Umfrage unter Vertriebspartnern der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) zeigt überwiegend optimistische Erwartungen – knapp 60% rechnen mit einer positiven DAX-Entwicklung bis zum Jahresende 2020

 

Die aktuellen Ergebnisse einer von der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) durchgeführten Umfrage unter 239 Finanzprofis zeigen, dass die Vertriebspartner der B2B-Direktbank überwiegend optimistisch auf das Börsenjahr 2020 blicken. „Knapp 60% der befragten Vermittler gehen davon aus, zum Jahresende einen höheren DAX-Stand zu sehen“, wie Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase, kommentiert. „Nur etwas mehr als 10% rechnen auf Jahressicht eher mit sinkenden Kursen. 31% der Befragten erwarten wiederum zum Ende des Jahres etwa den gleichen Indexstand wie zu Beginn“, so Geyer weiter.

Die Erwartungen der Vermittler haben sich dabei im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. So war die Grundtendenz zwar auch in 2019 bereits positiv, jedoch war der Anteil derer mit einer pessimistischen Erwartungshaltung deutlich größer als in diesem Jahr.

„Die Tatsache, dass die Vermittler im Kollektiv bereits im letzten Jahr den richtigen Riecher hatten, wie der Markt sich entwickelt, sollte auch für 2020 positiv stimmen. Die Erwartung ist sogar noch optimistischer als im Vorjahr“, bemerkt Geyer.

Etwa jeder Zehnte befragte Vermittler geht dagegen davon aus, dass der DAX bis zum Jahresende an Wert verlieren wird. „Im Vergleich zum letzten Jahr ist der Anteil derer, die von einem eher rückläufigen Markt ausgehen, deutlich gesunken“, ergänzt Geyer. „Dass jedoch nach wie vor einige Vertriebspartner eher pessimistisch auf den deutschen Aktienmarkt blicken, ist ein Indikator dafür, dass die zahlreichen globalen Herausforderungen keineswegs zu unterschätzen sind. Die Kapitalmärkte werden wohl auch in 2020 volatil bleiben“, mahnt Geyer abschließend.

Vermittler-Fokus-Umfrage“

Die „Vermittler-Fokus-Umfrage“ ist eine online-basierte Umfrage unter den Vertriebspartnern der B2B-Direktbank ebase, wie beispielsweise IFAs, und spiegelt deren Einschätzung wider.

 

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Aon-Studie: Globale Themen motivieren Investoren zu nachhaltigen Anlagen – aber sie bergen auch Risiken

 

Pensionsvermögen: Klimawandel und Protektionismus rauben Investoren den Schlaf / Aon-Studie: Globale Themen motivieren Investoren zu nachhaltigen Anlagen – aber sie bergen auch Risiken

Für institutionelle Anleger spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle bei ihren Investments. Gleichzeitig bereiten Themen wie Klimawandel/Naturkatastrophen und Nationalismus/Protektionismus große Sorgen. Gefragt, welche globalen Themen Anlegern nachts den Schlaf rauben, werden diese am häufigsten genannt. Dies belegt eine Aon-Studie, die im Sommer 2019 unter 229 institutionellen Investoren aus Europa, Kanada und den Vereinigten Staaten durchgeführt wurde.

Eindeutige Nummer Eins unter den Antworten waren mit rund 67 Prozent Klimawandel und Naturkatastrophen. Auf Platz zwei lag Nationalismus/ Protektionismus mit rund 50 Prozent, gefolgt von sozioökonomischer Ungleichheit (rund 38 Prozent) auf Platz drei. Diese Themen bergen aus Sicht der institutionellen Anleger die größten Risiken für ihre Kapitalanlagen. Sorgen machen den Anlegern auch Bio-Diversität, Wasserknappheit und durch Menschen verursachte Katastrophen. Wenig beunruhigend ist für sie dagegen das Thema Künstliche Intelligenz.

“Unsere Studie zeigt”, stellt Fred Marchlewski, Geschäftsführer der Aon Hewitt GmbH, fest “nicht nur die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit bei Investments. Sie macht auch deutlich, welche aktuellen globalen Themen die Risiken und Chancen eines Portfolios beeinflussen können. Hier sind neue Lösungen und kluges Risikomanagement gefragt.”

 

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Moventum führt neue, auf ETFs basierende Portfoliostrategien ein. Die MOVEeasy-Portfolios mit vier verschiedenen Risikoprofilen werden aus Vanguard-ETFs gebildet.

 

„Als erste Luxemburger Plattform kooperieren wir mit Vanguard“, sagt Sabine Said, Executive Vice President von Moventum S.C.A. „Die Gruppe ist Pionier beim Thema Index-Investments und bietet ausgezeichnete Qualität zu günstigen Konditionen.“

Deshalb können die MOVEeasy – inspired by Vanguard funds-Kontenmodelle mit einem attraktiven Pricing angeboten werden. „Damit bekommen Berater ein Produkt an die Hand, das Moventum-Qualität zu einem sehr günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis bietet“, sagt Said. „Die Entscheidung für Vanguard als Partner beruht dabei nicht nur darauf, dass Vanguard mit die günstigsten Produkte am Markt bietet.“ Auch die genossenschaftliche Organisation der Vanguard-Gruppe ist ein starkes Argument, erlaubt sie es dem Unternehmen doch, vollständig im Interesse seiner Kunden zu handeln.

Die MOVEeasy – inspired by Vanguard funds-Portfolios stellen eine passive Geldanlage dar, die über von Vanguard angebotene börsennotierte Investmentfonds in Aktien- und Anleiheindizes weltweit investieren. Dabei werden vier Portfoliovorschläge mit unterschiedlichen Chancen-/ Risikogewichtungen von defensiv bis wachstumsorientiert angeboten.

„Die MOVEeasy-Portfolios sind dabei der erste Schritt, des Weiteren werden wir zusammen mit Vanguard auch die regelmäßige Wissensvermittlung über Schulungen, Seminare und Webinare anbieten, um Beratern die Werkzeuge zu liefern, die ihren Kunden tatsächlich einen Mehrwert stiften“, sagt Said.

„Unsere ETFs bieten Anlegern einen transparenten Zugang zu breit diversifizierten Kapitalmarkt-Indizes – und das zu sehr niedrigen Kosten. Damit eignen sie sich besonders gut für die langfristig orientierte Kapitalanlage und Altersvorsorge. Umso mehr freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit Moventum, um unsere Produkte noch mehr Anlegern zur Verfügung zu stellen“, ergänzt Markus Weis, stellvertretender Leiter bei Vanguard in Deutschland und Österreich.

Die regionale Aufteilung der aktienabhängigen Anlagen orientiert sich am Anteil der jeweiligen Region an der weltweiten Marktkapitalisierung. „Gleichzeitig soll aber ein Fokus auf die Heimatregion gelegt werden, sodass europäische Anlagen im Vergleich zu anderen Regionen leicht übergewichtet werden“, sagt Said. Auf der Rentenseite kommen weltweit diversifizierende sowie regional konzentrierte ETFs zum Einsatz. Investitionen in Anleihen aus der Eurozone bilden dabei den Schwerpunkt.

 

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Mit Renten lässt sich Rendite erzielen, den Niedrigzinsen zum Trotz.

 

Eine Mischung aus Staatsanleihen und High Yields sollte auch 2020 für gute Ergebnisse in Portfolios sorgen. Das schätzt Carsten Gerlinger, Vice President Moventum AM.

„Die Weltwirtschaft wird 2020 ein Wachstum verzeichnen, mit einem weiteren deutlichen Rückgang der Renditen ist vorerst nicht zu rechnen“, sagt Gerlinger. „Das betrifft vor allem Staatsanleihen, deren Anteil im Portfolio durchaus reduziert werden könnte.“ Renditeträchtigeren Ersatz finden die Anleger vor allem bei Unternehmensanleihen und High Yields. Unternehmensanleihen sollten von den Ankaufprogrammen profitieren. „Letztlich ist es aber die Mischung aus Staatsanleihen und High Yields, die für eine gute Performance sorgen wird“, so Gerlinger.

Dabei haben die Renditen der US-Staatsanleihen zuletzt wieder etwas angezogen. Zum einen ist diese Entwicklung als technische Reaktion auf den vorangegangenen Renditerutsch zu interpretieren. „Zum anderen reagieren die Renditen sowohl auf Entspannungssignale als auch auf verbale Verschärfungen im Handelskrieg zwischen den USA und China“, sagt Gerlinger. „Zuletzt war eher Entspannung angesagt.“ Die US-Notenbank wird mit ihrer expansiven Geldpolitik den Markt begleiten. „Die Fed wird zunächst schauen, wie die 2019 vollzogenen Zinsschritte wirken. Je nach konjunktureller Entwicklung wird sie dann weitere Zinsschritte vollziehen“, sagt Gerlinger. Je näher jedoch die US-Wahl rückt, umso weniger will sich die Notenbank dem Vorwurf aussetzen lassen, Wahlkampfhilfe für Trump zu leisten. Zunächst ist aber noch eine weitere Zinssenkung im ersten Quartal denkbar. Eine mögliche schwächere Entwicklung der US-Konjunktur wird früher oder später die US-Notenbank auf den Plan rufen. „Ein stärkeres Absinken der Renditen am kurzen Ende dürfte dann zu einer etwas steileren Zinsstrukturkurve führen“, so Gerlinger.

In Europa sieht es ähnlich aus: Die Renditen der Bundesanleihen sind zuletzt mit den Renditen amerikanischer Staatsanleihen im Gleichschritt leicht nach oben gelaufen. „In Euroland liegen die Renditen der Anleihen der Kernstaaten im negativen Bereich und bieten mit ihrer Safe-Haven-Funktion bestenfalls noch Absicherung gegen Stresssituationen“, sagt Gerlinger. Die Renditen der Peripheriestaaten rentieren noch etwas höher. Sie profitierten von einem vermeintlich stabileren politischen Umfeld in diesen Staaten. „Bei einem Engagement in diese Papiere muss sich jeder Anleger der damit verbundenen politischen Risiken bewusst sein“, so Gerlinger.

Bei den High Yields erscheint das Zinsniveau attraktiver gegenüber Staatsanleihen mit vergleichbarer Laufzeit. „Die Marktliquidität der Unternehmensanleihen ist aber wegen der vorangegangenen Käufe der Zentralbank dünn und wird aufgrund der anstehenden Käufe noch überschaubarer“, sagt Gerlinger. Hierdurch könnten sich die Spreads gegenüber Staatsanleihen noch weiter einengen. Bei einer schwächeren Konjunktur könnte es dann aber zu deutlichen Bonitätseinbußen bei den Emittenten kommen. Trotzdem ist eine Beimischung sinnvoll.

 

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Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel

 

Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Aktienkurs-Rallye von 2019 währte nur einen Tag. Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten sorgten für einen deutlich steigenden Ölpreis, verunsicherten Aktienanleger und ließen sogar den allgegenwärtigen Handelskonflikt kurzfristig in den Hintergrund rücken. Eine länger anhaltende Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnte auch der schwächelnden Konjunktur in Deutschland einen weiteren Schlag versetzen. Angesichts der politischen Entwicklungen dürften die in dieser Woche anstehenden Konjunkturindikatoren eine Randnotiz bleiben. Mit Ausnahme des ISM-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen in den USA und der November-Auftragseingänge für die deutsche Industrie geben sie kaum Aufschluss über die künftige Konjunkturdynamik der wichtigsten Volkswirtschaften. Zwar werden von beiden Indikatoren bessere Werte als im Vormonat erwartet, die Börsen bleiben jedoch zunächst vor allem politisch beeinflusst. Sichere Häfen wie Gold, Bundesanleihen und die Währungen US-Dollar, Schweizer Franken und Japanischer Yen dürften gefragt bleiben.

 

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Interview mit Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel

 

Frage:  Herr Mumm, 2019 endet mit etwa 25 Prozent Kursplus für den deutschen Aktienindex DAX, internationale Aktien konnten teilweise noch deutlicher zulegen. Auch mit Immobilien, Gold, Unternehmens- und selbst mit Bundesanleihen konnten Anleger eine ordentliche Rendite einfahren. Was waren die Hintergründe für diese überraschenden Entwicklungen?

Mumm: Mit diesen Wertentwicklungen war vor 12 Monaten tatsächlich nicht zu rechnen. Vor allem der Schwenk der US-Notenbank Fed zu einer wieder expansiven Geldpolitik im ersten Quartal sowie die erneuten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank EZB haben Anleger dazu veranlasst auf „risk-on“ umzuschalten. Im Sommer 2019 belief sich das weltweite Volumen aller Anleihen mit negativer Rendite auf über 17 Billionen US-Dollar – kein Wunder, dass viele Investoren Aktien bevorzugten, obwohl die Wachstumsdynamik vor allem in der Eurozone erheblich nachgab. Deutschland hat nur noch ein Wirtschaftswachstum nahe der Nulllinie zu verzeichnen. Viele Unternehmen hatten erhebliche Gewinneinbußen zu verkraften.

Frage: Wird der Einfluss der EZB auf die Kapitalmärkte auch in 2020 eine Rolle spielen? Viele sagen, die Notenbank ist aufgrund der Nullzinsen am Ende ihrer Möglichkeiten.

Mumm: In Europa dürfte die Geldpolitik der EZB sogar ein noch relevanteres Thema werden. Die dauerhaften Niedrigzinsen erzeugen zweifellos negative Nebenwirkungen, wie Preisblasen in verschiedenen Anlageklassen, Probleme bei der Bildung ausreichender Altersvorsorge für viele Sparer, ertragsschwache Finanzinstitute und den Druck für viele Anleger, immer risikoreicher anzulegen. Immer mehr Menschen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sehen in der Notenbank die alleinige Verursacherin der Niedrigzinssituation. Im Herbst kam es sogar zu einer öffentlich diskutierten Aufspaltung des EZB-Rates, dessen Mitglieder die letzten expansiven geldpolitischen Schritte nicht mehr einheitlich mitgetragen haben. Dadurch erodiert zunehmend das Ansehen und der Rückhalt der EZB – zumindest in vielen nördlichen Staaten der Eurozone – und damit letztlich auch die Stabilität des Euro.

Frage: Welche Möglichkeiten bleiben der EZB? Inwieweit kann die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde neue Impulse setzen?

Mumm: Der fehlende interne und öffentliche Rückhalt für die EZB-Entscheidungen ist für Christine Lagarde nicht hinnehmbar. Sie kann daher den bisherigen geldpolitischen Kurs ihres Vorgängers Mario Draghi nicht einfach weiterführen – zumal die letzte Zinssenkung und die Wiederaufnahme der Wertpapierkäufe weder die Kreditvergabe noch die Konjunktur angekurbelt haben. Sie kann aber aufgrund der schwachen Wachstumsdynamik und wegen des ohnehin kaum vorhandenen Inflationsdrucks in der Eurozone auch nicht auf einen restriktiven geldpolitischen Kurs umschwenken. Mit steigenden Leitzinsen entstünde zudem die Gefahr, dass die Kurse von Anleihen, Aktien und Immobilien gleichzeitig kollabieren sowie Unternehmensanleihen und –kredite vermehrt ausfallen würden. Die Konjunktur würde noch viel stärker belastet werden.

Frage: Wird die EZB also an ihrem geldpolitischen Lockerungskurs festhalten?

Mumm: Zumindest die Leitzinsen werden bis Ende 2020 unverändert bleiben. Meines Erachtens bestünden nach sorgfältiger kommunikativer Vorbereitung Möglichkeiten, die negativen Einlagenzinsen in den kommenden Monaten sukzessive anzuheben. Auf jedem Fall aber wird Lagarde deutlich präsenter in der Öffentlichkeit auftreten und offensiv für die Anliegen und die Ausrichtung der EZB-Geldpolitik werben, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Auch hat sie bereits einen umfassenden Review der geldpolitischen Strategie der EZB angekündigt – ein sehr wichtiger Schritt. Unter anderem wird das angestrebte Inflationsziel von 2 Prozent infrage gestellt. Und sie wird den Druck auf die Fiskalpolitik erhöhen, um die Wirtschaftsdynamik in der Eurozone durch Strukturreformen und staatliche Ausgaben zu steigern. Nur im Fall einer drohenden Rezession in der Eurozone oder bei größeren Turbulenzen an den Kapitalmärkten, wären erweiterte Wertpapierkäufe inkl. Aktien oder im Notfall auch direkte Kapitaltransfers an Staaten, Unternehmen oder Private denkbar (Helikoptergeld).

Frage: Neben der Geldpolitik standen die internationalen Kapitalmärkte in 2019 fast durchgängig auch unter dem Einfluss verschiedener politischer Entwicklungen, wie dem Brexit oder dem Handelskonflikt zwischen China und den USA. Wie schätzen Sie das Jahr 2020 unter diesem Gesichtspunkt ein?

Mumm: Offensichtlich haben (geld-) politische Börsen derzeit „sehr lange Beine“. Mit Sicherheit werden Handelskonflikte zwischen China und den USA aber auch zwischen bspw. den USA und Europa noch jahrelang auf der Agenda stehen. Hintergrund ist, dass derzeit eine fundamentale Umorientierung jahrzehntelang gültiger wirtschaftlicher, technologischer und militärischer Machtgefüge stattfindet. Die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion einzige verbliebene globale Weltmacht USA wird durch die kommende wirtschaftliche Nummer eins China herausgefordert. Der Handelskonflikt ist in diesem Sinne auch ein Werkzeug, um den Aufstieg Chinas zumindest zu verzögern. Den derzeit in vielen Regionen vorherrschenden wirtschaftspolitischen Trend zu mehr Protektionismus dürfte auch Europa in den kommenden Monaten zu spüren bekommen, indem einzelne Staaten und Branchen mit direkten Handelskonflikten konfrontiert werden. Aber auch in Europa könnten politische Entwicklungen für zwischenzeitliche regional begrenzte Unsicherheiten sorgen, etwa instabile Regierungskonstellationen in Spanien, Italien oder im Falle eines Platzens der Großen Koalition ggf. auch in Deutschland.

Frage: Welche Rolle spielt die im kommenden Jahr anstehende Präsidentschaftswahl in den USA für die Kapitalmärkte?

Mumm: Der Präsidentschaftswahlkampf dürfte in den USA und mit Abstrichen wohl auch global einer der maßgeblichsten Einflussfaktoren für die Börsen in 2020 sein. Wie kaum jemals zuvor wirkt sich schon heute fast jede Äußerung Donald Trumps unmittelbar auf die Kurse aus. Für Trump dürften im nächsten Jahr zwei Seismografen besonders ausschlaggebend sein: die jeweils aktuellen Umfragewerte sowie der Stand des wichtigsten US-Aktienindex S&P 500. Deutlich fallende Aktienkurse würden die Chancen für seine Wiederwahl wohl erheblich senken. Wann immer hier negative Tendenzen drohen, wird er mit allen Mitteln versuchen, die Stimmungslage wieder zu drehen. Das macht einerseits das Wirken des US-Präsidenten wohl noch unberechenbarer – vor allem bzgl. internationaler Themenfelder, wie der Handelskonflikte. Generell hat er aber ein Interesse an einem ruhigen Verlauf für Konjunktur und Kapitalmärkte, weshalb der Wahlkampf die Lage eher stabilisieren sollte. Im Zweifel könnte Trump bspw. die nächste Steuerreform, diesmal zur Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen, uns Spiel bringen und so den Konsum, die Wirtschaft sowie die Aktienkurse unterstützen.

Frage: Und wie steht es um den Brexit? Hier scheint der Weg doch vorgezeichnet, Großbritannien wird die Europäische Union voraussichtlich Ende Januar verlassen.

Mumm: Tatsächlich ist der Vollzug des Brexit per 31. Januar 2020 jetzt wahrscheinlich. Alle Unsicherheiten sind damit allerdings nicht beseitigt. Großbritannien und die EU sind sich nur über Ihre Trennung einig. Die Formalitäten, also die künftigen Handels- und Kapitalverkehrsbeziehungen sowie die Reisebestimmungen etc. müssen erst noch im Detail ausgehandelt werden. Das dürfte bis Ende 2020 kaum gelingen, so dass ein Antrag auf Verlängerung der Übergangsfrist durch die britische Regierung spätestens im Herbst 2020 vorgetragen werden müsste. In diesem Zuge könnte sogar das Szenario eines ungeregelten Brexit wieder auf die Agenda geraten. Unternehmen fehlt in der anstehenden Verhandlungsphase zunächst weiterhin eine klare Planungsgrundlage. Konkrete Ergebnisse werden sich erst langsam und sukzessive ergeben, so dass der Brexit-Prozess die Konjunktur in der gesamten EU auch in 2020 belastet und auch an den Kapitalmärkten je nach Stand der Verhandlungen immer wieder für Bewegung sorgen dürfte.

Frage: Die deutsche Konjunktur ist in den letzten Quartalen nur knapp an einer „technischen Rezession“ vorbeigeschrammt. Geht es in den nächsten Monaten wieder aufwärts?

Mumm: Das ist aus heutiger Sicht noch nicht sicher. Klar ist, dass die wichtigste Komponente für die deutsche Volkswirtschaft, die Industrieproduktion schon seit Mitte 2018 schrumpft. Hintergründe sind neben einem normalen zyklischen Abschwung vor allem die strukturellen Probleme der Automobilindustrie sowie die Belastungen des Exports durch Handelskonflikte. Frühindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex deuten für die Industrie bisher noch keine Besserung an. Vielmehr besteht die Gefahr, dass zunehmende Nachrichten über Kurzarbeit und Entlassungen auch den noch sehr dynamischen Konsum immer stärker negativ beeinflussen. Zwar gibt es strukturelle Effekte, die in 2020 für eine steigende Wirtschaftsleistung sorgen, etwa mehr Arbeitstage als in 2019. Allerdings ist die Gefahr einer negativen Spirale aus globalem Konjunkturabschwung, Handelskonflikten, Investitionszurückhaltung, Rückgang des globalen Handels, Industrierezession, Rückwirkungen auf den Arbeitsmarkt und am Ende nachgebendem Konsum nicht auszuschließen.

Frage: Immer wieder kamen auch Sorgen um das chinesische Wachstum auf. Besteht von dieser Seite Gefahr für die deutsche Wirtschaft?

Mumm: Der ausschließliche Blick auf das Wachstum in China greift zu kurz. China hat sich in den letzten 30 Jahren von einer bäuerlich geprägten Volkswirtschaft zu einem führenden Industriestandort entwickelt. In dieser Zeit hat sich das Bruttoinlandsprodukt um den Faktor 32 vervielfacht und der Wohlstand ist parallel enorm angestiegen. Aufgrund der gestiegenen Löhne kann China künftig nicht mehr die billige Werkbank der Welt sein, sondern entwickelt sich weiter zu einer führenden Technologienation und in absehbarer Zeit zur größten Volkswirtschaft der Welt. Mit steigendem Wohlstandsniveau nehmen Wachstumsraten sukzessive ab – ein ganz normaler Effekt. Aufgrund des Anteils Chinas am kaufkraftbereinigten globalen BIP in Höhe von heute schon etwa 20 Prozent haben jedoch selbst die niedrigeren Wachstumsraten einen entscheidenden Effekt für die globale Konjunktur. In den kommenden Monaten ist von Wachstumsraten nahe 6 Prozent auszugehen. Die Dynamik der chinesischen Volkswirtschaft schwächt sich also im Rahmen des Transformationsprozesses ab. Ein deutliches Einbrechen des Wachstums – eine sogenannte „harte Landung“ – ist jedoch nicht zu erwarten.

Frage: Die US-Volkswirtschaft wächst noch immer deutlich stärker als die Eurozone. Bleibt dieser Vorsprung bestehen?

Mumm: In den USA wird das BIP-Wachstum in 2020 voraussichtlich unter die Marke von 2 Prozent fallen. Hintergrund sind die auslaufenden stimulierenden Effekte der letzten Steuerreform, die negativen Auswirkungen der Handelskonflikte mit steigenden Preisen und sinkender Nachfrage für bestimmte Güter sowie die global nachlassende Wirtschaftsdynamik. Einen deutlichen Abbruch des US-Wachstums wird vor allem der nach wie vor sehr robuste und für die US-Volkswirtschaft sehr wichtige Inlandskonsum aber verhindern. Der nahezu voll ausgelastete Arbeitsmarkt sorgt für steigende Löhne und damit weiterhin für einen zunehmenden privaten Konsum. Demgegenüber wird das Wachstum in der Eurozone in 2020 leicht zulegen, voraussichtlich auf etwa 1 Prozent. Die Wachstumsdifferenz dürfte also leicht schrumpfen, aber dennoch signifikant bleiben.

Frage: Welche Perspektiven bieten sich vor diesem Hintergrund für Anleger in 2020?

Mumm: Auf der Zinsseite wird das strukturelle Niedrigzinsniveau auf absehbare Zeit bestehen bleiben. An den Aktienmärkten sind viele positive Entwicklungsmöglichkeiten wohl schon in diesem Jahr in die Notierungen eingeflossen und haben für die überraschend deutlichen Kursgewinne gesorgt. Der konjunkturelle Abschwung schlägt sich hingegen kaum in den derzeitigen Aktienkursen nieder. Eingepreist sind offensichtlich keine weiteren Eskalationen im Handelskonflikt und kein ungeregelter Brexit, dafür aber weiterhin expansive Geldpolitik. Für erneut deutliche Kurssteigerungen braucht es daher neue positive Impulse, die derzeit jedoch noch nicht erkennbar sind. Ein aktives Management könnte daher im kommenden Jahr gegenüber einer passiven Indexanlage im Vorteil sein.

Frage: Welche Aktien oder Branchen sind in den kommenden Monaten besonders attraktiv?

Mumm: Bei der Aktienauswahl sollten Anleger sich generell nicht mehr so sehr auf klassische Branchenzuordnungen fokussieren. Einerseits steht nahezu jedes Unternehmen vor enormen Herausforderungen angesichts einer Fülle von substantiellen Veränderungen im Zuge der Digitalisierung, des demografischen und des Klimawandels. Daraus resultieren erhebliche Veränderungen für bestehende Geschäftsmodelle. Wer diese Transformationsphase am besten durchläuft, lässt sich weniger auf Branchen- als vielmehr auf Ebene jedes einzelnen Unternehmens ermitteln. Einige werden existenzielle Krisen erleben, während andere bestehende Chancen konsequent und erfolgreich nutzen können. Am besten aufgestellt sind Unternehmen, die aktiv an der Gestaltung der Zukunft mitarbeiten. Diese sogenannten „Zukunftbeweger“ helfen beim Sparen von Ressourcen, realisieren effiziente Produktionsprozesse, verringern negative Umwelteinflüsse, achten auf faire Handelsusancen und Arbeitsbedingungen in der gesamten Wertschöpfungskette etc. Sie haben nicht nur die Interessen der Kapitalgeber im Blick, sondern nehmen auch auf Angestellte, Zulieferer und alle weiteren mit Ihnen in Kontakt stehenden Interessengruppen Rücksicht. Die Einhaltung höchster Standards bzgl. der Aspekte Umweltschutz, Soziales und Unternehmensführung wird künftig immer mehr zu einem eigenen Entscheidungskriterium für Anleger werden. Ihnen ist an der zukunftsorientierten und positiven Wirkung ihrer Kapitalanlage gelegen. Unternehmen, die sich diesen Standards verpflichten, haben zudem ein deutlich geringeres Reputations-, Prozess- und damit Schadenersatzrisiko. Andere Unternehmen werden in Zukunft höhere Refinanzierungskosten zu tragen haben.

Andererseits verschwimmen durch neue technologische Errungenschaften zunehmende klassische Branchenunterscheidungen. Bspw. entwickeln sich Autobauer zu Anbietern von Mobilitätskonzepten und legen einen Schwerpunkt auf die Entwicklung von Software und Künstlicher Intelligenz zur Realisierung autonomen Fahrens. Maschinenbauer können durch Ausnutzung der durch Maschinen generierten Daten Beratungsansätze entwickeln etc.

Frage: Derzeit wird sehr viel über einen mit der Krise 2008 vergleichbaren und unmittelbar bevorstehenden Crash geschrieben und gesprochen. Besteht diese Gefahr?

Mumm: Ich glaube derzeit nicht an ein solches Szenario. Heftige Finanzmarkt- oder Wirtschaftskrisen werden zumeist von überraschenden Entwicklungen und nach emotional unterstützten Übertreibungsphasen ausgelöst. Zweifellos führt vor allem die jahrelange Niedrigzinspolitik vieler Notenbanken zu enormen Verwerfungen und gravierenden Problemen. Allein der Fakt, dass alle darüber reden, die Notenbanken diese Risiken selbst benennen und beginnen, diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu bekämpfen, spricht jedoch gegen eine dadurch ausgelöste Krise. Obwohl viele Aktienindizes auf oder nahe ihren Allzeithochs notieren, ist keinerlei Euphorie zu spüren. Im Gegenteil ist die Angst vor deutlichen Kursverlusten allgegenwärtig. Das zeigt, dass die meisten Kapitalmarktteilnehmer nach wie vor skeptisch sind. Das wahrscheinlichste Szenario für 2020 ist daher ein moderates Wirtschaftswachstum mit weiter niedrigen Zinsen und tendenziell steigenden Aktien- und Immobilienpreisen.

 

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Aktien sind nicht völlig alternativlos, bieten aber auch 2020 solide Renditen.

 

Dabei liegen Werte aus den USA vor denen aus Europa, Growth schneidet besser ab als Value. Das erwartet Carsten Gerlinger, Vice President von Moventum AM.

„US-Aktien bleiben erste Wahl“, sagt Gerlinger. „Wir erwarten eine fortdauernde Outperformance des US-Marktes.“ Dies liegt vor allem am höheren, wenngleich sich leicht abschwächenden Wirtschaftswachstum in den USA. Zudem unterstützen US-Unternehmen durch Aktienrückkäufe massiv die eigenen Kurse. „Wenn es jetzt noch zu einer Lösung des Handelskonfliktes mit China kommt, sollte das den US-Aktien noch einmal Schwung geben“, so Gerlinger. Gefahren drohen vor allem wegen der bereits gut gelaufenen Märkte, die den US-Markt vergleichsweise teuer erscheinen lassen.

„Dazu kommt, dass im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen im November 2020 der amtierende Präsident alles daransetzen wird, dass sowohl Konjunktur als auch der US-Aktienmarkt gut laufen“, sagt Gerlinger. „Entsprechend werden auch seine Äußerungen in Bezug auf kritische Themen wie der Handelskrieg ausfallen.“ Die Outperformance der Wachstumswerte gegenüber Value-Titeln sollte sich fortsetzen. „Growth profitiert vom niedrigen Zinsniveau, zyklische Werte leiden unter der schwächeren Konjunktur“, analysiert Gerlinger.

Die europäischen Märkte haben sich zwar stabilisiert, bleiben aber weniger attraktiv. „Hier halten wir an unserer Untergewichtung fest“, sagt Gerlinger, denn gemessen am Wirtschaftswachstum hinke Europa den USA deutlich hinterher. „Daran wird sich auch 2020 nichts ändern.“ Europa könnte zudem unter einer immer noch möglichen Verschärfung des Handelskonflikts leiden, denn anders als die USA ist der Wirtschaftsraum sehr offen und auf den Außenhandel ausgerichtet. „Außerdem ist die Industrie in Europa zyklischer ausgerichtet, für eine nachhaltige Outperformance dieses Segments wächst die europäische Wirtschaft aber zu schwach“, sagt Gerlinger.

Japan hat sich in den vergangenen Jahren wieder einen festen Platz in vielen Portfolios erobert. „Der Markt profitiert weiter von der expansiven Politik der Notenbank“, so Gerlinger. „Dazu kommt, dass die Unternehmen anders als in der Vergangenheit eine deutlich aktionärsfreundlichere Politik betreiben.“ Ein schwächerer Yen sollte Exportwerte begünstigen.

Besondere Chancen bieten auf der Aktienseite vier Segmente: REITs, Technologie, Healthcare und ganz grundsätzlich defensivere Sektoren. „REITs zeigen immer noch eine hohe Dividendenrendite und stabiles Gewinnwachstum, ein negativer Einfluss von der Zinsseite ist nicht zu erwarten“, sagt Gerlinger. Healthcare ist einer der Megatrends, der politische Druck auf Preise und Margen wird durch die demographische Entwicklung ausgeglichen. „Zudem besteht hier viel Übernahmephantasie“, so Gerlinger. Und obwohl der Technologiesektor hoch bewertet ist, bestehen hier immer noch sehr gute Chancen. „Das Gewinnwachstum ist relativ gesehen deutlich höher und die zunehmende Vernetzung und Automatisierung wird auch weiterhin einer der maßgeblichen Wachstumstreiber sein.“

Die ebenfalls präferierten defensiven Sektoren gewinnen in einem sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeld. „Telekommunikation, Versorger oder nichtzyklischer Konsum genauso wie Infrastrukturunternehmen, darunter Eisenbahnen, Flughäfen, Autobahnbetreiber oder Stromnetzbetreiber, zeigen sehr stabile Cashflows und ein solides Gewinnwachstum, was sie für 2020 in jedem Fall attraktiv macht“, so Gerlinger.

 

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Langfristige Partnerschaft dient der Erweiterung des Produkt- und Servicespektrums

 

AXA Deutschland stellt sich im Bereich Einmalbeitrag und Geldanlage für die Zukunft bestmöglich auf und schließt dazu eine langfristige Kooperationsvereinbarung mit der Fondsdepot Bank GmbH. Die Fondsdepot Bank stellt künftig die Technologie- und Service-Plattform inklusive Expertise für die Verwaltung des fondsbasierten Investmentdirektgeschäftes für drei der größten Versicherer in Deutschland.

Gemeinsam möchten AXA und Fondsdepot Bank Kunden und Vertriebspartnern nachhaltig attraktive Produkte sowie vereinfachte und digital ausgerichtete Services bieten. Die Kooperation mit der führenden Technologie- und Service-Plattform in Deutschland und Europas größtem Haftungsdach ermöglicht es AXA, das aktuelle Leistungsspektrum beizubehalten, es gleichzeitig konsequent weiterzuentwickeln und interne Prozesse zu vereinfachen. Dies beinhaltet beispielsweise eine Weiterentwicklung bei der Fondsauswahl und der Vermögensverwaltung. Während die Fondsdepot Bank die technisch hochentwickelte Fondsplattform stellt, verbleiben Beratung und Betreuung der Kunden bei AXA und ihren Vertriebspartnern.

AXA wird ihre Bank in die Partnerschaft einbringen. Hierzu übernimmt die Muttergesellschaft der Fondsdepot Bank, eine hundertprozentige Tochter der DXC Technology Company, alle Anteile an der AXA Bank. Die DXC Technology Company ist der weltweit führende, unabhängige End-to-End IT-Dienstleister. Der Erwerb soll vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Mittelfristig ist die Zusammenführung von AXA Bank und Fondsdepot Bank unter einem Dach vorgesehen. Bis dahin werden AXA Bank und Fondsdepot Bank als eigenständige Unternehmen geführt, und solange bleibt der Name „AXA Bank“ auch bestehen. Das von der AXA Bank ebenfalls betriebene Baufinanzierungsgeschäft ist nicht Bestandteil der Transaktion, sondern verbleibt, wie auch die in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter, im deutschen AXA Konzern.

„Die Partnerschaft mit der Fondsdepot Bank wird uns neue Möglichkeiten eröffnen, um als AXA auch zukünftig attraktive Investmentprodukte und neue Services für unsere Kunden und Vertriebspartner zur Verfügung zu stellen. Mit ihrem Know-how aus der Übernahme des Haftungsdachs für die Vertriebe großer deutscher Versicherer und ihren technologischen Fähigkeiten als Teil von DXC Technology ist die Fondsdepot Bank die ideale strategische Ergänzung für uns.“ so Dr. Thilo Schumacher, im Vorstand der AXA Konzern AG verantwortlich für das Ressort Personenversicherungen.

Zukunftsfähige Lösungen für Kunden und Vertriebspartner in herausforderndem Umfeld

In der AXA Bank hat AXA Deutschland bislang das Angebot im Bereich des Investment- und Bankgeschäfts gebündelt. Hierzu gehören insbesondere verschiedene, über das klassische Versicherungsgeschäft hinausgehende Formen der Geldanlage, wie zum Beispiel Festgelder, das Wertpapiergeschäft sowie das Vermögensmanagement. Die AXA Bank verfügt über eine Vollbanklizenz in Deutschland und ist als eigenständige Gesellschaft eine hundertprozentige Tochter der deutschen AXA Konzern AG.

Mit der Fondsdepot Bank gewinnt AXA einen sehr markterfahrenen strategischen Partner, der kontinuierlich in die Optimierung seines Produkt- und Serviceangebots investiert und damit attraktive Lösungen für Kunden und Vertriebspartner von AXA schafft.

Sebastian Henrichs, CEO der Fondsdepot Bank, sagt hierzu: „Mit dieser strategischen Partnerschaft stärken wir das Leistungsversprechen von AXA auf dem deutschen Markt und werden gemeinsam an der Entwicklung der Angebote für AXA-Kunden und -Vertriebspartner arbeiten. Die Fondsdepot Bank verfügt zusammen mit DXC Technology über eine umfassende Expertise in der digitalen Transformation. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um den komplexer werdenden Technologieanforderungen im Bankgeschäft und neuen Kundenerwartungen aktiv zu begegnen.“

Claus Schünemann, Vice President Banking & Capital Markets EMEA (Europe, Middle East and Africa) bei DXC Technology und Vorsitzender des Shareholder Committee der Fondsdepot Bank, erläutert den Hintergrund der geplanten Transaktion: „DXCs Fondsdepot Bank ist ein führender Anbieter von Technologieplattformen im regulierten Investmentfondsmarkt in Deutschland. Die langfristige strategische Kooperation mit der Fondsdepot Bank und die Implementierung von digitalen Plattformlösungen ist für die AXA als internationale Versicherungsgruppe ein bedeutender Schritt für die Umsetzung ihrer Strategie. Gemeinsam mit der Fondsdepot Bank setzt DXC technologische Innovationen in messbare Erfolge um. Die Vereinfachung der Prozesse auf einer technologisch herausragenden Plattform der Fondsdepot Bank ermöglicht es AXA, sich auf die Kundenberatung und das Umsatzwachstum zu fokussieren.“

Perspektiven für AXA Bank Mitarbeiter

Für die rund 40 betroffenen Mitarbeiter der AXA Bank sollen in enger Abstimmung mit den zuständigen Betriebsratsgremien in den nächsten Wochen tragfähige Lösungen gefunden werden. Hierzu werden zeitnah Gespräche mit allen Mitarbeitern geführt. Daneben schätzt auch die Fondsdepot Bank die fachliche Kompetenz und Erfahrung der Mitarbeiter der AXA Bank.

 

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Negativ-Zinsen unterminieren langfristige finanzielle Sicherungssysteme

 

Für die Investoren-Legende Mohamed El-Erian ist die enorme Liquidität an den Märkten “das am meisten unterbewertete Risiko” für Anleger. In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin ‘Capital’ (Ausgabe 1/2020) sagte er weiter: “Das System war wegen der Zentralbanken so lange Zeit so liquide, dass Investoren heute regelrecht konditioniert sind auf eine ausreichende und stets vorhandene Liquidität.” Diese Erwartung sei tief im System verankert und es gäbe ETFs einiger Vermögensverwalter, die volle Liquidität selbst für illiquide Anlageklassen versprechen. So seien auch bestimmte Unternehmensanleihen aus Schwellenländern oder Teile des Marktes für Hochzinsanleihen wegen der massiven Geldspritzen der Notenbanken derzeit liquide, auch wenn sie “von ihrer Natur her eigentlich illiquide sind”. Seiner Einschätzung nach sei “dieses Liquiditätsrisiko viel zu niedrig bepreist”.

Nur langsam setze sich durch, dass “die lockere Geldpolitik nicht nur an Effizienz verliert, sondern sogar kontraproduktiv wirken könnte”. Vor allem “unterminierten negative Zinsen langfristige finanzielle Sicherungssysteme wie Pensionsfonds oder Lebensversicherer”. Außerdem ermutige das Zinsniveau einige Investoren dazu, zu hohe Risiken einzugehen und Zombie-Unternehmen am Leben zu halten. Je länger die Negativzinsen weiter bestünden, desto größer werde der Schaden.

 

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Münster vor Stadt Berlin, Frauen erfolgreicher als Männer – zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt die Analyse der ING Deutschland.

 

Für die Analyse wurde die durchschnittliche Rendite der Wertpapierdepots von über 806.000 Kunden im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 29. November 2019 anonymisiert ausgewertet. 23,5 Prozent Rendite haben die berücksichtigten Wertpapierdepots im Untersuchungszeitraum erzielt, so die Ergebnisse der anonymisierten Auswertung.

Frauen hatten 2019 ein besseres Händchen bei Anlageentscheidungen als Männer

Weibliche Privatanleger waren mit durchschnittlich 24,11 Prozent Rendite erfolgreicher als männliche mit 23,5 Prozent. Sie weisen für den Untersuchungszeitraum einen vergleichsweise hohen Anteil von Fonds in ihren Depots auf. Dieser beträgt 25 Prozent, bei Männern sind es hingegen nur 18 Prozent.

Männer setzten dafür stärker auf Einzelwerte. Der Aktienanteil in ihren Depots liegt bei rund 60 Prozent, bei den Frauen dagegen bei 53,47 Prozent. Bei beiden Geschlechtern bilden Aktien damit im Untersuchungszeitraum die absolute Mehrheit im Depot.

“Junge” Privatanleger erfolgreicher als “ältere”

Die Altersgruppe der 26 bis 35-jährigen legte am erfolgreichsten an. Im Durchschnitt erzielte diese Gruppe 26 Prozent Rendite. Doch auch die in Relation am wenigsten erfolgreiche Altersgruppe der über 75-jährigen konnte im Untersuchungszeitraum 22 Prozent Wertzuwachs im Depot verzeichnen.

Dabei waren ETFs 2019 vor allem bei den jungen Privatanlegern beliebt: Mit über 23 Prozent haben die unter 18-jährigen den zweithöchsten Anteil an ETFs im Portfolio. Übertroffen wird dies nur doch von den 26 bis 35-jährigen mit 23,65 Prozent. Ältere Anleger scheinen hingegen “klassische” Anlageklassen zu bevorzugen. Sie haben im Vergleich zu den anderen Altersgruppen die größten Anteile sowohl an Aktien als auch an Anleihen im Depot.

 

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Der Jahreswechsel naht – und damit auch die guten Vorsätze für das neue Jahr.

 

Ein Thema, das bei vielen Deutschen noch etwas stiefmütterlich behandelt wird, ist die Geldanlage. Zwar sind viele Sparer mit ihren Erträgen unzufrieden und sie sind sich dessen bewusst, dass die Zinsen nicht allzu bald wieder ansteigen. Allerdings hält sie mangelndes Wissen und Risikoaversion davon ab, mehr aus ihrem Geld zu machen. Dabei zeigt eine aktuelle Umfrage von J.P. Morgan Asset Management, dass für mehr als drei Viertel aller befragten Frauen und Männer finanzielle Unabhängigkeit sehr wichtig ist. “Angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds ist es heute aber wichtiger denn je, gewohnte Vorgehensweisen zu überdenken und über traditionelle Sparformen hinaus aktiv zu werden”, betont Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing und PR von J.P. Morgan Asset Management in Deutschland und Österreich. Denn wenn Bankeinlagen kaum verzinst werden, droht durch die Inflation eine schleichende Enteignung statt des erhofften Kapitalwachstums. Deshalb ist es zum Vermögensaufbau heute unerlässlich, auf die Ertragskraft der Kapitalmärkte zu setzen. “Sicherlich sind Aktienanlagen stärkeren Schwankungen ausgesetzt als ein Sparbuch. Aber wer einige Grundprinzipien der Geldanlage berücksichtigt, kann diesen gefürchteten Schwankungen gelassener entgegensehen”, betont Bradtmöller.

  1. Prinzip der Geldanlage: Risikostreuung ist wichtig

Für den Anlageerfolg ist eine Streuung über verschiedene Anlagen entscheidend. “Wer alles auf eine Karte setzt, setzt sein Erspartes dem Risiko größerer Schwankungen aus. Ein breit gestreutes Portfolio bietet dagegen unterschiedliche Ertragschancen und ist dabei weniger schwankungsanfällig”, führt Pia Bradtmöller aus. Ihr Tipp: Mischfonds, die flexibel die unterschiedlichen Anlagen kombinieren, eignen sich hierfür besonders, denn sie nehmen Anlegern die Arbeit der Allokation ab und eignen sich auch für Anlageeinsteiger.

  1. Prinzip der Geldanlage: Schwankungen an den Börsen sind nicht ungewöhnlich

Zugegebenermaßen geht es an den Börsen auf und ab, doch eine Betrachtung über längere Zeiträume zeigt, dass es in vielen Jahren trotz unterjähriger Schwankungen ein positives Ergebnis gibt. Der europäische Aktienmarkt beispielsweise ging in den Jahren zwischen 1980 und 2019 im Verlauf des jeweiligen Kalenderjahres durchschnittlich 15,4 Prozent nach unten. Tatsächlich haben Anleger aber in 30 der Jahre trotz der Schwankungen ein Plus erzielt und die Märkte haben nur 9 Jahre mit einem Minus abgeschlossen. “Es lohnt sich also, in schwankungsreicheren Marktphasen die Nerven zu behalten”, unterstreicht Pia Bradtmöller.

  1. Prinzip der Geldanlage: Die Zeit arbeitet für Anleger

An den Kapitalmärkten gibt es immer mal stürmische Zeiten. Über längere Zeiträume hinweg werden Verluste aber seltener – deshalb ist eine langfristige Perspektive so wichtig. Ein Blick auf die letzten 69 Jahre zeigt, dass man mit einer Anlage, die je zur Hälfte aus Aktien und Anleihen besteht, über einen kurzen Anlagezeitraum von nur einem Jahr eine große Bandbreite bis zu 49 Prozent Gewinn verbuchen – oder aber bis zu 24 Prozent Verlust machen konnte. Dieses Chance-Risiko-Profil verändert sich mit steigendem Anlagehorizont deutlich, sodass schon bei einer mittleren Anlagedauer von 5 Jahren das annualisierte Verlustrisiko signifikant zurückgeht und selbst im schlechtesten Fall bei -1 Prozent liegt, die Gewinnchancen liegen immer noch bei 24 Prozent. Und bei einem 10-jährigen Anlagezeitraum gab es mindestens ein Plus von 1 Prozent bis zu maximal 17 Prozent. “Je länger also der Anlagezeitraum ist, desto geringer sind die Ausschläge nach unten – deshalb ist es so wichtig, sich über den Anlagehorizont bewusst zu werden. Dann kann das Geld, das für den Ruhestand angelegt wird, in aller Ruhe am Kapitalmarkt arbeiten und die Renditen erwirtschaften, die benötigt werden”, betont Bradtmöller.

  1. Prinzip der Geldanlage: Durchgehend investiert zu bleiben zahlt sich aus

Anleger sollten sich nicht von Emotionen leiten lassen und bei Kursschwankungen Ruhe bewahren. “Wer glaubt, cleverer zu sein, als der Markt, um nur die ‘guten Zeiten’ zu erwischen, kann dies oft teuer bezahlen. Denn Kurseinbrüche sind schwer vorherzusagen und nach einer Abwärtsphase folgt häufig ebenso unvermittelt ein steiler Kursanstieg. Wenn man diese wichtigen Tage verpasst, wirkt sich das auf die Gesamtrendite häufig negativer aus, als die gesamten Schwankungen mitzumachen”, so Pia Bradtmöller. Das sollte auch diejenigen beruhigen, die befürchten, dass die Kapitalmarktanlage viel Arbeit bedeutet.

  1. Prinzip der Geldanlage: Wer frühzeitig anlegt, wird belohnt

Die Zeit, in der das Geld am Kapitalmarkt angelegt ist, spielt auch aus einem anderen Grund eine wichtige Rolle – diesen Effekt hat Einstein einst als “8. Weltwunder” bezeichnet: “Je früher man mit der Geldanlage beginnt, desto besser – der Zinseszinseffekt ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor. Wer die Erträge seiner Geldanlage wieder anlegt, anstatt das Geld auf dem Konto liegen zu lassen, hat die Chance, deutlich mehr mit seinem Geld zu erreichen”, erläutert Bradtmöller.

Vielleicht ist also die ruhige Zeit “zwischen den Jahren” ein guter Zeitpunkt, um sich Gedanken über die finanziellen Ziele zu machen – und wie diese erreicht werden können. So lautet Pia Bradtmöllers Fazit: “Es gibt nach wie vor Vorurteile und Wissenslücken rund um die Kapitalmärkte und Investmentlösungen. Angesichts steigender Lebenserwartung, sinkender Renten und drohender Strafzinsen auf Bankeinlagen wird es umso wichtiger, die Portfolios für die Realitäten des heutigen Zinsumfelds zu präparieren. Dazu gehört auch, sich für die Geldanlage Zeit zu nehmen und in die eigene finanzielle Bildung und letztendlich in sich selbst zu investieren.”

Der Sparplan – Anlagedisziplin leicht gemacht

Eine einfache, flexible und bequeme Lösung – nicht nur für Anlageeinsteiger – bieten breit gestreute Mischfonds, die dazu beitragen können, regelmäßige Erträge zu generieren und gleichzeitig Schwankungen und Risiken zu minimieren. Sehr sinnvoll ist es, dabei auf laufende Erträge (“Income”) zu achten, weil diese langfristig einen wichtigen Anteil der Gesamtrendite ausmachen. Sie ermöglichen bereits mit kleinen Einzahlungen, beispielsweise im Rahmen von Sparplänen, ganz einfach erste Schritte bei der Wertpapieranlage. Ein weiterer Vorteil des Sparplans ist laut Pia Bradtmöller, dass sich typische Anlegerfehler vermeiden lassen. “Aufgrund der festen Sparrate kann der so genannte Cost-Average-Effekt der Durchschnittskosten greifen: Da die Geldanlage über einen längeren Zeitraum erfolgt, verteilt sich das Risiko besser, denn bei fallenden Kursen erwirbt man mehr und bei steigenden Kursen entsprechend weniger Anteile. So lässt sich das Problem des ‘Market-Timings’, also des richtigen Einstiegszeitpunktes, vermeiden und für die Fondsanleger werden die gefürchteten Marktschwankungen noch weniger relevant. Und dass der Betrag regelmäßig vom Konto abgebucht wird, sorgt das ganze Jahr für Spardisziplin und hilft so, die Neujahrsvorsätze auch tatsächlich durchzuhalten”, so Pia Bradtmöller augenzwinkernd.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Die Regulierung zu nachhaltigen Investments setzt darauf, Kapitalströme so zu leiten, dass gesteckte Klima- und Verhaltensziele erreicht werden.

 

AREAM als Haus für Erneuerbare Energien ist ein Teil dieses Prozesses, geht aber noch einen Schritt weiter: „Impact Investing sollte mehr bedeuten, als nur ein ESG-Siegel auf Produkte zu pappen“, sagt Markus W. Voigt, Geschäftsführer der AREAM GmbH, die deshalb eine Stiftung ins Leben gerufen hat.

„Wir verstehen uns als nachhaltiger Assetmanager“, sagt Voigt. „Dazu gehört, dass unsere Produkte wie unser gesamter Investmentprozess ESG-konform sind.“ Zudem entwickelt das Unternehmen, das weit in die operativen Prozesse der Wind- oder Solarparks eingebunden ist, die technischen Möglichkeiten weiter. Der Einsatz künstlicher Intelligenz hilft, die Wirkungsgrade zu steigern und gleichzeitig Ausfallquoten zu reduzieren. „Hier sind wir als Assetmanager sehr stark ins Research und in die Entwicklung der entsprechenden selbst lernenden Systeme eingebunden“, sagt Voigt.

„Entwicklungen voranzutreiben, das ist allerdings nicht nur im technischen Bereich wichtig“, so Voigt. „Genauso entscheidend ist es, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und zwar da, wo es darauf ankommt.“ Deshalb hat AREAM als Haus für Erneuerbare Energien die Power One for One Foundation gGmbH gegründet. Ziel ist es, den Teufelskreis der Energie-Armut zu durchbrechen – und das nachhaltig. „Mehr als 1,2 Milliarden Menschen leben auf der Welt ohne Zugang zu Strom“, sagt Voigt. „Dabei ist Strom oft eine wesentliche Voraussetzung für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben.“

Die Power One for One Foundation zielt darauf, Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern durch den Einsatz kleiner Solaranlagen die Chance auf ein besseres Leben zu geben – und zugleich die Umwelt zu schonen. Zugang zu Strom hilft den betroffenen Menschen in vielfacher Weise: „Das reicht vom Gesundheitswesen, wenn Kühlschränke für Medikamente angeschafft werden können, über eine bessere Wasserversorgung mittels Pumpen, besserer Bildung durch Licht zum Lesen und Lernen bis zur Senkung von Kosten, weil kein Diesel mehr gekauft werden muss“, sagt Voigt.

AREAM spendet selbst und ermutigt dazu auch andere. „Derzeit unterstützt die Stiftung drei Projekte: in Sri Lanka, Guatemala und Uganda“, sagt Voigt. Dank des hohen Spendenaufkommens 2019 werden diese Projekte weitergeführt und ausgebaut.

 

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AREAM GmbH, Kaistraße 2, 40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211 30 20 60 42, www.aream.de

Internationale Aon-Studie: Bedeutung nachhaltiger Anlagestrategien nimmt zu, angelsächsische Länder schließen zu Kontinentaleuropa auf.

 

Die Bedeutung von nachhaltigen Investments bei institutionellen Anlegern steigt stark an. Dies zeigt eine Studie des global tätigen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon. Im Sommer 2019 befragte Aon 229 Investoren aus Europa, Kanada und den Vereinigten Staaten. Darunter waren private und öffentliche Vorsorgeeinrichtungen, Versicherer, Stiftungen und Family Offices.

85 Prozent (2018: 68 Prozent) der Befragten gaben an, dass Nachhaltigkeitskriterien (= ESG-Kriterien: Environmental, Social, Governance) für Investments zumindest teilweise wichtig sind. Die wichtigsten Veränderungen im Vergleich zur Studie aus dem Vorjahr nach Regionen:

Großbritannien: 87 Prozent (66 Prozent)

Vereinigte Staaten: 78 Prozent (57 Prozent)

Kanada : 78 Prozent (68 Prozent)

Kontinentaleuropa : 85 Prozent (80 Prozent)

Besonders stark war der Anstieg in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten. 44 Prozent der befragten Investoren berichten, dass sie bereits eine formale ESG-Anlagepolitik umsetzen. Weitere 24 Prozent erarbeiten diese derzeit. 29 Prozent der Investoren engagieren schon spezifische Mitarbeiter für das Thema Nachhaltigkeit (2018: 20 Prozent), in der Regel leisten sich dies aber nur die großen Anleger.

64 Prozent der Befragten haben Vermögenswerte in einer nachhaltigen Anlagestrategie platziert (2018: 49 Prozent). Davon gab die Hälfte an, dass sie diese Allokationen zukünftig beibehalten oder erhöhen werden. Mehr als 40 Prozent der Befragten denken, dass die Einbeziehung von ESG-Kriterien zu einer besseren Performance ihrer Anlage führt.

Investoren halten es für möglich, dass in den Vereinigten Staaten nachhaltige Anlagestrategien wieder ausgebremst werden könnten. Kontinentaleuropa nimmt aus ihrer Sicht dagegen eine führende Rolle in Sachen Nachhaltigkeit an.

„Die enorm wachsende Bedeutung von nachhaltigen Anlagen zeigt“, kommentiert Fred Marchlewski, Geschäftsführer der Aon Hewitt GmbH, „wie präsent dieses Thema auf dem Radarschirm der institutionellen Investoren ist. Sie gehen es sehr überzeugt an, deshalb wird dieser Trend anhalten. Nachhaltige Kapitalanlagen können bis zu einem gewissen Grad Investment-Risiken reduzieren.“

Weitere wichtige Erkenntnisse der Studie im Überblick:

Bei der bAV legte die positive Stimmung für nachhaltige Investitionen im letzten Jahr global enorm zu: 86 Prozent waren es im Vergleich zu 56 Prozent in 2018.

Kleinere Investoren stehen nachhaltigen Anlagen kritischer (10 Prozent) gegenüber als größere (4 Prozent).

Große Investoren setzen eher auf eine nachhaltige Anlagestrategie und spezialisierte Mitarbeiter in diesem Feld als kleinere.

Fehlende Übereinstimmung in Schlüsselfragen, wie z.B. der Definition von nachhaltigem Investieren, hindert 14 Prozent (2018: 26 Prozent) der Befragten daran, ESG-Kriterien umzusetzen. Unsicherheit bei der Begriffsauslegung kann selbst bei gut gewillten Anlegern zu Verwirrung führen.

Risikobehaftete Themen für institutionelle Investoren sind Klimawandel und Naturkatastrophen (67 Prozent), gefolgt von Nationalismus/Protektionismus (50 Prozent) und sozioökonomische Ungleichheit (38 Prozent).

 

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Aon Hewitt GmbH, Luxemburger Allee 4, 45481 Mülheim a.d. Ruhr, Tel: +49 208 7006-2620, www.aon.com

Knapp einstellige Zuwächse an den Aktienmärkten

 

Einen verhalten optimistischen Ausblick auf das Jahr 2020 gibt Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management von Berenberg. Vor allem werde die hohe politische Unsicherheit anhalten – nicht zuletzt mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahlen. Für das kommende Jahr rechnet Berenberg mit einem leichten Anziehen des weltweiten Wirtschaftswachstums. Bei Aktien rechnet Berenberg mit moderaten, einstelligen Zuwächsen, da diese mit dem sehr guten Jahr 2019 eine Konjunkturerholung bereits weitgehend eingepreist haben. Begrenztes Wachstum, geringe Inflation, niedrige Zentralbankzinsen und erneute Anleihekäufe durch die EZB limitieren den Anstieg von Anleiherenditen. Den Dax sieht Berenberg Ende 2020 bei 13.900 Punkten, den S&P 500 bei 3.250 Zählern.

Nach Ansicht von Prof. Dr. Bernd Meyer¸ Chefstratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management von Berenberg, ist das Überraschungspoten-zial an den Aktienmärkten jedoch begrenzt: Die politischen Unsicherheiten werden bestehen bleiben, nicht zuletzt wegen der anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA. Zusätzliche Hilfe von den Zentralbanken und der Fiskalpolitik sei nicht zu erwarten. Bernd Meyer sagt: „Die Aktienbewertung, auf Basis der vom Konsensus erwarteten Gewinne für 2020, erscheint bereits ambitioniert und die Gewinnerwartungen dürften noch weiter reduziert werden. Uns scheint global bestenfalls ein Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Bereich realistisch. Das bedeutet, der Zyklus geht weiter, aber der Aktienmarkt hat fundamental nur begrenztes Potenzial.“

Mit der Teileinigung im Handelsstreit und sich verbessernden Konjunkturdaten dürften Aktien aber unterstützt durch Zuflüsse bei Aktienanlagen und die typischerweise vorteilhafte Saisonalität zunächst weiter zulegen. Insbesondere europäische Aktien und Aktien aus den Schwellenländern dürften davon profitieren. Eine ausgeprägtere Übertreibung mit nachfolgender Korrektur sei gut vorstellbar. „Für Europa spricht neben der günstigeren Bewertung, dass die Märkte des Kontinents aufgrund der zyklischeren Indexzusammensetzung sich gewöhnlich besser als der Rest der Welt und besonders die USA entwickeln, wenn sich das globale Wachstum beschleunigt. Viele internationale Anleger haben nach der jahrelangen Underperformance zudem eine Europa-Untergewichtung, sodass auch die Positionierung der Marktteilnehmer Aufholpotenzial biete. „Den Euro Stoxx 50 erwarten wir zum Jahresende 2020 bei 3.850 Punkten. Außerhalb Europas mögen wir aufgrund der relativen Attraktivität oder des steigenden Wachstumsvorsprungs vor allem Schwellenländeraktien“, so Meyer.

Umfeld begrenzten Wachstums

Matthias Born, Head of Investments von Berenberg und Manager des Berenberg European Focus Fund, schaut ebenfalls zuversichtlich in das neue Jahr. „Unser Fokus auf qualitativ hochwertige Unternehmen, die über strukturelles Wachstum verfügen, sollte sich auch in den kommenden Jahren weiter auszah-len. Gerade in dem momentan eher schwächeren Wachstumsumfeld, lohnt es sich, der Blick auf, die deutlich stärker als der Durchschnitt wachsen können. Davon gibt es in Europa  mehr als viele denken. Europa ist nicht nur führend bei der Digitalisierung in der Industrie, auch in Bereichen wie der Medizintech-nik sowie der Spezialchemie haben wir führende globale Player. Im Segment der Konsum- und Luxusgüter gibt es viele europäische Marken, die weltweit den Ton angeben und vom Wachstum der Mittelschicht in China profitieren.  Darüber hinaus sollten auch einige europäische Halbleiterzulieferer von Chinas technologischer Weiterentwicklung profitieren. Der steigende Bedarf an KI-Anwendungen und Automatisierung fördert hier zudem das strukturelle Wachstum.“ Wichtig sei es, über alle Unternehmensgrößen hinweg, nach Chancen zu suchen. Daher würde auch im nächsten Jahr ein signifikanter Teil des Portfolios in Hidden Champions investiert werden. Diese sind zwar oftmals unbekannter als die US-Technologieriesen, weisen aber eine mindestens genauso hohe Wachstumsdynamik auf.

Im Zentrum der politischen Unsicherheiten stehe die Präsidentschaftswahl in den USA am 3. November, so Meyer. Schon die im Februar beginnenden Vorwahlen der US-Demokraten dürften die Märkte bewegen. Bei einem eher links stehenden demokratischen Kandidaten könnten die Märkte im Fall eines Wahlsiegs der Demokraten ein Zurückdrehen der Steuerreform von Präsident Trump befürch-ten. Ein demokratischer Präsident mit einer demokratischen Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus ist aber unwahrscheinlich. Dies ist laut Meyer zu-mindest für die Aktienmärkte gut. Denn eine Analyse der Entwicklung seit 1928 zeige, dass sich Aktien in den sechs Monaten nach der Wahl im Fall eines solchen „vereinigten“ Kongresses deutlich schwächer entwickelt haben als im Fall eines „gespaltenen“ Kongresses. Wenn das Korrektiv durch eines der Häuser fehlt, neigen die Präsidenten wohl zu extremeren Entscheidungen. Ansonsten unterscheidet sich die Aktienmarktentwicklung in Wahljahren im Durchschnitt nicht von jener in Jahren ohne Wahl. Es fällt lediglich auf, dass im Falle eines amtierenden republikanischen Präsidenten, der Aktienmarkt in den sechs Monaten vor der Wahl im Schnitt nur seitwärts tendierte –  ein Bild, dass Meyer auch für 2020 nicht als abwegig erachtet.

Auf Konjunkturseite erwartet Berenberg 2020 ein leichtes Anziehen des globa-len Wachstums, allerdings seien kaum Gründe für einen Boom zu erkennen. Eine Abschwächung des Wachstums im Vergleich zum laufenden Jahr sieht Berenberg in den USA, China und Japan, wohingegen etwa Europa und Lateinamerika etwas stärker zulegen dürften als 2019. Im Jahr 2019 hätten die Geldpolitik und die positive Marktentwicklung für deutlich verbesserte finanzielle Rahmenbedingungen gesorgt. Dies werde auch 2020 die Wirtschaft stützen. Konjunkturelle Frühindikatoren bestätigten aktuell dieses Bild. Die Erholung dürfte aber nur moderat ausfallen. Die politischen Unsicherheiten blieben hoch und auch die nur begrenzten Stimulierungsmaßnahmen in China würden global weniger helfen als in vorangegangenen Zyklen. Zudem sei das Potential für zusätzliche geldpolitische Impulse begrenzt und auch fiskalpolitisch sei kein großer Wurf zu erwarten. Die Leitzinsen in Europa (0 Prozent) und den USA (1,5 – 1,75 Prozent) dürften dementsprechend auf Jahressicht auf dem derzeitigen Niveau verbleiben. Allerdings sei sowohl in den USA (2,2 Prozent) als auch in den Euro-Zone (Bundesanleihen: 0,30 Prozent) mit einem moderaten Anstieg der Renditen bis zum Jahresende zu rechnen.

Auf Devisenseite erwartet Berenberg, dass der Dollar zu Jahresbeginn unter leichten Druck geraten und der Euro moderat zulegen dürfte, da sich die Risiken – Handelskonflikt und Brexit – zurückbilden und die Konjunktur in Europa wieder Fuß fassen dürfte. Charttechnisch verlaufe der Wechselkurs Euro/US-Dollar seit Mai 2018 abgesehen von einer ganz kurzen Unterbrechung knapp unter der 200-Tage-Linie. Wenn der Wechselkurs die 200-Tage-Linie nach oben durchbricht, könnte dies jedoch das lang erwartete Signal für eine Trendwende am Devisenmarkt sein. Von der EZB werde es in den kommenden Monaten sehr wahrscheinlich keine weiteren expansiven Maßnahmen mehr geben, sodass der Euro alle den Kurs schwächenden Impulse bereits verarbeitet habe. Die amerikanische Notenbank Fed wird nach Berenberg-Schätzung vorerst pausieren und ihre Geldpolitik datenorientiert gestalten. Zum Jahresende 2020 sieht Berenberg den Euro-Dollar-Kurs bei 1,15 Dollar.

Im Anleihebereich bevorzugt Berenberg in das Jahr hinein Kreditrisiken, d.h. Unternehmensanleihen oder Schwellenländeranleihen, gegenüber sicheren Staatsanleihen mit höherer Duration, da die Renditen sicherer Anleihen nach Ansicht der Berenberg-Experten vorerst noch etwas steigen dürften. Gold könnte von einem vorerst schwächeren US-Dollar profitieren und bleibt von den niedrigen Realzinsen unterstützt. Auch dürften die Zentralbanken von Schwellenländern wie Russland, China und Indien Kursverluste für Zukäufe nutzen, um ihre Reserven zu „de-dollarisieren“. So bleibe Gold vor allem als Absicherung gegenüber wirtschaftspolitischen Risiken auch 2020 ein attraktiver Diversifikator. Sollten sich die zunächst optimistischen Erwartungen am Aktienmarkt materialisieren, böten zudem Industriemetalle Aufholpotenzial, insbesondere Kupfer.

„Grundsätzlich gibt es auch weiterhin für Anleger mittel- bis langfristig keine wirkliche Alternative zur Aktienanlage“, betont Experte Born. Komme es neben dem geregelten Brexit zu einer zumindest vorübergehenden Entspannung im Handelsstreit und signalisierten die Konjunkturdaten zunehmend eine Erholung, dann hätten die Aktienmärkte zunächst noch etwas Potenzial, mit der Gefahr des Aufbaus einer deutlicheren Übertreibung. Danach, und insbesondere im Vorfeld der Wahlen in den USA, könnte es dann aber zu einer volatilen Seitwärtsbewegung kommen. Meyer betont: „Aktives Management, Selektivität und relative Positionen sollten in 2020 im Vordergrund stehen.“

 

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Berenberg, Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, Neuer Jungfernstieg 20, 20354 Hamburg, Tel: +49 40 350 60-0, Fax: +49 40 350 60-900, www.berenberg.de

Unter 30-Jährige sind besonders zuversichtlich

 

Immer mehr Bundesbürger glauben daran, dass sich ihre Finanzen im kommenden Jahr vorteilhaft entwickeln werden, so eine aktuelle Vergleichsumfrage im Auftrag der Postbank. Insbesondere die Jungen sind bester Stimmung. Ist ihr Optimismus begründet?

Die Stimmung unter den Deutschen ist auffallend gut: Während 2018 schon jeder Zweite (52 Prozent) meinte, dass sich bei ihm Einkommen und Ersparnisse, Geldanlage und Ausgaben im kommenden Jahr positiv entwickeln würden, sind heute sogar zwei von drei Deutschen (64 Prozent) dieser Überzeugung. Nie waren mehr Menschen so zuversichtlich seit die Postbank diese Frage 2015 zum ersten Mal stellte; die Umfrage wird jährlich von Kantar Emnid umgesetzt. 18 Prozent der Befragten bewerten ihre Aussichten sogar als „sehr optimistisch“ – ein Plus von neun Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Diese Ergebnisse überraschen, da Volkswirte der deutschen Wirtschaft einen Konjunkturabschwung attestieren. Dieser sei allerdings noch nicht für alle Menschen sichtbar, meint Dr. Marco Bargel von der Postbank. „Bisher befindet sich ausschließlich das verarbeitende Gewerbe in einer Rezession. In anderen Branchen wie dem Bau oder bei Dienstleistungen ist die wirtschaftliche Lage noch relativ gut. Auch verharrt die Arbeitslosigkeit in Deutschland immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau. Gleichzeitig steigen die Löhne weiter deutlich an, sodass viele Menschen eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation wahrnehmen.“ Zudem konnten sich Wertpapierbesitzer 2019 über die deutliche Erholung der Aktienmärkte freuen, so der Postbank Experte.

Junge auf der Sonnenseite

Laut Umfrage erwarten vor allem die jungen Deutschen rosige Zeiten: 87 Prozent der 16- bis 29-Jährigen blicken zuversichtlich auf ihre Finanzen in 2020, nur zehn Prozent hegen Bedenken. Dr. Marco Bargel erklärt: „Junge Menschen verfügen in der Regel noch nicht über ein hohes Geldvermögen. Die Auswirkungen anhaltend niedriger Zinsen machen sich bei dieser Altersgruppe daher noch nicht so bemerkbar. Gleichzeitig sind die Jobchancen für junge Menschen heute so gut wie schon lange nicht mehr.“ Ob sich Arbeitnehmer auch im kommenden Jahr glücklich schätzen können, ist voraussetzungsreich: „Je länger der Konjunkturabschwung in Deutschland anhält, desto größer ist die Gefahr, dass auch der Arbeitsmarkt in Mitleidenschaft gezogen wird. Damit würde sich auch die finanzielle Situation vieler Menschen verschlechtern“, gibt Dr. Marco Bargel zu Bedenken. Dies hänge vor allem von der weiteren Entwicklung politischer Risiken ab. „Bei einem harten Brexit oder einer erneuten Eskalation des Handelsstreits der USA kann die deutsche Wirtschaft schnell in eine Rezession abgleiten. Die Auswirkungen wären dann auch in finanzieller Hinsicht für viele Menschen spürbar.“ Der Wirtschaftsexperte zeigt sich jedoch auch zuversichtlich und rechnet für 2020 mit einem moderaten Wirtschaftswachstum. „In einem solchen Umfeld sollte die finanzielle Situation der privaten Haushalte in Deutschland stabil bleiben“, sagt Dr. Marco Bargel.

 

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Postbank – eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Friedrich-Ebert-Allee 114-126, 53113 Bonn,Tel: +49 (0)228 920 -0, Fax: +49 (0)228 920 -35151, www.postbank.de

DJE schüttet 50 Millionen Euro an Anleger dreier Dividendenfonds aus

 

Die DJE Kapital AG (DJE) schüttet zum Stichtag 19. Dezember 2019 ingesamt rund 50 Millionen Euro für ihre Flaggschifffonds DJE – Zins & Dividende und DJE – Dividende & Substanz sowie den DJE – Asia High Dividend aus. Beim DJE – Zins & Dividende entspricht dies je nach Anteilsklasse einer Rendite von 1,5 bis 2,4 Prozent. Beim DJE – Dividende & Substanz und beim DJE – Asia High Dividend liegt die Rendite zwischen 2,5 bis 3,5 Prozent. Die Renditekennziffern beziehen sich dabei auf den Anteilspreis des jeweiligen Fonds per Ende November.

Angesichts des anhaltend herausfordernden Niedrigzinsumfeldes setzt DJE gegen den Trend auf verlässliche Erträge – und hat darüber hinaus eine dauerhafte Anhebung der Ausschüttungen beschlossen.

Künftig sollen für die drei genannten Fonds jährliche Auschüttungen von mindestens 1,5 Prozent (DJE – Zins & Dividende) bzw. etwa 2,5 Prozent (DJE – Dividende & Substanz und DJE – Asia High Dividend) erfolgen. Thorsten Schrieber, im Vorstand verantwortlich für Vertrieb, Sales Support sowie Marketing und PR: „Wir entwickeln unsere Ausschüttungsstrategie entlang der Kundenbedürfnisse weiter. In Zeiten des Nullzinses steigt der Bedarf an ratierlichen und regelmäßigen Ausschüttungen. Mit unserer Dividendenstrategie kommen wir dem wachsenden Wunsch nach planbaren laufenden Erträgen entgegen. Dividenden sind sozusagen der neue Zins.“

Auch weiterhin zielen die DJE-Dividendenfonds also auf dauerhafte und verlässliche Erträge. Dazu Dr. Jan Ehrhardt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender: „Planbare und perspektivisch steigende Dividendenpotenziale, etwa bei Fonds, gewinnen an Bedeutung – vor allem angesichts fehlender Alternativen im anhaltenden Niedrigzinsumfeld. Beispiel Aktien: Um frühzeitig dividenden- und substanzstarke Unternehmen zu identifizieren, ist die fundierte Analyse vielversprechender Geschäftsmodelle und ihrer flexiblen Entwicklungsaussichten besonders wichtig. Für die Auswahl geeigneter Titel prüfen wir weltweit Märkte, Regionen und Branchen eingehend – auch direkt vor Ort und in Gesprächen mit dem führenden Management.“

 

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DJE Kapital AG, Pullacher Straße 24, 82049 Pullach, Tel: +49 89 790453-0, Fax: +49 89 790453-185, www.dje.de

Der Aufsichtsrat der FERI AG hat den Vertrag von Dr. Heinz-Werner Rapp (57) als Chief Investment Officer bis zum 30.11.2023 verlängert.

 

Rapp ist auch weiterhin Leiter des FERI Cognitive Finance Institute, das von ihm gegründet wurde, und zudem Mitglied im Executive Committee des MLP Konzerns.

„Mit Kontinuität im Vorstand profitiert FERI vom Erhalt und dem kontinuierlichen Ausbau der sehr umfangreichen Markt- und Anlageexpertise. Dies ist eine wichtige Grundlage für anhaltendes Umsatz- und Ergebniswachstum“, sagt Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Aufsichtsratsvorsitzender der FERI AG und Vorstandsvorsitzender der MLP SE. „Dr. Heinz-Werner Rapp zählt zu den profiliertesten Köpfen im Bereich Asset Allocation und Anlagestrategie. Mit dem FERI Cognitive Finance Institute hat er das Spektrum der Analysen bei FERI nochmals substanziell erweitert.“ Das FERI Cognitive Finance Institute beschäftigt sich interdisziplinär mit globalen Megatrends und ihren Auswirkungen auf die Finanzmärkte; es hat in diesem Umfeld bereits eine Reihe von Studien veröffentlicht, etwa zu den Auswirkungen der Dekarbonisierung und Alternativer Mobilität. (www.feri-institut.de).

Dr. Heinz-Werner Rapp gehört dem Vorstand seit September 2006 an. Für FERI ist er seit 1995 tätig, zunächst als Leiter Portfolio Management und ab 2003 als Geschäftsführer. Die Funktion des Chief Investment Officer hat er seit 2005 inne. Vor seiner Zeit bei FERI war Dr. Heinz-Werner Rapp für ein internationales Investmenthaus tätig und absolvierte ein Promotionsstudium in Finanzwirtschaft und Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim.

 

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FERI AG, Haus am Park  Rathausplatz 8-10, 61348 Bad Homburg, Tel: +49 (0) 6172 916-0, Fax: +49 (0) 6172 916-9000, www.feri.de

Anlagejahr 2019 überrascht mit Gewinnen auf breiter Front

 

Trotz geopolitischer Störfeuer und fragiler Fundamentaldaten wird das Anlagejahr 2019 in die Börsengeschichte eingehen. Alle wichtigen Assetklassen werden dieses Jahr wohl mit einer – vielfach deutlich – positiven realen Rendite abschneiden. Maßgeblichen Anteil daran haben die globalen Notenbanken, die mit aggressiven Eingriffen die Finanzmärkte aufgebläht haben. Allen voran die US-amerikanische Notenbank: Die FED hat als Reaktion auf beginnende Eintrübungssignale mit einer drastischen geldpolitischen Kurskorrektur reagiert. Aus den ursprünglich anvisierten zwei Zinserhöhungen für 2019 wurden letztendlich drei (!) Zinssenkungen. Erfahrene Börsianer erinnern sich in diesem Zusammenhang an eine ähnliche Konstellation aus den 1990er Jahren. Damals hatte die FED den Straffungszyklus abrupt gestoppt und dadurch die Aktienmarkthausse um mehrere Jahre verlängert. Eine ähnliche Entwicklung versprechen sich jetzt wieder viele Anleger, die dieses Jahr auf die Aktienmärkte gesetzt haben.

Was kommt nach dem Jahreswechsel?

Die Finanzmärkte profitieren gegenwärtig von zahlreichen positiven Faktoren, die das Investmentumfeld weiter verbessern können. Insbesondere die Einigung auf das Teilabkommen (Phase-1-Deal) in der handelspolitischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China und die klaren Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament, die einen vorerst geregelten BREXIT ermöglichen, könnten den Aktienmärkten zu weiteren Gewinnen verhelfen. Auch die Notenbanken leisten ihren Beitrag, mit „wohlwollenden“ Kommentaren bei den letzten Sitzungen. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass sich diese positiven Impulse im neuen Jahr wiederholen. Die Notenbanken hatten 2019 das Überraschungsmoment auf ihrer Seite. Das wird in dieser Form 2020 nicht mehr der Fall sein, und auch das konventionelle geldpolitische „Dry Powder“ ist größtenteils aufgebraucht. Zudem scheint die Deeskalation im Handelskrieg mittlerweile vollständig in den Kursen eingepreist zu sein, während 2020 neue politische Störfeuer aus den USA drohen. Dort muss sich Präsident Trump einem Amtsenthebungsverfahren stellen, während zugleich ein extrem zugespitzter Wahlkampf droht.

Ungewissheiten bleiben auch nach der Großbritannien-Wahl. Nach der sehr wahrscheinlichen Ratifizierung des BREXIT-Deals haben die EU und Großbritannien nur ein Jahr lang Zeit, sich auf ein Handelsabkommen zu einigen. Sollte es hier keine Fortschritte geben, stünde erneut ein Hard-BREXIT im Raum, getreu dem Motto „nach dem BREXIT-Drama ist vor dem BREXIT-Drama“.

 

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Bereits nach neun Monaten konnte Allianz Global Investors (AllianzGI) die Einwerbung von Investorengeldern für den Allianz European Infrastructure Fund S.A. RAIF* (AEIF) abschließen.

 

Der von Allianz Capital Partners verwaltete Allianz European Infrastructure Fund schließt nach starker Überzeichnung im finalen Closing mit 860 Mio. EUR

Das finale Closing wurde nach neun Monaten Fundraising erreicht

Das erste Investment ist in Elenia, einem führenden Stromnetzbetreiber in Finnland

Bereits nach neun Monaten konnte Allianz Global Investors (AllianzGI) die Einwerbung von Investorengeldern für den Allianz European Infrastructure Fund S.A. RAIF* (AEIF) abschließen. Die Nachfrage institutioneller Investoren aus ganz Europa für den von Allianz Capital Partners (ACP) verwalteten AEIF übertraf die ursprünglichen Erwartungen deutlich. Das Gesamtvolumen erreichte schließlich 860 Mio. EUR, das in Eigenkapitalinvestitionen in europäische Infrastrukturprojekte fließen wird.

Wegen der starken Nachfrage wurde das Zielvolumen des Fonds zunächst von 500 Mio. EUR auf 750 Mio. EUR angehoben. Im September diesen Jahres erreichte der AEIF sein erstes Closing bei über 600 Mio. EUR und übertraf auch die neue Zielmarke im finalen Closing im November mit 860 Mio. EUR. Der Fonds war stark überzeichnet.

Durch den AEIF können institutionelle Anleger erstmals gemeinsam mit der Allianz im Rahmen eines mehrere Milliarden Euro großen Programmes Eigenkapital in europäische Infrastrukturprojekte investieren. Als erstes Investment hält der AIEF an der Seite der Allianz einen Anteil an Elenia, Finnlands zweitgrößtem Stromnetzbetreiber.

Zukünftige Transaktionen in Europa werden gemeinsam vom AEIF und den Allianz Gesellschaften getätigt, die mindestens 50% des Kapitals zur Verfügung stellen werden, um somit einen starken Gleichklang der Interessen zu erreichen. Der Investitionsschwerpunkt wird auf Energie-, Transport- und Kommunikationsinfrastruktur, die wesentliche Dienste für die Öffentlichkeit erbringt, liegen.

“Die erfolgreiche Auflegung spiegelt das Vertrauen unserer Kunden in die Allianz und unser Team wider. Wir freuen uns sehr über das positive Feedback aus dem Markt, das die Entwicklung unseres Kundenangebots im Bereich Infrastruktur Equity beschleunigen wird. Der Markt bietet interessante Anlagemöglichkeiten. Wir freuen uns darauf, diese zusammen mit unseren Anlegern, die unseren Ansatz, langfristig und nachhaltig zu investieren, teilen, zu nutzen.“, sagt Christian Fingerle, Chief Investment Officer der Allianz Capital Partners.

Allianz Capital Partners (ACP) ist ein bedeutender, internationaler Kapitalanleger in Infrastruktur mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 12 Mrd. EUR, das seit über einem Jahrzehnt im Auftrag der Allianz Gesellschaften investiert wurde. Insgesamt verwaltet die ACP mehr als 32 Mrd. EUR an alternativen Eigenkapitalanlagen in den Bereichen Private Equity, Infrastruktur und Erneuerbare Energien. ACP und AllianzGI verwalten zusammen mehr als 80 Mrd. EUR an alternativen Anlagen.

 

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Die Furcht vor einer globalen Rezession lässt zum Jahresende nach:

 

Das Teilabkommen zwischen den USA und China sorgt für etwas Entspannung im Handelskonflikt, das Weiße Haus droht nicht länger mit steigenden Zöllen auf europäische Autos und in Großbritannien sind die Risiken eines „No-Deal-Brexits“ unwahrscheinlicher geworden. Zudem sind die Arbeitsmärkte weltweit solide und der Konsum stützt in den wichtigsten Wirtschaftsregionen die Konjunktur. Damit ist eine Rezession Anfang 2020 unwahrscheinlich.

Dennoch gibt Gilles Moëc, Chief Economist bei AXA Investment Managers (AXA IM), keine Entwarnung für die Weltwirtschaft: „Für 2020 gehen wir davon aus, dass das tatsächliche Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Wachstum in den wichtigsten Wirtschaftsregionen knapp erreicht wird. 2021 wird das globale Wachstum unserer Ansicht nach so gut wie stagnieren. Der Mangel an politischer Feuerkraft wird in den kommenden zwei Jahren ein beherrschendes Thema sein.“

(Neue) Risiken bleiben bestehen

Gründe für diese Annahme gibt es einige. Zu viel Schaden wäre bereits angerichtet worden. Das chinesisch-amerikanische Teilabkommen werde zwar eine Eskalation des Handelskonflikts verhindern, aber ob eine der 2018 initiierten Zollerhöhungen so schnell zurückgenommen werde, bleibe fraglich. „Zudem sollten wir uns in Erinnerung rufen, dass der Rückgang der chinesischen Nachfrage bereits vor dem Handelskrieg begann und wahrscheinlich auch bis nach seinem Ende anhalten wird – falls es zu einem Ende kommen sollte“, so Moëc weiter. Chinas potenzielles BIP werde durch die demografischen Herausforderungen zunehmend beeinträchtigt. Der Übergang zu einem weniger kapitalintensiven Wachstumsmodell belaste darüber hinaus das Trendwachstum.

Im Euroraum haben die Unternehmensgewinne im Trend durchschnittlich nachgelassen. „Besonders auffällig ist dies in Deutschland – ein weiterer Grund, bei einem Anstieg der Unternehmensinvestitionen im nächsten Jahr vorsichtig zu sein“, so der Experte. In den USA seien die privaten Haushalte weniger verschwenderisch geworden, trotz niedriger Zinsen und geringer Arbeitslosenquote, während die Unternehmen ihre Gewinne steigern konnten. „Die Sparquote ist im dritten Quartal 2019 auf 8,1 Prozent gestiegen und damit um 0,6 Prozent höher als im Vorjahr. Wir gehen davon aus, dass dies demografische Faktoren widerspiegelt und die Konsumausgaben limitiert“, sagt Moëc.

Daneben könnten potenzielle Ereignisse für neue Verunsicherung sorgen. In den USA hätte eine Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump unmittelbar zur Folge, dass die radikalsten demokratischen Kandidaten in den Vorwahlen unterstützt würden. „Mit ihrem regulatorischen und steuerbelastenden Fahrplan können sie die abwartende Haltung von Unternehmen bezüglich Investitionsentscheidungen weiter verstärken“, so der Experte weiter. In Europa werde ein schmerzhafter Verhandlungsprozess über ein Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU beginnen, auch wenn ein No-Deal-Brexit wahrscheinlich vom Tisch sei und selbst wenn die Konservativen die Parlamentswahlen gewinnen. Italien konnte zwar dank der politischen Entwicklungen die Spannungen mit den europäischen Institutionen abbauen, dennoch könnte die Instabilität im Euroraum durch entmutigende Regionalwahlen und mögliche Volksabstimmungen zurückkehren. „Oft sorgen politische Impulse für mehr Wirtschaftswachstum. Wir glauben nicht, dass dies der Fall sein wird, und erwarten daher, dass das globale Wachstum gegen Ende 2020 und 2021 in einen Zustand der Quasi-Stagnation übergeht“, so Moëc.

Anleihen: Keine signifikanten Änderungen erwartet

Bezüglich Anleihen sieht Chris Iggo, CIO bei AXA Investment Managers, in diesem Makroumfeld und angesichts der voraussichtlich anhaltenden niedrigen Zinssätze keine signifikanten Änderungen voraus. „Sollten die Renditen von US-Staatsanleihen auf 2,0 bis 2,5 Prozent steigen, dürften Anleger aus Europa und Japan aufgrund der niedrigen Renditen in ihren Heimatmärkten zu Käufern werden. Auf der Kreditseite gibt es trotz des langen Konjunkturzyklus nur wenige Anzeichen für eine signifikante Verschlechterung des Kreditzyklus“, so Iggo. Unternehmenswerte könnten sich weiterhin lohnen. „In Europa ist die Tatsache, dass die EZB den Kauf von Unternehmensanleihen wieder aufgenommen hat, ebenfalls eine starke Unterstützung für relativ enge Credit Spreads“, sagt Iggo. Auch das High-Yield Team von AXA IM erwartet, dass die Ausfallraten niedrig bleiben.

Angesichts des renditeschwachen Umfelds bevorzugt AXA IM Strategien, die die Volatilität begrenzen, sich auf die Rendite konzentrieren oder diversifiziert und flexibel genug sind, um durch aktive Allokation in den ertragreichsten Märkten stabile Renditen zu erzielen. Für letzteres eigenen sich insbesondere Short-Duration-Strategien. „Sie partizipieren nur gering an den Abwärtsrisiken in Bärenmärkten, während sie einen guten Teil des Aufwärtstrends abdecken, wenn sich die Märkte gut entwickeln. Dies gilt insbesondere für die höheren Beta-Teile des Marktes wie High Yield und Emerging Market Debt. Aus unserer Sicht passen diese Strategien gut zu den aktuellen Marktaussichten“, so Iggo.

Aktuelle Entwicklungen stützen positive Stimmung an den Aktienmärkten

Die Politik und die Hoffnung auf eine Lösung des Handelskrieges und des Brexits sollten die positive Stimmung an den Aktienmärkten stützen. „Wo es Spielraum für eine Aufwärtskorrektur des Wachstums gibt, z.B. in Deutschland und China bei Erholung der globalen Produktion oder Großbritannien nach einem Soft-Brexit-Deal, könnten wir eine Verbesserung der relativen Aktienmarktperformance sehen“, so Iggo. Anleger dürften an der Börse weiterhin lohnendere Gelegenheiten finden als im festverzinslichen Bereich, insbesondere in Europa, wo ein Großteil des Rentenmarktes nur negative Renditen offeriert. Daneben biete das Engagement in eine globale Inflations-Risikoprämie durch inflationsgeschützte Anleihen und europäische High-Yield-Anleihen eine nützliche Ergänzung.

„Angesichts der sich derzeit abschwächenden Risiken für die Weltwirtschaft und der weiterhin sehr niedrigen Zinssätze halten wir an unserer konstruktiven Haltung in Bezug auf Aktien für 2020 fest, mit einer Tendenz zu unterbewerteten zyklischen Entwicklungen in den USA und Titeln mit hoher Dividendenrendite sowie genügend Free Cash Flow in Europa“, schließt Moëc. 2021 werde dann voraussichtlich eine größere Herausforderung.

 

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