Dritte Antragstellergruppe ab heute ans Online-Kundenportal der KfW angebunden

Förderung steht ab sofort allen privaten und gewerblichen Antragstellergruppen offen

Zuschusszusagen und damit Reservierung der Fördermittel digital und automatisiert

Die KfW setzt den Förderfahrplan in der Heizungsförderung weiter konsequent um. Ab sofort steht die Beantragung der KfW-Heizungsförderung auch der dritten Antragstellergruppe offen: Neu hinzugekommen sind nun Unternehmen für Wohngebäude und Nichtwohngebäude, Eigentümer vermieteter Einfamilienhäuser und Eigentümer von vermieteten und selbstgenutzten Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften WEG) bei Maßnahmen am Sondereigentum.

Die KfW setzt die Heizungsförderung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz um, das für die mit dem Heizungsaustausch verbundenen Investitionen Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds bereitstellt. Die Förderung kann als Zuschuss direkt im Online-Kundenportal der KfW beantragt werden. Seit Förderstart am 27.2.2024 wurden rd. 93.000 Zuschusszusagen über rd. 1,3 Mrd. EUR erteilt.

Darüber hinaus gibt es zinsgünstige Ergänzungskredite sowohl für die Investitionen in Wohngebäude als auch in Nichtwohngebäude. Diese Kredite können von Kunden bei Banken und Sparkassen beantragt werden. Ziel der Zuschuss- und Kreditförderungen ist es, den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen zu beschleunigen und dadurch die Treibhausgasemissionen bei der Wärmeversorgung im Gebäudesektor zu reduzieren.

“Wir setzen den Förderfahrplan bei der Heizungsförderung weiter konsequent um und ermöglichen plangemäß Ende August die Antragstellung für die dritte Antragstellergruppe. Insgesamt können damit jetzt Unternehmen und alle Privatpersonen als Eigentümer die Förderung für den Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung in Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden über unser Online-Kundenportal beantragen. Zuschusszusagen und damit die Reservierung der Fördermittel erfolgen bei vollständigen Unterlagen und förderfähigen Projekten in der Regel digital und automatisiert in wenigen Minuten. Der Kunde hat damit zügig Planungssicherheit für die Finanzierung seines Vorhabens”, sagt Katharina Herrmann, für das Inländische Fördergeschäft zuständige Vorständin der KfW. “Der Austausch der Heizung ist eine große finanzielle Herausforderung für Privatpersonen wie Unternehmen. Hier setzen KfW und Bund mit der Förderung an und helfen, Klimafreundlichkeit und Bezahlbarkeit miteinander vereinbaren zu können.”

Zu den Förderdetails:

Antragstellende Unternehmen können für ihre Wohngebäude und Nichtwohngebäude einen Zuschuss bis zu 35 % der förderfähigen Kosten beantragen (Grundförderung 30 %; möglicher Effizienzbonus 5 %). Zusätzlich ist ein Emissionsminderungszuschlag i.H.v. pauschal 2.500 Euro möglich. Bei Wohngebäuden im Eigentum von Unternehmen hängt der Höchstbetrag der förderfähigen Gesamtkosten von der Anzahl der Wohneinheiten im jeweiligen Mehrfamilienhaus ab. Bei Nichtwohngebäuden von Unternehmen bestimmt ihn die Nettogrundfläche. Details sind unter www.kfw.de/459 und www.kfw.de/522 abrufbar.

Auch für Selbstnutzer und Vermieter von Einfamilienhäusern, WEG sowie private Eigentümerinnen und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern setzt sich die KfW-Zuschussförderung aus einer Grundförderung sowie mehreren möglichen Boni zusammen. Die Grundförderung beträgt auch für Privatpersonen jeweils 30 % der förderfähigen Gesamtkosten. Darüber hinaus sind je nach Antragstellergruppe verschiedene weitere Zuschusskomponenten möglich (Effizienzbonus 5 %, Klimageschwindigkeitsbonus 20 %, Einkommensbonus von 30 %). Maximal kann der Förderzuschuss bei 70 % der förderfähigen Gesamtkosten liegen. On top kann ein Emissionsminderungszuschlag i.H.v. pauschal 2.500 EUR möglich sein. Die förderfähigen Gesamtkosten berechnen sich auf Basis der Anzahl der Wohneinheiten. Weitere Informationen unter: www.kfw.de/458

Auch Kommunen können jetzt bereits Projekte zum Heizungsaustausch in Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden durchführen. Für sie bietet die KfW eine Übergangsregelung in Form einer Vorhabensanmeldung an, bei der die Fördermittel für die antragstellenden Kommunen reserviert werden. Die Anbindung der Kommunen an das Online-Kundenportal der KfW als gesonderte Antragstellergruppe ist derzeit in Arbeit. Dort können Registrierungen und Anträge von Kommunen voraussichtlich ab Ende November vorgenommen werden. Nähere Informationen finden Sie unter: www.kfw.de/422

Die KfW setzt den Förderfahrplan in der Heizungsförderung parallel weiter um: Die Nachweiseinreichung für die Beantragung der Auszahlung von Heizungszuschüssen wird gestaffelt nach Antragstellergruppen eingeführt, analog zur Antragstellung. Sie ist dabei jeweils etwa sechs Monate nach Start der jeweiligen Antragstellergruppe möglich. Die Ende Februar gestartete erste Gruppe der selbstnutzenden Einfamilienhausbesitzer kann ab 30. September 2024 alle Unterlagen digital einreichen. Nach positiver Prüfung der Nachweisdokumente und der Fördervoraussetzungen durch die KfW wird der Zuschuss auf das Bankkonto der Zuschussempfängerin bzw. des Zuschussempfängers überwiesen, in der Regel spätestens zum Ende des Folgemonats. www.kfw.de/heizung

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KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

Finanzierungsneugeschäft der vdp-Mitgliedsinstitute legt im zweiten Quartal um 15,6 % zu

Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute reichten im zweiten Quartal 2024 Immobilienfinanzierungen im Volumen von 31,2 Mrd. Euro aus – ein Anstieg in Höhe von 15,6 % im Vergleich zum zweiten Quartal 2023 (27,0 Mrd. Euro). Damit lag das Neugeschäftsvolumen das dritte Quartal in Folge oberhalb des Vorjahreswertes und erreichte den höchsten Wert seit dem dritten Quartal 2022 (39,4 Mrd. Euro). Seit Jahresbeginn belief sich die Kreditvergabe kumuliert auf 58,2 Mrd. Euro, gleichbedeutend mit einem Zuwachs um 10,2 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2023 (52,8 Mrd. Euro).

Treiber der positiven Entwicklung des Neugeschäftsvolumens waren die Wohnimmobilienfinanzierungen, deren Volumen sich vom zweiten Quartal 2023 zum zweiten Quartal 2024 um 33,1 % auf 20,1 Mrd. Euro erhöhte (Q2 2023: 15,1 Mrd. Euro). Im ersten Halbjahr 2024 betrug die Kreditvergabe für den Bau und Erwerb von Wohnimmobilien 37,9 Mrd. Euro, ein Anstieg um 19,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1 2023: 31,7 Mrd. Euro). Gewerbeimmobiliendarlehen verbuchten mit Volumina von 11,1 Mrd. Euro im zweiten Quartal 2024 und 20,3 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2024 hingegen jeweils ein Minus in Höhe von 6,7 % bzw. 3,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal bzw. -halbjahr (Q2 2023: 11,9 Mrd. Euro; H1 2023: 21,1 Mrd. Euro).

“Im wachsenden Finanzierungsvolumen spiegelt sich die wieder spürbar erhöhte Nachfrage nach Wohneigentum.” Jens Tolckmitt

“Erstmals seit Herbst 2022 liegt das Immobilienfinanzierungsvolumen in einem Quartal wieder oberhalb von 31 Mrd. Euro. Schon im Auftaktquartal dieses Jahres hat sich eine Belebung in der Immobilienfinanzierung angedeutet, nun verfestigt sie sich”, stellte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt fest. “Auch unsere jüngst vorgelegten vdp-Indexzahlen zur Preisentwicklung signalisieren ein Auslaufen der zweijährigen Abschwungphase am deutschen Immobilienmarkt. Insbesondere der Wohnimmobilienmarkt profitiert bereits vom inzwischen stabileren Zins- und Preisumfeld und den angepassten Renditen. Bei diesen Rahmenbedingungen nimmt die Nachfrage nach Wohneigentum spürbar zu. Das wachsende Finanzierungsvolumen spiegelt diese Entwicklung.”

Wohnimmobilienfinanzierung: Zuwächse in allen Segmenten

Vom gesamten Volumen an Wohnimmobilienkrediten in Höhe von 20,1 Mrd. Euro entfiel mit 9,5 Mrd. Euro nahezu die Hälfte auf neue Finanzierungen für Ein- und Zweifamilienhäuser (Anteil: 47,3 %). Dieses Segment legte im zweiten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahresquartal genauso zu (+25,0 %) wie die Finanzierungen für Eigentumswohnungen (+38,7 %) sowie für Mehrfamilienhäuser (+ 57,6 %). Im Halbjahresvergleich beliefen sich die Zuwächse auf 24,2 % bei Ein- und Zweifamilienhäusern, auf 37,9 % bei Eigentumswohnungen sowie auf 2,2 % bei Mehrfamilienhäusern.

Gewerbeimmobiliendarlehen: Höheres Volumen für Einzelhandelsobjekte

Im Gegensatz zum Wohnimmobilienfinanzierungsneugeschäft wies die Vergabe neuer Gewerbeimmobilienkredite im zweiten Quartal dieses Jahres noch keine Belebung auf: Das Neugeschäftsvolumen von 11,1 Mrd. Euro verteilte sich auf die Finanzierung von Büroimmobilien (5,0 Mrd. Euro), von Einzelhandelsimmobilien (3,7 Mrd. Euro), von Hotelimmobilien (0,6 Mrd. Euro) sowie von sonstigen Gewerbeobjekten (1,8 Mrd. Euro). Während die Kreditvergabe für Einzelhandelsobjekte und sonstige Gewerbegebäude sowohl auf Einzelquartals- als auch auf Halbjahresbasis deutliche Anstiege gegenüber den Vorjahreszeiträumen aufwies, ließ das Finanzierungsvolumen für Büroimmobilien und Hotels jeweils merklich nach.

Immobilienfinanzierungsbestand hält sich oberhalb von 1.000 Mrd. Euro

Der Bestand an ausgereichten Immobiliendarlehen erreichte bei den vdp-Mitgliedsinstituten zum 30. Juni 2024 ein Volumen von 1.007,2 Mrd. Euro. Gegenüber dem direkten Vorquartal verzeichnete der Bestand damit eine leichte Zunahme (31. März 2024: 1.003,5 Mrd. Euro). Mit rund 87 % entfiel der weit überwiegende Anteil des Finanzierungsvolumens auf Immobilien in Deutschland.

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Gute Konditionen in schwierigem Zinsumfeld möglich – Service insgesamt befriedigend – Testsieger ist Dr. Klein

Der Traum von der eigenen Immobilie hat wegen des Zinsanstiegs der letzten Jahre bei vielen einen Dämpfer erhalten. Auch wenn sich der Trend noch nicht umkehrt hat, kann ein Vergleich der Direktbanken und Online-Vermittler über die Realisierbarkeit einer Immobilienfinanzierung entscheiden – die Zinsunterschiede sind teils beachtlich. Das zeigt die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität, das elf Direkt-Baufinanzierer getestet hat.

Die Branche erzielt in puncto Service und Konditionen insgesamt ein gutes Ergebnis. Zwar sichert sich nur der Testsieger das Qualitätsurteil “sehr gut”, aber gleich sechs Direkt-Baufinanzierer sind gut. Während zwei weitere Anbieter ein befriedigendes Gesamtergebnis erzielen, kommt eine Direktbank wegen Serviceschwächen nicht über ein ausreichendes Resultat hinaus.

Weiterhin hohes Zinsniveau

Die Zeiten bleiben für potenzielle Darlehensnehmer angespannt: Das bereits hohe Zinsniveau ist in den letzten beiden Jahren noch weiter geklettert. So sind die durchschnittlichen Effektivzinsen in allen analysierten Finanzierungsszenarien gegenüber der Vorstudie 2022 gestiegen, und zwar um bis zu 1,24 Prozentpunkte. Unabdingbar ist ein Konditionenvergleich: So beträgt etwa die Spanne zwischen dem teuersten und günstigsten Angebot aktuell mindestens 0,47 Prozentpunkte (Volltilgung, 10 Jahre Laufzeit) und reicht bis 0,78 Prozentpunkte (Forwardfinanzierung, 5 Jahre Laufzeit). Interessant für Immobilienbesitzer mit einem laufenden Darlehen: Zum Schutz vor weiter steigenden Zinsen sind auch langfristige Forwardfinanzierungen möglich: Im Schnitt ist eine solche bereits gut fünf Jahre im Voraus möglich.

Verbesserungspotenzial bei Service vor allem an den Hotlines

Einen erstaunlich guten Service leisten die Direkt-Baufinanzierer bei Anfragen per E-Mail: Anfragen werden fachlich stets korrekt und meist strukturiert beantwortet. Die Reaktionszeit fällt mit im Schnitt rund zwölf Stunden bis zur Antwort zudem vergleichsweise kurz aus. Auch mit dem Online-Service punkten die meisten Anbieter, etwa dank informativer Websites und einem sicher und transparent gestalteten Anfrageprozess. Größere Defizite deckt der Test dagegen an den Hotlines auf: Die interessierten Anruferinnen und Anrufer erhalten hier zwar freundliche, aber oft nur oberflächliche Auskünfte, die wenig auf das persönliche Anliegen und den Bedarf ausgerichtet sind.

Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität: “Die Studie zeigt, dass ein Konditionenvergleich für eine Immobilienfinanzierung wichtiger denn je ist. Erfreulich, dass die fünf Anbieter mit den besten Konditionen auch beim Service ein gutes Ergebnis erzielen.”

Die besten Direkt-Baufinanzierer

Dr. Klein geht mit dem Qualitätsurteil “sehr gut” als Testsieger aus der Studie hervor. Der Direkt-Baufinanzierer bietet im Wettbewerbsvergleich die besten Konditionen. Für sämtliche untersuchten Zeitspannen der Sofort- und Forwardfinanzierung offeriert das Unternehmen die niedrigsten Zinssätze. Zudem punktet Dr. Klein mit kostenfreien Tilgungsänderungen. Beim Service überzeugt der Testsieger insbesondere durch den informativen Internetauftritt, der u. a. zahlreiche Online-Rechner sowie einen sicheren, transparenten Antragsprozess bietet.

Den zweiten Rang belegt Interhyp mit einem guten Gesamtergebnis. Der Vermittler bietet insgesamt den besten Service: E-Mail-Anfragen beantwortet das Unternehmen sehr individuell, vollständig und zügig; am Telefon beraten die Mitarbeitenden kompetent und freundlich. Der Online-Service umfasst etwa eine Video-Beratung und ein Finanzierungsrechner ist direkt auf der Startseite platziert. Bei den Konditionen fällt insbesondere die Sofortfinanzierung mit relativ niedrigen Effektivzinsen positiv auf.

Auf dem dritten Rang folgt Accedo (Qualitätsurteil: “gut”). Der Anbieter profiliert sich vor allem mit attraktiven Konditionen. Die Zinsen bei der Forwardfinanzierung (Zinsbindung: zehn bzw. 15 Jahre) und beim Volltilgerdarlehen fallen im Vergleich niedrig aus. Umfangreiche und verständliche Informationen auf der Website tragen zu einem sehr positiven Online-Service bei.

Weitere Anbieter im Test (alphabetisch): 1822direkt, Check24, Comdirect, Consorsbank, DKB Deutsche Kreditbank, DTW – Immobilienfinanzierung, ING und Planethome.

Fakten zur Studie

Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete den Service und die Konditionen von elf Baufinanzierern, darunter sechs Online-Vermittler von Baufinanzierungskrediten sowie fünf Direktbanken. Der Service der Unternehmen wurde anhand von je zehn verdeckten Telefon- und E-Mail-Tests, zehn Prüfungen der Internetauftritte durch geschulte Testnutzerinnen und -nutzer sowie einer detaillierten Analyse der Websites ermittelt. Insgesamt flossen 341 Servicekontakte mit den Anbietern in die Untersuchung ein. Darüber hinaus erfolgte eine Analyse der Konditionen: Auf der Basis offizieller Unternehmensangaben wurden die Effektivzinssätze und Leistungen in den Kategorien Sofortfinanzierung, Forwardfinanzierung und Volltilgerdarlehen analysiert und vergleichend bewertet (Datenstand: 17. Mai 2024).

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DISQ Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH & CO. KG, Dorotheenstraße 48, 22301 Hamburg, Tel: +49 (0) 40 27 88 91 48-0, www.disq.de

Interesse der Unternehmen an Krediten wächst

Unternehmen in Deutschland haben im zweiten Quartal wieder größere Probleme gehabt, an Kredite zu kommen. Der Anteil der Großunternehmen, die über schwierige Kreditverhandlungen berichteten, stieg im Vergleich zum ersten Quartal um deutliche 5,1 Prozentpunkte auf 25,8 %. Die Kredithemmnisse für Großunternehmen sind damit sogar höher als bei ihrem bisherigen Rekordstand während der Energiekrise im Jahr 2022. Bei kleinen und mittleren Unternehmen stuften 27,8 % das Verhalten der Banken als restriktiv ein – ein Plus von 1,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal.

Das sind Ergebnisse der KfW-ifo-Kredithürde. Dafür wertet die KfW jedes Quartal Daten der Konjunkturumfragen des ifo-Instituts aus, differenziert nach Größenklassen und Wirtschaftsbereichen.

Grundsätzlich für eine Kreditaufnahme interessierten sich im zweiten Quartal wieder etwas mehr Unternehmen. 21,2 % der kleinen und mittleren Unternehmen sprachen über eine Finanzierung mit ihrer Bank. Das war ein leichtes Plus von 0,7 Prozentpunkten zum Vorquartal. Der seit zwei Jahren andauernde Seitwärtstrend auf unterdurchschnittlichem Niveau hält damit aber an.

Bei den Großunternehmen ist die Erholung der Kreditnachfrage bereits deutlich weiter fortgeschritten. Der Anteil der kreditinteressierten Unternehmen legte im zweiten Quartal um 0,4 Prozentpunkte auf 32,9 % zu – und übertraf zum ersten Mal seit dem Sommer 2020 den Durchschnitt seit 2017.

“Die Unternehmen erfahren derzeit größere Zurückhaltung der Banken bei der Erfüllung ihrer Kreditwünsche. Die Vorsicht der Banken dürfte sich aus der ins Stocken geratenen konjunkturellen Erholung speisen”, sagte Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. “Bei den kleinen und mittleren Unternehmen ist die Kreditnachfrage weiterhin unterdurchschnittlich. Daran dürfte sich auch erst etwas ändern, wenn im Zuge stabilerer wirtschaftlicher Aussichten die Investitionsbereitschaft wieder merklich zunimmt”.

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Immobilienpreise steigen sechs Monate in Folge. Die Leistbarkeit steigt wieder. Immobilieninteressierten bietet sich ein sehr günstiges Fenster.

Die Belebung am Immobilienmarkt hat sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt. Die Nachfrage ist im Vergleich zum vergangenen Jahr weiterhin auf deutlich höherem Niveau. Das macht sich bei den Immobilienpreisen bemerkbar – und auch andere Finanzierungskennzahlen stabilisieren sich.

Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Immobilie zum Bau oder Kauf inklusive Nebenkosten in Deutschland lag im zweiten Quartal 2024 bei 456.000 Euro – und damit leicht über dem Vorquartal (+1,6 Prozent). Damit setzt sich der Anstieg bei den Kaufpreisen fort.

Diese Entwicklung zeigt auch der Interhyp-Immobilienindex. In den größeren Städten ziehen die Immobilienpreise im Vergleich zum ersten Quartal 2024 durchweg an. Während die Preise in Hamburg (+0,3 Prozent) oder Leipzig (+0,6 Prozent) moderat stiegen, gab es in Berlin (+1,3 Prozent), Stuttgart (1,5 Prozent), München (1,9 Prozent), Köln (+2,1 Prozent) oder Frankfurt (+2,2 Prozent) deutlichere Zuwächse.

Trendwende bei den Immobilienpreisen

Der Anstieg betrifft alle Segmente: So sind die Preise sowohl von Bestandsimmobilien, die vor 1990 gebaut wurden, als auch neueren Objekten (Baujahr nach 2010) im Vergleich zum Vorquartal um 1,2 Prozent gestiegen. Bei Wohnungen fällt die Preissteigerung mit 1,6 Prozent noch etwas deutlicher aus als bei Häusern (+1 Prozent).

„Die Tendenz, die wir zum Jahresanfang bei den Immobilienpreisen gesehen haben, hat sich inzwischen zu einem Trend entwickelt: Die Preise sind seit Jahresanfang konstant gestiegen“, so Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe. „Ich gehe davon aus, dass die Preise im weiteren Verlauf des Jahres weiter steigen werden, da die Nachfrage nach Immobilien hoch bleiben wird. Ich würde daher davon abraten, auf wieder fallende Preise zu spekulieren“.

„Ein sehr günstiges Fenster für den Immobilienkauf“

Auch andere Finanzierungskennzahlen deuten darauf hin, dass eine sanfte Erholung am Immobilienmarkt eingesetzt hat. Waren etwa die durchschnittliche Zinsbindung oder anfängliche Tilgungsrate seit der Zinswende deutlich gesunken, ist bei beiden Kennzahlen inzwischen eine Stabilisierung zu beobachten. So liegt die durchschnittliche Zinsbindung im Vergleich zum Vorquartal unverändert bei 11,8 Jahren, die durchschnittliche Tilgungsrate nahezu unverändert bei 2,3 Prozent.

„Dass die Menschen nicht mehr spürbar bei der Tilgung oder Zinsbindung runtergehen, zeigt, dass die Leistbarkeit wieder steigt“, so Utecht. „Die Zinsen haben sich zwischen 3,5 und 4 Prozent eingependelt, die Immobilienpreise steigen zwar leicht, befinden sich aber immer noch deutlich unter ihren Höchstständen und es gibt ein großes Angebot an attraktiven Immobilien: Durch diese Faktoren ergibt sich ein sehr günstiges Fenster für den Immobilienkauf. Und ich kann nur jedem raten, der sich für einen Kauf interessiert, dieses Fenster auch zu nutzen.“

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Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Banken und Sparkassen fragen Unternehmen immer häufiger nach Informationen über Nachhaltigkeitsengagement

Kreditzugang von Unternehmen in Deutschland ist schwieriger geworden

Eigenkapitalausstattung hat sich verbessert

Banken und Sparkassen thematisieren in Kreditverhandlungen mit Unternehmen immer häufiger das Thema Nachhaltigkeit. Das ist ein Ergebnis einer Unternehmensbefragung der KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft.

Demnach gaben rund 27 % der Unternehmen, die in den vergangenen zwölf Monaten Kreditverhandlungen geführt haben, an, dass die Geldinstitute das Thema Nachhaltigkeit adressiert haben. Das ist zwar immer noch ein überschaubarer Anteil, allerdings ein wachsender: In der vorherigen Erhebung im Jahr 2022 lag er erst bei 18 %.

“Für Unternehmen ist es vorteilhaft, das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in den Fokus zu nehmen. Banken und Sparkassen beziehen aus regulatorischen Gründen und mit Blick auf das eigene Reputationsmanagement immer häufiger Nachhaltigkeitskriterien bei der Kreditvergabe ein. Dieser Trend wird sich weiter verstärken”, sagte Dr. Juliane Gerstenberger, Senior Economist der KfW.

Davon gehen auch die Unternehmen selbst aus. Vier von zehn befragten Unternehmen rechnen damit, dass das Thema Nachhaltigkeit bei Kreditverhandlungen künftig wichtiger wird. Allerdings glauben nur 34 % der Unternehmen, dass sie darauf bereits sehr gut oder gut vorbereitet sind.

Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass es großen Handlungsbedarf für die Erfassung von Nachhaltigkeitskennzahlen durch Unternehmen gibt. Besonders häufig fragten die Banken und Sparkassen in den Kreditverhandlungen nach Informationen über die Treibhausgasemissionen der Unternehmen sowie über deren Energie- und Stromverbrauch.

Ein weiteres Resultat der Unternehmensbefragung 2024: Das Finanzierungsklima für Unternehmen hat sich gegenüber der Vorerhebung vor zwei Jahren spürbar eingetrübt. Der Anteil der Unternehmen, welche die Aufnahme eines Kredits als leicht einschätzten, lag bei nur 35 % – das waren acht Prozentpunkte weniger als im Jahr 2022. Je kleiner die befragten Unternehmen waren, umso schwieriger gestaltete es sich für sie, eine Finanzierung zu bekommen.

Die Eigenkapitalausstattung der Unternehmen insgesamt hat sich verbessert. 37 % der befragten Firmen meldeten im Frühjahr, dass ihre Eigenkapitalquote innerhalb der zurückliegenden zwölf Monate gestiegen ist. “Damit setzt sich die Stabilisierung der Eigenkapitalsituation der Unternehmen nach dem Einbruch in der Corona-Krise fort”, sagte Dr. Juliane Gerstenberger.

Über die Unternehmensbefragung: Die Befragung wurde zum 22. Mal unter Unternehmen und Betrieben aller Größenklassen, Wirtschaftszweige, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. An der Erhebung nahmen knapp 1.800 Unternehmen aus 17 Spitzen-, Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft teil. Sie erfolgte im Zeitraum zwischen Anfang März 2024 und Ende April 2024 und bildet im Wesentlichen die Situation und Stimmungslage im Jahr 2023 ab. Die Unternehmensbefragung 2024 “Finanzierungsklima aktuell eingetrübt – Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung” steht unter www.kfw.de/unternehmensbefragung zum Download zur Verfügung.

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Auf den deutschen Kreditmarkt kommen stürmische Zeiten zu. Das von der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V. (BKS) und der Frankfurt School of Finance & Management berechnete NPL-Barometer zeigt, dass mit einer Zunahme von Kreditausfällen, Auslagerungen und Portfoliotransaktionen zu rechnen ist.

„Die Ergebnisse spiegeln die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland wider“, sagt Jürgen Sonder, Präsident der BKS. Und es könnte noch schlimmer kommen.

Das aktuelle NPL-Barometer Sommer 2024 weist mit einem Gesamtklima-Wert von 0,45 einen sehr hohen Stand auf. „Dieser liegt nur knapp unter dem Rekord von 0,46 aus dem Herbst 2023“, sagt Sonder. „Sowohl der Lage- als auch der Erwartungswert deuten auf steigende NPL-Bestände, sinkende Verkaufspreise und eine Zunahme von Portfolioverkäufen und Auslagerungen hin.“ Das NPL-Barometer dient als aussagekräftiger Indikator für das Marktrisiko, indem es sowohl die aktuelle Entwicklung als auch die Erwartungen des deutschen Kreditmarktes hinsichtlich notleidender Kredite (Non-performing Loans, kurz NPLs) erfasst und bewertet.

„Unternehmen und Privathaushalte sind seit Jahren durch multiple Krisen belastet“, sagt Sonder. „Die Auswirkungen registrieren wir jetzt zeitversetzt durch eine Zunahme der notleidenden Kredite in den Bankbilanzen.“ Für Prof. Dr. Christoph Schalast, Vorsitzender des BKS-Beirats und Professor für Mergers & Acquisitions und Europarecht an der Frankfurt School of Finance & Management, stehen gewerbliche Immobilienkredite im Fokus. „Projektentwickler und Bauträger sind aufgrund der Marktturbulenzen besonders ausfallgefährdet“, so Schalast. Aber auch bei Konsumentenkrediten, Wohnimmobilienkrediten und KMU-Krediten rechnen die Experten mit steigenden NPL-Quoten.

Das Gesamtvolumen der NPLs in deutschen Bankbilanzen wird laut Prognosen bis Ende 2024 auf über 40 Milliarden Euro ansteigen. Zuletzt meldete die European Banking Authority (EBA) für März 2024 NPL-Bestände in deutschen Banken in Höhe von 39,8 Milliarden Euro – ein Anstieg um acht Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. „Wir müssen uns auf ein neues Normal mit höheren NPL-Beständen einstellen“, so Schalast.

Einen wichtigen Impuls für den NPL-Markt setzt das Kreditzweitmarktgesetz (KrZwMG), das am 30. Dezember 2023 in Kraft getreten ist. Es schafft erstmals einen klaren Rechtsrahmen für den Kreditankauf und das Servicing notleidender Kredite in Deutschland und der EU. Aktuell haben die ersten beiden Kreditservicer, zwei BKS-Mitglieder, die Erlaubnis als Kreditdienstleistungsinstitut von der BaFin erhalten. Damit können sie künftig EU-weit als vollwertige Partner der Banken beim Management von NPLs agieren.

„Das KrZwMG ist ein Meilenstein für die Professionalisierung des NPL-Marktes“, sagt Sonder. „Es schafft Rechtssicherheit, stärkt den Verbraucherschutz und eröffnet neue Möglichkeiten für spezialisierte Dienstleister. Gerade in einem herausfordernden Umfeld ist das aktive Management notleidender Kredite entscheidend, um Werte zu erhalten. Allerdings wird der administrative Aufwand, der durch das Gesetz und die BaFin-Aufsicht entsteht, noch zu evaluieren sein.“

Zur Methodik

Gefragt wird nach der tatsächlichen Entwicklung innerhalb der vergangenen zwölf Monate und der erwarteten Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Dabei werden die NPL-Bestände, die Kaufpreise, die Nutzung von Verkäufen und Outsourcings, die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Entwicklungen auf den Immobilienmärkten unter die Lupe genommen. Das NPL-Barometer ist auf einer Skala von -1 bis +1 abgetragen. Werte im negativen Bereich der Skala sprechen für einen weniger aktiven NPL-Markt, während ein positiver Wert für höhere NPL-Bestände, mehr Transaktionstätigkeit und geringere Verkaufspreise spricht.

Über die BKS

Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) wurde 2007 gegründet, hat ihren Sitz in Berlin und vertritt die Interessen ihrer 40 im Sekundärmarkt tätigen Mitgliedsunternehmen in Deutschland. Bezogen auf das Transaktionsvolumen spiegeln die Mitglieder der BKS den größten Teil des deutschen Marktes wider. Die BKS setzt sich zusammen mit ihrem Beirat, der überwiegend aus Vertretern deutscher Kreditinstitute besteht, auf politischer und fachlicher Ebene für einen funktionierenden und transparenten Sekundärmarkt ein. Mit Portfoliotransaktionen und Servicing von NPLs (Non-performing Loans) sichern Kreditdienstleister die Liquidität des Bankensektors. Der Verkauf von notleidenden Darlehensforderungen hilft Banken, Sparkassen und Landesbanken, Risikostrukturen zu verbessern und Liquidität zu sichern, um Neukredite an Darlehensnehmer zu vergeben.

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Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V., Marienstraße 14, 10117 Berlin, Tel: +49 (0) 30 204534-15, www.bks-ev.de

Interhyp setzt sich unter 12 Baugeldvermittlern durch – Erneut Bestnoten für Beratung und Service im Ranking des Wirtschaftsmagazins EURO

Interhyp, eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland, ist zum 19. Mal in Folge “Bester Baufinanzierer” bei den Vermittlern im Test des Wirtschaftsmagazins EURO (Ausgabe 08/2024). Insgesamt hat das Wirtschaftsmagazin EURO gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut SWI Finance in diesem Jahr 24 Baufinanzierungsanbieter getestet.

“Wir begleiten unsere Kundinnen und Kunden auf der für die meisten größten finanziellen Entscheidung ihres Lebens. Vertrauen ist auf diesem Weg die wichtigste Währung. Und dieses Vertrauen entsteht durch eine exzellente Beratung, durch den besten Service mit den besten Konditionen. Daher freue ich mich sehr über die Auszeichnung als Bester Baufinanzierer bei den Vermittlern”, sagt Jörg Utecht, CEO der Interhyp Gruppe.

Entsprechend kundenorientiert haben die Tester in den drei Kategorien Vermittler, Onlinebanken und Filialbanken geprüft. In Telefonaten, Online-Chats und bei Vor-Ort-Besuchen untersuchten sie, wie individuell und verständlich die Anbieter auf die komplexen Bedürfnisse der Kunden eingehen – und zu welchen Konditionen Darlehen angeboten werden. Vor allem durch die fast durchgängig hohe Kontaktqualität in Service und Beratung setzt sich Interhyp von den Mitbewerbern ab.

Auch bei den Themen Volltilger-Darlehen, Modernisierung im Bestand und Anschlussfinanzierung erzielte Interhyp in puncto Beratung, Finanzierungsunterlagen und Beantragung erneut sehr gute Ergebnisse.

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2023 ein Finanzierungsvolumen von 17,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

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Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

KfW-Kreditmarktausblick

Rückgang des Kreditneugeschäfts mit Unternehmen und Selbständigen verringert sich im ersten Quartal auf 3,9%

Schwache Investitionsausgaben dämpfen Finanzierungsbedarfe der Unternehmen

Mit nachlassenden Finanzierungskosten im zweiten Halbjahr wird Kreditneugeschäft gering wachsen

Zu Jahresbeginn 2024 blieb das von KfW-Research berechnete Kreditneugeschäft deutscher Banken mit Unternehmen und Selbstständigen zwar erneut hinter dem Vorjahresniveau zurück, stabilisierte sich jedoch mit dem überraschenden Wachstum der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal und dem Ende des Zinsstraffungszyklus seit dem Herbst deutlich. Nach zweistelligen Schrumpfungsraten in den Vorquartalen verringerte sich der Rückgang bei neuen Krediten auf nur noch 3,9% im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser langsame Erholungskurs dürfte sich weiter fortsetzen: Für das gerade abgelaufene zweite Quartal erwartet KfW Research eine Schrumpfung der Kreditneuvergabe um noch 2%, bevor ab dem dritten Quartal wieder niedrige positive Wachstumsraten möglich sind.

Über die letzten Monate hat sich der negative Einfluss der Anlageinvestitionen und des allgemeinen noch immer hohen Zinsniveaus auf die Kreditnachfrage der Unternehmen abgemildert. Erstmalig seit einem Jahr fragten die Unternehmen laut Bank Lending Survey nun auch wieder mehr Kredite für Lagerhaltung und Betriebsmittel nach. Das Kreditinteresse dürfte mit der wirtschaftlichen Stimmungsaufhellung weiter zunehmen. Zwar werden die Unternehmensinvestitionen nach dem schwachen ersten Quartal nun in der Jahresbetrachtung im Vergleich zum Vorjahr sinken, für das zweite Quartal ist jedoch mit zunehmenden Investitionsausgaben aufgrund steigender Absatzerwartungen mit der sich erholenden Auslandsnachfrage und dem verbesserten Geschäftsklima zu rechnen. Damit dürften die Unternehmensinvestitionen das Kreditneugeschäft vorerst wieder stärker stützen.

Von der Zinswende ist zunächst nur ein geringer Impuls auf die Kreditnachfrage zu erwarten. Die Kreditzinsen für Unternehmen bewegten sich seit Oktober 2023 seitwärts. Die Leitzinssenkung der EZB im Juni hatte der Markt hatte bereits eingepreist. Erst in der zweiten Jahreshälfte dürften die Kreditzinsen mit der langsam sinkenden Inflationsrate tendenziell abschmelzen und perspektivisch das Kreditneugeschäft stützen.

Auf der Kreditangebotsseite kommt der 2022 begonnene Straffungszyklus der Banken langsam zum Ende: Die Banken verschärften eigenen Angaben zufolge zu Jahresbeginn die Kreditkonditionen kaum noch. Auch die Ablehnungsquote von kreditinteressierten Unternehmen blieb nahezu unverändert zum Vorquartal. Die Banken sehen insbesondere in der deutschen Konjunkturschwäche und der Kreditwürdigkeit der Unternehmen hemmende Faktoren für die Kreditvergabe. Ein konjunktureller Aufschwung der deutschen Wirtschaft dürfte die Banken veranlassen, ihre strengen Vorschriften zu überdenken. Wenn sich der Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen in einigen Branchen hingegen fortsetzt, ist mit weiterhin restriktiven Kreditvergabekonditionen der Banken zu rechnen. Erste Anzeichen für eine Stabilisierung bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen bestehen jedoch bereits.

“Die Aussichten für eine nachhaltige Erholung des Kreditneugeschäfts haben sich verbessert, jedoch geht es nur langsam bergauf. Erst wenn sich die wirtschaftliche Aufhellung verstetigt und sich die Zinswende stärker in den Finanzierungskosten widerspiegelt, rechnen wir mit positivem Wachstum des Neugeschäfts. Aller Voraussicht nach wird dies erst im zweiten Halbjahr eintreffen”, fasst Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, die Ergebnisse des aktuellen KfW-Kreditmarktausblicks zusammen. “Allerdings beeinflusst auch Planungssicherheit die Investitionsentscheidungen der Unternehmen und damit ihre Finanzierungsbedarfe. Alles, was Unsicherheit erhöht, wie beispielsweise die Entwicklungen nach den Parlamentswahlen in Frankreich, der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im November, oder die Entwicklung von Handelskonflikten dämpft dabei das Investitionsinteresse von Unternehmen.”

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Experten-Prognose: Bauzinsen bis Herbst voraussichtlich in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent

Interhyp-Immobilienindex: Immobilienpreise seit Jahresbeginn leicht gestiegen (+2,0 Prozent)

Rat an Kaufinteressierte: Chancen bei Bestandsimmobilien nutzen!

Welche Auswirkungen hat das im Vergleich zu 2023 deutlich niedrigere Niveau auf die Immobilienpreise und den Immobilienmarkt? Wie haben sich die Kaufpreise für einzelne Energieklassen im Zeitverlauf entwickelt? Was bedeutet das für Kaufinteressierte? Im regelmäßigen Interhyp-Zinsupdate geben Branchen-Insider wichtige Einschätzungen und Tipps rund um Finanzierung, Zinsentwicklung und den Immobilienmarkt.

Stabiles Zinsniveau seit Jahresanfang, nachhaltige Erholung am Immobilienmarkt

“Wie Zinslage und Immobilienpreisentwicklung zusammenhängen, zeigt der aktuelle Immobilienmarkt. Aktuell liegen die Bauzinsen für 10-jährige Darlehen bei 3,67 Prozent. Damit liegen wir deutlich unter dem Niveau von 2023, als sich die Bauzinsen in der Spitze bei mehr als 4,2 Prozent befunden haben. Der Zinsabschwung, den wir zum Ende von 2023 hin gesehen haben, führt zu einer besseren Leistbarkeit von Immobilien und deshalb hat die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern seit Jahresbeginn wieder deutlich angezogen. Der Immobilienmarkt erholt sich gerade – wenn auch in kleinen Schritten”, sagt Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe.

Preiskorrekturen sind vorbei

“Die Preiskorrekturen am Immobilienmarkt sind überwiegend vorbei. Das Preiskarussell dreht sich wieder schneller. Wie die Daten unseres Interhyp-Immobilienindex zeigen, sind die Preise für Wohnimmobilien in Gesamtdeutschland von Januar 2024 bis Ende Mai 2024 um 2 % gestiegen. Bei den Metropolen bleiben die Preise nur in Hamburg nahezu unverändert. In München (+1,9 %), Stuttgart (+2,3 %), Frankfurt (+3,3 %), Berlin (+2,2 %) geht es aufwärts”, so Mohr weiter.

“Außerdem sind die langfristigen Treiber für die Nachfrage nach Immobilien weiterhin intakt: Das eigene Zuhause gehört laut Umfragen unverändert zu den Top 3 Wünschen den Deutschen neben Gesundheit und Sicherheit im Alter. Die temporäre Unsicherheit im Kaufmarkt für Immobilien im letzten Jahr hat die Mieten stark ansteigen lassen, dadurch wird Kaufen im Vergleich wieder deutlich attraktiver. Die Hauseigentumsquote liegt in Deutschland unter 50 Prozent – damit sind wir Schlusslicht in Europa. Ein riesiges soziales Problem, das unsere Regierung nicht in den Griff bekommt. Und die Sanierung von rund drei Viertel unseres Gebäudebestands in Deutschland bis 2025 bringt neue Chancen (und Herausforderungen) mit sich”, betont Mirjam Mohr.

Bestandsimmobilien mit geringer Energieeffizienz bieten Chancen

Objekte mit geringer Energieeffizienz bieten derzeit besonders günstige Einstiegschancen. Im Vergleich zum Jahresbeginn 2022 sind die Preise für Immobilien der Energieklassen B bis F durchschnittlich um 17 Prozent gesunken. Noch deutlicher fällt der Preisrückgang bei unsanierten Objekten der Klassen G und H aus – hier beträgt die Differenz sogar 22 Prozent. Im Gegensatz dazu zeigen sich energieeffiziente Immobilien der Klassen A+ und A weitgehend preisstabil. Ihre Werte liegen lediglich etwa 5 Prozent unter dem Niveau von Anfang 2022.

Der Abwärtstrend bei den Hauspreisen setzte ein, als die Energiekosten und Bauzinsen Anfang 2022 in die Höhe schnellten. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich die Preise für Häuser der Energieklassen A+ und A bereits Anfang 2023 stabilisierten.

Die Interhyp-Daten zeigen, dass aber auch die Preise für Immobilien mit niedrigeren Energieeffizienzklassen in den letzten Monaten wieder angezogen haben. Diese Entwicklung entspricht dem allgemeinen Trend steigender Immobilienpreise, wie er auch im Interhyp-Immobilienindex abgebildet wird.

Diese Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung der Energieeffizienz am Immobilienmarkt und eröffnen gleichzeitig Potenziale für Käufer und Sanierer. Sie verdeutlichen auch die Dynamik des Marktes, der auf wirtschaftliche und energiepolitische Veränderungen reagiert.

Interhyp-Vertriebsvorständin Mirjam Mohr rät: “In unseren Beratungsgesprächen stellen wir fest, dass viele Menschen sehr unsicher sind, was den Kauf einer älteren Immobilie angeht. Wir raten: keine Angst vor Bestandsimmobilien! Wer sich sorgfältig mit energetischer Sanierung auseinandersetzt und vor dem Kauf mit Unterstützung von erfahrenen Energieberatern prüft, welche Maßnahmen Sinn ergeben und mit welchem finanziellen Aufwand sie verbunden sind, kann eine ältere Immobilie zu einem attraktiven Preis erwerben. Mit einer guten Vorbereitung lassen sich Immobilien mit guten Potenzialen identifizieren. Da aber auch hier die Preise bereits wieder steigen, lohnt es sich, das Kaufvorhaben nicht zu lange aufzuschieben.”

Wie geht es mit den Bauzinsen weiter?

Die Experten des Interhyp-Zinspanels verorten die Bauzinsen für 10-jährige Darlehen in den kommenden vier Wochen auf gleichbleibendem Niveau in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent. Mittel- bis langfristig (Zeitraum von einem halben bis zu einem Jahr) sehen 50 Prozent der Befragten die Bauzinsen auf gleichbleibendem Niveau in besagtem Korridor, die anderen 50 Prozent prognostizieren fallende Zinsen.

Was ist von der EZB im zweiten Halbjahr zu erwarten?

Dazu Carsten Brzeski, Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING: “Die EZB zeigt sich zunehmend zögerlich mit weiteren Zinssenkungen. Zu groß ist der Lohn- und Inflationsdruck. Sollte die EZB wirklich maximal nur noch ein bis zwei Mal dieses Jahr den Leitzins senken, wird an den Kapitalmarktzinsen wenig passieren. Das Risiko ist groß, dass es eher weniger als mehr Zinssenkungen werden und damit auch das Risiko, dass die Kapitalmarktzinsen sogar noch einmal leicht steigen.”

Über Interhyp:

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2023 ein Finanzierungsvolumen von 17,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

Verantwortlich für den Inhalt:

Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Fokus der Änderungen auf Kriterien für geeignete Assets

Gemeinsam mit den Emittenten von Grünen Pfandbriefen hat der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) die Mindeststandards für Grüne Hypothekenpfandbriefe sowie Grüne Öffentliche Pfandbriefe aktualisiert. Die Änderungen der Mindeststandards gelten ab dem 1. Januar 2025, eine freiwillige Anwendung vor diesem Termin ist den Mitgliedsinstituten freigestellt. Für die bereits ausstehenden Pfandbriefemissionen gelten die jeweils zum Zeitpunkt der Emission geltenden Mindeststandards.

Die wichtigsten Änderungen der Mindeststandards für Grüne Hypothekenpfandbriefe betreffen die Kriterien für die geeigneten Assets:

Bei Neubaufinanzierungen muss die Immobilie zukünftig einen Primärenergiebedarf aufweisen, der mindestens 10 % unter dem nationalen Standard für Niedrigstenergiegebäude (NZEB) liegt. Bislang galt die Einhaltung von gesetzlichen energetischen Standards für Neubauten als ausreichend.

Bei der Finanzierung von wohnwirtschaftlichen Bestandsimmobilien muss das Wohngebäude künftig mindestens der Energieeffizienzklasse A angehören. Bislang war eine Energieeffizienzklasse von mindestens B ausreichend

Auch für die Finanzierung gewerblicher Bestandsimmobilien wird das Kriterium ergänzt, dass die Gewerbeimmobilie mindestens der Energieeffizienzklasse A zugeordnet werden kann.

Darüber hinaus werden einige formelle Änderungen am Regelwerk vorgenommen. Die Änderungen der Mindeststandards für Grüne Öffentliche Pfandbriefe gelten lediglich dem Angleich des Wortlautes beider Fassungen, betreffen inhaltlich jedoch nicht die Definition für geeignete Assets.

“Mit der Aktualisierung der Mindeststandards werden die Anforderungen an grüne Deckungswerte weiter in Richtung EU-Taxonomie angepasst.” Ein Abstellen auf sämtliche Taxonomie-Anforderungen sei aufgrund der Komplexität, der mangelnden Praxistauglichkeit und des nicht ausreichenden Transformationsgedankens der Taxonomie-Kriterien nicht möglich und auch absehbar nicht geplant, kommentierte Sascha Kullig, Mitglied der Geschäftsleitung des vdp.

Erfreuliche Entwicklung des Marktes für nachhaltige Pfandbriefe

Das Segment der nachhaltigen Pfandbriefe hat sich seit der ersten Emission durch ein vdp-Mitgliedsinstitut im Jahr 2014 positiv entwickelt. Mittlerweile haben 14 Pfandbriefbanken Grüne und Soziale Pfandbriefe mit einem Gesamtvolumen von über 28,5 Mrd. Euro ausstehend. Davon entfallen auf Grüne Pfandbriefe 23,6 Mrd. Euro und auf Soziale Pfandbriefe von 4,9 Mrd. Euro. Damit beträgt der Anteil der nachhaltigen Pfandbriefe am Gesamtvolumen ausstehender Pfandbriefe aktuell gut 7 %. Bei den neu begebenen Pfandbriefen im Benchmark-Format von mindestens 500 Mio. Euro beläuft sich ihr Anteil auf mittlerweile rund 20 %.

“Das erfreuliche Wachstum des Segments nachhaltiger Pfandbriefe zeigt auch, wie erfolgreich marktorientierte Modelle funktionieren können, wenn sie praxistauglich nachhaltige Finanzierungen fördern und Investoren die gewünschten Anlagemöglichkeiten bieten”, so Kullig.

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Die Deutsche Bank AG (XETRA: DBKGn.DB / NYSE: DB) erwirbt einen Großteil des Flugzeugkreditportfolios der Norddeutschen Landesbank („NORD/LB“).

Von dem Gesamtportfolio mit einem Volumen von 2,75 Milliarden Euro übernimmt die Deutsche Bank Kredite in Höhe von 1,67 Milliarden Euro. Die Bank hat das Portfolio in einem Bieterverfahren erworben. Die Kredite, hinter denen eine breite Anzahl an Leasinggebern und Fluggesellschaften als Kunden stehen, sind durch Passagierflugzeuge besichert. Insgesamt umfasst das Kreditportfolio der NORD/LB derzeit Finanzierungen für rund 300 Flugzeuge und Triebwerke.

Das Portfolio wird vom Bereich Global Credit Financing & Solutions der Deutschen Bank übernommen, der über ein vielfältiges Kreditportfolio verfügt, darunter Finanzierungen für erneuerbare Energien und die Energiewende, Infrastruktur- und Verkehrsfinanzierungen sowie forderungsbesicherte Finanzierungen.

„Mit dieser Transaktion spielen wir unsere Stärken sowie Erfahrung in der Luftfahrtbranche aus und erwerben zugleich ein Portfolio an hochwertigen Krediten mit einem attraktiven Renditeprofil“, sagte Ross Duncan, Co-Leiter des Teams für Global Transportation Finance bei der Deutschen Bank.

Die Ausschreibung ist auf großes Interesse gestoßen – ein Beleg für die hohe Qualität des Portfolios. Die beiden beteiligten Banken haben vereinbart, die Höhe des Kaufpreises nicht zu veröffentlichen.

Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Kartellbehörden. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2024 abgeschlossen werden.

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Bekenntnis der Politik zum ukrainischen Business Development Fund

Die KfW verstärkt ihr Engagement in der Ukraine. Sie hat auf der Ukraine-Wiederaufbau-Konferenz in Berlin neue Verträge im Volumen von 190,65 Mio. EUR geschlossen. Dabei geht es um neue Zusagen zur Reparatur und Wiederherstellung der Energie-Infrastruktur, Berufsbildung und kommunalen Infrastruktur. Die KfW-Tochter DEG, die ihre Kunden aus dem ukrainischen Privatsektor seit Beginn des Krieges fortlaufend unterstützt, unterzeichnete einen Vertrag über ein neues Vorhaben zu erneuerbaren Energien. Dies teilte die KfW zum Abschluss der Veranstaltung am Mittwoch mit.

Die neuen Verträge adressieren die größten Bedarfe in der andauernden Kriegslage. Im Energiesektor geht es um die Reparatur und Modernisierung sowie den Schutz der Infrastruktur über den ukrainischen Netzbetreiber Ukrenergo. Ziel ist, die aktuelle Versorgungslage zu stabilisieren und zu verbessern. In der kommunalen Infrastruktur ist der Wiederaufbau von Schulen und Berufsbildungseinrichtungen zentral, zudem die Wasserver- und Abwasserentsorgung in ukrainischen Orten. Eine hohe Relevanz hat die Förderung privater Unternehmen, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern und Einkommen zu generieren.

“Der Erfolg der Konferenz in Berlin ist greifbar”, sagte Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW. “Es ist klar: Der Wiederaufbau wird nur im Schulterschluss von internationaler Staatengemeinschaft und Privatwirtschaft gelingen. Auf diesem Weg sind wir mit dem Bekenntnis der Politik zum Ausbau des ukrainischen Business Development Fund zu einer nationalen Entwicklungsinstitution einen großen Schritt vorangekommen.” Der Fund vergünstigt Kredite an Unternehmen vor Ort. Er wird nach dem Vorbild der KfW in Deutschland eine signifikante Rolle beim Wiederaufbau der Ukraine spielen.

Seit dem Start des russischen Angriffs auf die Ukraine vor mehr als zwei Jahren hat die KfW für das Land im Auftrag der Bundesregierung und der EU mehr als 1,4 Mrd. EUR neu zugesagt. Die KfW ist bereits seit den 1990er Jahren ein Partner der Ukraine und verfügt über ein großes Netzwerk und viel Expertise vor Ort.

Folgende Verträge hat die KfW abgeschlossen:

mit dem Finanzministerium der Ukraine und dem ukrainischen Netzbetreiber Ukrenergo über 30,4 Mio. EUR zur Reparatur, zur Modernisierung und zum Schutz der Energieinfrastruktur,

mit Ukrenergo über 15 Mio. EUR zur Reparatur, zur Modernisierung und zum Schutz der Energieinfrastruktur,

mit dem Bildungsministerium der Ukraine über 20,5 Mio. EUR zur Rehabilitierung und Ausstattung von Berufsschulen für Berufsbildung, auch für Binnenvertriebene und Kriegsveteranen,

mit der EU über 100 Mio. EUR für Reparatur, Modernisierung und Schutz der Energieinfrastruktur,

mit der EU über 19,75 Mio. EUR für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur, insbesondere zur Modernisierung der Wasserver- und Abwasserentsorgung in Chernivtsi.

Weiterhin unterzeichnete die KfW:

ein Memorandum of Understanding mit dem Gesundheitsministerium der Ukraine und dem Ukrainian Social Investment Fund zur zukünftigen Zusammenarbeit zu Frauengesundheit,

zwei Absichtserklärungen mit der EU über jeweils 55 Mio. EUR für den Ukraine Sub-Fonds im Regionalfonds European Fund for Southeast Europe sowie für den regionalen “Green for Growth Fund” für Energieeffizienz und erneuerbare Energien, beide zur Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Folgenden Vertrag hat die KfW-Tochter DEG abgeschlossen:

Vertrag zwischen DEG und GOLDBECK SOLAR Gruppe über eine ImpactConnect-Finanzierung in Höhe von 5 Mio. EUR für die Entwicklung von Solarparks in der Ukraine.

Weitere Informationen zum Engagement der KfW in der Ukraine unter:

https://www.kfw-entwicklungsbank.de/%C3%9Cber-uns/Ukraine/

www.kfw.de/stories/gesellschaft/gesellschaftlicher-zusammenhalt/ukraine/

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Interhyp-Zinspanel erwartet in den kommenden Wochen mehrheitlich Bauzinsen zwischen 3,5 und 4 Prozent für 10-jährige Darlehen

Stabile Zinslage sorgt für bessere Planbarkeit und Leistbarkeit beim Immobilienkauf

Die Europäische Zentralbank EZB hat heute zum ersten Mal seit Herbst 2019 die Leitzinsen gesenkt. Was bedeutet die Zinswende für die Bauzinsen? Wie sollten sich Kaufinteressierte nun am besten verhalten? Experten geben Antworten.

Sinken nach der Leitzinssenkung jetzt die Bauzinsen?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Unserer Meinung nach wird die Leitzinssenkung der EZB keine spürbaren Auswirkungen auf die langfristigen Kreditzinsen haben, weil die Finanzmärkte bereits bis zu drei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte in diesem Jahr eingepreist haben.”

Die Zinsen für 10-jährige Immobilienkredite liegen laut Interhyp-Angebotszinsen derzeit bei 3,70 Prozent (Stand: 6.6.2024). Wo werden die Zinsen für 10-jährige Kredite voraussichtlich im Herbst 2024 liegen?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Die monatlich von uns befragen Zinsexpertinnen- und Experten gehen mehrheitlich davon aus, dass das Zinsniveau in den kommenden Monaten auf gleichbleibendem Niveau in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent für 10-jährige Darlehen liegen wird. Schwankungen sind dabei jederzeit möglich.”

Werden wir im zweiten Halbjahr 2024 weitere Leitzinssenkungen durch die EZB sehen?

Dazu Carsten Brzeski, Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING: “Meiner Meinung nach werden im weiteren Verlauf des Jahres kaum weitere Zinssenkungen folgen. Die Gefahr einer Rückkehr der Inflation ist immer noch zu hoch.”

Werden die gefallenen Leitzinsen die Entwicklung der Immobilienpreise beeinflussen?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “In Erwartung von Zinssenkungen durch die EZB haben die Bauzinsen bereits reagiert und sind Ende 2023 spürbar gesunken. Seitdem bewegen sie sich in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent für zehnjährige Darlehen. Dieser Zinsabschwung hat auch die Nachfrage angekurbelt, was wiederum den Druck auf die Preise erhöht hat. Die Daten unseres Interhyp-Immobilienindex zeigen, dass die Preise seit Jahresbeginn deutschlandweit um 1,5 Prozent gestiegen sind. Die Tendenz zeigt also leicht nach oben.”

Sollten Kaufinteressierte besser noch warten mit dem Immobilienkauf?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Es lohnt sich nicht, mit dem Immobilienkauf zu warten. Eine Rückkehr in die Niedrigzinsphase werden wir so schnell nicht sehen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, das Kaufvorhaben anzugehen, denn die Immobilienpreise sind (noch) auf einem niedrigeren Niveau und können verhandelt werden. Zudem gibt es deutlich mehr Angebot als zu Zeiten der niedrigen Bauzinsen. Wichtig ist ein enger Austausch mit einem Finanzierungsspezialisten, der das Zinsniveau im Blick hat, Anbieter vergleicht und alle für die Finanzierung relevanten Unterlagen zusammenstellt, so dass Kaufinteressierte jederzeit schnell reagieren können.”

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Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2023 ein Finanzierungsvolumen von 17,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

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Trend im Kreditbestand setzt sich fort / Wohnungsmarkt in München rückläufig, Hamburg im Aufwind / Attraktive Konditionen für Bauspardarlehen / Zentraler Wunsch nach Eigenheim und stabiler Zinsmarkt beleben die Nachfrage

Die Anzeichen für eine Erholung des Baufinanzierungsmarktes im Jahr 2024 verdichten sich, auch wenn deutliche Zinssenkungen nicht so schnell zu erwarten sind wie erhofft. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie „Nach der Talsohle ist vor dem Aufstieg…“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in Kooperation mit Interhyp AG. Die Studie beleuchtet die Entwicklungen des ersten Quartals 2024 und ergänzt diese um Prognosen für die kommenden Monate.

Der große Boom bleibt aus

Der Baufinanzierungsmarkt verzeichnet im betrachteten Quartal erste Anzeichen einer Entspannung, wobei auch das Neugeschäft eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr zeigt. Der Gesamtbestand stieg zum Jahresanfang auf etwa 1.585 Milliarden Euro, was in etwa dem Wachstumsniveau von 2014 entspricht. Trotz dieser positiven Entwicklungen ist eine Rückkehr zum Baufinanzierungsboom vorerst nicht in Sicht. Das Neugeschäft im ersten Quartal deutet lediglich auf eine moderate Erholung hin.

Ebenso beobachten die Expert:innen einen Rückgang der Effektivverzinsung – dies markiert den ersten Rückgang des Zinsniveaus seit 2020 und zeigt eine gewisse Entlastung für potenzielle Kreditnehmer.

„Doch, so die Prognose, bleibt trotz einer leichten Erholung im Neugeschäft eine Rückkehr zum Baufinanzierungsboom der Vorjahre vorerst aus. Dennoch setzt der Rückgang der Effektivverzinsung ein positives Zeichen für potenzielle Kreditnehmer“, so Ernst André Hettermann,Senior Manager bei PwC Deutschland.

Weitere Stabilisierung im Neukundengeschäft absehbar

Im Bereich des Neukundengeschäfts verzeichnet der Markt eine deutliche Wachstumsrate von etwa 12 % im Vergleich zum Vorjahresquartal Q1 2023. Die Stabilisierung des Neugeschäfts setzt sich im ersten Quartal fort, wobei allerdings die saisonale Erholung im März unterdurchschnittlich ausfiel. Absolut gesehen nehmen die Prolongationen um 0,4 Milliarden Euro zu, jedoch sank ihr relativer Anteil am Gesamtvolumen aufgrund des stärker gestiegenen Netto-Neugeschäfts. Die Nachfrageerholung hingegen übertrifft die Erwartungen deutlich, und es wird eine weitere Stabilisierung im zweiten Quartal 2024 erwartet. Zu den zentralen Faktoren für die Nachfrageerholung gehören die nachlassende Volatilität in der Zinspolitik sowie ein leichter Rückgang zum Quartalsanfang. Darüber hinaus stützen ein Preisrückgang am Immobilienmarkt und eine Erholung des Verbrauchervertrauens die Entwicklung.

„Die Anzeichen für eine Erholung des Baufinanzierungsmarktes im Jahr 2024 mehren sich. Deutliche Zinssenkungen sind weniger schnell zu erwarten als bisher angenommen. Der im ersten Quartal zu beobachtende Neugeschäftsanstieg zeigt aber deutlich, dass die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin ungebrochen ist und die Kreditnehmer sich zunehmend an das aktuelle Finanzierungsumfeld gewöhnen“, so Tomas Rederer,Head of Financial Services Management Consulting bei PwC Deutschland.

Während das Interesse an neuabgeschlossenen Bausparverträgen zurückging, stieg die spezifische Nachfrage nach der Darlehenskomponente in den ersten Monaten des Jahres. Im Vergleich zum Höchststand 2023 sanken die Neugeschäftsvolumina deutlich. Gleichzeitig beschleunigten sich der Bestandsrückgang und die Anzahl der Bausparverträge fiel weiter gegenüber dem Vorjahr. Das Kreditvolumen erreichte hingegen den höchsten Stand seit 2015.

Immobilienmarkt konsolidiert

Die Studie beleuchtet auch die deutschen Immobilienpreise und findet Anzeichen einer Stabilisierung, obwohl regionale Unterschiede weiter zunehmen. Ein leichter Preisanstieg signalisiert eine steigende Wohnraumachfrage, da das gesunkene Zinsniveau ein spürbar größeres Interesse am Immobilienkauf hervorruft. Bei Bestandsimmobilien setzt sich die Bodenbildung im Preis fort.

„Es gibt ein großes Angebot an attraktiven Immobilien und Kaufpreise können verhandelt werden. Für Kaufinteressierte ist aktuell ein günstiger Zeitpunkt für den Immobilienkauf“, so Jörg Utecht,CEO, Interhyp AG.

Anders als bei Bestandsimmobilien stagnieren die Neubaupreise merklich. In einigen Metropolregionen ist eine Erholung zu verzeichnen, wobei München auf das Preisniveau von 2020 fällt, Hamburg anzieht und Leipzig die deutlichste Erholung zeigt.

„Langfristig sind die Aussichten für die Baufinanzierung positiv – aber perspektivisch engere Zinsmargen erhöhen den Druck auf die Digitalisierung und Ausrichtung des Produkts“, sagt Tomas Rederer. Prognostiziert wird ein positives Wachstum der Kreditnachfrage, unterstützt durch stabile Zinsen und langfristige Darlehenslaufzeiten. Der Trend zu längeren Gesamtlaufzeiten der Finanzierung und einer rückläufigen Zinsbindung setzt sich dabei ebenfalls fort. Trotz der Konflikte zwischen Eigenheimwunsch und Mietmarkt wird erwartet, dass das Neugeschäft profitiert. Gerade im Bereich Bausparbereich sind die Vorzeichen positiv, eben wegen der erhöhten Nutzung der Darlehenskomponente.

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Neugeschäftsvolumen der vdp-Mitgliedsinstitute steigt um 4,7 %

Das Immobilienfinanzierungsvolumen der im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute belief sich im ersten Quartal 2024 auf 27,0 Mrd. Euro. Der leichte Anstieg um 4,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal bzw. 3,1 % gegenüber dem direkten Vorquartal resultierte vor allem aus einer stärkeren Kreditvergabe für den Bau und Erwerb von Wohnimmobilien.

Wohnimmobiliendarlehen summierten sich auf 17,8 Mrd. Euro, ein Plus in Höhe von 7,2 % auf Jahressicht bzw. 17,1 % auf Quartalssicht. Damit verzeichnete die Wohnimmobilienfinanzierung das beste Quartalsergebnis seit dem dritten Quartal 2022 (22,1 Mrd. Euro). Vom Niveau während der Nullzinsphase war das Neugeschäft allerdings nach wie vor weit entfernt. Gewerbeimmobiliendarlehen konnten ihr Volumen mit 9,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal halten.

“Die Wohnimmobilienfinanzierung sendet positive Signale.” Jens Tolckmitt

“Seit sechs Quartalen bewegt sich das Neugeschäft stets zwischen 15 und 18 Mrd. Euro. Unsere aktuellen Zahlen deuten auf eine eintretende Entspannung in diesem Geschäftsfeld hin. Die Wohnimmobilienfinanzierung sendet positive Signale: Steigende Reallöhne und stabile Darlehenszinsen wirken sich vorteilhaft auf den finanziellen Spielraum der Privathaushalte aus. Aufgrund der Übernachfrage nach Wohnungen steigen die Neuvertragsmieten weiter an. Dies lässt den Wohneigentumserwerb wieder attraktiver erscheinen”, erklärte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. “Institutionelle Investoren sind dagegen weiterhin zurückhaltend. Dementsprechend verhalten ist der Start in das Jahr 2024 für die Finanzierung von Mietwohngebäuden und Gewerbeimmobilien verlaufen. Für das gesamte Immobilienfinanzierungsgeschäft der vdp-Mitgliedsinstitute rechnen wir dennoch – dank der voraussichtlich positiven Entwicklung bei Wohnimmobiliendarlehen – mit einem Plus im Vergleich zum Jahr 2023.”

Wohnimmobilienneugeschäft: Segmente wachsen teilweise zweistellig

Das Volumen an Wohnimmobiliendarlehen, das von Januar bis März 2024 um 7,1 % auf 17,8 Mrd. Euro stieg, setzte sich aus neuen Finanzierungen für Ein- und Zweifamilienhäuser (9,0 Mrd. Euro), für Eigentumswohnungen (3,7 Mrd. Euro) für Mehrfamilienhäuser (4,0 Mrd. Euro) und für sonstige Wohnimmobilien (1,1 Mrd. Euro) zusammen. Das Wachstum wurde insbesondere durch eine Belebung bei der Finanzierung selbst genutzten Wohneigentums (Eigenheime und Eigentumswohnungen) getragen, während für Mehrfamilienhäuser sowohl auf Jahres- als auch auf Quartalssicht ein geringeres Darlehensvolumen ausgereicht wurde.

Seitwärtsentwicklung bei Gewerbeimmobiliendarlehen

Das Gewerbeimmobilienneugeschäft im Anfangsquartal 2024 lag vom Volumen her auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums und wurde – der traditionellen Bedeutung entsprechend – erneut dominiert von Büroimmobiliendarlehen, auf die ein Volumen von 5,5 Mrd. Euro bzw. ein Anteil von rund 60 % entfiel. Im Vergleich zum Vorjahresquartal 2023 nahmen die Zusagen für Büroimmobilien um 19,6 % zu, im Vergleich zum direkten Vorquartal um 1,8 % ab. Das Darlehensvolumen für Handelsimmobilien nahm sowohl im Jahres- als im Quartalsvergleich um jeweils 29,6 % auf 1,9 Mrd. Euro ab (Q1 2023 und Q4 2023: jeweils 2,7 Mrd. Euro). Die Volumina für Hotels, Industriegebäude und sonstige Gewerbeobjekte betrugen von Januar bis März dieses Jahres 400 Mio. Euro, 300 Mio. Euro sowie 1,1 Mrd. Euro.

Immobilienfinanzierungsbestand ungefähr auf Niveau vom Jahresende 2023

Zum 31. März 2024 wiesen die vdp-Mitgliedsinstitute einen Bestand an ausgereichten Immobiliendarlehen von 1.003,5 Mrd. Euro aus. Somit konnte das Niveau vom Jahresende 2023 (1.004,1 Mrd. Euro) nahezu gehalten werden.

Die komplette Statistik zum Immobilienfinanzierungsgeschäft  https://www.pfandbrief.de/site/de/vdp/Presse/News/pressemitteilungen/20240528_Finanzierung.html

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Finanzierungen 2024: Mehr als die Hälfte des Interhyp-Portfolios weist Modernisierungsbedarf auf

Neuer Interhyp-Sanierungsrechner hilft zu verstehen, was beim Kauf oder der Sanierung einer älteren Immobilie auf Kaufinteressierte zukommt

Im aktuellen Marktumfeld, das von stabilen Bauzinsen, verhandelbaren Kaufpreisen besonders für ältere Immobilien und wenig Angebot an Neubauimmobilien geprägt ist, sind Bestandsobjekte am stärksten nachgefragt. Deshalb steht das aktuelle Interhyp-Zinsupdate diesmal auch im Zeichen des Themas Sanierung: Welche Sanierungsmaßnahmen werden aktuell von Käuferinnen und Käufern umgesetzt? Was bringen diese Maßnahmen im Hinblick auf Einsparungen bei den Energiekosten? Experten geben Antworten.

Käuferinnen und Käufer erkennen Chancen bei Immobilien mit niedrigen Energieeffizienzklassen

Die Modernisierung von Bestandsimmobilien hat beim Immobilienkauf weiterhin große Relevanz. Das ergibt eine Analyse des Finanzierungsportfolios der Interhyp Gruppe für das erste Quartal 2024. Denn knapp die Hälfte der über die Interhyp Gruppe in diesem Zeitraum finanzierten Objekte weist eine Energieeffizienzklasse (EEK) von D oder schlechter auf (A+ 7 %; A 8 %; B 8 %; C 12 %; D 17 %; E 11 %; F 9 %; G 5 %; H 7 %; nicht angegeben 16 %).

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Wir haben im ersten Quartal 2024 gesehen, dass die Nachfrage nach Bestandsimmobilien besonders groß war. Das zeigt, dass Käuferinnen und Käufer attraktive Chancen abseits der Immobilien mit Top-Energieeffizienzklasse erkennen und wahrnehmen.”

Eine gute Vorbereitung ist beim Kauf von Immobilien mit Sanierungsbedarf besonders wichtig

Um ein besseres Gespür dafür zu entwickeln, was auf Kundinnen und Kunden zukommt, wenn sie eine ältere Immobilie kaufen oder einen Kredit für eine Modernisierung aufnehmen, ist eine gründliche Vorbereitung noch vor dem ersten Beratungsgespräch ratsam. Eine gute Hilfestellung liefern dabei Online-Modernisierungsrechner.

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Anfang April 2024 hat die Interhyp Gruppe einen hochwertigen Sanierungsrechner live gestellt. Er verschafft Kundinnen und Kunden, die eine Sanierung planen, einen schnellen und umfänglichen Überblick darüber, was sie im Rahmen der Finanzierung erwartet. So lässt sich z.B. der Energieverbrauch der Immobilie abschätzen und auch mögliche Förderungen können sofort in die Kalkulation miteinbezogen werden.”

Was setzen Käufer von Bestandsimmobilien aktuell um?

Welche Maßnahmen setzen aber Immobilienbesitzer entsprechender Bestandsimmobilien um? Darüber geben die Kennziffern der Energieberatungsfirma Fuchs & Eule Aufschluss, mit der die Interhyp Gruppe kooperiert. Das Unternehmen unterstützt Besitzer und Käufer bei der Sanierung ihrer Immobilie im Rahmen des staatlich geförderten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP).

Dazu Robin Behlau, Founder von Fuchs & Eule Energieberatung: “Häufig setzen Kunden bei uns zum Beispiel eine Dachsanierung und einen Heizungstausch um. Bei der Sanierung einer älteren Bestandsimmobilie lautete die Devise früher immer: erst die Gebäudehülle, dann die Heizungstechnik. Heute belohnt die Förderlandschaft Geschwindigkeit. Deshalb ist es jetzt mitunter sinnvoll, die Sanierung der Heizungsanlage etwas früher zu machen, wobei der fertige Zustand der Gebäudehülle natürlich nicht aus dem Auge verloren werden darf. Ging es früher in unseren Beratungen häufig nur um Einsparungen der Energiekosten, reden wir heute auch davon, Werte zu erhalten und Eigentum zu schützen. Energieeffizienzklassen wirken sich mitunter bereits auf Zinsvorteile und Beleihungswerte aus.

Oft kommen Kunden mit einer H-Immobilie zu uns und verbessern ihr Objekt mit den Maßnahmen Dach- und Heizungstausch häufig auf die Energieeffizienzklasse C. Die Kosten liegen dafür bei gut 70.000 Euro, wobei oftmals über 20.000 Euro gefördert werden. Der iSFP lässt bei der Umsetzung dabei mit 15 Jahren ausreichend Zeit.”

Hier geht es zum neuen Interhyp-Sanierungsrechner: https://www.interhyp.de/sanierungsrechner/

Wie geht es mit den Bauzinsen weiter?

Die Experten aus dem Interhyp-Zinspanel gehen davon aus, dass sich die Zinsen für 10-jährige Hypothekendarlehen in den kommenden vier Wochen auf gleichbleibendem Niveau bewegen werden. Mittel- bis langfristig (Zeitraum ein halbes bis zu einem Jahr) sehen 50 Prozent der Befragten die Bauzinsen in einem Korridor zwischen 3,5 – 4 Prozent, rund 33 Prozent prognostizieren fallende Bauzinsen in Richtung 3 Prozent, knapp 17 Prozent vertreten die Meinung, dass die Zinsen auch wieder steigen könnten.

Dazu Carsten Brzeski, Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING: “Die erste EZB-Leitzinssenkung wird wohl im Juni kommen. Da die Inflation aber immer noch zu hoch ist und auch die Konjunktur wieder leicht anzieht, ist der Spielraum für die EZB ziemlich beschränkt. Es wird nicht so viel Zinssenkungen geben wie aktuell von den Märkten eingepreist. Daher sollte es bei den Kapitalmarktzinsen eher leicht nach oben gehen als nach unten.”

Über Interhyp:

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2023 ein Finanzierungsvolumen von 17,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

Verantwortlich für den Inhalt:

Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Wo diese dennoch fündig werden, was die Angebote taugen

Bereits zum 12. Mal hat das Deutsche Finanz-Service Institut bundesweit angebotene Ratenkredite auf Herz und Nieren geprüft. Dabei fiel auf: Es gibt kaum Angebote für Selbstständige. Lediglich einige Finanzinstitute bieten auch ihnen Ratenkredite zur privaten Verwendung an. Unter diesen Produkten schnitt in der Bewertung von Produktdesign und Kosten der Ratenkredit der Bank 11 am besten ab. Gefolgt vom Privatkredit für Selbstständige der Targobank und dem Ratenkredit der Barclays Bank.

“Die meisten Finanzinstitute winken ab, wenn Selbstständige – also etwa Anwälte, Ärzte, Architekten, Künstler, Publizisten und Gewerbetreibende – für private Anschaffungen einen Ratenkredit beantragen wollen”, weiß Thomas Lemke, Geschäftsführer des Deutschen Finanz-Service Instituts (DFSI). “Das mussten wir bei unserer jährlichen Studie zu Ratenkrediten auch 2024 wieder feststellen.” So offerierten gerade einmal sieben von 23 untersuchten bundesweit aktiven Kreditanbietern Ratenkredite in nennenswertem Umfang auch Selbstständigen. Und das vielfach auch nur mit Einschränkungen: Lediglich vier Institute bieten Ratenkredite allen Selbstständigen ohne Wenn und Aber an.

“Die meisten Finanzinstitute dagegen verweisen Selbstständige auch bei Krediten für private Anschaffungen vielfach auf Firmenkredite,” weiß Lemke. Und er nennt Gründe dafür: “Meist sind dort die Zinssätze deutlich höher und die Bestimmungen zum Schutz der Kreditnehmer deutlich niedriger als bei Ratenkrediten zur privaten Verwendung.”

Im Rahmen seiner jährlichen Studie zu Ratenkrediten hat das DFSI auch 2024 ausgewertet, welche Institute Ratenkredite an Selbstständige vergeben. Dabei wurden alle Produkte betrachtet, die zumindest zwei Teilgruppen der Selbstständigen eingeschränkt zur Verfügung standen. Dadurch wurden Produkte ausgeschlossen, die lediglich für Gesellschafter-Geschäftsführer verfügbar sind. Hintergrund: Diese Gruppe ist zum einen die zahlenmäßig kleinste Untergruppe der Selbstständigen und sie hat zum anderen durch ihre Funktion als angestellter Geschäftsführer in der eigenen Firma eine Zwitterstellung inne. Im Gegensatz zu den anderen Untergruppen: Freiberufler – also Ärzte, Anwälte oder Architekten- ; Gewerbetreibende sowie freischaffende Künstler und Publizisten. Durch diese Einschränkung im Studiendesign fielen acht Produkte aus der Untersuchung. So wurden hier letztlich lediglich sieben Ratenkredite betrachtet, die für mindestens zwei Untergruppen von Selbstständigem erhältlich sind.

Vier Produkte stehen dabei allen Untergruppen uneingeschränkt offen: der “Ratenkredit” der Barclays Bank, der “FAIRbraucherkredit” der Ethikbank, der “Ratenkredit” der Neo-Bank N26 sowie der “Privatkredit für Selbstständige” der Targobank. Mit dem “Ratenkredit” der Bank11 steht ein weiteres Produkt zwar allen Untergruppen der Selbstständigen offen, Gesellschafter-Geschäftsführern jedoch nur eingeschränkt. Und mit dem “SofortKredit” von Creditplus steht ein weiteres Produkt allen Selbstständigen-Gruppen zumindest eingeschränkt offen. Zudem wurde der “Younited Credit” des Fin-Techs Younited betrachtet, der jedoch lediglich Freiberuflern sowie freischaffenden Künstlern und Publizisten offensteht.

Mit der Studie wurden Kundenmerkmale, Produktdesign, Zinsen und Kosten sowie optional erhältliche Restschuldversicherungen einer genauen Betrachtung unterzogen. Insgesamt wurden dabei knapp 120 verschiedene Merkmale bewertet.

“Für uns standen folgende Fragestellungen im Vordergrund: Welche Kunden können überhaupt einen Ratenkredit erhalten? Welche Produkteigenschaften weist der Ratenkredit auf? Und welche Möglichkeiten hat der Kunde, die Standardbedingungen des Kredits zu verbessern beziehungsweise seiner individuellen Situation anzupassen?” führt DFSI-Chef Lemke dazu aus. “Und natürlich hat uns auch interessiert: Wie hoch sind die effektiven Zinssätze? Und welche sonstigen Gebühren kommen noch auf Kreditnehmer zu?”

Zudem wurde untersucht, wie sich optionale Verbesserungen der Standardbedingungen des Produkts auf der Kostenseite auswirken.

In der Auswertung ohne Berücksichtigung der Kreditabsicherung schaffte es der Ratenkredit der Bank 11 mit 489,36 Punkten auf Platz 1. Mit 477,90 Punkten nur rund zwölf Punkte dahinter das Produkt der Targobank – der Privatkredit für Selbstständige. Auf dem dritten Platz: der Ratenkredit der Barclays Bank mit 472,19 Punkten. Alle drei Produkte bekamen die DFSI-Bestnote “Exzellent”. Dahinter rangieren die Produkte von Creditplus Bank, Younited, Ethik Bank und N26. Bezieht man die Kreditabsicherung in die Bewertung mit ein, so ändert sich das Ranking auf den vorderen fünf Plätzen nicht. Die beiden anderen Produkte fallen dagegen komplett aus der Wertung, da sie keine Restschuldversicherung offerieren.

Doch Lemke weiß: “Auch Produkte, die in unserem Ranking weiter hinten landeten, sind einen Blick wert.” So biete etwa die Ethikbank mit ihrem bonitätsunabhängigen “FAIRbraucherkredit” durchgängig einen Effektivzins von 5,67 Prozent. Einen niedrigeren Maximalzins gebe es bei keinem anderen der untersuchten Kreditanbieter. Andere Anbieter verlangten dagegen Effektivzinsen von bis zu 14,99 oder sogar 18,41 Prozent.

DFSI Tipp: Potenzielle Kreditnehmer, die ihre individuelle Bonität eher schlecht einschätzen, sollten Anbieter mit solch extrem hohen Maximalzinsen meiden. Sie dürften bei Anbietern mit möglichst niedrigen Maximal-Zinssätzen besser aufgehoben sein. Jedoch kann es sein, dass sie dort überhaupt keinen Kredit erhalten, da sie durch das Bonitäts-Raster dieser Institute fallen.

Übrigens: Die günstigsten Effektivzinsen für Selbstständige mit bester Bonität lagen bei der diesjährigen Studie je nach Anbieter zwischen 1,89 Prozent und 6,67 Prozent.

Lemkes Fazit: “Mit Hilfe des DFSI-Ratenkredittests sollte es Selbstständigen ohne großen Aufwand möglich sein, für private Anschaffungen flexible Ratenkreditprodukte zu finden, die zu ihren individuellen Bedürfnissen passen und zugleich dank niedriger Zinsen und vergleichsweise geringer Kosten einer optionalen Restschuldversicherung (RSV) das eigene Portemonnaie nicht über Gebühr belasten.”

Mehr Informationen zu den Ergebnissen des Ratings finden Sie unter https://www.dfsi-institut.de

DFSI Ratings ist eine Marke des Deutschen Finanz-Service Instituts GmbH (DFSI). Diese ist ein unabhängiger Datendienst, der marktrelevante Informationen zu Versicherern, Banken, sonstigen Finanzdienstleistern und Gesetzlichen Krankenkassen sammelt und bewertet. Dabei werden zu Finanzprodukten die Informationen, die für Privatkunden entscheidungsrelevant sind, gebündelt und als Produktratings dargestellt. Hier fließen insbesondere Daten aus den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB), Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), Leistungs- und Servicedaten des Produktanbieters sowie Preis- und Prämiendaten ein. Das DFSI erstellt seit 2008 branchenweite Leistungstests zu Finanzprodukten. Darüber arbeitet sie als unabhängige Agentur für Qualitätsratings im Versicherungssektor. Sie bietet seit 2011 Qualitätsratings an, die aus Sicht von Privatkunden die Unternehmensqualität von Versicherern und Gesetzlichen Krankenkassen darstellen. Dabei werden keine Bonitätsratings für Investoren und/oder Anleger erstellt. DFSI Ratings hat bei Versicherern und Gesetzlichen Krankenkassen mit über 120 Ratings die höchste Abdeckung veröffentlichter Qualitätsratings im deutschen Markt.

Verantwortlich für den Inhalt:

DFSI Ratings GmbH, Am Vorgebirgstor 1, 50969 Köln, Thomas Lemke Geschäftsführer, Tel: +49 (0)221 6777 4569 0, Fax: +49 (0)221 423 468 38, www.dfsi-ratings.de

Der aktuelle Konsumkredit-Index des Bankenfachverbandes prognostiziert insgesamt eine konstante Nutzung von Konsumkrediten im Jahr 2024.

Mit einem Wert von 84 Punkten zeigt der Index eine Kreditaufnahme auf Vorjahresniveau mit leicht abnehmender Tendenz an. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von rund 1.800 Verbraucherhaushalten im GfK Finanzmarktpanel.

“Viele Verbraucher sind angesichts der herausfordernden Wirtschaftslage verunsichert und zögern mit privaten Investitionen”, sagt Jens Loa, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes. Dies manifestiert sich gemäß den Studienergebnissen in einer eher gering ausgeprägten Neigung der Privathaushalte, sich Konsumgüter anzuschaffen. Der entsprechende Teil-Indexwert liegt bei 76 Punkten. Dagegen ist die Absicht der Verbraucher, Konsumgüter zu finanzieren, mit einem Teil-Indexwert von 110 Punkten konstant. “Finanzierungen sind ein entscheidender Faktor, um Konsumgüterinvestitionen zu ermöglichen und die Konjunktur zu beleben”, so Loa.

Die prognostizierten Trends zur Kreditaufnahme fallen in den einzelnen Konsumgütergruppen unterschiedlich aus. Ein gleichbleibendes Finanzierungsniveau zeigt der Index bei Möbeln und Küchen sowie bei Haushaltsgroßgeräten an. Mit einem abnehmenden Niveau ist bei Krediten für Autos und für Unterhaltungselektronik zu rechnen. Für sonstige Anschaffungen, zu denen auch Renovierungen und Umzüge zählen, wollen Verbraucher künftig mehr Finanzierungen nutzen als im Vorjahr.

Verantwortlich für den Inhalt:

Bankenfachverband e.V., Littenstr. 10, 10179 Berlin, Tel: 030 2462596-0, www.bfach.de

Neugeschäft auf Vorjahresniveau – Plus bei Kfz-Krediten

Die auf Finanzierungen spezialisierten Kreditbanken in Deutschland hatten zum 31.12.2023 insgesamt Kredite im Wert von 195,5 Milliarden Euro an Unternehmen und Verbraucher vergeben. Sie konnten damit ihren konsolidierten Kreditbestand innerhalb eines Jahres weiter um 8,0 Prozent ausbauen. Das Bestandswachstum zeigt sich sowohl in ihren Hauptgeschäftsfeldern Konsum- und Investitionsfinanzierung, zu denen auch die Finanzierung von Kraftfahrzeugen zählt, als auch in der Einkaufsfinanzierung und dem Forderungsankauf.

Ihr gesamtes Kreditneugeschäft belief sich im Jahr 2023 auf 127,3 Milliarden Euro. Das entspricht mit einem leichten Rückgang um 0,5 Prozent annähend dem Vorjahresniveau. “Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Lage und des gedrückten Konsumklimas ist das ein zufriedenstellendes Ergebnis”, sagt Christian Ruben, Vorstandsvorsitzender des Bankenfachverbandes.

Mehr Investitions-, weniger Konsumfinanzierungen

Das Neugeschäft entwickelte sich in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich. Ihre Investitionsfinanzierungen für Unternehmen bauten die Kreditbanken in 2023 um 7,3 Prozent auf 11,0 Milliarden Euro aus. Im Bereich Konsumfinanzierung für Verbraucher lag ihr Neugeschäft bei 52,7 Milliarden Euro und damit 7,3 Prozent unter dem starken Vorjahreswert. Zurückgegangen sind darunter insbesondere Barkredite zur freien Verwendung, während private Kfz-Finanzierungen relativ stabil blieben. “Verbraucher haben zwar ihre Ausgaben eingeschränkt, aber weiterhin in Konsumgüter investiert und diese finanziert”, so Ruben.

1,9 Prozent mehr Kredite für Kraftfahrzeuge

In 2023 vergaben die Kreditbanken Kfz-Kredite im Wert von 23,3 Milliarden Euro an private und gewerbliche Kunden. Das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent zum Vorjahr. Gewachsen sind insbesondere gewerbliche Kfz-Kredite, die um 12,3 Prozent zulegten. Private Kfz-Kredite gingen dagegen um 1,1 Prozent leicht zurück. Insgesamt finanzierten die Kreditbanken in 2023 rund 1,6 Millionen Kraftfahrzeuge, darunter 1,1 Millionen per Kredit und 0,5 Millionen per Leasing. Während der Anteil kreditfinanzierter Kfz um 1,8 Prozent rückläufig war, gewann der Leasing-Anteil um 4,4 Prozent. “Zur Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen nutzen Unternehmen und Verbraucher verstärkt Leasing”, erläutert Ruben.

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