Zweiter Ankauf für offenen Immobilien Publikumsfonds „REALISINVEST Europa“

 

Die Real I.S. AG hat ein Portfolio mit 9 Logistikgebäuden in Rotterdam erworben. Verkäufer war DHG. Das „Logchain“ genannte Portfolio umfasst über 100.000 Quadratmeter Logistikfläche. Die im Europoort Rotterdam gelegenen Flächen werden an den offenen Spezial-AIF für institutionelle Investoren „Real I.S. BGVIII Europa“ und den neuen offenen Immobilien Publikumsfonds „REALISINVEST Europa“ angebunden. Für den „REALISINVEST Europa“ ist dies bereits die zweite Anbindung innerhalb kurzer Zeit. Vor kurzem wurde bereits ein Bürogebäude in Amsterdam in das Startportfolio des, 2020 in den Vertrieb startenden, Fonds eingeführt. Hauptmieter der Flächen sind Estron und P&O Ferrymasters.

„Rotterdam ist das Tor Europas zur Welt, speziell der Warenverkehr von und nach Großbritannien und Amerika spielt im Rotterdamer Hafen eine große Rolle. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Logistikflächen in Wassernähe. Mit dem Logchain Portfolio konnten wir uns 9 attraktive und moderne Logistikflächen sichern, die zudem voll und langfristig vermietet sind“, erklärt Axel Schulz, Global Head of Investmentmanagement der Real I.S. AG.

„Erst kürzlich wurde das Maasvlakte Container Terminal ausgebaut um auch die weltweit größten Containerschiffe löschen zu können. Diese Maßnahme wird die starke Position Rotterdams im weltweiten Warenverkehr langfristig sichern. Entsprechend ausgelastet werden die dortigen Logistikflächen sein“, erklärt Melanie Grüneke, Head of Country Netherlands der Real I.S. AG.

Das „Logchain“ Portfolio liegt direkt an der Anlegestelle für Fracht- und Fährschiffe von und nach Hull, Großbritannien. Über die Autobahn A15 lässt sich zudem das Umland von Rotterdam schnell erreichen.

Das Teilportfolio ist der zweite Ankauf für den offenen Immobilien Publikumsfonds der Real I.S. AG. Der „REALISINVEST Europa“ wurde erst im Herbst 2019 aufgelegt und soll mit einem Startportfolio im Umfang von drei bis vier Immobilien mit einem Wert von 200 Millionen Euro im ersten Quartal 2020 in den Publikumsvertrieb gehen. Der offene inländische Publikums-AIF“ soll in Europa über Nutzungsarten und Standorte breit diversifiziert in Business-Core- und Core-Plus-Immobilien ergänzt durch Manage-to-Core-Objekte investieren. Die Real I.S. rechnet mit einer jährlichen Ausschüttung von 2,0 bis 2,5 Prozent auf Fondsebene. Für den Aufbau dieses Portfolios wurden neben Deutschland – nicht zuletzt aufgrund der Investment- und der Standortexpertise vor Ort – die unter anderem Niederlande, Frankreich, Irland und Spanien als mögliche Investitionsregionen identifiziert.

Der „Real I.S. BGV VIII Europa“ investiert in Core, Core-Plus-Immobilien und teilweise Manage-to-Core-Objekte im Euro-Währungsraum mit Fokus auf Deutschland und Frankreich, ergänzt um Benelux, Spanien und Irland. Der Schwerpunkt liegt auf Büro- und Handelsimmobilien ergänzt um gemischt genutzte Immobilien, Logistikimmobilien und Hotels.

Real I.S. wurde bei der Transaktion von Houthoff und CBRE beraten. Auf Seiten des Verkäufers war Loyens & Loeff und TLF beratend tätig. Partner für die langfristige Finanzierung ist die BayernLB.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

REAL I.S. AG, Immobilien Assetmanagement, Innere Wienstr. 17, ­81667 München Tel.: 089/489082­0, Fax: 089/489082­295, www.realisag.de

Die Ratingagentur Scope hat mit dem „ScopeExplorer“ eine neue Fonds-Plattform entwickelt, auf der Anleger und Berater erstmals die Qualität von Investmentfonds schnell und unkompliziert prüfen und sie mit den besten Fonds vergleichen können.

 

Auf www.scopeexplorer.com haben Anleger und Berater ab sofort kostenfrei Zugang zu Bewertungen und Rankings für mehr als 6.000 Investmentfonds. Anleger können erstmals per Knopfdruck erfahren, welche Bewertung und welche Position im Ranking ihr Fonds hat und welches die Top-Produkte der jeweiligen Kategorie sind.

Die Ratingagentur Scope reagiert mit der neuen Plattform auf die Tatsache, dass sich immer mehr Anleger online über Fonds informieren – wie unter anderem eine vor kurzem veröffentlichte Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov[1] belegt. Diese Entwicklung geht Hand in Hand mit steigendem Bedarf nach verständlich aufbereiteten und einfach zu erfassenden Fondsbewertungen.

„Eines der Kernziele bei der Entwicklung der neuen Fonds-Plattform war daher die Reduktion von Komplexität“, erklärt Said Yakhloufi, Geschäftsführer der Scope Analysis. „Wir bieten Privatanlegern die denkbar einfachste Möglichkeit, die Qualität von Investmentfonds zu prüfen und einzuordnen.“

„Darüber hinaus wollen wir mit der durch den ScopeExplorer erzeugten Transparenz den Leistungen von Fondsmanagern Sichtbarkeit verleihen, die ihren Anlegern überdurchschnittliche Resultate liefern“, so Yakhloufi weiter. Zum Hintergrund: Derzeit hält nur rund ein Drittel der bewerteten Fonds ein Top-Rating.

Bewertungen sind unabhängig, fundiert und objektiv

Die Bewertung der Fonds und die Erstellung der Ranglisten basieren auf der seit mehr als 20 Jahren etablierten Methodik der Ratingagentur Scope. Die Bewertungen reflektieren stets die relevantesten Rendite- und Risikoaspekte eines Fonds. Fonds mit einem Top-Rating haben im Durchschnitt ein signifikant besseres Rendite-Risiko-Profil und schlagen den Marktdurchschnitt häufiger als Fonds ohne Top-Bewertung.

Für professionelle Anleger und Fondsselektoren bietet der ScopeExplorer darüber hinaus Zugang…

zur vollständigen Scope Fonds-Datenbank,

zu umfangreichen Suchfunktionen und langjährigen Zeitreihen,

zu Scopes Fonds-Empfehlungsliste sowie

zu Scopes Nachhaltigkeitsanalyse einzelner Fonds.

Mit diesem umfassenden Informations- und Analyseangebot unterstützt der ScopeExplorer Fondsselektoren bei der Produktauswahl im bestmöglichen Interesse der Kunden. Mehr auf www.ScopeExplorer.com

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Scope Analysis GmbH, Lennéstraße 5, D-10785 Berlin, Tel: +49 30 27891-0, Fax: +49 30 27891-100, www.scopeanalysis.com

Thomas Rüschen wechselt in den Beirat der Deutsche Oppenheim Family Office AG –  Stefan Freytag wird Sprecher des Vorstands

 

Thomas Rüschen, Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Oppenheim Family Office AG, wechselt zum 1. Januar 2020 auf eigenen Wunsch in den Beirat der Gesellschaft. Rüschen ist seit 2014 Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Oppenheim. Zuvor war er in verschiedenen leitenden Funktionen der Deutschen Bank tätig, darunter im Firmenkundengeschäft, in der heutigen DWS und in der Investmentbank. Er arbeitete in Frankfurt, London und Mailand. Der 58-Jährige ist seit 1990 im Konzern tätig und bleibt der Deutsche Oppenheim auch weiterhin eng verbunden. Als Mitglied des Beirats wird er sein Wissen und sein Netzwerk auch künftig einbringen, um so Mandanten zu betreuen und neue Mandanten zu gewinnen.

Stefan Freytag übernimmt als künftiger Sprecher der Deutsche Oppenheim zum 1. Januar 2020 neben seiner bisherigen Zuständigkeit die Verantwortung für den expandierenden Geschäftsbereich Mandantenbetreuung für Family-Office-Dienstleitungen. Er wird auch weiterhin für bestehende Mandanten als Ansprechpartner auf Vorstandsebene zur Verfügung stehen.

Heiner Arnoldi wird neben seinen bisherigen Aufgaben die Verantwortung für die aktive Immobilien- und Beteiligungsberatung übernehmen.

“Thomas Rüschen stellt unsere Kunden stets in den Mittelpunkt und ich bin sehr dankbar, dass wir auf sein Engagement auch weiterhin zählen dürfen”, sagt Daniel Kalczynski, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsche Oppenheim: “Mit Stefan Freytag, der die Gesellschaft seit 2006 als Mitglied des Vorstands sehr gut kennt, ist die Kontinuität in der Führung gesichert. Ich danke Thomas Rüschen im Namen des Aufsichtsrats, des Vorstands und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutsche Oppenheim herzlich für seinen Einsatz und sein erfolgreiches Wirken und wünsche Stefan Freytag und Heiner Arnoldi viel Erfolg für die künftigen Aufgaben.”

 

Verantwortlich für den Inhalt:

DEUTSCHE OPPENHEIM Family Office AG, Keferloh 1a, 85630 Grasbrunn, Tel: +49 (89) 45 69 16 0, Fax: +49 (89) 45 69 16 99, www.deutsche-oppenheim.de

Die Real I.S. AG hat das Bürogebäude „Moermanskkade 300“ im Amsterdamer Stadtteil Houthavens für den offenen inländischen Publikums-AIF „REALISINVEST Europa“ erworben.

 

Das fünfstöckige Bürogebäude wurde 2018 errichtet, umfasst rund 5.000 Quadratmeter Nutzfläche und ist derzeit an sechs Nutzer vermietet. Verkäufer war ein privater Investor.

„Houthavens zeichnet sich durch eine wachsende Kreativindustrie aus, viele Unternehmen der Medien- und Designbranche haben sich hier bereits angesiedelt. Mit diesem Investment können unsere Anleger an der Wertentwicklung dieses Amsterdamer Teilmarktes teilhaben, der erst am Anfang einer attraktiven Entwicklung steht“, erklärt Axel Schulz, Head of Global Investment Management der Real I.S. AG.

„Die erste Anbindung an unser erstes offenes Publikumsprodukt zahlt gut auf unsere Investmentstrategie ein. Das Objekt ist modern, weist einen hohen Vermietungsstand auf und befindet sich in einer nachhaltigen Mikrolage mit Potenzial“, erläutert Jochen Schenk, Vorstandsvorsitzender der Real I.S. AG. „Der Amsterdamer Büromarkt weist zudem eine attraktive Risiko-Rendite-Korrelation auf und profitiert neben dem sinkenden Leerstand auch von steigenden Spitzenmieten, gerade in den attraktiven Wasserlagen.“

Das Objekt ist der erste Ankauf für den offenen Immobilienpublikumsfonds der Real I.S. AG. Der „REALISINVEST Europa“ soll mit einem Startportfolio von bis zu fünf Immobilien mit einem Wert von circa 300 Millionen Euro Anfang 2020 in den Publikumsvertrieb gehen. Weitere Ankäufe für das Seedportfolio stehen kurz vor dem Vollzug. Der offene inländische Publikums-AIF soll in Europa über Nutzungsarten und Standorte breit diversifiziert in Business-Core- und Core-Plus-Immobilien ergänzt durch Manage-to-Core-Objekte investieren. Die Real I.S. rechnet mit einer jährlichen Ausschüttung von 2,0 bis 2,5 Prozent auf Fondsebene. Für den Aufbau dieses Portfolios wurden neben Deutschland – nicht zuletzt aufgrund der Investment- und der Standortexpertise vor Ort – unter anderem Niederlande, Frankreich, Irland und Spanien als mögliche Investitionsregionen identifiziert.

Real I.S. wurde bei der Transaktion des Bürogebäudes „Moermanskkade 300“ von van Dijk en Ten Cate Vastgoedadviseurs beraten. Die rechtliche Beratung übernahm DLA Piper, die technische Due-Diligence Savills.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

REAL I.S. AG, Immobilien Assetmanagement, Innere Wienstr. 17, ­81667 München Tel.: 089/489082­0, Fax: 089/489082­295, www.realisag.de

Positiv: Fundraisingklima nimmt Anlauf auf Bestmarke

 

Das Geschäftsklima auf dem deutschen Venture Capital-Markt kühlt im 3. Quartal wieder etwas ab. Der Geschäftsklimaindex sinkt um 6,1 Zähler auf 16,8 Saldenpunkte. Zwar bewerten die VC-Investoren ihre aktuelle Geschäftslage erneut besser (+2,7 auf 26,5 Saldenpunkte), allerdings kehrt der Pessimismus mit Blick auf die nächsten 6 Monate zurück – der Indikator für die Geschäftserwartung fällt kräftig auf 7,1 Saldenpunkte (-14,8).

Positive Signale sendet das Fundraisingklima, das nach einem schwächeren zweiten Quartal einen neuen Anlauf auf seine bisherige Bestmarke nimmt. Auch die Bewertung der Abschreibungssituation und des Innovationsklimas entwickeln sich positiv. Das Exitklima, das sich von seinem Einbruch im ersten Quartal über den Sommer erst wieder erholt hatte, stürzt hingegen erneut ab und liegt erstmals seit Anfang 2014 wieder knapp im Negativbereich. Taktgeber ist hier das IPO-Klima, das sich wohl aufgrund unerfüllter Erwartungen in große Start-up-Börsengänge in den USA in den vergangenen Monaten massiv verschlechterte.

Unterschiedliche Entwicklungen gibt es bezüglich des Dealflowklimas, das sich im zweiten Quartal insgesamt etwas eintrübte. Zwar zieht die Beurteilung der Höhe des VC-Dealflows wieder etwas an, die Zufriedenheit mit dessen Qualität rutscht aber massiv ab. Möglicherweise hängt dies mit als überzogen empfundenen Einstiegsbewertungen kapitalsuchender Gründer zusammen. So stürzt die Beurteilung der Einstiegspreise auf einen neuen Tiefpunkt ab. Die starke Dynamik bei den Bewertungen der Geschäftserwartungen, der Dealflowqualität sowie den Einstiegspreisen im dritten Quartal wurde vermutlich durch die Vorkommnisse bei WeWork in den USA ausgelöst, denen eine Diskussion um die Bewertung und Qualität von Start-ups folgte.

“Für die Entwicklung des Geschäftsklimas auf dem deutschen Venture Capital-Markt gibt es aktuell keine klare Tendenz”, sagt Dr. Georg Metzger von KfW Research. “In welche Richtung die Marktstimmung letztlich dreht, wird vermutlich davon abhängen, wie der Markt den Schock durch die Ereignisse um WeWork verdaut.”

“Die stabil positive Stimmungslage und die starke Nachfrage nach Wagniskapital dürften die Grundlage für ein weiteres starkes Venture Capital-Jahr sein. Venture Capital steht als Wunschfinanzierung bei einer wachsenden Zahl ambitionierter Gründer an erster Stelle. Für die VCs bedeutet dies, aus der Vielzahl von Beteiligungsanfragen die relevanten und attraktivsten zu identifizieren”, ergänzt Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes BVK-Vorstandsmitglied, zum Thema Dealflow.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

Mehr als 10 Millionen Sparer setzen auf VL

 

Reform von Riester- und Rürup-Rente, die Einführung einer Deutschland-Rente oder eines Deutschland-Fonds, alternativ eine noch zu bestimmende neue staatliche Pflichtrente: Die Diskussion um das „richtige“ Altersvorsorgemodell ist voll entbrannt. Aus Sicht der Hamburger Sutor Bank gilt es vor Einführung neuer Modelle zunächst zu prüfen, inwieweit vorhandene Sparformen gegebenenfalls modifiziert werden können, um sie für das langfristige Sparen weiterhin attraktiv zu halten. Zudem gebe es etwa mit vermögenswirksamen Leistungen (VL) gerade für Berufseinsteiger und Geringverdiener ein gängiges und etabliertes Modell, mit dem auf lange Sicht ein zusätzliches Vermögen für die Altersversorgung aufgebaut werden kann. Weit mehr als 10 Millionen Sparer in Deutschland nutzen bereits VL. Bei VL zahlen je nach Tarif- oder Arbeitsvertrag Arbeitgeber bis zu 40 Euro monatlich, um sich am Vermögensaufbau der Mitarbeiter zu beteiligen. Der Sparer kann zwischen mehreren Anlageformen frei wählen.

Vermögenswirksame Leistungen: Aktienanteile sorgen für langfristig gute Renditechancen

Nach Ansicht von Michael Gott können vermögenswirksame Leistungen ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge sein – vorausgesetzt, dass die Chancen am Kapitalmarkt genutzt werden. Als Anlagevarianten stehen dem Sparer grundsätzlich zur Auswahl: Baukredit-Tilgung, Banksparplan, Bausparen sowie Fondssparplan. „Das einzige Modell mit Aktien-Komponente ist der Fondssparplan. Wer langfristig spart, sollte Aktien für sich arbeiten lassen, um langfristig eine gute Rendite zu erzielen“, sagt Michael Gott. Berechnungen des Fondsverbandes BVI für alle Siebenjahreszeiträume seit 1962 zeigen, dass die in dieser Zeit angefallenen Sparpläne ohne die staatliche Zulage eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,6 Prozent erzielt hätten. Mit Sparzulage waren es durchschnittlich sogar 10,5 Prozent pro Jahr.

Wichtig sei, das Thema vermögenswirksame Leistungen gegenüber seinem Arbeitgeber aktiv anzusprechen. Denn viele Arbeitgeber zahlen auch freiwillig VL, um dadurch ihre Attraktivität gegenüber Mitarbeitern zusätzlich zu steigern. Gerade Berufseinsteiger und Geringverdiener können zusätzlich von VL profitieren: Denn wer unter bestimmten Einkommensgrenzen bleibt, erhält eine sogenannte Arbeitnehmersparzulage. Wer beispielsweise einen Aktienfondssparplan abschließt und nicht mehr als 20.000 Euro im Jahr verdient, erhält eine Arbeitnehmersparzulage in Höhe von 20 Prozent der jährlichen Anlagesumme, maximal 80 Euro pro Jahr. Arbeitnehmer sollten daher nicht auf die Sparzulage verzichten und darauf achten, diese zusammen mit der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt zu beantragen.

Kürzere Sperrfrist, wer bis Jahresende VL abschließt

Das Prinzip von VL besteht darin, dass ein VL-Vertrag über sechs Jahre lang monatlich bespart wird und der Vertrag im siebten Jahr bis zum Jahresende ruhen muss – während dieser sogenannten Sperrfrist werden in den bisherigen Vertrag keine weiteren Beträge eingezahlt, stattdessen kann ein neuer VL-Vertrag bespart werden. Die Länge der Sperrfrist richtet sich somit danach, wie lange das Jahresende im siebten Jahr entfernt ist. „Wer noch 2019 einen VL-Vertrag abschließt, hat eine deutlich kürzere Sperrfrist im siebten Jahr gegenüber einem Vertragsabschluss etwa im Januar 2020. Im ersten Fall wäre der VL-Vertrag nach etwas über sechs Jahren verfügbar, im zweiten Fall wären es annähernd sieben Jahre“, erklärt Michael Gott. Vorteil der verkürzten Sperrfrist ist, dass das VL-Kapital flexibler für den weiteren Vermögensaufbau genutzt werden kann, etwa durch eine noch breitere Streuung über das Sparen mit einem einzelnen Fonds hinaus. So ließe sich aus einem VL-Depot ein langfristig breit diversifiziertes Vorsorge-Depot strukturieren.

Empfehlenswert sei es, sein  VL-Depot auch mit eigenen Mitteln zu besparen. „VL-Beiträge, die vom Arbeitgeber gezahlt werden, können jederzeit vom Arbeitnehmer aufgestockt werden. Auf diese Weise hat der Sparer einen größeren Hebel, um eine höhere Summe für die Altersversorgung zu erzielen“, sagt Michael Gott.

Alters-VL als Alternative?

Neben anderen, bereits eingeführten Vorsorgemodellen sieht Michael Gott bei VL zusätzliches Entwicklungspotenzial im Hinblick auf das Thema Altersvorsorge: „VL-Sparen ist in Deutschland sehr gut etabliert. Das eingeführte VL-Prinzip könnte daher in eine Art Alters-VL transformiert werden.“ Das würde beispielsweise bedeuten, die Laufzeit von VL-Verträgen bis zum Rentenalter auszudehnen. Die Arbeitgeber sollten weiterhin den größten Teil der monatlichen Zahlungen übernehmen, hinzu käme der Staat mit einem gegenüber dem derzeitigen Status Quo variierten Sparzulagen-Modell, und auch der Sparer würde sich standardmäßig mit eigenen Mitteln beteiligen. Eine Fördervariante könnte zudem sein, dass der Arbeitnehmer seine Beiträge aus dem Bruttoeinkommen bezahlt, nicht aus dem Nettoeinkommen. Bei einem Arbeitgeberwechsel sollte der Vertrag, wie heute schon bei VL, einfach vom neuen Arbeitgeber übernommen werden. „Das Einführen gänzlich neuer Vorsorgemodelle ist sehr aufwändig. Es bietet sich daher an, ein bestehendes, ‚gelerntes‘ Modell zu nutzen, um es noch langfristiger auszurichten“, fasst Michael Gott zusammen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Die Privatbank Berenberg ist vom Report „Die Elite der Vermögensverwalter“ (Handelsblatt) zum elften Mal in Folge als „Bester Vermögensverwalter“ im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet worden. Das höchste Prädikat „summa cum laude“ gab es für Deutschlands älteste Privatbank bereits zum 16. Mal.

 

Elite-Report-Chefredakteur Hans-Kaspar v. Schönfels hob hervor: „Stillstand lähmt und schädigt. Diese traditionsstarke Privatbank hat deshalb neben der klassischen Vermögensverwaltung konsequenterweise auch in ergänzende Bereiche investiert. Und das sehr erfolgreich, denn das kommt der Zukunft zugute. Die Vitalität den Märkten gegenüber erklärt, dass Berenberg auch innerlich immer in Bewegung ist. Sich verändernde Märkte verlangen neue Antworten. Auch an den Zahlen kann man die zunehmende Stärke dieses Hauses ablesen. Berenberg zählt zu den großen Vermögensverwaltungsspezialisten.“

„Diese Auszeichnung nun schon zum elften Mal in Folge entgegennehmen zu können, erfüllt uns mit Stolz und Freude“, sagt Dr. Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg. „Mit einem tiefgreifenden Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden, einem hochwertigen und breiten Dienstleistungsangebot sowie einer ausgeprägten Investmentexpertise wollen wir im Wealth Management weiter wachsen und diesen Bereich ausbauen.“

Der Elite Report hat in seiner Studie 350 Vermögensverwalter im gesamten deutschsprachigen Raum untersucht.

Kurz zuvor war Berenberg bereits von der Financial Times Group im Ranking „Global Private Banking Awards“ als empfehlenswert ausgezeichnet worden. Das Magazin „EURO“ hat Berenberg in seinem Private-Banking-Test 2019 als „gut“ bewertet und besonders die Risikoanalyse als beste am Markt hervorgehoben.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Berenberg, Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Neuer Jungfernstieg 20, 20354 Hamburg, Tel: +49 40 350 60-0, Fax: +49 40 350 60-900, www.berenberg.de

Die Fondswirtschaft spielt in der Altersvorsorge eine bedeutende Rolle.

 

„Die Bürger sorgen für die Rente zwar meist über Lebensversicherungen oder über ihre Betriebsrente vor, indirekt sind sie aber in Fonds investiert. Ein Großteil der Altersvorsorge steckt in Spezialfonds und Publikumsfonds“, sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbands BVI. Laut einer BVI-Umfrage verwalteten die Gesellschaften zur Jahresmitte 2019 rund 1.440 Milliarden Euro für Altersvorsorgezwecke. Dies entspricht 45 Prozent des verwalteten Gesamtvermögens der Fondsbranche. Im Vergleich zur Jahresmitte 2017 ist das ein Zuwachs um 280 Milliarden Euro. Von den für die Altersvorsorge betreuten Vermögen entfallen derzeit 1.040 Milliarden Euro auf Spezialfonds, 230 Milliarden Euro auf Publikumsfonds und 170 Milliarden Euro auf Mandate. Dahinter stehen vor allem kapitalbildende Versicherungen mit 540 Milliarden Euro und die betriebliche Altersvorsorge mit 450 Milliarden Euro. Weitere 290 Milliarden Euro stammen von berufsständischen Versorgungswerken. Die übrigen 160 Milliarden Euro verteilen sich auf geförderte und ungeförderte Fondssparpläne sowie die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

Neuer Flagship Fonds für institutionelle Investoren mit Core Strategie

 

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilien-Investments, legt mit dem PATRIZIA Living Cities Residential Fund (“Living Cities”) einen neuen offenen institutionellen Fonds mit Core Strategie auf. Der Fonds verfügt bereits über ein Startportfolio von 650 Mio. Euro, das im nächsten Jahr auf 1 Mrd. Euro anwachsen soll.

Living Cities als neuer Flagship Fund für institutionelle Investoren stützt sich dabei auf die 35-jährige Erfahrung des Unternehmens bei Wohninvestments in ganz Europa und dem Management offener diskretionärer Fonds. PATRIZIA hat über ihr einzigartiges Netzwerk von 200 lokalen Wohninvestmentexperten Zugang zu unterschiedlichsten lokalen Assets in den einzelnen europäischen Märkten.

Der Fonds wurde bislang von einer Reihe bestehender und neuer globaler institutioneller Investoren aus Europa und Asien gezeichnet. Weitere Investoren sind im Due Diligence Prozess und prüfen eine Zusage.

Anne Kavanagh, Chief Investment Officer (CIO) bei PATRIZIA: “Wir freuen uns, dass wir diesen neuen Wohnimmobilienfonds erfolgreich aufgelegt haben. Damit haben wir die Möglichkeit, von den attraktiven Entwicklungen auf den europäischen Wohnungsmärkten zu profitieren sowie unsere Expertise in diesem Markt und unsere Kompetenz im Fondsmanagement zu nutzen. An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren Investoren für ihr frühzeitiges Engagement bedanken. Das zeigt einmal mehr ihr Vertrauen in unser Team und unsere Strategie. Living Cities stößt aufgrund des starken Wachstumspotenzials im europäischen Wohnungsmarkt bereits auf großes Interesse bei Investoren.“

Der Fonds, der über ein 35% Loan-to-Value (LTV) verfügt, investiert in die attraktivsten Metropolregionen Europas. Dabei stützt er sich auf das von PATRIZIA entwickelte European Cities Ranking, das sich auf langfristige Buy-to-Hold-Strategien konzentriert. Etwa 20% der Fondsinvestments werden in Wohnformen fließen wie Co-Living, altersgerechtes Wohnen und Studentenapartments.

Sebastian Dietert, Fondsmanager Living Cities bei PATRIZIA: “Die Tatsache, dass wir ein Startportfolio von 650 Mio. Euro für den Fonds gesichert haben, unterstreicht unsere Fähigkeit, Deals durchzuführen und attraktive Assets für unsere Kunden zu erwerben. Die Zusammensetzung des aktuellen Living Cities-Portfolios spiegelt die Grundidee dieses Fonds wider: Wir wollen stabile Einnahmen mit Aussicht auf langfristiges Kapitalwachstum an attraktiven Mikrostandorten erzielen. Darüber hinaus verfügen wir dank unserer starken lokalen Expertise über eine Pipeline von rund 1,5 Mrd. Euro an zusätzlichen Akquisitionsobjekten”.

Das Startportfolio des Fonds hat PATRIZIA durch eine Reihe von separaten Transaktionen zusammengestellt. Zuletzt erfolgte der Kauf eines deutschen Wohnungsportfolios, das zu 99,5% vermietet ist. Das Portfolio umfasst 1.198 privat vermietete Wohnungen auf einer Gesamtmietfläche von 96.500 qm in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart.

Zu den weiteren Transaktionen gehören zwei vom Fonds angekaufte Projektentwicklungen. In Deutschland, in einem aufstrebenden Areal des Münchner West Ends, wurde Green Levels mit künftig 192 Wohnungen auf rund 14.200 qm erworben. In Kopenhagen, Dänemark, hat der Fonds eine 76 Wohnungen umfassende, etwa 8.500 qm große Projektentwicklung im stark nachgefragten Amager Beach Park angekauft. Beide Projekte werden im Laufe des Jahres 2020 fertiggestellt und die Wohnungen dem Mietmarkt übergeben. Darüber hinaus wurden mehrere Wohnungsgebäude in den niederländischen Städten Amsterdam und Rotterdam erworben.

Living Cities ist darauf ausgerichtet, von der anhaltenden Stabilität des europäischen Wohnungssektors zu profitieren. Die Liquidität in vielen großen europäischen Ballungszentren hat seit 2009 nachweislich zugenommen. Das Investitionsvolumen von 5 Mrd. Euro im Jahr 2009 ist auf 50,8 Mrd. Euro im Jahr 2018 gestiegen, was den reifen Charakter dieser Anlageklasse und die Vielzahl der Möglichkeiten für Investoren widerspiegelt. Die Urbanisierung in Verbindung mit dem Bevölkerungswachstum führt dazu, dass die Wohnungsnachfrage eine deutlich wichtigere Rolle spielt als die makroökonomische oder politische Volatilität.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

PATRIZIA Immobilien AG, Fuggerstraße 26, D­-86150 Augsburg Tel.: +49 821 50910­000, Fax: +49 821 50910­999,  www.patrizia.ag

Die KfW Entwicklungsbank hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gemeinsam mit der Allianz Global Investors einen Dachfonds ins Leben gerufen, der finanzielle Mittel für afrikanische Private Equity und Venture Capital-Fonds bereitstellen wird.

 

Das Wichtigste in Kürze

Deutscher Dachfonds „AfricaGrow“ stellt Eigenkapital für kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups in Afrika zur Verfügung

Finanzierung von 150 Unternehmen. Schaffung von über 25.000 Arbeitsplätzen

Messbare positive Wirkung auf Umwelt- und soziale Bedingungen Voraussetzung für Investition

Die KfW Entwicklungsbank hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gemeinsam mit der Allianz Global Investors einen Dachfonds ins Leben gerufen, der finanzielle Mittel für afrikanische Private Equity und Venture Capital-Fonds bereitstellen wird. Ziel des „AfricaGrow“ genannten Fonds ist es, bis 2030 über die lokalen Fonds 150 innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sowie Start-ups in reformorientierten Ländern Afrikas zu finanzieren, um eine nachhaltige, ökonomische und soziale Entwicklung zu fördern. Bis 2030 werden durch die Investitionen über 25.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Fonds hat seinen Sitz in Deutschland.

„Der neue AfricaGrow Fonds ist in seinem Aufbau und seiner Struktur ein Meilenstein für die Unterstützung der Wirtschaft in Afrika. Er soll kleinen und mittleren Unternehmen vorrangig in reformorientierten Ländern Afrikas helfen, die bestehende Finanzierungslücke zu schließen und eine solide Eigenkapitalbasis aufzubauen. Denn auch in der afrikanischen Wirtschaft sind es vor allem die kleinen, lokalen Firmen, die die meisten Arbeitsplätze schaffen und damit erheblich zur Sicherung des Einkommens der Menschen beitragen“, sagte Prof. Dr. Joachim Nagel, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Bei der Konzeption des Fonds wurde größter Wert darauf gelegt, dass die Investitionen klare Nachhaltigkeitsziele verfolgen. Mittels regelmäßiger und sorgfältiger Überprüfung soll eine messbare positive soziale und/oder ökonomische Wirkung in Form von z.B. Einkommenssicherung und Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze beispielsweise in den Bereichen Bildung, Energie und Finanzdienstleistungen, sichergestellt werden.

Das Fondsvolumen kommt durch eine Kooperation öffentlicher und privater Partner zustande und beträgt anfänglich EUR 170 Mio. EUR. 85 Mio. EUR kommen vom BMZ, 30 Mio. EUR von der KfW-Tochter DEG und 55 bis zu 70 Mio. EUR von Allianz-Gesellschaften. Für begleitende Unterstützungsmaßnahmen stellt die Bundesregierung ein zusätzliches Budget in zweistelliger Millionenhöhe zur Verfügung. Für die Allianz Gruppe ist das Projekt ein wichtiger, weil innovativer Baustein ihrer Afrika-Strategie. Investitionen auf dem afrikanischen Kontinent werden dabei breit über Länder und Sektoren diversifiziert. Bisher hat die Allianz in Schwellenländern vor allem Infrastrukturprojekte finanziert, so in einer Höhe von bis zu 500 Mio. USD in einem Co-Lending Program mit der Weltbankgruppe, und rund 100 Mio. USD in Afrika.

Manager des Fonds ist die Allianz Global Investors. Der verantwortliche Fondsmanager Martin Ewald beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit sogenannten Impact Investments, unter anderem hat er diverse Regenwaldprojekte verantwortet. Andreas Utermann, CEO von Allianz Global Investors unterstreicht den Nachhaltigkeitsaspekt von „AfricaGrow“: „Ich bin stolz darauf, dass Martin Ewald und sein Team dieses wichtige und in seiner Art größte Projekt in kürzester Zeit gemeinsam mit unseren Partnern zum Leben erwecken konnten. Allianz Global Investors hat sich dem Ziel verschrieben, mit der Mobilisierung von Eigenkapital Impact-Investitionen zu fördern. Mit AfricaGrow bieten wir eine innovative Lösung an, in großem Umfang die soziale Infrastruktur in Afrika nachhaltig positiv zu beeinflussen.“

Als rechtlich unabhängige Einheit stellt AfricaGrow ein zentrales Instrument der “Compact with Africa”-Initiative (CwA) dar, die 2017 unter deutscher G20-Präsidentschaft ins Leben gerufen wurde.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Allianz Global Investors GmbH, Bockenheimer Landstraße 42-44, 60323 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 24431-4141,Fax: +49 (0) 69 24431-4186, www.allianzgi.de

Rund 550 Millionen Euro überwies die DWS am 22. November 2019 an die Anleger des DWS Top Dividende.

 

Dies ist die höchste Ausschüttungssumme eines Fonds in der 63-jährigen Geschichte der DWS überhaupt. Je Anteilsschein werden 3,60 Euro ausgezahlt, ebenfalls ein neuer Rekord. Seit Auflegung im April 2003 kommt der Fonds damit auf eine durchschnittliche Ausschüttungsrendite von 3,4 Prozent und auf eine Gesamtausschüttungssumme von rund 4,4 Milliarden Euro.

Fondsmanager Thomas Schüßler, Global Co-Head Equities, sagt: „Unsere Dividenden-Strategie entwickelt sich seit Jahren sehr erfolgreich.“ DWS Top Dividende weist eine durchschnittliche jährliche Wertsteigerung von rund 9,4 Prozent und eine rund 25 Prozent niedrigere Volatilität als der Gesamtmarkt gemessen am MSCI World auf. „Vor allem angesichts des Niedrigzinsumfelds und den damit einhergehenden geringen, zum Teil negativen Realrenditen, hat sich der Fonds als sehr solides Investment gezeigt“, so Schüßler.

Thomas Schüßler und sein Team verwalten in global-anlegenden Dividendenstrategien derzeit rund 25 Milliarden Euro. Das entspricht knapp einem Viertel des Gesamtvolumens globaler Dividendenstrategien mit Vertriebszulassung in Europa (1 ). Damit ist die DWS klarer Marktführer für diese Anlagestrategie.

Neben der traditionellen Variante managt das Dividenden-Team erfolgreich eine global-anlegende Dividendenstrategie unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien seit rund zweieinhalb Jahren im Publikumsfondsmantel und seit sechseinhalb Jahren für institutionelle Investoren.

(1) Quelle: Morningstar, Stand: Ende September 2019

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Ab 2020 übernehmen Krankenkassen die Kosten für vom Arzt verschriebene Gesundheits-Apps.

 

Mit dem entsprechenden Gesetz, das am 07. November 2019 verabschiedet wurde, leistet der Gesetzgeber nicht nur der Digitalisierung im Gesundheitswesen Vorschub. Er schafft außerdem die Voraussetzung, dass sich neben den bisher weit über 100.000 Apps, die sich vor allem Lifestyle, Fitness und Ernährung widmen, auch eine steigende Anzahl von Gesundheits-Apps aus den Bereichen Diagnostik und Therapie etablieren. Um Patienten, die sich bislang auf die hauseigenen Angebote ihrer Krankenkasse oder auf die Berichte von Stiftung Warentest verlassen mussten, die Auswahl zu erleichtern, soll mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine zentrale Instanz für die Beurteilung von Gesundheits-Apps geschaffen werden.

Nutzen und ethische Fragen

Auch wenn Medikamentenpreise oft als zu hoch kritisiert werden und neue Therapien für seltene Krankheiten mit bis zu siebenstelligen Beträgen Schlagzeilen machen, so fällt der Löwenanteil der Gesundheitsausgaben doch für die Behandlung an. Durch die geplanten Gesundheits-Apps auf Rezept können enorme Behandlungskosten, wie sie z.B. durch mehrfache Diagnostik entstehen, eingespart werden.

So vielversprechend die Gesundheits-Apps auf Rezept auch sind: Noch stehen die ethischen Fragen nach Datenhoheit und -schutz und nach einer möglichen Unterwanderung des Solidaritätsprinzips der Krankenversicherung im Raum, die geklärt werden müssen. Klar ist aber auch: Die Durchdringung der Medizin mit digitalen Lösungen wird fortschreiten, weil sie signifikante Vorteile für die Gesundheitsversorgung bietet. Gesundheits-Apps sind dabei nur ein Baustein und werden schon bald Teil unseres immer stärker vernetzten Alltags sein.

Wo es Bedarf gibt

Gesundheits-Apps, bei denen es um mehr als Lifestyle und Fitness geht, adressieren oft Krankheitsfelder, bei denen der Patient bzw. sein Verhalten eine entscheidende Rolle für den Erfolg einer Behandlung hat. Diabetes und das zugehörige Insulinmanagement sind so ein Fall. Aber auch psychische Krankheiten, bei denen schnelle Hilfe sehr wichtig ist, Patienten aber oft erst Monate auf einen Termin warten müssen, sind ein vielversprechender Ansatzpunkt für „erste Hilfe“ durch eine App oder telemedizinische Konsultation.

Eine lohnende Entwicklung aus Anlegersicht?

Der Markt für Gesundheits-Apps ist noch sehr jung. Daher gibt es bislang kaum investierbare, d.h. börsennotierte Unternehmen, die sich auf die Entwicklung von Gesundheits-Apps konzentrieren. In diesem Feld tummeln sich zahlreiche Start-ups und sogar die Krankenkassen selber bieten entsprechende Gesundheits-Apps an. Da in Deutschland gerade erst die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Verschreiben von Apps geschaffen wurden, hält sich der Umsatz in diesem Bereich noch in Grenzen. Hier lohnt der Blick ins Ausland, wo es bereits einzelne Unternehmen gibt, die ihr Geld mit Gesundheits-Apps verdienen. Livongo aus den USA beispielsweise ist erst im Sommer an die Börse gegangen und bietet eine ganze Reihe von Apps oder App-ähnlichen Lösungen an, mit denen Patienten, Verwandte und Ärzte die Behandlung von chronischen Krankheiten besser überwachen und umsetzen können. Fest steht: In den nächsten Jahren dürfte der Markt für Gesundheits-Apps wachsen, sich ausdifferenzieren und auch für Investoren vielfältiger und attraktiver werden.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Apo Asset Management GmbH, Richard-Oskar-Mattern-Str. 6, 40547 Düsseldorf, Tel: (02 11) 86 32 31 0, www.apoasset.de

Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

 

Im Einkauf liegt der Gewinn. Was für Kaufleute gilt, trifft auch an der Börse zu – zumindest in der Theorie. In der Praxis zeigt sich jedoch: Market-Timing funktioniert nicht, das zeigen Studien immer wieder. Nur sehr selten gelingt es also Anlegern, Wertpapiere zu den bestmöglichen Kursen zu kaufen. Dennoch verwenden Privatanleger viel Energie und Nerven darauf, den für sie vermeintlich günstigsten Einstiegszeitpunkt abzupassen und ihre Investments zu Höchstkursen zu veräußern.

Auch aktuell dürfte sich der eine oder andere Investor die Frage stellen, ob er Gewinne mitnehmen oder auf eine Jahresendrally hoffen soll. Auf den ersten Blick gibt es für beide Szenarien gute Gründe. Schließlich hat der DAX seit Jahresbeginn ordentlich Boden gut gemacht. Wer seit Anfang 2019 investiert ist, konnte immerhin einen Gewinn von rund 25 Prozent verbuchen. Trotz des stattlichen Wertzuwachses ist aber auch eine Jahresendrally nicht auszuschließen. Immerhin hat der DAX in den knapp 30 Jahren seit 1990 jeweils vom 15. Oktober bis zum Jahreswechsel nur sechsmal eine negative Performance aufgewiesen, dafür 23mal eine positive.

Fakt ist aber: Es ist ungewiss, ob Gewinne realisieren oder auf eine Jahresendrally hoffen, die bessere Wahl ist. Sicher ist nur: Es ist schlichtweg unmöglich, in die Zukunft zu blicken. Und daher scheitern Anleger auch häufig damit, den optimalen Kauf- beziehungsweise Verkaufszeitpunkt zu treffen.

An der Börse entscheiden nur wenige Tage über Gewinn oder Verlust

Wie unwahrscheinlich es ist, stets das perfekte Timing zu wählen, zeigt eine Analyse der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ. Dazu hat die Private-Banking-Tochter der Sparda-Bank West Mitte November den DAX, der in den vergangenen zwölf Monate um rund 16,6 Prozent zulegte, unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Hätten Anleger auch nur die fünf performancestärksten Tage in dieser Zeitspanne verpasst, wäre die Rendite mit rund 2,8 Prozent deutlich schlechter ausgefallen. Wenn Investoren also zum „perfekten“ Zeitpunkt einsteigen wollten, hätten sie diese fünf Tage genau treffen müssen. Bei rund 250 Handelstagen pro Jahr ist das aber alles andere als eine leichte Aufgabe.

Doch es wird noch kniffliger: Einer Studie der Universität Michigan zufolge generiert die Wall Street gerade mal an drei Handelstagen pro Jahr rund 95 Prozent der Gesamtrendite. Andere Erhebungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen und belegen, dass tatsächlich nur eine Handvoll Tage für Aktienanleger von Bedeutung ist. Für Investoren bedeutet dies: Jedes Mal wenn sie den Markt verlassen, laufen sie Gefahr, genau diese Tage zu verpassen.

Emotionen sind kein guter Ratgeber

Statt auf Market-Timing zu setzen, sollten Investoren eher ein breit gestreutes Portfolio mit einer langfristigen Anlagestrategie kombinieren. Zu einer solchen Strategie zählt natürlich auch der Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Doch sollten Anleger dabei rational und systematisch agieren und sich weniger von ihren Emotionen leiten lassen. Wenn etwa eine Aktie – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis – hoch bewertet ist, können Anleger durchaus auch mal Gewinne realisieren. Und mit einem Fondssparplan – dem Cost-Average-Effekt sei Dank – umgehen Anleger das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt einzusteigen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Laureus AG Privat Finanz, Ludwig-Erhard-Allee 15, D-40227 Düsseldorf, Tel: 0211 / 16098­0, www.laureus­ag.de

Angesichts extrem niedriger Anleihenrenditen über den nächsten Marktzyklus hinweg steigen die Herausforderungen, neue Ertragsquellen zu identifizieren

 

Laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management liegt im aktuellen Marktumfeld eine der größten Herausforderungen für Anleger in der Anpassung der Asset Allokation. „Angesichts des mäßigen globalen Wachstums, verbunden mit einer Abkehr von der traditionellen Geldposotik weltweit, wird es notwendig, die klassischen sicheren Anlagehäfen im Portfolio neu zu überdenken“, betont Jens Schmitt, Leiter Insittutional Sales in Deutschland und Österreich bei J.P. Morgan Asset Management. Da Anleihen heute bestenfalls noch geringe Renditen bieten, sei die Kombination der bisher so geschätzten Eigenschaften – also Portfolio¬sicherung in Kombination mit positiven Erträgen – nicht mehr gegeben. „Anleger sind gefordert, die optimale Allokation ihres Portfolios an dieses Szenario anzupassen, denn das Konzept der ‚risikofreien Rendite‘ als Kompromiss zwischen dem Verzicht auf Erträge aus Risikoanlagen und einem dafür reduzierten Portfoliorisiko gibt es nicht mehr“, führt Jens Schmitt aus. „Zum ersten Mal in der modernen Finanzgeschichte müssen Anleger mit dem Aufkommen negativer Renditen von Staatsanleihen effektiv zahlen, um einem Portfolio Anleihen hinzuzufügen – die Opportunitätskosten für das Halten der Anleihen steigen somit an und die Wirksamkeit beim Schutz von Portfolios steht auf der Probe.“ So sei es angesichts der anhaltend niedrigen Zinssätze und einem ausgereiften Konjunkturzyklus sinnvoll, dass Anleger sich ebenso viel Zeit nehmen, um sich auf die Risikoparameter ihrer Portfolios zu konzentrieren, wie zur Steigerung ihres Portolioertrags.

Dies ist eine der zahlreichen Erkenntnisse des langfristigen Kapitalmarktausblicks (Long-Term Capital Market Assumptions – kurz LTCMA), für den J.P. Morgan Asset Management seit 24 Jahren die Expertise der rund 50 globalen Investment- und Strategieteams bündelt und einen Blick über einen Anlagehorizont von zehn bis 15 Jahren in die Zukunft wirft. Insgesamt fließen rund 9.000 Research-Stunden in den Report. Die makroökonomischen Annahmen werden mit einem Zeithorizont von ein bis zwei Konjunkturzyklen getroffen, um zu verhindern, dass bei der Prognoseerstellung kurzfristige zyklische Entwicklungen einen überproportionalen Einfluss auf die langfristigen Ergebnisse haben. Basierend auf diesen Annahmen prognostizieren die Experten für 50 verschiedene Anlageklassen und Strategien die langfristigen Kapitalmarkt- und Risikoerwartungen.

Niedrige Zinsen – für immer und ewig?

Der langfristige Blick auf die globalen Kapitalmärkte zeigt, dass auch die Ertragssituation weiter herausfordernd bleibt. „Im vergangenen Jahr reifte der Konjunkturzyklus noch weiter und bescherte damit den längsten Wirtschaftsaufschwung in der Geschichte der USA“,  erläutert Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. „Nach einer zehnjährigen Expansionsphase ist es nur folgerichtig, wenn die Wachstumsaussichten etwas gedämpft sind. Ebenso wäre jedoch eher anzunehmen, dass die Zinsen nach einer langen Wachstumsphase höher liegen – und die Ertragsperspektiven für Anleihen besser sind.“

Doch sei der aktuelle Report vor dem Hintergrund handelspolitischer Spannungen zwischen den wirtschaftlichen Supermächten und einer ‚Wende von der Zinswende“ entstanden. „Beides hat weitreichende und komplexe Implikationen, die sich auf zwei miteinander verknüpfte Fragen reduzieren lassen: Wie sieht das künftige – vom Handel erheblich beeinflusste – Wirtschaftswachstum aus? Und welche Auswirkungen hat dieses Wachstum unserer Einschätzung nach auf die Kapitalmärkte? Beide Fragestellungen können sich gegenseitig ausgleichen, wenn zum Beispiel ein schwächeres Wachstum gleichzeitig zu niedrigeren Diskontierungsssätzen führt, wodurch der negative Einfluss auf die Wertentwicklung gedämpft wird.“

Zudem haben sich die geldpolitischen Entscheidungsträger in eine Welt der niedrigen Zinsen manövriert. „Wir gehen davon aus, dass die Geldpolitik weltweit sowohl in diesem Zyklus als auch ein gutes Stück weit im nächsten extrem locker bleibt. Deshalb legen wir bei unseren Prognosen eine erhebliche Verspätung hinsichtlich einer Normalisierung der Zinssätze zugrunde“, führt Galler aus. Auch die in weiten Teilen der Industrienationen immer weiter alternden Bevölkerungen stellen eine wesentliche Herausforderung dar. Auf der anderen Seite gibt es Technologien, die dabei unterstützen, die Produktivität zu steigern. Vor diesem Hintergrund bleibt Portfolio¬flexibilität für Investoren, die die Volatilität im späten Zyklus und darüber hinaus steuern wollen, ein wesentlicher Aspekt. Anleger, die höhere Erträge anstreben, werden weiter in die globalen Finanzmärkte vordringen und verstärkt auch  Alternative Anlagen in Betracht ziehen, um einerseits zu diversifizieren und andererseits zusätzliche Ertragsquellen zu nutzen. Die globale Geldpolitik, die seit der Finanzkrise mit zahlreichen unkonventionellen Maßnahmen operiert, schlägt weiterhin in vielen Bereichen durch.

Weltwirtschaftswachstum im Wandel

Insgesamt geben die Experten für die wirtschaftliche Entwicklung und die Renditen der Kapitalmärkte über einen Anlagehorizont von 10 bis 15 Jahren hinweg folgende Prognosen:

Globales Wachstum: Das reale globale Wachstum soll während der nächsten zehn bis 15 Jahre durchschnittlich 2,3 Prozent betragen und damit 20 Basispunkte niedriger liegen, als noch im Vorjahresbericht angenommen. Der Ausblick für die Industrieländer bleibt mit 1,5 Prozent unverändert. Die Prognosen für die Schwellenländer wurden dagegen um 35 Basispunkte auf 3,9 Prozent herabgestuft. Als Hauptgrund für die geringeren Prognosen für das globale Wachstum ist der demographische Wandel mit dem höheren Alter der Bevölkerung in vielen Ländern zu nennen.

Globale Inflation: Die Erwartungen in Bezug auf die globale Inflation weichen kaum vom Vorjahresergebnis ab. So wird die globale Verbraucherpreisinflation auf 2,2 Prozent geschätzt. In vielen Ländern wird die Inflationsrate allerdings unterhalb dieser Prognose liegen, insbesondere in Japan und der Schweiz, wo sich die Nominalzinsen seit vielen Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau befinden (Japan: 0,8 Prozent und Schweiz: 0,5 Prozent). Des Weiteren ist davon auszugehen, dass die Zentralbanken vieler Länder ihre festgelegten Inflationsziele im Prognosezeitraum nicht erreichen werden.

Geldpolitik: Die globale Geldpolitik soll in diesem und weit in den nächsten Zyklus hinein äußerst locker bleiben. Daher kann eine Zinsnormalisierung noch lange nicht in die Prognosen integriert werden. Dazu kommen wesentlich niedrigere Anfangsrenditen und eine leichte Kürzung der prognostizierten Gleichgewichtsrendite. All dies führt zu einem starken Rückgang der prognostizierten Anleihenerträge – in manchen Fällen sogar in negatives Territorium über den Prognosezeitraum.

60/40-Portfolioerträge: Die Ertragserwartungen für ein Portfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen fallen um 10 Basispunkte auf 5,4 Prozent in US-Dollar und auf 3,3 Prozent auf Euro-Basis. Die Effizienzgrenze zwischen Aktien und Anleihen wird steiler. Die Sharpe-Ratio für Anleihen geht weiter zurück, womit sie dennoch leicht über der für Aktien liegt (in US-Dollar). Auf Euro-Basis liegt die Sharpe-Ratio nur im Segment US High Yield (hedged) und bei den Schwellenländer-Staatsanleihen (hedged) über der von Aktien, wobei bei Schwellenländer-Aktien die Sharpe-Ratio über der von Schwellenländer-Anleihen liegt. In anderen Regionen sind die Anleihen-Sharpe-Ratios mittlerweile schon negativ und weisen daher auf eine düstere Zukunft für Anleihenerträge hin.

Annahmen zu den Anlageklassen

Aktien: Der langfristige Ertragsausblick für Aktien ist laut der Analyse für 2020 etwas günstiger als im Vorjahr. So wird in den nächsten zehn bis 15 Jahren ein Ertragsanstieg globaler Aktien um 50 Basispunkte auf 6,5 Prozent in US-Dollar erwartet. In den Industrieländern wird ein Anstieg der Erträge um 20 Basispunkte auf 5,7 Prozent prognostiziert, was in Euro einem leichten Rückgang auf 4,4 Prozent entspricht. In den Schwellenländern wird in Lokalwährung eine Erhöhung um 20 Basispunkte auf 7,3 Prozent erwartet, die in Euro bei 7,3 Prozent liegen sollte. In den Industrieländern ist die Veränderung größtenteils auf den abnehmenden Gegenwind bei den Bewertungen zurückzuführen. In den Schwellenländern ist der Aufschwung gleichermaßen in den Unternehmensgewinnen und den Bewertungen begründet.

Anleihen: Die Aussichten für Barerträge in den wichtigsten Währungen fallen niedriger aus, da die Normalisierungsannahmen erweitert wurden. Die diesjährigen Annahmen umfassen eine ausführliche Rangliste der Geldmarktzinsen an den wichtigsten Märkten. In der Annahme der Fortsetzung einer expansiven Geldpolitik wurden die Gleichgewichtszinssätze an den wichtigen Märkten der G4-Staaten gesenkt und der Zeithorizont erweitert, in dem mit einer erneuten Normalisierung der Zinsen zu rechnen ist. Insgesamt bieten Unernehmensanleihen noch eine gute Ertragssteigerung, obgleich die erwarteten Gesamterträge für US-Anleihen mit Investment Grade im Zuge der erneuten Abkehr von der Zinsnormalisierung um 110 Basispunkte auf 3,4  Prozent gesunken sind. Langfristigen Anlegern können Anleihen die Chance bieten, die Portfolioerträge zu steigern.

Alternative Anlagen: Mit der leichten Erhöhung der Aktienerträge in diesem Jahr ist parallel ein Anstieg der Erträge aus Private-Equity-Anlagen zu erwarten. So dürften Private-Equity-Erträge im Prognosezeitraum von zehn bis15 Jahren um insgesamt 55 Basispunkte auf 8,8 Prozent steigen. Private Equity ist weiterhin für die Anleger interessant, welche einen Ertragsaufschwung anstreben, und auch für diejenigen, die ein Anlageengagement in bestimmten Technologieunternehmen wünschen. Laut der Prognose sollten die Erträge fremdfinanzierter US-Kernimmobilien nach Abzug von Gebühren über den Zeitraum der nächsten zehn bis15 Jahren durchschnittlich 5,8 Prozent betragen. Die geschätzten Erträge aus globalen Immobilien- und Infrastrukturanlagen sind bemerkenswert stabil. Aufgrund der robusten Cashflows können sie zudem sogar als Indikator für die Duration in Portfolios mit begrenztem kurzfristigem Liquiditätsbedarf dienen. Die Bandbreite der Ergebnisse zeigt allerdings, dass nicht allein die Allokation in die Assetklasse, sondern vielmehr die Managerauswahl das wichtigste Kriterium bei der Erwirtschaftung des erwarteten Ertrags im Bereich der Alternativanlagen ist.

Wechselkurse: Wie im vergangenen Jahr erwaten die Experten, dass sich der US-Dollar im Prognosezeitraum gegenüber anderen wichtigen Währungen abschwächen wird – der langfristige Gleichgewichtswechselkurs für Euro/US-Dollar wird bei 1,38 erwartet,  für den Euro zum Yen bei 1,21 und für den Euro zum Britischen Pfund bei 1,07. Aufgrund der Überbewertung des US-Dollars könnte die Attraktivität der Währung als potenzieller sicherer Hafen etwas einbüßen. Da sich Währungen auf das Gleichgewicht nicht linear zubewegen, können sie über längere Zeitperioden vom theoretischen Wert allerdings ziemlich abweichen. Dennoch erscheint ein beharrlich überbewerteter US-Dollar weiterhin eine wichtige Überlegung im Rahmen der optimalen Ausrichtung einer globalen Asset Allokation.

Jens Schmitts Fazit: „Unter Berücksichtigung aller genannten Aspekte lässt sich abschließend feststellen, dass es für die nächsten zehn bis 15 Jahre wichtig ist, alle zur Verfügung stehenden Ressourcen zu nutzen, um langfristig erfolgreich zu sein und die Verpflichtungen erfüllen zu können. Auch gilt es, offen zu sein für neue Anlageklassen und Strategien, die vielleicht bisher nicht in der Allokation berücksichtig wurden. Dabei können externe Partner helfen, den Blick über den Tellerrand hinaus auszurichten. Sich und seine Anlagestrategie immer wieder in Frage zu stellen, ist dabei der erste Schritt, um langfristig erfolgreich zu sein.“

Weitere Informationen zu den „Long-Term Capital Market Assumptions“

Seit 24 Jahren erstellt J.P. Morgan Asset Management jedes Jahr einen umfassenden quantitativen und qualitativen Research-Report, der einen langfristigen Ausblick über die nächsten ein bis zwei Konjunkturzyklen ermöglicht. Ziel ist, eine Prognose darüber treffen zu können, wie sich die globale Wirtschaft, die Zinsen sowie die wichtigsten Anlageklassen über diesen Zeitraum hinweg entwickeln sollten. Basierend auf den Kapitalmarktschätzungen der rund um den Globus tätigen Experten werden für 50 verschiedene Anlageklassen und Strategien die Ertrags- und Risikoerwartungen für die nächsten zehn bis 15 Jahre abgeleitet – insgesamt fließen rund 9.000 Research-Stunden in den Report.

Diese „Long-Term Capital Market Assumptions“ (LTCMA) bilden die Grundlage für Markteinschätzungen und beeinflussen die langfristigen Investmententscheidungen für unsere Portfolios. Professionelle und institutionelle Anleger weltweit nuzten diese Prognosen ebenfalls zur Unterstützung ihrer Asset Allokation sowie zur Festlegung einer Zielgröße für ihre Ertrags- und Risikoerwartungen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Vermögensverwaltung ebase Managed Depot wird ebenfalls „grün“

 

Das seit vielen Jahren bestehende Vermögensverwaltungsangebot ebase Managed Depot wurde auf einen Investmentansatz umgestellt, welcher Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt

Nachhaltigkeit ist global eines der Top-Themen. Auch speziell bei Geldanlagen besteht mehr und mehr der Wunsch, nicht nur mit einer guten Rendite, sondern auch gleichzeitig einem guten Gewissen anzulegen. „Bei ebase sind wir seit Jahren von der großen Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit überzeugt und streben hierbei an den unterschiedlichsten Stellen eine kontinuierliche Weiterentwicklung an. Dabei versuchen wir auch, die Kunden bestmöglich bei ihrem Wunsch zu unterstützen, unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten anzulegen“, so Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der European Bank for Financial Services  (ebase®).

Nachdem bei ebase bereits seit längerer Zeit unter anderem die Möglichkeit geboten wird, mittels eines Filters diejenigen Fonds zu identifizieren, welche den für den Kunden individuell wichtigen Nachhaltigkeitsaspekten gerecht werden, wurde nun auch das fondsbasierte Vermögensverwaltungsangebot ebase Managed Depot umgestellt. Dafür wird von den Experten der ebase bei der Fondsauswahl, neben den klassischen Anlagekriterien Rendite, Risiko und Liquidität, auch das Thema Nachhaltigkeit in die Anlageentscheidung einbezogen. Die mit den Kunden im Rahmen der Anlagestrategie vereinbarten Gewichtungen der unterschiedlichen Assetklassen, wie beispielsweise Aktien oder Anleihen, bleiben davon unberührt.

Wie schon in der Vergangenheit basiert das klassische Vermögensverwaltungsangebot, welches parallel zur voll digitalen Robo-Advisor-Lösung fintego besteht, auch weiterhin auf einem Core-Satellite-Investmentansatz. Dabei werden für die fünf, je nach Risikobereitschaft der Kunden ausgestalteten, unterschiedlichen Portfolien Investments in Aktien- und Rentenfonds getätigt. Der Fokus liegt auf ETFs, wobei zudem auch aktive Fonds, bspw. zur Abdeckung bestimmter Satelliten-Themen, genutzt werden.

„Das magische Dreieck der Kapitalanlage – Rendite, Risiko und Liquidität – welches die Anlageentscheidungen seit langer Zeit bestimmt hat, wird zunehmend zu einem Viereck. Nachhaltigkeit ist bei zahlreichen Anlegern zur vierten Entscheidungsdimension geworden. Mit der Umstellung der ebase Managed Depots tragen wir dieser Veränderung Rechnung“, ergänzt Geyer. „Beim Thema Nachhaltigkeit sind wir aber sicher noch nicht am Ende der Entwicklung angelangt, denn auch zukünftig werden wir konsequent im Sinne des Kunden an unserem Angebot sowie einer insgesamt möglichst nachhaltigen Ausrichtung weiterarbeiten.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard-­Reitzner-­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Marktkommentar von Olivier de Berranger, Chief Investment Officer, und Clément Inbona, Fondsmanager, La Financière de l‘Echiquier

 

Die Frage, ob Negativzinsen Fluch oder Segen sind, wird immer drängender diskutiert – vor allem da sich in den letzten Monaten vermehrt negative Nebenwirkungen abzeichnen. Zum Beispiel nimmt der Druck auf die Versicherer immer weiter zu und hat sich in der vergangenen Woche im negativen Ausblick der Ratingagentur Moody‘s für die gesamte europäische Versicherungsbranche manifestiert. Unter den französischen Versicherern haben sich einige rekapitalisiert, andere haben (zu geringen Kosten) Schuldtitel ausgegeben, um ihr Eigenkapital zu stärken, und wieder andere haben den Zugang zu ihren Geldmarktfonds beschränkt. Ihre schlechtere Solvabilität ist vor allem darauf zurückzuführen, dass diese Fonds ihre typischen Vorteile – Kapitalgarantie, Sperrklinken-Effekt, Liquidität – im derzeitigen Umfeld nicht mehr bieten können. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass diese Nebenwirkung nur einen Teil des Versicherungsgeschäfts, die Lebensversicherungen, betrifft.

Auch der Bankensektor leidet: Die Banken haben schwer mit der flachen Zinskurve zu kämpfen. Da sie sich kurzfristig finanzieren, um Kapital über längere Laufzeiten zu verleihen, hängt ihre Rentabilität unmittelbar von der Differenz zwischen den Zinssätzen der einzelnen Laufzeiten ab.

Betroffen sind auch vorsichtige Sparer, denn durch das Abgleiten in den negativen Bereich wurde der risikolose Zinssatz durch das zinslose Risiko abgelöst. Sicherheit hat nun ihren Preis.

Nur die Nebenwirkungen hervorzuheben und dabei die Heilwirkung zu verschweigen, erscheint uns jedoch etwas zu einfach.

Denn derart niedrige Zinssätze kommen unmittelbar allen Akteuren zugute, die bereit sind, Schulden zu machen: Staaten, Haushalten und Unternehmen. Den Staaten ermöglichen die Negativzinsen die Verringerung ihrer Schuldenlast und eine einfachere, günstige Finanzierung ihrer Vorhaben. Den Haushalten ermöglichen sie günstigere Kredite für den Kauf von Konsumgütern oder Wohneigentum. Unternehmen können durch die niedrigen Zinssätze und die engen Spreads Investitionsvorhaben umsetzen, deren zu erwartende Rentabilität zuvor aufgrund der höheren Zinsaufwendungen unter Umständen negativ sein konnte.

Das Ziel der Europäischen Zentralbank besteht letztlich darin, die einzelnen Wirtschaftsakteure dazu zu veranlassen, höhere Risiken einzugehen und so eine alles erstickende Deflation zu vermeiden. Negativzinsen sind jedoch kein Allheilmittel, sondern lediglich ein wirksames Medikament zur Erreichung eines stabilen Zustands. Von einer Überdosis ist dringend abzuraten!

 

Verantwortlich für den Inhalt:

La Financiere de l’Echiquier, Kapitalanlagegesellschaft mit AMF-Zulassung Nr. GP 91004, Bockenheimer Landstrasse 51-53, 60325 Frankfurt am Main, Tel: 069 509 292 48/ 49, http://int.lfde.com/de/

Der Damm ist gebrochen: Die erste Volksbank berechnet Minuszinsen auf Tagesgeldkonten ab dem ersten Euro. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann weitere folgen. Wer sein Geld nicht schwinden sehen möchte, sollte Anlageformen ohne Strafzinsen wählen.

 

Die Entwicklung hatte sich längst abgezeichnet. Die Europäische Zentralbank verlangt von Banken bereits seit 2014 Negativzinsen, um Einlagen der Banken unattraktiv zu machen. Erst kürzlich hatte sie die Strafzinsen weiter angehoben. Fast alle Banken geben die Kosten inzwischen an ihre Sparer weiter. Bislang ist dies aber erst ab einer Anlagesumme von 100.000 Euro geschehen. Doch jetzt sind alle Dämme gerissen. „Die erste Volksbank berechnet Strafzinsen von minus 0,5 Prozent ab dem ersten Euro. Vereinzelt beträgt das sogenannte „Verwahrgeld“ sogar minus 0,6 Prozent“, warnt Tom Friess, Vorsitzender der Geschäftsleitung des VZ VermögensZentrums.

Minuszinsen und Inflation vernichten Kapital

Was wird aus dem Ersparten, wenn Bankkunden Zinsen zahlen statt wie gewohnt Zinsen zu bekommen? Bei einem Minuszins von -0,6 Prozent pro Jahr schrumpfen 100.000 Euro in zehn Jahren um fast 6.000 Euro. Dazu kommt noch der Wertverlust durch Inflation. Legt man 1,6 Prozent, den Durchschnittswert von 2019, zugrunde, verliert das Ersparte in zehn Jahren insgesamt um ein Fünftel an Wert.

Vermögenszuwachs nur mit Wertpapieren möglich

„Sparer und Anleger haben das Ziel, ihr Geld zu vermehren“, betont Tom Friess. Um den Minuszinsen zu entgehen, müssen sie es ab sofort anders anlegen. Sein Rat: „Lassen Sie nur die Liquiditätsreserve in cash liegen.“ Als Faustregel dienen drei Netto-Monatsgehälter für Unvorhergesehenes und Ersatzanschaffungen. Die übrigen Ersparnisse sollten Sparer so anlegen, dass Minuszinsen und Inflation kein Thema sind. „Wertpapiere wie Aktien und Fonds sind die einzig sinnvolle Alternative“, rät der Vermögensprofi.

Anleger, die Wertschwankungen nicht scheuen und eine gute Rendite wünschen, empfiehlt der Finanzexperte ein ETF-Portfolio. ETFs sind kostengünstig, flexibel, leicht zu handeln und sorgen für eine breite Risikostreuung. Für Sparer, die Schritt für Schritt Vermögen aufbauen wollen, sind ETF-Sparpläne erste Wahl. Vorteil: Weil die Kurse schwanken, kauft man bei gleicher Sparrate bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile als bei hohen Kursen. Bei Kursanstiegen begünstigen die vielen günstig erworbenen Fondsanteile die Wertentwicklung des Depots.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

VZ VermögensZentrum, 80333 München, Maximiliansplatz 12, Tel: 089-2001170, www.vermoegenszentrum.de

Globale wirtschaftliche Stagnation, aber keine Rezession

 

Angesichts eines von globaler wirtschaftlicher Stagnation und zunehmenden politischen Unsicherheiten geprägten Niedrigzinsumfelds rät Aberdeen Standard Investments Anlegern, sich mit einem vorsichtigen und diversifizierten Ansatz aus der Komfortzone der konventionellen Assetklassen hinauszuwagen, um bessere risikoadjustierte Renditen zu erzielen.

James McCann, Senior Global Economist bei Aberdeen Standard Investments, erläutert, welche Themen für die Weltwirtschaft und Investments im nächsten Jahr eine wichtige Rolle spielen werden:

„Die Weltwirtschaft wird in den kommenden fünf Jahren wahrscheinlich im Zeichen der Stagnation stehen und von niedrigem Wirtschaftswachstum, schwacher Inflation und niedrigen Zinssätzen geprägt sein. Auch im kommenden Jahr werden politische Unsicherheiten die Industrie, den Handel und die Investitionstätigkeit belasten. Wir haben unsere Wachstumsprognosen für das globale BIP für 2020 und 2021 auf 3,1 % und damit weit unter den Vorkrisen-Durchschnitt herabgesetzt. Eine Rezession könnte sich nächstes Jahr vermeiden lassen, die Risiken sind aber deutlich gestiegen.“

Lockere Zentralbankpolitik hilft Wachstumsverlangsamung abzufedern

„Die Zentralbanken sollten das Wachstum mit geldpolitischen Lockerungen auf niedrigem, aber positivem Niveau halten. Unseres Erachtens wird die US-Federal Reserve in der ersten Hälfte des kommenden Jahres die letzte Zinssenkung ihres Mini-Zyklus vornehmen und die Europäische Zentralbank dürfte weitere Lockerungsschritte umsetzen. Die Zentralbanken von Australien, Kanada, Brasilien, China, Indien und Russland werden unserer Einschätzung nach in den nächsten Monaten ebenfalls weitere Maßnahmen ergreifen und auf politischer Ebene werden im nächsten Jahr im Rahmen von Steuer- und Ausgabeprogrammen weitere fiskalische Anreize gesetzt werden. All diese Maßnahmen sollten dazu beitragen, stärkere Markteinbrüche abzufedern.“

Stimmung trübt sich aufgrund von Risiken in Politik und Handel ein

„Angesichts des sich äußerst schwierig gestaltenden Brexit-Prozesses, des steigenden Protektionismus und der weltweiten Handelskonflikte müssen Anleger sich der zunehmenden geopolitischen Risiken und deren Folgen bewusst sein. Die anhaltende politische Unsicherheit wird auf den globalen Handel, Unternehmensinvestitionen und Dienstleistungen direkt und indirekt über das eingetrübte Geschäftsklima durchschlagen und diese langfristig bremsen. Die handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und China werden auch weiterhin ein Hauptrisikofaktor bleiben – wir erwarten hier keine schnelle Lösung. Zwischen Korea und Taiwan könnte es im Technologiesektor zu Handelskonflikten kommen und der Konflikt zwischen Japan und Korea wird zu weiteren Störungen und Unterbrechungen der globalen Lieferketten im Technologiebereich führen.“

Traditionelle Renditen noch stärker unter Druck

„Unseres Erachtens werden die Renditen traditioneller Assetklassen noch weit niedriger ausfallen als in der Vergangenheit. Für einen beträchtlichen Teil der Staatsanleihen liegen die Renditen bereits im negativen Bereich. Die späte Phase des Konjunkturzyklus und der Mangel an Spielraum für eine Erhöhung der Gewinnmargen der Unternehmen lassen vermuten, dass die Aktienrenditen unter ihrem langjährigen Durchschnitt liegen werden. Die klassische Umschichtung von Aktien in Staatsanleihen und Investment-Grade-Anleihen wird in diesem Zyklus nicht mehr angemessen sein.“

Strukturelle Veränderungen schaffen langfristige Chancen

„Im nächsten Jahrzehnt werden strukturelle Themen wie der Klimawandel und technologische Umwälzungen großen Einfluss auf die Entwicklung der Märkte nehmen. Ökologische, soziale und Governance-Faktoren (ESG) – hierzu gehören auch demografische Veränderungen, Trends bei der Unternehmensführung und Umweltrisiken – werden zu immer wichtigeren Treibern langfristiger Anlagerenditen. Wenn innovative Technologien wie 5G und künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten eröffnen, wird sich der gegenwärtig schwache Ausblick des Technologiesektors langfristig vielleicht signifikant verbessern.“

Wie sollten Anleger sich in diesem Umfeld positionieren?

James McCann kommentiert:

Diversifikation über eine Vielzahl nur wenig korrelierender Assets

„Im jetzigen Umfeld ist ein vorsichtiger, über die konventionellen Aktien-Anleihe-Allokationen hinausgehender, diversifizierter Ansatz ratsam. Aktien aus Schwellenländern (EM) und Japan scheinen zwar weiterhin attraktiv, aber es sollten andere, weniger bekannte Assetklassen für die Generierung alternativer, risikoadjustierter Renditen hinzugezogen werden. Die langfristigen Aussichten von Lokalwährungsstaatsanleihen aus Schwellenländern sind zum Beispiel außergewöhnlich gut, ihre Renditen sollen fast 6 % erreichen. Steigender Volatilität begegnen wir auch durch Diversifikation mittels einer Übergewichtung inflationsgeschützter US-Anleihen (US Treasury Inflation Protected Securities) und des Yen.“

Renditen mit alternativen Assets steigern

„Für Anleger, die in der Lage sind Illiquiditätsrisiken zu tragen, können die Private Markets mit den Assetklassen Private Equity, Private Debt, Infrastruktur und Immobilien bestehende Portfolios attraktiv diversifizieren, denn sie korrelieren nicht mit der Volatilität der Aktienmärkte und bieten ein signifikant höheres Renditepotenzial als die öffentlichen Märkte. Wir favorisieren insbesondere das Infrastruktursegment, mit dem dank der Kombination aus relativ hohen Renditen und konjunkturunabhängigen Cash Flows eine gute Diversifikation erzielt werden kann.“

ESG und Technologie im Investmentfokus

„Langfristigere Anlagechancen finden sich bei ESG-orientierten Anlagen und im Zusammenhang mit dem Übergang zu kohlenstoffarmer Energie und technologischen Umbrüchen. Dem Klimawandel kann nur mit massiven Veränderungen bei der Nutzung von Energie begegnet werden. Diese Veränderungen werden sowohl bei der Energiegewinnung als auch in der Industrie, dem Transportsektor, im Bereich Immobilien und in der Landwirtschaft zum Tragen kommen müssen. Wenn die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden sollen, müssen die jährlichen Investitionen in erneuerbare Energien weltweit auf mehr als 700 Mrd. USD verdoppelt werden. Daher müssen ESG-Aspekte ein Kernelement aller Anlagestrategien sein. Darüber hinaus wird die Innovation der künstlichen Intelligenz nicht nur unsere Geschäftspraktiken, sondern auch die Anlagemöglichkeiten transformieren – damit wird es in allen Bereichen der Wirtschaft Gewinner und Verlierer geben.“

Kenneth Akintewe, Head of Asian Sovereign Debt bei Aberdeen Standard Investments, erläutert:

„In einem Niedrigzinsumfeld sind Anleger sehr auf die Erzielung von Renditen fokussiert und übersehen dabei oft, dass eine Investition in Schwellenländeranleihen deutlich vielversprechender sein kann. Die Fundamentaldaten der Schwellenländer verbessern sich weiterhin und diese Länder werden immer mehr zur treibenden Kraft weltwirtschaftlichen Wachstums. Die Gesamtheit aller Schwellenländeranleihemärkte stellt bereits heute eines der größten Anlageuniversen weltweit dar – in den Portfolios der globalen Asset Manager sind diese Anleihen allerdings noch immer unterrepräsentiert.

Die enorme Vielfalt der Schwellenländer und ihrer Märkte bietet beträchtliches Diversifikationspotenzial und vielfältige, sehr werthaltige Chancen. Auf US-Dollar lautende Unternehmensanleihen aus Schwellenländern und aus Asien weisen kontinuierlich einige der besten Risikocharakteristika auf, Grenzmarktanleihen sind tendenziell idiosynkratischer und können sehr werthaltig sein, während die Lokalwährungsmärkte so einzigartige und doch riesige Märkte wie China und Indien sowie Währungen umfassen, die nach historischen Standards unterbewertet sind. In einer immer stärker miteinander vernetzten Niedrigzinswelt, sollte diese Assetklasse bei der Generierung solider, risikoadjustierter Renditen eine wichtige Rolle spielen.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Aberdeen Standard Investments Deutschland AG, Bockenheimer Landstraße 25, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 768072-0, www.aberdeenstandard.com

FERI: Erholung der Weltwirtschaft nicht von Dauer

 

Für das Anlagejahr 2020 erwartet FERI Investment Research eine Erholung der Weltwirtschaft, die jedoch in Ausmaß und Dauer begrenzt bleiben wird. Damit dürfte sich der positive Trend an den Aktienmärkten zunächst noch weiter fortsetzen. Dennoch bleiben ernsthafte Risiken für Weltwirtschaft und Kapitalmärkte, die das Bild im Jahresverlauf 2020 eintrüben können. „Massiv gesunkene Zinsen und stark verbesserte Finanzierungsbedingungen sowie die Entspannung im globalen Handelskonflikt sorgen vorerst für Rückenwind. Das globale Szenario ist jedoch nicht wirklich stabil. Anleger sollten deshalb auch auf abrupte Trendwechsel vorbereitet sein, speziell in der zweiten Jahreshälfte“, fasst Dr. Heinz-Werner Rapp, Vorstand und Chief Investment Officer der FERIGruppe, den Kapitalmarktausblick 2020 zusammen.

Ein besonderer Risikofaktor sei die US-Politik, wo 2020 neue Unsicherheit drohe. Das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Trump gefährde nicht nur die politische Stabilität der USA, sondern könne Trump auch zu erratischen Handlungen in der Außenpolitik verleiten. Zudem dürften die Kapitalmärkte im Jahresverlauf 2020 damit beginnen, die Konsequenzen eines möglichen Wahlsiegs des demokratischen Gegenkandidaten einzupreisen. Unabhängig vom jeweiligen Amtsinhaber im Weißen Haus werde 2020 auch der strategische Konflikt mit China wieder neu aufleben. Beide Entwicklungen würden den bislang sehr positiven US-Aktienmärkten spürbare Probleme bereiten.

Moderate Erholung der Weltwirtschaft

Die temporäre Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China verleihe dem Welthandel vorübergehend Auftrieb und beende die Talfahrt der Industrie. „Im Vorteil sind vorerst jene Länder und Regionen, deren Exporte nach China einen signifikanten Anteil an der eigenen Wirtschaftsleistung ausmachen. Hierzu zählen insbesondere der Euroraum und innerhalb des Euroraums Deutschland“, prognostiziert Axel Angermann, Chef-Volkswirt der FERI Gruppe. Zwar werde die Weltwirtschaft im Jahr 2020 mit 3,4 Prozent etwas stärker wachsen als 2019 (3,2 Prozent). Spätestens im Folgejahr sei dann aber mit einer erneuten Wachstumsverlangsamung zu rechnen. Zentraler Faktor im ökonomischen Gesamtbild sei China, dessen Wachstum 2020 und darüber hinaus enttäuschen werde.

Flexible Asset Allocation hat Priorität

Vor diesem Hintergrund dürften die weltweiten Aktienmärkte ihren Aufwärtstrend zunächst fortsetzen, auch aufgrund massiver Unterstützung durch die weltweit expansive Geldpolitik. Die marktfreundliche Haltung der Notenbanken wirke einerseits wie eine „Versicherung“ gegen größere Unwägbarkeiten, erhöhe jedoch gleichzeitig auch die Risikoneigung der Investoren. Damit wachse die Gefahr deutlicher Rückschläge, sollte sich das Umfeld für Aktien aufgrund negativer Konjunkturaussichten im Jahresverlauf verschlechtern. Vor diesem Hintergrund müssten Investoren im Jahr 2020 bereit sein, auch temporäre Chancen selektiv zu nutzen. Aktien europäischer und deutscher Unternehmen dürften sich 2020 relativ zum Weltindex gut entwickeln, während europäische Anleihenmärkte unattraktiv bleiben sollten.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

FERI AG, Haus am Park  Rathausplatz 8-10, 61348 Bad Homburg, Tel: +49 (0) 6172 916-0, Fax: +49 (0) 6172 916-9000, www.feri.de

Die Ratingagentur Scope hat die 10-Jahres-Performance der relevantesten Aktien- und Mischfonds-Vergleichsgruppen ausgewertet, um deren Renditepotenzial für die Altersvorsorge aufzuzeigen.

 

Ab 2020 werden in Deutschland die Babyboomer in Rente gehen und das deutsche Rentensystem vor immense Herausforderungen stellen. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Seit langem schon drängen Experten und Politiker auf die private Altersvorsorge, um die Lücke zwischen Lohn- und Rentenniveau zu verkleinern. Das Deutsche Aktieninstitut hat in einer Beispielrechnung ermittelt, dass ein Sparer, der 3% bzw. 4% seines Bruttojahreseinkommens anlegt, eine Rendite von 4,3% respektive 3,4% erzielen müsste, um seine Rentenlücke zu schließen.

Die Gretchenfrage lautet nun: Welche Investments bzw. Anlageklassen werfen noch Renditen in dieser Größenordnung ab? Klassische Sparprodukte werden es auf absehbare Zeit nicht tun. Auch mit Staatspapieren und Unternehmensanleihen von Emittenten hoher Bonität werden solche Renditen künftig eher nicht zu erzielen sein. Am wahrscheinlichsten sind solche Renditen bei Aktien und Anleihen aus den Emerging Markets oder im High Yield-Bereich.

Um eine Indikation für das Renditepotenzial einzelner Fondsgruppen zu geben, hat Scope die 10-Jahres-Performance der relevantesten Fondsgruppen (Peergroups) untersucht. Diese spiegelt die jährliche Wertentwicklung sämtlicher Fonds einer Peergroup im Durchschnitt wider. (Hinweis: Zwar sind die in der Vergangenheit erzielten Fondsrenditen keine Garantie für zukünftige Renditen, dennoch vermitteln sie einen guten Eindruck, welches Renditepotenzial Aktien- und Mischfonds vor allem im Vergleich zu klassischen Sparprodukten haben.)

Das Ergebnis: Die sechs untersuchten Aktien-Peergroups rentierten in den vergangenen zehn Jahren zwischen 6,7% p.a. (Aktien Europa) und 13,9% p.a. (Aktien Nordamerika). Die Mischfonds-Kategorien liegen in einer Bandbreite von immerhin 2,2% p.a. (Multi Asset Global konservativ) bis 5,4% (Multi Asset Global dynamisch). Das bedeutet, dass die in der Beispielrechnung vom Deutschen Aktieninstitut berechnete und zur Schließung der Rentenlücke erforderliche Mindestverzinsung (siehe oben) von immerhin acht der zehn betrachteten Peergroups erreicht wurde.

Wendet man den Blick weg von der durchschnittlichen 10-Jahres-Performance sämtlicher Fonds einer Peergroup und betrachtet stattdessen lediglich die Fonds mit dem höchsten Rating (A), so ergibt sich ein noch deutlich positiveres Bild. In den sechs Aktienfonds-Peergroups liegt die durchschnittliche Rendite nun zwischen 10,1% und 16,7% p.a., bei den Mischfonds in einem Band von 4,6% und 8,2% p.a. Mit anderen Worten: Die mit (A) bewerteten Fonds erzielten in allen der hier betrachteten Vergleichsgruppen eine im Durchschnitt höhere als die vom Deutschen Aktieninstitut berechnete Mindestrendite.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Scope Analysis GmbH, Lennéstraße 5, D-10785 Berlin, Tel: +49 30 27891-0, Fax: +49 30 27891-100, www.scopeanalysis.com