Kommentar von Carlos de Sousa, EM-Anleihen-Stratege, Vontobel

Die Politik von Präsident Trump dürfte die Arbeit der Fed schwerer machen. Aber seine Wahl hat auch die Lebensgeister an den Märkten geweckt. Die gestiegene Risikobereitschaft der Anleger ist positiv für Risikoanlagen, einschließlich Schwellenländeranleihen.

Hartwährungsanleihen:

Der Politik-Mix, den Präsident Trump im Wahlkampf angekündigt hat, wird wahrscheinlich leicht inflationär sein und dazu führen, dass die Fed die Zinsen bis 2025 langsamer senken wird. Daraus sollten Anleger aber keine voreiligen Schlüsse in Bezug auf die Schwellenländer (EMs) ziehen.

Die Renditen von US-Staatsanleihen sind in den letzten zwei Monaten deutlich gestiegen. Das hätte eigentlich zu höheren Finanzierungskosten für die Schwellenländer führen müssen. Aber die Spreads der Schwellenländer haben sich eingeengt, was die höheren US-Renditen bei Betrachtung der Schwellenländer insgesamt teilweise kompensiert hat. Das gilt vor allem bei den High-Yield- Emittenten, bei denen die Kreditkosten am wichtigsten sind. Warum ist dies der Fall?

Verringerung der fundamentalen Risiken

Erstens hat die Risikobereitschaft nach der Wahl von Donald Trump zugenommen, was allen Risikoanlagen Auftrieb gegeben hat. An den Finanzmärkten sind alle Preise relativ. Wenn also die Aktienkurse trotz höherer Treasury-Renditen neue Rekordhöhen erreichen, erscheinen die im Vergleich zu ihrem langfristigen Durchschnitt relativ engen Spreads der Schwellenländer vielleicht doch nicht so teuer.

Der zweite Grund ist, dass sich die Fundamentaldaten der Schwellenländer derzeit verbessern. Fast alle Emittenten von Hochzinsanleihen haben wieder Zugang zum Markt gefunden, was bedeutet, dass die Refinanzierungsrisiken und Ausfallquoten deutlich niedriger sind als in den letzten zweieinhalb Jahren und wahrscheinlich bis 2025 weiter sinken werden. Die Verengung der Spreads ist also nicht nur eine Folge des „Animal Spirits“, sondern auch auf eine deutliche Verringerung der fundamentalen Risiken zurückzuführen.

Viele Länder waren in den letzten zwei Jahren aufgrund des Verlusts des Marktzugangs gezwungen, orthodoxe Wirtschaftsreformen durchzuführen. Die bittere Medizin der Sparmaßnahmen und Strukturreformen (für Staaten) und der Unternehmensumstrukturierungen und Effizienzsteigerungen (für Unternehmen) trägt bereits Früchte und wird auch von den Ratingagenturen honoriert. So wurden mehr Emittenten mit einer Heraufstufung ihrer Bonität belohnt als jemals zuvor in den letzten zehn Jahren.

Noch nicht zu spät für Einstieg

Die Gesamtrenditen der Schwellenländer-High-Yields waren sowohl bei Staatsanleihen als auch bei Unternehmensanleihen mit 13,5 % bzw. 11,7 % in den ersten 11 Monaten des Jahres 2024 beeindruckend. Ein erheblicher Teil der Rallye in den letzten zwei Jahren ist dabei auf eine Erholung von den hohen Marktwertverlusten im Jahr 2022 zurückzuführen (-14,6 % bzw. -12,7 % für HY-Staatsanleihen und Unternehmensanleihen). Angesichts der sich verbessernden Fundamentaldaten, der erwachten Lebensgeister und einer US-Notenbank, die langsam aber sicher die Zinsen bis 2025 weiter senken wird, ist es unserer Meinung nach noch nicht zu spät für einen Einstieg, auch wenn sich die spektakulären Renditen der letzten beiden Jahre wahrscheinlich nicht wiederholen werden.

Lokalwährungsanleihen:

Ein starker Dollar, steigende US-Staatsanleiherenditen und politisch schwierige Situationen in Brasilien und Mexiko haben in den ersten 11 Monaten des Jahres 2024 zu leicht negativen Renditen für EM-Lokalwährungsanleihen geführt. Ein fiskalisch expansiver Policy-Mix in den USA scheint damit nicht das förderlichste Umfeld für die Renditen der Schwellenländer in lokaler Währung zu sein. Aber auch hier sollten Anleger keine voreiligen Schlüsse ziehen, wie ein Rückblick auf die erste Amtszeit von Donald Trump verdeutlicht.

Starker US-Dollar nicht garantiert

Nach einem schwachen Jahr 2015 verzeichnete die Anlageklasse 2016 eine Gesamtrendite von 9,9 % (gemäß GBI-EM-Index), obwohl Trumps Wahl zu einer starken Dollar-Rallye führte und EM-Lokalwährungsanleihen einen Teil ihrer früheren Gewinne wieder abgeben mussten. Trotz Trumps Steuersenkungen, einer relativ starken US-Wirtschaft und inflationärer Herausforderungen in Lateinamerika erholten sich Schwellenländeranleihen in lokaler Währung stark und erzielten 2017 eine Rendite von 15,2 %. Die Stärke des US-Dollars im Jahr 2016 setzte sich in Trumps erster Präsidentschaft nicht fort.

Heute deuten Konsensschätzungen zwar darauf hin, dass die expansive Finanzpolitik wieder wirksam sein wird, höhere Handelszölle und eine strengere Einwanderungspolitik aber das Wachstum behindern könnten. Es ist also unklar, ob wir vier Jahre lang einen starken Dollar erleben werden oder ob er bereits eingepreist ist.

Bewertungen überzeugender

Auch die aktuellen Trends einzelner Schwellenländer werden sich möglicherweise nicht fortsetzen. Brasilien (-17,3 % YTD) und Mexiko (-12,4 % YTD) waren seit Jahresbeginn die beiden größten Verlierer in der Anlageklasse. Obwohl wir die Marktsorgen über diese Länder teilen (in Bezug auf die Haushaltsdisziplin in Brasilien sowie in Mexiko die Erwartung erhöhter Volatilität nach der Wahl Trumps), sind wir der Meinung, dass diese beiden Länder die Performance der Anlageklasse im Jahr 2025 nicht weiter beeinträchtigen werden, da ihre Bewertungen viel überzeugender geworden sind.

Positiv zu vermerken ist, dass die meisten Zentralbanken der Schwellenländer die Inflation erfolgreich eingedämmt und nahe an ihren Zielen gehalten haben. Sie befinden sich entweder in einem Lockerungszyklus oder haben die Zinssätze bereits deutlich gesenkt, wobei Brasilien eine Ausnahme bildet. Die Realzinsen sind recht attraktiv, und die Trends niedrigerer Refinanzierungskosten und besserer Fundamentaldaten, die im Abschnitt über die Hartwährungen hervorgehoben wurden, gelten auch für die Lokalwährungen der Schwellenländer.

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Ali Dibadj, CEO Janus Henderson Investors:

  • Komplexität und Marktvolatilität nehmen durch schnelle globale Veränderungen zu. Aktives Management ist entscheidend, um diesen Wandel zu bewältigen und Chancen effektiv zu erkennen.
  • Geopolitische, demografische und Kapitalkosten-Veränderungen werden die Märkte über 2025 hinaus prägen.
  • Sich verändernde Kundenbedürfnisse verlangen von Asset Managern vielfältige, anspruchsvolle Strategien.

Die Welt verändert sich – und zwar schnell. Mit diesem rasanten Wandel steigt auch die Komplexität für Anleger. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Flut alle Boote hebt und man sich auf passive Indexallokationen verlassen konnte, um positive Erträge zu erzielen.

Makro-Faktoren von Bedeutung

Es gibt drei entscheidende Makro-Faktoren, die den Wandel beschleunigen. Diese sind langfristig und ständig präsent, und daher eigentlich auch nicht überraschend.

  1. Geopolitische Neuausrichtung

In unserer Anlegerumfrage 2024 wurde die geopolitische Nervosität deutlich: 72 % der Anleger gaben an, dass dies zu ihren größten Sorgen gehört. Zweifellos prägt die Geopolitik die Märkte mehr als je zuvor und wird damit zu einem immer wichtigeren Investitionsfaktor.

2024 war weltweit ein Wahljahr, das nicht nur neue Staatsoberhäupter hervorbrachte, sondern auch zu mehr sozialen Spannungen und Unruhen führte. Beziehungen zwischen Supermächten wurden neu geordnet, neue Bündnisse wurden geschlossen, Spannungen nahmen zu und Konflikte und Kriege eskalierten. Veränderungen der politischen Führung und der Politik haben den Handel erheblich beeinflusst und die globalen Lieferketten neu strukturiert, was zur Entstehung neuer Beziehungen und Produktionsmodelle geführt hat.

Ohne Verständnis für das politische Umfeld kann unserer Meinung nach nicht erfolgreich investiert werden. Anleger müssen sich fragen: Investiere ich in ein Land, das unternehmerfreundlich ist? Wird diese Branche von den politischen Entscheidungsträgern unterstützt? Erlaubt das politische Umfeld den Zugang zu privaten Kapitalmärkten, und wo bieten sich die besten Chancen? Ist ein Unternehmen so aufgestellt, dass es den Aktionären einen angemessenen Nutzen bringt, kann es sich an Regimewechsel anpassen und ungeachtet des politischen Umfelds gedeihen?

  1. Demografische Verschiebungen

Dies ist kein neuer Aspekt, aber er spielt eine wichtige Rolle, weil er sich jetzt vollzieht. Die Bevölkerung in den Ländern mit höherem oder mittlerem Einkommen wird immer älter, und die Geburtenrate sinkt so stark, dass einige Experten davon ausgehen, dass die Weltbevölkerung in nicht allzu ferner Zukunft tatsächlich schrumpfen wird. Das künftige Wachstum wird aus Afrika und in geringerem Maße aus Südostasien kommen, wobei prognostiziert wird, dass bis 2050 25 % der Weltbevölkerung Afrikaner sein werden.

In 20 bis 25 Jahren werden die Wachstumsmotoren und Konsummuster der Welt ganz anders aussehen als heute, was sich wiederum auf Anlagechancen und Allokationsstrategien auswirken wird.

Die Bereiche Gesundheitswesen und Technologie sind hervorragende Beispiele. Welche Medikamente, Behandlungen und Geräte werden das Leben einer alternden Bevölkerung verbessern? Wie wird die Technologie die Arbeitswelt und die Gesellschaft insgesamt weiter verändern? Auch das Thema Nachhaltigkeit wird eine Rolle spielen: Handeln die Unternehmen heute verantwortungsbewusst für ein besseres Morgen?

Viele Aspekte unserer Lebens- und Arbeitsweise haben sich in der Post-Corona-Welt bereits verändert – von Verkehrsmitteln über Gebäude bis hin zu Technologien, die in unser tägliches Leben integriert sind. Auch die Produktpräferenzen und Konsumgewohnheiten haben sich gewandelt. In unserer eigenen Branche ist der Wandel offensichtlich, mit einer starken Nachfrage nach börsengehandelten Fondsstrukturen, Modellportfolios, weniger „traditionellen“ Vehikeln und Asset-Management-Partnern, die sich die Vorteile disruptiver Finanztechnologie zunutze machen können.

  1. Kapitalkosten

Die Kapitalkosten sind deutlich höher als im letzten Jahrzehnt, und das dürfte auch so bleiben. Dies wirkt sich natürlich erheblich auf Investitionen aus.

Zum einen ist Fixed Income als Anlageklasse wieder attraktiv, denn es bietet überzeugende Renditen und Ertragspotenziale sowie erneute Diversifizierungsvorteile, die unterschiedlichen Risikoprofilen gerecht werden. Auf den Privatmärkten können Investmentteams mit dem richtigen Fachwissen jetzt Chancen nutzen, da sich Banken angesichts höherer Zinsen zurückziehen, verkleinern oder Vermögenswerte veräußern.

Die höheren Kapitalkosten haben jedoch nicht nur mit den verfügbaren Erträgen zu tun, sondern bedeuten auch, dass Qualitätsunternehmen und angeschlagene Firmen zunehmend unterschiedlich abschneiden werden. Als die Cash-Kosten bei Null lagen, waren Finanzmittel selbst für schlecht geführte Unternehmen leicht verfügbar. Jetzt dürfte sich eine deutliche Kluft zwischen den „Besitzenden“ und den „Nichtbesitzenden“ auftun. Andererseits glauben wir, dass ein gründliches Fundamentalresearch, das die Gewinner von den Verlierern unterscheidet, zu einer deutlichen Outperformance führen kann. Alternative Strategien können auch eingesetzt werden, um die Performance von Unternehmen und Strukturen zu erfassen, die in diesem neuen Umfeld Schwierigkeiten haben. Darüber hinaus können Overlays mit dem Ziel angewendet werden, Gewinne aus Volatilität und angepassten Handelsmustern zu erzielen.

Für viele potenzielle Anleger kann die Komplexität abschreckend wirken. Mit dem richtigen Fachwissen bietet sie jedoch spannende Möglichkeiten für aktive Anleger.

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Kommentar von Matt Benkendorf, Chief Investment Officer, Vontobel Quality Growth

US-Aktien haben im Jahr 2024 bisher die meisten Märkte weltweit übertroffen. Mit Blick nach vorn ist das Bild aber von Unsicherheit geprägt:

Wie lange trägt die KI-Welle? Können sich die Marktrenditen angesichts einer potenziell schwächelnden Wirtschaft noch ausweiten? Welche Auswirkungen hat eine sich verändernde Handelspolitik?

Es wird wichtiger denn je sein, in Qualitätsunternehmen mit vorhersehbarem Gewinnwachstum und attraktiven Bewertungen zu investieren. Dabei lohnt es sich, die folgenden Schlüsselthemen zu beobachten:

  1. Druck auf den US-Verbraucher

Der private Konsum in den USA übertraf das Ausgabenwachstum in Europa und China auch 2024 und trieb damit das globale Wirtschaftswachstum an. Dies lag zum Teil an überschüssigen Ersparnissen, die während der Coronapandemie aufgebaut wurden. Diese sind nun jedoch aufgebraucht.

2025 dürften die Verbraucherausgaben deshalb stärker von der Beschäftigungslage abhängen. Obwohl sich der Arbeitsmarkt abgekühlt hat, kam es bisher noch nicht zu einem nennenswerten Anstieg der Arbeitslosigkeit, da nach der Pandemie ein Ungleichgewicht zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage herrschte. Dieses ist jedoch unter dem Druck der geldpolitischen Straffung abgebaut. Ein weiterer Rückgang der offenen Stellen würde sich entsprechend deutlicher auf die Arbeitslosigkeit auswirken und somit die Verbraucherausgaben beeinträchtigen.

  1. Herausforderungen für die Ausweitung der Marktrenditen

Die Marktkonzentration hat sich 2024 verstärkt. Die „Magnificent 7“ haben in diesem Jahr fast die Hälfte der Gesamtrendite des S&P 500 beigesteuert. Um die Marktrally aufrechtzuerhalten, müssten die Aktienrenditen über eine Handvoll Unternehmen hinausgehen.

Die aktuellen EPS-Wachstumserwartungen von 13 % für die S&P 500-Unternehmen für das Jahr 2025 erscheinen uns aggressiv. Der Durchschnitt in der Vergangenheit lag bei 7-8 %. Ein Rückgang der Verbraucherausgaben würde zu einem wesentlich niedrigeren EPS führen als derzeit prognostiziert. Es ist schwer vorstellbar, dass sich die Rallye ausweitet, wenn das Gesamtertragswachstum enttäuscht.

Die Marktkonzentration hat Chancen in Sektoren wie z. B. Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen und ausgewählte Industriewerte geschaffen. Sollte sich ein rationaleres Umfeld einstellen, könnten qualitativ hochwertige Unternehmen mit strukturellem Wachstumspotenzial in defensiven Sektoren davon profitieren.

  1. Ungewissheit über die Auswirkungen der Trump-Zölle

Die Politik der neuen Trump-Regierung ruft bei Anlegern sowohl Optimismus als auch Besorgnis hervor. Während Deregulierung und Steuersenkungen im Allgemeinen stimulierend wirken, können Zölle den Welthandel und das globale Wachstum beeinträchtigen. Es ist schwierig zu beurteilen, ob die positiven Auswirkungen der Deregulierung und der Steuerreform die möglichen negativen Folgen der Zölle aufwiegen würden.

Unternehmen mit einer dominanten Wettbewerbsposition und einer starken Preissetzungsmacht sollten in der Lage sein, eine Reihe von Zoll-Szenarien zu bewältigen. Wir haben gesehen, dass solche Unternehmen die Herausforderungen während der jüngsten Inflationsperiode gut gemeistert haben.

  1. Verschiebung der Dynamik in den Schwellenländern

Steuersenkungen und höhere Zölle in den USA könnten inflationäre Entwicklungen nach sich ziehen, was auf maßvollere Zinssenkungen durch die Fed und die wichtigsten Zentralbanken der Schwellenländer hindeutet. Dies würde zu potenziellem Gegenwind für Aktien führen. Es gibt jedoch auch Chancen, was die Bedeutung der Aktienauswahl unterstreicht.

2024 führte China zwar Konjunkturmaßnahmen durch, verzichtete aber auf substanzielle Anreize zur Ankurbelung des Konsums. Weitere Stimulierungsmaßnahmen sind erst zu erwarten, wenn die Handelspolitik der neuen Trump-Regierung klar ist. Bis dahin bleiben die Bewertungen im Konsum- und Internetsektor günstig.

Der Trend zur Diversifizierung der Lieferketten weg von China, dürfte sich aufgrund einer aggressiveren Zollpolitik Trumps fortsetzen. Wir rechnen mit anhaltenden Vorteilen für Vietnam und Malaysia und in geringerem Maße für Indonesien.

In Indien finden sich, trotz der hohen Bewertungen im Immobilien- und Industriesektor, einige attraktiv bewertete Unternehmen im Finanz-, Konsum- und Gesundheitssektor.

In Brasilien stützen die robusten Exportmärkte und die staatlichen Steuerausgaben Einkommen und Beschäftigung. Unternehmen, die ein strukturelles Konsumwachstum in den Bereichen E-Commerce, Fintech und Drogeriemärkte verzeichnen, bieten Chancen.

Mexiko könnte aufgrund möglicher Neuverhandlungen des USMCA-Handelsabkommens stärker unter die Lupe genommen werden. Hier sind defensive Unternehmen für Wachstum bereit.

  1. Auf dem Boden bleiben

Wir können die Zukunft nicht genau vorhersagen, aber wir können uns an eine Anlagephilosophie halten, die uns in allen Marktsituationen auf dem Boden der Tatsachen verankert. Dies erfordert eine optimistische Entschlossenheit und einen klaren Investitionsfahrplan. Für uns bedeutet das, dass wir in qualitativ hochwertige, langlebige Unternehmen investieren, die ein vorhersehbares Ertragswachstum versprechen und zu attraktiven Bewertungen gehandelt werden.

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Kommentar von Felipe Villarroel, Portfoliomanager, TwentyFour Asset Management

  • Kaum Marktreaktion nach Sturz von Michel Barnier
  • Regierungsstillstand nicht zu befürchten
  • Unsicherheit könnte Investitionen dämpfen, privater Konsum kaum beeinträchtigt

Wie von den meisten Analysten erwartet, hat das französische Parlament am Mittwoch die Minderheitsregierung von Premierminister Michel Barnier mit der sprichwörtlichen Guillotine gestürzt. Der Misstrauensantrag, der von einem Bündnis linker Parteien eingebracht wurde, während Barnier versuchte, einen Haushalt zu verabschieden, wurde von Marine Le Pens rechtsextremen Rassemblement National unterstützt.

Für diejenigen, die mit den Feinheiten der französischen Politik weniger vertraut sind: Der Premierminister wird vom Präsidenten ernannt und ist nach diesem der zweithöchste Beamte des Landes. Präsidentschaftswahlen finden alle fünf Jahre statt, ebenso wie Parlamentswahlen. Der Präsident kann das Parlament auflösen, was Präsident Macron im Juli getan hat. Dies hat keine Auswirkungen auf seine Amtszeit, die 2027 endet. Der Präsident kann das Parlament erneut auflösen, aber es müssen 12 Monate dazwischen liegen, was bedeutet, dass Macron dies erst ab Juli 2025 erneut tun kann. Mit einem weitgehend dreigeteilten Parlament, einem entmachteten Premierminister und noch etwa zweieinhalb Jahren im Amt sieht sich Macron dem Druck ausgesetzt, zurückzutreten. Dies wird von einigen Politikern und Beobachtern (vor allem von Le Pen) als einziger Weg gesehen wird, die parlamentarische Blockade zu überwinden.

Viele schlechte Nachrichten bereits eingepreist

Die turbulente politische Situation steht im deutlichen Gegensatz zu der ruhigen Reaktion der Finanzmärkte am Donnerstagmorgen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts ist der Euro unverändert, die Renditen französischer Staatsanleihen (Obligations Assimilables du Trésor, OAT) sind um 3 Basispunkte gesunken und ihr Abstand zu deutschen Bundesanleihen hat sich leicht verringert. Auch bei französischen Unternehmensanleihen verlief der Tag ereignislos, mit einer leichten Schwäche der Spreads, aber keineswegs in Panik.

Ein Grund für die ausbleibende Reaktion ist, dass sich der Abstand zwischen 10-jährigen OATs und Bundesanleihen bereits von etwa 55 Basispunkten zu Jahresbeginn auf heute knapp über 80 Basispunkte ausgeweitet hat. Frankreich mag viele Probleme haben, aber es ist immer noch ein Staat mit einem AA-Rating, und die OAT-Spreads sind nicht meilenweit vom Durchschnitt der Indizes für Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating entfernt, so dass viele schlechte Nachrichten bereits eingepreist sind.

Kein „Frexit“ zu erwarten

Ein weiterer Grund ist, dass extreme Szenarien unwahrscheinlich erscheinen. Im Gegensatz zu früheren problematischen Episoden in der Eurozone droht nicht unmittelbar ein „Frexit“. Es ist sogar möglich, dass die Unterstützung für Le Pens Partei bei den letzten Wahlen gerade deshalb zugenommen hat, weil sie nicht mehr für einen solchen Schritt geworben hat. Außerdem ist ein Regierungsstillstand wie in den USA nicht zu befürchten; wenn es keine Unterstützung für einen neuen Haushalt gibt, würde im nächsten Jahr eine Version des Haushalts von 2024 gelten. Das bedeutet, dass die französische Regierung weiterhin Steuern einnehmen, Gelder ausgeben und vor allem Anleihezinsen zahlen kann. Aus Sicht der Märkte ist das Worst-Case-Szenario daher weitaus weniger problematisch als frühere Beispiele für Haushaltsstreitigkeiten zwischen Regierungen und Parlamenten, z. B. im Zusammenhang mit der US-Schuldenobergrenze (wo ein technischer Zahlungsausfall den schlimmsten Fall darstellte) oder die Situation Italiens vor einigen Jahren, bei der zumindest ein geringes Restrisiko des Ausstiegs aus dem Euro bestand.

Es gibt verschiedene Szenarien, die sich in den nächsten Tagen abspielen könnten. Am wahrscheinlichsten ist, dass Macron einen neuen Premierminister ernennt, um den Haushalt für 2025 durch das Parlament zu bringen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob er jemanden wählt, der Le Pen näher steht. Für die Märkte ist es schwierig, einen Durchbruch in Bezug auf den Haushalt zu sehen. Wie bereits erwähnt, ist das Parlament dreigeteilt, und niemand scheint es eilig zu haben, sich auf eine wie auch immer geartete Koalition zu einigen.

Unternehmen könnten Investitionen zurückstellen

Wir glauben jedoch nicht, dass Barniers Absetzung schlimmer ist als ein Szenario, bei dem er auf Kosten des Haushaltsdefizits im Amt bliebe. In der Zwischenzeit werden sich die Auswirkungen auf das Wachstum unserer Meinung nach bei den Investitionen zeigen: Da keine Klarheit über ihre Steuerschuld besteht, werden die Unternehmen wahrscheinlich abwarten, was passiert, bevor sie ihre Investitionspläne in Angriff nehmen. Gleichzeitig dürfte der private Verbrauch, der den größten Anteil am französischen BIP ausmacht, kurzfristig kaum beeinträchtigt werden.

Auch wenn der politische Stillstand sicherlich keine gute Nachricht für die französischen Unternehmen und damit für das Wachstum ist, gehen wir nicht davon aus, dass die Wachstumsprognosen infolge des Ausscheidens von Barnier drastisch nach unten korrigiert werden. Das makroökonomische Umfeld wird in den nächsten Quartalen wahrscheinlich ein bescheidenes Wachstum, eine Inflation nahe dem Zielwert, niedrigere Zinssätze, da die EZB ihre Zinssenkungen fortsetzt, und begrenzte Ausfallraten aufweisen, was in vielerlei Hinsicht den Trends dieses Jahres nicht unähnlich ist.

Dennoch erscheinen uns französische Vermögenswerte weder ausgesprochen billig noch teuer. Die Underperformance, die sie gegenüber ihren europäischen Konkurrenten erlitten haben, ist gerechtfertigt, aber wir glauben nicht, dass sich ein besonderes Einstiegs- oder Ausstiegsfenster eröffnet hat.

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„Die Zeichen stehen auf Grün für Gold im Jahr 2025.

Einer der Hauptgründe: Die schiere Höhe der Staatsschulden vieler westlicher Volkswirtschaften, allen voran der USA, machen niedrige Leitzinsen notwendig“, sagt Benjamin Louvet, Head of Commodities bei Ofi Invest Asset Management.

„Die Kosten für den Schuldendienst in den USA betragen heute schon über 1.100 Milliarden US-Dollar jährlich, was mehr als 4 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2023 entspricht. Da ein Drittel der US-Schulden in den nächsten drei Jahren umgeschuldet werden soll, könnten die Kosten für den Schuldendienst bald sogar 5 Prozent des BIP übersteigen. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Leitzinsen langfristig weiter gesenkt werden, auch wenn die protektionistischen Maßnahmen der Trump-Regierung kurzfristig den Druck auf die Inflation erhöhen könnten.

Sind die Zinsen niedrig, sind Anleihen aufgrund sinkender Renditen weniger attraktiv, weshalb Anleger vermehrt in Gold investieren. In dem Maße, in dem die Zentralbanken ihre Zinsen senken, wird Gold also attraktiver. Historisch gesehen hat ein Rückgang der Realzinsen um 1 Prozent den Goldpreis um durchschnittlich 22 Prozent steigen lassen.

Ein weiterer Faktor, der den Goldpreis stützten dürfte: Die Zentralbanken, allen voran die von China, haben 2022 und 2023 Rekordmengen an Gold gekauft – etwa ein Viertel des gesamten Weltmarktes. Die Aufkäufe insgesamt wurden in der ersten Jahreshälfte 2024 fortgesetzt, das Tempo hat sich aber verlangsamt. Im dritten Quartal 2024 waren beispielsweise die Zentralbanken von Ungarn, Polen und der Tschechischen Republik Nettokäufer von Gold, haben also mehr Gold gekauft als verkauft.

Auch die geopolitische Lage begünstigt die Preisentwicklung von Gold. Die Entscheidung der amerikanischen Regierung, russische Vermögenswerte wegen der Invasion in der Ukraine einzufrieren, hat das Vertrauen in einigen Ländern erschüttert. Demzufolge reduzieren Länder mit angespannten Beziehungen zu den USA ihre US-Dollar-Bestände, weil diese als Druckmittel gegen sie verwendet werden könnten, und stocken ihre Goldreserven auf. Die chinesische Zentralbank beispielsweise verkaufte in der ersten Jahreshälfte 2024 eine Rekordmenge an auf US-Dollar lautende Vermögenswerte.

Fazit: Wir sind optimistisch für Gold eingestellt und halten einen Goldpreis zwischen 2.900 und 3.000 US-Dollar/Unze bis Ende nächsten Jahres für realistisch. Denn die Schuldenprobleme und das aufkeimende Misstrauen gegenüber dem US-Dollar sind strukturelle Probleme, die sich langfristig auf die Goldpreisentwicklung positiv auswirken dürften.“

Zum Unternehmen

Ofi Invest Asset Management ist Teil der Ofi Invest Gruppe, die zur Aéma Groupe (Macif, Abeille Assurances, Aésio Mutuelle) gehört und die derzeit die fünftgrößte Vermögensverwaltungsgruppe Frankreichs ist. Die Gruppe verwaltet ein Vermögen von 181,2 Milliarden Euro für institutionelle, Wholesale- und private Anleger und bietet eine breite Palette an börsennotierten und nicht börsennotierten Anlagelösungen (Stand: 31. Dezember 2023). Dabei verfolgt Ofi Invest AM die Philosophie des verantwortungsvollen Investierens.

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Ofi Asset Management, Adresse: 22, Rue Vernier, 75017 Paris, Tel: +33 1 40 68 17 17, www.ofi-am.fr

KI zeigt Stärke in turbulenten Marktphasen: Alle drei KI-unterstützten Mischfonds sind an oder über Peergroup

Beispiel LF – AI Defensive Multi Asset: Defensiver Mischfonds (+20,29%) schlägt Peergroup (+9,72%) seit Auflage um 10,57 Prozentpunkte

Die KI-Fonds der LAIQON-Gruppe haben nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten vor gut einem Monat erneut ihre Stärke in unsicheren Marktphasen bewiesen. Aufgrund ihrer strategischen Positionierung konnten die Fonds nach der Wahl deutliche Sprünge nach oben verzeichnen. So erzielte beispielsweise der LF – AI Defensive Multi Asset S (ISIN: DE000A2P0T93) zwischen dem 5. – 11. November 2024, also über das Ereignis der US-Wahl hinweg, eine Wertentwicklung von circa 2,7 Prozent. „Die kurzzeitige Entwicklung ist ein weiteres Beispiel dafür, dass unsere KI gerade in unsicheren Zeiten an den Märkten einen deutlichen Mehrwert erzielen kann“, sagt Christian Sievers, Geschäftsführer der LAIC Vermögensverwaltung GmbH, der digitalen Tochter der LAIQON AG. „Schon Wochen zuvor hat die KI in den MSCI USA ESG Leaders Index investiert. Titel aus dem Small Cap Europa Bereich hat sie gemieden, unter anderem, weil der Wahlausgang aufgrund der knappen Umfragen ein zu unsicheres Bild und damit ein höheres Risiko zeigte.“

Eine Stärke, die die KI auch schon zuvor unter Beweis stellen konnte. Vor mehr als viereinhalb Jahren hat LAIC, die KI-Tochter von LAIQON, ihren ersten KI-unterstützten Fonds aufgelegt. Heute managt LAIC mithilfe der KI mit dem Namen LAIC ADVISOR® drei Mischfonds und zwei Artikel-9-SFDR-Aktienfonds mit dem Fokus auf die USA und Europa. Dabei haben sich alle fünf Portfolios trotz Covid-Pandemie, dem Angriff Russlands auf die Ukraine, der Energiekrise und einer sprunghaft gestiegenen Inflation insgesamt gut entwickelt.

Auch in turbulenter Marktphasen: Alle drei KI-unterstützten Mischfonds sind an oder über Peergroup

Alle drei Mischfonds liegen über der Peergroup. Der LF – AI Defensive Multi Asset S (ISIN: DE000A2P0T93) lieferte im Zeitraum vom 29.05.2020 bis 30.11.2024 mit 20,29% eine Outperformance zur Peergroup EAA Cautious Allocation – Global um circa 10,5 Prozentpunkte. Der ausgewogene Mischfonds LF – AI Balanced Multi Asset S (ISIN: DE000A2P0T51) erzielte im selben Berichtszeitraum eine Performance von 24,25% und liegt damit knapp über der Peergroup EAA Moderate Allocation – Global, welche 21,50% erzielte. Der dynamische Mischfonds LF – AI Dynamic Multi Asset S (ISIN: DE000A2P0T10) überzeugte ebenfalls mit einer Performance von 40,72% im selben Berichtszeitraum und hat damit ein Alpha gegenüber der Peergroup EAA Flexible Allocation – Global (+23,71%) von etwa 17 Prozentpunkten erzielt.

Zinswende antizipiert LF – AI Defensive Multi Asset: Rechtzeitig Renten reduziert

„In den turbulenten Marktphasen der letzten vier Jahre konnte die KI ihre Stärken voll ausspielen: Muster erkennen, sich schnell an neue Entwicklungen anpassen und vor allem die Unsicherheit von Bewertungen und Prognosen berechnen“, sagt Christian Sievers. Insbesondere die Modellierung von Unsicherheit habe in den vergangenen Jahren wesentlich zum Erfolg der KI beigetragen. „Unser defensiver Mischfonds hat schon im März 2022 eine Zinswende antizipiert und bei Rentenpapieren optimiert: Weg von Langläufern und hin zu Kurzläufern, Floatern und inflationsindexierten Anleihen“, führt Sievers aus.

Auch bei der Erholung ab dem zweiten Halbjahr 2023 spielte der LF – AI Defensive Multi Asset vorne mit. „Die KI hat sehr früh auf den Wiedereinstieg am Aktienmarkt gesetzt und so eine deutliche Outperformance realisiert“, so Sievers. Bei den Renten sei die KI entgegen der Marktmeinung auch weiter bei Kurzläufern geblieben, auch hier lag die KI mit ihrer Optimierung richtig. Morningstar „belohnt“ den Fonds dafür mit vier von fünf Sternen.

Eine KI, 500 Meinungen: Vorteil von Bayes’schen Neuronalen Netzen

„Unsere KI errechnet für jeden Markt und jedes Investment nicht nur eine Prognose, sondern 500“, beschreibt Sievers den Ansatz, noch ein Novum in der KI-Anwendung im Fondsmanagement. Der in Deutschland noch ungewöhnliche Ansatz verbindet Neuronale Netze mit Bayes‘scher Statistik, um Unsicherheiten in der Performance-Prognose sichtbar zu machen. Sievers: „Liegen die Prognosen weiter auseinander, meidet die KI die betreffenden Wertpapiere, liegen sie nah beieinander, ist das ein Kaufsignal. Für uns ist das ein Gamechanger in der Anwendung von KI im Asset Management. Der Faktor Prognosesicherheit hat sich in den vergangenen Jahren klar als wichtiger Treiber der Performance gezeigt.“

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LAIQON Solutions GmbH, An der Alster 42, 20099 Hamburg, Tel: +49 (0)40 32 56 78-0, www.laiqon.com

Von François Rimeu, Senior Market Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihren Leitzins auf ihrer letzten Sitzung des Jahres angesichts der rückläufigen Wachstums- und Inflationsrisiken voraussichtlich um 25 Basispunkte senken. Dies dürfte sich in der Neubewertung ihrer makroökonomischen Projektionen widerspiegeln. Trotz Anzeichen wirtschaftlicher Schwäche in der Region gehen wir jedoch nicht davon aus, dass die EZB ihre geldpolitische Lockerung im Dezember beschleunigen wird, indem sie sich für eine Senkung um 50 Basispunkte entscheidet.

Unsere Erwartungen:

Der EZB-Rat wird den zentralen Referenzzinssatz (Einlagefazilität) um 25 Basispunkte auf 3,0 % senken.

Da die Inflation im Dienstleistungssektor weiterhin zu hoch ist (rund 4 %), erwarten wir auf dieser Sitzung keine veränderte Kommunikation zur europäischen Geldpolitik. Die EZB wird wahrscheinlich ihren datenabhängigen Kurs beibehalten und ihre Entscheidungen von Sitzung zu Sitzung treffen, ohne sich im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad festzulegen. Allerdings wird die EZB darauf hinweisen, dass in den kommenden Monaten weitere Zinssenkungen in Richtung „neutrale Zone“ (die das Wirtschaftswachstum weder stimuliert noch bremst), schätzungsweise bei etwa 2 %, zu erwarten sind.

In den neuen Wirtschaftsprojektionen:

Entsprechend den Erklärungen ihrer Mitglieder seit Oktober erwarten wir vom Bericht der EZB, dass die Gesamtinflation bis zum vierten Quartal 2025 zum Ziel von 2 % zurückkehren wird (wie in ihrer Prognose vom September). Die EZB wird wahrscheinlich auch ihre Inflationsprognose für 2025 senken (-0,1 % gegenüber den Erwartungen vom September) und die Kerninflation (ohne Lebensmittel- und Energiepreise) leicht über dem Zielwert halten. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die EZB ihre Inflationserwartungen für 2027 bekannt geben wird – mit einer Stabilisierung der Kerninflation bei 2 %.

Was das Wachstum betrifft, so werden die Prognosen für 2025 und 2026 voraussichtlich leicht nach unten korrigiert (-10 Basispunkte, 1,2 % bzw. 1,4 %). EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird darauf hinweisen, dass diese Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten bezüglich der Finanzpolitik in den beiden größten Volkswirtschaften der Region (Frankreich und Deutschland) behaftet sind.

Insgesamt wird die Europäische Zentralbank trotz eines fragilen wirtschaftlichen Umfelds wahrscheinlich an schrittweisen Zinssenkungen festhalten. Christine Lagarde könnte jedoch in Anlehnung an die Äußerungen des EZB-Chefvolkswirts Philip Lane in der Pressekonferenz eine mögliche Abkehr von der datenabhängigen Strategie in der Zukunft (sobald „der Disinflationsprozess abgeschlossen ist“) zugunsten eines Ansatzes andeuten, der sich auf die Bewertung künftiger Risiken konzentriert. Außer einer Zinssenkung um 25 Basispunkte gibt es nur wenige Erwartungen an diese Sitzung. Es besteht eine sehr geringe Chance, dass es zu einer akkommodierenden Haltung kommt, die zu niedrigeren Zinssätzen entlang der gesamten Kurve führt.

Verantwortlich für den Inhalt:

La Française Systematic Asset Management GmbH, Neue Mainzer Straße 80, 60311 Frankfurt, Tel: +49 (0)40 300929 174 , www.la-francaise-systematic-am.com

Kommentar von Adam Hetts, Global Head of Multi-Asset, Janus Henderson Investors

Spätzyklisches Umfeld: Chancen für zusätzliche Risikobereitschaft

Selbst wenn Fed Zinsen weniger stark senkt als erwartet, dürfte die Weltwirtschaft dennoch von einer weniger restriktiven Geldpolitik und einer stärkeren Stimulierung durch China profitieren.

Das Risiko kann unseres Erachtens durch eine Ausweitung des Aktienexposures auf wirtschaftlich sensiblere und fremdfinanzierte Titel sowie durch die Auswahl von High-Yield-Anleihen mit attraktiven Einkommensströmen und geringerer Zinsvolatilität erhöht werden.

Das zurückliegende Jahr war geprägt von folgenreichen Wahlen in den großen Demokratien und der Anpassung der Weltwirtschaft an ein Zinsniveau, wie es in den letzten 15 Jahren kaum zu beobachten war. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen werden bis weit ins Jahr 2025 reichen.

Auch ein stabiler Konjunkturzyklus trägt seinen Teil dazu bei. Während die robuste US-Wirtschaft den Erwartungen im Kampf gegen die Inflation trotzte, muss das Wirtschaftswachstum nun den Optimismus über Zinssenkungen mit den Abwärtsrisiken in Einklang bringen, falls die erwarteten Senkungen nicht vollständig umgesetzt werden. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich ein Politikwechsel der neuen US-Regierung auf das nationale und globale Wachstum auswirken könnte. Ein weiterer potenzieller Rückenwind für die Weltwirtschaft sind aggressivere Konjunkturmaßnahmen in China.

Viele dieser Entwicklungen werden zwar begrüßt, aber die Weltwirtschaft befindet sich nach wie vor in einem späten Zyklus, und jede zusätzliche Risikobereitschaft sollte mit Vorsicht genossen werden. Die Fehlertoleranz wird durch gestiegene Bewertungen risikoreicherer Anlagen nach den US-Wahlen noch weiter eingeschränkt. Da die globale Geldpolitik divergiert und die konjunkturelle Expansion sich unterschiedlich stark auf die Sektoren auswirkt, sollten Anleger versuchen, die Eignung eines Wertpapiers, von der Verlängerung des Zyklus zu profitieren, mit seiner Bewertung in Einklang zu bringen.

Makroökonomie: Divergierende Zyklen

Nachdem die Fed mit der Senkung der Kapitalkosten begonnen hat, dürfte die US-Wirtschaft weiterhin besser abschneiden als andere Industrieländer. Allerdings ist dies nicht das uneingeschränkte „Risk-on“-Umfeld, das typischerweise mit einem neuen Konjunkturzyklus einhergeht. Der Arbeitsmarkt hat sich zwar als stabil erwiesen, aber der Trend ist – ungeachtet der vorübergehenden Auswirkungen der jüngsten Stürme – rückläufig. Steigende Zahlungsrückstände bei Verbrauchern sind ein weiterer Grund zur Sorge.

Gegenüber Europa bleiben wir trotz Anzeichen einer Stabilisierung des Konsums neutral. Die Zentralbanken in Europa haben die Zinssätze früher als die Fed gesenkt – aber das war nur aus der Not heraus. China hingegen könnte aus seiner langen Stagnation ausbrechen, nachdem die Zentralregierung nun mehr Maßnahmen zur Lösung der Strukturprobleme ergriffen hat. Außerdem spiegeln die Aktienbewertungen des Landes nicht das wider, was wir als Verbesserung des Gewinnumfelds erachten.

Veränderte Markterwartungen für Fed-Tagesgeldsatz

Die nach oben korrigierten Prognosen der Märkte für den Leitzins können zwar als Vertrauensbeweis für die Verlängerung des Konjunkturzyklus gewertet werden, doch bedeutet dies auch, dass die Kreditkosten wahrscheinlich nicht auf das zuvor erwartete Niveau sinken werden.

Jede Veränderung in der US-Wirtschaftspolitik wird sich zweifellos auch auf den Unternehmenssektor und die Finanzmärkte auswirken. Deregulierung, Unternehmenssteuern und andere wachstumsfördernde Aspekte der neuen Regierung würden sich günstig auf risikoreichere Anlagen auswirken. Zölle, andere politische Initiativen oder Personalentscheidungen können jedoch Wachstumsrisiken darstellen.

Finanz- und Energiewirtschaft gelten als zwei Sektoren, die von einer gelockerten Aufsicht profitieren könnten. Für den Technologiesektor sind die Aussichten differenzierter, da sich Fragen nach Größe und Umfang von Branchenriesen und dem Schutz von Social-Media-Plattformen abzeichnen. Mehrere Sektoren könnten von einem günstigeren Fusions- und Übernahmeklima profitieren.

Hindernisse für einen effizienten Waren- und Kapitalverkehr wirken sich meist inflationär aus. Eine Verschlechterung der US-Finanzlage könnte die Inflation anheizen und die längerfristigen Zinssätze in die Höhe treiben. Wachstumsfördernde Initiativen würden sich auszahlen, wenn die wirtschaftliche Expansionsrate die Kapitalkosten übersteigt. Allerdings dürfte diese Messlatte höher liegen, sollten die Handels- und Finanzpolitik die Zinssätze in die Höhe treiben.

Aktien: Gleichgewicht zwischen Rückenwind und Bewertung

Obwohl eine Zyklusverlängerung für risikoreichere Anlagen förderlich sein dürfte, gehen wir bei Aktien davon aus, dass eine leichte Rotation innerhalb der Anlageklasse einer Erhöhung des Aktienanteils auf Kosten von Kernanleihen vorzuziehen ist. Die Zinssenkungen dürften Small-Cap-Unternehmen zugutekommen, die tendenziell mehr Schulden haben. Da Mid Caps weniger von Kreditkosten abhängig sind, benötigen sie nicht unbedingt niedrigere Zinsen, um vom Rückenwind der wirtschaftlichen Expansion zu profitieren. Die Verlängerung der Steuerreform 2018 dürfte die Gewinne im gesamten Unternehmenssektor stützen.

Die Bewertungen sind hoch, wobei das Kurs-Gewinn-Verhältnis der meisten Aktiensegmente im oberen Quartil ihres langfristigen Durchschnitts liegt. Trotz eines möglichen Anstiegs des Wirtschaftswachstums sind Value-Aktien eine der wenigen Kategorien, bei denen die Gewinnschätzungen noch ein erhebliches Steigerungspotenzial für ihre Bewertungen aufweisen. Und obwohl eine breitere Beteiligung an der Aktienrallye eine willkommene Entwicklung ist, sollten die Anleger nicht aus den Augen verlieren, dass die „Magnificent 7“ weiterhin die Erwartungen übertreffen und ihre anhaltend hohen Bewertungen bestätigen können.

12-monatige Gewinnwachstumsprognosen weltweit

Obwohl die US-Gewinnschätzungen über den langfristigen Durchschnittswerten liegen – ebenso wie die Kurs-Gewinn- Multiples in den meisten Märkten – deuten die bescheideneren Erwartungen für Aktien außerhalb der USA darauf hin, dass die Gewinne das Potenzial haben, ihre Bewertungen zu steigern.

Die ohnehin schon schwierige Lage der europäischen Aktien könnte sich noch verschlechtern, sollte sich die Deglobalisierung beschleunigen. Gleichwohl deutet der Konsum in der Region auf einen Aufschwung hin, und die chinesischen Konjunkturprogramme könnten Europas Exporteuren von Investitionsgütern und Luxusgütern als Rettungsanker dienen. In Japan könnte jeder konsumbedingte Vorteil aus einer Yen-Aufwertung durch Gegenwind für den umfangreichen Exportsektor gemindert werden.

Fixed Income: Höhere und strengere Rahmenbedingungen bewältigen

Der Preis für die Inflationsbekämpfung war für Anleiheinvestoren hoch. Da dieser Kampf jedoch größtenteils hinter uns liegt, ist die weltweit neue – höhere – Spanne der Anleiherenditen für die Anlageklasse besser geeignet, um einen stetigen Ertrag, eine Diversifizierung gegenüber risikoreicheren Vermögenswerten und – in manchen Ländern – das Potenzial für Kapitalzuwachs zu bieten.

In den USA hat sich die Renditekurve der Treasuries nach den Wahlen im November wieder nach oben bewegt und ist steiler geworden. Sollte sich die Marktprognose von deutlich weniger Zinssenkungen bewahrheiten, haben die Anleihen mit kürzerer Laufzeit ihren vielversprechenden Rückenwind verloren. In nur wenigen Wochen hat sich der erwartete Endzins für diesen Zyklus auf eine wesentlich höhere Spanne von 3,5 % bis 4,0 % eingependelt. Sollte das Wirtschaftswachstum weiter positiv überraschen oder sich die Handelspolitik und die stabilen Löhne als inflationär erweisen, könnten die Renditen von Anleihen mit längeren Laufzeiten zusätzlich unter Druck geraten – trotz des bereits erfolgten Ausverkaufs.

Unternehmensanleihen sind hoch bewertet, wobei die Differenz zwischen ihren Renditen und denen ihrer risikofreien Benchmarks so gering ist wie seit 1997 nicht mehr. Für eine zusätzliche Allokation in diesem Bereich kämen wahrscheinlich High-Yield-Emittenten höherer Qualität in Frage, da diese Kategorie mehr Carry und ein größeres Renditepolster bietet und von niedrigeren Kreditkosten profitieren dürfte. Die sinkenden Ausfälle bei Unternehmen zeigen, dass die Emittenten die intensivste Phase der restriktiven Finanzbedingungen überstanden haben. Bei den derzeitigen Spreads lässt sich die Zinssensitivität von Investment-Grade-Credits in einem nach wie vor volatilen Markt für Staatsanleihen nicht ignorieren. Verbriefte Kredite scheinen dagegen fairer bewertet zu sein und dürften von steigenden Werten ihrer zugrunde liegenden Vermögenswerte profitieren.

Spreads der amerikanischen und europäischen Unternehmen

Die Zinssenkungen der US-Notenbank und der stabile Unternehmenssektor haben die Bewertungen von Anleihen in die Höhe getrieben. High-Yield-Emissionen haben jedoch das Potenzial, einen zusätzlichen Carry und eine geringere Anfälligkeit für Bewegungen auf dem immer noch volatilen Zinsmarkt zu bieten.

Abgesehen von den USA schaffen unterschiedliche wirtschaftliche und geldpolitische Entwicklungen Chancen. Europa beispielsweise hat wahrscheinlich kaum eine andere Wahl, als seinen akkommodierenden Kurs fortzusetzen. Höhere US-Zinsen und die damit einhergehende Dollar-Stärke würden jedoch eine Herausforderung für Emittenten aus Schwellenländern darstellen, die auf Finanzierungen in der US-Währung angewiesen sind.

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Die Bundesregierung hat am 4. Dezember 2024 die Nationale Sicherheits- und Verteidigungsindustriestrategie beschlossen.

In dieser unterstreicht die Bundesregierung, dass Sustainable Finance Regulatorik keine Auswirkung auf die Finanzierung der Verteidigungsindustrie haben darf. Das Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG) bedauert dies sehr, da Waffen Schaden an Menschen und Umwelt anrichten und damit nicht mit den Prinzipien nachhaltigen Investierens vereinbar sind. In einem Diskussions- und Debattenpapier erläutert das FNG ausführlich seine Position und geht auf die gängigsten Argumente ein.

Das “Do-No-Significant-Harm” – Prinzip der EU-Taxonomie

Krieg und damit Waffen sind ein unumgänglicher Bestandteil unserer Realität. Keinem Land kann das Recht abgesprochen werden, sich im Angriffsfall mit Waffen zu verteidigen. Es ist klar, dass der Erwerb dieser Waffen finanziert werden muss. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Investitionen dadurch nachhaltig sind und den Standards genügen, die nachhaltige Investor:innen für ihre Anlagen festlegen.

Die EU-Taxonomie bewertet wirtschaftliche Aktivitäten mit Blick auf ihre Umweltauswirkungen. Nach dem dort enthaltenen „Do-No-Significant-Harm“-Prinzip sind wirtschaftliche Aktivitäten nur nachhaltig, wenn sie nicht nur in einem Umweltbereich – zum Beispiel niedriger CO2-Austoß – sehr positiv zu bewerten sind, sondern als zweite Bedingung auch erfüllen, dass sie in keinem anderen Umweltbereich – zum Beispiel Biodiversität – Schaden anrichten.

Die EU-Taxonomie bewertet nur einen kleinen Anteil wirtschaftlicher Aktivitäten – unter anderem sind Rüstungsgüter nicht bewertet und es wird nicht erwartet, dass sich dies mittelfristig ändert. Wendet man aber das Prinzip des „Do-No-Significant-Harm“ an, dann können Investitionen in Rüstung nicht nachhaltig sein, erläutert Verena Menne, Geschäftsführerin des FNG: «Waffen zerstören Infrastruktur, Kultur – und Menschenleben. Soziale Nachhaltigkeit beinhaltet aber die Wahrung und im besten Fall Förderung von Menschenrechten, und das Leid, verursacht durch Kriege und Konflikte, widerspricht diesen Prinzipien fundamental.»

Es gibt kein Finanzierungsproblem der deutschen Rüstungsindustrie

Die Frage der Nachhaltigkeit von Waffen ist erst im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine aufgekommen. Gleichzeitig gibt es global zahlreiche weitere Kriege und bewaffnete Konflikte. Die Bewertung, ob Rüstung zur Sicherheit beiträgt, ist eine abstrakt-generelle und muss sich somit auch an diesen Auseinandersetzungen messen lassen. Eine einseitige Sichtweise schadet Nachhaltigen Geldanlagen, da sie so an Glaubwürdigkeit verlieren.

Das häufig verwendete Argument, es gäbe ein Finanzierungsproblem von Rüstung, kann vom FNG nicht nachvollzogen werden. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind die Aktien von Rüstungsunternehmen in ihrem Wert enorm gestiegen. Zudem zeigt der Rüstungsexportkontrollatlas der Wissenschaftszeitschrift „W & F“ 2023/4, dass die Finanzierung von Rüstung nicht gefährdet ist, da viele große Banken und Investmenthäuser Milliarden an Krediten an die Rüstungsindustrie vergeben.

Umfrage unter FNG-Mitgliedern zeigt, dass Rüstungsinvestitionen nicht nachhaltig sind

Ein Waffen und Rüstungsgüter sind traditionell ein wertbasiertes Ausschlusskriterium innerhalb der nachhaltigen Geldanlagen. In den letzten Jahren hat die Bedeutung dieses Kriteriums sogar zugenommen. Im FNG-Marktbericht 2024 war der Ausschluss von kontroversen Rüstungsgütern 2023 das am häufigsten angewandte Kriterium. 56% der Befragten schlossen sogar jegliche Investitionen in Waffen aus.

Ein Stimmungsbild unter den Mitgliedern des Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. hat ergeben, dass der überwiegende Teil der Asset Manager und Berater:innen (rund 70%) Investitionen in Rüstung als nicht vereinbar mit Nachhaltigkeit ansehen und ihre bisherige Strategie nicht ändern werden. 20% der Asset-Manager sind noch unentschieden oder werden eine mögliche Anpassung intern diskutieren.

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG), der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, repräsentiert rund 200 Mitglieder, die sich für mehr Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft einsetzen und feierte 2021 sein 20-jähriges Bestehen. Das FNG fördert den Dialog und Informationsaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und setzt sich für verbesserte rechtliche und politische Rahmenbedingungen für nachhaltige Investments ein. Es gibt die FNG-Nachhaltigkeitsprofile heraus und hat das FNG-Siegel für nachhaltige Investmentfonds entwickelt. Das FNG ist außerdem Gründungsmitglied des europäischen Dachverbands Eurosif.

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Wie wird 2025? Die Experten von Neuberger Berman sind der Meinung: Die Finanzmärkte stehen vor einer Phase der Veränderung.

Während sich die Inflation abschwächt und die Zentralbanken den Spielraum für Wachstum erweitern, ergeben sich neue Chancen auf breiter Front – von Aktien über Anleihen bis hin zu alternativen Investments. Ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum, eine Renaissance der Industriepolitik und eine Welle von Fusionen und Übernahmen schaffen ein dynamisches Umfeld für Investoren. Fünf Thesen der Experten von Neuberger Berman, die Anleger im kommenden Jahr beachten sollten:

Makroökonomie: hohes Wachstum bei gedämpfter Inflation

  1. Ein Jahr mit überdurchschnittlichem Wachstum

Auch wenn sich die politische Lage ändert, dürfte die Industriepolitik mit dem Fokus, die inländischen Fertigungsprozesse zu beeinflussen, weitestgehend fortgesetzt werden – sei es durch Staatsausgaben und -investitionen, Steuer- und Handelspolitik oder Deregulierung. Sollte sich die Inflation weiter abschwächen, könnten die Zentralbanken zunächst abwarten, um die Wirtschaft etwas warmlaufen zu lassen. Dies würde zu einem überdurchschnittlichen BIP-Wachstum in den USA beitragen, was wiederum einige der anderen Volkswirtschaften positiv stimulieren dürfte. Die Auswirkungen auf Schulden und Defizite sowie die effiziente Nutzung des Kapitals könnte Investoren dabei positiv überraschen, da die Herausforderungen in diesen Bereichen wohl eher überschaubar bleiben.

„Die Schlagzeilen für 2025 sind: US-Wirtschaftsdaten sehen gut aus. Stabiles Wachstum, sinkende Inflation, niedrige Arbeitslosigkeit, positives Reallohnwachstum, robustes Verbrauchervertrauen, ein Rekordhoch für den S&P 500 Index.” – Joseph Amato, President and Chief Investment Officer—Equities

  1. Eine sanftere Landung durch höheres Realeinkommenswachstum

Die nachteiligen Auswirkungen der hohen Inflation auf Verbraucher mit niedrigem Einkommen und kleine Unternehmen waren ein wichtiger Faktor für die politische Unsicherheit in 2024. Länder und Regierungen, die eine moderate Inflation bei einer breiten Beteiligung am positiven Reallohnwachstum und am positiven realen Umsatzwachstum aufweisen, werden zunehmend zum Erfolgsmaßstab. Darauf deuten ein höheres Verbrauchervertrauen sowie politische Zustimmungsraten und BIP-Wachstumsraten hin. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Ziele mit bestimmten politischen Maßnahmen erreichen lassen, doch es gibt Anzeichen dafür, dass die neue US-Regierung dieses Ziel zumindest anerkennt – und auch anderswo wird eine aktive Industriepolitik zunehmend geschätzt.

„Während der ersten Amtszeit von Trump wurden die Höhe und der Umfang seiner Zölle durch Verhandlungen reduziert. Ich denke, dass wir diesmal etwas Ähnliches erleben werden.“ – Jeffrey Blazek, Co-Chief Investment Officer—Multi-Asset Class

Aktien: Chancen bei mehr als sieben Aktien

  1. Die Voraussetzungen für eine breitere Aktienmarktperformance sind gegeben

Deregulierung, eine unternehmensfreundliche Politik, eine sich abschwächende Inflation und niedrigere Zinsen dürften das Gewinnwachstum antreiben und damit höhere Kurse rechtfertigen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass sich die Wachstumsraten der Big-Tech-Unternehmen verlangsamen und, wenn die Kapitalausgaben steigen, weiter normalisieren. Dadurch dürften Value- und Small-Cap-Aktien sowie Finanz- und Industrieunternehmen aufholen. Ein beschleunigtes globales Wachstum und niedrigere Rohstoffpreise dürften zudem stimulierend auch auf die Märkte außerhalb der USA wirken. Stabile Fundamentaldaten sowie die relative Bewertung könnten diesen Trend stützen.

„Sobald die unmittelbare Rotation in risikoreiche Anlagen nach der Wahl abgeschlossen ist, müssen Anleger beurteilen, ob die positiven Aspekte

niedrigerer Steuern und einer lockereren Regulierung die negativen Aspekte hoher und möglicherweise steigender längerfristiger Finanzierungszinsen überwiegen.“ – Erik Knutzen, Co-Chief Investment Officer—Multi-Asset Class

Festverzinsliche Wertpapiere: Keine Lust mehr auf Fed-Watching

  1. Anleihemärkte konzentrieren sich auf Fiskal- statt Geldpolitik

Seit mehr als zwei Jahren werden die Anleihemärkte von Inflationsdaten und den Reaktionen der Zentralbanken dominiert. Eine erneute Beschleunigung der Inflation im nächsten Jahr dürfte vermieden werden, während die Zentralbanken in die langweilige Routine der Debatte über den neutralen Zinssatz übergehen. Anleiheinvestoren werden ihren Fokus daher wahrscheinlich in 2025 eher auf die Wachstumsaussichten verlagern und sich gegen Ende des Jahres und bis ins Jahr 2026 hinein mit dem Staatsdefizit und der Frage der Laufzeitprämie befassen. Dies wir in moderat steilere Renditekurven und eine Verlagerung der Anleihemarktvolatilität vom kurzen Ende der Kurve hin zum mittleren und langen Ende resultieren.

„Dieses Wahlergebnis macht die Aufgabe der Fed im Jahr 2025 sicherlich komplexer, aber wir glauben, dass Trumps Programm eher mit den Zielen der Zentralbank übereinstimmen wird, als viele Investoren derzeit erwarten.“ – Ashok Bhatia, Co-Chief Investment Officer – Fixed Income

Alternatives: Die Kunst des Handelns?

  1. Fusionen und Übernahmen nehmen zu

In 2025 dürften zahlreiche Faktoren den aufgestauten Strom von Fusionen und Übernahmen auflösen: über dem Trend liegendes Wachstum, robuste Bewertungen am Aktienmarkt, stabilere Inflations- und Zentralbankerwartungen, die Rückkehr der Banken zum Markt für Leveraged Loans, sinkende Zinssätze und enge Kreditspreads – und vielleicht am wichtigsten, eine erwartete Änderung der regulatorischen Haltung in den USA. Vor diesem Hintergrund bleiben Private-Equity-Secondaries und Co-Investments erfolgversprechend; insbesondere auch, weil weiterhin Liquidität erforderlich ist, um den enormen Rückstand an reifen Investitionen abzuarbeiten. Neue Mittel zu beschaffen, dürfte schwierig bleiben, während Event-driven Hedgefonds-Strategien von einer großen neuen Auswahl an Möglichkeiten profitieren dürften.

„Eine Lockerung der Kartellpolitik der vorherigen Regierung wäre für die privaten Märkte ein echter Vorteil.“ – Anthony Tutrone, Global Head of Alternatives.

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Union Investment startet im Dezember 2024 eine der ersten Fondsvermögensverwaltungen auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) in Deutschland.

In Kooperation mit der LAIC Vermögensverwaltung wurde mit der „WertAnlage“ eine Lösung geschaffen, die im Investmentprozess menschliche Kompetenz mit KI kombiniert. Dabei können eine Vielzahl von Kundenpräferenzen in Bezug auf Risikoneigung, Assetklassen, Alternative Anlagen, Regionen, Nachhaltigkeitsaspekten und Themen berücksichtigt werden. Insgesamt sind so über 2.600 individuelle Allokationen möglich.

Bei der WertAnlage wählt der Anleger eines aus fünf klassischen oder eines aus fünf Portfolios mit Nachhaltigkeitsmerkmalen aus, die über verschieden hohe Aktienquoten verfügen. Wenn er möchte, kann er darüber hinaus unterschiedliche Anlageschwerpunkte präferieren. Dies können Regionen wie beispielsweise Nordamerika, Alternative Anlagen wie Rohstoffe oder Themen wie Infrastruktur sein. Anhand dieser Kombinationsmöglichkeiten sind insgesamt über 2.600 unterschiedliche Allokationen möglich.

Nachdem der Anleger zusammen mit dem Berater der genossenschaftlichen Bank die Ausrichtung des Portfolios festgelegt hat, erstellt LAIC – eine Tochtergesellschaft von LAIQON – das Portfolio. Dieses ist unter Chancen- und Risikoaspekten optimiert und besteht zu rund 30 Prozent aus Fonds von Union Investment sowie zu circa 20 Prozent aus Fonds der LAIQON-Gruppe. Die verbleibenden rund 50 Prozent werden in Fonds anderer Anbieter, in Indexfonds (ETF) und mittels Exchange Traded Commodities (ETC) in Gold und Industriemetalle angelegt. Einzelwerte sind ausgeschlossen.

Den exakten Allokationsvorschlag übernimmt die KI, die täglich über 125 Millionen Datenpunkte analysiert. „Mithilfe des umfangreichen Datenuniversums ist unser LAIC ADVISOR in der Lage, die Vielzahl von Kundenportfolios mit individuellen Strategien gleichzeitig zu steuern und diese je nach Marktlage und Kundenpräferenz anzupassen“, betont Dipl.-Ing. Achim Plate, Chief Executive Officer der LAIQON AG. „Nur durch die Unterstützung von KI kann solch eine Vielzahl an unterschiedlichen Anlagestrategien gemanagt werden“, ist Jochen Wiesbach, Geschäftsführer bei Union Investment, überzeugt. Das Thema Künstliche Intelligenz sei aus dem Portfoliomanagement nicht mehr wegzudenken. „Wir sind sehr stolz, als einer der ersten Anbieter eine kundenindividuelle Vermögensverwaltung mit KI anzubieten“, so Wiesbach.

Geeignet ist WertAnlage für vermögende Privatkunden. Die erstmalige Mindestanlage beträgt 50.000 Euro. Sparpläne sind nach Einzahlung der Mindestsumme möglich. Die monatliche Rate beträgt 500 Euro oder mehr. Neben den laufenden Fondskosten fallen für den Kunden eine Verwaltungsgebühr von 0,86 Prozent sowie eine bankenindividuelle Servicegebühr an. Ausgabeaufschläge für die Fonds werden nicht erhoben.

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Union Asset Management Holding AG, Weißfrauenstraße 7, Tel: 069-2567-264160311, Frankfurt am Main, www.union-investment.de

Deutscher Geldanlage-Index (DVAX-GA) im Sommer 2024

Das Meinungsklima in Deutschland zur aktienbasierten Geldanlage hat sich in den vergangenen Jahren deutlich zum Positiven entwickelt. Wesentlich hat dazu die zunehmend aufgeschlossene Haltung der Frauen gegenüber Aktien, Börsen und Kapitalmärkten beigetragen. Das geht aus einer Sonderauswertung des Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) hervor, die das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) und die Fondsgesellschaft DWS vorgelegt haben. Der Index wird seit Sommer 2020 zweimal jährlich vom DIVA ermittelt. Basis ist eine repräsentative Befragung von 2000 Menschen in Zusammenarbeit mit INSA-CONSULERE.

Insbesondere junge Frauen treiben den Deutschen Geldanlage-Index.

Das DIVA errechnet auch Indexwerte getrennt nach Frauen und Männern. Diese geschlechterspezifischen Teilindizes zeigen im Vergleich von Sommer 2020 zu Sommer 2024 einen eindeutigen Trend: Während der Teilindex des männlichen Teils der Bevölkerung auf dem Niveau von rund 36 Indexpunkten verharrt, verdoppelt sich der Teilindex der Frauen nahezu, nämlich von 13,6 auf 25,6. Michael Heuser, Wissenschaftlicher Direktor des DIVA, erläutert: “Die Analyse zeigt, dass alle Altersgruppen den weiblichen Teilindex haben steigen lassen und den Gesamtindex stabilisieren.” Dabei käme den 18- bis 29-jährigen Frauen eine herausragende Rolle zu. Ihr Indexwert liege im Sommer 2024 nämlich doppelt so hoch (51,9) wie der aller Frauen (25,6). Die Kehrseite: Die Indexwerte der weiblichen Altersgruppen ab 50 Jahre bleiben klar hinter dem Optimismus der Jüngeren zurück (17,9 bei den 50- bis 64-Jährigen; 8,8 bei den über 65-Jährigen).

Finanz- und Börsenthemen – “Stress pur” für viele Frauen.

Um die Vielfalt der Anlagemöglichkeiten zu reflektieren, die zu Aktienbesitz führen können, wählt das DIVA bei den Befragungen eine breite Abgrenzung aktienbasierter Geldanlagen: Aktien, Investmentfonds mit signifikantem Aktienanteil und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen mit signifikantem Aktienanteil. Nach dieser Definition gibt weniger als ein Drittel (31,3%) der Frauen an, aktienbasierte Geldanlagen zu besitzen. Bei den männlichen Befragten ist es die Hälfte (50,2%). Während Aktien und Aktienfonds für die Letzteren auch aktuell die höchste Attraktivität besitzen (33,1%), rangieren sie bei den Frauen nur an zweiter Stelle (22,6%). Ihre Hauptgründe gegen aktienbasierte Geldanlagen: “Nicht genügend Geld zum Anlegen” (Frauen 53,9% versus Männer 43,0%); “Zu hohes Risiko der Anlageform” (51,5% versus 39,1%); “Ungenügendes eigenes Wissen” (47,9% versus 36,0%).

Milijana Lazic, stellvertretende Leiterin Key Account Management der DWS, sieht einen weiteren Grund: “Immer wieder äußern in Umfragen deutlich weniger Frauen als Männer ein Interesse an Wirtschafts- und Finanzthemen. Entsprechend gehen erheblich weniger Frauen als Männer davon aus, dass sie sich in Finanzfragen gut auskennen. Geld- und Börsenthemen sind für viele Frauen Stress pur.”

Sebastian Merken, Leiter Key Account Management der DWS, sieht diese Sicht auch durch den Umgang mit finanziellen Informationsangeboten im Internet bestätigt. Nach der DIVA-Umfrage nehmen prozentual deutlich weniger Frauen (40,6%) Informationsangebote im Internet zur Kenntnis als Männer (56,6%). Merken: “Wer sich weniger für Finanzinhalte interessiert, startet weniger Suchanfragen und erhält entsprechend weniger Anzeigen zum Thema. Zudem führt die digitale Reizüberflutung dazu, dass Themen ausgeblendet werden, die nicht im Fokus stehen.” Jüngere Frauen nehmen digitale Informationsangebote zu Finanzthemen deutlich mehr (67,8%) zur Kenntnis als ältere (26,6%), begünstigt sowohl durch die positive Grundhaltung zu Aktien und Börsen als auch durch die stärkere Nutzung digitaler Medien.

Auch für die Altersvorsorge – Aktien für Frauen noch wichtiger als für Männer.

Heuser hält eine größere Offenheit der Frauen gegenüber Börsen und Aktienmärkten gerade aus Gründen der Altersvorsorge für dringend geboten: “Niedrigere Einkommen und geringere Beitragszeiten der Frauen führen zu durchschnittlich deutlich weniger monatlicher Rente vom Staat. Hinzu kommt eine um etwa 5 Jahre längere Lebenserwartung, die sich schon rein rechnerisch in einem niedrigeren Absicherungsniveau der privaten Altersvorsorge niederschlagen kann. Das Geld muss schlicht länger halten.” Renditeorientierte Anlagen seien für Frauen deshalb sogar noch wichtiger als für Männer. Daher führe kein Weg am Aktienmarkt vorbei – mit Vorsorgeangeboten, die auf einen gut funktionierenden Risikoausgleich setzen, ergänzt Merken von der DWS: “Aktienfonds bieten die Möglichkeit, mit nur einem Anlageprodukt in einen Korb aus gut ausgewählten Aktien zu investieren. Die breite Streuung kann die Risiken im Vergleich zu einem Investment in Einzelaktien mindern. Auch ein Sparplan mit festen monatlichen Beträgen kann über einen längeren Zeitraum hinweg mögliche Schwankungen der Börsen dämpfen: Bei niedrigeren Börsenkursen kauft man mehr Anteile, bei höheren Kursen weniger Anteile.”

Lazic gibt sich zuversichtlich, dass Frauen in ihrer positiven Grundeinstellung zur aktienbasierten Geldanlage weiter aufholen: “Wir sehen ein deutliches Jung-Alt-Gefälle. Die jüngeren Generationen von Frauen sind gut ausgebildet, sie sind überdurchschnittlich an Finanzthemen interessiert und ergreifen häufiger die Initiative als Ältere – im Internet, an der Börse, beim Gang zum Finanzberater. Diese Frauen prägen als treibende Kräfte eine moderne Aktien- und Börsenkultur in Deutschland.”

Die Umfrage zum Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) wurde im Auftrag des DIVA von INSA-CONSULERE durchgeführt. Befragt wurden im Juli 2024 ca. 2.000 Personen in Deutschland. Alle Ergebnisse sind auf der Website des DIVA zu finden.

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Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH, Bahnhofstraße 23, 35037 Marburg, Tel: +49 (0) 6421 59078-0, www.diva.de

“US-Politik stellt globale Spielregeln neu auf”

Schwerpunkte im Kapitalmarkt-Ausblick 2025

Chefvolkswirt Dr. Alexander Krüger formuliert makroökonomische Erwartungen

Die Spielregeln ändern sich, die Herausforderungen nehmen zu: Hauck Aufhäuser Lampe hat den Kapitalmarkt-Ausblick 2025 mit dem Titel “Spurwechsel” veröffentlicht. Chefvolkswirt Dr. Alexander Krüger formuliert darin die Erwartungen an das makroökonomische Umfeld und die Finanzmärkte für das kommende Jahr. Die Statements zu den wesentlichen Trends lauten:

“Die Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten setzt die globale Gemengelage ohne Richtungsänderung in eine neue Spur. Insbesondere die von ihm angekündigten Zollerhöhungen dürften die internationale Arbeitsteilung weiter stören. Der Weltwirtschaft trauen wir auch deshalb ein nur moderates Wachstum von 3,1 % zu.”

“Wir behalten unseren pessimistischen Blick auf die deutsche Wirtschaft. Es besteht zwar die Hoffnung, dass (wirtschaftspolitische) Weichen von einer neuen Bundesregierung anders gestellt werden. Entsprechende Maßnahmen dürften aber frühestens ab Herbst 2025 beginnen zu wirken. Das Konjunkturblatt wird nur in einem mehrjährigen Prozess zu wenden sein.”

“Inflationsseitig rechnen wir zunächst mit einer Phase der Quasi-Preisstabilität. Im Zuge der angekündigten US-Zollerhöhungen dürften Inflationsraten im Euroraum und in den USA zur Jahresmitte aber auf 2,5 % bzw. 3,0 % steigen und über den Jahreswechsel 2025/26 dort verharren.”

“Führende Notenbanken erwarten wir vorerst im Leitzinssenkungsmodus. EZB und Fed dürften die Zinsen bis Mitte 2025 um weitere 100 bzw. 125 Basispunkte verringern. Wegen des voraussichtlichen Inflationsanstiegs ist anschließend eine abwartende Haltung angesagt. Die Fed wird den Leitzins im vierten Quartal wohl auf 4,00 % erhöhen.”

“Für Aktienmärkte sind wir positiv gestimmt, unser DAX-Ziel für Ende 2025 beträgt 21.500 Punkte. Wir bevorzugen US-Aktien gegenüber ihren europäischen Pendants und sehen für Aktien ein höheres Potenzial als für Anleihen. Von der weltweit steigenden (Staats-)Verschuldung gehen beachtliche Finanzmarktrisiken aus.”

Der Kapitalmarkt-Ausblick 2025 ist abrufbar unter dem folgenden Link: Kapitalmarkt-Ausblick 2025 https://www.hal-privatbank.com/fileadmin/HAL/Downloads/Economic_Research/Kapitalmarkt-Ausblick_2025.pdf

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Hauck Aufhäuser Lampe, Kaiserstraße 24, 60311 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 2161-0, www.hal-privatbank.com

Kommentar von Nick Sheridan, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors

  • Globale Small Caps bieten erhebliches Wachstums- und Diversifizierungspotenzial.
  • Das derzeitige Marktumfeld scheint ein guter Zeitpunkt für eine Neuausrichtung der Portfolios auf Small Caps zu sein.
  • Bei der Aktienselektion Fokus auf hohes Wachstumspotenzial, gesunde Bilanzen und langfristige strukturelle Trends.

In einer Zeit der domminierenden „Magnificent 7“ fällt es Small Caps weltweit schwer sich zu behaupten. Endlosen Schlagzeilen über große Makrothemen – wie künstliche Intelligenz (AI) – ziehen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich und führen zu immer höheren Multiplikatoren für eine stark gehypte Auswahl von Unternehmen.

In diesem Umfeld hatten es Small-Cap-Aktien gemessen an der Performance schwerer als Large-Caps. Aber solche Marktzyklen sind nicht neu. Obwohl der jüngste Zyklus der Outperformance von Large Caps anhält, gab es viele andere Phasen, in denen Small-Cap-Aktien ihre größeren Pendants in den Schatten stellten, insbesondere dank eines konstant höheren Gewinnwachstums.

In den letzten Jahren haben Mega-Cap-Technologieaktien den Aktienmarkt maßgeblich getragen, doch 2024 zeigen sich nun erste Schwächen in den Profilen der Aktien, bei denen selbst starkes Wachstum nicht mehr ausreichte, um die unstillbaren Erwartungen des Marktes zu erfüllen. Deshalb suchen die Anleger nun in anderen Bereichen nach Value.

Plädoyer für Small Caps

Da der Höhepunkt des Zinszyklus überschritten ist und die Zentralbanken die Zinsen weiter senken, um eine „weiche Landung“ zu erreichen, sollten Anleger ihre Portfolios weiter auf Marktbereiche ausrichten, die in der Vergangenheit am meisten von niedrigen Zinsen profitiert haben: Nebenwerte.

Von den makroökonomischen Trends einmal abgesehen, liegt der Schlüssel zur Outperformance von Small Caps in ihrer Fähigkeit, ihre Erträge in einer Weise zu steigern, die für Large Caps kaum möglich ist. Für ein Unternehmen wie Apple ist es angesichts der bereits hohen Marktdurchdringung und eines Jahresumsatzes von 400 Mrd. US-Dollar schwierig, signifikantes Wachstum zu erzielen. Ein kleines Unternehmen hingegen kann seinen Umsatz deutlich leichter steigern, indem es in neue Märkte expandiert, neue Kunden akquiriert oder seine Produktpalette erweitert.

Angesichts der eindeutigen strukturellen Unterschiede, die den Small-Cap-Sektor von seinen Large-Caps-Pendants unterscheiden, können Anleger Nebenwerte auch als Diversifikator nutzen. Small Caps sind in der Regel eher in den Bereichen Industrie oder Werkstoffe als im Technologiesektor tätig und konzentrieren sich im Allgemeinen stärker auf lokale Märkte. Somit sind Anleger mit einer Allokation in Small Caps anderen strukturellen Faktoren ausgesetzt, wie z. B. der De-Globalisierung (d. h. dem Wiederaufbau inländischer Produktionslinien anstelle von Outsourcing nach China).

Das schließt jedoch keineswegs die Beteiligung dieser Sektoren an globalen Megatrends aus. Sie liefern die Teile, Produkte oder Rohstoffe, die von der sich schnell entwickelnden Technologie für ihr stetiges Wachstum benötigt werden. Zahlreiche Small Caps nutzen den enormen langfristigen strukturellen Investitionszyklus der großen Technologieunternehmen, anstatt sich auf die Variablen der Verbrauchernachfrage zu verlassen.

Das „ewige“ Argument für eine Allokation in Small Caps bleibt der anhaltende Rückenwind durch Fusions- und Übernahmeaktivitäten (M&A). Auch wenn die Verteilung je nach Region unterschiedlich sein kann, handelt es sich bei der überwiegenden Mehrheit aller M&A um die Übernahme von Small-Cap-Unternehmen durch einen größeren Konkurrenten. Große Unternehmen kaufen die kleinen auf – oft mit einem deutlichen Aufschlag auf den aktuellen Preis.

Wo liegen die Bewertungen für Small Caps?

Letztendlich sind Small Caps nach wie vor unbeliebt und in der Gunst der Anleger nicht sehr hoch. Wir sehen jedoch einen großen Nachholbedarf, da Anleger weiterhin wenig Vertrauen in die Wirtschaft haben – in Europa und Großbritannien mehr als in den USA.

Kleinere Unternehmen in Großbritannien hatten es in den letzten Jahren nicht leicht. Die Unsicherheit wegen des Brexit wurde durch steigende Zinskosten und höhere Körperschaftssteuersätze noch verstärkt. 2024 dürfte sich das ändern und britische Small Caps sind dann wohl nicht mehr das hässliche Entlein. Das Wirtschaftswachstum zieht an, die Inflation ist unter Kontrolle und es gibt eine neue Regierung mit einem klaren Wachstumsauftrag. Die Bilanzen sind stark, und viele kleinere Unternehmen halten eine Netto-Cash-Position (45 % zum 30. September 2024).

Außerdem ist ein zunehmendes Interesse an Fusionen und Übernahmen zu beobachten, das in erster Linie von ausländischen und Private-Equity-Investoren ausgeht. Daneben gibt es aber auch ein starkes Interesse an Rückkäufen, da die Unternehmen ihren eigenen Wert zunehmend erkennen und nicht mehr nur ein lohnendes Ziel für Übernahmen durch ihre größeren Konkurrenten sind.

Europa mag den Eindruck erwecken, sklerotisch, vielleicht sogar langweilig zu sein. Dabei wird jedoch übersehen, dass europäische Small Caps auf regionaler Ebene wohl das größte latente Potenzial haben. Europa ist Heimat vieler fantastischer Unternehmen, die in sämtlichen strukturellen Wachstumsthemen aktiv sind. Unternehmen mit Produkten oder Materialien, die ständig nachgefragt werden, oder mit seltenen Wirtschaftsgütern oder besonderem Know-how – was bedeutet, dass sie unabhängig vom Marktgeschehen Umsatz machen.

Obwohl wir uns auf Großbritannien und Europa konzentriert haben, ist die globale Entwicklung nicht anders. Bei den US-amerikanischen Small-Cap-Aktien gibt es seit Mitte Juli 2024 Anzeichen einer neuen Dynamik. Diese wurde zunächst durch erwartete Zinssenkungen der US-Notenbank ausgelöst, die dann auch tatsächlich erfolgten. Jetzt stellt sich die Frage, ob Small Caps am Beginn einer längeren Rotation stehen könnten. Angesichts der aktuellen Preise sehen wir viel Potenzial für eine additive Aktienauswahl bei globalen Small Caps.

Small Caps bleiben für Anleger unentdecktes Terrain

Bei Small Caps sollte man vor allem berücksichtigen, dass die Unternehmen in diesem Bereich oft nur wenig analysiert werden – obwohl es sich um ein riesiges Universum handelt. Es gibt cash-generierende, profitable Unternehmen mit einer langen Erfolgsbilanz, die in den oft nischenartigen, aber wichtigen Branchen führend sind. Und dennoch wissen viele Anleger nicht, was diese Unternehmen tun.

Anleger müssen sich vielleicht etwas mehr anstrengen, um Unternehmen zu finden, die potenziell erfolgreich sind. Die Identifizierung eines qualitativ hochwertigen Wachstumsunternehmens, das eine hohe Kapitalrendite erwirtschaftet und vom Markt bislang vernachlässigt wurde, oder eines Katalysators für einen Wandel, z. B. eines neuen CEO mit einem klaren Plan zur Revolutionierung eines Unternehmens, kann sich jedoch positiv auf das Anlageergebnis auswirken.

Letztendlich ist die Bewertung entscheidend. Der zu Anfang des Lebenszyklus eines Vermögenswerts gezahlte Preis ist ausschlaggebend für die erzielten Erträge. Und derzeit bieten die Bewertungen im Small-Cap-Universum sowohl im Vergleich zur Historie als auch im Vergleich zum Large-Cap-Universum viel Stoff zum Nachdenken. Dies sollte unserer Meinung nach zu diesem Zeitpunkt des Zyklus eine Kernbotschaft für Anleger sein.

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Ein Kommentar von Markus W. Voigt, CEO der aream Group

Die Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten ist sicher ein Rückschritt für den Klimaschutz. Gleichzeitig ist es eine Chance für den Ausbau der Erneuerbaren Energien weltweit. Paradox? Nur bedingt: Biden hat mit seinem in Inflation Reduction Act eine unglaubliche Subventionswelle über Unternehmen ausgeschüttet. Viele ausländische Investitionen erfolgten in den USA. Dies wird sich unter Trump relativieren. Gerade in Europa wird die Wettbewerbsfähigkeit wieder steigen und der Investitionsstandort wieder attraktiver werden.

Ein Präsident Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit gezeigt, dass er den Klimawandel nicht für das drängendste Problem der Menschheit hält. Zumindest, wenn man es nett ausdrückt. Seine ersten Entscheidungen über die Besetzung seiner Kabinettsposten lassen ahnen, dass er seine Meinung dazu nicht wirklich geändert hat. Kein Wunder also, dass Aktien von Unternehmen boomen, die fossile Brennstoffe fördern, handeln oder transportieren.

Ganz anders der jetzige Präsident Joe Biden. Er fördert den Umbau der US-amerikanischen Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit Milliarden – das Ganze unter dem Oberbegriff Inflation Reduction Act, einem Gesetz gedacht zur Inflationsbekämpfung. Ganz wesentliches Element dieses Gesetzes ist es, dass es nur für Investitionen in den USA gilt. Wer also egal welcher Herkunft an die Geldtöpfe wollte, musste in den USA investieren.

Biden hat damit das getan, was Trump bislang immer nur ankündigt: die Interessen der USA über alles andere gestellt und viel Geld ausgekehrt, um die heimische Wirtschaft sowie den Arbeitsmarkt zu stärken. Als guter Multilateralist aber hat er natürlich Unternehmen und Kapitalgeber weltweit eingeladen, sich an den Subventionen zu bedienen – solange die Investitionen in den USA erfolgen.

In der Folge verlagerten einige Unternehmen ihren Sitz oder ihre Produktionsstätten in die USA – und fuhren ihre bestehenden Aktivitäten vor Ort hoch. Für die europäische Wirtschaft bedeutete das Mittelknappheit und relative Unattraktivität, was sich in der gegenwärtigen Wachstumsschwäche spiegelt. Auch für den Ausbau der Erneuerbaren Energien weltweit hatte das Konsequenzen: Während in den USA viel Geld zur Verfügung steht und ausgegeben wird, fallen die Investitionen weltweit geringer aus. Warum sollten Investoren denn auch auf geschenktes Geld verzichten, das die Rendite ohne eigenes Zutun steigert?

Die Wahl Trumps wird jetzt einen heilsamen Effekt haben. Da er Klimawendeprojekte ablehnt, werden die Subventionen versiegen. Zölle sorgen für Abschottung, die einseitige Ausrichtung auf die USA wird einer effizienteren Verteilung der Kapitalströme weichen. Für die europäische Industrie, aber auch für die Erneuerbaren Energien sind das gute Nachrichten. Trump schafft es also gegen seinen Willen, dem Klima zumindest außerhalb der USA etwas Gutes zu tun.

Über die aream Group

Die aream Group, 2005 gegründet, ist ein Investment- und Asset-Manager für institutionelle Investoren und Industriekunden mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur im Sektor Erneuerbare Energien. Mit den drei Bereichen Fund- und Asset-Management, Projektentwicklung und Operation Management deckt aream die gesamte Wertschöpfungskette für Erneuerbare-Energien-Investments ab. Mit mehr als 2,5 Milliarden Euro Transaktionsvolumen gehört aream zu den führenden Asset-Managern in diesem Markt, mit dem eigenen Anlagenbestand wird grüner Strom für rund 40 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt. Seit 2008 produziert aream mehr als vier Milliarden kWh grünen Strom. Im Rahmen der Wachstumsstrategie sollen in den nächsten Jahren mehrere Solar- und Windparks realisiert oder erworben werden. Allein durch die eigene Projektentwicklung verfügt aream derzeit über eine lange Entwicklungs-Pipeline mit großem Potenzial.

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Amundi, der führende europäische Vermögensverwalter und ETF-Anbieter, der global unter den Top-10 Asset Managern rangiert, lanciert mit dem Amundi MSCI USA Mega Cap UCITS ETF und dem Amundi MSCI USA Ex Mega Cap UCITS ETF zwei neue ETFs.

Diese komplementären Allokationsinstrumente erweitern das Angebot von Amundi, das mehr als 30 US-Aktien-ETFs umfasst. Sie sind die Antwort auf eine wachsende Nachfrage von Anlegern nach Produkten, mit denen sie ihre Allokationen verfeinern können.

In einem Marktumfeld, in dem Mega-Cap-Aktien ein beträchtliches Gewicht in US-Aktienindizes haben, suchen Anleger nach präzisen Instrumenten für das Management ihrer Allokationen. Diese beiden ETFs ermöglichen es ihnen, ihr Engagement in bestimmten großkapitalisierten Aktien anzupassen.

Der Amundi MSCI USA Mega Cap UCITS ETF bildet den MSCI USA Mega Cap Select Index nach. Er bietet ein Engagement in Aktien des MSCI USA Index mit einer Marktkapitalisierung von über 200 Mrd. US-Dollar, wobei die Titel nach Marktkapitalisierung gewichtet sind. Dieser ETF eignet sich vor allem für Anleger, die das Wachstumspotenzial von US-Mega-Cap-Aktien, einschließlich der sogenannten „Magnificent Seven“, nutzen möchten.

Der Amundi MSCI USA Ex Mega Cap UCITS ETF bietet ein Engagement im MSCI USA Index, schließt jedoch die Titel des MSCI USA Mega Cap Select Index3 aus, so dass Anleger ihr US-Engagement diversifizieren und die Korrelation mit der Wertentwicklung von US-Mega-Cap-Aktien reduzieren können.

„Mit diesen neuen ETFs können Anleger ihr Engagement in US-Aktien verfeinern, indem sie ihre Allokation auf die Mega-Caps anpassen, die den US-Markt dominieren“, sagt Benoit Sorel, Global Head of ETF, Indexing & Smart Beta bei Amundi. „Mit diesen komplementären Lösungen kommt Amundi der Kundennachfrage nach, indem sie eine noch präzisere Allokation ermöglicht.“

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Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124 – 126, 80636 München, Tel: 0800 888 1928, www.amundi.de

Von Marie Lassegnore, Leiterin der Abteilung ESG und Credit Research, Crédit Mutuel Asset Management

Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der La Française Gruppe, der Holdinggesellschaft des Asset-Management-Geschäftsbereichs der Credit Mutuel Alliance Fédérale.

Wie können 300 Mrd. US-Dollar zu wenig sein? Die Industrieländer haben sich auf der COP29 auf ein neues Finanzierungsziel geeinigt: Die Klimafinanzierung für Entwicklungsländer soll verdreifacht werden. Die reichsten Länder verpflichteten sich, bis 2035 jährlich mindestens 300 Mrd. US-Dollar bereitzustellen.

Ursprünglich forderten die Entwicklungsländer von den Industrieländern bis 2030 knapp 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr (und 1,3 Milliarden US-Dollar bis 2035). Diese Zahl stellt inzwischen ein übergreifendes Ziel dar, das die Mobilisierung aller Sektoren erfordert – sowohl des öffentlichen als auch des privaten. Warum ist die Finanzierungsquelle wichtig? Laut der jüngsten Studie der Independent High-Level Expert Group on Climate Finance (IHLEG) erfordert der Klimaschutz bis 2030 jährliche Investitionen in Höhe von 6,5 Mrd. US-Dollar und bis 2035 in Höhe von 7,6 Mrd. US-Dollar pro Jahr. Davon benötigen die Schwellen- und Entwicklungsländer (ohne China) bis 2030 etwa 2,4 Mrd. US-Dollar pro Jahr (1,4 Mrd. US-Dollar aus inländischen und 1 Mrd. US-Dollar aus externen Mitteln).

Auch wenn die Investitionen aus verschiedenen Quellen kommen dürften, sind die Kapitalkosten ein Schlüsselelement für die Begünstigten, insbesondere für die am stärksten gefährdeten Länder. Die Maximierung des öffentlichen Engagements aus externen Finanzierungsquellen würde die zusätzliche klimabedingte Schuldenlast der Begünstigten tatsächlich minimieren.

„Jeder Investitionsrückstand vor 2030 wird den Druck auf die Folgejahre erhöhen und einen steileren und potenziell kostspieligeren Weg zur Klimastabilität schaffen“. – Die Ergebnisse des IHLEG-Berichts deuten darauf hin, dass sich die Investitionsmöglichkeiten (vermiedene Kosten und Zusatznutzen von Klimamaßnahmen) im Jahr 2030 auf 15-18 % des globalen BIP belaufen könnten. Zum Vergleich: Der jährliche Investitionsbedarf für Klimaschutzmaßnahmen in Höhe von 6,5 Mrd. US-Dollar entspricht 6 % des weltweiten BIP im Jahr 2023.

Mit etwas Abstand betrachtet ist der tatsächlich für die Klimafinanzierung zugesagte Betrag von geringem Wert, solange es kein stärkeres Bekenntnis zum Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe gibt (wie letztes Jahr eingeführt, aber enttäuschenderweise dieses Jahr außerhalb der Powering Past Coal Alliance nicht bekräftigt) oder die Ziele in den NDCs der Länder nicht verstärkt werden (unter Berücksichtigung der bei Artikel 6 erzielten Fortschritte). Im Emissionslückenbericht 2024 wird geschätzt, dass eine Fortsetzung der derzeitigen Klimaschutzmaßnahmen zu einer Erwärmung von ca. 3,1°C führen würde. Würden jedoch die bedingungslosen und bedingten Zusagen vollständig umgesetzt, könnte der globale Temperaturanstieg auf ca. 2,6°C reduziert werden.

Auf der COP äußerte John Kerry Zweifel daran, ob es überhaupt möglich sei, das 1,5°C-Ziel zu erreichen. Die Rückkehr zum Ziel würde bedeuten, dass die Emissionen bis 2030 um 42 % und bis 2035 um 57 % reduziert werden müssten. Die Chancen dafür stehen zwar schlecht, aber ein starker Anstieg der Investitionen des Privatsektors in Klimaschutz und -anpassung könnte die Hoffnung bewahren.

Das weltweit verwaltete Vermögen (AuM) belief sich im Juni 2024 auf 132 Bio. US-Dollar (davon entfallen rund 10 % auf Privatvermögen). Dies bedeutet, dass nur 1 % bis 6 % der weltweiten AuM in globale Klimaschutzmaßnahmen fließen müssten, um die von der IHLEG genannten jährlichen Investitionsziele zu erreichen. Privatkapital, Infrastruktur und zweckgebundene Schuldtitel sind Anlageklassen, die eine maximale zusätzliche Wirkung sowie soziale und ökologische Vorteile bieten.

Das im Oktober 2024 in Frankreich in Kraft getretene „loi industrie verte“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie privates Kapital zur Finanzierung des Klimawandels gesammelt wird. Private Kapitalbeteiligungen zur Finanzierung der Energiewende werden durch die systematische Zuweisung eines Teils von Lebensversicherungs- oder Altersvorsorgegeldern finanziert. Auch in Frankreich werden im Januar 2025 „Obligations de transition“ eingeführt.  Kleine und mittlere Unternehmen haben dann Zugang zu einer neuen Finanzierungslösung für ihre Transformation oder die Entwicklung von Energiewende-Lösungen. Während diese Rahmenwerke die inländischen Erfolge maximieren, gibt es ähnliche Investitionsprogramme zur Finanzierung von wirkungsvollen Projekten in Entwicklungsländern.

Wenn und wo die öffentliche Finanzierung nicht ausreicht, sollten private Finanzierungsquellen die Lücke füllen. Während Umfang und Geschwindigkeit der Bereitstellung von Klimafinanzierungsmitteln für die Erreichung der Klimaziele entscheidend sind, besteht die Hauptkomplexität darin, die Finanzströme so zu kanalisieren, dass ihre zusätzliche Wirkung maximiert wird.

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La Française Systematic Asset Management GmbH, Neue Mainzer Straße 80, 60311 Frankfurt, Tel: +49 (0)40 300929 174 , www.la-francaise-systematic-am.com

Elite Report 2025: 54 empfehlenswerte Institute in Deutschland (41), Österreich (7), Schweiz (3), Liechtenstein (2) und Luxemburg (1) bilden im deutschsprachigen Raum die Qualitätsgemeinschaft der Vermögensverwalter

Erstaunlich viele Vermögende nehmen zum Teil deutliche Vermögensverluste hin, ohne die Ursachen bei ihren Vermögensverwaltern zu hinterfragen. Dies ist eines der überraschenden Ergebnisse der jährlichen Recherchen des Elite Reports. Wie sich bei der Begutachtung zahlreicher Jahresauswertungen von Vermögensverwalter-Kunden herausstellte, sind es meist ältere Privatanleger, die den teils erheblichen Vermögensschwund durch falsche Portfoliostrategien, Provisionen und andere Kosten kritiklos hinnehmen. Trotz auffälligem Minus gehen sie oft auch nach Jahren nicht auf die Suche nach einem neuen Vermögensverwalter mit besserer Performance-Bilanz.

Von diesem “Vermögensphlegma” profitieren in der Regel die weniger leistungsstarken Anlageberater, erklärt Hans-Kaspar von Schönfels, Chefredakteur des Elite Report, bei der Vorstellung der neuen Jahresstudie 2025 in Salzburg. Der Elite Report 2025 hebt, wie in jedem Jahr, die besonders leistungsstarken und zuverlässigen Anbieter der Anlagebranche hervor. Viele Vermögende unterschätzen laut von Schönfels den Effekt eines Wechsels des Vermögensberaters und scheuen zu Unrecht – ob aus Bequemlichkeit oder Risikoscheu – vor diesem Schritt zurück. Dabei zeigen zahlreiche der gesetzlich vorgeschriebenen Reportings, die der Elite Report-Gutachter, der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wertpapieranlagen, Reinhard Vennekold genauestens geprüft hat, frühzeitig Probleme bei der Performance, im Risiko-Mix, in der Asset Allokation oder in der Kostenstruktur auf. Diese und weitere Erkenntnisse ergeben sich aus der Auswertung von rund 400 Gesprächen mit Vermögenden aus den ersten drei Quartalen dieses Jahres, die sich in der Redaktion meldeten. Etwa zwei Drittel beschwerten sich über wenig aktive Betreuer und einen ständigen Beraterwechsel bei ihrem Vermögensverwalter.

Der Elite Report für 2025 erscheint im 22. Jahrgang

Insgesamt wurden dieses Mal 54 Vermögensverwalter als “empfehlenswert” eingestuft. Von anfänglich 372 Anbietern blieben nach einer ersten und zweiten Analyse noch 141 übrig. Nach Durchführung weiterer Prüfschritte, wie der Beantwortung eines umfangreichen Fragebogens und diversen Leumundsbefragungen sowie dem Bilanzcheck, reduzierte sich die Zahl auf 78. Die anschließende Auswertung von Beratungsberichten privater Anleger und Nachrecherchen reduzierte die Anzahl noch einmal auf insgesamt 54 Anbieter.

Die zehn besten Vermögensverwalter für 2025

Von den 54 empfehlenswerten Häusern sind 41 deutsche Adressen, sieben haben ihren Sitz in Österreich, drei in der Schweiz, zwei im Fürstentum Liechtenstein und eines in Luxemburg. Zum Segment “summa cum laude” gehören 37 Vermögensverwalter mit 760 bis 810 Punkten. Die Auszeichnung “magna cum laude” erhalten zwölf Häuser mit 710 bis 759 Punkten, fünf Anbieter zählen mit 650 bis 709 Punkten zu “cum laude”.

Die zehn besten Vermögensverwalter sind in diesem Jahr die Bank Pictet & Cie (D/CH), die DZ Privatbank S.A. (D/L), die Frankfurter Bankgesellschaft (D/CH), die Fürst Fugger Privatbank AG (D), HRK Lunis AG (D), die LGT Bank (FL/CH), die Nord LB (D), die Schelhammer Capital Bank Vermögensmanagement (A), Werther und Ernst (D) sowie Value Experts Vermögensverwaltung AG (D).

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Elite Report Redaktion, Nigerstr. 4/II, 81675 München, Tel:+49 (0)89-470 36 48, www.elitereport.de

Navigieren am Rande: Wie sich Investoren auf globale Wendepunkte vorbereiten können

In dem gerade veröffentlichten Anlageausblick 2025 von Triodos Investment Management (IM), identifizieren die Anlagestrategen von Triodos mehrere kritische Wendepunkte und miteinander verknüpfte Herausforderungen, die die Investitionslandschaft neu definieren könnten.

Ein Wendepunkt stellt eine kritische Schwelle dar, an der ein System aufgrund externer Belastungen seine Widerstandsfähigkeit verliert und sich selbst erhaltende Veränderungen zu einem neuen Zustand auslöst. Wendepunkte können zu irreversiblen Veränderungen in Ökosystemen, Sozialsystemen und Wirtschaftssystemen führen und den Zustand eines Systems entweder verbessern oder verschlechtern. Die Bewältigung dieser Wendepunkte erfordert von Anlegern eine andere Strategie, die über die traditionelle Risikobewertung hinausgeht und Resilienz, Anpassung und Transformation als Leitprinzipien umfasst.

Während einige Wendepunkte, wie der Zusammenbruch von Ökosystemen oder instabile soziale Strukturen, eindeutig negativ sind, gibt es auch eine positive Seite. Technologische Wendepunkte können zu exponentiellem Wachstum führen und manchmal ökologische Herausforderungen lösen. So hat beispielsweise der Übergang zu erneuerbaren Energien, zur Elektrifizierung des Verkehrs und zur Batteriespeicherung das Potenzial, eine Wirtschaft ohne fossile Brennstoffe zu schaffen.

Hans Stegeman, Chefvolkswirt der Triodos Bank: “Für Investoren besteht die Herausforderung darin, zu erkennen, wo diese Wendepunkte liegen und ihre Auswirkungen zu antizipieren. Unsere Strategie betont zwei Schlüsselaspekte: die Verringerung der Aussetzung an negativen Wendepunkten und die Maximierung des Potenzials bei positiven Übergängen. Das bedeutet, dass wir Investitionen vermeiden, die an nicht nachhaltige Praktiken gebunden sind, und nach Möglichkeiten in Sektoren suchen, die in einem sich entwickelnden Umfeld für Wachstum positioniert sind. Während wir die wirtschaftlichen Aussichten für 2025 genau beobachten, erstreckt sich unser Fokus als langfristige Impact-Investoren auf die breitere Landschaft systemischer, globaler und unvorhersehbarer Risiken und Chancen.”

Laut William de Vries, Direktor Impact Equities & Bonds bei Triodos Investment Management, besteht die Herausforderung für Investoren darin, komplexe und oft widersprüchliche Veränderungen zu antizipieren: “Bei Impact Investing geht es darum, über den Konjunkturzyklus hinauszuschauen und die grundlegenden Veränderungen zu erkennen, die die Welt prägen. Das bedeutet, die längerfristigen Ziele zu verstehen, zu wissen, welche Lösungen benötigt werden, und die Unternehmen ausfindig zu machen, die aktiv für einen positiven Wandel sorgen. Für uns ist und bleibt die Wirkung unser wichtigster Kompass. Wir konzentrieren uns auf Sektoren und Unternehmen, die einen strukturellen Beitrag zum Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft leisten. Diese werden wahrscheinlich die zukünftigen Gewinner sein und die stabilsten Anlagen bieten.” Für das kommende Jahr empfiehlt De Vries eine widerstandsfähige, eher defensive Anlagestrategie: “Angesichts der hohen Börsengewinne in diesem Jahr und der schwächeren Wachstumsaussichten für 2025 scheint eine Börsenkorrektur nur eine Frage der Zeit zu sein.”

Femke Bos, Direktor Impact Private Debt and Equity bei Triodos Investment Management, sieht die biologische Vielfalt als ein wichtiges Impact-Investing-Thema für 2025: “Der rasch fortschreitende Verlust der biologischen Vielfalt stellt einen bedrohlichen Wendepunkt mit potenziell verheerenden Folgen dar. Es ist ein riesiges Unterfangen, zu versuchen, das Blatt zu wenden, aber es ist entscheidend, dass wir damit anfangen. Investoren können hier Grundlegendes bewirken. Bos sieht auch positive Wendepunkte in der Energiewende: Die Niederlande zum Beispiel erzeugen inzwischen 50 Prozent ihres Energieverbrauchs auf nachhaltige Weise. “Als Pionier im nachhaltigen Energiesektor konzentrieren wir uns jetzt auf den nächsten Schritt: die Skalierung neuer Technologien wie Batteriespeicher und die Lösung dringender Herausforderungen wie Netzüberlastung.”

Über Triodos Investment Management

Triodos Investment Management bringt ein breites Spektrum von Anlegern, die mit ihrem Geld einen dauerhaften, positiven Wandel bewirken wollen, mit innovativen Unternehmern und nachhaltigen Unternehmen zusammen, die genau das tun. Auf diese Weise dienen wir als Katalysator in Sektoren, die für den Übergang zu einer gerechteren, nachhaltigeren und humaneren Welt entscheidend sind.

In den 25 Jahren unserer Tätigkeit im Bereich Impact Investing haben wir fundierte Kenntnisse in Sektoren wie Energie und Klima, Inclusive Finance sowie nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft erworben. Wir investieren auch in börsennotierte Unternehmen, die einen wesentlichen Beitrag zum Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft leisten. Verwaltetes Vermögen per Ultimo Juni 2024: 5,9 Mrd. EUR.

Triodos Investment Management ist ein weltweit tätiger Impact Investor und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Triodos Bank NV.

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Triodos Investment Management BV, Hoofdstraat 10, Driebergen-Rijsenburg, PO Box 55, 3700 AB Zeist, Niederlande, www.triodos-im.com

Die Wegzugsteuer wird verschärft. Bei Übertragungen von Vermögen ins Ausland greift der deutsche Fiskus künftig stärker zu.

„Gerade für Menschen, die häufiger aus beruflichen Gründen den Lebensmittelpunkt verlagern, kann dies durchaus ein Thema werden“, sagt Michael Patzelt, Head of Sales DACH bei Moventum. „Damit zeigt sich einmal mehr der Vorteil, Vermögen in einem stabilen und international ausgerichteten Finanzzentrum wie Luxemburg zu halten.“ Luxemburg bietet die Rahmenbedingungen, um Anlegern aus aller Welt bestmögliche Lösungen anzubieten.

Bereits im Jahr 2022 wurden die Regelungen für Vermögensübertragungen in das Ausland verschärft. Nun geht man noch einen Schritt weiter: Am 22. November 2024 hat der Bundesrat dem Jahressteuergesetz 2024 zugestimmt. In diesem Zuge ändert sich auch die Ausgestaltung der Wegzugsteuer. Damit wird künftig nicht nur die Übertragung von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften belastet, sondern auch von Anteilen an Spezial- und Investmentfonds ab einer gewissen Schwelle. „Diese Schwellen könnten zukünftig auch abgesenkt werden“, so Patzelt. Damit fielen weitere Vermögen unter die Steuerpflicht.

Vor diesem Hintergrund gewinnt der Finanzplatz Luxemburg an Bedeutung – besonders für Menschen, die durch berufliche oder private Umzüge regelmäßig mit verschiedenen Rechtssystemen konfrontiert sind und die für ihre Finanzanlagen eine effiziente und flexible Verwaltung brauchen. Luxemburg hat sich weltweit als eines der führenden Finanzzentren etabliert. Über 125 Banken aus 27 Ländern sowie die starke Präsenz globaler Vermögensverwalter verdeutlichen die internationale Ausrichtung des Finanzplatzes. Als zweitgrößtes Fondszentrum der Welt – nach den USA – bietet Luxemburg große Vorteile für die Aufbewahrung von Kapital und eine strenge Regulierung durch die Finanzaufsicht CSSF.

Dabei ist klar, dass im Rahmen der Wegzugsbesteuerung alle Depotinhalte im In- und Ausland beim Finanzamt angegeben werden müssen. Es bleibt aber der Vorteil der nachgelagerten Besteuerung, weil die Angabe der Gewinne in der Steuererklärung aus der Erträgnisaufstellung erfolgt und nicht wie bei deutschen Banken, die alle Informationen einschließlich Vorabpauschale direkt an das Finanzamt melden und abführen. Wie stark nationale Regelungen internationale Bank- und Anlageverbindungen erschweren können, hat der EU-Austritt Großbritanniens gezeigt. Mit dem Brexit verloren Tausende britische Expats den Zugang zu ihren Bankkonten, als britische Banken ihren Service in der EU einstellen mussten. Dies führte zu erheblichen Problemen, insbesondere bei der Verwaltung von Altersvorsorge und langfristigen Anlagen.

Luxemburg bietet hier eine optimale Lösung: Steuerstundungseffekte und die internationale Kompatibilität des Finanzplatzes ermöglichen eine langfristige grenzüberschreitende Planung und Absicherung von Vermögen. „Expats profitieren dort von einem umfassenden Angebot an Finanzprodukten und Dienstleistungen“, so Patzelt. Zudem hat sich das Land als Vorreiter im Bereich nachhaltiger Investments etabliert.

Ein Haus wie Moventum mit Kunden aus 124 Ländern bietet eine Plattform, die nahtlos internationale Standards erfüllt. Depots in verschiedenen Währungen – darunter Euro, US-Dollar und Schweizer Franken – sorgen für Flexibilität. „Ein solcher Service ist ideal für Expats, da so sichergestellt ist, dass Finanzanlagen unabhängig von Wohn- oder Arbeitsort einfach verwaltet werden können“, sagt Patzelt. „Mit Luxemburg als Basis“, so Patzelt, „bleiben Finanzanlagen flexibel, unabhängig davon, wohin der Lebensmittelpunkt verlagert wird.“

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Moventum Asset Management c/o Moventum S.C.A.,12, rue Eugène Ruppert , L-2453 Luxembourg, Tel +352 26 154 200, www.moventum.lu