Die Corona-Krise stellt vor allem kleine und junge Unternehmer vor enorme Herausforderungen.

 

Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen führen schnell zu kritischen Liquiditätssituationen. Crowdinvesting-Pionier Conda bietet deshalb mit CONDA HILFT ein Tool zur digital abwickelbaren Soforthilfe und verzichtet bei Kampagnen betroffener Unternehmer auf die eigene Marge. Zinsen und Rückzahlung können auch als Naturalleistungen gestaltet werden. Alle Informationen und Anmeldungen gibt es auf http://conda-hilft.de.

“Wir haben in Deutschland mit dem Crowdinvesting nach dem Vermögensanlagengesetz ein Instrument, um Überbrückungsfinanzierungen in schwierigen Situationen so einfach wie möglich aufzunehmen. Wir wollen einen Beitrag in diesen schwierigen Zeiten leisten und werden bei Kampagnen von Corona-betroffenen Unternehmen auf unsere Marge verzichten”, sagt Dirk Littig, Geschäftsführer von Conda Deutschland. Hervorzuheben sei die Möglichkeit, Zinsen und Rückzahlung auch in Form von Naturalzinsen beziehungsweise Leistungen und Produkten strukturieren zu können. So wird nicht nur schnell Liquidität geschaffen, sondern auch der Umsatz des Unternehmens gestützt.

CONDA HILFT gibt Unternehmen und Organisationen ein Instrument in die Hand, um die unmittelbaren finanziellen Auswirkungen der Krise abzufedern. Die Initiative bietet die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, um ohne großen bürokratischen Aufwand und zeitnah finanzielle Unterstützung zu erhalten. Conda gibt im Rahmen des Projektes lediglich Drittkosten (etwa für den Payment-Provider, die rechtliche Prüfung der Unterlagen, die Erstellung der Kampagnen-Unterlagen und den technischen Setup) sowie die eigenen Kosten (etwa Mitarbeiterkosten) weiter, verzichtet aber auf die eigene Marge. “Damit wollen wir ausdrücklich unseren Beitrag dazu leisten, die Liquidität betroffener Unternehmen zu stärken. Diese Aktion ist limitiert, wir beobachten den Verlauf der Krise und werden dann wieder zu unserem normalen Preisniveau zurückkehren”, sagt Conda-Geschäftsführer Dirk Littig.

CONDA HILFT unterstützt Unternehmen dabei, rasch Kapital in Form von Nachrangdarlehen nach dem Vermögensanlagengesetz von Unterstützern aufzunehmen. “Unternehmern können oft in ihrem unmittelbaren Umfeld finanzielle Unterstützung erhalten, etwa von Kunden, Partnern, Lieferanten oder Nachbarn. Mit CONDA HILFT nutzen sie einen rechtlich sicheren Rahmen und eine ausgereifte technische Lösung, um genau das zu machen”, sagt Dirk Littig. Große Marketing-Kampagnen sind gar nicht notwendig, sondern das Unternehmen kann die bestehenden Kommunikationskanäle mit seinen Kunden und Partnern nutzen. “Conda stellt ein Instrument zur Verfügung, um eine Zwischenfinanzierung korrekt und rechtlich sicher abzuwickeln. Es geht darum, von einigen wenigen Unterstützern die vielleicht wenigen zehntausend Euro zu bekommen, die einem kleinen Unternehmen das Überleben in der Corona-Krise garantieren können”, so Littig.

Einfacher und schneller Prozess, auf Wunsch diskrete Kampagne

Der Prozess ist so einfach wie möglich gehalten. Auf conda-hilft.de machen Unternehmen Angaben zu ihrem Business und geben den konkreten Finanzierungsbedarf ein. Innerhalb von wenigen Tagen und nach einem positiven rechtlichen Check ist die Kampagne online. Das Unternehmen entscheidet, ob die Kampagne öffentlich sichtbar oder nur ausgewählten Unterstützern via Passwort und Login zugänglich ist.

“Wir gehen davon aus, dass nicht alle Unternehmer für alle sichtbar über notwendige Zwischenfinanzierungen reden wollen. Deshalb haben wir uns entschieden, anders als im normalen Crowdinvesting-Betrieb, bei CONDA HILFT eine diskrete Abwicklung zu ermöglichen”, so Dirk Littig.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

CONDA Deutschland Crowdinvesting GmbH, Brabanter Straße 4, 80805 München, Tel: +49  (0)89/5528 5009, www.conda.de

Die Aktienmärkte haben gerade eine der schlimmsten Wochen in ihrer jüngsten Geschichte erlebt:

 

Sie fielen im Durchschnitt um 15 bis 20 Prozent und es gab in der vergangenen Woche gleich zwei schwarze Handelstage, Montag und Donnerstag. Der Anstieg aus dem Jahr 2019 ist weitestgehend, wenn nicht gar völlig verloren. Die europäischen Märkte haben sogar ihre Tiefststände von 2018 unterschritten und kehren auf das Niveau von 2013 zurück.

Die Coronavirus-Epidemie ist nach Angaben der WHO inzwischen eine Pandemie, und die drastischen Eindämmungsmaßnahmen beschleunigen sich weltweit. Die meisten Unternehmen, abgesehen von den lebenswichtigen Sektoren, stehen still, Schulen werden geschlossen und viele Unternehmen müssen auf Home Office oder Kurzarbeit umstellen.

Wenngleich diese Maßnahmen aktuell unerlässlich erscheinen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und eine Überforderung der Gesundheitssysteme zu verhindern, führen sie doch zu einer plötzlichen und weitreichenden Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit. Die Gewinnerwartungen vieler Unternehmen wurden bereits um mindestens 20 Prozent nach unten revidiert, und eine globale Rezession scheint unausweichlich.

In einem solchen Kontext ist der Rückgang der Märkte für risikoreiche Anlagen wie Aktien logisch, vor allem nach einem Jahr wie 2019, in dem die Kurse stark gestiegen sind, die Unternehmensgewinne jedoch eher stagnierten. Zudem zeigen die Interventionen der Zentralbanken derzeit praktisch keine Wirkung.

Die Europäische Zentralbank (EZB) kündigte am Donnerstag an, ihren Leitzinssatz nicht anpassen zu wollen. Stattdessen plane sie zusätzliche Käufe für 120 Milliarden Euro bis zum Jahresende sowie ein neues langfristiges Refinanzierungsgeschäft der Banken (TLTRO) zu sehr günstigen Bedingungen. Diese Ankündigungen sorgten für Enttäuschung an den Märkten, wurden sie doch als zu zaghaft empfunden. Die EZB kann nicht alles alleine lösen, und angesichts der bereits vorhandenen Mittel liegt es nun an den Staaten, sich zu koordinieren, um eine massive und ehrgeizige haushaltspolitische Reaktion in Gang zu setzen. Wenn es einen Fehler bei der EZB gab, dann den unpräzisen Ton und die Wortwahl der EZB-Direktorin.

Der Entschluss der Fed am Sonntag hingegen war viel weitreichender. Die US-Zentralbank senkte die Zinssätze um einen Prozentpunkt auf 0 bis 0,25 Prozent. Zusätzlich kündigte sie größere Anlagekäufe in Höhe von 700 Milliarden US-Dollar an: 500 Milliarden Dollar in US-Treasuries und 200 Milliarden Dollar in Hypotheken. Gleichzeitig wurde ein koordiniertes Vorgehen der wichtigsten Zentralbanken (Vereinigte Staaten, Eurozone, Japan, Großbritannien, Schweiz und Kanada) eingeleitet. Ziel war es, ein Maximum an Dollar-Liquidität auf den Finanzmärkten sicherzustellen, um eine Liquiditätskrise zu vermeiden.

Diese Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung, insbesondere, weil sie den Beginn der Koordinierung zwischen den internationalen Institutionen signalisiert. Darüber hinaus kommt sie zu einer Zeit, in der sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa viele Haushaltsmaßnahmen angekündigt wurden. Dennoch reagierte der Markt darauf mit einer weiteren Abwärtsbewegung. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt scheinen die Reaktionen der Investoren sowohl von den Sorgen um die gesundheitliche Entwicklung als auch von der Aussicht auf eine weltweite Rezession, deren Ausmaß noch nicht abzusehen ist, getrieben zu sein. Zum Vergleich sei auch daran erinnert, dass die Fed im Jahr 2008 ihre Zinsen Mitte Dezember auf null Prozent gesenkt hatte, das heißt, fast drei Monate vor dem Tiefpunkt der Märkte.

Welche Auswirkungen hat dies auf die wichtigsten Anlageklassen?

Der Rückgang betrifft alle Aktienmärkte, obwohl einige Dichotomien bestehen bleiben. Der Energiesektor, sowie die von den Eindämmungsmaßnahmen am stärksten betroffenen Sektoren – insbesondere der Reise- und Freizeitsektor – sind deutlich stärker rückläufig als die defensiveren und/oder weniger betroffenen Sektoren wie Gesundheit oder Ernährung. Der chinesische Markt übertrifft auch weiterhin die Märkte der Industrieländer. Bei den Anleihen gibt es zwar noch etwas Widerstand, aber die Liquiditätsängste nehmen zu, und die risikoreicheren Anlagen (Hochzinsanleihen, Schwellenländeranleihen) sind besonders unter Druck. Schließlich spielen als sicher geltende Staatsanleihen nicht mehr ihre Rolle als Stoßdämpfer. Dafür gibt es zwei Gründe: Einerseits werden die umfangreichen fiskalischen Maßnahmen, die von den Regierungen ergriffen oder angekündigt wurden, die Defizite stark erhöhen und könnten die Inflation in die Höhe treiben. Vor allem, da die Eindämmungsmaßnahmen eher inflationärer Natur sind. Auf der anderen Seite scheinen sich die Investoren nun in Geldmarktprodukte und Kasse flüchten zu wollen und verkaufen daher alle anderen Anlageklassen, angefangen bei den liquidesten, wie z. B. US-amerikanischen und europäischen Staatsanleihen.

Was tun wir in diesem Zusammenhang?

Die Unsicherheit über den Fortgang der Pandemie, die Gewissheit einer Rezession, deren Ausmaß noch nicht feststeht, und die extreme Volatilität der Märkte machen es erforderlich, dass wir in dieser Phase sehr vorsichtig und vor allem ruhig bleiben. Wir tun daher alles, um die Portfolios unserer Kunden zu schützen und sicherzustellen, dass die Fonds in der Lage sind, mögliche Rücknahmen zu bewältigen, ohne die Anleger zu beeinträchtigen, die weiterhin Vertrauen in uns haben.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

La Financiere de l’Echiquier, Kapitalanlagegesellschaft mit AMF-Zulassung Nr. GP 91004, Bockenheimer Landstrasse 51-53, 60325 Frankfurt am Main, Tel: 069 509 292 48/ 49, http://int.lfde.com/de/

Nachdem die internationale Fondsboutique Comgest bereits in den Vorjahren bei den Refinitiv Lipper Fund Awards mehrfach ausgezeichnet wurde, setzt sich die Erfolgsserie der Gesellschaft auch in diesem Jahr fort.

 

2019 wurde Comgest mit neun Preisen für die DACH-Region bedacht. In diesem Jahr wurde die herausragende Performance der Europa- und Japan-Strategien mit nunmehr zwölf Auszeichnungen für Deutschland, Österreich und die Schweiz belohnt.

Die Lipper Fund Awards zählen seit mehr als drei Jahrzehnten zu den wichtigsten Preisverleihungen in der Fondsbranche. Die Ratingagentur zeichnet jährlich in 17 Ländern die besten Fonds und Fondsgesellschaften aus. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf eine langfristig starke Performance und gelungenes Risiko-Management gelegt.

Für Branchen-Kenner ist es längst kein Geheimnis mehr, dass sich Comgest seit 30 Jahren auf Bottom-up-Stock-Picking, konzentrierte Portfolios und lange Halteperioden konzentriert. Dabei werden sorgfältig die langfristigen Gewinner ausgewählt – jene Unternehmen, die möglichst wenig von makroökonomischen Faktoren beeinflusst werden und sich dank Innovationen, stabiler Endmärkte und einer starken operativen Umsetzung den politischen sowie konjunkturellen Zyklen entziehen können. Diese Strategie macht sich bezahlt, was die jüngsten Auszeichnungen bestätigen.

Felsen in europäischer Brandung

Während so mancher Anleger glauben könnte, Europa wäre durch stockendes Wirtschaftswachstum und politische Turbulenzen wie den Brexit nahezu „uninvestierbar“ geworden, überzeugt Comgest vom Gegenteil. Passend zum 30-jährigen Jubiläum der europäischen Comgest-Strategie wurden gleich drei Europa-Fonds für die DACH-Region mit einem Lipper Fund Award bedacht: Neben dem Flaggschiff Comgest Growth Europe (ISIN: IE0004766675) zählt auch der Comgest Growth Europe Opportunities (ISIN: IE00B4ZJ4188) und der Comgest Growth Europe Smaller Companies (ISIN: IE0004766014) zu den in diesem Jahr ausgezeichneten Fonds.

Zukunftspotential aus Fernost

Neben den drei Fonds der Europa-Strategie glänzte auch die Japan-Strategie der Fondsgesellschaft. Der Comgest Growth Japan (ISIN: IE0004767087) wurde in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz gleichermaßen für seine Performance über 10 Jahre ausgezeichnet. Der fernöstliche Inselstaat hat sich in den letzten Jahren zu einem attraktiven Markt für Wachstumsinvestoren gemausert und ist von starken Reformbemühungen unter Premierminister Shinzō Abe geprägt. Neben hochwertigen Titeln aus dem High-Tech-Segment sorgen auch weniger bekannte, aber wachstumsstarke Binnenmarkt-Unternehmen wie M3, Nihon M&A, Zozo oder Hikari Tsushin für die sehr gute risikoadjustierte Performance.

„Die erneuten Auszeichnungen durch Lipper sind einmal mehr ein Beleg für die Qualität, die wir mit unserem Investmentstil erzielen. Unser Fondsmanagement-Team setzt den Qualitätswachstumsstil seit Jahrzehnten konsequent um. Das ist der Schlüssel unseres Erfolgs und wird es auch zukünftig bleiben“, sagt Arnaud Cosserat, CEO und CIO von Comgest.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Comgest Deutschland GmbH, Sky Office, Kennedydamm 24, D-40476 Düsseldorf, Tel.: +49 21144038721, www.comgest.com

Kommentar von Paul Markham, globaler Aktien-Portfoliomanager bei Newton Investment Management und Manager des BNY Mellon Global Equity Fund

 

„Die Märkte stellen die Nerven der Anleger auf eine harte Probe. Sie versuchen, die Auswirkungen des Coronavirus, die Regierungsversprechen zu Konjunkturhilfen, und ein bereits strukturell niedriges Wirtschaftswachstum im Zuge der Finanzkrise 2008-9 zu bepreisen. Mehrere Zentralbanken hatten bereits in den letzten Tagen versucht, die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Marktunsicherheit zu mildern. Am Sonntag kündigte eine Gruppe von ihnen unter Führung der Federal Reserve aggressive und konzertierte Maßnahmen an, darunter eine Senkung der US-Zinsen um einen ganzen Prozentpunkt. Die Fed führt die Zinssätze damit auf das Niveau von 2009 zurück und verabreicht Liquiditätsspritzen zur Entspannung der notleidenden Kreditmärkte. Erster Eindruck während ich diese Zeilen schreibe (Montag, 16.3. 2020 Stand 11:00 Uhr): Die Anleger sind nicht beeindruckt, die Börsen in Asien und Europa brechen weiter ein.

Viele Anleger sahen die frühe Phase der aktuellen Marktvolatilität als „gesunde Korrektur“ nach einer Phase des Überschwungs. In den letzten Wochen wuchs jedoch die Angst, dass der wahre Sturm uns erst noch bevorsteht. Der saudisch-russische Ölpreiskrieg, der die Marktturbulenzen beschleunigt hat, hätte den Volkswirtschaften mit billiger Energie neuen Schwung geben können, bringt bislang aber offenbar keine Erleichterung, weil immer mehr Verbraucher krank werden, von zu Hause aus arbeiten oder sich selbst isolieren, um Covid-19 zu entgehen. Das Reiseverbot zwischen den USA und Europa und die strengen landesweiten Sperren haben das Gefühl der Krise noch verstärkt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden voraussichtlich erheblich sein. Selbst wenn die Börsen sich im Laufe des Jahres wieder erholen sollten, werden sie nicht unbedingt wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Die schon erwähnten Zinssenkungen sind zwar eine wichtige Hilfe dabei, die erschütterten Märkte zu stabilisieren, aber sie können den Angebotsschock durch die in China unterbrochenen Lieferketten nicht auffangen.

Die Ausschläge der Märkte weltweit in beide Richtungen dürften vorerst extrem bleiben, und vor allem Aktien werden weiterhin volatil sein. Chancen bieten sich jedoch bereits jetzt in finanzstarken Unternehmen mit mehrjährigem Wachstum und differenzierten Geschäftsmodellen. Viele davon sind derzeit zu wesentlich niedrigeren Preisen erhältlich als noch vor einem Monat. Anleger werden starke Nerven brauchen, und die Lage kann sich weiter verfinstern, bevor wir wieder Licht am Ende des Tunnels sehen – aber für langfristig orientierte Anleger zeichnen sich bereits attraktive Einstiegsmöglichkeiten ab.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BNY Mellon IM, 160 Queen Victoria Street, London, EC4V 4LA, England, Tel: +44 20 3322 4806, www.bnymellon.com

Die Chancen für eine V-förmige Erholung der Märkte ist zunehmend unwahrscheinlich.

 

Experten der Fondsgesellschaft Legg Mason sehen trotzdem bereits mittelfristig wieder Chancen: Koordinierte Liquiditätsspritzen der Notenbanken, der Aufbau grüner Infrastruktur und die Einführung des 5G-Mobilfunkstandards sollten die Börsen stützen.

Eine zentrale Rolle könnten zuerst Notenbanken und Regierungen spielen: „Obwohl Zinssenkungen wenig dabei helfen, die direkten Folgen des Virus auf der Angebotsseite zu mildern, könnten doch koordinierte Liquiditätsspritzen für die Wirtschaft dafür sorgen, dem Markt eine klare Botschaft zu senden und die Situation zu stabilisieren“, sagt Jeff Schulze, Investmentstratege der Legg-Mason-Tochter ClearBridge Investments.

Auch Investitionen in Infrastruktur könnten inmitten der Krise eine stabilisierende Wirkung haben. „Wir gehen davon aus, dass Investitionen in Infrastruktur ein wichtiges Werkzeug für Regierungen sein werden“, sagt Charles Hamieh von der Legg-Mason-Boutique RARE Infrastructure und verweist insbesondere auf nachhaltige Maßnahmen. „Viele Regionen, wie beispielsweise die EU, Kalifornien oder Virginia, haben sich ambitionierte Klimaziele gesteckt. Die schwachen ökonomischen Aussichten und auch die Folgen der Corona-Krise könnten Katalysatoren dafür sein, diese Ziele früher anzugehen als bislang geplant“, so Hamieh und nennt exemplarisch Projekte für erneuerbare Energie. Hinzu komme, dass nachhaltige Investments nach ESG-Kriterien am Markt auf Zuspruch stoßen.

Neben Investments in regenerative Energien könnte auch der neue Mobilfunkstandard 5G dabei helfen, das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte wieder anzuschieben. 5G gilt als Zukunftstechnologie und Voraussetzung für Entwicklungen im Bereich Internet der Dinge. „Wir gehen davon aus, dass die Einführung des ersten 5G-iPhones im September der gesamten Branche neue Impulse geben wird“, sagt Deepon Nag, Senior Analyst für Technologie bei der Legg-Mason-Tochter ClearBridge Investments. „Hersteller von Smartphones dürften unmittelbar vom neuen Mobilfunkstandard profitieren, aber auch Ausrüster und Zulieferer können zusätzliche Aufträge erwarten“, so der Analyst und verweist darauf, dass steigende Bandbreiten und größere Datenvolumina auch Investitionen in bestehende Infrastruktur nötig machen. „Anders als 3G oder 4G startet 5G weltweit fast zur selben Zeit. Wir erwarten daher, dass sich dieser Standard viel schneller etablieren wird als seine Vorgänger“, so Nag.

Obwohl Investmentstrategen wie Jeff Schulze die aktuelle wirtschaftliche Situation als angespannt bewerten, hätten sich die ersten Maßnahmen der US-Notenbank bereits bewährt. „Die Ausweitung der Bilanz der Notenbank hat die Rezessionsgefahr in den USA deutlich abgemildert. Auch die gesunkenen Ölpreise sind nicht durchweg negativ zu werten und stützen wichtige Branchen wie die Luftfahrt oder auch die Chemieindustrie. Mittels bewährter Maßnahmen aus der Zeit der Finanzkrise und zielgerichteter Investitionen in Zukunftstechnologie kann die Weltwirtschaft bis Jahresende stabilisiert werden“, betont Schulze.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Legg Mason Investments (Ireland) Limited, Messe Turm 21. Etage, Friedrich-Ebert-Anlage 49, 60308 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 719 143 720, www.leggmason.de

Durch Übertragung der Allianz-Real-Estate-Anteile an PIMCO will die Allianz einen der größten globalen Immobilieninvestoren schaffen

 

Die Allianz gab ihre Absicht bekannt, die Stärken von PIMCO, einem der weltweit führenden Anlageverwalter für festverzinsliche Wertpapiere, und der Allianz Real Estate (ARE), dem firmeneigenen Immobilienspezialisten mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 70 Milliarden Euro, zu verbinden. Dieser organische Schritt wird vorgeschlagen, um die Kompetenz der Allianz im Bereich der alternativen Anlagen durch Schaffung eines weltweit herausragenden Immobilienmanagers zu stärken. Die Einheit wird sogenannte „Core-“, „Value-add-“ und opportunistische Immobilieninvestments im Wert von mehr als 100 Milliarden Euro in Europa, den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum verwalten.

PIMCO verfügt über eine etablierte Plattform für alternative Anlagen im Bereich opportunistischer Immobilien. Ihr makroökonomischer und analytischer Rahmen wird durch die Größe und weltweite Präsenz von Allianz Real Estate ergänzt. Die Zusammenführung dieser globalen Präsenz und des Netzwerks spezialisierter Partner mit PIMCOs „Top-Down-Investmentansatz“ und Know-how im Bereich Drittkunden werden es in den kommenden Jahren ermöglichen, dieses Geschäft zu einem der größten Immobilien-Investment-Manager weiterzuentwickeln.

Die jeweiligen Unternehmen ergänzen sich wechselseitig hinsichtlich geographischer Präsenz, Produkte, Investorenabdeckung, Mitarbeiter und Fachwissen. Die Immobilienplattform von PIMCO ist auf opportunistische Investments und Kredite in den USA und Europa ausgerichtet. Allianz Real Estate bringt seine anerkannte weltweite Expertise beim Direkterwerb von „Core“-Immobilien und bei der Verwaltung dieses Immobiliensegments ein. Darüber hinaus besitzt Allianz Real Estate Know-how für „Core“- und „Value-Add-Investments“ in Europa, Asien und den USA, sowie spezielle Expertise im Darlehensgeschäft für Core-Immobilien in den USA und Europa.

Allianz Real Estate befindet sich vollständig im Besitz der Allianz SE und ist derzeit Teil ihres Investmentbereichs. Im Rahmen der Transaktion soll sie auf PIMCO übertragen und damit zu einem Bestandteil des Segments Asset Management der Allianz SE werden. Das Vorhaben steht noch unter dem Vorbehalt des Abschlusses rechtsverbindlicher Verträge, üblicher behördlicher Genehmigungen und der Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter in Kontinentaleuropa.

Die Führungsteams von Allianz Real Estate und PIMCO werden in den kommenden Monaten gemeinsam dafür sorgen, dass die jeweiligen Kompetenzen enger aufeinander abgestimmt werden und gleichzeitig sicherstellen, dass beide Organisationen ihre Verpflichtungen aus der jetzigen Aufstellung im Fondsgeschäft und bei der Wahrnehmung institutioneller Mandate einhalten.

„Dies ist eine ausgezeichnete Wachstumschance“, sagte Jackie Hunt, Mitglied des Vorstands der Allianz SE. „Die Zusammenführung von zwei leistungsstarken, sich wechselseitig ergänzenden Spezialisten versetzt uns in die Lage, unseren Kunden umfassendere Angebote im Immobiliensektor zu machen. Sie stärkt unsere Position im Bereich alternative Investments, in dem wir bereits zu den Top-10-Playern weltweit gehören.“

„Immobilien werden jetzt und in Zukunft weiterhin im Mittelpunkt der Fortentwicklung unserer Plattform ‚Private Strategies‘ stehen. Diese halten wir für wesentlich, um unseren Kunden alternative Investmentansätze anzubieten, die ihnen helfen, ihre langfristigen Anlageziele zu erreichen“, sagte Emmanuel Roman, CEO von PIMCO. „Durch Einbezug von Allianz Real Estate in die PIMCO-Lösungen beabsichtigen wir, unsere Fähigkeiten in einem Bereich, der sich zu einem wichtigen Bestandteil der Kunden-Portfolios entwickelt hat, erheblich zu verbessern.“

„Dies ist eine sehr interessante Zeit für uns bei Allianz Real Estate. Der Zusammenschluss ist ausgewogen, da hier zwei komplementär aufgestellte Einheiten zusammengehen“, sagte Francois Trausch, CEO und CIO der Allianz Real Estate. „Indem wir unsere jeweiligen Stärken ausspielen, werden wir zukünftig große Dinge erreichen können. Sobald wir die globale Präsenz der Allianz Real Estate und die Ambition der Allianz im Bereich Immobilien mit dem unübertroffenen Zugang zu PIMCO‘s Know-how, Marktanalysen, Leistungskultur und globaler Vertriebsstärke zusammenführen, sind wir in der besten Lage, einer der weltweit umfassendsten Spezialisten für Investments in Immobilien und in alternativen Anlagen zu werden.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Allianz Real Estate, Seidlstrasse 24-24a, D-80335 München, Tel: +49 89 38008234, www.allianz.com

Kombination aus Coronavirus und Ölpreisverfall sorgt für Unsicherheit

 

Die anhaltende Verunsicherung rund um den Coronavirus in Verbindung mit dem plötzlichen Ölpreisverfall Anfang letzter Woche hält die Kapitalmärkte in Atem: Starke Kursverluste in den vergangenen Tagen trieben Anleger in Scharen in „sichere Anlagehäfen“. Die Renditen von Staatsanleihen wie deutschen Bundesanleihen sanken in Folge auf neue Tiefststände von -0,91Prozent. „Der Ölpreisrückgang von 20 Prozent allein am 9. März stellt für die Weltwirtschaft und die Märkte, die noch die Auswirkungen rund um Covid-19 zu verkraften haben, einen zweiten exogenen Schock dar“, erläutert Jakob Tanzmeister, Investment Specialist für Multi-Asset-Solutions bei J.P. Morgan Asset Management. Trotz der Verunsicherung habe aber das Kernszenario, dass sich die Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte von den aktuellen Schocks erholt, für die Multi-Asset Fonds wie den JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund weiter Bestand. „Allerdings ist die Unsicherheit, was den genauen Verlauf angeht, gestiegen, da das genaue Zusammenspiel der beiden Schocks unklar ist“, betont Tanzmeister. Da das Risiko einer Fortsetzung der Volatilität an den Kapitalmärkten besteht, wurden die Income-Portfolios defensiver aufgestellt – zudem erwarten die Experten in den kommenden Wochen geld- und fiskalpolitische Impulse.

Folgen des Coronavirus für die globale Wirtschaft

Sicher ist aber schon jetzt, dass der wirtschaftliche Effekt durch Covid-19 länger andauern wird als zunächst angenommen. Zwar schreite Chinas Reaktivierung langsam voran, in anderen Ländern kommt es nun allerdings zu teilweisen Stillständen und Verhaltensänderungen „Das erste Quartal 2020 wird sich als das schwächste Quartal für das globale Wachstum dieser Expansion erweisen, und es wird eine gewisse Trägheit im zweiten Quartal geben. Wir rechnen jetzt für das Geschäftsjahr 2020 mit einem wesentlichen Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts, der jedoch sehr ungleich verteilt sein wird“, sagt Tanzmeister. So geht der Experte davon aus, dass sich die US-Wirtschaft widerstandsfähiger zeigen wird. Nachdem in 2019 ein deutlicher Rückgang der Unternehmenstätigkeit zu verzeichnen war, sind die Cashflows der Unternehmen nun in einer solideren Ausgangsposition, um diesen Schock besser zu überstehen. Auch die Haushaltsbilanzen sehen vergleichsweise robust aus und die Sparquote ist mit 5 Prozent hoch.

Mittelfristig positve Auswirkungen niedrigerer Ölpreise für Verbraucher

Aus realwirtschaftlicher Sicht sollten die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen des Ölpreisverfalls für die großen Volkswirtschaften begrenzt sein. „Zumindest mittelfristig dürften die positiven Auswirkungen niedrigerer Öl- und Benzinpreise auf die Verbraucher die negativen Auswirkungen auf den Energiesektor, der in den meisten Industrieländern und sogar in großen Schwellenländern gering ist, bei weitem überwiegen“, ist Tanzmeister überzeugt. Die negativen Ausreißer sind hier Kanada und teilweise Australien.

Selbst in den USA, die heute ein bedeutender Ölproduzent und Nettoexporteur sind, ist die Größe des Sektors volkswirtschaftlich begrenzt. Zudem sind Unternehmensinvestitionen im Energiebereich im Vergleich zu 2015, als Investitionen im Sektor hoch und steigend waren, aktuell weiterhin niedrig und fallend. Der Benzinanteil an den Verbraucherausgaben war jedoch ziemlich konstant. „Ein weiterer Rückgang der ölbezogenen Investitionen ist wahrscheinlich, sollte jedoch nicht mehr als ein paar Zehntel Prozent vom annualisierten BIP-Wachstum ausmachen. Dieser Effekt wird wahrscheinlich durch andere Verhaltensänderungen in den Schatten gestellt“, so Tanzmeister.

Das größere Risiko für den Konjunkturausblick besteht laut dem Experten deshalb nun in der Wechselwirkung zwischen Virus und dem Energieschock. Dies erhöht das Risiko, dass einige Unternehmen überproportional betroffen sind, was eine Welle von Insolvenzen auslösen könnte, bei denen die Störung des Finanzmarktes wieder auf die Realwirtschaft zurückfällt – und somit das Risiko einer Rezession durch Arbeitsplatzverluste, Stimmungsschock und eine Zunahme allgemeiner Unsicherheit verstärkt wird. „Die jüngsten Kursrückgänge und das Risiko einer erheblichen Funktionsstörung an den Finanzmärkten werden sehr wahrscheinlich weitere Reaktionen der Zentralbanken und Politik auslösen. Natürlich wird es Stimmen geben, die besagen, dass die Zentralbanken diesen Schocks nicht entgegenwirken können, aber in einer Situation wie dieser ist eine Lockerung der Geldpolitik normalerweise der Ersthelfer. Selbst wenn eine dann folgende steuerliche oder fiskalische Reaktion wirkungsvoller sein könnte“, unterstreicht der Experte.

Income-Strategie profitiert von breiter Streuung und Flexibilität des Multi-Asset Portfolios

Jakob Tanzmeister betont, dass Multi-Asset-Fonds in diesen volatilen Phasen von ihrer Diversifizierung profitieren können. Die Flexibilität der Income-Strategie zahlt sich zudem aus, denn Anlageklassen wie beispielsweise REITs oder Infrastruktur reagieren nicht so sensitiv auf die Marktbewegungen. „Unsere Positionierung auf der Anleihenseite in Hypothekenanleihen, Cash, Unternehmensanleihen mit Investment Grade Rating und kurzlaufende Unternehmensanleihen stärkt die Defensive. Diese Assets dienen sowohl als Portfolio-Absicherung, als auch um die erhöhte Wahrscheinlichkeit von Reaktionen der Zentralbankpolitik widerzuspiegeln.“ Bei Hochzinsanleihen bleibt das Income-Management rund um Michael Schoenhaut und Eric Bernbaum weiter vorsichtig und zieht es vor, die Bonität im Portfolio vergleichsweise hoch und die Positionsgrößen im historischen Vergleich geringer zu halten. Insgesamt bleibt die Strategie, was Risikoanlagen angeht, moderat positioniert, wobei die Manager weiterhin stark auf die Diversifizierung des Portfolios setzen und defensive Positionen wie die Duration nutzen, um die Widerstandsfähigkeit des Portfolios sicherzustellen. Aktien mit defensiver Dividendenausrichtung sehen die Income-Manager mittelfristig weiterhin konstruktiv, reduzieren jedoch die Positionsgrößen aufgrund der aktuellen Marktschwankungen, da sie davon ausgehen, dass die Märkte kurzfristig volatil bleiben werden. Innerhalb dieser defensiven Positionierung bevorzugen sie weiterhin US-Aktien und in moderater Dosis Schwellenländer, die sich in den letzten Wochen positiv für die Diversifizierung erwiesen haben.

„Wir haben 2020 mit einer relativ defensiven Ausrichtung des Portfolios begonnen, verglichen mit längerfristigen ‚neutralen‘ Risikoniveaus des Fonds. Dies äußert sich in einer geringeren Aktiengewichtung von aktuell 29 Prozent und einer verstärkten Diversifikation unserer Anleihenallokation durch qualitativ hochwertige Anlagen wie bonitätstarke Hypothekenanleihen, die aktuell bei knapp 10 Prozent liegen. Die Duration betrug 4 Jahre, was einem durchschnittlichen Niveau entspricht“, führt Tanzmeister aus. Im Vergleich zu einem breiten Index war der Global Income Fund im Energiesektor untergewichtet, und insbesondere bei Hochzinsanleihen in defensiven Sektoren wie Kommunikation, Gesundheitswesen und Konsum (nicht zyklisch) dagegen übergewichtet. Diese defensiven Sektoren profitieren teilweise von der soliden Ausgangslage der US-Konsumenten und haben sich als besonders robust in wirtschaftlichen Schwächephasen erwiesen.

„Die weiterhin relativ defensive Positionierung und die breite Streuung der Anlageklassen im Fonds haben sich in diesem volatilen Marktumfeld bewährt. Per 13.3. betrug die Performance in der Anteilklasse A (div) EUR seit Jahresbeginn -11,45 Prozent – im Vergleich zu -24,1 Prozent des MSCI World EUR hedged, was eine Abwärtserfassung von weniger als der Hälfte des Aktienmarktes darstellt. Dies entspricht dem Risikoprofil der Strategie“, führt der Experte aus. Die risikoärmere Variante JPMorgan Investment Funds – Global Income Conservative Fund verzeichnet seit Jahresbeginn eine Wertentwicklung von -4,12 Prozent (Anteilklasse A (div) – EUR, Stand 13.03.2020).

Im vergangenen Jahr konnte der Global Income Fund eine Wertentwicklung von 10,7 Prozent erzielen und diesen Trend mit einem All-Time-High am 18. Februar dieses Jahres fortsetzen. Im Vergleich zum MSCI World Index hat er in 2019 Kursabschwünge durchschnittlich nur zu 14% mitgemacht, an Kurssteigerungen aber zu 30% partizipiert.

Ausschüttungsniveau bleibt trotz Niedrigzinsumfeld stabil

Auch bei den letzten Ausschüttungen konnte der JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund und sein defensiveres Pendant, der JPMorgan Investment Funds – Global Income Conservative Fund, überzeugen. In der vierteljährlich ausschüttenden Anteilklasse lag diese im Februar für den Global Income Fund bei annualisiert 4,1 Prozent p.a. (Anteilklasse A (div) – EUR, Stand Februar 2020, nicht garantiert) und für den Global Income Conservative Fund bei 3,5 Prozent (Anteilklasse A (div) – EUR, Stand Februar 2020, nicht garantiert). Die jährlich ausschüttende Anteilklasse A (dist) – EUR erzielte eine Ausschüttung im Global Income Fund von 2,8 Prozent, der Global Income Conservative Fund lag bei 1,5 Prozent (Stand März 2020, nicht garantiert).

„Dank seiner breiten Streuung und vergleichsweise defensiven Ausrichtung konnten wir in der Income-Strategie die jüngsten Kursverluste im Zuge der Sorgen um die Ausbreitung von COVID-19 und den Ölpreisschock gut abfedern und haben weniger Schwankung gesehen als bei reinen Aktieninvestments“, so Tanzmeisters Fazit.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Marktmeinung von Mark Dowding, Partner und Chief Investment Officer von BlueBay

 

In den nächsten Wochen dürften die Nachrichten rund um das Corona-Virus erst noch schlechter werden: Die Zahl der Neuninfektionen dürfte in Europa und den USA zunehmen. Reisebeschränkungen, die Absage von Veranstaltungen, soziale Isolierung und Home-Office-Lösungen dürften eine Zeit lang den Alltag bestimmen und es scheint unwahrscheinlich, dass viele Länder vor Ende des zweiten Quartals wieder zum Normalzustand zurückgekehrt sind.

Angesichts dieser Entwicklungen dürfte die Hysterie in der Bevölkerung noch weiter steigen und der Höhepunkt wohl erst in ein bis zwei Monaten erreicht werden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich Deutschland, Frankreich und Spanien in gut einer Woche in einem Zustand befinden, wie Italien heute, und Großbritannien und die USA dürften folgen. All dies dürfte die Hysterie weiter auf die Spitze treiben.

Dabei sollten wir aber nicht vergessen, dass das Corona-Virus – so unerfreulich es auch sein mag – kein Weltuntergangsszenario bedeutet. Der Anteil der Todesfälle ist weiterhin gering, die meisten, die sich anstecken, werden milde Symptome zeigen, was besonders für Personen aus der arbeitenden Bevölkerung gilt. Am stärksten betroffen sind Alte und Kranke, die nicht mehr zur Arbeitsbevölkerung gehören.

Wir halten es also für gut möglich, dass die Covid-19-Pandemie in der Rückschau eher wie eine unangenehme Grippewelle betrachtet wird und in keiner Weise wie andere Pandemien der Geschichte, etwa die Spanische Grippe, der junge wie alte Menschen zum Opfer fielen.

Da die Finanzmärkte immer versuchen, künftige Entwicklungen abzuschätzen und sich auf diese einzustellen, glauben wir, dass der Höhepunkt des aktuellen Ausverkaufs in den nächsten Wochen erreicht werden könnte. Sollten sich diese Anzeichen mehren, könnten sich Einstiegspunkte ergeben, zumindest für Anleger, die bereit sind, über einen Zeitraum von 12 bis 18 Monaten zu investieren.

Kurzfristig dürfte es auf der Suche nach Liquidität jedoch weiter zu erzwungenen Abverkäufen kommen, wovon jene profitieren dürften, die in der Lage sind, zu kaufen statt verkaufen zu müssen.

Wir sind davon überzeugt, dass es in dieser Situation gilt, Ruhe zu bewahren und sich nicht vom Weg abbringen zu lassen. Sobald sich die Märkte stabilisieren, werden sich zahlreiche Chancen eröffnen. Für den Moment muss man sich einfach in Geduld üben.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BlueBay Asset Management, 77 Grosvenor Street, London, W1K 3JR United Kingdom, Tel: +44 (0) 20 7389 3700, www.bluebay.com

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2) ist bei den Refinitiv Lipper Fund Awards 2020 ausgezeichnet worden. Der Fonds wurde über den Zehnjahreszeitraum Sieger in der Kategorie „Absolute Return EUR High“.

 

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wird von der Shareholder Value Management AG mit Sitz in Frankfurt am Main beraten. CIO Frank Fischer und sein Team setzen bei der Auswahl der Aktien für ihre Fonds und Mandate auf eine konsequente Value-Strategie. Dabei suchen sie nach Unternehmen, die sich durch Volumenwachstum, ein skalierbares Geschäftsmodell und eine Preissetzungsmacht auszeichnen. Solche Qualitätsunternehmen zu vernünftigen Bewertungen zu kaufen, ist der Kern des Value-Ansatzes der Shareholder Value Management AG.

Im Rahmen der Refinitiv Lipper Fund Awards zeichnet die Ratingagentur Refinitiv Lipper (früher Thomson Reuters Lipper) alljährlich Fonds und Fondsgesellschaften für eine konstant starke Performance und sehr gutes Risikomanagement aus. Bewertet wird dabei die risikoadjustierte Performance über drei, fünf oder zehn Jahre relativ zur jeweiligen Peergroup. Grundlage der Auswertung ist das quantitative „Lipper Leaders Rating System“.

„Unser Ziel ist es, das Vermögen unserer Anleger langfristig zu vermehren und zu schützen. Die Auszeichnung von Refinitiv Lipper zeigt, dass uns das mit unserem Value-Ansatz in den vergangenen Jahren gut gelungen ist“, erklärt Frank Fischer, CIO der Shareholder Value Management AG. „Wir haben unsere Anlagestrategie weiterentwickelt und setzen verstärkt auch auf Unternehmen mit einem höheren KGV, wenn die Kombination aus strukturellem Wettbewerbsvorteil und Sicherheitsmarge gewährleistet ist. Damit können wir auch im Umfeld einer ultralockeren Geldpolitik stabile Erträge mit einem beherrschbaren Risiko erzielen.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Shareholder Value Management AG, Neue Mainzer Straße 1, D-60311 Frankfurt am Main, Tel. +49 (0)69 66 98 30 18, www.shareholdervalue.de     

Das ESG-Team von Allianz Global Corporate & Specialty identifiziert die wichtigsten Trends, die Unternehmen in 2020 zu beobachten haben: Klimawandel, Wassermanagement, Förderung der Artenvielfalt, Vermeidung von Ausbeutung in den Lieferketten und Richtlinien für eine gute Unternehmensführung

 

Für Unternehmen reicht es heute nicht mehr aus, sich auf Gewinnmaximierung und der Schaffung von Mehrwert für die Aktionäre zu konzentrieren. Sie müssen auch zeigen, dass sie sich für Umwelt und Gesellschaft engagieren. Unternehmen sind gefordert, ökologische, soziale und Governance-Aspekte (ESG/Environmental, Social und Governance) angemessen zu behandeln – sonst werden sie zunehmend von Verbrauchern, Investoren, Aufsichtsbehörden und anderen Interessengruppen zur Verantwortung gezogen. Auch könnten sie sich vermehrt mit Reputationsschäden, Haftungsforderungen oder rechtlichen Verpflichtungen konfrontiert sehen. Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), der Industrieversicherer der Allianz SE, beheimatet des ESG Business Services Team der Allianz Gruppe und hat fünf Schlüsseltrends identifiziert, die das ESG-Profil jedes Unternehmens im Jahr 2020 und darüber hinaus beeinflussen werden: Klimawandel, Wasserknappheit und -management, Verlust der Artenvielfalt und Ressourcenschonung, Ausbeutung in der Lieferkette und zunehmende Überprüfung der Unternehmensführung.

  1. Berücksichtigung des Klimawandels in der Unternehmensstrategie

Die Bekämpfung des Klimawandels ist die zentrale Herausforderung des kommenden Jahrzehnts. Im Allianz Risikobarometer 2020 rangiert das daraus resultierende Risiko für Unternehmen auf Platz 7 – die bisher höchste Position. Der Klimawandel wirkt sich bereits heute in vielerlei Hinsicht auf die Unternehmen aus, etwa durch eine Zunahme der Sachschäden durch schwerere Unwetter oder durch potenzielle Auswirkungen auf den Markt und die Regulierung, etwa durch den Ausgleich von Kohlenstoffemissionen. Auch die Gefahr von Rechtsstreitigkeiten nimmt zu. Weltweit gibt es bereits in 30 Ländern Klagen zum Klimawandel, die auf Unternehmen mit kohlenstoff-intensiven-Geschäften abzielen. Die meisten Fälle gibt es in den USA.

„Die Unternehmen sind sich bewusst, dass sie mit Verbraucherkritik, Rufschädigung und zunehmenden regulatorischen und rechtlichen Maßnahmen konfrontiert werden können, wenn sie den Klimawandel nicht angemessen in ihrer Geschäftsstrategie, ihren Aktivitäten und ihrem Produktangebot berücksichtigen”, sagt Chris Bonnet, Leiter der ESG Business Services bei AGCS. Viele Unternehmen ergreifen jetzt Maßnahmen, indem sie sich zur Klimaneutralität verpflichten und sich internationalen Dekarbonisierungsinitiativen anschließen. Die Allianz schätzt, dass die Reaktion auf die Herausforderungen des Klimawandels Unternehmen weltweit in den nächsten zehn Jahren 2,5 Milliarden Dollar kosten könnte. Sie kann aber auch neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, wie etwa Methoden zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Kohlenstoffdioxid-Speicherung und -Entfernung oder die Herstellung von Batterien.

  1. Zugang zu Wasser sicherstellen

Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich auf 9,7 Milliarden Menschen anwachsen –während die globale Wassernachfrage voraussichtlich um 20 bis 30 % steigen wird, hauptsächlich aufgrund der Nachfrage im industriellen und häuslichen Bereich. Gegenwärtig leben über zwei Milliarden Menschen in Gebieten mit hohem Wassermangel, und fast die Hälfte der Weltbevölkerung – etwa vier Milliarden Menschen – ist mindestens während eines Monats im Jahr von starker Wasserknappheit betroffen. „Wasser ist ein großes Thema für Menschen und Unternehmen gleichermaßen“, sagt Bonnet. „Dabei geht es nicht nur um die Menge, sondern auch um Reinheit, Knappheit in einem sich erwärmenden Klima, seine übermäßige Nutzung und ein verbessertes Wassermanagement.”

Die Agrarindustrie und Landwirtschaft, Wärmekraftwerke, Textil- und Bekleidungshersteller, Fleischverarbeiter, Getränkehersteller, der Bergbau und Automobilhersteller gehören zu den Branchen, die stets sehr viel Wasser benötigen. Doch der Umgang gerade dieser Branchen mit der knappen Ressource wird immer stärker unter die Lupe genommen. Von den Unternehmen wird heute mehr denn je erwartet, dass sie Wasserressourcen schützen, die Verschmutzung verhindern und ihren Verbrauch durch moderne Wassermanagement-praktiken reduzieren. Die wachsende Bevölkerung und der Klimawandel mit mehr Unwetterereignissen und längeren Dürreperioden sollten Regierungen, die Gesellschaft und Unternehmen zur stärkeren Zusammenarbeit bewegen. „Unternehmen haben einzigartige Möglichkeiten und Instrumente und können so eine wichtige Rolle bei der Analyse und praktischen Bewältigung von Wasserproblemen spielen. Zudem müssen die Unternehmen auch ihre eigene Abhängigkeit von der lokalen Wasserversorgung und einen potenziellem Wassermangel im Rahmen ihrer Business-Continuity-Planung bewerten“, sagt Bonnet.

  1. Artenvielfalt und natürliche Ressourcen schützen

Ozeane voller Plastikmüll, das Aussterben von Tierarten und eine starke Landverödung durch Stürme, Dürre oder die zunehmende Industrialisierung – wie es sich zum Beispiel beim Abholzen des Amazonas-Regenwaldes zeigt – sind nur einige der offensichtlichsten Beispiele für Umweltzerstörung auf unserem Planeten. Nachhaltiges Handeln und schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen kann den Verlust an Artenvielfalt verlangsamen.

Als Reaktion darauf verfolgt eine wachsende Zahl von Unternehmen eine sogenannte “Kreislaufwirtschaft-Strategie”, die darauf abzielt, dass Produkte nach ihrem Gebrauch nicht mehr entsorgt werden. Stattdessen werden sie als Sekundärrohstoffe – das können Speisereste ebenso sein wie Baustoffe und Altreifen – wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt. Viele Konsumgüterunternehmen führen Rücknahme- und Recycling-programme ein oder bereiten gebrauchte Materialien für eine Verwendung über ihre eigenen Produkte hinaus auf.

„Unternehmen, die bei Produkten auf Nachhaltigkeit setzen oder Forschungs- und Entwicklungsressourcen für Recyclingprogramme aufwenden, werden sowohl von den Ressourcen selbst als auch durch eine bessere Reputation profitieren”, sagt Bonnet.

  1. Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten verhindern

Menschliche Ausbeutung kann in der Geschäftswelt viele Formen annehmen – Zwangsarbeit, Kinderarbeit oder unzureichende Arbeitsbedingungen – und sie kann in den heutigen globalen Lieferketten oft nur schwer erkannt werden. Weltweit sind schätzungsweise etwa 40 Millionen Menschen modernen Formen der Sklaverei unterworfen – auch in westlichen Industrieländern. Industrien wie Textil, Nahrungsmittel und Landwirtschaft, Elektronik, Sport, Bauwesen oder Gastgewerbe sind hierbei besonders stark betroffen.

Eine stärkere Einhaltung der Menschenrechte und die Verantwortung der Unternehmens-führung für die Transparenz der Lieferketten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Unternehmen, die es versäumen, gegen menschliche Ausbeutung in ihren Lieferketten vorzugehen, könnten mit Klagen von Aktionären, mehr Haftungsforderungen an das Management und Reputationsrisiken konfrontiert werden.

„Die Unternehmen müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie für die Kontrolle ihrer Lieferketten verantwortlich sind“, sagt Bonnet. Unternehmen sollten Geschäftspartner und Lieferanten vertraglich zu fairen Löhnen und Arbeitszeiten und zu einer menschenwürdigen Behandlung verpflichten. Ein System gegenseitiger Kontrollen sichert die Einhaltung der vereinbarten Standards.

  1. Große Sorgfalt bei Compliance und Unternehmensführung erforderlich

Unternehmen und ihre Führungskräfte stehen unter zunehmendem Druck, eine solide Corporate Governance im Unternehmen aufrechtzuerhalten, da immer mehr Investoren bei der Bewertung eines Unternehmens die ESG-Standards beachten. Vergehen wie Bestechung oder Korruption, unangemessener Umgang mit Datenschutz, finanzielles Fehlverhalten und Geldwäsche haben in den letzten Jahren für Schlagzeilen gesorgt.

„Ein Unternehmen wird erheblich besser bewertet, wenn es seine Mitarbeiter korrekt behandelt, ethisch einwandfrei arbeitet, sich an die Vorschriften hält, Reputationsrisiken vermeidet und den Großteil seiner Einnahmen aus nachhaltigen Aktivitäten erzielt“, sagt Bonnet.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Allianz Global Corporate & Specialty SE, Fritz-Schäffer-Str. 9, 81737 München, www.agcs.allianz.com

Fragen zur EZB-Sitzung am 12. März 2020 an Frank Häusler, Chefanlagestratege Vontobel Asset Management:

 

Erwarten Sie, dass die EZB am Donnerstag außerordentliche Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus ankündigt?

Abgesehen von der Senkung der Zinssätze um zehn Basispunkte gehen wir davon aus, dass die EZB die Käufe von Vermögenswerten erhöht und die Liquidität durch Maßnahmen wie TLTORs sichert. Was vermieden werden muss, ist ein Ausfallzyklus, der die Banken erneut treffen würde.

Welche außerordentlichen Maßnahmen könnte die EZB ergreifen, um eine wirtschaftliche Belastung in der EU durch das Coronavirus zu vermeiden?

Zusätzlich zu den zuvor genannten Ausführungen sollten die Maßnahmen so ausgerichtet werden, dass die zusätzliche Liquidität auf der Ebene der KMU (kleine und mittlere Unternehmen) landet (wie es die Bank of England gerade getan hat). Diese Firmen (und Familienbetriebe) sind in der Regel am stärksten von mangelndem Cashflow betroffen und ihre Liquiditätsplanung ist oft schwach. Daher könnte die EZB eine spezielle Zielkreditlinie für Banken einrichten, die darauf zugeschnitten ist, die Kreditvergabe an KMUs zu verbessern und auch Banken mit potenziellen Problemen bei notleidenden Krediten zu unterstützen. Es gilt, einen Teufelskreis zu vermeiden, in dem fehlende Einnahmen für Unternehmen zu Insolvenzen führen, die notleidende Kredite bei Banken schaffen und schließlich zu einer Kreditklemme führen.

Glauben Sie, dass fiskalische Maßnahmen bei der Bekämpfung des durch das Coronavirus verursachten wirtschaftlichen Schadens wirksamer wären als monetäre Maßnahmen? Welche Maßnahmen könnten die Regierungen auf nationaler Ebene fördern?

Das Hauptmandat der EZB ist die Preisstabilität, und deshalb ist es im Rahmen ihres Mandats sinnvoll, zunehmenden deflationären Tendenzen entgegenzuwirken. Eine direkte Einflussnahme auf die Wirtschaftstätigkeit ist für die EZB jedoch schwierig (d.h. direkter Einfluß auf der Nachfrageseite).

Hier wird die Finanzpolitik ihre Rolle spielen. Was wichtig wäre: Erstens ein koordiniertes, groß angelegtes Programm aus verschiedenen Ländern. Zweitens, dass es so strukturiert ist, dass es in erster Linie die Probleme des Corona-Virus-Schocks (Nachfrage und Angebot) abmildert. Dafür sollten die bevorstehenden finanziellen Kosten für Unternehmen und Haushalte durch Kürzungen oder Aufschub von Steuer- und Sozialversicherungszahlungen reduziert und der Zugangs zu finanzieller Unterstützung für Kurzarbeit erleichtert werden. Weitere mögliche Maßnahmen wären eine finanzielle Unterstützung für die Gesundheitsversorgung und Überbrückungsfinanzierungen. Diese Maßnahmen müssen den stärksten Schwerpunkt auf KMU und alle kleinen Familienbetriebe legen — dann, mit einer längerfristigen Perspektive: Investitionen durchführen, die die Produktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen (siehe z.B. die Technologieprogramme in China).

Wie sieht der Ausblick für die Geldpolitik der EZB im Jahr 2020 aus? Erwarten Sie, dass die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau bleiben oder gibt es weitere Kürzungen? Schließen Sie Zinserhöhungen komplett aus? Werden die außerordentlichen Maßnahmen bei einer Verschlechterung der Lage verlängert?

Für 2020 sehen wir keine Zinserhöhung vor. Die Liquiditätsmaßnahmen und der Kauf von Vermögenswerten werden so schnell wie möglich auslaufen, aber nicht vor dem zweiten Halbjahr 2020. Wir gehen von einer U- und nicht von einer V-förmigen Erholung aus.

Hat die Bank of England (BoE) das Richtige getan, die Zinsen zu senken?

Abgesehen vom Coronavirus waren die Makrodaten aus Großbritannien heute Morgen enttäuschend, sowohl das BIP als auch die Industrieproduktion und der Ölpreisschock belasten die Wirtschaft. Angesichts der zusätzlichen Unsicherheit des Brexit, die einen Schatten auf die britische Wirtschaft wirft, ist das Vorgehen der BoE verständlich. In ihrer Mitteilung erwähnte sie bereits, dass sie eng mit der Regierung zusammenarbeitet und ihre Maßnahmen mit einem umfangreichen Finanzpaket einhergehen werden.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Konjunkturerholung der letzten Monate gestoppt; First Private erwartet unüblich hohes Volatilitätsregime

 

Der Corona-Virus hat nun auch die globalen Finanzmärkte infiziert. Die Börsen erlebten diese Woche einen schwarzen Montag, der Ölpreis seinen stärksten Tagesrückgang seit dem Golfkrieg 1991. Zum Zeitpunkt des Virus-Ausbruchs war die Weltkonjunktur nach einer Abkühlung im vergangenen Jahr eigentlich auf dem Weg der zyklischen Erholung: Die konjunkturellen Daten waren im Februar weitgehend robust. Der nationale Einkaufsmanager-Index in den USA, die Arbeitsmarktdaten und die Aktivität im Immobilienmarkt entwickelten sich positiv. Der vom COVID-19-Virus ausgelöste freie Fall der chinesischen Frühindikatoren fiel in der Umfrage des ifo-Instituts und für die Daten der Euro-Zone noch nicht ins Gewicht. Die März-Zahlen zeigen jedoch: All diese Daten sind nun Makulatur und das zarte Pflänzchen Konjunkturerholung, das in den vergangenen Monaten wachsen konnte, muss ad acta gelegt werden.

Die Unsicherheit ist dementsprechend groß. Mit Blick auf die pandemische Ausbreitung des Virus erwartet Richard Zellmann, Geschäftsführer von First Private Investment Management, in den kommenden Wochen jedoch die folgenden makroökonomischen Entwicklungen:

1. Negative Nachrichtenlage belastet das Konsumentenvertrauen weltweit

In den kommenden Wochen wird das Konsumentenvertrauen weltweit leiden. Insbesondere in den USA werden die Verluste am Aktienmarkt spürbar werden. Nicht nur psychologische Belastungen, auch faktische Angebotsengpässe werden in der Industrie ihre Spuren hinterlassen. Die Nachrichtenlage wird also zunächst negativ bleiben.

Die gute Nachricht: Die konjunkturelle Abkühlung beginnt nicht am Peak eines Konjunkturzyklus, sondern hatte schon vorher eingesetzt, so dass die Märkte sich mit diesem Szenario bereits auseinandersetzen mussten. Eine Rezession ist zwar nun kaum noch zu verhindern, die Tiefe des Einschnitts bleibt jedoch offen.

  1. Aktives Gegensteuern durch expansive Fiskal- und Geldpolitik

Es werden sowohl von fiskal-, als auch von geldpolitischer Seite signifikant expansive Impulse gesetzt werden. China hat bereits fiskalisch vorgelegt. Die US-Notenbank hat mit der ersten deutlichen Zinssenkung um 0,5 Prozent reagiert. Weitere Zentralbanken werden folgen – und dabei einmal mehr auch zu unkonventionellen Maßnahmen greifen. Damit werden Angebotsengpässe beziehungsweise Lücken in den Lieferketten zwar nicht zu kompensieren sein. Die Maßnahmen werden aber umso wichtiger, je bedeutender das Risiko eines nachgelagerten Credit Crunch ist.

  1. Ölpreis-Sturz ist Risiko für US-High-Yield-Anleihen

Der Einbruch des Ölpreises von über 30 Prozent wird langfristig wirken und realwirtschaftliche Auswirkungen auf viele ölproduzierende Schwellenländer und Ölfirmen haben. Hinzu kommt, dass der US-High-Yield Anleihemarkt von Energieunternehmen dominiert wird. Viele der betroffenen Unternehmen könnten beim derzeitigen Ölpreis in Konkurs gehen. Eine Kettenreaktion im Bereich Corporate Credit ist derzeit noch nicht auszuschließen.

Doch auch hier eine gute Nachricht: Der markante Rückgang beim Ölpreis wird auf mittlere Sicht allerdings auch konjunkturstabilisierend wirken.“

Überwindung der Krise bietet Konjunkturimpulse und Chance auf Nachholeffekte

Zellmann weiter: „Für einige der aktuellen Fragestellungen gibt es keine schnellen Lösungen. Die Volatilität wird für eine Weile unüblich hoch bleiben. Zudem ist aktuell entscheidend, die Risiken einer Liquiditätskrise genau zu beobachten. Alle eingeleiteten oder noch zu veranlassenden Maßnahmen werden jedoch mittelfristig einen deutlichen Konjunkturimpuls auslösen, der aus der Rezession herausführt. Märkte und Aktienmärkte nehmen Rezessionen mit hoher Geschwindigkeit vorweg, um dann in eine breit angelegte Erholungsphase zu münden. Bei Überwindung der Virus-Krise wird es deshalb Nachholeffekte geben, die einen Teil des Rückschlags kompensieren dürften.“

First Private Portfolios: Leichte Anpassungen und gezielte Suche nach Opportunitäten

Bei First Private konnte sich das Gros der Aktienstrategien im Drawdown besser halten als die jeweiligen Benchmarks. In diesem Bereich plant First Private keine wesentlichen Anpassungen, sondern hält nach möglichen Opportunitäten Ausschau. „Mittel- bis langfristig sollten sich aus der erhöhten Volatilität einige Potenziale für Faktor-Outperformance ergeben, beispielsweise im zuletzt schwächeren Dividendenbereich“, so Zellmann.

In den Multi-Strategy-Portfolios, wie etwa dem First Private Wealth, sind die bisherigen Abschläge wesentlich auf die offenen Aktien-Exposures zurückzuführen. In den Portfolios wurden in den letzten Tagen Positionen in sensitiven Alpha-Strategien reduziert, die von einer möglichen Liquiditätskrise betroffen wären. Viele der verlustreichen Strategiepositionen sollten Übertreibungen sein und sich als solche wieder erholen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

First Private Investment Management KAG mbH, Westhafenplatz 8, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 (69) 50 50 82-0, Fax: +49 (69) 50 50 82-440, www.first-private.de

Umfrage unter Vertriebspartnern der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) zeigt sehr positive Einschätzung zur zukünftigen Relevanz von nachhaltigen Anlagen – mehr als 80 % gehen davon aus, dass diese noch an Bedeutung gewinnen werden

 

„Die Bedeutung von nachhaltigen Investments bei Privatkunden hat in den letzten Jahren bereits stark zugelegt und der Trend scheint noch lange nicht am Ende“, kommentiert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase, die jüngst von ebase durchgeführte Umfrage unter 121 Finanzprofis. So zeige die aktuelle Vermittler-Fokus-Umfrage, dass wie im Vorjahr mehr als 80 % der Vertriebspartner der B2B-Direktbank in den nächsten drei Jahren von einer steigenden oder stark steigenden Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit ausgehen. Nur 15 % sind der Meinung, dass die Bedeutung gleich bleiben wird. Nur etwa 4% rechnen mit einer rückläufigen Relevanz.

„Vermittler-Fokus-Umfrage“

Die Zustimmungswerte waren bei der letzten Umfrage von 2019 sogar noch etwas höher ausgefallen. „Wir sehen nun eine Konsolidierung auf hohem Niveau“, sagt Rudolf Geyer. „Der im Vergleich zum Vorjahr gewachsene Anteil derer, die mit einer eher gleich bleibenden Bedeutung rechnen, ist sicherlich zu einem gewissen Teil auf die in den letzten Jahren bereits deutlich gestiegene Relevanz des Themas zurückzuführen. Man kann festhalten, dass das Thema Nachhaltigkeit sowohl bei den Anlegern als auch den Beratern endgültig angekommen ist“, kommentiert Geyer.

Die positive Einschätzung der Finanzberater korrespondiert nach Erkenntnissen der ebase auch mit der Fondsnachfrage der Anleger. So markierte der Fundflow-Faktor, der die Mittelzu- und -abflüsse von Fonds misst, welche Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen, im Dezember 2019 mit 2,35 einen vorläufigen Höchststand. Im Januar und Februar ging der Faktor auf 1,65 bzw. auf 1,20 zurück, blieb aber weiterhin im deutlich positiven Bereich. Die Mittelzuflüsse bei Fonds, die mindestens ein Nachhaltigkeitskriterium berücksichtigen, lagen folglich um 65 bzw. um 20 % über den Mittelabflüssen. „Die Zurückhaltung der Anleger in den ersten Wochen des neuen Jahres dürfte aber auch mit der generellen Verunsicherung zusammenhängen, die unter anderem das Coronavirus derzeit verbreitet“, sagt Geyer.

Hinsichtlich der Nachhaltigkeitskriterien, welche ebase ihren Kunden bei der Fondsauswahl zur Selektion bietet, waren im Februar vor allem solche Fonds gefragt, die dem Kriterium „verstärkt umweltorientiert“ gerecht werden. Die entsprechenden Fondskäufe übertrafen die Verkäufe um 40 % (Fundflow-Faktor: 1,40). Auf Rang zwei und drei folgten die Kriterien „frei von Rüstung“ (1,25) und „Anerkennung Global Compact“ (1,22).

„Bei ebase haben wir frühzeitig die Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen erkannt“, betont Geyer. „Die Kunden wissen dies zu schätzen und greifen auch gerne darauf zurück, indem Fonds unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien ausgewählt werden.“

Die „Vermittler-Fokus-Umfrage“ ist eine online-basierte Umfrage unter den Vertriebspartnern der B2B-Direktbank ebase, wie beispielsweise IFAs, und spiegelt deren Einschätzung wider.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard-­Reitzner-­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Marktkommentar von Michel Salden, Senior Portfolio Manager, Vontobel Asset Management:

 

Die Verbreitung des COVID19-Virus hat die Wirtschaftstätigkeit und damit die Ölnachfrage erstickt. Daher sah sich die OPEC bei ihrem Treffen in der vergangenen Woche mit einem Überangebot auf den Märkten konfrontiert und versuchte, die Förderkürzungen bis Ende 2020 zu verlängern und zu vertiefen, um die Rohölpreise zu stützen. Da Russland jedoch ein Abkommen blockiert hat, werden die derzeitigen Quoten zum Monatsende auslaufen und Russland wird seine Produktion in den kommenden Wochen erhöhen. Als Reaktion darauf beschloss Saudi-Arabien, die Produktion anzukurbeln und das Rohöl, das in andere Länder exportiert wird, zu diskontieren, was einen Absturz der Rohölpreise auslöste.

Da die Saudis ihre Produktion auf bis zu 11-12 mbpd (1000 Barrel /Tag) erhöhen können, wenn sie sich für eine maximale Kapazität entscheiden, wird das zusätzliche Angebot eine erzwungene Auflösung von Positionen auslösen, was den derzeitigen Ausverkauf in den kommenden Tagen beschleunigen dürfte.

Der Preisdruck wird am stärksten in den Schieferöl produzierenden Gebieten zu spüren sein, wo das Wachstum in diesem Jahr voraussichtlich deutlich zurückgehen wird. Darüber hinaus könnten die ölproduzierenden Regionen mit sozialen Unruhen konfrontiert werden.

Die langfristigen Aussichten für Öl haben sich jedoch verbessert, da die längerfristigen Ölpreise aufgrund der gestiegenen langfristigen Produktionskosten schließlich eine Untergrenze erreichen werden. Die Schieferölproduzenten werden ihren Zugang zu billigen Finanzierungen blockiert sehen und werden nicht mehr als marginale Swing-Produzenten bei 50 USD pro Barrel auftreten. Unabhängig von den derzeitigen Marktbewegungen werden die Ölmärkte bis 2023-2025 in eine strukturelle Unterversorgung umschwenken, da die großen Ölproduzenten nicht in neue Infrastrukturprojekte investiert haben und die Schieferproduzenten Dividendenzahlungen gegenüber Investitionsausgaben zur Unterstützung neuer Produktionsanlagen bevorzugen. Abgesehen von den Unterinvestitionen profitiert das Öl längerfristig von einer steigenden Nachfrage, die im Laufe dieses Jahres wieder anziehen wird.

Ein niedrigerer Ölpreis wird die grüne Revolution in der Welt zum Stillstand bringen. Volkswirtschaften wie China, die EU, Japan und andere Schwellenländer werden nicht zögern, eine Zeit billigen Öls und billigen Gases auszunutzen und wahrscheinlich auf billigen Brennstoffverbrauch setzen statt auf erneuerbare Energien umzustellen. Und schließlich könnten Saudi-Arabien und Russland ihr Machtspiel beenden, sobald sie einen strukturellen Einbruch der Schieferölproduktion sehen, der möglicherweise mit einer Wiederbelebung der wirtschaftlichen Aktivität im Laufe dieses Jahres einhergehen wird.

Eine defensive Kurvenpositionierung bei Rohöl-Terminkontrakten in Verbindung mit einem verstärkten Engagement in Edelmetallen dürfte Rohstoffinvestoren helfen, den Sturm zu überstehen. Bereits in der vergangenen Woche haben wir eine defensivere Position eingenommen, indem wir Untergewichtungen in Ölkontrakten mit kurzfristigem Verfallsdatum vorgenommen und diese mit Ölkontrakten mit längerer Laufzeit abgesichert haben. In den kommenden Tagen werden wir weitere defensivere Positionen in Ölkontrakten hinzufügen, welche Futures-Kurven ausnutzen, die sich tiefer in Contango bewegen. In Erwartung von Zinssenkungen der Zentralbanken in Verbindung mit einer Flucht in sichere Häfen haben wir unser Engagement in Edelmetallen mit einer gleichmäßigen Verteilung auf Gold, Silber, Platin und Palladium erhöht. Sollte es zu einem ausgewachsenen Preiskampf bei Öl kommen, werden die Zentralbanken noch mehr Gründe haben, die Zinssätze zu senken, um deflationären Kräften entgegenzuwirken. Darüber hinaus hat der US-Dollar begonnen, gegenüber dem Euro, dem Yen, dem Schweizer Franken und anderen G10-Währungen zu schwächeln. Dieses Umfeld ist positiv für Gold und Silber.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Die derzeitige Risikosituation ähnelt der zu Beginn der Finanzkrise 2008.

 

Nicht wegen fallender Kurse oder steigender Volatilität, sondern wegen der Informationsunsicherheit. „Weder die Auslöser noch die notwendigen Gegenmaßnahmen waren damals klar definiert – und das sind sie auch heute nicht“, sagt Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH.

„Ähnlich wie 2007/2008 umgibt uns aktuell wieder eine Vielzahl an Krisenherden und Ursachen“, sagt Mlinaric. „Wir sehen Angebotskrisen, Nachfragekrisen, Schuldenkrisen, sogar Liquiditätskrisen wie bei den US-Repo-Märkten oder beim Venture Capital.“ Dazu kommen ein beginnender Ölkrieg, ein Vertrauensverlust in öffentliche Institutionen und Medien, eine sich entfaltende Pandemie und, in der Folge all dessen, eine drohende globale Rezession. „Wir werden mit Informationen zu all diesen einzelnen Krisen überschwemmt“, so Mlinaric. „Es wird zunehmend zu einer Herausforderung, die wesentlichen Informationen herauszufiltern und ein einheitliches Gesamtbild zu erstellen.“

Viele Investoren sind das, was im Moment geschieht, nicht mehr gewohnt. Eine ganze Generation von Marktteilnehmern hat nur Märkte mit klaren Trends und kurzen, V-förmigen Korrekturen kennengelernt. Globale Krisen? Eine Welt, in der sich Zentralbanken nur um die Geldwertstabilität kümmern? Unbekannt. „Ältere Investoren haben einen großen Teil der Verantwortung auf Maschinen ausgelagert und scheinen vergessen zu haben, dass Märkte auch mal dynamisch sein können und auf konjunkturelle Risiken reagieren“, so Mlinaric.

Die Marktrisiken entwickeln flächendeckend eine hohe Dynamik und steigen mancherorts nun auch im langfristigen Kontext sichtbar an. „Wir sind seit spätestens dieser Woche in eine neue Phase für die Kapitalmärkte eingetreten“, sagt Mlinaric. „Zuletzt sahen wir solche Entwicklungen über nahezu alle Regionen und Assetklassen im Jahr 2008.“ Diese neue Marktphase ist also gar nicht neu, sondern alt. Nicht zufällig sind es auch unter den Fundamentaldaten alte Bekannte, die entsprechend parallel ausschlagen. „Als Investoren sollten wir uns auf unsere alten Erfahrungen besinnen: Wenn die Märkte teuer sind und die Konjunktur schwächelt, ist es an der Zeit, Portfoliorisiken zu reduzieren und konjunkturelle Risiken abzusichern“, sagt Mlinaric.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Quant.Capital Management GmbH, Speditionstraße 17, D-40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211.635512-0, www.quantcapital.de

Norwegens größter privater Vermögensverwalter bietet nachhaltige Anlagestrategien

 

Storebrand Asset Management startet in Deutschland den Vertrieb seiner führenden Anlagelösungen mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit und bringt zunächst drei ESG-orientierte Aktienfonds auf den Markt: Storebrand Global ESG Plus, Storebrand Global Solutions und Storebrand Global Multifactor. Diese Strategien sind seit Juni 2019 als Teilfonds im Rahmen einer SICAV-Struktur in Luxemburg zugelassen und seit März 2020 nun auch in Deutschland.

Mit rund 78 Milliarden1 Euro verwaltetem Vermögen ist die Storebrand Gruppe Norwegens größter privater Vermögensverwalter und in Skandinavien führend in den Bereichen nachhaltige Altersvorsorge und Vermögensanlagen. Die Gruppe verfolgt einen Multi-Boutique-Ansatz und vertreibt unter dem Dach von Storebrand die gleichnamigen Fonds sowie Produkte von SKAGEN Funds, Delphi Funds und in Schweden von SPP Funds. Das Unternehmen verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung beim Investieren nach den Kriterien Umwelt (Environment), Soziales (Social) und guter Unternehmensführung (Governance). Es bietet eine breite Palette an Fonds, sowohl für institutionelle Investoren als auch für Privatkunden, an.

Als Teil von Storebrand Asset Management tritt SKAGEN Funds weiterhin als unabhängiger Fondsmanager mit eigenen Fonds auf, kann nun aber zusätzlich zu den eigenen Produkten deutschen Investoren die Fonds von Storebrand anbieten.

Jan Erik Saugestad, CEO von Storebrand Asset Management, sagt: „Nachhaltige Lösungen sind gefragter denn je. Unsere Expertise in den Bereichen Nachhaltigkeit, Smart Beta, Sustainable Index und spezialisierte aktive Produkte erlaubt uns ein einzigartiges Angebot. Durch unsere Multi-Boutique-Plattform sind wir gut positioniert, Anlagelösungen für einen breiten Investorenkreis anzubieten.“

Pionier in Sachen Nachhaltigkeit aus Skandinavien

Storebrand war das erste norwegische Unternehmen, das 1995 eine eigene Abteilung für nachhaltiges Investieren gründete und verfügt heute über eines der erfahrensten ESG-Teams in Skandinavien. Die konzernweite nachhaltige Anlagepolitik, die auf alle verwalteten Vermögenswerte angewendet wird, basiert auf drei Säulen: Exclusion, Solutions und Active Ownership. Unserer Überzeugung nach wird das volle Potenzial einer nachhaltigen Anlagestrategie nur dann ausgeschöpft, wenn alle Ansätze im Zusammenspiel zum Zuge kommen.

Exclusion: Die Ausschlussrichtlinie von Storebrand verbietet jegliche Investitionen in Unternehmen, die an der Produktion von Tabak oder Waffen beteiligt sind, die in hohem Maße zum Klimawandel beitragen, erhebliche Einnahmen aus nicht nachhaltigen Produkten (z. B. Kohle, Ölsand, Palmöl) erzielen oder gegen internationale Gesetze, Konventionen und Menschenrechte verstoßen. Aktuell sind dies 182 Unternehmen.2

Solutions: Das von Storebrand eigenentwickelte Nachhaltigkeitsrating bewertet mehr als 3.000 Unternehmen hinsichtlich ihrer ESG-Risiken und -Chancen im Zusammenhang mit den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Diese Analyse wird systematisch in die Investmentprozesse integriert, um die nachhaltigsten Unternehmen zu identifizieren.

Active Ownership: Storebrand übt seine Aktionärsrechte aktiv aus und nutzt seine Größe für den direkten Dialog mit Unternehmen, oft gemeinsam mit anderen Investoren, um den Einfluss noch zu erhöhen. Beispiele für eine solche Zusammenarbeit sind der Zusammenschluss unter den Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren PRI, der Initiative Climate Action 100+ sowie weitere Arbeitsgruppen unter dem Dach der PRI zu den Themen Methan-Risiken, Soja, Rinderfarmen und Palmöl. In mehreren dieser Investorengruppen nimmt Storebrand eine führende Rolle ein. Storebrand ist Unterzeichner der Montréal Carbon Pledge & Portfolio Decarbonisation Coalition und hat sich entsprechend den Empfehlungen des Intergovernmental Panel on Climate Change verpflichtet, bis 2026 vollständig aus der Investition in Kohle auszusteigen.

Zu den Fonds:

Storebrand Global ESG Plus ist eine indexnahe, globale Aktienstrategie, die das Chance-Risiko-Profil des MSCI World Index nachbildet, dabei aber fossile Energieträger ausschließt. Der Fonds investiert in Unternehmen, die nach dem Nachhaltigkeitsrating von Storebrand sehr gut abschneiden und vermeidet Unternehmen, die fossile Brennstoffe gewinnen oder CO2-intensiv arbeiten. Daneben wird in Firmen investiert, die vom Klimawandel besonders profitieren (sog. Green Solutions). Der von Henrik Wold Nilsen gesteuerte Storebrand Global ESG Plus wurde im April 2017 aufgelegt und im Juni 2019 als Spiegelfonds in Luxemburg lanciert. In der Global ESG Plus Strategie werden aktuell rund 2,1 Milliarden Euro verwaltet. Seit Start konnte mit einem Tracking Error < 1 eine annualisierte Rendite von 11,3 Prozent erzielt werden, gegenüber 10,3 Prozent beim MSCI World Index.3

Storebrand Global Solutions ist ein aktiv verwaltetes globales Aktienportfolio, das in Unternehmen investiert, die einen maßgeblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Die von Philip Ripman gemanagte Strategie schließt fossile Energieträger aus und zielt darauf ab, Alpha zu generieren, indem sie Unternehmen aus den Industrie- und Schwellenländern identifiziert, die zu den 17 globalen nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) der Vereinten Nationen beitragen. Der Fonds wurde im Oktober 2012 aufgelegt und verfügt über ein verwaltetes Vermögen von 411 Millionen Euro. Seit Auflage hat er eine annualisierte Rendite von 16,7 Prozent erzielt und lag damit um 1 Prozent über dem MSCI All Country World Index.4

Der Storebrand Global Multifactor zielt darauf ab, ein starkes Kapitalwachstum durch einen langfristigen, modellbasierten Investmentansatz zu generieren, der Nachhaltigkeit mit vier gleich gewichteten Risikofaktoren kombiniert: Value, Size, Momentum und Low Volatility. Der im November 2013 aufgelegte und von Andreas Poole verwaltete Fonds investiert in 300 bis 400 große und mittelgroße Unternehmen aus entwickelten Märkten, um ein branchen- und geografisch diversifiziertes Portfolio zu schaffen. Storebrand Multifactor verwaltet 1,9 Milliarden Euro und hat seit seiner Gründung eine annualisierte Rendite von 6,8 Prozent erzielt, gegenüber 8,3 Prozent beim MSCI World Index.5

Jan Erik Saugestad, CEO von Storebrand Asset Management, sagt: „Storebrand fing vor mehr als 20 Jahren als Pionier des nachhaltigen Investierens an und wir freuen uns, unsere Expertise nun auch Kunden in Deutschland anbieten zu können. Die Notwendigkeit, sich den globalen ökologischen und sozialen Herausforderungen zu stellen, war noch nie so groß wie heute, und unsere Zielsetzung besteht darin, nachhaltige Anlagelösungen zu liefern, die den Anlegern eine optimale risikoadjustierte Rendite bieten, ohne künftige Generationen in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen.“

Josef Scarfone, Geschäftsführer von SKAGEN Funds in Deutschland, fügt hinzu: „Storebrand kombiniert seit langem Nachhaltigkeit und Innovation und wir freuen uns, die erfolgreichen Anlagestrategien nun auch nach Deutschland zu bringen. Insbesondere Investoren, die globale Kerninvestments bzw. indexnahe oder passive Strategien suchen und gleichzeitig nachhaltig(er) investieren wollen, können wir ein attraktives und sehr kostengünstiges Angebot machen. Neben den nachhaltigen Portfoliolösungen werden wir unseren Kunden den bestmöglichen Service und die bestmögliche Kommunikation über unsere erweiterte Produktpalette bieten.“

1 Stand: 31.12.2019

3 Stand 28.02.2020, inkl. Gebühren; Auflagedatum: 27.04.2017; Zulassung in Luxemburg: 24.06.2019; ISIN: LU1932669598

4 Stand 28.02.2020, inkl. Gebühren; Auflagedatum: 01.10.2012; Zulassung in Luxemburg: 06.06.2019; ISIN: LU1932656777

5 Stand 28.02.2020, inkl. Gebühren; Auflagedatum: 01.11.2013; Zulassung in Luxemburg: 26.06.2019; ISIN: LU1932676700

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Storebrand Funds Deutschland SKAGEN AS, German Branch, Barckhausstrasse 1, 60325 Frankfurt, www.skagenfunds.de

Covid-19 hat die Investmentwelt ziemlich durcheinandergewirbelt. Pascal Blanqué, Group Chief Investment Officer bei Amundi, erläutert Risiken und aktuelle Einstiegsmöglichkeiten für die verschiedenen Anlageklassen in den aktuellen Global Investment Views.

 

„Gewinnmitnahmen prägten die Anlagemärkte, die in den vergangenen Wochen historische Höchststände erreichten und sogar psychologische Schwellen durchbrachen. Nur bei den so genannten sicheren Anlagen – US-Dollar, US-Staatsanleihen und Gold – bleibt die Atmosphäre der Angst beständig hoch. Es deutet darauf hin, dass Anleger nach wirksamen Absicherungsstrategien suchen. Unser zentrales Szenario ist eine vorübergehende Verschlechterung der Weltwirtschaftslage im ersten Quartal mit einem möglichen Übergreifen auf das zweite Quartal. Letztlich könnte das schwächer als erwartet ausfallende Welthandelswachstum die Industrieproduktion und das Handwerk beeinträchtigen und sich auch auf die Binnennachfrage auswirken. Im weiteren Verlauf des Jahres dürfte es zu einer Erholung kommen.

Globales Wachstum bei 3 %

Insgesamt haben wir unsere Prognose für das globale Wachstum von 3,2% auf 3,0% gesenkt. Das Hauptrisiko sehen wir jetzt eindeutig darin, dass die jüngste Selbstgefälligkeit des Marktes in instinktgetriebene Reaktionen umschlägt. Die gute Entwicklung bei den risikoreichen Anlagen wurde von Investoren vorangetrieben, die glauben, dass

die Covid-19-Episode nur vorübergehend sein wird (unser zentrales Szenario)

eine Verschlechterung der Situation weitere Maßnahmen der Zentralbanken zur Folge haben wird

sie angesichts des Fokus auf Sichere-Hafen-Anlagen keine Alternative haben.

Daher ist mit Gewinnmitnahmen, kurzfristiger Marktvolatilität und Überreaktionen zu rechnen.

Ein taktischer Schritt in Richtung Neutralität des Risikoexposures und eine Erhöhung des Hedging dürfte eine gute Strategie sein, um diese Phase zu meistern. Darüber hinaus sollte Covid-19 als eine Möglichkeit gesehen werden, Einstiegszeitpunkte in einigen Märkten zu nutzen, wie beispielsweise die zyklische Value-Komponente in europäischen Aktien, die nun noch attraktiver sind, Schwellenländer-Aktien – Help-Yourself-Länder oder Länder mit starker Inlandsnachfrage – und Schwellenländer-Währungen.

All diese Geschichten werden unserer Meinung nach wohl wieder in den Fokus rücken, wenn die Virus-Schlagzeilen zurückgehen. Darüber hinaus könnten sinkende Renditen in den bedeutendsten Anleihesegmenten wahrscheinlich die Suche nach Renditen bei Unternehmensanleihen oder höher verzinslichen Staatsanleihen in den Schwellenländern und den Industrieländern, wie Italien, neu entfachen. Nicht zu unterschätzen ist, dass Zentralbanken und Regierungen bei Verschlechterung der Lage massive Impulse setzen könnten. Die jüngste Notfallzinssenkung der Fed um 50 Basispunkte ist ein Schritt in diese Richtung.

Da die größten Risiken und Chancen im Anleihebereich liegen dürften, ist die Hauptfrage für Investoren: Inwieweit wird das Coronavirus generelle Störungen verursachen? Wir erwarten eine Widerstandsfähigkeit des Marktes, insbesondere der EU Investment Grade Anleihen, aber auch Unterschiede zwischen Unternehmen mit guter und schlechter Qualität, die unter Stress geraten könnten. Das unterstreicht die Notwendigkeit, Unternehmensanleihen noch intensiver zu prüfen, den Schwerpunkt auf eine Bottom-up-Analyse zu legen und der Liquidität mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Langfristig dürfte das Coronavirus einige bereits bestehende Trends verstärken:

Die De-Globalisierung und der Rückgang des Welthandels sollten Anlagethemen unterstützen, die sich lokal und unabhängig von externen Einflüssen weiterentwickeln können, wie die von der Inlandsnachfrage getriebenen Schwellenländer oder eine Konzentration auf mehr inländische Real Assets.

Als Reaktion auf Rückschläge bieten US-Anleihen hoher Bonität unserer Ansicht nach ein Polster für risikoreiche Anlagen. Aber sie führen auch die Erholung risikoreicher Anlagen an. Daraus folgern wir, dass das Durationsmanagement asymmetrisch sein muss: Wir halten es für viel riskanter, eine kurze Duration zu wählen als eine lange. Außerdem gibt es eine klare Absicherungsfunktion für US-Treasuries. In diesem Szenario dominiert der Zinsfaktor die Wachstums- und Ertragskomponenten der Aktienrenditen. Die Anleger sollten auf die ersten Anzeichen einer Veränderung der Gleichgewichtszinsen oder einer Verschiebung, die auf eine stärkere Betonung der realen Ertragskomponente gegenüber der monetären Komponente hinweist, aufmerksam achten. Allerdings ist es noch nicht so weit.

Das Fehlen realer illiquider Vermögenswerte ist eine immer wiederkehrende Schwäche. Sie stellt bereits eine große, aber steigende Komponente des relativen Values dar. Die De-Globalisierung treibt die Nachfrage nach Immobilien an, da sie eine bedeutende internationale geografische Diversifizierung ermöglicht. Auch die Suche nach aktienähnlichen Renditen mit Anleiheeigenschaften treibt die Nachfrage an. Dieses Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage sowie der Wirbel um eine Pandemie können diese Art von Sicherer-Hafen-Status nur noch verstärken, wobei die Selbstgefälligkeit dann schnell wieder zunimmt.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Damit bietet die MEAG privaten und institutionellen Anlegern die Möglichkeit, gemeinsam mit der Munich Re Gruppe in Immobilienaktien und REITs zu investieren. Die Investitionsstrategie wird bereits seit mehr als zehn Jahren erfolgreich umgesetzt.

 

Eine Investition in den MEAG Global Real Estate Value bietet die Chance, an der Wertentwicklung eines global diversifizierten Portfolios aus attraktiven Immobilien zu partizipieren. Der Fonds fokussiert auf die führenden Industrieländer und deckt neben den klassischen Nutzungsarten auch ausgewählte Nischensektoren ab.

Mit einem auf mehr als 800 Millionen Euro ausgebauten Anlagevolumen verfügt MEAG über umfangreiche Kompetenz im Bereich Immobilienaktien und REITs. Diese reicht von der umfassenden Beurteilung der zugrunde liegenden Immobilienportfolien über die fundamentale Unternehmensanalyse bis hin zur Erschließung von zusätzlichen Wertpotenzialen, die aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen Aktien- und Immobilienmärkten resultieren.

Dr. Stefan Krausch, Leiter Portfoliomanagement Immobilien, sagt: „Unser Ansatz besteht darin, REITs als das zu bewerten, was sie im Kern sind: Immobilien. Für unsere langfristig orientierten Anleger bieten sie die Möglichkeit, ihr Portfolio global zu diversifizieren und gleichzeitig im aktuellen Niedrigzinsumfeld attraktive Renditen zu erzielen. Dabei profitieren sie von dem breiten Kompetenzspektrum, das MEAG für die Kapitalanlage von Munich Re bereitstellt.“

Frank Becker, Geschäftsführer Institutionelle Kunden, sagt: „In der aktuellen Niedrigzinsphase gilt es zusätzliche Mehrerträge bei akzeptablen Risiken zu erzielen. Immobilienaktien und REITs eignen sich ideal zur renditeorientierten Abrundung der Immobilienanlage. Institutionellen Anlegern bieten wir mit diesem Publikumsfonds die Möglichkeit, zusammen mit Munich Re substanzorientiert und werthaltig in globale Immobilienchancen zu investieren.“

Die MEAG steht für das Vermögensmanagement von Munich Re und ERGO. Die MEAG ist in Europa, Asien und Nordamerika präsent und bietet ihr umfassendes Knowhow auch institutionellen Anlegern und Privatkunden an. Insgesamt verwaltet die MEAG Kapitalanlagen im Wert von derzeit 297 Milliarden Euro, davon über 15 Milliarden Euro in Immobilien.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH, Am Münchner Tor 1, 80805 München, Tel: +49 (0)89 24 89-0, www.meag.com

GROHMANN & WEINRAUTER senkt Investitionsquoten seiner aktienbasierten Fonds

 

GROHMANN & WEINRAUTER Institutional Asset Management GmbH (G&W-IAM) kommentiert im Zusammenhang mit den aktuellen Marktturbulenzen die Veränderungen der Investitionsquoten seiner aktienbasierten Fonds. „Die Märkte haben aus dem Vorwärts- in den Rückwärtsgang geschaltet, ohne zu bremsen. Das geht nicht geräuschlos“, sagt Martin Weinrauter, Geschäftsführer von G&W-IAM. „Dennoch greifen wir nicht aufgrund kurzfristiger taktischer Überlegungen in unsere strategischen Risikomanagementsysteme ein. Nur so können wir in außergewöhnlich stimmungsgetriebenen Marktphasen wie diesen – in Zeiten in denen Gefühle wie Angst bis hin zur Panik das Regime übernehmen – verlässliche Antworten auf mathematisch definierten Grundlagen geben.“

Systematiken bestimmen Zeitpunkt und Umfang des Investments und diversifizieren das Risiko

Im G&W-Strategieuniversum nimmt der US-Fonds AIRC BEST OF U.S. aufgrund seiner Steuerung im Wochenrhythmus in dynamischen Marktphasen die Funktion eines „First Movers“ ein. Sieben Handelstage nach dem Allzeithoch der Märkte hatte er am 2.3.2020 seine Aktiengewichtung bereits von 84% auf 53% verringert. Gestern senkte er diese auf 35 %.

ÖKOBASIS One World Protect senkt Aktieninvestitionsquote nur geringfügig  

Der ebenso von G&W verwaltete ÖKOBASIS One World Protect, der im Monatsrythmus angepasst wird, senkte seine Aktienquote am 9.3.2020 dagegen nur um 6 % auf 72 %. Diese marginale Änderung folgt damit den nach wie vor attraktiven Chancen im Anlageuniversum des Nachhaltigkeits-Fonds.

„Aktien wie SolarEdge, Tesla, Ballard Power, Plug Power, Momenta Pharma und Enphase Engergy haben seit Jahresanfang eine enorme Performance vorgelegt und diese auch im Zuge der Viruskrise bisher nicht gravierend eingebüßt. In der permanenten Auseinandersetzung zwischen dem Chancen- und Risikomanagement hat das Chancenpotenzial in diesem Fonds aktuell immer noch die Oberhand“, sagt Martin Weinrauter.

G&W-IAM begegnet Corona-Turbulenzen mit verschiedenen Anlagestrategien

„Die letzte Februarwoche 2020 wird in die Börsengeschichte eingehen“, ist sich Martin Weinrauter sicher. Ausgehend vom Allzeit¬hoch Mitte Februar sorgte die Angst vor den Folgen des Coronavirus für extreme Verluste in wenigen Handelstagen und in nahezu allen Aktienmärkten weltweit. „Es ist unmöglich zu prognostizieren, ob die Abwärtsbewegung mit dem aktuellen Sell-Out bereits abgearbeitet ist. Möglich wäre es. Die Abwärtsbewegung der vergangenen zwei Wochen könnte genauso gut aber auch der Auftakt zu einem Crash oder einer langjährigen Abwärtsspirale der Kurse sein. Mit der Erfahrung von 30 Jahren Risikomanagement akzeptieren wir, dass wir weder den Verlauf noch das finale Ende von künftigen Marktentwicklungen vorhersehen können. Wir begegnen dieser Gegebenheit daher mit der Diversifikation unserer Fonds-Strategien und lassen bewusst die unterschiedlichen Aktieninvestitionsquoten z. B. im AIRC BEST OF U.S. (35 %) und ÖKOBASIS One World Protect (72 %) zu“, so der Asset Manager.

 

Über GROHMANN & WEINRAUTER

GROHMANN & WEINRAUTER versteht sich seit Gründung in 1991 als Manager von Risiken und Chancen an den Kapitalmärkten. Mit Unterstützung des konzerneigenen Forschungsinstituts ABSOLUTE INVESTMENTS RESEARCH CENTER verzichtet die Fondsmanagementeinheit GROHMANN & WEINRAUTER Institutional Asset Management seit 2017 weitgehend auf den Einsatz von Derivaten und ist damit in der Lage, auch individuelle Anlageuniversen unter Risiko- und Chancengesichtspunkten zu steuern. Kauf- und Verkaufszeitpunkte werden frei von Prognosen durch mathematische Algorithmen bestimmt. GROHMANN & WEINRAUTER verwaltet mithilfe diversifizierter Anlagemodelle sowohl eigene Fonds als auch Partnerfonds mit individuell konzipierten Anlageuniversen und erhielt für das Fondsmanagement bereits mehrere Auszeichnungen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

GROHMANN & WEINRAUTER Institutional Asset Management GmbH, Grohmann & Weinrauter VermögensManagement GmbH, Altkönigstr. 8, 61462 Königstein im Taunus, Tel: +49 6174 9377 50, www.grohmann-weinrauter.de

Während sich das Coronavirus weiterhin weltweit verbreitet, erkennen Anleger und Ökonomen nun, dass die ersten Schätzungen der Auswirkungen auf die Weltwirtschaft viel zu optimistisch waren.

 

Die Risiken eines Angebotsschocks infolge der unterbrochenen Produktionskapazitäten in China wurden nun durch die sinkende Nachfrage verschärft, da die Menschen in Panik geraten und sich zunehmend entscheiden, zu Hause zu bleiben. Aufgrund des letzten starken Ausverkaufs am Markt und der daraus resultierenden Verschärfung der finanziellen Bedingungen war die Fed gezwungen, vorbeugende Maßnahmen zur Beruhigung des Marktes zu ergreifen. Die größte Zinssenkung der letzten zehn Jahre und die ermutigenden Worte von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der Fed, haben die Finanzmärkte diesmal jedoch nicht beruhigt. Investoren verkauften risikoreiche Anlagen auf der Suche nach Safe Havens und brachten die 10- und 30-jährigen US-Renditen auf Rekordtiefs. Trotz der Fed-Maßnahmen preist der Markt für die nächste geplante Fed-Sitzung am 17. und 18. März eine weitere starke Senkung ein, die zu einer noch schnelleren Kürzung von 1% führen würde, als wir sie im Oktober 2008 nach der Pleite von Lehman Brothers gesehen haben. Die Liquidität treibt die Märkte an, und „Cash“ ist vorerst „King”. „Für wie lange?” ist eine Frage, die bei der derzeitigen Unsicherheit schwer zu beantworten ist.

WHAT’S NEXT?

This time is different

Im Gegensatz zu den Rezessionen von 2001 und 2008, die hauptsächlich durch einen Nachfrageausfall verursacht wurden, sind die Herausforderungen von COVID19 eine Mischung aus Nachfrage- und Angebotsschock. Die Bedeutung Chinas im Welthandel, insbesondere als wichtiger Exporteur von Zwischenprodukten, bedeutet, dass die Unterbrechung seiner Wirtschaft in den globalen Lieferketten zu spüren sein wird. Auch wenn sich China langsam und stetig erholt, wird die Produktion aufgrund von Störungen in anderen Ländern mit Lieferproblemen konfrontiert sein. In stark vernetzten Volkswirtschaften, in denen die Produktion häufig von einzelnen Komponenten globalen Ursprungs abhängt und viele Unternehmen die Just-in-Time-Produktion verwenden, um den Kapitaleinsatz zu optimieren, kann ein unerfüllter Auftrag einen Dominoeffekt in der gesamten Lieferkette auslösen. Dies führt zu Produktionsengpässen, die die Lieferzeiten erhöhen und viele Unternehmen zwingen, ihre Lagerbestände abzubauen. Durch fiskalische Anreize, wie z.B. Steuererstattungen, kann mehr Geld direkt in die Taschen der Menschen fließen, aber Geld allein bringt keine Waren in leere Ladenregale.

Der Markt reagierte zunächst so, als ob es sich nur um eine kurzfristige, auf Asien konzentrierte Störung handelte, und dass sich ihre Volkswirtschaften V-förmig erholen würden, sobald China nach einer längeren Neujahrspause wieder zur Arbeit kommt. Doch dies hat sich nun geändert, da sich der Schwerpunkt auf die Nachfrageseite verlagert hat. Zwar sind die Zentralbanker hier die üblichen Vorreiter, aber diesmal könnte die Art des Schocks eine breit angelegte geldpolitische Reaktion weniger wirksam machen. Obwohl niedrigere Kreditkosten die Kaufkraft der Haushalte erhöhen können, ist diese Hilfe begrenzt, wenn Millionen von Menschen aufgrund von Quarantäne-Maßnahmen zu Hause eingesperrt werden – oder einfach aus Angst, sich anzustecken, zu Hause bleiben.

China war das Epizentrum des Virusausbruchs und der wirtschaftlichen Auswirkungen, aber seine Aktienmärkte sind jetzt wieder in der Nähe der Jahreshochstände. Die Begründung der Investoren liegt auf der Hand – es ist eine Kombination aus aggressiver geldpolitischer Reaktion der chinesischen Notenbank PBOC mit gezielter Liquidität für betroffene Unternehmen, der Erwartung massiver steuerlicher Anreize und einer konsequenten Reaktion der Regierung auf allen Ebenen zur Bekämpfung des Virus. Die Zentralregierung hat beschlossen, den Diskurs über ihre Rolle bei der Coronavirus Epidemie zu ändern, um den Erfolg ihrer Kontrollmaßnahmen herauszustellen. Es ist wichtig zu verstehen, dass Chinas offensichtlicher Erfolg aufgrund massiver Quarantänen und elektronischer Überwachungsmaßnahmen in demokratischen Ländern nicht möglich ist. Im Westen hingegen konzentrierten sich viele der Reaktionen auf das Virus bisher auf monetäre Anreize.

Auch wenn die Märkte von zahlreichen Ländern weltweit viel mehr Anreize erwarten, gehen wir nicht davon aus, dass lockere Zentralbanken ein Heilmittel sind, da die meisten Zinssenkungen bereits über den Rückgang der Anleiherenditen erfolgt sind. Um diese Entwicklung zu verdeutlichen: Der US-Treasury-Markt verzeichnete am vergangenen Mittwoch die beste Tagesrendite seit 2009, was zu neuen Tiefstständen bei den 10- und 30-jährigen Zinssätzen führte. In Europa erreichten die deutschen Zinssätze ebenfalls Rekordtiefs, während die Anleger der 100-jährigen österreichischen Anleihe nur noch 0,48% Rendite erhalten. Es liegt auf der Hand, dass dieses Mal weitere, bereits erwartete Zinssenkungen allein den wirtschaftlichen Schaden nicht eindämmen werden – sie müssen Teil eines umfassenderen Pakets sein, wie China beispielhaft gezeigt hat.

Die Regierungen in Europa sind unentschlossen, während ein parteipolitisch gespaltener US-Kongress nur langsam reagiert und der Präsident selbst das Risiko des Virus herunterspielt. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Virus waren die Finanzmärkte selbstgefällig hinsichtlich der Risiken für die Weltwirtschaft. In den letzten Tagen haben die Anleihenmärkte und Rohstoffe jedoch begonnen, eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine globale Rezession einzupreisen.

Rezessionsängste tauchen wieder auf

Die längste Expansion in der Geschichte zusammen mit akkomodierenden Zentralbanken und renditehungrigen Anlegern führte zu sehr engen Spreads auf den Credit Märkten, gleichzeitig erreichte die Verschuldung der Unternehmen im Verhältnis zum BIP ein beispielloses Niveau. Die Zahl der hoch verschuldeten Unternehmen ohne ausreichendes Einkommen zur Deckung ihrer Zinszahlungen hat stetig zugenommen, und die Kreditqualität hat sich weitgehend verschlechtert. Die aktuelle Situation wirft Fragen zu den Kredit- und Finanzierungsmärkten auf. Unterbrechungen der Lieferkette und der Schock der Nachfrage verursachen für viele Unternehmen Cashflow-Probleme, insbesondere für kleine Unternehmen und diejenigen in Sektoren, die am stärksten von der Krise betroffen sind, z.B. Reisen, Transport, Freizeit, Unterkunft. Die Fed ist sich bewusst, dass je länger es dauert, diese Spillovers einzudämmen, desto größer die Kreditherabstufungen, die Ausfallrisiken und die Wahrscheinlichkeit, dass die Finanzmärkte die Wirtschaft kontaminieren, sind. Die Anleger sind sich dieser Risiken bewusst und haben die Credit Spreads effektiv wieder auf das Niveau vom Dezember 2018 gebracht, was die Empfindlichkeit von Credits gegenüber Rezessionsängsten und einer überzogenen Positionierung widerspiegelt.

Allokation: Cash ist vorerst King

Gegenwärtig stellen wir fest, dass die ökonomischen Auswirkungen beginnen, die Wirtschaft zu destabilisieren, und dass sie in nächster Zukunft weiter zunehmen werden. Das könnte ein Gefühl der Panik auslösen, zumal es sich um die erste globale Krise im Zeitalter der sozialen Medien handelt. Das Schwierigste in den nächsten Wochen wird es sein, nicht aus Panik zu handeln. Das Risiko besteht darin, sich von den Märkten beraten zu lassen, anstatt dort nach Möglichkeiten zu suchen.

An den Kapitalmärkten zeichnet sich eine kollektive Wende von der Gier zur Angst ab, die einen Anstieg der Risikoprämien verursacht. Angesichts des derzeitigen Mangels an Visibilität und Liquidität könnte die nächste Phase zu weiteren Ausverkäufen führen, die von den Exzessen der gigantischen Jagd nach Renditen in den letzten zehn Jahren angetrieben wurden. Die Kreditmärkte könnten im Auge des Sturms stehen, zumal auch schlecht bewertete US-Kreditnehmer unter sinkenden Ölpreisen leiden. Da der Schutz durch Optionsstrategien bei den sehr hohen Volatilitäten zu teuer geworden ist und Anleihen allein ein diversifiziertes Portfolio nicht mehr schützen können, sind wir der Meinung, dass eine Erhöhung der Cash-Allokation die beste Möglichkeit ist, das Portfolio in naher Zukunft zu bewahren. Im Land der Unsicherheit ist Cash König.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Unigestion SA – Geneva Headquarters, 8C Avenue de Champel, PO Box 387, 1211 Geneva 12, Switzerland, Tel: +41 22 704 41 11, www.unigestion.com/de/