Es wird immer schwieriger, kleine Vermögen in Zeiten von Niedrigzinsen und anziehender Inflation gut anzulegen:

 

„Es gibt kaum Lösungen für Sparer, denn auch viele fondsbasierte Vermögensverwaltungen starten erst ab größeren Summen“, so Swen Köster, Senior Vice President bei Moventum S.C.A. „Umso wichtiger ist es, einen guten Berater an seiner Seite zu haben.“

Strafzinsen, Negativzinsen, Minuszinsen oder Verwahrentgelte. Egal wie man sie nennt: Immer mehr Banken und Sparkassen ziehen die Gebühren von immer kleineren Beträgen auf den Konten der Sparer ab. Anfang Juli stellten etliche Kreditinstitute in Deutschland ihren Kunden Negativzinsen schon ab 25.000 Euro in Rechnung. Das Vergleichsportal Verivox listet auf, dass auch kleinere Summen mittlerweile nicht mehr verschont bleiben: 16 Geldhäuser nehmen schon Minuszinsen ab 10.000 Euro auf dem Konto und selbst bei 5.000 Euro schlagen derzeit schon vier Institute zu. Dabei handelt es sich nicht etwa um relativ unbekannte Geldhäuser, sondern betrifft Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, bei denen Otto Normalverdiener ihr Erspartes hinterlegt haben. Und das nicht zu knapp, denn einer Studie der Postbank zufolge ist die beliebteste Anlageform der Deutschen mit 53 Prozent immer noch das Sparkonto, mit 34 Prozent direkt gefolgt vom Girokonto.

Wer auf das richtige Anlage-Pferd setzt, ist fein raus, doch wohin mit dem Ersparten? „Es gibt für kleine Summen kaum vermögensverwaltende Lösungen auf Investmentfondsbasis“, so Köster. Was das Problem zusätzlich verschärft, ist der reale Kaufkraftverlust, den Sparer zurzeit erleiden: „Im Zuge der steigenden Inflation geht mit den Verwahrentgelten noch mehr verfügbares Kapital verloren“, sagt Köster. Bankkunden sollten sich daher überlegen, wie Beträge auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto besser angelegt werden können.

Wohl dem, der sich in dieser Zeit gut beraten lässt: „Ein versierter Berater weiß, welche Vermögensverwaltung schon ab der Summe einspringt, ab der die Banken Gebühren verlangen“, so Köster. Dabei kommt dem Berater die wichtige Aufgabe zu, gemeinsam mit dem Kunden zu eruieren, welche Strategie mit welchen Risikoklassen für den Einzelnen geeignet sind. „Wer bisher sein Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen hatte, will nicht plötzlich hochvolatil in Aktien spekulieren“, so Köster. Hier hilft es, eine gesunde Balance zwischen Ertrag und Risiko zu finden.

 

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Xtrackers stellt Marktneuheit vor mit den ersten UCITS-ETFs auf Basis von Indizes, die speziell den Markt für „grüne“ Unternehmensanleihen abbilden

 

Die DWS hat zwei Xtrackers-ETFs aufgelegt, die erstmals einen Zugang zu dem schnell wachsenden Markt für „grüne“ Unternehmensanleihen bieten. Bisher haben „grüne“ UCITS-ETFs vor allem den breiten Markt an „grünen“ Anleihen abgedeckt und somit einen substanziellen Teil des verwalteten Vermögens in Schuldtitel von Staaten und supranationalen Organisationen investiert. Nun können sich Anleger über die neuen Xtrackers-ETFs erstmals speziell an dem Markt für „grüne“ Unternehmensanleihen beteiligen. Die Emittenten „grüner“ Anleihen verpflichten sich, das durch die Ausgabe eingesammelte Kapital zur Finanzierung von nachhaltigen Projekten etwa zum Umwelt- und Klimaschutz zu verwenden.

Der Xtrackers EUR Corporate Green Bond UCITS ETF und der Xtrackers USD Corporate Green Bond UCITS ETF wurden am heutigen Montag an der Deutschen Bӧrse gelistet. Beide ETFs bilden neu entwickelte Bloomberg-Barclays-Indizes ab, die physisch repliziert werden. Zur Bewertung, ob Anleihen gemäß der Vorgaben der Green Bond Principles für den Index zugelassen sind, werden die Daten von MSCI ESG Research genutzt.

Um sich als Wertpapier für die Indizes zu qualifizieren, müssen Anleihen eine „Investment Grade“-Bonität besitzen und die Emissionserlöse zur Finanzierung von Klima- oder Umweltschutzprojekten bestimmt sein. Auch die Emittenten müssen bestimmte Vorgaben erfüllen in Bezug auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance; kurz ESG). Gemessen wird dies anhand der MSCI ESG Ratings. Sie dürfen außerdem nicht in kritischen Branchen tätig sein, die aus dem Index ausgeschlossen wurden. Die Indizes entsprechen den ESG-Standards der DWS und wurden konstruiert, um die Anforderungen für Fonds nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung zu erfüllen. Das bedeutet, sie zielen darauf ab, eine bestimmte Nachhaltigkeitswirkung zu erzielen.

„Grüne Anleihen sind bei Investoren beliebt, aber die meisten Green-Bond-Indizes haben ein Übergewicht bei staatlichen oder überstaatlichen Emittenten. Die neuen Xtrackers US Dollar und EUR Corporate Green Bond ETFs wurde eigens entwickelt, um Anlegern einen Zugang zu ermöglichen zum schnell wachsenden Markt für grüne Anleihen, die von Unternehmen oder unternehmensnahen Institutionen ausgegeben wurden. Das bietet Investoren eine überzeugende Alternative zu traditionellen und ESG-Angeboten“, sagt Michael Mohr, DWS Head of Passive Product Development.

Die in Luxemburg ansässige Privatbank Qunitet ist Seed Investor und wird die ETFs in der individuellen Vermögensverwaltung einsetzen. Die Bank hat eng mit der DWS während der Produktentwicklung zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass die ETFs den Anforderungen der Investoren entsprechen.

„Wir wollen Nachhaltigkeit zum präferierten Ansatz für alle unsere Kunden machen“, sagt James Purcell, Group Head of Sustainable Investment at Quintet. „Dazu gehört auch, mit einem weltweit führenden Anbieter wie der DWS zu arbeiten, um innovative Produkte anbieten zu können, die die Wünsche unserer Kunden erfüllen und helfen, den Klimawandel zu bekämpfen.“

 

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Die G20- und G7-Staaten sowie die OECD haben sich auf die Einführung eines globalen Mindeststeuersatzes für internationale Unternehmen von mindestens 15 Prozent geeinigt.

 

Das ist ein bahnbrechendes Ergebnis. Welche Auswirkungen hat dieses Abkommen auf börsennotierte Unternehmen weltweit, insbesondere auf den S&P 500, der die 500 größten US-Unternehmen umfasst? Thilo Wolf, Deutschland-Chef von BNY Mellon Investment Management (Foto anbei), stellt die Analyse* der Investmentgesellschaft Newton IM, die zu BNY Mellon IM gehört, vor und erklärt, welche Hürden es noch zu nehmen gilt:

„Nur eines von sieben Unternehmen im S&P 500 hat voraussichtlich einen Steuersatz von unter 15 Prozent. Wenn wir Immobilienunternehmen ausschließen, für die besondere Steuerregeln gelten, hat nur eines von elf Unternehmen einen Steuersatz von unter 15 Prozent. Davon sind die meisten in den Branchen IT und Gesundheitswesen zu finden.

Laut einer Analyse unserer Gesellschaft Newton Investment Management liegt der durchschnittliche Steuersatz für diese Unternehmen bei 11 Prozent. Wird dieser Satz also auf 15 Prozent steigen, würde der Gewinn nach Steuern von 89 Prozent auf 85 Prozent fallen – eine Verringerung um 4 Prozent. Für den S&P 500 insgesamt würde der Gewinn um weniger als 1 Prozent fallen.

Diese Analyse ist stark vereinfacht, da die Mindeststeuer von 15 Prozent auf einer Länderbetrachtung beruht, nicht auf einer internationalen Betrachtung. Im Ergebnis divergieren die Auswirkungen jedoch nicht stark:

Ein Unternehmen, das beispielsweise die Hälfte seiner Gewinne in einer entwickelten Volkswirtschaft mit einem Steuersatz von 30 Prozent und die Hälfte seiner Gewinne in einer Steueroase mit einem Steuersatz von 0 Prozent erzielt, hat einen Gesamtsteuersatz von 15 Prozent. Nach den neuen Regeln würde sich dieser auf 22,5 Prozent erhöhen: Die eine Hälfte wird weiterhin mit 30 Prozent und die andere Hälfte mit dem neuen Mindestsatz von 15 Prozent besteuert.

Der durchschnittliche Steuersatz für den S&P 500 wird voraussichtlich 21 Prozent betragen – ein Niveau, das sehr nahe an den aktuellen Unternehmenssteuersätzen in den großen Volkswirtschaften liegt: Die aktuellen Steuersätze in Großbritannien betragen 19 Prozent, in den USA 21 Prozent und in Japan 23 Prozent. Dies lässt darauf schließen, dass die Unternehmen im Durchschnitt ihren fairen Anteil an Steuern zahlen.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt, dass ein globaler Mindeststeuersatz die Unternehmenssteuereinnahmen weltweit um 1-3 Prozent erhöhen könnte. Dies ist für die Gesamtbewertung des Aktienmarktes aus unserer Sicht unwesentlich; allerdings dürften Unternehmen aus der IT und dem Gesundheitswesen – wie oben erwähnt – deutlich stärker betroffen sein.

Eine Gleichung mit vielen Unbekannten

Steuern sind immer komplex – selbst auf rein nationaler Ebene – und Veränderungen im internationalen Kontext sind eine noch größere Herausforderung. Wie definiert und verteilt man steuerpflichtige Gewinne zwischen verschiedenen Nationalstaaten für ein Unternehmen, das in verschiedenen Ländern Waren oder Dienstleistungen entwickelt, herstellt, verkauft, und finanziert? Es gibt immer noch viele schwierige Detailfragen zu klären. Wie wird ein „großes“ Unternehmen definiert? Wird die Mindeststeuer auf der Ebene des Konzerns oder des Einzelunternehmens angewendet? Inwiefern stimmen die neuen Regeln mit den alten Regeln überein?

In der Vergangenheit hat sich oft gezeigt, dass mutigere Vorschläge verwässert werden, da Unternehmen aus Schlüsselbranchen in jedem Land Lobby-Arbeit für Ausnahmen machen. Steueroasen und Unternehmen, die negativ von der neuen Regelung betroffen sind, werden nicht einfach klein beigeben und Unternehmen werden sich weiterhin beraten lassen, um eine Steueroptimierung zu erreichen.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass die globale Mindeststeuer sich nur unwesentlich auf die Gesamtheit börsennotierter Unternehmen auswirken wird. Es wird jedoch Einzelfälle geben, die die neue Regelung stark treffen wird. Fest steht, dass unser Investmentteam die globale Mindeststeuer zusammen mit anderen vorgeschlagenen Erhöhungen der Steuersätze, insbesondere in Großbritannien und den USA, in ihre Analysen einbeziehen müssen, um das Risiko und den Ertrag jeder unserer Anlagen besser bewerten zu können.“

*Datenquellen: Newton Investment Management, Capital IQ, OECD

 

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„Sowohl die USA als auch China könnten in Zukunft Wachstumseinbußen verzeichnen, während Europa noch eine Weile wirtschaftlichen Rückenwind erhält“,

 

sagt Didier Saint-Georges, Head of Portfolio Advisors, Managing Director und Mitglied des Strategic Investment Committee bei Carmignac. Was er für die Volkswirtschaften, die US-Inflation und die Finanzmärkte erwartet, lesen Sie untenstehend (Auszüge):

„In den USA könnten die Infrastrukturausgaben der Biden-Regierung geringer ausfallen als angenommen, und der wirtschaftliche Schub wird schwächer, als erwartet. Zwar wird das Wirtschaftswachstum durch aufgestauten Konsum angetrieben; mittelfristig betrachtet werden die Wachstumserwartungen jedoch nach unten korrigiert werden müssen. Dennoch bleibt der Inflationsdruck bestehen: Die Immobilienpreise steigen, angeheizt durch steigende Löhne und eine geringere Arbeitslosigkeit, während sich die Produktionslücke weiter verkleinert und damit zu dem für spätzyklische Phasen typischen Inflationsdruck beiträgt. Solche Entwicklungen der Wirtschaftsleistung und der Inflation wird die US-Notenbank Fed nicht ewig ignorieren können und es wird für sie nicht einfach, diesen Druck einzudämmen, ohne die wirtschaftliche Verlangsamung weiter zu verschärfen.

Auch in China beobachten wir eine Verlangsamung des Produktionswachstums, denn die Regierung zieht die finanzielle Stabilität der Ankurbelung der Wirtschaft vor. Jedoch dürfte die Konjunkturverlangsamung relativ kontrolliert verlaufen, gerade, weil die Regierung und die Zentralbank Spielraum für eine Lockerung der Politik haben, sollte dies nötig sein. Seine Rolle als Motor für das globale Wirtschaftswachstum dürfte das Land allerdings einbüßen.

Im Gegensatz dazu ist Europa im Konjunkturzyklus noch nicht so weit fortgeschritten und wir gehen davon aus, dass die Region noch etwas länger Rückenwind genießt – vorausgesetzt, dass neue COVID-Varianten und die deutsche Bundestagswahl im September nicht für Unsicherheiten sorgen.

Auf „defensives Wachstum“ setzen

Der Wendepunkt im Wirtschaftszyklus zeichnet sich ab und die Finanzmärkte könnten volatiler werden. Der festverzinsliche Bereich dürfte zwischen einer deflationären Abschwächung und einer anhaltenden Kerninflation hin- und hergeschoben werden und erfordert eine aktive Steuerung der Duration. Bei Aktien rechnen wir mit einem begrenzten Aufwärtspotenzial bei zyklischen Sektoren wie Banken. Das Thema „defensives Wachstum“ – Wachstum zu vernünftigen Preisen – dürfte dagegen eine Outperformance hinlegen und vor allem in den USA und in China zu finden sein, aber auch bei einer Reihe von Konsumgütersektoren in Europa Chancen eröffnen.“

 

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Von Sébastien Thévoux-Chabuel, ESG-Analyst und Portfoliomanager bei Comgest

 

Der Klimawandel stellt für Volkswirtschaften weltweit eine enorme Herausforderung dar. Wenn Investments nachhaltiger werden, dürfte das Forschern zufolge jedoch einen großen Einfluss auf den Klimaschutz haben. So ist es wenig verwunderlich, dass Finanzmärkte nach und nach grüner werden. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Nur auf grüne Anlagen zu setzen, kann sehr gefährlich werden und ist langfristig nicht die beste Lösung. Vielmehr gibt es andere Wege, wie Investoren zur Dekarbonisierung beitragen können.

Ein Temperaturanstieg von 5 Grad bis zum Jahr 2100 hätte katastrophale Folgen für unser Leben auf der Erde. Die Zeit, um die Wirtschaft zu dekarbonisieren und den Klimawandel zu stoppen, läuft unaufhörlich ab. Das Bewusstsein dafür ist in der Gesellschaft und auf den Kapitalmärkten längst angekommen. Die Nachfrage nach grünen Anlageinstrumenten steigt, auch durch entsprechende regulatorische Vorgaben. Kurzfristig ist daher eine spekulative Blase bei grünen Aktien nicht auszuschließen. Darauf deutet die Entwicklung von Indizes wie dem MSCI World Environment oder ETF’s wie dem iShares Global Clean Energy hin. Grüne Branche sind hier selbstverständlich reichlich vertreten – etwa in Form von Elektromobilität, erneuerbaren Energien und nicht zuletzt Wasserstoff. Gleichzeitig sind die meisten grünen Unternehmen jung – selbst Tesla ist noch keine 20 Jahre alt – und befinden sich teilweise noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Es gibt deshalb einige kritische Punkte, die Investoren, welche ihr Vertrauen ausschließlich in grüne Aktien legen, nicht ignorieren sollten. Denn auch wenn die Rolle der Aktienmärkte prinzipiell darin besteht, Risikokapital bereitzustellen, um Wachstum und Innovation zu finanzieren, so stellt sich die Frage, ob es nicht zu früh ist, um gänzlich auf grüne Aktien zu setzen.

An dieser Stelle sei auf die Dotcom-Blase aus dem Jahr 2000 verwiesen: Viele Investoren hatten bereits damals erkannt, welch ungeheures Potenzial im Internet steckte. Allerdings waren sie ihrer Zeit um gut fünf bis zehn Jahre voraus, weil weder die Infrastruktur noch der Verbraucher für diese neue Technologie bereit waren. Was wäre also, wenn die heutige „grüne Welle“, die links und rechts auf uns einwirkt, genauso endet wie jene Euphorie, die damals alle Technologie-Aktien getragen hat?

Vorsicht vor Modeerscheinungen

Unsere Erfahrung als langfristiger Investor zeigt, dass man sich vor kurzfristigen Modeerscheinungen hüten sollte. Die Investition in Trends ist unserer Ansicht nach nicht der beste Weg, um langfristig erfolgreich anzulegen und zur Dekarbonisierung der Wirtschaft beizutragen. Ein Bottom-up-getriebener Investmentansatz, der darin besteht, die mögliche Rendite und die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten auf einer unternehmensbezogenen Basis zu bewerten, scheint die bessere Wahl zu sein. So vermeiden wir, uns von den neuesten Trends verführen zu lassen und identifizieren stattdessen die zukünftigen Gewinner im Sinne eines langfristigen und nachhaltigen Wachstums. Dieses Vorgehen führt auch dazu, dass wir eher in Old-Economy-Akteure mit einer langen Innovationsgeschichte investieren, die in der Lage sind, Lösungen für die Reduktion des CO2-Fußabdrucks zu bieten. In diesem Kontext kann die Unterstützung von Unternehmen, die die Kohlenstoffintensität von umweltverschmutzenden Industrien reduzieren, einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der UN-Klimaziele leisten. Ein Beispiel hierfür ist das Schweizer Unternehmen Sika, das umweltverträgliche Lösungen für die Bauindustrie entwickelt: ein Sektor, der mit Blick auf die weltweit zunehmende Urbanisierung von zentraler Bedeutung ist, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Engagement: Abstimmen, diskutieren und im Extremfall verkaufen

Neben der gezielten Aktienauswahl für ihre Portfolios, sollten Fondsgesellschaften aber auch von ihrem nicht unerheblichen Einfluss Gebrauch machen und durch einen konstruktiven Dialog mit den Unternehmen Verbesserungen anregen. So ist die Wahrnehmung des Stimmrechts eine der wichtigsten und zentralen Aufgaben eines Anteilseigners. Denn nur durch seine Stimmabgabe auf der Hauptversammlung kann ein Anleger ein starkes Signal an die Unternehmensführung senden oder sogar eine Änderung der Strategie herbeiführen. Die Aufgabe von langfristig orientierten Aktionären besteht auch darin, die Unternehmen im Dialog dabei zu unterstützen, sich in Umweltfragen besser zu positionieren. Dabei geht es nicht um einen moralischen Zeigefinger, sondern einen langfristig angelegten, konstruktiven Dialog, um Bewusstsein zu schaffen und Verhaltensweisen langfristig zu ändern. Beispielsweise begann Inner Mongolia Yili, der führende Hersteller von Molkereiprodukten in China, im Jahr 2016 mit einer Strategie zur Reduktion seines CO2-Fußabdrucks, nachdem wir als langfristiger Anteilseigner und im ständigen Austausch mit dem Unternehmen stehend einen Best-Practice-Vergleich mit dem Wettbewerber Nestlé im Bereich des Umweltschutzes initiiert hatten. Das Unternehmen hat bereits 2016 seinen ersten Sustainability Report erstellt, 2017 die UN-Global-Compacts-Richtlinien unterschrieben und seit 2018 neun SDGs (Sustainable Development Goals der UN) quantitativ in seine Unternehmensplanung aufgenommen. Zudem erfüllt es seit 2020 alle Transparenzauflagen des Carbon Disclosure Project (CDP). Inner Mongolia Yili reduzierte auf diesem Weg zwischen 2012 und 2019 den CO2-Ausstoß pro Tonne hergestellter Produkte um 50 Prozent.

Zum Verantwortungsbewusstsein einer Fondsgesellschaft sollte aber auch die Bereitschaft zählen, sich im Extremfall von Aktien zu trennen, wenn es unüberwindbare ESG-Hindernisse gibt. So haben wir nach einjährigem Dialog mit dem Unternehmen unsere Aktien des chinesischen Videoüberwachungsanbieters Hikvision verkauft, da seine Technik zur Unterdrückung der chinesischen Minderheit der Uiguren in sogenannten Umerziehungscamps eingesetzt wurde, das Unternehmen jedoch nicht bereit war, sich von diesem Public-Private-Partnership-Projekt zu trennen. Von der Beteiligung am deutschen Chemie- und Pharmakonzern Bayer haben wir uns nach der Übernahme von Monsanto sofort getrennt.

Die Masse macht den Unterschied

Gleichzeitig sind wir der festen Überzeugung, dass sich insbesondere im Kollektiv einiges bewegen lässt. So startete vergangenes Jahr eine Gruppe von 29 Investoren, die insgesamt ein Vermögen von 3,7 Billionen US-Dollar verwalten, die erste Anlegerinitiative gegen die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien. Comgest hat sich an diesem kollektiven Engagement beteiligt. Ein weiteres Beispiel ist die Teilnahme am Carbon Disclosure Project. 600 Investoren weltweit arbeiten aktiv mit, um den weltweiten Wasserverbrauch zu reduzieren, die Entwaldung einzudämmen und Klimarisiken einzuschränken. Durch die Vervielfachung der Stimmen und die Kombination des verwalteten Vermögens all dieser Anleger wird eine Hebelwirkung auf Unternehmen erzeugt, sodass diese sich umso mehr um eine nachhaltige Entwicklung ihres Geschäftsbetriebes bemühen müssen.

Keine Lösung auf Knopfdruck

Finanzmärkte, Investoren und Fondsgesellschaften können in vielerlei Hinsicht einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Erreichung der Klimaziele leisten. Allerdings ist das Thema eine Aufgabe auf Zeit, die langen Atem und eine klare Anlegervision erfordert. Eine Lösung auf Knopfdruck gibt es nicht – auch wenn das angesichts des Booms von grünen Aktien an der Börse zeitweise so scheinen mag.

 

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Offene Immobilienfonds sind gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen.

 

Diese Aussage bezieht sich nicht nur auf Mittelzuflüsse und vergleichsweise stabile Renditen, sondern auch auf das Investitionsvolumen. Logistikobjekte gewinnen massiv an Bedeutung. Die 15 von Scope im Juni bewerteten offenen Immobilienfonds haben 2020 für rund 8,3 Mrd. Euro Immobilien angekauft. Damit liegt der Umfang der Immobilienankäufe im Corona-Jahr 2020 sogar leicht über den rund acht Mrd. Euro des Vorjahres. Der aktivste Käufer im Jahr 2020 war der hausInvest aus dem Hause Commerz Real. Auf ihn entfallen mit mehr als 1,8 Mrd. Euro bereits 22% des gesamten Investitionsvolumens. Dahinter folgen mit Anteilen von 13% bzw. 10% der grundbesitz europa und der UniImmo: Europa.

Die 15 Fonds haben insgesamt in 17 verschiedenen Ländern Objekte erworben. Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Länder stand wie gewohnt Deutschland. Mit rund 3,0 Mrd. Euro flossen mehr als ein Drittel des gesamten Investitionsvolumens in deutsche Objekte. Die Niederlande (10%) und Großbritannien (8%) folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Büroimmobilien bleiben bei den Ankäufen die mit Abstand wichtigste Nutzungsart. Ihr Anteil war 2020 mit 52% weiterhin hoch, lag allerdings unter dem Vorjahresniveau von 61%. Der Anteil der Logistikimmobilien an den gesamten Investments ist hingegen sprunghaft auf 18% angestiegen. Zum Vergleich: 2019 waren es nur 6%.

Einzelhandelsimmobilien haben dagegen erheblich an Attraktivität eingebüßt. Sie machten 2020 rund 6% der Ankäufe aus – ein deutlicher Rückgang verglichen mit den Vorjahren: 2019 lag der Anteil noch bei 10% und im Jahr 2018 gar bei 18%.

Fondsanbieter rechnen nicht mit sinkenden Ankaufsvolumina für 2021

Scope hat insgesamt 24 Fondsanbieter zu ihren Einschätzungen und Erwartungen befragt. Die Fondsanbieter der 15 bewerteten Fonds (siehe oben) sind Teil der Umfrageteilnehmer und die Befragungen fanden im Zeitraum von Januar bis Anfang April 2021 statt. Während in der Vorjahresumfrage noch 60% der Befragten sinkende Ankaufsvolumen für 2020 erwarten, geht aktuell mehr als die Hälfte von stabilen Ankaufsvolumina aus. Fast 40% der Umfrageteilnehmer sehen sogar steigende Ankäufe. Ein wesentlicher Grund für diesen Optimismus ist, dass viele Anbieter die Covid-19-Krise nutzen wollen, um Marktchancen zu ergreifen. Allerdings lassen „Schnäppchen“ auf dem Markt weiter auf sich warten.

Bereits in den vergangenen beiden Jahren war der Immobilienstandort Deutschland der Liebling in Bezug auf Ankäufe offener Immobilienfonds – siehe oben. Daran scheint sich auch in den kommenden drei Jahren nichts zu ändern. Fast alle Befragten planen Investments in deutsche Objekte. Ebenfalls auffällig: Die Investitionen in Großbritannien werden der Umfrage zufolge auch in den kommenden drei Jahren anhalten. Rund 65% der Fondsmanager planen hier Investments. Zudem rückt Skandinavien mit rund 61% (Vorjahr: 38%) stärker in den Investitionsfokus. In Bezug auf Nutzungsarten führt Wohnen (82%) vor Büro (68%). Dahinter folgt bereits Logistik mit 64%. Damit hat diese Nutzungsart durch die Covid-19-Krise einen deutlichen Bedeutungszuwachs erfahren: In der Vorjahresumfrage gaben nur 44% der Befragten an, dass sie in den nächsten drei Jahren Investitionen in Logistikimmobilien planen.

 

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Michel Wiskirski, Fondsmanager im International Equities Team mit Spezialgebiet Rohstoffe bei Carmignac, beantwortet vier Fragen zur komplexen Energiewende und der Problematik der Netto-Null-Emissionen.

 

Netto-Null: Naht das Ende fossiler Brennstoffe?

Wofür steht Netto-Null?

Das Erreichen von Netto-Null bedeutet, dass die globalen Netto-Treibhausgasemissionen gleich Null sein sollten. Mit anderen Worten: Die Menge an Kohlenstoffdioxid, die durch den Menschen in die Atmosphäre gelangt, muss wieder im Erdboden gebunden werden. Das Pariser Abkommen hat zwei Hauptziele bis 2050 festgelegt: Netto-Null-Emissionen und die Begrenzung der globalen Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Bereits 2020 vermeldeten die Vereinten Nationen, dass die Temperatur im letzten Jahrhundert 1 Grad Celsius gestiegen sei.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat eine „Roadmap to Net Zero 2050“ (Link unten) veröffentlicht, die zeigt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, wenn wir die Ziele des Pariser Abkommens erreichen wollen. Die Studie veranschaulicht, dass wir unter Berücksichtigung aller Klimaverpflichtungen der Länder weltweit noch lange nicht bei null sind. Einige Länder haben sich zu Netto-Null-Zusagen verpflichtet, ohne klare Wege aufzuzeigen, wie sie dieses Ziel erreichen wollen.

Warum ist es so schwierig, das Ziel zu erreichen?

Die einfache Antwort ist, dass das gesamte Energiesystem sehr komplex ist.  Es betrifft viele Akteure der ganzen globalen Wertschöpfungskette. Außerdem muss die Energiewende alle mit einbinden, um nicht durch die Lösung eines Problems ein weiteres zu schaffen. Der IEA-Bericht hat eine Roadmap mit einigen sehr schlagzeilenträchtigen Punkten zusammengestellt, die möglicherweise zu weiteren Einschränkungen führen werden. Zum Beispiel: Keine neuen Verkäufe von Heizkesseln für fossile Brennstoffe nach 2025, keine neuen Kohleminen oder deren Erweiterung ab 2021, keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2035 oder keine Neuerschließung von Öl- und Gasfeldern.

Diese Schlagzeilen mögen für den einen oder anderen einen leicht zu bejubelnden Sieg gegen die fossile Brennstoffindustrie darstellen, in der Realität sind sie aber nur sehr schwer weltweit einheitlich umzusetzen. Hinsichtlich der erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne war 2020 bereits ein Rekordjahr mit einem Niveau von 220 Gigawatt (GW). Es ist sehr ermutigend und vielversprechend, dass die IEA die Notwendigkeit des Ausbaus erkannt hat und empfiehlt, den Ausbau mit 1000 GW pro Jahr bis 2030 voranzutreiben. Die Studie bestätigt die Idee, dass das Abschalten von fossilen Brennstoffen und das Zuschalten von erneuerbaren Energiequellen allein nicht ausreicht.

Sind neue Technologien der Schlüssel zur Netto-Null?

Die IEA empfiehlt ein systematisches Vorgehen, um zu Netto-Null zu gelangen. Im Laufe dieses Jahrzehnts wird der Schwerpunkt auf einer deutlichen Verbesserung bestehender Prozesse liegen. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien zu investieren. Um das Netto-Null-Ziel langfristig zu erreichen, werden ab 2030 neue Verfahren und Methoden unabdingbar sein. Energiespeicherung im Versorgungsmaßstab, Wasserstoff als Energiequelle oder direkte Luftabscheidung und -speicherung sind nur einige Beispiele dafür.

Betrachtet man das Energiesystem global, so werden Öl und Gas bis 2050 eine große Rolle spielen – wenn auch eine deutlich andere als heute.  Zusätzlich zu den bisher schon genehmigten, sollten keine neuen Felder hinzukommen. Für die Ölförderung wird erwartet, dass die Nachfrage bis 2050 im Vergleich zu 2020 um 75 Prozent sinkt. Dadurch wird die Nutzung des nicht verbrannten Teils auf die Versorgung von Teilindustrien wie der Petrochemie beschränkt, bis es eine alternative Lösung gibt. Auch die Schifffahrt ist aufgrund der Lebensdauer von Schiffen mit infrastrukturellen Herausforderungen konfrontiert. Was die Gasproduktion betrifft, so prognostiziert die IEA, dass sie Mitte der 2020er-Jahre ihren Höhepunkt erreicht und bis 2050 um etwa 55 Prozent gegenüber 2020 sinkt.

Was bedeutet das für die Märkte und die Gesellschaft?

Würde man heute die Öl- und Gasversorgung abschalten, löste das erhebliche soziale Probleme aus, die die breite Öffentlichkeit aktuell übersieht oder ignoriert. Schätzungsweise 40 Millionen Personen weltweit sind direkt in der Öl- und Gasindustrie beschäftigt, und viele Regionen innerhalb der Schwellenländer leben und sind ausschließlich von der Öl- und Gasindustrie abhängig.

Um Netto-Null bis 2050 zu erreichen, müssen sich alle Geschäftsbereiche, Regierungsstellen und das Verbraucherverhalten ändern. Einen Sektor einfach als schlecht oder schmutzig zu bezeichnen, wäre zu kurz gegriffen. Daher ist unser bevorzugter Ansatz, eine Übergangslösung zu finden, die langfristig zu einem besseren Ergebnis führt, das alle einschließt.

Mineralöl- und Gasunternehmen haben viel zu bieten, wenn sie anerkennen, dass sich ihr Geschäftsmodell zur Unterstützung der Energiewende weiterentwickeln muss. Anders ausgedrückt: Sie sind ein großer Teil des Problems, aber sie müssen auch Teil der Lösung sein, um das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Wir sehen bereits, dass sich einige europäische Ölkonzerne für diese Umstellung einsetzen. Manchen mag das nicht schnell genug gehen, denn sie wollen, dass sich diese Unternehmen komplett von ihrem Öl- und Gasgeschäft trennen. Die Bemühungen dieser Konzerne können jedoch einen Unterschied machen und müssen anerkannt, überwacht und durch aktives Engagement mit ihnen gefördert werden.

 

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Das zweite Quartal 2021 war von leicht nachlassenden Handelsaktivitäten der Kunden der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) geprägt, allerdings wurden die Fonds- und ETF-Positionen der ebase-Kunden trotzdem weiter ausgebaut

 

„Im zweiten Quartal haben es unsere Kunden, was den Handel angeht, etwas ruhiger angehen lassen. Sowohl die ersten drei Monate des Jahres als auch 2020 waren jedoch auch in dieser Hinsicht extrem“, sagt Kai Friedrich, CEO der ebase. „Zugleich ist aber festzuhalten, dass die Kunden der ebase ihre Fondsbestände auch in den vergangenen drei Monaten weiter ausgebaut haben.“ Zwar sind die Handelsaktivitäten bei aktiv gemanagten Fonds im Durchschnitt des zweiten Quartals auf 92 Prozent des Vorjahresdurchschnitts gesunken, Ende Juni lag dieser Wert bei 82 (siehe Chart). Allerdings  lag der Fundflow-Faktor bei 1,55, was bedeutet, dass die Fondskäufe um 55 Prozent über den Verkäufen lagen.

„Im Fokus der Anleger standen im zweiten Quartal eindeutig die Mischfonds, die sogar einen Fundflow-Faktor von 1,80 aufweisen, was bedeutet, dass die Neuinvestments die Verkäufe um 80 Prozent übertrafen“, erklärt Friedrich. „Dies könnte aus den verstärkten inflationären Tendenzen in einigen Segmenten resultieren, die unter Anlegern für eine gewisse Verunsicherung sorgten und so die Nachfrage nach eher defensiveren Investments erklären. Schließlich sind Mischfonds überlicherweise darauf ausgerichtet, die Chancen an den Aktienmärkten zu nutzen und über die Beimischung weiterer Anlageklassen die Anlagerisiken einzugrenzen.“ Unter den Mischfonds waren insbesondere solche gesucht, die in Europa anlegen oder einen weltweiten Investmentfokus haben.

„Bei Rentenfonds haben dagegen die Verkäufe überwogen – und hier inbesondere bei Fonds mit europäischer Ausrichtung“, führt Friedrich weiter aus. Der Fundflow-Faktor für die vergangenen drei Monate lag für Rentenfonds insgesamt bei 0,91. Bei Rentenfonds mit Schwerpunkt Europa sogar nur bei 0,74, während Rentenfonds mit Schwerpunkt Deutschland (Fundflow-Faktor 1,31) und USA (Fundflow-Faktor 1,43) deutlich stärker gefragt waren.

Für Aktienfonds weist die Statistik der ebase einen Fundflow-Faktor von 1,57 aus, wobei vor allem Aktienfonds mit Schwerpunkt USA (Fundflow-Faktor 1,51) und Asien (Fundflow-Faktor 1,82) sowie weltweit anlegende Fonds (Fundflow-Faktor 1,79) gefragt waren. Bei Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland hielten sich Käufe und Verkäufe in etwa die Waage.

Bei ETFs war im zweiten Quartal eine ähnliche Entwicklung zu beobachten wie bei den aktiv gemanagten Fonds: Das Handelsvolumen ist im Durchschnitt des zweiten Quartals auf 94 Prozent des Vorjahresniveaus zurückgegangen, während der Fundflow-Faktor mit 2,02 ein klares Übergewicht der Neuinvestments bescheinigt. „Der Umstand, dass die ETF-Käufe doppelt so hoch waren wie die Verkäufe, bestätigt den langfristigen Trend, wonach die Kunden der ebase ihre ETF-Bestände stetig weiter ausbauen“, sagt CEO Friedrich. Dabei zeigte sich, dass aktuell vor allem ETFs gefragt waren, die auf den MSCI World Index sowie die US-Indizes S&P 500 und NASDAQ-100 Index bezogen sind.

„Festzuhalten ist daneben auch, dass ETF-Anleger inzwischen großen Wert auf nachhaltige Investments legen“, betont Friedrich abschließend. „So finden sich unter den 20 derzeit gefragtesten Indizes für ETF-Investments beispielsweise der World Alternative Energy Index, der S&P Global Clean Energy sowie der Low Carbon 100 Europe PAB Index.“

Das ebase Fondsbarometer

Das ebase Fondsbarometer ist eine Werbemitteilung und wird vierteljährlich veröffentlicht und spiegelt die Handelsaktivität der ebase-Kunden wider. Das ebase Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen: der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen und lässt unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert von über 100 weist auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Kunden im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2020 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an. Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region werden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über eins überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Kaufquotienten unter eins die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.

 

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Warum liquide alternative Investments in Multi-Asset-Portfolios in Zukunft unverzichtbar sein dürften

 

Manager von Multi-Asset-Portfolios stehen vor großen Herausforderungen. Die herkömmliche Aufteilung auf Aktien und Anleihen dürfte in Zukunft kein geeignetes Mittel sein, um für Anleger ein vernünftiges Rendite-Risiko-Verhältnis abzubilden. Dafür sorgen mehrere Faktoren: das auf lange Sicht nach wie vor niedrige Zinsumfeld, die insgesamt deutlich gesunkenen Renditeerwartungen für alle herkömm­lichen Anlageklassen und die erhöhte Unsicherheit, die sich in höheren Extremrisiken (englisch tail risks) für Aktien- und Anleihemärke niederschlägt.

Diversifikation mit Staatsanleihen funktioniert nicht mehr so gut

Bei Anleihen kommt neben den niedrigen Renditeerwartungen noch ein weiterer Aspekt hinzu: Sie taugen längst nicht mehr so gut wie früher zur Diversifikation. „Wirft man einen Blick auf die wöchentlichen Renditen, so lieferten Staatsanleihen in den letzten beiden Jahrzehnten in zwei von drei Fällen positive Renditen, wenn die Renditen bei Aktien negativ waren. Sie sorgten also für einen guten Risikoausgleich“, sagt Björn Jesch, Chefanlagestratege für EMEA und globaler Leiter Multi Asset und Solutions. Doch das hat sich inzwischen geändert. Die negative Korrelation ist längst nicht mehr so stabil wie in den letzten zwanzig Jahren. Für Multi-Asset-Portfolios ist das ein Problem.

Der naheliegenden Lösung zum Ausgleich der niedrigen Renditeerwartungen, nämlich im Zinsbereich auf längere Laufzeiten zu setzen oder auf Anleihen mit niedrigerer Bonität und entsprechend höheren Zinsaufschlägen, erteilt Jesch eine Absage. „Das ist nicht zielführend. Beide Optionen erhöhen das Risikoprofil eines Portfolios.“

Eine Lösung, wenn auch keine triviale. „Liquide alternative Anlagen sind aus unserer Sicht ein unverzichtbarer Bestandteil eines zukunftsfähigen, ausgewogenen Portfolios“, so Jesch. Das Spektrum liquider alternativer Anlagen ist weit – es reicht von börsennotierten Immobilien­aktiengesellschaften, Infrastrukturunternehmen und Rohstoffinvestments über Hedgefonds-Strategien bis zu Anlageklassen übergreifenden Risiko-Prämien-Strategien. Beispiel alternative Risiko-Prämien-Strategien: In den letzten Jahren wurden hunderte verschiedener Prämien untersucht, man könnte ob der Menge schon von einem Faktor-Zoo sprechen. „Einige der Faktoren sind sicherlich vielversprechend, andere dagegen nutzlos und viele andere redundant“, beschreibt Jesch die Problematik.

Strategien gesucht, um negative Aktienmarktrenditen abzufedern

Bei Betrachtung einer der einfachsten Strategien, um negative Renditen am Aktienmarkt auszugleichen – den Kauf und das Rollen von am Geld notierenden Put-Optionen – zeigt sich, dass eine derartige Strategie bei deutlich negativen Aktienrenditen ihre Aufgabe erfüllt. In Zeiten einer normalen Marktentwicklung leidet die Performance aber erheblich. Die Strategie ist daher nicht die beste Wahl, um Extremrisiken abzufedern. Eine bessere Option bieten Vola-Carry-Strategien, eine Kombination aus Put-Optionen auf einen Aktienindex und Call-Optionen auf die implizite Volatilität des Indexes.

„In unserer Studie haben wir eine Vielzahl von Strategien unter die Lupe genommen und sehr große Unterschiede bei den Renditen in den verschiedenen Sub-Anlageklassen liquider alternativer Anlagen festgestellt“, sagt Jesch. Um zu einem möglichst guten Ergebnis zu kommen, ist es wichtig, die Unterschiede zu erkennen. Unser Credo lautet daher: „Know your premia“. Nur wer die unterschiedlichen Prämien wirklich versteht, kann zu sinnvollen Entscheidungen kommen. Dazu sollten Anleger stets bedenken, welche Charakteristika ihre Investments aufweisen sollten. Manche alternative Anlageinstrumente sind gut geeignet, zusätzliche Risiko-Prämien zu vereinnahmen. Andere wiederum haben eine besondere Qualität als Absicherungsinstrument im Portfolio. Letztlich muss sich der gewählte Investmentansatz nach dem Ziel richten, das der Anleger verfolgt.

 

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Marktkommentar von Florian Ginez, Associate Director, Quantitative Research, WisdomTree

 

In der ersten Jahreshälfte 2021 startete Bitcoin mit einem Kurs von knapp 30.000 US-Dollar und legte bis April auf 63.500 US-Dollar zu. Mitte Mai ging der Kurs wieder auf 30–40.000 US-Dollar zurück.

Der anfängliche Kursanstieg war vor allem auf die positive Stimmung zurückzuführen, die in der zweiten Jahreshälfte 2020 an Dynamik gewonnen hatte. Zahlreiche große Unternehmen, wie PayPal, hatten die Integration von Kryptowährungen auf ihren Plattformen bekannt gegeben. Andere kündigten bilanzwirksame Anlagen in Bitcoin an, darunter MicroStrategy, Square und Tesla. Letzteres Unternehmen begann sogar, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Zur gleichen Zeit kamen in Kanada notierte Bitcoin-ETFs auf den Markt, die hohe Kapitalzuflüsse verzeichneten und den europäischen Markt in Bezug auf das verwaltete Vermögen in sehr kurzer Zeit überholten.

Doch dann kam es auf dem Markt zur Wende. Die Twitter-Ankündigung von Elon Musk, dass Tesla aufgrund von ökologischen Bedenken keine Zahlungen in Bitcoin mehr annehmen werde, löste den Abwärtstrend auf dem Markt aus. Zusätzlich wollte China beim Mining und beim Handel von Bitcoin im Land durchgreifen. Dies führte zur „großen Mining-Migration“, da die Miner einen Umzug nach Nordamerika, Europa oder Zentralasien anstrebten. In anderen Ländern, beispielsweise dem Iran, wurden ähnliche Maßnahmen ergriffen.

Unseres Erachtens haben diese aktuellen Ereignisse nicht notwendigerweise langfristig negative Auswirkungen. Erstens trug der Kurssturz wahrscheinlich dazu bei, einen überhitzten Markt abzukühlen, was insbesondere zu einem Schuldenabbau im System führte – und attraktivere Einstiegspunkte für Investoren bot, die ein Engagement in Bitcoin anstrebten. Zweitens könnten die Bedenken hinsichtlich der durch Bitcoin verursachten Umweltbelastung Veränderungen in der Vorgehensweise der Miner anstoßen und zu mehr Transparenz und einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien führen. Die Gründung des Bitcoin Mining Councils in Nordamerika nach dem Tweet von Musk ist ein Beispiel für einen Schritt in die richtige Richtung. In einer Welt, in der Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Belange (Environmental, Social und Governance, ESG) immer mehr an Bedeutung gewinnen, werden sich solche Entwicklungen voraussichtlich auf die Nachfrage von Investoren auswirken.

Generell zeigt sich ein Wandel bei der Art der Investoren, die an Kryptowährungen interessiert sind. Immer mehr große Institutionen fragen nach der Asset-Klasse, darunter große Banken und Vermögensverwalter sowie Pensionsfonds und sogar Versicherungsunternehmen. Die meisten dieser Akteure befinden sich hierbei noch in einer Frühphase, grünes Licht für eine Anlage in Bitcoin zu erhalten. Dies zeigt jedoch, dass große Institutionen die Augen offenhalten.

Der Erfolg der kanadischen Exchange Traded Funds (ETFs) beweist zusätzlich das Interesse der Investoren in diesem Bereich. Es richtet sich nun die Aufmerksamkeit auf die USA, wo einige Krypto-ETF-Anträge bei der Securities Exchange Commission (SEC) eingegangen sind. Dazu gehören Anträge für Bitcoin-ETFs wie auch für Ether-ETFs. Die SEC hat ihre Entscheidung in Bezug auf mehrere dieser Anträge im Laufe der ersten Jahreshälfte aufgeschoben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in der zweiten Jahreshälfte weiterentwickeln wird. Unseres Erachtens wäre eine Genehmigung ein sehr positives Signal an den Markt. Die Kapitalflüsse in kanadische Kryptowährungs-ETFs werden häufig als Ersatz für das Interesse betrachtet, das in den USA vorhanden sein könnte. Ein Bitcoin-ETF würde US-Investoren helfen, sich in diesem Bereich auf bekannte und sichere Weise zu engagieren, und könnte signifikante Kapitalflüsse anlocken.

Bitcoin macht weiterhin Schlagzeilen. Die erste Jahreshälfte ging mit der Nachricht zu Ende, dass Bitcoin in El Salvador zum gesetzlichen Zahlungsmittel wurde, dem ersten Land, das einen solch visionären Schritt wagt. Paraguay scheint dies ebenfalls zu beabsichtigen. Bei diesen Entscheidungen wird es sich nicht um die letzten Meldungen handeln, dass Bitcoin in Schwellenländern möglicherweise zum gesetzlichen Zahlungsmittel werden soll. Trotz der Rückschläge, die digitale Assets als neuer Vermögenswert erleiden, bieten sie für die Investoren zahlreiche positive Aspekte.

 

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vbw Studie: Vorurteilen der Vermögensungleichheit auf der Spur – Brossardt: “Altersvorsorgeanwartschaften reduzieren Vermögensungleichheit um über 20 Prozent”

 

Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist seit 2002 nicht gestiegen. Das ist eines der Ergebnisse der Studie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. “Gerechtes Deutschland – Die Rolle der Vermögen”. Die Studie wurde vom Institut der Deutschen Wirtschaft für die vbw erstellt und befasst sich mit dem Einfluss der sozialen Sicherungssysteme auf die Vermögensverteilung. “Bei der Verteilung der Vermögen muss man genau hinschauen. Für eine Ungleichverteilung der Vermögen gibt es verschiedene Gründe, entscheidenden Einfluss auf die Vermögensverteilung hat zum Beispiel die Ausprägung des Sozialstaats”, führte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt aus.

Auch im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Länder mit einem größeren sozialen Sicherungsnetz generell ein höheres Maß an Ungleichverteilung aufweisen als Staaten, deren soziale Sicherung weniger stark ausgeprägt ist. “Dazu gehören auch Länder wie Dänemark, Norwegen und Schweden, die sonst als überaus gerecht wahrgenommen werden. In Ländern mit starker sozialer Sicherung besteht ein geringerer Anreiz zur privaten Vorsorge. Das schlägt sich auf die Vermögensbildung nieder und führt zu einem im internationalen Kontext niedrigeren Vermögensaufbau. Zumal entsprechend hohe Steuer- und Abgabenlasten diesen noch zusätzlich erschweren”, erklärte Brossardt.

Bezieht man beispielsweise Anwartschaften aus gesetzlichen, privaten und betrieblichen Altersvorsorgesystemen in die individuellen Vermögenspositionen mit ein, steigt das Vermögen. Die Vermögensungleichheit in Deutschland reduziert sich dadurch gleichzeitig um 22 Prozent. “Insbesondere die statistisch nicht erfasste Gesetzliche Rentenversicherung schlägt hier ins Gewicht. Wird diese berücksichtigt, dann verbessert sich in jüngeren Altersgruppen zwischen 18 und 35 Jahren, die noch wenig eigenes Vermögen bilden konnten, die Situation deutlich. Hier beträgt der Vermögensanstieg das 2,6 fache”, betonte Brossardt.

Um breiten Teilen der Bevölkerung Chancen auf Vermögensaufbau zu eröffnen, nennt Brossardt daher drei Forderungen: “Erstens müssen wir den Einzelnen wieder mehr Spielraum zum Vermögensaufbau lassen und konsequent die Steuer- und Abgabenbelastung senken. Zweitens müssen wir alles daransetzen, nach der Corona-Krise an die Arbeitsmarkterfolge der letzten Jahre anzuknüpfen und Beschäftigungsperspektiven zu schaffen. Drittens muss Wohnraum gezielt gefördert werden, denn die eigene Immobilie macht einen bedeutenden Anteil am Vermögen eines Haushalts aus.” Eine klare Absage erteilte Brossardt den Plänen zur Einführung einer Vermögenssteuer.

“Der Rückhalt für unser Wirtschaftssystem der Sozialen Marktwirtschaft hängt maßgeblich davon ab, wie gerecht unsere Gesellschaft eingeschätzt wird. Bei der Auseinandersetzung mit Gerechtigkeitsfragen gilt es daher, die klaffende Lücke zwischen Wahrnehmung und Realität zu schließen. Der Blick auf die Daten zeigt, dass die Lage wesentlich besser ist als häufig angenommen”, erklärte Brossardt. So ist zum Beispiel die Verteilung der Nettoeinkommen in Deutschland seit 2005 stabil. Verantwortlich hierfür ist unter anderem der Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre. “Dieser hat dazu geführt, dass immer weniger Menschen in Deutschland Leistungen der Mindestsicherung beziehen oder sich über Gebühr einschränken müssen. Die Quote sinkt seit 2013 deutlich”, so Brossardt.

Die Studie finden Sie hier: www.vbw-bayern.de/gerechtes_deutschland

 

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Der Bedarf an grünem Strom steigt unaufhörlich.

 

Für den Nachweis, dass dieser Strom aus Erneuerbaren Energiequellen stammt, brauchen Anbieter Herkunftsnachweise, für die sich ein eigener Markt entwickelt hat. Im Zuge der Corona-Pandemie brachen dort die Preise ein, aber inzwischen geht es wieder steil bergauf. „Hier entsteht ein interessantes Marktsegment, das Chancen für Anleger eröffnet“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group.

Die Bemühungen um effektiven Klimaschutz treiben die Nachfrage nach Elektrizität aus Erneuerbaren Energiequellen. Doch wer Grünstrom nutzt, will auch sicher sein, dass dieser auch wirklich „grün“ ist. Hier schaffen Herkunftsnachweise Transparenz, indem sie den eingekauften und verbrauchten Strom zertifizieren. „Für jede Megawattstunde Strom aus Erneuerbaren Energiequellen wird ein sogenanntes GO für Guarantee of Origin erzeugt“, erklärt Voigt.

Diese Zertifikate wurden in der Vergangenheit oft mit dem Strom direkt vermarktet. Seit einigen Jahren jedoch hat sich hier europaweit ein eigener Markt mit ganz eigenen Regeln entwickelt. „Waren diese GO früher nur Beiwerk, sind sie heute durchaus eine interessante Option in der Vermarktung“, sagt Voigt.

Im Zuge der Corona-Pandemie gingen die Preise für Herkunftsnachweise zurück, seit einigen Wochen ist jedoch eine Erholung erkennbar. So verteuerten sich zwischen Ende April und Anfang Juni die Zertifikate für Wasserkraft aus Skandinavien (Nordic Hydro), die die Tendenz aller Herkunftsnachweise abbilden.

Auch in den kommenden Jahren dürften die Preise der Herkunftsnachweise deutlich zulegen. Denn bereits heute steigt die Nachfrage nach Ökostrom aus zertifizierter Herkunft deutlich schneller als das Angebot. „Zwar werden wohl Preise wie die 2018 für Herkunftsnachweise von Windkraftanlagen in den Niederlanden erzielten rund sieben Euro/MWh nicht mehr erreicht, aber zumindest in den kommenden zehn Jahren werden wir eine große Knappheit erleben, die die Preise für Zertifikate stark nach oben schnellen lässt“, sagt Voigt.

 

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Die Apo Asset Management GmbH (apoAsset) ist laut FOCUS MONEY auch 2021 die beste Fondsanlagegesellschaft Deutschlands.

 

Beim jährlichen Test „Deutschlands Beste“ erzielte der Healthcare-Fondsspezialist erneut die Maximalbewertung von 100 Punkten. Damit ist apoAsset zum vierten Mal in Folge in der Bestenliste vertreten.

Erfolg mit Gesundheitsfonds und Multi-Asset-Fonds

Die Studie umfasst rund 22.000 Marken und Unternehmen aus zahlreichen Branchen und wird jährlich vom Hamburger Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag von FOCUS MONEY durchgeführt. „Sowohl unsere Gesundheitsfonds als auch unsere Multi-Asset-Fonds haben sich in den extrem bewegten Börsenphasen der jüngeren Historie sehr gut bewährt. Mit diesen beiden Schwerpunkten folgen wir weiter einem stabilen Wachstumskurs“, sagt Dr. Heiko Opfer, Geschäftsführer der apoAsset.

Seit über 20 Jahren entwickelt und managt die apoAsset Investmentfonds für private und institutionelle Anleger. Insgesamt verwaltet die apoAsset Fonds mit einem Gesamtvolumen von derzeit rund 4 Milliarden Euro.

Apo Asset Management GmbH

Die Apo Asset Management GmbH (apoAsset) ist eine der führenden Fondsanlagegesellschaften mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Sie wurde 1999 gegründet, vielfach ausgezeichnet und verwaltet ein Anlagevermögen von rund 4 Milliarden Euro. Ein weiterer Schwerpunkt sind Multi-Asset-Fonds. Das Unternehmen verfügt über ein europaweit einzigartiges Netzwerk für Gesundheits-Investments. Dazu gehören neben dem eigenen Fondsmanagement-Team auch die Beteiligung an der Medical Strategy GmbH, ein hochkarätiger wissenschaftlicher Beirat sowie die Gesellschafter Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (APO Bank) und Deutsche Ärzteversicherung AG.

 

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Apo Asset Management GmbH, Richard-Oskar-Mattern-Str. 6, 40547 Düsseldorf, Tel: (02 11) 86 32 31 0, www.apoasset.de

Carsten Gerlinger (53), bisher Vice President von Moventum Asset Management S.A. (Moventum AM), übernimmt ab 1. August 2021 die Position des Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. Er folgt auf Michael Jensen, der in den Ruhestand wechselt.

 

Carsten Gerlinger ist mit über 30 Jahren Berufserfahrung – davon allein gut zwanzig Jahre in den Bereichen Private Banking und Portfoliomanagement am Finanzplatz Luxemburg – ein ausgewiesener Kenner der internationalen Finanzmärkte. Vor seinem Wechsel 2015 zu Moventum arbeitete der Certified European Financial Analyst (CEFA) bei der Luxemburger Kapitalverwaltungsgesellschaft Quint:Essence Capital S.A. Weitere berufliche Stationen waren die Commerzbank, die DZ Bank und die Deutsche Bank. „In den vergangenen Jahren konnten wir trotz zum Teil sehr schwieriger Marktphasen sehr gute Ergebnisse für unsere Kunden erzielen“, so Gerlinger. „Wir wollen diesen erfolgreichen Track Record weiter fortschreiben, überdurchschnittliche Performance generieren und Berater, Vermögensverwalter sowie institutionelle Kunden aus aller Welt mit bestmöglichem Service unterstützen.“

Michael Jensen, bisher Managing Director und Head of Asset Management von Moventum AM, verabschiedet sich zum 1. August in den Ruhestand. Jensen baute die Fonds-Vermögensverwaltung bei Moventum auf, war für die Portfoliostrategien verantwortlich und hat sie mehr als ein Jahrzehnt lang erfolgreich weiterentwickelt. Von 2013 bis 2019 saß Jensen als Executive Vice President auch in der Geschäftsführung der Luxemburger Fondsplattform.

 

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Moventum Asset Management c/o Moventum S.C.A.,12, rue Eugène Ruppert , L-2453 Luxembourg, Tel +352 26 154 200, www.moventum.lu

Weltweit sind die Schuldenberge durch Corona noch einmal stark gewachsen. Welche Wege führen aus der Schuldenfalle?

 

Antworten geben Jean-Marie Mercadal, Head of Investment Strategies, und Eric Bertrand, Chief Investment Officer bei OFI Asset Management:

„In puncto staatlicher Ausgaben hat ein Umdenken stattgefunden – angetrieben durch die neue US-Regierung. In Anbetracht der Höhe der Staatsverschuldung müssen die Regierungen neue Wege einschlagen. Die Verschuldungsquoten im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt sind inzwischen viel zu hoch für eine „simple“ Sparrunde. In anderen Worten: Es würde viel zu lange dauern, um zu akzeptablen Verhältnissen zurückzukehren, insbesondere bei dem derzeitigen aufgeheizten sozialen Klima in vielen Ländern.

Ein neuer Weg könnte darin bestehen, dass Regierungen weiterhin massiv investieren, um die Schuldenquote durch ein erhöhtes Wachstum zu verbessern. Schwerpunkte sollten die (grüne) Infrastruktur, Energiewende und neue Technologien sein. Im Gegenzug dazu würden jedoch wahrscheinlich die Steuern steigen.

Die USA haben diesen Weg bereits eingeschlagen: Die geplanten Konjunkturpakete in Höhe von mehr als 6.000 Milliarden US-Dollar entsprechen fast 30 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts. Joe Biden hat zudem einen Vorschlag für eine weltweite Mindeststeuer von 15 Prozent für multinationale Unternehmen eingebracht – die Mitglieder des G7-Gipfels Anfang Juni in London haben diesen Schritt bereits beschlossen. Die G20-Staaten werden darüber auf ihrem Gipfeltreffen Anfang Juli in Venedig abstimmen.

Die Länder der Eurozone zögern noch, denselben Weg wie die USA zu gehen. Wie so oft bestehen große Divergenzen zwischen Deutschland und den südeuropäischen Ländern, insbesondere Frankreich. Das hat natürlich auch mit der großen Kluft in der Finanzlage zutun, die den Handlungsspielraum deutlich beeinflusst. Frankreichs Schulden betragen rund 120 Prozent des BIP, in Deutschland liegt die Marke nur bei 75 Prozent.

Die Zentralbanken werden in dem Prozess der Staatsschuldensanierung so oder so eine entscheidende Rolle spielen. Sie könnten einen Anstieg der Inflation tolerieren und die realen Zinssätze im negativen Bereich belassen. Das würde den Staatshaushalten zu Gute kommen. Die Renditen der Anleiheinvestoren würden dann jedoch völlig untergraben. Ein längeres Festhalten an der sehr lockeren Geldpolitik – niedrige Zinsen und die Fortsetzung der Wertpapieraufkaufprogramme – würde einer Form der Zinskurvensteuerung gleichkommen. Ein Phänomen, das es in Phasen hoher Verschuldung bereits in der Vergangenheit gab.

Die Frage nach Unabhängigkeit und Mandat der Zentralbanken wurde schon oft gestellt und wird wohl auch in den kommenden Monaten eine der größten Sorgen der Märkte sein. Die Märkte haben solche Szenarien bereits berücksichtigt. Der erneute Ansturm auf Sachwerte und Kryptowährungen überrascht uns daher nicht.“

 

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Ofi Asset Management, Adresse: 22, Rue Vernier, 75017 Paris, Tel: +33 1 40 68 17 17, www.ofi-am.fr

Index ist künftig auch Bestandteil der Anlageentscheidungen von Aberdeen Standard Investments

 

Das Aberdeen Standard Investments Research Institute (ASIRI) hat einen Gender Equality Index erstellt, der 29 Industrieländer anhand einer breiten Palette an wirtschaftlichen, politischen und „Empowerment“-Faktoren einstuft und bewertet. Der Index ist dazu gedacht, Anlageentscheidungen auf Grundlage der Geschlechtergleichstellung in einem Land und der Frage, ob sich diese verbessert oder nicht, zu treffen. Er beleuchtet die unterschiedlichen Gründe für Ungleichheit im Ländervergleich und legt für jedes Land angemessene Möglichkeiten zur Verbesserung der Chancengleichheit dar.

Stephanie Kelly, Deputy Head of Aberdeen Standard Investments Research Institute, sagt dazu: „Ziel ist es, Volkswirtschaften zu ermitteln, die von einer höheren Geschlechtergleichstellung profitieren würden, da sie dadurch bessere wirtschaftliche Ergebnisse erzielen dürften und bessere Anlagegelegenheiten darstellen könnten. Die von uns verwendeten sehr spezifischen Kennzahlen erleichtern die Beurteilung, was an welcher Stelle verbessert werden kann. Dies vereinfacht auch die Nachverfolgung von Verbesserungen oder Rückschritten in Folgejahren. Da der Index noch brandneu ist, wird es interessant sein, zu sehen, inwiefern sich die Lage in den einzelnen Ländern verbessert oder ob beispielsweise die Pandemie für einen Rückschlag im Hinblick auf die Geschlechtergleichstellung sorgt.“

Der Index weist Ländern eine Bewertung von 0 – 100 auf Basis spezifischer Kennzahlen wie der aktuellen wirtschaftlichen Situation für Frauen und der bestehenden politischen Maßnahmen zur Förderung der Gleichberechtigung sowie einer „Empowerment“-Bewertung zu, die angibt, welche Chancen und Beteiligungsmöglichkeiten für Frauen in der Geschäftswelt und auf politischer Ebene bestehen. Daraus ergaben sich überraschende Einblicke in Bezug auf die anhaltende Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern.

Bei der ersten Erhebung hat sich für die einzelnen Länder Folgendes gezeigt:

  1. Nach den skandinavischen Ländern weisen Deutschland und Estland die höchsten Gleichberechtigungsquoten auf. Beide Länder schneiden in Bezug auf sämtliche wirtschaftlichen, politischen und „Empowerment“-Indikatoren durchweg gut ab.
  2. Die USA könnten den „Brain drain“, den Rückzug ihrer extrem gut ausgebildeten weiblichen Erwerbsbevölkerung aus dem Arbeitsmarkt, durch gleichstellungsfördernde politische Maßnahmen umkehren. Obschon Frauen aus den USA zu den am besten ausgebildeten weltweit zählen, sind sie in der US-Erwerbsbevölkerung nach wie vor unterrepräsentiert. Das Land positioniert sich auf Platz 27 von 29, was laut dem Bewertungssystem vor allem dem Mangel an politischen Maßnahmen zur Förderung von Geschlechtergleichheit geschuldet ist. Missstände wie fehlende Elternzeitregelungen, teure Kinderbetreuung und die hohe steuerliche Belastung für Eltern und Alleinerziehende könnten durch entsprechende Gesetze behoben werden. Im Hinblick auf Gesetze zur Geschlechterdiskriminierung und Lohngleichheit hinken die USA den meisten Industrieländern ebenfalls hinterher.
  3. Japan weist eine der großzügigsten Elternzeitregelungen weltweit auf, doch Männer nehmen diese aus kulturellen Gründen nur selten in Anspruch. Das Land bildet aufgrund der geringen Bewertung in Bezug auf die Emanzipation von Frauen das Schlusslicht im Index.
  4. Großbritannien rangiert auf Platz 23 von 29, noch hinter der Slowakei, Griechenland, Portugal, Irland und vielen anderen. Ähnlich wie in Japan bremst der Mangel an staatlichen Stellen, politischer Repräsentation und Geschäftsmöglichkeiten, der in einem niedrigen Empowerment-Score zum Ausdruck kommt, die Fortschritte für Frauen in Großbritannien.
  5. Spanierinnen zählen in den Industrieländern zu den „emanzipiertesten“ Frauen. Spanische Frauen sind in der Politik und im öffentlichen Sektor gut vertreten, haben bessere Chancen in der Geschäftswelt und sind in geringerem Maße von Arbeits- und Lohnungleichheit betroffen als Frauen in den meisten anderen Industrieländern.

Ein weiteres Ergebnis: Covid hat spürbare negative Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter. Während der Pandemie ist die Gleichberechtigung von Frauen in Bezug auf Bezahlung und Beschäftigung zurückgegangen. Auch die Zahl der Frauen in staatlichen und politischen Ämtern ist gesunken und ihr Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten hat abgenommen.

Der Index berücksichtigt bei der Bewertung drei bestimmte Bereiche: die makroökonomische fundamentale Situation in jedem Land, die politischen Maßnahmen bezüglich Geschlechtergleichheit sowie ein „Empowerment“-Scoring-System.

Bei den makroökonomischen Fundamentalfaktoren handelt es sich um sechs wesentliche Indikatoren, darunter die Erwerbsbeteiligung von Frauen, die Bildung von Frauen und die Lücken in den Bereichen Teilzeitarbeit, Arbeitslosigkeit und Selbstständigkeit. Zur Bewertung der politischen Maßnahmen betrachten wir sieben Aspekte. Dazu zählen Elternzeitregelungen, die steuerliche Belastungen für Alleinerziehende und verheiratete Elternpaare, Beschäftigungsschutz und Kinderbetreuungskosten für Alleinerziehende und verheiratete Elternpaare. Im Hinblick auf das „Empowerment“, bei dem es sich um eine eher kulturelle Kennzahl handelt, beleuchten wir vier Indikatoren: Beteiligung und Repräsentation in der Politik, Zugang zu staatlichen Arbeitsplatzangeboten sowie Chancen in der Geschäftswelt und die bestehenden Regelungen zum Schutz der Lohn- und Chancengleichheit am Arbeitsplatz.

Stephanie Kelly fügt hinzu: „Die makroökonomischen Informationen geben uns Einblick in die aktuelle Lage eines Landes. Die politischen und „Empowerment“-Informationen geben indes Aufschluss über die mögliche künftige Entwicklung eines Landes. Wir möchten das Bewusstsein fördern, dass Geschlechtergleichheit wesentlich für das Wachstum und die Entwicklung eines Landes ist. Darüber hinaus hoffen wir, aufzeigen zu können, wo in einem Land noch Verbesserungspotenzial besteht.“

Eine Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, die in allen OECD-Ländern niedriger ausfällt als jene der Männer, könnte das schleppende Produktivitätswachstum umkehren. Wesentliche Möglichkeiten zur Förderung der Gleichheit sind: Elternzeitregelungen für Männer, eine Behebung der steuerlichen Belastung von Zweitverdienern und Alleinerziehenden durch Reformen, die Berücksichtigung der Qualität und nicht nur der Quantität der von Frauen geleisteten Arbeit (damit flexible Arbeitsregelungen Frauen nicht in ihrem beruflichen Fortschritt hemmen) und mehr Daten zur Gleichbehandlung.

 

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Aberdeen Standard Investments Deutschland AG, Bockenheimer Landstraße 25, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 768072-0, www.aberdeenstandard.com

Für den Großteil der letzten zehn Jahre hinkten europäische Aktien US-amerikanischen Titeln hinterher.

 

Auch zu Beginn dieses Jahres geriet Europa während der wirtschaftlichen Wiedereröffnung nach den Covid-19-Lockdowns ins Hintertreffen, da die Impfkampagne in vielen Ländern nur stockend anlief. Nun holt die EU jedoch auf und verabreicht im Schnitt 70 Impfungen pro 100 Personen. Brian O’Reilly, Head of Market Strategy bei Mediolanum International Funds, sagt: „Es mehren sich die Zeichen, dass europäische Aktien nach Jahren der Underperformance wieder an Momentum gewinnen.“ Die drei Hauptgründe, die für eine Aufholjagd sprechen:

  1. Europa bietet Anlegern mehr Investitionsmöglichkeiten in Value-Titel und zyklische Sektoren. Europäische Aktien gelten als Hebel auf die globale Erholung und schneiden bei einem Konjunkturaufschwung tendenziell gut ab. Eine Rotation von Growth zu Value trägt außerdem dazu bei, europäische Titel aus dem Finanz- und Energiewesen anzukurbeln. Diese beiden Sektoren lieferten im bisherigen Jahresverlauf die beste Performance mit einem Plus von jeweils 20 und 30 Prozent.
  2. Europäische Aktien werden im Vergleich zu globalen Aktien deutlich unter ihrem langfristigen Durchschnitt gehandelt. Das liegt zum Teil an den hohen Bewertungen in den USA, besonders im Technologiesektor, wo Europa wenig vertreten ist, hängt aber auch damit zusammen, dass in Europa insgesamt mehr Wert zu erzielen ist.
  3. Nach den erheblichen Einbrüchen im vergangenen Jahr gehen Bottom-up-Analysten davon aus, dass die Gewinne in Europa um rund 40 Prozent steigen werden. Besonders optimistische Schätzungen prognostizieren sogar eine Wachstumsrate von 50 Prozent. Im Vergleich dazu liegt die erwartete Wachstumsrate in den USA bei 25 Prozent.

„Die Kombination aus einer starken Gewinndynamik, niedrigeren Bewertungen und einem stärkeren Fokus auf zyklische Sektoren begünstigt das weitere Wachstum europäischer Aktien im Zuge der Wiedereröffnung der Wirtschaft“, so Brian O’Reilly. „Trotzdem steht Europa weiterhin vor großen Herausforderungen. Ohne radikale wirtschaftliche Reformen bleibt Europa gegenüber seinen Konkurrenten, China und den USA, mit einem erwarteten Wachstum von 4 Prozent für 2021 die am langsamsten wachsende Großregion.“

Digitalisierung und grüne Energie langfristig im Fokus

Die Europäische Kommission steht kurz davor, ihr 750 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket bereits im Juli einzusetzen. Die Ausgabepläne von Portugal und Spanien wurden gerade erst genehmigt. Die Gelder des Hilfsfonds sind bis zur Hälfte für die Digitalisierung und grüne Initiativen vorgesehen. Das wird das Tempo der Investitionen nach ESG-Kriterien beschleunigen und Unternehmen in den Fokus der Anleger rücken, die von Initiativen für erneuerbare Energien und der Energieeffizienz von Gebäuden profitieren. So könnten Siemens und Vestas vom verstärkten Einsatz von Windkraftanlagen profitieren. Ebenfalls interessante Titel: Der spanische Energieversorger Iberdrola, der sich stark auf erneuerbare Energien konzentriert und das französische Bauunternehmen Saint Gobain, das energieeffiziente Werkstoffe herstellt. Von der Digitalisierung könnten wiederum Unternehmen wie Ericson und Nokia profitieren, die als Pioniere an der Umsetzung des 5G-Netzes in Europa beteiligt sind.

Brian O’Reilly sagt: „Ein Blick auf die Zuflüsse in Aktienfonds macht deutlich, dass Anleger bisher massiv den US-Aktienmarkt, globale Aktien und Schwellenländer bevorzugt haben. Seit der Corona-Pandemie wird jedoch ein entscheidender Vorteil europäischer Aktien deutlich: Sie sind deutlich günstiger als US-Titel, bei denen ein Großteil des Optimismus bereits eingepreist ist. Darüber hinaus sind europäische Aktien weniger anfällig für die Inflationssorgen der Märkte, da sie in den am stärksten betroffenen Sektoren wie Technologie, relativ wenig vertreten sind.“

 

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Die Deutsche Oppenheim Family Office AG bietet ab sofort interessierten Mandanten ein Nachhaltigkeitsreporting inklusive Impactreporting an.

 

Basis dafür sind die ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) sowie die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung SDG (Sustainable Development Goals). Damit unterstreicht die Deutsche Oppenheim ihre führende Stellung als Multi Family Office auch bei nachhaltigen Kapitalanlagen. So verwaltet das Haus seit mehr als zehn Jahren eigene Lösungen für eine Vermögensanlage unter strikten Nachhaltigkeitskriterien, wie z.B. den “FOS Rendite und Nachhaltigkeit” (WKN: DWS0XF). Die Deutsche Oppenheim arbeitet dabei seit vielen Jahren mit der Ratingagentur ISS-ESG zusammen und setzt damit auf die Methodik und Researchkapazität einer der führenden Nachhaltigkeit-Ratingagenturen weltweit.

Stefan Freytag, Sprecher des Vorstandes, zu den Vorteilen des Angebots: “Die Steuerung von Kapitalanlagen unter der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien ist ein sehr starker Trend, der aus unterschiedlichen Motiven beschleunigt wird. Für den Erfolg einer Nachhaltigkeitsstrategie in einem Vermögen ist nicht nur Erfahrung von großer Bedeutung, sondern auch, die gesetzten Ziele und deren Umsetzung messbar zu machen.”

Nachhaltig orientierte Anleger haben vor allem folgenden Informationsbedarf:

–  Wie werden ESG-Kriterien generell in Unternehmensstrategien einbezogen?

–  Wie geht ein Unternehmen mit der Umwelt um? (Environment)

–  Wie geht ein Unternehmen mit der Gesellschaft um? (Social)

–  Wie verhält sich ein Unternehmen verantwortungsvoll? (Governance)

–  Welchen Einfluss hat ein Unternehmen auf die 17 UN-Ziele? (SDG)

–  Wann wird ein Unternehmen CO2-neutral aufgestellt sein? (Dekarbonisierung)

Nur eine nachvollziehbare Umsetzung und die dafür erforderliche Transparenz hinsichtlich des Umsetzungsgrades erlauben eine glaubwürdige Dokumentation der Nachhaltigkeitseffekte. Dadurch vermeidet man auch die Gefahr, sich dem Vorwurf des “Greenwashings” auszusetzen. Ein Vergleich mit relevanten und repräsentativen Benchmarks ermöglicht eine Einordnung des Profils des eigenen Depots.

Christian Horn, Leiter des Bereichs Vermögensreporting/-controlling: “Wir sprechen mit dieser Dienstleistung Asset-Eigentümer an, die eine unabhängige Berichterstattung über das ESG-Profil ihrer Anlagen suchen. Es wird ihnen ermöglichen, ESG-Aspekte in ihren Depots und die Wirkung der Unternehmen auf die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SGD) mit ihren Managern zu besprechen. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Investition privater und institutioneller Vermögensbestandteile entwickelt sich auch das Angebot geeigneter Reporting-Lösungen. Wir werden dieses Thema mit Sicherheit über die nächsten Jahre mit steigenden Standards auch in unserem Wealth-Controlling-Angebot weiterentwickeln.”

Über die Deutsche Oppenheim:

Die Deutsche Oppenheim Family Office AG mit Standorten in Grasbrunn bei München, Frankfurt, Hamburg und Köln ist ein vermögensverwaltendes Multi Family Office und als solches einer der führenden Anbieter in Europa. Das Family Office betreut komplexe Familienvermögen ganzheitlich. Das Unternehmen gehört zum Geschäft mit Vermögenskunden (Wealth Management) der Deutschen Bank und bietet neben umfassenden Family-Office-Dienstleistungen auch individuelle Vermögensverwaltungsmandate für größere Investitionssummen an. Daneben ist sie auch Initiatorin und Anlageberaterin für drei Multi-Asset-Publikumsfonds (FOS-Fonds) der DWS Investment GmbH.

 

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DEUTSCHE OPPENHEIM Family Office AG, Keferloh 1a, 85630 Grasbrunn, Tel: +49 (89) 45 69 16 0, Fax: +49 (89) 45 69 16 99, www.deutsche-oppenheim.de

Uday Patnaik, Head of Emerging Market Debt, und Volker Kurr, Head of Europe, Institutional, beide bei Legal & General Investment Management (LGIM) (Fotos anbei) erwarten in den Sommermonaten einen Renditeschub bei Schwellenländern:

 

“Schwellenländer sind und bleiben interessant: Der US-Dollar notiert schwächer, die Volatilität ist gedämpft und die Rohstoffpreise sind gestiegen. Dies schlägt sich auch in den Zuflüssen bei Schwellenländerfonds nieder. Seit Anfang des Jahres sind bereits 127 Milliarden USD in diese Anlageklasse geflossen. Sollte dieser Trend anhalten, könnten die Zuflüsse den Gesamtjahreswert für 2019 übersteigen.

Die Aussichten dafür sind aus unserer Sicht positiv. Für die Sommermonate prognostizieren wir eine deutliche Renditesteigerung. Juni, Juli und August sind normalerweise gute Monate für Schwellenländer. In den letzten 27 Jahren sind die Renditen des Emerging Markets Bond Global Diversified Index in 63 % der Fälle im Juni, 74 % im Juli und 78 % im August positiv. Für den Emerging Markets Corporate Entities Bond Index zeigen die letzten 20 Jahre im Juli zu 65 % positive Renditen, im August sogar zu 75 %. Im Sommer sollten auch die technischen Daten unterstützend wirken. Die Emissionstätigkeit dürfte geringer sein und die Cashflows steigen.

Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) soll die Wirtschaft in den Schwellenländern um 6 % in diesem Jahr wachsen. Das sind 0,8 % mehr als nach Schätzungen Anfang des Jahres. Die überwiegende Mehrheit der Schwellenländer dürfte voraussichtlich zwischen 4 – 8% wachsen, die beiden größten – China und Indien – mit mehr als 8 %.

Über das Wachstum hinaus bedeuten höhere Rohstoffpreise, dass die Schwellenländer ihr drittes Jahr in Folge einen Leistungsbilanzüberschuss verzeichnen werden, der sich gemäß IWF auf über 200 Milliarden USD belaufen könnte. Ebenfalls hilfreich sind die geplanten Zahlungen des IWF im Juli und August, die die Fremdwährungsreserven der Schwellenländer erhöhen werden. Auch die multilaterale Unterstützung über die Initiative Debt Service Suspension der G20 und die IWF-Programme für 84 Schwellenländer von insgesamt 110 Milliarden USD seit Beginn der Pandemie werden fortgesetzt. Beachtenswert dabei ist, dass der IWF keine Kredite an Länder vergibt, deren Verschuldung als nicht tragfähig erachtet wird oder in denen weiterhin Finanzierungslücken bestehen.

Auch die Corona-Infektionen sind in den meisten großen Schwellenländern eher rückläufig – in Lateinamerika bleiben sie allerdings eine Herausforderung. Die Impfstoffversorgung wird sich in den Schwellenländern in der zweiten Jahreshälfte verbessern, die Impfquoten dürften steigen. Unter der Voraussetzung, dass Covid-19 in Schach gehalten werden kann, dürften die Rating-Herabstufungen und Ausfälle bereits ihren Höhepunkt erreicht haben. Fitch stellt fest, dass die Ausfallrate von Staaten im letzten Jahr mit fünf Ausfällen (Argentinien, Ecuador, Libanon, Surinam und Sambia) auf 4,2% gestiegen ist. Nicht einer davon ist auf Covid-19 zurückzuführen – und das aus einem Anlageuniversum von mehr als 70 Staaten im Emerging Markets Bond Global Diversified Index.“

 

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BNP Paribas Asset Management (BNP Paribas AM) erweitert sein Angebot an nachhaltigen börsennotierten Indexfonds (ETF, Exchange Traded Fund).

 

Deutsche Anleger können nun in den thematischen Indexfonds BNP Paribas Easy Low Carbon 300 World PAB UCITS ETF investieren und somit den CO2-Fußabdruck ihres Depots verringern. BNP Paribas AM verfolgt damit sein langjähriges Ziel einer kohlenstoffarmen Wirtschaft. Bereits 2008 hatte BNP Paribas AM den ersten Low Carbon-ETF aufgelegt, der heute ein Volumen von 855 Mio. Euro verwaltet.

Der neue ETF profitiert von einem weltweiten Anlageuniversum und ist seit dem heutigen 29. Juni 2021 an der Euronext Paris und auf Xetra notiert. Er bildet den von Euronext berechneten Low Carbon 300 World PAB Index ab und umfasst 300 Unternehmen, die nach einem Best-in-Class-Ansatz (die jeweils besten ihrer Branche) ausgesucht werden. Insbesondere werden die Unternehmen einer jeden Branche ausgewählt, die auf dem Gebiet der CO2-Emissionen die besten Werte aufweisen.2 Von diesen 300 Werten umfasst der Index einen 15%igen Anteil, der in “grüne” Unternehmen investiert wird. Ein Expertenausschuss wählt diese Unternehmen aus. Ihr Umsatz muss mindestens zur Hälfte aus erneuerbaren Energien oder der Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien bestehen.

„Wir bauen unser Angebot an kohlenstoffarmen ETFs weiter aus. Im Bereich „Responsible Index Management“ (SRI oder ESG)2 sind insgesamt 11,2 Mrd. EUR investiert,“ erläutert Claus Hecher, Head of Business Development für ETF und Indexlösungen. BNP Paribas AM ist bei thematischen Indizes mittlerweile führend. Das Angebot umfasst z.B. die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy), die Blaue Wirtschaft (Blue Economy) als auch ESG Infrastruktur. (Stand 31.03.21)

Der Fonds ist auf Xetra und auf Euronext Paris gelistet:

  • ETF: BNP Paribas Easy Low Carbon 300 World PAB UCITS ETF
  • ISIN Code: LU2194449075
  • Ertrags-Verwendung: Thesaurierend
  • Laufende Kosten: 0,30 %
  • SFDR: Artikel 9
  • SRRI: 5

 

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BNP PARIBAS ASSET MANAGEMENT France, Zweigniederlassung Deutschland, Europa-Allee 12, 60327 Frankfurt am Main, Tel: (069)707998-0, www.bnpparibas-am.com