Auf Kryptowährungen wirken gleichzeitig die Kräfte der Finanzmärkte  und der Technologieadaption

 

Am Dienstag sorgte ein „Flashcrash“ bei Bitcoin und anderen Kryptowerten für Kurskapriolen. Nach Ansicht von Hartmut Giesen, Digitalisierungsexperte der Hamburger Sutor Bank, bewegen verschiedene Kräfte die Krypto-Kurse. Diese müssen Anleger verstehen, wenn sie in diese Anlageklasse investieren. Während kurzfristige Marktereignisse – etwa wenn sogenannte „Wale“ ihre hohen Kryptobestände auf den Markt werfen – kurzfristig immer wieder für höhere Ausschläge sorgen können, werden die Wellentäler – von Kurstief zu Kurstief – flacher, wie sich am Beispiel des Bitcoinkurses zeigen lässt. Dies spreche für einen langfristigen, technologiegetriebenen Aufwärtstrend des Bitcoin und der Kryptowerte insgesamt. Diese eher technologie-, aber weniger kapitalmarktgetriebene Entwicklung ähnelt den Hype-Zyklen, mit denen sich die Adaptierung von technischen Innovationen beschreiben lässt.

Kryptowährungen: Finanzmarktkräfte treffen Technologie

Im Kern treffen nach Analyse von Hartmut Giesen die Mechaniken von zwei verschiedenen Welten aufeinander: Finanzmarktkräfte und die Gesetzmäßigkeiten, nach denen sich Technologie durchsetzt. „Kryptowährungen beziehen ihren Wert aus der Technologie, der Blockchain, aus der heraus sie entstehen. Das Neue und Besondere ist daher, dass diese Technologie, die sich gerade durchsetzt, Finanzinstrumente quasi selbst emittiert und der Kurs dieser Finanzinstrumente von deren technologischer Durchsetzung beeinflusst wird. Aber eben nicht nur: Auch Finanzmarktkräfte beeinflussen die Kurse, was die Volatilität von Kryptowerten im Allgemeinen und der Flashcrash vom Dienstag im Besonderen gezeigt hat“, erklärt Hartmut Giesen.

Flashcrashs oder andere extreme Volatilitätsbewegungen lassen sich nach Ansicht des Krypto-Experten in der Regel sehr eindeutig kurzfristigen Finanzmarktereignissen zuordnen: „Man vermutet, dass sogenannte ‚Wale‘ – also Marktakteure, die auf hohen Beständen sitzen – den mit dem Start des Bitcoin als staatlich anerkannte Währung von El Salvador verbundenen Preis-Peak genutzt haben, um Kasse zu machen und dadurch den Preis nach unten gerissen haben“, sagt Giesen..

Langfristig: Adaptionswellen statt Spekulationswellen

Der Innovationsmanager sieht zwei verschiedene Arten von Wellen in der Kursentwicklung von Kryptowerten: Kurzfristige Spekulationswellen (Oberflächenwellen), die von Sentiments, Trends oder dem Verhalten von Marktteilnehmern beeinflusst werden, sowie langfristige Wellen (Tiefenwellen), die die Adaptierung der Blockchain-Technologie reflektieren.

Die Tiefenwellen lassen sich demnach am besten am Bitcoin-Kurs beobachten, weil dieser historisch am weitesten zurückreicht: „Wir sehen, dass die Wellenberge mit Kurshöchstständen tendenziell höher und die Wellentäler mit Kursminima tendenziell weniger tief sind. Die Wellenlängen werden kürzer, das heißt die Wellenberge folgen in kürzeren Abständen“, stellt Giesen fest.

Die Tiefenwellen ähneln nach Analyse des Experten den Technologie-Adaptionswellen, wie sie zum Beispiel der „Hype Cycle“ des Beratungsunternehmens Gartner beschreibt. Danach durchlaufen Technologien eine Phase der Euphorie bis zu einem gewissen Höhepunkt und stürzen dann in das Tal der Ernüchterung, bevor sie auf einem Plateau der Produktivität ankommen. „Die Blockchain-Technologie durchläuft diesen Zyklus iterativ, wahrscheinlich weil sei relativ komplex ist und sich die Anwendungsgebiete erst langsam erschließen“, sagt Giesen.

Indizien für einen technologiegetriebenen Aufwärtstrend: Zugang, innovative „Anwendungsblockchains“

Für den langfristigen, technologiegetriebenen Aufwärtstrend von Kryptowährungen sieht Giesen zwei Parameter: Zugang sowie Entwicklung innovativer „Anwendungsblockchains“.

Mit Blick auf den Marktzugang hat sich nach Beobachtung von Hartmut Giesen gerade in Deutschland in den letzten Monaten sehr viel getan. „Ein Teil der Preisentwicklung des Bitcoin lässt sich damit erklären, dass immer mehr Menschen Zugang zu Kryptowährungen bekommen und die Nachfrage in Deutschland und ähnlich in anderen Ländern weiter steigt“, sagt Giesen. Noch im vergangenen Jahr habe kaum ein Broker Kryptowährungen im Angebot gehabt, Interessierte mussten auf Spezialplattformen oder ausländische Kryptobörsen ausweichen. Im Oktober 2020 ging mit JustTrade das erste Krypto-Broker-Angebot an den Markt. Inzwischen sei der Kauf von Kryptowährungen so einfach wie der Kauf von Aktien oder Fonds. „Weitere neue Produkte, wie etwa die Kryptowerte-Portfolio-Sparpläne des Anbieters coindex werden die Adaption auch von langfristig orientierten Anlegern weiter beschleunigen“, ist Hartmut Giesen überzeugt.

Ähnliche Zugangserleichterungen ließen sich nach Einschätzung von Hartmut Giesen auch für institutionelle Anleger beobachten, weil deren Handelspartner Kryptowerte in ihr Angebot aufnehmen, eine technische Transaktions- und Verwahrinfrastruktur für professionelle Anleger entsteht und die Regulierung sich entsprechend entwickelt. Gemäß den neuen Regelungen im  Fondsstandortgesetz dürfen institutionelle Fonds nun 20 Prozent des Vermögens in Kryptowerte investieren.

Als zweiten Faktor, der für eine langfristig stabile Entwicklung bei den Kryptowährungen spricht, sieht Experte Giesen das Auftreten neuer Kryptowährungen wie Polkadot, Cardano oder Solana. Dabei handele es sich nicht um Spekulationscoins, sondern native Layer-1-Währungen, die die Basis für Blockchains mit einer klaren technischen Vision bilden – wie etwa weniger Energieverbrauch, effizientere Transaktionen oder Interoperabilität zwischen Blockchains. „Die Preise für diese Währungen werden in natürlicher Weise weiter steigen, wenn sich die jeweiligen Technologieansätze durchsetzen“, ist Hartmut Giesen überzeugt.

„Selbst der reine Spaß-Spekulationscoin Dogecoin, auch ein Layer-1-Token, entwickelt eine technische Vision als besserer Bitcoin –granularer, schneller und energieeffizienter – und stellt sich organisatorisch entsprechend auf“, ergänzt Giesen.

Auswertung Bitcoin: „Wellenberge“ werden höher, „Wellentäler“ werden flacher

Um die Hypothese der Adaptionswellen zu untermauern hat die Sutor Bank eine Auswertung des Bitcoin-Kurses vorgenommen. Für die Analyse hat die Sutor Bank Daten von 2013 bis 2021 ausgewertet. Der Fokus lag dabei auf zwischenzeitlichen „Hochs“ und „Tiefs“. Dauerte es beispielsweise vom ersten Allzeithoch im November / Dezember 2013 (1.100 USD) bis zum nächsten Hoch im Dezember 2017 (19.000 USD) noch 60 Monate, haben sich fortan die Zeiträume von Hoch zu Hoch stets weiter verkürzt. Vom Zwischenhoch im Juni 2019 bis zum neuen Allzeithoch im April 2021 waren es demnach nur noch 21 Monate. Gleiches lässt sich bei den Tiefs ablesen. Dauerte es vom Tief im August 2015 (220 USD) bis zum nächsten Zwischentief im Dezember 2018 noch 52 Monate, so waren es vom Tief im März 2020 (5.200 USD) bis zum Tief im Juli 2021 nur noch 16 Monate.

Tabelle: Bitcoin-Kurs (Hoch/Tief) im Zeitverlauf, Zeitraum von Hoch-zu-Hoch bzw. Tief-zu-Tief

Zeitpunkt      Kurs (USD)    Hoch / Tief    Veränderung  Monate

Nov./Dez. 2013       1.100  Hoch

Aug. 2015     220     Tief

Dez. 2017     19.000 Hoch   Hoch-zu-Hoch          60

Dez. 2018     3.800  Tief    Tief-zu-Tief    52

Juni 2019      12.400 Hoch   Hoch-zu-Hoch          18

März 2020     5.200  Tief    Tief-zu-Tief    16

April 2021      60.700 Hoch   Hoch-zu-Hoch          21

Juli 2021       32.000 Tief    Tief-zu-Tief    16

Quelle: Sutor Bank, coinmarketcap

 

Bei den Rückschlägen lässt sich feststellen, dass diese über die Zeit weniger massiv ausfallen. Demnach lag der Rückschlag zwischen dem letzten Hoch im April 2021 und dem letzten Tief im Juli 2021 bei rund 47 Prozent, davor jedoch zwischen Juni 2019 (Hoch) und März 2020 (Tief) bei 58 Prozent, zwischen Dezember 2017 (Hoch) und Dezember 2018 (Tief) sogar bei 80 Prozent.

„Lässt man die kurzfristigen Ups und Downs einmal außer Acht, erkennt man, dass die Kurstäler tendenziell kürzer und weniger tief werden. Der auf ein Tief folgende ‚Wellenberg‘ ist hingegen höher als der vorige“, stellt Hartmut Giesen fest. Diese fundamentaleren Wellen stellten aus Sicht von Hartmut Giesen somit eher Adaptions- anstatt Spekulationswellen dar – was für eine deutlich fortschreitende Marktadaption des Bitcoin spricht, und damit auch eine zunehmende Relevanz als Diversifikator in Anlegerportfolios.

 

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Zahl der aktiven Nutzer steigt auf 460.000 – Handelsvolumen liegt im Jahr 2021 bei rund 4,2 Milliarden Euro

 

Kryptowährungen unkompliziert und zuverlässig über das Smartphone handeln: Das ermöglicht BISON, die Krypto-App der Gruppe Börse Stuttgart. Nun führt BISON Limit-Orders ein: Die Nutzer können für den Zeitraum von 90 Tagen einen Preis festlegen, zu dem sie eine Kryptowährung kaufen oder verkaufen möchten. Wird das gewählte Preislimit erreicht, wird der Auftrag automatisch ausgeführt – rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche. “Mit der Funktionalität für Limit-Orders setzen wir einen vielfach geäußerten Kundenwunsch um. Unsere Nutzer können nun noch zielgerichteter handeln, ohne ständig den Markt beobachten zu müssen. Dabei bleibt der Handel bei BISON so einfach wie möglich”, sagt Dr. Ulli Spankowski, Geschäftsführer der Sowa Labs GmbH, die als Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH die BISON App entwickelt hat. Seit Jahresbeginn 2021 hat sich die Zahl der aktiven Nutzer bei BISON auf rund 460.000 mehr als verdoppelt. Das Handelsvolumen liegt 2021 bei rund 4,2 Milliarden Euro.

Die Nutzer können bei BISON ohne Gebühren Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Bitcoin Cash und Ripple (XRP) handeln. Neben den neuen Limit-Orders ist auch der direkte Handel zu den Preisen möglich, die in der App angezeigt werden. Dabei verdient BISON an der Spanne zwischen den angezeigten An- und Verkaufspreisen. Weitere Kosten oder Gebühren, etwa für die Verwahrung sowie die Ein- und Auszahlung von Kryptowährungen, fallen für die Nutzer nicht an. Handelspartner der Nutzer bei BISON ist der in Deutschland regulierte Finanzdienstleister EUWAX AG, eine Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart GmbH. Die Nutzer kaufen Kryptowährungen also stets von der EUWAX AG und verkaufen an sie. Die Verwahrung der bei BISON erworbenen Kryptowährungen übernimmt treuhänderisch die blocknox GmbH, eine Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH. Interessierte Bürger mit einer von 72 Nationalitäten können die BISON App herunterladen, wenn sie ihren Hauptwohnsitz im Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz haben.

 

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Sutor Kryptobanking-Plattform bietet Infrastruktur für Kryptowerte-Geschäftsmodelle

 

Die Hamburger Sutor Bank entwickelt ihre Kryptobanking-Plattform gemeinsam mit den aktuellen sowie künftigen Partnern weiter in Richtung Universalplattform für das Banking des digitalen Kapitalmarkts. Im Bereich Kryptowerte können künftig neben der Plattform als reines Infrastrukturangebot auch die Produkte und Services der bisherigen Partner Spot9, coindex und justTrade in einem Whitelabel-Modus genutzt werden. Daneben soll die Infrastruktur für elektronische Wertpapiere sowie der Bereich Decentralized Finance (DeFi) weiter ausgebaut werden.

Mit dem kürzlich erfolgten Start der Partner Spot9 und coindex ist die erste Aufbauphase der Kryptobanking-Plattform abgeschlossen. Bereits im letzten Jahr ist der Neo-Broker justTRADE mit einer Kryptowerte-Handelsfunktion auf der Plattform gestartet.

„Die Sutor Krypto-Banking-Plattform ist ein B2B2C-Angebot, das sich an Partner richtet, die ihren Kunden einen einfachen und regulierten Zugang zu Kryptowerten anbieten möchten“, sagt Hartmut Giesen, Digitalisierungsexperte bei der Sutor Bank. „Die Whitelabel-Angebote sind für Unternehmen interessant, die fertige Kryptowerte-Produkte in ihr eigenes Angebot integrieren möchten, ohne selbst das dafür notwendige technische und aufsichtsrechtliche notwendige Framework aufzubauen. Zum Teil sind die Angebote per API nutzbar, zum Teil über angepasste Kunden-Frontends“, erklärt Giesen.

Angebot Kryptobanking-Plattform

Die Kryptobanking-Plattform in der aktuellen Ausbaustufe bietet einen regulierten Rahmen für den Kauf und Verkauf von Krytpowerten im Wege des Finanzkommissionsgeschäfts über verschiedene Handelspartner, Geldkonten und den Anschluss an Kryptowerte-Verwahrer mit einer aktuellen Bafin-Erlaubnis. Aktuell ist der Partner Hyphen als Liquiditäts-Anbieter und das Bankhaus von der Heydt als Kryptowerte-Verwahrer fest in die Plattform integriert, um einen sehr effizienten, preiswerten Handelszyklus anbieten zu können. Zudem besteht eine Integration mit der Krypto-Börse Kraken. Die integrierten Partner können, müssen aber nicht genutzt werden.

Angebot Spot 9/Kurant: Krypto-Automaten und Standort-Partner

Der Spot9-Service besteht aus Sutor-Bank-Wechselautomaten, an denen Euros in Kryptowerte – aktuell Bitcoin und Ether – umgetauscht werden können. Der Kunde gibt den Eurobetrag in Bargeld in den Automaten und erhält die Kryptowerte, die die Sutor Bank im Wege eines Finanzkommissionsgeschäfts direkt an sein Wallet schickt. Vor der Nutzung der Geldautomaten müssen Kunden sich registrieren, sich vollständig über VideoIdent identifizieren und einen Rahmenvertrag mit der Sutor Bank abschließen. Eine anonyme Nutzung der Automaten ist nicht möglich.

Das von Spot9 und der Sutor Bank für den deutschen Markt entwickelte Kryptowerte-Automatengeschäft wird gemeinsam mit dem Anbieter Kurant betrieben, der seinerseits europäischer Marktführer im Betrieb von Krypto-Automaten ist und gemeinsam mit Spot9 für den technischen Betrieb der Automaten und die Auswahl der Standorte verantwortlich ist. Die Standortakquise richtet sich besonders an große Standortbetreiber wie Einkaufszentren oder Filial- und Franchise-Unternehmen, denen die Möglichkeit geboten wird, Automaten zu attraktiven Bedingungen aufzustellen.

Angebot coindex – Kryptowerte als langfristige Geldanlage mit indexbasierenden Sparplänen

Das Angebot für den Handel von Kryptowerten wird zunehmend größer. Die Plattform coindex sticht als Anbieter hervor, der langfristig orientierten Anlegern einen einfachen Einstieg in die Welt digitaler Vermögenswerte und der Decentralized Finance ermöglicht. Coindex hat gemeinsam mit der Sutor Bank Sparpläne entwickelt, die sich an ebenfalls von coindex entwickelten Indexstrategien orientieren. Damit werden passive Anlagestrategien, wie sie im Wertpapierbereich mit ETFs umgesetzt werden, auch mit Kryptowerten realisierbar.

Coindex bietet System und Infrastruktur inklusive Geldkonten im White-Label-Modus modular über APIs und komplett als individuell angepasste Lösung an. Für Finanzdienstleister bietet sich damit eine Möglichkeit, ihren Kunden Kryptowerte-Sparpläne und andere langfristige Anlagelösungen für digitale Vermögenswerte anzubieten, ohne selbst in Technik und Regulatorik investieren zu müssen. Verwahrt werden die Kryptowerte beim Bankhaus von der Heydt, dessen Custody-Lösung tief in das Framework integriert ist. Künftig wird coindex weitere Anlage-Angebote im DeFi-Bereich erschließen und damit auch diese bisher ausschließlich für „Krypto-Nerds“ nutzbare Nische für langfristige Anleger investierbar machen.

justTRADE – Kryptowerte über Brokerage-API

justTRADE hat bereits 2020 als erster Broker in Deutschland überhaupt neben dem klassischen Wertpapierhandel auch den Handel mit Kryptowerten freigeschaltet. Seitdem können Kunden Klassik- und Krypto-Assets parallel aus einem Depot heraus traden und schnell zwischen den beiden Anlageklassen wechseln.

Das Kryptowerte-Handelsangebot von justTRADE kann von Partnern über eine state-of-the-art Brokerage-API genutzt werden, über die auch der Handel von traditionellen Wertpapieren möglich ist. Verwahrt werden die Kryptowerte ebenfalls beim Bankhaus von der Heydt.

Weiterer Ausbau der Kryptobanking-Plattform

Die Sutor Bank wird die Kryptobanking-Plattform gemeinsam mit den aktuellen und künftigen Partnern weiter in Richtung Universalplattform für das Banking des digitalen Kapitalmarkts ausbauen. Dazu gehören die heute bekannten Kryptowerte genauso wie die gerade entstehende Infrastruktur für elektronische Wertpapiere und der sich entwickelnde Bereich Decentralized Finance.

 

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, ist heute eine feste Größe unter Deutschlands Partnerbanken für Next-Finance-Geschäftsmodelle. Als unabhängige Privatbank mit rund 120 Mitarbeitern verfolgt sie dabei einen partnerschaftlichen Ansatz, der sich auf den gemeinsamen Erfolg fokussiert. Für Fintechs und digitale Gründer bündelt die Sutor Banking-Plattform sowohl Standard- als auch Individuallösungen für die Bereiche Konten und Zahlungen, Kredite sowie Wertpapier- und Kryptowertehandel. Darüber hinaus bietet die Sutor Bank mit ihrem Private Banking Vermögensverwaltung und -beratung, sie managt zahlreiche Stiftungen und arbeitet im B2B-Geschäft mit Finanzdienstleistern und Investmentgesellschaften zusammen.

Über Spot9/Kurant

Spot9 wurde 2017 gegründet mit dem Ziel, das enorme Wachstumspotenzial der kryptografischen Währungen und die Vorteile der Blockchain-Technologie zu nutzen. Kunden sollen innovative Lösungen angeboten werden, mit denen kryptografische Währungen und konventionelle Zahlungsmittel auf einfache und praktische Weise miteinander verknüpft werden können. Das gemeinsam mit der Sutor Bank entwickelte, erste aufsichtsrechtskonforme Kryptowerte-Automatengeschäftsmodell ist ein erster Schritt dorthin.

Kurant entstand 2017 als Ausgliederung der im Jahr 2014 gestarteten Automaten-Aktivitäten der Coinfinity und ist heute Marktführer für den Betrieb von Bitcoin-Automaten in Europa. Ihr Ziel ist es, den Erwerb von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, Litecoin oder Dash für jedermann sicher und einfach zu gestalten. Als der älteste Betreiber von Bitcoin-Automaten in Österreich kann Kurant auf mehr als sieben Jahre stabiles Wachstum in mehreren europäischen Ländern zurückblicken. Außer in Österreich und Deutschland ist Kurant in Griechenland und Spanien aktiv.

Über coindex

coindex ist die erste Plattform für indexbasierte Krypto-Sparpläne in Deutschland. Auf coindex können Anlegerinnen und Anleger einfach, transparent und verlässlich mit Einmal-Anlagebeträgen und / oder  per Sparplan in datengetriebene, indexbasierte Körbe aus Kryptowerten investieren – ganz wie sie es von ETFs gewohnt sind. Alternativ können auch individuelle Portfolios zusammengestellt werden. Das alles in einem regulatorisch sicheren Rahmen mit einem lizenzierten, deutschen Produkt. Coindex soll zur innovativsten Plattform für passives Investment in Kryptowerte und Decentralized Finance heranwachsen. Coindex zählt mit u.a. Oliver Flaskämper (Gründer bitcoin.de), Peter Großkopf (Co-Founder Solarisbank) und den beiden Gründern von Raisin Pension/fairr.de namhafte Business Angels des deutschen Startup- und Fintech-Netzwerks zu seinen Investoren.

Über justTRADE

justTRADE ist der erste deutsche Online-Broker mit Wertpapier- und Kryptohandel aus einem Depot heraus. Dabei bietet justTRADE seinen Kunden neben dem mobilen Handel über iOS und Android auch den Handel über den Desktop-Browser an. Gehandelt werden können über 500.000 Wertpapiere – Aktien, ETFs, ETCs, Zertifikate, Optionsscheine und Hebelprodukte  sowohl börslich über drei Börsen LS Exchange, Quotrix und Tradegate Exchange sowie außerbörslich über vier Handelspartner (Citi, Société Générale, UBS und Vontobel). Über 1.100 ETFs und ETCs von neun ETF-Anbietern (Amundi, Xtrackers ETFs der DWS, iShares, GlobalX, Lyxor, Vanguard, VanEck, UBS und WisdomTree) ergänzen das Angebot. Mit der Möglichkeit, die 10 Kryptowerte Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple, Bitcoin Cash, EOS, Stellar, Chainlink, Uniswap und Polkadot aus dem gleichen Depot heraus zu handeln, wie alle Wertpapiere, bietet justTRADE seinen Kunden ein noch nie dagewesenes Angebot in Deutschland.

 

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Aberdeen Standard Kommentar von analysiert Luke Bartholomew, Senior Monetary Economist bei Aberdeen Standard Investments

 

Unregulierte Kryptowährungen sind weiter auf dem Vormarsch – erste Pilotprojekte digitaler Zentralbankwährungen, sogenannte Central Bank Digital Currencies (CBDCs), laufen bereits, um die Kontrolle über die Geldmenge und die Zinssätze zu behalten sowie die Finanzstabilität zu wahren. Allerdings könnten CBDCs auch erhebliche finanzielle Verwerfungen mit sich bringen.

„Zentralbanken, die ihre eigenen Währungen ausgeben, könnten den gesamten Bankensektor destabilisieren“, so Luke Bartholomew, Senior Monetary Economist, Aberdeen Standard Investments. Ein Grund dafür sei beispielsweise, dass das digitale Konto bei der Zentralbank günstiger und sicherer sein könnte als das Bankkonto bei den großen Banken. Im Krisenfall könnte es den Banken-Run beschleunigen. Wenn CBDCs Zinsen zahlen, würden sie außerdem eine Untergrenze setzen, unter die Geschäftsbanken nicht fallen können. Dies berge die Gefahr, dass Banken zu Investmentgesellschaften werden und aufgrund des schwindenden Einlagengeschäfts nicht mehr in der gewohnten Form Kredite an Unternehmen und Privathaushalte vergeben könnten.

Doch Passivität seitens der Zentralbanken würde nach Ansicht des Investmentexperten bedeuten, dass die Weltbevölkerung zu Kryptowährungen übergeht, die sich vollständig in privater Hand und außerhalb der staatlichen Kontrolle befinden. Ein Szenario, das zwar unwahrscheinlich sei, da die Regulierungsbehörden nicht untätig bleiben werden, aber auch nicht unmöglich. „Die politischen Entscheidungsträger laufen Gefahr, die Kontrolle über das Finanz- und Zahlungssystem zu verlieren, und private ‚Stablecoins‘, die zu einem festen Kurs mit den bestehenden nationalen Währungen umgerechnet werden, könnten sich durchsetzen – der Wettlauf mit der Zeit ist eröffnet“, so Bartholomew.

Vor- und Nachteile einer digitalen Zentralbankwährung

Die Vorteile für die Länder und Regierungen jener Zentralbanken, die Digitalwährungen schaffen, lägen darin, die aktuelle Bedrohung durch private Digitalwährungen abzuwehren und die Kontrolle über die Geldmenge und die Zinssätze zu behalten, um wirtschaftliche Ziele zu unterstützen. „Mit CBDCs hätten Zentralbanken eine Übersicht darüber, wo die Menschen ihre Digitalwährung ausgeben. Der Bevölkerung könnte leichter ‚Helikoptergeld‘ ausgezahlt werden, was der Wirtschaft zugutekäme und Steuern könnten automatisch abgezogen werden“, erklärt Batholomew. Digitales Zentralbankgeld könnte auch mehr Flexibilität in Bezug auf negative Zinssätze bieten, sofern damit die Abschaffung von physischem Bargeld verbunden wäre. Dies könnte dazu beitragen, Volkswirtschaften in schwächeren Phasen zu stimulieren.

Auch für die Nutzer von CBDCs gäbe es Vorteile. CBDCs wären ein risikofreier Vermögenswert, da Zentralbanken im Gegensatz zu Geschäftsbanken nicht bankrottgehen können. Außerdem könnten sie deutlich günstigere und schnellere Zahlungsprozesse weltweit ermöglichen. „Allerdings verlieren Nutzer der digitalen Zentralbankwährung damit ihre Anonymität. Eine staatliche Kontrolle über das Geld des Einzelnen könnte wahrscheinlicher werden“, gibt Bartholomew zu bedenken.

Vorreiter China

Die People’s Bank of China hat bereits in einem Pilotprojekt eine nationale Kryptowährung geschaffen, die über eine App funktioniert. „Das erklärte Ziel ist es, Bargeld zu ersetzen, die finanzielle Inklusion zu verbessern und effizientere Zahlungssysteme im ganzen Land aufzubauen. China hat bereits ein sehr ausgeklügeltes Zahlungsnetzwerk per Smartphone, und man könnte sagen, dass die Bevölkerung weniger Bedenken bezüglich der Privatsphäre hat“, sagt Bartholomew. Allerdings seien staatliche Eingriffe nicht mehr unwahrscheinlich. Die People’s Bank of China schlage bereits die Ausgabe von sich „abwertenden Geldscheinen“ vor, um die Menschen zum Geldausgeben zu animieren.

Ausblick

Der Investmentexperte geht davon aus, dass sich private Kryptowährungen kurz- bis mittelfristig weiter ausbreiten werden und es eine Art Koexistenz zwischen ihnen und den CBDCs geben wird. Dabei könne es durchaus zu einer Regulierung der Kryptowährungen kommen, wie vor Kurzem in China geschehen. Damit der Übergang zu CBDCs keine Destabilisierungswelle auslöse, würden die Zentralbanken bereits an möglichst wirtschaftsverträglichen Lösungen arbeiten. Eine Möglichkeit sehe vor, CBDCs über Geschäftsbanken verfügbar zu machen. „Langfristig haben unserer Ansicht nach die digitalen Zentralbankwährungen trotz ihrer Schwächen durchaus das Potenzial sich durchzusetzen und private Kryptowährungen zu verdrängen. Wie die digitalen Zentralbankwährungen in Hinblick auf die Bankenwelt konkret aussehen könnten, bleibt abzuwarten“, so Bartholomew.

 

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Die Deutsche Kreditwirtschaft begrüßt die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), ein Projekt zur Vorbereitung eines digitalen Euros zu starten.

 

Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Euro und seines Währungsraums sowohl gegenüber anderen Währungsräumen, deren Notenbanken bereits intensiv an digitalem Zentralbankgeld / Central Bank Digital Currencies (CBDC) arbeiten, als auch gegenüber privaten Initiativen wie Diem, die herkömmlichem Zentralbankgeld den Rang ablaufen wollen.

„Ein digitaler Euro ist wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit Europas und seiner Unternehmen in einer immer stärker digitalisierten Geschäftswelt. Ein digitaler Euro wie ihn die EZB andenkt, reicht dafür nicht aus. Es braucht zusätzlich sowohl tokenisiertes Giralgeld, als auch tokenisiertes Zentralbankguthaben, um unsere Volkswirtschaft sicher in die Zukunft zu begleiten. Die Banken und Sparkassen in Deutschland und Europa haben eine zentrale Rolle im Wirtschaftskreislauf und leisten einen unverzichtbaren Beitrag bei der effizienten Versorgung von Unternehmen und Verbrauchern mit Finanzmitteln. Diese stabile und wertvolle Liquiditätsversorgung kann nur erhalten bleiben, wenn die EZB alle drei heutigen Geldarten in das Projekt einbezieht“, sagt Dr. Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), des aktuellen Federführers der Deutschen Kreditwirtschaft.

Der digitale Euro sollte aus Sicht der Deutschen Kreditwirtschaft ein zeitgemäßes, für alle Bürger des Euroraums einfach zugängliches, komfortables und für den Alltagsgebrauch inklusive E-Commerce einsetzbares Zahlungsmittel sein. Er muss für Verbraucher funktionieren wie eine digitale Banknote. Wie Bargeld sollte er weder verzinst noch programmierbar sein. Auch sollte ein digitaler Euro offlinefähig sein, sodass Zahlungen ohne Internetzugang erfolgen können. Der digitale Euro sollte den Menschen in Europa durch Kreditinstitute über elektronische Portemonnaies, sogenannte ‚CBDC-Wallets‘, zur Verfügung gestellt werden. Dabei sollte die Menge an digitalen Euro durch eine Obergrenze pro Wallet limitiert werden, die sich beispielsweise am typischen Zahlungsbedarf orientieren könnte. Nicht zuletzt muss die EZB in ihrem Projekt die Anonymität des digitalen Euro betrachten, die Verbraucher am Bargeld sehr schätzen.

Die Deutsche Kreditwirtschaft hatte ihre Vorschläge für ein Ökosystem innovativer Geldformen Anfang Juli 2021 in einem Grundlagenpapier skizziert. Darin hatte sie sich dafür ausgesprochen, bei der Einführung eines digitalen Euro über CBDC für Verbraucher hinaus zu denken und Giralgeldtoken sowie weitere innovative digitale Geldformen einzubeziehen.

 

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Marktkommentar von Florian Ginez, Associate Director, Quantitative Research, WisdomTree

 

In der ersten Jahreshälfte 2021 startete Bitcoin mit einem Kurs von knapp 30.000 US-Dollar und legte bis April auf 63.500 US-Dollar zu. Mitte Mai ging der Kurs wieder auf 30–40.000 US-Dollar zurück.

Der anfängliche Kursanstieg war vor allem auf die positive Stimmung zurückzuführen, die in der zweiten Jahreshälfte 2020 an Dynamik gewonnen hatte. Zahlreiche große Unternehmen, wie PayPal, hatten die Integration von Kryptowährungen auf ihren Plattformen bekannt gegeben. Andere kündigten bilanzwirksame Anlagen in Bitcoin an, darunter MicroStrategy, Square und Tesla. Letzteres Unternehmen begann sogar, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Zur gleichen Zeit kamen in Kanada notierte Bitcoin-ETFs auf den Markt, die hohe Kapitalzuflüsse verzeichneten und den europäischen Markt in Bezug auf das verwaltete Vermögen in sehr kurzer Zeit überholten.

Doch dann kam es auf dem Markt zur Wende. Die Twitter-Ankündigung von Elon Musk, dass Tesla aufgrund von ökologischen Bedenken keine Zahlungen in Bitcoin mehr annehmen werde, löste den Abwärtstrend auf dem Markt aus. Zusätzlich wollte China beim Mining und beim Handel von Bitcoin im Land durchgreifen. Dies führte zur „großen Mining-Migration“, da die Miner einen Umzug nach Nordamerika, Europa oder Zentralasien anstrebten. In anderen Ländern, beispielsweise dem Iran, wurden ähnliche Maßnahmen ergriffen.

Unseres Erachtens haben diese aktuellen Ereignisse nicht notwendigerweise langfristig negative Auswirkungen. Erstens trug der Kurssturz wahrscheinlich dazu bei, einen überhitzten Markt abzukühlen, was insbesondere zu einem Schuldenabbau im System führte – und attraktivere Einstiegspunkte für Investoren bot, die ein Engagement in Bitcoin anstrebten. Zweitens könnten die Bedenken hinsichtlich der durch Bitcoin verursachten Umweltbelastung Veränderungen in der Vorgehensweise der Miner anstoßen und zu mehr Transparenz und einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien führen. Die Gründung des Bitcoin Mining Councils in Nordamerika nach dem Tweet von Musk ist ein Beispiel für einen Schritt in die richtige Richtung. In einer Welt, in der Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Belange (Environmental, Social und Governance, ESG) immer mehr an Bedeutung gewinnen, werden sich solche Entwicklungen voraussichtlich auf die Nachfrage von Investoren auswirken.

Generell zeigt sich ein Wandel bei der Art der Investoren, die an Kryptowährungen interessiert sind. Immer mehr große Institutionen fragen nach der Asset-Klasse, darunter große Banken und Vermögensverwalter sowie Pensionsfonds und sogar Versicherungsunternehmen. Die meisten dieser Akteure befinden sich hierbei noch in einer Frühphase, grünes Licht für eine Anlage in Bitcoin zu erhalten. Dies zeigt jedoch, dass große Institutionen die Augen offenhalten.

Der Erfolg der kanadischen Exchange Traded Funds (ETFs) beweist zusätzlich das Interesse der Investoren in diesem Bereich. Es richtet sich nun die Aufmerksamkeit auf die USA, wo einige Krypto-ETF-Anträge bei der Securities Exchange Commission (SEC) eingegangen sind. Dazu gehören Anträge für Bitcoin-ETFs wie auch für Ether-ETFs. Die SEC hat ihre Entscheidung in Bezug auf mehrere dieser Anträge im Laufe der ersten Jahreshälfte aufgeschoben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in der zweiten Jahreshälfte weiterentwickeln wird. Unseres Erachtens wäre eine Genehmigung ein sehr positives Signal an den Markt. Die Kapitalflüsse in kanadische Kryptowährungs-ETFs werden häufig als Ersatz für das Interesse betrachtet, das in den USA vorhanden sein könnte. Ein Bitcoin-ETF würde US-Investoren helfen, sich in diesem Bereich auf bekannte und sichere Weise zu engagieren, und könnte signifikante Kapitalflüsse anlocken.

Bitcoin macht weiterhin Schlagzeilen. Die erste Jahreshälfte ging mit der Nachricht zu Ende, dass Bitcoin in El Salvador zum gesetzlichen Zahlungsmittel wurde, dem ersten Land, das einen solch visionären Schritt wagt. Paraguay scheint dies ebenfalls zu beabsichtigen. Bei diesen Entscheidungen wird es sich nicht um die letzten Meldungen handeln, dass Bitcoin in Schwellenländern möglicherweise zum gesetzlichen Zahlungsmittel werden soll. Trotz der Rückschläge, die digitale Assets als neuer Vermögenswert erleiden, bieten sie für die Investoren zahlreiche positive Aspekte.

 

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Coinbase hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 28. Juni 2021 die Lizenzen für das Kryptoverwahrgeschäft und den Eigenhandel – beschränkt auf Kryptowerte und Rechnungseinheiten – erhalten, die nötig sind, um den Handel und die Verwahrung von Kryptowährungen in Deutschland anbieten zu können

 

–  Das BaFin Lizenzierungs-Framework ist das erste seiner Art in ganz Europa

–  Die Coinbase Germany GmbH ist Inhaberin der ersten von der BaFin erteilten Erlaubnis für das neu als Finanzdienstleistung eingeführte Kryptoverwahrgeschäft

–  Coinbase Germany wird in den kommenden Wochen den Betrieb aufnehmen und aus der deutschen Gesellschaft heraus Bestands- und Neukunden die stetig wachsende Krypto-Ökonomie zugänglich machen.

Coinbase, die globale Krypto-Plattform, teilt mit, dass ihre deutsche Tochtergesellschaft Coinbase Germany GmbH heute von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Lizenz für das Kryptoverwahrgeschäft und den Eigenhandel – beschränkt auf Kryptowerte und Rechnungseinheiten – erhalten hat. Im Januar 2020 trat die Änderung des ersten Paragraphen des Kreditwesengesetzes in Kraft, die für die Erbringung von Kryptoverwahrdienstleistungen die neugeschaffene Kryptoverwahrlizenz erforderlich macht. Diese Regulierung ist die erste ihrer Art in Europa. Coinbase Germany ist jetzt das erste Unternehmen in Deutschland, dem diese Lizenz erteilt wurde.

Alle von Coinbase Germany angebotenen Dienstleistungen werden der Aufsicht der BaFin unterliegen, wodurch ein klarer regulatorischer Rahmen für die Erbringung des Dienstleistungsangebots für deutsche Kunden geschaffen wird. Die lizenzierte deutsche Gesellschaft von Coinbase nutzt die weltweit führende Coinbase- Infrastruktur und wird außerdem einen lokalen deutschen Service anbieten sowie neue Produkte einführen – alles unter der Aufsicht der BaFin, einer führenden europäischen Regulierungsbehörde.

“Die Erteilung der Lizenzen ist der Höhepunkt monatelanger harter Arbeit des Coinbase Teams, in enger Zusammenarbeit mit der BaFin”, sagt Marcus Hughes, Managing Director für Coinbase in Europa. “Die Lizenzen in Deutschland sind auch ein wichtiger Meilenstein für Coinbase: Sie unterstreichen unsere Mission, weltweit eine Vorreiterrolle bei der Vergrößerung der wirtschaftlichen Freiheit einzunehmen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserer internationalen Reise und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden aus der ganzen Welt.”

“Die Lizenzen beweisen unser großes Engagement, unseren deutschen Kunden ein sicheres und reguliertes Umfeld für den Einstieg in die Krypto-Ökonomie zu bieten”, sagt Sascha Rangoonwala, Country Manager Germany bei Coinbase. “Wir wollen die Nutzung von Kryptowährungen in Deutschland steigern und freuen uns darauf, unseren deutschen Kunden unsere erstklassigen Produkte näherzubringen.” Um sich auf den Start in Deutschland vorzubereiten, baut Coinbase sein deutsches Kundensupport-Team und seine Produktpalette aus.

Über Coinbase

Coinbase erschafft die neue Krypto-Ökonomie – die dank Blockchain-Technologie fairer, zugänglicher, effizienter und transparenter ist. Im Jahr 2012 hatte Coinbase eine revolutionäre Idee: Alle Menschen auf der Welt sollten die Möglichkeit haben, digitale Werte wie Bitcoin auf einfache und sichere Weise zu senden und empfangen. Seitdem hat das Unternehmen eine zuverlässige und intuitive Plattform gebaut, die einfachen Zugang zu einer breiten Krypto-Produktpalette bietet.

 

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Coinbase Germany GmbH, Kurfürstendamm 22, LLP, D-10719 Berlin, www.coinbase.com/de/

coindex, der neue Sutor-Bank-Partner, startet mit einer Plattform für indexbasierte und individuelle Kryptowerte-Sparpläne.

 

Damit baut die Sutor Bank ihre Aktivitäten als Krypto-as-a-Service-Anbieter weiter aus. Für Kunden wird mit der coindex-Plattform die Anlage in Kryptowerte wie Bitcoin, Ether & Co so einfach, transparent und verlässlich wie in Indexfonds, deren börsennotierte Variante als ETFs zu den beliebtesten Anlageinstrumenten in Deutschland gehören. Das Angebot von coindex richtet sich erstmals explizit an passive Anleger, die das Rendite- und Diversifikationspotential des noch jungen und vielversprechenden Kryptomarkts ohne großen Aufwand nutzen möchten.

Wahl zwischen indexbasierten und individuellen Portfolios

Auf der Plattform können Anleger zwischen indexbasierten und individuellen Portfolios wählen. Als Kryptowerte stehen zum Marktstart für die Portfolios Bitcoin, Ethereum, XRP, Chainlink, Stellar, Eos, Litecoin und Bitcoin Cash zur Verfügung. In den individuellen Portfolios können Nutzer diese Kryptowerte selbst miteinander kombinieren. Das indexbasierte Portfolio orientiert sich am cdx® Kryptoindex, der algorithmisch und 100% passiv-datengetrieben den globalen Kryptomarkt abbildet. Die Kryptowerte werden anhand der Kriterien Marktkapitalisierung, Handelsvolumen, Liquidität, Stabilität und Performance regelmäßig neu gewichtet.

Zukünftig werden Kunden die Möglichkeit haben, in Portfolios zu investieren, die vollständig die verschiedenen Versionen des cdx abbilden. Zum Start stehen dafür aus technischen Gründen noch nicht alle notwendigen Kryptowerte zur Verfügung. Die Zusammensetzung des Start-Indexes, der bereits zwei Drittel des Markts abbildet, ist wie die Entwicklung der weiteren Indizes auf der Website coindex.de veröffentlicht.

Ein Sparplan kann für alle Portfolios sowie für einzelne Kryptowerte konfiguriert werden. Investments sind bereits ab 1 Euro möglich. Wenn ein Sparplan für ein individuelles oder  indexbasiertes Portfolio ausgewählt wird, muss der Anleger sich nicht um die Verteilung des Sparbetrags auf die verschiedenen Kryptowerte kümmern. Die Anlagesumme wird bequem per Lastschrift eingezogen und gemäß der gewählten individuellen oder indexbasierten Verteilung investiert.

Angebot eliminiert technische Risiken von Kryptoinvestments

Kryptowerte sind und bleiben ein risikoreiches Investment, doch eliminiert die Kooperation von coindex und der Sutor Bank viele der technischen Risiken und Hürden, die bisher damit verbunden waren. Die Kryptowerte werden bei deutschen Banken erworben und verwahrt. Kunden müssen sich nicht bei ausländischen Börsen anmelden und Geld dorthin schicken. Die Kryptowerte müssen nicht bei Anbietern verwahrt werden, deren Schutz gegen Hackerangriffe nicht einschätzbar ist und auf die man von Deutschland aus kaum einen Zugriff hat. Stattdessen spielt sich der gesamte Anlagezyklus innerhalb einer in Deutschland regulierten Umgebung ab – von den einlagengesicherten Geldkonten über den Kauf und Verkauf der Kryptowerte – durchgeführt durch die Sutor Bank – bis zur Verwahrung beim Bankhaus von der Heydt. Die Nutzer haben jederzeit Zugriff auf ihre Kryptowerte und sind auch in jeder anderen Hinsicht den „normalen“ Krypto-Investoren gleichgestellt.

„Die Nachfrage nach Kryptoinvestments steigt rasant. Gleichzeitig ist der Kryptomarkt in den letzten Jahren deutlich professioneller, reifer und größer geworden. Wir freuen uns, mit coindex einen neuen Zugang anzubieten und damit unseren Beitrag zur weiteren Adoption von Kryptowerten zu leisten”, sagt Kai H. Kuljurgis, einer der Gründer und CEO von coindex. „Wir haben coindex gegründet, weil jeder die gleichen Chancen auf sein Stück finanzielle Unabhängigkeit haben soll. Es gibt derzeit aufgrund der niedrigen Zinsen und globaler Unsicherheiten generell wenige Möglichkeiten, Geld ertragreich anzulegen. Mit coindex kann jeder einfach und selbstbestimmt am vollen Rendite- und Diversifikationspotential des Kryptomarkts teilhaben”, so Kai H. Kuljurgis.

„Wir haben viel Zeit investiert, mit coindex eine Plattform zu schaffen, die möglichst benutzerfreundlich, technologisch modern sowie gleichzeitig regulatorisch absolut transparent und zuverlässig ist. Wir sehen uns damit gut aufgestellt, um die wachsende Nachfrage für innovative Geldanlage rund um digitale Vermögenswerte in Deutschland zu bedienen“, sagt Gründer und CTO von coindex, Sergio Martins Pereira.

„Als traditionsreiche Privatbank sind wir vom coindex-Modell und dem Team dahinter überzeugt. Coindex transformiert die Sparplankompetenz der Sutor Bank in die Welt der digitalen Anlageinstrumente und bereichert unsere Krypto-as-a-Service-Plattform. Wir sehen großes Potential in der Zusammenarbeit und der Weiterentwicklung unseres Fintech-Partnerschaftsmodells im Kryptobereich”, sagt Robert Freitag, einer der Geschäftsleiter der Sutor Bank.

Coindex ist der dritte Partner, der auf Basis der Krypto-as-a-Service-Plattform der Sutor Bank sein Geschäftsmodell realisiert. Der Neobroker justTRADE wickelt darüber bereits seinen Kryptowerte-Handel ab, das Kryptotech Spot9 baut aktuell sein Bitcoin- und Ether-Geldautomaten-Netzwerk auf der Plattform auf.

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, ist heute eine feste Größe unter Deutschlands Partnerbanken für Fintech- und Kryptotech-Geschäftsmodelle. Als unabhängige Privatbank mit rund 120 Mitarbeitern verfolgt sie dabei einen partnerschaftlichen Ansatz, der sich auf den gemeinsamen Erfolg fokussiert. Für Fintechs und digitale Gründer bündelt die Sutor Banking-Plattform sowohl Standard- als auch Individuallösungen für die Bereiche Konten und Zahlungen, Kredite und Wertpapierhandel. Darüber hinaus bietet die Sutor Bank Vermögensverwaltung, -beratung und webbasierende Anlageangebote, sie managt zahlreiche Stiftungen und arbeitet im B2B-Geschäft mit Finanzdienstleistern und Investmentgesellschaften zusammen.

Über coindex

coindex ist die erste Plattform für indexbasierte Krypto-Sparpläne in Deutschland. Auf coindex können Anleger einfach, transparent und verlässlich mit Einmal-Anlagebeträgen und / oder  per Sparplan in datengetriebene, indexbasierte Körbe aus Kryptowerten investieren – ganz wie sie es von ETFs gewohnt sind. Alternativ können auch individuelle Portfolios zusammengestellt werden. Das alles in einem regulatorisch sicheren Rahmen mit einem lizenzierten, deutschen Produkt. Coindex soll zur innovativsten Plattform für passives Investment in Kryptowerte und Decentralized Finance heranwachsen. Coindex zählt mit u.a. Oliver Flaskämper (Gründer bitcoin.de), Peter Großkopf (Co-Founder Solarisbank) und den beiden Gründern von Raisin Pension/fairr.de namhafte Business Angels des deutschen Startup- und Fintech-Netzwerks zu seinen Investoren.

 

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Sutor Bank, Max Heinr. Sutor oHG, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de 

Marktkommentar von Florian Ginez, Associate Director, Quantitative Research, WisdomTree

 

Der breit angelegte Ausverkauf bei Kryptowährungen im Mai hat bei den Investoren viele Fragen aufgeworfen. Die Wahrnehmung digitaler Assets in der Vermögens- und Investment-Management-Branche sowie in regulatorischen Kreisen wandelt sich. Bedenken bleiben aber bestehen – insbesondere in Bezug auf die Volatilität der Anlageklasse. Doch war der Ausverkauf im Mai ein Omen oder nur ein kurzzeitiges Taumeln für die aufkommende Anlageklasse?

Da es sich um eine neue Anlageklasse handelt, können alle Entwicklungen, die sich auf die Akzeptanz auswirken, den Preis stark beeinflussen. Diese Ereignisse dienen als Erinnerung, dass jede Anlage auf risikoadjustierte Weise zu tätigen ist.

Obwohl jede Anlageklasse früher oder später Korrekturen durchlebt, haben die Ereignisse im Zuge des Ausverkaufs bei Kryptowährungen Wasser auf die Mühlen derer gegossen, die das Potenzial digitaler Assets bezweifeln. Trotz der Kritik gibt es Argumente, die für eine Erwägung digitaler Assets sprechen. Der erste Grund besteht in der Portfoliodiversifizierung und der potenziellen Optimierung des risikoadjustierten Profils. Die Anlageklasse zeigt eine Korrelation von fast null gegenüber den meisten anderen Anlageklassen – von traditionellen Anlagen, wie Aktien und Anleihen, bis hin zu alternativen Anlageklassen, wie Infrastruktur, Rohstoffen oder Hedgefonds-Strategien. Aus dieser Perspektive könnten die Investoren abwägen, ob digitale Assets im Zusammenhang mit ihrem Portfolio sinnvoll wären.

Der zweite mögliche Vorteil ist das Aufwärtspotenzial. Die Blockchain scheint als neue technologische Entwicklung allgemein über gewisse Wachstumschancen zu verfügen, ob durch eine Anlage in digitale Münzen, Tokens, börsennotierte Blockchain-Unternehmen oder Venture-Capital-Investments. In einem Umfeld niedriger Zinsen sind die Investoren auf der Suche nach Renditen und diese Anlageklasse bietet dazu eine neue Möglichkeit.

Digitale Assets sind eine Chance zur Partizipation in der nächsten Internetrevolution. Zahlreiche Dienstleistungen, die auf dezentralisierte, Blockchain-basierte Versionen umgestellt werden, verzeichnen ein exponentielles Wachstum – allen voran das Ökosystem der Decentralised Finance (DeFi). Die Finanzierungslage ist gut, da dieser Bereich selbst vonseiten der größten Akteure aus dem klassischen Finanzwesen hohe Kapitalzuflüsse verzeichnet. Dies hat in den letzten Jahren deutlich zur Entwicklung des Ökosystems beigetragen und diese Entwicklung wird sich aller Voraussicht nach weiter beschleunigen.

Eine zunehmende Akzeptanz durch institutionelle Investoren hat seit Mitte 2020 ebenfalls zu einer deutlichen Beschleunigung beigetragen. Versiertere Investoren gehen ein Engagement in der Anlageklasse ein, wodurch sich die Nachfrage nach digitalen Assets verstärkt. Dies wiederum stützt für die Zukunft ein optimistisches Szenario. Die Entwicklung neuer Produkte, wie Exchange Traded Products (ETPs), vereinfacht den Investoren das Eingehen eines sicheren Engagements. Europäische und kanadische ETPs sind erfolgreich und lassen auf die Nachfrage schließen, die Exchange Traded Funds in den USA generieren könnten, wenn sie zugelassen werden.

Aus einem gut finanzierten Ökosystem entwickelt sich rund um digitale Assets eine stabile Infrastruktur auf institutionellem Niveau. Dies führt zu einer allmählich zunehmenden Akzeptanz durch die Regulatoren und die konventionelle Investmentwelt, die an der Integration digitaler Assets arbeiten. Dies könnte ein Argument für weiteres Wachstum und eine stärkere Akzeptanz in der Zukunft darstellen.

 

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Bundesfinanzministerium schießt bei Plänen für Kryptowertetransferverordnung über das Ziel hinaus – Vorgaben könnten die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Dienstleister gefährden und unregulierten Markt stärken

 

Nach Ansicht des Digitalverbands Bitkom könnte Deutschland seine internationale Vorreiterrolle bei der Blockchain-Technologie und im Krypto-Sektor verspielen, wenn ein Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums umgesetzt wird. Mit der sogenannten Kryptowertetransferverordnung soll eigentlich der Missbrauch von Kryptowerten für kriminelle und terroristische Zwecke verhindert werden. Kryptowertedienstleister sollen fortan Daten zu Auftraggebenden und Empfangenden bei Übertragungen von Kryptowerten erheben, speichern und übermitteln. „Manche Verpflichtungen der Verordnung sind aber in der Praxis nicht erfüllbar, sodass deutsche Kryptowertedienstleister zentrale Funktionen ihres Geschäftsmodells nicht mehr erbringen könnten“, sagt Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom. Dazu gehöre etwa die Übertragung von Kryptowerten auf sogenannte „Unhosted Wallets“, die nicht von anderen Kryptowertediensleistern verwaltet werden, oder auf „Smart Contracts“, die keinen Inhaber oder gar eine Anschrift haben. „Das hätte verheerende Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Dienstleister und würde die Blockchain-Strategie der Bundesregierung konterkarieren“, so Hansen. „Kundinnen und Kunden würden dadurch zudem nur verstärkt in den unregulierten Markt sowie zu ausländischen Anbietern abwandern.“

Auch bei Übertragungen zwischen zwei Kryptowertedienstleistern – zum Beispiel zwei Kryptoverwahrern – lassen sich die geplanten Anforderungen zurzeit noch nicht umsetzen, da es bisher an einem technischen Standard für den Datenaustausch mangelt. „Bitkom möchte die Erarbeitung funktionierender Standards unterstützen und bietet die Einrichtung entsprechender Arbeits- und Austauschgruppen zwischen Aufsichtsbehörde und Krypto-Unternehmen an“, so Hansen.

Bitkom plädiert dafür, risikoangemessene Lösungen für das Geldwäscherisiko bei Kryptowerten zu schaffen, die sich die Eigenschaften der Blockchain wie Transparenz und Nachvollziehbarkeit zunutze machen. „Eine Eins-zu-Eins-Übertragung herkömmlicher Pflichten auf eine gänzlich neue und andersartige Technologie erweist sich als nicht zielführend“, so Hansen. So ist dank der Blockchain die lückenlose Nachverfolgung von Transaktionsketten über Blockchain-Analytics-Tools möglich. Auch heute schon werden Transaktionsketten zur Umsetzung von Geldwäschepflichten nachverfolgt und auf Geldwäscherisiken untersucht. Dieser Ansatz sollte ausgebaut werden, anstatt pauschal personenbezogene Daten zu erheben, zu speichern und zu übermitteln. Zudem weist Bitkom darauf hin, dass in Kürze europäische Richtlinien für die Bekämpfung von Geldwäsche bei Kryptowerten veröffentlicht werden sollen. Hansen: „Bei einer solchen Zukunftstechnologie wie Blockchain an dieser Stelle mit einer nationalen Sonderregelung vorzupreschen hilft nicht weiter, da Geldwäsche insbesondere grenzübergreifend stattfindet. Auf jeden Fall ist es notwendig, statt eines Hau-Ruck-Verfahrens zum Ende der Legislaturperiode einen ausreichenden Dialogprozess im Gesetzgebungsverfahren zu führen.“

Die vollständige Bitkom-Stellungnahme zur Kryptowertetransferverordnung ist online verfügbar unter: www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Bitkom-Stellungnahme-zur-Kryptowertetransferverordnung

 

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Die Erwartungen an Kryptowährungen haben sich zu einem spannenden Thema entwickelt, sowohl für Marktteilnehmer als auch Beobachter und Presse.

 

Obwohl der Markt für Kryptowährungen vor Kurzem nach einer Reihe negativer Nachrichten Rückschläge erlebte, gibt es auch positive Signale. Über Bitcoin (BTC) wurde bereits viel berichtet – eine interessante Möglichkeit für Investoren könnte aber zunehmend Ether (ETH) sein. Am 12. Mai 2021[1] verzeichnete Ether ein neues Allzeithoch. Damit einher gingen Fragen von Investoren, ob die Dynamik von Dauer sein würde und ob sie das digitale Asset in ihr Portfolio aufnehmen sollten. Trotz des ausgebremsten Momentums durch die jüngsten Abverkäufe gibt es viele positive Punkte. Zwar ist bei Kryptowährungen jede Kursentwicklung kompliziert, ich möchte jedoch versuchen, dies in einen Kontext zu stellen und die wichtigsten Treiber von Ether zu umreißen.

Ether, die native Kryptowährung des Ethereum-Netzwerks, ist eine Kryptowährung wie Bitcoin, weist auf der Ebene des Netzwerks aber grundlegende Unterschiede auf. Dadurch ergeben sich äußerst unterschiedliche Anwendungsfälle. Bei Bitcoin handelt es sich primär um ein Wertaufbewahrungsmittel, was auf seine fest begrenzte Menge zurückzuführen ist. Außerdem wird es als Layer-1-Lösung für die globale Zahlungsinfrastruktur betrachtet. Daher kommt auch die Analogie zum digitalen Gold.

Ether wird verwendet, um das Ethereum-Netzwerk „anzutreiben“. Bei diesem handelt es sich um eine dezentralisierte Softwareplattform, die auf die Ausführung von kompiliertem Computercode – bekannt als Smart Contracts – ausgelegt ist. Diese Smart Contracts können zur Automatisierung einer Vielzahl von Funktionen genutzt werden – vom sehr einfachen Wertaustausch über Versicherungsverträge bis hin zu dezentralisierten Börsen, die alle über das dezentralisierte Ethereum-Netzwerk laufen. Die Komplexität der Smart Contracts bestimmt die Transaktionsgebühren (die sogenannten „gas fees“), die in Ether berechnet werden. Auf diese Weise ist der Ether-Preis ein Faktor der erwarteten Menge und Komplexität von Transaktionen auf dem Netzwerk sowie des potenziellen Werts verschiedener Anwendungen, die auf den Ethereum-Smart-Contracts aufbauen – wenn die Transaktionen über einen hohen wirtschaftlichen Wert verfügen, besteht die Bereitschaft, mehr für Transaktionen zu bezahlen. Daneben hat sich Ether unter den Kryptowährungen zu einem gewissen Grad den Status als „sichere Anlage“ erworben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es sich dabei um die zweitgrößte Kryptowährung handelt, die Nachfrage sehr beständig ist und die Mengenexpansion, obwohl nicht fix, sehr vorhersehbar und im Vergleich zu Fiat-Währungsstandards nach 2008 relativ moderat ist.

Was hat in den letzten Monaten also zu einem so großen Interesse an Ether geführt?

  1. Aufregung um ETH 2.0

Es herrscht in diesem Bereich aktuell sehr viel Aufregung um die vorgeschlagenen künftigen Weiterentwicklungen des Ethereum-Netzwerks, die weithin als nächster großer Schritt des Ökosystems betrachtet werden. Es sind weitreichende Veränderungen geplant. Bei den beiden wichtigsten Entwicklungen handelt es sich einerseits um die Umstellung des Konsensmechanismus von Proof of Work (POW) auf Proof of Stake (POS) und andererseits um die Entwicklung von „Layer-2“-Lösungen zur Unterstützung der Netzwerkskalierung. Es wird spekuliert, dass diese Veränderungen dazu beitragen werden, die Nutzung des Ethereum-Netzwerks zu erhöhen und mehr Nutzer und Projekte auf die Plattform zu bringen.

Außerdem wird mit dem möglichen Umstieg auf POS auf eine heftige Debatte im Krypto-Bereich eingegangen: den Energieverbrauch. POS ist sehr viel weniger energieintensiv als POW. Deshalb wird teilweise spekuliert, dass dies der zunehmenden Nutzung der Plattform Rückenwind verleihen wird.

  1. Entwicklungen im Bereich Decentralized Finance (DeFi)

Eine der innovativsten Bereitstellungen der Smart Contracts ist das schnelle Wachstum von DeFi, zu dem es hauptsächlich auf dem Ethereum-Netzwerk gekommen ist. Dabei wird dezentralisierte Technologie zur Automatisierung der Wertübertragung genutzt, eine Rolle, die bis dato von großen Institutionen übernommen wird und äußerst profitabel ist. Es gibt DeFi-Produkte, die auf die Verdrängung von Börsen, eine Revolutionierung der Kreditvergabe, eine Innovation der Anleiheemission usw. abzielen. Die Projekte LINK und Uniswap DeFi auf Ethereum verzeichnen beispielsweise hohe Kapitalzuflüsse und weisen riesiges Potenzial auf. Wenn Ethereum seine Dominanz in diesem Bereich aufrechterhalten kann, dürfte dies die Nachfrage nach Ether weiter fördern.

  1. Zyklische Abwanderung aus Bitcoin, wenn die Kurse seitwärts tendieren

Bitcoin ist immer noch die am weitesten verbreitete Kryptowährung. Seine Bull Runs erreichen große Aufmerksamkeit in den Medien und es ist mit Abstand der stärkste Markteintrittspunkt für neues Geld. Es ist jedoch allgemein bekannt, dass Marktschwankungen zyklisch verlaufen. Wenn Bitcoin also die Luft ausgeht, realisieren die Investoren häufig ihre Gewinne und investieren anderweitig. Ether ist häufig die nächste Wahl. Dabei handelt es sich um kein neues Phänomen. Krypto-Experten, die die Entwicklung beobachten, sprechen davon, dass der Markt einem Trend von BTC zu ETH, dann zu Altcoins[2] mit hoher Marktkapitalisierung und DeFi und schließlich zu Projekten mit sehr geringer Marktkapitalisierung folgt. Dieses Muster ließ sich 2017 auf dem Markt beobachten und es kommt heute möglicherweise zu einer ähnlichen Entwicklung.

Gleichwohl verlaufen solche Trends nie linear. Die jüngsten Abverkäufe dienen als Erinnerung, dass jede Anlage auf risikoadjustierte Weise zu tätigen ist. Die Zukunft sieht für Kryptowährungen gut aus, den genauen Weg zu enträtseln, den sie im Rahmen ihrer Einführung einschlagen werden, ist jedoch fast unmöglich. Aus diesem Grund stellen digitale Assets derzeit einen Nischen-, aber wachsenden Teil innerhalb von Portfolios dar, deren Allokationen sich auf hochwertige Krypto-Assets verteilen.

1Quelle: Coindesk am 17. Mai 2021

2Eine Altcoin ist eine alternative digitale Währung zu Bitcoin

 

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Blockchain gilt als Technologie mit einer großen disruptiven Kraft.

 

Fälschungssicher, gefeit gegen Hackerangriffe, unbestechlich – eigentlich ein idealer Träger für Börsen und den Börsenhandel. „Was den Blockchains fehlt, ist Geschwindigkeit“, sagt Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital GmbH & Co. KG. „Die Technik ist viel Mal zu langsam für den Börsenhandel.“

Der Vorteil der Blockchains ist ihre verteilte, stabile und sichere Architektur. Dabei liegen nie alle Daten auf einem zentralen Rechner, sondern immer auf vielen Knoten in einem Netz. Diese kontrollieren sich gegenseitig und bestätigen einander die Korrektheit der eingespeisten Transaktionen. Das aber kostet Zeit. Die bekanntesten Anwendungen der Blockchain-Technologie, die Kryptowährungen, schaffen gerade einmal einige Tausend Transaktionen pro Sekunde. „An der Börse findet die Datenverarbeitung mittlerweile im Nanosekundenbereich, Milliardstel-Sekunden also, statt, der Handel in Mikrosekunden“, sagt Falke.

Die großen Kryptowährungen wickeln sogar noch weniger Transaktionen pro Sekunde ab. Bitcoin schafft etwa 5 Transaktionen pro Sekunde, Ethereum rund 15. Und selbst die für das Internet der Dinge entwickelte IOTA kommt nur auf geschätzte 45 Transaktionen pro Sekunde. „Das ist die tatsächliche Leistung derzeit, die theoretische Geschwindigkeit liegt oft höher“, sagt Falke.

So könnten im IOTA-Netz bis zu 800 Transaktionen pro Sekunde geschafft werden, bei Dash bis zu 1.500, bei Cardano 5.000 – beim Bitcoin aber nur sieben. „Dieser Geschwindigkeitsnachteil sorgt dafür, dass Blockchain-Technologie sich nicht so schnell an der Börse durchsetzen kann“, so Falke. „Und zwar sowohl bei der Handelsinfrastruktur wie auch als Anlageklasse.“

Denn die Börse denkt nicht mehr in Sekunden, sondern in Mikro- und Nanosekunden. „Wir haben in den vergangenen Jahren eine atemberaubende Zunahme der Handelsgeschwindigkeiten gesehen“, sagt Falke. „Die Weiterentwicklung der Rechnerleistung ist gewaltig und bedeutet den Übergang von der Makro- zur Mikrobörse.“ Während in der Makrowelt ein typisches Portfolio nur wenige, große Positionen enthält, die langfristig gehalten werden, besteht ein Mikrowelt-Portfolio nur aus ständigem Handel.

Lange Haltedauern machen Portfolios dabei anfällig für Volatilität und Marktbewertungen genau wie auch vom Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen und Managern. „Bei einer Haltedauer von wenigen Sekunden bis maximal 30 Minuten spielen diese Risiken in der Mikrowelt keine Rolle mehr“, sagt Falke. „Wir sehen hier tausende Einzelpositionen am Tag, die alle geöffnet und wieder geschlossen werden.“ Damit sind die zu erwartenden Gewinne oder Verluste je Position sehr gering, eine Position spielt in der Gesamtrisikobetrachtung eine geringe Rolle. Durch den sehr hohen Umsatz addieren sich selbst kleinste Gewinne zu guten Ergebnissen. „Dies zu schaffen bedeutet aber auch schnellste Umsetzung der von Maschinen getroffenen Entscheidungen“, sagt Falke. Das ist an den Börsen wie Xetra oder Euronext problemlos möglich. „Bei Kryptowährungen ist das so gut wie ausgeschlossen, weshalb sie auch als Anlageklasse hinterherhinken“, so Falke.

 

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Quant.Capital Management GmbH, Speditionstraße 17, D-40221 Düsseldorf, Tel: +49 (0)211.635512-0, www.quantcapital.de

Die Blockchain hält Einzug bei Anleiheemissionen

 

Am 5.5.2021 hat der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages den Entwurf eines Gesetzes zur Einführung von elektronischen Wertpapieren beschlossen. Dazu erklären Antje Tillmann, finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, sowie der zuständige Berichterstatter Johannes Steiniger:

Antje Tillmann: “Mit der Einführung digitaler Wertpapiere erfüllen wir eine zentrale Forderung aus der Blockchain-Strategie der Bundesregierung. Für den deutschen Kapitalmarkt bedeutet dies eine deutliche Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit. Anleiheemissionen lösen wir aus dem starren Korsett des Wertpapierrechts, das bislang zwingend die Verbriefung in einer Papierurkunde verlangt. Künftig wird die Papierform durch eine Eintragung entweder in ein bei einem Zentralverwahrer geführtes Register oder in dezentrale, auf der Blockchain-Technologie basierende, sog. Kryptowertpapierregister ersetzt. Auch für andere Wertpapiergattungen, insbesondere Aktien, wollen wir eine rein elektronische Begebung ermöglichen, sobald die dafür erforderlichen Prüfungen innerhalb der Bundesregierung abgeschlossen sind und ein entsprechendes Gesetz vorgelegt werden kann. Vor diesem Hintergrund stellt das heutige Gesetz lediglich den Startschuss für eine durchgreifende Digitalisierung der Wertpapieremissionen in Deutschland dar.”

Johannes Steiniger: “Mit dem Gesetz zur Einführung elektronischer Wertpapiere gehen wir heute einen ersten wichtigen Schritt in die digitale Zukunft des Wertpapierrechts. Statt Urkunden in Tresoren reicht zukünftig die Eintragung in ein digitales Register. Mit der Möglichkeit zur Eintragung in dezentralen Registern auf einer Blockchain gehen wir dabei noch einen Schritt weiter und schaffen einen ersten Anwendungsfall für eine der zentralen Zukunftstechnologien unserer Zeit. Als Unionsfraktion haben wir uns über die Vorschläge des Regierungsentwurfs hinaus für einen klaren Fahrplan für die Erweiterung des Anwendungsbereichs eingesetzt. Der Einbezug auch von Kryptofondsanteilen ist durch eine Verordnungsermächtigung im Gesetz angelegt. Wir erwarten nun vom Bundesfinanzministerium, dass es diese Möglichkeiten zeitnah nutzt. Auch die Erweiterung auf andere Wertpapierarten wollen wir mit einer verkürzten Evaluationsfrist beschleunigen.”

Hintergrund: Die CDU/CSU-Fraktion ist die größte Fraktion im Deutschen Bundestag. Sie repräsentiert im Parlament die Volksparteien der Mitte und fühlt sich Freiheit, Zusammenhalt und Eigenverantwortung verpflichtet. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes setzt sich die Unionsfraktion für einen starken freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat, die soziale und ökologische Marktwirtschaft, die Einbindung in die westliche Wertegemeinschaft sowie für die Einigung Europas ein. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag ist Ralph Brinkhaus.

 

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CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Tel: (030) 227-52360, www.cducsu.de

Immer mehr Anleger interessieren sich für Kryptowährungen – Gewinne werden jedoch anders besteuert als Wertpapiere – Finanzämter schauen genauer hin – Risiken eines Investments übersteigen Ertragschancen

 

Der Hype um Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple nimmt stark zu und mit ihm das Interesse auch eher konservativer Anleger. Sie werden angelockt in der Hoffnung auf schnellen Reichtum. Immer mehr Anleger fragen sich: Kann man es sich leisten, die Kryptowährungen angesichts der enormen Kursgewinne in den vergangenen Monaten weiter zu ignorieren? So knackte etwa der Bitcoin im März die magische Marke von 60.000 US-Dollar – und nicht wenige Experten erwarten, dass es 2021 sogar noch über 100.000 US-Dollar geht.

Doch Vorsicht: “Ebenso wie die Ertragschancen sind auch die Risiken immens“, urteilt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB Deutschland). Schließlich sei der Handel sehr stark von Spekulation geprägt. „Anleger brauchen starke Nerven. Der Kurs der Kryptowährung fährt immer wieder Achterbahn“, so Tilmes. Hinzu kommt: Anders als etwa bei Aktien oder Gold existiert bei Kryptowährungen kein echter Bewertungsmaßstab.

Neben der Frage, wie man nun am besten und effektivsten in Bitcoin & Co. investieren könnte, rückt auch ein anderer Aspekt zunehmend in den Blickpunkt: die Frage der steuerlichen Behandlung. Das erste Problem dabei ist, dass die steuerliche Behandlung nicht definitiv geklärt ist. Weder gibt es eine ausdrückliche gesetzliche Regelung noch Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes. Aus Sicht der Finanzverwaltung werden Kryptowährungen wie Fremdwährungen, also z. B. USD, behandelt.

„Wenn Anleger innerhalb eines Jahres kaufen und verkaufen, müssen sie Gewinne in der Einkommensteuererklärung angeben“, erläutert Prof. Tilmes, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch Academic Director Finance & Wealth Management an der EBS Executive School, Oestrich-Winkel, ist.

Das bedeutet: Die Gewinne von Krypto-Währungen unterliegen nicht der Abgeltungssteuer, sondern werden vom Finanzamt als privates Veräußerungsgeschäft gewertet und müssen entsprechend mit dem jeweiligen persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden. „Ein Verkauf von Bitcoin zählt somit als privates Veräußerungsgeschäft“, erklärt der FPSB-Vorstand. Dazu zählt auch der Tausch in andere Kryptowährungen.

Freigrenze von 600 Euro

Bei der Versteuerung von Kryptowährungen gilt außerdem wie bei allen privaten Veräußerungsgeschäften eine Freigrenze – kein Freibetrag – von 600 Euro pro Jahr. Ergibt sich ein höherer Gewinn, so ist dieser in voller Höhe mit dem persönlichen progressiven Steuersatz zu versteuern. Immerhin: Auch Verluste lassen sich steuerlich berücksichtigen. Etwaige Verluste können mit eventuellen Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnet werden.

Anders verhält es sich mit indirekten Anlageprodukten wie ETFs, Zertifikaten oder Contracts for Difference, die lediglich die Wertentwicklung der Kryptowährungen abbilden. Mögliche Gewinne daraus müssen Anleger, wie bei anderen Anlageprodukten auch, mit der Abgeltungssteuer versteuern, also pauschal 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Wie auch immer ein Investment genau aussieht: „Für Anleger, die Kryptowährungen kaufen und verkaufen, ist es sehr wichtig, den Handel genau und lückenlos zu dokumentieren und ihn in der Einkommensteuererklärung anzugeben“, rät Tilmes. Ansonsten ist es Steuerhinterziehung. Zumal angesichts der wachsenden Bedeutung des Themas die Finanzämter immer genauer hingucken.

Der FPSB-Vorstand macht keinen Hehl daraus, dass er Kryptowährungen als Investmentvehikel sehr kritisch gegenübersteht: „Bitcoin & Co. sind allein schon mit Blick auf ihre ausgeprägten Wertschwankungen keine seriöse Alternative für die Altersvorsorge“, sagt Tilmes und verweist auf entsprechende aktuelle Warnungen der europäischen Aufsichtsbehörde ESA (European Supervisory Authorities) sowie der deutschen Finanzaufsicht BaFin. Dort heißt es: „Ungeachtet jüngster Kursrekorde handelt es sich bei virtuellen Währungen wie dem Bitcoin und anderen Kryptowerten um hoch riskante und spekulative Investments.“

 

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Blockchain Fund I schließt bei EUR 30 Mio. Anlagevolumen

 

Das Hamburger Family Office Lennertz & Co. hat seit Dezember vergangenen Jahres EUR 30 Mio. an Kapitalzusagen seiner Mandanten für den Lennertz & Co. Blockchain Fund I erhalten. Der Fonds bietet den Einstieg in Unternehmen, die auf Basis der Blockchain-Technologie an der Infrastruktur dieses neuen Ökosystems bauen.

“Unsere Investoren haben das Potential dieser Technologie sofort verstanden und fragten den Blockchain Fund I in kurzer Zeit sehr nach. Aufgrund von stark angestiegenen Bewertungen der Investments haben wir den Fonds nun frühzeitig geschlossen und legen gleichzeitig den Blockchain Fund II auf, um das weiterhin große Potential junger Unternehmen und Netzwerke mit Fokus auf die Blockchain-Technologie für unsere Investoren zu erschließen”, sagt Philipp Lennertz, geschäftsführender Gesellschafter von Lennertz & Co.

Der Blockchain Fund II von Lennertz & Co. sieht, ähnlich wie sein Vorgänger, Investments in bis zu zehn der hochwertigsten Blockchain-Venture-Fonds mit Anlageschwerpunkt Europa und den USA vor. Insgesamt soll über die Zielfonds in mehr als 200 Unternehmen investiert werden, deren Entwicklerteams auf Basis einer offenen, dezentralen und robusteren Technologie die Infrastruktur für das Web 3.0 schaffen. Zielfonds, die vorrangig in europäische Unternehmen investieren, sind sowohl der Berliner Early Stage-Fonds Greenfield One, als auch Fabric Ventures mit Sitz in London. Zu den US-amerikanischen Fonds zählen erste Adressen wie CoinFund, Multicoin Capital oder Polychain Capital.

Unter dem Begriff Web 3.0 bahnt sich ein Paradigmenwechsel in der digitalen Wertschöpfung an. Bislang dominieren noch die großen Plattformen mit ihren weltweit umspannenden Marktplätzen. Ihnen gehören als Intermediär zwischen Angebot und Nachfrage die Industrie-, Markt- und Verbraucherdaten, auf denen sich derzeit ihre Marktmacht gründet. Das Web 3.0 verspricht dagegen, eine direkte Verbindung zwischen Erzeuger und Nutzer herzustellen. “Unsere Investoren verstehen auf Anhieb das hohe Potential, dass sich daraus ergeben wird, wenn alle Teilnehmer an einer Transaktion durch die Blockchain-Technologie direkt und ohne Mittelsmann miteinander verbunden und incentiviert sind”, so Lennertz.

Blockchain-Inhalte werden bekanntlich von einem dezentralen Peer-to-Peer-Netzwerk verwaltet, das mit Hilfe von Kryptografie ein sicheres und transparentes System schafft. Entscheidend dabei ist, dass alle an einem solchen Netzwerk beteiligten Partner für die Verwaltung und die Sicherheit der Daten zuständig sind und nicht mehr wie bis dato ein Intermediär, wie etwa eine Bank oder ein Plattformbetreiber. Bislang wird Blockchain im Wesentlichen in den Sektoren Hosting, Finance und Gaming eingesetzt. “Die Blockchain-Technologie wird nachhaltig die digitalen Wertschöpfungsketten verändern. Umso wichtiger ist es, mit einem breit diversifizierten Portfolio frühzeitig in die Stars dieser neuen Technologie investiert zu sein”, sagt Philipp Lennertz.

Über Lennertz & Co.

Lennertz & Co. ist ein inhabergeführtes Family Office mit klarem Fokus auf Weiterentwicklung und Wertsteigerung des Vermögens seiner Mandanten. Hierfür werden eingehend und fortlaufend ihre individuellen Familien-, Unternehmens- und Vermögenslagen unter Berücksichtigung der rechtlich und steuerlich relevanten Rahmenbedingungen betrachtet. Die Investitionsempfehlungen stehen im Einklang mit der persönlichen Präferenz der Mandanten. Dabei profitieren diese von der Unabhängigkeit von Lennertz & Co., etwa bei der Einschätzung globaler Investment-Opportunitäten, deren Auswahl sowie ihrer diskreten Umsetzung. Als unternehmerisch agierendes Multi Family Office teilt Lennertz & Co. den Anspruch seiner Mandanten an schnelle, profunde und sichere Entscheidungen. Um die sich bietenden Opportunitäten im Segment Private Equity für seine Mandanten eingehend zu prüfen, steht Lennertz & Co. ein kompetentes Team zur Verfügung, das auf eine jahrzehntelange Private-Equity-Erfahrung zurückblicken kann. Zudem besteht der Beirat aus namhaften Industrie- und Private-Equity-Experten wie etwa Prof. Dr. Heinrich von Pierer, Prof. Dr. Klaus Wucherer, Stefan Theis, Daniel Milleg und Florian Heinemann.

 

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Kolumne von Nicolas Biagosch

 

Die Krypto-Börse Coinbase feierte diese Woche ihr Börsendebüt. Im Wege eines so genannten „Direct Listings“ wurden Coinbase-Aktien am Mittwoch zum Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq zugelassen, seitdem können Anleger – auch in Deutschland – an der zukünftigen Entwicklung von Coinbase partizipieren. Drei Punkte sollten Anleger im Blick behalten:

  1. Krypto ist im Mainstream angekommen.

Die Marktkapitalisierung von Coinbase beträgt rund 85 Mrd. USD. Damit ist Coinbase nicht nur einer der am höchsten bewerteten Börsen-Neulinge der letzten Jahre, sondern auf einen Schlag die wertvollste Börse der Welt. Intercontinental Exchange, die Muttergesellschaft der altehrwürdigen New York Stock Exchange, liegt mit einer Marktkapitalisierung von rund 67 Mrd. USD deutlich drunter.

Das ist beachtlich: Das Unternehmen Coinbase ist keine zehn Jahre alt, und bewegt sich in einer Branche, deren Geburtsstunde gerade einmal 12 Jahre zurückliegt. Die neue Welt der Kryptowährungen, in der durch dezentrale Protokolle ein völlig neues Finanzsystem geschaffen wird, ist damit endgültig und für die traditionelle Finanzwelt sichtbar im Mainstream angekommen. Bis zum Coinbase-Börsengang konnten Bankberater und Vermögensverwalter das Thema Krypto vielleicht noch als Nischen-Thema abtun. Das funktioniert jetzt nicht mehr: Die Ergebnisse der Krypto-Revolution manifestieren sich ab sofort in den ihnen bekannten Indizes, die Relevanz von Krypto lässt sich in den Coinbase-Bilanzen ablesen.

  1. Coinbase ist nach wie vor nicht günstig

Über die Bewertung von Coinbase hatte ich am 09. März in einer Analyse auf unserer Website postera.io bereits geschrieben und bisher scheint mir der Markt Recht zu geben: Die extremen Bewertungen von über 100 Mrd. USD, zu denen Coinbase vor dem Listing außerbörslich gehandelt wurde, haben sich nicht materialisiert. Kurzzeitig stieg der Coinbase-Kurs auf über 420 USD, um dann aber wieder deutlich nachzugeben. Nach dem zweiten Handelstag lag der Kurs bei rund 326 USD, was einer Marktkapitalisierung von rund 85 Mrd. USD entspricht. Auch wenn dieser Wert deutlich unter den Erwartungen mancher Investoren liegt: Günstig ist Coinbase damit noch nicht. Eingepreist in diesem Kurs ist nicht nur ein weiteres Wachstum der Krypto-Märkte (was sehr wahrscheinlich ist), sondern auch, dass es Coinbase schafft, weiter Marktanteile zu gewinnen, seine Margen zu halten und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Das alles kann passieren, es kann aber auch viel dazwischenkommen. Insbesondere die Margen dürften zukünftig unter Druck geraten: Da sie ab sofort über die Quartals-Reportings für jeden sichtbar sind, wird das Begehrlichkeiten wecken. Sowohl die „alte“ Finanz-Welt als auch bestehende Krypto-Unternehmen und Startups werden ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, der Wettbewerb wird zunehmen.

  1. In Krypto-Assets investieren Anleger am besten direkt

Unter den Coinbase-Anlegern befinden sich viele, die eigentlich gerne in Krypto-Assets investieren wollen, sich aber noch nicht so recht trauen. Das ist ein Fehler: Denn das so oft herangezogene Narrativ der „Investments in die Hacken und Schaufeln“ des Krypto-Booms funktioniert hier nicht. Coinbase-Aktien unterliegen dem Basis-Risiko der Krypto-Märkte, zusätzlich kommen aber noch operative Unternehmensrisiken dazu. Anders ausgedrückt: Bei einer mäßigen Entwicklung der Krypto-Märkte wird Coinbase auf keinen Fall gut performen; aber auch bei boomenden Krypto-Märkten ist eine starke Performance von Coinbase noch nicht garantiert. Und da es viele Investoren gibt, die indirekte Investitionsmöglichkeiten in den Krypto-Markt suchen, ist Coinbase – wie es so schön heißt – ein „Crowded Trade“. Schnäppchen können Anleger in so einem Umfeld nicht machen. Anders bei Krypto-Assets selbst, wo es auch nach den jüngsten Kurs-Steigerungen immer noch viele Investment-Möglichkeiten gibt, von denen die Masse der Investoren noch nichts weiß.

Zusammengefasst: Coinbase ist trotz eines respektablen Starts nicht günstig, zumal das zukünftige Wachstum der Krypto-Assets bereits eingepreist ist. Wer Exposure zu Krypto-Assets sucht, sollte daher lieber direkt in Bitcoin, Ethereum & Co. oder entsprechende Anlageprodukte investieren.

 

Über Nicolas Biagosch:

Nicolas Biagosch ist Geschäftsführer der Düsseldorfer Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft Postera Capital GmbH, die sich auf Blockchain und Investitionsmöglichkeiten in Krypto-Assets spezialisiert hat. Bei Postera entwickelt er Blockchain-Strategien für Unternehmen und berät zu Investments in Krypto-Assets. In Deutschland bietet Postera seit 2018 den ersten regulierten, offenen Krypto-Fonds für vermögende Anleger an.

Über Postera Capital

Postera Capital ist eine Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft für Krypto-Assets und Blockchain sowie Initiator des Postera Fund – Crypto I. Das Unternehmen wurde 2017 mit der Vision gegründet, Investitionen in Krypto-Assets für professionelle Anleger zugänglich zu machen. Postera Capital bietet Beratungsdienste, Anlageconsulting und Research an. Im Jahr 2018 lancierte Postera Capital den Postera Fund – Crypto I, den ersten nach EU-Recht regulierten Krypto-Fonds. Mit diesem Schritt gelang es Postera Capital, die Hürden für professionelle Anleger zu senken, um sich an der neuen Anlageklasse zu beteiligen.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Postera Capital GmbH, Wilhelm-Tell-Str. 26, 40219 Düsseldorf, Tel: +49 211 976 333 50, https://postera.io/

Das in Luxemburg ansässige Regtech Scorechain S.A. und PwC Deutschland kooperieren mit dem Ziel, im Bereich der Anti-Geldwäsche-Anforderungen eine gemeinsame Lösung zur Transaktionsüberwachung von Krypto-Asset-Anbietern zu entwickeln.

 

Die Zusammenarbeit ermöglicht es Finanzinstituten, von der fundierten Branchen- und Prozessexpertise von PwC und der technischen Innovation von Scorechain zu profitieren. Scorechain bietet seit Gründung in 2015 “On-Chain”-Analysen für Kryptounternehmen und Finanzinstitute sowie eine Compliance- und AML-Software für die Überwachung von Krypto-Transaktionen an. Die Lösung basiert auf einer Risikobewertungsmethodik und umfasst unter anderem die Transaktionsüberwachung von Kryptowerten sowie eine große Anzahl von Risikoindikatoren, um illegale Aktivitäten zu verhindern und die Erkennung von Betrug zu verbessern.

Scorechain und PwC Deutschland arbeiten seit Anfang 2020 zusammen und bieten seit März 2021 einen gemeinsamen Service für Unternehmen an, die nach dem deutschen Geldwäschegesetz verpflichtet sind. “Für PwC ist es von großer Bedeutung, dass wir mit Scorechain einen Partner gewinnen konnten, der einerseits über umfangreiche Erfahrungen im Bereich der technischen Transaktionsüberwachung von Kryptowährungen und andererseits international bereits eine hohe Regulatoren-Akzeptanz in die Kooperation einbringt”, sagt Oliver Eis, Wirtschaftsprüfer und Partner Assurance Financial Services bei PwC in Frankfurt.

Pierre Gerard, CEO von Scorechain S.A., ergänzt: “Heutzutage ist der Krypto-Markt auf Expertise und eine hochqualifizierte AML-Lösung angewiesen, um starke und zuverlässige Geschäftsmodelle aufzubauen. Durch die neue Partnerschaft mit PwC freuen wir uns, sowohl Expertise bezüglich der deutschen Krypto-Regulierung als auch eine effektive Krypto-Überwachungslösung anbieten zu können, der mehr als 100 Kunden in 33 verschiedenen Ländern vertrauen.”

Hintergrundinformationen zu Geldwäscherichtlinien für Crypto-Assets

Im Mai 2019 hat das Bundesfinanzministerium (BMF) einen Entwurf zur Umsetzung der 5. EU-Geldwäscherichtlinie vorgelegt, der mit Wirkung zum 1. Januar 2020 in deutsches Recht (Geldwäschegesetz) umgesetzt wird. Darin werden insbesondere die Anbieter von Verwahr-, Verwaltungs- und Sicherungsdienstleistungen von Krypto-Vermögenswerten (Krypto-Depotgeschäft) als Finanzdienstleistungsinstitute einbezogen. Ebenso wurde der Begriff “Kryptowert” als Finanzinstrument definiert.

Dies hat zur Folge, dass Unternehmen, die aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit im Bereich Kryptowährungen verpflichtet sind, den Anforderungskatalog des Geldwäschegesetzes (GwG) in vollem Umfang berücksichtigen und die für sie geltenden Sicherungsmaßnahmen integrieren müssen. Dazu gehört, im Rahmen der Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden ein umfassendes Transaktionsmonitoring zu implementieren und damit Transaktionen auf Auffälligkeiten zu filtern.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, 60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 9585-0, Fax: +49 69 9585-1000, www.pwc.de

Damit ist Trade Republic einer der ersten europäischen Anbieter mit eigener Banklizenz, der den Handel von Aktien, ETFs und Derivaten und nun auch von Cryptos in einem Depot ermöglicht

 

Mit Trade Republic können Kunden ihr Portfolio jetzt noch breiter ausrichten: Ab sofort steht Anlegern auch die Investition in vier der wichtigsten Cryptos über die Trade Republic App offen – rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Der Handel mit Cryptos funktioniert dabei genauso, wie der Handel mit anderen Finanzinstrumenten bei Trade Republic – einfach, schnell und provisionsfrei mit kontrollierten Spreads und einem Euro Fremdkostenpauschale für die Ausführung. Trade Republic ist damit einer der ersten europäischen Broker, die den Handel von Aktien, ETFs, Derivaten und Cryptos aus einer Hand und mit der staatlichen Regulierung und Verlässlichkeit einer deutschen Banklizenz anbieten.

Cryptowerte wie Bitcoin gelten als Innovation. Sie basieren auf einer dezentralisierten Finanzwelt, die weitestgehend unabhängig von nationalen Währungen oder Kapitalmärkten existiert. Damit haben sie sich in den letzten Jahren zu einer gefragten Anlageklasse entwickelt, die neue Optionen für breit aufgestellte Investitionsstrategien bietet. Die Trade Republic ist angetreten, um jedermann den Zugang zu den Kapitalmärkten zu ermöglichen. Indem sie ihren Kunden jetzt erlaubt, neben Aktien, ETFs und Derivaten auch Cryptos über ihre App zu handeln, macht sie den logischen nächsten Schritt auf ihrem Weg, den Zugang zur Finanzwelt zu demokratisieren.

Zum Start werden die virtuellen Währungen Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash angeboten. Der Crypto Rollout findet nach und nach im Laufe der nächsten Tage statt. Der Handel funktioniert gewohnt übersichtlich: Provisionsfrei mit kontrollierten Spreads und einem Euro Fremdkostenpauschale pro Transaktion. Damit wird Deutschlands größter Neobroker zum komfortablen Handelsplatz mit eigener Banklizenz für das virtuelle Geld.

Gleichzeitig entwickelt sich Trade Republic zum größten Anbieter von ETF- und Aktien-Sparplänen in Deutschland weiter. Für diese beliebte Art des langfristigen Vermögensaufbaus bietet Trade Republic nun rund 1.500 ETFs an und erhöht zudem die Anzahl an besparbaren Aktien von 1.000 auf 2.500. Alle Aktien können dabei auch in Bruchteilen erworben werden, wenn der Wert der Einzelaktie den Sparbetrag übersteigt.

Der Handel mit Cryptowerten läuft bei Trade Republic genauso ab, wie der Handel mit anderen Wertpapieren: Kunden können die gewünschte Währung über die Suchfunktion in der App aufrufen und mit drei Taps investieren. Die virtuellen Währungen können rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche gekauft und verkauft werden. Cryptowerte fügen sich dann übersichtlich in das Depot neben Aktien, ETFs, Sparplänen oder Derivaten ein.

“Makroökonomische Faktoren wie Negativzinsen und Inflation in der Eurozone erfordern von Anlegern neue Investitionsstrategien. Unser Ziel ist es, unseren Kunden Möglichkeiten für das langfristige und diversifizierte Sparen am Kapitalmarkt zu eröffnen”, sagt Christian Hecker, einer der Gründer von Trade Republic. “Neben Sparplänen werden Cryptowerte dabei in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Der Cryptomarkt hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Bei Trade Republic verbinden wir nun Cryptohandel mit der staatlichen Regulierung und Verlässlichkeit unserer deutschen Banklizenz, um mehr Menschen Zugang zu Bitcoin und Co. zu ermöglichen.”

“Aufklärung und Wissen steht bei uns an erster Stelle”, sagt Christian Hecker. “Der Handel mit Cryptos eignet sich für informierte Anleger, die sich in volatilen Märkten auskennen. Zusätzlich klären wir in der App zu Volatilität und Marktentwicklung auf und bieten weitere Informationsmaterialien, um den Cryptomarkt besser zu verstehen.”

Mit der Aufnahme der Cryptowerte übernimmt Trade Republic erneut eine Vorreiterrolle auf dem europäischen Finanzmarkt. Dabei beweist sie nicht nur einmal mehr ihre Innovationskraft, sondern auch ihr Wissen um die Wünsche der Kunden, wenn es um das Investieren in neue Anlageklassen geht.

Über Trade Republic

Trade Republic ist eine europäische Plattform für mobile Geldanlage. Mit ihrer intuitiven App können Menschen mit nur drei Taps provisionsfrei am Kapitalmarkt sparen, investieren oder handeln. Die Vision der Trade Republic ist es, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, seine Geldanlage selbst in die Hand zu nehmen. Die Trade Republic ist eine in Deutschland lizenzierte und von der Bundesbank und BaFin beaufsichtigte Bank. Die Zusammenarbeit mit namhaften Partnern wie HSBC, BlackRock oder der solarisBank unterstreicht die hohe Qualität der Dienstleistung. Das Unternehmen wurde 2015 von Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri gegründet. Zu den Investoren der Trade Republic gehören die VCs Accel, Creandum, Founders Fund und Project A sowie die sino AG.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Trade Republic Bank GmbH, Kastanienallee 32, 10435 Berlin, Tel: +49 30 5490 6310, www.traderepublic.com

Steuer-App Taxando analysiert die lokalen Möglichkeiten des Kaufs und Verkaufs von Kryptowährungen in Deutschland und im Vergleich zu den EU-Mitgliedsstaaten

 

Immer mehr Anleger:innen steigen in den Kryptomarkt ein und erwerben Bitcoin, Ether oder Ripple – Kryptowährung scheint das Investment der Corona-Pandemie zu sein. Das zeigt nicht zuletzt der kürzliche Börsengang von Coinbase. Die Steuer-App Taxando hat dies zum Anlass genommen, die Entwicklung und zunehmende Wichtigkeit einer rein digitalen Währung im partiell analogen Alltag der Menschen nachzuvollziehen. Dazu hat das Fintech als Indikator die Anzahl und Verteilung der Bitcoin-Automaten in deutschen Städten und im EU-Vergleich sowie die Gebühren für Kauf und Verkauf in deutschen Städten analysiert.

48 Bitcoin-Automaten in Deutschland –  die meisten davon stehen in Berlin

Insgesamt gibt es in Deutschland 48 Bitcoin-Automaten in 30 verschiedenen Städten. Mit einem Anteil von sieben dieser Automaten landet Berlin auf Platz eins des Rankings, gefolgt von Frankfurt am Main und Düsseldorf mit jeweils vier sogenannten Bitcoin Teller Machines (BTMs). Hamburg nimmt mit drei Möglichkeiten, Bitcoin und Bargeld zu tauschen, den vierten Platz ein. Alle weiteren 25 Städte bieten jeweils  ein oder zwei Automaten. Während der Kauf von Kryptowährungen per Einzahlung von Bargeld an allen Automaten möglich ist, kann derzeit an nur knapp 30 Prozent der Automaten auch verkauft und damit Bargeld erhalten werden.

Neben den BTMs stehen auch sogenannte Teller zum persönlichen Kauf und Verkauf von Kryptowährungen zur Verfügung. Insgesamt 73 dieser Tauschbörsen gibt es in Europa, in Deutschland bisher nur eine.

Die höchsten Gebühren verlangen derzeit GlobalATM, BitBear und ATE Smartphones LTD

Die Gebühren für den Kauf und Verkauf am Automaten variieren stark je nach Anbieter und Zeitpunkt. Im Schnitt liegen sie bei 13,4 Prozent für den Kauf und bei 10 Prozent für den Verkauf. Insgesamt müssen Nutzer:innen an den BTMs immer mit Extrakosten von über sechs Prozent rechnen. Die Anbieter GlobalATM, BitBear und ATE Smartphones LTD verlangen derzeit die höchsten Gebühren für den Kauf von Bitcoin. 19,2 Prozent des Kaufpreises werden hier fällig.

Österreich weist die höchste Anzahl von Bitcoin-Automaten in der EU auf

Bereits 92 Prozent aller EU-Staaten sind auf den Krypto-Zug aufgesprungen und besitzen Bitcoin-Automaten. Nur zwei Mitgliedsländer (Lettland und Luxemburg) haben bisher keine aufgestellt. Der Spitzenreiter ist Österreich mit 154 BTMs. Spanien folgt mit 114 Automaten und Rumänien landet mit 80 Exemplaren auf Platz drei. Lediglich einen Automaten besitzen bisher Schweden und Zypern; in Litauen und Portugal stehen aktuell zwei. Deutschland bewegt sich mit Ungarn mit jeweils 48 BTMs im oberen Mittelfeld – Platz neun von 27.

Tipps zur Besteuerung von Kryptowährungen – der Name täuscht

Anders als der Name suggeriert, zählen die Kryptowährungen nicht zu den Währungen, sondern werden als private Wirtschaftsgüter betrachtet. Dadurch können Gewinne und Verluste für die Steuererklärung relevant sein. Das bedeutet, dass bspw. der Verkauf einer Kryptowährung sowie der Rücktausch in Euro steuerpflichtige Transaktionen sind. Jedoch nur unter der Bedingung, dass die Krypto-Coins weniger als ein Jahr gehalten wurden. Bei einer Spekulationsfrist von über einem Jahr ist der Verkauf grundsätzlich steuerfrei – solange die Freigrenze von 600 Euro pro Jahr für Gewinne nicht überschritten wird. In diesem Fall müssten nur die Zinserträge versteuert werden.

Zur Berechnung der Gewinne aus Kryptogeschäften können Anleger:innen verschiedene Berechnungsmethoden nutzen, eine weit verbreitete ist “FiFo” (First in First out). In dem Fall wird davon ausgegangen, dass die Bitcoins oder andere Cybermünzen, die zuerst erworben wurden, auch als Erstes wieder verkauft werden. Um hier den Überblick zu behalten, empfiehlt sich eine genaue Dokumentation der Transaktionen. Dazu sollte in einem Transaktions-Tagebuch die Kryptowährung, ihr Anschaffungszeitpunkt, die Anschaffungsmenge, der Anschaffungskurs und die Transaktionsgebühren festgehalten werden.

Maciej Szewczyk, Co-Founder und CTO von Taxando, kommentiert:

“Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder auch Ripple nehmen, trotz regelmäßiger starker Schwankungen an der Börse, an Bedeutung für Anleger:innen zu. Noch befindet sich Deutschland allerdings eher im Mittelfeld, was den Zugang zu Möglichkeiten für einen lokalen An- und Verkauf von Kryptowährungen betrifft. Mithilfe der BTMs kann zwar die Präsenz von Kryptowährungen im Alltag und somit auch ihr Stellenwert in der Gesellschaft nachvollzogen werden, aber  wenn ich die teilweise sehr hohen Gebühren betrachte, frage ich mich, wie sinnvoll die tatsächliche Nutzung dieser Bitcoin-Automaten ist. Zu den analogen Schwierigkeiten der Automaten gesellt sich die genaue Dokumentation aller Transaktionen für die Steuererklärung. Eine Erleichterung bei der Steuererklärung würde nicht nur den Anleger:innen, sondern auch den Steuerberater:innen zugutekommen. ”

Alle Ergebnisse der Untersuchung finden Sie hier: https://taxando.de/deutschland-im-krypto-check-automaten-gebuehren-und-steuertipps/

Über die Untersuchung

Die Standorte der Bitcoin-Automaten in Deutschland und der EU sowie die Höhe der Gebühren an deutschen Automaten wurden anhand der Website https://coinatmradar.com/ ermittelt. Die Gebühren variieren je nach Kurs stark und beziehen sich auf den 26.04.2021 in der Zeit von 12:30 bis 13 Uhr.

Über Taxando

Das FinTech Taxando (www.taxando.de) wurde 2017 von Maciej Szewczyk und Maciej Wawrzyniak gegründet. Ziel der Steuer-App ist es, Nutzern eine schnelle, unkomplizierte und vollständig digitale Erstellung von Steuererklärungen zu ermöglichen. Durch die Kooperation mit lizenzierten Steuerberater:innen bietet Taxando im Rahmen des “STEUER++”-Pakets eine individualisierte Betreuung durch externe Steuerexpert:innen an. Die App ist auf Deutsch, Polnisch, Englisch und Russisch verfügbar. Die App steht kostenlos für iOS und Android zur Verfügung.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Taxando GmbH, Kurfürstendamm 226, 10719 Berlin, Tel: +49 30 55169894, www.taxando.de

Kryptowährungen unkompliziert und zuverlässig über das Smartphone handeln: Das ermöglicht BISON, die Krypto-App der Gruppe Börse Stuttgart.

 

Seit Jahresbeginn 2021 hat BISON nun bereits die Marke von 2 Milliarden Euro Handelsvolumen geknackt. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der aktiven Nutzer um rund 83 Prozent auf rund 400.000. “Der starke Nutzerzuwachs und das hohe Handelsvolumen bei BISON im laufenden Jahr übertreffen unsere Erwartungen bei Weitem. Sie spiegeln auch die aktuell hohe Dynamik im Kryptomarkt und das immer breitere Interesse an Kryptowährungen wieder. Hier machen wir mit dem einfachen und verlässlichen Handel bei BISON das passende Angebot zum richtigen Zeitpunkt”, sagt Dr. Ulli Spankowski, Geschäftsführer der Sowa Labs GmbH, die als Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH die BISON App entwickelt hat. Im Januar 2021 verzeichnete BISON an mehreren Tagen neue Rekorde beim Handelsvolumen, die jenseits von 70 Millionen Euro lagen.

Neben der Entwicklung neuer Features steht bei BISON auch die weitere Internationalisierung auf der Agenda: Bis zum Ende des zweiten Quartals 2021 ist der aktive Markteintritt in Österreich geplant. Schon heute können interessierte Bürger mit einer von 72 Nationalitäten die BISON App herunterladen, wenn sie ihren Hauptwohnsitz im Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz haben.

Die Nutzer können bei BISON ohne Gebühren Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Bitcoin Cash und Ripple (XRP) zu den Preisen handeln, die ihnen in der App angezeigt werden. Dabei verdient BISON an der Spanne zwischen den angezeigten An- und Verkaufspreisen. Weitere Kosten oder Gebühren, etwa für die Verwahrung sowie die Ein- und Auszahlung von Kryptowährungen, fallen für die Nutzer nicht an. Bei BISON läuft der Handel an sieben Tage pro Woche rund um die Uhr. Handelspartner der Nutzer bei BISON ist der in Deutschland regulierte Finanzdienstleister EUWAX AG, eine Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart GmbH. Die Nutzer kaufen Kryptowährungen also stets von der EUWAX AG und verkaufen an sie. Die Verwahrung der bei BISON erworbenen Kryptowährungen übernimmt treuhänderisch die blocknox GmbH, eine Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH. Weitere Informationen zu BISON unter: www.bisonapp.com/

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Boerse Stuttgart GmbH, Börsenstraße 4, 70174 Stuttgart, Tel: +49 711 222985-711, Fax: +49 711 222985-55, www.boerse-stuttgart.de