Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bewertet den kürzlich vorgelegten Gesetzentwurf zur Ein­füh­rung von elek­tro­ni­schen Wert­pa­pie­ren als einen Meilenstein auf dem Weg hin zum digitalen Kapitalmarkt.

 

„Bislang sind Wertpapiere zwingend urkundlich zu verbriefen“, so ZIA-Vizepräsident Jochen Schenk. „Mit dem e-Wertpapier wird jetzt eine elektronische Alternative geschaffen, die eine Eigentumsübertragung in einem elektronischen Register möglich macht.“

Neben zentral geführten Wertpapierregistern sollen zukünftig auch dezentrale Kryptowertpapierregister eingesetzt werden. Dadurch werden Blockchain-basierte Wertpapieremissionen und -transaktionen in einen verlässlichen aufsichtsrechtlichen Rahmen gegossen.

Die Beschränkung auf Emissionen von Schuldverschreibungen und Anleihen greife allerdings zu kurz. „Der Gesetzgeber sollte – wie bereits in Aussicht gestellt – den Anwendungsbereich auf voll regulierte Fondsvehikel ausweiten“, sagt Schenk. „Dadurch werden neue Impulse gesetzt und der Immobilienfondsstandort Deutschland gestärkt.“

 

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Die publity AG (Scale, ISIN DE0006972508, „publity“) plant die Emission Blockchain-basierter “PREOS-Token” („Token“). Einen entsprechenden Beschluss hat der Vorstand von publity am heutigen Tage gefasst.

 

Die Token sollen Rechte aus Aktien an der PREOS Real Estate AG (m:access, ISIN DE000A2LQ850, „PREOS-Aktien“) digital verbriefen und zudem in PREOS-Aktien umgetauscht werden können. Es ist beabsichtigt, bis zum dritten Quartal 2021 PREOS-Aktien im Volumen von bis zu 1 Mrd. Euro im Wege der Tokenisierung digital zu verbriefen. Eine erste Tranche in Höhe von 500 Mio. Euro soll noch im vierten Quartal 2020 tokenisiert werden. Die dafür notwendigen PREOS-Aktien sollen aus dem Bestand von publity bereitgestellt werden. Wirtschaftlich betrachtet ähnelt die in einem weiteren Schritt geplante Veräußerung der Token damit einer Umplatzierung eines Teils der von publity gehaltenen PREOS-Aktien.

Die Emission der Token, für die voraussichtlich ein gesondertes Emissionsvehikel genutzt wird, soll im Wege eines öffentlichen Angebots auf Basis eines Wertpapierprospekts erfolgen. Ein entsprechendes Billigungsverfahren soll noch am heutigen Tage bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingeleitet werden. Zusätzlich sollen die Token ausgewählten Anlegern im Rahmen einer Privatplatzierung in Deutschland und anderen ausgewählten Jurisdiktionen zum Kauf angeboten werden.

In diesem Zusammenhang plant publity in Kürze den Abschluss einer Partnerschaft mit einem regulierten Institut, welches die Emission als Infrastrukturpartner begleiten soll.

Die Zustimmung des Aufsichtsrats von publity zur Durchführung der Emission steht noch aus.

Der für das öffentliche Angebot maßgebliche Wertpapierprospekt wird nach dessen Billigung durch die BaFin auf der Website der (noch festzulegenden) Emittentin der Token abrufbar sein, voraussichtlich im vierten Quartal 2020.

 

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Bitkom veröffentlicht Infopapier „Decentralized Finance– A new Fintech Revolution?“

 

Per E-Mail kann man heute weltweit jeder Person eine Nachricht zukommen lassen – warum kann man nicht genauso einfach dieser Person Geld senden? Oder einen Kredit gewähren? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Debatte um Decentralized Finance (DeFi). Dabei handelt es sich um die Idee eines dezentralen Finanzsystems, das auf der Blockchain-Technologie aufbaut und ohne Banken, Zahlungsdienstleister oder andere Intermediäre auskommt.  „Decentralized Finance hat enormes disruptives Potenzial und wächst gerade rasant, steckt aber insgesamt noch in den Kinderschuhen – für eine Reihe von technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Fragen müssen noch passende Antworten gefunden werden“, sagt Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Digitalverband Bitkom. „Decentralized Finance ist kein konkretes einzelnes Projekt, sondern der Oberbegriff für eine Vielzahl von Ideen und Projekten, die ein neues dezentrales, transparentes und dadurch vertrauenswürdiges Finanzsystem aufbauen  wollen.“ Um eine breite und sachliche Debatte zu ermöglichen, hat Bitkom heute ein Infopapier „Decentralized Finance – A new Fintech Revolution?“ veröffentlicht.

Am Anfang des Papiers steht eine Einführung, in der die technischen Grundlagen für DeFi erläutert werden. Neben Bitcoin ist das vor allem Ethereum, die beide die Blockchain-Technologie nutzen. Ethereum ging dabei heute vor genau fünf Jahren an den Start und ermöglicht dank einer eingebauten Programmiersprache erstmals sogenannte Smart Contracts. Diese wörtlich übersetzten intelligenten Verträge ermöglichen es zum Beispiel, bei einer Transaktion bereits Auszahlungsbedingungen zu hinterlegen, die dann automatisch ohne das Eingreifen Dritter wie einer Bank und ohne Manipulationsmöglichkeiten Dritter ausgeführt werden, wenn die vereinbarten Voraussetzungen erfüllt sind.

Wie mit Hilfe dieser Smart Contracts ein neues Finanzsystem entstehen kann, wird im darauffolgenden Kapitel beschrieben. „Der entscheidende Unterschied zum bestehenden Finanzsystem ist nicht nur, dass sich jeder unabhängig von Herkunft oder sozialem Status beteiligen kann. Auch jede einzelne Transaktion in diesem Finanzsystem ist transparent“, sagt Julian Grigo, Leiter Digital Banking & Financial Services. Dies wird im folgenden Kapitel an bereits existierenden DeFi-Beispielen gezeigt: einer stabilen digitalen Währung, der Kreditvergabe sowie einer Börse für verschiedene digitale Währungen.

Das abschließende Kapitel beschäftigt sich mit offenen Fragen und Herausforderungen von Decentralized Finance. Dazu gehören technische Risiken, etwa durch Programmierfehler von Smart Contracts. Aber auch eine komplizierte Bedienung, die mögliche DeFi-Nutzer abschreckt, oder der Einfluss der Mutterorganisationen der einzelnen DeFi-Projekte auf noch nicht vollständig dezentrale technische Lösungen. Zudem müssen die Folgen von mangelnder Skalierbarkeit und Liquiditätsengpässen wie etwa zu Beginn der Corona-Krise sowie die Frage der Regulierung noch stärker in den Blick genommen werden. „Decentralized Finance hat noch einen langen Weg vor sich, aber enormes Potenzial. Völlig unklar ist derzeit noch, wie DeFi überhaupt reguliert werden kann und wie sich etablierte Finanzdienstleister zu dieser stark wachsenden Technologie positionieren“, so Grigo.

Das Infopapier „Decentralized Finance– A new Fintech Revolution?“ steht zum Download bereit unter www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Decentralized-Finance-A-new-Fintech-Revolution

 

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Bitkom – Bundesverband Informationswirtschaft,Telekommunikation und neue Medien e.V., Albrechtstraße 10, 10117 Berlin-Mitte,Tel: 030 27576-0, www.bitkom.org

Die Schweizer SEBA Bank lanciert ein innovatives Anlageprodukt, das sich die hohe Schwankungsbreite des Bitcoins zunutze macht.

 

  • Das Dual Currency Zertifikat auf BTC/USD bietet einen einfachen Einstieg in den Markt der Krypto-Währungen und eine attraktive Rendite.
  • Dem Verlustrisiko von Bitcoin wird durch eine Rendite von 3.23% für die Laufzeit von drei Wochen und 2 Tagen begegnet (annualisierte Rendite von 44.70%).
  • Das Zertifikat wird in der Schweiz öffentlich vertrieben und ist in anderen Ländern als Privatplatzierung verfügbar.

Die SEBA Bank hat ein Dual Currency Zertifikat auf Bitcoin/USD entwickelt. Dieses richtet sich an Investoren, welche von der hohen Schwankungs-breite von Bitcoin profitieren möchten. Die SEBA Bank startet damit eine Serie von regelmässigen Emissionen von strukturierten Produkten auf digitale Assets. Dem Sicherheitsbedürfnis der Investoren hinsichtlich einem möglichen Emittentenrisiko wird mit vollständiger Hinterlegung des Emissionsvehikels und der Bankgarantie der SEBA Bank Rechnung getragen. Das Produkt kann bequem über die Hausbank der Anleger gezeichnet werden – die Zeichnungsfrist läuft vom 24. Juni 2020 bis zum 07. Juli 2020 um 10.00 Uhr CET.

“Die Lancierung des Dual Currency Zertifikats auf BTC/USD zeigt, wie traditionelles Banking und Crypto Finance konvergieren. Die Investoren profitieren sowohl von der Solidität einer vollregulierten Schweizer Bank als auch von den Renditechancen der Krypto-Märkte”, sagt Guido Bühler, CEO SEBA Bank AG.

“Dieses Produkt eignet sich gut als Einstieg in die Welt der digitalen Assets mit gleichzeitiger Renditeoptimierung”, ergänzt Stefan Schwitter, Leiter Investment Solutions SEBA Bank AG.

 

Über SEBA

Die SEBA Bank ist eine Pionierin in der Finanzindustrie und baut Brücken zwischen der digitalen und der traditionellen Welt. Das Team vereint Tech-, Krypto- und Cyber-security-Experten mit erfahrenen Bankern. SEBA wurde im April 2018 gegründet und hat ihren Sitz in Zug. Als einer der ersten auf Digital Assets spezialisierten Finanzdienstleister, die eine Banken- und Effektenhändlerlizenz von einer renommierten Aufsichtsbehörde, der FINMA, erhielten. SEBA bietet eine breite Palette an Dienstleistungen sowohl im traditionellen als auch im digitalen Banking an, die den höchsten Sicherheits- und Konformitätsstandards entsprechen. SEBA ermöglicht Kunden, in digitale und traditionelle Vermögenswerte zu investieren, sie zu verwahren, mit ihnen zu handeln sowie Token herauszugeben.

Weitere Informationen zum Dual Currency Zertifikat in englischer Sprache finden Sie auf: https://www.seba.swiss/financial-products/dual-currency-certificate

 

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SEBA Bank, Kolinplatz 15, 6300 Zug, 6300 Schweiz, www.seba.swiss

Künstliche Intelligenz fürs eigene Research: Blockchain Spezialist Postera Capital übernimmt Sentiment-Analytics Start-up Augmento

 

Postera Capital, Europas Vorreiter in kryptospezifischen Anlageprodukten und -strategien, übernimmt das KI-basierte Analyseunternehmen Augmento. 2018 begann das Berliner Fintech Augmento mit der Entwicklung des Krypto-Analysetools, womit es schnell zu einem bedeutenden Player in der Alternative Data Industry wurde. Mit der Übernahme stärkt Postera Capital seine Position als Pionier in der Kryptoberatung als auch sein Investmentvehikel Postera Fund – Crypto I, der erste EU-regulierte Kryptofonds.

Augmento verfügt über die fortschrittlichsten Prognosefähigkeiten der Branche. Durch diesen Zugang erweitert Postera sein Dienstleistungsportfolio und unterstützt die Weiterentwicklung seiner quantitativen Anlagestrategien. „Augmento hat eine einzigartige KI-Lösung entwickelt, die quantitative Daten darüber liefert, was im kollektiven Bewusstsein des Kryptomarktes geschieht. Augmento wird uns dabei unterstützen, unsere Strategien mit Hilfe von Echtzeit-Marktsentiments noch weiter zu optimieren“, so Nicolas Biagosch, Partner von Postera Capital.

Die neue KI-Technologie identifiziert mittels Algorithmen Emotionen und Diskussionsthemen aus Online-Nachrichten und den sozialen Medien. Die daraus gewonnen Erkenntnisse geben Anlegern einen fundierten Einblick in Marktbewegungen – dadurch lassen sich bessere, datengestützte Entscheidungen treffen.

„Wir konnten zeigen, dass die Psychologie der Crowd einen enormen Einfluss auf Crypto Märkte hat und es wurde klar, dass sich dies auch in Zukunft nicht ändern wird. Emotionen wie Angst oder Euphorie in Echtzeit zu quantifizieren, hilft Investoren, bessere Strategien zu entwickeln und Risiken zu reduzieren,” erklärt Michael Baumgartner, CEO und Mitgründer von Augmento.

Das Interesse von institutionellen Anlageportfolios an Kryptoassets steigt massiv. Diese zunehmende Integration der jungen Assetklasse in die Portfolios professioneller Investoren sorgt auch dafür, dass die Nachfrage nach Erkenntnissen, die aus alternativen Daten generiert werden, stark steigt. Augmentos KI-basierte Analyse von Stimmungsdaten aus dem Kryptomarkt ergänzt daher Postera Capitals fundiertes Wissen über Kryptomärkte perfekt. Die Software von Augmento wird vollständig in Postera Capitals proprietäres Technologie Repertoire integriert. Mit dem neuen Analysetool verbessert der Anlagespezialist seine erstklassige Beratung im Bereich Blockchain und baut sein Investmentvehikel Postera Fund – Crypto I noch stärker aus.

Augmentos Gründerteam bestehend aus Michael Baumgartner, Bijan Farsijani & Oliver Spragg nimmt Advisory-Rollen bei Postera an.

 

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Postera Capital GmbH, Wilhelm-Tell-Str. 26, 40219 Düsseldorf, Tel: +49 211 976 333 50, https://postera.io/

Die digitale Transformation bei Finanzinstrumenten nimmt immer mehr Fahrt auf. Diese Disruption wird umso greifbarer, weil der Gesetzgeber nun Nägel mit Köpfen macht.

 

Am 1. Januar 2020 sind in Deutschland erhebliche Rechtsänderungen in Kraft getreten, die Kryptowährungen ganz offiziell als Finanzinstrument anerkennen, dessen Handel den üblichen Kontrollen unterliegt. Das bedeutet, dass die Finanzaufsicht Kryptoanbietern und Kryptoverwahrern nun noch genauer auf die Finger schaut.

Das neue Jahr begann mit erheblichen Rechtsänderungen für den Finanzmarkt. Beispiele sind das Gesetz zur Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur 4. EU-Geldwäscherichtlinie sowie, mit der wohl weitreichendsten Änderung, das Kreditwesengesetz (KWG). In den Begriffsbestimmungen (§ 1 Abs. 11 S. 1 KWG) wird der Katalog der Finanzinstrumente um eine neue Nr. 10 ergänzt, die zukünftig den Kryptowert (nämlich sogenannte Currency-Token und Security-Token) erfasst.  § 1 Abs. 11 Satz 4 KWG enthält nun eine Rechtsdefinition der sogenannten Kryptowerte. Daraus folgt, dass Tätigkeiten mit diesen Kryptowerten eine schriftliche Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) nach § 32 Abs. 1 KWG erfordern. Wer Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple, Litecoin oder IOTA für Kunden z.B. verwahrt, benötigt dafür seit 1. Januar 2020 eine Genehmigung der BaFin. Die Rechtslage ist nun also seit dem Jahresbeginn eindeutig(er), auch wenn die BaFin gerade erst ihre Verwaltungspraxis dazu entwickelt.

Marktanteil der Kryptowerte mit viel Potenzial

Im Moment ist der Marktanteil der Kryptowährungen im Vergleich zum gesamten Finanzmarkt noch relativ gering. Im Vergleich zum Goldmarkt wie auch zum Aktien- und Derivatemarkt stellt der Kryptowährungsmarkt nur einen Bruchteil des gehandelten Wertes dar und hat somit noch sehr viel Potenzial. Grob gerundet lässt sich sagen, dass der Goldmarkt rund das 25-fache, der Aktienmarkt gar das 600-fache und der Derivatemarkt das 4.000-Fache an Wert aufweist. Aber die neuen Rechtsänderungen werden durch die erhöhten Kontrollen mehr Vertrauen beim Verbraucher schaffen, der sich nun eher zu Transaktionen mit Bitcoins entschließen könnte. Der Name Bitcoin steht dabei häufig synonym für den gesamten Kryptomarkt. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 50 Prozent nimmt er unangefochten die Rolle der Leitwährung ein. Gemeinsam mit Ethereum und Ripple liegt der Anteil bei rund 90 Prozent. Andere Währungen wie EOS, Litecoin, Stellar, Binance Coin usw. führen dagegen nur ein Nischendasein.

Der nächste Schritt: Wertpapiergeschäfte über Blockchain papierlos abwickeln

Kryptowährungen sind das bislang bekannteste Beispiel einer auf der Blockchain-Technologie basierenden Anwendung. Aber die dezentrale Alternative zur klassischen, zentralisierten Datenbank kann noch viel mehr und eröffnet dem Finanzmarkt ungeahnte Möglichkeiten, zum Beispiel den Handel mit digitalen Wertpapieren, ganz ohne Papierurkunde. Das deutsche Zivilrecht erlaubt es noch nicht, dass Wertpapiere auf Basis einer Blockchain ausgegeben werden. Es bedarf zur rechtlich wirksamen Entstehung der Verkörperung des mit dem Wertpapier eingeräumten Rechts immer einer (Papier-) Urkunde. Ein rein digitales Token kann diese mit einer Urkunde verknüpfte Legitimationsfunktion (noch) nicht erfüllen. Denn nach aktueller Rechtslage kann das Token lediglich Ansprüche, Forderungen oder Rechte gewähren, die aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zwischen den Parteien entstehen. Aber auch hier stehen Änderungen an. Die Bundesregierung plant, das deutsche Zivilrecht zeitnah für digitale Wertpapiere zu öffnen. Laut der im September 2019 verabschiedeten Blockchain-Strategie der Bundesregierung soll die Papierform (urkundliche Verkörperung) für bestimmte Wertpapiere nicht mehr zwingend erforderlich sein. Großer Vorteil digitaler Wertpapiere: Durch einen Verzicht auf Wertpapierurkunden könnten Emission, Handel und Verarbeitung von Wertpapieren schneller und kostengünstiger erfolgen.

Behördengänge zukünftig mit Blockchain-basierter Identität?

Das elektronische Wertpapier könnte zukünftig durch Eintragung in einem Register entstehen: Die Dokumentationsfunktion der bisher notwendigen Wertpapierurkunde kann bei elektronischen Wertpapieren durch Erfassung der Rechte in einem elektronischen Wertpapierregister ersetzt werden. Um Manipulationsmöglichkeiten zu vermeiden, müsste die Registerführung wohl durch eine staatliche oder eine unter staatlicher Aufsicht stehende Stelle erfolgen. Ein erster Gesetzentwurf ist zeitnah geplant. Schon heute ermöglichen einige EU-Mitgliedsstaaten, die Schweiz und viele asiatische Länder die Ausgabe „papierloser“ Wertpapiere. In der Schweiz wurden schon weitere praktische Anwendungsfälle wie etwa die Darstellung von Lieferketten zwischen Unternehmen erprobt. Auch Behördengänge konnten in einigen Schweizer Kantonen vereinfacht werden: die Stadt Zug bietet ihren Bürgern dafür bereits eine Blockchain-basierte digitale Identität an.

Neben elektronischen Wertpapieren sind die Anwendungsfälle von Blockchaintechnologie im Finanz- und Versicherungsbereich schier grenzenlos. So können mithilfe der Blockchain Geschäftsfelder wie Posttrade, Clearing, Settlement, Wertpapierhandel, Zahlungsverkehr und Organisationsverwaltung nachhaltig beeinflusst werden. Man denke zum Beispiel an die Kreditantragsprüfung inklusive Bonitäts- und Schufa-Auskunft, die weltweite sekundenschnelle Überweisung eines beliebigen Betrages zwischen mobilen Geräten oder auch einen Einkauf im Lieblingsreiseland ohne – je nach Bankverbindung durchaus mühsamen – vorherigen Devisentausch. Überall, wo Güter bzw. Informationen ausgetauscht werden, könnte die Blockchain-Technologie also Branchen revolutionieren, indem sie Transaktionen oder den Datenaustausch schneller, transparenter und vor allem kosteneffizienter macht. Eine spannende Entwicklung. Das darf man Disruption nennen.

 

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WEPEX Unternehmensberatung, Mainzer Landstraße 51, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 719140-92, www.wepex.de

Umfrage von eToro stellt fest, dass sich die Deutschen kaum über Investments informieren und es regionale Abweichungen gibt

 

Ostdeutsche sind in Sachen Geldanlage risikofreudiger als ihre Nachbarn im Westen. Hohe Rendite hat bei ihnen im Vergleich zu einer langen Laufzeit Priorität. Doch die Risikobereitschaft ist nicht der einzige Unterschied zwischen den Regionen: Menschen aus den neuen Bundesländern investieren kleinere Summen als die Westdeutschen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage der YouGov GmbH in Partnerschaft mit der Investitionsplattform eToro hervor.

Beinahe die Hälfte der Befragten im Osten (43 %) investieren weniger als 5.000 Euro jährlich in beispielsweise Aktien, Anleihen, Fonds oder Kryptowährungen. Im Westen sind die Befragten eher bereit bis zu 10.000 EUR zu investieren. Auch im Vergleich der Bundesländer untereinander zeigen sich erhebliche Unterschiede. Während in Hamburg mit hauptsächlich unter 5.000 EUR eher spärlich investiert wird (64 %), investieren fast 40 % der Bremer bis zu 10.000 EUR. Gleichzeitig bevorzugen die Bewohner von Bremen ein geringes Investitionsrisiko bei langfristiger Anlage mit niedriger Rendite. Das Saarland hebt sich in diesem Aspekt deutlich von den restlichen deutschen Bundesländern ab. Es ist das einzige Bundesland in dem mehr als die Hälfte der Befragten auf ein höheres Risiko setzen (71 %).

Eine positive Historie des Kurses ist in ganz Deutschland ein ausschlaggebendes Argument für die Bereitschaft zu investieren. Doch die Grundsätze der Anleger im Osten und Westen gehen auseinander. So ist beinahe doppelt so vielen der Befragten im Westen (18,91% gegenüber 9,59%) wichtig in Unternehmen mit ethischen und nachhaltigen Grundsätzen zu investieren. Auch zukunftsorientierte Technologien wie e-mobility, Wasserstoff, Industrie 4.0 oder KI werden im Westen bevorzugt. In Berlin ist den Sparern dieser Aspekt mit 41 % am wichtigsten, für die direkten Nachbarn in Brandenburg dagegen ist das bei der Anlagestrategie eher nebensächlich.

Unterschiede zwischen den Generationen

Zwischen den Generationen zeichnen sich verschiedene Interessen für Anlageklasse ab. Die Millennials sind die Generation, die mit neuen Innovationen und Start-up-Gründungen Karriere machen. In Sachen Geldanlage dagegen scheuen sie sich vor digitalen Trends und würden nur 3 – 5 % ihres Vermögens in Krypto-Währungen investieren. Baby Boomer und die Generation Gen Z haben im Gegensatz dazu ein viel höheres Interesse an Bitcoin & Co: Immerhin 20 % würden in diese Währung Geld anlegen.

Spannend ist der Blick auf die jüngsten Befragten im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen: Sie würden am ehesten auf das klassische Sparkonto zurückgreifen und vergleichsweise häufig für den Aufbau eines eigenen Unternehmens anlegen. Mit steigendem Alter wird das Anlegen in die Altersvorsorge immer wichtiger und dabei auch die Absicht früher in Rente gehen zu können.

Skepsis und Unwissen zu Aktien & Co. noch immer hoch

Deutschlandweit stehen die Befragten den Themen Aktien, Fonds oder Kryptowährungen kritisch gegenüber. Im Osten (34 %) sowie im Westen (33 %) wird das Geld auf dem Girokonto liegen gelassen, gefolgt von der Aussage aktuell gar kein Geld anzulegen. Der zweitbeliebteste Ort, um Gespartes zu parken, ist das Tagesgeldkonto.

39 % der Befragten informieren sich nicht über Alternativen zum üblichen Girokonto. Und das, obwohl fast die Hälfte der Sparkonto-Nutzer an einer guten Anlage-Alternative interessiert sind. Außerdem verlassen sich Anleger stark auf den Austausch mit Freunden und Familie (20 %) oder ihrem Finanzberater (18 %). Die Bremer informieren sich häufig über die Medien (30 %) – im Vergleich wählen bundesweit durchschnittlich nur 19 % diesen Informationsweg.

“Wir müssen uns mehr bemühen, die Hemmungen gegenüber Aktien und alternativen Investitionsmethoden auf Dauer abzubauen. Im Osten wie im Westen ist diese Skepsis trotz gleichermaßen vertreten – wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägt. Es ist schön zu sehen, dass sich deutsche Sparer von dem klassischen Sparkonto abwenden und ihr Geld sinnvoll und gewinnbringend anlegen wollen. Besonders der wachsende Fokus auf neue Technologien und nachhaltige Unternehmen sieht vielversprechend aus. Die Risikofreudigkeit kann natürlich mit dem eher geringen Investitionsvolumen zusammenhängen, denn: Wer wenig investiert, kann ein höheres Risiko eingehen, weil der Verlust im schlimmsten Fall nicht so groß ist. Es wird spannend sein zu sehen, ob mit zunehmender Aufklärung in Zukunft größere Beträge in verschiedene Anlageklassen investiert werden. Wir müssen es auf Dauer schaffen, die Meinung der Deutschen zu ändern und ihre Bereitschaft wecken, neue Anlagestrategien auszuprobieren”, so eToro-Deutschland Chef Dennis Austinat.

 

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eToro (Europe) Ltd., Kanika Business centre, ­4046 Germasogia, Limassol, Tel.: +44­866­350­0881, www.eToro.com

Bitkom veröffentlicht Infopapier „Digitaler Euro auf der Blockchain“

 

Der Digitalverband Bitkom warnt davor, dass Europa bei der Diskussion über digitale Währungen international abgehängt wird. Während weltweit Länder bereits mit  digitalem Zentralbankgeld experimentieren, fehle in Deutschland und Europa oft noch das Grundverständnis. Aus diesem Grund hat Bitkom heute ein Infopapier „Digitaler Euro auf der Blockchain“ veröffentlicht, um grundlegende Begriffe zu erläutern, Chancen und Risiken zu benennen und so die Grundlage für eine breite öffentliche Debatte zu schaffen. „Aktuell ist China in der Entwicklung einer digitalen Währung führend, daneben gibt es eine Reihe von privaten Initiativen, die bereits am digitalen Geld arbeiten. Auch mit Blick auf die Diskussion über digitale Souveränität muss es uns gelingen, dass Europa eine weltweite Führungsrolle übernimmt“, sagt der Bitkom-Finanzexperte Julian Grigo. „Digitale Währungen können in einer digitalen und globalisierten Welt zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Bei Blockchain-Anwendungen in der Finanzindustrie liegt ein Riesen-Potenzial für Europa – diese Chancen müssen wir nutzen.“

Im Infopapier „Digitaler Euro auf der Blockchain“ werden zunächst grundlegende Begriffe definiert, etwa die Abgrenzung von Geld und Währung oder digitales Zentralbankgeld (CBDC, Central Bank Digital Currency). Danach werden denkbare Ausgestaltungen eines digitalen Euros erläutert sowie auch mögliche Risiken und Herausforderungen dargestellt. Ein gesondertes Kapitel widmet sich den besonderen Chancen, die die Blockchain-Technologie für digitale Währungen bietet. Dabei geht es insbesondere um schnellere und günstigere Zahlungsabwicklungen, sei es bei länderübergreifenden Transaktionen, bei Mikro-Payments oder bei der Abwicklung von Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten.  „Die Blockchain-Technologie als Grundlage eines digitalen Euro bietet eine Vielzahl von Vorteilen. So könnte ein solches programmierbares Geld den Grundstein für eine echte Digitalisierung der Industrie mit Machine-to-Machine-Zahlungen legen“, sagt Bitkom-Blockchain-Experte Patrick Hansen. „Für viele Blockchain Anwendungen im industriellen Kontext ist der Euro auf der Blockchain das fehlende Puzzle-Stück. Europa kann hier weltweit Vorreiter sein, muss angesichts der dynamischen Entwicklungen allerdings das Tempo deutlich erhöhen.“

 

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Seit 1. Januar gelten Unternehmen, die Bitcoin & Co. verwahren, als Finanzdienstleister und müssen eine Lizenz beantragen

Bitkom sieht Chance für den Durchbruch von digitalen Vermögenswerten

Infopapier „Regulatorische Anforderungen an Kryptoverwahrer“ veröffentlicht

 

Wer Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple, Litecoin oder IOTA für Kunden verwahrt, benötigt dafür seit 1. Januar eine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).  Darauf hat der Digitalverband Bitkom hingewiesen und zugleich ein Infopapier „Regulatorische Anforderungen an Kryptoverwahrer“ veröffentlicht. „Bitkom begrüßt ausdrücklich, dass in Deutschland das Kryptoverwahrgeschäft nun eine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung ist. Dadurch werden künftig Kooperationen zwischen Kryptoverwahrern und etablierten Finanzdienstleistern wie Banken, Vermögensverwaltern oder Pensionskassen deutlich vereinfacht werden“, sagt Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom. „Regulierung ist in diesem Fall ein Game-Changer, der digitalen Vermögenswerten zu einem Durchbruch verhelfen kann.“

Weil zwar die Rechtslage seit dem Jahresbeginn eindeutig ist, die BaFin aber gerade erst ihre Verwaltungspraxis dazu entwickelt, hat Bitkom bereits bekannte und wichtige Informationen zu den regulatorischen Anforderungen des Lizenzverfahrens  in einem Infopapier zusammengestellt. Kryptoverwahrern, insbesondere denjenigen ohne Erfahrungen im klassischen Finanzmarktrecht, soll damit die sorgfältige Planung des anstehenden Antragsverfahrens erleichtert werden.

In dem Infopapier „Regulatorische Anforderungen an Kryptoverwahrer“ wird dargestellt, welche Anforderungen an die fachliche Eignung sowie die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Geschäftsleiter gestellt werden und wie diese nachzuweisen sind. Darüber hinaus wird diskutiert, in welchen Fällen ein höheres Anfangskapital als 125.000 Euro benötigt wird und welche besonderen Regeln für das Anfangskapital gelten, falls auch Security Tokens verwahrt werden sollen. Ein entscheidender Punkt für die Erteilung einer Kryptoverwahr-Lizenz durch die BaFin ist eine Risikostrategie. Das Bitkom-Papier stellt die grundsätzlichen Inhalte einer solchen Strategie dar, die alle Finanzdienstleister betreffen, und geht  dann auf die Krypto-typischen Risiken wie den Verlust privater Schlüssel ein. Abschließend werden Fragen behandelt, die ausländische Kryptoverwahrer betreffen sowie Ausnahmen bei der Eigenkapitalhinterlegungfür reine Kryptoverwahrer dargestellt.

Bitkom hofft, dass die deutschen Regelungen auch eine Blaupause für eine möglichst rasche europaweite Regulierung werden. „Der europäische Markt ist durch unterschiedliche Regulierungen und Definitionen von Kryptowährungen stark zersplittert, was sowohl Unternehmen als auch Verbraucher verunsichert.“, so Hansen. „Wir brauchen hier unbedingt eine EU-weite Harmonisierung und haben mit der dieses Jahr angekündigten EU-Regulierung jetzt die Chance,  dass Kryptowerte endgültig im regulierten Finanzmarkt ankommen und ihr Potenzial voll entfalten – und zwar sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa.“

Das Infopapier „Regulatorische Anforderungen an Kryptoverwahrer“ ist zum kostenlosen Download verfügbar unter: www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Regulatorische-Anforderungen-an-Kryptoverwahrer

 

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In der Gruppe Börse Stuttgart übernimmt die blocknox GmbH die treuhänderische Verwahrung von Kryptowährungen – seit Ende Januar 2019 für die Nutzer der BISON-App sowie seit Ende September 2019 für die Nutzer der Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX).

 

Künftig plant blocknox, die Verwahrung von Kryptowährungen und anderen digitalen Assets auch als Dienstleister für institutionelle Kunden anzubieten – etwa für Fintechs, Banken und Vermögensverwalter.

“Als Vorreiter in Deutschland ist blocknox bereits seit einem Jahr als Verwahrer von Kryptowährungen tätig. Von unserer Erfahrung und unserem Set-up sollen nun auch institutionelle Kunden profitieren. Sie können die bewährte Verwahrung bei blocknox als Baustein für ihre eigenen Angebote rund um digitale Assets nutzen”, sagt Dr. Ulli Spankowski, Geschäftsführer der blocknox GmbH, die eine Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH ist. Für die Verwahrung von Kryptowährungen wurde bei blocknox ein mehrstufiges Sicherheitskonzept entwickelt und implementiert.

Im Hinblick auf die gesetzliche Neuregelung des Kryptoverwahrgeschäfts in Deutschland zum 1. Januar 2020 hat blocknox bei den Aufsichtsbehörden bereits seine Absicht erklärt, die notwendige Erlaubnis zu beantragen. Damit gilt die Erlaubnis als vorläufig erteilt. Den finalen Antrag wird blocknox fristgerecht stellen. In diesem Zuge wird blocknox auch zum regulierten Finanzdienstleister. “Wir begrüßen die Regulierung der Kryptoverwahrung als sinnvollen Schritt zur weiteren Professionalisierung der Branche. Dank der neuen Rahmenbedingungen dürften weitere institutionelle Akteure im Kryptomarkt aktiv werden, die wir künftig als Verwahrer unterstützen wollen”, so Spankowski.

 

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Desktop-Version und Handel von Bitcoin Cash geplant

 

Kryptowährungen unkompliziert und zuverlässig über das Smartphone handeln: Das ermöglicht BISON, die Krypto-App der Gruppe Börse Stuttgart. Ein Jahr nach dem Start sind aktuell rund 81.000 Nutzer bei BISON aktiv. “Wir sind sehr zufrieden mit dem Zuspruch für BISON. Unser Ansatz, den Handel mit Kryptowährungen so einfach wie möglich zu machen, stößt auf große Resonanz. Von unseren Nutzern haben wir in den letzten zwölf Monaten wertvolles Feedback erhalten, das in die Weiterentwicklung von BISON einfließt”, sagt Dr. Ulli Spankowski, Geschäftsführer der Sowa Labs GmbH, die als Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH die BISON App entwickelt hat.

Seit dem Start kommen bei BISON kontinuierlich neue Features hinzu. Als nächste Schritte sind eine Desktop-Version von BISON und die Einführung von Bitcoin Cash als weiterer handelbarer Kryptowährung geplant. Im Januar 2020 wurde die Übertragung von Bitcoin aus privaten Wallets zu BISON freigeschaltet – für die übrigen handelbaren Kryptowährungen soll dies ebenfalls ermöglicht werden. Zudem können seit kurzem auch interessierte Bürger aus dem Europäischen Wirtschaftsraum und aus der Schweiz, die BISON nutzen wollen, die App herunterladen. Im Jahr 2019 wurde die App um individuell einstellbare Preisalarme und einen Info-Report mit den zu versteuernden Beträgen erweitert. Seit Oktober 2019 läuft der Handel bei BISON rund um die Uhr an sieben Tage pro Woche.

Die Nutzer können bei BISON ohne Gebühren Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple (XRP) zu den Preisen handeln, die ihnen in der App angezeigt werden. Dabei verdient BISON an der Spanne zwischen den angezeigten An- und Verkaufspreisen. Weitere Kosten fallen für die Nutzer nicht an. Handelspartner der Nutzer bei BISON ist der in Deutschland regulierte Finanzdienstleister EUWAX AG, eine Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart GmbH. Die Nutzer kaufen Kryptowährungen also stets von der EUWAX AG und verkaufen an sie. Weitere Informationen zu BISON unter: www.bisonapp.de

 

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Warum Kryptowährungs-ETPs für Investoren positiv sein könnten

 

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Investmentlandschaft stark verändert. Aufgrund der stark gestiegenen Zahl von Exchange Traded Products (ETPs), die den Investoren zur Verfügung stehen, ist es heute sehr viel einfacher als früher, ein kostengünstiges Portfolio aufzubauen, das ein Engagement in breit gefächerten Anlagen ermöglicht.

Gold ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ETPs den Investoren das Leben leichter machen. Zwar konnte schon vor der Einführung von ETPs auf mehrere Arten in Gold investiert werden, z. B. durch den Kauf von Barrengold und ein Investment in Goldminengesellschaften, doch es gab keine einfache, kostengünstige Möglichkeit, um vom Auf und Ab des Goldpreises zu profitieren. Die Einführung von Gold-ETCs – durch die an Gold interessierte Investoren ein Engagement in dem Edelmetall schnell und effizient über ein börsennotiertes Wertpapier erlangen können – war für die Investoren bahnbrechend.

Kryptowährungen sind möglicherweise die nächste Anlageklasse, die von der Einbindung in einen ETP-Wrapper, also eine ETP-Produkthülle, profitieren könnten. ETPs würden dem Investment in Kryptowährungen voraussichtlich eine neue Dimension verleihen, in mehrerer Hinsicht: Sie könnten die Art und Weise verbessern, auf die Kryptowährungen gehandelt werden, die Transparenz erhöhen und die Gebühren senken, die mit einem Investment in diese neue Anlageklasse verbunden sind. Obwohl die Volatilität in dieser neu aufkommenden Anlageklasse hoch sein kann, befassen wir uns hier mit den Hauptvorteilen eines Investments in Kryptowährungen mittels eines ETPs.

Ein rationalisierter Ansatz

Ein Investment in Kryptowährungen war bisher häufig recht unübersichtlich. Beispielsweise mussten sich Investoren zunächst an einer digitalen Kryptowährungsbörse anmelden. Dabei ist zu bedenken, dass nicht alle Börsen Zugang zu allen Kryptowährungen geben. Um Krypto-Vermögenswerte vor Diebstahl zu schützen, mussten die Investoren daraufhin eine Wallet-Struktur für die Speicherung der Kryptowährung sowie ein Speichersystem für die Wallet-Angaben einrichten. Krypto-Vermögenswerte werden nicht auf dieselbe Weise durch institutionelle Depotbanken geschützt, wie dies bei anderen Anlagen der Fall ist, und einige der größten Kryptowährungsverluste sind auf den Verlust privater Wallet-Schlüssel zurückzuführen. Insgesamt war das Investieren in Kryptowährungen sehr viel komplizierter als das Investieren in andere Anlageklassen wie Aktien.

ETPs werden hier für weitreichende Veränderungen sorgen, da sie es den Investoren ermöglichen werden, in Kryptowährungen auf dieselbe Weise zu investieren wie in einen einfachen Indexfonds. Der Investmentvorgang wird dadurch nicht nur rationalisiert, sondern auch kostengünstiger. Ebenso wird er den Investoren den Schutz und die Sicherheit bieten, den sie von modernen Investmentprodukten gewohnt sind. Außerdem wird die ETP-Struktur es den Investoren ermöglichen, mehrere unterschiedliche Investments anhand ähnlicher Messgrößen zu vergleichen, wodurch sie beim Vergleich der Performance und beim Treffen optimaler Investmententscheidungen unterstützt werden.

Optimierte Transparenz

Transparenz ist eine weitere Schlüsseleigenschaft von Kryptowährungs-ETPs. Die zugrunde liegenden Anlagen, die durch ein ETP gehalten werden, sind letztendlich für die Bewertung des Produkts und seinen Handelspreis auf dem Markt verantwortlich. Aus diesem Grund ist die vollständige Transparenz dieser Anlagen in einem Fonds entscheidend. Diese Eigenschaft macht es möglich, dass ETPs seit ihrer erstmaligen Notierung 1993 zu oder nahe ihrem Zeitwert gehandelt werden.

Der Kryptowährungsmarkt wird voraussichtlich von dieser Transparenz profitieren, da sie das Vertrauen der Investoren stärken dürfte. Die Investoren werden sich bei einer auditierten Website des Emittenten anmelden können, die genau zeigt, wie viele Münzen den ausgegebenen Fondsanteilen entsprechen. Gleichzeitig werden sie in der Lage sein, Nettoinventarwerte (NAV) zu generieren, um die Fondsbewertungen zu bestätigen. Des Weiteren dürfte die Klarheit über die in einem ETP enthaltenen Werte das Risiko drastischer Prämien und Abschläge ausschließen.

Verbesserte Liquidität

Letztendlich werden Kryptowährungs-ETPs die Investoren durch eine Erhöhung der Liquidität unterstützen. Wie sich dies bereits bei Gold und anderen Anlagen gezeigt hat, die früher schwer zugänglich waren, haben ETPs dazu beigetragen, einen zentralisierten Liquiditätspool für Handel und Bewertungen zu schaffen.

Die Liquidität einer Kryptowährung kann durch die Tatsache erschwert werden, dass die Nominalwerte von mehreren Börsen aggregiert werden. Dieses Problem wird jedoch durch die Struktur von ETPs behoben. Außerdem könnte der zentralisierte Handel an mehreren regulierten Börsen es ETP-Anbietern ermöglichen, als Konsolidierer der zahlreichen Liquiditätsquellen bei Kryptowährungen aufzutreten. Davon würden voraussichtlich alle Marktteilnehmer über das gesamte Spektrum hinweg profitieren.

Die Einführung von Gold-ETCs hat sich stark auf den Goldmarkt ausgewirkt, da der Vorgang des Investierens in Gold dadurch sehr viel einfacher geworden ist als er es früher war. Gold-ETPs halten heute Anlagen im Wert von über 100 Milliarden USD.[1] Da wir uns in Richtung einer digitalen Zukunft bewegen, ist es wahrscheinlich, dass ETPs eine ähnliche Rolle dabei spielen werden, den Investoren zu einem Portfolio-Engagement in Kryptowährungen zu verhelfen.

 

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Der WisdomTree Bitcoin ETP ist ab sofort in den beiden Handelswährungen Euro (WBTC) und USD (BTCW) verfügbar.

 

Das gibt der auf ETPs spezialisierte Vermögensverwalter WisdomTree bekannt. Ein auf Euro lautender Bitcoin ETP notiert seit 7. Februar 2020. Der physisch besicherte1 WisdomTree Bitcoin ETP (BTCW) ist an der Schweizer Börse SIX handelbar. Die Kostenquote (TER) beträgt 0,95 Prozent.

Der WisdomTree Bitcoin ETP soll Anlegern ein Exposure in Bitcoin auf eine einfache, sichere und kostengünstige Weise unter Verwendung ihrer bestehenden Handels-, Verwahrungs- und Portfoliomanagement-Einrichtungen ermöglichen.  Anleger können mit dem ETP in Bitcoin investieren, ohne dass sie die Kryptowährung direkt halten, private Zugriffsschlüssel speichern oder in irgendeiner Weise mit der Blockchain-Technologie interagieren bzw. sich mit der Infrastruktur für digitale Währungen verbinden müssen. Zudem erhalten sie Zugang zu institutionellen Speicherlösungen, ohne diese selbst bei einer Depotbank einrichten zu müssen.

Der ETP wird an einer regulierten Börse gehandelt und die im ETP enthaltenen Anteile werden über die herkömmlichen Abrechnungssysteme abgewickelt. Mit der Notierung des WisdomTree Bitcoin an der SIX Swiss Exchange haben Anleger weltweiten Zugang zu den im ETP gehandelten Anteilen und verfügen zudem über dieselbe Liquidität wie bei jedem anderen börsennotierten Wertpapier. Die Einführung von Kryptowährungen in die ETP-Struktur könnte darüber hinaus eine Zentralisierung der Liquidität dieser Anlageklasse bewirken und damit dem zugrunde liegenden digitalen Asset insgesamt zugutekommen.

Zum jetzigen Zeitpunkt richtet sich WisdomTree mit dem Kryptowährungs-ETP nur an professionelle Investoren. Das Unternehmen ist jedoch davon überzeugt, für dieses Produkt in naher Zukunft die behördliche Zulassung auch für das breite Anlegerpublikum in Europa zu erhalten und damit die wichtige Barriere auf regulatorischer Seite zu beheben. WisdomTree würde diesen Schritt begrüßen und glaubt fest an die Vorteile standardisierter Produkte für Investoren und möchte sie so weit wie möglich allgemein verfügbar machen.

Jason Guthrie, Head of Capital Markets, Europe bei WisdomTree: “Digitale Vermögenswerte wie Bitcoin sind vom Markt nicht mehr weg zu denken. Daher entwickeln wir sichere Lösungen für Anleger, die den Zugang zu Kryptowährungen erleichtern. Bei der institutionellen Einführung von Kryptowährungen in einem frühen Stadium ist es wichtig, Investoren ein unterstützendes Umfeld für das Engagement in dieser Anlageklasse zu bieten. Das Angebot unseres Bitcoin ETP in einer neuen Handelswährung ist der erste Schritt in der Entwicklung unserer digitalen Anlageplattform. Investoren, die sich für das WisdomTree Bitcoin ETP interessieren, haben damit mehr Flexibilität beim Handel mit dem Produkt”.

Der in USD denominierte WisdomTree Bitcoin ETP notiert seit 3. Dezember 2019 an der Schweizer Börse SIX.

 

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Das Facebook-Kryptowährungsprojekt Libra könnte wegen des zunehmenden regulatorischen Drucks auf einen wichtigen Bestandteil verzichten. Wie das Online-Magazin ‘Finance Forward’ berichtet, will Facebook den ursprünglich geplanten Währungskorb streichen, mit dem Libra hinterlegt werden sollte. Stattdessen soll die Digitalwährung jeweils nur an eine Währung gekoppelt werden. Es gäbe dann eine Euro-Libra, eine Dollar-Libra und so weiter.

Facebook-Vertreter haben diesen Plan bereits politischen Entscheidern in Brüssel und Berlin vorgestellt, wie mehrere voneinander unabhängige Quellen ‘Finance Forward’ gegenüber bestätigt haben. Ein Sprecher der Libra Association wollte den Vorgang auf Anfrage nicht kommentieren.

Der ursprünglich geplante Währungskorb stand im Zentrum der Kritik von Zentralbanken und Regierungen. Sie fürchteten, Libra würde damit zu mächtig werden. Der Währungskorb werde “so durch die Nationalbanken nicht akzeptiert” werden, urteilte kürzlich der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer. Mit dem Verzicht geht Facebook nun einen Schritt auf seine Kritiker zu. Aus Berliner Regierungskreisen heißt es dazu, in dieser Form wäre Libra tatsächlich “schwierig zu verbieten”.

 

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Die Berliner Kapilendo AG hat eine eigene Einheit für die Verwahrung digitaler Wertpapiere gegründet.

 

Die Kapilendo Custodian AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Kapilendo AG, dem Bankingpartner für den Mittelstand. Die Gesellschaft wird die ab dem 01.01.2020 neu geschaffene Kryptoverwahrlizenz beantragen und plant einer der ersten zugelassenen Kryptoverwahrer Deutschlands zu werden.

“Wir haben uns schon sehr früh mit dem Zukunftsmarkt Krypto-Verwahrgeschäft auseinandergesetzt und den Kontakt zu den Aufsichtsbehörden gesucht, um die sich abzeichnenden regulatorischen Anforderungen und Voraussetzungen vollumfänglich und rechtzeitig zu erfüllen. Das Kryptoverwahrgeschäft als Finanzdienstleistung im KWG explizit zu regeln begrüßen wir ausdrücklich und sehen darin einen sinnvollen Schritt zur Professionalisierung des Marktes. Mit der Kapilendo Custodian unterstreichen wir unsere Vorreiterrolle im Markt für digitale Wertpapiere. Als einziger Anbieter geben wir kleinen und mittelständischen Unternehmen heute einen Zugang zum Kapitalmarkt über die Emission von tokenbasierten Schuldverschreibungen und Genussrechten. Alle hierfür notwendigen Schritte, von der Tokengenerierung und -emission, über die erlaubnispflichtige Wertpapiervermittlung bis hin zur Zahlungsabwicklung werden über unsere eigene Bankingplattform abgewickelt. Auf der Investorenseite eine eigene Verwahrlösung anzubieten war hier nur konsequent”, sagt Christopher Grätz, CEO und Co-Founder der Kapilendo AG.

“Unser Ziel ist den Markt für digitale Wertpapiere dem Mittelstand auf der einen Seite und Privat- und institutionellen Anlegern auf der anderen Seite zu öffnen. Wir sehen jedoch darüber hinaus noch zahlreiche weitere spannende Anwendungsfälle für digitale Assets. Daher werden wir unsere Custody-Lösung perspektivisch auch als API Service für Dritte anbieten und damit als Infrastrukturanbieter unseren Beitrag zum schnell wachsenden Ökosystem für digitale Assets leisten. Hierbei besteht die Möglichkeit der flexiblen Kombination mit weiteren Banking-Services unserer Plattform, wie beispielsweise unserem Stellar-basierten Emissionsprotokoll für digitale Wertpapiere. Auch deshalb haben wir uns für die Ausgründung in einer eigenen Gesellschaft entschieden. Die Kapilendo Custodian AG kann auf regulatorische Änderungen flexibel und schnell reagieren und bietet interessierten Investoren und Partnern Möglichkeiten der direkten Beteiligung”, so Didier Göpfert, Managing Director der Kapilendo Custodian AG. “Wir sind fest davon überzeugt, dass die Tokenisierung von Vermögenswerten und digitale Wertpapiere den Kapitalmarkt und die Art und Weise wie wir Werte übertragen und handeln nachhaltig verändern werden. Unsere erstes Praxisbeispiel mit der FR L’Osteria SE, für die wir eine digitale Schuldverschreibung strukturiert und emittiert haben, bietet hier bereits einen guten Ausblick.”

Anfang Dezember hatte die Kapilendo zusammen mit der FR L’Osteria SE das erste tokenbasierte Wertpapier im Bereich der Mittelstandsfinanzierung umgesetzt. Seit Start der erfolgreichen Finanzierung hat Kapilendo über 1,6 Millionen Euro eingesammelt. Die Verwahrung der Wertpapiertoken erfolgt über die Kapilendo Custodian AG. Über 1.000 Kunden bietet die Kapilendo Custodian bereits eine sichere und intuitive Verwahrlösung für digitale Assets.

Über die Kapilendo Custodian AG

Seit November 2019 betreibt die Kapilendo AG die Kapilendo Custodian AG. Die 100%ige Tochtergesellschaft bündelt die Digital Asset Services der Kapilendo für das eigene Geschäft und Partner. Neben einer API-Custody-Solution für digitale Vermögenswerte und einem Emissionsprotokoll für digitale Wertpapiere bietet die Gesellschaft weitere Infrastruktur- und Consultingservices im Digital Asset Ökosystem.

Über die Kapilendo AG

Die Kapilendo AG ist digitaler Bankingpartner für den Mittelstand. Etablierten Wachstumsunternehmen und mittelständischen Unternehmen bietet Kapilendo eine zeitgemäße Alternative zur klassischen Bank in den Bereichen Corporate Finance und Investment Management. Das Leistungsspektrum für mittelständische Unternehmen umfasst individuelle Finanzierungslösungen vom klassischen Kredit bis zur Wertpapieremission sowie ein kapitalmarktbasiertes Liquiditäts- und Cashmanagement. Investoren bietet Kapilendo ein einzigartiges Leistungsangebot als ganzheitliche, digitale Vermögensverwaltung mit Depot sowie Mittelstands- und Immobilieninvestments. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Berlin und wurde im Januar 2015 gegründet. Das Finanzierungsvolumen liegt bei 67 Millionen Euro (Stand: November 2019). Hauptgesellschafter der Kapilendo AG sind die Comvest Holding AG, die FinLab AG, das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin und die Axel Springer Media for Equity GmbH sowie mehrere renommierte Business-Angels.

 

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Die Gruppe Börse Stuttgart und die SBI Group schließen eine Partnerschaft für das Geschäft mit digitalen Assets in Europa und Asien inklusive Japan.

 

Die beiden Partner werden künftig zusammenarbeiten, um ein globales, durchgehendes Ökosystem für digitale Assets auf Basis der Blockchain-Technologie zu schaffen.

Um die Partnerschaft zu untermauern, wird SBI Holdings Inc. in die Boerse Stuttgart Digital Exchange GmbH investieren und plant zudem ein Investment in die Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH. Die beiden Tochterunternehmen der Gruppe Börse Stuttgart sind in Deutschland und Europa im Geschäft rund um digitale Assets aktiv.

Die Boerse Stuttgart Digital Exchange GmbH ist ein Joint Venture der Boerse Stuttgart GmbH, der Axel Springer SE und der finanzen.net GmbH. Das Gemeinschaftsunternehmen ist der technische Betreiber der Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX), dem ersten regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte in Deutschland. Die BSDEX erfüllt die regulatorischen Anforderungen gemäß § 2 Absatz 12 des Kreditwesengesetzes und verbindet die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie mit der Zuverlässigkeit eines etablierten Finanzmarktakteurs.

Die Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH treibt die Digitalisierungsstrategie der Gruppe Börse Stuttgart voran. Ihre Tochterunternehmen sind die Sowa Labs GmbH, die die BISON App für den Handel mit Kryptowährungen entwickelt hat, und die blocknox GmbH, ein Verwahrer für digitale Assets. Die Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH erschließt innovative Geschäftsfelder, um zukunftsweisende Services für digitale Assets im Einklang mit regulatorischen Anforderungen zu entwickeln.

Die SBI Group hat 2016 begonnen, ihr Ökosystem für digitale Assets aufzubauen. Anfang Oktober 2019 haben SBI SECURITIES und fünf andere japanische Broker-Firmen die Japan Security Token Offering Association gegründet. Zudem hat die SBI Group mit dem US-Unternehmen Ripple Labs im November 2019 den ersten Geldtransfer-Service über die Blockchain zwischen Japan und Vietnam gestartet. Weitere Beispiele für Unternehmen im Ökosystem für digitale Assets der SBI Group sind SBI VC Trade, einer der ersten Krypto-Handelsplätze in Japan, SBI Crypto als Spezialist für das Mining von Krypto-Assets, SBI Crypto Investment, die in Start-ups mit Bezug zu digitalen Assets investiert, und SBI Mining Chip als Hersteller für Krypto-Mining-Chips.

Yoshitaka Kitao, Präsident und CEO von SBI Holdings, sagt: “Aufgrund des dezentralen Charakters von digitalen Assets hat es für uns höchste Priorität, weltweit geeignete Partner für den Aufbau unseres Ökosystems für digitale Assets zu finden. Die SBI Group mit ihrer Handelsplattform für digitale Assets und weiteren relevanten Unternehmen wird die Zusammenarbeit mit der Gruppe Börse Stuttgart umfassend nutzen, um auf das weltweite Kundeninteresse an digitalen Assets einzugehen.”

Alexander Höptner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Boerse Stuttgart GmbH, sagt: “Asien und Europa sind momentan die am schnellsten wachsenden Märkte für digitale Assets. Mit der SBI Gruppe haben wir einen idealen Partner gefunden, um unsere Vision eines effizienten, globalen Ökosystems entlang der Wertschöpfungskette bei digitalen Assets zu verwirklichen. Neben dem Austausch von Wissen und Technologie betrifft die Zusammenarbeit auch die Ausgabe, das Listing und den Handel von digitalen Assets über Grenzen hinweg sowie Brokerage-Services und den Aufbau der ersten globalen Brücke für die Verwahrung.”

Als führende Privatanlegerbörse in Europa verfügt die Börse Stuttgart über umfassendes Know-how zu Technologie, Regulierung und Handelsmodellen. Diese Expertise bringt sie in den Markt für digitale Assets ein.

 

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Boerse Stuttgart GmbH, Börsenstraße 4, 70174 Stuttgart, Tel: +49 711 222985-711, Fax: +49 711 222985-55, www.boerse-stuttgart.de

Kryptowährungen sind längst mehr als eine Spielerei von Internet-Nerds.

 

Der bekannteste Vertreter Bitcoin erreicht aktuell eine Marktkapitalisierung von über 120 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als der Bargeldumlauf des Schweizer Frankens im Jahr 2018 betrug (ca. 80 Milliarden Dollar nach aktuellem Kurs). Trotz allem sind die auf der Blockchain basierenden Zahlungsmittel hauptsächlich bei Online-Transaktionen verbreitet und als Anlage, beziehungsweise Spekulationsobjekt beliebt. Wird sich das ändern? Wird es in Zukunft ganz normal sein, auch im Geschäft mit Bitcoins zu bezahlen? Panagiotis Karasavvoglou, Head of Merchant Services bei Worldline, macht den Reality Check.

Check 1: Wer akzeptiert bereits Bitcoin? Wer möchte damit zahlen?

Einige große Namen der Internetwirtschaft akzeptieren die Kryptowährung bereits als Zahlungsmittel. Dazu zählen Microsoft, Expedia oder auch Wikipedia (für Spenden). Allerdings ist diese Art des Zahlens noch eher ein Randphänomen, das muss man zugeben. Andererseits stoßen Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie allgemein auf ein ungebrochen großes Interesse. Bei einschlägigen Veranstaltungen, Meet-ups oder Hackathons trifft man auf ein vorwiegend junges Publikum, das sich für die digitalen Währungen begeistert. Solche Krypto-Enthusiasten würden ihre Bitcoins sicherlich auch gerne öfter im Alltag benutzen. Wir können also davon ausgehen, dass es in Zukunft einen größeren Markt für Bitcoin Payments sowohl im stationären als auch im Online-Handel geben wird. Auf besonderes Interesse stoßen Kryptowährungen auch in China, Gründe dafür sind eine vergleichsweise schwache Landeswährung und der Handelsstreit mit den USA. Kunden aus dem Reich der Mitte sind ohnehin offen für alternative Bezahlmethoden, was sich unter anderem am Erfolg von Alipay zeigt. Es spricht nichts dagegen, dass diese Kundengruppe auch sehr gerne mit Bitcoins bezahlen würde, wenn es entsprechende Angebote gibt.

Check 2: Wie funktioniert das Zahlen mit Bitcoins an der Ladenkasse? Wo liegen die Vorteile für Verbraucher und Händler?

Bezahlsysteme, wie beispielsweise das von Worldline in Kürze in der Schweiz eingeführte, funktionieren folgendermaßen: Im Online Shop oder am POS wird ein QR-Code generiert, den der Nutzer mit seinem Smartphone scannt – direkt aus einer Wallet App heraus. Dort wird auch der Warenwert in Bitcoins angezeigt. Das hat für die Nutzer Vorteile: Erstens müssen Verbraucher ihre Bitcoins nicht umtauschen, um diese praktisch einzusetzen, oder auf eine Kreditkarte „laden“, wie es bei anderen Systemen nötig ist. Wenn bezahlen mit Bitcoin irgendwann europaweit möglich sein wird, bietet es für auswärtige Kunden den Vorteil, dass sie nicht mehr verschiedene Wechselkurse umrechnen müssen. Stattdessen haben sie eine universelle Währung, die in allen Ländern gültig ist.

Der Vorteil, der für Händler aus der Akzeptanz von Bitcoin entsteht, ist eigentlich ganz einfach: Je mehr Zahlungsarten sie anbieten, desto größer ist ihre Chance potentielle Kunden anzuziehen. Auch wenn Krypto Payments derzeit noch in den Kinderschuhen stecken, lohnt es sich auf jeden Fall, in die Zukunftstechnologie zu investieren – gerade für Händler, die einen internationalen Kundenkreis bedienen. Wesentlich ist die Klärung des Währungsrisikos: Im Fall der Zusammenarbeit zwischen Worldline und Bitcoin hat hier der Händler kein wie immer geartetes Risiko.

Check 3: Müssen sich Händler jetzt in die Materie einarbeiten? Was ist mit den Wechselkursen?

Bitcoin geriet immer wieder durch die starken Kursschwankungen in die Schlagzeilen, schließlich steht hinter der Währung keine Zentralbank als regulierende Instanz. Die Welt der Wallets, ganz zu schweigen von der zugrundeliegenden Blockchain ist kompliziert. Es ist verständlich, dass Händler das Risiko des Wechselkurses scheuen und sich nicht mit den komplexen Prozessen im Hintergrund befassen möchten. Arbeiten sie mit einem Payment Service Provider zusammen, der die Technologie beherrscht, ist das aber gar nicht nötig. Bei der Worldline-Lösung beispielsweise kommen Händler mit Kursschwankungen gar nicht erst in Berührung und die Abrechnung erfolgt dann wie bei jeder Kartenzahlung.

Fazit

Aktuell haben Verbraucher wenige Möglichkeiten, ihre Bitcoins direkt gegen Waren zu tauschen. Meist müssen sie einen Umweg nehmen und die Kryptowährung erst umtauschen. Bieten Händler die Möglichkeit, direkt mit der Digitalwährung Rechnungen zu begleichen, wappnen sie sich für die Zukunft des Payments und können auch schon heute neue Kunden ansprechen. Nicht zuletzt zeigen sie damit auch ihren Willen zu Innovationen sowie ihre Zukunftsfähigkeit.

Über Worldline

Worldline [Euronext: WLN] ist der europäische Marktführer im Bereich Zahlungsverkehrs- und Transaktionsdienstleistungen. Innovationsfähigkeit ist in der Unternehmens-DNA von Worldline tief verankert. Das Leistungsportfolio von Worldline umfasst das nationale wie internationale Commercial Acquiring (Akzeptanz von Kartenzahlungen) für den stationären Handel ebenso wie im Online-Business, die hochsichere Abwicklung von Zahlungsverkehrstransaktionen für Banken und Finanzinstitute sowie Transaktionsdienstleistungen im Bereich E-Ticketing für lokale wie nationale öffentliche Einrichtungen. Mit seiner Präsenz in über 30 Ländern und innovativen digitalen Dienstleistungen ist Worldline der Zahlungstechnologiepartner der Wahl für Händler, Finanzinstitute, die öffentliche Verwaltung und Verkehrsbetriebe wie auch für Industrieunternehmen. In seinen drei Geschäftsbereichen Merchant Services, Financial Services inklusive equensWorldline, sowie Mobility & e-Transactional Services beschäftigt Worldline weltweit rund 11.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Pro-forma-Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro.

 

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24 der 50 grössten Unternehmen im Crypto Valley stammen aus dem Fintech- und Finanzbereich

 

 

  • Die 50 führenden Blockchain-Gesellschaften haben bisher über 4 Mrd. US-Dollar an Investorengeldern aufgenommen.
  • Mit den Krypto-Unternehmen Libra, Bittrex und CasparLabs verzeichnet das Crypto Valley prominente und gewichtige Neuzugänge.

Die Blockchain-Unternehmen im Crypto Valley haben an Substanz gewonnen: Die Zahl der Unternehmen erhöhte sich moderat auf 842 (erstes Halbjahr 2019: 810). Diese beschäftigen über 4’400 Mitarbeitende. Dies geht aus der vierten Ausgabe des CV VC Top 50 Reports hervor, der von der Investmentgesellschaft CV VC (Crypto Valley Venture Capital) in Zusammenarbeit mit Strategy&, der Strategieberatung von PwC, und dem IT-Partner inacta inklusive Cointelegraph erstellt wurde. Der Bericht analysiert und listet die wichtigsten Blockchain-Gesellschaften für das zweite Halbjahr 2019 auf. Unter Crypto Valley wird das Blockchain-Cluster in der Schweiz sowie in Liechtenstein verstanden.

Die Bewertung der Top 50 Unternehmen im Crypto Valley beläuft sich auf 25.3 Mrd. US-Dollar. Hauptursache für den markanten Rückgang um 17.3 Mrd. Dollar ist Ethereum, dessen Marktkapitalisierung sich in der zweiten Jahreshälfte nahezu halbierte. Ohne Ethereum beläuft sich die Bewertung der Unternehmen des CV VC Top 50 Reports auf 10.8 Mrd. US-Dollar per Ende 2019. Dies entspricht in etwa der Bewertung im vorherigen Report vom Juni 2019.

Das Crypto Valley besteht nunmehr aus acht Hotspots. Die Hälfte der Unternehmen ist immer noch in Zug domiziliert (425). Die weiteren Hotspots sind in den Kantonen Zürich (139 Unternehmen), Genf (45), Tessin (42), Waadt (27), Luzern (16) und Bern (14) zu finden. In Liechtenstein verdoppelte sich die Anzahl Unternehmen in den letzten sechs Monaten auf 80 Unternehmen.

«Die neuesten Zahlen des CV VC Top 50 Reports zeigen, dass das Crypto Valley mit seinen 842 Firmen stabiler und reifer geworden ist. Die Schweiz und Liechtenstein sind nach wie vor derart attraktiv, dass wichtige Firmen, Plattformen und Projekte in die Schweiz kommen,» sagt Mathias Ruch, Gründer und CEO von CV VC.

Etablierung von Krypto-Banken hat Signalcharakter für andere Unternehmen im Finanzbereich

Mit den beiden Instituten SEBA Bank und Sygnum Bank sind im Crypto Valley die weltweit ersten voll regulierten Krypto-Banken von einer renommierten Aufsichtsbehörde, konkret von der schweizerischen Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA), bewilligt worden. Weitere Unternehmen wie beispielsweise Bitcoin Suisse haben ebenfalls eine Bankenlizenz beantragt.

Der neue CV VC Top 50 Report trägt dieser auch im Ausland viel beachteten Entwicklung mit der Einführung einer Kategorie Krypto-Banken Rechnung. Zu den «kryptofreundlichen» Banken der ersten Stunde wie Bank Frick und Falcon zählen nun weitere Institute wie Bank Reyl, InCore Bank, Maerki Baumann, Mason Bank und Zarattini. Die Entwicklung umfasst aber nicht nur Banken, sondern auch weitere Bereiche der Finanzindustrie. Wichtige Akteure wie Algo Trader, Bitcoin Suisse, Crypto Finance, CoreLedger, Flovtec und Tokengate bieten Infrastrukturkomponenten und Produkte an, mit denen traditionelle Dienstleistungen wie Custody, Transaktionsverarbeitung, KYC und AML auf der Basis der neusten Technologien erbracht werden können.

Projekte wie Tezos arbeiten zudem mit Investmentbanken und Real Estate-Investoren im Bereich von Immobilientransaktionen und Verbriefung zusammen.

Zunehmend befassen sich auch die Schwergewichte der Bankenbranche mit Krypto-Themen. Die SDX, die digitale Börseninitiative der SIX Group, ist mit der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der Bank for International Settlements (BIS) dabei, digitale Infrastrukturen für die Abwicklung von Wertpapiertransaktionen zu testen. Erst kürzlich hat zudem die Grossbank UBS bekanntgegeben, dass sie Projekte rund um Tokenisierung verfolgt.

«Die Stärke des Schweizer Blockchain-Ökosystems ist offensichtlich. Für Aufsehen sorgen nicht nur die Krypto-Händler und nun auch Krypto-Banken, sondern auch grössere Tokenisierungs-Projekte. Hinzu kommt die generell höhere Aktivität im Bereich Blockchain, insbesondere auch bei den traditionellen Industrieunternehmen in der Schweiz», kommentiert Daniel Diemers, Partner bei Strategy& Schweiz.

Drei Unternehmen in Lauerstellung vor dem Schritt zum Unicorn

Das Crypto Valley zählte Ende 2019 fünf sogenannte Unicorns, das heisst junge Firmen mit einer Bewertung über 1 Mrd. US-Dollar. Durch die hohe Volatilität im Markt verändert sich die Zahl mit jeder Studie. Cardano und Cosmos verloren den Status, und mit Libra kam ein weiteres Unicorn in das Crypto Valley. Drei Unternehmen befinden sich zudem nahe an der Bewertung von einer Mrd. US-Dollar, um als Unicorn zu gelten.

Zu den Unicorns im Crypto Valley zählten Ende 2019: Ethereum ($14.4 Mrd.), Dfinity ($2 Mrd.), Polkadot ($1.2 Mrd.), Bitmain ($1 Mrd.) und Libra ($1 Mrd.). Als Unicorn-Anwärter kann man Tezos ($924 Mio.), Cardano ($869 Mio.) und Cosmos ($818 Mio.)

Crypto Valley bleibt attraktiv für international tätige Krypto-Unternehmen

Mit Bittrex, CasperLabs und Libra verzeichnete das Crypto Valley in der zweiten Jahreshälfte 2019 prominente und gewichtige Zugänge. Bittrex und Libra stehen bezeichnend für die zahlreichen und disruptiven Entwicklungen der Finanzdienstleistungen. CasperLabs unterstreicht zudem die ungebrochene Attraktivität des Crypto Valleys für innovative Unternehmen, die Software und Netzwerke der nächsten Generation entwickeln.

Kompletten Report herunterladen: https://cvvc.com/top50

 

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Die DWS Group (DWS) hat eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 24,9 Prozent an Arabesque AI Ltd. erworben.

 

Das Unternehmen mit Sitz in Großbritannien fokussiert sich auf Künstliche Intelligenz (KI), um Aktienkursentwicklungen mit ihrer eigenen KI-Einheit vorherzusagen. Dazu kombiniert es Big Data, also das Verarbeiten extrem großer Datenmengen, maschinelles Lernen und Hochleistungsrechnen. Zudem haben sich beide Unternehmen auf eine strategische Partnerschaft geeinigt, um die Fähigkeiten der KI-Einheit zu verbessern und anspruchsvolle Anlagelösungen zu entwickeln, die auf Künstlicher Intelligenz basieren.

Über den Kaufpreis der Beteiligung sowie weitere finanzielle Details wurde Stillschweigen vereinbart. Das Closing der Transaktion hat bereits stattgefunden.

Im Zentrum der Partnerschaft steht die fortlaufende Weiterentwicklung der KI-Einheit. Dazu wird die Anlage-Expertise der DWS mit dem maschinellen Lern-Know-how und den Fähigkeiten von Arabesque AI im Bereich Hochleistungsrechnen kombiniert. Darüber hinaus sollen gemeinsam innovative Anlageprodukte und Dienstleistungen entwickelt werden, die die KI-Einheit nutzen. Dafür haben sich beide Parteien darauf geeinigt, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, in der Experten laufend zusammenarbeiten. Im Rahmen der Kooperation wollen beide Parteien exklusiv gemeinsam an neuen Projekten arbeiten.

Mit diesem Schritt stärkt die DWS künftig ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und – wie auf unserem Investor Update Anfang Dezember versprochen – beschleunigt ihre Anstrengungen zur so genannten Digital Readiness, also zur Erhöhung ihres digitalen Reifegrads.

„Die strategische Partnerschaft mit Arabesque AI ist der nächste Schritt zur Digitalisierung der DWS. Sie wird unsere digitalen Fähigkeiten und insbesondere unser Know-how auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz deutlich stärken. Wir werden in der Lage sein, disruptive Technologien in der Asset Management-Branche zu unserem Vorteil zu nutzen“, sagte Asoka Wöhrmann, CEO der DWS. Er ergänzte: „In Zukunft wird die KI-Einheit innovative Signale liefern, die uns dabei helfen werden, zusätzliche Alpha-Quellen zu identifizieren und smartere Entscheidungen zu treffen.“

Dr. Yasin Rosowsky, Co-CEO von Arabesque AI, sagte: „Künstliche Intelligenz prägt die globale Vermögensverwaltungsbranche rasant, mit Anlegern, die zunehmend herausfinden, wie sie Vorteile aus den Fähigkeiten der KI-Technologie ziehen können, um einen Wettbewerbsvorsprung zu erzielen. Wir freuen uns, die DWS Group als strategischen Partner von Arabesque AI begrüßen zu können und ihre enorme Anlageexpertise mit unserer KI-Technologie zu kombinieren, um marktführende KI-basierte Portfolios und Dienstleistungen anzubieten.“

„Im Rahmen dieser Partnerschaft werden wir mit der DWS Group zusammen an innovativen KI-basierten Lösungen arbeiten und die aktuellen Fähigkeiten unserer KI-Einheit erweitern“, ergänzte Dr. Qasim Nasar-Ullah, Co-CEO von Arabesque AI. „Künstliche Intelligenz wird das Portfoliomanagement transformieren und hat das Potenzial, Nachhaltigkeit über die globalen Märkte hinweg zum Durchbruch zu verhelfen.“

Letztes Jahr hat die DWS bereits in eine Minderheitsbeteiligung am ESG-Daten-Anbieter Arabesque S-Ray GmbH investiert und ist mit ihm eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen im Bereich Nachhaltigkeitsdaten eingegangen. Mit dieser Folge von Investitionen verfolgt die DWS die Strategie, die sie auf der Hauptversammlung 2019 angekündigt hat, ihre digitalen und Nachhaltigkeitsfähigkeiten zu stärken.

 

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Deutsche Asset Management International GmbH, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 – 910 – 12371,Fax: +49 (0) 69 – 910 – 19090, www.dws.com

WisdomTree: 2019 keine Signale für eine institutionelle Annahme – besteht Potenzial für 2020?

 

2019 war ein für Kryptowährungen turbulentes Jahr. Nach einem katastrophalen Vorjahr 2018 endete der Krypto-Bärenmarkt – häufig auch Krypto-Winter genannt – mit dem Ende des ersten Quartals. Die Aussicht auf einen in den USA gelisteten Exchange Traded Fund (ETF) für Bitcoin, die Einführung von an der Bitcoin Börse Bakkt physisch abgewickelten, regulierten Terminkontrakten und verbesserte Verwahrungslösungen waren einige der Faktoren, die die Hoffnung auf eine höhere Nachfrage nach dieser Anlageklasse seitens institutioneller Investoren nährte. Doch bis dato haben sich diese Katalysatoren noch nicht bemerkbar gemacht.

Zunächst konnte der lang ersehnte und im September 2019 eingeführte Bakkt Terminkontrakt keine Fahrt aufnehmen. Den Erwartungen nach sollte dieses Instrument einige der potenziellen Probleme lösen, die sich aus Terminkontrakten mit Barausgleich ergeben. Das Volumen blieb seit der Einführung jedoch weiterhin gering. Darüber hinaus lasst das Open Interest am Terminkontrakt der CME-Börse nach einem anfangs stetigen Anstieg nach.

Ob die Marktteilnehmer versuchen einzuschätzen, wie robust das Bakkt Angebot ist, bzw. ob die Nachfrage nach physisch abgewickelten Terminkontrakten immer noch nicht vorhanden ist, wird sich erst noch zeigen müssen. Doch ein Anstieg der Handelsaktivität bei diesen Kontrakten könnte für den Kurs von Bitcoin im kommenden Jahr sehr wohl zu einem positiven Katalysator werden. Auch andere Anzeichen für eine Entwicklung der Infrastruktur haben das Potenzial, sich auf den Markt auszuwirken. Eines davon wird die Einführung von Bitcoin-Optionen durch die CME sein, die für Anfang 2020 geplant ist.

Zudem wurden in Europa einige ETPs für Kryptowährungen auf den Markt gebracht, aber noch kein Vorschlag für einen Bitcoin-ETF konnte den Zulassungsprozess der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC in den USA abschließen – die meisten wurden entweder abgelehnt oder zurückgezogen. Marktmanipulation, Liquidität und Geldwäsche galten die Hauptbedenken der Regulierungsbehörde. Der Charakter dezentralisierter Währungen macht es den Regulierern extrem schwer, irgendeine Art der Kontrolle durchzusetzen. Für diesen Markt wird deshalb die Selbstregulierung von zentraler Bedeutung sein. Außerdem muss er zeigen, dass er darum bemüht ist, gesünder zu werden. Initiativen, wie die des Blockchain Transparency Institute (BTI), bei der die Handelsaktivität von Börsen analysiert wird, um für die Geldwäsche genutzte Konten an Kryptowährungsbörsen zu erkennen und anzuzeigen, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Da Enthusiasten der Demokratisierung der Kryptowährungen ungeduldig entgegensehen, erwarten wir, dass diese Art von Initiativen in naher Zukunft florieren. Dies würde wiederum den Weg freimachen, um ETFs auf den Markt zu bringen.

Starker Gegenwind für Libra

Das Kryptowährungsprojekt von Facebook polarisiert sicherlich die Meinungen in der Community. Doch ob man seiner Philosophie zustimmt oder nicht, hat es den Vorteil, dass es die Aufmerksamkeit von Regierungen und Regulierungsbehörden auf sich zieht und die Debatte um Kryptowährungen auf der gesetzgebenden Ebene unserer Gesellschaft angeregt wird. Trotz der immensen strukturellen Lücke zwischen Libra und anderen dezentralisierten Kryptowährungen, eignet sich diese Diskussion sehr gut als Stimmungsbarometer und als Statusanzeige des Bildungslevels beim Krypto-Thema in regulatorischen und legislativen Kreisen. Der Empfang für den Libra fiel ausgesprochen kühl aus. Das Projekt hat weltweit sowohl bei Regierungen als auch bei Regulierungsbehörden für starke Gegenreaktionen gesorgt. Die Hauptsorge entstammt dem Mangel an Vertrauen in Facebook. Bei der Anhörung von Mark Zuckerberg vor dem Kongress am 23. Oktober vergangenen Jahres wurde besonders deutlich, wie stark die Abgeordneten dem Unternehmen misstrauen. Außerdem kann Facebook gewisse Bedenken nicht ausräumen, wie etwa in Bezug auf die Daten und den Datenschutz der Benutzer, die Geldwäschebekämpfung und die Legitimationsprüfung von Neukunden („Know your customer“; KYC), die Bedrohung der Souveränität, die Untergrabung der Politik der Zentralbanken, die Kontrolle über die Kreditvergabe usw. Das Projekt verlor auch einige seiner wichtigsten Partner wie Visa, Mastercard, eBay, PayPal und andere. Es ist unwahrscheinlich, dass Libra seinen aggressiven Zeitplan mit der Markteinführung dieser Kryptowährung 2020 einhalten wird. Obwohl dies Bedenken über potenzielle regulatorische Hürden für Bitcoin und andere Kryptowährungen auslösen könnte, sehen wir die Probleme bei Libra für dezentralisierte Kryptowährungen als positiv. Libra macht dezentralisierten Blockchain-basierten Zahlungssystemen Konkurrenz, da die Feuerkraft von Facebook das Potenzial hat, diese neue Kryptowährung weltweit durchzusetzen. Dies könnte das organische Wachstum der reineren Kryptowährungen verlangsamen, da sich die Unterschiede zum Libra für deren Nutzer verringern würden; die Akzeptanz von Ersatzprodukten ist höher als bei Originalprodukten.

Potenzieller Marktfaktor: Die dritte Halbierung von Bitcoin

Die Bitcoin-Halbierung, die irgendwann im April oder Mai stattfinden dürfte, ist eines der am meisten erwarteten Ereignisse für 2020. Worum geht es bei der „Halbierung“? Das Angebot an Bitcoins ist endlich und zeitlich vordefiniert. Immer, wenn ein Miner einen Block validiert, im Schnitt alle zehn Minuten, werden neue Bitcoins geschürft und dem erfolgreichen Miner als Belohnung zugeteilt. Jedes Mal, wenn 210.000 Blöcke validiert sind bzw. ungefähr alle vier Jahre wird die Belohnung halbiert, wodurch das Angebot an Bitcoins folglich sinkt. 2020 ändert sich die Neuemission von Bitcoin von 12,5 Bitcoin pro Block auf 6,25.

Warum ist das relevant? Die Halbierung wirkt sich auf die Ökonomie des Bitcoin aus. Zunächst wird die Geschwindigkeit des neuen Angebots gedrosselt. Bei Redaktionsschluss entspricht dies zu den aktuellen Kursen, d. h. 7.500 US Dollar pro Bitcoin, einer Angebotskürzung von 47,3 Millionen US Dollar pro Woche. Dies ist deutlich mehr als es bei der Angebotskürzung der ersten beiden Halbierungen 2012 bzw. 2016 der Fall war. Diese beiden früheren Halbierungen fielen mit einer stark positiven Kursentwicklung zusammen, als sich die Verlangsamung des Angebots mit einem Anstieg der Nachfrage überschnitt. Dies knüpft an das erwähnte Potenzial für eine weitere Annahme durch institutionelle Anleger an. Sollten die Ströme aus dem institutionellen Bereich in diesem Jahr stärker erkennbar sein, würde dies zu einem Zeitpunkt der Fall sein, zu dem das neue Angebot sinkt. Dies würde den Druck auf den Bitcoin-Kurs erhöhen.

Zweitens wird sich dies auch auf die Rentabilität der Mining-Aktivität auswirken. Bei ansonsten gleichbleibenden Bedingungen bedeutet eine geringere Belohnung einen geringeren Gewinn für die Miner. Abgesehen von Preisanstiegen, könnten sich für manche Miner negative Margen ergeben, die daraufhin ihre Aktivität einstellen müssten. Dies kann sich wiederum auf die Hash-Geschwindigkeit des Netzwerks auswirken, obwohl es bei früheren Halbierungen nicht zu einer nachhaltigen Verringerung bei der Hash-Leistung gekommen ist. Deshalb wird bei der Mining-Aktivität – wesentlicher Bestandteil des Bitcoin-Systems –versucht werden, ein neues Gleichgewicht zu finden.

Hierbei sollte beachtet werden, dass die Halbierung der Belohnung nicht systematisch zu einer nachhaltig positiven Preisreaktion führt, da viele starke Faktoren Einfluss auf den Preis nehmen. Die

Halbierung des Litecoin im August vergangenen Jahres liefert dafür ein Paradebeispiel: Beim Litecoin kam es zu einem deutlichen Einbruch von einem Hoch, das 2019 vor der Halbierung mehr als 140 USD betrug, zurück auf den aktuellen Stand von rund 50 US Dollar.

Trotzdem wird die Halbierung, wenn man sie isoliert betrachtet, unseres Erachtens ein Faktor sein, der für eine Preissteigerung sorgen könnte. Das Ereignis wird von der Krypto-Community genau beobachtet werden. Es dürfte für Volatilität auf dem Markt und damit auch für Handelschancen sorgen.

 

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