Scope hat den DWS Concept Kaldemorgen auf das höchste Rating „A“ hochgestuft.

 

Scope hat den DWS Concept Kaldemorgen auf das höchste Rating „A“ hochgestuft. In der Vergleichsgruppe „Absolute Return Multi Strategy High Risk“ zählt der Fonds damit nach Aussage der Ratingagentur zu den Spitzenprodukten. Der Grund für den Aufstieg in die höchste Rating-Kategorie war die deutlich bessere Wertentwicklung des Fonds gegenüber der Vergleichsgruppe, bei einem zugleich niedrigeren maximalen Verlust, heißt es in der Begründung von Scope.

Im vergangenen Jahr haben Anleger dem DWS Concept Kaldemorgen 3,7 Milliarden Euro neue Gelder anvertraut. Das verwaltete Fondsvermögen beträgt aktuell mehr als elf Milliarden Euro.

Scope hebt hervor, dass viele Absolute Return-Konzepte in der Summe nicht überzeugen konnten. Der DWS-Fonds zähle nach Ansicht der Ratingagentur zu den positiven Ausnahmen. „Der DWS Concept Kaldemorgen überzeugt durch eine Kombination aus Fondsmanagerveteran Kaldemorgen und seinem exzellenten Team sowie einem gut aufgestellten Risikomanagement, das den Managern erlaubt, an steigenden Märkten zu partizipieren, ohne dabei die Verlustrisiken aus dem Auge zu verlieren“, so Scope in der Mitteilung.

 

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Das Jahr 2020 wird zum “Point of no Return” in Sachen Nachhaltigkeit – zu diesem Schluss kommen die hauseigenen Analysten von Fidelity International in ihrer jährlichen Analystenumfrage.

 

Das Jahr 2020 wird zum “Point of no Return” in Sachen Nachhaltigkeit – zu diesem Schluss kommen die hauseigenen Analysten von Fidelity International in ihrer jährlichen Analystenumfrage. Laut dieser Erhebung entdecken Unternehmen weltweit zunehmend, dass sie nicht nur das Richtige tun, wenn sie Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren, kurz ESG, berücksichtigten, sondern auch, dass sich ein solches Verhalten wirtschaftlich lohnt.

Rund 90 Prozent der Analysten von Fidelity berichten, dass nahezu alle von ihnen beobachteten Unternehmen ESG-Themen mehr Beachtung schenkten. 2019 gaben dies nur 70 Prozent an. Ausgehend von einem deutlich stärkeren Bewusstsein für den Klimawandel und zunehmenden Unternehmensreformen ist die Veränderung in den meisten Branchen und allen Regionen spürbar. Dazu gehören auch Bereiche, in denen das Interesse an ESG-Themen zuvor zu stagnieren oder erlahmen schien.

Jedes Jahr befragt Fidelity seine Analysten weltweit zur Lage in den von ihnen beobachteten Unternehmen. Anders als viele makroökonomische Untersuchungen misst die Umfrage von Fidelity das Sentiment direkt an der Basis. Dazu werden rund 15.000 Gespräche mit Firmenentscheidern für ein Gesamtbild ausgewertet.

Insgesamt gibt es beim Thema Governance (Unternehmensführung) Verbesserungen, die auf die stärkere Einflussnahme der Investoren weltweit zurückzuführen sind. Weniger Fortschritte haben die Unternehmen jedoch in punkto Diversität in der Vorstandsebene und im Aufsichtsrat gemacht. So berichten die meisten Analysten, dass die Vielfalt in den Führungsgremien ihrer Unternehmen im unteren bis mittleren Bereich liege. Gegenüber dem Vorjahr habe sich in dieser Hinsicht kaum etwas bewegt.

ESG im Aufwind in China … und den USA

In Europa gewinnen Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen schon seit geraumer Zeit weiter an Bedeutung. Einen festen Platz auf der Tagesordnung der Unternehmen haben sie inzwischen aber auch in anderen Regionen wie Asien und dort besonders in China: 80 Prozent der Analysten in China berichten in diesem Jahr über mehr Aufmerksamkeit für ESG-Fragen in einigen bzw. allen ihren Unternehmen. Das ist ein enormer Anstieg gegenüber 63 Prozent in der Umfrage vom letzten Jahr und 33 Prozent im Jahr 2018.

Etwas mehr als 90 Prozent der Analysten, die Kanada und die USA abdecken, geben an, dass ESG-Themen bei einigen oder allen ihren Unternehmen inzwischen einen größeren Stellenwert genießen. 2019 sagten dies lediglich 57 Prozent.

Jenn-Hui Tan, Leiter des Bereichs Verwaltung und Nachhaltigkeit bei Fidelity International, kommentiert: „Das steigende Interesse chinesischer Firmen an Nachhaltigkeitsthemen lässt hoffen. Aus unserer Sicht ist es auf mehrere Faktoren zurückzuführen. So hat sich die Regierung das Thema bessere Unternehmensführung auf die Fahnen geschrieben. Chinesische Firmen wiederum wollen in regenerative Energien investieren, bevor die staatlichen Subventionen gekürzt werden, und Anleger fordern mehr Transparenz in den Lieferketten. Darüber hinaus denken immer mehr Unternehmen im Reich der Mitte über höhere Dividenden für ihre Aktionäre und einen intensiveren Dialog mit ihren Investoren nach, um zusätzliches Kapital anzuziehen.

In den USA hat Washington zwar die Umweltauflagen deutlich gelockert. Dennoch wächst das Interesse an ESG-Themen. Nachhaltigkeit ist wieder auf dem Vormarsch, nachdem sie 2019 in den Hintergrund zu rücken schien. Dafür hat ausgerechnet die amerikanische Lobbyorganisation Business Roundtable mit ihrer Neudefinition des Unternehmenszwecks gesorgt.“

Stimmungsbarometer weltweit immer noch im Positivbereich – aber nur hauchdünn

Die Analysten hatten für 2019 das Ende des synchronen Wachstums und das Ausbleiben einer Rezession richtig vorhergesagt. In ihrer Prognose für dieses Jahr gehen sie von einem nur leicht verbesserten Geschäftsumfeld aus. Zu einer Rezession dürfte es auch in diesem Jahr nicht kommen. Damit sei frühestens im nächsten Jahr zu rechnen. Dafür sollen niedrige Zinsen, der sich erholende Welthandel und der nach wie vor starke Konsum sorgen. Nur 36 Prozent der Analysten gaben an, dass sich ihre Unternehmen auf das Ende des Zyklus vorbereiten. 2019 waren es noch 49 Prozent. Stattdessen wird von einem insgesamt ruhigeren Jahr für die Unternehmen ausgegangen, auch wenn die geopolitischen Risiken anhalten sollten und die Folgen des Coronavirus noch unklar sind.

Fiona O’Neill, stellvertretende Leiterin des Aktien-Researchs bei Fidelity International, kommentiert: „Seit Anfang 2019 haben die Rezessionsängste deutlich nachgelassen. Das gilt vor allem für China, wo lediglich 27 Prozent unserer Analysten angeben, dass sich ihre Unternehmen auf das Ende des Zyklus vorbereiten – ein deutlicher Rückgang nach 70 Prozent im letzten Jahr. Tatsächlich deuten die Umfrageergebnisse zu den Investitionsplänen und die trotz bereits niedriger Arbeitslosigkeit überraschend gestiegenen Einstellungsabsichten in allen Branchen und Regionen darauf hin, dass viele Unternehmen eine Verlängerung des Zyklus für möglich halten.

Die derzeit große Unbekannte ist das Coronavirus: Zu Dauer oder Ausmaß der Epidemie sind kaum verlässliche Prognosen möglich. Momentan sehen wir sie noch als kurzzeitigen Störfaktor für Chinas Wirtschaft. Sollte es aber bis zum zweiten Quartal nicht gelingen, die Ausbreitung des Virus wirksam zu stoppen, könnte eine Prognosekorrektur nach unten für die Weltwirtschaft unvermeidlich sein.“

Über die Analystenumfrage

Die jährliche Analystenumfrage von Fidelity International deckt sämtliche Regionen und Branchen ab. Ihr Ziel ist es, Veränderungen in den Unternehmen frühzeitig zu erkennen und neue Trends sowie Anlagechancen zu identifizieren. Die Umfrage basiert auf tiefen Einblicken der Analysten von Fidelity in die von ihnen beobachteten Branchen, ergänzt durch Informationen aus einer Vielzahl von Gesprächen mit Unternehmensentscheidern. Im Schnitt nehmen die Analysten von Fidelity pro Jahr an 15.000 Meetings mit Unternehmensvertretern teil. In den Ergebnissen dieser Umfrage spiegeln sich daher die Einschätzungen und Meinungen Tausender Vorstandsvertreter und leitender Mitarbeiter aus allen Teilen der Welt wider. Fidelity International hat im Dezember 2019 für diese Umfrage 152 seiner Analysten befragt.

 

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Der Aufsichtsrat der HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH hat mit Andreas Hausladen einen weiteren Geschäftsführer bestellt.

 

Herr Hausladen übernimmt mit Wirkung zum 1. April 2020 die Verantwortung für das Financial-Assets-Geschäft der Service-KVG.

Der 52-jährige Andreas Hausladen verfügt über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung im Kapitalmarkt sowie im Wertpapier- und Fondsgeschäft. Bereits seit 2018 zeichnete er für die Bereiche Sales, Relationship Management und Business Development Financial-Assets der HANSAINVEST verantwortlich und war auch schon zuvor langjährig in ähnlicher Funktion im Service-KVG-Geschäft tätig.

Die Geschäftsführung der HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH besteht nach der Ernennung von Herrn Hausladen fortan aus vier Personen: Dr. Jörg W. Stotz, Sprecher der Geschäftsführung und verantwortlich für die zentralen Einheiten des Unternehmens, Ludger Wibbeke als Geschäftsführer Service-KVG Real Assets, Andreas Hausladen als Geschäftsführer Service-KVG Financial Assets sowie Nicholas Brinckmann, Geschäftsführer Portfolio Management Immobilien / Infrastruktur der Kapitalanlagen SIGNAL IDUNA.

Martin Berger, Vorsitzender des Aufsichtsrats der HANSAINVEST: „Andreas Hausladen ist ein ausgewiesener Fachmann mit langjähriger Expertise, der die speziellen Anforderungen des Marktes genau kennt. Gerade vor dem Hintergrund des kontinuierlich starken Wachstums im Bereich Financial Assets ist diese Personalie für uns von besonderer Bedeutung. Wir freuen uns sehr, den erfolgreich eingeschlagenen Weg fortan mit Herrn Hausladen als Geschäftsführer fortsetzen zu können.“

Andreas Hausladen: „Ich freue mich sehr, die erfolgreiche Entwicklung der HANSAINVEST zukünftig als Geschäftsführer für den Bereich Financial Assets mitgestalten zu dürfen. Dabei werden unsere Kunden und ihre Bedürfnisse unverändert im Mittelpunkt sämtlicher Aktivitäten stehen. Auf Basis meiner langjährigen Erfahrungen möchte ich meinen Teil dazu beitragen, das Geschäftsmodell der HANSAINVEST weiterhin nachhaltig auszubauen.“

 

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Marktkommentar von Frank Häusler, Chief Strategist bei Vontobel Asset Management

 

Die Kürzung eines mittelfristigen Zinssatzes für Interbanken-Kreditgeschäfte durch die chinesische Zentralbank ließ die Aktienmärkte am Montag zunächst aufjubeln, bis sie sich am Dienstag von einer durch den Coronavirus bedingten Umsatzwarnung vom Großkonzern Apple wieder verschrecken ließen. Der Entscheid der chinesischen Zentralbank wird als Teil verschiedener Stimulus-Maßnahmen angesehen, die der Wirtschaft über die Folgen der Epidemie hinweghelfen sollen. Doch auch für die europäischen und amerikanischen Märkte sind die geldpolitischen Maßnahmen der chinesischen Zentralbank willkommene Neuigkeiten, wenn auch in geringerem Ausmaß, da sie den Coronavirus bereits vorher als geringfügige Unannehmlichkeit abgetan hatten. Solange die Anzahl der Infektionen außerhalb Chinas nicht merklich ansteigt, wird sich an dieser beinahe stoischen Abgeklärtheit auch nicht viel ändern. Somit zeigt sich die Korrektur an den Aktienmärkten seit Ausbruch des Virus, auch trotz der Gewinnwarnung von Apple, moderat. Während der Hang Seng Index sichtlich unter dem Coronavirus leidet und sich im negativem Territorium bewegt, stehen der SMI und der MSCI World mit ca. 5 und 3% im Plus. Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Verwundbarkeit der Märkte bei Negativnachrichten hoch bleibt, zumal mit weiterer Volatilität aufgrund des Virus zu rechnen ist.

Liquiditätsspritzen werden zwar von den Märkten gern gesehen, inwiefern sie jedoch der Realwirtschaft und den bereits stark belasteten globalen Lieferketten helfen werden, ist ungewiss. Seit letzter Woche öffnen chinesische Fabriken zwar langsam wieder ihre Tore. Doch eine Rückkehr zur normalen Kapazitätsauslastung ist nicht vor März zu erwarten. In diesem Zusammenhang ist auch die Warnung von Apple vom Montag zu verstehen. Unter der Annahme, dass China mit 6% pro Jahr wächst, kostet eine Woche wirtschaftlicher Stillstand rund 0,15% Wachstum. Auf Europa hätte Chinas Wachstumseinbruch ab 1% Wachstumsverlust einen merklichen Einfluss, denn dann müsste die europäische Wirtschaft mit Einbußen von 0,1 bis 0,2% rechnen. Japan trifft es deutlich härter, denn das erwartete Wachstum dürfte sich von 0,5% auf -0,1% reduzieren. Die BIP-Zahlen vom Montag zeigen, dass schon das vierte, virusfreie, Quartal schwächer ausfiehl, als erwartet war.

Trotz enttäuschender Sentiment-Zahlen für Deutschland, zeigen sich die europäischen und amerikanischen Wachstumsperspektiven aufgrund positiver Arbeitsmarkt- und Einkaufsmanagerindexzahlen zunächst unbeeindruckt. Auch andere globale Stimmungsindikatoren haben sich noch nicht eingetrübt. Bisher gibt es also keinen Grund dafür, nicht mit einer globalen Wachstumsstabilisierung in diesem Jahr zu rechnen. Allerdings dürfte sie sich erst im zweiten, anstatt bereits im ersten Quartal, zeigen. Sollte der Virus jedoch international stärker um sich greifen, werden die Karten neu gemischt.

 

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Unsere Zeit hat viele Herausforderungen. Wie können wir die weltweit wichtigsten Probleme lösen?

 

Gibt es Alternativen zu Klimaveränderung, Umweltverschmutzung, Hungersnot, Trinkwasser-Knappheit, Energiegewinnung, neue Antriebstechniken, freien Bildungszugang uvm.?

Ja, denn für viele große Probleme und Herausforderungen unserer Welt gibt es Ideen und teilweise auch bereits erprobte Alternativen. Viele sind jedoch öffentlich noch nicht oder kaum bekannt. Wie immer brauchen Ideen neben Erfindergeist und Enthusiasmus auch finanzielle Unterstützung.

Warum nicht investieren in gute Ideen? Damit helfen, dass diese eine öffentliche Verbreitung bekommen!

Genau darum dreht sich das erste  “OnlyOneFuture Symposium 2020” 

Hier präsentieren wir Ihnen außergewöhnliche und erfolgreiche Ideen/Umsetzungen und entsprechende Investionsmöglichkeiten. Auch mit welchen Investmentfonds zu diesen Themen sehr gute Renditen erzielt werden.

Ein Tag der inspirierend, interessant und hoch informativ sein wird!   Wir freuen uns Sie dazu begrüßen zu dürfen!

  1. März 2020 I Flughafen München  I  Tagungszentrum Municon  I  10:00 Uhr – 17:30 Uhr

Anmeldung, Video, Agenda unter www.onlyonefuture.de

 

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Analyse der HV- Abstimmungen von AllianzGI zeigt drei kontroverse Themenbereiche

 

Allianz Global Investors (AllianzGI) hat im vergangenen Jahr weltweit auf 9.532 (2018: 8.535) Hauptversammlungen (HV)  über fast 100.000 Aktionärs- und Managementvorschläge abgestimmt. In  77% (2018: 75%) der HV stimmte AllianzGI gegen mindestens einen Tagesordnungspunkt oder enthielt sich der Stimme. Wie im Vorjahr wurde weltweit knapp ein Viertel aller Vorschläge abgelehnt (jeweils 24%).

Leistungsbezogene Vergütungssysteme, ausreichend unabhängige Gremien und eine überzeugende Kapitalverwendung erwiesen sich auch 2019 als konfliktträchtige HV-Themen. AllianzGI lehnte im vergangenen Jahr weltweit 48% (2018: 52%) aller vergütungsbezogenen Vorschläge ab. In Deutschland wurden 35% der entsprechenden Vorschläge nicht angenommen. International liegt Deutschland damit im Mittelfeld: In Japan wurden 93% der Vorschläge abgelehnt, während es in Großbritannien lediglich 20% der Fälle waren. AllianzGI senkte vor allem dann dem Daumen, wenn Managementvergütungen unzureichend mit Leistungskennzahlen verknüpft waren oder wenn Anreizsysteme nicht im Einklang mit den wichtigsten Geschäftstreibern standen.

Nominierungen für Aufsichtsratsposten wurden überwiegend abgelehnt, wenn Zweifel an der Unabhängigkeit der Kandidaten bestanden. Auch Mandatshäufungen („Overboarding“) wurden regelmäßig kritisch hinterfragt und führten in einigen Regionen zu verstärkten Ablehnungen. In Italien wurden 57% der Nominierten abgelehnt, während der Anteil in Großbritannien lediglich bei 6% lag. In Deutschland wurde 2019 fast jeder fünfte Nominierte (18%) abgelehnt.

Entscheidend für die Unterstützung umfangreicher Kapitalgenehmigungen war eine transparente Information der Geschäftsführung über deren Verwendung. Ohne Vertrauen in konkrete Zukunftspläne eines Unternehmens lehnte AllianzGI im vergangenen Jahr Anträge zu signifikanten Kapitalerhöhungen ab. Gleiches galt für stark kapitalverwässernde Aktienemissionen oder umfangreiche Aktien-Rückkaufprogramme. Mit 36% an Ablehnungen lag Deutschland hier 2019 im oberen Mittelfeld.

Aktionäre fordern und fördern Umweltmaßnahmen

Aktiv unterstützt hat AllianzGI 2019 Aktionärsvorschläge, die zu einer gesunden Interaktion zwischen den Unternehmen und ihren Anteilseignern beitragen. „Die Anträge der Aktionäre spiegeln die Interessen oder Sorgen der Eigentümer wider und verdienen eine sorgfältige Prüfung durch die Vorstände und das Management der Unternehmen“, sagt Jörg de Vries-Hippen, CIO Equity Europe. „Wir sind daher grundsätzlich für Aktionärsvorschläge aufgeschlossen und sehen das als wichtigen Teil unserer aktiven Stewardship-Verantwortung.“

2019 standen häufig umwelt- und klimabezogene Aktionärsanträge auf der Agenda, vor allem in den USA. Dort unterstützte AllianzGI 100% aller diesbezüglichen Anträge, wie etwa eingeforderte Berichte zu umweltbezogenen Unternehmensstrategien und Maßnahmen, Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen oder Analysen mit Blick auf die Unterstützung des 2-Grad-Ziels. Überwiegend Zustimmung fanden international auch Vorschläge, die auf eine Verbesserung der Corporate Governance-Praktiken der Unternehmen oder eine Stärkung der Aktionärsrechte abzielten. Dazu gehören beispielweise Vorschläge zur Ernennung eines unabhängigen Aufsichtsratsvorsitzenden, die Einführung von Mehrheitsentscheidungen bei Aufsichtsratswahlen, die Abschaffung unterschiedlicher Eigentümerrechte sowie die Senkung der Eigentumsschwellen für die Einberufung einer Sonderversammlung durch die Aktionäre.

Antje Stobbe, Senior ESG-Analystin, betont die Bedeutung des Dialogs mit Unternehmen für AllianzGI. „Wir nehmen unsere treuhänderische Verantwortung sehr ernst, und dies nicht nur während der Hauptversammlungssaison. Vielmehr suchen wir auch unterjährig den kritisch-konstruktiven Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, um sie über unsere Ansichten und Erwartungen zu informieren und – wo nötig – Verbesserungen anzustoßen.“

 

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Allianz Global Investors GmbH, Bockenheimer Landstraße 42-44, 60323 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 24431-4141,Fax: +49 (0) 69 24431-4186, www.allianzgi.de

Aktienfonds und ETFs weitgehend unbekannt

 

Erst seit wenigen Jahren stehen in Deutschland digitale Vermögensverwaltungen zur Verfügung. Daher ist es als Erfolg anzusehen, dass rund 26 Prozent der Deutschen es als „wahrscheinlich“ oder „sehr wahrscheinlich“ ansehen, diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. „Das zeigt, dass eine digitale Variante einer klassischen Vermögensverwaltung angenommen wird; die Kombination aus technologischer Unterstützung und Marktexpertise ist der richtige Weg“, sagt Thomas Völker, Vorstand der Moneyfarm Deutschland AG. Vor allem in der Altersgruppe der 30-49-Jährigen und bei Personen mit hohem Einkommen ist die Bereitschaft, einen digitalen Vermögensverwalter zu wählen, noch einmal deutlich höher, so eine gemeinsame Studie von Moneyfarm und Nielsen.

Allerdings besteht noch viel Luft für weiteres Wachstum, denn ein Großteil der Bevölkerung nimmt gar keine Hilfe bei der Geldanlage in Anspruch. Insgesamt geben 63 Prozent der Befragten an, dass sie selber über ihr Geld entscheiden wollen. Nur 21 Prozent treffen die Entscheidung mit Hilfe eines Experten, zum Beispiel eines digitalen Vermögensverwalters.

Ein Grund der noch geringen Bereitschaft, einen Vermögensverwalter zu wählen, könnte in dem immer noch relativ geringen Wissen über mögliche Anlageprodukte liegen. Nur rund die Hälfte der Befragten kennt Aktienfonds oder ETFs, wogegen Sparbuch und Festgeld einen Bekanntheitsgrad von bis zu 85 Prozent haben. „Hier ist die ganze Branche gefordert, Anlegern die Vorteile einer Kapitalanlage vor Augen zu führen“, so Thomas Völker. Zudem geben 19 Prozent der befragten Personen unter 60 Jahren an, dass sie die Kosten einer Vermögensverwaltung für zu hoch halten. „Dies bietet eine große Chance für digitale Vermögensverwaltungen“, analysiert Thomas Völker: Die Kosten für Robo-Advisor sind in den vergangenen Jahren stark gesunken und liegen in den meisten Fällen unter 1,5 Prozent. „Es scheint eine große Gruppe an kostensensiblen potentiellen Nutzern einer Vermögensverwaltung zu geben. Das bietet die Chance für digitale Anbieter, ihren Marktanteil noch einmal signifikant erhöhen“, stellt Völker klar.

 

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MFM Investment GmbH, Mainzer Landstraße 250-254, 60326 Frankfurt am Main, Tel: 069 3807 6632, www.moneyfarm.de

NN IP Analyse zu Rendite und Volatilität grüner Anleiheindizes belegt, dass Impact nicht zu Lasten der Erträge gehen muss

 

NN Investment Partners (NN IP) hat untersucht, wie sich grüne Indizes im Vergleich zu Indizes für herkömmliche Euro-Staats- und Unternehmensanleihen entwickelt haben. Die Analyse hat ausschließlich die vergangenen vier Jahre berücksichtigt, da der Markt für grüne Anleihen vor 2016 noch zu unreif war, um einen Vergleich anzustellen. Die Renditen und Volatilität von grünen Anleihen, insbesondere Unternehmensanleihen, machen die Anlageklasse in Portfolios zu einem echten Ersatz für herkömmliche Anleihen.

Der Analyse von NN IP lagen zunächst der Bloomberg Barclays MSCI Euro Green Bond Index und der Bloomberg Barclays MSCI Euro Aggregate Index zugrunde. Im Jahr 2019 lag die Rendite grüner Anleihen bei 7,4%, herkömmliche Anleihen erzielten 6,0%. In drei der vier Jahre schnitten grüne Euro-Anleihen um durchschnittlich 0,7% pro Jahr besser ab. Gleichzeitig war auch die Volatilität des grünen Anleiheindex in drei dieser Jahre höher.

Die Duration des Bloomberg Barclays MSCI Euro Green Bond Index stieg Anfang 2017 deutlich an. Damals hatte die Aufnahme der ersten grünen Staatsanleihe Frankreichs in den Index einen großen Einfluss. Das hohe Emissionsvolumen von 7 Milliarden Euro in Kombination mit der langen Laufzeit der Anleihen von 22 Jahren hat sich auf die Duration des Index ausgewirkt. Diese höhere Duration bedeutet, dass grüne Anleihen empfindlicher auf Zinsveränderungen reagieren. Da die Zinsen im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen sind, hat der Bloomberg Barclays MSCI Euro Green Bond Index im Jahr 2019 besser abgeschnitten als der Bloomberg Barclays Euro Aggregate Index.

Grüne Unternehmensanleihen: vergleichbare Duration, bessere Wertentwicklung

Im nächsten Schritt hat NN IP den Bloomberg Barclays MSCI Euro Green Bond Index: Corporate mit dem Bloomberg Barclays MSCI Euro Aggregate Corporate Index verglichen. Der gesamte grüne Anleihenmarkt ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen, Unternehmensanleihen haben allerdings besonders stark zugelegt. Das spiegelt sich auch in der Breite des Marktes wider, die Zahl der vertretenen Branchen hat deutlich zugenommen.

Im Jahr 2019 haben grüne Unternehmensanleihen eine Rendite von 6,4% erzielt, herkömmliche Unternehmensanleihen 6,2%. Grüne Unternehmensanleihen erzielten in drei der vier Jahre (2016, 2018, 2019) eine bessere Wertentwicklung, ihre Volatilität war in allen vier Jahren ebenfalls höher. Allerdings hat sich die Volatilität beider Anleihetypen von Jahr zu Jahr zunehmend angenähert. NN IP hat die tägliche Volatilität der beiden Unternehmensanleiheindizes über die vergangenen vier Jahre verglichen (Abbildung). Die blaue Linie verdeutlicht, dass die Differenz kontinuierlich abgenommen hat. Der Grund für diese Konvergenz ist nach Ansicht von NN IP das Wachstum und die zunehmende Diversifizierung des Marktes für grüne Unternehmensanleihen (in der Abbildung auf der rechten Achse invers dargestellt). Die Duration der beiden Indizes ist fast gleich. Das schrumpfende Volatilitätsgefälle bedeutet, dass die Hürden, in einem Portfolio traditionelle Unternehmensanleihen durch grüne Unternehmensanleihen zu ersetzen, niedriger geworden sind. Die Argumente sprechen für grüne Unternehmensanleihen – nicht nur als Mittel, um Impact zu erzielen, sondern auch aus finanzieller und Risiko-Ertrags-Sicht.

Tägliche Volatilitätsdifferenz zwischen herkömmlichen und grünen Unternehmensanleihen

Bram Bos, leitender Portfoliomanager für grüne Anleihen bei NN IP: „Die Ergebnisse unserer Analyse untermauen unsere Überzeugung, dass Anleger bei einer Investition in grüne Anleihen keine Kompromisse bei der Wertentwicklung eingehen zu müssen. Grüne Anleihen werden in der Regel von innovativen, zukunftsorientierten Emittenten ausgegeben, die mit ihren Aktivitäten auf die Dringlichkeit des Klimawandels reagieren. Infolgedessen sind diese Unternehmen geringeren Klima- und ESG-Risiken ausgesetzt und ihre Aktivitäten sind transparenter. Die konsistente Outperformance der grünen gegenüber den herkömmlichen Anleiheindizes unterstreicht dies und ist auch in einem breiteren Kontext ein überzeugendes Argument für grüne Anleihen. Dabei ist bei grünen Anleihen ein aktives Management notwendig, vor allem um hellgrüne Anleihen zu meiden.“

Die grünen Anleihestrategien von NN IP wendet einen strengen Auswahlprozess an, um „hellgrüne“ Anleihen zu vermeiden. Dadurch wird sichergestellt, dass nur Anleihen ausgewählt werden, die Projekte finanzieren, die einen messbar positiven Umweltbeitrag leisten, und dass sie von Unternehmen emittiert werden, die wirklich es ernst damit meinen, zentrale Nachhaltigkeitsfragen anzugehen. Im Zuge dieses Analyseprozesses schließt NN IP rund 15% der weltweit ausstehenden grünen Anleihen aus und stellt so sicher, dass das eigene Portfolio wirklich dunkelgrün ist.

Bram Bos: „Sobald wir unser Universum definiert haben, können wir selektiv vorgehen. Wir betrachten die einzelnen Anlagekandidaten aus einer fundamentalen Perspektive und wählen nur die aus, von denen wir überzeugt sind. Das ermöglicht es uns, stärker diversifizierte und weniger konzentrierte Portfolios zu konstruieren und auf die Anleihen mit dem besten Risiko-Rendite-Profil zu setzen.“

 

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Im letzten Jahr noch zweiplatziert erorbert Fidelity International beim diesjährigen “Capital Fonds-Kompass” mit 79 von 100 möglichen Punkten die Spitze bei den Universalisten.

 

Bei den Spezial-Anbietern setzt sich Flossbach von Storch mit 85 Punkten eindrucksvoll an die Spitze und erzielt damit auch das beste Ergebnis aller analysierten Anbieter. Dies ist das Ergebnis des Rankings der 100 wichtigsten Fondsgesellschaften, das das Wirtschaftsmagazin ‘Capital’ (Ausgabe 3/2020) seit dem Jahr 2003 jährlich zusammen mit dem Fondsanalysehaus Scope Analysis und den Service-Experten von Tetralog Systems durchführt. Für den “Capital Fonds-Kompass” prüfen die Experten die Fondsanbieter in den Kategorien Fondsqualität, Management und Kundenservice. Bei den großen Anbietern wird zusätzlich die Produktpalette bewertet. Wie in jedem Jahr erhalten nur zehn der 100 getesteten Anbieter die Bestnote von fünf Sternen.

Mit dem Sprung an die Spitze der großen Gesellschaften setzt sich Fidelity International knapp vor der auf Platz zwei verbesserten Union Investment (78,8 Punkten). Vorjahressieger Kepler Fonds findet sich dieses Jahr mit 78,1 Punkten auf Rang drei. Die Höchstnote von fünf Sternen als “Top-Fondsgesellschaft” unter den Universalisten erhielten neben den drei zuvor genannten noch Deka (77,2 Punkte) und die DWS (75,4 Punkte). Mit dem besten Punktergebnis aller 100 geprüften Fondsgesellschaften (85 Punkte) führt Flossbach von Storch die Liste der Spezialisten an. Comgest (80,1 Punkte) und Lupus Alpha (78,4 Punkte) folgen mit einer Fünf-Sterne-Wertung auf Platz zwei und drei. Degroof Petercam und MEAG belegen mit fünf Sternen die Plätze vier und fünf.

Während Scope Analysis die Fondsqualität, Produktpalette und das Management analysierte und bewertete, untersuchte Tetralog Systems den Kundenservice und das Internet-Angebot. Die Analyse, die insgesamt 4.776 Einzelfonds in 24 Kategorien umfasste, führt ‘Capital’ bereits zum 18. Mal durch und zwar in zwei Kategorien: Universalisten (Anbieter mit mindestens 33 hierzulande vertriebenen Fonds) und Spezialisten mit einem kleineren Fondsangebot. Danach zählten 50 Anbieter zu den Universalisten und 50 Anbieter zu den Spezialisten.

Die Fünf-Sterne-Gesellschaften bieten für viele Anlageklassen Fonds mit langfristig überdurchschnittlicher Wertentwicklung und einem erfahrenen Management. Die Fondsqualität als wichtigstes Kriterium im Test fließt bei den Universalisten mit 50 Prozent in die Gesamtwertung ein, bei den Spezialisten mit 55 Prozent. Scope Analysis nahm hierfür die Wertentwicklung aller in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Produkte über ein, drei und fünf Jahre unter die Lupe. Die Produktpalette geht bei den großen Gesellschaften mit fünf Prozent in die Gesamtwertung ein, das Management mit 20 Prozent. Beim Kundenservice, der zu 25 Prozent in die Gesamtnote einfließt, testet Tetralog Systems das Informationsangebot auf den Internet-Seiten, die Schnelligkeit und Qualität der Reaktion auf Kundenanfragen per Mail oder Telefon sowie die Aktivitäten der Anbieter in sozialen Netzwerken.

 

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Capital Redaktion, G+J Business Channel GmbH, Eupener Straße 70, ­50933 Köln, Tel.: 0221/4908 00, Fax: 0221/5342 563, www.capital.de

Die Zahl der Kritiker an der Niedrigzinspolitik erreicht ein neues Rekordniveau.

 

2019 hielten 53 Prozent der Bundesbürger diese Politik für falsch, 2020 sind es sogar 61 Prozent. Klima- und Umweltschutz bei der Geldanlage sind für 44 Prozent der Deutschen die wichtigste Facette von Nachhaltigkeit. Bisher investieren jedoch nur 6 Prozent der Anleger in nachhaltige Fonds. Die Sicherheit der Geldanlage ist der wichtigste Faktor bei der Auswahl der Anlageform, dicht gefolgt von dem Wunsch nach Flexibilität.

Das sind einige Ergebnisse einer repräsentativen Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, die die Gothaer Asset Management AG (GoAM) von der forsa Politik- und Sozialforschung im Januar 2020 bereits zum elften Mal durchführen ließ.

Verschärfte Kritik an Niedrigzinspolitik

Das aktuelle Meinungsbild zur anhaltenden Niedrig- beziehungsweise Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank ist deutlich negativer als im Vorjahr: Nur noch 29 Prozent der Befragten halten die Leitzinspolitik der EZB für richtig. Eine deutliche Mehrheit mit 61 Prozent, der höchste bisher gemessene Wert seit 2016, hält sie dagegen für nicht richtig. Die schärfsten Kritiker befinden sich in der Altersgruppe der über 60-Jährigen. Dort halten 66 Prozent die Niedrigzinspolitik für falsch. Eine starke Meinungsänderung ist zudem in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen zu verzeichnen. Waren 2019 noch 47 Prozent von der Niedrigzinspolitik überzeugt, sank die Zustimmung 2020 um 17 Prozentpunkte auf 30 Prozent.

„In Zeiten von Negativzinsen ist es nicht verwunderlich, dass die Zinspolitik der EZB immer stärker an Rückhalt in der Bevölkerung verliert. Schließlich treffen die Folgen vor allem auch die Kleinanleger, die um ihre Altersvorsorge bangen,“ erklärt Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer Asset Management AG.

Umwelt- und Klimaschutz als wichtigste Facetten von Nachhaltigkeit

Das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz ist bei den Bundesbürgern ausgeprägt. Auf die Frage, welche Facette von Nachhaltigkeit – Umwelt- und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit oder verantwortungsvolle Unternehmensführung – ihnen am wichtigsten sei, nannten 44 Prozent der Befragten den Umwelt- und Klimaschutz an. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 68 Prozent, gefolgt von den 45- bis 59-Jährigen, wo 42 Prozent dieser Aspekt am wichtigsten ist.

53 Prozent der Befragten sind sogar bereit, in eine nachhaltige Geldanlage zu investieren, auch wenn sie gleichzeitig eine geringere Rendite erhalten würden. Besonders ausgeprägt ist diese Einstellung bei den 18- bis 29-Jährigen (60 Prozent). Derzeit investieren jedoch erst 6 Prozent der deutschen Bürger in nachhaltige Fonds.

Sichere Anlageformen im Fokus

Das wichtigste Anliegen der Befragten bei der Geldanlage ist weiterhin die Sicherheit mit 52 Prozent. Dennoch ist dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozentpunkte (2019: 57 Prozent) gesunken. Flexibilität in der Anlage spielt für 31 Prozent die wichtigste Rolle (2019: 29 Prozent). Eine hohe Rendite hat nach wie vor nur für eine kleine Minderheit von 10 Prozent die größte Bedeutung (2019: 9 Prozent).

Wie legen die Deutschen ihr Geld an? An erster Stelle liegt nach wie vor das Sparbuch mit aktuell 48 Prozent. Aber auch Lebensversicherungen erfreuen sich mit 30 Prozent (2019: 29 Prozent) großer Beliebtheit, Fonds bleiben mit 24 Prozent (2019: 26 Prozent) relativ konstant. Ein deutlicher Rückgang ist bei der Anlage in Immobilien zu verzeichnen: 2019 betrachteten 36 Prozent der Befragten Immobilien als bevorzugte Anlageform, 2020 sind es nur noch 32 Prozent.

Fonds mit steigender Nachfrage

Die Bundesbürger, die in Fonds investieren, setzen weiterhin vor allem auf Aktien- und Mischfonds mit 42 Prozent und 40 Prozent. Einen starken Rückgang verzeichnen hingegen offene Immobilienfonds: Waren es 2019 noch 15 Prozent, sank die Nachfrage der Anleger 2020 um 5 Prozentpunkte auf 10 Prozent. In Nachhaltigkeitsfonds investieren bisher 6 Prozent der Deutschen, diese Fondskategorie steht damit noch am Anfang.

Auffällig ist dabei, dass die 18- bis 29-Jährigen am ehesten in nachhaltige Fonds investieren würden (60 Prozent), sie ihre Ersparnisse aber größtenteils noch in Sparbüchern angelegt haben (60 Prozent).

Dazu Christof Kessler: „Diese Ergebnisse zeigen die Auswirkungen der politischen Diskussion zum Thema Klimaschutz und Klimawandel. Die große Bedeutung dieses Themas für die jüngere Generation spiegelt sich auch in der hohen Bereitschaft wider, in nachhaltige Fonds zu investieren. Allerdings haben Jüngere, wie die 18- bis 29-Jährigen, in ihrer Lebensphase häufig noch nicht die Mittel, um dies auch zu realisieren. Dennoch lässt sich anhand dieser Ergebnisse ein Zukunfts-Trend erkennen.“

Fonds und Aktien lassen höhere Renditen erwarten

Nach Anlageformen mit höherer Renditeerwartung gefragt, nennen 29 Prozent der Befragten an erster Stelle die Aktien. Das sind drei Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Immobilien werden deutlich weniger oft genannt als im Vorjahr mit einem Minus von 4 Prozentpunkten gesunken auf 27 Prozent. Fonds sehen konstant 16 Prozent der Befragten als lukrativ an (2019: 15 Prozent). 33 Prozent der Befragten konnten keine Alternative benennen (2019: 34 Prozent).

Mehr Sorgen und Ängste

Lag die Angst vor einer Inflation 2019 noch bei 58 Prozent, ist diese 2020 um 4 Prozentpunkte auf 62 Prozent gestiegen. 47 Prozent der Befragten befürchten nach wie vor, dass die getätigten Geldanlagen nicht ausreichen werden, um den aktuellen Lebensstandard zu halten. Die Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone ist – vermutlich durch den Brexit – von 24 Prozent im Jahr 2019 auf 27 Prozent deutlich gestiegen.

Zur Studie:

Die Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen wurde im Auftrag der Gothaer Asset Management AG von der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH Mitte Januar 2020 mithilfe computergestützter Telefoninterviews durchgeführt. Dabei wurden 1.001 Bundesbürger ab 18 Jahren nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählt und befragt.

 

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Kommentar von Kevin Flanagan, Head of Fixed Income Strategy, WisdomTree

 

Die Finanzmärkte starteten ungewöhnlich gut ins Neue Jahr. Normalerweise blicken die Marktteilnehmer auf die US-Notenbank und/oder die konjunkturelle Entwicklung. Diesmal stand allerdings das Coronavirus im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Zur Bewertung dieses Ereignisses ist der Einblick aus der Perspektive der Anleihenmärkte hilfreich, vor allem wenn man den Vergleich zum Ausbruch von SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) im Zeitraum von November 2002 bis Juli 2003 zieht.

Sicherlich beschäftigen sich auch andere Finanzexperten mit der Analyse dieser Situation. Allerdings stellte ich fest, dass der SARS-Ausbruch nicht im luftleeren Raum stattfand. Das aktuelle Coronavirus und der damit verbundene Risk-Off-Trade1 sind zweifellos Haupttriebkraft der jüngsten Entwicklungen im Bereich festverzinslicher Wertpapiere, insbesondere was den Markt der US-Treasuries (UST) angeht. Nachdem wir uns in die Materie vertieften (und zur Zeit des SARS-Ausbruchs auch auf den Märkten aktiv waren), stellten wir fest, dass die SARS-Episode vor 17 Jahren nicht unbedingt die Hauptursache für die dann folgende Zinsentwicklung war. Damals waren die Anleger noch mit den Folgen der Anschläge von 9/11, der Anthrax-Angst Ende 2001 sowie mit dem Corporate Governance-Skandal (Enron und WorldCom) beschäftigt. Aus makroökonomischer Sicht gewegten sich die USA gerade erst aus der Rezession des Jahres 2001 heraus, die US-Notenbank befand sich mit der Rückführung des US-Leitzinses von 6,50 auf 1,00 Prozent bis Juni 2003 mitten in einem aggressiven Zinssenkungszyklus.

Einige wichtige Highlights, die den Zeitraum der SARS-Ausbruch von November 2002 bis Juli 2003 veranschaulichen:

  • Die 10-Jahres-Rendite für UST fiel an einem Punkt um etwa 105 Basispunkte, lag aber am Ende fast 25 Basispunkte über dem vor der SARS-Nachricht „auf Band“ veröffentlichten Renditeniveau.
  • Die 3-Monats-/10-Jahres-Renditekurve flachte an einem Punkt um etwa 75 Basispunkte ab, war aber 50 Basispunkte breiter als im November 2002.
  • Die 2-Jahres/10-Jahres-Spanne der UST verringerte sich nur um etwas weniger als 15 Basispunkte, war aber Ende Juli 2003 um 55 Basispunkte höher.
  • Das reale US-BIP fiel im 4. Quartal 2002 auf einen Tiefststand von plus 0,6 Prozent, schnellte aber im 3. Quartal 2003 auf plus 7,0 Prozent zurück.
  • Die Spreads bei US-Investment Grade und High Yield Bonds waren durchweg rückläufig und verringerten sich um 84 bzw. 365 Basispunkte.

Quelle: Bloomberg, Stand 30.1.2020. Sie können nicht direkt in einen Index investieren. Die historische Performance ist kein Hinweis auf die zukünftige Performance, und jede Anlage kann an Wert verlieren.

Hier sind einige wichtige Highlights der aktuellen Epidemiephase:

  • Die Rendite 10-jähriger UST fiel seit Beginn der Coronavirus-Schlagzeilen um etwa 30 Basispunkte
  • Die 3-Monats-/10-Jahreskurve der UST verengte sich um ähnliche 30 Basispunkte, was den oben erwähnten Rückgang der 10-Jahres-Rendite widerspiegelt und ist nun bei minus 2 Basispunkten wieder invertiert.
  • Die Kurve der 2- und /10-jährigen UST flachte um 6 auf plus 19 Basispunkte ab.
  • Die Spreads bei Investment Grade (IG) Bonds erhöhten sich um bescheidene 5 Basispunkte, während die Spreads bei High Yields (HY) um mehr als 65 Basispunkte anstiegen.

Zwar ist Chinas Wirtschaft im Jahr 2020 weitaus stärker von globalem Einfluss geprägt als noch vor 17 Jahren. Es besteht kein Zweifel, dass sich der Ausbruch des Corona-Virus negativ auf das chinesische BIP und damit auf das globale Wachstum auswirken wird. Ausgehend von einem Epidemie-Höchststand im ersten Quartal scheinen sich die Schätzungen auf einen Widerstand von etwa 0,5 bis 1,0 Prozentpunkten für China und 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte in Bezug auf die globalen Wachstumsaussichten zu konzentrieren. Die USA sind davon zwar nicht isoliert, doch die Auswirkungen auf das reale BIP dürften dort derzeit nur wenige Prozentpunkte betragen. Tatsächlich liegt der US-amerikanische Gesamthandel mit China, ausgedrückt in Prozent des BIP, im niedrigen einstelligen Bereich.

Sobald die Epidemie ihren Höhepunkt erreicht hat, ist zu erwarten, dass sich die Geschichte auf dem UST-Markt wiederholt, wobei die 10-Jahres-Rendite wieder näher an 2 Prozent heranrücken könnte und die erwähnten Zinskurven wieder steiler ausfallen dürften. Die 3-Monats/10-Jahres-Kurve dürfte zudem wieder in den positiven Bereich zurückgehen. Auch die Spreads bei High-Yield-Bonds könnten sich ausgehend von den derzeitigen Niveaus etwas verengen.

Jegliche konjunkturelle Verlangsamung wird sich wahrscheinlich in den folgenden Quartalen wieder umkehren, und zwar in gewissem Umfang. Was die Fed betrifft, so wurde auf der Sitzung des Offenmarktausschusses im Januar unterstrichen, dass sich die Politik in einer Warteschleife befinde, obwohl die Fed Funds Futures in diesem Jahr zwei Zinssenkungen einpreisten.

 

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Ist die europäische Wirtschaft wirklich über den Berg? Wolfgang Bauer, Fondsmanager im Anleiheteam von M&G Investments, vertritt eine konträre Meinung und sieht die Marktteilnehmer angesichts der lauernden Risiken als zu sorglos an, wie er in seinem Kommentar erläutert:

 

“In letzter Zeit deuten einige Indikatoren darauf hin, dass die europäische Wirtschaft aus dem Gröbsten heraus ist und sich auf einen robusteren Aufschwung zubewegt. So liegt die europäische Inflation zwar noch deutlich unter dem Zielwert der EZB, der nahe, aber unter 2% liegt. Dennoch: Die jährliche Inflationsrate hat sich immerhin von 0,7% im Oktober 2019 auf 1,4% im Januar 2020 verdoppelt. Sogar der PMI für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone scheint im September 2019 die Talsohle erreicht zu haben und befindet sich in einem leichten Aufwärtstrend. Die Stimmung unter Marktteilnehmern hat sich ebenfalls deutlich verbessert.

Aber hat Europa wirklich die Wende geschafft? Es ist viel zu früh für eine Entwarnung, denke ich. Das Wirtschaftswachstum bleibt fragil. Tatsächlich ist das 4. Quartal 2019 mit nur 0,1% realem BIP-Wachstum das schwächste Quartal in der Eurozone seit dem 1. Quartal 2013. Die Volkswirtschaften Frankreichs (-0,1%) und Italiens (-0,3%) schrumpften regelrecht. Und in Deutschland steigen die Rezessionsrisiken wieder deutlich. Im Jahresvergleich ist die deutsche Industrieproduktion im Dezember 2019 um 6,8% gesunken, der stärkste Rückgang seit der globalen Finanzkrise. Es kann also durchaus sein, dass sich die Lage in Europa erst einmal verschlechtert, bevor sie besser wird.

Darüber hinaus gibt es mehrere Risikofaktoren, die die Aussichten für den Euroraum weiter eintrüben könnten.

  1. Coronavirus: Es ist natürlich noch zu früh, das volle Ausmaß auf die globale Wachstumsdynamik vorherzusagen. Sollte sich die Situation jedoch verschlechtern, würde das europäische BIP-Wachstum mit Sicherheit leiden. Die chinesische Nachfrage nach europäischen Produkten könnte ins Stocken geraten und globale Lieferketten unterbrochen werden. Die globale Risikobereitschaft könnte sich massiv verringern und sogar gemäß FED eine Notlage auslösen.
  2. Handelskriege: Obwohl sowohl die USA als auch China einen konstruktiveren Ton angeschlagen haben, besteht weiterhin das Risiko einer Verschlechterung oder eines Gesprächsabbruchs. Außerdem kann die Trump-Administration ihren Fokus schnell nach Europa verlagern. Immerhin ist Wahljahr in den USA, und protektionistische Maßnahmen sind eine beliebte Politik.
  3. Brexit: Nach dem Brexit Ende Januar hat nun die elfmonatige Übergangsperiode begonnen. Die Uhr tickt. Falls keine Verlängerung folgt, bleibt nur sehr wenig Zeit, um ein umfassendes Handelsabkommen zu schließen. Das Risiko besteht, dass ab dem 1. Januar 2021 der Handel zu WTO-Bedingungen abgewickelt werden wird, was Lieferketten unterbrechen und die Wirtschaftstätigkeit dämpfen könnte.
  4. Italien: Die italienische Nationalregierung steht trotz der knappen Niederlage von Salvinis Lega bei den Regionalwahlen in der Emilia Romagna weiterhin unter Druck. Ein Zusammenbruch der italienischen Regierung würde Schockwellen durch die europäischen Märkte senden und die ohnehin schon angeschlagene italienische Wirtschaft schwer belasten.

Zusammenfassend finde ich deshalb die aktuellen Bewertungen der europäischen Risikowerte erstaunlich. Auf dem derzeitigen Niveau gibt es kaum noch Spielraum für Fehler. Über schwache Wachstumsdaten und politische Risiken in Europa wird zu wenig gesprochen. Mein Eindruck ist, dass die Selbstzufriedenheit der Marktteilnehmer überwiegt. Sicher, es gibt reichlich Unterstützung von den Zentralbanken. Ich glaube aber, dass eine eher vorsichtige Haltung gegenüber europäischen Risikoaktiva gerechtfertigt ist. Die Verringerung des Marktrisikos und das Investment in höhere Kreditqualitäten erscheinen mir aktuell sinnvolle Maßnahmen zu sein.“

 

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Innovatives SDG-Datenprojekt unter Nutzung der Lloyd Fonds Digital Asset Plattform 4.0

 

Die Lloyd Fonds AG (Deutsche Börse Scale, ISIN DE000A12UP29) und die Umweltstiftung WWF Deutschland haben eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Die Partnerschaft mit der Lloyd Fonds AG ist für den WWF Deutschland die erste dieser Art im Asset Management-Markt in Deutschland. Hauptziel der Partnerschaft ist es, Umwelt- und Ressourcenschutz mittels nachhaltiger Investments zu fördern. Die seit dem 1. Januar 2020 bestehende Partnerschaft ist langfristig angelegt und hat zunächst eine Laufzeit von drei Jahren.

Dazu Matthias Kopp, Leiter Sustainable Finance vom WWF Deutschland und Mitglied des Sustainable Finance Beirats der Bundesregierung: „Die Partnerschaft zwischen dem WWF Deutschland und der Lloyd Fonds AG demonstriert unser gemeinsames Verständnis, mit Investitionen in Transitionsunternehmen den dringend notwendigen Strukturwandel voranzutreiben. Mit unserer Expertise wollen wir einen Beitrag zur Weiterentwicklung der ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie der Lloyd Fonds AG leisten.“

Die Lloyd Fonds AG bekennt sich bereits zu den PRI Principles for Responsible Investment und hat die „Frankfurter Erklärung“ unterzeichnet mit dem Ziel, nachhaltige Infrastrukturen im Finanzsystem zu schaffen. Sie ist Mitglied im CDP, einer Non-Profit Organisation mit dem Ziel, die Transparenz von Unternehmen zu Umweltdaten wie beispielsweise Treibhausgasemissionen und Wasserverbrauch zu verbessern. Zudem legt die im Scale-Segment notierte Lloyd Fonds AG auf verantwortungsvolle Unternehmensführung Wert und orientiert sich freiwillig am Deutschen Corporate Governance Kodex.

Gemeinsame Überzeugung: Transformation der Wirtschaft entlang der SDGs und des Pariser Klimaabkommens sichert Wachstum und Wohlstand

Die strategische Partnerschaft soll zur Realisierung der „Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen“ (Sustainable Development Goals – SDGs) beitragen. Sie zielt auf die Einführung und Weiterentwicklung einer innovativen Systematik der Unternehmensanalyse und -bewertung, die ausgewählte ökologische Unterziele der SDGs als Messgrößen nutzt.

Die Partnerschaft setzt unmittelbar bei den investierten Unternehmen und ihren Geschäftsmodellen an, die mit den SDGs vielfach noch nicht im Einklang sind oder ihnen sogar entgegenstehen. Um die Unternehmen bei ihrer Transformation im Hinblick auf ausgewählte ökologische SDG-Unterziele zu unterstützen bzw. auf deren Transformation hinzuwirken, ist dabei ein langfristig angelegter, aktiv-konstruktiver Engagementdialog mit den Unternehmen von besonderer Bedeutung für die Lloyd Fonds AG. Der messbare Fortschritt der Unternehmen auf ihrem Transitionspfad wird dabei zu einem wesentlichen Investitionsparameter.

Innovatives SDG-Datenprojekt unter Nutzung der Lloyd Fonds Digital Asset Plattform 4.0

Die Lloyd Fonds AG wird zur Messung von Transitionspfaden ein innovatives SDG-Datenprojekt mit dem WWF Deutschland realisieren sowie ein Benchmarking zur CO2-Reduktion der Portfoliounternehmen in den Investmentfonds erstellen. Dafür wird die eigene cloudbasierte, hochleistungsfähige Digital Asset Plattform 4.0 genutzt.

Dazu Achim Plate, Chief Executive Officer (CEO) der Lloyd Fonds AG: “Unsere Digital Asset Plattform 4.0 ist der technische Enabler für unser gesamtes Assetmanagement. Bereits jetzt nutzen wir die Daten und Systeme für die Integration von Nachhaltigkeitsparametern sowohl bei unseren Publikumsfonds als auch für unser digitales Portfoliomanagement. Zusammen mit dem WWF werden wir einen SDG-Algorithmus zur datenbasierten Abbildung der Transition von Unternehmen entwickeln.“

Zentrales organisatorisches Element der Partnerschaft mit dem WWF Deutschland ist die Beratung der Lloyd Fonds AG und der geplanten Lloyd Fonds-Stiftung durch Matthias Kopp. Er wird Mitglied im erweiterten Stiftungsrat.

Michael Schmidt, Chief Investment Officer (CIO) und Mitglied des Sustainable Finance Beirats der Bundesregierung, kommentiert: „Ich freue mich sehr über die Partnerschaft mit dem WWF Deutschland. Die Umweltexpertise des WWF wird wesentlich zur Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie beitragen. Und mit dem Lloyd Fonds – Green Dividend World realisieren wir das erste Investmentprodukt, das unser gemeinsames Nachhaltigkeitsverständnis von zukunftsorientierter Transformation widerspiegelt.“

„Lloyd Fonds – Green Dividend World“, erster deutscher Investmentfonds mit WWF Deutschland: Aktienfonds zielt auf attraktive Dividenden und weltweite Renditechancen mit Unternehmen, die einen Beitrag zu den umweltbezogenen SDGs leisten

Der erste Investmentfonds, der die Partnerschaft der Lloyd Fonds AG mit dem WWF Deutschland umsetzt, ist der Dividendenfonds „Lloyd Fonds – Green Dividend World“ (Anteilsklasse R, ISIN DE000A2PMXF8). Die Aktienauswahl fokussiert auf Unternehmen, die einen ausreichenden, positiven Beitrag zur Erreichung eines oder mehrerer ökologischer Ziele, abgeleitet aus den SDGs, leisten wollen. Gleichzeitig wird eine möglichst hohe Gesamtrendite bei überdurchschnittlicher Dividendenausschüttung angestrebt.

Förderung und Begleitung von Transition für zukunftsfähige Unternehmen

Der Fonds konzentriert sich auf 40 bis 50 Unternehmen als Ergebnis einer aktiven fundamentalen Einzeltitelselektion, die Nachhaltigkeitsaspekte in die Unternehmensanalyse direkt integriert. Eine positive Wirkung auf die SDGs ergibt sich vor allem durch Veränderung. Es werden Unternehmen identifiziert, die einen glaubhaften Transitionspfad mit konkreten Umsetzungsplänen verfolgen, unter Berücksichtigung von Kontroversen. Im Ergebnis zeigt sich eine positive Nettowirkung auf die umweltrelevanten SDGs. Die Logik der geplanten EU-Taxonomie stellt den Orientierungsrahmen zur Einstufung der Aktivität und der Kontroversen dar. Das Investmentteam geht darüber hinaus in einen aktiven Engagement-Prozess mit den Unternehmen, um sowohl die Finanz- als auch Umweltziele des Fonds zu fördern.

Fondsadvisor Axel Brosey, CFA, CESGA, kommentiert: „Wir investieren in die besten Dividendentitel weltweit, die zudem einen möglichst positiven ökologischen Beitrag leisten. Investitionen in nicht anpassungsfähige oder anpassungswillige Unternehmen werden vermieden, auch weil wir sie als Risiko für unsere Renditeziele betrachten.“

Detaillierte Informationen und den aktuellen Monatsbericht des „Lloyd Fonds Green Dividend World“ erhalten sie unter: https://www.lloydfonds.de/lloyd-fonds-green-dividend-world-r

Integrierter Nachhaltigkeitsansatz und erfahrenes Team

Die integrierte Nachhaltigkeitsstrategie der Lloyd Fonds AG wird unter Führung des Vorstands und Chief Investment Officers Michael Schmidt umgesetzt. Michael Schmidt, CFA, verfügt über umfangreiche Kapitalmarkterfahrung und ist ausgewiesener Nachhaltigkeitsexperte. Er war Mitglied der High Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission, die 2017/2018 eingesetzt war und mit ihrem Schlussbericht die Basis für den EU-Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ legte. Er ist aktuell Mitglied des Sustainable Finance-Beirats der Bundesregierung. Ferner engagiert sich Michael Schmidt für nachhaltige Investments und gute Corporate Governance als Vorstand des DVFA e.V.

Fondsadvisor des “Lloyd Fonds – Green Dividend World” ist Axel Brosey. Er ist CFA-Charterholder und Cerfified Environmental Social Governance Analyst (CESGA). Brosey managte zuletzt zwei Dividendenfonds bei Union Investment und verantwortete ein Fondsvolumen von insgesamt über einer Milliarde Euro.

Nachhaltigkeitsanalystin ist Nina Rettberg, die einen Master of Science in Umweltwissenschaften hält. Sie hat umfassende praktische Erfahrung mit nachhaltigen Investments gesammelt, u.a. als Portfoliomanagerin für einen institutionellen Mikrofinanzfonds sowie als Project Finance Managerin von Infrastrukturprojekten und Erneuerbaren Energien.

 

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Lloyd Fonds AG, Amelungstraße 8 – 10, D­-20354 Hamburg, Tel: 040/ 32 56 78­210, Fax: 040/ 32 56 78­99, www.lloydfonds.de

Auch im Jahr 2020 werden Büroimmobilien in den Kernstädten weltweit im Fokus der Investoren stehen, prognostiziert Savills World Research in einer aktuellen Analyse.

 

Da sich das Angebot jedoch zunehmend verknappen wird und auch die Renditen auf ein Rekordtief gesunken sind, sehen sich viele Anleger gezwungen, ihren Suchfokus zu erweitern. Alternative Assetklassen wie Studentenwohnungen, Mehrfamilienhäuser, Co-Living und Rechenzentren werden somit zunehmend zum Mainstream. Laut Savills wird dabei das Sichern von laufenden Erträgen auch in diesem Jahr das übergreifende Thema bei Immobilieninvestitionen bleiben.

In einer Neuauflage der Savills-Publikation „Impacts“ werden insbesondere die Investmentempfehlungen für die verschiedenen Risikoklassen in den USA, in der EMEA-Region und im Asiatisch-Pazifischen-Raum hervorgehoben. Diese reichen von Mischnutzungskonzepten und Büros in den „Millennial Cities“ in den USA wie Charlotte und Tampa (Core Plus) über Studentenwohnanlagen in Indien (Opportunistic), erstklassige Büros in Dubai und Riad (Core) bis hin zu Hotelinvestments in Tourismusdestinationen in Griechenland, Italien und Portugal (Alternative).

„In Deutschland bleiben die Büroflächenmärkte in den Top-7-Städten überwiegend unterversorgt und erstklassige Büroimmobilien in den guten Lagen dieser Städte sind somit weiterhin erste Wahl für risikoaverse Investoren. Im Core-Plus-Segment sind zum Beispiel Neubau-Logistikimmobilien in den begehrten Logistikregionen sowie Nahversorgungsimmobilien mit starker Stellung in ihrem Einzugsgebiet interessant. Value-Add-Potenzial bieten beispielsweise urbane Einzelhandelsimmobilien mit Repositionierungs- oder Umnutzungspotenzial“, so Matthias Pink, Director und Head of Research Germany bei Savills.

Die globale Entwicklung des Investmentmarkts kommentiert Rasheed Hassan, Leiter des Cross-Border-Investmentteams von Savills, wie folgt: „Wenn sich die Unsicherheit am Markt etwas entspannt, z.B. durch einen geordneten Brexit oder einer Beilegung der Welthandelskonflikte, profitiert der internationale Investmentmarkt von der angestauten Nachfrage – in vielen Fällen über das Core-Segment hinaus. Die vergleichsweise attraktiven Renditen, welche Immobilien auf Grund der niedrigen Zinssätze aktuell bieten, werden den Markt weiterhin antreiben.“

Vor dem Hintergrund eines global gedämpften ökonomischen Ausblicks und einer recht hohen politischen Unsicherheit kommt Paul Tostevin, Director Savills World Research, zu einer verhaltenen Prognose für den globalen Immobilieninvestmentmarkt: „Obwohl der IWF eine leichte Erholung des globalen Wachstums auf 3,4 % für 2020 gegenüber 3 % im Vorjahr voraussagt und sich das Welthandelsvolumen im Jahr 2020 wohl stabilisieren wird, bleibt das Umfeld fragil, was sich auch auf das Verhalten der Investoren auswirkt.“

Die fünf Kernthesen zum globalen Immobilieninvestmentmarkt 2020 im Überblick:

Auf der Suche nach dem richtigen Produkt: Büroimmobilien bleiben weltweit nach wie vor die erste Wahl der Investoren – die Herausforderung wird aber sein, verfügbare Objekte zu finden – insbesondere in Asien, wo Liegenschaften in der Regel länger gehalten werden.

Nischen werden zum Mainstream: Aufstrebende alternative Assetklassen wie Wohnimmobilien und Rechenzentren gewinnen in einigen Märkten weiter an Bedeutung. Der soziale und technologische Wandel wird auch für diese Segmente das Wachstum weiter vorantreiben, dennoch ist ein Verständnis seitens der Investoren für das operationelle Risiko unabdingbar.

Fortwährende Suche nach Renditen: Im Vergleich zu Aktien und Anleihen werden Immobilien bei den Investoren auf globaler Ebene weiterhin stark gefragt sein. Gründe für diese Attraktivität sind die sehr niedrigen Zinsen und ein großes Volumen an verfügbarem Kapital, das auskömmliche Renditen sucht.

Das Makroumfeld steht im Blickfeld: Zwar sind die Mikromärkte nach wie vor wichtig für Investitionsentscheidungen, jedoch darf im heutigen geopolitischen Umfeld die Makroebene nicht ignoriert werden. Handelskriege, populistische Regierungen sowie Klimarisiken sind allesamt nicht zu unterschätzende Einflussfaktoren.

Kein einheitlicher Zyklus: Trotz einer stark globalisierten und hochgradig vernetzten Welt befinden sich die verschiedenen Städte, Länder und Sektoren immer noch an unterschiedlichen Punkten des Zyklus.

Rückblick: Was 2019 geschah

Zwar konnte im Jahr 2019 das Rekordniveau von 2018 nicht erreicht werden, jedoch war das Transaktionsvolumen am globalen Immobilieninvestmentmarkt das zweithöchste in der Geschichte. „Der Rückgang ist nicht auf fehlende Nachfrage, sondern vielmehr auf ein mangelndes Angebot zurückzuführen. In Hinblick auf die verschiedenen Segmente verzeichneten insbesondere Büroimmobilien und Seniorenwohnungen mit jeweils 6 % das größte Wachstum. Da das Einzelhandelssegment einen Rückgang von 21 % zu verzeichnen hatte, sind nun Industrieimmobilien, trotz eines nur geringen Wachstums von 3 %, die drittgrößte Assetklasse hinter Büro und Wohnen.“, erklärt Sophie Chick, Director Savills World Research.

 

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Stärkeres Neugeschäft als im Vorjahr – Immobilienfonds führen Absatzliste an – 40 Prozent des Neugeschäfts fließen in nachhaltige Fonds

 

„Die gute Stimmung an den Finanzmärkten hat sich im vergangenen Jahr positiv auf die Fondsbranche ausgewirkt. Angesichts steigender Aktienkurse und Zuflüsse ist das von den Fondsgesellschaften verwaltete Vermögen auf die neue Rekordmarke von 3.398 Milliarden Euro gestiegen. Das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr“, sagt Tobias C. Pross, Präsident des deutschen Fondsverbands BVI, auf der Jahrespressekonferenz. Der Großteil des Vermögens entfällt auf offene Spezialfonds mit 1.875 Milliarden Euro und auf offene Publikumsfonds mit 1.116 Milliarden Euro. In den letzten zehn Jahren hat sich das Gesamtvermögen der Branche fast verdoppelt (Ende 2009: 1.706 Milliarden Euro).

Spezialfonds mit zweitbestem Absatzjahr

In offene Investmentfonds investierten Anleger 2019 netto 120,2 Milliarden Euro neue Gelder. Hierbei sind offene Spezialfonds mit 102,7 Milliarden Euro der Treiber. Das ist ihr bestes Absatzjahr nach 2015, als ihnen 121 Milliarden Euro zuflossen. Offene Publikumsfonds erzielten 17,5 Milliarden Euro. Geschlossene Fonds verbuchten Zuflüsse von 4,3 Milliarden Euro. Aus Mandaten zogen Anleger netto 5,5 Milliarden Euro ab. Mit insgesamt 119 Milliarden Euro erzielte die Branche mehr Zuflüsse als im Vorjahr, als sie 91 Milliarden Euro neue Gelder verzeichnete.

Nachhaltige Publikumsfonds stark gefragt

Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds führen Immobilienfonds mit 10,7 Milliarden Euro an. Im Vorjahr flossen ihnen 6,4 Milliarden Euro zu. An zweiter Stelle stehen Mischfonds mit Zuflüssen von 10,5 Milliarden Euro. Aktienfonds verzeichneten 4,4 Milliarden Euro neue Gelder. Aus Rentenfonds flossen 3,7 Milliarden Euro ab. Ausschlaggebend hierfür waren Fonds mit kurzlaufenden Euro-Anleihen, die sich überwiegend an institutionelle Anleger richten. Aus ihnen flossen 13,9 Milliarden Euro ab. Im Neugeschäft der offenen Publikumsfonds entfallen 7 Milliarden Euro auf nachhaltige Fonds. Das sind 40 Prozent der Netto-Zuflüsse von Publikumsfonds insgesamt.

Aktienfonds verwalten Rekordvermögen

Das Neugeschäft der offenen Publikumsfonds entspricht rund einem Prozent des von ihnen verwalteten Vermögens. Die volumengrößte Gruppe mit der Rekordmarke von 423 Milliarden Euro sind unverändert Aktienfonds. Ihr Marktanteil ist in den letzten zehn Jahren aufgrund steigender Aktienkurse und Mittelzuflüsse von 30 (Ende 2009) auf 38 Prozent gestiegen. Mischfonds sind mit 311 Milliarden Euro (28 Prozent) die zweitgrößte Gruppe. Es folgen Rentenfonds mit 209 Milliarden Euro (19 Prozent) und Immobilienfonds mit 109 Milliarden Euro (10 Prozent).

Altersvorsorge ist wichtiger Treiber für Spezialfonds

Das verwaltete Vermögen offener Spezialfonds hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 729 Milliarden Euro (Ende 2009) auf 1.875 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Dabei ist die Altersvorsorge ein wichtiger Treiber. Versicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen hatten Ende 2019 insgesamt 1.159 Milliarden Euro in Spezialfonds angelegt. Das entspricht einem Anteil von 62 Prozent des Spezialfondsvermögens. Vor zehn Jahren lag ihr Anteil bei 54 Prozent. Insbesondere die Altersvorsorgeeinrichtungen wie Versorgungswerke und Pensionskassen haben an Bedeutung gewonnen. Ihr Anteil ist von 19 Prozent Ende 2009 auf 29 Prozent gestiegen. Versicherer sind noch immer die volumengrößte Anlegergruppe. Ihr Anteil hat sich leicht von 36 Prozent auf 33 Prozent reduziert.

 

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Vorsorgesparer entlasten und Riester vereinfachen – Dynamik bei Nachhaltigkeit erhalten – Weichen für Kapitalmarktunion richtig stellen

 

Altersvorsorge, Nachhaltigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Asset Management Branche im globalen Zusammenhang sind für die Fondswirtschaft die zentralen Themen der kommenden Jahre. „Bei der Zukunftssicherung der Bevölkerung und der Verbreitung nachhaltiger Anlagen geht schon heute an der Fondswirtschaft kein Weg vorbei“, sagt BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter auf der Jahrespressekonferenz. „Wir könnten noch mehr tun. Aber dafür müssten die Gesetzgeber in Deutschland und der EU die richtigen Weichen stellen.“

Der BVI fordert daher eine Regulierungswende in der EU. Die überbordende Regulierung bindet enorme Ressourcen, die für Investitionen in Technologie und die Erschließung neuer Märkte fehlen. Die EU muss globaler denken und neben Verbraucherschutz und Finanzmarktstabilität auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Finanzindustrie als Regulierungsziel verankern. „Die Überregulierung in der EU behindert Europas Asset Manager im globalen Wettbewerb. Sie ist fixiert auf Verbraucherschutz und Finanzmarktstabilität und berücksichtigt bei aufsichtlichen und regulatorischen Abwägungsentscheidungen nicht die Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der Asset Management Branche. Das muss sich ändern“, so Richter. In den USA sei die Wettbewerbsfähigkeit der Finanzwirtschaft schon länger ein Regulierungsziel – mit sichtbarem Erfolg. In der EU spiele sie selbst in den Überlegungen zur Weiterentwicklung der Kapitalmarktunion bislang kaum eine Rolle. „Der Binnenmarkt ist wichtig, aber der Wettbewerbsdruck kommt von außen. In dieser Beziehung ist ein Level-Playing-Field unerlässlich.“ Die Branche würde weder nach Schutz noch nach Förderung rufen, sondern sich schlicht eine ausgewogene Regulierung wünschen, die sie im globalen Wettbewerb nicht behindert. Das Mandat von Kommissionspräsidentin von der Leyen an den neuen Finanzkommissar Dombrovskis, die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu fördern, wertet der BVI als ersten Schritt in die richtige Richtung.

Vorsorgesparer entlasten und Riester vereinfachen

Die Fondswirtschaft ist mit rund 1.500 Milliarden Euro verwaltetem Altersvorsorgevermögen in Spezialfonds, Publikumsfonds und Mandaten das Rückgrat der deutschen Altersvorsorge. Die Bürger sparen über Versicherungen, Versorgungswerke und Arbeitgeber für die Rente, verwaltet werden diese Gelder dabei überwiegend in Fonds. Dazu Richter: „Wer die private Wohlstandssicherung und die Altersvorsorge in Deutschland stärken möchte, sollte Kleinsparer entlasten und nicht mit zusätzlichen Steuern gängeln.“ Er plädiert deshalb dafür, die Idee der Finanztransaktionssteuer endgültig zu begraben. Sie sei von Anfang an falsch gewesen. Inzwischen habe sie selbst unter früheren Befürwortern keine Unterstützung mehr, weil der jüngste Vorschlag des Bundesfinanzministers von den ursprünglichen Zielen der Steuer entkoppelt sei. Um die Sparer zu entlasten, fordert der BVI darüber hinaus, den Soli auf Kapitaleinkünfte abzuschaffen.

Daneben setzt sich der BVI für eine vereinfachte Riester-Rente mit deutlich weniger Bürokratie ein und hat dazu gemeinsam mit den Verbänden der Versicherer und Bausparkassen einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt. Das Konzept empfiehlt einfache Standardprodukte ohne komplizierte Wahlmöglichkeiten. „Die Vorschläge der Finanzverbände liegen der Bundesregierung vor. Für eine Reform der geförderten Altersvorsorge ist in dieser Legislaturperiode nicht mehr viel Zeit“, mahnt Richter. Positiv bewertet der BVI in diesem Zusammenhang den rentenpolitischen Beschluss des CDU-Bundesparteitags vom vergangenen November. Dieser erteilt einem Staatsfonds in der privaten Altersvorsorge eine Absage und ebnet den Weg für ein modernes Standardprodukt.

Dynamik bei Nachhaltigkeit erhalten

Nachhaltige Anlagen sind für die Fondswirtschaft ein Wachstumsmarkt. Laut der Herbstumfrage 2019 des BVI halten 60 Prozent der befragten Asset Manager Nachhaltigkeit für einen großen Wachstumstreiber der Branche, noch vor niedrigen Zinsen (58 Prozent) und alternativen Produkten (51 Prozent). Der Anteil nachhaltiger Fonds am Netto-Mittelaufkommen der offenen Publikumsfonds ist in den vergangenen drei Jahren um mehr als 700 Prozent gestiegen, von einem 5-Prozent-Anteil im Jahr 2017 auf 40 Prozent im vergangenen Jahr. Der BVI begrüßt, dass die Asset Manager selbst entscheiden können, ob sie die neue EU-Klassifizierung für nachhaltige Aktivitäten (Taxonomie) auf die Anlagestrategie ihrer nachhaltigen Fonds anwenden wollen. Wer sich dagegen entscheidet, muss dies lediglich in den Fondsunterlagen offenlegen. Außerdem gelten nicht nur „grüne“ Aktivitäten von Unternehmen als nachhaltig im Sinne der Taxonomie, sondern auch Übergangs- und Hilfsaktivitäten.

Dazu Richter: „Die Abstufungen sollten Fonds ausreichend Spielraum lassen, um im Einklang mit der Taxonomie in Unternehmen zu investieren, die an der Steigerung ihrer Nachhaltigkeit arbeiten.“ Positiv ist aus Sicht des BVI auch die Berichtspflicht für Unternehmen aus der EU. Sie müssen künftig den Anteil nachhaltiger Aktivitäten an Umsatz und Investitionen veröffentlichen. „Das ist ein erster Schritt dahin, dass Asset Manager ihre Transparenzpflichten gegenüber den Anlegern erfüllen können“, sagt Richter. Allerdings müssten die Datenlücken für Nicht-EU-Unternehmen noch geschlossen werden; von den weltweit 50.000 börsennotierten Unternehmen haben nur 6.800 ihren Hauptsitz in der EU.

Weichen für Kapitalmarktunion richtig stellen

Die Kapitalmarktunion ist 2014 als Leuchtturmprojekt der Kommission gestartet, kommt aber nicht vom Fleck. „Wir unterstützen die Kapitalmarktunion, denn es ist die Aufgabe von Asset Managern, Angebot und Nachfrage von Kapital grenzüberschreitend zusammenzubringen“, erklärt Richter. Allerdings verhindert die EU den Erfolg der Initiative seit Jahren selbst, vor allem durch falsch verstandenen Verbraucherschutz. Beispiele dafür sind der europäische Infrastrukturfonds ELTIF und das paneuropäische Pensionsprodukt PEPP. Beides sind sinnvolle, aber überregulierte Konzepte. Fondsgesellschaft und Berater müssen darauf achten, dass Privatanleger nicht mehr als 10 Prozent ihres Anlagevermögens in ELTIF investieren. Das ist im Vertrieb nicht praktikabel. Beim PEPP hemmt ein Kostendeckel von 1 Prozent den Markterfolg; eine breite Angebotspalette inklusive verschiedener Anlagestile ist dadurch nicht möglich.

Die größten Hürden für eine erfolgreiche Kapitalmarktunion sind aber MiFID II und PRIIPs. Die verpflichtenden Warnhinweise und Beratungsauflagen vermitteln den Anlegern den Eindruck, Wertpapiere seien toxisch. Für das Ziel, grenzüberschreitend mehr privates Kapital zu mobilisieren, ist das kontraproduktiv. Laut einer Studie der Ruhr-Universität Bochum fühlen sich die Verbraucher durch die Regeln verunsichert statt geschützt. Inzwischen setzt sich die Bundesregierung nachdrücklich für die vom BVI geforderten Verbesserungen bei MiFID II und PRIIPs ein. Auch die neue Expertengruppe zur Weiterentwicklung der Kapitalmarktunion schlägt vor, die abschreckende Wirkung der Vorgaben zu untersuchen.

 

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BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

Partizipation am Wachstum europäischer Technologieunternehmen

 

Technologieunternehmen, die sich in einer Wachstums- oder Expansionsphase befinden, rücken zunehmend in den Fokus vorausschauender Investoren. Die Chancen im Markt für Wachstumskapital will FERI künftig verstärkt nutzen, um neue Investitionsgelegenheiten für professionelle Anleger zu schaffen. „Wir stellen aktuell einen hohen Dealflow bei Unternehmen aus dem Venture und Growth Capital-Segment fest. Jetzt geht es darum, die besten Unternehmen für eine Beteiligung auszuwählen“, sagt Carsten Hermann, Geschäftsführer FERI Trust GmbH und verantwortlich für das Investment Management bei FERI. „In Frage kommen junge Unternehmen, die ein überdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zum Gesamtmarkt vorweisen können und deren Geschäftsmodell klar skalierbar ist.“

In Europa drängen zahlreiche junge und vielversprechende Technologieunternehmen mit disruptiven Geschäftsmodellen auf den Markt. Branchen wie Onlinemarktplätze, Fintech und Software profitieren dabei vom „Offline to Online Shift“ und behaupten sich damit auch in Zeiten eines allgemein schwächeren Wirtschaftswachstums. Weitere Vorteile liegen im hohen Skalierungspotenzial der digitalen Geschäftsmodelle. Die Endmärkte sind häufig grenzübergreifend, außerordentlich in der Größe und bieten damit sehr viel Raum für Wachstum.

Investoren helfen beim Ausbau der Marktposition

Die Wachstums- und Expansionsphase eines Unternehmens bietet Investoren klare Vorteile. In der Regel verfügt das Unternehmen dann bereits über voll entwickelte und vom Markt akzeptierte Produkte und Dienstleistungen sowie ein überdurchschnittlich hohes Umsatzwachstum. Gezielte Investitionen helfen den Unternehmen dann ihr Geschäft weiter auszubauen, sich weitreichend im Markt zu etablieren und eine führende Marktposition aufzubauen. Die Herausforderung für die Kapitalgeber liegt vor allem darin, reife Unternehmen auszuwählen, die ein geringes Ausfallrisiko bei gleichzeitig hohen Renditechancen aufweisen. Um Institutionellen Investoren den Einstieg in das Anlagesegment Wachstumskapitel zu ermöglichen, entwickelt FERI derzeit eine Investmentlösung mit dem Fokus auf Technologieunternehmen aus Europa. Bei der Auswahl geeigneter Portfoliounternehmen wird FERI von einem führenden Venture Capital-Investor unterstützt.

FERI verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Analyse und Verwaltung von Private Equity Fonds und hat weltweit einen exzellenten Zugang zu Top-Fonds und Fondsmanagern. Seit dem Jahr 2000 werden maßgeschneiderte Beteiligungsprogramme für private und institutionelle Mandanten konzipiert, in denen bereits mehr als 2,5 Milliarden Euro investiert wurden.

 

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FERI AG, Haus am Park  Rathausplatz 8-10, 61348 Bad Homburg, Tel: +49 (0) 6172 916-0, Fax: +49 (0) 6172 916-9000, www.feri.de

Digitale Geldanlage quirion bietet ab sofort Kindersparplan an

 

Wer für seine Kinder oder Enkelkinder sparen möchte, kann das jetzt schon ab einem Euro pro Tag und ohne Mindestanlage renditeorientiert am Kapitalmarkt tun – mit dem neuen Kindersparplan von quirion, der digitalen Geldanlage der Quirin Privatbank.„Eltern und Großeltern haben oft den Wunsch, für die Zukunft ihrer Kinder und Enkel finanziell vorzusorgen“, so Martin Daut, CEO der quirion AG. „Leider mangelt es bisherigen Angeboten wie Spar- oder Tagesgeldkonten, Schutzbriefen und Juniordepots entweder an der notwendigen Flexibilität oder einer angemessenen Ertragskraft, oder sie sind schlichtweg viel zu teuer. Das haben wir mit dem quirion-Kindersparplan geändert.“

Günstig, flexibel, renditeorientiert

Mit einer monatlichen Sparrate ab 30 Euro und ohne Mindestanlagesumme kann mit dem Kindersparplan von quirion gezielt Vermögen für den Nachwuchs aufgebaut werden. Die ersten 10.000 Euro werden im Regularpaket komplett kostenfrei verwaltet. Das Geld wird breit gestreut und kostengünstig in Assetklassenfonds und ETFs investiert. Anleger haben entsprechend ihrem persönlichen Risikoprofil die Wahl zwischen zehn Vermögensverwaltungsstrategien mit einem variierenden Aktien- und Anleihenanteil. Auch eine Investition in eine nachhaltige Strategie ist möglich, ebenso zusätzliche Ein- und Auszahlungen.

Aktiensparen für Kinder besonders sinnvoll

Eltern und Großeltern beginnen oft schon zur Geburt des Nachwuchses, Geld für dessen Zukunft beiseitezulegen. Das heißt, bis zum Abruf des angesparten Geldes bleibt meist sehr viel Zeit. Dieser Zeitfaktor wiederum ist die beste Voraussetzung, um renditestark am Kapitalmarkt anzulegen. Das bestätigt auch die Stiftung Warentest2. „Ein ETF-Kindersparplan wie der von quirion vereint alle Vorteile, die für einen zielgerichteten Vermögensaufbau wichtig sind: Er ist kostengünstig, flexibel, und schon mit kleinsten Beträgen können die weltweiten Rendite-Chancen der Märkte systematisch eingesammelt werden – einfach und bequem von der heimischen Couch aus“, so Daut.

Sparpläne stark gefragt

Regelmäßiges Sparen ist nicht nur für den Vermögensaufbau von Kindern interessant, sondern in allen Altersklassen und Lebenssituationen gefragt. Derzeit betreut quirion etwa 8.000 Sparpläne mit einem Volumen von rund 2,4 Millionen Euro. Insgesamt verwaltet quirion per Ende Januar knapp 16.000 Kunden mit einem Volumen von rund 400 Millionen Euro.

Regelmäßig sparen zahlt sich aus

Sparziel erste Wohnungseinrichtung, 5.000 Euro: Spardauer 10 Jahre, Sparrate 30 Euro: Aus den eingezahlten 3.600 Euro werden mit dem quirion-Sparplan bei einer angenommenen Rendite von 7 % per anno nach Kosten insgesamt 5.132 Euro.

Sparziel Weltreise, 15.000 Euro: Spardauer 15 Jahre, Sparrate 50 Euro: Aus den eingezahlten 9.000 Euro werden mit dem quirion-Sparplan bei einer angenommenen Rendite von 7 % per anno nach Kosten insgesamt 15.555 Euro.

Sparziel Ausbildung/Studium4, 30.000 Euro: Spardauer 15 Jahre, Sparrate 100 Euro: Aus den eingezahlten 18.000 Euro werden mit dem quirion-Sparplan bei einer angenommenen Rendite von 7 % per anno nach Kosten insgesamt 31.110 Euro.

Bei der Eröffnung eines Kindersparplanes bis zum 31. März 2020 erhalten Neukunden bis zu 50 Euro Sparrate geschenkt.

 

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quirion AG, Kurfürstendamm 119, 10711 Berlin, Tel: + 49 (0) 30 89021-400, www.quirion.de

Erfolgreiche, kundenfokussierte Vermögensverwaltung

 

Die Vermögensverwaltung des Bankhauses Bauer belegt Spitzenplätze im aktuellen Performance-Ranking des unabhängigen Analyseinstituts firstfive. Erstmals nahm die Privatbank an der firstfive-Bewertung für die Anlagezeiträume „12 Monate“ und „36 Monate“ teil. Und auf Anhieb erreichte das Haus 2019 in beiden Teilnahme-Zeiträumen sehr gute Ergebnisse. In der Kategorie „Anlagezeitraum 12 Monate“ belegte die Bank mit Sitz in Essen und Stuttgart den ersten Platz. Im Anlagezeitraum von drei Jahren (2017 bis 2019) wurde der dritte Platz erreicht. Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, als dieser Zeitraum auch das an den Kapitalmärkten herausfordernde Jahr 2018 beinhaltet.

Das Controlling- und Rankinginstitut firstfive AG bewertet regelmäßig die Leistungen professioneller Vermögensverwalter mit Hilfe anerkannter finanzmathematischer Maßstäbe. Die Grundlage bildet eine umfassende Datenbank mit zahlreichen realen Depots von namhaften Banken und Vermögensverwaltungen.

André Weber, Leiter Private Banking, kommentierte anlässlich der Preisverleihung in Frankfurt am Main: „Beide Auszeichnungen sind eine große Bestätigung unserer Arbeit. Unsere etablierte Anlagephilosophie mit dem Fokus auf nachhaltig wachsende Unternehmen zahlt sich aus. Wir legen dabei großen Wert darauf, die Risiko-Rendite-Profile exakt und individuell für jeden einzelnen Kunden zu definieren und das Portfoliomanagement in allen Marktphasen konsequent darauf auszurichten.“

Insbesondere der Sieg im Anlagezeitraum „12 Monate“ bestätigt die Richtigkeit dieses Ansatzes: Positive Ergebnisse wurden über die drei Risikoklassen „Ausgewogen“, „Moderat Dynamisch“ und „Dynamisch“ erzielt. Der Erfolg basiert also auf einer ausgewogen starken, über unterschiedlichste Risikopräferenzen gestreuten Performance sowie einer hohen Professionalität bei der Auswahl zukunftsträchtiger Branchen und je nach Marktlage geeigneter Assetklassen. Aufgrund der aktuell hohen Relevanz legt die Anlagephilosophie den Fokus auf Nachhaltigkeit und Technologie.

Die firstfive AG zeichnet bereits zum sechsten Mal die besten Vermögensverwaltungen in drei Auswertungszeiträumen aus. Die teilnehmenden Vermögensverwaltungen müssen dabei in unterschiedlichen Risikoklassen herausragende Leistungen erzielen, um Spitzenplätze zu erreichen.

 

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Bankhaus Bauer, Lautenschlagerstr. 2, 70173 Stuttgart, Tel: 0711 182990, www.bankhausbauer.de

Entscheidende Faktoren werden die Art der Beziehung zum Vereinigten Königreich und die digitale Wettbewerbsfähigkeit Europas sein

 

Nach mehr als dreieinhalb Jahren Brexit-Debatte ist es nun soweit: Ab 1. Februar ist Großbritannien nicht länger Mitglied der EU. Doch was ändert sich mit dem Stichtag? Auf den ersten Blick nicht viel, die Übergangsfrist der EU läuft noch bis Ende des Jahres. Was danach passiert – ob geordneter Ausstieg oder harter Brexit – ist unklar. Sicher scheint nur, dass in knapp elf Monaten eine neue Ära beginnt. Deloitte befasst daher schon mit möglichen Szenarien für die Europäische Union für das kommende Jahrzehnt und präsentiert diese im neuen, zwölften Brexit-Briefing unter dem Titel “Beyond Brexit – Scenarios for the Future of Europe 2035”.

“Das Thema Thema Brexit wird uns noch länger begleiten – zumindest bis Ende des Jahres, wenn die Übergangsfrist der EU ausläuft, aber wahrscheinlich auch deutlich darüber hinaus”, sagt Dr. Alexander Börsch, Chefökonom bei Deloitte. “Die Übergangsfrist gibt Unternehmen, die bisher abgewartet haben noch einmal die Gelegenheit, sich für alle möglichen Fälle zu rüsten. Nach wie vor ist keine Option zum Ausgang dieser Trennung ausgeschlossen und ein harter Brexit Ende des Jahres möglich. Ebenso relevant ist aber die langfristige Perspektive über 2020 hinaus und die Frage, wie sich Europa in der nächsten Dekade entwickeln könnte.

Deshalb haben wir in unserem neuen Briefing die möglichen Brexit-Konsequenzen unter zwei Gesichtspunkten betrachtet: Wie konstruktiv wird das Verhältnis zwischen UK und EU nach dem Brexit? Und welche ist die wichtigste treibende Kraft, die Europa in 2030 prägen wird? Wir haben uns hier aus vielen Möglichkeiten für die digitale EU-Wettbewerbsfähigkeit entschieden, da diese die größte Auswirkung auf die europäische Wirtschaft und die Zukunft Gesamteuropas haben dürfte. Auf Basis dieser zwei Treiber haben wir Szenarien entwickelt, die die mögliche Zukunft Europas beschreiben.”

Ausgang des Brexit und digitale EU-Entwicklung formen die Zukunft Das Ergebnis dieser Analyse stellt Deloitte im neuen Brexit-Briefing vor: Die vier grundsätzlich unterschiedlichen Szenarien stellen mögliche Zukunftsbilder vor, die als Richtschnur für die Strategie von Unternehmen hilfreich sein können. Die Szenarien alternieren dabei in einer Dimension zwischen gütlicher UK/EU-Einigung einerseits und künftiger Konkurrenz andererseits, in der anderen zwischen den möglichen Positionierungen der beiden Parteien in Bezug auf die digitale Wettbewerbsfähigkeit (Anführer / Nachzügler). Ein sechsminütiges Video innerhalb des Briefings verdeutlicht die vier sehr unterschiedlichen Zukunftsszenarien anschaulich und gibt einen spannenden Einblick, wohin die Reise gehen könnte.

Szenario 1: Neustart und Beschleunigung (“Reset & Acelerate”)

In diesem Szenario haben die Verhandlungen zu einer schnellen und klaren Einigung geführt, was die weitere wirtschaftliche Verflechtung beidseits des Ärmelkanals betrifft: Beide Seiten kooperieren eng, und gehen die nötigen Investitionen an. Ein digitaler Masterplan hat den Übergang in ein Europa ermöglicht, das digital-ökonomisch im globalen Wettbewerb mithalten kann.

Szenario 2: Gutes altes Europa (“Good Old Europe”)

Dieser Fall betrachtet das Szenario, in welchem ein langer und mühsamer Weg bis zu einer verbindlichen und umfassenden Brexit-Einigung führt. Ein solcher Prozess zieht Kräfte und Fokus von den wichtigen anderen Zukunftsfragen ab. Entsprechend gebremst verlaufen die Bemühungen zu einer grundlegenden europäischen Neuausrichtung. Doch auch hier gibt es noch etliche Möglichkeiten für Europa, sich zu spezialisieren und dank “guter alter” europäischer Werte seinen Platz in der digitalen Welt zu finden und auszubauen.

Szenario 3: Europa als Maßstab (“Benchmark Europe”)

Dieser Ausblick wird von einem schlecht gestalteten Brexit und einem Erstarken des populistischen Nationalismus beherrscht, die das Verhältnis zwischen EU und UK nachhaltig beschädigt haben. Nichtsdestotrotz sieht dieses Szenario durchaus Chancen für die EU: Hier wurde der Brexit als Weckruf verstanden und für eine radikale, beschleunigte Modernisierung der gemeinsamen, digitalen Agenda und Strategie genutzt. Als Ergebnis sieht dieses Szenario eine Union, die dank gezielter Investitionen in Innovationen und eines praktikablen Rahmens für moderne Technologien und Geschäftsmodelle neue Standards für Datenaustausch und ein modernes Europa geschaffen hat, das seinen Platz in der digitalen Zukunft bestens behaupten kann.

Szenario 4: Überleben (“Staying Alive”)

Dieses Szenario skizziert eine eher unschöne EU-Zukunft, in der Wachstum, Mitglieder- und Marktstabilität von anhaltender Uneinigkeit über die wirtschaftliche Beziehung zu Großbritannien geprägt sind. Die EU und UK sind zu Konkurrenten geworden, die sich gegenseitig das Leben schwermachen und sowohl internationale Investitionen als auch gemeinsame Innovationen durch mangelnde gemeinsame Standards eher bremsen als fördern. Dennoch bieten auch hier bilaterale Verträge und eine verstärkte Spezialisierung den Europäern noch Chancen für Wachstum und Wohlstand, wenngleich die Abhängigkeit von globalen Playern beträchtlich gewachsen ist.

“Das neueste Briefing mit der Szenario-Analyse basiert nicht ausschließlich auf Experteninterviews und Workshop-Ergebnissen, wie sonst in der Szenario-Planung üblich; erstmals fließen auch Resultate aus Quellen ein, die dank eines neuartigen Tools namens ‘Deep View’ auf Basis von ünstlicher Intelligenz entstanden sind”, erläutert Dr. Florian Klein, Stratege und Gründer des Deloitte Center for the Long View. “Neben Design und Methodologie der Analyse war uns vor allem eines wichtig: Wir wollten mit unserem neuen Briefing nicht nur aufzeigen, welche Auswirkungen die unterschiedlichen Szenarien unsere Zukunft beeinflussen werden, sondern möchten zu einem verstärkten Nachdenken über das Europa von morgen anregen. Denn wenngleich der Brexit-Ausgang unkalkulierbar ist, die digitale Stellung Europas liegt in den Händen der Europäer.”

Inhaltlich verantwortlich für die Brexit Briefings ist Dr. Alexander Börsch, Chefökonom und Head of Research bei Deloitte und Dr. Florian Klein, Head of the Deloitte Center for the Long View.

 

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