Geldhäuser wollen 2022 Service für digitale Zahlungsmittel anbieten – 50 Millionen potenzielle Kunden

 

Die deutschen Sparkassen arbeiten an einem Kryptoprojekt, das bei ihnen künftig den Handel mit Digitalwährungen wie Bitcoin oder Ethereum ermöglichen soll. Ein eigenes Team beim IT-Dienstleister S-Payment bereitet das Konzept vor. Das berichten das Wirtschaftsmagazin CAPITAL (Ausgabe 01/2022, EVT 16. Dezember 2021), “Finanz-Szene” und “Finance Forward”. Anfang 2022 müssen die Sparkassen-Gremien noch über das Vorhaben abstimmen. Sollte es grünes Licht geben, könnte eine erste Version des sogenannten Wallets im Laufe des Jahres starten.

Das bislang geheime Projekt wäre ein Paukenschlag für die europäische Bankenlandschaft. Denn die Sparkassen sind mit rund 50 Millionen Kunden der Marktführer unter den deutschen Geldhäusern. Der Einstieg auf den Markt würde die Zielgruppe, die Kryptowährungen hierzulande handeln kann, schlagartig enorm wachsen lassen. Andere große Banken haben sich bislang nicht an das Thema herangewagt.

Die Sparkassen-Kunden könnten laut den Plänen direkt über ihre Girokonten die Kryptowährungen kaufen. Ein Vorteil gegenüber dem Platzhirsch Coinbase aus den USA, bei dem sich neue Kunden erst einmal identifizieren müssen. Außerdem wollen die Sparkassen ihr Vertrauen als Marke ausspielen.

Ein entsprechendes Pilotprojekt dürfte zuerst mit einzelnen Sparkassen starten. Jedes der rund 370 Institute entscheidet am Ende eigenständig, ob es den Kryptohandel einführt – oder nicht. Dies ist eine Folge des Regionalprinzips der Sparkassen. Man habe allerdings bei den Banken vorgefühlt, heißt es: Das Interesse sei vorhanden. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Plänen äußern.

Während in der Vergangenheit vor allem Spezialdienste den Kryptohandel angeboten haben, sind seit einiger Zeit auch etablierte Zahlungsdienstleister wie Paypal oder Wertpapierbroker eingestiegen. Mit den Sparkassen wagt sich nun ein traditioneller Spieler an die neue Geldanlage heran.

Die Kurse der Kryptowährungen sind zuletzt stark gestiegen: Lag etwa der Wert eines Bitcoins Anfang 2021 bei rund 24000 Euro, verdoppelte er sich im Laufe des Jahres. Anfang Dezember brach der Kurs allerdings wieder ein und verlor zwischenzeitlich rund 30 Prozent. Die Kurse schwanken weiterhin stark.

 

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Kryptowerte haben sich zu eigener Anlageklasse entwickelt  – Kryptowert- und Wertpapierhandel wachsen technologisch enger zusammen

 

2021 war aus Anlagesicht ein Boom-Jahr: Der Aktienhandel hat in der ersten Jahreshälfte massiv zugelegt bis hin zu Übertreibungen rund um Gamestop & Co. Der Krypto-Handel hat geboomt, ist zusammengebrochen und wiedergekommen. Sehr viele Menschen haben zum ersten Mal überhaupt Aktien oder Kryptowerte gehandelt. Nach Ansicht von Hartmut Giesen, Digitalisierungsexperte bei der Hamburger Sutor Bank, waren diese Boom-Muster gleichzeitig auch Indikatoren und Treiber für Umbrüche am Kapitalmarkt hinsichtlich Anlagekultur, Anlageklassen und Technologie. Einige Entwicklungen würden sich als langfristig nachhaltig erweisen, insbesondere dürfte die technische Entwicklung die schon sichtbaren Tendenzen weiter verstärken.

#1 Kapitalmarktkultur ist entstanden – Trading als Trigger für Sparpläne

Nach Einschätzung von Hartmut Giesen ist eine Kapitalmarktkultur entstanden, die es vorher so nicht gegeben hat. „Aktien kaufen wurde hip. Das Geschäftsmodell Brokerage hat geboomt wie kein anderes Anlage-Geschäftsmodell vorher. Dieses vereinfachte Angebot der Neobroker inklusive deren Gaming-Elemente hat die Kapitalmarktkultur nachhaltiger verändert als alle bisherigen Ansätze, die stärker auf Aufklärung und edukative Elemente gesetzt haben – etwa die Robo-Adviser und ähnliche Angebote mit Fokus auf langfristigen Fondssparplänen“, stellt Giesen fest. Der Trend zur Aktienanlage lässt sich an der Entwicklung der Wertpapierdepots ablesen: Seit Januar 2021 liegen die Wachstumsraten jeden Monat bei über 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie Zahlen der Bundesbank belegen. Zum Vergleich: 2018 und 2019 lagen die Zuwachsraten nur bei rund 1 bis 2 Prozent pro Monat gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zahl der Depots liegt inzwischen bei über 27 Millionen in Deutschland.

Der Trading-Boom könne als Sturm-und-Drang-Phase der Neo-Kapitalmarktkultur bezeichnet werden – mit dem Spekulieren als ein Verhandlungsmuster, das zur Lernkurve eines Neo-Anlegers gehöre. Es sei davon auszugehen, dass der Trading-Boom, der zum Teil durchaus zockerhafte Auswüchse hatte, auch „vernünftige“ Anlageformen fördern wird. „Wer Aktien über ihre ‚Hipness‘ kennengelernt hat, wird auch eher mit einem Fondssparplan langfristig anlegen als jemand, der sein Geld bisher nur auf dem Konto liegen hatte“, ist Hartmut Giesen überzeugt. Auch die Neobroker gehen davon aus, dass ihre Kunden sich in diese Richtung bewegen werden, nehmen Sparpläne in ihr Portfolio auf und propagieren dieses Angebot stark, wie etwa Trade Republic oder Just Trade. Die Statistik zeigt: Vor allem das Segment der ETF-Sparpläne legte zuletzt kräftig zu. Gemäß Zahlen des ETF-Portals extraETF stieg die Zahl der ETF-Sparpläne von Dezember 2020 bis September 2021 rasant von gut 2 Millionen auf knapp 3 Millionen.

Dieser Trend gelte nach Einschätzung von Hartmut Giesen auch für Kryptowerte, wo Unternehmen wie coindex Sparpläne auf Kryptowerte anbieten.

#2 Kryptowerte haben sich zu einer eigenen Anlageklasse entwickelt

Kryptowerte haben sich nach Meinung von Experte Giesen neben Wertpapieren inzwischen zu einer eigenen Anlageklasse entwickelt. Der Kauf und Verkauf von Kryptowerten wurde genauso einfach wie der Handel mit Wertpapieren, den Neobroker bereits radikal simplifiziert haben. „Kryptowerte wurden von einer ‚Nerd-Arena‘ zu einem Mainstream-Thema mit Hipness-Charakter, über das die Abendnachrichten berichteten. Was bei den Aktien der Meme-Wert Gamestop war, war bei den Kryptowerten die Spaßwährung Doge“, erklärt Hartmut Giesen.

Kryptowerte werden sich nach Einschätzung von Giesen als Anlageklasse sowohl für Privatanleger als auch für institutionelle Investoren weiter etablieren. Das sei auch erkennbar an der Gesetzgebung: „Deutsche Fonds dürfen inzwischen auch in Kryptowerte investieren, die ersten Krypto-ETFs erscheinen und sämtliche große Banken arbeiten inzwischen an Kryptoangeboten für ihre Kunden. Damit werden Anlagen in Kryptowerte auf ‚normalem‘ Wege möglich, ohne dass sich Kunden um Themen wie Wallets kümmern müssen“, sagt der Digitalexperte.

#3 Kryptowert- und Wertpapierhandel wachsen technologisch enger zusammen

Auch technologisch hat sich aus Sicht von Giesen beim Thema Anlage einiges getan: „Kryptowerte, Wertpapiere und auch andere Vermögenswerte wachsen technologisch und prozessual zusammen. Bei den erfolgreichen Neobrokern können heute schon Wertpapiere und Kryptowerte parallel gehandelt werden, eben weil Kunden beides handeln wollen“, sagt Giesen. Die Anlagevielfalt werde durch die Blockchain-Technologie weiter zunehmen: „Token auf Blockchains verkörpern schon heute nicht nur verschiedene Kryptowerte, sondern repräsentieren diverse Vermögenswerte wie etwa Immobilien oder Anleihen“, erklärt Giesen. Künftig werde es auch elektronische Wertpapiere geben, die Blockchain-basierend sind. „Damit werden die Anlageklassen nicht nur über die gleichen Kanäle verkauft, sondern basieren auch auf der gleichen Technologie. Das vereinheitlicht die Prozesse, macht sie effizienter und preiswerter“, so Giesen weiter.

Ein wichtiger Aspekt ist nach Ansicht von Hartmut Giesen, dass man künftig ohne Zeitverzögerung über verschiedene Anlageklassen hinweg handeln kann. „Bevor man das Geld für verkaufte Aktien erhält, vergehen heute zwei Tage. Kryptowerte müssen aber sofort bezahlt werden. Ein Wechsel von Aktien in Kryptowerte kann also zwei Tage dauern, in denen der Markt schon wieder gefallen oder gestiegen ist“, führt Giesen aus. Einige Neobroker wie etwa Just Trade managten im Hintergrund, dass mit dem Geld aus verkauften Aktien sofort weitergehandelt werden könne. „Basieren sowohl Aktien als auch Kryptowerte auf einer Blockchain-Infrastruktur, auf der auch Geldwerte repräsentiert werden, kann alles in Echtzeit passieren.“

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, ist heute eine feste Größe unter Deutschlands Partnerbanken für Next-Finance-Geschäftsmodelle. Als unabhängige Privatbank mit rund 120 Mitarbeitern verfolgt sie dabei einen partnerschaftlichen Ansatz, der sich auf den gemeinsamen Erfolg fokussiert. Für Fintechs und digitale Gründer bündelt die Sutor Banking-Plattform sowohl Standard- als auch Individuallösungen für die Bereiche Konten und Zahlungen, Kredite sowie Wertpapier- und Kryptowertehandel. Darüber hinaus bietet die Sutor Bank mit ihrem Private Banking Vermögensverwaltung und -beratung, sie managt zahlreiche Stiftungen und arbeitet im B2B-Geschäft mit Finanzdienstleistern und Investmentgesellschaften zusammen.

 

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Bitcoin und Ethereum sind die beliebtesten Coins in Deutschland und Europa

 

Coinbase, die globale Plattform, die darauf hinarbeitet, die wirtschaftliche Freiheit zu erhöhen, indem sie den Zugang zur Kryptowirtschaft ermöglicht, gibt die Ergebnisse einer Studie unter Verbrauchern zum Thema Kryptowährungen bekannt. Die Coinbase Studie zeigt unter anderem, dass 60 % der Bevölkerung Deutschlands Kryptowährungen kennen. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich hinter Spanien (80 %), Großbritannien (66 %) und den Niederlanden (64 %), und vor Italien (58 %) sowie Frankreich (56 %).

Mit Hilfe des unabhängigen Marktforschungsunternehmens Qualtrics hat Coinbase für die Studie über 8.000 Verbraucher in den wichtigsten europäischen Märkten befragt, um ein besseres Verständnis der Haltungen und des Bekanntheitsgrads von Kryptowährungen in Europa zu erhalten.

Über die reine Bekanntheit hinaus zeigt die Studie, dass digitale Währungen Teil der Mainstream-Konversation geworden sind. So hat in den größten europäischen Volkswirtschaften (inklusive UK) im Durchschnitt fast die Hälfte (47 %) der befragten Verbraucher schon einmal mit Freunden und/oder der Familie über Kryptowährungen gesprochen.

In Deutschland besitzt derzeit fast ein Drittel (30 %) der Verbraucher, die mit Kryptowährungen vertraut sind, entweder Kryptowährungen oder hat sie in der Vergangenheit besessen. In den Niederlanden und Spanien ist die Eigentumsquote im Vergleich mit 38 % bzw. 46 % höher, in UK und Italien mit je 29 % und in Frankreich mit 28 % leicht geringer.

Die Studie von Coinbase weist auf eine positive Korrelation zwischen der Vertrautheit mit Kryptowährungen und Investitionen in diese Anlageklasse hin – je besser Verbraucher die digitale Währung verstehen, desto eher sind sie geneigt, mehr davon zu kaufen. In der Tat plant knapp die Hälfte (49 %) der deutschen Verbraucher, die in die Anlageklasse investiert sind, ihre Bestände im kommenden Jahr zu erhöhen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erwähnen, dass die meisten Anleger in Deutschland erst seit Kurzem in dieser Anlageklasse investiert sind bzw. in sie investiert haben. Etwas mehr als die Hälfte (52 %) derjenigen, die Kryptowährungen gekauft haben, taten dies entweder 2019 oder später. Darüber hinaus glauben ca. 30 % der Verbraucher in Deutschland, dass sie ein gutes Verständnis von Kryptowährungen jenseits von Bitcoin haben.

Coinbase kommentiert die Studie wie folgt:

„Unsere Studie zeigt, dass das Bewusstsein für Kryptowährungen in ganz Europa weit verbreitet ist, was sich in alltäglichen Gesprächen und Plänen zur Erhöhung der Investitionen in diese Anlageklasse niederschlägt. Wissen und Interesse an der Anlageklasse zeigen das Potenzial der Branche, das Finanzsystem zu revolutionieren, mit ihrem schnell wachsenden Angebot an neuen Dienstleistungen wie Zahlungs- und Überweisungsoptionen für Verbraucher. Es ist jedoch unbestreitbar, dass noch mehr Aufklärungsarbeit rund um digitale Währungen geleistet werden muss, um die Revolution des Finanzsystems einzuläuten. Coinbase setzt sich seit Langem dafür ein. Es ist weiterhin unsere Priorität, den Verbrauchern dabei zu helfen, mehr über die Branche zu erfahren, um sicherzustellen, dass sie effektiv von den Märkten profitieren und ihre zukünftigen finanziellen Bedürfnisse erfüllen können, und zwar auf sichere und verantwortungsvolle Weise.“

Die Umfrage zeigt zudem, dass Bitcoin und Ethereum europaweit am populärsten sind, vor LTC und DOGE. Eigentümer von Kryptowährungen in Deutschland besitzen, wie auch im restlichen Europa, größtenteils Bitcoin (71 %) und Ethereum (41 %). Ähnlich wie in den Nachbarstaaten sind auch hierzulande die Investoren hauptsächlich männlich (71 %) und unter 40 Jahre alt (67 %).

Methodik

Coinbase hat Qualtrics genutzt, um europäische Erwachsene im Rahmen seiner “European Pulse Survey” zu befragen. Insgesamt wurden über 8.000 Erwachsene im Vereinigten Königreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Italien befragt, darunter insgesamt 1.476 in Deutschland. Diese Umfrage wird alle zwei Jahre wiederholt, um Veränderungen im Laufe der Zeit zu beobachten.

Über Coinbase

Coinbase erschafft die neue Krypto-Ökonomie – die dank Blockchain-Technologie fairer, zugänglicher, effizienter und transparenter ist. Im Jahr 2012 hatte Brian Armstrong, Gründer der Coinbase Inc., eine revolutionäre Idee: Alle Menschen auf der Welt sollten die Möglichkeit haben, digitale Werte wie Bitcoin auf einfache und sichere Weise zu senden und empfangen. Seitdem hat das Unternehmen eine zuverlässige und intuitive Plattform gebaut, die einfachen Zugang zu einer breiten Krypto-Produktpalette bietet. Coinbase Inc. ist an der Nasdaq unter dem Börsenkürzel COIN gelistet. Im Juni 2021 erhielt die Coinbase Germany GmbH, ein Tochterunternehmen der Coinbase Inc., als erstes die Erlaubnis zur Erbringung des Kryptoverwahrgeschäfts in Deutschland.

 

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Nachdem China Bitcoin & Co praktisch verboten hat, werden die Karten am Markt für Kryptowährungen neu gemischt.

 

Die USA und Europa öffnen sich für den Handel digitaler Assets und können das Wachstum der neuen Anlageklasse für sich nutzen. Auch in Deutschland steigt das Transaktionsvolumen kontinuierlich an – nicht zuletzt auch im DeFi- Sektor.

2021 war ein turbulentes Jahr für die noch junge Anlageklasse der digitalen Assets. Das lag nicht zuletzt an den stark schwankenden Kursen der größten Kryptowährung: So sank der Bitcoin im Sommer zwischenzeitlich um 50 Prozent, nur um wenige Monate später ein neues Allzeithoch zu erreichen. Beide Preisbewegungen – der kurzzeitige Crash Mitte des Jahres wie die darauffolgende Hausse im Herbst – waren auch das Ergebnis regulatorischer Entscheidungen. Zwei Ereignisse sind dabei besonders hervorzuheben: Zum einen das Verbot von Krypto-Assets in China, zum anderen die Öffnung der USA und Europa für den Handel digitaler Assets. Beide Entscheidungen haben weitreichende Konsequenzen für das globale Wachstum des Markts.

USA lösen China bei Krypto-Mining ab

Die Nachricht, dass China das Mining digitaler Assets verbieten würde, sorgte im Juni für Panik an den Märkten. Der Grund: Das Mining ist essentiell für das Bestehen des Bitcoin-Netzwerks, da Miner durch Bereitstellung ihrer Computerleistung neue Bitcoin schürfen und Transaktionen auf der Blockchain validieren. Über die Jahre hinweg hatte sich hierfür ein florierender Markt in China entwickelt, bis zu 75 Prozent der globalen Mining-Aktivität fanden dort statt. Zwar hatte die Volksrepublik in der Vergangenheit bereits mehrfach angekündigt, den Handel und das Mining von Kryptowährungen verbieten zu wollen, allerdings hatten sich die Drohungen in der Regel als leere Worthülsen entpuppt. Im Juni machte China jedoch Ernst und verhängte ein Verbot für Krypto-Mining, kurze Zeit später wurde zudem der Handel mit digitalen Assets unterbunden. In der Folge sanken sowohl der Bitcoin-Preis als auch die Leistung des Netzwerks innerhalb weniger Tage rapide ab.

Chinas Entscheidung hat weitreichende Folgen für den globalen Markt digitaler Assets. Vor allem die Vereinigten Staaten konnten von dem Verbot profitieren und das von China hinterlassene Vakuum füllen: So findet rund ein Drittel des Mining mittlerweile in den USA statt. Mit erheblichem Abstand folgen Kasachstan und Russland. Doch nicht nur die Verschiebung der Mining-Rate signalisiert, dass die USA zunehmend zur treibenden Kraft im Krypto-Sektor werden. Während China Investoren den Marktzugang zu digitalen Assets versperrt, öffnen die USA – aber auch Europa – ihre Tür noch weiter.

SEC gibt erstmals Bitcoin-ETFs frei

Die US-Börsenaufsicht SEC zeigt, dass sie Bitcoin nicht mehr als bloße Spielerei, sondern als ernstzunehmende Anlage betrachtet. So können US-Investoren seit Oktober in gleich drei verschiedene Bitcoin-ETFs investieren, die die SEC nach jahrelangen Verschiebungen nun zugelassen hat. Die ETFs basieren auf Futures der Chicago Mercantile Exchange (CME). Anleger investieren also nicht in physische Bitcoin, sondern in Terminkontrakte, die mit dem Preis des Krypto-Assets korrelieren. Auch wenn Kritiker bemängeln, dass die Future-Produkte keine „echten“ Bitcoin-ETFs seien: Die US-Behörde ermöglicht erstmals eine wichtige Brücke zur traditionellen Finanzwelt und stärkt so das Vertrauen in die Assetklasse Kryptowährungen weiter.

Doch auch abseits der Finanzmärkte gewinnen Bitcoin & Co zunehmend an Bedeutung. So formiert sich auf politischer Ebene in Washington erstmals eine „Krypto-Lobby“ und versucht, eine Überregulierung des Marktes durch die SEC abzudämpfen. Zudem gelangen Krypto-Assets immer mehr in den gesellschaftlichen Mainstream. Unlängst kündigten die Bürgermeister der beiden Metropolen New York und Miami an, ihr Gehalt großteils in Bitcoin beziehen zu wollen. Das Vorurteil, Kryptos würden nur zur Geldwäsche und für dubiose Deals genutzt, hat Bitcoin längst überwunden.

Deutschland spielt bei Kryptos in der ersten Liga mit

Ob die Vereinigten Staaten neben dem Silicon Valley bald auch das „Krypto Valley“ für sich beanspruchen werden, bleibt jedoch abzuwarten. Denn auch anderswo steht die Entwicklung nicht still. Mittlerweile ist Europa – dank Großbritannien, Frankreich und Deutschland – ein Big Player im Krypto-Sektor. So verzeichneten europäische Länder laut den Blockchain-Analysten von Chainalysis bei digitalen Assets innerhalb eines Jahres ein Transaktionsvolumen von mehr als 1 Billion US-Dollar. Somit nimmt Europa bei Krypto-Aktivitäten erstmals global den Spitzenplatz ein. Grund für das rasante Wachstum sind vor allem Investments in Decentralised Finance (DeFi). Immer mehr institutionelle Investoren, insbesondere traditionelle Finanzunternehmen, entdecken die Vorteile von DeFi für sich und steigen in die Blockchain-Technologie ein. Profitieren konnte von dem DeFi- Wachstum in Europa laut den Analysten vor allem Ethereum. Kein Wunder, ist das zweitwichtigste Krypto-Asset am Markt die Grundlage für den Großteil der DeFi-Protokolle.

Im europäischen Krypto-Sektor spielt Deutschland mittlerweile eine zentrale Rolle: Mit einem Transaktionsvolumen von 115 Milliarden US-Dollar liegt die Bundesrepublik laut Chainalysis knapp hinter Frankreich und Großbritannien. Dass die Beliebtheit digitaler Assets auf dem deutschen Markt kontinuierlich zunimmt, zeigt auch das steigende Transaktionsvolumen an der Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX). Nachdem im Mai 2021 die Milliarden-Euro-Marke durchbrochen wurde, stieg das Handelsvolumen bis Oktober auf 2 Milliarden Euro. Besonders gefragt bei Anlegern waren Bitcoin und Ethereum, gefolgt von XRP und Litecoin.

 

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Neue ETPs sollen das Potenzial für künftige Wachstumschancen im gesamten Krypto-Ökosystem erfassen

 

WisdomTree, Sponsor von Exchange-Traded Funds („ETF“) und Exchange-Traded Products („ETP“), erweitert sein Produktangebot für digitale Assets mit der Markteinführung von drei neuen physisch besicherten ETPs für Kryptowährungskörbe.

WisdomTree Crypto Market (BLOC), WisdomTree Crypto Altcoins (WALT) und WisdomTree Crypto Mega Cap Equal Weight (MEGA) ETPs wurden heute an der Börse Xetra und der Schweizer Börse SIX notiert und sind für den Verkauf in der Europäischen Union zugelassen. Die ETPs bilden proprietäre Indizes nach, die von WisdomTree in Kollaboration mit CF Benchmarks entwickelt wurden.

Jason Guthrie, Head of Digital Assets, Europe, WisdomTree, kommentiert: „Wir glauben an die Stärke dieser neuen Anlageklasse. Es handelt sich um eine wahrhaft transformative Technologie. Die Geschwindigkeit, mit der Innovationen in diesem Bereich entwickelt werden, ist erstaunlich. Die Anlageklasse umfasst heute einen Wert von 2,6 Billionen US-Dollar[1] – vor 2009 existierte sie noch nicht einmal. Da sie unweigerlich an Bedeutung gewinnen wird, benötigen Institutionen ein zunehmend ausgefeiltes Toolkit, um ihren Kunden einen effektiven und effizienten Zugang zu den Krypto-Asset-Märkten zu ermöglichen. Und genau das haben wir mit diesen Produkten entwickelt – eine Reihe von Basket-ETPs auf institutionellem Niveau, die Investoren ein diversifiziertes Exposure in den Krypto-Märkten und im Allgemeinen eine Partizipation am potenziellen Wachstum der dezentralisierten Wirtschaft ermöglichen, zu der native Kryptowährungen, Zahlungssysteme, Smart Contracts, DeFi[2] und NFTs[3] zählen. Es handelt sich hierbei um wahrhaft disruptive Technologien. Unseren Erwartungen zufolge wird die Bedeutung der Anlageklasse in den Portfolios der Investoren zunehmen.“

WisdomTree Crypto Market (BLOC)

BLOC ist ein nach der streubesitzadjustierten Marktkapitalisierung gewichtetes ETP, das ein Exposure in einem diversifizierten Korb aus Krypto-Assets bietet und etwa 70 Prozent der Marktkapitalisierung von Kryptowährungen abdeckt[4]. Dieses Produkt wurde für Investoren entwickelt, die ein breites Engagement im liquiden, etablierten Teil des Krypto-Markts anstreben. Der dem ETP zugrunde liegende Index setzt sich derzeit aus Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Cardano, Bitcoin Cash, Litecoin, Polkadot und Solana zusammen. Für das ETP wird jährlich ein Rebalancing durchgeführt, um die Wachstumsdynamik des Markts der Digital-Asset-Ökosysteme zu erfassen. Aufgrund der Marktkapitalisierung von Bitcoin und Ethereum wird die zusammengesetzte Gewichtung dieser beiden Krypto-Assets in dem ETP auf 75 Prozent begrenzt. Einzelne Komponenten sind auf eine maximale Gewichtung von 45 Prozent begrenzt und es gilt eine Mindestallokation von 2,5 Prozent pro Krypto-Asset. BLOC verfügt über eine Gesamtkostenquote (TER) von 1,45 Prozent.

WisdomTree Crypto Altcoins (WALT)

WALT ist ein nach der streubesitzadjustierten Marktkapitalisierung gewichtetes ETP, das ein Exposure in einem diversifizierten Korb aus Altcoins bereitstellt[5]. Das ETP liefert ein Engagement in wichtigen Coins, ohne BTC undETH, und wurde für Investoren entwickelt, die bereits über ein Engagement in den Mega-Cap-Coins (BTC und ETH) verfügen und ihr Engagement diversifizieren möchten, ohne dazu vorhandene Beteiligungen zu verändern. Der dem ETP zugrunde liegende Index setzt sich derzeit aus Cardano, Bitcoin Cash, Litecoin, Polkadot und Solana zusammen. Für das ETP wird jährlich ein Rebalancing durchgeführt, um die Wachstumsdynamik des Markts der Digital-Asset-Ökosysteme zu erfassen. Die maximale Gewichtung einzelner Komponenten ist auf 50 Prozent begrenzt und es besteht eine Mindestallokation von 2,5 Prozent pro Krypto-Asset. WALT verfügt über eine TER von 1,45 Prozent.

WisdomTree Crypto Mega Cap Equal Weight (MEGA)

MEGA liefert eine gleich gewichtete Allokation in Mega-Cap-Krypto-Assets, wobei es sich dabei derzeit um Bitcoin und Ethereum handelt. Für das ETP wird ein vierteljährliches Rebalancing durchgeführt. Mit einer TER von 0,95 Prozent handelt es sich um das günstigste physisch besicherte ETP für einen Kryptowährungskorb in Europa. Das ETP bietet den Investoren eine einfache, sichere und kostengünstige Möglichkeit für ein Engagement im Mega-Cap-Bereich des Kryptowährungsmarkts. Unseren Erwartungen zufolge wird dieses Produkt für Investoren attraktiv sein, die ein diversifiziertes Engagement in den am besten etablierten Kryptowährungen anstreben und eine potenzielle Outperformance erfassen möchten, die sich aus einem regelmäßigen Rebalancing auf ein gleich gewichtetes Engagement ergibt.

Die Investoren können über die Kryptowährungs-ETPs von WisdomTree auf eine Reihe von Krypto-Assets zugreifen, ohne dass sie diese direkt halten, private Zugangsschlüssel aufbewahren oder mit der jeweiligen Blockchain bzw. der Infrastruktur der digitalen Währung in irgendeiner Weise interagieren müssen. Außerdem erhalten sie Zugang zu Verwahrungslösungen auf institutionellem Niveau, ohne diese selbst bei einer Verwahrstelle einrichten zu müssen. Um höchste Sicherheit zu gewährleisten, nutzt WisdomTree regulierte Verwahrstellen für digitale Währungen auf institutionellem Niveau, die sichere Cold-Storage-Einrichtungen betreiben.

Alexis Marinof, Head of Europe, WisdomTree, fügt hinzu: „Wir entwickeln unser Angebot auf eine Weise weiter, bei der Kunde und Innovation im Mittelpunkt stehen. Dank unserer innovativen Tradition können wir Exposure bereitstellen, das den Investoren nirgendwo anders in Form eines ETPs zur Verfügung steht. Das Interesse an Kryptowährungen ist nach wie vor hoch und professionelle Investoren sind auf der Suche nach innovativen Produkten sowie nach einem vertrauenswürdigen Partner, der sie im Bereich Krypto-Assets unterstützt. Wir möchten den Bedürfnissen der Investoren durch hochwertigen Research, einen herausragenden Kundenservice und branchenführende Produkte nachkommen. Da die Anlageklasse immer stärker in den Fokus der Investoren rückt, werden wir weiterhin in unsere Plattform und Fähigkeiten investieren, um unseren Platz an der Spitze sicherzustellen.“

BLOC, WALT und MEGA sind für den Verkauf in Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden und der Schweiz zugelassen.

[1] Quelle: Coinmarketcap.com, Stand: 22. November

2 DeFi bezieht sich auf dezentralisierte Finanzmärkte

3 NFTs bezieht sich auf Non-Fungible Tokens

4 Quelle: Coinmarketcap.com, Stand: 05. November

5 Altcoins beziehen sich auf Krypto-Asset, bei denen es sich nicht um Bitcoin handelt

 

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Kryptowährungen unkompliziert und zuverlässig handeln: Das ermöglicht BISON, die Krypto-Plattform der Gruppe Börse Stuttgart.

 

Nun können die Nutzer in der App und der Desktop-Version von BISON auch Sparpläne für die handelbaren Kryptowährungen erstellen – schon ab einer Sparrate von 0,01 Euro pro Woche, Monat oder Quartal. “Mit der Funktionalität für Sparpläne setzen wir einen vielfach geäußerten Kundenwunsch um. Unsere Nutzer können nun regelmäßig und automatisiert in Kryptowährungen investieren und dabei vom Cost-Average-Effekt profitieren. Wie der Handel ist auch das Anlegen mit Sparplänen bei BISON so flexibel und einfach wie möglich”, sagt Dr. Ulli Spankowski, Geschäftsführer der Sowa Labs GmbH, die als Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH BISON entwickelt hat. Die Zahl der aktiven Nutzer bei BISON liegt aktuell bei rund 530.000, das Handelsvolumen im Jahr 2021 bei rund 5,3 Milliarden Euro.

Die Nutzer können bei BISON ohne Gebühren die Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple (XRP), Bitcoin Cash, Chainlink und Uniswap zu den Preisen handeln, die ihnen angezeigt werden. Zudem sind auch Limit-Orders möglich, bei denen die Nutzer einen Preis festlegen, zu dem sie eine Kryptowährung kaufen oder verkaufen möchten. Dabei verdient BISON an der Spanne zwischen den angezeigten An- und Verkaufspreisen. Weitere Kosten oder Gebühren, etwa für die Verwahrung sowie die Ein- und Auszahlung von Kryptowährungen, fallen für die Nutzer nicht an.

Die Verwahrung der bei BISON erworbenen Kryptowährungen übernimmt treuhänderisch die blocknox GmbH, eine Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH. Die blocknox GmbH hat für einen Teil der von ihr verwahrten Kryptowährungen eine Versicherung abgeschlossen, die gegen Hackerangriffe und Diebstahl schützt.

Bei BISON läuft der Handel an sieben Tage pro Woche rund um die Uhr. Handelspartner der Nutzer bei BISON ist der in Deutschland regulierte Finanzdienstleister EUWAX AG, eine Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart GmbH. Die Nutzer kaufen Kryptowährungen also stets von der EUWAX AG und verkaufen an sie.

 

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Der Handel mit Kryptowährungen liegt im Trend, ist im risikoscheuen Deutschland aber noch längst nicht in jeder Schicht der Gesellschaft angekommen.

 

Doch wer genau investiert sein Geld in digitale Finanzanlagen und welche Kryptohändler generieren aktuell am meisten Neugeschäft? Um diese Fragen zu beantworten, haben die Finanzmarktforscher des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos eine Umfrage unter knapp 1.000 Befragten durchgeführt und mit Daten aus dem eigenen Panel angereichert. Die Ergebnisse überraschen.

Große Generations- und Geschlechtsunterschiede beim Krypto-Handel

Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben in Deutschland rund 0,5 Prozent aller Haushalte mindestens eine neue Kryptowährung gekauft. Darüber hinaus zeigt sich, dass der Kryptowährungsmarkt vor allem von älteren Zielgruppen und Befragten mit höherem Einkommen als wesentlich risikobehafteter angesehen wird. So gibt nur knapp ein Viertel (27%) der unter 24-jährigen an, dass Ihnen der Kryptowährungsmarkt aktuell zu risikobehaftet sei, in der Altersgruppe der über 60-jährigen liegt dieser Wert bei 62 Prozent.

In der Konsequenz müsste davon ausgegangen werden, dass vor allem junge Trader ihr Geld in neue Coins investieren. Das Ipsos-Finanzmarktpanel zeigt jedoch ein gegensätzliches Bild: Die Mehrzahl der Kryptowährungskäufer (61%) ist älter als 40 Jahre, lediglich 39 Prozent zählen zur Zielgruppe der unter 39-jährigen. Beinahe ein Fünftel (19%) aller Neuabschlüsse entfällt sogar auf Personen ab 60 Jahren. Ebenfalls bemerkenswert: Männer handeln mit 86 Prozent aller Abschlüsse weit häufiger mit Kryptowährungen als Frauen (14%).

Kein eindeutiger Marktführer unter den Digitalwährungen

Weniger Überraschungen ergibt die Analyse der Anbieter. Hier stehen Neobroker und reine Kryptohändler an der Spitze, ein klarer Marktführer ist dabei jedoch nicht zu erkennen. Bitpanda führt im ersten Halbjahr 2021 das Neugeschäft im Kryptomarkt mit rund 10,0 Prozent aller Käufe an, gefolgt von eToro mit 9,8 Prozent und Bison mit 8,3 Prozent. Die Plätze vier und fünf belegen die Anbieter Bicoin.de (7,7%) und Coinbase (5,6%). Der Anbieter Trade Republic, welcher vor allem die junge Zielgruppe stark umwirbt, liegt aktuell auf Platz 7 des Rankings. Abgeschlossen wird der Kauf von Coins aktuell primär über Homepages im Internet. 84 Prozent aller gehandelten Kryptowährungen liefen über diesen Kanal, weitere 13 Prozent über Apps.

Krypto als langfristige Sparstrategie

In der Umfrage wurde außerdem überprüft, inwiefern Digitalwährungen für die Anleger Teil der eigenen Sparstrategie sein sollen. Lediglich 15 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage (voll und ganz) zu. Laut Robert Kraus, Finanzexperte und Leiter des Ipsos Finanzmarktpanels, dürfe man diesen Wert allerdings nicht unterschätzen:

»Unsere Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass Kryptowährungen längst kein Nischenprodukt mehr sind, sondern von einem Teil der deutschen Haushalte bereits zur Diversifikation des eigenen Portfolios herangezogen werden. Selbst die zunächst recht niedrig wirkende Haushaltsreichweite von 0,5 Prozent im ersten Halbjahr 2021 trügt. Vergleicht man diesen Wert mit anderen Finanzprodukten, dann zeigt sich, dass im gleichen Zeitraum auch nur 0,9 Prozent aller Haushalte ein neues Girokonto und 0,8 Prozent eine langfristige Geldanlage abgeschlossen haben. Ein neues Festgeldkonto haben sogar nur rund 0,6 Prozent aller Haushalte eröffnet.«

 

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Marktkommentar von Benjamin Dean, Director, Digital Assets bei WisdomTree

 

„In etwas mehr als einem Jahrzehnt haben sich digitale Assets aus dem Nichts zu einem lebendigen, vielfältigen und schnell wachsenden Ökosystem entwickelt. Durch einige Maßnahmen, wie die Marktkapitalisierung, hat das Ökosystem kürzlich ein Allzeithoch von über drei Billionen US-Dollar erreicht1. Dies beinhaltet nicht den Wert der Unternehmen, auf denen aufgebaut wurde, oder die Nutzung digitaler Asset-Netzwerke. Als Beispiel: Coinbase wird derzeit auf über 70 Milliarden US-Dollar2 und FTX auf 25 Milliarden US-Dollar3 geschätzt. Darüber hinaus wickeln einige dieser dezentralen Zahlungsnetze täglich Transaktionen im Wert von über 100 Milliarden US-Dollar ab4 – eine Zahl, die keine Transaktionen  innerhalb von Closed-Loop-Diensten wie Cash App oder Blockchain.com beinhaltet.

Mit diesem Wachstum und diesen Meilensteinen, die nicht mehr nur rein hypothetisch sind, stellen sich zwei Fragen: Wie könnte dieser Bereich in Zukunft wachsen – und welche Chancen könnten sich daraus ergeben? Bei der Überlegung von Antworten auf diese Fragen ist es hilfreich, sein Denken in Bezug auf aufkommende Anwendungsfälle sowie technische Veränderungen zu strukturieren.

Zahlungen sind der ursprüngliche Anwendungsfall – die „Killer-App“ – für digitale Asset-Netzwerke und dieser Anwendungsfall wird nicht verschwinden. Die wichtigste Entwicklung für diesen Anwendungsfall ist die Integration von Digital Asset Networks – und deren Bezahlfunktionalität – in bestehende Internetplattformen und in alltägliche mobile Zahlungsanwendungen. Zum Beispiel hat Jack Dorseys Twitter damit begonnen, Benutzerprofilen Bitcoin Lightning-Wallets zuzuweisen, was Personen ermöglicht, sich im Austausch für Inhalte günstig, schnell und nahtlos gegenseitig „Trinkgelder“ zu geben5. Immer mehr Open Source Bitcoin Lightning Wallets erscheinen in mobilen App Stores mit besser gestalteten Benutzeroberflächen (zum Beispiel Muun6, Pine7, BlueWallet8). Dies ist mit neuartigen Möglichkeiten des Erwerbs von Bitcoin verbunden, wie beispielsweise dem Gutscheinprodukt „Mobile Recharge“ von Azte.co9. Western Union wird sein Geschäftsmodell wieder einmal ändern müssen.

Gleichzeitig finden Entwickler immer neue Wege, die dezentrale Anwendungsfunktionalität von Netzwerken wie Ethereum, Solana oder Avalanche voll auszuschöpfen. Der Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) wird die Vertreter im traditionellen Finanzwesen (TradFi) später nachts wach halten, während Börsen (zum Beispiel Uniswap10), Kreditvergabe (zum Beispiel Aave11) und Yield-Farming-Dienste (zum Beispiel yearn12) neue Nutzer gewinnen.

Nicht fungible Token (NFTs), einfacher als digitale Sammlerstücke bezeichnet, waren im Jahr 2021 einer der wichtigsten Teile des Ökosystems für digitale Assets. Sie haben neue Nutzer, insbesondere aus der Unterhaltungs- und Kunstbranche, herangebracht und eine enorme  Aktivität über Plattformen wie OpenSea vorangetrieben13. Die ersten Iterationen von Geschäftsmodellen in diesem Bereich werden sich wahrscheinlich in naher Zukunft entwickeln. Wenn man technisch versierte Entwickler mit Kreativen aus Kunst, Musik und Gaming zusammenbringt, ergibt sich eine vielseitige Kombination.

Gaming ist ein weiterer Bereich, in dem die Smart Contract-Funktionalität vorangetrieben wird. Gaming generiert bereits seit Jahren mehr Umsatz als Hollywood14. Kürzlich haben 500 Millionen Menschen das Finale eines eSports-Turniers verfolgt15. Digital Asset Networks stellen die Infrastruktur zur Unterstützung von In-Game-Token und Ökonomien bereit, die vielen dieser virtuellen Welten zugrunde liegen (zum Beispiel Axie Infinity16). Während die Grenzen zwischen Meatspace und Cyberspace weiter verschwimmen17, werden Veränderungen in der Art sichtbar, wie Menschen finanziell in dem interagieren, was derzeit als Metaverse bezeichnet wird.

Dies alles ist vor dem Hintergrund ständiger technischer Verbesserungen und Weiterentwicklungen zu betrachten. Das Bitcoin-Netzwerk wurde diesen Monat einem großen Upgrade unterzogen – Taproot genannt – das darauf abzielt, die Privatsphäre und Sicherheit des Netzwerks zu erhöhen18. Irgendwann wird das Ethereum-Netzwerk den lang erwarteten Übergang zu einem Proof-of-Stake-Konsensmechanismus19 vollziehen, der eine neue Renditequelle für diejenigen schaffen wird, die Ether „einstecken“, um einen Validierungsknoten zu betreiben. Eine größere Interoperabilität20 zwischen digitalen Asset-Netzwerken ist zu erwarten, wenn versucht wird, das Beste aus einer Kombination spezialisierter Funktionalitäten zu machen, die in verschiedenen Netzwerken angeboten werden.

Über die Zukunft des Ökosystems für digitale Assets nachzudenken ist aufgrund der Unvorhersehbarkeit von Open-Source-Entwicklergemeinschaften in Verbindung mit dem iterativen Trial-and-Error-Prozess, der den unternehmerischen Motor kennzeichnet, schwierig. Dies gilt jedoch nicht nur für digitale Assets – es ist eine wesentliche Dynamik, die neue Technologien während ihrer Entwicklung, Kommerzialisierung und Verbreitung erfahren. Im letzten Jahrzehnt gab es verschiedene Höhen und Tiefen im Digital Asset Ecosystem – die alle dazu führten, wo sich der Bereich heute befindet – und dies wird sich fortsetzen, wenn neue technische Funktionalitäten entwickelt werden und man auf neue Probleme stößt, für die die Funktionalität von Digital Asset Networks neuartige Lösungen bieten.“

1 https://www.coingecko.com/en/global_charts

2 https://www.cnbc.com/2021/11/12/backblaze-ipo-takes-opposite-approach-to-rivian-going-public-small.html 

3 https://www.finextra.com/pressarticle/89905/ftx-hits-25bn-valuation-on-420m-funding-round

4 https://www.coingecko.com/en/coins/high_volume

5 https://blog.twitter.com/en_us/topics/product/2021/bringing-tips-to-everyone

6 https://muun.com/

7 https://pine.pm/

8 https://bluewallet.io/

9 https://azte.co/

10 https://uniswap.org/

11 https://aave.com/

12 https://yearn.finance/

13 https://opensea.io/

14 https://www.marketwatch.com/story/videogames-are-a-bigger-industry-than-sports-and-movies-combined-thanks-to-the-pandemic-11608654990

15 https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-11-08/tencent-gets-respite-from-crackdown-with-league-of-legends-hits

16 https://axieinfinity.com/

17 https://www.wisdomtree.com/blog/2021-11-11/welcome-to-the-metaverse

18 https://www.theblockcrypto.com/linked/124276/bitcoin-taproot-activated

19 https://ethereum.org/en/eth2/

20 https://www.wisdomtree.eu/en-gb/blog/2021-11-10/digital-asset-networks-are-like-train-lines

 

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Marktkommentar von Benjamin Dean, Director, Digital Assets bei WisdomTree

 

Digital Asset Networks sind wie Bahnlinien1. Ein wesentliches Merkmal, das ein effizientes und letztlich nützliches Eisenbahnnetz ausmacht, ist die Interoperabilität. Dies ist im Jahr 2021 nicht sofort offensichtlich, da die meisten Menschen an interoperable Eisenbahnnetze gewöhnt sind. Wer schon einmal an einer Landesgrenze umsteigen musste, hält diese Eigenschaft nicht für selbstverständlich – auch die Menschen in den 1850er Jahren taten dies nicht. Der gleiche Bedarf an Interoperabilität ist im gesamten digitalen Asset-Ökosystem offensichtlich geworden – und Entwickler arbeiten an Lösungen. Die Netzwerke, die in der Lage sind, „Brücken“ zu bauen und miteinander zu „kommunizieren“, werden letztendlich mehr Nutzen bringen – und damit einen höheren Wert schaffen.

Viele Menschen nutzen verschiedene Formen des Schienenverkehrs, ohne eine Sekunde über die Interoperabilität zwischen den Linien nachzudenken, die sie nutzen. Das war nicht immer so. Jahrzehntelang waren die ersten Bahnlinien genau: Linien. Jede wurde nach den Standards gebaut, die die Ingenieure angesichts der Anforderungen der Bahnlinie für angemessen hielten. Dies führte dazu, dass auf verschiedenen Strecken unterschiedliche Spurweiten verwendet wurden. Daher konnten Zugwaggons nicht ohne weiteres von einem Gleis auf ein anderes umgestellt werden – was mit einem hohen Zeitaufwand und hohen Kosten, bedingt durch das Umsteigen der Personen und/oder den Transfer der Fracht von einem Gleis zum anderen, verbunden war. Als diese Transaktionskosten deutlich wurden, wurden Lösungen entwickelt, die in einigen (nicht allen2) Ländern standardisierte Spurweiten beinhalteten.

Standardisierte Spurweiten sind … wichtig. (Quelle:3)

Ein ähnliches Phänomen lässt sich bei Digital Asset Networks beobachten. Der Code jedes Netzwerks ist in einer bestimmten Sprache geschrieben, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Das Endergebnis ist, dass viele dieser Netzwerke nicht mit den anderen „kommunizieren“ können. Dies erhöht die Schwierigkeit und die Kosten für Personen, die mehrere Dinge in diesen Netzwerken tun möchten.

Der Raum entwickelt sich jedoch weiter. Seit einigen Jahren werden eine Reihe von „Brücken“ zwischen verschiedenen Netzwerken entwickelt. Einfach ausgedrückt: „Eine Brücke in der Kryptowelt ist wie eine Brücke in der physischen Welt. Sie verbinden zwei unterschiedliche Standorte oder Gemeinschaften, sodass Verkehr und Ressourcen frei hin und her fließen können4.“ Diese Brücken ermöglichen es, Transaktionen in einem Netzwerk durchzuführen, die in einem anderen Netzwerk erkannt werden. Technisch gesehen „verpacken“ Personen Münzen oder Token so, dass diese Münzen oder Token in verschiedenen Netzwerken verwendet werden können. WBTC (wrapped bitcoin), bei dem es sich um Bitcoin in einem Ethereum-kompatiblen Wrapper handelt, ist ein solches Beispiel. Diese Lösung hat sich weitgehend bewährt – derzeit gibt es rund 13 Milliarden US-Dollar5 an verpackten Bitcoins – und das ist nur WBTC.

Ein weiterer Bereich, in dem eine größere Konnektivität zu beobachten ist, ist das Aufkommen interoperabler Protokolle. Dies lässt sich wie Eisenbahnlinien mit variabler Spurweite vorstellen6. Anstatt zu versuchen, einen exklusiven Raum zu schaffen, der die Benutzer einschränkt, haben sich einige der am schnellsten wachsenden Projekte entschieden, ihre Software so zu schreiben, dass ihre Dienste über verschiedene Netzwerke hinweg nutzbar sind. Die größten dezentralen Börsen haben früh erkannt, dass Interoperabilität notwendig ist. Curve, die derzeit größte dezentrale Börse mit einem Gesamtwert von 17 Milliarden US-Dollar7, ist mit sieben verschiedenen Protokollen interoperabel. SushiSwap ist der beste seiner Klasse – er ist mit dreizehn Protokollen interoperabel8. Dies geht jedoch über den Austausch hinaus. Aave, das Kredit-/Darlehenspools bereitstellt und daher so viel Liquidität wie möglich benötigt, ermöglicht, dass ihr Kredit-/Darlehensprotokoll in den Netzwerken Ethereum, Polygon und Avalanche verwendet werden kann.

Das digitale Asset-Ökosystem wächst und entwickelt sich weiter – genauso wie Zuglinien separat gebaut und dann zu den heute existierenden Netzwerken weiterentwickelt wurden. Die gute Nachricht ist, dass eine nachträgliche Implementierung der Interoperabilität in digitale Asset-Netzwerke, sei es über Brücken oder direkt über Protokollaktualisierungen, viel weniger kapitalintensiv ist, als Schienen aufzureißen und durch Schienen anderer Spurweite zu ersetzen. Dies ist eines der wesentlichen Merkmale von Software. Es kann damit gerechnet werden, dass Interoperabilität in den Teilen des Ökosystems eine Rolle spielt, die eine kritische Masse erreichen und aufrechterhalten – und dann letztendlich ihren Benutzern einen größeren Nutzen und Mehrwert bieten.

1 https://medium.com/hackernoon/bitcoin-analogies-7066c58df9ec

2 https://en.wikipedia.org/wiki/Rail_gauge_in_Australia

3 https://civilcrews.com/gauges/

4 https://medium.com/chainsafe-systems/bridges-in-crypto-space-12e158f5fd1e

5 https://www.coingecko.com/en

6 https://en.wikipedia.org/wiki/Variable_gauge

7 https://defillama.com/protocols

8 https://defillama.com/protocols

 

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Marktkommentar von Benjamin Dean, Director, Digital Assets bei WisdomTree

 

Die Geldpolitik variiert zwischen verschiedenen digitalen Asset-Netzwerken (wie beispielsweise  Bitcoin und Ethereum). Dies fließt in das Wertversprechen ein, das von verschiedenen Netzwerken präsentiert wird. Wie und warum unterscheiden sie sich und was bedeutet das für Anleger?

Die Bank of England betrachtet den Begriff „Geldpolitik“ als „die Maßnahmen, die eine Zentralbank oder eine Regierung ergreifen kann, um zu beeinflussen, wie viel Geld sich in der Wirtschaft eines Landes befindet und wie viel es kostet, Kredite aufzunehmen“. Wird dieses Konzept auf digitale Asset-Netzwerke wie Bitcoin oder Ethereum übertragen, kann man sich die Geldpolitik für digitale Assets als das Mittel vorstellen, mit dem die Menge an Coins (Kryptowährungen) oder Token im Laufe der Zeit im/durch/für das digitale Asset-Netzwerk bestimmt wird. Diese Bestimmung ist in einem Softwarecode geschrieben, kann aber von einer Firma, einer Gruppe von Netzwerkbenutzern oder einer anderen Partei bestimmt werden. Die Variation hilft, digitale Asset-Netzwerke voneinander zu unterscheiden, hilft bei der Gestaltung von Wertversprechen – und bietet letztendlich eine Grundlage für die Investment-Allokation.

Wie unterscheidet sich die Geldpolitik in den digitalen Asset-Netzwerken?

Die Geldpolitik von Bitcoin ändert sich nicht. Das Gesamtangebot an Bitcoins ist begrenzt: Es werden immer nur 21 Millionen Bitcoins geschaffen1. Damit dieses Limit geändert werden kann, wäre die Zustimmung2 der Mehrheit der über 10.000 Bitcoin-Knoten3 erforderlich, auf denen die Open-Source-Software ausgeführt wird. In der Vergangenheit gab es Uneinigkeit darüber, wie viele Bitcoins geschaffen werden sollen, was zu „fest zusammenhängenden“ Bitcoin-Varianten (z.B. Bitcoin Cash) geführt hat. Die Menge der neu geschaffenen Bitcoins nimmt mit der Zeit ab. Alle vier Jahre wird die Menge an Bitcoins um 50 Prozent reduziert („die Halbierung“4). Der letzte Bitcoin wird ungefähr 2140 geschürft. In diesem Sinn ist Bitcoin inflationär (das heißt: Es wird jeden Tag mehr Bitcoin bis 2140 geschürft), aber die geschaffene Menge nimmt mit der Zeit ab (deflationär). Dies führt dazu, dass einige Bitcoin mit „digitalem Gold“ vergleichen, was einen gewissen Sinn ergibt, bis man bedenkt, dass die Menge des neu geförderten Goldes als Reaktion auf den Goldpreis zu jedem Zeitpunkt steigt / sinkt. Dies geschieht bei Bitcoin nicht – die Anzahl der erzeugten Bitcoins steigt bei einem festen Zeitplan.

Die Geldpolitik von Ethereum kann und hat sich in der Vergangenheit geändert. Jedes Jahr werden 18 Millionen neue Ether geschaffen. Es gibt keine Obergrenze für die Gesamtmenge an Ether, die erzeugt werden kann. Dies führt dazu, dass einige ihre Geldpolitik als inflationär bezeichnen. Jüngste Änderungen am Ethereum-Quellcode wurden von einer ausreichenden Anzahl von Knoten übernommen, um zu einer Änderung der Geldpolitik zu führen. Dies wurde als „London Hard Fork“ bezeichnet5, das aufgrund der Umsetzung des Ethereum Improvement Proposal 1559 entstand. Immer wenn jemand das Ethereum-Netzwerk nutzt, wird jetzt und in Zukunft ein Teil der an die Miner gezahlten Gebühr „verbrannt“ (das heißt, aus dem Angebot genommen und vernichtet). Das hat zu einer Situation geführt, in der an manchen Tagen mehr Ether verbrannt als neu geschaffen wurde, was man als „deflationär“ bezeichnen könnte.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener digitaler Asset-Netzwerke – jedes mit seiner eigenen Geldpolitik, die auf seine funktionalen Bedürfnisse abgestimmt ist. Tether (USDT) ist beispielsweise ein Token, der einem US-Dollar entspricht. Der Emittent von Tether behauptet, dass USDT durch Bankreserven und Kredite gedeckt ist, die dem Wert des im Umlauf befindlichen USDT entsprechen oder diesen übersteigen6. Diese repräsentativen Token werden über viele verschiedene digitale Asset-Netzwerke (zum Beispiel Ethereum, Tron und Algorand) verteilt. Im Gegensatz dazu kann der BNB-Token, der von der Digital Asset Exchange Binance ausgegeben wird7, nach Belieben des Binance-Unternehmens erstellt oder verbrannt werden. Tatsächlich wird jedes Quartal eine bestimmte Menge an BNB-Token verbrannt.

Wie kann die Geldpolitik für digitale Vermögenswerte die Investment-Allokation beeinflussen?

Die Geldpolitik für verschiedene digitale Asset-Netzwerke kann sich auf den erwarteten Marktpreis der betreffenden Coins oder Token auswirken. Betrachten lässt sich dies in Bezug auf Nachfrage und Angebot. In einer Situation, in der immer weniger Coin/Token erzeugt werden (deflationär), verbunden mit einer erhöhten Nachfrage nach Coin/Token, würde man erwarten, dass der Preis steigt. Bei einem Coin/Token, bei dem das Angebot nicht begrenzt ist (inflationär), muss die Nachfrage ausreichen, um das steigende Angebot im Laufe der Zeit zu absorbieren, damit die Preise stabil bleiben oder steigen.

Einige Anleger mögen sich mit einer Geldpolitik wohler fühlen, die sich im Laufe der Zeit nicht ändern kann.  Andere bevorzugen möglicherweise eine Situation, in der sich die Geldpolitik als Reaktion auf sich ändernde Bedürfnisse oder Bedingungen ändern kann (zum Beispiel Netzwerkskalierung und höhere Rentabilität). Dies kann jedoch je nach (Unternehmens-) Governance der Organisation, die in der Lage ist, die Geldpolitik zu ändern, mit Risiken verbunden sein.

Schließlich kann der digitale Asset-Raum in dem Sinn als inflationär bezeichnet werden, dass neue Münzen und Token von jedem geschaffen werden können, der die technischen Fähigkeiten dazu besitzt. Das Wachstumspotenzial wird nur durch das Ausmaß begrenzt, in dem die Menschen neue Bedürfnisse haben, die im Laufe der Zeit befriedigt werden müssen. Jeder Ökonom wird sagen, dass diese grenzenlos sind.

1 https://www.miamigov.com/files/sharedassets/public/bitcoin.pdf

2 https://river.com/learn/can-bitcoins-hard-cap-of-21-million-be-changed/

3 https://bitnodes.io/. Ein Bitcoin-Knoten ist jeder Computer, der eine Bitcoin-Implementierung ausführt und die gesamte Blockchain speichert.

4 https://www.bitcoinblockhalf.com/

5 https://www.gemini.com/cryptopedia/ethereum-improvement-proposal-ETH-gas-fee

6 Tether’s issuer claims that USDT is backed by bank reserves and loans which match or exceed the value of USDT in circulation

7 https://www.gfinityesports.com/cryptocurrency/bnb-burn-schedule-next-binance-coin-burn-date-how-much-bnb-burned-meaning/

 

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Marktkommentar der Boerse Stuttgart Digital Exchange GmbH

 

Das letzte große Bitcoin-Upgrade ist bereits vier Jahre her und spaltete damals die Community – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Update namens SegWit ging 2017 an den Start und führte effizientere Transaktionen auf der Bitcoin-Blockchain ein. Gleichzeitig sorgte das Update für einen so genannten „hard fork“, eine Abspaltung im Bitcoin-Netzwerk. Ab diesem Zeitpunkt gab es nicht nur Bitcoin, sondern auch die Kryptowährung Bitcoin Cash. Beim neuen Upgrade namens Taproot geht nun aber alles friedlicher zu: Es wurde bereits im Sommer von 90 Prozent der Miner bestätigt. Das heißt aber nicht, dass das ambitionierte Update keine großen Auswirkungen hat. Ganz im Gegenteil: Taproot dürfte ebenso wie SegWit weitreichende Bedeutung für die Bitcoin-Blockchain haben.

Erneuerungskur für die älteste Kryptowährung

Taproot soll im November an den Start gehen, ins Spiel gebracht wurde das Update jedoch bereits 2018. Schon damals war man sich sicher, dass die Zahl der Transaktionen auf der Blockchain stetig zunehmen würde. Die Neuerungen sollen die Bitcoin-Blockchain daher noch agiler und flexibler machen. Zudem ebnet Taproot den Weg für wichtige technologische Neuerungen, so dass Bitcoin der innovativen Konkurrenz im Krypto-Markt weiter auf Augenhöhe begegnen kann. Denn auch wenn Bitcoin noch immer das bekannteste digitale Asset am Markt ist, mussten auch Fans der Kryptowährung zugeben, dass andere Assets wie Ethereum in einigen technischen Fragen bislang die Nase vorne haben. Mit Taproot könnte Bitcoin jetzt aber beweisen, dass es längst nicht zum alten Eisen gehört und innovative Entwicklungen vorantreiben kann. Eine Neuerung durch das Upgrade: Statt mehrerer öffentlicher Schlüssel wird bei Zahlungen nur noch ein einziger öffentlicher Schlüssel erzeugt. Die Signaturen der Transaktionsteilnehmer sind in diesem Verfahren zusammengefasst, dadurch verringert sich die Bytegröße. Folglich passen mehr Daten in einen Block, Blöcke können schneller validiert werden und Nutzer dürfen sich über niedrigere Transaktionsgebühren freuen.

Bitcoin-Blockchain wird noch smarter

Taproot verbessert also die Effizienz der ältesten Kryptowährung. Aber die wohl wichtigste Neuerung besteht darin, komplexere Smart Contracts auf der Bitcoin-Blockchain zu ermöglichen. Hinter dem Konzept der Smart Contracts verbergen sich Computerprotokolle, die Vereinbarungen zwischen mehreren Vertragsparteien festlegen, prüfen und automatisiert ausführen. Bei dieser Technologie hatte Ethereum bislang die Nase vorne. So baut zum Beispiel fast der gesamte Sektor der Decentralized Finance (DeFi) auf der Blockchain des zweitgrößten Krypto-Assets auf. Klassische Finanzkonzepte und -produkte, wie etwa Darlehen, Versicherungen und Verzinsungen, werden über dezentrale Netzwerke bereitsgestellt. Intermediäre und zentrale Institutionen wie Banken und Zahlungsdienstleister fallen dabei weg. Dem Krypto-Sektor haben diese innovativen Anwendungen zusätzlichen Schwung verschafft.

Bitcoin bleibt vielseitig

Da der Großteil der dezentralen Anwendungen mittels Smart Contracts auf der Ethereum-Blockchain ausgeführt wird, hat dieses Krypto-Asset derzeit eine Schlüsselrolle im DeFi-Bereich inne. Doch mit dem Taproot-Upgrade könnte sich das ändern. Denn dann könnte auch Bitcoin in der Lage sein, komplexere Protokolle auf seiner Blockchain auszuführen. Bitcoin könnte sich somit Zutritt zum DeFi-Markt verschaffen und zeigen, dass auch die älteste Kryptowährung innovative Technologien zu adaptieren versteht.

 

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Sparen und Anlegen. In Zeiten von Apps und Online-Plattformen zum Handeln von Aktien, Krypto und neuerdings auf NFTs kann schon mal der Überblick verloren gehen.

 

Gerade NFTs haben in den letzten Monaten stark an Beliebtheit zugelegt. 13 Prozent der Teilnehmenden einer aktuellen CLARK-Studie geben an, schon einmal etwas von NFTs gehört zu haben [1]. Zum Vergleich: Vor einem halben Jahr waren es nur knapp die Hälfte davon (7 Prozent) [2]. Der digitale Versicherungsmanager CLARK gibt Aufschluss darüber, worauf Besitzer:innen von NFTs oder anderen digitalen Assets achten sollten.

Was sind eigentlich NFTs?

Sie sind im Augenblick in der Krypto-Szene und dem Kunstmarkt in aller Munde: Non-Fungible-Tokens, kurz NFTs. Doch wie genau unterscheiden sich NFTs von digitalen Währungen? Kryptowährungen sind fungible. Dies bedeutet, dass alle Token einer bestimmten Kryptowährung den gleichen Vermögenswert darstellen und untereinander austauschbar sind. NFTs dagegen repräsentieren einzigartige Assets und besitzen daher unterschiedliche Vermögenswerte, sind also nicht austauschbar. Es handelt sich demnach nicht um eine Währung, sondern um einzigartige, limitierte, digitale Kunstgegenstände, die den Nerv zeitgenössischer Sammler voll und ganz treffen. Und diese digitale Dateien können in der realen Welt zigtausende Euros in Auktionen erreichen. So erzielt beispielsweise ein Clip, indem LeBron James einen Korb beim Basketball macht, 200.000 Euro [3] und Twitter-Chef Jack Dorsey versteigerte eine digitale Kopie des allerersten Tweets für 2.4 Millionen Euro [4]. Auch wenn dies ganz besonders außergewöhnliche Beispiele sind, so zeigen sie trotzdem, dass hinter digitalen Collectables ein Millionengeschäft heranwächst.

In Deutschland bleibt der große Hype um NFTs bislang aus. Dennoch zeigt sich eine deutliche Steigerung von Bekannt- und Beliebtheit. Demnach haben 13 Prozent der Deutschen schon mal von NFT gehört. Das ist fast eine Verdoppelung der 7 Prozent von vor einem halben Jahr. Im Frühjahr gaben nur jeweils 1 Prozent an, NFTs zu besitzen oder in naher Zukunft zu erwerben [2]. Aktuell sind es 3 Prozent der Deutschen, die angeben bereits NFTs zu besitzen und 5 Prozent planen die Anschaffung in der Zukunft [1]. Ein Großteil der Deutschen (71 Prozent) gibt an, noch nie von NFTs gehört zu haben. Und genau darin sehen aktuell viele die Chance ein Schnäppchen zu machen oder in einem Markt mit hohem Wachstumspotenzial zu investieren.

NFTs, Bitcoins und Co.: Absicherung gegen Gefahren im Netz

Beim Verwalten seiner digitalen Assets ist Aufmerksamkeit geboten: Nicht nur der frühere Ripple CTO Stefan Thomas vergaß das Passwort zu seinem Bitcoin Wallet und verlor so den Zugang zu 7.200 Bitcoins, was einem aktuellen Wert von knapp 350 Millionen Euro entspricht [5]. Experten schätzen, dass täglich insgesamt 1.500 Bitcoins aufgrund von vergessenen oder verloren gegangenen Wallet-Keys von der Bildoberfläche verschwinden [6]. Es empfiehlt sich also Zugangsdaten an einem sicheren Ort aufzubewahren.

Die Vergesslichkeit stellt nicht die einzige Gefahr für Eigentümer:innen von digitalen Assets, wie NFTs, dar. Durch das vermehrte Home Office während der andauernden Pandemie werden viele zur Zielscheibe für Hackerangriffe. Tatsächlich sind Cyberangriffe mit Bezug zu COVID-19 im vergangenen Jahr vermehrt aufgetreten [7]. Für den Fall, dass Passwörter und PINs gestohlen werden, gibt es Versicherungen die unterstützen können.

Viele Versicherungen greifen auch online: Beispielsweise stufen neuere Hausratversicherungen das Hacken eines Computers und den dadurch entstehenden Schaden z.B. bei Verwendung/stehlen der Online-Banking-Daten als Einbruch ein. Zu beachten ist, dass diese nur dann für Schäden aufkommen, wenn die Bank die Verantwortung für den Fall ablehnt. Zusätzlich gibt es Policen, die speziell gegen Risiken durch Cyberkriminalität absichern: Eine Cyber Risk Versicherung kann unter anderem Unterstützung bei der Datenrettung nach einem Hackerangriff und beim Entfernen rufschädigender Inhalte im Internet bieten. “Sowohl bei der Absicherung über die Hausratversicherung, als auch durch eine Cyber-Risk-Versicherung setzen Versicherer voraus, dass ein entsprechender Anti-Virus-Schutz vorhanden ist und auch die Daten als solche mit einem sicheren Passwort geschützt sind”, so Co-Gründer und COO von CLARK Dr. Marco Adelt.

“Wichtig ist hierbei, genau in die Vertragsbedingungen zu schauen. Viele neue Policen schließen Schäden an Dritten durch Cyberkriminalität mit ein – ältere Verträge sollten daher unter Umständen geprüft und zum Laufzeitende gewechselt werden,” so Adelt weiter. Nicht nur durch Corona nimmt die Gefahr durch Cyberkriminalität zu. “Verbrauchende sollten ihre bestehende Versicherungssituation von einem unabhängigen Experten vor dem Hintergrund der persönlichen Bedürfnisse und Gewohnheiten überprüfen lassen und Policen so wählen, dass sie auch gegen die Folgen von Internetkriminalität schützen”, so Adelt abschließend.

[1] Hinweis zur Studie: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1025 Personen zwischen dem 20. und 24.09.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

[2] Hinweis zur Studie: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1005 Personen zwischen dem 31.03. und 05.04.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

[3]https://www.cnbc.com/2021/02/28/230-million-dollars-spent-on-nba-top-shot.html

[4]https://t3n.de/news/2-5-millionen-tweet-jack-dorsey-nft-1364112/

[5]https://ots.de/87gz2X

[6]https://ots.de/RjgHfU

[7]https://ots.de/HMDuiR

 

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Umfrage: Kryptowährungen bei Investoren beliebt, die Finanzberatung in Anspruch nehmen

 

Eine von WisdomTree, Sponsor von Exchange-Traded Funds („ETF“) und Exchange-Traded Products („ETP“), in Auftrag gegebene Studie[1] hat ergeben, dass mehr als acht von zehn (83 Prozent) deutschen Beratern mit ihren Kunden über eine Investition in Kryptowährungen gesprochen haben. Dabei beabsichtigt fast ein Drittel der Kunden (29 Prozent), unabhängig von der Beziehung zu ihren Beratern in die Anlageklasse zu investieren.

Im Rahmen dieser von der unabhängigen Forschungsagentur CoreData Research durchgeführten Studie wurden 600 professionelle Investoren in Europa befragt, von Wholesale-Finanzberatungsunternehmen bis hin zu Vermögensverwaltern und Family Offices. Die Investoren, die an der Umfrage teilgenommen haben, verwalten ein Vermögen von ca. 400 Milliarden Euro.

Obwohl die Regulierungslandschaft ein herausforderndes Umfeld für deutsche Finanzberater und ihre Kunden schaffen könnte, wird die Regulierung derzeit nicht als größtes Hindernis für Allokationen in Kryptowährungen betrachtet. 34 Prozent der deutschen Berater gaben an, Volatilität sei der häufigste Grund dafür, dass sie noch keine Allokationen in Kryptowährungen getätigt hätten. Die nächsten häufigsten Hindernisse für deutsche Finanzberater sind ein Mangel an Regulierung (33 Prozent) und ein geringes Vertrauen (29 Prozent). Bei beiden handelt es sich um bedeutende Barrieren im Hinblick auf eine Kapitalanlage in Kryptowährungen.

Sowohl das Bewusstsein für digitale Assets als auch die Investitionen in die Anlageklasse sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Viele professionelle Investoren sind mit der Rolle von digitalen Assets in einem Portfolio vertraut.  Fast die Hälfte (45 Prozent) der deutschen Berater sind davon überzeugt, dass digitale Assets aufgrund ihrer geringen Korrelation als Diversifizierung im Portfolio genutzt werden können. Weitere 20 Prozent sind der Ansicht, dass sie genutzt werden können, um Renditen über dem Marktdurchschnitt zu erwirtschaften. Eine Allokation in Kryptowährungen von ein bis zwei Prozent wurde von einem Drittel (34 Prozent) der europäischen Finanzberater als angemessen betrachtet.

Jason Guthrie, Head of Digital Assets bei WisdomTree, Europa, kommentiert: „Kryptowährungen sind neue Vermögenswerte und können in Portfolios auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Bei einer Kategorisierung aller Assets auf dieselbe Weise werden Nuancen und unterschiedliche Anwendungsfälle von Coins ignoriert. Coins mit einer extrem hohen Marktkapitalisierung, wie Bitcoin und Ether, unterscheiden sich deutlich von der großen Auswahl an Altcoins, die auf dem Markt verfügbar sind. Trotz der diesjährigen Volatilität hat die Nachfrage nach digitalen Assets nicht nachgelassen. Deshalb müssen Berater vorausschauend handeln und sicherstellen, dass die Portfolios ihrer Kunden effektiv verwaltet und die Risiken bei Investments in diese neue Anlageklasse minimiert werden.“

Auf die Frage nach der Risikobereitschaft seit Beginn der COVID-19-Pandemie gab fast die Hälfte (47 Prozent) der Berater in Europa an, dass ihre Kunden risikoreichere Investments anstrebten. Gründe dafür könnten möglicherweise die steigende Inflation sowie niedrige Zinsen sein. In Deutschland beobachteten 55 Prozent der Befragten einen Anstieg der Nachfrage nach risikoreicheren Anlagen, während 32 Prozent die Risikobereitschaft als unverändert wahrnahmen.

Aufgrund der hohen Volatilität auf dem Markt für Kryptowährungen im Jahr 2021 wird es für Berater immer wichtiger, dass sie ihre Kunden durch Informationsmaterial und Research unterstützen können.

Jason Guthrie kommentiert abschließend: „In der EU stellen wir fest, dass die Berater einen Zugang zu Kryptowährungs-ETPs ermöglichen und ihre Kunden so bei der Stange halten. Doch für die meisten Finanzberater stellt dies immer noch eine Herausforderung dar. Ein Investment über ETPs ermöglicht ein Engagement in dem zugrunde liegenden Vermögenswert, ohne dass der Investor dazu öffentliche oder private Schlüssel verwalten muss. Die Kunden brauchen sich also keine Gedanken um die Aufbewahrung von Coins in digitalen Wallets zu machen und erhalten zudem besseren Zugang zu Beratungsdienstleistungen und Informationsmaterial. Wenn die Kunden eines Beraters vorhaben, unabhängig von der Beziehung zu ihrem Berater in Kryptowährungen zu investieren, sollte sich dieser über die Anlageklasse informieren und seinen Kunden selbst den Weg zu Kryptowährungen weisen – das minimiert das Kapitalrisiko. Risikomanagement und Information sollten Priorität haben, vor allem bei einer so neuen und sich schnell entwickelnden Anlageklasse.“

[1] Quelle: CoreData Research, Pan-Europe Professional Investor Survey Research, Juni/Juli 2021

 

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Bain-Analyse des Markts für digitale Zahlungsmittel

 

Im Geschäft mit Kryptowährungen bahnt sich eine Zeitenwende an. Nach den Sturm- und Drangjahren mit enormen Kursschwankungen, in denen insbesondere private Anleger auf unregulierten Onlinemarktplätzen gehandelt haben, beginnt eine Ära der Professionalisierung. Institutionelle Anleger forcieren die Weiterentwicklung von Bitcoin und ähnlichen digitalen Zahlungsmitteln hin zu einer eigenständigen Assetklasse. In welcher Geschwindigkeit sich dieser Wandel vollzieht, zeigt eine aktuelle Marktanalyse der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company.

Kryptohandelsvolumen explodiert

Danach sind die weltweiten Umsätze allein im Handel mit Kryptowährungen von 2016 bis 2020 von rund 2 Milliarden US-Dollar auf etwa 13 Milliarden US-Dollar gestiegen (Abbildung). Im gleichen Zeitraum explodierte das Handelsvolumen förmlich. Es schnellte von circa 400 Milliarden US-Dollar auf zuletzt rund 9,6 Billionen US-Dollar hoch. Das ist mehr als das Vierfache des Handelsvolumens an den großen deutschen Handelsplätzen Xetra, Börse Frankfurt und Tradegate Exchange im Jahr 2020. Dabei entfielen im vergangenen Jahr nur noch 20 Prozent der Kryptotransaktionen auf die vor allem von privaten Anlegern genutzten Marktplätze. Das von institutionellen Anlegern dominierte außerbörsliche OTC-Geschäft (“Over the Counter”) vereinigte bereits 35 Prozent des Handels auf sich. Drei Jahre zuvor waren es gerade einmal 5 Prozent gewesen. Noch dynamischer entwickelte sich der Markt für Derivaten: Er stand 2020 für 45 Prozent des gesamten Handelsvolumens.

“Der Markt für Kryptowährungen institutionalisiert sich”, stellt Dr. Christian Graf, Bain-Partner und Finanzmarktexperte, fest. Professionelle Anleger bevorzugten den OTC-Handel vor allem wegen der höheren Flexibilität. Mit Derivaten sicherten sie sich zunehmend gegen die unverändert bestehenden Ineffizienzen und hohe Volatilität im Markt ab. Angesichts des milliardenschweren Engagements institutioneller Anleger ist aus Grafs Sicht der Point of no Return überschritten: “Wir erleben die Entstehung einer neuen Assetklasse.”

Hohe Wachstumsdynamik im B2B-Geschäft

Dies zeigt auch eine Aufschlüsselung der Umsätze nach Marktteilnehmern. Danach stand das B2C-Geschäft – angefangen beim Käufer einer einzelnen digitalen Währungseinheit bis hin zu vermögenden Day-Tradern – noch für die Hälfte aller Umsätze. Der entscheidende Grund für den im Vergleich zu den Handelsvolumina großen Umsatzanteil liegt in den deutlich höheren Gebühren, die Privatanleger bei Transaktionen zahlen. Weitere 20 Prozent entfielen auf das B2B2C-Geschäft mit zwischengeschalteten Brokern, insbesondere Fintechs beziehungsweise Neo-Broker. Das reine B2B-Geschäft zwischen professionellen Trading-Unternehmen, Brokern, Banken, Vermögensverwaltern und anderen institutionellen Akteuren vereinigte 2020 bereits rund 30 Prozent auf sich.

“Vor allem das B2B-Geschäft wird stark zulegen”, ist Karl Gridl, Associate Partner bei Bain und Kapitalmarktexperte, überzeugt. “Institutionelle Anleger positionieren sich im Markt. Sie erwarten eine leistungsstarke Infrastruktur und ein Angebot auf dem Niveau klassischer Assetklassen.” Entsprechend vielfältig sind die Chancen, die sich für Market Maker, Broker, Asset-Manager sowie weitere Finanzdienstleister ergeben. Das Spektrum reicht vom Gewährleisten eines hochliquiden, kostengünstigen Handels über das Bereitstellen einer sicheren Infrastruktur für die Verwahrung bis hin zum Auflegen von Produkten wie Kryptofonds. “Neue Milliardenmärkte bilden sich heraus”, so Gridl. “Das Umsatzpotenzial einer vollständigen Kryptowertschöpfungskette ist um ein Vielfaches höher als das, was im Handel steckt.” Für etablierte Finanzdienstleister ist dabei von entscheidendem Vorteil, dass sie das Vertrauen institutioneller Anleger haben. Mit einer zügigen Standardisierung könnten sie die Einstiegshürden für große Kunden senken und mit entsprechenden Produkten Risiken und Volatilität begrenzen.

Schnelles Handeln unerlässlich

Voraussetzung für das Entstehen von Zukunftsmärkten ist die Erarbeitung neuer Regelwerke und die Weiterentwicklung der Technologie. Insbesondere der Energieverbrauch von Kryptowährungen stößt vielerorts auf Kritik. Doch mittlerweile wird mit der Fortentwicklung von Systemen wie Ethereum alles darangesetzt, den Stromverbrauch für die einzelnen Blockchain-Transaktionen zu reduzieren.

Zugleich schaffen staatliche Aufsichtsbehörden rund um den Globus den nötigen Rahmen für eine Professionalisierung des Kryptomarkts. Meilensteine in Deutschland waren beispielsweise die Regelung des Kryptoverwahrgeschäfts sowie das Gesetz über elektronische Wertpapiere, während in der Schweiz mit der DLT-Gesetzgebung (Distributed-Ledger-Technologie) ein wichtiger Schritt nach vorne gemacht wurde. In den USA zeigt sich die Börsenaufsicht SEC inzwischen offen für kryptobasierte ETFs. Zahlreiche Anbieter stehen bereits in den Startlöchern. China wiederum verfolgt einen restriktiven Kurs, das Land arbeitet an einer eigenen elektronischen Währung.

Vielerorts ist damit die Grundlage für eine Erweiterung des Kryptomarkts über den bislang dominierenden Handel hinaus geschaffen. Dessen Basistechnologie, die Blockchain, eröffnet die Möglichkeit, Transaktionen in weiteren Assetklassen wie Immobilien oder Private Equity transparent und sicher abzubilden. Weitere Optionen bestehen perspektivisch in der Erbringung von finanzwirtschaftlichen Dienstleistungen in dezentralen Netzwerken. Allerdings ist Eile geboten. “Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, den gesamten Finanzmarkt fundamental zu verändern”, betont Bain-Partner Graf. “Banken, Börsen und andere Finanzdienstleister sollten daher so schnell wie möglich Know-how aufbauen und diesen Zukunftsmarkt besetzen.”

 

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Das Fintech 21finance arbeitet fortan mit dem Bankhaus von der Heydt, einem der ältesten Institute Europas und zugleich Blockchain-Vorreiter, zusammen.

 

Das gemeinsame Angebot, das den bereits bestehenden digitalen Marktplatz von 21finance um Banking Services erweitert, richtet sich an Finanzinstitute und -intermediäre: Diese erhalten ab sofort die Möglichkeit, unter ihrer eigenen Marke eine regulierte und digitale Plattform, kombiniert mit klassischen Banklösungen, zu betreiben. Der modulare Aufbau der Plattform ermöglicht Kunden, flexibel und unkompliziert zwischen einzelnen Leistungen wie z.B. dem Handel und der Verwahrung von traditionellen und tokenisierten Wertpapieren oder Kryptowährungen zu wählen.

Mit dem gemeinsamen Angebot erhalten Banken, Asset- und Wealth Manager, Emissionshäuser und Vertriebsorganisationen in ganz Europa einen schnellen und kostengünstigen Einstieg in den digitalen Direktvertrieb. Darüber hinaus profitieren sie von einem digitalen Rundumservice und einem direkten Zugang zu digitalen Assets. Das Komplettpaket beinhaltet neben dem Onboarding von natürlichen und juristischen Personen und dem Marktplatz, auf dem Finanzprodukte präsentiert werden können, auch emissionsspezifische Zeichnungsstrecken für tokenisierte und traditionelle Wertpapiere inklusive der Darstellung der getätigten Orders in einer Investmentübersicht.

Mit der Kooperation sind ab sofort die notwendigen Banking-as-a-Service Leistungen wie bspw. die Anbindung von Cash-Accounts, die Zahlstelle, die Verwahrung oder der Handel von traditionellen und tokenisierten Vermögensgegenständen, Haftungsdach-Dienstleistungen und vieles mehr verfügbar – und das Ganze digital.

Umsätze mit schlüsselfertigem digitalen Marktplatz steigern

„Die Nachfrage ist groß und wir erleben bei unseren Kunden einen steigenden Bedarf an plattformbasierten Lösungen. Durch unsere Kooperation mit 21finance können wir unseren Kunden ab sofort einen schlüsselfertigen digitalen Marktplatz für reale Vermögenswerte anbieten.“ – Philipp Doppelhammer, Mitglied der Geschäftsleitung Bankhaus von der Heydt.

„Zusammen mit dem Bankhaus von der Heydt geben wir ab sofort B2B-Kunden eine vollständig betreute Whitelabel-Technologie an die Hand, um ihre End-to-End-Angebote für private und öffentliche Platzierungen zu erstellen, zu skalieren und zu automatisieren. Durch die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette können die Kosten unserer Kunden deutlich gesenkt, neue Märkte und Umsatzkanäle erschlossen und dadurch die Umsätze gesteigert werden.“ – Max Heinzle, Gründer und CEO der 21finance.

„Die gemeinsam entwickelte Lösung zeichnet sich durch den agilen Aufbau der Plattform aus. Je nach Bedarf des jeweiligen Kunden und der vorhandenen Lizenzen können Leistungen hinzugebucht oder entfernt werden. Mit dieser Flexibilität können wir die Bedürfnisse unterschiedlichster Kunden erfüllen.“ – Sebastian Liebscher, Vice President Bankhaus von der Heydt.

Erweiterung des Leistungsangebots bereits jetzt geplant

Das gemeinsame Angebot wird stetig weiterentwickelt und an die Bedürfnisse des Marktes angepasst. Bereits heute wird an verschiedenen neuen Produktfeatures gearbeitet. Das Bankhaus von der Heydt und 21finance ermöglichen Banken und Finanzdienstleistern den vollständigen Einstieg in das Digital Banking, ohne traditionelle Anlagen vernachlässigen zu müssen.

 

Über 21.finance AG

Die 2017 gegründete 21.finance AG bietet mit ihrer Software-Lösung “Marketplace as a Service” (MaaS) Banken und Finanzintermediären die Möglichkeit, ihren eigenen Marktplatz zu erstellen und darüber ihre Produkte zu vertreiben. Mit ihrem eigenen digitalen und gesetzeskonformen Onlineshop für Finanzprodukte können die Kunden des Fintechs ihre Vertriebskanäle optimieren, um Assets under Management zu steigern, Betriebskosten zu senken, neue Kunden zu gewinnen und letztendlich neue Umsatzkanäle zu erschließen. Mit der Whitelabel-Lösung erhalten sie Zugang zu Software und Support-Services, um ihren Anlegern ein vollständig digitales und reguliertes Anlageerlebnis zu bieten.

Über das Bankhaus von der Heydt

Seit der Gründung im Jahre 1754 blickt das Bankhaus von der Heydt auf eine ereignisreiche Historie zurück. Bereits im Jahr 1835 wurde dort eine der ersten Wertpapieremissionen Deutschlands durchgeführt. Heute ist von der Heydt eine der ersten Banken, die die Blockchain-Technologie nutzt, um neue Wege in der Finanzwelt zu beschreiten.

 

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Marktkommentar der Boerse Stuttgart Digital Exchange GmbH

 

Am 7. September war Bitcoin-Day: In El Salvador wurde die wohl bekannteste Kryptowährung zum zweiten offiziellen Zahlungsmittel neben dem US-Dollar. Der mittelamerikanische Staat wagte als erste Nation weltweit diesen Schritt. Ein Meilenstein sollte es für die Krypto-Community werden. Doch die Märkte waren nicht überzeugt, der Tag endete mit einem veritablen Absturz des Bitcoins und zahlreicher anderer digitaler Assets. So sank die Marktkapitalisierung aller Krypto-Werte in der Spitze um 400 Milliarden Dollar. Warum das geschah und weshalb sich an den langfristig positiven Aussichten bei Krypto-Assets dennoch nichts ändert.

Staatlicher Gegenwind dämpft Krypto-Optimismus

Kaum hatte El Salvadors Staatspräsident Nayib Bukele den Startschuss für Bitcoin als zweite offizielle Landeswährung gegeben, rauschte der Bitcoin in die Tiefe und riss zahlreiche andere Werte wie Ethereum, Litecoin oder Cardano mit sich. Die älteste Kryptowährung gab innerhalb kürzester Zeit im zweistelligen Prozentbereich von 55.000 auf zwischenzeitlich 43.000 US-Dollar nach. Im Grunde kam der Einbruch wenig überraschend. Einerseits trennten sich zahlreiche Großanleger nach dem Börsenmotto „Buy the rumour, sell the news“ von ihren Bitcoin-Beständen. Andererseits wurde spekuliert, dass auch staatliche Stellen und Notenbanken sowie Hedgefonds, die sich Liquidität beschaffen wollten, ihren Beitrag zum Kurssturz geleistet haben könnten.

Abseits solcher Mutmaßungen scheint sicher: Krypto-Assets sind vielen staatlichen Institutionen durchaus ein Dorn im Auge. Durch ihre dezentrale Struktur und die daraus resultierende fehlende Möglichkeit der Kontrolle bedrohen Kryptowährungen und insbesondere Stable Coins als digitaler Dollar- oder Euro-Ersatz aus Sicht der Staaten die etablierten Währungs- und Zahlungssysteme. Wenig verwunderlich, dass Institutionen wie die Weltbank oder der IWF, Regierungen und Notenbanken das Experiment El Salvadors argwöhnisch betrachten und – in seltener Einmütigkeit von China über Europa bis in die USA – als unerwünscht einstufen.

El Salvador als Vorbild für Nachahmer?

El Salvdors Präsident Bukele verfolgt mit seinem Schritt ein hehres Ziel: Mehr Bürger des mittelamerikanischen Staates sollen Zugang zum Finanzsektor erhalten. Denn: Bislang haben rund zwei Drittel der rund 6,5 Millionen Einwohner kein Bankkonto. Bukele erhofft sich vom Bitcoin allerdings noch mehr: Die Kryptowährung soll Investitionen ins Land holen, Arbeitsplätze schaffen und die Transaktionsgebühren von Auslandsüberweisungen nach El Salvador senken. So ganz durchgedrungen scheinen diese Hoffnungen bei den Salvadorianern jedoch noch nicht – das zeigen die Proteste gegen die Einführung der Kryptowährung. Dennoch wird das Experiment weltweit genau beobachtet – vor allem von finanzschwächeren Nationen wie Kuba, Panama, Simbabwe oder der Ukraine. Ob diese oder andere Staaten Bitcoin ebenfalls als offizielles Zahlungsmittel einführen wollen, scheint derzeit eher fraglich. Denn die Einführung dürfte lang und beschwerlich sein.

Bitcoin – Freiheit versus Regulierung

Auch wenn der Bitcoin-Day am 7. September nur von – bislang – bescheidenem Erfolg gekrönt war, so wird doch deutlich, dass Kryptowährungen trotz aller Widerstände in der Finanzwelt angekommen sind. Digitale Assets wie Bitcoin, Ethereum, Tether oder Ripple versprechen die Schaffung globaler Währungen und eine Befreiung vom Staat und seinen regulierenden Institutionen – von möglichen Kursgewinnen einmal ganz abgesehen. Dem stehen jedoch die hohe Volatilität und die absehbaren Regulierungen gegenüber. Investitionen in Krypto-Assets setzen daher bei Anlegern in erster Linie starke Nerven, ein klares Risikomanagement und eine genaue Kenntnis der Krypto-Welt voraus.

Kryptowährungen und Blockchain-Technologie verändern die Finanzwelt

Stark schwankende Kurse oder skeptische Währungshüter können allem Anschein nach nicht verhindern, dass sich Krypto-Assets bereits als neue Anlageklasse etabliert haben. Vor allem die hinter Krypto-Assets stehende Blockchain-Technologie hat das Potenzial, die Finanzwelt nachhaltig zu verändern. Vor diesem Hintergrund dürfte das finanzielle Experiment El Salvadors weiterhin hohe Aufmerksamkeit genießen und ein Lackmustest für die Krypto-Anlageklasse sein. Gelingt das Bitcoin-Projekt El Salvadors allen Widerständen zum Trotz, dürfte es Nachahmer geben, die dem Beispiel des mittelamerikanischen Kleinstaates folgen – ein Domino-Effekt mit weitreichenden Folgen für die Finanzwelt.

 

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Jason Guthrie, Head of Digital Assets, Europe, WisdomTree, kommentiert im Folgenden Chinas Verbot von Krypto-Anlagen. 

 

„Am 24. September 2021 bekräftigte die People’s Bank of China (PBoC) ihren Standpunkt, dass digitale Vermögenswerte wie Bitcoin, Ether und Tether nicht den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels haben. Die PBoC stellte klar, dass sie Aktivitäten wie Marketing, Zahlung/Abrechnung und technische Unterstützung im Zusammenhang mit Krypto-Assets verbietet. Sie verschärft auch die Durchsetzung von Kryptobörsen oder Personen, die als zentrales Pendant für Kauf-/Verkaufsaktivitäten und die Ausgabe von Produkten für chinesische Kunden fungieren.

Obwohl es sich um eine relativ große Neuigkeit handelt, kam diese Wendung der Ereignisse nicht völlig unerwartet.

Die Botschaft der chinesischen Regulierungsbehörden in Bezug auf Krypto-Assets ist schon seit einiger Zeit konsistent.

Am 27. August 2021 kündigte die PBoC in einer Pressemitteilung1 ihren Plan an, Finanzinstituten die Entwicklung und Beteiligung an Krypto-Geschäften zu untersagen. In gewisser Weise war der Plan bereits öffentlich und der Markt wartete nur noch auf einen Zeitplan für die Umsetzung.

Die Ankündigung des Krypto-Verbots fällt zeitlich mit dem Vorstoß der Zentralbank für eine eigene digitale Währung zusammen.

Die PBoC hat kürzlich ihre digitale Zentralbankwährung (CBDC) in 28 Regionen eingeführt, darunter auch in führenden Wirtschaftsregionen. Innerhalb eines kurzen Zeitraums hat China seine eigenständige digitale Yuan-Mobile-App für fast 10 Prozent der Bevölkerung verfügbar gemacht2.

Wenn die PBoC die Einführung der CBDC vorantreibt, warum muss sie dann Kryptowährungen komplett verbieten? Die kurze Antwort lautet: Um den Wettbewerb auszuschalten.

Betrachtet man die 28 wichtigsten Zielgebiete, in denen China das CBDC3 vorantreiben will (siehe Abbildung 1), so zeigt der grüne Punkt, wo Huawei und Tencent ihren Sitz haben, und der rote Punkt, wo Alibaba ansässig ist. Diese Regionen sind die Pionierregionen der chinesischen Hightech-Entwicklung und beherbergen oft die technikbegeistertsten Unternehmen. Darüber hinaus waren Sichuan, XinJiang, Yunnan und die Innere Mongolei früher die treibende Kraft beim Bitcoin-Mining in China.

Dies sind die Gebiete Chinas, in denen mobile Zahlungssysteme schon früh eingeführt wurden und die eine treibende Kraft für die Verbreitung von Finanztechnologien darstellen. Wenn die PBoC will, dass sich ihr digitaler Yuan durchsetzt, wird dies wahrscheinlich ein wichtiges Schlachtfeld für sie sein, um die Herzen und Köpfe zu gewinnen. Es wird spekuliert, dass die PBoC versucht, die Konkurrenz zu verdrängen. Dennoch steht die Wirksamkeit eines solchen Schrittes noch nicht fest, da die Menschen nicht nur Kryptowährungen befürworten, weil sie “digital” sind.

Bitcoin und die digitale Währung der Zentralbank verfolgen unterschiedliche Ziele.

Es gibt möglicherweise einen weiteren Grund dafür, dass die PBoC versucht, Kryptowährungen zu verhindern. Die Kerngedanken von Bitcoin sind Dezentralisierung und anonyme Transaktionen, während das Hauptziel der CBDC Zentralisierung und Datenerfassung ist. Das CBDC wird wahrscheinlich als ein gutes Instrument zur Überwachung wirtschaftlicher Aktivitäten, zur Verbesserung des Steuersystems und zur (erneuten) Durchsetzung von Kapitalkontrollen angesehen. Dieses CBDC-System passt zum wirtschaftlichen Ökosystem in China. Ein Verbot anderer Kryptowährungen, die in einem konkurrierenden Ökosystem existieren, wäre sinnvoll, wenn das Ziel darin besteht, den Einfluss der eigenen Zentralbankwährung auf das Währungssystem zu erhöhen.

Was dies für den Krypto-Markt bedeutet

Angesichts der Nachrichten vom 24. September 2021 erlebten die wichtigsten Kryptowährungen einen Rückschlag: Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) verloren rund 10 Prozent, und der allgemeine Markt fiel innerhalb von 4 Stunden von zwei Milliarden US-Dollar auf 1,8 Milliarden US-Dollar4. Die Preise stabilisierten sich jedoch schnell bei 43.000 US-Dollar für BTC und 2.900 US-Dollar für ETH und begannen dann wieder zu steigen.

Bei Kryptowährungen, an deren Mining und Handel chinesische Unternehmen praktisch nicht beteiligt sind, wird es zu einem kurzfristigen Nachfragerückgang kommen. Dieser dürfte sich auf die Volatilität auswirken, auch wenn dies relativ schnell eingepreist zu sein scheint.

Die mittelfristigen Auswirkungen auf die Nachfrage sind noch nicht abzusehen. Die internetbasierte Natur von Kryptowährungen bedeutet, dass es für jede Behörde bekanntermaßen schwierig ist, sie zu zensieren, selbst wenn diese Behörde China ist. Entschlossene Investoren werden wahrscheinlich einen Weg finden, wieder in den Markt einzusteigen. Wenn die PBoC jedoch in der Lage ist, ihren digitalen Yuan als überlegene Option zu verkaufen, könnte dies zu einer lokalen Verlangsamung und einem Rückgang der Akzeptanzraten führen.

Der längerfristige Trend einer geringeren Krypto-Konzentration in China ist weiterhin positiv für den Gesamtmarkt. Die USA sind in der Regel die Profiteure, da verbotene oder eingeschränkte Aktivitäten ins Ausland verlagert werden. Dies bringt mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht mit sich, etwas, das Regulierungsbehörden und Investoren sowohl von Börsen als auch von Minern gefordert haben.

Die Beteiligung des chinesischen Festlands an der Krypto-Industrie war bereits nach der Einführung von Bitcoin-Mining-Beschränkungen im Juni 2021 rückläufig5. Die betroffenen Miner haben ihre Aktivitäten bereits ins Ausland verlagert, vor allem in die Vereinigten Staaten. Daher hat diese Ankündigung nur begrenzte potenzielle Auswirkungen auf die Fundamentaldaten des Netzwerks (zum Beispiel die Bitcoin-Hashrate).

Ist dies ein Argument für die Kryptowährung?

Abschließend sollten wir anerkennen, dass die chinesische Bevölkerung Kryptowährungen bisher sehr gut angenommen hat. Einer der potenziellen Anwendungsfälle nativer Kryptowährungen wie Bitcoin besteht darin, dass sie den Menschen eine Möglichkeit bieten, Vermögen unbelastet von den Behörden zu halten und eine größere Kontrolle über ihr Finanzleben auszuüben. Ein Land mit einem hohen Maß an Überwachung, einer Tendenz zu staatlichen Eingriffen und Kapitalkontrollen sollte ein fruchtbarer Boden für ein solches Wertversprechen sein. Wenn die chinesische Regierung die Akzeptanz so hoch einschätzt, dass sie sich veranlasst sieht einzugreifen, könnte man annehmen, dass die Akzeptanz ein Niveau erreicht hat, das ihre Kontrolle in Frage stellt. Dies wiederum beweist die Gültigkeit dieses Anwendungsfalls.

Mit anderen Worten: China könnte Bitcoin verbieten, einfach weil es funktioniert.“

 

1 http://www.pbc.gov.cn/goutongjiaoliu/113456/113469/4326288/index.html

2 https://www.theblockcrypto.com/news+/117641/china-digital-yuan-smart-contract-programmable

3 http://www.gov.cn/zhengce/zhengceku/2020-08/14/content_5534759.htm

4 https://coinmarketcap.com/charts/

5 https://www.cnbc.com/2021/06/21/bitcoin-btc-price-drops-on-china-crypto-mining-crackdown.html

 

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Benjamin Dean, Director, Digital Assets, WisdomTree

 

Am 7. September 2021 hat El Salvador als erster Nationalstaat Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Das Experiment, das jetzt stattfinden wird, ist aus mehreren Blickwinkeln interessant. Dieser Artikel betrachtet die Entwicklung mithilfe des Konzepts der Technologieadoptionskurve. Es berücksichtigt auch, was El Salvador ausmacht, das dazu geführt hat, dass es der erste Nationalstaat ist, der Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführt. Antworten auf diese Fragen können als Grundlage für Vorhersagen dienen, welche anderen Nationalstaaten am ehesten nachziehen werden.

El Salvador ist ein Land mit etwa 6 Millionen Einwohnern in Mittelamerika. Seine wirtschaftliche und politische Geschichte ist leider von derselben Instabilität geprägt, die sich auch bei anderen Nationen in der Region beobachten lässt. Im Jahr 2001 „dollarisierte“ El Salvador, gab damit den Colon auf und verwendete anschließend den US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel. Jetzt hat El Salvador „bitcoinisiert“ – Bitcoins müssen akzeptiert werden, wenn sie zur Rückzahlung von Schulden angeboten werden – ein Schritt, der vom amtierenden Präsidenten Nayib Bukele verfochten wurde.

Warum hat Präsident Bukele einen so unorthodoxen wirtschaftspolitischen Schritt unternommen?

Die Weltbank schätzt, dass etwa 20 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) El Salvadors von den 1,5 Millionen Salvadorianern stammen, die Überweisungen aus den Vereinigten Staaten von Amerika senden1. Diese Diaspora hat zuvor hohe Gebühren für die Nutzung alter Geldtransferdienste wie Western Union bezahlt. Über Chivo, Strike oder andere mobile Wallets, die von Bitcoin Lightning betrieben werden, betragen die Gebühren für Bitcoin-Überweisungen jetzt Bruchteile eines US-Cents. Die Anwender dieser Wallets werden nicht nur bemerken, dass sie zusätzliche 5-10 % in ihrer Tasche haben sondern auch  wie viel Zeit sie sparen, wenn sie Transaktionen unmittelbar auf ihrem Handy empfangen.

Top 5 Länder mit dem höchsten Anteil an Überweisungen in % des BIP, 2020

Land   % des BIP aus Überweisungen

Tonga*         37.2

Somalia        35.3

Kirgisische Republik            28.4

Tadschikistan          26.7

El Salvador    24.1

Hinweis: *Daten von 2019 Quelle: Schätzungen von Mitarbeitern der Weltbank auf der Grundlage von Zahlungsbilanzdaten des IWF und BIP-Schätzungen der Weltbank und der OECD.

Darüber hinaus hatten 2017 rund 70 % der Salvadorianer kein Bankkonto2. Doch in El Salvador gibt es mehr Handys als Menschen. Tatsächlich haben Salvadorianer mit 151 Handyabonnements pro Person3  mehr Handys pro 100 Einwohner als Japan (125), die USA (129) und das Vereinigte Königreich (118). (Randnotiz: In vielen Ländern verwendet man üblicherweise mehrere Handy-SIM-Karten, um mit Vorzugstarifen zu jonglieren). Mit Bitcoin werden diese Mobiltelefone möglicherweise zu einer Bank in der Hosentasche.

Dieser Schritt von El Salvador ist ein Hinweis darauf, wo auf der Technologieadoptionskurve in einem Land der Welt sich Bitcoin jetzt befindet. In einer Umfrage, die kurz vor der offiziellen Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel durchgeführt wurde, wurde Folgendes festgestellt4:

„Mindestens 67,9 % von 1.281 Befragten gaben an, dass sie der Verwendung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel nicht oder gar nicht zustimmen, ergab die Umfrage der UCA, einer jesuitischen Universität mit Sitz in El Salvador. Etwas mehr als 32 % der Menschen gaben an, dass sie in einem bestimmten Maß zustimmen.“

Das ist normal. El Salvador ist immer noch hauptsächlich eine Papierwirtschaft, in der Waren und Dienstleistungen in bar (US-Dollar) bezahlt werden. Bitcoin existiert neben dem USD, der in den kommenden Jahren für einige Menschen wahrscheinlich weiterhin die Hauptzahlungsmethode sein wird. Wenn bereits 30 % der Menschen Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel zustimmen, bedeutet dies, dass sich der urbane Anteil der Bevölkerung wahrscheinlich bereits weit in der Early-Adopter-Phase befindet.

Eine wichtigere zu berücksichtigende Dimension ist, was passiert, wenn die 30 % der Fast Adopters ihren Freunden und Verwandten zeigen, wie Bitcoin funktioniert und wie viel Geld sie an Gebühren sparen. Sie können davon ausgehen, dass dieser Anteil der Bevölkerung wächst – die Frage ist, wie steil die Adaptionskurve am Ende sein wird.

Bedenken Sie auch, was passiert, wenn andere Länder – insbesondere in dieser Region, aber auch weltweit – sehen, dass der Himmel in El Salvador nach der Bitcoinisierung niemandem auf den Kopf fällt. Das maximale Angebot an Bitcoin beträgt 21 Millionen. Kombinieren Sie dies mit einer erhöhten Bitcoin-Nachfrage aufgrund der Einführung in anderen Ländern mit vielen Überweisungen als Prozentsatz des BIP, einer jüngsten Geschichte makroökonomischer Instabilität und einer Bevölkerung mit weit verbreitetem Handybesitz.

1 https://www.reuters.com/business/finance/exclusive-el-salvador-bitcoin-transfers-soar-still-fraction-dollar-remittances-2021-06-14/

2 https://data.worldbank.org/indicator/FX.OWN.TOTL.ZS?locations=SV

3 https://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2?contextual=default&end=2018&locations=SV&start=1996

4 https://www.reuters.com/technology/majority-salvadorans-do-not-want-bitcoin-poll-shows-2021-09-02/

 

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Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG hat sich mit der Bloxxon AG auf den Erwerb der Kapilendo Custodian AG geeinigt.

 

Damit übernimmt das Bankhaus einen der ersten Kryptoverwahrer mit der Erlaubnis zur Verwahrung von Kryptowerten in Deutschland. Die dafür notwendige BaFin-Erlaubnis zum Erbringen des Kryptoverwahrgeschäfts hat die Kapilendo Custodian AG am 14.09.2021 erhalten. Dies ist der nächste Schritt der Privatbank zur Erweiterung des Servicespektrums im Bereich Digital Assets.

Die Kapilendo Custodian AG verwaltet kryptografische Schlüssel, die sogenannten Private Keys, die dazu dienen, digitale Assets wie Kryptowährungen zu halten, zu speichern oder zu übertragen. Durch die Übernahme der Kapilendo Custodian AG, die künftig unter dem Namen Hauck & Aufhäuser Digital Custody AG firmieren wird, und die Gründung der Konzerntochter Hauck & Aufhäuser Innovative Capital GmbH im September 2020, einer Investmentgesellschaft für digitale Assets, kommt Hauck & Aufhäuser dem Ziel näher, neben dem Asset Management auch im Asset Servicing die gesamte Wertschöpfungskette von digitalen Assets hausintern abzudecken.

“Wir gehen davon aus, dass die Tokenisierung von Vermögenswerten zu einem elementaren Bestandteil der Fondsbranche wird. Diesen Wandel werden wir bei Hauck & Aufhäuser für und mit unseren Fondskunden aktiv vorantreiben und mitgestalten. Nach der Lancierung des deutschlandweit ersten Digital Assets Fonds (HAIC Digital Assets Fund I) eines etablierten Finanzdienstleisters freuen wir uns, mit der neuen Hauck & Aufhäuser Digital Custody AG auch beim Thema Verwahrung von digitalen Assets voranzugehen”, erklärt Dr. Holger Sepp, Mitglied des Vorstands bei Hauck & Aufhäuser.

Dabei wird Hauck & Aufhäuser die Zusammenarbeit mit der Bloxxon AG weiter ausbauen. “Die Kooperation von Hauck & Aufhäuser und Bloxxon im Bereich der Verwahrung digitaler Assets verbindet auf hervorragende Art und Weise die Chancen der Blockchain- und Decentralized Finance-Welt mit der Sicherheit der regulierten Banken und stellt daher einen echten Meilenstein im Ausbau unserer Digital Asset Plattform dar. Institutionellen Investoren ermöglichen wir ab sofort einen komfortablen Zugang zu digitalen Assets auf Basis der gewohnten Standards des etablierten Finanzsystems”, konstatiert Johannes Schmitt, CEO der Bloxxon AG, abschließend.

Über Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG

Hauck & Aufhäuser Privatbankiers kann auf eine 225 Jahre lange Tradition zurückblicken. Das Haus ist aus der Fusion zweier traditionsreicher Privatbanken hervorgegangen: Georg Hauck & Sohn Bankiers in Frankfurt am Main, gegründet 1796, und Bankhaus H. Aufhäuser, seit 1870 in München am Markt. Die beiden Häuser schlossen sich 1998 zusammen. Der Vorstand der Bank besteht aus dem Vorsitzenden des Vorstands Michael Bentlage sowie den Mitgliedern des Vorstands Dr. Holger Sepp und Robert Sprogies. Hauck & Aufhäuser versteht sich als traditionsreiches und gleichzeitig modernes Privatbankhaus.

Die Bank mit Standorten in Frankfurt am Main, München, Hamburg, Düsseldorf und Köln konzentriert sich auf die ganzheitliche Beratung und die Verwaltung von Vermögen privater und unternehmerischer Kunden, das Asset Management für institutionelle Investoren, umfassende Fondsdienstleistungen für Financial und Real Assets in Deutschland, Luxemburg und Irland sowie die Zusammenarbeit mit unabhängigen Vermogensverwaltern. Darüber hinaus bietet die Bank Research-, Sales- und Handelsaktivitäten mit einer Spezialisierung auf Small- und Mid-Cap-Unternehmen im deutschsprachigen Raum sowie individuelle Services bei Börseneinführungen und Kapitalerhöhungen an. Im Vordergrund der Geschäftstätigkeit steht die ganzheitliche und persönliche Beratung, auf deren Basis individuelle Lösungen entwickelt werden. www.hauck-aufhaeuser.com

Über die Bloxxon AG

Die BLOXXON AG bietet institutionellen Anlegern und Finanzdienstleistern Produktlösungen und API-Services für digitale Assets in den Kerngeschäftsfeldern Custody (Verwahrung von digitalen Assets), Tokenisierung (Emission digitaler Wertpapiere) und Asset Servicing (Trading, Reporting, Zugang zu Handelsplätzen). Mit eigenen Lizenzen für die Kryptoverwahrung, Anlagevermittlung und Finanzportfolioverwaltung ist die BLOXXON führender Crypto-as-a-Service Partner für Investmentgesellschaften, Vermögensverwalter und Banken. Unternehmen und Asset Managern bietet die BLOXXON einen One-stop-Shop für tokenisierte Wertpapieremissionen. Emittenten wie die L’Osteria SE und renommierte Bankpartner wie Hauck & Aufhäuser vertrauen bereits auf die Leistungen der BLOXXON AG. Vermögenden Privatkunden bietet die BLOXXON AG über ihr Tochterunternehmen Wevest AG Zugang zur ersten regulierten Vermögensverwaltung mit Crypto Assets in Deutschland. www.bloxxon.co

 

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Robo-Advisor setzt Wachstumsstrategie durch Kauf der Bloxxter GmbH und Erweiterung des Produktangebots fort

 

Der Robo-Advisor quirion ergänzt seine Produktpalette um digitale Immobilien-Investments. Mit dem Kauf der Bloxxter GmbH, des Hamburger Anbieters zeitgemäßer Immobilien-Investments, erweitert quirion seine Expertise um das Sachwerte-Segment.

Bloxxter wurde 2019 mit dem Ziel gegründet, Premium-Immobilien-Investments für alle zugänglich zu machen. Die Investition ist komplett digitalisiert und schon ab 500 Euro möglich. Die digitalen Wertpapiere bieten hohe Qualitätsstandards bei Prozessen und Zielobjekten. Das Team von Bloxxter verfügt über langjährige Erfahrung aus unterschiedlichen Fachbereichen, unter anderem eine breite Expertise aus vollregulierten Investmentgesellschaften. Die Bloxxter GmbH wurde im Zuge des Kaufs in quirion Sachwerte GmbH umbenannt. Neben Dr. Bianca Ahrens wird Martin Daut Geschäftsführer der quirion Sachwerte GmbH.

Martin Daut, CEO der quirion AG, erläutert: “Wir freuen uns, dass wir das Wachstum unseres Unternehmens durch die strategische Ergänzung um Sachwert-Investments einen weiteren entscheidenden Schritt vorantreiben können. Auch wenn die Finanzprodukte selbst unterschiedlich sind, gibt es viele Parallelen in der Philosophie: Die digitalen Sachwerte bieten Privatanlegern einen völlig neuen, effizienten Zugang zu hochwertigen Sachwert-Investments und fügen sich daher nahtlos in unser bestehendes Angebot ein. Neben unserem Angebot einer persönlichen Kundenberatung in 15 Niederlassungen sind wir nun auch der einzige Robo-Advisor, der seinen Kunden zusätzliche Renditechancen durch digitale Immobilien-Investments bietet.”

Bloxxter-Gründer Marc Drießen ist im Zuge der Transaktion auf eigenen Wunsch bei Bloxxter ausgeschieden, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Martin Daut: “Marc Drießen hat Bloxxter gegründet und in den vergangenen zwei Jahren eine Plattform entwickelt, die in Bezug auf User Experience und Flexibilität ihresgleichen sucht. Wir bedauern, dass er sich entschieden hat, sich einer neuen Herausforderung zu stellen und dafür die Leitung des von ihm gegründeten Unternehmens abzugeben.” Marc Drießen zu seinem Abschied: “Die letzten zwei Jahre waren herausfordernd, spannend und wild. Trotz Coronakrise ist es uns dank eines großartigen Teams gelungen, ein Produkt an den Markt zu bringen, das einzigartig ist. Ich freue mich, dass mit quirion nun eine perfekte Symbiose aus Sachwerten und Wertpapierangebot entsteht. Ich wünsche meinem Team, dass es die Idee des tokenisierten Sachwerts gemeinsam mit quirion zu einem marktführenden Angebot weiterentwickelt.”

quirion plant, seine Produktpalette um mehrere Sachwert-Investments zu ergänzen. Mit dem Städtischen Kaufhaus & Reclam-Carrée können Kunden ab sofort auch in eine Premium-Immobilienfinanzierung investieren. Investments in die Objekte im Zentrum der Wachstumsmetropole Leipzig sind bereits ab 500 Euro möglich. Der Launch eines weiteren Sachwert-Investments ist kurzfristig geplant.

quirion wurde im aktuellen Test von Stiftung Warentest als bester Robo-Advisor mit der Gesamtnote 1,6 erneut Testsieger. Bei der Erweiterung des Produktangebots um Sachwerte legt quirion großen Wert darauf, diesen Qualitätsanspruch beizubehalten.

Über quirion

Die quirion AG ist einer der führenden Robo-Advisor in Deutschland und bietet Anlegern den Zugang zu einer professionellen Vermögensverwaltung an. quirion ist eine Tochter der Quirin Privatbank AG. Anleger können über www.quirion.de mit kostengünstigen, effizienten Anlageprodukten von den Ertrags-Chancen der internationalen Kapitalmärkte profitieren. Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank AG, gründete quirion 2013. Schmidt gilt in der Branche als Vorreiter: Vor quirion revolutionierte er bereits zweimal den Bankenmarkt – mit der Gründung des ersten Onlinebrokers Consors und der Gründung der ersten Honorarberaterbank Deutschlands, der Quirin Privatbank.

 

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quirion AG, Kurfürstendamm 119, 10711 Berlin, Tel: + 49 (0) 30 89021-400, www.quirion.de