Zukunft demokratischer Institutionen gefährdet

Massive Machtkonzentration auf das Amt des US-Präsidenten

Negative Folgen für Stabilität und Integrität des US-Finanzsystems

Prognosen des FERI Cognitive Finance Institute zum Wahlausgang erneut bestätigt

Nach den ersten offiziellen Wahlergebnissen geht Donald Trump als klarer Sieger aus der Präsidentschaftswahl 2024 hervor. Damit stehen die USA vor einem äußerst kritischen Wendepunkt ihrer Geschichte. „Nun tritt genau das Szenario ein, das wir bereits mehrfach prognostiziert haben: Amerika ist auf direktem Weg zur Autokratie,“ sagt Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute. Schon 2016 hatte das FERI Institut, entgegen der damaligen Mehrheitsmeinung, den Wahlsieg von Trump vorhergesagt.

Angriff auf die US-Demokratie

Nach Einschätzung des FERI Cognitive Finance Institute birgt eine zweite Trump-Präsidentschaft gravierende Risiken. Geschützt durch das Oberste Gericht, das präsidiale Immunität garantiert, dürfte Trump sehr schnell daran gehen, die USA in Richtung Präsidialdiktatur umzubauen. „Trump wird seine antidemokratische Haltung umgehend unter Beweis stellen und den staatlichen Machtapparat massiv umgestalten – auch mit klar verfassungswidrigen Maßnahmen,“ erklärt Rapp. Ziel sei eine massive Machtkonzentration auf das Amt des US-Präsidenten, verstärkt durch eine weitgehende Eliminierung demokratischer Checks and Balances. Dies untergrabe nicht nur das Prinzip der Gewaltenteilung, sondern gefährde auch die Unabhängigkeit des US-Justizministeriums und des FBI. „Es ist damit zu rechnen, dass Trump diese Institutionen zur Verfolgung politischer Gegner missbraucht. Zudem wird Trump die Kapitol-Stürmer des 6. Januar 2021 begnadigen – und möglicherweise sogar sich selbst“, so Rapp.

Neue Risiken für Weltwirtschaft und Finanzsystem

Trump strebe bei seiner zweiten Präsidentschaft einen umfassenden „Power Grab“ an, der auch vor der Neutralität der US-Notenbank nicht haltmache. „Trump will direkte Kontrolle der Zins- und Währungspolitik. Das bedroht die Integrität des US-Finanzsystems und erzeugt globale Unsicherheit “, warnt Rapp. Auch die Rolle des US-Dollars als globale Ankerwährung werde perspektivisch gefährdet. Hinzu komme die von Trump geplante Einführung hoher US-Zölle, was für Europa und die Weltwirtschaft hohe Belastungen nach sich ziehe. „Die Vielzahl dieser neuen Risiken haben wir in unserer Analyse ‚Trump reloaded‘ bereits im Januar 2024 deutlich benannt. Große Teile dieses Szenarios werden jetzt wohl definitiv Realität,“ erklärt Rapp. Unternehmer, Investoren und Marktteilnehmer seien gefordert, die ökonomischen wie auch die geopolitischen Folgen von ‚Trump 2.0‘ von nun an laufend zu bewerten und einzupreisen.

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Um die internationalen Klimaziele zu erreichen, braucht es den massiven Ausbau sowohl von Solar- wie von Windenergie.

Während aber der Solarausbau weltweit boomt, bleibt die Windkraft zurück. „Die Politik muss dafür sorgen, dass Engpässe bei Ausrüstungen, Netzkapazität und Genehmigungen beseitigt werden“, kommentiert Markus W. Voigt, CEO der aream Group.

Auf der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai im vergangenen Jahr beschlossen die 130 beteiligten Länder, die Kapazität der Erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdreifachen. Gefährdet werden diese Ziele nun durch den schleppenden Ausbau der Windkraft, warnt die International Renewable Energy Agency (IRENA).

Zwar habe sich die globale Windkraftkapazität in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt, doch erreichte die Solarenergie eine Verdreifachung. Setze sich dieser Trend fort, würden die Solarinstallationen im laufenden Jahr um ein Drittel zulegen, die Windanlagen dagegen nur um fünf Prozent. Die Ursachen sind unter anderem ein unzureichendes Angebot an Ausrüstungen, ein Mangel an Netzkapazität und Verzögerungen bei der Genehmigung von Anlagen. Bis zum Jahr 2030, so der Informationsdienst Bloomberg, wird die Windkraft nur 77 Prozent der Kapazität erreicht haben, die erforderlich ist, um die Welt auf den Weg zur Netto-Null-Emission bis 2050 zu bringen. Bei Solar wären es dagegen 90 Prozent. Diese Erfolge bei der Solarenergie, so IRENA, machen es möglich, die Klimaziele noch zu erreichen. Nötig sei dafür aber ein deutlicher Ausbau der Erneuerbaren auch in den G7-Staaten, zu denen Deutschland gehört.

Die deutschen Solaranlagen im aream-Portfolio lieferten im vergangenen Oktober eine Zielerreichung von 92 Prozent und blieben damit etwas hinter den Erwartungen zurück. Das lag an den schwachen Einstrahlungswerten, zusätzlich wurden die Erträge durch Arbeiten an den Netzen und Abregelungen reduziert. In Spanien erreichten die Anlagen ihren Sollwert nur zu 82 Prozent, angesichts der geringen Einstrahlungswerte war die Performance aber sehr gut (Zielerreichung nach Einstrahlung 105 Prozent). Die Produktion der italienischen Anlagen blieb im Oktober 31 Prozent unter dem Sollwert. Ursachen waren Ausfälle durch Schäden (Sturmschaden, Einbruchdiebstahl) sowie vereinzelte Wechselrichterausfälle.

Bei den Windkraftanlagen im aream-Portfolio drückten im abgelaufenen Monat erneut schwache Winddaten, Arbeiten an den Verteilnetzen und ein technischer Ausfall am Hydrauliksystem einer Anlage die Erträge. Die Zielerreichung für Oktober lag bei knapp 80 Prozent, seit Jahresbeginn wurden die Sollwerte zu rund 91 Prozent erreicht.

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Kommentar von Marc Pinto, Head of Americas Equities, und Lucas Klein, Head of EMEA and Asia Pacific Equities, Janus Henderson Investors

  • Die eindeutigen Ergebnisse machten eine langwierige Auszählung der Stimmen überflüssig und beseitigte die Marktunsicherheit für die Märkte.
  • US-Aktien stiegen in Erwartung einer wachstumsfördernden Politik der Republikaner an. Allerdings zeigt die Vergangenheit, dass die Aktienperformance langfristig unabhängig vom Wahlausgang ist.
  • Wichtigere Faktoren sind Gewinnwachstum und Zinssätze, die sich bis Ende 2024 positiv entwickeln dürften.

Anleger haben 2024 lange versucht, die US-Wahlen und ihre Auswirkungen auf die Märkte zu verstehen. Jetzt bekommen sie Antworten – und zwar schnell: Donald Trump hat sich eine zweite Amtszeit als Präsident gesichert, die Mehrheit im Senat ist an die Republikaner gegangen, und das Rennen um die Kontrolle des Repräsentantenhauses bleibt eng. Ein starker Sieg für die Republikaner und mit der Beseitigung der Wahlunsicherheit ein Gewinn für die Aktienmärkte.

In der Wahlnacht waren US-Aktien eindeutig die Gewinner. Mit der Auszählung der Stimmen stiegen die S&P 500®-Futures, ebenso wie Kontrakte, die an den Russell 2000 Index, die Benchmark für Small-Cap-Unternehmen in den USA, gekoppelt sind. Die positive Dynamik breitete sich weltweit aus, und einige Märkte außerhalb der USA stiegen ebenfalls, als sich das Wahlergebnis abzeichnete.

Trump gilt als Befürworter niedrigerer Unternehmenssteuersätze, der Deregulierung und einer Industriepolitik, die das inländische Wachstum begünstigt, was der US-Wirtschaft weitere Impulse geben und Risikoanlagen zugutekommen könnte. Diese Politik könnte auch zu einem stärkeren US-Dollar führen, was ein Segen für amerikanische Small-Cap-Unternehmen mit inländischem Schwerpunkt wäre. Während der Wahl 2016 legte der S&P 500 Index vom Tag vor der Präsidentschaftswahl bis zum Jahresende um fast 5 % zu, was als Trump-Rallye bekannt wurde. Wir gehen davon aus, dass sich auch dieses Mal ein ähnlicher Trend abzeichnen könnte.

Auswirkungen auf die Märkte

Historisch gesehen ist es den Aktienmärkten auf längere Sicht jedoch eher egal, welche Partei an der Macht ist. Ein republikanisch geführtes Weißes Haus und ein republikanisch geführter Kongress haben mit gleicher Wahrscheinlichkeit zu positiven Aktienerträgen geführt wie eine von den Demokraten geführte oder geteilte Regierung. Das liegt daran, dass die Aktienerträge auf lange Sicht nicht von Wahlen abhängen, sondern von Faktoren wie Unternehmensgewinnen, Wirtschaftswachstum und Zinssätzen.

Die Parteikontrolle wird im Kalenderjahr nach den Wahlen angegeben. Eine Einheitsregierung bedeutet, dass die Partei des amtierenden Präsidenten auch beide Häuser des Kongresses kontrolliert. Geteilte Regierung bedeutet, dass die Partei des amtierenden Präsidenten nicht beide Häuser des Kongresses kontrolliert. Die Performance der Vergangenheit sagt nichts über zukünftige Erträge aus.

Die gute Nachricht an dieser Stelle: In den USA zeigen alle einen positiven Trend. Im dritten Quartal wuchs die US-Wirtschaft mit einer Jahresrate von 2,8 % und setzte damit eine mehr als zweijährige Expansionsphase fort. Im September leitete die US-Notenbank einen Zinssenkungszyklus ein, der sich bis ins nächste Jahr fortsetzen könnte – vorausgesetzt die Inflation hält sich in Grenzen. Und die Gewinne des S&P 500 dürften im Jahr 2025 um rund 15 % steigen, gegenüber geschätzten 9 % im Jahr 2024.

Nächste Schritte für Investoren

Das soll nicht heißen, dass die Wahl bedeutungslos ist. Die erste Maßnahme der neuen Regierung wird Anfang nächsten Jahres erfolgen, wenn die Gesetzgeber einer Anhebung des Schuldenlimits zustimmen müssen (der vom Kongress festgelegte Gesamtschuldenbetrag, den die USA anhäufen dürfen) oder das Land Gefahr läuft, seinen Verpflichtungen nicht nachkommen zu können. Das 2017 unter Trump unterzeichnete Gesetz über Steuersenkungen und Arbeitsplätze (Tax Cuts and Jobs Act), mit dem die Steuersätze für Privatpersonen und Unternehmen gesenkt wurden, wird Ende 2025 auslaufen.

Sollte ein republikanisches Mandat zu extremen Maßnahmen führen, könnte es zu Kursschwankungen kommen. So hat Trump beispielsweise vorgeschlagen, die Steuersenkungen aus dem Jahr 2017 nicht nur zu verlängern, sondern noch zu erhöhen, was das ohnehin schon ausufernde Staatsdefizit noch verschlimmern könnte. Außerdem hat er versprochen, Zölle von bis zu 60 % auf Importe zu erheben, was die Inflation anheizen und die Treasury-Renditen erhöhen könnte. Märkte, die zu Verlierern der Handelspolitik werden könnten, wie z. B. China, könnten ebenfalls nachgeben.

Die Realität dürfte differenziert ausfallen. So gibt es zwar Befürchtungen über die Auswirkungen von Zöllen auf Märkte außerhalb der USA, aber insgesamt halten wir sie in Bezug auf Europa für übertrieben. Auch ein starker US-Dollar dürfte sich generell positiv auf die europäischen und japanischen Exporteure auswirken. Unter einer republikanischen Führung könnten Bereiche wie die Finanzbranche weniger streng beaufsichtigt werden und Steuervergünstigungen für Wind-, Solar- und Elektrofahrzeuge könnten zurückgenommen werden.

Dennoch stimmt die Politik nicht immer mit der Wahlkampfrhetorik überein, und selbst unter den Republikanern gibt es Meinungsverschiedenheiten in wichtigen Fragen. Daher sollten sich Anleger auf größere Themen konzentrieren, die sich in letzter Zeit als wichtige Markttreiber erwiesen haben. Dazu gehören Innovationen im Gesundheitswesen, das Produktivitätswachstum durch künstliche Intelligenz und der Aufbau neuer Produktionsstandorte in den Schwellenländern. Letztendlich könnten diese und andere Trends, die sich über Jahre hinweg fortsetzen werden, einen größeren Einfluss darauf haben, welche Aktien sich langfristig besser entwickeln als irgendeine einzelne Wahl.

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Was erwartet uns an den Finanzmärkten? – François Rimeu

Kurzfristig entspricht die Marktreaktion unseren Erwartungen eines Erfolgs der Republikaner sowohl bei den Präsidentschaftswahlen als auch im Kongress. Die derzeitige Dynamik dürfte sich in den kommenden Wochen fortsetzen, wobei US-Aktien europäische Aktien outperformen werden. Bei US-Aktien dürften die niedrigen Bewertungen kleiner und mittlerer Unternehmen eine Fortsetzung der Rallye ermöglichen, ebenso bei Banken.

An den Anleihemärkten ist die Situation mit einem starken Anstieg der US-Renditen etwas anders, während sich die europäischen Renditen kaum bewegen. Auch hier dürfte sich der Trend kurzfristig fortsetzen (obwohl der Zinssatz bereits nahe 4 % liegt). Der US-Anleihemarkt ist derzeit wohl der wichtigste Markt. Solange die Zinserhöhung in geordneten Bahnen verläuft, dürften sich die derzeitigen Trends fortsetzen – vorausgesetzt, die Explosion des US-Defizits führt nicht zu einer Reaktion wie nach dem Haushalt von Lizz Truss in Großbritannien 2022 mit einem Kontrollverlust am langen Ende der Kurven.

Wir sehen keine wesentlichen Auswirkungen der US-Wahlen auf Credit Spreads.

Bei den Rohstoffen dürften die fossilen Brennstoffe stabil bleiben, und die Aussicht auf sehr große Haushaltsdefizite dürfte sich unserer Meinung nach günstig auf den Goldpreis auswirken.

  1. Aktien – Caroline Lamy

Die Marktreaktion auf die US-Wahl fiel zugunsten der USA und zulasten Europas aus, wobei eine deutliche sektorale Verzerrung zu beobachten war. Der inflationäre Aspekt der während des Wahlkampfs erwähnten Maßnahmen – die Besteuerung von Importen, der Fokus auf das Eindämmen der Einwanderung und der zu erwartende Einfluss auf die Zinssätze – führte zu einer Underperformance fremdfinanzierter Aktien, die dem Inflation Reduction Act besonders ausgesetzt sind.

Europa weist eine unterdurchschnittliche Performance auf, insbesondere Versorger, Banken und der Automobilsektor.

Diese hohe Volatilität trat in einem Zeitraum auf, in dem die Gewinne veröffentlicht wurden und die – notwendige – Konsensusauswertung stattfand, die eine bessere Positionierung zum Jahresende und zum Jahresbeginn 2025 bei Titeln ermöglichen wird, die unter ihrer Sektorzugehörigkeit gelitten haben.

Trumps Einfluss auf das geopolitische Umfeld wird wahrscheinlich zu einer Arbitrage in Sektoren wie der Rüstungsindustrie führen. Sein Handelskrieg mit China könnte weiterhin Druck auf die Importe ausüben, aber China dürfte darauf reagieren. Der Markt wird auf diese Ankündigungen warten.

Wir bevorzugen auch defensive Sektoren wie das Gesundheitswesen, bis wir mehr Details darüber haben, was 2025 passieren wird.

Wir sind zwar nicht alarmiert, aber wir nehmen eine vorsichtige Haltung ein und werden von übermäßigen Kursverlusten profitieren.

  1. Fixed Income – Paul Gurzal und Julien Maio

Nach dem Druck auf langfristige Renditen, der Versteilerung der Zinsstrukturkurven und den seit mehreren Wochen allmählich steigenden Inflationserwartungen – als die Wahrscheinlichkeit eines Wahlsiegs von Donald Trump für die Märkte immer größer wurde – haben wir begonnen, die Duration unseres Anleiheexposures schrittweise zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass wir die Duration weiter erhöhen werden, wenn der Zinsausverkauf anhält. Wir sind jedoch der Meinung, dass der größte Teil dieser Belastung bereits stattgefunden hat.

Wir bleiben vorsichtig bei Schwellenländeranleihen, deren Risikoprämien sinken könnten, sollten der US-Dollar stärker werden, die langfristigen Zinssätze steigen und sich die Kurven weiter versteilern. Andererseits könnten die Dollarstärke und das beste Momentum bei Anleihen ein Gegengewicht zum schwachen Wachstum bilden. Quelle: La Française Gruppe am 06.11.2024

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Die US-Wahlen waren schnell entschieden, Donald Trump tritt zum zweiten Mal an.

Die Börsen jubilieren, Kryptos boomen – und all das in Erwartung der zu treffenden Trumpschen Entscheidungen. Wird Trump diese Erwartungen befriedigen? „Ja, das wird er, dafür werden seine engen Freunde schon sorgen, die viel gespendet haben und jetzt auf Belohnung warten – oder gleich Regierungsämter bekommen“, sagt Mathias Beil, Leiter Private Banking bei der Hamburger Sutor Bank.

Nach seiner ersten Wahl war Donald Trump selbst von seinem Erfolg überrascht und hatte kaum Vorbereitungen für die Übernahme des Amtes und der Regierungsgeschäfte getroffen. „Das ist dieses Mal anders. Hatte er in der letzten Präsidentschaft noch auf ein Team von Experten zurückgegriffen, um überhaupt die Geschäfte aufzunehmen und die USA am Laufen zu halten, so hat er jetzt deutlich besser vorgesorgt. Eine ganze Reihe loyaler Trumpisten steht bereit, Ämter zu übernehmen“, führt Mathias Beil aus.

Während manch einer davon sich um die politische Ausrichtung der US-Politik kümmern möge oder versuchen werde, konservative Ideen umzusetzen, seien auch einige dabei, die handfeste wirtschaftliche Interessen haben.

„An erster Stelle ganz klar Elon Musk. Er hat mit vollem Risiko auf Trump gesetzt, viel Geld für den Wahlkampf gespendet und wird dafür möglicherweise mit einem Regierungsamt belohnt“, sagt Mathias Beil. Die größte Belohnung habe er wohl bereits erhalten: Allein durch die Kursgewinne in der Nacht vom 5. auf den 6. November hat Musk 14 Milliarden Dollar verdient. „Ein guter Return auf seinen Einsatz, seine Wahlspenden beliefen sich auf rund 133 Millionen Dollar“, erklärt Beil.

Doch auch andere freuen sich: Finanztitel boomen, die gesamte Wall Street scheint euphorisiert. Das kommt auch den größten Einzelspendern im Wahlkampf zugute. Timoty Mellon aus der gleichnamigen Bankendynastie hatte 200 Millionen Dollar an Trump gespendet, die Hedgefonds-Manager Ken Griffin und Paul Singer rund 100 Millionen und 60 Millionen Dollar, BlackRock-Chef Stephan Schwarzman rund 40 Millionen Dollar.

Anders als Musk, der möglicherweise eine Art Aufseher über die Staatsausgaben werden soll, dürfte aus Sicht von Mathias Beil wohl kaum einer davon in ein Kabinett Trump eintreten. „Doch ihren Einfluss werden sie geltend machen. Es lässt sich leicht vorhersagen, dass all diese Persönlichkeiten sich dabei nicht gegenseitig in die Suppe spucken werden. Insofern wird die Erwartung guter Börsenjahre unter Trump zumindest für eine ganze Weile funktionieren. In den kommenden Jahren wird der US-amerikanische Aktienmarkt für Anleger ein verlockender Ort sein“, sagt Mathias Beil.

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, bietet klassisches Private Banking, betreibt eine Banking-Plattform für digitale Partner und kooperiert mit unabhängigen Finanzdienstleistern.

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Der Wahlkampf in den USA ist entschieden: Donald Trump ist der neue Präsident der Vereinigen Staaten.

Dabei kann er auch den US-Senat für sich gewinnen. In seinem Kommentar analysiert Joseph V. Amato, CIO – Equities bei dem amerikanischen Asset-Manager Neuberger Berman, welche Auswirkungen der Wahlsieg Trumps für Investoren hat.

Trump hat angekündigt, dass er die 2017 verabschiedeten Einkommensteuersenkungen verlängern möchte. Ursprünglich sollten diese Ende 2025 auslaufen, was de facto eine große Steuererhöhung für alle Amerikaner bedeuten würde. 2017 wurden die Pauschalbeträge für alle erhöht, der Spitzensteuersatz gesenkt, die Kinderfreibeträge angehoben und die Erbschaftsteuern verringert.

Steuerpolitik sorgt für steigende Gewinnerwartung des S&P 500

Die Aktienmärkte haben auf die Nachrichten in der Nacht sehr positiv reagiert. Dies dürfte auch an der von Trump angekündigten Steuerpolitik liegen. Joe Amato: „Trump will den Körperschaftsteuersatz auf 15 Prozent senken, zumindest für Unternehmen, die in den USA produzieren. Derart große Steuersenkungen sind nicht zu unterschätzen. Eine Änderung des Körperschaftsteuersatzes um einen Prozentpunkt könnte die Gewinne der S&P-500-Unternehmen um knapp ein Prozent steigen oder fallen lassen. Bei 5 Prozentpunkten würden die S&P-500-Gewinne unter gleichen Bedingungen 2025 anders als bisher angenommen nicht um 15, sondern um 10 bzw. 20 Prozent steigen.“

Trumps Zölle dürften den Inflationsrückgang verzögern

Für den globalen Handel könnten mit Trump schwerere Zeiten bevorstehen. Joe Amato: „Trumps Ideen beim Thema Außenhandel sind protektionistisch: So gibt es Pläne für einen 60-prozentigen Zoll auf alle Waren aus China und 10 Prozent auf alle anderen Importe. Beim Economic Club of Chicago verschärfte er seine Rhetorik vor allem beim Thema Automobilimporte. Bei Aluminium und Stahl hat Trump davon auch schon 2018 Gebrauch gemacht. Möglicherweise sind Trumps aggressivere Zollpläne aber wohl nur als Ausgangspunkt für Verhandlungen zu verstehen.“

Insgesamt dürfte dieser protektionistische Kurs Trumps die Inflation in den USA wieder anheizen. Joe Amato: „Volkswirte von Goldman Sachs schätzten, dass die Preise einschlägiger Güter allein aufgrund der von der Trump-Regierung eingeführten Zölle der Jahre 2018/2019 um über 3 Prozent gestiegen sind. Selbst ein nur 20-prozentiger Zoll auf Importe aus China würde den Inflationsrückgang auf 2 Prozent um eineinhalb Jahre verzögern. Ein genereller Zoll in Höhe von 10 Prozent würde nach aktuellen Prognosen die Inflation erneut in Richtung 3 Prozent treiben – mit einem Höchststand im Sommer 2026.“

Haushaltsdefizit wächst

Auf das Haushaltsdefizit, als eine der aktuell größten Herausforderungen der USA, dürfte der Sieg Trumps hingegen nur geringfügige Auswirkungen haben. Joe Amato: „Volkswirte glauben, dass der Wahlausgang keine großen Auswirkungen auf die Entwicklung des Defizits in den nächsten fünf Jahren hat. Bei Trump würde das Defizit geringfügig gesenkt, sofern die Zolleinnahmen das niedrigere Steueraufkommen ausgleichen. […] Die Bereitschaft, Verteidigungs- oder Sozialausgaben zu kürzen, scheint gering. Obwohl das neben den Zinsen zwei der drei größten Posten im Bundeshaushalt sind. Passend zu dem Thema fand das Penn Wharton Budget Model zuletzt viel Beachtung. Nach dessen Schätzungen würden 2 Billionen US-Dollar. Trumps Steuer- und Ausgabenpläne das Primärdefizit in den nächsten zehn Jahren kumuliert um gut 4 Billionen steigen lassen.“

Was bedeutet das für Investoren?

Insgesamt sieht Joe Amato die Auswirkungen der Wahl auf die Wirtschaft eher gelassen: „Ganz allgemein liegt die Vermutung nahe, dass Trump die Wirtschaft etwas stärker wachsen lassen könnte, allerdings dürfte sich auch die Inflationsproblematik nochmal verschärfen. Für Investoren dürften bei einem Sieg Trumps insbesondere Small Caps, Mid Caps und stark regulierte Sektoren wie Energie, Elektrizität, Industrie und Finanzen profitieren. Für Anleiheinvestoren könnte aufgrund neuer Inflationssorgen dieses Szenario eher unschöne Folgen haben.“

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Mit dem Comeback Donald Trumps kehren auch die Reaganomics zurück in die USA.

„Für US-Aktien ist das ein perfektes Szenario“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. Deregulierung und Steuersenkungen sollten die US-Wirtschaft antreiben. „Und selbst das politische Europa kann von einem heilsamen Schock profitieren.“

Der Republican Sweep ist da: Trump hat nicht nur die Wahl gewonnen, die Republikaner haben auch den Senat zurückgeholt. „Sie stellen jetzt in beiden Kammern die Mehrheit und dazu den Präsidenten“, so Bente. „Das ist die notwendige Kombination, um ihre politische Agenda umsetzen zu können.“ Donald Trump hat so in den zwei Jahren bis zu den Midterm Elections die Chance, seine Vorstellungen von Deregulierung und massiven Steuersenkungen durchzusetzen. „Und wenn er das tut, wird das eine deutliche Belebung des US-Wirtschaftswachstums zur Folge haben“, sagt Bente.

Einer Welt mit dem planwirtschaftlichen Zeitgeist immer kleinteiligerer Regulierung steht das wirtschaftspolitische Programm von Donald Trump diametral entgegen. Dementsprechend bestehen hier große Wachstumschancen. „Das steht auch ganz deutlich im Gegensatz zu der Wachstumsmalaise in Europa, wo sich die Politik in Mikro-Regulierungen verhakt und damit die Wirtschaft lähmt“, so Bente.

Negativ könnten auf der anderen Seite die von Trump angekündigten Zölle wirken. „Das ist ohne Zweifel keine gute wirtschaftspolitische Idee“, sagt Bente. „Die Frage bleibt, ob es am Ende so vehement kommt, wie das in Europa erwartet wird.“ Eine negative Zollpolitik würde auch in den USA Wirtschaftswachstum kosten, weil es zu Gegenmaßnahmen aus anderen Staaten käme. „Die Frage wird sein, ob der Nettoeffekt aus der sehr positiven Deregulierungs- und Steuersenkungspolitik und auf der anderen Seite der negativen Zollpolitik nicht immer noch positiv ist“, so Bente. „Hauptprofiteur werden in jedem Fall US-Aktien sein, denn die sehr nach innen ausgerichtete US-Wirtschaft kann die Zölle viel besser verkraften als ein Exportkontinent wie Europa und allen voran Deutschland.“

Eine Befürchtung ist, dass mit der Steuersenkungspolitik die Verschuldung steigt. „Davon ist auszugehen, das war in den Reaganomics auch nicht anders“, sagt Bente. „Überhaupt erinnert vieles des wirtschaftspolitischen Befreiungsschlags, den Trump plant, an die Reagonomics, die eine wirtschaftlich sehr positive Ära war.“ Auch unter Reagan standen Deregulierung und Steuersenkungen im Zentrum des wirtschaftspolitischen Denkens und damals ist die Verschuldung zunächst ebenfalls gestiegen. Nichtsdestotrotz ist das Wirtschaftswachstum gestiegen und so konnte einiges von der Verschuldung wieder wettgemacht werden.

„Zudem machen wir uns weniger Sorgen als gemeinhin der Markt über die Verschuldung, weil allein die Verschuldungsquote noch nichts aussagt über das tatsächliche Problem“, so Bente. „In dem Moment, in dem eine Notenbank Teile der Staatsschulden über die Notenbankbilanz aufgekauft hat, sind sie faktisch in der Denkweise der Überschuldung nicht mehr existent.“ Es ist dann völlig irrelevant, wie hoch das Zinsniveau ist: Auf alle Anleihen, die die Fed hält, zahlt der Fiskus der Fed den Zins und die Fed überweist den Zins am Ende des Geschäftsjahres wieder als Notenbankgewinn zurück an den Fiskus.

Nur die Verschuldung im freien Kapitalmarkt und insbesondere bei ausländischen Gläubigern ist relevant. „Hier liegt die Verschuldungsquote in den USA aber nur bei knapp über 70 Prozent vom BIP und lediglich ein Viertel davon ist in ausländischer Hand“, so Bente. „Hier ist also noch einiges an Raum für Verschuldung, bis den USA wirklich ernsthafte Probleme drohen würden.“

Zollpolitik wie auch die Verschuldungspolitik sind tendenziell inflationär. Solange die Inflationsraten im Rahmen bleiben, muss das nicht unbedingt netto negativ sein für Unternehmen, weil auf der anderen Seite die deutliche wirtschaftliche Stimulation und die Gewinnsteigerung zum Beispiel durch Steuersenkungen steht. „Nichtsdestotrotz muss die Fed hier aufpassen“, sagt Bente. „Aber mithilfe der Zinspolitik am kurzen Ende besteht ein scharfes Schwert, dass sie ja auch in den vergangenen zwei Jahren zu nutzen wusste.“

Der Ausgang der Wahl spricht klar für US-Aktien, die Börsen haben diese schon vor der Wahl vorweggenommen, nach der Wahl zeigen die Futures in die gleiche Richtung. „Long-US-Aktien und hier insbesondere das Stockpicking sind aus unserer Sicht das Vorgehen, das sich nach der Wahl empfiehlt“, sagt Bente. Es gelte jetzt, die ein oder andere Branche oder das ein oder andere Unternehmen, das von Vergeltungszöllen betroffen sein könnte, rechtzeitig zu identifizieren und möglicherweise zu meiden und die klaren Gewinner der trumpschen Agenda ins Portfolio zu nehmen.

Und auch Europa könnte profitieren. Nicht nur von der wirtschaftlichen Kraft, die möglicherweise entfesselt wird und auf die gesamte Weltkonjunktur ausstrahlen würde. „Europa wird mehr denn je gezwungen sein, sich politisch zu reformieren“, sagt Bente. „Hierin besteht eine Chance, auch wenn es zunächst wehtun wird, am Ende ein stärkeres Europa denn je zu schaffen.“

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen. Der Fonds Vates Aktien USA fokussiert sich hingegen auf die besten Stockpicker und deren „Lieblingsaktien“. Das Augenmerk liegt dabei auf Einzelaktien mit einem Konsens- und High-Conviction-Ansatz, um ein größtmögliches Alpha zu erzielen.

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Welche Auswirkungen hat der Wahlsieg Donald Trumps kurz- und mittelfristig auf die Börsen?

Das fragen sich Matthew Rees, Head of Global Bond Strategies, und Christopher Teschmacher, Fondsmanager – beide bei Legal & General Investment Management. Sie erläutern unterschiedliche Szenarien:

„Unmittelbar nach dem Sieg der Republikaner sind die US-Anleiherenditen und der US-Aktienmarkt gestiegen und der Dollar hat aufgewertet. Denn Anleger preisen nun strengere Einwanderungskontrollen, zusätzliche Zölle und Steuersenkungen ein. Ob die Markterwartungen eintreten, hängt allerdings davon ab, ob die Republikaner auch die Mehrheit im Repräsentantenhaus bekommen werden und ihr Programm tatsächlich vollständig durchsetzen können.

Szenario eines republikanischen Wahlsieges

Sollten die Republikaner das Repräsentantenhaus tatsächlich gewinnen, ist – neben der Erhebung von Zöllen und neuen Migrationsbestimmungen – mit einer lockeren Fiskalpolitik in Form von Steuersenkungen für Wohlhabende und Unternehmen zu rechnen. Das sollte sich positiv auf die Gewinne der US-Unternehmen auswirken. Diese Maßnahmen könnten aber auch zu höheren Inflationserwartungen führen, die wiederum durch niedrigere Energiekosten abgemildert werden könnten, wenn die Regulierung die Regulierung für fossile Brennstoffe lockern würde.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich ein solches Marktumfeld positiv auf Aktien und den US-Dollar, aber weniger positiv auf US-Staatsanleihen auswirken würde. Der Einfluss auf Unternehmensanleihen wäre begrenzt, da sich höhere Renditen und höhere Erträge bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Hochverzinsliche Unternehmensanleihen würden wahrscheinlich am meisten profitieren, während Anleihen von Unternehmen aus Schwellenländern durch die Zölle und strengere Finanzierungsbedingungen in US-Dollar unter Druck geraten könnten. Abhängig von den geopolitischen Auswirkungen und der Volatilität des Ölpreises könnte es trotzdem in allen Schwellenländern auch Gewinner geben.

Mit Blick auf einzelne Branchen könnten der Finanz- und der Energiesektor von einer Lockerung der Regulierung profitieren, während Automobilhersteller unter höheren Handelszöllen leiden würden.

Was passiert, wenn Trump das Repräsentantenhaus nicht gewinnt?

Scheitern die Republikaner im Repräsentantenhaus, könnten die Auswirkungen sehr unterschiedlich sein. Donald Trump könnte vermutlich strengere Einwanderungskontrollen und höhere Einfuhrzölle durchbekommen, aber an wachstumsfördernden Maßnahmen wie etwa die Senkungen von Unternehmenssteuern scheitern. Das würde die Anlegerstimmung insgesamt belasten.

Auf US-Staatsanleihen würden dann gegensätzliche Einflüsse wirken, da Änderungen bei den Zöllen und der Einwanderung durch die fehlende lockere Fiskalpolitik ausgeglichen würden. Die mittelfristigen Auswirkungen auf die Renditen sind daher wahrscheinlich neutral, was auch weitgehend für den US-Dollar gilt.

Aktien und Unternehmensanleihen könnten durch das Ausbleiben von Steuersenkungen und den potenziellen Schub durch die Deregulierung beeinträchtigt werden, wenn die Republikaner nicht die Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses gewinnen würden. Die Schwellenländermärkte könnten angesichts möglicher höherer Zölle besonders negativ betroffen sein.“

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Autor: Joeri de Wilde, Investmentstratege bei Triodos Investment Management

Der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen zeigt, dass das Rennen zwischen Donald Trump und Kamela Harris doch nicht so knapp war wie gedacht. Im Mittelpunkt von Trumps politischer Agenda wird wieder das Motto „Amerika first“ stehen, wobei der Schwerpunkt auf Importzöllen, der Verlängerung von (Unternehmens-)Steuersenkungen und der Verringerung der Einwanderung liegt. Darüber hinaus wird er versuchen, den Klimaschutz zu stoppen und die internationale Zusammenarbeit zu behindern. Doch wie die Nachwirkungen seiner ersten Amtszeit gezeigt haben: Der nachhaltige Übergang ist unvermeidlich.

Schlechte Nachrichten für Klimaziele und erneuerbare Energien

Trumps Rückkehr an die Macht könnte dazu führen, dass die USA das Pariser Klimaabkommen wieder verlassen und damit die internationalen Klimaziele untergraben. Seine Regierung würde wahrscheinlich auf eine Ausweitung der Bohrungen nach fossilen Brennstoffen drängen und gleichzeitig versuchen, Klimagesetze wie Bidens Inflation Reduction Act, der Anreize für saubere Energie schafft, zu demontieren. Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien könnten kurzfristig darunter leiden, während Aktien aus dem Bereich der fossilen Brennstoffe davon profitieren könnten. Höhere langfristige Renditen könnten kapitalintensive umweltfreundliche Projekte weiter abschrecken, während eine geringere Regulierung wahrscheinlich den großen Technologie- und Finanzsektoren Auftrieb geben wird. Dies würde den globalen Einfluss der Eigentümer der großen Technologiekonzerne erhöhen und damit den Trend zu einer weniger demokratischen Welt verstärken. In diesem Sinne ist auch Trumps Abneigung gegen die NATO besorgniserregend, da ein möglicher Rückzug der USA autokratischen Regimen Auftrieb geben würde.

Der unumkehrbare nachhaltige Übergang

Trotz der zu erwartenden negativen Auswirkungen einer zweiten Trump-Präsidentschaft ist es unwahrscheinlich, dass der globale Übergang zur Nachhaltigkeit gestoppt wird. Seit Trumps letzter Amtszeit hat sich die Dynamik grüner Politiken mit dem Green Deal der EU, Chinas Kohlenstoffneutralitätszielen und dem breiten Interesse der Investoren an ESG-Anlagemöglichkeiten beschleunigt. Die Ökologisierung der Wirtschaft ist wirtschaftlich vorteilhaft geworden und macht den Übergang zur Nachhaltigkeit widerstandsfähiger gegenüber politischen Verschiebungen. Wenn die USA wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen sie in gewissem Maße ihre Klimabemühungen fortsetzen.

Inflationäre Wirtschaft

Trump hat Zölle in Höhe von 60 % auf chinesische Einfuhren und 10-20 % auf Waren aus anderen Ländern angedeutet. Sollte dies umgesetzt werdden, wird es sich inflationär auswirken und die Preise in den USA in die Höhe treiben. Das Gleiche ist von seinen Plänen für niedrige Unternehmenssteuersätze zu erwarten. Dies führt wahrscheinlich zu einer weiteren Ausweitung des US-Haushaltsdefizits und einem noch schnelleren Anstieg der Verschuldung im Vergleich zum BIP, wodurch das US-Wirtschaftswachstum und die Inflation kurzfristig angekurbelt werden. Darüber hinaus wirkt eine Verringerung der Einwanderung auch inflationär, da der US-Arbeitsmarkt bereits angespannt ist. Ein geringeres Arbeitskräfteangebot würde einen Aufwärtsdruck auf die Löhne ausüben.

Höhere Zinsen, aber auch in Europa?

Höhere Inflation und Wirtschaftswachstum bedeuten wahrscheinlich, dass die Fed im nächsten Jahr weniger Zinssenkungen vornehmen wird. Dies bedeutet, dass die Renditen von US-Staatsanleihen auf kurze Sicht auf einem höheren Niveau bleiben werden. Sorgen über die Tragfähigkeit der US-Schulden würden den Aufwärtsdruck auf die Renditen verstärken. Wie die Kurse in der Eurozone auf ein solches Szenario reagieren werden, ist noch unklar. Der Euroraum könnte mit der Einführung von Zöllen zurückschlagen, wobei ein Handelskrieg die Eurozone unverhältnismäßig stark treffen würde, da diese stärker vom Export abhängig ist. Folglich könnte ein geringeres Wirtschaftswachstum ein Gegengewicht zum anfänglichen Preisauftrieb durch die verhängten Zölle bilden. Dies könnte die EZB zu aggressiveren Zinssenkungen veranlassen, was wiederum zu niedrigeren Anleiherenditen führen würde. Allerdings hat Trumps vorherige Amtszeit gezeigt, dass alle Äußerungen Teil seiner Verhandlungstaktik sind. Wir halten es daher für unwahrscheinlich, dass er einen Universalzoll verhängt, da dies den großen amerikanischen Unternehmen, die ihn unterstützt haben, schaden würde.

Wir empfehlen daher, pragmatisch zu bleiben. Die Renditen längerfristiger Anleihen der Eurozone sind in den letzten Wochen im Einklang mit ihren amerikanischen Pendants gestiegen. Dies zeigt, dass die Entwicklung am US-Anleihemarkt zumindest kurzfristig für die längerfristigen Renditen der Eurozone ausschlaggebend ist, unabhängig von den potenziellen Wachstums- und Inflationsergebnissen der Eurozone. Die kurzfristigen Anleiherenditen im Euroraum scheinen durch das erwartete geringere Wachstum und die damit verbundene höhere Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen getrieben zu sein.

Über Triodos Investment Management

Seit über 30 Jahren bringt Triodos Investment Management Anleger, die ihr Geld in einen dauerhaften, positiven Wandel investieren wollen, mit innovativen Unternehmern und nachhaltigen Unternehmen zusammen, die genau das tun. Auf diese Weise wirkt Triodos Investment Management als Katalysator in den Sektoren, die eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einer gerechteren, nachhaltigeren und menschlicheren Welt spielen. Die Investitionstätigkeit von Triodos Investment Management konzentriert sich auf fünf miteinander verknüpfte Übergangsthemen: den Übergang bei der Ernährung, den Übergang bei den Ressourcen, den Übergang bei der Energie, den Übergang in der Gesellschaft und den Übergang beim Wohlbefinden. Als Finanzdienstleister hat Triodos Investment Management die Aufgabe, diese grundlegenden Transitionen zu ermöglichen und zu beschleunigen. Verwaltetes Vermögen bis Ende Juni 2024: 5,9 Mrd. EUR.

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Kommentar von Luyi Guo, Research-Analyst Health Care Sector Research Team, Janus Henderson Investors

  • Der Markt für neue GLP-1-Medikamente dürfte bis Ende des Jahrzehnts die 100-Milliarden-US-Dollar-Marke überschreiten, mit Eli Lilly und Novo Nordisk an der Spitze.
  • Konkurrierende Medikamente dürften frühestens 2027 auf den Markt kommen.
  • Ein zunehmendes Angebot an GLP-1, einschließlich neuer Varianten, die die Wirksamkeit oder die Benutzerfreundlichkeit verbessern, könnte mit der Zeit dazu beitragen, die Preise zu senken und die Kostenerstattung zu verbessern.

Seit ihrer Markteinführung 2021 sind die Umsätze inkretinbasierter Medikamente – die durch die Nachahmung von Hormonen im Darm zur Kontrolle des Insulin- und Blutzuckerspiegels und zur Förderung des Sättigungsgefühls eine enorme Gewichtsabnahme bewirken – explodiert. Im zweiten Quartal dieses Jahres erzielten die auch als GLP-1-Agonisten bezeichneten Medikamente einen Jahresumsatz von mehr als 50 Milliarden US-Dollar. Bei einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 50 % könnte der Markt bis Ende des Jahrzehnts leicht die 100-Milliarden-US-Dollar-Marke überschreiten. Damit wären GLP-1-Medikamente die umsatzstärkste therapeutische Kategorie aller Zeiten.

Aufgrund des Marktpotenzials investieren Biopharmaunternehmen massiv, um konkurrenzfähig zu sein, und versuchen, die Art der Verabreichung (z. B. orale Tabletten gegenüber wöchentlichen Injektionen), die Wirksamkeit, die Dauer und die unerwünschten Nebenwirkungen zu verbessern. Darüber hinaus erforscht die Branche das Potenzial der Medikamente zur Behandlung anderer Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafapnoe, Fettleber und Diabetes.

Da die Bewertungen einiger Biopharmaunternehmen bereits erheblich angezogen haben, wird die Herausforderung für Anleger vor allem darin bestehen, herauszufinden, welche Unternehmen und Produkte am besten abschneiden werden. Auch die Preisgestaltung und die Bereitschaft der Krankenkassen weltweit, die Behandlungskosten zu übernehmen, sind angesichts der enormen Nachfrage nach diesen Medikamenten von Bedeutung.

Konkurrenz schläft (nicht)

Zwar entwickeln viele Unternehmen derzeit Inkretine zur Gewichtsabnahme, doch wird es noch mehrere Jahre dauern, bis eines der Medikamente die Spätphase klinischer Studien abschließt und auf den Markt kommt. Danach könnte es noch eine Weile dauern, bis die Arzneimittelhersteller die Produktionskapazitäten aufbauen, um die Nachfrage zu befriedigen – alles Faktoren, die Eli Lilly und Novo Nordisk einen erheblichen Vorteil verschaffen.

Und dennoch werden Eli Lilly und Novo Nordisk mit der Zeit mehr Konkurrenz bekommen. Amgen könnte eine der ersten großen Herausforderungen sein. Das Unternehmen entwickelt gerade MariTide, ein bispezifisches Molekül, das den GLP-1-Rezeptor aktiviert und einen anderen Rezeptor, das sogenannte GIP, antagonisiert. In klinischen Versuchen hat sich gezeigt, dass dieser duale Wirkmechanismus zu einer ähnlichen Gewichtsabnahme führt wie Zepbound und Wegovy, jedoch mit weniger Injektionen – einmal monatlich statt einmal wöchentlich. Amgen testet das Medikament auch für gewichtsbedingte Erkrankungen wie Herz-, Leber- und Nierenkrankheiten, um den potenziellen Patientenkreis von MariTide zu erweitern. Es wird erwartet, dass das Medikament in den kommenden Monaten in Phase-3-Studien übergeht und möglicherweise 2027 auf den Markt kommt.

Was tun Eli Lilly und Novo Nordisk, um ihre Marktführerschaft zu sichern?

Beide Unternehmen investieren aggressiv in die Stärkung und Weiterentwicklung ihrer GLP-1-Pipelines. Eli Lilly arbeitet an der Entwicklung von Orforglipron, der ersten oralen Version eines GLP-1, die möglicherweise 2026 auf den Markt kommen könnte. Die Möglichkeit einer täglichen oralen Einnahme dürfte dazu beitragen, die weltweiten Lieferengpässe zu lindern und Patienten eine größere Auswahl zu bieten. Das Unternehmen entwickelt außerdem einen Dreifach-Hormonrezeptor-Agonisten namens Retatrutid, der 2027 auf den Markt kommen könnte. Retatrutid hat das Potenzial gezeigt, einen erheblichen Gewichtsverlust (im Bereich von 20 %) zu bewirken und das Leberfett bei Patienten mit Metabolischer Dysfunktion-assoziierter Steatohepatitis (MASH) zu reduzieren.

Novo arbeitet unterdessen an der Entwicklung von CagriSema. Das Medikament kombiniert Wegovy mit Cagrilintid, einem lang wirkenden Amylin-Analogon, das die Magenentleerung verzögert und den Blutzuckerspiegel senkt. In frühen klinischen Studien führte der duale Ansatz zu einer schnelleren Gewichtsabnahme (bis zu 25 % im Vergleich zu ~17 % bei Wegovy), ohne dass es zu einem Stillstand kam. Das Medikament hat sich auch bei Patienten mit Typ-2-Diabetes als wirksamer erwiesen, bei denen Inkretine gewöhnlich eine geringere Gewichtsabnahme bewirken. Es wird erwartet, dass CagriSema die Ergebnisse der Phase-3-Studie vor Jahresende liefert und bereits 2026 auf den Markt kommen könnte.

Ausblick auf Preisgestaltung und Kostenerstattung für GLP-1

Die meisten Anleger gehen davon aus, dass die GLP-1-Preise mit steigendem Angebot sinken werden (mit steigenden Mengen sinken meist auch die Arzneimittelpreise). Darüber hinaus wird Semaglutid (das in Wegovy verwendete Peptid) 2027 gemäß dem Inflation Reduction Act Gegenstand von Preisverhandlungen bei Medicare sein, dem staatlichen Gesundheitsprogramm für ältere Menschen in den USA. Diese Faktoren sind dem Markt jedoch durchaus bekannt und könnten durch steigende Absatzmengen ausgeglichen werden, wenn Arzneimittelhersteller ihre Angebote zur Gewichtsreduzierung verbessern und mehr Versicherer sich bereit erklären, die Medikamente in ihren Leistungskatalog aufzunehmen.

GLP-1-Präparate, die einen über die Gewichtsabnahme hinausgehenden gesundheitlichen Nutzen nachweisen können, haben möglicherweise die besten Chancen, für eine Kostenerstattung in Frage zu kommen. So ist es Medicare gesetzlich untersagt, die Kosten für Medikamente zur Gewichtsabnahme zu übernehmen, erstattet aber die Kosten, wenn die Therapien für andere medizinische Indikationen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschrieben werden. Ein ähnlicher Trend könnte sich in den Gesundheitssystemen weltweit abzeichnen, sollten sich GLP-1s weiterhin als wirksam gegen diese und andere Komorbiditäten erweisen.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL

In vielen Regionen weltweit sind die Staatsschulden seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 deutlich angestiegen.

  • Auch danach – insbesondere im Zuge der Corona-Pandemie – stützten Regierungen mit massiven Ausgabenprogrammen und teilweise gleichzeitigen Steuersenkungen die Wirtschaft und es gelang in ruhigeren Zeiten mit ordentlichem Wachstum kaum, die Staatsfinanzen zu konsolidieren.
  • Deutschland ist bezogen auf das BIP mit rund 63 Prozent Staatsschulden Ende 2023 eine Ausnahme unter den großen Industrienationen. Griechenland senkte die Staatsschuldenquote zwar stetig, liegt mit 164 Prozent aber immer noch an der Spitze, gefolgt von Italien mit 135 und Frankreich mit knapp 110 Prozent.

Seit der Euro-Staatsschuldenkrise in 2011 wird an den Kapitalmärkten jedoch je nach Haushaltslage deutlich differenziert:

  • So stieg die Risikoprämie französischer Staatsanleihen mit der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen durch Staatspräsident Macron im Juni deutlich an. Im Vergleich zu Bundesanleihen lagen die Renditen im 10-Jahresbereich seitdem 0,80 anstatt zuvor rund 0,50 Prozentpunkte höher.
  • Auch die Formierung der neuen Regierung unter Premierminister Michel Barnier konnte das erhöhte Vorsichtsbedürfnis von Anlegern noch nicht besänftigen. Zwar bekräftigt Barnier seinen Willen, das jahrelang sehr hohe Haushaltsdefizit zu reduzieren. Es ist allerdings unklar, ob es angesichts der wackeligen Regierungskoalition und diversen Forderungen nach mehr Staatsausgaben gelingen wird.
  • Noch deutlicher wird der Wirkungszusammenhang zwischen Renditen und Staatsfinanzen am Beispiel Großbritanniens. Dort sind die schon seit 2023 deutlich erhöhten Risikoprämien im Vergleich zu Bundesanleihen zuletzt noch einmal auf mehr als 2 Prozentpunkte angestiegen und haben damit fast das Niveau zum Zeitpunkt des Abtritts der ehemaligen Premierministerin Liz Truss im Herbst 2022 erreicht. Truss scheiterte aufgrund drastisch steigender Risikoprämien und einem Absturz des britischen Pfunds nach der Vorstellung ihrer Pläne zu einer Ausweitung des Haushaltsdefizits. Hintergrund des jetzigen Renditeanstiegs ist, dass die seit mittlerweile mehr als drei Monaten amtierende Regierung unter Keir Starmer erst vor wenigen Tagen einen Haushaltsplan vorlegen konnte. Dieser sieht neben deutlichen Steuerhöhungen und der Aufnahme neuer Kredite auch Sparanstrengungen vor. Ob diese allerdings wie geplant umgesetzt werden können ist angesichts diverser notwendiger Ausgaben, bspw. für das Gesundheitssystem und aufgrund der inflationsgeplagten Bevölkerung unsicher, zumal das Wachstum durch höhere Steuern gedämpft werden dürfte. Auch hier zeigt sich wieder die Skepsis an den Kapitalmärkten.

Fazit: Anleger werden unsolide Finanzpolitik von Staaten künftig stärker sanktionieren und haben damit einen erheblichen Einfluss auf die Politik. Auch mit Blick auf die neue US-Präsidentschaft ist dieser Aspekt relevant. Denn zu stark steigende Staatsschulden werden Renditen bei längeren Laufzeiten trotz sinkender Leitzinsen hoch halten und hohe Zinsausgaben im Zuge der in den USA schon jetzt auf mehr als 120 Prozent angestiegenen Staatsschuldenquote begrenzen damit fiskalische Spielräume.

Verantwortlich für den Inhalt:

DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Weltweit sind viele Unternehmen im Markt mit elektronischen Patientenakten aktiv. Ab Januar 2025 wird die „ePA“ auch in Deutschland eingeführt.

Hendrik Lofruthe, Leiter Portfoliomanagement Healthcare der Apo Asset Management GmbH (apoAsset), zeigt, welche Aktien aus Europa, den USA und Asien man dabei auf dem Radar haben sollte.

Nachdem digitale Gesundheitsakten in Ländern wie Dänemark oder Estland seit Jahren Alltag sind, zieht Deutschland mit der ePA ab Januar 2025 nach. Das bietet langfristig großes Potenzial für eine bessere Medizin. Um die Daten zu schützen, gibt es in Deutschland strenge gesetzliche und technische Vorgaben, in anderen Ländern fallen die Regelungen dazu sehr unterschiedlich aus. Weltweit investieren viele in den Markt der elektronischen Patientenakten, der bis 2030 um rund 30 Prozent wachsen soll (2023: 32 Mrd. US-Dollar, 2030: 43 Mrd. US-Dollar, Quelle Grandview Research, Stand Juli 2024). Dieses Potenzial macht den Markt zu einem Thema für die Geldanlage – von Skandinavien bis Südkorea.

Akteure in Deutschland

Während gesetzliche Krankenkassen wie die TK, DAK oder AOK grundsätzlich nicht an der Börse sind, gibt es von privaten Versicherungen wie Allianz oder AXA Aktien. Bei der digitalen Patientenakte kooperieren die Krankenkassen in Deutschland zum Beispiel mit IBM aus den USA (Börsenwert 176 Mrd. US-Dollar, Stand 1.11.2024) und RISE aus Österreich (nicht börsennotiert). Auch Unternehmen wie die CompuGroup Medical bieten entsprechende Technologien.

Vorreiter in Skandinavien

In Nordeuropa, wo die Digitalisierung von Gesundheitsdaten viel weiter ist, gibt es eine Reihe von Unternehmen, die dort federführend sind. Börsennotierte Beispiele sind Tietoevry und Nokia aus Finnland und NNIT aus Dänemark. Philips aus den Niederlanden gehört auch dazu. Mit Börsenwerten im unteren ein- bis zweistelligen Milliardenbereich sind sie eher kleine und mittelgroße Titel.

Platzhirsche in den USA

Die größten Dienstleister auf diesem Gebiet sitzen in den USA. Dort sind digitale Gesundheitsakten als „Electronic Health Records“, kurz EHR, bekannt. Zum Beispiel ist der IT-Konzern Oracle mit der Übernahme von Cerner 2022 in diesen Markt eingestiegen. In derselben Liga spielt die US-Krankenversicherung United Health. Sie ist mit einem Börsenwert von 482 Mrd. US-Dollar (Stand 1.11.2024) eines der wertvollsten Gesundheitsunternehmen der Welt und ein Vorreiter bei der digitalen Medizin. Ein weiteres Beispiel ist McKesson, ein Pharma- und Medizintechnik-Konzern, der auch IT-Lösungen für Gesundheitsdaten entwickelt. Apple und Alphabet sind ebenfalls auf diesem Feld engagiert. Amazon, Microsoft und andere liefern mit Cloud-Diensten auch einen Teil der erforderlichen Infrastruktur in den USA. Meta dagegen konzentriert sich auf andere Gebiete der digitalen Medizin, etwa die virtuelle Zusammenarbeit.

Marktführer in Asien

In Asien treiben andere diese Entwicklung voran, zum Beispiel Samsung SDS (Südkorea), Fujitsu (Japan) und Alibaba Health (China). Letztere bieten etwa Plattformen an, die den gesamten Behandlungsprozess – von der Diagnose bis zur Medikamentenvergabe – digitalisieren. Der chinesische Versicherungsriese Ping An Healthcare and Technology ist ebenfalls darauf spezialisiert. Er kombiniert digitale Patientenakten mit Telemedizin, was zusätzliches Wachstumspotenzial bietet.

Fünf Faktoren für die Aktienauswahl

Die digitale Transformation des Gesundheitswesens ist ein langfristiger Trend mit vielen Anlagemöglichkeiten. Am einfachsten ist dies in Form eines Aktienfonds, bei dem das Fondsmanagement die Auswahl der Aktien übernimmt. Dabei sind mehrere Aspekte wichtig:

  1. Technologische Stärke: Die Unternehmen müssen innovativ sein, die Interoperabilität ihrer Systeme meistern und die Datensicherheit gewährleisten.
  2. Regulatorisches Umfeld: Die gesetzlichen Vorgaben und das Marktpotenzial unterscheiden sich von Land zu Land.
  3. Akzeptanz in der Gesundheitsbranche: Der Erfolg hängt auch davon ab, dass Fachkräfte und die Gesellschaft die digitalen Patientenakten annehmen. Dabei helfen starke regionale Partnerschaften.
  4. Finanzen: Das jeweilige Geschäftsmodell sollte auf gesunden Beinen stehen und der Börsenkurs Luft nach oben haben.
  5. Nachhaltigkeit: Bei der Auswahl kann sich besonders ein Blick auf Unternehmen lohnen, die diesen Wandel nicht nur technisch, sondern auch verantwortungsvoll vorantreiben.

Hendrik Lofruthe, CFA, ist Leiter Portfoliomanagement Healthcare der apoAsset und verfügt über langjährige Investment-Erfahrung im weltweiten Gesundheitsmarkt. Sein Team managt die Gesundheitsfonds apo Medical Opportunities, apo Medical Core, apo Digital Health, apo Medical Balance und apo Emerging Health.

Verantwortlich für den Inhalt:

Apo Asset Management GmbH, Richard-Oskar-Mattern-Str. 6, 40547 Düsseldorf, Tel: (02 11) 86 32 31 0, www.apoasset.de

Neue ertragsorientierte Premium-Income-Active-UCITS-ETFs für US-Aktien basierend auf dem Erfolg des größten aktiven ETFs der Welt

J.P. Morgan Asset Management erweitert mit dem JPMorgan US Equity Premium Income Active UCITS ETF (Ticker JEPI) und dem JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF (Ticker: JEPQ) die Palette der ertragsorientierten aktiven ETFs. Die beiden US-Aktien-ETFs sind seit heute an der Deutschen Börse Xetra handelbar.

Seit ihrem Launch in den USA im Mai 2020 hat die innovative Strategie der ertragsorientierten Equity-Premium-Income-ETFs neue Maßstäbe gesetzt: Die US-Version des JEPI ist mit einem verwalteten Vermögen von 36,6 Milliarden US-Dollar aktuell der weltweit größte aktive ETF. Die im März 2022 gelaunchte US-Variante des JEPQ zählt mit 17,6 Milliarden US-Dollar Vermögen zu den am schnellsten wachsenden aktiven ETFs in den USA (Stand: 24. Oktober 2024).

Die ETFs der Equity-Premium-Active-UCITS-Reihe zielen darauf ab, regelmäßige monatliche Erträge und Wertsteigerungspotenzial zu bieten, während sie gleichzeitig die Volatilität im Vergleich zu traditionellen US-Aktieninvestments reduzieren. Dies wird umgesetzt, indem aktive Aktienportfolios mit Indexoptionen kombiniert werden. Im Fokus steht ein Gleichgewicht zwischen Ertrag, Kapitalwachstum und Risiko. Bereits Ende letzten Jahres wurde in dieser Reihe der JPM Global Equity Premium Income Active UCITS ETF (Ticker JEPG) aufgelegt.

Optionsstrategie verbunden mit Fundamentalanalyse

Das Aktienportfolio des JEPI investiert breit diversifiziert in US-Large-Cap-Aktien. Auf Basis der Erkenntnisse des bewährten fundamentalen Bottom-up-Researchs von J.P. Morgan Asset Management wird eine höhere Qualität sowie niedrigeres Marktrisiko (Beta) im Vergleich zur Benchmark S&P 500 Index angestrebt. Das Aktienportfolio des JEPQ legt in technologie- und wachstumsorientierte Aktien aus dem Nasdaq 100 an. Hierfür wird ein fundamentaler Prozess auf Basis von datenwissenschaftlichen Erkenntnissen genutzt, der Research-Ergebnisse aus mehr als 40 Jahren einbezieht.

Beide ETFs wenden ergänzend eine Overlay-Optionsstrategie an, bei der das U.S.-Core-Investment-Team von J.P. Morgan Asset Management unter der Leitung von Hamilton Reiner Indexoptionen gegen die Aktienportfolios von JEPI und JEPQ verkauft. Diese Prämien generieren weitere Erträge, die monatlich zusätzlich zu den Dividenden der im ETF gehaltenen Aktien ausgezahlt werden.

Diese Strategie ermöglicht es, in den Equity-Premium-Income-ETFs das Schwankungsrisiko zu reduzieren, indem sie zwar auf einen Teil der zukünftigen Marktgewinne verzichten, dies allerdings eine sofortige Ertragszahlung von 7 bis 9 Prozent ermöglicht. Durch den wöchentlichen Verkauf von Call-Optionen lassen sich die ETFs schnell an veränderte Marktbedingungen anpassen. Die konsistent höheren Erträge bieten bei höherer Marktvolatilität zudem einen Puffer gegen schwankende Preise.

„Wir freuen uns, dass nun mit JEPI und JEPQ zwei US-Aktien-ETFs unserer Equity-Premium-Income-Reihe für europäische Anlegerinnen und Anleger verfügbar sind. Diese innovativen Strategien, die sich in den USA als Bestseller erwiesen haben, bieten eine attraktive Möglichkeit, Ertrags- und Renditeziele bei geringerer Volatilität zu erreichen. In den letzten fünf Jahren haben wir eng mit verschiedenen Investorengruppen zusammengearbeitet, um ertragsfokussierte Strategien für stärkere Portfolios zu entwickeln“, erläutert Travis Spence, Global Head of ETFs bei J.P. Morgan Asset Management.

Das Fondsmanagement des JEPI wird neben Hamilton Reiner von Raffaele Zingone, Matt Bensen und Judy Jansen umgesetzt. Das erwartete Ertragsniveau liegt bei 7 bis9 Prozent p.a., mit einer Gesamtkostenquote von 35 Basispunkten. Auch beim JEPQ ist Hamilton Reiner als Manager gemeinsam mit Eric Moreau, Andrew Stern, Matt Bensen und Judy Jansen aktiv. Das erwartete Ertragsniveau liegt hier bei 9 bis 11 Prozent p.a. bei ebenfalls 35 Basispunkten Gesamtkostenquote. Die Ausschüttungen sind nicht garantiert und können sich im Laufe der Zeit ändern.

JEPI und JEPQ werden in einer ausschüttenden und einer thesaurierenden Anteilklasse ab dem 6. November 2024 an der Deutschen Börse Xetra, an der Londoner Börse und an der Schweizer Börse SIX gehandelt.

Verantwortlich für den Inhalt:

J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

FERI Cognitive Finance Institute analysiert zentrale Treiber der Biotech-Revolution

Der Biotechnologie-Sektor steht an der Schwelle einer neuen Ära – mit bahnbrechenden Innovationen und einer Vielzahl neuartiger Anwendungsmöglichkeiten. Der gezielte Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) wird Forschungs- und Entwicklungsprozesse im Bereich Biotechnologie erheblich beschleunigen, gleichzeitig aber auch die Effizienz und Zielgenauigkeit neuer Wirkstoffe und Therapien deutlich erhöhen. „Zentraler Treiber ist dabei die zunehmende Konvergenz von digitalen Technologien und datenbasierter Biologie. Die Verschmelzung dieser mächtigen Trends ermöglicht dem Biotech-Sektor eine neue Phase sprunghaft wachsender Innovationskraft“, sagt Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute, anlässlich der Vorstellung einer Analyse zu den Zukunftsperspektiven im Bereich Biotechnologie, die in Kooperation mit Experten der bayerischen Biotech Cluster Management Organisation BioM erstellt wurde.

Biotechnologie bietet enorme Vielseitigkeit

Die Biotechnologie habe sich in den letzten 20 Jahren als dynamische und vielseitige Disziplin etabliert und erweise sich zunehmend als Schlüsselindustrie für unterschiedlichste Anwendungsgebiete. Ihr Einsatz in der Medizin ermögliche wegweisende Technologien wie Gene-Editing mit CRISPR/Cas und innovative Immuntherapien. In der Landwirtschaft trage sie durch gentechnische Modifikationen dazu bei, Ernährungssicherheit und Effizienz zu erhöhen. Auch in der Industrie und im Umweltschutz würden sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten ergeben. Gemäß der Farbenlehre in der Biotechnologie gliedere sich das Feld in verschiedene Bereiche: Während die rote Biotechnologie sich auf medizinische Anwendungen konzentriere, ziele die grüne auf landwirtschaftliche Innovationen ab. Die blaue Biotechnologie widme sich maritim-basierten Lösungen, die weiße Biotechnologie industriellen Prozessen, und die graue Biotechnologie fokussiere sich auf umweltrelevante Verfahren.

Strategische Chancen für Kapitalgeber

Dank seiner Innovationskraft ziehe der Biotech-Sektor zunehmend auch Kapitalgeber an, die nach Diversifikation in den Investmentfeldern Technologie oder Gesundheit suchten. Zudem verfolgten biotechnologische Unternehmen häufig langfristige Wachstumsstrategien mit hohem Kapitaleinsatz. „Um Forschung und Entwicklung in der Biotechnologie gezielt zu unterstützen und die vielversprechenden Ansätze in die Praxis umzusetzen, sind große Investitionen erforderlich. Die zukünftige Wertschöpfung hängt deshalb stark von einer engen, konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Finanzwelt ab“, sagt Prof. Dr. Ralf Huss, Geschäftsführer von BioM. „Die Entwicklungsdynamik im Biotech-Sektor wird sich drastisch erhöhen – durch neue Treiber wie künstliche Intelligenz und Datenwissenschaft. Man braucht also ein tiefes Verständnis der komplexen wissenschaftlichen und technologischen Zusammenhänge, um die Chancen eines Projekts bewerten zu können“, ergänzt Rapp. Entscheidend für erfolgreiche Investments im Bereich Biotech seien deshalb erfahrene Experten und spezialisierte Partner, die nicht nur die technologischen, sondern auch regulatorischen und marktbezogenen Aspekte verstünden. Unter diesen Voraussetzungen biete die neue Biotech-Revolution strategischen Investoren die außergewöhnliche Möglichkeit, nicht nur langfristig attraktive Renditen zu erzielen, sondern auch gesellschaftlich relevante Fortschritte und Entwicklungen voranzutreiben.

Verantwortlich für den Inhalt:

FERI AG, Haus am Park  Rathausplatz 8-10, 61348 Bad Homburg, Tel: +49 (0) 6172 916-0, Fax: +49 (0) 6172 916-9000, www.feri.de

LF – Dynamic Yield Opportunities eröffnet Anlegern Zugang zu Chancen im High-Yield-Bereich

Die LAIQON-Gruppe hat den Rentenfonds LF – Dynamic Yield Opportunities (R-Tranche, ISIN: DE000A40HGD7) aufgelegt, mit dem Anleger Zugang zu Chancen im europäischen High-Yield-Bereich erhalten. Fondsanteile sind seit dem 15. Oktober 2024 erhältlich. Die Gesellschaft baut damit ihre Expertise im Rentenbereich mit einem weiteren Fonds der „LF – Credit Fondsfamilie“ aus.

Der neue Fonds ergänzt die bestehenden Rentenfonds innerhalb der LF – Credit Fondsfamilie der LAIQON-Gruppe. Neben dem defensiveren LF – Assets Defensive Opportunities (R-Tranche, ISIN: DE000A1JGBT2) als geldmarktorientierter Rentenfonds und dem chancenorientierten LF – Sustainable Yield Opportunities (R-Tranche, ISIN: DE000A2PB6F9) als Rentenfonds, der Unternehmensanleihen aufspürt, die am Markt nicht richtig bewertet werden, nutzt der offensivere Rentenfonds LF – Dynamic Yield Opportunities gezielt vorwiegend Opportunitäten im europäischen High-Yield-Bereich. Dazu Dr. Tobias Spies, der mit seinem Team die Fonds der LF – Credit Fondsfamilie managt: „Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Expertise bei Hochzinsanleihen deutlich ausgebaut. Bereits bei unseren bestehenden Strategien haben wir zu einem gewissen Anteil auch in B- oder BB-Titel investiert. Dank konsequenter Anlagestrategie und effektivem Risikomanagement waren wir dabei sehr erfolgreich. Dieses Know-how wollen wir nun mit dem LF – Dynamic Yield Opportunities für Anleger investierbar machen.“

Eine Strategie, die aufgeht: Bei dem LF – Sustainable Yield Opportunities (R), der in diesem Jahr die 200-Millionen-Euro-Marke beim Fondsvolumen überstieg, erzielte der Fondsmanager seit Auflegung (02.04.2019) eine Wertentwicklung von 18,40 Prozent (Stichtag: 30.09.2024)[1]. Die grundlegende Strategie verfolgt der Fondsmanager bereits seit 2009.

Dynamischer, nachhaltiger Rentenfonds mit Fokus auf Opportunitäten

Der LF – Dynamic Yield Opportunities zeichnet sich durch seine flexible und anpassungsfähige Investmentstrategie, die in einem aktiven Bottom-Up Ansatz gemanagt wird, aus. Durch das Aufspüren von Opportunitäten mit attraktiven Chance-Risiko-Profilen am Rentenmarkt wird eine Anlagebasis geschaffen, die auf verschiedene Marktbedingungen reagieren kann. Der Fonds strebt eine stetige Wertentwicklung an. Angestrebt wird eine Rendite, die Tagesgeld (Referenzindex: €STR + 450 BP) langfristig übertrifft. Der Fonds strebt ein Ausschüttungsziel von > 4 % p.a. an.

Der Fonds wird ein konzentriertes Portfolio mit 40 bis 50 Titeln aufbauen. Die Top-10 Investments sollen dabei rund 25-35 % des Portfolios ausmachen. Investiert wird mit einem Anteil von 40-80 % primär in High-Yield-Anleihen von Cash-generativen Unternehmen mit verständlichen Businessmodellen in starken Industrien, mit gutem Entschuldungspotential und starken Marken. Dabei erfolgen Beimischungen in High-Yield-Anleihen von Unternehmen, die sich im sogenannten operativen „Turnaround“ befinden. Rund 1/3 des Portfolios wird in Nachranganleihen aus dem Corporate-Bereich investiert. Dabei besteht ein Fokus auf Sondersituationen und Relative Value. Der Fonds berücksichtigt bei der Titelselektion Bonitätsrisiken und nimmt keine Währungsspekulationen vor. Sämtliche Wertpapiere werden im Investmentprozess und während der Haltedauer analysiert und laufend durch Dr. Tobias Spies und sein Team bewertet.

Der Fonds ist gemäß OffenlegungsVO nach Artikel 8 und gemäß Verbändekonzept des deutschen Zielmarkts für Nachhaltigkeitspräferenzen gemäß „U“ einklassifiziert.

Der LF – Dynamic Yield Opportunities ist seit dem 15. Oktober 2024 als Retail-/Institutionelle und Seed-Tranche auf allen gängigen Plattformen verfügbar. Weitergehende Informationen finden Sie unter: https://laiqon.com/institutionelle-investoren/asset-management/rentenfonds/lf-dynamic-yield-opportunities-i.

[1] Quelle: Universal-Investment-Gesellschaft mbH; eig. Darstellung; eig. Berechnung; die Berechnung dieser Performancedaten erfolgt auf Basis des Preises eines Anteils am Anfang der Periode. Ausschüttungen werden berücksichtigt. Der Ausgabeaufschlag ist nicht berücksichtigt, jedoch alle weiteren Kosten der Verwaltungsgesellschaft und der Verwahrstelle. Die bisherige Wertentwicklung ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung, diese ist nicht prognostizierbar.

Über die LAIQON AG:

Die LAIQON AG (LQAG, ISIN: DE000A12UP29) ist ein stark wachsender Premium Wealth Spezialist mit Fokus auf nachhaltige Kapitalanlagen mit einem verwalteten Vermögen von rund 6,5 Mrd. EUR (Stand: 30.06.2024). Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg und Büros in Frankfurt, München und Berlin bietet institutionellen und privaten Anlegern ein Portfolio aus aktiv- und KI-gemanagten Fonds sowie individuelle Vermögensverwaltung an. Mit seiner KI-Tochter LAIC® und dem selbst entwickelten LAIC ADVISOR® gehört LAIQON zu den Vorreitern für Künstliche Intelligenz im Asset Management. LAIQON setzt auch bei seinen Prozessen und im Datenmanagement auf modernste Plattform-Technologie. Dank seiner voll integrierten Digitalen Asset Plattform (DAP 4.0) kann die LAIQON Gruppe ihren Service vom Onboarding bis zum Reporting voll digital abbilden, skalieren und ihre Produkte und Services Dritten als White-Label-Partner zur Verfügung stellen.

Verantwortlich für den Inhalt:

LAIQON Solutions GmbH, An der Alster 42, 20099 Hamburg, Tel: +49 (0)40 32 56 78-0, www.laiqon.com

Der von Finance in Motion beratene Green for Growth Fund (GGF) hat ein Investitionsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro erreicht.

Am 23. Oktober wurde der Victoriabank, der drittgrößten Bank der Republik Moldau, ein Darlehen von umgerechnet zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit werden Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Moldau finanziert. Der GGF ist einer der weltweit größten auf Schwellenländer konzentrierten Klimafonds, der öffentliche und private Investoren zusammenbringt.

Gemäß den Zielen des Fonds wird die in Landeswährung ausgereichte Finanzierung mit einer Laufzeit von sieben Jahren dazu dienen, die bereits gute Kapitalposition der Victoriabank zu stärken. Investitionen in energieeffiziente und erneuerbare Energien im Land sollen vorangetrieben werden, um den wirtschaftlichen Wandel zu beschleunigen. Vor allem wird die Investition Unternehmen und Haushalten in Moldau helfen, den Energieverbrauch zu senken und damit Abhängigkeiten von den Lieferanten fossiler Energieträger zu verringern.

„Investitionen in die grundlegende Verbesserung der Energie-Infrastruktur und den Umbau der Volkswirtschaften sind gerade in Osteuropa ein entscheidender Hebel, um nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg mit Rendite zu verbinden“, sagt Sylvia Wisniwski, Managing Director bei Finance in Motion. „Dass dies als Konzept erfolgreich ist, zeigt sich auch durch das Erreichen der Milliardenschwelle beim Investitionsvolumen.“

Der Green for Growth Fund investiert in Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen sowie zur Verbesserung der Ressourceneffizienz in 19 Ländern in Südosteuropa, im Kaukasus, in der Ukraine, in Moldau, im Nahen Osten und in Nordafrika. Er finanziert Projekte im Bereich erneuerbare Energien, Unternehmen, Kommunen und Finanzinstitute. Der Fonds wurde im Dezember 2009 von der deutschen KfW Entwicklungsbank und der Europäischen Investitionsbank mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission und weiterer Institutionen ins Leben gerufen und umfasst eine vielfältige Investorenbasis aus Geberorganisationen, internationalen Finanzinstitutionen und privaten Investoren.

Über Finance in Motion

Die Finance in Motion GmbH strukturiert, verwaltet und betreut investiertes Kapital von mehr als vier Milliarden Euro in mehreren Artikel-9-Fonds. Die Private-Market-Fonds haben durch die Arbeit der regionalen Finanzintermediäre, durch Direktinvestitionen, Beratung und Kapazitätsaufbau einen positiven Einfluss auf die Lebens- und Umweltbedingungen in vielen Ländern weltweit. Das in Deutschland gegründete Unternehmen investiert seit über 15 Jahren in Schwellenländern von Lateinamerika bis Mittel- und Osteuropa und arbeitet vor Ort mit lokalen Experten zusammen.

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Die Märkte wie die reale Wirtschaft dürften in den kommenden Monaten vor eine harte Probe gestellt werden.

Und wie immer dürfte das Schicksal in den Händen pragmatischer Unternehmen und vor allem der Notenbanken liegen. „Deren herausragende Arbeit während der Pandemie und zu Beginn des Ukraine-Krieges machen Mut, dass wir Anleger eine professionelle Unterstützung trotz aller aktuell offenbarter interner Querelen von außen erfahren“, hofft Thomas Böckelmann, Leiter Portfoliomanagement bei Dolphinvest Capital, in seinem aktuellen Monatsbericht.

Trotz US-Präsidentschaftswahl scheinen die Aktienmärkte in ihrer Aufwärtsbewegung kaum beirrbar. Treibende unterstützende Kraft für den US-Aktienmarkt dürfte das Momentum sein, die vorhandene Liquidität und die Hoffnung auf mehr, Hoffnungen auf Stimuli nach der Wahl sowie die Angst, sonst etwas zu verpassen oder auch nur die Sorge, eine zu schwache Wertentwicklung auszuweisen. „Das lässt den einen oder anderen schon mal über die historisch hohen durchschnittlichen Marktbewertungen hinwegschauen“, so der Investmentexperte. Unterstützt werde das Ganze durch eine bislang sehr resilient scheinende US-Wirtschaft sowie eine als erfolgreich einzuordnende Quartalsberichtssaison der Unternehmen, die mehrheitlich die Erwartungen übererfüllt. Allerdings schränkt Böckelmann ein: „Ehrlicherweise muss man gestehen, dass im Vorfeld die Erwartungen dramatisch zurückgeschraubt wurden, die Messlatte entsprechend niedrig angesetzt war.“ Dennoch blieben Prognosen wie Erwartungen für das Kalenderjahr 2025 sehr hoch, welche mit dem vorherrschenden volkswirtschaftlichen Szenario nur unter der Annahme extremer Produktivitätsfortschritte bei den Unternehmen vereinbar seien.

Staatsverschuldung untragbar?

Eine jüngst durch die US-Notenbank FED veröffentlichte Studie, nach der 40 % des Gewinnwachstums US-amerikanischer Unternehmen seit der globalen Finanzkrise 2008 auf sinkende Zinsen und sinkende Steuerlasten zurückzuführen sind, sorgt für Aufregung. Laut Böckelmann erlaube die aktuell sehr stabile US-Wirtschaft sowie die hartnäckige Kerninflation – durch strukturelle Treiber untermauert – kein zu euphorisches Zinssenkungsszenario: „Angesichts der eingepreisten Zinssenkungshoffnungen haben nur wenige Marktteilnehmer auf dem Radar, welche Konsequenzen eine umgekehrte Entwicklung für die Unternehmensgewinne haben könnte.“ Auch bei den Steuern seien die Wunschszenarien alles andere als gesetzt. Mittlerweile habe das Ausmaß der US-Staatsverschuldung ein kaum mehr tragbares Niveau erreicht, sodass entweder drastische Einsparungen im Haushalt oder Anhebungen von Steuern die Optionen für den zukünftigen Vertreter im Oval Office sein dürften.

Der IWF (Internationaler Währungsfonds), die Weltbank und die OECD (Organisation für internationale Zusammenarbeit der Industrienationen) verweisen immer wieder auf das hohe Schuldenniveau im internationalen Finanzsystem. „Für das kommende Jahr werden unfassbar hohe 100.000 Milliarden US-Dollar an Staatsschulden prognostiziert, das entspricht 93 % der globalen Wirtschaftsleistung – die US-Staatsschulden allein betragen davon ein Drittel“, so der Experte.

Er konstatiert: „Es ist vorherrschende Meinung anmaßender Politik in den meisten Regionen der Welt, dass sich ohne Staatsverschuldung in der Wirtschaft nichts bewege. Lieber nimmt man immer mehr Schulden auf und reguliert immer mehr, als dass man vernünftige Rahmenbedingungen schafft und ansonsten auf die Marktkräfte und Vernunft der wirtschaftlichen Akteure bis hin zum Endkonsumenten vertraut.“ Die Kapitalmärkte hätten sich mit dieser Sicht angefreundet, bedeute dies doch meist frisches Geld, was zu einem gewissen Teil auch in die Märkte flöße und damit für steigende Kurse sorge. „Die Bedeutung staatlicher Stimuli für die Hoffnung an den Kapitalmärkten lässt sich aktuell wieder in China beobachten“, führt Böckelmann als Beispiel an. Aber Stimuli seien nicht gleich Stimuli. Wichtig sei vor allem die ideologiefreie intelligente Verwendung der Gelder. Und hier offenbarten sich seit jeher die Schwächen von Politik als Investor.

Böckelmann blickt gespannt auf die letzten beiden Monate des Jahres, könnte sich jedoch schon heute ein Leitmotiv für 2025 vorstellen: Muddling Through bzw. Durchwurschteln.

Über Dolphinvest Capital GmbH:

Die Dolphinvest Capital bietet für jedes Anlegerprofil Anlagelösungen. Sie bietet Strategien in Form von standardisierten und individuellen Managed-Accounts für das gesamte Kapitalmarktspektrum – von Absolute Return bis hin zur reinen Chancenorientierung. Darüber hinaus werden sechs Publikumsfonds verwaltet – in abgestuften Varianten von sehr risikoarm bis hin zur reinen Aktienanlage. Gegenwärtig verwaltet die Gesellschaft 150 Millionen Euro. Die Dolphinvest Capital ist als „Finanzportfolioverwalter“ gemäß §15 WpIG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und beaufsichtigt.

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Dolphinvest Consulting GmbH, Schwindstraße 10, 60325 Frankfurt am Main, Tel: 069 3399780, www.dolphinvest.eu

Marktkommentar von Hadewych Kuiper, Managing Director Triodos Investment Management (IM)

Die in Kolumbien stattfindende 16. UN-Konferenz zur Biodiversität ist zwar weniger bekannt als ihr älterer Bruder – die UN-Klimakonferenz (COP) – doch nicht weniger bedeutend. Denn die Klimakrise kann nur überwunden werden, wenn die Natur wiederhergestellt wird und hierfür wird der Finanzsektor dringend benötigt.

Finanzierung nicht nachhaltiger Landwirtschaft muss sofort eingestellt werden

Die Folgen des Verlusts der Artenvielfalt sind so tiefgreifend, dass keine Branche verschont bleibt, wenn er im heutigen Tempo weitergeht. Derzeit verbrauchen wir jedes Jahr 1,75 Erdkugeln an Ressourcen, um unseren Bedarf zu decken. Wir erschöpfen die Erde in einem solchen Ausmaß, dass nach UN-Angaben ein Achtel aller uns bekannten Arten und Pflanzen bereits kurz vor dem Aussterben steht.

Die Landwirtschaft bildet das Kernstück des Problems. Genauer gesagt, die intensive Abholzung, der Einsatz von Pestiziden und die Bodendegradation, die mit großflächiger Landwirtschaft, nicht nachhaltiger einhergehen. Es ist alarmierend, dass 90% der Abholzung der Tropenwälder und 70% des Verlusts der Artenvielfalt auf das unaufhaltsame Wachstum der Landwirtschaft zurückzuführen sind.

Das Verlangen nach unbegrenzter Verfügbarkeit von “billigen” Lebensmitteln laugt den Boden aus, lässt die Erträge verringern, treibt die Preise in die Höhe und vernichtet Ernten. Rund 577 Milliarden US-Dollar gehen jährlich durch den Rückgang der bestäubenden Insekten verloren, meist aufgrund von Pestiziden. Man muss sich nur an den starken Anstieg der Kakaopreise Anfang dieses Jahres erinnern, um zu sehen, wie sich dieses Szenario bereits in der Praxis abspielt.

Der zunehmende Verlust der biologischen Vielfalt erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir erneut mit Pandemien und Seuchen wie COVID-19 konfrontiert werden. Und jedes aufeinander folgende Ereignis wird eine größere Herausforderung darstellen als das vorherige, da die Nahrungsquellen erschöpft werden, sich Krankheiten verschlimmern und das Wetter extremer wird. Und das Ganze wirkt sich nicht nur auf unsere Gesellschaft aus, sondern hat auch schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft.

Leider spielt der Finanzsektor dabei eine zerstörerische Rolle. Das Gewinnstreben der Finanzinstitute ermöglichte es den landwirtschaftlichen Unternehmen, immer weiter zu expandieren und dem Planeten immensen Schaden zuzufügen. Investitionen in solche Unternehmen müssen gestoppt werden. Finanzinstitute, die weiterhin in diese Praktiken investieren, zeigen einen ernsthaften Mangel an Führungsqualitäten und Visionen. Sie können so viele Windkraftanlagen finanzieren, wie Sie wollen – das wird keinen Unterschied machen, wenn Sie weiterhin auch die Zerstörung der Natur finanzieren.

Positive Investitionen in die Natur sind überall

Wir müssen unsere finanziellen Ressourcen, unsere Strategie und unser Einfluss, auf die Unternehmen und Projekte lenken, die die Natur wiederbeleben. Es gibt unzählige rentable und integrative Lösungen, die dringend finanziert werden müssen. So hat ein Triodos IM Fonds in ein Unternehmen investiert, das Meeresalgen im offenen Meer anbaut. Meeresalgen sind nicht nur ein nachhaltiger Dünger und eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Tierfutter, sondern ihr Anbau kann unter den richtigen Umständen auch die Wasserqualität und die Artenvielfalt im Meer verbessern sowie CO2 speichern.

Finanzierung der Zukunft

Auf der diesjährigen UN-Konferenz über die biologische Vielfalt (COP16) wird es darum gehen, den Worten Taten folgen zu lassen. Wir suchen gerne die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen oder Finanzinstituten, die profitable Investitionen in die Natur tätigen wollen. Die Zeit dringt und es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt.

Über Triodos Investment Management

Seit über 30 Jahren bringt Triodos Investment Management Anleger, die ihr Geld in einen dauerhaften, positiven Wandel investieren wollen, mit innovativen Unternehmern und nachhaltigen Unternehmen zusammen, die genau das tun. Auf diese Weise wirkt Triodos Investment Management als Katalysator in den Sektoren, die eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einer gerechteren, nachhaltigeren und menschlicheren Welt spielen. Die Investitionstätigkeit von Triodos Investment Management konzentriert sich auf fünf miteinander verknüpfte Übergangsthemen: den Übergang bei der Ernährung, den Übergang bei den Ressourcen, den Übergang bei der Energie, den Übergang in der Gesellschaft und den Übergang beim Wohlbefinden. Als Finanzdienstleister hat Triodos Investment Management die Aufgabe, diese grundlegenden Transitionen zu ermöglichen und zu beschleunigen. Verwaltetes Vermögen bis Ende Juni 2024: 5,9 Mrd. EUR. Triodos Investment Management ist ein weltweit tätiger Impact Investor und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Triodos Bank NV.

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Triodos Investment Management BV, Hoofdstraat 10, Driebergen-Rijsenburg, PO Box 55, 3700 AB Zeist, Niederlande, www.triodos-im.com

Kommentar von Junichi Inoue, Head of Japanese Equities, Janus Henderson Investors

  • Der Rücktritt der Kishida-Regierung und das unerwartete Wahlergebnis unter der Führung von Premierminister Shigeru Ishiba haben Japan in politische Unsicherheit gestürzt.
  • Die genaue Beobachtung der weiteren politischen Entwicklungen wird entscheidend sein – neue Regierungsbildung könnte Marktentwicklung erheblich beeinflussen.
  • Sollte die Liberaldemokratische Partei am Ruder bleiben, könnten sich die Kapitalmärkte allmählich auf die Suche nach unterbewerteten Assets und die Würdigung solider Unternehmensperformance konzentrieren.

Angesichts der innerhalb eines Jahres anstehenden Wahlen zum Repräsentantenhaus trat die Regierung Kishida, die mit anhaltend niedrigen Umfragewerten zu kämpfen hatte, zurück und übertrug dem japanischen Premierminister Shigeru Ishiba die Aufgabe, verlorenen Boden für die Liberaldemokratische Partei (LDP) zurückzugewinnen.

Trotz seiner anfänglichen Popularität, insbesondere in den ländlichen Wahlkreisen, hat Ishibas Unterstützung seit seinem Amtsantritt jedoch stetig abgenommen. Dies gipfelte in einem überraschenden Wahlergebnis, bei dem die LDP weder als Einzelpartei noch in einer Koalition eine Mehrheit erringen konnte.

Die jüngsten Parlamentswahlen, die für die Regierungspartei eine große Herausforderung darstellten, endeten in einem Szenario, das nur wenige erwartet hatten. Analysten führen den zweifelhaften Umgang der LDP mit einem Skandal um politische Gelder im Zusammenhang mit der Fraktion des ehemaligen Premierministers Shinzo Abe als einen der Faktoren an, die dazu beigetragen haben. Das Hauptproblem scheint jedoch die weit verbreitete Unzufriedenheit mit der steigenden Inflation zu sein – ein Gefühl, das sich in den Wahltrends weltweit widerspiegelt.

Japan am politischen Scheideweg

Angesichts der politischen Instabilität in Japan wird die Notwendigkeit einer gezielten Reaktion immer deutlicher – insbesondere, wenn es um die Belange der unteren Einkommensgruppen geht. Premierminister Ishiba hat sich zwar zunächst geweigert zurückzutreten, hat aber geschworen, die Verantwortung für das Wahlergebnis zu übernehmen, indem er sein Amt pflichtbewusst ausübt. Doch angesichts der bevorstehenden kritischen Wahlen zum Abgeordnetenhaus dürfte die Aufrechterhaltung einer stabilen Regierung unter den derzeitigen Bedingungen ein schwieriges Unterfangen sein.

Das Land steht nun an einem Scheideweg mit drei möglichen Optionen: eine Koalitionsregierung mit einer Oppositionspartei, eine Minderheitsregierung oder eine Koalition der Verfassungsdemokratischen Partei Japans (CDPJ) mit anderen Oppositionsparteien. Angesichts der erheblichen politischen Diskrepanzen zwischen diesen Oppositionsparteien scheint die Wahrscheinlichkeit einer vereinigten Opposition gering zu sein.

Eine Entscheidung über die neue Regierung wird noch in diesem Monat erwartet – inmitten der anhaltenden Marktinstabilität. Seit August sind die Marktentwicklungen unvorhersehbar. Dieser Trend dürfte bis zur Bildung einer stabilen Regierung anhalten.

Die Kapitalmärkte reagierten negativ auf die von der DPJ zwischen 2009 und 2012 verfolgte Politik. Die Aussicht auf eine Machtübernahme durch Oppositionsparteien wie die CDPJ hat daher Bedenken hinsichtlich einer möglichen Risikoaversion der Märkte geweckt. Sollte hingegen die LDP am Ruder bleiben, könnte sich der Fokus der Kapitalmärkte allmählich auf die Suche nach unterbewerteten Assets und die Würdigung solider Unternehmensperformance verlagern.

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Wissen schlägt Bequemlichkeit: Für Sparer ist das Verständnis der Kapitalmärkte und Investments wichtiger als ein einfacher Zugang per App

Ursprünglich als „Tag der Sparsamkeit“ ins Leben gerufen steht der Weltspartag heute eher dafür, sich die Chancen und Möglichkeiten der Geldanlage bewusst zu machen. In diesem Jahr feiert der Weltspartag sein 100. Jubiläum und so verwundert es nicht, dass viele Menschen in Deutschland mit ihren Ersparnissen auch gern auf traditionelle Sparanlagen wie das Sparbuch sowie Tages- und Festgelder setzen. Da sie sich damit aber auch die Ertragskraft des Kapitalmarkts zum Erreichen ihrer langfristigen Sparziele entgehen lassen ist die Frage, was dazu beitragen könnte, dass ein Investment für sie interessant wird. Und sprechen die Deutschen überhaupt über ihre Finanzen oder ist dies immer noch ein Thema, dass eher als „privat“ angesehen wird? Diesen Aspekten ist J.P. Morgan Asset Management mit dem „Finanzbarometer 2024“, einer repräsentativen Befragung von 2.000 Frauen und Männern in Deutschland, nachgegangen.

Die Möglichkeit, mit kleinen Beträgen anlegen zu können und ein besseres Verständnis für Kapitalmärkte sowie Finanzprodukte stehen ganz oben auf der Liste der Voraussetzungen, die Investments attraktiver machen. Als weniger wichtig wird dagegen eine einfache Umsetzbarkeit des Investments, etwa über eine App, angesehen. Vielmehr möchte ein Viertel der Befragten sich gern beim Thema Geldanlage beraten lassen. Erfreulich ist: Das Sprechen über Finanzen ist für viele Menschen in Deutschland mittlerweile kein Tabu mehr.

Was Investment-Muffel überzeugen könnte

Laut Finanzbarometer gibt es in Deutschland nach wie vor viele Menschen, die sich nicht an den Kapitalmarkt heranwagen – während 38 Prozent der Befragten bisher nur sparen, gibt es 14 Prozent, die weder sparen noch anlegen. Insgesamt scheuen somit noch mehr als die Hälfte der Deutschen Kapitalmarktinvestments. Wichtigster Punkt für die Menschen, die bislang weder in Fonds und ETFs, noch in Aktien oder Anleihen investieren ist, dass ein Investment auch mit kleinen Beträgen möglich sein muss. Dies wünscht sich mit 28 Prozent fast jeder dritte befragte Sparer. Je ein Viertel der Befragten würde gern das Thema Geldanlage besser verstehen (26 Prozent) bzw. ein besseres Verständnis für das Finanzprodukt, in das investiert wird, haben (25 Prozent). Eine gute Finanzberatung halten 24 Prozent vor einem ersten Investment für sinnvoll. Auch dass eine Finanzanlage keine versteckten Kosten hat, halten 23 Prozent für wünschenswert. Dass die Geldanlage einfach umsetzbar sein müsste, etwa über eine App, würde 18 Prozent der Befragten überzeugen, anzulegen. Dass das Investment schnell und flexibel verfügbar ist, wünschen sich wiederum 17 Prozent und 9 Prozent fänden es interessant, verschiedene Investments miteinander vergleichen zu können.

„Wissen schlägt also Bequemlichkeit, wenn es darum geht, den Weg vom Sparen zum Anlegen einzuschlagen“, fasst Matthias Schulz, Managing Director bei J.P. Morgan Asset Management, ein wesentliches Ergebnis der Umfrage zusammen. „Das ist bemerkenswert, weil in den letzten Jahren verstärkt der Eindruck entstanden ist, dass einfache Technologie in Form von Apps extrem wichtig ist, damit Menschen sich dem Kapitalmarkt zuwenden. Finanzwissen und das Verständnis des Kapitalmarkts sowie der Investmentprodukte sind aber tatsächlich der entscheidende Faktor“, führt Schulz aus.

Per se lässt sich feststellen, dass das Angebot von Informationen zur finanziellen Bildung in den letzten Jahren deutlich vielfältiger geworden ist – zahlreiche Initiativen, Verbraucherinstitutionen, Marktteilnehmer und Schulen bis hin zu „Finfluencern“ haben sich in dem Bereich verstärkt engagiert. Allerdings gelte es, auch eine mögliche grundsätzliche Scheu vor dem Kapitalmarkt abzulegen. Hier komme die Anlage mit kleinen Beträgen ins Spiel, denn es ist nach wie vor ein verbreiterter Mythos, dass man reich sein müsse, um zu investieren. In viele Fonds, ETFs, Aktien oder Anleihen lässt sich mit einem Sparplan aber bereits mit 50 Euro oder sogar weniger regelmäßig Geld breit gestreut am Kapitalmarkt anlegen. „Eine wichtige Botschaft ist also, dass Geldanlage bereits mit sehr kleinen Beträgen möglich ist. Es gilt vielmehr, möglichst lange Zeit investiert zu sein, um vom Zinseszinseffekt profitieren zu können – also ist es sinnvoll, früh anzufangen, selbst wenn es zunächst nur geringe Summen sind, die angelegt werden. Dies sollte noch stärker ins Bewusstsein vieler Deutscher geholt werden“, erklärt Matthias Schulz. So lassen sich mit Fonds und ETFs sehr einfach erste Erfahrungen am Kapitalmarkt sammeln.

Insbesondere langfristig bieten Investments viele Vorteile

Der Experte führt weiterhin aus, dass aktuell zwar Spareinlagen oder Tagesgelder teilweise noch mit einer attraktiven Verzinsung locken. Doch diese können vor allem langfristig nicht mit einem Kapitalmarktinvestment mithalten. „Auch wenn die Sparzinsen noch sehr attraktiv wirken, gilt es für die langfristige Anlage ein wenig weiter zu denken. Denn die ersten Zinssenkungen haben das Ertragsniveau bereits wieder sinken lassen“, betont Schulz. Er verweist darauf, dass eine Multi-Asset-Income-Strategie – das ist ein Mischfonds mit Aktien und Anleihen, der regelmäßige Ausschüttungen bietet – unabhängig vom vorherrschenden Zinsniveau Ertrag plus Kapitalwachstum erzielen kann, der das Tagesgeld langfristig übertrifft. Durch die Kombination ertragstarker Anlageklassen lässt sich mit einem solchen Investment sogar von der Zinswende profitieren. Eine langfristige Analyse zeigt, dass ein solches Mischportfolio in über 70 Prozent der Fälle besser abschneidet als Tagesgeld – sowohl bei sehr niedrigen als auch bei einem Zinsniveau, wie es aktuell vorherrscht. „Da die Zinsen bereits wieder sinken, besteht bei Fest- und Tagesgeldern zeitnah ein Reinvestitionsrisiko. Zudem fehlt diesen Anlagen das Potenzial für Kapitalgewinne, wie bei Aktien oder länger laufenden Anleihen. Das ist besonders wichtig für den langfristigen Anlageerfolg, etwa bei der Altersvorsorge“, unterstreicht Matthias Schulz.

Sprechen über Finanzen: früher Tabu, heute sehr viel alltäglicher

Eine gute Möglichkeit, das Wissen zum Thema Finanzen und das Verständnis der Märkte und Produkte zu vergrößern ist, regelmäßig über Geld zu sprechen. Herrschte lange Zeit die Meinung vor, dass man „über Geld nicht spricht“, so ändert sich dies spürbar. Inzwischen werden Geldthemen von 78 Prozent der befragten Deutschen zumindest mit dem direkten persönlichen Umfeld diskutiert. Lediglich 14 Prozent sprechen überhaupt nicht über finanzielle Angelegenheiten. Weitere 8 Prozent würden dies gern, wissen nur nicht, mit wem.

Mit 31 Prozent der befragten Deutschen hält rund ein Drittel Geldthemen lieber privat, innerhalb der engen Familie beziehungsweise der Partnerschaft. Ein Viertel der Befragten wiederum spricht regelmäßig mit der Familie über Geld, auch um den Kindern den Umgang damit zu vermitteln. Für 20 Prozent ist es in ihrem Freundeskreis selbstverständlich, über Themen wie Gehalt und Geldanlage zu sprechen. Nur 13 Prozent gaben allerdings an, gerne und häufig über allgemeine Finanzthemen, wie etwa die Entwicklung der Aktienmärkte, zu sprechen.

Generationenunterschiede werden darin deutlich, dass jüngere Menschen eher mit dem Freundeskreis als mit der Familie über Geld sprechen, bei älteren Menschen ist es genau umgekehrt. Ältere Menschen über 65 Jahre sprechen mit 22 Prozent zudem deutlich häufiger überhaupt nicht über Finanzen als 18- bis 24-Jährige mit 13 Prozent. „Es ist schön, dass für die jüngere Generation das Sprechen über Finanzen schon fast alltäglich ist. Genau damit wird die Basis gelegt, um sich stärker am Kapitalmarkt zu engagieren und auch das Investieren als Selbstverständlichkeit anzusehen“, sagt Matthias Schulz.

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