Kommentar von Hagen Ernst, stellvertretender Leiter des Bereichs Research & Portfoliomanagement bei der DJE Kapital AG

 

Trotz Rekordtief bei den Zinsen sowie anhaltender Wohnungsknappheit sind deutsche Wohnimmobilienwerte stärker unter Druck geraten. Grund hierfür ist die zunehmende Regulierung. So wurde auf Bundesebene die Verlängerung des Mietspiegels um fünf Jahre auf 2025 beschlossen.

Zudem ist der Berechnungszeitraum von vier auf sechs Jahre verlängert worden. Der Mietspiegel entspricht daher mittlerweile eher dem historischen Mietdurchschnitt, als dass er die ortsübliche Vergleichsmiete widerspiegelt.

Noch extremer ist es in Berlin, wo der Senat einen Mietendeckel einführen will, der sich nach dem Willen der Linkspartei als radikale „Zwangsmietsenkung“ entpuppt hätte. Nach einem ersten Entwurf der für Stadtentwicklung und Wohnen zuständigen Linkspartei darf zum Beispiel eine Altbauwohnung für maximal sechs Euro pro Quadratmeter vermietet werden – unabhängig von der Lage. Dies liegt deutlich unter dem aktuellen Mietspiegel von 6,72 Euro pro Quadratmeter. Der Entwurf sah eine einfache Differenzierung nach Baualter vor. So braucht es verständlicherweise eine klare Klassifizierung, damit für jeden Mieter ersichtlich ist, welche Miete er zu zahlen hat, und die Flut an Mietreduzierungsanträgen möglichst schnell abgearbeitet werden kann – sind doch die Berliner Behörden schon jetzt hoffnungslos überlastet.

Auf der anderen Seite ist es auch nicht im Sinne der Gerechtigkeit, wenn der Anwalt im Stuckaltbau im Prenzlauer Berg die gleiche Miete zahlt wie ein Geringverdiener im einfachen Altbau, zum Beispiel im Arbeiterviertel Reinickendorf. Dies scheinen auch die Koalitionspartner SPD und Grüne erkannt zu haben. Es scheint auf eine abgemilderte Form des Mietspiegels hinauszulaufen. Obergrenzen mit entsprechenden Mietabsenkungen soll es nur für Geringverdiener geben, deren Mietzahlung 30 Prozent des Monatseinkommens überschreitet. Zudem dürfen Mieten unter gewissen Obergrenzen im Einklang mit den Löhnen bzw. der Inflation nach oben angepasst werden.

Zudem sollen Modernisierungsmaßnahmen zumindest in gewissem Maße honoriert werden. Bei Modernisierungen innerhalb der letzten 15 Jahre dürfen die Mieten 1,40 Euro pro Quadratmeter über dem Mietspiegel liegen. Bei neuen Investitionen darf die Miete um einen Euro pro Quadratmeter erhöht werden. Damit sind energetische Modernisierungen quasi aber nicht mehr realisierbar. Der Klimaschutz hat somit zumindest in Berlin nicht oberste Priorität bzw.: Keiner will dafür bezahlen. Der Mietendeckel bleibt jedoch verfassungsrechtlich bedenklich – und es ist abzuwarten, wie das Bundesverfassungsgericht einen derartigen Eingriff bewerten wird.

Stärkere Regulierung gefährdet Neubautätigkeit

Angesichts stetig steigender Mieten in den Ballungsräumen ist es verständlich, dass Politiker nun radikaler vorgehen und Mieten stärker regulieren bzw. ganz einfrieren wollen. Derartige Eingriffe sind jedoch riskant. Zwar sind 2018 laut Statistischem Bundesamt mit 285.900 so viele Wohnungen wie seit 2002 nicht mehr fertiggestellt worden – jedoch reicht dies bei weitem noch nicht aus, um für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu sorgen. Die politische Zielvorgabe liegt bei jährlich 375.000 neuen Wohnungen. Angesichts der zunehmenden regulatorischen Eingriffe sind die Baugenehmigungen im ersten Halbjahr bereits um 2,3 Prozent gesunken. Somit dürfte sich die Wohnungsknappheit noch verschärfen, was bei weiter freier Mieterauswahl besonders Geringverdiener treffen sollte.

In Berlin ist die Investorenunsicherheit mittlerweile so groß, dass der Transaktionsmarkt nach Bekanntwerden des Mietendeckels komplett zusammengebrochen ist. Es ist zu befürchten, dass sich die ohnehin schon nicht ausreichende Neubautätigkeit deutlich reduziert. Als logische Konsequenz bleibt Berlin daher nur noch die Wahl verstärkt selbst neuen Wohnraum zu schaffen. Das Ziel von 30.000 zusätzlichen kommunalen Wohnungen in fünf Jahren bis 2021 wird jedoch ohnehin schon verfehlt werden – realistisch sind 26.000 neue Wohnungen. Es fehlt sowohl an finanziellen Mitteln als auch an Personal.

Berliner Wohnbaugesellschaften bieten interessante Einstiegschancen

Nichtsdestotrotz hat die kommunale Wohngesellschaft Gewobag nun 5.800 Einheiten für knapp eine Milliarde Euro von Ado Properties erworben. Dies war die erste größere Transaktion nach dem Mietendeckel. Mit einer Bruttorendite von 2,7 Prozent bzw. einem Preis pro Quadratmeter von 2.600 Euro zahlte Gewobag einen hohen Preis – trotz Mietendeckel. Gelistete Wohngesellschaften mit Berlin-Fokus notieren aktuell bei einer Bruttorendite von gut vier Prozent und einem impliziten Preis pro Quadratmeter von unter 2.000 Euro. 2004 hat der Berliner Senat noch die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft (GSW) mit 65.700 Einheiten für 405 Millionen Euro privatisiert.

Nun kauft man quasi knapp 10 Prozent des ursprünglichen Portfolios mit zudem unterdurchschnittlicher Qualität, da primär Plattenbauten, zurück. Nachhaltiges Wirtschaften sei da mal in Frage gestellt – und es zeigt, dass Staat bzw. Kommunen nicht unbedingt die beste Alternative sein müssen. Vielleicht wäre es im Endeffekt günstiger, Geringverdiener mit entsprechend adäquatem Wohngeld zu unterstützen.

Berlin als exemplarisches Beispiel – mit Potentialen für Anleger

Die Lage bleibt sehr undurchsichtig. Kommt der Mietendeckel für Berlin? Ist er verfassungskonform? Werden andere Städte folgen? Vieles ist unklar. Für Anleger könnten sich jedoch interessante Einstiegsmöglichkeiten ergeben. Vor allem

Wohngesellschaften mit Schwerpunkt Berlin notieren stark unter ihrem Vermögenswert.

Der Markt hat quasi bereits eine Preiskorrektur von 20 Prozent vorweggenommen. Bis vor dem Mietdeckel sind die Preise aber sogar weiter angestiegen und zumindest die kommunalen Gesellschaften scheinen bereit jeden Preis zu zahlen, um ihren Bestand aufzustocken. Angesicht der Wohnungsknappheit und den extrem niedrigen Zinsen ist aber keineswegs sicher, ob eine derartige Preiskorrektur wirklich kommt. Das Gesetz zum Mietendeckel sollte eigentlich am 15.10.2019 verabschiedet werden. Dieser Termin ist aber aufgrund von Unstimmigkeiten innerhalb des Berliner Senats über die genaue Ausgestaltung nicht mehr zu halten.

Wohnungsknappheit verschärft, Regulierung als größter Risikofaktor

Die Wohnungsknappheit wird sich durch die Eingriffe jedenfalls nochmals verschärfen. So könnten sich Instrumente wie der Mietendeckel langfristig sogar wertsteigernd auf Immobilien auswirken, wird doch das ohnehin schon knappe Gut Wohnen noch knapper. Die Zinsen sind aktuell zwar auf einem ungesund niedrigen Niveau, angesichts der drohenden Rezession ist ein deutlicher Zinsanstieg jedoch unwahrscheinlich. Damit sind eigentlich die zwei größten Risiken, Überangebot und Zinsanstieg, auf absehbare Zeit gebannt. Somit dürfte die größte Gefahr für eine Preiskorrektur von regulatorischen Eingriffen ausgehen. Positiv ist hier zu werten, dass die radikalen Pläne der Linkspartei in Berlin von SPD und Grünen offensichtlich nicht geteilt werden.

Wer das politische Risiko scheut aber dennoch angesichts der Nullzinspolitik auf der Suche nach einer soliden Dividendenaktie ist, für den sind Bestandshalter mit Schwerpunkt auf B-Städten bzw. in Lagen mit nicht ganz so angespannten Wohnmärkten, wie Berlin, Frankfurt oder München, interessant. Aussichtsreich erscheinen zum Beispiel Immobilien in B-Städten mit guter bzw. zumindest stabiler demographischer Entwicklung, etwa Dortmund, Magdeburg oder Chemnitz. Dort sind die Mieten deutlich niedriger – und somit besteht noch Mietsteigerungspotential. Die Preise sind noch nicht so stark angestiegen und die erzielbaren Renditen dementsprechend höher.

Fazit: B-Städte mit Aussicht auf mehr

Angesichts der zunehmenden Regulierung ist die Visibilität bei deutschen Wohnimmobilen gering. Die Wohnungsknappheit dürfte sich durch die aktuell geplanten Eingriffe nochmals verschärfen. Zudem scheinen die Zinsen auf absehbare Zeit auf

niedrigem Niveau zu verharren. Die aktuellen Abschläge zum Nettovermögenswert der gelisteten Bestandhalter implizieren eine Preiskorrektur bei den Immobilien von 10 bis 20 Prozent. Aufgrund der weiter angespannten Wohnsituation und der anhaltend niedrigen Zinsen ist jedoch fraglich, ob eine derartige Preiskorrektur wirklich kommt. Die höchsten Bewertungsabschläge haben Gesellschaften mit Fokus auf Berlin, die aber auch die höchsten regulatorischen Risiken, beispielsweise den Mietdeckel, aufweisen.

Bestandshalter mit Fokus auf B-Städten dürften das geringste regulatorische Risiko aufweisen. Hier sind der Preisanstieg und die Mieten noch nicht so hoch. Zudem weisen Immobilien in derartigen Standorten immer noch relativ hohe Rendite auf. So kann eine Dividendenrendite von drei bis vier Prozent ausgeschüttet werden.

 

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Kommentar von von Dr. Eduard Baitinger, FERI AG

 

Aufgehellte Geopolitik sorgt für Auftrieb – Europäische Aktienmärkte mit Nachholpotenzial – Überbordender Pessimismus nicht angebracht

Mit starker Performance haben sich die europäischen Börsen in den letzten Wochen eindrucksvoll zurückgemeldet. Dass europäische Aktien derzeit wieder stark gefragt sind, hat vor allem zwei Gründe: die Deeskalation im Handelsstreit zwischen USA und China und die gesunkene Wahrscheinlichkeit für einen ungeregelten BREXIT. Handelt es sich bei der jüngsten Entwicklung nur um ein kurzes Aufbäumen, oder stehen die europäischen Märkte jetzt vor einer Trendwende? Dem globalen und dem US-Aktienmarkt hinkt Europa jedenfalls seit mehr als zwölf Jahren hinterher. Während der Euro Stoxx 50 noch heute unter dem Niveau aus dem Jahr 2007 notiert, hat sich der vergleichbare S&P 500 Index seither praktisch verdoppelt. Auch im Hinblick auf die Bewertungsniveaus entwickelten sich Europa und der Rest der Welt auseinander. Europäische Börsen werden heute im relativen Vergleich mit deutlichen Bewertungsabschlägen gehandelt.

Bankensektor als Hemmschuh

Dass globale Investoren lange Zeit so skeptisch gegenüber europäischen Aktien waren, ist durchaus gerechtfertigt. Der europäische Bankensektor leidet noch immer unter den Nachwirkungen der globalen Finanzkrise und der Eurokrise. Die Negativzinspolitik der EZB belastet die Profitabilität europäischer Banken zusätzlich. Ferner haben europäische Börsen kaum nennenswerte globale Tech-Werte vorzuweisen. Doch sind es gerade die großen Internet- und Technologie-Aktien, die für einen erheblichen Teil der Kursanstiege globaler Indizes verantwortlich sind. Und schließlich rechtfertigt auch die politische Fragilität der Eurozone eine höhere Risikoprämie auf europäische Anlagemärkte und deren Währung.

Das Momentum spricht für Europa

Allerdings sind die Schwächen der europäischen Märkte hinreichend bekannt und wurden in den Kursen jahrelang berücksichtigt. Die starken Avancen der vergangenen Wochen könnten ein Zeichen dafür sein, dass die Anleger nun ihren Pessimismus im Hinblick auf europäische Aktienwerte überwunden haben. Sollten die geopolitischen Entspannungssignale anhalten und die negativen Folgen des – wahrscheinlich geregelt ablaufenden – BREXIT in Grenzen bleiben, könnten die europäischen Märkte vor einem spürbaren Comeback stehen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die weltweite Konjunktur im nächsten Jahr wieder erholen sollte. Europäische Aktien müssten dann in globalen Portfolios wieder stärker gewichtet werden. Auch für den Euro impliziert dieses Szenario erhebliches Aufwertungspotenzial. Übermäßige Exponierung in Fremdwährungen, speziell US-Dollar, sollte folglich auf den Prüfstand gestellt werden.

Über Dr. Eduard Baitinger:

Dr. Eduard Baitinger ist seit 2015 Head of Asset Allocation in der FERI Gruppe. Er verantwortet den Bereich quantitative Asset Allocation der FERI Trust, wo er auch zahlreiche Forschungsprojekte steuert und koordiniert. In enger Abstimmung mit dem FERI-Vorstand und Chief Investment Officer, Dr. Heinz-Werner Rapp, vertritt er ferner die Anlagestrategie der FERI-Gruppe und deren Kommunikation an Mandanten und Kunden der FERI.

Vor seiner Tätigkeit bei FERI war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen und Finanzanalyst bei einem Asset Manager. 2010 schloss er sein Studium an der Universität Bremen, begleitet von einem Auslandsaufenthalt in New York, als Diplom Ökonom ab. 2014 promovierte Eduard Baitinger mit Auszeichnung über neue Ansätze für das quantitative Asset Management. Dr. Baitinger publiziert regelmäßig in akademischen Fachzeitschriften und fungiert als akademischer Gutachter.

 

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FERI AG, Haus am Park  Rathausplatz 8-10, 61348 Bad Homburg, Tel: +49 (0) 6172 916-0, Fax: +49 (0) 6172 916-9000, www.feri.de

Die Finanzindustrie braucht mehr Frauen, besonders in Führungspositionen.

 

Die Finanzindustrie braucht mehr Frauen, besonders in Führungspositionen. Dafür macht sich Fidelity International in Deutschland seit langem stark. Für dieses Engagement wurde das Unternehmen beim gestrigen Fondsfrauen Award als „Company of the Year“ ausgezeichnet. Alexander Leisten, Leiter des Deutschlandgeschäfts von Fidelity International, war außerdem in der Kategorie „Role Model of the Year“ nominiert.

Der Award wurde erstmalig vergeben und will nachhaltig sensibilisieren für die Bedeutung von Genderthemen in der deutschen Fondsbranche. Aus insgesamt über 150 Einsendungen in drei Kategorien hat die Jury bestehend aus den Gründerinnen der Fondsfrauen, Professorin Alexandra Niessen-Ruenzi und Hans Heuser, Herausgeber von Fonds professionell, die Vorreiter für Geschlechterdiversität in Deutschland identifiziert.

„Fidelity hat mit belegbaren Zahlen eindrücklich gezeigt, was sich in Deutschland in den vergangenen Jahren verändert hat: Im deutschen Führungsgremium ist das Geschlechterverhältnis heute ausgeglichen – und das nicht nur in Querschnittsfunktionen, sondern auch in den Geschäftsbereichen. Auch auf allen anderen Hierarchieebenen werden diese Zahlen nachgehalten. Die Transparenz der Unternehmenskultur, die Messbarkeit der einzelnen Maßnahmen und die regionale Umsetzung haben uns überzeugt“, so die Jury in ihrer Begründung.

„Ich möchte mich im Namen des gesamten deutschen Managementteams von Fidelity für diese Auszeichnung bedanken. Frauenförderung muss in der Fondsbranche zur Selbstverständlichkeit werden“, so Alexander Leisten, Leiter des Deutschlandgeschäfts von Fidelity International. „Gemischte Teams ermöglichen eine höhere Meinungsvielfalt, was zu besseren Entscheidungen führt. Hier hat die traditionell männlich dominierte Asset-Management-Branche Nachholbedarf. Wir müssen den notwendigen Rahmen dafür schaffen, etwa über ein klares Bekenntnis zum flexiblen Arbeiten, Mentoring-Programme und die Pflicht zu einem Bewerberpool mit genügend weiblichen Potenzialen. Aufgabe für uns alle in der Branche muss es außerdem sein, den Gender Pay Gap zu überwinden. Natürlich sind wir noch längst nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg. Der Award bleibt für uns ein Ansporn, daran konsequent weiterzuarbeiten. Fidelity ist hier einer der Vorreiter und möchte so der Arbeitgeber der ersten Wahl für alle sein.“

 

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Fidelity Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, D-61476 Kronberg im Taunus Tel.: 06173/509-0, Fax: 06173/509-41 99, www.fidelity.de

Der neu aufgelegte UBS ETF ermöglicht ein breit diversifiziertes Engagement mit verbessertem Nachhaltigkeitsprofil in globale Staatsanleihen

 

UBS Asset Management (UBS AM) hat mit dem UBS ETF (LU) J.P. Morgan Global Government ESG Liquid Bonds UCITS ETF den ersten ETF im Bereich der globalen Staatsanleihen lanciert, der ein Screening nach Nachhaltigkeitskriterien integriert hat. Die zugrundeliegenden Titel verteilen sich auf mehr als 20 staatliche Emittenten.

Als einer der führenden Innovatoren in diesem Bereich kooperierte UBS AM mit J.P. Morgan, um einen neuen ETF zu schaffen, der eine Schlüsselkomponente in Anleiheportfolios von Investoren abdeckt. Gleichzeitig bedient er die steigende Nachfrage nach nachhaltigkeitsorientierten Fonds-Angeboten.

Der neugeschaffene ETF bietet Investoren die Möglichkeit eines Engagements, das dem J.P. Morgan Global Government Bond Index ähnelt, jedoch nach Kriterien der Umwelt, des Sozialen und der Unternehmensführung (ESG) filtert. Staaten, die keine ausreichende ESG-Wertung erzielen, werden exkludiert.

Clemens Reuter, Head Global UBS Passive & ETF Investment Specialists, sagt: „UBS ETFs ist der erste Anbieter, der mit dem Start dieses neuen Produktes die wichtige Lücke speziell auf Nachhaltigkeit ausgerichteter ETFs im Universum der Staatsanleihen schließt. Das Angebot bildet ein ESG-Kerninvestment, das auf einem bedeutsamen und weit verbreiteten Portfolio-Baustein basiert.“

Der UBS ETF (LU) J.P. Morgan Global Government ESG Liquid Bond UCITS ETF ist an wichtigen europäischen Börsen wie Xetra, Borsa Italiana und SIX Swiss Exchange erhältlich.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Der J.P. Morgan Global Government Bond Index ist ein wichtiger Portfoliobaustein im Bereich des Fixed Income und ein zentrales Maß der globalen Staatsverschuldung.
  • Globale Staatsanleihen sind eine bedeutsame Komponente diversifizierter Portfolios, die helfen kann, die Volatilität zu reduzieren.
  • Ein eindeutiges Ziel: ein ETF auf eine nach ESG-Kriterien gefilterte Version des J.P. Morgan Global Government Bond Index.
  • Asset-Eigentümer und Vermögensverwalter stehen unter zunehmendem Druck von Aufsichtsbehörden und Anlegern, ESG-Aspekte bei ihren Anlageentscheidungen zu berücksichtigen. Das hat zu einer beschleunigten Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen geführt.
  • Im Backtest von August 2014 bis August 2019 hatte der J.P. Morgan Global Government ESG Liquid Bond Index im Vergleich zum Mutterindex einen Tracking Error von 0,35 Prozent, eine Tracking-Differenz von 9 Basispunkten und eine tägliche Renditekorrelation von 0.998.

 

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UBS Asset Management (Deutschland) GmbH, Bockenheimer Landstraße 2-4, 60306 Frankfurt am Main, www.ubs.com/am-de

Vielen Frauen ist Sicherheit wichtiger als Ertrag

 

Am 30. Oktober ist Weltspartag. Seit 1925 finden zu diesem Anlass rund um den Globus viele Aktionen zur Förderung des Spargedankens statt. Auch heute ist Sparen weit verbreitet – die Sparquote der Deutschen steigt laut Bundesbankstatistik stetig. Eine aktuelle Umfrage von J.P. Morgan Asset Management zeigt auf, dass mehr als drei Viertel aller befragten Frauen und Männer finanzielle Unabhängigkeit sehr wichtig ist. „Angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds lassen sich Anlageziele allerdings kaum erreichen, wenn Sparer weiterhin vornehmlich auf kaum verzinste Einlagen setzen. Denn mit Mini- oder sogar Negativzinsen lässt sich langfristig kein reales Kapitalwachstum erzielen und Vermögen aufbauen“, betont Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing und PR von J.P. Morgan Asset Management. Die eingangs zitierte Studie „Frauen und Geldanlage“ zeigt, dass es besonders für Frauen einige Stolpersteine im Umfang mit der Geldanlage gibt, die es mit guter Beratung aus der Welt zu schaffen gilt.

  1. Das finanzielle Selbstvertrauen von Frauen ist ausbaufähig

Während laut der Studie nur jede dritte Frau ihr Selbstwertgefühl insgesamt als überdurchschnittlich einschätzt, ist es bei den Männern jeder zweite. Da verwundert es nicht, dass sich ein ähnliches Muster beim Selbstbewusstsein im Umgang mit Geld zeigt: Nur 34 Prozent der Frauen fühlen sich im Umgang mit Geld sehr sicher, verglichen mit 46 Pro¬zent der Männer. „Zwar sind all¬täg¬liche Bank¬geschäfte rund um Girokonten oder Kreditkarten für mehr als die Hälfte der befragten Frauen heute selbstverständlich, doch wenn es um den Vermögensaufbau geht, sieht es leider anders aus“, führt Bradtmöller aus. So fühlen sich rund um das Thema Sparen und Sparprodukte noch 44 Prozent der Frauen fit. Bei der Altersvorsorge schwindet das Selbstvertrauen bereits auf 27 Prozent – und nur 21 Prozent der Frauen fühlen sich beim Kauf von Anlageprodukten wie Fonds sicher.

Damit einher geht, dass Frauen auch angeben, über weniger Finanzkenntnisse zu verfügen: „Nur jede fünfte Frau hat das Gefühl, sich in diesem Bereich gut auszukennen, verglichen mit etwas mehr als einem Drittel der Männer. So halten es 55 Prozent der Frauen für wichtig, sich finanziell weiterzubilden – ein guter Ansatzpunkt für Finanzberater“, unterstreicht Bradtmöller.

  1. Frauen stellen das Thema Geldanlage aufgrund stärkerer Auslastung hinten an

Die Befragung zeigt, dass sich viele Frauen im Alltag so stark ausgelastet fühlen, dass sie sich weniger Zeit für den Vermögensaufbau nehmen als Männer. „Es überrascht nicht, dass vor allem Frauen zwischen 30 und 39 Jahren das Thema Geldanlage hinten anstellen, da viele in diesem Alter mit dem Spagat zwischen Karriere und Familie beschäftigt sind“, so Bradtmöller. So gaben 52 Prozent der Frauen mit Kindern an, sich zu wenig Zeit für Finanzthemen zu nehmen, während Frauen ohne Kinder Anlageentscheidungen eine zumindest etwas höhere Priorität einräumen – hier sind es 44 Prozent. „Dass 42 Prozent der Frauen finanzielle Entscheidungen als Belastung empfinden zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht“, betont Bradtmöller. Insgesamt räumen nur etwas mehr als 10 Prozent der Frauen dem Wachstum ihrer Ersparnisse und Wertpapieranlagen Priorität ein.

Dabei nehmen die langfristigen finanziellen Bedürfnisse von Frauen zu: Sie wünschen sich einen sorgenfreien Ruhestand, möchten die Ausbildung ihrer Kinder finanzieren oder ihnen die eigene Wohnung ermöglichen, ein eigenes Unternehmen gründen oder ihr Vermögen wachsen lassen. Dazu gilt es, zu handeln, statt es auf kaum verzinsten Spareinlagen der schleichenden Enteignung durch die Inflation auszusetzen.

  1. Sicherheit ist wichtig

„Aufgrund der Belastung im Alltag und wenig Zeit für die finanzielle Weiterbildung mag sich der sichere Weg als beste Entscheidung anfühlen“, erläutert Bradtmöller. So gibt rund ein Drittel aller befragten Frauen an, dass sie nicht gerne Risiken eingehen. Frauen, die bereits anlegen, haben ein etwas anderes Verständnis vom Anlagerisiko und freunden sich eher damit an. Dennoch gibt es bei der Risikobereitschaft Unterschiede zwischen Frauen und Männern: 51 Prozent der Anleger sind bereit, Risiken einzugehen. Diese Bereitschaft ist jedoch nur bei 39 Prozent der Anlegerinnen vorhanden.

Da Frauen der Sicherheit einer Anlage Priorität einräumen, stimmt nur weniger als ein Drittel der Frauen nicht der Aussage zu, dass es besser ist, Bargeld und Sparprodukte zu halten, als diese zu investieren. „Das bedeutet, dass diese Frauen sich die Chance entgehen lassen, ihr Vermögen zu vermehren und ihre langfristigen finanziellen Ziele zu erreichen“, so Bradtmöller.

Es ist an der Zeit: Stärkere Portfolios für Frauen

So lautet Pia Bradtmöllers Fazit zum Weltspartag: „Da viele Frauen über Bareinlagen und Sparprodukte verfügen, bietet sich ein enormes Potenzial, wenn man sie darin unterstützt, langfristig mehr aus ihrem Geld zu machen. Zweifelsohne sind mit Kapitalmarktinvestments auch Risiken verbunden. Wer allerdings gar nicht investiert, riskiert langfristige Geldentwertung. So müssen wir als Finanzbranche gemeinsam daran arbeiten, Frauen in Finanzthemen besser zu informieren und dadurch positives Selbstvertrauen für Finanzentscheidungen zu stärken. Dann können Frauen eigenes Vermögen und eine bessere Vorsorge aufbauen und die Kontrolle über ihre finanzielle Zukunft übernehmen.“

Eine flexible und bequeme Lösung – nicht nur für Anlageeinsteigerinnen – bieten beispielsweise breit gestreute Mischfonds mit Ausschüttungskomponente, die dazu beitragen können, regelmäßige Erträge zu generieren und gleichzeitig Schwankungen und Risiken zu minimieren. Sie ermöglichen bereits mit kleinen Einzahlungen, so zum Beispiel im Rahmen von Sparplänen, ganz einfach erste Schritte bei der Wertpapieranlage. Ein Vorteil des Sparplans ist, dass sich dank der festen Sparrate typische Anlegerfehler vermeiden lassen: Da die Geldanlage über einen längeren Zeitraum erfolgt, verteilt sich das Risiko besser, denn bei fallenden Kursen erwirbt man mehr und bei steigenden Kursen entsprechend weniger Anteile. So lässt sich das Problem des ‚Market-Timings‘, also des richtigen Einstiegszeitpunktes, vermeiden und für die Fondsanleger werden die gefürchteten Marktschwankungen weniger relevant. Und dass der Betrag regelmäßig vom Konto abgebucht wird, sorgt für Spardisziplin – nicht nur zum Weltspartag.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Vor wenigen Jahren noch pure Science-Fiction, heute ein Zeichen modernster Fonds-Verwaltung: Hoch-sensible Algorithmen unterstützen aktive Fondsmanager effektiv und zuverlässig bei der Portfolioverwaltung.

 

Gideon Smith, Manager des AXA WF Global Factors Sustainable Equity Fund, hat gemeinsam mit seinem Team einen computergesteuerten Algorithmus entwickelt, der jene Unternehmen auswählt, die für ein nachhaltiges Gewinnwachstum und eine geringe Volatilität sorgen. Hierzu scannt der Algorithmus systematisch Unternehmensberichte, Nachrichten und Social-Media-Kanäle, um mehr darüber herauszufinden, welche Aktien den Fonds unterstützen und welche er besser meiden sollte.

Der Computer trifft die Entscheidungen

Mit über 400 Titeln im Portfolio investiert der AXA WF Global Factors Sustainable Equity Fund weltweit in eine Vielzahl von Unternehmen. Anders als bei anderen Produkten nimmt hier der Computer die Aktienbewertungen vor – und zwar auf Basis vieler Datenpunkte. Das Programm kann nicht nur Standardkennzahlen, wie zum Beispiel Gewinn und Verlust berücksichtigen, sondern ist auch in der Lage, weichere Faktoren zu interpretieren und zu entscheiden, ob eine Aktie in das Portfolio aufgenommen wird oder nicht. So wird auch die Zahl von Frauen in Vorständen zurate gezogen: „Wir wissen, dass diversere Unternehmen auf lange Sicht besser abschneiden – deshalb sehen wir uns auch diese Kennzahl an, um zu beurteilen, wie nachhaltig ein Unternehmen seine Gewinne steigern kann“, sagt Smith. Ebenso betrachtet das Programm den CO2-Fußabdruck eines Unternehmens, da mit hohen Kosten durch erhöhte Regulierung oder verlorene Kunden häufig ein erhöhter CO2-Fußabdruck einhergeht. „Dabei folgt der Computer keineswegs blind der Börse, sondern baut das Portfolio strikt anhand der von den Fondsmanagern vorgegebenen Faktoren auf“, betont Smith.

Algorithmus als effektiver „Autopilot“

Beim Factor Investing wird der Algorithmus mit spezifischen Regeln erstellt, damit er automatisiert eine Reihe von Entscheidungen bei der Verwaltung des Fonds treffen kann. Fondsmanager und Computer arbeiten im Doppel an der Optimierung des Portfolios: „Der Computer erledigt seine Aufgaben automatisiert, und das gibt mir bei der Arbeit viel Freiheit, andere wertschaffende Dinge zu machen. Ich vergleiche das gerne mit dem Autopiloten beim Flugzeug – er wird zwar in den meisten Fällen genutzt, aber die Passagiere wissen, dass sie sich auf den Piloten und sein Eingreifen verlassen können, wenn es nötig ist“, fasst Smith zusammen. Das Team rund um Smith überwacht den Algorithmus ganz genau. So gibt es beispielsweise einen ESG-Screen, der zeigen soll, ob ein Unternehmen seinen Umwelt-, Sozial- und Governance-Richtlinien folgt. Darüber hinaus konnten in der Vergangenheit zuverlässig Schwankungen vorausgesagt werden, wenn zum Beispiel vermehrt negative Schlagzeilen über ein Unternehmen auftreten. Facebook ist ein solcher Fall: Smith reduzierte die Beteiligung des Fonds an dem Social-Media-Riesen, nachdem der Algorithmus die negative Berichterstattung in den Medien über Ethik und Datenschutz bei Facebook analysiert und für kritisch befunden hatte. „Ich bin immer wieder von der Effektivität des Algorithmus beeindruckt. Noch während ich die Nachrichten über den Emissions-Skandal bei Volkswagen las, hatte der Computer die steigende Volatilität bereits erkannt und die rote Flagge gehisst“, berichtet Smith.

Mensch und Maschine: Nur im Teamwork effizient

Eine vollständige Automatisierung kann Smith sich nicht vorstellen. „Asset Management ist eine massiv regulierte Branche. Ein Computer kann niemals die treuhänderische Verantwortung gegenüber den Investoren übernehmen. Vielmehr führt das Gleichgewicht zwischen automatisiertem und aktivem Management von Menschenhand zum Erfolg“, schließt der Experte.

 

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AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Thomas-Wimmer-Ring 3, 80539 München, Tel: 089 227408, www.axa-im.de

Ex-Banker Martin Klatt neuer Leiter Investments & Vermögensverwaltung

 

Die Kapilendo AG baut das Team der Vermögensverwaltung weiter aus. Neuer Leiter des Bereichs Investments und Vermögensverwaltung ist Martin Klatt.

In seiner neuen Funktion wird Klatt vor allem die Weiterentwicklung des Geschäftsfeldes Vermögensverwaltung vorantreiben. Der Fokus seiner Tätigkeit liegt dabei auf dem Aufbau des Firmenkundengeschäfts im Bereich Liquiditätsmanagement und Vermögensverwaltung.

“Unternehmer und vermögende Privatpersonen haben zurecht hohe Anforderungen an ihren Bankingpartner. Wir freuen uns mit Martin Klatt eine erfahrene Führungskraft für unser Team gewonnen zu haben, der vermögenden Kunden seit Jahren als Experte und Partner auf Augenhöhe begegnet. Martin Klatt kennt die komplexen Vermögenssituationen von Unternehmerpersönlichkeiten und entwickelt gemeinsam mit unserem Portfoliomanagement passgenaue Lösungen”, so Christopher Grätz, CEO und Co-Founder der Kapilendo AG.

Martin Klatt kommt von der Weberbank und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen Vermögensanlage, Risikoabsicherung, Immobilien und Nachfolgeplanung. Bei der Weberbank war er in den vergangenen drei Jahren als Prokurist verantwortlich für den Aufbau des Immobilienmanagements. Davor betreute Klatt im Private Banking des Berliner Traditionshauses Kunden mit einem Anlagevolumen im dreistelligen Millionenbereich. Klatt ist zertifizierter Finanzplaner (CFP) und hält einen Master of Business Administration der HHL Graduate School of Management in Leipzig.

 

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Tal Lomnitzer, Senior-Portfoliomanager in der Abteilung Global Natural Resources bei Janus Henderson, erörtert die starke Nachfrage nach Rohstoffen, angetrieben vom wachsenden weltweiten Energiebedarf.

 

Er erörtert zudem die Vorteile eines langfristigen Engagements in der Anlageklasse als Teil eines ausgewogenen Portfolios.

Rohstoffe als längerfristiges Investment

Der globale Rohstoffsektor gilt allgemein als stark zyklisch. Das führt viele Anleger in Versuchung, ihren Ein- und Ausstieg zeitlich auf den Konjunkturverlauf abzustimmen. Wir haben Verständnis für diese Haltung. Ein falsches Timing beendet manche Karriere vorschnell, wohingegen die Wahl des richtigen Zeitpunkts äußerst positive Folgen haben kann. Der gebannte Blick auf die kurzfristigen Konjunkturaussichten ist von daher nur natürlich. Allerdings kann die Verengung des Blicks auf kurze Zeiträume dazu führen, dass die erheblichen Vorteile einer längerfristigen Perspektive übersehen werden.

Wir ermuntern Anleger, ein Investment im Rohstoffsektor als Teil ihrer langfristigen Asset-Allokation in Betracht zu ziehen und in Rohstoffen ein Investment zu sehen, nicht bloß ein Trading-Objekt. Im Unterschied zu anderen Segmenten des Markts haben Rohstoffaktien (also Aktien von Unternehmen aus den Bereichen Roh- und Werkstoffe, Energie und Landwirtschaft) gezeigt, dass sie mit dem breiten Aktienmarkt auf lange Sicht negativ korrelieren können. Dabei haben sie das Potenzial, ähnlich hohe Renditen abzuwerfen.

Vergleichbare Renditen bei geringerem Risiko – ist das überhaupt möglich?

Unverzichtbare Bausteine der Wirtschaft

Natürliche Ressourcen sind ebenso grundlegende wie unverzichtbare Bausteine der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Nachfrage nach einigen Rohstoffen wie Kohle und Öl wird wahrscheinlich nicht mehr lange steigen und dann sogar sinken, doch andere Ressourcen sind weiter gefragt, und die Nachfrage nach ihnen dürfte zunehmen. So werden Kupfer, Lithium, Kobalt, Nickel, Eisenerz und Silber für die erneuerbaren Energien benötigt. Die Digitalisierung erfordert riesige Serverfarmen und enorme Mengen an Energie. Auf dem Weg zu einer digitalisierten, elektrifizierten Zukunft, in der auf fossile Brennstoffe völlig verzichtet werden kann, spielen Rohstoffe eine entscheidende Rolle. Die Nachfrage nach Energiequellen und Nahrungsmitteln für die Zukunft wächst, und Antworten auf die Frage, woher sie kommen sollen, kann nur der Rohstoffsektor geben. Parallel zum globalen Wandel ändern sich auch die Beiträge, die einzelne Bereiche des Sektors leisten.

Vorteil einer langfristig negativen Korrelation

Lucas White und Jeremy Grantham von GMO konnten 2016 in ihrem Weißbuch* zeigen, dass „Rohstoffaktien eine Diversifikation relativ zum breiten Aktienmarkt ermöglichen und dass die Vorteile dieser Diversifikation mit zunehmender Dauer wachsen“. Wir haben einmal versucht, diese Hypothese anhand umfangreicherer Daten und unter Einbeziehung des Agrarsektors zu testen. Aufbauend auf den Arbeiten von White und Grantham teilten wir den US-Markt in seine einzelnen Sektoren auf und berechneten die Korrelationen zwischen diesen und dem S&P500 Index (als Stellvertreter des Gesamtmarkts) für verschiedene rollierende Zeiträume. Dazu verwendeten wir Daten für den Zeitraum von November 1993 bis Juni 2019.

Rohstoffe definierten wir als gleichgewichteten Index mit den Komponenten Bergbau, Energie und Landwirtschaft, also ähnlich wie beim S&P Global Natural Resources Index. Die Analyse zeigt, dass die Verbindung zwischen Rohstoffaktien, den anderen Sektoren und dem Gesamtmarkt auf kurze Sicht hoch ist, bei längerfristiger Betrachtung jedoch dramatisch abnimmt. Über einen rollierenden Zeitraum von zehn Jahren war die Korrelation zwischen Rohstoffsektor und breitem Markt in der Tat negativ, während sie bei den anderen Sektoren positiv blieb und mit der Zeit zunahm.

Potenziell höhere Rendite bei geringerem Risiko?

Neben ihrem Beitrag zur Schaffung von Wohlstand und zu unserer Lebensqualität haben Rohstoffe die Merkmale einer eigenständigen, attraktiven Anlageklasse. Wie in der Physik mit der Schwerkraft gibt es auch in der Welt der Kapitalanlage bestimmte unveränderliche Gesetzmäßigkeiten. Dazu zählt insbesondere das Verhältnis von Risiko und Rendite. Unsere Untersuchung deutet darauf hin, dass es durch Beimischung von Rohstoffaktien in ein Marktportfolio möglich ist, eine ähnlich hohe Rendite zu erzielen, aber bei geringerem Risiko gemessen an der Volatilität (Standardabweichung).

In Anlehnung an das Weißbuch von GMO führten wir eine Analyse von historischen Daten für über 25 Jahre durch. Dabei kam heraus, dass die durchschnittliche nominale Rendite eines Portfolios aus 75% S&P 500 und 25% Rohstoffaktien bei einem Betrachtungszeitraum von 10 Jahren höher war als für den Gesamtmarkt, bei geringerer Standardabweichung. Interessanterweise sind die Ergebnisse ganz ähnlich, wenn auch weniger dramatisch, bei einer Aufteilung in 90% S&P 500 und 10% Rohstoffaktien. Es verwundert nicht, dass die Sharpe-Ratio auf Basis dieser Werte ebenfalls nichts anderes ausdrückt.

Schrödingers Katze

Aus der Quantenphysik wissen wir, dass Dinge in zwei Zuständen vorkommen können. Materie hat sowohl Teilchen- als auch Wellencharakter, und Rohstoffaktien sind einerseits zyklischer Natur, können andererseits aber auch als effektiver Diversifikator in einem Portfolio dienen. Mit den Worten Schrödingers liegt darin „weder eine Unklarheit noch ein Widerspruch“. Entscheidend ist die Zeitspanne der Betrachtung. Während Rohstoffe kurzfristig an den Konjunkturzyklus gebunden sind, folgen sie über längere Zeiträume tendenziell ihrem eigenen Rhythmus. Nicht jeder Anleger denkt in 10-Jahresperioden, und wir haben deshalb die Risiko-Rendite-Analyse anhand der gleichen Daten auch für rollierende 5-Jahreszeiträume durchgeführt. Die Ergebnisse waren sehr ähnlich.

Zusammengefasst ergibt sich also, dass die Aufnahme von Rohstoffaktien (inklusive Landwirtschaft) in ein Portfolio bei 5- oder 10-jährigem Betrachtungszeitraum wahrscheinlich zu besseren Renditen bei geringerem Risiko führt.

Fazit

Die Abteilung Global Natural Resources bei Janus Henderson besteht aus vier fest zugehörigen Spezialisten, die zusammen über 125 Jahre Erfahrung in der Investmentbranche besitzen und seit über 30 Jahren aktive globale Rohstoffportfolios verwalten. Ziel des Teams ist die Erwirtschaftung einer attraktiven risikoadjustierten Rendite für Kunden durch ein Engagement in denjenigen Bereichen des Rohstoffsektors, in denen das Geld am dringendsten benötigt wird. Dabei wenden wir einen Investmentprozess an, in dem Qualität und der Gedanke einer verantwortungsvollen Kapitalanlage fest verankert sind. So wie das Team kurzfristiges Trading vermeidet, sollten vielleicht auch Anleger längerfristig denken, um aus dem Rohstoffsektor das Beste herauszuholen.

Aus unserer Sicht ist es weitaus besser, den Horizont nach Goldklumpen abzusuchen, als auf dem Gehsteig Pennys aufzusammeln. Die Unternehmen des Rohstoffsektors können sich derzeit bei Finanzkraft, Cashflows und Dividendenrenditen im Vergleich zum übrigen Markt sehen lassen. Nach Einschätzung des Teams sind die Bewertungen auf dem derzeitigen Niveau attraktiv, und ein langfristiges Investment könnte sich als lohnend erweisen.

 

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Globales Aktienteam unterstreicht zunehmende Bedeutung thematischer Investments für Kunden und AllianzGI

 

Allianz Global Investors (AllianzGI) hat ein globales Aktienteam für thematische Investments aufgestellt. Das Team wird geleitet von Andreas Fruschki, Head of Thematic Equity, und besteht aus fünf Anlageexperten mit Sitz in Deutschland, Großbritannien, den USA und Hongkong. Fruschki berichtet an Steve Berexa, Global CIO Equity bei AllianzGI.

Die Aufstellung eines globalen Aktienteams für thematische Investments unterstreicht deren zunehmende Bedeutung für Kunden und AllianzGI. Traditionelle Fondsklassifizierungen nach Regionen, Sektoren oder Marktkapitalisierung stoßen zunehmend dann an Ihre Grenzen, wenn es darum geht, das Potenzial  säkularer Trends zu nutzen, die etwa durch Innovation oder Regulierung ausgelöst werden. Die zum Teil disruptiven Entwicklungen haben einen immer größeren Einfluss auf unseren Alltag, und viele Menschen möchten hieran mit der Kapitalanlage teilhaben. Aktives Management kann Anlegern Zugang in einem frühen Stadium bieten. Im Gegensatz zu vielen traditionellen Anlagestrategien können thematische Strategien in der Regel mit weniger Einschränkungen investieren und sind oft nicht an einen Referenzindex gebunden. Sie werden aktiv gemanagt und können jede Region und jeden Sektor umfassen, solange die Investition einen direkten Nutzen aus dem zugrundeliegenden Trend zieht. Derzeit verwaltet AllianzGI rund 10 Milliarden Euro in thematischen Aktienstrategien, die globale Trends wie beispielsweise Ressourcenknappheit im Bereich Wasser oder technologischer Fortschritt bei künstlicherer Intelligenz nutzen.

Seit seinem Eintritt bei AllianzGI im Jahr 2005 war Andreas Fruschki als Research Analyst, Portfoliomanager und Director of Research Equity Europe tätig. „Sein Hintergrund und seine Erfahrung bei der Konzeption und dem Management vieler unterschiedlich zusammengesetzter Themenfonds bieten ideale Voraussetzungen für seine neue Aufgabe“, kommentiert Steve Berexa, Global CIO Equity. „Zusammen mit seinem neuen Team wird er sich auf die Erweiterung und Vertiefung der Kapazitäten im Bereich thematischer Investments sowie auf die Erstellung fundierten Researchs konzentrieren. Beides wird sowohl unseren Kunden als auch den anderen Anlageexperten innerhalb von AllianzGI zugutekommen.“ Neuer Director of Research Equity Europe bei AllianzGI wird Ralf Stromeyer.

 

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Bettina May wechselt als Head of Distribution für Deutschland und Österreich zum global aktiven Asset Manager Russell Investments.

 

Mit Sitz in Frankfurt am Main wird Bettina May für die strategische Weiterentwicklung des bestehenden Geschäfts in Deutschland und Österreich verantwortlich sein. Sie berichtet an Martijn Kuipers, Managing Director Nordeuropa bei Russell Investments.

Bettina May verfügt über eine mehr als 30-jährige Erfahrung in der Finanzbranche. Zuvor war sie 12 Jahre für Amundi tätig, wo sie zuletzt als Senior Client Relationship Managerin den Ausbau des Geschäfts mit ETFs, Indexing- und Smart Beta-Investments über alle Kundensegmente hinweg verantwortete.

Russell Investments ist seit annähernd 40 Jahren in Europa aktiv und bietet eine breite Palette an Multi-Manager- und Multi-Asset-Lösungen und Dienstleistungen wie Overlay-Strategien und Transition-Management an. Weltweit verwaltet Russell Investments mehr als 261 Mrd. Euro* für Pensionskassen, Versicherungen, Banken, Family Offices, Vermögensverwalter sowie unabhängige Anlageberater.

„Russell Investments verfolgt in Deutschland und Österreich ambitionierte Wachstumsziele. Wir freuen uns daher sehr, dass wir eine Spezialistin von Bettina Mays Format für diese wichtige Position in unserem Unternehmen gewinnen konnten“, sagt Martijn Kuipers, Managing Director, Northern Europe bei Russell Investments. „Bettina May verfügt über eine breite Expertise in allen Anlageklassen, einschließlich alternative Investments sowie Multi-Asset-Strategien und kann eine umfangreiche Erfolgsbilanz vorweisen.”

*Quelle: Russell Investments, Stand: 30. Juni 2019.

 

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10-jährige Bundesanleihen bei sagenhaften -0,5 Prozent Rendite

 

Das Jahresende 2019 kommt allmählich in Sicht – für die Hamburger Sutor Bank ist dies Anlass, einen sachlich-analytischen Rück- und Ausblick auf die Kapitalmärkte zu geben und wie Anleger mit der aktuellen Situation umgehen sollten. Insgesamt läuft es dieses Jahr an den Kapitalmärkten gut, der globale Aufschwung hält weiter an, Aktien- und Anleiheneigner freuen sich über deutliche Zugewinne. Allerdings ist die konjunkturelle Lage angespannt und die weltwirtschaftlichen Perspektiven sind eingetrübt. Die relativ gute Performance des US-Aktienmarkts ist vor allem von IT-Titeln getrieben. „Die globale Wachstumsdynamik der Wirtschaft hat merklich abgenommen. Die großen Notenbanken steuern mit Zinssenkungen dagegen und halten so den wirtschaftlichen Motor am Laufen. Unsere Empfehlung für Anleger ist ebenso einfach wie zwingend: investiert bleiben!“, erklärt Lutz Neumann, Leiter Vermögensverwaltung der Sutor Bank.

Volkswirtschaftliches und politisches Umfeld: angespannt

Die Konjunkturentwicklung wird weiterhin von zahlreichen geopolitischen Risiken belastet. „Nach wie vor dominieren Brexit und Handelskrieg die Schlagzeilen. Die erneute Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China lastet auf der globalen Unternehmensstimmung, die Hoffnungen auf ein schnelles Ende haben sich zerschlagen“, stellt Lutz Neumann fest. Beunruhigend seien zudem die sich zuspitzenden Proteste in Hongkong, der andauernde Kaschmir-Konflikt zwischen Indien und Pakistan sowie die Drohnenangriffe auf Raffinerien in Saudi Arabien, die zu einer Explosion des Ölpreises führten. Das globale Wachstum fällt mit rund 3 Prozent deutlich niedriger aus als noch zu Jahresbeginn erwartet.

Stimmung in Deutschland: eingetrübt

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen bleibt zunehmend getrübt. Der Ifo- Geschäftsklimaindex ist im August den fünften Monat in Folge gesunken – von 95,7 auf 94,3 Punkte. Die Aussichten für die exportorientierte deutsche Industrie bleiben unter anderem wegen der erneuten Zuspitzung im Handelsstreit zurückhaltend. Die Inflation ging leicht zurück und liegt im August mit 1,0 Prozent endgültig weit unterhalb des Inflationsziels der EZB. Ein weiterer Rückgang wird für möglich gehalten. Volkswirte erwarten für das Gesamtjahr 2019 eine Inflation von 1,4 Prozent. Sollte das BIP erneut sinken, sprechen Experten von einer sogenannten technischen Rezession. Der DAX hat sich nach Wochen heftiger Schwankungen zwischen 11.400 und 12.600 Punkten wieder erholt und bei etwas über 12.600 Punkten stabilisiert.

Europa: im Brexit-Bann

Die Europäische Zentralbank hat ihren Ankündigungen Taten folgen lassen und ein umfassendes Stimulierungspaket beschlossen, das keinen Zweifel an der wieder expansiven Ausrichtung ihrer Geldpolitik lässt. Der Einlagenzinssatz wurde um 10 Basispunkte von -0,4 Prozent auf -0,5 Prozent gesenkt. Zudem wurde die Einführung eines Tiering-Systems beschlossen. Zudem nimmt die EZB ab November 2019 wieder den Ankauf von Netto-Wertpapieren auf, und zwar in Höhe von 20 Milliarden Euro pro Monat. Die Wertpapierankäufe sollen bis kurz vor einer potenziellen Zinswende anhalten, die jedoch nicht vor dem Jahr 2022 kommen dürfte. Mario Draghi hat beteuert, dass das aktuelle Zinsniveau erst wieder nach oben angepasst wird, wenn die Inflation bei etwas unter 2 Prozent liegen wird. Ausgehend von der Inflationsprognose der EZB (2020: 1,0 Prozent, 2021: 1,5 Prozent) dürfte dies in naher Zukunft nicht erreicht werden. Beim Dauerbrennerthema Brexit ist die Lage eskaliert. Premierminister Boris Johnson wurde beim Versuch ausgebremst, das britische Unterhaus auszuhebeln. Eine substanzielle Nachbesserung des EU-Austrittsvertrags erscheint derzeit ebenso unwahrscheinlich wie ein Brexit zum 31.10.2019 „unter allen Umständen“, wie ihn Johnson fordert – ob mit oder ohne Abkommen.

USA: Kursperformance von IT-Titeln getrieben

Der US-Markt gilt traditionell als sicherer Hafen. Die eher defensive Branchenstruktur und die üblicherweise schnell unterstützend agierende Notenbank sorgen für konservative Elemente. „Die Wall Street hat in den vergangenen Wochen dadurch geglänzt, dass die Indizes regelmäßig neue Höchststände erreicht haben. Dabei wurde gern übersehen, dass dies meist nur minimale Steigerungen waren und zum Großteil von der massiven Kursperformance der IT-Titel getrieben war“, analysiert Lutz Neumann.

Solange die US-Wirtschaft gut dastehe und Trump seine Wiederwahl nicht gefährdet sieht, habe er nach Ansicht von Lutz Neumann im Handelskonflikt mit China noch Spielraum. Ab Mitte Oktober belegt der US-Präsident weitere China-Importe im Gegenwert von 110 Milliarden US-Dollar mit einem Strafzoll von 10 Prozent. Nach dem Weihnachtsgeschäft sollen dann alle verbleibenden Produkte belastet werden. Warnungen von Wirtschaftsvertretern werden von Trump ignoriert, dafür fordert er amerikanische Unternehmen auf, sich aus China zurückzuziehen. „Eine Deeskalationsstrategie sieht anders aus“, erklärt Lutz Neumann.

Zinsen: 10-jährige Bundesanleihen bei sagenhaften -0,5 Prozent Rendite

War die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen im zweiten Quartal des Jahres auf das Rekordtief von -0,25 Prozent gesunken, so datieren die Rentenpapiere Ende des dritten Quartals bei sagenhaften -0,5 Prozent, Tendenz fallend. Die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve hatte im Juli ihren Kurs geändert und erstmals seit gut 10 Jahren den Leitzins auf 2,0 bis 2,25 Prozentpunkte gesenkt. Mehr noch: Nicht einmal drei Monate später erfolgte von der Fed eine zweite Leitzinssenkung auf 1,75 bis 2,00 Prozent. „Sollte beispielsweise der Handelskrieg mit China eskalieren, könnte die US-Wirtschaft weiter abflauen. Je mehr die US- Wirtschaft schwächelt, desto größer wird der Druck auf die Fed, die Zinsen weiter abzusenken, um einen konjunkturellen Impuls zu geben. Dass die Fed aber Trumps Forderung nach Nullzinsen nachkommen wird, ist allerdings unwahrscheinlich“, stellt Lutz Neumann fest.

Fazit für Anleger: nicht zu prozyklischem Verhalten hinreißen lassen!

„Der Schlüssel für den langfristigen Vermögensaufbau liegt nun einmal darin, ‘in schlechten wie in guten Zeiten‘ investiert zu bleiben“, erklärt Lutz Neumann. „Anleger sollten sich nicht zu prozyklischem Verhalten hinreißen lassen, indem sie etwa bei sinkenden Kursen aussteigen, sondern Ruhe bewahren und den Kapitalmarkt weiter für sich arbeiten lassen.“

 

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Geschrumpfte Renditen bei traditionellen Vermögenswerten unterstreichen die Widerstandsfähigkeit von Real Assets

 

Laut der aktuellen „Real Assets-Studie 2020“ von Aviva Investors, der global tätigen Asset-Management-Gesellschaft des britischen Versicherers Aviva plc, rechnen institutionelle Investoren angesichts eines schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfelds mit einer Erhöhung ihrer Allokation in Real Assets-Anlagen in den nächsten zwölf Monaten.

Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von 500 Entscheidungsträgern aus den Bereichen Versicherung und Pensionskassen. Demnach erwarten 51 Prozent der Versicherungs- und 37 Prozent der Führungskräfte von Pensionskassen steigende Investitionen in Real Assets. Angesichts der Unsicherheit mit Blick auf das globale Wachstum und die vermutlich anhaltend niedrigen Zinsen prüfen institutionelle Anleger weiterhin private Vermögenswerte für Diversifikationszwecke und potenzielle Illiquiditätsprämien gegenüber öffentlichen Märkten.

Sowohl Versicherer (44 Prozent) als auch Pensionskassen (38 Prozent) geben an, dass die eskalierenden Handelskriege ihre Investitionen in Real Assets für die nächsten zwölf Monaten belasten. Zudem sorgen sie sich um die anhaltende Unklarheit über die künftigen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union.

Die Studienergebnisse unterstreichen die zunehmende Bedeutung, die Investoren den Themen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) beimessen sowie deren Wunsch aufzuzeigen, dass Real Assets einen breiteren Nutzen bieten als finanzielle Erträge. Neun von zehn Befragten gaben an, dass ESG-Kriterien bei ihrer Anlageentscheidung wichtig seien. Unter dieser Gruppe halten 40 Prozent der Versicherer und 42 Prozent der Pensionskassen einen „positiven Effekt durch ESG” mit Blick auf Real Assets-Vermögen für unerlässlich. Zudem ist es wahrscheinlicher, dass Versicherer (50 Prozent) noch häufiger als Pensionskassen (41 Prozent) die „Transparenz der ESG-Anlagestrategie der Vermögensverwalter” berücksichtigen, wenn sie externe Investmentanbieter überprüfen.

Die Investoren präferieren darüber hinaus vielfältige Strategien innerhalb ihrer Real Assets-Allokation. Direkte Immobilieninvestments (53 Prozent), Infrastrukturaktien (53 Prozent) und strukturierte Finanzierungen (52 Prozent) sind die gefragtesten Strategien der Pensionskassen. Bei den Versicherern erwartet mehr als die Hälfte, dass die Investitionen in Immobilienfinanzierungen (54 Prozent), Infrastrukturaktien (52 Prozent) und strukturierte Finanzierungen (51 Prozent) steigen werden.

Weitere Ergebnisse der Aviva Investors Real Assets Studie 2020 sind:

– 43 Prozent der Versicherer und 40 Prozent der Pensionskassen befürchten, dass sich eine „regulatorische Einflussnahme” belastend auf Investitionen auswirken könnte. Beide Gruppen (37 Prozent der Versicherer und 30 Prozent der Pensionskassen) geben an, dass die mangelnde regulatorische Übereinstimmung europaweit ein Grund zur Sorge ist.

– 49 Prozent der Versicherer und 45 Prozent der Pensionskassen sehen in der „finanziellen Instabilität” das am wahrscheinlichsten und kritischste Ereignis für Real Assets in den nächsten zwölf Monaten.

– 30 Prozent der Versicherer und 26 Prozent der Pensionskassen sind überzeugt, dass „Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Möglichkeiten” das größte Hindernis für Real Assets-Investitionen oder eine Erhöhung bestehender Allokationen darstellen.

Mark Versey, CIO bei Avia Investors Real Assets, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Die starke Nachfrage nach Real Assets ist angesichts einer global anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit nicht überraschend. Neben der Cashflow-gerechten Ausgestaltung und zusätzlichen Diversifikationsangeboten für Investoren erwiesen sich die Renditen für den Sektor als verlässlich und wurden durch ihre bisherigen Illiquiditätsprämien gestützt.

Der wachsende Einfluss von ESG-Kriterien ist ein weiterer klarer Trend. Das Fehlen von unmittelbar verfügbaren Informationen kann jedoch zu Schwierigkeiten führen, ein Projekt auf seine ESG-Qualifikationen hin zu bewerten. Dies macht eine Integration komplex und eine Bewertung kann nur von Fall zu Fall erfolgen.

Die Grenze zwischen Infrastruktur, Immobilien und Private Debt verschwimmt zunehmend. Investoren suchen nach Multi-Asset-Portfolios mit ergebnisorientiertem Fokus, sei es hinsichtlich Wachstum, Long Income oder vorhersehbaren, inflationsgerechten Cashflows. Neue Marktteilnehmer und höhere Allokationen bestehender Investoren erhöhen das Risiko von Überkapazitäten und schrumpfenden Renditen in bereits erschlossenen Marktbereichen. Investoren sollten dies bei der Strategieentwicklung berücksichtigen, um die Erzielung bestmöglicher Ergebnisse sicherstellen zu können.”

 

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Aviva Investors, St. Helen’s, 1 Undershaft, London EC3P 3DQ, Tel: 020 7809 6000, www.avivainvestors.com

Große Namen = hohe Gewinne? Erträge entfallen scheinbar auf einige wenige Firmen

 

Amazon, Nike, Disney – wir leben im Zeitalter der Superstar-Firmen. Sie beherrschen die Wirtschaftspresse und bringen es oft auf die Titelseiten. Auf den ersten Blick scheinen sie die perfekten Einzelwerte zu sein: stark, stabil und dominant. Und zweifellos kann die Größe enorme Skalen- und Netzwerkeffekte mit sich bringen, doch sie kann auch mit Risiken einhergehen, zum Beispiel mit hohen Verwaltungskosten und Bürokratie. Die Superstar-Economy stellt Investoren damit vor ein Dilemma, denn es gibt nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer und die können der Portfolioperformance massiv schaden. Es scheint, als würden die Erträge zunehmend auf eine kleine Gruppe von Unternehmen entfallen.

Nicht nur auf Stars setzen

Beispiel: Einzelhandel. Große Einzelhandelskonzerne haben viele traditionelle Läden zu Fall gebracht. Den kleineren Unternehmen, die die Konsolidierung im Markt überlebt haben, können sie aber nichts mehr anhaben. Diese „Überlebenden“ bieten entweder eine besondere Einkaufserfahrung, Nischenprodukte oder haben eine Zielgruppe, die von anderen Anbietern nicht erreicht wird. Sie sind oft hochprofitabel und schaffen Werte, werden aber womöglich niemals internationale Superstars werden. Dennoch können ihre Aktionäre mit der Zeit hohe Erträge erwirtschaften.

Daher investieren wir auch in Unternehmen, die einen Nischenmarkt dominieren und so regelmäßig ROICs (return on invested capital) über ihren Kapitalkosten erzielen können, auch wenn ihre Umsätze oder ihre Marktkapitalisierung nicht sehr hoch sind. Es braucht daher eine aktive Strategie, die nicht nur Aktien mit attraktiven Erträgen auswählt, sondern auch mögliche Chancen erkennt, bevor der Markt auf sie aufmerksam wird.

Nachhaltigkeit ist mehr als ESG

Um diese vielversprechenden Unternehmen zu finden, erstellen unsere Sektorexperten fundamentale Einzelwertanalysen. So erkennen sie günstig bewertete nachhaltige Unternehmen mit dauerhaften Wettbewerbsvorteilen. Denn für uns ist „nachhaltig“ mehr als ESG. Wir betrachten Unternehmen aus finanzieller, wirtschaftlicher und strategischer Sicht. Deshalb gehört für uns zu einem nachhaltigen Unternehmen auch ein belastbares Geschäftsmodell, basierend auf einem dauerhaften Wettbewerbsvorteil durch Patente, einzigartige Produkte, Marktmacht oder dem Schutz durch Markteintrittsbarrieren.

Aus ESG-Sicht sollte ein Unternehmen zumindest keinen Schaden anrichten. Viel besser ist es, wenn es auch einen positiven Beitrag zu ökologischen, sozialen und Governance-bezogenen Zielen leistet.

Small is beautiful – aber nicht nur

Wo finden wir solche aussichtsreichen Kandidaten? Auf jeden Fall unter den Small Caps, aber auch in Sektoren wie innovative Konsumgüter, die von langfristigen Themen profitieren, beispielsweise vom Bevölkerungswachstum, der Alterung der Bevölkerung und etwa dem Online-Handel. Man kann durchaus sagen, dass viele Innovationen von kleineren und nicht börsennotierten Unternehmen vorangetrieben werden. Aber auch viele Superstar-Firmen haben den Dreh raus – und sie haben die Mittel, Innovationen zu fördern. Das ist einer der Gründe, warum wir überzeugt sind, dass man bei Investitionen in Innovation und Disruption alle Größenklassen berücksichtigen sollte.

Streuen – weil die Stars von heute vielleicht morgen keine mehr sind

Auch ein Blick über den Tellerrand ist sinnvoll: Denn Superstars kommen und gehen. Der Superstar-Status ist keine Garantie für langfristigen Erfolg. Wie die letzten Jahrzehnte zeigen, können disruptive Innovationen die Welt dramatisch verändern – mit Chancen für neue Unternehmen. Deshalb ist uns „Nachhaltigkeit“ so wichtig. Und deshalb wollen wir Unternehmen meiden, die zu „gefallenen Engeln“ des Aktienmarkts werden können, indem wir die fundamentalen Eigenschaften der nachhaltigen, belastbaren Geschäftsmodelle von Unternehmen immer wieder neu beurteilen – unabhängig von ihrer Größe.

 

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BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, Europa-Allee 12,  60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 7193 0, Fax: +49 (0) 69 7193 2640, www.bnpparibas.de

Trotz Handelskonflikt gute Investitionschancen in Asien

 

Themen wie der Handelsstreit und die globale Wachstumsschwäche bestimmen die Schlagzeilen und verunsichern viele Anleger. Dabei sollten sie allerdings die Augen nicht vor Investmentchancen verschließen, die sich beispielsweise bei Asien-Investments nach wie vor bieten. Das enorme Wachstumspotenzial der Region vergleicht Tilmann Galler, globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, mit der Entwicklung der Immobilienpreise: „Viele bereuen heute, dass sie vor zehn Jahren keine Mietwohnung in guter Innenstadtlage gekauft haben. Es war ja im Rückblick so offensichtlich, dass niedrige Zinsen in Kombination mit attraktivem Standort zu steigenden Preisen führen mussten“. Der Blick auf die asiatischen Aktienmärkte zeigt, dass eine abwartende Haltung heute ebenfalls zu einem Bedauern in einigen Jahren führen könnte.

Stark wachsende Mittelschicht in Asien – große Binnenmärkte entstehen

In den letzten 23 Jahren haben die asiatischen Volkswirtschaften eine beispiellose Aufholjagd begonnen, was Fortschritt und Wohlstand betrifft. Die Wirtschaftsleistung pro Kopf hat sich in China verneunfacht, in Indien verfünffacht und in Indonesien verdreifacht. Die Urbanisierung schreitet voran und eine breite Mittelschicht entsteht. 1995 lag der Anteil der Mittelschicht an der Gesamtbevölkerung in diesen drei Ländern noch zwischen null und 4 Prozent. Heute ist der Anteil schon auf 14 Prozent in Indien, 27 Prozent in Indonesien und 34 Prozent in China angestiegen. Im Jahr 2030 wird der Anteil nach heutigen Schätzungen je nach Land bei teilweise weit über 40 Prozent liegen. „Das entspricht in Summe selbst bei vorsichtiger Schätzung einem Zuwachs der Mittelschicht von über einer Milliarde Menschen – ein gewaltiger Anstieg der Kaufkraft. In Asien entstehen große Binnenmärkte, mit strukturell steigender Nachfrage nach Konsumgütern, Medizin und Finanzdienstleistungen“, sagt Tilmann Galler.

„Ein Megatrend hat sich in Bewegung gesetzt, der sich trotz Asienkrise, Tech-Blase und Finanzkrise auch in der Kapitalmarktentwicklung widerspiegelt und sich nach unseren Langfristschätzungen auch zukünftig fortsetzen wird“, analysiert Tilmann Galler.  Wenn man beispielsweise die Entwicklung des Börsenwerts der asiatischen Unternehmen betrachte, sei der Anteil an der globalen Marktkapitalisierung von 1999 bis heute von 5 Prozent auf 16 Prozent gestiegen und ein Drittel der weltweiten Nettogewinne werde inzwischen von asiatischen Unternehmen erzielt. „Strukturwandel und Fortschritt verschieben das Gravitationszentrum der Wirtschaftskraft in den kommenden 10 bis 15 Jahren weiter nach Asien“, stellt Galler fest.

Größte Risiken: Handelskonflikt, hohe Abhängigkeit vom verarbeitenden Gewerbe

Wie bei vielen anderen Trends in der Vergangenheit wie zum Beispiel Technologie und Internet ist auch die Entwicklung in Asien nicht frei von Risiken und Rückschlägen. Aktuell leidet die ganze Region unter der Eskalation des Handelskonflikts und einer globalen Schwäche in der Industrie. „Generell zeichnet die Region eine hohe Abhängigkeit vom verarbeitenden Gewerbe und dem Welthandel aus. Als Konsequenz haben in den letzten 15 Monaten asiatische Aktien 10 Prozent an Wert verloren, während US-Aktien über 15 Prozent hinzugewonnen haben“, erklärt Tilmann Galler. „America first“ scheine aktuell auch das Credo an den Kapitalmärkten zu sein.

Anleger sollten nach Meinung von Tilmann Galler aufgrund der jüngsten Entwicklungen jedoch weder der Verlustaversion verfallen noch hektisch auf den aktuellen Momentum-Zug aufspringen, sondern sich in ihren Investments an dem langfristigen Wachstumspotenzial orientieren. „Dann muss man in zehn bis fünfzehn Jahren nicht mit Bedauern an die heutige Zeit zurückdenken und fragen: Warum habe ich eigentlich während des Handelskonflikts nicht mehr in Asien investiert, als es noch günstig war? Denn es war ja so offensichtlich, dass die Region weiter florieren wird“, sagt Tilmann Galler.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Sutor Bank: Längeres Arbeiten, um Status quo der gesetzlichen Rente zu erhalten, macht zusätzliche Vorsorge dringlich

 

Renteneintritt mit fast 70 Jahren: Die Bundesbank hat auf Basis eigener Berechnungen angeregt, das Renteneintrittsalter sukzessive bis 2070 auf 69 Jahre und 4 Monate zu erhöhen – schlicht, um das aktuelle Versorgungsniveau der gesetzlichen Rente zu halten. Der demografische Wandel mache dies erforderlich.

Nach Ansicht von Michael Gott, Vertriebsleiter bei der Hamburger Sutor Bank, würde eine Neubewertung der Rahmenbedingungen für die gesetzliche Rente auch eine nähere Betrachtung der anderen Säulen der Altersvorsorge erforderlich machen. „Länger arbeiten, um finanziell den Status quo der gesetzlichen Rente zu erhalten, macht es ebenso notwendig, die Vermögenssituation im Alter über andere Wege zu verbessern“, erklärt Michael Gott. Denn eine etwaige Rentenlücke werde damit nicht aufgewogen, sondern nur zeitlich verschoben. Michael Gott regt daher an, ein bestehendes Spar- und Förder-Modell zu einem Vorsorge-Modell auszubauen.

Ein einfaches Modell ist gefragt

Bei den beiden Säulen neben der gesetzlichen Rente – betrieblich und privat – gibt es immer wieder Neu- und Reformvorhaben. „Allen Altersvorsorgekonzepten ist gemein, dass es sehr schwierig ist, mit allen Beteiligten und auch über die parteipolitischen Grenzen hinweg eine Einigung erzielen. Oft laufen Vorhaben Gefahr, stecken zu bleiben, wie aktuell etwa bei der Diskussion um die sogenannte ‚Nahles-Rente‘“, analysiert Michael Gott.

„Schauen wir uns den Ausgangspunkt an: Es geht darum, ein tragfähiges Modell zu haben, das nicht zu komplex ist, das gerade auch Geringverdiener berücksichtigt, und das vor allem eine höhere Renditechance bietet als die gesetzliche Rente“, sagt Michael Gott. Bei der Eigenvorsorge sei es mit renditeorientiertem Sparen, etwa in Aktienfonds, leider nicht allzu weit her bei den Deutschen: Seit Jahren stagniert die Zahl der Aktien- und Aktienfondsbesitzer, aller Appelle zum Trotz. „Renditeorientiertes Sparen ohne Anreiz scheint daher nur schwer möglich. Im Prinzip muss man aber gar nicht in die Ferne schweifen und nichts gänzlich neu erfinden. Denn mit den vermögenswirksamen Leistungen gibt es bereits ein Instrument, das seit Jahrzehnten etabliert ist und sich auch als Vorlage zu einem starken Vorsorgemodell anbietet“, stellt Michael Gott fest. Eine Art „Alters-VL“ könnte demnach ein interessanter Weg sein.

Das Prinzip des VL-Sparens: vor allem Förderung des Sparens mit Aktienfonds

Mit vermögenswirksamen Leistungen (VL) belohnt der Staat das langfristige Sparen – insbesondere auch mit Aktienfonds. Genau genommen handelt es sich dabei um eine Abmachung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Denn der Löwenanteil von VL kommt in der Regel vom Arbeitgeber, der seinen Angestellten bis zu 40 Euro im Monat bezahlt – je nach Branche und Tarifvertrag schwankt der Beitrag, viele Arbeitgeber zahlen auch freiwillig. Am Ende kommt noch die staatliche Förderung (Arbeitnehmersparzulage) hinzu – zumindest bei Geringverdienern. Die Laufzeit von VL-Verträgen beträgt sieben Jahre, davon sechs Jahre Einzahlung, gefolgt von einem Ruhejahr. Danach dürfen Anleger über das Geld verfügen, das heißt ausgeben oder neu anlegen und idealerweise mit einem neuen VL-Vertrag direkt weitersparen.

Alters-VL: Arbeitgeber + Staat + Sparer

Mit dem eingeführten Prinzip der vermögenswirksamen Leistungen könnte nach Meinung von Michael Gott in Zukunft auch das langfristige Sparen für die eigene Rente belohnt werden. „Einige der bisherigen VL-Konditionen müssten angepasst werden: Zum einen sollte die Laufzeit bis zum Rentenalter ausgedehnt werden. Die Arbeitgeber würden weiterhin den größten Teil der monatlichen Zahlungen übernehmen – zum Beispiel zwischen 40 und 100 Euro –, der Staat gibt einen kleinen Betrag dazu, und auch der Sparer beteiligt sich mit eigenen Mitteln“, erklärt Michael Gott.

Die Höhe der staatlichen Zuzahlung könnte auch variabel sein, etwa je nach Einkommen des Sparers. Denkbar wäre nach Ansicht von Michael Gott ebenso, das Geringverdiener-Prinzip weiterzuführen, wonach bis zu bestimmten Einkommensgrenzen eine pauschale zusätzliche Förderung gezahlt wird. Eine andere Fördervariante könnte sein, dass der Arbeitnehmer seine Beiträge aus dem Bruttoeinkommen bezahlt, nicht aus dem Nettoeinkommen. Bei einem Arbeitgeberwechsel wird der Vertrag, wie heute schon bei VL, einfach vom neuen Arbeitgeber übernommen.

„Die Anpassungsmöglichkeiten für ein Alters-VL sind vielfältig. Der Hauptvorteil liegt darin, ein bestehendes, ‚gelerntes‘ Modell zu nutzen. Für Unternehmen wäre dieses Modell zudem eine gute Möglichkeit, einen langfristigen Solidarpakt mit ihren Mitarbeitern einzugehen“, erklärt Michael Gott.

 

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NN IP Umfrage unter professionellen Investoren: Nur 26% der Befragten erwarten im nächsten Jahr eine Beschleunigung des Wachstums, 39% rechnen mit einer Abschwächung

 

Die Meinungen der Anleger über die Aussichten für die Weltwirtschaft sind gespalten. Das Investor Sentimeter1 von NN Investment Partners zeigt, dass rund ein Viertel (26%) der professionellen Anleger erwartet, dass sich die globale Wirtschaftsdynamik in den kommenden zwölf Monaten beschleunigt. 39% glauben, dass sie sich verlangsamen wird, und 35% gehen davon aus, dass sie gleich bleibt. Wie positionieren Investoren angesichts dieser Einschätzungen ihre Portfolios?

Das Sentimeter verdeutlicht, dass die meisten Anleger (57%) bereit sind, ihre Risikobereitschaft im Laufe des kommenden Jahres zu steigern. Nur 19% rechnen damit, dass ihre Risikobereitschaft sinken wird. Damit ist die Risikobereitschaft der Befragten im Vergleich zur Umfrage2 im vergangenen Jahr gestiegen. Damals gaben 32% an, dass ihre Risikobereitschaft steigt, während 48% weniger Risiko eingehen wollten.

Entsprechend der aktuell höheren Risikobereitschaft hat über die Hälfte der befragten Anleger (51%) nun angegeben, dass sie ihre Allokation in Aktien im kommenden Jahr erhöhen werden. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Anleihen und Immobilien mit jeweils38% sowie Hedgefonds mit 30%.

Ewout van Schaick, Head of Multi Asset bei NN Investment Partners: „Das geteilte Umfrageergebnis mit Blick auf die Aussichten des globalen Wirtschaftswachstums spiegelt die aktuellen politischen Unabwägbarkeiten wider, mit der Anleger konfrontiert sind. Vieles hängt von der Entwicklung des Handelskriegs zwischen den USA und China sowie dem Brexit und der Wirksamkeit der geldpolitischen Stimulusmaßnahmen ab. Das langsamere globale Wachstum im Jahr 2019 ist hauptsächlich auf das erhöhte politische Risiko zurückzuführen. Es hat das Vertrauen der Unternehmen beeinträchtigt und die Investitionen gedämpft. Bisher konnten die Zentralbanken die Auswirkungen dieses langsameren Wachstums auf die Märkte begrenzen. Aber die Wirksamkeit der Geldpolitik schwindet und eine weitere Lockerung könnte der Wirtschaft sogar schaden. Es ist ein besseres politisches Gleichgewicht erforderlich, das neben der geldpolitischen auch eine zunehmende fiskalische Lockerung beinhaltet. Die Frage ist allerdings, ob es dafür genügend politische Unterstützung gibt.”

Ein sehr interessantes Ergebnis der Umfrage ist die Tatsache, dass gut die Hälfte der befragten Investoren trotz des unsicheren Wirtschafsausblicks bereit ist, ihre Risikobereitschaft im Jahr 2020 zu steigern. Daraus könnte man schließen, dass sie mehr Risiko als alternativlos erachten.

Ewout van Schaick: „Die Renditen von Staatsanleihen sind extrem niedrig – in vielen europäischen Ländern im negativen Bereich – und die Spreads für sicherere Unternehmensanleihen sind nicht viel höher. Das bedeutet, dass Investoren gezwungen sind, mehr Risiko einzugehen, um ihre Renditeziele zu erreichen. Da die meisten derzeit nur moderat in Aktien investiert sind, ist mit stärkeren Zuflüssen in diese Anlageklasse zu rechnen. Die Umfrage lässt erkennen, dass Aktien die bevorzugte Anlageklasse sind. Wenn die politischen Risiken unter Kontrolle bleiben und die Regierungen sich für eine höhere Fiskalausgaben entscheiden, wird es viel Spielraum für einen Rückgang der derzeit hohen Risikoprämie von Aktien geben. Denn derzeit sind einige langfristige Stagnationsrisiken einpreist. In diesem Umfeld sind Aktien auch unsere bevorzugte Anlageklasse. Dabei werden wir möglicherweise zwei große Verschiebungen sehen: von Growth- zu Value-Titeln und von den USA zu anderen Märkten. In diesem Fall erwarten wir, dass die Eurozone und Japan am meisten profitieren.“

Der Markt wird jedoch weiter von Handelsstreitigkeiten, dem Brexit und anderen politischen Unsicherheiten überschattet, und die Wirtschaftsdaten weisen noch nicht darauf hin, dass die Wachstumsabschwächung vorbei ist. In unseren Multi-Asset-Portfolios behalten wir daher vorerst eine relativ neutrale Allokation in Aktien bei. Wenn die Wirtschaftsdaten klare Anzeichen dafür liefern, dass sich das Wachstumsbild stabilisiert und/oder wirkliche Lösungen für die verschiedenen politischen Unwägbarkeiten gefunden werden, erhöhen unsere Gewichtung in europäischen und japanischen Aktien und positionieren uns für eine Stil- und Sektorrotation.

Das Niedrigzinsumfeld treibt Anleger aber nicht nur in Aktien. Viele Investoren sind in Bezug auf das Aktienrisiko, das sie eingehen können oder wollen, begrenzt. Daher wird die Suche nach Rendite auch die Zuflüsse in risikoreichere Spread-Produkte wie Schwellenländeranleihen und weniger liquide alternative Anlagen wie Hypotheken weiter antreiben.“

 

1Quelle: NN Investment Partners Investor Sentimeter. An der Umfrage, die zwischen 3. und 20. September 2019 durchgeführt wurde, haben 101 institutionelle und professionelle Investoren vor allem aus Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Italien und Deutschland teilgenommen.

2Quelle: NN Investment Partners Umfrage zur Risikorotation, November 2018 unter 100 institutionellen und professionellen Investoren.

 

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Neuberger Berman Asset Allocation Outlook

 

Diese Woche bekräftigt Joseph V. Amato, Chief Investment Officer Equities bei Neuberger Berman, dass viele Assetklassen jetzt schon zu teuer sind und unter einem Stimmungswandel leiden könnten. Sollte sich das Verarbeitende Gewerbe aber stabilisieren und die Handelsgespräche zwischen den USA und China Fortschritte machen, könnten manche der jetzt noch zögernden Investoren wieder einsteigen.

Zeit zum Einsteigen?

  • Nachlassendes Wachstum und steigende Risiken sind besorgniserregend, doch amerikanische Konsum, Kreditwachstum und Immobiliennachfrage sind stabil
  • Auch in Deutschland und den übrigen Euroraumländern haben sich Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze zuletzt verbessert
  • Investorenbefragungen zeigen großes Interesse an Technologiewerten und hoch kapitalisierten Wachstumstiteln, aber auch an Immobilienaktien, Investmentgrade-Anleihen und Staatsanleihen
  • Doch: Viele dieser Assetklassen sind schon jetzt sehr teuer und könnten unter einem Stimmungswandel leiden
  • Das Neuberger Berman Asset Allocation Committee schätzt US-Aktien im Vergleich zu Aktien anderer Länder zwar positiver ein, bevorzugt aber Small Caps und konjunktursensitivere Marktsegmente

Letzten Dienstag legte die Bank of America Merrill Lynch die Ergebnisse ihrer regelmäßigen internationalen Assetmanager-Umfrage vor. Offensichtlich denken viele Assetmanager ähnlich wie unser Asset Allocation Committee (AAC).

Erstmals in diesem Konjunkturzyklus hatte das AAC Cash übergewichtet. Auch die befragten Assetmanager haben ihre Cash-quoten erhöht. Das AAC schätzte internationale Aktien jetzt negativer ein und bevorzugte die vergleichsweise sicheren US-Titel. Die befragten Manager haben sich ebenfalls zu einer deutlichen Übergewichtung von US-Aktien entschlossen.

Andere Indikatoren, für klassische Long-only-Anlagen wie für Hedgefonds, bestätigen diese Vorsicht – und die jüngsten Umschichtungen in Geldmarktfonds zeigen, dass Investoren abwarten, bis sie klarer sehen, was vor ihnen liegt.

Nachlassendes Wachstum, steigende Risiken

Die Weltwirtschaft scheint, nach einer Zeit der Stärke wieder zu dem seit der Finanzkrise üblichen Trendwachstum zurückzukehren. Am Wochenende, im Vorfeld seiner Jahreskonferenz in Washington, hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2019 auf gerade einmal drei Prozent gesenkt, den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise. Außerdem steigen die Risiken: Vor allem das Verarbeitende Gewerbe hat große Probleme mit den Folgen des amerikanisch-chinesischen Handelskonflikts. Für Aktien war das nicht einfach. Nach viel Auf und Ab sind die Kurse jetzt wieder etwa so hoch wie vor zwölf Monaten.

Letzte Woche begann die Berichtssaison für das dritte Quartal. Wird man daher bald klarer sehen? Wahrscheinlich nicht. Rechnen Sie mit uneinheitlichen Ergebnissen und Unternehmensgewinnen, die im Schnitt etwa so hoch sind wie vor einem Jahr. Schwächere Zahlen von Technologieunternehmen dürften durch bessere von Versorgern und Gesundheitsdienstleistern ausgeglichen werden.

Die CEOs und CFOs dürften auch nicht viel helfen, da ihre Prognosen wohl eher zurückhaltend sein werden. Sie haben schließlich mit den gleichen Unsicherheiten zu tun wie die Investoren. Das widerspiegelt sich auch in den zuletzt schwachen „weichen“ Daten wie Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen.

Trotz schlechter Stimmung machen die harten Daten Fortschritte

Wesentlich stabiler sind allerdings die meisten „harten“ Daten. Sie zeigen, was Unternehmen und Verbraucher wirklich tun – und nicht, was sie denken.

Der amerikanische Konsum, das Kreditwachstum und die Immobiliennachfrage sind stabil. Auch die amerikanischen Einkaufsmanagerindizes (PMIs) scheinen sich zu festigen. Selbst in Deutschland und den übrigen Euroraumländern haben sich Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze zuletzt verbessert. Die Notenbanken bleiben sehr expansiv, und auch wenn es für ein abschließendes Urteil noch zu früh ist, scheint es bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China und beim Brexit zuletzt Fortschritte gegeben zu haben.

Der IWF mag für dieses Jahr nur drei Prozent Weltwirtschaftswachstum erwarten. Er hat aber auch gesagt, dass er für 2020 mit einer Verbesserung rechnet.

Ist die Zeit also reif?

Es scheint, dass Verbraucher und Unternehmen mehr darüber besorgt sind, was passieren könnte, als darüber, was tatsächlich passiert. Man sollte nicht vergessen, dass solche Stimmung, also der Großteil der so genannten „weichen“ Daten, ein volatiler Indikator sein kann.

Die Investorenbefragungen zeigen ein großes Interesse an Technologiewerten und anderen hoch kapitalisierten Wachstumstiteln, aber auch an Immobilienaktien, Investmentgrade-Anleihen und sogar Staatsanleihen. Viele dieser Assetklassen sind aber schon jetzt sehr teuer und könnten unter einem Stimmungswandel leiden. Unser Asset Allocation Committee schätzt US-Aktien im Vergleich zu Aktien anderer Länder jetzt zwar positiver ein, bevorzugt dabei aber Small Caps und konjunktursensitivere Marktsegmente.

Natürlich darf man die Risiken dabei nicht übersehen, zumal in den USA nächstes Jahr Wahlen anstehen. Sollten sich das Verarbeitende Gewerbe aber stabilisieren und die Handelsgespräche Fortschritte machen, könnten manche der jetzt noch zögernden Investoren wieder einsteigen.

 

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Neuberger Berman Europe Limited, Friedrich-­Ebert­-Anlage 49, D-­60308 Frankfurt,Tel: +49 69 509 56 5648/5649, www.nb.com

Zum dritten Mal Erstplatzierter in Folge bei BrokerVergleich.de

 

Niedrige Kosten und Gebühren tragen gerade im Niedrigzinsumfeld zum Renditeerfolg bei. quirion, die 100-prozentige Tochter der Quirin Privatbank AG, ist von BrokerVergleich.de erneut als „Robo-Advisor des Jahres“ ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns, dass wir nun zum dritten Mal in Folge den ersten Platz gewonnen haben“, sagt Martin Daut, CEO der quirion AG. „Das bestätigt uns einerseits, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Andererseits ist es ein Ansporn für uns, noch besser zu werden, um den Titel weiter zu verteidigen“, fügt er hinzu.

Seit 2016 prämiert BrokerVergleich.de in Zusammenarbeit mit wallstreet:online jedes Jahr die besten Robo-Advisor. Die Online-Plattform führt zudem den ersten Echtgeldtest für Robo-Advisor durch. Das Ergebnis für den „Robo-Advisor des Jahres“ setzt sich zu gleichen Teilen aus Kundenbewertungen und aus einem umfangreichen Test zusammen. Die Kunden geben in einer Online-Umfrage an, ob sie zufrieden sind. BrokerVergleich.de vergleicht im zweiten Teil der Bewertung die Robo-Advisor untereinander. Entscheidende Kategorien sind hierfür Gebühren, das Angebot, die Leistungen sowie Service und Sicherheit.

Kosten werden im Niedrigzinsumfeld immer wichtiger

Gerade beim Punkt Gebühren konnte quirion sowohl in diesem Jahr als auch in den Vorjahren überzeugen. „Anleger müssen sich nicht zwischen Qualität und niedrigen Kosten entscheiden – bei quirion bekommen sie beides, das haben bereits mehrere Testergebnisse und Auszeichnungen bestätigt“, erklärt Daut. „Gerade das Thema Kosten wird mit Blick auf das anhaltende Niedrigzinsumfeld immer wichtiger.“

Selbst scheinbar geringe Kostenunterschiede beeinflussen den Anlageerfolg erheblich – dazu ein Beispiel: Wer durch günstigere Kosten nur ein Prozent mehr Rendite erzielen kann, bekommt bei einer Anlage von 10.000 Euro nach 30 Jahren und einer jährlichen Rendite von sechs Prozent 76.122,55 Euro heraus. Das sind 33 Prozent mehr Ertrag.

 

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quirion AG, Kurfürstendamm 119, 10711 Berlin, Tel: + 49 (0) 30 89021-400, www.quirion.de

Multi-Asset Income-Strategie erhält Bestnote „AAA“ von Scope

 

Das Research-Haus Scope bescheinigt J.P. Morgan Asset Management exzellente Qualität und Kompetenz beim Management von Multi-Asset-Income-Strategien. Dabei wird in dem jüngst verliehenen AAA-Team-Rating nicht nur die ausgesprochen lange Historie seit 1979 im Management von Multi-Asset-Fonds sowie in Income-Strategien hervorgehoben, sondern auch der prägende Fokus auf das Thema Multi-Asset Income als einer der ersten großen Asset Manager überhaupt. „Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Income-Expertise, denn wir haben bereits sehr früh begonnen, Lösungen für das Niedrigzinsumfeld anzubieten“, betont Christoph Bergweiler, Leiter von J.P. Morgan Asset Management in Deutschland, Österreich, Zentral und Osteuropa sowie Griechenland.

Von Ressourcen, Prozess und Personen profitieren

Nach dem Urteil von Scope ist die Plattform des Multi-Asset-Solutions-Teams mit insgesamt rund 80 Investmentprofis personell hervorragend aufgestellt und profitiert von der langjährigen Expertise des gesamten Teams und insbesondere von den erfahrenen Income-Portfoliomanagern: Neben Lead-Portfoliomanager Michael Schoenhaut mit Branchenerfahrung von 25 Jahren wird auch die Expertise von Co-Manager Eric Bernbaum betont, der seit seinem Einstieg im Jahr 2008 bei J.P. Morgan Asset Management und somit seit Auflage des JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund dem Team angehört.

Neben dem Management bewertet Scope auch den Investment- und Researchprozess des Multi-Asset-Teams zum Management der Income-Strategien als „exzellent“. Dieser sei klar strukturiert und sinnvoll abgegrenzt. Zum Hintergrund: In der Verantwortung des Portfoliomanagements liegt die Festlegung der Asset Allokation, die Selektion der Assetklassenspezialisten der jeweiligen Anlageklassen und das Management des Portfoliorisikos. Die Einzeltitel innerhalb der unterliegenden Anlageklassen – derzeit sind es 13 – werden dagegen von den jeweiligen Expertenteams ausgewählt, die ein spezielles, auf die Anforderungen der Income-Strategie auf regelmäßige Erträge ausgerichtetes  Sub-Portfolio managen. In der Multi-Asset-Solutions-Gruppe findet das qualitative und quantitative Makro-Research zur Unterstützung der Asset-Allokation-Entscheidungen des Portfolio¬managements statt. Scope lobt zudem den starken Fokus auf das Risikomanagement der Strategien über mehrere Instanzen, dank dem potenzielle Makrorisiken frühzeitig erkannt werden und das Portfoliomanagement dementsprechend Portfoliorisiken schnell identifizieren und die Asset Allokation bei Bedarf anpassen kann.

Für den Investment-Track-Record der Income-Strategie vergibt Scope die Bewertung „sehr gut“, da die Wertentwicklung des Global Income Fund über zehn Jahren deutlich über dem Mittelwert der Vergleichsgruppe „Mischfonds global ausgewogen“ liegt – und das bei geringerem Risiko gemessen an der Volatilität und am maximalen Verlust über drei Jahre. Die risikoadjustierte Rendite des Global Income Fund liegt gemessen an der Sharpe Ratio oberhalb des Mittelwertes der Vergleichsgruppe. Zwar habe der vorsichtige Ansatz, Fremdwährungsrisiken abzusichern, aufgrund der Aufwertung des US-Dollar im bisherigen Jahresverlauf die Performance etwas geschmälert, aber für Anleger, die dieses Währungsrisiko eingehen möchten, stehe auch eine US-Dollar-gesicherte Anteilklasse zur Verfügung.

Flexible Positionierung im späten Zyklus

Der inzwischen fast seit elf Jahren etablierte „Income-Klassiker“ Global Income Fund hat sich dank seiner Flexibilität in unterschiedlichen Marktphasen bewähren können. In der aktuellen Spätphase des Konjunkturzyklus haben die Fondsmanager Michael Schoenhaut und Eric Bernbaum das Portfolio defensiver ausgerichtet und die Liquidität insgesamt deutlich erhöht. So liegt die Aktienquote weiterhin bei moderaten 30 Prozent mit einer Verschiebung hin in defensivere Marktsegmente, ebenso wurde die Kreditqualität der Anleihen erhöht und nicht zuletzt dient eine Position kurzlaufender, sehr liquider Papiere als defensiver Anker. Nichts desto trotz setzen die Fondsmanager gezielt auf hochrentierliche Anlagen wie beispielsweise Hochzinsanleihen aus den USA und Europa, haben aber hier die Bonitäten erhöht.

Konservativere Lösung für defensive Anleger

Da viele Sparer trotz inzwischen mehr als zehn Jahren Niedrigzinsumfeld den Weg zum Kapitalmarkt scheuen, hat J.P. Morgan Asset Management die beliebte Income-Strategie vor drei Jahren in einer defensiveren Variante aufgelegt: Der JPMorgan Investment Funds – Global Income Conservative Fund wird vom gleichen Team wie der Income-Klassiker gemanagt und nutzt dessen in unterschiedlichsten Marktphasen erprobten Investmentansatz. Das Risikoprofil ist allerdings konservativer und entspricht etwa dem des globalen Anleihenmarkts. Dass dies ein richtiger Schritt war, um Anlegern eine Brücke zum Kapitalmarkt zu bauen, zeigt sich nicht zuletzt darin, dass inzwischen bereits mehr als 1,7 Milliarden Euro in den Global Income Conservative Fund investiert wurden. „Unser Ziel ist, mit den ausschüttungsorientierten flexiblen Mischfonds die Bedürfnisse der Anleger zu erfüllen. Wir freuen uns, auch solchen Anlegerschichten, die bisher den Kapitalmarkt scheuten, die Möglichkeit zu geben, für ihre Anlageziele zu investieren“, erläutert Christoph Bergweiler. Besonders schätzen die Anleger an den Income-Fonds die regelmäßigen Ausschüttungen, die wie ein zusätzliches Einkommen transparent aufzeigen, was die Fonds erwirtschaftet haben und zudem wie ein Puffer gegen Kapitalmarktschwankungen wirken. Es besteht die Möglichkeit, diese Ausschüttungen vierteljährlich (in der Anteilklasse div) oder jährlich (in der Anteilklasse dist) auszahlen zu lassen. Anleger in der Ansparphase können von dem ertragsorientierten Ansatz in der thesaurierenden Anlageklasse profitieren, denn neben den Ausschüttungen strebt das Management Kapitalwachstum an.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung. Ausschüttungen sind nicht garantiert.

Weitere Informationen zum JPMorgan Investment Funds – Global Income Conservative Fund

Vierteljährlich ausschüttende Anteilklasse: ISIN A (div) EUR : LU1458463236, WKN A (div) EUR : WKN A2AN88

Thesaurierende Anteilklasse: ISIN A (acc) EUR : LU1458463079, WKN A (acc) EUR : WKN A2AN86

Fondsmanager: Michael Schoenhaut, Eric Bernbaum, Matthew Pallai

Auflegungsdatum: 12. Oktober 2016

Fondsvolumen: 1.789 Millionen Euro (per 14. Oktober 2019)

Benchmark: 15% MSCI World Index (Total Return Net) Hedged to EUR, 30% Barclays Capital US Corporate High Yield Hedged to EUR, 55% Barclays Capital Global Aggregate Index (Total Return Gross) Hedged to EUR

Angestrebte jährliche Ausschüttung: 2 – 3 Prozent (in der Anteilklasse A – nicht garantiert)

Angestrebte jährliche Schwankung: 3 – 7 Prozent (entspricht dem globalen Anleihenmarkt)

Das vollständige Risikoprofil des Fonds finden Sie im aktuell gültigen Verkaufsprospekt.

 

Weitere Informationen zum JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund

ISIN A (div) EUR: LU0395794307 / WKN A (div) EUR: A0RBX2 (vierteljährlich ausschüttend)

ISIN A (dist) EUR : LU0840466477 / WKN A (dist) EUR: A1J5UZ (jährlich ausschüttend)

Fondsmanager: Michael Schoenhaut, Eric Bernbaum, Matthew Pallai

Auflegungsdatum: 11. Dezember 2008

Benchmark: 40% Barclays US High Yield 2% Issuer Cap Index (Total Return Gross) Hedged to EUR / 35% MSCI World Index Total Return Net) Hedged to EUR / 25% Barclays Global Credit Index (Total Return Gross) Hedged to EUR

Fondsvolumen: 27, 8 Milliarden Euro (per 14.10.2019)

 

Verantwortlich für den Inhalt:

J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

DWS legt Xtrackers ESG MSCI Emerging Markets UCITS ETF auf

 

Die DWS baut ihr Angebot an nachhaltigen Investments weiter aus und hat einen Xtrackers-ETF aufgelegt, der in die Aktienmärkte von Schwellenländern investiert und dabei ein Schwergewicht auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance; ESG) legt.

Der Xtrackers ESG MSCI Emerging Markets UCITS ETF bildet einen Index ab, dessen Mitgliedsunternehmen strenge Kriterien in Bezug auf ESG und reduzierte CO2-Emissionen erfüllen müssen, basierend auf MSCI ESG Research. Der vom ETF abgebildete Index gehört zur MSCI ESG Leaders Low Carbon ex Tobacco Involvement 5%-Indexfamilie. Er ergänzt die vier im Juni 2018 aufgelegten ETFs, die einen Zugang zu den weltweiten Aktienmärkten sowie den USA, Japan und Europa bei gleichzeitiger Beachtung strenger ESG-Filter bieten. Diese ETFs folgen auch entsprechenden Varianten des MSCI ESG Leaders Low Carbon ex Tobacco Involvement Index. Zum DWS-Angebot gehört auch ein ESG-ETF auf den europäischen Markt für Unternehmensanleihen.

„Die Bedeutung von Schwellenländer-Aktienmärkten für die Asset Allocation von Anlegern wird unserer Überzeugung nach weiter steigen. Daher ist die Erweiterung unserer ESG-ETF-Palette um dieses Segment ein wichtiger Schritt“, sagt Michael Mohr, Head of ETF Product Development.

Die Indexmethodologie des neuen ETF besteht aus einem Filter nach ESG-Kriterien und einem weiteren Filter nach CO2-Emissionen. Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf Kernenergie, umstrittenen Waffen oder der Tabakproduktion basiert, sind ausgeschlossen. Das gilt auch für Unternehmen, die in bedeutendem Umfang in den Bereichen Alkohol, Glücksspiel oder konventionelle Waffen engagiert sind. Die verbleibenden Unternehmen erhalten ein branchenbezogenes ESG-Rating, wobei diejenigen unter einem bestimmten Schwellenwert ausgeschlossen werden. In einer zusätzlichen Prüfung werden Unternehmen ausgeschlossen, die an schwerwiegenden ESG-Kontroversen beteiligt sind. Der Filter für Kohlenstoffemissionen basiert auf der Bewertung aktueller und potenzieller Emissionen und soll die CO2-intensivsten Unternehmen herausfiltern.

Der Xtrackers ESG MSCI Emerging Markets UCITS ETF hat eine jährliche Pauschalgebühr von 0,25% und ist direkt replizierend. Er ist seit dem 18. Oktober an der Deutschen Börse gelistet. Ein Listing an der LSE in London ist geplant.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com