ETFs, börsengehandelte Indexfonds, gelten als Mittel der Wahl, wenn es um den Vermögensaufbau von Privatanlegern geht.

Gerade beliebte ETFs bergen allerdings handfeste Nachteile: „In den Lobreden auf ETFs wird meist ausgeklammert, dass man sich damit Klumpenrisiken ins Portfolio holen und gleichzeitig Wachstumschancen verpassen kann“, sagt Maik Komoss, Portfoliomanager des Fonds Vates Aktien USA.

Schon ab kleinen Beträgen breit gestreut, günstig und regelbasiert in einen ganzen Aktienmarkt investieren: Mit diesem Versprechen haben sich ETFs in immer mehr Privatdepots etabliert. 35 Jahre nach Auflegung des ersten ETF ist das in passiven Fonds angelegte Vermögen auf den Rekordwert von weltweit 15,5 Billionen US-Dollar gestiegen. Die vorwiegend positive Darstellung von ETFs in den Medien berücksichtigt allerdings die Nachteile dieser Vehikel meist zu wenig: „Das regelbasierte Investieren in einen Index mag für Privatanleger vielleicht transparent und leicht verständlich sein, kann sich aber sehr nachteilig auf die Performance auswirken“, sagt Komoss.

So erlauben etwa die Regeln des bei Anlegern beliebten US-Aktienindex S&P 500, dass – wie derzeit – eine große Konzentration auf wenige Technologietitel entsteht. Die starke Entwicklung der „Glorreichen Sieben“ – Papiere von Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla – hat über längere Zeit wesentlich dazu beigetragen, dass die Kurse von ETFs auf diesen Index stark gestiegen sind. „Die teils heftigen Korrekturen der vergangenen Wochen bei Aktien wie Tesla haben allerdings zuletzt in kurzer Zeit den ganzen S&P 500 nach unten gezogen und legen die Schwachstellen dieses Prinzips offen: eine zu starke Konzentration auf wenige Titel und Sektoren“, so Komoss.

Hinzu kommen weitere Vorgaben, die sich nachteilig auswirken können. So sollen Unternehmen in den letzten vier Quartalen vor einer Aufnahme in den S&P 500 insgesamt ein positives Ergebnis ausweisen. „Schreibt ein Unternehmen Verluste, ist das zwar kein absolutes Ausschlusskriterium“, weiß Komoss. „Tendenziell bleiben Wachstumsfirmen durch diese Soll-Bestimmung aber oft außen vor.“ Und ein weiteres, hartes Kriterium versperrt kleinen Firmen den Eintritt: In den S&P 500 kommt nur, wer mindestens 20,5 Milliarden US-Dollar Börsenwert auf die Waage bringt. „Doch gerade kleinere Unternehmen haben sich nach Einbrüchen in der Vergangenheit oft besonders schnell und kräftig erholt“, sagt Komoss.

Um vom Potenzial der Nebenwerte zu profitieren, wird daher als Alternative oft der Russell 2000 empfohlen. „ETFs auf diesen Aktienindex bergen allerdings ganz andere Risiken“, so Komoss: Stark zyklische Industriewerte bilden hier mit 19 Prozent derzeit den größten Sektor. Ihre Kurse sind volatiler und sinken in Abschwungphasen oft stärker als defensive Titel. Außerdem schrieben 42 Prozent der Unternehmen im Russell 2000 zuletzt rote Zahlen – siebenmal so viele wie im S&P 500. „Dazu kommt die tendenziell höhere Verschuldung kleinerer Firmen“, so Komoss. „Das macht die Aktienkurse besonders empfindlich gegenüber Zinserhöhungen.“

In einem aktiv gesteuerten Fonds wie dem VAU kommen diese Nachteile nicht zum Tragen. „Unser Ansatz legt den Schwerpunkt auf Unternehmen, die sich durch nachhaltiges Wachstum auszeichnen“, erklärt Komoss. Mit seiner Titelauswahl konnte der VAU selbst im starken Aktienjahr 2024 den S&P 500 noch deutlich hinter sich lassen.

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Donald Trump bewegt nicht nur Politik und Aktienmärkte, sondern auch das Segment der Festverzinslichen: Seine schwankungsanfällige Handelspolitik gefährdet die Konjunktur in vielen Ländern und dürfte in den USA die Inflation antreiben.

Für Anleger bieten sich dennoch Chancen: „So locken Hochzinsanleihen teilweise mit attraktiven Renditen“, erklärt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM.

In den USA zeigte die Konjunktur zuletzt erste Schwächezeichen. Die Inflationsrate lag im Januar bei 3,0 Prozent und ging im Februar auf 2,8 Prozent zurück. Die Kernrate fiel von 3,3 auf 3,1 Prozent. Fraglich ist, wie es jetzt weitergeht. „Die Trumpsche Politik dürfte tendenziell inflationär wirken“, sagt Gerlinger. Zum einen verteuern zusätzliche Importzölle die Waren, zum anderen dürfte die Abschiebung illegaler Einwanderer die Situation am Arbeitsmarkt verschärfen und die Inflation befeuern.

Auf ihrer jüngsten Sitzung hielt die US-Zentralbank die Zinsen stabil bei 4,25 – 4,5 Prozent. Allerdings zeigte sich die Fed pessimistischer, was Wachstum und Inflation angeht. Ihren Wachstumsausblick senkte sie von 2,1 auf 1,7 Prozent, die Prognose für die Kerninflationsrate Ende 2025 stieg von 2,5 auf 2,8 Prozent. Die knappe Mehrheit der Fed-Chefs erwartet nun noch zwei Zinssenkungen dieses Jahr, die Unsicherheit bezüglich des globalen Ausblicks habe zugenommen, hieß es. „Die Zentralbanker werden wohl zunächst die weitere Politik Trumps beobachten“, so Gerlinger.

Lang laufende Anleihen blieben damit schwankungsanfällig. „Unser Fokus liegt daher weiter auf dem kurzen Laufzeitende beziehungsweise auf geldmarktnahen Strategien“, so Gerlinger. Bei Hochzins- und Unternehmensanleihen lägen die Zinsaufschläge inzwischen sehr tief, was die gute fundamentale Lage der Unternehmen widerspiegele. „Das absolute Renditeniveau der High Yields ist mit rund sieben Prozent für viele Investoren interessant und bietet Puffer bei Spreadausweitungen und/oder Zinssteigerungen.“ US-Unternehmensanleihen rentierten mit rund 5,2 Prozent leicht über dem Geldmarkt (4,25 – 4,5 Prozent), jedoch bestehe hier ein Zinsänderungsrisiko. Das Wechselkursrisiko bleibt voraussichtlich begrenzt: Längerfristig dürfte sich der US-Dollar seitwärts beziehungsweise wieder in die bisherige Spanne von 1,05 – 1,10 Dollar bewegen.

In Europa wiederum erholt sich die Konjunktur schleppend, Trumps Handelspolitik hängt wie ein Damoklesschwert über dem Kontinent. Andererseits verbesserte sich zuletzt die Stimmung in der Industrie auf niedrigem Niveau und die Lockerung der Fiskalregeln könnte das Klima weiter verbessern – treibt aber auch die Zinsen in die Höhe. Die jährliche Inflationsrate im Euroraum ist im Februar auf 2,3 Prozent gesunken von 2,5 Prozent im Januar. Die Kerninflation dagegen lag bei 2,6 Prozent, besonders Dienstleistungen verteuerten sich (+3,7 Prozent). Der Markt geht bislang davon aus, dass die Zentralbank noch zweimal die Zinsen senkt und in der zweiten Jahreshälfte eine Pause einlegt. Denn auch in Europa ist die Unsicherheit extrem hoch.

„Das Chancen/Risiko-Verhältnis bei Bundesanleihen ist weiter unattraktiv“, urteilt Gerlinger. Wie in den USA sind auch in Europa die Zinsaufschläge der Hochzinsanleihen stark zurückgegangen – den Unternehmen geht es gut. „Für viele Investoren dürfte das High-Yield-Renditeniveau von 4,9 Prozent interessant sein“, so Gerlinger. Zudem biete es eine Sicherheitsmarge, sollten sich die Spreads ausweiten. Bei Papieren mit Investment Grade dagegen sei das Renditeniveau im Vergleich mit Staatsanleihen nicht wirklich lohnend.

Chancen ergeben sich laut Gerlinger zudem bei Anleihen der Schwellenländer. Hier locken teilweise hohe Realrenditen bei Lokalwährungsanleihen wie zum Beispiel Brasilien mit rund sieben Prozent. Auch Hartwährungspapiere des Unternehmenssektors böten höhere Zinsaufschläge als ihre Pendants in den Industriestaaten.

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„Nach der Verhaftung des Herausforderers von Recep Tayyip Erdoğan und Istanbuler Bürgermeisters, Ekrem İmamoğlu, haben sich Investoren auf breiter Basis von der Türkei abgewandt“, sagt Volker Kurr, Head of Europe, L&G (früher bekannt als Legal & General Investment Management).

„Aus Sicht der Finanzmärkte ist dies ein schlechtes Signal für den demokratischen Prozess und hat einen heftigen Ausverkauf der türkischen Lira ausgelöst. Die aktuelle Situation folgt auf eine längere Phase einer dynamischen Währungssteuerung. Einschließlich der beträchtlichen Zinsen, die in der Lira verdient wurden, konnten Anleger im vergangenen Jahr Renditen von 25% gegenüber dem US-Dollar erzielen.

Bei Währungen aus Schwellenländern sind wir normalerweise der Meinung, dass die Politik oft als Störfaktor wirkt, den man am besten ignoriert. In einer Wirtschaft mit grassierender Inflation, wie sie in den letzten Jahren in der Türkei zu beobachten war, überschneiden sich jedoch die Aufgaben der Zentralbank zur Inflationskontrolle mit denen der Politik, und die Grenze ist sehr verschwommen.

Wir haben unsere taktische Long-Position in der Lira bereits vor einigen Monaten geschlossen und sehen angesichts der Schwäche bisher keinen Grund für einen Wiedereinstieg. Die Bereitschaft der türkischen Behörden, die Währung zu stabilisieren, ist zwar klar sichtbar – sie haben es geschafft, den Ausverkauf schnell in den Griff zu bekommen. Angesichts der sinkenden Reserven verlagert sich unser Fokus nun aber auf die Frage, ob und wie lange dies so weitergehen kann. Aktuell ist die Entschädigung, die Investoren für das Risiko in türkischen Anlagen erhalten, unserer Ansicht nach nicht ausreichend für einen Wiedereinstieg. Anders gesagt: Das Verhältnis zwischen Chance und Risiko hat sich nicht zu Gunsten der Investoren verschoben.“

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Mehr als vier von zehn der börsennotierten Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum (41,9%) beachten die Anforderungen nachhaltiger Anleger in ihrer Gesamtstrategie – rund siebenmal so viele wie vor zehn Jahren.

Noch höher ist deren Einfluss auf die Ziele und Strategien der Unternehmen für das Management von ökologischen, sozialen und auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung – kurz ESG – bezogenen Themen sowie auf konkrete Maßnahmen im ESG-Management. Dies sind die Kernergebnisse einer Befragung der größten börsennotierten Gesellschaften im deutschsprachigen Raum, die das NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen mit Unterstützung der BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH und des Corporate Responsibility Interface Center (cric) e. V. durchgeführt hat.

Doppeltes Wirkungsversprechen der nachhaltigen Kapitalanlage wird eingelöst

„Die nachhaltige Kapitalanlage ist mit einem doppelten Wirkungsversprechen verbunden. Die Frage nach der finanziellen Performance dieser Anlageform wurde bereits in der Vergangenheit dahingehend beantwortet, dass mit der zielgerichteten Nutzung von ESG-Kriterien im Anlageprozess keine systematischen Nachteile für Rendite und Risiko entstehen“, so Rolf D. Häßler, geschäftsführender Gesellschafter des NKI. „Unsere aktuelle Umfrage unterstreicht nun, dass auch das zweite Wirkungsversprechen, der positive Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung, eingelöst wird.“

Die Studie macht dabei auch deutlich, dass eine nachhaltigkeitsbezogene Wirkung durch alle gängigen ESG-Anlagestrategien – Ausschlusskriterien, Best-in-Class-Ansätze und Dialogstrategien – entfaltet wird und nicht auf einzelne Strategien oder Anlagestile, beispielsweise das sogenannte Impact Investing, begrenzt ist. Von zentraler Bedeutung ist dabei, dass der Zugang der Unternehmen zum Kapitalmarkt und damit zu Eigen- und Fremdkapital zunehmend davon abhängt, ob sie die Anforderungen der nachhaltigen Anleger erfüllen.

Aktiver Umgang mit nachhaltigkeitsbezogenen Themen zahlt sich für Unternehmen aus

„Ein verantwortungsvoller Umgang mit ökologischen und sozialen Einflussfaktoren und eine gute Unternehmensführung zahlen sich aus: Unternehmen, die frühzeitig auf nachhaltige Geschäftsmodelle setzen, profitieren von stabileren Lieferketten, besserem Zugang zu Kapital und einer stärkeren Kundenbindung“, ordnet Alexander Mertz, Sprecher der Geschäftsführung der BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, die Ergebnisse der Befragung ein. „Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass der Kapitalmarkt eine entscheidende Hebelwirkung für den nachhaltigen Wandel besitzt. Investoren setzen mit gezielter Allokation, Engagement-Strategien und Transparenzanforderungen klare Signale.“

Nachhaltige Kapitalanlagen wichtiger Hebel für die Transformation der Wirtschaft

„Ethisch-nachhaltige Anleger verfolgen seit jeher das Ziel, ihre Werte umzusetzen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern“, beschreibt Claudia Tober, Geschäftsführerin des Corporate Responsibility Interface Center (cric) e. V., die wirkungsbezogenen Ambitionen nachhaltiger Anleger. „Insgesamt unterstreichen die Studienergebnisse, dass nachhaltige Kapitalanlagen – auch ganz im Sinne des Grundgedankens der Sustainable Finance-Regulierung – ein wichtiger Treiber für die sozial-ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft sind und nachvollziehbar eine nachhaltige Entwicklung fördern.“

Weitere Informationen enthält die Studie „Wirkungen der nachhaltigen Kapitalanlage. Eine Bestandsaufnahme“, die als Ausgabe 10 der Reihe NKI Research erschienen ist. Sie ist als Download auf der Website des NKI verfügbar unter https://nk-institut.de/wp-content/uploads/2025/03/NKI-Research-Wirkungen-03-2025.pdf

Über das NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen GmbH

Das NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen wurde Anfang 2015 als unabhängiges Beratungs- und Forschungsinstitut gegründet. Es begleitet institutionelle Anleger bei der Konzeption und Umsetzung individueller Strategien für die Berücksichtigung von ESG-Strategien und -Kriterien in der Kapitalanlage. Die dabei betreuten Assets under ESG-Advisory summieren sich aktuell auf rund 270 Mrd. Euro. Durch regelmäßige Marktanalysen und Umfragen leistet es einen Beitrag zur Entwicklung des nachhaltigen Kapitalmarktes. Ein Fokus liegt dabei auf der Frage nach den Wirkungen der nachhaltigen Kapitalanlage.

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NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen GmbH, Turnerweg 5, 63628 Bad Soden-Salmünster, Tel: +49 6056 1844210, www.nk-institut.de

Es gibt einige gute Gründe, weshalb sich die indische Wirtschaft in den kommenden Jahren robuster präsentieren dürfte.

Damit einhergehend könnte auch der indische Aktienmarkt auf mittlere und lange Sicht attraktive Renditechancen bieten. Die zuletzt etwas enttäuschende Performance könnte sich daher für langfristig orientierte Anleger als günstige Einstiegschance erweisen.

Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

Indien hat aufgeholt – und zwar so sehr, dass der bevölkerungsreichte Staat der Welt schon seit einigen Jahren ein höheres Wirtschaftswachstum aufweist als z.B. sein Nachbar China. Die Gründe dafür sind vielfältig. So sind Inder im Schnitt knapp 30 Jahre alt und damit in etwa zehn Jahre jünger als der durchschnittliche Chinese. Wichtig ist das vor allem deshalb, weil eine junge Bevölkerung als wichtiger Treiber für den Konsum und das Wirtschaftswachstum gilt.

Aber auch die Urbanisierung fördert Investitionen in Infrastruktur und Wohnungsbau und stützt somit das Wachstum. Lebten laut einer Volkszählung 2011 noch etwa 31 Prozent der indischen Bevölkerung in städtischen Gebieten, verzeichnete die Weltbank 2017 einen Anstieg auf 34 Prozent. Und Schätzungen zufolge könnte dieser Anteil bis 2030 auf bis zu 40 Prozent zulegen. Entsprechend groß ist der Bedarf an Wohnungen. Aber auch Investitionen in das Straßennetz, Eisenbahn und Flughäfen sind damit einhergehend unerlässlich.

Mut macht auch, dass die indische Technologiebranche weltweit ein hohes Ansehen genießt, stammen einige der global führenden Software- und IT-Firmen doch aus Indien. Und auch der Finanzsektor bietet attraktive Renditechancen, schließlich steigt der Bedarf an Dienstleistungen der jungen Bevölkerung stark an.

Narendra Modi sorgt für politische Stabilität

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das große Vertrauen von ausländischen Investoren gegenüber der Wirtschaftspolitik des Premierministers Narendra Modi. Er regiert Indien seit 2014 und hat das Land zu einer politischen und wirtschaftlichen Stabilität geführt. Die Partei Modis, die Bharatiya Janata Party (BJP), verfügt über eine starke Mehrheit im Parlament. Die Chancen für eine kontinuierliche und investorenfreundliche Wirtschaftspolitik sind somit recht hoch.

So hat Modi etwa die Regeln für ausländische Investitionen in Sektoren wie Eisenbahnen, Versicherungen und Einzelhandel erleichtert. Zudem hat die Regierung die Unternehmenssteuern auf 22 Prozent gesenkt. Auch dieser Schritt soll dazu beitragen, ausländische Investoren ins Land zu locken. Insgesamt verfolgt die Regierung eine unternehmerfreundliche Politik. Dazu trägt auch die Initiative „Make in India” bei: Sie will Indien als globales Produktionszentrum etablieren und Investoren ins Land holen.

Es kommt also nicht von ungefähr, dass Indien auch im Jahr 2025 ein höheres Wachstum aufweisen dürfte als China. So prognostiziert der Internationale Währungsfonds für Indien ein BIP-Plus von 6,5 Prozent, während für China mit einem Zuwachs von 4,6 Prozent gerechnet wird.

Wo Chancen locken, lauern auch Gefahren

Kurzum: Es gibt einige gute Argumente, die für ein Investment in indische Aktien sprechen. Doch Vorsicht: Trotz aller positiven Aussichten sollten Investoren die Risiken im Blick behalten. Wie ein Damoklesschwert lauern etwa höhere Zölle über der indischen Volkswirtschaft. Auch eine Änderung der politischen Verhältnisse könnte zu einem Vertrauensverlust der Investoren führen, die dann Kapital abziehen würden. Zudem kann die Landeswährung Rupie gegenüber dem Euro stark schwanken.

Beachtet werden sollte auch, dass indische Aktien im Vergleich zu anderen Schwellenländer-Aktien tendenziell höher bewertet sind. Das dürfte vor allem an den hohen Wachstumschancen und der im Vergleich zu anderen Emerging Markets stabilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen liegen.  Daher sollte der Anteil indischer Aktien im Portfolio nicht zu hoch ausfallen. Indische Aktien sollten vielmehr als Teil eines breit diversifizierten, global ausgerichteten Portfolios betrachtet werden, das in verschiedene Anlageklassen investiert.

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Kommentar von Michael John Lytle, Chief Executive Officer, Tabula Investment Management, eine Tochtergesellschaft von Janus Henderson Investors

  • Die zunehmende Verbreitung von OGAW-ETFs außerhalb Europas bietet noch größere Skaleneffekte und eine breitere Auswahl an Anlagemöglichkeiten.
  • Mit aktiven ETFs kann ein Engagement in Anlageklassen erreicht werden, das derzeit in den Portfolios der Anleger fehlt, aber passiv nicht ohne weiteres angeboten werden kann.
  • Die Effizienz und Transparenz aktiver ETFs erlauben eine stärkere Konzentration auf die Investmentperformance.

Aktive börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds, ETFs) sind das Investment der Stunde – Asset Manager wetteifern darum, sie ihren Kunden anbieten zu können. Die Gründe sind vielfältig, lassen sich jedoch auf drei Faktoren herunterbrechen:

  1. Skalierbarkeit
  2. Effizienz
  3. Kosten

Auswirkungen der Skalierung

In der Vergangenheit hatten Anleger außerhalb der USA Zugang zu verschiedenen Arten kollektiver Kapitalanlagen, je nach ihrem Wohnsitz und dem jeweiligen Asset-Exposure. Ursprünglich sollten die OGAW einen einheitlichen Marktplatz für Fonds in Europa schaffen. Ihre börsengehandelten Pendants, die OGAW-ETFs, haben sich jedoch nicht nur in Europa, sondern weltweit – auch in Asien und Lateinamerika – durchgesetzt.

Das Wachstumspotenzial von OGAW-ETFs ist enorm. Der Markt hat einen geschätzten Wert von 11-12 Billionen US-Dollar – das entspricht in etwa der Größe des europäischen OGAW-Marktes (ohne ETFs). Die Chance für OGAW-ETFs liegt jedoch nicht nur in der Bekehrung bestehender europäischer OGAW-Anleger zum ETF-Format. Vielmehr geht es um den Zugang zu einem globalen Markt, der sich auf etwa 100 Billionen US-Dollar belaufen könnte, wenn man das weltweite Fondsvermögen berücksichtigt. Diese Skalierungsmöglichkeit besteht für OGAW-ETFs in einer Form, die traditionelle OGAW-Fonds nicht bieten können.

Der Zugang zu einer globalen Anlegerbasis mit einem einzigen Instrument hat für Fondsmanager klare Vorteile. Aber warum sollte das die Anleger interessieren? In erster Linie, weil Skaleneffekte zu niedrigeren Gebühren und damit zu höheren Nettoerträgen führen. Darüber hinaus kann eine globale Anlegerbasis die Entwicklung eines weitaus breiteren Spektrums an Exposure und Fonds vorantreiben. Dadurch stehen jedem Anleger mehr interessante Optionen zur Verfügung.

Transparenz schafft Klarheit

ETFs sind bekannt für ihre Effizienz und Transparenz. Aber was bedeutet das in der Praxis? Ein gutes Beispiel dafür ist die Preisgestaltung. ETFs haben eine Gesamtkostenquote (total expense ratio, TER), die sowohl Betriebskosten als auch Verwaltungsgebühren umfasst. Zwar haben traditionelle Fonds ebenfalls eine Verwaltungsgebühr, doch muss der Anleger mit zusätzlichen Kosten rechnen, die er erst nach seiner Investition erfährt. Wenn wir von 0,10 % pro Jahr an Betriebskosten ausgehen (bei vielen Fonds kann dieser Betrag viel höher sein), dann entspricht eine TER von 0,35 % bei einem ETF in etwa einer Verwaltungsgebühr von 0,25 % bei einem traditionellen Fonds. Viel wichtiger ist jedoch, dass der Anleger am Tag seiner Investition genau weiß, wie sich die Fondskosten auf die künftige Wertentwicklung auswirken können. Darüber hinaus haben ETFs ein demokratisches Umfeld geschaffen: Jeder Anleger, egal wie groß oder klein, erhält Zugang zum gleichen Preis.

Diese Kostentransparenz betrifft auch den Handel. Wenn Anleger traditioneller, in Großbritannien und Irland domizilierter Fonds eine Anlageanweisung erteilen, werden ihnen der Nettoinventarwert (NAV) und mögliche Swing-Preise (die andere Anleger vor der Übernahme von Kosten aus dem Handel schützen sollen) erst nachdem sie gehandelt haben mitgeteilt. Im Gegensatz dazu erhält ein ETF-Anleger zum Zeitpunkt des Handels einen Kauf-/Verkaufspreis, sodass er eine fundiertere Entscheidung treffen kann, ob er handeln möchte oder nicht.

Informationen sind sehr leicht zu finden. ETF-Webseiten liefern täglich Informationen zu Nettoinventarwert, Beständen, Renditen und Wertentwicklung. Obwohl die OGAW-Vorschriften nicht genau vorschreiben, welche Informationen die Anbieter offenlegen müssen, führen die standardisierten Mechanismen der OGAW-ETFs in Verbindung mit einem stark wettbewerbsorientierten Markt zu sehr ähnlich aussehenden Webseiten für die meisten ETF-Produkte.

Skalierbarkeit sorgt für noch effizienteren Handel

Ein Alleinstellungsmerkmal des ETF-Marktes – und ein wichtiger Faktor für die Effizienz – ist die Beziehung zwischen Primär- und Sekundärmarkt. ETFs werden an Börsen gehandelt, was den Sekundärmarkt ausmacht, auf dem Anleger ETFs kaufen oder verkaufen können. ETFs sind jedoch auch offene Fonds mit einem Primärmarkt, auf dem Anteile aufgelegt und zurückgenommen werden können.

Der Primärmarkt ist nur für autorisierte Teilnehmer (in der Regel große Broker) zugänglich, bietet aber auch enorme Vorteile für Anleger. Wenn ein Anleger einen ETF handeln möchte, gibt es im schlimmsten Fall keine anderen Käufer oder Verkäufer auf dem Markt. In diesem Fall muss ein autorisierter Teilnehmer auf den Primärmarkt zugreifen, um Anteile zu erwerben oder zurückzugeben. Das Kauf- bzw. Verkaufsangebot, das dem Anleger unterbreitet wird, basiert normalerweise auf dem Kauf- bzw. Verkaufsangebot des vom ETF gehaltenen Korbs von Basiswerten. Allerdings handelt es sich hierbei um ein Worst-Case-Szenario.

Je größer und beliebter der ETF wird, desto enger wird der Kauf-/Verkaufspreis im Vergleich zum Primärmarkt, da viele Sekundärgeschäfte keine Primärmarkttransaktion zur Folge haben werden. Bei den größten ETFs beträgt der Kauf-/Verkaufspreis oft nur einen Bruchteil des durchschnittlichen Kauf-/Verkaufspreis für die im ETF enthaltenen Vermögenswerte. Auch hier führt Skalierbarkeit zu Effizienz und Kosteneinsparungen. Die Anleger sehen diesen positiven Liquiditätskreislauf bei allen hochliquiden Finanzinstrumenten im Anlagekorbwie Futures und CDS-Indizes. Dies macht ETFs sowohl für langfristige Investitionen als auch für die kurzfristige „Equitisierung“ von Cash interessant – also für ein Marktexposure, während man über seine längerfristigen Pläne nachdenkt.

Die Vorteile von OGAW-ETFs auf einen Blick:

  • Die Käuferbasis wird zunehmend global und bietet Skaleneffekte für den Fonds und die Preisgestaltung auf dem Sekundärmarkt.
  • Anleger kaufen zu einem vereinbarten Preis mit festen Gesamtkosten (TER).
  • Anleger können täglich zu einem Kauf-/Verkaufspreis handeln, der deutlich unter den Kursen der zugrundeliegenden Vermögenswerte liegen kann und in einem einzigen Trade innerhalb eines wettbewerbsorientierten Prozesses ausgeführt wird.
  • Informationen über die Preise und Bestände eines ETFs sind täglich auf der Website des Anbieters einsehbar.

Was bedeutet das für aktive ETFs?

Zum einen ermöglichen die Transparenz und Effizienz von ETFs aktiven Anlegern, sich auf die Performance des Fondsmanagers bei der Erreichung ihrer angestrebten Ziele zu konzentrieren. Es steht genau fest, was das Halten des Investments kostet und was es kosten würde, es zu kaufen oder zu verkaufen. Sollte der Anleger von der Performance des Fonds nicht überzeugt sein, kann er problemlos verkaufen und einen anderen Ansatz wählen. Dies sind gute Nachrichten für aktive Manager mit überzeugenden, wirkungsvollen Lösungen, allerdings nicht für Manager, die Mühe haben, die Benchmark zu schlagen.

Zum anderen sind aktive ETFs eine hervorragende Möglichkeit, um ein Engagement in Anlageklassen zu erreichen, das derzeit in den Portfolios der Anleger fehlt, aber passiv nicht ohne weiteres angeboten werden kann. Dies erklärt, warum AAA CLO-ETFs von den Anlegern in den USA gut angenommen wurde. Die Nachfrage war da, und das Leistungsversprechen war verständlich. Es fehlte nur noch das richtige Instrument, um Exposure zu erreichen. Die Kombination aus einem effizienten, handelbaren ETF-Wrapper und einem erfahrenen CLO-Manager scheint eine hervorragende Lösung zu sein. Die erfolgreichsten Produkteinführungen sind meist diejenigen, bei denen ein Fondsmanager eine klare Lösung für ein Anlegerproblem bieten kann.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Am 14. März 2025 fand in München im Rahmen einer exklusiven Gala die diesjährige Verleihung der renommierten “Goldenen Bullen” statt.

Der Titel “Unternehmer des Jahres 2025” ging an Christian Klein, Vorstandsvorsitzender von SAP. Neben dem “Unternehmer des Jahres” wurden die herausragendsten Akteure der Finanzbranche, die Innovationskraft, nachhaltigen Erfolg und strategische Weitsicht bewiesen haben, mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet.

Seit über 30 Jahren sind die “Goldenen Bullen” eine der wichtigsten Auszeichnungen der deutschen Finanzszene, deren Preisträger von den Redaktionen von €uro, €uro am Sonntag und BÖRSE ONLINE aus der Börsenmedien AG in Zusammenarbeit mit renommierten Experten ermittelt werden. Am 14. März fand nun die feierliche Verleihung der begehrten Trophäen in München statt.

Frank Pöpsel, geschäftsführender Chefredakteur und verantwortlich für die “Goldenen Bullen”, freut sich über die gelungene Veranstaltung: “Die Verleihung der Goldenen Bullen ist ein jährliches Highlight in unserem Kalender. Umso mehr freuen wir uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder so viele hochkarätige Gäste zu unserer Gala begrüßen durften.”

Ein Höhepunkt der exklusiven Abendveranstaltung war die Prämierung des “Unternehmers des Jahres”. Er heißt 2025 Christian Klein und ist seit fast fünf Jahren Vorstandsvorsitzender der SAP SE. In dieser Zeit hat sich der Börsenwert von Europas führendem Softwareunternehmen auf zeitweise weit über 300 Milliarden Euro fast verdreifacht. Allein im Jahr 2024 legte die Aktie um mehr als 70 Prozent zu und war für rund 40 Prozent des gesamten DAX-Anstiegs verantwortlich. Langfristig will Klein SAP nun zur weltweiten Nummer 1 im Bereich Unternehmens-KI machen. SAP-Finanzvorstand Dominik Asam nahm den Preis am Freitag stellvertretend entgegen.

Im Interview mit €uro, nachzulesen in der aktuellen Ausgabe 4/2025, skizziert Klein seine weiteren Pläne für SAP und führt aus: “2024 war ein starkes Jahr, und bis 2027 wollen wir unseren Umsatz weiter kräftig im zweistelligen Prozentbereich steigern sowie unser operatives Ergebnis ausbauen. Die richtigen Weichen dafür sind gestellt.” Das vollständige Interview mit Christian Klein ist in der aktuellen Ausgabe der €uro verfügbar.

Ein weiterer glanzvoller Höhepunkt der Preisverleihung in München war die Auszeichnung von Dr. Jan Ehrhardt von der DJE Kapital AG als “Fondsmanager des Jahres”. Seine umsichtige und kluge Anlagestrategie hat sich ausgezahlt: Die Fonds DJE – Zins & Dividende und DJE – Dividende & Substanz haben gerade in turbulenten Marktphasen Stabilität und Ertragsstärke bewiesen. Mit dem Goldenen Bullen werden Fondsmanager ausgezeichnet, die durch eine konsequente Anlagestrategie und eine herausragende Performance überzeugen. Bereits vier Milliarden Euro haben ihm Anleger anvertraut, die Wert auf stabile Renditen legen und große Risiken vermeiden wollen.

Der Preis als “Fondsgesellschaft des Jahres” geht erneut an die Deka Investment GmbH. Damit wird die Fondsgesellschaft mit mehr als 40 aufgelegten Fonds ausgezeichnet, die sich durch nachhaltigen Erfolg, eine starke Produktpalette und eine herausragende Marktstellung auszeichnet. Mit einer exzellenten Fondsperformance und innovativen Investmentansätzen setzte sich der Vermögensverwalter gegen die Konkurrenz durch und stellte erneut seine Kompetenz im Asset Management unter Beweis. Ausschlaggebend für den Erfolg im diesjährigen Wettbewerb waren die überdurchschnittlichen €uro-Fonds-Noten der 104 in die Bewertung eingeflossenen Deka-Fonds. Überreicht wurde der Goldene Bulle an Dr. Ulrich Neugebauer, Sprecher der Geschäftsführung.

Die ETF-Marke Xtrackers by DWS wurde für ihre innovativen Produkte als “ETF-Haus des Jahres” ausgezeichnet. Insbesondere der neue MSCI World Ex-USA-ETF des Teams um Simon Klein hat den Nerv der Anleger getroffen und ermöglicht eine differenzierte Anlagestrategie. Der Preis wird an die ETF-Unternehmen mit den innovativsten und erfolgreichsten Produkten verliehen. Patrick Diel, Head of Sales Germany & Austria, nahm den Preis entgegen.

Nach einem herausfordernden Jahr hat sich die GANÉ Investment-AG mit dem GANÉ Value Event Fund eindrucksvoll zurückgemeldet und wurde zu Recht zum “Aufsteiger des Jahres” gekürt. Die hohe Nachfrage nach diesem Fonds unterstreicht das Vertrauen der Anleger in die Kompetenz des Management-Teams um J. Henrik Muhle, Dr. Uwe Rathausky und Marcus Hüttinger. In dieser Kategorie werden Unternehmen aus allen Bereichen der persönlichen Finanzplanung prämiert, die sich innerhalb eines Jahres besonders gut entwickelt haben.

Der weltweit investierende Hard Value Fund von van Grunsteyn, verwaltet von Patrick Grewe, wurde für seinen einzigartigen Ansatz bei der Titelauswahl als “Fondsinnovation des Jahres” prämiert. Der Fonds kombiniert Value-Titel mit attraktiven Ausschüttungen und weist eine beeindruckende Performance auf. Der Award wird an den innovativsten neu aufgelegten Fonds vergeben. Den Goldenen Bullen nahmen Patrick Grewe, Asset Manager Hard Value Fund, und Philipp Kusnierz-Glaz, Sales & Marketing Hard Value Fund, in Empfang.

Auch in diesem Jahr setzte sich die quirion AG wieder als “Robo-Advisor des Jahres” durch. Mit innovativen, transparenten und kosteneffizienten Anlagestrategien und einer benutzerfreundlichen Plattform bietet sie eine zeitgemäße Lösung für die digitale Vermögensverwaltung. Über die Auszeichnung freute sich Martin Daut, CEO quirion AG.

Im Bereich Online-Brokerage konnte sich die ING Deutschland behaupten. Mit attraktiven Konditionen und einer benutzerfreundlichen Plattform sicherte sich das Team um Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen, den ersten Platz in der Kategorie “Online-Broker des Jahres”. In dieser Kategorie wird der Online-Broker ausgezeichnet, der Anlegern das beste Gesamtpaket aus Kosten, Service, Plattformqualität und Handelsmöglichkeiten bietet. Hier punktete die ING Deutschland mit einem hervorragenden Nutzererlebnis.

Prämiert als “Zertifikatehaus des Jahres” wird der Finanzdienstleister, welcher mit innovativen Produkten und starker Marktstellung überzeugt. In diesem Jahr konnte die Société Générale S.A. nach Bronze und Silber in den vergangenen beiden Jahren den ersten Platz für sich verbuchen. Das Team um Peter Bösenberg, Head of Public Distribution Germany & Austria, und Patrick Kesselhut, Zertifikate-Experte, setzte neue Maßstäbe mit strukturierten Produkten für verschiedene Anlagestrategien und wurde dafür belohnt.

Der Preis “Versicherungsinnovation des Jahres” ging auch in diesem Jahr an die ARAG SE. Die Ehrung für das innovativste Versicherungsprodukt oder -unternehmen wurde an Dr. Felicitas Hoppe, Vorstandsmitglied der ARAG Krankenversicherung, überreicht. Die ARAG SE wurde für eine revolutionäre Versicherungslösung ausgezeichnet, die digitale und kundenorientierte Konzepte vereint. Mit dem diesmal prämierten Produkt gelingt es dem seit 1935 etablierten Düsseldorfer Rechtsschutzversicherer, seine Position als innovativer Qualitätsversicherer weiter auszubauen. Diese Innovationsfreude spiegelt sich im Aktiv-Rechtsschutz für Selbstständige mit Soforthilfe wider.

Die WWK Lebensversicherung a.G. überzeugte die Jury in der Kategorie “Vorsorgeprodukt des Jahres” mit ihrer WWK FörderRente protect (RR25), einem flexiblen und renditestarken Altersvorsorgeprodukt, das Sicherheit und Wachstum vereint. WWK-Vorstand Rainer Gebhart kann sich nach 2024 bereits zum zweiten Mal über die Auszeichnung freuen.

In der Kategorie “Krankenkassen-Innovation bundesweit” werden wegweisende Innovationen in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgezeichnet. Hier wurde die IKK classic für ihre innovativen Gesundheitslösungen und neuen Versorgungsmodelle für Diabetiker gewürdigt. Den Preis nahm Stefan Schellberg, Geschäftsführer Unternehmenssteuerung, entgegen.

Der Preis “Krankenkassen-Innovation regional” ehrt eine regionale Krankenkasse für herausragende Leistungen im Gesundheitswesen. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland wurde hier für ihre beispielhafte regionale Initiative, den Online-Selbsttest zu chronischen Schmerzen, prämiert. Alexandra Schanzenbach, Leiterin Selektivverträge Ärztliche Versorgung, und Dr. Stefan Edinger, stellvertretender Leiter Strategische Unternehmensentwicklung, nahmen den Preis im Namen des gesamten Teams entgegen.

Die HRK LUNIS AG hat zum ersten Mal den Titel “Vermögensverwaltung des Jahres” gewonnen. Die Auszeichnung für HRK LUNIS war das Resultat eines anspruchsvollen Tests, den das Institut für Vermögensaufbau (IVA) für €uro unter 20 Vermögensverwaltern und Banken durchführte. Das Team um die HRK-LUNIS-Vorstände Artur J. Montanhas, Andreas Brandt und Michael Reuss konnte dabei überzeugen und sich über die Ehrung freuen. Vorstand Michael Reuss und der Leiter Investment Offices, Sven Langenhan, nahmen den begehrten Preis dankend entgegen.

Das Triple ist perfekt – “Vermögensverwalter des Jahres” ist Michael G. Schäfer von der QBS Invest GmbH. Die Kategorie kürt den besten individuellen Vermögensverwalter, der sich durch strategische Expertise und hohe Kundenorientierung auszeichnet. Michael G. Schäfer wurde für seine herausragenden Leistungen gewürdigt. Schäfer, der über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Finanzmärkten verfügt, gewann den Titel mit einer Performance von 19,4 Prozent. Damit übertraf er sowohl den MSCI Europe als auch den DAX.

Den Goldenen Bullen für den “Finanzberater des Jahres” nahm Sebastian Rittershofer, EFD Europäische Finanzdienstleister GmbH, entgegen. Seit mehr als 20 Jahren veranstaltet das Monatsmagazin €uro den Wettbewerb “Finanzberater des Jahres”. Rittershofer belegte den zweiten Platz in der Depotwertung und den ersten Platz in der Wissenswertung. Damit war ihm der Gesamtsieg unter 240 Teilnehmern nicht zu nehmen.

Als “Fondsspezialist des Jahres” wird die Gesellschaft mit weniger als 40 aufgelegten Fonds ausgezeichnet, die mit ihren spezialisierten Anlagestrategien einen besonderen Mehrwert für Anleger schafft. Die ODDO BHF Asset Management GmbH überzeugte mit einer innovativen und nachhaltigen Fondsstrategie sowie dem besten Durchschnittsrating über alle Produkte hinweg. Stellvertretend wurde der Preis an Peggy Seyfert, Senior Sales Wholesale Management, und Hilko de Brouwer, Global Head of Sales, überreicht.

Weitere Informationen zu allen diesjährigen Preisträgern finden sich im €uro extra “Die Goldenen Bullen 2025” oder stehen unter www.goldener-bulle.de zur Verfügung.

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BayernInvest fokussiert sich auf Infrastruktur und Inflationsschutz

Die von Bundestag und Bundesrat beschlossene Reform der Schuldenregeln und das neu geschaffene Sondervermögen in Höhe von 500 Mrd. Euro setzen wichtige Impulse für die wirtschaftliche Erholung Deutschlands. Das Fiskalpaket ermöglicht dringend benötigte Investitionen in zentrale Wirtschaftsbereiche. Gleichzeitig stärkt die Neugestaltung der Haushaltsvorgaben die Verteidigungsfähigkeit des Landes. Künftig werden Verteidigungsausgaben von mehr als 1 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von den Budgetbeschränkungen ausgenommen. Diese Anpassung ist eine direkte Reaktion auf die verschärfte geopolitische Bedrohungslage und verschafft dem Bundeshaushalt zugleich mehr Spielraum. “Die Beschlüsse sind die Initialzündung, um Deutschland wieder auf den Wachstumspfad zurückzuführen”, kommentiert Daniel Kerbach, Chief Investment Officer der BayernInvest. Nach aktuellen Prognosen könne das BIP-Wachstum in den kommenden Jahren um 0,5 bis 0,7 Prozentpunkte steigen. Erste spürbare Effekte seien jedoch frühestens ab 2026 zu erwarten.

Mehr Spielraum im Handelskonflikt

Das Fiskalpaket biete zudem eine strategische Antwort auf die drohende Eskalation der Handelskonflikte mit den USA. Eine potenzielle Erhöhung der Zölle um 10 % könne das deutsche BIP um 20 bis 30 Basispunkte belasten. “Ein erweiterter fiskalischer Spielraum hilft Deutschland, um solchen wirtschaftlichen Verwerfungen entgegenzuwirken”, so Kerbach weiter. Gleichzeitig bringe die Reform auch Herausforderungen mit sich: Die wachsende Staatsverschuldung könne inflationssteigernd wirken. Besonders betroffen seien Sektoren mit hohen Kapazitätsengpässen, wie etwa der Bausektor. Hier könne die steigende Nachfrage nach Fachkräften und Material potenziell zu Preissteigerungen führen.

BayernInvest passt Portfolioallokation vorausschauend an

BayernInvest habe die Entwicklung frühzeitig erkannt und seine Portfolioallokation unmittelbar nach den Bundestagswahlen angepasst. “Wir haben unser Exposure in Infrastrukturaktien und Infrastrukturfinanzierungen gezielt ausgebaut. Zudem haben wir inflationsgeschützte Anleihen übergewichtet, um Portfolios gegen mögliche Preissteigerungen abzusichern”, erläutert Kerbach.

Insgesamt seien die Reform der Schuldenbremse und das Sondervermögen wichtige Maßnahmen, um die wirtschaftliche Resilienz Deutschlands zu stärken. Neben den kräftigen Impulsen für Wachstum und Sicherheit eröffneten sie langfristige Perspektiven für Investitionen und erweiterten den finanzpolitischen Spielraum Deutschlands.

Über die BayernInvest

Als Asset Manager und deutscher ESG-Spezialist bietet die BayernInvest maßgeschneiderte Anlage- und Risikomanagement-Konzepte, eine professionelle Fondsverwaltung sowie ein marktführendes Nachhaltigkeitsreporting. Über die Alternative Investment-Plattform der BayernInvest Luxembourg S.A. werden neben OGAWs auch komplexe Anlagestrategien im Bereich der Alternativen Anlageklassen umgesetzt. Mit einem verwalteten Volumen von rund 94 Mrd. Euro (Stand: 28.02.2025) und als 100%ige Tochter der BayernLB ist die BayernInvest regional verwurzelt mit dem Blick auf das internationale Marktgeschehen. Wir machen Nachhaltigkeit profitabel. Und Profitabilität nachhaltig.

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BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Karlstraße 35, 80333 München, Tel: 089 548500, www.bayerninvest.de

Ein Marktkommentar von Markus Fehn

In der aktuellen Diskussion um das Sondervermögen geht es vor allem um Verteidigung und Infrastruktur. Das Thema Investition in die Digitalisierung spielt hingegen bislang keine Rolle. Ein Fehler, findet Markus Fehn, Leiter Strategie und Innovation bei Chartered Investment.

Am Dienstag, dem 18. März, stimmte der Bundestag für eine Reform des Grundgesetzes, um die Aufnahme von neuen Schulden in bisher ungekannten Maßstäben zu ermöglichen. Die Notwendigkeit dieses Sondervermögens wird von der Politik damit begründet, Deutschland fit für die Zukunft zu machen, insbesondere im Hinblick auf Verteidigung, aber auch in Bezug auf Infrastruktur. Das ist sicherlich notwendig und richtig. Wenn man sich dabei aber allein auf die Anschaffung von Kampfflugzeugen und die Sanierung maroder Brücken fokussiert, fehlt ein Teil in der Gleichung: Die Investition in die Digitalisierung.

Im Sondierungspapier von CDU/CSU und SPD taucht das Thema an drei Stellen auf: Erstens soll ein Investitionsfonds u.a. für Venture Capital aufgelegt werden. Wie genau das mit einer genannten staatlichen Garantie geschehen soll, bleibt unklar. Zweitens sollen im Rahmen einer „Hightech-Agenda für Deutschland“ die Mittel für Forschung und Entwicklung massiv aufgestockt werden. Der Fokus wird hier auf die Entwicklung eines Fusionsreaktors gelegt, künstliche Intelligenz (KI) kommt nur unter ferner liefen vor. Und schließlich soll es drittens ein digitales Bürgerkonto geben, um Behördengänge flächendeckend zu ermöglichen, Datenregister zu vernetzen und Verwaltungsprozesse zu automatisieren.

Kurz gesagt: Alles gute Ansätze, aber viel zu wenig um das Land wirklich vorwärts zu bringen. Vor allem im Finanzwesen steckt die Digitalsierung in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Dabei ist das Potenzial gewaltig. Laut einer Studie von McKinsey liegt das Marktpotenzial für digitale Assets in der EU und der Schweiz zwischen insgesamt knapp 1 und über 3,7 Milliarden Euro. Allerdings nur, wenn die regulatorische Umgebung stimmt und eine leistungsfähige Infrastruktur zur Verfügung steht. Beides ist bisher nicht der Fall.

Deswegen sollte die künftige Bundesregierung die Rahmenbedingungen für den europäischen Kapitalmarkt stärken und hierbei dem Wachstumsmotor Tokenisierung entsprechend Priorität einräumen. Auf der Investitionsseite sollte sie dazu einerseits in eine leistungsfähige Cloud-Infrastruktur investieren. Das würde deutsche Unternehmen zudem unabhängiger von den zunehmend unzuverlässigen Partnern in den USA machen – ein Risiko, dessen Auswirkung wenig Beachtung findet. Aus dem gleichen Grund sollten auch gezielt Start-ups im Bereich KI gefördert werden. Deepseek hat vorgemacht, dass auch kleine Player in der Lage sind, das amerikanische Monopol in Frage zu stellen. Mit eigenen deutschen bzw. europäischen Lösungen könnte auch das Akzeptanzproblem, das KI hierzulande immer noch hat, verringert werden.

Außerdem sollte die neue Bundesregierung dafür sorgen, dass Künstliche Intelligenz mehr in den Unternehmen zum Einsatz kommt. Nach meinem Eindruck werden die Mittel bislang vor allem der Forschung zur Modellentwicklung zugeführt. Das ist grundsätzlich in Ordnung, darf aber dabei nicht stehenbleiben. Denn die wirkliche Wertschöpfung passiert bei der Anwendung in den Unternehmen. Ohne entsprechende Förderung ist kaum damit zu rechnen, dass der Funke von allein überspringt.

Schließlich sollte die neue Bundesregierung die europäischen Kapitalmarktunion vorantreiben. Wichtig sind drei Punkte: Erstens muss der Verbriefungsmarkt wiederbelebt werden. Laut der oben genannten McKinsey-Studie haben tokenisierte Verbriefungen im best case mit mehr als 1,5 Milliarden Euro sogar noch ein größeres Potezial als Kryptowährungen. Zweitens muss die Finanzmarktaufsicht vereinheitlicht werden. Es gibt zwar die ESMA als übergeordnete Einrichtung und Guidelines für die Landesbehörden. Aber im Detail entscheiden letztere individuell, was jede Form von grenzübergreifender Transaktion unnötig kompliziert macht. Und drittens brauchen wir einheitliche Steuerregeln. Wenn die Abgaben schon nicht in gleicher Höhe erhoben werden, sollten sie wenigstens derselben Logik folgen. Auch dies wäre eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Status-quo.

Angesichts des Sondierungspapiers und des starken Fokus auf die Verteidigung mache ich mir Sorgen, dass das Thema Digitalisierung zu kurz kommen könnte. Deswegen würde ich neben oben genannten Maßnahmen zusätzlich die Einrichtung eines Digitalministeriums begrüßen, das Strategie und Ziele entwickelt, aber auch Umsetzung und Kontrolle der Ziele übernimmt. Wenn jedes Ressort einzeln ein eigenes Budget zur Digitalisierung bekommt, könnte das Ergebnis leicht in Stückwerk enden. Eine weitere vertane Chance – nur dieses mal eine, die eine billion Euro kostet.

Über den Autor:

Markus Fehn ist Leiter Strategie und Innovation bei Chartered Investment und Geschäftsführer der e-Sec GmbH. Mit seinem Hintergrund im Financial Engineering arbeitet er zusammen mit seinem Team an der Integration digitaler Technologien in traditionelle Finanzsysteme. Dabei nutzt e-Sec die Blockchain-Technologie, um klassische Anlageprodukten in moderne On-Chain-Lösungen zu verwandeln. Auf diese Weise stellen sie eine Verbindung zwischen konventionellen Finanzstrukturen und digitalen Märkten her.

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Chartered Investment Germany GmbH, Fürstenwall 172a/6. OG, 40217 Düsseldorf, Tel: 0211 93678250, https://chartered-investment.com

Lange als Nischensegment betrachtet, stehen Banknachranganleihen heute im Fokus vieler Anleger.

Denn der Bankensektor präsentiert sich stabiler und profitabler als je zuvor. James MacDonald von RBC BlueBay Asset Management erklärt, wie er Marktchancen gezielt nutzt.

Nachranganleihen 2025: Stabile Banken, starke Erträge

Die Finanzkrise 2008 markierte einen Wendepunkt für den Bankensektor. Seither wurden die Regulierungen verschärft, Kapitalquoten erhöht und jeder Stresstest hat das System widerstandsfähiger gemacht. Heute sind die Bilanzen robuster, die Puffer höher und die Ertragslage so gut wie lange nicht. Seit 2020 ist die Profitabilität europäischer Banken um 70 Prozent gestiegen – vor allem dank des höheren Zinsniveaus.

Von dieser Entwicklung profitieren vor allem Nachranganleihen. Diese Titel, die Banken zur Stärkung ihres Eigenkapitals begeben, stehen in der Kapitalstruktur hinter vorrangigen Anleihen und bergen mehr Risiko, bieten dafür aber deutlich höhere Kupons. Laut James MacDonald, Senior Portfolio Manager bei RBC BlueBay Asset Management, hat die fundamentale Stärke von Banken zu einer strukturellen Marktineffizienz geführt. „Wir sehen eine Anlageklasse mit High-Yield-Renditen, getragen von erstklassigen Emittenten“, so der Experte. Er managt den BlueBay Financial Capital Bond Fund, der seit 2015 in Additional-Tier-1-Anleihen (AT1) investiert – dem flexiblen Eigenkapitalbaustein vieler Banken. Im Gespräch mit Manqing Sun, Senior Analystin bei Scope, erläutert MacDonald, worauf es bei der Titelauswahl ankommt.

Portfoliobau: Konzentration, Selektion und Disziplin

Der BlueBay Financial Capital Bond Fund setzt auf Konzentration und gezielte Titelauswahl nach Bottom-up-Prinzip. Im Portfolio finden sich 50 bis 60 Anleihen von 25 bis 35 Banken. Die Emittenten verfügen im Schnitt über ein Rating von A-, die Anleihen liegen meist im BB-Bereich – ein sorgfältig austariertes Rendite-Risiko-Profil.

Die Zahlen belegen den Erfolg: Im laufenden Jahr erzielte der Fonds eine Performance von 14,4 Prozent bei einer laufenden Rendite von 7,1 Prozent. Seit Auflage kommt er auf durchschnittlich 8,4 Prozent pro Jahr. Damit schlägt er nicht nur Euro-High-Yield-Benchmarks, sondern auch globale Hochzins- und Schwellenländerindizes. „Unsere durch den Zyklus erwartete Rendite liegt bei sechs bis neun Prozent“, sagt MacDonald. Für den Portfoliomanager steht nicht das Spekulieren auf Marktbewegungen im Vordergrund, sondern Disziplin, aktive Einzeltitelauswahl und der Aufbau eines Portfolios, das durch attraktiven Carry auch in unruhigen Phasen überzeugt.

Holistische Marktanalyse

Die Marktreaktion nach dem Ausfall der Credit Suisse 2023, als AT1-Anleihen abgeschrieben wurden, zeigte, wie wichtig differenzierte Analyse ist. „Solche Einzelfälle dürfen nicht pauschal als Zeichen systemischer Schwäche interpretiert werden“, betont MacDonald. Vielmehr geht es darum, solche Situationen richtig einzuordnen und Chancen zu erkennen.

Sein Analyseansatz kombiniert harte Finanzkennzahlen mit makroökonomischen Einschätzungen, regulatorischen Vorgaben und geldpolitischen Entwicklungen. Geopolitische Risiken, Rohstoffmärkte, Zinsbewegungen und Trends in Schwellenländern fließen ebenso ein wie Kapitalanforderungen und Liquiditätsregeln. Auch fiskalische Entwicklungen spielen eine immer größere Rolle. Staatliche Investitionsprogramme in Infrastruktur, Energie und Verteidigung könnten 2025 zusätzlichen Rückenwind liefern – vor allem für europäische Banken.

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Sorgen wegen einer Überbewertung von US-Aktien und die erratische Politik Donald Trumps führten im Februar zu erheblichen Umschichtungen im ETF-Markt

Anleger haben im Februar fast 10 Mrd. Euro in Europa-Aktien-ETFs investiert und 400 Mio. Euro aus US-Aktien-ETFs abgezogen. Dies ist eine erhebliche Veränderung gegenüber 2024, als mehr als die Hälfte der gesamten ETF-Mittelzuflüsse auf US-Aktien-ETFs entfiel. Insgesamt verzeichneten europäische UCITS-ETFs im Februar einen Zuwachs von 33,5 Mrd. Euro, das sind 16 Prozent mehr als im Januar 2025 und mehr als das Doppelte der im Februar 2024 verzeichneten Mittelzuflüsse. Aktien-ETFs standen im vergangenen Monat mit einem Plus von 24,3 Mrd. Euro im Fokus. Anleihe-ETFs legten um 8,5 Mrd. Euro zu.

Aktien-ETFs: raus aus US-Aktien – rein in europäische Aktien

Sorgen wegen der „unkonventionellen“ Politik von US-Präsident Donald Trump und vor einer Überbewertung von US-Aktien haben europäische ETF-Anleger veranlasst, erhebliche Mittel aus US-Aktien- in Europa-Aktien-ETFs umzuschichten. So flossen Europa-Aktien-ETFs im Februar 9,6 Mrd. Euro zu, was fast ein Drittel der gesamten ETF-Zuflüsse im Februar entspricht. An zweiter Stelle auf der ETF-Beliebtheitsskala lagen ETFs auf globale Indizes (+6,9 Mrd. Euro). Gefragt waren im Februar zudem ETFs mit Fokus auf die Finanzbranche (+1,7 Mrd. Euro), den IT-Sektor (900 Mio. Euro), Industrieunternehmen (+500 Mio. Euro) sowie auf Rohstoffe (+200 Mio. Euro).

Nach vielen Monaten mit einer hohen Nachfrage nach ETFs auf gleichgewichtete Indizes zogen Anleger 400 Mio. Euro aus solchen ETFs ab. Minimum-Volatility-ETFs, die sich in den letzten Monaten auf dem US-Markt gut entwickelt haben, verbuchten ein Plus von 400 Mio. Euro. Außerdem flossen 500 Mio. Euro in Income-ETFs.

Die Zuflüsse in ESG-ETFs beliefen sich auf weniger als 1 Mrd. Euro. Anleger haben 3,2 Mrd. Euro aus US-ESG-Aktien-ETFs abgezogen und 2 Mrd. Euro in europäische sowie 1,2 Mrd. Euro in globale ESG-Aktien-ETFs investierten. Diese starke Abkehr von US-Strategien spiegelt die allgemeine Umschichtung wider und könnte auch die Besorgnis über Trumps Antipathie gegenüber ESG widerspiegeln.

Anleihe-ETFs: Fokus auf Qualität

Europäische UCITS-Anleihe-ETFs verzeichneten im Februar Zuflüsse in Höhe von 8,5 Mrd. Euro, wobei Anleger ETFs auf Unternehmensanleihe-Indizes mit Investment-Grade-Rating bevorzugten (+3,4 Mrd. Euro). ETFs auf Staatsanleihen zogen Zuflüsse in Höhe von 2,8 Mrd. Euro an. Beliebt waren auch ETFs auf High-Yield-Indizes mit Zuflüssen von 800 Mio. Euro. Bei Staatsanleihe-ETFs war das Interesse der Anleger fast gleichmäßig auf Euro- (+1,4 Mrd. Euro) und US-Dollar-Schuldtitel verteilt (+1,1 Mrd. Euro).

Bei ETFs auf US-Dollar-Anleihen trennten sich Anleger von Produkten mit langen Laufzeiten (-100 Mio. Euro), während sie Anleihe-ETFs mit Fokus auf kurze Laufzeiten kauften (+900 Mio. Euro). Dies könnte die Sorge von Anlegern zu inflationären Auswirkungen der Trump’schen Zölle widerspiegeln.

ESG-Anleihe-ETFs legten im Februar nur 400 Mio. Euro zu. Davon entfielen 200 Mio. Euro auf Staatsanleihen und 200 Mio. Euro auf Investment-Grade-Unternehmensanleihen.

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Aktuelle Markteinschätzung von Alexander Dominicus, Fondsmanager bei Value-Holdings

Friedrich Merz macht Ernst. Die Einigung über das Aufweichen der Schuldenbremse ist zwar noch nicht beschlossen, aber die Chancen stehen nach der Annährung mit den Grünen höher denn je. Bereits die Ankündigung des geplanten Sondervermögens von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur-Investitionen hat am deutschen Aktienmarkt große Wellen geschlagen. Sollte das Vorhaben der voraussichtlich zukünftigen Bundesregierung umgesetzt werden, dürfte das nicht nur der deutschen Wirtschaft Rückenwind verleihen, sondern auch den gebeutelten Small-Cap-Aktien einen Schub geben. Und das ist auch dringend erforderlich, hatten die Nebenwerte in den letzten Jahren im Vergleich zu den großen DAX-Konzernen doch klar das Nachsehen.

Infrastrukturpaket: Große Chancen für kleine Werte

Deutschland hat in den letzten Jahren wirtschaftlich herausfordernde Zeiten durchlebt. Die Coronapandemie, Lieferkettenprobleme, der nicht enden wollende Ukraine-Krieg und kräftig gestiegene Energiekosten sind nur einige Entwicklungen, die die Wirtschaft belastet und das Wachstum gebremst haben. Zwar haben auch die großen Konzerne in Deutschland unter den multiplen Krisen gelitten, in der Regel jedoch weniger stark als die kleineren Unternehmen. Der Grund: Das Gros der DAX-Konzerne ist global aufgestellt. Verliert die Wirtschaft zwischen Kiel und Konstanz an Fahrt, ist das für die großen Blue Chips somit besser zu verkraften, als für Small-Cap-Unternehmen, deren Umsatzanteil in Deutschland oftmals höher ist.

Im Umkehrschluss bedeutet dies nun aber auch: Sollte die Einführung des Sondervermögens von 500 Milliarden Euro für Infrastrukturprogramme umgesetzt werden, könnte der arg gebeutelte Mittelstand davon besonders stark profitieren.

Small-Cap ist nicht gleich Small-Cap

Investitionen in Infrastruktur sind langfristige Projekte und unterstützen damit die Wirtschaftsentwicklung nachhaltig. Schließlich ist die Laufzeit des Sondervermögens für zwölf Jahre geplant. Es gibt also berechtigte Hoffnung, dass die jüngst begonnene Aufholjagd der heimischen Nebenwerte mit den geplanten Konjunkturimpulsen noch einige Jahre andauern und sich damit die entstandene Renditelücke zu den DAX-Konzernen wieder sukzessive verringert. Auch kann eine entschlossene Fiskalpolitik verloren gegangenes Vertrauen in die politische Handlungsfähigkeit Deutschlands sukzessive wiederherstellen. Das hat den Effekt, dass auch die Unternehmen wieder heimische Investitionen in Betracht ziehen und neben den 500 Mrd. des Staates weiteres privates Kapital für Investitionen mobilisiert wird.

Das größte Kurspotential findet man bei so einem Szenario in den zyklischen Branchen, welche sensitiver auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagieren. Gerade so eine volatile und herausfordernde Gemengelage bietet dabei interessante Auswahlmöglichkeiten für Stock Picker. Die Baubranche hat beispielsweise keine einfache Phase hinter sich, denn viele Aktien sind wegen der höheren Zinsen in den letzten drei Jahren gefallen. Die niedrigen Kurse haben zu günstigen Bewertungsmultiples geführt, sodass man hier noch einige Schnäppchen machen kann. Ebenfalls interessant ist die Ausgangslage für Industrieunternehmen aus den Branchen Maschinenbau oder Chemie, wo wirtschaftliche Impulse die Nachfrage ankurbeln und es damit zu einer anhaltenden Trendwende kommen könnte.

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Value-Holdings AG, Bahnhofstraße 30, 86150 Augsburg, Tel:  0821/ 57 53 94, www.value-holdings.de

Von Charlotte Peuron, spezialisierte Fondsmanagerin, Crédit Mutuel Asset Management

Der Goldmarkt erlebt Anfang 2025 einen starken Anstieg, ausgelöst durch günstige wirtschaftliche und politische Risiken (Inflation, geopolitische Unsicherheiten, erneute Amtsübernahme durch D. Trump, massive Käufe durch Zentralbanken und Investoren usw.)

Investitionen in Goldunternehmen können Ergänzung zum physischen Gold und manchmal sogar vorteilhafter sein. Goldunternehmen können nicht nur vom Anstieg des Goldpreises profitieren, sondern auch von soliden Fundamentaldaten, positiven Cashflows und attraktiven Bewertungen.

Was sind die Aussichten für Gold in 2025?

Im Januar 2025 setzte der Goldpreis seinen Aufwärtstrend von 2024 fort, angetrieben von wirtschaftlichen und politischen Risiken (Handelskriege, Inflation in den USA, politische Instabilität usw.). Dies wurde durch die Wiederwahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Regierungsbildung und seine ersten Dekrete noch verstärkt, wodurch die Unsicherheiten noch größer wurden. All diese Faktoren brachten die Anleger zum Wiedereinstieg in diesen Sektor: Im Februar verzeichnete Gold mit 2.956,2 US-Dollar pro Unze (am 24. Februar 2025) ein neues Allzeithoch. Die Nachfrage westlicher Anleger steigt, sowohl durch börsengehandelte Goldfonds als auch durch die Lieferung von physischem Gold. Darüber hinaus hat China, zusätzlich zu den Käufen der Zentralbank, ein Pilotprogramm gestartet, das es Versicherungsgesellschaften ermöglicht, für ihre mittel- und langfristigen Vermögensallokationsstrategien in Gold zu investieren. Alle Ampeln stehen auf Grün, was die Goldnachfrage unterstützen dürfte. Silber steht dem in nichts nach und ist seit Jahresbeginn um 12,8 % auf 32,6 US-Dollar pro Unze gestiegen.

Das derzeitige Umfeld ist weiterhin sehr günstig für die Edelmetallproduzenten. Die kürzlich von den Unternehmen veröffentlichten guten Ergebnisse für 2024, sowohl hinsichtlich Produktion als auch Finanzen, sowie der anhaltende Anstieg der Metallpreise und die gute Steuerung der Produktionskosten stärken das Vertrauen der Anleger für 2025. Dies trifft umso mehr zu, da die Anleger von einem anhaltend hohen Goldpreis in diesem Jahr überzeugt sind.

Der Goldsektor hat zu Jahresbeginn deutlich besser abgeschnitten als Gold: +22,3 % für den Nyse Arca Gold Miners Index gegenüber +10,8 % für eine Unze Gold (am 07.03.2025 in US-Dollar). Dies erklärt sich durch (a) die Qualität der von den Unternehmen gelieferten Ergebnisse, (b) die gute Entwicklung der Metallpreise und (c) eine Verzögerung bei der Unternehmensbewertung auf diesem Goldpreisniveau.

In Erwartung eines weiteren Goldpreisanstiegs suchen die Anleger derzeit nach dem Leverage, der von den Unternehmen geboten wird – es fließen wieder erhebliche Mittel in den Sektor. Darüber hinaus haben die Unternehmen ihre „Prognosen“ für 2025 vorgelegt. Es ist davon auszugehen, dass die Analysten angesichts der hohen Metallpreise ihre Schätzungen nach oben korrigieren müssen, was den Sektor zusätzlich unterstützt. All diese Faktoren sind noch nicht in die Bewertungen eingeflossen.

Warum Goldunternehmen und nicht physisches Gold?

Gold wird oft als antizyklisches Asset betrachtet und ist bei Konjunkturabschwüngen oder Marktvolatilität beliebt. Während es Inflationsschutz bieten und das langfristige Risiko-Ertrags-Verhältnis verbessern kann, kann die Investition in Goldunternehmen im Vergleich zu physischem Gold oder Gold-ETFs zusätzliche Vorteile bieten.

Diese Unternehmen (Goldunternehmen) werden in der Regel durch starke Fundamentaldaten und eine positive Marktdynamik begünstigt. Sie profitieren direkt vom Anstieg des Goldpreises, mit gut kontrollierten Produktionskosten, hohen und steigenden Margen und einer positiven Cashflow-Generierung. Darüber hinaus verfügen die Unternehmen über solide Bilanzen und wollen den Aktionären durch Dividenden einen Mehrwert bieten.

Obwohl der steigende Goldpreis zu einer Erhöhung ihrer Bewertungen geführt hat, werden diese Unternehmen unter Berücksichtigung der künftigen Gewinnerwartungen immer noch als relativ günstig betrachtet. Der Markt muss die Nachhaltigkeit der aktuellen Goldpreisrallye noch vollständig einpreisen, was bedeutet, dass die Ergebnisse der Goldminenunternehmen besser als erwartet ausfallen könnten.

Darüber hinaus findet in der Branche eine zunehmende Konsolidierung statt, bei der größere Unternehmen kleinere, unterbewertete Anbieter aufkaufen und so ihr Wachstumspotenzial steigern.

Kurz gesagt: Investitionen in Goldunternehmen haben den Vorteil, dass sie sowohl von steigenden Goldpreisen als auch von den operativen Stärken der jeweiligen Unternehmen, wie z. B. einem starken Cashflow, einem effektiven Kostenmanagement und einer aktionärsorientierten Strategie, profitieren. Diese Kombination von Faktoren kann zu attraktiven Erträgen führen, die über die einfache Bewegung des Goldpreises hinausgehen.

Bisherige Performance ist keine Garantie für zukünftige Performance.

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„Prognosen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen – angesichts der dramatischen wirtschaftlichen und außenpolitischen Veränderungen durch die neue US-Regierung erscheint dies derzeit wahrer denn je“, sagt Volker Kurr, Head of Europe, L&G.

„Aktuell liegt der Konsens noch bei etwa 2 % Wirtschaftswachstum für die USA in den nächsten Jahren. Wir sehen jedoch nach wie vor erhebliche Abwärtsrisiken. Sorgen bereiten uns der Handelskrieg, der starke Rückgang bei der Einwanderung und die Kürzungen der von Elon Musk geleiteten „Effizienzbehörde“ DOGE.

Außerhalb der USA scheinen die wirtschaftlichen Risiken und Chancen gleichmäßiger verteilt zu sein. Europa erhält durch finanzpolitische Unterstützung neuen Rückenwind, aber die Zölle dürften sich negativ auswirken. Der potenzielle fiskalische Impuls für Deutschland beträgt 2-3 % des BIP, aber es könnte mehr als ein paar Jahre dauern, bis er sich entfaltet. Auch China sieht sich nach einer weiteren Zollerhöhung von 10 % durch die USA mit Gegenwind konfrontiert. Die Wachstumserwartungen der Ökonomen für China lagen jedoch bereits unter dem 5-%-Ziel der Regierung. Die kürzlich angekündigten staatlichen Anreize könnten dieses Ziel wieder in erreichbare Nähe rücken.

Einen Schwachpunkt bei der Betrachtung der Konsensmeinung gibt es jedoch: Die Märkte reagieren viel schneller auf Nachrichten als Ökonomen ihre Prognosen anpassen können. Umfragen zum US-Verbrauchervertrauen haben den Aufschwung nach der Wahl wieder zunichte gemacht, die Schätzungen für das US-BIP im ersten Quartal sehen schwach aus, und die Selbstgefälligkeit in Bezug auf die US-Zölle ist nach dem Hin und Her mit Kanada und Mexiko zunehmend der Erkenntnis gewichen, dass Vergeltungszölle eingesetzt werden. Die Ökonomen zögern angesichts der Verunsicherung rund um das Zollthema noch, ihre Zahlen zu ändern. Über die nächsten Wochen werden die Prognosen vermutlich angepasst, wenn das Ausmaß der verhängten Zölle erkennbar wird.

Die Bewegungen an der Börse deuten indes darauf hin, dass Anleger nicht darauf warten, dass die Ökonomen ihre Meinungen anpassen. Aktien aus Europa und den Schwellenländern schneiden dieses Jahr besser ab als US-Werte, und der Bund-Spread gegenüber US-Staatsanleihen ist deutlich zurückgegangen.“

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Legal & General Investment Management, Messeturm, Friedrich-Ebert-Anlage 49, 60308 Frankfurt am Main, Tel 069 7104 5218, www.lgim.com

Laut dem ersten Portfolio-Panorama-Bericht von Janus Henderson reagierten europäische Anleger mit einer Reduzierung des Aktienrisikos in ihren Portfolios auf die Marktturbulenzen und die gestiegene Unsicherheit im Jahr 2024. Allerdings deuten die Daten – einschließlich der Umschichtung in Small Caps – auch auf vorsichtigen Optimismus hinsichtlich der sich verbessernden mittelfristigen Aussichten hin.

Der Portfolio-Panorama-Bericht analysiert die Allokationstrends in 140 europäischen Kundenportfolios von März bis Dezember 2024 sowie im Januar und Februar 2025.

Laut dem ersten Portfolio-Panorama-Bericht des Portfolio Construction and Strategy (PCS)-Teams von Janus Henderson nehmen europäische Anleger strategische Umschichtungen bei der Portfolioallokation vor, um auf die sich verändernden makroökonomischen und geopolitischen Faktoren zu reagieren.

Die Daten zeigen, dass europäische Anleger ihr Exposure in Small-Cap-Aktien erhöhen und gleichzeitig eine strategische Umschichtung in verschiedene Fixed-Income-Anlageklassen vornehmen. Dies spiegelt den Spagat zwischen der Suche nach neuen Wachstumschancen und der Wahrung von Stabilität in einem unsicheren makroökonomischen Umfeld wider – geprägt von geopolitischen Neuausrichtungen, Zollbedrohungen und divergierenden Zentralbankpolitiken. Unterdessen sorgen die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz für zusätzliche Unsicherheit und veranlassen Anleger, ihre Portfolios neu zu bewerten und nach den nächsten großen Wachstumsfeldern Ausschau zu halten.

Der Portfolio-Panorama-Bericht analysiert die Trends von 140 Kundenportfolios, die zwischen März und Dezember 2024 sowie im Januar und Februar 2025 in Europa (ohne Großbritannien) in den Janus Henderson Edge™ aufgenommen wurden: aus Frankreich, Spanien, Deutschland, Italien, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Niederlande, Malta, Österreich und Portugal. Der Bericht konzentriert sich auf aggregierte Daten aus europäischen Portfolios (ohne Großbritannien) über zwei verschiedene Sechsmonatszeiträume: den „vergangenen Zeitraum“ (März – August 2024) und den „aktuellen Zeitraum“ (September 2024 – Februar 2025).

Aktien: Starker „Home Bias“: Europäische Anleger bleiben im Vergleich zu globalen Aktien übergewichtet

Europäische Anleger setzten weiterhin auf den sogenannten „Home Bias“ bei europäischen Aktien und behielten eine Übergewichtung inländischer Aktien gegenüber globalen Titeln bei. Dabei bleibt Technologie der führende Sektor, gefolgt von Industrie und Gesundheitswesen. Large Caps machen nach wie vor die Mehrheit der Aktienbestände aus: Ihr Anteil stieg im „vergangenen“ und im „aktuellen“ Zeitraum von 66 % auf 68 %, während die Allokation in Small Caps zunahm und in Mid Caps zurückging. Das Exposure gegenüber Small Caps stieg von 9 % auf 12 %, während der Anteil von Mid Caps von 25 % auf 20 % zurückging. Trotz des Rückgangs der Mid-Cap-Allokation liegt diese weiterhin deutlich über dem globalen Aktienindex.

Fixed Income: Europäische Anleger vollzogen einen Strategiewechsel hin zu verschiedenen Fixed-Income-Anlageklassen als Möglichkeit sich angesichts veränderter Bedingungen und der Zinssenkungen der Zentralbanken, die die Cash-Erträge zusätzlich belasten, Renditen zu sichern.

Die europäischen Anleger verlagerten ihren Schwerpunkt von Werterhaltungsstrategien (Geldmärkte und Cash) auf defensive Fixed-Income-Anlagen, darunter Staats- und hochwertige Unternehmensanleihen. Mit den Zinssenkungen der Zentralbanken hat sich die durchschnittliche Duration in den europäischen Portfolios leicht erhöht – von 1,65 auf 1,70 Jahre im „vergangenen“ und „aktuellen“ Zeitraum.

Allokationen in Staatsanleihen stiegen leicht von 31 % auf 32 % und in Unternehmensanleihen von 40 % auf 45 % über beide Zeiträume. Der Anteil der defensiven Strategien erhöhte sich ebenfalls in beiden Zeiträumen deutlich von 36 % auf 59 %. Parallel zur Abkehr von den auf Kapitalerhalt ausgerichteten Strategien erfolgte eine Umschichtung von Cash und Geldmarkt in Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und verbriefte Wertpapiere. Diese Umschichtung verdeutlicht den Wunsch nach Stabilität inmitten der anhaltenden makroökonomischen Unsicherheit – die Anleger positionieren sich für mögliche Zinssenkungen der Zentralbank.

Alternatives und Implementierung: Im Zuge der anhaltenden Aktienhausse in den Jahren 2023 und 2024 verringerten europäische Anleger ihre Allokationen in Liquid Alternatives.

Die Allokationen gingen in den letzten sechs Monaten von 2,8 % auf 1,1 % im „vergangenen“ und „aktuellen“ Zeitraum zurück. Long-Short-Aktienstrategien, die sich im „vergangenen Zeitraum“ als bevorzugter Ansatz herauskristallisiert hatten, sind deutlich zurückgegangen und liegen im „aktuellen Zeitraum“ bei nahezu Null, während das Exposure in nicht kategorisierten alternativen Fonds erhöht wurde.

Die durchschnittlichen Portfoliogebühren sind gesunken und spiegeln den Anstieg bei passiven oder Indexfonds wider, die für ihre niedrigeren Kosten bekannt sind. Die Portfolioallokation in passiven oder Indexfonds stieg von 11 % auf 26 % im „vergangenen“ und „aktuellen“ Zeitraum. Die Portfoliokostenquoten sanken erheblich von 96 auf 51 Basispunkte in beiden Zeiträumen.

Matthew Bullock, Head of Portfolio Construction and Strategy, EMEA & APAC, Janus Henderson, sagt: “Die Ergebnisse unseres ersten Portfolio-Panorama-Berichts zeigen die vorsichtige Haltung europäischer Anleger im aktuellen Marktumfeld. Die zunehmende Konzentration auf Small-Cap-Aktien spiegelt die Suche nach neuen Wachstumschancen wider, während die gleichbleibenden Allokationen in Fixed-Income-Anlagen die weitere Ausrichtung auf Stabilität unterstreichen. Spannend wird sein, wie sich die Anleger in den nächsten Monaten verhalten werden und ob der Rückgang bei Liquid Alternatives und Long-Short-Aktienstrategien von Dauer oder ein kurzfristiger Trend ist. Angesichts der sich entwickelnden globalen Marktdynamik wird das Verstehen dieser Portfolioumschichtungen für langfristige Anleger von entscheidender Bedeutung sein.”

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Direktbanken im Aufwind: 90,6 Prozent der Deutschen, die 2024 die Bank gewechselt haben, entschieden sich für eine Direktbank

Junge Generation als Vorreiter: Rund 70 Prozent der unter 40-Jährigen haben bereits ein Direktbankkonto

Finanzielle Selbstbestimmung im Trend: Rund 70 Prozent der Befragten treffen Entscheidungen über ihre Geldanlage eigenständig

Je turbulenter die wirtschaftliche und politische Großwetterlage, desto mehr scheinen sich die Deutschen nach Stabilität zu sehnen. Eine repräsentative Umfrage der norisbank zeigt, dass die Treue zur Bank größer ist denn je. Nur 5 Prozent der Befragten haben im vergangenen Jahr ihre Bank gewechselt – ein signifikanter Trend, der seit Jahren anhält (2023: 6,6 Prozent; 2022: 8,1 Prozent; 2021: 9,5 Prozent). Von den Wechslern entschieden sich 90,6 Prozent für eine Direktbank, wobei 47,2 Prozent von einer Filialbank kamen – weit mehr als im Vorjahr (2023: 31,4 Prozent).

Eine stabile Hälfte der deutschen Bevölkerung ist bereits Kunde einer Direktbank (2024: 53,9 Prozent; 2023: 56,1 Prozent). Bemerkenswert: In der Altersgruppe der unter 40-Jährigen liegt der Anteil der Direktbankkunden mit 71,1 Prozent weit über dem Durchschnitt und noch höher als im Vorjahr (2023: 68,2 Prozent).

Der Trend zu Direktbanken wird von mehreren Faktoren getrieben. Die Befragten, die 2024 zu einer Direktbank gewechselt sind, nennen vor allem zwei Vorteile: Kostenersparnisse (30,9 Prozent) und den Wunsch nach innovativen Dienstleistungen (30,9 Prozent). Bemerkenswert ist, dass bei den 30- bis 49-Jährigen der Wunsch nach innovativen Dienstleistungen mit deutlichem Abstand an erster Stelle steht und von 37,7 Prozent als Hauptgrund genannt wird. Zudem waren 24,7 Prozent der Befragten einfach unzufrieden mit ihrer bisherigen Bank. Diese Zahlen verdeutlichen die Verschiebung hin zu digitalen Angeboten. Obwohl 46,1 Prozent der Deutschen angaben, noch keine Direktbank zu nutzen, signalisierten immerhin 14,1 Prozent Interesse an einem zukünftigen Wechsel.

Im Trend: Eigeninitiative bei der Geldanlage – Bankberatung nur punktuell gefragt

Ein weiterer bemerkenswerter Trend, der sich in der aktuellen norisbank Umfrage abzeichnet, ist das wachsende Vertrauen der Deutschen in die eigene finanzielle Expertise. 56,5 Prozent der Befragten wünschen sich bei der Geldanlage keine Unterstützung durch ihre Bank – ein Anstieg um 7,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr (2023: 49,2 Prozent). Lediglich beim Thema Zukunfts- und Altersvorsorge ist die Bankberatung weiterhin gefragt und verzeichnet einen leichten Zuwachs (2024: 17,3 Prozent; 2023: 17 Prozent).

Doch auf welcher Basis treffen die Deutschen ihre Anlageentscheidungen? Die Antworten sind vielfältig. 30,6 Prozent verlassen sich auf persönliche Erfahrungen, während 22,5 Prozent Rat von Familie oder Freunden einholen. Weitere 21,3 Prozent nutzen das Internet sowie Tools und Apps zur Finanzanalyse. 20,6 Prozent beziehen relevante Informationen direkt von Websites der Banken, was einer Steigerung von 2,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Traditionelle Medien wie Finanzliteratur oder Testmagazine werden ebenfalls von 13,2 Prozent der Befragten genutzt. Tipps von Influencern oder Social-Media-Kanäle sind nur für die jüngeren Altersgruppen relevant: Rund 10 Prozent der unter 40-Jährigen geben diese als Entscheidungshilfen in Finanzfragen an.

Das Vertrauen in selbst erworbenes Finanzwissen scheint jedenfalls zu wachsen. 41,8 Prozent der Befragten gaben an, ihr Finanzwissen im Vergleich zum Vorjahr verbessert zu haben. Vor allem Jüngere unter 30 Jahren (66 Prozent) und Männer (51 Prozent) liegen dabei weit über dem Durchschnitt. Dagegen gaben rund 70 Prozent der Haushalte mit einem Nettoeinkommen unter 2.500 Euro, 70 Prozent der über 50-Jährigen und 68 Prozent der Frauen an, ihr Finanzwissen in 2024 nicht verbessert zu haben.

Die Mischung aus Selbstständigkeit, wachsender digitaler Kompetenz und dem Wunsch nach individuellen Finanzlösungen verstärkt den Trend zu Direktbanken. “Die breite Palette an kostengünstigen Produkten und innovativen Services eröffnet unseren Kundinnen und Kunden die Chance, ihre Geldangelegenheiten bequem und einfach selbst in die Hand zu nehmen”, so Thomas Brosch, Geschäftsführer der norisbank. Die finanzielle Selbstbestimmung hat für viele Deutsche jedenfalls eine zunehmende Bedeutung – ein Trend, der auch 2025 bleiben wird.

Verantwortlich für den Inhalt:

norisbank GmbH, Fasanenstraße 86, ­10623 Berlin, Tel.: 0180 312 5000 , www.norisbank.de

AXA Investment Managers (AXA IM) hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2024 bekannt gegeben. AXA IM verzeichnete sowohl bei Nettoumsatz, operativem Gewinn und verwaltetem Vermögen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

AXA IM Gesamt

879 Mrd. Euro verwaltetes Vermögen: Zuwachs um 35 Mrd. Euro im Jahresvergleich

1.592 Mio. Euro Nettoumsatz: Anstieg um 5% gegenüber 2023

402 Mio. Euro operativer Gewinn: Anstieg um 12% gegenüber 2023

4,5 Mrd. Euro Nettozuflüsse von Drittinvestoren

AXA IM Alts

Die Sparte umfasst das Geschäft von AXA IM in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur, Alternative Credit, Private-Equity-LBOs sowie Naturkapital- und Impact-Investments.

10 Mrd. Euro Bruttozuflüsse durch Kapitalbeschaffung von Drittkunden

186 Mrd. Euro verwaltetes Vermögen

629,5 Mio. Euro Umsatz

AXA IM Prime

Die Sparte vereint ein umfassendes Spektrum an alternativen Anlagen in den Bereichen Private Equity, Private Debt, Infrastruktur und Hedgefonds – über Primärinvestitionen, Sekundärmarkttransaktionen und Co-Investments.

3 Mrd. Euro an Kapitalzusagen

39 Mrd. Euro verwaltetes Vermögen

87 Mio. Euro Umsatz

AXA IM Core

Das Core-Segment vereint die Bereiche Fixed Income, Aktien, Multi-Asset sowie das ETF-Geschäft.

1,6 Mrd. Euro Rückgang an Nettozuflüssen aus Drittkunden-Neugeschäft im Jahresvergleich: gute Dynamik bei Fixed Income und Multi-Asset, herausforderndes Jahr im Aktiensegment

518 Mrd. Euro verwaltetes Vermögen

749 Mio. Euro Umsatz

2 Mrd. Euro Nettozuflüsse im Rahmen des Euro-Credit-Angebots: Rekordjahr

AXA IM Select

AXA IM Select ist das Multi-Management-Kompetenzfeld von AXA IM.

2,6 Mrd. Euro Nettozuflüsse aus Drittkunden-Neugeschäft: überwiegend von fondsgebundenen und strukturierten Produkten getrieben

35 Mrd. Euro verwaltetes Vermögen

125 Mio. Euro Umsatz

Fortschritte im Nachhaltigkeits- und Innovationsbereich

Deutliche Fortschritte in den Bereichen Dekarbonisierung, nachhaltige Kapitalbündelung und Engagement mit Blick auf die Zielsetzungen für 2025

Launch einer neuen globalen Philanthropie-Initiative

1,6 Mio. Euro aufgebrachtes Kapital für Philanthropie-Projekte und Freiwilligenarbeit

Entwicklung des ESG Credit Research Tools: generative KI-Lösung zur Verarbeitung umfangreicher Credit-Research-Inhalte

Beteiligung an zwei Marktinitiativen mit Blockchain-Infrastruktur

Über AXA Investment Managers

AXA Investment Managers (AXA IM) ist ein führender globaler Asset Manager und bietet vielfältige globale Anlagemöglichkeiten in alternativen und traditionellen Assetklassen an. Mit unseren Produkten streben wir Diversifikation und Wachstum von Portfolios an, bei gleichzeitigem Erzielen von langfristiger Anlageperformance und Mehrwert für unsere Kunden.

AXA IM verwaltet etwa 879 Milliarden Euro, wobei 493 Milliarden Euro davon als ESG-integrierte Anlagen, Nachhaltigkeits- oder Impact-Strategien eingestuft sind. Unser Ziel ist es, mit unseren Investments im Sinne des menschlichen Fortschritts zu handeln. Als verantwortungsbewusster Asset Manager haben wir uns dazu verpflichtet, ESG-Prinzipien in unsere gesamte Geschäftstätigkeit zu integrieren – von der Aktienauswahl über unsere geschäftlichen Entscheidungen bis hin zu unserer Kultur.

Als Teil der AXA-Gruppe, einem weltweit führenden Versicherungs- und Vermögensverwaltungsunternehmen, beschäftigt AXA IM mehr als 3.000 Mitarbeiter und verfügt über 24 Niederlassungen in 19 Ländern weltweit (alle Angaben mit Stand: 31.12.2024).

Verantwortlich für den Inhalt:

AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Thomas-Wimmer-Ring 3, 80539 München, Tel: 089 227408, www.axa-im.de

1,6 Milliarden Euro Zusagevolumen, rd. 425 Millionen Euro über eigene Programme

“Green Transition Facility”: Boost für Climate Tech, frühzeitig ausinvestiert

Insgesamt bereits mehr als 2,5 Milliarden Euro in 132 VC-Fonds investiert – mehr als 2.400 Start-ups erreicht

Wachstumsfonds Deutschland: zum Jahresende 2024 bereits über die Hälfte seines Volumens zugesagt

2025: Investment-Volumen auf hohem Niveau, Weiterentwicklung des VC-Ökosystems

Im vergangenen Jahr beliefen sich die Zusagen der KfW-Beteiligungstochter KfW Capital auf rd. 1,6 Milliarden Euro (2023: rd. 2,1 Milliarden Euro). Das hohe Volumen des Vorjahrs ist auf Sondereffekte des Europäischen Investitionsfonds (EIF) im Rahmen des Zukunftsfonds-Programms “German Future Funds (GFF)-EIF-Wachstumsfazilität” im Jahr 2023/2024 zurückzuführen.

“KfW Capital hat im zurückliegenden Jahr das geplante Zielvolumen von rd. 425 Millionen Euro über eigene Programme in 27 deutsche und europäische VC-Fonds erfolgreich investiert. Auch in diesem Jahr sind wir weiter verlässlicher Partner für das VC-Ökosystem und verbessern die Finanzierungsbedingungen von Start-ups und innovativen Tech-Unternehmen. Neben den eigenen Investments setzen wir auch durch die Koordination des Zukunftsfonds und die Anlageberatung im Rahmen des Wachstumsfonds Deutschland starke Impulse”, sagt Dr. Jörg Goschin, Vorsitzender der Geschäftsführung von KfW Capital. “Es ist uns gelungen, in den sechs Jahren seit unserer Gründung durch unseren selektiven und stetigen Investmentansatz ein attraktives Portfolio aufzubauen. Es ist sektoral und über die Vintages stark diversifiziert. Dabei haben wir sowohl in vielversprechende First-Time-Fonds als auch in etablierte Folgefonds investiert. Insgesamt haben wir über unser Portfolio bereits mehr als 2.400 Start-ups erreicht,” sagt Alexander Thees, Geschäftsführer von KfW Capital, der die 100 prozentige Tochter der KfW gemeinsam mit Dr. Jörg Goschin seit Start im Jahr 2018 leitet.

Durch die Programme, die KfW Capital mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens und des Zukunftsfonds durchführt, wurden im Jahr 2024 rd. 425 Millionen Euro (2023: 471 Millionen Euro) an 27 europäische VC-Fonds zur Unterstützung von Start-ups und innovativen Unternehmen in Deutschland zugesagt. Ein besonderes Highlight bei diesen Programmen war im Jahr 2024 die “Green Transition Facility” (GTF): KfW Capital konnte die im Juni 2023 gestartete GTF bereits nach eineinhalb Jahren, statt avisierten zwei Jahren, erfolgreich zum Jahresende ausinvestieren. Rd. 100 Millionen Euro aus Mitteln der KfW wurden sieben Climate-Tech-Fonds (2023: rd. 40 Millionen Euro, 2024: rd. 60 Millionen Euro) zugesagt.

Insgesamt 132 VC-Fonds mit starker Diversifikation

Insgesamt gab KfW Capital bereits 132 VC-Fonds Investmentzusagen in Höhe von rd. 2,5 Milliarden Euro. Das Portfolio ist dabei breit diversifiziert: rund 45 Prozent der VC-Fonds haben ihren Fokus auf ICT, 22 Prozent auf Life Science, 9 Prozent auf Industrial Tech und 24 Prozent investieren branchenübergreifend. Mehr als jeder zweite Fonds investiert bereits in die Zukunftstechnologie KI; ein Fünftel aller VC-Portfoliofonds investiert im Bereich Green Tech.

Die VC-Portfoliofonds investieren mit rund dem Vierfachen des von KfW Capital eingebrachten Kapitals in Start-ups und innovative Technologieunternehmen in Deutschland. Insgesamt wurden bis 31.12.2024 mehr als 2.400 Start-ups und innovative Technologieunternehmen durch VC-Fonds aus dem Portfolio von KfW Capital finanziert. Alle VC-Fonds, in denen KfW Capital investiert ist, verfügen über eine ESG-Policy.

Elf Bausteine des Zukunftsfonds aktiv

Beim Zukunftsfonds (Der Zukunftsfonds) des Bundes, den KfW Capital im Auftrag des Bundes und der KfW koordiniert, stehen bereits mehr als 13 Milliarden Euro für Investitionen in VC-Fonds und Start-ups bis 2030 zur Verfügung. Aktuell insgesamt elf (zum Jahresende zehn) Bausteine adressieren bislang die verschiedenen Bedarfe des VC-Ökosystems (die GTF ist bereits ausinvestiert, s.o.) – insbesondere in der Wachstumsfinanzierung. Im zurückliegenden Jahr investierte KfW Capital einmalig 500 Millionen Euro in den HTGF Opportunity Fonds und weitere 430 Millionen Euro in den Deep Tech & Climate Fonds (DTCF) in der Funktion des Treuhänders. Beide sind ebenfalls Bausteine des Zukunftsfonds.

KfW Capital fungiert zudem als Anlageberater für den “Wachstumsfonds Deutschland”, der mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro zu den größten VC-Dachfonds gehört, die jemals in Europa aufgesetzt wurden. Durch Unterstützung von KfW Capital als Anlagevermittler war es gelungen, rd. 70 Prozent privates Kapital von institutionellen Investoren und großen Family Offices einzusammeln. Ein Jahr nach dem Final Closing (Nov. 2023) hatte der Wachstumsfonds zum Jahresende bereits mehr als die Hälfte seines Volumens (rd. 600 Millionen Euro) an 31 VC-Fonds zugesagt.

Inhaltliche Weiterentwicklung des VC-Ökosystems auch im Jahr 2025

Neben dem Investieren in Höhe des Volumens des Jahres 2024 wird KfW Capital auch im Jahr 2025 das VC-Ökosystem bei der inhaltlichen Weiterentwicklung unterstützen: die erfolgreich eingeführte KfW Capital-VC-Academy findet 2025 ebenfalls wieder vier Mal pro Jahr statt, u.a. zu Themen wie Life Science und Impact Investing. Auch die bei VC-Fonds sehr beliebten ESG-Trainings, die KfW Capital gemeinsam mit VentureESG und der BMW Foundation Herbert Quandt durchführt, sind wieder im Jahresprogramm von KfW Capital. Im Rahmen der WIN-Initiative werden zudem erstmals gezielte Weiterbildungsprogramme im Bereich Venture Capital für Investoren, sogenannte Limited Partner, konzipiert – gemeinsam mit der ESMT Berlin und der Frankfurt School of Finance & Management, zwei renommierten Wirtschaftsuniversitäten.

Verantwortlich für den Inhalt:

KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

Axel Hörger ist neuer Senior Advisor to the Board der LAIQON AG.

Axel Hörger verfügt über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Finanzbranche. Er war Co-Investor und Chairman der AIB Acquisition Cooperation, einem in New York ansässigen im Nasdaq gelisteten SPAC. Davor war er u. a. CEO der Lombard International Assurance in Europa und von 2011 bis 2015 CEO der UBS Deutschland AG sowie Leiter des Wealth Managements. Davor arbeitete er 16 Jahre lang bei Goldman Sachs, zuletzt als Head of Institutional Sales für EMEA im Asset Management. Bis heute ist er in diversen Beratungsausschüssen aktiv, u. a. bei Siemens und der Atlantik-Brücke e.V. Hörger hat einen MBA der Goethe Universität in internationaler Wirtschaft und Finanzen. Er kombiniert ein fundiertes Wissen über Kapitalmärkte mit der nächsten Generation der Digitalisierung.

Herr Hörger soll das Management der LAIQON AG bei seinen Wachstumsplänen im Wealth- und Asset Management durch sein berufliches Netzwerk und seine Erfahrung unterstützen.

Dazu Dipl.-Ing. Achim Plate, CEO der LAIQON AG: „Herr Hörger verfügt über jahrzehntelange Führungserfahrung bei internationalen Asset und Wealth Managern. Seine umfassende Expertise sowie sein breites Netzwerk sind für die LAIQON AG sehr wertvoll. Aufsichtsrat und Vorstand freuen sich daher, dass Herr Hörger der LAIQON AG beratend bei der Umsetzung der umfangreichen Wachstumsinitiativen zur Seite steht.”

„LAIQON ist ein Innovationsführer im deutschen Asset und Wealth Management Markt. Nach Abschluss der Aufbauphase sind jetzt alle Weichen auf weiteres Wachstum gestellt. Ich freue mich darauf, mit dem Management zusammenzuarbeiten und LAIQON auf die nächste Qualitäts- und Wachstumsstufe zu begleiten“, so Axel Hörger, Senior Advisor to the Board der LAIQON AG.

Verantwortlich für den Inhalt:

LAIQON Solutions GmbH, An der Alster 42, 20099 Hamburg, Tel: +49 (0)40 32 56 78-0, www.laiqon.com

Selbst abgeklärte Börsenanalysten blicken mitunter ungläubig auf die Goldpreisentwicklung.

2024 erreichte der Goldpreis in Dollar 38-mal ein neues Allzeithoch, im noch jungen 2025 kamen bereits zehn weitere Rekorde hinzu. Der Goldpreis kennt kein Halten mehr, so scheint es. Was für eine Fortsetzung der Goldrally spricht und ob Anleger auch im Hoch noch Gold kaufen sollten.

Von David Wehner, Head of Liquid Assets bei FGTC Investment (vormals Do Investment)

Selbst wenn der Aktienmarkt zurzeit trotz all der Konflikte und Gefahren für die Weltwirtschaft und der Unsicherheit nach dem Regierungswechsel in den USA unbeirrt neue Rekordstände markiert, sollten Anleger die Risiken nicht unterschätzen. Kräftige Rückschläge sind angesichts der angespannten politischen und wirtschaftlichen Lage jederzeit möglich. Darauf sollten sich Anleger vorbereiten und als Absicherung auch Gold im Depot haben. Gold ist ein effektiver Vermögensschutz, sollten die bestehenden Konflikte eskalieren oder neue Krisen die Anleger beunruhigen. Das Edelmetall wird oft als stabilisierender Faktor für das Vermögensportfolio betrachtet, wenn die Kapitalmärkte im Abwärtstrend sind.

Gold bietet für Anleger eine einmalige Mischung, indem es Rentabilität mit Stabilität vereint. Wer die Goldpreisentwicklung der vergangenen 50 Jahre mit der Inflationsrate in den USA vergleicht, stellt fest, dass der Goldpreisanstieg die Inflation stets ausglich und im Schnitt sogar doppelt so hoch ausfiel. Zum Inflationsschutz im US-Dollar gab es also immer noch ein paar Prozentpunkte Rendite.

Der durchschnittliche jährliche Goldpreisanstieg hat zudem ein wirtschaftliches Fundament. Der Goldpreis steigt im Einklang mit dem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Während das globale BIP in den vergangenen 50 Jahren um durchschnittlich 7,6 Prozent pro Jahr zulegte, erreichte der Goldpreis im gleichen Zeitraum ein Durchschnittsplus von acht Prozent pro Jahr.

Notenbanken treiben weiter die Nachfrage

Gerade in den vergangenen Monaten ist Gold sehr stark im Preis gestiegen und hat neue Höchststände erreicht. Das hat insbesondere mit der hohen Goldnachfrage der Zentralbanken zu tun. Seitdem 2022 als Folge des Angriffs auf die Ukraine das russische Zentralbankvermögen eingefroren wurde, ist eine massiv erhöhte Goldnachfrage anderer Zentralbanken zu beobachten, insbesondere aus Schwellenländern wie China, Indien und der Türkei. Sie sichern sich gegen den US-Dollar ab und versuchen so für den Fall vorzusorgen, dass ihre überwiegend in US-Dollar gehaltenen Devisenreserven von anderen Staaten blockiert werden. Gold hilft den Notenbanken also dabei, bilanzielle und geopolitische Risiken zu minimieren. 2024 hat die Goldnachfrage der Zentralbanken daher erneut fast ihren alten Höchststand aus dem Vorjahr erreicht. Gegenüber 2023 fiel die Nachfrage anderer Investoren 2024 hingegen schwächer aus.

Gleichzeitig löste sich seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges auch eine alte Börsenweisheit zusehends in Luft aus: Steigende Zinsen gehen nicht mehr mit Preisrückgängen bei Gold einher. Bisher galt die Regel, dass Anleger bei steigenden Zinsen ihre Goldinvestments zunehmend in dann besser rentierende Staatsanleihen umschichten, weil diese als ähnlich ausfallsicher gelten. In den vergangenen beiden Jahren war jedoch zu beobachten, dass Gold trotz eines kräftigen Anstiegs der Renditen bei US-Staatsanleihen nicht unattraktiver wurde, sondern im Gegenteil sogar von einem Rekordhoch zum nächsten kletterte. Die Goldkäufe der Notenbanken hatten an dieser Entwicklung erheblichen Anteil.

Gold-Investoren kehren zurück

Angesichts der Unsicherheit über die Folgen der Trump-Regierung kehrten zuletzt auch die Investoren an den Goldmarkt zurück. Sie fürchten eine Abwertung des US-Dollar durch eine ungebremst wachsende Staatsverschuldung. Tatsächlich gibt es historisch eine starke Korrelation zwischen dem Staatsdefizit und der Goldpreisentwicklung. Und da derzeit die meisten Industriestaaten, allen voran die USA, ihre Schuldenquoten sukzessive erhöhen, um Rezession, Klimawandel und geopolitische Bedrohungslagen zu kontern, stehen die Aussichten für einen langfristig weiter steigenden Goldpreis gut.

Die anhaltend hohe Nachfrage der Notenbanken, die Rückkehr der Investoren sowie die steigende Staatsverschuldung – und damit verbunden ein mögliche Abwertung der Goldhandelswährung US-Dollar – sprechen dafür, dass die Goldnachfrage weiter auf einem historisch hohen Niveau bleibt und dem Goldpreis Auftrieb verleiht. Die Rekordjagd nach Gold dürfte sich fortsetzen, solange die aktuellen Kriege, Krisen und wirtschaftliche Risiken nicht verschwinden.

Goldkäufer sollten sich daher auf die Lauer legen. Zum Jahresende sendete der Goldmarkt deutliche „Überkauft“-Signale. Anleger müssen daher nach dem steilen Goldpreisanstieg auch mit Korrekturphasen rechnen, die aber am langfristig positiven Ausblick für Gold grundsätzlich nichts ändern. Preisrückgänge könnten sich vielmehr als günstige Kaufgelegenheiten erweisen, um umso deutlicher von den langfristig guten Aussichten für Gold zu profitieren.

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FGTC Investment GmbH, Oettingenstraße 35, 80538 München, Tel: 089 954119330, www.fgtc-investment.com