Die letzten vier Wochen waren an den globalen Börsen geprägt von einem starken Auf und Ab.

In den USA sorgten wachsende Konjunktursorgen und die Angst vor einer verspäteten Reaktion der Notenbank für erhebliche Rückgänge bei den Aktienkursen. Auch der DAX und viele andere europäische Indizes gaben in der Folge spürbar nach. Doch erholten sich die Märkte schneller als von vielen erwartet. Inzwischen notieren die Kurse vieler Indizes wieder über den Niveaus vom 31. Juli, bevor die Kurse nachgaben. „Die letzten vier Wochen haben gezeigt, wie wichtig es ist, auch in volatilen Zeiten investiert zu bleiben. Wer aus Sorge vor einem länger andauernden Kursrückgang Aktien verkauft hätte, hätte den unmittelbar folgenden Kursaufschwung verpasst. Für diejenigen, die investiert geblieben sind, war es nur eine kurze volatile Episode. Andere hätte ein abrupter Ausstieg wichtige Rendite gekostet“, sagt Mathias Beil, Leiter Private Banking bei der Hamburger Sutor Bank. Eine Übersicht ausgewählter Indizes zeigt den Vorteil auf, wenn man investiert geblieben ist.

Mixtur von Ereignissen: Rezessionssorgen, Apple-Ausverkauf, Carry Trades

Während der S&P 500 Anfang August innerhalb weniger Tage 6,41 Prozent verlor, traf es den DAX mit einem Minus von 7,71 Prozent sogar noch härter. Der MDAX kam etwas glimpflicher davon und verzeichnete ein Minus von 5,55 Prozent. Aus Sicht von Mathias Beil dürfte auch die Entscheidung von Warren Buffett, mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway große Teile der gehaltenen Apple-Aktien zu verkaufen, für zusätzliche Unsicherheit neben den Rezessionsängsten gesorgt haben. Apple gehört zu den sogenannten „glorreichen Sieben“, deren Kursentwicklungen in den letzten Wochen stark voneinander abwichen.

Auch in Japan führte nach Einschätzung von Mathias Beil eine Reihe von Ereignissen zu Unsicherheit an den Märkten. Die Auflösung von „Carry Trades“, die aufgrund steigender Zinsen in Japan plötzlich unrentabel wurden, führte zu Zwangsverkäufen. Diese kreditfinanzierten Aktiengeschäfte wurden durch die Zinserhöhungen plötzlich riskanter, und die finanziellen Sicherheiten der Anleger reichten oft nicht mehr aus. Banken sahen sich gezwungen, sogenannte „Margin Calls“ durchzuführen, bei denen Aktien ohne Rücksicht auf potenzielle Verluste verkauft werden mussten, um die Kredite abzusichern. „Diese Ereignisse verstärkten die Volatilität der Märkte und deuteten auf eine bevorstehende Marktbereinigung hin“, sagt Beil.

Einige Anleger hätten das Zusammenwirken der verschiedenen Faktoren als ein Signal eingeschätzt, um die bestehende Investmentstrategie zu verändern. Doch die Erholung folgte auf dem Fuße: Bereits am 6. August, nur knapp eine Woche nach dem Rückgang, kehrte der Optimismus zurück und die Kurse von DAX, S&P 500 und anderen Indizes sind seitdem kontinuierlich gestiegen. Rund drei Wochen nach dem Beginn der Kursrückgänge, am 23. August, lagen sämtliche Index-Stände entweder nahe oder sogar über dem Stand vom 31. Juli. Der DAX legte zwischen dem 5. und dem 23. August 8,82 Prozent zu, beim S&P 500 waren es 8,48 Prozent.

„Diese rasche Erholung verdeutlicht, wie wichtig es ist, Ruhe zu bewahren und sich nicht von kurzfristigen Marktschwankungen aus der Bahn werfen zu lassen. Die Historie zeigt zudem, dass häufig auf starke Kurseinbrüche bereits unmittelbar eine Korrektur nach oben folgt“, fasst Anlageexperte Mathias Beil zusammen. Auch wenn in den nächsten Wochen die Konjunktursorgen weiter zunehmen könnten, ist es aus Sicht von Mathias Beil ratsam, an den Grundprinzipien des Anlegens, langfristig investiert zu bleiben und möglichst breit zu diversifizieren, nicht zu rütteln.

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Mit dem Allianz Global Infrastructure ELTIF1 bringt AllianzGI ihre erste Private-Markets-Lösung für Privatanleger auf den Markt.

Der ELTIF strebt eine Offenlegung nach Artikel 8 SFDR (EU Sustainable Finance Disclosure Regulation) an und wird weltweit mit Schwerpunkt auf Energiewende und Nachhaltigkeit in Infrastructure Equity und Debt investieren.

Die Mindestanlagesumme beträgt 10.000 Euro.

Allianz Global Investors (AllianzGI) hat die Auflage ihres ersten European Long-Term Investment Funds (ELTIF) bekannt gegeben. Der Allianz Global Infrastructure ELTIF wird global in Infrastruktureigen- und -fremdkapital investieren und Anlegern durch ein breit diversifiziertes Portfolio direkter und indirekter Anlagen Zugang zu den wichtigsten gesellschaftlichen Trends wie Dekarbonisierung, Digitalisierung und Demografie verschaffen. Der Fonds steht Anlegern ab einer Mindestanlagesumme von 10.000 Euro offen.

Der Fonds kombiniert einen renditeorientierten Ansatz mit einem starken Fokus auf Risiko- und Liquiditätsmanagement, indem er in ein breit diversifiziertes Portfolio von Infrastrukturanlagen über Equity und Debt, Regionen sowie Sektoren investiert, wobei ein größerer Anteil der Allokation auf Assets aus dem Energiewende-Bereich entfällt. Dafür wird der ELTIF eigengesourcte Direktanlagen 2 sowie Co-Investments und Zielfondsinvestments auf dem Primär- und Sekundärmarkt tätigen. Der Allianz Global Infrastructure ELTIF richtet sich an Investoren, die Vermögensaufbau und Portfoliodiversifizierung mit einem Engagement für Nachhaltigkeit anstreben und keinen hohen kurzfristigen Liquiditätsbedarf haben.

Der Fonds mit dem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Energiewende strebt eine Offenlegung nach Artikel 8 SFDR (EU Sustainable Finance Disclosure Regulation) an und richtet sich somit an Anleger, die nachhaltig investieren wollen. Die Investitionen werden auf die Finanzierungslücke im Bereich Infrastruktur 3 sowie die wichtigsten gesellschaftlichen Trends wie Dekarbonisierung, Digitalisierung und Demografie ausgerichtet sein und sich auf Sektoren wie Energie, Transport und Kommunikation bis hin zu Gesundheit und Umwelt konzentrieren. Potenzielle Investments können Projekte wie etwa Windparks, Anlagen für grünen Wasserstoff, Rechenzentren, Wasserwirtschaftsunternehmen oder Züge sein.

Sven Schäfer, Head of Wholesale/ Retail Germany and Austria: „Als einer der größten Infrastrukturinvestoren weltweit4, der seit über 15 Jahren in Infrastruktur investiert, sind wir sehr stolz auf unseren ersten Infrastruktur-ELTIF. Private Markets ist eine attraktive Anlageklasse, die das Potenzial für höhere Renditen und eine Portfoliodiversifizierung bietet und Anlegerinnen und Anleger beim Vermögensaufbau unterstützen kann. Darüber hinaus können Kunden mit diesem Fonds, der eine Offenlegung nach Artikel 8 SFDR anstrebt, einen Beitrag zur weiteren Entwicklung moderner Infrastruktur weltweit leisten und die Energiewende vorantreiben.“

Raluca Jochmann, Head of Private Markets Solutions: „Die neue ELTIF-Verordnung erleichtert es Privatanlegerinnen und -anlegern, in Private-Markets-Strategien zu investieren, die bisher Institutionellen vorbehalten waren. Mit unserem ELTIF können Kunden nun von unseren hauseigenen Tools zur Portfoliokonstruktion in Kombination mit dem Zugang zur gesamten Deal-Pipeline unserer globalen Infrastruktur-Investmentplattform profitieren. Indem sie über eine hochdiversifizierte Lösung nachhaltig in eine – für Viele – völlig neue Anlageklasse investieren, können Anleger ihren weiteren Vermögensaufbau unterstützen.“

AllianzGI bietet eine breite Palette von Anlagelösungen an, verwaltet im Bereich Private Markets ein Vermögen von über 90 Mrd. EUR und ist einer der größten Infrastrukturinvestoren weltweit 4.

1 ELTIF steht für European Long Term Investment Fund. Es handelt sich um eine europaweite Produktform für alternative Investmentfonds (AIF), die langfristige Investitionen in die Realwirtschaft erleichtern soll. Ein ELTIF kann Kapital sowohl von professionellen als auch von Kleinanlegern aufnehmen.

2 Diese Direktanlagen werden über von AllianzGI gemanagte Fonds getätigt.

3 GI Hub, https://outlook.gihub.org/.

4 IPE Real Assets, AGI auf Platz 7 der Top 100 Infrastruktur-Investmentmanager; https://realassets.ipe.com/top-100-infra-managers/top-100-infrastructure-investment-managers-2023/10067591.article.

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Alles nach Fed-Plan? Warum die US-Notenbank bereit für die Zinswende ist

Schwächere Arbeitsmarktdaten schürten in den USA zuletzt neue Rezessionsängste. Der US-Notenbank käme eine wirtschaftliche Abkühlung nicht ungelegen. Schließlich würde das einen anstehenden Zinsentscheid deutlich erleichtern.

Der US-Arbeitsmarkt kühlt sich offensichtlich ab. Darauf deuten zumindest Zahlen des Arbeitsmarktberichts für Juli hin, die hinter den Erwartungen zurückblieben. Im Laufe des Monats wurden lediglich 114.000 neue Stellen¹ außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Das waren 61.000 weniger als erwartet. Die Arbeitslosenquote stieg überraschend an: Während Ökonomen und Ökonominnen davon ausgingen, dass sie auf dem Vormonatsniveau von 4,1 Prozent bleiben würde, kletterte sie auf 4,3 Prozent².

An den Aktienmärkten machte sich nach diesen Zahlen weltweit Nervosität breit. Der US-amerikanische Leitaktienindex S&P 500 verzeichnete am 5. August 2024 mit einem Minus von drei Prozent den höchsten Tagesverlust seit 2022³. Bereits einen Tag später setzte jedoch eine Erholungsrally ein. Die erhöhte Volatilität offenbart: Mit der wankenden US-Konjunktur wächst die Angst vor einer Rezession.

Doppelmandat der Notenbanker

Zumindest für die US-Notenbank Fed hat die Abkühlung auch ihr Gutes. Denn damit hat sich auch die Inflationslage in den USA verändert. Nach dem vierten Rückgang in Folge liegt die Teuerungsrate nun bei 2,9 Prozent⁴ – dem niedrigsten Wert seit März 2021. Der Zielwert der Federal Reserve rückt näher, was die Entscheidung, die Geldpolitik zu lockern, wahrscheinlicher macht. Dafür sprechen nicht nur die Inflationsdaten, sondern auch der Zustand des US-Arbeitsmarkts. Der Boden für eine Wende ist also bereitet.

Im Gegensatz zur Europäischen Zentralbank hat die Federal Reserve ein Doppelmandat. Einerseits gilt es, Preissteigerungen stabil zu halten. Andererseits strebt sie Vollbeschäftigung an. Die Herausforderung besteht darin, eine Balance zu finden, damit sich diese Ziele nicht gegenseitig gefährden. Bisher hat sich die Fed auf die Eindämmung der Inflation konzentriert, indem sie die Zinsen im Rekordtempo angehoben hat. Dies hätte die US-Wirtschaft unter normalen Umständen längst in eine Rezession führen können, doch beobachten wir eher eine kontrollierte Verlangsamung des Wachstums und eine allmähliche Abkühlung des heiß gelaufenen Arbeitsmarkts. Gleichzeitig gehen die Inflationsraten schrittweise zurück.

Damit ist der Plan der Fed aus heutiger Sicht aufgegangen. Sie kann sich nun auf den zweiten Teil ihres Mandats konzentrieren und die Konjunktur durch Zinssenkungen stabilisieren. Der erste Zinsschritt könnte allerdings geringer ausfallen als von vielen erwartet, da zum einen die Kerninflationsrate noch nicht im gewünschten Bereich liegt, und zum anderen die jüngsten Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe positiver als erwartet ausgefallen sind. Aus diesem komplexen Mix von teils gegenläufigen teils saisonal verzerrten Daten müssen die Zentralbanken ihre Schlüsse ziehen. Am 18. September 2024 tagen die Währungshüter unter Fed-Chef Jerome Powell wieder, um ihre künftige Geldpolitik festzulegen. Keine leichte Aufgabe.

Fazit

Die heftige Kursreaktion auf US-Arbeitsmarktdaten zeigt: Die Angst vor einer Rezession ist groß. Allerdings sollte niemand die Anzeichen für eine schwächere US-Konjunktur überbewerten, da sie auch das erwünschte und absehbare Ergebnis der gestrafften Geldpolitik sind. Solange die Inflation kontinuierlich zurückgeht, ist die Fed bei aktueller Datenlage gut positioniert, um den nächsten Zinssenkungszyklus einzuleiten.

Quellen:

¹ https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/us-arbeitsmarkt-arbeitslosenquote-in-den-usa-steigt-auf-43-prozent/100056911.html

² https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/USA-Arbeitslosenquote-steigt-auf-hoechsten-Stand-seit-fast-drei-Jahren-6ed1173e-8aa6-41c4-a0d2-7d7d3cd8712a

³ https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/Aktien-New-York-Schluss-Groesster-S-P-500-Verlust-seit-September-2022-0afd27ac-d823-46ec-96a3-cefc6e60dfa6

https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/usa-inflation-faellt-im-juli-auf-tiefsten-stand-seit-maerz-2021/100057609.html

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Die Abwärtsbewegung im Juli und August wurde von vielen als Reaktion auf verhaltene Konjunkturdaten interpretiert.

„Doch schnell zeigte sich: Der eigentliche Auslöser war Liquiditätsentzug durch die Auflösung von Carry-Trades zwischen Dollar und Yen“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. Doch obwohl auf dieser Seite noch keinerlei Entspannung eingetreten ist, notiert der S&P wieder optimistisch hoch. Mit entsprechendem Rückschlagpotenzial.

„Im Juli und August haben wir eine Mini-Crash-artige Abwärtsbewegung gesehen, die in der Spitze etwa 8,5 Prozent nach unten führte“, so Bente. „Da war auch viel Panik im Spiel, doch seither wurde die Abwärtsbewegung v-förmig wieder aufgeholt.“ Das ist verwunderlich, denn die Ursache ist in keiner Weise verschwunden: Sie liegt in der Rückabwicklung der Dollar-Yen-Carry-Trades in dieser Zeit. „Vorher hat man sich in Yen günstig verschuldet und dann in Dollar investiert“, so Bente. „Wird das jetzt rückabgewickelt, die Schulden also getilgt, dann müssen Dollar-Assets in großem Stil verkauft werden.“

Insofern handelte es sich nicht um eine Abwärtsbewegung, die von den tatsächlich in dieser Zeit hereinkommenden, etwas schwächeren Konjunkturdaten getrieben wurde. „Diese Daten haben das negative Sentiment nur verstärkt“, sagt Bente. Ursächlich war der Liquiditätsentzug, ausgelöst durch die Veränderung im Dollar-Yen-Wechselkurs, der die Carry-Trades weniger attraktiv machte. Doch dieser Wechselkurs hat sich seither gar nicht wesentlich verändert.

„Schaut man sich an, wie sich seit den Tiefpunkten im August das Verhältnis zwischen Dollar und Yen entwickelt hat, zeigt sich, dass es in keiner Weise eine positive Entwicklung im Währungspaar gegeben hat“, sagt Bente. „Hier gab es eine kurze Gegenbewegung, der Wechselkurs ist aber schon wieder auf den Tiefs zurück.“ Und damit auf die Stände, die den Mini-Crash ausgelöst haben und die den S&P acht Prozent nach unten drückten.

Der S&P dagegen hat seine Verluste bereits wettgemacht und notiert nahe den alten Hochständen. „Das sollte logischerweise bedeuten, dass die Ursache verschwunden ist“, sagt Bente. Doch das ist sie nicht, der S&P ist dem Dollar-Yen-Kurs vielmehr vorausgelaufen, der aber nicht hinterherkam. Somit droht jederzeit eine erneute Abwärtsbewegung im S&P, sollte es wieder zu einem Abrutschen im Dollar-Yen-Wechselkurs kommen, zumal die Fallhöhe durch das Ansteigen der Aktienmärkte deutlich größer geworden ist. War der Anstieg also nur eine optimismusgetriebene Eintagsfliege? „Bekommt der positiv gestimmte Markt nicht recht, kann das der Auftakt zu einer größeren Gegenbewegung sein“, so Bente.

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Aktuelle Markteinschätzung von Georg Geiger, Gründer und Vorstand der Value-Holdings AG

Die Diskussion, ob passives oder aktives Management besser ist, wird seit jeher kontrovers diskutiert. Jede Seite beansprucht für sich die schlagkräftigeren Argumente. Passiv gemanagte Fonds, sogenannte ETFs, spiegeln einen Index nahezu 1:1 wider – mit genau den gleichen Werten und der gleichen Gewichtung wie der Referenzwert. In einem DAX-ETF etwa sind das die 40 führenden deutschen Unternehmen, vom Softwareriesen SAP mit einem Gewicht von über zehn Prozent bis zum Online-Händler Zalando, der nicht einmal mit einem halben Prozent berücksichtigt wird.

Bei den passiv gemanagten Fonds ist der Name also Programm, dies bedeutet: ETFs halten sich stur an die Gewichtung im Index – unabhängig davon, ob ein Unternehmen schnell wächst oder mit Gegenwind kämpft. Büßt etwa der DAX 10 Prozent an Wert ein, geht es auch mit dem DAX-ETF um rund 10 Prozent bergab – und umgekehrt. Steigt der DAX um 10 Prozent, legt also auch der ETF auf den Leitindex um etwa 10 Prozent zu. Mit einem ETF schneiden Sparer also nicht schlechter ab als der Referenzwert, aber auch nicht besser.

Flexibilität in allen Marktphasen

Mit einem ETF sind Anleger demnach auf Gedeih und Verderb vom Kursverlauf des Vergleichsindex anhängig. Und genau hier liegt die Gefahr für Anleger – vor allem in so unsicheren Zeiten wie derzeit. Manager von aktiven Fonds haben hingegen den nicht zu unterschätzenden Vorteil, den Anteil an bestens positionierten Unternehmen zu erhöhen oder sich von Aktien zu trennen, die eine viel zu hohe Bewertung aufweisen.

Dass die exakte Nachbildung eines Index immer wieder an ihre Grenzen stößt, zeigt aktuell auch der Aufschwung der als „Glorreichen Sieben“ bezeichneten US-Technologieriesen um Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft. Mit ihrer enormen Marktkapitalisierung dominieren sie die bedeutenden US-Aktienindizes. Ihre enorme Gewichtung bescherte vor allem dem Technologiebarometer Nasdaq einen ungeahnten Aufschwung. Doch die jüngsten Quartalszahlen zeigten, dass nicht einmal die Hälfte der sieben Tech-Riesen die hohen Erwartungen des Marktes erfüllen konnten.

Viele Anleger dürften sich daher die Frage stellen: Wird es den Tech-Giganten gelingen, in ihre ambitionierten Bewertungen hineinzuwachsen – oder werden aus den glorreichen demnächst die traurigen Sieben? Entscheidend ist, ob es die „Magnificient Seven“ schaffen, in ihre enormen Bewertungen hineinzuwachsen. Tesla ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 76 am höchsten bewertet, aber auch Apple kommt auf ein beachtliches KGV von immer noch 34.

Klumpenrisiken bei Nasdaq und S&P 500

Angesichts der erheblichen Gewichtung im Nasdaq und auch dem S&P 500 wird daher die Hausse dieser Indizes künftig an Fahrt verlieren, wenn die Indexschwergewichte an Schlagkraft einbüßen. Anleger, die sich in diesem Umfeld für einen ETF entscheiden, gehen also enorme Klumpenrisiken ein. Denn sie müssen nehmen, was den jeweiligen Index ausmacht – und kaufen somit zwangsläufig auch die Aktien der „Glorreichen Sieben“.

Wer aber auf ein aktives Management setzt, kann diese Klippen umschiffen. Denn Fondsmanager passen ihre Allokationen an die unterschiedlichsten Unternehmens- und Marktgegebenheiten an. Diese Flexibilität ist ein großer Vorteil von aktiv gemanagten Fonds gegenüber ETFs – und das sowohl in stabilen als auch in turbulenten Börsenphasen.

Von Bewertungsverzerrungen profitieren

Bei einem ETF bleiben auch die aussichtsreichen kleinen Unternehmen mit hervorragenden Geschäftsmodellen außen vor, die in keinem Index und ETF vertreten sind. Wer die Chancen der entsprechenden Aktien wahrnehmen möchte, sollte sich vor allem aktiv gemanagte Nebenwerte-Fonds näher anschauen. Grund: Es ist alles andere als trivial, die aussichtsreichen Nebenwerte zu identifizieren. Dieser Auswahlprozess braucht eine Menge Zeit, Wissen und Erfahrung – und zwar so viel, dass Privatanleger diese Analyse in der Regel nicht in Eigenregie umsetzen können. Professionelle Fondsmanager können das aber durchaus leisten. Sie erfüllen damit ganz nebenbei auch eine der wichtigsten Funktionen der Börsen, nämlich Kapital in aussichtsreiche Unternehmen zu lenken. Im Gegensatz dazu fließt bei passiven Investments das Geld nur deshalb in Firmen, weil sie Teil eines Index sind.

Die Möglichkeit, verstärkt in Marktnischen zu investieren, erlaubt es aktiven Managern darüber hinaus, von Bewertungsverzerrungen zu profitieren. Umgekehrt können passive Strategien Anleger nicht vor Bewertungsblasen und entsprechenden Korrekturen schützen. Angesichts der nach wie vor und womöglich noch anhaltenden herausfordernden Gemengelange, dürften aktive Manager daher auch in Zukunft gute Möglichkeiten haben, ihre Stärken unter Beweis zu stellen.

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Value-Holdings AG, Bahnhofstraße 30, 86150 Augsburg, Tel:  0821/ 57 53 94, www.value-holdings.de

Neuer Publikumsfonds „Bankhaus Bauer x 21 Oaks AI & Blockchain Innovation Fund“ aufgelegt  –  Fokus auf innovative Wachstumstrends Künstliche Intelligenz und Blockchain

Das Bankhaus Bauer geht beim Thema Private Banking und Vermögensverwaltung weiter neue Wege. Die neu etablierte Zusammenarbeit mit 21 Oaks Capital kombiniert die Tradition und Expertise der 1931 gegründete Privatbank mit dem führenden Know-how der auf innovative Distributed-Ledger-Technologien (DLT) spezialisierten Düsseldorfer Anlageberatungsgesellschaft. Die sicherlich bekannteste Ausprägung innerhalb der DLT ist sicherlich die Blockchain. Gemeinsam entwickeln die Gesellschaften zukünftig innovative Anlagelösungen, die auch die Potenziale der Blockchain-Technologie berücksichtigen und den Kunden damit besondere Chancen zur Diversifizierung ihrer Portfolios bieten. Angesichts einer immer stärker werdenden diesbezüglichen Nachfrage hat das Bankhaus am 2. September 2024 mit dem „Bankhaus Bauer x 21 Oaks AI & Blockchain Innovation Fund“ einen Publikumsfonds in Übereinstimmung mit der OGAW-Richtlinie initiiert, der genau dies widerspiegelt.

Neben Technologiewerten aus den Themenbereichen Künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit, Internet of Things, Smart Cities/Homes und IT-Infrastruktur wird der Fonds auch um bis zu 15% an mittelbar investierten Digitalen Assets ergänzt. Das tatsächliche Exposure des Fonds im Bereich der Distributed-Ledger-Technologien kann aber inklusive der Aktien mit Bezug zur Blockchain sogar spürbar höher liegen. Dies eröffnet zusätzliche Ertragschancen durch innovative Technologien. Anleger haben die Option, das Portfolio technologisch weiter in Richtung zukünftige Megatrends zu diversifizieren. Um den Fonds für eine möglichst breite Interessengruppe zu öffnen, ist dieser voll Sparplan-fähig und geeignet für Vermögenswirksame Leistungen. Es wird kein Ausgabeaufschlag erhoben und es fallen kundenseitig primär erfolgsabhängige Gebühren abhängig von der Performanceentwicklung des Fonds an.

„Tradition trifft Innovation, die Philosophie des Bankhaus Bauer spiegelt sich perfekt in unserer neu etablierten Kooperation mit 21 Oaks Capital wider. Unsere Aktienexpertise insbesondere im Technologiebereich und das einzigartige Know-how bei digitalen Vermögenswerten unseres Partners wollen wir unseren bestehenden und potenziellen neuen technologieaffinen Kunden zugänglich machen. Daher haben wir gerade den Bankhaus Bauer x 21 Oaks AI & Blockchain Innovation Fund“ initiiert“, kommentiert André Weber, Vorstandsmitglied der Bankhaus Bauer AG die News.

Hohe Aktienexpertise des Bankhaus Bauer kombiniert mit dem besonderen Know-how für digitale Vermögenswerte von 21 Oaks Capital

Der Fonds wird von der Hansainvest verwaltet. Während die Vermögensverwaltung des Bankhauses die Anlageempfehlungen für Aktienportfolio übernimmt, ist 21 Oaks Capital für die Empfehlungen der Krypto-Protokolle verantwortlich. Die auf die Distributed-Ledger-Technologie spezialisierte Investmentboutique steht jedoch auch bei Fragen zum Thema Blockchain für das Management-Team des Bankhauses bereit, denn im Investment Committee des Fonds sind Akteure aus beiden Häusern vertreten. Bei DLT handelt es sich um eine spezielle Form der elektronischen Datenverarbeitung und -speicherung, die Teilnehmern eines Netzwerks eine gemeinsame Schreib- und Leseberechtigung erlaubt. Neue Datensätze können jederzeit selbst hinzugefügt werden. Ein anschließender Aktualisierungsprozess sorgt dafür, dass alle Teilnehmer jeweils über den neuesten Stand der Datenbank verfügen.

„Gemeinsam mit dem Bankhaus Bauer wollen wir von 21 Oaks Capital die Finanzwelt von morgen mitgestalten. Die steigende Akzeptanz für digitale Vermögenswerte und die Erwartungen eines bis 2030 auf 1,4 Billionen US-Dollar wachsenden Markts für Blockchain mit Anwendungsmöglichkeiten bei Megatrends wie der Künstlichen Intelligenz werden sich auch immer stärker auf die Investmententscheidungen der Anleger auswirken. Genau hier bietet der neue Technologie-Publikumsfonds bereits heute eine einzigartige Anlageoption“, ergänzt Edgar Heimbach, Mitgründer und Managing Partner bei 21 Oaks Capital.

Bankhaus Bauer schon lange Vorreiter für innovatives Private Banking

Die Bankhaus Bauer AG verzeichnet auch im Geschäftsjahr 2024 ein starkes Wachstum seiner Private-Banking-Aktivitäten an den Standorten Essen und Stuttgart und hat bei den Assets under Management inklusive der liquiden Kundenanlagen die Schwelle von einer Milliarde Euro für 2024 fest im Blick. Grundlage für diese Aufwärtsentwicklung ist die große Expertise bei der Begleitung von vermögenden Privatanlegern, institutionellen Investoren, Unternehmern sowie Family Offices in allen Anlageklassen mit zunehmend größeren Anlagevolumina. Der Erfolg des Hauses basiert auf individuellen, auf den Kunden oder die Kundin maßgeschneiderten Anlagestrategien und einer guten Performance der Vermögensverwaltung, die zuletzt wieder für 2023 vom unabhängigen Analyse-Institut firstfive prämiert wurde. Besonders erfolgreich war das Finanzinstitut hierbei in der Risikoklasse dynamisch, wo man 2023 in den Auswertungszeiträumen 12 und 60 Monate jeweils den 1. Platz von firstfive erhielt.

Schon lange profitieren die Bankexperten von externem Beratungs-Know-how namhafter Kooperationspartner wie HQ Capital, b.value, COI Partners oder Acton bei alternativen Anlageformen. Dieses Angebot umfasst Möglichkeiten für Direktbeteiligungen, Private-Equity, Start-up- aber auch Venture-Capital-Investments.

Das besondere Konzept der Kundenbetreuung wird ergänzt durch die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Druyen, einem der renommiertesten Vermögensforschenden in Europa. Er unterstützt die Beratungsteams des Hauses als First Advisor mit seiner anerkannten Expertise in der Vermögenspsychologie und Vermögenskulturforschung exklusiv.

Weitere Wachstumschancen im Healthcare-Bereich mit dem opta data banking

In den letzten Jahren hat das Bankhaus seine Expertise im Bereich Healthcare bereits sehr deutlich ausgebaut und sich renommierte Branchen- und Anlagefachleute ins Haus geholt. Hierauf aufbauend hat das Finanzinstitut Anfang Juni 2024 in Kooperation mit der auf das Gesundheitswesen spezialisierten opta data Gruppe die Wertschöpfung durch das neu etablierte opta data banking deutlich erweitert. Dieses zeichnet sich vor allem durch eine einfache und schnelle Verfügbarkeit sowie eine unkomplizierte, kundenfreundliche Nutzung aus.

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Bankhaus Bauer, Lautenschlagerstr. 2, 70173 Stuttgart, Tel: 0711 182990, www.bankhausbauer.de

Sorge um Präsidentschaftswahlen schlägt Inflation und Zinsunsicherheit  –  Zufriedenheit mit Finanzberatern hoch

Janus Henderson Investors hat die Ergebnisse seiner US-Anlegerumfrage 2024 veröffentlicht: „Insights for a Brighter Future“ zeigt, dass die Unsicherheit über die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das Zinsumfeld einige Anleger zur Reduzierung des Portfoliorisikos veranlassen.  So sind nur 42 % der befragten Anleger mit ihrer aktuellen finanziellen Situation sehr zufrieden – vor einem Jahr waren es noch 48 % – und zwei von drei (67 %) glauben, dass die Lebenshaltungskosten schneller steigen als ihr Einkommen.

„In Zeiten wie diesen sollten alle Anleger bedenken, dass Portfolioänderungen zur Vermeidung kurzfristiger Volatilität oft die langfristigen Ziele gefährden können“, so Matt Sommer, Leiter der Specialist Consulting Group bei Janus Henderson Investors.  „Der Nachrichten-Zyklus bewegt sich in einem unglaublichen Tempo und die Schlagzeilen können zermürbend sein, aber US-Aktien sind trotz der großen Unsicherheit bemerkenswert stabil geblieben.“

Präsidentschaftswahlen sind größere Sorgen als Inflation und Zinssätze

Ein von Unruhen geprägtes Wahljahr belastet eindeutig die Gedanken der Anleger von heute: 78 % der Befragten sind besorgt über die möglichen Auswirkungen der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen auf ihre finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten. Tatsächlich sind mehr Befragte wegen der Wahl besorgt als wegen der anhaltenden Inflation (70 %), der hohen Zinsen (57 %), der schlechten Aktienmarktentwicklung (57 %) oder einer möglichen Rezession (55 %).

Längerfristig (die nächsten zehn Jahre) beziehen sich die Bedenken der Anleger auf umfassendere, systemische nationale und globale Probleme:

  • Langzeitfolgen der wachsenden politischen Uneinigkeit in den USA (77 %)
  • Steigende Kosten im Gesundheitswesen (67 %)
  • Staatsverschuldung (66 %)
  • Beziehungen zwischen den USA und China (64 %)

Anleger reduzieren ihr Aktienexposure

In den letzten zwölf Monaten haben 33 % der Umfrageteilnehmer ihr Vermögen von Aktien in Cash oder festverzinsliche Anlagen umgeschichtet. Fast ebenso viele Anleger (32 %) geben an, dass sie planen, in den nächsten zwölf Monaten ihr Vermögen von Aktien in Cash oder festverzinsliche Anlagen umzuschichten. Zu den Hauptgründen für die Umschichtung bzw. die geplante Umschichtung von Aktien zählen höhere Zinssätze, die Umsetzung einer Empfehlung ihres Finanzberaters und das Gefühl, in Cash oder festverzinslichen Anlagen besser aufgehoben zu sein.

Während fast die Hälfte aller Befragten (54 %) angibt, dass sie sich auf eine Rezession vorbereiten, ist dieser Anteil gegenüber 65 % im Jahr 2023 gesunken.

Aktives Management bleibt gefragt

In einer Zeit erhöhter Unsicherheit sagen 43 % der Anleger, die Investmentfonds oder ETFs besitzen, dass sie eine ausgewogene Mischung aus aktiven und passiven Fonds in ihrem Portfolio bevorzugen, 26 % bevorzugen aktive Manager, 18 % passive Manager, 10 % haben keine Präferenz und 3 % waren unsicher.

Zu den Bereichen, in denen die Anleger in den nächsten Jahren die besten Anlagemöglichkeiten sehen, gehören Technologie (73 %), Gesundheitswesen/Biotechnologie (62 %) und Immobilien (38 %).

KI-Betrugsrisiko eine gängige Bedrohung; Finanzberater können helfen

Fast drei von vier Anlegern (73 %) glauben, dass KI das Risiko finanzieller Ausbeutung stark erhöht, und 56 % sind sehr oder eher besorgt, dass sie oder ein nahestehender Mensch Opfer finanzieller Ausbeutung werden könnten. Millennials (66 %) und Mitglieder der Generation X (63 %) sind eher über Finanzbetrug besorgt als Baby Boomers (48 %) oder Mitglieder der Silent Generation (43 %).

Über alle Generationen hinweg berichten 45 % der Anleger, die einen Finanzberater in Anspruch nehmen, dass dieser ihnen bereits Mittel und Informationen zur Vermeidung von Finanzbetrug zur Verfügung gestellt hat, 29 % wünschen sich, dass ihr Berater diese Mittel und Informationen zur Verfügung stellt, und die verbleibenden 26 % geben an, dass sie kein Interesse an diesen Mittel und Informationen haben.

KI ist nicht nur negativ besetzt. Von denjenigen, die einen Finanzberater nutzen oder in den nächsten zwei Jahren einen engagieren wollen, hat die Mehrheit ein gutes oder neutrales Gefühl, wenn ihr Berater KI-Technologie zur Erstellung von Schulungsinhalten (85 %) oder für Verwaltungsaufgaben (83 %) einsetzt. Mehr als ein Drittel (36 %) würde jedoch den Einsatz von KI zur Erstellung von Anlageempfehlungen durch ihren Finanzberater ablehnen, und eine noch größere Zahl (44 %) wäre verärgert, wenn sie erfahren würde, dass ihr Berater KI zur Beantwortung ihrer Texte oder E-Mails einsetzt.

Zufriedenheit mit Finanzberatern steigt stark an

67 % der Anleger, die mit einem Finanzberater zusammenarbeiten, sind sehr zufrieden und 31 % sind mit der Betreuung eher zufrieden. Wenn Berater auf emotionale Bedürfnisse eingehen, verbessert sich die Kundenzufriedenheit. Zu den Faktoren, die mit einer höheren Zufriedenheit verbunden sind, gehören:

  • Der Finanzberater gibt mir die Gewissheit, dass ich meine Ziele erreiche (79 % der „sehr zufriedenen“ Kunden geben dies an)
  • Er kümmert sich um mich als Person, nicht nur um meine finanzielle Situation (72 %)
  • Bietet finanzielle Bildung an (65 %)

Fast die Hälfte der Anleger, die beraten werden (42 %), geben an, dass ihr Finanzberater 50 Jahre oder älter ist. Innerhalb dieser Gruppe gaben 42 % an, dass ihr Berater das Thema Nachfolgeplanung angesprochen hat, 25 % kannten die Pläne ihres Beraters nicht, wären aber daran interessiert, mehr darüber zu erfahren, und die restlichen 32 % sahen keine Notwendigkeit, sich mit diesem Thema zu befassen.

„Wachstumsorientierte Finanzberater sollten die Herausforderungen, denen sich Anleger in Zeiten erhöhter Unsicherheit gegenübersehen, als Chance sehen, ihr Wertversprechen zu stärken“, fügt Sommer hinzu. „Es ist klar, dass die Kundenzufriedenheit unter den Anlegern, die beraten werden, sehr hoch ist. Da jedoch viele Berater kurz vor der Pensionierung stehen, werden diejenigen belohnt, die Vertrauen aufbauen und sich durch ein besseres Kundenerlebnis abheben können.“

Zum Herunterladen eines Exemplars der Anlegerumfrage 2024 von Janus Henderson Investors, klicken Sie hier. https://www.janushenderson.com/en-us/advisor/resources/wealth-strategies/investor-survey/

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Nvidia präsentiert Rekordzahlen, doch die Börse reagiert enttäuscht.

Der starke KI-Wachstumstrend ist zwar noch nicht vorbei, wird aber zunehmend dem Realitätscheck unterzogen. Anleger sollten mit Bedacht vorgehen.

Von David Wehner, Do Investment AG

Wenn die Gemüter überhitzt sind, hilft eine kalte Dusche. Und die bekamen Anleger, die in den vergangenen Jahren auf das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) setzten, nach den jüngsten Nvidia-Zahlen Ende August. Das Unternehmen, dass dank der starken Nachfrage nach Hochleistungschips für KI-Systeme schon seit einigen Jahren glänzende Geschäfte macht, hatte erneut Rekordzahlen präsentiert und die Analystenerwarten dabei sogar übertroffen: Umsatz plus 122 Prozent, Nettogewinn plus 168 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Quartalsergebnisse waren einmal mehr schwindelerregend.

Doch an der Börse gab es die kalte Dusche. Die Aktie fiel zum Börsenstart um drei Prozent. Auf Wochensicht hat die Nvidia-Aktie 7,7 Prozent verloren. Bei einer der wertvollsten Aktie der Welt, die Nvidia mit einer Marktkapitalisierung von zeitweise drei Billionen Dollar ist, summieren sich die Kursverluste so auf mehr als 200 Milliarden Dollar. Und weil Nvidia als Leuchtturm der Branche seine Wettbewerber überstrahlt, mussten auch andere gehypte KI-Aktien Federn lassen.

Als Gründe für die Kursverluste wurden schnell zwei Wermutstropfen in dem rekordverdächtigen Zahlenwerk ausgemacht: Zum einen ist Nvidias Bruttogewinnmarge mit 75,7 Prozent (!) ein wenig niedriger ausgefallen als im Vorjahr, zum anderen war der Ausblick etwas weniger mutig als von Anlegern erhofft. Nüchtern betrachtet sind das Petitessen. Die Nvidia-Aktie hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdreißigfacht, allein 2024 konnte sie schon um 150 Prozent zulegen. Das ist in den vergangenen zehn Jahren unter den großen, schwergewichtigen Aktien ein einmaliger Vorgang. Die Tatsache, dass ein Teil der Anleger nun lieber Gewinne mitnahm, zeigt, dass der Markt allmählich erwachsen wird. Die Einsicht, dass selbst KI-Aktien nicht ewig in den Himmel wachsen können, nimmt zu.

Wettbewerb wird intensiver, Konjunktur schwächelt

Ein Grund, warum es nicht ewig so weitergehen kann: Nvidias Marktposition wird zunehmend angreifbar. Große Techkonzerne wie Microsoft, Apple oder Alphabet entwickeln mit Milliardenbudgets Konkurrenzprodukte. Die wenigen anderen Halbleiterhersteller wie AMD, ARM oder SMCI wollen ebenso von der KI-Welle profitieren wie die „Big 7“ und ihre Satelliten wie ASML, Adobe, Lam Research und Applied Materials. Es sind große Entwicklungsabteilungen und Chipfabriken im Aufbau, die über kurz oder lang KI-Platzhirschen wie Nvidia Marktanteile abnehmen werden.

Ein weiterer Grund für die gestiegene KI-Skepsis ist die Konjunktur. Die Prognose, das KI für zwei Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstum ursächlich sein könnte, zeigt sich nicht in den Konjunkturdaten. Die Weltwirtschaft tritt vielmehr in eine Schwächephase ein, vor allem Asien und Europa zeigen sich schwach. Zudem ist inzwischen zu beobachten, dass Unternehmen wie SAP, Meta, Alphabet oder Microsoft sich dank KI in der Lage sehen, auch hochbezahlte Stellen zu streichen. Auch das schwächt den Konsum und damit die Konjunktur.

Weniger Halbleiter, mehr KI-Profiteure

Der Beweis, dass sich mit Hilfe einer KI viel Geld verdienen lässt, ist auf der Anwenderseite bislang ausgeblieben. Es ist wie in Zeiten des großen Goldrauschs: Zunächst verdienen jene, die Schaufeln und Hacken verkaufen, erst später heben die Goldgräber die eigentlichen Schätze. Halbleiter sind so etwas wie die Schaufeln für künftige KI-Anwendungen.

Solange es keine globale Rezession gibt, kann der Börsenhype um Nvidia und Co. also noch weitergehen. Nach mehreren Korrekturphasen sind die Aktien auch nicht mehr zu teuer, das Risiko einer platzenden KI-Blase ist somit gesunken. Es ist aber möglich, dass hier allmählich ein Plateau bei der Bewertung von KI-Aktien erreicht wurde.

Für Anleger bedeutet das zwar nicht, sich aus KI-Aktien zurückzuziehen, allerdings sollten sie bei KI-Aktien selektiver vorgehen. Je erwachsener der KI-Markt wird, umso eher sollten sie den Shift von den Halbleiterproduzenten zu den KI-Profiteuren, also den Nutzern und Gewinnern der KI-Anwendungen, vollziehen. Die Halbleiterproduzenten wie Nvidia könnten Anleger geringer gewichten, und stattdessen auf die künftigen KI-Profiteure setzen, beispielsweise in den Bereichen Automatisierung, Pharma, Lebensmittelproduktion oder Biotech. Anleger mit KI-Fokus sollten hier selektiv vorgehen und auf ausreichende Diversifikation achten. So aufgestellt können sie noch lange vom KI-Trend profitieren.

Über den Autor:

David Wehner ist Head of Liquid Assets beim unabhängigen Münchener Vermögensverwalter Do Investment.

Verantwortlich für den Inhalt:

Do Investment AG, Oettingenstraße 35, 80538 München, Tel: 089 954119330, www.do-investment.de

Victory Park Capital ergänzt Janus Hendersons bestehendes, sehr erfolgreiches Geschäft mit verbrieften Krediten

Die Janus Henderson Group (NYSE: JHG; „Janus Henderson“ oder das „Unternehmen“), ein führender globaler aktiver Asset Manager, meldete den Abschluss einer Vereinbarung über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Victory Park Capital Advisors, LLC („VPC“), einem globalen Private Credit Manager mit einer fast zwei Jahrzehnte langen Erfolgsbilanz bei der Bereitstellung maßgeschneiderter Privatkreditlösungen für etablierte und junge Unternehmen. VPC ergänzt Janus Hendersons äußerst erfolgreiches Geschäft mit verbrieften Krediten und seine Expertise auf den Märkten für öffentliche Asset-Backed-Securities und erweitert die Kompetenzen des Unternehmens für seine Kunden auf den Privatmärkten.

VPC wurde 2007 von Richard Levy und Brendan Carroll gegründet und hat seinen Hauptsitz in Chicago. Das Unternehmen investiert im Auftrag seiner langjährigen institutionellen Kunden in verschiedene Branchen, Regionen und Anlageklassen. Seit 2010 hat sich VPC auf Asset-Backed-Lending spezialisiert, unter anderem in den Bereichen Small Business und Consumer Finance, Financial und Hard Assets sowie Real Estate Credit. Die Palette der Anlagemöglichkeiten umfasst auch die Rechtsfinanzierung sowie das maßgeschneiderte Investment-Sourcing und Verwaltung für Versicherungsunternehmen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen über seine Tochterplattform Triumph Capital Markets umfassende strukturierte Finanzierungs- und Kapitalmarktlösungen an. Seit der Gründung hat VPC rund 10,3 Milliarden US-Dollar in über 220 Investments investiert und verwaltet ein Vermögen von rund 6,0 Milliarden US-Dollar.

Janus Henderson ist davon überzeugt, dass VPC das von Janus Henderson weltweit verwaltete verbriefte Vermögen in Höhe von 36,3 Milliarden US-Dollar ergänzen und ausbauen wird.  Diese Partnerschaft schafft hervorragende Synergien und wird für beide Seiten vorteilhafte Wachstumsmöglichkeiten bieten. Die langjährigen Geschäftsbeziehungen von VPC mit globalen institutionellen Kunden, darunter Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, Stiftungen und Staatsfonds, werden die Position von Janus Henderson auf dem globalen institutionellen Markt stärken. Darüber hinaus werden die auf Versicherungsunternehmen zugeschnittenen Anlagemöglichkeiten von VPC das Produktangebot von Janus Henderson für die wachsende Versicherungskundschaft des Unternehmens erweitern. Die globale Vertriebsplattform von Janus Henderson für institutionelle und private Kunden und die engen Beziehungen zu Finanzintermediären werden den Vertrieb und die Entwicklung der VPC-Produkte weltweit unterstützen.

Diese Akquisition ist ein weiterer Meilenstein in Janus Hendersons kundenorientierter Expansion seiner Privatkreditkapazitäten, nachdem das Unternehmen vor kurzem die Übernahme des Emerging-Markets-Private-Investment-Teams der National Bank of Kuwait, NBK Capital Partners, angekündigt hatte, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll.

„Wir freuen uns, dass wir mit Victory Park Capital die Kapazitäten von Janus Henderson im Bereich der Privatkredite weiter ausbauen können. Asset-Backed-Lending hat sich zu einer bedeutenden Marktchance innerhalb des Privatkreditgeschäfts entwickelt. Die Kunden sind zunehmend bestrebt, ihr Exposure in Private Credit über die direkte Kreditvergabe hinaus zu diversifizieren. Die Anlagekompetenz von VPC im Bereich der Privatkredite und das umfassende Know-how im Versicherungsbereich entsprechen den wachsenden Bedürfnissen unserer Kunden. Sie unterstützen unser strategisches Ziel, dort zu diversifizieren, wo wir das Potenzial haben, und erweitern unsere bestehenden Stärken im Bereich der verbrieften Finanzierungen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Akquisition uns in die Lage versetzen wird, weiterhin Vorteile für unsere Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre zu erzielen“, sagt Ali Dibadj, Chief Executive Officer von Janus Henderson.

„Wir freuen uns über die Partnerschaft mit Janus Henderson in der nächsten Wachstumsphase von VPC. Sie ist ein Beweis für die Stärke unserer etablierten Marke im Bereich Private Credit und für unsere einzigartige Expertise. Wir sind davon überzeugt, dass sie uns ermöglicht, schneller zu skalieren, unser Produktangebot zu diversifizieren, unseren Vertrieb und unsere geografische Reichweite zu erweitern und unsere eigenen Vertriebskanäle zu stärken“, sagt Richard Levy, Chief Executive Officer, Chief Investment Officer und Gründer von VPC.

„Als ein führender aktiver Asset Manager mit einer vielfältigen, globalen Präsenz ist Janus Henderson ein idealer Partner, um unser hochqualifiziertes Team und die weitere Expansion von VPC zu unterstützen. Wir kennen das Managementteam von Janus Henderson seit vielen Jahren und sind davon überzeugt, dass unsere Organisationen in ihrer kundenorientierten Mentalität, ihrem Engagement für diszipliniertes Investieren und ihren gemeinsamen Werten übereinstimmen. Diese Partnerschaft schafft durch eine beschleunigte Produktentwicklung und Cross-Selling-Möglichkeiten einen enormen Mehrwert für die Kunden. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Janus Henderson auf der bisherigen Erfolgsbilanz von VPC aufzubauen, um weiterhin differenzierte Private-Credit-Lösungen für aktuelle und potenzielle Investoren und Portfoliounternehmen anbieten zu können“, ergänzt Brendan Carroll, Senior Partner und Mitgründer von VPC.

Der Kaufpreis ist eine Mischung aus Cash und Stammaktien von Janus Henderson und wird sich voraussichtlich neutral bis positiv auf den Gewinn pro Aktie im Jahr 2025 auswirken. Der Abschluss der Übernahme wird für das vierte Quartal 2024 erwartet und unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigungen.

Ardea Partners fungierte als exklusiver Finanzberater für VPC. Kirkland & Ellis LLP fungierte als Rechtsberater von VPC und Sheppard Mullin als Rechtsberater von Janus Henderson.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Konsequenter Ausbau des Produkt- und Dienstleistungsangebots war und ist zentraler Baustein der LAUREUS-Strategie

Vor 20 Jahren, genau genommen am 19. August 2004, wurde die LAUREUS AG PRIVAT FINANZ als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Sparda-Bank West eG gegründet. Das Ziel von damals ist nach wie vor aktuell: Kundinnen und Kunden ab einem freien Vermögen von 250.000 Euro einen umfassenden, innovativen und vor allem persönlichen Service rund um die Finanz im Ganzen zu bieten. Dazu gehören die Vermögensberatung, die Vermögensverwaltung, der Vermögensaufbau, die Vermögenssicherung und Vorsorge sowie die Unterstützung bei der Vermögensnachfolgeplanung. Ein Konzept, das sich über all die Jahre als überaus erfolgreich erwiesen hat. „Wir blicken mit viel Dankbarkeit, aber auch Stolz und Zufriedenheit auf die zurückliegenden zwei Jahrzehnte“, so Anja Metzger, Vorstandsmitglied der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ.

Das Wachstum der zurückliegenden 20 Jahren zeigt: Der Ansatz und die Strategie der LAUREUS AG überzeugen. So hat sich die Anzahl der Beraterinnen und Berater von anfangs vier auf mittlerweile 24 vervielfacht. Insgesamt umfasst die LAUREUS AG inzwischen rund 50 Mitarbeitende. Kräftig bergauf ging es auch mit dem betreuten Kundenvermögen, das inzwischen ein Niveau von rund 1,6 Milliarden Euro aufweist. Und auch die Anzahl der mittlerweile gut 6.600 Kunden ist stetig gestiegen. „Diese tolle Entwicklung ist nicht nur eine wunderbare Bestätigung dafür, dass die Bemühungen des gesamten LAUREUS-Teams in die richtige Richtung gehen, sondern zugleich Ansporn, dieses Wachstum auch künftig bestätigen zu wollen“, erklärt Martin Dietz, Vorstandsmitglied der LAUREUS AG.

Sukzessiver Ausbau des Dienstleistungs- und Produktangebots

Ein Geheimnis des Erfolges: Das Private-Banking-Institut hat seit der Gründung das Produkt- und Dienstleistungsspektrum sinnvoll und fortlaufend ausgebaut. So ist die LAUREUS AG, die seit jeher einen breiten Mix an verschiedenen Vermögensverwaltungs- und beratungslösungen anbietet, seit 2008 auch Fondsberater des „SpardaOptiAnlage Defensiv“ – des defensiv ausgerichteten Hausfonds im Sparda-Bank-West-Konzern. Im Jahr 2020 hat die LAUREUS AG zudem in Kooperation mit der Union Investment ihr Angebot um die Fondsvermögensverwaltung „VermögenPlus“ erweitert – eine Fondsvermögensverwaltung mit breiter Risikostreuung. Summa summarum stehen inzwischen acht verschiedene Strategien – davon vier nachhaltige – zur Auswahl, die sich sowohl an vorsichtige als auch risikofreudige Anleger richten.

Auch im Versicherungsbereich hat sich bei der LAUREUS AG im Laufe der Jahre einiges getan. So ist die Sparda-Bank-West-Tochter seit 2013 als Versicherungsmakler tätig – mit dem Fokus auf Personenversicherungen sowie Anlage- und Vorsorgelösungen. Darüber hinaus bietet die LAUREUS AG seit 2021 auch Beratung in Sachversicherungen an, von der Elementar- bis hin zur Cyberversicherung.

Abgerundet werden die umfangreichen Vermögens- und Vorsorgelösungen durch Generationenberatungen, spezielle Angebote für Vermögensübertragungen und Stiftungslösungen. Über ihr Netzwerk bietet die LAUREUS AG zudem Services rund um die Immobilie – von der Immobilienbewertung und -vermittlung bis hin zur Immobilienfinanzierung.

Der persönliche Kundenkontakt stand und steht im Vordergrund

Und was die Beratung und Betreuung der Kundinnen und Kunden angeht, bietet die LAUREUS AG nach wie vor einen Service an, den nahezu alle Banken aufgrund des hohen Aufwands und der gestiegenen Kosten inzwischen eingestellt haben – und zwar Hausbesuche. Hinzu kommt die Beratung in den rund 40 Filialen der Sparda-Bank West sowie die Videoberatung und telefonische Beratung. Und auch wenn die Beraterinnen und Berater moderne Technik wie etwa iPads, die elektronische Unterschrift oder einen auf Künstliche Intelligenz basierten Depotoptimierer, der auf ein umfassendes Datenmaterial zurückgreift, in der Anlageberatung nutzen: „Der Mensch sowie der persönliche Kontakt werden immer im Vordergrund stehen“, versichert Martin Dietz.

Überaus zufriedene Kunden

Dass die Kundinnen und Kunden der LAUREUS AG den umfassenden, innovativen und persönlichen Service rund um den Vermögensaufbau, die Vorsorge und Vermögensnachfolge sowie das umfangreiche Wissen – alle Beraterinnen und Berater sind zertifizierte Finanzplaner – in hohem Maße schätzen, zeigt auch das Ergebnis des Bewertungsportals WhoFinance. Demnach wird die LAUREUS AG hinsichtlich Beratungs- und Servicequalität, Angebot, Preis/Konditionen, Kommunikation und Weiterempfehlungsbereitschaft auf der Grundlage von 273 geprüften Kundenbewertungen mit 4,7 von 5 Sternen (Stand 30.06.2024) bewertet.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Kundinnen und Kunden uns derart positiv bewerten. Das zeigt einmal mehr, dass das gesamte Team der LAUREUS AG in den zurückliegenden 20 Jahren offenbar einige richtige Entscheidungen getroffen hat. Auf diesem Erfolg ausruhen werden wir uns aber sicherlich nicht – die Weiterentwicklung des Produkt- und Dienstleistungsangebots wird auch künftig konsequent fortgesetzt“, versichert Vorstandsmitglied Anja Metzger.

Verantwortlich für den Inhalt:

Laureus AG Privat Finanz, Ludwig-Erhard-Allee 15, D-40227 Düsseldorf, Tel: 0211 / 16098­0, www.laureus­ag.de

Daniel Siluk, Head of Global Short Duration & Liquidity Group, Janus Henderson Investors

Zusammenfassung:

  • Powells Rede auf dem Jackson-Hole-Symposium gab einen umfassenden Überblick über die Reaktion der Federal Reserve auf die wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch die Corona-Pandemie und ihre Nachwirkungen entstanden sind.
  • Er hob die bedeutenden Fortschritte bei der Eindämmung der Inflation hervor, die so hoch war wie seit einer Generation nicht mehr, nun aber deutlich zurückgegangen ist und sich dem Ziel der Fed von 2 % nähert. Powell zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Inflation auf einem stabilen Weg zurück zu 2 % befindet.
  • Die Rede deutete auf eine Schwerpunktverlagerung zu einem ausgewogenen Verhältnis zwischen dem doppelten Mandat der Inflationsbekämpfung und der Förderung eines starken Arbeitsmarktes hin. Dies lässt darauf schließen, dass die Ära der aggressiven Zinserhöhungen einer Periode moderaterer Anpassungen Platz machen wird.
  • Powell betonte, dass künftige geldpolitische Maßnahmen datenabhängig sein würden, und hob die Bedeutung der eingehenden Wirtschaftsindikatoren, insbesondere der Arbeitsmarktindikatoren, für die Zinsentscheidungen der Fed hervor.

Bedeutung für die Märkte:

  • Die Rede war vorsichtig optimistisch und deutete darauf hin, dass sich die Inflation auf einem stabilen Weg zurück zum Ziel befindet, ohne einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit vorauszusetzen. Dadurch könnten Anleger Vertrauen in das Potenzial einer sanften Landung gewinnen. Die Risikomärkte – Aktien und Kredite – tendieren nach der Rede fester.
  • Trotz Powells Ausführungen über das Potenzial für künftige Zinsanpassungen haben sich die Zinsmärkte nicht entscheidend bewegt und preisen für September weder eine Anpassung um 25 Basispunkte noch um 50 Basispunkte ein, sondern bewegen sich in der Mitte dieser Spanne.
  • Powells Schwerpunktverlagerung auf die Arbeitsmarktbedingungen im Gegensatz zu den reinen Inflationsdaten deutet darauf hin, dass die künftige Zinsvolatilität stärker an die Arbeitsmarktdaten gebunden sein könnte. Dies stellt eine deutliche Abkehr von den letzten Jahren dar, in denen die Zinserwartungen in erster Linie von den Inflationsdaten bestimmt wurden.

Verantwortlich für den Inhalt:

Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Umfrage von J.P. Morgan Asset Management zeigt Resilienz deutscher Anlegerinnen und Anleger am Kapitalmarkt: Trotz einiger Bedrohungsszenarien steigen Fonds- und ETF-Investments weiter an

Die letzten Monate an den Kapitalmärkten waren sehr bewegt: Nach einem fulminanten Jahresstart an den Börsen kam es Anfang August zu einer kurzen Talfahrt. Aktuell nehmen DAX & Co wieder alte Höchststände ins Visier. Die EZB hatte nach dem schnellsten Zinserhöhungszyklus aller Zeiten im Juni die Zinswende eingeläutet und den Zinssatz wieder gesenkt – in der Folge fielen auch die Guthabenzinsen bei vielen Sparprodukten. Wie gehen Anlegerinnen und Anleger mit der Dynamik an den Kapitalmärkten um? Das “Finanzbarometer 2024”, eine aktuelle repräsentative Befragung von 2.000 Frauen und Männern in Deutschland durch J.P. Morgan Asset Management, zeigt, dass sich beim Engagement am Kapitalmarkt allmählich eine Veränderung abzeichnet. Zwar sind Sparbuch sowie Tages- und Festgeld weiterhin die am häufigsten genutzten Anlageprodukte der Deutschen. Aber es folgen in diesem Jahr bereits an dritter Stelle Investmentfonds und ETFs. In vorangegangenen Umfragen lagen diese stets hinter sicherheitsorientierten Anlageformen wie Lebens- und Rentenversicherungen. Die Bedeutung von Sparbuch & Co wird also geringer, während Investmentprodukte wie Fonds zunehmend beliebter werden. Trotz bestehender Bedrohungsängste insbesondere vor geopolitischer Instabilität oder Inflation zeigen sich deutsche Anlegerinnen und Anleger also zunehmend resilient bei ihren Kapitalmarktinvestments. Ängste vor einer Rezession oder einem Börsencrash spielen bei den Deutschen derzeit nur eine untergeordnete Rolle.

“Zwar dürfte es noch etwas Zeit dauern, bis die Privatanleger in Deutschland in breiter Masse ganz selbstverständlich am Kapitalmarkt investieren. Aber wir sehen eine klare Tendenz: Vor allem Investmentfonds und ETFs erzielen eine immer größere Verbreitung unter den Deutschen. Sollten die Zinsen weiter sinken, wird es spannend zu beobachten, ob weitere Mittel aus Sparbüchern sowie Tages- und Festgeld an den Kapitalmarkt fließen”, sagt Matthias Schulz, Managing Director bei J.P. Morgan Asset Management.

Mit 43 Prozent bleibt das Sparbuch weiter Spitzenreiter bei den Anlegern, Tages- und Festgeld kommen auf 41 Prozent Verbreitung, Investmentfonds und ETFs folgen mit immerhin 32 Prozent, vor Lebens- und Rentenversicherungen mit 30 Prozent. Die Differenz zwischen Sparbuch- sowie Investmentfonds-/ETF-Besitz liegt 2024 somit bei nur noch 11 Prozentpunkten – 2022 waren es enorme 27 Prozentpunkte Unterschied.

Das Jahr 2022 ist aus Sicht von Matthias Schulz mit dem einsetzenden Krieg in der Ukraine und der stark steigenden Inflation zunächst eine Zäsur gewesen – das Bedürfnis nach Sicherheit zeigte sich auch an den Anlagemärkten. Gemäß Finanzbarometer 2022 setzte damals jeder zweite Deutsche (51 Prozent) auf das Sparbuch, gefolgt von Tages- und Festgeld (41 Prozent) sowie Renten- und Lebensversicherungen (37 Prozent). Investmentfonds und ETFs lagen bei gerade einmal 24 Prozent Verbreitung. “Inzwischen scheint es eine gewisse Resilienz bei Anlegern zu geben. Denn die Schlagzeilen werden weiterhin von geopolitischen Krisenherden geprägt, Inflation war und ist eine der häufiger genannten Anlegersorgen und nicht zuletzt zeigen sich verschiedene Wirtschaftsdaten schwächer als erwartet. Und dennoch zeigt die Umfrage, dass sich die Menschen richtigerweise dem Kapitalmarkt eher zu- als abwenden”, erklärt Schulz.

In der Gunst der Anleger leicht gesunken sind hingegen Einzelinvestments in Aktien. Besaßen 2022 noch 31 Prozent der Deutschen Aktien, sind es 2024 nur noch 27 Prozent. Im Hinblick auf die Risikostreuung sieht Schulz es für die meisten Privatanleger als sinnvoll an, auf Fondslösungen statt auf Einzelaktien zu setzen. Anleihen sind mit 8 Prozent bei den Deutschen recht wenig verbreitet, wohin Kryptowährungen immerhin 15 Prozent der Befragten besitzen.

Vor allem geopolitische Instabilität und Inflation bereiten Sorgen – Rezession dagegen weniger

Der Blick auf konkrete Bedrohungsszenarien stützt die These der Resilienz am Kapitalmarkt. Krieg und geopolitische Instabilität halten 84 Prozent der Befragten für sehr bedrohlich oder bedrohlich- 2022 waren es sogar noch 2 Prozentpunkte mehr. Die Inflation halten 83 Prozent der Deutschen für sehr bedrohlich oder bedrohlich – dieser Wert ist im Vergleich zu 2022 gleich hoch geblieben. Obwohl die monatlich veröffentliche Inflationsrate seit Januar 2024 durchgängig unter drei Prozent liegt, ist die gefühlte Inflation aus Anlegersicht höher und bleibt ein Aufregerthema für die Deutschen. Etwas zurückgegangen ist die Angst vor Altersarmut: Während dieses Jahr 79 Prozent der Befragten diese für sehr bedrohlich oder bedrohlich halten, waren es 2022 noch 83 Prozent. Klimawandel oder Naturkatastrophen halten 70 Prozent für sehr bedrohlich oder bedrohlich, 2022 waren es 75 Prozent. Interessanterweise halten nur 63 Prozent der Befragten eine Rezession für sehr bedrohlich oder bedrohlich und einen Börsencrash fürchtet mit 51 Prozent nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten – obwohl über beides in diesem Jahr bereits häufig in den Medien berichtet wurde.

“Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen einerseits, dass sich das subjektive Empfinden der Anlegerinnen und Anleger deutlich von der tatsächlichen Realität oder von Expertenmeinungen unterscheiden kann, etwa was die Inflation angeht”, stellt Matthias Schulz fest. “Andererseits zeigt sich aber auch, dass trotz weiterhin bestehender, teilweise sogar zunehmender Risiken, die Chancen am Kapitalmarkt gesehen werden. So scheint sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass es nach Kursrückgängen am Aktienmarkt auch schnell wieder nach oben gehen kann und sich diese somit als Einstiegsgelegenheit anbieten können”, führt Schulz aus. Wer also auch in Krisenzeiten einem Investment treu bleibe, werde am Ende zumeist dafür belohnt.

Die hier zitierten Ergebnisse stammen aus dem Finanzbarometer 2024 von J.P. Morgan Asset Management, einer repräsentativen Online-Befragung über die Plattform von Attest. In der Zeit vom 10.-14. Juli 2024 wurden 2.000 Frauen und Männer ab 20 Jahren in Deutschland zu ihrem Spar- und Anlageverhalten befragt. Neben dem Besitz von Finanzprodukten wurden Gründe, die Investments für Sparer interessanter machen würden, wie selbstverständlich die Deutschen über Geld sprechen sowie aktuelle Sorgen und Risikoempfinden untersucht.

Über J.P. Morgan Asset Management

Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co verfolgt J.P. Morgan Asset Management das Ziel, Kundinnen und Kunden beim Aufbau stärkerer Portfolios zu unterstützen. Seit mehr als 150 Jahren bietet die Gesellschaft hierzu Investmentlösungen für Institutionen, Finanzberater und Privatanleger weltweit und verwaltet per 30.06.2024 ein Vermögen von 3,3 Billionen US-Dollar. In Deutschland ist J.P. Morgan Asset Management seit 35 Jahren und in Österreich seit mehr als 25 Jahren präsent und mit einem verwalteten Vermögen von über 35 Milliarden US-Dollar, verbunden mit einer starken Präsenz vor Ort, eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften im Markt.

Das mit umfangreichen Ressourcen ausgestattete globale Netzwerk von Anlageexpertinnen und -Experten für alle Assetklassen nutzt einen bewährten Ansatz, der auf fundiertem Research basiert. Zahlreiche “Insights” zu makroökonomischen Trends und Marktthemen sowie der Asset Allokation machen die Implikationen der aktuellen Entwicklungen für die Portfolios deutlich und verbessern damit die Entscheidungsqualität bei der Geldanlage. Ziel ist, das volle Potenzial der Diversifizierung auszuschöpfen und das Investmentportfolio so zu strukturieren, dass Anlegerinnen und Anleger über alle Marktzyklen hinweg ihre Anlageziele erreichen.

Verantwortlich für den Inhalt:

J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Volker Hecht wird Sprecher des Vorstands

Dr. Marc Siemes wird Chief Operating Officer, Anne Wessel Chief Financial Officer

Der Aufsichtsrat der Deutsche Oppenheim Family Office AG hat Volker Hecht in seiner Sitzung vom 29. August zum Sprecher des Vorstands bestellt. Der 46-Jährige kam im Mai dieses Jahres als Generalbevollmächtigter und Abteilungsleiter Akquisition und Mandantenbetreuung zur Deutsche Oppenheim.

Zudem werden die Betriebsorganisation und der Finanzbereich künftig getrennt voneinander agieren:

Dr. Marc Siemes wird Chief Operating Officer – zusätzlich zu seiner Funktion als COO des Wealth Managements der Deutschen Bank im Heimatmarkt.

Anne Wessel wird Chief Financial Officer.

Die Finanzaufsicht Bafin hat den Bestellungen zum 1. September (Hecht) und 1. Oktober (Siemes, Wessel) zugestimmt. Neben Hecht, Siemes und Wessel gehört Oliver Leipholz, verantwortlich für die Vermögensverwaltung, Immobilien und den Bereich Investmentfonds, zum Vorstandsgremium.

Stefan Freytag, seit 2020 Sprecher des Vorstands der Deutsche Oppenheim und verantwortlich für die Mandantenbetreuung für Family-Office-Dienstleistungen, tritt nach 40 Jahren Tätigkeit in der Finanzindustrie in den Ruhestand ein. Henning Heuerding, seit 2021 zuständig für den Finanzbereich und die Betriebsorganisation, verlässt die Deutsche Oppenheim zum 30. September 2024 im gegenseitigen Einvernehmen.

“Ich danke Stefan Freytag und Henning Heuerding im Namen des Aufsichtsrats, des Vorstands und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich für ihr erfolgreiches Wirken und wünsche ihnen auch für die Zukunft viel Erfolg”, sagt Frank Schriever, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Oppenheim.

Deutsche Oppenheim konzentriert sich künftig noch stärker auf die Bedürfnisse der Nachfolgegeneration

“Gleichzeitig freue ich mich sehr, dass wir den Vorstand der Deutsche Oppenheim hochkarätig besetzen können. Volker Hecht verfügt über umfassende Erfahrung im Geschäft mit vermögenden unternehmerisch geprägten Kunden und steht zugleich für neue Impulse, die von der Nachfolgegeneration gefragt sind. Mit Anne Wessel und Marc Siemes gewinnen wir zudem sehr erfahrene Kollegen für das Gremium, deren Arbeit ich überaus schätze”, so Schriever weiter.

“Ein fortschreitender Generationswechsel bei unseren Mandanten führt zu einer verstärkten Nachfrage nach digitalen Finanzdienstleistungen und modernen, effizienten Zugängen zu globalen Anlagemöglichkeiten bei erstklassigen Assetmanagern. Diesen Anforderungen möchten wir künftig noch besser gerecht werden”, ergänzt Hecht.

Über die Deutsche Oppenheim:

Die Deutsche Oppenheim Family Office AG mit Standorten in Grasbrunn bei München, Frankfurt, Hamburg und Köln ist ein vermögensverwaltendes Multi Family Office und als solches einer der führenden Anbieter in Europa. Das Family Office betreut komplexe Familienvermögen ganzheitlich.

Das Unternehmen gehört zum Geschäft mit Vermögenskunden (Wealth Management) der Deutschen Bank und bietet neben umfassenden Family-Office-Dienstleistungen auch individuelle Vermögensverwaltungsmandate für größere Investitionssummen an. Daneben ist sie auch Initiatorin und Anlageberaterin für drei Multi-Asset Publikumsfonds (FOS-Fonds) der DWS Investment GmbH.

Verantwortlich für den Inhalt:

DEUTSCHE OPPENHEIM Family Office AG, Keferloh 1a, 85630 Grasbrunn, Tel: +49 (89) 45 69 16 0, Fax: +49 (89) 45 69 16 99, www.deutsche-oppenheim.de

Das Interesse an Private-Debt-Strategien wächst derzeit rasant.

„Kreditfonds haben sich etabliert und verzeichnen starke Mittelzuflüsse“, sagt Daniel Knoblach, Geschäftsführer der Super Global GmbH. Auch die Regulierung ist mittlerweile ausgereift und hat sich bewährt.

„Unternehmen nutzen für ihre Finanzierungen zunehmend Kreditfonds als Alternative zu Banken oder streuen Kredite von Fonds in ihren Finanzierungsmix ein“, so Knoblach. „Dies geht umso besser, als die Regulierungsbehörden mittlerweile sehr klare Rahmenbedingungen gesetzt haben.“ So wurde etwa klargestellt, dass nur Banken auf der einen und Spezialfonds auf der anderen Seite Kredite vergeben dürfen.

Damit wandelt sich der Kreditmarkt, der lange ein ausschließlicher Bankenmarkt war. „Die Kreditfonds als neue Anlaufstelle für die Unternehmensfinanzierung sind oft flexibler, ohne deshalb mehr Risiko zu nehmen“, sagt Knoblach. Denn die Regulierer möchten genau wie auch Banken ein hohes Maß an Vorsicht gewahrt wissen, weshalb auch nicht jede Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) Kreditfonds anbieten kann.

„Für Kapitalverwaltungsgesellschaften gilt, dass sie über eine entsprechend geeignete Organisation verfügen müssen, um das Geschäft auf jeder Ebene abwickeln und kontrollieren zu können“, so Knoblach. Dazu gehören sowohl sämtliche Prozesse für die Kreditbearbeitung, aber auch deren fortlaufende Kontrolle sowie der Umgang mit Problemkrediten. „Des Weiteren müssen Früherkennungssysteme implementiert sein, die rechtzeitig warnen, wenn es zu Problemen kommen könnte“, so Knoblach.

Die Super Global GmbH hat als KVG bereits mehrere Private-Debt-Fonds aufgelegt. „Bei uns ist die notwendige Infrastruktur für den Auflegungsprozess und die Konfiguration der Fonds vorhanden“, sagt Knoblach. Das bringe für Initiatoren wesentliche Effizienzvorteile. „Hinzu kommt, dass es sich um ein institutionelles Geschäft mit entsprechender Professionalität aller Akteure handelt.“ Zudem gelten klare Richtlinien und Vorgaben, die in der Risikokontrolle entscheidend sind. „So prüfen wir bei Fondsauflage und -verwaltung auch, ob die Kreditvergabe frei von Interessenkonflikten ist und nur in minimalem Umfang weiteres Fremdkapital eingesetzt wird“, sagt Knoblach. Wichtig ist vor allem, dass keine Fristentransformation stattfindet, bei der zum Beispiel kurzfristige Kredite zur Finanzierung langfristiger Kredite aufgenommen werden.

Auf diese Weise lassen sich mit der Kreditvergabe verbundene Risiken sehr gut managen. „Und so werden die Kreditfonds zu einem attraktiven Investment für kapitalstarke institutionelle Anleger“, sagt Knoblach. „Die höchste Nachfrage sehen wir derzeit vor allem von großen Family Offices und Pensionskassen“, so Knoblach. „Dies liegt daran, dass das Marktsegment eine tatsächliche Alternative zu anderen Anlageklassen ist und sich zudem sehr gut zu Diversifikationszwecken eignet.“

Über Super Global

An den Standorten Deutschland und Luxemburg bietet Super Global etablierte Investmentvehikel mit innovativen Lösungen sowie nachhaltige Produktkonzepte an. Als AIFM für Alternative Investmentfonds kombiniert Super Global DE maßgeschneiderte Fonds mit Dienstleistungen in den Bereichen Portfoliomanagement, Risikomanagement und Administration. Das Luxemburger Unternehmen ermöglicht weltweit anerkannte und etablierte Verbriefungslösungen, die individuell auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden können. Super Global übernimmt die Auflegung, die aufsichtsrechtliche Strukturierung sowie die laufende Administration.

Verantwortlich für den Inhalt:

Super Global GmbH, Luise-Ullrich-Straße 20, 80636 München,Tel: +49 89 51 770 450, www.super-global.de

Kommentar von Junichi Inoue, Head of Japanese Equities, Janus Henderson Investors

  • Drastischer Kurseinbruch veranlasste Investoren Positionen und Investmentansatz zu überdenken.
  • Gründe für den Ausverkauf: u. a. die Auflösung des Yen-Carry-Trade, nicht rückgeführte und in Yen konvertierte Gewinne aus Übersee, übermäßiger Enthusiasmus für KI-nahe Aktien und einseitige Wetten auf eine Yen-Abwertung.

Das rasante Wachstum erneuerbarer Energiequellen wie Wind- und Solarenergie hat eine kritische Frage aufgeworfen: Wie kann diese intermittierende Energie effektiv gespeichert und verteilt werden? Da die Versorger mit zunehmendem Lastwachstum kämpfen und auf eine vollständige Dekarbonisierung hinarbeiten, müssen sie sich zwingend fragen: Wie viel erneuerbare Energie können sie integrieren, bevor sie an ihre praktischen Grenzen stoßen?

Am 5. August 2024 verzeichnete der Nikkei-225-Index den zweitgrößten Einbruch seiner Geschichte. Der größte Einbruch erfolgte am Schwarzen Montag 1987, gefolgt von der globalen Finanzkrise 2008 auf Platz drei. Die zweite Zinserhöhung kam zwei Monate früher als vom Markt erwartet, folgte aber einem vorherbestimmten Kurs, und fiel mit nur 15 Basispunkten niedriger aus.

Unerwartetes Volumen und Tempo beim Abbau der Yen-Carry-Trades

Erklärt wird der massive Rückgang derzeit vor allem mit der Auflösung des Yen-Carry-Trade. Es ist jedoch schwierig, das Ausmaß des Yen-Carry-Trade und seine Hauptakteure eindeutig zu bestimmen. Eine Wertpapierfirma behauptete, alle Geschäfte seien aufgelöst worden, während eine andere angab, es seien nur 30 %. In Wirklichkeit ist das tatsächliche Volumen des Yen-Carry-Trade nicht bekannt, da der Großteil des Devisenhandels nach wie vor außerbörslich (OTC) abgewickelt wird und somit weniger zuverlässige Handelsdaten verfügbar sind. Und größtenteils nutzen nur Commodity Trading Advisors (CTAs) FX-Futures, die aufgrund ihrer Regulierung und ihres Handels am offenen Markt transparenter sind.

Die unmittelbare Panik ist vorerst vorbei. Die meisten Positionen der CTAs und Momentum-Anleger scheinen aufgelöst worden zu sein (Yen-Short-Positionen in FX-Futures wurden gedeckt und spekulative Yen-Positionen sind jetzt unverändert). Dies bedeutet, dass die Wechselkurseffekte auf die von japanischen Unternehmen im Ausland erzielten Gewinne weitgehend minimiert wurden.

Gewinne aus Übersee werden nicht rückgeführt und in Yen umgerechnet

Ein Besuch im letzten Monat bei einem Exportunternehmen, das den größten Teil seiner Gewinne in den USA erwirtschaftet, brachte einige interessante Erkenntnisse. Der Finanzvorstand verriet, dass das Unternehmen in den letzten drei Jahren keinen einzigen in den USA erwirtschafteten Gewinn rückgeführt hatte. Dividenden und Aktienrückkäufe wurden mit niedrig verzinsten Yen finanziert. Die Zinserträge aus den Gewinnen stammten aus Festgeldanlagen in den USA, die sich auf einige Billionen Yen beliefen. Viele Unternehmen dieser Art halten US-Dollar-Einlagen, die einer einzigen Devisenintervention entsprechen. Darüber hinaus werden die von japanischen institutionellen Investoren im Ausland erzielten Zins- und Dividendenerträge meist in Landeswährungen reinvestiert. Eine extreme Abwertung des Yen und eine alternde Bevölkerung könnten jedoch zu einer Yen-Konvertierung führen. Diese breitere Definition des Yen-Carry-Trade wird unseres Erachtens in der Hypothese des strukturell schwachen Yen übersehen.

Überwältigende Mehrheit am Markt fordert Yen-Abwertung 

Ein weiterer Faktor, der zu der Marktkorrektur führte, dürfte die Homogenisierung des Anlageverhaltens sein. So wurde der Yen beispielsweise mit einer historischen Abweichung von der Kaufkraftparität gehandelt. Die Unterbewertung war vergleichbar mit der kurz vor der Unterzeichnung des Plaza-Abkommens im Jahr 1984 (das vermutlich zur japanischen Preisblase in den späten 80er Jahren beitrug). Trotzdem schwächte sich der Yen angesichts des Zinsgefälles zwischen Japan und den USA weiter ab, und die Forderungen nach einer Aufwertung des Yen wurden durch Theorien über eine strukturelle Abwertung des Yen überwunden.

KI-getriebener Boom treibt „Crowded Trades”

Auch der Sektor der Halbleiterausrüstung in Japan war ein Crowded Trade, der auf der Welle des KI-Booms mitschwamm. Obwohl viele dieser Unternehmen zweifellos über Wettbewerbsvorteile verfügen, wurden viele von ihnen zu überhöhten Bewertungen (Preisen) gehandelt. Der marktweite Erfolg von trendfolgenden Anlagestrategien hat im Laufe der Zeit dazu geführt, dass bewertungsorientierte Investitionen schwieriger wurden. Dies schuf die Voraussetzungen für eine Korrektur: Die Stimmung am Markt war aufgrund der starken Kursverluste bei Aktien aus dem KI-Bereich in den vorangegangenen Wochen und der Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen trotz der sich rasch abschwächenden US-Beschäftigungsdaten auf hohem Niveau zu halten, bereits getrübt.

In dieser Situation löste das Zusammenspiel der oben genannten Faktoren und Wochen später die (für einige) überraschende Zinserhöhung der Bank of Japan Ende Juli einen massiven Sell-off aus, insbesondere bei den seit Jahresbeginn stark gestiegenen Aktien aus. Viele Hedge-Fonds mit hohem Leverage und einer niedrigen Verlustschwelle (und die zudem auf Basis eines Kalenderjahres mit Gewinn und Verlust arbeiten) waren gezwungen, fremdfinanzierte Positionen schnell aufzulösen, was den Umfang der Kursbewegungen übertrieb. Dies verdeutlicht die Gefahren, die entstehen, wenn man auf Trends setzt, anstatt sich auf die Fundamentaldaten von Unternehmen wie Gewinne und Bewertungen zu konzentrieren.

Yen-Aufwertung kann positiv sein

Nach der Korrektur des Yen ist der Markt gegenüber einer einseitigen Wette auf eine Yen-Abwertung vorsichtiger geworden. Strukturelle Hypothesen zu Japans Handelsdefiziten werden hervorgehoben, doch der Leistungsbilanzüberschuss liegt derzeit auf einem Rekordhoch, während die Zinsdifferenzen schrumpfen. Darüber hinaus könnte eine Yen-Aufwertung tatsächlich die Inputkosten senken und zur Eindämmung der Inflation beitragen. Dies könnte unseres Erachtens auch den Druck auf die Gewinnspannen der Unternehmen verringern und zu nachhaltigen Lohnerhöhungen führen. Sollte sich dieses Szenario bewahrheiten, kann die BoJ ihre Geldpolitik auf Basis der Inflationsraten gestalten, ohne sich von den Wechselkursen beeinflussen zu lassen. Obwohl die Aufwertung des Yen theoretisch einen negativen Einfluss auf die Ergebnisse der Exporteure hat, hat der Aktienmarkt diesen Faktor bei der Aktienbewertung nicht berücksichtigt, als der Yen-US-Kassakurs 160 erreichte. Daher könnten sich die Auswirkungen auf die Markteinschätzung eines fairen Wertes von unter 150 in Grenzen halten – der jüngste Marktrückgang hat den Yen deutlich unter diese Marke fallen lassen.

Volatilität schafft Chancen 

Die schnellen Kapitalmarktbewegungen haben die Risikotoleranz des Marktes verringert, was zu einem vorsichtigeren Markt und zum Überdenken von Einwegwetten auf eine Yen-Abwertung geführt hat. In Japan vollzieht sich derweil ein Wandel in der Unternehmensführung und der Kapitaleffizienz, der erhebliche verborgene Wertpotenziale für Anleger freisetzen dürfte. Während wir kurzfristig mit anhaltender Volatilität rechnen, hat uns der jüngste Kursrückgang ermöglicht, viele fehl bewertete Aktien zu identifizieren. Mittelfristig dürfte die Erholung des Nikkei attraktive Möglichkeiten zur Erzielung von Überschusserträgen auf dem zweitgrößten Aktienmarkt der Welt bieten.

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Fondsauszahlpläne reichen fast immer ein Leben lang  –  Renditestärke ermöglicht hohe Auszahlungen

Ein Fondsauszahlplan, eine sogenannte Fondsrente, bietet deutlich höhere Renditechancen sowie mehr Flexibilität als eine lebenslang garantierte Leibrente und ist dabei nur unwesentlich riskanter. Das belegt eine Studie des deutschen Fondsverbands BVI. Auch die Politik hat das erkannt. Der Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge wird voraussichtlich die Empfehlungen der Fokusgruppe umsetzen und den Zwang zur Verrentung kippen. Künftig sollen Fonds auch in der Auszahlphase staatlich gefördert werden können. „Das jahrzehntelange Mantra, dass nur Rentenversicherungen Altersvorsorge sind, gilt nicht mehr. Dieser Paradigmenwechsel ist notwendig, damit die Sparer höhere Renditen als bei Riester-Verträgen erzielen und ihren Lebensstandard im Alter einigermaßen halten können“, sagt Thomas Richter, BVI-Hauptgeschäftsführer.

Risiko der Fondsrenten gering

Das Risiko, dass eine Fondsrente vorzeitig aufgebraucht wird, ist gering. Die BVI-Analyse zeigt, dass das Geld in rund 96 von 100 Fällen bis zum Lebensende reicht. Selbst wenn das Kapital vorzeitig aufgezehrt wird, deckt die Fondsrente den größten Teil des Ruhestands ab: Nur in rund einem Prozent der Fälle ist das Kapital für eine private Zusatzrente fünf oder mehr Jahre zu früh verzehrt.

In der Simulation investiert jeder Bürger des Geburtsjahrgangs 1958 zu Beginn der Rentenphase in einen Mischfonds, der zu 70 Prozent in deutsche Anleihen und zu 30 Prozent in deutsche Aktien anlegt. Die laufenden Kosten entsprechen den von der EU-Regulierungsbehörde ESMA ermittelten Durchschnittswerten für in Deutschland aufgelegte Mischfonds. Das in den Fonds eingezahlte Startkapital beträgt 35.200 Euro, also den Medianwert des Finanzvermögens deutscher Privathaushalte von 65- bis 74-Jährigen. Die jährlichen Auszahlungen belaufen sich zu Beginn auf 1.260 Euro und orientieren sich damit an den Auszahlungen einer privaten Rentenversicherung mit einer bis zum Tod garantierten Leibrente bei gleichem Startkapital. Um die erwartete Inflation auszugleichen, steigt die Fondsrente jedes Jahr um 2 Prozent. In den nächsten 20 Jahren wächst der jährlicher Auszahlbetrag damit auf knapp 1.900 Euro.

Hohe Renditechancen ermöglichen Fondsrentnern Flexibilität

Dem geringen Risiko des vorzeitigen Aufzehrens des Fondskapitals stehen beträchtliche Renditechancen gegenüber, weil die Kosten für die Verrentung entfallen und der Fonds somit mehr in ertragreiche Anlagen wie Aktien investieren kann. Die BVI-Berechnung zeigt, dass bei der Fondsrente am Lebensende erhebliche Beträge übrigbleiben. Vom angenommenen Startkapital von 35.200 Euro sind es inflationsbereinigt im Schnitt 24.000 Euro – mehr als zwei Drittel. Das bietet den Fondsrentnern Flexibilität: Sie können ihre jährlichen Auszahlungen nach guten Börsenjahren erhöhen, ohne das Kapital mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit vorzeitig aufzubrauchen. Dies ist mit einer privaten Rentenversicherung nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Die häufig vorgebrachte Befürchtung, Rentner, bei denen die Fondsrente nicht bis zum Lebensende reicht, würden „dem Staat auf der Tasche liegen“, ist daher unbegründet. „Außerdem ist die Fondsrente eine Zusatzrente zur Sicherung des Lebensstandards. Die Existenzsicherung ist Aufgabe des Staates und der gesetzlichen Rente. Wer die Notwendigkeit zusätzlicher staatlicher Transferleistungen heraufbeschwört, scheint davon auszugehen, dass es keine gesetzliche Rente mehr gibt oder dass sie nicht zum Leben reicht“, sagt Richter.

BVI-Studie  https://www.bvi.de/fileadmin/user_upload/Statistik/Research/2024_08_27_BVI-Studie_zur_Fondsrente.pdf

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Autor: Hans Stegeman, Chefökonom bei der Triodos Bank

Ein großer Engpass bei der Energiewende ist die Verfügbarkeit von ausreichend Kapital. Solange der Finanzsektor weiterhin in fossile Brennstoffe investiert, werden innovative Finanzinstrumente wie grüne Anleihen unzureichend bleiben.

Die Klimafinanzierung umfasst eine breite Palette von Finanzinstrumenten, die darauf abzielen, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern oder die Anpassung an neue Gegebenheiten zu verbessern. Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, müssen die Finanzströme in Richting Klimafinanzierung mindestens verdreifacht werden. Diese „Finanzierungslücke“ bezeichnet ein Missverhältnis zwischen Projekten, die finanziert werden müssen, und dem Kapital, das zu ihrer Unterstützung zur Verfügung steht. Die Climate Policy Initiative schätzt, dass bis 2030 jährlich 6,2 Billionen USD an Klimafinanzierung benötigt werden, die bis 2050 auf 7,3 Billionen USD ansteigen werden, um den Netto-Nullpunkt zu erreichen – eine Summe von fast 200 Billionen USD.

Aufgrund dieser finanziellen Asymmetrie entstehen immer mehr innovative Finanzmechanismen, um die Finanzierung des Klimaschutzes rentabel zu machen.

*          Die zunehmende Verlagerung zu Mischfinanzierungen – bei denen öffentliche Mittel Anfangsverluste und Risiken abdecken und so privates Kapital mobilisieren – erreichte 2023 einen Fünfjahreshöchststand. Dabei stieg die klimabezogene Mischfinanzierung um 107 % – von 5,6 Mrd. USD in 2022 auf 11,6 Mrd. USD im Jahr 2023.

*          Auch hatte der Markt für grüne Anleihen – Darlehen zur Finanzierung von Nachhaltigkeitsprojekten, einschließlich Klimaschutzinitiativen – nach einer soliden Leistung 2023 ein starkes erstes Quartal 2024. Die Gesamtemissionen werden 2024 voraussichtlich 1 Billion USD erreichen. Allerdings haben die größten Emittenten, vor allem Regierungen, ihre Ausgaben für die Subventionierung fossiler Brennstoffe gleichzeitig erhöht.

*          Auch die Kohlenstoffmärkte stellen einen innovativen Ansatz dar. Diese Märkte existieren zum Teil deshalb, weil die Regulierungsbehörden Kohlenstoffobergrenzen und -preise eingeführt haben, wobei das größte System das EU-Emissionshandelssystem (ETS) ist. Im Jahr 2023 wurden weltweit etwa 12,5 Milliarden Tonnen Emissionsrechte gehandelt, wobei der Marktwert 949 Milliarden USD erreichte, was einem Anstieg von 2 % gegenüber 2022 entspricht. Auf das ETS entfielen 87 % des weltweiten Gesamtvolumens. Es wird erwartet, dass dieser Markt weiter expandieren wird, wenn die Regierungen strengere Emissionsvorschriften einführen.

1 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds

Über Triodos Investment Management

Triodos IM ist ein weltweit tätiger Impact Investor und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Triodos Bank NV. Triodos IM bringt ein breites Spektrum von Anlegern, die mit ihrem Geld einen dauerhaften, positiven Wandel bewirken wollen, mit innovativen Unternehmern und nachhaltigen Unternehmen zusammen, die genau das tun. Auf diese Weise wirkt Triodos IM als Katalysator in Sektoren, die für den Übergang zu einer gerechteren, nachhaltigeren und humaneren Welt von entscheidender Bedeutung sind. Triodos IM hat fundierte Kenntnisse in Sektoren wie Energie und Klima, Inclusive Finance sowie nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft und investiert auch in börsennotierte Unternehmen, die einen wesentlichen Beitrag zum Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft leisten. Verwaltetes Vermögen per Ende Juni 2023: 5,7 Mrd. Euro.

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Kommentar von Research Analyst Noah Barrett, Janus Henderson Investors

*          Aufgrund des starken Anstiegs erneuerbarer Energien stoßen Versorgungsunternehmen bei der Integration erneuerbarer Energien an ihre Grenzen.

*          Das Fehlen von Langzeitspeichern kann die Dekarbonisierung verlangsamen, den Ausbau der erneuerbaren Energien einschränken und die Netzstabilität gefährden.

*          Welche Möglichkeiten ergeben sich für Investoren?

Das rasante Wachstum erneuerbarer Energiequellen wie Wind- und Solarenergie hat eine kritische Frage aufgeworfen: Wie kann diese intermittierende Energie effektiv gespeichert und verteilt werden? Da die Versorger mit zunehmendem Lastwachstum kämpfen und auf eine vollständige Dekarbonisierung hinarbeiten, müssen sie sich zwingend fragen: Wie viel erneuerbare Energie können sie integrieren, bevor sie an ihre praktischen Grenzen stoßen?

Obergrenze der Integration erneuerbarer Energien

Ausgehend von unseren Gesprächen mit Energieversorgern an verschiedenen Standorten liegt die Obergrenze für den Anteil erneuerbarer Energien an ihrem Energiemix ohne signifikante Speicherlösungen oder größere Verbesserungen bei den Verbindungsleitungen irgendwo zwischen 30 und 40 %. Jenseits dieses Schwellenwerts werden die Intermittenz der Wind- und Solarenergie zum Problem.

Zwar variieren ihre Pläne, doch streben viele Versorger bis Anfang der 2030er Jahre einen Anteil von 70-80 % erneuerbarer Energien an. Während der Anteil der erneuerbaren Energien in einigen Regionen wie Texas und Kalifornien bereits hoch ist, stehen die Staaten des mittleren Atlantiks, des Nordostens und pazifischen Nordwestens vor größeren Hürden bei der Erreichung dieser Ziele – bedingt durch die Wetterbedingungen in diesen Regionen ist die Wind- und Solarstromerzeugung weniger intensiv.

Die schwierige Lösung der Langzeitspeicherung

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist die Batteriespeicherung im großen Umfang und mit langer Laufzeit der heilige Gral für die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien. Im Idealfall würde eine solche Lösung Strom für mehr als 24 Stunden und vorzugsweise bis zu einer Woche speichern. Trotz kontinuierlicher Forschung hat sich jedoch noch keine wirtschaftlich tragfähige Option herauskristallisiert, die in einem für die Stromversorgung ganzer Städte oder Regionen erforderlichen Umfang funktioniert.

Die derzeitigen Speicherlösungen funktionieren häufig im Kleinen gut, haben aber Probleme, wenn sie vergrößert werden. Entweder funktioniert die Physik nicht, oder die Kosten sind zu hoch. Zwar sorgen bahnbrechende Technologien wie Feststoffbatterien, Natriumbatterien oder Wasserstofflösungen gelegentlich für Schlagzeilen, doch reichen sie oft nicht aus, um eine Großstadt während längerer Stromausfälle oder Phasen mit geringer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit Strom zu versorgen.

Es besteht zweierlei Bedarf an besseren Speichermöglichkeiten: einerseits zur Vorbereitung auf mehrtägige Engpässe bei den erneuerbaren Energien und andererseits zur Verringerung der Verschwendung. In einigen Regionen, wie z. B. in Kalifornien, wird überschüssige erneuerbare Energie, die zu Spitzenzeiten erzeugt wird, aufgrund mangelnder Speicherkapazität nicht genutzt.

Kurzfristige Lösungen und alternative Technologien

Trotz dieser Herausforderungen investieren die Versorgungsunternehmen massiv in die Energiespeicherung. Der weltweite Markt hat sich im vergangenen Jahr fast verdreifacht und wird 2024 erstmals die 100-Gigawattstunden-Kapazität überschreiten. Große regulierte Energieversorger wie NextEra, Xcel und AES sind führend beim Aufbau von Netzspeichern.

Aktuelle Modelle verwenden meist Lithium-Ionen-Batterien, die nur zwei bis vier Stunden Strom speichern können. Diese Kurzzeitlösungen helfen bei der Bewältigung der täglichen Schwankungen – Stromspeicherung während der Spitzenzeiten der erneuerbaren Erzeugung und Rückspeisung in das Netz, wenn der Strombedarf hoch ist –, aber sie bieten keine Lösung für längerfristige Stromschwankungen oder Ausfallsicherheit.

Mit der Erkenntnis der Energieversorger, dass Lithium-Ionen-Batterien wahrscheinlich nicht die ultimative Lösung für ihren Bedarf an großen Speicherkapazitäten mit langer Laufzeit sind, gewinnen alternative Technologien zunehmend an Aufmerksamkeit. Durchflussbatterien und Natrium-Ionen-Batterien beispielsweise verwenden preiswerte, im Überfluss vorhandene Materialien, die die mit Lithium einhergehenden Probleme der Beschaffung und Verfügbarkeit lösen könnten. Ihr Gewicht und ihre Größe machen sie zwar für Elektrofahrzeuge unpraktisch, aber für die stationäre Speicherung könnten sie gut geeignet sein.

Wasserstoff ist eine weitere häufig diskutierte Option – auch wenn seine Erfolgsaussichten seit geraumer Zeit noch „10 Jahre in der Zukunft“ liegen. Kosten und Effizienz sind die wesentlichen Hindernisse für eine breite Einführung dieser Technologien. Die Erzeugung von grünem Wasserstoff erfordert beispielsweise einen konstanten Hochleistungsbetrieb, um wirtschaftlich rentabel zu sein – eine Herausforderung, wenn man sich auf intermittierende erneuerbare Energiequellen verlässt.

Folgen und mögliche Szenarien

Die fehlende Möglichkeit, Energie langfristig zu speichern, hat weitreichende Folgen:

  1. Die Energieversorger könnten gezwungen sein, die Stilllegung von Kraftwerken für fossile Brennstoffe zu verzögern und als kurzfristige Lösung stärker auf Erdgas zu setzen und möglicherweise neue gasbefeuerte Anlagen zu bauen. Dies könnte zwar den Fortschritt bei der Erreichung der Dekarbonisierungsziele verlangsamen, würde aber die Zuverlässigkeit des Netzes gewährleisten, da der Strombedarf infolge der wachsenden Zahl von KI-Rechenzentren und des Übergangs zu einer stärker elektrifizierten Wirtschaft im nächsten Jahrzehnt steigen wird.

Sollten regulierte Versorgungsbetriebe dem Erreichen der Netto-Null-Ziele Vorrang vor dem Bau neuer gasbefeuerter Anlagen einräumen, könnte der Strom möglicherweise vom privaten Sektor erzeugt werden. Alternativ könnten die Strompreise steigen, was das Wachstum der Rechenzentren bremsen und die Stromnachfrage wieder auf ein kontrollierbares Niveau bringen könnte.

  1. Der Ausbau von Wind- und Solarenergieanlagen könnte an Grenzen stoßen, da Netzbetreiber mit dem Ausgleich von intermittierendem Angebot und Nachfrage zu kämpfen haben. Dies könnte das Tempo der Einführung erneuerbarer Energien in einigen Regionen verlangsamen.

Darüber hinaus könnten sich die Installationen in Regionen mit einem Überfluss an erneuerbaren Energien und negativer Strompreisgestaltung verlangsamen. Ohne günstige wirtschaftliche Bedingungen für die Erzeuger könnte der Ausbau erneuerbarer Energien das Problem der Übersättigung in diesen Regionen noch verschärfen.

  1. Rechenzentren, die ständig Strom benötigen und Big-Tech-Kunden mit ehrgeizigen Nachhaltigkeitszielen haben, könnten alternative Optionen wie kleine Atomreaktoren prüfen, um ihren Energiebedarf zu decken und gleichzeitig ihren Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht zu werden.
  2. Die Netzstabilität wird ohne ausreichende Speicherkapazitäten schwieriger. Dies kann zu einer erhöhten Volatilität auf den Strommärkten und zu Stabilitätsproblemen in Zeiten geringer erneuerbarer Erzeugung führen.

Anreize könnten weitere Innovationen fördern

Die Zukunft der Speicherung erneuerbarer Energien bleibt offen, aber die Anreize für die Entwicklung und Umsetzung großer, langlebiger Speicherlösungen werden wahrscheinlich zunehmen. Da Energieversorger und Technologieunternehmen auf Lösungen drängen und die Anzahl und Dauer von Stromausfällen mit zunehmender Häufigkeit von Wetterextremen potenziell zunimmt, werden Innovationen in diesem Bereich entscheidend sein.

Für Investoren stellt der Energiespeichermarkt eine komplexe Landschaft mit sehr wenigen reinen börsennotierten Aktieninvestments dar. Viele Unternehmen befinden sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium und haben mit Profitabilitätsproblemen zu kämpfen – insbesondere kapitalintensive Unternehmen in einem Hochzinsumfeld. Die Branche kann auch volatil und von staatlicher Unterstützung abhängig sein, weshalb sie sich möglicherweise besser für diversifizierte Portfolios eignet.

Wir gehen davon aus, dass größere Energieversorger wie NextEra, AES und Iberdrola, die bei der Entwicklung erneuerbarer Energien führend sind, den langfristigen Erfolg bei der Energiespeicherung vorantreiben werden. Obwohl sie reguliert sind, stehen sie an der Spitze des derzeitigen Ausbaus der Energiespeicherung und investieren in Speichertechnologien der nächsten Generation wie Wasserstoff.

Wir glauben, dass Versorgungsunternehmen das Problem der Speicherung erneuerbarer Energien letztendlich lösen können. Doch trotz ihrer Fortschritte bleibt der heilige Gral der Energiespeicherung vorerst in weiter Ferne.

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In Jackson Hole beginnt das alljährliche Notenbanktreffen. Das Fixed Income Team von M&G Investments wirft deshalb einen Blick auf die sogenannte Sahm-Regel und die Frage, ob es der Fed gelingen kann, eine „weiche Landung“ zu koordinieren.

Der Konjunkturzyklus befindet sich an einem interessanten Wendepunkt, an dem die Auswirkungen der höheren Zinssätze in vielerlei Hinsicht sichtbar werden, sei es durch eine Verlangsamung des Arbeitsmarktes, eine sinkende Inflation oder ein schwankendes Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen. Auch wenn eine niedrigere Inflationsrate zu begrüßen ist, bleibt die wichtige Frage:

Waren die Zinsen zu lange zu hoch, und hat dies der Wirtschaft in ihrem derzeitigen Zyklus irreparablen Schaden zugefügt?  Wurde die Sahm-Regel verletzt und kann es der Federal Reserve (Fed) gelingen, eine „weiche Landung“ zu koordinieren, bei der die geldpolitischen Instrumente eingesetzt werden, um die Inflation auf das Zielniveau zu senken, ohne die Wirtschaft in eine Rezession zu stürzen.

Wird die Fed den Rest der Inflationsreise erfolgreich meistern?

Im Moment ist es noch zu früh, um das zu sagen. Seitdem die Fed ihren Zyklus der geldpolitischen Straffung eingeleitet hat, stellt sich der Markt die Frage, ob die Fed ihr Ziel erreichen kann, die Inflation auf ihr Zielniveau zu senken, ohne das Wirtschaftswachstum wesentlich zu beeinträchtigen – umgangssprachlich als „weiche Landung“ bezeichnet. Eine „harte Landung“ wäre hingegen eine Situation, in der die Zentralbank ihre Geldpolitik zu restriktiv gestaltet (sei es in Bezug auf den Umfang oder die Dauer) und dadurch das Wirtschaftswachstum erheblich beeinträchtigt, was zu einer Rezession führen könnte.

Die Veröffentlichung schwacher Wirtschaftsdaten Anfang August und der daraus resultierende Abschwung an den Märkten sowie die anschließende Erholung waren ein Beweis dafür, dass diese Debatte weitergeht. Der Markt geht derzeit davon aus, dass die Zinssätze in den USA bis Ende des Jahres um 1 % gesenkt werden, was angesichts der Tatsache, dass es nur noch drei Sitzungen gibt (abgesehen von außergewöhnlichen Umständen), auf denen die Fed den Leitzins senken kann, bedeutet, dass der Markt auf mindestens einer der verbleibenden Sitzungen eine „doppelte Senkung“ erwartet. Da dies ein relativ seltener Schritt der Fed ist, deuten die Preise an den Anleihemärkten eher auf einen „politischen Fehler“ hin, der darauf hindeutet, dass die Fed die Leitzinsen zu lange zu hoch gehalten hat. Jetzt, da die Sahm-Regel durchbrochen wurde, ist dies vielleicht ein vernünftige Annahme.

Pascal Michaillat und Emmanuel Saez – beide von der Universität von Kalifornien – sind noch einen Schritt weiter gegangen und haben einen neuen Rezessionsindikator entwickelt, der in gewisser Weise eine Erweiterung der Sahm-Regel darstellt und sowohl die Zahl der offenen Stellen als auch die Arbeitslosenzahlen kombiniert. Dieser Indikator erkennt eine Rezession im Durchschnitt 1,4 Monate nach ihrem Beginn (gegenüber 2,6 Monaten bei der Sahm-Regel) und hat alle Rezessionen seit 1930 perfekt erkannt (die Sahm-Regel ist erst ab 1960 völlig zuverlässig). Kurz gesagt, wenn ihr Indikator 0,3 erreicht, könnte eine Rezession begonnen haben, und wenn er 0,8 erreicht, hat eine Rezession begonnen. Nach den Arbeitslosenzahlen vom Juli liegt ihr Indikator bei 0,5, was auf eine 40 %ige Wahrscheinlichkeit hindeutet, dass sich die US-Wirtschaft jetzt in einer Rezession befindet. Darüber hinaus stellen Michaillat und Saez fest, dass sich die USA seit März in einer Rezession befinden könnten.

Aber es ist nicht unbedingt alles schlecht für die US-Wirtschaft. Claudia Sahm diskutierte kürzlich mit den Moderatoren des Bloomberg-Podcasts „Odd Lots“ über die jüngsten Arbeitslosenzahlen. Sahm bewertete die Gründe, warum der jüngste Verstoß gegen die Regel nicht mit früheren Fällen vergleichbar ist, insbesondere angesichts der Tatsache, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit auf einen Zustrom von Arbeitskräften (und nicht auf einen erheblichen Rückgang der offenen Stellen) zurückzuführen ist und andere Wirtschaftsdaten stabil bleiben. Sahm verweist jedoch auf den bemerkenswerten Abwärtstrend bei der Nachfrage nach Arbeitskräften und darauf, warum dies ein geeigneter Zeitpunkt für die Fed sein könnte, die Geldpolitik zu lockern.

Der Abstieg steht bevor, alle Augen richten sich auf die bevorstehenden Arbeitsmarktdaten und die Reaktion der Fed

Abschließend sei gesagt, dass die Dinge nach der globalen Finanzkrise relativ einfach waren, in einer Welt, in der die Inflation größtenteils um das Zielniveau der Fed herum schwankte, doch COVID-19 und Russlands Einmarsch in der Ukraine setzten dem ein Ende. Es wurden große Mengen an Geld in die Wirtschaft gepumpt, um den finanziellen Schaden für Verbraucher und Unternehmen zu begrenzen, und die Inflation wurde von dieser expansiven Politik begünstigt. Es ist nicht einfach, die Inflation wieder auf ein angemessenes Niveau zu bringen, ohne dass die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum zu einer Rezession führen. Die Abwägung zwischen der historischen Genauigkeit der Sahm-Regel, die jetzt ausgelöst wurde, und den mildernden Faktoren, warum es dieses Mal anders sein könnte, ist eine Frage, die weiter diskutiert werden muss  – bis die kommenden Arbeitsmarktdaten die Debatte weiter beeinflussen. Die Zeit wird zeigen, ob die Fed ihre Politik zu lange zu straff gehalten hat oder ob sie noch eine weiche Landung erreichen kann. Bis dahin schnallen Sie sich bitte an, denn in den kommenden Monaten könnte es zu einer gesunden Portion Turbulenzen kommen.

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Kommentar von George Curtis, Portfoliomanager, TwentyFour Asset Management (eine Boutique von Vontobel)

Der Titel des diesjährigen Wirtschaftssymposiums in Jackson Hole, das im Grunde einem Kurzurlaub für die Ökonomen und Zentralbanker der Welt gleichkommt, lautet: „Reassessing the Effectiveness and Transmission of Monetary Policy“ (Neubewertung der Wirksamkeit und Übersetzung der Geldpolitik). Er beinhaltet eine wichtige Frage angesichts der bemerkenswerten Widerstandsfähigkeit der Volkswirtschaften der Industrieländer gegenüber dem stärksten Zinserhöhungszyklus, den wir seit vier Jahrzehnten erlebt haben.

Der Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung ist die Rede des Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, am Freitag. Natürlich wird der Markt auf jeden Hinweis in Powells Worten achten, um darauf zu schließen, was er nach dem Ausverkauf und der anschließenden Markterholung nach der Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten Anfang des Monats denkt, und was das für die bevorstehende Zinsentscheidung auf der Fed-Sitzung im September bedeuten könnte. Angesichts der Tatsache, dass der Futures-Markt derzeit rund 95 Basispunkte für Zinssenkungen bis zum Jahresende einpreist und in diesem Zeitraum nur drei Fed-Sitzungen stattfinden, ist die dringlichste Frage für die Anleger, ob die Fed ihren Zinssenkungszyklus im nächsten Monat mit einer Senkung um 25 oder um 50 Basispunkte beginnt.

Das Problem der Fed dreht sich in erster Linie um die Arbeitslosigkeit. Die US-Daten zu Beginn des Monats August haben sich schwächer als die erwarteten 4,3 % gezeigt, 0,9 % unter dem Tiefpunkt des Zyklus und genug, um die so genannte Sahm-Regel auszulösen. Obwohl der jüngste Anstieg der Arbeitslosigkeit der Fed Anlass zur Sorge geben muss, wird sich die US-Notenbank damit trösten, dass die jüngste Abschwächung nicht nur auf eine schwächere Nachfrage nach Arbeitskräften zurückzuführen ist (freie Stellen und Einstellungsquoten sind zwar gesunken, aber nicht stark), sondern auch auf ein größeres Arbeitskräfteangebot: Die Erwerbsquote im Haupterwerbsalter hat den höchsten Stand seit 2001 erreicht und die Zuwanderung ist hoch.

Darüber hinaus sind die Daten über den Arbeitsmarkt hinaus nach wie vor widerstandsfähig. Der ISM-Dienstleistungsindex verzeichnete im Juli nach einem schwachen Juni-Bericht einen kräftigen Aufschwung, wobei vor allem die Beschäftigungskomponente die Erwartungen übertraf. Auch die Einzelhandelsumsätze lagen in der vergangenen Woche erneut über den Erwartungen, wobei die Kontrollgruppe (die in die BIP-Schätzungen einfließt) 0,3 % erreichte, nachdem im Vormonat ein starker Wert von 0,9 % verzeichnet worden war.

Die Äußerungen der Fed seit der Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen waren erwartungsgemäß grundsätzlich gemäßigt. Einige Fed-Mitglieder sind eindeutig nach wie vor für eine restriktive Inflationspolitik. Mary Daly, Raphael Bostic und Jeff Schmid konzentrierten sich in ihren jüngsten Kommentaren auf die Inflation und nicht auf die Arbeitsmarktdaten. Die Fed wird nichts unternehmen wollen, um Inflationsängste zu schüren, zumal die von der Fed bevorzugte Messgröße, der Kern-PCE-Index (PCE = Personal Consumption Expenditure) über dem Zielwert von 2 % liegt. Da sich die Inflation jedoch weitgehend von selbst reguliert (die Kern-CPI-Daten von letzter Woche zeigten für Juli einen Anstieg von 0,165 % gegenüber dem Vormonat, womit die annualisierte Dreimonatsrate bei 2 % liegt), wird die Fed die Wirtschaft auch nicht mehr als nötig einschränken wollen, da die Zinsen immer noch bei 5,5 % liegen. Powell bezeichnete die Sahm-Regel auf der letzten Sitzung als „statistische Regelmäßigkeit“ und nicht als Signal für eine Rezession, aber die Fed wird sich der Tatsache bewusst sein, dass ein begonnener Anstieg der Arbeitslosenquote nur schwer zu stoppen sein wird.

Unserer Ansicht nach deuten die bisherigen Daten auf eine sich verlangsamende, aber immer noch wachsende Wirtschaft hin, und wir gehen davon aus, dass Powell dies am Freitag betonen wird. Wir glauben nicht, dass er eine Zinssenkung um 50 Basispunkte ausschließt, zumal vor der September-Sitzung noch ein weiterer Arbeitsmarktbericht ansteht, und bleiben bei unserem Basisszenario einer Zinssenkung um 25 Basispunkte.

Da die Fed-Vertreter ihren Ton seit den schwachen Arbeitsmarktdaten, die den Ausverkauf auslösten, nicht geändert haben, besteht die Möglichkeit, dass sich die Kurse weiter auf das Niveau von Mitte/Ende Juli zurückbewegen. Der S&P 500-Aktienindex hat seine Verluste im bisherigen Monatsverlauf wettgemacht, und fast das Gleiche zeichnet sich bei den Kreditspreads ab. Die Renditen von Staatsanleihen liegen jedoch nach wie vor in der Nähe ihrer Monatstiefststände, so dass Powell diese eher rückläufige Einschätzung entweder bestätigen wird oder die Staatsanleihen einen Teil der in den letzten Wochen erzielten Gewinne wieder abgeben werden.

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