Die Zinswende hat die Bankenwelt grundlegend verändert und stellt insbesondere Regionalbanken vor neue Herausforderungen. Eine zentrale Aufgabe ist dabei die Neuausrichtung der Zinsbuchsteuerung.

Kritische Überprüfung der Fristentransformation

In Zeiten der inversen Zinskurve und des dynamischen Zinsanstiegs müssen Banken ihre Zinsbuchstrategie und das Ausmaß der Fristentransformation kritisch hinterfragen. Eine zu starre “Buy-and-Hold-Strategie” hat sich in der Zinswende als nachteilig erwiesen, da erforderliche Absicherungen gegen den Zinsanstieg oft zu spät oder gar nicht eingeleitet wurden.

Flexible Benchmarksteuerung als Lösungsansatz

Stattdessen empfiehlt sich eine flexible Benchmarksteuerung mit oberer und unterer Bandbreite, um auf Marktveränderungen reagieren zu können. Dabei sollten strategische und taktische Zinsprognosen sowie die Steilheit der Zinskurve in die Treasury-Steuerung einbezogen werden.

Dr. Wilhelm Menninghaus, Partner bei zeb, betont: “Es gilt, die Zinsbuchstrategie und das Ausmaß an Fristentransformation bei der noch inversen Zinskurve zu überprüfen und auf die Wende der Zinswende vorbereitet zu sein.”

Einlagengeschäft im Fokus

Die Zinswende hat auch das Einlagengeschäft in den Fokus gerückt. Es gilt als neuer Ergebnistreiber, kann aber angesichts des steigenden Konditionswettbewerbs im Kampf um die Einlagen und erwarteter Zinssenkungen schnell zur Achillesferse werden. Das Einlagengeschäft trägt die Reserven der Gesamtbank – insbesondere die Sicht- und Spareinlagen. Es gilt somit, gemeinschaftlich durch Vertrieb, Treasury und Gesamtbanksteuerung eine zukunftsfähige Strategie für das Einlagenportfolio abzuleiten, welche die Effekte aus Umschichtungen und Konditionsanpassungen antizipiert.

Mehrstufiger Ansatz zur Bewältigung der Herausforderungen

Um die Herausforderungen der Zinswende anzugehen, empfiehlt sich ein mehrstufiger Ansatz. Auf dem aktuell hohen Niveau gilt es, auf die Wende der Zinswende vorbereitet zu sein und mit einer flexiblen Benchmark mit oberer und unterer Bandbreite auf Marktveränderungen zu reagieren. Ein regelgebundenes Vorgehen und der Einbezug erwarteter Zinsentwicklungen sind dabei keine Widersprüche. Die Neuausrichtung der Zinsbuchsteuerung erfordert von Regionalbanken ein hohes Maß an Flexibilität und vorausschauendem Handeln. Nur so können sie in einem volatilen Zinsumfeld erfolgreich navigieren und ihre Ertragskraft langfristig sichern.

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Eine vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) beauftragte Studie des Unternehmens PaySys Consultancy “Der digitale Euro aus Sicht des Verbrauchers, des Handels und der Industrie”

unterzieht die bislang vorliegenden Ideen der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Regulierungsvorschlag der EU-Kommission zur Ausgestaltung eines digitalen Euro einem Realitätscheck. Kern der bisherigen politischen Vorschläge ist, den digitalen Euro nicht nur als Zahlungsmittel in Ergänzung zum Bargeld, sondern als zusätzliches Zahlverfahren neben dem bestehenden Zahlungsverkehr auszugestalten. Welche Konsequenzen hätte eine Umsetzung dieser Ideen für die verschiedenen Marktteilnehmer? Welchen Mehrwert würde ein digitaler Euro, wie die europäische Notenbank ihn aktuell vorschlägt, für Handel und Verbraucher stiften? Wie praxistauglich sind die Vorschläge? Gibt es Widersprüche oder bauen die Ideen konsistent aufeinander auf? Decken die Vorschläge alle für eine Umsetzung zu klärenden Fragen ab?

Die PaySys-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der digitale Euro, wenn er den aktuellen Vorschlägen folgend ausgestaltet würde, kaum Mehrwerte für Verbraucher und Handel liefert. Vielmehr bezweifeln die Studienautoren, dass Verbraucher und Handel das Produkt aufgrund der hohen Komplexität überhaupt verstehen, geschweige denn nutzen würden. Zum Beispiel würden sich die bislang am Zahlungsverkehr beteiligten Parteien von derzeit vier (Zahler, Zahlungsempfänger und deren jeweilige Payment Service Provider) auf dann bis zu acht Beteiligte erhöhen, was Abwicklungsprozesse verkomplizieren und verlangsamen würde. Die Komplexität des digitalen Euro in dieser Ausprägung würde auch im Widerspruch zu niedrigeren Kosten und damit zur höheren Wettbewerbsfähigkeit Europas stehen. Ebenfalls gehen die Autoren davon aus, dass die technische Umstellung Handel und Marktpartner massiv fordern würde, da diese keinerlei Einflussnahme auf das Ob und Wann der Umstellung haben. Auch arbeiten die Autoren heraus, dass das angedachte Vergütungsmodell mit Obergrenzen unterhalb von Marktpreisen für eine Verdrängung effizienter europäischer Zahlungssysteme sorgen und damit die europäische Souveränität nachhaltig schwächen würde.

“Der digitale Euro in der bislang angedachten Ausgestaltung wäre eher ein Konkurrenzprodukt für existierende bargeldlose Zahlungsarten und weniger ein innovativer Ersatz für das herkömmliche Zentralbankprodukt Bargeld, dessen Nutzung derzeit rückläufig ist”, so Professor Dr. Malte Krüger von der Technischen Hochschule Aschaffenburg, der zu den Autoren der Studie gehört. “Es sind derzeit noch viele Fragen offen und Widersprüche zwischen den einschlägigen Dokumenten des Eurosystems und dem Regulierungsvorschlag der EU-Kommission festzustellen. Offene Fragen gibt es insbesondere zur Ausgestaltung des Kompensationsmodells, der Regelung von Haftungsfragen, der Ausgestaltung des offline digitalen Euro, der Höhe der Haltelimits und der Gestaltung einer angedachten digitalen Euro-Karte. Kritisch zu sehen ist zudem die Fokussierung auf das Smartphone als Zahlungsmittel”, erläutert Krüger weiter.

Mehrwerte bietender digitaler Euro als zielführender Weg

BVR-Vorstandsmitglied Tanja Müller-Ziegler betont: “Wir setzen uns für einen digitalen Euro ein, der Verbrauchern und Unternehmen erkennbare Mehrwerte bietet. Die PaySys-Studie legt aber offen, dass die bisherigen Vorschläge des Eurosystems und der EU-Kommission, eine staatlich betriebene Parallelwelt zum bestehenden und bewährten privatwirtschaftlichen Zahlungsverkehrssystem zu schaffen, der falsche Weg sind. Im Mittelpunkt aller Überlegungen sollte der Nutzen für die Anwender liegen, einschließlich der Punkte Anonymität, Stabilität und Datenschutz. Auch in dieser Hinsicht sind viele Fragen offen. Die Bankpraxis muss bei der Konzeption eines digitalen Euro deutlich stärker einbezogen werden; wir bieten hier weiterhin unsere intensive Mitarbeit an.”

Zur PaySys-Studie

Autoren der vom BVR bei PaySys Consultancy beauftragten wissenschaftlichen Studie “Der digitale Euro aus Sicht des Verbrauchers, des Handels und der Industrie” sind die auf Zahlungsverkehr, Finanzmärkte und Geldpolitik spezialisierten Experten und Wissenschaftler Dr. Hugo Godschalk, Geschäftsführer PaySys Consultancy, Professor Dr. Malte Krüger von der Technischen Hochschule Aschaffenburg und Professor Dr. Franz Seitz von der Ostbayerischen Technisches Hochschule Amberg-Weiden. Methodisch wurden über systematischen Desk Research die bis Juni 2024 veröffentlichten Dokumente und Regulierungsvorschläge des Eurosystems und der EU-Kommission ausgewertet und auf Konsistenz sowie Umsetzbarkeit im europäischen Finanzmarkt, insbesondere aus Sicht des Handels und der Verbraucher, analysiert.

Die PaySys-Studie “Der digitale Euro aus Sicht des Verbrauchers, des Handels und der Industrie” ist im Internet unter www.bvr.de verfügbar.

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Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Schellingstraße 4, ­10785 Berlin, Tel.: 030/20210,Fax: 030/2021­1900, www.bvr.de

Interesse der Unternehmen an Krediten wächst

Unternehmen in Deutschland haben im zweiten Quartal wieder größere Probleme gehabt, an Kredite zu kommen. Der Anteil der Großunternehmen, die über schwierige Kreditverhandlungen berichteten, stieg im Vergleich zum ersten Quartal um deutliche 5,1 Prozentpunkte auf 25,8 %. Die Kredithemmnisse für Großunternehmen sind damit sogar höher als bei ihrem bisherigen Rekordstand während der Energiekrise im Jahr 2022. Bei kleinen und mittleren Unternehmen stuften 27,8 % das Verhalten der Banken als restriktiv ein – ein Plus von 1,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal.

Das sind Ergebnisse der KfW-ifo-Kredithürde. Dafür wertet die KfW jedes Quartal Daten der Konjunkturumfragen des ifo-Instituts aus, differenziert nach Größenklassen und Wirtschaftsbereichen.

Grundsätzlich für eine Kreditaufnahme interessierten sich im zweiten Quartal wieder etwas mehr Unternehmen. 21,2 % der kleinen und mittleren Unternehmen sprachen über eine Finanzierung mit ihrer Bank. Das war ein leichtes Plus von 0,7 Prozentpunkten zum Vorquartal. Der seit zwei Jahren andauernde Seitwärtstrend auf unterdurchschnittlichem Niveau hält damit aber an.

Bei den Großunternehmen ist die Erholung der Kreditnachfrage bereits deutlich weiter fortgeschritten. Der Anteil der kreditinteressierten Unternehmen legte im zweiten Quartal um 0,4 Prozentpunkte auf 32,9 % zu – und übertraf zum ersten Mal seit dem Sommer 2020 den Durchschnitt seit 2017.

“Die Unternehmen erfahren derzeit größere Zurückhaltung der Banken bei der Erfüllung ihrer Kreditwünsche. Die Vorsicht der Banken dürfte sich aus der ins Stocken geratenen konjunkturellen Erholung speisen”, sagte Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. “Bei den kleinen und mittleren Unternehmen ist die Kreditnachfrage weiterhin unterdurchschnittlich. Daran dürfte sich auch erst etwas ändern, wenn im Zuge stabilerer wirtschaftlicher Aussichten die Investitionsbereitschaft wieder merklich zunimmt”.

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KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

Privatpersonen wollen in den nächsten zwölf Monaten in vergleichbarem Maß Kredite zur Anschaffung von Konsumgütern nutzen wie in den vergangenen zwölf Monaten.

In seiner aktuellen Prognose kommt der Konsumkredit-Index (KKI) des Bankenfachverbandes auf 102 Punkte und beschreibt damit eine stabile Kreditnachfrage. Der Marktforscher Ipsos hat hierfür 1.700 Verbraucherhaushalte nach ihren künftigen Kauf- und Finanzierungsabsichten befragt.

Index auf Vier-Jahres-Hoch

“Das Verbrauchervertrauen kehrt allmählich zurück und die Menschen wollen ihre Konsumanschaffungen wieder verstärkt finanzieren”, sagt Jens Loa, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes. Im Vergleich zur Vorbefragung aus Januar und Februar dieses Jahres hat sich der aktuelle Index von 84 auf 102 Punkte erhöht. Damit liegt der KKI auf einem Vier-Jahres-Hoch. In den vergangenen vier Jahren hatte der Index regelmäßig Werte zwischen 78 und 101 Punkten erreicht.

Die prognostizierten Trends zur Kreditnutzung fallen in den einzelnen Konsumgütergruppen unterschiedlich aus. Ein konstantes Finanzierungsniveau zeigt der Index bei Möbeln und Küchen sowie bei Unterhaltungselektronik an. Mit einer rückläufigen Nutzung ist bei Krediten für Autos zu rechnen. Für die Anschaffung von Haushaltsgroßgeräten wollen Verbraucher künftig mehr Finanzierungen verwenden als zuvor.

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Bankenfachverband e.V., Littenstr. 10, 10179 Berlin, Tel: 030 2462596-0, www.bfach.de

Der Aufsichtsrat der Privatbank DONNER & REUSCHEL hat Horst Schmidt (58), vorbehaltlich der Zustimmungen der Aufsichtsbehörden, zum 1. September als Vorstand berufen.

Er folgt auf Marcus Vitt, der das Haus Ende September verlässt, und übernimmt von ihm das Amt des Vorstandssprechers.

“Horst Schmidt ist eine gestandene Führungspersönlichkeit mit mehr als 40 Jahren Berufserfahrung, insbesondere im Wealth Management, im Asset Management sowie im Firmen- und Privatkundengeschäft”, sagt Martin Berger, Aufsichtsratsvorsitzender der Privatbank. “Wir freuen uns sehr, ihn für DONNER & REUSCHEL gewonnen zu haben!”

Der gelernte Bankkaufmann und Certified Private Wealth Manager (EBS) hat in Paris einen Executive Master Change Management absolviert. Er ist in seiner Laufbahn für eine Reihe namhafter Banken in führender Position tätig gewesen. Als Country Executive der ABN AMRO Deutschland und Vorstandsvorsitzender der Bethmann Bank haben er und sein Team diese zu einem der führenden Anbieter im deutschen Wealth Management entwickelt. Zuvor war er viele Jahre für die Hypo Vereinsbank Gruppe und die Westdeutsche Landesbank tätig.

Für seine neue Aufgabe bei DONNER & REUSCHEL hat Horst Schmidt bereits ein anspruchsvolles Ziel: “Als dynamische und moderne Privatbank werden wir basierend auf einem klaren Wertegerüst mit Menschlichkeit, Kundenfokus, Qualitätsorientierung und Lernfähigkeit die Wachstumspotentiale der Bank systematisch weiterentwickeln.” Wichtig ist ihm, dass der Erfolg im Team entsteht: “Ich freue mich darauf, mit dem leistungsstarken und sympathischen Team von DONNER & REUSCHEL die Zukunft dieses besonderen Bankhauses gestalten zu können.”

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DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Prognose im Gesamtjahr auf minus 5 Mio. Euro bis minus 10 Mio. Euro angehoben

Die UmweltBank hat das erste Halbjahr 2024 mit einem starken Wachstum im Privatkundengeschäft abgeschlossen. Gleichzeitig entwickelt sich die Nachfrage nach Krediten sehr erfreulich und auch die geplante Veräußerung von Beteiligungen kommt schnell voran. “In den ersten beiden Quartalen 2024 können wir bereits signifikante Erfolge bei der Umsetzung unserer neuen Unternehmensstrategie vorweisen. Bei vielen Themen kommen wir sogar schneller voran als ursprünglich geplant. Die Transformation treiben wir weiterhin mit sehr hoher Geschwindigkeit und hoher Konsequenz voran, um die UmweltBank optimal zu positionieren”, kommentiert Vorstandssprecher Dietmar von Blücher.

Privatkundengeschäft mit starkem Wachstum

Im Privatkundengeschäft verzeichnet die UmweltBank weiterhin eine hohe Nachfrage. Die Kundenzahl wuchs in den ersten sechs Monaten des Jahres um 10 % bzw. über 13.500 auf über 145.000 Kunden. Das Einlagevolumen konnte im gleichen Zeitraum um fast 600 Mio. Euro gesteigert werden. Insbesondere das Tagesgeldkonto UmweltFlex mit einer aktuellen Verzinsung von bis zu 2,77 % erfreut sich bei den Kundinnen und Kunden weiterhin großer Beliebtheit.

Daneben nutzten diese im zurückliegenden Quartal rege die Chance noch vor Börsengang des neuen UmweltBank-ETFs (WKN: A3EV2A) Anteile zu zeichnen. “Die Zeichnungsphase war ein voller Erfolg. Innerhalb von 4 Wochen wurden Anteile im Wert von über 11 Mio. Euro gezeichnet. Neben der Innovationskraft zeigt sich hier das Marktpotenzial der UmweltBank im nachhaltigen Wertpapiergeschäft”, kommentiert Dietmar von Blücher. Seit Mitte Juli ist der ETF an der Börse handelbar. Ebenso erfolgte im vergangenen Quartal der erfolgreiche Relaunch der Unternehmens-Website. Diese erstrahlt nicht nur in einem modernen Design, sondern wurde auch in puncto Nutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit optimiert.

Im Rahmen der fortlaufenden Evaluation der Unternehmensstrategie wurde beschlossen, die bislang für das erste Halbjahr angedachte Öffnung des Brokerage-Angebots für ein breiteres Wertpapierspektrum bis auf Weiteres zu verschieben. Stattdessen fokussiert sich die UmweltBank auf die Einführung einer kundenzentrierten Anlageberatung bis Ende 2024. Dabei haben Kundinnen und Kunden auch die Möglichkeit wieder von einer persönlichen Beratung bei der nachhaltigen Vermögensanlage zu profitieren.

Girokonto und Karten: Einführung im zweiten Quartal 2025 geplant

Des Weiteren wurde beschlossen, das Produktspektrum der UmweltBank um Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr mit Privatkunden zu erweitern. So ist die Einführung eines Girokontos inklusive Karten für das zweite Quartal 2025 geplant.

Hohe Nachfrage im Kreditgeschäft

Im Kreditgeschäft verzeichnet die Bank eine ungebrochen hohe Nachfrage sowohl bei erneuerbaren Energien als auch im Immobiliengeschäft. Insgesamt lagen der Bank zum Halbjahresende Finanzierungsanfragen in Höhe von rund 600 Mio. Euro vor. Davon sind diverse großvolumige Anfragen in Bearbeitung, die sich im Laufe des Jahres materialisieren sollten und erst dann dem Neukreditvolumen (H1/2024: 49 Mio. Euro) hinzugerechnet werden. Auf Basis dessen ist der Vorstand zuversichtlich, das für 2024 gesteckte Ziel eines Neukreditvolumens in Höhe von 250 Mio. Euro zu erreichen.

Organisatorische und prozessuale Neuaufstellung auf Kurs

Im zweiten Quartal wurde die Transformation der Aufbauorganisation weitgehend abgeschlossen, wodurch das Zielbild von 16 Abteilungen nun hergestellt ist. In gerade einmal 6 Monaten wurden 12 Abteilungen in eine neue Aufbauorganisationen überführt, zwei weitere verbleiben ohne Anpassung und lediglich bei zwei Abteilungen wird derzeit noch eine Transformation geprüft. Zuletzt wurde unter anderem die Abteilung Unternehmensentwicklung gegründet, die fortan die Bereiche Strategie, Investor Relations und Projektmanagement bündelt. “Mit der neuen Aufstellung sehen wir uns optimal für das weitere Wachstum der Bank aufgestellt. Insbesondere wollen wir damit Prozesseffizienzen heben, die Schlagkraft strategisch wichtiger Abteilungen stärken und die regulatorische Aufstellung deutlich verbessern”, so Dietmar von Blücher. Weiterhin arbeitet die Bank mit oberster Priorität an der Abarbeitung der Feststellungen aus einer Prüfung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Jahr 2022.

Nach der Migration auf das Kernbanksystem im Jahr 2023 wurde im zweiten Quartal 2024 auch das dazugehörige interne Großprojekt erfolgreich abgeschlossen. Nach den zuletzt erfolgten Stabilisierungs- und Optimierungsarbeiten am System läuft die neue Anwendungslandschaft nun mit hoher Leistungskraft. Die bereits im ersten Quartal eingeleiteten Prozessoptimierungen – wie Robotics Process Automation – entfalteten in den vergangenen Monaten eine deutliche Wirkung und stellten insbesondere in der Kundenbetreuung die gewohnte Erreichbarkeit wieder her.

Weitere erfolgreiche Beteiligungsveräußerungen

Bei der geplanten Veräußerung von Beteiligungen kam die Bank auch im zweiten Quartal 2024 gut voran. So konnten weitere 2 Beteiligungen an Windparks sowie eine Immobilienbeteiligung mit positivem Ergebnisbeitrag veräußert werden. Auch weiterhin wird die Bank die Marktopportunitäten nutzen und die Veräußerung der Beteiligungen konsequent verfolgen.

Kapitalquote steigt weiter an

Das Vorsteuerergebnis der UmweltBank belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf +8,5 Mio. Euro. Weiterhin konnte die Gesamtkapitalquote per Ende Juni auf 16,70 % gesteigert werden, nach 15,63 % per 31.12.2023. Der Wert liegt damit deutlich über den aktuellen Kapitalanforderungen in Höhe von 15,55 %. Angesichts der hohen Nachfrage nach Projektfinanzierungen ist das Eigenkapital weiterhin ein limitierender Faktor. Sofern sich die Marktopportunitäten im Kreditbereich bestätigen, wird der Vorstand der UmweltBank eine Kapitalerhöhung prüfen, um angemessene Wachstumschancen zu realisieren.

Veränderung der Prognose für 2024 um +10 Mio. Euro aufgrund von Anpassungen im Vorjahresabschluss

Zur Entlastung der Kapitalquote wurden im ersten Quartal 2024 Wertpapiere aus dem Eigenbestand veräußert. Im Rahmen einer Überprüfung der Bilanzierungsansätze durch den Wirtschaftsprüfer war in Folge ein veränderter Bewertungsansatz für die veräußerten Wertpapiere in der Bilanz 2023 zu berücksichtigen. Der im Jahr 2023 noch zu berücksichtigende Bewertungsbedarf in Höhe von rund 10 Mio. Euro wurde durch Auflösungen bestehender Reserven vollständig kompensiert. Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 0,7 Mio. Euro bleibt aufgrund der Auflösung von Reserven annähernd unverändert.

Aufgrund der im Vorjahr zu berücksichtigenden Bewertungseffekte in Höhe von rund 10 Mio. Euro verbessert sich die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2024 um +10 Mio. Euro. Der Vorstand erwartet nunmehr ein Ergebnis vor Steuern zwischen minus 5 Mio. Euro und minus 10 Mio. Euro (bisher: minus 15 Mio. Euro bis minus 20 Mio. Euro). Es ist unverändert geplant, durch Auflösung von Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken für 2024 einen positiven Jahresüberschuss auszuweisen.

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UmweltBank AG, Laufertorgraben 6, 90489 Nürnberg, Tel: 0911 5308123, www.umweltbank.de

Nachhaltiges Investieren entwickelt sich immer mehr vom Hype zum Mainstream

Wie ist die Finanzbranche hier aufgestellt?

Was bieten Investmentgesellschaften, Versicherer, Banken oder Immobilienunternehmen ihren Kunden und Kundinnen?

Und wie reagieren sie als Unternehmen auf die regulatorischen Vorgaben?

Diese und weitere Fragen werden auf den nächsten Seiten beantwortet. Zudem beschäftigen wir uns mit Studien und Befragungen u.a. zu folgenden Themen im Magazin:

Nachhaltigkeit in der Geldanlage spielt für viele private Anlegerinnen und Anleger eine immer größere Rolle. Entsprechende Anlageentscheidungen werden ihnen aber oftmals durch einen komplexen und wenig nutzerfreundlichen Zugang erschwert. Die vom Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung konzeptionierte ESG-Skala für Finanzprodukte schafft hier Abhilfe durch eine leicht verständliche Information von Privatanlegerinnen und Privatanlegern zu Nachhaltigkeitseigenschaften von Finanzprodukten und macht so die Welt der nachhaltigen Geldanlage leichter zugänglich.

Biodiversität gewinnt in der Finanzbranche zunehmend an Bedeutung. Das ist ein zentrales Ergebnis aus dem diesjährigen Marktbericht, den das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) veröffentlicht hat. Die Erhebung umfasst für Deutschland ein Volumen Nachhaltiger Geldanlagen von 542,6 Mrd. Euro und 89,2 Mrd. Euro für Österreich.

Die Dynamik bei Artikel-8-Fonds lässt nach, doch das Wachstum ist noch immer signifikant. Bei Artikel-9-Fonds ist das Vermögen im Vergleich zum Vorjahr jedoch kaum gestiegen. Scope gibt einen Überblick über das nachhaltige Fondsuniversum gemäß SFDR.

Die Lebensversicherungsbranche ist deutlich „grüner“ als man das in der öffentlichen Wahrnehmung gemeinhin glaubt. Von knapp 14.000 Fonds bzw. Fondsklassen, die die deutschen Lebensversicherer im Jahre 2022 im Bestand hatten, sind bereits weit über 8.000 nachhaltig gemäß der EU-Offenlegungsverordnung“, kommentiert infinma-Geschäftsführer Dr. Jörg Schulz seine Analyseergebnisse.

Transparente Daten zum energetischen Zustand unserer Immobilien sind eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass der Finanzmarkt seinen Beitrag zur zügigen Sanierung des Gebäudebestandes in Deutschland leisten kann. Eine modular aufgebaute und leicht zugängliche Datenbank kann hier zu einer Win-win-Situation für Banken, Hausbesitzer und den Staat werden.

Während manche Unternehmer noch murren und knurren und andere jammern und heulen, handeln die schlauen Unternehmerinnen und Unternehmer schon längst und werden nachhaltiger. Angestoßen hat das zwar der Druck des Gesetzgebers, aber viele Unternehmen haben erkannt, dass sie selbst profitieren, wenn sie schon jetzt Daten für den nicht-finanziellen Bericht, die dann für die Bilanz bzw. den Lagebericht abgeliefert werden müssen, erheben. Die Vorteile sind neben Imagegewinn auch finanziell, erläutert Unternehmensberaterin Freddy Dutz in ihrem Artikel.

Mehr zu diesen und weiteren spannenden Themen finden Sie in dieser Ausgabe von „Green Finance 2024: Nachhaltige und grüne Investments“.

Ihr Team vom FinanzBusinessMagazin.de

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Starke operative Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten 2024, ungeachtet der bereits angekündigten Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten von 1,3 Mrd. Euro im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot für die Postbank AG (Postbank-Rückstellung)

Die Erträge stiegen um 2% auf 15,4 Mrd. Euro

Die bereinigten Kosten sanken um 2% auf 10,1 Mrd. Euro

Der Vorsteuergewinn summierte sich auf 2,4 Mrd. Euro, ohne die Postbank-Rückstellung auf 3,8 Mrd. Euro; im ersten Halbjahr 2023 lag der Vorsteuergewinn bei 3,3 Mrd. Euro

Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE)¹ lag bei 3,9% oder 7,8% ohne die Postbank-Rückstellung; im Vorjahreszeitraum betrug die Quote 6,8%

Die Aufwand-Ertrag-Relation betrug 78%, ohne die Postbank-Rückstellung 69%; in den ersten sechs Monaten 2023 lag die Relation bei 73%

Der Vorsteuergewinn im zweiten Quartal 2024 betrug 411 Mio. Euro

Ohne die Postbank-Rückstellung summierte sich der Vorsteuergewinn auf 1,7 Mrd. Euro, verglichen mit 1,4 Mrd. Euro im Vorjahresquartal

Die Erträge im zweiten Quartal legten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2% auf 7,6 Mrd. Euro zu

Der Provisionsüberschuss des Konzerns wuchs um 12%

Stabiler Zinsüberschuss in den Kernsegmenten des Bankbuchs²

Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft verdoppelten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal, bei einer robusten Ertragsentwicklung im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC)

Bereinigte Kosten von 5,0 Mrd. Euro im zweiten Quartal und damit innerhalb der Erwartungen für 2024

Die zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich auf 6,7 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung der Postbank-Rückstellung lagen sie bei 5,4 Mrd. Euro, ein Rückgang von 4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Solide Kapitalposition und strikte Risikosteuerung im zweiten Quartal

Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg auf 13,5%

Abschluss des Aktienrückkaufprogramms über 675 Mio. Euro erhöht kumulierte Kapitalausschüttungen seit 2022 auf 3,3 Mrd. Euro

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag bei 476 Mio. Euro

Fortschritte bei der beschleunigten Umsetzung der „Globale Hausbank“-Strategie

Ertragswachstum: Durchschnittliches jährliches Wachstum von 5,7% seit 2021, innerhalb der erwarteten Spanne

Operative Effizienz: Auf dem Weg zum Einsparungsziel von 2,5 Mrd. Euro zum Jahresende 2025 sind nun 60% der Einsparungen realisiert oder aus bereits abgeschlossenen Maßnahmen zu erwarten

Kapitaleffizienz: Bis zum Ende des zweiten Quartals hat die Bank die risikogewichteten Aktiva (RWA) um insgesamt 19 Mrd. Euro verringert. Das angehobene Ziel, bis 2025 die RWA um 25 Mrd. Euro bis 30 Mrd. Euro zu reduzieren, liegt damit in Reichweite

Vorstandsvorsitzender Christian Sewing: “Unsere Ergebnisse verdeutlichen die operative Stärke der Deutschen Bank. Im ersten Halbjahr verzeichneten wir den höchsten operativen Gewinn seit 2011, was den Erfolg unserer Strategie widerspiegelt. Wir sehen in allen unseren Geschäftsbereichen eine starke positive Dynamik. Nimmt man dazu unsere sehr solide Kapitalquote und unsere anhaltende Kosten- und Risikodisziplin, dann sind wir weiterhin auf einem guten Weg, unsere Ziele für 2025 zu erreichen – einschließlich der angestrebten Ausschüttung an unsere Aktionäre.”

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DB / NYSE: DB) hat im zweiten Quartal 2024 einen Vorsteuergewinn von 411 Mio. Euro erzielt. Ohne Berücksichtigung der bereits angekündigten Rückstellung von 1,3 Mrd. Euro für den Rechtsstreit um das Postbank-Übernahmeangebot betrug der Vorsteuergewinn 1,7 Mrd. Euro, nach 1,4 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Der Nachsteuergewinn sank auf 52 Mio. Euro, nach 940 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Die wichtigsten Kennziffern der Bank wurden ebenfalls durch die Postbank-Rückstellung beeinflusst. Ohne deren Berücksichtigung verbesserten sich die Kennziffern jedoch im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE)¹ lag bei negativen 1,0% oder positiven 6,9% ohne die Postbank-Rückstellung. Im Vorjahreszeitraum lag die Rendite bei 5,4%. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE)¹ betrug minus 0,9%, nach positiven 4,9% im Vorjahresquartal. Die Aufwand-Ertrag-Relation betrug 88% oder 71% ohne die Postbank-Rückstellung, nach 76% im Vorjahresquartal.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 lag der Vorsteuergewinn bei 2,4 Mrd. Euro beziehungsweise 3,8 Mrd. Euro ohne die Postbank-Rückstellung; im ersten Halbjahr 2023 hatte der Vorsteuergewinn 3,3 Mrd. Euro betragen. Der Nachsteuergewinn lag bei 1,5 Mrd. Euro, nach 2,3 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE)¹ betrug 3,9%, ohne die Postbank-Rückstellung lag diese bei 7,8%, nach 6,8% im ersten Halbjahr 2023. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE)¹ lag in den ersten sechs Monaten bei 3,5%, nach 6,1% im Vorjahreszeitraum. Die Aufwand-Ertrag-Relation lag bei 78%. Ohne Berücksichtigung der Postbank-Rückstellung verbesserte sie sich auf 69%, nach 73% in den ersten sechs Monaten 2023.

„Mit unseren Ergebnissen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2024 sind wir gut aufgestellt, um unsere Ziele für 2025 zu erreichen“, sagte Finanzvorstand James von Moltke „Wir erwarten, dass die positive Ertragsdynamik anhält, zumal unsere strategischen Wachstumsinvestitionen Früchte tragen. Wir sehen zudem Spielraum für weitere Einsparungen bei den bereinigten Kosten, da unser operatives Effizienzprogramm vorankommt. Zugleich lassen wir weitere Umbaukosten hinter uns und kommen bei der Beilegung von alten Rechtsfällen voran. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass sich die Risikovorsorge normalisieren wird, da der Druck hoher Zinsen nachlässt.“

Weitere Fortschritte bei der Umsetzung der „Globale Hausbank“-Strategie

Die Deutsche Bank blieb im zweiten Quartal bei der beschleunigten Umsetzung ihrer „Globale Hausbank“-Strategie auf Kurs:

Ertragssteigerung: Die Erträge wuchsen gegenüber dem zweiten Quartal 2023 um 2% auf 7,6 Mrd. Euro, wobei beim Provisionsüberschuss ein zweistelliges Wachstum verzeichnet wurde. Der Zinsüberschuss blieb in den Kernsegmenten des Bankbuchs2 stabil. Zum Ende des zweiten Quartals 2024 verzeichnete die Bank im Vergleich zu 2021 ein durchschnittliches jährliches Ertragswachstum von 5,7%. Die Wachstumsrate lag damit innerhalb der erhöhten Zielspanne von 5,5% bis 6,5%. Die Erträge für die ersten sechs Monate 2024 beliefen sich auf 15,4 Mrd. Euro, ein Anstieg um 2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit wurde bereits mehr als die Hälfte der Zielmarke von rund 30 Mrd. Euro für das Gesamtjahr 2024 erreicht.

Operative Effizienz: Die bereinigten Kosten beliefen sich im zweiten Quartal auf 5,0 Mrd. Euro. Dies bedeutet einen Anstieg von 2% gegenüber dem zweiten Quartal 2023, entspricht aber der Erwartung der Bank, die bereinigten Kosten im Jahr 2024 bei 5,0 Mrd. Euro pro Quartal zu halten. Die Bank hat weitere Fortschritte bei ihrem operativen Effizienzprogramm über 2,5 Mrd. Euro erzielt. Dazu trugen die laufende Optimierung des Filialnetzes in Deutschland sowie der Stellenabbau insbesondere in kundenfernen Bereichen bei. Die erreichten und erwarteten Einsparungen aus abgeschlossenen Effizienzmaßnahmen beliefen sich auf insgesamt 1,5 Mrd. Euro, darin 1,2 Mrd. Euro an bereits realisierten Einsparungen. Der Personalabbau in diesem Zusammenhang kumuliert sich auf 2.700 Vollzeitstellen, 700 davon im abgelaufenen Quartal. Damit sind nahezu 80% des bis Ende 2024 geplanten Abbaus erreicht. Zugleich wurde die Zahl der externen Mitarbeitenden um rund 1.100 reduziert.

Kapitaleffizienz: Die Bank hat im abgelaufenen Quartal die RWA um weitere 4 Mrd. Euro verringert. Erreicht wurde dies durch Verbesserungen bei Daten und Prozessen. Im Ergebnis stieg der kumulierte RWA-Abbau auf 19 Mrd. Euro, ein weiterer Schritt in Richtung des angehobenen Ziels, bis 2025 die RWA um 25 Mrd. Euro bis 30 Mrd. Euro zu reduzieren. Die Bank hat wie erwartet ihr am 4. März 2024 gestartetes Aktienrückkaufprogramm am 11. Juli 2024 abgeschlossen, mit dem 46,4 Mio. Aktien im Volumen von 675 Mio. Euro erworben wurden. Damit summiert sich die Gesamtausschüttung an die Aktionäre seit 2022 auf 3,3 Mrd. Euro.

Erträge: Auf Kurs, die Erwartungen für 2024 zu erreichen

Die Konzernerträge stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2% auf 7,6 Mrd. Euro. Dabei legte der Provisionsüberschuss um 12% auf 2,6 Mrd. Euro zu, das zweite aufeinanderfolgende Quartal mit zweistelligem Wachstum. Der Zinsüberschuss blieb in den Kernsegmenten des Bankbuchs2 im Vergleich zum Vorjahr stabil. Der Zinsüberschuss des Konzerns war niedriger, was auf Asymmetrien bei der Erfassung von Erträgen aus bestimmten Absicherungspositionen zurückzuführen war, die bei den zinsunabhängigen Erträgen ausgewiesen wurden. Diese Asymmetrien wirken sich nicht auf die Gesamterträge des Konzerns aus.

In den ersten sechs Monaten stiegen die Erträge ebenfalls um 2% auf 15,4 Mrd. Euro. Damit wurde bereits mehr als die Hälfte der für das Gesamtjahr 2024 erwarteten Erträge von rund 30 Mrd. Euro erreicht. Der Provisionsüberschuss wuchs um 12% auf 5,2 Mrd. Euro.

Die Ertragsentwicklung in den Geschäftsbereichen setzte sich wie folgt zusammen:

In der Unternehmensbank lagen die Erträge mit 1,9 Mrd. Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Der Zinsüberschuss ging im gleichen Zeitraum um 2% auf 1,3 Mrd. Euro zurück, was die erwartete Normalisierung der Erträge im Einlagengeschäft widerspiegelte. Zudem wirkte sich aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Mindestreserve nicht mehr verzinst. Diese Entwicklung wurde größtenteils durch einen um 9% auf 624 Mio. Euro gestiegenen Provisionsüberschuss ausgeglichen, zum Teil getragen durch Wachstum bei Handelsfinanzierungen und im Kreditgeschäft. Im Bereich Corporate Treasury Services gingen die Erträge um 2% auf 1,1 Mrd. Euro zurück, während die Erträge im Geschäft mit institutionellen Kunden (Institutional Client Services) um 8% auf 532 Mio. Euro zulegten. Im Bereich Geschäftskunden (Business Banking) sanken die Erträge um 9% auf 332 Mio. Euro.In den ersten sechs Monaten sanken die Erträge um 3% auf 3,8 Mrd. Euro. Im Bereich Corporate Treasury Services gingen die Erträge um 6% auf 2,1 Mrd. Euro zurück, während die Erträge Geschäft mit institutionellen Kunden (Institutional Client Services) um 6% auf 995 Mio. Euro zulegten. Im Bereich Geschäftskunden (Business Banking) sanken die Erträge um 4% auf 678 Mio. Euro. Die Deutsche Bank hat bei den diesjährigen Euromoney „Awards for Excellence“ die Auszeichnungen als „World’s Best Bank for Corporates“ sowie „Best Bank for Corporates in Germany“ erhalten. In der Umfrage der Fachpublikation Finance wurde die Bank als beste Firmenkundenbank in Deutschland, beste Hausbank und Marktführerin im Zahlungsverkehr und bei Handelsfinanzierungen ausgezeichnet.

In der Investmentbank legten die Erträge gegenüber dem zweiten Quartal 2023 um 10% auf 2,6 Mrd. Euro zu. Das Wachstum kam im Wesentlichen aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft, das die Erträge auf 585 Mio. Euro verdoppelte. Das Beratungsgeschäft verzeichnete nahezu eine Verdreifachung der Erträge, während im Anleihe- und Emissionsgeschäft die Erträge um 88% zulegten, da das branchenweite Gebührenaufkommen wuchs und die Bank zugleich ihren Marktanteil ausbaute (Quelle: Dealogic). Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC) sanken die Erträge um 3% auf 2,1 Mrd. Euro. Die Erträge im Finanzierungsgeschäft waren im Vergleich zum Vorjahresquartal in etwa stabil, wie auch die Erträge im Kredithandel. Hier machte sich die Stärke im Flow-Geschäft bemerkbar, das von früheren Investitionen profitierte. Das Geschäft mit ausfallgefährdeten Krediten konnte nicht das Ertragsniveau des starken Vorjahresquartals erreichen. Das Geschäft mit Schwellenländern lag dagegen auf dem Niveau des starken Vorjahresquartals. Der Handel mit Zinsprodukten verzeichnete angesichts des unsicheren Zinsumfelds etwas niedrigere Erträge. Die Erträge im Währungshandel gingen aufgrund der geringeren Marktvolatilität zurück, obwohl das Kassageschäft nach Investitionen in Technologie eine starke Entwicklung verzeichnete. In den ersten sechs Monaten stiegen die Erträge in der Investmentbank um 12% auf 5,6 Mrd. Euro, was vor allem auf das Emissions- und Beratungsgeschäft zurückging. Hier legten die Erträge um 76% auf 1,1 Mrd. Euro zu. Der Marktanteil der Deutschen Bank am wachsenden globalen Gebührenaufkommen stieg um mehr als 70 Basispunkte auf 2,6%, wodurch sich die Bank im globalen Ranking im Vergleich zum Gesamtjahr 2023 von Platz 11 auf 7 verbesserte (Quelle: Dealogic). Diese Entwicklung spiegelte die Stärke im Anleiheemissionsgeschäft und das wachsende Geschäft bei Fusionen und Übernahmen wider. Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC) stiegen die Erträge um 3% auf 4,6 Mrd. Euro, vor allem durch um 7% auf 1,6 Mrd. Euro gestiegene Erträge im Finanzierungsgeschäft. Bei den Euromoney „Awards for Excellence 2024“ wurde die Deutsche Bank als beste Investmentbank in Deutschland ausgezeichnet, während sie in der Umfrage 2024 der Fachpublikation Finance für die beste Beratung im Anleiheemissionsgeschäft, im Aktienemissionsgeschäft und bei Börsengängen sowie bei Fusionen und Übernahmen ausgezeichnet wurde.

In der Privatkundenbank sanken die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal um 3% auf 2,3 Mrd. Euro. Der Zinsüberschuss ging in einem Umfeld sich stabilisierender Zinsen um 7% zurück. Dem stand ein Wachstum bei Anlageprodukten gegenüber, entsprechend der Strategie der Privatkundenbank, die zinsunabhängigen Erträge zu steigern. Die Erträge im Personal Banking sanken um 7%, was auf höhere Absicherungs- und Refinanzierungskosten inklusive des Wegfalls der Verzinsung der Mindestreserve zurückging. Dies wurde zum Teil durch die mit zweistelligen Raten gewachsenen Erträge im Einlagengeschäft und höhere Erträge im Kreditgeschäft ausgeglichen. Im Wealth Management & Private Banking stiegen die Erträge im Vergleich zum zweiten Quartal 2023 um 3%. Bei Anlageprodukten wurden höhere Erträge verzeichnet, während bei Kreditprodukten die Erträge sogar zweistellig zulegten. Dies glich einen Ertragsrückgang im Einlagegeschäft mehr als aus. Das verwaltete Vermögen stieg im Quartal um 7 Mrd. Euro auf 613 Mrd. Euro, getragen von Nettomittelzuflüssen von 7 Mrd. Euro. In den ersten sechs Monaten sanken die Erträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3% auf 4,7 Mrd. Euro. Das Personal Banking verzeichnete einen Ertragsrückgang von 6% auf 2,6 Mrd. Euro, was teilweise durch einen Anstieg der Erträge im Bereich Wealth Management & Private Banking um 2% auf 2,1 Mrd. Euro ausgeglichen wurde. Die Nettomittelzuflüsse in der Privatkundenbank betrugen in den ersten sechs Monaten 19 Mrd. Euro, verglichen mit 10 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Das verwaltete Vermögen lag mit 613 Mrd. Euro um 48 Mrd. Euro höher als in den ersten sechs Monaten 2023.

In der Vermögensverwaltung stiegen die Erträge gegenüber dem zweiten Quartal 2023 um 7% auf 663 Mio. Euro. Hierbei legten die Verwaltungsgebühren um 6% auf 613 Mio. Euro zu, vor allem bei liquiden Anlageprodukten. Die höheren Verwaltungsgebühren waren vor allem auf den Anstieg des durchschnittlichen verwalteten Vermögens zurückzuführen. Die erfolgsabhängigen und transaktionsbezogenen Gebühren sanken von 57 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 10 Mio. Euro, was auf den Wegfall von erfolgsabhängigen Gebühren bei alternativen Anlagen zurückging. Das verwaltete Vermögen summierte sich zum Ende des zweiten Quartals 2024 auf 933 Mrd. Euro, nach 941 Mrd. Euro zum Ende des Vorquartals. Der Geschäftsbereich verzeichnete Nettomittelabflüsse von 19 Mrd. Euro, die niedrigmargige Mandate in den Bereichen Anleihen und Beratungsdienstleistungen betrafen. Dies wurde teilweise durch anhaltende Zuflüsse bei passiven Anlageprodukten sowie die positiven Auswirkungen steigender Marktbewertungen ausgeglichen.

In den ersten sechs Monaten stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6% auf 1,3 Mrd. Euro, aufgrund von um 5% auf 1,2 Mrd. Euro gestiegenen Verwaltungsgebühren. Dies glich einen Rückgang der erfolgsabhängigen und transaktionsbezogenen Gebühren von 68 Mio. Euro auf 27 Mio. Euro mehr als aus. Das verwaltete Vermögen lag mit 933 Mrd. Euro um 74 Mrd. Euro höher als zum Ende des ersten Halbjahrs 2023.

Bereinigte Kosten weiterhin im Rahmen der Erwartungen für die Kosten je Quartal im Jahr 2024

Die zinsunabhängigen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsquartal auf 6,7 Mrd. Euro, verglichen mit 5,6 Mrd. Euro im zweiten Quartal 2023. Ohne Berücksichtigung der Postbank-Rückstellung lagen sie bei 5,4 Mrd. Euro, ein Rückgang von 4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptsächlich durch diese Rückstellung stiegen die nicht-operativen Kosten von 655 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 1,7 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für Restrukturierung und Abfindungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie reduzierten sich im gleichen Zeitraum von 260 Mio. Euro auf 106 Mio. Euro.

Die bereinigten Kosten betrugen 5,0 Mrd. Euro und lagen damit weiter im Rahmen der Erwartungen für die Kosten je Quartal im Jahr 2024. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchsen sie um 2%. Der wie erwartet höhere Personalaufwand spiegelte zum einen Kosten für strategische Wachstumsinitiativen wider, zu denen Neueinstellungen sowie die Akquisition von Numis in Großbritannien gehörten, zum anderen Gehaltssteigerungen sowie buchhalterische Abgrenzungen für die variable Vergütung. Dies wurde weitgehend durch geringere Kosten für Technologie ausgeglichen, was die Anstrengungen der Bank bei der Straffung ihrer Technologieplattform sowie der Reduzierung ihrer Aufwendungen für Dienstleistungen widerspiegelt.

Zum Ende des zweiten Quartals lag die Zahl der Mitarbeitenden (intern, in Vollzeitstellen gerechnet) bei 89.470, ein Rückgang um 854 im Laufe des Quartals. Durch strategische Einstellungen wurden rund 900 Stellen im Zusammenhang mit Geschäftswachstum sowie in IT- und Kontrollfunktionen besetzt. Zudem wurden weitere externe Mitarbeitende eingegliedert. Diese Entwicklung wurde im Berichtszeitraum durch Personalabgänge mehr als kompensiert. Dies war auf operative Effizienzmaßnahmen zurückzuführen.

Im ersten Halbjahr stiegen die zinsunabhängigen Aufwendungen um 9% auf 12,0 Mrd. Euro. Im Vorjahreszeitraum lagen diese bei 11,1 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung der Postbank-Rückstellung sanken die zinsunabhängigen Aufwendungen auf 10,7 Mrd. Euro, ein Rückgang von 4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die bereinigten Kosten sanken im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2023 um 2% auf 10,1 Mrd. Euro.

Risikovorsorge bleibt begrenzt

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg im zweiten Quartal 2024 auf 476 Mio. Euro, nach 439 Mio. Euro im ersten Quartal 2024 und 401 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal 2024 belief sich die Risikovorsorge für Kredite, die weiterhin bedient wurden (Stufe 1 und 2) auf 35 Mio. Euro, getrieben von Portfoliobewegungen und dem Nettoeffekt von Overlays. Die Risikovorsorge für leistungsgestörte Kredite (Stufe 3) sank im Vergleich zum Vorquartal von 471 Mio. Euro auf 441 Mio. Euro. Die Rückgänge der Risikovorsorge in der Privatkundenbank wurden durch den Anstieg in der Unternehmensbank teilweise aufgezehrt – letzterer war hauptsächlich auf eine kleine Zahl einzelner Ausfälle zurückzuführen. Die Risikovorsorge in der Investmentbank, im Wesentlichen für gewerbliche Immobilienkredite, blieb gegenüber dem Vorquartal stabil.

In den ersten sechs Monaten lag die Risikovorsorge bei 915 Mio. Euro, verglichen mit 772 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. In der Unternehmensbank stieg die Risikovorsorge um 9% auf 198 Mio. Euro, während sie in der Privatkundenbank um 11% auf 367 Mio. Euro sank, was auf einen positiven Effekt aus dem Verkauf leistungsgestörter Kredite zurückzuführen war. Zudem war im Vorjahreszeitraum Risikovorsorge für eine geringe Anzahl an Einzelereignissen gebildet worden, was sich im Berichtszeitraum nicht wiederholte. Die Risikovorsorge in der Investmentbank war mit 313 Mio. Euro wesentlich höher als im ersten Halbjahr 2023. Hier machte sich im Wesentlichen die Lage im gewerblichen Immobiliensektor bemerkbar. Für das Jahr 2024 geht die Bank nun davon aus, dass die Risikovorsorge leicht über 30 Basispunkten des durchschnittlichen Kreditbuchs und damit über der bisherigen Erwartung liegen wird. Dies spiegelt zwar einen leichten Rückgang der Risikovorsorge für Gewerbeimmobilien wider, doch der Markt erholt sich langsamer als erwartet. Gleichzeitig schlagen sich hier Verbesserungen in der Unternehmensbank nieder.

Starke Kennziffern bei Kapital, Liquidität und Refinanzierung

Im zweiten Quartal verbesserte sich die harte Kernkapitalquote (CET1) der Bank auf 13,5%. Dies ging auf das höhere harte Kernkapital zurück, das geringere regulatorisch bedingte Kapitalabzüge widerspiegelte. Die starken operativen Ergebnisse glichen den negativen Effekt der Postbank-Rückstellung aus. Der RWA-Anstieg durch höhere RWA für operationelle und Marktrisiken wurde zum Großteil durch Fortschritte aus dem Programm zur Kapitaleffizienz ausgeglichen. Die Bank schloss am 11. Juli 2024 ihr Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 675 Mio. Euro ab. Inklusive der im Mai 2024 gezahlten Dividende von 0,45 Euro je Aktie summiert sich die Kapitalausschüttung im Jahr 2024 bislang auf 1,6 Mrd. Euro.

Die Verschuldungsquote verbesserte sich im zweiten Quartal leicht auf 4,6%, nach 4,5% im Vorquartal. Dieser Anstieg war hauptsächlich zurückzuführen auf die Emission einer AT1-Anleihe (zusätzliches Kernkapital) im Volumen von 1,5 Mrd. Euro. Die Verschuldungsposition blieb mit 1.262 Mrd. Euro in etwa unverändert zum Vorquartal.

Die Liquiditätsabdeckungsquote blieb zum Ende des Quartals stabil bei 136% und übertraf damit die regulatorische Anforderung von 100%. In absoluten Zahlen beträgt der Überschuss 58 Mrd. Euro. Die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio) lag mit 122% über der Zielspanne der Bank von 115% bis 120%. Dies entspricht einem Puffer von 110 Mrd. Euro gegenüber den aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Im Quartalsverlauf stiegen die Einlagen um 6 Mrd. Euro und lagen damit zum Ende des Quartals bei 641 Mrd. Euro.

Nachhaltige Finanzierungen erreichen kumuliertes Volumen von 322 Mio. Euro seit 2020

Die Bank (ohne DWS)³ hat im zweiten Quartal 2024 nachhaltige Finanzierungen und Anlagen (ESG) im Volumen von 21 Mrd. Euro ermöglicht. Damit stieg das kumulierte Gesamtvolumen seit Januar 2020 auf 322 Mrd. Euro.

In den Geschäftsbereichen entwickelten sich die Nachhaltigkeits-Volumina im zweiten Quartal wie folgt:

Die Unternehmensbank kam auf 4 Mrd. Euro an nachhaltigen Finanzierungen; damit erhöhte sich das kumulierte Volumen seit Anfang 2020 auf 62 Mrd. Euro.

In der Investmentbank betrug das Volumen 16 Mrd. Euro. Davon entfielen auf nachhaltige Finanzierungen 5 Mrd. Euro und auf Kapitalmarkt-Emissionen 11 Mrd. Euro. Damit betrug das Volumen seit Anfang 2020 kumuliert 196 Mrd. Euro.

In der Privatkundenbank lag das Volumen von ESG-Anlagen und -Neukrediten bei 2 Mrd. Euro. Damit betrug das kumulierte Volumen

64 Mrd. Euro seit Anfang 2020.

Zu den wichtigsten Transaktionen gehörten:

Die Bank war Senior Mandated Lead Arranger und Hedging Bank bei der Projektfinanzierung von H2 Green Steel in Höhe von 4,2 Mrd. Euro für das weltweit erste große grüne Stahlwerk, einschließlich der integrierten Produktion von „grünem“ Wasserstoff und „grünem“ Eisen, in Nordschweden.

Die Bank agierte als Joint Bookrunner, Sole Ratings Advisor und Sole Green Structuring Agent für die Senior Secured Green Notes von Continuum in Höhe von 650 Mio. US-Dollar, die vierte von der Deutschen Bank geführte Kapitalmarkttransaktion in Folge für Continuum, einen führenden Anbieter erneuerbarer Energien in Indien.

Die Bank fungierte als Kreditgeberin für HES International, einen führenden europäischen Betreiber von Mehrzweck-Terminals für Massengüter, für seine Refinanzierung in Höhe von 1 Mrd. Euro. Bei dem Kredit handelt es sich um ein nachhaltigkeitsbezogenes Darlehen, das über bestimmte Erfolgskennziffern verfügt, die eng mit dem Transitionsplan des Unternehmens verknüpft sind. Der Plan von HES International sieht vor, aus der Kraftwerkskohle im Laufe der Zeit auszusteigen und das Portfolio in Richtung anderer Rohstoffe zu diversifizieren.

Die Bank hat am 3. Juli 2024 ihren ersten Social Bond (Sozialanleihe) begeben und 500 Mio. Euro am Kapitalmarkt eingesammelt. Mit diesen Mitteln wird die Bank in den USA erschwinglichen Wohnraum finanzieren und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen für ältere, einkommensschwache und sozial benachteiligte Menschen ermöglichen. Die Emission stieß auf eine starke Nachfrage von Investoren und war 13-fach überzeichnet.

In ihrem eigenen Geschäftsbetrieb hat die Deutsche Bank ihren Verhaltenskodex angepasst sowie Anfang Juli konzernweite Pflichtschulungen eingeführt, wie mit nachhaltigkeitsbezogenen Risiken – entsprechend des Abschlussberichts der European Banking Authority (EBA) zu Greenwashing – umzugehen ist.

Die Bank hat im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements zwei neue Programme aufgelegt, die einkommensschwache Frauen in Indien und Kinder mit Migrationshintergrund in China mit finanzieller Bildung unterstützt.

Die Fortschritte der Bank beim Thema Nachhaltigkeit wurden auch durch einige Auszeichnungen belegt:

„Beste ESG-Beratung“ in der Bankenumfrage 2024 der Fachpublikation Finance

Einer der 50 besten Arbeitgeber 2024 beim Thema Geschlechtergleichstellung, vergeben durch die Zeitung The Times

Bester Arbeitgeber des Jahres im Bereich Finanzdienstleistungen von „InsideOut Mental Health“

Auszeichnung „Best ESG Solution“ in China, Indonesien und Indien sowie die Auszeichnung als „Best Trade Finance Solution“ für drei ESG-Transaktionen bei den „The Asset Awards“ 2024

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Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 910-00, Fax: +49 69 910-34 225, www.db.com

Banken und Sparkassen fragen Unternehmen immer häufiger nach Informationen über Nachhaltigkeitsengagement

Kreditzugang von Unternehmen in Deutschland ist schwieriger geworden

Eigenkapitalausstattung hat sich verbessert

Banken und Sparkassen thematisieren in Kreditverhandlungen mit Unternehmen immer häufiger das Thema Nachhaltigkeit. Das ist ein Ergebnis einer Unternehmensbefragung der KfW gemeinsam mit Spitzenverbänden sowie Fach- und Regionalverbänden der deutschen Wirtschaft.

Demnach gaben rund 27 % der Unternehmen, die in den vergangenen zwölf Monaten Kreditverhandlungen geführt haben, an, dass die Geldinstitute das Thema Nachhaltigkeit adressiert haben. Das ist zwar immer noch ein überschaubarer Anteil, allerdings ein wachsender: In der vorherigen Erhebung im Jahr 2022 lag er erst bei 18 %.

“Für Unternehmen ist es vorteilhaft, das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in den Fokus zu nehmen. Banken und Sparkassen beziehen aus regulatorischen Gründen und mit Blick auf das eigene Reputationsmanagement immer häufiger Nachhaltigkeitskriterien bei der Kreditvergabe ein. Dieser Trend wird sich weiter verstärken”, sagte Dr. Juliane Gerstenberger, Senior Economist der KfW.

Davon gehen auch die Unternehmen selbst aus. Vier von zehn befragten Unternehmen rechnen damit, dass das Thema Nachhaltigkeit bei Kreditverhandlungen künftig wichtiger wird. Allerdings glauben nur 34 % der Unternehmen, dass sie darauf bereits sehr gut oder gut vorbereitet sind.

Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass es großen Handlungsbedarf für die Erfassung von Nachhaltigkeitskennzahlen durch Unternehmen gibt. Besonders häufig fragten die Banken und Sparkassen in den Kreditverhandlungen nach Informationen über die Treibhausgasemissionen der Unternehmen sowie über deren Energie- und Stromverbrauch.

Ein weiteres Resultat der Unternehmensbefragung 2024: Das Finanzierungsklima für Unternehmen hat sich gegenüber der Vorerhebung vor zwei Jahren spürbar eingetrübt. Der Anteil der Unternehmen, welche die Aufnahme eines Kredits als leicht einschätzten, lag bei nur 35 % – das waren acht Prozentpunkte weniger als im Jahr 2022. Je kleiner die befragten Unternehmen waren, umso schwieriger gestaltete es sich für sie, eine Finanzierung zu bekommen.

Die Eigenkapitalausstattung der Unternehmen insgesamt hat sich verbessert. 37 % der befragten Firmen meldeten im Frühjahr, dass ihre Eigenkapitalquote innerhalb der zurückliegenden zwölf Monate gestiegen ist. “Damit setzt sich die Stabilisierung der Eigenkapitalsituation der Unternehmen nach dem Einbruch in der Corona-Krise fort”, sagte Dr. Juliane Gerstenberger.

Über die Unternehmensbefragung: Die Befragung wurde zum 22. Mal unter Unternehmen und Betrieben aller Größenklassen, Wirtschaftszweige, Rechtsformen und Regionen durchgeführt. An der Erhebung nahmen knapp 1.800 Unternehmen aus 17 Spitzen-, Fach- und Regionalverbänden der Wirtschaft teil. Sie erfolgte im Zeitraum zwischen Anfang März 2024 und Ende April 2024 und bildet im Wesentlichen die Situation und Stimmungslage im Jahr 2023 ab. Die Unternehmensbefragung 2024 “Finanzierungsklima aktuell eingetrübt – Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung” steht unter www.kfw.de/unternehmensbefragung zum Download zur Verfügung.

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KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

„Die privaten Banken sind bereit, die Energiewende zu finanzieren“, betont Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, bei der Veröffentlichung eines Positionspapiers.

„Damit das gelingt, müssen Investitionen rentabel sein. Der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht eine wettbewerbsfähige Energieversorgung. Die dafür notwendigen Investitionen lassen sich nur mit privatem Kapital stemmen.“ Die Zeit dränge, um die richtigen Rahmenbedingungen und Anreize für Investoren zu setzen, insbesondere mit Blick auf gesetzliche Vorgaben wie dem Wärmeplanungsgesetz.

„Große Infrastrukturprojekte der Energiewende sind mit hohen Kosten und Risiken verbunden, aber sie müssen sich wie jede andere Investition rechnen“, so Herkenhoff. Entscheidend für eine Finanzierung sei, dass der Kapitalnehmer die Kapitalkosten auch dauerhaft erwirtschafte und Erträge reinvestiere. „Damit Banken und private Geldgeber Investitionen in dieser Größenordnung tätigen können, müssen die Ziel-Unternehmen über eine solide Kapitalausstattung verfügen“, stellt Herkenhoff fest.

Eine große Herausforderung sei dabei, dass bereits heute viele Stadtwerke kaum noch neue Schulden aufnehmen könnten. Die anstehenden Großprojekte, vor allem der Ausbau und die dringend notwendige Modernisierung der Netzinfrastruktur, würden die Kapitalausstattung einiger Stadtwerke und privater Versorger überfordern.

Herkenhoff: „Für eine Finanzierung müssen Banken das Unternehmen und sein Geschäftsmodell verlässlich einschätzen können.“ Das setze Transparenz und eine gute Berichts- bzw. Datenqualität voraus.

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Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB), Burgstraße 28, D­-10178 Berlin, Tel.: 030/1663­0, Fax: 030/1663­1399, www.bankenverband.de

Deutsche Bank gleich in mehreren Top-Kategorien bei den „Euromoney Awards for Excellence“ erfolgreich.

Das Fachmagazin Euromoney hat die Deutsche Bank bei seinen „Awards for Excellence 2024“ als „World’s Best Bank for Corporates“ ausgezeichnet. Auch in Deutschland gibt es keine bessere Bank für Unternehmen („Best Bank for Corporates in Germany“), findet Euromoney. Außerdem belegte die Deutsche Bank erneut Platz 1 als „Beste Investmentbank in Deutschland“.

Die Auszeichnungen veranschaulichen die Fortschritte der Bank und zeigen, wie erfolgreich wir als globale Hausbank unsere Kunden bei deren eigener Entwicklung unterstützen.

Euromoney kommentierte seine Entscheidung: „Vor fünf Jahren hat Christian Sewing eine neue Unternehmensbank gegründet. Der Plan setzte auf die Stärken der Deutschen Bank, auf die sie baute und jetzt voll zum Tragen bringt. Neben großen Firmenkunden konnte die Bank so auch einen größeren Fokus auf den deutschen Mittelstand legen. Die Unternehmensbank war im vergangenen Jahr mit Abstand der profitabelste Bereich des Konzerns.“

Euromoney-Award-Global-Best-Bank-for-CorporatesFabrizio Campelli, im Vorstand der Bank für die Unternehmensbank und Investmentbank verantwortlich, sagte: „Bei unserer „Global Hausbank“-Strategie geht es darum, unseren Kunden die Leistungen der gesamten Bank anzubieten. Sie baut auf der Transformation auf, die wir vor fünf Jahren begonnen haben, mit dem Ziel, das Geschäftsmodell unserer Bank zu schärfen und eine widerstandsfähige und nachhaltig profitable Deutsche Bank zu schaffen.  Diese Auszeichnungen beweisen, dass wir nicht nur auf dem richtigen Weg sind, sondern auch klar die Richtung vorgeben und unsere Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen.“

David Lynne, Leiter der Unternehmensbank, sagte: „Diese Anerkennung unterstreicht die Stärke unseres globalen Netzwerks und unser großes Engagement für den dauerhaften Erfolg unserer Kunden auf der ganzen Welt. Es ist ein echter Beweis für unsere „Global Hausbank“-Philosophie, der bevorzugte Anbieter für unsere Kunden zu sein und alle ihre finanziellen Bedürfnisse im In- und Ausland zu bedienen.“

Die Auszeichnungen wurden bei der Preisverleihung der Euromoney Awards for Excellence in London von Jan-Philipp Gillmann, Chef der Unternehmensbank in Europa, Panos Stergio, Global Head of Institutional Client Group, Julian Schoof und David Feldmann, Head of Institutional Client Group EMEA und Head of Markets in Deutschland, Österreich und der Schweiz, entgegengenommen.

Spitzenpositionen in Investmentbank-Sparten

Zur Anerkennung der Deutschen Bank als „Beste Investmentbank in Deutschland“ sagte Euromoney: „Die deutschen Investmentbanking-Erträge verschafften der Deutschen Bank eine beeindruckende Positionierung im Dealogic-Ranking, weit besser als jeder regionale Wettbewerber.“ Dazu gehörten Spitzenpositionen in den Bereichen Fremd- und Eigenkapitalmärkte, Fusionen und Übernahmen sowie Kredite.“

Julian Schoof, Vertriebsleiter der Investmentbank in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sagte: „Wir freuen uns, dass die Deutsche Bank erneut als führende Investmentbank in unserem Heimatmarkt ausgezeichnet wurde. Unser Dank gilt unseren Kollegen in der gesamten Bank für ihre starke Partnerschaft und ihr Engagement sowie unseren Kunden für das tiefe Vertrauen, das sie weiterhin in die Deutsche Bank setzen.“

Über die Euromoney Awards for Excellence

Die Awards for Excellence von Euromoney wurden 1992 ins Leben gerufen und waren die ersten ihrer Art in der globalen Bankenbranche. Über 30 Jahre später sind sie in dieser Hinsicht immer noch der weltweite Goldstandard. Eine Redaktionsjury ermittelt die Bestleistungen in einem dreimonatigen Recherche- und Interviewprozess. Jedes Jahr nehmen über 600 Banken aus über 100 Ländern teil, kein anderer Branchenpreis ist so umfassend.

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Anträge von gemeinnützigen Organisationen möglich bis zum 15. September

Details und Förderantrag auf der Stiftungswebseite

CSR als wichtige Komponente in der Strategie der TARGOBANK

Die TARGOBANK Stiftung erweitert ihr Engagement für ökologische Nachhaltigkeit und startet ihre erste Förderrunde für Biodiversitäts-Projekte: Bis zum 15. September 2024 können gemeinnützige Organisationen bei der TARGOBANK Stiftung Unterstützung für Projekte beantragen, die sich dem Erhalt und der Wiederherstellung der biologischen Vielfalt widmen. “Die Bandbreite für Projekte ist dabei sehr groß,” erläutert Lars Goebel, Geschäftsführer der TARGOBANK Stiftung und deren stellvertretender Vorstandsvorsitzende. “Es ist grundsätzlich alles möglich: Von kleinen lokalen Organisationen, die Wildblumenwiesen in der Stadt pflanzen bis hin zu großen bundesweit aktiven Vereinen, die sich der Renaturierung von Mooren oder der Säuberung der Meere widmen.” Auf der Stiftungswebseite gibt es ein entsprechendes Antragsformular und Details zum Stiftungszweck und den Förderkriterien.

Corporate Social Responsibility (CSR) ist eine wichtige Komponente im strategischen Plan der TARGOBANK. Die TARGOBANK Vorstandsvorsitzende Isabelle Chevelard, die seit dem 1. Februar 2023 auch den Vorsitz der Stiftung innehat, erläutert: “Nachdem wir Ende 2023 das Grundkapital der Stiftung von 1,5 Mio. Euro auf 10 Mio. Euro aufgestockt haben, werden wir künftig jedes Jahr ein bis zwei Förderrunden zu festgelegten Themen öffentlich ausrufen. Ein Teil der Erträge des Kapitals fließt dann in die von einer Jury ausgewählten Projekte – der andere Teil geht an feste, langfristige Partnerprojekte.”

Die Jury setzt sich aus dem erweiterten Stiftungsteam, Mitarbeitenden der TARGOBANK und externen Expert*innen zusammen.

Einsatz für finanzielle Bildung, Klima- und Gesundheitsschutz

Die TARGOBANK Stiftung wurde im Jahr 1986 gegründet. Viele Jahre setzte sie sich dafür ein, das Verständnis der Menschen in Deutschland für ökonomische Zusammenhänge und finanzielle Grundlagen zu verbessern. Im Jahr 2020 wurde der Stiftungszweck entscheidend erweitert, um globale Herausforderungen wie Klima- und Gesundheitsschutz einzuschließen. Mit der Förderung nachhaltiger Entwicklungschancen für alle Menschen folgt die TARGOBANK Stiftung damit auch dem Stiftungszweck der Fondation Crédit Mutuel Alliance Fédérale.

Gesellschaftliche Dividende

Im Januar 2023 hat der Mutterkonzern der TARGOBANK mit der sogenannten ” Gesellschaftlichen Dividende” eine Innovation eingeführt. Ganz im Zeichen des Genossenschaftsgedankens setzt die Crédit Mutuel Alliance Fédérale damit ein neues und einzigartiges Zeichen gegen die Klimakrise und für gesellschaftliche Solidarität: Jedes Jahr werden 15 Prozent des konsolidierten Nettoergebnisses für die Finanzierung von Projekten zur ökologischen und solidarischen Wende mobilisiert – für das Jahr 2024 sind das 617 Mio. Euro. Die Hälfte der Gesellschaftlichen Dividende wird in einen Impact-Fonds zur sozialökologischen Transformation der Wirtschaft investiert. 35 Prozent werden für die Einführung von integrativen Bank- und Versicherungsdienstleistungen bereitgestellt. 15 Prozent der gesellschaftlichen Dividende fließen in die Fondation Crédit Mutuel Alliance Fédérale, um große Projekte für Solidarität und Umweltschutz auf lokaler und überregionaler Ebene zu unterstützen.

Über TARGOBANK

Die TARGOBANK verfügt über knapp 100 Jahre Erfahrung auf dem deutschen Bankenmarkt. Sie betreut 3,8 Millionen Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden.

Das Angebot für Privatkund*innen umfasst die Bereiche Konto & Karten, Kredit & Finanzierung, Sparen & Geldanlage, Vermögen & Wertpapiere sowie Schutz & Vorsorge. Angebote für Geschäfts- und Firmenkunden ergänzen ihr Geschäftsmodell: So bietet die TARGOBANK Absatzfinanzierungen für den Einzelhandel, über die Autobank Einkaufs- und Absatzfinanzierungen für den Kfz-Handel sowie Finanzprodukte für Klein- und Kleinstunternehmen, Selbstständige, freiberuflich Tätige und Gründer*innen an. Zum Leistungsspektrum im Firmenkundengeschäft gehören Unternehmens- und Sonderfinanzierungen für den gehobenen Mittelstand sowie Finanzierungen von Gewerbeimmobilien ebenso wie Zahlungsverkehr und Anlageprodukte. Darüber hinaus bietet die TARGOBANK Unternehmen Finanzierungslösungen in den Bereichen Factoring, Leasing und Investitionsfinanzierung an.

Der Schwerpunkt im Privat-, Geschäfts- und Firmenkundengeschäft liegt auf einfachen, attraktiven Bankprodukten, gutem Service sowie auf einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung. Um nah an ihren Kund*innen zu sein, betreibt die TARGOBANK rund 340 Standorte in mehr als 250 Städten in Deutschland und ist online sowie telefonisch im Kundencenter rund um die Uhr erreichbar. Die Bank kombiniert somit die Vorteile einer Digitalbank mit persönlicher Beratung und exzellentem Service in den Filialen und bei Kund*innen zuhause.

Hauptsitz der TARGOBANK ist Düsseldorf. Deutschlandweit beschäftigt sie 7.200 Mitarbeiter*innen. In Duisburg führt die Bank ein Kundencenter mit 2.000 Mitarbeiter*innen. Hinzu kommen Verwaltungsgebäude in Mainz (Factoring), Düsseldorf (Leasing & Investitionsfinanzierungen) und Frankfurt (Corporate & Institutional Banking). Als Tochter der genossenschaftlichen Crédit Mutuel Alliance Fédérale, einer der größten und finanzstärksten Banken Europas, ist die TARGOBANK eine sichere Partnerin für ihre Kund*innen.

Verantwortlich für den Inhalt:

TARGOBANK AG, Kasernenstraße 10, 40213 Düsseldorf, Tel: 0211/89841959, www.targobank.de

Auf den deutschen Kreditmarkt kommen stürmische Zeiten zu. Das von der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V. (BKS) und der Frankfurt School of Finance & Management berechnete NPL-Barometer zeigt, dass mit einer Zunahme von Kreditausfällen, Auslagerungen und Portfoliotransaktionen zu rechnen ist.

„Die Ergebnisse spiegeln die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland wider“, sagt Jürgen Sonder, Präsident der BKS. Und es könnte noch schlimmer kommen.

Das aktuelle NPL-Barometer Sommer 2024 weist mit einem Gesamtklima-Wert von 0,45 einen sehr hohen Stand auf. „Dieser liegt nur knapp unter dem Rekord von 0,46 aus dem Herbst 2023“, sagt Sonder. „Sowohl der Lage- als auch der Erwartungswert deuten auf steigende NPL-Bestände, sinkende Verkaufspreise und eine Zunahme von Portfolioverkäufen und Auslagerungen hin.“ Das NPL-Barometer dient als aussagekräftiger Indikator für das Marktrisiko, indem es sowohl die aktuelle Entwicklung als auch die Erwartungen des deutschen Kreditmarktes hinsichtlich notleidender Kredite (Non-performing Loans, kurz NPLs) erfasst und bewertet.

„Unternehmen und Privathaushalte sind seit Jahren durch multiple Krisen belastet“, sagt Sonder. „Die Auswirkungen registrieren wir jetzt zeitversetzt durch eine Zunahme der notleidenden Kredite in den Bankbilanzen.“ Für Prof. Dr. Christoph Schalast, Vorsitzender des BKS-Beirats und Professor für Mergers & Acquisitions und Europarecht an der Frankfurt School of Finance & Management, stehen gewerbliche Immobilienkredite im Fokus. „Projektentwickler und Bauträger sind aufgrund der Marktturbulenzen besonders ausfallgefährdet“, so Schalast. Aber auch bei Konsumentenkrediten, Wohnimmobilienkrediten und KMU-Krediten rechnen die Experten mit steigenden NPL-Quoten.

Das Gesamtvolumen der NPLs in deutschen Bankbilanzen wird laut Prognosen bis Ende 2024 auf über 40 Milliarden Euro ansteigen. Zuletzt meldete die European Banking Authority (EBA) für März 2024 NPL-Bestände in deutschen Banken in Höhe von 39,8 Milliarden Euro – ein Anstieg um acht Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. „Wir müssen uns auf ein neues Normal mit höheren NPL-Beständen einstellen“, so Schalast.

Einen wichtigen Impuls für den NPL-Markt setzt das Kreditzweitmarktgesetz (KrZwMG), das am 30. Dezember 2023 in Kraft getreten ist. Es schafft erstmals einen klaren Rechtsrahmen für den Kreditankauf und das Servicing notleidender Kredite in Deutschland und der EU. Aktuell haben die ersten beiden Kreditservicer, zwei BKS-Mitglieder, die Erlaubnis als Kreditdienstleistungsinstitut von der BaFin erhalten. Damit können sie künftig EU-weit als vollwertige Partner der Banken beim Management von NPLs agieren.

„Das KrZwMG ist ein Meilenstein für die Professionalisierung des NPL-Marktes“, sagt Sonder. „Es schafft Rechtssicherheit, stärkt den Verbraucherschutz und eröffnet neue Möglichkeiten für spezialisierte Dienstleister. Gerade in einem herausfordernden Umfeld ist das aktive Management notleidender Kredite entscheidend, um Werte zu erhalten. Allerdings wird der administrative Aufwand, der durch das Gesetz und die BaFin-Aufsicht entsteht, noch zu evaluieren sein.“

Zur Methodik

Gefragt wird nach der tatsächlichen Entwicklung innerhalb der vergangenen zwölf Monate und der erwarteten Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Dabei werden die NPL-Bestände, die Kaufpreise, die Nutzung von Verkäufen und Outsourcings, die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Entwicklungen auf den Immobilienmärkten unter die Lupe genommen. Das NPL-Barometer ist auf einer Skala von -1 bis +1 abgetragen. Werte im negativen Bereich der Skala sprechen für einen weniger aktiven NPL-Markt, während ein positiver Wert für höhere NPL-Bestände, mehr Transaktionstätigkeit und geringere Verkaufspreise spricht.

Über die BKS

Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) wurde 2007 gegründet, hat ihren Sitz in Berlin und vertritt die Interessen ihrer 40 im Sekundärmarkt tätigen Mitgliedsunternehmen in Deutschland. Bezogen auf das Transaktionsvolumen spiegeln die Mitglieder der BKS den größten Teil des deutschen Marktes wider. Die BKS setzt sich zusammen mit ihrem Beirat, der überwiegend aus Vertretern deutscher Kreditinstitute besteht, auf politischer und fachlicher Ebene für einen funktionierenden und transparenten Sekundärmarkt ein. Mit Portfoliotransaktionen und Servicing von NPLs (Non-performing Loans) sichern Kreditdienstleister die Liquidität des Bankensektors. Der Verkauf von notleidenden Darlehensforderungen hilft Banken, Sparkassen und Landesbanken, Risikostrukturen zu verbessern und Liquidität zu sichern, um Neukredite an Darlehensnehmer zu vergeben.

Verantwortlich für den Inhalt:

Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V., Marienstraße 14, 10117 Berlin, Tel: +49 (0) 30 204534-15, www.bks-ev.de

Quirin Privatbank und quirion steigern Kundenzahl zuletzt um 41 Prozent – Bank betreut 6,4 Mrd. Euro an Kundengeldern, quirion 2,6 Mrd. Euro

Beide Unternehmen wollen gemeinsam weiter wachsen, nächstes Ziel sind 10 Milliarden Assets under Management

Die Quirin Privatbank ( www.quirinprivatbank.de) betreut zusammen mit ihrer digitalen Tochter quirion ( www.quirion.de) erstmals mehr als 100.000 Kundinnen und Kunden – und erreicht damit einen weiteren wichtigen Meilenstein in der gemeinsamen Unternehmensgeschichte. 13.200 Kunden entfallen auf die unabhängig beratende und 2006 gegründete Quirin Privatbank, 86.800 Kunden auf die 2013 gegründete digitale Tochter quirion.

Bei den verwalteten Kundengeldern verhält es sich genau andersherum: Der Großteil, 6,4 Milliarden Euro, wird in der Quirin Privatbank betreut, 2,6 Milliarden Euro bei quirion. Insgesamt betragen die Assets under Management damit per Mitte Juli 9 Milliarden Euro.

“Dieses Wachstum ist vor allem das Resultat unserer absoluten Fokussierung auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden – sowohl bei der Quirin Privatbank als auch bei quirion”, erklärt Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank und Gründer von quirion. “Ich bin unglaublich stolz, was wir gemeinsam erreicht haben: Allein in den vergangenen 18 Monaten ist die Zahl unserer gemeinsamen Kundinnen und Kunden um 41 Prozent gewachsen, im Jahr 2022 um 26 Prozent.”

Doch das ist für Schmidt kein Grund, sich mit dem Erreichten zufriedenzugeben. Vielmehr seien die nächsten Wachstumsziele klar: “Wir haben die 10 Milliarden Euro an verwalteten Kundenvermögen fest im Visier und wollen mit unserem Wachstumsprogramm Q25+ in Zukunft noch mehr Kundinnen und Kunden von uns begeistern”, erklärt Schmidt weiter. Sowohl das Geschäftsmodell der komplett provisionsfreien und dadurch unabhängigen Beratung als auch die Unternehmensstrategie, Menschen in allen Lebens- und Vermögensphasen begleiten zu können, sind dafür die Grundlage. So betreut quirion vor allem jüngere Sparer, die am liebsten alles digital in einer App erledigen, und die Quirin Privatbank vorrangig Menschen, die bereits über umfassendere Vermögensstrukturen verfügen und einen entsprechenden persönlichen Beratungsbedarf mitbringen.

“Einer unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren ist es, dass bei uns einzig und allein der Kunde oder die Kundin entscheidet, wo und wie er bzw. sie betreut werden will – und diese Idee ist nach beiden Seiten durchlässig, das macht kaum ein anderes Haus in dieser Konsequenz”, führt Martin Daut, CEO von quirion aus. “Während andere Robos sich vom Markt verabschieden, wachsen wir stetig aus eigener Kraft. Und das werden wir auch in Zukunft tun. Wir haben die Mittel, die richtige Mannschaft und das nötige Mindset, um die nächsten großen Ziele zu erreichen.”

Über die Quirin Privatbank und quirion:

Die Quirin Privatbank unterscheidet sich von anderen Privatbanken durch ihr Geschäftsmodell: 2006 hat die Bank die im Finanzbereich üblichen Provisionen abgeschafft und berät Privatanleger seitdem unabhängig gegen Honorar, wie ein Architekt, Steuerberater oder Rechtsanwalt. Die Quirin Privatbank hat ihren Hauptsitz in Berlin, daneben ist sie an 14 weiteren Standorten bundesweit vertreten. 2013 gründete die Bank die digitale Geldanlage quirion, einen der mittlerweile führenden Robo-Advisor in Deutschland. quirion bietet Anlegerinnen und Anlegern eine professionelle Vermögensverwaltung mit kostengünstigen, effizienten Anlageprodukten an, die von den Renditechancen der internationalen Kapitalmärkte profitieren – ohne Mindestanlage bei Einmalanlagen und ab 25 Euro monatlich bei Sparplänen.

Verantwortlich für den Inhalt:

quirin bank AG , Kurfürstendamm 119, D­10711 Berlin, Tel.: +49 (0)30 89021­402,  www.quirinprivatbank.de

KfW-Kreditmarktausblick

Rückgang des Kreditneugeschäfts mit Unternehmen und Selbständigen verringert sich im ersten Quartal auf 3,9%

Schwache Investitionsausgaben dämpfen Finanzierungsbedarfe der Unternehmen

Mit nachlassenden Finanzierungskosten im zweiten Halbjahr wird Kreditneugeschäft gering wachsen

Zu Jahresbeginn 2024 blieb das von KfW-Research berechnete Kreditneugeschäft deutscher Banken mit Unternehmen und Selbstständigen zwar erneut hinter dem Vorjahresniveau zurück, stabilisierte sich jedoch mit dem überraschenden Wachstum der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal und dem Ende des Zinsstraffungszyklus seit dem Herbst deutlich. Nach zweistelligen Schrumpfungsraten in den Vorquartalen verringerte sich der Rückgang bei neuen Krediten auf nur noch 3,9% im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser langsame Erholungskurs dürfte sich weiter fortsetzen: Für das gerade abgelaufene zweite Quartal erwartet KfW Research eine Schrumpfung der Kreditneuvergabe um noch 2%, bevor ab dem dritten Quartal wieder niedrige positive Wachstumsraten möglich sind.

Über die letzten Monate hat sich der negative Einfluss der Anlageinvestitionen und des allgemeinen noch immer hohen Zinsniveaus auf die Kreditnachfrage der Unternehmen abgemildert. Erstmalig seit einem Jahr fragten die Unternehmen laut Bank Lending Survey nun auch wieder mehr Kredite für Lagerhaltung und Betriebsmittel nach. Das Kreditinteresse dürfte mit der wirtschaftlichen Stimmungsaufhellung weiter zunehmen. Zwar werden die Unternehmensinvestitionen nach dem schwachen ersten Quartal nun in der Jahresbetrachtung im Vergleich zum Vorjahr sinken, für das zweite Quartal ist jedoch mit zunehmenden Investitionsausgaben aufgrund steigender Absatzerwartungen mit der sich erholenden Auslandsnachfrage und dem verbesserten Geschäftsklima zu rechnen. Damit dürften die Unternehmensinvestitionen das Kreditneugeschäft vorerst wieder stärker stützen.

Von der Zinswende ist zunächst nur ein geringer Impuls auf die Kreditnachfrage zu erwarten. Die Kreditzinsen für Unternehmen bewegten sich seit Oktober 2023 seitwärts. Die Leitzinssenkung der EZB im Juni hatte der Markt hatte bereits eingepreist. Erst in der zweiten Jahreshälfte dürften die Kreditzinsen mit der langsam sinkenden Inflationsrate tendenziell abschmelzen und perspektivisch das Kreditneugeschäft stützen.

Auf der Kreditangebotsseite kommt der 2022 begonnene Straffungszyklus der Banken langsam zum Ende: Die Banken verschärften eigenen Angaben zufolge zu Jahresbeginn die Kreditkonditionen kaum noch. Auch die Ablehnungsquote von kreditinteressierten Unternehmen blieb nahezu unverändert zum Vorquartal. Die Banken sehen insbesondere in der deutschen Konjunkturschwäche und der Kreditwürdigkeit der Unternehmen hemmende Faktoren für die Kreditvergabe. Ein konjunktureller Aufschwung der deutschen Wirtschaft dürfte die Banken veranlassen, ihre strengen Vorschriften zu überdenken. Wenn sich der Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen in einigen Branchen hingegen fortsetzt, ist mit weiterhin restriktiven Kreditvergabekonditionen der Banken zu rechnen. Erste Anzeichen für eine Stabilisierung bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen bestehen jedoch bereits.

“Die Aussichten für eine nachhaltige Erholung des Kreditneugeschäfts haben sich verbessert, jedoch geht es nur langsam bergauf. Erst wenn sich die wirtschaftliche Aufhellung verstetigt und sich die Zinswende stärker in den Finanzierungskosten widerspiegelt, rechnen wir mit positivem Wachstum des Neugeschäfts. Aller Voraussicht nach wird dies erst im zweiten Halbjahr eintreffen”, fasst Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, die Ergebnisse des aktuellen KfW-Kreditmarktausblicks zusammen. “Allerdings beeinflusst auch Planungssicherheit die Investitionsentscheidungen der Unternehmen und damit ihre Finanzierungsbedarfe. Alles, was Unsicherheit erhöht, wie beispielsweise die Entwicklungen nach den Parlamentswahlen in Frankreich, der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im November, oder die Entwicklung von Handelskonflikten dämpft dabei das Investitionsinteresse von Unternehmen.”

Verantwortlich für den Inhalt:

KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

After the gold rush – Banken auf der Erfolgswelle.

Das gegenwärtig hohe Zinsniveau führt bei fast allen Banken zu Rekorderträgen. Nach Jahren des Niedrigzinses kommt dieser Ertragsregen genau zur richtigen Zeit. Verständlich, dass viele Banken diesen eindrücklichen Moment des Erfolges ausgiebig auskosten und sich für das Erreichte feiern. Als Mitarbeiterin des Jahres 2023 bietet sich aber eher Christine Lagarde an, die über die Zinspolitik der EZB diese Wohltat zu verantworten hat.

Dennoch ist Vorsicht geboten. Die Zinswende wird nicht ewig anhalten. Zu perspektivisch zurückgehenden Zinsüberschüssen kommen anhaltende operative Herausforderungen (komplexe Bankorganisationsmodelle, fehlende Digitalisierung, IT-Investitionsstau, …) sowie der demografische Wandel und ein herausfordernder Wettbewerb im Retail Banking.

Im aktuellen Retail Banking Kompass 2024 analysiert MOONROC die Einflussfaktoren und Trends und zeigt, wie Banking in Zukunft funktionieren kann.

AFTER THE GOLD RUSH – BANKING NACH DER ZINSWENDE

Die Zinswende, eingeleitet durch die EZB in 2022, hat zu einem unverhofften Geld- und Ertragsregen bei (fast) allen Banken in Deutschland geführt. Die Karten im Markt werden neu gemischt. Zinslastige Häuser haben in kürzester Zeit einen märchenhaften Aufschwung erfahren. Galten Kundeneinlagen und profanes Kundengeschäft im Niedrigzinsfeld noch als Belastung, sind sie nun der Garant für Zinsüberschüsse in ungeahnten Höhen. Ein Wirtschaftswunder 2.0, speziell für Banken.

DIGITALBANKEN UND NEOBANKEN ZÜNDEN TURBO – AND THE WINNER IS?

Ein höheres Zinsniveau bietet grundsätzlich mehr Optionen für wachstumsfokussierte Banken, Zinsspreads zu nutzen und aggressive Angebotskonditionen abzubilden. Es ist richtig, dass sich derzeit fast alle Banken ergebnistechnisch gut entwickeln. Richtig ist aber auch, dass sich parallel dazu einige neue Spieler in Lichtgeschwindigkeit weiterentwickeln. Die neuen Banking Superstars haben bewiesen, dass sie auch unterschiedliche zinspolitische Rahmenbedingungen erfolgreich meistern können. Einige der neuen Spieler überholen gar etablierte Banken, ohne dass diese es wirklich mitbekommen. Es scheint fast so, als wäre die jetzige Generation der FinTechs gekommen um zu bleiben.

Die aktuelle Marktsituation eröffnet auch Wettbewerbern mehr Wege, Nadelstiche zu setzen und Marktanteile zu gewinnen. Während einige Banken damit beschäftigt sind, sich für ihre zinspolitischen Erfolge ausgiebig feiern zu lassen, haben viele Direktbanken und einige neue Spieler längst wieder auf Angriff geschaltet.

TRÄGHEIT DER KUNDEN ALS WETTBEWERBSVORTEIL

Als Trägheit wird der Widerstand eines Körpers bezeichnet, den er einem von außen kommendem Impuls entgegensetzt. Physikalisch ist das Trägheitsgesetz im 1. Newtonschen Axiom definiert. Es beschreibt eine Kraft, die einen Körper in seinem Ruhezustand belässt.

Viele Banker kennen und schätzen das Trägheitsgesetzt auch in einem anderen Kontext. Einen trägen Kundenstamm sein Eigen zu wissen ist in vielerlei Hinsicht als Wettbewerbsvorteil einzustufen und wird in Branchentreffs wohlwollend goutiert.

Als träge Kunden gelten diejenigen Kunden, die, egal was passiert, einfach nichts tun. Nichts bringt sie aus der Ruhe. Ob große prozessuale Verfehlungen der Bank, ob signifikante Anhebung der Gebühren, ob das Nicht-Partizipieren-Lassen an den Zinserhöhungen, träge Kunden halten die Füße still und bewegen sich einfach nicht. Folglich sind träge Kunden für viele Banken ein wichtiger Stabilitätsanker. Diese Kunden sind mit wenig zufrieden. Banking liegt nicht in ihrem Hauptinteresse.

In Zeiten der Zinswende mutieren diese langweiligen und trägen Kunden zu Goldeseln. Banken müssen gegenüber diesen Kunden die steigenden Zinserträge nicht weiterreichen und können die neue Marge zu 100% bei sich verbuchen. Geldverdienen im Schlaf. Die Kunden schlafen, die Bank verdient.

Trotz aller Vorteile für Banken ergeben sich zwei Herausforderungen mit trägen Kunden. Erstens kann man sich nicht wirklich sicher sein, ob die Trägheit anhält. Wird der Druck und Impuls von außen zu groß, drohen auch ansonsten stabile Systeme zu kippen. Wie schnell das gehen kann, haben wir in den fast Bankpleiten Anfang 2022 gesehen, als bei verschiedenen etablierten Banken großflächig Einlagen abgezogen wurden und diese Banken innerhalb weniger Wochen in Schieflage geraten sind. Eine allzu große Wette auf die Trägheit der eigenen Kunden muss demnach gut überlegt sein. Zweitens bergen träge Kunden den Nachteil, dass diese hochresistent gegenüber zusätzlichen Produktkäufen sind. Die Bewegungsarmut bezieht sich auf alles. Möchte eine Bank ihre Provisionsumsätze mit Neuabschlüssen ankurbeln, sind diese Kunden meist schwer erreichbar.

DIE NEUE FLAGSHIP-FILIALE IST DAS SMARTPHONE – DAS SMARTPHONE ABER GEHÖRT DEN BIGTECHS

Die Revolution der Bankindustrie schreitet weiter voran. Die großen amerikanischen Technologieanbieter geben hierbei die Taktung vor. Banken nutzen die entwickelten Technologien und Möglichkeiten, um ihren Aktionsradius und ihre Reichweite zu erhöhen.

Die Finanzwelt wird immer weiter in die digitalen Ökosysteme der großen Plattformanbieter integriert. Ein Beispiel ist die neue ‘Tap to Cash’ Funktion von Apple. Hierbei kann eine Zahlung an ein anderes iPhone vorgenommen werden, indem die beiden Geräte lediglich nebeneinandergehalten werden. Der Vorgang ist technisch vergleichbar mit ‘AirDrop’, nur geht es jetzt um Finanzzahlungen, nicht einfache Dateiübertragungen.

Das Smartphone ist der neue Alltag der Kunden. Finanzlösungen, die nicht auf den gängigen Schlüsseltechnologien und Devices bereitgestellt werden können, existieren faktisch nicht. Das ist vergleichbar mit der analogen Welt. Wenn man auf dem physischen Marktplatz einer Stadt keine Filiale hatte, hat man selbstredend auch keinen Umsatz generiert. Nicht anders ist dies auf den modernen elektronischen Marktplätzen unserer Zeit. Hier findet zukünftig ein Großteil des Warenkonsums, der sozialen Interaktion und auch des täglichen Bankings statt.

ÜBERSETZUNGSDIENSTE, UM DIE GENERATION Z ZU VERSTEHEN, BOOMEN

Als Gen Z werden junge Menschen bezeichnet, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden. Selten hat eine junge Generation so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Warum?

Als erste Generation, die vollständig mit dem Smartphone aufgewachsen ist, steckt ihre Welt voller Abenteuer, voller Konsummöglichkeiten, Reisen und Erfüllung. Erfolgsgeschichten reihen sich an Erfolgsgeschichten. Und selbst im eigenen Freundeskreis machen so viele so coole Dinge. Soweit der Trugschluss.

Die Ernüchterung folgt beim Aufschlagen in der realen Welt. Erfolge zu erzielen ist hier weitaus schwieriger als gedacht. Für viele ist das Gewünschte gar unerreichbar. Die wirkliche Welt ist schlicht zu teuer, zu weit weg, außer Reichweite. Der Graben zwischen den Erwartungen und Wünschen der Gen Z und dem Angebot und der Wirklichkeit in der realen Welt ist groß, zu groß.

Die hieraus entstehende latente Unzufriedenheit und Desperateness führen zu Empfänglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen und damit zu neuen Verhaltensreaktionen. In der Freizeit muss es extremer werden. Privat fragt man sich, warum Kompromisse? Und im Beruflichen, weshalb erkennt eigentlich niemand meine Genialität?

FORTSCHRITT BEDEUTET SICH SELBST AUS DEM WEG ZU GEHEN

In Phasen der Weiterentwicklung neigen erfolgreiche Manager dazu, auf ihren Erfahrungsschatz zurückzugreifen. Sie haben bereits viel gesehen und sich womöglich schon ihre Erfolgsformel bereitgelegt. Dies verschafft Sicherheit, verstellt aber zeitgleich den Blick auf Möglichkeiten und Chancen, die sich anderweitig ergeben könnten. Es ist als erfahrener Manager nicht einfach, aus seinem ‘Erfolgstrott’ auszubrechen und wirklich Neues zuzulassen. Hierzu müssten Routinen gebrochen werden und man müsste bewusst neue Wege gehen. Die Unsicherheit der wirklich neuen Wege wird oft nicht in Kauf genommen. Weswegen ein Risiko eingehen?

Und so kommt es, wie es kommen muss. Die brandneue Strategie ähnelt doch sehr stark der alten. Der Apfel fällt auch hier nicht weit vom Stamm. Und so laufen wir bevorzugt die Wege, die wir bereits kennen und erwarten Neues zu entdecken. Dabei müssten wir längst erkennen, dass es einsam wird auf diesen Wegen. Und, wenn man tief in sich hineinhört, wünscht man sich selbst auch mehr Veränderung. Veränderung fängt aber bei einem selbst an. Und hier stehen wir uns noch allzu oft selbst im Weg.

Erfahrungen sind demnach kein Grundgesetz, welche in Stein gemeißelt sind. Sie sollten als Learnings begriffen werden, nicht als zwingender Masterplan für die Zukunft. Wenn Rahmenbedingungen sich grundlegend ändern, gilt: ‘Our past is a lesson, not a blueprint.’

FINTECH – BUZZWORD BINGO FATIGUE, JETZT ABER BUTTER BEI DIE FISCHE

Die Zeitenwende auf Zinsseite hat auch zu einem Umdenken auf Investorenseite geführt. Plötzlich hatte Kapital (Geld) wieder einen Preis. Zum einen konnte man risikofreie Renditen über klassische Anlageformen erzielen. Zum anderen musste man für Fremdkapital nun deutlich tiefer in die Taschen greifen.

Vorbei waren die Zeiten, in denen alle FinTech-Leader von Bühne zu Bühne und von öffentlichem Auftritt zu öffentlichem Auftritt hofiert wurden. Der Superstar-Faktor war rascher verflogen als er gekommen war.

Inzwischen träumen deutlich weniger FinTechs ihre Träume weiter. Viele habe es nicht geschafft. Vielen Kunden war die FinTech Revolution vielleicht auch egal. Viele Versprechungen waren vielleicht auch nur Versprechungen. Für einige der Spieler bedeutete dies Entlassungen, Umstrukturierungen und am Ende auch die Insolvenz.

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Über MOONROC:

Als führende Managementberatung berät und unterstützt MOONROC vor allem das Top-Management deutscher DAX und MDAX Unternehmen in Fragen der Strategie, digitalen/agilen Transformation, Vertrieb, Operations, IT und M&A. Das Angebot reicht von der Konzeption neuer Strategien über die Transformation zu einer agilen Organisation und der Entwicklung und Realisierung neuer, digitaler Geschäftsmodelle bis hin zur hochprofessionellen Steuerung komplexer Programme.

Die Berater/innen bei MOONROC zählen zu den führenden Experten/innen auf ihrem jeweiligen Fachgebiet. Sie unterstützen ihre Kunden in einer Vielzahl von Branchen wie Financial Services, Travel & Transport oder Public & Professional Services.

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MOONROC Advisory GmbH, Steinsdorfstraße 14, 80538 München, Tel: +49 (0) 151 42 20 29 20, www.moonroc.de

Konsolidierter Jahresabschluss 2023: Gewinn von 14,4 Milliarden Euro

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken einen konsolidierten Gewinn vor Steuern in Höhe von 14,4 Milliarden Euro. Dies ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahresergebnis in Höhe von 4,2 Milliarden Euro, das von zinsbedingten Bewertungseffekten geprägt war. Stärkste Treiber des Geschäftserfolgs 2023 waren neben Wertaufholungen in den Wertpapierportfolien vor allem das klassische Bankgeschäft der Genossenschaftsbanken mit ihren Kunden. So wuchsen die Bestände im Kreditgeschäft konsolidiert um 2,4 Prozent; die von Umschichtungen in laufzeitgebundene Produkte geprägten Kundeneinlagen bewegten sich mit 1.033 Milliarden Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um 8,6 Prozent auf 143,2 Milliarden Euro.

“Dieses starke Ergebnis ist wichtig, denn wir erleben einen umfassenden Wandel in Politik und Wirtschaft. Geopolitische Veränderungen, Demografie, Digitalisierung und Dekarbonisierung sind mit zahlreichen Risiken, aber auch Chancen verbunden. Die genossenschaftliche FinanzGruppe steht bereit für Investitionen in die Zukunft und ist stabil aufgestellt. Das Ergebnis 2023 ist auch ein Ausdruck der erfolgreichen gemeinsamen Strategiearbeit der genossenschaftlichen FinanzGruppe”, kommentiert Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), das Ergebnis. Für investitionsfreundliche Rahmenbedingungen seien aber konsequentere Schritte der Politik gefragt. “Die wirtschaftspolitischen Herausforderungen sind gewaltig. Es braucht eine echte wirtschaftspolitische Zeitenwende, um Deutschland wieder auf die Überholspur zu bringen. Die geplante Erleichterung der Abschreibungsbedingungen reicht bei Weitem nicht aus. Wir brauchen eine spürbare Unternehmensteuerreform, um die Investitionsbremse zu lösen und international nicht den Anschluss zu verlieren”, fordert Kolak. So könnten Arbeitsplätze für die Zukunft geschaffen werden. Das trage dazu bei, die Wirtschaft zu stützen, aber auch die demokratische Mitte zu stärken. Kolak: “Nur eine starke Mitte und ein starkes Europa kann den Fliehkräften an den äußeren politischen Rändern die Stirn bieten.”

Die Koalition habe mit dem jüngst vorgelegten Bundeshaushalt 2025 und der Wachstumsinitiative zwar an den richtigen Schrauben gedreht, aber lange nicht weit genug. “Die Bundesregierung muss deutlich stärker priorisieren, um den Standort Deutschland nachhaltig zu stärken. Wir brauchen eine nüchterne Wirkungsanalyse der Ausgaben, damit die öffentlichen Mittel künftig sparsamer und zielgerichteter eingesetzt werden können. Dadurch werden erhebliche Mittel für Zukunftsausgaben frei”, so Kolak.

Mit Blick auf die Transformation der europäischen Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit werden enorme Summen benötigt. Daher begrüßt der BVR, dass die Überlegungen zu einer europäischen Kapitalmarktunion Fahrt aufnehmen. “Für die Finanzierung der Transformation brauchen wir beides: Kapitalmärkte und Banken. Banken werden auch weiterhin den Großteil der Kreditfinanzierung leisten”, erklärt Kolak.

Reges Kundengeschäft, gute Kapitalausstattung

Der Zinsüberschuss stieg auf 24,1 Milliarden Euro; dies resultiert aus einem leicht wachsenden Kreditgeschäft mit auch risikoadäquateren Konditionen in der aktuell schwierigen Wirtschaftslage. Umschichtungen der Kunden in höherverzinsliche Passivprodukte führten 2023 zu vierfachen Zinsaufwendungen, die vor allem auf Kundenpassiva zu leisten waren. Durch reges Vermittlungsgeschäft sowie Zahlungsverkehr konnte der Provisionsüberschuss auf 8,8 Milliarden Euro zulegen.

In der um 0,3 Milliarden Euro auf 1,8 Milliarden Euro gestiegenen Risikovorsorge spiegeln sich die gedämpften Konjunkturaussichten, der Zinsanstieg und die Zunahme der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen wider. Nach minus 6,8 Milliarden Euro im Vorjahr drehte das Ergebnis aus Finanzanlagen auf plus 1,3 Milliarden Euro. Im Wesentlichen basiert dieser Effekt auf den Wertaufholungseffekten in den Wertpapierportfolien der Genossenschaftsbanken. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 1,3 Milliarden Euro auf 20,4 Milliarden Euro. Der Anstieg um 6,8 Prozent resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Personalkosten durch die bereits erfolgten inflationsbezogenen Maßnahmen. Im Jahr 2023 reduzierte sich die Aufwand-Ertrags-Relation beeinflusst durch die Bewertungseffekte von 77 Prozent im Vorjahr auf rund 56 Prozent. Bezogen auf das klassische Bankgeschäft, das diese Effekte ausklammert, zeigt sich ebenfalls eine positive Entwicklung von 69 Prozent auf 65 Prozent. Die konsolidierte Bilanzsumme stieg 2023 auf rund 1,6 Billionen Euro.

Ihre Eigenkapitalbasis hat die genossenschaftliche FinanzGruppe 2023 deutlich gestärkt. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich durch die Thesaurierung des Ergebnisses um 8,6 Prozent auf 143,2 Milliarden Euro. Die konsolidierte Kernkapitalquote sowie die Gesamtkapitalquote erhöhten sich jeweils um 0,6 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent beziehungsweise 16,2 Prozent. Die Kapitalausstattung der genossenschaftlichen FinanzGruppe ist sehr solide und für Risiken und kommende Finanzierungsbedarfe gut gerüstet. Dies bestätigen auch die großen Ratingagenturen: Sowohl Fitch mit AA- als auch Standard & Poor’s mit A+ beurteilen die genossenschaftliche FinanzGruppe im Branchenvergleich sehr gut; beide mit einem stabilen Ausblick.

Hintergrundinformation zur Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken:

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken, die Sparda-Banken, die PSD Banken, die genossenschaftlichen Kirchenbanken sowie die Spezialinstitute vereinen das Kapital der genossenschaftlichen FinanzGruppe – einschließlich der Zentralbank DZ BANK AG – fast vollständig auf sich. Sie betreuen über 30 Millionen Kunden, von denen 17,8 Millionen als Mitglieder Geschäftsanteile an den Kreditgenossenschaften halten. Die Eigentümerstruktur der genossenschaftlichen Bankengruppe ist damit sehr breit und vollständig in privater Hand.

Die Zentralbank und Verbundunternehmen, zu denen neben der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, der DZ HYP AG, der Union Asset Management Holding AG und der R+V Versicherung AG unter anderem auch die Münchener Hypothekenbank eG, VR Smart Finanz, die TeamBank AG und die DZ PRIVATBANK S.A. gehören, stellen den Volksbanken und Raiffeisenbanken Allfinanzprodukte und -leistungen zur Verfügung, die von den Genossenschaftsbanken im Rahmen ihrer jeweiligen Positionierung im Markt bedarfsgerecht angeboten werden können. Der BVR ist das strategische Kompetenzzentrum der genossenschaftlichen Bankengruppe und vertritt als Spitzenverband der Kreditwirtschaft bundesweit und international die Interessen der genossenschaftlichen Bankengruppe.

Der BVR betreibt ferner ein duales System der Institutssicherung. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft BVR Institutssicherung GmbH ist amtlich als Einlagensicherungssystem anerkannt und stellt – neben der Institutssicherung – den gesetzlichen Auftrag sicher, im Fall einer Bankinsolvenz die Entschädigung der Einleger nach Maßgabe des Einlagensicherungsgesetzes vorzunehmen. Die Sicherungseinrichtung des BVR gewährleistet als zusätzliches, freiwilliges System ebenfalls die Einlagensicherung über den Weg der Institutssicherung.

Verantwortlich für den Inhalt:

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Schellingstraße 4, ­10785 Berlin, Tel.: 030/20210,Fax: 030/2021­1900, www.bvr.de

Verbandsvorstandsvorsitzender Florian Rentsch verlängert seinen Vertrag bis 2030

Den schwierigen Rahmenbedingungen zum Trotz hat die Gruppe der Sparda-Banken das Jahr 2023 mit einem zufriedenstellenden operativen Ergebnis abgeschlossen. Nach dem Inflationsschock in den Jahren 2021 und 2022 hat sich die Ertragslage der Sparda-Gruppe am angespannten Markt stabilisiert. “Das gestiegene Zinsniveau ist für das Geschäftsmodell der Sparda-Gruppe grundsätzlich vorteilhaft. Wir konnten den Jahresüberschuss vor dem Hintergrund einer schwachen Konjunktur in 2023 deutlich steigern. Dieser kann sich mit 76,7 Mio. EUR (2022: 43,7 Mio. EUR) sehen lassen”, so Uwe STERZ, Vorstand des Verbandes der Sparda-Banken. Der Zinsüberschuss schoss mit 1.096,9 Mio. EUR (2022: 940,9 Mio. EUR) auf ein Rekordniveau. Ein Indikator für die positive Geschäftsentwicklung ist auch das Ausschüttungsvolumen für Dividenden, dass sich von 20,5 Mio. EUR auf 43,4 Mio. EUR erhöht hat. “Die Sparda-Banken haben die positive Zinsentwicklung an ihre Kunden und Mitglieder weitergegeben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die weitere Straffung der Geldpolitik durch die EZB und die wirtschaftlichen und geopolitischen Spannungen langfristig auf den Markt auswirken”, so Florian RENTSCH, Vorstandsvorsitzender des Verbandes.

Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehr steigen – Überschuss leicht rückläufig

Der Provisionsüberschuss lag bei 302,6 Mio. EUR mit einem Rückgang von 4 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert (2022: 314,5 Mio. EUR). “Das liegt vor allem an den höheren Aufwendungen für Vermittlerprovisionen externer Kreditplattformen”, so STERZ. Derweil sind die Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehr etwas gestiegen. Das Fondsgeschäft, das überwiegend über die Union Investment vermittelt wird, blieb ähnlich dem Vorjahresniveau bei 1,8 Mrd. EUR (2022: 1,9 Mrd. EUR). Beim Bausparen haben die Sparda-Banken 1,5 Mrd. EUR vermittelt (2022: 1,7 Mrd. EUR). Das Vermittlungsgeschäft bei Versicherungen lag im Volumen bei 46,6 Mio. EUR (2022: 95,2 Mio. EUR). “Wir haben mit dem Rückgang der Erträge im Vermittlungsgeschäft aufgrund der veränderten Zinssituation gerechnet und beobachten die Entwicklungen aufmerksam. Insbesondere Forderungen nach einem Provisionsverbot, die immer wieder auf die europäische Agenda zurückfinden, schaffen weitere Unsicherheiten am Markt, denen wir zusammen mit dem genossenschaftlichen Verbund aktiv entgegentreten”, erklärt RENTSCH.

Aktive Maßnahmen für die Kunden- und Mitgliedergewinnung – weiterhin hoher Mitgliederanteil

Hinsichtlich der rückläufigen Entwicklung der Kunden- und Mitgliederzahlen steuern die Sparda-Banken aktiv gegen und haben ihr Produktangebot an das veränderte Zinsumfeld angepasst. Neue Kontomodelle, zum Teil auch mit kostenlosen Girokonten, sowie attraktive Tages- und Festgeldangebote kommen bei den Kunden gut an. “Der Mitgliederrückgang ist deutlich geringer als im Vorjahr und der Anteil der Kunden, die gleichzeitig Mitgliedsanteile einer der elf Sparda-Banken gezeichnet haben, liegt im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei beachtlichen 84 Prozent. Neben dem angepassten Produktangebot bleiben die Sparda-Banken auch dem Filialgeschäft und der persönlichen Beratung vor Ort treu, die Zahl unserer Filialen ist nahezu gleichgeblieben”, so STERZ.

Erfolgreicher Tarifabschluss auf den Weg gebracht – IT-Transformation geht voran

Der Tarifabschluss der Sparda-Banken sowie die IT-Transformation haben Ressourcen gebunden, die sich im Verwaltungsaufwand widerspiegeln. Dieser ist in 2023 um 137 Mio. EUR (15 Prozent) gestiegen. Fast die Hälfte der Aufwendungen entfällt mit 58 Mio. EUR auf das Personal, weitere 79 Mio. EUR auf den Sachaufwand. Der höhere Verwaltungsaufwand wirkt sich erwartungsgemäß auf die Cost-Income Ratio aus, die sich von 74,6 Prozent im Vorjahr auf 76,7 Prozent verändert hat. “Es war richtig, einen eigenen Arbeitgeberverband unter Leitung des neuen Vorstandsvorsitzenden der Sparda-Bank Baden-Württemberg, Martin Buch, zu gründen, der mit Verdi die Tarifverhandlungen federführend geführt hat. Das betrifft zehn unser elf Sparda Banken. Mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2026 lässt dieser Abschluss auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der positiven Entwicklung der Gruppe angemessen teilhaben. Insbesondere jüngere Fachkräfte profitieren von einer höheren Ausbildungsvergütung. Damit senden wir ein klares Signal an den Arbeitsmarkt: Sparda ist ein hochattraktiver Arbeitgeber. Darüber hinaus wird die bis Ende 2025 abgeschlossene Konsolidierung der IT-Systeme bei dem gemeinsamen Dienstleister Atruvia die Sparda-Gruppe nochmal im Kern stärken. Wir sind mit dem Transformationsprozess sehr zufrieden. Die Sparda-Banken Augsburg und Ostbayern sind bereits erfolgreich zur Atruvia migriert, weitere fünf Häuser sind in Vorbereitung. Schlussendlich wird auch der Sparda Verband Anfang 2025 zur Atruvia wechseln”, sagt Vorstandsvorsitzender Florian RENTSCH.

Leichter Rückgang von Kundeneinlagen im veränderten Zinsumfeld – Bilanzsumme bleibt stabil

Im Einlagengeschäft zeigt sich eine moderate Verringerung mit 1,0 Mrd. EUR um 1,4 Prozent auf 73,2 Mrd. EUR (2022: 74,2 Mrd. EUR). “Die Entwicklung der Kundeneinlagen liegt insbesondere an den konditionenabhängigen Abgängen, auch schichten die Kunden ihre Spareinlagen zu Angeboten mit festen Laufzeiten um. Den Rückgang haben die Sparda-Banken in der ersten Jahreshälfte 2024 bereits größtenteils wieder aufgeholt”, so STERZ. Nachdem die zusammengefasste Bilanzsumme der Sparda-Banken im vergangenen Geschäftsjahr 2022 moderat gestiegen war, kommen die elf Sparda-Banken in 2023 zusammen auf 83,3 Mrd. EUR (2022: 84,9 Mrd. EUR). Das harte Kernkapital konnte um 182 Mio. EUR auf 5,7 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr (2022: 5,5 Mrd. EUR) gesteigert werden und liegt bei einer Quote von 17,6 Prozent (2022: 17,0 Prozent). Das Betriebsergebnis ist mit 328,8 Mio. EUR nach wie vor hoch (2022: 330,9 Mio. EUR), das Bewertungsergebnis schlägt mit -22,0 Mio. EUR (2022: 232 Mio. EUR) kaum zu Buche.

Kreditneugeschäft schwächer – Baufinanzierung weiterhin unter Druck

Vor dem Hintergrund belastender Faktoren wie einem stagnierenden Wohnungsbau und hoher Immobilienpreise ist das Kreditneugeschäft der Gruppe auf 5,6 Mrd. EUR um 22 Prozent zurückgegangen. “Das Baufinanzierungsgeschäft ist nach wie vor das Kerngeschäft der Sparda-Banken. “Wir werden nicht müde, eine Trendwende im Wohnungsbau und pragmatische Förderansätze für den Eigentumserwerb zu fordern. Die Erschwinglichkeit von Wohnimmobilien in Deutschland ist insbesondere bei sanierungsbedürftigen Objekten deutlich zurückgegangen, viele potenzielle Käuferinnen und Käufer schrecken angesichts der hohen Gesamtkosten vor einem Erwerb zurück. Dabei ist der Wunsch nach Eigentum trotz angespanntem Wohnungsmarkt und der wenigen Neubauprojekte weiter enorm hoch. Eine Abschaffung der Grunderwerbssteuer ist schon lange überfällig, ebenso eine effiziente Förderung von Sanierungen von Bestandsimmobilien und ein Umdenken der politischen Entscheidungsträger, dass hier zielgerichteter gehandelt werden muss”, sagt Vorstandsvorsitzender Florian RENTSCH.

Sanierungspotenziale am Immobilienmarkt voll ausschöpfen

Zu den Sanierungspotenzialen am Immobilienmarkt und den Kernergebnissen der diesjährigen Sparda-Wohnstudie berichtet Hanno KEMPERMANN, Geschäftsführer von IW Consult. “Die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung sind ambitioniert, der Sanierung von privaten Wohnimmobilien kann hier eine entscheidende Rolle zukommen. Es ist kein Geheimnis, dass die Einsparungen von CO2 bei staatlich geförderter Sanierung im Altbestand gigantisch sein können – die Ergebnisse der Wohnstudie bestätigen das. Eine Sanierung von 0,5 Prozent aller Wohnungen im Bestand könnte 1,1 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr im aktuellen Strommix einsparen, bei grünem Strom sogar das Dreifache”, so KEMPERMANN. “Um die Kundinnen und Kunden erfolgreich durch den Förderdschungel bis hin zu dem Erwerb einer sanierungsbedürftigen Bestandsimmobilie zu bringen, haben die Sparda-Banken in 2023 den “qualifizierten Nachhaltigkeitsberater” auf die Beine gestellt. Die Beraterinnen und Berater sind besonders darauf geschult, den Kunden den besten Überblick über energetische Sanierungsmaßnahmen und Finanzierungsmöglichkeiten zu verschaffen. Auch müssen die Anreize direkt am Verkaufszeitpunkt einer Immobilie ansetzen, denn da ist die Chance am größten, ein energetisch ineffizientes Gebäude auf einen vernünftigen Standard zu bringen. Die Sparda-Gruppe arbeitet intensiv daran, ihren Kundinnen und Kunden den Traum vom Eigenheim auch in Zukunft zu ermöglichen”, sagt Vorstandsvorsitzender Florian RENTSCH.

Florian RENTSCH verlängert Vertrag bis zum 30. Juni 2030

“Wir freuen uns sehr, dass Florian Rentsch unser Angebot zu einer Verlängerung seines Vertrages bis zum 30. Juni 2030 angenommen hat. Der Verband ist das Bindeglied der Sparda-Banken, das hat er gerade auch in den herausfordernden zurückliegenden Jahren gezeigt. Florian Rentsch hat hier als Vorstandsvorsitzender vieles auf die Beine gestellt, was wir mit ihm gemeinsam fortsetzen wollen” so Verbandsratsvorsitzender Stefan SCHINDLER.

“Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Verbandsrates und des Personalausschusses, auch über das langfristige Vertragsangebot, was ich sehr gerne angenommen habe. Der Verband der Sparda-Banken, den ich gemeinsam mit Uwe Sterz führen darf, ist sehr gut für die nächsten Jahre aufgestellt. Wir sind eine starke mittelständische genossenschaftliche Bankengruppe, mit der man rechnen muss”, so RENTSCH abschließend.

Über den Verband der Sparda-Banken:

Der Verband der Sparda-Banken e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist Prüfungsverband im Sinne des Genossenschaftsgesetzes. Als “Stabsstelle” ist er außerdem das Sprachrohr der Gruppe nach außen. Neben der Prüfung der Verbandsmitglieder obliegen dem Verband ebenso die Beratung und Betreuung der rechtlich und wirtschaftlich eigenständigen Sparda-Banken in genossenschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen, betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und personellen Angelegenheiten. Darüber hinaus übernimmt er die Aufgaben der Interessenvertretung und fördert die politische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Themen.

Über die Sparda-Gruppe:

Die Gruppe der Sparda-Banken besteht aus elf wirtschaftlich und rechtlich selbständigen Sparda-Banken in Deutschland. Mit rund 3,8 Millionen Kunden und 3,2 Millionen Mitgliedern gehören die Institute zu den bedeutendsten Retailbanken in Deutschland. Die Sparda-Banken sind genossenschaftliches Mitglied im Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) und Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Verantwortlich für den Inhalt:

Verband der Sparda-Banken e.V., Tower 185 – 17. Etage, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, 60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0) 69 / 79 20 94 – 160, www.sparda-verband.de

Der Vorstandssprecher der Privatbank DONNER & REUSCHEL, Marcus Vitt, verlässt zu Ende September 2024 das Unternehmen.

Er hat darum gebeten, dass sein Vorstandsvertrag nicht mehr verlängert wird. “In den letzten 22 Jahren ist unter meiner Ägide aus der Privatbank Conrad Hinrich Donner die DONNER & REUSCHEL-Gruppe geworden. Das war eine aufregende Zeit, und ich durfte viel gestalten”, sagt Vitt. “Nun möchte ich eine neue Herausforderung in der Bankbranche annehmen.” Seit 2002 hat sich die Bilanzsumme der Bank mehr als versechsfacht. Der Zinsüberschuss hat sich verzehnfacht, während sich die Mitarbeiterzahl in etwa verdreifacht hat. “Wir danken Marcus Vitt für seine bemerkenswert erfolgreiche Arbeit”, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende der Privatbank DONNER & REUSCHEL, Martin Berger. “Er hat – als Architekt von DONNER & REUSCHEL – die Bank zu dem gemacht, was sie heute ist.”

Vitt hat die Übernahme der Privatbank Reuschel und des Verwahrstellengeschäfts von Berenberg verantwortet. In der Niedrigzinsphase konnte er das Provisionsgeschäft deutlich ausbauen. “DONNER & REUSCHEL ist als Privatbank mit einem klaren Profil im Markt positioniert und damit gut für die Zukunft aufgestellt”, resümiert Berger. “Dies alles wäre ohne ein tolles Team nicht möglich gewesen. Dafür bedanke ich mich bei allen Mitarbeitenden”, sagt Vitt.

Derzeit ist DONNER & REUSCHEL in Gesprächen mit potenziellen Nachfolgern für die Position des Vorstandssprechers.

Verantwortlich für den Inhalt:

DONNER & REUSCHEL AG , Privatbank seit 1798 , Ballindamm 27, D-20095 Hamburg Tel: (040) 30 217.5337, Fax: (040) 30 217.5600, www.donner-reuschel.de

Mehr als jedes dritte Bankgeschäft erledigen sie über eine App  –  70 Prozent der 18- bis 39-Jährigen bevorzugen digitale Beratungsangebote

Um Geld zu überweisen und ihre Kontoauszüge einzusehen, nutzen die Deutschen häufiger eine Banking-App. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der über die App erledigten Bankdienstleistungen um vier Prozentpunkte auf 36 Prozent gestiegen. Damit liegen die Apps dicht hinter den Online-Portalen der Banken, die derzeit für 38 Prozent der Bankgeschäfte genutzt werden. Die Bedeutung der Internetseiten hat über die Jahre abgenommen: 2023 wurden noch 42 Prozent der Geldgeschäfte über das Portal getätigt, im Jahr davor sogar 45 Prozent. Generell sind digitale Wege jedoch am beliebtesten, nur noch durchschnittlich 20 Prozent der Bankgeschäfte erledigen die Deutschen vor Ort in der Filiale. Trotzdem soll den Bankkund*innen auch ohne Vor-Ort-Besuch ein fester Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das sind Ergebnisse der repräsentativen “Postbank Digitalstudie 2024”.

Online-Apps bevorzugen vor allem 18- bis 39-Jährige: Während die sogenannten Digital Natives für 45 Prozent ihrer Bankgeschäfte eine mobile Anwendung nutzen, erledigen die ab 40-Jährigen nur 33 Prozent auf diese Weise. Die “Digital Immigrants” besuchen hingegen häufiger das Online-Portal ihrer Bank: Die Älteren tätigen 42 Prozent ihrer Überweisungen und Co. derzeit über ihren Internet-Browser, die Jüngeren nutzen diesen nur für 27 Prozent ihrer Geldgeschäfte. Digital Natives zeigen sich auch eher gegenüber einer Kommunikation per Telefon oder sonstigen Kanälen aufgeschlossen als diejenigen im Alter von 40 Jahren und darüber. Für immerhin elf Prozent ihrer Bankanliegen rufen die Jüngeren per Telefon, Handy oder Videokonferenz ihre Bank an – fast dreimal so häufig wie die ab 40-Jährigen (vier Prozent).

58 Prozent legen auch online Wert auf feste Berater*innen in ihrer Bank

Die Vorzüge des Online-Bankings liegen nach Ansicht der Befragten auf der Hand: Rund um die Uhr Zugriff auf alle wichtigen Finanzdaten wie Kontoauszüge, Depot-/Wertpapierstände und -abrechnungen (89 Prozent), Unabhängigkeit von den Öffnungs- und Sprechzeiten der Bank (88 Prozent) sowie Komfort und Zeitersparnis (87 Prozent). 80 Prozent achten auch auf die Gebühren, die beim Online-Banking oft geringer ausfallen als in der Filiale. Neben den Annehmlichkeiten des digitalen Bankings sind die Deutschen beim Thema Sicherheit mehrheitlich (55 Prozent) skeptisch. Sie haben Bedenken gegenüber Hackern, Datenklau oder Betrug durch Identitätsdiebstahl. Dennoch spielen Bankfilialen für 72 Prozent eine immer geringere Rolle, weil sie nahezu alles über digitale Kanäle erledigen können. Die Bedeutung von Bankberater*innen wird hingegen höher eingeschätzt: 58 Prozent der Befragten legen weiterhin Wert auf eine persönliche Beratung durch feste Ansprechpartner*innen – egal über welchen Kanal sie den Kontakt zum Kreditinstitut suchen.

“Trotz der zunehmenden Nutzung digitaler Services bleibt die persönliche Beratung ein wesentlicher Faktor für die Zufriedenheit der Kund*innen. Diese Beratung wird aber immer öfter auch digital, etwa durch Videokonferenzen, stattfinden. Auch das zeigt unsere Studie”, sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank. “Es ist unser Ziel, eine gute Balance zwischen innovativen digitalen Angeboten und persönlichem Service und Beratung zu schaffen Dabei nehmen wir die Bedenken unserer Kund*innen hinsichtlich der Sicherheit sehr ernst und investieren kontinuierlich in entsprechende Maßnahmen, um ihnen ein sicheres und vertrauenswürdiges Online-Banking-Erlebnis zu bieten.”

Mehr als jede*r Dritte eröffnet ein Konto lieber in der Bankfiliale als online

Schon heute würden 70 Prozent der 18- bis 39-Jährigen lieber digitale Beratungsangebote wie Videokonferenzen führen, anstatt persönlich in einer Bankfiliale vorbeizuschauen – das sind elf Prozentpunkte mehr als die ab 40-Jährigen. Entsprechend hoch ist der Anteil der Jüngeren (78 Prozent), für die Bankfilialen immer weniger relevant sind, weil sie die meisten Geschäfte online erledigen. Trotzdem gibt es noch Dienstleistungen, für die einige Bankkund*innen den Besuch der Filiale vorziehen. Darunter fallen vor allem persönliche Anliegen: Für eine Kontoeröffnung oder einen -wechsel vertrauen 35 Prozent der Deutschen eher den menschlichen Berater*innen in der Filiale als einem digitalen Kanal. Auch wenn es um Finanz- und Anlageberatung geht, kommen ebenso viele gern persönlich vorbei. Einen Kredit beantragen 30 Prozent der Kund*innen lieber vor Ort, 28 Prozent schließen Versicherungen bevorzugt in der Filiale ab. Andere Leistungen sind bequemer online oder mobil erhältlich: Nur 13 Prozent holen ihren Kontoauszug noch persönlich in der Filiale ab und 14 Prozent füllen Überweisungsträger vor Ort aus.

Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2024

Für die “Postbank Digitalstudie 2024 – Die digitalen Deutschen” wurden im April dieses Jahres 3.171 Einwohner*innen befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im zehnten Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2021 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.

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Postbank – eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Friedrich-Ebert-Allee 114-126, 53113 Bonn,Tel: +49 (0)228 920 -0, Fax: +49 (0)228 920 -35151, www.postbank.de