In Zeiten multipler Krisen leiden in der Wirtschaft vor allem diejenigen, die knapp kalkulieren müssen und wenig Erspartes haben.

Eine aktuelle Umfrage zu einer Analyse aus dem Ipsos Finanzmarktpanel zeigt, dass fehlende Rücklagen und steigende Kosten vor allem Kleinstunternehmer und Solo-Selbständige belasten.

78 Prozent dieser Gruppe machen sich Sorgen und mehr als die Hälfte erwartet einen Rückgang des Lebensstandards. Knapp sechs von zehn Selbständigen (58%) sagen, dass sie über notwendige Neuanschaffungen genau nachdenken bzw. abwägen müssen oder diese sogar auf unbestimmte Zeit verschieben.

Um ihre finanziellen Herausforderungen zu bewältigen, schließen 45 Prozent der Kleinstunternehmer die Inanspruchnahme eines Kredits nicht aus. Mehr als jeder Dritte (34%) sucht transparente, faire und speziell zugeschnittene Kreditangebote.

Laut Robert Kraus, Finanzexperte bei Ipsos, eröffnet die aktuelle Situation der Multikrise Potenziale für neues Kreditgeschäft: „Kreditangebote müssen jetzt kreative Problemlöser sein, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Selbständigen und kleineren Unternehmen flexibel und kreativ reagieren. Die Kreditnachfrage wird sich in den kommenden Monaten weiter verändern. Kreditanbieter müssen bereit sein, neue und flexiblere Finanzierungsinstrumente anzubieten, um den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden.“

Methode

Bevölkerungsrepräsentative Online-Befragung im Ipsos Accesspanel unter n=1.000 Personen speziell zum Thema Finanzverhalten in Krisenzeiten. Kombiniert wurden die Ergebnisse mit Daten aus dem Ipsos Finanzmarktpanel, in dem pro Quartal 20.000 Haushalte in Deutschland zu ihren Aktivitäten im Finanzmarkt befragt werden. Es werden Bestände, Neuabschlüsse inklusive Informationsprozess und Kündigungen in den Bereichen Bankendienstleistungen, Versicherungen und Bausparen erfasst. Das Ipsos Finanzmarktpanel analysiert dabei die Faktoren, welche die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung von Geldinstituten, Versicherungen und Bausparkassen prägen.

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vdp-Mitgliedsinstitute vergeben 2022 Immobiliendarlehen über 158,5 Mrd. Euro

Das Immobilienfinanzierungsgeschäft der im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute belief sich im Gesamtjahr 2022 auf 158,5 Mrd. Euro – ein Minus von 11,0% gegenüber dem Vorjahr (178,0 Mrd. Euro). Die Entwicklung verlief dabei zweigeteilt: Während im ersten Quartal 2022 mit 49,0 Mrd. Euro, teilweise bedingt durch Vorzieheffekte in Erwartung steigender Zinsen, noch ein Rekordvolumen erzielt wurde und auch das zweite Quartal ein Wachstum zum Vorjahreszeitraum aufwies, entwickelten sich die Darlehenszusagen im zweiten Halbjahr mit zweistelligen Raten deutlich rückläufig.

“Die Wende am Immobilienmarkt manifestiert sich auch im Immobilienfinanzierungsgeschäft der Banken. Die Zurückhaltung der Marktakteure, vor allem der privaten Darlehnsnehmer, ist eine Folge der hohen Inflation: Zum einen haben die innerhalb kürzester Zeit spürbar gestiegenen Lebenshaltungskosten den finanziellen Spielraum der Privathaushalte verringert. Zum anderen ist die hohe Teuerungsrate eine Ursache für die nun deutlich höheren Kreditzinsen”, erklärte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Für das laufende Jahr rechne er mit einer vorerst weiterhin verhaltenen Kreditnachfrage. Die Neigung der Privathaushalte zum Immobilienerwerb dürfte angesichts der realen Einkommenseinbußen eher gering bleiben. Hinzu komme, dass Immobilieninvestments im wohnwirtschaftlichen sowie im gewerblichen Bereich im Vergleich zu anderen Anlageformen angesichts gestiegener Kapitalmarktzinsen an Attraktivität verloren hätten. “Impulse für eine steigende Nachfrage könnten dann entstehen, wenn die Maßnahmenvorschläge des Bündnisses bezahlbarer Wohnraum umgesetzt werden, wie z.B. eine flexiblere Gestaltung der Grunderwerbsteuer. Für die Wohnungsunternehmen wären u.a. die Schaffung einer verlässlichen Förderkulisse und die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren von Bedeutung, um neue Projekte angehen zu können”, erläuterte Tolckmitt.

Das Wohnimmobilienfinanzierungsgeschäft der vdp-Mitglieder erzielte im Jahr 2022 ein Volumen von 98,2 Mrd. Euro – nach 118,4 Mrd. Euro im Jahr 2021 (-17,1%). Die Finanzierungen von Eigentumswohnungen (-29,3%) sowie von Ein- und Zweifamilienhäusern (-18,2%) verzeichneten dabei deutliche Einbußen. Das Volumen der Darlehen für den Erwerb von Mehrfamilienhäusern ging hingegen nur um 5,5% zurück.

Stabiler präsentierte sich im vergangenen Jahr das Gewerbeimmobilienfinanzierungsgeschäft der Pfandbriefbanken: Nachdem die positive Entwicklung in allen wesentlichen Segmenten im ersten Halbjahr teilweise auf Nachholeffekte aus der Zeit der COVID-19-Pandemie zurückzuführen war, machten sich insbesondere zum Jahresende hin die konjunkturellen Belastungsfaktoren bemerkbar, sodass die Kreditvergabe im vierten Quartal 2022 deutlich zurückging. Mit einem Volumen von 60,3 Mrd. Euro stand am Jahresende dennoch ein leichtes Plus in Höhe von 1,2% zu Buche (Vorjahr: 59,6 Mrd. Euro). Dabei konnten die Finanzierungsvolumina für Handelsgebäude (+10,3%) und Hotels (+6,2%) aufgrund der pandemiebedingt vergleichsweise geringen Vorjahreswerte gesteigert werden. Die – gemessen am Volumen – besonders bedeutenden Finanzierungen von Büroimmobilien konnten das Vorjahresniveau hingegen nicht ganz erreichen (-3,3%).

Bezogen auf das gesamte Wohnimmobilienfinanzierungsgeschäft der vdp-Mitgliedsinstitute im Jahr 2022 spielten Zusagen für im Ausland gelegene Objekte mit einem Anteil von 5,9% nur eine untergeordnete Rolle. Einen spürbar höheren Auslandsanteil verbuchte mit 40,5% die Gewerbeimmobilienfinanzierung.

Infolge des verhaltenen Neugeschäfts entwickelte sich auch der naturgemäß trägere Darlehensbestand der vdp-Mitgliedsinstitute weniger dynamisch als in den Vorjahren. Mit 994,2 Mrd. Euro lag er zum Jahresende 2022 um 3,8% über dem Vorjahreswert (957,5 Mrd. Euro). “Angesichts des weiter verhaltenen Immobilienfinanzierungsneugeschäfts ist zu erwarten, dass der Darlehensbestand der Pfandbriefbanken in diesem Jahr noch etwas geringer wächst, möglicherweise auch stagniert”, blickte Tolckmitt voraus.

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Erstrangig besicherte Finanzierungen von hochwertigen Bestandsimmobilien

Die HanseMerkur Grundvermögen AG (HMG) hat ihren vierten Finanzierungsfonds für Immobilien aufgelegt, welcher sich an institutionelle Investoren richtet.

Der „HMG Finanzierungsfonds IV“ vergibt erstrangig besicherte Darlehen für Bestandsimmobilien im „Core“-Segment. Darüber hinaus ist in geringem Maße auch die Finanzierung von Revitalisierungen, z. B. im Rahmen von energetischen Sanierungen, möglich.

Finanziert werden hochwertige Wohn- und Büroimmobilien in den deutschen Top-7 Städten, Wohnimmobilien zusätzlich in Hochschulstädten. Die Darlehen sollen eine kurz- bis mittelfristige Laufzeit aufweisen und von dem gestiegenen Zinsniveau profitieren. Der „Loan to value“-Wert, also das Verhältnis des Kreditbetrages zum Immobilienwert, ist auf maximal 60 % begrenzt und unterstreicht damit das konservative Risikoprofil. Das Maximalvolumen des Fonds beläuft sich auf 600 Millionen Euro.

Hauptinvestor des Finanzierungsfonds ist die HanseMerkur Versicherungsgruppe. Institutionelle Investoren haben die Möglichkeit, sich diese Anlageklasse auf Augenhöhe mit der HanseMerkur zu erschließen und ab einem mittleren einstelligen Millionenbetrag in ein breit diversifiziertes Portfolio solider Immobilienfinanzierungen zu investieren.

Malte Andes, stv. Vorstandsvorsitzender der HMG: „Die HanseMerkur vergibt bereits seit 2011 Immobiliendarlehen und verfügt somit über einen belastbaren Track Record und ein hohes Maß an einschlägiger Expertise. Seit 2018 können sich institutionelle Investoren an unseren HMG Finanzierungsfonds beteiligen.“

Das Darlehensvolumen der bisher aufgelegten HMG Finanzierungsfonds beträgt aktuell rund 1,4 Milliarden Euro. Die bestehenden Darlehensportfolien wurden kürzlich einem externen ESG-Rating unterzogen und erzielten dabei die sehr guten Ratingnoten „AAA“ und „AA“.

Der „HMG Finanzierungsfonds IV“ ist als nachhaltig klassifiziert gemäß Art. 8 der EU-Offenlegungsverordnung und berücksichtigt somit die ESG-Kriterien. So werden in einem Negativscreening im ersten Schritt beispielsweise Investitionen in Immobilien ausgeschlossen, die in Zusammenhang mit dem Ausbau und der Lagerung von fossilen Brennstoffen stehen. Im zweiten Schritt muss zumindest einer der definierten Nachhaltigkeitsaspekte erfüllt werden, wie z. B. eine Gold- oder Platin-Zertifizierung nach „DGNB“ (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) oder ein Mindestrating A des „HMG-ESG-Immobilienfinanzierungsratings“.

Antje Gause, Leiterin Finanzierung und Beteiligungsmanagement: „Wir finanzieren nur, was wir auch grundsätzlich für unsere Immobiliensondervermögen erwerben würden, prüfen also sehr sorgfältig Objekte und Darlehensnehmer. Hierbei nutzen wir insbesondere auch die Expertise unserer Bereiche Investment und Asset Management, um die Immobilien ganzheitlich zu analysieren.“

Der „HMG Finanzierungsfonds IV“ wurde in Kooperation mit der Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. als Luxemburger RAIF („Reserved Alternative Investment Fund“) aufgelegt und befindet sich ab sofort im Vertrieb.

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HanseMerkur Grundvermögen AG, Warburgstr.4,  20354 Hamburg, Tel: +49 40 41 19-13 57, Fax: +49 40 41 19-36 26, www.hansemerkur.de

10 von 17 Bausparkassen erstatten ihren Kunden nicht die Jahresentgelte.

Das ist das Ergebnis einer Finanztest-Abfrage bei allen Bausparkassen. Solche Gebühren hat der Bundesgerichtshof für unzulässig erklärt.

Die pro Monat oder Jahr fälligen Gebühren kassierten alle Kassen zumindest zeitweise, meist 12, 24 oder 36 Euro pro Jahr. Über die Laufzeit eines Vertrages können so hunderte Euro unrechtmäßige Gebühren entstanden sein.

Doch 10 der 17 angefragten Bausparkassen kassieren weiter für laufende Bausparverträge und erstatten zumindest einen Teil der Gebühren nicht. Bei Riester-Verträgen macht gar kein Unternehmen Zusagen. Die Unternehmen argumentieren, dass das Urteil nur für die BHW-Gebühren gelte, die in Karlsruhe Thema waren. Verbraucherschützer meinen, dass das Urteil auf andere Kassen übertragbar sei.

Finanztest rät, die Bausparkasse zunächst schriftlich aufzufordern, Entgelte zu erstatten. Denn ohne Aufforderung erstattet keine einzige Kasse, mit Aufforderung immerhin drei vollständig und mehrere teilweise. Entsprechende Musterbriefe finden sich unter www.test.de/bauspargebuehren.

Wenn sich eine Bausparkasse weigert, sollten sich Kunden bei der zuständigen Schlichtungsstelle beschweren. Das stoppt auch die Verjährung. Auch hierfür bietet die Stiftung Warentest auf test.de Mustertexte und Tipps.

Welche Bausparkassen zahlen und welche nicht, ist auch in der März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest nachzulesen.

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Stiftung Warentest, Lützowplatz 11-­13, D­-10785 Berlin, Tel: 030/26310, Fax: 030/26312727, www.test.de

Prognose: Markt wird neues Gleichgewicht finden, sobald Preise von Objekten zu neuem Zins- und Finanzierungsumfeld passen

29,0 Mrd. Euro an abgeschlossenen Finanzierungen, 61 Mio. Euro Ergebnis vor Steuer

Der durch Krieg, Corona-Krise und Energieschock ausgelöste Inflations- und Zinsanstieg hat den seit Jahren boomenden Immobilienmarkt in Deutschland spürbar abgekühlt. In diesem Umfeld hat Interhyp, Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen, ein Abschlussvolumen von 29,0 Mrd. Euro erwirtschaftet (Vorjahr 34,2 Mrd.). Der Marktanteil von Interhyp betrug 2022 10,9 Prozent (11,7 Prozent im Vorjahr). Trotz der herausfordernden Lage sieht der Marktführer im aktuellen Umfeld auch Chancen und ist überzeugt, dass sich der Markt und somit das Geschäft stabilisieren werden.

2022 war laut Interhyp turbulent. “Derart gravierende Veränderungen in so kurzer Zeit hat es schon sehr lange nicht mehr gegeben. Das gilt nicht nur für die Weltpolitik, sondern besonders für die Immobilienbranche”, erklärt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe, anlässlich der Vorstellung der Jahresergebnisse. Herausfordernd waren insbesondere die stark gestiegenen Zinsen. Diese haben sich von rund einem Prozent zu Beginn des Jahres auf knapp vier Prozent zu Ende des Jahres in etwa verdreifacht – und die Finanzierungskosten für Kaufende in die Höhe getrieben. Das zweite Halbjahr war infolgedessen geprägt von einer hohen Verunsicherung und einem rückläufigen Markt. Im Gesamtergebnis gab der Rohertrag 2022 volumenbedingt auf 243 Mio. Euro nach, gegenüber 287 Mio. Euro im Vorjahr. Das operative Vorsteuerergebnis für das abgelaufene Jahr beträgt 61 Mio. Euro (Vorjahr 107 Mio. Euro).

Rückkehr der Transaktionen 2023 erwartet: Abwartende Käuferinnen und Verkäufer ein temporäres Phänomen

“Der Wunsch nach einem eigenen Zuhause ist ungebrochen, allerdings sehen wir bei Käuferinnen und Käufern sowie bei Verkäuferinnen und Verkäufern eine abwartende Haltung. Nun muss der Markt sein Gleichgewicht finden, bei dem Kaufpreiserwartungen der Verkaufenden zu den Finanzierungsmöglichkeiten der Kaufenden passen”, sagt Utecht. Interhyp geht aktuell davon aus, dass dies im Laufe des Jahres allmählich passiert und mit den Transaktionen die Nachfrage nach Baufinanzierungen wieder zunimmt.

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an den Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2022 ein Finanzierungsvolumen von 29,0 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform Home sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

Verantwortlich für den Inhalt:

Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Spürbarer Rückgang bei Finanzierung von Neubau und Bauvorhaben sowie Kapitalanlegern

Der Immobilienmarkt hat sich in 2022 tiefgreifend verändert. Das berichtet Interhyp, Deutschlands größter Vermittler von privaten Baufinanzierungen, auf der Grundlage einer Auswertung von mehr als 500.000 abgeschlossenen Finanzierungen aus den vergangenen zehn Jahren. “In den vergangenen Jahren haben wir einen Verkäufermarkt erlebt”, sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe und führt weiter aus: “Es gab wenige Objekte, auf die meist sehr viele Interessentinnen und Interessenten kamen. Das wandelt sich nun. Die Preise sinken, es sind deutlich mehr Objekte verfügbar und zusätzlich können Käuferinnen und Käufer wieder die Preise verhandeln.”

Interhyp-Immobilienpreis-Index zeigt: Immobilienpreise fallen weiter

Um die Entwicklung der Kaufpreise so genau wie möglich darzustellen, hat Interhyp einen Immobilienpreis-Index entwickelt. Dieser vergleicht exakt gleichartige Immobilien zu verschiedenen Zeitpunkten. Die Datengrundlage des Index bleibt immer gleich. Heißt: Der Index stellt die Änderungen des Kaufpreises von Immobilien unabhängig von Änderungen in der Zusammensetzung der Finanzierungen von Interhyp dar. “Nachdem die Immobilienpreise mehr als zehn Jahre gestiegen sind, erleben wir nun erstmals einen Abschwung. Dieser ist jedoch noch nicht so signifikant, wie es teils berichtet wird”, sagt Utecht. Entscheidend sei der zeitliche Vergleich: “Auf Jahressicht 2021 zu 2022 sind die Preise noch um etwa 5 Prozent gestiegen. Vergleicht man Q4 2021 mit Q4 2022, sieht man einen Rückgang von 3,5 Prozent. Und von Q2 2022 zu Q4 2022 beträgt der Rückgang dann bereits etwa 6 Prozent.” Damit lagen die Immobilienpreise im Dezember 2022 auf dem Niveau von Mitte 2021. Q2 2022 ebenfalls als Referenzpunkt heranzuziehen ist daher sinnvoll, weil durch diesen Zeitraum am deutlichsten wird, wie sich der Markt im Laufe des Jahres verändert hat. Zu diesem Zeitpunkt waren die Immobilienpreise in der Spitze am höchsten.

Preise fallen in ganz Deutschland – auch in Metropolen

“Der Interhyp-Immobilienpreis-Index zeigt: Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich, allerdings sehen wir deutschlandweit einen Rückgang”, sagt Utecht. Eine Analyse der Kaufpreise in den sieben größten Metropolen Deutschlands von Q2 2022 zu Q4 2022 zeigt folgendes Bild: In Hamburg, München und Frankfurt sind die Preise am stärksten zurückgegangen, um jeweils 8 Prozent. In Köln und Stuttgart waren es minus 7 Prozent und Leipzig und Berlin jeweils minus 4 Prozent.

Je älter die Immobilie, desto stärker der Preisrückgang

“Ältere und somit weniger energieeffiziente Immobilien sind stärker vom Preisrückgang betroffen als neue Objekte”, sagt Utecht. Der Quartalsvergleich (Q2 22 zu Q4 22) zeigt deutlich: Immobilien, die vor 1990 gebaut wurden, sind unserem Immobilienpreis-Index zufolge 7,5 Prozent günstiger. Immobilien ab dem Baujahr 2010 hingegen nur um 4 Prozent. Mit Blick auf die aktuellen Rohstoff- und Energiepreise ist diese Entwicklung nicht verwunderlich. “Gleichzeitig bieten sich vor allem für das Erreichen der Klimaziele auch Chancen: Banken sollten diese sogenannten “braunen Energieeffizienzklassen” G und H weiterhin finanzieren und die Käufer bei der Modernisierung und somit auf dem Weg zu einer besseren Energieeffizienzklasse unterstützen. So tragen sie zur Reduktion der CO2-Emissionen im Gebäudesektor bei”, erklärt Utecht.

Kompromissbereit, damit der Traum vom eigenen Zuhause noch möglich wird

Zusätzlich zur Entwicklung der Immobilienpreise durch den Index hat Interhyp auch die durchschnittlichen Finanzierungskennzahlen für 2022 analysiert. “Die Analyse zeigt eine große Kompromissbereitschaft seitens der Käuferinnen und Käufer. Denn nur so können sie sich den Traum vom eigenen Zuhause noch erfüllen”, sagt Utecht.

So haben die Kunden 2022 ältere und kleinere Objekte gekauft. Zwischen 2020 und 2021 waren die über Interhyp finanzierten Immobilien etwa 38 Jahre alt, Ende 2022 waren es bereits 46 Jahre. Die mittlere Wohnfläche der über Interhyp finanzierten Häuser verringerte sich von etwa 161m2 auf 156m2. Die mittlere Wohnfläche von Wohnungen bleibt gleich bei 80m2. Darüber hinaus haben die Menschen andere Vorhaben finanziert. Heißt: Der Anteil von Finanzierungen von Neubauten und eigenen Bauvorhaben verringert sich zum Teil dramatisch im Laufe des Jahres 2022. Der Kauf von Neubauten verringerte sich von etwa 15 auf 5 Prozent. Eigene Bauvorhaben verringerten sich von etwa 15 Prozent auf 10 Prozent.

Kapitalanleger ziehen sich aus dem Markt zurück

Von Q4 2021 zu Q4 2022 hat sich der durchschnittliche Anteil der Kapitalanleger von 28 Prozent auf 21 Prozent verringert. Der Anteil der Eigennutzer hingegen ist von 67 Prozent auf 73 Prozent gestiegen. “Der Immobilienkauf als Investitionsentscheidung geht momentan nicht auf. Für Kapitalanleger sind die monatlichen Raten derzeit im Vergleich zu den erwartenden Mieteinnahmen einfach zu hoch, als dass es sich lohnen würde.”

Leistbarkeit sinkt – Eintrittshürden für den Immobilienmarkt steigen weiter

155.000 Euro – so viel Eigenkapital haben die Kundinnen und Kunden von Interhyp im vierten Quartal 2022 durchschnittlich eingebracht. Das sind fast 12 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. “Die Eintrittshürden für den Immobilienmarkt sind nach wie vor zu hoch. Das wiederum minimiert die Zahl der Menschen, die die aktuellen Marktchancen tatsächlich nutzen können. Und hier ist die Politik in der Pflicht, die Eintrittshürden zu senken, zum Beispiel indem sie die Kaufnebenkosten reduziert. Eine Reform der Grunderwerbssteuer könnte ein wichtiger Baustein dafür sein”, sagt Utecht.

Über den Interhyp-Immobilienpreis-Index

Der Interhyp-Immobilienpreis-Index ist vergleichbar mit dem Verbraucherpreisindex vom Statistischen Bundesamt. Der Warenkorb im Interhyp-Index ist eine Selektion von allen über Interhyp finanzierten Immobilien. Eine Selektion des Warenkorbs war nötig, weil die abgeschlossenen Finanzierungen von Interhyp nicht gleichmäßig über Deutschland verteilt sind. Das bedeutet: In die Selektion geht eine Gewichtung ein, um repräsentativ für Deutschland zu sein. Im nächsten Schritt wurde der Warenkorb für verschiedene Zeitpunkte berechnet, wodurch Interhyp nun genau sagen kann, wie sich die Immobilienpreise in einem bestimmten Zeitraum entwickelt haben. Jegliche Mischeffekte, die die reale Preisentwicklung verzerren würden, sind dadurch eliminiert. Mixeffekte wären zum Beispiel, wenn in dem Warenkorb in einem Jahr mehr Immobilien aus München wären. Das würde die reale Preisentwicklung verzerren.

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an den Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2022 ein Finanzierungsvolumen von 29,0 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform Home sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

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Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Steigende Kosten und Energiekrise sorgen weiter für hohen Finanzierungsbedarf – Kreditneugeschäft steigt im dritten Quartal um 36,1 % – Trendwende zum Jahreswechsel erwartet

Das Kreditneugeschäft der Banken und Sparkassen in Deutschland mit Unternehmen und Selbstständigen ist im dritten Quartal 2022 um den Rekordwert von 36,1 % gestiegen, wie der neue KfW-Kreditmarktausblick von KfW Research zeigt. Das Wachstum neuer Kredite fällt damit noch einmal um 15 Prozentpunkte stärker aus als im Vorquartal. Zum Jahresende dürfte das Wachstum am Kreditmarkt jedoch beginnen nachzulassen.

Ausschlaggebend für die starke Kreditausweitung ist in großen Teilen die hohe wirtschaftliche Unsicherheit, die dieses Jahr geprägt hat. Dabei stehen vor allem Faktoren im Vordergrund, die mit einem hohen Kreditbedarf einhergehen: Einerseits verursacht eine durch anhaltende Lieferkettenprobleme bedingte höhere Lagerhaltung höhere Kosten und einen stärkeren Finanzierungsbedarf für viele Unternehmen. Andererseits sorgt der Krieg in der Ukraine für schwere Verwerfungen und belastet weite Teile des Unternehmenssektors direkt mit erheblich gestiegenen Energiepreisen, löst aber auch indirekte Effekte aus, wie etwa teurere Vorprodukte. Auch die durch den Bund garantierten Kredite zur Sicherung der Gasversorgung über die staatliche Förderbank KfW haben erneut spürbar zum Anstieg der Neukreditvergabe beigetragen.

Der starke Zuwachs beim Kreditneugeschäfts spricht für einen aktuell intakten Kreditzugang des Unternehmenssektors. In den kommenden Quartalen dürfte allerdings die Qualität der Kreditnehmer für die Banken noch weiter in den Vordergrund rücken. Entscheidend ist dabei, wie stark die konjunkturelle Abschwächung 2023 auf die Bonität des Unternehmenssektors wirkt. Zudem ist damit zu rechnen, dass sich die anhaltende geldpolitische Straffung auch bei den Kreditzinsen widerspiegelt. Die Trendwende am Kreditmarkt dürfte damit vor allem über die Angebotsseite entstehen. Aktuelle Umfragen reflektieren dies bereits. Die im Bank Lending Survey (BLS) von Oktober befragten Banken gaben an, dass sich zunehmende Rezessionsängste, die branchen- oder unternehmensspezifischen Situation und eine generell sinkende Risikotoleranz erheblich auf die Kreditstandards ausgewirkt haben.

Die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib, sagt: “Multiple Schocks haben in diesem Jahr das Rekordwachstum neuer Kredite an Unternehmen und Selbstständige getrieben. Im dritten Quartal dürfte das Kreditneugeschäft jedoch seinen Hochpunkt erreicht haben. Für das Schlussquartal 2022 und das Auftaktquartal 2023 rechne ich mit immer noch starken aber sich langsam abkühlenden Wachstumsraten. Vor allem die konjunkturell gehemmte Investitionstätigkeit und die gestiegenen Finanzierungskosten dürften die Kreditnachfrage dämpfen. Die erwartbar straffere Kreditvergabepolitik wird das Neugeschäftswachstums zudem auch angebotsseitig bremsen. Ein gewichtiges Risiko für diese Prognose ist die Corona-Entwicklung in China, die zu einer erneuten Verschärfung der Lieferkettenprobleme führen kann.”

Verantwortlich für den Inhalt:

KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

vdp sieht Licht und Schatten beim ECON-Votum zum Bankenpaket

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) beurteilt den heute im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments verabschiedeten Bericht zum EU-Bankenpaket ambivalent: “Verglichen mit den ursprünglichen Überlegungen zeichnen sich bei der Umsetzung der Basel III-Reform aktuell wichtige Entlastungen für die Kreditwirtschaft ab, die den traditionellen Merkmalen der europäischen Finanzierungsmärkte Rechnung tragen. Wir begrüßen insbesondere die sich abzeichnenden Erleichterungen für die risikoarme Wohnimmobilienfinanzierung, aber auch für “unrated corporates”, stellte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt fest. “Ernüchtert sind wir hingegen darüber, dass man sich nur zu Übergangsregelungen in diesen Bereichen durchringen konnte und ebenso risikoarme erstrangige Gewerbeimmobilienfinanzierungen offenbar nicht unter die Privilegierung fallen. Das wird der Sicherheit dieser Assetklasse nicht gerecht. Insgesamt droht die Immobilienfinanzierung unsachgemäß behandelt zu werden.”

Das heutige Votum des ECON orientiert sich inhaltlich am Gesetzesentwurf, den die Europäische Kommission im Herbst 2021 zum EU-Bankenpaket vorgelegt hat. Dabei handelt es sich um eine tiefgreifende Überarbeitung bankaufsichtlicher Anforderungen, die vor allem die finale Umsetzung der Basel III-Reform beinhalten und die Eigenkapitalbelastung der europäischen Kreditinstitute erheblich ansteigen lassen. Bereits im November 2022 hatte sich der Rat der Europäischen Union dahingehend positioniert, dass er die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Regelungen unterstützt. Somit stimmen alle drei Institutionen grundsätzlich darin überein, dass die negativen Auswirkungen auf das Finanzierungsgeschäft, die aus den ursprünglichen Empfehlungen des Baseler Ausschusses zum Bankenpaket resultieren, zumindest abgemildert werden.

Die sich abzeichnenden Erleichterungen für die Behandlung im Output Floor betreffen insbesondere Finanzierungen von Unternehmen, die über kein Rating einer externen Ratingagentur verfügen, sowie Finanzierungen von Wohnimmobilien. Konkret geht es bei letzteren um eine Halbierung des Risikogewichts von 20% auf 10%, wenn die Finanzierungen bestimmte zusätzliche Voraussetzungen erfüllen, zum Beispiel einen institutsspezifischen Hard Test mit einer Verlustquote von maximal 0,25% – bezogen auf das entsprechende Immobilienportfolio einer Bank. Diese Kapitalentlastung soll jedoch nur bis zum Jahr 2032 gelten, wobei der ECON nun vorgeschlagen hat, die Möglichkeit zu schaffen, diese Übergangsfrist maximal um vier Jahre verlängern zu können.

“Warum gleiches risikoarmes Geschäft künftig anders behandeln als heute?”

Dass diese Erleichterungen aber überhaupt nur temporär gelten und nicht auf die Finanzierung von Gewerbeimmobilien ausgeweitet werden sollen, stößt beim vdp auf Unverständnis: ” “Wohnimmobilienfinanzierungen mit einem niedrigen Beleihungsauslauf, deren Risikoarmut noch dazu durch einen Hard Test nachgewiesen ist, sollten per se keinen stärkeren Zuschlag der Eigenkapitalunterlegung verzeichnen als risikoreichere Geschäfte und deshalb unbefristet von dieser Regelung profitieren” betonte Tolckmitt. “Denn warum sollte Geschäft, das heute als risikoarm gilt und in zehn oder zwanzig Jahren dieselben ambitionierten Kriterien erfüllt, in Zukunft anders behandelt werden als heute?” Zudem sollten ebenso risikoarme Gewerbeimmobilienfinanzierungen in die Andersbehandlung einbezogen werden.

Nach dem Votum des ECON wird das Europäische Parlament voraussichtlich in seiner nächsten Plenarsitzung über das Bankenpaket abstimmen. Im Anschluss findet in Brüssel der sogenannte Trilog statt, bei dem die EU-Kommission, der Rat der Europäischen Union sowie das Europäische Parlament über ihre jeweiligen Vorschläge zum EU-Bankenpaket verhandeln.

Der vdp wird zudem weiter darauf hinweisen, dass Regulierungsmaßnahmen wie Basel III letztlich der Erreichung politischer Ziele im Wege stehen. Die nachhaltige Transformation der Wirtschaft, die energetische Sanierung des Gebäudebestands sowie die Schaffung bezahlbaren Wohnraums erfordern in Zukunft massive Investitionen, die weitestgehend von der Kreditwirtschaft zu finanzieren sind. “Je stärker Kreditinstituten die Kreditvergabe erschwert wird, desto weniger wird es gelingen, politische Visionen Wirklichkeit werden zu lassen”, warnte Tolckmitt. Als Beispiel führte er bestimmte energetische Sanierungen von Immobilien an, die im Basel III-Rahmenwerk als so genannte ADC-Finanzierungen (acquisition, development and construction) klassifiziert und im Falle von Gewerbeimmobilien mit einem Risikogewicht von 150% belegt werden sollen. Dieser Wert entspricht dem Risikogewicht für ausgefallene Kredite, würde Finanzierungen von Sanierungen deutlich verteuern und damit die grüne Transformation erschweren.

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Europace AG feiert erfolgreiches erstes Jahr von OneClick

Die Europace AG, Deutschlands größte Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, feiert heute den ersten Jahrestag seines Erfolgsproduktes OneClick.

OneClick startete am 01. Februar 2022 in den privaten Baufinanzierungsmarkt, wodurch die Europace AG seitdem als erste Plattform die Sofortkreditentscheidung anbietet.

Auch ein Jahr nach dem Start der ersten automatisierten Sofortkreditentscheidung gibt es großes Interesse an OneClick. So konnte Europace neben den ersten Pilotpartnern Dr. Klein, SpardaBW, PlanetHome und Qlick Baufinanzierung der BAWAG Group in den vergangenen 12 Monaten nach Produktstart zahlreiche weitere Partner für sein Produkt OneClick freischalten.

Seit heute sind die ersten beiden Genossenschaftsbanken Volksbank Mittweida und Volksbank Bielefeld-Gütersloh an OneClick angebunden.

Dabei profitieren beide Banken von der Produkterweiterung OneClick “EasyAccess”, die den ursprünglich halbjährigen Onboarding-Prozess auf sechs Wochen verkürzt.

Via PSD2-Schnittstelle wird den Banken der digitale Kontocheck mit der Validierung der Haushaltsrechnung zur Verfügung gestellt.

Auf dieser Basis und der automatisierten Objektbewertung wird die sofortige Kreditentscheidung ermöglicht.

Stefanie Krenz, Abteilungsleiterin des Kompetenzcenters Wohnbau, Volksbank Mittweida eG: “Dass wir als eine der ersten beiden Volksbanken in Deutschland zur weiteren Markteinführung von OneClick dabei sind, macht uns sehr stolz… Wir freuen uns, nun den Kunden noch schneller und mit dem gleichen Maß an Qualität zur Wunschfinanzierung zu verhelfen. Der Gedanke an eine Revolution der Baufinanzierung fühlt sich großartig an. So macht die Zukunftsgestaltung Spaß!”

“Die Baufinanzierung hat sich seit zwanzig Jahren nicht wesentlich verändert, die Menschen aber, die finanzieren schon. Es ist unsere Mission, dass wir die Baufinanzierung moderner machen. Und das heißt für mich eben auch: die Finanzierung so weit wie möglich zu vereinfachen. Denn niemand will finanzieren. Wir tun also alles dafür, dass aufwändige oder komplizierte Prozesse im Hintergrund verschwinden. Meine Vision: dass Menschen die Immobilie, die sie online sehen, sofort finanzieren können. Es sollte keine Frage mehr von Wochen sein, ob ich die Finanzierung bekomme. Es sollte nur noch darum gehen: will ich diese Immobilie, ja oder nein, und kann ich sie mir leisten? OneClick trägt wesentlich dazu bei. Denn wir schaffen Verbindlichkeit und damit Vertrauen, wie noch nie zuvor. Und zusammen mit anderen Produkten wie der passenden Finanzierung von Europace entstehen damit interaktive Finanzierungsstrecken. Diese Form von hybrider Beratung erschließt neue Zielgruppen und hilft Berater:innen, mehr Kundinnen und Kunden gleichzeitig zu betreuen.” so Thomas Heiserowski, Vorstand und Co-CEO der Europace AG.

Verbindliche Darlehensentscheidung per Sofort

Das Ziel von OneClick ist es, Banken und Verbraucher:innen den Prozess zu erleichtern und setzt dabei vor allem auf Einfachheit und Geschwindigkeit. Mit der ersten automatisierten Sofortkreditentscheidung erhalten Kundinnen und Kunden eine verbindliche Darlehenszusage vom Produktanbieter bereits innerhalb weniger Stunden und zukünftig auch per Knopfdruck in Echtzeit. Dabei stellt OneClick sicher, dass alle relevanten Daten für eine Kreditentscheidung sofort und validiert vorliegen. Verbraucher:innen reichen dafür nur vier Unterlagen statt bisher über ein Dutzend beim Produktanbieter ein.

„Mit OneClick können sich alle Stakeholder wieder auf ihr Core-Business konzentrieren. Europace fokussiert sich als Plattform darauf, Daten zu validieren und in einer guten Qualität zur Verfügung zu stellen. Bankpartner fokussieren sich darauf, Kreditrisiken einzuschätzen, managen und mitigieren. Für Vertriebe macht sich die Prozessbeschleunigung neben der schnellen und verbindlichen Zusage auch durch den deutlich optimierten Prozess durch digitalen Kontocheck und validierter Objektbewertung mit nur noch einer Pflichtunterlage bemerkbar und führt zur schnelleren Konvertierung. Und die Verbraucher:innen können schon am nächsten Tag einen Notartermin vereinbaren.”, hebt Miriam Blanarsch, Lead und Product Manager von OneClick bei Europace hervor.

Wirkungsbereich wird auf Einfamilienhäuser ausgeweitet

Nach erfolgreichem Abschluss der jüngsten Testphase nimmt der OneClick-Algorithmus jetzt auch Ein- und Zweifamilienhäuser ins Portfolio auf. Aus den Erfahrungen der kommenden Anfragen wird der Algorithmus weiter gezielt trainiert und verbessert.

Der direkte Zugang zu hochqualifizierten Leads und einem reibungslosen Finanzierungsprozess mit Kaufinteressierten erweckte auch das Interesse von außerhalb der am Markt teilnehmenden Banken. So startete OneClick auch mit den Immobilienmakler-Unternehmen Von Poll Finance und Engel & Völkers Finance Germany GmbH eine Kooperation. Als erste am Markt bieten sie ihren Kunden und Kundinnen bereits seit vergangenem Jahr eine automatisierte Sofortkreditentscheidung in kürzester Zeit an.

Zukunft der Finanzierung transformieren: Schnell und automatisiert

Mit der Sofortkreditentscheidung von Europace wird Finanzierung neu gedacht, denn OneClick ermöglicht verlässlich den digitalen Abschluss sowie die verbindliche Kreditzusage innerhalb kürzester Zeit. Durch den Zugewinn der Geschwindigkeit können nicht nur Produktanbieter ihre Conversion steigern, sondern Verbraucher:innen in unterschiedlichen Marktlagen überzeugen. Während OneClick Anfang 2022 vor allem mit Schnelligkeit im Wettbewerb um die Immobilie überzeugen konnte, geht es aktuell mehr um das Thema einer schnellen und einfachen Zinssicherung in einer unsicheren und sich schnell verändernden Marktsituation.

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Europace AG, Heidestraße 8, 10557 Berlin, www.europace.de

Preise in Metropolen: Immobilienpreise in München sinken um 11 Prozent

Europace, Deutschlands führende Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, stellt mit der aktuellen Wohn- und Finanzierungsmarktanalyse die aktuelle Einschätzung zum privaten Wohnimmobilienmarkt vor. Die Analyse beleuchtet die folgenden Bereiche: Immobilien und Käufer:innen, Finanzierungslösungen sowie Kaufpreise und Zinssätze. Die Zahlen des Zeitraumes vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 zeigen auf, dass die Hauspreise sich leicht rückläufig verhalten und weniger Neubauten finanziert werden.

Forwarddarlehen sinken weiter

Seit März 2022 wird deutlich, dass Forwarddarlehen zurückgehen. Von 7,9 Prozent im September fand ein Rückgang auf 5,7 Prozent im Dezember statt. Stattdessen stiegen Annuitätendarlehen weiter an und landen bei 81,9 Prozent im Dezember. Die Zinsen haben im Gesamtjahr 2022 bis auf minimale Ausnahmen nur nach oben entwickelt. Im Dezember lagen die Zinsen bei einer Zinsbindung von zehn Jahren bei knapp 4 Prozent.

Rückgang von Neubau-Finanzierungen

Der Großteil der Verwendungszwecke der Finanzierungen bleiben weiterhin Käufe von Bestandsimmobilien. Diese lagen im Dezember bei 67 Prozent. In Q4 wird der Rückgang von Neubau-Finanzierungen noch einmal verdeutlicht. Im Dezember wurden nur noch 10 Prozent finanziert.

Haushaltsüberschuss sinkt im vierten Quartal erstmalig

Die durchschnittlichen Käufer:innen sind 39 Jahre alt. Der Haushaltsüberschuss ist vom dritten Quartal von 1.602 Euro auf 1589 Euro in Q4 gesunken. Das Durchschnittseinkommen beträgt im vierten Quartal 3.744 Euro – wie auch schon im dritten Quartal.

„Die aktuelle Wohn- und Finanzierungsmarktanalyse macht den Wandel am Immobilienmarkt erneut deutlich. Die Zinsen sind in 2022 stark angestiegen. Wir haben gesehen, dass die Immobilienpreise nach einer langen, starken Wachstumsphase, langsam sinken. Das gilt aber vor allem für bestehende Immobilien, bei Neubauten sind die Preise weiterhin stabil. Wir erwarten für 2023  eine Balance am Markt und gehen von einer langsamen Erholung zum Sommer aus”, kommentiert Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand von Europace, die aktuelle Wohn- und Finanzierungsmarktanalyse.

Methodik

Die kostenfrei zur Verfügung stehende Analyse wird in regelmäßigen Abständen bei Europace veröffentlicht und beleuchtet neben den Kaufpreisen von Häusern und Eigentumswohnungen auch Bonität, Berufsgruppen, Alters- und Einkommensklassen, Immobilienarten und -nutzung, Darlehensformen und Zinssatzentwicklungen. Die Plattformdaten werden anonymisiert zusammengetragen und übersichtlich aufbereitet.

Die aktuelle Wohn- und Finanzierungsmarktanalyse kann ab sofort im Studienbereich des Unternehmensblogs Europace Report herunter geladen werden. Alle Indizes, Studien sowie das Trendbarometer von Europace sind hier zu finden. Alle Daten können für journalistische oder wissenschaftliche Veröffentlichungen unter Angabe der Quelle frei verwendet werden.

Aufgrund der unterschiedlichen Datengrundlage und spezifischen Berechnungslogiken können die Durchschnittswerte der Wohn- und Finanzierungsmarktanalyse von den Indizes der Europace AG leicht abweichen.

Über Europace

Europace, Deutschlands größte Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, vernetzt rund 800 Partnerunternehmen aus den Bereichen Banken, Versicherungen und Finanzvertriebe. Mehrere tausend Nutzer:innen wickeln monatlich über 35.000 Transaktionen mit einem Volumen von über 9 Mrd. Euro über den Marktplatz ab. Mit rund 85 Mrd. Euro in 2021 wurden hier über 20 Prozent aller Immobilienfinanzierungen für Privatkund:innen in Deutschland in der größten Produktgruppe umgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit Vertrieben und Produktanbietern entwickelt Europace nutzerorientierte Finanzierungslösungen, optimal auf die Bedürfnisse der Verbraucher:innen abgestimmt – für ein Finanzieren mit Leichtigkeit.

Die Europace AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Hypoport SE, die an der Deutschen Börse im Prime Standard gelistet ist. Seit 2015 ist Hypoport durchgängig im Auswahlindex SDAX oder MDAX vertreten. Europace ist mit dem TÜV Datenschutzgutachten zertifiziert. Seit 2018 organisiert sich die Europace AG vollständig holakratisch.

Verantwortlich für den Inhalt:

Europace AG, Klosterstraße 71, D­-10179 Berlin, Tel.: +49 (0) 30 / 4208619, Fax: +49 (0) 30 / 4208619, www.europace.de

Kooperation von starker Nachfrage seitens des Autohandels getrieben

Kundinnen und Kunden über mobile.de direkt zum Fahrzeug eine Finanzierung der Creditplus Bank anbieten? Für den Autohandel ab sofort kein Problem mehr. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben Creditplus und mobile.de Mitte Dezember vergangenen Jahres unterschrieben – ganz im Sinne des Digitalvorreiters Creditplus natürlich online. Diesen Monat ist der offizielle Start der Zusammenarbeit.

Für den Autohandel heißt das konkret, dass Fahrzeuge nun auch inklusive eines Finanzierungsangebots der Creditplus auf mobile.de eingestellt werden können. Die Bank kommt damit der großen Nachfrage ihrer Händler nach, die aufgrund der guten Konditionen, der hohen Genehmigungsquote sowie des überdurchschnittlichen Digitalisierungsgrades immer öfter auf Finanzierungen der Stuttgarter Experten zurückgreifen, wie Marco Christ, Generalbevollmächtigter und Head of Business Partner bei der Creditplus Bank AG, betont: „Wir sind seit jeher ein starker und verlässlicher Partner für den Autohandel und freuen uns natürlich darüber, dass wir mit unseren attraktiven Finanzierungskonditionen sowohl Handel als auch unsere Kundinnen und Kunden gleichermaßen überzeugen. Unser Angebot auf die Bereiche auszudehnen, über die der Absatz verstärkt stattfindet, ist da nur logisch. Und mobile.de gehört als Deutschlands größter Fahrzeugmarkt definitiv dazu.“

Und auch bei mobile.de freut man sich über den neuen Kooperationspartner. „Passende Finanzierungslösungen sind in zunehmendem Maße ein wichtiges Vermarktungsinstrument für den Handel. Die Creditplus punktet hier mit ihrem exzellenten Service und den guten Konditionen, weshalb wir uns sehr freuen, die Bank als Kooperationspartner auf unserer Plattform zu begrüßen“, sagt Daniel Breves, Commercial Director bei mobile.de.

Creditplus Bank AG auf einen Blick:

Die Creditplus Bank AG ist eine hochspezialisierte Konsumentenkreditbank mit den Geschäftsfeldern Absatzfinanzierung, Direktgeschäft und Händlerfinanzierung. Das Kreditinstitut mit Hauptsitz in Stuttgart hat bundesweit 20 Filialen und mehr als 700 Mitarbeitende. Die Creditplus Bank AG gehört über die französische Konsumfinanzierungsgruppe CA Consumer Finance zum Crédit Agricole Konzern. Sie gehört zu den führenden im Bankenfachverband organisierten Privatkundenbanken. Die Bank verfügt über ein Multi-Kanal-System, das die Vertriebskanäle Filialen, Internet, Absatzfinanzierung und Partnerbanking miteinander verbindet.

mobile.de auf einen Blick:

mobile.de ist Deutschlands größter Fahrzeugmarkt mit rund 1,2 Millionen inserierten Pkw, Nutzfahrzeugen und Motorrädern. Einschließlich Inseratsexport zur Schwesterplattform eBay Kleinanzeigen erreicht mobile.de rund 21,42 Millionen individuelle Nutzerinnen und Nutzer pro Monat (Quelle: AGOF digital facts, mobile.de und eBay Kleinanzeigen Fahrzeugkategorien, Ø Monat Mai bis Oktober 2022). Sowohl Privatkunden als auch mehr als 42.000 registrierte Fahrzeughändler nutzen die Plattform. Als „One-Stop-Shop” bietet mobile.de neben dem An- und Verkauf unter anderem auch Finanzierungs- und Leasinglösungen an. Das 1996 gegründete Unternehmen ist ebenso wie eBay Kleinanzeigen ein Tochterunternehmen von Adevinta, einem weltweit führenden Anbieter für Online-Kleinanzeigenportale.

Verantwortlich für den Inhalt:

Creditplus Bank AG, Augustenstraße 7, 70178 Stuttgart, Telefon: +49 (0711) 66 06-60, Fax: +49 (0711) 66 06-874,  www.Creditplus.de

Die hohe Inflationsrate, steigende Zinsen und das abnehmende Wirtschaftswachstum belasten Unternehmen wie private Haushalte.

Die Risikomanager:innen der Banken erwarten daher im laufenden Jahr eine Zunahme notleidender Kredite. „Dieser Anstieg dürfte aber nicht so stark ausfallen wie noch vergangenen Sommer befürchtet“, sagt Jürgen Sonder, Präsident der BKS. Insbesondere bei Darlehen im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) sowie Gewerbeimmobilien (CRE) wird aufgrund der gezielten Unterstützungsmaßnahmen durch den Staat mit Entspannung gerechnet.

Risikomanager:innen in den deutschen Kreditinstituten erwarten im Durchschnitt, dass der Bestand an Non-performing Loans (NPLs) bis Ende 2023 auf 35,3 Milliarden Euro anwachsen wird. Dies entspräche einem Plus von 15 Prozent gegenüber den 30,7 Milliarden Euro, die die Europäische Bankenaufsicht (EBA) im September 2022 gemeldet hatte. Das ist das Ergebnis der Wintererhebung des NPL-Barometers, das von der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) sowie der Frankfurt School of Finance & Management herausgegeben wird.

„Damit hat sich das Bild etwas aufgehellt“, sagt Sonder. Im vergangenen Sommer hatten die Risikomanager:innen noch mit einem Anstieg der NPLs auf durchschnittlich 37,6 Milliarden Euro bis Ende 2023 gerechnet. Entwarnung kann aber noch nicht gegeben werden: Ende kommenden Jahres dürfte das Volumen notleidender Darlehen laut der Befragung bei 38,1 Milliarden Euro liegen – das wären 24 Prozent mehr als im September 2022.

Im Dezember hatte sich der NPL-Markt bereits belebt. Sahen im vergangenen Sommer nur drei Prozent der Befragten einen Anstieg im Konsumentenbereich, so waren es im Dezember bereits 21 Prozent. Auch der Erwartungswert für die kommenden zwölf Monate zeigt einen Trend nach oben, also verstärkte Marktaktivitäten. 58 Prozent der Befragten rechneten zuletzt mit einem Anstieg der NPL-Bestände bei Konsumentenkrediten, 21 Prozent im wohnwirtschaftlichen Bereich, 46 Prozent bei Gewerbeimmobilien und 49 Prozent bei KMU-Krediten. Insgesamt erreichte der Erwartungswert den zweithöchsten Stand seit der Erhebung, übertroffen wird er nur vom Wert während der Coronapandemie.

Mit Blick auf die NPL-Quoten waren die Risikomanager:innen im Dezember relativ zurückhaltend. Zwar erwarten sie im Konsumentenbereich einen Anstieg von 2,1 Prozent auf 2,7 Prozent bis Ende 2023 und auf 3,2 Prozent bis Ende 2024. Auch im wohnwirtschaftlichen Bereich wird mit einem kontinuierlichen Anwachsen der NPL-Quote von 0,7 Prozent im September auf bis zu 1,9 Prozent Ende 2024 gerechnet. Doch ausgerechnet im Bereich der Gewerbeimmobilien- und KMU-Forderungen liegen die erwarteten Werte für Ende 2023 unter dem aktuellen Wert der Europäischen Bankenaufsicht. Diese waren im September gegenüber dem Juni um jeweils 0,3 Prozentpunkte gestiegen und spiegelten damit die angespannte Lage der deutschen Wirtschaft wider. In der Sommer-Erhebung waren die Befragten allein für Ende 2022 von NPL-Quoten von 2,8 und 3,0 Prozent für CRE- und KMU-Forderungen ausgegangen und rechneten für Ende 2023 sogar mit 3,1 beziehungsweise 3,7 Prozent. Insoweit wurden die Erwartungen im Dezember beträchtlich zurückgeschraubt, zuletzt lagen sie bei nur noch 2,2 und 2,4 Prozent.

EBA: Europäische Bankenaufsicht, RRE: Wohnimmobilien, CRE: Gewerbeimmobilien, KMU: Kleine und Mittelständische Unternehmen

„Zusammenfassend zeichnet die aktuelle Ausgabe des NPL-Barometers aufgrund der Volatilität und Unsicherheit ein ambivalentes Bild des deutschen Kreditmarktes“, sagte BKS-Präsident Sonder. Auf der einen Seite werden zunehmend steigende Zahlungsschwierigkeiten und NPL-Marktaktivitäten registriert. „Auf der anderen Seite sind die Befragten weiterhin zurückhaltend, was die Prognose von NPL-Volumina und NPL-Quoten in der Zukunft angeht.“ Wahrscheinlich haben die Befragten in Erinnerung, dass die Situation während der Coronakrise sehr angespannt aussah, aufgrund der massiven staatlichen Hilfsmaßnahmen aber glimpflich endete. „Möglicherweise hoffen die Risikomanagerinnen und Risikomanager in den Banken auf einen ähnlichen Ausgang“, sagt Sonder.

Zur Methodik

Gefragt wird nach der tatsächlichen Entwicklung innerhalb der vergangenen zwölf Monate und der erwarteten Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Dabei werden die NPL-Bestände, die Kaufpreise, die Nutzung von Verkäufen und Outsourcings, die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Entwicklungen auf den Immobilienmärkten unter die Lupe genommen. Das NPL-Barometer ist auf einer Skala von -1 bis +1 abgetragen. Werte im negativen Bereich der Skala sprechen für einen weniger aktiven NPL-Markt, während ein positiver Wert für höhere NPL-Bestände, mehr Transaktionstätigkeit und geringere Verkaufspreise spricht.

Über die BKS

Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) wurde 2007 gegründet, hat ihren Sitz in Berlin und vertritt die Interessen ihrer derzeit 34 im Sekundärmarkt tätigen Mitgliedsunternehmen in Deutschland. Sie setzt sich zusammen mit ihrem Beirat, der überwiegend aus Vertretern deutscher Kreditinstitute besteht, auf politischer und fachlicher Ebene für einen funktionierenden und transparenten Sekundärmarkt ein. Mit Portfoliotransaktionen und Servicing von NPLs (Non-performing Loans) sichern Kreditdienstleister die Liquidität des Bankensektors. Der Verkauf von notleidenden Darlehensforderungen hilft Banken, Sparkassen und Landesbanken, Risikostrukturen zu verbessern und Liquidität zu sichern, um Neukredite an Darlehensnehmer zu vergeben.

Verantwortlich für den Inhalt:

Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V., Marienstraße 14, 10117 Berlin, Tel: +49 (0) 30 204534-15, www.bks-ev.de

Im vergangenen Jahr hatte sich das Zinsniveau bis zu den Spitzenwerten im Oktober mehr als vervierfacht

Schwankungen erwartet, aber keine sprunghaften Zinssteigerungen wie in 2022

Gegen Ende des Jahres 2022 gab es nochmal eine kurze Tal- und Bergfahrt im Zinschart für Immobiliendarlehen. Die Konditionen für zehnjährige Darlehen liegen Anfang Januar nun wieder bei rund 3,9 Prozent. Für 2023 stehen die Zeichen auf hoher Volatilität im Bereich von 3 bis 4%, berichtet Interhyp, Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen. “Der Kampf der Zentralbanken gegen die historisch hohe Inflation ist noch nicht ganz ausgestanden. Volatile Zinsen in Kombination mit Sorgen um die Konjunktur werden das Finanzierungsumfeld für Immobilienkäufer auch im neuen Jahr prägen – wir rechnen mit Zinsschwankungen zwischen 3 und 4% im Laufe des Jahres”, sagt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG. Im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer prognostizieren die monatlich befragten Expertinnen und Experten mittelfristig eine Schwankung innerhalb des genannten Korridors.

Anfang Januar liegen die Zinsen für zehnjährige Darlehen im Schnitt wieder bei 3,9 Prozent. Verantwortlich für die aktuelle Entwicklung bei den Krediten sind die amerikanische Zentralbank (FED) und die Europäische Zentralbank (EZB). Die Währungshüter hatten im Dezember trotz leicht nachlassendem Inflationsdruck die Geldpolitik durch Anhebung des Leitzinses in Kombination mit dem sukzessiven Zurückfahren der Anleihen-Kaufprogramme weiter gestrafft.Darauf weist die Interhyp AG hin, Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen. Durch den Zinsrückgang von 0,6 Prozentpunkten von Mitte Oktober bis Mitte Dezember 2022 konnten Kreditnehmer auf Zehnjahressicht pro 100.000 Euro Darlehen immerhin 6.000 Euro sparen.

Es entsteht Bewegung im Immobilienmarkt

“Immobilienkäufer werden auch in 2023 finanziell die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der Energiekrise und der Lieferengpässe zu spüren bekommen. Daneben können zum Beispiel der Umgang mit der Corona-Pandemie in Ländern wie China sowie geopolitische Veränderungen das Marktgeschehen beeinflussen. Auch die immense Verschuldung vieler Länder und die Inflation setzen einen Rahmen für die Refinanzierung an den Finanzmärkten”, erklärt Mirjam Mohr von der Interhyp AG. Kaufwillige, die in Wohneigentum investieren wollen, sollten sich in 2023 nicht allein vom Zinsniveau bei den Darlehen abschrecken lassen. Die Konditionen liegen Angang 2023 zwar mehr als dreimal so hoch wie vor einem Jahr. Gleichzeitig hat das geänderte Zinsumfeld jedoch Bewegung in den über Jahre regelrecht festgefahrenen Immobilienmarkt gebracht. So hat das Angebot an verfügbaren Objekten in vielen Orten deutlich zugenommen. Neben einer höheren Auswahl sind die Preise für Wohnimmobilien vielerorts gesunken. Mirjam Mohr rät Interessenten, die eigenen finanziellen Möglichkeiten auszuloten und den Preis der Immobilie zu verhandeln.

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2021 ein Finanzierungsvolumen von 34,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert und etwa 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform Home mit kundenorientierten Digitalangeboten und der vielfach ausgezeichneten Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten. Die Interhyp Gruppe ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

Verantwortlich für den Inhalt:

Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Energetische Modernisierungen dennoch geplant

Fast drei Viertel (74,9 Prozent) der Immobilienbesitzer rechnen damit, dass es aufgrund der steigenden Bauzinsen eher zu einer Verschiebung geplanter Immobilienkäufe oder allgemeiner Modernisierungsmaßnahmen kommt. Das ergab eine im Dezember durchgeführte, repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag der Debeka.

Dennoch plant fast ein Fünftel der Immobilienbesitzer (18,1 Prozent) aufgrund der hohen Energiepreise für die kommenden zwei Jahre eine energetische Modernisierung ihrer Immobilie. Deutliche Unterschiede zeigen sich dabei allerdings je nach Altersgruppe und Region. Besonders die Jüngeren wollen in ihre Immobilie entsprechend investieren: Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es ein Drittel (33,3 Prozent), bei den 30- bis 39-Jährigen immer noch 28,5 Prozent. Hingegen planen nur 15 Prozent der über 65-Jährigen solche Maßnahmen.

Am stärksten ausgeprägt ist der Vorsatz, energetisch zu modernisieren, mit je über einem Fünftel in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sowie im Saarland und in Nordrhein-Westfalen. Demgegenüber sind die Werte in den östlichen Flächenländern und in Niedersachsen am schwächsten – zwischen 11,8 Prozent in Thüringen und 15,7 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.

“Dass trotz steigender Bauzinsen viele Menschen energetisch modernisieren wollen, zeigt: Die hohen Energiepreise verstärken den Druck, Kosten zu sparen – neben dem sicher auch oft vorhandenen Wunsch, ökologisch nachhaltiger zu wohnen”, sagt Dirk Botzem, Mitglied des Vorstands der Debeka Bausparkasse. “Es handelt sich hier in der Tat um wichtige Zukunftsinvestitionen: Sie sind privat wie gesellschaftlich wünschenswert.”

Zur Methodik: Civey hat für die Debeka vom 9. bis 13. Dezember 2022 online 2.500 Immobilienbesitzer befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ, unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 3,5 Prozent.

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Debeka Versicherungen, Ferdinand-Sauerbruch-Straße 18, D-56058 Koblenz, Tel: 0261/4980, Fax: 0261/4983737, www.debeka.de

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die deutschen Genossenschaftsbanken ihr Kreditgeschäft mit ihren rund 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2022 erneut ausweiten.

Nach vorläufigen Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) stiegen die Kreditbestände über alle Kundengruppen hinweg im Vergleich zum Vorjahr um gut 7 Prozent auf 758 Milliarden Euro.

“Wir freuen uns natürlich über diesen regen Kundenzuspruch”, sagt BVR-Präsidentin Marija Kolak. “Wir wissen aber auch, dass unsere Kunden vor großen Herausforderungen stehen. Inflation, hohe Energiepreise und Unsicherheiten über den wirtschaftlichen Fortgang haben im Jahresverlauf bereits zu rückläufigen Finanzierungsanfragen geführt”, so Kolak weiter. Auf Unternehmensseite kämen Materialengpässe und der Arbeitskräftemangel noch hinzu.

Mittelfristig rechnet der BVR aber wieder mit einem wachsenden Kreditgeschäft. Der Investitionsbedarf auf Privat- und Firmenkundenseite in Bereichen wie der energetischen Sanierung, CO2-freie Energieerzeugung und Digitalisierung ist enorm. “Die Volksbanken und Raiffeisenbanken stehen bereit, ihre Kunden hier mit passgenauen Finanzierungsangeboten zu unterstützen”, zeigt sich die BVR-Präsidentin überzeugt.

Im abgelaufenen Jahr legten die Ausleihen an Privatkunden um gut 6 Prozent auf 359 Milliarden Euro zu. Die Bestände an Wohnbaukrediten wuchsen um gut 6 Prozent auf 320 Milliarden Euro. Auch im Firmenkundenkreditgeschäft legten die Bestände um knapp 8 Prozent auf 399 Milliarden Euro zu.

Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Banken fusionsbedingt um 35 auf 737 Institute.

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Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Schellingstraße 4, ­10785 Berlin, Tel.: 030/20210,Fax: 030/2021­1900, www.bvr.de

Kundinnen und Kunden sollten Zinsdellen und Verhandlungsbereitschaft der Verkäuferinnen und Verkäufer für sich nutzen

Zinsvergleich wichtiger denn je, um bei der Finanzierung Geld zu sparen

Je nach individueller Situation kann es sinnvoll sein, die Tilgung anzupassen und wohlkalkuliert herabzusetzen

Volatile Bauzinsen, Rückgänge bei den Kaufpreisen, die aber immer noch hoch sind und nicht abschätzbare Modernisierungskosten – wer eine Immobilie kaufen oder bauen will, hat es momentan schwer und für viele Menschen scheint der Traum vom eigenen Zuhause weit weg. Trotzdem sollten Kaufwillige die Hoffnung nicht aufgeben. “Der Markt ist derzeit sehr volatil. Preisrückgänge, mehr Immobilien im Markt und Zinsdellen bieten Käuferinnen und Käufern neue Chancen. Wer diese richtig nutzt, hat gute Chancen, sich den Traum von der eigenen Immobilie zu erfüllen”, sagt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen.

Wie Käuferinnen und Käufer das aktuelle Marktumfeld am besten für sich nutzen, zeigt Interhyp mit folgenden fünf Tipps:

Den Preis verhandeln: Das erste Mal seit vielen Jahren haben Interessentinnen und Interessenten wieder Verhandlungsspielraum bei den Kaufpreisen. Das erfordert zum Teil etwas Mut, kann sich aber lohnen. Deshalb sollten sich Käuferinnen und Käufer auf diese Gespräche gut vorbereiten und vorab am besten mit einem Experten oder einer Expertin sprechen. So bekommen sie ein besseres Gefühl dafür, an welchen Punkten sie bei der Verhandlung ansetzen können.

Die Zinsen vergleichen: Schon wenige Zehntelprozentpunkte können bei einer Baufinanzierung einen großen Unterschied machen. Deshalb sollten Interessentinnen und Interessenten Angebote vergleichen. “Der Markt ist zurzeit sehr volatil und diese Zinsschwankungen geben Banken unterschiedlich schnell an die Kundinnen und Kunden weiter. Am besten lässt man sich von einem Anbieter beraten, der mit mehreren Darlehensgebern zusammenarbeitet. So hat man einen guten Marktüberblick und kann diese Schwankungen bestmöglich für sich nutzen”, erklärt Mohr.

Die passende Zinsbindung wählen: Im aktuellen Zinsumfeld fragen sich viele Kundinnen und Kunden, welche Zinsbindung sie wählen sollten. Fünf, zehn oder doch gleich 30 Jahre, obwohl die Zinsen bei über 3,5 Prozent sind? In Niedrigzinsphasen sind 10-jährige Zinsbindungen deutlich günstiger als langfristige. Aktuell können dagegen 30 Jahre Zinsbindung nur geringfügig teurer sein und bieten darüber hinaus ein deutlich höheres Maß an Planungssicherheit. In einer individuellen Beratung finden Interessentinnen und Interessenten heraus, was am besten zu ihrem Vorhaben passt.

Frühzeitig beraten lassen: Eine sogenannte Vorausberatung ist jetzt sehr wichtig, weil viele Menschen derzeit kein Gefühl mehr dafür haben, wie hoch die Kreditrate für eine bestimmte Darlehenshöhe sein wird. “In einer Vorausberatung bekommt man einen klaren Blick darauf, wie viel es kostet oder welches Preissegment realistisch ist, wenn man wirklich Eigentum erwerben will”, erklärt Mirjam Mohr. Also, ist die Doppelhaushälfte noch drin oder eher eine Eigentumswohnung. Dafür braucht man auch kein konkretes Objekt.

Die Tilgung anpassen: Weil eine Baufinanzierung ein sehr individuelles Produkt ist, gibt es verschiedene Stellschrauben. Eine davon ist die Tilgung. “Im Beratungsgespräch können Kundinnen und Kunden prüfen, ob es für sie sinnvoll und richtig wäre, die Tilgung anzupassen und wohlkalkuliert herabzusetzen”, sagt Mohr. Der Vorteil: Durch eine niedrigere Tilgung sinkt die monatliche Belastung für die Baufinanzierung. Der Nachteil: Wer weniger tilgt, also den Kredit abzahlt, nimmt eine längere Darlehenslaufzeit in Kauf. Daher sollten alle, die es sich leisten können, weiterhin hoch tilgen.

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2021 ein Finanzierungsvolumen von 34,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert und etwa 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform Home mit kundenorientierten Digitalangeboten und der vielfach ausgezeichneten Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten. Die Interhyp Gruppe ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

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Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Verdoppelung der Emissionsreduktion für Erreichen der Klimaziele nötig

Insbesondere Haushalte mit niedrigen Einkommen wohnen in sanierungsbedürftigen Gebäuden

Finanzielle Aspekte größter Hebel für Sanierung

Auf Privathaushalte entfällt mehr als ein Viertel des Energieverbrauchs in Deutschland. Ein Großteil davon wird für das Heizen von Innenräumen verwendet – und zwar noch immer im Wesentlichen auf Basis fossiler Energieträger. Wohngebäude sind daher ein wichtiger Faktor auf dem angestrebten Weg zur Klimaneutralität. Zwar hat der Gebäudesektor seine Treibhausgasemissionen seit 1990 fast halbieren können, aber um das im Klimaschutzgesetz definierte Sektorziel für das Jahr 2030 zu erreichen, müssen die jährlichen Anstrengungen noch einmal verdoppelt werden, wie eine aktuelle Analyse von KfW Research zeigt.

Für die Untersuchung hat KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Energiewendebarometers ermittelt, in welchem energetischen Zustand sich der Gebäudebestand befindet und welche Haushalte in den Häusern mit dem größten Sanierungsbedarf wohnen. Daraus lassen sich Rückschlüsse darauf ziehen, welche Haushalte durch eine Verbesserung der Gebäudeeffizienz besonderes entlastet werden könnten und wo das Potenzial für eine Senkung der Treibhausgasemissionen am größten ist. Zentrale Ergebnisse sind:

Einkommensschwächere Haushalte leben häufig in älteren Gebäuden. Die bewohnten Gebäude sind bei der einkommensschwächsten Gruppe (unterstes Quartil) rund 16 Jahre älter als bei der einkommensstärksten (oberstes Quartil).

Mit Blick auf das Gebäudealter gibt es ein Stadt-Land-Gefälle. Der Anteil der nach 1979 gebauten Gebäude ist im ländlichen Raum deutlich höher als in Städten; – Neubaugebiete werden primär „auf dem Land“ erschlossen, wo die benötigten Flächen dafür vorhanden sind.

Entscheidend für die Energiebilanz ist der Dämmzustand eines Gebäudes, sprich ob z. B. Außenwand, Dach und Kellerdecke – ggf. nachträglich im Rahmen einer energetischen Sanierung – gedämmt sind. Die KfW-Analyse zeigt, dass zwischen Gebäudealter und Dämmzustand ein klarer Zusammenhang besteht. Gebäude, bei denen mehrere Bereiche gedämmt sind, sind deutlich jünger als die restlichen Gebäude. So sind die am besten gedämmten Gebäude im Schnitt mehr als 30 Jahre jünger als die am schlechtesten gedämmten Gebäude. Zudem zeigt sich, dass einkommensschwächere Haushalte und Mieter in schlechter gedämmten Gebäuden als einkommensstarke Haushalte und Eigentümer leben.

Sanierungen scheiterten bisher in erster Linie an finanziellen Gründen. Rund 25 % der im KfW-Energiewendebarometer befragten Haushalte gaben an, sich eine neue Dämmung nicht leisten zu können; bei Fenstern waren es sogar 30 %. Die entsprechenden Anteile bei Photovoltaik und Solarthermie liegen zwischen diesen beiden Werten.

„Der Gebäudebestand in Deutschland ist aktuell noch weit davon entfernt, klimaneutral zu sein. Die Ergebnisse des KfW-Energiewendebarometers zeigen, dass ein erhebliches Potenzial in der energetischen Sanierung der Wohngebäude steckt. Dieses Potenzial gilt es zu heben. Denn nach wie vor ist ein Großteil der Wohnungen noch auf fossile Energieträger angewiesen und weist zum Teil noch erhebliche Defizite bei der Energieeffizienz auf“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW.

Die aktuell hohen Energiepreise und der durch die steigenden Zinsen verstärkte Rückgang der Neubauaktivitäten eröffnen zwar Spielräume, um dem Thema energetische Sanierung des Gebäudebestandes den dringend benötigten Auftrieb zu verschaffen. Nicht jeder, der gern sanieren möchte, ist dazu aber auch in der Lage. „Die Entscheidung zur energetischen Sanierung ist häufig immer noch eine finanzielle Herausforderung. Dies gilt insbesondere für Haushalte mit niedrigen Einkommen, die weniger finanzielle Handlungsspielräume haben und öfter in sanierungsbedürftigen Objekten wohnen“, fasst Köhler-Geib das Kernproblem zusammen.

Es sei deshalb wichtig, die aktuell hohen Belastungen durch die gestiegenen Energiepreise abzufedern, um den Haushalten Handlungsspielraum zu eröffnen und die Akzeptanz des eingeschlagenen Weges in der Bevölkerung hochzuhalten – ohne dabei das Erfordernis weiterer Investitionen zu verschleiern. „Eine gut abgestimmte Kombination von Entlastungsmaßnahmen, Investitionsförderung und informatorischer Unterstützung erscheint zielführend, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen und gleichzeitig die Abhängigkeit der Haushalte von fossilen Energieträgern zu verringern“, so Köhler-Geib.

Die aktuelle Analyse von KfW Research ist abrufbar unter www.kfw.de/fokus

Verantwortlich für den Inhalt:

KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

Einfach online in nur wenigen Klicks: Erstfinanzierung, Anschlussfinanzierung und Ratenkredit im Self-Service

Kooperationspartner:innen sind neben der DKB, die Sparda-Bank Baden-Württemberg, ECON Application, Postbank und Dr. Klein Ratenkredit

Minimierung des Beratungsaufwands und Steigerung der Konvertierung für Banken

Europace, Deutschlands führende Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, ermöglicht Produktanbietern und Verbraucher:innen ab sofort die komplette Finanzierungsstrecke im Self-Service. Damit kann eine Neufinanzierung, die Prolongation der Baufinanzierung, aber auch der Abschluss eines Ratenkredits als begleiteter Self-Service durchgeführt werden. Die einzelnen Use Cases entlang der gesamten Customer Journey wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner:innen, basierend auf Europace-Technologie realisiert.

Erstfinanzierung im Self-Service mit der DKB und ECON Application

Gemeinsam mit der Deutschen Kreditbank (DKB) und ECON Application ermöglicht Europace erstmals die Neufinanzierung einer Immobilie. Die DKB ist damit Vorreiter für eine Baufinanzierung im begleiteten Self-Service auf dem Markt. Die Antragsstrecke kommt als individualisierbare Whitelabel-Lösung von der ECON Application und bindet sich an die Europace-Technologie an. Verbraucher:innen haben so die Chance, eine Neufinanzierung selbstständig zu beantragen und komplett digital abzuschließen. Der Absprung in die Finanzierungsberatung mit BaufiSmart bleibt weiterhin jederzeit möglich. Europace, die DKB und ECON Application erreichen damit als erstes die Neufinanzierung im begleiteten Self-Service am Markt.

Sparda-Bank Baden-Württemberg und Europace realisieren Prolongation im Self-Service

Laut einer Europace Umfrage macht bei über 70 Prozent der Beratenden die Anschlussfinanzierung 25 Prozent oder mehr ihrer Arbeitszeit aus. Diese Zeit wird ihnen durch die Prolongation im Self-Service künftig erspart, sodass Berater:innen sich verstärkt auf Neugeschäft sowie komplizierte Fälle in der Neu- oder Anschlussfinanzierung fokussieren können. Für die Prolongation kooperiert das Berliner Unternehmen mit der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Die Bank hat dafür die #passt-Technologie zur passenden Prolongation via API in das eigene Portal SpardaMyBaufi integriert. Mithilfe der Technologie können Verbraucher:innen nach dem richtigen und individuellen Finanzierungsvorschlag suchen und einfach von zu Hause aus ihre Anschlussfinanzierung selbst fallabschließend erledigen. Künftig wird diese Lösung ebenfalls als whitelabel-fähiges Produkt von Europace für alle Banken angeboten. Mit diesem Use Case ist das Berliner Unternehmen eines der ersten am Markt.

Ratenkredit im Self-Service: Eine Kooperation mit ECON Application, Dr. Klein Ratenkredit GmbH und der Postbank

Für die Postbank hat Europace in Kooperation mit ECON Application und der Dr. Klein Ratenkredit GmbH den Ratenkreditmarktplatz entwickelt. Mit dem Ratenkredit as a Service (RaaS) ermöglicht Europace es seinen Partner:innen und deren Verbraucher:innen den Ratenkredit im Self-Service via RaaS-APIs abzuschließen – ohne die Bedingung das KreditSmart-Frontend der Europace Plattform verwenden zu müssen. Dabei stellt das Urfintech entweder nur die RaaS-APIs zur Verfügung oder die APIs in Kombination mit einer whitelabel-fähigen Antragsstrecke (basierend auf der ECON Application Suite), die auch durch weitere Bankvertriebe und freie Vertriebe genutzt werden kann. Dadurch entsteht ohne eigenen Entwicklungsaufwand eine individuell auf die Vorstellungen des Bankvertriebes zugeschnittene Antragsstrecke im Self-Service. Hierfür kooperiert Europace mit Dr. Klein Ratenkredit GmbH.

Neue Möglichkeiten für Verbraucher:innen

Die Digitalisierung und Nutzerzentrierung anderer Branchen verändert die Erwartungen an Einfachheit, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit auch in der Baufinanzierung nachhaltig. Heutige Prozesse sind oft langwierig und finden offline per Papier, Brief oder in der direkten Beratung statt. Mehrere Europace Umfragen ergaben, dass sich Verbraucher:innen immer mehr Schritte bis hin zur Auswahl und Beantragung ihrer passenden Finanzierungsprodukte selbstständig und online zutrauen. Europace kann diesen Prozess nun einfach online in wenigen Klicks seinen Kundengruppen anbieten. Verbraucher:innen können erheblich Zeit einsparen sowie eine individuelle Lösung finden. Sie profitieren von Schnelligkeit und Einfachheit.

Chancen für Berater:innen

Der begleitete Self-Service für Bankpartner:innen ist vor allem für Standardfälle anwendbar und bedeutet für Beratende ein erhebliches Einsparpotenzial ihres Beratungsaufwands. Sie sparen Zeit und können dadurch mehr Kund:innen gleichzeitig in die eigene Traumimmobilie begleiten und  sich außerdem stärker auf beratungsintensive und kompliziertere Fälle fokussieren. Mit dem Self-Service gewinnen sie digital-affine Kund:innen dazu und finden mit den eigenen Produkten und der eigenen Marke noch stärker am Point of Need der Verbraucher:innen statt. Verbraucher:innen, die ihre Finanzierung nicht vollständig im Self-Service abschließen, sondern im Prozess in die Beratung wechseln, stellen außerdem eine Chance für Beratende dar,  ihre Konvertierung deutlich zu erhöhen.

Insgesamt stellt der begleitete Self-Service eine verbesserte Customer Experience dar und bietet die passenden Bausteine für Multikanal- und vollständig digitale Vertriebswege.

Thomas Heiserowski, Co-CEO und Vorstand bei Europace, ist stolz mit den Kooperationspartner:innen nun den vollständigen Self-Service über Europace anbieten zu können: „Wir ermöglichen mit dem Self-Service den direkten Abschluss durch Verbraucher:innen. Mit der neuen Self-Service Strecke gehen wir wieder einen Schritt weiter in Richtung Kaufbutton neben der Immobilienanzeige. Die Use Cases zeigen, dass wir es mit Europace-Technologie schaffen, die gesamte Customer Journey im Bereich Finanzierung, sowohl Neugeschäft, als auch Prolongationen sowie Ratenkredite, im Self-Service abzudecken und damit den Gesamtmarkt zu revolutionieren.”

„Wir freuen uns, dass wir mit dem Angebot einen weiteren wesentlichen Schritt zur Digitalisierung der Branche machen und dabei nicht nur Verbraucher:innen einen Mehrwert bieten, sondern auch Beratenden ermöglichen, die Konvertierung zu steigern und neue Kund:innen zu gewinnen. Wenn Standardfinanzierungen im Self-Service abgeschlossen werden können, können Banken und Vertriebe ihren Beratungsfokus vermehrt auf komplexere Fälle legen”, erklärt Marcus Neuber, Lead und Product Manager bei Europace.

„Wir freuen uns, dass wir neben dem Deutsche Bank-Konzern unter der Marke Postbank, ECON Application und Dr. Klein Ratenkredite, mit der DKB und Sparda-Bank Baden-Württemberg so starke Partner:innen an der Seite haben. Mit ihnen wird die Zusammenarbeit zum Erfolg”, kommentiert Jörg Jeschonnek, Product Manager bei Europace.

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Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Experten dämpfen ihre Prognose – im Verlauf des nächsten Jahres erwartet die Mehrheit der Experten gleichbleibende bis leicht steigende Zinsen

Immobilienkaufende und Eigentümerinnen und Eigentümer können sich Anfang Dezember über einen Zinsrückgang bei Immobilienkrediten von fast 0,5 Prozentpunkten freuen. Nachdem sich die Zinsen von August bis Oktober von rund 2,7 Prozent auf über 4 Prozent verteuert hatten, sind Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung aktuell im Durchschnitt für rund 3,6 Prozent abzuschließen. Bei Bestanbietern sind Zinssätze unter 3,5 Prozent möglich. Darauf weist die Interhyp AG hin, Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen. “Für Interessentinnen und Interessenten ergeben sich aktuell durchaus Chancen. Durch Zinsvergleiche können sie einerseits Zinsschwankungen und -dellen nutzen und so Finanzierungskosten sparen. Andererseits sehen wir auf dem Immobilienmarkt aktuell mehr Angebote und einen größeren Spielraum für Preisverhandlungen”, sagt Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft der Interhyp AG. “Die Zinsen sind zwar deutlich höher als vor einem Jahr, eine größere Objektauswahl und fallende Preise eröffnen aber wieder Möglichkeiten.” Im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer für Dezember sehen die monatlich befragten Expertinnen und Experten von zehn Kreditinstituten kurzfristig eine Seitwärtsbewegung und erwarten zum Jahreswechsel Zinsen von 3,5 bis 4 Prozent für zehnjährige Darlehen. Damit liegt das für den Beginn 2023 erwartete Niveau leicht unter der Prognose der vergangenen Monate, als einige Experten noch 4,5 Prozent erwartet hatten. Auch auf Halbjahres- und Jahressicht haben einige Experten ihre Prognose nach unten korrigiert, die Mehrheit erwartet nun gleichbleibende bis leicht steigende Zinsen, im vergangenen Monat hatte eine Mehrheit fürs nächste Jahr noch mehr Aufwärtspotenzial vorhergesehen. Mirjam Mohr: “Für 2023 erwarten wir, dass Immobilieninteressentinnen und -interessenten von Preisrückgängen und Zinsschwankungen bei insgesamt eher moderat steigenden Zinsen profitieren.”

Die Energiekrise, der Ukraine-Krieg und die Auswirkungen der Corona-Pandemie – wie zuletzt die Proteste in China – treiben die weltweite Teuerung an und gefährden die Konjunktur. “Die Zentralbanken bekämpfen mit aller Macht die Inflation und nehmen auch Konjunkturrisiken in Kauf”, erläutert Zinsexpertin Mirjam Mohr. Nach mehreren Jumbo-Zinsschritten der amerikanischen Notenbank Fed und der Europäischen Notenbank EZB erwarten Marktteilnehmer allerdings, dass die Währungshüter ihr Tempo bei den Zinserhöhungen drosseln. “Auch wenn sich das Tempo der Zinserhöhung verlangsamen sollte, ist eine klare Trendwende noch nicht auszumachen, Schwankungen sind weiter zu erwarten. Insgesamt erwarten wir auch für 2023 einen leichten Aufwärtsdruck – wenngleich nicht mit der Dynamik wie in 2022”, sagt Mirjam Mohr.

Zuletzt hatte die Teuerung ein neues Rekordhoch erreicht, gleichzeitig sprechen im Kurzzeitvergleich sinkende Erzeuger- und Ölpreise, sich normalisierende Lieferketten und die sich stabilisierende Gemeinschaftswährung Euro für eine nachlassende Inflation. Ob und in welcher Stärke eine Rezession droht, ist ungewiss. Mirjam Mohr: “Die Märkte reagieren innerhalb der geldpolitisch vorgegebenen Leitplanken seit Wochen mit großen Schwankungen auf die teilweise ambivalenten Daten, Prognosen und Gutachten.”

Immobilieninteressenten mit Finanzierungsbedarf sollten Schwankungen im aktuellen Zinsumfeld beobachten und proaktiv nutzen. Der Zinsvergleich ist laut Interhyp in dieser Zeit besonders sinnvoll, da Banken Zinsänderungen unterschiedlich schnell weitergeben. “Wer aktiv vergleicht, kann Zinsdellen und zeitweilige Rückgänge besser nutzen”. Grundlage für eine schnelle Handlungsfähigkeit ist nach Mirjam Mohrs Worten eine umfassende und frühzeitige Beratung. “Interessentinnen und Interessenten sollten sich auch schon ohne konkretes Objekt beraten lassen. Je genauer Kaufwillige ihre finanziellen Möglichkeiten kennen, desto besser können sie in die Verhandlungen einsteigen”, erläutert die Expertin. “Nachdem der Immobilienmarkt besonders in den Großstädten fast ein Jahrzehnt wie festgefahren war und die Nachfrage das Angebot bei weitem überstiegen hat, gelangen nun wieder attraktive Angebote auf den Markt. Zudem besteht bei diesen Angeboten immer öfter Gesprächsbereitschaft über den Preis.” Finanzierungen sind laut Interhyp weiterhin problemlos möglich. Mirjam Mohr: “Auch bei der konkreten Ausgestaltung der Finanzierung gibt es Möglichkeiten, um mit leistbaren Raten das Wunschobjekt finanzieren zu können – etwa durch günstige Bauspartarife oder Tilgungsanpassungen”.

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Die Preisrückgänge auf dem Immobilienmarkt bestätigen sich laut Interhyp, Deutschlands größtem Vermittler für private Baufinanzierungen.

 

Bereits zum zweiten Mal in Folge sind die Kosten für den Immobilienerwerb im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen, wie die Auswertung von mehr als 500.000 abgeschlossenen Finanzierungen aus den letzten zehn Jahren zeigt. Der Preis für eine finanzierte Immobilie für den Bau oder Kauf inklusive Nebenkosten beträgt im dritten Quartal 2022 durchschnittlich 512.000 Euro. Das entspricht einem Rückgang von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, als der Durchschnittspreis noch 535.000 Euro betrug. Bereits im zweiten Quartal waren die Kosten um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen. Interhyp führt den Preisrückgang auf die schwierigere Leistbarkeit durch hohe Bauzinsen und die Inflation zurück. Jörg Utecht, CEO der Interhyp Gruppe: “Momentan sehen wir eine abwartende Haltung: Käuferinnen und Käufer sind nicht mehr bereit, jeden Preis zu zahlen. Gleichzeitig wollen Verkäuferinnen und Verkäufer ihre Immobilie häufig nicht unter dem gewünschten Preis verkaufen. Eine neue Balance zwischen Angebot und Nachfrage muss sich erst noch einspielen. Die aktuellen Preisrückgänge bieten neue Chancen und Spielräume für die Preisverhandlung.” Auch das volatile Zinsniveau sollten Interessenten ausnutzen, so Interhyp. Die Zinsen für zehnjährige Darlehen sind von über 4 Prozent zwischenzeitlich wieder unter diese Marke gesunken. Jörg Utecht: “Der Zinsvergleich lohnt sich jetzt besonders, weil die Kreditinstitute ihre Konditionen unterschiedlich schnell an die Marktlage anpassen.”

Besonders betroffen von den aktuellen Preisrückgängen sind Neubauten vom Bauträger mit einem Minus von 5,1 Prozent von durchschnittlich 608.000 Euro im zweiten Quartal auf 577.000 Euro inklusive Nebenkosten im dritten Quartal. Die Kosten für bestehende Immobilien sind nicht so stark gesunken – um 2,3 Prozent von 479.000 auf 468.000 Euro inklusive Nebenkosten. Die Kosten für eigene Bauvorhaben liegen mit im Durchschnitt 724.000 Euro inklusive Nebenkosten genauso hoch wie im zweiten Quartal. Anders als Immobilienportale, die Angebotspreise nennen, bezieht sich Interhyp auf abgeschlossene Finanzierungen für einen Bau oder Kauf. Jörg Utecht: “Unsere Zahlen zeigen, dass sich das zunehmende Angebot und die Rückgänge von Angebotspreisen auf den Portalen auch in realen Transaktionen widerspiegeln.”

In den zehn Jahren zuvor waren die Kosten für den Immobilienerwerb weitgehend kontinuierlich angestiegen – vom ersten Quartal 2012 bis zum ersten Quartal 2022 von 290.000 Euro auf 540.000 Euro inklusive Nebenkosten um 86 Prozent. Der aktuelle Rückgang spiegelt sich weitgehend auch in den Quadratmeterpreisen wider. Diese sind im Gesamtdurchschnitt von 4.120 Euro im zweiten Quartal auf 3.930 Euro im dritten Quartal zurückgegangen. Die Größe der durchschnittlich finanzierten Eigentumswohnung ist mit 80 Quadratmetern gleichgeblieben, das durchschnittlich finanzierte Haus ist im dritten Quartal 156 Quadratmeter groß im Vergleich zu 162 Quadratmetern im zweiten Quartal.

In den nächsten Wochen erwartet Interhyp weitere Rückgänge. Weil sich im ersten Quartal 2022 der Preisanstieg der Vorjahre mit einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sogar noch beschleunigt hatte, wird sich am Ende des Jahres voraussichtlich dennoch ein Plus im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Bisher liegt der Durchschnittspreis aus den drei Quartalen mit 531.000 Euro noch etwas mehr als 7 Prozent über dem Gesamtdurchschnitt von 2021. In den beiden Vorjahren waren die Preise gegenüber Vorjahr jeweils um rund 10 Prozent gestiegen. Jörg Utecht: “Wir gehen davon aus, dass der Anstieg gegenüber dem Vorjahr in den nächsten Wochen weiter abflachen wird.”

Dafür spricht auch, dass der Anteil von Kapitalanlegern an den Finanzierungen abgenommen hat: Im dritten Quartal finanzieren nur 21 Prozent ihre Immobilie zur Kapitalanlage, 73 Prozent erwerben sie zur Eigennutzung und 6 Prozent vermieten teilweise. Im ersten Quartal 2022 lag der Anteil von Kapitalanlegern noch bei 27 Prozent.

3 Metropolen im Fokus: Weitere Preiskorrekturen wahrscheinlich

Interhyp hat zudem die Metropolen Berlin, Hamburg und München genauer betrachtet. In München waren die Kosten im zweiten Quartal bereits um 1,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal zurückgegangen, im dritten Quartal betrug der Rückgang gegenüber dem Vorquartal 4,5 Prozent (von 894.000 Euro auf 854.000 Euro inklusive Nebenkosten). Die Rückgänge aus dem zweiten Quartal von 1,0 Prozent in Berlin und 0,4 Prozent in Hamburg führten sich im dritten Quartal nicht fort (Berlin: +2,4 Prozent gegenüber Vorquartal, von 579.000 Euro auf 593.000 Euro); Hamburg: +3,7 Prozent gegenüber Vorquartal, von 747.000 Euro auf 775.000 Euro). Dies könnte laut Interhyp aber nur kurzfristig sein. “Die Zahlen aus den ersten Wochen des vierten Quartals aus München, Hamburg und Berlin zeigen, dass weitere Korrekturen nach unten wahrscheinlich sind”, sagt Jörg Utecht.

Hohe Zinsen verändern Finanzierungen

Ein wesentlicher Grund für die schwierigere Leistbarkeit sind die gestiegenen Bauzinsen. “Die Leitzinserhöhungen aufgrund der hohen Inflation und die Erwartungen an die weitere Geldpolitik haben die Bauzinsen vervierfacht – von einem Prozent wie im vergangenen Jahr oft möglich auf nun rund vier Prozent für zehnjährige Darlehen”, sagt Jörg Utecht. Die durchschnittliche monatliche Rate liegt im dritten Quartal 2022 bei über 1.500 Euro – im Vergleich zu 1.160 Euro im dritten Quartal 2021. Damit die Raten nicht noch höher ausfallen, wählen viele Menschen nun eine leicht niedrigere Tilgung. Sie beträgt im dritten Quartal 2,6 Prozent im Vergleich zu 3 Prozent im dritten Quartal 2021. Dieser Umstand führt aber nicht notwendigerweise zu längeren Laufzeiten. Oft ist sogar laut Interhyp das Gegenteil der Fall, da bei hohen Zinsen der Tilgungsanteil an der monatlichen Rate schneller steigt, berichtet Interhyp. Eine weitere Folge der hohen Zinsen: Die Zinsbindung ist im dritten Quartal 2022 wieder leicht gesunken auf durchschnittlich 13,3 Jahre, nachdem sie im ersten und zweiten Quartal auf über 14 Jahre angestiegen war. Insgesamt achten die Menschen noch immer auf Sicherheit, so Interhyp. “Die Menschen richten ihre Finanzierung nach wie vor sicherheitsorientiert aus. Der Anteil der Beleihung am Kaufpreis wird immer niedriger. Das heißt, die Menschen bringen prozentual mehr Eigenkapital ein”, sagt Jörg Utecht. Der Beleihungsauslauf, der ausdrückt, wie hoch die Beleihung am Kaufpreis ist, liegt im dritten Quartal 2022 nur noch bei 75 Prozent gegenüber 81 Prozent im dritten Quartal 2021. Das durchschnittlich eingebrachte Eigenkapital liegt im dritten Quartal bei 166.000 Euro.

 

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