Übernahme von 25% der BV Bayerische Vermögen GmbH durch die meine Volksbank Raiffeisenbank eG vereinbart

Die meine Volksbank Raiffeisenbank eG, Rosenheim („mVBRB“), die achtgrößte Volks- und Raiffeisenbank Deutschlands mit einem betreuten Kundenvolumen von rd. 24 Mrd. EUR und über 350.000 Kunden, hat nach dem erfolgreichen Abschluss der Due Diligence mit der LAIQON AG gestern den notariellen Kaufvertrag zum Erwerb von 25% an der BV Bayerische Vermögen GmbH („BV GmbH“) unterzeichnet. Die BV GmbH betreut mit einem Team von 30 Mitarbeitern an 5 Standorten rund 2.400 Kunden. Der Vermögensverwalter betreut aktuell ein Kundenvermögen von rund 1,55 Mrd. EUR AuM. Über die Höhe des Kaufpreises haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.

Am 30. Juni 2024 kommunizierte die LAIQON AG durch eine Ad-Hoc-Mitteilung die Vertiefung der Partnerschaft zwischen der mVBRB und der BV GmbH durch Unterzeichnung eines entsprechenden Letters of Intent. In der BV GmbH bündelt der LAIQON-Konzern seine gesamten Aktivitäten im Geschäftssegment LAIQON Wealth Management.

Dabei beteiligt sich die mVBRB in einem ersten Schritt direkt mit 9,9% an der BV GmbH. Der Vollzug des Erwerbs der weiteren 15,1% auf 25% erfordert zuvor den Abschluss des bereits begonnenen Inhaberkontrollverfahrens durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Am 10. September 2024 erfolgte in diesem Zuge zudem der Abschluss des notariellen Kaufvertrages zur Übertragung der 25%-igen Beteiligung der BV GmbH an der meine Bayerische Vermögen GmbH auf die LAIQON AG. An der meine Bayerische Vermögen GmbH (www.meinebv.de) ist die mVBRB mit 75% beteiligt.

Überproportionales Kunden- und AuM-Wachstum

Durch die Übernahme der Minderheitsbeteiligung an der BV GmbH durch die mVBRB wird die erfolgreiche strategische Partnerschaft mit der LAIQON AG weiter intensiviert.

Ziel beider Partner ist es, weiteres überproportionales Markt- und Kundenwachstum im durch starke Wachstumsraten gekennzeichneten Wealth Management-Markt zu erzielen.

Dazu Dipl.-Ing. Achim Plate, Chief Executive Officer der LAIQON AG: „Die meine Volksbank Raiffeisenbank eG ist einer unserer wichtigsten strategischen Partner. Daher freuen wir uns sehr, dass wir die vertrauensvolle Zusammenarbeit durch die weitere gemeinsame Beteiligung vertiefen. Damit wollen wir die Präsenz im Vermögensverwaltungsbereich in der Region Oberbayern weiter stärken.“

Über die LAIQON AG:

Die LAIQON AG (LQAG, ISIN: DEOOOA12UP29) ist ein stark wachsender Premium Wealth Spezialist mit Fokus auf nachhaltige Kapitalanlagen mit einem verwalteten Vermögen von rund 6,5 Mrd. EUR (Stand: 30.06.2024). Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg und Büros in Frankfurt, München und Berlin bietet institutionellen und privaten Anlegern ein Portfolio aus aktiv und KI-gemanagten Fonds sowie individuelle Vermögensverwaltung an. Mit seiner KI-Tochter LAIC und dem selbst entwickelten LAIC ADVISOR® gehört LAIQON zu den Vorreitern für Künstliche Intelligenz im Asset Management. LAIQON setzt auch bei seinen Prozessen und im Datenmanagement auf modernste Plattform-Technologie. Dank seiner voll integrierten Digitalen Asset Plattform (DAP 4.0) kann LAIQON seinen Service vom Onboarding bis zum Reporting voll digital abbilden, skalieren und seine Produkte und Services Dritten als White-Label-Partner zur Verfügung stellen.

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LAIQON Solutions GmbH, An der Alster 42, 20099 Hamburg, Tel: +49 (0)40 32 56 78-0, www.laiqon.com

Obwohl die Konjunkturaussichten weltweit nicht gerade rosig sind, laufen die Aktienmärkte stramm nach oben.

„Das liegt zum einen an den Zinssenkungen der Notenbanken, die viele als Impulsgeber interpretieren“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „Doch muss auch klar sein, dass die Zinssenkungen Ausdruck einer lahmenden Konjunktur sind und der letzte Notnagel, eine Rezession zu verhindern.“ Anleger sollten deshalb vorsichtig bleiben.

In den USA verlieren die Großen 7, die Tech- und KI-Unternehmen der ersten Reihe, deutlich an Dominanz. „Hier werden die ambitionierten Bewertungen zunehmend kritisch hinterfragt, weil bislang noch keine konkrete Monetarisierung der KI-Investitionen absehbar ist“, sagt Gerlinger. Die steigenden Kurse stammen vom immer noch positiven Sentiment der Marktteilnehmer. „Hier wird nach wie vor ein Soft Landing der US-Wirtschaft erwartet“, sagt Gerlinger. „Und es verlassen sich alle darauf, dass die Zinssenkungen die wirtschaftlichen Aussichten verbessern.“ Die Aktienmärkte preisen immer noch ein positives Konjunkturszenario mit ambitionierten Gewinnzuwächsen von bis zu 15 Prozent im S&P 500 ein, während die Rentenmärkte das Gegenteil erwarten.

In Europa steht die gute Aktienmarktentwicklung noch stärker im Widerspruch zum schwachen konjunkturellen Umfeld in der Eurozone. „Die Politik findet nach wie vor kein Rezept, um die Wirtschaft zu stimulieren, zumal Haushaltszwänge den Spielraum beschränken“, sagt Gerlinger. Auch das mäßige Wirtschaftswachstum in China liefert keine Stimulation für Europa. Allerdings sind die Bewertungen europäischer Aktien unverändert günstig, Small und Mid Caps haben sich stabilisiert. „Analog zu den USA ruhen die Hoffnungen auf den Zinssenkungsstimuli“, so Gerlinger.

Anders sieht das in Japan aus. „Hier schwebt die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen als Damoklesschwert über dem japanischen Aktienmarkt“, sagt Gerlinger. „Die für japanische Verhältnisse mit drei Prozent hohe Inflation wird die Bank of Japan früher oder später zum Handeln zwingen.“ Im Gegensatz dazu sprechen die günstigen Aktienbewertungen, starke Bilanzen, aber auch Aktienrückkäufe und gute Dividenden für japanische Aktien. „Damit bleiben japanische Aktien zwar interessant“, so Gerlinger. „Als Belastung könnten sich jedoch weitere Zinsschritte der Bank of Japan erweisen.“ Im Zuge dessen könnte auch der Yen weiter steigen, was das Risiko aus Euro-Anlegersicht einschränkt.

Aktienmärkte in den Emerging Markets bleiben bewertungstechnisch interessant, sind jedoch durch den Trend zur Deglobalisierung unter Druck geraten. „Die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung in China erwies sich als kurzes Strohfeuer“, so Gerlinger. „Zwar wird für 2024 ein chinesisches Wirtschaftswachstum von bis zu fünf Prozent erwartet.“ Das liegt jedoch weit unter dem Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre. „Indien wächst mit fast acht Prozent überdurchschnittlich stark und zieht unverändert Investoren an“, sagt Gerlinger.

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PCS-Team, Janus Henderson Investors

  • Der Markt hat Small Caps lange Zeit zugunsten größerer, etablierterer Unternehmen gemieden.
  • Small-Caps sollten von Zinssenkungen stärker profitieren.
  • Gewinnwachstum und Bewertung wichtig bei Potenzialanalyse.

Heutige Small Caps könnten die Googles, Facebooks und Amazons von morgen sein. Small-Cap-Unternehmen stehen meist noch am Anfang ihrer Entwicklung, und viele von ihnen müssen erst Gewinne erwirtschaften.

Im aktuellen Finanzumfeld, in dem die Kapitalkosten gestiegen sind und sich die Kluft zwischen erfolgreichen und angeschlagenen Unternehmen vergrößert hat, wird das Erkennen dieser zukünftigen Giganten noch wichtiger.

Warum jetzt auf Small Caps setzen?

In einer Zeit mit nahezu Nullzinsenkonnten sich selbst unprofitable Unternehmen relativ problemlos durch finanzielle Schwierigkeiten manövrieren. Inzwischen befinden wir uns jedoch in einem Umfeld, in dem die Zinsen voraussichtlich für längere Zeit höher bleiben werden. Die Kluft zwischen erfolgreichen und angeschlagenen Unternehmen hat sich weiter vergrößert.

Eine Zeit lang hat der Markt Small Caps weitgehend gemieden und stattdessen in größere, etabliertere Unternehmen investiert – eine Strategie, die sich als erfolgreich erwiesen hat. Mit Beginn der weltweiten Zinssenkungen, bei denen die Zentralbanken entweder Zinssenkungen durchführen oder ankündigen, dürften die stärkeren Small-Cap-Unternehmen jedoch erheblich profitieren.

Die Bedingungen könnten sich künftig als günstig für Small Caps erweisen. Auch wenn sich aus den wenigen Beobachtungen noch kein Trend ableiten lässt und sich die beginnende Rotation wieder auflösen könnte, deuten die Bewertungen darauf hin, dass Small Caps erschwinglicher sind als die breiten Marktindizes. Der langfristige Anlageerfolg hängt stark vom Einstiegszeitpunkt ab. Die aktuellen Bewertungen könnten darauf hindeuten, dass das erneute Interesse an Small Caps gerechtfertigt ist. Selbstverständlich können unterbewertete Vermögenswerte aus verschiedenen Gründen unterbewertet sein und weiter fallen.

Dies bringt uns zur zweiten Komponente der zukünftigen Aktienmarktentwicklung – dem erwarteten Gewinnwachstum pro Aktie (EPS). In allen von uns untersuchten Märkten (siehe Abbildung 1) wird für die Small-Cap-Indizes bis zum Jahr 2026 ein zweistelliges Gewinnwachstum prognostiziert (Bloomberg-Marktkonsens), das über dem ihrer nach Marktkapitalisierung gewichteten Pendants liegt.

Die Kombination aus niedrigeren Bewertungen und der Aussicht auf ein zweistelliges Gewinnwachstum pro Aktie könnte daher ein attraktives Investitionsangebot darstellen.

Bedeutung eines aktiven Managements bei breiter Streuung

Da sich der Trend zu passiven Anlagestrategien auch auf Small Caps ausweitet, kaufen die Anleger im Grunde sowohl die „Spreu“ als auch den „Weizen“. Dies könnte zu einem noch größeren Problem werden, wenn es in Zukunft noch größere Gewinner und Verlierer gibt.

Möglicherweise können hoch verschuldete, unprofitable Unternehmen in einem anhaltend höheren Zinsumfeld nur schwer überleben, selbst wenn die Zinssätze fallen. Small Caps bieten zwar viele Chancen, doch ist der Anteil der verlustbringenden Unternehmen höher als bei Large Caps (Abbildung 2). Ein langfristiges Exposure in Unternehmen mit negativen Erträgen kann sich erheblich auf die Gesamtrendite eines Portfolios auswirken und zu einer größeren Streuung der Ergebnisse führen. Ein sorgfältiger Aktienauswahlprozess ist daher besonders wichtig.

Unentdeckte Perlen bei Small Caps

Der Einstieg in Small-Cap-Aktien, die günstig sind und gute Gewinnprognosen aufweisen, scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein, aber einige Anleger schenken diesem Bereich vielleicht nicht genug Aufmerksamkeit.

Auf den MSCI World Small Cap Index entfallen durchschnittlich nur neun Analysten pro Aktie, wobei etwa 25 % der Unternehmen im Index von weniger als zwei Analysten gecovered werden[1].

Es ist Erntezeit

In den letzten Wochen sind Small Caps wieder in den Vordergrund gerückt, nachdem sie über viele Jahre hinweg weitgehend ignoriert wurden. Eine kurze Phase macht zwar noch keinen Trend, und viele Faktoren könnten die jüngste Rallye bei den Small Caps wieder umkehren. Dennoch wären Anleger gut beraten, sich auf die relativ niedrigen Bewertungen und das Potenzial für solides Gewinnwachstum in diesem Segment zu konzentrieren.

Anlageergebnisse werden – ebenso wie Ernten – von vielen Faktoren beeinflusst, auf die wir keinen Einfluss haben. Aber genau wie Landwirte, die ihre Felder bestellen und ständig nach besseren Möglichkeiten suchen, mehr Weizen als Spreu zu ernten, suchen aktive Manager, die ihre Portfolios verwalten, nach besseren Möglichkeiten, die Gewinner zu identifizieren und sie von den Verlierern zu trennen. Bei Small Caps – wo die Wahrscheinlichkeit höher ist, auf unprofitable Unternehmen zu stoßen – könnte das Wissen und die Analyse von Small-Cap-Managern Anlegern dabei helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Die europäische Ratingagentur Scope hat in einer großen Auswertung die Anbieter von Aktienfonds, Aktienfonds mit einer konstant ausgezeichneten Entwicklung und die größten Gewinner und Verlierer der vergangenen zwölf Monate analysiert.

Um die Stärke der Fondsgesellschaften in der Anlageklasse Aktien zu bestimmen, wurde die so genannte Top-Rating-Quote ermittelt. Dazu wurde für jeden Anbieter die Zahl der Fonds mit einem A- oder B-Rating ins Verhältnis zur Gesamtzahl der von Scope bewerteten Portfolios gesetzt. Mit A und B werden Produkte ausgezeichnet, die in den vergangenen Jahren eine (weit) überdurchschnittliche Leistung gezeigt haben. Die Rating-Skala von Scope reicht bis E.

Der Fokus ist dabei auf die Managementleistung gerichtet – passive ETFs und Indexfonds wurden deshalb nicht berücksichtigt.

In die Rangliste aufgenommen wurden Fondshäuser mit mindestens acht von Scope gerateten Produkten. Liegt die Zahl der Fonds mit Rating zwischen acht und 24, betrachtet Scope den Anbieter als kleine Gesellschaft. Tragen 25 Fonds und mehr ein Scope-Rating, gilt das Haus als große Gesellschaft. Bei der Bestimmung, ob es sich um einen großen oder einen kleinen Anbieter handelt, werden die Fonds aller Anlageklassen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Top-Rating-Quote in der vorliegenden Studie wurden indes ausschließlich Aktienfonds betrachtet.

Anbieter mit vielen überdurchschnittlichen Produkten

Sieger im Bereich Aktienfonds unter den 60 großen Fondsgesellschaften ist Janus Henderson. Der Anbieter kommt auf eine Top-Rating-Quote von 65,4%: 17 von 26 gerateten Aktienfonds sind mit A oder B bewertet. Das ist beinahe doppelt so hoch wie der durchschnittliche Wettbewerber. Die Plätze 2 und 3 nehmen Union Investment (63,6%) und BlackRock (58,5%) ein, die ebenfalls einen hohen Anteil (sehr) gut bewerteter Aktienfonds haben.

Bei den kleinen Gesellschaften (insgesamt 103) teilen sich Flossbach von Storch und PGIM Investments den ersten Platz. Sie kommen auf eine makellose Top-Rating-Quote von 100%. Alle vier bzw. sechs Aktienfonds dieser Anbieter sind mit A oder B bewertet. Dimensional Fund Advisors erreicht Rang 3 mit einem Anteil von 81,8%. Den kleineren Anbietern fällt es aufgrund ihres überschaubaren Produktangebots (in Deutschland) im Regelfall leichter, auf hohe Top-Rating-Quoten zu kommen.

Fonds-Dauerbrenner

Nur wenigen Fonds gelingt es, konstant eine Spitzenleistung zu erzielen. Um diese zu bestimmen, hat Scope sämtliche Aktienfonds mit einem Mindestvolumen von 50 Mio. Euro betrachtet, die aktuell mit der Bestnote A bewertet sind, also zu den absoluten Top-Produkten ihrer Peergroup zählen (191 Fonds).

Am längsten durchgängig mit A bewertet ist der Columbia Threadneedle Global Focus Fund. Der weltweit anlegende Aktienfonds trägt die Höchstnote seit Mai 2017. In den vergangenen fünf Jahren erzielte er eine annualisierte Rendite von 12,6%. Weitere drei Fonds tragen seit 2018 ununterbrochen ein A-Rating: der AB International Health Care (Aktien Gesundheitswesen Welt), der Polar Capital Biotechnology (Aktien Biotechnologie) und der Schroder Global Sustainable Growth (Aktien Nachhaltigkeit/Ethik Welt).

Auffällige Auf- und Absteiger

Neben diesen Vorbildern an Beständigkeit gibt es Fonds, die starke Veränderungen durchmachen. Scope hat Aktienfonds ermittelt, deren Rating binnen eines Jahres einen großen Sprung gemacht hat – nach oben oder nach unten. Entscheidend war die Veränderung der Rating-Punktzahl, die bestimmt, in welche Rating-Kategorie A bis E ein Fonds eingruppiert wird.

Auf einem guten Weg befinden sich der KBC Equity New Asia und der AB Asia ex-Japan Equity, die beide in Asien ohne Japan investieren und seit August 2023 von einem unterdurchschnittlichen D-Rating auf ein überdurchschnittliches B-Rating gestiegen sind. Den gleichen Sprung machte der Mirabaud – Discovery Europe, der sich in europäischen Nebenwerten engagiert.

Deutlich abgeschwächt hat sich dagegen die Leistung des BGF Emerging Markets, der binnen zwölf Monaten von B auf D rutschte. Merklich schlechter steht auch der Fidelity Sustainable Emerging Markets Equity da. Er trug vor einem Jahr ein A-Rating, momentan reicht es nur Note C. Besonders viele Rating-Punkte verloren hat zudem der Ossiam ESG Low Carbon Shiller Barclays CAPE US Sector ETF, dessen Rating von B auf D gefallen ist.

Die vollständige Auswertung können Sie hier herunterladen.*

* Tabelle 5 der Studie (Asset Manager Ranking) wurde am 18.09.2024 aktualisiert: Veränderung der Plätze 8-10 bei den großen Gesellschaften (Deka +2 Ränge). Grund: In der ursprünglichen Fassung war ein top gerateter Fonds der Deka nicht korrekt berücksichtigt worden. 

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Scope Analysis GmbH, Lennéstraße 5, D-10785 Berlin, Tel: +49 30 27891-0, Fax: +49 30 27891-100, www.scopeanalysis.com

Die Mitglieder des deutschen Fondsverbands BVI haben in ihrer Mitgliederversammlung turnusgemäß den neuen Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Er setzt sich zusammen aus:

Sonja Albers, Union Investment

Dirk Degenhardt, Deka Vermögensmanagement

Mathias Heiß, Universal Investment

Fabian Klingler, abrdn

Dr. Matthias Liermann, DWS Investment

Dr. Thomas Schindler, Allianz Global Investors

Dr. Jörg Stotz, Hansainvest

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Sonja Albers, Dirk Degenhardt, Matthias Liermann, Thomas Schindler und Jörg Stotz wurden wiedergewählt. Nicht mehr zur Wahl angetreten sind Katja Müller (Universal Investment) und Michael Schneider (Intreal). Neu hinzugekommen sind Mathias Heiß und Fabian Klingler.

Der Vorstand hat Matthias Liermann zum neuen Präsidenten gewählt.

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BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

Amundi ETF Flow Report

Im August flossen weltweit 88,8 Mrd. Euro in börsengehandelte Fonds (ETF). Aktien-ETFs waren mit Zuflüssen von 46,7 Mrd. Euro im vergangenen Monat weiterhin sehr gefragt. Anleihe-ETFs lagen mit einem Plus von 36,1 Mrd. Euro knapp dahinter.

ETFs auf breit diversifizierte US-Indizes übertrafen mit Zuflüssen von 18,9 Mrd. Euro im August alle anderen Strategien. Bei Anleihen dominierten ETFs auf Staatsanleihen mit einem Plus von 6,7 Mrd. Euro. Abflüsse im Volumen von 2,6 Mrd. Euro gab es hingegen aus ETFs mit Fokus auf großkapitalisierte US-Unternehmen.

Abflüsse gab es zudem aus Japan-Aktien-ETFs (-900 Mio. Euro) sowie – infolge negativer makroökonomischer Perspektiven – aus China-Aktien-ETFs (-1,1 Mrd. Euro).

Aktien: Kursschwankungen im US-Tech-Sektor lassen Anleger etwas defensiver agieren

Europäische UCITS-Aktien-ETFs verbuchten im August Zuflüsse in Höhe von 14,6 Mrd. Euro. Am beliebtesten waren dabei ETFs auf US-Aktien-Indizes mit Zuflüssen von 4,9 Mrd. Euro. ETFs auf globale Industrieländerindizes sammelten 4,2 Mrd. Euro ein. Ebenfalls gefragt waren ETFs auf All-Country-Indizes, wie beispielsweise Produkte auf den MSCI ACWI, die sowohl Industrie- als auch Schwellenländer beinhalten (+2 Mrd. Euro). ETFs auf reine Schwellenländerindizes flossen Neugelder von 1,2 Mrd. Euro zu.

Obwohl der US-Tech-Sektor seit Juni hinter dem S&P 500 zurückgeblieben ist, investierten Anleger im August immer noch 600 Mio. Euro in ETFs auf den IT-Sektor. ETFs mit Fokus auf Aktien aus dem Gesundheitswesen war mit Zuflüssen von 500 Mio. Euro ebenfalls sehr beliebt. Anleger suchten offenbar nach defensiveren Strategie, die weniger mit der Entwicklung der Finanzmärkte und der Wirtschaft korreliert.

Wegen der höheren Schwankungsanfälligkeit des US-Tech-Sektors haben ETFs auf gleichgewichtete Indizes in den letzten Monaten besser abgeschnitten. Dies spiegelt sich auch in den Zuflüssen im Volumen von 700 Mio. Euro wider. Bei ETFs auf Faktor-Indizes gab es bei Income- und Minimum-Volatilitätsstrategien mit Zuflüssen von 600 Mio. Euro bzw. 400 Mio. Euro die stärkste Nachfrage.

Bei ESG-Strategien gab es Zuflüssen von 700 Mio. Euro in ETFs auf US-ESG-Aktienstrategien und Abflüsse in Höhe von 600 Mio. Euro aus All-Country-ESG-ETFs.

Anleihen: Unternehmensanleihe-ETFs rücken dank sinkender Zinsen in den Anlegerfokus

Europäische Anleihe-UCITS-ETFs verzeichneten Zuflüssen in Höhe von 5,1 Mrd. Euro, wobei ETFs mit Fokus auf Investment-Grade-Anleihen mit Neugeldern von 2,8 Mrd. Euro an der Spitze der Absatzliste standen. ETFs auf US-Dollar-Anleihe-Indizes legten um 1,5 Mrd. Euro zu, ETFs auf Euro-Anleihe-Indizes um 1,1 Mrd. Euro.

Rückläufige Zinssätze in der Eurozone haben sich für ETFs auf Unternehmensanleihe-Indizes dieser Region als förderlich erwiesen. Geringere Durationen und der positive Effekt auf die Verschuldungssituation von Unternehmen haben deren Kreditaussichten verbessert.

Da die US-Arbeitsmarktdaten für August schwächer als erwartet ausfielen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank zuletzt gestiegen, was US-Anleihen mit Investment-Grade-Rating weiter unterstützen könnte. Anleger stockten im August ETFs auf US-Dollar lautende Staatsanleihen um 1,2 Mrd. Euro und auf Euro lautende Anleihen um 600 Mio. Euro auf.

Während ETFs auf langlaufende US-Staatsanleihen auf der Verkaufsliste standen (-1,3 Mrd. Euro), investierten Anleger 2,2 Mrd. Euro in ETFs auf kurzlaufende US-Staatsanleihen. Da die Kurse langlaufender Anleihen gestiegen sind, haben Anleger offenbar Gewinne mitgenommen.

Geldmarkt-ETFs verzeichneten im August Zuwächse von 1,1 Mrd. Euro. Beliebt waren diese ETFs, da Anleger dank der relativ hohen Zinsen ohne Zinsänderungsrisiken sowohl in Euro als auch in US-Dollar attraktive Renditen erzielen konnten.

ESG-Anleihe-ETFs schnitten mit Zuflüssen von 1 Mrd. Euro im August besser ab ESG-Aktien-ETFs. ETFs auf ESG-Investment-Grade-Strategien trugen mit einem Plus von 700 Mio. Euro den größten Teil der Zuflüsse bei.

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrer Sitzung die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,5 Prozent gesenkt und damit auf die anhaltend schwache Inflation und die wirtschaftlichen Herausforderungen in der Eurozone reagiert.

Diese Entscheidung fällt in eine Phase, in der auch die US-Notenbank Fed ihre Bereitschaft signalisiert hat, die Zinsen bei der nächsten Sitzung am 18. September zu senken. „Die Entscheidung der EZB und die wahrscheinliche Zinssenkung durch die Fed führen zu Bewegungen auf den globalen Devisenmärkten. Der US-Dollar könnte gegenüber dem Euro weiter an Wert verlieren“, erklärt Mathias Beil, Leiter Private Banking bei der Hamburger Sutor Bank. Anleger sollten daher wachsam gegenüber Währungsrisiken und -chancen sein. Exportorientierte Unternehmen, vor allem in den USA, könnten von einem schwächeren US-Dollar profitieren, während Anleihenanleger von einer Normalisierung der Zinskurve in den USA und Europa profitieren könnten.

Mögliche Fed-Zinssenkung würde US-Dollar schwächen

Die Zinssenkung der EZB war weitgehend erwartet worden, da die wirtschaftliche Lage in der Eurozone nach wie vor fragil ist und gleichzeitig die Inflation in der Eurozone mit 2,2 Prozent deutlich niedriger als im Juli (2,6 Prozent) ausfiel. Der Euro notierte zuletzt bei 1,1050 gegenüber dem US-Dollar, wobei eine weitere Abwertung des Dollar wahrscheinlich ist, falls die US-Notenbank ihre Zinsen ebenfalls um bis zu 50 Basispunkte senken sollte. „Dieser potenzielle Zinsnachteil für den US-Dollar könnte den Euro in den kommenden Wochen stärken und den US-Dollar unter Druck setzen“, sagt Vermögensexperte Beil. Generell bedeutet ein schwächerer US-Dollar für Anleger, dass Investitionen in Euro oder Euro-denominierte Assets an Attraktivität gewinnen könnten.

Für die US-Wirtschaft könnte die Abschwächung des US-Dollars eine positive Entwicklung sein. Vor allem die exportorientierten Unternehmen dürften von einer Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit profitieren, wenn der US-Dollar nach der erwarteten Fed-Zinssenkung gegenüber wichtigen Währungen wie dem Euro und dem britischen Pfund an Wert verliert.

Am US-Rentenmarkt könnte die lang erwartete Normalisierung der Zinsstruktur eintreten. Derzeit sind die Renditen für kurzfristige Anleihen höher als für langlaufende Papiere, was als untypisch gilt und auf eine sogenannte inverse Zinsstruktur hinweist. Eine stärkere Zinssenkung der Fed könnte diese Anomalie beseitigen und zu einer flacheren oder positiven Zinskurve führen. Im Zuge der Normalisierung der Zinsstruktur in den USA könnten Anleger von höheren Renditen bei zwei- und dreijährigen Anleihen profitieren, während kurzfristige einjährige Anleihen nach einer Fed-Zinssenkung geringere Renditen bieten könnten.

Auch das britische Pfund hat von den jüngsten Marktentwicklungen profitiert. Während die Bank of England bei der letzten Sitzung eine Zinssenkung um 25 Basispunkte beschloss, hat sie angekündigt, gegenüber weiteren Lockerungen vorsichtig zu bleiben. „Diese Haltung könnte dazu führen, dass Großbritannien künftig einen der attraktivsten realen Zinssätze bietet, was das Pfund weiter stützen dürfte – sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch dem Euro“, führt Mathias Beil aus.

Anleger sollten aus Sicht von Mathias Beil das Thema Währungen im Blick behalten. Die aktuelle Zinssenkung der EZB und die bevorstehenden Entscheidungen der US-Notenbank könnten die Währungs- und Rentenmärkte erheblich beeinflussen. Ein schwächerer US-Dollar könnte die globalen Handelsströme ankurbeln, während die Zinssenkungen in Europa und den USA neue Dynamiken auf den Anleihenmärkten schaffen.

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, bietet klassisches Private Banking, betreibt eine Banking-Plattform für digitale Partner und kooperiert mit unabhängigen Finanzdienstleistern.

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Sutor Bank GmbH, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Das Analyseteam von ARK Invest Europe, vormals Rize ETF, fasst im Folgenden die Entwicklungen des vergangenen Monats August sowie seit Jahresanfang (YTD) am europäischen Markt für thematische ETFs zusammen.

Robotik-, Automatisierungs- und KI-ETFs behaupten mit beeindruckenden Zuflüssen in Höhe von insgesamt 922 Millionen US-Dollar seit Anfang 2024 ihre Spitzenposition. Die Zuflüsse in dieses Thema haben sich zuletzt jedoch etwas abgeschwächt. Den Analysen zufolge beginnen die Anleger, mehr die breiteren nachgelagerten Auswirkungen der KI zu bewerten und den Blick auf die KI der nächsten Generation jenseits von Nvidia und anderen großen Technologieunternehmen zu richten. So dürften laut den ARK-Analysten besonders weitsichtige Anleger beispielsweise die beträchtlichen Gewinne des Unternehmens Palantir im letzten Monat zur Kenntnis genommen haben, denn diese zeigten das aufkommende Potenzial in der KI-Industrie auf.

Die Notwendigkeit, Stromnetze zu modernisieren und aufzurüsten, um das Wachstum der KI-getriebenen Wirtschaft zu stützen – das liegt auf der Hand. Demzufolge haben Smart Grid-ETFs 294 Millionen Dollar (YTD) angezogen.

Auch das Thema Nachhaltige Infrastruktur verzeichnete im letzten Jahr Zuflüsse in Höhe von 94 Millionen US-Dollar – das spiegelt die starke Nachfrage der Anleger wider, die zunehmend defensive Bereiche des Marktes suchen. Infrastrukturfonds tendieren dazu, Versorgungsunternehmen überzugewichten, die im letzten Jahr die beste Performance im S&P-Sektor erzielt haben.

Darüber hinaus floss seit Jahresbeginn wiederum viel Kapital in andere Kategorien wie das Thema Uran (84 Millionen US-Dollar), das sogar am Thema Smart Cities (74 Millionen US-Dollar) vorbeizog. Healthcare Innovation behauptet mit 67 Millionen US-Dollar seinen fünften Platz

Abflüsse seit Jahresbeginn – Cybersecurity zieht gegenüber KI derzeit den Kürzeren

Cybersecurity-ETFs registrierten weiterhin die höchsten Abflüsse – mittlerweile sind es 703 Millionen US-Dollar im laufenden Jahr. Laut den Analysten von ARK Europe ist dies auch darauf zurückzuführen, dass Anleger ihr Kapital in Robotik-, Automatisierungs- und KI-ETFs umschichten, um zu versuchen, dort unmittelbarere Erträge zu erzielen.

Daneben verzeichneten E-Fahrzeuge und Batterie-ETFs sowie Saubere Energie-ETFs erhebliche Abflüsse in Höhe von insgesamt 549 Millionen US-Dollar und 534 Millionen US-Dollar auf Jahressicht. Dieser Trend ist laut Überzeugung der ARK-Analysten weitgehend auf die Neubewertung bestehender Bestände zurückzuführen, wobei die Anleger offensichtlich nach breiter gefächerten, aus ihrer Sicht geeigneteren Möglichkeiten im Bereich der Energiewende suchen, insbesondere fokussieren sie sich offenbar neben Infrastruktur auf „Equity Impact“, also Geschäftsmodelle, die sowohl finanziell erfolgreich sind als auch Leistungen für Umwelt und Gesellschaft erbringen.

Digitalisierungs-ETFs und solche, die das Thema Alternde Bevölkerung abbilden, hatten ebenfalls erhebliche Abflüsse (190 bzw. 301 Millionen US-Dollar YTD) zu verbuchen.

Die höchsten Zuflüsse am thematischen ETF-Markt (YTD)

  1. Robotik, Automatisierung und KI: 922 Millionen Dollar
  2. Smart Grid: 294 Millionen Dollar
  3. Nachhaltige Infrastruktur: 94 Millionen Dollar
  4. Uran: 84 Millionen Dollar
  5. Smart Cities: 74 Millionen Dollar

Die höchsten Abflüsse am thematischen ETF-Markt (YTD)

  1. Cybersicherheit: 703 Millionen Dollar
  2. E-Fahrzeuge und Batterien: 549 Millionen Dollar
  3. Saubere Energien: 534 Millionen Dollar
  4. Alternde Bevölkerung: 301 Millionen Dollar
  5. Digitalisierung: 190 Millionen Dollar

Quelle: Daten von etfbook.com per 30.08.2024. Die Klassifizierung basiert auf der internen Rize ETF Megatrend Sub-Themen-Klassifizierung.

Zu- und Abflüsse im August: Offensive und defensive Themen-ETFs gleichauf

Auf Monatssicht ergibt sich ein ganz anderes Bild. So waren ETFs auf Sauberes Wasser und Blockchain-ETFs im August mit 34 bzw. 28 Millionen US-Dollar führend bei den Kapitalzuflüssen. Letztere stellen nach wie vor für viele Investoren eine geeignete Wahl für ein stellvertretendes Kryptoengagement dar.

Fast gleichauf liegen Infrastruktur-ETFs, die im vergangenen Monat Zuflüsse in Höhe von 27 Millionen US-Dollar anziehen konnten. Laut ARK-Analyseteam dürften die Anleger nach alternativen Engagements im Versorgungssektor über das Investmentvehikel thematischer ETFs suchen, da der Sektor Versorgung im Jahresverlauf die beste Performance im S&P-Sektor erzielt hat. Sein defensiver Charakter in Verbindung mit den nachgelagerten Effekten der Netzmodernisierung in einer KI-gesteuerten Welt positioniert den Versorgungssektor als einen Hauptnutznießer einer sich entwickelnden hochmodernen Infrastruktur, die zur Unterstützung fortschrittlicher Technologien benötigt wird.

Auch ETFs auf Holz- und Forstwirtschaft registrierten Zuflüsse von 21 Millionen US-Dollar. Die Allokation in Holz und Forstwirtschaft könnte ARK Invest zufolge Ausdruck einer indirekten Wette auf den Sektor Wohnungsbau sein. Sollten die Zinsen erwartungsgemäß sinken, dürfte dies in den USA zu mehr Wohnungsbau führen. Das Versprechen von US-Vizepräsidentin Kamala Harris, künftig erschwinglicheren Wohnraum zu schaffen, könnte zu dieser Dynamik beigetragen haben.

Auch auf Monatssicht lagen Cybersecurity-ETFs mit Kapitalabflüssen von insgesamt 97 Millionen US-Dollar vorne. Daneben verzeichneten ETFs auf E-Fahrzeuge und Batterien sowie ETFs auf Saubere Energie Abflüsse in Höhe von 53 bzw. 66 Millionen US-Dollar. Auch dies bestätigt das Bild der YTD-Analyse, dass dieser Trend weitgehend Ausdruck einer Neubewertung bestehender Bestände ist und Anleger offensichtlich nach breiter gefächerten, aus ihrer Sicht geeigneteren Möglichkeiten im Bereich Energiewende suchen und insbesondere Kategorien wie „Equity Impact“ und „Infrastruktur“ bevorzugen.

Die höchsten Zuflüsse am thematischen ETF-Markt im August

  1. Sauberes Wasser: 34 Millionen Dollar
  2. Blockchain: 28 Millionen Dollar
  3. Infrastruktur: 27 Millionen Dollar
  4. Holz- und Forstwirtschaft: 21 Millionen Dollar
  5. Millennials: 16 Millionen Dollar

Die höchsten Abflüsse am thematischen ETF-Markt im Juli

  1. Cybersicherheit: 97 Millionen Dollar
  2. Saubere Energie: 66 Millionen Dollar
  3. E-Fahrzeuge und Batterien: 53 Millionen Dollar
  4. Robotik, Automatisierung und KI: 43 Millionen Dollar
  5. Neue Energien: 25 Millionen Dollar

Quelle: Daten von etfbook.com per 30.08.2024. Die Klassifizierung basiert auf der internen Rize ETF Megatrend Sub-Themen-Klassifizierung.

Über ARK Invest Europe

ARK Invest Europe (ehemals Rize ETF) ist erster europäischer Spezialist für thematische ETFs. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, eine umfassende ETF-Plattform aufzubauen, die sowohl revolutionäre Innovationen als auch nachhaltige Investitionen umfasst und eine Mischung aus aktiven und Index-Strategien bietet. Rize ETF wurde 2019 von den thematischen ETF-Pionieren Rahul Bhushan, Stuart Forbes, Anthony Martin und Jason Kennard gegründet und legte die ersten ETFs des Unternehmens im Februar 2020 auf. Das Gründerteam ist ein bewährtes Team von ETF-Experten mit zusammen über 40 Jahren Erfahrung.

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ARK Investment Management LLC, info@ark-invest.com , www.ark-invest.com

Von Akram Gharbi, Head of High Yield, Crédit Mutuel Asset Management

Im bisherigen Jahresverlauf konnte sich das High-Yield-Segment mit einer positiven Performance von 5,2 % (Stand: 23. August) gut behaupten. Dank des hohen Carry und der geringen Ausfallquoten zog die Anlageklasse trotz der lockeren Geldpolitik weiterhin das Interesse der Anleger auf sich.

In diesem Herbst gibt es drei Gründe, warum kurz- bis mittelfristig (auf Sicht von zwei bis drei Monaten) eine gewisse Vorsicht bei den Risikoprämien für High Yields angebracht ist:

Die leicht nachlassende makroökonomische Dynamik macht sich in bestimmten Sektoren wie z. B. zyklische Konsumgüter und Industriewerte bemerkbar.

Die politische Lage in Frankreich ist instabil und die haushaltspolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen lassen wenig Spielraum zu.

Die für Anfang November angesetzten Wahlen in den USA dürften zu einer erhöhten Marktvolatilität führen (historisch gesehen zwei Monate früher).

All diese Faktoren sorgen für Volatilität an den Märkten und dürften die Credit Spreads in den kommenden Wochen weiter ausweiten. Darüber hinaus dürfte die relativ aggressive Positionierung der Anleger in risikoreiche Assets (Aktien, Kredite und Schwellenländer) die Abkehr von diesen Vermögenswerten noch verstärken.

Aus geografischer Sicht dürfte sich der US-Markt im weiteren Jahresverlauf besser entwickeln als andere Märkte, was auf günstigere technische Faktoren, eine akkommodierende Fed und eine geringere Sensitivität gegenüber externen geopolitischen Risiken zurückzuführen ist. In gewisser Weise könnte die Wahl von Donald Trump dem US-Kreditmarkt zugutekommen, da die Regulierung für den Finanz-, Energie- und Industriesektor, die den Großteil des US-High-Yield-Universums ausmachen, vorteilhafter ausfällt.

Ein Kandidat der Demokraten hingegen würde an der aktuellen Situation nichts ändern. Bei den Schwellenländern könnte sich der Trend nach einer sehr guten Performance seit Jahresbeginn (-150 Basispunkte Verengung der Risikoprämien) im letzten Quartal 2024 umkehren, sollte Donald Trump an die Macht kommen, da dieses Szenario eindeutig ungünstig für Schwellenländeranlagen ist.

Auf Sektorenebene erwarten wir, dass angesichts der anhaltenden Konjunkturabschwächung die defensiven, auf sinkende Zinsen reagierenden Sektoren (Gesundheitswesen, Dienstleistungen, TMT (Technologien, Medien, Telekommunikation), Versorger usw.), besser abschneiden werden als die zyklischeren Sektoren, die anfälliger für ein Wiederaufleben politischer Risiken – insbesondere in Europa – sind.

Unsere Prognose für die Gesamtperformance des High-Yield-Marktes bis zum Jahresende bleibt (im Vergleich zu unserer Prognose zu Jahresbeginn) unverändert. Wir rechnen mit einer positiven Performance, die auf beiden Seiten des Atlantiks über dem historischen Zehnjahresdurchschnitt liegen dürfte, wobei die US-High-Yield-Anleihen angesichts des aktuellen Carrys und unserer unveränderten Annahmen für die Ausfallrate im Jahr 2024 (4 %) eine Outperformance erzielen dürften.

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Die Depotbanken verwahrten am 30. Juni 2024 insgesamt 2.835 Milliarden Euro für in Deutschland aufgelegte Fonds.

Das sind drei Prozent mehr als Ende 2023 (2.749 Milliarden Euro). Das verwahrte Vermögen entfiel zu 69 Prozent (1.968 Milliarden Euro) auf die fünf größten Anbieter. Insgesamt umfasst die Statistik, die der deutsche Fondsverband BVI in Zusammenarbeit mit dem Praxisforum Depotbanken erstellt, 29 Verwahrstellen in Deutschland.

Die Liste führt BNP Paribas mit einem Vermögen von 679 Milliarden Euro an. Es folgen die State Street Bank mit 378 Milliarden Euro und die DZ Bank mit 354 Milliarden Euro. 26 Verwahrstellen sind im Geschäft mit offenen Wertpapierfonds mit einem Vermögen von 2.472 Milliarden Euro tätig. Neun Depotbanken verwahrten ein Netto-Vermögen von 313 Milliarden Euro für offene Sachwertefonds. Im Segment der geschlossenen Investmentfonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs aufgelegt sind, betreuten 11 Verwahrstellen ein Netto-Vermögen von 50 Milliarden Euro.

Die Verwahrstellenstatistik umfasst Angaben zu in Deutschland aufgelegten offenen Wertpapierfonds und Immobilienfonds sowie geschlossenen Investmentfonds gemäß Kapitalanlagegesetzbuch, unabhängig von einer Mitgliedschaft im BVI.

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Währungsgesicherte Strategien werden günstiger

An den Finanzmärkten gilt als scheinbare Gewissheit: Der US-Dollar ist ein sicherer Hafen für Investoren, wann immer die Weltwirtschaft kriselt. Aus Sicht von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, hat das Beben an den Finanzmärkten Anfang August allerdings einen ersten Hinweis darauf gegeben, dass sich die Fundamentaldaten geändert haben und der US-Dollar in der nächsten Krise nicht zwangsläufig aufwerten dürfte. Anlegerinnen und Anleger, die einen starken Fokus auf US-Aktien hätten – nicht zuletzt etwa aufgrund von Investments in globale Indexfonds, deren US-Anteil in den letzten Jahren immer weiter angestiegen ist –, sollten darüber nachdenken, mit einem Teil ihres Portfolios auch auf währungsgesicherte Strategien zu setzen.

Abbau von Carry-Trades als Hauptursache für Turbulenzen

Um der Ursache für die veränderten Entwicklungen rund um den US-Dollar auf die Spur zu kommen, muss man zunächst nach Japan schauen: Anfang August verloren japanische Aktien fast 20 Prozent ihres Wertes, nachdem der japanische Yen aufgrund der überraschenden Zinserhöhung der Bank of Japan und aufkeimender US-Rezessionsängste über 6 Prozent an Wert gewonnen hatte. „Die Turbulenzen waren nicht nur auf Asien begrenzt, sondern haben weltweit die Aktienmärkte mit nach unten gerissen. In dieser Phase der Risikoaversion ist der US-Dollar schwächer geworden und nicht stärker, wie man hätte erwarten können“, erklärt Ökonom Galler.

Die Ursache der Turbulenzen lag demnach im Abbau des sogenannten „Carry-Trades“. Dabei werden klassischerweise Investments in einer Hochzinswährung mit Kapital oder Kredit aus einer Niedrigzinswährung finanziert. „Der wachsende Zinsvorsprung des US-Dollarraumes gegenüber Japan hat den US-Dollar in den letzten Jahren zu einem bevorzugten Investmentziel für den Carry-Trade werden lassen. Das Gesamtvolumen von Yen-finanzierter Auslandsinvestments wird auf 4 Billionen US-Dollar geschätzt, ein signifikanter Anteil davon in US-Aktien und Anleihen. Das birgt Risiken für den Außenwert der US-Währung“, führt Tilmann Galler aus.

Historisch gesehen seien die USA ein Kapitalexporteur, der Risiken im Ausland suchte. „Wann immer die Risikoaversion zunahm, floss dieses Geld in die Heimat zurück und stärkte den US-Dollar. Nach der globalen Finanzkrise ist es allerdings komplizierter geworden. Neben dem Carry-Trade haben große Ersparnisse aus aller Welt, insbesondere aus Ländern ohne ausgeprägten inländischen Kapitalmarkt, ihren Weg in die USA gefunden – und hier vor allem an die US-Aktienmärkte, die seit 2012 eine sehr positive Wertentwicklungen aufzuweisen haben“, erklärt Galler. Die internationale Netto-Investment Position der USA sei dadurch in den letzten zwölf Jahren tief ins Minus gerutscht. Die erhöhte Nachfrage nach US-Vermögenswerten habe auch den realen Wechselkurs des US-Dollars auf den höchsten Stand seit 20 Jahren katapultiert. Im Krisenfall dürfte deshalb der Nettorückfluss in die USA kaum noch eine Rolle spielen.

US-Zinsvorsprung schrumpft – Anleger sollten währungsgesicherte Strategien berücksichtigen

Auf der Zinsseite beginne sich nun das Blatt zu wenden. „Die Bank of Japan erhöht die Zinsen, während die Federal Reserve auf Zinssenkungen umschwenkt – der US-Zinsvorsprung beginnt zu schrumpfen. Dieser Trend würde sich sogar noch beschleunigen, sollte die US-Wirtschaft in den kommenden Quartalen in eine Rezession abrutschen“, sagt Kapitalmarktexperte Galler. In diesem Szenario wären kräftige Leitzinssenkungen der Federal Reserve die Folge. „Der globale Carry-Trade würde wahrscheinlich implodieren und zu Verkäufen im US-Dollar führen. Ob die ‚Sichere-Hafen-Käufe‘ der Investoren ausreichen, um die Abflüsse zu kompensieren, ist deshalb mehr als fraglich“, so Galler weiter.

Durch die starke Wertentwicklung von US-Investments in den letzten zwölf Jahren ist in vielen Portfolios die US-Dollarposition kräftig angewachsen. Der Anteil von US-Aktien im MSCI AC World Index beispielsweise ist von 45 Prozent auf jetzt 65 Prozent gestiegen. „Da nun der US-Dollar langsam seine Funktion als sicherer Hafen einzubüßen scheint, ist es sinnvoll, einen Teil des Dollarrisikos durch den Einsatz von währungsgesicherten Strategien zu reduzieren“, folgert Tilmann Galler im Hinblick auf die Geldanlage. Die kommenden Zinssenkungen in den USA und das schrumpfende Zinsdifferential hätten auch den zusätzlichen Vorteil, dass die Kosten der Währungssicherung fielen.

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Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

Der vorsichtige Konjunktur-Optimismus, der noch vor drei Monaten aufblühte, ist verflogen. „Zumindest für Europa und China haben sich die Aussichten wieder eingetrübt“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „Die USA dagegen erweisen sich als robust, profitieren von Konsumausgaben und der Aktienmarkt von den Zinssenkungsplänen der Fed.“ Insgesamt müssen Anleger in einer sich abschwächenden Weltkonjunktur selektiver agieren.

Die Frühindikatoren deuteten noch im Juni auf ein leichtes Anspringen der Konjunktur in Europa und China hin, rückblickend erwies sich dies als nicht nachhaltig. Dagegen haben sich die Erwartungen für die USA bestätigt. „Mit einem Wachstum von drei Prozent hat die US-Wirtschaft im zweiten Quartal wieder einmal überraschend stark abgeschnitten“, so Gerlinger. „Doch insgesamt schwächt sich das relativ niedrige Wachstum der Weltwirtschaft noch einmal leicht ab.“ In den USA ist jedoch keine Rezession zu erwarten, was in Europa anders aussieht: Hier bewegen sich die großen Volkswirtschaften bereits in oder am Rande einer Rezession.

„Während sich in Großbritannien nach der Parlamentswahl eine gewisse Aufbruchstimmung breitmacht, fehlen im restlichen Europa die politischen Ideen, um das Wirtschaftswachstum zu stimulieren“, sagt Gerlinger. Anders als noch vor drei Monaten erwartet, ist der Dis-Inflation-Trend vor allem in den USA wieder intakt. In der Eurozone bleibt die Dienstleistungsinflation mit mehr als vier Prozent noch hoch. „Das Erreichen der Zentralbankzielwerte von um die zwei Prozent Inflationsrate scheint wieder realistischer zu sein, zumal nun auch eine Entspannung an den Arbeitsmärkten, allen voran in den USA, sichtbar wird“, so Gerlinger.

China leidet unter einer schweren Vertrauenskrise, der Immobilienmarkt steckt weiter tief in der Krise, sodass auch geldpolitische Maßnahmen nicht greifen wollen. Dennoch wird das Wirtschaftswachstum für 2024 auf nahezu fünf Prozent geschätzt. „Doch trotz dieses im Vergleich zu Europa und den USA hohen Wachstums reicht es nicht mehr wie noch vor wenigen Jahren für die Rolle als Lokomotive der Weltwirtschaft“, sagt Gerlinger.

Auch in den USA ist nicht alles eitel Sonnenschein. „Die US-Wirtschaft wird weiterhin von einem starken Konsum getragen, der sich zuletzt im höchsten Anstieg der Einzelhandelsumsätze seit Anfang 2023 äußerte“, so Gerlinger. Aber hohe Kreditkosten, abnehmende Ersparnisse sowie eine höhere Verschuldung dürften auf Dauer klare Grenzen setzen. „Die US-Präsidentschaftswahlen spielen derzeit an den internationalen Aktienmärkten noch eine untergeordnete Rolle“, so Gerlinger. Dies vor allem, weil über das Programm von Kamala Harris noch zu wenig bekannt ist. „Je mehr sich dies ändert und je näher der Wahltag rückt, desto mehr wird dieses Thema auch für die Börsen interessant“, sagt Gerlinger. Sofern eine der Parteien die Mehrheit in beiden Häusern gewinnt, ist von einer Fortsetzung der expansiven Fiskalpolitik auszugehen. Langfristig bliebe dies jedoch kaum ohne negative Folgen für Inflation und die Zinsmärkte.

Die Hoffnungen ruhen nun auf den Zentralbanken, dass diese mit einer notfalls aggressiven Zinssenkungspolitik die erhofften Wachstumsimpulse erzeugen. „Die Aktienmärkte profitieren von der Aussicht auf deutliche Zinssenkungen und notieren nahe ihren Höchstständen“, sagt Gerlinger. „Sie lassen dabei jedoch außer Acht, dass diese hohen Zinssenkungserwartungen eigentlich nur im Falle einer Rezession gerechtfertigt wären. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass wie im Frühjahr wieder ein Großteil der Zinssenkungsphantasie ausgepreist werden muss.“

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Der vorsichtige Konjunktur-Optimismus, der noch vor drei Monaten aufblühte, ist verflogen.

„Zumindest für Europa und China haben sich die Aussichten wieder eingetrübt“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „Die USA dagegen erweisen sich als robust, profitieren von Konsumausgaben und der Aktienmarkt von den Zinssenkungsplänen der Fed.“ Insgesamt müssen Anleger in einer sich abschwächenden Weltkonjunktur selektiver agieren.

Die Frühindikatoren deuteten noch im Juni auf ein leichtes Anspringen der Konjunktur in Europa und China hin, rückblickend erwies sich dies als nicht nachhaltig. Dagegen haben sich die Erwartungen für die USA bestätigt. „Mit einem Wachstum von drei Prozent hat die US-Wirtschaft im zweiten Quartal wieder einmal überraschend stark abgeschnitten“, so Gerlinger. „Doch insgesamt schwächt sich das relativ niedrige Wachstum der Weltwirtschaft noch einmal leicht ab.“ In den USA ist jedoch keine Rezession zu erwarten, was in Europa anders aussieht: Hier bewegen sich die großen Volkswirtschaften bereits in oder am Rande einer Rezession.

„Während sich in Großbritannien nach der Parlamentswahl eine gewisse Aufbruchstimmung breitmacht, fehlen im restlichen Europa die politischen Ideen, um das Wirtschaftswachstum zu stimulieren“, sagt Gerlinger. Anders als noch vor drei Monaten erwartet, ist der Dis-Inflation-Trend vor allem in den USA wieder intakt. In der Eurozone bleibt die Dienstleistungsinflation mit mehr als vier Prozent noch hoch. „Das Erreichen der Zentralbankzielwerte von um die zwei Prozent Inflationsrate scheint wieder realistischer zu sein, zumal nun auch eine Entspannung an den Arbeitsmärkten, allen voran in den USA, sichtbar wird“, so Gerlinger.

China leidet unter einer schweren Vertrauenskrise, der Immobilienmarkt steckt weiter tief in der Krise, sodass auch geldpolitische Maßnahmen nicht greifen wollen. Dennoch wird das Wirtschaftswachstum für 2024 auf nahezu fünf Prozent geschätzt. „Doch trotz dieses im Vergleich zu Europa und den USA hohen Wachstums reicht es nicht mehr wie noch vor wenigen Jahren für die Rolle als Lokomotive der Weltwirtschaft“, sagt Gerlinger.

Auch in den USA ist nicht alles eitel Sonnenschein. „Die US-Wirtschaft wird weiterhin von einem starken Konsum getragen, der sich zuletzt im höchsten Anstieg der Einzelhandelsumsätze seit Anfang 2023 äußerte“, so Gerlinger. Aber hohe Kreditkosten, abnehmende Ersparnisse sowie eine höhere Verschuldung dürften auf Dauer klare Grenzen setzen. „Die US-Präsidentschaftswahlen spielen derzeit an den internationalen Aktienmärkten noch eine untergeordnete Rolle“, so Gerlinger. Dies vor allem, weil über das Programm von Kamala Harris noch zu wenig bekannt ist. „Je mehr sich dies ändert und je näher der Wahltag rückt, desto mehr wird dieses Thema auch für die Börsen interessant“, sagt Gerlinger. Sofern eine der Parteien die Mehrheit in beiden Häusern gewinnt, ist von einer Fortsetzung der expansiven Fiskalpolitik auszugehen. Langfristig bliebe dies jedoch kaum ohne negative Folgen für Inflation und die Zinsmärkte.

Die Hoffnungen ruhen nun auf den Zentralbanken, dass diese mit einer notfalls aggressiven Zinssenkungspolitik die erhofften Wachstumsimpulse erzeugen. „Die Aktienmärkte profitieren von der Aussicht auf deutliche Zinssenkungen und notieren nahe ihren Höchstständen“, sagt Gerlinger. „Sie lassen dabei jedoch außer Acht, dass diese hohen Zinssenkungserwartungen eigentlich nur im Falle einer Rezession gerechtfertigt wären. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass wie im Frühjahr wieder ein Großteil der Zinssenkungsphantasie ausgepreist werden muss.“

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Weltweite Dividenden stiegen auf einen Rekordwert von 606,1 Mrd. US-Dollar – ein bereinigtes Plus von 8,2 %

  • Das Gesamtwachstum von 5,8 % wurde durch Wechselkurse – insbesondere den schwachen Yen – beeinträchtigt
  • 92 % der Unternehmen weltweit erhöhten ihre Dividenden oder hielten sie konstant
  • Europa dominiert das 2. Quartal und verzeichnete mit 7,7 % mehr Ausschüttungen als im Vorjahr
  • Rekordwerte in Frankreich, Italien, der Schweiz und Spanien
  • Ein Drittel des Dividendenwachstums entfiel im Jahresvergleich auf Banken
  • Anhebung der Prognose für 2024: 1,74 Billionen US-Dollar – ein bereinigter Anstieg von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr (vorher 5,0 %)
  • Das Gesamtwachstum dürfte 4,7 % betragen (zuvor 3,9 %)

Laut dem aktuellen Janus Henderson Global Dividend Index erlebten Anleger in Dividendenwerte ein sehr starkes zweites Quartal 2024. Die Gesamtausschüttungen stiegen um 5,8 % und erreichten mit 606,1 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekord. Unter Berücksichtigung der Belastungen durch Wechselkurse, insbesondere des schwachen japanischen Yen, war das bereinigte Wachstum mit 8,2 % sogar noch höher.

Die Einführung von Dividendenausschüttungen großer US-Unternehmen, darunter Meta und Alphabet, trieb die globale Wachstumsrate im 2. Quartal um 1,1 Prozentpunkte in die Höhe. Trotzdem blieb das Wachstum breit gefächert – weltweit erhöhten 92 % der Unternehmen ihre Dividenden oder hielten sie konstant. Darüber hinaus wies ein Drittel der Sektoren ein zweistelliges bereinigtes Wachstum auf, und nur drei Sektoren verzeichneten einen Dividendenrückgang.

Das 2. Quartal markiert Europas saisonalen Höhepunkt. Die Gesamtsumme von 204,6 Mrd. US-Dollar stellt mit einem Plus von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr einen neuen Rekord für die Region dar. Frankreich, Italien, die Schweiz und Spanien verzeichneten allesamt Rekorddividenden. Mehr als die Hälfte des Dividendenwachstums entfiel auf Banken, die von dem höheren Zinsumfeld profitierten.

„Deutschland stach allerdings mit einem Dividendenrückgang um 1,2 % auf bereinigter Basis negativ hervor. Den stärksten Einfluss auf dieses Ergebnis hatte Bayer: Das Unternehmen kürzte seine Dividende um 95 %, um die Schulden aus der Übernahme von Monsanto im Jahr 2016 zu reduzieren. Durch die Dividendenkürzung hat das Unternehmen in diesem Jahr 2,5 Mrd. US-Dollar eingespart. Auch BMW kürzte deutlich. Dies diente jedoch lediglich dazu, die Dividende nach der Rekordausschüttung von 2023 wieder auf ein normaleres Niveau zu bringen. Fresenius strich seine Dividende hingegen ganz, um weiterhin staatliche Zuschüsse zu erhalten“, erklärt Daniela Brogt, Head of Sales für Deutschland und Österreich bei Janus Henderson Investors.

Der größte deutsche Dividendenzahler Allianz erhöhte seine Dividende um ein Fünftel, während Porsche seine Ausschüttung mehr als verdoppelte. Insgesamt beliefen sich die Dividendenzahlungen in Deutschland auf 47,2 Mrd. US-Dollar (43,8 Mrd. Euro) – neun von zehn deutschen Unternehmen erhöhten ihre Dividenden oder hielten sie konstant.

In den USA stiegen die Dividenden um 8,6 % – zwei Fünftel dieses Anstiegs waren auf die ersten Dividendenzahlungen von Meta und Alphabet zurückzuführen.

Auch in Japan ist das 2. Quartal saisonbedingt wichtig – die Ausschüttungen stiegen um ein Siebtel auf bereinigter Basis und erreichten einen neuen Yen-Rekord. Der schwache Wechselkurs sorgte jedoch dafür, dass die bisherigen US-Dollar-Höchststände nicht übertroffen wurden. Den höchsten Wachstumsbeitrag leistete Toyota Motor, der größte Dividendenzahler Japans, der nach einem Rekordgewinn im letzten Geschäftsjahr eine der stärksten Erhöhungen vornahm. In Hongkong blieben die Ausschüttungen unverändert, während sie in Australien aufgrund einer Kürzung durch Woodside Energy deutlich zurückgingen. Singapur, Taiwan und Südkorea verzeichneten allesamt zweistellige Zuwächse.

Erneut waren die Banken der wichtigste Treiber für höhere Ausschüttungen: Auf sie entfiel ein Drittel des bereinigten Anstiegs im Vorjahresvergleich. Die europäischen Banken leisteten den größten Beitrag, auch wenn der Trend weltweit zu beobachten war. Versicherer, Automobilhersteller (insbesondere in Japan) und Telekommunikationsunternehmen trugen im zweiten Quartal ebenfalls wesentlich zum Wachstum bei.

Nach einem starken zweiten Quartal und in Anbetracht des erheblichen Beitrags, den neue Dividendenzahler in diesem Jahr leisten könnten, erhöht Janus Henderson seine Prognose für die Dividenden im Jahr 2024. Janus Henderson geht nun davon aus, dass Unternehmen weltweit einen Rekordbetrag von 1,74 Billionen US-Dollar ausschütten werden. Dies entspricht einem bereinigten Anstieg von 6,4 % gegenüber 2023 (gegenüber 5,0 % im Bericht für das erste Quartal) und einem Gesamtanstieg von 4,7 % (gegenüber 3,9 %).

Jane Shoemake, Client Portfolio Manager im Global Equity Income Team bei Janus Henderson, sagt: „Unsere Erwartungen für das zweite Quartal waren optimistisch. Dank der Stärke Europas, der USA, Kanadas und Japans übertraf das Ergebnis sogar unsere Prognosen. Weltweit haben die Volkswirtschaften die Belastung durch die höheren Zinssätze insgesamt gut verkraftet. Die Inflation hat sich verlangsamt, während das Wirtschaftswachstum besser als erwartet ausgefallen ist. Auch die Unternehmen haben sich als robust erwiesen und investieren in den meisten Branchen weiterhin in künftiges Wachstum. Dieses günstige Umfeld hat sich besonders positiv auf den Bankensektor ausgewirkt, der sich über hohe Margen und begrenzte Kreditausfälle freuen kann. Dies hat zu höheren Gewinnen geführt und viel Geld für Dividenden generiert.

Die Dividendeneinführung der großen US-Medien- und Technologieunternehmen Meta und Alphabet sowie des chinesischen Unternehmens Alibaba ist ein sehr positives Signal, das das weltweite Dividendenwachstum in diesem Jahr um 1,1 Prozentpunkte steigern wird. Diese Unternehmen folgen einem für Wachstumsbranchen in den letzten Jahrhunderten typischen Weg: Sie haben einem Punkt erreicht, an dem Dividenden eine logische Konsequenz sind, um überschüssige Liquidität an ihre Aktionäre zurückzugeben. Damit haben sie Skeptiker eines Besseren belehrt, die behaupteten, diese Unternehmensgruppe sei anders. Der Aktienmarkt entwickelt sich im Laufe der Zeit einfach weiter, Branchen wachsen und weichen – abhängig von den sich ändernden Bedürfnissen der Gesellschaft. Dividendenzahlungen werden auch die Attraktivität für Anleger erhöhen, für die Ausschüttungen ein wichtiger Teil ihrer Anlagestrategie sind. Dies könnte auch weitere Unternehmen dazu bewegen, diesem Beispiel zu folgen.“

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Nach der Zinssenkung im Juni wird die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins (d. h. den Einlagensatz) auf ihrer nächsten Sitzung voraussichtlich um 25 Basispunkte (BP) senken. Der Schwerpunkt wird auf neuen Wirtschaftsprognosen liegen. Auf der Pressekonferenz dürfte EZB-Präsidentin Christine Lagarde angesichts der schwachen Daten und Vertrauensindikatoren, die in den Juni-Prognosen deutlich wurden, ihre Besorgnis über die Konjunktur in der Eurozone zum Ausdruck bringen.

Unsere Erwartungen:

  • Mitglieder des EZB-Rats (GC) werden den Satz der Einlagefazilität (DFR) um 25 Basispunkte auf 3,50 % senken.
  • Wie im März 2024 angekündigt, wird die EZB ab dem 18. September die Bandbreite des Leitzinskorridors anpassen, „um den potenziellen Aufwärtsdruck auf die Geldmarktsätze zu begrenzen und Anreize für die Banken zur Kreditaufnahme im Rahmen der EZB-Geschäfte zu schaffen“. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte (HRG) wird 15 Basispunkte über dem Einlagensatz verankert (bei 3,65 % mit der erwarteten Senkung der DFR um 25 Basispunkte), im Gegensatz zu den derzeitigen 50 Basispunkten. Der höchste Satz, der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität (MLF), wird weiterhin 25 Basispunkte über dem Hauptrefinanzierungssatz liegen (bei 3,90%).
  • Präsidentin Christine Lagarde wird erneut betonen, dass die EZB bei künftigen Anpassungen einen datenabhängigen Ansatz beibehalten und von Sitzung zu Sitzung entscheiden wird. Es ist daher nicht zu erwarten, dass Lagarde über diese Sitzung hinaus Prognosen abgeben wird.
  • Was die aktualisierten makroökonomischen Projektionen der EZB betrifft, so erwarten wir angesichts der Risiken für die Wachstumsaussichten niedrigere Zahlen insbesondere für 2024 und Projektionen, die davon ausgehen, dass die Inflation im letzten Quartal 2025 unverändert auf das 2 %-Ziel zurückgehen wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zinsentscheidung der EZB im September durch die nachlassende Wirtschaftsdynamik in der Eurozone bedingt sein dürfte. Trotz eines anhaltenden Anstiegs der Dienstleistungspreise dürfte die EZB weiterhin Vertrauen in den weiteren Inflationsverlauf haben (d. h. in Richtung des 2 %-Ziels bis Ende 2025). Wir glauben, dass die Risiken in Anbetracht der aktuellen Wirtschaftsdynamik auf der dovishen Seite liegen (niedrigere europäische Zinssätze und Euro-Währung). Folglich wird Christine Lagarde wahrscheinlich die Tür für eine weitere mögliche Zinssenkung im Oktober offen halten.

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Von Francois Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Die Konferenz in Jackson Hole liegt hinter uns, die Ferienzeit ist vorbei und der Zinssenkungszyklus der US-Notenbank dürfte nun beginnen. Jerome Powell hat sehr deutlich gesagt, dass „die Richtung klar ist“ und dass „die Zeit für eine Anpassung der Geldpolitik gekommen ist“.

Eine solche Ankündigung ist angesichts des Sommers, den wir gerade hinter uns haben, durchaus sinnvoll. Der Preisrückgang für ein Barrel Brent-Öl am 23. August von 84 auf 78 US-Dollar signalisiert eine Verbesserung der kurzfristigen Inflationsaussichten. Außerdem waren die in den letzten zwei Monaten veröffentlichten Inflationszahlen beruhigend, vor allem in den USA, auch wenn dies in der Eurozone nicht ganz der Fall ist.

Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten waren ziemlich enttäuschend und führten im August sogar zu einer (kurzen) Panik in einem zugegebenermaßen sehr seichten Markt. Es gibt also heute keinen Grund für die Fed, den restriktiven Charakter ihrer Geldpolitik nicht zu reduzieren.

Deuten diese allgemein enttäuschenden Zahlen aus dem Sommer auf eine bevorstehende Rezession hin? Wir glauben nicht. In der Eurozone verlangsamt sich das Wachstum nach einer leichten Verbesserung in der ersten Jahreshälfte, hält sich aber dank des Dienstleistungssektors über Wasser. Die Abkühlung ist auch in den USA real, aber es wird erwartet, dass die Wirtschaft in den kommenden Quartalen ein nominales Wachstum von etwa 4-5 % beibehalten wird – ein Tempo, von dem Europa nur träumen kann.

Aus China gibt es zur Zeit keine nennenswerten Neuigkeiten. Aufgrund des guten Zustands der Exportwirtschaft kann das Land in diesem Jahr auf ein Wachstum von annähernd 5 % hoffen.

Die Finanzmärkte rechnen mit einem ziemlich aggressiven Zinssenkungszyklus, insbesondere in den USA, mit vier Zinssenkungen bis Ende 2024 und acht in den folgenden zwölf Monaten. Wir halten diese Erwartungen angesichts des Zustands der US-Wirtschaft für zu übertrieben. Schließlich bestehen nach wie vor Unsicherheiten über die mittelfristige Inflationsentwicklung, ganz zu schweigen von den möglichen Folgen der US-Wahlen. Dies gilt natürlich weniger für die Eurozone, wo das wirtschaftliche Umfeld schwieriger ist.

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Die DWS hat für den Fonds DWS Infrastruktur Europa 100 Prozent der Anteile an dem schwedischen Onshore-Windpark Heather Wind AB erworben.

Der Onshore-Windpark in Ljungbyholm, Schweden, ist seit Juni 2021 in Betrieb und verfügt mit 12 Nordex-Turbinen über eine Gesamtleistung von 48 Megawatt-Peak (MWp). Der erzeugte Strom dient der Versorgung privater Haushalte sowie gewerblicher Abnehmer. Die DWS erwirbt das Projekt von Octopus Renewables Infrastructure Trust plc – einem der größten Investoren im Bereich der Erneuerbaren Energien in Europa. Betreiber des Onshore-Windparks ist OX2, ein führender Entwickler erneuerbarer Energien.

Dr. Peter Brodehser, Fondsmanager des DWS Infrastruktur Europa: „Ich freue mich sehr, dass wir das Portfolio unseres im April 2023 aufgelegten Fonds DWS Infrastruktur Europa sowohl regional als auch in Bezug auf die Erzeugungstechnik weiter diversifizieren können. Nach der Akquisition eines Solarparks in Deutschland und einem Solarportfolio in Spanien ist dies der erste Onshore-Windpark, den wir für unseren Fonds erwerben. Die Technik ist auf dem neuesten Stand, zudem profitiert der Windpark von der Einbettung in eine attraktive Preisregion. Neben einer attraktiven Renditemöglichkeit bieten wir unseren Anlegern die Gelegenheit, über unseren Fonds in zukunftsgerichtete Infrastruktur- und Erneuerbare-Energie-Projekte zu investieren.“

DWS Infrastruktur Europa

Mit dem DWS Infrastruktur Europa hat die DWS im April 2023 einen Fonds aufgelegt, über den nicht nur institutionelle Investoren, sondern erstmals auch deutsche Privatkunden ihr Geld in einem Fonds anlegen können, der in konkrete Infrastrukturprojekte in Europa investiert.  Der Fondsschwerpunkt liegt auf Erneuerbare-Energie-Projekten im EU-Raum, denen zur Diversifizierung Infrastrukturanlagen aus den Sektoren Digitalisierung oder Versorgungswirtschaft sowie Projekte, die auf nachhaltigen Transport gerichtet sind, beigemischt werden können.

Der Fonds ist Teil einer Familie von Investment-Lösungen der DWS, die sich auf verschiedene Aspekte der Europäischen Transformation konzentriert.

Risiken

Der Fonds unterliegt folgenden Risiken: Abhängigkeit von der Entwicklung der jeweiligen Infrastrukturmärkte, Preisänderungsrisiko, Bewertungsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungskursrisiken, Risiken aus Währungskursabsicherungsgeschäften, besonderes Preisänderungsrisiko, Liquiditätsrisiko und Risiken aus der Beteiligung an Infrastruktur-Projektgesellschaften.

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Marktkommentar von Kai Brüning, Apo Asset Management GmbH (apoAsset)

Im Rennen ums Weiße Haus geht es auch um Gesundheitsthemen. Wie könnte die neue US-Regierung den größten Gesundheitsmarkt der Welt beeinflussen – und was bedeutet das für die Börse? Kai Brüning, Senior Portfolio Manager Healthcare der Apo Asset Management GmbH (apoAsset), blickt vor dem TV-Duell zwischen Kamala Harris und Donald Trump durch die Investoren-Brille.

Beim Thema Gesundheit sprechen Harris und Trump bisher vor allem über zwei harte, emotionale Punkte: Geld und Abtreibung. Die Börse betrachtet das eher kühl und fragt sich, was das wirtschaftlich für den Gesundheitsmarkt bedeuten würde. Vor allem die neue Kandidatin der Demokraten steht hier derzeit unter Beobachtung.

Wie stark sinken die Medikamentenpreise nach der Wahl?

Harris will es mit „Big Pharma“ aufnehmen und die Gesundheitskosten senken. Die Börse hat das bisher kalt gelassen. Viele erwarten eine Fortsetzung der Biden-Harris-Politik, die mit dem Inflation Reduction Act begonnen hat. Das bedeutet: Die Regierung verhandelt mit den Pharmaherstellern über Preisnachlässe für Arzneimittel – aber nur für jene Produkte, die das staatliche Krankenversicherungssystem insgesamt am meisten Geld kosten. Im August 2024 gab das Weiße Haus die ersten zehn Medikamente bekannt, die ab 2026 deutlich günstiger werden, im Schnitt um 22 Prozent. Die nächste Runde folgt im Januar 2025, dann geht es um 15 weitere Präparate. Harris will diesen Kurs in den kommenden Jahren eher noch verschärfen. Abgesehen von kurzfristiger Volatilität hat die Börse dieses Szenario aber gut verkraftet.

Auch Trump will die Kosten für Medikamente senken, zum Beispiel durch Importe, und hatte bereits gegen Ende seiner ersten Amtszeit entsprechende Schritte eingeleitet. Im laufenden Wahlkampf hat er sich dazu noch kaum geäußert. Doch egal, ob Trump oder Harris am Ende gewinnen: Beide hätten im Amt relativ wenig Spielraum für große Reformen. Denn sie wären dabei auf die Zustimmung des Kongresses angewiesen, der weiterhin parteipolitisch „gespalten“ sein dürfte. Auch für den Kongress stehen im November Wahlen an.

Was passiert mit den Krankenversicherungen?

„Obamacare“, das einst heiß umkämpfte Versicherungssystem, ist fest etabliert. Selbst Trump will es nicht mehr abschaffen, sondern „billiger und besser“ machen. Harris will den Krankenversicherern weniger Geld zur Verfügung stellen, um die staatlichen Versicherungsprogramme zu managen. Das könnte deren Aktienkurse belasten.

Was bedeutet das kurzfristig für Gesundheitsaktien?

Das Thema Medikamentenpreise ist aktuell an der Börse weitgehend verarbeitet, wird aber auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Innovationen werden für Hersteller von Medizinprodukten die einzige Möglichkeit zur Differenzierung und Preisverhandlungsstärke sein. Das betrifft nicht nur Pharma und Biotechnologie, sondern auch andere Bereiche wie die Medizintechnik. Für die Wall Street zählen jedoch zunächst einmal die US-Notenbank und ihre Zinsentscheidungen im September und den Monaten danach. Sinken die Zinsen, würde das die Finanzierung von Innovationen und Übernahmen erleichtern. Das könnte Gesundheitsaktien und insbesondere die Kurse kleiner und mittelgroßer Unternehmen begünstigen.

Wachstum unabhängig vom Wahlausgang

Wir gehen davon aus, dass die Ausgaben für Gesundheit – nicht nur für Behandlungen, sondern auch für Prävention – unabhängig vom Wahlausgang langfristig weiter steigen werden. Aus Sicht der Börse kommt es vor allem auf die Unternehmen des Gesundheitsmarkts an, und hier sind die Aussichten für die kommenden Jahre hervorragend. Wirklich gute Geschäftsmodelle gedeihen langfristig in jedem Umfeld. Für die Geldanlage mit Gesundheit sind daher die Innovationen und Dienstleistungen der Gesundheitsunternehmen vielleicht noch wichtiger als die Frau oder der Mann im Oval Office.

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Von David Wehner, Do Investment AG

Sparkurs bei Volkswagen, Schrumpfkurs bei ZF Friedrichshafen, starke Konkurrenz aus China und Asien – Deutschlands Schlüsselindustrie scheint im Krisenmodus. Das zeigt sich auch an den Aktienkursen. Besser läuft es da für die Nutzfahrzeughersteller. Warum für Anleger dennoch auch bei Lkw-Aktien „Halten“ besser als „Kaufen“ sein könnte.

Für Investoren scheint es derzeit attraktivere Anlagen zu geben als Autoaktien. Die Kurse von Mercedes-Benz, Volkswagen und Porsche sind derzeit günstiger als noch vor einem Jahr. Lediglich BMW verteuerten sich und bescherten den Anlegern ein Plus. Ebenfalls abgestraft wurden Zulieferer wie Continental oder Schaeffler. Dieser Entwicklung haben wir bei Do Investment Rechnung getragen, unser Portfolio entsprechend angepasst: Volkswagen sowie Porsche wurden aus dem Fonds Do Global Opportunities herausgenommen. Behalten haben wir BMW und Ferrari.

Die Gründe sind vielfältig: Regulatorische Herausforderungen wie das politisch verordnete Verbrenner-Aus und die damit verbundene Fokussierung auf Elektroautos, deren Nachfrage allerdings rückläufig ist, machen es den Autoherstellern schwer. Zugleich ist der technologische Vorsprung der deutschen Hersteller angesichts der Transformation der Branche hin zur Elektromobilität geschmolzen. Insbesondere die Konkurrenz aus Asien macht den heimischen Autobauern das Leben zunehmend schwerer. Denn: Längst sind Autos aus China keine billige Kopie mehr, sondern hochentwickelte Fahrzeuge, die zudem preisgünstiger hergestellt und vertrieben werden. Dies ist ein besonderes Problem, denn deutsche Neufahrzeuge werden immer teurer und damit in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten zu einem Luxusgut, das sich immer weniger Menschen leisten können oder wollen.

Gute Zeiten für die Herren der Laster

Besser sieht es dagegen im Reich der Laster aus. Wenige Tage vor der am 17. September beginnenden Leistungsschau der Nutzfahrzeughersteller, der IAA Transportation in Hannover, ist die Brummi-Branche an der Börse in ruhigerem Fahrwasser. Daimler Truck notiert auf Jahressicht im Plus, Volvo ebenso und Traton gar um mehr als 50 Prozent. Der wesentliche Grund: Die Nachfrage nach Gütern ist stabil und die Orderbücher der Hersteller sind noch voll. Zwar müssen auch die Lkw-Bauer ihren Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs beitragen, doch haben sie dafür bis 2050 Zeit und setzen anders als die Pkw-Hersteller, die fast ausschließlich auf Batterien setzen, neben batterieelektrischen, auch auf wasserstoff- und brennstoffzellenbasierte Lösungen. Nachhaltige Impulse dürfte die Branche durch die Investitionen in Straßenbau, Autobahnausbau oder Stadtentwicklung erhalten. Auch die Industrialisierung in Schwellenländern mit dem einhergehenden wachsenden Bedarf an Transportlösungen dürfte zum Wachstum des Marktes beitragen.

Investieren oder nicht – das Warten auf den Zündfunken

Trotz der aktuellen Kurse weisen die deutschen Automobil-Unternehmen nach wie vor hohe Gewinne auf, was sich in niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV) widerspiegelt. Das macht die Aktien zwar theoretisch attraktiv, doch das unsichere Marktumfeld könnte eher gegen ein Investment in Pkw-Papiere sprechen. Ähnlich verhält es sich auch bei den Nutzfahrzeugherstellern, deren Wachstum neben dem konjunkturellen Umfeld hauptsächlich durch den zunehmenden Fokus auf Elektrifizierung, Logistik, und die Implementierung fortschrittlicher Technologien wie autonomes Fahren und Telematik angetrieben wird. Auch in diesem zyklischen Bereich sollte derzeit trotz der ordentlichen Entwicklung, sorgfältig erwogen werden, ob sich ein Engagement auszahlt. Denn: Sollte sich die Konjunktur im dritten und vierten Quartal weiter abschwächen, dürften auch die Nutzfahrzeughersteller und entsprechend die Kurse Federn lassen.

Was grundsätzlich fehlt, ist der entscheidende Zündfunke. Sollte es der Politik und den Notenbanken gelingen, innerhalb der kommenden anderthalb Jahre einen neuen positiven Konjunkturzyklus zu starten, könnte es zu einer Trendumkehr kommen und sowohl den Pkw-Sektor als auch den Nutzfahrzeugbereich zu einer interessanten Anlagemöglichkeit machen. Vor diesem Hintergrund scheint es mir ratsam, bestehende Positionen lediglich zu halten. Zu unsicher sind die Marktbedingungen. Daher scheint es vorteilhafter zu sein, auf Zeichen einer konjunkturellen Stabilisierung oder positiven Trendumkehr zu warten, bevor neue Investitionen getätigt werden.

Über den Autor:

David Wehner ist Head of Liquid Assets beim unabhängigen Münchener Vermögensverwalter Do Investment.

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Marktkommentar von Rahul Bhushan, Managing Director von ARK Invest Europe

Ganz wie ein Lichtschwert schwingender Jedi-Ritter beruhigte Jerome Powell die Galaxie der Finanzmärkte. Noch ist unklar, wie hoch die von der Fed relativ deutlich angekündigte, bevorstehende Zinssenkung ausfällt, die Märkte dürften die erwarteten, bescheidenen 25 Basispunkte jedoch bereits eingepreist haben. Die vergangene Woche brachte dem ansonsten turbulenten August einen recht sanften Ausklang. Einen Höhepunkt markierte eine nach oben revidierte Schätzung des BIP-Wachstums in den USA für das zweite Quartal aufgrund starken Konsumdaten.

Welche Wirtschaftsdaten Anlass zu Optimismus geben

Neben nur leicht niedrigeren Arbeitslosenzahlen ist die Entwicklung der Konsumausgaben in den USA besonders beruhigend. So lag der von der FED bevorzugte Indikator, der PCE-Wert (Personal Consumption Expenditures) im Juli bei 2,5 Prozent, unter den erwarteten 2,6 Prozent. Dies verhieß den Märkten eine weiche Landung und somit weitere Sicherheit. Eine BIP-Wachstumsrate von 3 Prozent könnte die Fed unseres Erachtens davon abhalten, die Zinssätze zu stark und zu schnell zu senken. Entscheidend ist, dass ein stärkeres Wachstum in Verbindung mit einer niedrigeren Inflation Anlass zu größerem Optimismus gibt. Diese ausgewogenen Wirtschaftsaussichten könnten den Weg für nachhaltigere, langfristige Marktgewinne ebnen.

Doch wie sieht es am Aktienmarkt aus?

Trotz einer Umsatz- und Gewinnsteigerung von 122 bzw. 168 Prozent im Vorjahresvergleich beendete die Nvidia-Aktie die Woche mit einem Minus von 10 Prozent und zog den Gesamtmarkt nach unten. Das passiert, wenn himmelhohe Bewertungen auf himmelhohe Erwartungen treffen. Nvidia war eine wichtige Triebfeder für die Gewinne des S&P 500-Index. Wenn die Dynamik von Nvidia weiter nachlässt, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass sich der Fokus der Anleger verschiebt. Wir glauben, dass die nächste, durch einen Technologie-Boom angetriebene Wachstumswelle – das „KI-Wachstum“ – aus einem breiteren Unternehmensfeld stammen wird, denn dort beschleunigt sich derzeit die Innovation.

Diese These lässt sich auch in Zahlen nachweisen, und zwar in jenen des S&P 500-Index: Seit dem schwächer als erwartet ausgefallenen US-Inflationsbericht vom 11. Juli haben sich die „Mag 7“ Tech-Giganten um 14 Prozent schlechter entwickelt als die anderen 493 Aktien im S&P 500! Die Marktdynamik verändert sich ähnlich wie Mitte Juli, als die unerwartet niedrige Inflation die vehemente Forderung nach Zinssenkungen auslöste. Small Caps schneiden vor allem deshalb besser ab als Large Caps, da sie am meisten von den erwarteten, niedrigeren Zinsen profitieren werden. Darüber hinaus gewinnen Value- und Low-Volatility-Sektoren, einschließlich Infrastruktur, wieder an Aufmerksamkeit.

Stehen wir vor einem Höhenflug der Small Caps?

In diesem Umfeld wird es immer riskanter, sich auf Benchmarks zu verlassen, zumal kopflastige Namen an Kraft verlieren. Stattdessen entwickelt sich der Markt zu einem Markt für Aktienselektoren – und zu einem Markt für Themenselektoren –, in dem eine Rotation in Sektoren und Themen, die an Dynamik gewinnen, entscheidend sein könnte. Die von ARK Invest entwickelten Strategien, die sich beispielsweise auf Cybersicherheit und Genomik – ein interdisziplinäres Feld der Molekularbiologie – konzentrieren, bieten ein Engagement in innovativen Small-Cap-Werten, die gut positioniert sind, um von diesem Wandel zu profitieren.

Small Caps im Bereich Cybersicherheit wie CrowdStrike, SenitnelOne, Palo Alto oder Zscaler stehen an der Spitze der Innovation im Bereich der Cybersicherheit und setzen hohe Standards für Schutz, Automatisierung und Skalierbarkeit in einer zunehmend digitalen Welt.

Im Sektor Genomik und Arzneimittelforschung agieren Player wie Twist Bioscience, deren Plattform eine skalierbare, hochwertige DNA-Synthese bietet und damit Innovationen in Bereichen wie Gentherapie und Präzisionsmedizin vorantreibt. Der ebenfalls in USA ansässige Diagnostik-Spezialist CareDx konzentriert sich auf die Verbesserung von Transplantationsergebnissen durch nicht-invasive diagnostische Tests. Dies hilft bei der Überwachung der Organgesundheit und der frühzeitigen Erkennung von Organabstöße bei Transplantationspatienten. Recursion Pharmaceuticals wiederum nutzt KI und maschinelles Lernen, um die Entdeckung von Medikamenten für seltene und komplexe Krankheiten zu beschleunigen.

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