte Aktienfonds für ein gezieltes Investment in starke Marken sowie in den wachstumsstarken asiatisch-pazifischen Raum.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

GAMAX Management AG,  Centre Etoile11/13, Boulevard de la Foire, L-1528 Luxembourg,  www.gamaxfunds.com/de/

Über 80 Prozent der Deutschen kennen den Weltspartag – Der Weltspartag ist heute mehr ein Anlass, sich mit Geldanlagen zu beschäftigen

 

Seit 95 Jahren gibt es ihn: den Weltspartag. Er findet jedes Jahr am 30. Oktober statt und soll den Spargedanken weltweit fördern. Dies gelingt auch heute noch, trotz Negativzinsen. Denn die meisten Deutschen kennen den Weltspartag und halten ihn auch aktuell für eine gute Idee. Dies bestätigt das aktuelle Anlegerbarometer von Union Investment, eine repräsentative Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.

Bei den meisten deutschen Anlegern ist der Weltspartag ein gängiger Begriff: 81 Prozent kennen ihn und haben schon einmal etwas darüber gehört oder gelesen. Beinahe drei Viertel der Befragten (71 Prozent) finden zudem, dass der Weltspartag eine gute Einrichtung ist, um junge Menschen an den Umgang mit Geld und das Sparen heranzuführen. Während der Weltspartag mit Blick auf die junge Generation von einer Mehrheit begrüßt wird, sind die Ansichten der erwachsenen Befragten gespaltener, wenn sie die Bedeutung des Tages für ihr eigenes Verhalten bewerten sollen. Während knapp die Hälfte den Weltspartag für nicht mehr zeitgemäß hält, geben fast ebenso viele (47 Prozent) an, dass sie ihn zum Anlass nehmen, um über das Thema Sparen ganz allgemein nachzudenken. Jeder Zehnte (12 Prozent) nutzt den Weltspartag sogar, um gemeinsam mit einem Bankberater seine aktuelle Finanzsituation zu überprüfen. „Der Weltspartag ist alles andere als ein Relikt aus längst vergangenen Sparbuchtagen. Er ist aktueller denn je und bietet die Chance, in Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen für zeitgemäßes Sparen zu werben“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer von Union Investment.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

BNY Mellon Investment Management: Sechs Trends werden die Asset-Management-Industrie weltweit im nächsten Jahrzehnt entscheidend beeinflussen:

 

  • der fortgesetzte Aufstieg von passiven Investments insbesondere vor dem Hintergrund der alles bestimmenden Gebührenfrage
  • die Regulierung zum Schutz von Investoren bei der Altersvorsorge
  • die Bedeutung von verantwortungsvollem Investieren und Rendite-Erzielung bei Millennials, Frauen und Rentnern, von denen mehrheitlich die Zuflüsse stammen
  • das wachsende Geschäft mit Privatkunden und Vermögensverwaltern, da ein großer Teil der Pensionspläne vor der Auszahlungsphase steht.
  • der wachsende Anteil von E-Commerce vor dem Hintergrund, dass Online-Shopping zum Standard wird

Das ist das Ergebnis der Studie „Future 2024“ von BNY Mellon Investment Management, für die 400 wissenschaftliche Untersuchungen ausgewertet und institutionelle Investoren aus 16 Ländern mit einem verwalteten Gesamtvermögen von rund 12,75 Billionen US-Dollar befragt wurden.

Thilo Wolf, Deutschland-Chef von BNY Mellon Investment Management, zieht daraus vor allem zwei Schlussfolgerungen:

  1. Die Zusammensetzung des Kundenstamms von Fondsgesellschaften wird sich ändern: Zum einen sind da die Baby-Boomer, deren Pensionspläne zu einem großen Teil vor der Auszahlungsphase stehen. Zum anderen gibt es eine wachsende Kundengruppe, die den Aufbau und die Verwaltung des Vermögens in die eigene Hand nimmt. Zu diesen „DIY-Investoren“ zählen Frauen“, die einen zunehmenden Anteil am weltweiten Vermögen besitzen, ebenso wie die Gruppe der „Millennials“.
  2. Die neuen Anlegergruppen haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse und Risikoprofile. Sie unterscheiden klar zwischen „Alpha-Produkten“ und „Alpha-Lösungen“. Ersteres sind Produkte, die durch die Titelselektion besser als der Markt abschneiden. Letzteres sind „ganzheitliche Anlagepakete“, die die Investmentziele und persönlichen Werte miteinbeziehen. Die Nachfrage danach dürfte in den nächsten Jahren exponentiell steigen.

Vor dem Hintergrund dieser Trends werden sich nach einer Klassifizierung der Boston Consulting Group vier Geschäftsmodelle im Asset Management durchsetzen:

Alpha-Häuser, die eine langjährige Erfolgsgeschichte und eine tiefgreifende Expertise vorweisen können. Hinsichtlich der leistungsbezogenen Gebühren, den Anlagegrundsätzen und dem Anlagehorizont sprechen sie in erster Linie langfristig orientierte Investoren an.

Solution Providers, die Anlegern ein personalisiertes Finanzpaket basierend auf unterschiedlichen Anlagebereichen anbieten. Die Blockchain-Technologie wird dabei dafür genutzt, um ein stark diversifiziertes Anlegerportfolio über alle Anlageklassen hinweg zusammenzustellen – sowohl für liquide als auch illiquide Vermögenswerte.

Vertriebsschwergewichte, die mit Fondshäusern zusammenarbeiten, die den Zugang zu Endkunden, einen gut gepflegten langjährigen Kundenstamm oder eine etablierte Produktpalette haben.

Beta-Häuser, die kostengünstige Indexprodukte im Angebot haben. Der Wettbewerb wird hier aber nicht über den Preis geführt. Sie werden eher daran gemessen, ob sie ihr Image als „faule“ Investoren abstreifen und eine Führungsrolle beispielsweise bei dem von Kunden favorisierten ESG-Investieren einnehmen werden.

Thilo Wolf sagt: „Alle vier Modelle haben eines gemeinsam: Sie hängen stark vom Einsatz Künstlicher Intelligenz ab, um ihr Leistungsversprechen erfüllen zu können. Und wie in anderen Sektoren auch wird sich höchstwahrscheinlich das Prinzip „the winner takes it all“ als dominierender Standard durchsetzen.“

Künstliche Intelligenz ermöglicht Entwicklungen, die bisher in puncto Volumen, Schnelligkeit, Vielfalt oder zur Auswertung großer Datenmengen unvorstellbar erscheinen. „Das kann der Asset-Management-Branche einen Schub nach vorne bringen. Denn im Vergleich zu anderen Branchen hängen die Produkte und Prozesse stark von Informationen ab. Entsprechend wird die Künstliche Intelligenz die Asset-Management-Branche auf die nächste Entwicklungsstufe heben“, meint Thilo Wolf.

Thilo Wolfs Fazit: „Es steht nicht in Frage, ob sich die Asset-Management-Industrie grundlegend verändert, sondern nur wie schnell. Die Branche in ihrer heutigen Form wird im Zuge der Megatrends von Künstlicher Intelligenz und Klimawandel in zehn Jahren wahrscheinlich nicht mehr wiederzuerkennen sein. Um erfolgreich zu bleiben, müssen sich Asset Manager von alten Weisheiten trennen und dem Wandel stellen.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BNY Mellon IM, 160 Queen Victoria Street, London, EC4V 4LA, England, Tel: +44 20 3322 4806, www.bnymellon.com

Marktkommentar von Jin Zhang, Senior Portfoliomanager bei Vontobel Asset Management:  

 

*       Ergebnisse der ersten Verhandlungsphase zwischen den USA und China werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Bestand haben

*       Einigung kann Risiko eines Handelskriegs nicht vollkommen ausschließen, reduziert aber Rezessionsrisiken

*       US-Finanzsektor profitiert am meisten, während der Konflikt im Technologiesektor ungelöst bleibt

Investoren können vorerst wieder aufatmen. Am vergangenen Wochenende einigten sich die USA und China auf die Ausarbeitung eines Interimsabkommens, das ein erster Schritt zur Beilegung eines langwierigen und wirtschaftlich schädlichen Handelsstreits sein könnte. Es handelt sich um ein umfassendes Abkommen zwischen beiden Ländern, das ein breites Spektrum von Themen abdeckt, zu denen u.a. der Schutz des geistigen Eigentums und die Öffnung des chinesischen Finanzdienstleistungssektors zählen. Die Einigung ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern, ihre geopolitische Bedeutung kann jedoch kaum bestritten werden. Obwohl es immer noch viele Unsicherheiten gibt, sind wir zuversichtlich, dass die zunächst mündlich getroffenen Vereinbarungen zeitnah formell umgesetzt und auch von Dauer sein werden. Vieles hängt letztlich davon ab, ob die Vereinbarungen der ersten Verhandlungsphase weiterhin Bestand haben werden, sollte die zweite Verhandlungsphase in Zukunft keine Fortschritte machen. Da jedoch für beide Länder wirtschaftlich viel auf dem Spiel steht, ist es in ihrem eigenen Interesse, in den nächsten Wochen eine formelle Einigung zu erzielen, anstatt eine unkontrollierte Verschlechterung der Beziehung in Kauf zu nehmen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

ebase Firmenkundenstudie

 

Als Experte für das Vermögensmanagement mit Investmentfonds ist ebase seit vielen Jahren mit speziellen Angeboten zur Anlage von Betriebsvermögen am deutschen Markt aktiv. „Auch bei Unternehmen erfreuen sich Investmentfonds einer wachsenden Beliebtheit. Das Niedrigzinsumfeld und die auch als Strafzinsen bekannten Einlagegebühren haben vielfach zu einem Umdenken geführt. Viele Unternehmen stellen sich bei der Anlage des Betriebsvermögens nun bewusst breiter auf und berücksichtigen zunehmend Investmentfonds“, so Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase.

Um das Anlageverhalten der Unternehmen zu untersuchen, hat ebase exklusiv einen Blick in die Depots tausender Firmen – mit einem Gesamtvolumen von mehreren Millarden Euro – geworfen, die ihr Betriebsvermögen in Investmentfonds anlegen. Die Untersuchung liefert eine Reihe interessanter Fakten. So haben die Unternehmen im Schnitt je Depot 2,5 Mio. Euro in Fonds investiert. 3% der Firmen sogar mehr als 10 Millionen Euro. Die Depotstrukturen und speziell die Anzahl der gehaltenen unterschiedlichen Fondspositionen variieren allerdings deutlich. Durchschnittlich haben die Unternehmen sieben unterschiedliche Investmentfonds im Depot. Jedoch gibt es auch einige Unternehmen, die fast 100 verschiedene Fondspositionen halten. „Die Ergebnisse belegen, dass Investmentfonds nicht nur von sehr großen Unternehmen zur Anlage ihres Betriebsvermögens genutzt werden, sondern sich auch bereits eine Vielzahl kleinerer Unternehmen mit einem geringeren Anlagevolumen dazu entschieden haben“, ergänzt Geyer.

Assetklassen-bezogen ist das Interesse der Unternehmen breit gestreut. Aktienfonds erfreuen sich jedoch mit einem Anteil von im Schnitt knapp 30% der größten Beliebtheit. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Mischfonds (23%) und Rentenfonds (22%). „Die Assetklassen-bezogen breite Nachfrage der Unternehmen ist zum einen sicherlich das Ergebnis des Ziels einer möglichst breiten Streuung der Anlagen. Zum anderen ist dies aber auch durch die unterschiedlichen Anlageziele der Unternehmen bedingt. Einige wollen nicht benötigtes Kapital langfristig investieren und setzen bewusst auf offensivere Portfolien mit einem höheren Aktienfondsanteil, um langfristig attraktive Renditen zu erzielen. Andere wollen beispielsweise kurz- oder mittelfristig Geld für Rückstellungen oder Garantien anlegen, aber keine Einlagegebühren zahlen, und legen daher defensiver an“, erklärt Geyer.

Mit Blick auf die konkret eingesetzten Fonds fällt auf, dass sich unter den fünf beliebtesten Fonds in Firmenkundendepots drei Mischfonds befinden. „Für einige Firmenkunden könnte eine regelbasierte Vermögensverwaltung eine Überlegung wert sein, mit der das Risiko-Rendite-Profil des jeweiligen Unternehmens möglicherweise genauer abgebildet werden könnte als mit einem einzelnen Mischfonds“, erläutert Geyer. ebase bietet hierfür die vielfach ausgezeichnete digitale Vermögensverwaltung fintego auch für Firmenkunden an.

Ähnlich wie bei Privatkunden haben auch bei den Unternehmen ETFs in den letzten Jahren deutlich an Relevanz gewinnen können. Deren Anteil liegt mittlerweile im Schnitt bei knapp 4%. „ETFs sind im Fondsgeschäft sicherlich einer der Top-Trends der letzten Jahre und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Ebenso wie bei Privatkunden spüren wir auch von Seiten der Firmenkunden ein wachsendes Interesse und eine zunehmende Anlagebereitschaft in diese Produkte“, ergänzt Geyer.

Als Digital Financial Service Partner hat ebase den Anspruch, sich auch im Firmenkundengeschäft ständig im Sinne der Unternehmen weiterzuentwickeln und dabei einen besonderen Fokus auf das Thema Digitalisierung zu legen. Für Firmen, die auf Fonds setzen wollen, bietet ebase den Zugang zu einem Universum von rund 7.500 Fonds inklusive über 900 ETFs. Zudem runden eine Reihe attraktiver Leistungsbausteine das Angebot ab. Etwa die Möglichkeit, Transaktionen online unter Wahrung des 4-6-Augen Prinzips durchzuführen oder aber das Betriebsvermögen in die digitale Vermögensverwaltung fintego zu investieren. „Je nach Wunsch können sich die Unternehmen direkt an ebase wenden oder aber auf die Unterstützung durch einen der zahlreichen an ebase angebundenen Vertriebspartner, wie Banken oder Finanzanlagenvermittler, vertrauen“, so Geyer.

 

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European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard-­Reitzner-­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Der Fixed Income-Spezialist BlueBay Asset Management hat einen neuen, aktiv verwalteten Kurzläufer-Anleihefonds für Schwellenländer aufgelegt, den BlueBay Emerging Market Aggregate Short Duration Bond Fund.

 

Der UCITS-Fonds mit Sitz in Luxemburg kombiniert Staats- und Unternehmensanleihen aus Schwellenländern in einem Portfolio und setzt sich aus Anlagen zusammen, die in Hartwährungen ausgegeben wurden und mit einem Renditeaufschlag gegenüber US-Staatsanleihen gehandelt werden. Der Fonds, der in einer einheitlichen High Conviction-Strategie verwaltet wird, strebt den Zugang zu einem möglichst breiten Spektrum von Schwellenländeranleihen mit kurzer Laufzeit in 58 Ländern und 13 Branchen an.

Die Portfoliomanager Jana Velebova, Polina Kurdyavko und Anthony Kettle stützen sich auf die Kompetenz des gesamten Schwellenländer-Teams von BlueBay und kombinieren einen Research-basierten Bottom-up-Ansatz auf Länder- und Unternehmensebene mit signifikanten Makrodaten.

Das Team ist der Ansicht, dass die Strategie für professionelle Anleger besonders aussichtsreich ist. BlueBay hat bei der Entwicklung der Anlagelösung eng mit Investoren zusammengearbeitet.

Polina Kurdyavko, Leiterin des Schwellenländerteams, zu den Anlagemöglichkeiten: „Eine aktive Long only-Strategie bei Schwellenländeranleihen hat sich bei unseren Kunden als beliebt erwiesen. Dieser neue Fonds eignet sich für Anleger, die anstreben, dass die Entwicklung ihres Kreditportfolios weniger stark von der Duration der jeweiligen Anleihen abhängt.“

Der Fonds weist eine tägliche Liquidität auf. Sein Referenzindex ist der JPMorgan Blend Hard Currency Credit 50-50 Index für Anleihen mit 1 bis 3 Jahren Laufzeit.

 

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BlueBay Asset Management, 77 Grosvenor Street, London, W1K 3JR United Kingdom, Tel: +44 (0) 20 7389 3700, www.bluebay.com

Die weltweiten Risiken nehmen zu, eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums wird immer wahrscheinlicher.

 

Vor allem Tech-Werte, die die Performance in den vergangenen Jahren antrieben, hinken hinterher. Insgesamt ist eine Stil-Verlagerung von Growth zu Value zu beobachten. „Ein Trend, der anhalten könnte“, sagt Sascha Werner, Portfoliomanager bei Moventum AM.

„In den vergangenen drei Jahren haben Growth-Titel rund 60 Prozent Kursplus verzeichnet, Value-Werte kamen auf rund 30 Prozent“, sagt Werner. „Wachstumswerte haben also einen großen Anteil an der Rallye der Aktienmärkte.“ Mittlerweile scheint sich aber eine Trendumkehr anzudeuten: In den vergangenen zwölf Monaten lagen erstmals wieder Value-Werte vorne. Sie verzeichneten ein Plus von fast drei Prozent gegenüber gerade einmal rund einem Prozent bei Growth-Aktien, jeweils gemessen am Russell 1000 Value beziehungsweise Russell-1000-Growth-Index.

„Im September 2019 kamen die Growth-Aktien mit einem Plus von nur noch rund einem Prozent wieder kaum von der Stelle, Value-Titel legten dagegen um mehr als 4,5 Prozent zu“, sagt Werner. Ein Indiz, dass ein Stilwechsel bevorstehen könnte. „Es gab gerade in den vergangenen Jahren bereits häufiger eine kurzzeitige Outperformance von Value-Werten. Letztendlich konnte sich dies bislang jedoch nicht als längerfristiger Trend durchsetzen.“

In den Portfolios bleiben denn auch Growth-Werte übergewichtet gegenüber Value-Aktien. „Interessant ist, dass das Growth-Segment in den USA natürlich vor allem von den großen Tech-Konzernen bestimmt wird“, sagt Werner. Das ergebe ein gewisses Klumpenrisiko, wenn es zu einem Einbruch komme. In Europa spiele diese enge Tech-Konzentration keine Rolle. „Insgesamt aber bleiben US-Aktien deutlich attraktiver als europäische“, sagt Werner.

Auch wenn noch kein vollständiger Stilwechsel eingeleitet werde, sei es doch an der Zeit für eine defensivere Aufstellung. „Für uns werden defensive Sektoren wie Telekommunikation, Versorger oder nicht-zyklischer Konsum attraktiver“, sagt Werner. Das liege an dem sich verschlechternden konjunkturellen Umfeld. „Interessant sind auch Fonds, die in Infrastrukturunternehmen investieren, wie Eisenbahnen, Flughäfen, Autobahn- und Stromnetzbetreiber oder Pipelines“, benennt Werner die Favoriten.

So bleibt die bereits über mehrere Quartale bestehende Übergewichtung in Technologie und Communication Services weiterhin bestehen, wird aber zugunsten defensiver Sektoren etwas abgebaut. „Dies machen wir unabhängig von der sich daraus möglicherweise ergebenden Verschiebung in der Ländergewichtung“, so Werner. Defensiver wird auch die Ausrichtung im weiterhin attraktiven Pharma-Bereich: „Hier tauschen wir einen stark in Small- und Midcap Pharma- beziehungsweise Biotechunternehmen investierten Fonds in einen defensiveren Pharmafonds“, sagt Werner.

 

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Moventum Asset Management c/o Moventum S.C.A.,12, rue Eugène Ruppert , L-2453 Luxembourg, Tel +352 26 154 200, www.moventum.lu

Die Hérens Quality Asset Management AG legt gemeinsam mit der Service-KVG HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH den Global Quality Top 15 auf.

 

Der weltweit anlegende Aktienfonds investiert in 15 der besten Quality-Unternehmen. „Der Aktienmarkt wird von Non-Quality-Firmen dominiert, aber aus unserer Sicht gibt es an Quality-Aktien kein Vorbeikommen. Dies gilt insbesondere in einem Umfeld, welches sich aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik und dem damit verbundenen Anreiz zu einer immer höheren Verschuldung beständig verschlechtert“, erläutert Diego Föllmi, geschäftsführender Partner der Hérens Quality Asset Management AG. „Unterschiede zwischen Quality und Non-Quality bestehen konsequenterweise vor allem im Finanzgerüst. Qualitätsunternehmen weisen eine deutlich geringere Verschuldung bei höherer Profitabilität als der Marktdurchschnitt auf. In Kombination mit einem erfahrenen Management und einer attraktiven Bewertung bieten ausgewählte Firmen überdurchschnittliche Chancen.“ Der Fonds Global Quality Top 15 richtet sich sowohl an institutionelle Investoren als auch an interessierte Privatanleger – jeweils mit Anteilsklassen in Schweizer Franken (WKN A2PF05 beziehungsweise A2PF06) und Euro (WKN A2PF07 beziehungsweise A2PF08).

Das Fondskonzept des Global Quality Top 15 basiert auf dem langjährig erprobten, systematischen Quality-Ansatz, mit dem die Hérens Quality Asset Management AG ihre Strategien seit über 15 Jahren verwaltet. „Seit nunmehr fünf Jahren haben wir auch hochfokussierte globale Aktienstrategien erfolgreich im Einsatz und wissen aus Erfahrung, welchen besonderen Mehrwert konzentrierte Portfolios von Qualitätsunternehmen schaffen können“, sagt Föllmi. Gleichzeitig bleibt bei einer Anzahl von 15 Titeln das Portfolio genügend diversifiziert, sodass das Prinzip der Diversifikation als Mittel der Risikosteuerung weiterhin greift.

Die hauseigenen Quality-Strategien ruhen auf vier Säulen: Grundlage ist ein globales Investmentuniversum mit den liquidesten Titeln (MSCI World Index). Die Qualität der Unternehmen – und damit die zweite Säule – wird über ein einheitliches Kriterien-Set definiert, das auf einer fundamentalen betriebswirtschaftlichen Analyse basiert. Diese umfasst das Finanzgerüst, die Gewinnqualität, das Management, das Geschäftsmodell und auch das Marktumfeld eines Unternehmens. Die dritte Säule ist die Bewertung: Der Preis sollte entsprechend attraktiv sein. Für die konzentrierten Top-Strategien gelten zudem zusätzliche Kriterien wie beispielsweise ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial sowie Technologie- und Innovationsführerschaft, welche die vierte Säule bilden. Im Rahmen des bewährten und disziplinierten Investmentprozesses verfolgt das Hérens Quality Investment Committee das Ziel, die weltweit besten Qualitätstitel zu selektieren. Die Werte innerhalb der Portfolios sind grundsätzlich gleichgewichtet.

„Mit dem Global Quality Top 15 investieren Anleger in ein ausreichend diversifiziertes Portfolio der fundamental besten, attraktiv bewerteten Qualitätsunternehmen mit globaler Ausrichtung. Die langfristig ausgerichtete Strategie performt, so zeigt es zumindest die Vergangenheit, sowohl in aufwärts- als auch in abwärtsgerichteten Märkten überdurchschnittlich. Mit unserem Fonds Global Quality Top 15 schaffen wir eine attraktive Lösung für Anleger, die ihr Portfolio um eine wichtige Qualitätskomponente erweitern wollen und vom Mehrwert eines aktiven Managements überzeugt sind“, so Föllmi.

Über Hérens Quality Asset Management

Die Hérens Quality Asset Management AG ist eine eigentümergeführte Asset Management Boutique, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2003 auf Quality-Investments fokussiert. Damit gilt das Unternehmen als Pionier für systematische, internationale Quality-Investments. Ebenfalls seit 2003 betreibt das Unternehmen zudem ein eigenes Research Center als analytische Basis für kundenspezifische Investmentlösungen. Die zehn Mitarbeiter des Teams sind alle Spezialisten im Bereich des fundamentalen Quality Research.

 

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Hérens Quality Asset Management AG, Bahnhofstrasse 3, CH-8808 Pfäffikon SZ, Tel: +41 43 222 31 41, www.hqam.ch

Marktkommentar von Mark Dowding, BlueBay asset Management

 

Kaum ein Marktteilnehmer wird sich dieser Tage nicht an die Geschehnisse vor 12 Monaten erinnern, als Risikoanlagen ebenfalls unter Druck gerieten und dies den Auftakt für ein sehr herausforderndes viertes Quartal bildete. Damals fielen US-Aktien um 14 Prozent, die Renditen sanken und die Credit Spreads stiegen.

Eine Wiederholung einer solchen Entwicklung in diesem Jahr scheint uns zwar möglich, jedoch eher unwahrscheinlich – wenngleich man die Gefahr des Aufflackerns der Handelskriege und die aktuellen geopolitischen Turbulenzen von der Türkei über Hongkong bis nach Ecuador nicht vollkommen unberücksichtigt lassen kann.

Bezüglich der Handelsgespräche zwischen den USA und China sehen wir beispielsweise durchaus die Gefahr, dass die beiden Länder sich in verschiedene Richtungen bewegen und dass China in Washington zunehmend als „strategischer Gegner“ wahrgenommen wird. Sollten die Gespräche scheitern, werden wohl in den nächsten Wochen die angekündigten Zollerhöhungen in Kraft treten und damit die Märkte überraschen.

Dessen ungeachtet halten wir es aber für möglich, dass sich die Einkaufsmanagerindices auf ihrem oder nahe ihres Tiefpunkts befinden. Sollte es keine neuen schlechten Nachrichten geben, dürften also die nominalen Anleiherenditen kaum weiter sinken.

 

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BlueBay Asset Management, 77 Grosvenor Street, London, W1K 3JR United Kingdom, Tel: +44 (0) 20 7389 3700, www.bluebay.com

Umfrage von J.P. Morgan Asset Management

 

Fehlendes finanzielles Selbstbewusstsein, ausbaufährige Anlagekenntnisse und zu wenig Zeit in der Alltagshektik sind nur einige der Faktoren, die Frauen zwischen 30 und 65 Jahren in Europa (einschließlich Großbritannien) daran hindern, angespartes Kapital von rund 200 Milliarden Euro an den Finanzmärkten anzulegen. 45 Milliarden Euro davon könnten auf Deutschland und Österreich entfallen. Dies ist nur eine der Erkenntnisse einer europaweiten Umfrage zum Thema Frauen und Geldanlage von J.P. Morgan Asset Management, für die insgesamt rund 3.000 Frauen sowie eine Vergleichsgruppe von 600 Männern befragt wurden, die jeweils bereits Spar- oder Anlageprodukte nutzen oder über ein bestimmtes Mindesteinkommen verfügen.

Frauen weniger selbstbewusst im Umgang mit Geld als Männer

Laut der Umfrage gibt mit 34 Prozent zwar ein Drittel der Frauen an, über ein hohes Selbstvertrauen im Umgang mit Geld zu verfügen. Bei den Männern ist es mit 46 Prozent aber fast die Hälfte der Befragten. Frauen glauben zudem, dass sie über geringere Anlage- und Finanzkenntnisse verfügen – nur eine von fünf Frauen (21 Prozent) bezeichnet sich bei dem Thema als sachkundig. Bei den Männern ist es etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent). Fast 60 Prozent der Frauen vertraten zudem die Meinung, dass es schwierig ist, genügend Zeit während des Tages aufzubringen, um alle To-Dos zu erledigen. Daraus abgeleitet nehmen sich Frauen entsprechend weniger Zeit für die Geldanlage als Männer, von denen 40 Prozent mehr Zeit für den Vermögensaufbau einplanen.

Frauen, die bereits investieren, bewerten ihr Selbstvertrauen höher als Frauen, die nicht investieren. Dabei zeigte sich mit 51 Prozent die Hälfte der investierenden Frauen überzeugt, die richtige Vorsorge für die Zukunft getroffen zu haben, verglichen mit einem Drittel (34 Prozent) der Frauen, die nicht investieren. „Unsere Befragung zeigt, dass die Finanzbranche Frauen viel stärker einbinden könnte, damit sie ihr Vermögen vermehren und ihre Anlageziele besser erreichen. Wir können mehr tun, um Frauen Informationen anzubieten, die einfach zugänglich und ansprechend sind. Dann können Frauen aktiver werden, wenn es darum geht, ihr Erspartes zu vermehren und die Kontrolle über ihre finanzielle Zukunft zu übernehmen“, erklärt Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing & PR bei J.P. Morgan Asset Management.

8 Typen von Anlegerinnen

Um die Anforderungen von Sparerinnen und Anlegerinnen in Europa besser verstehen zu können, wurden auf Basis der Befragung acht verschiedene Segmente ermittelt, die sich zwei unterschiedlichen Spektren zuordnen lassen: Frauen mit einer stärkeren Affinität zum Investieren und Frauen mit einer höheren Affinität zum Sparen. Die Größe der jeweiligen Gruppen wird nachstehend als Prozentsatz in Klammern angegeben.

Frauen mit einer größeren Tendenz zum Investieren:

1) Selbstsicher und kontrolliert: ernsthafte und engagierte Anlegerinnen, für die finanzielle Sicherheit und ein sorgenfreier Ruhestand Priorität haben (16 Prozent).

2) Im Hier und Jetzt: stark auf die Gegenwart fixiert, Investitionen als eine Chance für die Zukunft (13 Prozent).

3) Aktiv und zielgerichtet: wohlhabende und optimistische Frauen auf Suche nach Vermögenswachstum, die für eine sichere und komfortable Zukunft vorgesorgt haben (12 Prozent).

4) Wachsendes Selbstbewusstsein: Abwägung kurz- und langfristiger Interessen, aber mit Erwartungen hinsichtlich eines Vermögenswachstums und einer positiven Sicht auf die Zukunft (7 Prozent).

5) Junge Überfliegerin: ehrgeizige, selbstbewusste Frauen mit wenig Zeit, die sich für Investitionen begeistern und sich sowohl online als auch offline beraten lassen (5 Prozent).

Frauen mit einer größeren Tendenz zum Sparen:

6) Vorsichtige Zweiflerin: ängstliche Frauen mit Sicherheitsbedürfnis, die sich finanziell eingeschränkt fühlen, aber mehr Auswahlmöglichkeiten wünschen (16 Prozent).

7) Passive Behüterin: finanziell nicht engagierte Frauen mit Sicherheitsbedürfnis, deren Verlustangst größer ist als die Aussicht auf künftige Gewinne (19 Prozent).

8) Erklärte Traditionalistin: Die Bewahrung ihrer Lebensweise und Finanzen hat Priorität. Sie sind nicht bereit, ihre Komfortzone zu verlassen und möchten keine Risiken eingehen (12 Prozent).

Unterschiede nach Ländern: „Passive Behüterinnen“ vor allem in Schweden, in Deutschland vor allem die Gruppe „Selbstischer und kontrolliert“

Die Umfrage zeigt zudem die Unterschiede innerhalb der Segmente und zwischen den Segmenten auf. Beispielsweise waren Passive Behüterinnen, die größte Gruppe, mit fast 30 Prozent besonders in Schweden konzentriert. In Österreich/Deutschland lag der Wert bei nur 15 Prozent. Für diese Gruppe war Sicherheit wichtiger als höhere Erträge. Passive Behüterinnen fürchten sich allgemein vor Marktschwankungen und finanziellen Verlusten.

Die zweitgrößte Gruppe, Vorsichtige Zweiflerin, waren in Großbritannien (24 Prozent), Frankreich (20 Prozent) und Spanien/Portugal (20 Prozent) gleichmäßiger verteilt. Schweden wies in dieser Gruppe den geringsten Anteil auf (7 Prozent). Mehr als zwei Drittel dieser Gruppe wurden als Sparerinnen bestimmt. Zwar ist sich diese Gruppe der Bedeutung finanzieller Unabhängigkeit bewusst, jedoch fühlt sie sich durch verschiedene Faktoren, wie fehlendes Selbstvertrauen und begrenzte Anlagekenntnisse, eingeschränkt.

Die drittgrößte Gruppe, Selbstsicher und kontrolliert, wies die höchste Konzentration in Österreich/Deutschland auf (fast 30 Prozent). Mehr als die Hälfte dieser Gruppe war über 50 Jahre alt und kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand. Diese Frauen möchten ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen und vermeiden üblicherweise übermäßige finanzielle Risiken. Diese Gruppe ist selbstbewusst und sachkundig in puncto Investments.

„Da so viele Frauen über Bareinlagen und Sparprodukte verfügen, bietet sich ein enormes Wachstumspotenzial, wenn man sie darin bekräftigt, langfristig mehr aus ihrem Geld zu machen. Zweifelsohne sind mit dem Engagement in Wertpapieren auch Risiken verbunden. Wer allerdings gar nicht investiert, riskiert langfristige finanzielle Ziele nicht zu erreichen. Wir wissen alle nur zu gut, dass die Zinserträge aus Sparprodukten im Grunde nicht mehr vorhanden sind und dass die Renditen von Staatsanleihen an vielen Märkten im negativen Bereich liegen“, erklärt Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management.

„Der Bedarf an Finanzbildung und Beratung bei Frauen ist hoch. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, Frauen in Finanzthemen besser zu informieren und dadurch positives Selbstvertrauen für Finanzentscheidungen zu stärken. Dann können Frauen eigenes Vermögen und eine eigene Vorsorge aufbauen. Wertpapieranlagen spielen dafür langfristig eine wichtige Rolle“, sagt Bergweiler.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

LFDE – La Financière de l’Échiquier ernennt Michael Ruppenthal zum Head of Business Development Germany & Austria.

 

Er berichtet an John Korter, Country Manager für Deutschland und Österreich und ist für den Vertrieb, vornehmlich in Süddeutschland, verantwortlich.

Die Fonds von LFDE sind seit 2007 in Deutschland und seit 2015 auch in Österreich zugelassen. In Deutschland vertreibt das Unternehmen Aktienfonds, Mischfonds, Wandelanleihenfonds und Liquid-Alternative-Fonds und richtet sich mit diesen Fondslösungen an Vertriebspartner und institutionelle Anleger.

„Michael Ruppenthal ist einer der erfahrensten Vertriebler in der Finanzindustrie. Seine über 20-jährige Erfahrung in der Finanzbranche und seine profunde Kenntnis des deutschen Marktes sind entscheidende Vorteile, wenn es darum geht, unseren Wachstumskurs in Deutschland und Österreich voranzutreiben. Wir freuen uns sehr, dass Michael zu uns kommt“, erklärt John Korter, Country Manager für Deutschland und Österreich.

Über Michael Ruppenthal

Michael Ruppenthal besitzt über 20 Jahre Erfahrung im Fondsvertrieb. Bevor er zu LFDE kam war er Deputy Head of Business Development Germany bei Ethenea Independent Investors S.A. Seine früheren beruflichen Stationen waren AXA Services (2002-2007), AXA IM (2008-2010) und BNP Paribas Investment Partners in Frankfurt. Michael Ruppenthal verfügt darüber hinaus über die internationalen Abschlüsse als Certified International Investment Analyst (CIIA) und Certified European Financial Analyst (CEFA).

 

Verantwortlich für den Inhalt:

La Financiere de l’Echiquier, Kapitalanlagegesellschaft mit AMF-Zulassung Nr. GP 91004, Bockenheimer Landstrasse 51-53, 60325 Frankfurt am Main, Tel: 069 509 292 48/ 49, http://int.lfde.com/de/

Marktkommentar von BNY Mellon Investment Management

 

Der US-Reposatz fand selten so viel Aufmerksamkeit wie in letzter Zeit. Grund dafür war der kurzfristige Anstieg des Reposatzes am 17. September auf 10 Prozent. Solch einen Zuwachs gab es seit der Finanzkrise nicht mehr. Vincent Reinhart, Chefökonom von Mellon, einer Gesellschaft von BNY Mellon Investment Management (Foto anbei), glaubt jedoch nicht, dass das Finanzsystem vor einer Systemkrise steht:

„Repogeschäfte ermöglichen Banken schnellen Zugriff auf Liquidität. Dabei kauft eine Geschäftsbank von einer anderen Bank Wertpapiere mit der Vereinbarung, diese am nächsten Tag zurückkaufen. Der Anstieg des Reposatzes kann somit ein Zeichen sein, dass Banken einander keine Kredite mehr gewähren. Das wiederum heizt Spekulationen über ein mögliches systemisches Problem im Finanzsystem an – wie damals während der Finanzkrise. Befinden sich die Banken also in Schwierigkeiten?

Wir glauben das nicht. Vielmehr ist der Anstieg wohl auf eine Reihe zufälliger Ereignisse zurückzuführen. Nachdem die Fed dem Bankensystem ein Jahrzehnt lang reichlich Liquidität zugeführt hat, reduzierte sie ihr Portfolio in den letzten zwei Jahren schrittweise und damit ihre Reserven. Zudem flossen dem US-Finanzministerium Mitte September Steuereinnahmen in Milliardenhöhe zu, ebenso wie der Erlös aus einigen großen Bond-Auktionen. Dadurch schwoll die Bilanz der Zentralbank um 200 Milliarden US-Dollar an; im Umkehrschluss wurde den Geschäftsbanken im ungefähr gleichen Umfang Liquidität entzogen. Die Banken wiederum wollten größere Reserven halten als die Fed bereitstellte. Weil diese auf dem Geldmarkt nicht zu bekommen waren, stieg der Reposatz steil an.

Kürzlich hat der Fed-Präsident Jerome Powell konstatiert, dass es unklar sei, in welchem Umfang Liquidität von der Zentralbank zur Verfügung gestellt werden muss, um den Reposatz auf stabilem Niveau zu halten. Das ist allerdings keine Neuigkeit, denn die Suche nach der richtigen Balance zwischen Angebot und Nachfrage folgt für die Fed seit jeher zu einem gewissen Maß auch dem Prinzip von Versuch und Irrtum.

Die derzeitige Volatilität zeigt deutlich, dass die Zentralbank die Situation wohl falsch eingeschätzt hat, obwohl sie das Problem relativ schnell erkannte und dem Bankensystem vorübergehend 75 Milliarden Dollar zur Verfügung stellte. Dieser Betrag wurde inzwischen deutlich erhöht.

Die zehn Jahre seit der Finanzkrise sind indes einzigartig an den Finanzmärkten, weil die US-Notenbank das Bankensystem mit Liquidität flutete und dadurch die Schwankungsbreite des Reposatzes deutlich einengte. Vor der Finanzkrise war die Bilanzsumme der Fed deutlich kleiner und die Notenbank wesentlich zurückhaltender bezüglich der dauerhaften Bereitstellung von Liquidität. Sprunghafte Veränderungen des Reposatzes waren damals üblich, ebenso wie kurzfristige Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität. Die Notenbank stellte dem Repomarkt pro Jahr über rund 200 Tage Liquidität zur Verfügung.

Historisch gesehen ist das Vorgehen der Zentralbank also nicht außergewöhnlich, und bis sich die Fed dazu entschließt, die Reserven dauerhaft zu erhöhen, wird sie dem Repomarkt auch weiterhin Liquidität zur Verfügung stellen.

Dass die Fed das richtige Maß auf Anhieb findet, ist allerdings nicht garantiert. Deshalb sollten sich Anleger darauf einstellen, dass die Volatilität am Repomarkt weiter zunimmt.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BNY Mellon IM, 160 Queen Victoria Street, London, EC4V 4LA, England, Tel: +44 20 3322 4806, www.bnymellon.com

Das Bankhaus Donner & Reuschel kauft das Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern von Berenberg.

 

Berenberg betreut derzeit etwa 160 unabhängige Vermögensverwalter mit einem Volumen von rd. acht Mrd. Euro. Wie beide Hamburger Bankhäuser mitteilen, wurde der Kaufvertrag heute unterzeichnet. Der Übergang des Geschäftsfeldes steht unter dem Vorbehalt u.a. der Aufsichtsbehörden und soll Anfang 2020 erfolgen. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Die Privatbank Berenberg fungiert in diesem Geschäftsfeld als Depotbank für die Kunden der unabhängigen Vermögensverwalter, d.h. sie führt Konten und Depots, wickelt den Börsenhandel ab und unterstützt die Vermögensverwalter im Tagesgeschäft. Darüber hinaus ist Berenberg als Verwahrstelle für die Fonds der unabhängigen Vermögensverwalter bei fünf Kapitalverwaltungsgesellschaften tätig. Sie begleitet die Anbieter beim Auflegen von Fonds, unterstützt bei Marketing und Vertrieb und wickelt den Börsenhandel ab.

Das Geschäftsfeld Vermögensverwalter Office umfasst bei Berenberg 32 hoch spezialisierte Mitarbeiter an den Standorten Hamburg (23), Luxemburg (6), München (2) und Frankfurt (1). Sie alle werden ein Angebot von Donner & Reuschel erhalten, ihre Tätigkeit unter dem neuen Inhaber fortzusetzen.

“Wir wollen das Wachstum in unseren Kerngeschäftsfeldern Wealth and Asset Management, Investmentbank und Corporate Banking weiter forcieren und regulatorische Komplexität reduzieren. Daher haben wir uns in letzter Zeit von Nicht-Kernaktivitäten getrennt. Dieser Prozess ist nun abgeschlossen”, so Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg. Berenberg wird sich durch den Verkauf des Vermögensverwalter Office auch komplett vom Standort Luxemburg zurückziehen. Keine Auswirkungen hat der Verkauf auf das eigene Wealth Management von Berenberg, in dem Deutschlands älteste Privatbank zu den Qualitätsführern in Deutschland gehört und das weiter ausgebaut werden soll.

Das Bankhaus Donner & Reuschel stärkt mit dem Zukauf das strategische Geschäftsfeld in der Betreuung von Vermögensverwaltern. Die übernommenen Einheiten ergänzen das bestehende Volumen von 16 Mrd. Euro im Verwahrstellengeschäft ideal. Auch in der Direktbetreuung der Vermögensverwalter schließt Donner & Reuschel so zu den Markt-führern auf. “Die neuen Kunden im vergrößerten Team exzellent zu unterstützen, ist das Ziel. Die hohe Qualität und Kontinuität in der Betreuung stehen dabei im Fokus”, so Marcus Vitt, Sprecher des Vorstandes von Donner & Reuschel.

 

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DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Die DWS wird erstmals ESG-Kriterien auf Geldmarktfonds anwenden, die in EMEA verwaltet werden.

 

Die Geldmarktfonds DWS Institutional ESG Euro Money Market Fund und DWS Institutional ESG USD Money Market Fund werden die neuen Regelungen sofort anwenden. Auch der DWS Euro Money Market wird nach ESG-Kriterien gemanagt, der entsprechende Namenszusatz ESG erfolgt im Frühjahr kommenden Jahres.

Diese grundlegende Änderung und die Umbenennung des Angebots der DWS-Geldmarktfonds erfolgt im Einklang mit der im Jahr 2018 in Kraft getretenen EU-Verordnung für Geldmarktfonds zur Verbesserung der Qualität und Sicherheit dieser Anlageklasse (Details zu den Fonds siehe unten).

Harm Carstens, Co-Head Short Duration Portfolio Management EMEA der DWS sagt: „Das Universum der ESG-Geldmarktfonds befindet sich noch in einem frühen Stadium. DWS ESG-Geldmarktfonds können der steigenden Nachfrage der Anleger nach nachhaltigen Anlageinstrumenten im Geldmarktbereich entgegenkommen. Mit dieser Anpassung der Fondskonzepte spielen neben den finanziellen Aspekten auch ökologische, soziale und Governance-bezogene nichtfinanzielle Aspekte eine stärkere Rolle bei der fundamentalen Analyse des Emittenten und der Gesamtportfolioallokation.”

Die DWS ESG-Standards umfassen eine Reihe von Branchenausschlüssen, Normenprüfungen und Best-in-Class-Ansätze. Um den ESG-Standards zu entsprechen, musste das Portfoliomanagement-Team keine Änderungen in der Portfolioallokation vornehmen, da die ESG-Qualität in den oben genannten Portfolios bereits hoch war.

Im September 2018 legte die DWS mit ihrem DWS ESG Liquidity Fonds den ersten in den USA verfügbaren Geldmarktfonds auf, der ESG-Kriterien (Environmental, Social and Governance) anwendet.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Von Olivier de Berranger, Chief Investment Officer, La Financière de l‘Echiquier

 

China steht derzeit im Mittelpunkt der Sorgen um die Weltwirtschaft: Wird das Wachstum des Landes dem von US-Präsident Donald Trump erklärten Handelskrieg standhalten? Sollte China auch nur annähernd standhalten, wird diese Konfrontation mit den USA im Kampf um die Vorherrschaft im 21. Jahrhundert einen entscheidenden Erfolg darstellen. Die USA wiederum dürften ihren gnadenlosen Krieg dann bitter bereuen. Falls China nicht standhält, wird es sowohl die europäische als auch die amerikanische Wirtschaft mit nach unten ziehen, wie Konjunkturdaten erahnen lassen. Der Westen wird bei diesem Konflikt, der sich bisher glücklicherweise vor allem, aber nicht ausschließlich, auf den Handel beschränkt, ebenfalls nichts gewinnen können.

China ist aber nicht allein Quell der Sorge. Ganz im Gegenteil ist das Land auch eine Quelle der Inspiration für jene, die das Rätsel des Börsenjahres 2019 verstehen wollen, in dem fast alle Märkte kräftig zulegten, obwohl sich die weltweite Wirtschaftsaktivität unablässig verlangsamte.

Denn China lehrt die Einheit von Yin und Yang: Das eine bedingt das andere und umgekehrt. Bis ins Unendliche. Überträgt man dies auf die Börse, bewirkt der Rückgang der weltweiten Aktivität immer stärkere Anreize seitens der Zentralbanken. Letztere schaffen für die Industrieländer die Möglichkeit, sich zu geringen Kosten und sogar mit Gewinn zu verschulden und so die Aktivität durch neue Haushaltsdefizite anzukurbeln, die auf lange Sicht in der Regel das Wachstum abwürgen und, wie das Beispiel Japan zeigt, die Inflation ersticken. Dies erfordert dann wieder neue geldpolitische Lockerungsmaßnahmen und so weiter und so fort.

Die Börsen sind ganz versessen auf geldpolitische Anreize. Daher folgte auf das Yin der schlechten Konjunkturdaten in der vergangenen Woche – die ISM-Erhebung für das US-Dienstleistungsgewerbe zeigte für September einen deutlichen Rückgang von 56,4 auf 52,6 – das Yang mit einem Anstieg der US-Aktienkurse. Dies ist auch der Grund, warum das vom US-Präsidenten attackierte China aus dem aktuellen Konflikt als Sieger hervorgehen wird. Die USA treffen China beim Export, zwingen es hierdurch jedoch, den Wandel zu einer konsumorientierten und somit weniger vom US-Zyklus abhängigen Gesellschaft zu beschleunigen.

Es ist sogar vorstellbar, dass China die nachweisliche Schwäche des US-Zyklus nutzt, um die Oberhand zu gewinnen. Während Donald Trump eine deutliche Abkühlung in den USA infolge des Handelskrieges fürchten muss, steht für Xi Jinping kein Wahltermin an. Die Zeit arbeitet für ihn.

Dies ist auch der Grund, warum insbesondere am heimischen Markt notierte chinesische Aktien derzeit eine exzellente langfristige Anlagechance darstellen könnten, während US-Aktien relativ teuer sind.

Mit China als Inspiration hätte Donald Trump seine Art of the Deal durch die Kunst des Dao gewiss bereichern können.

 

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