Die ESMA hat jüngst wieder ihren statistischen Jahresbericht ‘Performance and Costs of EU Retail Investment Products’ vorgelegt.

 

Wir haben für Sie die wichtigsten Trends herausgefiltert: Die ESMA untersucht dort EU-weit die Wertentwicklung und Kosten von Fonds über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren. Den Bericht des Vorjahres hatten wir in ‘k-mi’ 16/20 ausführlich besprochen. Die aktuelle ESMA-Statistik umfasst die Entwicklung von EU-Privatanlegerprodukten in den Jahren 2010–2019. Deren Wertentwicklung kann sich sehen lassen:  ++ Aktienfonds zeigten in 2019 eine Brutto-Wertentwicklung von 10,7 %. Im 10-Jahres-Horizont schaffen Aktienfonds sogar eine Wertentwicklung von 11 % p. a.  ++ Anleihenfonds schaffen in 2019 6,5 % (5,1 % über 10 Jahre, Mischfonds 6 % (6,3 % über 10J).

Zudem sinken die Kosten langsam, aber stetig. Die ESMA ermittelt für Aktienfonds und Mischfonds in 2019 einen Wert von 1,6 %, was immerhin 10 Basispunkte niedriger ist als in den Vorjahren. Für Anleihenfonds liegen die Kosten bei 1,2 %. Auf dieser Grundlage weist die EU-Wertpapier-Aufsicht auch die Netto-Performance-Werte aus – sowohl ohne Berücksichtigung der Inflation als auch mit! Bspw. lag die Brutto-Performance von ‘deutschen’ Aktienfonds in 2019 bei 10,7 %. Nach Kosten liegt die Wertentwicklung bei 9,09 %. Berücksichtigt man nun noch die Inflation, die die ESMA gemäß Eurostat für Deutschland im Jahr 2019 mit 1,94 % angibt, sinkt die Netto-Performance auf 7,15 %. Nicht, dass dies schlecht wäre, aber es veranschaulicht folgendes: Der Einfluss der Inflation auf die Netto-Performance ist inzwischen – bzw. für 2019 –  höher als die Auswirkungen der Fondskosten. Und dieser Effekt dürfte sich in den Jahren 2020 und 2021 natürlich noch verstärken: Nicht, dass Kosten weiterhin kein sensibles Thema sind, aber die Inflation wird wohl künftig zum wahren Performance-Killer!

Die ESMA liefert auch eine Analyse des Management-Typs: Der Marktanteil von ETF und passiv gemanagten Fonds für Aktien liegt mittlerweile (Ende 2019) bei knapp 30 %. Im Vorjahr 2018 waren es noch 25 %. Bei der Langfrist-Bruttowertentwicklung über 10 Jahre haben aktiv gemanagte Aktienfonds mit 11,1 % p. a. die Nase vorn vor ETF (10,5 %) und passiven Fonds (10,7 %). Aufgrund der höheren Kosten von aktiven Fonds ist die Nettoperformance von aktiven Aktienfonds in Durchschnitt etwas geringer als bei ETF und passiven Fonds. Allerdings relativiert sich dieser Kostenfaktor mit der Laufzeit, d. h. je länger der Betrachtungszeitraum, desto geringer die Abstände in der Nettoperformance von aktiv, passiv und ETF. Hier kommt es nicht zuletzt auf das Fonds-Picking an: Die ESMA vergleicht ebenfalls das obere Quartil bzw. die Top-25%-Fonds. Hier haben aktive Strategien gegenüber passiven bei der Bruttoperformance immer die besseren Ergebnisse. Die aktiven Top-25%-Fonds liegen aber auch bei der Nettoperformance vor den passiven Strategien, wenn man die Entwicklung über 1 und über 3 Jahre betrachtet (siehe Grafik).

Neu ist, dass die ESMA nun auch ESG-Fonds in ihre Analyse einbezieht, also Fonds, die sog. ‘environmental, social and governance’-Kriterien beachten: Ende 2019 belief sich das Gesamtnettovermögen der in der EU-27 ansässigen ESG-Investmentfonds auf 564 Mrd. € über fast 1.600 Fonds, d. h. rund 10 % der gesamten Fondsstichprobe, sowohl für private als auch für institutionelle Anleger. Die Analyse der Kosten und der bisherigen Wertentwicklung von ESG-Fonds konzentriert sich auf den dominierenden Typ Aktienfonds mit 383 Mrd. € bzw. 68 % des ESG-Fondsvermögens in Investmentfonds. Darin enthalten sind 58 ESG-Aktien-ETFs mit 20 Mrd. € in Assets. Auch wenn die Ergebnisse sich bislang nur auf 2019 beziehen, sind sie doch bemerkenswert: ESG-Fonds können bei der Rendite mit herkömmlichen Non-ESG mithalten, übertreffen sie teilweise. Damit widersprechen die ESMA-Daten indirekt Aussagen von Verbraucherschützern wie dem vzbv, der im Februar in einer umstrittenen Pressemitteilung zunächst behauptet hatte, dass Nachhaltigkeit mit Anlagevehikeln “in der Regel nur mit einem Verzicht auf Rendite zu erreichen” sei. Der vzbv hat diese Aussage später relativiert (vgl. ‘k-mi’ 15/21). Auch für den von Verbraucherschützer oft pau-schal verwendeten Greenwashing-Vorwurf sieht die ESMA aktuell keine Anhaltspunkte: “Die Daten zur Kostenstruktur zeigten, dass aktiv verwaltete ESG-Fonds tendenziell niedrigere Kosten hatten als Nicht-ESG-Fonds, was die Ansicht nicht unterstützt, dass ESG-Fonds systematisches Greenwashing-Verhalten aufweisen.”

Die ESMA hat in diesem Jahr zudem ihre Auswertung von Retail-AIF erweitert: Sie fasst darunter grundsätzlich nicht täglich liquide Produkte und gibt einen Marktüberblick wie folgt: “Basierend auf AIFMD-Daten lag die Größe der EU-AIF-Branche in Bezug auf den NAV Ende 2019 bei 6,5 Bio. €, gegenüber 5,8 Bio. €  im Jahr 2018. Die höheren Vermögenswerte können durch den allgemeinen positiven Bewertungstrend erklärt werden, kennzeichnend für 2019. Der Markt bestand weiterhin hauptsächlich aus professionellen Anlegern. Der Anteil der Privatanleger ging weiter leicht zurück und ging Ende 2019 auf 15 % zurück, von 16 % bzw. 18 % in den Jahren 2018 bzw. 2017.” Allerdings dürfte der Kleinanleger-Anteil in AIF in Wirklichkeit höher liegen bzw. werde “unterschätzt, da Kleinanleger Produkte, die in AIFs investiert sind, über Banken oder Versicherungsunternehmen kaufen können“. Die AIF-Performance fasst die ESMA wie folgt zusammen, wobei die Rendite von Immobilienfonds nicht separat ausgewiesen wird: In den für Kleinanleger relevanten AIF-Assetklassen – z. B. Dachfonds und Sonstige – lag die Brutto-Wertentwicklung bei 12 % bzw. 9 %. Nach Kosten ergeben sich gute Netto-Werte von 11 % bzw. 7 %!

‘k-mi’-Fazit: Der ESMA-Report gibt Ihnen wichtige Impulse für Ihren Beratungsalltag: Die Performance von AIF ist nachweislich gut und teilweise zweistellig. Auch die Renditestatistik von Investmentfonds ist hervorragend: Aus einem Musterportfolio mit 10.000 € aus Aktien- und Mischfonds wurden innerhalb von 10 Jahren nach Kosten 18.600 €! Passive Investmentstile holen zwar auf, aber aktive Fonds können nach den ESMA-Daten oft einen Mehrwert erzielen. Dabei kommt es jedoch auf eine fundierte Fondsauswahl an! Hier unterstützt Sie ‘k-mi’ in Ihrer Beratungspraxis durch Fonds-Analysen von AIF und Sachwertbeteiligungen, auch im Bereich der Nachhaltigkeit/ESG. Zudem werten wir die Langfrist-Performance der besten Investmentfonds aus, die wir Ihnen regelmäßig präsentieren. Die ESMA-Auswertung zeigt: Der relative Einfluss der Kosten auf die Netto-Performance dürfte bei vielen Anlageklassen weiter in den Hintergrund treten, da die anziehende und teilweise politisch verursachte Inflation zum größten Performance-Killer werden dürfte bzw. schon geworden ist. Auch diese Erkenntnis der ESMA-Studie ist ein wichtiger Baustein für die Kundenberatung!

 

 

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Aufgrund der neuen Vorschriften der chinesischen Regierung zur Regulierung der Wirtschaft und dem immer wieder aufflammenden Anstieg der Infektionszahlen der Delta-Variante des Coronavirus,

 

kam es in den letzten zwei Monaten zu einem Ausverkauf von in China investierenden Aktienfonds. Zu Recht?

Diese Frage analysiert Devan Kaloo, Global Head of Equities bei abrdn, in seinem aktuellen Kommentar:

„Hinsichtlich der politischen Veränderungen gibt es sowohl Gewinner als auch Verlierer. Erfreulich ist, dass die Regierung die Binnenwirtschaft stärken und die Eigenständigkeit des Landes ausbauen möchte. Im Fokus stehen der Binnenkonsum und nationale Marken. Die Regierung fördert zudem das Streben nach heimischer Technologieführerschaft in Branchen wie der Halbleiterindustrie. Da in China derzeit eine grüne Revolution mit starkem Engagement für Netto-Null-Emissionen stattfindet, wird der Versorgungssektor gerade grundlegend umgebaut. Den Immobiliensektor könnte es härter treffen, da erschwinglicher Wohnraum zu den Prioritäten der Regierung gehört, doch die Unternehmen dürften sich an die neuen regulatorischen Anforderungen anpassen.

Zwei weitere Bereiche, bei denen unseres Erachtens ebenfalls Negativeffekte zu spüren sein könnten, sind der Gesundheits- und der Bildungssektor. Gesundheit soll nach dem Willen der chinesischen Führung erschwinglich werden, und alle Bürger sollen Zugang zu medizinischen Grundversorgungsleistungen bekommen. Das dürfte den Sektor unter Druck setzen. Da Forschung und Entwicklung jedoch weiterhin vorangetrieben werden, dürften sich in diesem Bereich auch immer wieder interessante Chancen eröffnen. Im Bildungssektor missfällt der Regierung offenbar das Engagement des Privatsektors. Unternehmen, die Dienstleistungen wie Privatunterricht anbieten, mussten daher Verluste hinnehmen.

Gemeinsamer Wohlstand

Betrachtet man das Streben nach gemeinsamem Wohlstand nicht als Feldzug gegen Milliardäre, sondern als Ambition, dass mehr Menschen über ein höheres Einkommen verfügen, vermehrt lokale Marken entwickelt werden und China Unternehmen vorweisen kann, die das Land auf der internationalen Bühne repräsentieren, ergibt sich ein positiveres Bild. Bildung, Wohnraum und Gesundheit sind wichtige Themen für die Bevölkerung, weshalb die ergriffenen Maßnahmen bei den Bürgern gut ankommen werden. Zwar ist davon auszugehen, dass weitere regulatorische Vorschriften erlassen werden. Die Regierung wird jedoch darauf bedacht sein, weder das Wachstum noch die Innovationen zum Erliegen zu bringen, was ausgleichende Wirkung haben sollte.

China und ESG-Belange

Inzwischen können wir auch mit jedem chinesischen Unternehmen in einen Dialog über ESG-Belange treten, und selbst die Aufsichtsbehörden sind offen für Gespräche über das Thema ESG. Das war vor zehn Jahren noch anders. Allerdings ist das Bewusstsein für ESG-Aspekte in China weniger stark als in anderen Ländern. Es liegt in unserer Verantwortung als Anleger, einen Beitrag zur Schärfung des Bewusstseins für ESG-Aspekte und zur Förderung von ESG-Belangen zu leisten. Dass chinesische Unternehmen häufig schlecht abschneiden, liegt aber häufig nicht an ihrem mangelnden Interesse an ESG-Themen, sondern daran, dass sie diese Informationen nicht offenlegen.

Eine Kaufgelegenheit?

China ist derzeit weltweit führend. Es bekam die Auswirkungen des Coronavirus als erstes zu spüren, und erholte sich als erstes Land von der Pandemie.  Allerdings verlangsamt sich das chinesische Wachstum gegenwärtig wieder, und bei größeren Unternehmen hat eine Abschwungphase eingesetzt. China wird unseres Erachtens wieder Lockerungsmaßnahmen ergreifen, und wir gehen davon aus, dass eine Konjunkturerholung einsetzen wird. Zwischenzeitlich könnte auch in anderen Volkswirtschaften eine erneute Abschwächung eintreten, während die chinesische Wirtschaft bereits wieder zum Aufschwung ansetzt.

Unseres Erachtens bieten sich daher gute Gelegenheiten, in chinesische Titel zu investieren. Für die meisten ausländischen Anleger ist der Online-Handel besonders interessant. Wir würden uns derzeit aber noch mit einem Engagement zurückhalten. Bei diesen Unternehmen handelt es sich jedoch um starke Werte, die auf längere Sicht gut abschneiden dürften, da sie bei der Entwicklung des Landes nach wie vor eine wichtige Rolle spielen. Wir konzentrieren uns auf jene Unternehmen, die von den Regulierungen weniger stark betroffen oder anpassungsfähig sind. So ist die Regierung darauf bedacht, Innovationen, grüne Technologien, bezahlbare Gesundheitsleistungen, verbesserte Lebensbedingungen und den inländischen Konsum zu fördern.

Basierend auf dem Kurs-Buchwert-Verhältnis bleibt der MSCI China A Onshore derzeit 50 % hinter dem S&P 500 zurück und ist bezogen auf das KGV 35 % günstiger bewertet als sein Pendant aus den USA. Dieser Abschlag verdeutlicht, dass ein Großteil des Risikos bereits eingepreist ist.”

 

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Anlegerinnen und Anleger profitieren von einzigartiger Abdeckung des boomenden Gesundheitsmarktes

 

Der digitale Vermögensverwalter Whitebox und die spezialisierte Fondsanlagegesellschaft Apo Asset Management GmbH (apoAsset) bieten ab sofort eine neue Anlagestrategie an, mit der Anlegerinnen und Anleger von den Chancen des wachsenden Gesundheitsmarktes profitieren können. Das Angebot richtet sich an Finanz- und Versicherungsvermittler und wird über das Partnernetzwerk von Whitebox vertrieben.

Die Anlagestrategie „Whitebox Partners: Healthcare, powered by apoAsset” steht ab sofort den bei Whitebox angeschlossenen Vermittlerinnen und Vermittlern zur Verfügung. Sie bieten ihren Kundinnen und Kunden damit die Möglichkeit, vom wachsenden Gesundheitssektor zu profitieren. Das Besondere dabei: Während bisherige Anlagelösungen oft nur Teilbereiche abdecken, umfasst die Strategie von Whitebox und apoAsset den gesamten globalen Gesundheitsmarkt, von Pharma und Biotechnologie bis zu Medizintechnik, Digital Health und Dienstleistungen. Damit wird Gesundheit erstmals in Form einer digitalen Vermögensverwaltung zugänglich.

Die Umsetzung erfolgt mit den aktiv gemanagten Fonds apo Medical Opportunities, apo Digital Health, apo Emerging Health und Medical BioHealth, die ausgewählte Einzeltitel enthalten, sowie mit kostengünstigen ETFs. Die Mindestanlage beträgt 5.000 Euro, Sparpläne sind ab 25 Euro im Monat möglich.

„Aufgrund der alternden Bevölkerung und des rasanten technologischen Fortschritts ist das Thema Gesundheit ein absoluter Megatrend, der vielfältige Anlage-Chancen bietet. Wir freuen uns, mit apoAsset einen erfahrenen und renommierten Partner gefunden zu haben, der über umfassendes Investment-Knowhow im Gesundheitsbereich verfügt. Gemeinsam bieten wir unserem Vertriebsnetzwerk die Möglichkeit, von diesem rasant wachsenden Markt zu profitieren“, sagt Salome Preiswerk, Geschäftsführerin und Co-Gründerin von Whitebox.

„Wir gehen viele neue Wege, um unsere Gesundheitsfonds mehr Menschen zugänglich zu machen und weiter zu wachsen“, sagt Claus Sendelbach, Mitglied der Geschäftsführung der apoAsset. „Whitebox bietet dafür großes Potenzial durch ihre ausgezeichnete digitale Plattform und ihr breites Vertriebsnetzwerk, zu dem mit der Deutschen Ärzteversicherung auch einer unserer Gesellschafter gehört.“

 

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Nachhaltige Variante des „Income-Klassikers“ bereits auf mehr als 100 Millionen Euro angewachsen

 

Der im Februar 2021 aufgelegte JPMorgan Investment Funds – Global Income Sustainable Fund konnte sich bei den diesjährigen Financial Advisor Awards gegen die Wettbewerber in der Kategorie „Multi-Asset-Fonds“ durchsetzen: Am Abend des 24. September wurde der Fonds mit dem im Rahmen der Cash.Gala verliehenen Financial Advisor Awards 2021 ausgezeichnet. Der Preis prämiert jedes Jahr die besten Kapitalanlagen anhand der Kriterien „innovativ, transparent, vermittlerorientiert und anlegerfreundlich“.

In der Laudatio heißt es: „Finanzkonzerne spielen eine wichtige Rolle, zu einer nachhaltigen Energiewende beizutragen. Immer mehr Häuser werden dieser Verantwortung gerecht, zum Beispiel indem sie Fonds auflegen, mit denen Anleger nachhaltig investieren können. So auch J.P. Morgan Asset Management mit dem Global Income Sustainable Fonds, der einerseits Branchen ausschließt, die als nicht nachhaltig gelten. Zudem wird das Portfolio aktiv auf Unternehmen, die führend in den ESG-Bereichen sind, ausgerichtet. Durch die Integration eines umfassendes ESG-Ansatzes in ein bewährtes Multi-Asset-Konzept überzeugt der Global Income Sustainable Fund als zukunftsweisendes Produkt und ist unser Sieger bei den FAA 2021.“

Holger Schröm, Executive Director bei J.P. Morgan Asset Management, betont bei der Awardübergabe: „Wir suchen für den Global Income Sustainable Fund rund um den Globus nach den besten nachhaltigen Ertragschancen. Eine große Herausforderung dabei ist, dass es für viele der Anlageklassen, in die wir investieren, noch keine ESG-Daten oder gar Historie gibt. Diesen Prozess aufzusetzen, um einen solchen Fonds anbieten zu können, erforderte viel Vorarbeit. Wir freuen uns nun umso mehr, dass diese so schnell honoriert wird.“ Schröm führte weiter aus, dass J.P. Morgan Asset Management als große Investmentgesellschaft versucht, den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit zu begleiten und voranzutreiben – beispielsweise durch Gespräche und Unternehmensbesuche.

Die Kombination, nachhaltig und ertragstark anzulegen, kommt auch bei den Anlegern gut an: So ist der Global Income Sustainable Fund seit seinem Launch Ende Februar 2021 bereits auf 105 Millionen Euro Kundengelder angewachsen. „Wir haben bei einer Befragung herausgefunden, dass 40 Prozent der Deutschen eine Möglichkeit suchen, mit ihrem Geld etwas Gutes zu tun und ihre Geldanlage nachhaltiger ausrichten wollen“, bestätigt Holger Schröm und ergänzt: „Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld können Sparprodukte weder finanziell punkten, noch ist es damit möglich, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Multi-Asset-Fonds wie der Global Income Sustainable Fund bieten nachhaltige regelmäßige Erträge. Diese Kombination hilft, auch bislang weniger kapitalmarktaffinen Sparern den Einsteig zur Geldanlage zu erleichtern und erste Erfahrungen am Kapitalmarkt zu sammeln.“

Weitere Informationen zu den Financial Advisor Awards: https://www.cash-online.de/gala21

 

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Die stark steigenden Inflationsraten werden hierzulande gerne mit dem Basiseffekt erklärt.

 

Die Erzählung dahinter lautet dann: Keine Angst vor Inflation, es handelt sich nur um kurzfristige Einmaleffekte, bald ist wieder alles gut. „Doch das stimmt nicht“, sagt Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH. „Die Indikatoren deuten auf eine Beschleunigung wie auch eine Verstetigung der Inflation hin.“

Es sind vor allem bestimmte Gründe, die als Einmaleffekt taugen: Die Mehrwertsteuer wurde während der Pandemie zeitweise gesenkt und dann wieder erhöht. Dazu kam, dass im Zuge der wirtschaftlichen Schwäche die Energiepreise sanken – und jetzt wieder steigen. „Auch das Wetter, das zu Preissteigerungen bei Lebensmittel führte, oder die Lieferengpässe bei einzelnen Waren oder Vorprodukten werden gerne in die Kategorie eingeordnet“, sagt Falke. Doch während das bei der Mehrwertsteuer stimme, seien die anderen Faktoren keinesfalls nur Eintagsfliegen.

„Wir sehen heute immer noch steigende Ölpreise, in Großbritannien hat sich der Gaspreis vervierfacht und in China wird Energie rationiert“, sagt Falke. „Die Energiepreise steigen gerade auf breiter Front – und das nicht zu knapp.“ Die Zahlen zeigen dies auch: Der Produzentenpreisindex in Deutschland stieg im August 2021 um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, in Italien fiel der Anstieg mit 13,8 Prozent noch stärker aus, in Frankreich waren es zehn Prozent. „Die Importpreise kletterten über das Jahr betrachtet sogar um 16,5 Prozent“, so Falke. Daraus sinkende Inflationsraten abzuleiten, falle schwer.

Dazu kommt, dass in China Energie so knapp ist, dass nicht nur das stromfressende Mining von Kryptowährungen verboten wurde. In der Hälfte der Provinzen wurden mittlerweile Rationierungsmaßnahmen ergriffen. Viele Unternehmen müssen die Produktion drosseln, was die Lieferengpässe weltweit nur noch verstärkt. „Das treibt die Inflation erneut an, weil knappe Güter tendenziell teurer werden“, sagt Falke. Dass die Menschen zudem in die wieder geöffneten Geschäfte strömen und Anschaffungen nachholen wollen, sorgt ebenfalls für höhere Nachfrage, die auf ein knapperes Angebot trifft.

Alle diese Faktoren sprechen für einen deutlicheren Anstieg der Inflationsraten. Das wissen inzwischen auch die Gewerkschaften. Nachdem sie lange mit bescheidenen Lohnzuwächsen zufrieden waren, werden jetzt Stimmen laut, den Kaufkraftverlust durch die Inflation auszugleichen und am besten den Wertverlust von Guthaben durch Negativzinsen gleich mit. „Höhere Lohnforderungen bestimmen bereits die laufenden Tarifrunden“, sagt Falke. „Auf diese Weise könnte dann eine Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt werden, die wesentlich länger laufen wird als nur bis zum Jahreswechsel.“

Insgesamt lässt all dies die Wahrscheinlichkeit deutlich sinken, dass die erhöhte Inflation nur vorübergehend ist. „Wer heute noch von Einmaleffekten spricht oder deutlich zurückgehende Inflationsraten zum kommenden Jahreswechsel erwartet, ist ein Träumer“, sagt Falke. „Wir werden uns damit anfreunden müssen, dass die Geldentwertung fürs Erste zurück ist.“

 

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Die Scope-Analysten haben im September wieder mehr als 6.500 Fondsratings aktualisiert.

 

Der Fondsklassiker Concentra meldet sich zurück unter den Top-Fonds. Japanische Aktien verzeichneten im August mit 3,6% den im Durchschnitt höchsten Zuwachs.

Vontobel Fund – Global Equity erobert (A)-Rating zurück

Der Vontobel Fund – Global Equity trägt nach sechs Monaten im (B)-Ratingbereich nun wieder Scopes höchstes Rating von (A). Der seit 2016 von Manager Matthew Benkendorf verwaltete Fonds setzt auf 40-60 qualitativ hochwertige Unternehmen mit stetigem Wachstum und nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen.

Der Fonds erzielte über drei und fünf Jahre eine Wertentwicklung von 14,4% und 13,2% p.a. und ließ damit den Peergroup-Durchschnitt mit 11,3% bzw. 10,5% p.a. deutlich hinter sich. Dabei fielen Volatilität und maximaler Verlust über fünf Jahre mit 12,5% und -17,7% niedriger aus als im Peergroup-Durchschnitt mit 12,7% und -19,2%.

Deutschlandfonds-Klassiker Concentra wieder mit Top-Rating

Seit Mitte 2017 ist Fondsmanager Christoph Berger für den Fondsklassiker für deutsche Standardwerte zuständig. Sein Anlageansatz verfolgt eine Qualitäts- und Wachstumsorientierung, zusätzlich spielen ESG-Aspekte bei der Aktienauswahl eine Rolle. Zu den aktuellen Top-Positionen zählen Infineon (9,2%), SAP (7,7%) und Adidas (4,8%).

Der Concentra überzeugt durch überdurchschnittliche Performance und niedrigere Risikokennzahlen. Beispielsweise fiel die Wertentwicklung über drei Jahre mit 8,4% p.a. höher und der maximale Verlust mit -24,5% niedriger aus als in der Peergroup „Aktien Deutschland“ mit 6,5% p.a. und -26,1%.

Mainfirst Top-European Ideas nur noch Mittelfeld

Im August haben sich die Top-Ideen des Managementteams um Olgerd Eichler nicht ausgezahlt und der Mainfirst Top-European Ideas verliert nach acht Monaten sein Top-Rating. Der Fonds verfolgt einen hinsichtlich der Marktkapitalisierung flexiblen Anlagestil, so dass große Teile des Fonds in Small- und Midcaps angelegt werden können.

Der hohe Nebenwerteanteil schlägt besonders auf der Risikoseite zu Buche, während die Performance deutlich überdurchschnittlich ausfällt. Über ein Jahr liegt der Fonds mit 44,6% deutlich vor der Peergroup mit 30,2%, über drei Jahre jedoch nur leicht mit 8,8% gegenüber 8,4% p.a. Mit einer Volatilität und einem Maximalern Verlust über drei Jahre mit 24,8% und -31,9% gehört der Fonds zu den risikoreichsten Investments in seiner Peergroup.

Top-Peergroups im August

Japanische Aktien verzeichneten im August ein Comeback und setzten sich mit einer durchschnittlichen Monatsperformance von 3,6% an die Spitze der untersuchten Peergroups. Auch Technologie- und Umweltaktienfonds gehörten zu den Gewinnern. Europäische Mid- und Small-Caps schlugen sich mit 3,1% ebenfalls sehr gut.

 

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Anlagestrategie basiert auf Studie von Greiff, in der die besten aktiven Fondsmanager Deutschlands identifiziert werden.

 

Der digitale Vermögensverwalter Whitebox und der Fondsanalyst Greiff capital bieten ab sofort eine neue Anlagestrategie an. Mit “Whitebox Partners: GreiffSELECT” profitieren Investoren von den besten aktiven Fondsmanagern und einer digitalen Antragsstrecke. Das Angebot steht Kunden von Finanz- und Versicherungsvermittlern zur Verfügung.

Voraussetzung ist, dass die Vermittler an das Partnernetzwerk von Whitebox angeschlossen sind. Grundlage der Anlagestrategie der beiden Finanzdienstleister aus Freiburg im Breisgau ist eine Studie, in der Greiff seit 2012 die besten in Deutschland zugelassenen aktiven Fondsmanager analysiert. Einmal im Jahr untersucht der Fondsexperte dafür rund 8.000 in Deutschland zugelassene Fonds. Die Ergebnisse der Studie werden jährlich im Wirtschaftsmagazin CAPITAL veröffentlicht.

Diese Studie zeigt unter Verwendung der Kennzahlen Tracking Error (Aktivität) und Information Ratio (Erfolg), welche Fonds aktiv verwaltet werden und gleichzeitig über fest definierte Zeiträume erfolgreich sind. Es wird dabei eine mindestens zehnjährige Historie vorausgesetzt, da die Leistung aller analysierten Fonds über drei, fünf und zehn Jahre untersucht und bewertet wird.

“Die Sieger der Greiff-Studie haben bewiesen, dass sie durch ihr aktives Management und die stetige Wertentwicklung Investoren dauerhaft einen messbaren Mehrwert bieten. Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Vertriebspartnern die Möglichkeit bieten können, von diesem Know-how zu profitieren”, sagt Salome Preiswerk, Co-Gründerin und Geschäftsführerin von Whitebox.

Neben dem Know-how von Greiff profitieren die Vermittler und deren Kunden auch von der digitalen Expertise von Whitebox. So gibt es neben einer digitalen Antragsstrecke ein umfangreiches Beraterportal, in dem die Vermittler jederzeit alle wichtigen Infos zu ihren an Whitebox vermittelten Kunden einsehen können.

“Eine zeitgemäße Vermögensverwaltung nutzt die Möglichkeiten moderner Technologien. Gemeinsam mit Whitebox unsere Fondsvermögensverwaltung zu digitalisieren, schafft daher Mehrwert für Vertriebspartner und ihre Kunden. Gleichzeitig zeigen wir, dass Innovation und Tradition Hand in Hand gehen”, so Volker Schilling, Gründer und CEO der Greiff capital management AG

Die Investition in die Anlagestrategie “Whitebox Partners: GreiffSELECT, powered by Greiff” ist ab einer Mindestanlagesumme von 5.000 Euro möglich. Die Pauschalgebühr beträgt 1,45 Prozent p.a. zuzüglich Produktkosten. Weitere Infos zum Vermittlergeschäft von Whitebox gibt es unter https://www.whitebox.eu/vermittler.

Einzelheiten zu der neuen Anlagestrategie GreiffSELECT und der digitalen Antragsstrecke erhalten Finanz- und Versicherungsvermittler in zwei kostenfreien Webinaren am 28. September und 18. November 2021. Anmeldungen sind unter folgendem Link möglich: https://www.whitebox.eu/partner-webinare-greiff-select

Über Whitebox

Whitebox wurde 2014 von Dr. Birte Rothkopf und Salome Preiswerk gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in Freiburg im Breisgau gehört heute zu den führenden digitalen Vermögensverwaltern in Deutschland und wurde bereits mehrfach als bester Robo-Advisor ausgezeichnet. Whitebox bietet ein aktives Portfoliomanagement an. Um die Kosten für die Kunden gering zu halten, erfolgt die Umsetzung mit passiven Produkten. Privatanleger können aus drei Anlagestrategien wählen, die Mindestanlagesumme beträgt 25 Euro. Darüber hinaus bietet Whitebox Geldanlagen für Unternehmen an und kooperiert mit Finanz- und Versicherungsvermittlern. Bei der Optimierung der Kundenportfolios setzt Whitebox auf die jüngsten Erkenntnisse der Finanzmarktforschung und arbeitet mit renommierten Partnern wie Morningstar zusammen.

Über Greiff capital management AG

Die Greiff capital management AG ist ein bankenunabhängiger, inhabergeführter Asset Manager und verwaltet ein Fondsvermögen von über 1 Milliarde Euro. Für die über zehnjährige erfolgreiche Arbeit im Fondsmanagement hat die Greiff AG mehrfach Auszeichnungen sowie Top Ratings von namhaften Agenturen wie Morningstar, Lipper oder Absolut Research erhalten. Die Expertise der Greiff AG beruht dabei auf drei Säulen: der Bereitstellung einer kompletten Infrastruktur für externe Fondsboutiquen im Rahmen der PartnerLOUNGE Plattform, der quantitativen und qualitativen Fondsanalyse und des Fondsresearchs, sowie dem Asset Management von Fund of Funds und uniquen Single Fonds.

 

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Erstes Angebot in Deutschland inklusive Mikrofinanz-Fonds und Wirkungs-Reporting nach höchsten Standards

 

Europas führende Nachhaltigkeitsbank startet mit ihrem Triodos Impact Portfolio die erste digitale Vermögensverwaltung in Deutschland, die einen Mikrofinanz-Fonds integriert und komplett auf Fonds basiert, die nach Artikel 9-Standard der EU-Transparenzverordnung ausgewiesen sind. Nur Impact-Investments nach Artikel 9 streben eine nachweisliche positive Wirkung an, etwa auf die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs), und berichten darüber. Über die dazugehörende App und Webanwendung können Anleger*innen zukünftig nicht nur ihre Rendite, sondern mit einem einzigartigen Impact-Reporting auch die soziale und ökologische Wirkung ihrer Investitionen im Blick behalten.

Basierend auf der für sie passenden Anlagestrategie erhalten Anleger*innen ein für ihre Ziele von den Nachhaltigkeits- und Investmentexperten*innen der Triodos Bank zusammengestelltes Investmentportfolio. Diese bestehen zu unterschiedlichen Anteilen aus für ihre Nachhaltigkeitsstrategie mehrfach ausgezeichneten Investment-Fonds von Triodos Investment Management sowie dem Mikrofinanz-Fonds von Invest in Visions. Zukünftig werden noch weitere Fonds dazukommen.

Die technische Infrastruktur und die App basieren auf Lösungen von investify TECH. Speziell für die Triodos Bank wurde auch deren Impact-Reporting in der App umgesetzt, mit dem Anleger*innen dann nicht nur die finanzielle Entwicklung, sondern auch die positive Wirkung ihres Investments im Blick behalten.

Höchste Transparenzstandards und Wirkung – Denn Geld verändert die Welt

Die positive Wirkung, die die Triodos Vermögensverwaltung von vielen anderen Angeboten am Markt unterscheidet, entsteht zum einen durch umfangreiches Engagement. Dabei werden Unternehmen durch Einflussnahme und aktiven Dialog sowie der Wahrnehmung von Stimmrechten direkt zu noch nachhaltigeren Geschäftsentscheidungen bewegt. Weitere Wirkung entsteht durch die Beimischung des Mikrofinanz-Fonds in die Anlageportfolien, durch dessen direkte Investitionen in lokale Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern insbesondere soziale Nachhaltigkeitsziele erreicht werden.

Bei den Triodos Impact Portfolios sind alle für die Zusammenstellung der jeweiligen Investment-Portfolios verwendeten Fonds nach Artikel 9-Standard ausgewiesen. Grundlage dafür sind höchste Transparenzstandards und ein einzigartiges Impact-Reporting. Darin wird die Wirkung des jeweiligen Investment-Portfolios auf sieben Impact-Themen aufgezeigt und welche der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) damit jeweils unterstützt werden. Auch der verbleibende ökologische Fußabdruck wird aufzeigt und um wieviel niedriger er im Vergleich zu einem Investment in den Benchmark ist.

 

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Triodos Bank N.V. Deutschland, Mainzer Landstraße 211, 60326 Frankfurt, Tel: +49 (0)69 7171 9183, www.triodos.de

Deutsche Anleger investieren am liebsten in heimische Aktien: 48 Prozent der zwischen 2016 und 2021 getätigten Aktieninvestments flossen in Beteiligungen an deutsche Unternehmen

 

– und das, obwohl ausländische Aktien deutscher Privatanleger in dieser Zeit eine drei Mal höhere Kursrendite erwirtschaftet haben. Die Folge: Anleger verschenkten durch diesen Home Bias seit 2016 über 100 Milliarden Euro an Kursrendite. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des digitalen Vermögensverwalters Whitebox.

Insgesamt haben deutsche Anleger in den vergangenen fünf Jahren 45,7 Milliarden Euro in deutsche Aktien investiert. Das ist fast genau so viel wie in Beteiligungen an ausländischen Unternehmen (50,3 Milliarden Euro, exkl. Fonds und ETFs). Insgesamt stammen nur 42 Prozent der Aktien in den Depots der Deutschen von internationalen Unternehmen. Dabei sind gerade sie es, die in den vergangenen Jahren den Anlegern hohe Gewinne eingebracht haben. Mit durchschnittlich 9,6 Prozent pro Jahr seit 2016 lag die Kursrendite fast drei Mal höher als die von deutschen Aktien (3,3 Prozent, ohne Ausschüttungen).

“Deutsche Anleger haben mit ihren Aktieninvestments seit 2016 eine Kursrendite von 108 Milliarden Euro erzielt. Zwei Drittel dieser Gewinne stammen aus dem Ausland. Trotzdem bestehen die Depots der Deutschen zu 58 Prozent aus deutschen Aktien. Damit verschenken sie eine noch bessere Rendite”, sagt Salome Preiswerk, Geschäftsführerin und Co-Gründerin von Whitebox.

Zum Vergleich: Der Anteil der deutschen Wirtschaft am globalen Bruttoinlandsprodukt beträgt lediglich 4,5 Prozent. Hätten die Anleger den Anteil deutscher Aktien in ihren Depots auf diesen Wert angepasst, hätten sie seit 2016 rein rechnerisch eine Rendite von 213 Milliarden Euro erzielen können. “Der ,Home Bias’ kostete den Anlegern in fünf Jahren also 105 Milliarden Euro an Rendite. Auch deshalb ist es wichtig, seine Investitionen möglichst breit über verschiedene Regionen zu streuen”, betont Preiswerk.

Markt-Timing gefährdet Rendite der Anleger

Auch der Versuch, durch gezieltes An- und Verkaufen von Aktien eine Überrendite zu erzielen, kann den Erfolg der Anleger gefährden. Seit 2001 haben im Durchschnitt gerade einmal fünf Handelstage zu 16 Prozent der Jahresperformance beigetragen. “Wer diese Top-Handelstage verpasst, verschenkt einen großen Teil der Rendite”, sagt Preiswerk.

In den vergangenen 20 Jahren gab es im Juli die meisten Handelstage mit der höchsten Tagesrendite des Jahres. Im März hingegen gab es in diesem Zeitraum durchschnittlich die meisten Tage mit den höchsten Kursrückschlägen im Jahr. Aus diesen statistischen Häufungswerten lässt sich jedoch kein Trend für die Zukunft ableiten, betont Preiswerk: “Wie die langfristige Betrachtung seit 2001 zeigt, sind sowohl die Top- als auch die Flop-Handelstage relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt”, sagt die CEO von Whitebox und fügt hinzu: “Das zeigt: Wer an vermeintlichen Börsenweisheiten wie ,Sell in May and go away’ festhält, gefährdet seine Rendite. Anleger sollten sich daher nicht auf solche Sprüche verlassen, sondern ihre Investitionsentscheidungen auf Basis von Fakten und fundamentalen Analysen treffen.”

Über die Studie

Für die Studie hat das Beratungsunternehmen Barkow Consulting im Auftrag von Whitebox das Anlageverhalten der Deutschen untersucht. Dafür haben sie unter anderem Daten der Deutschen Bundesbank, der Europäischen Zentralbank, des Statistischen Bundesamtes sowie Angaben der deutschen Börse berücksichtigt und miteinander in Verbindung gebracht. Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf private Investoren und Aktieninvestments, Fonds inklusive ETFs wurden nicht berücksichtigt. Stichtag der Untersuchung Anfang August 2021.

 

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Whitebox GmbH, Ingeborg-Krummer-Schroth-Str. 30, 79106 Freiburg i. Br., Tel: +49 761 76992299, www.whitebox.eu

Erster Klima-ETF mit äußerst striktem Österreichischen Umweltzeichen

 

Amundi, der größte europäische Vermögensverwalter, hat sein Angebot nachhaltiger Investments mit dem Amundi MSCI World Climate Paris Aligned PAB Umweltzeichen UCITS ETF DR weiter ausgebaut. Der Fonds bildet den MSCI World Climate Change Paris Aligned Low Carbon Select Index ab und richtet sich an Anleger, die Klimarisiken meiden und gleichzeitig weitere unerwünschte Aktivitäten ausschließen möchten. Die sehr wettbewerbsfähigen laufenden Kosten des auf Xetra gelisteten ETFs betragen 0,25 % p.a.

Der dem ETF zugrundeliegende Index erfüllt den PAB-Standard (Paris Aligned Benchmark). Dabei handelt es sich um den anspruchsvolleren der beiden Indexstandards, die die EU im Rahmen des Aktionsplans für ein nachhaltiges Finanzwesen formuliert hat, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Konkret werden bei PAB-Indizes die Halbierung der Kohlenstoffintensität gegenüber den Standardindizes sowie weitere jährliche Senkungen der CO2-Intensität von sieben Prozent gefordert. Gleichzeitig werden unerwünschte Aktivitäten aus den Bereichen Kohle, Öl, Erdgas und Stromerzeugung ausgeschlossen. Zudem kommt das „no-harm“-Prinzip zum Tragen. Im Fokus stehen hier unter anderem der Ausschluss kontroverser Waffen, Tabak oder Unternehmen, die erheblich gegen den UN Global Compact verstoßen.

Als erster Klima-ETF mit Österreichischem Umweltzeichen, das vom österreichischen Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie vergeben wird, erfüllt der ETF sehr strenge Nachhaltigkeitskriterien.

„Anleger können mit Klima-ETFs die Kohlenstoffintensität ihres Portfolios erheblich senken und zukunftsweisend investieren“, sagt Thomas Wiedemann, Leiter Amundi ETF, Indexing & Smart Beta – Deutschland, Österreich und Osteuropa. „Als erster Klima-ETF mit dem anerkannten Österreichischen Umweltzeichen bietet er Anlegern eine innovative Investmentlösung zur Finanzierung der Energiewende. Zudem profitieren Anleger auch von der konsequenten Engagement- und Abstimmungspolitik von Amundi.“

Verantwortungsbewusstes Investieren ist seit der Gründung von Amundi einer der Strategiepfeiler. 2018 hat Amundi zudem mit einem ambitionierten Dreijahresplan sein Engagement bekräftigt, die treuhänderische und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen und Bedürfnisse nachhaltig handelnder Investoren zu erfüllen. Zudem erkennt Amundi als Verfechter nachhaltiger Investments und Pionier im Bereich klimafreundlicher Anlagen die Verantwortung der Finanzbranche an, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

 

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Dauerhaft große Anzahl an Arbeitsplätzen am Standort Augsburg geschaffen, erfolgreicher Abschluss der Migration mit Übertragung von rund 20 Mrd. Euro Wertpapierbeständen von Augsburger Aktienbank auf ebase.

 

Mit der Migration am vergangenen Wochenende hat die European Bank for Financial Services GmbH (ebase) die im letzten Jahr angekündigte Übernahme des Wertpapiergeschäfts der Augsburger Aktienbank AG nun erfolgreich vollzogen. Dabei wurden über 175.000 Depots und ein Wertpapierbestand von rund 20 Mrd. Euro an ebase übertragen. Zudem wurden am Standort Augsburg für rund die Hälfte der Mitarbeitenden der Augsburger Aktienbank langfristige Arbeitsplätze geschaffen.

„Die Übernahme des Wertpapiergeschäfts der Augsburger Aktienbank, mit dem starken Team vor Ort, passt sehr gut in unsere Strategie, in Deutschland der führende Anbieter von digitalen B2B-Anlagelösungen für Finanzdienstleister und deren Kunden zu werden. Die sehr positiven Eindrücke aus der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Augsburger Aktienbank, aber auch der LVM Versicherung im Rahmen des Migrationsprojekts, haben uns in der Richtigkeit dieser Entscheidung nur noch weiter bestärkt“, so Kai Friedrich, CEO der ebase.

Mit nun rund 500 Mitarbeitenden, deutlich mehr als 400 Kooperationspartnern, wie Banken, Versicherungen, Vermögensverwaltern und unabhängigen Finanzanlagevermittlern, und weit mehr als 1 Million Kunden hat ebase die Position als eine der führenden B2B-Direktbanken in Deutschland weiter gefestigt.

Wie angekündigt, wird die Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern der Augsburger Aktienbank fortgesetzt. Das verwahrte Depotvolumen bei ebase steigt damit auf mehr als 60 Mrd. Euro. Zudem ist ebase zukünftig von zwei Standorten aus aktiv. Zusätzlich zum bestehenden ebase Standort in Aschheim bei München werden in Augsburg dauerhaft Arbeitsplätze für Mitarbeitende der Augsburger Aktienbank geschaffen, um die große und vielschichtige Wertpapierkompetenz langfristig am Standort zu erhalten.

„Beim Erwerb der ebase haben wir als FNZ uns klar dazu bekannt, mit dem ebase Team gemeinsam das Geschäft weiter auszubauen und der führende Partner für digitale Finanzdienstleistungen in Deutschland zu werden. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Transaktion haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein, im Rahmen unserer Strategie, genommen. Besonders freuen wir uns, die neuen Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen willkommen zu heißen und gemeinsam am weiteren Wachstum unseres Geschäfts in Deutschland zu arbeiten“, ergänzt Adrian Durham, der Gründer und CEO der FNZ Gruppe, der Muttergesellschaft von ebase.

Mit dem Abschluss der Migration startet auch die langfristige Kooperation mit der LVM Versicherung, der Eigentümerin der AAB. ebase und die FNZ Gruppe ersetzen hier nicht nur die Augsburger Aktienbank als Anbieter im Rahmen der bestehenden Angebote im Wertpapiergeschäft, vielmehr ist auch eine gezielte Weiterentwicklung geplant. „Wir freuen uns, dass wir mit der ebase einen Partner gewonnen haben, der mit seinem Banken-Knowhow und seiner IT-Kompetenz im Markt sehr gut aufgestellt ist. Durch die Kooperation werden wir unseren Kunden attraktive Produkte aus dem Bereich des Wertpapiergeschäfts anbieten können“, sagt Ludger Grothues, Vorstandsmitglied der LVM.

Über ebase

Die European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) ist seit 2019 ein Unternehmen der FNZ Gruppe, einem in London ansässigen, weltweit führenden Anbieter von digitalen B2B-Anlagelösungen für Finanzdienstleister, und bietet neben umfassenden Dienstleistungen im Depotgeschäft u.a. auch die Finanzportfolioverwaltung sowie das Einlagengeschäft an. Als eine der führenden B2B-Direktbanken in Deutschland verwaltet ebase ein Kundenvermögen von rund 60 Mrd. Euro. Finanzvertriebe, Versicherungen, Banken, Vermögensverwalter und andere Unternehmen nutzen für ihre Kunden die mandantenfähigen Lösungen von ebase für die Depot- und Kontoführung.

 

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European Bank for Fund Services GmbH (ebase), Richard-­Reitzner-­Allee 2, D-­85540 Haar b. München, Tel: 0180/5005984,Fax: 0180/5005802, www.ebase.de

Marktkommentar von Mobeen Tahir, Associate Director, Research bei WisdomTree

 

Die Umweltpolitik der Europäischen Union (EU) wird immer ambitionierter, da die EU einen Plan zur Erfüllung ihrer Pflichten im Rahmen des Pariser Abkommens1 ausarbeitet. Als kurzfristiges Ziel möchte die Europäische Kommission die Treibhausgasemissionen gegenüber den Werten von 1990 bis 2030 um 55 Prozent senken. Bis 2050 möchte die EU CO2-neutral sein.

Das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) ist der weltweit größte Emissionshandelsmarkt und die Grundlage für die Politik der EU zur Abmilderung des Klimawandels und zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Das System soll die EU bei der Erreichung der CO2-Neutralität bis 2050 in der Region unterstützen. Im Rahmen des EU ETS gibt es eine Obergrenze, durch die die Menge an Treibhausgasen begrenzt wird, die von Unternehmen jährlich ausgestoßen werden darf. Jedes Jahr wird eine feste Anzahl von Emissionszertifikaten emittiert. Unternehmen müssen im Besitz ausreichender Zertifikate für ihre Emissionen sein und sicherstellen, dass die Obergrenze eingehalten wird. Steigende Preise bei den Emissionszertifikaten bedeuten, dass es für Unternehmen teurer wird, ihre CO2-Bilanz mit Zertifikaten zu decken. Dadurch wird ein Anreiz für Investitionen in Schadstoffminderungstechnologien geschaffen, was zu schnelleren Fortschritten führen könnte.

Im Juli 2021 erließ die Europäische Kommission ihr Gesetzespaket „Fit for 55“ zur Unterstützung ihres Engagements zur Reduzierung von Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent. Ein zentraler Punkt dieses Pakets ist die Verbesserung des EU ETS. Die rechtlichen Änderungen werden voraussichtlich Folgendes nach sich ziehen:

  • Erweiterung des Geltungsbereichs des europäischen Markts für Emissionszertifikate auf eine größere Anzahl von Branchen
  • Reduzierung des Angebots von Emissionszertifikaten
  • Erhöhung des Preises für Zertifikate und damit Unterstützung der Entscheidungsträger bei ihren Versprechen zur Dekarbonisierung und Netto-Emissionsneutralität bis 2050

Anleger, die in Emissionszertifikat-Futures investieren, können von diesen Trends profitieren und diese Handelsinstrumente mit zusätzlicher Liquidität versorgen. Im Jahr 2020 machte das EU ETS 88 Prozent am Gesamtwert aller Emissionszertifikat-Handelssysteme weltweit aus, wobei acht Milliarden Emissionszertifikate mit einem Marktwert von 201 Milliarden Euro2 den Besitzer wechselten. Der Handel von Futures für Emissionszertifikate der Europäischen Union (EUAs) zeichnet sich durch eine beispiellose Liquidität aus.

Der Vorteil einer höheren Liquidität liegt in einem besseren Preisfindungsprozess. Die gesellschaftlichen Kosten eines unterbewerteten Emissionszertifikat-Futures-Kontrakts sind eine Überproduktion von CO2. Deshalb handelt es sich bei der Vermeidung eines unterbewerteten Markts für Emissionszertifikate mit einem verbesserten Preisfindungsprozess um eine willkommene Entwicklung.

CO2 als aufkommende Anlageklasse stellt deshalb ein einzigartiges Anlageobjekt dar, da sein Angebot den Erwartungen zufolge bewusst verknappt wird, um Emissionen zu reduzieren. Anleger, die in die Anlageklasse investieren, engagieren sich nicht nur in den vielversprechenden Fundamentaldaten von CO2, sondern tragen auch zur Erreichung von Umweltzielen bei.

1 Das Pariser Abkommen ist ein rechtsverbindlicher internationaler Staatsvertrag zum Klimawandel. Sein Ziel ist die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C (Grad Celsius), vorzugsweise auf 1,5 °C, gegenüber den Werten vor der Industrialisierung.

2 Quelle: Refinitiv Carbon Market Year in Review 2020, Januar 2021. Enthält Futures, schließt Optionen aber aus.

 

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Mit der stark steigenden Inflation, den Nullzinsen und den weiter zunehmenden Kontogebühren bei Banken braut sich für den deutschen Kleinanleger eine toxische Mischung zusammen:

 

„Sparer, die ihr Geld auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten parken, werden durch die fehlenden Zinsen in Verbindung mit Verwahrentgelten und dem Kaufkraftverlust durch die Inflation zu stark belastet“, sagt Nikolas Kreuz, Geschäftsführer der INVIOS GmbH.

In der Eurozone haben die Inflationsdaten im September mit 3,4 Prozent den höchsten Wert seit 13 Jahren erreicht. Auch die Kernrate stieg auf 1,9 Prozent an. „Das ist der höchste Stand seit November 2008“, sagt Kreuz. Weiter steigende Energiepreise durch zunehmende CO2-Bepreisung und Lieferengpässe, die nicht nur in Deutschland Fabriken stillstehen lassen, heizen die Kerninflation weiter an, weil knappe Güter in der Regel teurer werden. „Auch dass die Verbraucher die Coronazeit kompensieren wollen und hoffnungsvoll wieder verstärkt einkaufen gehen, sorgt für eine höhere Nachfrage, die auf ein knapperes Angebot trifft“, so Kreuz. „Wir haben seit über drei Dekaden sinkende Inflationsraten erlebt. Die Deglobalisierungstendenzen führen zwangsläufig über Zweitrundeneffekte zu hohen, nicht-transistorischen Inflationsraten“, sagt Nikolas Kreuz.

In der Vergangenheit ging eine Zunahme der Inflationsraten in der Regel mit einer Anhebung der Leitzinsen durch die Notenbanken einher. „Durch Corona und die daraus resultierende galoppierende Staatsverschuldung belassen Lagarde, Powell und Co. die Zinsen aber auf einem extrem niedrigen Niveau – und akzeptieren damit, dass die Vermögen der Sparer in einem kaum gekannten Ausmaß abschmelzen“, sagt Kreuz.

Brandgefährlich machen diesen Mix dann letztendlich die Strafzinsen der Banken für ihre Privatkunden: Nach einer aktuellen Verivox-Analyse berechnen inzwischen fast 400 Geldhäuser Negativzinsen. Außerdem verschärfen immer mehr Finanzinstitute ihre bestehenden Konditionen: Der Zins fällt und die Verwahrentgelte werden schon bei geringen Guthaben fällig.

„Hinzu kommt der Status-Quo-Effekt bei vielen Privatanlegern“, sagt Nikolas Kreuz: Die Abneigung gegen Veränderung und Ablehnung des Unbekannten führen dazu, dass für die meisten Deutschen das Sparkonto immer noch die beliebteste Anlageform ist. „Nur rund ein Viertel der Sparer legt derzeit Geld in Aktien oder Fonds an“, sagt Kreuz. „Das ist aus ökonomischer Sicht unsinnig, aus Neurofinanz-Perspektive aber durch irrationale Renditeerwartungen erklärbar“, sagt Kreuz. „Im Schnitt gehen die Sparer von zu hohen Renditen aus.“ Besonders paradox ist dabei, dass die Sparanstrengungen immer weiter erhöht werden, je unrentabler diese Anlageform wird. „Ein ökonomisches Fehlverhalten wird nicht dadurch richtiger, dass man die ineffektive Anstrengung maximiert“, so Kreuz.

„Das Ersparte bleibt auf dem Konto liegen, auch wenn es unrentabler Kokolores ist und sogar Minuszinsen anfallen“, so Kreuz. Dabei wäre ein Ausweg aus dem Dilemma einfach, auch ohne dafür in Aktien oder andere risikobehaftete Anlageklassen zu investieren: Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre es schon, sich Plattformen zu suchen, die keine Negativverzinsungen in Rechnung stellen. „Denn die gibt es: Wir arbeiten mit ausgewählten Partner-Banken, bei denen unsere Kunden die überschüssige Liquidität ohne Verwahrentgelt parken können“, sagt Kreuz. „Man muss sich nur die kleine Mühe machen und aktiv werden, wobei aus Neuro-Finance-Sicht das Anstrengende dabei lediglich der Bruch mit der eigenen Gewohnheit ist.“ Auch monatliche Festgelder mit geringer, aber positiver Verzinsung, kurzlaufende Geldmarkt-ETFs oder Investment-Grade-Anleihen können eine temporäre Opportunität darstellen. Wer dann auch noch etwas gegen die Inflation tun und nicht hilflos zusehen möchte, wie sein Erspartes immer weniger wird, sollte sich einen guten Multi-Asset-Fonds mit einem asymmetrischen Chancen-/Risikoprofil aussuchen – und macht den Geldentwertungs-Cocktail damit schon etwas bekömmlicher.

 

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INVIOS GmbH, Hohe Bleichen 8, 20354 Hamburg, Tel: +49 40 55 55 36 363, www.invios.de

Dass die staatlich geförderte private Altersvorsorge dringend reformiert werden muss, zeigen neueste Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) anlässlich des Weltspartages.

 

Einer repräsentativen Umfrage zum Sparverhalten in Deutschland im Auftrag des BVR zufolge, verfehlten im vergangenen, von der Coronapandemie geprägtem Jahr noch immer viele Bundesbürger ihr Sparziel, obwohl die Sparquote während der Pandemie von rund 11 Prozent auf 17 Prozent gestiegen ist. Zudem war die Zahl der staatlich geförderten Riester-Verträge weiter rückläufig. BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Martin: “Die neue Bundesregierung sollte die Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge ganz oben auf ihre Agenda setzen. Wichtige Ansatzpunkte, um die Riester-Rente attraktiver zu gestalten, sind die Erweiterung des förderberechtigten Personenkreises, die Entbürokratisierung der Förderung und die Vereinfachung der Fördersystematik.”

Positiv zu bewerten ist der um 8 Prozentpunkte auf 81 Prozent gestiegene Anteil der Sparer im Vergleich zum Vorkrisenniveau. Insbesondere unter Geringverdienern hat der Anteil der Sparer zugenommen. Allerdings ist der Abstand zum Bundesdurchschnitt nach wie vor erheblich. Hier sollte eine Reform der Riester-Rente ansetzen, um die Sparanreize für Personen mit niedrigeren Einkommen zu erhöhen. Auch der Anteil der Personen mit einer Sparlücke, also einer tatsächlichen Ersparnis unterhalb der subjektiv eingeschätzten Sparnotwendigkeit, ist unter Geringverdienern besonders hoch. Mit 57 Prozent verfehlen mehr als die Hälfte der Geringverdiener das individuelle Sparziel. Unter Personen mit höherem Einkommen ist dieser Anteil mit 24 Prozent deutlich geringer. “Die Politik sollte für Geringverdiener, Familien und Kleinsparer die Anreize erhöhen, sich eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen. Die gesetzliche Rente allein reicht in der Regel nicht für die Sicherung des Lebensstandards im Alter aus”, so Martin.

Die Coronapandemie scheint allerdings das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Ersparnisbildung geschärft zu haben. Rund 78 Prozent der Befragten wollen zukünftig Geld in ähnlichem Umfang wie während der Coronapandemie zurücklegen. Rund 15 Prozent planen in den kommenden 12 Monaten sogar mehr zu sparen als im vergangenen Jahr. Mit 21 Prozent war dieser Anteil unter Geringverdienern besonders hoch.

Die Studie basiert auf den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage der deutschsprachigen Bevölkerung. Dabei wurden 2.114 Personen persönlich-mündlich zu ihrem individuellen Sparverhalten befragt. Die Umfrage wurde von Kantar durchgeführt.

Die BVR-Studie zum Weltspartag 2021 ist im Internet unter www.bvr.de, Publikationen, Volkswirtschaft abrufbar.

 

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Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Schellingstraße 4, ­10785 Berlin, Tel.: 030/20210,Fax: 030/2021­1900, www.bvr.de

Der bereits im Jahr 2007 aufgelegte Klimaschutzfonds erhält auf der Cash. Gala die begehrte Auszeichnung

 

Ausgezeichnet: Financial Advisors Award 2021 für ÖKOWORLD KLIMA / Der bereits im Jahr 2007 aufgelegte Klimaschutzfonds erhält auf der Cash. Gala die begehrte Auszeichnung

Am Abend des 24. September 2021 stieg erneut die Spannung auf dem Süllberg in Hamburg-Blankenese. Dort wurden zum 19. Mal in Folge die Financial Advisors Awards verliehen.

In der Kategorie “Nachhaltige Investmentfonds” konnten Alfred Platow, Verwaltungsratsvorsitzender der ÖKOWORLD LUX S.A., und Alexander Funk, Managing Director und Senior Portfolio Manager, den bedeutenden Award für die Kapitalverwaltungsgesellschaft der ÖKOWORLD in Empfang nehmen. Der ÖKOWORLD KLIMA, mittlerweile eine ¾ Mrd. Euro schwer, konnte sich gegen folgende Fonds erfolgreich durchsetzen:

– Bantleon Select Infrastructure, Bantleon

– SLF (LUX) Multi Asset ESG Moderate, Swiss Life Asset Managers

Alexander Funk sprach zu den Gästen der Cash.Gala in seiner Dankesrede: “Diese Auszeichnung zeigt uns, dass wir mit unserem besonderen Ansatz mehr und mehr wahrgenommen werden, wenn es darum geht, aus einem Dickicht von selbsternannten Klimafonds durch Transparenz, Glaubwürdigkeit, Trackrecord und eine sehr gute Performance hervorzustechen. Unser ÖKOWORLD KLIMA investiert bereits seit 2007 als Vorreiter und Vordenker in Klimaschutz, hat die heutigen Bedürfnisse und Notwendigkeiten vorausgesehen. Die globale Erwärmung – verursacht vor allem durch die zunehmende Verbrennung fossiler Energieträger – sorgt für schmelzende Polkappen und Gletscher sowie zunehmend extremere Wetterereignisse. Wirbelstürme, Überflutungen, Dürren nehmen zu, und die Meeresspiegel steigen. Folgen sind neben humanitären Katastrophen volkswirtschaftliche Schäden durch Ernteausfälle und Produktionsstillstände. Die anhaltende Temperaturerhöhung ist vorwiegend Folge menschlicher Aktivitäten und der stetig steigenden Weltbevölkerung. Die zunehmende Verbreitung von konsumintensiven Lebensstilen verstärkt diesen Effekt. Unser Fonds reagiert strikt auf die durch den Klimawandel bedingten weltweiten Herausforderungen.”

Alfred Platow fügte voller Elan hinzu: “Heute, am Tag des globalen Klimastreiks, ist es für uns eine doppelte Ehre, diesen Preis entgegen zu nehmen. Auch heute waren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unsere Unternehmenszentrale in Hilden auf der Freitagsdemonstration. Um 11 Uhr haben wir die Arbeit niedergelegt, die Türen abgeschlossen und uns dem globalen Klimastreik angeschlossen. Die Botschaft der Fridays-for-Future-Demos ist der Ruf danach, die Klimaerwärmung zu stoppen. Wir sind dabei, die jungen Menschen in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik zu unterstützen. Und auch viele Großeltern sind dabei. Ich bin sehr froh, dass es diese Bewegung, die konstruktiv Veränderung fordert, endlich wieder gibt. Die Politik gerät zunehmend unter Druck und die Bundestagswahl steht vor der Tür. Für uns bedeutet dies, dass unsere Investmentfonds und unsere fondsgebundenen Rentenversicherungen noch stärker nachgefragt werden. Allen voran der ÖKOWORLD KLIMA, der wie maßgeschneidert passt für die Community der Klimaschützerinnen und Klimaschützer. Denn diese Menschen können mit gutem Gewissen und klimafreundlich Geld anlegen.”

Die ÖKOWORLD LUX S. A. ist eine Tochtergesellschaft der seit 1999 börsennotierten ÖKOWORLD AG (WKN 540868, vormals versiko AG). Über 45 Jahre Erfahrung fließen in die erfolgreiche Entwicklung und Auflegung ökologisch-ethischer Kapitalanlageprodukte ein.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

ÖKOWORLD AG, Itterpark 1, D-40724 Hilden, Telefon: 02103 929-0, Telefax: 02103 929-4444, www.oekoworld.com

Besonders Entwicklungsländer sind vom Klimawandel bedroht. Die Covid-19-Pandemie hat die Situation verschärft. Investitionen des öffentlichen Sektors allein werden nicht genügen. Warum und wie sich Investoren aus dem Privatsektor beteiligen sollten.

 

„Durch die Covid-19-Pandemie ist es unwahrscheinlich, dass die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) bis 2030 erreicht werden“, sagt Maria Teresa Zappia, Chief Impact & Blended Finance Officer, Deputy CEO bei BlueOrchard. „Die Armut wird mehreren Studien zufolge zum ersten Mal seit 1990 zunehmen. Hunderte Millionen Menschen sind davon bedroht, wieder unter die Armutsgrenze zu rutschen. Dies wirkt sich auf alle Entwicklungsziele aus, da diese voneinander abhängig sind. Damit sind auch die Klimaziele gefährdet.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hängen davon ab, wie lange die Krise andauert, wie schnell sich die Volkswirtschaften erholen und wie stark Regierungen und internationale Gemeinschaften weiterhin unterstützen. Die Finanzierungslücke zum Erreichen der SDGs wird sich in jedem Szenario vergrößern.

Öffentliche Akteure allein können den Rückstand, der durch die Pandemie entstanden ist, nicht aufholen. Sie sind auf die Unterstützung des Privatsektors angewiesen. Nur gemeinsam lässt sich die Finanzierungslücke in Entwicklungsändern schließen.

Für gemeinsame Finanzierungen von Investoren aus dem öffentlichen und privaten Sektor haben sich Blended-Finance-Strategien bewährt. Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen (Development Finance Institutions, DFIs), multilaterale Entwicklungsbanken (Multilateral Development Banks, MDBs) und bilaterale Regierungen vertreten in der Regel den öffentlichen Sektor. Auf der Seite des privaten Sektors beteiligen sich meist institutionelle Investoren wie Stiftungen. So kooperieren Investorengruppen aus dem öffentlichen und privaten Sektor mit unterschiedlicher Risikobereitschaft.

Blended Finance kann dringend benötigtes Kapital anziehen, indem es Verlustrisiken privater Investoren reduziert, die an Investitionen in Entwicklungsländern interessiert, aber durch ihre Risikobereitschaft eingeschränkt sind. Der Ansatz ermöglicht antizyklische Strategien und reduziert Risiken, beispielsweise durch „First-Loss“-Nachranginvestitionen des öffentlichen Sektors sowie dadurch, dass Mittel für technische Hilfen oder den Kapazitätsaufbau bereitgestellt werden.

Die Kooperation ist während und nach der Pandemie nötig. Öffentliche Investoren können durch die Beteiligung an Blended-Finance-Initiativen die Wirkung ihre Investitionen hebeln, indem sie Investoren aus dem privaten Sektor gewinnen. Private Investoren erhalten Zugang zu Investitionen, die eine nachhaltige und messbare Wirkung haben, und die dank der Beteiligung des öffentlichen Sektors in ihr Risikoprofil passen.

Um unmittelbare Bedürfnisse vom Klimawandel und der Pandemie betroffenen Bevölkerungsgruppen zu erfüllen, bleiben staatliche und philanthropische Hilfen in der kurzen Frist unverzichtbar. Mittel- bis langfristig kann Blended Finance Investorengruppen aus dem öffentlichen und privaten Sektor vereinen, um die Wirkung ihrer Investments gegenseitig zu hebeln und die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Von dieser Kooperation profitieren alle Seiten.“

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BlueOrchard Finance AG, Seefeldstrasse 233, 8008 Zurich, Switzerland, Tel: +41 44 441 55 50, www.blueorchard.com

Die Sauren Fonds-Research AG hat am 29. September 2021 ihre viel beachteten Auszeichnungen mit Goldmedaillen im Rahmen des Fondsmanager-Ratings für das Jahr 2021 bekannt gegeben.

 

Bei dem Ratingansatz der Sauren Fonds-Research AG steht die Person des Fondsmanagers und dessen qualitative Beurteilung im Mittelpunkt. Von den in individuellen Gesprächen analysierten Fondsmanagern erhalten nur die erfolgversprechendsten Fondsmanager eine Auszeichnung von bis zu drei Goldmedaillen. In diesem Jahr wurden insgesamt 114 Auszeichnungen in einer Vielzahl von Kategorien vergeben. Dabei wurden drei Fondsmanager mit drei Goldmedaillen, 67 Fondsmanager mit zwei Goldmedaillen und 44 Fondsmanager mit einer Goldmedaille für ihre Leistungen ausgezeichnet.

Die Goldmedaillen des Fondsmanager-Ratings haben sich als begehrter Maßstab für besondere Qualität und als eine der höchsten Anerkennungen für die Fondsmanager im Markt etabliert. Die ausgezeichneten Fondsmanager spiegeln die Vielfalt der Fondsbranche wider. Manager großer Fondshäuser sind genauso vertreten wie die kleiner Investmentboutiquen, bekannte Namen genauso wie bislang wenig beachtete Fondsmanager. Die Preisträger verteilen sich dabei auf folgende Fondskategorien:

25 Absolute-Return-Fondsmanager

64 Aktienfondsmanager

4 Multi-Asset-Fondsmanager

21 Anleihenfondsmanager

Die aktuelle Broschüre „Sauren Fondsmanager-Rating 2021“ enthält eine umfassende Übersicht der durch die Sauren Fonds-Research AG vergebenen Auszeichnungen. Die Broschüre sowie ausführliche Informationen zu dem personenbezogenen Rating-Ansatz sind im Internet unter www.sauren.de verfügbar.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Sauren Fonds­Service AG, Im MediaPark 8 (KölnTurm), D­-50670 Köln Tel.: 0221 / 650 50 ­ 0, Fax: 0221 / 650 50 ­ 120, www.sauren.de

Marktkommentar von Carlos de Sousa, Strategist bei Vontobel, zum Szenario einer möglichen Insolvenz des chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande:

 

  • Begrenzte Ansteckungsgefahr: Chinas zweitgrößter Immobilienentwickler ringt mit Liquiditätsengpässen. Da eine staatliche Rettungsaktion vom Tisch zu sein scheint, dürfte es zu Zahlungsausfällen bei den internationalen Anleihen kommen. Die Verschuldung von Evergrande ist enorm, sie ist jedoch über ein breites Spektrum von Gläubigern verteilt und stellt mit 0,35-0,5 Prozent der Gesamtkredite chinesischer Banken nur einen winzigen Bruchteil des chinesischen Bankensystems dar. Daher dürfte die Ansteckungsgefahr begrenzt sein.
  • Evergrande ist kein Lehman: Evergrande ist kein Finanzinstitut und seine Hauptvermögenswerte sind Immobilien, keine Finanzinstrumente. Immobilienpreise entwickeln sich im Unterschied zu Vermögenswerten in der Regel langsam.
  • Staatliche Intervention: Es ist trotz anhaltender Gerüchte sehr unwahrscheinlich, dass die chinesische Regierung zu einer pauschalen Rettung des Unternehmens bereit ist, da sie den Moral Hazard reduzieren will. Sie dürfte jedoch intervenieren, um eine geordnete Restrukturierung zu gewährleisten und chinesische Privatanleger vor Verlusten zu schützen. Die Reduzierung des Moral Hazard könnte nicht nur zu einer effizienteren Allokation von Ressourcen führen, sondern vielleicht sogar zu einer besseren Finanzlage chinesischer Banken.
  • Lockerung der Geld- und Fiskalpolitik: Eine anhaltende Abschwächung im chinesischen Immobiliensektor dürfte zu einer Verlangsamung des chinesischen BIP-Wachstums in der zweiten Jahreshälfte führen. Diese Konjunkturabschwächung sollte aber vorübergehend sein, da die Behörden die Geld- und Fiskalpolitik wahrscheinlich in den nächsten Monaten schrittweise lockern werden.
  • Chancen für aktive Anleger: In Folge der Turbulenzen bei Evergrande musste der gesamte chinesische High Yield-Sektor seit Ende Mai Kursverluste von 11 Prozent verbuchen. Viele Anleihen chinesischer High-Yield-Emittenten werden als Stressed und Distressed Credit gehandelt. Wir sind der Auffassung, dass es zu einem nahezu willkürlichen Ausverkauf des chinesischen Hochzinssegments gekommen ist, der viele ausgezeichnete Chancen für aktive Anleger bietet.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Vontobel Holding AG, Gotthardstrasse 43, Ch-8022 Zürich, Tel: +41 (0)58 283 59 00, Fax: +41 (0)58 283 75 00, www.vontobel.ch

Oliver Wyman Online-Brokerage-Analyse

 

Das Jahr 2020 war trotz der COVID-19-Krise für den deutschen Wertpapiermarkt und speziell für „Online-Broker“ ein Rekordjahr. Die aktuelle Analyse „Online-Wertpapier-Brokerage 2021“ der internationalen Strategieberatung Oliver Wyman kommt zu dem Schluss, dass sich in 2020 gegenüber dem Vorjahr die Anzahl der Wertpapiertransaktionen im deutschen Markt verdoppelt und die Erlöse für Orderprovisionen und sonstige Erträge der Online-Broker von 1 Milliarde Euro um zwei Drittel auf circa 1,7 Milliarden Euro angestiegen sind. In den deutschen Wertpapiermarkt sind 2020 bis zu einer Million neuer Selbstentscheider-Wertpapierkunden eingetreten. Während die Berater davon ausgehen, dass bis 2025 die Anzahl der Transaktionen um 7 Prozent pro Jahr, werden erst 2025 weiterhin steigt wie 2020 wieder steigt.

Das Thema Wertpapier ist nicht erst seit den Geschehnissen rund um die Gamestop-Aktie im Februar 2021 im deutschen Mainstream angekommen. Anbieter von Wertpapiertransaktionen, sogenannter „Online-Broker“, zählen zu den wenigen Gewinnern der COVID-19-Krise und der damit ausgelösten hohen Volatilität. Positiv-Nachrichten rund um die Marktreife neuer Impfstoffe Haben im zweiten Halbjahr 2020 erneute Volatilität an den sofort ausgelösten und das Rekordjahr perfekt gemacht. Die Dynamik in der Branche hat sich auf hohem Niveau gesteigert: Zum inen Haben Alle Anbieter am Marktwachstum partizipiert. Zum anderen haben die neuen Angreifer, sogenannter „Neobroker“, mit Namen wie Trade Republic, Scalable Capital oder Smartbroker dreistellige Millionensummen eingesammelt, blasen zum Angriff und werden ihren Marktanteil im deutschen Markt von 1-2 Prozent im Jahr 2019 auf 20-25 Prozent im Jahr 2023 ausbauen. Darüber hinaus Werden ETF-Sparpläne ihrer Anteile von 15-20 Prozent der Transaktionen im deutschen Wertpapiermarkt auf bis zu 50 Prozent im Jahr 2025 erweitern und sich als Anker der deutschen Wertpapiertransaktionen herausbilden. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Oliver Wyman Analyse Online-Wertpapier-Brokerage 2021, für sterben die Berater den deutschen und europäischen Wertpapier-Brokerage-Markt eingehend untersucht Haben. Darüber hinaus Werden ETF-Sparpläne ihrer Anteile von 15-20 Prozent der Transaktionen im deutschen Wertpapiermarkt auf bis zu 50 Prozent im Jahr 2025 erweitern und sich als Anker der deutschen Wertpapiertransaktionen herausbilden. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Oliver Wyman Analyse Online-Wertpapier-Brokerage 2021, für sterben die Berater den deutschen und europäischen Wertpapier-Brokerage-Markt eingehend untersucht Haben. Darüber hinaus Werden ETF-Sparpläne ihrer Anteile von 15-20 Prozent der Transaktionen im deutschen Wertpapiermarkt auf bis zu 50 Prozent im Jahr 2025 erweitern und sich als Anker der deutschen Wertpapiertransaktionen herausbilden. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Oliver Wyman Analyse Online-Wertpapier-Brokerage 2021, für sterben die Berater den deutschen und europäischen Wertpapier-Brokerage-Markt eingehend untersucht Haben.

„Wir beobachten für 2020 ein Wachstum des Wertpapier-Brokers im Zeitraffer. Das ist aber nicht nur ein deutsches, sondern sogar ein europäisches Phänomen“, sagt Philipp Bulis, Principal und Brokerage-Experte bei Oliver Wyman. „Leider wird dieses Rekordwachstum nicht jedes Jahr zu wiederholen sein. Wir werden eine Rückkehr auf ein Normalniveau erleben und sterben Erlöse werden erst im Jahr 2025 wieder das 2020er-Rekordniveau erreichen“, ergänzt René Fischer, Partner und Leiter des deutschen Privatkundengeschäfts bei Oliver Wyman.

Erstmalig untersucht die Berater in Ihrer Analyse neben dem deutschen Wertpapiermarkt auch den europäischen und den US-amerikanischen Markt eingehend. Außerdem wurden relevante Anbieter und ihre Entwicklung bewertet und relevante strategische Optionen für Anbieter aufgezeigt, um mittelfristig in diesem kompetitiven Markt zu bestehen zu can. „Anders als zu früheren Angeboten sehen Anfang der 2000er, wir nun die große Chance, dass. „Gerade im Massengeschäft mit geringvermögenden Kunden Werden sterben Selbstausführende Angebote in naher Zukunft das klassische Beratungs- bzw. Mandatsgeschäft der Banken als den größten Ertragsbringer abgelöst Haben“, ergänzt er.

Das Rekord-Momentum nutzen

Ungeachtet der jüngsten Rekordzahlen sagen die Berater von Oliver Wyman voraus, dass. wie neuer Anbieter jetzt aktiv handeln müssen, um sich in diesem dynamischen Markt einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten. Sie definieren fünf wichtige strategische Prioritäten: Erstens sich auf eine kommende Konsolidierung im Markt sowie zweitens sterben Eigene Preisstrategie zu überprüfen. Drittens & Anbieter weiterhin den Fokus auf die Konvertierung von Spar- und Einlagenkunden hin zu Wertpapierkunden legen, um das Wachstum aufrechtzuerhalten, um ihre Fähigkeiten im digitalen Marketing zu verbessern. Fünftens WIRd Eine Noch Stärkere Verbindung und Durchlässigkeit der Kunden zwischen den Angeboten für selbstständige Kunden mit Beratungs- und Mandatsangeboten wichtig werden,

„Wir gehen fest davon aus, dass der Markt in Bewegung bleibt. Besonders in Zeiten in denen es irgendwann nicht mehr so ​​läuft wie bisher. Gewinnen WIRD in So Einem Umfeld Nur Wer Sich Nicht Auf Den Lorbeeren Ausruht Und Jetzt Aktiv WIRD“, kommentiert Philipp Bulis. „Für deutsche Banken sind Wertpapiererträge wichtiger denn je. Der Markt in den USA macht heute schon vor welcher Rolle eine breitere Aufstellung in Vermögensfragen zukünftig spielen wird, um einen größeren Anteil der 10 Milliarden Erträge im breiten Wertpapiermarkt für Privathaushalt zu erzielen“.

 

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Deutsche Pensionstreuhänder (CTAs) haben im europäischen Vergleich mit 36 Prozent, nach Belgien (47 Prozent), die höchste Aktienquote.

 

Deutsche regulierte Investoren bauen ihre Allokation zu alternativen Assetklassen weiter aus und investieren inzwischen 32 Prozent ihrer Vermögenswerte in Alternatives, deutlich mehr als in Aktien (15 Prozent), Immobilien (22 Prozent) und klassische Anleihen (30 Prozent).

27 Prozent der befragten Investoren berücksichtigen soziale Faktoren wie Humankapital und Arbeitsrechte im nächsten Jahr bei der Kapitalanlage.

24 Prozent der Investoren plant, sich bei der Portfoliostrategie noch stärker auf Umweltaspekte zu konzentrieren.

Nachhaltige Kapitalanlagestrategien setzen sich immer stärker durch. Neben Umweltthemen konzentrieren sich institutionelle Investoren verstärkt auf soziale Aspekte, dies ergab die aktuelle Mercer-Studie European Asset Allocation Insights 2021. Im nächsten Jahr planen die Anleger, den Schwerpunkt auf soziale Faktoren (27 Prozent) wie Humankapital und Arbeitsrechte auszuweiten. Ein beträchtlicher Anteil (24 Prozent) der Investoren plant zudem, sich noch stärker auf Umweltaspekte zu konzentrieren und beispielsweise den Einfluss auf die biologische Vielfalt im Investmentprozess zu berücksichtigen.

„Während der Pandemiezeit, die für viele Anleger eine große Herausforderung darstellte, kam es in ganz Europa zu einem starken Anstieg der Investitionen in nachhaltige Investments”, erklärt Jeffrey Dissmann, Leiter Investment Consulting bei Mercer Deutschland. „Obwohl Umweltthemen nach wie vor im Mittelpunkt stehen, ist es ermutigend zu sehen, dass viele Anleger beginnen, auch die sozialen Auswirkungen ihrer Investitionen zu berücksichtigen. Die Anleger sind sich bewusst, welchen Einfluss die ESG (Environmental, Social und Corporate Governance)-Faktoren auf ihre Kapitalanlagestrategie haben. Es können zunächst relativ kleine Schritte unternommen werden, um die Portfolios im Hinblick auf ESG-Kriterien zu optimieren und zu überwachen. Wir raten Investoren, die Faktoren zu identifizieren, die die größte Auswirkung auf die Optimierung der Portfolios haben.“

Die Studie Mercer‘s European Asset Allocation Insights 2021 bietet einen umfassenden Überblick über die Anlagestrategien der institutionellen Investoren in Europa und zeigt neue Trends im Verhalten von rund 850 institutionellen Anlegern in 11 Ländern auf, die ein Gesamtvermögen von rund 1 Billion Euro repräsentieren.

Die wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit in den Portfolios spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider. Die Zahl der Anleger, die eine kohlenstoffarme oder klimabezogene Indexierung verwenden, ist im Vergleich zum letzten Jahr stark gestiegen (26 Prozent gegenüber 6 Prozent). Die Studie zeigt, dass eine große Mehrheit der europäischen Investoren die ESG-Kriterien in alle Aspekte ihrer Aktivitäten integriert haben, einschließlich der Auswahl von Investmentmanagern (83 Prozent), der Überwachung von Investmentmanagern (88 Prozent), der Berichterstattung (79 Prozent) und der Asset Allocation (64 Prozent). Die Mercer-Umfrage zeigt auch, dass die Anleger von einer eher reaktiven zu einer proaktiven Haltung übergehen, denn regulatorische Faktoren als Motivation für die Berücksichtigung von ESG-Risiken haben an Bedeutung verloren und Faktoren wie Risikomanagement und Reputationsrisiken werden wichtiger.

Zudem zeigt die aktuelle Mercer-Studie, dass die Allokation in alternative Anlageformen inzwischen fast genauso hoch ist wie die in Aktien, bei regulierten deutschen Investoren wie Versorgungswerken und Pensionskassen ist sie sogar höher. Die Abkehr von Aktien ist auch bei anderen europäischen Anlegern zu beobachten, da sie versuchen, ihre Renditetreiber zu diversifizieren. Innerhalb der alternativen Anlageklassen wurden vor allem die Allokationen zu renditestarken, festverzinslichen Sub-Assetklassen wie Emerging Market Debt, High Yield und Private Debt weiter ausgebaut. Aber auch die Allokation zu Private Equity, Real Assets und Multi Asset-Strategien hat sich weiter erhöht.

Die Mehrheit der Anleger (53 Prozent) plant als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen starken Marktverwerfungen im vergangenen Jahr ihre Anlagestrategie, die Mandate der Manager oder die Governance- bzw. Entscheidungsprozesse anzupassen.

 

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