Die DWS Group schafft einen neuen Bereich Digital Strategy, Products and Solutions, in dem sie die Aktivitäten rund um digitale Assets und Währungen, digitale Kanäle und Programmierschnittstellen (APIs) bündelt.

 

Die Leitung des neuen Bereichs, der in der Product Division der DWS angesiedelt ist, übernimmt zum 1. September 2022 André M. Bajorat. Er kommt von der Deutschen Bank, wo er zuletzt Strategiechef der Unternehmensbank war. In seiner neuen Funktion wird er an Manfred Bauer berichten, der in der Geschäftsführung der DWS die Product Division verantwortet.

Barbara Nitschke, bislang zuständig für den Bereich Digital Asset Management unter dem CEO der DWS, Stefan Hoops, wird in der neu geschaffenen Einheit die Verantwortung für digitale Produkte und Lösungen übernehmen. Zudem wird Alexander Bechtel zum 1. Oktober 2022 zur DWS wechseln und das Digital Strategies Team verantworten. Bechtel kommt auch von der Deutschen Bank, wo er als Leiter Strategie für digitale Assets und Währungen in der Unternehmensbank tätig war. Nitschke und Bechtel werden an Bajorat berichten.

„Die Asset Management Industrie erlebt einen ähnlichen Wandel, wie wir ihn in anderen Bereichen der Finanzindustrie sehen“, sagt Stefan Hoops, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO der DWS. „Digitale Technologien wie Blockchain, Programmierschnittstellen (APIs) und Data Science wirken sich auf alle Teile der Wertschöpfungskette des Asset Managements aus. Es ist unsere Verantwortung als Treuhänder, uns so aufzustellen, dass wir für die nächste Welle der digitalen Disruption in unserer Branche vorbereitet sind und unsere Kunden und Aktionäre von den damit verbundenen Chancen profitieren können.“

Bauer ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir mit André Bajorat, Barbara Nitschke und Alexander Bechtel drei digitale Unternehmerpersönlichkeiten an Bord haben werden, mit deren Expertise und Erfahrung wir die Chancen der tiefgreifenden Veränderung unserer Branche strategisch angehen können. Wir bündeln damit die in der DWS bereits vorhandenen Kenntnisse und ergänzen sie gezielt um zusätzliche Kompetenz von außen.“

André M. Bajorat kam 2020 zur Deutschen Bank. Zuvor gründete er Figo, ein BaFin-lizensiertes Banking-as-a-Service-Fintech, das er von 2014 bis 2019 auch als CEO leitete. Bajorat war im Laufe seiner Karriere in verschiedenen Führungspositionen auf Unternehmensseite tätig, so etwa zwischen 2006 und 2009 bei der Giropay GmbH, und als Investor und Berater in verschiedenen Fintechs und Private-Equity-Unternehmen, unter anderem bei Finleap. Zudem war er von 2016 bis 2019 Mitglied im Hauptvorstand der Bitkom und Mentor in verschiedenen Start-up-Accelerators, unter anderem bei Axel Springer Plug and Play. 2011 gründete er die Plattform paymentsandbanking.com, die seither mit Artikeln, Podcasts und Konferenzen die Fintech-Szene begleitet. Bajorat ist Mitglied des Fintech-Council Digital Finance Forum des Bundesministeriums der Finanzen.

Barbara Nitschke ist seit 2014 bei der DWS und verantwortet dort seit 2020 den Bereich Digital Asset Management. In dieser Funktion war sie maßgeblich daran beteiligt, den Fokus der DWS auf moderne Technologien über verschiedene Abteilungen hinweg zu verstärken. Dabei fokussierte sie sich auf Geschäftsmöglichkeiten rund um digitale Assets, Kryptowährungen und Data Science. Nitschke verfügt über einen Bachelor of Science der Frankfurt School of Finance and Management sowie einen Master-Abschluss der London School of Economics and Political Science.

Alexander Bechtel arbeitet seit 2020 bei der Deutschen Bank, wo er zuletzt für die Digitale Asset- und Währungsstrategie der Unternehmensbank verantwortlich war. Zusammen mit Bajorat und anderen Kolleginnen und Kollegen hatte er eine führende Rolle beim Aufbau einer Team- und Governance-Struktur für digitale Assets und Währungen inne. Bechtel verfügt über umfangreiche Erfahrung im Blockchain- und Digital-Asset-Ökosystem, über das er unter anderem seit 2019 regelmäßig in seinem eigenen Podcast berichtet. Bechtel promovierte an der Universität St. Gallen, wo er auch weiterhin als externer Dozent zum Thema Blockchain und Geld tätig.

 

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Die große Mehrheit kennt Kryptowährungen, doch nur wenige nutzen sie.

 

Immerhin 22 Prozent der Deutschen halten sie jedoch grundsätzlich für eine geeignete Anlageform, wie eine neue YouGov-Umfrage im Auftrag der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt.

Kryptogeld kennt fast jeder, aber nur ganz wenige nutzen es – in Frankreich gerade einmal 3 Prozent

In Deutschland hat nur jeder Zehnte noch nie von Kryptowährungen gehört, in Frankreich sind es 14 Prozent. In Österreich und der Schweiz ist der Anteil derjenigen, denen Kryptowährungen unbekannt sind, am geringsten (jeweils 7 Prozent). Gleichzeitig liegt die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Kryptogeld gut auskennen und es nutzen, weiterhin im einstelligen Bereich. So sind es in Deutschland und der Schweiz nur 8 Prozent und 9 Prozent in Österreich. Am geringsten ist die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer in Frankreich. Dort sind es gerade einmal 3 Prozent, die Kryptowährungen nutzen.

Mehrheit glaubt nicht an Ablösung staatlicher Währungen durch Kryptowährungen – vor allem in Deutschland

Dass Kryptogeld in Zukunft die staatlichen Währungen ablöst, halten 81 Prozent der Deutschen für wenig wahrscheinlich. Damit ist die Skepsis hierzulande am größten. In Österreich (78 Prozent), Frankreich (73 Prozent) und der Schweiz (72 Prozent) fallen die Ergebnisse etwas weniger eindeutig aus. In der Schweiz können sich die Menschen noch am ehesten vorstellen, dass Kryptogeld in Zukunft den Franken ablösen könnte. Im Länderdurchschnitt ist das Vertrauen in Kryptowährungen wegen den zu hohen Preisschwankungen aber gering (22 Prozent). Den Euro bzw. den Franken hält man für preisstabiler (68 Prozent). Am stärksten vertrauen die Menschen dem Gold bzw. dem Goldpreis.

Jede(r) Fünfte hält die Digitalisierung des Euros für eine gute Idee – geringste Zustimmung in Deutschland und Frankreich

Die Schaffung einer digitalen Zentralbankwährung, also des digitalen Euros bzw. Frankens, hält im Schnitt jede(r) fünfte Befragte für sinnvoll. Am stärksten haben hier die Befragten in der Schweiz und Österreich zugestimmt (jeweils 22 Prozent), etwas geringer in Deutschland (19 Prozent) und Frankreich (18 Prozent). Zudem würden die Deutschen den digitalen Euro im Alltag am allerwenigsten nutzen, wenn es ihn gäbe: 36 Prozent der Deutschen halten das für wahrscheinlich, in Österreich und Frankreich jeweils 43 Prozent. Nur in der Schweiz würde mit 56 Prozent die Mehrheit die digitale Zentralbankwährung im Alltag nutzen.

Privat hält man sich bei der Investition in Kryptowährungen zurück – Schlusslicht ist Frankreich

Insgesamt sind die Menschen noch sehr zögerlich bei Investitionen in Kryptogeld. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen – 81 Prozent – hat noch nie ihr Geld in Kryptowährungen angelegt. Sie liegen damit im Mittelfeld verglichen mit ihren Nachbarn: In Österreich haben 80 Prozent noch nicht in Kryptowährungen investiert, in der Schweiz 79 Prozent. Frankreich bildet mit 86 Prozent das Schlusslicht. Nach zukünftigen Investitionen befragt, sind die Deutschen und Franzosen ebenfalls skeptischer im Vergleich zu ihren Nachbarn in der Schweiz und Österreich. So können sich 64 Prozent der Deutschen und 71 Prozent der Franzosen nicht vorstellen, (erneut) in Kryptowährungen zu investieren. Bei den Österreichern und Schweizern sind es nur 57 bzw. 53 Prozent.

Wer schon einmal investiert hat, ging dabei in allen Ländern den unmittelbaren Weg: 7 Prozent aller Befragten handeln direkt an der Krypto-Börse. Nur 3 Prozent gehen dafür über das Depot der eigenen Hausbank, jeweils 5 Prozent über das Depot bei einem Online-Broker oder bei einem spezialisierten Krypto-Broker.

Anlageform: Gold weiterhin Spitzenreiter, Vertrauen in Kryptogeld ist gering

Gold ist für über 80 Prozent der Befragten in allen Ländern weiterhin die vertrauenswürdigste Anlageform, gefolgt von Aktien (inklusive Fonds) und staatlichen Währungen wie Bargeld, Anleihen, Tagesgeldern oder Geldmarktfonds. Kryptogeld steht hinter Gold, Aktien und staatlichen Währungen an letzter Stelle. Immerhin vertrauen ihm aber noch 25 Prozent der Menschen. Deutschland bildet mit 22 Prozent die Nachhut, Österreich (24 Prozent) und Frankreich (25 Prozent) stehen im Mittelfeld. Die Schweiz führt mit 28 Prozent, wenn es um das Vertrauen in Kryptowährungen als Anlageform geht.

Attraktivität von Kryptogeld ließe sich durch Zugang per Hausbank erhöhen

Wie in Kryptowährungen anlegen? Jede(r) zehnte Befragte hält die Investition aus dem Depot bei der eigenen Hausbank für die attraktivste Wahl. Das ist von allen Investitionsmöglichkeiten die am stärksten begehrte und liegt vor der Direktinvestition bei einer Kryptobörse, dem Online-Broker oder dem spezialisierten Krypto-Broker. Hier unterscheiden sich die Erfahrenen in Sachen Kryptogeld von den Unerfahrenen. So sind nur 4 Prozent der Deutschen, die schon in Kryptowährungen angelegt haben, den Weg über die Hausbank gegangen. Wer noch nicht investiert hat, würde das zuallererst bei der Hausbank tun. Hier ist der Wert in Deutschland doppelt so hoch. Auch in Österreich, Frankreich und der Schweiz sind die Zahlen ähnlich: Die Hausbank ist für die Anlage-Interessierten attraktiv. Zusätzlich wissen 10 Prozent der Deutschen nicht, wie sie in Kryptowährungen investieren können.

Dr. Robert Bosch, Partner bei BearingPoint im Bereich Financial Services und Experte für Kryptowährungen: “Das Vertrauen der Menschen in Kryptogeld ist weiterhin sehr niedrig. Das hat vor allem auch damit zu tun, dass die große Mehrheit in den vier Ländern hohe Wertschwankungen befürchtet und hohe Unsicherheiten hinsichtlich Verwahrung und Regulation (seitens der Staaten) sieht. Die Deutschen gehören im Ländervergleich eher zu den Zauderern. Jedoch: Wer hier sein Geld anlegen möchte, würde gerne die Möglichkeit über das Depot der eigenen Hausbank haben. Die Erfahreneren nutzen die direkten Krypto-Börsen, die Unerfahreneren könnten sich mit dem Weg über die Bank sicherer fühlen. Auch Krypto-Fonds, also eine Diversifizierung der Geldanlage, könnten für manche Menschen eine gute alternative Form zu einer Investition in eine Kryptowährung allein sein. Immerhin 19 Prozent der Deutschen denken zum Beispiel über Krypto-Fonds nach. Banken könnten für Krypto-Interessierte ihre Angebote erweitern. Staatliche Behörden können das Interesse in der Bevölkerung erhöhen, wenn sie die regulatorischen Unsicherheiten, zum Beispiel hinsichtlich der steuerlichen Behandlung, beseitigen. Mehr als ein Drittel der Menschen hält es für ein Investitions-Hindernis, dass der Staat im Umgang mit Kryptowährungen hinterherhinkt.”

Über die Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage von YouGov Deutschland in Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich im Auftrag von BearingPoint, an der zwischen dem 15. und 27. Juni 2022 insgesamt 4169 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Geschäftsbereichen: Consulting, Products und Capital. Consulting umfasst das klassische Beratungsgeschäft mit dem Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance & Risk, Operations sowie Technology. Im Bereich Products bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services für geschäftskritische Prozesse. Capital deckt die Aktivitäten im Bereich M&A, Ventures, und Investments von BearingPoint ab.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

 

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Alle Einlagen und Investitionen auf den Nuri-Konten sind durch die Partnerschaft mit der Solarisbank AG sicher.

 

Wir möchten Dich über eine wichtige Entwicklung informieren, die weder unsere Dienstleistungen noch die Einlagen und Investments bei Nuri betrifft. Dennoch ist es uns ein großes Anliegen, dir diese Information umgehend zukommen zu lassen: Aufgrund der aktuellen schwierigen Marktentwicklungen und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Finanzmärkte sowie auf die Geschäftsentwicklung von Nuri, haben wir am Dienstag den 9. August 2022, Insolvenz angemeldet. Dieser Schritt ist notwendig, um den Weiterbetrieb der App und die Erfüllung der Verbindlichkeiten von Nuri sicherzustellen.

Was bedeutet das für Dich?

Alle Einlagen und Investitionen auf deinem Nuri-Konto sind durch die Partnerschaft mit der Solarisbank AG sicher. Deine Euro-Einlagen auf dem Bankkonto, alle Bitcoin- und Ether-Einlagen in Wallets & Vaults sowie die Nuri Pot-Investitionen sind von dieser Situation nicht betroffen. Du hast weiterhin garantierten Zugriff auf Dein Geld und kannst es jederzeit ein- und auszahlen. Bis auf Weiteres wird sich daran nichts ändern und die App, das Produkt und die Dienstleistungen von Nuri können wie gewohnt genutzt werden.

Warum hat Nuri einen Insolvenzantrag gestellt?

2022 war ein herausforderndes Jahr für das Startup-Ökosystem weltweit, insbesondere für Fintechs. Die weiter anhaltenden Nachwirkungen der Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben zu wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten an den Märkten geführt und uns mit starkem makroökonomischen Gegenwind sowie einer Abkühlung der öffentlichen und privaten Kapitalmärkte konfrontiert. Verschiedene negative Entwicklungen an den Kryptomärkten zu Beginn dieses Jahres, einschließlich starkem Preisabfall, der Implosion des Luna/Terra-Protokolls sowie der Insolvenz von Celsius und anderen großen Krypto Hedgefonds, zu einem Krypto-Bärenmarkt geführt. Dieses herausfordernde Umfeld hat die Geschäftsentwicklung von Nuri stark belastet. Wir haben den Insolvenzantrag gestellt, um einer dauerhaften Zahlungsunfähigkeit unseres Unternehmens zuvorzukommen.

Was kommt als Nächstes?

Nuri war schon immer ein Vorreiter in Sachen Innovation: Trotz der aktuellen Herausforderungen ist und bleibt unsere Vision eine Welt, in der jeder in der Lage ist, seine finanzielle Zukunft zu gestalten. Wir sind zuversichtlich, dass das temporäre Insolvenzverfahren in der aktuellen Situation des Unternehmens die beste Grundlage für die Entwicklung eines langfristig tragfähigen Sanierungskonzepts bietet, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass unsere Vision sowie unsere Produkte und Dienstleistungen dir und zukünftigen Kunden weiterhin ermöglichen, deine finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

 

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Nuri GmbH, Prinzessinnenstraße 19/20, 10969 Berlin, Tel: +49 30 2398 0075, www.nuri.com/de

Negative Anlegerstimmung – weniger Anfälligkeit für weitere negative Nachrichten?

 

Die Weltwirtschaft steht unter Druck: Ukraine-Krieg, steigende Energie- und Rohstoffpreise, umfassende Sanktionen, gestörte Lieferketten und die Coronapandemie drücken das Wachstum und die Stimmung. In den USA wie in Europa geht Rezessionsangst um. Die Märkte reagieren, Investoren haben im ersten Halbjahr 2022 in vielen Anlageklassen so viel Geld verloren wie schon lange nicht mehr. Doch nach Ansicht der Hamburger Sutor Bank gibt es Hoffnungszeichen.

Marktkommentar der Sutor Bank:

Auf den Weltgütermärkten setzt sich das Gesetz von Angebot und Nachfrage eisern durch: Die Nachfrage nach Rohstoffen, Vor- und Endprodukten ist weiter hoch. Das Angebot jedoch wird beschränkt durch Lieferengpässe, Corona-Lock-Downs, den Ukraine-Krieg und die Sanktionen gegen Russland. Die Folge sind stark steigende Preise. Die Notenbanken haben erkannt, dass die hohe Inflation sich nicht von selbst zurückbilden wird, und setzen die Zinswende beschleunigt um: Die US-Notenbank macht inzwischen riesige Zinsschritte nach oben, die EZB folgt ihr seit Juli. Die Anleiherenditen sind stark gestiegen.

„Risk-off“ heißt die Devise an den Finanzmärkten

An den Finanzmärkten gilt daher „risk-off“: Wurde in den letzten beiden Jahren der Mut zum Risiko noch mit steigenden Kursen belohnt, so nehmen heute die Ängste vor einer Rezession zu. Entsprechend reagieren die Märkte: Nicht nur die Aktienkurse leiden, bei Anleihemärkten sind die Kurse so stark eingebrochen wie seit 50 Jahren nicht mehr. Je länger die Laufzeit, desto tiefer der Fall. Österreichische Staatsanleihen mit 100jähriger Laufzeit zum Beispiel verzeichnen ein Minus von über 70 Prozent, deutsche Staatsanleihen mit 30 Jahren Laufzeit minus 45 Prozent und deutsche Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit rund minus 19 Prozent. Auch Kryptowährungen hat es hart getroffen. Wer zu Jahresbeginn in seiner Wallet Bitcoins für 100.000 Euro liegen hatte, blickte sechs Monate später auf nur noch 43.830 Euro. Im Vergleich dazu sieht die Halbjahresbilanz für Anleger, die in Gold investiert haben, mit einem Wertzuwachs von +6,87 Prozent im 1. Halbjahr 2022 positiv aus.

Deutschland: schlechte Stimmung – doch robuste Gewinnentwicklung

Wie geht es weiter? In Deutschland deuten die Konjunkturindikatoren nach unten. Die EU-Kommission hat ihre Wachstumserwartungen überdurchschnittlich stark von 3,6 Prozent auf 1,6 Prozent gesenkt, da Deutschland als Exportnation besonders vom Einbruch des weltweiten Handels betroffen ist. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist nach wie vor schlecht. Der Ifo-Geschäftsklimaindex rauschte im Juli von 92,2 auf 88,6 Punkte nach unten. Einen noch tieferen Fall verhinderte nur die noch relativ gute Situation im Dienstleistungssektor. Das Gastgewerbe erlebt einen guten Sommer nach mehreren Corona-Saisons.

Entgegen den Erwartungen haben sich die Gewinne der Unternehmen bislang sehr robust entwickelt und verharren auf Rekordhöhe. So haben zum Beispiel die 40 DAX-Konzerne im abgelaufenen Jahr mit 133,6 Milliarden Euro einen noch nie erreichten Nettogewinn erwirtschaftet. Für das laufende Jahr rechnet man trotz der Belastungsfaktoren mit einem ähnlichen Ergebnis. Für das nächste Jahr, allerdings sieht es angesichts einer drohenden Rezession in den USA düsterer aus.

Europa: Milliardeninvestitionen, um Energieabhängigkeit von Russland zu vermindern

Krieg, Sanktionen und Inflation belasten das Wirtschaftswachstum in der gesamten EU massiv. Daneben führt der Krieg zu teuren Aufrüstungsprogrammen. Milliardeninvestitionen sind erforderlich, um Europa aus der Abhängigkeit von russischen Öl- und Gaslieferungen zu befreien. Die Inflationserwartungen für die Eurozone wurden deutlich nach oben korrigiert. Man rechnet nun im Gesamtjahr mit einem Wert von 6,1 Prozent. Über allem droht darüber hinaus weiter die Gefahr eines russischen Gasliefer-Stopps.

In den USA rückt Rezession näher, China weiter im Bann der Corona-Politik

In den USA rückt eine Rezession näher. Die Notenbank hat ihre Zinsen drastisch erhöht, um die Inflation zu bekämpfen, die inzwischen bei über neun Prozent liegt. All das wirkt negativ zurück auf die europäische Wirtschaft, ebenso wie der Abschwung in China, wo die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2022 nur noch um 0,4 Prozent gegenüber Vorquartal wuchs. Neben den Problemen des überschuldeten Immobiliensektors beherrscht dort das harte Corona-Regime die Schlagzeilen. Die chinesische Regierung hat zwar ein umfassendes Fiskalpaket aufgelegt, um die konjunkturellen Folgen der Lockdown-Maßnahmen abzufedern. Der Weltkonjunktur allerdings hilft das Paket nur wenig, da China als Lieferant wichtiger denn als Importeur ist. Wichtiger wäre daher eine andere Corona-Politik.

Negative Anlegerstimmung – weniger Anfälligkeit für weitere negative Nachrichten?

Fazit: Mit dem Gaskrieg dreht sich die Eskalationsspirale zwischen Russland und dem Westen weiter mit entsprechenden Folgen für die Wirtschaft. Die Schwäche in den USA und China tun ihr übriges. In der Folge ist die Anlegerstimmung am Aktienmarkt bereits sehr negativ – das allerdings kann auch als ein positives Signal gewertet werden kann, weil der Markt damit weniger anfällig für negative Nachrichten ist.

Besonders große Herausforderungen gibt es weiterhin am Anleihemarkt. Die Sutor Bank setzt bei Anleihen auf möglichst kurze Laufzeiten und investiert inflationsindexiert. So können die massiven Kurseinbrüche bei Anleihen mit langer Laufzeit nicht durchschlagen. Anleihen im Depot sind aus Sicht der Sutor Bank wie das Fahrwerk eines Autos, das für eine solide Straßenlage sorgt, für den Antrieb und für die Rendite sorgen aber die Aktien als Motor. Wenn man mittendrin in der Krise sei, habe man kaum einen Blick für Licht am Horizont. Positive Nachrichten, die sicher wiederkommen werden, fielen dann aber auf sehr fruchtbaren Boden.

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, bietet mit ihrer Vermögensverwaltung für alle den unkomplizierten Einstieg in den Kapitalmarkt, leistet individuelle Vermögensberatung und managt zahlreiche Stiftungen. Für Finanzdienstleister entwickelt die Sutor Bank Finanzprodukte und übernimmt das technische und administrative Depotmanagement.

 

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Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Zahlreiche Anleger dürften der Börse im ersten Halbjahr den Rücken gekehrt haben.

 

Viele Investoren haben das niedrige Kursniveau aber auch genutzt, um Positionen aufzubauen, wie eine interne Depotanalyse von justTRADE zeigt.

Aktuelle Markteinschätzung von Michael B. Bußhaus, Gründer und Geschäftsführer von justTRADE

Da gibt es nichts schönzureden: Das erste Halbjahr war für das Gros der Anleger ein Albtraum. Kein Wunder, machten der Börse in den zurückliegenden Monaten doch gleich eine Vielzahl von widrigen Umständen schwer zu schaffen. Und zwar so sehr, dass jeder bedeutende Aktienindex rund um den Globus in den ersten sechs Monaten Federn lassen musste. Während beispielsweise der japanische Nikkei „nur“ auf ein Minus von rund 7 Prozent kommt, büßte der DAX in etwa 20 Prozent ein. Der US-amerikanische S&P 500 weist einen ähnlich hohen Verlust auf – und geriet im ersten Halbjahr damit so kräftig unter Druck wie seit 1970 nicht mehr.

Der rasante Anstieg der Inflation, steigende Leitzinsen, der schon seit über fünf Monaten anhaltende Krieg in der Ukraine, die strikte Null-Covid-Strategie Chinas, löchrige Lieferketten und die damit einhergehende Materialknappheit haben aber nicht nur den Aktienmarkt belastet, auch das Gros der Anleihen und Rohstoffe weist für die ersten sechs Monate rote Vorzeichen auf.

justTRADE-Depotanalyse: ETFs konnten Schlimmeres verhindern

Dass angesichts dieser historischen Baisse Anleger nicht vor Freude im Dreieck springen, versteht sich von selbst. Und dass auch die Depots der Investoren nicht verschont geblieben sind, ist ebenfalls keine allzu große Überraschung. Doch wie haben sich Anleger angesichts dieser herausfordernden Gemengelage positioniert? Haben Sie in Panik ihr Engagement am Kapitalmarkt reduziert und die weitere Entwicklung von der Seitenlinie beobachtet – oder wissen Sie, dass für einen langfristigen Vermögensaufbau kein Weg an der Börse vorbeiführt?

Wir waren neugierig und wollten es genau wissen. Daher haben wir uns die Depotbestände unserer Kunden zwischen dem 01. Januar 2022 und dem 15. Juni 2022 näher angeschaut. Dabei wurden nur Depots in die Analyse einbezogen, die bereits im Januar bestanden. Das bedeutet: Dieses Jahr neu eröffnete Depots fielen aus der Betrachtung heraus, da für sie im Januar kein Vergleichswert gezogen werden kann. Die Altersgrenze zwischen jung und alt wurde bei 25 Jahren gezogen.

Zu Beginn des Jahres waren rund 25 Prozent der Depotwerte in ETFs investiert (bei den jüngeren Anlegern in etwa 20 Prozent), weitere 25 Prozent in Krypotwerte (27 Prozent) und in etwa 50 Prozent (53 Prozent) in andere Assetklassen, wobei das Gros in Aktien investiert war.

Diese Verteilung hat sich Mitte 2022 deutlich zugunsten der ETFs verschoben: Sowohl ältere als auch jüngere Anleger haben umgeschichtet und jetzt 29 Prozent ihres Portfolios (bzw. 25 Prozent bei den jüngeren Anlegern) in ETFs angelegt. Diese Veränderung ist auch nur in Teilen durch geringere Kursverluste bei ETFs zu erklären. Insbesondere die jüngeren Anleger haben hier aktiv zusätzlich in ETFs investiert – ihr Gesamtbestand an ETFs ist in dem Zeitraum sogar um 12 Prozent gestiegen. Die Kursverluste konnten hier also deutlich überkompensiert wurden. Ältere Anleger haben zumindest die Kursverluste kompensiert, so dass ihr Gesamtbestand an ETFs nahezu unverändert zum Jahresbeginn ist. Die Kryptobestände sind erwartungsgemäß deutlich gesunken, sie machen bei älteren Anlegern – kommend von 25 Prozent – nur noch 14 Prozent aus, während bei jüngeren Anlegern die Bestände um neun Prozentpunkte auf 18 Prozent gesunken sind.

Dass die Positionen teils aufgestockt wurden, hat sich schon in dem recht kurz analysierten Zeitraum bezahlt gemacht. Betrachtet man ausschließlich die Positionen, die seit Januar unverändert im Depot sind, ergibt sich ein Kursverlust von etwa 30 Prozent – sowohl bei älteren als auch bei jüngeren Anleger. Dieser ist vor allem bedingt durch einen großen Verlust bei Kryptowerten (-57 Prozent). Dagegen gehören die ETFs mit einem Verlust von „nur“ 15 Prozent eher zu den „stabileren“ Werten; das ist ein Kursrückgang, der in etwa dem Rückgang des DAX in diesem Zeitraum entspricht. Da Anleger Geld nicht abgezogen, sondern zusätzliche Investments getätigt haben, sind die Bestände insgesamt nur um circa 15 Prozent geschrumpft. Die zusätzlichen liquiden Mittel flossen in unterschiedliche Anlageklassen, allen voran in den ETF-Bereich. Stark nachgefragt wurden dabei insbesondere ETF-Sparpläne, mit denen Anleger – aufgrund des Cost-Average-Effekts – auf lange Sicht einen attraktiven Durchschnittskurs erzielen.

Chancen nutzen, auch in herausfordernden Zeiten

Diese nicht repräsentative Auswertung zeigt: Zahlreiche Anleger wissen, dass es angesichts des anhaltenden negativen Realzins-Niveaus, der hohen Inflation und der insgesamt herausfordernden Gemengelage wenige attraktive Alternativen zum Aktienmarkt gibt – und es sich auf lange Sicht lohnen kann, die Entwicklungen am Kapitalmarkt auch in schwierigen Phasen nicht aus der Ferne zu betrachten. Nun könnten Skeptiker zwar den Einwand äußern, dass die Welt sich im Wandel befindet und keiner weiß, was die Zukunft bringt. Doch ist das keine allzu neue Erkenntnis, zu keiner Zeit. In den zurückliegenden Jahrzehnten stand die Welt aufgrund zahlreicher Krisen und unvorhersehbarer Ereignisse schon mehrfach gefühlt am Abgrund. Und auch heute steht die Welt Kopf, doch sie dreht sich weiter.

Fakt ist: Auch an der Börse sind Angst und Zweifel keine guten Begleiter. Um dies zu erkennen, reicht ein Blick auf die zurückliegende DAX-Performance. So kommt der deutsche Leitindex von Ende 2001 bis Ende 2021 – trotz aller in diesem Zeitraum überstandenen Krisen – auf eine jährliche Rendite von durchschnittlich 5,8 Prozent. Wer 1991 DAX-Aktien kaufte und diese Ende 2021 verkaufte, freut sich gar über ein jährliches Plus von im Schnitt 8,0 Prozent. All diejenigen Anleger, die in Vergangenheit stets zweifelten und Angst vor der nächsten Krise hatten, blieben dem Aktienmarkt wahrscheinlich fern – und haben diese Chancen an sich vorbeiziehen lassen.

Über den Autor

Michael B. Bußhaus ist Gründer und Geschäftsführer von justTRADE. Er war Geschäftsführer der onvista bank und verantwortete bis 01/2019 als Head of Brokerage das gesamte Wertpapiergeschäft der comdirect bank AG.

 

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EU will einheitliche Regeln für digitale Assets 

Digitale Assets, Kryptowährungen und Blockchain-Technologie werden immer mehr zu einem wichtigen Teil der Investmentwelt. Die Regulierung spielt hierbei eine große Rolle. Dabei gibt es staatlicherseits zwei Vorgehensweisen: pragmatisch und schnell oder bürokratisch und langsam. Luxemburg hat sich für den pragmatischen Weg entschieden – und führt so die Tokenisierung in der EU an.

Das erste Quartal 2022 startete mit einer Flaute an den Finanzmärkten, auch digitale Assets wie Bitcoin blieben nicht verschont. Doch bietet die Korrektur auch Chancen, denn der noch junge Krypto-Sektor verspricht weiterhin spannende Technologien und Trends. Die Blockchain-Technologie revolutioniert die Finanzbranche. Eine der jüngsten – und potenziell disruptivsten – Blockchain-basierten Innovationen ist die Tokenisierung von Vermögenswerten.

Diese Technologie wird zwar noch nicht im großen Maßstab genutzt, doch es existieren bereits vielversprechende Anwendungsfälle auf der ganzen Welt. Mit zunehmender Verbreitung könnte die Tokenisierung des Aktienhandels ab 2030 zu jährlichen Kosteneinsparungen von 4,6 Mrd. EUR führen, so eine aktuelle Studie.

Angesichts der steigenden Nachfrage setzen Anbieter verstärkt auf innovative Produkte wie Krypto-ETFs, für die teilweise noch regulatorische Hürden bestehen. Sollten diese künftig entfallen, so eine Studie, wollen 18 Prozent der Befragten in den USA innerhalb von 18 Monaten einen Krypto-ETF auflegen. Weitere 46 Prozent planen dies in Europa sowie 45 Prozent in Asien.

Jeder dritte Bankentscheider in Deutschland erwartet, dass Kryptowährungen als Assetklasse im Banking künftig an Bedeutung gewinnen werden. Das ergibt die Studie “Branchenkompass Banking 2021” von Sopra Steria, für die 100 Entscheiderinnen und Entscheider befragt wurden. Ein völlig neues Segment der Finanzwelt entsteht. Zahlreiche Banken, traditionelle und Krypto-Börsen sowie Startups arbeiten derzeit an Sekundärmärkten für Security Token. Die neuen Handelsplätze sollen den simultanen Kauf und Verkauf der Token ermöglichen.

Diese und weitere interessante Beiträge, Studien, News und Zukunftseinschätzungen für Entscheider der Finanzbranche finden Sie in dieser Ausgabe.

Hier zur PDF-Ausgabe:  Krypto Assets FinanzBusiness 2022

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Die Kryptomärkte haben sich zuletzt etwas erholt, manche Experten sehen bereits das Ende des Krypto-Winters gekommen.

 

„Auch wenn diese Einschätzung vielleicht etwas zu optimistisch sein mag, ist es doch an der Zeit, sich Strategien für einen Wiedereinstieg zu überlegen“, sagt Daniel Knoblach, Verwaltungsrat bei Fair Alpha. Und dabei aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.

„Reines Kaufen und Halten, Arbitrage-Strategien oder auch Handelsstrategien beschränkt auf die Top Tier Coins sind weniger gefragt“, sagt Knoblach. „Das sehen wir an den Anfragen für Verbriefungen, die derzeit in der Pipeline liegen.“ Kryptomärkte werden nach dem jüngsten Absturz neu betrachtet, Projekte kritischer hinterfragt und die Strategien diversifizierter. „Die Herangehensweise ähnelt mehr dem Blick eines Venture Capital-Gebers oder eines Growth-Investors“, so Knoblach. „Der Einstieg in die Kryptoassets erfolgt in früheren Stadien, mit mehr Due Dilligence und mit gehörigen Sicherheitspuffern.“

Oft setzen die Investments bereits noch früher an. So wird mehr und mehr über eine Verbriefung Geld bei Investoren eingesammelt und dieses dann konzentriert in wenige neue Kryptoprojekte investiert. Ein Beispiel dafür sind Verbriefungen, die auf SAFTs setzen, sogenannte „Simple Agreement for Future Tokens“. Dabei handelt es sich letztlich um Businesspläne, die erst in der Zukunft beweisen werden, ob sie funktionieren. Die Token sind dabei noch gar nicht geschaffen, es handelt sich um ein Venture-Investment in Kryptos.

„Interessanterweise ist das grundsätzliche Markt-Risiko einer solchen Vorgehensweise geringer als es bei einfachen Kaufen-und-Halten-Strategien von Top Tier Coins zu beobachten ist“, sagt Knoblach. Das hat zwei Gründe: Zum einen sind bei den neu verbrieften Produkten in der Regel erfahrene Manager am Werk, die einen tiefen Einblick in die Kryptobranche haben. „So lassen sich interessante Projekte bereits früh identifizieren und mit Kapital unterstützen“, so Daniel Knoblach.

Zum anderen aber sind die Verbriefungen auch ein optimaler Weg, dem oft noch gängigen Wildwest-Gehabe an den Kryptomärkten einen regulierten Prozess entgegenzustellen. „Institutionelle Kunden, die solche Verbriefungen kaufen, legen großen Wert auf ein entsprechendes Setup“, sagt Knoblach. „Das Luxemburger Verbriefungsrecht ermöglicht es, auch Kryptoassets mit voller Transparenz zu verbriefen, die Risiken unterschiedlicher Produkte klar abzugrenzen und so anspruchsvollen Institutionellen den Weg ins Krypto-Investment zu bahnen.“

Insofern ist es nur konsequent, dass derzeit viele neue Strategien verbrieft werden: „Wenn der Krypto-Winter tatsächlich endet, werden sich nicht alle Krypto-Assets im Gleichschritt nach oben bewegen“, so Knoblach. „Die jetzt in einer transparenten Verbriefung reguliert eingesammelten Projekte werden hier die Outperformer sein.“

 

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FAIR ALPHA Services SA, 17, Rue de Flaxweiler, 6776 Grevenmacher, Luxemburg, Tel: +352 27 48 77 590, www.fair-alpha.org

Metzler startete seit dem 1. Juli 2022 mit einer bereichsübergreifenden Abteilung, die sich zentral ausschließlich mit der Blockchain-Technologie und dem Digital-Assets-Ökosystem befasst.

 

Das sogenannte „Digital Assets Office“ unter Federführung von Vorstand Mario Mattera wird für alle strategischen Fragen rund um digitale Assets zuständig sein. Metzler hat die Blockchain-Technologie als strategisches Zukunftsthema identifiziert und plant langfristig die Umsetzung von Blockchain-Lösungen für ihre Kunden.

„Mit der Blockchain stehen wir am Beginn eines technologischen Paradigmenwechsels. Die Technologie wird viele Prozesse im Wertpapiergeschäft schneller, sicherer und kostengünstiger machen, zum Vorteil unserer Kunden. Den legislativen Vorsprung, den wir in Deutschland durch die Gesetzgebung zum E-Wertpapier und dem Fondsstandortgesetz haben, möchten wir strategisch nutzen“, sagt Mario Mattera. Nach den ersten erfolgreichen Pilotprojekten 2021 mit der DekaBank legt Metzler mit dem Digital Assets Office als Kompetenzzentrum nun offiziell den Grundstein für die Umsetzung künftiger Blockchain-basierter Prozesse und Dienstleistungen.

Zentrale Ansprechpartner für alle Fragen und Themen rund um die Blockchain werden Hendrik König, bislang Aktienstratege bei Metzler Capital Markets, und Shahrok Shedari, bisher Innovationsmanager in der Metzler DigitalManufaktur, sein. Sie wechseln zum 1. Juli 2022 in das Digital Assets Office. „Wir legen besonderen Wert auf die enge Verzahnung und Zusammenarbeit mit allen Geschäftsbereichen sowie auf Wissenstransfer und kundenorientierte Lösungen“, betont Hendrik König. Vom Digital Assets Office sollen alle Geschäftsfelder der Bank profitieren. „Metzler ist gut positioniert, nicht zuletzt als Trusted Partner, eine Brücke von der alten in die neue Welt mit digitalen Assets zu schlagen“, ergänzt Shahrok Shedari.

Bereits 2021 führte Metzler zusammen mit der DekaBank auf der SWIAT-Plattform erste Projekte auf der Blockchain durch: In Echtzeit wurden Wertpapierleihen abgewickelt, außerdem kaufte Metzler die ersten von der DekaBank emittierten Krypto-Inhaberschuldverschreibungen nach eWpG.

 

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B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG, Untermainanlage 1, 60329 Frankfurt am Main, Tel: (+49) 69 21 04 – 0, www.metzler.com

Bitcoin verzeichnet zweitschlechtesten Monat – Breite Vorkehrungen für künftige Krisen verheißen eine Gesundung der Branche

 

Bericht von Leena Eldeeb, Ramshreyas Rao and Karim Saber, 21Shares

Zusammenfassung

Die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptowährungen liegt aktuell bei 895 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet einen Rückgang von 35 Prozent seit dem Vormonat Mai, als der Gesamtmarkt noch bei 1,38 Billionen Dollar lag. Die Bewertung von Bitcoin brach um fast 40 Prozent ein, damit war der Juni 2022 der zweitschlechteste Monat aller Zeiten. Ethereum verzeichnete einen Rückgang von 48 Prozent. Die Gewinner der Juni-Rallye sind Cardano und XRP, die seit Mai um 22 bzw. 25 Prozent gefallen waren. Mit der Ausweitung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine werden Rohstoffe knapper und die Kaufkraft schwindet. All dies deutet zusammen mit der globalen Nahrungsmittelkrise auf eine neue Ära hin. Eine drohende Rezession könnte in der Folge zur Realität werden – mit Auswirkungen auf den Aktienmarkt. Der S&P 500 und der Eurostoxx 600 notierten ihr schlechtestes erstes Halbjahr seit 1970 bzw. 2008. Zu den Faktoren, die den Markt von innen heraus bestimmen, gehört eine geradezu “ansteckende” Liquiditätskrise, von der verschiedene Unternehmen und Fonds nach dem Zusammenbruch von Terra/Luna betroffen sind. Größere Kryptounternehmen wie FTX springen in dieser Situation entweder als Käufer der letzten Instanz ein oder steigen in einigen Fällen sogar aus.

Die Kryptoindustrie befindet sich jedoch ohne Zweifel im Aufbaumodus, was auch in den vergangenen Bärenmärkten immer der Fall war. Dieses Mal profitiert die Branche jedoch von der institutionellen Anerkennung und Unterstützung. On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass Investoren die sich durch den Marktrückgang bietende Gelegenheit nutzen. So hat beispielsweise Microstrategy Gründer und CEO Michael Saylor im vergangenen Monat Bitcoin im Wert von 10 Millionen Dollar gekauft.

Unsere Einschätzung

Gary Gensler von der SEC setzt sich für ein Regelwerk für Kryptobörsen ein, das der SEC im Wesentlichen mehr Zuständigkeit für die Branche einräumt. Die Mechanik dieses Regelwerks sieht vor, dass die Notierung eines Tokens, der einen Rohstoff darstellt, auf einer von der SEC beaufsichtigten Plattform eine Benachrichtigung der für Rohstoffe zuständigen CFTC (Commodities Futures Trading Commission, unabhängige US-Behörde für den Handel mit Futures und Optionen auf Rohstoffe) zur Folge hat.

Seit der Ernennung Genslers vermeidet es der US-Kongress, der SEC alle Fäden in die Hand zu geben. Nun existiert ein Gesetzentwurf, der die Lobbyarbeit des SEC-Mannes in gewisser Weise in Frage stellt und die Aufsicht der CFTC über die Branche ausweitet. Die US-Senatorin Cynthia Lummis hat den dazugehörigen Gesetzentwurf auf Github veröffentlicht, damit die Öffentlichkeit dazu Stellung nehmen kann. Der sogenannte „Lummis-Gillibrand Responsible Financial Innovation Act“ muss noch vom Senat und vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden, bevor er an den Präsidenten weitergeleitet und in Kraft gesetzt werden kann.

An der Regulierungsfront in der EU erzielten die Institutionen nach jahrelangen Konsultationen und Verhandlungen eine Einigung über das Gesetz über Märkte für Kryptoanlagen (MiCA), das Ende 2023 in Kraft treten soll. Das Gesetz wird den ersten einheitlichen Regulierungsrahmen für Krypto-Assets in Europa darstellen. Es hat den Auftrag, die Verbraucher zu schützen und Marktmanipulation und Finanzkriminalität zu bekämpfen. Der Silberstreif am Horizont ist, dass es kein Verbot des Bitcoin-Minings geben wird, sondern die Offenlegung des Energieverbrauchs verlangt wird.

Der DeFi-Sektor wird auf eine harte Probe gestellt. Wir können davon ausgehen, dass mehr Unternehmen FTX folgen und ähnliche Schritte ergreifen. Vor allem aber gehen wir davon aus, dass die überlebenden Projekte ihre Segel für den nächsten Bärenmarkt setzen. Ein Fahrplan sowie Einstellungs- und Ausgabenstrategien, die auf ein risikoarmes Umfeld zugeschnitten sind, würden aufstrebende Unternehmen vor extremen Marktbedingungen schützen und gleichzeitig Investoren anziehen.

Wir beginnen, in den NFTs einen praktischen Nutzen zu sehen, der über den Hype um teure Bilder hinausgeht, wie beispielsweise Kundentreue und -bindung. Es könnte sein, dass sich neue nicht fungible Trends durch die aktuellen Marktbedingungen verbreiten, wie zum Beispiel die von Arken Finance initiierten Non Fungible Airdrops (NFA, nicht fungible, kostenlose Token). Ähnlich wie Futures-Kontrakte würden NFAs den wahren Wert einer Belohnung mit Airdrops darstellen, wenn ein erstes Angebot auf einer dezentralen Börse (DEX) stattfindet, wobei der Projekteigentümer jedoch die Lieferung des Tokens oder anderer digitaler Vermögenswerte zu einem zukünftigen Starttermin verspricht.

Trotz der sich bei Krypto-Kreditgebern aufbauenden Liquiditätskrise, die zudem einige Krypto-Infrastrukturebenen erschüttert, haben wir auf breiter Front Fortschritt in Bezug auf entsprechende Vorkehrungen gesehen, was auf ein gesundes Umfeld für Wachstum inmitten von Unsicherheiten hinweist.

Der Monatsbericht ist der ausführlichen Version HIER verfügbar. https://yieldpr.sharepoint.com/:w:/s/21SHARESmediahub/EWjPfz8pSrdMgDpAWpe5GYIBcg_BXusIGonb5TIiMSSYnQ?rtime=eJe7kSVk2kg

Über 21Shares

21Shares hat die weltweit größte Auswahl von börsengehandelten Kryptowährungsprodukten basierend auf ETPs. Im Jahr 2018 leistete das Unternehmen Pionierarbeit bei der Notierung des weltweit ersten Kryptowährungs-Index an der SIX Swiss Exchange. Im November 2021 verwaltet 21Shares knapp drei Milliarden Dollar in 20 Kryptowährungs-ETPs und 80 Notierungen. Darunter das weltweit einzige ETP-Produkt auf Binance sowie mit Tezos und Solana zwei ETPs, bei denen Anleger Staking-Erträge genieren können. Drei Krypto Baskets, HODL, HODLV und HODLX runden die aktuelle ETP-Suite ab. Die Krypto-ETPs sind an acht regulierten europäischen und schweizerischen Handelsplätzen notiert. Die Vision von 21Shares ist es, allen Anlegern eine einfache, sichere und regulierte Möglichkeit zu bieten, um über ein Bankkonto in Kryptowährungen zu investieren.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

21Shares AG, Dammstrasse 19, 6300 Zug, Switzerland, https://21shares.com/

In den vergangenen Tagen legten die Kurse der Kryptowährungen zum Teil deutlich zu.

 

Manche Marktteilnehmer rufen deshalb bereits das Ende des Krypto-Winters aus und sehen Kaufchancen. „Dazu ist es allerdings noch viel zu früh“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „Manche Aktienindizes sind stärker gestiegen als Bitcoin & Co, das ist völlig untypisch, es fehlt also die Dynamik.“

Was sich dagegen gerade zeigt, ist ein Rebound, eine Zwischenerholung, an den Risiko-Märkten. „Aktien hatten ein paar gute Tage, auch die Kryptos zeigten eine gewisse Stärke“, sagt Bente. „Und die Chancen stehen gut, dass sich dieser Zwischenspurt noch fortsetzt.“ Allerdings nur kurzfristig. Gerade bei Kryptos steht die Erholung auf tönernen Füßen.

„Die Kryptomärkte zeigen sich verglichen mit den Aktienmärkten erstaunlich schwach“, sagt Bente. „Je nachdem, auf welchen Index man schaut, sind sogar die Aktienmärkte im aktuell laufenden Rebound stärker als die Kryptomärkte.“ „Das ist für gewöhnlich kein gutes Zeichen für eine nachhaltige Bodenbildung“, so Bente. „An großen Wendepunkten sollte das eigentlich anders aussehen.“ Insofern ist nicht zu sehen, dass die gegenwärtig erreichten Niveaus bereits der finale Boden sind.

„Es ist vielleicht der Anfang einer Bodenbildung, die aber durchaus wesentlich länger dauern kann, als sich das wohl manch Kryptointeressierter wünscht“, sagt Bente. „Dies vor allem, weil wir eine ganz andere Situation als in den Vorjahren sehen.“ Die Fed agiert wesentlich restriktiver und muss das auch aufgrund des strukturellen Inflationsumfelds noch weiterhin so beibehalten. „Das ist naturgemäß ein ganz entscheidender Gegenwind für Kryptomärkte, die ja extrem liquiditätssensitiv sind“, sagt Bente. „Und das mehr noch als der Aktienmarkt.“

Eine echte Bodenbildung wird nicht nur an den Kryptomärkten noch einige Zeit dauern, sondern kann auch zunächst noch zu neuen Tiefs führen, bevor es dann irgendwann wirklich nachhaltiger nach oben gehen kann.

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen.

 

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Vates Invest GmbH, Bürgermeister-Mahr-Straße 18, 63179 Obertshausen, Tel: 06104 9872072, www.vates-invest.de

Die DEUTSCHE FINANCE GROUP hat als erster Anbieter in Deutschland die aufsichtsrechtliche Erlaubnis für die Führung eines elektronischen Wertpapierregisters von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) erhalten.

 

Über die eigene Online-Investmentplattform www.mitinvestieren.de erhalten Privatanleger erstmalig einen vollständig digitalen Zugang zu institutionellen Investmentstrategien der DEUTSCHE FINANCE GROUP.

ELEKTRONISCHE WERTPAPIERE

Das erste elektronische Wertpapier „Digitalinvest Strategie I“ der DEUTSCHE FINANCE GROUP verfügt über eine überdurchschnittliche feste Verzinsung in Höhe von 5% und einem geplanten Bonus von bis zu 0,25% jährlich, bei einer Laufzeit von 5 Jahren. Mit einer Mindestzeichnungssumme ab 500 Euro wurde das elektronische Wertpapier speziell für eine neue Zielgruppe von sogenannten „digitalen Selbstentscheidern“ konzipiert, die bereits über Erfahrung im Bereich digitale Investments verfügen und gezielt Lösungen zum Thema Niedrigzins und steigende Inflation suchen.

ERSCHLIESSUNG EINER NEUEN ZIELGRUPPE VON ANLEGER

Mit dem Gesetz zur Einführung von elektronischen Wertpapieren (eWpG) durch den Bundestag im vergangenen Jahr wurde nicht nur die rechtliche Grundlage für das Emittieren von digitalen Wertpapieren auf den neuartigen Schlüsseltechnologie wie der Blockchain- oder Distributed Ledger-Technologie in Deutschland geschaffen, sondern ermöglicht der DEUTSCHE FINANCE GROUP im Rahmen der Wachstumsstrategie die Erschließung einer neuen Zielgruppe von Anlegern sowie die Erweiterung der aktuellen Produktangebote.

Das elektronische Wertpapier kann nur digital über die Online-Investmentplattform gezeichnet werden. Weitere Informationen erhalten Privatanger unter www.mitinvestieren.de

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Deutsche Finance Group, Leopoldstraße 156, 80804 München, Tel: +49 89 649 563 00, Fax: +49 89 649 563 10, www.deutsche-finance.de

Der gesamte Krypto-Markt geriet in jüngster Vergangenheit kräftig unter Druck.

 

Durch die Bank weg büßten nahezu alle digitalen Assets an Wert ein. Vor allem die hohen Inflationsraten, steigende Leitzinsen und damit einhergehenden Konjunktursorgen machen dem Sektor zu schaffen. Erschwerend hinzu kommen auch noch hausgemachte Probleme. Doch bei aller Sorge sind Kryptos weit davon entfernt, als tot erklärt zu werden. Schließlich wird hinter den Kulissen kontinuierlich an technologischen Innovationen gearbeitet – ganz gleich, ob sich der Sektor in einem Bären- oder Bullenmarkt befindet.

Aktuelle Markteinschätzung von Michael B. Bußhaus, Gründer und Geschäftsführer von justTRADE

Der Krypto-Markt durchlebt derzeit eine seiner schwersten Phasen: Betrug die Marktkapitalisierung des Sektors zur Hochphase im November 2021 noch knapp 3 Billionen US-Dollar, fiel der Marktwert zwischenzeitlich auf unter 800 Milliarden US-Dollar. Zwar sind Bärenmärkte und Volatilität keine Fremdwörter für Kryptos, doch selten haben Bitcoin & Co einen solchen heftigen Abverkauf erlebt. Die Gründe für den Crash sind vielseitig und reichen von makroökonomischen Gründen bis hin zu hausgemachten Problemen des Sektors.

Inflation macht Krypto zu schaffen

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie wurden durch enorme Geldsummen abgefedert, was nicht nur die Staatshaushalte belastete, sondern auch die umlaufende Geldmenge enorm erhöhte. Kombiniert mit globalen Lieferengpässen, die zu deutlich höheren Produzenten- und Konsumentenpreisen führen, sowie den kräftig gestiegenen Energiekosten durch den russischen Angriffskrieg, stehen nahezu allen westlichen Staaten nun deutlich höhere Inflationsraten ins Haus. So ist etwa in den USA die Inflation im Mai auf 8,6 Prozent gesprungen – das höchste Niveau seit über 40 Jahren. Wie viele andere Notenbanken hat auch die US-Zentralbank FED den Inflationskurs unterschätzt und versucht nun, mit einer Reihe von Leitzinserhöhungen die Teuerungsraten wieder in den Griff zu bekommen. Fakt ist aber: Die Inflation wird nun nicht über Nacht wieder auf das gewünschte Fed-Niveau von rund 2 Prozent fallen. Die Inflation ist gekommen, um (vorerst) leider zu bleiben.

Die Märkte indes reagieren bereits seit Anfang des Jahres auf den Kurswechsel der Notenbanken, wobei vor allem Tech-Aktien aber auch andere risikoreiche Assets wie Bitcoin und Ethereum vergleichsweise kräftig Federn lassen mussten. Zwar haben Kryptos den ein oder anderen Crash bereits miterlebt, doch betreten digitale Assets jetzt Neuland: Noch nie waren Bitcoin & Co mit einem trockengelegten Geldmarkt, einer konstant hohen Inflation und einer gleichzeitig drohenden Rezession konfrontiert. Und: Neben makroökonomischen Hürden machen derzeit auch eigene Probleme dem Krypto-Sektor zu schaffen. Denn der Abverkauf sorgt für einen Domino-Effekt in der Branche.

Terra brachte Stein ins Rollen

Der Crash des Terra-Netzwerks war der Stein, der die Baisse im Krypto-Sektor ins Rollen gebracht hat. Anfang Mai büßte der Stablecoin UST der beliebten Terra-Blockchain aufgrund eines mutmaßlichen Angriffs auf das Netzwerk innerhalb weniger Tage massiv an Wert ein. Im Zuge dessen brach auch Terras Luna-Token um über 99 Prozent ein – beide Assets haben sich seitdem nicht mehr erholt. Der Kurseinbruch traf nicht nur Kleinanleger, sondern löste eine Kettenreaktion aus, die auch die Big Player der Branche in Mark und Bein traf. Celsius Network, eine der größten Lending-Plattformen für digitale Assets, geriet infolge des Luna-Crashs und des allgemeinen Krypto-Abverkaufs enorm unter Druck. Darüber hinaus nutze Celsius die Beacon Blockchain von Ethereum 2.0, um große Mengen von Ethereum zu staken. Das Problem hierbei ist, dass die gestakten Ethereum erst mit dem Merger von Ethereum 2.0 wieder verfügbar sind. Wann das erfolgt, ist aktuell noch unklar. Parallel stakte Celsius auch Ethereum über den Anbieter Lido, der ebenfalls die Beacon-Chain nutzte. Hier zahlte Lido dann für jeden ETH einen stETH aus, sogenanntes „liquid staking“, die Celisus dann wiederum bei Aave beliehen hat. Nutzer können seit Wochen nicht auf ihre hinterlegten Assets zugreifen, zahlreiche Positionen des Anbieters standen laut Beobachtern der Branche kurz davor, liquidiert zu werden.

Tatsächlich liquidiert wurde hingegen Three Arrows Capitals (3AC), eines der größten Venture Capital-Unternehmen der Branche, das zwischenzeitlich Assets im Wert von über 20 Milliarden US-Dollar verwaltete. Auch hier war Terra der Dominostein, der den Hedge-Fund ins Wanken brachte. Mittlerweile hat 3AC seine Positionen nahezu komplett abgewickelt, einer der größten Kapitalverwalter verabschiedet sich somit vom Krypto-Markt. Derzeit kann nur spekuliert werden, ob noch weitere Akteure 3AC folgen werden. Doch feststeht: Viele der größten Krypto-Investoren scheinen sich verzockt zu haben.

Blockchain kommt womöglich gestärkt aus der Krise

Bitcoin & Co müssen jetzt beweisen, dass sie auch äußerst herausfordernde Marktphasen – inklusive einer möglichen Rezession – durchstehen können. Sollte dies gelingen – und davon gehe ich aus –, würde spätestens dann feststehen, dass sich digitale Assets zu einer ernstzunehmenden Anlageklasse entwickelt haben. Und auch Kritikern, die seit Jahren nach jedem Crash den „Tod der Blockchain“ vorhersagen, dürften dann langsam aber sicher ihre Argumente ausgehen.

Gut möglich, dass digitale Assets sogar gestärkt aus dem Abschwung hervorgehen – und zwar aus mehreren Gründen: Zum einen schreitet der technologische Fortschritt und die Entwicklung von Innovationen auch in Krisenzeiten voran; so steht Ethereum beispielsweise eines der größten Updates in der Geschichte des beliebten Netzwerks ins Haus. Hinzu kommt, dass sich die Branche im Zuge der zunehmenden Regulierung weiter professionalisiert und damit einhergehend auch Schwankungen und Ausfallrisiken abnehmen könnten. Und: Der Bärenmarkt könnte auch zu einer Neubewertung des Sektors führen. Befinden sich Kryptos im Höhenflug, steigt in der ganzen Euphorie häufig auch die Marktkapitalisierung vieler Projekte, die aufgrund mangelnder Innovationen eigentlich nur wenig Chancen bei Investoren hätten. Jetzt ist die Situation anders: Anleger schauen nun ganz genau hin, welche Projekte lohnend sind, wo neue technologische Innovationen entstehen und wo sich ein Investment rechnen könnte.

Über den Autor

Michael B. Bußhaus ist Gründer und Geschäftsführer von justTRADE. Er war Geschäftsführer der onvista bank und verantwortete bis 01/2019 als Head of Brokerage das gesamte Wertpapiergeschäft der comdirect bank AG.

Über justTRADE

justTRADE ist ein Frankfurter Online-Broker, der Tradern den Handel von Wertpapieren und Kryptos konsequent für 0,- € Orderprovision (zzgl. marktübliche Spreads) und aus einem Depot heraus anbietet. Gehandelt werden können mobil über iOS und Android oder über den Desktop-Browser mittlerweile über 500.000 Wertpapiere – Aktien, ETFs, ETCs, wikifolios, Zertifikate, Optionsscheine und Hebelprodukte sowohl börslich über drei Börsen (LS Exchange, Quotrix und Tradegate Exchange) als auch außerbörslich über vier Handelspartner (Citi, Société Générale, UBS und Vontobel). Rund 1.500 ETFs, ETCs und ETPs von zehn Anbietern (21Shares, Amundi, DWS, iShares, GlobalX, Lyxor, Vanguard, VanEck, UBS und WisdomTree) ergänzen das Angebot. Mit der Möglichkeit, die 21 verfügbaren Kryptowerte aus demselben Depot heraus zu handeln wie alle Wertpapiere, bietet justTRADE seinen Kunden ein noch nie dagewesenes Angebot in Deutschland. Zudem sind bei justTRADE insgesamt rund 200 Wertpapiere sparplanfähig.

 

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JT Technologies GmbH, Kaiserhofstr. 16, 60313 Frankfurt am Main, www.justtrade.com

Die massiven Kursrückgänge bei Kryptowährungen führen manchem Anleger einmal mehr neben den Chancen auch die Risiken von Krypto-Investments vor Augen.

 

Einfaches Nachkaufen mag zwar eine gute Taktik sein, ändert aber nichts am grundsätzlichen Chance-Risiko-Verhältnis. Neue Produkte gehen deutlich tiefer, investieren zum Teil in sehr frühen Phasen in Krypto-Assets und diversifizieren die Anlagen. „Manches ähnelt mehr dem Vorgehen von Venture-Capital-Fonds“, sagt Daniel Knoblach, Verwaltungsrat bei Fair Alpha. „Damit sind neue Strategien mit gleichzeitig hohem Renditepotenzial möglich.“

Der Krypto-Winter hält Bitcoin & Co. noch immer in seinem Griff. „Starke Kursrückgänge sind bei Kryptowährungen nichts Ungewöhnliches und gehören zum Risikoprofil“, sagt Knoblach. Allerdings zeigt sich gerade, dass die Krypto-Assets als Anlageklasse sehr ähnlich laufen wie etwa Tech-Werte. „Beide reagieren sehr stark auf die Risikowahrnehmung des Marktes, beide Anlageklassen leiden deshalb derzeit“, so Knoblach. Aber auch sonst gibt es viele Parallelen.

„Letztlich lassen sich viele Token oder Coins als Start-ups betrachten“, sagt Knoblach. „Denn genau wie bei jungen Unternehmen steht hinter jedem Krypto-Projekt eine Idee und idealerweise auch ein Nutzen.“ So werden immer neue Geschäftsmodelle geschaffen, die zum Teil ausschließlich auf der Blockchain angesiedelt sind. Ähnlich wie bei Start-ups gilt auch bei den Krypto-Projekten: ein früher Einstieg kann sehr lohnend sein, allerdings ist auch das Risiko am größten, einen Totalverlust zu erleiden.

„Hier lohnt es sich wiederum, das Risiko zu verteilen“, sagt Knoblach. „Das ist auch der Weg, den Initiatoren von Projekten derzeit einschlagen.“ Dabei wird über eine Verbriefung Geld bei Investoren eingesammelt. Dieses wird dann in junge, neue Krypto-Projekte investiert. SAFTs etwa, sogenannte „Simple Agreement for Future Tokens“. Dabei handelt es sich letztlich um Businesspläne, die erst in der Zukunft beweisen werden, ob sie funktionieren. Die Token sind dabei noch gar nicht geschaffen, es ist ein Venture-Investment in Kryptos.

Ähnliches gilt für Private Sales. Dabei werden Token nur an einen kleinen Kreis von Investoren abgegeben. Die Chancen auf überdurchschnittliche Wertsteigerungen sind groß, wenn das zugrunde liegende Projekt funktioniert und den Durchbruch schafft. „Da ähneln diese Anlagen sehr dem klassischen Venture-Capital-Markt“, sagt Knoblach. „Nur eben auf Kryptobasis und mit den entsprechenden Aufschlägen für Risiko und Rendite.“

Optimal kann es dabei sein, solche Strategien in Form einer Verbriefung anzulegen. „Im Vergleich etwa zu einem Investmentfonds ist die Zeit bis zur Markteinführung wesentlich geringer“, sagt Knoblach. „Dabei sind sie depotfähig, transparent sowie regulatorisch einem etablierten Verbriefungsgesetz unterworfen – zumindest wenn sie an einem Standort wie Luxemburg aufgelegt werden.“

Ergänzt werden solche Strategien oft durch vergleichsweise sicherere Krypto-Anlagen, etwa indem Teile der Kryptowährungen gestakt oder auch unterbewertete Krypto-Assets gekauft werden. „Dazu bedarf es einer großen Expertise“, sagt Knoblach. „Durch die Auflage eines Produktes können somit deutlich mehr Anleger von dieser Expertise profitieren, als würden sie es auf eigene Faust versuchen.“

Über FAIR ALPHA

Fair Alpha bietet über ihre Tochtergesellschaften Finanzmarktlösungen für (semi-) institutionelle Investoren und Asset-Manager. Dabei werden Investmentideen und Handelsstrategien in investierbare und depotfähige Wertpapiere umgesetzt. Zudem werden innovative Ansätze verfolgt, bei denen die Schaffung und Ausgabe von digitalen Assets (Token) im Vordergrund stehen, die in spezifischen Wallets verwahrt werden. Mithilfe von maßgeschneiderten Emissionsvehikeln werden Strukturen geschaffen, bei denen ein Emittentenrisiko ausgeschlossen werden kann. Fair Alpha übernimmt jeweils den gesamten Wertschöpfungsprozess vom Produkt-Set-up über die Administration bis zum fortlaufenden Life-Cycle-Management.

 

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FAIR ALPHA Services SA, 17, Rue de Flaxweiler, 6776 Grevenmacher, Luxemburg, Tel: +352 27 48 77 590, www.fair-alpha.org

„Trotz mancher Hürde ein Muss für Institutionelle“

 

Neues Whitepaper: Zugkräftige Argumente zugunsten tokenisierter Assets

Die Blockchain-Technologie und darauf basierende Finanzprodukte wie Security Token ermöglichen neue Potenziale für die Finanzindustrie. Demnächst können vielfältigste Assets mittels Security Token Offerings (STO) auch in rein digitaler Form emittiert werden. Was macht Security Token für institutionelle Investoren so interessant? Ein neues Whitepaper des Fintechs 21finance, Anbieter digitaler Marktplätze für Bankinstitute und Vermögensverwalter, geht dieser Frage mit renommierten Unternehmen wie beispielsweise dem Unternehmensberater Ernst&Young oder dem Medienportal BTC-ECHO auf den Grund.

Studien und Marktanalysen zeigen, dass das Interesse von institutionellen Investoren an digitalen Assets so hoch ist wie nie. Dabei beschränkt sich die Nachfrage nicht nur auf Kryptowährungen wie Bitcoin, sondern auch andere digitale Assets. Wie sieht es beispielsweise mit der Tokenisierung von Vermögenswerten wie Aktien, Anleihen, Kunstgegenständen und deren direktem digitalen Verkauf ohne Zwischenhändler aus? Was braucht es, um das Interesse institutioneller Investoren zu gewinnen?

Tokenisierung bedeutet Vereinfachung – und gleich ein Bündel von Vorteilen

Unter anderem die renommierte Wirtschaftsprüfunggesellschaft Ernst&Young beleuchtet im aktuellen Whitepaper von 21Finance die Chancen und Risiken der Tokenisierung, speziell bei institutionellen Investments. Aus Sicht von Steffen Hönig, Director im Bereich Asset Management bei Ernst&Young in Frankfurt, profitieren gerade institutionelle Investoren von der Entwicklung der Tokenisierung und Security Token Offerings (STOs).

„STOs vereinfachen die Verarbeitung des gesamten Lebenszyklus der Vermögenswerte. Token bieten Vorteile für Emittenten, Broker und Investoren gleichermaßen durch den Zugang zu mehr Kapital, Portfoliodiversifikation, verbesserte Liquidität, schnelleres Onboarding, effiziente Prozesse und Abwicklung“, fasst Hönig zusammen und verdeutlicht das Potential des globalen Tokenisierungsmarkts. Dieser könne bis 2025 bei einem durchschnittlich jährlichen Wachstum von 19,5 Prozent auf 4,8 Milliarden US-Dollar wachsen.

Sven Wagenknecht, Co-Founder des auf Blockchain und Kryptowährungen spezialisierten Medienportals BTC-Echo, betont das unter Investoren gewachsene Bewusstein für digitale Sachwerte. „Dass Wert und Wertschöpfung in den rein digitalen Raum vordringen, ermöglicht ein neues Verständnis von Investments. Die rein digitale Wertpapierabwicklung, Verwahrung sowie Emission versprechen signifikante Kostenvorteile.“

Erweitertes Anlageuniversum durch Fraktionalisierung vielfältigster Assets

Daneben ermöglicht die Investition in digitale Assets für Institutionelle laut Max J. Heinzle, Gründer und CEO des Liechtensteiner FinTechs 21finance besondere Renditechancen, was gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine große Rolle spiele. Security Token öffneten den Zugang zu bisher nicht erschlossenen Anlageklassen, wie beispielsweise Kunst, Immobilien oder geistigem Eigentum. Auch exotische Assets, wie Oldtimer, könnten durch Tokenisierung in jeden gewünschten Fraktionalisierungsgrad am Markt platziert werden. Diese Fragmentierung mache Token leicht handelbar und bringe die gewünschte hohe Liquidität.

„Die Tokenisierung ermöglicht ein schnelleres Onboarding, effiziente Prozesse, eine einfache Abwicklung und eine weltweite Verfügbarkeit rund um die Uhr, was die Transaktionsgeschwindigkeit deutlich erhöht“, verdeutlicht Heinzle, der mit seinem Team bei 21finance für Banken und Finanzintermediäre gesetzeskonforme Online-Shops zum Vertrieb klassischer und digitaler Assets entwickelt.

Reputation und Regulation auch bei STO wichtige Entscheidungskriterien

Ein wesentliches Kriterium für die Investitionsentscheidung eines großen institutionellen Anlegers ist zudem die Reputation eines Projekts, das von einer Big 4 geprüft sein oder Triple-A-Standards erfüllen sollte. Wie bei traditionellen Produkten nehmen institutionelle Investoren sowohl die Personen, die hinter dem Projekt stehen, als auch die Vertrauenswürdigkeit der Gerichtsbarkeit genau unter die Lupe. Das jüngst in Deutschland in Kraft getretene Gesetz zur Einführung von elektronischen Wertpapieren (eWpG) soll das Vertrauen der Investoren durch eine klarere Gesetzeslage fördern.

„Ein Hindernis für Institutionelle ist die aktuell noch eingeschränkte Handelbarkeit der Token, da noch keine vollumfängliche Sekundärmarktstruktur existiert“, erläutert Nils von Schoenaich-Carolath, Managing Director Digital Assets beim Bankhaus Scheich. Anders als Kryptowährungen sind Security Token als regulierte Finanzprodukte de facto noch nicht oder nur bedingt über Börsen handelbar. Ein funktionierender und liquider Zweitmarkt dürfte die Nachfrage Institutioneller Investoren jedoch in Zukunft deutlich steigern.

„Vor allem große Institutionen vermeiden Risiken und tendieren dazu, in Projekte zu investieren, die bereits einen Track Record aufweisen können. Für sie sind Security Token aktuell noch zu risikobehaftet. Aus Sicht der befragten Experten stehen allerdings die Chancen gut, dass sich dies ändern wird“, resümiert Heinzle.

 

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21.finance AG, Industriering 40, 9491 Ruggell, Liechtenstein, www.21finance/de

Herantasten an digitale Bezahlwelt erkennbar

 

22 Prozent der Deutschen können sich grundsätzlich vorstellen, mit Kryptowährungen zu bezahlen. Drei Prozent kaufen bereits mit Bitcoin, Ether oder Litecoin ein. Der Mehrheit fehlt es allerdings am notwendigen Wissen für den Umgang mit digitalen Währungen. Weiteren neuen digitalen Diensten wie Bezahlen mit QR-Code, Instant Payment und Buy Now, Pay Later stehen Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber, wenn sie angeboten oder eingeführt würden. Die Abnabelung von der Bankkarte fällt allerdings schwer. Das ergibt der “PayObserver 2022” von Galitt, einem Tochterunternehmen von Sopra Steria. Die Bevölkerungsbefragung wurde in fünf Ländern durchgeführt.

Kryptowährungen haben in den vergangenen Jahren weltweit einen massiven Boom erlebt – als Geldanlage und als Zahlungsmittel. Für viele Menschen in Deutschland ist die Welt der Kryptowährungen allerdings Neuland. 55 Prozent wissen gar nichts darüber, 21 Prozent haben davon gehört, beschäftigen sich allerdings nicht weiter damit.

Selbst von den 18- bis 25-Jährigen können 46 Prozent hierzulande nichts zum Thema Kryptowährungen sagen. Zum Vergleich: In Italien sind es elf Prozent. In den übrigen untersuchten Ländern, Frankreich, Italien, Belgien und Großbritannien, sind die Menschen generell deutlich häufiger bereit, mit Kryptowährungen zu bezahlen, und die Befragten verfügen häufiger über ein Basiswissen, so die Umfrage.

“In Deutschland fehlt eine breite Auseinandersetzung mit neuen Bezahlmöglichkeiten und den dahinterstehenden Technologien”, sagt Thomas Jepp, Head of Payment bei Sopra Steria. “Das führt einerseits schnell zu Enttäuschungen, wenn Investitionen zu Verlusten führen oder das Bezahlen nicht reibungslos funktioniert. Andererseits verhindert das fehlende Interesse dauerhaft, Innovationen im Finanzsektor in Deutschland voranzutreiben, weil die Menschen keine Vertrautheit mit einer neuen Payment-Welt aufbauen können”, so Jepp.

“Es braucht dasselbe Selbstverständnis wie bei Paypal”

Der selbstverständliche Umgang fehlt vielen Menschen in Deutschland auch beim kontaktlosen Bezahlen via Smartphone oder beim Scannen von QR-Codes. Etwa die Hälfte der Befragten ist mit diesen beiden Bezahlmöglichkeiten vertraut. Zum Vergleich: Bei der Bezahlung mit der Bankkarte wissen 91 Prozent sofort, was zu tun ist. Auch den Jüngeren geht an der Ladenkasse oder im Restaurant der Griff zur Karte leichter von der Hand als der zum Smartphone.

Die komplette Abnabelung von der Bankkarte ist somit für die Mehrheit der Deutschen noch undenkbar. Nur 15 Prozent könnten sich derzeit von der Plastikkarte als Zahlungsmittel vollständig trennen. Ein Drittel bevorzugt die Kartenvariante, ebenfalls ein Drittel möchte mit Karte und optional mit Smartphone bezahlen können, 18 Prozent wollen gar nicht mit dem Handy bezahlen.

Beim Onlinekauf ist allerdings ein Herantasten an eine neue digitale Bezahlwelt zu erkennen. 43 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wollen mittlerweile am liebsten über einen Wallet Provider wie Paypal oder Apple Pay bezahlen. Sofortüberweisungen (19 Prozent) sowie Debit- und Kreditkarte (18 Prozent) werden deutlich seltener nachgefragt. Zudem erkennen viele Konsumentinnen und Konsumenten prinzipiell Vorteile in neuen Bezahldiensten wie Buy Now, Pay Later oder Request to Pay (Zahlungsaufforderung), sollten die Bezahlverfahren angeboten werden.

“Die Ergebnisse untermauern, wie stark sich Zahlungsdienste großer Tech-Unternehmen als Standard etabliert haben, weil sie funktionieren wie ein VW-Käfer. Dieses Selbstverständnis im Umgang benötigen die Menschen auch bei anderen Payment-Neuheiten”, sagt Thomas Jepp von Sopra Steria.

5-Länder-Vergleich: Vorreiter Italien

In den weiteren untersuchten Ländern sind neue digitale Bezahlmöglichkeiten teilweise stärker verankert. Allen voran in Italien: Dort sind zwei Drittel der Menschen gewohnt, das Handy und nicht die Karte an das Kassenterminal zu halten oder im Restaurant einen QR-Code auf der Rechnung zu scannen. In Belgien und Großbritannien setzen sich diese Bezahlmethoden vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen durch. In Frankreich herrscht dagegen im Umgang mit kontaktlosen Bezahlmethoden noch mehr Unsicherheit als in Deutschland.

In Italien hängen zudem weniger Menschen am Plastikgeld als in den anderen untersuchten Ländern: 28 Prozent würden mit dem Smartphone bezahlen, wenn die Karten aus dem Verkehr gezogen würden. Absolute Mobile-Payment-Verweigerer gibt es in Italien kaum. In den drei weiteren untersuchten Ländern hängen die Menschen ähnlich stark an der Bankkarte wie in Deutschland.

Ein weiterer Vorteil für Banken und Fintechs in Italien: Dort ist eine Mehrheit der Befragten tendenziell offen, für Mehrwertdienste zu bezahlen. Das gilt beispielsweise für Echtzeitzahlungen (Instant Payment). Nur 47 Prozent verweigern sich einer Gebühr für diesen Service. “In Italien dürfen Finanzdienste etwas kosten. Das vereinfacht Investitionen in die Entwicklung entsprechender Dienste ungemein”, verdeutlicht Payment-Experte Thomas Jepp von Sopra Steria.

In den übrigen untersuchten Ländern ist die Akzeptanz geringer. In Deutschland sind 68 Prozent nicht gewillt, für Instant Payment einen gewissen Centbetrag zu entrichten. 41 Prozent verstehen generell nicht, warum der Vorgang bis zu zwei, drei Banktage dauert, so der PayObserver 2022.

Über den Galitt PayObserver

Galitt, ein Unternehmen der Sopra Steria Gruppe, hat zum fünften Mal die Bevölkerungsbefragung “PayObserver” durchgeführt, diesmal in fünf Ländern. Im April 2022 wurden 1.600 Verbraucherinnen und Verbraucher befragt, 400 in Frankreich und je 300 in Belgien, Deutschland, Großbritannien und Italien. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden 34 Fragen gestellt, um die Erwartungen in der Bevölkerung bezüglich Trends im Zahlungsmarkt zu erfahren.

 

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Zwei Drittel der institutionellen Investoren (Limited Partners, LPs) weltweit sind der Meinung, dass die Beachtung von Umweltzielen, Sozialstandards und Regeln guter Unternehmensführung (ESG) einen Mehrwert für einzelne Portfoliounternehmen schafft

 

Ein Drittel der nordamerikanischen LPs erwartet erhöhte Ausfallraten in ihren Privatkreditportfolios

Ein Fünftel der Investoren wird sich an Fonds beteiligen, die bei Investments Kryptowährungen nutzen

Fast alle LPs werden beim ersten Closing eines Private-Equity-Fonds investieren, wenn ihnen dafür Anreize geboten werden

LPs müssen ihre Gehälter und Arbeitsbedingungen verbessern, um hochqualifizierte Investmenttalente zu gewinnen

Der Anteil institutioneller Investoren, die über die gesamte Laufzeit ihres Private-Equity-Portfolios jährliche Nettorenditen von mindestens 16 Prozent erzielen, hat laut dem jüngsten Global Private Equity Barometer von Coller Capital mit 42 Prozent fast einen Rekordwert erreicht. Seit der ersten Veröffentlichung des Barometers im Jahr 2004 lag dieser Anteil nur ein einziges Mal höher: im Sommer 2007 unmittelbar vor der globalen Finanzkrise.

Über 70 Prozent der LPs geben an, dass ihre Private-Equity-Anlagen seit der Finanzkrise eine bessere Performance als ihre Aktienportfolios erzielt haben. Die meisten LPs würden ihre angestrebten Private-Equity-Renditen sogar dann erreichen, wenn jeder ihrer Fonds am Ende nur den Medianwert seines Fondstyps erreicht.

ESG als Werttreiber

Die meisten Private-Equity-Investoren in allen Regionen der Welt sind der Meinung, dass Investitionen unter Beachtung von Umweltzielen, Sozialstandards und Regeln guter Unternehmensführung (ESG) einen Wert für einzelne Portfoliounternehmen schaffen und darüber hinaus einen Wert auf Portfolioebene, indem risikoreiche Investitionen und Geschäftspraktiken ausgeschlossen werden.

“Die positiven Auswirkungen von ESG auf der Ebene der einzelnen Unternehmen spiegeln das einzigartige Managementmodell von Private Equity wider”, sagt Jeremy Coller, Chief Investment Officer von Coller Capital. “Die Manager von Private-Equity-Fonds haben für die Unternehmen, in die sie investieren, die Hebel des Wandels in der Hand in einer Art und Weise, wie dies für Manager von Aktienfonds nicht gilt.”

ESG als Instrument des Risikomanagements

Für Anleger, die sich auf einzelne ESG-Risiken konzentrieren, ist der Klimawandel bei weitem das wichtigste Umweltthema. In der Tat ist er fast ein universelles Anliegen: 93 Prozent der ESG-engagierten LPs gaben an, dass er für sie ein Schwerpunkt ist. Die europäischen Anleger haben im Vergleich zu ihren Kollegen in anderen Ländern jedoch in weitaus größerem Maß auch spezifischere Umweltthemen wie Biodiversität oder die Abholzung von Wäldern im Blick.

Ein ähnliches Muster ist beim Ausschluss bestimmter Industriesektoren aus ESG-Gründen zu erkennen. In Europa schließen viel mehr Investoren als in anderen Regionen Kohle zur Energiegewinnung und nicht nachhaltige Landrodung aus. Europäische Investoren schließen auch viel häufiger Sektoren aus anderen als ökologischen Gründen aus. Lediglich beim Thema Pornografie scheinen die LPs unabhängig von ihrem Standort eine ähnliche Haltung einzunehmen: Rund drei Viertel der Investoren in allen Regionen der Welt schließen Investitionen im Zusammenhang mit Pornografie aus.

Nur sehr wenige Anleger haben bisher ihre Fondsmanager (General Partners, GPs) gebeten, die “Science-Based Target initiative” (SBTi) zur Messung der Umweltauswirkungen ihrer Portfolios zu übernehmen. Zwischen einem Viertel und zwei Dritteln der LPs in verschiedenen Regionen der Welt planen dies jedoch.

Private Kreditmärkte

Die Investoren halten die relativ weit entwickelten Märkte für Privatkredite in Nordamerika und Europa in den nächsten zwei Jahren für attraktiver als die Märkte in anderen Regionen. Allerdings ziehen sie auch die derzeitige wirtschaftliche Volatilität in Betracht. Einer von fünf europäischen und einer von drei nordamerikanischen Anlegern glaubt, dass steigende Zinsen zu höheren Ausfallquoten in ihren privaten Kreditportfolios führen werden.

Diese Unsicherheit spiegelt sich in den Zielallokationen der Anleger wider: 35 Prozent der LPs haben ihre Zielallokation für private Kredite in den letzten zwei Jahren erhöht und 19 Prozent haben sie reduziert. “Wie bei jeder reifenden Anlageklasse passen LPs ihre Allokation bei Privatkrediten jetzt zunehmend an”, sagt Michael Schad, Head of Credit Secondaries bei Coller Capital. “Dies wird in den kommenden Jahren den Sekundärmarkt für Privatkredite weiter wachsen lassen.”

Kryptowährungen und das Metaverse

Obwohl sich nur 19 Prozent der Investoren bisher an Fonds, die für ihre Investments Kryptowährungen nutzen, beteiligt haben oder dies planen, hat fast ein Drittel der LPs Zusagen für Fonds gegeben, die in kryptofähige Unternehmen investieren, und weitere 13 Prozent der LPs planen solche Zusagen. In ähnlicher Weise hat sich ein Drittel der LPs bereits bei Fonds, die in das Metaverse investieren, engagiert oder plant dies zu tun. Das Metaverse ist ein Raum virtueller Realität, in dem Nutzer mit einer computergenerierten Umgebung und anderen Nutzern interagieren können.

Fonds für von Frauen und Angehörigen ethnischer Minderheiten gegründete Unternehmen

Nordamerikanische Investoren sind ihren Kollegen in anderen Regionen voraus, wenn es darum geht, sich an Risikokapitalfonds zu beteiligen, die sich auf Unternehmen mit weiblichen oder aus ethnischen Minderheiten stammenden Gründerinnen und Gründern konzentrieren. Weit über die Hälfte der nordamerikanischen LPs haben sich an solchen Fonds beteiligt oder planen dies, verglichen mit etwa einem Drittel der Investoren aus anderen Regionen.

Arbeitsbedingungen und der Wettbewerb um Talente

Etwa die Hälfte der LPs muss Gehälter oder Arbeitsbedingungen oder beides ändern, um neue Mitarbeiter zu gewinnen, da die privaten Märkte wachsen und die Arbeitsmärkte angespannt bleiben. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dieser Trend das Tragen von formeller Geschäftskleidung in der Private-Equity-Welt verdrängt. Nur zwei von fünf LPs erwarten, dass die formelle Kleidung verschwinden wird. Bezeichnend ist dabei, dass die Hälfte der Investoren es bedauern würde, wenn dies geschähe.

Zusagen beim ersten Closing von Private-Equity-Fonds

Fast alle Privatmarktinvestoren sind bereit, sich bei der ersten Schließung eines Fonds zu engagieren, wenn die Anreize stimmen. In den letzten zwei Jahren haben 91 Prozent der LPs nach Anreizen der GPs wie beispielsweise einem Frühbucherrabatt beim ersten Closing zugesagt. Die Hälfte der Investoren tut dies sogar häufig.

Engagement der Limited Partner in der Anlageklasse

LPs sehen mehrere spezifische Chancen und Herausforderungen in der Anlageklasse Private Equity: Der Anteil der Investoren, die in Fonds, welche Minderheitsbeteiligungen an GP-Managementgesellschaften erwerben, investieren oder planen, dies zu tun, ist merklich gestiegen. Im Barometer vom Sommer 2018 waren es etwas mehr als ein Drittel der Investoren. Dieser Anteil ist bis zum Sommer 2022 auf fast die Hälfte der LPs angestiegen.

Institutionelle Investoren beobachten aufmerksam den Anstieg alternativer Kapitalquellen für Privatmarktfonds, etwa durch Kleinanleger oder Versicherungsbeiträge. Während nur etwa ein Drittel der Anleger diese neuen Kapitalquellen als Risiko für ihren Zugang zu Private-Equity-Fonds sieht, betrachten fast zwei Drittel sie als eine mögliche Bedrohung für die Höhe ihrer Private-Equity-Renditen.

Politisch exponierte Investoren sehen ein wachsendes Risiko für ihren Ruf durch Kommentatoren und Aktivisten, die sich auf die Verbindungen von LPs zu Unternehmen im Besitz von Private Equity konzentrieren. Weit über die Hälfte der öffentlichen Pensionspläne, Stiftungen und Fonds sehen darin ein zunehmendes Risiko, verglichen mit weniger als einem Viertel der anderen Typen institutioneller Investoren.

 

LPs (Limited Partners) sind Anleger in Private-Equity-Fonds oder Privatmarktfonds. GPs (General Partners) sind Manager von Private-Equity-Fonds oder Privatmarktfonds. Private Equity (PE) ist ein Oberbegriff für Kapital zur Wagnisfinanzierung, Wachstumsfinanzierung und Finanzierung von Unternehmenskäufen. Das Global Private Equity Barometer von Coller Capital ist eine einzigartige Momentaufnahme weltweiter Trends im Private-Equity-Bereich. Zweimal jährlich bietet es einen Überblick über die Pläne und Meinungen institutioneller Investoren in dieser Vermögensklasse in Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum (einschließlich Naher Osten). Es erscheint seit 2004 halbjährlich jeweils im Sommer und Winter. Das jüngste Barometer spiegelt die Einschätzungen von 110 institutionellen Private-Equity-Anlegern weltweit vom 7. Februar bis zum 30. März 2022 wider. Die Ergebnisse sind für die Gesamtheit der LPs im Hinblick auf Anlegerstandort, Art der investierenden Organisation, verwaltetes Gesamtvermögen und Dauer der Erfahrung mit Private-Equity-Anlagen global repräsentativ.

 

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Investorenkongress Krypto Assets 28.Juni 2022 im Municon am Flughafen München

 

Was bieten Kryptowährungs- und Blockchain-Investments für Investoren? Die neue Assetklasse Kryptowährungen und Blockchain-Investments ist im Markt angekommen. Die ersten regulierten Finanzprodukte zu diesem Thema sind auf dem Markt. Immer mehr Anbieter stehen am Start. Nicht nur Privatbanken und weltweit renommierte Fondsanbieter entwickeln aktuell neue Angebote.

Der Investorenkongress Krypto Assets 2022 präsentiert ausführlich 4 große Themenbereiche: Marktentwicklung, Regulierungen, Produktgestaltung und Investitionsmöglichkeiten.

Top-Referenten und Diskussionsteilnehmer aus den verschiedenen Themenbereichen erwarten Sie!  …mehr

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Weitere Bitcoin und Blockchain-News …hier

 

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Die Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX), Deutschlands erster regulierter Handelsplatz für digitale Vermögenswerte, erweitert ihr Angebot handelbarer Kryptowährungen.

 

Seit dem 13. Juni 2022 können Anleger die digitalen Assets Uniswap (UNI) und Chainlink (LINK) handeln. Die beiden Currency Token erweitern das bisherige Angebot an Kryptowährungen, das neben Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) auch Litecoin (LTC), Ripple (XRP) und Bitcoin Cash (BCH) umfasst. Für die beiden neuen Kryptowährungen an der BSDEX gilt eine Mindestmenge für Auszahlungen: Bei UNI liegt die Mindestmenge bei einem UNI, bei LINK sind es drei LINK. “Mit Uniswap und Chainlink bieten wir Anlegern für zwei weitere spannende Anlagen aus dem Krypto-Universum einen verlässlichen und transparenten Handel an”, sagt Sebastian Warnke, COO der BSDEX und ergänzt: “Die BSDEX wird im Laufe des Jahres weitere digitale Assets in den Handel einführen.”

Uniswap basiert auf der Ethereum-Blockchain und ist der Marktführer unter den dezentralen automatisierten Krypto-Exchanges. Der UNI-Token ist zentraler Teil des Uniswap-Ökosystems, mit dem Nutzer über wichtige Änderungen des Protokolls abstimmen und aktiv an der Entwicklung des Netzwerks teilnehmen können. Chainlink basiert ebenfalls auf der Ethereum-Blockchain, wertet externe Daten aus und bereitet diese Informationen für Smart Contracts auf. Transaktionen über Chainlink werden mit dem LINK-Token bezahlt.

Die BSDEX ermöglicht professionelles und unkompliziertes Trading mit digitalen Assets – und das mit hoher technischer Sicherheit: Von der Legitimation über den Handel bis hin zur Verwahrung kommen alle Partner der BSDEX aus Deutschland. Anleger profitieren von der langjährigen Erfahrung der Gruppe Börse Stuttgart: Die BSDEX wird gemäß § 2 Absatz 12 des Kreditwesengesetzes als multilaterales Handelssystem von der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH betrieben. Technischer Betreiber ist die Boerse Stuttgart Digital Exchange GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Gruppe Börse Stuttgart, Axel Springer, finanzen.net und SBI Crypto Investment.

Der Handel an der BSDEX läuft nahezu rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche. Offene Orderbücher geben Aufschluss über vorliegende Orders und die aktuelle Marktlage. Der Handel an der BSDEX ist mit Transaktionsentgelten verbunden, die sich je nach Art der Order unterscheiden. Gemeinsam mit anderen institutionellen Marktteilnehmern sorgt die EUWAX AG für eine kontinuierlich hohe Liquidität im Handel. Die kostenfreie Verwahrung der Kryptowährungen für Anleger an der BSDEX übernimmt treuhänderisch die blocknox GmbH, eine weitere Tochter der Gruppe Börse Stuttgart.

 

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Die BaFin hat am 1. Juni 2022 das Merkblatt „Hinweise zum Erlaubnisantrag für die Kryptowertpapierregisterführung“ veröffentlicht. https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Merkblatt/BA/mb_Hinweise_Erlaubnisverfahren_Kryptowertpapierregisterfuehrung.html?nn=9021442

 

Es enthält erste Hinweise für Unternehmen, welche Aspekte in den Erlaubnisverfahren aus Sicht der BaFin von besonderer Bedeutung sind. Zielgruppe sind Unternehmen, die einen Erlaubnisantrag für die Kryptowertpapierregisterführung im Sinne des § 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 8 Kreditwesengesetz (KWG) stellen wollen.

Hintergrund: Durch das Gesetz zur Einführung von elektronischen Wertpapieren (Bundesgesetzblatt Teil I, Nr. 29, S. 1423, „Einführungsgesetz“) http://www.gesetze-im-internet.de/ewpg/index.html  wurde die Kryptowertpapierregisterführung als neue Finanzdienstleistung in das KWG aufgenommen. Unternehmen, die diese Dienstleistung erbringen wollen, benötigen seit Inkrafttreten des Gesetzes am 10. Juni 2021 eine Erlaubnis der BaFin. Bei Inanspruchnahme der Übergangsbestimmung nach § 65 KWG gilt die Erlaubnis als vorläufig erteilt, wenn Unternehmen ihre Tätigkeit bis spätestens 10. Dezember 2021 aufgenommen und zwei Monate vor Aufnahme der Tätigkeit angezeigt hatten, dass sie dies beabsichtigen. Spätestens sechs Monate nach Aufnahme der Tätigkeit müssen die Unternehmen einen vollständigen Erlaubnisantrag einreichen.

 

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Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt, Telefon: 0228 / 4108-0, www.bafin.de