Fed und EZB lassen Leitzinssätze unverändert

 

Nach der konjunkturellen Abschwächung 2019 befindet sich der Wachstumsrhythmus der Weltwirtschaft in einer Stabilisierungsphase. Dies ist die Ansicht von Guy Wagner, Chefanlagestratege von BLI – Banque de Luxembourg Investments, und seines Teams in der jüngsten Ausgabe ihrer monatlichen „Investment-Highlights‘.

In den USA stieg das reale Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2019 annualisiert um 2,3 Prozent, gegenüber 2,9 Prozent im Vorjahr. „Die Hoffnungen auf einen erneuten Wirtschaftsaufschwung beruhen vor allem auf der stärkeren Aktivität im Immobiliensektor, der von einer erheblichen Senkung der Hypothekenzinsen profitiert“, präzisiert Guy Wagner, Chefanlagestratege und Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft BLI – Banque de Luxembourg Investments. „In Europa deutet die Stabilisierung der Aktivitätsindikatoren in der Fertigungsbranche darauf hin, dass der Abschwung die Talsohle durchschritten hat.“ Die Anzeichen für erneutes Wachstum sind aber noch zu unsicher, um auf einen starken und nachhaltigen Aufschwung zu setzen. In Japan belasten die Mehrwertsteuererhöhung im Oktober 2019 und die Schwäche des Welthandels die Wirtschaftsaktivität nach wie vor. In China laufen die Bemühungen der Behörden zur Eindämmung des Coronavirus Gefahr, den moderaten Wirtschaftsaufschwung seit Jahresanfang zunichte zu machen.

Fed und EZB lassen Leitzinssätze unverändert

Erwartungsgemäß ließ die US-Notenbank ihren wichtigsten Leitzinssatz unverändert und bleibt, wie schon beim vorherigen Treffen im Dezember, bei ihrer abwartenden Haltung. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank änderte sich ebenfalls nicht; der Einlagenzinssatz bleibt bei minus 0,5 Prozent und das Anleihekaufprogramm bei 20 Milliarden Euro pro Monat. Darüber hinaus kündigte Präsidentin Christine Lagarde den offiziellen Beginn der einjährigen Strategieüberprüfung an, die die Aufgaben, die Ziele und die künftigen Mittel der EZB umfasst.

Endfälligkeitsrenditen für Staatsanleihen sinken

„Die Unsicherheit hinsichtlich einer eventuellen umfangreichen Ausbreitung des Coronavirus und deren Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum stützte die Kurse sogenannter Flucht-Anlagen und ließ im Januar die Endfälligkeitsrenditen für Staatsanleihen sinken“, sagt der luxemburgische Ökonom. So ging die Endfälligkeitsrendite zehnjähriger US-Treasuries ebenso zurück wie die zehnjährigen Referenzzinssätze in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien.

Angst vor potenzieller Ausbreitung des Coronavirus belastet Aktienkurse

In den ersten zwei Januarwochen setzte sich der Aufwärtstrend, der schon den starken Kursanstieg zum Jahresende 2019 geprägt hatte, weiter fort. In der zweiten Monatshälfte waren die Aktienmärkte jedoch rückläufig. „Die Angst vor einer potenziellen Ausbreitung des Coronavirus belastete die Aktienkurse.“ Im gesamten Monat notierte der MSCI All Country World Index Net Total Return (in Euro notiert) fast unverändert. Der US-Leitindex S&P 500, der Stoxx Europe 600 und der japanische Topix gingen allesamt leicht zurück. An den Aktienmärkten der Schwellenländer verstärkte sich der Abwärtstrend, und der MSCI Emerging Markets Index verlor 4,7 Prozent (in USD). „Versorgungsunternehmen und Technologiewerte verzeichneten die beste Performance, während der Energie- und der Rohstoffsektor die Schlusslichter bildeten“, meint Guy Wagner abschließend.

 

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Mit den Caucuses, den Parteiversammlungen von Demokraten und Republikanern im US-Bundesstaat Iowa, beginnt der Vorwahlkampf zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten.

 

Salman Baig, Portfoliomanager im Cross-Asset-Team beim schweizerischen Vermögensverwalter Unigestion, erwartet unabhängig vom Wahlausgang keine Änderungen in der Fiskalpolitik der USA, solange es keiner der beiden Parteien gelingt, eine starke Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses (Senat und Repräsentantenhaus) zu erzielen. Allerdings dürften seiner Meinung nach die Finanzmärkte auf Veränderungen in den Umfragen reagieren, je näher die Wahlen rücken. Die Positionen der demokratischen Kandidaten weichen zum Teil deutlich von der aktuellen Politik Donald Trumps ab und unterscheiden sich auch untereinander, etwa in Fragen der Unternehmenssteuern oder der Vermögenssteuer für Superreiche. Entsprechend wird die Politik zu einem Risikofaktor für die globalen Finanzmärkte.

Aus Sicht von Baig sind einige Teilbereiche besonders einem politischen Risiko ausgesetzt:

  • So haben Aktien erheblich von den Steuersenkungen von 2017 profitiert, da die Steuervorteile der Unternehmen fast eins zu eins in das Gewinnwachstum geflossen sind. Eine mögliche Neuausrichtung der Unternehmenssteuern im Jahr 2020 dürfte deshalb Gegenwind für US-Aktien bedeuten.
  • Einige Sektoren (wie Metallgewinnung und -verarbeitung, Bergbau und das Gesundheitswesen) sowie Unternehmen, die von Trumps Deregulierungsschub, insbesondere bei den Umweltvorschriften, profitiert haben, sind im Falle eines Präsidentenwechsels besonders gefährdet. Solche politischen Maßnahmen können weitestgehend vom Weißen Haus bestimmt werden und bedürfen normalerweise nicht der Zustimmung des Kongresses.
  • Die Pläne der demokratischen Kandidaten zur Reduzierung der Studiengebühren und der Schuldenlast sowie verschiedene Aspekte eines “Green New Deal” werden wahrscheinlich eine zusätzliche Kreditaufnahme der Bundesregierung bedeuten. Das dürfte den Druck auf die US-Anleiherenditen weiter erhöhen, und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Fed angegeben hat, dass sich ihr Zielsatz auf einem zufriedenstellenden Niveau befindet.

Zwar haben politische Entwicklungen nach Salman Baigs Einschätzung in der Vergangenheit bei der Asset Allokation keine große Rolle gespielt, da ihr wirtschaftlicher Einfluss letztendlich gering war. In den letzten Jahren sei ihre Bedeutung angesichts eines fortgeschrittenen Konjunkturzyklus mit geringem Wachstum, einer niedrigen Inflation und dem Erstarken eines globalisierungsfeindlichen Populismus jedoch gewachsen.

Trotz der Belastungen, welche die Ungewissheit über den Ausgang der US-Präsidentenwahlen für das Marktsentiment darstellt, sieht Baig bei Wachstumswerten weiterhin ein unterstützendes Rendite-Risko-Profil, wenngleich nicht mehr so ausgeprägt, wie noch vor einigen Monaten.

 

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Richard Flax, Chief Investment Officer beim digitalen Vermögensverwalter Moneyfarm: Bei Fischereiquoten und der Gibraltar-Frage liegen die Positionen von EU und UK weit auseinander

 

Der Brexit ist noch nicht einmal eine Woche alt, schon sind die “Phase 2”-Verhandlungen in vollem Gange. Großbritanniens Premier Boris Johnson behauptet, dass das Vereinigte Königreich bereit sei, ein umfassendes Freihandelsabkommen zu unterzeichnen. Allerdings versuchte er gleichzeitig, die Relevanz der Verhandlungen zu minimieren, indem er die Länder nannte, mit denen er Handelsgespräche aufzunehmen gedenkt, wie das Commonwealth, Australien, Japan und die USA.

Besonders kritisch ist, dass es einige hochgradig politisch brisante Themen gibt, bei denen eine Einigung unwahrscheinlich erscheint. Erstens, die Fischerei: Die EU fordert ein Abkommen, “das auf den bestehenden gegenseitigen Zugangsbedingungen und Quotenanteilen aufbaut”. Barniers sagte, dass ein solches Abkommen eine notwendige Bedingung für die EU sei, um ein Freihandelsabkommen mit Großbritannien abzuschließen. Johnson schloss jedoch ausdrücklich aus, der EU langfristige Fischereiquoten zu garantieren. Das zweite höchst umstrittene Thema ist der Status von Gibraltar. Ein Kompromiss in diesen beiden Fragen ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass die Verhandlungen zu einem positiven Ergebnis führen.

Die Situation am Anfang der Verhandlungen scheint vertrackt. Grundsätzlich gibt es keine Zusage der EU für ein Freihandelsabkommen für Dienstleistungen und klare Meinungsverschiedenheiten über die beiden Bedingungen, die die EU für die Annahme eines Freihandelsabkommens gestellt hat – Fischerei und gleiche Wettbewerbsbedingungen. Auch wenn es noch zu früh ist, um zu sagen, dass die beiden Positionen unvereinbar sind, ist eine Scheidung ohne Handelsabkommen nicht nur möglich, sondern leider auch durchaus wahrscheinlich. Das bietet leider nicht viel Klarheit für Unternehmen oder Finanzmarktteilnehmer.

In den nächsten Monaten ist wahrscheinlich mit viel Lärm und ziemlich schwierigen Verhandlungen zu rechnen, wobei die Relevanz des Themas umso mehr zunimmt, je näher wir uns dem Stichtag 31. Dezember ohne ein Abkommen in der Hand nähern. Wo wir am Ende landen werden, ist noch unklar, und für die Finanzmärkte ist dies ein eindeutiger Grund zur Besorgnis.

Wenig hilfreich ist zudem die Tatsache, dass beide Parteien deutlich gemacht haben, dass eine Einigung keine notwendige Bedingung für sie ist. Die Option, keine Einigung zu erzielen, wird in den nächsten Monaten sehr wahrscheinlich von beiden Parteien immer wieder betont werden. Dies hat durchaus das Potenzial, die Volatilität an den Finanzmärkten zu erhöhen.

 

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Global Alternatives Outlook 2020 auf Basis von 50 Jahren Erfahrung im Management von Alternatives: Umfangreicher Ausblick für 15 alternative Anlageklassen

 

In vielen Bereichen des Lebens setzen Alternativen zu traditionellen Modellen Akzente. So fordert beispielsweise der stärkere Fokus auf ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Governance) immer mehr Branchen heraus, alternativ und innovativ zu denken. Angesichts des fortgeschrittenen Zyklus und ausgereizter Bewertungen sind Anleger zudem gefordert, ihre Allokation in traditionelle Anlageklassen neu zu betrachten. „Im weiterhin herausfordernden Anlageklima sollten Investoren berücksichtigen, dass alternative Anlagen nicht nur zur Diversifikation beitragen, sondern vielmehr auch als beständige Ertragsquelle dienen können, ohne dabei das Risiko eines Portfolios zu erhöhen“, betont Anton Pil, Global Head of Alternatives bei J.P. Morgan Asset Management. Da dies viele Investoren auf der Suche nach Ertrag erkennen und zunehmend in alternative Anlageklassen anlegen, hat J.P. Morgan Asset Management bereits zum zweiten Mal einen Ausblick erstellt, der ein breites Spektrum alternativer Anlageklassen abbildet: Der Global Alternatives Outlook bietet einen Blick auf die nächsten 12 bis 18 Monate für die wichtigsten alternativen Anlageklassen und präsentiert die Einschätzungen der CEOs, CIOs und Strategen für 15 alternative Anlagesegmente von J.P. Morgan Asset Management. „Nach wie vor mangelt es an Orientierungshilfen, die der Komplexität dieser Anlageklasse gerecht werden. Auf Basis unserer 50 Jahre Investmenterfahrung in ‚Alternatives‘ und verwalteten Assets in Höhe von 146 Milliarden US-Dollar möchten wir Anlegern nützliche Erkenntnisse vermitteln, die ihnen helfen, ihre Portfolios noch robuster zu gestalten“, so Anton Pil weiter. So gibt der Global Alternatives Outlook 2020 einen strukturellen, ergebnisorientierten Rahmen für alle relevanten Anlagesemgente vor, mittels dem Investoren ihre Allokation überprüfen können.

Hedgefonds – Chancen durch die digitaleTransformation und Nachhaltigkeit

Die anhaltende Digitalisierung bietet weiterhin Investmentchancen, wenn beispielsweise digitale Transformationsprojekte in den Mainstream übergehen und neben den massiven Investitionsausgaben auch die Nachfrage nach Software und Dienstleistungen steigern. Nicht zuletzt sollte sich der vermehrte Einsatz von maschinellem Lernen auch positiv auf die Finanzbranche und Hedgefonds auswirken. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die nachhaltigkeitsorientierte Disruption: Hedgefondsmanager sind weiter gefordert, ESG-Kriterien und Nachhaltigkeit stärker in ihre Prozesse und Investments zu integrieren. Nach dem Energiesektor wird vor allem für die Bereiche Transport, Landwirtschaft, Automobil, Gebäude und Industrie ein stärkerer Nachhaltigkeitsfokus erwartet. Und da eine Erholung des seit Anfang 2017 vorherrschenden Faktortrends erwartet wird, sollten Substanzwerte („Value“) in den nächsten 12 bis 18 Monaten an Attraktivität gewinnen. Je nach Anlagezielen und Risikobereitschaft der Anleger könnten sich selektive Short-Engagements anbieten.

Infrastruktur – Zu viel Geld für zu wenige Deals?

Auch wenn die Zuflüsse in das „Core“-Segment zuletzt vermeintlich sehr hoch aussehen, so war die Ausgangsbasis doch relativ niedrig. Und die Ertragschancen sind im Vergleich zu traditionellen Anlageklassen nach wie vor sehr attraktiv – vor allem auf risikobereinigter Basis. Einige Anleger haben jedoch ihre Risikotoleranz erhöht, um das Ertragsniveau aufrechtzuerhalten und sind in Sektoren außerhalb des Core-Segments vorgestoßen. Wichtig ist jedoch die Frage, ob diese Investments auch eine klare Prognosesicherheit der langfristigen Rendite bieten können. Insgesamt bleibt der Fokus auf ESG-Aspekte von fundamentaler Bedeutung und orientiert sich eng an den Zielen der jeweiligen Infrastrukturanlagen. Die ökologischen Vorteile erneuerbarer Energien beflügeln sowohl das Angebot als auch die Nachfrage im Energiesektor. Dadurch stehen langfristige Erträge zur Verfügung, die dem Anlagehorizont für diese Anlageklasse entsprechen.

Transport – Geringe Auswirkungen der Handelskonflikte

In diesen Zeiten niedriger Renditen lässt sich im Core-Plus-Transportsektor Potenzial für zuverlässige Ertragsströme finden. Diese dürften sich aus langfristigen Mietverträgen, einer geringen Verschuldung und der Finanzkraft bonitätsstarker Endnutzer ergeben, die oft ein Investment-Grade-Rating aufweisen. Trotz sinkender Handelsvolumina zwischen China und den USA waren die Auswirkungen des Handelsstreits auf den Seehandel weniger gravierend als viele erwartet hatten. Insgesamt hat die Substitution innerhalb der Lieferkette die Folgen der Handelskonflikte gemildert, wie auch im Global Alternatives Outlook 2019 vermutet. Laut einer neuen Regelung der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation müssen die Kraftstoffemissionen von Schiffen seit 1. Januar 2020 höhere Standards erfüllen. Core-Plus-Anleger könnten einen Fokus auf moderne, kraftstoffeffiziente Schiffe legen; diese sind für Leasingnehmer mit langfristigen, ESG-orientierten Transportanforderungen die attraktivste Option.

Private Credit – Interesse am Zugang zu US-Verbrauchern

Angesichts der steigenden Nervosität im Hinblick auf Unternehmenskredite lässt sich ein steigendes Interesse an Engagements in US-amerikanischen Immobilien- und Verbraucherkrediten beobachten. Aber auch längerfristige, weniger liquide Anleihen von Mid-Cap-Unternehmen standen im Fokus – da der Markt hohe Prämien für Liquidität verlangt, sehen Anleger signifikantes Ertragspotenzial und ein attraktiveres Risiko-Rendite-Profil bei weniger liquiden Unternehmenstiteln im mittleren Marktsegment, im Vergleich zu den größeren und liquideren Emittenten. Auch ausfallgefährdete Kredite und notleidende Bankdarlehen waren von Interesse: Strategien umfassen Vermögenswerte, die bei Kreditmodifikationen und Umstrukturierungen entstanden sind oder nach einer Neubewertung der Kreditwürdigkeit eines Emittenten mit einem Abschlag erworben wurden. Und gewerbliche Hypothekenkredite wie Darlehen für Core-Immobilien, erstklassige Mehrfamilienhäuser, Industrieobjekte und Bürogebäude im Westen und Südwesten der USA wurden starkt nachgefragt.

Private Equity – Gelegenheiten bei kleineren Unternehmen

Auch wenn das Corporate-Finance-Geschäft zunehmend umkämpft ist, lassen sich weiterhin Gelegenheiten bei Firmen mit einem Umsatz von 10 bis 100 Millionen US-Dollar finden. Diese Investitionen bleiben in der Regel unter dem Radar und weisen einen geringeren Verschuldungsgrad auf, wobei die Bewertungen niedriger sind als bei namhafteren Transaktionen. Da Innovationen am ehesten aus kleineren, weniger bekannten Unternehmen hervorgehen, sind wachstumsstarke Anlagechancen schwerer zu finden. E-Commerce, Cybersicherheit und Software as a Service (SaaS) sind einige Bereiche, die weiterhin ein enormes Potenzial bieten. Der zunehmende Anlegerfokus auf ESG-Aspekte bestärkt den Ansatz von J.P. Morgan Asset Management, ESG-Faktoren in den Anlageprozess einzugliedern[1] und auch weiter die Berücksichtigung von ESG-Faktoren zu forcieren.

Immobilien – mit Diversifizierung zu Erträgen und Stabilität

In den USA machen die erweiterten Core-Sektoren einen immer größeren Anteil der privaten Immobilienallokationen aus, da die Investoren diese Anlagechancen allmählich besser verstehen. Aus Ertrags- und Diversifikationssicht bieten sich derzeit zudem Chancen bei US-Mezzanine-Kapital. In Europa dürften neben einem moderaten Wirtschaftswachstum auch niedrige Leerstandsquoten und ein begrenztes Neuangebot das Mietwachstum an den wichtigsten europäischen Märkten begünstigen. Wie in den USA engagieren sich die Anleger auch hier inzwischen aktiver in den erweiterten Kernsektoren. Gegenüber den USA stehen viele dieser Sektoren in Europa allerdings noch am Anfang, daher könnte es länger dauern, bis diese potenziellen europäischen Core-Anlagen im großen Maßstab zur Verfügung stehen. In der Asien-Pazifik Region wächst das traditionelle Kernsegment weiter. Die Region befindet sich offenbar in einer etwas früheren Phase des Konjunkturzyklus als die USA und Europa. Die Erträge von Kernimmobilien im Asien-Pazifik-Raum und die Diversifikationsmöglichkeiten, die der Markt bieten kann, ziehen weltweit die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Einige Diversifizierungschancen bestehen in der Logistik, im Core-Segment für Büroflächen und an den Märkten für Mehrfamilienhäuser.

[1] Private Equity Group (PEG): Incorporating Environmental, Social & Governance (ESG), J.P. Morgan Asset Management, 2018

 

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Barings, einer der weltweit größten diversifizierten Immobilien-Investmentmanager, hat der deutschen Investmentgesellschaft Mikare Group ein erstrangiges, variabel verzinstes Darlehen in Höhe von 240,3 Millionen Euro zur Finanzierung des Baus eines 45.000 m² großen gemischt genutzten Gebäudes in Berlin zur Verfügung gestellt.

Sam Mellor, Head of Europe & Asia-Pacific Real Estate Debt, Barings, kommentierte: „Die Nachfrage nach Wohnraum in Berlin bleibt, unterstützt durch europaweite Trends der Urbanisierung, hoch. Dieses Neubauprojekt mit gemischter, vor allem aber Wohnnutzung wird von seiner attraktiven zentralen Lage profitieren, da es sich in unmittelbarer Nähe zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten befindet, und wir erwarten, dass es mit seinem Ausblick über ganz Berlin das Interesse sowohl deutscher als auch internationaler Käufer auf sich zieht. Die signifikanten Vorverkäufe belegen die hohe Flächennachfrage an diesem Standort, ein Trend, den wir auch auf dem Berliner Büromarkt beobachten.“

Ben Silver, Leiter des Bereichs Global Real Estate Debt, Barings, fügte hinzu: „Deutschland ist ein Schlüsselmarkt in der ersten Phase der Erweiterung unserer europäischen Kreditplattform nach unserem Eintritt in den spanischen und niederländischen Markt im vergangenen Jahr. Wir suchen aktiv nach weiteren Gelegenheiten, unser Engagement im westeuropäischen Kreditmarkt auszubauen und damit den Erfolg unserer britischen Finanzierungsplattform zu wiederholen.“

Das Darlehen mit einer Laufzeit von 36 Monaten wird den Bau von zwei, vorwiegend aus Wohnungen bestehenden Hochhäusern finanzieren, von denen eines 96 und das andere 86 Meter hoch ist. Die Türme umfassen 179 Eigentumswohnungen, 201 Mietwohnungen, 80 Serviced Apartments sowie ca. 6.600 m² Bürofläche und ca. 2.100 m² Einzelhandelsfläche. 43% der zum Verkauf stehenden Wohnungen sind bereits vorverkauft oder reserviert. Das Projekt wird voraussichtlich im 3. Quartal 2022 abgeschlossen.

Die Immobilie befindet sich in der Mediaspree – einer der am schnellsten wachsenden Lagen von Berlin unweit des Berliner Ostbahnhofs. Weitere nahe gelegene Attraktionen sind das Einkaufszentrum East Side Mall, die Mercedes-Benz Veranstaltungshalle, die berühmte Oberbaumbrücke und die East Side Gallery.

 

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Das gegenwärtige Kapitalmarktumfeld sorgt dafür, dass viele institutionelle Investoren in US Real Estate Investment Trusts (REITs) investieren.

 

„Diese weisen oft ein gutes Risiko-Rendite-Verhältnis und für institutionelle Investoren zudem Vorteile aus steuerlicher und regulatorischer Sicht auf“, sagt Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH. Dabei sind allerdings einige Punkte zu beachten.

Angesichts der niedrigen Zinsen steigen mehr und mehr institutionelle Investoren in den Markt ein. Dazu gehören etwa der kalifornische Pensionsfonds CalSTRS, der Bank of America Pension Fund, Hewlett Packard Pension Fund, IBRD Retirement Plans, New York Teachers‘ Retirement System oder auch der UPS of American Pension Plan. Dabei sind börsengehandelte US-REITs eine Anlageklasse mit attraktiven Renditen: Der FTSE NAREIT All Equity Index hatte mit einem Gesamtertrag inklusive Dividenden von 13,31 Prozent pro Jahr sowohl High Yields (Bloomberg Barclays High Yield Index) mit 8,24 Prozent pro Jahr, den breiten Aktienmarkt (S&P 500 Total Return Index) mit 7,68 Prozent pro Jahr und Anleiheinvestments (ML Corporate/Government Bond Index) mit 5,22 Prozent pro Jahr in den vergangenen 20 Jahren (Stand 31. Dezember 2019) outperformt.

Dazu kommt, dass einige der an der New York Stock Exchange gelisteten US Net Lease REITs mit hohen Aufschlägen gehandelt werden. „Die Aufschläge auf den Nettoinventarwert liegen bei Net Lease REITs zwischen 26,4 Prozent nach Berechnungen der Scotiabank und 51,4 Prozent laut Goldman Sachs Real Estate Capital Markets Overview“, sagt Falke. Der Unterschied in der Kalkulation der NAV-Aufschläge beruht auf dem unterschiedlichen Net Lease Universe, den die beider Investmentbanken verwenden.

„Aus Investorensicht kann es deshalb ein sehr interessantes Investment sein, bereits in einen US Net Lease REIT zum NAV vor einem Börsengang zu investieren“, sagt Falke. „Es gibt beispielsweise einen privaten US Net Lease REIT, der eine Vorzugsaktien-Dividendenrendite von zehn Prozent bietet, sieben Prozent davon als Barausschüttung mit monatlichen Zahlungen, drei Prozent als Aufstockung in weitere Vorzugsaktien“, so Falke. Zudem sei die Chance auf einen Wertzuwachs bei einem IPO gegeben.

„Aus Risikosicht – und das ist für uns das Entscheidende – müssen solche US-REITs bestimmte Merkmale aufweisen“, sagt Falke. In diesem Fall sei der Net Lease REIT Sektor so interessant, da „fast alle Unterhaltungs- und Wartungskosten der Immobilien an die Mieter übertragen werden und langfristige Mietverträge von im Durchschnitt mehr als zehn Jahren existieren.“ Die Erträge und Kosten seien sehr gut kalkulierbar. Ebenfalls sollten REITs ein konservatives Eigen-/Fremdkapital-Verhältnis aufweisen.

Und noch aus einem weiteren Grund sind diese Investments für institutionelle Investoren interessant: Für Pensionsfonds und Vorsorgeeinrichtungen beziehungsweise für „Qualified Foreign Pension Funds“ („QFPF“) bieten sich in der Regel steuerliche Vorteile. „Für Solvency II Investoren kommt eine deutlich geringere regulatorische Kapitalunterlegung im Vergleich zu anderen Aktieninvestments hinzu“, so Falke.

 

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Der im Jahr 2007 aufgelegte Investmentfonds reagiert auf die durch den Klimawandel bedingten weltweiten Herausforderungen

 

Ausgezeichneter Klimaschutz: DEUTSCHER FONDSPREIS 2020 für ÖKOWORLD KLIMA / Der im Jahr 2007 aufgelegte Investmentfonds reagiert auf die durch den Klimawandel bedingten weltweiten Herausforderungen

Im Segment “Sustainable Investment” wird der ÖKOWORLD KLIMA (WKN A0MX8G) als “HERAUSRAGEND” beurteilt und gewinnt den DEUTSCHEN FONDSPREIS 2020 in Mannheim. Im Rahmen des 19. FONDS professionell KONGRESSES haben die Herausgeber von FONDS professionell am 29. Januar 2020 den DEUTSCHEN FONDSPREIS wieder mit fachlicher Unterstützung des auf Portfolio- und Risikoanalyse spezialisierten Instituts für Vermögensaufbau IVA verliehen. Basis der Auszeichnung ist eine quantitative Auswertung der zehn wichtigsten Fondskategorien. In einem weiteren Schritt wurden die Top-Fonds dann in einem mehrstufigen Verfahren unter die Lupe genommen. Dabei wurde nicht nur analysiert, ob sich der Fonds konsistent innerhalb der Bandbreiten seines Anlageuniversums bewegt hat; sondern auch, ob die erzielten Ergebnisse tatsächlich auf die richtigen Entscheidungen des Managements zurückzuführen sind.

Alfred Platow, der Verwaltungsratsvorsitzende der ÖKOWORLD LUX S.A., führt dazu aus: “Wir freuen uns, dass in der Kategorie Sustainable Investment unser Klimaschutzfonds ÖKOWORLD KLIMA mit “herausragend” beurteilt wird. ÖKOWORLD KLIMA ist über strenge Ausschlusskriterien sowie klare Positiv- und Negativkriterien in der Unternehmensauswahl konsequent positioniert. Unser Nachhaltigkeitsresearch entscheidet für den ÖKOWORLD KLIMA über die Unternehmen, in die unser Fondsmanagement investieren darf. Bei der Beobachtung und Bewertung der weiteren Entwicklung und bei der Einschätzung von Produkten und Technologien wird ÖKOWORLD für diesen Fonds durch einen vierköpfigen wissenschaftlichen Fachbeirat unterstützt. Zum Jahresultimo 2019 hat der Fonds eine Jahrespeformance nach Kosten von über 37% erwirtschaftet. Unser Senior Portfoliomanager Alexander Funk präsentierte über die vergangenen Jahre mit dem ÖKOWORLD KLIMA tolle Ergebnisse. In fünf Jahren über 78% Wertentwicklung, in drei Jahren über 54% und in zehn Jahren über 164%. Alexander Funk setzt keineswegs schwerpunktmäßig auf alternative Energien, sondern investiert in ein breites Branchenspektrum.”

Das Konzept von ÖKOWORLD KLIMA setzt auf die Klimaschützer von heute und morgen. ÖKOWORLD setzt u. a. auf Zukunftsthemen, die einen effizienteren Resourceneinsatz ermöglichen.

Die ÖKOWORLD LUX S. A. ist eine Tochtergesellschaft der seit 1999 börsennotierten ÖKOWORLD AG (WKN 540868, vormals versiko AG). 45 Jahre Erfahrung fließen in die erfolgreiche Entwicklung und Auflegung ökologisch-ethischer Kapitalanlageprodukte ein.

 

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US-Präsidentschaftswahlen in der weltweit größten Volkswirtschaft wirken sich immer auf die internationalen Finanzmärkte aus – also auch dieses Jahr, wenn am 3. November gewählt wird.

 

Zum Anlegerverhalten und welche Faktoren im Wahljahr die Finanzmärkte beeinflussen werden, gibt Vincent Reinhart, Chefökonom bei Mellon – Teil von BNY Mellon Investment Management, seine Einschätzung:

„Zwar steht noch nicht fest, welcher Demokrat gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump antreten wird. Wahrscheinlich ist jedoch, dass ein möglicher demokratischer Nachfolger im Vergleich zu Trump für höhere Staatsausgaben (mit einer Tendenz zu Infrastruktur- und Umweltschutzprojekten) und eine verstärkte Preiskontrolle im Gesundheitswesen eintreten würde. Finanziert würde dies nur zum Teil durch eine progressivere Besteuerung von privatem Einkommen und möglicherweise durch die Besteuerung von Vermögen und Unternehmensgewinnen.

In Anbetracht der Bandbreite möglicher Wahlergebnisse sollten Anleger in Bezug auf das Risiko, das sie eingehen, vorsichtig agieren. Auch sollte ihnen klar sein, dass die Aktienkurse in diesem Jahr stärker schwanken werden, da die Meinungen über den wahrscheinlichen Wahlgewinner erfahrungsgemäß immer wieder weit auseinander gehen werden. Dies ist bisher jedoch nicht der Fall. Die Risikobereitschaft bei Anlegern ist offenbar nicht gedämpft und keiner scheint Vorkehrungen für stark schwankende Kurse getroffen zu haben.

Zu der derzeit vorherrschenden Unbekümmertheit tragen fünf Faktoren bei:

  1. Das Amtsenthebungsverfahren gegenüber Trump ist de facto vom Tisch. Es hätte ohnehin nur Einfluss auf die Märkte gehabt, wenn es im Verlauf zu Überraschungen gekommen wäre.
  2. Anhaltende politische Spannungen und Fragen im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen lenken vom Wahlkampf ab.
  3. Der Nominierungsprozess der Demokraten verwässert die Profile der Kandidaten. Bis zur Wahl des Gegenkandidaten ist es daher für Investoren schwierig die Kandidaten deutlich zu unterscheiden.
  4. Die Marktteilnehmer erwarten, dass die US-Notenbank erneut die Leitzinsen senken wird, falls der Präsidentschaftswahlkampf einen negativen Schock auslösen sollte. Doch wer darauf setzt, könnte eine böse Überraschung erleben. Denn in ihrer letzten Sitzung signalisierte die Fed, dass sie ihren geldpolitischen Kurs 2020 nicht verändern wolle.
  1. Zwar glauben die meisten Anleger an ein funktionierendes System der gegenseitigen Kontrolle des US-amerikanischen Regierungssystems (Checks & Balances). Da sich vergangene Regierungen jedoch zunehmend auf exekutive Maßnahmen gestützt haben, also auf Regulierung anstatt auf Gesetzgebung, könnte es im Falle eines Regierungswechsels wider Erwarten zu einer 180-Grad-Wendung kommen.

Eine Amtsübernahme durch die Demokraten und einer damit verbundenen Kehrtwende könnte bei Unternehmen aus den Sektoren Finanzen, Gesundheitswesen und Technologie dazu führen, dass sie ihre Expansionspläne zurückfahren oder auf Eis legen. In der Konsequenz würden die Aktienkurse sinken, wobei sich Anleger darüber bewusst sein sollten, dass eine Kurseinpreisung bereits vor dem ersten Wahlgang vollzogen werden würde.

Bleibt jedoch Donald Trump im Amt und wird wieder gewählt, können Anleger davon ausgehen, dass alles so weiter geht wie in den letzten vier Jahren. Zu rechnen wäre dann mit einem Versuch, die staatliche Kontrolle im Gesundheitswesen einzuschränken. Auch wäre eine weitere Senkung der Einkommenssteuersätze und ein Anstieg der Militärausgaben möglich. In der Folge würde das Haushaltsdefizit anschwellen, wobei das für jeden potenziellen Präsidenten gelten dürfte. Denn als Emittentin der globalen Reservewährung war bisher jedwede US-Regierung notorisch undiszipliniert bei ihrem Vorhaben, nicht viel mehr auszugeben, als durch Steuern eingenommen wurde.

Eines lässt sich, noch bevor die Demokraten überhaupt ihre Kandidaten-Vorentscheidung getroffen haben, mit ziemlicher Sicherheit schon sagen: Die politischen Vorstellungen werden bei der Wahl am 3. November auseinanderklaffen. Investoren müssen sich dieser Unterschiede und der Volatilität bewusst sein, die die Wahlen im Jahr 2020 an den Märkten verursachen könnten.“

 

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Marktkommentar von Frank Häusler, Chief Strategist bei Vontobel Asset Management:

 

Die Ausbreitung des hochansteckenden Coronavirus auf dem chinesischen Festland schürt aktuell an den Finanzmärkten neue Sorgen vor einem globalen Abschwung. So verursachen die Maßnahmen, die die Behörden in China und auch anderswo ergreifen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus unter allen Umständen zu verhindern, erhebliche Störungen. Zwar sind gegenwärtig vor allem Hotels, Restaurants, Reiseveranstalter, Spirituosenhersteller, Fluggesellschaften und Casinos in ihrer Geschäftstätigkeit betroffen. Doch auch der Einzelhandel leidet durch Ladenschließungen im ganzen Land. In vielen asiatischen Ländern gelten für chinesische Bürger mittlerweile ebenso Reisebeschränkungen oder Einreiseverbote wie in den USA, was Auswirkungen auf den Tourismus weltweit haben dürfte. So sind alleine nach Angaben der Regierung von Chinas Sonderverwaltungszone Macao die Zahl der Besuche aus China gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 60% eingebrochen.

Will man die wirtschaftlichen Auswirkungen auf China und auch die Weltwirtschaft abschätzen, so hängt vieles davon ab, wie erfolgreich die Behörden in China bei der Eindämmung des Virus sein werden. Unter der Annahme, dass der Infektionsgipfel später im ersten Quartal 2020 auftritt, als zunächst vermutet, könnte der Ausbruch des Coronavirus das chinesische BIP für das gesamte Jahr 2020 um etwa 40 Basispunkte schmälern. Denn was gegenwärtig viele Ökonomen außer Acht lassen: Hubei, die zentralchinesische Provinz im Epizentrum des Ausbruchs, trägt 5% zum chinesischen BIP bei. Bereits jetzt unterstützen die chinesischen Behörden die Wirtschaft mit einer Reihe neuer Maßnahmen wie Liquiditätsspritzen in Höhe von rund 1,2 Billionen Yuan (180 Mrd. USD) und Zinssenkungen durch die Zentralbank. Dies dürfte zwar die Stimmung ankurbeln, es ist jedoch auch anzumerken, dass China einen viel größeren Anteil am globalen BIP hat als noch vor 18 Jahren, so dass sich ein wirtschaftlicher Abschwung in China in anderen Ländern stärker negativ auswirken wird. Dennoch raten wir Anlegern, die in Schwellenländern investiert sind, ruhig zu bleiben, da sich die wirtschaftlichen Bedingungen langfristig wieder normalisieren dürften.

Der Nachholbedarf der Wirtschaft führt in der Regel zu einer Wachstumsbeschleunigung in den folgenden Quartalen, was bedeutet, dass wir etwa drei Quartale nach dem Infektionsgipfel eine Rückkehr zur Trendwachstumsrate sehen sollten.

 

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Studie von J.P. Morgan Asset Management zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Frauen in Deutschland und Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern

 

Auch wenn immer mehr Frauen das Thema Geldanlage heute stärker in den Fokus rücken, investieren viele nach wie vor sicherheitsorientierter als Männer: Sie sind weniger risikofreudig und sehr viel sensibler, wenn es um mögliche Kursschwankungen und Verluste geht. Entsprechend sind sie bei ihrer Geldanlage zurückhaltender und setzen seltener auf ertragstärkere Kapitalmarktinvestments. An mangelndem finanziellem Spielraum scheint das aber nicht zu liegen: Wie eine europaweite Umfrage zum Thema Frauen und Geldanlage von J.P. Morgan Asset Management ermittelt hat, verfügen Europäerinnen zwischen 30 und 65 Jahren über ein angespartes Kapital von rund 200 Milliarden Euro, das sie an den Finanzmärkten anlegen könnten. 45 Milliarden Euro davon entfallen auf Frauen aus Deutschland und Österreich. „Das sind wohlgemerkt nicht die gesamten Ersparnisse der befragten Frauen, sondern ist vielmehr der potenzielle zusätzliche Anlagebetrag, den sie für Kapitalmarktinvestments in Betracht ziehen würden – wenn sie nur die richtige Motivation finden würden“, betont Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing & PR für Deutschland und Österreich bei J.P. Morgan Asset Management. Dazu zählt beispielsweise ein besseres Verständnis der Zusammenhänge am Kapitalmarkt, zu dem J.P. Morgan Asset Management beitragen möchte. Für die Studie wurden rund 3.000 Frauen sowie eine Vergleichsgruppe von 600 Männern aus acht europäischen Ländern befragt, die bereits Spar- und Anlageprodukte nutzen und/oder über ein bestimmtes Mindesteinkommen verfügen. Aus Deutschland und Österreich kamen dabei 499 Frauen.

Ein Vergleich auf Länderebene zeigt: Die Einstellungen zu Geldanlage und Vermögensaufbau unterschieden sich in den einzelnen Ländern teils deutlich, wobei Frauen in Deutschland und Österreich sehr ähnlich sind, was die Lebensplanung angeht. Mehr als zwei Drittel verfolgen einen Lebensplan und haben klare Ziele vor Augen (68 Prozent). In den anderen Ländern trifft das mit 58 Prozent seltener zu, sodass der Anteil derer, die sich ohne große Pläne durchs Leben treiben lassen, größer ausfällt. Außerdem mögen Deutsche und Österreicherinnen das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben, wenn es um ihre Finanzen geht – das bestätigen 80 Prozent im Vergleich zu 71 Prozent in den anderen europäischen Ländern.

Sicherheit und ein sorgenfreier Ruhestand haben Priorität

Die Studie unterteilt Frauen in acht Typen, die entweder eine größere Tendenz zum Sparen oder zum Anlegen haben. Dabei zeigt sich, dass die Gruppe der Frauen mit Affinität zum Anlegen in Deutschland und Österreich mit 57 Prozent etwas stärker ausgeprägt ist als auf europäischer Ebene (53 Prozent). So sind besonders viele Frauen in Österreich und Deutschland im Segment „Selbstsicher und kontrolliert“ zu finden – mit 26 Prozent jede Vierte der Befragten. Diese Anlegerinnen sind gut organisiert und engagiert; finanzielle Sicherheit und ein sorgenfreier Ruhestand haben für sie Priorität. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe ist über 50 Jahre alt und steht zum Teil bereits kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand. „Diese Frauen möchten ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen und vermeiden üblicherweise übermäßige finanzielle Risiken. Sie sind selbstbewusst und sachkundig in puncto Investments – und entsprechen damit so gar nicht dem Klischee, dass Frauen sich mit Finanzen nicht so gut auskennen“, erläutert Pia Bradtmöller. Europaweit ist der Anteil dieses Anlagetyps mit 16 Prozent deutlich geringer.

Aber auch aus dem sparaffinen Segment ist eine Gruppe in Deutschland und Österreich stärker vertreten als im europäischen Durchschnitt. Die „Erklärten Traditionalistinnen“ sind mit 15 Prozent die drittgrößte Gruppe in der Region, während sie in Europa mit 12 Prozent etwas seltener zu finden sind. Bei diesen Frauen hat die Bewahrung ihrer Lebensweise und Finanzen Priorität. Sie sind nicht bereit, ihre Komfortzone zu verlassen und möchten insbesondere bei der Geldanlage keine Risiken eingehen. Auch diese Gruppe überzeugter Sparerinnen ist schon älter, mehr als die Hälfte ist über 50 Jahre alt. „Diese Frauen lehnen Investments ab, da sie Angst vor Marktschwankungen haben. Ihr finanzielles Selbstbewusstsein ist gering, aber auch das Interesse, sich zum Thema Geldanlage weiterzubilden ist nicht sehr ausgeprägt“, so Pia Bradtmöller. „Sie vermeiden Risiken und betrachten sie nicht als Chance, mehr aus ihrem Geld machen zu können. Angesichts des anhaltenden Niedrigzinses und ersten Einführungen von Negativzinsen für Spareinlagen ist diese Strategie heutzutage aber alles andere als zielführend, um die Ersparnisse tatsächlich zu schützen.“

Eine andere hierzulande überdurchschnittlich vertretene Gruppe, die der Geldanlage deutlich aufgeschlossener gegenüber steht, ist das Segment „Aktiv und zielgerichtet“ – mit 13 Prozent in Deutschland und Österreich auf Rang 4. „Es handelt sich um selbstbewusste und optimistische Frauen auf der Suche nach Vermögenswachstum, die für eine sichere und komfortable Zukunft vorgesorgt haben. Sie sind gut über das Thema Geldanlage informiert, möchten, dass ihr Geld für sie arbeitet und sind häufig bereit, für bessere Qualität mehr zu bezahlen“, führt Pia Bradtmöller aus.

„Bloß kein Risiko“

Trotz dem ausgeprägten Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit und einem sorgenfreien Ruhestand bevorzugt mit 54 Prozent insgesamt rund jede zweite Frau in Deutschland und Österreich Anlagen mit geringen oder keinen Wertschwankungen – dass diese Anlagen niedrigere Erträge abwerfen, akzeptieren sie. Damit sind Deutsche und Österreicherinnen noch weniger risikofreudig als die Frauen in den anderen untersuchten Ländern. Nur jede fünfte Deutsche und Österreicherin bevorzugt Investments, die höhere Renditechancen bieten, aber eben auch mit höheren Risiken verbunden sind.

Doch gerade mit Blick auf den langfristigen Vermögensaufbau und die Altersvorsorge sollten Frauen, die häufig weniger verdienen und entsprechend geringere Renten bekommen, etwas stärker ins Risiko gehen und die höheren Renditechancen am Kapitalmarkt nutzen. Denn allein mit Spareinlagen werden sie mittelfristig keine auskömmliche Rendite mehr erzielen können. „Da so viele Frauen über Bareinlagen und Sparprodukte verfügen, bietet sich für sie ein enormes Wachstumspotenzial, wenn man sie darin bekräftigt, langfristig mehr aus ihrem Geld zu machen“, sagt Pia Bradtmöller. Natürlich seien mit einem Engagement in Wertpapiere auch Risiken verbunden. Wer allerdings gar nicht am Kapitalmarkt investiere, riskiere langfristige finanzielle Ziele nicht zu erreichen, vor allem in Zeiten, da Zinserträge aus Sparprodukten nicht mehr vorhanden seien und Renditen von Staatsanleihen an vielen Märkten im negativen Bereich lägen.

So appelliert Pia Bradtmöller auch besonders an die Frauen in Deutschland und Österreich: „Unsere Studie hat gezeigt, dass viele Frauen hierzulande gewissenhafte Planerinnen sind, die gerne die Kontrolle über ihr Leben und ihre Finanzen haben. Die vorsichtige und konservative Einstellung zum Thema Geldanlage verbunden mit großem Sicherheitsbedürfnis spiegelt die Befürchtung wider, dass Kapitalmarktrisiken die langfristigen Pläne untergraben könnten. Umso wichtiger ist es, sich zu verdeutlichen, dass Investments Teil dieses Lebensplans sein sollten, da sie helfen, die angestrebte finanzielle Unabhängigkeit zu ermöglichen. Das Verständnis von Marktmechanismen gerade bei einem längerfristigen Anlagehorizont wird dazu beitragen, finanzielles Selbstvertrauen aufzubauen und größere Selbstsicherheit im Umgang mit Anlageprodukten zu erreichen.“

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Die WWK Investment S.A. ist die konzerneigene Kapitalverwaltungsgesellschaft der WWK Versicherungsgruppe mit Sitz in Luxemburg. Das von der Gesellschaft verwaltete Vermögen hat im Januar 2020 erstmals die 1 Milliarde Euro-Grenze überschritten.

 

Karl Ruffing, Vorsitzender des Verwaltungsrates der WWK Investment S.A., war sehr erfreut über das Erreichen eines großen Meilensteines und betonte: „Seit über 10 Jahren bin ich verantwortlich für die WWK Investment S.A. und wir haben in dieser Zeit das verwaltete Vermögen verfünffacht. Dies geschah insbesondere durch die Fokussierung auf ein erfolgreiches Fondsmanagement, das die Basis für dieses dynamische Wachstum war.“

Dr. Björn Lutz, Geschäftsführer der WWK Investment S.A., zeigte sich äußerst zufrieden und erklärte: „Für die WWK Investment S.A. ist das Erreichen von 1 Milliarde Euro Assets under Management eine wichtige Wegmarke, sie bestätigt unsere vielfältigen vertrieblichen Anstrengungen und die hohe Qualität unseres Fondsmanagementteams sowie der zugrundeliegenden Investmentprozesse.“

Die von der WWK Investment S.A. angebotene Fondspalette umfasst im Wesentlichen die Dachfonds WWK Select Balance, WWK Select Top Ten, WWK Select Chance sowie dem WWK Select Total Return und dem WWK Select EuroRentenfonds.

Mit den Fonds profitieren Kunden direkt von der Kapitalmarktexpertise der WWK Versicherungen. Die hohe Qualität der Wertpapierportfolios wird auch von renommierten Ratingagenturen und Fachzeitschriften anerkannt. So wurde der WWK Select Chance ganz aktuell im Rahmen des FundAwards der Finanzzeitung €uro Finanzen mit Platz 1 in der 10-Jahreswertung ausgezeichnet.

Die Dachfonds WWK Select Balance, WWK Select Top Ten und WWK Select Chance eignen sich aufgrund ihrer breiten Diversifikation ideal als Basisinvestment für breite Kundenkreise, sowohl im Rahmen der fondsgebundenen Rentenversicherungen der WWK Lebensversicherung a. G. als auch in der Direktanlage über das WWK FondsDepot (ebase®).

Die WWK Lebensversicherung a. G. zählt mit Beitragseinnahmen von über einer Milliarde Euro zu den 25 größten Lebensversicherungen in Deutschland. Geführt wird das Unternehmen als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Als solcher ist die WWK ausschließlich ihren Kunden, also den Mitgliedern, verpflichtet und agiert unabhängig von Aktionärsinteressen. Solidität und Finanzstärke zeichnen die WWK aus. Auf das Geschäftsvolumen bezogen ist die Gesellschaft seit langer Zeit einer der substanz- und eigenkapitalstärksten Lebensversicherer in Deutschland.

 

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WWK Lebensversicherung a. G., Marsstraße 37,  80292 München, Tel: (089) 5114-3531 Fax: (089) 5114-2698, www.wwk.de

Verwaltetes Vermögen der Amundi Prime ETF, Europas günstigste ETF-Palette für Basis-Anlageklassen, übersteigt 1 Milliarde Euro

 

Das verwaltete Vermögen von Amundi ETF hat die Marke von 50 Milliarden Euro überschritten und ist zum Ende des letzten Jahres auf 55 Milliarden Euro angewachsen. Amundi ETF zählt damit zu den am schnellsten wachsenden europäischen ETF-Anbietern. Über die letzten drei Jahre hinweg hat die Wachstumsrate von Amundi ETF die des europäischen ETF-Markts übertroffen. Unter den fünf größten europäischen ETF-Anbietern weist Amundi ETF die höchste Wachstumsrate auf.

Gegenüber dem Vorjahr hat Amundi ETF die Nettomittelzuflüsse auf 8 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.1 Damit rangiert Amundi ETF bezogen auf die Neugelder 2019 auf dem vierten Platz.2 Mit dem gestiegenen Marktanteil behauptet Amundi ETF somit seine Position als einer der führenden europäischen ETF-Anbieter. In einem sich dynamisch wandelnden Marktumfeld entfielen die Mittelzuflüsse 2019 auf ein breites Spektrum von Anlageklassen, die unterschiedlichsten Kundengruppen und sowohl auf Lösungen für langfristig strategische als auch taktische Anlagebedürfnisse.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Amundi war die Fähigkeit, Lösungen für die unterschiedlichen Bedürfnisse institutioneller Investoren und das schnell wachsende Segment ETF-basiert arbeitender Distributoren zu entwickeln. Geografisch hat Amundi ETF sein Geschäft nicht nur in Europa beschleunigt, sondern auch in Asien und Lateinamerika, wo die Amundi UCITS ETFs auf eine wachsende Nachfrage stoßen.

„In einem äußerst dynamischen Marktumfeld belegen unsere starken Ergebnisse das anhaltend hohe Vertrauen, das Anleger Amundi ETF entgegenbringen“, sagt Fannie Wurtz, Leiterin von Amundi ETF, Indexing & Smart Beta. „Die Zahlen bestätigen zudem die Position von Amundi ETF als einer der führenden ETF-Anbieter. Auch künftig wird es unser Anspruch sein, sowohl institutionellen Investoren als auch Distributoren ein breites Angebot kostengünstiger und innovativer ETFs anzubieten.“

Im Fokus der Produktentwicklung: Innovation und Kosteneffizienz

Gestützt auf die Strategiepfeiler Innovation und Kosteneffizient hat Amundi 2019 die ETF-Palette ausgebaut, um Lösungen für unterschiedliche Marktbedingungen, Anlageklassen, Sektoren und Themen anbieten zu können.

Zu den erfolgreichsten Produkteinführungen zählen:

  • Amundi Prime ETFs: Das europaweit günstigste Aktien- und Anleihe-ETF-Angebot für Basis-Exposures, deren verwaltetes Vermögen die Schwelle von einer Milliarde Euro[4] überschritten hat. Dieses Angebot belegt die Stärke von Amundi ETF, Produkte für den wachsenden Bedarf an günstigen, einfachen und transparenten Anlagen zu entwickeln.
  • ESG und Low Carbon ETFs: Amundi hat das ESG- und Low-Carbon-Angebot ausgebaut. Dieses umfasst aktuell sieben Aktien- und Renten-ETFs, die die MSCI SRI und die Bloomberg Barclays MSCI SRI Indizes abbilden, sowie einen Low-Carbon-ETF. Diese ETFs verbuchten 2019 Nettomittelzuflüsse von mehr als 1,2 Milliarden Euro1, was 15 Prozent der gesamten Neugelder des vergangenen Jahres entspricht.

•        Gold ETC: Im Mai 2019 lancierte Amundi neben neuen ETFs auch einen Gold ETC[5], mit dem Anleger ein kostengünstiges Goldpreis-Exposure eingehen können. Das in diesem ETC verwaltete Volumen ist auf annähernd 1 Milliarde Euro angewachsen. Insgesamt ist das von Amundi in ETFs und dem ETC verwaltete Vermögen auf annähernd 56 Milliarden Euro1 angewachsen.

 

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Verantwortungsbarometer Deutschland 2020 – repräsentative Umfrage von Kantar EMNID unter 3.200 Bundesbürgern

 

Das stärkere Bewusstsein für den Klimaschutz kommt im Alltag der Deutschen an, aber nicht in ihren Depots: Während – nach eigener Aussage – 83 Prozent der Bundesbürger in den vergangenen zwölf Monaten ihren Plastikkonsum reduziert haben und 61 Prozent weniger Flugreisen unternehmen, sind Finanzprodukte, die ökologische und soziale Faktoren sowie eine gute Unternehmensführung berücksichtigen, noch nicht gefragt: Keiner der Befragten investiert in nachhaltige Anlagen, knapp zwei Drittel der Deutschen fordern dagegen zunächst einmal eine höhere Verständlichkeit solcher Geldanlagen. Kurz gesagt: Der Greta-Faktor kommt in der Geldanlage nicht an. Das ist das zentrale Ergebnis des Verantwortungsbarometers Deutschland 2020 von Fidelity International, das das Marktforschungsinstitut Kantar EMNID alle zwei Jahre durchführt.

Für jeden Zweiten ist die Gewissheit wichtig, dass die Rendite nicht unter den nachhaltigen Anlagekriterien leidet. 47 Prozent fordern, ihr Finanzinstitut müsse sie stärker abholen und sie konkret auf diese Produkte hinweisen. Jeder Zehnte (9 Prozent) würde grundsätzlich nicht in ESG-Produkte investieren.

„Bei der nachhaltigen Geldanlage sind noch hohe Hürden zu nehmen. Während institutionelle Anleger ESG-Ansätze zunehmend in ihren Investmentprozess integrieren, kommt die Bedeutung bei Privatanlegern nicht an. Es ist daher unsere Verantwortung als Finanzindustrie, besser aufzuklären und eine stärkere Überzeugungsarbeit zu leisten. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen und warten, bis die Produkte nachgefragt werden. Wir müssen voranschreiten und die Auswirkungen klarer aufzeigen. Nachhaltigkeit ist kein Modethema, sondern die neue Norm in der Geldanlage. Auch Regulatoren weltweit nehmen die Finanzbranche immer stärker in die Pflicht“, sagt Alexander Leisten, Leiter des Deutschlandgeschäfts von Fidelity International.

Politik und Unternehmen sollen mehr Verantwortung fürs Klima übernehmen

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Die große Mehrheit der Deutschen (85 Prozent) fordert mehr Verantwortung fürs Klima seitens der Politik – Frauen (88 Prozent) noch häufiger als Männer (81 Prozent). Bei der Fridays-for-Future-Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ist diese Forderung am höchsten (91 Prozent).

Auch an ihren Arbeitgeber haben Arbeitnehmer in Deutschland hohe Ansprüche in puncto Verantwortung: 95 Prozent erwarten, dass Unternehmen soziale Verantwortung übernehmen.

Engagement für die Umwelt wichtiger als bürgerschaftliches Engagement

Familie und Gesundheit sind weiterhin unangefochten die wichtigsten Lebensziele der Deutschen – jedoch leicht fallend im Vergleich zu 2018 (Familie von 88 auf 86 Prozent der Top-3-Lebensziele, Gesundheit von 90 auf 80 Prozent). Dagegen steigt das bürgerschaftliche Engagement von 22 Prozent (2018) auf 27 Prozent (2020). Das Engagement für die Umwelt wurde erstmals abgefragt und steht bei den Bundesbürgern mit 33 Prozent an der Spitze bürgerlichen Engagements – auch hier zeigt sich die Wirkung der Fridays-for-Future-Diskussionen im Alltag.

 

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Fidelity Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, D-61476 Kronberg im Taunus Tel.: 06173/509-0, Fax: 06173/509-41 99, www.fidelity.de

Die unabhängige internationale Fondsgesellschaft Comgest ist beim diesjährigen Deutschen Fondspreis im Rahmen des 19. FONDS professionell Kongresses in Mannheim in der Kategorie „Aktienfonds Europa“ als Gesamtsieger ausgezeichnet worden.

 

Ausschlaggebend für die Prämierung des betreffenden Fonds Comgest Growth Europe Smaller Companies (ISIN: IE0004766014) waren dessen „herausragende Anlageergebnisse“ im Gesamtzeitraum mit Stichtag 31. Oktober 2019.

Zur jüngsten Prämierung eines Fonds von Comgest und zur langjährigen Erfolgsserie der Gesellschaft hat im Wesentlichen der „Quality Growth“-Ansatz von Comgest beigetragen, der sich durch die gezielte Auswahl von Unternehmen mit hohen Qualitätsmerkmalen und solidem Ausblick auf nachhaltiges Wachstum auszeichnet. Ziel für den Comgest Growth Europe Smaller Companies ist es, Unternehmen zu finden, die langfristig ein dynamisches Gewinnwachstum von mindestens 15% pro Jahr mit hoher Vorhersehbarkeit liefern und diese mindestens 5 Jahre zu halten. Das Ergebnis dieses Ansatzes ist ein hochkonzentriertes Portfolio mit derzeit 32 Positionen.

„Wir freuen uns über diese jüngste Auszeichnung durch FONDS professionell zum Jahresauftakt, da sie eine Bestätigung für die erfolgreiche Zusammenarbeit eines hervorragend eingespielten Europa-Teams ist und uns in unserer mehr als 30 Jahren konsequent verfolgten Anlagephilosophie bestätigt“, kommentierte Thorben Pollitaras, Deutschland-Geschäftsführer von Comgest, der den Preis persönlich entgegennahm.

Beim diesjährigen FONDS professionell Kongresses in Mannheim hat das Verlagshaus FONDS professionell 36 Investmentfonds von 32 Gesellschaften in insgesamt zwölf Kategorien für ihre „herausragenden Anlageergebnisse“ ausgezeichnet. Mit dem Deutschen Fondspreis prämiert wurden ausschließlich Fonds, die über einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren hinweg positive Ergebnisse erzielen konnten (Stichtag: 31. Oktober 2019). Für die Berechnung wurden zunächst alle potenziellen Siegerkandidaten anhand ihrer Ertrags- und Risikodaten gereiht. Die „besten“ Fonds wurden anschließend durch das Münchner Institut für Vermögensaufbau (IVA) auf Basis ihrer Anlagerichtlinien untersucht. Geprüft wurde, ob sie tatsächlich dank der Managerleistung einen Mehrwert in ihrer Anlagestrategie erzielen konnten, oder ob sie lediglich aufgrund eines weiter gefassten Anlageuniversums besser abgeschnitten haben. Auf diese Weise wurden Fonds, die kein erkennbares Alpha erzielt haben, zurückgereiht – auch dann, wenn ihre Ertragsdaten besser sind als die anderen Fonds derselben Gruppe.

 

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Comgest Deutschland GmbH, Sky Office, Kennedydamm 24, D-40476 Düsseldorf, Tel.: +49 21144038721, www.comgest.com

Die Nachfrage nach Ökostrom steigt schneller, als das Angebot ausgebaut werden kann.

 

Das wird zu einer Spaltung des Strompreises führen. „Zertifizierter Ökostrom wird deutlich teurer werden und für Investoren eine höhere Rendite abwerfen“, sagt Markus W. Voigt, Geschäftsführer der auf Erneuerbare Energien spezialisierten AREAM GmbH.

Gerade erst hat Microsoft angekündigt, bis zum Jahr 2030 vollständig klimaneutral zu arbeiten. Bis 2050 will Microsoft sogar alle CO²-Emissionen, die das Unternehmen seit Gründung 1975 vor allem durch den Stromverbrauch verursacht hat, wieder aus der Umwelt entfernen. Siemens hat angekündigt, ebenfalls bis 2023 klimaneutral zu werden, und die Deutsche Bahn fährt nur noch mit grünem Strom. „Alle diese Ziele sind nur durch den Einsatz von Strom aus Erneuerbaren Energien zu erreichen“, sagt Voigt. „Dieser aber wird knapp.“

Denn angesichts der strengeren Auflagen für Windkraft an Land hat sich die Ausbaugeschwindigkeit in den vergangenen Jahren deutlich verringert, die Nachfrage steigt aber immer schneller. „Die Branche spricht gar schon von einer Ökostrom-Lücke. Der Ausgleich wird über den Preis erfolgen“, sagt Voigt. Ökostrom könnte also in den kommenden Jahren als knappes Gut deutlich im Preis steigen. „Für Investoren in Wind- oder Solarparks sind das gute Aussichten.“ Das gelte sowohl für Bestandsanlagen wie auch für Neubauten.

„Interessant ist, dass hier ein echter Marktmechanismus greift – das Spiel von Angebot und Nachfrage – und damit Subventionen überflüssig macht“, sagt Voigt. Die EEG-Umlage, die für den Ausbau der Erneuerbaren Energien per Gesetz festgeschrieben ist, wird bei steigenden Ökostrom-Preisen sinken, sodass Verbraucher diese Preissteigerung unter dem Strich nicht merken oder sogar entlastet werden könnten.

Es werde immer interessanter, in Wind und Sonne zu investieren, wenn die Erträge steigen. „Dabei ist davon auszugehen, dass diese Phase des Mehrertrags der Erneuerbaren für eine geraume Zeit anhält, denn noch sind die weltweiten Kapazitäten gering, der Bedarf hierzulande, aber auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern, sehr hoch“, sagt Voigt. „Insofern sind die Ankündigungen von immer größeren Teilen der Wirtschaft, klimaneutral arbeiten zu wollen, für EE-Investoren ein Grund zur Freude.“

 

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AREAM GmbH, Kaistraße 2, 40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211 30 20 60 42, www.aream.de

In den USA und Europa ist die Risikodynamik seit Anfang der Woche stark gestiegen.

 

„Während der Konflikt zwischen dem Iran und den USA die Märkte weitgehend kalt ließ, führt die Angst vor dem Coronavirus nach dem vergangenen Wochenende zu einem deutlichen Anziehen der Risikodynamik“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH.

Das zeigt der Vergleich der Heatmaps vom 17. Januar 2020 (links) und vom 27. Januar 2020 (rechts). Während Asien inklusive Japan und die Emerging Markets bereits nach dem Anschlag auf den iranischen General Soleimani im Irak nervös wurden, brauchte es die Angst vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus 2019-nCoV, um Europäer und US-Amerikaner aufzuwecken.

„Das mag auch damit zu tun haben, dass im Iran-Konflikt schnell auf Entspannung gesetzt wurde und die Virus-Infektion gerade erst Fahrt aufnimmt“, sagt Mlinaric. „Vom Iran geht also keine direkte Gefahr für die Weltwirtschaft aus, vom Virus schon.“ Das zeigt sich auch daran, dass Chinas Regierung bereit ist, zur Eindämmung der Infektion Millionen Menschen unter Quarantäne zu stellen, Flüge und Fahrten zu unterbinden und als Zwangsmaßnahme die Feiertage für Unternehmen und Schulen bis zum 2. Februar zu verlängern. In manchen Provinzen werden sogar noch längere Zwangsfeiertage erwogen. Der verordnete Stillstand hat Folgen: „China opfert einen Teil seines Wirtschaftswachstums, um die Epidemie in den Griff zu bekommen“, sagt Mlinaric.

Auch in Europa und den USA könnte die Wirtschaft leiden – zwar wahrscheinlich nicht direkt, denn bislang konnte eine massenhafte Ausbreitung des Virus außerhalb Asiens vermieden werden. Aber in Folge der chinesischen Maßnahmen, etwa wenn Lieferketten unterbrochen werden. „Diese Angst treibt derzeit die Risikodynamik hoch“, sagt Mlinaric. Angesichts einer steigenden Volatilität könnte die Absicherung gegen Marktrisiken insbesondere dann deutlich teurer werden, wenn sich in Europa oder den USA eigene Entzündungszentren bilden sollten. „Noch herrscht kein Grund zur Panik, aber es ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um über eine Absicherung des eigenen Portfolios nachzudenken.“

 

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Quant.Capital Management GmbH, Speditionstraße 17, D-40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211.635512-0, www.quantcapital.de

Der unabhängige, spezialisierte Vermögensverwalter Unigestion hat mit Unigestion Secondary V seinen neuesten Private-Equity-Sekundärfonds auf den Markt gebracht.

 

Die Strategie des Fonds zielt auf kleine, nicht auktionierte Sekundärtransaktionen unter 50 Mio. EUR ab, und konzentriert sich auf Portfolios von qualitativ hochwertigen Unternehmen mit attraktiven Bewertungen.

Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung ist Unigestion einer der Pioniere auf dem globalen Sekundärmarkt. Unigestions Expertise umfasst insbesondere maßgeschneiderte und häufig komplexere Liquiditätslösungen.

Durch ein globales Team von 43 Private-Equity-Experten erschließt Unigestion Möglichkeiten im Sekundärmarkt durch sein Netzwerk von mehr als 500 General Partners (GPs), Limited Partners, Small Intermediaries und ausgewählten spezialisierten Secondary Direct Managern. Dank seiner umfangreichen Erfahrung im weltweiten Markt für kleine und mittelgroße Unternehmen hat Unigestion Zugang zu Transaktionen außerhalb der Jagdgründe anderer Sekundärinvestoren.

Unigestion folgt einem sorgfältigen Due-Diligence-Prozess, der eine Bottom-up-Bewertung jedes einzelnen Portfoliounternehmens vorsieht. Diese umfasst eine detaillierte Finanzmodellierung, Interviews mit der Unternehmensleitung und eine Schuldenanalyse. Dies führt dazu, dass der Schwerpunkt auf Portfolios von Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen und klaren Exit-Möglichkeiten liegt. Dementsprechend werden die Renditen von der zukünftigen Unternehmensentwicklung und nicht von Leverage oder Abschlägen bestimmt.

Christophe De Dardel, Head of Private Equity bei Unigestion, erklärt:

„Der Sekundärmarkt hat sich in den letzten Jahren durch die Entwicklung neuer Arten von spezialisierten Sekundärtransaktionen wie Fondsumstrukturierungen, Sekundärdirektgeschäfte und andere Liquiditätslösungen verändert. Unigestion hat diese Entwicklung mitangeführt und zahlreiche komplexe Sekundärtransaktionen von kleineren Unternehmen durchgeführt. Solche Transaktionen haben uns den Zugang zu qualitativ hochwertigen, ausgereiften Vermögenswerten zu überzeugenden Bewertungen ermöglicht. Dadurch sind wir in der Lage, unseren Kunden unabhängig von den Marktbedingungen stets außergewöhnliche Renditen zu bieten.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Unigestion SA – Geneva Headquarters, 8C Avenue de Champel, PO Box 387, 1211 Geneva 12, Switzerland, Tel: +41 22 704 41 11, www.unigestion.com/de/

Männer bevorzugen Bank- und Technologiewerte wie Wirecard und Amazon.com – Frauen setzen auf einen Mix aus allen Branchen: Bei ihnen sind Deutsche Post, Osram Licht und Uniper besonders stark gewichtet

 

DAX-Aktien sind seit jeher bei deutschen Anlegern am beliebtesten. Auch Papiere US-amerikanischer Technologieriesen erfreuen sich steigender Popularität. Aber gibt es Werte, die bei Frauen beliebter sind als bei Männern und umgekehrt? Dieser Frage ist die Consorsbank in ihrer Frauen-Männer-Studie nachgegangen.

In den Kundendepots der Bank, die für diese Studie anonymisiert ausgewertet wurden, sind die Aktien von Deutsche Telekom und Daimler am häufigsten vertreten. Auch bei getrennter Betrachtung der von Frauen oder Männern gehaltenen Depots belegen diese beiden Werte die vorderen Plätze. Ab Rang 3 weichen die Geschlechter-Rankings jedoch – teils erheblich – voneinander ab.

Bei Männern sind Aktien von Banken und von Technologieunternehmen deutlich gefragter als bei Frauen. So sind die Papiere von Deutscher Bank, Commerzbank oder Apple bei ihnen besser platziert als bei den Frauen. Die größten Abweichungen gibt es bei Amazon.com (Platz 15 vs. Platz 20 bei den Frauen) und vor allem bei Wirecard (Platz 9 vs. Platz 18 bei den Frauen).

Bei den von Frauen gehaltenen Depots ist das Bild uneinheitlicher. Sie sind etwas stärker als die Männer in Werte wie BASF, Allianz, Siemens und Lufthansa investiert. Eine besondere Präferenz haben sie für die Aktien von Deutsche Post (Platz 10 vs. Platz 13 bei den Männern), Uniper (Platz 17 vs. Platz 21 bei den Männern) sowie insbesondere Osram Licht (Platz 11 vs. Platz 17 bei den Männern). Die beliebtesten Aktien der Frauen sind also nicht auf wenige Branchen konzentriert, sondern breiter über verschiedene Themen gestreut.

Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man die Top-Aktien der Consorsbank-Kunden nach angelegtem Volumen in Euro betrachtet. Typische Männeraktien sind hier wiederum Deutsche Bank, Commerzbank, Wirecard und Apple. Frauen haben dagegen Siemens, Berkshire Hathaway und Adidas in ihren Depots übergewichtet.

 

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Consorsbank, Bahnhofstraße 55, D­-90402 Nürnberg,Tel: +49 (0) 911/3 69 ­ 1709, Fax: +49 (0) 911/3 69 ­ 5131, www.consorsbank.de

BNY Mellon Investment Management hat mit dem BNY Mellon Absolute Return Global Convertible Fund einen globalen Wandelanleihenfonds aufgelegt, der darauf abzielt, Bewertungsanomalien auszunutzen, und zur Fondspalette der in Dublin domizilierten BNY Mellon Global Funds gehört.

 

Der Fonds wird von Insight Investment verwaltet, einem weltweit führenden Asset Manager mit einem verwalteten Vermögen von 714 Milliarden Pfund (rund 846 Milliarden Euro).1 Insight legt einen besonderen Schwerpunkt auf Risikomanagement-Strategien, aktive Engagements in festverzinsliche Wertpapiere sowie Multi-Asset- und Absolute-Return-Strategien.

Der Fonds strebt attraktive risikobereinigte Renditen an, indem er Bewertungsanomalien ausnutzt und ein Portfolio von ausgesuchten Wandelanleihen um dynamische Aktien-Hedges ergänzt. In der Titelauswahl verbindet das Management einen themenspezifischen Top-down-Ansatz, der Konjunkturzyklen und strukturelle Veränderungen berücksichtigt, mit einer detaillierten Sektor- und Unternehmensanalyse nach dem Bottom-up-Prinzip.

Der Fonds wird gemeinsam von Frank Campana und James Doolin verwaltet, beide Senior Portfoliomanager bei Insight. Campana kommentiert: „Mit unserem Ansatz möchten wir Preisdifferenzen nutzen, denen Wandelanleihen aufgrund von Aktiensensitivität und Volatilität ausgesetzt sein können. Diese Differenzen nutzen wir mit einem diversifizierten globalen Portfolio aus Long-Positionen in Wandelanleihen und dynamischen Hedges auf die Basisaktie. Der Markt für Wandelanleihen hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich entwickelt – mit einem beständigen Angebot und einem immer vielfältigeren Anlegerstamm. In Verbindung mit der möglichen Volatilität an der aktuellen Stelle im Konjunktur- und Kreditzyklus öffnen sich hier Chancen für die Strategie des Fonds.“

Thilo Wolf, Country Head Germany bei BNY Mellon Investment Management, ergänzt: „Diese OGAW-Strategie eröffnet Anlegern einen alternativen Zugang zu positiven Renditen begrenzt gleichzeitig Volatilität und Korrelation mit den großen Anlageklassen. Frank Campana und James Doolin haben einen hervorragenden Track Record über 20 Jahre.”

Der Fonds ist in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden, der Schweiz und Spanien zum Vertrieb zugelassen und steht Privatanlegern und professionellen Investoren offen.

 

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BNY Mellon IM, 160 Queen Victoria Street, London, EC4V 4LA, England, Tel: +44 20 3322 4806, www.bnymellon.com

Sauren Fondsmanager-Gipfel 2020

 

Der seit vielen Jahren etablierte Fondsmanager-Gipfel beim Fonds-Kongress in Mannheim fand auch in diesem Jahr wieder große Beachtung. Von Beginn an zog die im größten Vortragssaal des Fonds-Kongresses stattfindende Podiumsdiskussion die Zuhörer vor Ort sowie die zahlreichen Besucher des Live-Streams im Internet in ihren Bann. Die informative Podiumsdiskussion der vier hochkarätigen Fondsmanager Ariel Bezalel (Jupiter), Bruno Crastes (H2O), Olgerd Eichler (MainFirst) und Klaus Kaldemorgen (DWS) unter der Moderation von Dachfondsmanager Eckhard Sauren bot den Zuhörern interessante Einblicke und eine aktuelle Einschätzung der Experten zu den Anlagechancen im derzeitigen Marktumfeld.

Ariel Bezalel mit skeptischem Blick auf die Credit-Märkte

Ariel Bezalel eröffnete die Podiumsdiskussion mit einem Blick auf die Credit-Märkte, die aus Sicht des international erfolgreichen Rentenfondsmanagers nur noch wenig Attraktivität für Investoren aufweisen. Für die Zukunft erwartet der Anlageexperte ein Umfeld weiterhin niedriger Zinsen und positioniert sein Portfolio in US-Staatsanleihen sowie in ausgewählten Hochzinsanleihen mit kurzer Laufzeit. Insgesamt sieht Ariel Bezalel zahlreiche Risiken und positioniert sein Portfolio entsprechend vorsichtig. Der Hunger der Investoren nach Rendite sei zwar nach wie vor vorhanden, jedoch gibt es aus seiner Sicht zahlreiche Anzeichen für einen weit fortgeschrittenen Wirtschaftszyklus. Im Falle einer Rezession erfolge eine Neubewertung von Vermögenswerten. Insbesondere in einer solchen Phase stelle das Thema der Liquidität des Rentenmarktes aus Sicht von Ariel Bezalel ein potenzielles Risiko dar, dessen sich Anleger bewusst sein sollten.

Bruno Crastes sieht für das erste Halbjahr ein positives Marktumfeld für Investoren

Bruno Crastes von H2O lieferte mit seinen makroökonomischen Perspektiven interessante Einblicke in die Gedankenwelt seines erfolgreichen Absolute-Return-Ansatzes. Staatsanleihen hoher Bonität sind aus Sicht von Bruno Crastes eigentlich zu hoch bewertet. Anhand interessanter Zahlen zu den Marktvolumen zeigte er jedoch auf, dass die niedrigen Anleiherenditen in der strukturellen Nachfrage begründet sind, die das Angebot an Staatsanleihen aus den USA, Deutschland und Japan übersteigt. Als wesentliches Risiko für den Markt sieht Bruno Crastes einen Anstieg der Inflation, da dieser die Zentralbanken zu einer restriktiveren Politik zwingen und damit einen Zinsanstieg auslösen könnte. Für das Jahr 2020 zeigte sich Bruno Crastes insgesamt positiv gestimmt, wobei er insbesondere in der ersten Jahreshälfte eine positive Entwicklung risikobehafteter Anlagen und gegebenenfalls eine höhere Volatilität in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

Klaus Kaldemorgen hebt Bedeutung der Diversifikation hervor und ist positiv für Aktien gestimmt

Investment-Veteran Klaus Kaldemorgen stellte mit Bezug zu den Anleihemärkten heraus, dass sich mit negativen Renditen schwer Geld verdienen lässt. Insofern sieht er die Credit-Märkte derzeit ähnlich wie Ariel Bezalel als wenig attraktiv an. Die Ausnahme sind für Klaus Kaldemorgen dabei US-Staatsanleihen, die er aufgrund ihrer negativen Korrelation zu Aktien als Absicherung im Portfolio seines Multi-Asset-Fonds hält. Positiv gestimmt ist Klaus Kaldemorgen für die Entwicklung der Aktienmärkte. Während die Bewertung des Gesamtmarkts nicht zu hoch erscheint, bereitet ihm jedoch die hohe Bewertungsdiskrepanz zwischen einzelnen Titeln im Aktienmarkt Sorgen. Am Beispiel eines interessanten Vergleichs zwischen Tesla und VW stellte Klaus Kaldemorgen heraus, dass bei einzelnen Unternehmen bereits hohe Erwartungen hinsichtlich des zukünftigen Wachstums im Aktienkurs enthalten sind. Für Anleger ist insofern eine sinnvolle Diversifikation im Aktienbereich sowie des Gesamtportfolios von hoher Bedeutung.

Olgerd Eichler sieht Potenzial für europäische Aktien

Optimistisch für die Aktienmärkte äußerte sich auch Olgerd Eichler. Der erfolgreiche Fondsmanager für europäische Aktien sieht im anhaltenden Niedrigzinsumfeld auch weiterhin ein verstärktes Anlegerinteresse für Aktien und glaubt an einen weiteren Bewertungsanstieg. Auf den derzeitigen Bewertungsniveaus sieht Olgerd Eichler weiteres Potenzial für Kursanstiege bei Aktien insbesondere in Europa gegeben. Dabei stellte er die historisch hohe Bewertungsdiskrepanz von Wachstumswerten (Growth) gegenüber wertorientieren Titeln (Value) heraus. So sind Wachstumsaktien in Europa mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 29 nahezu doppelt so hoch bewertet wie Value-Titel, die ein KGV von 15 aufweisen. Vor diesem Hintergrund präferiert Olgerd Eichler mit einem Portfolioanteil von derzeit etwa 70% eher wertorientierte Titel und findet attraktive Anlageideen beispielsweise im Bereich Maschinenbau, Chemie oder bei Banken.

Insgesamt vergleichsweise positiver Ausblick – aber es gibt auch Risiken

Wenngleich die vier hochkarätigen Fondsmanager einen in der Summe eher positiven Ausblick bereithielten, wurden bei den Ausführungen auch mögliche Risiken diskutiert, denen sich Anleger gegenüber sehen. Dem aktuell am Markt diskutierten Thema des Coronavirus wurde von den Experten dabei durchaus eine unterschiedliche Bedeutung beigemessen. Klaus Kaldemorgen sieht die Auswirkungen als beherrschbar an und glaubt das Thema bestimmt nur kurzfristig für die nächste drei Monaten die Agenda der Marktteilnehmer. Dagegen führte Ariel Bezalel aus, dass aufgrund der gestiegenen Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft die Entwicklung rund um das Coronavirus ein Risiko für die Märkte darstellen kann. So habe China in den letzten zehn Jahren mehr zum globalen Wirtschaftswachstum beigetragen als die USA, Europa und Japan zusammen. Ein um 1% niedrigeres Wirtschaftswachstum in China führe zu einem um 0,4% niedrigeren Wachstum in Europa und habe somit auch direkte Konsequenzen für die heimischen Märkte.

Eckhard Sauren bedankte sich bei den vier Fondsmanagern für die lebhafte Diskussion und die Ausführungen. „Die Diskussion der Investmentexperten hat interessante Einblicke in die aktuelle Positionierung und die Märkte eröffnet. Sowohl Beratern als auch Anleger wurden wertvolle Informationen zu den Anlagemärkten geboten und insbesondere die Bedeutung der Diversifikation eines Portfolios verdeutlicht“, fasste Moderator Eckhard Sauren die viel beachtete Diskussion zusammen.

 

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