DONNER & REUSCHEL Standpunkte: Deutschland nach der Wahl

 

Die gestrige Bundestagswahl fand zu einem historischen Zeitpunkt statt: Zum Ende einer Jahrhundert-Pandemie und inmitten großer Umbrüche. Selten waren die Herausforderungen der Gegenwart und die Anforderungen an die Politik höher als heute. Nicht zuletzt, weil in den vergangenen Jahren erhebliche Umsetzungsdefizite und fehlende Konzepte offensichtlich wurden. Die DONNER & REUSCHEL Standpunkte „Deutschland nach der Wahl“ bilden den vierten Teil der Studienreihe „Mensch, Gesellschaft, Ökonomie – gemeinsam für eine bessere Zukunft“, und leiten aus einem Zukunftsbild Deutschlands und Europas im Jahr 2030 die wichtigsten Fragen der Zukunft sowie konkrete Handlungsrichtungen für die Politik ab.

Die Zeit ist reif – der dafür notwendige Aufbruch aber bislang nicht erkennbar

Das aktuelle Dokument befasst sich daher mit einem positiven Zielbild für Deutschland im Jahr 2030 und leitet hieraus die Weichenstellungen ab, die heute geschaffen werden müssen, um dieses Zielbild zu erreichen. Wie schafft es Deutschland beim Thema Digitalisierung entscheidend voranzukommen, wie können ausreichend erneuerbare Energien produziert werden, um Klimaschutz mit Wohlstand zu vereinbaren, wie können Renten im demografischen Wandel nachhaltig finanziert werden und welche Rolle soll Europa in der künftigen Weltordnung einnehmen?

„Um aus den Herausforderungen der Gegenwart, Chancen für die Zukunft zu kreieren, sind politische Gestaltung, technologische Innovation und unternehmerische Freiheit notwendig. Wir brauchen mehr grundlegende, nach vorn gerichtete und kreative Impulse von Seiten der Politik“, so Carsten Mumm, Chefvolkwirt bei DONNER & REUSCHEL und Autor der DONNER & REUSCHEL Standpunkte. „Da die Politik jedoch im Krisenmodus verharrt, statt zu nachhaltiger Wirtschaftspolitik zurückzukehren, werden die zentralen Themen nicht konsequent genug angepackt. Dadurch geht wichtige Zeit verloren, die Innovation wird ausgebremst und der Wohlstand bedroht“, ergänzt der Co-Autor Prof. Dr. Henning Vöpel.

Das Zielbild der Zukunft

Im Jahr 2030 schützen eine technologieoffene Gesellschaft sowie ein handlungsfähiger Staat das Individuum in seiner informationellen Selbstbestimmung, begrenzen die Marktmacht der Plattformen und nutzen Daten für mehr Inklusion und Partizipation. Eine echte Nachhaltigkeitsökonomie hält die planetaren Grenzen ein, achtet die Natur und schützt die natürlichen Lebensgrundlagen und Ressourcen. Das wichtigste Werkzeug für die Entkopplung des Wachstums von Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung ist die Nutzung neuester Technologien – immer mit dem Ziel, mehr Menschen die Erreichung eines höheren Wohlstandsniveaus zu ermöglichen. Ein souveränes Europa verteidigt die Werte der liberalen Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft, ist führend in der humanen Nutzung neuer Technologien und Pfeiler einer multilateralen Weltordnung.

Die DONNER & REUSCHEL Standpunkte betonen, dass große Umbrüche und Transformationsprozesse entsprechende Weichenstellungen und politische Gestaltung erfordern. Dabei muss die Politik substanzielle Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen liefern. Diese sind:

 

  1. Die Frage der Souveränität: Mit einer aktiveren Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik gilt es, die strategische Souveränität Europas zu stärken und dem Standort ein eigenes Profil im Zuge der geopolitischen Neuordnung der Welt zu geben.

 

  1. Die Frage der Resilienz: Mit einer Reform des öffentlichen Sektors gilt es, den Staat zu modernisieren, die Verwaltung zu digitalisieren und die Handlungsfähigkeit der Institutionen zu erhöhen.

 

  1. Die Frage der Nachhaltigkeit: Mit einer langfristig orientierten, berechenbaren Regulierung müssen für private Investitionen in den Schutz von Klima und Natur Planungssicherheit und Rentabilität geschaffen werden.

 

  1. Die Frage des Wohlstands: Mit einer offensiven Innovations- und Forschungspolitik müssen neue Technologien gefördert, der Unternehmungsgeist gestärkt und die wirtschaftliche Nutzung neuer Technologien in Europa gefördert werden.

 

  1. Die Frage der Finanzierung: Mit einer klugen Finanzpolitik müssen einerseits heutige Investitionsspielräume genutzt und gleichzeitig insbesondere die Sozialversicherungssysteme (Rente, Pflege und Gesundheit) demografiesicher gemacht werden.

 

  1. Die Frage der Gerechtigkeit: Eine wirksame Sozialpolitik muss das Aufstiegsversprechen durch Bildung erneuern, Bildungsungerechtigkeit abbauen und den Vermögensaufbau fördern.

 

  1. Die Frage der Glaubwürdigkeit: Um Glaubwürdigkeit für die großen Transformationsprozesse und Umbrüche zurückzugewinnen, muss die Politik den fortgesetzten Krisenmodus verlassen und zu nachhaltiger, zukunftsorientierter Politik zurückkehren.

„Die Wahlprogramme der Parteien sind unkonkret und die Darstellung konkreter Konzepte fehlt. Die nächste Bundesregierung – ganz gleich welcher Farbkombination – muss Mut für größere Veränderungen aufbringen, regulatorische Übergänge schaffen und verlässliche Pfade definieren. Zudem muss die unternehmerische Freiheit gestärkt werden und der Zusammenhalt in einer wertepluralistischen und lebensentwurfsdiversen Gesellschaft hergestellt werden“, fasst Carsten Mumm zusammen. „Die nächste Bundesregierung muss anpacken und liefern, da es zum Wandel und seiner aktiven Gestaltung keine Alternative gibt“, ergänzt Prof. Dr. Vöpel.

 

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DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Einstieg ins professionelle Wertpapier-Management

 

Mit “Ihr Wertpapiermanagement” bietet die norisbank ihren Kunden ab sofort die Gelegenheit, ihre Wertpapieranlage auf Basis persönlicher Anlagevorgaben in das Management eines der global führenden, vielfach ausgezeichneten Vermögensverwalter zu geben und die weltweit anerkannte Anlage-Expertise der DWS zu nutzen. norisbank Kunden, die in Zeiten von Niedrigzinsen und steigender Inflation eine Alternative zum Sparbuch suchen und mit kleinen Beträgen langfristig Vermögen aufbauen wollen, profitieren bis zum 15. Dezember 2021 zusätzlich von attraktiven Sonderkonditionen.

Anders als viele digitale Vermögensverwaltungsangebote im Markt lässt sich das neue Wertpapiermanagement-Angebot bereits ab einem einmaligen Anlagebetrag von 400 Euro oder einer monatlichen Sparrate von 50 Euro nutzen. Es ermöglicht so auch weniger vermögenden Kunden sowie Einsteigern von der professionellen Wertpapieranlage der DWS zu profitieren. Der Einstieg in die digitale Vermögensanlage wird darüber hinaus durch einen einfachen, 100 Prozent digitalen Depoteröffnungs-Prozess erleichtert.

Auf Basis individueller Kunden-Präferenzen wie zum Beispiel der Renditeerwartung, Risikoneigung und Anlagedauer ermittelt ein Algorithmus ein auf die Anforderungen des Kunden zugeschnittenes Wertpapier-Portfolio. Die von Peter Warken als Fondsmanager der DWS verwalteten Portfolios investieren global über verschiedene Märkte und Assetklassen hinweg. Sie basieren auf den weltweiten Research-Aktivitäten der DWS sowie der jeweils aktuellen Markteinschätzung des Chief Investment Office. Das Fondsmanagement investiert dabei sowohl in DWS-eigene Fonds und ETFs, als auch in Produkte anderer Anbieter.

“Wir sind überzeugt, gemeinsam mit unserem Partner ein innovatives Angebot für die Kunden der norisbank entwickelt zu haben, was die Stärken des aktiven Portfolio-Managements mit effizienten, digitalen Prozessen vereint”, so Maika Jahn, Head of Platform Business Solutions & Strategy der Digitalen Investment Plattform der DWS.

“Wir freuen uns sehr, mit der DWS einen starken Partner an unserer Seite zu haben. Mit ‘Ihr Wertpapiermanagement’ können wir unseren Kunden, die ihre Geldanlage gerne von renommierten Experten verwalten lassen möchten, eine sehr zeitgemäße und dazu kosteneffiziente Lösung bieten”, freut sich Marco Lindgens, Geschäftsführer der norisbank GmbH. “Unsere Kunden profitieren so von der weltweit anerkannten und vielfach ausgezeichneten Investmentexpertise der DWS, auf deren Basis die Anlagen regelmäßig überprüft und bei Bedarf – zum Beispiel auch bei kritischen Schwankungen im Markt – angepasst werden.”

Seit Juli 2017 bietet die DWS mit der digitalen White-Label-Vermögensverwaltung WISE ihren Vertriebspartnern maßgeschneiderte Lösungen für ihre Kunden.

Mehr Informationen zum neuen Angebot “Ihr Wertpapiermanagement” sowie den aktuellen Sonderkonditionen finden Sie unter https://www.norisbank.de/geldanlage/wertpapiere/wertpapiermanagement.html.

 

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norisbank GmbH, Fasanenstraße 86, ­10623 Berlin, Tel.: 0180 312 5000 , www.norisbank.de

Die Medien haben auf die angekündigten Regulierungsmaßnahmen der chinesischen Regierung genauso stark reagiert wie die Aktienkurse.

 

Zudem kursieren Gerüchte über weitere Vorschriften, die sich auf weitere Branchen auswirken könnten. Einige interpretieren die Reformen als Angriff auf bestimmte Branchen, wie die sogenannte New Economy. Andere gehen sogar weiter und fürchten, China wird durch den Regulierungswahn „uninvestierbar“. Jasmine Kang, Portfoliomanagerin bei der internationalen Fondsgesellschaft Comgest, nimmt hier eine Markteinschätzung vor:

Vor dem Hintergrund gestörter globaler Lieferketten, steigender Inflationstendenzen sowie Regulierungsbemühungen der chinesischen Regierung wachsen zum aktuellen Zeitpunkt auch die Bedenken seitens der Anleger. Für uns kommt dieser plötzliche Stimmungsumschwung jedoch überraschend. Viele der neuen Regulierungen dürften nur begrenze Auswirkungen haben – auf Unternehmen aus den Bereichen Immobilien, Essenslieferservice und Internet. Prinzipiell sind die meisten Vorschriften aber nicht mehr als eine Wiederholung früherer Vorschriften, die von der Regierung und den staatlichen Medien seit Jahren angekündigt und sogar in den sozialen Medien diskutiert werden. Einzig wirklich stark betroffen sind die privaten Nachhilfeinstitute, die sogenannten After School Tutoring, kurz AST.

Bildung: Nachhilfeinstitute stark betroffen

Die Regulierungen für ASTs wurden bereits seit Anfang des Jahres erwartet, nachdem die Regierung begonnen hatte, den Druck auf die Studiengebühren zu verringern und den AST-Einrichtungen die Werbung zu verbieten. Die Regierung ist zunehmend der Ansicht, dass die hohen AST-Kosten negative sozioökonomische Auswirkungen haben: Sie verbessern nicht die Gesamtqualität der Bildung, sondern erhöhen den Zeit- und Kostendruck für Eltern und Kinder, senken die Geburtenrate und schaffen wirtschaftliche Hindernisse für die soziale Mobilität. Wir haben festgestellt, dass die Nachfrage nach Nachhilfeunterricht sehr hoch ist – ähnlich wie in Japan und Korea, angetrieben durch ein prüfungsbasiertes Bildungssystem und eine Kultur, die Bildung einen hohen Stellenwert zuschreibt. Unserer Einschätzung nach wird dieses sozioökonomische Dilemma weiter bestehen, die Nachhilfeindustrie wird schrumpfen, aber überleben und sich weiterentwickeln wird, während sie von der Regierung weiterhin überwacht sowie gegebenenfalls reformiert wird.

Vorhersehbare Reaktion auf sozioökonomische Probleme

Einige Experten interpretieren die jüngsten regulatorischen Maßnahmen als eine Art Bestrafung für chinesische Unternehmen, die in den USA börsennotiert sind – insbesondere angesichts der Struktur von Variable Interest Entities (VIEs), die Offshore-Notierungen in einigen Sektoren erleichtert und die eine Unternehmensstruktur repräsentiert, die die Grundlage für Notierungen in der chinesischen Tech-Branche bildet. Wir sehen auch, dass die Risiken für chinesische Unternehmen, die in den USA notiert sind, zunehmen, aber nicht aufgrund der VIE-Struktur. Denn die meisten der jüngsten regulatorischen Maßnahmen gelten unabhängig vom Ort der Börsennotierung und von der Unternehmensstruktur. Wir sind der Ansicht, dass sich das regulatorische Umfeld in China nicht wesentlich verändert hat. Die Regierung reagiert im Prinzip auf sozioökonomische Probleme – je größer die Branchen werden, desto größer auch die sozioökonomischen Probleme, die sie mit sich bringen. In der Vergangenheit gab es zahlreiche regulatorische Änderungen, die für andere Sektoren Einschränkungen mit sich gebracht haben. Der springende Punkt ist nun allerdings, dass größere Wachstumsunternehmen und Sektoren betroffen sind, welche häufig von ausländischen Investoren gehalten werden. Im Vergleich zu anderen Ländern, in denen die Verabschiedung neuer Gesetze und Vorschriften sehr öffentlich und langwierig verlaufen kann, erscheint uns der Prozess hier intransparenter – das bedeutet für Anleger, dass man sich noch intensiver damit auseinandersetzen sollte, um Risiken vorherzusehen. Wir erwarten, dass jene Unternehmen, die eine dynamische Managementstruktur aufweisen und in der Lage sind, auf die rasch verändernden Rahmenbedingungen zu reagieren, zu den langfristigen Gewinnern zählen werden.

China ist kein Einzelfall

Wenn wir das Gesamtbild betrachten, ist das, was gerade in China passiert, durchaus mit Aktivitäten in anderen Ländern vergleichbar. Medien weltweit berichten seit geraumer Zeit über die „nicht nachhaltigen Praktiken einiger Unternehmen in der sogenannten Gig Economy“ – womit vor allem gemeint ist, dass sie die Wirtschaftlichkeit über das Wohlergehen ihrer Lieferanten und Mitarbeiter stellen. Und Tech Unternehmen stehen auch in Europa und den USA in der Kritik, wobei sogar eine Zerschlagung der Unternehmen ins Spiel gebracht wird. Man denke hier nur an die Auseinandersetzung der Europäischen Union mit globalen bzw. US-amerikanischen Tech-Unternehmen zum Datenschutz.

Potential abseits der „New Economy“

Wir beobachten diese Regulierungsthemen schon sehr lange und in den letzten Jahren haben wir dadurch eine vorsichtigere Haltung eingenommen, was neue Geschäftsmodelle betrifft. Als wir beispielsweise den Essenslieferdienst Meituan analysierten, bereitete uns Sorge, dass die Rentabilität zulasten der Fahrer geht. Wir fragten uns, wie stabil das künftige Gewinnwachstum angesichts des sozialen Drucks, die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter zu verbessern, sein kann. Unser Fazit war: ziemlich unsicher. Es ist kein Ding der Unmöglichkeit, sich über solche Risikofaktoren Gedanken zu machen, vor allem, wenn man in einem kommunistischen oder zumindest sozialistischen Land investieren will. Aufgrund der Tatsache, dass ESG-Kriterien vollständig in den Investmentansatz von Comgest integriert sind, werden solche sozioökonomischen und politischen Risiken bereits zu Beginn unserer Analysen thematisiert. Wir sind uns der Regulierungsrisiken absolut bewusst – was jedoch nicht bedeutet, dass wir sie vollständig meiden. Wir versuchen jedoch, sie so gut wie möglich in unsere Investmententscheidungen einfließen zu lassen. In den letzten Jahren hat uns dies dazu veranlasst, über den chinesischen Internet-Sektor hinaus auch andere Branchen in Betracht zu ziehen, wie beispielsweise Möbelhersteller oder Unternehmen im Gesundheitswesen, die nicht annähernd unter „New Economy“ fallen.

 

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Comgest Deutschland GmbH, Sky Office, Kennedydamm 24, D-40476 Düsseldorf, Tel.: +49 21144038721, www.comgest.com

Dividenden können im neuen Zyklus um 8 Prozent jährlich wachsen

 

Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sind überzeugt, dass für ertragsorientierte Anleger weiterhin gute Zeiten zu erwarten sind. „Während der Marktzyklus insgesamt bereits in eine mittzyklische Phase eintritt und viele Märkte über Vorkrisenniveau notieren, ist für den Income-Zyklus noch Luft nach oben“, betont Jakob Tanzmeister, Investmentspezialist in der Multi-Asset-Solutions-Gruppe bei J.P. Morgan Asset Management. So sei die Aufholjagd der ertragsorientierten Anlageklassen noch lange nicht abgeschlossen und die fortgesetzte wirtschaftliche Erholung in immer mehr Ländern unterstütze weiterhin die Rotation an den Märkten. Zudem seien die Bewertungen noch nicht so ausgereizt wie beispielsweise im gleichen Zeitraum nach der Finanzkrise.

Tanzmeister räumt ein, dass der einfachste Teil der Erholung sowohl für den Aktienmarkt als auch für die Weltwirtschaft bereits hinter uns liegen mag und der Rest des Jahres für die Finanzmärkte durchaus volatiler ausfallen könnte. Trotzdem sieht er die Aussichten für das kurzfristige globale Wachstum nach wie vor als sehr robust an. „Auch wenn die Erholungsrally durch die aufgestauten Konsumausgaben nachlässt, erwarten wir, dass Staats- und Unternehmensausgaben diese Lücke schließen werden. Unser Kernszenario ist weiterhin ein über dem Trend liegendes Wachstum bis weit in das Jahr 2022 hinein und so bleibt noch Spielraum für eine weitere Aufwärtsbewegung bei Risikoanlagen“, führt der Experte aus. Um von diesem Umfeld zu profitieren, haben die Income-Manager Michael Schoenhaut und Eric Bernbaum den JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund sowie sein nachhaltiges Pendant JPMorgan Investment Funds – Global Income Sustainable Fund seit Jahresbeginn prozyklisch und mit größerem Risikofokus ausgerichtet. In Erwartung eines weiteren Anstiegs der Unternehmensgewinne haben sie sich beispielsweise für höhere Kurse an den Aktienmärkten gerüstet und die Aktienallokation weiter diversifiziert.“, fasst Tanzmeister die aktuelle Strategie zusammen.

Dividendenaktien weiterhin unterbewertet

Besonders positiv sehen die Experten derzeit die Entwicklung der Dividendenaktien, die zu Beginn der Pandemie sehr stark von den Märkten abgestraft wurden. Im neuen Zyklus sollten die Dividenden im MSCI All Country World Index um 8 Prozent jährlich wachsen und über die nächsten fünf Jahre um 46 Prozent steigen. „Angesichts dieses enormen Potenzials gibt es keinen Grund, warum die Dividendentitel aktuell noch so günstig bewertet sind“, wundert sich Tanzmeister.

Auch die gestiegene Inflation fürchtet der Experte nicht. Um für das reflationäre Umfeld gerüstet zu sein, wurde die Duration im Portfolio reduziert. So hatte in der Allokation im Hochzinssegment ein Viertel der Titel eine Laufzeit von weniger als einem Jahr – wenn diese Anleihen auslaufen, können wir in neue Anleihen mit höheren Kupons reinvestieren. Insgesamt sieht Jakob Tanzmeister in diesem Umfeld große Chancen für zyklisch orientierte Mischfonds – sowohl historisch als auch in der anhaltenden Erholung.

Mit seinem breit gestreuten flexiblen Ansatz und der aktuellen prozyklischen und risikoorientierteren Ausrichtung konnte der Global Income Fund in diesem Jahr bereits mehrfach neue Allzeithochs erreichen und 7,45 Prozent zulegen (Stand: 10. September 2020). Die letzte Ausschüttung im August betrug in der Anteilklasse A (div) EUR annualisiert 3,9 Prozent (Ausschüttungen sind nicht garantiert). „Wir suchen weiterhin nicht die Positionen mit der höchsten Dividendenrendite, sondern mit langfristigem Wachstumspotenzial und ausgerichtet auf Zukunftsthemen“, erläutert Jakob Tanzmeister die Anlagephilosophie, stets mit Risikofokus zu investieren, um die „optimalen“ laufenden Erträge auszuschütten.

Nachhaltigkeit zunehmend im Fokus

Ein wichtiges Zukunftsthema ist die Nachhaltigkeit, an der Investoren laut Tanzmeister heute nicht mehr vorbeikommen – nicht zuletzt, da Nachhaltigkeitsziele zunehmend in der Fiskalpolitik der Länder festgelegt sind. So wird dieses Megathema viele Branchen transformieren, was Chancen und Risiken mit sich bringt. „Es wird sich eine Schere zwischen Gewinnern und Verlieren öffnen und auf diese Disruption gilt es, vorbereitet zu sein. Wobei ein Investment nur, weil es ‚grün‘ ist, noch lange nicht rentabel sein muss“, betont der Experte. So sei ein selektives Vorgehen wichtig und vor dem ESG-Hintergrund muss umso sorgfältiger geprüft werden, ob die finanziellen und ausschüttungsorientierten Kriterien erreicht werden können. „Um die notwendigen Daten zur Nachhaltigkeit zu ermitteln und ausnutzen zu können ist viel eigenes Research und eine besondere Expertise nötig. Nicht für alle Anlageklassen ist die ESG-Datenlage gleich gut, zudem ist es eine besondere Herausforderung, die Ergebnisse über Anlageklassen hinweg vergleichbar zu machen“, führt Tanzmeister aus. Da zudem ESG-Ratings verschiedener Anbieter häufig sehr unterschiedlich ausfallen, sei eigenes Research unerlässlich. So war viel Vorarbeit und ein langer Vorlauf nötig, bis J.P. Morgan Asset Management das Thema Nachhaltigkeit für die Multi-Asset-Income-Fonds umsetzen konnte.

Für die Kombination aus Nachhaltigkeit und Ertragskraft wurden drei Säulen in den Investmentprozess der Income-Fonds integriert. Bereits seit dem 2. Quartal 2020 wird für alle aktiven Strategien die vollständige ESG-Integration, also die Berücksichtigung wesentlicher Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren im Investmentprozess, erfolgreich umgesetzt. So gibt es heute einen differenzierten ESG-Ansatz innerhalb jeder der mehr als zehn Anlageklassen, die für die Income-Strategie genutzt werden. „ESG-Integration bedeutet, dass die ESG-Risiken die Entscheidungsfindung auf Einzeltitelebene beeinflussen können und sich auch in der Asset Allocation des Global Income Fund widerspiegeln. Es werden im Global Income Fund jedoch keine Wertpapiere systematisch anhand von ESG-Faktoren ausgeschlossen“, betont Jakob Tanzmeister.

Seit Februar dieses Jahres wird die Income-Strategie um eine dezidiert nachhaltige Variante ergänzt: Im JPMorgan Investment Funds – Global Income Sustainable Fund werden zusätzlich zur ESG-Integration zwei weitere Säulen der Nachhaltigkeit umgesetzt. Einerseits gibt es normen- und wertbasierte Ausschlüsse von Sektoren, die nicht als nachhaltig angesehen werden – dazu gehören Branchen wie Kohle, Atomkraft und Öl/Gas, Waffen, Tabak oder Glücksspiel. Zudem werden Unternehmen ausgeschlossen, die gegen die „UN Global Compact“-Norm verstoßen. Und schließlich können Ausschlüsse auf Basis der ESG-Analysen der verschiedenen Investment-Teams erfolgen. Als dritte Nachhaltigkeitsebene legt das Fondsmanagement einen besonderen Fokus auf solche Unternehmen, die überdurchschnittliche Nachhaltigkeitswerte ausweisen und beispielsweise helfen, die Energiewende zu gestalten. Um diese zu identifizieren nutzt das Management quantitative und qualitative Methoden sowie die globalen Research-Kapazitäten des Hauses. Im Vergleich zum Durchschnitt des Multi-Asset-Income-Investment-Universums kann der Global Income Sustainable Fund damit ein höheres ESG-Rating erzielen und weist signifikant geringere CO2-Emissionen auf – aktuell sind es 51 Prozent weniger. Die Überschneidung des nachhaltigen Income-Fonds mit dem Income-Klassiker liegt aktuell bei rund 40 Prozent, sodass sich beide Fonds sinnvoll ergänzen können.

„Viele Anleger befürchten, dass der Fokus auf Nachhaltigkeit zu Lasten der Erträge gehen könnte. Doch haben sich beispielsweise in der Coronakrise viele Nachhaltigkeitsfonds stabiler als die breiten Indizes erwiesen“, betont Jakob Tanzmeister. „Wir haben eine empirische Analyse mit realen Marktdaten durchgeführt, die belegt, dass ein ESG-Fokus historisch die Risiken von Abwärtsmärkten reduzieren konnte. Dies liegt nicht nur an den Umweltaspekten, sondern auch an einer starken Governance, also dass Unternehmen mit einer starken Kapitalbasis beispielsweise weniger Ausfälle verzeichnen müssen“, erläutert der Experte. So sei es möglich, ohne nennenswerte Ertragseinbußen den CO2-Fußabdruck zu verringern. Entscheidend ist ein aktiver Investmentansatz verbunden mit einem mittel- bis langfristigen Zeithorizont, um die Vorteile des nachhaltigen Investierens realisieren zu können.

Auszeichnung für „exzellente Qualität und Kompetenz“

Das Multi-Asset-Income-Team von J.P. Morgan Asset Management wurde kürzlich von Scope erneut mit der Bestnote „AAA“ ausgezeichnet. Das Portfoliomanagement sei „personell hervorragend aufgestellt“, die Branchenerfahrung der Manager „überdurchschnittlich hoch“ und der Investment- und Researchprozess wird in Summe als „exzellent“ bewertet. „Wir freuen uns, dass unsere langjährige Erfahrung im Management von Multi-Asset-Fonds sowie die Expertise unserer Multi-Asset Solutions-Teams so positiv gewürdigt werden. Gut gefiel den Analysten auch, dass der Income-Klassiker nun auch in einer nachhaltigen Variante angeboten wird – das ist eine tolle Bestätigung“, freut sich Jakob Tanzmeister.

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Damit die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals bzw. SDGs) in den Schwellenländern erreicht werden können, muss die Investitionslücke geschlossen werden.

 

Dies wird vor allem durch Infrastrukturinvestments möglich. Denn sie werden nach der Covid-19-Krise einer der wichtigsten Treiber für nachhaltiges Wachstum in den Schwellenländern sein. Felix Hermes, Head of Private Equity & Sustainable Infrastructure bei BlueOrchard, erläutert, welche Rolle nachhaltige Infrastrukturinvestments nach der Corona-Pandemie in den Schwellenländern einnehmen werden.

Megatrends, die über die Energiewende hinausgehen, wie Urbanisierung, Smart Cities und Digitalisierung sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und werden sich vermehrt in Infrastrukturinvestments in Schwellen- und Frontier-Märkten niederschlagen. Um die Investmentlücke zu schließen, wird Privatkapital eine entscheidende Rolle spielen. Denn die Bilanzen der Regierungen werden aufgrund der Pandemie immer stärker belastet.

Bereits vor Pandemieausbruch hatten einige Schwellenländer umfangreiche Infrastrukturprogramme, vor allem im Energiebereich, aufgelegt. Die damit verbundenen Investitionen werden vermutlich nicht in gleichem Maße zurückgehen wie in früheren Krisenzeiten.

Erneuerbare Energien im Fokus

Investoren werden sich weiterhin auf den Energiesektor und hier vor allem auf erneuerbare Energien in den Schwellenländern fokussieren, sodass voraussichtlich zunehmend internationales Privatkapital in diesen Sektor fließen wird. Grund dafür ist eine Kombination aus Spillover- und Lerneffekten in diesen Ländern, weiter sinkende Investitions- und Lebenszykluskosten für Anlagen erneuerbarer Energien sowie die zunehmende politische Bedeutung von Klimaschutz in Schwellenländern. Dies könnte zu einem zunehmenden Wettbewerb in bestimmten Ländern führen, wie beispielsweise in Südostasien, was wiederum den Druck auf die Renditen erhöht.

Erhöhte Nachfrage nach Telekommunikationsinfrastruktur

Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Datenverkehr und Konnektivität hat die Telekommunikationsinfrastruktur von der Pandemie profitiert. Dennoch bedarf es zusätzlicher Investitionen, um die digitale Kluft zwischen ländlichen und städtischen Gebieten in den Schwellenländern und Frontier-Märkten zu verringern. Die etablierten Telekommunikationsunternehmen haben weder die nötige Bilanz noch die Absicht, sich auf infrastrukturbezogene Investitionen zu konzentrieren. Um die Transaktion, wie Telekommunikationstürme und Glasfaseranlagen, zu finanzieren, sehen wir signifikante Chancen für private Investments. Das Wachstumspotenzial des Telekommunikations-Sektors basiert auf den guten Rahmenbedingungen, die sich in der steigenden Nachfrage durch das Internet der Dinge (IoT) und der Vernetzung sowie in der demografischen Entwicklung und technologischen Aufrüstung widerspiegeln.

Nicht zuletzt hat die Pandemie auch den dringenden Bedarf an Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur in mehreren Schwellenländern gezeigt. Dieser Sektor lag bisher nicht im Blickfeld privater Investoren. Allerdings bleibt die Frage zu klären, ob gesundheitsbezogene Investitionen aufgrund der zugrunde liegenden Anlagecharakteristika und des Risiko-Exposures (Volumenrisiko etc.) als Infrastruktur klassifiziert werden können.

 

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BlueOrchard Finance AG, Seefeldstrasse 233, 8008 Zurich, Switzerland, Tel: +41 44 441 55 50, www.blueorchard.com

Aktien dominieren die Nachfrage im globalen ETF-Markt 

ETFs waren weltweit weiterhin mit Nettomittelzuflüssen von 84,3 Mrd. Euro gefragt.

 

Anleger favorisierten im August erneut Aktien-ETFs. Diesen flossen global 60,9 Mrd. Euro an neuen Mitteln zu. Gegenüber dem Vormonat (+45,8 Mrd. Euro) ist dies ein deutliches Plus für Aktien-ETFs. In Anleihe-ETFs wurden im August Neugelder im Volumen von 23,7 Mrd. Euro investiert, was in etwa dem Niveau des Vormonats entspricht. Die stärksten ETF-Zuflüsse verzeichnete erneut der US-Markt insgesamt 73,2 Mrd. Euro bzw. 87 % der globalen Mittelzuflüsse. Auf Europa entfielen 10,3 Mrd. Euro bzw. 12 % und auf Asien 769 Mio. Euro bzw. 1 %.

Mittelzuflüsse in Europa – Highlights im August 2021

Aktien

Anleger haben 6,67 Mrd. Euro in europäische Aktien-ETFs investiert, was einen klaren Anstieg gegenüber dem Vormonat (+5,4 Mrd. Euro) bedeutet. Die beliebtesten Anlageregionen waren weiterhin die Welt und Nordamerika mit 3,5 Mrd. Euro bzw. 2,8 Mrd. Euro. Nachdem seit Jahresbeginn 27 % in US-Aktien-ETFs investiert wurden, hat sich die Nachfrage nach diesem Anlagesegment im August auf 42 % beschleunigt.

Verkäufe von ETFs mit Fokus auf den Finanzsektor im Juli setzten sich auch im August fort. Anleger zogen aus diesem Segment 362 Mio. Euro ab.

Hingegen flossen 500 Mio. Euro in Klimastrategien, was das wachsende Interesse für ETFs auf saubere Energie widerspiegelt. Der Value-Sektor verzeichnete weiterhin Abflüsse: 254 Mio. Euro wurden in diesem Monat abgezogen, während 420 Mio. Euro in ETFs mit Fokus auf Qualitätsaktien investiert wurden. Dies könnte Sorgen hinsichtlich der Auswirkungen der Delta-Variante auf die wirtschaftliche Erholung sowie auf Inflationsängste widerspiegeln. Anleger switchten auch im August von traditionellen zu ESG-Strategien, allerdings in geringerem Umfang als im Vormonat. Flossen ESG-ETF-Strategien im Juli 6,9 Mrd. Euro zu, waren es im August nur 4 Mrd. Euro. Mit 1,3 Mrd. Euro bzw. 1,2 Mrd. Euro favorisierten Anleger in diesem Segmente globale und Nordamerika-Exposures.

Anleihen

Mit Neugeldern im Volumen von 3,5 Mrd. Euro hat sich die Nachfrage nach in Europa gelisteten Anleihe-ETFs im August im Vergleich zum Vormonat (+6,6 Mrd. Euro) verlangsamt.

Anleger setzten vor allem auf Unternehmensanleihen (+2,4 Mrd. Euro); Staatsanleihen flossen 794 Mio. Euro zu. Anhaltende Inflationssorgen spiegeln sich im Interesse an kurzfristigen Eurozonen-Staatsanleihen (+342 Mio. Euro) und inflationsgebundenen Strategien (+328 Mio. Euro) wider.

Im Corporate-Segment flossen 696 Mio. Euro in US-High-Yield-Strategien sowie 623 Mio. Euro in Anleihen der Eurozone mit Investment-Grade-Rating. Diese Zuflüsse in US-Hochzinsanleihen machten die Abflüsse des letzten Monats mehr als wett, während die Nachfrage nach europäischen Investment-Grade-Anleihen um fast ein Drittel geringer ausfielen als im Vormonat. Dies deutet darauf hin, dass Anleger trotz möglicher Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Delta-Variante und der Inflation Vertrauen in die Fähigkeit von US-Unternehmen haben, gute Ergebnisse zu erwirtschaften. ESG-Anleihe-ETFs legten um 1 Mrd. Euro zu, wobei 399 Mio. Euro auf Unternehmensanleihen der Eurozone entfielen. Wie bei Aktien-ETFs setzt sich die Rotation aus traditionelleren in ESG-Anlageklassen fort.

 

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Neuberger Berman setzt auf defensive Ertragsstrategien und defensive Wertsicherungsstrategien

 

Erstmals seit fast einem Jahr lag die US-Inflation letzte Woche unter den Erwartungen. Enttäuschend war auch der jüngste Arbeitsmarktbericht, und auch andere Zahlen sprechen ebenfalls für eine schwächere Dynamik. Hinzu kommt, dass Geld- und Fiskalpolitik weniger expansiv werden. Beiderseits des Atlantiks steht das Tapering der Wertpapierkäufe unmittelbar bevor und die Diskussion bei den Demokraten spricht dafür, dass die amerikanische Fiskalpolitik zumindest etwas gestrafft werden könnte.

Die Delta-Variante und die Lieferengpässe haben ihren Teil zu den schwächeren Zahlen beigetragen. Eine Rolle spielt aber auch, dass die Wirtschaftserholung zu Ende geht und sich die Konjunktur normalisiert. Das Wachstum mag nachlassen, kommt aber nicht zum Stillstand. Entscheidend ist, wie stark es zurückgeht und inwieweit das bereits in den Kursen berücksichtigt ist. Da darüber hinaus die langfristige Entwicklung höchst ungewiss ist, Aktien teuer sind und sich die Anleihen-Renditen auf Rekordtiefs befinden, könnten niedrigere Erträge drohen – bei hoher Volatilität und einer überdurchschnittlichen Korrelation von Aktien und Anleihen.

Kein Königsweg

Was bedeutet das für die Asset-Allokation? Über 60 Prozent der Teilnehmer eines Neuberger Berman Kunden-Webinars rechneten vergangene Woche damit, dass Aktien in den nächsten zehn Jahren volatiler sein werden als in den zehn Jahren zuvor. Je nach Assetklasse gaben zudem 15 bis 40 Prozent der Teilnehmer an, anstelle klassischer Staatsanleihen auch unterschiedliche alternative Anlagen in Betracht zu ziehen. An der Spitze standen Private Assets und Liquid Alternatives. Den Investoren ist aber bewusst, dass es keinen Königsweg gibt.

Letztlich steht Neuberger Berman vor zwei Aufgaben: Erstens will der Vermögensverwalter mit risikobehafteten Titeln Gewinne erzielen, es aufgrund des drohenden Volatilitätsanstiegs aber gleichzeitig nicht übertreiben. Hier sind „defensive Ertragsstrategien“ gefragt. Zweitens wollen sie Portfoliorisiken verringern, ohne in überteuerte Staatsanleihen zu investieren. Das erfordert „defensive Wertsicherungsstrategien“.

Defensive Ertragsstrategien

Für defensive Ertragsstrategien eignen sich Aktien, Anleihen und alternative Anlagen. Bei Aktien kann eine höhere Gewichtung von Qualitätstiteln helfen, vor allem, wenn sie von langfristigen Wachstumsthemen profitieren können. Nach einem Jahr Mehrertrag von Substanzwerten und Zyklikern spricht jetzt viel für Qualitätsaktien. Wer sich eine längere Kapitalbindung leisten kann, kann auch auf nicht börsennotierte Titel setzen.

Auch bei Anleihen sind defensive Ertragsstrategien möglich. Hier lässt sich das Kreditrisiko erhöhen, vor allem mit kürzer laufenden High-Yield-Anleihen. Ihre Spreads sind im Vergangenheitsvergleich zwar eng, doch hält man sie bei Neuberger Berman wegen der niedrigen Ausfallquotenerwartungen trotz allem für angemessen. Höhere Renditen bieten auch Titel aus Ländern, die zusätzlich von der Flucht in die Qualität profitieren. Ein Beispiel sind chinesische Onshore-Staatsanleihen.

Bei alternativen Anlagen können sich klassische Hedgefonds-Strategien anbieten, die zwar positiv, aber nicht sehr stark mit Aktien korreliert sind. Gute Beispiele sind Long/Short Equity, Long/Short Credit, Event-driven, Distressed und Special Situations. Um aus der Aktienmarktvolatilität eine dauerhafte und vergleichsweise stabile Ertragsquelle zu machen, bietet sich der Verkauf gedeckter Puts auf den Aktienindex an – was das Auf und Ab der Märkte etwas abmildert. Hinzu kommen strukturell unkorrelierte Titel, etwa Insurance-linked Securities, auch bekannt als Katastrophenanleihen.

Defensive Wertsicherungsstrategien

Ähnlich vielfältig können defensive Wertsicherungsstrategien sein. Im Aktienbereich kann marktneutral in Qualität investiert werden, indem eine Long-Position in Qualitätsaktien mit einer Short-Position in Aktien geringerer Qualität kombiniert wird. Bei einem Ausverkauf mit einer Flucht in die Qualität führt dies voraussichtlich zu Ertrag.

Im Anleihenbereich kann anstelle einer einfachen Long-Position in klassischen Staatsanleihen mit einer Long/Short-Strategie auf eine Abflachung der Zinsstrukturkurve gesetzt werden. Auch das würde sich bei einer Flucht in die Qualität auszahlen und zugleich das Verlustrisiko bei einem generellen Renditeanstieg mindern. Gerade jetzt ist das wegen der extrem niedrigen Kurzfristzinsen interessant.

Bei alternativen Anlagen könnten sich Hedgefonds-Strategien anbieten, die bei Ausverkäufen am Aktienmarkt bislang meist stabil waren oder sogar im Plus lagen. Beispiele sind Equity Market-neutral, Short-term Trading, Systematic Trend-following und Global Macro.

Optionsstrategien, die auf fallende Kurse setzen – etwa der Kauf (und nicht der Verkauf) von Put-Optionen – sind bei ausgeprägten Korrekturen meist recht nützlich. Sie können aber teuer werden, wenn die Aktienkurse steigen oder sich seitwärts bewegen. Sinnvoller könnte ein defensiver Ansatz sein, der diese Schwächen nicht hat.

Schluss mit 60/40

Ein Portfolio mit solchen Strategien unterscheidet sich in zweierlei Hinsicht von einem klassischen 60/40-Ansatz: Es investiert in zusätzliche Assetklassen und ist bei Aktien und Anleihen innovativer und aktiver. Vielleicht verzichtet man bei einer sehr guten Marktentwicklung auf Ertrag. Zugleich setzt man aber auf Wachstum, ohne bei der Diversifikation und dem Schutz vor Verlusten zu stark auf die schon jetzt sehr niedrig verzinslichen Staatsanleihen angewiesen zu sein.

Wir halten dies für eine kluge Diversifikationsstrategie, die ihrem Namen alle Ehre macht – geeignet für einen schon weiter fortgeschrittenen Konjunkturzyklus bei einer ungewöhnlich hohen Ungewissheit.

 

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Neuberger Berman Europe Limited, Friedrich-­Ebert­-Anlage 49, D-­60308 Frankfurt,Tel: +49 69 509 56 5648/5649, www.nb.com

Worauf sich Investoren in den nächsten Monaten einstellen sollten, erläutert Jean-Marie Mercadal, Head of Investment Strategies bei OFI Asset Management:

 

„Bislang wurden die Märkte in diesem Jahr durch das Zusammenwirken zweier sehr starker Kräfte angetrieben: der Fortsetzung eines robusten wirtschaftlichen Aufschwungs und der Beibehaltung einer sehr akkommodierenden Geldpolitik, die für reichlich Liquidität gesorgt und die Renditen trotz des Inflationsanstiegs auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten hat. So haben die Aktienmärkte zum einen von einer deutlichen Verbesserung der Unternehmensbilanzen, die über den Erwartungen lag, profitiert, und zum anderen aber auch von den überraschend niedrigen Anleiherenditen.

Die Zukunft dürfte deutlich komplizierter werden, da viele gute Nachrichten bereits an den Kapitalmärkten eingepreist zu sein scheinen. So könnte der Höhepunkt des Wirtschaftsaufschwungs bereits erreicht sein. Der aktuelle Preisanstieg könnte die Konsumlaune verschlechtern. Gerade die deutlich steigenden Energiepreise sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür. Produktknappheit, wie Halbleiter oder Holz, und Arbeitskräftemangel haben bestimmte Branchen besonders betroffen. Und das Wiederaufflammen der Covid-Epidemie spielt auch eine Rolle. In China verlangsamt sich zudem gerade das Wirtschaftswachstum.

Letztendlich erwarten wir bis zum Jahresende Märkte ohne einen wirklichen Trend, wobei die Phasen wahrscheinlich volatiler sein werden als in der ersten Jahreshälfte. So ist die Absicht der US-Notenbank, die Geldpolitik zurückzufahren, bereits eingepreist. Die EZB, die sich in dieser Frage mehrere Monate lang zurückgehalten hat, erwägt nun doch, ihre Anleihenkäufe zu verlangsamen. Dies würde jedoch nur eine Anpassung des im Pandemie-Notkaufprogramm (PEPP) festgelegten Betrags bis März 2022 bedeuten.

Wir erwarten bis zum Jahresende einen allmählichen Anstieg der Anleiherenditen, sowohl in den USA (US-Treasuries bis zu 1,75 %) als auch in Europa (Bundesanleihen bis zu – 0,20 %). Aber eine solche Entwicklung wird eher keine größeren Kursschwankungen an den Märkten auslösen.

Auch an den Unternehmensanleihemärkten scheint keine Gefahr zu lauern. Die Firmen haben ihre Kreditqualität verbessert. Die Suche der Anleger nach Rendite und die Anleihekäufe der Zentralbanken werden – wenn auch in geringerem Umfang – die Risikoprämien wohl auf ihrem derzeitigen, eher engen Niveau halten. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Spreads von Hochzinsanleihen weiter einengen werden. Im Vergleich zu anderen Anlageklassen bleiben die Renditen attraktiv und werden die Nachfrage weiterhin stützen.

Das größte Risiko wäre aus unserer Sicht ein unkoordinierter und zu schneller Anstieg der Zinssätze, wenn die Zentralbanken aufgrund der anhaltend hohen Inflation unter Handlungsdruck geraten. Wir halten ein solches Szenario derzeit jedoch für unwahrscheinlich.“

 

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Ofi Asset Management, Adresse: 22, Rue Vernier, 75017 Paris, Tel: +33 1 40 68 17 17, www.ofi-am.fr

Die Erweiterung des Angebots an Rohstoff-ETFs bietet Anlegern ein diversifiziertes Engagement im Rohstoff-Terminmarkt durch eine Multi-Faktor-Strategie

 

Legal & General Investment Management (LGIM) hat heute die Notierung des L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities UCITS ETF an der Deutschen Börse bekannt gegeben. Der ETF notiert seit Juli an der London Stock Exchange (LSE) sowie seit heute an der Deutschen Börse und bietet deutschen Anlegern ein diversifiziertes Engagement im Rohstoff-Terminmarkt, um Inflation zu managen und über den gesamten Marktzyklus hinweg an Anlagemöglichkeiten in verschiedenen Rohstoffen zu partizipieren.

Der Fonds ist darauf ausgelegt, die Wertentwicklung des Barclays Backwardation Tilt Multi-Strategy Capped Total Return Index nachzubilden. Der Index setzt sich aus allen im Bloomberg Commodity Index enthaltenen Rohstoffen zusammen und bietet eine Rendite, die einer vollständig besicherten Anlage in ein diversifiziertes Portfolio von Rohstoff-Futures aus den folgenden fünf Rohstoffgruppen entspricht: Energie, Edelmetalle, Industriemetalle, Viehzucht und Landwirtschaft.

Der Fonds wendet eine Multifaktorstrategie an, bei der die folgenden Verbesserungen eingesetzt werden, um ein optimales Engagement in bestimmten Rohstoffen zu erreichen, indem die entsprechenden Futures-Kontrakte dynamisch gerollt werden:

  • Eine saisonale Strategie wird auf Rohstoffe wie Heizöl und Erdgas angewandt, die in der Vergangenheit eine starke Saisonalität aufwiesen. Der Index investiert in saisonale Futures-Kontrakte, die in der Regel die liquidesten Kontrakte des ganzen Jahres sind und ein Engagement in einem Rohstoff zu wichtigen Zeitpunkten während eines Produktions- oder Nachfragezyklus bieten, wenn die Dynamik von Angebot und Nachfrage die Preise systematisch beeinflusst.
  • Eine Roll-Rendite-Strategie wird auf die übrigen im Index enthaltenen Energierohstoffe und Industriemetalle angewandt. Bei diesen Rohstoffen versucht der Index, die Position auf der Warenterminkurve zu finden, welche die günstigste implizite Rollrendite aufweist.
  • Eine Momentum-Strategie schließlich wird auf Agrar- und Viehzuchtrohstoffe angewandt, die in der Vergangenheit stark vom Ernte- und Zuchtzyklus sowie von exogenen Faktoren wie dem Wetter beeinflusst wurden. Der Index investiert in den Terminkontrakt, der in der Vergangenheit die höchste jährliche Outperformance gegenüber dem benachbarten Terminkontrakt erzielt hat. Für Edelmetalle wie Gold und Silber wird keine Aufwertung vorgenommen.

Der Fonds baut auf der bestehenden Rohstoff-ETF-Palette von LGIM auf, die den L&G All Commodities UCITS ETF und den L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF umfasst.

Philipp von Königsmarck, Head of Wholesale Germany and Austria bei LGIM, kommentiert: „Wir freuen uns, unser ETF-Angebot für deutsche Anleger mit diesem neuen ETF zu erweitern, der LGIMs kontinuierliches Engagement für aktives Indexdesign widerspiegelt. Das Produkt ist auch ein weiteres Beispiel für Innovation, bei der Anlagestrategien so konstruiert werden können, dass sie sich auf das Potenzial für höhere Renditen konzentrieren, anstatt auf die traditionellen Benchmark-Renditen.

Mit der Erfolgsbilanz des L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF haben wir bewiesen, dass längerfristige Futures bei der langfristigen Performance und dem Drawdown-Management helfen, indem sie die durch kurzfristige Futures-Investitionen verursachte Volatilität reduzieren. Durch Risikominderung und ein tiefes Verständnis der Renditetreiber auf den Rohstoffmärkten wollen wir für unsere Kunden einen Mehrwert schaffen. Diese Anlagestrategie berücksichtigt die Risiken und Chancen, die mit der Saisonalität bestimmter Rohstoffinvestitionen, der Verbesserung der Rollrendite bei der Verwaltung von Futures und dem Momentum-Effekt bestimmter Agrarinvestitionen verbunden sind.“

Das Index-Team von LGIM verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit Indexfonds. LGIM hat sich in den letzten 25 Jahren zu einem der größten globalen Anbieter entwickelt. Backtests des Index seit 2011* belegen, dass die verbesserten Strategien, die für jede Rohstoffgruppe in diesem Fonds angewandt werden, und der „Backwardation Tilt Multistrategy Index“ zu einer Outperformance gegenüber den wichtigsten Rohstoff-Benchmarks beitragen können.

Diese Lancierung baut auf der Nachfrage nach Anlagelösungen mit geringer Korrelation zu anderen Anlageklassen einschließlich traditioneller Aktien und Anleihen auf, die über die gesamte Rohstoff-ETF-Produktpalette von LGIM hinweg zu beobachten ist und die es den Kunden ermöglicht, die Wachstumschancen in der Realwirtschaft zu nutzen, während die globale Erholung an Fahrt gewinnt.

 

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Der Versicherungskonzern Allianz ist durch den Zusammenbruch des Finanzdienstleisters Wirecard stärker betroffen als bislang bekannt.

 

Die Bezahl-App „Allianz Prime“, ein  Gemeinschaftsprojekt mit Wirecard und dem Kreditkartenunternehmen Visa, wurde bereits im Sommer 2020 eingestellt, erklärte eine Sprecherin der Konzerntochter Allianz Partners auf Anfrage von boerse-online.de, dem Portal des Finanzen Verlags. Die Allianz habe den Vertrag nach dem Insolvenzantrag von Wirecard Ende Juni 2020 gekündigt. Wirecard hatte bis dahin die Zahlungen für „Allianz Prime“ abgewickelt.

Die App war 2018 in Italien gestartet und sollte bei nachgewiesenem Erfolg nach Deutschland exportiert werden. „Es ist ein sehr innovativer Bezahlservice, der attraktiv für den deutschen Markt sein kann“ sagte Klaus-Peter-Röhler, Deutschland-Chef der Allianz, damals der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“.

Die Sprecherin von Allianz Partners machte keine Angaben zu den Kosten, die dem Konzern durch das Scheitern entstanden sind. Ein Nachfolgeprojekt sei aktuell nicht geplant. Bereits des längeren war bekannt, dass ein weiteres Kooperationsprojekt von Allianz, Wirecard und Visa namens „Allianz Pay & Protect“ im Sommer 2020 eingestellt wurde. Von Visa war auf Anfrage von boerse-online.de keine Auskunft zu „Allianz Prime“ erhältlich.

Die Meldung finden Sie im Internet unter: https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/wirecard-pleite-pleite-von-wirecard-stoppte-weiteres-allianz-projekt-1030813167

 

Verantwortlich für den Inhalt: Finanzen Verlag GmbH, Bayerstraße 71-73, 80335 München, Tel: +49 (0) 89 2 72 64-351,

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Umfrage unter Vertriebspartnern der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) zeigt weiterhin positive Zukunftsaussichten von ETFs – 86,5% der Befragten erwarten, dass ETFs auch in den nächsten Jahren im Privatkundengeschäft an Bedeutung gewinnen.

 

Die Ergebnisse der aktuell von der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) unter 118 Vertriebspartnern der B2B-Direktbank durchgeführten Umfrage zum ETF-Geschäft in Deutschland zeigen, dass die Finanzprofis überwiegend mit einer wachsenden Bedeutung von Exchange Traded Funds (ETFs) rechnen. „ebase verzeichnet seit Jahren eine überdurchschnittlich große Nachfrage nach Exchange Traded Funds, was sich so auch in den Ergebnissen unserer regelmäßigen Umfragen widerspiegelt“, erklärt Kai Friedrich, CEO der ebase. „Insofern ist aus den Ergebnissen der jüngsten Umfrage zu schließen, dass sich die ETF-Nachfrage der Anleger ungebremst fortsetzen dürfte.“ Mit 86,5% geht die überwiegende Mehrheit der Vermittler für die nächsten drei Jahre davon aus, dass die Bedeutung von ETFs im Privatkundengeschäft steigen bzw. stark steigen wird.

7,6% der Finanzprofis gehen davon aus, dass die inzwischen erreichte Bedeutung von ETFs im Privatkundengeschäft gleichbleiben wird, während nur 5,9% der Befragten mit einer abnehmenden Bedeutung rechnen. „Unter dem Strich zeigt dies ganz klar, dass ETFs als Anlageinstrument im Privatkundenbereich angekommen sind und dort auch sicherlich noch weiter an Bedeutung gewinnen werden“, betont Friedrich. „ETFs sind längst nicht mehr nur Investmentprofis vorbehalten und werden somit immer mehr auch für Vermittler in der täglichen Arbeit ein sehr relevantes Thema“, führt er weiter aus.

Um Vertriebspartner wie auch Kunden gleichermaßen dauerhaft mit dem bestmöglichen ETF-Angebot bedienen zu können, optimiert und erweitert ebase laufend das Angebot. „Inzwischen hat ebase mehr als 1.000 ETFs von über 20 namhaften Emittenten im Angebot. Diese sind nahezu alle sparplanfähig und mehr als 400 ETFs sogar VL-fähig“, erklärt ebase-CEO Friedrich abschließend.

„Vermittler-Fokus-Umfrage“

Die „Vermittler-Fokus-Umfrage“ ist eine online-basierte Umfrage unter den Vertriebspartnern der B2B-Direktbank ebase, wie beispielsweise IFAs, und spiegelt deren Einschätzung wider.

 

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European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard-­Reitzner-­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Beim ersten Verbraucherkongress zum Thema Asset Protection, dreht sich alles um die Sicherung des eigenen Vermögens.

 

„Die Vermögenssicherung ist ganz neutral betrachtet ein Nummer 1 Thema für Verbraucher. Die Risiken dass das Vermögen immer weniger wert wird und dass sich Kapitalanlagen und Altersvorsorge nicht mehr ausreichend verzinsen, steigen immer mehr. Nicht zuletzt sorgt die Inflation für eine schleichende Geldentwertung. Dann kommen noch steuerliche Belastungen bei der Vermögensübertragung dazu. Also, viele Probleme die im Sinne von Verbrauchern besser gelöst werden können. Es wird Zeit dass Verbraucher umfassend aufgeklärt werden“, so der Veranstalter Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ruhestandsplanung.

Wie das am besten geht, zeigt der 1. Asset Protection Online Kongress für Verbraucher am 24.+25. Oktober 2021 mit 17 ausgewiesenen und bekannten Geld-, Versicherungs-, Rechts- und Steuer-Experten. Sie zeigen Lösungen auf, die Jeden betreffen!

Verbraucher können sich kostenfrei zum Online-Kongress anmelden unter www.Asset-Protection-Kongress.de.

 

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Deutsche Gesellschaft für RuhestandsPlanung mbH, Martin-Moser-Straße 27, 84503 Altötting, Tel. (08671) 9641-0, www.dgfrp.de

Von Ludovic Colin, Senior Portfoliomanager bei Vontobel:

 

Das Koalitionsspiel in Deutschland gleicht mehr und mehr einer Reise nach Jerusalem, so dass jede Art von Vorhersage im Moment schwierig erscheint.

Viele neigen dazu, zu vergessen, dass die Anzahl der Sitze im Bundestag variabel ist: Je nach Ergebnis könnte die Anzahl der Sitze auf 900 steigen (im Vergleich zu 706 heute). Die letzten Schätzungen gehen von 759 Sitzen aus, wobei die SPD die stärkste Fraktion im Parlament würde. Was die Koalitionsoptionen angeht, so ist eine große Koalition (SPD/CDU/CSU) weiterhin möglich, würde aber nur eine sehr knappe Mehrheit erhalten. Wahrscheinlicher ist, dass die Koalition aus drei oder mehr Parteien besteht, wodurch sich die Zahl der möglichen Kombinationen um ein Vielfaches erhöht.

Wenn die CDU/CSU Teil einer großen Koalition ist, wird es keinen massiven Wechsel in der Finanzpolitik in Deutschland oder der EU geben. Der einzige Unterschied könnte darin bestehen, dass die CDU/CSU in Deutschland nicht so schnell zu einer strikten finanzpolitischen Orthodoxie zurückkehren kann, wie sie es sich erhofft hat. Wenn die SPD allerdings schließlich den Ton angibt, wird es wahrscheinlich einen radikalen Meinungsumschwung in Bezug auf das Haushaltsdefizit, die europäische Integration und grüne Reformen geben. Es ist jedoch schwer vorstellbar, dass ein solch radikaler Wandel stattfinden wird, und das Ergebnis dürfte wohl irgendwo in der Mitte liegen.

Bundesanleihen bleiben stabil, aber die Erhöhung der Haushaltsausgaben könnte alle EU-Zinskurven bewegen

Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass Deutschland einen Kurswechsel in der Finanzpolitik beschließt, ist das Land immer noch in einer viel besseren Verfassung als beispielsweise Frankreich. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Alternative als sicheren Hafen für europäische Staatsanleihen als Bundesanleihen. Daher werden sich die Renditen von Bundesanleihen im Vergleich zu denen der Nachbarländer nicht massiv bewegen. Eine Erhöhung der Steuerausgaben dürfte sich jedoch deutlich auf den gesamten Staatenverbund auswirken, indem sie Bewegungen in allen Renditekurven auslösen und die „Reflations‟-Erwartungen in Europa antreiben dürfte. Die EZB würde das begrüßen, da ihre Inflationsziele dann schneller erreicht würden, wodurch beispielsweise Quantitative Lockerungen überflüssig würden.

Europäische Staatsanleihen unattraktiv

Europäische Staatsanleihen sind derzeit weniger attraktiv, da sich das Wachstum in Europa bis zum Jahresende besser entwickeln dürfte als im Rest der Welt, was zu Veränderungen in der EZB-Politik führen sollte. Die EZB dürfte eine entspanntere Haltung einnehmen und den Renditen Raum geben zu steigen. Die Ergebnisse der deutschen Wahlen werden diesen Kurs nicht ändern, sodass es keine dauerhaften Auswirkungen auf die Rentenmärkte geben wird.

 

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Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Zehn Xtrackers-Aktien-ETFs mit physischer Indexreplikation bilden ESG-Screened Sektorindizes von MSCI ab

 

Die DWS hat eine Palette von zehn europäischen Xtrackers-Aktien-ETFs vorgestellt, die unterschiedliche Sektoren abbilden und bestimmte Kriterien im Hinblick auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (Environment, Social, Governance; kurz ESG) erfüllen.

Bei neun bereits existierenden Xtrackers-ETFs wurden bis zur vergangenen Woche der zugrundeliegende Index gewechselt und die Fonds bilden nunmehr ESG-Screened Indizes von MSCI ab. Entsprechend wurden die Namen der ETFs geändert. Zusammen mit der im Juni 2021 erfolgten Auflage des Xtrackers MSCI Europe Consumer Discretionary ESG Screened UCITS ETF verfügt Xtrackers nun über eine Palette von zehn ESG-Screened Sektor-ETFs für den europäischen Aktienmarkt, die einen MSCI-Index physisch replizieren (Details in der Tabelle unten). Die ETFs bieten Zugang zu folgenden Sektoren: Kommunikationsdienstleistungen, Verbrauchsgüter und langlebige Konsumgüter, Energie, Finanzwesen, Gesundheit, Industrie, Informationstechnologie, Versorger und Rohstoffe.

Die ETFs kombinieren die etablierte Methodologie von MSCI für ESG-Screened Indizes mit zusätzlichen Filtern, unter anderem für konventionelle Waffen. Zudem werden die Unternehmen mit den schlechtesten ESG-Ratings in der Bewertung von MSCI eliminiert1. Es sind die ersten europäischen ESG-Screened Aktiensektor-ETFs auf dem Markt. Sie wurden als Artikel-8-Fonds unter der Offenlegungsverordnung der Europäischen Union eingestuft.

Bisher lag die jährliche Pauschalgebühr für die europäischen Xtrackers-Aktiensektor-ETFs bei 0,3 Prozent, für die neuen ESG-Screened Xtrackers-Aktiensektor-ETFs sinkt die jährliche Pauschalgebühr auf 0,2 Prozent.

„Wir freuen uns, dass wir Investoren Xtrackers-ETFs basierend auf den ESG-Screened Indizes von MSCI für europäische Aktiensektoren anbieten können. Damit reagieren wir auf die Nachfrage von Kunden, zudem sollte die hochgradig wettbewerbsfähige Pauschalgebühr für Anleger attraktiv sein“, sagt Simon Klein, Head of Passive Sales bei der DWS.

Die DWS hat in diesem Jahr deutliche Zuflüsse von mehr als 4,4 Milliarden Euro in ESG-Xtrackers-ETFs verzeichnet (Stand Ende August, Quelle: DWS).

1 Laut ESG-Rating-Systematik von MSCI werden Unternehmen ausgeschlossen, die in ihrem Sektor unterdurchschnittlich einzustufen sind und es nicht geschafft haben, ESG Risiken zu managen. https://www.msci.com/our-solutions/esg-investing/esg-ratings

 

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Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

Vontobel erweitert sein Angebot an Schwellenländeranleihen um einen Fonds mit fester Laufzeit und reagiert damit auf die Nachfrage der Anleger nach Erträgen mit berechenbarem Kredit- und Durationsrisiko.

 

Der Vontobel Fund II – Fixed Maturity Emerging Markets Corporate Bond 2026 investiert hauptsächlich in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern mit kurzer und mittlerer Laufzeit. Der Fonds hat eine feste Laufzeit von fünf Jahren und strebt ein durchschnittliches Investment-Grade-Rating sowie eine Zielrendite von 4,7 Prozent bis zur Fälligkeit an.

Das Emerging Market Fixed Income-Team von Vontobel verwaltet den Fonds mit Unterstützung von ESG-Analysten und kann dabei auf eine mehrjährige Erfahrung im Management von Anleihen mit fester Laufzeit zurückgreifen. Der Fonds konzentriert sich auf die Optimierung des Spread-Niveaus für ein gegebenes Risikolevel. Mithilfe eines umfassenden Research und eines eigenen Bewertungsmodells vergleicht das Team das Risiko- und Ertragspotenzial über Emittentenqualitäten, Länder, Zinssätze, Währungen und Laufzeiten innerhalb des Anlageuniversums hinweg, um die lohnendsten Chancen zu identifizieren. Der Fonds schließt eine Reihe von Sektoren unter von ESG-Gesichtspunkten aus und ist nach der SFDR-Klassifizierung als Artikel 6 (EU-Offenlegungsverordnung) eingestuft.

„Mit einem vorher festgelegten Fälligkeitsdatum verringert sich das Volatilitäts-, Kredit- und Durationsrisiko des Fonds im Laufe der Zeit“, sagt Sergey Goncharov, Portfoliomanager. „Dies ermöglicht es den Anlegern, an den überdurchschnittlichen Renditechancen der Schwellenländer zu partizipieren, wobei die Risiken über die Laufzeit des Fonds abnehmen – mit der Aussicht auf eine Kapitalrückzahlung zu einem festen Termin.“

„In einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld suchen Kunden nach Lösungen, die dem Bedürfnis nach einer höheren Rendite gerecht werden, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen. Die Auflegung dieses Fonds zeigt unser kontinuierliches Engagement, unsere bewährte Expertise im Bereich Schwellenländeranleihen zu nutzen, um innovative Lösungen zu entwickeln, die den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden“, sagt Rémi Casals, Global Head of Fixed Income Business.

 

Vontobel Fund II – Fixed Maturity Emerging Markets Corporate Bond 2026   

Fondsdomizil  Luxemburg

Fondswährung         USD

Portfoliomanager     Sergey Goncharov

Management-Gebühr in % p.a.      I-Anteilsklasse: 0,35%

(institutionelle Anteilsklasse)

ISIN   I EUR: LU0278087357

Seeding period         6.9. – 9.11.2021

Auflagedatum 09.11.2021

Fälligkeitsdatum       30.10.2026

 

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Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Vor 17,5 Jahren mit Null Assets gegründet – Neutralität und „Best Advice“ über Geschäftsmodell mit Eigenfondsprodukt- und Fremdfondsproduktvermarktung als Erfolgsgarant – Drittproduktvermarktung ist mit knapp 70% inzwischen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit

 

Knapp 17,5 Jahre nach ihrer Gründung knackt die zur börsennotierten FinLab AG (WKN: 121806) gehörende Frankfurter Fondsboutique Patriarch Multi-Manager GmbH erstmals die Euro-Milliardengrenze bei den betreuten Mandaten (Stand 31.8.2021). Diese setzen sich aufgrund des bipolaren Vertriebsmodells der Frankfurter aus knapp 30% Eigenassets in „Patriarch-Produkten“ und gut 70% Assets under Control in Drittprodukten zusammen, für welche die Patriarch den Deutschland-Vertriebsauftrag für das Retailgeschäft hält.

„Das ist schon ein beeindruckender Meilenstein, den das Patriarch-Team damit gerade erreicht hat“, so Patriarch Geschäftsführer Dirk Fischer. „Wenn man bedenkt, dass die Patriarch Multi-Manager GmbH vor 17,5 Jahren mit Null Assets gegründet wurde und drei Jahre später, als ich die Geschäftsführung übernahm, auch erst 100 Mio.€ Assets verwaltete. Ein enormer Beweis für das vorhandene Kundenvertrauen und die hohe Produktqualität, die wir mit unseren Eigen- und Fremdfondskonzepten Finanzberatern bieten.“

Seit 2015 hat die Patriarch Multi-Manager GmbH sich auch dem Vertrieb sorgfältig ausgewählter Drittfondsprodukte im Retail-Segment geöffnet. Dazu zählt eine Vielfalt von renommierten Anbietern, wie z.B. Mediolanum International Funds, THE DIGITAL LEADERS FUND, die HAC VermögensManagement AG oder Rosenberger, Langer & Cie.. „Dieser strategische Schritt zur Verfeinerung unseres Geschäftsmodelles mit Blick auf eine maximale Neutralität und absoluten „Best Advice“ im offerierten Angebot ist hervorragend von unseren B2B-Kunden angenommen worden. Dies erkennt man allein schon an der Volumengewichtung beider Segmente. Der Fremdfondsanteil ist praktisch von Null im Jahr 2014 auf 700 Mio.€ heute nahezu explodiert“, so Fischer. „Alle bestehenden Verträge unserer beauftragenden Partnergesellschaften hieraus wurden erst kürzlich prolongiert, sodass offensichtlich nicht nur die Finanzberater, sondern auch die Produktanbieter mit dem Engagement, strategischen Vorgehen und den Ergebnissen der Patriarch für deren Produkte zufrieden sind. Somit eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Mit dem englischen Haus „Liontrust“ baut Patriarch parallel auch ihr Fondsvermögensverwaltungsangebot mit einer bedeutenden internationalen Partnerschaft ebenso konsequent aus und setzt auch hier neue Akzente am deutschen Markt.

„Unsere Sorgfalt und Akribie bei der Auswahl von exzellenten Eigen- und Fremdproduktideen überzeugt offensichtlich die Berater. Daher bleibt unser Team auch in Zukunft der eigenen Strategie „Klasse statt Masse“ treu und wird sich weiter auf wenige, aber einzigartige Investmentideen konzentrieren“, so Fischer. „Mit der gerade als Zwischenziel erreichten Milliardenmarke bestätigt der Markt die Sinnhaftigkeit und den Bedarf an unserem Ansatz ja mehr als eindeutig.“

 

Über die Patriarch Multi-Manager GmbH:

Die Patriarch Multi-Manager GmbH fokussiert sich als Investmentteam mit ihrer Produktpalette auf breit diversifizierte Dachfonds und Vermögensverwaltungsstrategien. Vor allem unabhängigen Finanzberatern liefert Patriarch wertvolle Bausteine für die Asset Allocation. Die Patriarch wurde im Jahr 2004 gegründet und verwaltet heute rund 297 Mio.€ AuM (Stand 31.8.2021). Für größere Partner legt Patriarch auch Dachfonds mit eigenem Label auf. Patriarch selektiert für seine Anleger dabei die besten Verwalter und mandatiert diese mit dem Management der initiierten Produkte. So bekommen die Investoren Zugang zu Know-how, das sonst nur sehr vermögenden Familien und Institutionen offensteht, und können gleichzeitig sicher sein, mit Patriarch immer von den Leistungen der Markt- und Innovationsführer zu profitieren. Darüber hinaus ist Patriarch als Produktschmiede für diverse Aktienfonds und Labelpolicen (u.a. mit AXA) bekannt. Für ausgewählte Premium-KVGen übernimmt Patriarch daneben auch die Drittvertriebsbegleitung, wie beispielsweise für Mediolanum International Funds, die HAC VermögensManagement AG, die Pyfore GmbH oder Rosenberger, Langer & Cie. (715 Mio.€ AuC Stand 31.8.2021). Für extrem kostenbewusste Selbstentscheider hat Patriarch zu Beginn 2017 außerdem den Robo-Advisor „truevest“ an den Markt gebracht. Ansprechpartner: Dirk Fischer, +49 (0)69 7158990 33, dirk.fischer@patriarch-fonds.de

 

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Patriarch Multi-Manager GmbH, Grüneburgweg 18, 60322 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 715 89 90 0, www.patriarch-fonds.de

Die Psychologie der Farben ist ganz einfach: Bei Rot sollst du stehen, bei Grün kannst du gehen. Das Ampelprinzip hat jeder verinnerlicht. An der Börse heißt das: Negative Renditen sind rot, positive Renditen grün.

 

„Würden sich die Länder bei den Farben ihrer Flaggen an den Wertentwicklungen ihrer Aktienrenditen orientieren, müsste in den Bannern eigentlich viel mehr Grün als Rot vertreten sein“, stellt Lutz Neumann, Leiter der Vermögensverwaltung bei der Hamburger Sutor Bank, fest. Aus Sicht des Kapitalmarktexperten wäre es demnach ein interessantes Gedankenspiel, Anlegern mithilfe einer neuen Flaggen-Farbenlehre die Chancen des Kapitalmarkts näher zu bringen. Dazu hat die Sutor Bank eine kürzlich erstellte Auswertung zu den jährlichen Aktienrenditen der 22 größten entwickelten Märkte aus den letzten 24 Jahren mit neuen Farbcodes versehen. Das Ergebnis: ein Gesamtbild, das aus Anlegersicht deutlich freundlicher wirkt.

Flaggenübersicht vermittelt auf den ersten Blick den Eindruck von negativen Aktienrenditen

Die Auswertung der Sutor Bank zeigte unlängst, dass rund zwei Drittel der jährlichen Aktienrenditen der betrachteten 22 Märkte in den letzten 24 Jahren positiv ausfallen – also eigentlich in Grün dargestellt werden müssten. Nur rund ein Drittel der Renditen hat negative Vorzeichen und müsste dementsprechend mit Rot gekennzeichnet werden. Da 19 der 22 Nationen die Farbe Rot in ihrer Flagge haben – nur Finnland, Schweden und Irland fallen hier heraus – entsteht tatsächlich ein vollkommen neuer Eindruck bei der Performance-Übersicht, denn Grün überwiegt nun deutlich.

„Deutsche sind pflichtbewusst – auch unterbewusst. Damit die Deutschen eher an die Börse gehen, müsste die Ampel auf Grün stehen und nicht auf Rot. Wären also die Flaggen in der Übersicht mehrheitlich grün, wäre die Börse für deutsche Sparer ein Selbstläufer“, ist Lutz Neumann überzeugt.

Nicht nur Fakten, auch Darstellungsformen wichtig

Aus Sicht der Sutor Bank kommt es demnach nicht nur darauf an, Anleger mit Fakten von einem Engagement am Kapitalmarkt zu überzeugen. Auch die Darstellungsform spielt eine entscheidende Rolle. Länder-Performances anders als bisher zu präsentieren könnte daher für eingängigere Erkenntnisse sorgen.

Als Folgerungen lassen sich für Anleger aus der Länder-Auswertung ziehen:

  1. Investieren am Kapitalmarkt lohnt sich. Mit zwei Dritteln positiver Renditen in den letzten 24 Jahren liegt die durchschnittliche Aktienrendite bei rund 6 Prozent im Jahr – grob betrachtet und ungewichtet. Aber in der Aussage eindeutig.
  1. Anleger sollten, ja müssen diversifizieren, um ihr Risiko zu reduzieren. Nur wer breit streut, ist den unberechen- und unvorhersehbaren Auf und Abs der Kapitalmärkte nicht hilflos ausgeliefert und kann sich über Renditen freuen.

Dabei kommt es nicht darauf an, auf die Topwerte eines Spitzenreiters zu spekulieren – das käme einer Wette gleich –, sondern sich die durchschnittliche Marktrendite zu sichern und dabei ruhig schlafen zu können. „Niemand kann in die Zukunft schauen und Aktienrenditen vorhersagen, aber jeder kann dafür sorgen, dass er sein Anlagerisiko möglichst geringhält und dennoch ordentliche Renditen erzielt“, fasst Lutz Neumann die Studienergebnisse in einem Satz zusammen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

In der für den FNG-Marktbericht 2021 Nachhaltige Geldanlagen – Deutschland, Österreich und die Schweiz durchgeführten Umfrage zum Thema Impact räumten drei Viertel der Befragten bei der Gestaltung von Finanzprodukten ihrem sozial-ökologischen Impact einen sehr wichtigen oder wichtigen strategischen Stellenwert ein.

 

Die zunehmende Bedeutung von Impact für Investor*innen lässt sich ebenfalls an der dynamischen Marktentwicklung erkennen, die sich im weiter steigenden Volumen von Impact Investments widerspiegelt. Gleichzeitig kann man eine teilweise inflationäre Nutzung des Impact-Begriffs beobachten. Eine zentrale Aufgabe des Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. ist es, Impulse für mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit zu setzen. Die beiden FNG-Vorstandmitglieder Florian Sommer und Dr. Helge Wulsdorf haben sich daher im Rahmen eines FNG-Spezials 2021 dem Zukunftsthema Impact angenommen, um seine wesentlichen Eckpunkte inhaltlich zu schärfen.

FNG-Definition: Impact Investments

Der marketinggetriebenen Nutzung des Impact-Begriffs lässt sich nur entgegenwirken, wenn die Definition und die Inhalte von Impact Investments geschärft werden. Daher hat das FNG im Rahmen einer Arbeitsgruppe von FNG-Mitgliedern, basierend auf den Erkenntnissen wissenschaftlicher Studien und den praktischen Erfahrungen des Marktes, folgende Definition erarbeitet:

Bei Impact Investments handelt es sich um Investitionen, die neben einer finanziellen Rendite auch einen positiven Beitrag zur Lösung von ökologischen und/oder sozialen Problemen leisten.

Die Definition wird ergänzt mit fünf Impact-Merkmalen, welche richtungsweisend für die Differenzierung von Fonds und deren positivem Beitrag sind. Die fünf Impact-Merkmale sind: Intentionalität, Zusätzlichkeit, Wirkungskanäle, Messbarkeit und Transparenz. Diese werden in der Publikation ausführlicher erläutert.

“Impact ist das Zukunftsthema der nachhaltigen Geldanlage. Die neue FNG-Definition baut auf Marktpraxis und wissenschaftlichen Studien auf. Die fünf Impact-Merkmale liefern das notwendige Handwerkszeug für eine glaubhafte Umsetzung im Markt.” – Florian Sommer, Co-Chair AG Impact, Autor und Mitglied im Vorstand des FNG

Wichtige Erkenntnisse

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass jedes Investment einen Impact hat. Der positive Beitrag von Investments auf Umwelt und Gesellschaft spielt bei Geldanlagen eine zunehmend wichtigere Rolle. Trotz dieser Entwicklung besteht eine große Unschärfe bei Impact, was zur Gefahr von Green- bzw. Impact-Washing führt. Die neue FNG-Definition für Impact Investments kann hier richtungsweisende Impulse geben. Zusätzlichen Rückenwind erhält die Impact-Debatte durch die Regulatorik u. a. durch die EU-Offenlegungsverordnung, die EU-Taxonomie und MiFID II. Eine transparentere Gestaltung von Impact Investments ist vor allem im Verbraucher*innenschutz ein wichtiges Anliegen. Auch die Bundesregierung nennt die Weiterentwicklung der Messung von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit als Ziel in ihrer Sustainable Finance-Strategie. Nach wie vor fehlt auf dem Markt allerdings eine einheitliche, regulatorikkonforme Klassifizierung von Finanzprodukten, welche die Unterschiede und z.T. Widersprüche zwischen den einzelnen regulatorischen Anforderungen auf der einen Seite und den Ansätzen unterschiedlicher Finanzmarktakteur*innen wie dem Klassifizierungssystem des Sustainable-Finance-Beirats und dem Zielmarktkonzept der Verbände auf der anderen Seite überwindet.

“Die Finanzwirtschaft wird den sozialen und ökologischen Rucksack ihrer Produkte zunehmend offenlegen. Dabei ist dann sehr genau zu schauen, welche nachhaltigen Qualitätsanforderungen gerade ausdrücklich wirkungsbezogene Produkte erfüllen müssen, damit es nicht zu einer Irreführung der Anleger*innen kommt. Schließlich wollen diese nicht nur finanzielle Rendite erwirtschaften, sondern mit ihren Geldanlagen auch einen nachweisbaren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.” – Dr. Helge Wulsdorf, Autor und Mitglied im Vorstand des FNG

Ausblick: das Zukunftsthema Impact im FNG-Jubiläumsjahr

Das Zukunftsthema Impact bleibt weiterhin dynamisch. Zusätzliche wissenschaftliche Untersuchungen sind notwendig, um die Thematik umfassender und tiefgreifender zu verstehen, insbesondere im Bereich Impactmessung. Das FNG setzt sich seit 20 Jahren für mehr Transparenz, Qualität und Wachstum Nachhaltiger Geldanlagen ein. Zum Thema Impact folgt Anfang nächsten Jahres, in Anknüpfung an das FNG-Spezial, eine weitere FNG-Publikation mit Praxisbeispielen zur Impactmessung. Bleiben Sie also gespannt!

 

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Wie wir in „Gold-Ausblick bis Q2 2022: Es ist eine Anpassung an die Inflationsrealität notwendig“ festgestellt haben,

 

scheint Gold stark unterbewertet zu sein und wir erwarten, dass das Metall die anhaltend hohe Inflation der letzten Monate aufholen wird. Bei einer starken Korrelation zu Gold sollten die Silberpreise zulegen, während Gold eine Aufwärtskorrektur durchführt. Darüber hinaus sollte eine anhaltende wirtschaftliche Erholung für das Metall angesichts seiner hohen industriellen Verwendung ein gutes Zeichen sein.

Rahmenwerk

In „Gold and silver: similar, but different“ argumentierten wir, dass die Preisentwicklung von Silber zu 80 Prozent mit Gold korreliert. In unserem Modellierungsrahmen ist der Goldpreis daher der Haupttreiber des Silberpreises. Wir finden jedoch auch die folgenden Variablen als wichtige Treiber des Silberpreises:

  • Zunahme der Produktionstätigkeit – mehr als 50 Prozent des Silberverbrauchs entfallen auf industrielle Anwendungen[1] (im Gegensatz zu Gold, wo weniger als 10 Prozent aus diesem Sektor stammen[2]) Wir verwenden den globalen Einkaufsmanagerindex (PMI) des verarbeitenden Gewerbes als Proxy für die industrielle Nachfrage.
  • Wachstum der Silberbestände – steigende Lagerbestände signalisieren eine größere Verfügbarkeit des Metalls und sind daher preisnegativ. Als Proxy verwenden wir Terminmarkt-Börsenbestände.
  • Wachstum der Kapitalinvestitionen im Bergbau (Capex) – je mehr Minen investieren, desto mehr potenzielles Angebot sehen wir in der Zukunft. Daher nehmen wir eine Verzögerung von 18 Monaten für diese Variable. Angesichts der Tatsache, dass das meiste Silber als Nebenprodukt des Bergbaus für andere Metalle anfällt, betrachten wir die Bergbauinvestitionen bei den Top 100 Bergleuten (nicht nur Monoline-Silberbergleute).

Prognosen für Silber

Wir gehen davon aus, dass Silber Gold überholen und im kommenden Jahr 37,5 Prozent zulegen wird[3], während Gold 6,5 Prozent beträgt. Bis zum zweiten Quartal 2022 erwarten wir einen Silberpreis von rund 35,81 US-Dollar/Unze. Eine Erholung der Industrietätigkeit wird der Nachfrage nach dem Metall Gutes verheißen. Unterdessen weisen ein Rückgang der Investitionsausgaben für den Bergbau und ein Rückgang der Silberbestände an der Börse auf eine Verknappung des Angebots hin.

Weitere Erholung der Industrienachfrage erwartet

Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe (PMI) sind im vergangenen Jahr stark gestiegen und befinden sich 13 Monate in Folge im expansiven Bereich (nach 50 Jahren) (Abbildung 2). Obwohl der Wert bereits im Mai 2021 seinen Höchststand erreicht hatte, bleibt das Niveau weiterhin stark, und wir gehen davon aus, dass die Einkaufsmanagerindizes über den gesamten Prognosezeitraum im expansiven Modus bleiben werden. Metals Focus geht davon aus, dass die industrielle Abnahme im Jahr 2021[4] auf ein Rekordhoch von 524 Millionen Unzen steigen wird, da sich die Volkswirtschaften öffnen und grüne Initiativen der Nachfrage Rückenwind geben.

Investitionen in den Bergbau

Die Investitionen in der Bergbauindustrie sind angesichts der Pandemie zurückgegangen. Das sollte zu einem strafferen Silberangebot beitragen.

Silberinventar

Im Jahr 2021 sind die an der Börse gehaltenen Silberbestände seit ihrem Höchststand im Jahr 2020 rückläufig. Wir gehen davon aus, dass sich dies fortsetzen und den Silberpreisen eine gewisse Unterstützung bieten wird.

Silber als „grünes Metall“

Wir gehen davon aus, dass die Silbernachfrage im Photovoltaiksektor weiter steigen wird, da die Nachfrage nach erneuerbaren Energien und damit auch nach Solarmodulen weiter wächst. Tatsächlich wird eine Elektrifizierung von Autos und unserer Energiesysteme der Silbernachfrage aufgrund der hervorragenden Leitfähigkeit des Metalls Rückenwind verleihen.

Fazit

Zusätzlich zu der Aufwärtskorrektur, die Gold in diesem Jahr erhalten sollte, wird Silber durch eine grüne Wirtschaftserholung gestützt. Eine erneute Fokussierung auf die Erreichung der Klimaziele wird die Elektrifizierung des Verkehrs intensivieren und die Nachfrage nach Photovoltaik erhöhen. Beide Trends werden sich positiv auf die Silbernachfrage auswirken.

[1] World Silver Survey 2021, Silver Institute und Metals Focus, Juli 2021

2 Gold Focus 2021, Metals Focus

3 Q2 2021 bis Q2 2022

4 World Silver Survey 2021, Silver Institute und Metals Focus, Juli 2021

 

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65 Prozent des gesamten verwalteten Vermögens entfällt auf ESG-Strategien

 

Candriam, ein globaler Multi-Asset-Manager mit Fokus auf nachhaltigem und verantwortungsbewusstem Investieren, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Ende Juni 2021 wuchs das verwaltete Vermögen (AUM) auf einen Rekordwert von 150 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 10 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten dieses Jahres (AUM im Dezember 2020: 140 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahr ist das verwaltete Vermögen um 22,5 Milliarden Euro gestiegen (AUM im Juni 2020: 127,5 Milliarden Euro).

2016 setzte sich Candriam im Rahmen der Fünfjahresstrategie des Unternehmens das Ziel, bis Ende 2021 ein verwaltetes Vermögen von 150 Milliarden Euro zu erreichen. Candriam hat dieses Ziel sechs Monate früher erreicht. Seit Ende Juni 2016, als das Unternehmen noch ein Vermögen von 96,6 Milliarden Euro verwaltete, stiegen die Assets under Management um mehr als 50 Prozent. Das Wachstum wurde durch mehrere Faktoren unterstützt, insbesondere durch die gute Investmentperformance im Berichtszeitraum: Im ersten Halbjahr 2021 erhielten 83 Prozent der Fonds von Candriam 3, 4 oder 5 Sterne von Morningstar.

Darüber hinaus baute Candriam die Kompetenzen bei illiquiden und Alternativen Investments aus. Gleichzeitig entstand auf Produktseite eine der größten und innovativsten Paletten nachhaltiger Lösungen in Europa, um die wachsende Nachfrage der Anleger zu befriedigen.

Als einer der am schnellsten wachsenden europäischen Vermögensverwalter investierte Candriam in den ersten sechs Monaten des Jahres weiterhin in Spitzentalente aus der Branche. Er erweiterte die Vertriebspräsenz des Unternehmens – in Europa und international – und verstärkte sowohl die Investment- als auch die Vertriebsteams durch Neueinstellungen. Zusätzlich investierte der Asset Manager in die Effizienz seiner Plattform.

Branchenführer im verantwortungsbewussten Investieren

Das Wachstum des verwalteten Vermögens im ersten Halbjahr 2021 wurde maßgeblich von zwei Faktoren getragen: von der guten Performance im gesamten Geschäft auf der einen Seite und auf der anderen von der steigenden Nachfrage der Investoren nach der innovativen Palette thematischer Strategien und nach den auf Umwelt-, soziale und Governance-Kriterien (ESG) ausgerichteten Strategien von Candriam. Das verwaltete Vermögen in ESG-Produkten und -Lösungen hat bei Candriam mittlerweile 98 Milliarden Euro erreicht. Dabei ist der Großteil der europäischen Publikumsfonds nach Artikel 8 und 9 der Verordnung der Europäischen Union über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (SFDR) eingestuft.

Candriam hat sich als bedeutender Partner im Aktionärsengagement etabliert und mit anderen Anteilseignern bei zahlreichen der ESG-Themen zusammengearbeitet, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dazu zählt auch die Investorenerklärung zum Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie (Investor Statement on Facial Recognition), bei der Candriam 50 globale Anleger, die ein verwaltetes Vermögen von mehr als 4,5 Billionen US-Dollar repräsentieren, als Unterzeichner seiner Initiative willkommen hieß.

Naïm Abou-Jaoudé, CEO von Candriam und Vorstandsvorsitzender von New York Life Investment Management International, kommentiert: „Dass wir den Meilenstein von 150 Milliarden Euro sechs Monate vor dem Zeitplan erreicht haben, zeigt: Mit unseren Bestrebungen, eine Investmentperformance zu liefern und mit unserem Einsatz im Service für unsere Kunden waren wir erfolgreich und konnten uns auch die kontinuierliche Unterstützung unserer Aktionäre sichern. Die erste Hälfte des Jahres 2021 spiegelt die wachsende Beliebtheit und die zunehmende Nachfrage nach unserem ESG-Angebot und anderen Strategien mit hoher Performance wider. Ich bin zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, den sich verändernden Anforderungen der Anleger gerecht zu werden, indem wir innovative Lösungen anbieten, die unserer Vision entsprechen, mit Überzeugung und Verantwortung zu investieren.“

Anhaltend kräftige Umsätze bei thematischen globalen Aktien und anderen ESG-Strategien

Der Umsatz von Candriam betrug im 1. Halbjahr 2021 insgesamt 4,2 Milliarden Euro. Thematische Aktienstrategien erwiesen sich in diesem Zeitraum als eine der beliebtesten Kategorien. Sie erreichten Zuflüsse von über 800 Millionen Euro, wodurch das gesamte verwaltete Vermögen in thematischen Aktien Ende Juni 2021 auf 8,8 Milliarden Euro anstieg. Nachhaltige globale Unternehmens- und Hochzinsanleihen, nachhaltige Schwellenländeraktien, fundamental starke Aktien und Absolute-Return-Strategien verzeichneten im 1. Halbjahr 2021 ebenfalls starke Zuflüsse. Gründe für das Wachstum der Vermögenswerte waren auch die positive Entwicklung der Märkte und die gute Investmentperformance.

Double Impact Investments und entsprechende philanthropische Initiativen

Um der wachsenden Nachfrage der Anleger gerecht zu werden, hat Candriam eines der größten und innovativsten Produktangebote an nachhaltigen Lösungen in Europa entwickelt. Dazu gehören mehrere Themenstrategien mit doppelter Wirkung (Double Impact), die sich auf den Kampf gegen den Krebs, den Kampf gegen den Klimawandel und auf einen längeren Lebenszyklus von Produkten konzentrieren. Die doppelte Wirkung kommt zustande, da die Strategien einerseits die ökologische und/oder soziale Entwicklung positiv beeinflussen und andererseits auch einen Teil der Nettoverwaltungsgebühren an damit verbundene gemeinnützige Initiativen spenden. Als Teil des Candriam Institute for Sustainable Development stellt Candriam 10 Prozent der Nettogebühren, die aus mehreren seiner nachhaltigen und thematischen Strategien erwirtschaftet werden, zur Finanzierung philanthropischer Programme bereit. Im Jahr 2020 ergab dies einen Gesamtbetrag von 2,5 Millionen Euro.

Das Candriam Institute finanziert zudem die Candriam Academy. Candriam forciert den Ausbau dieser Lehranstalt, um nachhaltiges Investieren branchenweit zu verbessern. Die 2017 gegründete, weltweit erste frei zugängliche Plattform für akkreditierte Schulungen im Bereich nachhaltiges Investieren hat mittlerweile mehr als 8.000 Mitglieder aus 40 Ländern. Um das Angebot der Akademie weiter zu vergrößern, wurde Anfang September 2021 ein neues Modul in die Plattform aufgenommen, das ein besseres Verständnis der ESG-Analyse von Unternehmen vermitteln soll.

Als weitere Flaggschiff-Initiative unterstützt das Candriam Institute die Entwicklung der wissenschaftlichen Forschung im Bereich der ESG-Investments. Das soll nicht nur den Übergang zu einer nachhaltigeren Zukunft beschleunigen, sondern auch die jüngere Generation dazu ermutigen, sich in diesem wachsenden Sektor zu engagieren. In den letzten zwei Jahren wurden neue akademische Partnerschaften mit vier führenden wissenschaftlichen Institutionen vereinbart: Das Grantham Research Institute der London School of Economics, KEDGE, UCLouvain und die Vlerick Business School.

 

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