Aktien dominieren die Nachfrage im globalen ETF-Markt 

ETFs waren weltweit weiterhin mit Nettomittelzuflüssen von 84,3 Mrd. Euro gefragt.

 

Anleger favorisierten im August erneut Aktien-ETFs. Diesen flossen global 60,9 Mrd. Euro an neuen Mitteln zu. Gegenüber dem Vormonat (+45,8 Mrd. Euro) ist dies ein deutliches Plus für Aktien-ETFs. In Anleihe-ETFs wurden im August Neugelder im Volumen von 23,7 Mrd. Euro investiert, was in etwa dem Niveau des Vormonats entspricht. Die stärksten ETF-Zuflüsse verzeichnete erneut der US-Markt insgesamt 73,2 Mrd. Euro bzw. 87 % der globalen Mittelzuflüsse. Auf Europa entfielen 10,3 Mrd. Euro bzw. 12 % und auf Asien 769 Mio. Euro bzw. 1 %.

Mittelzuflüsse in Europa – Highlights im August 2021

Aktien

Anleger haben 6,67 Mrd. Euro in europäische Aktien-ETFs investiert, was einen klaren Anstieg gegenüber dem Vormonat (+5,4 Mrd. Euro) bedeutet. Die beliebtesten Anlageregionen waren weiterhin die Welt und Nordamerika mit 3,5 Mrd. Euro bzw. 2,8 Mrd. Euro. Nachdem seit Jahresbeginn 27 % in US-Aktien-ETFs investiert wurden, hat sich die Nachfrage nach diesem Anlagesegment im August auf 42 % beschleunigt.

Verkäufe von ETFs mit Fokus auf den Finanzsektor im Juli setzten sich auch im August fort. Anleger zogen aus diesem Segment 362 Mio. Euro ab.

Hingegen flossen 500 Mio. Euro in Klimastrategien, was das wachsende Interesse für ETFs auf saubere Energie widerspiegelt. Der Value-Sektor verzeichnete weiterhin Abflüsse: 254 Mio. Euro wurden in diesem Monat abgezogen, während 420 Mio. Euro in ETFs mit Fokus auf Qualitätsaktien investiert wurden. Dies könnte Sorgen hinsichtlich der Auswirkungen der Delta-Variante auf die wirtschaftliche Erholung sowie auf Inflationsängste widerspiegeln. Anleger switchten auch im August von traditionellen zu ESG-Strategien, allerdings in geringerem Umfang als im Vormonat. Flossen ESG-ETF-Strategien im Juli 6,9 Mrd. Euro zu, waren es im August nur 4 Mrd. Euro. Mit 1,3 Mrd. Euro bzw. 1,2 Mrd. Euro favorisierten Anleger in diesem Segmente globale und Nordamerika-Exposures.

Anleihen

Mit Neugeldern im Volumen von 3,5 Mrd. Euro hat sich die Nachfrage nach in Europa gelisteten Anleihe-ETFs im August im Vergleich zum Vormonat (+6,6 Mrd. Euro) verlangsamt.

Anleger setzten vor allem auf Unternehmensanleihen (+2,4 Mrd. Euro); Staatsanleihen flossen 794 Mio. Euro zu. Anhaltende Inflationssorgen spiegeln sich im Interesse an kurzfristigen Eurozonen-Staatsanleihen (+342 Mio. Euro) und inflationsgebundenen Strategien (+328 Mio. Euro) wider.

Im Corporate-Segment flossen 696 Mio. Euro in US-High-Yield-Strategien sowie 623 Mio. Euro in Anleihen der Eurozone mit Investment-Grade-Rating. Diese Zuflüsse in US-Hochzinsanleihen machten die Abflüsse des letzten Monats mehr als wett, während die Nachfrage nach europäischen Investment-Grade-Anleihen um fast ein Drittel geringer ausfielen als im Vormonat. Dies deutet darauf hin, dass Anleger trotz möglicher Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Delta-Variante und der Inflation Vertrauen in die Fähigkeit von US-Unternehmen haben, gute Ergebnisse zu erwirtschaften. ESG-Anleihe-ETFs legten um 1 Mrd. Euro zu, wobei 399 Mio. Euro auf Unternehmensanleihen der Eurozone entfielen. Wie bei Aktien-ETFs setzt sich die Rotation aus traditionelleren in ESG-Anlageklassen fort.

 

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Neuberger Berman setzt auf defensive Ertragsstrategien und defensive Wertsicherungsstrategien

 

Erstmals seit fast einem Jahr lag die US-Inflation letzte Woche unter den Erwartungen. Enttäuschend war auch der jüngste Arbeitsmarktbericht, und auch andere Zahlen sprechen ebenfalls für eine schwächere Dynamik. Hinzu kommt, dass Geld- und Fiskalpolitik weniger expansiv werden. Beiderseits des Atlantiks steht das Tapering der Wertpapierkäufe unmittelbar bevor und die Diskussion bei den Demokraten spricht dafür, dass die amerikanische Fiskalpolitik zumindest etwas gestrafft werden könnte.

Die Delta-Variante und die Lieferengpässe haben ihren Teil zu den schwächeren Zahlen beigetragen. Eine Rolle spielt aber auch, dass die Wirtschaftserholung zu Ende geht und sich die Konjunktur normalisiert. Das Wachstum mag nachlassen, kommt aber nicht zum Stillstand. Entscheidend ist, wie stark es zurückgeht und inwieweit das bereits in den Kursen berücksichtigt ist. Da darüber hinaus die langfristige Entwicklung höchst ungewiss ist, Aktien teuer sind und sich die Anleihen-Renditen auf Rekordtiefs befinden, könnten niedrigere Erträge drohen – bei hoher Volatilität und einer überdurchschnittlichen Korrelation von Aktien und Anleihen.

Kein Königsweg

Was bedeutet das für die Asset-Allokation? Über 60 Prozent der Teilnehmer eines Neuberger Berman Kunden-Webinars rechneten vergangene Woche damit, dass Aktien in den nächsten zehn Jahren volatiler sein werden als in den zehn Jahren zuvor. Je nach Assetklasse gaben zudem 15 bis 40 Prozent der Teilnehmer an, anstelle klassischer Staatsanleihen auch unterschiedliche alternative Anlagen in Betracht zu ziehen. An der Spitze standen Private Assets und Liquid Alternatives. Den Investoren ist aber bewusst, dass es keinen Königsweg gibt.

Letztlich steht Neuberger Berman vor zwei Aufgaben: Erstens will der Vermögensverwalter mit risikobehafteten Titeln Gewinne erzielen, es aufgrund des drohenden Volatilitätsanstiegs aber gleichzeitig nicht übertreiben. Hier sind „defensive Ertragsstrategien“ gefragt. Zweitens wollen sie Portfoliorisiken verringern, ohne in überteuerte Staatsanleihen zu investieren. Das erfordert „defensive Wertsicherungsstrategien“.

Defensive Ertragsstrategien

Für defensive Ertragsstrategien eignen sich Aktien, Anleihen und alternative Anlagen. Bei Aktien kann eine höhere Gewichtung von Qualitätstiteln helfen, vor allem, wenn sie von langfristigen Wachstumsthemen profitieren können. Nach einem Jahr Mehrertrag von Substanzwerten und Zyklikern spricht jetzt viel für Qualitätsaktien. Wer sich eine längere Kapitalbindung leisten kann, kann auch auf nicht börsennotierte Titel setzen.

Auch bei Anleihen sind defensive Ertragsstrategien möglich. Hier lässt sich das Kreditrisiko erhöhen, vor allem mit kürzer laufenden High-Yield-Anleihen. Ihre Spreads sind im Vergangenheitsvergleich zwar eng, doch hält man sie bei Neuberger Berman wegen der niedrigen Ausfallquotenerwartungen trotz allem für angemessen. Höhere Renditen bieten auch Titel aus Ländern, die zusätzlich von der Flucht in die Qualität profitieren. Ein Beispiel sind chinesische Onshore-Staatsanleihen.

Bei alternativen Anlagen können sich klassische Hedgefonds-Strategien anbieten, die zwar positiv, aber nicht sehr stark mit Aktien korreliert sind. Gute Beispiele sind Long/Short Equity, Long/Short Credit, Event-driven, Distressed und Special Situations. Um aus der Aktienmarktvolatilität eine dauerhafte und vergleichsweise stabile Ertragsquelle zu machen, bietet sich der Verkauf gedeckter Puts auf den Aktienindex an – was das Auf und Ab der Märkte etwas abmildert. Hinzu kommen strukturell unkorrelierte Titel, etwa Insurance-linked Securities, auch bekannt als Katastrophenanleihen.

Defensive Wertsicherungsstrategien

Ähnlich vielfältig können defensive Wertsicherungsstrategien sein. Im Aktienbereich kann marktneutral in Qualität investiert werden, indem eine Long-Position in Qualitätsaktien mit einer Short-Position in Aktien geringerer Qualität kombiniert wird. Bei einem Ausverkauf mit einer Flucht in die Qualität führt dies voraussichtlich zu Ertrag.

Im Anleihenbereich kann anstelle einer einfachen Long-Position in klassischen Staatsanleihen mit einer Long/Short-Strategie auf eine Abflachung der Zinsstrukturkurve gesetzt werden. Auch das würde sich bei einer Flucht in die Qualität auszahlen und zugleich das Verlustrisiko bei einem generellen Renditeanstieg mindern. Gerade jetzt ist das wegen der extrem niedrigen Kurzfristzinsen interessant.

Bei alternativen Anlagen könnten sich Hedgefonds-Strategien anbieten, die bei Ausverkäufen am Aktienmarkt bislang meist stabil waren oder sogar im Plus lagen. Beispiele sind Equity Market-neutral, Short-term Trading, Systematic Trend-following und Global Macro.

Optionsstrategien, die auf fallende Kurse setzen – etwa der Kauf (und nicht der Verkauf) von Put-Optionen – sind bei ausgeprägten Korrekturen meist recht nützlich. Sie können aber teuer werden, wenn die Aktienkurse steigen oder sich seitwärts bewegen. Sinnvoller könnte ein defensiver Ansatz sein, der diese Schwächen nicht hat.

Schluss mit 60/40

Ein Portfolio mit solchen Strategien unterscheidet sich in zweierlei Hinsicht von einem klassischen 60/40-Ansatz: Es investiert in zusätzliche Assetklassen und ist bei Aktien und Anleihen innovativer und aktiver. Vielleicht verzichtet man bei einer sehr guten Marktentwicklung auf Ertrag. Zugleich setzt man aber auf Wachstum, ohne bei der Diversifikation und dem Schutz vor Verlusten zu stark auf die schon jetzt sehr niedrig verzinslichen Staatsanleihen angewiesen zu sein.

Wir halten dies für eine kluge Diversifikationsstrategie, die ihrem Namen alle Ehre macht – geeignet für einen schon weiter fortgeschrittenen Konjunkturzyklus bei einer ungewöhnlich hohen Ungewissheit.

 

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Neuberger Berman Europe Limited, Friedrich-­Ebert­-Anlage 49, D-­60308 Frankfurt,Tel: +49 69 509 56 5648/5649, www.nb.com

Worauf sich Investoren in den nächsten Monaten einstellen sollten, erläutert Jean-Marie Mercadal, Head of Investment Strategies bei OFI Asset Management:

 

„Bislang wurden die Märkte in diesem Jahr durch das Zusammenwirken zweier sehr starker Kräfte angetrieben: der Fortsetzung eines robusten wirtschaftlichen Aufschwungs und der Beibehaltung einer sehr akkommodierenden Geldpolitik, die für reichlich Liquidität gesorgt und die Renditen trotz des Inflationsanstiegs auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten hat. So haben die Aktienmärkte zum einen von einer deutlichen Verbesserung der Unternehmensbilanzen, die über den Erwartungen lag, profitiert, und zum anderen aber auch von den überraschend niedrigen Anleiherenditen.

Die Zukunft dürfte deutlich komplizierter werden, da viele gute Nachrichten bereits an den Kapitalmärkten eingepreist zu sein scheinen. So könnte der Höhepunkt des Wirtschaftsaufschwungs bereits erreicht sein. Der aktuelle Preisanstieg könnte die Konsumlaune verschlechtern. Gerade die deutlich steigenden Energiepreise sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür. Produktknappheit, wie Halbleiter oder Holz, und Arbeitskräftemangel haben bestimmte Branchen besonders betroffen. Und das Wiederaufflammen der Covid-Epidemie spielt auch eine Rolle. In China verlangsamt sich zudem gerade das Wirtschaftswachstum.

Letztendlich erwarten wir bis zum Jahresende Märkte ohne einen wirklichen Trend, wobei die Phasen wahrscheinlich volatiler sein werden als in der ersten Jahreshälfte. So ist die Absicht der US-Notenbank, die Geldpolitik zurückzufahren, bereits eingepreist. Die EZB, die sich in dieser Frage mehrere Monate lang zurückgehalten hat, erwägt nun doch, ihre Anleihenkäufe zu verlangsamen. Dies würde jedoch nur eine Anpassung des im Pandemie-Notkaufprogramm (PEPP) festgelegten Betrags bis März 2022 bedeuten.

Wir erwarten bis zum Jahresende einen allmählichen Anstieg der Anleiherenditen, sowohl in den USA (US-Treasuries bis zu 1,75 %) als auch in Europa (Bundesanleihen bis zu – 0,20 %). Aber eine solche Entwicklung wird eher keine größeren Kursschwankungen an den Märkten auslösen.

Auch an den Unternehmensanleihemärkten scheint keine Gefahr zu lauern. Die Firmen haben ihre Kreditqualität verbessert. Die Suche der Anleger nach Rendite und die Anleihekäufe der Zentralbanken werden – wenn auch in geringerem Umfang – die Risikoprämien wohl auf ihrem derzeitigen, eher engen Niveau halten. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Spreads von Hochzinsanleihen weiter einengen werden. Im Vergleich zu anderen Anlageklassen bleiben die Renditen attraktiv und werden die Nachfrage weiterhin stützen.

Das größte Risiko wäre aus unserer Sicht ein unkoordinierter und zu schneller Anstieg der Zinssätze, wenn die Zentralbanken aufgrund der anhaltend hohen Inflation unter Handlungsdruck geraten. Wir halten ein solches Szenario derzeit jedoch für unwahrscheinlich.“

 

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Die Erweiterung des Angebots an Rohstoff-ETFs bietet Anlegern ein diversifiziertes Engagement im Rohstoff-Terminmarkt durch eine Multi-Faktor-Strategie

 

Legal & General Investment Management (LGIM) hat heute die Notierung des L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities UCITS ETF an der Deutschen Börse bekannt gegeben. Der ETF notiert seit Juli an der London Stock Exchange (LSE) sowie seit heute an der Deutschen Börse und bietet deutschen Anlegern ein diversifiziertes Engagement im Rohstoff-Terminmarkt, um Inflation zu managen und über den gesamten Marktzyklus hinweg an Anlagemöglichkeiten in verschiedenen Rohstoffen zu partizipieren.

Der Fonds ist darauf ausgelegt, die Wertentwicklung des Barclays Backwardation Tilt Multi-Strategy Capped Total Return Index nachzubilden. Der Index setzt sich aus allen im Bloomberg Commodity Index enthaltenen Rohstoffen zusammen und bietet eine Rendite, die einer vollständig besicherten Anlage in ein diversifiziertes Portfolio von Rohstoff-Futures aus den folgenden fünf Rohstoffgruppen entspricht: Energie, Edelmetalle, Industriemetalle, Viehzucht und Landwirtschaft.

Der Fonds wendet eine Multifaktorstrategie an, bei der die folgenden Verbesserungen eingesetzt werden, um ein optimales Engagement in bestimmten Rohstoffen zu erreichen, indem die entsprechenden Futures-Kontrakte dynamisch gerollt werden:

  • Eine saisonale Strategie wird auf Rohstoffe wie Heizöl und Erdgas angewandt, die in der Vergangenheit eine starke Saisonalität aufwiesen. Der Index investiert in saisonale Futures-Kontrakte, die in der Regel die liquidesten Kontrakte des ganzen Jahres sind und ein Engagement in einem Rohstoff zu wichtigen Zeitpunkten während eines Produktions- oder Nachfragezyklus bieten, wenn die Dynamik von Angebot und Nachfrage die Preise systematisch beeinflusst.
  • Eine Roll-Rendite-Strategie wird auf die übrigen im Index enthaltenen Energierohstoffe und Industriemetalle angewandt. Bei diesen Rohstoffen versucht der Index, die Position auf der Warenterminkurve zu finden, welche die günstigste implizite Rollrendite aufweist.
  • Eine Momentum-Strategie schließlich wird auf Agrar- und Viehzuchtrohstoffe angewandt, die in der Vergangenheit stark vom Ernte- und Zuchtzyklus sowie von exogenen Faktoren wie dem Wetter beeinflusst wurden. Der Index investiert in den Terminkontrakt, der in der Vergangenheit die höchste jährliche Outperformance gegenüber dem benachbarten Terminkontrakt erzielt hat. Für Edelmetalle wie Gold und Silber wird keine Aufwertung vorgenommen.

Der Fonds baut auf der bestehenden Rohstoff-ETF-Palette von LGIM auf, die den L&G All Commodities UCITS ETF und den L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF umfasst.

Philipp von Königsmarck, Head of Wholesale Germany and Austria bei LGIM, kommentiert: „Wir freuen uns, unser ETF-Angebot für deutsche Anleger mit diesem neuen ETF zu erweitern, der LGIMs kontinuierliches Engagement für aktives Indexdesign widerspiegelt. Das Produkt ist auch ein weiteres Beispiel für Innovation, bei der Anlagestrategien so konstruiert werden können, dass sie sich auf das Potenzial für höhere Renditen konzentrieren, anstatt auf die traditionellen Benchmark-Renditen.

Mit der Erfolgsbilanz des L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF haben wir bewiesen, dass längerfristige Futures bei der langfristigen Performance und dem Drawdown-Management helfen, indem sie die durch kurzfristige Futures-Investitionen verursachte Volatilität reduzieren. Durch Risikominderung und ein tiefes Verständnis der Renditetreiber auf den Rohstoffmärkten wollen wir für unsere Kunden einen Mehrwert schaffen. Diese Anlagestrategie berücksichtigt die Risiken und Chancen, die mit der Saisonalität bestimmter Rohstoffinvestitionen, der Verbesserung der Rollrendite bei der Verwaltung von Futures und dem Momentum-Effekt bestimmter Agrarinvestitionen verbunden sind.“

Das Index-Team von LGIM verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit Indexfonds. LGIM hat sich in den letzten 25 Jahren zu einem der größten globalen Anbieter entwickelt. Backtests des Index seit 2011* belegen, dass die verbesserten Strategien, die für jede Rohstoffgruppe in diesem Fonds angewandt werden, und der „Backwardation Tilt Multistrategy Index“ zu einer Outperformance gegenüber den wichtigsten Rohstoff-Benchmarks beitragen können.

Diese Lancierung baut auf der Nachfrage nach Anlagelösungen mit geringer Korrelation zu anderen Anlageklassen einschließlich traditioneller Aktien und Anleihen auf, die über die gesamte Rohstoff-ETF-Produktpalette von LGIM hinweg zu beobachten ist und die es den Kunden ermöglicht, die Wachstumschancen in der Realwirtschaft zu nutzen, während die globale Erholung an Fahrt gewinnt.

 

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Der Versicherungskonzern Allianz ist durch den Zusammenbruch des Finanzdienstleisters Wirecard stärker betroffen als bislang bekannt.

 

Die Bezahl-App „Allianz Prime“, ein  Gemeinschaftsprojekt mit Wirecard und dem Kreditkartenunternehmen Visa, wurde bereits im Sommer 2020 eingestellt, erklärte eine Sprecherin der Konzerntochter Allianz Partners auf Anfrage von boerse-online.de, dem Portal des Finanzen Verlags. Die Allianz habe den Vertrag nach dem Insolvenzantrag von Wirecard Ende Juni 2020 gekündigt. Wirecard hatte bis dahin die Zahlungen für „Allianz Prime“ abgewickelt.

Die App war 2018 in Italien gestartet und sollte bei nachgewiesenem Erfolg nach Deutschland exportiert werden. „Es ist ein sehr innovativer Bezahlservice, der attraktiv für den deutschen Markt sein kann“ sagte Klaus-Peter-Röhler, Deutschland-Chef der Allianz, damals der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“.

Die Sprecherin von Allianz Partners machte keine Angaben zu den Kosten, die dem Konzern durch das Scheitern entstanden sind. Ein Nachfolgeprojekt sei aktuell nicht geplant. Bereits des längeren war bekannt, dass ein weiteres Kooperationsprojekt von Allianz, Wirecard und Visa namens „Allianz Pay & Protect“ im Sommer 2020 eingestellt wurde. Von Visa war auf Anfrage von boerse-online.de keine Auskunft zu „Allianz Prime“ erhältlich.

Die Meldung finden Sie im Internet unter: https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/wirecard-pleite-pleite-von-wirecard-stoppte-weiteres-allianz-projekt-1030813167

 

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Umfrage unter Vertriebspartnern der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) zeigt weiterhin positive Zukunftsaussichten von ETFs – 86,5% der Befragten erwarten, dass ETFs auch in den nächsten Jahren im Privatkundengeschäft an Bedeutung gewinnen.

 

Die Ergebnisse der aktuell von der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) unter 118 Vertriebspartnern der B2B-Direktbank durchgeführten Umfrage zum ETF-Geschäft in Deutschland zeigen, dass die Finanzprofis überwiegend mit einer wachsenden Bedeutung von Exchange Traded Funds (ETFs) rechnen. „ebase verzeichnet seit Jahren eine überdurchschnittlich große Nachfrage nach Exchange Traded Funds, was sich so auch in den Ergebnissen unserer regelmäßigen Umfragen widerspiegelt“, erklärt Kai Friedrich, CEO der ebase. „Insofern ist aus den Ergebnissen der jüngsten Umfrage zu schließen, dass sich die ETF-Nachfrage der Anleger ungebremst fortsetzen dürfte.“ Mit 86,5% geht die überwiegende Mehrheit der Vermittler für die nächsten drei Jahre davon aus, dass die Bedeutung von ETFs im Privatkundengeschäft steigen bzw. stark steigen wird.

7,6% der Finanzprofis gehen davon aus, dass die inzwischen erreichte Bedeutung von ETFs im Privatkundengeschäft gleichbleiben wird, während nur 5,9% der Befragten mit einer abnehmenden Bedeutung rechnen. „Unter dem Strich zeigt dies ganz klar, dass ETFs als Anlageinstrument im Privatkundenbereich angekommen sind und dort auch sicherlich noch weiter an Bedeutung gewinnen werden“, betont Friedrich. „ETFs sind längst nicht mehr nur Investmentprofis vorbehalten und werden somit immer mehr auch für Vermittler in der täglichen Arbeit ein sehr relevantes Thema“, führt er weiter aus.

Um Vertriebspartner wie auch Kunden gleichermaßen dauerhaft mit dem bestmöglichen ETF-Angebot bedienen zu können, optimiert und erweitert ebase laufend das Angebot. „Inzwischen hat ebase mehr als 1.000 ETFs von über 20 namhaften Emittenten im Angebot. Diese sind nahezu alle sparplanfähig und mehr als 400 ETFs sogar VL-fähig“, erklärt ebase-CEO Friedrich abschließend.

„Vermittler-Fokus-Umfrage“

Die „Vermittler-Fokus-Umfrage“ ist eine online-basierte Umfrage unter den Vertriebspartnern der B2B-Direktbank ebase, wie beispielsweise IFAs, und spiegelt deren Einschätzung wider.

 

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European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard-­Reitzner-­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Beim ersten Verbraucherkongress zum Thema Asset Protection, dreht sich alles um die Sicherung des eigenen Vermögens.

 

„Die Vermögenssicherung ist ganz neutral betrachtet ein Nummer 1 Thema für Verbraucher. Die Risiken dass das Vermögen immer weniger wert wird und dass sich Kapitalanlagen und Altersvorsorge nicht mehr ausreichend verzinsen, steigen immer mehr. Nicht zuletzt sorgt die Inflation für eine schleichende Geldentwertung. Dann kommen noch steuerliche Belastungen bei der Vermögensübertragung dazu. Also, viele Probleme die im Sinne von Verbrauchern besser gelöst werden können. Es wird Zeit dass Verbraucher umfassend aufgeklärt werden“, so der Veranstalter Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ruhestandsplanung.

Wie das am besten geht, zeigt der 1. Asset Protection Online Kongress für Verbraucher am 24.+25. Oktober 2021 mit 17 ausgewiesenen und bekannten Geld-, Versicherungs-, Rechts- und Steuer-Experten. Sie zeigen Lösungen auf, die Jeden betreffen!

Verbraucher können sich kostenfrei zum Online-Kongress anmelden unter www.Asset-Protection-Kongress.de.

 

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Deutsche Gesellschaft für RuhestandsPlanung mbH, Martin-Moser-Straße 27, 84503 Altötting, Tel. (08671) 9641-0, www.dgfrp.de

Von Ludovic Colin, Senior Portfoliomanager bei Vontobel:

 

Das Koalitionsspiel in Deutschland gleicht mehr und mehr einer Reise nach Jerusalem, so dass jede Art von Vorhersage im Moment schwierig erscheint.

Viele neigen dazu, zu vergessen, dass die Anzahl der Sitze im Bundestag variabel ist: Je nach Ergebnis könnte die Anzahl der Sitze auf 900 steigen (im Vergleich zu 706 heute). Die letzten Schätzungen gehen von 759 Sitzen aus, wobei die SPD die stärkste Fraktion im Parlament würde. Was die Koalitionsoptionen angeht, so ist eine große Koalition (SPD/CDU/CSU) weiterhin möglich, würde aber nur eine sehr knappe Mehrheit erhalten. Wahrscheinlicher ist, dass die Koalition aus drei oder mehr Parteien besteht, wodurch sich die Zahl der möglichen Kombinationen um ein Vielfaches erhöht.

Wenn die CDU/CSU Teil einer großen Koalition ist, wird es keinen massiven Wechsel in der Finanzpolitik in Deutschland oder der EU geben. Der einzige Unterschied könnte darin bestehen, dass die CDU/CSU in Deutschland nicht so schnell zu einer strikten finanzpolitischen Orthodoxie zurückkehren kann, wie sie es sich erhofft hat. Wenn die SPD allerdings schließlich den Ton angibt, wird es wahrscheinlich einen radikalen Meinungsumschwung in Bezug auf das Haushaltsdefizit, die europäische Integration und grüne Reformen geben. Es ist jedoch schwer vorstellbar, dass ein solch radikaler Wandel stattfinden wird, und das Ergebnis dürfte wohl irgendwo in der Mitte liegen.

Bundesanleihen bleiben stabil, aber die Erhöhung der Haushaltsausgaben könnte alle EU-Zinskurven bewegen

Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass Deutschland einen Kurswechsel in der Finanzpolitik beschließt, ist das Land immer noch in einer viel besseren Verfassung als beispielsweise Frankreich. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Alternative als sicheren Hafen für europäische Staatsanleihen als Bundesanleihen. Daher werden sich die Renditen von Bundesanleihen im Vergleich zu denen der Nachbarländer nicht massiv bewegen. Eine Erhöhung der Steuerausgaben dürfte sich jedoch deutlich auf den gesamten Staatenverbund auswirken, indem sie Bewegungen in allen Renditekurven auslösen und die „Reflations‟-Erwartungen in Europa antreiben dürfte. Die EZB würde das begrüßen, da ihre Inflationsziele dann schneller erreicht würden, wodurch beispielsweise Quantitative Lockerungen überflüssig würden.

Europäische Staatsanleihen unattraktiv

Europäische Staatsanleihen sind derzeit weniger attraktiv, da sich das Wachstum in Europa bis zum Jahresende besser entwickeln dürfte als im Rest der Welt, was zu Veränderungen in der EZB-Politik führen sollte. Die EZB dürfte eine entspanntere Haltung einnehmen und den Renditen Raum geben zu steigen. Die Ergebnisse der deutschen Wahlen werden diesen Kurs nicht ändern, sodass es keine dauerhaften Auswirkungen auf die Rentenmärkte geben wird.

 

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Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Zehn Xtrackers-Aktien-ETFs mit physischer Indexreplikation bilden ESG-Screened Sektorindizes von MSCI ab

 

Die DWS hat eine Palette von zehn europäischen Xtrackers-Aktien-ETFs vorgestellt, die unterschiedliche Sektoren abbilden und bestimmte Kriterien im Hinblick auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (Environment, Social, Governance; kurz ESG) erfüllen.

Bei neun bereits existierenden Xtrackers-ETFs wurden bis zur vergangenen Woche der zugrundeliegende Index gewechselt und die Fonds bilden nunmehr ESG-Screened Indizes von MSCI ab. Entsprechend wurden die Namen der ETFs geändert. Zusammen mit der im Juni 2021 erfolgten Auflage des Xtrackers MSCI Europe Consumer Discretionary ESG Screened UCITS ETF verfügt Xtrackers nun über eine Palette von zehn ESG-Screened Sektor-ETFs für den europäischen Aktienmarkt, die einen MSCI-Index physisch replizieren (Details in der Tabelle unten). Die ETFs bieten Zugang zu folgenden Sektoren: Kommunikationsdienstleistungen, Verbrauchsgüter und langlebige Konsumgüter, Energie, Finanzwesen, Gesundheit, Industrie, Informationstechnologie, Versorger und Rohstoffe.

Die ETFs kombinieren die etablierte Methodologie von MSCI für ESG-Screened Indizes mit zusätzlichen Filtern, unter anderem für konventionelle Waffen. Zudem werden die Unternehmen mit den schlechtesten ESG-Ratings in der Bewertung von MSCI eliminiert1. Es sind die ersten europäischen ESG-Screened Aktiensektor-ETFs auf dem Markt. Sie wurden als Artikel-8-Fonds unter der Offenlegungsverordnung der Europäischen Union eingestuft.

Bisher lag die jährliche Pauschalgebühr für die europäischen Xtrackers-Aktiensektor-ETFs bei 0,3 Prozent, für die neuen ESG-Screened Xtrackers-Aktiensektor-ETFs sinkt die jährliche Pauschalgebühr auf 0,2 Prozent.

„Wir freuen uns, dass wir Investoren Xtrackers-ETFs basierend auf den ESG-Screened Indizes von MSCI für europäische Aktiensektoren anbieten können. Damit reagieren wir auf die Nachfrage von Kunden, zudem sollte die hochgradig wettbewerbsfähige Pauschalgebühr für Anleger attraktiv sein“, sagt Simon Klein, Head of Passive Sales bei der DWS.

Die DWS hat in diesem Jahr deutliche Zuflüsse von mehr als 4,4 Milliarden Euro in ESG-Xtrackers-ETFs verzeichnet (Stand Ende August, Quelle: DWS).

1 Laut ESG-Rating-Systematik von MSCI werden Unternehmen ausgeschlossen, die in ihrem Sektor unterdurchschnittlich einzustufen sind und es nicht geschafft haben, ESG Risiken zu managen. https://www.msci.com/our-solutions/esg-investing/esg-ratings

 

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Vontobel erweitert sein Angebot an Schwellenländeranleihen um einen Fonds mit fester Laufzeit und reagiert damit auf die Nachfrage der Anleger nach Erträgen mit berechenbarem Kredit- und Durationsrisiko.

 

Der Vontobel Fund II – Fixed Maturity Emerging Markets Corporate Bond 2026 investiert hauptsächlich in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern mit kurzer und mittlerer Laufzeit. Der Fonds hat eine feste Laufzeit von fünf Jahren und strebt ein durchschnittliches Investment-Grade-Rating sowie eine Zielrendite von 4,7 Prozent bis zur Fälligkeit an.

Das Emerging Market Fixed Income-Team von Vontobel verwaltet den Fonds mit Unterstützung von ESG-Analysten und kann dabei auf eine mehrjährige Erfahrung im Management von Anleihen mit fester Laufzeit zurückgreifen. Der Fonds konzentriert sich auf die Optimierung des Spread-Niveaus für ein gegebenes Risikolevel. Mithilfe eines umfassenden Research und eines eigenen Bewertungsmodells vergleicht das Team das Risiko- und Ertragspotenzial über Emittentenqualitäten, Länder, Zinssätze, Währungen und Laufzeiten innerhalb des Anlageuniversums hinweg, um die lohnendsten Chancen zu identifizieren. Der Fonds schließt eine Reihe von Sektoren unter von ESG-Gesichtspunkten aus und ist nach der SFDR-Klassifizierung als Artikel 6 (EU-Offenlegungsverordnung) eingestuft.

„Mit einem vorher festgelegten Fälligkeitsdatum verringert sich das Volatilitäts-, Kredit- und Durationsrisiko des Fonds im Laufe der Zeit“, sagt Sergey Goncharov, Portfoliomanager. „Dies ermöglicht es den Anlegern, an den überdurchschnittlichen Renditechancen der Schwellenländer zu partizipieren, wobei die Risiken über die Laufzeit des Fonds abnehmen – mit der Aussicht auf eine Kapitalrückzahlung zu einem festen Termin.“

„In einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld suchen Kunden nach Lösungen, die dem Bedürfnis nach einer höheren Rendite gerecht werden, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen. Die Auflegung dieses Fonds zeigt unser kontinuierliches Engagement, unsere bewährte Expertise im Bereich Schwellenländeranleihen zu nutzen, um innovative Lösungen zu entwickeln, die den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden“, sagt Rémi Casals, Global Head of Fixed Income Business.

 

Vontobel Fund II – Fixed Maturity Emerging Markets Corporate Bond 2026   

Fondsdomizil  Luxemburg

Fondswährung         USD

Portfoliomanager     Sergey Goncharov

Management-Gebühr in % p.a.      I-Anteilsklasse: 0,35%

(institutionelle Anteilsklasse)

ISIN   I EUR: LU0278087357

Seeding period         6.9. – 9.11.2021

Auflagedatum 09.11.2021

Fälligkeitsdatum       30.10.2026

 

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Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Vor 17,5 Jahren mit Null Assets gegründet – Neutralität und „Best Advice“ über Geschäftsmodell mit Eigenfondsprodukt- und Fremdfondsproduktvermarktung als Erfolgsgarant – Drittproduktvermarktung ist mit knapp 70% inzwischen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit

 

Knapp 17,5 Jahre nach ihrer Gründung knackt die zur börsennotierten FinLab AG (WKN: 121806) gehörende Frankfurter Fondsboutique Patriarch Multi-Manager GmbH erstmals die Euro-Milliardengrenze bei den betreuten Mandaten (Stand 31.8.2021). Diese setzen sich aufgrund des bipolaren Vertriebsmodells der Frankfurter aus knapp 30% Eigenassets in „Patriarch-Produkten“ und gut 70% Assets under Control in Drittprodukten zusammen, für welche die Patriarch den Deutschland-Vertriebsauftrag für das Retailgeschäft hält.

„Das ist schon ein beeindruckender Meilenstein, den das Patriarch-Team damit gerade erreicht hat“, so Patriarch Geschäftsführer Dirk Fischer. „Wenn man bedenkt, dass die Patriarch Multi-Manager GmbH vor 17,5 Jahren mit Null Assets gegründet wurde und drei Jahre später, als ich die Geschäftsführung übernahm, auch erst 100 Mio.€ Assets verwaltete. Ein enormer Beweis für das vorhandene Kundenvertrauen und die hohe Produktqualität, die wir mit unseren Eigen- und Fremdfondskonzepten Finanzberatern bieten.“

Seit 2015 hat die Patriarch Multi-Manager GmbH sich auch dem Vertrieb sorgfältig ausgewählter Drittfondsprodukte im Retail-Segment geöffnet. Dazu zählt eine Vielfalt von renommierten Anbietern, wie z.B. Mediolanum International Funds, THE DIGITAL LEADERS FUND, die HAC VermögensManagement AG oder Rosenberger, Langer & Cie.. „Dieser strategische Schritt zur Verfeinerung unseres Geschäftsmodelles mit Blick auf eine maximale Neutralität und absoluten „Best Advice“ im offerierten Angebot ist hervorragend von unseren B2B-Kunden angenommen worden. Dies erkennt man allein schon an der Volumengewichtung beider Segmente. Der Fremdfondsanteil ist praktisch von Null im Jahr 2014 auf 700 Mio.€ heute nahezu explodiert“, so Fischer. „Alle bestehenden Verträge unserer beauftragenden Partnergesellschaften hieraus wurden erst kürzlich prolongiert, sodass offensichtlich nicht nur die Finanzberater, sondern auch die Produktanbieter mit dem Engagement, strategischen Vorgehen und den Ergebnissen der Patriarch für deren Produkte zufrieden sind. Somit eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Mit dem englischen Haus „Liontrust“ baut Patriarch parallel auch ihr Fondsvermögensverwaltungsangebot mit einer bedeutenden internationalen Partnerschaft ebenso konsequent aus und setzt auch hier neue Akzente am deutschen Markt.

„Unsere Sorgfalt und Akribie bei der Auswahl von exzellenten Eigen- und Fremdproduktideen überzeugt offensichtlich die Berater. Daher bleibt unser Team auch in Zukunft der eigenen Strategie „Klasse statt Masse“ treu und wird sich weiter auf wenige, aber einzigartige Investmentideen konzentrieren“, so Fischer. „Mit der gerade als Zwischenziel erreichten Milliardenmarke bestätigt der Markt die Sinnhaftigkeit und den Bedarf an unserem Ansatz ja mehr als eindeutig.“

 

Über die Patriarch Multi-Manager GmbH:

Die Patriarch Multi-Manager GmbH fokussiert sich als Investmentteam mit ihrer Produktpalette auf breit diversifizierte Dachfonds und Vermögensverwaltungsstrategien. Vor allem unabhängigen Finanzberatern liefert Patriarch wertvolle Bausteine für die Asset Allocation. Die Patriarch wurde im Jahr 2004 gegründet und verwaltet heute rund 297 Mio.€ AuM (Stand 31.8.2021). Für größere Partner legt Patriarch auch Dachfonds mit eigenem Label auf. Patriarch selektiert für seine Anleger dabei die besten Verwalter und mandatiert diese mit dem Management der initiierten Produkte. So bekommen die Investoren Zugang zu Know-how, das sonst nur sehr vermögenden Familien und Institutionen offensteht, und können gleichzeitig sicher sein, mit Patriarch immer von den Leistungen der Markt- und Innovationsführer zu profitieren. Darüber hinaus ist Patriarch als Produktschmiede für diverse Aktienfonds und Labelpolicen (u.a. mit AXA) bekannt. Für ausgewählte Premium-KVGen übernimmt Patriarch daneben auch die Drittvertriebsbegleitung, wie beispielsweise für Mediolanum International Funds, die HAC VermögensManagement AG, die Pyfore GmbH oder Rosenberger, Langer & Cie. (715 Mio.€ AuC Stand 31.8.2021). Für extrem kostenbewusste Selbstentscheider hat Patriarch zu Beginn 2017 außerdem den Robo-Advisor „truevest“ an den Markt gebracht. Ansprechpartner: Dirk Fischer, +49 (0)69 7158990 33, dirk.fischer@patriarch-fonds.de

 

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Patriarch Multi-Manager GmbH, Grüneburgweg 18, 60322 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 715 89 90 0, www.patriarch-fonds.de

Die Psychologie der Farben ist ganz einfach: Bei Rot sollst du stehen, bei Grün kannst du gehen. Das Ampelprinzip hat jeder verinnerlicht. An der Börse heißt das: Negative Renditen sind rot, positive Renditen grün.

 

„Würden sich die Länder bei den Farben ihrer Flaggen an den Wertentwicklungen ihrer Aktienrenditen orientieren, müsste in den Bannern eigentlich viel mehr Grün als Rot vertreten sein“, stellt Lutz Neumann, Leiter der Vermögensverwaltung bei der Hamburger Sutor Bank, fest. Aus Sicht des Kapitalmarktexperten wäre es demnach ein interessantes Gedankenspiel, Anlegern mithilfe einer neuen Flaggen-Farbenlehre die Chancen des Kapitalmarkts näher zu bringen. Dazu hat die Sutor Bank eine kürzlich erstellte Auswertung zu den jährlichen Aktienrenditen der 22 größten entwickelten Märkte aus den letzten 24 Jahren mit neuen Farbcodes versehen. Das Ergebnis: ein Gesamtbild, das aus Anlegersicht deutlich freundlicher wirkt.

Flaggenübersicht vermittelt auf den ersten Blick den Eindruck von negativen Aktienrenditen

Die Auswertung der Sutor Bank zeigte unlängst, dass rund zwei Drittel der jährlichen Aktienrenditen der betrachteten 22 Märkte in den letzten 24 Jahren positiv ausfallen – also eigentlich in Grün dargestellt werden müssten. Nur rund ein Drittel der Renditen hat negative Vorzeichen und müsste dementsprechend mit Rot gekennzeichnet werden. Da 19 der 22 Nationen die Farbe Rot in ihrer Flagge haben – nur Finnland, Schweden und Irland fallen hier heraus – entsteht tatsächlich ein vollkommen neuer Eindruck bei der Performance-Übersicht, denn Grün überwiegt nun deutlich.

„Deutsche sind pflichtbewusst – auch unterbewusst. Damit die Deutschen eher an die Börse gehen, müsste die Ampel auf Grün stehen und nicht auf Rot. Wären also die Flaggen in der Übersicht mehrheitlich grün, wäre die Börse für deutsche Sparer ein Selbstläufer“, ist Lutz Neumann überzeugt.

Nicht nur Fakten, auch Darstellungsformen wichtig

Aus Sicht der Sutor Bank kommt es demnach nicht nur darauf an, Anleger mit Fakten von einem Engagement am Kapitalmarkt zu überzeugen. Auch die Darstellungsform spielt eine entscheidende Rolle. Länder-Performances anders als bisher zu präsentieren könnte daher für eingängigere Erkenntnisse sorgen.

Als Folgerungen lassen sich für Anleger aus der Länder-Auswertung ziehen:

  1. Investieren am Kapitalmarkt lohnt sich. Mit zwei Dritteln positiver Renditen in den letzten 24 Jahren liegt die durchschnittliche Aktienrendite bei rund 6 Prozent im Jahr – grob betrachtet und ungewichtet. Aber in der Aussage eindeutig.
  1. Anleger sollten, ja müssen diversifizieren, um ihr Risiko zu reduzieren. Nur wer breit streut, ist den unberechen- und unvorhersehbaren Auf und Abs der Kapitalmärkte nicht hilflos ausgeliefert und kann sich über Renditen freuen.

Dabei kommt es nicht darauf an, auf die Topwerte eines Spitzenreiters zu spekulieren – das käme einer Wette gleich –, sondern sich die durchschnittliche Marktrendite zu sichern und dabei ruhig schlafen zu können. „Niemand kann in die Zukunft schauen und Aktienrenditen vorhersagen, aber jeder kann dafür sorgen, dass er sein Anlagerisiko möglichst geringhält und dennoch ordentliche Renditen erzielt“, fasst Lutz Neumann die Studienergebnisse in einem Satz zusammen.

 

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In der für den FNG-Marktbericht 2021 Nachhaltige Geldanlagen – Deutschland, Österreich und die Schweiz durchgeführten Umfrage zum Thema Impact räumten drei Viertel der Befragten bei der Gestaltung von Finanzprodukten ihrem sozial-ökologischen Impact einen sehr wichtigen oder wichtigen strategischen Stellenwert ein.

 

Die zunehmende Bedeutung von Impact für Investor*innen lässt sich ebenfalls an der dynamischen Marktentwicklung erkennen, die sich im weiter steigenden Volumen von Impact Investments widerspiegelt. Gleichzeitig kann man eine teilweise inflationäre Nutzung des Impact-Begriffs beobachten. Eine zentrale Aufgabe des Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. ist es, Impulse für mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit zu setzen. Die beiden FNG-Vorstandmitglieder Florian Sommer und Dr. Helge Wulsdorf haben sich daher im Rahmen eines FNG-Spezials 2021 dem Zukunftsthema Impact angenommen, um seine wesentlichen Eckpunkte inhaltlich zu schärfen.

FNG-Definition: Impact Investments

Der marketinggetriebenen Nutzung des Impact-Begriffs lässt sich nur entgegenwirken, wenn die Definition und die Inhalte von Impact Investments geschärft werden. Daher hat das FNG im Rahmen einer Arbeitsgruppe von FNG-Mitgliedern, basierend auf den Erkenntnissen wissenschaftlicher Studien und den praktischen Erfahrungen des Marktes, folgende Definition erarbeitet:

Bei Impact Investments handelt es sich um Investitionen, die neben einer finanziellen Rendite auch einen positiven Beitrag zur Lösung von ökologischen und/oder sozialen Problemen leisten.

Die Definition wird ergänzt mit fünf Impact-Merkmalen, welche richtungsweisend für die Differenzierung von Fonds und deren positivem Beitrag sind. Die fünf Impact-Merkmale sind: Intentionalität, Zusätzlichkeit, Wirkungskanäle, Messbarkeit und Transparenz. Diese werden in der Publikation ausführlicher erläutert.

“Impact ist das Zukunftsthema der nachhaltigen Geldanlage. Die neue FNG-Definition baut auf Marktpraxis und wissenschaftlichen Studien auf. Die fünf Impact-Merkmale liefern das notwendige Handwerkszeug für eine glaubhafte Umsetzung im Markt.” – Florian Sommer, Co-Chair AG Impact, Autor und Mitglied im Vorstand des FNG

Wichtige Erkenntnisse

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass jedes Investment einen Impact hat. Der positive Beitrag von Investments auf Umwelt und Gesellschaft spielt bei Geldanlagen eine zunehmend wichtigere Rolle. Trotz dieser Entwicklung besteht eine große Unschärfe bei Impact, was zur Gefahr von Green- bzw. Impact-Washing führt. Die neue FNG-Definition für Impact Investments kann hier richtungsweisende Impulse geben. Zusätzlichen Rückenwind erhält die Impact-Debatte durch die Regulatorik u. a. durch die EU-Offenlegungsverordnung, die EU-Taxonomie und MiFID II. Eine transparentere Gestaltung von Impact Investments ist vor allem im Verbraucher*innenschutz ein wichtiges Anliegen. Auch die Bundesregierung nennt die Weiterentwicklung der Messung von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit als Ziel in ihrer Sustainable Finance-Strategie. Nach wie vor fehlt auf dem Markt allerdings eine einheitliche, regulatorikkonforme Klassifizierung von Finanzprodukten, welche die Unterschiede und z.T. Widersprüche zwischen den einzelnen regulatorischen Anforderungen auf der einen Seite und den Ansätzen unterschiedlicher Finanzmarktakteur*innen wie dem Klassifizierungssystem des Sustainable-Finance-Beirats und dem Zielmarktkonzept der Verbände auf der anderen Seite überwindet.

“Die Finanzwirtschaft wird den sozialen und ökologischen Rucksack ihrer Produkte zunehmend offenlegen. Dabei ist dann sehr genau zu schauen, welche nachhaltigen Qualitätsanforderungen gerade ausdrücklich wirkungsbezogene Produkte erfüllen müssen, damit es nicht zu einer Irreführung der Anleger*innen kommt. Schließlich wollen diese nicht nur finanzielle Rendite erwirtschaften, sondern mit ihren Geldanlagen auch einen nachweisbaren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.” – Dr. Helge Wulsdorf, Autor und Mitglied im Vorstand des FNG

Ausblick: das Zukunftsthema Impact im FNG-Jubiläumsjahr

Das Zukunftsthema Impact bleibt weiterhin dynamisch. Zusätzliche wissenschaftliche Untersuchungen sind notwendig, um die Thematik umfassender und tiefgreifender zu verstehen, insbesondere im Bereich Impactmessung. Das FNG setzt sich seit 20 Jahren für mehr Transparenz, Qualität und Wachstum Nachhaltiger Geldanlagen ein. Zum Thema Impact folgt Anfang nächsten Jahres, in Anknüpfung an das FNG-Spezial, eine weitere FNG-Publikation mit Praxisbeispielen zur Impactmessung. Bleiben Sie also gespannt!

 

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Wie wir in „Gold-Ausblick bis Q2 2022: Es ist eine Anpassung an die Inflationsrealität notwendig“ festgestellt haben,

 

scheint Gold stark unterbewertet zu sein und wir erwarten, dass das Metall die anhaltend hohe Inflation der letzten Monate aufholen wird. Bei einer starken Korrelation zu Gold sollten die Silberpreise zulegen, während Gold eine Aufwärtskorrektur durchführt. Darüber hinaus sollte eine anhaltende wirtschaftliche Erholung für das Metall angesichts seiner hohen industriellen Verwendung ein gutes Zeichen sein.

Rahmenwerk

In „Gold and silver: similar, but different“ argumentierten wir, dass die Preisentwicklung von Silber zu 80 Prozent mit Gold korreliert. In unserem Modellierungsrahmen ist der Goldpreis daher der Haupttreiber des Silberpreises. Wir finden jedoch auch die folgenden Variablen als wichtige Treiber des Silberpreises:

  • Zunahme der Produktionstätigkeit – mehr als 50 Prozent des Silberverbrauchs entfallen auf industrielle Anwendungen[1] (im Gegensatz zu Gold, wo weniger als 10 Prozent aus diesem Sektor stammen[2]) Wir verwenden den globalen Einkaufsmanagerindex (PMI) des verarbeitenden Gewerbes als Proxy für die industrielle Nachfrage.
  • Wachstum der Silberbestände – steigende Lagerbestände signalisieren eine größere Verfügbarkeit des Metalls und sind daher preisnegativ. Als Proxy verwenden wir Terminmarkt-Börsenbestände.
  • Wachstum der Kapitalinvestitionen im Bergbau (Capex) – je mehr Minen investieren, desto mehr potenzielles Angebot sehen wir in der Zukunft. Daher nehmen wir eine Verzögerung von 18 Monaten für diese Variable. Angesichts der Tatsache, dass das meiste Silber als Nebenprodukt des Bergbaus für andere Metalle anfällt, betrachten wir die Bergbauinvestitionen bei den Top 100 Bergleuten (nicht nur Monoline-Silberbergleute).

Prognosen für Silber

Wir gehen davon aus, dass Silber Gold überholen und im kommenden Jahr 37,5 Prozent zulegen wird[3], während Gold 6,5 Prozent beträgt. Bis zum zweiten Quartal 2022 erwarten wir einen Silberpreis von rund 35,81 US-Dollar/Unze. Eine Erholung der Industrietätigkeit wird der Nachfrage nach dem Metall Gutes verheißen. Unterdessen weisen ein Rückgang der Investitionsausgaben für den Bergbau und ein Rückgang der Silberbestände an der Börse auf eine Verknappung des Angebots hin.

Weitere Erholung der Industrienachfrage erwartet

Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe (PMI) sind im vergangenen Jahr stark gestiegen und befinden sich 13 Monate in Folge im expansiven Bereich (nach 50 Jahren) (Abbildung 2). Obwohl der Wert bereits im Mai 2021 seinen Höchststand erreicht hatte, bleibt das Niveau weiterhin stark, und wir gehen davon aus, dass die Einkaufsmanagerindizes über den gesamten Prognosezeitraum im expansiven Modus bleiben werden. Metals Focus geht davon aus, dass die industrielle Abnahme im Jahr 2021[4] auf ein Rekordhoch von 524 Millionen Unzen steigen wird, da sich die Volkswirtschaften öffnen und grüne Initiativen der Nachfrage Rückenwind geben.

Investitionen in den Bergbau

Die Investitionen in der Bergbauindustrie sind angesichts der Pandemie zurückgegangen. Das sollte zu einem strafferen Silberangebot beitragen.

Silberinventar

Im Jahr 2021 sind die an der Börse gehaltenen Silberbestände seit ihrem Höchststand im Jahr 2020 rückläufig. Wir gehen davon aus, dass sich dies fortsetzen und den Silberpreisen eine gewisse Unterstützung bieten wird.

Silber als „grünes Metall“

Wir gehen davon aus, dass die Silbernachfrage im Photovoltaiksektor weiter steigen wird, da die Nachfrage nach erneuerbaren Energien und damit auch nach Solarmodulen weiter wächst. Tatsächlich wird eine Elektrifizierung von Autos und unserer Energiesysteme der Silbernachfrage aufgrund der hervorragenden Leitfähigkeit des Metalls Rückenwind verleihen.

Fazit

Zusätzlich zu der Aufwärtskorrektur, die Gold in diesem Jahr erhalten sollte, wird Silber durch eine grüne Wirtschaftserholung gestützt. Eine erneute Fokussierung auf die Erreichung der Klimaziele wird die Elektrifizierung des Verkehrs intensivieren und die Nachfrage nach Photovoltaik erhöhen. Beide Trends werden sich positiv auf die Silbernachfrage auswirken.

[1] World Silver Survey 2021, Silver Institute und Metals Focus, Juli 2021

2 Gold Focus 2021, Metals Focus

3 Q2 2021 bis Q2 2022

4 World Silver Survey 2021, Silver Institute und Metals Focus, Juli 2021

 

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65 Prozent des gesamten verwalteten Vermögens entfällt auf ESG-Strategien

 

Candriam, ein globaler Multi-Asset-Manager mit Fokus auf nachhaltigem und verantwortungsbewusstem Investieren, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Ende Juni 2021 wuchs das verwaltete Vermögen (AUM) auf einen Rekordwert von 150 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 10 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten dieses Jahres (AUM im Dezember 2020: 140 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahr ist das verwaltete Vermögen um 22,5 Milliarden Euro gestiegen (AUM im Juni 2020: 127,5 Milliarden Euro).

2016 setzte sich Candriam im Rahmen der Fünfjahresstrategie des Unternehmens das Ziel, bis Ende 2021 ein verwaltetes Vermögen von 150 Milliarden Euro zu erreichen. Candriam hat dieses Ziel sechs Monate früher erreicht. Seit Ende Juni 2016, als das Unternehmen noch ein Vermögen von 96,6 Milliarden Euro verwaltete, stiegen die Assets under Management um mehr als 50 Prozent. Das Wachstum wurde durch mehrere Faktoren unterstützt, insbesondere durch die gute Investmentperformance im Berichtszeitraum: Im ersten Halbjahr 2021 erhielten 83 Prozent der Fonds von Candriam 3, 4 oder 5 Sterne von Morningstar.

Darüber hinaus baute Candriam die Kompetenzen bei illiquiden und Alternativen Investments aus. Gleichzeitig entstand auf Produktseite eine der größten und innovativsten Paletten nachhaltiger Lösungen in Europa, um die wachsende Nachfrage der Anleger zu befriedigen.

Als einer der am schnellsten wachsenden europäischen Vermögensverwalter investierte Candriam in den ersten sechs Monaten des Jahres weiterhin in Spitzentalente aus der Branche. Er erweiterte die Vertriebspräsenz des Unternehmens – in Europa und international – und verstärkte sowohl die Investment- als auch die Vertriebsteams durch Neueinstellungen. Zusätzlich investierte der Asset Manager in die Effizienz seiner Plattform.

Branchenführer im verantwortungsbewussten Investieren

Das Wachstum des verwalteten Vermögens im ersten Halbjahr 2021 wurde maßgeblich von zwei Faktoren getragen: von der guten Performance im gesamten Geschäft auf der einen Seite und auf der anderen von der steigenden Nachfrage der Investoren nach der innovativen Palette thematischer Strategien und nach den auf Umwelt-, soziale und Governance-Kriterien (ESG) ausgerichteten Strategien von Candriam. Das verwaltete Vermögen in ESG-Produkten und -Lösungen hat bei Candriam mittlerweile 98 Milliarden Euro erreicht. Dabei ist der Großteil der europäischen Publikumsfonds nach Artikel 8 und 9 der Verordnung der Europäischen Union über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (SFDR) eingestuft.

Candriam hat sich als bedeutender Partner im Aktionärsengagement etabliert und mit anderen Anteilseignern bei zahlreichen der ESG-Themen zusammengearbeitet, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dazu zählt auch die Investorenerklärung zum Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie (Investor Statement on Facial Recognition), bei der Candriam 50 globale Anleger, die ein verwaltetes Vermögen von mehr als 4,5 Billionen US-Dollar repräsentieren, als Unterzeichner seiner Initiative willkommen hieß.

Naïm Abou-Jaoudé, CEO von Candriam und Vorstandsvorsitzender von New York Life Investment Management International, kommentiert: „Dass wir den Meilenstein von 150 Milliarden Euro sechs Monate vor dem Zeitplan erreicht haben, zeigt: Mit unseren Bestrebungen, eine Investmentperformance zu liefern und mit unserem Einsatz im Service für unsere Kunden waren wir erfolgreich und konnten uns auch die kontinuierliche Unterstützung unserer Aktionäre sichern. Die erste Hälfte des Jahres 2021 spiegelt die wachsende Beliebtheit und die zunehmende Nachfrage nach unserem ESG-Angebot und anderen Strategien mit hoher Performance wider. Ich bin zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, den sich verändernden Anforderungen der Anleger gerecht zu werden, indem wir innovative Lösungen anbieten, die unserer Vision entsprechen, mit Überzeugung und Verantwortung zu investieren.“

Anhaltend kräftige Umsätze bei thematischen globalen Aktien und anderen ESG-Strategien

Der Umsatz von Candriam betrug im 1. Halbjahr 2021 insgesamt 4,2 Milliarden Euro. Thematische Aktienstrategien erwiesen sich in diesem Zeitraum als eine der beliebtesten Kategorien. Sie erreichten Zuflüsse von über 800 Millionen Euro, wodurch das gesamte verwaltete Vermögen in thematischen Aktien Ende Juni 2021 auf 8,8 Milliarden Euro anstieg. Nachhaltige globale Unternehmens- und Hochzinsanleihen, nachhaltige Schwellenländeraktien, fundamental starke Aktien und Absolute-Return-Strategien verzeichneten im 1. Halbjahr 2021 ebenfalls starke Zuflüsse. Gründe für das Wachstum der Vermögenswerte waren auch die positive Entwicklung der Märkte und die gute Investmentperformance.

Double Impact Investments und entsprechende philanthropische Initiativen

Um der wachsenden Nachfrage der Anleger gerecht zu werden, hat Candriam eines der größten und innovativsten Produktangebote an nachhaltigen Lösungen in Europa entwickelt. Dazu gehören mehrere Themenstrategien mit doppelter Wirkung (Double Impact), die sich auf den Kampf gegen den Krebs, den Kampf gegen den Klimawandel und auf einen längeren Lebenszyklus von Produkten konzentrieren. Die doppelte Wirkung kommt zustande, da die Strategien einerseits die ökologische und/oder soziale Entwicklung positiv beeinflussen und andererseits auch einen Teil der Nettoverwaltungsgebühren an damit verbundene gemeinnützige Initiativen spenden. Als Teil des Candriam Institute for Sustainable Development stellt Candriam 10 Prozent der Nettogebühren, die aus mehreren seiner nachhaltigen und thematischen Strategien erwirtschaftet werden, zur Finanzierung philanthropischer Programme bereit. Im Jahr 2020 ergab dies einen Gesamtbetrag von 2,5 Millionen Euro.

Das Candriam Institute finanziert zudem die Candriam Academy. Candriam forciert den Ausbau dieser Lehranstalt, um nachhaltiges Investieren branchenweit zu verbessern. Die 2017 gegründete, weltweit erste frei zugängliche Plattform für akkreditierte Schulungen im Bereich nachhaltiges Investieren hat mittlerweile mehr als 8.000 Mitglieder aus 40 Ländern. Um das Angebot der Akademie weiter zu vergrößern, wurde Anfang September 2021 ein neues Modul in die Plattform aufgenommen, das ein besseres Verständnis der ESG-Analyse von Unternehmen vermitteln soll.

Als weitere Flaggschiff-Initiative unterstützt das Candriam Institute die Entwicklung der wissenschaftlichen Forschung im Bereich der ESG-Investments. Das soll nicht nur den Übergang zu einer nachhaltigeren Zukunft beschleunigen, sondern auch die jüngere Generation dazu ermutigen, sich in diesem wachsenden Sektor zu engagieren. In den letzten zwei Jahren wurden neue akademische Partnerschaften mit vier führenden wissenschaftlichen Institutionen vereinbart: Das Grantham Research Institute der London School of Economics, KEDGE, UCLouvain und die Vlerick Business School.

 

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Candriam Luxembourg – Zweigniederlassung Deutschland, Fellnerstraße 5, D-60322 Frankfurt, Tel.: +49 69 2691903-0, www.candriam.de 

Über die Hälfte des Fondsvermögens von Privaten in der EU stammt aus Deutschland und Italien

 

Private und institutionelle Anleger in der EU und in England haben nach EZB-Angaben insgesamt 13,6 Billionen Euro in Investmentfonds angelegt. Deutschland ist mit einem Vermögen von 3,2 Billionen Euro der größte Markt für OGAWs und AIFs. Das entspricht einem Anteil von 23 Prozent. Auf England und Frankreich entfallen jeweils 14 Prozent, auf die Niederlande zehn Prozent und auf Italien neun Prozent.

Die EZB-Statistik berücksichtigt ausschließlich das von Anlegern in der EU und in England gehaltene Fondsvermögen. Sie basiert auf Meldungen der depotführenden Stellen und Fondsgesellschaften an die Notenbanken. Zwar verwalten die in Europa aufgelegten Fonds ein Vermögen von insgesamt 19 Billionen Euro. Davon entfallen aber über 5 Billionen Euro auf insbesondere in Luxemburg oder in Irland aufgelegte Fonds, die in anderen Regionen der Welt – zum Beispiel in Asien – verkauft werden.

Deutschland und Italien sind in der EU die größten Absatzmärkte für Privatanleger

Die Statistik der EZB zeigt, dass drei Viertel des Fondsvermögens in der EU auf institutionelle Anleger wie zum Beispiel Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherer entfallen. Das von Privatanlegern direkt gehaltene Fondsvermögen beträgt 3 Billionen Euro. Davon stammen 830 Milliarden Euro aus Deutschland, 690 Milliarden Euro aus Italien, 350 Milliarden Euro aus Spanien und 300 Milliarden Euro aus Frankreich.

Die Attraktivität des deutschen und italienischen Absatzmarktes für ausländische Anbieter wird beim Blick auf das grenzüberschreitende Geschäft noch deutlicher. Von dem im Ausland aufgelegten Fondsvermögen im Besitz von Privatanlegern (1,3 Billionen Euro) entfallen insgesamt 68 Prozent auf Deutschland und Italien.

 

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Die Zinssätze sinken weiter – doch diesmal reagieren die Aktienmärkte nicht, wie zuvor, mit einer Hausse.

 

Die Wirtschaftsdaten aus dem USA bestätigen den skeptischen Ausblick der Anleihemärkte, und angesichts neuer Virusvarianten und enttäuschender US-Verbraucherdaten wurden die Wachstumsaussichten fast einhellig nach unten korrigiert. Andererseits normalisiert sich die Beschäftigungslage in den USA weiter, und auf den Preisanstieg bei Konsumgütern könnte eine länger anhaltende Inflation aufgrund eines Lohnzuwachses folgen – ein mögliches Signal für Fed-Chef Jerome Powell, mit der Normalisierung seiner Geldpolitik zu beginnen, möglicherweise noch vor Jahresende.

Wenn den Märkten jedoch gleichzeitig allmählich der Verdacht aufkommt, dass das künftige Wirtschaftswachstum überschätzt wurde, könnte genau dann der Höhenflug der Aktienmärkte zum Erliegen kommen. Das Hauptrisiko für die Märkte besteht zurzeit jedoch weniger in einer Straffung der Geldpolitik. Vielmehr droht eine „Stagflation 2.0“, wenn sich das Wachstum abschwächt und gleichzeitig inflationäre Spannungen aufkommen – und dafür gibt es keine ideale Geldpolitik.

Wie es um die Märkte, die Inflation und China steht, lesen Sie im nachstehenden Ausblick von Didier Saint-Georges, Mitglied des Strategic Investment Committee bei Carmignac:

„Die Märkte sind in einer sehr heiklen Phase“

Häufig offenbaren sich die Botschaften der Anleihen- und Aktienmärkte Beobachtern über seltsame Umwege und sind mitunter schwer zu entziffern. Direkt im Anschluss an das letzte Quartal des zurückliegenden Jahres war die Botschaft eindeutig: Dank der Entwicklung von Impfstoffen mit vielversprechender Wirksamkeit sowie der Konjunkturpakete – vor allem in den USA – würde das globale Wirtschaftswachstum wieder auf die Beine kommen. Der Zinsanstieg und die Hausse an den Aktienmärkten im Zuge der Outperformance der zyklischen Sektoren spiegelten diese Erwartungshaltung wider.

Dann wurde die Lage ab dem zweiten Quartal dieses Jahres in den USA und einen Monat später in Europa etwas komplizierter. Ökonomen begannen die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass sich die Erholung rasch abschwächen könnte, woraufhin die Zinssätze wieder eine sinkende Tendenz aufwiesen. Die Aktienmärkte tobten sich dagegen weiter aus angesichts des Paradoxes, das sie seit 2009 so gut stützt: Enttäuschende Konjunkturdaten gewährleisteten die kontinuierliche Unterstützung durch die Zentralbanken.

In diesem August wurde jedoch erneut eine völlig andere Botschaft gesendet. Während die Zinssätze nach einer kurzen Kehrtwende Anfang des Monats insgesamt bei ihrer sinkenden Tendenz zu bleiben scheinen, zeigen sich die Aktienmärkte dieses Mal um einiges zögerlicher. Mit dieser neuen Phase beginnt eine neue Interpretation der Märkte.

Zunächst einmal wurde der skeptische Ausblick der Anleihenmärkte in den letzten Wochen durch mehrere in den USA veröffentlichte Wirtschaftsstatistiken bestätigt: Die Kauflust US-amerikanischer Verbraucher erweist sich trotz haufenweise zusätzlicher Ersparnisse als enttäuschend. Eine plausible Erklärung für dieses Phänomen besteht darin, dass die Verbraucher einen deutlichen Anstieg der Konsumgüterpreise aufgrund der Spannungen in den Lieferketten feststellen, und zwar genau in dem Moment, in dem die ersten während des Höhepunkts der Krise eingeführten Sozialhilfen allmählich zurückgefahren werden. Im Übrigen trägt die beschleunigte Ausbreitung einer neuen, noch ansteckenderen Variante sicherlich nicht dazu bei, dass sich die Stimmung der Verbraucher hebt, denn sie stellt den ursprünglich vorgesehenen Zeitplan für eine Rückkehr des Dienstleistungssektors zum Normalbetrieb überall infrage. Für die kommenden Monate wurden die Wachstumsaussichten deshalb fast einhellig nach unten korrigiert.

Gleichzeitig hat sich die Beschäftigungslage in den USA jedoch weiter normalisiert. Bei vielen ausgeschriebenen Stellen ist sogar eine echte Spannung zwischen Angebot und Nachfrage zu beobachten. Somit könnte auf den Preisanstieg bei Konsumgütern, der durch den vorübergehenden Anstieg der Materialpreise bedingt ist, eine länger anhaltende Inflation aufgrund eines Lohnzuwachses folgen, auch wenn die Verbraucher daran noch nicht zu glauben scheinen. Folglich nähert sich für Jerome Powell, den Vorsitzenden der US-Notenbank, der Augenblick des „Casus Belli“. Dieser tritt ein, wenn ihm seine Kennzahlenübersicht, aus der sich das als angemessen erachtete Leitzinsniveau ableitet, das Signal dafür gibt, dass er mit der Normalisierung seiner Geldpolitik beginnen sollte. Bevor die Zinssätze angehoben werden, werden im Zuge dieser Normalisierung zunächst die monatlichen Käufe von Staatsanleihen schrittweise zurückgefahren. Nun könnte diese Drosselung aber noch vor Jahresende beginnen.

Und genau dann könnte der Höhenflug der Aktienmärkte zum Erliegen kommen. Denn auch wenn diese Verschärfung der Geldpolitik in sehr kleinen Schritten erfolgt, stellt sie doch bereits an sich einen eher ungünstigen und neu einzuberechnenden Faktor dar und könnte sich überdies genau in dem Moment ereignen, in dem an den Märkten allmählich der Verdacht aufkommt, dass das künftige Wirtschaftswachstum überschätzt wurde. Sollte dieser Fall eintreten, dann wird vielfach von einem geldpolitischen Fehler die Rede sein. Gerechter wäre es vermutlich, anzuerkennen, dass das Hauptrisiko für die Märkte zurzeit vielmehr in einer Abschwächung des Wachstums in Kombination mit inflationären Spannungen besteht – also in einer Art „Stagflation 2.0“ –, und dass für ein solches Szenario kaum eine ideale Geldpolitik existiert.

In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass China den USA und in noch größerem Maße Europa in seinem Konjunkturzyklus weit voraus ist und diese für die Aktienmärkte äußerst heikle Etappe bereits auf seine Weise durchlaufen hat. Die Entwicklung des chinesischen Marktes hat durchaus unter den Folgen dieser Phase gelitten, die im Falle dieses Landes durch eine spektakuläre Verschärfung der regulatorischen Bestimmungen verschlimmert wurden. Es wäre nicht auszuschließen, dass sich seine relative Wertentwicklung im Vergleich zu den westlichen Märkten zumindest eine Zeit lang umkehrt. Dies gilt vor allem für seine oft erstklassigen Growth-Aktien.

 

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Die Märkte scheinen bereits eingepreist zu haben, dass die US-amerikanische Zentralbank ihre geldpolitischen Maßnahmen zurückfahren will.

 

Offen bleibt allerdings, wann dies geschehen soll, sagen Jean-Marie Mercadal, Head of Investment Strategies, und Eric Bertrand, Chief Investment Officer, beide bei OFI Asset Management:

„Die Märkte hatten lange damit gerechnet, dass der Fed-Vorsitzende Jerome Powell eine Drosselung der Anleiheankäufe ankündigen würde. Tatsächlich erwähnte Powell in seiner Rede auf dem jährlichen Treffen der Zentralbanker in Jackson Hole eine mögliche Reduzierung noch in diesem Jahr, ohne jedoch einen genauen Zeitpunkt zu nennen. Das beruhigte Anleger an den Finanzmärkten.

Trotz einer Inflation von mehr als 5,0 Prozent und eines massiven Beschäftigungsaufbaus in den USA, der die Arbeitslosenquote auf 5,4 Prozent gedrückt hat, gelang es Powell also, Marktteilnehmer auf eine geringere geldpolitische Unterstützung vorzubereiten, ohne dass dies Auswirkungen auf die Renditen langfristiger US-Anleihen hatten. Sie rentierten weiterhin bei 1,3 %.

Die EZB, die sich in dieser Frage mehrere Monate lang zurückgehalten hat, zog nach der Veröffentlichung der Inflationszahlen für die Eurozone (3,0 % Gesamtinflation, davon 1,6 % Kerninflation) eine Verlangsamung der Käufe in Erwägung. Das würde allerdings lediglich eine Anpassung des im Pandemie-Notkaufprogramm (PEPP) festgelegten Betrags bis März 2022 bedeuten.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir einen allmählichen Anstieg der Anleiherenditen bis zum Jahresende sowohl in den USA (10-jährige US-Treasuries bis auf 1,75 %) als auch in Europa (10-jährige Bundesanleihen bis auf – 0,20 %). Ein solche Entwicklung wird unserer Einschätzung nach keine großen Preisschwankungen an den Märkten auslösen.

Auch von den Unternehmen an den Anleihemärkten scheint keine Gefahr auszugehen. Sie haben ihre Bonität verbessert. Wir denken, dass die Suche von Anlegern nach Rendite sowie die Anleihekäufe der Zentralbanken – selbst in reduziertem Umfang – die Risikoaufschläge auf ihrem aktuell recht engen Niveau halten. Wir erwarten keine weitere Verengung der Spreads für Hochzinsanleihen. Verglichen mit anderen Anlageklassen bleiben die Renditen attraktiv und werden die Nachfrage nach dieser Anlageklasse weiter stützen.

Das größte Risiko wäre ein unkoordinierter und zu schneller Zinsanstieg, wenn die Zentralbanken aufgrund einer anhaltend hohen Inflation unter Handlungsdruck gerieten. Ein solches Szenario halten wir jedoch derzeit für wenig wahrscheinlich.“

 

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Von Nico Baumbach, SIGNAL IDUNA Asset Management 

 

Schüler kennen diese Situation: Seit gefühlt zehn Minuten melden sie sich, ungeduldig schnippend, die ausgestreckte Hand hin- und herschwingend; sie sind überzeugt, die richtige Antwort zu kennen – aber der Lehrer schaut wiederholt an ihnen vorbei und nimmt stattdessen ihre Mitschüler der Reihe nach dran.

So ähnlich geht es – und das nicht erst seit zehn Minuten, sondern einigen Monaten – Anlegern, die die Goldposition in ihrem Depot betrachten und sich fragen, wann der Markt bitteschön erkennt, dass Gold die richtige oder zumindest eine richtige Antwort auf die Fragen dieser Zeit ist.

Inflation ist wieder ein Thema geworden

Denn Fragen halten die aktuellen Verhältnisse durchaus bereit. Die drängendste und für die Motivation vieler Goldanleger sicherlich entscheidendste ist die nach der Entwicklung der Inflation und der Zinsen. Dass beide nicht mehr zwingend in dieselbe Richtung marschieren müssen, sollten Anleger der Eurozone in den nunmehr zwanzig gemeinsamen Jahren mit der EZB verinnerlicht haben: Geldwertstabilität steht in der Agenda der EZB nicht mehr auf dem vordersten Platz.

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass der Realzins, also das, was einem Zinsgläubiger nach Abzug der Inflation bleibt, sich in der Eurozone in den vergangenen Monaten stärker in den negativen Bereich entwickelt hat. Auf der anderen Seite des Atlantiks sieht die Situation ähnlich aus – allerdings sendet die FED deutliche Signale, ihren geldpolitischen Kurs im Anblick von Inflation und Konjunktur verschärfen zu wollen.

Zinserwartungen der Marktteilnehmer divergieren

Betrachtet man die Erwartungen der Marktteilnehmer an die Entwicklung der Inflation, so steigt diese Erwartung seit dem Tief zu Beginn der Corona-Pandemie für die Eurozone wie für die USA um jeweils rund einen Prozentpunkt an. Damit werden jedoch gerade einmal wieder die Niveaus der Jahre 2017 und 2018 erreicht. Die jüngsten harten Fakten und die gefühlte Inflation liegen unterdessen deutlich höher. Gleichwohl halten es die Marktteilnehmer für nicht unmöglich, dass die EZB ihre Zinsen sogar weiter leicht senken könnte. Von der FED wird unterdessen eine zaghafte Zinsanhebung erwartet.

Was bedeuten diese unterschiedlichen inflationären wie geldpolitischen Geschwindigkeiten für den von Gold überzeugten Anleger? Die Realzinsen dürften weiter auseinanderdriften und dem US-Dollar zusätzlichen Auftrieb verleihen, was bei ansonsten unveränderten Annahmen den in US-Dollar notierten Goldpreis drücken sollte. Für den in Euro rechnenden Gold-Anleger bliebe das aufgrund des parallelen Währungsgewinns zunächst ohne Konsequenzen.

Ob es abseits der zins- bzw. währungsinduzierten Goldpreisbewegung zu einem Impuls für die Wertentwicklung des Edelmetalls kommt, wird das tatsächliche Nachfrageverhalten bestimmen.

Entscheidende Impulse verhindern die Anlagealternativen

Dieses wird in weiten Teilen durch die Anlagealternativen beeinflusst. Dazu zählen derzeit vor allem Aktien, die als ebenso liquider und kleinteilig handelbarer Sachwert gelten. Die abnehmende Volatilität in Verbindung mit einer seit bald achtzehn Monaten anhaltenden Aufwärtsbewegung vermittelt Aktienkäufern ein Bild reduzierter Risiken – und lässt die Notwendigkeit, das eigene Portfolio auch in Richtung Gold zu diversifizieren, in den Hintergrund treten.

Insofern bedarf es hier wohl zunächst eines Erweckungserlebnisses in Form eines kräftigen Kursrückgangs, bevor überzeugte Goldanleger erwarten dürfen, dass der breite Markt ihre Einschätzung hinsichtlich der Relevanz des Edelmetalls teilt.

Das aber sollte niemanden stören. Denn Gold ist als Unfallversicherung für das eigene Depot eine dauerhafte Antwort auf die Fragen, die Wirtschaft, Politik und das Leben über die Jahrhunderte gestellt haben. Die Bedeutung des Wissens um die richtige Antwort auf die Frage des Lehrers reicht hingegen selten über die jeweilige Schulstunde hinaus.

 

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Die Share Value Stiftung aus Erfurt ist Sieger in der Kategorie „Beste Stiftung“ bei den diesjährigen portfolio institutionell Awards. Damit zeichnet die Jury die Rahmenbedingungen der Vermögensverwaltung der Share Value Stiftung aus.

 

„Die Share Value Stiftung berücksichtigt schon in ihrer Satzung den Wunsch des Stifters, ausschließlich in Aktien zu investieren. Hinzu kommt ein Team, dass mit einem konzentrierten Aktienportfolio über einen langen Zeitraum und auch im besonderen Jahr 2020 erfolgreich agiert hat. So wurde aus einem Startkapital von rund 13 Mio. Euro im Jahr 2003 bis heute ein nutzbares Kapital von rund 75 Mio. Euro“, hob Ernst G. Wittmann, Leiter der Stiftungsverwaltung an der LMU München, stellvertretend für die Jury hervor. Schon 2017 gewann die Share Value Stiftung im Rahmen der portfolio institutionell Awards den Titel als „Beste Stiftung“.

Die Share Value Stiftung wurde 2003 von Günther Weispfenning (†󠇝) ins Leben gerufen. Zweck der Stiftung ist die Beschaffung von Mitteln für gemeinnützige Einrichtungen der Jugendhilfe, der Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens und des Wohlfahrtswesens, in denen in christlichem Sinn Hilfe geleistet wird. Die Stiftung greift als reine Förderstiftung zur Verwirklichung ihrer sozialen Ziele auf kompetente und bewährte Partner zu, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben finanzielle Zuwendungen erhalten. Oft wird durch diesen Katalysator der Einsatz ehrenamtlicher Helfer erst ermöglicht.

Die finanzielle Unterstützung geschieht insbesondere zu dem Zweck,

  • Starthilfen für die Schaffung dringend benötigter Einrichtungen zu geben,
  • zusätzliche Mitarbeiterstellen befristet zu finanzieren, durch die modellhaft dargestellt wird, wie Kindern und Hilfsbedürftigen bessere Hilfe zuteilwerden kann,
  • einmalige Sachmittel für die Verbesserung der Arbeit bereit zu stellen oder konkrete Aktivitäten zu ermöglichen

Das Stiftungsvermögen wird ausschließlich in Aktien angelegt. Nach Auffassung des Stifters Günther Weispfenning kann langfristig nur die Investition in Sachwerte einer realen Auszehrung des Vermögens entgegenwirken. Der Anlageausschuss der Share Value Stiftung greift bei seinen Entscheidungen auf das Aktienresearch der Shareholder Value Management AG aus Frankfurt zurück.

Als Förderung verteilt werden nur die jährlich ausgeschütteten Dividenden nach Abzug der Kosten. In 2020 konnte die Share Value Stiftung Fördermittel in Höhe von 1,18 Mio. Euro für Projekte gemeinnütziger Einrichtungen in Thüringen und Hessen zusagen. Für 2021 hat die Stiftung das Fördervolumen auf 1,25 Mio. Euro angehoben.

„Ein wichtiges Anliegen für meinen Vater war es, zu zeigen, dass Werterhalt und Vermehrung langfristig gesehen nur über Sachwerte und in seinem Fall speziell auch über Aktien funktioniert. Das ist seit Jahren sehr gut gelungen und es freut mich ungemein, dass die Stiftung hierfür auch öffentlich Anerkennung erhält“, so Christiane Weispfenning, Vorsitzende des Stiftungsrates.

 

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