Aktuelle Befragung zeigt: Privatanlegerinnen und -anlegern fehlen Informationen, jede/r Dritte hat aber Interesse in Asien zu investieren

 

Wenn heute die 32. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit eröffnet werden, blickt die Welt nach Tokio. Erst zum siebten Mal findet dieser sportliche Wettstreit überhaupt in Asien statt – zum vierten Mal werden die Sommerspiele dort ausgetragen. Auch für Anleger ist Asien häufig noch ein unbekanntes Terrain – das legt zumindest eine aktuelle Befragung* von J.P. Morgan Asset Management nahe. Dabei folgt die Asien-Pazifik-Region, die 60 Prozent der Weltbevölkerung repräsentiert, in Sachen Wachstum dem olympischen Motto des „höher, schneller, weiter“. Die langfristige Wachstumsdynamik und strukturellen Veränderungen der Region sind so außerordentlich, dass in Finanzkreisen vom „asiatischen Jahrzehnt“ gesprochen wird. Doch noch ist die interessante Region in vielen Kundendepots deutlich unterrepräsentiert. Warum viele Privatanlegerinnen und -anleger sich noch nicht an Investments in Asien heranwagen versucht das Finanzbarometer – Sommer 2021, eine repräsentative Befragung von 2.000 Frauen und Männern ab 20 Jahren in Deutschland, zu ergründen.

Als Gründe, warum sie nicht in Asien investieren, nannten 40 Prozent der Befragten, dass sie über zu wenig Kenntnisse und Informationen über die Asien-Pazifik-Region verfügen. Mit 29 Prozent investiert rund ein Drittel der Befragten lieber heimatnah. Und einem Viertel ist das Risiko zu hoch. Nicht zuletzt gaben 18 Prozent der Befragten an, dass ihnen die Umwelt- und Sozialstandards in der Region nicht ausreichen. „Gerade für die langfristige Anlage, etwa für die Altersvorsorge, sollte man sich die Wachstumsdynamik in Asien-Pazifik jedoch nicht entgehen lassen“, betont Holger Schröm, Executive Director bei J.P. Morgan Asset Management. So sorge der so genannte „Home Bias“, also die zu große Heimatliebe bei der Geldanlage, die sich nicht nur bei den Deutschen findet, eher für ein höheres Risiko im Portfolio, denn sie verhindere eine breite Streuung und dass alle Chancen wahrgenommen werden. „Grund hierfür ist die Informationsasymmetrie“, weiß Holger Schröm. „Über die Unternehmen und Wirtschaftsentwicklung im Heimatmarkt fühlt man sich einfach besser informiert als über die Marktteilnehmer in Fernost.“ Dabei gibt es heute einfache und bequeme Möglichkeiten, in Asien zu investieren.

Jede/r dritte Deutsche ist interessiert, in Asien zu investieren

So vertraut laut dem Finanzbarometer jede/r vierte Deutsche auf Investmentfonds in der Region: Diese legen breit gestreut an und bündeln das Know-how der Experten, die idealerweise vor Ort in den Ländern der Region arbeiten, die lokalen Sprachen sprechen und die Besonderheiten der Märkte kennen. Während 8 Prozent der Befragten Fonds oder ETFs nutzen, die in einzelne Länder Asiens investieren, bevorzugen 10 Prozent der Befragten Fonds oder ETFs, die mehrere Länder der Asien-Pazifik-Region bündeln. Weitere 11 Prozent investieren in Schwellenländerfonds, die neben Asien auch in anderen Regionen aktiv sind.

Drei Viertel der Deutschen investieren – noch – nicht in Asien. Allerding gab mit 34 Prozent rund jede/r dritte Befragte an, an einer Geldanlage in der Region interessiert zu sein. Weitere 41 Prozent sind nicht an Asien-Investments interessiert – aus den genannten Gründen. „Spannenderweise hat eine Befragung von Finanzberaterinnen und Finanzberatern im Frühjahr dieses Jahres ergeben, dass sie bei ihren Kunden eher eine Risikoaversion als einen Informationsmangel vermuten. Auch der Home Bias wurde als weniger gravierend empfunden. Mit Hintergrundinformationen über die verschiedenen globalen Märkte und die dortigen Anlagechancen sowie Beratung zur Diversifikation und Portfolioallokation könnten vielleicht noch mehr Privatanlegerinnen und Privatanleger davon überzeugt werden, dass es sich lohnt, in das ‚asiatische Jahrzehnt‘ zu investieren“, unterstreicht Holger Schröm.

Der Experte hat auch eine Idee für einen „Einsteigerfonds“ in die Region: Bereits seit 1988 bietet der bewährte Klassiker JPMorgan Funds – Pacific Equity Fund eine erfolgreiche Kombination aus Japan und „Emerging Asia“. Japanische Aktien bieten einen guten Diversifikationseffekt zum restlichen Asien und sorgen für ein ausgeglicheneres Risiko-Ertrags-Profil. Dafür werden Fonds und Management regelmäßig ausgezeichnet, zuletzt über alle Zeiträume bei den €uro Fund Awards. Der Fonds hält zudem ein 5-Sterne-Rating von Morningstar und Fondsmanagerin Aisa Ogoshi überzeugt Citywire seit fünf Jahren in Folge als eine der 20 besten Fondsmanagerinnen der Welt. Dank eines der größten Anlageteams vor Ort in der Region profitiert der Fonds von der lokalen Expertise und fundierten Erfahrung der Experten und investiert immer wieder in Unternehmen, die echte Entdeckungen sind. Und nicht zuletzt ist die Integration von ESG-Kriterien ein fester Bestandteil des Investmentprozesses.

 

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Analyse der globalen ETF-Mittelzuflüsse – Daten per Ende Juni 2021

 

Die globalen ETF-Mittelzuflüsse beliefen sich im ersten Halbjahr 2021 auf 588,6 Mrd. Euro. Der US-Markt dominierte dabei deutlich mit Neugeldern in Höhe von 471,1 Mrd. Euro (80 %) gefolgt von Europa mit 90,3 Mrd. Euro (15 %) und Asien mit 27,2 Mrd. Euro (4,6 %).

Mehr als drei Viertel der Zuflüsse (77 %) bzw. 447,0 Mrd. Euro entfielen auf Aktien-ETFs. Anleihe-ETFs verbuchten Neugelder von 134,6 Mrd. Euro (23 %).

Im Juni flossen ETFs global 8,9 Mrd. zu. Dies entspricht in etwa dem Mai-Niveau. Allerdings gab es Verschiebungen unter den regionalen ETF-Märkten. Während sowohl bei in den USA als auch bei in Europa registrierten ETFs die Zuflüsse gegenüber dem Vormonat stiegen (USA: 78 Mrd. Euro; Europa: 14 Mrd. Euro), flossen bei in Asien registrierten ETFs im Juni 4 Mrd. Euro ab.

Mittelzuflüsse in Europa – Highlights im 1. Halbjahr 2021

Aktien

In Europa registrierten Aktien-ETFs flossen im ersten Halbjahr 2021 71,6 Mrd. Euro zu. Globale Indizes verzeichneten in Europa das Gros der Flows mit 34,3 Mrd. Euro gefolgt von den USA und Nordamerika mit Zuflüssen von zusammen 17,0 Mrd. Euro. Wie in den vergangenen Monaten flossen aus asiatischen und südamerikanischen Schwellenländern weiter Mittel ab (-305 Mio. Euro bzw. -231 Mio. Euro).

Auf Ebene der Einzelländer legten ETFs auf Japan- (+3,4 Mrd. Euro), Grossbritannien- (+2,8 Mrd. Euro) und China-Indizes (+1,4 Mrd. Euro) zu. Abflüsse verzeichneten hingegen ETFs auf französische (-557 Mio. Euro) und deutsche Aktien (-495 Mio. Euro).

In puncto Sektoren waren ETFs auf Finanztitel am gefragtesten (+4,5 Mrd. Euro), was die Hoffnung auf eine robuste Wirtschaftserholung infolge der sich abflachenden Corona-Bedrohungen widerspiegeln könnte. Diese Zuversicht könnte auch die gute Nachfrage nach Value-Strategien (+9,1 Mrd. Euro) erklären. ESG- und Klima-ETFs standen ebenfalls weiterhin im Anlegerfokus. Ihnen flossen in den ersten 6 Monaten – auch angetrieben durch neue regulatorische Rahmenbedingungen – 30,4 Mrd. Euro bzw. 3,8 Mrd. Euro zu.

Anleihen

In Europa registrierten Bond-ETFs flossen im ersten Halbjahr 2021 15,5 Mrd. Euro zu. Anleger präferierten ETFs auf Unternehmensanleihen (+7,8 Mrd. Euro) gegen über solchen auf Staatsanleihen (+5,4 Mrd. Euro).

Am beliebtesten waren US-Unternehmensanleihen, wobei das Investment-Grade-Segment Zuflüsse von 3,0 Mrd. Euro und das US-High-Yield-Segment Zuflüsse von 1,2 Mrd. Euro verzeichnete. Investoren zogen Gelder aus der Eurozone ab – 339 Mio. Euro aus dem High-Yield- und 332 Mio. Euro aus dem Investment-Grade-Segment.

Bei Staatsanleihen waren ETFs auf chinesische Papiere im 1. Halbjahr am gefragtesten (+4,9 Mrd. Euro). Abflüsse gab es hingegen bei ETFs auf Eurozonen-Staatsanleihen (-1,6 Mrd. Euro) und globalen Schwellenländer-Anleihen (-1,2 Mrd. Euro). Auch US- und Eurozonen-Inflation-Linked-Bonds flossen 1,6 Mrd. bzw. 1,5 Mrd. Euro zu.

Auch auf der Rentenseite switchten Anleger von traditionellen zu Nachhaltigkeits-Indizes (+11,6 Mrd. Euro). Dies entspricht rund 75 % der gesamten Zuflüsse in Renten-ETFs im ersten Halbjahr 2021.

 

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Zur Bekämpfung des Klimawandels: Neuberger Berman erhält Milliarden-Mandat von Brunel Pension Partnership

 

  • Neuberger Berman erhält Mandat in Höhe von 1,5 Milliarden Euro (1,3 Milliarden Pfund) von Brunel Pension Partnerships
  • Bis zum Jahr 2050 sollen für das Portfolio Netto-Null-Emissionen erreicht werden
  • Schwerpunkt der investierten Strategie liegt auf Sub-Investment-Grade-Krediten

Der unabhängige Investment Manager Neuberger Berman erhält ein Multi-Asset-Kreditmandat in Höhe von 1,5 Milliarden Euro (1,3 Milliarden Pfund) von Brunel Pension Partnership, eines der größten staatlichen Rentensysteme (LGPS) im Vereinigten Königreich. Mit der gewählten Investment-Strategie soll unter anderem der Klimawandel bekämpft werden.

Die Klimawandel-Multi-Asset-Kreditstrategie investiert in eine Vielzahl von Kreditsektoren mit einem Schwerpunkt auf Sub-Investment-Grade-Krediten. Sie zielt darauf ab, den Kassakurs im Verlauf des Zyklus um vier bis fünf Prozent pro Jahr zu übertreffen. Die Strategie wurde so gestaltet, dass sie das Portfolio in Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen bringt. Bis zum Jahr 2050 werden so Netto-Null-Emissionen für das Portfolio erreicht. Zwischenziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen wurden für 2025 festgelegt.

Betreut wird das Mandat von Neuberger Bermans Multisektor-Kreditinvestmentteam, zu dem die Senior-Portfoliomanager Dave Brown, Joe Lynch und Norman Milner gehören.

„Indem wir die gesamte Bandbreite der festverzinslichen Fähigkeiten von Neuberger Berman in nur einem einzigen Multi-Asset-Kreditfonds anbieten, können wir Brunels Kunden dabei unterstützen, ihre Investment-Ziele zu erreichen“, ist Ed Jones, Head of UK Institutional Client Business, überzeugt. „Angesichts der Bedeutung, die Brunel ESG und dem Klimawandel beimisst, ehrt uns das Mandat besonders. Wir sehen es als Anerkennung für unser Bestreben, Klimaschutz und verantwortungsbewusstes Investieren über alle festverzinslichen Sektoren hinweg zu integrieren.“

David Cox, Leiter der börsennotierten Märkte bei Brunel, sieht die Auflegung des Multi-Asset-Kreditfonds als Chance für seine Klienten: „Der neue Fonds bietet unseren Kunden und ihren Mitgliedern Zugang zu Sub-Investment-Grade-Krediten über eine Vielzahl an Unterkategorien. Wir freuen uns, mit Neuberger Berman zusammenzuarbeiten. Sie zeigen sowohl die von uns gesuchte Investmentexpertise als auch das nötige Gespür für verantwortungsbewusstes Investieren – und bieten darüber hinaus eine Vielfalt an Investment-Stilen.“

Die Brunel Pension Partnership – eines von acht britischen regionalen Rentensystemen, die zusammen mehr als 40,5 Milliarden Euro (35 Milliarden Pfund) an Investitionen vereinen – investiert gezielt in Strategien, die Lösungen für Nachhaltigkeitsprobleme sowie das gesellschaftliche Wohl fördern.

 

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ESG Quarterly Q3 2021

 

In Deutschland sind derzeit rund 2.300 als Artikel 8- und rund 410 als Artikel 9-Fonds klassifiziert. Vor allem Peergroups mit europäischem Fokus haben hohe Anteile nachhaltiger Fonds. Zwei französische Fondsanbieter mit mehr als 100 nachhaltigen Fonds.

Die Ratingagentur Scope hat die Anzahl der nachhaltigen Fonds gemäß Artikel 8 und Artikel 9 erfasst: Von den knapp 12.000 Investmentfonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind, ist von den Fondsanbietern derzeit rund jeder fünfte als Artikel 8-Fonds klassifiziert. Die insgesamt 2.311 Artikel 8-Fonds verwalten mehr als 1.635 Mrd. Euro.

Auf Artikel 9 entfallen weitere 410 Fonds. Das sind rund 3% der gesamten verfügbaren Fonds in Deutschland. Sie verwalten zusammen rund 222 Mrd. Euro.

Top-Rating-Quote – kaum Unterschiede zu herkömmlichen Fonds

Scope hat die Top-Rating-Quoten der Artikel 8- und 9-Fonds mit denen von Fonds ohne nachhaltige Ausrichtung verglichen. Das klassische Fondsrating von Scope reflektiert die relevantesten Risiko- und Rendite-Kennzahlen.

Aktuell verfügen rund 6.500 Fonds über ein Scope-Rating. Rund 5.000 davon haben keinen Nachhaltigkeitsbezug. Der Anteil der Top-Ratings (also: A und B) bei diesen herkömmlichen Fonds beträgt aktuell 32,7%.

Weitere 1.300 Fonds mit Scope-Rating sind als Artikel 8-Fonds klassifiziert. Die Top-Rating-Quote beträgt 37,0% – und liegt damit 4,3 Prozentpunkte über der Top-Rating-Quote herkömmlicher Fonds.

Top-Rating-Quote der Artikel 9-Fonds liegt bei 32%

Von den Artikel 9-Fonds bewertet Scope aktuell rund 150. Die Top-Rating-Quote beträgt 32,1% – und liegt damit marginal unter der Top-Rating-Quote herkömmlicher Fonds.

Die Unterschiede in Bezug auf die Top-Rating-Quote sind noch zu gering, um belastbare Aussagen zu treffen. Hinzu kommt, dass die Klassifizierung und Umwidmung in Artikel 8- und 9-Fonds weiter anhält und noch nicht abgeschlossen ist.

Amundi und BNP Paribas AM mit den meisten Artikel 8- und 9-Fonds

Die Scope-Analysten haben untersucht, welche Fondsanbieter die meisten nachhaltigen Fonds gemäß Offenlegungsverordnung ausweisen. Die beiden Gesellschaften an der Spitze – Amundi (133) und BNP Paribas AM (102) – verfügen als einzige über eine dreistellige Anzahl an nachhaltigen Fonds. Auf Rang 3 folgt Allianz Global Investors mit 95 als nachhaltig klassifizierten Fonds.

Der aktuell größte Artikel 8-Fonds mit einem Top-Rating von Scope ist der AB FCP I-American Income Portfolio. Der größte Artikel 9-Fonds mit Top-Rating ist der Nordea 1 – Global Climate and Environment.

 

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Die aktuelle Auswertung zeigt: Rund die Hälfte der Anleger erwartet steigende Kurse in Deutschland und auf den weltweiten Märkten. Etwas mehr als ein Drittel fürchtet aber auch eine deutlich anziehende Inflation

 

Private Investoren blicken positiv auf die weitere Entwicklung der Börsen. Etwas mehr als die Hälfte erwartet einen Anstieg im DAX innerhalb der nächsten 12 Monate, 25 Prozent gehen von wenig Veränderung aus und nur ein Fünftel prognostiziert fallende Kurse. Bei den weltweiten Aktienmärkten sind die Privatinvestoren noch etwas optimistischer: Hier erwarten 61 Prozent steigende oder sogar deutlich steigende Kursen.

Das sind Ergebnisse des neuen Kundenseismographen der Consorsbank. Für die monatliche Umfrage werden nach dem Zufallsprinzip 5.000 Kundinnen und Kunden der Consorsbank ausgewählt und eingeladen. Die Teilnahme ist anonym. Der Seismograph beinhaltet wiederkehrende Fragen zu den Einschätzungen der Märkte und der Wirtschaft und wird ergänzt um aktuelle Trendthemen. Das Format wurde von Professor Dr. Steffen Meyer und Professorin Dr. Charline Uhr von der Universität von Süddänemark (SDU) in Odense in Zusammenarbeit mit der Consorsbank entwickelt. Ihr Forschungsschwerpunkt ist der Einfluss von Risiko und Unsicherheit sowie psychologischen Faktoren auf Anlageentscheidungen.

„Private Haushalte haben einen großen und nicht zu unterschätzenden Anteil am Marktgeschehen und der Wirtschaftsentwicklung. Dennoch werden in den Medien meist die Erwartungen von Experten aus Banken und Unternehmen diskutiert. Der Kundenseismograph bietet den Erwartungen von Privatinvestoren Raum und eine objektive Plattform. Von großem Wert werden dabei insbesondere die Veränderungen der Erwartungen über verschiedene Befragungswellen sein. Ganz wie bei einem klassischen Seismographen können so Erschütterungen und Ängste frühzeitig aufgezeigt werden“, sagt Prof. Uhr.

Weitere Prognosen der Anleger

Weitere Ergebnisse der aktuellen Erhebung: 61 Prozent der Anleger erwarten eine steigende Wirtschaftsleistung in Deutschland, 72 Prozent eine steigende Weltwirtschaftsleistung. Beim persönlichen Einkommen indessen geht die Mehrheit (73 Prozent) innerhalb der nächsten Monate von keiner Veränderung aus. Mit Blick auf die Beschäftigung gibt es keinen eindeutigen Trend: Die Zahl der Privatinvestoren, die von einer steigenden oder sinkenden Arbeitslosigkeit ausgeht, hält sich die Waage. Trotz des positiven Ausblicks auf die Märkte, blickt ein Teil der Anleger mit etwas größerer Sorge auf die Inflation. 37 Prozent rechnen mit einem deutlichen Anstieg der Preise von Konsumgütern und für die Lebenshaltung in den nächsten 12 Monaten (beispielsweise Lebensmittel, Elektronik, Mieten).

Stimmungsindikator zeigt Tendenz

Der aus den Umfragewerten ermittelte Stimmungsindikator zeigt die Differenz der Anteile der Investoren mit positivem und negativem Ausblick. Ein positiver Indikatorwert signalisiert demnach, dass mehr Investoren von einer steigenden oder deutlich steigenden Kennzahl ausgehen als von einer sinkenden. Im Vergleich zum Vormonat haben sich demnach die Erwartungen in Bezug auf ein höhere persönliches Einkommen und das weltweite Wirtschaftswachstum spürbar erhöht. Die Ergebnisse des Kundenseismographen werden regelmäßig auf dem Consorsbank Update sowie im Pressebereich der Consorsbank-Website veröffentlicht.

 

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Consorsbank, Bahnhofstraße 55, D­-90402 Nürnberg, Tel: +49 (0) 911/3 69 ­ 1709, Fax: +49 (0) 911/3 69 ­ 5131, www.consorsbank.de

Geldvermögen wächst durch Sparleistung, nicht durch Kapitalerträge – Sparer mit 10.000 Euro Vermögen verlieren 1.797 Euro in 10 Jahren

 

Die Corona-Pandemie hat den Spareifer der Deutschen beflügelt. Im vergangenen Jahr ist das Geldvermögen der Privathaushalte um rund 7 Prozent auf einen Rekordwert von sieben Billionen Euro gestiegen (2019: 6,5 Billionen Euro). Trotz anhaltend niedriger Zinsen setzen die Sparer weiter vor allem auf Bargeld und Sichteinlagen, deren Bestände um 229 Milliarden Euro gewachsen sind. Insgesamt lagern mit 2,8 Billionen Euro über 40 Prozent des Gesamtfinanzvermögens in Zinsprodukten. Das geht zu Lasten der Ertragskraft: Der Anteil, den Renditen am Vermögensaufbau ausmachen, ist im Vergleich zu 2019 noch einmal von 24 Prozent auf 19 Prozent gesunken. Vor dem Hintergrund anziehender Inflationsraten droht Sparern ein realer Vermögensverlust in Rekordhöhe. Dies zeigt eine Auswertung von Prof. Oscar A. Stolper von der Philipps-Universität in Marburg im Auftrag von Union Investment.

Die vergangenen anderthalb Jahre waren für Sparer eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Einerseits kletterte die Sparquote der Deutschen in Corona-Zeiten von 10,9 Prozent im Jahr 2019 ein Jahr später auf 16,2 Prozent. Andererseits zahlte sich das Sparen für viele Bundesbürger kaum aus, weil sie das Geld auch während der Pandemie überwiegend in niedrig- bis negativverzinste Anlageklassen anlegten. Zwar ist der Anteil von Termin- und Spareinlagen am Gesamtfinanzvermögen von 2019 auf 2020 leicht um einen Prozentpunkt auf 11,7 Prozent zurückgegangen. Insgesamt ist der Nullzinsblock aber weiter gewachsen. Allein 2020 parkten deutsche Sparer knapp zwei Billionen Euro an Bargeld, auf Giro- oder Tagesgeldkonten, über 229 Milliarden Euro mehr als noch 2019. Mittlerweile machen Bargeld und Sichteinlagen fast ein Drittel des Geldvermögens aus (28,7 Prozent), obwohl diese Anlageformen seit Jahren kaum oder keine Renditen abwerfen. „Das Girokontosparen liegt weiter im Trend. Viele Deutsche haben die Möglichkeit, mehr Geld auf die hohe Kante zu legen, aber sie vernachlässigen dabei die wichtige Frage nach dem Wie“, sagt Stolper.

Sparer verloren zwischen 2017 und 2020 rund 79 Millionen Euro

Das zieht immer stärkere Implikationen nach sich. Denn die Kombination aus niedrigen Zinsen und einer – wenn auch nur vorübergehend – anziehenden Inflation sorgen dafür, dass der Kaufkraftverlust deutscher Sparer in diesem Jahr einen Rekordwert erreichen dürfte.

Rund 1,7 Billionen Euro des gesamten deutschen Finanzvermögens sind Sichteinlagen, deren Realverzinsung (Differenz von Nominalzins und Inflationsrate) bereits in den letzten 20 Jahren fast durchgehend negativ war. Allein zwischen 2017 und 2020 haben Sparer mit Geld in Sichteinlagen etwa 79 Milliarden Euro an Kaufkraft verloren. Dieser Wertverlust dürfte sich noch verschärfen: Denn der Inflationsanstieg drückt deutlich auf die Erträge. Tatsächlich kletterte die Inflationsrate in Deutschland im Mai 2021 um 0,5 Prozent auf 2,5 Prozent und bleibt auch im Juni mit 2,3 Prozent weiterhin hoch.

Eine Beispielrechnung zeigt, wie stark angespartes Vermögen innerhalb von nur 10 Jahren abschmelzen kann: Wer zu Beginn 10.000 Euro bei einer Inflationsrate von zwei Prozent und einem Zinssatz von null Prozent anlegt, verliert im Laufe einer Dekade rund 1.797 Euro an Kaufkraft – und damit annähernd ein Sechstel seines Vermögens. „Sparern, deren Geldanlage stark zinsabhängig ist, steht ein realer Vermögensverlust bevor, den viele so noch nicht kannten“, resümiert Stolper.

Ertragskraft von Zinsprodukten nimmt weiter ab

Die Zahlen zeigen, dass sich die Tektonik im Vermögensaufbau massiv verändert hat. Während sich das Vermögen der Sparer früher vorrangig durch Zinsen vermehrt hat, trägt bei einem Vermögensaufbau im Nullzinszeitalter lediglich das Sparaufkommen zum Wachstum bei. Aufgrund der niedrigen Verzinsung von Girokonten, Tages- und Festgeldern dürfte es Anlegern zunehmend schwerfallen, die Folgen der Teuerungen allein durch Sparanstrengungen zu kompensieren.

Der Anteil, den Erträge an der Vermögenszunahme ausmachen, nahm noch einmal gegenüber 2019 um fünf Prozentpunkte auf magere 19 Prozent im Folgejahr ab. Zum Vergleich: 2011 konnte der Vermögensaufbau noch zu 87 Prozent aus Erträgen generiert werden. Betrachtet man nur die Ertragskraft von Zinsprodukten und klammert etwa kapitalbildende Versicherungsprodukte aus, ergibt sich 2020 ein Kapitalzuwachs von gerade einmal einem Prozent (2011: 47 Prozent). „Die Deutschen sparen weiter viel, aber ineffizient“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. „Im Niedrigzinsumfeld gilt, dass höhere Sparquoten nicht zwangsweise zu höheren Erträgen führen. Damit sich die Sparanstrengungen der Anleger lohnen, müssen sie effizienter und damit höherrentierlich anlegen“, so Gay.

Anleger zeigen sich renditeorientierter

Hoffnung machen die Sparer, die zunehmend andere Anlageformen wie Direktanlagen in Aktien, Fonds oder anderes nutzen. Positiv falle Stolper zufolge auf, dass zumindest ein Teil der Anleger 2020 bereits renditeorientierter als in den Jahren zuvor anlegte. So stieg der Anteil von Aktieninvestments am Gesamtfinanzvermögen der Deutschen um 0,7 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent an (2019: 10,9 Prozent). Das sei der höchste Wert seit über 12 Jahren (2008 Q3: 12,3 Prozent). Auch der Anteil von Investmentfonds am Gesamtfinanzvermögen blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 10,5 Prozent konstant.

Dennoch lagern noch immer über 40 Prozent des Gesamtfinanzvermögens in wenig rentierlichen Anlagen. „Wir sehen, dass der Trend zur Evolution des Sparens bei einer zunehmenden Anzahl von Anlegern Wurzeln schlägt. Klar ist aber auch, dass ein breiter Teil der Bevölkerung Unterstützung dabei benötigt, nicht unter Wert zu sparen“, so Gay. „Sparen heißt Konsumverzicht und ist für jeden mit Aufwand verbunden. Für diesen Einsatz sollten die Menschen nicht mit Kaufkraftverlusten bestraft werden, sondern sich mit einem realen Vermögensaufbau belohnen.“

 

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60 Amundi-ETFs ohne Kaufgebühr für die Einmalanlage ab 1.000 Euro

 

Amundi ist der größte ETF-Partner der ING mit insgesamt 60 börsengehandelten Indexfonds, die im Rahmen des ING-Aktionsangebots für Einmalanlagen ab 1.000 Euro kostenlos gekauft werden können. Das ING-Aktionsangebot für Einmalanlagen umfasst über 170 ETFs, von denen somit mehr als jeder Dritte von Amundi stammt.

Das Aktionsangebot deckt ein breites Spektrum von Aktien- und Renten-ETFs mit unterschiedlichen Regionen- und Branchen- bzw. Themenschwerpunkten ab – von Europa über die USA bis hin zu Japan sowie vom Gesundheitswesen bis hin zur künstlichen Intelligenz. ING-Kunden können zudem einen Amundi ETC handeln, der ihnen ein Engagement in physischem Gold ermöglicht.

Mit 23 nachhaltigen ETFs im Angebot, die alle ebenfalls zu 0 Euro Kaufgebühren in der Einmalanlage erworben werden können, ist Amundi zudem der größte Anbieter nachhaltiger ETFs im Rahmen des Angebots. Die wachsende Zahl von Anlegern, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) bei ihren Anlagen berücksichtigen möchten, können somit im Rahmen der Partnerschaft nachhaltige ETFs kaufen, darunter den Amundi DAX 50 ESG UCITS ETF und den Amundi World SRI UCITS ETF. Ergänzt wird das Angebot durch mehrere Klima-ETFs, mit denen Anleger ihre Portfolios an den Zielen des Pariser Abkommens zum Klimaschutz ausrichten können.

„Das Interesse an ETFs ist ungebrochen. Vor allem seit dem vergangenen Jahr verspüren wir eine deutlich steigende Nachfrage bei ETFs. Da wir bei der Auswahl kostenfrei handelbarer Produkte auf die Ansprüche und Wünsche unserer Kunden achten, war die Aufnahme weiterer ETFs von Amundi nur folgerichtig, vor allem weil der Kundenfokus sich zunehmend auf Nachhaltigkeit und günstige Konditionen verlagert“, so Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen und Anlegen bei der ING.

„Amundi ETF unterstreicht durch die erweiterte Kooperation mit der ING die Ambitionen im deutschen Markt für Privatanleger. Unser gemeinsames Ziel ist es, Anlegern den Zugang zu qualitativ hochwertigen ETFs sowie zu nachhaltigen Lösungen zu ebnen und unsere innovativen und kostengünstigen ETFs für alle zugänglich zu machen. Im ersten Halbjahr 2021 entfielen circa 47 Prozent der europäischen ETF-Mittelzuflüsse auf nachhaltige Produkte – bei Amundi waren es sogar ca. 80 Prozent. Dies unterstreicht das wir mit unserem Angebot an ESG-ETFs eine führende Rolle einnehmen“, ergänzt Thomas Wiedenmann, Leiter von Amundi ETF Deutschland, Österreich und Osteuropa.

 

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Vermögen wächst nicht mehr durch Zinsen, sondern nur durch Sparen

 

Die Deutschen machen ihrem Ruf als Sparweltmeister weiter alle Ehre: Das Finanzvermögen der deutschen Privathaushalte hat sich in den vergangenen 20 Jahren mit einem Plus von 95 Prozent nahezu verdoppelt. Paradoxerweise landet das meiste Geld der Sparerinnen und Sparer jedoch weiterhin auf dem Girokonto. Dies sorgt dafür, dass allein 2019 jeder Bundesbürger mit Ersparnissen auf dem Giro- und Tagesgeldkonto sowie in Termin- und Spareinlagen im Schnitt 380 Euro verloren hat. Dieser Wert dürfte in der Corona-Pandemie sogar noch angestiegen sein.

Seit der Finanzkrise halten die Zentralbanken die Zinsen niedrig. Ziel: Inflation stimulieren. Mit mäßigem Erfolg – bis jetzt. Nahrungsmittel, Energie und Rohstoffe werden teurer, die Inflation steigt. Was das für Zinsen, Anleihen, Aktien & Co. bedeutet. Die Rohstoffpreise haben deutlich angezogen, etwa für Weizen und Mais. Gleiches gilt für Öl sowie Edelmetalle. Ein neuer Superzyklus?

Die Fondsgesellschaften haben sich auf die veränderten Rahmenbedingungen durch den Lockdown gut einstellen können. Die Umstellung auf Heimarbeit, auch bei den Handelsaktivitäten, verlief bei fast zwei Drittel der Gesellschaften schnell und reibungslos. Befragt nach ihren Geschäftsaussichten 2021 erwarten 83 Prozent der Fondsgesellschaften, dass sich die Geschäftslage genauso gut oder sogar besser als 2020 entwickeln wird. Nur 16 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre Ertragslage verschlechtern wird.

Nachhaltigkeit ist für das Bad Homburger Investmenthaus FERI ein globaler Megatrend, der klare Positionierung fordert. „Nachhaltigkeit spielt für Unternehmen und Investoren eine zunehmend zentrale Rolle, gleichzeitig wird das Thema in der Finanzwelt zum Marktstandard“, sagt Dr. Heinz-Werner Rapp, Vorstand und Chief Investment Officer der FERI Gruppe. Die jüngst in Kraft getretene Offenlegungsverordnung der Europäischen Union sei ein entscheidender Schritt, um mehr Transparenz zu schaffen und Kapital verstärkt in nachhaltige Wirtschaftsbereiche zu lenken.

Die Deutschen besitzen inzwischen mehr als 9.000 Tonnen Gold und damit 2,7-mal so viel wie die Bundesbank, deren Bestand nahezu gleichgeblieben ist. Deutsche (Privathaushalte und Bundesbank) halten damit 6,2 Prozent der weltweiten Goldvorräte. Auch im Jahr 2021 bleibt die Wertspeicherungsfunktion gesucht. Christof Wilms, Chefhändler der Reisebank dazu: “Die Nachfrage nach Gold ist im Jahres-Vergleich anhaltend hoch. Das hat im Wesentlichen damit zu tun, dass die Nachfragetreiber die gleichen sind: Wir sind in einer Niedrigzinsphase und die Krisen-Indikatoren sind unverändert vorhanden: Dazu gehören etwa eine Flut billigen Geldes und eine temporäre Aufhebung der Schuldenbremse.

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Die Augen der Weltöffentlichkeit dürften in den kommenden Wochen einmal mehr auf Japan gerichtet sein, wo zwischen dem 23. Juli und 8. August die 32. Olympischen Spiele der Neuzeit ausgetragen werden.

 

Doch auch wenn die Spiele aus Präventionsgründen ohne Zuschauer stattfinden, um eine weitere Verbreitung von COVID-19 im Land zu verhindern, gewinnt der fernöstliche Inselsaat vor allem bei Investoren wieder an Attraktivität. Lange herrschte in Japan wirtschaftliche Flaute und attraktive Entwicklungen ließen die letzten Jahrzehnte auf sich warten. Richard Kaye, Portfoliomanager bei der internationalen Fondsgesellschaft Comgest, ist jedoch davon überzeugt, dass für Japan auch am Börsenhorizont Licht in Sicht ist – wenn Investoren genauer hinsehen und sich nicht vom Blick auf die Indizes abschrecken lassen.

Vor ziemlich genau 150 Jahren, am 27. Juni 1871, trat in Japan die „Neue Währungsordnung“ in Kraft. Diese legte den Grundstein für das moderne Währungssystem und stellte den Yen in den Mittelpunkt. Seit diesem historischen Meilenstein ist viel passiert und der Inselstaat wandelt sich zunehmend zu einem fruchtbaren Boden für Wachstumsinvestoren. Japan ist mittlerweile die drittgrößte Volkswirtschaft. Das Land zeichnet sich durch eine sehr hohe Konzentration an familiengeführten Unternehmen aus. Ein Drittel der gelisteten Unternehmen in Japan sind auf eine Art familiengeführt. Das macht sie Analysten zufolge zu Unternehmen, die generationsübergreifend handeln, was für langfristig orientierte Investoren ein großes Plus ist. Zudem ist der japanische Aktienmarkt mit mehr als 3.700 gelisteten Aktien einer der größten der Welt. Das sind mehr Aktien als an den Börsen von Shenzen und Shanghai in China, die seit der Marktöffnung für ausländische Investoren zu den neuen Börsenstars gehören. Dennoch interessieren sich institutionelle Investoren kaum für den japanischen Aktienmarkt. Wenn überhaupt, erwägen viele lediglich, in ein passives Instrument zu investieren, um das Benchmark-Risiko abzusichern. Unter Anbetracht der Entwicklung des Aktienindexes bis zur globalen Finanzkrise ist diese Vorsicht nachvollziehbar. Wenn man allerdings ein Auge auf das hohe Alpha-Potential wirft, das Japan für Wachstumsinvestoren bietet, zeigt sich ein anderes Bild.

Der erste Blick täuscht

Der Top-Down-Blick auf Japan hält viele Investoren davon ab, im Land der aufgehenden Sonne zu investieren. Die Schuldenlast ist hoch, die Bevölkerung wird älter, eine deflationäre Spirale hat die Binnenwirtschaft über Jahrzehnte gebremst und die starke Währung setzt der Profitabilität vieler exportorientierter Unternehmen zu. Kurzum: Das Desinteresse am japanischen Aktienmarkt fand nach zwei Jahrzehnten Baisse in der globalen Finanzmarktkrise seinen Höhepunkt, als selbst einheimische institutionelle Investoren dem eigenen Aktienmarkt den Rücken kehrten und nur noch 25 Prozent der heimischen Marktkapitalisierung hielten. Ein Blick hinter die Fassade lohnt sich allerdings, denn das Bottom-up-Zeugnis für japanische Unternehmen fällt viel besser aus. Mit einem aktiven Investmentansatz lassen sich die oben genannten Herausforderungen umgehen – indem nicht ein Bruchteil der wachstumsschwachen Volkswirtschaft gekauft wird, sondern dynamisch wachsende Einzelunternehmen. So ist es möglich, die vielen „Value-Fallen“, wie etwa den wachstumsschwachen und sich in der Strukturkrise befindlichen Bankensektor, zu umgehen.

In ESG-Hinsicht unterschätzt

Selektive Aktienauswahl erlaubt es zudem, von der Informationsineffizienz des japanischen Aktienmarkts zu profitieren. Denn in Japan wird jede Aktie im Schnitt von sieben Analysten verfolgt, im Vergleich zu mehr als 40 Analysten pro Aktie in den USA. In puncto ESG-Aktivitäten haftet japanischen Unternehmen der Ruf an, hinter ihren globalen Mitbewerbern hinterherzuhinken. Jedoch sind gerade bei Umwelttechnologien viele Betriebe dem Rest der Welt voraus. Zudem sehen wir häufig tiefe Verbundenheit zur jeweiligen Vision und Engagement für den sozialen Zweck. Dieses Bild ist allerdings aufgrund der Komplexität des Marktes nicht durch standardisierte Verfahren von kurzfristigen Investoren erfassbar. Für japanische Unternehmen stellt es oft eine Herausforderung dar, jene Informationen zur Verfügung zu stellen, die von institutionellen Investoren gefordert werden würden, und es gibt nicht genügend qualitativ hochwertiges Research, um diese Lücken in der Transparenz zu füllen.

Unbekannte Stars

Für Wachstumsinvestoren bietet Japan eine Vielfalt an vernachlässigten Nebenwerten, die allerdings den Weltmarkt dominieren. Hamamatsu Photonics ist beispielsweise mit 90 Prozent Marktanteil Weltmarktführer für hochlichtsensitive Messgeräte, die Unreinheiten bis zur Größe eines Protons messen können. Solche Unternehmen führen ihren Markt an, können in Yen fakturieren, managen das Währungsrisiko somit auf natürliche Weise, sind innovativ, hochprofitabel und wachstumsstark. Als Exportweltmeister ist japanisches High-Tech-Engineering der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit vieler chinesischer Unternehmen. Die Nähe zu China bildet demnach einen wichtigen Wachstumsmotor für japanische Unternehmen. Robotik-Spezialisten wie Fanuc oder Keyence verdanken ihre Expansion gerade der starken Nachfrage nach Industrieautomatisierung auf dem asiatischen Kontinent. Aber auch japanische Konsumtitel wie die Fast Fashion Modekette Uniqlo oder Klaviere von Yamaha erfreuen sich bei der wachsenden Mittelschicht Chinas reger Nachfrage. Nihon M&A, Marktführer für Unternehmensberatung in Japan, ist ein plakatives Beispiel: Das Unternehmen hat sich seit der Gründung vor 30 Jahren auf die Nachfolgeberatung von mittelständischen gründergeführten Unternehmen spezialisiert. Nihon M&A hat sich durch den Aufbau eines engen Netzwerks bei japanischen Banken und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie spezialisierten M&A-Beratern starke ökonomische Burggräben aufgebaut. Das Wachstumspotential ist aufgrund der hohen Anzahl von alternden Firmenchefs ohne natürliche Nachfolger aus der Familie mittel- und langfristig sehr hoch. Nihon M&A hat seine Gewinne pro Aktie über die vergangenen zehn Jahre annualisiert um 30 Prozent gesteigert. Für die kommenden fünf Jahre ist ein Wachstum auf gleicher Höhe als realistisch einzuschätzen.

Abenomics als Treiber

Nicht zu vernachlässigen ist bei der Beurteilung japanischer Aktien auch die Wirtschaftspolitik des früheren Premierministers Shinzō Abe, die auch unter dem Namern „Abenomics“ bekannt ist. Das Programm wurde in Japan mittels einer investitionsfreundlichen Steuerreform und einer durchgreifenden Arbeitsmarktreform umgesetzt. Die neuen Regelungen führten zu einem massiven Anstieg berufstätiger Frauen sowie einer Immigrationswelle, was der alternden Gesellschaft einen großen Produktivitätsgewinn bescherte. Die Reform der Unternehmensverfassung, welche in den Corporate Governance und Stewardship Code mündete, brach veraltete Managementstrukturen auf und ebnete den Weg für unabhängige sowie junge Kompetenz in den Aufsichtsräten, verbesserte die Kapitallokation, verlieh Minderheitsaktionären eine Stimme und hob die schwachen Kapitalrenditen auf internationales Niveau. So wurde ein Katalysator geschaffen, um den vielen überkapitalisierten japanischen Konglomeraten entgegenzuwirken und das Wachstum von dynamischen Qualitätsunternehmen zu fördern. In so einem breiten und unentdeckten Markt wie Japan ist es eine selektive Vorgehensweise umso wichtiger. Die Unternehmen in unserem Portfolio repräsentieren einen winzigen Anteil, weniger als ein Prozent, der börsennotierten japanischen Aktien. Über mehrere Jahre hinweg haben wir sie analysiert und sind überzeugt, dass sie starkes Wachstumspotential mitbringen. Wir investieren nicht unbedingt in Japan, sondern in Unternehmen, die zufällig ihren Sitz in Japan haben.

 

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Marktkommentar von Axel D. Angermann, FERI

 

Steigender Impffortschritt macht Lockdowns zunehmend unnötig

Einschränkungen im Dienstleistungssektor bremsen die Erholungsdynamik

Anhaltende Störungen internationaler Lieferketten als Gefahr für die industrielle Erholung

Die Delta-Variante des Corona-Virus beunruhigt zunehmend die Märkte. Tatsächlich wird diese hoch ansteckende Virusmutation, gegen die vermutlich erst die vollständige Impfung wirksam schützt, sehr bald wieder zu steigenden Infektionszahlen führen, wie dies in Großbritannien und Portugal bereits zu beobachten ist. Ob dies die erwartete Erholung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr beeinträchtigen könnte, hängt entscheidend vom weiteren Impffortschritt ab, weil sich das relevante Infektionsgeschehen wesentlich auf den – sukzessive sinkenden – Anteil der nicht vollständig Geimpften an der Gesamtbevölkerung konzentriert. Mit fortschreitendem Impferfolg besteht eine gute Chance, dass einschneidende Lockdown-Maßnahmen bei einer möglichen vierten Infektionswelle im Herbst 2021 vermieden werden können. Dies gilt auch deshalb, weil der wachsenden Zahl vollständig Geimpfter kaum zu vermitteln sein dürfte, warum Einzelhandelsläden, Restaurants oder Hotels wieder geschlossen werden müssen, obwohl dieser Teil der Bevölkerung gegen schwere Krankheitsverläufe wirksam geschützt ist. Neue Lockdowns dürften also nur noch schwer durchsetzbar sein. Ein nochmaliger Einbruch der Wirtschaftsleistung erscheint deshalb unwahrscheinlich.

Dennoch dürfte die Dynamik des Aufschwungs aus drei Gründen geringer ausfallen als bislang erwartet.

Erstens gehen mit der Verbreitung der Delta-Virusvariante Unsicherheiten einher. Darunter leidet die für einen robusten Aufschwung wichtige Stimmung.

Zweitens sind weitergehende Lockerungen politisch derzeit nur schwer durchsetzbar. Damit bleibt das Potential für Umsatzsteigerungen in wichtigen Dienstleistungsbereichen weiterhin begrenzt.

Drittens deutet sich schon jetzt eine erhebliche Belastung des Tourismus durch Reisewarnungen und Quarantäneregelungen an. Gerade für die südeuropäischen Länder, deren Aufschwung im Sommer wesentlich vom Tourismus abhängt, werden die Wachstumserwartungen deshalb nach unten korrigiert werden müssen.

Abhängigkeit von internationalen Lieferketten bleibt hoch

Hinzu kommt die Gefahr neuerlicher Lockdowns aufgrund der hochansteckenden Virusvariante in Ländern mit einem geringen Anteil vollständig geimpfter Personen. Dies trifft beispielsweise auf Australien, aber auch auf viele asiatische Länder zu. Daraus ergeben sich nicht nur deutlich verschlechterte Erholungsaussichten für diese Länder. Über die gegenseitigen Abhängigkeiten im internationalen Handel und Warenverkehr steigt auch die Gefahr anhaltender Störungen vonLieferketten, die ihrerseits die wirtschaftliche Erholung in der europäischen Industrie bremsen und außerdem zu weiteren Preissteigerungen für die betroffenen Produkte führen könnten.

Die Delta-Variante wird insgesamt die wirtschaftliche Erholung in Europa merklich belasten, wahrscheinlich aber nicht zu einem neuen Konjunktureinbruch führen. Dass die Märkte nervös sind, dürfte vor allem daran liegen, dass bereits ein hohes Maß an wirtschaftlicher Erholung eingepreist wurde. Für einen Absturz der Märkte gibt es aus fundamentaler Sicht derzeit dagegen keinen zwingenden Grund.

Über Axel D. Angermann

Axel D. Angermann analysiert als Chef-Volkswirt der FERI Gruppe die konjunkturellen und strukturellen Entwicklungen aller für die Asset Allocation wesentlichen Märkte. Diese Daten bilden die Grundlage für die strategische Ausrichtung der Vermögensanlagen der FERI. Angermann verantwortet seit 2008 die von FERI erstellten Analysen und Prognosen für die Gesamtwirtschaft sowie einzelne Branchen. 2002 trat er als Branchenanalyst in das Unternehmen ein. Seine berufliche Karriere begann beim Max-Planck-Institut für Ökonomie und beim Verband der chemischen Industrie. Angermann studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Bayreuth.

 

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Rendite erwirtschaften und dabei aktiv den Klimawandel bekämpfen

 

– das verspricht der neu aufgelegte Ecosystem Restoration Fonds von BNP Paribas. Im Webinar erklärt Portfoliomanager Edward Lees, wie er diesem Anspruch gerecht werden will.

Eine gesunde Gesellschaft braucht einen gesunden Planeten. Doch die Natur ist bedroht. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) hat daher die Jahre 2021 bis 2030 zur UN-Dekade für die Wiederherstellung von Ökosystemen erklärt. Für Anleger bietet das enormes Potential: Die jährlichen Kapitalinvestitionen für Erhalt und Wiederaufbau der Umwelt könnten sich bis zum Jahr 2030 auf den gigantischen Betrag von 22 Billionen US-Dollar belaufen. Da die Hälfte des weltweiten Bruttoinlandsprodukts mindestens mittelbar von einer intakten Natur abhängt, bringt jeder US-Dollar, den Anleger in die Restauration investieren, bis zu 30 US-Dollar an wirtschaftlichem Nutzen.

Passend dazu hat BNP Paribas Asset Management im Juni einen neuen Aktienfonds aufgelegt, der dieses Potenzial investierbar machen soll. Der BNP Paribas Ecosystem Restoration Fonds legt das Geld in Unternehmen aus aller Welt an, die innovative und umweltschonende Lösungen für Ökosysteme anbieten, also für Meere, Flüsse, Wälder oder Städte. Im Gespräch mit Scope-Analystin Manqing Sun erklärt Co-Portfoliomanager Edward Lees, mit welchen Herausforderungen er dabei konfrontiert ist und wie er aus der Masse an Kaufkandidaten diejenigen filtert, deren Produkte und Dienstleistungen wirklich etwas bewirken.

Das Portfolio des Fonds setzt sich aus 40 bis 60 Titeln zusammen, wobei die Manager Edward Lees und Ulrik Fugmann drei Hauptbereiche unterscheiden. Erstens: Unternehmen, die mit ihrem Geschäft den Erhalt der aquatischen Ökosysteme fördern, beispielsweise durch Wasseraufbereitung, effiziente Bewässerungssysteme und hydraulische Infrastruktur. Zweitens: Terrestrische Ökosysteme, also nachhaltige Land- und Fortwirtschaft oder Plantagen. Drittens städtische Ökosysteme: Hier geht es um Umweltdienstleistungen, grüne Gebäude, Recycling, Abfallmanagement und alternative Transportmittel.

Enger Kontakt mit Chefetage

Neben Großkonzernen finden sich im BNP Paribas Ecosystem Restoration viele Aktien mittlerer und kleiner Unternehmen, die an Innovationen tüfteln. Damit geht auch die erste Herausforderung für die Portfoliomanager einher: Analysten und andere Marktbeobachter konzentrieren sich mit ihrem ESG-Research oft auf etablierte Namen; bei kleineren Unternehmen ist die Datenlage dünn. Lees und Fugmann setzen deshalb stark auf eigene Analysen. Darüber hinaus stehen sie in engem Kontakt mit der Führungsebene des Unternehmens. Damit wollen sie sich zum einen selbst ein Bild von dem Geschäft zu machen – und zum anderen aktiv Einfluss auf die Unternehmenspolitik nehmen. So kann es passieren, dass die Portfoliomanager den Kauf der Aktie an die Bedingung koppeln, dass das Unternehmen zuvor seine Corporate Governance verbessert.

Der BNP Paribas Ecosystem Restoration ist ein klassischer Themenfonds. Um das Portfolio zu diversifizieren, streuen die Fondsmanager das Kapital zwar über verschiedene Branchen, Nationen und Kontinente. Trotzdem bleibt das Anlageuniversum naturgemäß kleiner als beispielsweise bei global investierenden Aktienfonds.

 

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Studie zeigt: Anlegerinnen haben ein höheres Selbstwertgefühl und sehen entspannter in die Zukunft als Sparerinnen / Finanzplanung als erster wichtiger Schritt zum Kapitalmarkt

 

Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld ist es wenig zielführend, die Ersparnisse in kaum verzinsten Spareinlagen zu halten. Doch gerade Frauen vertrauen weiterhin zu stark auf die vermeintliche Sicherheit von Sparbuch & Co, statt sich an die Wertpapieranlage heranzutrauen. Um herauszufinden, ob und wie sich Anlegerinnen und Sparerinnen unterscheiden, hat J.P. Morgan Asset Management in einer aktuellen Studie „Frauen und Geldanlage: Für die Zukunft planen“ 4.000 Frauen in zehn europäischen Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, befragt. Die Teilnehmerinnen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren besitzen Kapitalanlagen oder Ersparnisse und verfügen über ein gewisses Mindesteinkommen, das je nach Land variierte. Unter diesen Voraussetzungen überrascht es nicht, dass 64 Prozent der befragten Frauen Anlegerinnen mit Erfahrung am Kapitalmarkt sind.

Ein überraschendes Ergebnis der Befragung ist wiederum, dass die Anlegerinnen nicht nur ein größeres finanzielles Selbstbewusstsein, sondern tatsächlich auch ein höheres Selbstwertgefühl als die Sparerinnen haben. Dieses ist bei über einem Drittel der Frauen, die anlegen, überdurchschnittlich ausgeprägt, während es bei den Frauen, die bisher nicht investieren, nur jede Vierte ist. „Verschiedene Studien bestätigen einen engen Zusammenhang zwischen finanzieller Sicherheit und allgemeinem Wohlbefinden – und unsere Befragung zeigt nun, dass Anlegen sich positiv auf Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl auswirkt. Wenn Frauen also in ihre finanzielle Zukunft investieren, statt einfach nur zu sparen, zahlt sich das Anlegen neben den rein finanziellen Ergebnissen quasi doppelt aus“, betont Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing & PR für Deutschland und Österreich bei J.P. Morgan Asset Management.

Finanzplanung als erster Schritt

Doch gerade Frauen scheuen häufig den ersten Schritt an den Kapitalmarkt. Um diesen zu erleichtern, kann eine Finanzplanung helfen. Denn hier offenbart die Studie den größten Unterschied zwischen Anlegerinnen und denjenigen, die bisher nicht investieren: Mehr als drei Viertel der Anlegerinnen haben eine Planung für ihre Finanzen vorgenommen, auf deren Basis sie dann investieren. Bei den Sparerinnen hat noch nicht einmal jede Zweite solch einen Plan für ihre finanziellen Ziele und wie sie diese erreichen will. Dabei zeigt sich kein erkennbarer Unterschied zwischen den Frauen mit unterschiedlichen Einkommensniveaus. Aber es sind fast doppelt so viele Frauen mit überdurchschnittlichem Selbstwertgefühl – im Vergleich zu denen, die es als unterdurchschnittlich bezeichnen – , die über eine detaillierte Finanzplanung verfügen.

Ein weiterer Unterschied zwischen Sparerinnen und Anlegerinnen ist, wie zuversichtlich sie ihre aktuelle finanzielle Situation und ihre zukünftige Finanzlage betrachten. Während 41 Prozent der Anlegerinnen erwarten, in drei Jahren finanziell besser aufgestellt zu sein, sind es bei den Sparerinnen nur 33 Prozent, die ihre finanzielle Zukunft positiv sehen. Und trotz der finanziellen Unsicherheit in der Pandemie bewerten 17 Prozent der Anlegerinnen ihre aktuelle finanzielle Situation als besser als vor einem Jahr, während dies bei den Sparerinnen nur 11 Prozent sind. Zugegebenermaßen gab auf diese Frage aber sowohl jede zweite Anlegerin als auch Sparerin an, vorsichtiger zu sein.

Risiko als Chance sehen

Worin sich Sparerinnen und Anlegerinnen allerdings wieder unterscheiden ist die Einschätzung von Risiko: Anlegerinnen fühlen sich mit Risiken wohler – während 44 Prozent bereit sind, diese bei der Geldanlage einzugehen, sind es bei den Sparerinnen nur 31 Prozent. Auch nehmen sie diese eher als Chance wahr, hier ist die Differenz zu den Sparerinnen mit 45 Prozent zu 28 Prozent sogar noch ausgeprägter. „Sicherlich ist es sinnvoll, mit den Ersparnissen keine unnötigen Risiken einzugehen. Aber im anhaltenden Niedrigzinsumfeld ist die Sicherheit von Spareinlagen trügerisch, denn die Inflation entwertet das Geld schleichend. Deshalb ist es umso wichtiger, auf Wertpapieranlagen zu setzen, um von den Ertrags- und Wachstumschancen des Kapitalmarkts profitieren zu können. Der Preis dieser Chancen ist sicherlich ein etwas höheres Risiko, aber über langfristige Anlagezeiträume, wie etwa bei der Altersvorsorge, heben sich die gefürchteten Marktschwankungen auf“, erläutert Pia Bradtmöller.

Doch für viele der befragten Frauen ist Zeitmangel ein großes Thema, und in ihrem stressigen Alltag haben sie wenig Muße, sich mit dem Thema Geldanlage auseinanderzusetzen. Und so sind rund ein Drittel der Sparerinnen und fast jede zweite Anlegerin laut der Befragung bereit, Geld auszugeben, wenn dies nur Zeit spart. „Dabei ist Anlage kein Hexenwerk und mit Sparplänen gibt es eine einfache und bequeme Lösung, um regelmäßig Geld anzulegen – das geht inzwischen mit kleinen Summen ab 25 Euro und funktioniert wie beim klassischen Sparen, aber eben mit höheren Renditechancen. Gerade für Anlageeinsteigerinnen bieten sich Mischfonds als breit gestreute, transparente Möglichkeit zur Geldanlage am Kapitalmarkt an. Durch die Anlage über verschiedene ertragsstarke Anlageklassen hinweg reduzieren sich Schwankungen und Risiko über einen entsprechenden Zeithorizont. So sind erste Schritte bei der Wertpapieranlage und dem Vermögensaufbau mit Ertragspotenzial des Kapitalmarkts möglich“, so Pia Bradtmöllers Lösungsvorschlag.

 

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Vermögensverwaltende Fonds (VV-Fonds) versprechen in turbulenten Phasen wie der Corona-Krise durch ihr aktives Risikomanagement Verluste zu begrenzen, ohne dabei aber auf die Chancen eines Aufschwungs zu verzichten.

 

Dabei sollen aktives Management und die Diversifikation über mehrere Assetklassen dafür sorgen, dass langfristig eine positive Rendite bei vermindertem Risiko für den Anleger erwirtschaftet wird. Wer dieses Versprechen im ersten Halbjahr halten konnte, zeigt die Auswertung der MMD Analyse & Advisory GmbH.

  • Vermögensverwaltende (VV-) Fonds setzten positiv Trend auch im 1. Halbjahr 2021 fort
  • Durchschnittliche Wertentwicklung der VV-Fonds lag bei +6,93%

Die Aktienmärkte setzten im ersten Halbjahr 2021 den Höhenflug weiter fort und erreichten teilweise neue Höchststände. So erzielte der DAX in 2021 einen Gewinn von 13,21%, der Euro STOXX 50 Performance 16,06% und der MSCI World EUR (GRTR) 16,92%. Die Aktienmarkt-Rally wurde dabei durch die Fortschritte in der Pandemie-Bekämpfung, den Geldschwemmen der Regierungen sowie durch die Geldpolitik der Zentralbanken angetrieben. Dieses Eingreifen, zusammen mit der gesteigerten Nachfrage und den Material-/Produktionsengpässe, sorgte aber auch für Inflationsängste bei den Anlegern, was die Anleihemärkte belastet. So mussten die defensiven Staatsanleihen, gemessen am deutschen Rentenindex REX P, Verluste in Höhe von -1,14% im aktuellen Jahr verbuchen. In diesem herausfordernden Marktumfeld gestaltete sich das Asset Management für VV-Fonds durchaus anspruchsvoll.

In den beobachteten MMD-Kategorien Defensiv, Ausgewogen, Offensiv und Flexibel verzeichneten im ersten Halbjahr 97% aller VV-Fonds mit einem Volumen über 10 Millionen Euro ein positives Ergebnis. Die VV-Fonds mit negativer Performance waren vor allem defensive Fonds, die mit hohen Anleihen-Anteilen agieren.  Die positiven Ergebnisse erreichten die meisten VV-Fonds mit einem vergleichsweisen niedrigen maximalen Verlust (Maximum DrawDown (MDD)). Es gab zwar in allen Kategorien Ausreißer, die schlechter abschnitten als der weltweite Aktienindex MSCI World, der einem maximalen Verlust von -3,95% verzeichnete. Im Durchschnitt lagen die Werte gemessen an den MMD-Indizes aber darunter. Der maximale Verlust stellt das schlechteste mögliche Ergebnis einer Investition in der betrachteten Periode dar. Dabei bemisst sich dieser vom Höchststand bis zum Tiefststand innerhalb der Periode.

Defensive VV-Fonds

Die VV-Fonds der defensiven Kategorie konnten das erste Halbjahr durchschnittlich mit 2,36% abschließen. Der Quint:Essence Strategy Defensive Fonds führte dabei die Bestenliste in 2021 mit 7,51% an und erreichte dies bei einem maximalen Verlust in Höhe von -2,05%. Durchschnittlich lag der maximale Verlust bei den defensiven VV-Fonds bei -1,50%. Auch auf längere Sicht weist der Fonds ein gutes Chance-Risiko-Profil auf, was aus dem MMD-Ranking ersichtlich wird. Der Fond ist über 3 Jahre mit 5 Sternen bewertet und gehört damit zu den Top 20% der Peergroup.

Ausgewogene VV-Fonds

Der MMD-Index Ausgewogen, der die Entwicklung der VV-Fonds in dieser Peergroup misst, gewann in 2021 5,76% hinzu. Am besten performte der Global Income – Interest & Dividend Fonds mit 15,50% im bisherigen Jahr. Im Hinblick auf das Risiko lag der Fonds mit einem Maximum DrawDown in Höhe von -8,70% deutlich unterhalb des Durchschnitts der ausgewogenen Kategorie (-2,20%). Ein besseres Chancen-Risiko-Verhältnis hat der JOHCM Global Income Builder Fund mit einer Performance von 15,58% und einem Maximum DrawDown von -1,84%.

Offensive VV-Fonds

Die offensiven VV-Fonds konnten im Zeitraum vom 31.12.20 bis 30.06.2021 durchschnittlich 9,50% hinzugewinnen. Insgesamt verlief das erste Halbjahr bei allen VV-Fonds der offensiven Kategorie erfreulich und nur ein Fonds performte mit -0,61% negativ. Am besten performte der AvH Emerging Markets UI Fonds mit 23,05% im aktuellen Jahr. Auf drei Jahres Sicht gehört dieser Fonds aber zu den schwächsten 20% der Kategorie, anders als der Ganador Ataraxia, der als viertplatzierter in diesem Jahr auch im MMD Ranking für 3 Jahre zu den Besten gehört.

Flexible VV-Fonds

Bei der flexiblen Kategorie waren die Performancewerte am weitesten gestreut. So betrug der Abstand zwischen dem besten und schlechtesten Fonds im Betrachtungszeitraum fast 28 Prozentpunkte. Im Durchschnitt gewannen flexible VV-Fonds in den ersten 6 Monaten 7,38% hinzu. Der ACATIS Datini Valueflex Fonds verzeichnete dabei das beste Ergebnis in Höhe von 25,30%. Mit einem maximalen Verlust von -9,55% lag der Fonds aber deutlich unter dem Kategoriedurchschnitt (-3,45%). Ein besseres Ergebnis im Hinblick auf das Chancen-Risiko-Verhältnis erreichte der RIM Global Opportunities mit einer Rendite in 2021 von 17,29% bei einem MDD von -3,15%. Dieses Ergebnis bestätigt sich auch auf längere Sicht und schlägt sich im drei Jahres MMD-Ranking nieder, wo der Fonds zu den Top 40% (4 Sterne) der Kategorie gehört.

Die Auswertung zeigt, dass VV-Fonds in Aufwärtsphasen an den Gewinnen am Aktienmarkt partizipieren und gleichzeitig das Verlustrisiko verringern. Alle Kategorien konnten die maximalen Verluste im Vergleich zu den großen Aktienindizes beschränken und einige VV-Fonds konnten sogar höhere Gewinne erzielen. Belastend wirkte hingegen eine höhere Anleihequote, wie sich insbesondere in der defensiven Kategorie zeigt, da dort neben der langen Niedrigzinsphase auch die Inflationsgefahr die Kurse drückt.

Für eine leistungsgerechte Bewertung des Fondsmanagers sollten die VV-Fonds im Detail und über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Dabei können in einem ersten Schritt quantitative Rankings – wie das MMD Ranking – helfen, eine entsprechende Vorauswahl zu treffen. „Bei dem MMD Ranking fließen neben den Performanceleistungen auch Risikokomponenten zu 50% mit in die Bewertung ein.“ erklärt Nicolai Bräutigam, Geschäftsführer der MMD Analyse & Advisory GmbH. „So kann mit einem Blick erfasst werden, welche VV-Fonds ein angemessenes Chance-Risiko-Profil aufweisen. Und vor allem kann man auch abgleichen, ob Kursgewinne, die kurzfristig erzielt wurden, auch auf lange Sicht bestätigt werden.“

 

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Von Mark Holman, CEO von TwentyFour Asset Management:

 

Trotz der von vielen als „hawkish turn“ empfundenen Wende betont Jerome Powell nach wie vor, dass das Tempo der Ankäufe von Vermögenswerten durch die Fed so lange beibehalten wird, bis substanziell weitere Fortschritte erzielt werden

Während Anzeichen für eine erhöhte Inflation die Anleiheinvestoren weltweit beunruhigen, bedeutet das doppelte Mandat der Fed, dass das dringende Problem die Vollbeschäftigung und die Sicherstellung des Aufschwungs für die gesamte US-Bevölkerung ist

Angesichts eines unsicheren Inflationsverlaufs und Arbeitsmarktausblicks kann es sich in der zweiten Jahreshälfte 2021 als effektive Strategie erweisen, etwas mehr Bargeld zu halten, um auf potenzielle Dips zu zielen

Es fühlt sich derzeit so an, als würden wir mindestens 40 Prozent unserer Zeit damit verbringen, über Inflation zu sprechen, oder genauer gesagt, darüber, warum die US-Notenbank Fed eine andere Auffassung von Inflation zu haben scheint als nahezu jeder andere.

Für Anleihemanager ist die Sorge um die Inflation verständlich; sie bedeutet in der Regel Verluste bei US-Treasuries, was wiederum Verluste bei Kreditprodukten nach sich ziehen kann, bei denen der Spread zu gering ist, um die Zinsbewegung aufzufangen. Die endlosen Schlagzeilen der jüngsten Zeit, die dieses Thema zu generieren scheint, mögen einige Augen rollen lassen, aber wir denken, dass es eine Debatte ist, die es wert ist, geführt zu werden. Denn wenn es eine Sache gibt, an die sich Anleihemanager überall erinnern sollten, dann ist es dies: Jerome Powell ist keiner von Ihnen. Monatelang haben der Vorsitzende der US-Notenbank Fed und andere führende Mitarbeiter den Marktteilnehmern eine zunehmend vertraute Diät der Beruhigung und des anhaltenden Engagements serviert, um die Erholung nach der COVID-19-Pandemie so lange wie nötig zu unterstützen.

Das war bis zur letzten Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) am 15. und 16. Juni auch der Fall, als die aktualisierten Dot Plots zeigten, dass einzelne Fed-Mitglieder hawkischer wurden (der Median des Dot Plots sagt nun zwei Zinserhöhungen im Jahr 2023 voraus). Ebenso hob die Fed ihre eigenen Inflationserwartungen für 2021 deutlich von zwei Prozent auf drei Prozent an.

Trotz der von vielen als „hawkish turn“ empfundenen Wende betonte Powell erneut, dass das Tempo der Ankäufe von Vermögenswerten durch die Fed so lange beibehalten werde, bis substanziell weitere Fortschritte bei Beschäftigung und Inflation erzielt würden. Gleichzeitig spielte er auch die Bedeutung der Dot Plots herunter. Angesichts der scheinbar widersprüchlichen Signale reagierten die Renditen von US-Staatsanleihen entsprechend und sprangen zunächst auf 1,58 Prozent, bevor sie sich auf ihrem Niveau von vor der Sitzung von 1,48 Prozent einpendelten.

Der Kern von Powells Aussagen ist die fortgesetzte Behauptung der Fed, dass sich jegliche Anzeichen von Preisinflation in der gegenwärtigen Phase des Aufschwungs als vorübergehend erweisen und letztlich angesichts der vorherrschenden disinflationären säkularen Trends der Globalisierung, des Abbaus von Gewerkschaften, der niedrigen Bevölkerungswachstumsraten und der Automatisierung schwinden werden. Allerdings könnten die jüngsten Datenpunkte für sich genommen dazu führen, dass ein Anleger das Mantra der Fed zunehmend als hohl klingend betrachtet. So zeigte der US-Verbraucherpreisindex im April einen jährlichen Preisanstieg von 4,2 Prozent gegenüber den Erwartungen von 3,6 Prozent. Im Mai folgte eine Beschleunigung von 5 Prozent gegenüber den Schätzungen der Umfrage von 4,7 Prozent. Ist dieser ganze Aufschwung tatsächlich nur vorübergehend?

Ist die Fed im Hintertreffen?

Wir können den bedeutenden Einfluss von Basiseffekten auf die jüngsten Inflationszahlen nicht außer Acht lassen. Die signifikanten Sprünge im Jahresvergleich spiegeln zum Teil das niedrige Preisniveau in der Zeit wider, als die COVID-19-Restriktionen am stärksten waren. Dementsprechend waren die Basiseffekte in den Sektoren, die am stärksten von COVID-19 betroffen waren, am deutlichsten, was auf eine vorübergehende Inflation hindeuten könnte, die sich normalisieren könnte, wenn die Schmerzen der Wiedereröffnung abklingen.

Dennoch ist aus unserer Sicht das potenzielle Risiko eines dauerhafteren Inflationsdrucks nicht gänzlich vom Horizont verschwunden. Um es klar zu sagen: Wir sagen hier keinen neuen Regimewechsel voraus – der disinflationäre Druck, der die Weltwirtschaft vor der Pandemie kennzeichnete, bleibt weitgehend intakt, aber es gibt eine Reihe von Gründen, warum wir glauben, dass wir eine höhere Inflation sehen werden, als die Fed derzeit zu erwarten scheint.

Nachdem die Volkswirtschaften weltweit nahezu ein Jahr heruntergefahren wurden, weisen Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten wie Halbleitern und steigende Rohstoffpreise auf die Schwierigkeit hin, globale Lieferketten wieder in Gang zu bringen, wenn nicht alle Volkswirtschaften im gleichen Tempo wieder anlaufen. Kombiniert man dies mit einem globalen Bankensystem, das anders als in der Zeit nach der Finanzkrise gut kapitalisiert und geneigt zu sein scheint, Kredite zu vergeben, gibt es unserer Meinung nach genug Gründe, um eine hartnäckigere Inflation zu erwarten, als es die Haltung der Fed vermuten lässt.

Sollten wir als Anleihemanager besorgt sein, dass unsere Ansicht zur Inflation im Widerspruch zu der der Fed zu stehen scheint? Nun, nicht unbedingt. Einfach ausgedrückt: Jerome Powell ist kein Anleihenmanager. Während Anzeichen für eine erhöhte Inflation die Anleiheinvestoren weltweit beunruhigen, bedeutet das doppelte Mandat der Fed, dass das dringende Problem für Powell die Vollbeschäftigung und die Sicherstellung des Aufschwungs für die gesamte US-Bevölkerung ist. Daher erscheint es verständlich, dass Powell und die Fed eine Periode mit einer über dem Ziel liegenden Inflation als einen Preis betrachten, der es wert ist, bezahlt zu werden, damit acht Millionen US-Amerikaner wieder einen Job bekommen.

Die Aufgabe der Fed ist es jetzt, den Aufschwung zu fördern und Kommentare zu vermeiden, die den Markt an dieser Verpflichtung zweifeln lassen würden. Als Anleihemanager wiederum ist es unsere Aufgabe, eine anständige Rendite für unsere Anlagen zu erzielen. Meiner Meinung nach wird der Schlüssel dazu im restlichen Jahr 2021 darin liegen, das Risiko eines erneuten Ausverkaufs der Zinsen zu managen und gleichzeitig sicherzustellen, dass wir dem ausgesetzt bleiben, was eine rasante wirtschaftliche Erholung und sich schnell verbessernde Kreditgrundlage zu sein scheinen.

Aus unserer Sicht ist die wichtigste Überlegung das Management des Engagements in jenen Sektoren, die historisch gesehen am durationsempfindlichsten sind, da wir davon ausgehen, dass die Fed wesentlich inflationstoleranter sein wird, als wir es uns als Anleihemanager leisten können. Daher erscheint uns die Überlegung, das Engagement selbst in hoch bewerteten, durationsanfälligen Sektoren zu reduzieren, als ein kluger Schritt. Ebenso gebietet der Pragmatismus eine leichte Reduzierung des Gesamtrisikos für den Fall, dass wir eine gewisse Volatilität erleben, während die Fed mit ihrer Botschaft und der daraus resultierenden Unsicherheit spielt. Daher halten wir es für sinnvoll, Portfolios mit einer geringfügigen Erhöhung der Liquidität zu führen, um attraktive Bewertungsmöglichkeiten zu nutzen, sollten sie sich bieten.

Wir plädieren jedoch nicht für eine umfassende Rotation aus Risikoanlagen; wir glauben immer noch, dass sich die Kreditsektoren weiterhin positiv entwickeln werden und engere Spreads in diesem Zyklus vor uns liegen, insbesondere dort, wo die Kreditkomponente des Wertpapiers der dominierende Preistreiber ist und nicht die Verbindung zu den Zinsen.

Insgesamt lautet unsere Botschaft: Angesichts eines unsicheren Inflationsverlaufs und Arbeitsmarktausblicks kann es sich in der zweiten Jahreshälfte 2021 als effektive Strategie erweisen, etwas mehr Bargeld zu halten, um auf potenzielle Dips zu zielen, während das Engagement in durationsabhängigen Sektoren reduziert wird.

 

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Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

 

Über Monate setzten Anleger auf Substanzwerte. Diese Titel zeichnen sich durch moderate Bewertungen und „Value“, also intrinsische Werte aus. Angesichts der Rahmenbedingungen war der Trend hin zu eher konservativen Titeln nachvollziehbar: Die Teuerung steigt und viele Substanzwerte erwirtschaften ihre Gewinne schon heute. Anders ist das bei sogenannten Wachstumswerten, im Fachjargon auch Growth-Titel genannt. Hier fließen sämtliche Mittel in aller Regel in die Expansion. Im Gegenzug winken Gewinne in der Zukunft. Doch was sind diese Gewinne noch wert, wenn die Teuerung immer mehr zunimmt, fragten sich Anleger und kehrten Wachstumswerten zunächst den Rücken.

Die Pandemie ist gekommen, um zu bleiben

Nun sieht es danach aus, als würden Growth-Titel langsam, aber sicher wieder die Oberhand gewinnen. Ein gutes Beispiel dafür ist etwa die Performance des Technologie-Index TecDAX im Vergleich zum DAX. So kommt der TecDAX auf Sicht von einem Monat immerhin auf eine Rendite von knapp 5 Prozent, während sich der DAX im gleichen Zeitraum unter dem Strich kaum vom Fleck bewegte. Wie kommt der plötzliche Umschwung des Marktes?

Die größten Inflationssorgen haben sich in den vergangenen Wochen verflüchtigt. Und die Hoffnung vom großen Boom nach dem Ende der Pandemie scheint sich immer mehr in Luft aufzulösen. Einerseits schaffen es Schlüsselindustrien, wie etwa die Autobranche, im ersten Halbjahr durchaus starke Erträge zu erwirtschaften, andererseits stellt sich die Frage, ob dies bereits der nachhaltige Weg zurück auf dem Wachstumspfad ist. Das liegt nicht an mangelnden innovativen Produkten oder dem geringen Interesse der Kunden, sondern an der Knappheit der Zulieferteile wie beispielsweise den Halbleiter-Chips. Wenn eine derart wichtige Branche nicht kräftig wächst, nimmt das Inflationsdruck. Hinzu kommt, dass das oft herbeigeschriebene Ende der Pandemie angesichts von Delta-Variante, Impf-Skepsis und Entscheidungsschwäche bei Bund und Ländern in weite Ferne gerückt ist. Statt zwei Quartale der Freiheit und des überschwänglichen Konsums könnten uns allen wieder Einschränkungen bevorstehen.

Nie außer Mode: die Zukunft

Der jüngste zarte Aufwärtstrend bei Technologie-Titeln könnte das Resultat davon sein, dass sich mehr und mehr Anleger vom laufenden Jahr bereits verabschiedet haben und den Fokus auf die fernere Zukunft legen. In dieser Zukunft werden innovative Geschäftsmodelle und digitale Lösungen eine noch größere Rolle spielen als ohnehin schon. Nach der monatelangen Durststrecke von Technologie-Titeln könnten Anleger in den inzwischen etwas günstigeren Tech-Werten wieder Hoffnung sehen.

Zwar tun Anleger gut daran, sich nicht zu stark von kurzfristigen Strömungen am Markt leiten zu lassen, doch sollten sich Investoren vor Augen halten, dass an der Börse in allererster Linie die Zukunft gehandelt wird. Diese Zukunft repräsentieren industrienahe Tech-Werte aus dem TechDAX oder die großen Daten-Giganten aus dem Nasdaq-100 besser, als etwa Industriewerte oder Titel aus dem Bereich der Grundstoffe.

Kombinieren Sie das Beste aus beiden Welten

Für den langfristigen Vermögensaufbau kommt es ohnehin darauf an, solide Substanzwerte, die auch regelmäßige und sichere Erträge in Form von Dividenden bieten, mit vielversprechenden Zukunftstiteln zu kombinieren. Wer bei letzteren Werten Nachholbedarf hat, kann das aktuelle Bewertungsniveau im Technologie-Sektor womöglich nutzen. Idealerweise bieten sich diversifizierte und von erfahrenen Fondsmanagern geführte Aktienfonds rund um das Thema Technologie an. Wichtig ist nur, dass Anleger begreifen, dass es dabei nicht um ein „Entweder-oder“ sondern um ein „Sowohl-als-auch“ geht. Ebenso sollte ein diversifiziertes Portfolio Investments in Anleihen, Immobilen oder auch den alternativen Investments beinhalten. Nur wer das Beste aus dem Anlageuniversum in einem Portfolio kombiniert, kann sich langfristig über kontinuierliche Zuwächse freuen.

 

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Laureus AG Privat Finanz, Ludwig-Erhard-Allee 15, D-40227 Düsseldorf, Tel: 0211 / 16098­0, www.laureus­ag.de

Mehr Gold, mehr Silber und mehr Emerging Markets:

 

Die INVIOS GmbH hat ihre Asset-Allokation in ihren Vermögensbildungsfonds angepasst. „Angesichts bereits stark gelaufener Aktienmärkte werden wir so die bereits erreichte Rendite durch weitere Diversifikation sichern“, sagt Nikolas Kreuz, Geschäftsführer der INVIOS GmbH.

Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf Silber: Das Edelmetall wird aufgrund seiner chemischen Eigenschaften in mehr als 43.000 Produkten von der Solar- und Autoindustrie bis zu Medizin- und Haushaltsgeräten verwendet. „In jedem Neufahrzeug, in allen Handys und Computerchips ist Silber verbaut“, so Kreuz. In den kommenden Jahren werde der Preis vermutlich deutlich steigen, denn die bekannten Silbervorkommen reichen noch höchstens 15 Jahre und wahrscheinlich nicht mal mehr das: „VW als einer der größten Autobauer am Markt will ab 2030 70 Prozent seiner Fahrzeugpalette elektrifiziert haben. Bei einem E-Auto ist im Vergleich zu einem Verbrenner der dreifache Silbereinsatz nötig. Da kann man sich ausrechnen, wie eng es auf dem Silbermarkt bei zunehmender E-Mobilität auf der Welt werden wird“, sagt Kreuz.

Zudem schützen Engagements in Gold und in den „kleinen Bruder“ Silber mit einer erhöhten Korrelation zu Gold als Sachwert vor der zunehmenden Inflation. „Tatsächlich besteht nur ein geringer Zusammenhang zwischen Inflation und Goldpreis, weshalb Gold bekanntermaßen als Schutz bei einer Inflation angesehen wird“, so Kreuz.

Gleichzeitig ist es heute sehr einfach, Edelmetalle zu halten: „Während früher über Degussa physisches Gold gekauft werden musste, kann man heute über Xetra oder Euwax Gold und Silber über ETCs und zertifizierte ETNs sekündlich kaufen und verkaufen“, so Kreuz. Dadurch hat sich Umsatz und Liquidität der Edelmetalle erhöht – und garantiert faire Preise. „Die erhöhte Fungibilität, Liquidität und die damit einhergehende Transparenzsteigerung in der Assetklasse Edelmetalle erlaubt uns eine Edelmetallquote von aktuell über 15 Prozent“, so Kreuz. „Aus gutem Grund: Edelmetalle dürften sich auf Basis dieser Sachzusammenhänge auf kurze und mittlere Sicht weiter positiv entwickeln.“

Darüber hinaus hat INVIOS den Mittleren Osten und Asien im Vergleich zur Benchmark mit fast 20 Prozent nahezu verdoppelt. „Mit Erfolg: Unsere INVIOS-Fonds performen in der aktuellen Seitwärtsphase beeindruckend“, so Kreuz.

 

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INVIOS GmbH, Hohe Bleichen 8, 20354 Hamburg, Tel: +49 40 55 55 36 363, www.invios.de

20% Wachstum bei den Erträgen ggü. Vorjahr

 

Das starke Wachstum der Assets under Management (AuM) bei Storebrand Asset Management setzt sich mit einem Anstieg von 50 Mrd. NOK (rd. 4,8 Mrd. EUR) im zweiten Quartal fort. Die gesamten AuM belaufen sich zum Ende des zweiten Quartals auf 1.037 Mrd. NOK (rd. 100 Mrd. EUR), was einem Wachstum von 157 Mrd. NOK bzw. 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das zweite Quartal war geprägt von positiven Nettomittelzuflüssen in Höhe von 5 Mrd. NOK (rd. 480 Mio. EUR) und starken Erträgen, die durch Währungseffekte verstärkt werden. Die Erträge im 2. Quartal belaufen sich auf 454 Mio. NOK (rd. 44 Mio. EUR), ein Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Unser Hauptziel ist es, Wert für unsere Kunden zu schaffen. 1.000 Mrd. NOK in Assets under Management sind in diesem Zusammenhang ein Meilenstein, auf den wir sehr stolz sind und ein Zeichen für das anhaltende Vertrauen unserer Kunden in uns“, sagt Jan Erik Saugestad, CEO von Storebrand Asset Management. „Zudem ist Nachhaltigkeit nach wie vor ein wichtiger Treiber, da unsere Kunden weiterhin nach Anlagelösungen fragen, die ihre Portfolios mit ihren allgemeinen Klimazielen oder anderen wichtigen ESG-Belangen, wie z. B. naturbezogenen Themen, in Einklang bringen“, so Saugestad weiter.

Anhaltendes Wachstum in den nordischen Ländern und darüber hinaus

In Dänemark konnte Storebrand nach der Registrierung ausgewählter wichtiger Aktienfonds und der Eröffnung eines lokalen Büros im Juni 2020 ein stetiges Wachstum der Vermögenswerte in allen Segmenten verzeichnen. Institutionelle Anleger, Pensionsfonds sowie Städte und Gemeinden sind bis heute die größte Investorengruppe, aber auch das Geschäft mit privaten Endanlegern wächst schnell.

Auch in Finnland und Island verzeichnet Storebrand weiterhin Wachstum, Hier verfügt das Unternehmen über starke Beziehungen zu wichtigen Institutionen vor Ort. Auf diese Weise sind die Fonds über wichtige Vertriebspartner und lokale Finanzinstitute verfügbar.

Seit Anfang Mai 2021 sind der Storebrand Global ESG Plus, der Storebrand Global Solutions, der SKAGEN Kon-Tiki, der SKAGEN Global, der SKAGEN Focus und der SKAGEN m2 in Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassen.

SKAGEN: Zunehmende Nachfrage nach aktivem Value-Management

Auch die Fondsboutique SKAGEN, die zu Storebrand Asset Management gehört, verzeichnete ein starkes zweites Quartal. Die Anlageperformance profitierte von der anhaltenden Dynamik bei Value-Aktien, da die Kunden ihre Portfolios an ein höheres Wirtschaftswachstum und steigende Zinsen anpassen. Alle Aktienfonds erzielten positive absolute Renditen und bis auf einen liegen alle im Jahr 2021 über der Benchmark. Dies führte zu einer starken Nachfrage von Direktkunden, noch vor professionellen Anlegern, bei denen das Interesse an aktiven wertorientierten Aktien ebenfalls wächst.

Digitale Transformation

Als moderne Multi-Boutique in der Vermögensverwaltung hat Storebrand die Vorteile der Skalierung und Konsolidierung unter Beweis gestellt und seine gesamte Kernplattform für die Vermögensverwaltung in die “Cloud” verlegt. Die Migration der Technologieplattform ist eine wichtige Voraussetzung für weiteres Wachstum und die zukünftige Entwicklung innovativer Dienstleistungen. Das Projekt wurde über einen Zeitraum von 14 Monaten abgeschlossen und hat zu einer vollständig automatisierten Infrastruktur geführt, die die Qualität verbessert, die Effizienz steigert, das Risiko reduziert, die Kosten senkt und die Sicherheit erhöht.

Mitarbeiter und Rekrutierungen

Storebrand Asset Management arbeitet aktiv an der Weiterentwicklung der Organisation, um das angestrebte weitere Wachstum zu realisieren. In diesem Jahr wurden bislang 17 neue Kollegen eingestellt, von denen 70 Prozent Frauen sind. Storebrand sieht Inklusion und Vielfalt als entscheidend für den zukünftigen Erfolg an. Ziel ist eine integrative, werteorientierte Kultur, in der sich die Mitarbeiter wertgeschätzt, respektiert und einbezogen fühlen, unabhängig davon, wer sie sind, was sie glauben und woher sie kommen.

Start der TNFD

Große Finanzinstitute und multinationale Konzerne haben im Juni die Initiative Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) formell ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe ist es, einen Berichtsrahmen zu schaffen, der Organisationen dabei hilft, Risiken im Bereich der biologischen Vielfalt zu managen und Chancen zu erkennen. Storebrand ist seit Beginn Mitglied der informellen Arbeitsgruppe der Taskforce, einem 74-köpfigen Team, das im Jahr 2020 die Arbeit aufgenommen hat, um die praktischen Empfehlungen für den Umfang und den Arbeitsplan der Taskforce auszuarbeiten.

Über Storebrand Group:

Die Storebrand Gruppe ist einer der führenden Anbieter von Anlagelösungen zum Vermögensaufbau und zur Altersvorsorge im nordischen Markt. Sitz der Gruppe ist Oslo. Storebrand Asset Management verwaltet aktuell rund 100 Milliarden Euro (Stand 30.06.2021), was die Gruppe zum größten privaten Asset Manager Norwegens macht. Das Unternehmen ist auch in Schweden mit Produkten im Bereich Asset Management, Lebensversicherungen und Krankenversicherungen aktiv. Storebrand betreut derzeit etwa 1,9 Millionen Kunden in Norwegen und Schweden. Die Anfänge des an der Börse Oslo notierten Unternehmens gehen bis in das Jahr 1767 zurück.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Storebrand Funds Deutschland SKAGEN AS, German Branch, Barckhausstrasse 1, 60325 Frankfurt, www.skagenfunds.de

Infra Debt II ist ein Alternativer Investmentfonds, der als Luxemburger SICAV-RAIF strukturiert ist und im April 2021 aufgelegt wurde.

 

Der Vermarktungszeitraum endet im April 2022 und der Fonds hat ein Hard Cap von 1 Mrd. EUR. Der Fonds investiert in vorrangig besicherte Schuldtitel aus verschiedenen europäischen Infrastruktursektoren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf digitaler Infrastruktur und erneuerbaren Energien, die sich beide im jüngsten wirtschaftlichen Umfeld als widerstandsfähig erwiesen haben. Der Fonds zielt auch auf Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Versorgungsunternehmen und soziale Infrastruktur ab. Infra Debt II knüpft an den Erfolg des ersten Senior Infrastructure Debt Fund von BNPP AM an, der 2017 aufgelegt wurde, ein Fondsvolumen von 474 Mio. EUR erreicht hat und nun vollständig ausgeschöpft ist.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegen Zusagen von Versicherungsgesellschaften, Pensionsfonds und Unternehmen aus Großbritannien, Frankreich und Belgien vor, weitere Investoren aus Europa und Asien werden erwartet. Der Fonds hat bereits acht Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 250 Millionen Euro zugesagt, die in den Bereichen Glasfaser, soziale Infrastruktur, Versorgungsunternehmen und erneuerbare Energien getätigt werden.

Infra Debt II zielt auf stabile langfristige Renditen für die Investoren ab, bei gleichzeitigem Kapitalerhalt. Der Fonds verfolgt eine strenge ESG-Politik in Übereinstimmung mit der Analyse des Sustainability Centre von BNPP AM. Um ein nachhaltiges Portfolio mit einer qualitativ hochwertigen ESG-Kundenberichterstattung aufzubauen, verwendet das Managementteam unabhängige Wirkungsstudien, um die induzierten und vermiedenen Treibhausgasemissionen, den Netto-Umweltbeitrag und die Ausrichtung an den Zielen des Pariser Klimaabkommens zu bewerten.

Der Fonds wird vom Infrastructure Debt Team von BNPP AM verwaltet, das zum Investmentbereich Private Debt & Real Assets („PDRA“) gehört. PDRA bietet eine breite Palette von Private-Debt-Investments in den Bereichen Corporate Debt, Infrastructure Debt, Real Estate Debt und Structured Finance an und verwaltet ein Vermögen von insgesamt 9 Milliarden Euro (Stand: 31. März 2021).

„Europäische Infrastrukturanleihen haben sich in einem unsicheren Marktumfeld mit höherer Volatilität während der Pandemie als äußerst widerstandsfähig erwiesen,“ erklärt Karen Azoulay, Head of Infrastructure Debt bei BNP Paribas Asset Management. „Dies und die nachhaltigen langfristigen Renditen, die diese Anlageklasse bietet, wurden von den Anlegern anerkannt. Das zeigt die Unterstützung, die wir von bestehenden Investoren und neuen Kunden für unseren zweiten Senior Debt Fonds erhalten haben. Erneuerbare Energien und digitale Infrastruktur sind zwei Schwerpunktbereiche für den Fonds, die sich beide durch wachsende Nachfrage auszeichnen und interessante Investmentmöglichkeiten darstellen.“

BNPP AM hat kürzlich ein Papier veröffentlicht, in dem die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf europäische Infrastrukturanleihen und die Aussichten für die Anlageklasse im Umfeld nach der Pandemie untersucht werden. Das Papier, das hier verfügbar ist, hebt hervor, dass die erwiesene Widerstandsfähigkeit diese Anlageklasse für Investoren attraktiv macht, die stabile Erträge bei geringerer Volatilität suchen, während sie zusätzlich von langfristigen Trends wie der Energiewende und der Digitalisierung profitiert.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BNP PARIBAS ASSET MANAGEMENT France, Zweigniederlassung Deutschland, Europa-Allee 12, 60327 Frankfurt am Main, Tel: (069)707998-0, www.bnpparibas-am.com

Diesseits und jenseits des Atlantiks stehen massive Infrastrukturausgaben bevor.

 

Ivan Domjanic, Capital Market Strategist bei M&G Investments, erläutert, welche Unternehmen profitieren und wie Anleger den Infrastruktur-Rückenwind für sich nutzen können:

„In den USA hat man sich jetzt offenbar auf ein Programm von rund 1,2 Billionen US-Dollar geeinigt, auch wenn hier noch eine Restunsicherheit besteht. Ein signifikanter Teil dieser Gelder soll in harte Infrastruktur, wie Straßen, Brücken, Stromnetze und Wasserinfrastruktur fließen. Auf der europäischen Seite steht der inzwischen über 800 Milliarden Euro umfassende EU-Aufbaufonds bereit. Hiervon ist gut die Hälfte für grüne Projekte und für die Digitalisierung vorgesehen.

Der Bausektor profitiert direkt

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Unternehmen auf der Aktienseite von diesen Infrastrukturinvestitionen profitieren könnten. Als mögliche unmittelbare Profiteure fallen einem zuallererst Unternehmen aus dem Bauwesen und aus Sektoren ein, die an das Bauwesen gekoppelt sind, also zum Beispiel Baumaterialien, Industriemetalle/Stahl oder der Maschinenbau. Für die Bauunternehmen stellen die geplanten Infrastrukturausgaben mehr oder weniger direkte Einnahmen dar. Die Unternehmen, die dem Sektor nahestehen, profitieren wiederum von den Bestellungen und Aufträgen des Bauwesens. Während die positiven Wachstumserwartungen dieser Branchen bereits zu gewissen Kurssteigerungen geführt haben, ist zuletzt der steigende Kostendruck aufgrund von Engpässen und steigenden Rohstoffpreisen in den Vordergrund gerückt und hat bei einigen der Unternehmen eine Korrektur ausgelöst. Zudem darf man nicht vergessen, dass diese Branchen sehr zyklisch sind und ein gewisses Rückschlagspotenzial besteht, sobald die Infrastrukturausgaben ihren Höhepunkt überschritten haben. Bis dahin dürfte jedoch noch einige Zeit vergehen. Mittelfristig dürften die genannten Branchen somit vor einer Wachstumsphase stehen.

Längerfristig gute Aussichten für Betreiber

Etwas anders verhält es sich bei den Betreibern von Infrastrukturanlagen. Hierzu zählen u.a. Versorger, Transportinfrastrukturunternehmen oder auch Mobilfunkturmbetreiber. Bei diesen Unternehmen machen sich die Infrastrukturausgaben zwar nicht unmittelbar als positive Cashflows bemerkbar. Allerdings erhalten diese Unternehmen die Möglichkeit, ihre Infrastruktur-Assets auszubauen und aus diesen Assets dann über einen längeren Zeitraum oftmals sehr verlässliche Cashflows zu generieren. Infrastrukturbetreiber könnten somit zu den nachgelagerten, längerfristigen Profiteuren der Infrastrukturprogramme gehören. Im Gegensatz zu den unmittelbaren Profiteuren war die Kursentwicklung vieler Infrastrukturbetreiber zuletzt eher verhalten. Der Markt scheint die Chancen dieser Unternehmen also noch nicht in Gänze wahrgenommen zu haben, was wiederum eine Gelegenheit für geduldige und langfristig orientierte Investoren bedeuten könnte.

Ausbau sauberer Energie in den USA und Europa

Last but not least sind die Unternehmen aus dem Bereich der „sauberen Energie“ im weiteren Sinne zu nennen. Zwar kommt dieser Bereich im US-Infrastrukturprogramm deutlich weniger zum Tragen als im ursprünglichen 2,2 Billionen US-Dollar umfassenden Vorschlag von Joe Biden. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Demokraten versuchen werden, neben weiteren Agenda-Punkten den Ausbau grüner Infrastruktur an den Republikanern vorbei zu beschließen. In der EU ist der Ausbau einer grünen Infrastruktur hingegen bereits jetzt ein zentraler Bestandteil des Programms. Dem langfristigen Wachstum der Unternehmen aus diesem Bereich steht somit nichts entgegen. Allerdings hat man gesehen, dass gerade hier mit erhöhter Volatilität zu rechnen ist. Nach einer massiven Rally im Jahr 2020 haben viele der Unternehmen zu Jahresbeginn sehr deutlich an Wert eingebüßt. Für langfristige und opportunistische Investoren könnte aber gerade dies eine interessante Einstiegsgelegenheit darstellen.

Aus Investorensicht gibt es somit mehrere Möglichkeiten, sich den Rückenwind der geplanten Infrastrukturprogramme zunutze zu machen. Übergeordnet sollte man allerdings neben dem Wachstumspotenzial die Bewertungen nicht außer Acht lassen. Wie so oft gilt auch hier: Selektivität ist entscheidend.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

M&G International Investments Ltd., mainBuilding, Taunusanlage 19, ­60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 1338 6757, www.mandg.de/

Anbieter Solidvest holt 2021 den ersten Rang / Studie über insgesamt 40 Robo-Advisor

 

Der Robo-Advisor Solidvest des Vermögensverwalters und Fondsmanagers Dr. Jens Erhardt hat beim großen Robo-Advisor-Test 2021 des Wirtschaftsmagazins CAPITAL den ersten Platz erreicht (Ausgabe 8/2021, EVT 15. Juli). Mit einer Gesamtpunktzahl von 83,1 Punkten verwies Solidvest die Anbieter Minveo (81,5) und Liqid (79,4) auf die Ränge zwei und drei. Insgesamt erreichten elf von 40 Anbietern die Höchstnote von fünf Sternen.

Es war der fünfte Test der noch relativ jungen Branche an Vermögensverwaltern, die ihre Dienste weitgehend automatisiert und digital über das Netz anbieten. Wie jedes Jahr führte Capital die Untersuchung mit dem Münchner Analysehaus Tetralog durch, die Kriterien blieben im Vergleich zu den Vorjahren unverändert: Dabei ermittelten die Tetralog-Experten zunächst, wie gut die Robo-Advisor ihre Kunden und deren Anlagewünsche erfassen (Kategorie Profilierung). Außerdem ging in die Untersuchung ein, wie gewinnbringend und verlustgeschützt die Verwalter das Geld investieren (Kategorie Investment). In der dritten Kategorie Service ermittelten die Analysten schließlich, wie transparenten die Robos ihres Anlagestrategie erklären und welche Kosten sie dafür in Rechnung stellen.

Auffällig war in der diesjährigen Untersuchung, die den Zeitraum von Juni 2019 bis Juni 2021 umfasste, wie die unterschiedlichen Robos die extreme Bandbreite der beiden Börsenjahre meisterten. So schafften die besten Anbieter über den gesamten Zeitraum trotz eines dramatischen Crashs im Frühjahr 2020 und der anschließenden rasanten Erholung eine durchschnittliche jährliche Rendite von knapp 5 bis in der Spitze 11 Prozent – nach Abzug der Kosten. Einzig und ausgerechnet beim Branchenführer Scalable, der im dramatischen Börsenjahr 2020 mit Problemen zu kämpfen hatte, stand ein Rendite-Minus über den Zeitraum von 4,9 Prozent.

Alle Ergebnisse im Detail, die Methodik und Kriterien sowie die Bewertungen der Tetralog-Experten und die Erklärungen der Anbieter finden sich auf C+ (www.capital.de/plus).

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Capital Redaktion, G+J Business Channel GmbH, Eupener Straße 70, ­50933 Köln, Tel.: 0221/4908 00, Fax: 0221/5342 563, www.capital.de